Wir sind der Norden! - Smart Media Publishing

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Wir sind der Norden! - Smart Media Publishing

EinE ThEmEnzEiTung von SmarT mEdia

Skandinavien

Beigelegte themenzeitung i tages-anzeiger • mai 2011

Norwegen

hurtigruten - auf dem Postschiff ans nordkap

Dänemark

Kopenhagen: design und Trend

Schweden

Eine nordische Erfolgsstory

Björn Borg

Experten-Board Das Verhältnis Schweiz – Skandinavien Für Geniesser Kultur, Musik und kulinarische Entdeckungen

Wir sind der Norden!

www.kontiki.ch

von Tennis zu mode: das Exklusiv-interview


2

EDitoRiaL

Hej!

EinE ThEmEnzEiTung von SmarT mEdia

Willkommen im Norden!

«Hej» oder «Du» ist im Norden

kein Zeichen mangelnden Respekts,

sondern einfach ein Weg,

das gesellschaftliche Leben so

einfach und unkompliziert wie

möglich zu gestalten.

Sven-Erik gunnervall

Präsident nordisk Club Schweiz

(netzwerk der nordischen vereine innerhalb

der Schweiz)

www.nordiskclubschweiz.ch

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und entspannen

Ob Wallmans Dinner Show in Stockholm, Gourmeterlebnis im von

Arne Jacobsen gestalteten Hotel in Kopenhagen oder einfach

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Wenn du in dieser Beilage über skandinavische

Länder liest (korrekterweise

würde man nordische Länder sagen, denn

dann zählen auch Finnland und Island

dazu), hast du wahrscheinlich schon eine

Vorstellung davon. Vielleicht stellst du dir

wenige Leute (zusammengezählt sind wir

über 25 Millionen Einwohner!) verteilt auf

kleine Dörfer mitten in unendlichen Wäldern

vor (es hat zwei Städte mit mehr als

einer Million Einwohner). Meistens wird

die persönliche Vorstellung eines Landes

oder eines Ortes geprägt durch Eindrücke

einer Reise, durch Erlebnisse, Begegnungen

und nicht zuletzt – durch das Wetter! Diese

Beilage mag deine bisherigen Eindrücke

bestätigen oder verändern.

Die Einwohner in den skandinavischen

Ländern Schweden, Dänemark, Norwegen

wie auch der schwedischsprechende Teil

der finnischen Bevölkerung haben das Privileg,

dass sie sich untereinander in ihrer

Muttersprache verständigen können. Klar,

man muss sich etwas Mühe geben, aber

die sprachlichen Unterschiede sind in der

Regel kleiner als zwischen dem Schweizerdeutschen

und Hochdeutschen. Zudem

vereint die englische Sprache. Der Norden

ist dem anglosächsischen Kulturkreis sehr

zugewandt und springt sehr schnell auf

Trends und neue Ideen aus England und

den USA auf. Im Gegenzug werden Industrieprodukte,

Erfindungen, Design und

Musik exportiert.

Wenn man als Schweizer den Norden

betrachtet, ist etwas vom Interessantesten,

dass man es sowohl in der Schweiz wie auch

im Norden zu beachtlichem Wohlstand ge­

bracht hat – aber auf ganz unterschiedliche

Weise. In den nordischen Ländern hat der

Zentralstaat den Wohlstand gebracht, in

der Schweiz derderalismus. Und wie

sieht die Zukunft aus? Im Norden wird der

Zentralstaat abgebaut, Regionen werden

gebildet und Vielfalt ist wieder salonfähig.

»Das Skandinavische

und Nordische liegt in

der Schweiz im Trend.

Skandinavien

Chris Kast Projektleiter | chris.kast@smartmediapublishing.com

henriette reuss Produktionsleiterin | henriette.reuss@smartmediapublishing.com

nicolai Blasic, Emanuel otter Text | aSP associated Sports Photography Foto

Smart media Publishing Schweiz gmbh Produktion | www.wortstark-uster.ch Korrektorat | Ringier Print Druck

Veröffentlicht mit dem tages-anzeiger im mai 2011.

Für mehr informationen, Fragen oder inserate: Charlotte olsson, charlotte.olsson@smartmediapublishing.com,

smart media Publishing schweiz gmbh, tel. 044 258 86 00

In der Schweiz stösst das kantonale System

an ihre Grenzen, Zusammenarbeit und

übergreifende Lösungen sind an der Tagesordnung.

Wenn die Kinder in der Schweiz ein

Märchen von H. C. Andersen oder Astrid

Lindgren lesen, und ihre Eltern für einen

Krimi aus einer nordischen Feder Zeit fin­

den, dann ist kein Gefühl der Befremdung

da, sondern man kann sich sehr gut darin

wiedererkennen. Ich finde, dass das Skandinavische

oder Nordische in der Schweiz

im Trend liegt. Haben Sie gewusst, dass

Sprachkurse für nordische Sprachen zurzeit

sehr gefragt sind? Eine Ferienreise, familiäre

Beziehungen, ein neuer Job oder ein

Ferienhaus sind häufige Gründe dafür. (Ein

Ferienhaus ist in vielen Teilen des Nordens

für den Preis einer Schweizer Garage zu haben.)

Der unkomplizierte Umgang – auch

in Geschäftsbeziehungen oder bei behördlichen

Belangen – finden viele Schweizer

ansprechend.

Wir aus dem Norden denken, dass wir

dem Besucher vieles zu bieten haben. Ich

möchte aber hierbei auch auf «den anderen

Norden» hinweisen. Ich wandere

gerne durch die weitläufigen Wälder, fische

in den Seen oder erlebe die Mitternachtssonne,

aber vergesse niemals die sanften,

offenen Landschaften in Dänemark oder

Südschweden, die langen Sandstrände

und Küsten, die urbanen Gegenden in den

Hauptstädten oder die vielen Schlösser und

Burgen, die von einer tausendjährigen Kulturgeschichte

zeugen.

Doch, zugegeben, was mache ich selber

in meinen Sommerferien in Nordschweden?

Das Schönste überhaupt ist so gegen

10 Uhr (abends!), während die Abendsonne

ganz langsam untergeht, mit dem

Ruderboot auf dem spiegelglatten See zwischen

den Inseln zu hin­ und herzugleiten.

Das bedeutet für mich Sommer und Ferien,

auch wenn mich ab und zu ein paar vereinzelte

Mücken leicht kneifen.

Über Smart Media

leSen Sie MehR...

04 Island ist wieder

auf den Beinen

05 Dänemarks Gespür

für Design

06 Norwegen und

Hurtigruten

08 «Die Schweiz ist für

Björn Borg sehr

wichtig»

09 Eine nordische

Erfolgsstory

10 Finnland – nord i -

scher Aussenposten

11 Skandinavien-

Experten

12 Mit blauem Auge

aus der Krise

13 Kulturen und Ge-

bräuche des Nordens

14 Skandinavien im

Überblick

Smart media entwickelt, produziert und veröffentlicht themenspezifische

zeitungen, die gemeinsam mit führenden medien auf dem jeweiligen markt vertrieben werden.

dank unseren kreativen medienlösungen helfen wir unseren Kunden, aufmerksamkeit zu erzeugen,

marken zu stärken und interesse sowie Wissensstand

über die unternehmen in ihrem jeweiligen geschäftsbereich zu

erhöhen. unsere veröffentlichungen zeichnen sich durch hohe

Qualität und inspirierende redaktionelle inhalte aus.

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Mit einzelnen FertighauSteilen

daS eigene trauMhauS geStalten

Beim Fertighaus ist doch alles schon fertig und verplant. Da bleibt kein Platz

für eigene Ideen, denken viele. Stimmt aber nicht. Ein Fertighaus muss kein

Haus «von der Stange» sein. Bei der schwedischen Holzhausfirma Sweden House

GmbH kann der Interessent in unzähligen Katalogmodellen und Ideenskizzen

stöbern. Am Schluss gestaltet der zukünftige Hausbesitzer aus vorgefertigten

Bauteilen kombiniert mit seinen eigenen Ideen sein einzigartiges Traumhaus –

ein Unikat.

Jeder Bauherr wird hier individuell

betreut. Im gemeinsamen

Gespräch äussert er seine Vorstellungen,

seine besonderen Wünsche

und Bedürfnisse. Auch die speziellen

Grundstücksgegebenheiten werden

berücksichtigt. Auf dieser Grundlage

werden dann erste individuelle Entwurfsskizzen

angefertigt. Auch wenn

ein «Holzfertighaus» mit vorgefertigten

Bauteilen errichtet wird, lässt es

genügend Raum für Individualität.

Wenn die Wünsche und Änderungen

des Bauherrn berücksichtigt sind,

wird aus dem «Fertighaus» ein einmaliges

Architektenhaus.

Grundlage der Planung sind die

vielen Katalogmodelle der Firma

Sweden House GmbH. Die unterschiedlichen

Bauteile können endlos

variiert und gestaltet werden. Aus

dieser Inspirationsquelle schöpfen

auch Architekten ihre Ideen, zum

Beispiel der Schweizer Architekt Ivan

Cotting, Firma Swedenhouse, der

seine daraus entwickelten, individuellen

Entwürfe in Schweden vorfertigen

lässt. Auch wenn die Katalogmodelle

einen grossen Ideenpool darstellen,

verfolgen sie alle den gleichen

Grundsatzgedanken: Jeder Entwurf

bietet offene, helle und grosszügige

Grundrisslösungen und wohldurchdachte

Raumbeziehungen.

Eine gute Wärmedämmung dieser

Holzhäuser versteht sich aufgrund

des kalten Klimas im hohen Norden

von selbst. Mit geringen Heizkosten

bleibt das Haus selbst im kältesten

Winter warm und gemütlich. Für

denselben Grad von Behaglichkeit

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SEIT 33 JAHREN

IHR SKANDINAVIENSPEZIALIST

SkandinaviSch Sitzen heiSSt in Bewegung BleiBen

Langes Sitzen bei der Arbeit, in der stets gleichen Haltung, kann nicht gesund sein. Viele von uns verbringen

täglich acht Stunden und mehr im Büro, in Sitzungszimmern und bei Konferenzen. Ein Drittel des

Tages in einer unbequemen, starren Haltung?

Seit langem ist der norwegische

Hersteller für Büro- und Konferenzstühle

HÅG für sein einzigartiges

Ergonomiekonzept bekannt.

HÅG hat es sich zur Aufgabe

gemacht, optimale Sitzlösungen

anzubieten, die für Bewegung und

Abwechslung sorgen. Skandinavisch

Sitzen steigert das Wohlbefinden

und die Produktivität bei

der Arbeit und das freut Arbeitgeber

und Mitarbeiter gleichermassen.

Was macht das bequemere Sitzen

nach skandinavischer Art aus

und was steckt dahinter? Wir haben

uns mit dem Importeur von

HÅG-Sitzsystemen in der Schweiz,

René Baumann*, über skandinavisches

Sitzen unter halten.

René Baumann, was macht das

Sitzen auf einem HÅG -Büro- oder

Konferenzstuhl so einzigartig und

gibt es die richtige Sitzhaltung?

Alle HÅG – Modelle sind auf den

menschlichen Körper zugeschnitten!

Es faszinierte uns, dass man früher in

der Lage war, stundenlang auf dem

Pferderücken zu sitzen. Das hat mit

der aufrechten Körperhaltung und

ständigen Bewegungen beim Sitzen

zu tun. Besonders die Füsse spielen

dabei eine besondere Rolle. Die

Steigbügel erlauben es dem Reiter,

den Oberkörper im Sattel zu kontrollieren,

beweglich und aktiv zu halten

– das ist besonders wichtig, denn bewegliche

und aktive Arme sind auch

bei der Büroarbeit entscheidend!

Die Stühle von HÅG haben die einzigartige

Balanced Movement Mechanik.

Die Vorderkante der Sitzfläche

neigt sich nach oben, wenn Sie sich

braucht ein Steinhaus eine Innentemperatur

von ein bis zwei Grad mehr.

Die Oberflächentemperaturen an

der Innenseite der Aussenwände in

Holzständerbauweise sind bei gleichen

Bedingungen höher als bei Massivhäusern.

Ein eindeutiges Plus für

Holzhäuser. Die Schweden sind nicht

nur seit Hunderten von Jahren Meister

der Holzhausarchitektur, sie haben

auch die längste Erfahrung in der

Technologie der Vorfertigung. Ohne

das Know-how der schwedischen

Aussiedler Mitte des 18. Jahrhunderts

hätte es die Entwicklung dieser

Technologie in Nordamerika nicht gegeben.

Nun entstehen auch schwedische

Holzhäuser in der Schweiz und erfreuen

sich steigender Beliebtheit.

Die «Villa Kunterbunt», das traditionelle

Schwedenhaus mit bunter

Holzfassade und Satteldach, wird in

Schweden übrigens nur noch selten

gebaut. Heute ist eine moderne

und funktionale Gestaltung vorherrschend.

Das moderne Schwedenhaus

hat weiss verputzte Wände, ein Pultdach

und offene, grosszügige, helle

hÅg Capisco PuLS:

ganz neu und schon

mehrfach ausgezeichnet.

zurücklehnen. So werden die Fussgelenke

bewegt und der venöse Blutfluss

in den Waden (das „periphere

Herz“) angeregt: der Blutfluss im ganzen

Körper nimmt zu. So haben Sie

mehr Energie und können effizienter

arbeiten. Zu Ihrer Eingangsfrage: die

richtige Sitzhaltung gibt es nicht, die

richtige ist immer die nächste...

Woher stammt die Idee für dieses

Sitzsystem?

