15.06.2017 Aufrufe

Musiker Magazin 02/2017

Deutscher Rock & Pop Preis 2017 – Konzept, Anmeldung Martin Engelien – Als Bassist hat man die Macht der Musik in seinen Händen Kesh – Der junge Rapper aus derNähe Berlins mischt seine deutschen Texte mit Genres wie Funk, Rock und Pop HIGH ROLLER – Hard rockin’ groovin’ Band from Germany! Judith Holofernes – „Ich bin das Chaos“ STONE DIAMOND – Das Rock-Chamäleon Interview mit PIZZICO DI SOLE MANDRAGORA THURINGIA – Epic Folk Metal aus dem Kyffhäuser Kreis ANDY OST – „Bock auf Leben“ bst für Veranstaltungen – Interview mit Matthias Becker Jimmy Cornett & The Deadmen Fleadh – „Irish music flying high“ Die Historie der Rock- & Popmusik: Teil 7: Jimi Hendrix – das unerreichte Genie Offener Brief an die GEMAVorsitzenden des Aufsichtsrats Prof. Dr. Enjott Schneider und des Vorstands Dr. Harald Heker „Die Musikbranche ist ein Herzensding“ – Experten lehren das ABC des Musikmanagements am TA Bildungszentrum Gagen-Ausfallversicherung

Deutscher Rock & Pop Preis 2017 – Konzept, Anmeldung

Martin Engelien – Als Bassist hat man die Macht der Musik in seinen Händen

Kesh – Der junge Rapper aus derNähe Berlins mischt seine deutschen Texte mit Genres wie Funk, Rock und Pop

HIGH ROLLER – Hard rockin’ groovin’ Band from Germany!

Judith Holofernes – „Ich bin das Chaos“

STONE DIAMOND – Das Rock-Chamäleon

Interview mit PIZZICO DI SOLE

MANDRAGORA THURINGIA – Epic Folk Metal aus dem Kyffhäuser Kreis

ANDY OST – „Bock auf Leben“

bst für Veranstaltungen – Interview mit Matthias Becker

Jimmy Cornett & The Deadmen

Fleadh – „Irish music flying high“

Die Historie der Rock- & Popmusik:
Teil 7: Jimi Hendrix – das unerreichte Genie

Offener Brief an die GEMAVorsitzenden des Aufsichtsrats
Prof. Dr. Enjott Schneider und des Vorstands Dr. Harald Heker

„Die Musikbranche ist ein Herzensding“ – Experten lehren das ABC des Musikmanagements am TA Bildungszentrum

Gagen-Ausfallversicherung

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C 10973 F | N o 2/2017 | 3,00 Euro

Kulturzeitschrift für Rock & Pop Musiker

www.musiker-online.tv

Martin Engelien

Als Bassist

hat man die Macht der Musik

in seinen Händen

Andy Ost

„Bock auf Leben“

Stone

Diamond

Das Rock-Chamäleon

Mandragora

Thuringia

Folk Metal aus

dem Kyffhäuser Kreis

Die Historie

der Rock- & Popmusik:

Jimi Hendrix

Das unerreichte Genie

JUDITH

HOLOFERNES


MUSIC IS OUR PASSION


DEUTSCHER ROCK & POP MUSIKERVERBAND E.V.

DEUTSCHE POPSTIFTUNG,

MUSIKER MAGAZIN UND ERPAM

PRÄSENTIEREN

Die verschiedenen „Deutschen Rock- und Pop-Preise“

werden in folgenden Sparten verliehen:

8 Hauptkategorien:

Rock, Pop, Hard Rock, Funk & Soul,

Alternative/Independent, Singer-Songwriter, Singer, Country

64 Nebenkategorien:

Rock, Pop, Funk & Soul, Hard Rock, Alternative, Metal, Jazz-Rock, Rhythm & Blues, New Age,

Reggae, Latin-Pop, Folkrock, Country, Gospel, Musical, Punk, Fusion-Jazz-Rock,

Gothic/Wave, Weltmusik, Hip-Hop, Schlager

25 Sonderkategorien:

Filmmusik, Kinderlieder, Experimental, Fusion, Hardcore, Industrial, Progressiv, Ska, New Metal,

Trance, Elektronik, Dancehall, Elektropop, Blues, Rock’n’Roll/Rockabilly, Cover/Revival, A Capella

28 Sonderauszeichnungskategorien:

Tonstudio, Independent-Label, Independent-Musikverlag, Booking-Agentur, Musikmanager, Musikproduzent,

Förderung der Rock- & Popmusik, neuer Rock- & Popkünstler, CD-Album (deutschsprachig), CD-Album (englischsprachig),

Studioaufnahme, Single, Song (deutschsprachig), Song (englischsprachig),

Musikvideo, beste Komposition, deutscher Text, Booklet und Inlaycard, Instrumentalband, Instrumentalsolist,

Instrumentalalbum, bester Gitarrist, bester Keyboarder, bester Schlagzeuger,

bester Bassist, bester Percussionist, bestes Arrangement, bestes Blasinstrument

an Nachwuchsmusikgruppen, Einzelmusiker & SängerInnen sowie an Profimusiker

Anmeldegebühren pro Kategorie: € 20,– DRMV-Mitglieder / € 30,– DRMV-Nichtmitglieder (Bitte den Bewerbungsunterlagen beilegen.)

Teilnahmegebühr: € 150,– je Hauptkategorie bei Auswahl durch die Bundesjury

(Kostenlos: 50 Festival-Eintrittskarten im Wert von € 1000,– für eigene Gäste/Fans)

Teilnahmegebühr: € 100,– je Sonder- oder Nebenkategorie bei Nominierung durch die Bundesjury

(Kostenlos: 50 Festival-Eintrittskarten im Wert von € 1000,– für eigene Gäste/Fans)

INFOS: Deutsche Popstiftung • Kolberger Straße 30 • 21339 Lüneburg

Tel: 0 41 31/ 23 30 30 • Fax: 0 41 31/2 33 03 15 • E-Mail: info@drmv.de / info@deutschepopstiftung.de

Gefördert aus Mitteln der Deutschen Popstiftung,

des Deutschen Rock & Pop Musikerverbandes e.V., des Kulturellen Jugendbildungswerkes e.V.

Bisher publiziert und gesendet vom ZDF (Heute Journal, Aspekte, 3SAT), der ARD (BR, SWF, SR, WDR, NDR, HR) sowie VH-1 und SAT1.

Jährlich publiziert über dpa in über 2.000 Tageszeitungen und Musikzeitschriften.

9. Dezember 2017, Kongresszentrum Siegerlandhalle – Siegen


10 FESTIVAL

35. DEUTSCHER

ROCK & POP PREIS 2017

am 9. Dezember 2017, Kongresszentrum Siegerlandhalle – Siegen

1. ZIEL/KONZEPT

In 2017 werden zum 35. Mal insgesamt über

125 „Deutsche Rock & Pop Preise“ der verschiedensten

musikalischen Bereiche an heraus ra -

gende Nachwuchsmusikgruppen, Nachwuchs -

einzel künstler/-innen sowie zum ersten Mal

durch eine Fachjury ausgewählte professionelle

Musik gruppen und Einzelkünstler/-innen mit

Ton trä ger vertrag verliehen. So sollen auch in diesem

Jahr Nachwuchskünstler so unterschiedlicher

musik stilistischer Bereiche wie Rock, Pop,

Country, Hard & Heavy, Alter native, Weltmusik,

Reggae, Funk & Soul u.v.a.m. geehrt werden.

Einziges Kriterium ist dabei der künstlerische

Anspruch. In ihrer kulturellen und künstlerischen

Aus rich tung steht diese Kultur ver an stal -

tung damit im bewussten Gegensatz zu bisherigen

Veranstal tungszeremonien von Industrie -

preisen und TV-Anstalten.

Durch die Auszeichnung in über 125 verschiedenen

Musikgenres wird der heutigen musikalischen

Vielfalt im Bereich der Rock- & Pop musik

Rechnung getragen. Damit soll erreicht werden,

dass sich möglichst viele Musikgrup pen, Einzel -

künstlerinnen und -künstler in ihrer Stilistik wiederfinden.

Diese Kulturveranstaltung soll wie bisher als

Platt form des kreativen Nachwuchses, aber auch

als Treffpunkt einzelner etablierter Künstler/

-innen und Persönlichkeiten des musikalischwirtschaftlichen

Umfeldes dienen.

2. FINANZIERUNG

Diese Kulturveranstaltung wird im Wesent li -

chen – wie in den vergangenen Jahren auch –

durch die Deutsche Popstiftung, den Deutschen

Rock & Pop Musikerverband e.V. und die am

Wettbewerb beteiligten Musikgruppen und

Künstler/-innen finanziert.

Von allen Bewerbern dieses bundesweiten

kulturellen Wettbewerbs wird – ebenfalls wie in

den Jahren zuvor – ein Solidarbeitrag in Form

einer geringen Anmeldegebühr verlangt. Alle

durch die Bundesjury ausgewählten Final teil -

nehmer sowie durch die Bundesjury nominierten

Preisträger der Neben- und Sonderkate -

gorien zahlen außerdem einen Teilnahme be trag

pro Musiksparte, um die Selbstfinanzierung dieses

musikereigenen Kulturfestivals auf Bundes -

ebene zu gewährleisten. Diese solidarische

Ge mein schafts finanzierung ist in Deutsch land

einmalig: Damit wird auch der 35. Deutsche

Rock & Pop Preis wieder ge meinschaftlich finanziert

durch die Stiftungs- und Verbands trä ger,

die ca. 3 000 Mu sik grup pen, Musi kerinnen und

Musiker im Deutschen Rock & Pop Musiker -

ver band e.V. sowie durch die über 1 000 Teil -

neh mer dieses Festivals.

3. KATEGORIEN

Im Gegensatz zu anderen deutschen Musik -

preisen werden die Deutschen Rock & Pop

Preise 2017 in über 125 verschiedenen musikstilistischen

Bereichen verliehen. Weitere Preise

können an herausragende etablierte Musik -

gruppen, Musikerinnen und Musiker sowie in


FESTIVAL 11

den Unterkategorien „Bester Gitarrist”, „Bester

Keyboarder”, „Bester Schlagzeuger”, „Bester

Bassist”, „Beste Komposition” etc. verliehen

werden. Hierfür kann man sich direkt bewerben.

Die Bundesjury entscheidet, ob besondere

Leistungen in diesen Bereichen vorliegen.

FOLGENDE EINZELKATEGORIEN

WERDEN AUSGESCHRIEBEN:





8 Hauptkategorien

64 Nebenkategorien

25 Sonderkategorien

28 Sonderauszeichnungskategorien

Durch die differenzierte Auswahl an Kate go -

rien und Unterkategorien wird gewährleistet,

dass eine große Anzahl vielversprechender

Musik gruppen, Interpreten und Künstler/-innen

in musikhistorisch bedeutenden, aber bisher

bei Preisverleihungen vernachlässigten Musik -

rich tungen ebenfalls gewürdigt werden können.

In den acht Hauptkategorien werden die Final -

aus scheidungen (und/oder Halbfinal vor ent -

scheide) tagsüber live am Festivalort auf der

Bühne er folgen. In den übrigen Kategorien entscheidet

die Bundesjury allein aufgrund des

eingeschickten Materials über eine Nominie -

rung bzw. Aus zeichnung bei der Preisver lei hung.

Mit der Aufnahme von Kategorien, die sich

mit dem künstlerischen und technischen Um -

feld einer CD-Produktion und des Musik ma na -

ge ments auseinandersetzen (Studioproduktion,

CD-Design, Independent-Label, Künstler agentur

etc.), sollen – wie im Vorjahr – auch diese an -

son sten im Schatten von künstlerischen Aus -

zeich nungen stehenden Firmen und Personen

geehrt werden.

Jede Band/jeder Künstler kann sich mit einer

CD/einem Musikvideo pro Kategorie (möglichst

eine Liveaufnahme) bei der Deutschen Pop -

stiftung für die verschiedenen Kategorien be -

werben.

ANMELDEGEBÜHR:

DRMV-Mitglieder 20,– Euro,

DRMV-Nichtmitglieder 30,– Euro.

Nach dem Bewerbungsschluss am 15. Juli

2017 ermitteln unabhängige Expertenjuroren,

die von der Deutschen Popstiftung eingesetzt

werden, die Teilnehmer am Finale und die

Preisträger der Neben- und Sonderkategorien

des 35. Deutschen Rock & Pop Preises 2017.

Mithilfe eines detaillierten Bewertungsbogens

(Arran ge ment, Instrumentierung, Gesang, Text,

Kom position, Originalität, Kreativität etc.)

ermittelt die Festivaljury die live im Finale des

35. Deutschen Rock & Pop Preises 2017 auftretenden

Musikgruppen und Einzelinterpreten

der Hauptkategorien. Um eine gerechte Preis -

ver leihung zu gewährleisten, kann die Bundes -

jury, wenn die Einordnung den Juroren passend

erscheint, Preise auch in anderen als den

durch die Künstler ursprünglich beworbenen

Katego rien zuerkennen.

4. PREISVERLEIHUNG/FESTIVAL

Die Teilnehmer am Finale des 35. Deutschen

Rock & Pop Preises 2017 erhalten durch die

Deutsche Popstiftung eine Einladung nebst Teil -

nahmeformular. Die in allen Sparten und Be -

reichen nominierten Bands und Künstler/-innen

werden persönlich eingeladen. Erst die Rück -

sendung des ausgefüllten Teilnahmeformulars

und die Entrichtung der Teilnahmegebühr in

Höhe von 150,– Euro je Hauptkategorie sowie

100,– Euro je Sonder- oder Nebenkategorie (je

zuerkannter Preissparte) garantieren die Teil nah -

me am 35. Deutschen Rock & Pop Preis 2017.

Die Finalisten (Einzelkünstler/-innen und Musik -

gruppen) der Hauptkategorien erhalten im Ge -

genzug je 50 Eintrittskarten im Gesamtwert von

1 000,– Euro für den eigenen Gäste-/Fan kreis

(s. zusätzliche Publikumsabstimmungen), die

ausgezeichneten Preisträger der Sonder- und

Nebenkategorien erhalten ebenfalls je 50 Ein -

trittskarten im Gegenwert von 1000,– Euro für

die eigenen Gäste/Fans. Mit der Nichtrück sen -

dung des Anmeldeformulars und der Nicht ent -

richtung der Teilnahmegebühr verfällt die Teil -

nah me und Preiszuerkennung.

Die Ergebnisse der Wahl und Auszeichnung

durch die Festivaljury werden auf der Home -

page des DRMV www.musiker-online.tv und

durch die Kulturzeitschrift musiker Magazin

nach dem Festival veröffentlicht.

Die jeweils ersten Preisträgerbands der

Haupt kategorien „Rock“, „Pop“ und „Alter-

na tive“ erhal ten eine einjährige kostenlose Mit -

glied schaft im DRMV und ein einjähriges

Rechts- und Fachberatungsprogramm. Die teil -

nehmen den Preisträger der verschiedensten

Deut schen Rock & Pop Preise 2017 erhalten

als Auszei ch nung eine Ehrenurkunde. Die jeweils

ersten Preis träger der Hauptkategorien erhalten

zu sätzlich einen Rock- & Pop-Oscar.

INFOS: WWW.MUSIKER-ONLINE.COM/

DEUTSCHER-ROCKPOP-PREIS

ANMELDUNG:

MUSIKER-ONLINE.COM/ANMELDUNG

TEXT: OLE SEELENMEYER

FOTOS: LUDWIG CZAPLA


12 STORIES

MARTIN

ENGELIEN

»Als Bassist hat man

die Macht der Musik in

seinen Händen.«

MM: Du bist schon lange im Musikbusiness

tätig – sowohl als Musiker (Bassist) als auch

als Produzent. Wie hat sich der Musikmarkt

verändert?

MARTIN ENGELIEN: Die größte Veränderung ist,

dass Musik heute keine große Wertschätzung

mehr entgegengebracht wird. Die Qualitäts maß -

stäbe sind entgleist. Es wird immer schwieriger,

mit Musik seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Neue Technologien bewirken neue Denkweisen.

Man muss damit leben, muss flexibel bleiben.

Bei spielweise ein Konzert: Ursprünglich einzigartig,

konnte es mit Erfindung des Rundfunks in

alle Welt übertragen werden, mit Erfindung der

mechanischen Aufzeichnung reproduziert werden,

und als die Bilder laufen lernten, auch gesehen

werden. Man bezahlte mit Freuden, es war

die Sache wert. Musiker konnten davon recht

gut leben und weiterhin ihrer Kunst frönen. Heute

kann jeder seine musikalischen Darbietungen

zeitgleich gestreamt auf alle Bildschirme dieser

Welt schicken oder in HD auf diversen Platt for -

men zum Anschauen und Hören freigeben, ohne

dafür einen Cent zu erhalten. Doch heute wie

damals zählt: Man muss eine Idee haben, dieser

folgen und sie mit aller Kraft umsetzen. Man muss

für sie leben und seinen Visionen folgen.

MM: Wieso bist du Bassist geworden?

MARTIN: Weil der Bass das mächtigste Instru ment

ist. Als Bassist hat man die Macht der Musik in

seinen Händen. Leider fällt das nur auf, wenn er

nicht dabei ist. (lacht)

MM: Du bist mit der Klaus Lage Band und

„1001 Nacht“ berühmt geworden. Siehst du

das als deinen größten musikalischen Er folg

oder gab es da andere Dinge?

MARTIN: Das war ein großartiges Erlebnis. Du

machst Musik und irgendwann hörst du deinen

Song bei allen Radiosendern. Diesen in TV-Shows

wie „Wetten, dass …?“ zu präsentieren, war

Wahn sinn. Die erste Goldene Schallplatte ist die

schöns te. Darum zählt es zu einem großen

Erfolg in meinem Leben. Es gibt einige Stationen

in meinem Leben, die offensichtlich nicht spektakulär

er schei nen, mir aber viel bedeuten. Zum

Beispiel, dass ich mit 21 Jahren mit Toto Blanke

und Charlie Mariano auf einer europaweiten Tour

unterwegs war. Oder dass mich Lothar Meid in

das Ge heimnis der „Straight Eights“ eingeweiht

hat. Davon lebe ich heute noch. Großartig war

auch, dass ich Jazzmusiker Albert Mangelsdorff

kennenlernen durfte, sein erfolgreichstes Album

pro duziert habe und fünf Jahre lang mit ihm auf

Tour gehen konnte. Zu meinem größten musikalischen

Erfolg zähle ich, dass ich die Welt bereise

und erlebe.

MM: Was war dein schönstes Bühnen er leb -

nis?

MARTIN: Bei der Menge an Konzerten und

schönen Erlebnissen auf der ganzen Welt, was

soll ich da benennen? Ich habe auf der Bühne

des Okie Dokie in Neuss geheiratet. Eine echte

Rock’n’Roll-Hochzeit. Jedes Mal, wenn ich diese

Bühne betrete, denke ich an meinen Hochzeits -

tag – das ist schön.

MM: Warum hast du ein eigenes Studio,

eigenes Label und einen eigenen Musik ver -

lag gegründet?

MARTIN: Da ich schon immer an Songs gebas -

telt habe, hatte ich sehr früh einen Vier-Spur-

Kassettenrecorder mit eingebautem Mischpult.

Als mehr Geld zur Verfügung stand, kam ein

Acht-Spur-Tonbandgerät mit einem 24-Kanal-

Mischpult ins Haus. Parallel habe ich in großen

Studios unsere ersten Schallplattenaufnahmen

überwacht. Zeitgleich wuchs der Bekannt heits -

grad der Klaus Lage Band, und Klaus bot mir an,

Songs zu produzieren. Das machte Spaß. So

wuchs mein Studio mit meiner Erfahrung. Heute

befindet es sich in Düsseldorf. Das Label A1

Records und den Flower Town Music Verlag

gründete ich 2001. Damals erkannte ich, dass die

Zukunft in der Eigenvermarktung liegt, weil die

Plattenindustrie untergehen wird.

MM: Du gibst Bass-Workshops, tourst damit

sogar. Wie kam es dazu?

MARTIN: Mein Lebensmotto: Einfach, aber effektiv!

Ich hatte schon immer auf der Bühne gern

Material, das im Bühnenstress einfach zu bedienen

ist und großartig klingt. Mitte der 80er habe

ich angefangen, meine Ideen in die Musik in dus trie

einzubringen. Als Produktspezialist und Marken -

botschafter gebe ich Workshops und Clinics in

der ganzen Welt.

MM: Schaffst du es überhaupt noch, ab und

zu mal Bass zu spielen?

MARTIN: Ich zelebriere rund 150 bis 180 Kon -

zerte pro Jahr. Da spiele ich immer Bass. (lacht)

MM: Wie geht es bei dir weiter? Welche Pläne

hast du für die kommenden zwei bis fünf

Jahre?

MARTIN: Ich freue mich auf jeden Tag, den ich

mit Musik verbringen kann. Mit Musik-Machen,

Musik-Hören, Musik-Kümmern. Einen großen Teil

des Tages verbringe ich mit Organisation. Von

nichts kommt nichts. Neben meinen Konzert ak -

tivitäten geht es im Herbst auf eine große Tour.

Einige Produktionen stehen an, im Studio und für

mein Label. Mein Kalender ist prächtig gefüllt.

MM: Und danach? Rente?

MARTIN: Ich denke nicht in Zeit. Ich bin Musiker.

WEB: WWW.MARTINENGELIEN.DE

INTERVIEW: JANINA HEINEMANN

FOTO: MARKUS ROOSEN

musiker MAGAZIN 2/2017


ANMELDUNG

35. DEUTSCHER ROCK & POP PREIS 2017

Hiermit melde ich mich/uns für den Deutschen Rock & Pop Preis 2017 an.

FESTIVAL 13

Band/Künstler/-in: .........................................................

Ansprechpartner/-in: ......................................................

Straße: ..........................................................................

PLZ Ort: ........................................................................

Bundesland: ..................................................................

Tel.: ...............................................................................

Mobil: ............................................................................

Fax: ....................................................................................

E-Mail: ................................................................................

Internet: ..............................................................................

DRMV-Mitgl.-Nr.: ................................................................

GEMA-Mitglied?: ❑ nein ❑ ja:

❑ angeschl. ❑ außerord. ❑ ordentlich

Anmeldungen in mehreren Sparten sind möglich.

Anmeldegebühr pro Musiksparte: EUR 20,– DRMV-Mitglieder /EUR 30,– DRMV-Nichtmitglieder

Die Anmeldegebühren in Höhe von EUR ............ ❑ in bar beigelegt ❑ als Scheck beigelegt ❑ per Überweisung

Bankverbindung: Deutsche Popstiftung, Postbank Hamburg, IBAN: DE08 2001 0020 0964 2792 08, BIC: PBNKDEFF

Dieses Anmeldeformular, CD und Bewerbungsgebühr bitte spätestens bis 15. Juli 2017 an:

Deutsche Popstiftung, Bewerbung 2017, Kolberger Str. 30, 21339 Lüneburg

Teilnahmegebühr: EUR 150,– je Sparte in der Hauptkategorie bei Auswahl durch die Bundesjury.

(Kostenlos: 50 Festival-Eintrittskarten im Wert von EUR 1.000,– für eigene Gäste/Fans)

Teilnahmegebühr: EUR 100,– je Sparte in den Sonder- oder Nebenkategorien bei Nominierung durch die Bundesjury.

(Kostenlos: 50 Festival-Eintrittskarten im Wert von EUR 1.000,– für eigene Gäste/Fans)

35. DEUTSCHER ROCK & POP PREIS 2017: HAUPTKATEGORIEN

Bitte gewünschte Musiksparte(n) ankreuzen und CD (pro Sparte eine CD!) beilegen! Der jeweils 1. Song wird gewertet!

❑ 1

❑ 2

❑ 3

❑ 4

❑ 5

❑ 6

❑ 7

❑ 8

Deutscher Rock Preis (beste Rock-Band)

Deutscher Pop Preis (beste Pop-Band)

Deutscher Hard Rock Preis (beste Hard’n’Heavy-Band)

Deutscher Funk & Soul Preis (beste Funk/Soul-Band)

Deutscher Alternative Preis (beste Alternative-Band)

Deutscher Singer-Songwriter Preis (beste(r) Solosänger(in) – Wertung: Eigenkomposition und Stimme)

Deutscher Singer Preis (beste(r) Solosänger(in) – Wertung: Stimme)

Deutscher Country Preis (beste Country-Band)

In 2017 können sich auch

professionelle Musikgruppen und Musiker/-innen

mit Labelvertrag bewerben!

35. DEUTSCHER ROCK & POP PREIS 2017: SONDERKATEGORIEN

❑ 9

Beste Filmmusik

❑ 18

Beste Tranceband

❑ 26

Beste A-Capella-Band

❑ 10 Bestes Kinderlieder-Album

❑ 11 Beste Experimentalband

❑ 12 Beste Fusionband

❑ 13 Beste Hardcoreband

❑ 14 Beste Industrialband

❑ 15 Beste Progressivband

❑ 16 Beste Skaband

❑ 19

❑ 20

❑ 21

❑ 22

❑ 23

❑ 24

Beste Electronic-Band

Bester Electronic-Interpret

Bestes Dancehall-Album

Beste Elektropopband

Bestes traditionelles Blues-Album

Beste Rock’n’Roll/Rockabillyband

❑ 27

❑ 28

❑ 29

❑ 30

❑ 31

❑ 32

Beste Fusion-Jazz-Rockband

Beste Punkband

Beste Gothic/Wave-Band

Beste Schlagersängerin

Bester Schlagersänger

Bestes Weltmusikalbum

❑ 17

Beste New-Metal-Band

❑ 25

Beste Cover/Revivalband

❑ 33

Bestes Hip-Hop-Album


EINSENDESCHLUSS: 15. JULI 2017

2/2017 musiker MAGAZIN


14 FESTIVAL

35. DEUTSCHER ROCK & POP PREIS 2017: NEBENKATEGORIEN

Bitte gewünschte Musiksparte(n) ankreuzen und CD (pro Sparte eine CD!) beilegen! Der jeweils 1. Song wird gewertet!

