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Photogrammetrie GZ FS2010 - IGP

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<strong>Photogrammetrie</strong> <strong>GZ</strong> <strong>FS2010</strong><br />

Orthobilder. Differentielle Entzerrung<br />

Bild und Orthobild<br />

Luftbild: Ermöglicht keine zuverlässigen<br />

Distanzmessungen (Zentralprojektion)<br />

Orthobild: Distanzmessung entspricht<br />

einer Karte (Parallelprojektion)<br />

2<br />

1


Bild und Orthobild<br />

Luftbild: Lässt sich mit den Kartendaten<br />

ohne Verschiebungen nicht überlagern<br />

Bild und Orthobild<br />

Terrestrisches Bild: Erstellung eines<br />

Fotoplans der Fassade nicht möglich<br />

Orthobild: Lässt sich geometrisch korrekt<br />

mit den Kartendaten überlagern<br />

Orthobild: Erlaubt Erstellung eines<br />

architektonischen Fotoplans<br />

3<br />

4<br />

2


Bild und Orthobild<br />

Bezugsebene<br />

Bild: Eine zentralperspektivische<br />

Projektion, im Allgemeinfall geneigt<br />

Geometrie<br />

Bezugsebene<br />

Orthobild / Karte:<br />

Eine orthogonale Abbildung<br />

5<br />

6<br />

3


Bild-Bezugsebene<br />

Karte-Bezugsebene =<br />

Orthobild-Bezugsebene<br />

Bild und Orthobild<br />

Lageversatz aufgrund Kameraneigung und Geländerelief<br />

Orthobild: Ein in die Kartengeometrie korrigiertes Bild<br />

Das Verfahren der Orthobilderstellung: Differenzielle Entzerrung<br />

Orthobilderstellung<br />

Lage-Versatz<br />

Geometrie<br />

Voraussetzung<br />

• Korrektur der Einflüsse der Kameraneigung und des Geländereliefs<br />

• Nötig für die Orthobildherstellung: Orientierungsparameter des Bildes und das<br />

Geländemodell<br />

O'<br />

O<br />

Orientierungsparameter des Bildes:<br />

• X, Y, Z - Koordinaten des<br />

Projektionszentrums O<br />

• Ω, Φ, Κ - Rotationswinkel<br />

• Innere Orientierung der Kamera (c, x p' , y p' )<br />

c<br />

Das Geländemodell:<br />

• DTM (z.B. DHM25)<br />

• oder DSM<br />

7<br />

8<br />

4


Z<br />

Z<br />

Y<br />

Y<br />

Orthobilderstellung Verfahren<br />

X<br />

H'<br />

P'<br />

P<br />

Orthobilderstellung Verfahren<br />

X<br />

H'<br />

P'<br />

P<br />

c<br />

c<br />

O<br />

O<br />

y'<br />

y'<br />

x'<br />

x'<br />

Bildpunkt P'(x',y')<br />

O(X, Y, Z), Ω, Φ, Κ, c, x p' , y p'<br />

Kollinearitätsgleichung<br />

⇒ Gerade OP'<br />

DTM<br />

⇒ P(X, Y, Z) …<br />

Schnittpunkberechnung<br />

Orthobildpunkt P(X,Y)<br />

Direkte Methode<br />

Nachteil:<br />

Im Orthobild entstehen<br />

Lücken und das<br />

Pixelraster muss<br />

interpoliert werden<br />

9<br />

10<br />

5


Z<br />

Y<br />

Orthobilderstellung Verfahren<br />

X<br />

H'<br />

Variante 1: Perspektive Pixeltransformation<br />

Berechnung von P’:<br />

P'<br />

P<br />

c<br />

O<br />

y'<br />

x'<br />

Indirekte Methode<br />

Eleganter:<br />

• Pixel im Orthobild<br />

P(X,Y)<br />

• DTM Interpolation<br />

P(X,Y,Z)<br />

• Kollinearitätsgleichung<br />

P'(x',y')<br />

• Grauwertinterpolation<br />

im Originalbild<br />

Kollinearitätsgleichungen aufgelöst nach den korrespondierenden Bildkoordinaten<br />

der Orthobildpunkte. Jedes Pixel wird einzeln transformiert.<br />

11<br />

12<br />

6


Variante 2: Methode der Ankerpunkte<br />

13<br />

14<br />

7


Genauigkeit Lagegenauigkeit<br />

• Gute Bedingungen: Weniger als 1 Pixel<br />

• Orthobildauflösung ≈ bestenfalls Bildauflösung, oder grober<br />

• Wichtige Fehlereinflüsse: DTM Fehler, Orientierungsparameter, Bildscannen<br />

