Tassilo, Ausgabe Juli/August 2017 - Das Magazin rund um Weilheim und die Seen

tassilo2

Starnbergs Landrat Karl Roth auf der Roten Couch - die Kyudo-Abteilung des SC Pöcking-Possenhofen - Zu Besuch auf der Asinella Eselfarm in Pähl - Deutsche Minigolf-Meisterschaften in Murnau am Staffelsee - Magnus Kaindl, Bayerns bekanntester Tanzmeister - Wo verhalten Sie sich richtig nach einem Wildunfall - Matthias Bischl, der Biathlet aus Obersöchering und sein Sommerprogramm - Entschleunigung im NaturErlebnisGarten Staffelsee - Ochsenrennen in Haunshofen - Ein Oberhauser in Namibia: Dr. Clemens von Doderer - Auf dem Starnberger See unterwegs mit Kapitän Günter Engel - Kuriose Geschichte zur Tracht: die Tutzinger Fischerhochzeit - Pollinger Festtage 2017: Fahnenweihe und Trommlerzug-Geburtstag - Veranstaltungstipps für Juli und Augst im Tassiloland

Ausgabe 13

Juli / August 2017

®

Das Magazin rund um Weilheim und die Seen

Eine Produktion von

Titelbild: Mauritius Images, P. Widmann

Schloss Höhenried, Bernried

mit Veranstaltungskalender für zwei Monate

Hoch zu Ochs

Haunshofen in Feierlaune

Auf der Roten Couch

Landrat Karl Roth im Interview


M. HASEITL


Fingerspitzengefühl

Einen 450-Tonner derart sanft

und geräuschlos an massi-

ve Holzpfeiler zu setzen,

erfordert rd viel Erfahrung.

Vor allem aber braucht es

Fingerspitzengefühl am

Hebel des Steuerboards.

Günter Engel bringt

beide

Eigenschaften

mit. Der Kapitän der

MS Seeshaupt macht

für unsere Juli-/August-Ausgabe

eine

seltene

Ausnahme,

nimmt uns mit

in sein

eigentlich abgesperrtes

Reich auf „hoher“ See – und hat während der

vierstündigen Tour bei traumhaft schönem Wetter

eine aufregende Geschichte nach der anderen zu

erzählen. Viel Wissenswertes zu berichten hat auch

unser Kandidat auf der Roten Couch. Ein „Zuagroaster“

mit beeindruckendem Lebenslauf, der als

Hauptverantwortlicher für 14 Gemeinden insbesondere

beim Treffen wichtiger Entscheidungen sowie

im Umgang mit Menschen aus allen Gesellschaftsschichten

viel Fingerspitzengefühl braucht – und dieses,

allein seiner Wahlerfolge halber, schon unzählige

Male bewiesen hat.

Gespräche, Projekte, Freizeitaktivitäten sowie die

alltägliche Arbeit mit Herz und Hirn anpacken, so

könnte das Motto unserer neuen Ausgabe lauten, die

Sie hoffentlich gleichermaßen informativ wie unterhaltsam

durch die heißeste Zeit des Jahres begleitet.

Zum Beispiel auf dem Weg zum Schongauer Bike-

Park, der auch bei Jung und Alt aus Weilheim und

Umgebung schwer beliebt ist. Wir haben mit dem

Macher der noch jungen Freizeitanlage gesprochen,

der aufgrund langjähriger Profierfahrung bis ins Detail

erklärt, welche Strecke mit welchem Bike in welcher

Position sturzfrei zu bezwingen ist. Ein Rennen

ohne Abwurf hat es in der Haunshofener Naturarena

noch nicht gegeben. Da können die Ochserer noch so

viel Fingerspitzengefühl beim Abrichten ihrer Lieblinge

an den Tag legen. Viel Zeit und Liebe in ihre

langohrigen Vierbeiner investiert auch Anahid Klotz

aus Pähl, die nach stressigen Jahren in der Sportbranche

eine komplett andere Richtung eingeschlagen

hat: Sie verdient ihren Lebensunterhalt mit einer

außergewöhnlichen Eselfarm.

Noch aufregender ist der Beruf eines waschechten

Oberhausers, der seinen Lebensmittelpunkt auf die

andere Seite des Globusses verlagert hat. Die Rede

ist von Dr. Clemens v. Doderer, der im Namen der

Hanns-Seidel-Stiftung wichtige Entwicklungshilfe

in einem der ärmsten, aber auch schönsten Länder

dieses Planeten leistet. Neben diversen Sprachkenntnissen

braucht er vor allem eines im Umgang mit der

dortigen Landbevölkerung: Respekt und Verständnis

für Lebensumstände und Lebenseinstellungen, die

für uns Bürger im Tassiloland nur sehr schwer greifbar

sind. Recht einfach zu heben sind die federleichten

Schüsseln von Claus Salat, einem handwerklich

hochbegabten Künstler aus Mittelfranken, der eine

ehemalige Metzgerei in eine professionelle Keramik-

Backstube verwandelt hat. Fingerspitzengefühl ist

das A und O beim Herstellen seiner handgemachten

Ware. Dass auch wir mit Recherche und Umsetzung

unserer Themen das richtige Gespür bewiesen haben

und Ihnen die Wahl des Titelbildes „Schloss

Höhenried“ gefällt, wünscht

Ihr Johannes Schelle

> > > AUS DEM INHALT

Seite 4

Der Weg des Bogens bei

der Kyudo-Abteilung des

SC Pöcking-Possenhofen

Seite 6

Von wegen störrisch!

Zu Besuch auf der Asinella

Eselfarm in Pähl

Seite 9

Starnbergs Landrat

Karl Roth im Interview auf

der Roten Couch

Seite 14

Spitzensport in Murnau:

Deutsche Minigolf-

Meisterschaften am Staffelsee

Seite 16

Er tanzt und tanzt und tanzt.

Magnus Kaindl, Bayerns

berühmter Tanzmeister

Seite 22

Allerlei aus dem

Tassiloland, ein buntes

Programm für den Sommer

Seite 28

Biathlet Matthias Bischl aus

Obersöchering macht sich fit

für den Winter

Seite 30

Dr. Clemens v. Doderer — ein

Oberhauser kämpft für ein

besseres Namibia

Seite 36

Wertvolle Tipps: So

verhalten Sie sich richtig nach

einem Wildunfall

Seite 40

Der Trachtenverein Polling

feiert Fahnenweihe und

Trommlerzug-Geburtstag

Seite 45

Historische Tracht mit

kurioser Geschichte: Tutzings

fesche Fischerhochzeit

Seite 48

Aufgesprungen, festgehalten,

abgeworfen beim neunten

Ochsenrennen in Haunshofen

Seite 56

Einen Tag lang unterwegs

auf dem Starnberger See mit

Kapitän Günter Engel

Seite 61

Der Sommer gibt Vollgas:

Unsere Veranstaltungs-Tipps

für Juli und August

















juli / august 2017 | 3


Die Kyudo-Abteilung beim SC Pöcking-Possenhofen

Der Weg des Bogens

Pöcking I Es ist schwer, Kyudo in

herkömmliche Kategorien einzuordnen.

Es hat eine sportliche

Komponente, ohne nur Sport zu

sein. Es hat einen geistigen Aspekt,

ohne als Religion zu gelten.

Es ist eine körperliche Disziplin,

für die man aber auch eine starke

psychische und emotionale Kraft

benötigt. Wie die meisten japanischen

Künste umgibt das Kyudo

etwas Spirituelles, bei der die

Selbsterfahrung im Vordergrund

steht. So wie man ist, so schießt

man auch. Ein Merkmal: Nicht das

Gerät wird perfektioniert, sondern

der Mensch entwickelt sich an ihm.

Entspannt an die

disziplinierte Sportart

„Bei uns ist aber alles sehr entspannt“,

sagt Hans Pichlmaier,

Übungsleiter bei der Kyudo-Abteilung

des SC Pöcking-Possenhofen.

Seit 33 Jahren hat er sich dem

Sport verschrieben, aber „immer

noch zu tun, die Feinheiten zu erlernen“,

wie er verrät. Beim Kyudo

hat man eben nie ausgelernt,

das vermittelt Pichlmaier auch

seinen Schülern, denen er die

zehn Phasen des Schießablaufs

näher bringt. Der wesentliche

Unterschied von der japanischen

Sportart zum westlichen Bogenschießen

besteht in der Benutzung

eines asymmetrischen, etwa 2,25

Meter langen Bogens ohne Visiereinrichtung

oder Pfeilauflage

sowie dem zeremoniellen Ablauf

des Schießens. Zunächst erlernen

Schüler das Schießen am „Makiwari“,

einem Reisstrohbündel. In

einem Abstand von rund zwei Metern

wird der grobe Bewegungsablauf

geübt und dann in das

Bündel geschossen. „Gleich auf

Distanz zu gehen

macht wenig Sinn“,

weiß Hans Pichlmaier.

Wie schnell

jemand sich an die

28 Meter entfernten

Scheiben wagen darf,

hängt immer von Talent,

Lernfähigkeit und Vorerfahrungen

aus anderen

Sportarten ab. Während

beim gängigen Bogenschießen

der Bogen möglichst

ruhig gehalten wird, ist dies

beim Kyudo etwas anders.

Da das Bogenfenster und

die Pfeilauflage fehlen,

wird die Koordinationsfähigkeit

stark beansprucht.

In dem Moment, in dem der

Pfeil mit der rechten Hand

losgelassen wird, gilt es, die

linke Hand samt Bogen nach

Volle Konzentration: Übungsleiter Hans Pichlmaier

links zu drehen. „Sonst würde

der Pfeil nach rechts abdriften“,

erklärt Hans Pichlmaier. Bei einer

normalen Bogenstärke von 13 bis

18 Kilogramm Zugkraft wird der

Pfeil horizontal abgeschossen, die

Beweglichkeit der Bogenhand und

Präzision der Zughand sind aber

nur möglich, wenn Schultern locker

und entspannt sind. Das zu

erlernen erfordert ausdauernde

Übung unter Anleitung, denn:

Schon als Anfänger merkt man

schnell, dass nicht Wille und Ehrgeiz

zu einem guten Trefferbild

führen, sondern Konzentration,

Gelassenheit und beständiges

Üben der korrekten Technik.

Seit 2006 im

Kurenai-Dojo in Pöcking

Bereits im 8. Jahrhundert wurde

Kyudo – oder auch „Weg des Bogens“

– in Japan bei zeremoniellen

Angelegenheiten vorgeführt.

Nachdem im 16. Jahrhundert

Feuerwaffen eingeführt wurden

und der Bogen als Waffe keine

Bedeutung mehr hatte, traten die

geistigen Aspekte der Sportart

in den Vordergrund und wurden

von den Samurai gepflegt und in

verschiedenen Schulen, unter anderem

als eigenes Unterrichtsfach,

bis heute erhalten. 1969 gab es das

erste Kyudo-Seminar in Deutschland,

eine stärkere Verbreitung

sieht man seit den Achtzigerjahren.

Das steigende Interesse soll

4 | tassilo


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Seit 2006 wird aus dem Kurenai-Dojo geschossen, das fast komplett in Eigenregie gebaut wurde.

bei Vielen mit dem motivierenden

Buch „Zen in der Kunst des Bogenschießens“

von Eugen Herrigel

zusammenhängen. Dazu könne

man heutzutage generell eine Affinität

zu japanischen Sportarten

ausmachen. Um die 2 000 Schützen

sind derzeit in 57 Vereinen in

ganz Deutschland organisiert –

das ist die stärkste Verbreitung

außerhalb Japans. Nach Pöcking

kam das Kyudo indes über Umwege.

Da vor knapp 15 Jahren rund

zehn Schützen beim TSV Weilheim

aus der Starnberger Gegend kamen,

reifte die Idee eines eigenen

Vereins in Heimatnähe. Also

schlossen sich die Sportler dem SC

Pöcking-Possenhofen an und begannen

mit dem Bau des eigenen

„Kurenai-Dojos“, dem Trainingsraum.

Der wurde dann nach zweieinhalb

Jahren, in denen bis auf

das Gerüst alles in Eigenregie gebaut

wurde, eingeweiht. „Bei der

Einweihung waren einige Japaner

zu Gast, die das Dojo ausdrücklich

lobten“, freut sich Hans Pichlmaier

noch heute. Wenngleich das

Schießen im Vordergrund steht,

wird beim SC Pöcking-Possenhofen

selbstverständlich auch

der formelle Teil gelehrt. Gerade

wenn Sportler ihre Prüfungen ablegen

möchten, die ähnlich wie

bei den japanischen Kampfsportarten

organisiert sind, sei dies

essentiell. Derzeit zählt der Verein

rund 50 Mitglieder, wobei, anders

als in Japan, wenig Jugendliche

den Sport ausüben. „Wegen dem

langwierigen Lernprozess“, weiß

Hans Pichlmaier. Mit 400 bis 500

Euro für den aus Holz, Carbon und

Glasfasern gefertigten Bogen erscheinen

die Ausrüstungskosten

anfangs enorm. Der für den Sport

sehr wichtige Handschuh macht

zusätzlich um die 200 Euro. Hinzu

kommen Kosten für die Kleidung

inklusive des traditionellen Hosenrocks

sowie die Pfeile, die viele

Vereine selbst herstellen. Zunächst

sicherlich eine Menge Geld, allerdings

haben Kyudo-Schützen ihren

Bogen und Handschuh häufig ein

Leben lang. Denn: Nicht das Gerät

wird perfektioniert, sondern der

Mensch entwickelt sich an ihm –

und das dauert.

tis

Der Abschuss beim Kyudo folgt einem fast schon meditativen ti Schema.

juli / august 2017 | 5


Asinella Eselfarm in Pähl

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Pähl | Er gilt als störrisches Lastentier,

als Pferd zweiter Klasse. „Dabei

stimmt das überhaupt nicht“,

sagt Anahid Klotz. Der Esel, das

ist wissenschaftlich belegt, ist von

Natur aus wesentlich intelligenter

als das Pferd. Begründung: Wildlebende

Esel sind zwar Herdentiere

ebenso wie Pferde, allerdings ohne

Hierarchien. Heißt: Jeder Esel denkt

Tag und Nacht für sich, wo er Wasser

und was zu fressen findet, wo er

vor Feinden geschützt ist und wie

er sich am besten zu verteidigen

hat. Dass die hierzulande lebenden

Vierbeiner mit ihren überdimensional

großen Ohren einen so faulen

und sturen Eindruck vermitteln,

liegt lediglich an der gähnenden

Langeweile, die sie in ihren eingezäunten

Gehegen verspüren. Es

sei denn, sie gehören der Asinella

Eselfarm von Anahid Klotz an, wo

Langeweile ein Fremdwort ist.

Fünf Stuten und fünf Wallache im

Alter von zwei bis 23 Jahren sind

derzeit auf der Farm in Pähl untergebracht.

Mit Friedel, Camillo,

Benni, Eddi und Jimmy, mit Lolo,

Walli, Lena, Gina und Lise, haben

alle Zehn einen eigenen Namen.

Der Kleinste misst 95 Zentimeter

Stockmaß und wiegt 110 Kilo. Der

Größte 146 Zentimeter bei 450 Kilo.

Gefressen werden pro Esel drei bis

sechs Kilo Heu am Tag, gesoffen

zehn bis 15 Liter Wasser. Ansonsten

wird geübt, geschmust und therapiert.

Zwei bis drei Mal die Woche

mit Kunden, die restlichen Tage mit

Anahid Klotz selbst, die mit den

Eseln einen hochprofessionellen

Umgang pflegt – und nur deshalb

ihren Gästen aus nah und fern ein

so breites Spektrum an spannenden

Aufgaben bieten kann.

Reise nach

Jerusalem

Ob Kinderprogramm, Wanderung,

Therapie, Pädagogik oder Horsemanship

die Esel-Kurse bei

Anahid Klotz sind gefragt. Und

machen unglaublich viel Spaß. An

Kindergeburtstagen beispielsweise

wird „Reise nach Jerusalem“

gespielt. Das geht so: Fünf Esel

werden von je zwei Kindern um

zunächst fünf Podeste geführt.

Stoppt die Musik, gilt es die Vierbeiner

aufs Podest zu führen. Mit

jeder weiteren Runde wird ein

Podest weggenommen. Das Besondere

an diesem Spiel: Es scheidet

keiner aus. Am Ende müssen

nämlich alle fünf Esel und zehn

Kinder auf einem einzigen Podest

stehen – eine echte Mammutaufgabe

für die Kleinen, da ein Esel

weder durch ziehen noch schieben

in die gewünschte Richtung zu bewegen

ist. Korrektes Führen lautet

die Zauberformel.

Wie das geht, musste auch Anahid

Klotz Schritt für Schritt erlernen.

Sie absolvierte in Augsburg mit

ihrem damaligen Esel einen so-

Eine Wanderung durch das

Reinthal ist laut Anahid Klotz

wegen zunehmender E-Bike-Fahrer

nicht mehr ohne Gegenwind möglich.

6 | tassilo


Äußerst aufregend: Kinder-Wanderungen

d

genannten Horsemenship-Kurs,

eine der höchsten Schulen in Sachen

Erziehung von Pferden, aber

auch Eseln. Unter anderem stellte

sie dort fest: „Der Esel macht nur

dann mit, wenn er einen Sinn in

der Sache sieht.“ Und das kann

dauern. Zuallererst denkt sich der

Esel nämlich: Was will denn dieser

komische Mensch die ganze

Zeit von mir? Bleib bloß weg! Dass

ihm das Kraulen und Kratzen am

Bauch in Wirklichkeit sehr gut gefällt,

kann er ja nicht riechen. Genau

das versucht Klotz ihren Vierbeinern

schmackhaft zu machen.

„Bis der Esel von selbst auf mich

zugeht.“ Ein Geduldsspiel, das viel

Fingerspitzengefühl verlangt.

Die fünf

goldenen Regeln

Inzwischen beherrscht Anahid

Klotz dutzende Methoden, Esel

und Mensch auf eine Wellenlänge

zu bekommen. Das funktioniert

allerdings nur durch strikte Einhaltung

bestimmter Regeln. Beispiel

Eseltour, die grundsätzlich

erst gestartet wird, wenn im Kopf

der Farmbesucher gewisse Punkte

verankert sind. Anahid Klotz spricht

in diesem Falle von fünf goldenen

Regeln, die jeder zu beachten hat.

Regel Nummer eins: Auf die Füße

aufpassen, da ein 110- bis 450-Kilo-

Tritt äußerst schmerzhaft ist. Nummer

zwei: Im Team arbeiten.

Das ist wie auf

der Skipiste, da muss

ich auch ständig schauen,

was die anderen so

machen“, sagt Anahid

Klotz, die im Winter auch

als Skilehrerin unterwegs

ist. Regel Nummer

drei: Nix essen! Bereits

beim Rascheln der Brotzeittüte

wird die Neugier

der Vierbeiner geweckt,

die dann ganz schnell

aus der Reihe tanzen.

Viertens: Nix füttern! Die

Esel bekommen ihre Belohnung

erst in der Mittagspause

oder nach der großen Tour. Und

Regel fünf: Kraulen und kratzen,

aber auf gar keinen Fall klopfen.

Das ist wie beim Mensch, der mag

das auch nicht so gerne.“

Hengste sind zu

gefährlich

Nach Auflistung der Regeln löse

das bei einigen ihrer Kunden ein

Gefühl der Angst und des großen

Respekts aus, weil ihnen das Bild

vom faulen, flauschigen Kuscheltier

etwas zerstört wurde. „Genau

das ist mir sehr wichtig“, sagt

Anahid Klotz, die bislang nur gute

Erfahrungen mit ihren eigenen

Eseln gemacht hat. Viele Beispiele

aber zeigen, dass der Umgang

mit Eseln definitiv gelernt sein

muss – vor allem bei Hengsten,

die es auf der Asinella-Farm übrigens

nicht gibt. Und auch nie geben

wird. „Weil es schlichtweg zu

gefährlich ist“, sagt Anahid Klotz,

die gut nachvollziehen kann, dass

syrische Flüchtlinge einen großen

Bogen um ihre Esel machen, „weil

sie aus ihrer Heimat die Geschichten

kennen“. Schon häufiger sei

es in fremden Ländern vorgekommen,

dass Menschen von Eseln zu

Tode getrampelt wurden. Auch im

Tassiloland hatte es vor wenigen

Monaten einen schlimmen Vorfall

gegeben, als ein ausgewachsener

Eselhengst seinen eigenen Besitzer

zu Boden riss und ihm schwerste

Verletzungen zufügte.

Deshalb baut Anahid Klotz ausschließlich

auf wohlerzogene Stuten

und Wallache. Die sind sogar

so gut geschult, dass sie seit vielen

Jahren schon fester Bestandteil

des Murnauer Leonhardiritts sein

dürfen, dort ohne Murren und

Meckern zwischen den kräftigen

Kaltblütern stolzieren. „Das ist für

mich immer ein Highlight im Jahr“,

schwärmt Anahid Klotz. Und zugleich

der beste Beweis dafür, dass

Esel weder störrisch noch zweitklassig

sind.

js

Intelligenter als ein Pferd:

Esel machen nur die Dinge, die für sie Sinn ergeben.

juli li/a

august 2017 | 7


www.boeglmueller.com

Familienmusical „Spuk im Museum“ im Juli in Penzberg

Die Stimmen geschehen

FESTLICHER

SOMMER

in der

Mitwirkende: Solisten, Chor der Stadt Schongau,

Chor der Berufsfachschule für Musik Krumbach, La Banda,

Neue Süddeutsche Philharmonie, Leitung: Christoph Garbe

Orchester der Stadt Schongau, Junges Ensemble

Leitung: Kristina Kuzminskaite

06. Mai 2017 Basilika Altenstadt 19.00 Uhr

Alte Musik in jungen Händen

14. Mai 2017 Stadtpfarrkirche M. Himmelfahrt Schongau 18.00 Uhr

Alpenländische geistliche Volksmusik

28. Mai 2017 Ballenhaus Schongau 19.00 Uhr

Ensemble Pathos: Männer und Frauen

25. Juni 2017 Wieskirche 19.00 Uhr

J.S. Bach: BWV 82 „Ich habe genug“ BWV 158 „Der Friede sei mit Dir“

J. Haydn: Missa in Angustiis „Nelsonmesse“

09. Juli 2017 Wieskirche 19.00 Uhr

L.v. Beethoven: Sinfonie Nr. 5 c-moll op.67 „Schicksal“

F. Schubert: Messe in As D 678

23. Juli 2017 Wieskirche 19.00 Uhr

W.A. Mozart: Sinfonie Nr. 41 in C KV 551

Rihards Dubra: Missa simplex

W.A. Mozart: Litaniae Lauretanae B.M.V. KV 195 in D

Förderverein Festlicher Sommer in der Wies e.V.

Karten: www.wieskonzerte.de

8 | tassilo

Penzberg I „Spuk im Museum“, so

heißt das mittlerweile 26. Musical,

das der Kinder- und Jugendchor

der Musikschule Penzberg namens

„Voice happenZ“ diesen Juli auf

die Bühne bringt. Das Ambiente

ist passend, schließlich geben sich

die jungen Musiker in der frisch

renovierten Stadthalle die Ehre.

Mit dem Musical „Max und Moritz“

hatte 1992 alles begonnen. Seither

wurden bekannte Musicals wie

„Jim Knopf“, „Wickie“, „Dschungelbuch“

oder „Mary Poppins“

adaptiert und neu interpretiert.

Aber auch eigene Produktionen

aus der Feder von Musikschullehrerin

und Leiterin des Kinder- und

Jugendchors, Ellen Hennen, wurden

schon aufgeführt. Wie etwa

„Traumschiff Bavaria“, „Asti, der

Gallier“, „Peter aus Nimmerland“

oder eben das ganz neue Stück

„Spuk im Museum“.

Fest verbandelt mit der Penzberger

Musikschule ist seit vielen Jahren

Grafiker und Karikaturist Egbert

Greven, der bis auf wenige Ausnahmen

die Plakate zu den Auftritten

gestaltete – so auch diesmal.

Ellen Hennen, die 2016 mit dem

Kulturpreis der Stadt Penzberg

ausgezeichnet wurde, schreibt

Text, Musikstücke und entwirft die

Choreografie. An den

aufwändigen Produktionen

ist aber stets ein

großes Team beteiligt.

Wie etwa Musikschulleiter

Johannes Meyer

mit Sekretärin Heidi

Burger oder Margret

Hütt, die für das phantasievolle

Bühnenbild

verantwortlich ist. „Musicalschneiderin“

Trixi

Gutschon und einige

Mütter nähen Kostüme, Monika

Ebi bietet Schauspielworkshops an

und viele weitere, unter anderem

ehemalige Musical-Schüler, helfen

bei den Auftritten. Nicht zu vergessen:

Die rund 110 Sänger vom

Vorschulalter bis einschließlich

der 8. Klasse, die in drei Chören

organisiert sind und von denen

jedes Kind eine Rolle bekommt.

Je älter die Akteure werden, desto

umfangreicher und vielfältiger sind

deren Aufgaben. Einige Sänger bekommen

szenische Zusatzproben

sowie Stimmbildungs- oder Tanzstunden.

Die Rollenverteilung und

Songauswahl war bereits im letzten

November abgeschlossen, die

intensive Arbeit am Musical begann

dann im Februar. Parallel zu

anderen Projekten, für die sich der

Kinder- und Jugendchor über das

Jahr hinweg verantwortlich zeichnet,

wie etwa das Faschingskonzert

oder die musikalische Gestaltung

von Gottesdiensten. Für „Spuk im

Museum“, ein Episoden-Musical,

wurden insgesamt 15 verschiedene

Lieder quer durch die Genres einstudiert.

Zu aktuellen Songs wie

„Happy“, „Auf uns“ oder „80 Millionen“

gesellen sich Klassiker wie

„Jetzt ist Sommer“, „Thank you for

the Music“ oder „Wind of Change“.

Unterstützt werden die Sänger von

einer Live-Band, die sich ebenfalls

aus Schülern der Musikschule zusammensetzt.

Im Familienmusical „Spuk im Museum

unternimmt der Konzertchor

„Voice happenZ“ eine Reise nach

London in ein Wachsfigurenmuseum

der besonderen Art. Durch ein

Zaubermittel werden die Märchenfiguren

für eine kurze Zeit lebendig

und erzählen den Gästen ihre

Geschichten. So trifft der Chor auf

Pocahontas, die in der neuen Welt

Freundschaft mit den Engländern

schließt und ihnen versichert, „I’m

only one call away“. Prinzessin Aurora

alias Dornröschen kann die

Besucher indes davon überzeugen,

dass Maleficent in Wirklichkeit ihre

Lieblingstante ist – ihr Song „Let it

go“ geht unter die Haut. Besonders

lässig präsentieren sich wiederum

Robin Hood und seine Mannen.

Es wird gerappt und gesungen.

Snow-White lernen die Zuschauer

als selbstbewusste Prinzessin kennen,

die ihrer Stiefmutter Isabella

rät, es mal mit „leichtem Gepäck“

zu versuchen.

Viermal – zwei Vormittags-Vorstellungen

sind nur für Schulen

und Kindergärten – werden die

Akteure in farbenfrohen Kostümen

vor einer aufwändig

gestalteten Kulisse zu

sehen sein. Für alle Musical-Fans

und die, die

es werden wollen, am

Donnerstag, 13. Juli, um

17 Uhr sowie tags darauf

um 18 Uhr. Karten kosten

für Kinder sechs, für Erwachsene

acht Euro und

sind im Vorverkauf in der

Buchhandlung Rolles

(08856 / 4344) erhältlich.

tis


Auf der Roten Couch

Der „zuagroaste“

Landkreis-Kommissar

Vor seinem Arbeitsplatz nahm der Starnberger

Landrat Karl Roth Platz auf der Roten Couch.

Foto: Johann Jilka

juli / august 2017 | 9


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Bild©Metamix AG 2006 Layout©Wittelsbacher Ausgleichsfonds, MdbK

Starnberg | Den olympischen Sommerspielen

1972 in München dankt

Karl Roth heute noch. Ohne dieses

Großereignis wäre er vermutlich nie

in Berührung gekommen mit dem

idyllischen Oberbayern, dass so viel

schöner sei als seine Heimat im

unterfränkischen Neuhütten, dem

Bayerischen Spessart. Von Beginn

an fühlt sich der damals noch junge

Polizist angezogen vom „pulsierenden

Leben“ am See. Inzwischen

lebt der Starnberger Landrat seit

mehr als 40 Jahren in Andechs –

und blickt schon jetzt auf eine beeindruckende

Karriere zurück, die

bei weitem nicht nur aus Bootsauflügen

und dem Verteilen von

Strafzetteln besteht. Im großen Interview

auf der Roten Couch verrät

der 63-Jährige seinen grausamsten

Fall als Kommissar, warum er lieber

um den Ammersee als um den

Starnberger See radelt und was er

von einer dritten Amtsperiode hält,

die dank Änderung der Altersgrenze

von 65 auf 67 nahezu perfekt in

sein Zeitfenster passen würde.

Herr Roth, ihr Heimatort Neuhütten

liegt zwar noch in Bayern,

aber stolze 400 Autokilometer von

Starnberg entfernt. Gelten sie hier

als „Zuagroasta“?

Das ist richtig. Obwohl ich jetzt

schon über 40 Jahre im Landkreis

bin, gelte ich letztendlich immer

noch als „Zuagroasta“. Wobei,

wenn ich ganz ehrlich bin, mittlerweile

ist es dann doch nicht

mehr ganz so tragisch. Zumal ich

mich auch nicht mehr als „Zuagroasta“

fühle. Jedenfalls zeigt

das den starken Integrationswillen

Starnbergs, wenn ein Unterfranke

wie ich hier Landrat wird. Denn die

Franken sind ja, speziell aus Sicht

der Oberbayern, schon eine ganze

besondere Spezies in Bayern.

Wie wurden Sie als Teil dieser „besonderen

Spezies“ in Ihrer neuen

Heimat Andechs aufgenommen?

In dem ich auf die Leute zugegangen

bin. Ich war ja als junger Polizist

neu in Herrsching stationiert

und habe mit einem Spezl und

Kollegen – wir haben vorher beide

in unseren Heimatvereinen Fußball

gespielt – einen neuen Sportverein

gesucht. Dabei haben wir

darauf geachtet, wer 1974 schon

Duschmöglichkeiten hat. Das war

für uns tatsächlich ein entscheidendes

Kriterium. Der TSV-Erling-

Andechs hat damals ein ganz neues

Vereinsheim mit Duschkabinen

gebaut. Dann haben wir uns gesagt,

komm, da schauen wir hin.

Es war sozusagen Integration über

Vereinsengagement. Hinzu sind

Straßenfeste zuhause in Andechs

gekommen, wo ich in der dortigen

Mühlstraße spaßhalber zum Justizminister

ernannt worden bin.

Und wenige Jahre später auch gleich

zum Andechser Bürgermeister.

(grinst) Ja, ich war später Fußballtrainer

der Mannschaft meiner

Zwillingssöhne – obwohl ich

eigentlich Tennis spielen wollte.

War dann auch noch zehn Jahre

lang Jugendleiter. Und so haben

die Leute gemerkt: Hey, der Roth,

der engagiert sich. Aber unbewusst,

weil das ehrenamtliche Engagement

von mir nie gezwungen

war. Ich habe das immer gerne

und freiwillig gemacht. Als die

Gemeinde Andechs dann einen

Bürgermeister gesucht hat, ist die

CSU-Fraktion auf mich zugekommen.

Meine erste Reaktion: „Ich?

Um Gottes willen.“

Trotzdem wurden Sie als einer von

drei Kandidaten gewählt. Allerdings

„nur“ zum ehrenamtlichen

Bürgermeister, weil die Gemeinde

Andechs damals noch weniger als

3 000 Einwohner hatte. Hauptberuflich

sind Sie also nach wie vor

der Tätigkeit als Polizist nachgegangen

– Ihr Traumberuf?

Auf jeden Fall. Ich wollte von

klein auf wirklich nie was anderes

werden. Bereits in der Jugendzeit

habe ich gerne Detektiv-Bücher

gelesen und wollte immer schon

irgendwas ermitteln, was nachforschen,

was herausbringen. Und

ich habe immer schon diesen klassischen

Polizistengedanken des

Freund und Helfers in mir gehabt.

1971 haben Sie erstmals die Polizeiuniform

übergestreift. Bereits

ein Jahr später, 1972, waren Sie bei

den Olympischen Spielen in München

stationiert. War das die Zeit,

in der Sie sich in diese königliche

Gegend hier verliebt haben?

Definitiv. Wir waren damals in der

Fürstenfeldbrucker Polizeischule

untergebracht. Mit Gewehr in Bereitschaft.

Als 17- und 18-Jährige.

Zitternd vor Angst, ausrücken zu

müssen. Gott sei Dank war das

nicht der Fall. Auch nicht am Tag

des Attentats. Wenn wir mal frei

hatten, sind wir mit der neuen S-

Bahn von Fürstenfeldbruck über

München-Westkreuz bis nach

Starnberg gefahren, haben dort

ein Elektroboot ausgeliehen, eine

Runde auf dem See gedreht und

sind danach mit dem Bus über

Andechs nach Herrsching weitergefahren,

und schließlich wieder

mit der S-Bahn zurück nach Fürstenfeldbruck.

So habe ich diese

wunderbare Gegend kennengelernt,

die ehrlicherweise wesentlich

schöner ist als die, wo ich

herkomme. In meiner Heimat gibt

es viel Wald und Wiesen. Als ich

hier dieses pulsierende Leben am

See mitbekommen habe, war ich

wirklich begeistert und habe mir

gesagt: Wenn ich mich bewerben

kann, bewerbe ich mich hier.

Mit Erfolg. 1974 konnten sie bei

der Polizeiinspektion Herrsching

anfangen. Anschließend drückten

Sie nochmals die Schulbank, fi n-

gen 1981 bei der Kripo Fürstenfeldbruck

an und waren stolze 21 Jahre

lang zuständig für Sexualdelikte,

Tötung, Raub, später Wirtschaftskriminalität.

Das ist richtig. Ich war nie so gern

auf der Straße, habe nie gerne

Strafzettel geschrieben und war

10 | tassilo


Hat viel Interessantes t zu sagen: Landrat Karl Roth im Gespräch mit

„tassilo“-Redakteur Johannes Schelle.

heilfroh, als mich die Kripo genommen

hat. Es gibt ja sehr schlimme

Straftaten, bei denen es ganz wichtig

ist, gute Beziehungen sowohl zu

den Opfern als auch zu den Tätern

aufzubauen. Bei Sexualstraftaten

ist das noch viel wichtiger als bei

Messerstechereien. Und genau

diese Beziehungen waren für mich

immer das Spannendste am Beruf

bei der Kripo. Auch wenn, wie

schon gesagt, schlimme Sachen

dabei waren. Deshalb war ich auch

im Arbeitskreis für Polizeiseelsorge,

um mit den Kollegen die traumatischen

Dinge aufzuarbeiten.

Trotzdem wird es den einen oder

anderen Fall geben, der Sie bis

heute nicht loslässt.

Das war gleich einer meiner ersten

Fälle bei der Kripo, da war ich

noch keine 30. Der Fall „Ursula

Herrmann“, als wir mit der Bereitschaftspolizei

den Wald zwischen

Schondorf und Eching durchstöbert

und dann diese Kiste gefunden

haben. Wenn du ein totes

Kind in so einer Kiste findest, ist

das schon extrem heftig.

Und bis heute verantwortlich für

Albträume?

Albträume hatte ich ehrlich gesagt

noch nie. Man sieht da nur die

Tätigkeit. Ich hatte aber auch das

große Glück, nie scharf schießen

zu müssen. Da bin ich heilfroh,

wenn man hört, wie manche Kollegen

darunter leiden.

Wie hat sich Ihre Sicht auf Menschen

wegen dieser intensiven Polizeiarbeit

verändert?

Generell habe ich gelernt, dass

man in diesem Beruf Spaß haben

muss, mit Menschen umzugehen.

Sowohl mit Tätern, Opfern

als auch Zeugen. Das sind drei

grundverschiedene Typen, die aus

Kripo-Sicht irgendwie zusammenwirken.

Um das herauszufinden,

braucht man eben dieses Vertrauen.

Auch zum Täter. Wenn mir ein

Geständnis gelungen ist, hat mich

das motiviert, weiterzumachen.

Und es hat mir gezeigt, dass ich

offensichtlich ein Gespür dafür

habe, verschiedene Charaktere gut

zu händeln. Dieser Umgang mit

Menschen kam mir natürlich später

als Bürgermeister und Landrat

zugute.

Sie sprechen es an: Schweren

Herzens haben Sie Ihren geliebten

Polizisten-Beruf aufgegeben, weil

Andechs die 3 000er Marke geknackt

hatte und die Gemeinde Sie

unbedingt als hauptamtlichen Bürgermeister

wollte. Eine nochmals

andere Hausnummer ist aber der

Aufstieg zum Starnberger Landrat.

Wie kam es dazu?

Geplant war auch das nicht. Ich

würde sagen, dass ich über die

Jahre als Bürgermeister immer

mehr hineingewachsen bin in

die Gesellschaft des Landkreises

Starnberg. In meiner ersten Periode

als Andechser Bürgermeister

habe ich mich ausschließlich

um die Gemeinde gekümmert.

Während der zweiten Periode

war ich schon Vorsitzender des

Tourismusverbandes und hatte

die meisten Stimmen der CSU im

Kreistag. Dann habe ich eine Anfrage

als stellvertretender Landrat

bekommen.

Als „zuagroasta“ Neuhüttener, der

selbst von sich sagt, bei der Wahl

zum ehrenamtlichen Bürgermeister

im Grunde niemanden gekannt

zu haben. Warum sind Sie bei den

Leuten auf Anhieb so beliebt?

Weiß ich nicht, wirklich nicht. Vielleicht,

weil die Leute dem Roth zutrauen,

dass er das, was ansteht,

auch umsetzt und schafft. Und mit

Sicherheit auch wegen meiner Berufserfahrung

bei der Polizei, wodurch

mir die Leute viel Vertrauen

schenken. Es gibt ja mehrere Politiker,

die aus dieser Ecke kommen.

Aber nicht alle wurden vom stellvertretenden

zum ersten Landrat

gewählt. Erinnern Sie sich an den

Zeitpunkt, als sie wussten: Jawohl,

jetzt möchte ich die Nummer eins

des Landkreises werden?

Auch das war nie mein Ziel, überhaupt

nicht. Es war wie damals zur

Bürgermeisterwahl, dass das

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juli / august 2017 | 11


12 | tassilo













Amt auf mich zugekommen ist. Sowohl

mein Vorgänger als auch die

damalige Kreisvorsitzende haben

mich gefragt. Nach einer gewissen

Bedenkzeit und intensiver Absprache

mit der Familie – meine Söhne

waren damals schon über 20 –

habe ich geantwortet: Jawohl, ich

traue mir das zu. Dann bin ich in

den Wahlkampf eingestiegen und

habe mich noch intensiver in der

Region engagiert. Stets mit dem

Risiko, den Bürgermeisterjob in

Andechs aufzugeben. Hätte es mit

Starnberg nicht geklappt, hätte ich

wieder zurück zur Polizei gekonnt.