BEREICH ROCK:

❑ 34 Beste Rocksängerin

❑ 35 Bester Rocksänger

❑ 36 Bester Rocksong

❑ 37 Bestes Rockalbum

BEREICH POP:

❑ 38 Beste Popsängerin

❑ 39 Bester Popsänger

❑ 40 Bester Popsong

❑ 41 Bestes Popalbum

BEREICH FUNK & SOUL:

❑ 42 Beste Funk-&-Soul-Sängerin

❑ 43 Bester Funk-&-Soul-Sänger

❑ 44 Bester Funk-&-Soul-Song

❑ 45 Bestes Funk-&-Soul-Album

BEREICH HARD ROCK:

❑ 46 Beste Hard-Rock-Sängerin

❑ 47 Bester Hard-Rock-Sänger

❑ 48 Bester Hard-Rock-Song

❑ 49 Bestes Hard-Rock-Album

BEREICH METAL:

❑ 50 Beste Metal-Sängerin

❑ 51 Bester Metal-Sänger

❑ 52 Beste Metal-Band

❑ 53 Bester Metal-Song

❑ 54 Bestes Metal-Album

BEREICH JAZZ-ROCK:

❑ 55 Beste Jazz-Rock-Sängerin

❑ 56 Bester Jazz-Rock-Sänger

❑ 57 Beste Jazz-Rock-Band

❑ 58 Bester Jazz-Rock-Song

❑ 59 Bestes Jazz-Rock-Album

BEREICH ALTERNATIV:

❑ 60 Beste Alternativ-Sängerin

❑ 61 Bester Alternativ-Sänger

❑ 62 Bester Alternativ-Song

❑ 63 Bestes Alternativ-Album

BEREICH NEW AGE:

❑ 64 Beste New-Age-Band

❑ 65 Bester New-Age-Song

❑ 66 Bestes New-Age-Album

BEREICH RHYTHM & BLUES:

❑ 67 Beste Rhythm-&-Blues-Sängerin

❑ 68 Bester Rhythm-&-Blues-Sänger

❑ 69 Beste Rhythm-&-Blues-Band

❑ 70 Bester Rhythm-&-Blues-Song

❑ 71 Bestes Rhythm-&-Blues-Album

BEREICH REGGAE:

❑ 72 Beste Reggae-Sängerin

❑ 73 Bester Reggae-Sänger

❑ 74 Beste Reggae-Band

❑ 75 Bestes Reggae-Album

BEREICH LATIN-POP:

❑ 76 Beste Latin-Pop-Sängerin

❑ 77 Bester Latin-Pop-Sänger

❑ 78 Beste Latin-Pop-Band

❑ 79 Bester Latin-Pop-Song

❑ 80 Bestes Latin-Pop-Album

BEREICH FOLKROCK:

❑ 81 Beste Folkrocksängerin

❑ 82 Bester Folkrocksänger

❑ 83 Beste Folkrockband

❑ 84 Bester Folkrocksong

❑ 85 Bestes Folkrockalbum

BEREICH COUNTRY:

❑ 86 Beste Country-Sängerin

❑ 87 Bester Country-Sänger

❑ 88 Bester Country-Song

❑ 89 Bestes Country-Album

BEREICH GOSPEL:

❑ 90 Beste Gospel-Sängerin

❑ 91 Bester Gospel-Sänger

❑ 92 Beste Gospelgruppe

❑ 93 Bester Gospel-Song

❑ 94 Bestes Gospel-Album

BEREICH MUSICAL:

❑ 95 Beste Musicalsängerin

❑ 96 Bester Musicalsänger

❑ 97 Bestes Musicalalbum

(Pro Einzelsparte können bis zu 3 Preisträger ausgezeichnet werden!)

Die Anmeldeformulare können auch unter www.musiker-online.tv heruntergeladen werden.

35. DEUTSCHER ROCK & POP PREIS 2017: SONDERAUSZEICHNUNGSKATEGORIEN

MUSIKBUSINESS:

❑ 98 Bestes Rock-/Pop-Tonstudio (Preis-Leistungs-Verhältnis)

Bew.: CD, Studioausstattung, Mietpreis etc.

❑ 99 Bestes kreatives Independent-Label (Rock & Pop)

Bew.: Produktionsübersicht (CD), Vertriebswege etc.

❑ 100 Bester Independent Musikverlag (Rock & Pop)

Bew.: Künstlerübersicht, Vermarktungsstrategie etc.

❑ 101 Beste Booking-Agentur (Rock & Pop)

Bew.: Künstler-, Konzert- und Tourneeübersicht

❑ 102 Erfolgreicher Musikmanager (Rock & Pop)

Bew.: Künstler- und Vermarktungsunterlagen

❑ 103 Erfolgreicher Musikproduzent (Rock & Pop)

Bew.: Künstler- und Produktionsangaben, CD

❑ 104 Kulturpreis für die Förderung der Rock- & Popmusik

in Deutschland

Bew.: Auf Empfehlung – keine Gebühren fällig!

MUSIKPRODUKTION:

❑ 105 Bester neuer Rock- und Popkünstler des Jahres

❑ 106 Bestes CD-Album des Jahres (deutschsprachig)

❑ 107 Bestes CD-Album des Jahres (englischsprachig)

❑ 108 Bester Song des Jahres (deutschsprachig)

❑ 109 Bester Song des Jahres (englischsprachig)

❑ 110 Beste Studioaufnahme des Jahres

❑ 111 Beste Single des Jahres

❑ 112 Bestes Musikvideo

❑ 113 Beste Komposition

❑ 114 Bester deutscher Text

❑ 115 Bestes Booklet und Inlaycard

❑ 116 Beste Instrumentalband

❑ 117 Bestes Instrumentalalbum

INSTRUMENTALISTEN:

❑ 118 Bester Instrumentalsolist

❑ 119 Bester Gitarrist

❑ 120 Bester Keyboarder

❑ 121 Bester Schlagzeuger

❑ 122 Bester Bassist

❑ 123 Bester Percussionist

❑ 124 Bestes Arrangement

❑ 125 Bestes Blasinstrument

musiker MAGAZIN 2/2017

EINSENDESCHLUSS: 15. JULI 2017


STORIES 15

DAS IST

KESH

Der junge Rapper aus

der Nähe Berlins

mischt seine deutschen

Texte mit Genres

wie Funk, Rock und Pop.

Hinter ihm steht eine

Band, die mit groovigen

Rhythmen, verträumten

Gitarrenriffs und

starken Solos die Musik

steuert.

MM: KESH gibt es seit 2014. Was steht dahinter, wer oder was

genau ist Kesh?

KESH: KESH ist ein gutaussehender Rapper mit einer großen Nase. (lacht)

Nein, Kesh ist Max Meißner aus Fürstenwalde/Spree in Brandenburg. Als

ich mit Rapmusik anfing, meinte mein Dad zu mir, ich solle mich „MC Pleite“

nennen, weil ich kein Geld hatte. Ich drehte das um und kam von „Money“

zu „Kesh“. Nun versuche ich, mit deutschen Texten und meiner Musik er -

folgreich zu werden.

MM: So reiner Rap ist das nicht, irgendwie fließt ganz viel mit ein.

Beschreibe deinen Musikstil.

KESH: Ich mag es, Rap mit Musikgenres wie Funk, Rock oder Pop zu

mischen: verträumte Gitarrenriffs, starke Soli. Das macht die Art des Rap

interessant. Um ehrlich zu sein, sehe ich mich selbst nicht wirklich als

Rapper. Ich benutze den Stil, um mich auszudrücken.

MM: Wer sind deine musikalischen Vorbilder?

KESH: Auch wenn ich musikalisch einen anderen Weg gehe, bin ich großer

„Kool Savas“-Fan, mag Künstler wie Ahzumjot und Casper. Mich inspirieren

Songs von Bruno Mars, Seeed oder Teesy. Frei nach dem Motto: Alles was

geil klingt, ist geil.

MM: Wie bist du denn zum Rappen gekommen?

KESH: Vorher habe ich einiges ausprobiert, aber schnell sein lassen. Ich

bin nicht der krasseste Sportler, lag mehr im Krankenhaus, als dass ich auf

dem Skateboard stand, und in meiner rebellischen Graffiti-Zeit saß ich öfter

im Streifenwagen, als dass ich ein guter Künstler war.

Auf einem Schüler ball sah ich zwei Typen bei einem Live-Rap-Battle. Als

ich sah, wie die Jungs gefeiert wurden, wollte ich auch auf die Bühne.

Einer der beiden Mcees brachte mir die Grundlagen bei.


2/2017 musiker MAGAZIN


16 STORIES

»Du rennst auf die

Bühne und bist

Feuer und Flamme für

diesen Moment,

egal was passiert.

Das ist dein Moment

und dein Gefühl, das

dir niemand

nehmen kann.

Genau deshalb machen

wir das.«

MM: Du trittst in Begleitung einer großen Band auf. Wie kam es zur

Zusammenarbeit?

KESH: Ich versuchte, mich weiter zu entwickeln und eine eigene CD mit

einem Musikerkollegen aufzunehmen. Aber ich hatte das Gefühl, etwas

fehlt: nämlich eine Band. Ich meldete mich bei einem Bandcontest an (ohne

eine Band zu haben). So setzte ich mich selbst unter Druck, eine Band zu

finden. Zwei Tage später kam jemand zu mir, sagte, er habe eine Band. Er

fragte, ob ich Lust hätte, mit denen Musik zu machen. Kurz darauf hatte

ich meine eigene Band mit sieben Mann. Sie stärkt mir den Rücken.

MM: Woran arbeitest du bzw. arbeitet ihr gerade?

KESH: Zusammen mit meinem Gitarristen/Komponisten fangen die Ar -

beiten an einer EP an. Wir haben zwar vorher schon CDs aufgenommen,

aber jetzt wollen wir es mit mehr Erfahrung und Hilfe richtig anpacken.

MM: Beim Deutschen Rock & Pop Preis habt ihr den dritten Platz in

der Kategorie „Pop“ belegt. Wie war es für dich, dort aufzutreten?

KESH: Es war ein unglaubliches Gefühl, überhaupt nominiert worden zu

sein. Das klingt cool. Danach hieß es: alle Jungs anrufen, Tasche packen,

Bus mieten und ab nach Siegen. Wir waren tierisch aufgeregt, denn abgesehen

von der unglaublichen Stimmung gab es echt total gute Bands und

Künstler. Wir wollten denen in nichts nachstehen. Als wir tatsächlich einen

Preis gewonnen haben, waren wir tierisch begeistert. Es war ein tolles

Bandwochenende und ein super Erlebnis, in der Siegerlandhalle spielen zu

dürfen. Das gehört zu den Momenten, die man nicht vergisst.

MM: Euer Hauptziel ist, live zu spielen. Warum? Was fasziniert dich

an Live-Auftritten?

KESH: Stell dir vor, du stehst hinter der Bühne, hast das Mikrofon in der

Hand, hörst, wie der Moderator dich ansagt, wie dein Schlagzeuger einzählt

und die ersten Töne erklingen. Du fühlst dein Herz pochen, stehst

unter Strom, fragst dich: „Warum mache ich das hier eigentlich?“ Dann

rennst du auf die Bühne und bist Feuer und Flamme für diesen Moment,

egal was passiert. Das ist dein Moment und dein Gefühl, das dir niemand

nehmen kann. Genau deshalb machen wir das. Live spielen ist das Tollste

an Musik.

MM: Was machst du, wenn du nicht gerade auf der Bühne stehst?

KESH: Ich mache Kinder glücklich, denn ich arbeite in einem Spielzeug -

geschäft. Ich hoffe aber, eines Tages mit der Musik meine Brötchen verdienen

zu können.

WEB: WWW.KESH-MUSIC.DE

SOCIAL MEDIA: WWW.FACEBOOK.COM/KESHUNDBAND

INTERVIEW: JANINA HEINEMANN | FOTOQUELLE: KESH

musiker MAGAZIN 2/2017


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18 STORIES

HIGH

ROLLER

Hard rockin’ groovin’ Band

from Germany!

MM: Ihr seid eine junge Band, macht aber

Hard Rock mit Einflüssen der 70er und 80er.

Wieso?

HIGH ROLLER: Die musikalischen Siebziger und

Achtziger hatten den stärksten Effekt auf uns.

So kommt es, dass man unserer Musik diese

Einflüsse stark anmerkt. Es war keine bewusste

Entscheidung. Wir schreiben einfach die

Musik, die uns in den Kopf kommt.

HIGH ROLLER: Wenn wir gerade nicht Musik

machen, gehen wir einem typischen Alltag nach.

Wir sind alterstechnisch nah beieinander und

haben alle entweder einen Job oder ein Stu -

dium, dem wir nachgehen. Eher unspektakulär.

Vermutlich machen wir deshalb so gern und viel

Musik.

MM: Welche Bands und Musiker inspirieren

euch?

den Tellerrand blicken und neue Musikstile aus -

probieren. Eine Liste mit Bands und Musikern

würde schrecklich lang sein. In unserer Platten -

sammlung finden sich viele Klassiker, die man

mit unserem Genre verbinden würde, aber auch

viele Sachen, die man von uns nicht erwarten

würde.

MM: Beschreibt die Arbeit an eurem ersten

Album „Hürden, Chancen, Freud und Leid“.

MM: Was macht ihr, wenn ihr nicht musiziert?

HIGH ROLLER: Wir vier machen schon eine

ganze Weile Musik, wobei wir immer mal über

HIGH ROLLER: Die Arbeiten an unserer ersten

EP sind bald abgeschlossen. Das ist eine Chan -

musiker MAGAZIN 2/2017


STORIES 19

MM: Beim DRPP seid ihr Dritter in der Ka te -

gorie „Hard Rock“ geworden. Ist das Ansporn

oder eher demotivierend?

HIGH ROLLER: Die Platzierung war nicht so

wichtig wie der Auftritt selbst. Wer als Musiker

plötzlich auf einer so großen Bühne und vor

Publikum steht, hat sofort Blut geleckt. Es ist

ein unheimlicher Ansporn für uns, weiterhin

Voll gas zu geben und zu versuchen, noch mal

auf vergleichbaren Bühnen zu spielen.

MM: Spielt ihr lieber live oder arbeitet ihr

lieber im Studio? Warum?

ce, um sich besser zu verkaufen und die eigene

Musik zu verbreiten. Bei Konzerten ist es

gut, wenn man Leuten, denen es gefallen hat,

eine CD für zu Hause geben kann. Auch, wenn

man sich für Slots auf Festivals bewerben will,

ist es super, wenn man den Verantwortlichen

Aufnahmen schicken kann.

Mit dem ersten Album ist aber auch immer Er -

wartungsdruck verbunden. Man hat in der Regel

viel vor und steckt jede Menge Arbeit und Geld

hinein. Dann sollte am Ende etwas entstehen,

das die Band von ihrer besten Seite zeigt.

MM: Ihr tretet auf einigen Festivals auf, spielt

kleine Konzerte – was ist euer Traum? Wo

soll es mit High Roller hingehen?

HIGH ROLLER: In der heutigen Szene kann das

niemand mehr vorhersehen. Dass man damit

nicht reich wird, ist uns bewusst. Also geben

wir unser Bestes, gute Musik zu machen und

sie unter die Leute zu bringen.

Der Traum ist, gutes Feedback zu bekommen.

Nicht, dass wir eines Tages im Proberaum stehen

und uns fragen, ob wir unsere Zeit vergeuden.

HIGH ROLLER: Live auf der Bühne zu stehen

und zu spielen war für uns alle der Grund,

warum wir mit Musikmachen angefangen

haben. Das gibt einem einen besonderen Kick,

wenn die Stimmung gut ist und das Publikum

mitzieht. Außerdem sind wir die Sorte Band, für

die das Ganze eine soziale Komponente hat. Wir

nutzen gern die Zeit vor und nach Gigs, um mit

Freunden zu quatschen, dabei neue Leute

kennenzulernen und Spaß zu haben. Das soll

nicht heißen, dass die Arbeit im Studio keinen

Spaß macht. Aber es ist nicht dasselbe wie live

auf der Bühne.

WEB:

FACEBOOK.COM/HIGHROLLERSIEGEN

INTERVIEW: JANINA HEINEMANN

GRAFIK: © AFRICA STUDIO/ FOTOLIA.COM

FOTOQUELLE: HIGH ROLLER

2/2017 musiker MAGAZIN


20 STORIES

»Wir sind doch alle verliebt

ins Chaos, mit mehr

oder weniger

Sicherheitsabstand.

Natürlich fürchten

wir es auch,

und wehren uns.

Das ganze Leiden

und Feilschen,

all die ungeschickten

Versuche, das Chaos

zu beherrschen – das

rührt mich,

und gleichzeitig

finde ich es

wahnsinnig komisch.«


STORIES 21

JUDITH

HOLOFERNES

Mit ihrer ersten Soloplatte zog Judith

Holofernes 2014 erstmalig ohne ihre

Mitstreiter von WIR SIND HELDEN in die Welt

hinaus, „ein leichtes Schwert“ schwingend.

Der Nachfolger „Ich bin das Chaos“ schließt in

seiner Spielfreude klar an das „zerzauste Debüt“

an, mit wilden Einflüssen zwischen Breeders,

Cramps, Nick Cave, dem frühen Bowie, Marvin

Gaye und Cyndi Lauper. Große Melodiebögen,

schmelzende Chöre, Streicher und Bläser, die

mit synthetischen Flöten duettieren müssen, irrwitzig

groovige Textergüsse und sperrige Gi tar -

ren – „Ich bin das Chaos“ bewegt sich rasant

zwischen sehr unterhaltsam und sehr traurig.

Überraschend ist das selbstbewusste Bekenntnis

zu „so etwas wie Glanz. Und Tiefe. Und Schön -

heit! Die Songs wollten das so“, sagt Holofernes.

MM: „Nichts hieran ist gut“ singst du gleich

beim ersten Lied deines neuen Albums. Überhaupt

klingt es sehr melancholisch. Wieso

bist du so trübsinnig?

JUDITH HOLOFERNES: Ich bin nicht trübselig.

Nur kann ich gut traurig sein. Aber auch sehr gut

glücklich.

MM: Einige Songs sind lustig, beschwingt,

sogar groovy. Ist der Albumtitel „Ich bin das

Chaos“ Programm oder woher kommt die

Mischung?

JUDITH: Wahrscheinlich schon. Bei mir war das

schon immer so: Ich liebe schwermütige, dunkle

Songs. Ein großer Teil meiner Lieblingssongs

anderer Künstler ist extrem traurig. Zum Bei spiel

„I’ll follow you into the dark“ von Death Cab for

Cutie. Auf der anderen Seite ist es für mich die

Königsdisziplin, gut gelaunte, freudige Musik zu

schreiben, die aber nicht doof ist.


2/2017 musiker MAGAZIN


22 STORIES

MM: Warum hast du das Album auf deinem

eigenen Label veröffentlicht?

JUDITH: Damit habe ich schon seit Jahren geflirtet.

Bis jetzt ging die Rechnung total auf. Zwar habe

ich gute Erfahrungen mit Labels gemacht, hatte nie

fiese Verträge, bin nie zu irgendwas gedrängt worden,

was mir nicht gefällt. Trotzdem hat es sich

immer falsch angefühlt. Meine Definition von Erfolg

ist sehr speziell. Natürlich muss ich genug Platten

verkaufen, um alles zu finanzieren – das wird auch,

äh, spannend (lacht) – aber verantwortlich bin ich

jetzt nur mir selbst gegenüber.

»Meine Definition von Erfolg ist sehr speziell.

Natürlich muss ich genug Platten verkaufen, um alles

zu finanzieren – das wird auch,

äh, spannend – aber verantwortlich bin ich jetzt

nur mir selbst gegenüber.«

JUDITH HOLOFERNES,

„Ich bin das Chaos“

VÖ: 17.03.2017

herausgekommen ist. Das hat wahnsinnig gut

funktioniert. Ich war total gerührt, als die Leute

gleich bei den ersten Shows angefangen haben,

die neuen Songs mitzusingen.

MM: In welchen Situationen bist du chaotisch?

JUDITH: Ich werde besonders dann chaotisch,

wenn ich überfordert bin, mir zu viel aufgeladen

habe. Das erkennt man daran, dass ich anfange,

eine Spur von Kleidungsstücken und benutzten

Kaffeebechern hinter mir herzuziehen.

MM: Bekannt geworden bist du ja mit „Wir

sind Helden“. Wie ist es, solo nun wieder in

ganz kleinen Clubs zu spielen?

JUDITH: Aufregend! Und nicht einfach. Aber ich

habe wahnsinnig viel Spaß auf der Bühne. Ganz

allein bin ich ja nicht – wir sind zu sechst.

MM: Nervt es dich, immer auf „Wir sind

Helden“ angesprochen zu werden?

WWW.JUDITH-

HOLOFERNES.DE

WWW.FACEBOOK.COM/

JUDITHHOLOFERNES

JUDITH: Nein, das ist ein wichtiger Teil meiner

Geschichte. Ich habe keinerlei Bedürfnis, mich

abzugrenzen. Ich finde, ich hatte die tollste Band,

die man sich wünschen kann. Da kann ich auch

gerne drüber sprechen. Natürlich möchte aber

jeder Künstler am liebsten darüber sprechen, was

er gerade macht.

MM: Einige Tourauftritte hast du schon hinter

dir. Gibt es ein schönstes Bühnenerlebnis

dieser Tour? Oder ein katastrophales?

JUDITH: Ich habe vor den Konzerten Mitsing-

Tutorials ins Netz gestellt. So können die Leute

voll mitmachen, obwohl die Platte gerade erst

MM: Was wäre das Schlimmste, das dir auf

der Bühne passieren könnte?

JUDITH: Ich bin da ziemlich furchtlos. Text vergessen?

Dann lasse ich mir vom Publikum soufflieren.

Mir ist nicht schnell etwas peinlich – wir

sitzen doch mit dem Publikum im selben Boot.

Man muss nicht so tun, als sei man unfehlbar.

MM: Warum singst du auf Deutsch?

JUDITH: Das hat sich eher zufällig ergeben. Ich

habe auch Songs auf Englisch geschrieben. Dass

ich deutsche Texte singe, hat sich erst mit den

Helden so herauskristallisiert.

WEB: WWW.JUDITH-HOLOFERNES.DE

INTERVIEW: JANINA HEINEMANN

FOTOS: MARCO SENSCHE

musiker MAGAZIN 2/2017


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24 STORIES

STONE

DIAMOND

Das Rock-Chamäleon

Cyrus, Marc und Peter haben als Teenager in

einer Garageband gespielt, mit einer Band -

breite an musikalischen Einflüssen von Glam Metal

bis Funk, Soul und Jazz. Nun haben sie ein neues

Level erreicht: Phoenix!

MM: Mit eurem Album „Phoenix“ wolltet ihr

nicht mehr das Heavy-Rock-Klischee erfüllen.

Was heißt das?

STONE DIAMOND: Na ja, meistens sind das

Deu tungen, die wir im Nachhinein zu einer Platte

machen. Wenn wir im Produktionsprozess sind,

ist uns das große Ganze meist unbewusst. Wir

sind vernarrt in jeden Song, dessen Kraft und

Ener gie. Die Synergie im Proberaum beim ersten

Zusammenspiel einer Idee ist magisch. Plötzlich

vereinen sich Basslinie, Beat und Gitarren-Hook

zu etwas Neuem und Einzigartigem. Im Studio

haben wir gemerkt, wie unterschiedlich die Songs

klingen. Einige sind härter als alles, was wir davor

gemacht haben, andere gehen in eine ganz andere

Richtung wie eine psychedelische Gitarren -

partitur oder Großstadt-Funk der rauen Sorte.

MM: Eure Einflüsse kommen aus Glam Rock,

Metal, Funk, Soul und Jazz. Das klingt erst

mal merkwürdig. Wie verarbeitet ihr diese

Einflüsse?

STONE DIAMOND: Niemand von uns hat nur einer

einzigen Szene angehört. Wir waren Grenz gänger.

STONE DIAMOND

„Phoenix“

VÖ: 20.03.2015

STONE-DIAMOND.COM

WWW.FACEBOOK.COM/

STONEDIAMONDBAND

Peter hat Jazz-Drums studiert, aber auch Funk und

Rock gespielt. Marc war in einer Metal-Band, bevor

er sich für andere Spielarten geöffnet hat. Cyrus hat

Funk gespielt und war schon immer ein großartiger

Pop-Komponist. Was das angeht, sind wir aus

den Neunzigern geprägt: Alles geht und kann

miteinander verbunden werden. Den noch empfinde

ich unseren Sound in unserem Ge burts -

jahrzehnt heimisch. Und das sind die Siebziger.

MM: Ihr seid – ziemlich sparsam – zu dritt

unterwegs. Wieso reicht euch diese Beset -

zung?

musiker MAGAZIN 2/2017


STORIES 25

STONE DIAMOND: Diese Besetzung hat uns bei den ersten beiden Platten

gereicht. Bei einem Trio gibt es keine Fragen; jeder weiß, was zu tun ist.

