RWD Schlatter

afg

RWD Schlatter

Das Magazin der AFG Arbonia-Forster-Holding AG Dezember 2011

Ausgezeichnet Seite 11

Kermi holt

Preise am

Laufmeter

Piatti Küchen

für Projekt

HOCHZWEI

RWD Schlatter

öffnet Türen

in die Zukunft

n Heiztechnik und Sanitär Seiten 10 – 15

n Küchen und Kühlen Seiten 16 – 23

n Fenster und Türen Seiten 24 – 29

n Stahltechnik Seiten 30 – 35

n Oberfl ächentechnologie Seiten 36 – 41

Höhenfl ug Seite 20 Bärenstark Seite 25

EgoKiefer

lanciert neue

Fensterlinie


Inhalt

n Auftakt

Editorial .................................................................................1

n Kurz und bündig

News .....................................................................................2

n Focus

natureplus-Zertifizierung für RWD Schlatter ............................4

n AFG

Vorsichtiger Optimismus ............................................................. 8

Moderne Finanzstrukturen ......................................................... 9

n Heiztechnik und Sanitär

Wertvolle Auszeichnungen für Kermi .......................................11

Überwältigendes Medienecho auf

Sanierungssystem eccolution ....................................................12

Eröffnung der Tochtergesellschaft AFG RUS .............................13

Kermi auf YouTube ...................................................................13

Referenzen, die für sich sprechen .............................................14

Individualisierung bei Raumwärmern ........................................15

n Küchen und Kühlen

PUR11: ausgezeichnet mit dem iF design award 2012 ........... 17

Neue Website für Forster Fans ............................................... 18

Mehr als nur eine Küche ........................................................ 19

Aussicht auf Erfolg: Piatti liefert Küchen in luftige Höhen ....... 20

Kunstharzabdeckungen von Piatti .......................................... 20

Wohlfühlatmosphäre auf Gut Böckel ..................................... 21

Starke Resultate dank Kooperation ........................................ 22

Warendorf kooperiert mit Piet Boon ...................................... 22

n Fenster und Türen

WoodStar WS1 ® an der Swissbau:

«bärenstarker» Familienzuwachs ............................................. 25

Grossauftrag für EgoKiefer: Chur «City West» ........................ 26

RWD Schlatter AG produziert eine CD/DVD

mit ANNA ROSSINELLI ............................................................. 27

HC Davos vs. HC Energie Karlovy Vary:

ein echter Leckerbissen ............................................................ 28

Neue Produktionshalle in Pravenec .......................................... 28

Slovaktual eröffnet Bausaison mit «Ausstellungs-Reigen» ....... 29

n Stahltechnik

Forster unico: stark erweitert ................................................31

Markterweiterung Middle East .............................................31

Forster Profilsysteme: Shopping mit System ..........................32

Prozessoptimierungen im Stahlrohrwerk ...............................34

Win-win-Partnerschaft mit Maschinenlieferant .....................35

n Oberflächentechnologie

Vorreiter im Umweltschutz .......................................................37

Wiedersehen macht Freude ......................................................38

Neue Verfahrensangebote für die Aluminiumbearbeitung ........38

Surface solutions worldwide .....................................................39

Endspurt im Bauprojekt ............................................................39

STI Group: Erfolgreicher Start in China .....................................40

Jetzt wirds bunt – mit STI DryCoat zum Komplettanbieter ........41

Impressum

AFG WORLD, das Magazin der AFG Arbonia-

Forster-Holding AG, erscheint zweimal im Jahr in vier

Sprachen in der Schweiz, in Deutschland, in England,

in Tschechien, in der Slowakei sowie in weiteren

Ländern rund um die Welt.

Auflage 17 000 Ex.

Redaktionsadresse

AFG Arbonia-Forster-Holding AG

Redaktion AFG WORLD

Annika Hug

Amriswilerstrasse 50

Postfach 134

CH-9320 Arbon TG

T +41 71 447 41 41

F +41 71 447 45 88

afgworld@afg.ch

Produktion

Konzept/Layout/Textredaktion:

E,T&H Werbeagentur AG BSW

CH-9401 Rorschach SG

Druck: dfmedia, CH-9230 Flawil SG

Titelbild: Der führende Schweizer Türenhersteller

RWD Schlatter setzt auf eine umweltfreundliche

Produktion. Die neue natureplus-zertifizierte Türenlinie

ist eine weitere Etappe auf dem Weg zur ökologisch

verträglichen Herstellung und Entsorgung.

Bild/Copyright:

Roland Gerth, Fotograf, Thal SG (CH)


Focus

Die Zukunft

ist einfach

Sehr geehrte Damen und Herren

Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Wenn Sie diesen Titel lesen, werden Sie sich vielleicht fragen,

ob ich ein unerschütterlicher Optimist sei. Denn in der Tat ist

das wirtschaftliche Umfeld, in dem sich die AFG mit ihren Divisionen

bewegt, alles andere als einfach. Wir agieren weltweit in

völlig verschiedenen Märkten – und jeder von ihnen hat eigene

Regeln und Konjunkturzyklen. Hinzu kommt der gegenüber anderen

Währungen überdurchschnittlich starke Schweizer Franken,

der unsere Erlöse aus dem Export buchstäblich in den

Keller drückt und den Importdruck aus dem Ausland massiv

erhöht. Die Folgen davon sind bekannt: schwindende Margen

und drohender Arbeitsplatzabbau. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

sind in der Tat komplex und stellen die Unternehmen

der AFG vor grosse Herausforderungen. Auf diese zum

Teil dramatischen Entwicklungen gibt es eine Antwort: Einfachheit.

Damit meine ich nicht unbedarfte Simplifizierung, sondern

den Mut, Dinge zu vereinfachen und Erkenntnisse schnell, unbürokratisch

und nach klaren Prioritäten umzusetzen.

Seit rund sechs Monaten bin ich für die AFG tätig und konnte

mir einen Überblick über die Konzerngesellschaften verschaffen.

Gemeinsam mit dem Verwaltungsrat und mit meinem

Führungsteam will ich Stärken gezielt ausbauen, Potenziale

systematisch nutzen und Schwächen konsequent eliminieren.

«Great People – Great Products – Great Results» – so einfach ist

auch unser Leitmotiv. Es orientiert sich ausnahmslos an unseren

Stärken und Potenzialen. Und es kommuniziert ohne ausgeklügelte

Relativierungen eine klare Vision. Dieser Vision folgen wir

auf direktem Weg. Die AFG positioniert sich in Zukunft als

technologisch führender Bauausrüster, der durch innovative

Lösungen und Services überzeugt und sich auch international

erfolgreich durchsetzt – als schlanke Industrieholding, die ihre

Unternehmen als eigenverantwortliche «Stars» fördert und

Auftakt 1

ihnen mit gezielten Dienstleistungen einen echten Mehrwert

bietet. Hinter dieser hohen Dienstleistungsbereitschaft steht

natürlich auch die Erwartung an die AFG, mit echten Innova-

tionen im Markt zu glänzen. Gute Beispiele gibt es bereits.

Denken wir an die ökologischen, hochwertigen Türblätter von

RWD Schlatter, die mit ihrer natureplus-Zertifizierung Weltpremiere

feiern. Oder denken wir an die wegweisende Fertigungsmethode

der Decotherm-Heizkörper von Arbonia. Innovation

beschränkt sich nicht nur auf die Technologie, sondern auch

auf kaufentscheidende Kundenmehrwerte, wie die vorbildlichen

After Sales Services im Bereich Fenster und Türen von

EgoKiefer beweisen. Das sind drei Beispiele von vielen. Weitere

werden – müssen – folgen, wenn wir auf den Erfolgspfad zurückkehren

wollen. Und das wollen wir: Bis 2013 geben wir uns

Zeit, Strukturen zu optimieren, Verlustquellen auszumerzen und

die Basis für nachhaltiges Wachstum zu schaffen – sowohl in

unseren Heimmärkten als auch international.

Liebe Leserinnen und Leser, auch in dieser AFG WORLD Aus-

gabe erfahren Sie, dass wir in Bezug auf die unkomplizierte und

schnelle Umsetzung von Innovationen auf gutem Weg sind. Wir

bleiben dran. Ihnen und Ihren Angehörigen wünsche ich gesegnete

Festtage und einen erfolgreichen Start ins neue Jahr.

AFG Arbonia-Forster-Holding AG

Daniel Frutig, CEO


2

Auf Einladung von AFG Asia Pacific

Zwischen Gästen und Managern fanden

angeregte Gespräche statt.

«Klimaschutz inbegriffen»:

Arktis-Expedition Teil zwei

news

Im Rahmen des China-Besuchs von Daniel Frutig waren das AFG Competence Center

in Shanghai und der Warendorf Showroom in Peking die ideale Plattform für

spannende Diskussionen. Die AFG Asia Pacific war stolz, am 20. und 21. September

2011 interessante Gäste begrüssen zu dürfen. Rund 150 Händler, Geschäftspartner,

Bauunternehmer, Architekten, Innenausstatter und Medienvertreter nutzten die Gelegenheit,

sich in ungezwungenem Ambiente mit den AFG Topmanagern und den chine-

sischen Mitarbeitenden des Unternehmens zu unterhalten. Daniel Frutig, CEO der AFG

Arbonia-Forster-Holding AG, Christoph Moellers, General Manager Greater China, und

Felix Aepli, Präsident und CEO von Asia Pacific, waren vor Ort und freuten sich über den

regen Austausch mit den chinesischen Kunden und Partnern. Zentrales Thema waren neben

den in China vertriebenen Produkten (Stahlprofile, Warendorf Küchen, Radiatoren

und Duschabtrennungen) auch Erfahrungen in der chinesischen Bauindustrie sowie die

Geschäftsentwicklung im Raum Asien. Mit diesem Anlass unterstrich die AFG, dass das

Unternehmen dem asiatisch-pazifischen Markt eine enorme Bedeutung beimisst und hier

hohe Erwartungen an seine Entwicklung hat. Der Kundenevent stärkte das Vertrauen der

Geschäftspartner in die AFG sowie in deren Produkte und schaffte eine weitere Basis für

eine erfolgreiche zukünftige Zusammenarbeit in China. «

Am 7. September 2011 reiste der international

bekannte Lichtkünstler

Gerry Hofstetter ein weiteres Mal

für EgoKiefer in die Arktis. Ziel war

die Erstellung der Bildwelt für die

aktuelle EgoKiefer Innovation: die

neue, bärenstarke EgoKiefer Fensterlinie

WoodStar WS1 ® . An der Swissbau

2012 – der grössten Schweizer Baufachmesse

in Basel – präsentiert EgoKiefer

vom 17. bis 21. Januar wiederum ein

Feuerwerk von Innovationen. Im Zentrum

steht die neue EgoKiefer Fensterlinie

WoodStar WS1 ® in Holz/Aluminium

und Holz. Ein besonderes Produkt verdient

eine besondere Präsentation. Für

das neue «Gesicht» der Fensterlinie

WoodStar WS1 ® reiste Gerry Hofstetter

einmal mehr für EgoKiefer in die Arktis.

Während acht Tagen fotografierte er mit

einem Team von acht Personen in

Ilulissat an der Westküste Grönlands und kehrte mit über 3500 Bildern und mehr als 100 Stunden Filmmaterial in die Schweiz

zurück. Entstanden ist das neue Gesicht für EgoKiefer WoodStar WS1 ® . Nebst der visuellen Umsetzung für die neue EgoKiefer

Fensterlinie erstellte Hofstetter in Grönland auch den zweiten Teil des Making-of-Films «Klimaschutz inbegriffen». Denn auch

die neue EgoKiefer Fensterlinie zeichnet sich durch Spitzenwerte in der Wärmedämmleistung aus und setzt damit den

EgoKiefer Weg «Klimaschutz inbegriffen» konsequent fort. EgoKiefer Holz/Aluminium- und Holz-Fenster WS1 ® Gerry Hofstetter mit Blick für aussergewöhnliche Bildmotive.

reduzieren

den Energieverbrauch über das Fenster um bis zu 75%. So werden EgoKiefer Kunden zu Klimaschützern! «


Focus Kurz und bündig 3

Forster: Innovation

in Schweisstechnik

Kermi mit neuem Logo

Neue Designkollektion

«Piet Boon ® kitchens by Warendorf»

Die Warendorfer Küchen GmbH ist eine neue Koopera-

tion mit einem international erfolgreichen Designer eingegangen.

Nach der Ikone Philippe Starck holt sich der Küchenhersteller

die Designerpersönlichkeit Piet Boon in sein

Designportfolio. Das Credo Piet Boons ist, funktionelle, zeit-

lose Möbel zu entwerfen, die Gemütlichkeit vermitteln. Auch

die Kollektion Piet Boon ® kitchens by Warendorf trägt diese

Handschrift. Sie präsentiert sich als natürliches und authentisches

Küchendesign mit einer aussergewöhnlich sympathischen

Liebe zum Detail, einem Hang zur Exzellenz und Vor-

liebe für hochwertige Materialien – Küchen mit Manufaktur-

charakter. «

Bei Forster Präzisionsstahlrohre geht Qualität über alles. Trotz Automa-

tisierung braucht es immer wieder den prüfenden Blick des Fachmanns.

Forster Präzisionsstahlrohre entwickelte eine Methode zur exakten Messung der Temperatur im

Schweisspunkt. Sie ist direkt mit einer automatischen Regelung der Schweisstemperatur verbunden. Somit

bleibt eine voreingestellte Temperatur konstant. Falls eine Änderung schneller ist als die Reaktionszeit des Regelsystems

und dadurch die Untergrenze der Schweisstemperatur unterschritten wird, gelangt das fehlerhaft

geschweisste Rohr automatisch in die Ausschussmulde. Auf diese Weise erhalten die Kunden keine wegen

Temperaturunterschreitung schlecht geschweisste Rohre. Mehr über diese Innovation findet sich im Haupt-

artikel auf Seite 34. «

Seit dem 1. Juni 2011 tritt Kermi im neuen Look auf. Das Kermi Logo wurde leicht modifiziert,

ohne jedoch dessen Kern wesentlich zu verändern: Das Logo wird jetzt ohne Balken verwendet.

Dadurch kann es grösser abgebildet werden und wirkt somit prägnanter und moderner. Darüber

hinaus wurde der Grauton abgedunkelt. Durch diese beiden Massnahmen kann eine deutlich

höhere Markenpräsenz und Markenpenetration erreicht werden. «


4

natureplus-Zertifizierung

für RWD Schlatter

Als erstes und bislang einziges Unternehmen in Europa erreicht RWD Schlatter die natureplus-

Zertifizierung für drei Produktlinien. Am Anfang stand ein Traum, den wir in folgendem Satz zusammengefasst

haben: «Türen zum Kompostieren sind die Zukunft.»

Eine gesunde Wirtschaft in einer gesunden Natur: Dieses Ziel verfolgt RWD Schlatter konsequent. Bild: Roland Gerth

Bevor wir aber die Realisierung des Traumes behandeln, noch

etwas zur Vorgeschichte. Im Rahmen unserer Vorstandstätigkeit

im Verband Schweizerische Türenbranche VST wurden wir

im Jahr 2000 mit massiven Vorwürfen und Forderungen seitens

Greenpeace zum Thema «Nutzung von Tropenholz» konfrontiert.