Es hat geklappt – und wie. Inzwischen

sind sie im neunten Jahr

(zweite Periode) Starnberger Landrat.

Hängen Sie noch eine dritte

Periode an?

(lacht) Das habe ich mir gedacht,

dass diese Frage kommt. Fakt ist:

Wer bei der nächsten Wahl im Mai

2020 noch keine 67 ist, kann nochmals

sechs Jahre dranhängen.

Das passt in Ihrem Falle ja sprichwörtlich

wie die Faust aufs Auge.

Das stimmt natürlich, da wäre ich

dann 66. Sie wissen aber auch,

dass man bei der Polizei bereits

mit 60 aufhören könnte.

Das heißt, Sie werden 2020 defi nitiv

nicht mehr antreten?

Ganz ehrlich: Es gibt noch keinen

konkreten Plan, ob ich aufhöre

oder weitermache. Schließlich

sind es ja noch ein paar Jahre hin

bis zur Wahl. Natürlich ist das Amt

des Starnberger Landrats sehr

zeitintensiv und themenmäßig oft

nicht einfach, aber es macht mir

nach wie vor viel Freude. Und solange

die Freude bei der Arbeit

überwiegt, spricht nix dagegen,

sie fortzusetzen.

Dennoch die Frage nach der Konkurrenz:

Trägt sich der ein oder andere

potentielle Nachfolger bereits an?

Im Moment zeigt sich am Horizont

noch nichts. Und zwar aus allen

Fraktionen nicht. Aber ich denke,

in einem Jahr, also zwei Jahre vor

der Wahl, kristallisieren sich schon

ein paar Kandidaten heraus.

Zurück zum Stichwort „zeitintensiv“:

Wie sieht ihr Arbeitsalltag aus?

Er beginnt um halb neun mit der

Frühbesprechung, an der sich

Pressesprecher mit den Mitteilungen,

das Vorzimmer mit den Terminen

und die Büroleitung beteiligen.

Dann geht es auf Termine.

Acht, neun am Tag. Das ist manchmal

schon sehr heftig, weil du zwischen

den Terminen gerade noch

Zeit hast, auf Toilette zu gehen.

Dann kommen noch Abendtermine

und Ortssitzungen dazu, du musst

regelmäßig nach München rein –

und dann rufen noch die vom „tassilo“

an (lacht). Zudem bin ich in

sehr vielen Gremien aktiv.

Zum Beispiel?

Die Gesellschaft für Wirtschaftsund

Tourismusentwicklung (gwt),

die Krankenhäuser, der Abfallwirtschaftsverband,

der auch

sehr spannend ist wegen permanenten

Rechtsänderungen. Ich

bin Vorsitzender des Regionalen

Planungsverbandes München, da

wechsle ich mich mit Münchens

Oberbürgermeister Dieter Reiter

ab. Und ich bin Vorsitzender vom

Erholungsflächenverein München.

Das heißt, wir kümmern uns um

die Erholungsflächen am Starnberger

See, Ammersee, Wörthsee

und Pilsensee sowie die ganzen

Baggerseen im Norden Münchens.

Wir haben einige aufgekauft und

richten sie Schritt für Schritt mit

Kiosk, Toiletten und Liegewiesen

wieder her. Es gibt nämlich nichts

schöneres, als nach der Arbeit mit

Radel und Picknickdecke schnell

an einen See zu fahren.

Unabhängig Ihrer Pläne und des

Wahlausgangs: Welche Projekte

stehen in nächster Zeit an? Und was

möchten Sie bis 2020 noch unbedingt

umsetzen?

Auf jeden Fall unseren Anbau, der

mehr als überfällig ist. Wir sind vor

30 Jahren mit 280 Mitarbeitern in

dieses Landratsamt eingezogen.

Heute haben wir einen Pool von

500 Leuten, von denen einige aus

Platzgründen ausgelagert wurden,

aber so schnell wie möglich wieder

unter einem Dach sein sollen.

Woher kommt dieser starke Zuwachs?

Einerseits sind die Aufgaben in

allen Bereichen per se mehr geworden.

Gesundheitsamt, Veterinäramt

und Schulamt sind Ämter,

die früher eigene Behörden waren,

inzwischen aber zum Landratsamt

dazugehören. Und allein für

die Asyl-Thematik mussten wir 100

Leute einstellen.

Was steht neben dem Anbau des

Landratsamtes noch an?

Wir möchten endlich eine Fachoberschule

in Starnberg bauen. In

Herrsching haben wir ein neues

Gymnasium vor. Und zwar mit einem

besonderen Konzept, das im

Falle eines Forschungsprojektes

bereits zum Schuljahr 2020 / 2021

starten könnte. Dann die großen

Baumaßnahmen am Klinikum

Starnberg und Krankenhaus Seefeld.

Das Krankenhaus Penzberg

haben wir vor einigen Jahren erworben

und saniert. Nun gilt es

diese drei Häuser verwaltungstechnisch

unter ein Dach zu bringen

– ein Ziel, dass wir auf jeden

Fall schaffen müssen.

Gibt es in Ihren Augen auch ein

Wunsch-Projekt, das dem Landkreis

Starnberg gut tun würde, fi -

nanziell aber nicht umsetzbar ist?

Ja, den Ringschluss der S-Bahn

von Herrsching nach Tutzing

(lacht). Aber im Ernst, wir sind

ehrlich gesagt sehr gut aufgestellt.

Vor allem mit unserer gwt, für die

wir den Tourismusverband und die

Wirtschaftsförderung zum 1. Januar

2017 zusammengelegt haben.

So können wir mit gleichem Geld


Karl Roth ist stolz auf die Integrationsleistung ti i t seines Landkreises Starnberg:

Die rund 2000 Flüchtlinge konnten „geräuschlos und ohne Widerstand“

auf alle 14 Kommunen verteilt werden.

und Personal noch schlagkräftiger

agieren.

Hat dieser Zusammenschluss mit

dem neuen Namen „StarnbergAmmersee“

zu tun?

Richtig. Wir haben lange überlegt,

was denn unsere DNA im Landkreis

Starnberg ist. Was sind unsere

Stärken? Warum geht’s uns so

gut? Dafür haben wir uns monatelang

zusammengesetzt und einen

Markenprozess angestoßen. Der

alte Begriff „Fünfseenland“ ist nur

touristisch geprägt. Der wirkt auch

nur touristisch. Viele Unternehmer

haben deshalb gesagt, dass sie

gerne einen Begriff hätten, in dem

auch sie sich wiederfinden.

Aber warum „StarnbergAmmersee“?

Allein aus grammatikalischer

Sicht schreit dieser Begriff förmlich

nach Gegenwind.

Sicher hat es vereinzelte Gegenstimmen

gegeben. „Braucht ma

des, jetzt wo wir uns ans Fünfseenland

gewöhnt haben“. Die deutliche

Mehrheit aber ist für „StarnbergAmmersee“.

Gerade weil wir

unternehmerisch stark aufgestellt

sind und bei weitem nicht nur den

Tourismus haben. Unsere Arbeitslosenquote

schwankt derzeit zwischen

2,7 bis 3 Prozent. Und auch

die Zahl der Ein- und Auspendler

hält sich die Waage. Deshalb wollten

wir einen Namen, der die Region

noch stärker hervorhebt. Und

das sind eben nicht nur die Seen.

Zumal es fünf Seen in einer Region

recht häufig gibt.

Auf recht viele Jahre blicken Sie als

Landrat zurück. Auf welches Projekt

sind Sie besonders stolz?

Dass wir den Ansturm von rund

2 000 Flüchtlingen so geräuschlos

und erfolgreich untergebracht haben.

Dass wir sie aufnehmen, sie

betreuen und wirklich auf alle 14

Kommunen aufteilen konnten – da

hat sich keiner gesträubt beziehungsweise

versucht zu drücken.

Wir haben in allen Kommunen

Unterkünfte in sehr kurzer Zeit gebaut.

Das war definitiv die größte

Herausforderung für den Landkreis

Starnberg, zumindest seit ich hier

bin. Deshalb bin ich mit unserer

Flüchtlingspolitik sehr zufrieden.

Gibt es auch eine von Ihnen getroffene

Entscheidung, die sie heute

bereuen?

(überlegt) Ganz ehrlich, keine einzige.

Ich habe von den Bürgern

noch nie Aussagen wie „Da ham’s

aber an Schmarrn gmacht“, „wie

der Roth nur auf den Trichter gekommen

ist“, „wie kann man nur

so was bauen“ oder „wie kann

man nur sowas einführen“ gehört.

Schmarrn, falscher Trichter, wie

kann man nur ... All das trifft auf

das Projekt „Untertunnelung der

Stadt Starnberg“ zu, das Sie als

Landrat ja nicht direkt betrifft. Was

sagen Sie zu diesem schier ewigen

hin und her?

Jetzt eine Bürgerinitiative zu starten,

nachdem sich diese Stadt

über Jahre gequält hat, viele Kommunalwahlkämpfe

allein mit pro

oder kontra Tunnel entschieden

wurden. Ausgerechnet jetzt, wo

der Rat endlich mal zu einer Entscheidung

gekommen ist, bei der

alle durchgeatmet und auch fast

alle Bürger verständnisvoll gesagt

haben, jawohl, jetzt ist es so –

ausgerechnet jetzt fangen wieder

die Verhinderer an. Das finde ich

schäbig. Denn die, die die Umfahrung

wollen, haben drei Jahre Zeit

gehabt, was zu tun. Gemacht haben

sie nichts, gar nichts. Ich persönlich

bin froh, wenn der Tunnel

kommt. Denn Starnberg braucht

den Tunnel.

Themawechsel: Viel Freizeit lässt

Ihr prall gefüllter Terminkalender

nicht zu. Wo und mit wem verbringen

Sie die wenigen privaten Stunden?

Fast ausschließlich mit meiner

Frau und der Familie. Die Söhne

sind außer Haus, aber es gibt drei

Enkelkinder. Der eine wohnt mit

seiner Familie in Weilheim, die ich

regelmäßig besuche. Der andere

lebt noch in Andechs, baut aber

gerade. Klar, dass der Opa den

Umgang mit den Enkeltöchtern

natürlich nicht missen möchte. Das

macht schon extrem viel Spaß. Ansonsten

bin ich gerne Radfahren,

bevorzugt um den Ammersee, weil

ich die andere Seite des Sees, die

Westseite, als besonders schön

empfinde.

Ist Ihnen der Ammersee lieber als

der Starnberger?

Sagen wir so: Der ist mir näher –

zumindest zum Radeln. Wobei ich

auch gerne am Starnberger See

bin.

Wie oft treiben Sie Sport?

Ich schaue schon, dass ich wenigstens

einmal die Woche dazu komme.

Das muss nicht immer Radfahren

sein. Ich gehe auch mal Joggen

oder ins Fitnessstudio.

Welche Bedeutung hat für Sie Sport

aus beruflicher, politischer Sicht?

Sport ist mir wahnsinnig wichtig.

Wir haben für unser Haus ein Gesundheitsmanagement

aufgesetzt.

Es gibt verschiedene Sportangebote.

Wir sind in Kontakt mit Professor

Halle, der den Lauf10 mit dem

Bayerischen Fernsehen macht. Die

größte Breitensportveranstaltung

im Landkreis ist der Landkreislauf,

den wir selbst organisieren. Da

sind rund 2 000 Teilnehmer dabei.

Und natürlich ist es Pflicht, dass

ich als Landrat auch am Start bin.

Außerdem engagiere ich mich für

Behindertensport. Aktuell stelle

ich eine Fußballmannschaft zusammen,

um mit Bürgermeistern

gegen Menschen mit Behinderung

zu spielen. Wenn ich denen nach

dem Spiel die Medaillen überreiche,

die freuen sich ungemein.

Und das gibt mir wiederum unglaublich

viel.

Apropos Fußball. Sie waren nicht

nur Nachwuchstrainer und Jugendleiter

in Andechs, sondern auch

Coach der Freizeitkicker der Kripo

Fürstenfeldbruck. Gibt es ein Comeback

an der Seitenlinie?

Ausschließen möchte ich es nicht,

aber im Moment schaut es nicht

danach aus. Es wäre was anderes,

wenn meine drei Enkeltöchter

Fußball spielen würden. Für

ein erneutes Trainerengagement

müsste schon ein familiärer Bezug

vorhanden sein. Außerdem gibt es

bei uns so viele schöne Berge ...

Das stimmt. Ihre Favoriten?

Die ganze Palette Richtung Süden.

Aber wann hat’n der Landrat Zeit,

mal einen dieser Gipfel zu erklimmen?

Sie leben seit mehr als 40 Jahren

am Fuße der Alpen und waren noch

nie auf einem der hiesigen Berge?

Doch, natürlich, das wäre ja noch

schöner. Sonntagfrüh, Alpspitze.

Aber das kommt eben viel zu selten

vor, weil ich auch am Wochenende

wichtige Termine habe. Und

wenn mal Zeit wäre, stimmt meistens

das Wetter nicht.

Völlig gleich, ob Sie auch nach 2020

noch Starnberger Landrat sind:

Welche Träume haben Sie, vom

Bergsteigen abgesehen, für die Zeit

nach ihrer beruflichen Laufbahn?

Einfach mal ohne diesen Termindruck

aufstehen. Und wenn die

Sonne scheint, ganz spontan die

Sachen zusammenpacken und wohin

fahren. Darauf freue ich mich

sehr. Es gibt auch schon genauere

Vorstellungen. Zum Beispiel mit

dem Wohnmobil herumreisen.

Auch Golfspielen habe ich mal angefangen,

aber wieder aufgehört.

Könnte also gut sein, dass ich die

Löcher irgendwann wieder aufsuche.

Besonders freue ich mich aber

darauf, wieder mehr Zeit gemeinsam

mit meiner Frau verbringen

zu können. Allein deshalb schon,

weil sie mir sportlich überlegen ist

und kein Pardon kennt, wenn ich

hinter ihr herhinke.

js

juli / august 2017 | 13


Deutsche Minigolf-Meisterschaft in Murnau

Leistungssport statt

erholsamer Zeitvertreib

Murnau | Fast jeder hat schon

einmal Minigolf gespielt. Mit einem

Eis in der Hand oder einem

kühlen Getränk ist das Minigolfen

eine beliebte Freizeitaktivität für

Jung und Alt; steht für Sommer,

Sonne und Spaß mit der Familie

oder Freunden. Ganz anders wird

das hingegen sein, wenn sich

von Mittwoch, 5. Juli, bis Samstag,

8. Juli, die Elite des Sports

in Murnau zu den Deutschen

Meisterschaften trifft. Dann geht

es nicht mehr um einen lockeren

Zeitvertreib, bei dem meist mehr

die zwischenmenschliche Begegnung

als der sportliche Ehrgeiz im

Vordergrund steht. Dann geht es

um Talent, Taktik und Tagesform –

Leistungsport eben. Am Ende des

viertägigen Wettkampfes wird sich

sowohl bei den Herren als auch

bei den Damen je eine Mannschaft

sowie zwei Einzelsportler als neue

Deutsche Meister bezeichnen dürfen.

„Mit dem Turnier wollen wir

einmal mehr beweisen, dass unser

Sport sowohl die Teilnehmer

bis zu ihren Grenzen fordert, als

auch die Zuschauer fesselt und

elektrisiert“, sagt Stephan Bauermeister,

erster Vorstand des Minigolfclubs

(MGC) Murnau. Einige

Landes- und auch Bundesmeisterschaften

wurden in Murnau

bereits entschieden, 2014 richtete

der Verein einen europäischen

Wettbewerb aus. Für die diesjährigen

Deutschen Meisterschaften

der allgemeinen Klassen (Damen/

Herren sowie Mannschaften), die

jährlich stattfinden, sollte man

also bestens gerüstet sein.

Auf etwa 2 200 Minigolfanlagen

in ganz Deutschland erleben

Millionen Menschen jährlich die

Freizeit-Faszination Minigolf. Um

ihrer Leidenschaft nachzugehen,

haben sich Spieler in 274 Vereinen

organisiert.

Zwischen Breitenund

Spitzensport

Es gibt ein Ligaspielsystem sowohl

auf regionaler als auch auf überregionaler

Ebene. Bereits am 22. Mai

1959 wurde der MGC Murnau gegründet

und hat seitdem bis heute

zahlreiche Bayerische Meister,

Deutsche Meister, Europameister

und gar Weltmeister hervorgebracht.

Ein Aushängeschild des

Vereins ist sicherlich die Jugendarbeit,

die 2000 mit dem „Grünen

Band für vorbildliche Jugendförderung

im Verein“ ausgezeichnet

wurde. Eigengewächs Katharina

Benn etwa wurde 2012 die erste

Jugend-Weltmeisterin des Vereins,

Michaela Zwirlein folgte 2016 als

Team-Weltmeisterin und gehört

derzeit zum A-Kader der Deutschen

Minigolf-Jugend, der Junioren-Nationalmannschaft.

Zu dieser

gehört auch MGC-Jugendspielerin

Melanie Jurgeleit nach ihren Erfolgen

bei den Deutschen Jugend-

Meisterschaften 2016. Minigolf, das

ist beim 131 Mitglieder starken MGC

Murnau sowohl Breiten- als auch

Spitzensport. Das Training wird

inzwischen von sieben lizenzierten

Übungsleitern geleitet.

Die Besten

ihres Sports

Vom 5. bis 8. Juli messen sich bei

den Deutschen Minigolf-Meisterschaften

der allgemeinen Klassen

selbstverständlich nur die Besten

des Sports, die sich zuvor qualifi-

Minigolf auf Spitzenniveau ist ein absoluter Präzisionssport.

14 | tassilo


Die Teilnehmer treten im Mannschaftswettkampf, Matchplay und Strokeplay

an.

zieren mussten. Eröffnet werden

die Murnauer „Minigolf-Festtage“

am Montag, 3. Juli, ab 18 Uhr mit

der offiziellen Eröffnung samt

Nationalhymne und Auslosung

der Startgruppen um etwa 18.45

Uhr im Festzelt an der Freizeitanlage

„Minigolf am See“. Anschließend

spielt „Take Two“ zur

Unterhaltung und Einstimmung

auf. Die Wettkämpfe für die rund

120 Teilnehmer aus sämtlichen

Bundesländern starten nach zwei

Trainingstagen am Mittwoch, 5.

Juli. Der Mittwoch und Donnerstag

stehen dann ganz im Zeichen des

Mannschaftswettkampfes. Hier

werden die Ergebnisse der jeweiligen

Spieler eines Teams zusammengezählt,

die Mannschaft mit

der geringsten Gesamtschlagzahl

gewinnt. Am Freitag (7. Juli) steht

das sogenannte „Strokeplay“ auf

dem Programm. Hierbei bilden

die Ergebnisse des Mannschaftswettbewerbs

plus eine Zwischenrunde

die Qualifikation für die

Finalrunde – die besten 16 Damen

und 32 Herren sind qualifiziert.

Der Spieler mit der geringsten

Schlagzahl auf dem gesamten

Parcours gewinnt und ist Deutscher

Meister dieser Disziplin. Eine

für die Zuschauer spannende und

faszinierende Wertung ist sicherlich

das „Matchplay“, welches im

K.O.-Modus am Samstag, 8. Juli,

ausgetragen wird. Hierfür sind die

besten 32 Herren und 16 Damen

aus dem „Strokeplay“ qualifiziert,

die im direkten Duell (1. gegen 32.,

2. gegen 31. usw.) gegeneinander

antreten. Es entscheidet nicht

die Schlagzahl, sondern an jeder

Während der Meisterschaft wird für das leibliche Wohl gesorgt sein.

Bahn erhält der bessere Spieler

einen Punkt. Der Sieger eines Duells

kommt eine Runde weiter, die

Gewinner im Finale sind Deutsche

Meister. Der MGC Murnau freut

sich natürlich über zahlreiche Zuschauer,

die den Weg an die Anlage

direkt am Ufer des Staffelsees

finden. Und wer weiß, vielleicht

lässt sich der eine oder andere

von der Faszination anstecken und

probiert es selbst einmal aus – mit

einem etwas anderen Blick auf

den Sport. Oder ganz klassisch im

Sinne des Breitensports, mit Eis

oder Kaltgetränk in der Hand. tis

juli / august 2017 | 15


Bayerns berühmter Tanzmeister

Magnus Kaindl tanzt

und tanzt und tanzt

“Sommer!!! Wir haben den passenden Wein!!!”

16 | tassilo

Dießen I Vom Alten Peter schlägt’s

sechs Uhr rüber zum Englischen

Garten. Vor dem Chinesischen

Turm in München warten Tausende

– alle bairisch gewandet. Sie

schauen gespannt und voller Erwartung

auf die Bühne: Mit dem

letzten Glockenschlag setzen die

Musikanten mit ihrer Tanzmusik

ein und die Menge setzt sich juchzend,

jauchzend und hüpfend in

Bewegung. Erst Walzer, dann folgt

ein Boarischer. Über der Isar ist

mittlerweile die Sonne aufgegangen

und aus den vier Himmelsrichtungen

kommen pausenlos immer

noch mehr fröhliche Volkstänzer.

Beim Tanzen durch die Menge trifft

man oide Spezln, junge Bekannte,

aus Niederbayern sind sie gekommen

und aus ganz Oberbayern.

Im guten bairischen Tanzgewand

bis zum Oktoberfest-Outfit sieht

man alles, was die bairische Landlust

an Textilen produziert. Aber

alle haben eines im Blick: Hoch

oben auf der Bühne, die sich über

dem Spektakel erhebt, wünschen

die Tanzmeister Magnus Kaindl

und Katharina Mayer einen guten

Morgen und sagen jeden Tanz an,

„damit Ihr alle wissts, wie es geht.“

Inzwischen ertönt die Fledermaus

Quadrille von Johann Strauß Sohn

über dem Englischen Garten und

alle tanzen die „Münchner Française“.

Längst ist fast kein Durchkommen

mehr zu den Fress- und

Trinkbuden. In München ist Kocherlball.

Legendär, traditionell,

hip, cool. Wer nicht da ist, ärgert

sich für den Rest des Jahres. Schlag

10 Uhr ist der Zauber vorbei – und

Magnus Kaindl hat seine größte

Veranstaltung im Jahreslauf hinter

sich. Nonstopp vier Stunden Vortanzen.

Heuer ist der Kocherlball

in München übrigens am Sonntag,

23. Juli, 6 bis 10 Uhr, im Biergarten

am Chinesischen Turm im Englischen

Garten. Zum Tanz spielen

auf die Tanngrindler Musikanten

und die Tanzgeiger aus Wien unter

der Leitung von Rudi Pietsch.

Tanzlehrer im

Hofbräuhaus

Wer den 37-Jährigen Vorsitzenden

des Diessener Trachtenvereins beobachtet,

könnte schnell auf die

Idee kommen: „Dem Magnus ist

das Tanztalent in die Wiege gelegt.“

Im frühkindlichen Alter mit

der Tanz-Lust infiziert vom Vater

und vielen Familienmitgliedern –

alle Tanz-Ikonen, die über 40 Jahre

im Fünf-Seen-Land, hinein in den

Pfaffenwinkel und hinauf ins bayerische

Oberland Tausenden von

Tanzinteressierten die Herzen geöffnet

haben fürs Volkstanzen. Und

die beim „Preisplatteln um den

Tanzen lernen von Magnus Kaindl

im Münchner Hofbräuhaus.

Bayerischen Löwen“ und anderen

Wettbewerben heute noch in der

Seniorenklasse absahnen – steckt

Magnus heute bayernweit die

Menschen mit diesem Fieber an.

Hat jüngst ein schreibender Kollege

festgestellt: „Wann immer ich eine

Zeitung aufschlage, lacht mich der

Magnus an.“ Das ist leicht zu erklären.

Ohne aufgesetzt zu sein, ohne

große Worte, drückt sich seine

Passion aus. Sei es beim Vereinsabend

im Heimat- und Trachtenverein

d’ Ammertaler Diessen-St.

Georgen, wenn im kleinen Kreis

getanzt wird, bei seinen regelmäßigen

Auftritten als Tanzlehrer im

Münchner Hofbräuhaus oder in

Münchner Tanzschulen, bei Tanzvergnügen

wie dem legendären

„Mythos Stangl“, gegründet von

zwei Journalisten aus Dießen, der

zu jedem Jahresanfang nur in alten

Wirtshäusern stattfindet, bis hin

eben zu den ganz großen Sälen,

die er bespielt. Dazu gehören auch

die Münchner Vorstadthochzeit,

sowie die wichtigen Bälle im Deutschen

Theater oder beim Zentralen

Landwirtschaftsfest in München.


Preisplatteln l um den Bayerischen

Löwen 2016.

Magnus’ größte Freude ist es, wenn

es ihm gelingt, jenen, die das

bairisch Tanzen eher lächelnd betrachten

oder sich als passionierte

Nichttänzer einordnen, zur tänzerischen

Leidenschaft zu bringen.

Dass man sich auf den Tanzböden

von München bis in die Regionen

rund um die Landeshauptstadt

immer wieder trifft, ist klar. Da

wird g’redt und g’ratscht; taucht

dann die Frage auf, wer wo die

Tänzerei zwischen Boarischem,

Polka, Walzer, Zwiefach, Mazurka

und vor allem dem Mix aus allen

Tanzarten – den Figurentänzen –

gelernt hat, da heißt es meistens,

„ja bei de Kaindls z Diessa, natürlich“.

Und seit einigen Jahren

immer öfter: „Beim Magnus im

Hofbräuhaus …“.

Er zählt im Wortsinne auch zu den

Vortänzern, die vom überlieferten

Schema starrer Tanzkreise wegführen,

hin zum freien Tanzen.

Magnus spricht dann von „Freestyle

Bairisch“. Neu in seinem

Programm taucht jetzt immer öfter

das „Ländlerisch Tanzen“ auf.

Nicht nur für Experimentierfreudige

eine wunderbare Stilform.

Sie tanzen je nach Stimmung und

Musikverständnis und können sich

frei, spontan und ungezwungen

bewegen, zum Beispiel mit Armwickler-Formen

und Schrittfolgen,

auf die sie gerade Lust haben. „Ich

motiviere zum freien Tanzen, weil

es die Leute glücklich macht. Es

gibt ihnen Mut, ihrer Bewegungsfreude

zu folgen – ohne die Angst,

sie könnten was falsch machen.“

Platteln aus

Leidenschaft

Magnus Kaindl ist aber viel mehr

als Tanzmeister, Tanzlehrer, Tanzforscher.

Er plattelt aus Leidenschaft,

bringt Ideen und Kurse ein

wie „Platteln für Vater und Sohn“.

Bei den heimischen Hoagarten in

Dießen singt und jodelt er. Mit 15

hat er schon die „Saitenschinder“

gegründet, eine in Süddeutschland

etablierte Gruppe aus Saiteninstrumentlern,

die altbairische,

oder besser alpenländische

historische Stücke ausgraben und

neu arrangieren für Kirchenkonzerte,

Firmenfeiern, Vereinsveranstaltungen

und die hohen Festtage.

Er engagiert sich nicht nur als

Vorsitzender im Diessener Trachtenverein

fürs zeitgenössische

Trachtenwesen oder für die Akquise

von neuen Mitgliedern, die

die heimische Kultur – vor allem

in der Jugendarbeit – weitertragen

und die Flamme der Altvorderen

auch in der neuen Zeit hüten.

Eigentlich ist er Archäologe,

speziell Keltenforscher. Er spricht

nicht nur bayerisch, sondern zum

Beispiel auch tschechisch, weil er

über eine Freundschaft des Diessener

Trachtenvereins nach Böhmen

die Möglichkeit erkannte,

auch in Prag zu studieren.

Er hat als Mitarbeiter im Bayerischen

Landesamt für Denkmalpflege

aktuelle Methoden des Einsatzes

von Geodaten angewendet,

um zum Beispiel die im Mittelalter

vernichtete Stammburg

der Grafen von Dießen, Andechs

und Meranien auf dem Dießener

Burgberg zu lokalisieren. Er hat

die Keltensiedlung in Steinebach

am Wörthsee maßgeblich miterforscht

und seine wissenschaftliche

Arbeit in einer Dauerausstellung

beim Rathaus Wörthsee in

Glaspavillons zusammengefasst.

Letztlich lässt sich die Mehrdimensionalität

der Persönlichkeit

des jungen Trachtlers, Forschers,

Wissenschaftlers in allen Facetten

gar nicht wirklich beschreiben.

Seine berufliche Bestimmung hat

er mittlerweile im Kulturreferat

der Landeshauptstadt München

gefunden. Dort ist er in der Abteilung

von Eva Becher als Heimatpfleger

zuständig für alle volkskulturellen

Themen, die in einer

Großstadt anfallen.

Beim Festival

„Laut Yodeln“

Was ihm immer besonders wichtig

ist: Die Menschen wieder zum

„selber Tun“ zu animieren. Volkskultur

ist Laienkultur und damit

für alle zugänglich und erlebbar.

Deswegen wird nicht nur getanzt

und musiziert, sondern – auch

ein Impuls von Magnus – neuerdings

mehr denn je gejodelt. Bei

der legendären Festival-Woche

„Laut Yodeln“, wo die Kulturwelt

2016 nach München geblickt hat,

um mehr über diese weltweit verbreitete

Singtechnik zu erfahren,

brachte er alpenländische Jodler

mit American Yodelling zusammen,

oder verband Baka-Gesänge

aus dem afrikanischen Regenwald

und avantgardistische Klangwelten

einer Erika Stucky und eines

Christian Zehnders, beide aus der

Schweiz.

Wer die Szene beobachtet, kriegt

es mit: Wo immer Magnus Kaindl

auftaucht, bewegt sich etwas. Er

hat das Talent oder die Gnade,

wenn es um die Fortführung der

Heimatgedanken und letztlich

der Heimat im digitalen Zeitalter

geht, ist er unaufgeregt da – und

er kennt die Lösungen.

bb

juli / august 2017 | 17


Fledermäuse in Not

Immer weniger

Spalten und Ritzen

Tassiloland | Fledermäuse sind

faszinierende Tiere. Sie leben in

engen Spalten und Ritzen, sie

jagen bei Dämmerung und Dunkelheit

und sie „sehen“ mit den

Ohren, in dem sie Ultraschallsignale

aussenden. „Wer schon

mal versucht hat, im Dunkeln eine

Mücke zu erwischen, der kann die

enorme Sinnesleistung von Fledermäusen

vielleicht erahnen“,

sagt Bernadette Wimmer. Die Fledermaus-Expertin

des Landratsamtes

Garmisch-Partenkirchen

hat allerdings auch schon Fledermaus-Merkmale

festgestellt,

die denen des Menschen stark

ähneln: „Wenn sie gähnen oder

sich vor dem Einschlafen einkuscheln.“

Wimmer kennt diese

Verhaltensmuster deshalb so genau,

weil sie geschwächte Tiere

in Pflege nimmt, sie dabei ganz

genau beobachtet. Grundsätzlich

ist es für Menschen jedoch äußerst

schwierig, Fledermäuse intensiver

zu betrachten. Trotzdem ist wissenschaftlich

belegt, dass nahezu

alle hiesigen Fledermausarten, 17

sind in den Landkreisen Garmisch-

Partenkirchen, Starnberg und

Weilheim-Schongau nachgewiesen,

vom Aussterben bedroht sind.

Das schrittweise Zusammenschrumpfen

der einzelnen Fledermaus-Bestände

hat vielerlei

Gründe. Ein wesentlicher reicht

zurück bis in die 1960er und 1970er

Jahre, als die Land- und Forstwirtschaft

durch massiven Einsatz von

Pestiziden und Holzschutzmitteln

Insekten aller Art vernichtete –

und damit auch die Beute von

18 | tassilo

Fledermäusen. Zwar haben sich

seit dem Verbot diverser giftiger

ige

ger

Chemikalien einige Arten wieder

erholt. Doch die Intensivierung der

Landwirtschaft dauert bis heute

an, noch immer werden Pestizide

gespritzt, Insekten vernichtet.

t.

„Früher war es ganz normal, dass

bei Autofahrten in der Nacht die

Windschutzscheibe voll Insekten

war“, sagt Wimmer. Heute erlebe

man dieses Phänomen immer

seltener.

Taubensicherung mit

Fledermausschutz?

Neben schwindender Nahrungsmittel

finden Fledermäuse auch

immer seltener geeigneten Unterschlupf.

Ein Grund: Die neue Art,

Häuser zu bauen oder zu sanieren.

Ritzen und Spalten an Gebäuden

werden für effektivere Wärmedämmung

verschlossen. Auch an

Kirchen und öffentlichen Gebäuden

werden die Öffnungen in Türme

und Dachböden zunehmend

zugemacht. Wobei es hierbei weniger

um Wärmedämmung, sondern

primär um die Vernichtung

von Brutplätzen für zum Beispiel

Tauben geht, die alles vollkoten.

„Dabei gibt es viele Möglichkeiten,

eine Taubensicherung mit

Fledermausschutz zu vereinbaren“,

bemerkt Wimmer, die sich

auch um die waldbewohnenden

Fledermausarten zunehmend Sorgen

macht. Die leben bevorzugt in

Höhlen und Spalten alter abgestorbener

ume. Doch von denen

gibt es immer weniger, „weil die

ume geerntet werden, bevor sie

Höhlen ausbilden.“ Zudem lassen

sich die als Lebensraum geeigneten

Biotopbäume als Energieholz

verwerten.

Doch vom Tierschutzgedanke mal

abgesehen. Hat die Fledermaus

Das Große Mausohr gilt als

beständigste Fledermaus-Art.


überhaupt eine entscheidende

Bedeutung für unseren Lebensraum?

„Auf jeden Fall“, sagt

Markus Gerum, der seit vielen

Jahren Fledermausführungen von

Oberammergau bis Weilheim anbietet.

Eine gesunde und starke

Fledermauspopulation sei in seinen

Augen der ideale Indikator

für die Intaktheit der Natur. Und

die definitiv gesündere Insekten-

Vernichtungs-Maschine als giftige

Chemikalien. Allein deshalb gilt

es die Arten, die im Tassiloland

zuhause sind, nachhaltig zu schützen.

Vor allem an den Plätzen, wo

aktuell noch sehr viele Fledermäuse

zuhause sind.

Insekten-Jagd über

Dietlhofer See

Gerum berichtet von einer Ausflugszählung

am Forsthaus in

Unternogg, bei der 400 Exemplare

der Zwerg- beziehungsweise

Bartfledermaus gezählt wurden.

Das ist eine sehr hohe, erfreuliche

Zahl“, sagt er über die kleinste

Fledermaus-Art, die nur fünf

Gramm schwer und fünf Zentimeter

groß ist und eine Spannweite

von rund 20 Zentimetern erreicht.

Dieses Leichtgewicht schwärmt

auch am Dietlhofer See in Weilheim,

Gerums Lieblings-Beobachtungs-Stelle,

noch zahlreich aus,

um über der Wasseroberfläche auf

Insektenjagd zu gehen. Am Wasser

äußerst selten bekommt man

derweil die größte Fledermaus-

Art im Tassiloland zu Gesicht. Sie

heißt Großes Mausohr, wiegt bis

zu 40 Gramm, ist maximal acht

Zentimeter groß und erreicht eine

Spannweite von rund 40 Zentimetern.

Ihr Markenzeichen, von

der Größe abgesehen: Eine sehr

kurze und breite Schnauze, kombiniert

mit langen, breiten Ohren.

Irgendwie gruselig, aber äußerst

beständig. Das Große Mausohr

gilt als einzige Fledermaus-Art in

der Region, die sich seit 1960 und

1970 im Bestand fast vollständig

Mausohr-Kolonie

erholen konnte. Bernadette Wimmer

kennt in den Landkreisen

Garmisch-Partenkirchen, Weilheim-Schongau

und Starnberg

Orte, an denen sich rund 1600

Mütter und Jungtiere aufhalten.

> > > INFORMATION

Fledermaus-Führungen

Noch besser: Das Große Mausohr

versteckt sich nicht, lässt sich also

hervorragend beobachten. Wie die

Expertin diesen Anblick am besten

beschreiben würde? „Einfach nur

faszinierend.“

js

Weilheim: Samstag, 26. August, 19 - 21.30 Uhr, Treffpunkt an der südlichen

Fußgängerbrücke über die Ammer.

(Führung mit Dr. Knut Neubeck, Infos unter Tel. 08821 / 73464)

Bad Bayersoien: Mittwoch, 2. August, 20 - 22 Uhr, Treffpunkt Eisplatz.

Rottenbuch: Mittwoch, 16. August, 20 - 22 Uhr, Treffpunkt n. offen.

(Diese beiden Führungen sind für Kinder und Jugendliche im Alter

von 8 bis 16 Jahren und kosten pro Teilnehmer sieben Euro. Nähere

Infos sowie die Anmeldung unter Tel. 08822 / 945657 oder per

E-Mail: markus_gerum@hotmail.de.)

juli / august 2017 | 19

FREILICHT THEATER

STEINGADEN 2017

15. JULI - 5. AUGUST

von Karl Müller-Hindelang

und Christian Schönfelder

Musik: Joachim Schreiber

Spieltermine: Sa. 15.07. Premiere

Do. 20.07. | Fr. 21.07. | Sa. 22.07.

Do. 27.07. | Fr. 28.07. | Sa. 29.07.

Do. 03.08. | Fr. 04.08. | Sa. 05.08.

Beginn: 20.30 Uhr

Abendkasse: ab 19.30 Uhr

Karten: € 24,00/€19,00 (Schüler)

online: www.theater-steingaden.de

oder Tourist Info Steingaden, 08862-200

Veranstalter: Kulturgemeinschaft Steingaden e.V.


Kangatraining, eine spezielle Form des Workouts

Mit dem Baby im Beutel









Riederau / Reichling I Es ist eine

Mischung aus Aerobic und Zumba,

gespickt mit Übungen für den

Beckenboden, für die Gelenke und

auch Arme, Beine, Bauch: Das sogenannte

Kangatraining. Das Spezielle

an dieser Form des Workouts

ist im wahrsten Sinne des

Wortes ein kleines, besonderes

Detail: Mütter, die vor rund zehn

bis zwölf Wochen entbunden haben,

nehmen ihre Kinder einfach

zum Training mit. Die Babys liegen

beziehungsweise sitzen in einer

Tragehilfe oder einem Tragetuch

vor Mamas Rumpf, machen die

Übungen einfach mit und fungieren

so als zusätzliches Gewicht.

Angst davor, den körperlichen

Anforderungen nicht gewachsen

zu sein, braucht man laut Kangatrainerin

Katharina La Rosa nicht

haben: „Die Mamis werden mit

der Zeit immer fitter. Und da die

Kinder dann auch schwerer werden,

passt das perfekt“, erklärt

die 29-jährige Reichlingerin, die

seit Januar in Epfach und Riederau

(Dießen) sowie seit Mitte

Mai auch in Landsberg Kurse anbietet.

