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Geschäftsbericht der Euram Bank Wien 2016

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GESCHÄFTSBERICHT <strong>2016</strong><br />

EURAM BANK AG<br />

DIE GRÖSSE<br />

IM KLEINEN


GESCHÄFTSBERICHT <strong>2016</strong><br />

EURAM BANK AG<br />

DIE GRÖSSE<br />

IM KLEINEN<br />

Lagebericht<br />

Bilanz, Gewinn- und<br />

Verlustrechnung<br />

Anhang<br />

Bestätigungsvermerk<br />

S. 4<br />

S. 10<br />

S. 16<br />

S. 22<br />

„Einen Mokka bitte!“<br />

––– Als <strong>Wien</strong>er lieben wir den Espresso o<strong>der</strong><br />

wie man bei uns sagt, den „Mokka“. Wir<br />

trinken ihn mit Kunden, mit Kollegen und<br />

auch alleine mit unseren Gedanken. Wir<br />

genießen ihn in <strong>der</strong> <strong>Bank</strong> und in den Cafés<br />

rundum und er steht für das, was uns zum<br />

Erfolg geführt hat: Die Konzentration auf<br />

die Stärken des Kleinen.<br />

Vorwort des Vorsitzenden<br />

Vorstands<br />

In unserem letzten <strong>Geschäftsbericht</strong> über das<br />

Geschäftsjahr 2015 / <strong>2016</strong> kündigten wir Ihnen an,<br />

dass sich die Früchte unserer Neustrukturierung<br />

sehr bald auch im Ergebnis nie<strong>der</strong>schlagen werden.<br />

Heute, nur ein halbes Berichtsjahr später, ist<br />

unsere Ankündigung Realität und unter dem Strich<br />

abzulesen. Wir wollen deshalb einen Moment innehalten,<br />

uns aber keineswegs zurücklehnen. Wir<br />

wollen uns über den Erfolg freuen, seine Gründe<br />

reflektieren und ihn prolongieren: Um als kleine<br />

<strong>Bank</strong> Großes zu erreichen, haben wir die in unserem<br />

„Format“ liegenden Stärken genutzt – unsere<br />

Reaktions geschwindigkeit, Flexibilität, Kommunikations-<br />

und Kooperations fähigkeit, kurze Wege,<br />

eine flache Hierarchie ... um nur einige davon zu<br />

nennen.<br />

Das Fundament des Erfolgs aber liegt tiefer: Ein<br />

Versprechen zu geben, bedarf großen Verantwortungsbewusstseins<br />

und Engagements für seine<br />

Verwirklichung. Dafür danken wir unseren Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeitern. Ein Versprechen<br />