In der Folge verhandelten wir fast fünf Jahre mit

WWF und Greenpeace darüber, wie wir die Verwendung nicht

nachhaltig produzierter oder gar illegal gerodeter Tropenhölzer

verhindern könnten. Wegen der Brisanz des Themas und politischer

Interessen wurden wir bald vom Staatssekretariat für

Wirtschaft SECO in diesen Verhandlungen begleitet. Das Ergebnis

war ein weltweit einmaliges Tropenholzabkommen zwischen

WWF und Greenpeace und der schweizerischen Türenindustrie,

das im Jahr 2005 gemeinsam unterzeichnet wurde.

Die daraus resultierende FSC-Zertifizierung unseres Unternehmens

war ein erster wesentlicher Schritt in Richtung Entwicklung

ökologischer Produkte im Türenbereich. Da wir erkannten,

dass die FSC-Zertifizierung zwar eine tolle Angelegenheit

war, aber noch lange nicht der Weisheit letzter Schluss, eva-

luierten wir aus der Sammlung aller Ökolabels zwei Systeme,

die wir für tauglich erachteten. Das erste war das System

«cradle to cradle». Dieses System, das auch mit den Worten

«von der Wiege zur Wiege» beschrieben wird, verfolgt den

Gedanken, dass sämtliche eingesetzten Materialien wieder in

den Stoffkreislauf zurückgeführt werden können, das heisst,

es entsteht kein nennenswerter Abfall im eigentlichen Sinne.

Letzten Endes mussten wir uns aus Kostengründen gegen dieses

Label entscheiden, wenngleich wir es nicht aus den Augen

verloren haben. Das zweite System war natureplus, für das wir

uns in der Folge auch entschieden haben.

Woraus besteht eine natureplus-zertifizierte

Tür von RWD Schlatter?

Es ist klar, dass diese Frage interessiert. Einerseits verwenden

wir ausschliesslich FSC-zertifiziertes Massivholz und Bio-Hartfaserplatten.

Wesentlich aber ist die Mittellage, für die als Roh-


Focus

produkt Abfälle der Roggenfaser verwendet werden. Diese

Platten wurden durch technische Verfahren einerseits, andererseits

durch Zugabe bestimmter Hilfsstoffe so weit modifiziert,

dass die Tür auch einer Brandprüfung standhält. Es versteht

sich von selber, dass an dieser Stelle die genaue Zusammensetzung

nicht publiziert werden kann.

Wissenschaftliche und technische Ziele von natureplus

Das vorrangige wissenschaftliche Ziel von natureplus ist die

Entwicklung objektiver Kriterien zur Definition der Nachhaltigkeit

und hohen Umwelt- und Gesundheitsqualität für alle Arten

von Produkten im Wohn- und Baubereich unter Einbeziehung

aller Interessengruppen und der gesamten Wertschöp-

fungskette. Dabei scheint uns wichtig, dass natureplus auch

Minimalstandards fordert, die dem heutigen Stand der Technik

entsprechen. Es handelt sich also nicht einfach um ein «grünes

Label», das einzig und alleine ökologische Komponenten berücksichtigt.

Im Gegenteil. Es gibt sogar im Bereich Einbruch-

Was ist natureplus?

natureplus ist eine internationale Umweltorganisation,

die eine nachhaltige Entwicklung im Bausektor zum

Ziel hat. Dieser Sektor belastet heute noch die Gesundheit

der Bewohner und Verarbeiter sowie die Umwelt, dies will

natureplus ändern. Dazu hat der Verein ein Label geschaffen,

mit dessen Hilfe nachhaltig-zukunftsfähige Bauprodukte

künftig eine deutlich stärkere Marktposition erreichen werden.

Um das Qualitätszeichen natureplus breit abzustützen,

sind in der Trägerschaft alle Gruppen vertreten, die am Bauprozess

beteiligt oder davon betroffen sind. Diese Zusammensetzung

findet sich auch im zwölfköpfigen Vorstand.

natureplus ist das internationale Qualitätszeichen für Bau-

und Wohnprodukte, das allen Baubeteiligten Orientierung in

Richtung Nachhaltigkeit verschafft. Produkte, die dieses Zeichen

tragen, zeichnen sich durch eine besonders hohe Qualität

in Bezug auf Gesundheit, Umwelt und Funktion aus.

natureplus setzt sich auf allen Ebenen dafür ein, dass diese

Produkte künftig stärker nachgefragt werden.

Vergaberichtlinien natureplus

Folgende Dokumente sind für die Herstellung, Vermarktung

und Montage von Türen gültig:

- Vergaberichtlinie 0000 – Basiskriterien

- Vergaberichtlinie 1600 – Holztüren

- Vergaberichtlinie 1601 – Innentüren aus

Holz und Holzwerkstoffen

schutz Anforderungen, die über heutige gesetzliche Regelungen

in der Schweiz hinausgehen.

Ökonomische Ziele von natureplus

Aus ökonomischer Sicht geht es natureplus um die wirtschaftliche

Stärkung und Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit

der innovativen, auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Industrien

durch Senkung der Transaktionskosten. Diesen Ansatz

finden wir hoch spannend, denn er liegt genau auf der strategischen

Ausrichtung der RWD Schlatter AG. Alle Innovationen

würden uns wenig nützen, wenn wir damit nicht auch

einen wirtschaftlichen Erfolg generieren könnten.

natureplus-Kriterium Nachhaltigkeit

Für die Zertifizierung kommen nur nachhaltige Produkte infrage,

die zu mindestens 85% aus nachwachsenden oder nahezu

unbegrenzt verfügbaren mineralischen Rohstoffen bestehen.

Diese haben erwiesenermassen einen positiven

5


6

Einfluss auf das Raumklima. Gleichzeitig sind die synthetischen

Anteile streng auf das technisch mögliche Minimum

reglementiert. So können einerseits schädliche Ausdünstungen

vermieden und andererseits der Verbrauch fossiler Energieträger

und endlicher Ressourcen minimiert werden. Die

Herkunft der Rohstoffe wird sorgfältig kontrolliert.

natureplus-Kriterium Produktlebensanalyse

Produktlebensanalysen (Life Cycle Analysis), Werksbegehungen

und anspruchsvolle Richtwerte, beispielsweise für den

Energieverbrauch, garantieren, dass die Produkte umweltverträglich

hergestellt werden. Strengste Grenzwerte für Schadstoffe,

die weit über gesetzliche Anforderungen hinausgehen,

sorgen dafür, dass keine gesundheitlichen Beeinträch-

tigungen von den Bauprodukten ausgehen. Für die Kontrolle

dieser Werte sind ausgewählte Laboratorien zuständig.

natureplus-Kriterium Gebrauchstauglichkeit

und Langlebigkeit

Auch die Gebrauchstauglichkeit und Langlebigkeit der Produkte

sind Voraussetzung für die Vergabe. Die Basiskriterien

gelten für alle Produkte, die mit dem natureplus ® -Qualitäts-

zeichen ausgezeichnet werden. Darüber hinaus sind die pro-

duktspezifischen Anforderungen der entsprechenden Produktgruppen

sowie Produktrichtlinien zu erfüllen. Anbieter

von zertifizierten Produkten müssen die bei der Herstellung,

beim Vertrieb und bei der Anwendung bestehenden gesetz-

lichen Bestimmungen des jeweiligen Landes erfüllen.

Fazit

Wir sind stolz, als bislang einziges Unternehmen in Europa

das natureplus-Label erhalten zu haben. Stolz – nicht nur,

weil wir die Ersten waren, sondern weil uns Produktentwicklungen

wie diese darin bestärken, dass wir mit Engagement

in Verbindung mit unserem Wissen in der Lage sind, in der

Türenbranche regelmässig Trends zu setzen. Und letzten Endes

ist es einfach ein gutes Gefühl, in einem Unternehmen

arbeiten zu dürfen, das sich nicht nur um den kurzfristigen

Profit kümmert, sondern sich auch Gedanken über die nachfolgenden

Generationen macht. «

Roger Herzig

Roger Herzig ist Geschäftsleiter der RWD Schlatter AG.


Focus

Türblatt Typ RF-40 Türblatt Typ RF-58

Türblatt mit Hartholzeinleimer mit einer Spanplatte als

Schloss- und Bandverstärkung und einer Schalldämmmittellage,

bestehend aus Roggenmehl, Holzfaser, Kalksteinmehl,

Zellstofflamina, Kieselgur, Glycerin und Wasserglas. Der Hartplattendeckbelag

besteht aus Fichten- oder Buchenholz,

Hydrophobierungs- und Bindemittel. Geeignet für Raumabschlüsse

mit erhöhter Anforderung, z.B. in Büros, Altersheimen,

Schulen, anspruchsvollen Wohnräumen etc.

Dicke Gewicht Brand Schall Klima Wärme

40 mm 23 kg/m 2 – Rw 42 dB – 1.6 W/m 2 K

Türblatt mit Hartholzeinleimer mit einer Spanplatte als

Schloss- und Bandverstärkung und einer Schalldämmmittel-

lage, bestehend aus Roggenmehl, Holzfaser, Kalksteinmehl,

Zellstofflamina, Kieselgur, Glycerin und Wasserglas, und Hartplattendeckbelag

bestehend aus Fichte oder Buchenholz,

Hydrophobierungs- und Bindemittel. Geeignet für Raumabschlüsse

mit höchsten Anforderungen, z.B. in Büros, Altersheimen,

Spitälern, Schulen, Hotels, besonderen Wohnräumen etc.

Dicke Gewicht Brand Schall Klima Wärme

58 mm 35 kg/m 2 EI30 Rw 44 dB – 1.2 W/m 2 K

Türblatt Typ RFAP-58

Türblatt mit Hartholzeinleimer mit einer Spanplatte als

Schloss- und Bandverstärkung und einer Schalldämmmittellage,

bestehend aus Roggenmehl, Holzfaser, Kalksteinmehl,

Zellstofflamina, Kieselgur, Glycerin und Wasserglas. Der Hartplattendeckbelag

besteht aus Fichten- oder Buchenholz,

Hydrophobierungs- und Bindemittel mit je einer Alublech-

Zwischenlage. Geeignet für Raumabschlüsse mit hohen Anforderungen,

z.B. als Wohnungsabschlusstür in leicht temperierte

Treppenhäuser (min. 3 °C), Heizungs- und Estrich-

abschlüsse bei Temperaturdifferenzen.

Dicke Gewicht Brand Schall Klima Wärme

58 mm 38 kg/m 2 EI30 Rw 44 dB 2c 1.2 W/m 2 K

Wenn immer möglich, setzt RWD Schlatter auf natürliche Materialien.

Bild: Roland Gerth

7


8

Daniel Frutig bei der Präsentation der Halbjahreszahlen. Bild: Keystone

Vorsichtiger Optimismus

Die Präsentation der Halbjahreszahlen im Park Hyatt Zürich und der Investorentag im AFG Corporate

Center in Arbon stiessen auf reges Interesse bei Medienvertretern und Analysten. Daniel Frutig, seit

1. Juni 2011 CEO des Bauausrüsters AFG, sieht enormes Potenzial im Unternehmen.

Am 3. August 2011 legten Daniel Frutig, CEO, und Felix

Bodmer, CFO, in Zürich die Halbjahreszahlen vor. Das negative

Unternehmensergebnis von –1.4 Millionen Franken sei

auf die Belastungen durch den starken Schweizer Franken

und die spürbare Zunahme der Rohstoffpreise zurückzuführen.

Die AFG verfüge jedoch, unabhängig von wettbewerbsverzerrenden

Währungsverhältnissen und einer bis dato

resultatmässig unbefriedigenden Entwicklung der Gruppe,

über enormes, unausgeschöpftes Leistungspotenzial, das es

zu fördern gelte. Deshalb würden alle Bereiche auf den Prüfstand

gestellt.

Investorentag mit einer Premiere

Nicht nur die Livepräsentation der Halbjahreszahlen war ein

Novum: Zum ersten Mal in der Geschichte der AFG führte der

Konzern auch einen Investorentag durch. Rund 40 Analysten

fanden am 15. November 2011 den Weg nach Arbon ins

AFG Corporate Center, wo neben Daniel Frutig auch Knut

Bartsch, Sprecher der Division Heiztechnik und Sanitär, und

Dr. Christian Mayer, Leiter der Division Stahltechnik, über den

aktuellen Geschäftsverlauf, Strategien und Prioritäten ihres

Verantwortlichkeitsbereichs berichteten.

Bilanz des CEO

Daniel Frutig hält auch am Investorentag, drei Monate nach

der Präsentation der Halbjahreszahlen, an den am 3. August

2011 vorgetragenen Kernaussagen fest. Die AFG müsse zu

einer «Industrieholding mit schlanker und effizienter Kostenstruktur

werden, die ihre unternehmerisch handelnden Einheiten

unterstützt», so der CEO. «Jede Gesellschaft muss für

sich überlebensfähig sein und im Verbund Mehrwert schaf-

fen.» Die zukünftige Strategie der AFG konzentriert sich vor

allem auf die Implementierung der Industrieholding, die operative

Exzellenz (systematische Steuerung von Management

und Performance), die technologische Innovation sowie das

Wachstum und die Internationalisierung. Frutig setzt dabei

fünf Prioritäten: die Führung etablieren, eine solide Basis

schaffen (zum Beispiel Probleme in der Produktion beseitigen),

Kosten senken und die Produktivität steigern, das

Geschäftsportfolio analysieren und bereinigen sowie die

konsequente Umsetzung der zukünftigen AFG Strategie.

Eine Durchleuchtung sämtlicher Divisionen auf mögliche

Verbesserungen und auf die Nutzung von Synergien sei

zwingend, denn: «Wir können viel voneinander lernen.»

Massnahmen sind unumgänglich

Nach fünf Monaten Einarbeitungszeit zeigt sich Daniel Frutig

begeistert vom Unternehmen, jedoch seien in den nächsten

ein bis zwei Jahren eine Reihe von Massnahmen zu realisieren,

«um die AFG auf nachhaltigen Erfolg auszurichten».

Verschiedene Sofortmassnahmen wurden bereits ergriffen,

darunter der Abbau des europäischen Fuhrparks der AFG

Tochtergesellschaft Asta AG Arbon per August 2011 und die

Erhöhung der Wochenarbeitszeit von 42 auf 44 Stunden per

Januar 2012, um ein weiteres negatives Ergebnis zu verhindern.

Daniel Frutig und der neue Verwaltungsratspräsident

Paul Witschi sind zuversichtlich, mit der neuen Strategie, der

konsequenten Umsetzung der Massnahmen und, nicht zuletzt,

dem engagierten Einsatz sämtlicher Mitarbeitenden die

AFG wieder in die schwarzen Zahlen zu führen.