Orthobild mit einem DTM Orthobild mit (fehlerhaftem) DSM<br />

Genauigkeit Nicht DTM Objekte<br />

• Gebäude, Brücken, Bäume werden radial versetzt<br />

• Reduktion der Fehler: Langbrennweitige Kamera, Beschränkung auf Nadirbereich (Zentralregion)<br />

• Nachträgliche Korrektur ⇒ Das Ergebnis - "True Orthophoto"<br />

Orthobild - Randregion<br />

Nur Bodenelemente korrekt<br />

True Orthophoto<br />

15<br />

True Orthophoto - Überlagerung<br />

mit Vektoren<br />

16<br />

8


Radialer Versatz im Luftbild (Δρ) und im Orthobild (Δr)<br />

Genauigkeitsabschätzung<br />

Beispiel:<br />

Kamerakonstante c : 15cm<br />

Flughöhe h : 4500m<br />

�Bildmassstab:1:30000<br />

Pixelgrösse: 10µm<br />

Punkt liegt am Bildrand (r=11.5cm)<br />

Fehler im Höhenmodell: 1m<br />

fehlerfreies DHM<br />

fehlerhaftes DHM<br />

c<br />

h<br />

=<br />

r<br />

R<br />

r<br />

ΔR<br />

= ⋅<br />

c<br />

c<br />

h<br />

r<br />

( h − h )<br />

0.<br />

115m<br />

ΔR<br />

= ⋅<br />

0.<br />

15m<br />

2<br />

1<br />

Bildebene<br />

( 4501−<br />

4500)<br />

≈ 0.<br />

77m<br />

∆R<br />

17<br />

18<br />

9


Voraussetzungen:<br />

True Orthophoto Herstellung<br />

• Ein genaues DSM (Gebäude z.B. als CAD-Modell),<br />

• mehrfache Bildüberdeckung und eine<br />

• geeignete Software<br />

Image acquisition<br />

-aerial images<br />

Image registration<br />

Registered images<br />

Pixel-to-image assignment with visibility analysis<br />

-For every source image separately with following mosaicking or<br />

-All source images together incl. filling of occluded areas<br />

Optimisation of the True-Orthophoto:<br />

-Global grey-value adjustment<br />

-Detection and elimination of shadowed areas<br />

-Blending from one texture source to another to eliminate:<br />

oRadiometric differences<br />

oRegistration errors<br />

DSM generation<br />

-from images manually or automatically<br />

-other systems e.g. laserscanner, radar<br />

Preliminary True-Orthophoto<br />

Final True-Orthophoto<br />

From image acquisition to the final True-Orthophoto<br />

DSM<br />

19<br />

20<br />

10


Aerial image<br />

P’<br />

P<br />

Q<br />

Q’<br />

DTM<br />

Orthophoto<br />

Problems in urban areas:<br />

DEM without man-made objects<br />

Aerial image<br />

S’<br />

S<br />

U<br />

U’<br />

Problems in urban areas:<br />

Double mapping<br />

Lidar DTM Lidar DSM<br />

T’<br />

T<br />

DSM<br />

Orthophoto<br />

21<br />

22<br />

11


Orthophoto generated using Lidar DTM Orthophoto generated using Lidar DSM<br />

Mosaikierung<br />

• Mosaikierung:<br />

Zusammensetzung mehrerer Orthobilder<br />

• Voraussetzung:<br />

Ein einheitliches Koordinatensystem<br />

• Fehler bei der Mosaikierung: Geometrisch<br />

und radiometrisch<br />

• Radiometrische Korrektur: Equalisierung im<br />

Überlappungsregionen<br />

Ursprüngliche benachbarte Luftbilder<br />

(radiometrisch deutlich unterschiedlich)<br />

Rechteck-Ausgleich (automatisch)<br />

Rechteck-Ausgleich (automatisch)<br />

Polygon-Ausgleich (manuell - "seamlines")<br />

23<br />

24<br />

12


Mosaikierung<br />

Mosaic Color Balancing<br />

• Beseitigung von Helligkeitsunterschieden vor der Mosaikierung<br />

• Helligkeitsunterschiede werden durch Flächen beschrieben<br />

(parabolisch, eben, konisch oder exponentiell)<br />

Image Dodging<br />

• Helligkeitsunterschiede werden hier (LPS) lokal bearbeitet<br />

• Zu dunkle Gebiete werden aufgehellt, helle Gebiete werden abgedunkelt<br />

• Ergebnis ist ein homogener erscheinendes Bild<br />