Das erzeugt eine große Freiheit; es gibt wenig Fragen. Die Schlicht heit der

Möglichkeiten ist gut für unsere Inspiration. Für das neue Album haben

wir uns ein komplexeres Arbeiten und Arrangieren gewünscht. Es ist uns

endlich gelungen, unseren Freund Zaki zu überreden, festes Band-Mitglied

zu werden. Das hat uns und der Musik gutgetan. Zaki ist die richtige

Erweiterung zur richtigen Zeit.

MM: Die erste Scheibe hast du, Cyrus, quasi allein komponiert

und produziert. Bei „Phoenix“ hast du auch Peter und Marc rangelassen.

Wie war es für dich, Verantwortung abzugeben? Gab es

Reibereien?

STONE DIAMOND: Es gab gar keine Reibereien. Die erste Platte hatte

ich im Kopf fertig und habe die Jungs gefragt, ob sie Lust auf ein Rock -

trio hätten. Die CD habe ich alleine in Köln und Los Angeles produziert

und aufgenommen. Da ich als Produzent sowieso gern mit anderen

Künstlern und Songs arbeite, freue ich mich über jeden Input, jeden

Song und die Gemeinschaftsarbeit im Proberaum. Es war die logische

Weiterentwicklung der Band, dass wir für die zweite und dritte Platte

einen Bandsound und Style entwickeln, der mehrschichtiger ist.

»Bei einem Trio gibt es keine Fragen;

jeder weiß, was zu tun ist.

Die Schlicht heit der Möglichkeiten ist

gut für unsere Inspiration.«

Sicherheit

mit einem Dreh:

»Ring Lock«

MM: Wie schwer ist es, so eine Nischenmusik zu vermarkten? Wie

geht ihr vor?

STONE DIAMOND: Einige von uns haben die letzten guten Jahre der

Plattenindustrie noch mitbekommen. Dass man als Band nicht mehr auf

ein großes Label zählen kann, ist für die meisten Acts längst Alltag. Darin

liegt auch eine große künstlerische Freiheit: die ewigen Gespräche, was

ein Hit ist, wo die Single steckt und Ähnliches, kann man sich sparen.

Früher gab es bei vielen die Schere im Kopf, was man als Band machen

kann und was nicht. Insofern sind STONE DIAMOND ein Produkt der

neuen Zeit. So frei und stilübergreifend hätten wir früher wahrscheinlich

nicht gespielt, wenn wir auf die Meinung eines A&R-Affen gehört hätten.

MM: Euer letztes Album ist ja schon zwei Jahre her – wann können

wir Neues von euch hören?

STONE DIAMOND: 2017. Das neue Album ist eingespielt. Wir sind be -

geistert und haben die ersten Lieder schon live ausprobiert. Nach drei Alben

merken wir, dass unser Programm die richtige Tiefe hat.

MM: Wie soll es mit STONE DIAMOND weitergehen?

STONE DIAMOND: Wir freuen uns, 2017 eine absolut audiophile, live eingespielte

Platte herauszugeben und schöne Gigs mit viel Rock ’n’ Roll

zu spielen.

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soll – und nicht die Box:

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INTERVIEW: JANINA HEINEMANN | GRAFIKEN: © MHP/FOTOLIA;

© ALDANNA/FOTOLIA | FOTOQUELLE: STONE DIAMOND


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… bringen wir mit der Alphastage an (fast) jeden Ort: Ca. 160 m² Bühnenfläche, Aufbau in drei

Stunden zu viert. Mitten in der Innenstadt, auf einem fünfspurigen Boulevard, auf der Verkehrskreuzung,

auf der Autobahn oder im Fußball-Stadion. Planen Sie mit uns, wir sind zur Stelle.


28 STORIES

PIZZICO DI SOLE

Matias Collantes,

Sandra Dell’Anna, Juan Moreno

und Manfred Zmeck

holen unter dem Namen

PIZZICO DI SOLE mit Swing, Pop

und Latin eine Prise

Sonnenschein auf die Bühne

Christiane Wohlhaupter hat Sängerin Sandra

Dell’Anna zu musikalischen Vor bildern und

Auszeichnungen befragt.

Sie sind beim Deutschen Rock & Pop Preis

in vier Kategorien ausgezeichnet worden.

Haben Sie sich zum ersten Mal beworben?

SANDRA DELL’ANNA: Ja, das war für uns alle

das erste Mal. Und sicher nicht das letzte Mal.

Was hat sich mit den Auszeichnungen im

Rücken verändert?

SANDRA: Wir haben die Band Ende 2014 ge -

gründet. Wir konnten durch die Auszeichnungen

an Bekanntheit gewinnen. Aber noch wichtiger

ist für uns, dass wir mehr an unsere eigene

Musik glauben. Wir freuen uns darüber, dass wir

mit un seren Songs in italienischer Sprache in

Deutsch land ausgezeichnet wurden.

Welche Chancen ergeben sich durch die Un -

terschiedlichkeit der einzelnen Bandmit glie -

der?

SANDRA: Ich komme aus Süditalien und bringe

als Sängerin mein Temperament natürlich auf die

Bühne. Unser Keyboarder Manfred ist als Deut -

scher eher strukturiert, was für die musikalische

Präzision wertvoll ist. Gitarrist Matias kommt aus

Argentinien und hat den Latin-Rhythmus einfach

musiker MAGAZIN 2/2017


STORIES 29

»Jeder, der die Musik

spüren möchte,

kann kommen und sich

von einem Hauch von

Sonne kitzeln lassen.«

im Blut. Schlagzeuger Juan mit spanischer Ab -

stammung steuert die nötige Energie bei, damit

die Rhythmen auch in die Beine gehen. Aus der

Unterschiedlichkeit entstehen auch immer wieder

neue musikalische Ideen, die uns bunt und

einzigartig machen. Die Musik lebt davon.

Wer sind Ihre größten musikalischen Vor -

bilder?

SANDRA: Vorbilder haben wir in dem Sinn nicht,

Einflüsse jedoch viele: Eros Ramazzotti, Gianna

Nannini, Elton John, Freddie Mercury, Nina Simone,

aber auch Felix Mendelssohn Bartholdy. Wir lieben

gute Musik.

Welchen Wunsch wollen Sie sich gerne mal

noch mit Ihrer Band erfüllen?

SANDRA: Wir arbeiten weiter an unserem Erfolg

und möchten uns überregional etablieren. Als

Künstler fühlt man sich nie angekommen, aber

eins ist jedem von uns wichtig: authentisch zu

bleiben, damit die Prise Sonne im Herzen bleibt.

Wir leben dieses Pizzico di Sole und möchten es

auf der Bühne weitergeben

GOODBYE

FEEDBACK.

KSM8

DUALDYNE GESANGSMIKROFON

Wenn Sie gerade nicht auf der Bühne stehen,

was machen Sie dann am liebsten?

SANDRA: Kontakt mit der Natur aufnehmen, um

sich inspirieren zu lassen – vor allem bei sich anzukommen,

um neue Lieder zu schreiben.

Wer hat Spaß an Ihren Konzerten und sollte

unbedingt kommen?

SANDRA: Jeder, der die Musik spüren möchte,

kann kommen und sich von einem Hauch von

Sonne kitzeln lassen.

die wir jemals entwickelt haben.

Kabelgebundene und kabellose Optionen in schwarz

oder gebürstetem Nickel erhältlich.

WEB: WWW.PIZZICODISOLE.DE

FACEBOOK.COM/MUSICA.PIZZICO.DI.SOLE

TEXTQUELLE: SCHWÄBISCHE ZEITUNG

INTERVIEW: CHRISTIANE WOHLHAUPTER

FOTOQUELLE: PIZZICO DI SOLE

www.shure.de

© 2016 Shure Europe GmbH


30 STORIES

MANDRAGORA

THURINGIA

von uns steht für sein Instrument und seine

musikalischen Vorlieben. Das artet manchmal

in einer Argumentationsschlacht zwischen Iron-

Maiden- und Nightwish-Fan aus. Unterm Strich

zählt aber der Leitsatz: „Diene der Musik!“ Jeder

von uns sieben bringt sein Lieblingsgewürz

aus seiner Musikrichtung mit und wirft es in die

Suppe – abgeschmeckt wird gemeinsam.

»Einer alten Sage nach schläft in einer Höhle

des Kyffhäuser Bergs der Kaiser Barbarossa,

um eines Tages zu erwachen – das wird wohl

noch eine Weile dauern.

Erwacht sind im Kyffhäuser Kreis indessen

MANDRAGORA THURINGIA.

2008 im Norden Thüringens

als Rock-Coverband mit Schalmei angefangen,

haben sie sich zu einer

7-köpfigen Epic-Folk-Metal-Band entwickelt.«

Sie singen von „Kriegselefanten“, Sauf ge -

lagen und anderen Dingen, die man im

mittelalterlich-fantastischen Bereich ansiedelt.

Passend dazu benutzen die sieben Musiker von

MANDRAGORA THURINGIA auch Akkordeon

und Dudelsack zu E-Gitarren und Schlagzeug.

Der Spaß, den sie an ihrem Epic-Folk-Metal

haben, merkt man ihnen sofort an. Im

Dezember ge wannen sie beim Deutschen

Rock & Pop Preis in der Kategorie „Hard

Rock“.

MM: Was fasziniert euch an der Mischung

aus alten bzw. volkstümlichen Instrumenten

und Rock-Instrumentierung?

M.T.: Folkige Instrumente können besonders gut

Emotionalität vermitteln, während die normale

Metalcombo die nötige Härte beisteuert. Jeder

MM: Warum tretet ihr in Kostümen bzw.

Gewandungen auf?

M.T.: Das fragt sich unser Bassist auch. (lacht)

Wir wollen dem Hörer ein Gesamtpaket bieten.

Fantasievolle Geschichten, die in eine altertümliche,

mystische Welt entführen wollen, müssen

nicht nur akustisch, sondern auch optisch getragen

werden. Das Auge hört mit.

MM: Wenn ihr nicht gerade auf der Bühne,

im Proberaum oder Studio steht – was macht

ihr dann?

M.T.: Wir haben vom Schüler über den Stu -

denten bis zum Arbeitenden alles in der Band

vertreten. Aber falls wir als Band Zeit haben

und uns ein freies Wochenende gönnen, gehen

wir zu Konzerten oder Festivals, zocken ge mein -

sam an unseren Rechnern oder gehen zelten

und wandern. Das hilft, um abschalten zu können

und inspiriert uns. Aus der Natur, Ge -

schichte und aus Videospielen ziehen wir die

meisten Inspirationen.

MM: Eure erste EP ist im Dezember er -

schienen. Was war das Schwierigste am

Ent stehungsprozess?

M.T.: Der gesamte Entstehungsprozess. Wir

waren absolute Neulinge. Der Plan war, eine

MM: Ihr nennt eure Musikrichtung Epic-Folk-

Metal, habt also wieder eine neue Metal-

Richtung zusammengemischt. Was genau

macht ihr?

MANDRAGORA THURINGIA: Wir versuchen,

epi sche Keyboardsounds und tanzbare Fol k -

lore-Instrumente zu verbinden und in Metal zu

verpacken. Dazu erzählen wir Geschichten, die

von der Musik getragen werden wollen. Mit

„Hebt die Humpen“ tanzen wir zum Dudelsack

angetrunken im Wald, bei „Leiser Zweifel“ treibt

uns die Wucht der Keyboardsounds in eine

Schlacht. Wir behalten uns vor, flexibel zu sein.

musiker MAGAZIN 2/2017


STORIES 31

»Wir versuchen,

epi sche

Keyboardsounds

und tanzbare

Fol k lore-Instrumente

zu verbinden

und in Metal zu

verpacken.

Dazu erzählen wir

Geschichten, die von

der Musik getragen

werden wollen.«

erweiterte Demo zu machen und aus unserem

Liederfundus die repräsentativsten auszuwählen.

Dafür haben wir alle Songs überarbeitet und

auf den neuesten Stand gebracht. Dennoch

wurden wir ins kalte Wasser geworfen. Aus

unseren Fehlern haben wir gelernt. Das End -

produkt kann sich sehen und hören lassen.

Cover und das Booklet brachten viel Arbeits -

aufwand mit sich. Man muss mehr können, als

nur seine Lieder im Studio einspielen.

MM: Wieso lernt man als „cooler Typ“ Dudel -

sack oder Akkordeon?

M.T.: Nicht jeder kann Schlagzeuger sein.

(lacht) Juan (Akkordeon) hat sich extrem früh in

den „Schneewalzer“ verliebt und wollte ihn selber

spielen können. Nun produziert er mehr Me -

lodien als er CO2 ausatmet. Stefan (Dudel sack)

kam über ein Irish-Folk-Festival zum Dudelsack.

Zu Tränen gerührt vom Klang des damaligen

Piper-Weltmeisters wollte er selbst spielen. Die

Chance hat seine Freundin ergriffen und ihm

einen Dudelsack geschenkt. Manche coole

Typen suchen sich ihr Instrument also nicht

aus, sondern werden vom Instrument erwählt.

MM: Wie seid ihr darauf gekommen, beim

Deutschen Rock & Pop Preis anzutreten?

M.T.: Wir wurden gezwungen und genötigt.

(lacht) Der Manager der Band King Leoric hatsich

an uns gewandt, nachdem wir bei ihm auf

der Long Heavy Night aufgetreten waren. Er hat

unser Potenzial gesehen und uns überzeugt,

dass wir uns anmelden sollten. Wir waren skeptisch,

weil die Konkurrenz wirklich stark war. Der

Auftritt lief gut und wir haben das Ambiente

genossen. Ein unvergesslicher Abend.

MM: Was sagt ihr zu eurem Erfolg?

M.T.: Wir freuen uns über den Preis und den

größeren Bekanntheitsgrad, den wir dadurch

bekommen haben. Das merkt man: Wir be -

kommen mehr Anfragen als vorher und können

uns um größere Auftritte bewerben. Wir werden

anders wahrgenommen, wirken durch den

Preis etablierter.

MM: Ist das Musikerdasein noch ein Traum

von euch oder wollt ihr die Band lieber

nebenbei am Laufen halten?

M.T.: Das ist ein Traum. Uns macht die Musik

Spaß und wir haben schon viel für unser Band -

projekt geopfert, nicht nur Geld und Zeit. Aber

es ist ein Hobby. Wir sind Nebenjob-Musi ker.

Unsere Wochenenden sind fast immer mit Auf -

tritten oder kreativen Treffen verplant. Das kann

nach einer normalen Arbeits woche zehrend

sein. Aber davon leben können wir noch lange

nicht. Jede Gage wird nahezu vollständig dafür

gebraucht, um Equipment zu kaufen oder ein

richtiges Album aufzunehmen. Ziel ist, ein

regelmäßiger Gast auf großen Büh nen zu sein

und dem Publikum die Produkte unserer geis -

tigen Sülze um die Ohren zu schmeißen.

INTERVIEW: JANINA HEINEMANN

BAND-FOTOS: MANDRAGORA THURINGIA

GRAFIK: © BONCIUTOMA/FOTOLIA.COM

MANDRAGORA

THURINGIA

„Mandragora Erwacht“

VÖ: 7.04.2017

WWW.MANDRAGORA-

THURINGIA.DE

2/2017 musiker MAGAZIN


32 STORIES

»Seine Songs

sind positiv, ohne

zu belehren,

herzlich, ohne kitschig

zu wirken,

und in Freude und Leid

ergreifend ehrlich.«


STPRIES 33

»BOCK AUF LEBEN«

Interview mit Andy Ost

Seine Musik ist

kraftvoll, seine Texte

sind stark.

Der Hesse hat schon

einiges im Leben

erlebt und lässt seine

Hörer teilhaben

an der Achterbahn

der Gefühle.

Schon früh entdeckte Andy die Musik ⁄für

sich, spielte Keyboard, Klavier, Gitarre, gründete

mit elf seine erste eigene Band. Sie coverten

Lieder bekannter Künstler, dann schrieben

sie erste eigene Songs. Beflügelt von seiner

neuen Freiheit beschloss er, zukünftig noch mehr

auf sein Herz zu hören und sein Talent zum Beruf

zu machen. So begann er im Frühjahr 2014 mit

der Produktion seines ersten Solo-Albums, flog

im Sommer mit all seinem Ersparten nach Los

Angeles, um dort sein in der Folge zehnfach ausgezeichnetes

Album „Bock auf Leben“ aufzunehmen.

„Ich habe dort mit Musikern zusammengearbeitet,

die schon für Bon Jovi oder Pink spielten.“

Parallel ist Andy weiterhin als Comedian &

Musik kabarettist mit unzähligen Engagements auf

drei Kontinenten erfolgreich unterwegs.

MM: Was bedeutet dir dein Debüt-Album

„Bock auf Leben“?

ANDY OST: Eine ganze Menge. Es gibt Bilder,

die ich mittlerweile damit verbinde – mehr, als ich

je zu träumen gewagt hätte. Von den Er fah run -

gen und Gefühlen beim Schreiben über die Auf -

nahmen in Los Angeles bis hin zum Unplugged-

Konzert im Kloster Eberbach und dem Konzert

in der Festhalle Frankfurt. Und meine zehn Aus -

zeichnungen beim Deutschen Rock & Pop Preis.

MM: Kann man es als eine Art Biografie

sehen oder was war deine Inspiration?

ANDY OST: Für viele Songwriter ist das erste

Album eine Art Inventur und basiert auf positiven

und negativen Erfahrungen des Lebens. Bei mir

war es ähnlich. Aber es war zusätzlich beeinflusst

durch meine Begegnungen mit wunderbaren

Menschen.

MM: Deine Texte sind teils nachdenklich, teils

lebensfroh und lustig. Was für Musik machst

du?

ANDY OST: Das Leben hat viele Facetten. Mein

Wunsch war, einige abzubilden. Es ist ein Song -

writer- bzw. Storyteller-Album, aber ich habe

einen rockigeren Musikstil gewählt, um den Texten

musikalisch kraftvollen Boden zu geben. Beim

Nachfolger, der gerade in Arbeit ist, werden neue

Einflüsse hinzukommen.

MM: Du warst dieses Jahr nach zwei Jahren

Pause bei „Mainz bleibt Mainz“ dabei. Wie

ist es, im Karneval aufzutreten bzw. bei einer

TV-Produktion mitzumachen?

ANDY OST: Das Besondere an diesem Format

ist der Live-Aspekt und die vielen Millionen Zu -

schauer am Bildschirm. Man merkt, wie viel die

Sendung den Menschen emotional bedeutet. Das

Format gibt es bereits jahrzehntelang. Ich fühle

mich der Sendung sehr verbunden, weil ich der

Fastnacht viel zu verdanken habe. Und dem

Publikum, das gerne mit mir und über mich lacht

oder zuhört, wenn ich in einem Song Erfah run -

gen verarbeite oder eine Geschichte erzähle.

MM: Wie war der Deutsche Rock & Pop Preis

für dich? Was ist dir positiv oder negativ

auf gefallen?

ANDY OST: Wir hatten in den letzten beiden

Jahren eine Menge Spaß, haben tolle Erfah run -

gen mitgenommen und freuen uns, wie viel Wert -

schätzung uns für die Auszeichnungen entgegengebracht

wird. Das zeigt den hohen Stellen -

wert, den die Auszeichnung hat.


2/2017 musiker MAGAZIN


34 STORIES

MM: Du bist sowohl als Musiker als auch als

Comedian unterwegs. Wieso bist du beim

Deutschen Rock & Pop Preis in der Kate gorie

„Pop“ angetreten?

ANDY OST: Es ist ein großartiger Wettbewerb und

bietet die Gelegenheit, mit anderen Musikern

Kontakte zu knüpfen. Nachdem wir 2015 in den

Kategorien Rock & Alternative erfolgreich waren,

wollten wir 2016 unbedingt unseren Popsong

„Dort wo Du bist“ ins Rennen schicken.

MM: Worauf willst du in Zukunft den Fokus

legen – Musik oder Comedy? Oder eine Syn -

these aus beidem?

ANDY OST: Derzeit gibt es alles: Comedy-Pro -

gramme, Band-Shows und Storytelling-Abende

aus beidem, die sich eine liebevolle und treue Fan -

gemeinde erspielt haben. So lange ich darf und

unser Publikum mitzieht, würde ich die Wege

gern parallel beschreiten, da sie auf ihre eigene

Art wertvoll sind.

MM: Was haben Musik und Comedy bzw. die

Auftritte gemeinsam?

»Im Idealfall

gelingt es uns, Kräfte zu

wecken, statt

nachdenklich zu machen.

Denn nur dann

entsteht bei Konzerten

eine dynamische Einheit

mit dem Publikum.«

ANDY OST: Es sind Geschichten aus dem Leben

– über Liebe, Angst, Freude, Zweifel oder das

Scheitern. Humor hilft in vielen Dingen, eine

Locker heit herzustellen und auch schwierige

Themen mit dem Publikum auf Augenhöhe liebevoll

anzugehen. Zudem macht es Spaß, auch bei

Musikkonzerten mit einem Augenzwinkern unter -

wegs zu sein.

MM: Was ist anders?

ANDY OST: Die Lieder packen emotionaler zu und

sprechen persönlich an. Im Idealfall gelingt es uns,

Kräfte zu wecken, statt nachdenklich zu machen.

Denn nur dann entsteht bei Konzerten eine dyna -

mische Einheit mit dem Publikum.

MM: Was erwartet uns in Zukunft von dem

Musiker Andy Ost?

ANDY OST: Jetzt bekommt „Bock auf Leben“

erst mal ein Geschwisterchen. Beim Gedanken

an die bisherigen Arbeiten im Studio entsteht bei

mir ein Grinsen aus Vorfreude und Neugier auf

die Reaktion der Menschen. Es ist wieder neu,

es ist wieder etwas Besonderes. Ich freue mich

darauf, es den Menschen vorzustellen. Und hoffentlich

auf ein Wiedersehen beim Deutschen

Rock & Pop Preis.

WEB: WWW.ANDY-OST.COM/DE

FACEBOOK.COM/ANDYOSTOFFIZIELL

INTERVIEW: JANINA HEINEMANN

FOTOQUELLE: ANDY OST

ANDY OST

„Bock auf Leben“

VÖ: 26.06.2015

WWW.ANDY-OST.COM/DE

WWW.FACEBOOK.COM/

ANDYOSTOFFIZIELL

musiker MAGAZIN 2/2017


Angebot

❶ Studiosendung

Zur CD-Veröffentlichung oder einfach so – wir

produzieren mit euch eine komplette Studiosendung

wie in den goldenen Zeiten des Musik -

fernsehens. Mit Auftritt zu Playback (unplugged

und live auch möglich) und Interview.

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➜ 500 Euro

+ Eine Seite Interview und Foto

im Musiker Magazin (Auflage 20 000 Exemplare)

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+ Zwei Seiten Interview und Foto

im Musiker Magazin (Auflage 20 000 Exemplare)

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Die Vorteile im Überblick:

❷ CD-Hearing /

Interview für

Promozwecke in

einem unserer

Filmstudios

Wir reden mit euch über euer Album, hören hinein

und stellen es vor!

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künstler und euer musikalisches Schaffen.

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• voll ausgestattetes Filmstudio mit Live-Charakter

• aufgezeichnet wird mit bis zu vier professionellen Kameras

• ihr bestimmt die Inhalte, wir setzen sie in Szene

• bei Bedarf inklusive Visagistin, die dafür sorgt, dass ihr gut ausseht

• Interview mit professioneller Moderatorin (Angebot 1 + 2)

• Konzertbühne (8 m x 4 m) mit Licht, PA und Backline vorhanden*

• ein großer Bildschirm (2 m x 1 m) im Studio steht euch als eure persönliche Werbefläche zur

Verfügung – hier können wir euer Logo, das Albumcover, Werbung von Firmen oder sonstige Grafiken

einbauen

• ein gut eingespieltes Team vor Ort kümmert sich um alle Belange

• ihr bekommt eine geschnittene Sendung von RockTV inklusive Intro, animierten Bauchbinden und

Abspann

• auf Wunsch stellen wir das Video on-demand auf unserem YouTube-Kanal und sozialen Netzwerken

zur Verfügung für noch mehr Reichweite

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Ob Festivalmitschnitt oder Proberaumdreh,

drinnen oder draußen.

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mit bis zu vier festen (!) Kameras aufzuzeichnen.

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© KZENON/FOTOLIA

* Für einen perfekten und professionellen Sound empfehlen wir einen Auftritt mit Vollplayback (Liveund

auch Unplugged-Auftritte sind aber möglich und der Ton kann gegen einen geringen Aufpreis

nachträglich von uns abgemischt werden).

Kulturelles Jugendbildungswerk e.V. – RockTV | Kolberger Str. 30 | 21339 Lüneburg

Web. www.musiker-online.tv | Mail. info@musikermagazin.de | Fon. +49(0)4131-233030 | Fax. +49(0)4131-2330315


36 STORIES

MM: „bst“ gibt es seit 30 Jahren. Wie hat sich

Event-Technik verändert?

bst

FÜR VERANSTALTUNGEN

JAHRE

Interview mit Matthias Becker

MATTHIAS BECKER: Sie ist professioneller, er fah -

render, routinierter und kreativer geworden. Es ist

klasse, dass es einen Ausbildungsberuf gibt, dass

wir von Künstlern als gleichberechtigte Partner

wahrgenommen werden. Vor 20 Jahren durfte

niemand einen dpa-Clip an eine Geige anbringen.

MM: Was waren für Sie die besten Neue run -

gen?

MATTHIAS BECKER: Es stellt sich die Frage nach

der Definition des Besten. Meine heißt: Neue run -

musiker MAGAZIN 2/2017


STORIES 37

gen sollen den Künstlern und Technikern andere

Ebenen der künstlerischen Performance eröffnen.

Sicherlich zählen hierzu Moving Lights, digitale

Mischpulttechnik und die Miniaturisierung von

Kameras wie Towercams oder Gopros.