AFG 9

Moderne Finanzstrukturen

Bei der AFG Services AG sind die Strukturen in der Treasury-Abteilung übersichtlicher und

effizienter gestaltet worden. Dadurch konnten Kosten und Risiken gesenkt werden.

Praktisch jede Firma des AFG Konzerns arbeitete bisher mit

verschiedenen Systemen, und jedes System hat einen eigenen

Zweck. Um Kosten und Risiken zu minimieren, galt es, Zusammenhänge

zu verstehen und Abläufe zu vereinheitlichen. Ein

kleines Team nahm diese grosse Herausforderung an.

Überzeugungsarbeit leisten

Das Ziel war, alle Geldströme in Deutschland und in der

Schweiz über ein neues Treasury Management System abzuwickeln.

Einige der kleineren Banken hatten Mühe, sich auf

eine zeitgemässe Lösung einzulassen. Es brauchte viele Gespräche,

um sie zu überzeugen, dass auch andere Kunden

profitieren könnten, würde die Bank ihre technische Infrastruktur

aufrüsten. Diese Gespräche kosteten Zeit. Da die

Planungssoftware gleichzeitig mit dem Treasury Management

System eingeführt werden sollte, musste der Terminplan korrigiert

werden. Bevor die Bankenplattform nicht bereit war,

nützte es nichts, die Planungssoftware einzusetzen. Nach

acht Monaten waren die Systeme dann betriebsbereit und

Ende 2011 wird die erste Langfristplanung erstellt sein.

Das neue Treasury Management der AFG strafft die Prozesse zwischen der AFG und ihren Unternehmen.

Neues System bietet viele Vorteile

Im neuen System sind die Daten übersichtlicher dargestellt

und können für verschiedene Zwecke verwendet werden. Parallel

dazu laufen die alten Systeme weiter, was nicht nur die

Datensicherheit erhöht, sondern auch zeigt, dass auf die Bedürfnisse

und Gewohnheiten der Mitarbeitenden Rücksicht

genommen wird. Je länger je mehr ist jedoch klar, dass sich

die meisten Mitarbeitenden an das neue System gewöhnt haben

und nicht mehr auf die (früher) vertraute Software zurückgreifen.

Für die Treasury-Zentrale bedeutet das neue System

eine Erleichterung, da die Daten konzentriert auffindbar

sind und dadurch automatische Berechnungen genauer und

einfacher werden. Ein nächstes grosses Ziel ist die Einbindung

von Osteuropa und Grossbritannien, mittelfristig auch von

China. Die Herausforderung hierbei sind die verschiedenen

Niveaus der IT-Infrastruktur der Banken in den Ländern. Lokale

Berater sind eine grosse Hilfe, denn sie kennen sich mit Besonderheiten

aus. Generell wird nichts überstürzt und Schritt

für Schritt vorwärtsgegangen. Beim bisherigen Projektverlauf

hat sich dies als ratsam erwiesen. «


10

Heiztechnik

und Sanitär

Duschplatz Line, ausgezeichnet mit dem Gütesiegel «Bestes Produkt des Jahres 2011» des PLUS X AWARD.


Heiztechnik und Sanitär

Übergabe der Home & Trend Awards 2011 anlässlich der Messe Tendence in Frankfurt/Main an Dr. Klaus-Dieter Gloe,

Geschäftsführer Produktion der Kermi GmbH.

Wertvolle Auszeichnungen für Kermi

In diesem Jahr kann sich Kermi über eine wahre Flut von Design- und Produktauszeichnungen für

seinen Duschplatz und seine Duschkabinen freuen – und wird seinem Ruf als Duschkabinenspezialist

eindrucksvoll gerecht.

In den vergangenen Jahren errang Kermi regelmässig Auszeichnungen

in den verschiedensten Produktsparten. Dieses

Jahr erweist sich jedoch als besonders erfolgreich – bis jetzt

sind es bereits acht Design- und Produktauszeichnungen, die

den Duschkabinen und dem Duschplatz verliehen wurden.

Home & Trend Awards 2011 – vier Mal erfolgreich

Vom Verbraucher für Verbraucher – so das Motto des von

der Initiative LifeCare ins Leben gerufenen Wettbewerbs,

der Produkte des täglichen Gebrauchs unter den Kriterien

Design, Innovation, Produktnutzen, Ergonomie und Ökologie

auf den Prüfstein tatsächlicher Verbraucherfreundlichkeit

stellt. Nach der Nominierung und Vorauswahl der Wettbewerbsprodukte

durch eine fachkundige Jury aus Design-

experten, Wirtschaftsforschern, Architekten und Lifestyle-

experten haben die Endverbraucher das Wort. Das Ergebnis

in der Kategorie Bad & Wellness hätte für Kermi nicht besser

ausfallen können. Die Duschkabinen Atea, Diga und Walk-in-

Shower XS, immer in Kombination mit dem innovativen Kermi

Duschplatz, wurden mit der Auszeichnung «Trendprodukte

des Jahres 2011» prämiert. Die Kombination Diga mit

Kermi Duschplatz konnte als bestes Produkt der gesamten

Kategorie darüber hinaus noch den Golden Award für «Best

of the Best» in Empfang nehmen.

PLUS X AWARD – «Bestes Produkt des Jahres 2011»

Der PLUS X AWARD hat sich zum weltgrössten Innovationspreis

für Technologie, Sport und Lifestyle entwickelt und verfügt

über ein ausgesprochen breit angelegtes Anforderungsprofil

für die Auszeichnungsvergabe. So muss sich die

134-köpfige, industrieneutrale und unabhängige Jury durch

den Kriterienkatalog «neue und innovative Technologien,

Verwendung und Verarbeitung qualitativ hochwertiger Materialien,

aussergewöhnliches Design, intelligente, einfache

Bedienkonzepte sowie ergonomische und ökologische Produkteigenschaften»

arbeiten, um ein qualifiziertes Urteil zu

fällen. In der neu geschaffenen Kategorie «Wohn- und Gebäudetechnologie»

konnte der Kermi Duschplatz diesen harten

Auswahlkriterien standhalten. Der Kermi Duschplatz im

Point-Design wurde mit dem PLUS X AWARD mit den Siegeln

«Innovation» und «High Quality», der Kermi Duschplatz im

Line-Design mit den Siegeln «Innovation», «Design» und

«Funktionalität» ausgezeichnet. Der Line Duschplatz wurde

zusätzlich mit dem Gütesiegel «Bestes Produkt des Jahres

2011» prämiert, da er innerhalb seiner Kategorie die meisten

Siegel auf sich vereinigen konnte.

iF product design award 2011 für Walk-in-Shower XS

Der auch in Fachkreisen hoch angesehene iF product design

award wird alljährlich durch das International Design Forum in

Hannover vergeben. War es im vergangenen Jahr die Dusch-

kabinenserie Pasa / Pasa XP, so konnte gleich zu Anfang dieses

Jahres – kurz nach ihrer Präsentation – die Serie Walk-in-Shower

XS die international besetzte Jury überzeugen. Dass ein solches

Mass an Erfolg nicht vom Zufall bestimmt ist, versteht sich

von selbst. Kermi verfügt über jahrzehntelange Erfahrung im

Bau von designstarken, funktionellen und komfortablen Duschkabinen

und hat sich im Laufe der Zeit einen unangefochtenen

Ruf als Duschkabinenspezialist erworben. «

11


12

Prof. Dr. Ing. Rainer Hirschberg erläuterte den Anwesenden in seinem anspruchsvollen, anschaulichen Vortrag die spezifischen Besonderheiten

von Einrohrsystemen und ihre energetische Optimierung mit dem Sanierungssystem eccolution.

Überwältigendes Medienecho

auf Sanierungssystem eccolution

Selten hat ein neues Kermi Produkt so viel Interesse seitens der Fachpresse auf sich gezogen

wie das Sanierungssystem eccolution für Einrohrheizungen. So auch bei der alljährlichen Kermi

Fachpresseveranstaltung.

Schon bei der Neuvorstellung von eccolution auf der diesjährigen

ISH wurde das enorme Interesse an diesem innovativen

Sanierungssystem deutlich. In der Folgezeit erschienen in nahezu

allen Fachtiteln zahlreiche fundierte, teils sehr umfangreiche

Artikel, die den Nutzen und die einfache Installation

von eccolution ausgesprochen positiv bewerteten.

Topthema eccolution

In Deutschland sind nach wie vor mehr als 1,7 Millionen Einkreis-Heizanlagen

in Betrieb. Diese galten nach dem bisherigen

Stand der Technik aus energetischer Sicht als nicht sanierungsfähig.

eccolution, das innovative Sanierungssystem

von Kermi, ist die ebenso einfache wie einzigartige Lösung

für den Problemfall Einrohrheizung im Zuge der energetischen

Sanierung. Was lag also näher, als eccolution auch

zum Topthema der traditionellen, jährlich stattfindenden

Presseveranstaltung von Kermi zu machen.

Fachkundige Referate

Mit Dipl.-Ing. Harald Fonfara, Leiter Vorentwicklung und

Patente der Kermi GmbH, und Prof. Dr.-Ing. Rainer Hirschberg,

einem der führenden Experten auf dem Gebiet der

Heiztechnik, konnten zwei hochkarätige Referenten gewonnen

werden, die den Erfolg der Veranstaltung garantierten.

So folgten dann auch zehn Chefredakteure der wichtigsten

SHK Handels- und Handwerks-Fachtitel Deutschlands der

Einladung in das Tagungshotel im niederbayerischen Zwiesel.

Die meisten Teilnehmenden kommen jedes Jahr und haben

sich die Veranstaltung praktisch als Pflichttermin vorgemerkt.

Dr. Roger Schönborn, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb

der Kermi GmbH, hob in seinen Begrüssungsworten das

enorme Potenzial von eccolution zum einen für die energetische

Sanierung, zum anderen für die Auftragsgenerierung

durch das Fachhandwerk hervor. Die Vorträge und Beispiele

der fachkundigen Referenten stiessen auf grosses Interesse

unter den Zuhörern. Aus der Vielzahl von Fragen entwickelte

sich eine rege Diskussion. Zum Abschluss gaben sowohl Teilnehmende

als auch Veranstalter ein uneingeschränkt positives

Feedback zu eccolution und der rundum gelungenen

Veranstaltung. Nach dem anspruchsvollen Tagungsprogramm

hatten alle Beteiligten noch die Möglichkeit zum Besuch der

deutschen Biathlonmeisterschaft und konnten sogar selbst

mit einem Sportgewehr Wettkampfluft schnuppern. Natürlich

war auch Gelegenheit zum regen Gedankenaustausch,

der sicherlich wieder in interessanten Veröffentlichungen

münden wird. «


Heiztechnik und Sanitär

Eröffnung der

Tochtergesellschaft AFG RUS

Am 14. September 2011 feierte die AFG Arbonia-Forster-Holding AG die offizielle Eröffnung ihrer russischen

Tochtergesellschaft AFG RUS. In der Struktur der Vertriebsgesellschaft AFG RUS werden in Russland drei Business

Units der AFG Arbonia-Forster-Holding AG tätig sein: Heiztechnik, Sanitär und Profilsysteme.

Der feierliche Empfang fand im neuen Büro der AFG RUS im

Norden von Moskau statt, auf der Gästeliste standen die Namen

von über 70 Geschäftspartnern. Diese konnten auch das

erneuerte Showmobil der Firma Kermi besichtigen, das zum

Empfang der Gäste vor dem Bürogebäude aufgebaut worden

war. In den neuen Räumen der AFG RUS, in denen auch die

Produkte der drei Marken zu sehen sind, wurden nicht nur

Arbeitsplätze eingerichtet – auch ein Schulungszentrum und

ein Montageraum für Duschkabinen fanden Platz.

Stärken und unterstützen

Dr. Roger Schönborn, Mitglied der Divisionsleitung Heiztechnik

und Sanitär, hielt an diesem Tag die Begrüssungsrede. Er

betonte, dass die Hauptaufgabe der AFG RUS in allererster

Linie die ständige Präsenz und Unterstützung der Geschäftspartner

auf dem russischen Markt sei. Darüber hinaus leiste

die AFG RUS einen wichtigen Beitrag zur Internationalisierung

der AFG. Leonid Evlentev, Geschäftsführer der AFG

RUS, versicherte, dass das Hauptanliegen nebst der Stärkung

der AFG Marken auf dem russischem Markt auch die Unterstützung

der Geschäftspartner im Bereich Technik und Marketing,

Organisation von Seminaren und Workshops, Schulungen

und Installation von Duschkabinen sei.

Neue Produkte entwickeln

Eine weitere wichtige Aufgabe für die Tochtergesellschaft ist

auch die Produktanalyse für Heizung und Sanitär sowie für

die Forster Profilsysteme auf dem russischen Markt. Die AFG

RUS wird auch in den Regionen der Russischen Föderation

verstärkt aktiv sein. Dies ermöglicht die Entwicklung neuer,

auf den russischen Markt angepasster Produkte. Ein Bereich

der AFG RUS umfasst die Entwicklung von Produkten der

AFG Holding für Bauvorhaben. Dies wird durch aktive Zusammenarbeit

mit Projektorganisationen, Monteuren, Unternehmern

und Investoren erfolgen.

Kermi auf YouTube

Kermi weitet sein Bewegtbild-Angebot aus und präsentiert

auf www.youtube.com einen eigenen Video-

Channel. Vor wenigen Wochen startete Kermi mit ausgewählten

Videobeiträgen seinen eigenen Bewegtbild-Channel

auf www.youtube.com. Zusätzlich sind die Videos auf Basis

der YouTube-Technologie auf den zahlreichen Kermi Websites

aufrufbar. Gestartet wurde mit sechs Videobeiträgen,

wobei das Angebot sukzessive ausgebaut wird. Damit folgt

Kermi dem weltweiten Trend nach bewegten Produktinformationen.

«

Angeregte Gespräche entstanden.

Vielseitige Tochtergesellschaft

OOO AFG RUS repräsentiert folgende Bereiche in Russland:

• Kermi – einer der führenden europäischen Hersteller von

Flachheizkörpern und Duschkabinen und seit über 15 Jah-

ren auf dem russischen Markt aktiv.

• Arbonia – die Schweizer Marke für Röhrenradiatoren,

Designheizkörper sowie Badheizkörper mit einem einzig-

artigen Design.

• Forster Profilsysteme – die bestechende Lösung in Stahl

und Edelstahl für Türen, Fenster und Fassaden. «

13


14

Businesscenter Astana, Kasachstan: Über 1100 Kermi Flachheizkörper bringen hier

bei sehr niedrigen Aussentemperaturen angenehme Wärme ins exklusive Ambiente.

International Neuroscience Institute in Hannover: Hier wurden neben

150 Profi lheizkörpern in sensiblen Bereichen 300 Hygieneheizkörper installiert.

Referenzen, die für sich sprechen

Die erfolgreiche Ausstattung von Objektbauten bedingt neben einer kompletten, praxisorientierten Produktpalette

auch die konsequente Begleitung und Unterstützung – von der Planungsphase bis zum After Sales Service.

In dieser Hinsicht beweisen eine Vielzahl von beeindruckenden und renommierten Objekten die herausragende

Kermi Kompetenz.