Hauptsächlich vom Norweger Peter

Opsvik. Er ist einer der führenden Designer

von Arbeitsstühlen – weltweit.

Neben dem legendären Kinderstuhl

Tripp Trapp und den aussergewöhnlichen

Stühlen der balans®-Reihe

entwirft er seit vielen Jahren die erfolgreichsten

Arbeitsstühle für HÅG,

so auch den HÅG Capisco.

Zudem betätigt er sich als aktiver

Umweltschützer, Sportsmann und

Jazzmusiker.

Räume. «Funkis» wird diese strenge

Architektur, die immer beliebter wird,

in Anlehnung an den Stil des Funktionalismus

genannt. Die Schweden waren

bisher Vorreiter in vielen Dingen.

Schon vor zehn Jahren führten sie z.

B. die erhöhte Wärmedämmung standardmässig

in ihren Häusern ein.

Für deutsche oder Schweizer

Bauherren, die sich gerne ein Holzhaus

nach schwedischem Muster

bauen würden, hält die Firma Sweden

House GmbH beide Varianten bereit.

Sie können zwischen dem traditionellen

und dem modernen Schwedenhaus

wählen. In beiden Fällen werden

die Vorstellungen und Wünsche des

Kunden eingearbeitet. Auch ganz frei

geplante Architektenhäuser gehören

zum Leistungsspektrum von Sweden

House GmbH.

Weitere Informationen:

SWEDENHOUSE GmbH

Ivan Cotting

Brunnenbergweg 3

1712 Tafers

www.swedenhouse.ch

Welche Modelle sind für den

Schweizer Markt besonders gefragt?

Nicht nur aber vor allem in der

Schweiz zählt der HÅG Capisco zu

den gefragtesten Design-Klassikern

unter den Bürostühlen und ist praktisch

überall im Einsatz.

Es gibt keinen Arbeitsstuhl, der sich

so gut und so schnell an verschiedene

Arbeitsflächen und unterschiedliche

Arbeitshöhen anpassen lässt.

HÅG hat den Designklassiker HÅG

Capisco mit dem Capisco PULS

neu aufgelegt und damit einen idealen

Begleiter für moderne, flexible

Arbeitsplätze entwickelt. Wie sein

Vorgänger folgt er dem einzigartigen

Prinzip des aktiven Sitzens. Doch mit

seiner schlanken, leichten Form und

seiner einzigartigen Umweltbilanz,

liegt er ganz im Trend der jungen,

dynamischen Arbeitswelt.

Nachhaltigkeit und der Umweltgedanke

spielt offenbar bei HÅG

eine grosse Rolle?

Auch hinsichtlich seines Umweltverhaltens

setzt beispielsweise der

HÅG Capisco Puls wie sein Vorgänger

neue Massstäbe. Sein „Carbon

Footprint“ wurde bereits den Standards

von morgen angepasst, indem

der Material- und Energieverbrauch

des neuen Capisco auf ein Minimum

reduziert wurde. Die Rohstoffe zu

seiner Herstellung stammen aus recyceltem

Material und wie bei allen

HÅG Stühlen, wurde auch bei ihm

auf die Verwendung von Chrom und

PVC verzichtet. Gemäss dem Cradle

to-cradle-Prinzip ist der HÅG Capisco

Puls nach beendeter Lebensdauer zu

99 % wieder verwertbar.

Höchste Qualität ist ein weiterer

Anspruch an die HÅG-Sitzsysteme.

Was bieten Sie dem Kunden?

Das Kernkonzept von HÅG stützt sich

auf 4 Eckpfeiler: Dynamische Ergonomie,

Umwelt, Skandinavisches Design,

Qualität und Garantie.

Galt früher die Devise: Funktion vor

Design gilt vor allem für die neuen

Modelle: Funktion und Design!

Wohl als einziger Anbieter gewährt

HÅG auf alle Sitzlösungen und Textilien

der Standard-Kollektion 10 Jahre

Garantie; für die Gasfedern sogar

eine lebenslange Garantie.

Wo kann man diese Stühle kaufen?

Im 70 qualifizierten Büro- oder Möbelfachgeschäften

und Rückenzentren.

Am einfachsten rauszufinden im

Internet unter www.hag-global.com/ch,

Kontakt. Oder per Telefon unter

062 887 06 60.

Gewinnen Sie einen HÅG Capisco

PULS im Wert von Fr. 970.-

Senden Sie bis Ende Juni 2011 Ihre E-Mail mit Betreff

«SKAND» an: info@momoll.ch oder schicken Sie eine

Postkarte mit dem Betreff „SKAND“ an MO MOLL GmbH,

Panoramaweg 33, 5504 Othmarsingen.Jedes Mail und jede

Einsendung mit dem richtigen Betreff nimmt an der Verlosung

teil. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Der Gewinner

wird persönlich benachrichtigt.

HÅG -Sitzsysteme in der Schweiz

*René Baumann, Betriebsökonom HWV, ist seit

1983 mit der dynamischen Sitzweise aus Norwegen

verbunden. Zuerst als Fachhändler bei

KIESER WOHNEN in Lenzburg, dann als Generalimporteur

für die Marke STOKKE lancierte er den

Kinderstuhl Tripp Trapp und das balans® - Stuhlkonzept

in der Schweiz und seit 1999 mit MO MOLL

GmbH als Generalvertretung die norwegische

Marke HÅG.

Zusammen mit seinen 2 Partnern und 3 Mitarbeitern

erwirtschaftete er 2010 3,5 Mio. Franken Umsatz.

HÅG Büro- und Konferenzstühle findet man

in Banken, Versicherungen, Fluggesellschaften,

Anwaltskanzleien, Universitäten, bei Architekten,

Kommunikationsagenturen, Ärzten, Medienbetrieben...

kurz, überall dort, wo man in Bewegung

bleiben will.

Importeur für die Schweiz:

MO MOLL GmbH

René Baumann

Panoramaweg 33

5504 Othmarsingen

Tel. 062 885 06 60

Fax 062 885 06 69

E-Mail: r.baumann@momoll.ch

Internet: www.hag-global.com/ch


4

iSLaND

Der Ausbruch des Vulkans Eyjafjallajökull

legte im April 2010 den internationalen

Flugverkehr lahm und brachte Island

erneut in die Schlagzeilen. Ein Jahr zuvor

waren die drei grössten isländischen Banken

kollabiert, schrumpfte die isländische

Wirtschaft um 8,5 Prozent, während sich die

Preise um rund 12 Prozent verteuerten. Die

Arbeitslosenrate, die seit Jahren weniger als 1

Prozent betrug, explodierte 2009 auf 8,6 Prozent:

Kein anderer hoch entwickelter Industriestaat

wurde so stark von der Finanz­ und

Wirtschaftskrise getroffen.

Die islänDische Krone ist gegenüber

Dem FranKen eingebrochen

Immerhin können heute der Tourismus und

die Fischexporte dank Fremdwährungen

Wachstum vorweisen. Gerade Schweizer

Touristen profitieren von der Entwicklung

der isländischen Krone: 2008 sackte sie

gegenüber dem Franken 51 Prozent ab, 2009

um weitere 7 Prozent. Im letzten Jahr betrug

das Minus noch 1,3 Prozent, was auf eine Er­

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Isländisch

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holung der isländischen Währung hindeutet.

Trotzdem war Island als Reiseland noch nie

so preiswert wie dieses Jahr.

Das hat diverse Firmen veranlasst, sich

verstärkt auf der Insel aus Feuer und Eis zu

engagieren: So fliegt der zum Kuoni­Konzern

gehörende Badener Reiseveranstalter

Kontiki­Saga neu mit Swiss elf­ statt achtmal

ab Zürich nach Reykjavik. Der dreieinhalbstündige

Nonstopflug (jeden Samstag vom

11. Juni bis 20. August) kostet 990 Franken,

ab Genf ist ein Ticket ab 840 Franken

zu haben. Alternativen bei der Anreise

zur Atlantikinsel gibt es mit Air Berlin via

Deutschland oder mit der isländischen Billig­Fluggesellschaft

Iceland Express ab Basel

oder Friedrichshafen.

islanD ist ehrengast an Der FranK-

Furter buchmesse

Dieses Jahr wird Island für einmal für positive

Schlagzeilen sorgen, ist doch die nordische

Republik Ehrengast an der Frankfur­

ter Buchmesse. Das passt zur Nation, die sich

Tiffany Hotel I Geneva I Switzerland

wie keine andere in Europa über die Literatur

definiert: von den mittelalterlichen Sagen

und Eddas, Islands Beitrag zur Weltliteratur,

bis hin zur Gegenwartsliteratur. Einen Höhepunkt

des Gastlandauftritts bilden die mittelalterlichen

Isländersagas, die im Herbst

nächsten Jahres in einer Neuübersetzung im

S. Fischer Verlag erscheinen. Und natürlich

fehlen auch die Islandkrimis nicht.

Spannend genug ist nur schon eine Is­

www.klubschule.ch

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Wer die naturschönheiten des hochlands im eigenen Wagen entdecken möchte, sollte zur Überquerung von Flüssen und Schotterstrassen unbedingt ein allradfahrzeug mieten.

Selbst anfänger können auf den robusten islandpferden einen ausritt wagen. Ende märz fand in reykjavik erstmals das icelandic-horse-Festival statt.

Island ist wieder auf den Beinen

Kein Land litt derart unter der

Finanz- und Wirtschaftskrise

wie island. Jetzt geht es mit der

grössten Vulkaninsel der Welt

dank neuen touristischen attraktionen

wieder aufwärts.

TexT EMaNuEL ottER

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Hotel Madero I Buenos Aires I Argentina

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»Reykjavik gilt als sauberste

Hauptstadt der

Welt.

landreise, die meist in der Hauptstadt

Reykjavik beginnt. Die weltoffene, nördlichste

Kapitale Europas gilt als sauberste

Hauptstadt der Welt und besitzt eine viel­

seitige kulturelle Szene mit trendigen Cafés,

Bars und mehr und mehr Gourmet­Restaurants

mit isländischen Meeresprodukten und

Lammspezialitäten. Skyr, eine Art kalorienarmer

Quark, sollte man sich unbedingt auf

der Zunge zergehen lassen.

Der VulKan eyjaFjallajöKull ist

neue touristenattraKtion

Im Trend sind dieses Jahr Tagestouren ab

Reykjavik zum Krater des Eyjafjallajökull,

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Scandinavia.

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die beispielsweise im Angebot von Iceland

Rovers zu finden sind. Und ein absolutes

Muss ist der Skaftafell­Nationalpark. Er

führt zur Begegnung mit dem Vatnajökull,

dem grössten Gletscher Europas, sowie dem

höchsten Berg Islands und tosenden Wasserfällen.

Dieses Naturspektakel ist selbst für

Familien geeignet. Mehr Vorsicht ist in

einem anderen Zusammenhang geboten:

Wer die Ringstrasse verlässt und auf eigene

Faust Richtung Hochland fährt, sollte unbedingt

ein Allradfahrzeug mieten.

Wenig bekannt ist, dass der Europäische

Heilbäderverband Reykjavik zur offiziellen

«Spa City» kürte. Und das mit gutem

Grund: Neben beheizten Freibädern und

Fitnesscentern gibt es hier Spas mit Kosmetikbehandlungen

und Massage­Angeboten

im Überfluss. Laut der englischen Tageszeitung

«Guardian» befindet sich in Reykjavik

zudem der beste exotische Strand in Europa.

In Nauthólsvík, nur fünf Minuten vom

Stadt zentrum entfernt, wird geothermales

Wasser in eine kleine Bucht im Nordatlan­

tik gepumpt, wodurch das Wasser an diesem

künstlichen Badestrand auf etwa 20 Grad

Celsius geheizt wird. Gut 30 Autominuten

von Reykjavik entfernt liegt mitten in einem

bizarr anmutenden Lavafeld die Blaue Lagune,

ein geothermales Planschbecken, gefüllt

mit warmem Wasser. Dieses Wahrzeichen

Islands hat einen Zwilling im hohen Norden

der Vulkaninsel: Am grössten See Myvatn

gibt es eine neue, beheizte Lagune, wo die

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Gäste in natürlich­heissem Quellwasser am

Nachthimmel nach den Nordlichtern Ausschau

halten können.

FaKten zu islanD

Die demokratische Republik ist seit dem

17. Juni 1944 unabhängig und zählt bei

einer Fläche von 103000 Quadratkilometern

rund 320000 Einwohner. Knapp die Hälfte

davon lebt in der Hauptstadt Reykjavik. Die

höchste Erhebung beträgt 2119 Meter: Der

Hvannadalshnjúkur liegt in Europas grösstem

Gletscher, dem Vatnajökull. Rund 11

Prozent der Insel sind von Gletschern umgeben.

Während der letzten beiden Jahrhunderten

brachen 30 Vulkane aus. Die Lebenserwartung

auf der grössten Vulkaninsel der

Welt gehört trotzdem zur Weltspitze: Die

Frauen werden im Durchschnitt 81,3 Jahre,

die Männer 76,4 Jahre alt. Landeswährung

ist die isländische Krone (ISK). Für einen

Franken erhielt man bei Redaktionsschluss

rund 125 ISK.

