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Keine Bordcomputerbedienung am Lenker.

Und das auch nur in seinem Hauptteil, der

Heckrahmen ist komplett neu, verstärkt

und aus Stahl statt Alu. Auf der Sprint ST

saß der Sozius hoch, unbequem und aufgrund

der abschüssigen Bank dem Fahrer

immer etwas zu dicht auf der Pelle.

Zudem wärmte der todschicke, aus

Schwerpunkt- und Temperaturgründen

aber nicht gerade optimal platzierte Underseat-Auspuff

den Allerwertesten und

benachbarte Bauteile über Gebühr. Niedrigerer

Sitz, tiefer montierte Fußrasten,

stabile Griffe und ein Auspuff, der nun

dort montiert ist, wo ihn der Mehrzahl der

Motorräder trägt – unterm Strich kam ein

deutlich menschenfreundlicherer Mitfahrer-Platz

dabei heraus. Kehrseite der Medaille:

Besonders an einer Sprint GT ohne

die (serienmäßigen) Koffer ist der neue

Schalldämpfer nicht gerade ein Blickfang.

Und das ist schon vorsichtig formuliert.

Zudem verdeckt das Ungetüm die toll gemachte

Einarmschwinge und das ebenfalls

bildshübsche, nun ein Kilo leichtere

Gussspeichenrad. Nur gut, dass sich am

herrlichen Triple-Sound durch den Auspuff-Umzug

nichts geändert hat. Der Reihendreier

tönt auch weiterhin wunderbar

kernig-kräftig.

Triumph

Stichwort Gewicht: Das Hinterrad ist

nun zwar leichter, der ganze GT-Rest geriet

mit vollgetankt 270 Kilogramm aber

über elf Kilo schwerer als die ST. Besagter

Heckrahmen, eine größere Batterie und

das nun serienmäßige ABS sorgen neben

einigen kleineren Details für das Mehrgewicht.

Und natürlich auch die um knapp

acht (!) Zentimeter verlängerte Schwinge.

Diese Maßnahme beschert der GT einen

Radstand von fast schon cruisermäßigen

1565 Millimetern, was die Fuhre nicht unbedingt

handlicher macht. Die Schwinge

ist bereits mächtig lang, der Fahrer muss

sich lang machen und ordentlich über den

20-Liter-Tank spannen, um an die für

Sporttourer-Verhältnisse eher tief angebrachten

Lenkerhälften zu gelangen.

Lange Arme sind besonders in engen

Kehren und beim Wenden hilfreich. Der

Fahrer sitzt recht gebeugt und mehr in als

auf der Maschine und mit relativ stark angewinkelten

Beinen – verständlich, dass

Klapphelm tragenden Herrenreitern diese

Sitzposition etwas zu heftig ausfällt, doch

unbequem ist sie selbst für Menschen

über Einsachtzig eigentlich auch auf

Dauer nicht. Etwas anstrengender sind da

schon der sehr weit abstehende Handbremshebel

und die recht schwergängige

Kupplung. Beide Handhebel sind zwar

verstellbar, was aber nichts daran ändert,

dass GT-Fahrer-Hände lieber groß und zupackend

sein sollten. Die Fahrer-Fußrasten

und besonders der Schalthebel sind

sehr weit innen angebracht, was beim

Gangwechsel zum unangenehmen Eindrehen

des Fußes zwingt. Das nervt zu Beginn

etwas, mit etwas Übung gewöhnt

man sich aber daran.

Öffnen des Staufachs nur mit Zündschlüssel.

Gänzlich ohne Eingewöhnung lässt sich

der mit Hilfe eines neuen Motorsteuergeräts

und des besagten Auspuffs auf 130

PS gedopte Dreizylinder genießen. Der

Triple faucht und knurrt, lässt sich aber

ansatzlos und auf Wunsch auch schmu-

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