Mercedes-Benz Museum Stuttgart: In diesem architektonischen Monument

der Automobilgeschichte sorgen 90 Kermi Plan-Flachheizkörper

und 21 Konvektoren für angenehme Wärme.

Ob öffentlicher oder gewerblicher Bereich, ob Flach- oder

Designheizkörper, Flächenheizungs/-kühlungssysteme oder

Duschlösungen: Hohe Produkt- und Designqualität, Wirtschaftlichkeit

und Variantenvielfalt, gute Verarbeitungsqualität

und Montageleichtigkeit bilden dabei die wichtige

Erfolgsgrundlage. Nicht zu vergessen die Serviceleistungen

– ein Beispiel: Die 20-jährige Nachkaufsicherheit für alle

Ersatzteile nach Auslauf der jeweiligen Duschkabinen-

Baureihe. Hier ein kleiner Auszug aus der langen Referenzobjektliste,

die die Anwendungsvielfalt des Kermi Produktportfolios

eindrucksvoll unter Beweis stellt. Ein umfassender

Überblick fi ndet sich unter www.kermi.de in der Rubrik

«Referenzen». «

Tiergarten Nürnberg: Zum Schutz vor der Neugierde der «Bewohner»

wurde hier auf Heizkörper verzichtet. Stattdessen sorgen 120 m²

xnet C21 Wandheizung für das Wohlfühlklima.


Heiztechnik und Sanitär 15

Individualisierung bei Raumwärmern

Was in der Möbel- oder in der Autoindustrie möglich ist, realisiert Arbonia nun auch bei einem Neuprodukt: die

Individualisierung. Der Raumwärmer Decostar Plus wird derzeit in den Arbonia Märkten (Exportländer und

Deutschland) eingeführt.

An der vergangenen ISH sorgten die ersten Prototypen von

Decostar Plus für einiges Aufsehen. Im Frühjahr 2012 wird

die spektakuläre Produktneuheit von Arbonia an internationalen

Messen in Basel, Mailand und Paris offiziell vorgestellt.

Die Pluspunkte des «Made in Switzerland»-Raumwärmers

sind Leistung, Qualität, Design und Modellvielfalt. Decostar

Plus wird auf der neuen Fertigungsanlage von Decotherm in

Arbon hergestellt. Das Design des flächigen Badraumwärmers

mit Lücke folgt einem aktuellen Trend. Arbonia bietet

dem Kunden die Möglichkeit, seinen Raumwärmer so zu

haben, wie er ihn wünscht.

Vielfalt und Individualisierung

Der Grund-Raumwärmer ist ein Modell ohne seitliche Blenden

mit Lücke, welche für die Handtuchaufnahme gedacht

ist. Die Individualisierung beginnt mit der einfachen seitlichen

Blende. Diese kann in Raumwärmerfarbe oder in einer Zweitfarbe

sein. Zur Verfügung steht die Palette der Arbonia

Farben. Eine weitere Designblende in einem anderen Preis-

bereich hat noch einen höheren Designanspruch. So ist innerhalb

des Modellspektrums ein Vielfaches an Modell- und

Variantenvielfalt gegeben.

Energieeffizienz mit Decostar Plus

Exakt in die moderne, anspruchsvolle Badinnenarchitektur

passend, eignet sich Decostar Plus auch hervorragend für alle

energieeffizienten Niedertemperatur-Heizsysteme. Decostar

ist der neue Arbonia Designbad-Raumwärmer, der dem Kunden

neue Perspektiven eröffnet. Die Ausführungen, die ein

sehr grosses und breites Baugrössen- und Leistungsspektrum

abdecken, können kundenindividuell in der Farb- und Blendengebung

auf Losgrösse 1 produziert werden. Die attraktive

Individualisierung durch Aluminium-Designblende und Bi-

color-Option bei Raumwärmern stellt einen wichtigen Meilenstein

in der Produktgeschichte der Arbonia dar. «

Ein Meilenstein in der Produktgeschichte:

Individualisierung bei Arbonia Raumwärmern.

Decostar Plus läuft auch ohne Atomstrom

Das Sortiment um den neuen Decostar Plus umfasst auch

rein elektrische Modelle. Ganz der Nachhaltigkeit verpflichtet,

kann jeder Kunde mit einem Arbonia Produkt seinen

Beitrag an eine Welt mit einem hohen Anteil erneuerbarer

Energien leisten. Ein Beispiel: Kunde A aus dem thurgauischen

Sulgen (CH) möchte seinen Beitrag leisten zur

Chance «Erneuerbare Energien». Er entscheidet sich für

einen rein elektrischen Badraumwärmer aus der Familie

Decostar Plus. Für den Betrieb des Badraumwärmers bezieht

er anstelle des regulären Strom-Mixes (25% Wasserkraft,

75% Atomstrom) ein Wahlprodukt «Erneuerbare Energien».

Dem Kunden stehen dafür «pur» (100% Thurgauer

Kleinwasserkraft), «bio» (77% Thurgauer Kleinwasserkraft,

15% Biogas, 8% Solarenergie) oder «sun» (70% Thurgauer

Wasserkraft, 30% Solarenergie) zur Verfügung. Mit

einem Aufpreis von 2 bis 19 Rappen pro Kilowattstunde

kann so jeder Arbonia Kunde seinen Beitrag zu «sauberer»

Energie leisten.

Ideal auch für den Sanierungsmarkt sind die rein elektrischen Ausführungen.

Auch diese sind mit der Neuheit im Heizkörpermarkt, der

Individualisierung nach Kundenwunsch, erhältlich.


16

Küchen

und Kühlen

Forster Stahlküchen sind bekannt für ihr schlichtes, ehrliches und zeitloses Design.


Küchen und Kühlen

PUR11: ausgezeichnet

mit dem iF design award 2012

Die neue Generation der Forster Stahlküche PUR11 wurde mit einem iF product design award

ausgezeichnet und zählt nun zu den Gewinnern des renommierten iF Labels.

Die im Januar 2011 veröffentlichte Küchenmöbellinie

PUR11 wurde zusammen mit insgesamt 2923 Einreichungen

juriert und für die Auszeichnung in der Kategorie «kitchen/house-held»

auserwählt. Neben den Stahlmöbeln erhielten

auch die patentierten Scharniere und der Forster

eigene Möbelgriff den begehrten iF product design award.

Somit wurde Forster gleich drei Mal ausgezeichnet.

Renommierte Ehrung

Seit 58 Jahren ist der iF product design award ein weltweit

anerkanntes Markenzeichen, wenn es um ausgezeichnete

Gestaltung geht. Die Marke iF hat sich als Symbol für herausragende

Dienstleistungen längst international etabliert.

Zu den Kriterien der Jury gehören Gestaltungsqualität, Verarbeitung,

Materialauswahl, Innovationsgrad, Umweltverträglichkeit,

Funktionalität, Ergonomie, Gebrauchsvisualisierung,

Sicherheit, Markenwert und Branding sowie die

Aspekte des «universal design». Forster Stahlküchen sind

bekannt für ihr schlichtes, ehrliches und zeitloses Design.

PUR11 ist eine technische und designbezogene Überarbeitung

der klassischen Forster Küche. Das PUR11 Sortiment

Total funktional – total schön: die neue Forster Küchenlinie PUR11.

17

wurde jedoch stärker auf die Bedürfnisse der Privatkunden

ausgerichtet. Modular gestaltbare Paneelrückwände und

wohnliche Accessoires werden dem Trend des fliessenden

Übergangs von der Küche in den Wohnraum gerecht.

PUR11 bringt auch konstruktive Verbesserungen, ohne der

Küche die Authentizität zu nehmen. So sind die typischen

runden Ecken an den Fronten der Möbel rechtwinklig und

kantiger geworden und die farbige Front wird nun über die

gesamte Tiefe durchgezogen – es gibt keine Frontenteilung

mehr, keinen Spalt.

PUR11 überzeugt Jury

Verschiedene magnetische Küchenaccessoires mit Komfortfunktionen

nutzen die Eigenschaften des Materials aus und

können an den Rückwänden über dem Arbeitsbereich angebracht

werden. Insgesamt wurden in PUR11 über sieben

Millionen Franken und drei Jahre Entwicklungszeit investiert.

Dass das Produkt sich in einem internationalen Vergleich

bewähren konnte und die designorientierte Jury

überzeugte, erfüllt das Team von Forster Küchen besonders

mit Stolz. «


18

Neue Website für Forster Fans

Was gibt es Ehrlicheres, als dass Forster Fans mit ihrer eigenen Küche neue Fans anwerben? Kein Verkaufs-

gespräch wirkt annähernd so überzeugend wie Kunden, die ihrer Zufriedenheit Ausdruck verleihen.

Seit 1. September 2011 gibt es eine Forster-eigene Fan-Website.

Unter www.meine-forster.ch können Besitzer einer

Forster Stahlküche ihre Fotos in eine Galerie hochladen und

anderen Usern als Referenz zur Verfügung stellen. Nichts ist

authentischer als die Präsentation eines stolzen Kunden «seiner»

Forster. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Küche nagelneu

oder seit Jahren in Gebrauch ist. Unterschiedliche Farben,

Grössen und Einbausituationen sind für künftige Käufer

umso interessanter, je vielfältiger sie sind. Eben diese Vielfalt

demonstriert, wie langlebig, individuell und begehrt die

Forster Küchen sind.

Referenzbroschüre und Website

Die unterschiedlichen Einbauorte in der gesamten Schweiz

verdeutlichen die Verbundenheit der Bevölkerung mit einheimischen

Produkten traditionsreicher Unternehmen. Unterstützt

wird die Fan-Website durch professionell fotografierte

und dokumentierte Referenzen. Parallel erscheint halbjährlich

eine Referenzbroschüre, in der über realisierte Objekte berichtet

wird. Diese Broschüre steht zum Download bereit. Da-

bei handelt es sich um einen Mix aus öffentlichen Gebäuden,

renovierten Altbauten, denkmalgeschützten Bauwerken oder

Neubauten, in denen jeweils Forster Küchen eingesetzt

wurden. Architekten kommen in den Reportagen ebenso zu

Wort wie die Nutzer oder Eigentümer der Stahlküchen.

Hineinschauen lohnt sich

Für den Besucher bietet sich so eine interessante und breite

Palette, welche die Entscheidung für eine Forster Küche

durch fundierte Begründungen erleichtert. Wer auch eine

Forster Stahlküche besitzt, besucht einfach www.meineforster.ch

und macht mit. «


Küchen und Kühlen 19

Mehr als nur eine Küche

Wenn einer eine Küche kauft … hat er an der Morgenstrasse in Bern seit Mitte Juni 2011 die

einzigartige Wahl zwischen den drei bekannten Küchenmarken Forster, Piatti und Warendorf.

Auf einer Verkaufsebene darf sich der Wohneigentümer über die neusten Trends informieren

und sich inspirieren lassen. So ein Ereignis muss ausgiebig gefeiert werden – mit einer Reihe von

Events mit den wichtigsten Vertretern der Branche und unseren treusten Kunden.

Die Küche – das Trendobjekt, die Kreativwerkstatt, die Entspannungsoase

– ist der Mittelpunkt des Lebens vieler Familien,

Paare und alleinstehenden Kochbegeisterten und hat es

in den vergangenen Jahrzehnten auf die Poleposition der

wichtigsten Inneneinrichtungsfaktoren geschafft. Nicht, weil

das Wohnzimmer und das Bad sich gerne hinten anstellen,

nein, die Entwicklung des Menschen und uns beeinflussende

Lebensumstände machen aus einer Küche heute mehr als

nur eine Küche. So verschmelzen die einst voneinander abgetrennten

Räume Küche und Wohnen immer mehr zu einem

Lebensraum. Und schon lange ist nicht mehr nur die Frau

und Mutter Chef bei der Nahrungszubereitung, heute ist die

Küche ein belebter Gemeinschaftsraum, der von der ganzen

Familie rege genutzt wird. Auch Kochevents unter Freunden

am heimischen Herd werden immer beliebter und somit die

Anforderungen an eine Küche immer grösser. Gleich drei verschiedene

Lösungsansätze für eine Traumküche, die allen Ansprüchen

und Trends gerecht wird, präsentiert das neue AFG

Küchenzentrum in Bern. Mit Forster, der Stahlküche und

Liebhaberobjekt von Architekten, Piatti, dem Klassiker mit

viel Design zu kleinem Preis, und Warendorf (vormals Miele

Die Küche) mit Küchen im oberen Preissegment wird jeder

Kundenwunsch Realität. Es brauchen keine langen Autofahrten

zwischen Herstellern den Enthusiasmus beim Projekt

Küchenbau mehr zu verderben – in Bern gibt es gleich drei

Küchenwelten auf nur einer Verkaufsebene. «

Mit den drei bekannten Küchenmarken Forster, Piatti und Warendorf erfüllt die AFG jeden Küchentraum.


20

Eleganz hoch zwei: Die neue Wohnsiedlung HOCHZWEI auf der Luzerner Allmend ist mit Piatti Küchen ausgestattet.

Aussicht auf Erfolg:

Piatti liefert Küchen in luftige Höhen

Auf der Luzerner Allmend entstehen neben dem Fussballstadion

und Sportanlagen auch zwei Hochhäuser.

Die 331 Wohnungen verfügen nicht nur über eine

traumhafte Aussicht, sondern auch über zeitlose Primo-

Küchen aus Holz. Zwei Wohnhochhäuser sorgen beim Bauprojekt

Sportarena Luzern für Aufsehen: In den beiden eleganten

Wohntürmen mit dem Namen HOCHZWEI entstehen

283 Mietwohnungen und 48 Long-Stay-Apartments, die ab

Oktober 2012 bezugsbereit sind. In modernen und eleganten

Gold- und Blautönen gehalten, offenbart die Aussenhülle

der beiden eleganten Wohnhäuser die Balkone erst auf

den zweiten Blick.

Grösstes Projekt der Schweizer Küchenbranche

Hoch hinaus geht es in den markanten Türmen von 77

und 88 m Höhe nicht nur für die Bewohner, sondern auch

für Piatti: Im April 2011 hat der Schweizer Marktführer in

Sachen Küche den Zuschlag von der Firma Halter AG, der

Kunstharzabdeckungen von Piatti

Arbeitsplatten sind Multitalente. Sie eignen sich zum Arbeiten,

Ablegen und Anschauen. Richtige Tausendsassas sind

die neuen Kunstharzabdeckungen von Piatti. Das kreative

Jonglieren mit 28 Dekoren, vier Kantenausführungen und

vier Dicken erlaubt es, auf die ausgefallensten Wünsche einzugehen

– ohne dass die Individualität dem Käufer ein Loch

ins Portemonnaie reissen würde. Abdeckungen in der Lieblingsfarbe,

im Stein- oder Beton-Look sind plötzlich erschwinglich.