Smart facts:

internet-Adressen:

www.spacity.is

www.laugarspa.is

www.nordicaspa.is

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Die dänische Hauptstadt Kopenhagen mit

ihren 1,5 Millionen Einwohnern ist bekannt

für den mit 168 Jahren weltweit ältesten Vergnügungspark

Tivoli, für Europas längste

Fussgängerzone Strøget oder die bunten

Häuserzeilen am Wasser von Nyhavn. Doch

Kopenhagens angesagtestes Viertel heisst

derzeit Nørrebro mit der gleichnamigen S­

Bahn­Station als Ausgangspunkt. Hier tobt

– manchmal im wahrsten Sinne des Wortes

– das multikulturelle Leben, hier wohnen

viele junge Leute und Ausländer, die dem

Stadtteil ihren Stempel aufdrücken. Verschleierte

Frauen ziehen an orientalischen

Gemüsehändlern und Falafelbuden vorbei.

Daneben breiten sich wie an der Birkegade

oder an der Elmegade Designer­Läden aus

oder Cafés wie das «Laundromat Café». Dort

essen und trinken die Einheimischen etwas

oder stöbern in den über 4000 gebrauchten

Taschenbüchern, während in den Waschmaschinen

die Kleider schwingen. Auf der

Lebensader Nørrebrogade findet man zu jeder

Tages­ und Nachtzeit einen Döner oder

frische Früchte. Rund um den Sankt Hans

Torv (einem beliebten Treffpunkt, um sich

ins Nachtleben zu stürzen oder ins Empire

Cinema zu gehen) befinden sich wiederum

dutzendweise Cafés wie das «Pussy Galore’s

Flying Circus» oder das «Sebastopol», Bars

sowie kleine Läden für hippes Untergrund­

Design und Kleider.

Ebenfalls in Nørrebro, in der Guldbergsgade,

lockt der In­Klub Rust und in

unmittelbarer Umgebung das thailändische

Gourmet­Restaurant KiinKiin, das 2006 eröffnete

und heute einen Michelin­Stern besitzt

(mehr über Kulinarisches auf Seite 13).

Schlendert man die Nørrebrogade hinauf,

sieht man den Assistens­Friedhof, auf dem

unter anderem der Schriftsteller Hans Christian

Andersen begraben liegt. Gerne wird

der Friedhof auch als gemütlicher Picknickplatz

genutzt, um sich danach ins «Terroiristen»

zu stürzen – eine Untergrund­Weinbar

mit authentischer Nørrebro­Atmosphäre.

Ende Mai bis September schlägt schliesslich

jeden Samstag von 10 bis 14 Uhr ein Bauernmarkt

an der Jaegersborggade 41 seine Zelte

auf. Die Strasse ist bekannt für Schmuck­,

Design­ und Secondhand­Läden.

Design auf Schritt und Tritt: Das ist typisch

für Kopenhagen und damit auch für

Dänemark – und es hat Tradition. Das «SAS

Royal Hotel Copenhagen» öffnete bereits am

1. Juli 1960 seine Türen. Der legendäre Architekt

und Designer Arne Jacobsen kreierte

das Gesicht des Hotels und schuf hinter der

schmalen, eleganten Fassade eine Ikone des

damals futuristischen dänischen Designs.

Als das erste Design­Hotel der Welt feierte

letztes Jahr das «Radisson Blue Royal Hotel

Copenhagen» seinen 50. Geburtstag. Mehr

EinE ThEmEnzEiTung von SmarT mEdia

Dänemarks Gespür für Design

Das erste Design-Hotel der Welt

steht genauso wie das Danish

Design Center in Kopenhagen.

Dänemark und seine Hauptstadt

sind in der Welt des Designs

führend.

TexT EMaNuEL ottER

»Picknicken auf dem

Friedhof.

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dänisches Design gibt es im Danish Design

Center (DDC) am H C. Andersens Boulevard

zu bestaunen.

Kopenhagens WeltreKorD

Dort wird auch die Frage beantwortet, weshalb

so viele Designer­Marken aus der Heimat

von Bang & Olufsen stammen: Das

einstige Bauernland mit wenig Rohstoffen

und Industrie setzte schon vor über 50 Jahren

auf Kreativität, weil die Regierung wusste,

dass nur gut ausgebildete Menschen den

Mangel an Rohstoffen wettmachen würden.

So ist es nur folgerichtig, dass diesen Mai

im grössten Kongresszentrum Skandinaviens,

im Bella Center, das grösste Design­

Hotel Nordeuropas eröffnet: das «Bella Sky

Comwell» mit 814 Zimmern. Es befindet

sich zwischen dem Stadtzentrum und dem

Kopenhagener Flughafen und besteht aus

zwei 76 Meter hohen Türmen. Ebenfalls

passend zu Kopenhagen ist die Tatsache,

dass inzwischen 58 Prozent aller Hotelzimmer

Ökologie­zertifiziert sind. Noch 2008

lag dieser Wert bei 9 Prozent. Das bedeutet

Weltrekord, nachdem der UN­Klimagipfel

(COP15) im Dezember 2009 in der dänischen

Hauptstadt tagte.

Seit der Eröffnung der Brücke über den

Øresund hinüber zum schwedischen Malmö

am 1. Juli 2000 wird die ganze Region

ohnehin von einer Dynamik erfasst, die europaweit

fast einzigartig ist. Die Austragung

der Strassen­WM der Veloprofis im September

dieses Jahres oder die Copenhagen Design

Week im gleichen Monat mögen diesen

Trend noch unterstreichen. Das gilt gerade

auch für die 19 Kilometer lange Fehmarnbelt­Verbindung,

die das deutsche Puttgarden

mit dem dänischen Rødby in wohl zehn

Jahren verbinden wird, was Auswirkungen

für die gesamte Entwicklung in Skandinavien

haben wird.

Smart facts:

internet-Adressen:

www.thelaundromatcafe.com

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4 Fragen an Tim

marschall

Was bedeutet es für Sie, als Honorarkonsul

Dänemarks tätig zu sein?

Die tatsache, dass mich die dänische

Königin für diese aufgabe ernannt

hat, erfüllt mich mit Stolz. ich bin

übrigens trotz meinem in Dänemark

seltenen Namen zu 100 Prozent Däne.

So habe ich meine Wehrpflicht bei

der königlichen Leibgarde absolviert.

Womit beschäftigen Sie sich vor

allem?

Die Hauptaufgabe besteht im sogenannten

Bürgerservice. Wir helfen

Dänen in Not, oder wenn sie neue

Pässe, Führerscheine oder andere

Dokumente benötigen. oder aber wir

behandeln Gesuche für eine dänische

Staatsbürgerschaft. Ferner gibt es

für mich repräsentative aufgaben.

Was sind die Gemeinsamkeiten zwischen

der Schweiz und Dänemark?

Zu den Gemeinsamkeiten gehört die

Grösse des Landes bei fast gleicher

Einwohnerzahl. Sowohl in Dänemark

als auch in der Schweiz spielte

die Landwirtschaft lange Zeit eine

wichtige Rolle. und charakterlich sind

Dänen und Schweizer pflichtbewusst,

vertrauenswürdig und pünktlich – in

der Schweiz vielleicht noch etwas

mehr als in Skandinavien.

Und welches sind die Unterschiede?

Das ist eine gefährliche Frage. Die

Dänen sind sicher unkompliziert und

im umgang mit Menschen sehr direkt.

Wir Dänen lieben an der Schweiz

die grossen autos und die tiefen

Steuersätze... in Dänemark wird

dafür ausgelassen gefeiert, und wir

sind praktisch mit allen per Du. «Sie»

sagen wir in unserer Sprache fast

nur zur Königin. andererseits mögen

wir die Schweizer Diskretion, denn

wir sprechen nicht gerne über Geld.

Ein weiterer unterschied besteht in

der Familienstruktur: in 80 bis 90

Prozent aller Haushalte arbeiten in

Dänemark beide Elternteile.

tim Marschall, Leiter Königlich Dänisches

Honorarkonsulat, Zürich

5

DäNEMaRK


6

NoRWEGEN

Norwegen und Hurtigruten

118 Jahre Geschichte, 34 anlaufhäfen:

Bei der Fahrt mit den

Postschiffen der Hurtigruten von

Bergen bis zum Nordkap gehts

auf tuchfühlung mit Norwegen.

TexT EMaNuEL ottER

7 Tage oder 2588 Kilometer benötigen

die Postschiffe der Hurtigruten, um von Bergen

im Süden Norwegens über das Nordkap

hinaus bis nach Kirkenes an der russischen

Grenze zu fahren. Auf dem Programm stehen

34 Anlaufhäfen und damit die Vielfalt

des norwegischen Königreichs, das «National

Geographic» als «schönstes Reiseziel der

Welt» bezeichnete. Einen ersten Höhepunkt

bildet der Ausgangshafen Bergen, dem

eigentlichen Tor zu den Fjorden Norwegens.

Die mit rund 261000 Einwohnern nach Oslo

zweitgrösste Stadt Norwegens und mit 248

Regentagen (2005) Europas regenreichste

Grossstadt begeistert mit dem Hafenviertel

Bryggen und der dortigen Speicherstrassse

mit ihren typisch norwegischen Holzhäusern

(Unesco­Weltkulturerbe!) sowie der nur

150 Meter vom berühmten Fischmarkt entfernten

Fløibahn. Sie ist die einzige Standseilbahn

Skandinaviens, die für eine grossartige

Aussicht auf die einstige Heimat des

Komponisten Edvard Grieg sorgt.

leinen los mit Der «ms miDnatsol»

Um 20 Uhr heisst es Leinen los, und die

«MS Midnatsol», eines von rund einem Dutzend

Schiffen der Hurtigruten­Flotte, fährt

ab Bergen nordwärts. Die «Midnatsol», zu

Deutsch Mitternachtssonne, wurde Mitte

April 2003 in den Dienst gestellt, fasst bei

644 Betten rund 1000 Passagiere und 45

PKW, ist 136 Meter lang und bringt es auf 15

Knoten. An Bord sind vom Baby bis zum Senior

alle Generationen vertreten. Sie schätzen

den zweistöckigen Panoramasalon über

der Bugspitze. Die grossen Fensterfronten

lassen viel Tageslicht herein. Ein Sonnendeck

mit Whirlpools, einer Galerie, einer

Bib liothek, Bars, einem Internet­Corner,

Cafés und Restaurants, einem Laden, einem

Spielzimmer und Konferenzräumen sorgen

auf den insgesamt neun Decks für Abwechslung.

Eine Teilpassage mit dem eigenen

Fahr zeug in der Hochsaison zu buchen, ist

übrigens nicht ratsam: Erstens können nicht

alle Schiffe PKW transportieren, und obschon

die Hurtigruten seit 118 Jahren als öffentliches

Verkehrsmittel eine Beförderungspflicht

hat, kann sie nicht reagieren, wenn

sämtliche Plätze belegt sind. Die Mischung

an Bord kommt im Schweizer Markt ganz offensichtlich

an: 2010 haben sich rund 5400

Touristen für eine Seereise mit den Hurtigruten

entschieden. Dabei gehören zwei Reisebüros,

unter anderem Kontiki­Saga Reisen

in Baden, zu den offiziellen Buchungsstellen.

Professioneller Rat lohnt sich, denn die

Unterschiede zwischen den verschiedenen

Schiffsjahrgängen, den Kabinen, aber auch

den beiden Routen (entweder Richtung Norden

oder ab Kirkenes Richtung Süden) sind

gross. Gross sind auch die Unterschiede bei

den Preisen. Bereits sind die Tarife für 2012

auf dem Markt: Die günstigste Kabine kostet

pro Nacht 340 Franken. In der Hochsaison

im Juli muss man hingegen für eine «Eigner­

Suite» bis zu 1280 Franken pro Nacht in die

Hand nehmen. Eine Aussenkabine ohne

Sichteinschränkung kostet zur Hauptreisezeit

im Sommer 430 Franken. Das sind stolze

Preise, denn für geführte Landausflüge und

selbstverständlich die Anreise nach Bergen

muss nochmals das Portemonnaie geöffnet

werden.

Vollpension unD granDiose szenerie

inKlusiVe

Immerhin schliessen die Preise Vollpension

ein – allerdings ohne Getränke. Wer bis zum

30. September 2011 bucht, erhält 20 Prozent

Rabatt (eine Ausnahme von dieser Reduktion

bilden Suiten). Wer einen speziellen

Wunsch hat (ein bestimmtes Schiff, eine

bestimmte Kabinenkategorie oder eine ausgewählte

Lage der Kabine), sollte denn auch

für die Hochsommerzeit frühzeitig buchen,

das heisst, mehr als ein Jahr im Voraus! Wer

flexibel bezüglich Datum, Schiff oder Kabinenart

ist – es fährt ja jeden Tag ein Schiff

ab Bergen –, kann ausserhalb der Hochsaison

auch nur wenige Wochen vor der Reise

buchen.

EinE ThEmEnzEiTung von SmarT mEdia

»Im Sommer geht die

Sonne nie unter.

Die landschaftliche Szenerie entschädigt

für die Ausgaben, und mit dem Geirangerfjord

steht nach Bergen schon am zweiten

Reisetag der nächste Höhepunkt an. Er ist so

einzigartig, dass ihn die Unesco ebenfalls auf

die Weltkulturerbe­Liste aufgenommen hat.

Die Hurtigruten­Passagiere befahren den

Geiranger mit kleinen Booten. Weit draussen,

an der Einfahrt zum Fjord, liegt die

Jugendstilstadt Ålesund, von Norwegens Tageszeitung

«Dagbladet» dank ihren Türmen,

Spitzen und Verzierungen zur schönsten

Stadt des Landes gewählt.

Nach Trondheim am dritten Tag folgt

einen Tag später die Überquerung des

nördlichen Polarkreises und damit die erste

Berührung mit Nordnorwegen. In dieser

Region verschwindet die Sonne im Sommer

selbst in ihrer niedrigsten Position nie hinter

dem Horizont und ist – sofern die Wolkendecke

nicht zu dicht ist – 24 Stunden am

Tag zu sehen. Unter der Mitternachtssonne

nimmt die «Midnatsol» Kurs auf die Lofoten.