„Es ist eine tolle Art, nach

der Schwangerschaft wieder fit zu

werden und Kilos zu verlieren.“

Und: Das Kind ist immer dabei.

Mamas trainieren –

Babys entspannen

Das Kangatraining – übrigens

nach dem Känguru „Kanga“ aus

der Zeichentrick-Serie Winnie

Pooh benannt – ist ein Workout für

Mamas mit dem Baby sprichwörtlich

im Beutel. Während die Mütter

also an ihrer Fitness arbeiten,

entspannen sich die Kleinen und

können die Nähe zur Mutter genießen.

Gründerin und Erfindern

ist Nicole Pascher aus Wien, eine

ehemalige Tänzerin, die seit über

20 Jahren in der Fitnessbranche

tätig ist und sich auf pre- und postnatales

Training spezialisiert hat.

Als Mutter von drei Kindern weiß

sie aus eigener Erfahrung, dass

für ein effektives Training im Alltagsstress

häufig keine Zeit bleibt.

Während der Schwangerschaft

mit der jüngsten Tochter kam ihr

die Idee des Kangatrainings. Besonders

wichtig beim Workout ist,

dass alle Babys richtig getragen

werden. Deshalb arbeiten Trainerinnen

wie Katharina La Rosa

auch eng mit einer ausgebildeten

Trageberaterin zusammen. Um

diese Art des Trainings unterrichten

zu dürfen, ist eine Ausbildung

direkt bei Nicole Pascher in Wien

inklusive abschließender Prüfung

vorausgesetzt. Nach der Geburt

von Tochter Emma wurde Katharina

La Rosa von einer Freundin

zur Teilnahme am Kangatraining

überredet. rede

Da traf

es sich

gut, dass

die

Diät- und

medizinische

Fachassisten-

assi

sist

sten


















Das Kanga-Training erfreut sich

immer größerer Beliebtheit – auch im Tassiloland.

Rechts Trainerin Katharina La Rosa mit ihrer Tochter.

20 | tassilo


Kanga-Erfinderin Nicole Pascher aus Wien beim Trainieren.

i

tin nach der Schwangerschaft ohnehin

ein paar Kilo verlieren wollte.

Sie fuhr also nach Peißenberg

und war derart begeistert, dass

die Idee zur eigenen Ausbildung

reifte. Schließlich sei auch eine

halbe Stunde Fahrt für Mamas ein

relativ hoher Zeitaufwand. Dass in

ihrer Gegend noch niemand aktiv

war, bot sich an, da Kangatrainerinnen

Gebietsschutz genießen.

„Für jeden

etwas dabei“

Die Zusammenarbeit unter den

Kanga-Kolleginnen klappt nicht

nur hervorragend, sondern wird

auch aus Wien gefördert. Die

Resonanz der ersten Monate ist

durchaus positiv, allerdings: „Es

dauert ein wenig, bis es sich rumgesprochen

hat“, meint Katharina

La Rosa. In den Kursen ist sowohl

für Anfänger als auch für Fortgeschrittene

etwas dabei, so dass die

Mütter die für sie passende Variante

wählen können.

Die Kurse, die allesamt am Vormittag

stattfinden, sind fortlaufend,

so dass ein Einstieg jederzeit

möglich ist. Acht Teilnahmen

kosten bei Katharina La Rosa 89

Euro, wobei die Stempelkarte für

insgesamt zehn Wochen gültig

ist. Verhinderungen durch Krankheit

von Mutter oder Kind sind

so mit eingerechnet. Sobald die

Kinder schwerer werden, nehmen

sie Mütter auch gerne auf den

Rücken, um das Gewicht besser

zu verteilen. Wie lange Kinder

zum Kurs mitgenommen werden

können, hängt natürlich von

den körperlichen Konstellationen

von Mutter und Kind ab. Wichtig

sei, und das betont Katharina

La Rosa ausdrücklich, dass die

Mamas ihre Rückbildungsgymnastik

absolviert haben, bevor sie

sich zum Kurs anmelden. Auch

ein gynäkologischer Check beim

Frauenarzt im Vorfeld sei unumgänglich.

Meist kann man rund

zehn bis zwölf Wochen nach der

Geburt mit dem Workout starten.

Die Tragehilfen können beim Kurs

ausgeliehen werden. Im Internet

(www.kangatraining.de) kann für

jedes Gebiet der entsprechende

Kurs gefunden werden, für Epfach,

Riederau und Landsberg kann

man sich direkt an Katharina La

Rosa wenden (0176 / 23433150 oder

katharina.l@kangatraining.de).

Und noch etwas Positives hat das

Kangatraining: Hier muss die

Mama nicht warten, bis ihr Baby

schläft oder hoffen, dass es während

des Workouts ruhig ist. Ganz

im Gegenteil: Die beste Zeit, um

mit dem Training zu starten, ist,

wenn das Baby unruhig ist, vielleicht

sogar müde und nicht einschlafen

kann. Im Beutel bei Bewegung

geht das bestimmt – das

zeigen nicht nur die echten Kängurus.

tis

juli / august 2017 | 21


ALLERLEI IM TASSILOLAND

Ein buntes Programm für den Sommer

Klassik Open Air im Tutzinger Schlosshof

„Feel the Gospel“ in der Schlossberghalle

Tutzing | Neben der „Fischerhochzeit“ und

der „Festwoche 1275 Jahre Tutzing“ gibt es

ein drittes Sommer-Highlight in Tutzing:

Das Open Air Konzert der „Musikfreunde

Tutzing e. V.“ am Sonntag, 9. Juli, um

19.30 Uhr im Innenhof des Schlosses Tutzing.

Das „Georgische Kammerorchester“

gastiert mit Werken von Johann Christian

Bach, Wolfgang Amadeus Mozart und Antonin

Dvorak. Das Ensemble wurde 1964

in Tiflis / Georgien als Georgisches Staatskammerorchester

gegründet. Künstlerisch

maßgeblich geprägt wurde das

Orchester durch seine langjährige Leiterin,

die Geigerin Liana Issakadze, sowie

Dirigentenpersönlichkeiten wie Lord Yehudi

Menuhin und Kurt Masur. Namhafte

Gastdirigenten und eine Phalanx herausragender

internationaler Künstlerpersönlichkeiten

wie David Oistrach, Barbara

Hendricks, Svyatoslav Richter oder Daniil

Shafran sind ebenso mit dem Orchester

aufgetreten wie in jüngster Vergangenheit

Heinrich Schiff, Tabea Zimmermann, Juan

Diego Florez, Gidon Kremer, Edita Gruberova,

Giora Feidmann, Eliso Wirsaladze,

Lynn Harrell, Rudolf Buchbinder und

viele andere. Die Leitung des Konzertes

in Tutzing liegt in den Händen von Reiner

Ginzel. Aufgrund des erfahrungsgemäß

großen Publikumszuspruchs empfiehlt es

sich, frühzeitig Karten zu sichern. Karten

gibt es im vergünstigten Vorverkauf (22

Euro) beim Ticketservice des Kreisboten in

der Sparkasse Weilheim, bei der Tourist-

Information Starnberg und bei der Buchhandlung

Held in Tutzing.

Bei ungünstiger Witterung findet das Konzert

in der Würmsee-Halle e statt. Weitere

Informationen unter www.

musikfreunde-tutzing.info und

unter 08158 / 3876.

tis

Starnberg-Söcking | Der Gospel-Chor aus

Starnberg-Söcking, die „Uli-Singers“,

feiern dieses Jahr ihr 20-Jähriges. Mit

zahlreichen Auftritten, etwa auf der Bundesgartenschau,

am Gardasee oder auf

der Starnberger Seebühne anlässlich des

100-Jahr-Jubiläums der Kreisstadt, hat sich

der Chor mittlerweile ein treues Publikum

„ersungen“. Leiterin Biggi Danninger wurde

2015 für den Kulturpreis des Landkreises

nominiert. Nun zündet der Starnberger

Gospelchor anlässlich seines 20. Geburtstages

ein musikalisches Feuerwerk: mit

temperamentvollen Gospels, A cappellas

und mit besinnlichen Songs, die richtig

unter die Haut gehen. Dazu präsentiert der

Chor zwei hochkarätige Überraschungsgäste

und auch die Uli-Mini-Singers. 50

Stimmen voller Freude, ausdrucksstarke

Solisten sowie groovige Sax-, Bass- und

Percussion-Einlagen, ganz nach dem Motto

der Uli-Singers: „Feel the Gospel!“ Das

Konzert beginnt am Samstag, 1. Juli, um 19

Uhr in der Starnberger Schlossberghalle.

Karten gibt es für 15 und 10 Euro

(ermäßigt) in der Tourist-Info

oder im Kulturamt.

tis

Weilheimer Lesepause am Kirchplatz

18. Prinzregent-Luitpold-Fischerstechen am Starnberger See

Starnberg | Es ist eine wacklige und ziemlich

(schaden-)freudige Angelegenheit,

wenn die Berufsfischer vom Starnberger

See beim 18. Prinzregent-Luitpold-Fischerstechen

am Sonntag, 9. Juli, in ihre Boote

steigen und um den Titel des „Fischerkönigs“

kämpfen. Zumal die Kontrahenten

auf einem Brett von gerade einmal 70 auf

26 Zentimetern balancieren, während sie

versuchen, den Gegner mit einer gepolsterten

Stecklanze ins Wasser zu stoßen.

Diese vom Heimatund

Volkstrachtenverein

Starnberg ausgerichteten

Zunftspiele

finden seit 1907 alle

fünf Jahre statt – immer

unterm dem Protektorat der Wittelsbacher.

Auch beim 18. Fischerstechen in der

Starnberger Bucht hat der Kopf des Hauses

Wittelsbach, Herzog Franz von Bayern,

die Schirmherrschaft übernommen und

spendet den Ehrenpreis für den Fischerkönig.

Neben den Berufsfischern können

am Sonntag, 9. Juli, auch die Sportfischer

ab 16 Jahren versuchen, als Lanzenstecher

eine gute und möglichst trockene Figur zu

machen. Einlass an der Seepromenade ist

um 11 Uhr, Turnierbeginn um 12.30 Uhr.

Der Eintritt beträgt fünf Euro. Ausweichtermin

bei schlechter Witterung ist der 16.

Juli. Weitere Infos unter www.

sta5.de oder www.trachtenvertiein-starnberg.de.

Weilheim | Weilheim hat eine belebte

Innenstadt, um die die Kreisstadt viele

beneiden. Für Weilheimer eine gewisse

Selbstverständlichkeit, worum sich jedoch

viele Leute bemühen. Engagierte

Bürger, individuelle Geschäfte, Gastronomie,

innenstadtnahe Parkplätze und die

Stadtverwaltung mit all ihren Mitarbeitern

tragen dazu bei, dass dies auch so

bleibt. Daher organisiert der Aktionskreis

Innenstadt vom 13. bis 30. Juli die „Lesepause

am Kirchplatz“. Täglich ab 10 Uhr

können Interessierte in einem Lesepavil-

lon Bücher entdecken,

lesen und nach

Herzenslust in alten

und neuen Werken

schmökern. Bestückt

werden die

Regale von den

Weilheimer Buchhandlungen Stöppel,

Zauberberg und Lesbar. Am Donnerstag,

13. Juli, wird die Weilheimer Lesepause

um 19 Uhr mit einem Sektempfang auf

dem Kirchplatz offiziell eröffnet. Im Anschluss

hat „Literatur im Pfaffenwinkel“

die Lesung mit Autorin Amelie Fried

und dem Thema „Ich fühle was, was du

nicht fühlst“ im Pfarrheim Miteinander

organisiert. Die Moderation übernimmt

Thomas Kraft. Der Eintritt beträgt 15

Euro (10 Euro ermäßigt). Karten gibt es

im Vorverkauf bei den Buchhandlungen

Stöppel, Zauberberg und Lesbar. Die

zahlreichen weiteren Veranstaltungen

finden dann auf dem Kirchplatz statt und

sind kostenfrei. Weitere Infos sowie das

detaillierte Programm gibt es

zeitnah unter www.lesepautise-am-kirchplatz.de.

22 | tassilo


Eine Produktion von

Titelbild: Bernd Römmelt, mauritius images

Kloster We sobru n

Diese Damen dürfen zu Robbie Williams

Tassiloland | Grüß Gott Frau

Kleiner, haben Sie am 22.

Juli 2017 schon etwas vor?

„Nein, oder, das ist jetzt

nicht ihr ernst.“ Monika Kleiner

aus Habach konnte es

kaum fassen, als „tassilo“-

Redakteur Johannes Schelle

ihr am Telefon die Nachricht

überbrachte, glückliche Gewinnerin

der Robbie-Williams-Konzert-Karten Karten zu

sein. Ähnlich fassungslos vor Freude reagierte

Barbara Eder aus Epfach, die zweite Auserwählte,

die eigentlich mit ihrer Tochter das Konzert im

Münchner Olympiastadion besuchen wollte. „Die

fährt aber ausgerechnet an diesem Tag in den

Urlaub.“ Ob nun ihr Sohn oder dessen Freundin

mit darf, stand beim Überreichen der Tickets noch

nicht fest. „So oder so findet sich für dieses

geniale Konzert ganz sicher jemand“, meint

Monika Kleiner, die höchstwahrscheinlich ihre

Tochter mitnimmt, „weil mein Mann an diesem

Tag Klassentreffen hat“.

Zwar nicht live in der ausverkauften Olympiahalle,

dafür so oft sie wollen, können sich

Bettina Fortmüller (Starnberg), Silke Meixner

(Peißenberg), Nadine

Neumaier (Penzberg),

Helmut Kirschner (Peiting)

und Richard Rieser

(Schongau) die Songs

von Robbie Williams

anhören. Sie sind die

glücklichen

Gewinner er

der CDs.

js

Individuelle Taschen und Rucksäcke

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Entenrennen im Hungerbach –

ein Spaß für Groß und Klein

Huglfing | Knapp 300 gelbe „Quietscheentchen“

waren es im vergangen Jahr. Ähnlich

viele sollen auch am Sonntag, 6. August,

beim 7. Huglfinger Entenrennen wieder den

Hungerbach hinunter schwimmen. Einen

Sonderpreis erhalten erneut die hübschesten

Exemplare, auch Glückspreise werden

gezogen. Treffpunkt ist ab 14 Uhr an der

großen Linde bei der Kirche St. Magnus,

der Start ist für 14.30 Uhr vorgesehen. Die

Startgebühr inklusive Ente beträgt drei Euro,

bei mitgebrachten Enten sind es zwei Euro.

Die Enten gibt es im Vorverkauf bereits bei

der Bäckerei Andrä, bei Schreibwaren Egner

sowie bei Katja’s Blumenstudio. Das

Rennen, das bei jedem Wetter ausgetragen

wird, dauert etwa eine halbe Stunde. Im Anschluss

findet die Siegerehrung im Pfarrstadel

statt, wo auch Kaffee

und Kuchen angeboten

werden. Die Veranstalter

vom Arbeitskreis Kultur

und Geschichte freuen sich

auf zahlreiche Teilnehmer

und Besucher –

sowie viel, viel

Spaß.

tis

Auf die Ohren und für den Magen –

unsere Gewinner

Tassiloland | Schlemmen

oder Musik genießen hieß

es für die Glücklichen der

Verlosungen unserer Gewinnspiele

aus der Mai/

Juni-Ausgabe. Einen 30

Euro-Schlemmergutschein

für das Streetfood-Festival

in Penzberg konnten sich

Nadja Leuner aus München, Claudia Schiffner aus

Tutzing und Else Schmid aus Penzberg sichern. Wir

hoffen, es hat geschmeckt. Je zwei Konzertkarten für

die Starnberger Reihe „All that Jazz“ durften wir Tobias

Lenk aus Weilheim, Magnus Reitinger ebenfalls

aus Weilheim, und Wolfgang Weinbuch aus Polling

zusenden. Der Abend mit dem „Australian String

Trio“ war hoffentlich unterhaltsam. Und auch beim

Gewinnspiel zu den Pollinger Tagen für Alte und

Neue Musik drehte sich alles um Musik und das Kulinarische.

Clemens Hauck aus Weilheim bekamm die

Karten für den Barock-Brunch, Sabine Schierling jene

für das Gesprächs-Konzert und Helene Willberger aus

Peißenberg die für das Kammer-Konzert. Auch hier

sollte die Unterhaltung nicht zu kurz gekommen

sein. Allen, die diesmal kein Glück hatten,

wünschen wir mehr Fortune bei den aktutiellen

Gewinnspielen.

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Mai / Juni 2017

Das Magazin rund um Weilheim und die Seen

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juli / august 2017 | 23


Die Behandlung von Schlaganfällen bei der Krankenhaus GmbH

Es zählt jede Sekunde

Sonderveröffentlichung der

Weilheim | Die Hemiparese, eine

Halbseitenlähmung, kommt sehr

häufig vor. Es kann allerdings

auch nur ein Arm oder Bein betroffen

sein. Einerseits von der

Motorik, so dass Gliedmaßen nicht

mehr richtig bewegt werden können

und schlaff herunter hängen.

Andererseits von der Sensibilität

– Patienten spüren dann nicht,

wenn sie angefasst werden. Hinzu

kommen Doppelbilder, Schluckstörungen,

Schwindel oder auch

Sprachprobleme. All das können

Symptome für einen Schlaganfall

sein. Und dann? Ab ins Krankenhaus,

und zwar so schnell wie

möglich. Denn es gilt: Je früher,

desto besser! „Time ist brain“, erklärt

Dr. Holger Braun, Oberarzt

der Inneren Medizin im Krankenhaus

Weilheim. Ein weitverbreiteter

Satz im medizinischen Sektor,

der die enorme Bedeutung beschreibt,

bei Schlaganfall frühzeitig

ins Krankenhaus zu kommen,

um möglichst viel Gehirnleistung

zu retten. „Das ist allerdings häufig

ein Problem“, sagt Dr. Braun,

der seit 2009 in Weilheim tätig ist.

Idealerweise kommen Schlaganfall-Patienten

in den ersten drei

Stunden nach der Attacke. Warum?

„In diesem Zeitraum – unter

Umständen sogar noch bis viereinhalb

Stunden danach – kann

eine Lysetherapie angewendet

werden“, so Dr. Braun. Bei dieser

Therapie werden dem Patienten

gerinnungsauflösende Medikamente

gespritzt, die das Gerinnsel

oder die Verstopfung lösen. Und

dafür sei es essentiell, dass der

Patient rasch in die Notaufnahme

kommt. „Nach drei Stunden

wird es knapp, da wir noch eine

Diagnostik machen müssen, eine

CT, Kontakt mit den Neurologen

aufnehmen. Eine halbe Stunde

vergeht im Krankenhaus schnell“,

sagt Dr. Holger Braun.

Schlaganfälle in zwei

Kategorien eingeteilt

Grundsätzlich können Schlaganfälle

in zwei unterschiedliche Arten

eingeteilt werden: Rund 80

Prozent sind die sogenannten ischämischen

Schlaganfälle, deren

Ursache eine Minderdurchblutung

oder Verstopfung eines Gefäßes im

Gehirn ist. Die restlichen 20 Prozent

sind Hirnblutungen, bei denen

oftmals ein zu hoher Blutdruck

die Ursache darstellt. „Die Therapie

der beiden Arten unterscheidet

sich komplett“, verdeutlicht Dr. Holger

Braun. Bei der Krankenhaus

GmbH, sowohl in Weilheim als

auch in Schongau, ist man für beide

Fälle bestens gerüstet. Das ist

auch notwendig, denn: Alle zwei

Minuten erleidet in Deutschland

ein Mensch einen Schlaganfall.

Das sind 280 000 Schlaganfälle im

Jahr. Rund 150 wurden im vergangenen

Jahr in Weilheim behandelt,

ähnlich viele waren es in Schongau.

Nach Herz- und Krebserkrankungen

ist der Schlaganfall die

dritthäufigste Todesursache in der

Bundesrepublik.

Gelegentlich, wie auch Dr. Holger

Braun bestätigt, steht der Vorwurf

im Raum, Menschen gingen wegen

jedem Kleinkram in die Notaufnahme.

Aber: „Bei jeglichen

Symptomen, die auf einen Schlaganfall

deuten, muss man sofort

die Notaufnahme aufsuchen, um

sich alle Therapien offen zu halten.“

Eine Studie von 2008 hat

gezeigt, dass nicht mal 20 Prozent

der Schlaganfall-Patienten in den

Über das TESAURUS-Projekt an das Netzwerk zur Schlaganfallversorgung Augsburg und Südwestbayern angeschlossen:

Dr. Holger Braun zeigt, dass die Kameras derart hochauflösend sind, dass die Ärzte in Augsburg

den Weilheimer Patienten sogar in die Pupillen schauen können.


ersten zwei Stunden ins Krankenhaus

kommen. In den ersten vier

Stunden, also in jenem Zeitraum,

in der eine Lyse potentiell noch

möglich ist, sind es 35 Prozent.

„Gerade am Wochenende oder

außerhalb der üblichen Zeiten

darf man sich nicht scheuen, in

die Notaufnahme zu kommen“,

appelliert Dr. Holger Braun.

Auch wenn es sich letztlich um

keinen ausgeprägten Schlaganfall

handelt, könnte es eine

sogenannte TIA sein. Bei einer

solchen transitorischen ischämischen

Attacke weißt ein Patient die

Symptomatik eines Schlaganfalls

nur für kurze Zeit auf. „Vielleicht

fünf oder zehn Minuten, und dann

sind sie wieder weg“, beschreibt

Dr. Braun. Hierbei könnte es sich

um Vorboten handeln, die sich

irgendwann zu einem Schlaganfall

komplettieren. „Das muss

nicht in den nächsten Tagen sein,

sondern vielleicht erst in ein paar

Monaten.“ Deshalb sollten auch

diese Warnzeichen ernst genommen

werden. Und auch wenn man

anschließend nicht zwangsläufig

eine Reha braucht, ist eine Diagnostik

seitens eines Experten unausweichlich.

Um abzuschätzen,

aber auch um zu verhindern, dass

etwas nachkommt.

Der Weg durch das

Krankenhaus im Notfall

Ist es zu einem Schlaganfall gekommen,

kann die Notfallversorgung

und Behandlung wohnortnah

in der Klinik Weilheim oder

Klinik Schongau erfolgen. Bereits

der Rettungsdienst meldet einen

Patienten im Krankenhaus vor.

Gelegentlich kommt der Patient

vom Rettungswagen direkt in die

Computertomographie (CT), ansonsten

wird er zunächst in der

Notaufnahme behandelt. Eine

kurze Anamnese mit Rückfragen

zu Symptomen, Medikamenten

und Vorerkrankungen folgt. Der

kurze Überblick dauert in der Regel

nicht länger wie fünf bis zehn

Minuten. Im CT sieht man schließlich,

um welche Art von Anfall es

sich handelt. Nach der CT wird ein

Neurologe kontaktiert, mit dem

die weitere Therapie besprochen

wird. Während der „üblichen“

Tageszeiten ist in Weilheim stets

ein Neurologe vor Ort. Sollte

dem nicht so sein – etwa in der

Nacht – kann über ein Telekonsil

ein Neurologe aus Augsburg per

Echtzeit zugeschaltet werden. Seit

2010 ist die Krankenhaus GmbH

Mitglied im telemedizinischen

Netzwerk zur Schlaganfallversorgung

Augsburg und Südwestbayern,

kurz TESAURUS genannt.

Die Technik ist mittlerweile derart

ausgereift, dass die Experten

von Augsburg aus beispielsweise

eine Pupillenerweiterung des Patienten

erkennen können – eine

leistungsfähige Kamera macht es

möglich. Durch diesen technologischen

Clou ist eine Versorgung

von Schlaganfall-Patienten an

365 Tagen und 24 Stunden, also

rund um die Uhr, sichergestellt.

„Wir können alles bieten, was

die Leitlinien verlangen“, sagt

Dr. Holger Braun. Diese Leitlinien

werden von Fachgesellschaften,

auch angrenzende Bereiche sind

involviert, festgelegt und zeigen

auf, wie eine Behandlung läuft.

» Die Versorgung von Schlaganfall-Patienten

ist bei der Krankenhaus GmbH an 365 Tagen,

24 Stunden sichergestellt.

Dr. Holger Braun, Oberarzt Innere Medizin, Weilheim

> > > KONTAKT

Klinik Weilheim

(Innere Medizin)

Telefon: 0881 / 188-598

Telefax: 0881 / 188-688

Klinik Schongau

(Innere Medizin)

Telefon: 08861 / 215-454

Telefax: 08861 / 215-138

Ist ein Schlaganfall weitestgehend

behandelt, werden rasch die Ursachen

des Anfalls ausgemacht. Es

soll vermieden werden, dass der

Kümmern sich um die Schlaganfall-Patienten:

Dr. Holger Braun (4.v.r.) und ein Teil des Teams

der Inneren Medizin und Notaufnahme

der Klinik in Weilheim.

Patient einen weiteren bekommt.

Das Besondere in Weilheim ist,

dass die kardiologische Expertise

sehr hoch ist“, freut sich Dr. Holger

Braun, schließlich spielen Herz

und Kreislauf bei der Diagnostik

eine große Rolle. Parallel

wird bereits mit der Therapie

begonnen: Krankengymnastik,

Ergotherapie, Logopädie.

Nach fünf bis sieben Tagen,

die ungefähre Verweildauer

im Krankenhaus, beginnt die

Genesungszeit in der neurologischen

Reha. Hier versucht man

stets, möglich früh einen Platz zu

bekommen, da dort im Gegensatz

zu einem Akutkrankenhaus mehr

und besser therapiert werden

kann. Denn Übung ist essentiell,

um die Selbstständigkeit und Mobilität

wieder zu erlangen.

Obwohl niemand vor einem

Schlaganfall gefeit ist, gibt es ein

paar Risikofaktoren, die es zu beachten

gibt: Rauchen, hoher Blutdruck,

Diabetes oder eine familiäre

Neigung sind solche. Mit etwas

Bewegung und der richtigen Ernährung

kann das Risiko zwar

nicht eliminiert, aber gemindert

werden. Und sicherlich ratsam

– nicht nur zur Vorbeugung von

Schlaganfällen.

tis

juli / august 2017 | 25


Die Abteilung Anästhesie und Intensivmedizin

Ein medizinischer Vierklang

Weilheim / Schongau | Knapp 4 000

Allgemeinnarkosen und Regionalanästhesien

werden pro Jahr im

Weilheimer Krankenhaus durchgeführt.

Ebenso viele in Schongau.

Verantwortlich für die Abteilung

Anästhesie und Intensivmedizin in

Weilheim ist Dr. Thomas Waldenmaier.

Vom Bodensee stammend

ist der Mediziner seit 2010 Chefarzt

in Weilheim. Sein Schongauer

Pendant ist Dr. Armin Kirschner,

der seit 2001 Chefarzt an der Klinik

in der Lechstadt ist. Im gemeinsamen

Interview verraten die beiden

Ärzte unter anderem, wie sich die

Medizin entwickelt hat und was

sie sich von der Zukunft wünschen.

Zudem betonen beide, wie

wichtig ihnen die Teamarbeit ist

und freuen sich besonderes über

den engen Kontakt zum Patienten

in Schongau und Weilheim.

In der Medizin hat sich in den vergangen

Jahren unglaublich viel

getan. Wie hat sich die Anästhesie

und Intensivmedizin entwickelt?

Dr. Thomas Waldenmaier: Im Bereich

der Anästhesie sind die ultraschallgesteuerten

Anlagen von

Kathetern zunehmend in Mode

gekommen. Zudem hat sich apparativ

viel entwickelt, Narkosegeräte

sind deutlich moderner geworden.

Wir können mittlerweile

differenziert beatmen, den Patienten

beispielsweise mitatmen

lassen.

Dr. Armin Kirschner: Auch ich

möchte gerne den Einsatz von Ultraschall

in der Beatmung, aber

auch in der Beurteilung der Lungen-

und Herzfunktion durch den

Sonderveröffentlichung der

Anästhesisten hervorheben. Hier

hat sich in den letzten drei, vier

Jahren gewaltig etwas getan. Man

kann zum Beispiel eine Lungenentzündung

sehr wohl im Ultraschall

diagnostizieren. Innerhalb

von Minuten bekommt man so

eine Aussage, die sonst nur über

eine CT oder Röntgen möglich

wäre. Ein Meilenstein in der Entwicklung,

den wir hier mit vollzogen

haben. Ein Ultraschallgerät ist

für mich ein Notfallgerät, weil ich

lebensbedrohliche Zustände sofort

erkennen kann.

Wie kann man sich die Struktur der

Abteilung Anästhesie und Intensivmedizin

vorstellen?

Waldenmaier: Ein Anästhesist ist

nicht nur ein Narkosearzt, sondern

verantwortlich für die perioperative

Medizin. Heißt: Vor der

OP, während der Narkose, aber

auch danach. Die Intensivmedizin

sichert die weitere Versorgung

nach großen operativen Eingriffen,

damit der Patient das Krankheitsbild

sicher übersteht. Das ist

der Hauptteil in der operativen

Intensivmedizin. Wir sind aber

auch prädestiniert für internistische

schwere Erkrankungen, weil

die Patienten Verfahren benötigen,

wie Beatmung, Intubation,

Luftröhrenschnitte, die wir in der

Anästhesie als Kernkompetenz

übernommen haben. Ähnlich wie

in der Notfallmedizin sind wir diejenigen,

die schwerstkranke Menschen

versorgen können, da wir

viel Erfahrung damit haben.

Kirschner: Wenn man so will, ist

es ein Vierklang: Anästhesie, Intensivmedizin,

Notfallmedizin und

Schmerztherapie. Das ist deshalb

so, weil es mit der Atmung zu tun

hat, schließlich stirbt man, wenn

man nicht atmet. Daher hat es sich

ab den 1940er, 1950er Jahren entwickelt,

dass Anästhesisten zudem

in der Intensivmedizin sehr viele

Funktionen übernehmen. Wir arbeiten

mit den internistischen Kollegen

zusammen, machen mehrmals

täglich gemeinsame Visite.

Gerade die Überschaubarkeit unserer

Häuser ermöglicht hier eine

vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Durch moderne Narkoseverfahren

in Kombination mit Regionalanästhesien

ist die Nebenwirkungsrate

weitgehend eliminiert. Dennoch

haben viele Menschen gerade vor

einer Vollnarkose Angst. Wie entgegnen

Sie diesen Bedenken?

Waldenmaier: Zunächst muss

man erkunden, warum der Patient

Angst hat. Es gibt durchaus Patienten,

die nach der Narkose über

stärkste Übelkeit klagen und dann

Auf der Weilheimer Intensivstation:

Dr. Thomas Waldenmaier (links)

und Dr. Armin Kirschner

bei Folgenarkosen Angst davor

haben. Da geh’ ich dann natürlich

darauf ein und versuche klar zu

machen, dass man dies mit allen

Mitteln zu vermeiden versucht.

Manche Menschen haben vor

dem Kontrollverlust Angst. Man

muss also vermitteln, dass man

als Narkosearzt die Kontrolle im

Sinne des Patienten übernimmt.

Und letztlich natürlich die Angst

nimmt, nicht mehr aus der Narkose

aufzuwachen. Ich entgegne

dann immer, dass es im Prinzip

weltweit keinen einzigen Patienten

gibt, der aus der Narkose nicht

mehr erwacht ist. Wenn, dann haben

die Folgen einer Komplikation

dazu geführt.

Sind die Bedenken durch den Informations-Überfluss

größer geworden?

Waldenmaier: Holt man sich vernünftig

Informationen ein, schadet

das nicht. Häufig werden aber

die negativen Sachen gelesen.

Seit dem Patientenrechtegesetz

von 2015 hat ein Patient nicht nur

das Recht, sondern wir haben

die Pflicht, sämtliche Risiken zu

erklären – auch zum juristischen

Selbstschutz. Das erschwert es

uns, weil auch nicht jeder Patient

alles wissen will. Zudem gibt es

den sogenannten Nocebo-Effekt.

Nocebo-Effekt?

Waldenmaier: Das heißt, dass wir

dem Patienten unter Umständen

schaden, in dem wir ihm alle potentiellen

Risiken mitteilen. Nicht

selten entwickeln sich dann genau

diese Komplikationen daraus.

Kirschner: Solch eine selbsterfüllende

Prophezeiung spielt eine

große Rolle. Im Gegensatz zum


Geballte Erfahrung in Sachen Anästhesie und Intensivmedizin:

Dr. Armin Kirschner (links), Chefarzt in Schongau mit seinem Weilheimer

Pendant Dr. Thomas Waldenmaier beim „tassilo“-Interview.

Placebo-Effekt, welcher zum Teil

30 bis 40 Prozent der Medikamentenwirkung

ausmacht, können

genauso mit einer nicht angemessenen

Wortwahl Ängste geschürt

werden. Leider wird das von der

Rechtssprechung etwas gefördert,

da man über jedes noch so kleine

Risiko aufklären muss.

Waldenmaier: Heutzutage lesen

die Leute Beipackzettel so genau,

dass sie sich die darin beschrieben

Nebenwirkungen häufig einreden

und dann die Symptome wie

Übelkeit, Juckreiz oder Allergien

auftreten.

Viele setzen eine Anästhesie mit einer

Vollnarkose gleich. Dabei kümmern

Sie sich auch im besonderen

Maße um postoperative Schmerztherapie.

Können Sie konkrete

Beispiele aus Ihrem Leistungsspektrum

nennen?

Kirschner: Es gibt beispielsweise

die Möglichkeit der Leitungsanästhesie.

Wir können Arme, Beine,

den Körper bis zur Brust hin durch

Nervenblockaden regional betäuben.

Oder auch eine gezielte Regionalanästhesie

wie etwa bei der

PDA setzen. So kann zum Beispiel

an der Halsschlagader mit örtlicher

Betäubung operiert werden,

wie es in Weilheim routinemäßig

durchgeführt wird.

Waldenmaier: Das einfachste Beispiel

ist sicherlich zur Geburt. Mit

einer Geburts-PDA kann man der

werdenden Mutter den Schmerz

komplett nehmen.

Kirschner: Der Einsatz der Periduralanästhesie

gerade im Bauch

oder Magenbereich ist genial.

Wenn Sie auf die Intensivstation

gehen, sieht man genau, wer eine

PDA und wer keine bekommen

hat, da solche OPs höllisch weh

tun. Früher wurden solche Patienten

ein, zwei Tage im Koma gehalten,

das muss man heute nicht

mehr. Gilt natürlich analog auch

für andere Themen.

Gibt es Beispiele für besondere Anwendungen,

die in Schongau und

Weilheim angeboten werden, und

über das Maß einer Regelversorgung

hinausgehen?

Waldenmaier: Die internistische

Versorgung, wie etwa beim

Herzkatheter, ist im Landkreis

Weilheim-Schongau sicher vergleichbar

mit einer Großstadt-

Versorgung, weil Patienten etwa

mit Herzinfarkt rund um die Uhr

sofort versorgt werden können

und hier sind wir auch beteiligt.

Noch dazu weiß man, dass

der interventionelle Herzkatheter

die beste Prognose für den Patienten

darstellt. Wir sind hier für

die Stabilisierung des Patienten

während des Eingriffs, aber auch

danach zuständig, weil der Patient

anschließend in der Regel auf die

Intensivstation kommt. In diesem

Bereich sind wir sicherlich auf allerhöchstem

Niveau. Wo wir uns

ein wenig spezialisiert haben, ist

die Adipositas-Chirurgie. Schwer

übergewichtige Patienten bekommen

– wenn eine psychologische

Voruntersuchung ergeben hat,

dass sie sonst nicht mehr abnehmen

können – eine magenverkleinernde

Operation. Das ist für uns

eine Herausforderung. Von der

Lagerung, aber auch wegen den

Kathetern, Kanülen und der PDA

ist es schwierig. Aber die Patienten

profitieren so gewaltig. Diese

Versorgung wie in Weilheim findet

man im Umkreis sonst selten. Wir

müssen uns in der Intensivmedizin

keinem Vergleich scheuen,

auch apparativ. Im Prinzip haben

wir das gleiche zu bieten wie ein

Schwerpunktkrankenhaus in München.

Ihre Meinung, Herr Dr. Kirschner?

Kirschner: Wir können in Weilheim

und Schongau in der Intensivmedizin

ein Niveau bieten wie

ein akademisches Lehrkrankenhaus,

was Weilheim ja auch ist. In

Schongau haben wir den Schwerpunkt

Lunge, Beatmungsmedizin –

auch Blutvergiftungen. Also die

Behandlung von Patienten in einem

septischen Schock, die wir

sehr häufig haben. Das ist Nummer

vier in der Statistik für Todesursachen,

und zudem noch ein

unterschätztes Krankheitsbild. Insbesondere

wenn der Blutdruck rapide

runter geht, ist die Sterblichkeit

bei über 50 Prozent. Die kann

man nur dadurch reduzieren, dass

man sehr schnell handelt. Hier

lassen sich Unterschiede in der

Überlebensrate im halbstündigen

Bereich nachweisen.

Sie sprechen die wohnortnahe Versorgung

an ...

Kirschner: ... diese halbe Stunde

ist man halt schnell unterwegs.

Von Schongau nach München

wäre es mindestens eine Stunde,

auch mit dem Hubschrauber. Wir

haben auch im Flächenlandkreis

Weilheim-Schongau die Verantwortung,

die Patienten zu versorgen,

bei denen das Überleben von

der Schnelligkeit der Behandlung

abhängt. Sicher der Herzinfarkt,

die Sepsis, aber auch der Schlaganfall.

Hier kann interdisziplinär

unglaublich viel gemacht werden,

vor allem in den ersten Stunden.

Da zählt jede Sekunde, ob ein Patient

hinterher halbseitig gelähmt

ist, rollstuhlpflichtig oder halt

noch laufen kann.

Derzeit stehen sowohl in Weilheim

als auch in Schongau jeweils 15

Intensiv-Betten. Was wäre der

Wunsch der Chefärzte?

Kirschner: Die Patienten werden

natürlich älter, dadurch auch

kränker und sollen immer kürzer

im Krankenhaus bleiben. Die Konzentration

lässt sich häufig nur in

Überwachungsbereichen wie der

Intensivstation stemmen. Viele,

die heutzutage im Krankenhaus

sind, sind so schwer krank, dass

sie eine Pflegeperson und auch

einen Arzt in unmittelbarer Nähe

brauchen. Daher wären mehr Intensiv-

und auch Überwachungsbetten

sicher wünschenswert,

weil wir einfach voll sind. Wenn es

sich so weiter entwickelt, müssten

die Zahlen sicher verdoppelt werden.

Wir versuchen es, da es sich

ja auch finanzieren muss. Ich kenne

aber auch Kliniken,

die bei rund 200

Betten 30 Intensivund

Überwachungsbetten

vorhalten. Es

ist also nicht völlig

unrealistisch.

Auf der Intensivstation

hat man engen Kontakt

mit Schwerstkranken.

Eine besondere

psychische Belastung.

Wie lenkt man sich ab?

Kirschner: Das ist natürlich

ein Problem,

weil wir tagtäglich mit schwerstem

Leid konfrontiert sind – auch

mit dem Sterben. Allerdings haben

wir über 30 Jahre Intensivmedizin

hinter uns, was wir emotional

sicher nicht überlebt hätten,

würden wir die Distanzierung

nicht hinbekommen. Wenn ich

die Klinik verlasse, versuche ich

wirklich, es gut sein zu lassen. Das

gelingt mir in der Zwischenzeit

meistens. Manchmal begleiten einen

aber auch Einzelfälle. Da benötigt

man Techniken. Sport zum

Beispiel oder andere Hobbys, wie

bei mir das Motorradfahren, Fahrradfahren,

auf den Berg gehen.

Waldenmaier: Ich spiele gerne

Fußball, das ist eine gute Ablenkung.

Es gibt natürlich auch andere

Leute in solchen Situationen.

Polizisten etwa, die auf der Straße

in einen Konflikt oder sogar in

eine Schießerei geraten. Die Routine

hilft. Gerade bei Kollegen in

der Ausbildung muss man schon

darauf achten. Wir machen nach

einem dramatischen Verlauf immer

eine Besprechung, damit

sich keiner Vorwürfe macht. Das

hilft vielen.

Kirschner: Das muss man auch

anbieten. Allerdings hilft das nicht

allen. Es gibt sogar welche, denen

das schadet, wenn die schlimme

Situation immer wieder durchgekaut

wird. Ich denke, auch Verdrängung

kann im individuellen

Fall ein wichtiger Prozess sein. tis

> > >KONTAKT

Klinik Weilheim

Anästhesie & Intensivmedizin

Telefon: 0881 / 188-8046

Telefax: 0881 / 188-681

E-Mail: c.danninger@kh-gmbh-ws.de

de

Klinik Schongau

Anästhesie & Intensivmedizin

Telefon: 08861 / 214-141

Telefax: 08861 / 215-142

E-Mail: sgallgemeinchirurgie@kh-gmbh-ws.de

juli / august 2017 | 27


Biathlet Matthias Bischl macht sich fit

Wir suchen dich!

Schinden für

die Spitze der Welt

ept entwickelt und produziert Steckverbinder, die sich in elektronischen

Bauteilen für Fahrzeuge, Steuerungstechnik und Telekommunikation befinden.

Für den Ausbildungsbeginn im September 2018 bieten wir engagierten

jungen Menschen folgende Ausbildungsplätze an:

Ausbildung in Peiting

Werkzeugmechaniker (m/w)

Industriekaufleute (m/w)

Fachkraft Lagerlogistik (m/w)

Oberflächenbeschichter (m/w)

Mechatroniker (m/w)

Verfahrensmechaniker für

Kunststoff- & Kautschuktechnik

(m/w)

Ausbildung in Buching

Obersöchering | Frisch verheiratet

und zurück aus dem wohlverdienten

Urlaub weht für Matthias

Bischl nun wieder ein anderer

Wind. Seit Anfang Mai bereitet

sich der 28-jährige Biathlet aus

Obersöchering auf die kommende

Wintersaison vor. Da Wintersportler

bekanntlich im Sommer „gemacht“

werden, ist Bischls Training

über die warme Jahreszeit

wesentlich intensiver als zwischen

den Wettkämpfen auf Schnee.

Zehn Einheiten pro Woche stehen

derzeit auf seinem Trainings-Programm.

Allein 25 Stunden gehen

für Ausdauertraining durch Radeln

und Laufen oder Skirollern

drauf. Hinzu kommen schweißtreibende

Kraft- und Schießübungen.

Eine schlimme Phase? „Eigentlich

überhaupt nicht“, sagt Bischl, der

zwar am allerliebsten mit dem

Rennrad unterwegs ist, aber auch

mit anderen Trainings-Methoden

keine Motivations-Probleme hat.

„Einzig die Skiroller-Einheiten im

Herbst, wenn das Wetter richtig

ungemütlich ist und man eigentlich

schon auf den Schnee will, das

mag ich nicht so gerne.“

Bischl,

der Spätstarter

Matthias Bischl feiert am 21. August

seinen bereits 29. Geburtstag,

gilt seit jeher als Spätstarter

in der Biathlon-Szene. Die große

Liebe zum Sport entdeckt er erst

mit 13 Jahren über die Söcheringer

Laufgruppe. Sein damaliger Trainer

nimmt ihn mal zum Langlaufen

nach Wallgau mit, wo er auch

gleich das Schießen ausprobieren

darf – da ist es um ihn geschehen.

Biathlon soll es fortan sein, nichts

anderes mehr. Sechs Mal die Woche

kutschiert ihn sein Vater zum

Training. Talent und Wille rechtfertigen

diesen riesen Aufwand.

Aber Bischl hat Pech, wird durch

Pfeiffersches Drüsenfieber lange

Zeit zurückgeworfen. Doch der

Obersöcheringer gibt nicht auf,

weil er weiß: „Wenn ich fit bin,

kann ich ganz vorne mitlaufen.“

Werkzeugmechaniker (m/w)

Mechatroniker (m/w)

Technischer

Produktdesigner (m/w)

Duales Studium in Peiting

Du möchtest Studium und Praxis verbinden?

Dann bewirb dich für ein Verbundstudium

Maschinenbau oder Wirtschaftsingenieurwesen.

Um sicher berücksichtigt zu werden,

sende bitte deine aussagefähigen Unterlagen

bis 31. August 2017 an untenstehende

Adresse:

ept GmbH

Personalabteilung

Heide Ramminger

Bergwerkstr. 50

86971 Peiting

Tel. 0 88 61-250 10

Fax 0 88 61-683 32

Personal@ept.de

www.ept.de

Langlaufen im Sommermodus:

Skirollern zählt zur gängisten Trainingsmethode

eines Biathleten in der warmen Jahreszeit.

28 | tassilo


iologisch wirksam durch Auszüge der

Ölessenzen von Zitrone, Lavendel und Eukalyptus

Zirbenholzbett



Die Belohnung dann viele Jahre

später, genaugenommen im vergangenen

Winter, als er mit Platz

16 im Sprint in Ruhpolding und

Rang 22 im Sprint in Oberhof seine

besten Weltcup-Ergebnisse erzielt.

In Björndalens

Windschatten

„Die vergangene Saison war nicht

nur meine erfolgreichste, sondern

auch eine sehr lehrreiche“,

sagt Bischl, der das gemeinsame

Laufen im Verfolger mit Biathlon-

Legende Ole Einar Björndalen nie

vergessen wird. „Zu sehen und zu

vergleichen, wie sich die besten

Athleten der Welt auf bestimmten

Streckenabschnitten verhalten, hat

mir unglaublich viel gebracht.“

Auf diese Erfahrungen baut Bischl

jetzt auf. Unter anderem mit

regelmäßigen Trainingsblöcken in

Oberhof. Alle ein bis zwei Monate

fährt er für je zwei bis drei Wochen

zur Thüringer Biathlon-Hochburg,

wo er das Sommertraining gemeinsam

mit den deutschen Topstars

Erik Lesser, Arnd Peiffer und

Benedikt Doll bestreitet. Kann er

mit den Besten des DSV-Teams

mithalten, ist er automatisch ein

Kandidat at

für

die Weltspitze. tz

e.

Warum

er nicht fest dort oben bleibt,

um sich jeden Tag mit den Stärksten

Deutschlands zu messen?

„Weil ich meine Heimat auf gar

keinen Fall komplett verlassen

würde“, sagt Bischl, dem es nirgends

so gut gefällt wie „hier an

den heimischen Bergen“.

Lebensmittelpunkt

verlagert

Biathlet Matthias Bischl kommt immer besser in Form

und möchte sich in der Saison 2017 / 2018 im Weltcup etablieren.

Mit Heimat meint Bischl übrigens

Wallgau, wohin er gemeinsam mit

seiner Ehefrau den Lebensmittelpunkt

verlagert hat, wo auch sein

Freundeskreis zuhause ist. „Natürlich

besuche ich meine Eltern

in Obersöchering, ohne die ich

das alles gar nicht machen könnte,

denen ich alles zu verdanken

habe.“ Er muss aber auch zugeben,

dass die Zeit für Papa- und

Mama-Besuche speziell im vergangenen

Jahr äußerst knapp war.

„Mittlerweile ist es auch eher so,

dass meine Eltern dann zu uns

nach Wallgau kommen.“ Sollte er

trotzdem ein paar Tage an seiner

Kindheitsstätte verbringen, darf

der Sport natürlich nicht zu kurz

kommen. Denn völlig gleich ob

Wallgau, Oberhof oder Obersöchering

– den Trainingsplan, der stets

mit seinem Trainer Bernhard Kröll

sowie Bundestrainer Mark Kirchner

abgestimmt ist, gilt es einzuhalten.

Radeln Richtung

Starnberger See

Ist Bischl tatsächlich in seiner alten

Heimat unterwegs, radelt er

entweder Richtung Starnberger

See oder läuft mit den Skirollern

von Söchering nach Eberfing. Und

schlägt sich hinterher ordentlich

den Magen voll? „Ich habe das

Glück, dass ich eher Gefahr laufe,

zu viel Gewicht zu verlieren.“

Heißt für ihn: Er darf nicht nur, er

muss sogar viel essen. „Natürlich

nicht jeden Tag mit Fast-Food von

McDonalds, das mir ohnehin nicht

mehr schmeckt.“ Aber großartig

auf die Ernährung achten, sich

an einen Ernährungsplan halten,

müsse er nicht. Wichtig sind ihm

Kohlenhydrate aus zum Beispiel

Nudeln oder Reis mit Fleisch

oder Fisch. Wobei er sich auch

mal ein leckeres Stück Kuchen vor

dem Nachmittagstraining gönnt.

„Wichtig ist, dass ich meinen Energiehaushalt

wieder ausreichend

auffülle.“ Um letztlich jede Woche

zehn schweißtreibende Einheiten

über insgesamt 25 Stunden auf

höchstem Niveau durchzustehen –

Schieß- und Krafttraining ausgenommen.

js

juli / august 2017 | 29

Das sagen die unabhängigen Therapeuten

und Rückenexper-ten des

IGR über das biologische Schlafsystem

von ProNatura:

Das biologische Schlafsystem

von ProNatura


fähigkeit für den Rücken










86956 Schongau

Weinstraße 3–5

Tel. 08861-2695

www.pronatura-voelk.de


Dr. Clemens v. Doderer im Süden Afrikas

Oberhauser kämpft für

ein besseres Namibia

Oberhausen | Er spricht fließend

Boarisch, Hochdeutsch, Englisch

und Afrikaans, er kann auch ein

wenig Italienisch und Französisch.

Seine Doktorarbeit schrieb

er an der Universität Stellenbosch

bei Kapstadt zum Thema

„Bestimmung des nachhaltigsten

Bioenergiesystems im Westkap,

Südafrika“. Und seit Juli 2016 ist

er Büroleiter der Hanns-Seidel-

Stiftung in Namibia, 2,2 Millionen

Einwohner, zweittrockenstes Land

der Erde, sehr viel Armut und Arbeitslosigkeit

sowie jede Menge

Korruption. „Es gibt viel zu tun“,

sagt Dr. Clemens v. Doderer, 36,

ein waschechter Oberhauser, der

seine Zeit beim örtlichen Trachtenund

Schützenverein bis heute nicht

vergessen hat, obwohl sein Lebensmittelpunkt

längst auf der anderen

Seite des Globusses liegt –

in Windhuk, der Hauptstadt Namibias.

„Wo ich mich mittlerweile

fast genauso wohl fühle wie

zuhause in Oberbayern.“ Und wo

er in einem lokalen Team wichtige

Entwicklungshilfe leistet.

Die Infrastruktur in seiner neuen

Heimatstadt sei wie in den anderen

Städten Namibias erstaunlich

gut. Es gibt viele Schulen, die Verfassung

des Landes ist eine der

modernsten und innovativsten des

gesamten Kontinents. Trotzdem

sind einige politische Probleme

nicht zu übersehen, weil die konkrete

Umsetzung der seit 1990

eingeführten Demokratie nicht

einfach ist. Weite Teile der Bevölkerung

hinken bei der Entwicklung

hinterher. Das betrifft vor allem

die Landbevölkerung abseits der

Metropol-Regionen. Menschen,

die weder lesen noch schreiben

können und keinen Schulabschluss

haben, haben es weiterhin sehr

schwer und verdienen bestenfalls

zehn Euro am Tag. Deshalb richtet

Dr. Clemens v. Doderer sein

Hauptaugenmerk auf die ländlicheren

Gegenden, wo er im Auftrag

der Hanns-Seidel-Stiftung

und in Kooperation mit anderen

Entwicklungs-Organisationen Bildung,

Umweltschutz, regenerative

Energien und demokratiegerechte

Politik vorantreiben möchte.

Mauer, Elektrozaun

und Wachdienst

Wer noch nie davon gehört hat:

Die Hanns-Seidel-Stiftung mit

Hauptsitz in München ist eine politische

Stiftung, die sich landesintern

hauptsächlich auf politische

Bildung konzentriert, darüber hinaus

weltweit in 60 Büros mit mehr

als 100 Projekten aktiv ist. Immer

unter dem Motto „Im Dienst von

Demokratie, Frieden und Entwicklung“.

Finanziert wird diese Arbeit

vor allem mit deutschen Steuergeldern.

Die Schwerpunkt-Arbeiten

der Hanns-Seidel-Stiftung liegen

auf politischer Bildung, Beratung

und Analyse, der Förderung von

Wissenschaft, Demokratie und

Rechtsstaatlichkeit. Stets im Vordergrund

des Handelns stehen die

Eröffnung des

Namibischen Parlamentes 2017

christlich-sozialen Werte, wie sie

in den Statuten der CSU seit Jahrzehnten

fest verankert sind.

Als Büroleiter der Hanns-Seidel-

Stiftung in Namibia ist Dr. Clemens

v. Doderer derzeit Chef von acht

Mitarbeitern, die allesamt aus einem

der insgesamt elf Stämme

Namibias stammen. „Das ist uns

sehr wichtig“, sagt v. Doderer,

denn „ohne die Einbindung der

lokalen Bevölkerung und deren

Unterstützung, können die Projekte

nicht erfolgreich umgesetzt

werden“. Das sogenannte „Haus

der Demokratie“ in dem die

Hanns-Seidel-Stiftung in Windhuk

sitzt, ist Ausgangspunkt diverser

Projekte, Beratungen und Infoveranstaltungen

und zugleich

v. Doderers Arbeitsplatz. Ein für

afrikanische Verhältnisse top ausgestatteter

Ort zum Arbeiten, der

mit Mauer, Elektrozaun und Wachdienst

vor möglichen Einbrechern

geschützt wird. „Wobei man ehrlicherweise

sagen muss, dass bis

auf wenige Kleinigkeiten noch

nichts Schlimmes vorgefallen ist.“

Vorausgesetzt, man hält sich zum

eigenen Schutz an gewisse Regeln.

Heiß und trocken,

aber wunderschön

Nachts um drei Uhr zu Fuß von

der Kneipe heimlaufen sei zu gefährlich.

„Man muss immer alles

mit dem Auto machen“, sagt v.

Doderer. Das Tor zu seiner Wohnung,

ebenfalls mit Mauer, Elektrozaun

und sogar Gitterstäben

an den Fenstern geschützt, „darf

man natürlich nie offen lassen“.

Ansonsten aber spricht v. Doderer

durchwegs von einem interessanten

Leben mit viel Gestaltungsspielraum

und einer atemberaubenden

Landschaft. Immerhin ist

30 | tassilo


Namibia nach der Mongolei das

am dünnsten besiedelte Land der

Erde, allein deshalb ein Indikator

für schier unendliche Freiheit in

wilder Natur. Außerdem gehört

Windhuk mit 1 721 Metern Meereshöhe

zu den höchstgelegenen

Hauptstädten der Welt. Von dort

bis zum Meer gibt es unzählige

Berge und Hügel, die sich ideal

zum Wandern und Moutainbiken

eignen. „Ähnlich wie bei uns“,

sagt v. Doderer. Nur wesentlich

heißer und trockener.

Die Wasser-Ressourcen sind derart

knapp, dass von Seiten der

Regierung das Bewässern vom

eigenen Garten schon seit einigen

Jahren verboten ist. Wer es trotzdem

wagt, muss bis zu 170 Euro

Strafe zahlen. Wer öfter erwischt

wird, muss auch mit einer Gefängnisstrafe

rechnen. Gerade in Windhuk

verschärft sich die Problematik

immer mehr. 1971 hat die Stadt

50 000 Einwohner gehabt, heute

sind es mehr als 330 000. Kaum

ein Windhuker, den diese Frage

nicht täglich beschäftigt. Trotzdem

sieht v. Doderer auch Chancen für

weiteres Wachstum. Man müsse

nur wirtschaftlicher, nachhaltiger

und vor allem überlegter damit

umgehen. Beispiel: Vor einigen

Jahren wurde eine Wasserleitung

von einem Fluss direkt in ein Dorf

gelegt, damit die Frauen nicht

jeden Tag ihren stundenlangen

Fußmarsch mit schwerem Krug

auf dem Kopf zurücklegen müssen.

„Die Frauen sind trotzdem

gegangen, obwohl sie das Wasser

im Dorf abzapfen hätten können“,

erzählt v. Doderer, der sich natürlich

effektiveren Umgang mit solch

knappen Ressourcen wünscht,

aber auch klar betont, „dass das

nur unter Berücksichtigung sozialer

Werte geht“. Die Frauen seien

nur deshalb den weiten Weg

trotzdem gegangen, weil es für

sie nicht nur harte Arbeit, sondern

auch den alltäglichen Austausch

von Neuigkeiten bedeutet, auf den

sich alle freuen.

Dr. Clemens v. Doderer leistet wertvolle Bildunsgarbeit i in Namibia.

Entwicklung hat eben viel mit Lebenseinstellung,

mit Tradition und

Kultur zu tun. Dass die Menschen

in Namibia ganz anders denken

und funktionieren als ein in Oberhausen

aufgewachsener, bestens

gebildeter Deutscher wie Clemens

v. Doderer – völlig normal.

Lieber „Posen“

als Kochen?

Anderes Beispiel: Ein nicht unerheblicher

Teil der namibischen

Landbevölkerung lebt ohne Strom.

Als im Rahmen eines Hilfsprojekts

einige Bewohner Solar-Strom mit

Speichermöglichkeit bekommen

haben, brach in kürzester Zeit

das komplette Netz zusammen.

Warum? Weil sich einige Bürger

wattstarke Musikanlagen zum

Party-Machen gekauft und damit

das lokale Netz überlastet haben.

Entwicklungshelfer wie Clemens v.

Doderer versuchen in solchen Fällen

Bewusstsein zu schaffen, den

Strom erst mal für Licht und zum

Kochen zu benutzen, nicht gleich

zum „Posen“ in Form einer „fetten“

Sound-Anlage – zumindest so

lange, bis der Zugriff auf Strom für

jeden Bürger Namibias zur Selbstverständlichkeit

wird. Alles andere

als selbstverständlich betrachtet

Clemens v. Doderer seine verantwortungsvolle

Aufgabe als Büroleiter

der Hanns-Seidel-Stiftung in

Namibia, zu der auch immer wieder

Treffen mit hochrangingen Politikern

und Diplomaten aus Namibia

und anderen afrikanischen Staaten,

aber auch aus Bayern, Deutschland,

und der EU gehören. „Für

mich ist es ein großes Glück, ein

Privileg, diese Tätigkeit ausüben

zu dürfen“, sagt er. Als Clemens v.

Doderer Ende Mai mal wieder Zeit

gefunden hatte, den elterlichen Hof

in Thalhausen (bei Oberhausen) zu

besuchen, war es wie immer: Er

hat den Rasen gemäht, Sträucher

zurückgeschnitten, seine Freunde

getroffen und sich gefreut, wieder

einmal daheim zu sein.

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Tassiloland | Die Niedrigzinsphase

wird voraussichtlich noch viele

Jahre andauern. „Deutschland

könnte sich zwar drei, vier Prozent

leisten, aber nicht Europa. Hebt

die Europäische Zentralbank den

Zins wieder an, könnte das bei

einigen Ländern zu Problemen

führen“, sagt Finanzanlagenfachmann

Hartmut Fischer. Seit 1982

ist der gebürtige Gummersbacher

als selbständiger und unabhängiger

Anlagenberater in der Finanzbranche

tätig. Vor sechs Jahren hat

er in der Peitinger Bahnhofstraße

sein Büro eingerichtet. Sein Spezialgebiet:

Investmentfonds. Ein kritisches

Thema, da Fonds-Geschäfte

nur mit dem nötigen Fachwissen

oder vom Fachmann getätigt werden

sollten. Andererseits sind

Fonds speziell in dieser Niedrigzinsphase

die wohl einzige Chance,

Geld spürbar zu vermehren.

Alles in

einen Topf

Für alle, die sich noch nie mit

diesem Thema auseinandergesetzt

haben: Ein Investmentfonds

entsteht, indem das Geld aller

Anleger in einem Topf gesammelt

wird. „Kleinere Fonds haben ein

Vermögen von 20 bis 30 Millionen,

große um die 30 Milliarden“,

sagt Fischer. Aufbewahrt wird die

Summe auf dem Konto einer Depotbank.

Diese Bank verwaltet

das Geld, darf damit allerdings

nicht wirtschaften. Was nun mit

der im Topf gesammelten Summe

passiert, hängt letztlich von der

Ausrichtung der jeweiligen Fond-

beziehungsweise Investmentgesellschaft

ab. Hartmut Fischer, der

über seine Vermögensplanung

namens „PREMIUS“ alle Arten

anbietet, richtet sich dabei jedoch

ausschließlich nach der Vorstellung

seines jeweiligen Kunden.

Von Piano

bis Mezzoforte

Generell sollte nur das Kapital in

Fonds investiert werden, das man

mittel- bzw. längerfristig anlegen

möchte und das nicht permanent

liquide vorhanden sein soll, wie

es Hartmut Fischer erklärt. Er

habe schon die kuriosesten Fälle

mitbekommen, unter anderem,

dass Leute bei der Bank Kredite

aufgenommen haben, um in Anlageprojekte

zu investieren. „Das

geht natürlich gar nicht“, sagt der

Experte, der seinen Kunden drei

verschiedene Investmentdepots

anbietet und sie je nach Risiko als

Piano, Mezzoforte oder Fortissimo

bezeichnet. Sein Piano-Paket

besteht aus max. 30 Prozent Aktienfonds,

sein Mezzoforte-Paket

aus max. 70 Prozent Aktienfonds

und sein Fortissimo-Paket kann

bis zu 100 Prozent in Aktienfonds

investieren.

Schwankungen gehören

dazu, Risikostreuung hilft

Das Geheimnis in Sachen Risikominimierung

heißt Risikostreuung.

Demnach sollte ein Fonds,

um beim Beispiel Aktienfonds

zu bleiben, aus sehr vielen Aktien

von vielen verschiedenen Unternehmen

aus allen möglichen

Branchen weltweit bestehen.

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Experte in Sachen Investmentfonds: Hartmut Fischer verfolgt die Kursentwicklung

weltweiter „Geldtöpfe“.

Jetzt Beratungstermin vereinbaren.

Hintergrund: Läuft ein an der

Börse notiertes Unternehmen

schlecht, kann der damit verbundene

Wertverlust durch den

Boom eines anderen Unternehmens

kompensiert werden. Damit

eng verbunden sind ständige

Schwankungen. „Es gibt Tage, da

sind alle Fonds im Minus“, sagt

Fischer, der dann seinen Kunden

klar macht, „dass Schwankungen

im Fonds-Geschäft ganz normal

sind“. Hartmut Fischer betreut

die von ihm gemanagten Investmentdepots

aktiv. Sollte sich ein

Fonds oder eine Region über einen

längeren Zeitraum negativ

entwickeln, gilt es, diese Position

zu verkaufen und durch eine neue

zu ersetzen.

„Früher hat es geheißen: Kaufen,

liegen lassen und genießen.“

Diese Zeit sei wegen der ungeheuren

Schnelllebigkeit vorbei.

Umso besser, dass der Kunde seine

Fondsentwicklung per Online-

Banking auch selbst rund um die

Uhr kontrollieren kann. Auch das

macht Hartmut Fischer in aller

Regelmäßigkeit. Er ist selbst leidenschaftlicher

Fonds-Investor

der Kategorie Mezzoforte. Seine

jüngste Anlage startete er im

November 2016, die Stand Mitte

Mai bereits um neun Prozent gestiegen

ist.

Und seiner Überzeugung nach

wird dies auch weiterhin ansteigen,

weil er bei 19 Fonds, die

3 000 Anteile von weltweit vertretenden

Unternehmen aus allen

Branchen beinhalten, eine für ihn

beruhigend hohe Risikostreuung

hat.

Maximaler

Verlust

Risikostreuung hin oder her. Im

allerschlimmsten Fall kann der

Kunde tatsächlich seinen kompletten

Einsatz verlieren – oder

sogar noch mehr? „Bei mir definitiv

nicht“, sagt Fischer, der

ausschließlich offene Investmentfonds

ohne verbindliche

Vertragslaufzeiten anbietet. Wer

also 10 000 Euro oder mehr auf

der hohen Kante hat, und trotz

Niedrigzinspolitik sein Geld vermehren

möchte, sollte sich bei

einem unabhängigen Anlagenberater

wie Hartmut Fischer einen

umfangreichen Überblick über

das reizvolle Geschäft mit Investmentfonds

verschaffen.

js










juli / august 2017 | 33


Vielseitiges Handwerk in Raisting

Handgemachtes Geschirr

aus der Keramik-Backstube

Raisting | Geschirr muss nicht nur

praktisch sein und gut aussehen,

es sollte sich auch gut anfühlen.

Etwa so wie bei Claus Salat, der

vor zwei Jahren die alte Metzgerei

im Raistinger Kirchenweg in eine

Manufaktur für Steinzeug und

Porzellan und Keramik umgewandelt

hat. Unter dem Namen „Am

See Keramik“ zaubert er die breite

Palette des Geschirrs in sein Verkaufsregal.

Er fertigt Türschilder,

Hausnummern, Kräuterkästchen

und Ofenkacheln. Das Besondere

an seiner Arbeit: Alles ist handgemacht,

hat somit einen ganz

eigenen Stil.

Claus Salat, 62, Unternehmersohn,

zugereist aus Dinkelsbühl in

Mittelfranken, ist gelernter Holzund

Kunststofftechniker. Sein

Vater führte ein Holzwerk, seine

Mutter eine Kachelofenfabrik.

Und auch die Eltern seiner Eltern

waren handwerklich begabt. Die

Handwerkskunst in seiner Familie

reicht sogar 400 Jahre zurück.

Doch weil seine Schwester an einen

Wirtschaftskriminellen geriet,

der Familienbetrieb auseinanderbrach,

wollte Claus Salat nur noch

weg von zuhause. Den Neuanfang

startete er mit seiner Lebensgefährtin

im 2 300-Seelen-Dorf Raisting,

wo er nun zwölf Stunden am

Tag seiner Leidenschaft nachgeht:

dem Drehen, Gießen und Formen

von Steinzeug und Porzellan.

Farbenlabor für die

perfekte Glasur

Die gefliesten Wände und Böden

in den Räumlichkeiten hinter dem

Verkaufsraum erinnern noch stark

an die ehemalige Metzgerei. Ansonsten

ist alles professionell einund

ausgerichtet für hochwertige

Keramikarbeiten. In der großen

Werkstätte stehen verschiedene

Brennöfen, Drehscheiben sowie

Vorrichtungen zum Gießen und

Formen. In zwei kleineren Nebenräumen

versteckt sich eine

weitere Besonderheit, die Claus

Salats Arbeit von vielen anderen

Töpfereien der Region abhebt:

Das eigenhändige Herstellen und

Mischen verschiedenster Glasuren,

die auf Teller, Tasse und Vase

durch Beschütten, Spritzen, „Aufschwammeln“

und Malen aufgetragen

werden. Im ersten Raum

werden die Farbrohstoffe zu feinem

Pulver gemahlen. Im Labor

nebenan wird das rote, gelbe und

blaue Pulver – es gibt noch viel

mehr – in kleinen Boxen gelagert.

Und je nach Auftrag oder Lust am

Tüfteln zusammengemischt zu

einem warmherzig freundlichen

Gesamtergebnis. Als Ofenkacheln-

und Fliesenhersteller arbeitete

Claus Salat viele Jahre mit

größeren Bauteilen. Das hat sich

nicht nur durch die Mischung der

feinen Farbkörper geändert. „Seit

ich hier in Raisting bin, befindet

sich meine Arbeit im Wandel“,

sagt er. Die Gegenstände, die er

kreiert, sind kleiner, feiner, empfindlicher.

Aber bei weitem nicht

so zerbrechlich, wie die meisten

seiner Kunden denken. Fast alle,

die in seinen Laden kommen,

trauen sich nicht, die Ware anzufassen.

„Dabei ist gerade das

ein absolutes Muss“, sagt Claus

Salat, der felsenfest davon überzeugt

ist: „Fühlt sich das Geschirr

gut an, isst man auch gleich viel

lieber daraus.“ Außerdem sind

seine Produkte allesamt spülmaschinenfest,

halten allein deshalb

schon Einiges aus.

Ein beschwingtes

Gefühl

Beim Griff nach einer mittelgroßen

Keramik-Müsli-Schüssel, die

im linken Regal des Verkaufsraums

ausgestellt ist, spürt man

sofort, was Claus Salat mit dieser

Bitte-Anfassen-Aussage meint.

Die Leichtigkeit, die Oberflächenbeschaffenheit,

die dünnen

Seitenwände, der etwas dickere

Boden – das alles löst ein beschwingtes

Gefühl aus. Und die

Vorstellung, frisch aufgeschnittenes

Obst mit Haferflocken und

kühler Milch in diese Schale

zu geben, damit in den

Tag zu starten, es

ist ein ange-

34 | tassilo


Handgemachtes erfordert viel Fingerspitzengefühl.

nehmes Gefühl. Dazu trägt auch

die Optik bei. Neben den selbstkreierten

Farben wirkt bereits die

Grundfarbe der Keramik-Ware von

Claus Salat wesentlich freundlicher

als das klassisch glänzende

Weiß diverser Supermarkt-Schüsseln.

Das hat logischerweise seinen

Preis.

Künstlischeres und

handwerkliches Talent

„Mit Ikea-Preisen kann ich natürlich

nicht mithalten“, sagt Claus

Salat. Will er auch nicht. Die Leute,

die bei ihm einkaufen, schätzen

seine Arbeit. Und geben gerne

auch etwas mehr Geld dafür aus.

Espresso-Tässchen gibt es für fünf

Euro. Sogenannte Shots, die als

kleine Vase oder Stamperl-Glas

taugen, für sieben Euro. Eine größere

Vase, die auch als Windlicht

dient, für 15 Euro. Teller um die

18 Euro. Es gibt aber auch Werke

unter den gut 120 Accessoires,

die mehrere hundert Euro kosten.

Fakt ist: Die Handarbeit von Claus

Salat ist keine alltägliche, hat zurecht

ihren Preis – und erfordert

besonderes künstlerisches und

handwerkliches Talent.

Kreativität, Liebe zur Natur und

deren Rohstoffe, ruhige Hände,

Fingerfertigkeit, Auge fürs Detail,

Geduld, ständige Lust am Tüfteln:

Die Liste der Eigenschaften,

die Claus Salat für seine Arbeit

braucht, ist lang. Dazu gehört

auch das Wegstecken von Enttäuschungen.

Neulich ging ihm eine

große Platte zu Bruch, die als Beschilderung

einer Ferienwohnung

dienen sollte. Schaden: 400 Euro.

Der Kunde weiß bereits Bescheid,

hat das Malheur menschlich zur

Kenntnis genommen und freut

sich schon auf die neue Tafel. Weil

er weiß, dass die Werke von Claus

Salat nicht nur praktisch sind und

gut aussehen. Sie fühlen sich auch

gut an.

js

Geschirr sollte sich gut anfühlen:

Claus Salat von „Am See Keramik“

in seiner Raistinger Werkstätte.

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So verhalten Sie sich richtig

Wildunfälle –

eine tödliche Gefahr

Sauber

g’spart!

Tassiloland | Nahezu täglich passiert

um Weilheim und die Seen

ein Wildunfall. 303 hat die Polizeiinspektion

Weilheim 2016 allein

in ihrem Zuständigkeitsbereich

registriert. Die größte Gefahr lauert

auf abgelegenen Straßen, die

durch Wälder und Wiesen führen.

Speziell zur Dämmerung am frühen

Morgen oder Abend ziehen

Rehe, Wildschweine oder Füchse

über den Asphalt. Noch häufiger

im Zuge der Brunftzeit. An besonders

kritischen Stellen warnen

Verkehrsschilder mit der Aufschrift

„Wildwechsel“ die Autofahrer zu

erhöhter Vorsicht. „Passieren können

Wildunfälle aber zu jeder Tageszeit

und logischerweise auch

außerhalb der markierten Bereiche“,

sagt Harald Bauer, Leiter

der Polizeiinspektion Weilheim.

Angenommen, es ist zu einem

Wildunfall gekommen, sollte der

Verursacher Ruhe bewahren und

sich korrekt verhalten. Schritt eins:

Die Unfallstelle absichern, also

Warnblinkanlage schalten, Warnweste

anziehen und Warndreieck

am Straßenrand platzieren. Schritt

zwei: Sich nach dem Tier erkundigen,

herausfinden, in welchem

Zustand es sich befindet. Schritt

drei: Die Polizei informieren. „Das

ist zwar nicht immer Pflicht, kann

ich den Bürgern aber nur raten“,

sagt Bauer. Offiziell meldepflichtig

sind ausschließlich Kollisionen mit

sogenanntem Schalenwild, zu dem

Rot- und Schwarzwild wie Rehe

oder Wildschweine gehören. Unfälle

mit kleineren Tieren, zum Beispiel

Füchsen, müssen laut Gesetzt

nicht bei der Polizei angegeben

werden – können aber trotzdem

einen erheblichen Schaden am

Auto verursachen. Heißt: Allein aus

versicherungstechnischen Gründen

sollten die Beamten verständigt

werden, die den Fall registrieren,

Beweismaterial ermitteln und eine

Bescheinigung für die Versicherung

des Geschädigten ausstellen.

Wer kümmert sich

um das tote Tier?

Die unangenehmste Aufgabe bei

Wildunfällen ist sicherlich das Erkunden

nach dem angefahrenen

Tier. Bereits beim Verständigen der

Polizei sollte der Unfallverursacher

wissen, ob das Tier tot, leicht oder

schwer verletzt ist. Sollte letzteres

der Fall sein, wird das Tier durch

einen Gnadenschuss von seinem

Leiden erlöst. Den setzt in der Regel

ein Polizist. Manchmal werden

aber auch Jäger dazu gerufen, um

den Qualen des Tieres ein Ende zu

setzen. Nun muss das Tier von der

Straße geschafft werden – auch

keine leichte Aufgabe. Tiere, die

unmittelbar nach dem Zusammenprall

zu Tode kommen, sollten im

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Wildschweine werden

immer öfter Opfer von Verkehrsunfällen.

Optimalfall vom Unfallverursacher

selbst an den Straßenrand getragen

werden. Wer dazu nicht in der

Lage ist, wartet auf Polizei oder Jäger.

Letzterer ist übrigens nicht in

der Pflicht, sich um Wildunfälle zu

kümmern. „Die Jäger leisten hier

wertvollen Freiwilligendienst“,

sagt Bauer. Und zwar ohne wirtschaftlichen

Hintergedanken. Denn

das Fleisch eines vom Auto, Lkw

oder Motorrad erfassten Rehs kann

aufgrund Verletzungen, Liegezeit

oder starkem Adrenalin-Ausstoß

in den seltensten Fällen noch zum

Kochen verwendet werden. Für die

endgültige Entsorgung der toten

Wildtiere ist – je nach Straße –

Bauhof oder Straßenmeisterei zuständig,

wobei auch hier die Jäger

regelmäßig einspringen und die

Kadaver zu den entsprechenden

Containern fahren.

Selbstentsorgung ist

Jagdwilderei

Der Unfallverursacher selbst darf

das totgefahrene Tier übrigens

nicht entsorgen. „Das wäre Jagdwilderei“,

erklärt Bauer. Und die

ist bekanntlich strafbar. Strafbar

kann man sich auch machen, wenn

man ein angefahrenes Schalentier

liegen lässt und nicht die Polizei

informiert. „Weil durch das auf der

Straße liegende Tier eine Folge-

Gefahr gegeben ist.“ Und die kann

verheerende Auswirkungen haben.

2011 zum Beispiel sind zwei junge

Menschen auf der B2 bei Egling

ums Leben gekommen, weil sie

einem zuvor angefahrenen

Dachs ausgewichen und

dabei gegen einen Baum

gekracht sind. Diese Gefahr des

unkontrollierten Ausweichens

herrscht auch beim Wildwechsel.

Sobald Reh, Fuchs, Wildschwein

oder Dachs am Straßenrand oder

auf der Fahrbahn zu erkennen

sind, sollte der Autofahrer sofort

bremsen, abblenden und hupen,

um die Tiere zu verscheuchen. Falls

Reaktionszeit und Bremsweg unzureichend

sind, ein Zusammenprall

nicht zu verhindern ist, gilt es

den Lenker in beide Hände zu nehmen,

die Fahrspur zu halten, weil

auch hier ein mögliches Ausweichmanöver

wesentlich gefährlicher

sein könnte als eine Kollision mit

dem Wildtier.

Das Absichern der Unfallstelle,

Rufen der Polizei und Erkundigen

nach dem Tier sollte übrigens

auch beim Erwischen einer Katze

eingehalten werden. Zwar gilt in

diesem Falle wie beim Fuchs keine

Meldepflicht. Aber allein aus Tierschutzgründen

lohnt es sich, solch

unschöne Vorfälle ordnungsgemäß

zu lösen. Bei leichteren Verletzungen

holt die Polizei, sofern es

sinnvoll erscheint, einen Tierarzt

dazu, der das eine oder andere

Haustier durchaus wieder gesund

zu pflegen weiß – und damit den

Besitzern jede Menge Herzschmerz

erspart.

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60 Jahre Laberbergbahn in Oberammergau

Nostalgisch

wird’s bleiben

Oberammergau | Es ist das Jahr

1944. Ein Blitz schlägt in die Starnberger

Hütte ein, die bis dato auf

dem Laber in Oberammergau

stand. Die Hütte brennt komplett

aus. Bis in die 1950er-Jahre bleibt

der Berg kahl. Dann beschließen

Oberammergauer Bürger und

Hoteliers, dass eine Seilbahn her

müsse, da das gut für den Tourismus

sei. „Zur Auswahl standen

damals der Zahn und der Laber“,

erklärt Laberbergbahn-Geschäftsführer

Andreas Weber. Die Entscheidung

fällt auf den Laber und

nach der Gründung der Laber Seilbahn

Genossenschaft 1953 beginnt

man auch schon zwei Jahre später

mit dem Bau der Bahn auf den

Hausberg der Oberammergauer.

Ein straffer Zeitplan liegt vor den

Arbeitern, denn im Februar 1957

muss sie fertig sein: Da sind die

alpinen Studenten-Weltmeisterschaften

am Laber geplant.

Grundlegend kein Problem. Aber

in genau diesen zwei Jahren Bauzeit

wird eine Seilbahnvorschrift

mit Normen erlassen. Und: Da

muss auch die Laberbergbahn

„reinpassen“.

Der Plan ist eine vollautomatische

Anlage am Laber: Der Gast kommt,

schmeißt Geld ein, die Kabine erkennt,

dass ein Gast da ist, öffnet

die Tür und ab geht es auf den

Berg. Die neu geschaffenen Seilbahnnorm

sieht das allerdings

anders. „Man hat je einen Kabinenbegleiter

gebraucht, an der

Talstation war ein Mann nötig sowie

ein Mann an der Bergstation

plus einem Betriebsleiter“, verrät

Bergstation und Alm sind im Aufbau.

Andreas Weber. Außerdem darf die

Bahn nicht so schnell fahren, wie

es anfangs geplant ist. Man will mit

den vier Kabinen 240 Personen pro

Stunde auf den Laber befördern,

die Norm erlaubt jedoch nur eine

Fahrtgeschwindigkeit, die für 120

Personen pro Stunde ausreicht.

Das alles führt zu derart hohen

Kosten, dass die Laberbergbahn

bereits 1960 pleite geht.

Kloster Ettal

als Retter

Man gründet eine Auffanggesellschaft

die Laberbergbahn GmbH

& Co. KG – diese Rechtsform hat

der Betrieb heute noch. Auf der

Suche nach Investoren meldet sich

das Kloster Ettal, das den touristischen

Wert der Bahn erkennt und

erhalten möchte. Im Zuge dessen

wird ein Zehn-Jahres-Plan aufgestellt,

um die neu geschaffene

Norm einzuhalten und die Bahn

kostendeckend oder sogar gewinnbringend

zu betreiben. „Und

seit dem läuft sie“, lächelt der

Betriebsleiter. Die Laberbergbahn

ist heute die letzte noch verkehrende

Großkabinen-Zweiseil-Umlaufbahn

der Welt. Nostalgie pur

möchte man sagen, denn auch

wenn die Fahrtgeschwindigkeit

seit einigen Jahren erhöht ist, ist

eine Fahrt mit der Bahn immer

noch etwas Gemütliches. Hier hat

man keine Hektik, sondern möchte

eben diese hinter sich lassen.

Die Fahrt auf den Laber oder herunter

dauert rund zehn Minuten,

38 | tassilo


Die Talstation in Oberammergau – damals.

inklusive einem betriebsbedingten

Stopp auf halber Strecke. Denn

während zwei Gondeln sich in der

Mitte treffen, steigen oben und

unten Fahrgäste in die anderen

zwei Kabinen ein. Und bereits auf

der Hälfte hat man einen herrlichen

Blick über Oberammergau

und das Ammertal.

Langer Donnerstag

und Bergfest

Ob mit oder ohne Bahn, der Laber

in Oberammergau ist immer einen

Besuch wert. Oben bietet die

Sonnenterrasse der Berggaststätte

Platz für 150 Gäste und einen Weitblick

über das Ammergauer Tal auf

der einen Seite und weit ins Blaue

Land hinein auf der anderen. Gut

zu erkennen sind der Staffel- und

der Riegsee. Außerdem bietet

sich eine Fernsicht über Estergebirge,

Karwendel, Wetterstein bis

zum Wilden Kaiser. Wer möchte,

kann den Laber natürlich mit einer

Wanderung erklimmen, sie

beginnt direkt bei der Bergbahn

und gehört mit Sicherheit zu den

schönsten im Ammergebirge.

Dabei

kann der Wanderer

zwischen vielen

Aufstiegsmöglichkeiten

wählen.

Über die Forststraße

und später über

den Soila-See ist

sehr zu empfehlen,

hier bietet sich ein

malerisches Naturspektakel,

das man

sonst nirgendwo

erlebt. Nach rund

zwei bis zweieinhalb

Stunden hat

man den Gipfel erreicht

und kann sich

ein kühles Getränk

oder Kaffee und

Kuchen auf dem Laber gönnen.

Die letzte Bahn fährt um kurz vor

17 Uhr ins Tal, außer im Juni, Juli

und August, da bietet die Laberbergbahn

jeden Donnerstag etwas

ganz Besonderes: den langen

Donnerstag. Hier kann man den

Sonnenuntergang auf dem Berg

genießen und bis 22 Uhr mit der

Bahn wieder talwärts fahren. „Das

kommt schon seit Jahren sehr gut

bei den Gästen an“, erklärt Andreas

Weber. In diesem Jahr gibt es

zudem jede Menge Geburtstagsaktionen,

eine davon am 8. Juli. Da

ist Bergfest: Am Labergipfel wird

gegrillt, die Ehrwalder Blaskapelle

ist da und es wird gefeiert.

Investitionen

und Zukunft

Im Laufe der Jahre hat man rund

zwei Millionen Euro in den Erhalt

der Laberbergbahn gesteckt. Seit

1993 ist die Bahn computergesteuert,

dann wurden die Seile

und Stützen ausgewechselt, tragende

Teile sind erneuert worden,

nur die Kabinen, die sind noch

original. Seit Beginn hat die Laberbergbahn

rund 4,2 Millionen

Fahrgäste transportiert und jede

der vier Kabinen ist circa 24 Mal

um die Erde gefahren.

Kürzlich hat man die Fahrtgeschwindigkeit

der Bahn um 20

Prozent erhöht, da der Laber immer

beliebter wird. „Als ich 2000

hier angefangen habe hatten wir

im Jahr etwa 46 000 Gäste, vergangenes

Jahr hatten wir zum

ersten Mal 92000 Gäste“, betont

Andreas Weber. Ein Rekord für die

Bahn. Vielleicht, so der Geschäftsführer,

besorge man sich neue Kabinen.

Nicht weil die alten kaputt

seien, etwas verbeult vielleicht.

Nostalgisch will man am Laber

aber auch in Zukunft bleiben,

denn wer dort hinauffährt möchte

ja die Hektik des Alltags hinter

sich lassen.

ww

Die tragenden Elemente werden aufgebaut.

juli / august 2017 | 39


Trachtenverein „d’Ammerbergler“ Polling feiert

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Polling | Ein kleines, aber feines

Trachtenfest ziehen die Pollinger

am ersten August-Wochenende

auf. „Die Trommler wollten feiern

und dann haben wir gesagt, das

ist die Gelegenheit für eine neue

Fahne mit Fahnenweihe“, berichtet

Trachtenvorstand Franz Tafertshofer

zur Entstehungsgeschichte.

Eigentlich sind die Pollinger

Festtage von 2009 noch in guter

Erinnerung, 2019 kann der Verein

schließlich auf sein 100-Jähriges

blicken und so resümiert der Vorstand:

„Die Festlichkeiten gehen

nicht aus bei uns!“

Das Patenbitten der Pollinger im

Vorfeld ihrer Fahnenweihe war

wohl eine nicht alltägliche Übung

für die Trachtler. Schon in den Jahren

1954 und 1974 fungierte der

Heimat- und Trachtenverein Weilheim

als Pate und so war man mit

einer Delegation im dortigen Vereinsheim.

Die Weilheimer machten

es den Bittstellern schon recht

„kommod“, nicht mal „kniageln“

mussten sie, sondern nur zwei

Fragen nach der ersten urkundlichen

Erwähnung von Weilheim

und Polling sowie dem Jahr der

ersten Fahnenrestaurierung beantworten.

Mit einem gemeinsamen

Plattler und einer geselligen

Brotzeit wurde die Patenschaft erneut

besiegelt.

Neue Fahne

bereits fertig

Die neue Fahne von der Stickerei

„Jäschke & Zwiselsperger“ aus der

Nähe von Traunstein ist bereits

fertig und wird unter Verschluss

gehalten. Die 15 000 Euro Kosten

sind kein Pappenstiel, doch die

örtlichen Betriebe und auch zahlreiche

Vereinsmitglieder zeigten

sich spendierfreudig, so dass Vorstand

Tafertshofer schon wieder

einen Schritt weiter denken kann.

„Nach dem Fest möchten wir die

alte Fahne restaurieren lassen und

dann im Trachtenheim beide Fahnen

in Schaukästen ausstellen“,

hofft er auf einen guten Festverlauf,

um diese Aufwendungen finanzieren

zu können.

Trommler marschieren

seit 20 Jahren voran

Seit 20 Jahren marschiert der

Trommlerzug bei allen Anlässen

der „Ammerbergler“ voraus. Es

war Andreas Stockmeier, der in

Peiting schon trommelte und diese

Techniken im Jahr 1997 den Pollinger

Burschen weitergab. Die Teilnahme

an Marschwettbewerben,

Oktoberfestzügen oder das Voranmarschieren

bei Festzügen im

Leckere Menüs

Frisch gekocht

für Kindergärten

für Groß und Klein.

und Schulen


eigenen Dorf

gehören en für

die

heute

rund 20 Trommler samt zwei

Marketenderinnen zu den Höhepunkten.

Von 12 bis 60 Jahren sind

die schlagkräftigen Mitglieder und

diese gesunde Mischung macht

den Trommlerzug zu einem eingeschworenen

Haufen. Als Gruppe

der „Ammerbergler“ rücken sie

nicht nur bei allen Trachtenveranstaltungen

aus, sie besuchen

auch Musikfeste und pflegen enge

Freundschaften zu den Trommlern

der Umgebung. So kommt

es zustande, dass s der Major Josef

Zwerger junior zum Sternmarsch

am Samstag, 5. August, die Zusagen

von 14 Trommler- und Spielmannszügen

vorliegen hat. Aus

vier Richtungen wird jede Minute

eine andere Gruppe am Kirchplatz

einmarschieren und für schlagkräftige

Aufmerksamkeit sorgen.

Der anschließende Gemeinschaftschor

mit über 400 Trommlern

wird bestimmt zu einem besonderen

Augen- und Ohrenschmaus,

den man in der Form im Kloster-

dorf

wohl noch

nie

erlebt ebt hat.

Die Festtage beginnen am Freitag,

4. August, wenn die Gruppe „Alpenblech“

aus dem Allgäu mit

Blasmusik vom Feinsten „griabig“

im Festzelt am Schulparkplatz zum

Tanz aufspielt.

Festsonntag mit acht

starken Nachbarvereinen

Wichtigster Tag der Pollinger Festtage

ist naturgemäß der Sonntag,

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Fahnenweihe um 10 Uhr in der

Stiftskirche. Die Trachtler wollen

ein kleines, aber feines Fest veranstalten

und haben deshalb nur

ihre Nachbarvereine aus Weilheim,

Etting, Peißenberg, Wielenbach,

Haunshofen, Eberfing,

Böbing, Oberhausen sowie die

Ortsvereine eingeladen. Eine enge

Freundschaft besteht seit vielen

Jahren auch zur Musikkapelle

Lähn aus Tirol, die nach der Messe

im Festzelt den Frühschoppen

musikalisch begleitet. Trotz oder

gerade auch wegen des beschaulichen

Rahmens wird der Festzug

mit neun Trachtenvereinen, die

aber alle ihre eigene Musik beziehungsweise

Trommler dabei

haben, zu einer besonderen Augenweide.

Gaufest zum

100-Jährigen?

„An diesem Wochenende werden

Freundschaften gefestigt und sicherlich

auch neue geschlossen“,

freut sich Bürgermeisterin Felicitas

Betz, die als Schirmherrin der

Festtage fungiert. Freudig und gespannt

blickt auch Vorstand Franz

> > > FESTPROGRAMM

Pollinger Festtage vom 4. bis 6. August

Freitag, 4. August

20.00 Uhr Blasmusikabend mit der Gruppe „Alpenblech“ im

Festzelt am Schulparkplatz

Samstag, 5. August

20 Jahre Trommlerzug

18.30 Uhr Sternmarsch mit 14 Trommlerzügen zum Kirchplatz

und Gemeinschaftschor

anschl. Unterhaltung im Festzelt mit der Gruppe

„Blechpfiff“

Sonntag, 6. August

Fahnenweihe der „d’Ammerbergler“

10.00 Uhr Festgottesdienst in der Stiftskirche Polling

anschl. Frühschoppen mit der Musikkapelle Lähn aus Tirol

13.00 Uhr Aufstellung zum Festzug

13.30 Uhr Festzug durch das Klosterdorf

anschl. Ehrentänze und Unterhaltung mit der Festkapelle

Polling

18.00 Uhr Festausklang

Tafertshofer dem Ereignis entgegen,

denn er ist sich seiner guten

Mannschaft im Festausschuss

sicher. „Wenn alles gut läuft, dann

überlegen wir, ob wir 2019 zum

100-Jährigen noch kurzfristig das

Gaufest übernehmen“, sieht er

das kleinere Fest auch als Genaralprobe

für kommende Herausforderungen.

rg










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42 | tassilo


Freilichttheater im Steingadener Fohlenhof

Auf skandalösen Spuren

Steingaden | Das Stück „Die Anstifter“

ist nach den erfolgreichen

Aufführungen von „Welfs Erbe“ in

den Jahren 1997 und 2003 sowie

„Wunder Wies“ im Jahre 2011 das

dritte große Freilichttheater, das

von Steingadens Kulturgemeinschaft

auf die Beine gestellt wird.

Christian Schönfelder, Dramaturg

am Jungen Ensemble Stuttgart

und Gemeindereferent Karl Müller-Hindelang

haben es gemeinsam

verfasst und führen jetzt auch

miteinander Regie. Heißt: „Die

Anstifter“ ist ein komplett eigenes

Werk, weder kopiert noch angelehnt

an ein anderes Theaterstück.

Sogar die Musik wurde von Joachim

Schreiber aus Neustadt an

der Donau ganz neu komponiert,

auch wenn darin bekannte Melodien

mit eingeflochten sind.

Doch worum geht es in diesem

Theater überhaupt, in dem rund 40

Protagonisten, 70 Sänger, 30 Musiker,

Reiter, Akrobaten, Statisten

und viele Helfer im Hintergrund

mitwirken? Hauptfigur, gespielt

von Anton Nöß, ist der Heilige Norbert,

der Ordensgründer der Prämonstratenser.

Dieser Orden hat

Steingaden als Klosterort begründet

und 650 Jahre lang kulturell

und religiös geprägt. Ob Norbert

selbst jemals in Steingaden war

ist fragwürdig. Was aber sicher

ist, dass Norbert durchaus Züge

an sich hatte, die man sich heute

von einem Heiligen nicht wirklich

vorstellt. Und so beginnt auch das

Stück – mit einem Skandal: Norbert

von Xanten, so der vollständige

Name, soll Fürstbischof von

Magdeburg werden. Doch bereits

beim Einzug in die Stadt stößt er

die kirchlichen Würdenträger und

das Volk vor den Kopf. Auch die

weiteren Rückblenden in sein Leben

mit einer dramatischen Bekehrung,

einem skurrilen Streit

mit einem „Guru“ und der Ordensgründung

in einem französischen

Sumpfgebiet zeigen, dass er kein

Frömmler, sondern vielmehr ein

recht streitbarer Zeitgenosse war.

Was all diese Scharmützel aus

längst vergangener Zeit mit dem

hier und jetzt und mit Steingaden

zu tun haben sollen? „Auch auf

diese Frage nach der Gegenwart

geht das Stück ein“, so Karl Müller-

Hindelang, der den Leuten ein „etwas

außergewöhnliches“ Freilichttheater

garantiert. Es kommt auch

> > > KARTEN-VERLOSUNG

eine Clique Mountainbiker vor, es

treten Ausländer aus Spanien und

Mali auf und es gibt handfesten

Streit unter den Mitwirkenden.

Man darf gespannt sein, wie das

alles zusammenfließt – allen voran

was die Szenen mit den Vierbeinern

betrifft. Tiere im Theater bergen

stets eine gewisse Spannung,

weil sie sich nicht immer genau an

die Regieanweisungen halten; bei

den Freilichttheatern in Steingaden

sind Pferde schon immer, ob

geritten oder vor alten Karrenwagen

gespannt, fester Bestandteil.

Nun erstmals auch mit dabei ist

ein kleiner grauer Esel, der von

Anton Nöß hineingeführt wird in

die „Fohlenhof-Arena“. Pünktlich

zur Erstaufführung am Samstag,

15. Juli (weitere Termine und Kartenvorverkauf

auf www.theatersteingaden.de),

wird diese geprägt

sein von einer zweistöckigen Bühne,

einem „Dom“ und der Tribüne

mit 700 Sitzplätzen.

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„tassilo“ verlost 2 x 2 Karten für die Premiere des Steingadener

Freilichttheaters „Die Anstifter“. Wer am 15. Juli dabei sein möchte,

schickt eine Postkarte an „tassilo“, Birkland 40, 86971 Peiting oder

eine E-Mail (info@tassilo.de) mit dem Stichwort „Die Anstifter“.

Einsendeschluss ist Freitag, 7. Juli 2017. Die Gewinner werden per

Los gezogen und bekommen die Tickets zugeschickt – Absender-

Adresse nicht vergessen! Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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Historische Tracht mit kurioser Geschichte

Fesche Fischerhochzeit

Tutzing | Die Geschichte der Tutzinger

Fischerhochzeit wäre nur

halb so viel wert ohne das fesche

Gewand des örtlichen Trachtenvereins.

Die im Jahre 1975 gegründete

Tutzinger Gilde hatte auch größten

Anteil daran, den Vierakter um

Hoffischer-Sohn Michael Gröber

und Fischermeister-Tochter Veronika

Bierbichler (siehe Mai/Juni-

Ausgabe) noch im gleichen Jahr

neu aufleben zu lassen. Seither

wird das Stück alle fünf Jahre gespielt.

Oberstes Kredo, ganz nach

dem Oberammergauer Passions-

Theater-Prinzip: Es dürfen ausschließlich

waschechte Tutzinger

mitwirken. Darüber hinaus muss

das Brautpaar von einem alten Fischergeschlecht

abstammen. Und

alle Teilnehmer müssen in fescher,

historischer Tracht erscheinen.

Damit es am Tag des Schauspiels

kleidungstechnisch zu keinen „bösen

Überraschungen“ kommt,

kümmert sich Marion Fröhlich ums

Einkleiden und die Kostümauswahl.

Fröhlich war bis Ende 2016

sechs Jahre lang Trachtenwartin

der Tutzinger Gilde, kennt nt sich

also bestens aus mit Gehrock und

breitkrempigem Hut, mit Schalk

und Seidenmieder, mit Otterfellhaube,

Bramerl und Krönerl (Kopfbedeckungen

der Frauen). Über

Wochen hinweg lud sie Jung und

Alt zu Kostümbesprechungen und

Anproben. Im Ort wurde herumgefragt,

wer welches Schmuckstück

in welcher Größe noch zuhause im

Schrank bewahrt. Für die Mädchen

und Buben ist die Suche nach

der perfekten Tracht nicht ganz so

kompliziert. „Dafür haben wir einen

vereinsinternen Verleih“, sagt

Fröhlich. Und für die Erwachsenen,

die keine eigene Tutzinger Tracht

haben und auch keine Möglichkeit

zum Ausleihen finden? „Die leihen

sich eine Tracht aus der Biedermeier

Zeit aus, die unserer sehr ähnlich

ist und auch sehr schön ins Bild

passt“, sagt Fröhlich.

Im Vergleich zur klassischen Gebirgstracht

muss die historische

Tracht also nicht durchwegs einheitlich

sein. „Bis zu einer gewissen

Grenze darf sie sogar sehr

bunt sein“, sagt Marion Fröhlich.

Die Farbe des Leiberls erls

zum

Beispiel

ist dem Trachtler selbst überlassen.

Auch die Form und Größe

des Hutes kann von Mannsbild zu

Mannsbild verschieden gewählt

werden. Ebenso die Wahl der Lederhose,

kurz oder lang. Nur kitschig

und ganzheitlich unstimmig

dürfen die jeweiligen Outfits nicht

sein. Passend dazu erinnert Marion

Fröhlich an ein schier traumatisches

Erlebnis der Tutzinger

Gilde-Frauen. Es geschah ebenfalls

im Gründungsjahr 1975, als die

Aktiven beim Oktoberfestumzug in

München teilnehmen sollten. Damit

die neue und im Lande noch

unbekannte Gilde auch sauber ins

kernbayerische Traditionsbild passt,

wurde die Tracht der Tutzinger vom

damaligen Festausschuss im Vorfeld

begutachtet. Das Ergebnis: Nur

die Männer haben grünes Licht für

den Umzug bekommen. Die Frauen

mit ihrem zu barbimäßigen „Matratzendirndl“

in den Farben rosa

oder blau wurden tatsächlich vom

Festzug ausgeschlossen. „Das ist

bis heute unvergessen“, sagt Marion

Fröhlich, die insbesondere zur

Fischerhochzeit großen Wert darauf

legt, dass selbst die originellsten

Traditionalisten nichts auszusetzen

haben am bis zu 2500 Euro schweren

Gewand der Schauspieler. js

juli / august 2017 | 45


Schongauer Bike-Park — Tipps vom Profi

Im Stehen und

in zentraler Position

Schongau | Joscha Forstreuter, 32,

wohnhaft in Heidelberg, baut seit

sieben Jahren Bike-Parks aller

Art. Hauptsächlich in Deutschland

und Österreich. Zu seinen

bislang größten Projekten gehört

der Schongauer Bike-Park, der im

Spätsommer 2016 eröffnet wurde

und in kürzester Zeit zu einer

der beliebtesten Freizeitanlagen

der Region avancierte. Kemptener,

Starnberger, Landsberger, sie alle

kommen nach Feierabend oder am

Wochenende nach Schongau, um

gemeinsam mit den Einheimischen

die fünf verschiedenen Strecken auf

Herz und Nieren auszuprobieren.

Stürze gehören dazu, müssen aber

nicht zwingend passieren. Forstreuter,

selbst zehn Jahre lang Profi,

ist aufgrund seiner immensen

Drahtesel-Erfahrung nicht nur der

perfekte Mann zum Bike-Park-Bauen.

Er kann auch ganz genau sagen,

welche Strecke mit welchem Bike

und welcher Technik am Besten zu

bezwingen ist – vorausgesetzt, die

Grundausrüstung sitzt. Neben der

Helmpflicht empfiehlt Joscha Forstreuter

Knie- und Ellbogenschoner

sowie lange Handschuhe, um

Schürfwunden zu vermeiden. „Die

Strecken bestehen aus Brechsand,

der wesentlich aggressiver wirkt

als ein gewöhnlicher Waldboden.“

Ebenfalls von Vorteil sind spezielle

Bike-Schuhe, die aus einer flachen,

steifen Sohle sowie verstärkten Zehenkappen

bestehen.

Der „Kids-Pump-Track“ im oberen

Eingangsbereich wurde für

die Bambini im Alter von zwei bis

sechs Jahren angelegt. Es handelt

sich um einen kurzen Rundkurs mit

sanften Wellen und Steilkurven,

der mit Laufrad, Kinder-Mountainbike

– im Grunde mit allem, was

zwei Räder hat – ohne Probleme zu

befahren ist. „Der

Bereich dient zum

Herantasten. Es

geht darum, dass

die Kinder ein Gefühl

für das Bike und

den Untergrund bekommen“,

sagt Forstreuter, der

diese Runde gut abgeschirmt

von den anderen Strecken

gebaut hat, um etwaige Zusammenstöße

mit Fahrern auf den

anderen Strecken von vorne herein

zu verhindern. Obwohl auf diesem

sehr sicheren Kinder-Rundkurs

keine hohen Geschwindigkeiten

erzielt werden: Helmpflicht!

Im „Pump-Track“ gilt:

Treten verboten!

Die gilt auch auf dem „Pump-

Track“, ein geschlossener Rundkurs

auf einer ebenen Fläche, geprägt

von vielen aufeinanderfolgenden

Wellen sowie zwei 180-Grad-

Steilkurven. Auf diesem Kurs gilt:

Treten verboten! Geschwindigkeit

wird ausschließlich durch Ziehen

und Drücken mit den Armen und

Beinen aufgebaut. „Es geht darum,

den Schwung zwischen den

Wellen mitzunehmen“, sagt Forstreuter,

der diesen Track als perfektes

Übungsgelände für die größeren

Strecken nebenan, aber auch

für Touren draußen in der Natur

bezeichnet, „wo man immer wieder

mal das Vorderrad über eine

Kante oder Wurzel ziehen muss“.

BMX, Hardtail-Mountainbikes (nur

Federung vorne) oder sogenannte

Dirt-Bikes, die kleiner und wendiger

als gewöhnliche

Mountainbikes

sind, eignen

sich in diesem Gelände

besonders gut.

Beim Einfahren in diesen

Kurs sollte stets Rücksicht

auf bereits fahrende Biker

genommen werden, um Kollisionen

zu verhindern und deren

Rhythmus nicht zu brechen – geübte

Fahrer können das Tempo

selbst im Pump-Track sehr hoch

halten, dadurch Wellen überspringen.

Auf dem „Free-Cross“ erzielt man

allein der Geländeneigung wegen

höhere Geschwindigkeiten und

Sprünge. Bis zu 30 km/h werden

auf der zweitlängsten Strecke des

Schongauer Bike-Parks erreicht.

„Deshalb empfehle ich hier ein

Vollvisier“, sagt Forstreuter, der

diese Strecke jedoch so gebaut

hat, dass die Sprünge auch ohne

abzuheben problemlos überrollt

werden können – also auch mit

geringerer Geschwindigkeit. Befahren

lässt sich diese Mischung

aus Geraden, Steilkurven und kleineren

Sprüngen mit aller Art von

Mountainbikes. Sehr gut geeignet

seien laut Forstreuter Enduro-

Bikes (vollgefedert), aber auch

klassische Hardtails (Federung

vorne). Wenngleich die Einstellung

der Federung hierbei eine

entscheidende Rolle spielt. „Bei zu

viel Federweg geht Tempo verloren,

man könnte auch sagen, die

Federung saugt in den Kompressionen

Geschwindigkeit auf“, sagt

Forstreuter.

Schritt für Schritt

herantasten

Das gilt auch für die „Dirt-Jump-

Strecke“, die spektakulärste an

der Schärflshalde. Sie startet als

eine Strecke und teilt sich nach

46 | tassilo


Joscha Forstreuter,

der Macher des

Schongauer Bike-

Parks. Planung

und Umsetzung

liefen komplett

über den

32-Jährigen.

Ausbildungsplätze 2018

den ersten beiden Sprüngen in

zwei. Die rechte Spur führt über

kleinere, die linke über die größten

Sprünge des Parks. Dirt-Bikes

und BMX sind für die ein bis zwei

Meter hohen Sprünge optimal

geeignet. Forstreuter empfiehlt

zudem wenig Reifenprofil, das

trotzdem guten Halt bietet, besser

rollt und den Streckenbelag weniger

zerstört. Ganz wichtig: Nur im

Stehen fahren, stets eine zentrale

Position über dem Bike einnehmen

und Körperspannung halten.

Zudem sollte sich jeder Fahrer

schrittweise an die Sprünge herantasten.

„Erst mal nur die Rampe

hochfahren, um ein Gefühl dafür

zu bekommen. Dann vorsichtig auf

das Plateau springen.“ Klappen

diese beiden Annäherungsversuche,

kann der erste richtige Sprung

gewagt werden. In Sachen Tempo

reicht es übrigens vollkommen

aus, nach ein, zwei Tritten am Start

das Rad einfach laufen zu lassen.

„Damit erreiche ich für diesen Kurs

die optimale Geschwindigkeit“,

sagt Forstreuter. Mit das Schwierigste

ist letztlich die Landung, für

die der Lenker fest gehalten und

natürlich in gerader Richtung zeigen

sollte. Außerdem gilt es Arme

und Beine fast vollständig zu strecken

(nur ganz leicht gebeugt), um

den Aufprall bestmöglich abfedern

zu können.

Nicht ganz so wild geht es auf der

„Cross-Country-Strecke“ zur Sache,

die für den klassischen Mountainbiker,

egal ob Hardtail oder

Fully, angelegt wurde. Die längste

Strecke des Schongauer Bike-Parks

führt außen herum, geht zwischendurch

steil bergauf und bergab,

allerdings ohne größere Sprünge.

Die Besonderheit an diesem Kurs:

Der Untergrund gleicht dem in wilder

Natur, besteht aus Kies, Lehm

und Gestein. Und entgegen aller

anderen Strecken des Schongauer

Bike-Parks fährt es sich hier auch

mit Klickpedalen gut.

Völlig egal, wer sich für welche

Strecke interessiert: Zu allererst

gilt es die große Infotafel im oberen

Eingangsbereich durchzulesen.

Sie unterteilt die Strecken in

Schwierigkeitsgrade und liefert

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und zu befolgende Regeln.

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Die „Dirt-Jump-Strecke“ des

Schongauer Bike-Parks.

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juli / august 2017 | 47


9. Ochsenrennen in Haunshofen

Aufgesprungen,

festgehalten, abgeworfen

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Haunshofen | Eines der größten

und beliebtesten Feste im Landkreis

Weilheim-Schongau ist aus

einer Faschingsgaudi heraus entstanden.

An einem Rosenmontag

Anfang der 1990er hat sich eine

Handvoll Haunshofener überlegt,

wie sie das bunte Treiben in der

fünften Jahreszeit noch lustiger

und abwechslungsreicher gestalten

könnten. Vielleicht mit einem

Ochsenrennen? Die feuchtfröhliche

Runde ist begeistert von ihrem

eigenen Vorschlag. So sehr, dass

sie 1983 tatsächlich einen Verein

gründet – die Haunshofener Ochserer.

Nur zwei Jahre später folgt

auch schon das erste Rennen. Natürlich

nicht im Fasching, wo das

Wetter viel zu unbeständig und

kalt, für Ochs, Reiter und Zuschauer

nicht wirklich genehm ist. Also

setzte man den Gaudi-Wettkampf

von vorne herein im Hochsommer

an. Und hob damit eine neue Welle

des Brauchtums in die Region,

die bis heute in ihrer Beliebtheit

schwer zu übertreffen ist. Kein

Trachten- und auch kein Musikfest

zieht derart viele Zuschauer an.

Um die 8 000 stürmen erfahrungsgemäß

die 140 Meter lange und

60 Meter breite Natur-Arena hinterhalb

des Sportplatzes. „Vorausgesetzt,

das Wetter spielt mit, ist

nicht zu nass und nicht zu heiß“,

sagt Hubert Kergl, hauptberuflicher

Schreiner, leidenschaftlicher

Hobby-Landwirt und seit 2011 Vorsitzender

der Haunshofener Ochserer.

Er organisiert federführend

das inzwischen neunte Ochsenrennen

in Haunshofen, das „ganz

bewusst“ nur alle vier Jahre stattfindet.

„Damit es auch weiterhin

ein so besonderes Ereignis bleibt,

den hohen Wert für uns und die

Region nicht verliert.“

Kein Rennen

ohne Abwurf

Hubert Kergl reitet selbst mit am 27.

August. Ob er sich Siegesschancen

ausrechnet mit seinem Pinzgauer?

„Natürlich freut man sich, wenn

man vorne dabei ist, aber darum

geht es bei diesem Rennen überhaupt

nicht.“ Gaudi, Brauchtum

und Tradition stehen ganz klar über

dem Pokal, den der Sieger anschließend

im prallgefüllten Bierzelt

überreicht bekommt. Zumal

Kergl und den anderen 15 Teilnehmern

im wahrsten Sinne die Hände

gebunden sind. Keiner der Ochsen

lässt sich durch Treiben, Schreien

oder sonstigen Methoden, wie sie

beispielsweise aus dem Pferde-

Wir fördern das Brauchtum

und die Tradition

in unserer Region.

Wenn‘s um Geld geht

48 | tassilo


Ochserer-Vorstand Hubert Kergl mit seinem Pinzgauer.

rennsport bekannt sind, in Richtung

Ziellinie pushen. „Entweder

er will, oder will nicht“, sagt Kergl,

der selbst schon alle Varianten miterlebt

hat – angefangen vom Stockerlplatz

über Läufe in die falsche

Richtung bis hin zum schmerzhaften

Abwurf. Letzteres, da können

sich die Zuschauer sicher sein, wird

auch heuer wieder passieren. „Ich

kann mich noch an keines unserer

Ochsenrennen erinnern, an dem

keiner abgeworfen worden ist.“

Solange die 1,60 bis 1,80 Meter großen,

850 Kilo schweren und bis zu

40 km/h schnellen Kolosse gleichmäßig

in gerader Richtung laufen,

„kann man sich ganz gut halten“.

Doch sobald der Ochse ein wenig

nach links oder rechts rennt, wird

es richtig schwer. Insbesondere,

weil die Ochsen nicht mit Sattel und

Steigbügel, sondern ausschließlich

mit Bauchgurt geritten werden, an

dem zwei Lederschlaufen zum Festhalten

angebracht sind.

Darauf achtet auch das Weilheim-

Schongauer Veterinäramt ganz

genau, das den Veranstaltern seit

jeher strenge Auflagen vorschreibt.

Neben Bauchgurt mit Haltegriffen

muss der teilnehmende Ochse

mindestens 30 Monate alt sein,

um ausreichend Kraft zu haben

für diesen Gaudi-Wettkampf und

keine bleibenden Schäden davonträgt.

Pflicht ist auch ein sonnengeschützter

Unterstand mit ausreichend

Wasser zum Saufen sowie

Heu, Bruch und Hafer zum Fressen.

Immer vor Ort ist der Tierarzt, der

die Ochsen stets im Blick hat. Das

Startsignal erfolgt nicht durch einen

Knall, sondern durch ein deutlich

sichtbares Winken, damit die

Vierbeiner nicht erschrecken. Und

sobald das Spektakel vorüber ist,

werden die Helden der Arena wieder

zurück auf ihre geliebte Viehweide

geführt – erst danach folgen

Siegerehrung und Party.

Strenge

Tierschutz-Auflagen

„Tradition und Brauchtum mit dem

Tierschutzgedanken zu vereinbaren,

ist generell nicht immer ganz

leicht“, sagt Hubert Kergl. Doch hier

in Haunshofen habe es noch nie

Probleme gegeben, weil die Ochserer

selbst größten Wert auf maximal

lieben Umgang mit ihren kastrierten

Stieren legen – und auch

keine Dritten an sie heranlassen.

An den Start dürfen ausschließlich

Vereinsmitglieder, derzeit 30, oder

ein vom Mitglied organisierter Jockey,

der den Ochs mindestens so

gut kennt wie sein eigentliches

Herrchen. Hinzu kommt eine monatelange

Vorbereitung, die sich

nicht auf das Ochsenrennen konzentriert,

sondern aufs Abrichten

zum Einspannen. „Das ist eigentlich

das noch schönere an unserem

Festtag“, sagt Hubert Kergl. Bevor

es in der Arena zum Ochsen-Showdown

kommt, ziehen die Ochserer

mit ihren herausgeputzten Tieren

uralte, historisch wertvolle Fuhrwerke

im Rahmen eines Festzuges

durch den Ort. Damit das reibungslos

funktioniert, werden die Ochsen

schrittweise herangeführt an Kummet

und Deichsel. Erst werden sie

nur mit Halfter und Strick spazieren

geführt, dann mit Kummet und

schließlich mit Wagen.

Sobald die prachtvollen Gespanne

an der Natur-Arena mit 40 Meter

hoher Gras-Buckel-Tribüne angekommen

sind, müssen die Ochsen

eine Stunde lang pausieren, ehe

es an den Start des Rennens geht

– der schwierigste und entscheidenste

Moment für Hubert Kergl

und seine Mitstreiter. Der Ochse,

> > > HAUNSHOFENER FESTTAGE

wenn er denn will, rennt in der Regel

blitzartig los, sobald sein Reiter

aufspringt. Zwei Linienrichter am

anderen Ende der Strecke beobachten,

wer als erster die Ziellinie

überquert, sich für die nächste

Runde qualifiziert. Gestartet wird

im Vierer-Gruppen-Modus. Die jeweils

zwei Besten qualifizieren sich

für Viertelfinale, Halbfinale und

schließlich Finale, vorausgesetzt,

die Ochsen laufen in die richtige

Richtung. Und werfen nicht reihenweise

ihre mutigen Jockeys ab. js

Festprogramm vom 25. August bis 3. September

Freitag, 25. August:

Schaumparty mit Live-DJ im Festzelt ab 21 Uhr.

Samstag, 26. August:

Da Huawa, da Meier und I mit „Zeit is a Matz!“ im Festzelt ab 20 Uhr.

Sonntag, 27. August:

Frühschoppen im Festzelt um 10 Uhr; Historischer Festzug um

13 Uhr, anschließend Ochsenrennen (bei jeder Witterung);

Festausklang im Festzelt um 20 Uhr.

Montag, 28. August:

Oldtimer-Treffen im Festzelt um 11 Uhr.

Politischer Abend – voraussichtlich mit Bayerns Ministerpräsident

Horst Seehofer um 20 Uhr.

Freitag, 1. September:

Troglauer Buam im Festzelt um 21 Uhr.

Sonntag, 3. September:

115 Jahre Burschenverein Haunshofen mit Festzug ab 11 Uhr.

juli / august 2017 | 49


Jugendhilfeeinrichtung St. Alban am Ammersee

Schutzengel für

hilfsbedürftige Kinder

Das Kinderheim ist direkt neben der Kirche von St. Alban

wunderbar am Ammersee gelegen.

Dießen | Wenn die Eltern aus verschiedensten

Gründen für ihre Kinder

nicht mehr sorgen können und

das Jugendamt tätig werden muss,

dann kommt das Kinderheim St.

Alban ins Spiel. „Unsere Gründerin

hatte den Gedanken, wie ein

Schutzengel für die hilfebedürftigen

Kinder zu sein“, erzählt die

Priorin Ingeborg Ott. Dieses Ziel

verfolgt das Kloster der Benediktinerinnen

in St. Alban mit derzeit

63 Kindern – vom Säugling bis

zum Jugendlichen – heute noch.

Schwester Annuntiata Baroness

von Freyberg hat schon im Jahr

1919 am Kloster St. Ottilien damit

begonnen, notleidende Kinder zu

betreuen. Mit einigen Weggefährtinnen

und acht Schützlingen kam

sie 1923 nach St. Alban bei Dießen,

wo sie eine alte Bauernwirtschaft

erwerben konnte. „Die Anfänge

waren sehr ärmlich“, weiß Ingeborg

Ott aus Erzählungen. Doch

heute kann sich das Kinderheim

glücklich schätzen, denn das Anwesen

liegt direkt am Ammersee

und umfasst ein wunderschönes,

großzügiges Areal für ein unbeschwertes

Aufwachsen der Kinder.

Schwester Annuntiata von Freyberg

gründete den „Verein der Schutzengelschwestern

e.V.“. Die Schwestern

lebten damals schon nach der

Regel des Hl. Benedikt, doch erst

in den 1950er Jahren entstand aus

der Gemeinschaft die Kongregation

der Benediktinerinnen von St.