Die mit einer hochwertigen Kunstharzober-

fläche überzogenen Holzwerkstoff-Trägerplatten sind gegen-

über dem bisherigen Sortiment im Durchschnitt um 40%

günstiger, das Preis-Leistungs-Verhältnis beinahe unschlag-

Eberli Generalunternehmung und der Bauherrin Credit Suisse

erhalten. Zu Recht ist Piatti stolz darauf, mit der Lieferung

von 331 Küchen zum Erfolg des derzeit grössten Projekts in

der Schweizer Küchenbranche beizutragen.

Qualität in der Höhe

Lieferant der Küchenapparate ist der Schweizer Haushalt-

gerätehersteller V-Zug, während die Armaturen von Grohe

Essence stammen. Höhenluft macht bekanntlich hungrig,

und in den zeitlosen und langlebigen Küchen Modell Primo

von Piatti lässt sich das Kochen vorzüglich zelebrieren. Je nach

Wohnungstyp verfügen die Küchen über hochwertige CNS-

Abdeckungen von Suter oder Abdeckungen in eleganter

Kunststein-Ausführung. Die Fronten sind einheitlich in Kunstharz

gehalten, dampfresistent und zeichnen sich durch eine

hohe Robustheit gegen Schläge aus. Qualität zum Wohlfühlen

bei herrlicher Aussicht – wer gerät hier nicht ins Schwärmen?

«

bar. Die breite Palette an Dekoren ermöglicht zudem geschmackvoll

auf die Fronten abgestimmte Farbkombinationen,

und auch bei der Wahl der Vorderkantenoberfläche

bietet sich ein ansehnliches Angebot: Wer Einheitlichkeit

schätzt, kann die Vorderkante in der gleichen Farbe wie die

Fläche gestalten. Eine Kante in Echtaluminium etwa wird dagegen

diejenigen begeistern, die in ihrer Küche auf elegante

Kontraste setzen. Kunstharzabdeckungen sind abriebfeste,

preiswerte und sympathische Allrounder, die mit kurzen

Montagezeiten und Pflegeleichtigkeit überzeugen. Und sollte

die Lieblingsfarbe in zehn Jahren ändern, geht das heitere

Farben- und Dekorspiel von vorn los. «


Küchen und Kühlen 21

Swing Lifestyle: Ein Design für die ganze Familie, das allen Ansprüchen gerecht wird. Rechts: Die Neuinterpretation der Library-Wohnwand.

Wohlfühlatmosphäre auf Gut Böckel

Auf der diesjährigen Fachhandelsmesse Küchenmeile A30 präsentierte sich die Warendorfer Küchen GmbH

mit einem facettenreichen Mix an Küchenkreationen.

Das stilvoll-historische Gut Böckel in Rödinghausen bildete

die perfekte Kulisse für die hochmodernen, geradlinigen Designs

von Warendorf. Der Trend der Küche geht in Richtung

Wohlfühlzone, was sich in den eleganten Wohnwänden

zeigt. So wird die Küche Library der Kollektion Starck by Warendorf

erstmalig als reine Wohnwand ohne Küchenfunktion

präsentiert, und eine Wohnwand ist Teil der schwebenden

Küchenkreation Swing Pur im Mix. Gemütlichkeit und Ambiente

wird durch LED-Strahler erzeugt, deren Farbe sich je

nach Stimmung individuell einstellen lässt.

Multifunktionale Kreationen

Als ideale Familienküche bietet sich die leichte und schwebende

Swing Lifestyle an. Ihre Planung lässt die doppelseitige

Nutzung zu: Schubladen beherbergen Kochutensilien auf

der einen Seite und bieten Stauraum für Wohnaccessoires,

Bücher, CDs und DVDs auf der anderen Seite. So werden Kochen

und Wohnen perfekt vereint. Die beiden schwebenden

Küchenkreationen Swing zeigen auch, dass sich die Küchen

in bestehende Architektur sehr gut integrieren lassen: Die

leicht anmutenden Küchen-Wohn-Kreationen fügen sich

harmonisch in verwinkelte Grundrisse und kleinere urbane

Wohnkonzepte ein. Wohnen und Kochen wird auch im eleganten

Einzeiler kombiniert: Grossgeräte werden in Hochschränken

unsichtbar verstaut, der Fokus der Küche richtet

sich auf die wohnliche Gestaltung. Integrierte LED-Einbaustrahler

mit Multilight sorgen auf Knopfdruck für die passende

Lichtstimmung. Neu sind die verschieden dimmbaren

Weissfarbtöne von strahlendem Weiss bis Warmweiss. Die

integrierte Multimedia-Technik sorgt dafür, dass sich die

Wünsche des modernen Menschen mit Smartphone, iPad

und iPod erfüllen. So integriert die Swing Pur im Sitzbereich

eine Dockingstation für das iPad als Wandlösung. Auch die

Neuinterpretation der Library-Wohnwand aus der Kollektion

Starck by Warendorf verwandelt sich durch die Integration

von Kühlschrank auf Wunsch in eine Bar oder durch die

Integration von Stereoanlage und Dockingstation zum Multimediatempel.

Ein Trumpet Table ergänzt klassisch die ausgefallene

Designkreation von Philippe Starck: Hier kann man

gemütlich zusammensitzen oder bequem arbeiten und dabei

gleichzeitig komfortabel seine technischen Geräte über die

integrierte Steckerleiste aufladen.

Auch für zu Hause

Für den privaten Profikoch hält Warendorf ein weiteres Highlight

bereit: Die Küchenkreation Privatprofi mit Furnieroberflächen

in Eiche Sägerauh mit grossflächigen Schiebetüren,

einer Kombination aus Wein-, Kühl- und Gefrierschrank sowie

einer geräumigen Kochinsel mit Keramikarbeitsplatte.

«Wir haben uns sehr über die Begeisterung unserer Händler

für die neuen, wohnlichen Küchenkreationen gefreut», so

Jörg Böhler, Vertriebsleiter Deutschland der Warendorfer

Küchen GmbH. «Zudem bot die Messe die Gelegenheit, neue

qualitativ hochwertige Kontakte zu schliessen und die Umsetzung

interessanter Projekte zu besprechen.» «

« Die Messe bot Gelegenheit

für neue Kontakte und interessante

Gespräche. »


22

Ein Resultat, das dank enger Partnerschaft mit Händlern und Endkunden rundum überzeugt: Swing Sägerauh von Warendorf.

Starke Resultate dank Kooperation

Herausragende Produktinnovationen, die national wie

international bei Kunden und Händlern begehrt sind –

das ist das Ergebnis einer positiven Zusammenarbeit

zwischen dem Händlerbeirat und der Warendorfer

Küchen GmbH. Der Händlerbeirat wurde 2008 auf Initiative

der Warendorfer Küchen GmbH mit der Absicht gegründet,

die Handelspartner noch intensiver in den Innovationsprozess

mit einzubeziehen. Bei Warendorf holt man sich die Inspirationen

nicht nur von den Designern oder vom Know-how der

Warendorf Architekten und Produktentwickler, sondern direkt

via Händler vom Endkunden. Die Idee, sich Inspirationen zu

holen, ist in der Küchenbranche neu. «Die Zusammenarbeit

mit Warendorf ist sehr konstruktiv und zielgerichtet», so Andreas

Rütt, Sprecher des Händlerbeirats. «Wir haben von un-

Warendorf kooperiert mit Piet Boon

Die Kollektion Piet Boon ® kitchens by Warendorf präsentiert

sich im natürlichen und authentischen Küchendesign mit einer

aussergewöhnlich sympathischen Liebe zum Detail, einem

Hang zur Exzellenz und Vorliebe für hochwertige Materialien –

Küchen mit Manufakturcharakter. Aufgrund ihrer schlichten,

geometrischen Formensprache und zurückgenommenen Farbgebung

wirken die neuen Designkreationen von Piet Boon für

Warendorf natürlich, erhaben und elegant. So überdauern sie

in ihrer Zeitlosigkeit schnelllebige Trends und demonstrieren

durch ihre Geradlinigkeit Selbstbewusstsein und Charakter. Die

exklusive Luxuslinie der Piet Boon ® kitchens by Warendorf reiht

sich damit auch in das Selbstverständnis von Warendorf ein,

Küchen für Persönlichkeiten zu bieten. So auch das Credo von

Piet Boon für seine neue erweiterte Designkollektion für Warendorf:

«Küchen sind das Herz des Hauses, daher entwerfen

wir Küchen mit Leidenschaft. Mit den funktionalen Piet Boon ®

kitchens by Warendorf haben wir zeitlose Küchen geschaffen,

die auch noch in zwanzig Jahren gefallen.»

serer Seite die Gelegenheit genutzt, unsere Erfahrungen und

aktuellen Anfragen, bedingt durch die Wünsche unserer Endkunden,

einzubringen. Zurzeit arbeiten wir an der Entwicklung

des neuen Konditionensystems mit, das Anfang 2012

realisiert wird.» Thorsten Prée, Geschäftsführer der Warendorfer

Küchen GmbH, betont: «Der Händlerbeirat soll den

Handel optimal beim Verkauf unterstützen. Die Wünsche der

Händler wurden im Verkaufshandbuch umgesetzt und sind

auch im Unternehmensfilm, im Internet oder in der Handelsbroschüre

festgehalten. Dies steigert nicht nur die Loyalität

des Handels zum Unternehmen, sondern auch dessen Identifikation

mit der Marke Warendorf.» Die Ergebnisse der Zusammenarbeit

zeigten sich am Produkt anlässlich der Messe

Küchenmeile A30. «

Als weitere starke Designerpersönlichkeit gesellt sich Piet Boon zur Ikone Philippe Starck und ergänzt das

Designportfolio von Warendorf. Mit der Kollektion Piet Boon kitchens ® by Warendorf holen die Warendorfer

Küchen GmbH und das Designbüro Piet Boon ® die Atmosphäre aus der Welt nach Hause.

Auf dem Weg zum globalen Design

Über die gelungene Kooperation freut sich Thorsten Prée,

Geschäftsführer der Warendorfer Küchen GmbH: «Die Zusammenarbeit

mit weiteren Designern ist die logische Fortsetzung

unserer Innovationskraft. Wir möchten auch künftig

unsere Zusammenarbeit mit Designern intensivieren. Durch

die Kooperation mit Piet Boon zeigen wir, dass globales Design

möglich ist. Der lokale Look und Stil einer regionalen Atmosphäre

soll in Zukunft global erhältlich sein.»

Individuell und variantenreich

Inspiriert von seinen Reisen entwickelte Piet Boon in Zusammenarbeit

mit Warendorf das Küchendesign London, das für

eine zeitlose Verbindung von Kochen, Wohnen und Leben

steht. Der ganzheitliche Ansatz Piet Boons garantiert der

neuen Küchengeneration aus dem Hause Warendorf ihre Authentizität

und ermöglicht entspanntes Kochen in einer individuell

anpassbaren Wohlfühlzone. Darüber hinaus hat Piet


Küchen und Kühlen 23

Piet Boon ® kitchens by Warendorf Stockholm: Inspiriert von den hellen Interieurtönen Skandinaviens zeigt sich die Piet Boon Küche Stockholm mit

weiss lackierten und gewischten Fronten aus Eichenholzfurnier, die mit Flächen und Griffen aus Edelstahl abgerundet werden. Die seitlichen

Wangen bewirken den leichten und rustikalen Effekt ebenso wie die horizontalen Blenden über und unter den Türen sowie zwischen den Auszügen.

Boon zwei weitere Küchen designt, die künftig von Warendorf

produziert werden: Die Piet Boon ® kitchens by Warendorf

Stockholm und Original. Warendorf präsentierte erstmalig

die Variante Stockholm anlässlich der Messe Küchenmeile

A30 in Deutschland: «Unser erweitertes, facettenreiches

Designsortiment kommt bei den Händlern sehr gut an», resümiert

Thorsten Prée die Messewoche. «Das reiche Variantenspektrum

ist bei der Ansprache unterschiedlichster Persön-

lichkeiten sehr hilfreich. Der Händler hat für jede Persönlich-

keit und für aussergewöhnliche Anforderungen etwas Besonderes

zu bieten. Auf der Klaviatur mit den Küchenkollek-

tionen von Warendorf, Starck by Warendorf und Piet Boon ®

kitchens by Warendorf kann der Händler nun sehr gut spielen.

Die Distribution Piet Boon ® kitchens by Warendorf startet

2011 in den Heimatmärkten Piet Boons und wird 2012 internationalisiert.»

«

Piet Boon ® kitchens by Warendorf Original: Diese Küche ist geprägt durch die natürlich wirkenden Fronten mit eingearbeiteter Nut, bei der es sich um

reine Handarbeit handelt. Die Küche Original vereint funktionales, zeitloses und komfortables Design aus natürlichen Materialien in einer charakteris-

tischen Designausprägung.


24

Fenster

und Türen

«Klimaschutz inbegriffen» – das gilt auch für die neue EgoKiefer Fensterlinie Woodstar WS1 ® . Bild: Gerry Hofstetter


Fenster und Türen

WoodStar WS1 ® an der Swissbau:

«bärenstarker» Familienzuwachs

An der letzten Swissbau im Jahr 2010 lancierte EgoKiefer «Klimaschutz inbegriffen» und hob den Vorhang

für die neue bärenstarke EgoKiefer Fensterlinie AllStar AS1 ® . Jetzt, zwei Jahre später, erhält die

EgoKiefer Fensterfamilie Zuwachs. WoodStar WS1 ® – so heisst der neue Star der Holz/Aluminium- und

Holz-Fensterbranche.

Ein überzeugender Wurf

Dass der «Klimaschutz inbegriffen» ist, beweist EgoKiefer auch

mit der neuen EgoKiefer Fensterlinie WoodStar WS1 ® in Holz/

Aluminium und Holz. Sie verfügt über hervorragende Wärmedämmwerte

und ist bereits zur MINERGIE-Modul Zertifizierung

angemeldet. Auch bauphysikalisch überzeugt der neuste Wurf

der EgoKiefer Familie. Spitzenwerte in allen Leistungsdaten

zeigen, dass es sich wortwörtlich um ein bärenstarkes Fenster

handelt. Ein weiteres Plus von WoodStar WS1 ® sind seine

moderne und seine klassische Designvariante. Damit bietet

WoodStar WS1 ® auch im Heimatschutz flexible Lösungen

auf der Basis modernster Fenstertechnologie. Im Bereich des

behindertengerechten Bauens überzeugt WoodStar WS1 ® mit

hindernisfreien Schwellen bei den Fenstertüren. WoodStar

WS1 ® vervollständigt das Fenstersortiment von EgoKiefer.

Mit den Fenstersystemen AS1 ® , XL ® und WS1 ® präsentiert das

Unternehmen an der Swissbau, der grössten Schweizer Baufachmesse,

vom 17. bis 21. Januar 2012 ein Fenstersortiment,

das seinesgleichen sucht, und verstärkt dadurch sein Markt-

engagement im Bereich Klimaschutz.