Die Inselgruppe gilt als die schönste Region

Europas. Bei diesen Sinneseindrücken stockt

einem der Atem: Aus dem klaren, reinen

Meer ragen steile Berge auf; in den Buchten

liegen Fischerdörfer mit den charakteristischen

Rorbu­Hütten. Heute dienen diese

Fischerhütten meist als Unterkünfte für Besucher.

Wirft man die Fischerrute vor dem

Küchenfester aus, hat man nicht selten das

Essen auf dem Tisch. Doch das ist gar nicht

nötig, denn an Bord wird für die Passagiere

fürs leibliche Wohl gesorgt. Zum Dessert zu

nächtlicher Stunde steht die Fahrt durch den

Trollfjord an.

auF Den spuren Von amunDsen

Tromsø, Nordnorwegens grösste Stadt,

kommt am fünften Tag nachmittags in Sicht.

Bereits 350 Kilometer nördlich des Polarkreises

ist es die Stadt der Rekorde. Hier stehen

mit dem «Arctandria» am Strandtorget

Norwegens das beste Fischrestaurant sowie

die nördlichste Universität, Brauerei, Glasbläserei

und Domkirche der Welt. 1927 erhielt

die Stadt mit dem Nordlichtobservatorium

eine bedeutende Institution. Zur selben

Zeit diente Tromsø als Ausgangspunkt vieler

Expeditionen in die Polarregion und speziell

zum Nordpol, unter anderem geleitet von

Roald Amundsen und Fridtjof Nansen.

Das Städtchen Honningsvåg mit seinen

rund 3000 Einwohnern ist am sechsten

Tag ein grosses Ereignis. Weil es sich nur

noch 40 Kilometer vom Nordkap entfernt

befindet, ist es in den Sommermonaten

auch Anlaufhafen zahlreicher Kreuzfahrtschiffe.

Und schliesslich endet die schönste

Seereise der Welt wie die Woche am siebten

Tag, morgens um 9.45 Uhr in Kirkenes.

Um 1900 bestand der Ort aus einer Kirche

(norwegisch «Kirke») auf einer Landzunge

(«Nes»). Der Eisenerzabbau liess die Stadt

1908 wachsen. Durch seine strategische Lage

wurde Kirkenes im Zweiten Weltkrieg eine

stark umkämpfte Stadt an der sogenannten

Eismeerfront. Die 150 Kilometer Luftlinie

entfernte Stadt Murmansk beherbergte den

einzigen Hafen im europäischen Teil der

Sowjetunion, den das nationalsozialistische

Deutschland nicht kontrollierte.

Wer Zeit und Geld hat, bleibt an Bord

und startet drei Stunden nach Ankunft in

Kirkenes zur siebentägigen Rückreise Richtung

Bergen. Weil dann die Tages­ und

Nachtzeiten bei der relativ kurzen Aufenthaltsdauer

in den Anlaufhäfen anders sind

und das Wetter bestimmt nicht gleich wie

auf der Hinfahrt, kommt es bei einer Retourfahrt

nicht einfach zu einer Wiederholung.

Gleich ist einzig etwas anderes: Die Hurtigruten

sind prädestiniert, um Norwegen von

seiner schönste Seite zu entdecken.

WussTen sie,

dass...

... der Vigelandpark in oslo Norwegens

meistbesuchte attraktion

ist? Mehr als eine Million touristen

kommen jedes Jahr hierher. Rund

200 Skulpturen des Bildhauers

Gustav Vigeland (1869–1943), der

zudem den Park entworfen hat, sind

zu sehen.

... die atlantikstrasse im nördlichen

Fjordnorwegen, unweit der Städte

Molde und Kristiansund, vom norwegischen

Radio NRK zur schönsten

Veloroute des Landes gewählt

wurde?

... die neue Svinesund-Brücke

zwischen Norwegen und Schweden

weltweit die grösste ihrer art und

704 Meter lang ist? Sie überquert

das Meer in 60 Metern Höhe und

ist das wichtigste Einfallstor nach

Norwegen.

... Vardø in Nordnorwegen östlicher

als istanbul liegt? um hierher

zu kommen, müssen die Besucher

durch Norwegens ersten, unterseeischen

tunnel fahren. Er ist 2892

Meter lang.

... das Wikingerschiff «Halle in

Hamar», das 1994 für die olympischen

Winterspiele in Lillehammer

gebaut wurde, 13000 Zuschauern

Platz bietet und damit der Hälfte der

Bevölkerung der Stadt?

... der oslo-Pass die einfachste Möglichkeit

ist, die Stadt zu erleben?

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EinE ThEmEnzEiTung von SmarT mEdia

«Die Schweiz ist für Björn Borg sehr wichtig»

Björn Borg zählt zusammen mit Roger Federer zu den besten tennisspielern aller Zeiten. Der schwedische altstar möchte nun mit

seiner Mode in der Schweiz Fuss fassen. im Exklusiv-interview sagt er wie und erläutert, welchen Bezug er zu unserem Land hat.

TexT EMaNuEL ottER FoTo GEtty iMaGES

Der Name Björn Borg gehört nicht nur zum

dominierenden Tennisspieler der zweiten

Hälfte der 1970er-Jahre sowie Anfang der

1980er-Jahre. Der schwedische Crack, inzwischen

bald einmal 55 Jahre alt und zum

dritten Mal verheiratet, hat seinen Namen

über das gleichnamige Modeunternehmen

vermarktet, das heute Produkte in 15 verschiedenen

Ländern verkauft – vor allem

Unterhosen. Die Handelsmarke Björn Borg

in ihrer heutigen Form ist seit Ende der

1980er-Jahre geschützt.

Björn Borg, Ihre Eigenmarke wurde bereits

in der ersten Hälfte der 1990er-Jahre

gegründet. Welchen Bezug haben Sie heute

zur Mode?

Björn Borg: Ich interessiere mich dafür,

seit ich Tennisspieler war. Damals war ich

mir nicht bewusst, mit meiner Kleidung

Trends zu setzen. Ganz offensichtlich gefiel

es vielen Zuschauern in der ganzen Welt, wie

ich mich kleidete. In der Mode sind Innovation

und Erneuerung sehr wichtig, und genau

deshalb war ich seit jeher daran interessiert.

»Ich hatte immer sehr

gute Beziehungen zur

Schweiz.

Björn Borg

Als einer der weltweit bekanntesten Tennisspieler

sind Sie nach Ihrer Profikarriere

ins Modegeschäft eingestiegen. Weshalb?

Mein Sternzeichen ist Zwilling. Ich

bin ein ruheloser Mensch, der immer Action

und viel Betrieb um sich mag. Mit der

Mode ist es unmöglich, sich zu langweilen.

Es ist ein Geschäft, das für mich grosse Leidenschaft

bedeutet.

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Was macht das Unternehmen Björn Borg typisch

skandinavisch – ausser der Tatsache,

dass die Besitzer schwedisch sind?

Wir sind eine Marke, die unkonventionelle,

jedoch farbige und stilvolle Produkte

hervorbringt. Sogar unsere Kommunikation

ist farbig, anziehend und mit einem Augenzwinkern.

Wir geben uns liberal und gewagt,

überschreiten aber nie die Grenze zur Vulgarität

oder zur Kränkung. Unsere Organisation

ist sehr flach und unhierarchisch geführt,

in der alle Mitarbeiter gleich gestellt

sind und im täglichen Geschäft etwas zu sagen

haben. Unser Management sitzt mit den

Angestellten zusammen, isst mit ihnen, und

unser Chef fährt jeden Morgen mit dem Velo

zur Arbeit. Wir glauben, dass der Hauptsitz

in Stockholm, der schwedische Angestellte

beschäftigt und Schwedisch in unseren

Strategien verwendet, uns sehr schwedisch

macht.

88 Prozent der Läden der Marke Björn Borg

befinden sich entweder in Skandinavien

oder in Holland. Welche Rolle spielt dabei

der Schweizer Markt?

Die Schweiz ist für uns sehr wichtig. Unser

deutscher Vertriebshändler ist daran, im

Herbst neue Büros zu öffnen. Letztlich sollen

diese in der ganzen Schweiz Modeartikel

an Läden verkaufen. Wir hoffen, dass die

Schweizer uns als neue Marke mögen.

Wie gut kennen Sie die Schweiz?

Ich hatte immer sehr gute Beziehungen

zur Schweiz, wo ich in den vergangenen Jahren

viel Zeit verbrachte. Entsprechend habe

ich dort viele Freunde. Es ist ein Land, das

Sport liebt. Und ich finde es fantastisch, dass

die Schweiz jene Person hervorgebracht hat,

die für mich der grösste Tennisspieler aller

Zeiten ist: Roger Federer.

Welchen Umsatz erwarten Sie für 2011 insgesamt,

nachdem die Gruppe letztes Jahr

einen Nettoerlös von 536 Millionen schwedischen

Kronen, also knapp 78 Millionen

Franken, erwirtschaftet hat?

Wir sind eine öffentliche, seit 2007 am

Nasdaq in Stockholm geführte Firma und

können deshalb keine Prognosen für das

laufende Jahr abgeben. 2010 totalisierten die

Björn­Borg­Produkte bei den Konsumenten

ohne die Mehrwertsteuer nahezu 1,7 Milliarden

schwedische Kronen. Die 536 Millionen

erreichten wir mit 100 Angestellten.

2006 strandeten Sie mit Ihrem ersten Versuch,

in der Modewelt Fuss zu fassen. Wie

haben Sie sich zurück auf die Strasse des

Erfolgs gekämpft?

Die Erfahrungen waren ein guter Start

einer langfristigen Arbeit, die nun in der

neuen Linie von Björn Borg Sport resultiert.

Sie besitzen mehr als 10 Prozent der Aktien.

Wer sind die anderen Aktionäre?

Fredrik Lövstedt gehören mit einem Anteil

von 10,3 Prozent 2,6 Millionen Titel, dem

Finanzkonzern SEB 10,3 Prozent, Robur 7,4

Prozent, Mats H. Nilsson direkt oder durch

Verwandte 5,9 Prozent. Der Rest teilt sich auf

andere Privatpersonen oder Firmen wie die

JP Morgan Bank auf. Insgesamt gibt es rund

25 Millionen Aktien.

Was planen Sie für dieses Jahr?

Wir arbeiten an der ersten Kollektion

für Kleider unserer neuen Linie Björn Borg

Sport, die im Frühling 2012 lanciert wird.

Daneben eröffnen wir, wie erwähnt, ein Büro

in der Schweiz und setzen unsere Arbeit in

für uns neuen Märkten wie Grossbritannien,

Frankreich, Italien und Spanien fort. Und

schliesslich werden wir neue Läden sowohl

in bestehenden als auch neuen Märkten eröffnen

wie beispielsweise in London und in

Düsseldorf.

Smart facts:

björn rune borg

Geboren 6. Juni 1956 in södertälje

Karriere 1973 bis 1982

Erfolge 11 grand-slam-titel, 64 einzeltitel,

siegte in Wimbledon

fünfmal in Folge

Gegner John mcenroe

Nummer 1 109 Wochen

Preisgeld rund 3,7 millionen us-Dollar


Eine nordische Erfolgsstory

Königlich, kulinarisch und Natur

pur in einsamen Fjorden. Dies

nur einige der Seiten Schwedens

für den kulinarischen,

kulturellen und erholungssuchenden

Reisenden.

TexT NiCoLai BLaSiC

Wo Die natur hoch im Kurs liegt

Zwischen der nördlichsten Spitze und dem

südlichsten Zipfel Schwedens liegen ganze

1574 Kilometer Luftlinie. Im Vergleich dazu

erscheint die Schweiz mit 228 Kilometern

geradezu klein. Nun versteht man auch,

wieso man nicht einfach «gerade mal so»

nach Schweden fahren kann. Im Norden

erstrecken sich die kargen Gebirgszüge mit

dem Kebnekaise, dem höchsten Berg Schwedens.

Und ähnlich wie in Finnland stillt die

Nordspitze die Sehnsucht nach der stillen,

unberührten Natur. Auf der südlichen Hälfte

liegen die Industrie, alle grossen Städte

und viele kulturelle Sehenswürdigkeiten.

Aber was Touristen und Einheimische dort

am meisten beeindruckt, sind die klaren

Seen, die mystischen Wälder und die rauen

Küsten. Schweden gilt als eine Nation der

Naturliebhaber. Bei einer Fläche so gross wie

Spanien, aber mit lediglich neun Millionen

Einwohnern, fühlt sich jeder Schwede, als

gehöre nur ihm ein grosses Stück der unberührten

Natur.

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Warum sich Die schWeDen gern als

KinDer einer nation sehen

In der jüngeren Geschichte gewann man im

Ausland den Eindruck, Schweden reglementiere

das Leben auf eine fast sozialistisch anmutende

Art. Doch dies täuscht. Denn freie

Marktwirtschaft und klare demokratische

Züge zeigen auf, dass ein wohlwollender

Sozialstaat und liberale Werte sich nicht ausschliessen

müssen. Man fand einen Ausweg,

indem jeder Schwede erstmals eine gewisse

Versorgung von Grundrechten erhält. Dazu

gehören Schulausbildung, Eltern­ und verschiedene

Gesundheitsversicherungen, sowie

Kinder und Altenpflege. Darüber hinaus

ragt aber eine Sozialleiter, welche von jedem,

der sich anstrengt, hoch hinaufgeklettert

werden kann. Weshalb kommt es einem

vor, Schweden brächte nur wenige finanziell

erfolgreiche Menschen zutage? Das lässt

sich mit einem Wort erklären: Bescheidenheit.

Wohl nirgends sonst in Europa tragen

Bürger ihren Sozialstatus so bedeckt wie in

Schweden. Auffälliges Verhalten, lautstarke

Profilierung und protziges Auftreten werden

missbilligt. Ob dieses System aus hohen

Steuern und noch höheren Staatsausgaben

noch lange tragbar ist, wird sich in diesen

Monaten der weltweiten Krisen zeigen.

jeDe menge bräuche

Viele der Feste werden mit dem Wechsel der

Natur gefeiert. Eines der wichtigsten Feste ist

das Mittsommerfest. Man feiert den längs­

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EinE ThEmEnzEiTung von SmarT mEdia

»Viele der Feste werden

mit dem Wechsel der

Natur gefeiert.

ten Tag des Jahres mit jeder Menge Essen,

Tanz und traditionellen Kostümen. Dieses

Fest verbindet die Menschen des Landes

wie kaum ein anderes. Aus den entlegensten

Ecken der Welt kommen die Menschen zusammen.

Seinen Ursprung hat er im Gedenktag

an Johannes den Täufer. 1953 verlegte

man dieses Fest praktischerweise auf

den Samstag. Der Esstisch bleibt an diesem

Wochenende durchgehend gedeckt und man

beginnt meist mit Dillkartoffeln, roten Zwiebeln

und Dickmilch. Besonders beliebt sind

verschiedene Lachsgerichte. Die Natur des

Landes sorgt für das entsprechende Dessert:

Beeren in allen Variationen.

hat man Das mittsommerFest Ver-

Daut, Folgt Das grosse KrebsFest

Das Krebsfest feiert den Ausklang des Sommers.

Dabei versammelt man sich um den

Tisch, auf dem reichlich Krebse aufgetischt

Wellness-, Dampfbad und

Saunabau seit 1969

werden, und – na ja, isst. Vielmehr gibt es

dazu nicht zu sagen. Man isst die Krebse zusammen

mit Käse und Brot. Moderne Versionen

sind fünfstöckige Kuchen mit Rahm­

und Mayonnaise­Füllungen, Früchten und

weichem Toastbrot. Und natürlich wird auch

am Krebsfest nicht auf das übliche Bier und

den Branntwein verzichtet. «En Guete» –

«smakling maltid».

lucia, Die längste nacht

In der Tradition wird überliefert, dass Lucia

Licht im Haar gehabt haben soll. Heute verkörpern

Kerzen in den Händen von Jungen

und Mädchen in weissen Gewändern diese

Geschichte. Aber nur ein Mädchen darf

Lucia darstellen. Die Wahl zur nationalen

Lichtbringerin gleicht schon fast einer Miss­

Wahl.

König carl – Keine politische

macht, aber immer präsent

Die Königsfamilie mischt schon lange nicht

mehr im Politpoker mit. Trotzdem scheint

sie mehr denn je in der Gunst des schwedischen

Volkes zu stehen. Obwohl eine der

stärksten Parteien des Landes, die Sozialdemokraten,

schon länger die Abschaffung

der Monarchie fordert. Zurzeit sitzt König

Carl XVI. Gustaf auf dem Thron, er ist Vater

dreier Königskinder. Somit wird wohl auch

in Zukunft ein Mitglied der Königsfamilie

die Boulevardzeitungen, aber auch die seriösen

Blätter des Landes auf Trab halten.

6 Fragen an

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SCHWEDEN

Die Schweden gelten als bescheidene

Menschen. Was für ein Auto fahren

Sie?

ich fahre, wie so viele Schweden,

einen Volvo.

In der Schweiz werden die Schweden

sehr positiv wahrgenommen. Woher

kommt das?

Nett, dass Sie das finden! ich glaube,

das hängt einfach damit zusammen,

dass wir einander so ähnlich sind.

Es ist ja kein Zufall, dass man uns

überall verwechselt!

Verstehen Sie eigentlich Schweizerdeutsch?

«Schweizerdeutsch»? ich dachte, hier

spricht man Berndütsch, Züridütsch

und Walliserdütsch. Mit Letzterem

habe ich aber meine liebe Mühe.

In unseren Augen greift der Staat

sehr in das Leben der schwedischen

Bürger ein. Täuscht dieser Eindruck?

Es ist wohl wahr, Schweden kann als

Wohlfahrtsstaat bezeichnet werden.

Doch trotz der hohen Steuern sehen

die Bürger vor allem das, was sie vom

Staat dafür zurückbekommen.

Was sollte sich ein Schweizer Tourist

in Schweden unbedingt ansehen?

Viel! Schweden ist ja etwa zehnmal

grösser als die Schweiz. aber was

Schweden vor allem ausmacht, ist

seine Vielfalt – ein Besuch lohnt sich!

ABBA und Roxette. Welche Schweden

oder Schwedinnen sollte man noch

kennen?

Mando Diao, Robyn oder Lykke Li. alfred

Nobel war Schwede. Wofür sein

Name steht, brauche ich sicher nicht

zu erklären. ausserdem stammen

viele moderne Krimischreiber aus

Schweden, wie etwa Henning Mankell,

Stieg Larsson und Håkan Nesser.

Björn Borg, ingemar Stenmark oder

Zlatan ibrahimovic stehen für die

sportliche Seite unserer Nation.

Per thöresson, Botschafter Schwedens


10

FiNNLaND

Finnland – nordischer Aussenposten

Grenzverteidiger, Heimat des

Weihnachtsmannes und heute

mehr denn je: wirtschaftlicher

Musterschüler.

TexT NiCoLai BLaSiC

sKanDinaVien oDer nicht?

Darüber gibt es verschiedene Ansichten.

Die Finnen möchten im Allgemeinen nicht

zu sehr mit ihren westlichen Nachbarn in

Schweden verglichen werden. Sie sehen sich

vielmehr als eine Eigenart des skandinavischen

Raums. Offiziell gehört Finnland wohl

nicht zu Skandinavien, in den Köpfen der

meisten Europäer hingegen schon. Sie bekunden

oft Mühe, Schweden, Norwegen und

Finnland auseinanderzuhalten.

so gross Wie DeutschlanD, aber 15mal

Weniger einWohner

In Finnland einen Nachbarn zu besuchen,

ist wie wenn Herr und Frau Zürcher einen

Kurzurlaub ins Tessin unternehmen würden.

Die Distanzen sind immens. Stark besiedelt

ist immerhin der Süden. Auch der Grossteil

der Industrie liegt in den Gegenden rund um

Helsinki an der Südküste. Ab Landesmitte

nordwärts kann man stundenlang die langgezogenen

Landstrassen entlangfahren,

ohne auf das geringste Zeichen von Zivilisation

zu stossen.

»Das ganze Jahr hindurch

kann das Dorf des

Weihnachtsmannes

besucht werden.

Das lanD Der tausenD seen

Finnlands Süden ist zerfurcht von Seen,

sodass es manchmal den Anschein hat, die

Gegend bestünde aus unzähligen verbundenen

Inseln inmitten eines gewaltigen Sees.

Über 60000 sollen es sein. So gut wie jeder

Finne besitzt an einem See ein kleines Sommerhaus

(Kesämökki). Das ist nichts Ungewöhnliches

und hat aufgrund der niedrigen

Grundstückspreise auch wenig mit

Luxus zu tun. Die zahlreichen Seen beeinflussen

stark Finnlands Küche. So steht Fisch

schon fast täglich auf der Speisekarte.

man schWeigt sich an – auch heute

noch

Der moderne Anstrich Helsinkis mag nicht

über eine etwas seltsame Eigenart der Finnen

hinwegtäuschen: den Hang zum Verschlossensein.

Trifft man einen Finnen privat, kann

man nicht unbedingt davon ausgehen, dass

mit einem freundlichen Lächeln und Händeschütteln

die Namen ausgetauscht werden.

Diese anfängliche Kälte kann sich dann aber

in wenigen Stunden in ein freudvolles Beisammensein

wandeln. Der Finne tastet sich

nämlich erstmals vorsichtig heran. Aufgrund

der zunehmenden Reiselust der Finnen und

der Globalisierung der Wirtschaft geht diese

finnische Eigenschaft aber allmählich verloren.

sonne Von 11.45 bis 12.15 uhr

Die oben erwähnte Eigenschaft der Finnen

kann ihren Ursprung auch in ewig langen

Winternächten und dunklen, einsamen Wäldern

haben. Von November bis Anfang März

nämlich kratzt die Sonne lediglich am fernen

Horizont und dringt nur vereinzelt durch die

dichten Baumwälder bis zu den Menschen

vor. 20 Stunden Dunkelheit hinterlässt schon

seine Spuren.

sauna rein. sauna raus. zehn Finnische

saunaregeln:

1. Regel: Männer und Frauen gehen getrennt

in die Sauna. 2. Regel: Männer und Frauen

gehen getrennt in die Sauna (es musste bloss

noch einmal gesagt werden). 3. Regel: Bierdosen

haben in der Sauna nichts verloren. Es

sei denn, sie sind kühl und voll. 4. Regel: Keine

Seife, kein Shampoo. Die hebt man sich

für die Dusche auf. 5. Regel: In der Sauna

ist jeder Mann gleich. Ob Angestellter oder

Chef. Sollte man doch einen Unterschied

feststellen, so schlägt man einfach die Beine

übereinander. 6. Regel: Es wird viel gesprochen.

In Saunen wurden schon Entscheidungen

historischen Ausmasses getroffen. 7.

Regel: Wenn man es wegen der Hitze nur gebückt

auf dem Fussboden aushält, dann raus

aus der Sauna. 8. Regel: Der Sprung in den

kalten See nach der Sauna sollte nur wagen,

wer seinen Puls auf der Achterbahn unter

hundert Schlägen halten kann. 9. Regel: Die

Dauer des Aufenthaltes sollte sich nach dem

Wohlbefinden richten. 10. Regel: Auf Sport

verzichten. Wer nach dem Saunagang noch

Lust auf eine Joggingrunde verspürt, sollte

lieber gleich zum Arzt.

es Weihnachtet sehr in roVaniemi

Wer es noch nicht gewusst hat, weiss es

jetzt: Der Weihnachtsmann (finnisch «Joulupukki»)

lebt in Rovaniemi und hält dort

sogar sein eigenes Postamt, von wo er unzählige

Geschenke in alle Welt verschickt.

EinE ThEmEnzEiTung von SmarT mEdia

»Der Finne tastet sich

erst mal vorsichtig

heran.

Das ganze Jahr hindurch kann das Dorf des

Weihnachtsmannes besucht werden. Doch

das Städtchen hat auch anderes zu bieten.

Etliche Rentierzuchten geben einen Einblick

in die traditionelle Lebensweise im hohen

Norden. Und wer Glück hat, kann in den

Nächten das fantastische Zauberspiel des Polarlichts

bestaunen.

exportschlager alVar aalto unD

iittala

Alvar Aalto beeinflusste seit den 1920er­

Jahren mit seinem Architekturstil unzählige

Bauten auf der ganzen Welt. Mit seinem Stil

versuchte er, die Architektur mit der Natur

zu verbinden und sie in Einklang zu bringen.

Möbel und Gebäude sollten einen biologischen

Eindruck hinterlassen, um nicht unmenschlich

zu erscheinen. Die Iittala­Group

umfasst einige der renommiertesten Glas­

und Porzellanmanufakturen Norwegens,

Schwedens und Finnlands. Iittala wurde

1881 von einem Schweden in Finnland

gegründet. Deren Glasschalen und Gläser

werden in der ganzen Welt gehandelt und

für ihren klaren Stil bewundert.

holz, so Weit Das auge reicht

Das grösste Zugpferd in der Geschichte der

finnischen Wirtschaft ist die Holzindustrie.

Bäume finden sich in dem langen Land wie

Sand am Meer. Finnland kann die höchste

Walddichte Europas aufweisen. Das qualitativ

hochwertige Holz aus Kiefern und

Fichten wird zu Möbeln verarbeitet und in

die ganze Welt verschifft. Heute beträgt der

Anteil am Bruttosozialprodukt etwa 35 Prozent,

die auf die Holzindustrie entfallen. Das

Land hat es geschafft, auf raffinierte Art und

Weise verschiedenste Wirtschaftssektoren,

welche alle vom Holz abhängig sind, in eine

Art Arbeitskreislauf einzugliedern, um den

Ablauf zu optimieren. Hierzu gehören Holzgewinnung,

Verarbeitung, Papierherstellung,

Druck und Vermarktung.

loslösung Von schWeDen

Bis ins 12. Jahrhundert hinein fristete Finnland

ein ziemlich unauffälliges Dasein. Erst

als sich die Schweden und auch das russische

Zarenreich allmählich um das von

Finnen bewohnte Gebiet kümmerten, gewann

das Land an Bedeutung. Westfinnland

wurde dann auch schon ziemlich bald

an das schwedische Reich angebunden und

galt formell als dessen vierter Landesteil.

Die beiden pflegten Beziehungen von meist

friedlicher Natur. Der östliche Landesteil

war für die Schweden enorm wichtig, da er

politisch stark gewichtet wurde. Die Finnen

bildeten dazu noch einen grossen Teil der

schwedischen Armee. Finnlands Ostgrenze

hingegen wurde nach zahlreichen militärischen

Konflikten mit Russland immer wieder

verschoben. Später, im 18. Jahrhundert,

wurde das Land immer wieder ganz oder

teilweise von den Russen besetzt. 1809 dann

trat Schweden im Vertrag von Fredrikshamn

den Grossteil Finnlands an Russland ab.

Somit geschah die Loslösung von Schweden

auf finnischer Seite praktisch nur vertraglich.

Während sich Russen und Finnen,

Russen und Schweden weiter bekriegten.

FinnlanDs nationalbeWusstsein

erWacht

Erst mit der Loslösung von Schweden schien

in Finnland das Bewusstsein für die eigene

Nation richtig erwacht zu sein. Trotzdem

galt Finnland offiziell noch nicht als unabhängig,

sondern wurde als autonomes

Grossfürstentum Russlands bezeichnet. Die

russischen Zaren achteten allesamt den finnischen

Sonderstatus und die Beibehaltung

dessen Rechte. Doch trotz diesem Wohlwollen

formte sich in Finnland eine starke Neigung

hin zur eigenen Identität. Akademische

Kreise, die Russland­skeptisch eingestellt

waren, fanden in einem Europa, welches sich

in einem nationalistischen Umbruch befand,

äusserst fruchtbaren Boden. Erst im Jahre

1917 wurde Finnlands Unabhängigkeit ausgerufen.

Die bilDung Des moDernen FinnlanDs

Nach ständigen Zwistigkeiten zwischen den

Finnen und den Russen, die nach 1917 immer

noch vorherrschten, gewann der Nationalstaat

immer mehr an Bedeutung. Während

des Zweiten Weltkrieges verteidigte

Finnland seine Ostgrenze gegen Russland

und versuchte im Süden, nicht zu sehr in die

Machenschaften der deutschen Nationalsozialisten

hineingezogen zu werden. In den

Nachkriegsjahren erstarkte Finnlands Industrie

und brachte dem Land den Status eines

wichtigen Handelspartners Europas ein. 1995

trat das Land der Europäischen Gemeinschaft

bei und gab sieben Jahre später, 2002,

die finnische Mark zugunsten des Euro auf.

6 Fragen an

alPo rusi

Welches sind die wichtigsten Güter,

die von Finnland in die Schweiz

importiert werden?

Das «Grüne Gold» der Waldindustrie

repräsentiert 21 Prozent des

finnischen Exports in die Schweiz.

Hightech-Produkte liegen bei 17,8

Prozent und die Medizin vertritt

ganze 16,5 Prozent.

Wie stark war Finnland von der

weltweiten Finanzkrise betroffen?

Glücklicherweise konnte Finnland

den negativen auswirkungen

ziemlich schnell entkommen.

unser Bankensektor wurde in den

frühen Neunzigerjahren reformiert

und Finnland gehört zur aaa-

Gruppe. Leider hatten wir aber

mit Rückschritten des Wirtschaftswachstums

und einer steigenden

arbeitslosigkeit zu kämpfen.

Hat die Mitgliedschaft in der EU

Finnland viele Vorteile verschafft?

Die Eu kann nicht einfach als

Panacea, als allheilmittel, verstanden

werden. Sondern als teil der

Lösung. Persönlich finde ich, die

Mitgliedschaft hat unseren internationalen

Status gestärkt und unserer

Wirtschaft Stabilität gebracht.

Gehört Finnland historisch zu

Skandinavien?

Ja und nein. Finnland gehört zur

nordischen Gemeinschaft; dies ist

mehr eine politische Definition.

aber geografisch lässt sich sagen,

Finnland gehört zu ost-Skandinavien

und zu West-Russland. oder

wenn man die temperaturen der

letzten zwölf Monate betrachtet,

sogar zu Sibirien.

Finnisch ist eine ganz eigene

Sprache. Wo liegen ihre Wurzeln?

im finno-ugrischen Sprachenstamm.

als im 16. Jahrhundert die finnische

Sprache zur Schriftsprache

wurde, gelang es der lutherischen

Kirche, ihren anhängern jeglicher

Sozialschichten Lese- und Schreibunterricht

zu bieten. Dies war ein

historisch bedeutender Moment

und kann eines tages zum besseren

Verständnis der Erfolgsgeschichten

Finnlands beitragen. Finnland

belegt regelmässig den Spitzenrang

bei den PiSa-Studien. Dabei schneiden

finnischsprachige Schulen des

Landes besser ab, als die schwedischsprachigen.

Welche Ähnlichkeiten sehen Sie

zwischen Finnland und der Schweiz?

«Newsweek» hat vor Kurzem

eine Rangliste zur Lebensqualität

erstellt. Finnland belegte die Nummer

eins, noch vor der Schweiz.

in meinen augen teilen wir die

gleichen Werte und haben auch

geschichtliche Gemeinsamkeiten.

und beide Länder sind exzellent in

Sportarten, in denen Helme getragen

werden.

alpo Rusi, Botschafter Finnlands


Skandinavien-Experten

lic.jur. l.l.M

Katarina lif Burren

Partnerin und mitglied

der geschäftsleitung

Kendris private ag

Was hat Kendris Private AG dazu bewogen, auch in die

skandinavischen länder zu expandieren?

Es gibt eine lange Tradition in der Zusammenarbeit zwischen den

beiden Ländern Schweiz und Schweden. Diesbezüglich haben wir

viele Anknüpfungspunkte. Beratung ist ein «People’s Business».

Kendris private AG verfügt über hochqualifizierte Mitarbeitende

mit steuerlichem und zivilrechtlichem Fach­Know­how und guten

Kontakten nach Schweden. Dieses Netzwerk war eine ideale Ausgangslage,

die uns vor elf Jahren dazu bewogen hat, den Schritt in

den skandinavischen Markt zu wagen.

Welche Kenntnisse über das jeweilige land sind für ein

Unternehmen, das international expandieren möchte, von

grosser Wichtigkeit?

Das A und O einer Geschäftstätigkeit im Ausland ist das kulturelle

Verständnis des Landes und der entsprechenden Branche. Die länderspezifischen

Gegebenheiten des entsprechenden Handelsplatzes

sollte man kennen, um auf die lokalen Kundenbedürfnisse eingehen

zu können. Geschäftsbeziehungen ins jeweilige Land sind von grossem

Vorteil. Sind einmal die Kontakte geknüpft, braucht es schliesslich

fundiertes Wissen über das nationale und internationale Steuerrecht

und weitere Kenntnisse, um die Kunden langfristig von der

Qualität der Beratungsdienstleistungen überzeugen zu können.

Welches sind ihrer Meinung nach die hauptunterschiede

zwischen ihrer Geschäftstätigkeit hier in der Schweiz

gegenüber derjenigen in den expansionsländern?

Wir richten unsere Dienstleistungen an eine global ausgerichtete

Kundschaft, welche sehr mobil ist. Unser Know­how kann dank den

modernen Kommunikationsmitteln von der Schweiz aus sehr rasch

exportiert werden. Aus diesem Grund bearbeiten wir den skandinavischen

Markt wie auch andere internationale Märkte von der

Schweiz aus und bereisen die Expansionsländer regelmässig. In der

Schweiz betreuen wir sowohl globale Kunden, welche bewusst die

Standortvorteile in einem internationalen Umfeld nutzen wollen, wie

auch traditionelle kleine und mittelgrosse Unternehmen (KMU), die

generell eher national tätig sind. In skandinavischen Ländern gelten

ähnliche Werte wie hier in der Schweiz – beispielsweise das Qualitätsbewusstsein.

Ich könnte also keine wesentlichen Unterschiede

herausstreichen.

Was ist der aufregendste Teil ihrer Geschäftstätigkeit? Was

treibt Sie als Geschäftsfrau an?

Eine lösungsorientierte Arbeitsweise mit der Komplexität zur Einfachheit

fasziniert mich. Der Kunde, in welcher Phase seines Unternehmenslebenszyklus

er auch gerade ist, steht im Zentrum meines

Handelns. Und das Suchen nach der bestmöglichen Lösung für die

jeweilige Fragestellung motiviert mich immer wieder, neue Geschäfte

anzupacken. Zudem lerne ich in meinem Beruf regelmässig spannende

Persönlichkeiten kennen, mit welchen ich die verschiedenen

Phasen ihrer Geschäftstätigkeit durchleben darf.

Publireportage

EinE ThEmEnzEiTung von SmarT mEdia

Rosanna Cataldo

Sales managerin

Schweiz und Liechtenstein,

SaS

Aus welchem Grund fliegen so viele Passagiere lieber

mit SAS als mit einer anderen Fluggesellschaft nach

Skandinavien?

Schweizer lieben Genauigkeit und schätzen Präzision und

Zuverlässigkeit. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sie am

liebsten mit SAS fliegen, denn SAS ist die pünktlichste Fluggesellschaft

Europas. Unsere Passagiere schätzen unser weitreichendes

und umfassendes Streckennetz mit mehr als 60 Zielen

innerhalb Skandinaviens. Ausserdem bieten unsere One­Way­

Tarife, welche erhältlich sind ab Zürich und Genf, ein hohes

Mass an Flexibilität für unsere Passagiere.

Worauf müssen Sie achten, wenn Sie ihre Flugverbindungen

in die Schweiz ausbauen?

Die Schweiz ist ein wichtiger Markt für SAS und wir haben

gerade unsere Verbindungen in die Schweiz ausgebaut. Unsere

finnische Tochtergesellschaft Blue1 hat in diesem Jahr das

Sitzplatzangebot verdoppelt und bietet täglich ausser samstags

zwei Nonstop­Verbindungen ab Zürich nach Helsinki. Wir betrachten

Skandinavien wie auch Finnland als unseren Heimatmarkt.

Von Zürich und Genf bieten wir mehrmals täglich

Direktverbindungen nach Kopenhagen und Stockholm, mit

Blue1 jetzt auch nach Helsinki. Wichtig dabei ist, dem Geschäftsreisenden

ein grosse Auswahl an Verbindungen anzubieten.

Worin unterscheiden sich die skandinavische und die

Schweizer Art, Geschäfte zu machen?

Innerhalb Skandinaviens sind Schweden, Dänen und Norweger

auch sehr unterschiedlich. Es kommt darauf an, mit welchem

Land Sie die Schweiz vergleichen. Typisch schwedisch

ist beispielsweise die Suche nach dem Konsens, im Gegensatz

zu den Schweizern. Die Dänen sind direkter, dies kommt

der Schweizer Mentalität näher. Zwischen Norwegern und

Schweizern gibt es einige Ähnlichkeiten: Beide sind stolz und

naturverbunden. Aber im Vergleich zu den Norwegern haben

die Schweizer längere Arbeitszeiten. Schweizer wie Skandinavier

schätzen Pünktlichkeit, dies gilt für Verabredungen, Besprechungen

wie auch für unsere Flüge – aus diesem Grund

arbeiten wir sicherlich gerne mit Schweizern zusammen.

Welche Aspekte im Geschäftsalltag finden Sie am

spannendsten? Was motiviert Sie als Geschäftsfrau?

Ich übernehme gerne Verantwortung und treffe Entscheidungen,

die zum Erfolg unserer Firma beitragen. Leadership

ist der wichtigste Teil meiner Arbeit, denn ich habe dadurch

die Möglichkeit, mehr über mich selbst und meine Mitarbeiter

zu erfahren. Mir ist es besonders wichtig, mein Team zu unterstützen

und zu motivieren. Wenn wir als Team erfolgreich sind,

ist das für mich die grösste Belohnung. Ich nehme auch gerne

neue Herausforderungen an – und die sind in der Reiseindustrie

zahlreich –, das hilft mir, flexibel zu bleiben.

Tim Marschall

managing director

Jyske Bank schweiz

Was hat Jyske Bank dazu bewogen, in die Schweiz

zu expandieren? Gibt es nicht schon genug Banken

in der Schweiz?

Die Jyske Bank Schweiz ist seit 1970 in der Schweiz vertreten.

Ihr Aufstieg begann mit der Übernahme der Finanz & Investmentbank

AG. Das Weiterführen der Geschäfte der Bank

passte zur Strategie der Jyske Bank Schweiz: Das Ziel war, internationale

Divisionen zu festigen und Privatbank­Kunden

zu betreuen. Entgegen der vielen internationalen Konkurrenz

die während den vergangenen 40 Jahren kam und wieder verschwand,

haben wir uns als erfolgreiche Privatbank etablieren

können. Der skandinavische Touch hat seinen Teil dazu beigetragen.

Wenn eine expansion geplant wird: Was ist das

absolut Wichtigste, was man im expansionsland

beachten muss?

In der heutigen multinationalen Wirtschaftswelt ist es sehr

wichtig, die Gegebenheiten, Gebräuche und lokalen Regulationen

zu beachten. Ein angepasstes Dienstleistungsportfolio

an die Kundenwünsche ist immens wichtig. Wer den

Markt versteht, wird seinen Weg nach vorne finden. Kenne

deine Stärken und fokussiere auf das Wesentliche.

Was sind die hauptunterschiede zwischen einer

dänischen und einer schweizerischen Geschäftstätigkeit?

Das ist keine einfache Frage. Dänen sind irgendwie offener

und unkomplizierter im persönlichen Umgang miteinander.

Das ist sicherlich eine Stärke, da über alles debattiert werden

kann – wenn manchmal auch zu viel. Die Schweizer sind

zielorientierter und konsequenter. Wenn ein Ziel gesetzt

wurde, ist für den Schweizer ein effizientes und leistungsorientiertes

Arbeiten selbstverständlich.

Was ist für Sie der persönliche Antrieb in der Geschäftswelt?