zu glauben, braucht ein hohes Maß an Vertrauen.<br />

Dafür danken wir Ihnen – unseren Kunden und<br />

Partnern. Wir sehen das Ergebnis als Auftrag,<br />

nicht stillzustehen, son<strong>der</strong>n weiterhin vorausschauend<br />

zu handeln, schnell und gleichzeitig wohl<br />

überlegt auf Marktentwicklungen zu reagieren.<br />

Wir laden Sie ein, daran teilzuhaben. Reden wir bei<br />

einer Tasse duftenden Kaffees über die „Größe im<br />

Kleinen“, über gesundes Wachstum und Wege zu<br />

nachhaltigem Erfolg. Nehmen wir unsere Poten ziale<br />

wahr und gestalten wir die Zukunft gemeinsam.<br />

Manfred Huber<br />

Vorsitzen<strong>der</strong> des Vorstands<br />

Juni 2017<br />

Aufsichtsrat<br />

Adolf Walter Höllmer<br />

Vorsitzen<strong>der</strong><br />

Vorstand<br />

Dr. Peter Maser<br />

Stellvertreter des Vorsitzenden<br />

Dr. Erik Max Michael Obermayer<br />

bis 30.11.<strong>2016</strong><br />

Dkfm. Senta Penner<br />

Manfred Huber<br />

Vorsitzen<strong>der</strong><br />

Johannes Langer<br />

Josef Leckel


GESCHÄFTSBERICHT <strong>2016</strong> 2 EURAM BANK AG


GESCHÄFTSBERICHT <strong>2016</strong> 3 EURAM BANK AG<br />

klein<br />

ist<br />

flexibel.<br />

––– Ein kleiner, feiner Espresso ist schnell<br />

gemacht und noch schneller getrunken.<br />

Sein Geheimnis offenbart sich aber nur<br />

dem, <strong>der</strong> ohne Hast genießt. Wer kurze<br />

Wege zu gehen hat, muss sich eben nicht<br />

beeilen – er hat die Zeit schon gewonnen.


GESCHÄFTSBERICHT <strong>2016</strong> 4 EURAM BANK AG<br />

LAGEBERICHT<br />

1. Geschäftsverlauf und<br />

wirtschaftliche Lage<br />

Geschäftsmodell<br />

Die European American Investment <strong>Bank</strong> Aktiengesellschaft<br />

(<strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong>) bietet als kleine Privat ­<br />

bank <strong>Bank</strong>- und sonstige Finanzdienstleistungen<br />

verstärkt in Österreich, Deutschland, Zentral- und<br />

Osteuropa, Vor<strong>der</strong>- und Zentralasien sowie in<br />

Russ land an. Der Schwerpunkt ist das Geschäft mit<br />

Privat- und Geschäftskunden. Unsere hoch qualifizierten<br />

Mitarbeiter stammen aus ver schiedenen<br />

Nationen und spiegeln die welt offene Unternehmenskultur<br />

<strong>der</strong> <strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong> wi<strong>der</strong>.<br />

Die <strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong> ist zu 100% in Privatbesitz. Die<br />

Mehrheit an <strong>der</strong> <strong>Bank</strong> wird über die <strong>Euram</strong> Holding<br />

AG von Finanzinvestoren und Führungskräften<br />

gehalten.<br />

Geschäftsverlauf<br />

Das Ergebnis des britischen Referendums über<br />

den Austritt aus <strong>der</strong> EU „Brexit“, <strong>der</strong> Ausgang <strong>der</strong><br />

Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten,<br />

die fortgesetzte Migration nach Europa und zu nehmende<br />

Spannungen zwischen den Vereinigten<br />

Staaten und Russland waren Ereignisse, die das<br />

Jahr <strong>2016</strong> prägten. Die Schwellen- und Entwicklungslän<strong>der</strong><br />

erzielten ein wesentlicheres Wachstum<br />

als die Industrielän<strong>der</strong>, vor allem durch das hohe<br />

Wachstum in China und Indien – Russland und<br />

Brasilien blieben hingegen in <strong>der</strong> Rezession, die<br />

auf niedrige Rohstoffpreise und einen schwächeren<br />

Welthandel zurückzuführen war. Der Euroraum<br />

und die USA wurden durch steigenden Konsum,<br />

günstige Arbeitsmarktent wicklungen und eine<br />

niedrige Inflation unterstützt. Die Inflation blieb<br />

aufgrund <strong>der</strong> Rohstoffpreise, insbeson<strong>der</strong>e des<br />

Ölpreises, niedrig. Der Euro blieb gegenüber dem<br />

US-Dollar weitgehend unverän<strong>der</strong>t, das britische<br />

Pfund wertete nach <strong>der</strong> Brexit-Abstimmung ab. Die<br />

Europäische Zentralbank (EZB) setzte ihre expansive<br />

Geldpolitik fort, während die US-Notenbank<br />

(FED) den Leitzins erhöhte.<br />

Die Konzentration auf beratungsintensive<br />

Geschäftsbereiche und bewusst nicht auf das<br />

Massengeschäft hat sich auch im Rumpfgeschäftsjahr<br />

<strong>2016</strong> bewährt und trifft auf Private <strong>Bank</strong>ing,<br />

