Dokumentation - Erklärung von Bern

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Dünger hat aber gleichzeitig zur Folge, dass

nicht nur die Nützlinge fast vollständig ausgerottet,

sondern auch die Schädlinge immer

resistenter werden. Zudem leiden die

Gesundheit der FeldarbeiterInnen sowie

die Böden und das Grundwasser enormen

Schaden. In Yanduanma wagten 2004

13 Bauern den Wechsel zum biologischen

Anbau. Im Rahmen eines Projektes der

Schweizer Entwicklungsorganisation Helvetas

verwenden sie in der Baumwollproduktion

nur noch natürliche Dünger und

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>>Fortsetzung von Seite 4

Steckbrief Yonli Malata

_ wohnt etwas abseits vom Dorf Yanduanma, im Osten

von Burkina Faso.

_ ist verheiratet und hat fünf Kinder.

_ gehört zu den wenigen Frauen, die französisch

sprechen, schreiben und lesen können.

_ baut seit knapp vier Jahren im Rahmen eines Helvetas-

Projektes Biobaumwolle an.

_ würde die Fairtrade-Prämie in Medikamente für die

Kinder und Impfungen investieren.

Pflanzenschutzmittel wie Kompost und Rinderdung.

Sie verpflichten sich, auf den Einsatz

von gentechnisch verändertem Saatgut

sowie auf den gleichzeitigen Anbau von

konventioneller und Biobaumwolle zu verzichten.

Dafür dürfen Pflanzenextrakte und

Fangpflanzen eingesetzt werden, um die

Schädlinge in Schach zu halten. Dank des

Anbaus von Baumwolle in Abwechslung

mit anderen Feldfrüchten, wie z.B. Sesam,

kann die Bodenfruchtbarkeit erhalten oder

sogar verbessert werden.

Inzwischen beteiligen sich bereits 94

Bauern und 19 Bäuerinnen am Helvetas-

Projekt. Es seien vor allem die gesundheitlichen

Vorteile des Bioanbaus, die sie diesen

Weg gehen liessen, meint Yonli Malata,

eine dieser 19 Frauen. Die im konventionellen

Anbau benützten Chemikalien sind für

Frauen besonders gefährlich, weil sie während

der Schwangerschaft oder der Hausarbeit

auf die Kinder übertragen werden können.

Yonli gehört zu den wenigen Frauen

Burkina Fasos, die ihre eigene Biobaumwolle

anbaut und ihr eigenes Einkommen

erwirtschaftet. Dies wurde erst durch den

Bioanbau im Rahmen des Helvetas-Projekts

«Wenn ich alleine entscheiden

könnte, wofür die Fairtrade-Prämie

eingesetzt werden soll, dann

würde ich davon Medikamente für

die Kinder kaufen und Impfungen.»

Yonli Malata

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