Alban, die bis heute auch Missionsaufgaben

in Südafrika erfüllt.

„Wir haben mit dem Kinderheim

angefangen und sind dann später

Kloster geworden“, erzählt die

Heimleiterin. Wie zahlreiche Klostergemeinschaften

sorgen sich die

Schwestern in St. Alban ebenfalls

um Nachwuchs. Heute leben noch

23 Schwestern im Kloster St. Alban,

wobei einige direkt in der Kinderbetreuung

tätig sind, andere sich

um Haus, Garten oder Küche kümmern.

Selbst die älteren Schwestern

pflegen gerne den Kontakt zu

Zum Heim gehört ein eigener Kindergarten, danach werden die Regelschulen

der Umgebung besucht.

50 | tassilo

den Kindern und übernehmen die

wichtige Funktion einer Oma.

Jungs und Mädels

in einer Wohngruppe

Inzwischen sind fast 50 pädagogische

Fachkräfte angestellt, um

eine individuelle Betreuung rund

um die Uhr zu gewährleisten. Die

Kinder und Jugendlichen leben in

alters- und geschlechtsgemischten

Wohngruppen zusammen. Zwei

sozialpädagogische Wohngruppen

sind für Kleinstkinder, Kinder und

Jugendliche im Alter von ein bis 16

Jahren ausgerichtet. Drei heilpädagogische

Gruppen nehmen Kinder

ab vier Jahren auf und eine heilpädagogische

Gruppe kümmert sich

um Säuglinge und Kleinkinder bis

zur Einschulung. Manche Kinder

sind nur vorübergehend im Heim,

andere bleiben vom Säugling bis

zur fertigen Berufsausbildung in St.

Alban. Die Größeren können in einem

Innenbetreuten Wohnen schon

erste Erfahrungen für die Selbständigkeit

sammeln, bevor sie nach

Abschluss der Berufsausbildung

das Kinderheim verlassen. Schwester

Ingeborg Ott erzählt von den

schwierigen Familien-Situationen,

von psychischen Erkrankungen der

Eltern, von Drogen bis hin zum sexuellen

Missbrauch – Umstände, die

Jugendämter dazu veranlassen, die

Kinder in ein Heim zu geben. „Das

oberste Ziel der Jugendhilfe ist es

immer, eine Rückführung zu erreichen“,

sagt Ingeborg Ott. Deshalb

ist man auch im Kinderheim immer

bemüht, Kontakt zu den Eltern zu

halten und eine positive Bindung

zur Familie aufzubauen. Oft wird

auch versucht, die Kinder an Pflegefamilien

weiterzugeben. Doch

die Kleinen haben manchmal ein

so besonderes Verhalten, dass eine

Pflegefamilie an ihre Grenzen stößt.

Strukturiertes

Familienleben

In den Wohngruppen wird ein

möglichst normales, strukturiertes

Familienleben betrieben, um

den Kindern viel Geborgenheit zu

geben. Die Kleinen besuchen zunächst

den klostereigenen Kindergarten

und gehen dann von der

Grundschule bis zum Gymnasium

an die Regelschulen der Umgebung.

Das weitläufige Gelände direkt

am Ufer des Ammersees mit

einem eigenen Badesteg, großzügigen

Spielflächen und Sportplätzen

lässt natürlich viel Raum zum

„Kindsein“.

Offiziell ist das Kinderheim eine

stationäre Jugendhilfeeinrichtung

in Trägerschaft der Benediktinerinnen

von St. Alban. Die 63 Heimplätze

werden staatlich gefördert und

müssen allen heilpädagogischen,

psychologischen und therapeutischen

Anforderungen entsprechen.

In den fast 100 Jahren seines Bestehens

ist das Heim durch die Arbeit

mit Kindern auch sehr nah an

gesellschaftlichen Veränderungen

dran und muss sich immer wieder

neu ausrichten. Gleichwohl reicht

die staatliche Finanzierung nur

für den normalen Betrieb. Deshalb

sind für Sonderaktionen, neue

Spielgeräte oder Ausflüge Spenden

jederzeit willkommen.

Besonders freuen sich die Benediktinerschwestern,

wenn ihre

Schützlinge nach Jahren immer

noch gerne zurück kommen, in

der benachbarten Kirche von St.

Alban heiraten oder ihre eigenen

Kinder dort taufen lassen. „Es sind

halt immer noch unsere Kinder“,

sagt Ingeborg Ott, die sich über

Begegnungen mit alten Bekannten

ganz besonders freut. rg

Priorin Ingeborg Ott ist die Leiterin des Kinderheimes St. Alban.


Stars und Fans beim 11. Fünfseen Filmfestival

Treffen auf Augenhöhe

We love cosmetics.

Starnberg | Von 27. Juli bis 5. August

wird Friedrich Federsel wieder

seinen festen Platz im Starnberger

Breitwandkino einnehmen.

Rechts neben der großen Theke,

an der es das ganze Jahr über

Chips, Popcorn, Cola und Cappuccino

gibt – aber nur einmal

im Jahr auch Tickets für das drittgrößte

Filmfestival in Süddeutschland:

Das Fünfseen Filmfestival.

Seit drei Jahren betreut Friedrich

Federsel für diesen Mega-Event

den Info-Point. Seine Aufgabe:

Die Besucher aus nah und fern

über das neue Programm (siehe

www.fsff.de) zu informieren. Und

ihnen die begehrten Akkreditierungen

auszustellen, die Zugang

zu insgesamt 130 Filmen in mehr

als 300 Vorstellungen auf 16 Leinwänden

in den Orten Starnberg,

Herrsching, Seefeld, Weßling,

Wörthsee, Landsberg und erstmals

auch Gauting ermöglichen. „Die

entspannte Stimmung ist es, die

mich so fasziniert an diesem Festival“,

antwortet Friedrich Federsel

auf die Frage, was das Fünfseen

Filmfestival so außergewöhnlich

macht – allein 2016 kamen 20 000

Besucher. „Und das Verhalten der

Leute“, fügt Federsel an. Völlig

gleich ob Rentner, junge Familien,

Schauspieler oder Regisseure,

beim FSFF, so der Kurzname,

grenzt sich keiner ab. Es gibt auch

keinen klassischen roten Teppich,

auf dem sich Filmemacher und

Schauspieler mit Bodyguards im

Schlepptau lediglich den Medienvertretern

präsentieren. „Hier

sitzen alle beieinander und unterhalten

sich.“

Goldenes

Glühwürmchen

Das harmonische Miteinander

zwischen Stars und Fans ist die

eine Besonderheit des Fünfseen

Filmfestivals, das von FSFF-Erfinder

und Breitwandkino-Besitzer

Matthias Helwig bereits zum

elften Mal organisiert wird. Die

Programmvielfalt, die außergewöhnlichen

Orte, an denen die

Filme gezeigt werden, ist die andere

Besonderheit. „Zwar gibt es

heuer leider kein Open-Air-Kino

im Starnberger Strandband, weil

dort Baustelle ist“, sagt Friedrich

Federsel. Aber allein die Kurzfilmnächte

seien schon einen Besuch

wert. Überhaupt sei für Federsel

die Handhabung mit den Kurzfilmen

das mit Spannendste am

Filmfestival. Bis zu 400 Werke, die

je 15 bis 20 Minuten lang dauern,

werden im Vorfeld beim Festival-

Team eingereicht. Im Rahmen

einer Voraussichtung mit unterschiedlichsten

Leuten wird mit

klassischer Schulnotenvergabe

aussortiert, so dass zu Festival-

Beginn noch 24 Kurzfilme übrig

sind. Die drei Filme mit den meisten

Besucher-Stimmen werden

schließlich auf der MS Starnberg

gezeigt. Der Regisseur des besten

Kurzfilms auf See bekommt letztlich

das Goldene Glühwürmchen

überreicht – ein begehrter Preis

unter den Kurzfilm-Machern.

Noch spannender aber sind die

langen Filme, die auf dem FSFF

ihr Debüt feiern, und bei entsprechendem

Erfolg rund ein Jahr später

in die Kinos kommen. „Auch

das ist das Geniale an diesem

Festival“, sagt Friedrich Federsel,

der von vielen jungen Regisseuren

spricht, deren großes Potential

noch nicht bekannt ist und erst

entdeckt werden muss. „Gerade

die jungen Künstler verfolgt man

natürlich auch nach dem Festival

und hofft, dass sie den ganz großen

Durchbruch schaffen.“ Allen

voran die Regisseure aus Deutschland,

Österreich und der Schweiz,

die das Festival als Plattform für

den großen Durchbruch im Filmgeschäft

nutzen möchten. Gezeigt

werden aber auch alte Filmklassiker,

die über Jahre hinweg in der

Versenkung verschwunden waren,

„obwohl sie richtig gut gemacht

sind“. Und internationale Werke,

zum Beispiel aus Russland, den

USA oder Ungarn. Denn obwohl

beim FSFF der Fokus auf Werke

aus dem deutschsprachigen Raum

liegt, werden im Grunde Filme aus

aller Herren Länder gezeigt. Allein

deshalb hat Friedrich Federsel alle

Hände voll zu tun am Info-Point.

„Die Leute möchten natürlich wissen,

in welcher Sprache die Filme

gezeigt werden, ob mit deutschem

oder englischem Untertitel.“ Vor

allem die, die sich die goldene

Akkreditierung kaufen – und damit

Zugang zu allen Leinwänden

haben.

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juli / august 2017 | 51


Der NaturErlebnisGarten Staffelsee

Ein Paradies vor

den Toren Murnaus

Murnau / Waltersberg | Direkt neben

dem Bundeswehrgelände an

der B2 zwischen Murnau und Waltersberg

liegt er etwas versteckt:

der NaturErlebnisGarten Staffelsee

– ein Paradies inmitten des

Tassilolandes. Es war im Sommer

2011, als Rita Salis aus Seehausen

gemeinsam mit ihrem Mann Heino

Wille auf der Suche nach einem

Stück „Niemandsland“ war. Man

kann es also getrost als schicksalhafte

Fügung bezeichnen, dass sie

auf den kleinen Hain mit Eichen

und unterschiedlichsten Bodenbeschaffenheiten

aufmerksam wurde.

Nachdem das Paar das rund ein

Hektar große Areal gepachtet hatte,

setzt es seine Vorstellungen eines

Naturgartens konsequent um. Ziel

war und ist ein Eldorado für Naturliebhaber,

wenn man so will. Das

Zauberwort dabei ist Permakultur.

Ein Konzept, das auf die Schaffung

von dauerhaft funktionierenden,

nachhaltigen und naturnahen

Kreisläufen zielt. Ursprünglich für

die Landwirtschaft entwickelt, ist

sie inzwischen ein Denkprinzip,

das auch Bereiche wie Energieversorgung,

Landschaftsplanung und

Gestaltung sozialer Infrastrukturen

umfasst. Kurzum: Ein ökologisch,

ökonomisch und sozial nachhaltiges

Wirtschaften mit allen zur

Verfügung stehenden Ressourcen –

in Perfektion umgesetzt im Natur-

ErlebnisGarten Staffelsee.

Ein Ausflug

für die ganze Familie

Der NaturErlebnisGarten, friedvoll

und still im Einklang mit der Natur,

ist wahrlich einen Ausflug wert. Ob

als Erlebnis mit der ganzen Familie

oder zur Entspannung und Einkehr

ganz alleine für sich. Das Gelände

Die Natur als Lehrer: Kräutergarten (oben) und Kräuterspirale (links)

umfasst einen Gemeinschaftsgarten,

Hügelbeete, Kräuterspiralen,

ein Labyrinth, kleine Biotope und

einen natürlichen Teich. Dieser

Garten ist derart naturnah, dass

mittlerweile Tiere und Pflanzen zu

erspähen sind, die es heutzutage

selbst in abgelegenen Wäldern

und Wiesen nur noch sehr selten

zu sehen gibt. Beim allerersten Besuch

würde man am Eingang, der

bewusst ohne Tor gestaltet ist, eher

ein „Betreten verboten“-Schild erwarten.

Stattdessen steht ein einladendes

„Herzlich Willkommen“ auf

diesem Schild. Willkommen heißt

einen hier im wahrsten Sinne die

Natur, von der man mit ein wenig

Zeit im Gepäck, in der Wiese sitzend

oder gemütlich herumschlendernd,

spürbar etwas lernen kann.

Und die, ganz nebenbei, sofort die

Seele berührt. Sie lädt ein, Wiesen

so zu erleben, wie sie naturbelassen

wachsen. Sie lädt ein, Pflanzen

in ihrer ursprünglichsten Form zu

begutachten. An einem sonnigen

Tag erkennt man, wie sich die Steine

von selbst aufheizen. Man sieht,

wie sich Eidechsen verstecken und

aus winzigen Kaulquappen quakende

Frösche werden. Und man

hört die Kohlmeise schimpfen,

wenn ihrem Nest jemand zu nahe

kommt. Auch eine Ringelnatter,

bekanntermaßen eher schüchtern,

52 | tassilo


lässt sich im NaturErlebnisGarten

regelmäßig blicken. Klar, dass bei

so viel Beute-Potenzial Vögel wie

Milan, Bussard, Falke, Rabe oder

Wacholderdrossel den Garten mit

Argusaugen umkreisen. Aber auch

äußerst seltene Vogelarten tauchen

über dem Gelände immer

wieder auf, vor allem die, die in

größeren Orten und Städten garantiert

nicht zu sehen sind. Schlichtweg

traumhaft, diese dort blühende

Landschaft. Ein Naturquell für

den Mensch – und in besonderem

Maße für Bienen und Insekten.

30 Pflanzen pro

Quadratmeter

Wie wächst was? Was kann wann

geerntet werden? Welche Pflanzen

bereichern oder verhindern weiteres

Wachstum im Umfeld? Ein Besuch

im NaturErlebnisGarten gibt

Antworten auf diese Fragen. Innerhalb

kürzester Zeit sind hier Pflanzen-,

Blumen- und Blütenvielfalt

derart groß geworden, dass selbst

die Initiatoren überrascht sind. Und

das alles ohne jegliche Form von

Kunstdünger oder andere Hilfsmittel.

So finden sich auf nur einem

Quadratmeter inzwischen mehr als

30 verschiedene Pflanzen wieder.

Viele davon sind essbar, besonders

gesund und bereichern den Speiseplan

von uns Menschen. Nicht

zuletzt auch den der Gründer, die

den Garten bewusst st für

den

Eigenbedarf

nutzen. Auch Tiere wie Igel,

Hermeline, diverse Libellen-Arten

len-

und Frösche sind längst zurücken

Ort des Nahrungsreichtums.

Verantwortlich rtli

für

das beeindruckende nde

Szenario sind

mittlerweile auch die zahlreichen

Mitglieder des Vereins Na-

turErlebnisGarten, der

sich aus

der von Rita Salfis und Heino Wille

gegründeten Naturschule ule Staffel-

felsee

entwickelt hat.

Auf der Internetseite des Vereins

i ist ein Zitat von Sepp

Holzer,

Landwirt, Buchautor, uto

Berater

für naturnahe Landwirtschaft

gekehrt an diesen Der Eingang zum NaturErlebnisGarten ist ziemlich unscheinbar.

und Begründer der „Holzerschen

Permakultur“ zu lesen: „Vom Original

lernen ist das Beste, denn die

Natur kannst du nicht verbessern.“

Die Natur als die beste Schulung

für Körper, Seele und Geist. Genau

dies hat sich der Verein zur Aufgabe

gemacht. Pflanzenaktionen,

spezielle Kurse oder monatliche

Spaziergänge über das Gelände

in Verbindung mit einer Kräuterführung

werden angeboten. Kindergärten

oder Schulklassen sind

eingeladen, mal eine alternative

Unterrichtsstunde abzuhalten.

Lernen mit Hand, Herz und Hirn

in freier Umgebung. Der NaturErlebnisGarten

en ist

offen für

alle Menschen,

die

in achtsamer Weise an

diesem Platz sein

möchten.

Interessierte, die Lust und Laune

am Erhalt der Natur haben und

sich auch aktiv einbringen möchten,

sind jederzeit im NaturErlebnisGarten

Staffelsee willkommen.

Zu jeder Jahreszeit gibt es etwas

zu tun. Aktiv, sobald es nicht mehr

zu kalt ist, aber auch wenn es noch

etwas frischer ist werden bereits

Hölzer oder Steine bewegt. Durch

viel Beobachtung sieht man, wie

sich die Plätze verändern, neue

Biotope bilden, oder die Kräuterspirale

in eine andere Richtung

dreht. Ein jeder lernt, indem

er aktiv dabei ist und auch von

neuen Mitgliedern kommt immer

wieder er neuer er Input – irgendwie

ie

auch

eine Art Permakultur.

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Di 16.00 – 18.00 Uhr

Do 16.00 – 19.00 Uhr

sowie nach Vereinbarung


Verein Bier und Tradition – 5. Peißenberger Köhlertage

Dem Bier zum Wohle

Peißenberg | Bier hat eine lange

und traditionsreiche Historie.

Schon 6 000 vor Christus sollen die

Sumerer begonnen haben, Bier zu

brauen. Von den Ägyptern über

die Kelten und Römer erstreckt

sich die Geschichte bis ins Mittelalter.

Auch das Zuprosten hat

einen historischen Hintergrund,

denn: Wer seinen gefüllten Becher

mit dem seines Gegenübers

so kräftig zusammenstieß, dass

das Bier überschwappte, bewies,

kein Gift hineingemischt zu haben.

Es gibt viele solcher Geschichten,

Erzählungen und Legenden. Wie

kaum etwas anderes schafft dieses

Getränk, die Tradition der Vergangenheit

mit der modernen Welt

von heute zu verbinden.

Für bayerisches

Traditionsbewusstsein

Bier und Tradition – beides ist unweigerlich

mit Bayern verbunden.

Genau aus diesem Grund wurde

am 24. November 2007 der Peißenberger

Verein „Bier und Tradition“

gegründet. Gemeinsam

haben sich die 36 Mitglieder – bei

der Gründung waren es 39 – zur

Aufgabe gemacht, sich für das

bayerische Traditionsbewusstsein,

für den Erhalt des Reinheitsgebotes

von 1516 und für das Grundnahrungsmittel

Bier stark zu machen.

Mit verschieden Aktivitäten, Ausflügen,

Veranstaltungen oder Seminare

nehmen sie sich dem Thema

Bier an. Der Verein ist bewusst

überschaubar. „Klein und gemütlich

soll er sein“, sagt Franz-Josef

Fischer, erster Vorsitzender beim

Bier und Tradition e.V. Der 67-Jährige

stammt aus der Peißenberger

Plötz-Familie, sein Großvater Josef

hatte einst die Brauerei „Plötz-

Bräu“ in Peißenberg gegründet

und aufgebaut. Nach einer bewegten

Geschichte wurde die Brauerei

letztlich 1992 verkauft, kurz zuvor

allerdings noch in „Privatbrauerei

Peißenberg“ umbenannt. Nachdem

der Käufer seine Versprechen

und Pläne nicht einhalten konnte,

übernahm er sich und ging insolvent.

Der Name Plötz-Bräu, und

das ist Fischer durchaus wichtig,

war davon nicht betroffen. So trafen

sich Franz-Josef Fischer und

einige seiner Freunde zufällig im

Frühsommer 2007 und während

eines kurzweiligen Nachmittags

erzählte Fischer, dass er im Kleinen

zu brauen begonnen hatte.

Begeistert von der Idee, in Peißenberg

wieder eine eigene Brauerei

zu haben, kam es zur ersten Bierprobe,

und letztlich zum Namen

Plötz-Bräu². Der perfekte Anstoß

auch für den Verein Bier und Tradition,

schließlich entwickelten

sich aus dem Personenkreis der

Probanden auch die Mitglieder

des Vereins.

Köhlertage alle zwei

Jahre als Höhepunkt

Der Höhepunkt im Bier und Traditions-Kalender

sind zweifellos alle

zwei Jahre die Köhlertage, die heuer

im Juli bereits zum fünften Mal

am Festplatz Bergehalde stattfinden.

Die Idee stammt von einem

Ausflug zu einem Köhlertreffen in

der Oberpfalz. Durch die Unterstützung

von erfahrenen Köhlern

aus Bad Kohlgrub konnten die

ersten Peißenberger Köhlertage

2009 steigen. „Es ist gar nicht so

einfach“, erklärt Fischer unter anderem

den Faktor Wetter, der nie

genau einkalkuliert werden kann.

Dafür sei die Kohle im Anschluss

etwas ganz Besonderes. Fast aus

reinem Buchenholz, nur im Kern

ein wenig Fichte. Rund 150 Sack zu

Franz-Josef Fischer, Vorstand vom Peißenberger Bier und Tradition e.V.

je zehn Kilo fallen letztlich ab, die

am Samstag, 22. Juli, und letzten

Tag der Festivitäten für 20 Euro

verkauft werden. Die meiste Zeit

beansprucht der dreitägige Aufbau

des Festzeltes und des Meilers.

„Auch hier kommen bereits

Besucher und schauen zu“, freut

sich Franz-Josef Fischer auch heuer

wieder auf einige Neugierige.

Das Festprogramm startet schließlich

am Freitag, 14. Juli, um 18 Uhr

mit dem Anzünden des Meilers

durch Bürgermeisterin Manuela

Vanni und anschließendem

Zeltbetrieb mit der Musikgruppe

„Ja Mai“ bis 23 Uhr. In der kommenden

Woche kann täglich beim

Köhlern zugeschaut werden –

inklusive abwechslungsreichem

Rahmenprogramm wie etwa ein

Familiennachmittag mit „Frohsinn

2000“ am Sonntag, 16 Juli, ab 13

Uhr. Für Samstag, 15 Juli, ist zudem

der Festabend anlässlich „10

Jahre Bier und Tradition e.V.“ geplant.

Am 20. oder 21. Juli – das

genaue Datum kann wetterbedingt

nicht prognostiziert werden

– wird der Meiler geöffnet und

die Holzkohle kühlt aus, ehe die

5. Peißenberger Köhlertage am

22. Juli mit dem Holzkohleverkauf

enden. Während der Verein Bier

und Tradition die Versorgung mit

Speisen abgegeben hat, kümmern

sie sich um die Bier-Versorgung

natürlich höchstpersönlich. Dafür

werden extra 15 bis 20 Hektoliter

Knappentrunk gebraut, ein Spezialbier

mit 13 Prozent Stammwürze

und 5,5 Volumenprozent Alkohol.

Der Preis für die halbe Bier ist

mit Bedacht gewählt, auch wenn

er noch nicht final feststeht. Letztes

Jahr war er bei 2,50 Euro, viel

teurer wird es auch diesmal nicht.

„Wir wollen auf dem Boden bleiben“,

sagt Fischer. Nur so kann die

Tradition aufrecht erhalten werden

– eines der Ziele vom Verein Bier

und Tradition.

tis

> > > IMPRESSUM

„tassilo“

„tassilo“ ist ein Medium von

Birkland 40, 86971 Peiting

Telefon: 08869 / 91 22-26

Fax: 08869 / 91 22-27

Mail: info@tassilo.de

Stand bei Drucklegung im Juni 2017.

Änderungen und Fehler vorbehalten.

Auflage: 64000 Exemplare

Die aktuellen Anzeigenpreise, Mediadaten sowie Erscheinungstermine und

weitere technische Angaben finden Sie auf unserer Webseite www.tassilo.de

Erscheinungsweise: zweimonatig, kostenlose Verteilung an alle Haushalte rund

um Weilheim und die Seen — Zahlreiche Auslegestellen im Verteilgebiet.

Herausgeber: Peter Ostenrieder

Redaktion: Johannes Schelle, Tim Schmid, Peter Ostenrieder (V.i.S.d.P.)

Mitarbeiter dieser Ausgabe: Rosi Geiger, Wennaël Würmli, Beate Bentele

Anzeigenverkauf: Wolfgang Stuhler, Tim Schmid

Satz, Layout & Anzeigengestaltung: Peter Ostenrieder, Kurt Zarbock, Irmgard

Gruber, Christian Lechner, Jeannine Echtler, Tim Schmid, Jonas Desche

Druck: Gebr. Geiselberger GmbH, M.-Moser-Straße 23, 84503 Altötting

Verteilservice: KBV Vertriebs GmbH, Am Weidenbach 8, 82362 Weilheim

Fotos: Mauritius Images/P. Widmann, Johann Jilka, Ochserer Haunshofen, Peter

Ostenrieder, Johannes Schelle, Tim Schmid, Kurt Zarbock, Rosi Geiger, Beate Bentele,

SC Pöcking-Possenhofen Abt. Kyudo, Asinella Eselfarm, Musikschule Penzberg, MGC Murnau

am Staffelsee e.V., Tjark Lienke, Andreas Zahn, Nicole Pascher, Katharina La Rosa, AK 07

Kultur und Geschichte Huglfing, Schubauer v. Jena, Heimat- und Volkstrachtenverein

Starnberg e.V., Motorsport-Club Diessen, Krankenhaus GmbH Weilheim-Schongau,

Matthias Bischl, Hanns-Seidel-Stiftung, Hartmut Fischer, Am See Keramik, Gemeindearchiv

Oberammergau, Pollinger Trachtenverein, Manfred Böglmüller, Fotogruppe Traubing, Andi

Mayr, Tobias Fuhrmann, Kinderheim St. Alban, Jörg Reuther, Verein Bier und Tradition

Peißenberg, Roche Diagnostics GmbH, FüUstgBtl293/Bundeswehr, SKYGATE Ballonfahrten,

Böllerschützen Reichling, Fotolia

Geplanter Erscheinungstermin der nächsten Ausgabe September/Oktober 2017: Freitag, 25. August 2017 (Anzeigenschluss: 7. August 2017)

Für eingesandte Manuskripte wird keine Haftung sowie keine Erscheinungsgewähr übernommen.

54 | tassilo


Wissenswertes

aus der Geschäftswelt

Neuer Werkleiter bei Roche

DR. ULRICH OPITZ FOLGT AUF CLAUS HABERDA AM STANDORT PENZBERG

Penzberg | Wie Roche kürzlich bekannt gab, wird

Dr. Ulrich Opitz, derzeit Leiter der Pharma Biotech

Produktion am Standort Penzberg, ab 17. Juli Werkleiter

von Roche in Penzberg. Dr. Opitz folgt damit

auf Claus Haberda, der seit 1. März die Leitung

Finanzen und Controlling der Roche Diagnostics

GmbH übernommen hat und seither auch seine

bisherige Rolle in Personalunion weiter wahrnimmt.

„Ich freue mich über die Ernennung von

Ulrich Opitz als neuen Werkleiter. Er arbeitet seit

29 Jahren in Penzberg, kennt den Standort also

sehr gut, ist gleichzeitig hervorragend in der globalen

Roche Welt vernetzt und bringt langjährige

Erfahrung in leitender Position mit,“ kommentiert

Dr. Ursula Redeker, Sprecherin der Geschäftsführung

der Roche Diagnostics GmbH, die Ernennung

und ergänzt: „Das sind beste Voraussetzungen, um

den Standort Penzberg

weiterhin erfolgreich

zu führen und fit für

die Zukunft zu halten.“

Ulrich Opitz ist 58, hat

Biologie studiert und

seine Doktorarbeit in

Biochemie 1988 an

der Universität Regensburg abgeschlossen. Im

selben Jahr begann er seine Tätigkeit zunächst für

Boehringer Mannheim, später Roche am Standort

Penzberg im Bereich Downstream Processing

(Wirkstoffaufreinigung) in der Pharma Biotech

Produktion. Dort hatte er seitdem mehrere Leitungsfunktionen

mit steigender Verantwortung

inne, bevor er 2009 seine derzeitige Rolle übernommen

hat.

tis

Traumhaft speisen im neuen Seerestaurant

HOTEL MARINA IN BERNRIED

Bernried | Seit Ostern strahlt das Seerestaurant

des Bernrieder Hotels Marina in neuem Glanz.

Geschaffen wurde eine 300 Quadratmeter große

Eventfläche, die fast vollständig verglast ist und

somit nahezu uneingeschränkten Blick auf den

Starnberger See sowie hauseigenen Yachthafen

ermöglicht. Dahinter steckt die Handschrift eines

internationalen Planer-Teams, geleitet von Benedikt

Sunder-Plassmann. Dem Architekten wird

exzellentes Gespür für das Zusammenspiel von

Raum, Farbe und Licht nachgesagt – und wie das

Ergebnis der Sanierung zeigt, wurde er seinem

Ruf gerecht. Die neue, gigantische Seegastronomie

im Marina Resort beinhaltet ein Restaurant

mit 85 Sitzplätzen innen und 150 Plätzen außen,

eine Bar, ein Kaminrestaurant mit 75 Plätzen innen

sowie 40 Plätzen außen, eine Lounge & Bar mit

60 Außenplätzen sowie Seetreppen mit insgesamt

150 Plätzen, die ebenfalls allesamt im Außenbereich

liegen. Hinter Essen, Getränke und Lokalität

steht ein spezielles Konzept, angelehnt an die vier

essentiellen Elemente Erde, Feuer, Wasser und

Luft. Unter „geerdet“ sind traditionelle Gerichte

in klassischer Zubereitung mit frischen Produkten

aus heimischer Erde vom hauseigenen Hof zu verstehen.

Als „feurig“ gilt ein neues Barbecue-Konzept

mit Leckereien vom heißen Grillfeuer. „Luftig“

ist es auf den bereits erwähnten Außenflächen mit

insgesamt 400 Plätzen. Und das Element „Wasser“

erklärt sich am Ufer des zweitgrößten Sees Bayerns

von allein. Wer sich einen exakten Eindruck

des beeindruckenden Neubaus verschaffen möchte,

sollte am Freitag, 9. Juli, von 14 bis 18 Uhr zum

Tag der offenen Tür vorbeischauen. Das Marina

Seerestaurant befindet sich Am Yachthafen 1-15 in

Bernried.

js

juli / august 2017 | 55


Auf „hoher“ See mit Kapitän Günter Engel

Goldene Schallplatten, Golfer und

ein verrückter Gamsbartträger

Starnberg | Als Günter Engel vor 35

Jahren bei der Starnberger Seenschifffahrt

als Maler angefangen

hat, gefällt es ihm nicht annähernd

so gut wie heute. Die Stimmung ist

steif, die Herren Kapitäne, die in

der Hierarchie weit über den Matrosen

und Maschinisten stehen,

bestehen auch bei langjährig verdienten

Kollegen stringent auf das

„Sie“. Als ihm nach zwei Jahren

einer der Schiffführer „total unerwartet“

das „Du“ anbietet, wächst

bei Engel die Freude mit jedem

weiteren Arbeitstag. Er qualifiziert

sich weiter, bis er selbst ganz oben

steht in der Hierarchie. „Nur, dass

die Zeiten der Arroganz längst vorbei

sind“, sagt er, holt sein Smartphone

aus seiner Kapitäns-Hose,

öffnet die Bildergalerie und zeigt

ein dunkles Foto mit vielen kleinen

roten Punkten, das er vergangenes

Jahr im Steuerhaus der MS Seeshaupt

aufgenommen hat. „Alles,

was größer als eine Katze ist, wird

auf dem Radar angezeigt“, erklärt

er. An jenem Tag wimmelt es auf

dem Starnberger See nur so vor

Schwimmern, Ruderern, Fischern

und Seglern – eine echte Herausforderung,

bei dieser Verkehrsdichte

das größte Starnberger

Schiff kollisionsfrei von Hafen zu

Hafen zu führen.

An diesem Dienstagmorgen, strahlendblauer

Himmel bei 22 Grad, ist

überraschend wenig los auf dem

zweitgrößten See Bayerns. Auch die

Anzahl der Gäste auf der MS Seeshaupt

ist diesmal überschaubar.

119 Leute zählt Günter Engel am

hölzernen Steg in Starnberg, wo

Kapitän Günter Engel im Steuerhaus der MS Seeshaupt.

er jeden Passagier persönlich begrüßt.

„Gehört auch dazu zum Beruf

des Schiffführers“, sagt er, ehe

er pünktlich um 10.35 Uhr wieder

hinauf steigt ins Steuerhaus und

absetzt mit seinem 450-Tonner, der

Platz für 800 Leute bietet, maximal

26 Stundenkilometer schnell fährt

und mit Restaurant, Liegeflächen,

Sitzbereichen und Aussichtsturm

über drei Etagen keine Wünsche

offen lässt. Das gilt auch für Menschen

im Rollstuhl, die das Sonnendeck

per Aufzug erreichen.

Gefahrenherd

Stand-Up-Paddler

Während es sich die rar gesäten

Gäste mit lässiger, schwarzer Sonnenbrille

und Haferl Cappuccino

gemütlich machen auf den Liegen,

erzählt Günter Engel von den vielen

Seglern und den immer mehr

werdenden Stand-Up-Paddlern,

von denen es „solche und solche

gibt“. Die einen, die den Sport beherrschen,

Wasser, Wind und Wetter

richtig einschätzen und rechtzeitig

Abstand gewinnen zur MS

Seeshaupt. Und die, die Bötchen

oder Board nicht im Griff haben

und mit viel zu hoher Geschwindigkeit

Engel und seinem Schiff

bedrohlich nahe kommen, ihn zu

slalomartigen Ausweichmanövern

zwingen. „Viele Leute denken immer,

ich kann von jetzt auf gleich

den Stempel reinhauen und bremsen,

aber das ist nicht so.“ Selbst

im äußersten Notfall braucht Engel

150 Meter Bremsweg. Im Normalfall

300 Meter.

Zwei Fahrten stehen bei Engel,

57, grauer Vollbart und boarischer

Akzent heute auf dem Dienstplan.

Die erste, die zweitgrößte Rundfahrt

auf dem Starnberger See,

startet um 10.35 Uhr und endet

um 14.02 Uhr. Sie führt zickzackartig

von Starnberg über Berg,

Leoni, Possenhofen, Tutzing, Ammerland,

Bernried und Ambach

bis nach Seeshaupt, dann – mit

wenigen Ausnahmen – dieselben

Stationen wieder zurück. 18 Euro

zahlt der Gast für diese Fahrt.

Schifffahrt-Liebhabern empfiehlt

Engel das Jahresticket für 180 Euro,

das auch auf Tegern-, Königs- und

Ammersee gilt. Die Starnberger

Seenschifffahrt ist nämlich Teil der

Bayerischen Seenschifffahrt, die

eben diese vier Seen betreut. Wobei

Engel in diesen 35 Jahren stets

dem Starnberger die Treue hielt –

und auch weiterhin halten wird.

„Weil es für mich keinen schöneren,

abwechslungsreicheren Beruf

gibt.“ Immer wieder werde er von

den Fahrgästen gefragt, ob es ihm

über die vielen Jahre hinweg nicht

zu langweilig geworden ist. „Definitiv

nicht, weil hier auf dem See

wirklich jeder Tag anders ist.“ Vor

allem für Leute wie Engel, die sich

auf und um den See auskennen

56 | tassilo


wie in ihrer eigenen Westentasche,

die Bewohner und Geschichten jeder

noch so versteckten Villa wissen.

Und obendrein die verrücktesten

Dinge erlebt haben. „Dinge,

die man eigentlich für unmöglich

hält.“

Zigarren vom

Hubschrauber

Dass das Ufer des Starnberger Sees

ein beliebtes Zuhause der Schönen

und Reichen ist, dürfte jedem bekannt

sein. Für Engel und seine

Kollegen heißt das immer wieder

mal: Sonderfahrten einbauen mit

Leuten, für die Geld keine Rolle

spielt. Konkrete Namen möchte

der gebürtige Wielenbacher nicht

verraten. Aber auf seinem Schiff

sind schon goldene Schallplatten

verliehen oder die neuesten Luxuskarren

von BMW vorgestellt worden.

Geschäftsleute haben inmitten

auf hoher See den Drang nach

edlen Zigarren verspürt, diese

spontan per Helikopter von München

einfliegen lassen. „Golfspieler“,

denen es nicht um den Sport,

sondern ums Geschäft gegangen

ist, haben auf dem Schiffsdeck ein

Podest für Abschläge montieren

lassen. Das Loch ist auf einem vom

Schiff hinterher gezogenen Floß

platziert gewesen. Die Golfbälle

wurden der Umwelt zuliebe und

aufgrund akuter Ballverschleiß-

Gefahr aus Eis geformt. „Sowas

vergisst du nicht“, sagt Engel.

Schon gar nicht die Auftritte einzelner

Fahrgäste. Ein älterer Herr,

fesch gekleidet in originaler Tracht

inklusive Hut und Gamsbart, wollte

während der Fahrt „die ganze

Zeit über Bord“ und ins Wasser

springen – wohlgemerkt in voller

Montur. „Das haben wir natürlich

nicht zugelassen.“ Verhindern

konnten es Engel und seine dreiköpfige

Crew trotzdem nicht. Beim

Aussteigen nimmt der zugegeben

angetrunkene Herr Anlauf und

springt letztlich vom Steg ins kühle

Nass – mit Lederhose, Hut und

Gamsbart.

Plötzlich gefühlte

15 Grad kälter

Etwas mehr Leben kehrt auch

bei der heutigen Rundfahrt ein,

als in Seeshaupt eine energiegeladene

Horde Schüler zusteigt.

Schnurstracks kraxeln die Jungs

und Mädels hinauf auf den Aussichtsturm

und sind begeistert von

dieser herrlichen Weitsicht mit

unberührter Wasseroberfläche,

saftig grünen Bäumen am Ufer

und der noch schneeweißen Zugspitze.

Allzu lange halten sie sich

dort oben, zehn Meter über der

Wasseroberfläche, allerdings nicht

auf. Die Rückfahrt geht gegen die

Windrichtung – ist um gefühlte 15

Grad kälter. Selbst bei schönstem

Wetter und am Ufer sehr angenehmen

Temperaturen sollten neben

Sonnencreme und Sonnenbrille

auch immer Jacke oder Pulli mit an

Bord sein. Insbesondere bei drohendem

Unwetter, dass den See in

nur einer Stunde vom Erholungsort

zum gefährlichen Tollhaus mit

bis zu einem Meter hohen Wellen

verwandelt. Die Kombination aus

Böen und Starkregen gefällt Günter

Engel am allerwenigsten, „weil

die Sicht dann meistens gegen

Null geht, das Anlegen am Steg

unmöglich ist“. Während Segler,

Fischer, Schwimmer, Ruderer und

Angler schnellstmöglich versuchen

zu stranden, bleibt Engel in

solchen Fällen lieber auf dem See

und wartet, bis die Gefahr vorüberzieht.

Nach Wetterumbruch sieht es an

diesem Dienstag nicht aus. Trotzdem

erinnert sich Engel bei stärker

werdendem Wind immer an

sein schlimmstes Schiffsführer-

Erlebnis, als ein Segler direkt vor

seinen und den Augen dessen

Frau ums Leben gekommen ist.

„Er hat sich ständig zwischen Boot

und Steg gestemmt, um sein Boot

zu schützen.“ Doch die Kraft des

Sturmes und der aufpeitschenden

Wellen war stärker. „Tragisch“,

seufzt Engel, der diese prägenden

Bilder niemals vergessen wird. Allein

deshalb nicht, weil es bei einer

seiner ersten Rundfahrten als

Schiffsführer passiert ist. Also zu

jener Zeit, als Günter Engel immer

mehr gefallen findet als Mitarbeiter

der Bayerischen Seenfahrt. Und

sich heute keinen schöneren Beruf

mehr vorstellen könnte.

js

juli / august 2017 | 57

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Bundeswehr rüstet IT-Sektor auf

Die Cyber-Kräfte der Werdenfels-Kaserne

Murnau | Im internationalen Vergleich

hinkt die Deutsche Bundeswehr

in Sachen Kommunikation

hinterher. Die logische Folge: Sowohl

technisch als auch personell

soll in diesem Sektor aufgerüstet

werden. „Wer die Werbung der

Bundeswehr die vergangenen

Wochen und Monate verfolgt hat –

es geht nahezu ausschließlich um

Begriffe wie Cyber und IT“, sagt

Christopher Schüttler, Presseoffizier

der Werdenfelser Kaserne in

Murnau. Schüttler spricht in diesem

Zusammenhang sogar von

akuten Personalproblemen, die

insbesondere auch Murnau betreffen.

Rund 400 Soldaten sind

beim Führungsunterstützungsbataillon

293, so der offizielle Name

der Murnauer Einheit, derzeit stationiert.

„Stand jetzt bräuchten wir

hier allerdings schon 700 Leute,

sind also 300 zu wenig. Und auf

lange Sicht bräuchten wir noch viel

mehr.“ Die Rede ist ausschließlich

von IT-Spezialisten oder an diesen

Bereich angelehnte Berufstätige,

die von der Murnauer Kaserne aus

zuständig sind für eine reibungslose

Kommunikation unter den

deutschen Soldaten, die unter anderem

in Mali, Afghanistan, Kosovo

und Nord-Irak stationiert sind.

Das Führungsunterstützungsbataillon

in Murnau ist in fünf Kompanien

unterteilt. Die erste kümmert

sich neben der Kommunikation

zusätzlich um die Grundausbildung.

„Der einzige Bereich in unserer

Kaserne, der nichts mit IT zu

tun hat“, sagt Schüttler, der in der

Abschaffung des verpflichtenden

Grundwehrdienstes die Hauptursache

des Personalmangels sieht –

und hofft, dass sich in Zukunft

wieder mehr junge Menschen für

Die Murnauer Soldaten sorgen für sicheren Funk in Kriegsgebieten.

den Freiwilligendienst interessieren.

Der dauert drei Monate und

kann zu jedem neuen Quartal und

unter Einverständnis der Eltern

bereits mit 17 Jahren angefangen

werden. Die Ausbildung beinhaltet

militärisches Grundkönnen und

-wissen, zum Beispiel „Leben im

Felde“, Orientieren, Kartenlesen,

Umgang mit Waffen sowie körperliche

Fitness – Eigenschaften, die

auch die Murnauer IT-Spezialisten

brauchen, wenn sie Offiziere und

Soldaten mit ihren technischen

Kommunikationsgeräten in Krisengebiete

begleiten.

Walki-Talki und

verlegefähiges Netz

Besonders wichtig sind im Falle

eines Einsatzes mobile Kommunikationsgeräte,

die an jedem

x-beliebigen Ort aufgebaut beziehungsweise

verwendet werden

können. Die Murnauer IT-Spezialisten

arbeiten mit fünf verschiedenen

mobilen Systemen. Der

Klassiker und seit vielen Jahren

bewährt: Handfunkgeräte, bekannter

als Walki-Talki. Derweil

für Sprach- und Datenkommunikation

dienen Satellitenübertragungssysteme,

ein aus dem TV

bekanntes Bild sind beispielsweise

Bundeswehr-Geländewagen,

die auf der Ladefläche eine große

Satellitenschüssel mit sich führen

und mit dieser für entsprechenden

Empfang sorgen. Das dritte mobile

Kommunikationssystem ist ein sogenannter

digitaler Richtfunk, der

über zwei gegenüberstehenden

Antennen erzeugt wird. Wichtig

hierbei: Die Antennen

müssen sich „sehen“

können,

dürfen

also

nicht durch Hindernisse wie Bäume,

Hügel oder Häuser voneinander

getrennt sein. Sollte die

Datenübertragung über Satellit

ausfallen, greifen die Murnauer

IT-Spezialisten auf Hochfrequenz-

Funk zurück. „Der funktioniert

über elektromagnetische Wellen,

über die man weltweit und unabhängig

von Satelliten kommunizieren

kann, allerdings gibt es Abstriche

was die Übertragungsrate

angeht. Telefonie oder Schreibfunk

sind aber kein Problem“, sagt

Schüttler, der auch noch auf die

fünfte Möglichkeit hinweist: „Verlegefähiges

Access-Netz.“ Einfach

ausgedrückt: Das Aufbauen eines

mobilen Netzwerks, um auch in

abgelegenen Gegenden leistungsstarke

Computer und Telefone anzuschließen.

IT-Ausbildung

in Pöcking

Wie diese einzelnen Kommunikationsgeräte

im Detail funktionieren

und aufgebaut werden, lernen

die IT-Experten im Rahmen einer

gezielten Ausbildung kennen.

Diese hat bislang in Feldafing bei

Starnberg stattgefunden und wurde

kürzlich nach Pöcking verlegt.

Alle angehenden Soldaten, die

sich in Murnau für den IT- und

Cyber-Sektor langfristig für zwölf

oder gar 25 Jahre verpflichten

möchten, gehen fortan in Pöcking

zur Schule.

Generell gibt es in ganz Deutschland

nur sechs Führungsunterstützungsbataillons,

von denen

mit Murnau und Dillingen zwei

in Bayern liegen – und bald unter

neuem Namen agieren. Im

Zuge der Aufrüstung des IT- und

Informationsbereichs wird der

Name „Führungsunterstützungsbataillon“

aus dem Wortschatz

der Bundeswehr gestrichen und

durch den zeitgemäßeren Namen

„IT-Bataillon“ ersetzt. Was für die

Murnauer unverändert bleibt, ist

die Erkennungsziffer 293, die seit

jeher für die Bundeswehr-Station

in Murnau steht. Der vollständige

Name der Werdenfelser Kaserne

heißt in Zukunft also IT-Bataillon

293, der im Zuge der technischen

Aufrüstung auf neues, motiviertes

Personal hofft, das die sichere

Kommunikation von Soldat zu Soldat

gewährleistet.

js

58 | tassilo


DAS TASSILO-HEIMATRÄTSEL

Die Bewacherin von ...?

Tassiloland | Schier majestätisch

ragt sie über die wenigen Spitzdächer

des Dorfes. Eine brusthohe

Mauer aus Gestein zäunt sie märchenhaft

ein. Zwischen Pforte und

Gatter ruhen die Verstorbenen. In

ihrer nördlich angrenzenden Wiese

blüht der Löwenzahn. Südlich

und westlich von ihr grasen kleinere

Pferde. Ostseitig bestäuben

summende Bienen die Obstbäume

in den gepflegten Gärten. Die

Fahne an der Spitze des Maibaums

schwingt mit dem sanft wehenden

Wind. Ein zauberhafter Fleck, den

sie da oben einnimmt. Stundenlang

könnte man sich dort aufhalten,

um sich blicken, das Alpenpanorama

im entfernten Hintergrund

aufsaugen, einfach inne halten.

Oder sie selbst etwas genauer unter

die Lupe nehmen. Entstanden

sei sie im Jahre 1730, so zumindest

die Überlieferung. Doch wovon

schwärmen wir überhaupt? Im aktuellen

Heimaträtsel möchten wir

von Ihnen wissen, über welchen

Ortsteil diese herrliche katholische

Kirche, deren korrekten Namen wir

natürlich nicht verraten, ragt. Kleiner

Tipp an alle, die mit dem Foto

(aufgenommen im Mai) überhaupt

nichts anfangen können. Sie steht

weder auf Weilheimer noch Penzberger

Flur. Schicken Sie uns den

gesuchten Dorfnamen per Post

mit dem Stichwort „Heimaträtsel“

an „tassilo“, Birkland 40 in 86971

Peiting. Oder eine E-Mail an info@

tassilo.de. Bitte geben Sie ihre

vollständige Adresse an, da der

Gewinn per Post zugesandt wird.

Zu gewinnen gibt es auch diesmal

fünf Badewelt-Familienkarten

für das „Plantsch – Badespaß und

Saunaland“ – ein ideales Ausflugsziel

für den Sommer. Wir

wünschen viel Erfolg!

js

> > > DES LETZTEN RÄTSELS LÖSUNG

Pionierarbeit hieß das Stichwort des Heimaträtsels aus der Mai/Juni-

Ausgabe des „tassilo“. Wir hatten nach der Heimat einer Skulptur

gefragt und welche Besonderheit das Gebäude, an der sie hängt,

beherbergt. Wir geben zu, das Rätsel war nicht einfach. Daher waren

wir umso mehr überrascht, wie viele und vor allem korrekte Einsendungen

wir zugeschickt bekommen haben. Die richtige Antwort:

Die Skulptur hängt oberhalb des Eingangs der Weilheimer Stadtapotheke

in der Admiral-Hipper-Straße. An dieser Stelle stand einst die

erste nicht-klösterliche Apotheke Bayerns, die 1561 eröffnet wurde.

Losglück hatten diesmal Eva-Maria Muche aus Weilheim, Ulla Hatton-Fabich

aus Penzberg, Moritz Spitzenberger aus Weilheim sowie

Ramona Nägele und Konrad Schumacher, beide aus Wielenbach. Für

alle geht es gemeinsam mit der Familie zum Plantschen. tis

juli / august 2017 | 59


JULI /


Veranstaltungskalender

1. Juli bis 31. August 2017

WEILHEIM

SA 01.07.

16.30 bis 20.00 Uhr

Das blaue Band — die Ammergemeinden

bandeln an“ mit

Infoständen und Mitmachaktionen

zu Fluss, Flusstiere, Wasser und

Kiesel vor der Stadthalle

17.30 Uhr

Open-Air Benefizshow mit

Vaganti, Klangfabrik und anderen

Künstlern am TSV Fußballplatz

PEISSENBERG

14.00 bis 17.00 Uhr

Bockerlbahn-Fahrtag an der

Tiefstollenhalle. Kosten: 1 €

14.30 Uhr

Grillfest mit Livemusik in der

Tiefstollenhalle

DIESSEN

13.00 bis 16.00 Uhr

Sommerfest an der Musikschule.

www.musikschule-diessen.de

14.00 bis 20.00 Uhr

Sommerfest mit Entenrennen an

den Seeanlagen

STARNBERG

19.00 Uhr

Gospel-Jubiläumskonzert — 20

Jahre Uli-Singers in der Schlossberghalle.

Karten: 15 € / 10 €. VVK

Tourist-Info und Kulturamt. Siehe

Seite 22

PENZBERG

10.00 bis 12.00 Uhr

Französische Matinée mit französischen

Spezialitäten und Musik

vom „Trio Nostalgie“ am Stadtplatz

16.00 Uhr

Französisches Weinfest in der

Stadthalle

MURNAU

9.00 Uhr

Fundsachen ersteigern im Bauhof

9.00 bis 18.00 Uhr

Büchermarkt im Kemmelpark

ANTDORF

20.00 Uhr

Theater im Schützenheim

EGLFING

20.00 Uhr

LaBoum-Fete des ASV mit H-

Sounds DJ Team im Stadl

IFFELDORF

20.00 Uhr

Ländliche Konzerte Penzberg –

Musica Burana „Ein ewig Rätsel

bleiben will ich“ König Ludwig

II. im Deichstetterhaus. Eintritt:

18 € / 14 € / 7 €. VVK Buchh. Rolles,

Gelbes Blatt und 08856 / 9857

POLLING

14.00 Uhr

Kinder- und Jugendtag mit verschiedenen

Puzzles am Gemeindekindergarten

15.00 Uhr

Kinderkino „Neues von Petterson

und Findus“ im Feuerwehrhaus

ANDECHS

20.00 Uhr

Konzert „Gospels at Heaven“ unter

Leitung von Sonja Lachenmayr im

Florian-Stadl. VVK bei München

Ticket

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt vor dem Rathaus

8.00 Uhr

Historisches Festspiel „Die Fischerhochzeit“.

Weitere Infos unter www.

tutzing.de und auf Seite 45

13.00 bis 17.00 Uhr

Ausstellung „Hochzeitsbräuche“

im Ortsmuseum. Bis 17.09.

PEISSENBERG

SO 02.07.

14.00 bis 17.00 Uhr

Bockerlbahn-Fahrtag an der

Tiefstollenhalle. Kosten: 1 €

19.00 Uhr

Serenade mit Liederkranz, Bergsteiger-

und Volkschor im Caritas

Seniorenzentrum St. Ulrich

MURNAU

10.00 bis 17.00 Uhr

Büchermarkt im Kemmelpark

19.00 bis 21.00 Uhr

Sommerkonzert mit dem Chor

„Cantamus“ im Kultur- und Tagungszentrum.

Eintritt frei

RAISTING

8.00 Uhr

Flohmarkt am Vereinsheim.

Infos unter 01578 / 4633297

IFFELDORF

11.00 Uhr

Pfarrfest im Pfarrgarten. Bei

schlechtem Wetter Pfarrei St. Vitus

PÖCKING

18.00 Uhr

Sommerliche Jubiläumsserenade

im evangelischen Gemeindehaus.

Eintritt frei. Infos unter 08157 / 2337

TUTZING

6.00 Uhr

Historisches Festspiel „Die Fischerhochzeit“.

Siehe Seite 45

10.30 Uhr

Festgottesdienst der Fischerhochzeit

in der St. Josephskirche. Siehe

Seite 45

11.30 bis 13.00 Uhr

Ausstellung „Von Dutcingun bis

Tutzing“ im Roncallihaus. Infos

unter 0172 / 7018501. Bis 6.8.

WEILHEIM

MO 03.07.

16.00 bis 16.45 Uhr

Vorlesestunde der „LeseRatten“ in

der Stadtbücherei. Für Kinder von

4 bis 9 Jahren. Eintritt frei

PEISSENBERG

19.30 Uhr

Tauschabend für Briefmarken der

Sammlerfreunde Peiting e.V. in

der Bücherei

PENZBERG

12.00 Uhr

Seniorengruppe „Lieber gemeinsam

als einsam“ im Pfarrsaal

Steigenberg

MURNAU

18.00 Uhr

Eröffnungsfeier der deutschen

Minigolf-Meisterschaften im Festzelt

an der Freizeitanlage. Siehe

Seite 14/15

18.00 bis 19.30 Uhr

Vorspieltage der Camerloher Musikschule

Murnau e.V. im Kulturund

Tagungszentrum. Eintritt frei

20.00 Uhr

Diavortrag „Naturparadies

Murnauer Moos“ mit Martin Doll

im Kultur- und Tagungszentrum.

Eintritt: 5 €

WEILHEIM

DI 04.07.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

PEISSENBERG

16.30 Uhr

Sprach-Café im Gemeindesaal der

evangelischen Kirche

MURNAU

18.00 bis 19.30 Uhr

Vorspieltage der Camerloher Musikschule

Murnau e.V. im Kulturund

Tagungszentrum. Eintritt frei

BERNRIED

8.30 bis 14.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhof

TUTZING

14.00 bis 18.00 Uhr

Fotoausstellung „Fischerhochzeitsszenen“

im Rathaus. Bis 5.1.18

Weitere Infos unter 08158 / 25022.

> > > BLUTSPENDETERMINE DES ROTEN KREUZES

Mo, 24. Juli 16 bis 20 Uhr Peißenberg, Zerhoch-Mittelschule

Do, 3. August 16 bis 20 Uhr Penzberg, BRK-Haus

Fr, 4. August 16 bis 20 Uhr Penzberg, BRK-Haus

Mo, 21. August 16 bis 20 Uhr Murnau, Kultur- und Tagungsz.

Do, 24. August 16 bis 20 Uhr Weilheim, BRK-Haus

Fr, 25. August 16 bis 20 Uhr Weilheim, BRK-Haus

juli / august 2017 | 61


WEILHEIM

MI 05.07.

16.00 bis 17.00 Uhr

Märchenzeit „Dornröschen“ als

Tischtheater in der Stadtbücherei.

Für Kinder ab 4 Jahren. Eintritt frei

20.00 Uhr

Weilheimer Glaubensfragen —

Vortrag „Neue Zeiten brauchen

neue Wege, Christsein im 21. Jahrhundert“

mit Prof. Dr. Gotthard

Fuchs im Haus der Begegnung

STARNBERG

20.00 Uhr

Vortrag über die Psychologie der

Täuschung „Die Tricks unseres

Gehirns — Warum Wissen nicht vor

Täuschung schützt“ von Dipl.-

Physiker Thomas Fraps in der

Schlossberghalle. Eintritt: 8 € / 5 €.

VVK in Tourist-Info und Kulturamt

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerz.

8.00 bis 18.00 Uhr

Deutsche Minigolf-Meisterschaften

an der Freizeitanlage. Siehe

Seite 14/15

18.00 bis 19.30 Uhr

Vorspieltage der Camerloher Musikschule

Murnau e.V. im Kulturund

Tagungszentrum. Eintritt frei

PÄHL

14.30 Uhr

Kaffeekranzl im Kerschlach Café

OBERHAUSEN

19.30 bis 21.00 Uhr

„Bairisch – Texte – Gschtanzl –

Musik“ mit Karl Wilhelm in der

Torfwirtschaft „La Cantina“.

Kosten: 9 €. Anmeldung unter

www.vhs.peissenberg.de

FORST

14.00 Uhr

Seniorennachmittag in der alten

Kanzlei. Infos unter 08809 / 1070

WEILHEIM

DO 06.07.

17.00 Uhr

30. Französische Woche auf dem

Marienplatz. Siehe Anzeige S. 59,

www.franzoesische-woche.com

PEISSENBERG

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

DIESSEN

20.00 Uhr

Die virtuelle Companie „Wer den

anderen...“ beim Huber Häuser.

Einlass ab 19.30 Uhr. Eintritt: 12 €

(Asylsuchende frei). VVK bei Buchh.

Oswald unter 08807 / 8899

PENZBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Stadtplatz

MURNAU

8.00 bis 18.00 Uhr

Deutsche Minigolf-Meisterschaften

an der Freizeitanlage. Siehe

Seite 14/15

9.00 bis 15.00 Uhr

Radtour in Murnau und Werdenfelser

Land. Treffpunkt am

Wanderparkplatz. Anmeldung unter

08841 / 626579 oder 0173 / 8122277

9.30 bis 14.30 Uhr

Moosführung mit Dr. Helmut Hermann.Treffpunkt

an der Infotafel am

Wanderparkplatz. Kosten: 6 € / 5 €.

Infos unter 08841 / 61410

18.00 bis 19.30 Uhr

Vorspieltage der Camerloher Musikschule

Murnau e.V. im Kulturund

Tagungszentrum. Eintritt frei

19.00 bis 20.00 Uhr

Sommerkonzert „Musik der

Renaissance und des Barock“ der

Lehrer der Camerloher Musikschule

im Kulturpark. Eintritt frei

SEESHAUPT

20.00 Uhr

Konzert von „Reiter & Gruber“ in

der Seeresidenz Alte Post. Infos

unter www.seeresidenz-alte-post.de

FORST

15.30 Uhr

Kinderkino „Neues von Petterson

und Findus“ in der Grundschule

ODERDING

17.00 Uhr

Radldemo auf der Ammerbrücke

„Muss denn erst einer sterben?

– Radlbrücke Oderding jetzt!“.

Treffpunkt um 16.30 Uhr am Dorfgemeinschaftshaus

WEILHEIM

FR 07.07.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

11.30 bis 23.30 Uhr

30. Französische Woche auf dem

Marienplatz. Siehe Anzeige Seite

59, www.franzoesische-woche.com

DIESSEN

20.00 Uhr

Die virtuelle Companie „Wer den

anderen...“ bei den Huber Häusern.

Einlass ab 19.30 Uhr. Eintritt:

12 € (Asylsuchende frei). VVK bei der

Buchhandlung Oswald

STARNBERG

20.00 Uhr

Schlossfest — 45. Burghofsingen

im Schlosshof. Eintritt: 12 € / 8 €.

Einlass ab 19 Uhr. VVK unter

08151 / 772136

MURNAU

8.00 bis 18.00 Uhr

Deutsche Minigolf-Meisterschaften.

Siehe. S. 14/15

20.30 Uhr

Konzert „JAQEE - Reggae and

more“ in der Westtorhalle. Eintritt:

15 €

ANDECHS

19.00 bis 20.00 Uhr

Kulturreihe „Andechser Miniaturen“

mit Kabarettist Julian

Wittmann. Treffpunkt 30 Minuten

vor Beginn an der Maibaumwiese.

Eintritt: 5 €. Anmeldung an der

Klosterpforte oder unter 08152 / 3760

TUTZING

19.00 Uhr

Sommerkonzert der Musikschule

im Gymnasium. Eintritt frei

WEILHEIM

SA 08.07.

10.00 bis 16.00 Uhr

Tag der offenen Tür bei Motoren

Bauer. Siehe Anzeige Seite 18

11.30 bis 23.30 Uhr

30. Französische Woche auf dem

Marienplatz. Siehe Anzeige Seite

59, www.franzoesische-woche.com

17.00 bis 22.00 Uhr

Nachtflohmarkt vor der Kleinen

Hochlandhalle

DIESSEN

19.30 Uhr

Workshop für Bands und Einzelmusiker

„P.Obb_Labor: Mein

Sound, meine Band“ am Jugendtreff

und in der Musikschule. Für

Jugendliche bis 27 Jahren.

www.kreiskulturtage-landsberg.de

19.30 Uhr

Konzert von Gri Han Lutsch

Schwab im Café Vogel. Reservierungen

unter 08807 / 340

STARNBERG

20.00 Uhr

Schlossfest „Orpheus has just

left the building“ im Schlosshof.

Eintritt: 12 € / 8 €. VVK in Tourist-Info

und Kulturamt

MURNAU

8.00 bis 18.00 Uhr

Deutsche Minigolf-Meisterschaften.

Siehe Seite 14/15

20.30 Uhr

Jam-Session in der Westtorhalle.

Eintritt frei

EBERFING

20.00 Uhr

Hot-Summer-Party am Bauhof

HABACH

19.00 Uhr

Weiherfest der Musikkapelle am

Koppenbergweiher

IFFELDORF

19.00 Uhr

Meisterkonzert „L'Accademia

Giocosa“ im Gemeindezentrum.

www.iffeldorfer-meisterkonzerte.de

FELDAFING

19.00 Uhr

„Nacht der 901 Kerzen“ mit

Schmankerlangeboten, Bars und

Musik am Rathaus

PÖCKING

10.00 bis 16.00 Uhr

Tag der offenen Tür des Max-

Planck-Instituts für Ornithologie

am Standort in Seewiesen

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt vor dem Rathaus

9.00 bis 14.00 Uhr

Botanische Wanderung durch die

Waldschmidtschlucht zur Ilkahöhe.

Weitere Infos bei der Tourist-Info

/

62 | tassilo


WOLFRATSHAUSEN

14.00 Uhr

Flussfestival – Familienmusical

„Die Kuh, die wollt ins Kino

gehen“ an der Alten Floßlände.

Siehe Anzeige Seite 32

20.00 Uhr

Flussfestival – Kabarett mit Max

Uthoff an der Alten Floßlände.

Siehe Anzeige Seite 32

WEILHEIM

SO 09.07.

7.30 bis 11.30 Uhr

Kleintiermarkt in der Kleinen

Hochlandhalle

11.30 bis 22.30 Uhr

30. Französische Woche auf dem

Marienplatz. Siehe Anzeige Seite

59, www.franzoesische-woche.com

DIESSEN

19.30 Uhr

Workshop für Bands und Einzelmusiker

„P.Obb_Labor: Mein

Sound, meine Band“ am Jugendtreff

und in der Musikschule. Für

Jugendliche bis 27 Jahren.

www.kreiskulturtage-landsberg.de

STARNBERG

11.00 Uhr

Schlossfest „Die Reise der Feder“

im Schlosshof. Eintritt: 5 €. VVK in

der Tourist-Info und Kulturamt

12.30 Uhr

Prinzregent-Luitpold-Fischerstechen

an der Seepromenade. Eintritt:

5 €. Einlass 11 Uhr. Siehe S. 22

18.00 Uhr

Schlossfest „Eine Geschichte der

Welt in 9 Gitarren“ im Schlosshof.

Eintritt: 19 € / 12 €. VVK in Tourist-

Info und Kulturamt

BERNRIED

18.00 Uhr

Schülerkonzert der Musikschule

im Barocksaal des Klosters. Eintritt

frei

RAISTING

14.00 bis 17.00 Uhr

Industriedenkmal Radom geöffnet

an der Erdfunkstelle. Eintritt:

6 € / 3 €. www.radom-raisting.de

EBERFING

11.00 Uhr

Führung zum Thema „Sonne

und ihre Flecken — ein Maß für

ihre Aktivität“ in der Sternwarte,

Escherstraße 12. Weitere Infos unter

www.sternwarte-eberfing.de

TUTZING

19.30 Uhr

Klassik Open-Air „45 Jahre Musikfreunde

Tuzting e.V.“ im Schlosshof.

Eintritt: ab 22 €. VVK Buchh.

Held unter 08158 / 8388. Infos unter

08158 / 3876, www.musikfreundetutzing.info

oder auf Seite 22

WIES

19.00 Uhr

Festlicher Sommer in der Wies –

Konzert mit Werken von Beethoven

und Schubert in der Wieskirche.

Karten: 26 – 42 €. Tickets unter

www.wieskonzerte.de

WOLFRATSHAUSEN

20.00 Uhr

Flussfestival – Konzert „The African

Night“ an der Alten Floßlände.

Siehe Anzeige Seite 32

PENZBERG

MO 10.07.

19.00 Uhr

Vortrag und Führung zur Ausstellung

„Helmuth Macke — Künstlerfreund

Heinrich Campendonks“

von Burkhard Leismann im Museum.

Ausstellung ab 18 Uhr geöffnet

MURNAU

9.30 bis 13.00 Uhr

Leichte Mooswanderung zum

Drachenstich. Treffpunkt am

Wanderparkplatz. Kosten: 6 €.

Infos bei Susanne van Hoof unter

08841 / 61410

17.00 bis 18.30 Uhr

Kunsthistorischer Spaziergang im

Ort. Kosten: 6 €. Treffpunkt vor dem

Kultur- und Tagungszentrum

WEILHEIM

DI 11.07.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

DIESSEN

19.00 Uhr

Schachabend im Denkerhaus. Kostenlos

und ohne Anmeldung. Bitte

ein Schachspiel mitbringen

STARNBERG

19.30 Uhr

Filmvorstellung „Karibische Träume“

von Ralf Reckmann in der

Schlossberghalle. Eintritt frei

PENZBERG

14.00 Uhr

Altennachmittag „Eine musikalische

Sommerreise“ in der Pfarrei

Christkönig. Eintritt frei

MURNAU

9.00 bis 11.00 Uhr

Klimatherapeutisches Wandern

„bewusst bewegen – gesund wandern“

mit Franziska Tusch. Kosten:

10 €. Treffpunkt am Brunnen vor

dem Kultur- und Tagungszentrum

BERNRIED

8.30 bis 14.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhof

WOLFRATSHAUSEN

20.00 Uhr

Flussfestival – Konzert „Dreiviertelblut“

an der Alten Floßlände.

Siehe Anzeige Seite 32

PENZBERG

MI 12.07.

17.00 bis 21.00 Uhr

Seniorentanz mit Heini Prestele im

Glück-Auf-Stüberl. Eintritt: 3,60 €

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerz.

19.30 bis 21.30 Uhr

Vortrag „Historischer Verein Murnau“

mit Dr. Susanne Pfisterer-

Haas im Kultur- und Tagungszentrum.

Eintritt frei

BERNRIED

15.00 bis 17.00 Uhr

SoNe-Mittwochscafé in der Alten

Schule

POLLING

19.30 Uhr

Dämmerschoppen der Pollinger

Wein GbR im Schneiderinnengarten

PÖCKING

16.00 bis 17.00 Uhr

Vorlesestunde mit Bilderbuchkino

im Alten Pfarrhaus. Ab 3 Jahren

WOLFRATSHAUSEN

20.00 Uhr

Flussfestival – Konzert „Mundwerk

Crew“ an der Alten Floßlände.

Siehe Anzeige Seite 32

WEILHEIM

DO 13.07.

10.00 Uhr

„Lesepause“ im Lesepavillon mit

zahlreichen Lesungen auf dem

Kirchplatz. Bis 30.7. Siehe Seite 22

PEISSENBERG

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

www.boeglmueller.com

• 18-Löcher-Golfanlage „Auf der Gsteig“

• Öffentlicher 3-Löcher-Kurzplatz

• 150 qm Golf-Indooranlage mit Golfsimulator

(Full Swing) und Indoor-Putting-Grün

• 18 Golf-Carts

Golf-Indoor-Anlage

Gsteig 1 · 86983 Lechbruck am See · Tel. +49(0 )88 62-98 77-50 · golf@aufdergsteig.de · www.aufdergsteig.de

Golfen mit besten Aussichten ...

juli / august 2017 | 63


14.00 Uhr

Seniorenkreis mit dem Thema

„Kinderbücher, an die man sich

erinnert“ im Gemeindesaal der

evangelischen Kirche

DIESSEN

18.00 Uhr

Kultur am See — Musik und

Genuss auf besondere Art in den

Seeanlagen. www.kulturamsee.com

PENZBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Stadtplatz

17.00 Uhr

Familienmusical „Spuk im

Museum“ der Musikschule in der

Stadthalle. Eintritt: 8 € / 6 €. VVK

bei der Buchhandlung Rolles. Siehe

Seite 8

MURNAU

9.00 bis 15.00 Uhr

Radtour in Murnau und Werdenfelser

Land. Treffpunkt am

Wanderparkplatz. Anmeldung unter

08841 / 626579 oder 0173 / 8122277

9.30 bis 12.00 Uhr

Führung „Geschichte und Geschichten

vom Murnauer Moos“.

Treffpunkt an der Infotafel am

Wanderparkplatz. Kosten: 6 € / 5 €.

Infos unter 08841 / 61410

19.00 bis 20.00 Uhr

Sommerkonzerte der Lehrer der

Camerloher Musikschule im Kulturpark.

Eintritt frei

ANTDORF

20.00 Uhr

Zusammhock’n — Musizieren —

Lustig sein im Vereinsheim der

Eisstockschützen

WOLFRATSHAUSEN

20.00 Uhr

Flussfestival – Kabarett von Luise

Kinseher an der Alten Floßlände.

Siehe Anzeige Seite 32

WEILHEIM

FR 14.07.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

21.00 Uhr

Serenade mit stimmungsvollen

Kerzenlichtern und einem Bläserensemble

in der Au. Eintritt frei

PEISSENBERG

18.00 Uhr

5. Peißenberger Köhlertage am

Festplatz Bergehalde. Eintritt frei.

Siehe Seite 54

DIESSEN

18.00 Uhr

Kultur am See — Musik und

Genuss auf besondere Art in den

Seeanlagen. Weitere Infos unter

www.kulturamsee.com

PENZBERG

18.00 Uhr

Familienmusical „Spuk im

Museum“ der Musikschule in der

Stadthalle. Eintritt: 8 € / 6 €. VVK

bei der Buchhandlung Rolles. Siehe

Seite 8

MURNAU

10.00 bis 12.00 Uhr

Themenführung „Die Maler des

blauen Reiters“. Kosten: 6 € / 5 €.

Treffpunkt an der Tourist-Info im

Kultur- und Tagungszentrum. Weitere

Infos unter 08841 / 61410

IFFELDORF

15.30 Uhr

Kennenlern-Bistro im Bürgersaal

FELDAFING

17.00 Uhr

Musiktage in der Kirche Peter und

Paul. VVK bei der Nachbarschaftshilfe

Feldafing, siehe Anzeige rechts

LECHBRUCK

19.30 Uhr

Italienische Nacht im Hotel Auf

der Gsteig. Kosten: 29,50 €. Reservierung

unter 08862 / 98770

WOLFRATSHAUSEN

20.00 Uhr

Flussfestival – Konzert von Sigi

Schwab und Klaus Hampl an der

Alten Floßlände. Siehe Seite 32

WEILHEIM

SA 15.07.

10.30 bis 13.30 Uhr

Jahresabschlusskonzert „Musik in

der Stadt“ der Musikschule in der

Innenstadt

13.00 Uhr

Wasserwacht Seefest mit

Schwimmmeisterschaften und

Wasserballturnier am Dietlhofer

See. www.wasserwacht-weiheim.de

15.00 Uhr

Sommershow des Tanz Studios

Tutzing im Stadttheater. VVK in der

Buchhandlung Held

16.00 Uhr

Rosenfest am Rosengarten

18.00 Uhr

6. KunstBändiger Sommernacht

— Grillen, Kunstausstellung, Live-

Musik im Bistro Hänsel's

PEISSENBERG

10.00 Uhr

5. Peißenberger Köhlertage am

Festplatz Bergehalde. Eintritt frei.

Siehe Seite 54

18.00 Uhr

Aufg’schpuit – Volksmusik und

bayerische Kultur feiern in der

Tiefstollenhalle. Eintritt: 10 €

DIESSEN

8.00 bis 13.30 Uhr

Triathlon am Ammerseegymnasium.

www.triathlon-riederau.de

18.00 Uhr

Kultur am See — Musik und

Genuss auf besondere Art in den

Seeanlagen. www.kulturamsee.com

PÄHL

19.00 Uhr

Sommerfest des Segelclub Fischen

e.V. in Aidenried

20.00 Uhr

Grillfest der Feuerwehr Fischen im

Feuerwehrhaus

WIELENBACH

19.30 Uhr

Singspiel „Carpe Diem“ in der

St. Peter Kirche

IFFELDORF

10.00 bis 18.00 Uhr

Flohmarkt im Pfarrheim

19.00 Uhr

Rock’n’Grill in der Mehrzweckhalle

19.30 Uhr

Sommerkonzert „Gepriesen sei

Amor!“ der capella vocale im

Bürgersaal

OBERHAUSEN

14.30 Uhr

VdK-Sommerfest am Kulturstadl

FELDAFING

17.00 Uhr

Musiktage in der Kirche Peter und

Paul. VVK bei der Nachbarschaftshilfe

Feldafing, siehe Anzeige rechts

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt vor dem Rathaus

STEINGADEN

20.30 Uhr

Freilichttheater „Die Anstifter“ im

Fohlenhof. Einlass ab 19.30 Uhr.

Karten: 24 €. Siehe Seite 43.

www.theater-steingaden.de

WOLFRATSHAUSEN

15.30 Uhr

Flussfestival – „Loisachjam 3.0“

an der Alten Floßlände. Siehe

Anzeige Seite 32

WEILHEIM

SO 16.07.

10.00 Uhr

Wasserwacht Seefest mit traditionellem

Fischerstechen am

Dietlhofer See. Frühschoppen mit

„Zwoaralloa Musi“.

www.wasserwacht-weiheim.de

13.00 bis 18.00 Uhr

„Buntes Treiben“ am Lehrgarten

der Landwirtschaftsschule.

Infos zu weiteren Gärten unter

www.gartenwinkel-pfaffenwinkel.de

15.00 Uhr

Sommershow des Tanz Studios

Tutzing im Stadttheater. VVK bei

der Buchh. Held unter 08158 / 8388

PEISSENBERG

10.00 Uhr

Sommerfest an der evangelischen

Friedenskirche

13.00 Uhr

5. Peißenberger Köhlertage am

Festplatz Bergehalde. Eintritt frei.

Siehe Seite 54

14.00 bis 17.00 Uhr

Bockerlbahn-Fahrtag an der

Tiefstollenhalle. Kosten: 1 €

DIESSEN

15.00 bis 18.00 Uhr

Croquet-Turnier in den Seeanlagen

STARNBERG

16.00 Uhr

Finissage der Ausstellung „Abstand“

in der Schalterhalle

20.00 Uhr

Konzert des Symphonischen Orchester

München-Andechs in der

Schlossberghalle. Eintritt: 22 € / 11 €

/

64 | tassilo


PENZBERG

PEISSENBERG

BERNRIED

WOLFRATSHAUSEN

19.00 Uhr

Ländliche Konzerte Penzberg –

Sinfoniekonzert unter Leitung

von Günther Pfannkuch in der

Stadthalle. Eintritt: 22 €

MURNAU

11.30 Uhr

Kirchenführung in der Barockkirche

St. Nikolaus. Eintritt frei

RAISTING

14.00 bis 17.00 Uhr

Industriedenkmal Radom geöffnet

an der Erdfunkstelle. Eintritt:

6 € / 3 €. www.radom-raisting.de

POLLING

14.30 Uhr

Führung zum Thema „Kieselsteine

und was sie uns erzählen können“

mit Uwe Ryck im Heimatmuseum

WESSOBRUNN

13.00 bis 18.00 Uhr

„Buntes Treiben“ am Paradieshof.

Infos zu weiteren Gärten unter

www.gartenwinkel-pfaffenwinkel.de

FELDAFING

11.30 und 17.00 Uhr

Musiktage in der Kirche Peter und

Paul. VVK bei der Nachbarschaftshilfe

Feldafing, siehe Anzeige rechts

WOLFRATSHAUSEN

20.00 Uhr

Flussfestival – Kabarett Han’s

Klaffl an der Alten Floßlände.

Siehe Anzeige Seite 32

WEILHEIM

MO 17.07.

16.00 Uhr

Vorlesestunde der „LeseRatten“

im Zuge der Weilheimer Lesepause

auf dem Kirchplatz. Für Kinder

von 4 bis 9 Jahren. Eintritt frei

17.00 Uhr

5. Peißenberger Köhlertage am

Festplatz Bergehalde. Eintritt frei

STARNBERG

17.00 Uhr

Vernissage „Phantasiewelt für

Groß und Klein“ der Malwerkstatt

in der Schlossberghalle. Eintritt frei

MURNAU

20.00 Uhr

Diavortrag „Die Gebirgslandschaft

östlich von Murnau“ mit Heinfried

Barton im Kultur- und Tagungszentrum.

Kosten: 5 €

WEILHEIM

DI 18.07.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

19.00 Uhr

Sommerkonzert des Gymnasiums

in der Stadthalle. Eintritt frei

PEISSENBERG

17.00 Uhr

5. Peißenberger Köhlertage am

Festplatz Bergehalde. Eintritt frei.

Siehe Seite 54

16.30 Uhr

Sprach-Café im Gemeindesaal der

evangelischen Kirche

STARNBERG

19.00 Uhr

Sommerkonzert des Gymnasiums

in der Schlossberghalle. Eintritt:

5 €. VVK in der Tourist-Info und im

Kulturamt

MURNAU

18.00 bis 19.30 Uhr

Themenführung durch das Murnau

der Literaten und Künstler.

Kosten: 6 €. Treffpunkt vor dem

Kultur- und Tagungszentrum

8.30 Uhr

Geführte Wanderung des SVB.

Treffpunkt am Bahnhofs-Parkplatz

POLLING

17.30 bis 18.15 Uhr

Ökumenischer Gottesdienst zum

25-jährigen Jubiläum des Hospizverein

in der Stiftskirche

WOLFRATSHAUSEN

20.00 Uhr

Flussfestival – Konzert von Max

Mutzke an der Alten Floßlände.

Weitere Infos siehe Anzeige Seite 32

WEILHEIM

MI 19.07.

19.00 Uhr

Sommerkonzert des Gymnasiums

in der Stadthalle. Eintritt frei

PEISSENBERG

17.30 Uhr

5. Peißenberger Köhlertage am

Festplatz Bergehalde. Eintritt frei.

Siehe Seite 54

STARNBERG

19.00 Uhr

Sommerkonzert des Gymnasiums

in der Schlossberghalle. Eintritt:

5 €. VVK in der Tourist-Info und im

Kulturamt

20.00 Uhr

Lesung „ Manna aus der Luft“

von Holger Schmidt-Lutz in der

Schlossberghalle. Eintritt: 8 € / 5 €.

VVK bei der Tourist-Info und im

Kulturamt

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

20.00 Uhr

Flussfestival – Konzert „Double

Drums“ an der Alten Floßlände.

Siehe Anzeige Seite 32

PEISSENBERG

DO 20.07.

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

18.00 Uhr

5. Peißenberger Köhlertage am

Festplatz Bergehalde. Eintritt frei.

Siehe Seite 54

PENZBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Stadtplatz

19.00 Uhr

Vortrag und Führung zur Ausstellung

„Helmuth Macke — Künstlerfreund

Heinrich Campendonks“

von Gisela Geiger und Dr. Thomas

Lensch im Museum. Ausstellung

kann ab 18 Uhr geöffnet

MURNAU

9.00 bis 15.00 Uhr

Radtour in Murnau und Werdenfelser

Land. Treffpunkt am

Wanderparkplatz. Anmeldung unter

08841 / 626579 oder 0173 / 8122277

9.30 bis 12.00 Uhr

Moosführung mit Dr. Helmut

Hermann, Dipl.-Biologe. Treffpunkt

an der Infotafel am Wanderparkplatz.

Kosten: 6 € / 5 €. Infos unter

08841 / 61410

14.30 bis 16.00 Uhr

Themenführung „Auf den Spuren

von Gabriele Münter.“ Kosten: 7 €.

Treffpunkt am Brunnen vor dem

Kultur- und Tagungszentrum

19.00 bis 20.00 Uhr

Sommerkonzert mit dem Murnau-

Ensemble „Alte Musik“ im Kulturpark.

Eintritt frei

juli / august 2017 | 65


STEINGADEN

20.30 Uhr

Freilichttheater „Die Anstifter“ im

Fohlenhof. Einlass ab 19.30 Uhr.

Karten: 24 €. Siehe Seite 43

www.theater-steingaden.de

WOLFRATSHAUSEN

20.00 Uhr

Flussfestival – Konzert von Josef

Brustmann und Ardhi Engl an

der Alten Floßlände. Weitere Infos

siehe Anzeige Seite 32

WEILHEIM

FR 21.07.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

19.00 Uhr

Tanzaufführung „Superhelden“

der Tanzschule TanzArt Lisa

Huckenbeck im Stadttheater. VVK

beim Ticketservice des Kreisboten in

der Sparkasse

PEISSENBERG

17.00 Uhr

5. Peißenberger Köhlertage am

Festplatz Bergehalde. Eintritt frei.

Siehe Seite 54

DIESSEN

20.00 Uhr

Mallorca Night mit Mia Julia, DJ

Düse und Willi Herren auf dem

Sportplatz Dettenschwang. Einlass

ab 16 Jahren (bis 24 Uhr)

RAISTING

17.00 Uhr

Kinderkino im AWO-Haus

STEINGADEN

20.30 Uhr

Freilichttheater „Die Anstifter“

im Fohlenhof. Einlass ab 19.30

Uhr. Karten: 24 €. Weitere Infos auf

www.theater-steingaden.de und auf

Seite 43

WOLFRATSHAUSEN

20.00 Uhr

Flussfestival – Theater „Der

Brandner Kaspar“ an der Alten

Floßlände. Siehe Anzeige Seite 32

WEILHEIM

SA 22.07.

11.00 Uhr

Oberstadtlerfest — die Einkaufsund

Erlebnismeile rund um den

Stadtbach stellt sich vor in der

Oberen Stadt. Eintritt frei

19.00 Uhr

Tanzaufführung „Superhelden“

der Tanzschule TanzArt Lisa

Huckenbeck im Stadttheater. VVK

beim Kreisboten-Ticketservice

PEISSENBERG

14.00 Uhr

Grillfest im Schützenheim

10.00 Uhr

5. Peißenberger Köhlertage am

Festplatz Bergehalde. Eintritt frei.

Siehe Seite 54

DIESSEN

18.00 Uhr

Kabarett „Gaudigipfel“ mit

Wolfgang Krebs und den bayerischen

Löwen am Sportplatz

Dettenschwang. VVK 21 € (zzgl.

VVK-Gebühr) beim LT-Ticketservice

im Reisebüro Vivell in Landsberg,

beim Ammerseekurier und in der

Bäckerei Ruch in Dettenschwang

MURNAU

9.30 bis 13.00 Uhr

Leichte Mooswanderung mit

Reinhard Klein zum Drachenstich.

Kosten: 6 € / 5 € (mit Kurkarte). Für

Kinder ab 10 Jahren. Treffpunkt am

Wanderparkplatz am Ähndl. Weitere

Infos unter 08841 / 61410

15.00 bis 23.00 Uhr

Benefizfestival „kultURKNALL

2017“ am James-Loeb-Haus. VVK

beim Murnauer Tagblatt, Schreibwaren

Köglmayr und Buchhandlung

Gattner. www.kulturknall.de

RAISTING

10.00 Uhr

Fußball-Kleinfeldturnier

EBERFING

13.00 Uhr

VG-Turnier zum 70-Jährigen des

SV Eberfing am Sportplatz

EGLFING

18.00 Uhr

Sommerfest des Gartenbauvereins

am Krautacker

IFFELDORF

11.00 Uhr

Gaudi-Triathlon am Sportplatz

POLLING

15.00 Uhr

Kinderkino „Der kleine Nick macht

Ferien“ im Feuerwehrhaus

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt vor dem Rathaus

STEINGADEN

20.30 Uhr

Freilichttheater „Die Anstifter“ im

Fohlenhof. Einlass ab 19.30 Uhr.

Karten: 24 €. Siehe Seite 43

www.theater-steingaden.de

WOLFRATSHAUSEN

20.00 Uhr

Flussfestival – Theater „Der

Brandner Kaspar“ an der Alten

Floßlände. Siehe Anzeige Seite 32

WEILHEIM

SO 23.07.

18.00 Uhr

Tanzaufführung „Superhelden“

der Tanzschule TanzArt Lisa

Huckenbeck im Stadttheater. VVK

beim Ticketservice des Kreisboten

19.30 bis 21.30 Uhr

Kammerkonzert im evangelischen

Gemeindehaus. Eintritt frei

DIESSEN

18.00 bis 20.00 Uhr

Sommerkonzert in der Aula der

Carl-Orff-Schule

19.00 Uhr

Dießener Münsterkonzerte —

Percussion und Orgel in der Kirche

St. Stephan

PENZBERG

10.00 bis 17.00 Uhr

Radltour auf den Spuren der

Isartalbahn. Treffpunkt am Bahnhof

Bichl. Kosten: 6 €

MURNAU

11.00 bis 19.00 Uhr

Benefizfestival „kultURKNALL

2017“ am James-Loeb-Haus. VVK

Murnauer Tagblatt, Schreibwaren

Köglmayr und Buchhandlung Gattner.

www.kulturknall.de

RAISTING

10.00 Uhr

Fußball-Kleinfeldturnier

14.00 bis 17.00 Uhr

Industriedenkmal Radom geöffnet

an der Erdfunkstelle. Eintritt:

6 € / 3 €. www.radom-raisting.de

SEESHAUPT

17.00 Uhr

Vernissage der Ausstellung „Keine

Grauzone“ von Mechtild Gehres

& Johannes Hofbauer in der Seeresidenz

Alte Post. Bis 17.09.

www.seeresidenz-alte-post.de

EBERFING

11.00 Uhr

Führung zum Thema „Sonne und

ihre Materieauswürfe, die Auswirkungen

auf die Erde haben“ in

der Sternwarte, Escherstraße 12.

Weitere Infos unter www.sternwarte-eberfing.de

oder 08802 / 8283

WIES

19.00 Uhr

Festlicher Sommer in der Wies –

Konzert mit Werken von Mozart

und Dubra in der Wieskirche. Karten:

26 – 42 €. Tickets unter www.

wieskonzerte.de

WOLFRATSHAUSEN

20.00 Uhr

Flussfestival – Konzert „Blechschaden“

an der Alten Floßlände.

Siehe Anzeige Seite 32

PEISSENBERG

MO 24.07.

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden in der Josef-Zerhoch-

Mittelschule

MURNAU

20.00 Uhr

Sommerserenade des Staffelseechors

mit dem Chor Cantamus

im Kultur- und Tagungszentrum.

Eintritt frei

WEILHEIM

DI 25.07.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

MURNAU

9.00 bis 11.00 Uhr

Klimatherapeutisches Wandern

„bewusst bewegen – gesund wandern“

mit Franziska Tusch. Kosten:

10 €. Treffpunkt am Brunnen vor

dem Kultur- und Tagungszentrum

BERNRIED

8.30 bis 14.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhof

/

66 | tassilo


MURNAU

MI 26.07.

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

POLLING

19.30 Uhr

Dämmerschoppen der Pollinger

Wein GbR im Schneiderinnengarten.

Bei schlechtem Wetter im

Ratskeller

WEILHEIM

DO 27.07.

20.00 Uhr

Vortrag „Verwandlung der Emotionen“

von Anselm Grün in der

Stadthalle. Eintritt: 15 €. VVK beim

KB-Ticketservice in der Sparkasse

oder www.kini-concerts.de

PEISSENBERG

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

14.00 Uhr

50 Jahre Seniorenkreis im evangelischen

Gemeindesaal

STARNBERG

18.30 Uhr

11. Fünf-Seen-Filmfestival in der

Schlossberghalle. VVK im Kino

Breitwand. Siehe Seite 51

PENZBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Stadtplatz

14.00 Uhr

Kolping „Eine Stunde Zeit für

mich“ im Pfarrzentrum Christkönig.

Eintritt frei

MURNAU

9.00 bis 15.00 Uhr

Radtour in Murnau und Werdenfelser

Land. Treffpunkt am

Wanderparkplatz. Anmeldung unter

08841 / 626579 oder 0173 / 8122277

9.30 bis 12.00 Uhr

Führung „Geschichte und

Geschichten vom Murnauer

Moos“ Treffpunkt an der Infotafel

am Wanderparkplatz Murnauer

Moos. Kosten: 6 € / 5 €. Infos unter

08841 / 61410

10.30 bis 12.00 Uhr

Führung zum Thema „Murnau

und Emanuel von Seidl“ am

Brunnen vor dem Kultur- und

Tagungszentrum. Kosten: 6 €

19.00 bis 20.00 Uhr

Sommerkonzert mit Barbara Mayr

und Lehrern der Camerloher Musikschule

im Kulturpark. Eintritt frei

SEESHAUPT

20.00 Uhr

Konzert „Bavaschôro“, bayerischbrasilianischer

Choro in der

Seeresidenz Alte Post. Infos unter

www.seeresidenz-alte-post.de

FORST

15.30 Uhr

Kinderkino „Der kleine Nick macht

Ferien“ in der Grundschule

STEINGADEN

20.30 Uhr

Freilichttheater „Die Anstifter“

im Fohlenhof. Einlass ab 19.30

Uhr. Karten: 24 €. Weitere Infos auf

www.theater-steingaden.de und auf

Seite 43

WEILHEIM

FR 28.07.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

STARNBERG

17.00 Uhr

11. Fünf-Seen-Filmfestival in der

Schlossberghalle. VVK im Kino

Breitwand. Siehe Seite 51

PENZBERG

15.00 bis 18.00 Uhr

Energieberatung der Verbraucherzentrale

Bayern in der VHS.

Kosten: 7,50 €. Anmeldung unter

08856 / 813148

20.30 Uhr

60 Jahre ESV – Partyabend mit

„Funk Off“ und den „Sexattacks“

am ESV-Platz. Eintritt: 6 €

MURNAU

18.00 bis 23.00 Uhr

Sommerfest mit Grillschmankerl,

Feuerwerk und Live-Musik beim

Platzl am See. Eintritt: 5 €

20.00 Uhr

Theater „Andreas Vöst“ im

Schloßmuseum. Einlass: 19.15 Uhr.

VVK in der Buchhandlung Gattner

und Drogerie Rebholz. Infos unter

www.freies-theater-murnau.de

PÄHL

20.00 Uhr

Sommerfest am Feuerwehrhaus

OBERHAUSEN

19.00 Uhr

Pilsfest des Krieger- und Soldatenvereins

mit Live-Musik von

„Blechpfiff“ im Kulturstadl

PÖCKING

10.00 Uhr

Literaturkreis in der Bücherei im

alten Pfarrhaus

STEINGADEN

20.30 Uhr

Freilichttheater „Die Anstifter“

im Fohlenhof. Einlass ab 19.30

Uhr. Karten: 24 €. Weitere Infos auf

www.theater-steingaden.de und auf

Seite 43

SCHLEHDORF

18.00 Uhr

Zünftige Volks-Musi' im Biergarten

des Landgasthaus Fischerwirt

DIESSEN

SA 29.07.

8.00 bis 20.00 Uhr

12-Stunden Mountainbike Europameisterschaft

rund um den

Schatzberg.

STARNBERG

10.00 Uhr

11. Fünf-Seen-Filmfestival in der

Schlossberghalle. VVK im Kino

Breitwand. Siehe Seite 51

PENZBERG

19.00 Uhr

60 Jahre ESV – Festabend am ESV-

Platz. Eintritt: 6 €

MURNAU

20.00 Uhr

Theater „Andreas Vöst“ im

Schloßmuseum. Einlass: 19.15 Uhr.

VVK in der Buchhandlung Gattner

und Drogerie Rebholz. Infos unter

www.freies-theater-murnau.de

SEESHAUPT

11.00 bis 22.00 Uhr

Kunsthandwerkermarkt mit

Musikprogramm am Parkplatz der

Penzberger Straße

EBERFING

19.30 Uhr

Stadlfest des Schützenvereins St.

Hubertus in der Bauhofhalle

OBERHAUSEN

16.30 Uhr

Kinderkino „Der kleine Nick macht

Ferien“ im Mehrzweckraum des

Rathauses. Eintritt: 1 €

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt vor dem Rathaus

16.00 Uhr

Seefest im Kustermannpark

STEINGADEN

20.30 Uhr

Freilichttheater „Die Anstifter“ im

Fohlenhof. Einlass ab 19.30 Uhr.

Karten: 24 €. Siehe Seite 43.

www.theater-steingaden.de

UFFING

17.00 Uhr

Großes Seefest mit Brillant-Feuerwerk

im Waldpark am Seerestaurant

Alpenblick. Ausweichter.: 30.7.

STARNBERG

SO 30.07.

10.00 Uhr

11. Fünf-Seen-Filmfestival in der

Schlossberghalle. VVK im Kino

Breitwand. Siehe Seite 51

MURNAU

20.00 Uhr

Theater „Andreas Vöst“ im

Schloßmuseum. Einlass: 19.15 Uhr.

VVK in der Buchhandlung Gattner

und Drogerie Rebholz. Infos unter

www.freies-theater-murnau.de

BERNRIED

11.00 Uhr

Eröffnung der 41. „Bernrieder

Kunstausstellung“ im Klosterhof.

Bis 15.8., Infos unter 08158 / 6984

RAISTING

14.00 bis 17.00 Uhr

Industriedenkmal Radom geöffnet

an der Erdfunkstelle. Eintritt:

6 € / 3 €. www.radom-raisting.de

SEESHAUPT

11.00 bis 18.00 Uhr

Kunsthandwerkermarkt mit Musikprogramm

an der Penzberger Str.

WIELENBACH

10.30 Uhr

Gartenfest des Trachtenvereins im

Fischergarten

juli / august 2017 | 67


POLLING

11.00 bis 12.30 Uhr

Führung „Auf den Spuren Thomas

Manns und seines Doktor Faustus“.

Treffpunkt an der Stiftskirche

TUTZING

19.00 Uhr

Konzert „Meine Seele erhebt den

Herrn“ — festliche Kantatenmusik

des Barock unter Leitung Helene

von Rechenberg in der St. Josephkirche

PEISSENBERG

MO 31.07.

14.00 bis 17.00 Uhr

Wasser-Experimente in und an

der Ammer. Von 8 bis 16 Jahren.

Anm. bis 28.6. unter 0881 / 61954

STARNBERG

16.30 Uhr

11. Fünf-Seen-Filmfestival in der

Schlossberghalle. VVK im Kino

Breitwand. Siehe Seite 51

WEILHEIM

DI 01.08.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

STARNBERG

16.30 Uhr

11. Fünf-Seen-Filmfestival in der

Schlossberghalle. VVK im Kino

Breitwand. Siehe Seite 51

BERNRIED

8.30 bis 14.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhof

STARNBERG

MI 02.08.

16.30 Uhr

11. Fünf-Seen-Filmfestival in der

Schlossberghalle. VVK im Kino

Breitwand. Siehe Seite 51

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerz.

PÄHL

14.30 Uhr

Kaffeekranzl im Kerschlach Café

POLLING

14.00 bis 16.30 Uhr

Seniorennachmittag im Kloster

BAD BAYERSOIEN

20.00 Uhr

Fledermaus-Führung für Kinder

und Jugendliche. Siehe Seite 18/19

PEITING

9.00 bis 18.00 Uhr

Gesundheitstag der Krankenhaus

GmbH im Wellenbad. Weitere Infos

unter www.gesundin.bayern

PEISSENBERG

DO 03.08.

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

STARNBERG

16.30 Uhr

11. Fünf-Seen-Filmfestival in der

Schlossberghalle. VVK im Kino

Breitwand. Siehe Seite 51

PENZBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Stadtplatz

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im BRK-Haus

MURNAU

9.00 bis 15.00 Uhr

Radtour in Murnau und Werdenfelser

Land. Anmeldung unter

08841 / 626579 oder 0173 / 8122277

9.30 bis 14.30 Uhr

Moosführung mit Dr. Helmut

Hermann. Treffpunkt am Wanderparkplatz.

Kosten: 6 €. Weitere Infos

unter 08841 / 61410

STEINGADEN

20.30 Uhr

Freilichttheater „Die Anstifter“ im

Fohlenhof. Einlass ab 19.30 Uhr.

Karten: 24 €. Siehe Seite 43

www.theater-steingaden.de

WEILHEIM

FR 04.08.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

STARNBERG

16.30 Uhr

11. Fünf-Seen-Filmfestival in der

Schlossberghalle. VVK im Kino

Breitwand. Siehe Seite 51

PENZBERG

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im BRK-Haus

21.00 Uhr

60 Jahre ESV – Partyabend mit DJ

und Bar am ESV Platz. Eintritt: 6 €

MURNAU

20.00 Uhr

Theater „Andreas Vöst“ im

Schloßmuseum. Einlass: 19.15 Uhr.

VVK in der Buchhandlung Gattner

und Drogerie Rebholz. Infos unter

www.freies-theater-murnau.de

POLLING

20.00 Uhr

Pollinger Festtage — Blasmusikabend

mit „Alpenblech“ am

Parkplatz hinter dem Rathaus.

Siehe Seite 40 - 42

STEINGADEN

20.30 Uhr

Freilichttheater „Die Anstifter“

im Fohlenhof. Einlass ab 19.30

Uhr. Karten: 24 €. Weitere Infos auf

www.theater-steingaden.de und auf

Seite 43

LECHBRUCK

19.30 Uhr

Barbecue–Grillabend im Hotel Auf

der Gsteig. Kosten: 29,50 €. Reservierung

unter 08862 / 98770

SCHLEHDORF

18.00 Uhr

Zünftige Volks-Musi' im Biergarten

des Landgasthaus Fischerwirt

WEILHEIM

SA 05.08.

18.00 Uhr

Weinfest auf dem Deiningeranwesen

Unterhausen

DIESSEN

19.30 Uhr

Konzert „Gordi & Korbi“ im Café

Vogel. Reservierungen unter

08807 / 340

STARNBERG

10.00 Uhr

11. Fünf-Seen-Filmfestival in der

Schlossberghalle. VVK im Kino

Breitwand. Siehe Seite 51

PENZBERG

20.30 Uhr

60 Jahre ESV – Partyabend und

Tanz mit „The SonPas“ am ESV

Platz. Eintritt: 6 €

MURNAU

20.00 Uhr

Theater „Andreas Vöst“ im

Schloßmuseum. Einlass: 19.15 Uhr.

VVK in der Buchhandlung Gattner

und Drogerie Rebholz. Infos unter

www.freies-theater-murnau.de

PÄHL

20.00 Uhr

Weinfest am Sportgelände

POLLING

9.00 bis 12.00 Uhr

Bauernmarkt auf dem Kirchplatz

18.30 Uhr

Pollinger Festtage — „20 Jahre

Trommlerzug“. Sternmarsch zum

Kirchplatz und Unterhaltung im

Festzelt mit „Blechpfiff“. Siehe

Seite 40 - 42

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt vor dem Rathaus

STEINGADEN

20.30 Uhr

Freilichttheater „Die Anstifter“

im Fohlenhof. Einlass ab 19.30

Uhr. Karten: 24 €. Weitere Infos auf

www.theater-steingaden.de und auf

Seite 43

PEISSENBERG

SO 06.08.

14.00 bis 17.00 Uhr

Bockerlbahn-Fahrtag an der

Tiefstollenhalle. Kosten: 1 €

MURNAU

11.00 bis 12.30 Uhr

Themenführung „Auf den literarischen

und biografischen Spuren

Ödön von Horváths“ im Horváth-

Haus. Kosten: 8 €. Weitere Infos

unter 08841 / 61410

11.30 Uhr

Kirchenführung in der Barockkirche

St. Nikolaus. Eintritt frei

20.00 Uhr

Theater „Andreas Vöst“ im

Schloßmuseum. Einlass: 19.15 Uhr.

VVK in der Buchhandlung Gattner

und Drogerie Rebholz. Infos unter

www.freies-theater-murnau.de

/

68 | tassilo


RAISTING

14.00 bis 17.00 Uhr

Industriedenkmal Radom geöffnet

an der Erdfunkstelle. Eintritt:

6 € / 3 €. www.radom-raisting.de

EBERFING

11.00 Uhr

Führung zum Thema „Sonne

und ihre Eruptionen — beobachtet

mit speziellen Filtern im

H-alpha Licht“ in der Sternwarte,

Escherstraße 12. Weitere Infos unter

www.sternwarte-eberfing.de oder

08802 / 8283

HUGLFING

14.30 Uhr

7. Entenrennen auf dem Hungerbach.

Start bei der großen Linde.

Siehe Seite 23

POLLING

10.00 Uhr

Pollinger Festtage — Fahnenweihe

des Trachtenvereins mit Kirchenzug,

Festzug und Festausklang am

Parkplatz hinterm Rathaus. Siehe

Seite 40 - 42

WEILHEIM

MO 07.08.

16.00 bis 16.45 Uhr

Vorlesestunde der „LeseRatten“ in

der Stadtbücherei. Für Kinder von

4 bis 9 Jahren. Eintritt frei

PEISSENBERG

19.30 Uhr

Tauschabend für Briefmarken der

Sammlerfreunde Peiting e.V. in

der Bücherei

MURNAU

17.00 bis 18.30 Uhr

Kunsthistorischer Spaziergang im

Ort. Kosten: 6 €. Treffpunkt vor dem

Kultur- und Tagungszentrum

20.00 Uhr

Diavortrag „Naturparadies

Murnauer Moos“ mit Martin Doll

im Kultur- und Tagungszentrum.

Eintritt: 5 €

WEILHEIM

DI 08.08.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

DIESSEN

19.00 Uhr

Schachabend im Denkerhaus. Kostenlos

und ohne Anmeldung. Bitte

ein Schachspiel mitbringen

MURNAU

9.30 bis 10.30 Uhr

Fit & Well mit dem Fitness- und

Freizeitstudio Pro-Line am Lido

am Staffelsee. Eintritt frei

BERNRIED

8.30 bis 14.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhof

PENZBERG

MI 09.08.

17.00 bis 21.00 Uhr

Seniorentanz mit Heini Prestele im

Glück-Auf-Stüberl. Eintritt: 3,60 €

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerz.

PEISSENBERG

DO 10.08.

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

PENZBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Stadtplatz

MURNAU

9.00 bis 15.00 Uhr

Radtour in Murnau und Werdenfelser

Land. Treffp. am Wanderparkplatz.

Anm. unter 0173 / 8122277

9.30 bis 12.00 Uhr

Führung „Geschichte und Geschichten

vom Murnauer Moos“

Treffpunkt an der Infotafel am

Wanderparkplatz. Kosten: 6 € / 5 €.

Infos unter 08841 / 61410

ANTDORF

20.00 Uhr

Zusammhock’n — Musizieren —

Lustig sein im Vereinsheim der

Eisstockschützen

WEILHEIM

FR 11.08.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

MURNAU

10.00 bis 12.00 Uhr

Themenführung „Die Maler des

blauen Reiters“. Kosten: 6 € / 5 €.

Treffpunkt am Kultur- und Tagungszentrum.

Infos unter 08841 / 61410

SCHLEHDORF

18.00 Uhr

Zünftige Volks-Musi' im Biergarten

des Landgasthaus Fischerwirt

WEILHEIM

SA 12.08.

17.00 bis 22.00 Uhr

Nachtflohmarkt vor der Kleinen

Hochlandhalle

PENZBERG

14.00 Uhr

Entenrennen der FFW auf dem

Schwadergraben. Entenverkauf ab

12.30 Uhr am Feuwehrgerätehaus

MURNAU

17.00 bis 23.00 Uhr

Sommerfest der Gebirgsschützenkompanie

mit Grillschmankerl

und Musik im Tiefgaragendeck der

Lederergasse. Eintritt frei

BERNRIED

14.00 bis 18.00 Uhr

Eröffnung der Ausstellung

„Kunsthandwerk im Torbogen“ im

Klosterhof

PÄHL

15.00 bis 16.30 Uhr

Führung durch den Kräutergarten

am Gut Kerschlach. Eintritt: 5 €.

Weitere Infos unter 08196 / 999579

SEESHAUPT

15.00 Uhr

Grillfest mit Bahneinweihung der

Stockschützen

HABACH

20.00 Uhr

Beach-Party am Koppenbergweiher

IFFELDORF

17.00 Uhr

Hopfenfest der Musikkapelle am

St. Vitus-Platz

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt vor dem Rathaus

18.00 bis 23.00 Uhr

Lange Nacht der Tafel an der

Brahmspromenade. Weitere Infos

unter 08158 / 250242

WEILHEIM

SO 13.08.

7.30 bis 11.30 Uhr

Kleintiermarkt in der Kleinen

Hochlandhalle

PEISSENBERG

10.00 Uhr

Dorffest am Dorfbrunnen.

Ausweichtermin: 15.8.

BERNRIED

10.00 bis 18.00 Uhr

Ausstellung „Kunsthandwerk im

Torbogen“ im Klosterhof

RAISTING

14.00 bis 17.00 Uhr

Industriedenkmal Radom geöffnet

an der Erdfunkstelle. Eintritt:

6 € / 3 €. www.radom-raisting.de

WESSOBRUNN

18.00 Uhr

„Düfte in der Gartendämmerung“

im Rahmen vom Netzwerk

Gartenwinkel Pfaffenwinkel im

Paradieshof. Eintritt frei. Anmeldung

unter 08809 / 2249879.

www.gartenwinkel-pfaffenwinkel.de

MURNAU

MO 14.08.

9.30 bis 13.00 Uhr

Leichte Mooswanderung mit

Reinhard Klein zum Drachenstich.

Kosten: 6 € / 5 € (mit Kurkarte). Für

Kinder ab 10 Jahren. Treffpunkt am

Wanderparkplatz am Ähndl. Weitere

Infos unter 08841 / 61410

20.00 Uhr

Diavortrag „Die Zugspitze“ mit

Heinfried Barton im Kultur- und

Tagungszentrum. Eintritt: 5 €

BERNRIED

10.00 bis 18.00 Uhr

Ausstellung „Kunsthandwerk im

Torbogen“ im Klosterhof

20.00 Uhr

Summer’s plash am Yachthafen

juli / august 2017 | 69


MURNAU

DI 15.08.

Mariä Himmelfahrt

18.00 bis 19.30 Uhr

Themenführung durch das Murnau

der Literaten und Künstler.

Kosten: 6 €. Treffpunkt vor dem

Kultur- und Tagungszentrum

BERNRIED

10.00 bis 17.00 Uhr

Eine-Welt-Verkauf in der Torbogenhalle

am Klosterhof

10.00 bis 18.00 Uhr

Ausstellung „Kunsthandwerk im

Torbogen“ im Klosterhof

PÄHL

10.00 Uhr

Familienradwanderung. Treffpunkt

am Gasthof Neue Post. Weitere

Infos unter 08808 / 278

MURNAU

MI 16.08.

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerz.

ROTTENBUCH

20.00 Uhr

Fledermaus-Führung für Kinder

und Jugendliche. Siehe Seite 18/19

PEISSENBERG

DO 17.08.

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

PENZBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Stadtplatz

MURNAU

9.00 bis 15.00 Uhr

Radtour in Murnau und Werdenfelser

Land. Treffpunkt am

Wanderparkplatz. Anmeldung unter

08841 / 626579 oder 0173 / 8122277

9.30 bis 12.00 Uhr

Moosführung mit Dr. Helmut

Hermann, Dipl.-Biologe. Treffpunkt

an der Infotafel am Wanderparkplatz.

Kosten: 6 € / 5 €. Infos unter

08841 / 61410

14.30 bis 16.00 Uhr

Themenführung „Auf den Spuren

von Gabriele Münter.“ Kosten: 7 €.

Treffpunkt am Brunnen vor dem

Kultur- und Tagungszentrum

SEESHAUPT

20.00 Uhr

5. Seejazz-Festival in der Seeresidenz

Alte Post

WEILHEIM

FR 18.08.

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

SCHLEHDORF

18.00 Uhr

Zünftige Volks-Musi' im Biergarten

des Landgasthaus Fischerwirt

TUTZING

SA 19.08.

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt vor dem Rathaus

PEISSENBERG

SO 20.08.

14.00 bis 17.00 Uhr

Bockerlbahn-Fahrtag an der

Tiefstollenhalle. Kosten: 1 €

RAISTING

14.00 bis 17.00 Uhr

Industriedenkmal Radom geöffnet

an der Erdfunkstelle. Eintritt:

6 € / 3 €. www.radom-raisting.de

EBERFING

11.00 Uhr

Führung zum Thema „Sonne und

ihre unruhige Oberfläche — mit

speziellen Filtern betrachtet.“ in

der Sternwarte, Escherstraße 12.

Weitere Infos unter www.sternwarte-eberfing.de

oder 08802 / 8283

WEILHEIM

MO 21.08.

16.00 bis 16.45 Uhr

Vorlesestunde der „LeseRatten“ in

der Stadtbücherei. Für Kinder von

4 bis 9 Jahren. Eintritt frei

MURNAU

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im Kultur- und

Tagungszentrum

WEILHEIM

DI 22.08.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

BERNRIED

8.30 bis 14.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhof

8.30 Uhr

Geführte Wanderung des SVB.

Treffpunkt am Bahnhofs-Parkplatz

SEESHAUPT

14.00 Uhr

Fischerstechen im Strandbad Lidl.

Eintritt frei

WEILHEIM

MI 23.08.

15.00 bis 16.00 Uhr

Bilderbuchkino „Ich brauch euch

alle!“ in der Stadtbücherei. Eintritt:

1,50 €. VVK in der Stadtbücherei

unter 0881 / 682610

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerz.

POLLING

19.30 Uhr

Dämmerschoppen der Weinbruderschaft

im Schneiderinnengarten.

Bei schlechtem Wetter im

Ratskeller

WEILHEIM

DO 24.08.

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im BRK-Haus

PEISSENBERG

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

PENZBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Stadtplatz

MURNAU

9.00 bis 15.00 Uhr

Radtour in Murnau und Werdenfelser

Land. Treffpunkt am

Wanderparkplatz. Anmeldung unter

08841 / 626579 oder 0173 / 8122277

9.30 bis 12.00 Uhr

Führung „Geschichte und

Geschichten vom Murnauer

Moos“ Treffpunkt an der Infotafel

am Wanderparkplatz Murnauer

Moos. Kosten: 6 € / 5 €. Infos unter

08841 / 61410

10.30 bis 12.00 Uhr

Führung zum Thema „Murnau und

Emanuel von Seidl“. Treffpunkt

am Brunnen vor dem Kultur- und

Tagungszentrum. Kosten: 6 €

FR 25.08.

HEUTE ERSCHEINT

DER NEUE TASSILO

WEILHEIM

8.00 bis 13.30 Uhr

Wochenmarkt am Marienplatz

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspenden im BRK-Haus

PENZBERG

18.00 Uhr

Volksfest am Festplatz Berghalde.

www.fahrenschon-festzelte.de

PÄHL

9.30 Uhr

Freies Turnier der Eisstockabteilung

am Sportgelände. Weitere

Infos unter 08808 / 537

WIELENBACH

21.00 Uhr

9. Ochsenrennen – Schaumparty

im Festzelt Haunshofen. Siehe

Seite 48/49

WEILHEIM

SA 26.08.

19.00 bis 21.30 Uhr

Fledermausexkursion mit Dr. Knut

Neubeck an der südlichen Fußgängerbrücke

über die Ammer.

Weitere Infos unter 08821 / 73464.

Siehe Seite 18/19

PENZBERG

11.00 Uhr

Volksfest am Festplatz Berghalde.

www.fahrenschon-festzelte.de

MURNAU

9.30 bis 13.00 Uhr

Leichte Mooswanderung mit

Reinhard Klein zum Drachenstich.

Kosten: 6 € / 5 € (mit Kurkarte). Für

Kinder ab 10 Jahren. Treffpunkt am

Wanderparkplatz am Ähndl. Weitere

Infos unter 08841 / 61410

10.00 bis 19.00 Uhr

34. Murnauer Töpfermarkt im

Kulturpark. Eintritt frei

/

70 | tassilo


WIELENBACH

20.00 Uhr

9. Ochsenrennen – Konzert „Da

Huawa, da Maier und I“ im Festzelt

Haunshofen. Siehe Seite 48/49

TUTZING

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt vor dem Rathaus

WEILHEIM

SO 27.08.

19.30 bis 21.30 Uhr

Orgelkonzert im Rahmen des

Weilheimer Orgelsommers in

der evangelischen Apostelkirche.

Eintritt: 12 € / 8 €

PENZBERG

10.00 bis 17.00 Uhr

Letzter Tag der Ausstellung

„Helmuth Macke — Künstlerfreund

Heinrich Campendonks“ im

Museum

11.00 Uhr

Volksfest am Festplatz Berghalde.

www.fahrenschon-festzelte.de

MURNAU

10.00 bis 17.00 Uhr

34. Töpfermarkt im Kulturpark

11.00 bis 12.30 Uhr

Themenführung „Auf den literarischen

und biografischen Spuren

Ödön von Horváths“ im Horváth-

Haus. Kosten: 8 €. Weitere Infos bei

der Tourist-Info unter 08841 / 61410

> > > SO ERREICHEN SIE UNS

Anschrift

„tassilo“

Birkland 40

86971 Peiting

Tel.: 08869 / 91 22-26

Fax: 08869 / 91 22-20

www.tassilo.de

RAISTING

14.00 bis 17.00 Uhr

Industriedenkmal Radom geöffnet

an der Erdfunkstelle. Eintritt:

6 € / 3 €. www.radom-raisting.de

WIELENBACH

10.00 Uhr

9. Ochsenrennen am Festzelt

Haunshofen. Siehe Seite 48/49

PENZBERG

MO 28.08.

14.00 Uhr

Volksfest am Festplatz Berghalde.

www.fahrenschon-festzelte.de

MURNAU

20.00 Uhr

Diavortrag „Naturerlebnis Ammergauer

Alpen“ mit Heinfried

Barton im Kultur- und Tagungszentrum.

Eintritt: 5 €

WIELENBACH

11.00 Uhr

9. Ochsenrennen – Oldtimer-/Bulldogtreffen

mit Kesselfleischessen

und politischem Abend im Festzelt

Haunshofen. Siehe Seite 48/49

WEILHEIM

DI 29.08.

8.30 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Kirchplatz

Email

Redaktion: redaktion@tassilo.de

Termine: veranstaltungen@tassilo.de

Anzeigen: anzeigen@tassilo.de

Anregungen / Kritik: info@tassilo.de

Das Impressum finden Sie auf Seite 54.

PENZBERG

14.00 Uhr

Volksfest am Festplatz Berghalde.

www.fahrenschon-festzelte.de

BERNRIED

8.30 bis 14.00 Uhr

Wochenmarkt am Bahnhof

PENZBERG

MI 30.08.

14.00 Uhr

Volksfest am Festplatz Berghalde.

www.fahrenschon-festzelte.de

MURNAU

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt in der Fußgängerzone

PEISSENBERG

DO 31.08.

7.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Glückauf-Platz

PENZBERG

8.00 bis 13.00 Uhr

Wochenmarkt am Stadtplatz

14.00 Uhr

Volksfest am Festplatz Berghalde.

www.fahrenschon-festzelte.de

MURNAU

9.00 bis 15.00 Uhr

Radtour in Murnau und Werdenfelser

Land. Treffpunkt am

Wanderparkplatz Murnauer Moos.

Anmeldung unter 08841 / 626579

oder 0173 / 8122277

9.30 bis 14.30 Uhr

Moosführung mit Dr. Helmut Hermann,

Dipl.-Biologe. Treffpunkt an

der Infotafel am Wanderparkplatz

Murnauer Moos. Kosten: 6 € / 5 €.

Weitere Infos unter 08841 / 61410

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juli / august 2017 | 71


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72 | tassilo


Wann: Samstag, 14. Oktober 2017 von 9.30 bis 13.30 Uhr

Wo: Nonnenwald 2, Penzberg, Gebäude 371

Wer: für Schüler/innen ab 13 Jahren, Eltern, Lehrer/innen,

Interessenten

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das mit über 94.000 Experten in mehr als 100 Ländern. Indem wir konventionelles

Denken hinterfragen und uns neuen Herausforderungen stellen, sind wir eines der

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entwickeln, haben wir ambitionierte Pläne, kontinuierlich zu lernen und zu wachsen

und suchen Menschen, die sich die gleichen Ziele gesetzt haben.

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