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Stadtentwicklung verkehrsplanung

Die Installation an der Wasserstoff-Tankstelle in der HafenCity will demonstrieren, dass Hamburg moderne Verkehrskonzepte verfolgt:

Windenergie, Stadtgrün, öffentliche Verkehrsmittel, Pkw und Fußgänger in einem friedlichen Miteinander.

Verkehrskontrolle

Hamburg muss den Spagat zwischen wachsendem Verkehrsaufkommen

und den Anforderungen an eine lebenswerte Stadt bewältigen.

Text: Nikolai Antoniadis

Wer nach Feierabend wieder einmal zu viel Zeit damit verbracht

hat, mit dem Auto aus der HafenCity in die Innenstadt zu gelangen,

dem ist zwischen Stop und Go sicherlich schon der Gedanke

gekommen: Das kann doch nicht so schwer sein! Verkehrsplanung

ist doch einfach. Sie funktioniert nach dem Prinzip von

Angebot und Nachfrage. Gibt es höheres Verkehrsaufkommen,

muss man mehr Straßen bauen. Aber es ist nicht so einfach.

„Neue Straßen zu bauen, um Stau zu vermeiden“, hat der Architekturkritiker

Lewis Mumford einmal konstatiert, „ist wie seinen

Gürtel zu öffnen, um Fettleibigkeit zu heilen.“ Fettleibig bedeutet

heute: Einer von zwei Deutschen besitzt einen Pkw. Das hat

nichts mehr mit der Notwendigkeit zur Fortbewegung zu tun.

War das eigene Auto einst Zeichen wachsenden Wohlstands, ist

es inzwischen Ausdruck eines Lebensstils geworden. Das Auto

hat nicht nur die Bewegung von Menschen und Waren und generell

die Idee von Mobilität revolutioniert, sondern auch das

Gesicht unserer Städte erheblich verändert. Früher Symbol des

Fortschritts, ist es inzwischen zur Belastung geworden, und die

Suche nach Abhilfe ist für jede Stadt und jedes Stadtentwicklungsprojekt

gleichermaßen dringlich. Die HafenCity bildet dabei

keine Ausnahme. 12.000 Menschen sollen hier leben, 40.000

arbeiten. Studenten werden jeden Tag zur Universität kommen,

20 ausgabe 17, märz – mai 2012

Foto: Jonas Wölk

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