Ego ® Power

Zusätzlich aufgewertet werden die starken Fensterkonstruktionen

durch zahlreiche Ego ® Power Mehrwertmodule. Ob im

Bereich Wärmedämmung, Lärmschutz, Lüftung oder Sicherheit

und Automatisation – mit Ego ® Power erhalten die Kundinnen

und Kunden von EgoKiefer die beste Lösung für jede

Anwendung. Auch 2012 wird EgoKiefer die Swissbau-Besucherinnen

und -Besucher mit einem Feuerwerk modernster

Fenster- und Haustüren-Innovationen an ihrem Messestand

Nummer A30 in der Halle 1.1 überraschen. Ein Besuch lohnt

sich auf jeden Fall: Eindrückliche Bilder des Lichtkünstlers

Gerry Hofstetter unterstreichen das EgoKiefer Umwelt-

engagement «Klimaschutz inbegriffen». «

An der Swissbau in Basel, der grössten Schweizer Baufachmesse, wird EgoKiefer

vom 17. bis 21. Januar 2012 die Gäste am Messestand A30, Halle 1.1, einmal mehr

überraschen.

25


26

Grossauftrag für EgoKiefer:

Chur «City West»

Im Gewerbeareal Kalchbühl in Chur entsteht das neue Einkaufs- und

Gewerbecenter «City West». Das Projekt ist das grösste je in der Bündner

Hauptstadt realisierte private Bauvorhaben. Und für EgoKiefer ein

attraktiver Fensterauftrag mit hohen Anforderungen.

Auf einer Grundstückfläche von knapp 20 000 m 2 werden in

Chur bis 2012 zwei Türme mit einer Gebäudehöhe von rund

80 m errichtet. Mit dem Projekt «City West» sicherte sich

EgoKiefer einen repräsentativen Grossauftrag. Das Projekt

zeichnet sich aus durch höchste Anforderungen in allen Bereichen,

vom Produkt bis hin zur Montage. Bereits die Planung

erforderte eine enge Zusammenarbeit zwischen Bauherr und

Planer sowie sämtlichen am Bau beteiligten Firmen und der

Suva. So sind während der gesamten Bauzeit verschiedene Experten

täglich vor Ort und kein Handwerker darf die Baustelle

ohne Einschulung betreten.

Hoch hinaus mit EgoKiefer

Die Gebäudehöhe stellte vor allem im Bereich der Montage

höchste Anforderungen an EgoKiefer. Insbesondere erschwerten

die Witterungseinflüsse die Arbeit in der Höhe ganz entscheidend.

Die Arbeitssicherheit in allen Bauphasen und bei

allen Tätigkeiten stand deshalb von Beginn weg im Fokus aller

Akteure. So wurde beispielsweise aus Sicherheitsgründen

während der Montage der EgoKiefer Fenster jeweils das gesamte

Stockwerk für alle anderen Handwerker gesperrt.

Die grossen Helfer

Die EgoKiefer Monteure wurden durch verschiedene Hilfsmittel

unterstützt, von der Sauganlage für das Einbringen der

schweren Dreifachisoliergläser bis hin zu einem «Klettermast»

vor Ort. Damit die Fenster zum richtigen Stockwerk gelangen,

wurde ein Fassadenlift für das Verteilen und Einbringen der

Fensterrahmen und -flügel angebracht. Die professionell ausgebildeten

Fenstermonteure von EgoKiefer leisteten für den

Kunden Toparbeit in allen Phasen des Auftrags- und Bauprozesses.

EgoKiefer bewies einmal mehr, der richtige Partner für

alle Anforderungen im modernen Fensterbau zu sein. «

Ob auf kleinen oder grossen Baustellen wie hier in Chur «City West»: Wenn es um Fenster geht, ist EgoKiefer immer der richtige Partner.


Fenster und Türen

Anna Rossinelli.

RWD Schlatter AG produziert eine

CD/DVD mit ANNA ROSSINELLI

Im demosmobilia in Chiasso wurde die neue Weihnachts-CD für 2011 aufgenommen.

Anna Rossinelli muss man nicht mehr vorstellen. Wer kennt

sie nicht, die zierliche Sängerin der gleichnamigen Band, welche

die schweizerische Vorausscheidung des Eurovision Song

Contest 2011 gewann und damit den Sprung in die Finalshow

in Düsseldorf schaffte – was seit Jahren keinem Schweizer

Kandidaten mehr gelang. Der Song «In Love For A While»

schoss hierzulande auf Platz 3 der Hitparade und wird bis

heute noch gerne von den Radiostationen gespielt. Nicht nur

durch dieses Ereignis ist Anna Rossinelli ein grosser Sympathieträger

in der Schweiz. Die Band punktet auch mit ihrer

bodenständigen Art und ihrer Natürlichkeit. Authentisch ist

ebenfalls ihr Musikstil geblieben – frech, herzlich und dennoch

überlegt. Strassenmusik für die grosse Bühne ist das,

was ANNA ROSSINELLI auszeichnet. Im Dezember bringt die

Band um die bildschöne 24-jährige Baslerin ihr Debütalbum

heraus und zeigt der Schweiz ihr vielseitiges Schaffen.

27

Wir haben uns sehr auf das Projekt gefreut – zumal es nicht

selbstverständlich ist, dass eine so begehrte Formation zusagt,

mit einem Türenhersteller eine CD bzw. eine DVD zu

produzieren. «Das Ganze war ein gewaltiges Stück Arbeit»,

so Meinrad Keel von Gallus Media St.Gallen, die den ganzen

Event vorbereitet und durchgeführt haben. Das Resultat wird

sich sehen lassen. Die Live-Aufnahmen wurden im demosmobilia

in Chiasso, einem Ort mit ganz eigenem Charakter,

durchgeführt. Vorweg gesagt: Es war ein ganz aussergewöhnliches

Konzert und ANNA ROSSINELLI waren in Höchstform.

Für einmal kamen auch Kunden der RWD Schlatter AG

aus dem Tessin in den Genuss, an einer DVD-Produktion live

mit dabei zu sein. Alle anderen Geschäftspartner der RWD

Schlatter AG, die nicht dabei sein konnten, erhalten rechtzeitig

zu Weihnachten eine limitierte CD-/DVD-Produktion von

ANNA ROSSINELLI. «


28

Der HC Davos und der HC Energie Karlovy Vary boten Eishockey auf höchstem Niveau.

HC Davos vs. HC Energie Karlovy Vary:

ein echter Leckerbissen

Am 1. September 2011, eine Woche vor Saisonbeginn, begrüsste RWD Schlatter als Teamsponsor von HC Energie

Karlovy Vary über 200 Geschäftspartner in der Eishalle Lerchenfeld, St.Gallen.

Mit HC Energie Karlovy Vary trat eine tschechische Spitzenmannschaft

aus der obersten Liga und gleichzeitig Spenglercup-Teilnehmerin

2008/09 auf das Eis von St.Gallen. Der Club

wurde 1932 gegründet und feierte seinen grössten Erfolg in

der Saison 2008/09, als er in der Best-of-Seven-Serie HC Slavia

Prag mit 4:2 besiegte. Den HC Davos als amtierenden

Schweizer Meister muss man nicht näher vorstellen. Mit

30 Titeln ist er Rekordmeister und wird seit 1996 vom charismatischen

Arno Del Curto trainiert.

Neue Produktionshalle in Pravenec

Der 9. September 2011 ist ein Datum, das in die

Geschichte von Slovaktual Pravenec eingehen wird.

An diesem bedeutenden Tag stockte das Unternehmen

seine Produktionsfläche um ganze 6500 m 2 auf. Schon

2008 gab es erste Überlegungen, eine weitere Produktionshalle

zu errichten. Es folgten zwei Jahre Rezession in grossen

Teilen Europas. Das bedeutete aber keineswegs das Ende für

dieses zukunftsträchtige Projekt. Im Oktober 2010 war es so

weit: Die Bauarbeiten an der neuen Halle mit der Bezeichnung

«E» nahmen volle Fahrt auf. Das Ergebnis ist eine architektonisch

attraktive neue Produktionshalle, worin zurzeit eine

Fertigungslinie mit einer Tageskapazität von 140 Fenstern

installiert ist. Aktuell produzieren in dieser Linie 28 Beschäftigte

EgoKiefer Kunststoff-Fenster AS1 ® für den Schweizer Markt.

Die Gesamtinvestitionskosten betrugen über 5.5 Millionen

Euro. Künftig soll die Kapazität der neuen Halle auch für die

Herstellung von Kunststoff-Fenstern aus der Slovaktual Linie

PASIV genutzt werden. An der Eröffnung der neuen Produk-

tionshalle nahmen neben den Lieferfirmen auch die Geschäftspartner

von Slovaktual teil, die bei dieser Gelegenheit im Rahmen

einer Schulung über Produktänderungen und -neuheiten

informiert wurden. «

Gäste und Gastgeber freuten sich auf einen spannenden

Match, denn eine Woche vor Saisonbeginn durfte man davon

ausgehen, dass beide Teams fit sind und jeder Spieler zeigen

will, warum er in der kommenden Saison zum Einsatz kommen

soll. Ganz in diesem Sinn verlief das Spiel ausserordentlich

temporeich und hoch spannend bis zum Schlussstand

von 2:2. Für die Zuschauerinnen und Zuschauer konnte wohl

nichts Besseres passieren als ein Penaltyschiessen. Dort behielt

dann der HC Davos das erfolgreiche Ende für sich. «

Das Baugelände (oben) und der fertige Bau.


Fenster und Türen

Slovaktual eröffnet Bausaison

mit «Ausstellungs-Reigen»

Auch im ausklingenden Jahr stellte Slovaktual ihre Produkte und Dienstleistungen an etlichen

Messen und Events vor. Den Abschluss des «Ausstellungs-Reigens» bildete die Baumesse

ForArch vom 21. bis 25. September 2011 in Prag.

Die Präsenz in der tschechischen Hauptstadt hatte zum Ziel,

die Bekanntheit der Marke Slovaktual zu erhöhen, den Verkauf

in der mittelböhmischen Region zu unterstützen und

potenzielle Kunden mit der über 20-jährigen Firmengeschichte

vertraut zu machen. Inzwischen ist es schon eine Selbstverständlichkeit,

dass Slovaktual an ihrem Ausstellungsstand

auch ihren Händlern die Chance gibt, sich vorzustellen und

so interessante Kundenkontakte zu knüpfen. Vertriebspartner

aus Prag, Plzen, Ústí nad Labem, Hradec Králové und anderen

Orten waren täglich am Slovaktual Stand anzutreffen.

Positive Bilanz

An der ForArch konnte Slovaktual 421 Geschäftskontakte

mit potenziellen Kunden generieren, acht Prozent mehr als

im Vorjahr. Das grösste Interesse weckten auch hier Fenster,

die merklich Energie sparen, also die Slovaktual Fensterlinien

PASIV HL und OL. Ebenso wurde deutlich, dass sich die

Denkweise der Menschen ändert und die Zahl der Kunden,

die sich stärker für die technischen Leistungsdaten der Fenster

interessieren, steigt. Vermehrt wurden Fragen zu Sicherheitsaspekten

der Fenster, zur Glaszusammensetzung oder

zu Einsatzmöglichkeiten von Sicherheitstechnik im Zusammenhang

mit den Fenstern gestellt. Dass Slovaktual den

richtigen Weg eingeschlagen hat und in der Lage ist, nachhaltige

Lösungen anzubieten, zeigte auch der erfreulich

grosse Besucherstrom am Messestand. «

An der ForArch 2011 konnte Slovaktual die Bekanntheit ihrer Marke erhöhen, den Verkauf in der mittelböhmischen Region unterstützen und

potenzielle Kunden mit der über 20-jährigen Firmengeschichte vertraut machen.

29


30

Stahltechnik

Brandschutztüren und -verglasungen mit Forster Profi lsystemen sichern die Räume im «Puls 5» auf dem Escher-Wyss-Areal in Zürich.


Stahltechnik 31

Forster unico:

stark erweitert

Für Forster unico, das Profilsystem für wärmege-

dämmte Türen und Fenster, sind neue Planungs- und

Verarbeitungsdokumentationen erhältlich. Unerreicht

schlanke Fensterprofile machen dieses System zur

idealen Lösung für Renovations- und Neubauten.

Eingeführt im Jahr 2007 hat das komplett aus rezyklierbarem

Stahl gefertigte Profilsystem Forster unico etliche Ergänzungen

erfahren. Inzwischen sind zusätzliche Konstruktionsvarianten

dazugekommen. Innovationsgeist und verschärfte Gesetze im

Bereich Wärmeschutz veranlassten Forster, das System weiterzuentwickeln.

Das Unternehmen ist stolz, mit Forster unico Hi

eine Lösung zu präsentieren, mit der noch höhere Wärmedämmwerte

erreicht werden können. Die Prüfungen für die in

Europa neu vorgeschriebene CE-Kennzeichnung hat Forster

unico Hi erfolgreich bestanden. Auch bei den Tests für Sicherheitsanwendungen

wie Einbruch- und Durchschusshemmung

hat sich die neue Forster Lösung behauptet.

Ausführliche Informationen

Die Lancierung von Forster unico Hi sowie die zahlreichen Systemerweiterungen

bei Forster unico forderten eine komplette

Überarbeitung der bestehenden Unterlagen. In neuem Kleid

und bewährter Form präsentieren sich nun der über 900 Seiten

starke Verarbeitungsordner sowie die umfangreiche Planungsbroschüre.

Alle notwendigen Informationen zu Forster

unico und Forster unico Hi sind detailliert aufgeführt und einfach

zu finden. Unter www.forster-profile.ch stehen alle

Unterlagen der Forster Systeme auch zum Download zur

Verfügung. «

Markterweiterung

Middle East

Die Planungsbroschüre zeigt alle möglichen Konstruktionsvarianten

des Systems, für wärmegedämmte Fenster, Türen und auch Festverglasungen.

Seit April 2011 beschäftigt die Business Unit Profilsysteme einen Vertriebsleiter Middle East in Dubai.

Nach kurzer Einarbeitungsphase geht Alexander Tornow seine Aufgaben mit Schwung und Begeisterung an.

Alexander Tornow, 43-jährig, ist ein erfahrener Metallbau-

Techniker und Fassadenplaner. Dank seiner guten Beziehungen

in der Marktregion Middle East und seiner persönlichen

Beratungsgespräche bei Generalunternehmungen, Architekten

und Planern konnte die Business Unit Profilsysteme bereits

einige Objekte akquirieren, so zum Beispiel die Hamad Medical

Corporation in Qatar, die sich zurzeit im Bau befindet. Bereits

abgeschlossen wurde das Objekt Bibliothek Zayed University in

Abu Dhabi. Weitere grosse Objekte sind in der Pipeline. Die Interessenten

und Kunden in Middle East profitieren auch von

Zulassungen der Forster Profilsysteme in den Bereichen Brandschutz

und Sicherheit (Einbruch-/Durchschusshemmung) wie

UL-Standards, British Standards und EN-Normen. «

Alexander Tornow (rechts) zu Besuch bei den Herren Walid und

George, den Geschäftsführern der SKY WALL W.L.L., einem grossen

Metallbauunternehmen in Qatar.


32

Bei der Shopping Arena in St.Gallen sorgen Liftverglasungen für helles Licht, laden Eingangspartien optisch ein und bieten Brandschutzabschlüsse in

den Übergängen zu den Parkhäusern Sicherheit.