Histogram Matching<br />

• Anpassung der Histogramme zweier Bilder aneinander<br />

Implementierung<br />

• Orthobildgenerierung: Eines der meist automatisierten Verfahren in der<br />

<strong>Photogrammetrie</strong><br />

• Verfügbar in allen Digitalen Photogrammetrischen Stationen<br />

(True Orthophoto (noch) nicht überall vorhanden!)<br />

1. Projektdefinition und Einstellungen<br />

(Parameter wie Bildmassstab, gewünschte<br />

Orthobildauflösung, DTM-Gitterweite usw.)<br />

2. Kameradefinition<br />

(Kammerkonstante c, Hauptpunktkoordinaten x H und y H ,<br />

Verzeichnung)<br />

3. Bild- und DTM-Import<br />

4. Messung der Rahmenmarken<br />

5. Import bzw. Eintragen der Orientierungsparameter<br />

für jedes Bild (X, Y, Z, Ω, Φ, Κ)<br />

6. Berechnung eines Orthobildes bzw. Mosaik<br />

7. Kontrolle bzw. manuelle Definition der "seamlines" und<br />

Radiometrie, ggf. Neuberechnung<br />

25<br />

26<br />

13


Anwendungen<br />

• Textur für photorealistische 3D-Modelle<br />

DTM Orthobild<br />

Anwendungen<br />

• Orthobildkarten (aktuell, grosser Informationsinhalt, Nutzung der<br />

Satellitenbilder, Internetanwendungen, GIS)<br />

Visualisierungsprodukte<br />

Beispiele:<br />

• map.search.ch<br />

• Google Earth<br />

• Microsoft Virtual Earth<br />

• NASA World Wind<br />

27<br />

28<br />

14


Anwendungen<br />

• Planungsgrundlage, Fotoplan einer Fassade<br />

Monoplotting<br />

• Messung von 3D-Koordinaten mit Hilfe eines Einzelbildes und DTM<br />

• Voraussetzung: Orientierung des Einzelbildes und DTM gegeben<br />

• manuelle oder halbautomatische Messung der Objekte im Bild (x,y)<br />

• Online-Berechnung der Objektkoordinaten (X,Y,Z)<br />

• Es können das ursprüngliche Bild oder das Orthobild verwendet werden<br />

Quelle:<br />

Architekturwettbewerb der<br />

Stadt Zürich<br />

29<br />

30<br />

15


a) Kombination ursprüngliches Bild und DTM b) Kombination Orthobild und DTM<br />

Extraktion der Höhe aus dem DTM: Z j = a 0 + a 1 X j + a 2 Y j + a 3 X j Y j<br />

Im Fall des Orthobildes<br />

muss nur die Höhe aus<br />

dem DTM extrahiert<br />

werden, da X i und Y i<br />

bereits implizit im<br />

Orthobild vorliegen.<br />

31<br />

32<br />

16


Wird das ursprüngliche Bild verwendet, so muss der Projektionsstrahl OP i analytisch mit<br />

dem DTM geschnitten werden. Hierzu wird das DTM lokal durch eine analytische Funktion<br />

(z.B. Polynom) modelliert. Abhängig von der Qualität der Näherungswerte muss ggf. iteriert<br />

werden.<br />

Weitere Möglichkeit: Iteration im diskreten DTM<br />

Graphische Darstellung Rechenablauf<br />

Stereoorthophoto<br />

Vorteile von Stereoorthophotos:<br />

• Schnelle, einfache Betrachtung und Auswertung (keine y-Parallaxen)<br />

• Kartographische Generalisierung wird ermöglicht, da Auswertung und Raummodell<br />

gleichzeitig sichtbar sind<br />

• Kombination Raummodell – Höhenlinien<br />

• Enge Verbindung Topographie - Kartographie<br />

• Einführung einer künstlichen Parallaxe � Stereoeindruck<br />

• Stereomate entsteht durch schräge Parallelprojektion des Geländes<br />

• Implementiert z.B. in der digitalen Station SocetSet (BAE Systems)<br />

33<br />

34<br />

17


Parallaxenfunktion:<br />

Am besten verwendet man nicht das gleiche Luftbild wie zur Berechnung des Orthophotos,<br />

sondern ein benachbartes, um Parallaxen für nicht im DTM enthaltene Objekte<br />

(Gebäude, Vegetation…) zu erhalten.<br />

35<br />

36<br />

18

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