MM: Ist auch etwas schlechter oder komplizierter

geworden? Wenn ja, was?

MATTHIAS BECKER: Provokativ gesagt: der PC.

Getreu dem Grundsatz „Nicht alles, was modern

ist, ist auch ein Fortschritt“ fehlt mir oftmals das

kritische Hinterfragen. Der PC in Pulten oder als

Bürokratiemonster ist manchmal eine Hürde. Klar,

man würde sonst keine 10 000 DMX oder 200

Mikrokanäle verwalten können. Aber früher hörte

man den Sound, heute wird man vom Netzwerk

beschäftigt. Oft beherrschen nicht wir die Sys -

teme, sondern die Systeme uns.

MM: Was ist die wichtigste Zutat für eine

gelungene Veranstaltung?

MATTHIAS BECKER: Das Wollen im Team.

MM: bst ist ein Ausbildungsbetrieb. Warum

ist Ihnen das wichtig?

MATTHIAS BECKER: Es liegt auf der Hand, dass

man Facharbeit nur von Facharbeitern erwarten

kann. Deshalb ist es obligat, dass wir selbst ausbilden.

So haben wir es in der Hand, welche

Qualität der Kunde später von uns geboten be -

kommt. Je besser der Ausbildungsstand, desto

erfolgreicher ist das Arbeitsergebnis für unsere

Kunden.

MM: Wie sieht die Zukunft der Eventbranche

aus?

MATTHIAS BECKER: Wir haben eine große Nach -

frage als Dienstleister in der Veranstaltungs tech -

nik bei einer gegenläufigen Entwicklung im qualifizierten

Personal. Trotz der vielfältigen Aus bil -

dungs chancen gibt es zu wenig junge Menschen,

die sich für die Berufe interessieren. Vor allem

fehlt das Interesse, die Komplexität einer Veran -

staltung verstehen zu wollen oder das Hand werks -

zeug zu erlernen. Derzeit leidet die Kreativität

unter einer zunehmenden Bürokratisierung, die wir

selbst erzeugen.

MM: Nun waren Sie schon zum zweiten Mal

für einen reibungslosen technischen Ablauf

beim DRPP verantwortlich. Was waren die

größten Herausforderungen?

MATTHIAS BECKER: Die größte Herausforde rung

war, den engen Zeitplan einzuhalten. Denn pro

Band standen uns fünf Minuten zur Verfügung.

Das beinhaltete Aufbau, Song und Abbau. Da so

ein Song teilweise 3:50 Minuten lang ist, muss

bei den Umbauten alles reibungslos ablaufen.

MM: War es leichter als beim ersten Mal?

Warum bzw. warum nicht?

MATTHIAS BECKER: Es war etwas leichter, weil

wir den groben Ablauf kannten und unsere internen

Abläufe optimieren konnten.

MM: Wie gehen Sie bei so großen Veran stal -

tungen vor?

MATTHIAS BECKER: Wir sprechen mit den Ver -

anstaltern über den Zweck bzw. Sinn der Ver an -

staltung. Es geht zunächst weniger um den technischen

Aufwand, sondern um die Frage, welche

Stimmung erzeugt werden soll. Daraus erarbeiten

wir einen Vorschlag zur Umsetzung. Gerade beim

Personalplan ist es wichtig, die richtigen Ent schei -

dungen zu treffen und Fähig keiten und Vor lieben

des Einzelnen zu kennen. Genau diese Vorlieben

sind es, die in der Durch führung ein angenehmes

und verständnisvolles Klima zwischen Veranstalter

und seinen Dienst leistern schaffen.

MM: Warum ist dieser Abend „Hochlei s -

tungs sport“ für das Team?

MATTHIAS BECKER: Im Vergleich zu einem normalen

Konzert haben wir 80 Aufbauten und un -

terschiedliche Musikgeschmäcker. Im Normalfall

betreut man ein oder zwei Bands bei einem Kon -

zert, bei einem Festival fünf oder sechs pro Abend.

Hier aber kommen alle fünf Minuten neue Leute,

eine neue Besetzung, ein anderer Musikstil auf

die Bühne. Alle wollen das Beste abliefern – wir

wollen dabei helfen. Wenn der erste Ton einer

Band gespielt ist, sind wir gedanklich bei der

nächsten und übernächsten.

WEB: BST.DE

INTERVIEW: JANINA HEINEMANN

FOTOQUELLE: BST

GRAFIK: © FOTOGRAFIKATERIA/FOTOLIA

2/2017 musiker MAGAZIN


38 STORIES

MM: Du bist viel auf Tour – wie ist es, ständig

woanders aufzuwachen und zu spielen?

JIMMY CORNETT: Es ist anstrengend, aber total

klasse und lustig, mit der Band unterwegs zu

sein. Alleine ist es härter, denn 600 Kilo meter

zum Auftrittsort fahren, aufbauen, Sound check,

Showtime, sich hinterher mit dem Publikum

unterhalten, abbauen, danach ins Hotel – da

kann ein Tag sehr lang werden. Man genießt

die Zeit, die man im eigenen Bett und mit der

Familie verbringen kann, umso mehr.

MM: Dieses Jahr standest du auch in Finn -

land, Frankreich und Spanien auf Büh nen. Ist

das Publikum dort anders? Inwiefern?

JIMMY CORNETT: Das französische Publikum

war anders als unser Heimatpublikum. Ich glaube,

in den Nachbarländern erwartet niemand,

dass eine Band aus Hamburg einen so originalamerikanischen

Sound macht. Zuerst waren die

Leute verhalten. Aber nach der Show mussten

wir uns zwei Stunden lang den neuen Fans hingeben.

In Finnland kam es ganz dick. Ich bin

halber Finne. Als wir in Helsinki ankamen, wurden

wir von einer Motorrad-Eskorte abgeholt und

zu einer extra für uns gegebenen Party ge -

bracht. Da machten sie das Radio an und es

kam eine Begrüßung vom „Rockradio Finland“

aus den Lautsprechern. Ich liebe Finnland und

die Menschen dort. Aber jeder Ort hat seinen

Zauber. Wir als Musiker haben keine Nationalität.

MM: Was reizt dich an Live-Auftritten?

JIMMY CORNETT: Live ist live! Da kann man

nichts verstecken oder korrigieren. Jeder

Fehler ist handgemacht, jede Emotion spürbar.

Musik hören ist eine Sache, Videosehen

eine andere. Aber live Musik zu erleben mit

allen Sinnen ist unschlagbar. Lob, Kritik, Ge -

spräche und neue Inspirationen brauche ich

wie Luft zum Atmen.

MM: 2015 bist du beim Deutschen Rock &

Pop Preis für den besten Rocksong ausgezeichnet

worden. Wie war es, bei so einem

Wettbewerb zu spielen? Was bedeutet dir

der Preis?

musiker MAGAZIN 2/2017


STORIES 39

JIMMY

CORNETT

& The

Deadmen

Man sollte sich nicht auf die falsche

Fährte locken lassen: Nein, Jimmy

Cornett & The Deadmen machen keinen

Rocka billy! Der unübersehbare Kontrabass

von Tieftöner Frank Jäger, mit dem er auf

dem Rücken gespielt häufig in der Menge

badet, könnte diesen Verdacht zwar nahelegen.

Doch in der Hamburger Band gibt es

keine Klischees, die auf Bestätigung warten.

Ihre Karriere ist so bunt wie ihre Songs,

ihre Texte sind ebenso vielschichtig wie das

Leben an sich. Deshalb zunächst erst einmal

die Frage geklärt: Welche Musik spielt

die Band?

Die Antwort lautet: Blues- und Southern

Rock, dessen Ursprung an unterschiedlichen

Orten der Welt angesiedelt sein könnte. Die

Hitze Kaliforniens, die Trockenheit Nevadas,

verrauchte Clubs in Amsterdam, London,

Berlin, Inspirationen findet die Band massenweise.

JIMMY CORNETT: Der Preis ist mir viel wert,

denn er sagt mir: „Alles richtig gemacht.“ Er

ist Bestätigung, die mich daran festhalten

lässt, mein Ding zu machen und mich nicht

verbiegen zu lassen. Wettbewerbe sind

immer eine Herausforderung. Eigentlich mag

ich so etwas nicht. Aber der Deutsche Rock

& Pop Preis ist etwas Besonderes. Wir waren

nervös, aber am Ende glücklich. Es war ein

tolles Event.

MM: Warum bist du Rock-Musiker geworden?

JIMMY CORNETT: Warum nicht? Wenn ich

keine Musik machen könnte, würde ich aus-


40 STORIES

lichkeit und Aufrichtigkeit. Bleib sauber, nimm

keine Drogen und habe ein Auge auf dein Ge -

schäft. Wenn man das, was man macht, ernst

nimmt, wird man auch ernst genommen. Am

Ende wird man für jede Anstrengung vom Pu -

blikum belohnt.

»Musik ist mein Ventil

für Freude, Wut und

Trauer. Ich habe etwas zu

sagen.«

MM: Es heißt immer, der Musikmarkt verändert

sich. Wie siehst du das?

JIMMY CORNETT: Alles wird immer mehr Bu -

siness. Die Wertigkeit eines Erfolgs ist so kurz,

dass man sich nicht ausruhen kann. Casting -

shows sorgen dafür, dass man denkt, man

bräuchte nur etwas Glück, um Superstar zu werden.

Die Realität ist anders. Selbst wenn man

Talent hat, muss man ständig an sich ar beiten.

Jeden Auftritt muss man sich verdienen. Man

muss Erfahrungen machen, die reifen lassen.

Streamingdienste sind nicht durchweg schlecht.

Ich habe viele gute Musiker darüber gefunden.

Aber die Bezahlung an Künstler ist schlecht.

Man muss es als Werbetool sehen. Meine Er -

fahrung zeigt, dass auf Konzerten das meiste

Geld umgesetzt wird. Mit Merchandise und CDs.

Facebook und Co. machen es möglich, schnell

und direkt Produkte und Konzerte zu bewerben.

Das war vor 15 Jahren nicht möglich.

MM: Für 2017 ist ein neues Album geplant.

Was erwartet uns?

flippen. Musik ist mein Ventil für Freude, Wut

und Trauer. Ich habe etwas zu sagen. Ich will

den Leuten etwas geben, womit sie ihren

Schmerz lindern können, ihre Freude teilen und

Mut machen, harte Zeiten leichter zu nehmen.

All das geht durch Musik. Also habe ich den

geilsten Job der Welt!

MM: Du spielst ja eher den Southern Blues-

Rock. Was fasziniert dich als Deutscher an diesem

(einst) typisch amerikanischen Sound?

JIMMY CORNETT: Ich bin leidenschaftlicher

Motorradfahrer. Da kommt man automatisch auf

so eine Musik. Ich habe diese Musik inhaliert.

In den USA habe ich großartige Künstler kennengelernt.

Da gibt es kein Schubladen denken

– alles ist Rock ’n’ Roll. Mit meiner Akustikgitarre

spiele ich automatisch so, dass alle denken, es

sei Country Blues oder Southern Rock. Ich gebe

dem keinen Namen. Der Song macht es! Die

Magie des Blues ist einfach. Aber er be rührt! Im

Southern Rock gibt es die schönsten Texte.

MM: Wie schaffst du es, von deiner Musik

zu leben?

JIMMY CORNETT: Hart arbeiten. Um heute als

Musiker von seiner Kunst zu leben, sind viele

Dinge wichtig. Dazu gehören Disziplin. Pünkt -

JIMMY CORNETT: Mehr Bluesrock, mehr Slide,

mehr Emotionen auf den Silberling bringen. Mit

unserer neuen Drummerin sind wir wieder ein

Stück näher an unsere Vorstellung von einem

guten Album herangerückt. Moderne Beats,

tighter Rhythmus und coole Gitarrensounds

kombiniert mit einem Upright Bass. Es wird

druckvoll!

INTERVIEW: JANINA HEINEMANN

FOTOQUELLE: JIMMY CORNETT

JIMMY CORNETT

„Campfire“

VÖ: 24. MÄRZ 2016

JIMMY-CORNETT.DE

WWW.FACEBOOK.COM/

STRINGKILLER

musiker MAGAZIN 2/2017


STORIES 41

»IRISH MUSIC FLYING HIGH«

FLEADH

Interview mit Thomas Gorny

Wer wie die Musiker von Fleadh seine

Instrumente virtuos beherrscht, kann mit

Leichtigkeit und Frische aufspielen. Daher wirkt

der Sound dieser Band dynamisch, aber auch

schwerelos und verleiht dem Irish Folk Flügel. Die

Jungs agieren wie Piloten, die einen Testflug durch -

führen, um auszuloten, in welche ungeahnten

Höhen man eine bodenständige Tradition befördern

kann.

Ihr Publikum unterhalten sie nicht nur mit

Tempo, sondern auch mit Eleganz. Warum nicht

mal ein Stück kurz auf den Kopf stellen und im

Rückenflug neue Perspektiven abgewinnen? Ja,

die fünf sind in der Tat musikalische Himmels -

stürmer, ringen dem Irish Folk neue Aspekte ab,

um nach einigen wilden Kurven und Loopings

wieder auf dem Boden der Tradition zu landen.

MM: Euer Name bedeutet „Fest“. Wie kam

es zu diesem Namen?

FLEADH: Er ist kurz, prägnant und positiv. Außer -

dem ist es ein gälisches Wort, ohne aber irische

Klischees zu bedienen, wie Sham rocks, Guinness

oder keltische Kreuze.

MM: Es gab in der Geschichte von FLEADH

viele Umbesetzungen. Was macht so etwas

mit einer Band? Wie habt ihr es verkraftet?

FLEADH: Ich glaube, die wenigsten Bands, die wie

wir eine 20-jährige Geschichte haben, kommen

ohne Umbesetzungen durch. Es gab Mo mente,

als Frank Weber und Thomas Gorny der traurige

Rest waren und die Band faktisch tot war. Nichts -

destotrotz stehen wir heute stärker da als je zuvor.

MM: Bereits mehrfach habt ihr beim Deut -

schen Rock & Pop Preis in unterschiedlichen

Kategorien gewonnen. Was bedeuten euch

solche Auszeichnungen?

FLEADH: Die Auszeichnungen haben uns viel be -

deutet, da offenbar war, dass sich die Jury die

Sachen auch angehört hat. Bemerkenswert war

die Einstufung in die Rubrik Weltmusik. Viele

Veranstalter achten auf diese Auszeichnungen und

nehmen sie zum Anlass, uns zu buchen.

MM: Warum macht ihr als Deutsche Irish

Folk?

FLEADH: Einige von uns sind seit jeher Folkies

und waren unzählige Male in Irland. Saoirse ist

selbst Ire, hat die Musik also in die Wiege gelegt

bekommen. Ich bin eigentlich eher Rocker, habe

aber festgestellt, dass Irish richtig Spaß macht,

wenn man die Konventionen sprengt und anders

arrangiert als üblich.

MM: Was ist typisch für euren Irish-Folk-

Sound?

FLEADH: Die Hälfte des derzeitigen Livepro -

gramms stammt aus der Feder von Saoirse

Mhor, der sich als „contemporary Irish songwriter“

und nicht als Folksänger vergangener De -

kaden versteht. Die Songs enthalten aktuelle

Themen, mit deren Inhalten sich viele identifizieren

können. Häufig kommen Leute mehrmals auf

unsere Konzerte und kennen die Texte schon.


2/2017 musiker MAGAZIN


42 STORIES

»Irland ist für viele

Deutsche mehr als ein

Urlaubsland.

Viele betrachten Irland als

ein nordatlantisches

Shangri La,

einen Sehnsuchtsort,

wo die Menschen

locker und freundlich sind,

alle Musik machen

und Guinness trinken.«

Wir benutzen untypische, spannende Arran ge -

ments, die unsere Konzerte nicht langweilig werden

lassen.

MM: Warum gibt es gerade in Deutschland

Fans irischer Musik?

FLEADH: Irland ist für viele Deutsche mehr als

ein Urlaubsland. Viele betrachten Irland als ein

nordatlantisches Shangri La, einen Sehnsuchts -

ort, wo die Menschen locker und freundlich sind,

alle Musik machen und Guinness trinken. Dazu

kommen eine vermeintlich intakte Natur und

spannende Landschaften. Ich nenne das die

Grüne Brille, denn alles hat auch Kehrseiten.

Aber Land und Musik machen auf viele Deutsche

einen nachhaltigeren Eindruck als andere nordische

Länder.

MM: Wie findet ihr euch im Musikmarkt

zurecht? Wie beurteilt ihr den Markt?

FLEADH: Es ist eine Vielzahl an Musikern unterwegs,

nicht nur im Folk. Viele sind sehr gut.

Deutschland ist so ziemlich das letzte Land, in

dem für einen Auftritt noch Geld bezahlt wird.

Insofern hängen sich viele Coverbands an den

irischen Hype und überfluten die Szene mit tausendmal

gehörten Saufliedern, Speedfolk im

Schottenrock und anderen Mätzchen. Es gibt

aber auch spannende Bands, die anfangen, von

der Tradition wegzugehen und Stile zu mischen.

Zugleich versuchen aus Irland stammende Mu -

siker mit unterschiedlichen Ansätzen, auf dem

deutschen Markt Fuß zu fassen. Denn in Irland

springt beim Musikmachen nicht viel heraus.

MM: Wie herausfordernd ist es, mit fünf

Musikern auf einen Nenner zu kommen?

FLEADH: Es ist nicht leicht, eine Band über diesen

Zeitraum zusammenzuhalten und heftige Tur -

bu lenzen und Differenzen zu überstehen. Diese

wechseln sich aber mit hochkreativen Phasen, tollen

Auftritten und einer Menge Lebendigkeit ab.

WEB: WWW.FLEADH.DE

INTERVIEW: JANINA HEINEMANN

FOTO: SIMONE STARON

FOTOQUELLE: FLEADH

musiker MAGAZIN 2/2017


STORIES 43

TEIL 7:

JIMI HENDRIX – das unerreichte Genie

Seine Musik polarisiert

die Liebhaber von

Rockmusik wohl auch

heute noch.

Entweder schlägt

sie den Zuhörer in ihren

Bann, oder man

findet sie nervig.

Vielleicht ist gerade das

das Markenzeichen einer

außergewöhnlichen

künstlerischen Schöpfung.

Was Jimi Hendrix auf seiner Gitarre gleichsam

als musikalischer Visionär zu zaubern

verstand, ist auch nach nunmehr bald 47 Jahren

nach seinem frühen Tod einzigartig. Seither hat

niemand die elektrische Gitarre wie er aufs Neue

revolutioniert. Hendrix hat so ziemlich alle Grenzen

gesprengt und irgendwie zwischen Himmel und

Erde gespielt. Treffend heißt es in seinem zweiten

Single-Hit „Purple Haze“: „Excuse me while I

kiss the sky“.

Hendrix’ Gitarren-Technik steht ohne Beispiel

da. Begleitung und Soli spielte er übergangslos

mit einer traumwandlerischen Sicherheit, die Gi -

tarre und er waren eins, und so holte er buchstäblich

durch sein exzessiv-entfesseltes Spiel

mit der einfallsreichen Nutzung des Tremolo-

Hebels aus seiner Fender Stratocaster heraus.

Außerdem beherrschte er wie niemand vor ihm

Sound, Wah-Wah, Fuzz und Feedback, was er

in den Dienst einer in dieser Weise bis dahin nie

gehörten Musik stellte, die in Rhythm and Blues

und Blues wurzelte und neue Klänge eröffnete,

für die das gern genutzte Etikett „psychedelisch“

zu schwammig wirkt. Abgesehen von Show ein -

lagen, wie 1967 am Ende seiner Version des

Troggs-Hits „Wild Thing“ auf dem Monterey Pop

Festival, als er nach einer majestätischen Fassung

von Bob Dylans „Like A Rolling Stone“ auf der

Bühne seine Gitarre mit Feuerzeug-Benzin übergoss,

sie in Brand setzte und sich dazu unverhohlen

sexuell betont wand, und als er 1969 in

der Royal Albert Hall seine Gitarre in den Ver -

stärker rammte (zu hören als „Smashing of the

Amps“), war seine Musik keine Effekt ha sche rei.

Seine kreischende, zerfetzende, sezierende,

melodiöse Woodstock-Fassung der amerikanischen

Nationalhymne steckt voller musikalischer


2/2017 musiker MAGAZIN


44 STORIES

Ein fälle, die auch knapp 50 Jahre danach Gänse -

haut verursacht und zum Nachdenken anregt.

Ließ Hendrix seine Gitarre heulen, wie ein Ma schi -

nen gewehr rattern, atemberaubend-emotionale

Rennwagen-Fahrten akustisch nachempfinden,

um sich mit einem Mal wunderschönen, sphärischen

Songs voller Lieblichkeit wie „Little Wing“,

„Angel“ und „Hey Baby“ hinzugeben, ging davon

eine Kraft aus, dass man sich wünschte, Hendrix

möge nie aufhören zu spielen. In der Frühzeit der

Kauf-Videos bemerkte ich eines Tages im Schau -

fenster der Niederlassung eines damals großen

deutschen Versandhauses, dass auf einem Fern -

sehschirm Hendrix’ Berkeley-Auftritt lief, wozu

die Musik aus einem Außenlautsprecher tönte.

Ich blieb mit offenem Mund stehen, vergaß alles

um mich herum und befand ich mich im Bann

dieser Musik.

Hendrix’ Karriere zu seinen Lebzeiten glich

einem Kometen: steil nach oben schießend, mit

Alkohol und Drogen im Gepäck rasend schnell

seine Bahn ziehend und dann jäh verglühend mit

einem frühen Tod am 18. September 1970 als

Folge von Erbrochenem nach einem Mix aus

reichlich Alkohol und Schlaftabletten.

Eigenkompositionen des Ausnahmemusikers.

Den ungewohnt klingenden hämmernden Rhyth -

mus verband praktisch nichts mit der populären

Beatmusik und übte durch die Kombination der

von Blues-Elementen beeinflussten Melodie füh -

rung und dem innovativen Gitarrenspiel eine sogartige

Wirkung auf die Zuhörer aus, die auch diese

Veröffentlichung zu einem Erfolg werden ließ und

zu einem von Hendrix’ Klassikern, der auf Kon -

zerten häufig gespielt und aufgezeichnet wurde.

Der nächste Schritt mit Siebenmeilenstiefeln

war im Frühjahr 1967 die erste Langspielplatte

der Jimi Hendrix Experience, die die deutschen

Schallplattenläden im Herbst des Jahres erreichte.

Ihr Titel „Are You Experienced“ traf den Nagel

auf den Kopf. Die Anhäufung ungewöhnlicher

Songs bescherte ein Hörerlebnis der besonderen

Art. Hendrix und seine Mitstreiter sahen für

die damaligen Verhältnisse durchaus wild aus (aus

heutiger Sicht freilich zahm). Als mein Vater, der

Rockmusik strikt ablehnte, mich zu Hause mit

der LP erwischte, war er bereits kurz vor dem

Platzen. Jedoch brachte Hendrix’ Kurz biografie

auf der Rückseite des Covers das Fass zum

Überlaufen. Danach hatte Hendrix die Schule früh

verlassen (sie also abgebrochen), weshalb ich

mir vorhalten lassen musste, dass ich mir die

Musik eines „ungebildeten Halbwilden“ anhörte.

Der „ungebildete Halbwilde“ war und ist allerdings

ein Autodidakt und Genie, dessen Song -

texte alles andere als banale „Tralala“-Statements

waren, sondern bizarre und surreale Elemente

beheimateten. Das freilich ließen die meisten Er -

wachsenen damals gar nicht erst an sich heran.

Die Folge war ein weiterer heimischer Hendrix-

Eklat. In einer Folge des Beat-Clubs gab es die

Aufzeichnung eines Auftritts der Jimi Hendrix

Experience im Londoner Marquee, während dessen

Hendrix die Gitarrensaiten mit seinen Zähnen

anschlug – eine von vielen Show einlagen, wie

versierte Gitarristen sie gern einmal vorführen.

Mein Vater tobte, nun seien wir endgültig im

Urwald gelandet.

„Are You Experienced“ passte genau in die Zeit

der explodierenden Kreativität in der Rockmusik

und ragte zugleich hervor. Wie Hendrix kompo-

In den 1960er-Jahren sammelte er als Gitarrist

in Bands wie den der Isley Brothers und von

Little Richard und mit Curtis Knight reichlich

Erfahrung. Eine ganze Palette von Aufnahmen

wurde auch eingespielt. 1965 stellte Hendrix

seine erste eigene Band auf die Beine: Jimmy

James (das war er selbst) and the Blue Flames.

Mit von der Partie war Randy Wolfe, besser

bekannt als Randy California, einer der Gründer

der künftigen Westcoast-Band Spirit. Man spielte

damals schon unter anderem „Wild Thing“ und

eine langsame Fassung von „Hey Joe“. Hendrix

und California schrieben außerdem gemeinsam

das Stück „Look Over Yonder“, das späterhin zu

Hendrix’ Repertoire gehörte. Hendrix’ Durch -

bruch fand im August 1965 statt. Der Animals-

Bassist Chas Chandler erlebte ihn live in New

York und war so beeindruckt, dass er den Gi -

tarristen nach London einlud. Dort stellte er mit

ihm, dem Bassisten Noel Redding und dem

Drummer Mitch Mitchell die Band The Jimi Hendrix

Experience zusammen, und nun nahm Hendrix’

Karriere Fahrt auf. Ende 1966 erschien als erste

Single des Trios der Song „Hey Joe“, der sich an

der langsamen Variante von Tim Rose orientierte.