Forster Profilsysteme:

Shopping mit System

Der Einsatz von Forster Profilsystemen in Shoppingzonen hat eine lange Tradition –

als einladende Eingangsbereiche, als Liftverkleidungen oder als Brand- und Rauchschutzabschlüsse.

Bei grossem Publikumsverkehr ist Sicherheit oberstes Gebot.

Dies zeigte sich eindrücklich, als im Jahr 1989 im Donauzentrum

in Wien ein verheerender Brand ausbrach. Nicht zuletzt

dank den hervorragenden Brandschutzeigenschaften der dort

eingebauten Forster Türen wurde damals niemand verletzt. Die

Elemente hielten nachweislich Temperaturspitzen von 1400 ºC

stand und verhinderten damit die Brandausdehnung. «

Auch auf einem der grössten Passagierschiffe, der Queen Mary II, sind

rund 470 Brand- und Rauchschutzelemente in Edelstahl eingebaut.

Die Brandschutztüren im Donauzentrum Wien

erfüllten ihre Bestimmung voll und ganz.


Stahltechnik 33

« Sicherheit ist

oberstes Gebot. »

Im Einkaufszentrum Coop Novaseta

Arbon bewähren sich die Dachver-

glasung und zahlreiche Fassadenele-

mente seit vielen Jahren.

Unten links: Auch in Russland stehen Forster Profilsysteme am Eingang zu Edelmarken, zum Beispiel

im GUM (Gosudarstwennyj Universalnyj Magasin), dem berühmtesten Einkaufszentrum von Russland

am Roten Platz in Moskau: Prachtvolle Fassadenelemente locken und Fluchttüren sichern. Unten

rechts: Zwischen den Eingangspartien und Schaufensterverglasungen bei Serletta Retail, Palace

Galerie, St.Moritz, finden sich berühmte Marken wie Gucci, Loro Piana, Chanel, Tod’s, Bulgari, Bottega

Veneta, Van Cleef & Arpels oder Louis Vuitton zu einem Stelldichein.

Die wärmegedämmten Pfosten/Riegel-Fassaden und

Rauchschutzverglasungen im Innenbereich beim

Migros-Markt in Interlaken versprechen Schutz im

Brandfall.

Auf der Queen Elisabeth II wurde die Ladenfront

des Harrods-Shops mit Brandschutzelementen

Forster fuego erstellt und mit

edelstem Kirschholz verkleidet.


34

Prozessoptimierungen

im Stahlrohrwerk

Qualität wird wirtschaftlich nur durch sichere Prozesse gewährleistet und

nicht durch nachträgliches Prüfen. Um auch in Zeiten eines schwachen Euros

wettbewerbsfähig zu bleiben, hat sich Forster hierzu einiges einfallen lassen.

Trotz aller automatischen Prozessüberwachungen führt an der regelmässigen und sorgfältigen manuellen Kontrolle kein Weg vorbei.

Einer der wichtigsten Parameter beim Hochfrequenz-(HF-)

Schweissen ist die Schweisstemperatur. Im Gegensatz zu anderen

Schweissparametern ist die Temperatur schwer konstant

zu halten. Wird sie zu hoch, beginnt der Stahl zu spritzen;

Schweissperlen im und auf dem Rohr können Fehler

verursachen.

Topqualität dank laufender Überprüfung

Noch gefährlicher ist das Unterschreiten einer ausreichend

hohen Schweisstemperatur: In diesem Fall verbleiben Ketten

von Oxideinschlüssen in der Schweissnaht und es entstehen

sogenannte Klebenähte, die später bei Belastung aufbrechen

können. Aus diesem Grund hat Forster eine Methode ent-

wickelt, um die Schweisstemperatur im Schweisspunkt zuverlässig

zu messen, und verwendet diese Messung für eine

automatische Regelung der Schweisstemperatur. Strom und

Spannung des HF-Generators werden so geregelt, dass eine

voreingestellte Schweisstemperatur konstant bleibt. So eine

Regelung braucht natürlich etwas Zeit, und falls eine Temperaturänderung

sehr plötzlich auftritt, kann die Untergrenze

der Schweisstemperatur unterschritten werden, bevor die

Regelung greift. Für diesen Fall hat Forster eine weitere Automatik

entwickelt: Rohre, bei denen ein Teil der Naht mit zu

geringer Temperatur geschweisst wurde, werden automatisch

in die Ausschussmulde ausgeworfen und später verschrottet.

Auf diese Weise kann kein (wegen Temperatur-


Stahltechnik 35

unterschreitung) schlecht geschweisstes Rohr zum Kunden

gelangen. Ausserdem können allenfalls notwendige Korrekturen

der Schweissparameter auf Basis der 100% Wirbelstromprüfung

(WS) eingeleitet werden. Diese WS-Prüfung

erfolgt durch zwei unabhängige Systeme (Prüfung des

gesamten Rohrumfanges nach Norm mit einer Spule und

Prüfung nur der Schweissnaht mit weiter erhöhter Empfindlichkeit

mit einer Sonde) inline auf allen Schweissmaschinen

von Forster.

Neue Schweissmaschine verringert Spannungen

Zusätzlich zu diesen Verbesserungen der Prozesssicherheit

kann Forster über die Eigenschaften des Rohres bestimmen,

Win-win-Partnerschaft mit

Maschinenlieferant

die üblicherweise bei einem geschweissten Rohr nur auf

nachgelagerten Anlagen beeinflusst werden können: Auf

der neusten Schweissmaschine können die Rohre in der Linie

spannungsarm geglüht werden, was die Eigenspannungen

verringert und die Härtedifferenz zwischen Schweissnaht und

Grundmaterial deutlich verringert. Diese Innovation reduziert

nicht nur die Kosten, sondern auch die Durchlaufzeit spürbar

und ermöglicht Eigenschaftskombinationen am Rohr, die bisher

gar nicht realisierbar waren. Das ist ein weiterer wichtiger

Schritt zur Umsetzung der strategischen Ausrichtung von

Forster – der Substitution von immer mehr kalt nachgezogenen

Rohren durch nur massgewalzt-geschweisste Präzisionsstahlrohre.

«

Für Praxisseminare und Präsentationen hat Forster Profilsysteme ein Bearbeitungszentrum der neusten

Generation aufgestellt. Forster ist stark daran interessiert, die Verarbeitungsprozesse für die Profilsysteme im Metallbau zu beschleunigen

und wirtschaftlicher zu gestalten, um die Wettbewerbsfähigkeit der Stahlanwendungen zu erhöhen. Bei der Bearbeitung

der Systemprofile (Zuschnitt, Ausnehmungen, Bohren) kann mit automatisierten Abläufen viel Zeit eingespart werden.

Dabei kooperiert Forster mit dem bekannten Maschinenhersteller Emmegi, in der Schweiz vertreten durch die Bider Hauser AG in

Feuerthalen. In den Schulungsräumen von Forster Profilsysteme befindet sich ein neues Emmegi-Profil-Bearbeitungszentrum

(Pantomatic T3 Star), das anlässlich der über 50 Praxisseminare pro Jahr dem Zielpublikum Metallbauer gezeigt wird. Über

900 Personen aus aller Welt haben dieses Jahr die Maschine bei Forster im Einsatz gesehen. Daraus ergibt sich eine klassische

Win-win-Situation. «

Schulungsteilnehmende können das Bearbeitungszentrum im Einsatz besichtigen – und wichtige Schlüsse für ihr Unternehmen ziehen.


36

Oberfl ächen-

technologie

Beschichtete Gehäusepumpe: In jedem denkbaren Bereich ist die STI Group ein wichtiger Technologiepartner – weltweit.


Oberflächentechnologie 37

Vorreiter im Umweltschutz

Dank Fernwärme reduziert die STI Group am Standort Steinach ihren CO 2 -Ausstoss ab dem kommenden Jahr um

80%. Mit weiteren Umweltmassnahmen wie Retentionsbecken zur Ableitung des Meteorwassers, Wärmerückgewinnung

und Rückführung von Prozessmedien in die Produktionskette ist das Unternehmen in der Region

immer einen Schritt voraus, was es zum Vorreiter im Umweltschutz macht.

Durch einen Mix aus erneuerbaren und somit annähernd

CO 2 -neutralen Energiequellen, zum Beispiel Restholzverbrennung

oder Klärgas, wird die von der Hartchrom AG

bezogene Fernwärme erzeugt und über ein gut isoliertes

Verteilnetz in Form von heissem Wasser zum Standort geleitet.

Bildlich ausgedrückt funktioniert die Fernwärme wie

eine grosse Zentralheizung. Dank dem Anschluss an das

Fernwärmenetz verbraucht die Hartchrom AG kein Heizöl

und kein Erdgas mehr, denn neben den Raumheizungen

werden auch die Bäder in der Produktion über den Wärmeverbund

aufgeheizt. Der CO 2 -Ausstoss reduziert sich so um

über 1500 t oder rund 80%. Zusätzlich nutzt man auch die

eigenproduzierte Wärme. Praktisch die gesamte Abwärme,

die in der Produktion entsteht, wird in einem 15 m hohen

Tank mit 30 000 l Volumen gespeichert und mit der gewonnenen

Energie beispielsweise die frisch zugeführte Hallenluft

aufgeheizt.

Teamarbeit mit Geologen

und dem Amt für Umweltschutz

Einen aussergewöhnlichen Weg hat man bei der Ableitung

des Meteorwassers im Neubau des Westside Centers gewählt.

In Zusammenarbeit mit Geologen und dem Amt für

Umweltschutz wurde entschieden, die Dachabwässer nicht

mehr in die Kanalisation zu leiten, sondern sie über ein Retentionsbecken

(Sickergrube) direkt dem Grundwasser zuzuführen.

Im Kanton St.Gallen ist es das erste Fabrikgebäude

mit dieser Art der Wasserableitung. Das Kanalisations-

netz, die kommunale Kläranlage und somit die Umwelt sind

mit dieser Massnahme entlastet. Für Kühlzwecke wird seit

Anfang 2010 in Steinach statt des wertvollen Trinkwassers

Grundwasser eingesetzt. Bereits im ersten Jahr konnten so

rund 80 000 m 3 Trinkwasser ersetzt und ein wichtiger Beitrag

zur Schonung von Ressourcen geleistet werden. Das

Grundwasser geht schliesslich wieder zurück an den Grundwasserstrom.

Die dabei stattfindende Erwärmung des Wassers

ist sehr gering und bewegt sich im Rahmen der natür-

lichen Schwankungsbreite.

Umweltmanagement nach ISO 14001

Das Thema Umweltschutz ist für die gesamte STI Gruppe

ein zentrales Element. Die Einhaltung der Umweltkriterien

ist Voraussetzung für alle Prozesse des Unternehmens. Die

gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte werden dabei nicht

nur eingehalten, sondern in einigen Bereichen sogar deutlich

unterschritten. Zur Überwachung und Kontrolle der

Werte sind allein am Standort Steinach rund 50 umweltrelevante

Anlagen im Einsatz, die regelmässig gewartet und

durch externe Fachspezialisten geprüft werden. Die Einhaltung

der Gesetze ist für die Unternehmensgruppe selbstverständlich

und bildet ausserdem die Grundlage des Manage-

mentsystems nach ISO 14001. Umweltschonung wird in

der STI Group an jedem Arbeitsplatz grossgeschrieben. So

haben alle Mitarbeitenden die Aufgabe, Abfälle sortenrein

an den dafür vorgesehenen Stellen zu sammeln. Dadurch fallen

über 50 verschiedene Abfallsorten in unterschiedlichsten

Mengen an. Primäres Ziel ist es, die Abfälle wieder in die Prozesse

zurückzuführen. Nur wenn das nicht mehr möglich ist,

werden sie an spezialisierte Entsorgungsfirmen zur Wiederaufbereitung

oder zur definitiven Entsorgung abgegeben. «

Zur Schonung der Umwelt und Kontrolle von umweltrelevanten Werten

sind allein am Standort Steinach rund 50 Anlagen im Dauereinsatz.

Von rund 8700 m 2 Dachfläche werden Regenwasser, Schnee und

Eis in ein Retentionsbecken geleitet und können dort auf natürliche

Weise versickern.


38

Die Turbinenwelle aus dem Schwarzwald hat eine Länge von über

7 m und wiegt 22 t.

Wiedersehen macht Freude

Nach über 20 Jahren Einsatz kam die Turbinenwelle aus dem Wasserkraftwerk Hornberg im Schwarzwald zur

Revision in das Hauptwerk der STI Group in Steinach zurück. Der «Langzeittest» zeigte, dass die Hartverchromung

für diesen Einsatzbereich punkto Korrosions- und Verschleissschutz nicht zu übertreffen ist.

Die Hartchromschicht, die vor etwa 20 Jahren von der damaligen

Hartchrom AG aufgetragen worden war, zeigte durch den

permanenten Einsatz, bei dem Wasser mit einer Geschwindigkeit

von 500 km/h auf die Turbinenwelle einwirkte, keinerlei

Verschleisserscheinungen. Lediglich weil sich ein Maschinenbauteil

gelöst und die Oberfläche beschädigt hatte, musste

nun die Hartchromschicht der Turbinenwelle erneuert werden.

Bemerkenswert ist, dass die Hartchrom AG die Welle vor über

40 Jahren zum ersten Mal beschichtet hatte. Nach 20 Jahren

erfolgte die erste Wiederinstandsetzung. Nun, nach weiteren

20 Jahren, die zweite. Die Anforderung des Kunden, eine

Schicht aufzutragen, die erneut einen Schutz von mindestens

zwei Jahrzehnten gewährleistet, konnte das Werk Steinach

problemlos erfüllen. Dank langjährigen Produktionsmitarbeitenden

und deren Dokumentationen war die Spezifikation der

Schicht bekannt und konnte so in der exakt gleichen Art und

Weise wieder aufgetragen werden. Egal, ob die Turbinenwelle

das nächste Mal plan- oder ausserplanmässig, nach zehn,

20 oder 30 Jahren durch die STI Group neu beschichtet wird,

eines ist gewiss: «Wiedersehen macht Freude». «

Neue Verfahrensangebote

für die Aluminiumbearbeitung

Mit der Einführung des TSA-Verfahrens (Tartaric Sulfuric Acid Anodizing) zur Aluminiumbehandlung baut die

französische Tochter der STI Group ihre Stellung als Komplettlieferantin für die Luftfahrtindustrie aus. Aber auch

für die Automobilindustrie und weitere anspruchsvolle Industriesektoren ist das ergänzende Verfahren von

Bedeutung.

Auf einer Fläche von 675 m² können 20 t Aluminium pro Tag

verarbeitet werden. Bestandteil der vollautomatischen Anlage

sind 20 Tanks, jeweils 2.5 m breit und 1.2 m tief, ein Rückhaltebecken,

das jegliche Verschmutzung von Böden verhindert,

und eine Kläranlage für die Wasserrückgewinnung. Ausserdem

steht für die nachgelagerte Behandlung der Aluminiumteile

eine Lackierstrasse der neusten Generation zur Verfügung.