Ich bin begeistert, wenn ich für die Aktionäre der Jyske Bank

Schweiz einen höheren Aktienwert generieren kann. Damit

will ich sagen, dass ein exzellenter Service, gute Lösungen

und ein starker Umsatz zu meinen täglichen Herausforderungen

gehören. Die Mitarbeiter zu begeistern, ist genauso

eine persönliche Anforderung an mich, der ich mich

gerne stelle. Was mich extrem begeistert, ist die Tatsache,

dass ich mit meinen täglichen Aufgaben dazu beitrage, den

Erfolg der Jyske Bank hier in der Schweiz als auch im Ausland

zu ermöglichen. «Make it happen!» Das gefällt mir.

Stefan Brunqvist

inhaber

Spannort hotel

Was hat Sie dazu bewogen, als schwedischer

Staatsangehöriger mit 27 Jahren

ein hotel in der Schweiz zu eröffnen?

Die Schweiz ist ein Land mit einer grossartigen

Kulturvielfalt, wunderschöner Natur und einer

gut organisierten Gesellschaft. Als meine Familie

sich entschlossen hat, hier ein Hotel zu kaufen

und mich als Direktor zu ernennen, musste ich

nicht lange überlegen.

Welche Kenntnisse sind von grosser Wichtigkeit

für einen Unternehmer, der sich in

der Schweiz niederlassen will?

Die Geschäftskultur in der Schweiz ist sehr formell

und höflich, verglichen mit anderen Ländern.

Was ich am Anfang ganz speziell fand,

war die Art, wie man Leute am Telefon begrüsst.

Etwas merkwürdig, aber ich beherrsche inzwischen

die korrekten Umgangsformen.

Welches sind ihrer Meinung nach die haupt -

unterschiede zwischen ihrer Geschäftstätigkeit

in der Schweiz und in Schweden?

Etwas, was mich am Anfang enorm beeindruckt

hat, war der Brief, den wir vom Kanton erhielten,

um uns für die Firmengründung zu danken. Ich

glaube, das sagt sehr viel über die Einstellung der

Behörden gegenüber Unternehmern in diesem

Land aus.

Was ist der aufregendste Teil in ihrer

Position, was treibt Sie als Geschäftsmann

an?

Der Kontakt zu Gästen aus verschiedenen Kulturen

stellt mich jeden Tag auf. Ich schätze auch,

dass ich meine eigene Ideen und Kreativität auf

verschiedenste Weise einbringen kann.

kOne: SyMBiOSe vOn deSign und technik

Einige verbinden nur zwei, andere hingegen bis zu 89 Stockwerke. Aufzüge spielen eine wichtige und praktische Rolle. Nahezu lautlos, sicher

und effizient befördern sie täglich tausende von Personen und einige Tonnen Güter von einer Etage zur anderen. Dank ihnen war der

Bau von Wolkenkratzern erst vorstellbar – und sie zählen zu den sichersten und meistbenützten Transportmitteln auf der Welt.

Aufzüge – die Schweizer nennen

sie «Lift» – haben eine lange Geschichte,

die bis ins Jahr 1853 zurückreicht.

Massgebend für den Durchbruch war

die Erfindung eines absturzsicheren

Aufzugs; der Grundstein für die ersten

Personenaufzüge. Die architektonische

Gestaltung in Bezug auf die Höhe von

Gebäuden erhielt dank den Aufzügen

mehr Freiraum. Galten zuvor Bauwerke

mit vier oder fünf Etagen als oberstes

Limit, konnte nun dank der Aufzugstechnologie

praktisch unbegrenzt in die

Höhe gebaut werden.

Ein Unternehmen, das diese technische

Evolution mitgeprägt hat, ist der

finnische Aufzugshersteller KONE. Die

Firma mit Hauptsitz in Espoo, Finnland,

wurde im Jahr 1910 gegründet und

zählt heute mit weltweit fünf Milliarden

Euro Umsatz und rund 33 755 Mitarbeitenden,

verteilt in über 800 Niederlassungen,

zu den grössten Produzenten

von Aufzügen und Rolltreppen. Zirka

60 000 neue Aufzüge und Rolltreppen

verlassen die Werke pro Jahr. Bereits

seit 100 Jahren produziert KONE beste

Aufzüge sowie Rolltreppen und realisiert

Lösungen für die Modernisierung

und die Wartung. Ziel des Unternehmens

ist es, den Personenfluss zu optimieren.

Dafür entwickelt und verkauft

KONE Lösungen, die es Menschen in

einem zunehmend urbanisierten Umfeld

ermöglichen, sich in Gebäuden sanft, sicher,

bequem und ohne Wartezeiten zu

bewegen. Die B-Aktien des Unternehmens

werden an der NASDAQ OMX

Helsinki Ltd. in Finnland gehandelt. In

der Schweiz ist KONE mit Niederlassungen

im zürcherischen Brüttisellen

und in Sion präsent.

Rekorde in der Unternehmenschronik

Mit einem grossen Flair für Design und

technischen Raffinessen setzte KONE

Meilensteine in der Aufzugstechnologie.

Beispielsweise besitzt das Unternehmen

den längsten Testschacht der Welt.

In diesem unterirdischen Bau entwickeln

die Finnen die schnellsten Aufzüge

der Gegenwart. Momentan erreichen

diese bis zu 17 Meter pro Sekunde. So

erstaunt es nicht, dass KONE massgebend

am Bau des schnellsten und auch

höchsten sich in Betrieb befindlichen

Aufzugs beteiligt war. Im weltweit zweithöchsten

Wolkenkratzer, dem Taipei

101 Tower in Taiwan, werden die Besucher

mit über 1000 Metern pro Minute

in das 89. Stockwerk befördert. Dies

entspricht einer Gesamthöhe von 448

Metern. Dieses technische Meisterwerk

befindet sich auch im Guinnessbuch

der Rekorde.

Forschen und neues Entwickeln

Innovation wird bei KONE grossgeschrieben.

Für Aufsehen in der Branche

sorgte das Unternehmen 1996 als erster

Hersteller eines maschinenraumlosen

Aufzugs. Dank dieser Entwicklung

steht heute bei Neubauten oder bei

Modernisierung mehr Raum zur Verfügung.

KONE bietet den Kunden massgeschneiderte

Individuallösungen an,

die einen kostengünstigen Einbau auch

auf engstem Raum erlauben. Ein späterer

Anbau an der Fassade ist ebenso

möglich wie eine nachträgliche Installation

in der Mitte des Treppenaufgangs

– sofern ausreichend Platz für den

Schacht zur Verfügung steht.

Auch in Sachen Nachhaltigkeit und

Ökoeffizienz überlässt KONE nichts

dem Zufall. Regenerative Antriebe

nutzen bei der Abwärtsfahrt die daraus

resultierende Energie. Dank dieser

Technologie lassen sich bis zu 35 Prozent

des Energieverbrauchs einsparen.

Zudem setzen die Finnen bei der Kabinenbeleuchtung,

die bis zu 40 Prozent

der Betriebsenergie benötigt, auf LED-

Technik. So erstaunt es also nicht, dass

KONE für seine MonoSpace®-Aufzüge

als erstes Unternehmen der Branche

das Zertifikat der Klasse A nach der

Richtlinie VDI 4707 erhalten hat. Dies

ExPERtEN-BoaRD

ist die bestmögliche Bewertung, die im

Rahmen dieses Energieeffizienz-Standards

erteilt werden kann.

Die aktuellen Kataloge zu den einzelnen

Serien können Interessierte unter

www.kone.ch kostenlos bestellen. Dort

finden Architekten und Planer innovative

CAD-Tools sowie Vorlagen für eine

Integration in die Baupläne.

KONE in der Schweiz

Mit fünfzehn Mitarbeitenden startete

1996 die KONE (Schweiz) AG in Bassersdorf

erfolgreich auf dem Schweizer

Markt. Dabei half ein entscheidender

Wettbewerbsvorteil bei der Stärkung

seiner Position: KONE präsentierte als

erster Hersteller einen maschinenraumlosen

Aufzug, den KONE MonoSpace.

Dieser benötigt keinen separaten

Maschinenraum, weil der EcoDisc Antriebsmotor

direkt im Schacht montiert

wird.

Ob im Glattzentrum in Wallisellen, in der

Bauarena in Volketswil oder im exklusiven

Bürogebäude der Swarovski Hauptverwaltung

in Männedorf: Die Aufzüge

von KONE befördern Personen und

Güter in sämtlichen Gebäudetypologien.

11


12

WiRtSCHaFt

sKanDinaVien: einmal partner,

immer partner

Ähnlich der Schweizer, erwartet auch der

Skandinavier Höchstleistungen von seinen

Partnern. Und zwar in Qualität, Nachhaltigkeit

und Effizienz. Kaum ein anderer Markt

setzt die Messlatte derart hoch. So trennt

sich dann auch schnell der Spreu vom Weizen.

Und Firmen, welche nicht sämtliche

Top­Standards erfüllen oder gar übertreffen,

werden es äusserst schwer haben, auf dem

Markt Nordeuropas zu bestehen. Der Markt

rund um die Nord­ und Ostsee gilt als relativ

krisenresistent und verfügt über Abnehmer

mit stabilen wirtschaftlichen Aussichten.

hohe KauFKraFt – unD oFFen Für

innoVationen

Die Skandinavier zeigen sich äusserst interessiert

an Innovationen, vor allem im technischen

Bereich. Neuartige und effizientere

Geräte lassen sich einfach auf dem skandina­

vischen Markt absetzen. Schweden und Norwegen

verfügen über eine hohe Kaufkraft,

somit liegt hier auch der lukrativste Markt.

Knapp dahinter verweilen Finnland und

Dänemark.

norWegen: Das öl-lanD

Norwegen kann sich in der glücklichen Lage

schätzen, über riesige Erdöl­ und Erdgasvorkommen

zu verfügen. Die Schweiz exportiert

vorwiegend Pharmaerzeugnisse und

Maschinen nach Norwegen. Aufgrund der

hohen Kaufkraft der Norweger erfreuen sich

auch Schweizer Luxusgüter wie Uhren und

Schmuck einer steigenden Beliebtheit.

DänemarK: Die sKanDinaVische

schWeiz

Unternehmerisch sieht die dänische Landschaft

sehr ähnlich aus wie die schweizerische.

Der zweitwichtigste Handelspartner

in Skandinavien exportiert vorwiegend

Landwirtschaftsprodukte und Maschinen

in die Schweiz. Umgekehrt ist Dänemark

Abnehmer für Schweizer Pharmaprodukte

und nichtelektronische Maschinen.

schWeDen: Die grösste VolKsWirtschaFt

im norDen

Schweden gilt als der ideale Testmarkt in

Skandinavien. Offenheit für Neues, hohe

Ansprüche und eine steigende Kaufkraft

machen Schweden zum ersten Ziel im hohen

Norden. Firmen, welche im Bereich Umwelt,

EinE ThEmEnzEiTung von SmarT mEdia

Mit blauem Auge aus der Wirtschaftskrise

Die Nordländer verfügen über

sehr ähnliche Strukturen wie

die Schweizer. innovativ, qualitätsbewusst

und wirtschaftsorientiert,

haben es die Skandinavier

ziemlich unglimpflich

aus der Krise geschafft.

TexT NiCoLai BLaSiC

Publireportage

» Sie schätzen

Schweizer Innovationen

und Qualität und

verfügen über eine

hohe Kaufkraft.

Informationstechnologien und Biotechnologien

neue Produkte lancieren, sind in diesem

Markt mehr als willkommen. Die Schweden

gelten als äusserst innovationsdurstig. Aber

auch hier stellen noch die traditionellen

Handelsgüter wie Maschinen und Landwirtschaftsprodukte

die wichtigsten Geschäftsfelder.

FinnlanD: nicht bloss

hanDyexperten

Ungeklärt scheint die Frage, ob sich Nokia

auf dem Tiefflug, den es seit 2007 an gesetzt

hat, noch fangen kann. Verschiedene Kooperationen,

wie zum Beispiel mit Microsoft,

könnten dem Handyhersteller wieder

Auftrieb verschaffen. Auch die Finnen ho­

len sich bei den Schweizern vorwiegend

chemische und pharmazeutische Erzeugnisse.

Die Finnen exportieren vor allem Holz

und Papier.

Wachstum in aussicht

Allen skandinavischen Ländern wird zwischen

2010 und 2011 ein Wachstumspotenzial

von etwa 2 bis 4 Prozent vorausgesagt,

nachdem sie seit 2007, entsprechend dem

weltweiten Trend, starke Rückgänge in Kauf

nehmen mussten.

sKanDinaVien: ungenutztes

potenzial

Alle skandinavischen Länder haben eines gemein:

Sie schätzen Schweizer Innovationen

und Qualität und verfügen über eine hohe

Kaufkraft. Die Handelsvolumen zwischen

der Schweiz und den Nordländern bewegen

sich auf statistisch schon fast unbedeutendem

Terrain. Die Eidgenossen rangieren

mit Regelmässigkeit irgendwo hinter den

20 wichtigsten Handelspartnern. Deshalb

ist es erstaunlich, dass sich viele Schweizer

Unternehmer nicht stärker in Nordeuropa

engagieren.

einige hürDen sinD zu nehmen

Am Beispiel Lidl zeigt sich, mit welchen

Schwierigkeiten Unternehmen zu kämpfen

haben. Denn der skandinavische Markt

muss völlig anders interpretiert werden als

derjenige von Mitteleuropa. Die Norweger

gaben dem deutschen Handelsriesen nicht

den Hauch einer Chance. Die Skandinavier

erweisen sich als sehr markentreu. Somit haben

es Neulinge, vor allem auf dem Billigsektor,

relativ schwer. Erst mit steigendem Preis

und höchster Qualität kann eine Firma um

die Gunst der Skandinavier buhlen.

WissensWertes zu geschäFtsbeziehungen

mit Dem hohen norDen

Aufgrund kalter und dunkler Wintermonate

wird der Sommer schon fast als heilig

betrachtet. Viele Skandinavier, vor allem die

Schweden, nehmen ihren vierwöchigen Urlaub

am Stück. Da dieser oft mit den Schulferien

zusammentrifft, kann es zu Beginn des

Sommers zu einem regelrechten Stillstand

im Lande kommen. Die Steuerbelastung für

Unternehmer entspricht ungefähr dem europäischen

Durchschnitt (Schweden 28 Prozent,

Dänemark 25 Prozent im Vergleich zur

Schweiz mit 21 Prozent).

achtung Vor Dem Du

In Skandinavien gilt: Es wird geduzt. Ob

privat oder geschäftlich, das formelle Sie

hört man äusserst selten. Deshalb sollte man

sich nicht angegriffen fühlen, wenn man von

einem Geschäftspartner bereits beim ersten

Treffen geduzt wird. Bereits nach einem

kurzen Gespräch wird man feststellen, dass

diese Form das Kommunizieren weitaus einfacher

macht, als das Festhalten an traditionellen

Geschäftsregeln.

«eS iSt wichtig, geSchäFtSpartner zu haBen, welche üBer länder-

SpeziFiScheS wiSSen verFügen und hin und wieder quer denken»

Im April 2005 leiteten neun Partner von KPMG Private, aus Unabhängigkeitsüberlegungen, einen Ma-nagement buy-out ein und

übernahmen das Aktienkapital. Seither sind wir unter dem Namen KENDRIS private AG tätig und konnten uns als führende internationale

Treuhandgesellschaft etablieren.

Aufgrund unserer fundierten Kenntnis

über den skandinavischen Markt, unseres

grossen Kontaktnetzwerks sowie

der sprachlichen und ausgewiesenen

fachlichen Kompetenzen im Bereich

Steuer- und Rechtsberatung, kommen

unsere schweizerischen Dienstleistungen

bei der nordischen Kundschaft

gut an. Was klein begann – als einzige

Schwedin bearbeitete Katarina Lif Burren,

Partner und Mitglied der Geschäftsleitung,

nur ganz wenige Kunden – ist

heute ein Team von zwölf hoch qualifizierten

Mitarbeitenden geworden, welche

fast ausschliesslich für den skandinavischen

Markt tätig sind.

Für Katarina Lif Burren sind zwei

Faktoren verantwortlich für dieses stetige

Wachstum: Unternehmergeist und

Kontinuität. Sind diese beiden Faktoren

gegeben, erfolgt Wachstum beinahe von

selbst. Gepaart mit dem Faktor „Qualität“,

ergibt sich ein weiterer wichtiger

Wert von Kendris – Excellenz. Kontinuität

bei der Entwicklung von Dienstleistungen

und bei der Kundenbetreuung,

führen zu exzellenten Beratungslösungen

von Consultants, welche sich zum

Ziel gesetzt haben, das beste Angebot

für ihre Kunden zu entwickeln.

Eine unabhängige Partnerin, die

Wissen in Wert umwandelt

Bei KENDRIS geht es um das Privileg

der Unabhängigkeit. Unser umfassendes

Angebot an Dienstleistungen

schliesst deshalb die eigentliche

Vermögensverwaltung bewusst aus.

KENDRIS ist im klassischen Strukturierungsgeschäft

(Trust, Stiftungen und

Unternehmen) tätig. Wir bieten unsere

Dienstleistungen verschiedenen Zielgruppen

an. Privatpersonen, Family Offices

aber auch Schweizer Geschäftskunden

und ausländischen Unternehmern,

welche sich in der Schweiz ansiedeln

möchten, profitieren von unserem Vorgehen

bei allen Überlegungen auch die

steuerlichen und rechtlichen Aspekte

mit einzubeziehen.

Tradition und Internationalität

Aufgrund der internationalen Ausrichtung

ist KENDRIS eine ideale Partnerin.

"Traditionelle Schweizer Treuhand-Dienstleistungen

kombiniert mit

internationaler Ausrichtung ist ein zentraler

Bestandteil dessen, was KEND-

RIS stark und besonders macht", sagt

Katarina Lif Burren. Heutzutage wo

die Welt täglich transparenter, wettbewerbsfähiger

wird und sich die regulatorischen

Anforderungen im Finanzmarkt

konstant verändern, muss ein starker

Partner zuverlässig sein, Risiken identifizieren

und Chancen ergreifen. Und

was braucht es dazu? Unternehmergeist,

Kontinuität und Excellenz.

KENDRIS private Ltd.

Mühlemattstrasse 56, 5001 Aarau

Switzerland

Phone: +41 (0)58 450 58 00

Fax: +41 (0)58 450 58 51

www.kendris.com


Die spinnen, Die Finnen!

Die Finnen sind Meister,

wenn es darum geht, ausgefallene

Events zu erfinden. Dies zeigt ein

Auszug ungewöhnlicher und manchmal kurioser

Veranstaltungen, die im Land der 1000

Seen jährlich stattfinden. Bei der Weltmeisterschaft

im Frauentragen (Wife Carrying

World Championship), die vom 1. bis 2. Juli

2011 in Sonkajärvi nahe der Stadt Kajaani im

wahrsten Sinn des Wortes ausgetragen wird,

schultern finnische Männer (ihre) Frauen

für einen gut 250 Meter langen Parcours.

Dabei geht es über Kies und durch Wasserhindernisse.

Wenigstens etwas ist nicht aussergewöhnlich:

Das schnellste Paar gewinnt.

Jede Frau muss mindestens 49 Kilogramm

wiegen und 17 Jahre alt sein. Die Regeln und

weitere Informationen zur Geschichte des

Wettkampfs unter www.eukonkanto.fi/en.

Wer am schnellsten die Sense schwingen

kann, zeigt sich bei der Hay­moving World

Championship am 2. Juli in Liminka, südlich

der Stadt Oulu. Die Teilnehmer werden in

Frauen­ und Männerkategorien bis und über

60 Jahren sowie in Junioren bis 18 Jahren

unterteilt. Die Startgebühr beträgt 15 Euro

pro Person (www.viikateniitonmm.fi/index.

php?s=inenglish).

Nach der Swamp Soccer World Championship

vom 15. bis 16. Juli 2011 in

Hyrynsalmi nördlich der Stadt Kajaani ist

definitiv eine gründliche Dusche fällig. Über

30000 Besucher zieht dieser Anlass inzwischen

an. Zum Rahmenprogramm zählt

das Swamp Rock Festival, bei dem finnische

Bands das sportliche Publikum bei Laune

halten (www.suopotkupallo.fi).

Wer lieber seine Wurfqualitäten unter Beweis

stellen möchte, der sollte nach Savonlinna

zur finnischen Seenplatte reisen, wo im

August 2011 bei der Handyweitwurf­Weltmeisterschaft

Mobiltelefone über 80 Meter

weit fliegen. Den Weltrekord hält seit 2004

Ville Piipo mit 82,55 Metern. Angetreten

wird in vier Wurf­Kategorien: Junior, Freestyle,

Traditiona und Team Original (www.

savonlinnafestivals.com). Wem das noch

immer zu wenig ist, der sucht unter www.

visitfinland.de nach weiteren aktuellen Veranstaltungshinweisen.

sKanDinaViens gastronomische

hauptstaDt

Die neueste Ausgabe des

«Guide Michelin» beehrte Kopenhagens Restaurants

insgesamt gleich mit 13 Michelin­

Sternen. Damit hat die dänische Hauptstadt

mehr Sterne als jede andere skandinavische

Kapitale, aber auch mehr als Rom, Mailand,

Amsterdam und Wien sowie gleich viel wie

Madrid und Berlin. Die Gründe für dieses

Ergebnis: Die dänische Küche hat sich in den

letzten 20 Jahren sehr verändert und kombiniert

heute mediterrane Einflüsse mit den

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Kulturen und Gebräuche des Nordens –

lustig und bemerkenswert

in Finnland gibt es eine Handyweitwurf-WM,

in Kopenhagen

vereinen die Restaurants

insgesamt 13 Michelin-Sterne,

und weshalb island nicht das

Land der Geysire ist, können Sie

ebenso hier lesen.

TexT EMaNuEL ottER

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qualitativ hochstehenden dänischen Nahrungsmitteln

wie Milchprodukte, Gemüse,

Früchte und Fisch. Die neuen Michelin­

Sterne­Restaurants sind kleiner und meist

im Besitz von jüngeren Köchen, die persönlich

in der Küche arbeiten. Dazu gehören Bo

»Kopenhagens Restaurants

haben gemeinsam

13 Michelin-Sterne.

Bech mit dem gleichnamigen Restaurant,

das in den nächsten Wochen am eleganten

Kongens­Nytorv­Platz wiedereröffnet, oder

Thomas Herman mit dem «Herman».

Im Hafen von Christianshavn, genauer in

einem umgebauten Lagerhaus aus dem 19.

Jahrhundert, ist vor Jahren das Restaurant

Noma eingezogen. Das Restaurant Magazine

hat es als weltweit bestes Speiselokal bewertet.

Der «Guide Michelin» adelte es gleich

mit zwei Sternen und lobte die vielen typischen

skandinavischen Produkte.

Der Kochwettbewerb Bocuse d’Or wiederum

bewertete den gefeierten Rasmus Kofoed

als besten Chef der Welt. Der Starkoch

schwingt im letzten Jahr wiedereröffneten

«Geranium2» den Kochlöffel. Die Küche besteht

aus organischen und biodynamischen

Elementen und befindet sich im achten

Stockwerk eines Hauses im Stadtteil Østerbro.

Das «Relae» im Stadtteil Nørrebro ist bekannt

für das rustikale Dekor und konzentriert

sich auf Gourmetmenüs zu moderaten

Preisen. In der Küche steht Christian F. Puglisi,

bekannt von «El Bulli» und «Noma».

Das «Wall Street Journal» zählt ihn zu den

zehn besten jungen Chefs der Welt, auch

wenn er noch ohne Michelin­Stern dasteht.

Das alles spielt sich in der Kopenhagener

Gastroszene ab.

Das märchen Von Den

geysiren

Der Duden belegt es: Geysir

ist wohl das einzige isländische Wort

in der deutschen Sprache und steht für «in

bestimmten Abständen eine Wasserfontäne

ausstossende heisse Quelle». Das isländische

«geysa» heisst wirbeln oder strömen. Deshalb

wird Island immer wieder in einem

Atemzug mit Geysiren genannt. Nur: Island

ist zwar die Insel aus Feuer und Eis, nicht

aber das Land der Geysire. Es gibt auf der

gesamten Insel nur gut zwei Dutzend Geysire,

und die meisten sind sehr klein. Nennenswert

sind einzig der grosse Geysir und

der Strokkur, der im Heisswassertal Haukadalur

im Süden der Insel unregelmässig im

Abstand von wenigen Minuten und manchmal

auch dreimal kurz hintereinander eruptiert.

Die USA hingegen haben im Yellowstone­Nationalpark

insgesamt 300 Geysire,

die Halbinsel Kamtschatka im äussersten

Osten Russlands zählt rund 200 aktive Geysire,

die Nordinsel Neuseelands 51, Chile mit

über 40 ebenfalls viel mehr als Island.

7 Fragen an

mando diao

1999 – ein Traum soll der Grund für

euren Band-Namen sein?

Gustav: Das stimmt! Björn träumte

von kleinen Zwergen, die ihm den

Namen zuriefen, und das wars.

Powering sustainability

13

KuLtuR & GENuSS

Joe Condron

Hättet ihr je gedacht, mit Musik

reich zu werden?

Björn: Gleich nach dem ersten album

dachten wir, dass wir die Welt erobern

werden. Jede Band sollte eigentlich so

denken. Nach jedem album erwarten

wir weniger. Wir versuchen einfach,

jeden Song so gut wie nur möglich zu

spielen.

Ihr seid viel gereist. Hat es eure

Beziehung zu Schweden beeinflusst?

Björn: Nicht wirklich. Jedes Land hat

etwas zu bieten. Jeder ort hat seine

guten und schlechten Seiten. Was das

Beste ist? Der unterschied!

Wie verschieden sind eure Fans?

Björn: Es gibt grosse unterschiede

im Verhalten des Publikums. Ganz

speziell sind die Japaner, die drehen

fast durch, die sind fanatisch. Die

Schweizer hingegen rufen uns nach

jedem Gig noch lautstark zu. So was

gab es nur hier.

Was macht den schwedischen

Charakter aus?

Björn: Die Schweden stecken ihr

Kinn nicht zu weit vor, weisst du, um

anzugeben. am anfang unserer Karriere

hielten uns die Leute für völlig

abgehoben, bloss weil wir uns trauten

zu sagen, wir seien die Besten.

Ihr habt vor Kurzem am Zermatt Unplugged

teilgenommen. Konntet ihr den

schönsten Berg der Schweiz bestaunen?

Björn: Ja klar, wir hatten ihn schon im

Web gesehen und hatten uns schon

sehr darauf gefreut.

Käse, Berge und Banken... wie in so

vielen Filmen. Nennt mir doch noch was

aus der Schweiz.

Björn: Coole, unabhängig denkende

Leute.


14

KaRtE

Skandinavien im Überblick

Historischer Name Skandinaviens

thule

Gesamtfläche

1 257 263 km 2

Monarchien in Skandinavien

Dänemark, Norwegen, Schweden

Gesamtlänge der Skanden (Gebirgszug)

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Küchenchef unterstützt, der sich sowohl mit Rösti und elsässischem

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