Es war nicht nur irgendein Cover. Das intensive

Gitarrenspiel mit einem überwältigenden Solo

und dazu ein Gesang, der im seltsamen Kontrast

zur Musik zu stehen schien, sorgten auf dem

internationalen Schallplattenmarkt für Furore. Die

zweite Single „Purple Haze“ war schon kein

Cover mehr, sondern der Beginn der zahlreichen

musiker MAGAZIN 2/2017


STORIES 45

»Das intensive

Gitarren spiel mit einem

überwältigenden

Solo und dazu ein Gesang,

der im seltsamen

Kontrast zur Musik zu

stehen schien, sorgte auf

dem internationalen

Schallplattenmarkt für

Furore.«

nierte, arrangierte, spielte und sang niemand.

Auch heute noch sind „Third Stone From The

Sun“, „Fire“ und „Manic Depression“ absolut ungewöhnliche

Songs. Der Blues „Red House“ vibriert

nur so vor Energie. Dass man Hendrix gar nicht

hoch genug schätzen kann, zeigt zum Beispiel die

CD „Variations On A Theme – Red House“ aus

dem Jahr 1992, die nur kurz auf dem Markt war.

Sechs verschiedene Fassungen von „Red House“

mit immer neuen Hendrix-Soli lassen einen aus

dem Staunen nicht herauskommen, dazu eine

„Red House“-Version von John Lee Hooker mit

Randy California als Gitarrist. Großartige Musik pur!

Der Erfolg der Jimi Hendrix Experience war

enorm. Bis zu Hendrix’ Tod erschienen fünf Alben,

die, durchweg eine Besonderheit, Zeugnis von

seinem rastlosen Genie ablegten. Der absolute

Höhepunkt seines Studioschaffens war nach

„Axis Bold As Love“ und „Smash Hits“ das

Doppelalbum „Electric Ladyland“, gespickt mit

höchst unterschiedlichen Stücken. Darunter be -

findet sich der unglaublich intensive, über zehn

Minuten lange Blues „Voodoo Chile“ mit seinen

zahlreichen phantastischen Gitarrenparts und

Steve Winwoods kongenial lastender Hammond-

Orgel – so mitreißend, dass man sich den Titel

jedes Mal mehrfach nacheinander anhören kann.

Bekannter allerdings ist „Voodoo Chile (Slight

Return)“, ist einer von Hendrix’ Bühnen-Klassikern,

auf dem er mit einem Gitarren-Feuerwerk brilliert.

Die beiden so unterschiedlichen Stücke lassen

Hendrix’ Gitarenkunst in einem großen Reichtum

an Facetten leuchten. Und wie groß ist die Überraschung,

wenn Hendrix in „House Burning Down“

gar mit einem messerscharfen Tango aufwartet!

„Electric Ladyland“ enthält überdies die sehr popu -

läre Fassung von „All Along The Watchtower“, mit

der Hendrix Bob Dylans Stück geradezu in eine

neue Dimension überführt und damit einen weiteren

Hit landete.

Bevor Hendrix berühmt wurde, schloss er mit

dem Produzenten El Chalpin recht unbedacht

einen Vertrag, in dessen Erfüllung er Chalpin ein

Live-Album zur Verfügung stellen musste und

dem Geschäftsmann Geld in die Kassen spülte,

mit dem er nie gerechnet hätte, als er den unbekannten

Gitarristen unter Vertrag nahm. Das Er -

gebnis war die LP „Band Of Gypsys“ mit der

gleichnamigen Band, mit der Hendrix sich nach

Auflösung der vormaligen Experience-Besetzung

zusammengetan hatte. Bassist der Band war nun

Billy Cox, Hendrix’ Freund und Mitstreiter aus alten

Tagen, und Drummer das vormalige Electric-Flag-

Mitglied Buddy Miles. Silvester 1969 und Neu -

jahr 1970 spielten die Drei vier Konzerte in Bill

Grahams New Yorker Fillmore East. Aus den beiden

Neujahrskonzerten wurde das Album für

Chalpin zusammengestellt, das damals nicht überall

auf Gegenliebe stieß. Es ist jedoch ein wunderbares

Album voller spannender neuer Songs.

Der Titel „Who Knows“ zählt in dieser Fassung

sogar wohl zu den besten Hendrix-Stücken über -

haupt, denn sein hochspannendes, geradezu in

Atemlosigkeit versetzendes Solo im letzten Drittel

des Zehn-Minuten-Stücks ist innerhalb des

Hendrix-Kanons ohne Beispiel. Buddy Miles steuert

überdies einen langen Scat-Gesang bei, der

absolut unter die Haut geht; deswegen mutet es

merkwürdig an, dass auf der 1999 herausgekommenen

Doppel-CD „Live At The Fillmore East“

eine andere, nicht im gleichen Maße elektrisierende

„Who-Knows“-Fassung zu hören ist. Der

damals neue Song und heutige Klassiker „Machine

Gun“ dürfte weithin bekannt sein. Wie wegweisend

die vier Konzerte der Band of Gypsys gewesen

sind, beweist zudem die 2016 erschienene

CD „Machine Gun“ mit dem kompletten ersten

Konzert vom 31. Dezember 1969 und bis dahin

offiziell nicht bekannten Versionen. Es zeigt einen

mutigen Hendrix, der gar nicht erst den Versuch

macht, die Zuhörer mit bekannten Stücken für sich

zu gewinnen. Er spielt ausschließlich neue, bis

dahin unveröffentlichte Titel. Hut ab!

Leider zerfiel die Band of Gypsys sehr schnell.

Bis dahin hatte man aber reichlich im Studio miteinander

geprobt und gejammt. Wie gut Hendrix,

Cox und Miles miteinander harmonierten, erfuhren

die Hendix-Liebhaber erst nach seinem Tod.

Hendrix war nicht nur ständig auf Tournee gewesen

und auf Festivals wie Monterey, Wood stock,

Atlanta, Isle of Wight und Fehmarn aufgetreten,

er war auch Stammgast in Studios, wenn er

nicht on the road war. Dann entwickelte er ge -

meinsam mit anderen Musikern neue musikalische

Ideen und tüftelte an seiner Musik. In New

York baute er sogar die eigenen Electric

Landyland Studios, die er vor seinem Tod nur

wenige Wochen nutzen konnte. Während der

Zeit seines internationalen Erfolges kam eine

unglaubliche Fülle Studioaufnahmen zusammen,

aber abgesehen von Hendrix’ Monterey- und

Woodstock-Auftritten erst nach seinem Tod ans

Licht, sowohl offiziell und in guter Tonqualität als

auch auf tontechnisch überwiegend mangelhaften

Bootlegs.


2/2017 musiker MAGAZIN


46 STORIES

Sein Genie war ein Eisen, das es galt, so lange

wie nur möglich zu schmieden. Rasch nach seinem

Tod wurde damit begonnen, seinen klingenden

Namen und seine schillernd wirkende

Persönlichkeit in klingende Münze umzusetzen.

Es kursierten gleich Gerüchte über neue Alben.

Und tatsächlich kam schon im März 1971 die LP

„Cry Of Love“ (März 1971) heraus mit einer Fülle

herausragender Songs, die Mitch Mitchell und

Hendrix’ Toningenieur Eddie Kramer aus dem

riesigen musikalischen Nachlass zusammengestellt

und dabei versuchten hatten, dem nahe zu

kommen, wie Hendrix sich das Album vorgestellt

haben mochte. Diese ausgezeichnete Veröffent -

lichung geriet zu einem würdigen Testament für

die schöpferische Kraft des Musikers, das die

Hendrix-Familie im Jahr 2000 bis auf Weiteres

durch das umfangreichere Album „First Rays Of

The New Rising Sun“ ersetzte.

Die auf „Cry Of Love“ folgende ausgezeichnete

LP „Rainbow Bridge“ (Oktober 1971) enthielt den

Soundtrack für den gleichnamigen Spielfilm, der

wiederum mit einem Hendrix-Live-Auftritt auf

Hawaii punkten kann – der einzige Lichtblick in

dem enttäuschenden, langweiligen und abstrusen

Film, der um Hendrix zusammengekleistert

ge worden zu sein scheint.

Bald öffneten sich aber auch die Schleusentore

für Tonträger aller Art. Ganze LP-Boxen mit Auf -

nahmen aus Hendrix’ Zeit als Session-Gitarrist

und mit seiner Band vor der Gründung der Jimi

Hendrix Experience standen in den Regalen.

Studio-Aufnahmen in mäßiger Qualität wie

„Impromptu“ tauchten auf mit Material, das

Hendrix nie veröffentlicht hätte. Interessanter

waren die Einblicke in seine Studio Jams und

Experimente mit neuen Stücken auf den LPs

„War Heroes“ (1972), „Loose Ends“ (1974) und

„Nine To The Universe“ (1980). Andere Musiker

hätten sich vermutlich glücklich über die Fülle

von Ideen geschätzt und damit gleich ihre Alben

gefüllt. „Midnight“ von „War Heroes“ ist bester

Hendrix, während „Born A Hootchie Coochie

Man“ von „Loose Ends“ ähnlich intensiv ist wie

„Who Knows“ von „Band Of Gypsys“. Wenn Miles

seinen Scat-Gesang beginnt, meint man, eine

zweite Gitarre zu hören. „Nine To The Universe“

wiederum lässt ahnen, wie Hendrix sich hätte

fortentwickeln können. Wer weiß, vielleicht hätte

er früher oder später auch mit Streichern zusammengearbeitet.

Unter der Aufsicht der Hendrix-

Familie kam davon 2010 unter dem Titel „Valleys

Of The Neptune“ eine neue, umfangreiche Zu -

sammenstellung heraus, die unbedingt zu empfehlen

ist, wie übrigens auch „South Saturn Delta“

von 2000.

Über den Wert der LPs „Crash Landing“ und

„Midnight Lightning“ aus dem Jahr 1975 streitet

man bis heute, denn ungeachtet von Hendrix’

tadelloser Musik bestanden die Begleitbands aus

Musikern, mit denen er zu Lebzeiten überwiegend

gar nicht zusammengespielt hatte. Über die Jahr -

zehnte wuchs der Katalog offizieller und halboffizieller

Hendrix-Veröffentlichungen explosionsartig,

alles zusammen genommen mehrere hundert

Tonträger – letztlich eine unüberschaubare Flut.

Es liegt auf der Hand, dass es dabei mehr

Schatten als Licht gibt. Anlass zu einiger Hoff -

nung gab 1972 die Bootleg-LP „Sky High“, 1980

herausgegeben als „Woke Up This Morning And

Found Myself Dead“. Hendrix hatte unter anderem

mit Jim Morrison gejammt und mit Johnny

Winter, der seine Beteiligung allerdings vehement

bestritten hat. Das Ergebnis war enttäuschend.

Winter hielt sich sehr zurück und lieferte sich mit

Hendrix keine „Guitar Battle“, und Morrison

nuschelte sturzbetrunken ins Mikrofon. Von

schwankender Qualität sind auch die zahllosen

Veröffentlichungen aus dem Nachlass von Hendrix’

zwielichtigem, bereits 1973 verstorbenem Ma -

nager Michael Jeffery. Zu empfehlen ist wiederum

die 2012 herausgebrachte Doppel-CD „Am I

Blue“ des Labels Spanisch Cast mit sehr guten

Blues-Nummern.

Ausgezeichnet sind jedenfalls die CDs, DVDs

und Blu-Rays, die unter der Federführung von

Hendrix’ Familie in Zusammenarbeit mit Eddie

musiker MAGAZIN 2/2017


STORIES 47

Kramer herausgegeben worden sind und den

offiziellen Hendrix-Katalog enorm erweitert und

neu geordnet haben. Dazu gehören der komplette

Woodstock-Auftritt, eine rare Videoauf zeich -

nung von Hendrix im Fillmore East mit der Band

of Gypsys, wie auch verschiedene Konzerte für

Bill Graham und die Auftritte in Monterey, Atlanta

und auf der Isle of Wight. Die Hendrix-Familie

steht überdies hinter den CDs des Labels

Dagger Records mit hochinteressanten weiteren

Einblicken in Hendrix’ Studioarbeit. Die bieten

übrigens auch die 4-CD-Box „The Jimi Hendrix

Experience“, die 2000 zu seinem 30. Todestag

veröffentlicht wurde. Es gibt wohl kaum einen

anderen Rockmusiker aus der zweiten Hälfte der

1960er-Jahre, von dem in Ton und Bild derart

viel überliefert ist.

Jimi Hendrix – das ist natürlich auch der Stoff,

aus dem Legenden gemacht werden. Joe Boyd

und Gary Weis drehten bald nach seinem Tod

die ansehnliche Dokumentation „Jimi Hendrix“

und Bob Smeaton 2012 den sehr informativen

Film „Hear My Train A Comin’“. Zuweilen sind

auch besonders ansprechende Tribute-Konzerte

veranstaltet worden. Zu den Highlights gehört

dasjenige aus dem Jahr 2007, als der Meister -

gitarrist Gary Moore traumwandlerisch sicher auf

Hendrix’ Pfaden wandelte und, zum Teil von

Mitch Mitchell und Billy Cox begleitet, ein etwa

70-minütiges Hendrix-Konzert gab! Nachahmer

ließen natürlich auch nicht auf sich warten. Mehr

oder weniger unverblümt versuchten sie, nach

dem Tod des Gitarristen den Anschein zu erwecken,

es stehe neues Material von ihm in den

Schallplattenregalen. Damit versuchte Anfang der

1970er-Jahre die Live Experience Band mit zu -

weilen heftigem Gitarren-Geschredder auf mehreren

Alben ihr Glück; die bislang unbekannt

gebliebenen Musiker könnten aus dem norddeutschen

Raum stammen, geklärt ist das aber

bis heute nicht. Wie auch immer: Jimi Hendrix ist

tot – es lebe Jimi Hendrix!

NÄCHSTE FOLGE:

PETER GREEN’S FLEETWOOD MAC

WEB: WWW.JIMIHENDRIX.COM

TEXT: DR. NORBERT APING

FOTOS: CHUCK BOYD AUTHENTIC

HENDRIX LLC; DANIEL TEHANEY

FOTOQUELLE: SONY MUSIC

DR. NORBERT APING

Geboren 1952, Buchautor

und Leiter des Amtsgerichts

in Buxtehude.

Idee + Foto: Christian Raith · Agentur: www.milk-and-honey.de

Jahre

Erfahrung in

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48 MUSIKBUSINESS

OFFENER BRIEF

an die GEMA-Vorsitzenden

des Aufsichtsrats Prof. Dr. Enjott Schneider

und des Vorstands Dr. Harald Heker

Ihre Einladung zur Mitgliederversammlung 2017

habe ich erhalten, sie hat mich aber auch be -

fremdet. Für nicht ausreichend muss ich insbesondere

Ihre Einladung betrachten, Fragen mit

den Ansprechpartner/inne/n der GEMA zu erörtern,

zumal sich unter den Genannten auch mehrere

Personen befinden, die sich in der Vergangen -

heit an Willkürakten beteiligten, was dazu geführt

hat, dass zahlreiche Berechtigte in die wirtschaftliche

Insolvenz getrieben wurden, ihren Beruf wechseln

mussten und erhebliche Vermögensschäden

erlitten haben.

Zumindest hätte ich erwarten können, dass Sie,

meine verehrten Herren, sich nicht nur bei den

Betroffenen entschuldigt und in irgendeiner Form

vorgesorgt hätten, indem ein spezieller Härtefonds

zur Verfügung gestellt worden wäre. Geschädigt

wurden ja alle Mitglieder, indem wegen vorsorglicher

Rückstellungen und nun wegen konkreter

Ausgleichszahlungen alle Berechnungen vermindert

erfolgt sind – und noch über Jahre in den

Wertungsverfahren erfolgen werden.

Dass in dieser Hinsicht noch immer kein offenes

Wort gesprochen wurde, darf nicht nur ich

als äußerst beschämend empfinden.

Das BGH-Urteil in Sachen „Marktnachfrage“

war für Vorstand und Aufsichtsrat, für die An -

tragsteller zur VP-Etablierung des Abschnitts XIII.

A. 11, ein solch spektakulärer Akt des indirekt

ausgesprochenen Vertrauensverlustes, dass Ihr

Rücktritt zu erwarten gewesen wäre – in Ver -

antwortung für die verleiteten Angestellten, in

Verantwortung auch für den Aufsichtsrat, insbesondere

für die Damen und die Herren der Pro -

grammausschüsse, deren Geschäftsordnungen

mehrfach verändert wurden (warum wohl?).

Es darf hier einmal gesagt werden, in welch

schäbiger Weise sich bestimmte Damen und

Herren in den Abteilungen Abre E und Abre U

(die es bezeichnenderweise nicht mehr gibt) bis

hin in die Bezirksdirektionen einen Spaß daraus

gemacht haben, wie Gott in Frankreich willkürliche

Begründungen anzugeben, teils in Ab stim -

mung mit der Dame und den Herren in den Pro -

grammausschüssen E und U, teils in selbstzuerkannter

Vollmacht. Da wurden stets wieder neue

Kriterien der Ablehnung erfunden. Einsprüche bei

den Genannten hatten kaum Aussicht auf Änderung.

Ich erspare es mir, die Dame und die Herren

der den Vollzug genießenden Programmaus -

schüsse zu nennen – man kann sie in den diversen

Jahr büchern nachlesen. Zu nennen sind aber

die Abre-Mitarbeiter/-innen Silvia Moisig, Dr.

Monika Staudt, Ulrich Büsing und Dr. Jürgen

Brandhorst. Sie konnten sich rechtzeitig „vom

Acker“ stehlen und in andere Abteilungen versetzen

lassen, als das Desaster erkennbar wurde.

Da wurde es anderen überlassen, das angerichtete

Scherben ge richt zu beseitigen – in personalunterbesetzter

Überforderung.

Bedenken Sie bitte, dass mit Nach zah lungen,

selbst mit 5-%-Zuschlägen (die immer noch

unterschiedlich gewährt sind), mehrere Be rech -

tigte/Betroffene nach Kreditaufnahmen (wegen

Unterbezahlungen seit 2011) nunmehr der Steuer -

progression unterworfen sind, die auch erhebliche

Vorauszahlungen nach sich gezogen und irre

Vermögensschäden angerichtet haben. Der

Unterzeichnende hat sein Duisburger Haus zum

Verkauf stellen müssen (ich darf um Löschung

dieser Anschrift bitten).

Verehrte Herren Vorsitzende, das BGH-Urteil

entsprach keinem Kavaliersdelikt: Es war und ist

eine schallende Ohrfeige, ein Urteil über die Un -

rechtmäßigkeit von gematischem Handeln.

musiker MAGAZIN 2/2017


MUSIKBUSINESS 49

Professor Dr. Enjott Schneider und Dr. Harald

Heker: Nehmen Sie bitte dieses Urteil (wie andere

zuvor) nicht mehr auf die leichte Schulter.

Erkennen Sie bitte, dass Sie die Mitglieder der

GEMA in zwei Lager gespalten und einander verfeindet

haben: in die sogenanten Markt nach frage-

Anerkannten (ggf. Übersehenen) und in die Markt -

nachfrage-Abgelehnten, d. h. erklärt Unnützigen.

Sie werden erwarten, dass die letztgenannte

Gruppe sich bei der Mitgliederversammlung nicht

offen zu Wort melden wird (um weiterer Ächtung

zu entgehen). Dass aber im Kern der Zusammen -

halt in der GEMA „vergiftet“ ist und nunmehr therapeutische

Maßnahmen angebracht wären.

Und nun auch noch der Schock des Kam mer -

gerichtsurteils wegen der Verlegerbeteiligung, das

in der GEMA völlig kopflose Maßnahmen hervorgerufen

hat. Der Unterzeichnende ist auch

Verleger. Aber er wird sich dem von der GEMA

geplanten Prozedere der persönlichen Zustim -

mung nicht unterwerfen. Es geht hier um individuelle

Werk verträge, die nur mit Werkvertrags er -

gänzungen wieder flottgemacht werden können.

Ich hatte Ihnen diesbezüglich, mit Post vom

26. März 2017, folgenden Vorschlag an meine

Verleger unterbreitet:

Unter „meinen“ Verlegern gibt es recht unterschiedliche

„Betreuungen“. Da gibt es (leider) nur

einige wenige, die ihren Verpflichtungen vollgültig

nachgekommen sind, die auch die GEMA-

Verpflichtung zur Drucklegung erfüllt hatten.

Siehe Verteilungsplan Abschnitt I Ziffer 5. a):

„Grundsätzlich ist mit jedem Anmeldebogen bei

verlegten Werken ein Exemplar der Druck aus -

gabe vorzulegen.“ (So galt es bisher.)

Andererseits habe ich aber auch zu beklagen,

dass einige „meiner“ Verleger weder der Druck -

verpflichtung nachgekommen sind noch Be wer -

bungen vorgenommen (noch Aufführungen vermittelt)

haben.

Für mich ergibt sich daraus als Konsequenz,

dass auf der Basis von unterschiedlich nachgewiesenen

Aktivitäten auch differenzierte Zu stim -

mungen bedenkbar wären.

»Erkennen Sie bitte, dass

Sie die Mitglieder

der GEMA in zwei Lager

gespalten und

einander verfeindet

haben: in die sogenanten

Markt nach frage-

Anerkannten

(ggf. Übersehenen) und

in die Markt nachfrage-

Abgelehnten,

d.h. erklärt Unnützigen.«

der Urheber gegenüber der Verwertungs gesell -

schaft zustimmen, dass der Verleger ... beteiligt

wird.“

Eine solche Kann-Zustimmung wäre aber nicht

ge genüber Ihnen (als „meinem“ Verleger) zu leisten,

sondern (allein) gegenüber der GEMA.

Auch in diesem Bezug darf ich mir erlauben,

eine pauschale Zustimmungserlaubnis Ihnen ge -

genüber abzulehnen. Ich darf dafür um Ihr Ver -

ständ nis bitten. (Im Übrigen spräche ggf. nichts

dagegen, im Verlagsvertrag in Zukunft eine differenzierte

Refundierungsergänzung vorzunehmen

...)

Offensichtlich aus Gründen der Überforderung

haben Sie auf diese meine rechtskonformen Aus -

führungen noch nicht reagiert.

Nehmen Sie, Herr Prof. Dr. Schneider und Herr

Dr. Heker, bitte zur Kenntnis, dass ich einer Mit -

gliederversammlung nicht beitreten werde, so

lange Sie sich nicht (auch im Namen der übrigen

Genannten) bei mir und bei allen Mitgliedern entschuldigt

haben – andernfalls eine andere Be -

setzung der Vorsitzendenschaft eingetreten ist.

GRAFIK: © SEVENDEMAN/FOTOLIA | LOGO-QUELLE: GEMA

Solches lässt § 27a VGG ausdrücklich zu,

wenn es darin unter Absatz 1 heißt: „Nach der

Veröffentlichung eines verlegten Werkes ... kann

Mit freundlichen Grüßen Ihres

2/2017 musiker MAGAZIN


50 MUSIKBUSINESS

„DIE MUSIKBRANCHE IST

EIN HERZENSDING“

Experten lehren das ABC

des Musikmanagements am TA Bildungszentrum

DIRK VAN GERCUM (MITTE) TEILT MIT GABRIELE PFAFF (2.V.L.) UND DEN ANDEREN SEMINARTEILNEHMERN SEIN

FACHWISSEN IN SACHEN MUSIKMANAGEMENT

»Die Musikbranche ist

ein hoch emotionales

Arbeitsfeld.

Wer hier tätig ist, der

brennt für seine Sache.

Aber um als

Musikmanager auf dem

hart umkämpften

Markt Fuß zu fassen,

braucht man

neben Leidenschaft

vor allem eins:

das richtige Know-how«

Gabriele Pfaff hat sich vor zwei Jahren

selbstständig gemacht. Ihr Ziel: neue

Talente entdecken, fördern und im Live-Geschäft

unterbringen. Wie man das macht, hat die 51-

Jährige aus Stuttgart nicht gezielt gelernt. Viel -

mehr hat sie sich das Wissen – wie viele andere

auch – selbst angeeignet. Angetrieben hat sie

die Liebe zur Musik. „Die Musikbranche, das ist

so ein Herzensding“, erklärt sie. „Da arbeitet

man auf ein bestimmtes Ziel hin. Das ist ein Be -

geis terungsjob.“ So kam sie gut zurecht, aber ob

ihre Arbeitsweise richtig ist, wo und wie sie noch

etwas verbessern kann, wusste Gabriele Pfaff

nicht.

WEITERBILDUNG ZUM

MUSIKMANAGER IN ZWEI WOCHEN

Darum entschied sie sich, den Zertifikats-Lehr -

gang Musikmanagement IHK am TA Bildungs -

zentrum zu absolvieren. Der zweiwöchige Kom -

paktkurs behandelt in neun Themenblöcken

kauf männische, rechtliche und technische As -

pekte und schließt mit dem Erwerb des deutschlandweit

anerkannten IHK-Zertifikats ab. „Ich wollte

mir die Bestätigung holen, dass das, was ich

da mache, richtig ist“, sagt Pfaff.

In zwei Wochen intensiven Vollzeit-Unterrichts

bekam sie Einblick in verschiedene Tätigkeits -

felder: Künstler-, Event- und Live-Management,

Booking, Label- und Rights-Management, Musik -

produktion und Veranstaltungstechnik. „Musik-

management ist ein sehr komplexes Feld. Mir

waren vor allem die rechtlichen Rahmen be -

dingungen wichtig.“ Da gab es viele Fragen zu

klären – und zwar von Profis.

ERFAHRENE DOZENTEN AUS

DEM MUSIKBUSINESS

Einer von ihnen ist Dirk van Gercum. Der

Musikproduzent, Künstlermanager und Verleger

ist seit 30 Jahren im Musikgeschäft und hat

unter anderem als Geschäftsführer der Booya

Music Entertainment GmbH Künstler wie die

Backstreet Boys, Sarah Connor und Mustafa

Sandal produziert. Er kennt die Heraus for de -

rungen der Branche ganz genau und schätzt die

Weiterbildung am TA Bildungszentrum: „Das

Sensationelle an dem Angebot ist das Angebot

an sich. Ein solides Basiswissen in 14 Tagen –

das gab es zu meiner Zeit nicht. Mir hat niemand

gesagt, wie man ein Live-Event für 10 000 Leute

organisiert – das war alles learning by doing. Die

Absolventen dieses Lehrgangs können mit allen

Beteiligten in der Musikbranche auf Augenhöhe

kommunizieren.“

In einer dynamischen Branche wie dem Musik -

business sei es wichtig, immer auf dem neuesten

Stand zu bleiben. Das hätten die Ver änderungen

der letzten zehn Jahre gezeigt. „Mittlerweile gibt es

viele Möglichkeiten, im Musik management eigeninitiativ

tätig zu werden“, weiß van Gercum. „Aber

den Künstler aus der Masse hervorzuheben, das

ist die Kunst.“ Darum ist Marketing ein wichtiger

Bestandteil des Lehrgangs: Welche Genres funktionieren

in welchen Medien am besten? Wie setzt

man Social Media richtig ein?

musiker MAGAZIN 2/2017


MUSIKBUSINESS 51

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den rechtlichen

Rahmenbedingungen. Die Teilnehmer er -

werben umfangreiches Wissen zum Vertrags -

wesen, zu Urheber- und Leistungsschutzrechten

sowie deren Auswertungsgesellschaften GEMA

und GVL. Aber auch Bereiche wie das Life- und

Verlagsgeschäft stehen auf dem Lehrplan.

Gabriele Pfaff ist vom Erfahrungsschatz der

Dozenten begeistert: „Wir konnten viele Rück -

fragen stellen und den Stoff so besser festigen.

Dadurch war der Lerneffekt sehr hoch.“ Auch

unter den Teilnehmern ergaben sich fruchtbare

Gespräche. „Jeder geht Dinge anders an. Da

bekommt man neue Perspektiven und Ideen.“

THEORIE UND PRAXIS

ENG VERZAHNT

Ein Höhepunkt des Lehrgangs war der Praxis -

tag im Tonstudio. Die Teilnehmer konnten sich

selbst am Mischpult versuchen und einen Rough

Mix zusammenstellen. Eine Erfahrung, die die

Möglichkeiten im Tonstudio aufzeigt und das eigene

Hörverständnis schult, findet Gabriele Pfaff:

»Mittlerweile gibt es viele

Möglichkeiten,

im Musik management

eigeninitiativ tätig

zu werden. Aber den

Künstler aus der Masse

hervorzuheben,

das ist die Kunst.«

„Jetzt kann ich bei neuen Talenten besser einschätzen,

was da noch rauszuholen ist.“

Und das ist nicht alles. „Mit dem neuen Wissen

aus dem Lehrgang fühle ich mich souveräner. Ich

werde den Weg, den ich eingeschlagen habe,

weiterverfolgen, aber professioneller.“ In rechtlichen

Fragen wisse sie besser Bescheid, auch ihre

Arbeitsweise habe sich verändert. „Mit neuen

Künstlern werde ich anders starten: mit einem

kompletten Plan, einfach zielorientierter.“

Die Weiterbildung am TA Bildungszentrum

empfiehlt die Absolventin nicht nur Neuein stei gern.

„Ich denke, viele in der Branche wissen viele

Dinge nicht. Darum ist der Lehrgang auch für er -

fahrene Kollegen geeignet.“ Ebenso für Künstler,

die sich selbst vermarkten wollen. Denn der Job,

in den man sein Herzblut steckt, macht noch mehr

Spaß, wenn man ganz genau weiß, was man tut.

DIE NÄCHSTEN

LEHRGANGS-TERMINE

Die nächsten Vollzeit-Lehrgänge Musik ma na -

gement IHK starten an den TA-Standorten in

Hameln, Hannover und Göttingen am 19. Juni,

04. September und 13. November 2017.

FOTOQUELLE: TA BILDUNGSZENTRUM

ALLE INFOS UNTER:

WWW.TA.DE/MUSIKMANAGEMENT-IHK.HTML

Oder persönlich und unverbindlich per Telefon:

05151-95776-0


52 MUSIK & RECHT

GAGEN-AUSFALLVERSICHERUNG

Der Beginn der lang ersehnten Tournee oder des Konzerts steht an –

am Ende eines jeden Auftritts folgt der tosende Applaus der Fans.

So viel zumindest zur Theorie,

denn manchmal kommt einfach auch etwas dazwischen …

Wir sprechen mit Christian Raith, Ge -

schäftsführer der Eberhard, Raith &

Partner GmbH. Viele kennen den Spezialmakler

bereits, wenn es um Versicherungslösungen im

Entertainmentbereich geht. Schon seit vielen

Jahren gibt es das Konzept der Ausfallversiche -

rung; es war bisher aber eher an den Veran stalter

gerichtet, damit er bei Ausfall, Abbruch oder

Verschiebung der Veranstaltung nicht auf seinen

Kosten sitzen bleibt. Das neue Kon zept von

ERPAM richtet sich an Künstler und Bands bzw.

deren Manager, die ihren eigenen Ausfall absichern

möchten.

MM: Christian, ihr habt ein neues Konzept

entwickelt: Die Gagenausfallversicherung.

Kurz erklärt, was können wir darunter verstehen

und wer kann eine solche Police ab -

schließen?

CHRISTIAN: Das ist richtig, mein Geschäfts füh rer -

kollege Bernhard Eberhard hat die Ausfallver si -

cherung ordentlich überarbeitet. Das erweiterte

Angebot soll Künstler und Bands bei einem Aus -

fall vor den finanziellen Folgen schützen.

Einen Auftritt oder sogar eine Tournee vorzubereiten

kostet nicht nur Zeit bei der Planung,

sondern auch Geld, das durch die vereinbarten

Gagen/Honorare wieder mehr als eingespielt

werden soll. Jetzt stellt euch aber mal folgendes

Szenario vor:

Kurz vor dem ersten Auftritt der Deutschland -

tour erwischt den Sänger der Band eine Stimm -

bandentzündung oder der Drummer bricht sich

den Arm. Damit ist der Musiker gezwungen, die

gesamte Tour bzw. einzelne Auftritte davon ab -

zusagen. In den Verträgen mit den Veranstaltern

ist jedoch vereinbart, dass bei Erkrankung des

Künstlers keine Gagenzahlungen erfolgen. Hier -

durch kann nun der Lebensunterhalt für ein ganzes

Jahr gefährdet sein, was zu enormen finanziellen

Schwierigkeiten führen kann. Selbst wenn man

die Tournee nur verschieben muss, schmeißt das

einem die ganze Planung durcheinander.

MM: Und was ist nun alles versichert?

CHRISTIAN: Wenn gebuchte Auftritte durch

Krank heit, Unfall, Tod oder sonstiges Nichterscheinen

(z. B. der berühmte Flugstreik) nicht

stattfinden können, verschoben oder abgebrochen

werden müssen. Versichert sind dann

sämtliche vertraglich vvereinbarten Gagen/Hono -

rare für Ihre angemeldeten Auftritte, vorausgesetzt

natürlich, dass diese auch entsprechend

versichert sind.

musiker MAGAZIN 2/2017


MUSIK & RECHT 53

MAKE

MUSIC

»Wenn gebuchte

Auftritte durch

Krankheit, Unfall, Tod

oder sonstiges

Nichterscheinen nicht

stattfinden können,

verschoben oder

abgebrochen werden

müssen,

sind sämtliche

vertraglichvereinbarten

Gagen/Honorare

für die angemeldeten

Auftritte versichert.«

SINGER/SONGWRITER

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BLUESGITARRE

Andi Saitenhieb zeigt, wie’s geht!

MM: Das hört sich ja schon mal wirklich gut

an. Wie wäre denn jetzt die weitere Vor -

gehens weise, wenn ein Musiker/eine Band

Interesse daran hat?

CHRISTIAN: Auf einfachem und unbürokratischem

Weg: einfach bei uns auf der Homepage vorbeischauen

oder uns anrufen, wir unterbreiten Euch

dann zunächst ein unverbindliches Angebot für

eine maßgeschneiderte Ausfallversicherung, die

allen Anforderungen genügt. Natürlich wollt Ihr

jetzt wissen, was das kostet, aber von Preisen zu

sprechen, halte ich für schwierig, da wir im Vor -

feld einfach ein paar Daten haben müssen, um

eine erste Einschätzung abzugeben. So viel sei

aber zumindest versprochen: Es ist wirklich preis -

werter als man denkt. Noch dazu, wenn man das

Risiko dahinter sieht.

MM: Du hast von einer Deutschlandtournee

gesprochen. Wie sieht es aus, wenn eine

Band auch Termine in Europa oder sogar der

ganzen Welt hat?

CHRISTIAN: Natürlich können wir auch da weiterhelfen,

und das bedeutet dann nicht, dass die

Police teurer werden würde. Selbstverständlich

begleiten wir die Bands auch ins Ausland oder

versichern das Management rund um die Welt.

Es soll nur klar sein, dass diese Gagenaus fall -

versicherung nicht nur an die Mega-Bands ge -

richtet ist, sondern wirklich auch an kleinere bzw.

nationale Bands. Übrigens: Bei Auftritten in USA/

Kanada ist neben der Ausfall- auch die Haft -

pflicht versicherung besonders wichtig, das kann

ich gleich noch an dieser Stelle loswerden.

MM: Habt ihr schon Erfahrungen mit Schä -

den gemacht?

CHRISTIAN: Natürlich, wenn man so etwas versichert,

bleibt es auch nicht aus, dass etwas

passiert. Aber dafür gibt es schlussendlich ja

diese Versicherung. Die Regulierung derartiger

Schäden ist relativ einfach. Wir brauchen dann

die Vertragsgrundlagen, die entsprechenden Be -

lege und natürlich auch das Attest des Künst -

lers. Wenn das alles vorliegt, geht es eigentlich

sehr schnell.

MM: Danke für das Interview!

CHRISTIAN: Ich habe zu danken …

WEITERE INFOS: WWW.ERPAM.COM/C/1/

GAGENAUSFALLVERSICHERUNG/

FOTO: © SPOILERGEN/FOTOLIA

FOTOQUELLE CHRISTIAN RAITH: ERPAM

STEADY BESTSELLER

ISBN 978-3-943638-85-1

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alfredverlag.de | alfredmusic.de


54 PRODUKT-NEWS

SINGEN – VOM HOBBYKELLER AUF DIE BÜHNE

„The only thing better than gehen? Muss ich zwingend Noten lesen

singing is more singing!”, sagte können? Oder Tanzen? Oder Moderieren?

einmal Ella Fitzgerald treffend. Was für Jobs gibt es überhaupt für (Berufs-)

Für alle interessierten

Sänger/-innen und wie komme ich daran?

Hobbysänger, die mehr wissen, Kann man vom Singen leben? Welches

vielleicht sogar ihre Leidenschaft Equipment benötige ich? Wie mache ich als

zum Beruf machen wollen, Sänger/-in auf mich aufmerksam? Wie gehe

bietet das Buch „Singen – vom ich mit Lampenfieber um? Wie bekommt

Hobbykeller auf die Bühne. man einen Künstlernamen? Wo kann ich

Ein Praxisbuch für ambitionierte mich versichern?

Sängerinnen“ eine Fülle

von Antworten auf viele Fragen. Über 20 Jahre Berufserfahrung beantworten

sicher nicht alle Fragen, aber doch sehr

Neben Basics in Sachen Gesang (Atmung, viele. In ihrem „Praxisbuch für ambitionierte

Sänger/-innen“ gibt LeeZa Nail ihre

Stimmbildung, Songinterpretation) oder

Musik lehre (Harmonielehre, Rhythmik, Vom- Antworten und Tipps rund um den Beruf der

Blatt-Singen) finden sich viele Kapitel, die Sängerin/des Sängers gerne weiter. Es be -

Sänger/-innen auf den Schritt vom heimischen

Üben auf die Bühne vorbereiten. So • Karriereplanung und Imageaufbau

inhaltet u. a. Themen wie:

werden Fragen behandelt wie: Reicht eine • Zeitmanagement und Organisation des

gute Stimme aus, um auf die Bühne zu Sängeralltags

• Marketing und Öffentlichkeitsarbeit

• Verdienstmöglichkeiten des Sängers/der

Sängerin

• Teamarbeit im Bandgefüge

• Erarbeitung eines individuellen Reper toires

• Altersvorsorge und Versicherung des

Künstlers

• Motivation, Erhalt und Steigerung der

Leistungsfähigkeit

• Einklang von Körper, Geist und (Künstler-)

Seele

Fünf Interviews (davon vier mit Berufs sän -

ge rinnen unterschiedlichster Branchen und

eins mit dem langjährigen und erfahrenen

Bandleader Pepe Lienhard) bereichern – als

Intermezzi im Buch verteilt – die behandelten

Themen und erzählen ebenso ehrlich wie

anschaulich von beruflichen und menschlichen

Erfolgen und Höhepunkten im Mu si ker -

leben, aber auch von Sorgen und Nöten und

deren Überwindung, kurz: vom Überleben

im Musikbusiness.

Autorin: LeeZa Nail

Weitere Informationen: leeza.nail@email.de

MEHRSPRACHIGE

MENÜS FÜR TASCAMS DIGITALE

AUDIORECORDER

Tascam hat seinen beliebtesten Handheld-Recordern DR-

05, DR-40, DR-44WL und DR-22WL mehrsprachige

Benutzeroberflächen spendiert. Anwender können die

jeweils neueste Firmware installieren, die auf der Website

des Unternehmens bereitsteht. Anschließend stehen die

Sprachen Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch,

Spanisch, Russisch und Japanisch zur Auswahl. Die Benutzer-

und Referenzhandbücher stehen ebenfalls in aktualisierten

Versionen zur Verfügung.

Tascam hat bei der mobilen Aufnahme erneut einen

Meilen stein gesetzt. Der DR-22WL baut sein eigenes

WLAN-Netzwerk auf, über das Sie den Recorder mit einer

kostenlos erhältlichen App fernsteuern können, ohne den

Recorder zu berühren. Da die Reichweite des WLANs ungefähr

20 Meter beträgt, können Sie den Recorder an Orten

verwenden, die normalerweise undenkbar wären. Mithilfe

der App können Sie nicht nur die Aufnahme starten und

stoppen, sondern auch die Eingangspegel mit Ihrem iOSoder

Android-Gerät kontrollieren und anpassen. Alles, was

mit Aufnahme zu tun hat, kann über WLAN geschehen.

Seit Firmware-Version 2.0 ist es auch möglich, die WLAN-

Verbindung über einen vorhandenen Router oder Access-

Point herzustellen. Die Vorteile sind erstens, dass Sie weitere

Webdienste wie E-Mail oder Sharing-Portale gleichzeitig

mit Ihrem Mobilgerät nutzen können, und zweitens, dass

je nach den Fähigkeiten des Routers die WLAN-Abdeckung

und damit die Reichweite der Fernbedienung vermutlich

größer sein wird. Eine direkte Verbindung ist im Gegensatz

dazu ideal, wenn entweder kein WLAN verfügbar ist oder

Sie nicht berechtigt sind, es zu benutzen.

Auch können Sie das Material nach der Aufnahme über

WLAN überprüfen. Beurteilen Sie die Klangqualität der Auf -

nahme über Kopfhörer, die mit Ihrem Smartphone verbunden

sind. Mit seinen technischen Möglichkeiten und einer Flexi -

bilität, die Infrarot-Fernbedienungen nicht leisten können –

und einer Zuverlässigkeit, die an die einer Kabel fern be -

dienung heranreicht – erlaubt dieser Recorder bei der

Platzierung weit mehr Freiheit als jegliche früheren Modelle.

Anmerkung: Das Überprüfen von Audiomaterial über WLAN

ist für die Zeit nach der Aufnahme bestimmt.

Weitere Informationen: www.tascam.de

NEUE

CD-/KASSETTEN-KOMBINATION

FÜR DIE INSTALLATION

Der CD-A580 von Tascam verbindet die Vorteile der beiden

beliebtesten Audiomedien Kassette und CD, kombiniert sie

mit einem USB-Recorder und vereint all das in einem ge -

meinsamen Gehäuse mit dem Ergebnis größter Funk tio -

nalität bei geringem Platzbedarf. Der Anwender kann jede

der Quellen für die Wiedergabe nutzen, Aufnahmen auf

Kassette oder USB-Speichermedien erstellen oder Kopien

von CDs oder Kassetten herstellen.

Der CD-A580 ist eingangs- und ausgangsseitig mit unsymmetrischen

Cinchbuchsen ausgestattet und hat einen

Kopfhörerausgang mit Pegelregler. Neben der Installation in

Hallen, Hotels und Restaurants eignet er sich für DJs,

Musiker, Tanzschulen und Fitnesseinrichtungen sowie viele

weitere Anwendungen. Eine Infrarot-Fernbedienung ist im

Lieferumfang enthalten.

ALLGEMEINE DATEN

• Unsymmetrische Analogeingänge und -ausgänge (Cinch)

• Kopfhörerausgang mit Pegelregler

• LC-Display mit Pegelanzeigen

• 19-Zoll-Gehäuse mit 3 Höheneinheiten (HE)

Weitere Informationen: www.tascam.de

musiker MAGAZIN 2/2017


PRODUKT-NEWS 55

THOMANN-MUSIKERFLOHMARKT 2017

am 22. Juli 2017

LAPTOP-STÄNDER

schwarz

Dieser Laptopständer steht für Stand -

fes tigkeit und Sicherheit. Die großzügig

bemessene Auflageplatte bietet Platz für

alle gängigen Laptops. Dank der verstellbaren

Klemmbolzen mit Gummikappe wird

der Laptop zuverlässig und schonend gesichert.

Die Klemmbolzen werden hierzu an

den Laptop angedrückt und mittels Rändel -

mutter fixiert. Die Stativhöhe ist stufenlos

einstellbar. Für den Transport wird die Auf -

lageplatte schnell und ohne den Einsatz von

Werkzeugen vom Stativ abgenommen. Mit

den einklappbaren Füßen wird das robuste

Dreibein-Stativ im Handumdrehen zum kom -

pakten Packstück.

Weitere Informationen: www.k-m.de

Auch dieses Jahr bietet das Musikhaus

Thomann Musikern eine Plattform zum Feil -

schen, Schnäppchen abstauben und um aus -

giebig „Geartalk“ zu betreiben.

Am 22. Juli 2017 findet wieder der große

Musiker floh markt auf dem Thomann-Cam -

pus in Treppendorf statt.

Schnäppchenjäger haben bei diesem Event

die Möglichkeit, ihre Ware an einem eigenen

Stand feilzubieten, als Besucher über

den Flohmarkt zu schlendern sowie im

Thomann-Shop zu bummeln oder sich mit

anderen Musikern auszutauschen. Thomann

hat an diesem Tag für seine Gäste einige

High lights zu bieten: unzählige B-Stocks,

stark reduzierte Instrumente und Give-

Aways. Eine Stromquelle zum Antesten von

Instrumenten und Equipment stehen zur

Ver fügung.

Wer bei diesem Event mit einem eigenen

Stand dabei sein möchte, kann ab Ende Mai

alle Informationen zur Anmeldung auf dem

t.blog nachlesen.

Infos unter: www.tho.mn/event

E-GITARREN-STÄNDER

schwarz mit transluzenten

Elementen

Niedriger Gitarrenständer für elektrische Gi -

tarren. Durch ein Druckknopfsystem kann

der Ständer in der Breite schnell und einfach

eingestellt und zusammengelegt werden.

Die Auflageflächen sind komplett mit

einem hochwertigen Kunststoff-Schutz -

überzug beschichtet.

Weitere Informationen: www.k-m.de

BOXENSTATIV

schwarz

Stabiles Boxenstativ mit flacher Sockelplatte für den platzsparenden

Einsatz. Die robuste Rohrkombination kann bis auf 1,81 m ausgezogen

werden und Lautsprecherboxen bis zu 20 kg tragen. Der

bewährte Rastbolzen mit der Sicherungsschraube ermöglicht eine

komfortable und sichere Höhenverstellung. Die flache Stahlplatte

sorgt für ausreichend Stabilität und fällt kaum auf. Ein praktischer

Tragegriff, eine Kabeldurchführung sowie vier stabile Füße mit Filz -

überzug bieten weitere nützliche Vorteile. Mit dem beigefügten

Schlüssel kann die Rohrkombination individuell ausgerichtet werden.

Weitere Informationen: www.k-m.de

2/2017 musiker MAGAZIN


56 PRODUKT-NEWS

VON JOHANNES BÖHN

OPEN-HANDED

STARTER

Der richtige Einstieg in die offene

Spielweise

• Buch & MP3-CD

• Online Downloads

• Best.-Nr.: 20246G

• ISBN-13: 978-3-943638-81-3

• DIN A4

• 212 Seiten

• 23,95 Euro

www.alfredmusic.de

SS250 CONTROL

Fernbedienungs-App für SS-CDR250N/SS-R250N

SS250 Control ist eine kostenlos erhältliche

Fernbedienungs-App für die netzwerkfähigen

Recorder SS-CDR250N und SS-R250N.

Mit ihr können Sie von einem Android- oder

iOS-Tablet oder -Smartphone aus die Trans -

portfunktionen fernsteuern, auf Menüein -

stel lungen zugreifen und Pegel in Echtzeit

überwachen.

Mit SS250 Control lässt sich der Recorder

von überall dort aus bedienen, wo Sie Zu -

griff auf Ihr Netzwerk haben. Sie können

das Gerät also am bestgeeigneten Platz

aufstellen, während Sie sich frei bewegen.

Sie können die Aufnahme und Wiedergabe

starten und stoppen, die Pegelanzeigen

über wachen oder die Zeitsuche nutzen, um

eine bestimmte Wiedergabeposition aufsuchen.

Selbst spezielle Parameter wie veränderbare

Tonhöhe und Geschwindigkeit sind

leicht zu ändern.

Die App informiert auch über den gewählten

Aufnahme- oder Wiedergabemodus und

zeigt Symbole an, um auf einen FTP-Upload

oder -Download hinzuweisen. Zudem können

Sie das Bedienfeld des Recorders aus

der Ferne sperren und so die Bedienung am

Gerät selbst unterbinden, wenn es beispiels -

weise vorübergehend an einem öffentlich

zugänglichen Ort aufgestellt ist.

SS250 Control ist erhältlich bei Google Play

und im App Store von Apple.

Weitere Informationen: www.tascam.de

„Open-Handed Playing“ – das „Nicht über -

kreuzen“ der Hände beim Schlagzeugspiel

– wird von Nicht-Schlagzeugern als die

eigentlich natürliche Spielhaltung wahrgenommen;

das Überkreuzspielen hingegen als

unnatürlich. Unter ausgebildeten Drummern

führt die Bevorzugung einer dieser beiden

Spielweisen allerdings immer wieder zu

Polarisierungen. Eigentlich unverständlich,

denn die Vorteile der offenen Spielweise

gegenüber dem Spiel mit überkreuzten

Händen liegen auf der Hand:

• mehr Bewegungsfreiheit beim gleichzeitigen

Spiel von Hi-Hat und Snare.

• ergonomisch vorteilhaftere Körper hal tung

am Drumset

• vielfältigere Klangauswahl in der offenen

Spielposition

Wenn man sich aber vor Augen führt, dass

über viele Jahrzehnte im Schlagzeug un -

terricht die überkreuzte Position der Hände

vorrangig vermittelt wurde, kann man den

Widerstand der Traditionalisten gegen eine

Umorientierung der Spielweise nachvollziehen.

Denn die Bereitschaft, die eigene

Spiel weise gänzlich umzustellen, die man

sich unter Schweiß und Tränen über Jahre

erarbeitet hat, muss zwangsläufig erst ein-

mal auf Widerstand stoßen. Umso wichtiger

ist, dass endlich auch für Einsteiger Lehr -

material zum Open-Handed Playing entwickelt

wird, das keine nachträgliche Um stel -

lung mehr erfordert. Der OPEN-HANDED

STARTER von JOHANNES BÖHN soll diese

Lücke schließen.

CLAUS HESSLER, einer der Protagonisten

der offenen Spielweise, be kräftigt im Vorwort

zum vorliegenden Werk: „Diesen eigentlich

so natürlichen Zugang zum Drumsetspiel

auch schon auf Ein stei gerebene methodisch

und didaktisch ge lungen zu vermitteln, ist der

große Plus punkt des vorliegenden Buches.

Modernes Drumsetspiel hat in den letzten

Jahren immer wieder die technischen Gren -

zen nach oben bzw. nach außen verschoben

... Das Potenzial unseres Instruments

allerdings in größtmöglichem Umfang zu nutzen

und Wege aufzuzeigen, wie sich das

Drumset effizienter und natürlicher spielen

lässt, ist Aufgabe jedes Instru men tallehrers.