Die Anlage ermöglicht darüber hinaus ein reines

Turbinenwelle mit Verschleissspuren, beim Vorschleifen.

Nach dem Vorschleifen und Verchromen erfolgt das Fertigschleifen.

Eine Hartchromschicht von bis zu 650 µm sorgt für optimalen

Korrosions- und Verschleissschutz.

Schwefelsäure-Anodisieren, womit das Angebotsspektrum zusätzlich

erweitert wird. Beim TSA-Verfahren wird auf elektrochemischem

Weg die Dicke der natürlichen Oxidschicht auf

der Oberfläche von Aluminiumlegierungen erweitert. Diese

Schicht ist in der Regel porös und kann bis zu zehn Mikrometer

dick sein. Sie verleiht dem Trägermaterial eine Korrosions-

und Verschleissbeständigkeit und begünstigt die Haftung

organischer Beschichtungen. «


Oberflächentechnologie 39

Surface solutions worldwide

Schon seit Langem profitieren Kunden vom standortübergreifenden Technologie- und Know-how-Transfer der

STI Group. Diese Einheit wird nun auch visualisiert: Neu treten alle Unternehmen der Gruppe unter dem neuen

STI Group Logo auf.

High-End-Technologien, Know-how, Erfahrung und modernste

Infrastrukturen für die Oberflächenbearbeitung vereinen

sich unter dem Dach der STI Group. Die Erfolgsstory,

die 1958 mit der Gründung der Hartchrom AG in Steinach

begann, führte über mehrere Stufen der technologischen

Erweiterung und Internationalisierung. Der exzellente Ruf

des Unternehmens in der technischen Hartverchromung

legte dabei den Grundstein. Heute profitieren Kunden der

international erfolgreichen Gruppe von Oberflächentechnologien

im breitesten Sinn, denn neben der Hartverchromung

werden weitere Technologien aus den Bereichen Chemisch-

Nickel, Thermisches Spritzen, DryCoat (Dünnschicht-/Diffusionsverfahren),

Anodisierungsverfahren, Lackierung sowie

eine umfangreiche mechanische Bearbeitung angeboten.

Produktionsstandorte in China, Deutschland, Frankreich,

den USA und der Schweiz sorgen dabei für einen weltweiten

Wissenstransfer. Reproduzierbare Prozesse und gleichbleibend

hohe Qualität sichern die schnelle und flexible Verfügbarkeit

der Dienstleistungen für Kunden. Um im Markt

die enge Verbundenheit der Tochterunternehmen untereinan-

Endspurt im Bauprojekt

Seit dem ersten Spatenstich am 23. Juni 2010 sind auf dem 4300 m 2 grossen Areal der STI | Precision Machining

(Changshu)Co. Ltd. in 15 Monaten eine moderne Galvanik, mechanische Fertigungslinien sowie ein Forschungslabor

und ein Verwaltungsgebäude entstanden.

Das vierköpfige Projektteam hatte die für China üblichen

Herausforderungen zu meistern, die bei den komplizierten

Anträgen für Wasser und Strom anfingen und bei den extrem

strengen und umfassenden Umweltschutzbestimmungen

noch nicht aufhörten. Hinzu kamen Einflüsse wie

ein enorm heisser Sommer 2010, Schneefall vor Chinese

New Year 2011 und ununterbrochene Regenfälle im Sommer

2011. Um die hohen Anforderungen an Qualität, Kostenrahmen

und Zeitvorgaben aus dem Hauptsitz umzusetzen,

fand während der gesamten Bauphase ein enger

Austausch zwischen dem Projektteam vor Ort, dem Hauptsitz

und den involvierten Bauunternehmen statt. Das AFG

Prinzip «No Tolerance and 100% Quality» und das Bewusstsein,

dass Sicherheit für Mensch und Umwelt für die STI

Group untrennbare Bestandteile der Qualität sind, waren

dabei allgegenwärtig. Im April 2011 informierte sich eine

Delegation der Region Changshu über den Baufortschritt

und die integrierten Umweltschutzmassnahmen. Sie zeigte

sich hochzufrieden und lobte ausdrücklich und öffentlich

den hohen Standard der Produktionsanlage. Die STI Group

der und zum Hauptsitz zu betonen, werden in Zukunft alle

Standorte und Unternehmen einheitlich mit dem neuen STI

Group Logo auftreten. «Surface solutions worldwide» ist dabei

das Credo der Gruppe. Unter www.sti-surface.com gibt es ab

Anfang 2012 ausserdem einen neuen Internetauftritt. «

Oberflächentechnologie

Oberflächenlösungen für anspruchsvolle Industrien weltweit. Das neue

Logo der STI Group betont die Gruppenstärke des Unternehmens.

ist stolz darauf, mit der Fertigstellung des Neubaus die

Messlatte für Qualitäts-, Technologie- und Sicherheitsstandards

in China deutlich anzuheben. «

Die Produktionsstätte der STI | Precision Machining (Changshu)Co. Ltd.

erfüllt höchste Qualitäts-, Technologie- und Sicherheitsstandards.


40

STI Group:

Erfolgreicher Start in China

Im Oktober 2011 wurden die ersten Anlagen und Maschinen am Standort Changshu in China in Betrieb genommen

und Experten aus dem Hauptsitz in der Schweiz begannen mit der Ausbildung der Mitarbeitenden vor Ort,

um auch in China das hohe Schweizer Qualitätsniveau zu sichern.

Herzstück der galvanischen Anlagen ist die erste Verchromungslinie.

Diese Anlage wurde im Hauptwerk in Steinach

inklusive Steuerung, Gleichrichtern und Vorrichtungen im

Original aufgebaut, also den räumlichen Verhältnissen in

China entsprechend. Nach der Demontage der Anlage erfolgte

die Verschiffung nach China. Dieselben Monteure,

welche die Anlage in Steinach montiert und demontiert

hatten, bauten sie in der Fabrik in Changshu wieder auf.

Im Oktober fand die letzte Phase der Inbetriebnahme statt.

Andere weniger kritische Anlagenteile wurden zusammen

mit chinesischen Partnern gebaut.

Ähnliche Grenzwerte wie in der Schweiz

Bei der Kläranlage und der Frischwasseraufbereitung fällte

man früh den Entscheid, mit einem deutschen Partner zusammenzuarbeiten,

der in China schon einige Referenzprojekte

vorweisen konnte. Die Umweltanforderungen und

Grenzwerte bei galvanischen Anlagen sind in China ähnlich

wie in der Schweiz, und da die Einhaltung von Umweltvorschriften

in China in den nächsten Jahren ein zentrales Thema

sein wird, ging man von Anfang an keine Kompromisse

ein. Im Bereich Abluftanlagen war die Wahl der Lieferanten

besonders interessant, da die in Steinach seit vielen Jahren erfolgreich

eingesetzte Anlagentechnik in China bislang gänzlich

unbekannt war. Nach langer Suche wurde ein Partner-

unternehmen gefunden und man entschied, alle für die

Reinigungsstufen relevanten Komponenten und Materialien

aus Europa zu importieren. So ist gewährleistet, dass auch in

der Fabrik in Changshu die extrem niedrigen Emissionswerte

der anderen STI Standorte erreicht werden.

Mitarbeitende sind entscheidend für die Qualität

Alle Maschinen für die Bereiche Dreh-Fräsen, Rund- und

Flachschleifen, aber auch die Messmaschine, wurden bei

denselben europäischen Lieferanten gekauft wie jene im

Hauptwerk in Steinach. Nachdem die ersten Maschinen im

Oktober 2011 für die Produktion freigegeben worden waren,

begann die Qualifizierung der chinesischen Mitarbeitenden.

Denn hochmoderne Maschinen und Anlagen sind immer nur

eine Seite der Medaille, mitentscheidend für die Qualität sind

natürlich auch qualifizierte Mitarbeitende. Kunden der

STI Group sind höchste Qualität gewohnt und erwarten diese

selbstverständlich auch für Lieferungen aus China. Um sie zu

gewährleisten, wurden Mitarbeitende aus den Bereichen

Dreh-Fräsen, Schleifen, Galvanik und Qualitätsmanagement

am Schweizer Standort während mehrerer Jahre zu Experten

ausgebildet. Seit Sommer 2011 sind sie selbst als Ausbilder

vor Ort und übermitteln über mehrere Jahre ihr Fachwissen

den neu eingestellten chinesischen Mitarbeitenden. Auf diesem

Weg wird die hervorragende Qualifikation der Mitarbeitenden

und somit beste Qualität für den Kunden sichergestellt.

«

Dreh-Fräs-Zentrum zum Bearbeiten der Zylinder für die Druckindustrie. Aufbau der hochmodernen Schleifmaschinen zum Rund- und Flachschleifen.


Oberflächentechnologie 41

Jetzt wirds bunt – mit STI DryCoat

zum Komplettanbieter

Bunt, extrem hart und gleitfähig sind die neuen Oberflächen. Seit Mitte dieses Jahres gehören Trockenbeschichtungen

zum Produktsortiment der deutschen Niederlassung Hartchrom Teikuro Automotive GmbH in Sternenfels-Diefenbach.

Die Kunden freuts, denn durch das Komplettangebot von Nass- und Trockenbeschichtungen

werden ihnen bislang undenkbare Lösungen zu attraktiven Preisen geboten. Gleichzeitig erlaubt dies der

STI Group, neue Anwendungsbereiche bei bestehenden und auch bei neuen Kunden zu erschliessen.

Kunden der Automobilindustrie machen seit Jahren positive

Erfahrungen mit dem Hartchrom Teikuro Prozess, der grosse

Vorteile bietet bei Grauguss- und Stahlwerkzeugen für die

Umformung von Dünnblech und für geometrisch komplexe

Werkzeuge. Das spezielle Verchromungsverfahren zeichnet

sich aus durch die besonders hohe Verschleissbeständigkeit

und Oberflächenqualität sowie durch höhere Standzeiten.

Wegen der präzis aufgetragenen Schicht und der hochglanzpolierten

Oberfläche bietet das Verfahren auch für Kunststoffspritz-

und Pressformen stark erhöhte Verschleissresistenz

und bessere Entformung. Das neu entwickelte STI

DryCoat System auf Basis der Plasmatechnologie (Plasmanitrieren,

PVD, PACVD) ist die konsequente Ergänzung für die

Beschichtung von Stahlbauteilen und -werkzeugen. Diese Beschichtungen

sind die optimale Lösung bei noch höheren Ansprüchen

betreffend Belastung, Verschleiss, Abrasion oder

bei einer erhöhten Tendenz zum Kaltschweissen, ausserdem

erlauben sie höchste Oberflächengüten und damit beste

Teilequalität. Typische Anwendungen sind Werkzeuge für die

Verarbeitung von dicken und hochfesten Materialien sowie

Formen für Druckguss- und Kunststoffwerkzeuge. Zum Einsatz

kommen verschiedene Varianten der Plasmaoberflächenbehandlung.

So ist die Beeinflussung des Grundwerkstoffs

möglich. Man spricht hier von einer Randzonenbehandlung.

Das Werkstück wird in eine Vakuumkammer eingebracht. Die

beheizte Kammer (200 °C– 450 °C) wird je nach Verfahren so

lange evakuiert, bis ein Hochvakuum erreicht ist. Danach

werden Arbeitsgase (beispielsweise N2, CxHy) eingelassen

und ein Niederdruckplasma gezündet. Durch Gefügeveränderungen

bilden sich dabei harte und verschleissfeste Schichten,

ähnlich dem Härten. Die spezielle Vorbehandlung der

Bauteile und die Plasmabehandlung verhindern geometrische

Veränderungen durch Wärmeverzug. Ausserdem lassen sich

PVD-Schichten auf dem Werkstück abscheiden, wobei das

Verfahren Maximale

Einsatztemperatur

aufzutragende Ausgangsmaterial für die Schichten in die

Dampfphase überführt und anschliessend auf einem Bauteil

wieder niedergeschlagen wird. Je nach Anforderung werden

hierfür die idealen Arbeitsstoffe bestimmt. Die dabei erzeugten

Schichtdicken bewegen sich zwischen 1 µm und maximal

15 µm. Häufig wird das herkömmliche Stahlblech durch

hochfestes dünneres Stahlblech oder Aluminium ersetzt. Bei

dessen Umformung und beim Stanzen zeigen sich Eigenheiten

des Materials, die das Beschichten von Formbacken

und Schneidmesser gegen Anhaften, Kaltverschweissungen

und Verschleiss unerlässlich machen. Viele der bisher vom

Wettbewerb angebotenen Schichten brachten zwar eine Verbesserung

der Standzeit, scheiterten aber oft an den Umformkräften

und waren bereits nach kurzer Zeit eingebrochen

oder abgerieben. In einem aktuellen Fall konnten die

Erwartungen des Kunden an das STI DryCoat System nicht

nur punkto Abriebfestigkeit und Kaltverschweissen mehr

als übertroffen werden. Überzeugt hat ihn ausserdem die

Eigenschaft, dass das Entfernen von Ablagerungen auf der

beschichteten Oberfläche mit einfachsten Mitteln erfolgen

kann, ohne dass es zu einer Beschädigung der Schicht

kommt. Ausserdem sprechen die Kosteneinsparungen in der

Produktion und Instandhaltung sowie die Effizienzsteigerung

für sich. Im Zusammenhang mit der Beschichtung mit dem

Hartchrom Teikuro Prozess und dem STI DryCoat System bietet

die Hartchrom Teikuro Automotive GmbH ihren Kunden

ausserdem die mechanische Aufarbeitung von Bauteilen auf

höchstem Niveau an. Weil insbesondere für die Automobilindustrie,

aber auch für viele andere Industriezweige, der

Zeitrahmen fast immer sehr eng ist, wiegt der angebotene

24/7-Service als zusätzlicher wichtiger Faktor bei der Partnersuche

der Kunden. «

Schichtdicke in µm Schichthärte in HV Reibwerte

gegen Stahl

Hartchrom 400 ºC 2 – 150 1100 0.06 – 0.12

STI PlaNit 400 ºC 10 – 30 750 – 1100 0.1 – 0.16

STI Dur 600 ºC 2 – 10 2000 0.3 – 0.4

STI DurOx 700 ºC 4 – 6 2000 0.1 – 0.2

STI DurDLC 350 ºC 1 – 2 2500 0.1 – 0.2


Division Heiztechnik und Sanitär

Division Küchen und Kühlen

Division Fenster und Türen

Division Stahltechnik

Division Oberflächentechnologie

Logistik

AFG Arbonia-Forster-Holding AG

Amriswilerstrasse 50 · Postfach 134

CH-9320 Arbon TG

T +41 71 447 41 41 · F +41 71 447 45 88

afgworld@afg.ch · www.afg.ch

Heiztechnik und Sanitär

Heiztechnik

Heiztechnik

Sanitär

Küchen

Kühlen

Küchen

Küchen

Türen

Fenster und Türen

Präzisionsstahlrohre

Profilsysteme

Oberflächentechnologie

Logistik

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine