bildschön - Quartier

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Überall, wo Wasser ist, bauen gmp besonders gern, wie hier in

Chongqing die neue Oper, die abends wie ein Oceanliner wirkt.

nördlichen Freihafenteile nur bei völliger Diskretion über die

damit zugleich verfolgten städtebaulichen Ziele möglich war,

und nicht zuletzt deshalb musste auch die flankierende städtebauliche

Planung für die zukünftige Gestaltung der Hafen-

City strikt vertraulich vorangetrieben werden. Deswegen wurde

nicht riskiert, „diese Planung durch den Oberbaudirektor

in der sonst üblichen Kooperation mit vielen zuständigen Behördendienststellen

entwickeln zu lassen“. Stattdessen wurde

an Volkwin Margs Lehrstuhl für Stadtbereichsplanung an der

Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule in Aachen

eine Machbarkeitsstudie für die HafenCity entwickelt. Es entstand

die erste Vision für einen vielfältig gemischten Stadtteil,

bei dem Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Kultur und Tourismus

als zusammengehörige Teile zu einem Ganzen verschmelzen

sollten. Margs Vorschlag für die HafenCity als Backstein-Wasserstadt

als Weiterbau der mediävalen Speicherstadt in der

strengen Ordnung von Block und Parzelle ist nicht eins zu eins

verwirklicht worden. Manche Hamburger bedauern das, doch

Städtebau ist keine Sache einzelner und schon gar nicht eine

Momentaufnahme.

Aber eines ist Volkwin Marg nicht zu nehmen: Mit typischem

Weitwinkelblick hatte der Pate der HafenCity schon

lange vorher Themen wie Bauen am Wasser und die Potenziale

der historischen Speicherstadt im Freihafen entdeckt,

hatte sich mit Chancen der Wasserlandschaft zwischen City

und Strom auf obsoleten Hafenflächen auseinandergesetzt.

Da war einer, obwohl kein Hamburger, der den Takt der Stadt

und ihre Schwingungen wie ein Seismograph aufnahm. Das

bewiesen gmp in Speicherstadt und HafenCity mit der sorgfältig

modernisierten HHLA-Zentrale, bei der ein gezuckertes

Backsteinschlösschen ein glasstählernes Herz, sprich Atrium,

erhielt oder mit dem Umbau der ehemaligen Energiezentrale

der Speicherstadt zum Schaufenster und Konferenzzentrum

der HafenCity. Die brandneue Zentrale für den Germanischen

Lloyd ist ganz besonders typisch für Margs Auffassung: Vorn

eine anständige starke Straßenfront aus Ziegel, dahinter gläserne

Atrien, und auf der Rückseite sind die Büros großzügig

zum Fleet ausgerichtet.

In diesen Monaten tourt eine Wanderausstellung durch

Deutschland und andere Länder mit dem Titel „Auf alten

Fundamenten“, mit der bewiesen ist, wie sinnfällig Architekten

Moderne, Geschichte und Denkmalpflege verknüpfen –

wer Volkwin Marg richtig verstehen will, sollte sich die Ausstellung

anschauen.

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Eines der wichtigsten Projekte in der HafenCity ist das neue

Hauptquartier des Germanischen Lloyds.

Fotos: Heiner Leiska, Hans-Georg Esch (links)

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