„Open-Handed Playing“ dabei als wesentlichen

Aspekt in Betracht zu ziehen, stellt für

mich eine Investition in die Zukunft junger

Schlag zeuger dar – unter denen sich ohne

Zweifel der nächste Buddy Rich, John

Bonham, Simon Phillips etc. befindet ...“

STEHHILFE MIT GASDRUCKFEDER

schwarz Kunstleder

RÜCKENLEHNE

schwarz Kunstleder

Ganz gleich ob Sie Gitarre, Keyboard oder ein

anderes Instrument spielen, diese neu konzipierte

Stehhilfe gibt Ihnen den nötigen Rück -

halt, bei jedem Einsatz. Durch die ergo no -

misch geformte Sitzfläche wird der Rücken

spürbar entlastet und das wirkt einer frühzeitigen

Ermüdung entgegen. Der kunstlederbezogene

Sitz lässt sich außerdem in der

Nei gung stufenlos verstellen. Mit einer

Höhen verstel lung von 600 bis 900 mm findet

jeder seine ideale Position. Zur zusätzlichen

Entlastung dient die ebenfalls höhenverstellbare

Fuß ab lage. Die robuste Fußrohr kon struk -

tion mit dem integrierten Ausgleichs parkett -

schoner sorgt für einen sicheren und stabilen

Stand. Für den transportablen Ein satz lässt

sich die Stehhilfe sehr flach zusammenlegen.

Weitere Informationen: www.k-m.de

Stabile und komfortable Rückenlehne für

verschiedene Drummersitze und Stehhilfen.

Die ovale Lehne ist angenehm gepolstert

und mit strapazierfähigem Kunstleder überzogen.

Die Höhe und Tiefe der Rückenlehne

ist jeweils stufenlos durch Griffschrauben

einstellbar.

Weitere Informationen: www.k-m.de

musiker MAGAZIN 2/2017


PRODUKT-NEWS 57

ROLAND TD-50 NEUE SOUNDS

UND SETS 2017

Drummer und Tutor Dirk Brand ist seit vielen Jahren

ROLAND-Markenbotschafter und Produktspezialist für die

V-Drums des renommierten japanischen Herstellers. Er war

mit dem ROLAND-Truck zu Besuch im Kölner MUSIC STORE,

um die neuen Sound Sets des ROLAND TD-50 in eindrucksvollen

Live-Demos zu präsentieren.

(Videos auf www.music-store.de)

ROLAND TD-50KV E-DRUM SET

HIGH-END E-DRUMSET AUS DER ROLAND V-DRUMS SERIE

Das TD-50KV von Roland ist das neue High-End-Flaggschiff

der V-Drums-Serie. Es handelt sich um ein absolutes Profi-

E-Drumset mit unendlicher Ausdrucksstärke und Vielfalt.

Herzstück dieses Schlagzeugs bildet das brandneue Roland

TD-50 Soundmodul mit Prismatic-Sound-Modeling-Tech -

nologie, die selbst kleinste Details perfekt umsetzt und

somit den besten Drumsound liefert, geprägt von lebendigen

und druckvollen Drum-Signalen.

Weiteres Highlight ist die neue Roland PD-140DS Digital

Snare in 14’’ mit sensiblem Multi-Sensorsystem , die es dem

Drummer erlaubt, jede erdenkliche Spieltechnik mit perfektem

Schlagzeug-Sound und großartigen Dynamikverhält nissen

umzusetzen. Das CY-18DR Digital Ride besitzt ebenfalls

das neue Multi-Sensor-System von Roland und es wird,

dank einem komplett neu entwickelten Verbindungs pro -

tokolls zwischen Pads und Modul, ein noch die dagewesenes

Schlagzeug-Spielgefühl entwickelt.

Als erstes Drum-Modul weltweit ist das TD-50 Modul von

Roland in der Lage zu samplen, d.h. es können Loops im

WAV-Format über das Modul herausgegeben werden,

spurweise angepasst und mit den internen Sounds kombiniert

werden – der professionellen Live- und Studio-Drum-

Per for mance steht nichts mehr im Wege.

Exklusives Extra: Music-Store-Kunden bekommen gratis

dazu ein Simon Phillips Soundpack auf SD-Karte mit hochwertigen

Drum-Samples, aufgenommen vom Toto-Drummer

persönlich!

SIMON PHILLIPS SOUNDPACK

Als exklusives Extra für Music-Store-Kunden gibt es das

TD-50 Soundmodul bei uns mit einem extra Soundpack auf

SD-Karte mit hochwertigen Drum-Samples, erstellt und

aufgenommen von Toto-Drummer Simon Phillips persönlich.

Die hochauflösenden Samples bieten eine enorme Dynamik

und sind an Klangqualität und Ausdruckskraft nicht zu

überbieten. Mit diesen Eigenschaften sind die Simon-Phillips-

Samples eine prima Ergänzung zu den Modul-internen

Klängen und bereichern so das Sound-Angebot des TD-50.

NEUE PADS FÜR SNARE UND RIDE:

PD-140DS UND CY-18DR

Das Roland PD-140DS Snare Pad ist ein echter Fortschritt,

weil es einerseits einen 14’’ großen Kessel hat, der sich

sofort vertraut anfühlt, und zum andern ein ausgeklügeltes

Multi-Sensor-System, das die Schlagposition genau erkennt

und den Sound anpasst, auch bei dynamischen Feinheiten.

Sidesticks und Rimshots werden exzellent umgesetzt und

klingen 100 % authentisch. Die Snare ist voller Charakter

und Leben, wie man es von keinem anderen elektronischen

Schalgzeug kennt.

Auch das Roland CY-18DR Ride Pad arbeitet mit dieser

neuen Sensortechnik und vermag auch die kleinsten Fein -

heiten genau umzusetzen dank eines enormen Dyanamik -

bereiches und stufenlosen, feinen Übergängen.

WELTNEUHEIT: DAS ROLAND TD-50 MODUL SPIELT

EIGENE SAMPLES AB

Via SD Card lassen sich vom TD-50 Modul bis zu vier eigene

Sample-Spuren schicken und anschließend ins eigene

Spiel integrieren, also mit den internen Sounds mischen. Es

sind also keine zusätzlichen Sample-Pads etc. nötig und

die ganze Band profitiert vom Roland-Soundmodul. Via USB

lässt sich natürlich auch, wenn gewünscht, die Verbindung

zu PC und MAC herstellen, um DAWs anzusteuern und professionelle

Aufnahmen zu machen. Für den Einsatz auf

Konzerten und Liveauftritten sind acht symmetrische Direct

Outputs vorhanden, die bei Bedarf einzeln in der Lautstärke

angepasst und natürlich mit 3-Band-EQ und etlichen Effekten

belegt werden können.

Viele Drummer bevorzugen aus optischen Gründen und

wegen des Spielgefühls eine normale Bass Drum. Das TD-50

Modul in Verbindung mit dem KD-A22 Kick Drum Converter

von Roland verwandelt jede 22’’ Bass Drum in ein Kick Pad

mit echtem Spielgefühl. So wird deine akustische Bass Drum

spielend leicht ein Teil deines Roland V-Drums Set-UP.

SIMON PHILLIPS SOUNDPACK MIT VIER DRUM-KITS

Als exklusives Extra für Music-Store-Kunden gibt es das TD-

50 Soundmodul bei uns inklusive einem extra Soundpack

auf SD-Karte mit hochwertigen Drum-Samples, erstellt und

aufgenommen von Toto-Drummer Simon Phillips persönlich.

Die hochauflösenden Samples bieten eine enorme

Dynamik und sind an Klangqualität und Ausdruckskraft nicht

zu überbieten. Mit diesen Eigenschaften sind die Simon-

Phillips-Samples eine prima Ergänzung zu den Modulinternen

Klängen und bereichern so das Sound-Angebot

des TD-50. Neben den zwei Simon Phillips Drum Kits finden

Sie noch zwei weitere Kits auf der SD-Karte. Dabei

handelt es sich um ein Synthie Kit und ein Kit mit Drums

aus den 80er-Jahren. Weiterhin befinden sich drei Songs auf

der SD-Karte, welche die Kits mit Original-MIDI-Triggern

von Simon Phillips demonstrieren.

Weitere Informationen: www.music-store.de

2/2017 musiker MAGAZIN


58 PRODUKT-NEWS

den sie bekannt sind. PARADIGM steht in dieser Tradition des

Tons und verschiebt die Grenzen, wenn es darum geht, wie

eine Saite sein kann – stärker, haltbarer und langlebiger, ohne

Beeinträchtigung von Klang oder Spiel gefühl.

AUSSERGEWÖHNLICH REISSFEST

Der revolutionäre Wickelprozess erhöht in Kombination mit

Ernie Balls patentierter RPS (Reinforced Plain Strings)

Technologie die Reißfestigkeit um bis zu 35 %, die Saiten

sind um bis zu 70 % resistenter gegenüber Materialer mü dung

als herkömmliche Saiten.

ERNIE BALL PARADIGM

Einzigartig: 90 Tage Garantie auf Saiten!

EIN LEBEN FÜR DIE INNOVATION

Seit über 50 Jahren verschreibt sich die Ernie-Ball-Familie

in Südkalifornien der Herstellung von Gitarrensaiten, die

den Sound des Rock and Roll prägen, von den 1962 vorgestellten

Slinkys bis zu PARADIGM – den fortschrittlichsten

Gitarrensaiten, die jemals geschaffen wurden.

LEGENDÄRER TON

Eric Clapton, Jimmy Page, Keith Richards, Paul McCartney,

Pete Townshend, Slash und Tausende anderer Gitarristen setzen

auf Ernie Ball, wenn es um ihren legendären Ton geht, für

UNERREICHT HALTBAR

PARADIGM Wickeldraht nutzt einen exklusiven, plasmagestützten

Prozess zur Fehlerbeseitigung und zu einer stark

verbesserten Korrosionsfestigkeit. Ernie Balls patentierte

Everlast-Nanotechnologie wird nach dem Wickeln der Saiten

angewendet und ändert die Art und Weise, wie sie auf

Feuchtigkeit und Fette reagieren. Das Ergebnis sind Saiten,

die länger halten und frischer klingen – ohne die unerwünschten

Neben effekte einer beschichteten Saite.

Erhältlich ab dem 01.05.2017, www.musik-meyer.de

EUROLITE HYPNO EFFEKTE –

TMH-41 UND 61

NOMEN EST OMEN

Der Name ist bei den kompakten Moving-Heads Programm:

Um die Linse angeordnete LED-Ringe erzeugen hypnotisierend

scheinende Effekte in bunten Farben, während aus ihrer

Mitte ein Lichtstrahl tritt. Für besonders ausgefallene Effekte

können die LED-Ringe auch einzeln eingesetzt werden.

Modellen steuern Sie die LED-Ringe völlig individuell. Die

Moving-Heads können per DMX gesteuert oder im Stand-

Alone-Betrieb betrieben werden.

TMH-41

Eurolite bietet ab sofort neue LED-Moving-Heads mit kompakten

Maßen und verblüffenden Effekten: Die Geräte mit

dem klingenden Namen „Hypno“ ziehen den Zuschauer mit

leuchtenden Ringen in ihren Bann.

ZWEI HYPNO-VARIANTEN ERHÄLTLICH

Aktuell gibt es zwei Hypno-Varianten, die sich trotz ihres

ähnlichen Erscheinungsbildes im Inneren unterscheiden:

Die Spot-Version ist mit einer leistungsstarken, weißen 30-

W-COB-LED ausgestattet, deren Projektion mittels Farb -

rädern und Gobos verändert werden kann. Um diesen

Licht strahl herum sind drei LED-Ringe mit insgesamt 76

RGB-SMD-LEDs angeordnet.

Das zweite Modell besitzt eine 60-W-COB-LED in RGBW-

Farben, die einen farbintensiven Beam erzeugt. Um die

Center-LED herum sind vier LED-Ringe platziert, die insgesamt

88 RGB-SMD-LEDs zur Verfügung stellen. Bei beiden

TMH-61

Beide Modelle sind nur 35 Zentimeter hoch und wiegen nur

fünf Kilogramm. Damit eignen sie sich hervorragend für den

mobilen Einsatz. Alleinunterhalter und kleinere Bands sind mit

zwei dieser Geräte gut ausgestattet. Auch als fest installierte

Effekte in Clubs machen die Hypnos eine gute Figur.

Weitere Informationen: www.steinigke.de

musiker MAGAZIN 2/2017


PRODUKT-NEWS 59

TAKAMINE LTD 2017 MAGOME

Seit nun 30 Jahren demonstriert Takamine jährlich mit

einem Limited Model, was höchste Gitarrenbaukunst und

einzigartiges Design bedeuten. Das diesjährige Jubiläums -

modell widmet Takamine der historischen Stadt Magome

an der traditionsreichen Handelsstraße namens Kiso-ji, die

insbesondere auch von Samurai und Ninja genutzt wurde.

Diese Straße führt nahe des Takamine-Berges vorbei.

Wasser räder, alte Gasthäuser und Pferdeställe findet man

am Wegesrand des heutzutage bei Touristen beliebten

Wander weges.

Das Griffbrett-Inlay „Legend Of The Road” greift diese Ele -

mente gekonnt auf. Die Gitarre hat einen OM-Body mit einer

massiven Fichtendecke sowie einen massiven Boden und

Zargen aus Ostindischem Palisander. Mit dem CTP3 und

exzellenten Tonhölzern ist sie ein Garant für (elektro-)akustische

Höchstleistungen. Die Takamine LTD 2017 MAGO-

ME wurde zuerst auf der NAMM Show in Anaheim vorgestellt

und ist voraussichtlich ab Juni 2017 in Deutschland,

Österreich und der Schweiz bei Ihrem Takamine Fach händler

anspielbereit.

Weitere Informationen: www.musik-meyer.de

OLI RUBOW

DAS MODERNE SCHLAGZEUGQUARTETT

Eine spielerische Lehrmethode zur Erweiterung und Modernisierung des persönlichen

Rhythmuswortschatzes

spielsweise bei den Turntablerockern, den Fantastischen Vier,

bei Henrik Schwarz, Cro oder Jazzanova.

Auch die Wissensvermittlung liegt ihm: 2007 erschien das

Buch „E-Beats am Drumset“ (Leu-Verlag), parallel dazu

wurde das Weblog e-beats.net ins Leben gerufen.

Seit 2011 läuft im „drums & percussion“-Magazin die

Workshopreihe „Vom Zitat zum Ich“.

Der untere Kartenteil gibt inhaltliche Information: Rechts

steht eine der fünf übergeordneten Kategorien, in diesem

Fall Frei für Freispiel, daneben der Kartenindex. Die linke

Seite funktioniert wie ein Spickzettel. Dort steht die Kurz -

fassung des Kartenauftrags.

Das Moderne Schlagzeugquartett kann man zu zweit oder

mit mehreren Rhythmusmachern spielen. Mit den Spiel karten

und den Handzeichen lassen sich im Ensemble moderne

Tracks nach dem Baukastenprinzip programmierter Rhyth -

men erstellen oder den Spannungsbogen eines Arran -

gements steuern.

Oli Rubow zählt zu den innovativen Drummern hierzulande.

Mit einem musikalischen Background im Jazz und im zeitgenössischen

Club-Sound realisiert er seit Mitte der 90er-

Jahre seine ureigene Vision modernen Schlagzeugspiels.

Neben seiner langjährigen Zusammenarbeit mit Bass -

legende Hellmut Hattler und den Lounge-Pionieren von DE

PHAZZ gab es immer wieder interessante Gastspiele, bei-

Wenn Kinder die Welt entdecken, lernen sie auf spielerische

Art und Weise. Ein Augenmerk auf die Umschreibung

unserer Passion macht klar: Auch wir „spielen Schlag zeug“.

Um diesen Spieltrieb mit der Weiterentwicklung am Instru -

ment zu kombinieren, hat Oli Rubow ein spezielles Karten -

spiel erstellt: Das Moderne Schlagzeugquartett.

Das Spiel besteht aus 54 Spielkarten, einem Papier se -

quenzer und acht Handzeichen. Jede Karte ist mit einem

Piktogramm bedruckt, das ähnlich wie die Bildsprache der

Emojis funktioniert und hier für eine schlagzeugtechnische

Anwendung steht.

Das zentrale Piktogramm ist die Eselsbrücke, die unser

Gedächtnis mit einem ästhetischen Kunstgriff verknüpfen

soll. Die Rahmenfarbe deutet an, ob der Karteninhalt das

komplette Drumset betrifft oder nur eine der drei Säulen

Kick – Snare – HiHat. Der weiße Punkt zeigt die Anzahl der

Takte an, in denen der Kartenauftrag ausgeführt werden soll.

Das Moderne Schlagzeugquartett fördert das loopige und

patternbasierte Groove-Verständnis. Es schult die Fähig -

keit, während des Trommelns auf optische Zeichen reagieren

zu können – ein zentraler Bestandteil beim gemeinsamen

Musizieren! Darüber hinaus stellt die Rhythmusliste

des Buches einen Pool voller moderner Grooves sowie

einen Patternbaukasten zur Verfügung. Eine umfangreiche

Klangbibliothek lädt zu kreativen Experimenten ein.

Die Spielregeln sind einfach und kreativ-flexibel. Der

Trommler sucht aus der Rhythmusliste im Buch ein Pattern

aus und spielt es in Dauerschleife (Loop). Im weiteren Ver -

lauf zeigt der Lehrer eine Spielkarte, deren Bildauftrag im

nächsten Takt umgesetzt werden soll, bevor es zum ur -

sprünglichen Loop zurückgeht.

ISBN 978-3-89775-169-9

Buch mit Spielkartentableau, 29,80 Euro

www.leu-verlag.de

2/2017 musiker MAGAZIN


60 PRODUKT-NEWS

MIKROFON VON SENNHEISER

ERMÖGLICHT FANTASTISCHEN

GOPRO®-SOUND

So robust wie die GoPro HERO4:

Das wasserfeste MKE 2 elements sorgt für

hohe Klangqualität selbst unter extremen

Bedingungen

Für Abenteurer ist die GoPro-Kamera das Nonplusultra: Mit

ihr lassen sich actionreiche Erlebnisse dokumentieren und

mit der ganzen Welt teilen. Doch während die Videos immer

spektakulärer werden, bleibt die Audioqualität oft zurück.

Das wird sich mit dem MKE 2 elements von Sennheiser

grundlegend ändern: Das wasserfeste, von GoPro zertifizierte

Mikrofon ermöglicht kompromisslos guten Klang für

die HERO4 Black und Silver. Verkaufsstart für das professionelle

Miniaturmikrofon ist am 24. April 2017.

Mit dem neuen MKE 2 elements haben GoPro-Nutzer die

perfekte Ergänzung für ihre GoPro HERO4. Das Mikrofon ist

genauso robust wie die Kamera in ihrem Schutzgehäuse

und nimmt es wie diese mit den widrigsten Bedingungen

wie Wind, Wasser und Schnee auf.

„Im Extremsport war kompromisslose Soundqualität bislang

nicht erreichbar. Sportler mussten ihre Erwartungen

an den Ton herunterschrauben und akzeptieren, dass unter

schwierigen Bedingungen nur schlechte Audioergebnisse

erzielt werden konnten oder Audioaufnahmen auch gar nicht

möglich waren, zum Beispiel unter Wasser”, erklärt Achim

Gleissner, Commercial Manager für Broadcast & Media bei

Sennheiser. „Das MKE 2 elements bedeutet hier den Durch -

bruch, vergleichbar mit dem, was GoPro im Videobereich

geleistet hat. Mit diesem Mikrofon lassen sich Action-

Kamera-Aufnahmen um fantastischen Sound ergänzen und

so noch intensiver machen.“

Das wasserfeste MKE 2 elements ist das erste Mikrofon

für die GoPro HERO4-Kamera, das die Zertifizierung

„Works with GoPro“ erhalten hat.

„Sennheiser ist derzeit der einzige Mikrofonhersteller, dessen

Produkt die Zertifizierung „Works with GoPro“ erhalten

hat. Das MKE 2 elements ist bahnbrechend; es zeigt das

enorme Potential, das in diesem auf Zusammenarbeit und

technische Exzellenz ausgerichteten Entwicklerprogramm

steckt“, sagt Achim Gleissner. „Parallel zur Markteinführung

des MKE 2 elements arbeitet Sennheiser bereits an

Lösungen für die HERO5. Wir freuen uns sehr, unsere Zu -

sammenarbeit mit GoPro auch auf kommende Produkte

ausdehnen zu können.“

WASSER- UND WETTERFEST

Ob Surfen, Klettern oder Mountainbiking: Das MKE 2 elements

macht alles mit, was GoPro-Nutzer unternehmen.

Das Mikrofon basiert auf einem professionellen Lavalier-

Modell von Sennheiser, das um innovative Designfeatures

ergänzt wurde. Dadurch ist das Mikrofon weitgehend

unempfindlich gegen Schnee, Eis und Wind und kann sogar

unter Wasser aufnehmen. Dafür ist die Kapsel mit einer

Tandemmembran ausgerüstet, die die akustisch aktive

Membran vor Feuchtigkeit schützt. Hinzu kommen eine

wasserdichte Verbindung zum Schutzgehäuse und ein spezieller

Windschirm. Dieser neu entwickelte, austauschbare

Windschutz besteht aus einem speziellen Schaumstoff, mit

dem das Mikrofon sogar beim Wassersport genutzt werden

kann. Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Fell- oder

Schaumwindschutz, der praktisch nur noch Windgeräusche

aufnimmt, sobald er nass wird, schützt der Windschirm des

MKE 2 elements zuverlässig vor Wind – ganz gleich, ob er

nass oder trocken ist. Eine elastische Aufhängung macht

das Mikrofon zusätzlich unempfindlich gegen Körperschall.

DER NEUE REFERENZKLANG FÜR DIE GOPRO HERO4

Das MKE 2 elements wurde im Rahmen des GoPro Developer

Program entwickelt, das teilnehmenden Unter nehmen die

Möglichkeit gibt, integrierte Zubehör-Lösungen für die

Kameras zu entwickeln. Nach intensiven Tests durch GoPro

hat das Mikrofon das Qualitätssiegel „Works with GoPro“

erhalten.

„Wir freuen uns, durch unser Entwicklerprogramm mit

Unternehmen wie Sennheiser zusammenarbeiten zu können,

die unsere Vision teilen. Die GoPro-Nutzer profitieren

dabei von perfekt aufeinander abgestimmten Produkten“,

erklärt Ted Simonides, Director Developer Partnerships bei

GoPro. „Das MKE 2 elements ist von diesem innovativen Geist

geprägt. Mit diesem Mikrofon können die GoPro-Anwender

ihre Abenteuer noch eindrucksvoller dokumentieren.“

SOUNDBEISPIELE UNTER:

www.youtube.com/watch?v=xzj2EJvH44k&feature=youtu.be

TECHNISCHE DATEN MKE 2 ELEMENTS

• Abmessungen: ca. 125 x 70 x 60 mm

(Gehäuserückwand und Windschutz),

Ø 62 mm (Windschutz)

• Gewicht: 45 g (Gehäuserückwand, Mikrofon und

Windschutz)

• Anschluss: GoPro®-Audiostecker für die HERO®4

• Schutzklasse: IPX7, wasserfest bis 1 bar

(1 Meter für 30 Minuten)

• Richtcharakteristik: Kugel

• Frequenzgang: 20 – 20,000 Hz

• Betriebstemperatur: -20 bis +70 °C (Lagerung)

-10 bis +50 °C (Betrieb)

Weitere Informationen: www.sennheiser.com

musiker MAGAZIN 2/2017


PRODUKT-NEWS 61

LIMITIERTE SHURE SM58 50TH ANNIVERSARY EDITION

IN ZUSAMMENARBEIT MIT PAUL MCCARTNEY UND THE WHO

„Paul McCartney und The Who haben einige der bekanntes -

ten Songs der Musikgeschichte geschrieben, und allein

schon deswegen dachten wir, es wäre eine großartige Idee,

sich zusammenzutun, um eine spezielle 50th Anniversary

Edition des SM58 zu kreieren, das auch sie verwendet haben,

um ihre Stimmen mit Fans aller Altersstufen über Jahrzehnte

hinweg zu teilen“, erklärt Mark Brunner, Vice President of

Corporate and Government Relations bei Shure.

Das SM58 gilt als eines der bekanntesten Mikrofone weltweit

und wurde seit seiner Einführung im Jahre 1966 von

den einflussreichsten Musikern verwendet. Um diese enge

Verbindung zwischen dem SM58 und legendären Künstlern

zu feiern, hat Shure in Zusammenarbeit mit Paul McCartney

und The Who eine einmalige Sonderedition bestehend aus

600 seriennummerierten und grafisch gestalteten SM58

produziert, die zugunsten karitativer Einrichtungen versteigert

werden. Alle Erlöse, die aus der Versteigerung hervorgehen,

gehen direkt an die Stiftungen der beiden Künstler:

Paul McCartney’s „Meat Free Monday“ und The Who’s

„Teen Cancer America“.

NUMMERIERTE SPECIAL EDITION

Die nummerierten Mikrofone sind mit jeweils Künstler-spezifischen

Grafiken versehen. Auf der SM58 50th Anniversary

Edition von Paul McCartney ist das Foto des Albums „Kisses

on the Bottom“ abgebildet, das von Mary McCartney ge -

macht wurde. Die The Who Edition zeigt Illustrationen des

Grafikers Richard Evans, der bereits seit 1976 die Alben-

Cover und Designelemente von The Who designt.

300 STÜCK PRO KÜNSTLER

Jeder Künstler bekommt 300 SM58 für die Auktion, die

jeweils Nummern von 11 – 300 tragen und zum Festpreis

versteigert werden. Zusätzlich auktioniert Shure die SM58-

Mikrofone mit den Nummern 1 – 10, deren Mikrofongriffe

von den Künstlern handsigniert wurden. Alle Mikrofone der

limitierten Artist Edition stehen auf eBay for Charity zur Ver -

steigerung bereit. Die SM58 50th Anniversary Künstler-

Edition ist zum einen ein Sammlerstück, zum anderen eine

Spende und trägt damit dem jahrzehntelangen kreativen

Schaffen der Künstler und ihrem Engagement im Wohl -

tätigkeitsbereich Rechnung.

„Zudem engagieren sich Paul, Roger und Pete im karitativen

Bereich und leiten ihre eigenen Wohltätigkeits orga -

nisationen. Wir freuen uns, die Stiftungen der Musiker zu

unterstützen, indem die Erlöse aus den Versteigerungen

jeweils zu 100 % und direkt an die Einrichtungen gehen.“

2009 riefen Paul, Mary und Stella McCartney Meat Free

Monday ins Leben, um Aufmerksamkeit für die Umwelt -

belastungen zu wecken, die durch Massentierhaltung entstehen.

Die Kampagne soll dazu animieren, durch mindes -

tens einen fleischfreien Tag pro Woche den Klimawandel zu

verlangsamen, kostbare Umweltressourcen zu schützen

und die eigene Gesundheit zu verbessern. Roger Daltrey

und Pete Townshend initiierten 2012 die Stiftung Teen

Cancer America, nachdem sie sich zuvor bereits seit über

20 Jahren für krebskranke Teenager engagiert hatten. Das

Ziel der Organisation besteht darin, Kliniken und medizinischen

Diensten dabei zu helfen, den Spagat zwischen

Kinder- und Erwachsenen-Onkologie zu meistern und

Krankenhäuser und ambulante Pflegedienste bei der Ent -

wicklung von Abteilungen zu unterstützen, die auf Teenager

spezialisiert sind.

„Viele Jahre lang hat das Shure SM58 meine Stimme zu

Millionen überall auf der Welt gebracht und auch heute noch

transportiert es Millionen von Stimmen täglich zu ihren Fans“,

so Paul McCartney.

„Ich freue mich, mit Shure bei dieser 50th Anniversary

SM58 zusammenzuarbeiten und dabei eine Wohltätig keits -

organisation zu unterstützen, die meiner Familie sehr am

Herzen liegt – auf viele weitere Jahre – für uns beide!“

„Wenn wir uns einen Moment nehmen, den 50. Geburtstag

des SM58 zu feiern, ist es wichtig, darauf zurückzublicken,

was wir erreicht haben, und auch auf die wichtige Arbeit,

die vor uns liegt – was allein durch die Macht der Musik

und des Gebens möglich wird“, sagt Roger Daltrey. „Shure

und das SM58 haben eine wichtige Rolle bei meiner

Karriere gespielt und gemeinsam unterstützen wir nun

wichtige Aktivitäten bei der Teenager-Krebshilfe. Die Zu -

sam menarbeit bei dieser Versteigerung ist eine Erinne rung

an diesen wichtigen Meilenstein.“

Genaue Details zur Auktion und den Stiftungen gibt es

online auf www.shure.com/auction

VON MANUEL GRÜTTER

SINGER/SONGWRITER –

DAS SONGBOOK BAND 2

24 populäre Singer/Songwriter-Songs für

Gitarre

Bereits lange erwartet hat Alfred Music auf der Frankfurter

Musikmesse endlich den Band 2 zum erfolgreichen Singer/

Songwriter Songbook vorgestellt. Wie der erste Band enthält

der zweite Band 24 neue und populäre Singer/Songwriter-

Songs bearbeitet von Manuel Grütter für Gitarre: Jeder Song

mit Noten, Text und Akkorden in Originaltonart und mit Kapo -

daster-Akkorden sowie Guitarsheets, detailliert aufbereitet mit

Chords & Lyrics, Strumming- und Picking-Patterns, Soli,

Griffdiagrammen, Übungstipps in Noten & Tabulatur u.v.m.

Die Titelzusammenstellung verheißt ein attraktives Song -

repertoire für Lagerfeuer und Straßenmusik; 24 von „As

Tears Go By“ (Rolling Stones) und „Blue Eyes Blue“ (Eric

Clapton) über Gitarrenklassiker wie „Counting Stars“

(OneRepublic), „Hero“ (Family of the Year), „Herz über Kopf“

(Joris), „Hey“ (Andreas Bourani), „Hold Back The River“

(James Bay), „I See Fire“ (Ed Sheeran) und „Jar Of Hearts“

(Christina Perri) bis hin zu „Leaving New York“ (R.E.M.),

„Let Her Go“ (Passenger), „Reality“ (Lost Frequencies),

„Stolen Dance“ (Milky Chance), „Tage wie diese“ (Die Toten

Hosen) und „You‘re Not Alone“ (Mads Langer) u.v.a.

Weiterhin lieferbar ist auch der erfolgreiche Band 1 mit

Gitarrenklassikern und aktuelleren Hits wie „Chicago“

(Clueso), „Hallelujah“ (Leonard Cohen), „Halt Dich an mir fest“

(Revolverheld feat. Marta Jandová), „If A Song Could Get Me

You“ (Marit Larsen), „Junimond“ (Rio Reiser), „Just The Way

You Are“ (Billy Joel), „Luka“ (Suzanne Vega), „Mr. Tambourine

Man“ (Bob Dylan), „Nur noch kurz die Welt retten“ (Tim

Bendzko), „Smells Like Teen Spirit“ (Nirvana), „Still“ (Jupiter

Jones), „This Is The Life“ (Amy Macdonald), „Wild World“ (Cat

Stevens), „You And Me“ (Milow), „Your Body Is A Wonderland“

(John Mayer) u.v.a. ( ISBN-13: 978-3-933136-93-0)

SINGER/SONGWRITER – DAS SONGBOOK BAND 2:

Best.-Nr.: 20251G; ISBN-13: 978-3-943638-86-8

DIN A4;144 Seiten; 18,95 Euro; www.alfredmusic.de

2/2017 musiker MAGAZIN


62 CD-REZENSIONEN

YVONNE CATTERFELD

»Guten Morgen Freiheit«

Du reißt dich von allen Ketten und Zwängen los – wirst

morgens von Sonnenstrahlen geweckt, torkelst glücklich

ausgeschlafen zum Fenster und atmest frische Luft ein:

Guten Morgen Freiheit! Ein Zufall, dass Yvonne Catterfeld

ihrem neuen Album diesen vielversprechenden Titel verlieh?

Zwar ist es bereits ihr siebtes Studioalbum, doch mit

„Guten Morgen Freiheit“ schlägt die 37-jährige Wahl ber li ne -

rin jetzt ganz neue Töne an. Anfang des Jahres gründete

Yvonne Catterfeld ihr eigenes Label, Veritable Records. Nun

kann ihr niemand mehr in ihre Musik hineinreden. Le véritable

ist Französisch und heißt auf Deutsch das Echte, das

Reine, das Un verfälschte. So kann die Sängerin völlig frei

auf ihre eigene innere Stimme hören – und auf die ist Verlass.

Echt, rein und unverfälscht, genauso hört sich ihr neues

Album an. Doch treue Fans brauchen sich nicht zu sorgen,

in „Guten Morgen Freiheit“ ist noch viel von der „alten

Yvonne“ zu erkennen. An Soul und R & B fehlt es nicht.

Überflüssige Elektro Beats? Fehlanzeige! Neu sind allerdings

die urbanen Sounds und Hip-Hop-Einlagen. Im Duett mit

Teesy singt Yvonne Catterfeld für mehr Frieden auf der

Welt. Dieser Song, „5 vor 12“, ist definitiv ein Highlight auf

ihrem neuen Album. Es scheint fast, als würde sie selber

anfangen zu rappen – und das auf höchstem Niveau. Teesy

ist übrigens nicht der einzige Gastmusiker in „Guten

Morgen Freiheit“. Auch Bengio („Irgendwas“), Chima („Tür

und Angel“) und MoTrip („Mehr als ihr seht“) stehen der

Sängerin unterstützend zur Seite.

Eingeleitet wird das Album mit einem Knall. Der Titelsong

„Guten Morgen Freiheit“ strotzt nur so von neu gewonnener

Energie und rhythmischer Fröhlichkeit. Es folgen Songs,

die sich unter anderem auch mit Schattenseiten von Frei -

heit auseinandersetzen. „... wollen uns nicht binden, weil

wir dann vielleicht etwas verpassen können, was irgendwo

noch ist ...“(„Irgendwas“). Mit Texten wie „ Ich glaub, Gehen

ist nur Silber, im Bleiben liegt das Gold“ („Tür und Angel“)

zeigt Yvonne Catterfeld, wie schön es sein kann, Dinge zu

haben, an denen man festhalten kann. Menschen, die einem

Halt geben, bei denen man sich „zu Hause“ fühlt. Mit

„Freisprengen“, könnte man denken, verarbeitet die Sän -

gerin und Schauspielerin ihre Erfahrungen aus alten Zeiten

und zeigt, wie gut es ihr tut, ihr eigenes Label zu besitzen –

frei zu sein.

Alles in allem merkt man eine deutliche Reife auf Yvonne

Catterfelds siebtem und erstem eigens produziertem

Studioalbum. „Guten Morgen Freiheit“ macht Mut. Es muss

nicht immer alles besser, schneller und höher sein.

www.yvonnecatterfeld.com

C.H.

JUDITH HOLOFERNES

»Ich bin das Chaos«

„Nichts ist so trist wie ein Optimist“ singt Judith Holofernes

mit heiserer, beinahe unsauberer Stimme. Rund drei Jahre

nach ihrem Solo-Debüt meldet sich die Ex-Wir-sind-Helden-

Frontfrau mit „Ich bin das Chaos“ zurück. Diesmal auf eigenem

Label. Total sympathisch singt sie von alltäglichen

Dingen – glücklicherweise bleibt die Stimmung nicht so

trist wie beim ersten Track. In „Oder An Die Freude“ nimmt

sie Beethovens Melodie und Schillers Text auf die Schippe,

um danach beschwingt und lustig von der (vergeblichen)

Suche nach Glück zu singen. Titeltrack „Ich bin das Chaos“

ist rhythmisch, steigert sich von flüsternd-gehaucht skandiertem

Text zu Ruf-Gesängen mit rhythmischen Gitarrenriffs.

„So weit gekommen“ ist ruhig und nachdenklich – damit

endet das Album, wie es angefangen hat: mit melancholischen

Tönen. Eine schöne Sammlung deutscher Pop-Lieder.

www.judith-holofernes.de

J.H.

CARL EMROY

„Ruf Teddybär 1–4“

Mit seiner wunderbar angenehm-weichen Stimme covert

Carl Emroy den bekanntesten Song des österreichischen

Musikers Jonny Hill „Ruf Teddybär“. Es klingt fast wie ein

Talking-Blues von Hannes Wader, aber mit Countrymusik

im Hintergrund. Man muss auf den Text achten, denn es ist

eine rührende Geschichte eines Lkw-Fahrers, der über sein

Funkgerät von einem im Rollstuhl sitzenden, einsamen

Jungen angefunkt wird. Um das Kind glücklich zu machen,

beschließt er, ihn zu überraschen. Damit ist er nicht der einzige

... Die Musik steht sehr im Hintergrund, ist aber, wie auch

die Geschichte, sanft, etwas melancholisch und trotzdem

positiv. Auf der Single-CD sind noch zwei typische Emroy-

Country-Stücke. Seine Stimme geht einfach unter die Haut.

www.carl-emroy.com

J.H.

SCARLATYNA

»... till the end«

Schon am Cover sieht man, dass es sich hier um „good old

Power Metal“ handelt: ein blau leuchtendes Schwert, im

Hintergrund eine düstere Burg und ein Rabe mit rot glühenden

Augen im Comicstil. Und gleich beim ersten Songs „The

Truth“ pfeffern uns SCARLATYNA dichte, verzerrte Gitarren -

riffs mit Double Bass und Galopp-Rhythmus um die Ohren.

Dazu teilweise sehr hoher Gesang – der stellenweise ins für

den Power Metal typische Falsett geht. Insgesamt sind die

Songs druckvoll, kräftig. Da kann man gar nicht anders, als

die Mähne zu schütteln und die Faust zu recken! Die Songs

auf „... till the end“ sind noch aus den 80er- und 90er-

Jahren. 2011 haben SCARLATYNA nach langer Trennung

die Metal-Perlen wiederveröffentlicht. Großartig! „We“,

„Wings Of The Night“ und Titeltrack „Till The End” kann

jeder dank der tollen Hooklines sofort mitsingen. Metal-

Fans werden diese gitarren- und rhythmusstarken Songs lieben.

Bitte mehr, bitte Neues!

J.H.

SAM FRANCISCO

»Bizz Party 1st Floor«

Partymucke à la 90er rotzt Sam Francisco ins Mikro. Mit

Disco-Rhythmen sind die Songs seines Albums „Bizz Party

1st Floor“ vor allem eines: tanzbar. Inhaltlich sind „Bizz

Party“, „Kiss Factory“ und „God Bless The Champ“ dünn.

Nonsens-Texte, die aber eingängig und lustig sind, sodass

jeder (auch betrunken) mitgrölen und dazu schunkeln kann.

Sam Francisco bezeichnet sich als internationaler „King of

Rock“. Das ist er nicht. Aber trotz dieser großspurigen Art,

auf „dicke Hose“ zu machen, merkt man, dass er Spaß hat.

Das ist sympathisch. Wer gern am Ballermann nachts die

Tanzflächen unsicher macht, findet in diesem Album ein

englischsprachiges Pendant. Und wird so vielleicht in Urlaubs-

Party-Stimmung versetzt.

www.king-of-rock.com

J.H.

RAIN SULTANOV

»Inspired By Nature«

Ein Intro, das mehr als zwei Minuten lang ist und als einzelner

Track behandelt wird – damit startet der Naturtrip durch

Aserbaidschan. Unglaublich feinfühlig und berührend führt

Saxofonist Rain Sultanov durch sieben Landschaften seiner

Heimat. Sechs Musiker begleiten ihn, sodass ein schöner

musiker MAGAZIN 2/2017


CD-REZENSIONEN 63

Klangteppich mit verspielten Soli entsteht. „The White Birds

Of Qizilagac“ flattert mit hohen Pianoklängen, „Up Lahij

Mountains“ ist deutlich schneller und rhythmischer, als

würde ein Zug oder eine Lawine im Hintergrund rollen,

„Wild Wind Of Zuvend“ klingt fast schon chaotisch. Aber

das letzte Stück „The Breath Of Caspian Volcano“ endet

ruhig und getragen. Sultanov zeigt die Natur seiner Heimat

abwechslungsreich – ein kleiner Kurzurlaub in Aserbaidschan.

Liebhaber entspannter Instrumentalmusik werden dieses

Kleinod lieben.

www.ozellamusic.com

J.H.

EVA KYSELKA

»Bienenkönigin«

Mit sanften Tönen und einer fast fliegenden Hauchstimme

singt Eva Kyselka auf ihrer Single „Bienenkönigin“ davon,

wie Bienen wieder summen und schweben. „Weil uns das

Hoffnung bringt“, sagt Kyselka. Mit diesem Lied will die

Sängerin auf das Bienensterben aufmerksam machen. Doch

sie tut das nicht mit mahnend erhobenem Zeigefinger, sondern

auf einfühlsame, nachdenkliche Art. „Noch können wir

euch sehen“ ist der letzte Satz – das ist zwar irgendwie traurig,

macht aber deutlich, dass es noch nicht zu spät ist. Im

zweiten Track, „Mother Earth“, geht es um unsere leidende

Erde. Kyselka sind Umweltschutz und vor allem Bienenrettung

wirklich wichtig. Statt nur darüber zu singen, spendet sie

alle Download-Einnahmen von „Bienenkönigin“ an „Deutsch-

land summt“. Aber abgesehen davon ist es entspannte

Musik zum Träumen und Melancholisch-Sein.

www.evakyselka.de

J.H.

CULTURE POOL

»Flow«

46 individuelle Musiker aus 15 verschiedenen Her kunfts -

ländern auf nur einer einzigen CD. Das Band-Projekt

CULTURE POOL aus dem Ruhrgebiet hat mithilfe vieler toller

Musikmacher ihr erstes Album veröffentlicht. Kein Titel

wäre hierfür wohl passender als „Flow“. CULTURE POOL

steht für Begegnung, was auch ihr Album verdeutlicht.

Verschiedenste Musikrichtungen, Stimmen und Instrumente

treffen sich in jedem der 13 Songs. Es entsteht ein bunter

Mix aus Elektro- und Afrosounds mit Pop und Schlager, orientalischen

Gesängen bis hin zum Hip-Hop, musical- oder

soundtrackartigen Melodien. Klar, denn ganz nach dem Motto

„I’ve got my own beat“ (Song 13) hat jeder der 46 Musiker

etwas von seiner eigenen Kultur, seinen Erfahrungen, persönlichen

Vorlieben und Talenten in das Album eingebracht.

Wer Abwechslung von typischen Playlists und Radiocharts

sucht, ist hier definitiv richtig.

Außerdem cool: CULTUR POOL zeigen, dass ein friedliches

Miteinander von Menschen diverser Kulturen möglich ist.

Dass etwas Wunderbares entsteht, wenn alle zusammenhalten:

Flow.

www.culture-pool.com

C.H.

PETE ALDERTON

»Something Smooth«

Mit seinem neuen Album „Something Smooth“ beweist

Pete Alderton auf ein Neues: Er ist der Meister des Blues. Mal

mit dreckig-rauchiger Stimme, mal lieblich und verträumt,

haucht der Sänger und Songwriter Geschichten auf seine

neue Platte. Bei den meisten Songs reicht als Unterstützung

schlichtweg seine Gitarre. Doch auch auf Klaviertöne und

Drums braucht niemand zu verzichten. Wenn man die Augen

schließt, so könnte man meinen, man befindet sich in einem

guten, alten Pub – hält ein Bier in der Hand und lauscht der

Musik von Pete Alderton, der live auf der kleinen Bühne vor

einem mit Herzblut „Something Smooth“ performt.

Ideal für einen entspannten Abend unter Freunden. Doch es

darf auch getanzt werden – besonders der Song „so cool“

lädt geradewegs dazu ein.

www.pete-anthony-alderton.com

C.H.

MIA AERGERTER –

»Nichts für Feiglinge«

Das ist „Nichts für Feiglinge“: Mia Aergerter veröffentlicht

am 26. Mai 2017 ihr erstes hochdeutsches Album. Doch

nicht nur in der Sprache kann man einen deutlichen Neu -

anfang der Singer-Songwriterin erkennen. „Nichts für Feig -

linge“ klingt ernst, ja fast schon düster – gleichzeitig jedoch

auch mutmachend und motivierend. Stilistisch könnte man

das Album bei Folk und Indie einordnen. Mia Aergerters

teils melancholische, klare, kraftvolle Stimme sowie ihre

Gitarre stehen dabei stets im Mittelpunkt. Die Schweizer

Sängerin weiß, wo sie perfekt Akzente setzen kann und wo

eine Kämpfernatur vonnöten ist. Auch vor schwierigen

Themen schreckt Mia Aergerter nicht zurück. Ihrer neuen

Heimat gerecht findet sie, berlinerisch direkt, immer die

passenden Worte. Zum Beispiel singt sie im Titelsong „Nichts

für Feiglinge“ über Bindungsangst: „In Wahrheit haben wir

doch nur wieder Schiss, uns wieder zu binden. Machst du

mit, machst du mit, machst du mit, wenn ich jetzt mein

Herz ins Spiel bringe?“ „Ich wart’ auf unserer Bank hier

oben am Hang. Wenn einer von uns beiden stirbt, dann

treffen wir uns hier“, heißt es in dem von Verlustangst

gezeichneten Song „Wenn einer von uns“. Und auch die

Krankheit Depression wird nicht tabuisiert: „In mir drin ist

ein schwarzer Fleck, den krieg ich auch mit Alkohol nicht

weg. So hab ich ihn halt hinter Charme und Witz versteckt.“

Der dazugehörige Song, „Schwarzer Fleck“, ist übrigens

zusätzlich als Liveversion aufgeführt.

Mut wird ja bekanntlich belohnt. So ist es auch bei Mia

Aergerters neuem Album. „Nichts für Feiglinge“ – also hör

rein. ;)

www.miaaegerter.de

C.H.

C.H. – CELIA HOFFMANN

J.H. – JANINA HEINEMANN

RECHTSANWALT

WOLFGANG KRÜGER

Wir beraten Sie in allen Fragen

mit Bezug zur

Musik- und Veranstaltungsbranche:

GEMA, GVL, Umsatzsteuer,

Namensrecht, Vertragsrecht,

Markenrecht etc.

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2/2017 musiker MAGAZIN


64 TITELSCHUTZANZEIGEN

Titelschutzanzeigen müssen uns fertig layoutet

zugesandt weden.

Sie können nur noch gegen Bargeld

veröffentlicht werden

Anzeige 45 x 20 mm

(fertig layoutet):

20,– € für Mitglieder

30,– € für Nichtmitglieder

BERGVAGABUNDEN

„Sonnenjodler“

VÖ: 10.03.2017

www.wiesenmueller.de

KARIN DEVAKI & PETER

PANDURA BAYREUTHER

„Paradies auf Erden“

VÖ: 19.08.2016

www.peterbayreuther.com

NIMA LINDNER

„Follow“

VÖ: 18.03.2016

www.nima-lindner.de

PURZEL PI!IPER

Olaf Maureschat | Birkenweg 42 | 22885 Barsbüttel

olafmaureschat@aol.com | 040-6 70 03 08

SANESCERE

„Sanescere“

VÖ: 10.02.2017

www.svenhamerskomponist.com

PETER PANDURA

BAYREUTHER

„Healing Nurturing Loving“

VÖ: 19.08.2016

www.peterbayreuther.com

WOODWIND & STEEL

„Stony Path“

VÖ: 19.02.2016

www.woodwind-steel.de

Unter Hinweis auf §5 Abs 3 Markengesetz nehme ich Titelschutz in Anspruch für:

Jan Sebo

In allen Schreibweisen, Schriftarten, Abkürzungen, Variationen und

Darstellungsformen für öffentlich dargebotene Musik, Bühnen- oder sonstige

Werke sowie Musikprojekt-, Band-, Künstler-, Label,- Verlags- und

Produktnamen in alle in- und ausländischen Print-, Bild-, Ton-, Daten- und

Video- und Nachfolgemedien aller Art, sowie in Software- und

Multimedia-Produktionen, Fernsehen, Film, Rundfunk, Bühnen, Off- und

Onlinediensten, Merchandising und sonstigen vergleichbaren Werken.

Reinhold Lischewski, Mariabrunnstrasse 11, 88097 Eriskirch

AUBAAH

„Urnenwahl“

(Live)

VÖ: 10.02.2017

aubaah2005@email.de

LIONCEAU

„Noble Earth“

VÖ: 19.08.2016

www.lionceau.de

REIDAR JENSEN

„Silent Travelling“

VÖ: 12.02.2016

www.reidarjensen.com

AUBAAH

„Das Korn Januar 2014“

(Live)

VÖ: 10.02.2017

MICK ZIMMER

„Ich bleibe nicht stehen“

VÖ: 05.08.2016

SABRINA GERARD

„En attendant“

VÖ: 05.02.2016

aubaah2005@email.de

www.mick-zimmer.com

www.walter-strom.com

SOMEONE

„Das Musikprojekt“

VÖ: 23.12.2016

info@die-songschmiede.de

FARYNA

„Musik, die Kinder in

Bewegung bringt“

VÖ: 22.07.2016

www.faryna-musik.de

EDGAR WEILER

„LET IT BE ME“

VÖ: 05.02.2016

THE TRAFFIC JAMS

„New York City Lights“

VÖ: 16.12.2016

stefan.lauterbach@arcor.de

REIDAR JENSEN FEAT.

DETLEF BLANKE

„Covered by shame“

VÖ: 15.07.2016

www.reidarjensen.com

NIMA LINDNER

„Learn to fly“

VÖ: 15.01.2016

www.nima-lindner.de

Martin Halm

– Stimme mit Herz –

www.halm.biz

LINDA LOUIS

„Heute hier, morgen dort“

VÖ: 16.12.2016

www.lindalouis.de

REINHARD MARKOWSKY

„Wie der Wind“

VÖ: 08.07.2016

bilgin.oktay@t-online.de

CASSROLL

„Frieden“

VÖ: 15.01.2016

bilgin.oktay@t-online.de

CD-Veröffentlichungen in den weltweiten

digitalen Downloadportalen

über

– MUSIKER ONLINE –

Infos: info@musikermagazin.de

PARTYMASCHINE XXL

„VfB – Jetzt erst recht“

VÖ: 25.11.2016

www.partymaschine-xxl.de

MICHAEL ZIMMERMANN

„Verlernt zu lieben“

VÖ: 17.06.2016

www.mick-zimmer.com

VOCALENSEMBLE

MEMORIES

„Let the sunshine in“

VÖ: 27.11.2015

www.memories-web.de

DORIAN BLACK

„Lady Violet“

DIE PLANK

„Wildes Herz“

Bauer sucht Eich

„Endlich wieder feiern“

UNRAT

„Eisenwelt“

24.03.2017

dorian-black.de

21.10.2016

www.julia-plank.de

VÖ: 10.06.2016

www.t-shirt-drucker.de

VÖ: 13.11.2015

sfrankenberg@web.de

DORIAN BLACK

„Harmony“

24.03.2017

dorian-black.de

NIMA LINDNER

„Colours passing by“

VÖ: 21.10.2016

www.nima-lindner.de

MICHAEL GEMKOW

„Ein kleiner Dinosaurier“

VÖ: 03.06.2016

kindermusikkaufhaus.de

A73

„Nämberch“

VÖ: 09.10.2015

ferdl.kreim@texas-radio.de

DORIAN BLACK

„Blau und Gelb“

24.03.2017

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„Ich ge’ gradaus“

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Lektorat:

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Beiträge: Nachdruck, auch auszugsweise,

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