Asset Management und Card Payment Services<br />

gleichermaßen zu. Die Erfahrung und das Engagement<br />

unserer hervorragenden Mitarbeiter und<br />

eine sehr guten Performance in allen Anlagestrategien<br />

haben dazu beigetragen, dass das Vertrauen<br />

und die Erwartungen unserer Kunden trotz des<br />

schwierigen Marktumfelds auch im Rumpfgeschäftsjahr<br />

<strong>2016</strong> nicht enttäuscht wurden. Unsere<br />

Fach kom petenz und die langjährige Erfahrung in<br />

<strong>der</strong> Be ratung unserer Kunden in Vermögens- und<br />

Veranlagungsfragen, unsere vertrauensvolle und<br />

engagierte Arbeitsweise sowie die risikobewusste<br />

Verwaltung <strong>der</strong> uns anvertrauten Vermögen haben<br />

sich überaus bewährt.<br />

Nach Verlust von 3 Instanzen staatlicher Gerichte<br />

hat ein indisches Unternehmen die <strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong><br />

nunmehr im Rahmen eines Schiedsverfahrens nach<br />

den <strong>Wien</strong>er Regeln (VIAC) am 25. August <strong>2016</strong><br />

auf Zahlung von USD 32,5 Mio aus <strong>der</strong> Geschäftsbeziehung<br />

geklagt.<br />

In <strong>der</strong> ordentlichen Hauptversammlung vom<br />

30. November <strong>2016</strong> wurde <strong>der</strong> Beschluss gefasst,<br />

den Bilanzstichtag vom 30. Juni auf den 31.<br />

De zember zu verlegen. Aufgrund des Rumpfgeschäftsjahres<br />

<strong>2016</strong> mit sechs Monaten ist die<br />

Vergleich barkeit mit dem Geschäftsjahr<br />

2015 / <strong>2016</strong> mit zwölf Monaten nur bedingt<br />

gegeben.<br />

Die Bilanzsumme <strong>der</strong> <strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong> stieg im Rumpfgeschäftsjahr<br />

<strong>2016</strong> um EUR 98,6 Mio o<strong>der</strong> 53,5%<br />

auf EUR 282,9 Mio (30.6.<strong>2016</strong>: EUR 184,4 Mio).<br />

Die einzelnen Positionen entwickelten sich dabei<br />

wie folgt:<br />

Aktivseitig erhöhte sich die Barreserve im<br />

Ver gleich um EUR 39,1 Mio auf EUR 41 Mio<br />

(30.6.<strong>2016</strong>: EUR 1,9 Mio), die Schuldtitel öffentlicher<br />

Stellen erhöhten sich um EUR 12 Mio<br />

auf EUR 22,3 Mio (30.6.<strong>2016</strong>: EUR 10,3 Mio).<br />

Der deutliche Zuwachs in den zuvor angeführten<br />

Positionen ist auf den Aufbau von lastenfreien<br />

erstklassigen liquiden Aktiva (HQLA) zurückzuführen.<br />

Die For<strong>der</strong>ungen an Kreditinstitute sanken<br />

um 15,6% o<strong>der</strong> EUR 10,9 Mio auf insgesamt<br />

EUR 58,9 Mio (30.6.<strong>2016</strong>: EUR 69,8 Mio).<br />

Die For<strong>der</strong>ungen an Kunden stiegen um 40,5%<br />

o<strong>der</strong> EUR 36,2 Mio auf EUR 125,5 Mio (30.6.<strong>2016</strong>:<br />

EUR 89,4 Mio). Der größte Teil des Anstiegs<br />

resul tiert aus einer Erhöhung <strong>der</strong> Immobilienfinanzierungen<br />

in Deutschland und Österreich.<br />

Die Schuldverschreibungen und an<strong>der</strong>e festverzinsliche<br />

Wertpapiere stiegen um EUR 22,8 Mio<br />

auf EUR 30,4 Mio (30.6.<strong>2016</strong>: EUR 7,7 Mio). Der<br />

Zuwachs ist ebenso zum größten Teil auf den<br />

Aufbau von lastenfreien erstklassigen liquiden<br />

Aktiva (HQLA) zurückzuführen. Aktien und an<strong>der</strong>e<br />

nicht festverzinsliche Wertpapiere stiegen um<br />

0,2 Mio auf EUR 2,4 Mio (30.6.<strong>2016</strong>: EUR<br />

2,3 Mio). Der Posten „Anteile an verbundenen<br />

Unternehmen“ blieb mit EUR 159 Tsd unverän<strong>der</strong>t<br />

(30.6.<strong>2016</strong>: EUR 159 Tsd). Die sonstigen<br />

Vermögensgegenstände sanken auf EUR 1,7 Mio<br />

(30.6.<strong>2016</strong>: EUR 2,4 Mio).<br />

Passivseitig sanken die Verbindlichkeiten gegenüber<br />

Kreditinstituten um EUR 14,4 Mio auf EUR<br />

6,6 Mio (30.6.<strong>2016</strong>: EUR 20,9 Mio). Die Verbindlichkeiten<br />

gegenüber Kreditinstituten stellten mit<br />

2,3% <strong>der</strong> Bilanzsumme einen geringen Anteil an<br />

<strong>der</strong> Refinanzierungsbasis <strong>der</strong> <strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong> dar. Die<br />

Verbindlichkeiten gegenüber Kunden betrugen<br />

zum Bilanzstichtag EUR 255,5 Mio (30.6.<strong>2016</strong>:<br />

EUR 147,5 Mio) und stellten mit 90,3% <strong>der</strong> Bilanzsumme<br />

nach wie vor den größten Anteil an <strong>der</strong><br />

Refinanzierungsbasis <strong>der</strong> <strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong> dar. Die<br />

<strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong> ist seit Juli <strong>2016</strong> auf <strong>der</strong> Zinsplattform<br />

„Weltsparen“ vertreten, das über diese<br />

Plattform aufgenommene Einlagenvolumen beträgt<br />

EUR 96,2 Mio Der Posten „Rückstellungen“ sank<br />

im Vergleich zum Vorjahr um EUR 0,1 Mio auf<br />

EUR 0,6 Mio (30.6.<strong>2016</strong>: EUR 0,7 Mio). Sonstige<br />

Verbindlichkeiten stiegen um EUR 0,4 Mio auf<br />

EUR 0,9 Mio (30.6.<strong>2016</strong>: EUR 0,5 Mio).<br />

Im Rumpfgeschäftsjahr <strong>2016</strong> betrug <strong>der</strong> Nettozinsertrag<br />

<strong>der</strong> <strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong> EUR 1,3 Mio (30.6.<strong>2016</strong>:<br />

EUR 2,1 Mio). Der Saldo aus Provisionserträgen<br />

und -aufwendungen betrug EUR 2,7 Mio<br />

(30.6.<strong>2016</strong>: EUR 3,8 Mio). Der Hauptanteil am<br />

Provisionsergebnis entfiel im Rumpfgeschäftsjahr<br />

<strong>2016</strong> auf das Wertpapiergeschäft (EUR 1,4 Mio),<br />

gefolgt vom Kreditgeschäft (EUR 1,3 Mio). Der<br />

Saldo <strong>der</strong> Erträge / Aufwendungen aus Finanzgeschäften<br />

betrug EUR 248 Tsd (30.6.<strong>2016</strong>: minus<br />

EUR 205 Tsd). Hierbei ist zu erwähnen, dass das


GESCHÄFTSBERICHT <strong>2016</strong> 5 EURAM BANK AG<br />

Ergebnis des Geschäftsjahres 2015 / <strong>2016</strong> durch<br />

die Liquidierung eines Fonds („Sharpe Art Segregated<br />

Portfolio Fund“) negativ beeinflusst war. Die<br />

sonstigen betrieblichen Erträge betrugen EUR 1,6<br />

Mio (30.6.<strong>2016</strong>: EUR 0,7 Mio). Das Ergebnis des<br />

Rumpfgeschäftsjahres <strong>2016</strong> enthält einen Einmalertrag<br />

(Arrangement Fee) in Höhe von EUR 1,5 Mio<br />

resultierend aus <strong>der</strong> Mitarbeit an <strong>der</strong> Emission<br />

einer an <strong>der</strong> Börse in Deutschland gelisteten<br />

Anleihe. Die Betriebserträge erreichten im Rumpfgeschäftsjahr<br />

<strong>2016</strong> somit einen Wert von EUR<br />

5,8 Mio (30.6.<strong>2016</strong>: EUR 6,5 Mio).<br />

Die gesamten Betriebsaufwendungen betrugen<br />

EUR 3,9 Mio (30.6.<strong>2016</strong>: EUR 6,4 Mio). Der<br />

Personalaufwand betrug EUR 2 Mio (30.6.<strong>2016</strong>:<br />

EUR 3,5 Mio), <strong>der</strong> Sachaufwand betrug EUR 1,6<br />

Mio (30.6.<strong>2016</strong>: EUR 2,7 Mio). Die Ausgaben für<br />

Sachaufwand umfassten im Wesentlichen die<br />

Ausgaben für IT, Miete, Werbung sowie Honorarkosten<br />

für Beratungen und Prüfungen. Die<br />

Ab schrei bungen auf Sachanlagen und immaterielle<br />

Vermögensgegenstände betrugen EUR 60,8 Tsd<br />

(30.6.<strong>2016</strong>: EUR 95,4 Tsd), die sonstigen betrieblichen<br />

Aufwendungen betrugen EUR 138,2 Tsd<br />

(30.6.<strong>2016</strong>: EUR 137,9 Tsd).<br />

Nach Abzug <strong>der</strong> gesamten Betriebsaufwendungen<br />

von den Betriebserträgen ergab sich somit für das<br />

Rumpfgeschäftsjahr <strong>2016</strong> ein Betriebsergebnis in<br />

Höhe von EUR 2 Mio (30.6.<strong>2016</strong>: EUR 58 Tsd).<br />

Der Ertrags- / Aufwandssaldo aus <strong>der</strong> Veräußerung<br />

und <strong>der</strong> Bewertung von For<strong>der</strong>ungen und<br />

bestimmten Wertpapieren ergab einen Saldo in<br />

Höhe von minus EUR 149 Tsd (30.6.<strong>2016</strong>: minus<br />

EUR 1 Mio). Das negative Ergebnis des Geschäftsjahres<br />

2015 / <strong>2016</strong> resultierte aus <strong>der</strong> von <strong>der</strong><br />

Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht<br />

(„BaFin“) im Februar <strong>2016</strong> angeordneten Zwangsschließung<br />

<strong>der</strong> deutschen Maple <strong>Bank</strong> GmbH<br />

(„Maple <strong>Bank</strong>“). Die <strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong> hatte bei <strong>der</strong><br />

Maple <strong>Bank</strong> USD 13 Mio veranlagt. Die For<strong>der</strong>ung<br />

<strong>der</strong> <strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong> wurde fristgerecht eingebracht<br />

und vom Masseverwalter anerkannt. Aus Sorgfaltsgründen<br />

wurde im Geschäftsjahr 2015 / <strong>2016</strong> eine<br />

Rückstellung in Höhe von 10% des aushaftenden<br />

Betrages (EUR 1 Mio) gebildet, eine Verän<strong>der</strong>ung<br />

<strong>der</strong> Rückstellung war im Rumpfgeschäftsjahr <strong>2016</strong><br />

nicht notwendig. Der Ertrags- / Aufwandssaldo<br />

aus <strong>der</strong> Veräußerung und Bewertung von Finanzanlagen<br />

betrug minus EUR 34,6 Tsd (30.6.<strong>2016</strong>:<br />

minus EUR 23,2 Tsd).<br />

Somit ergab sich für das Rumpfgeschäftsjahr <strong>2016</strong><br />

ein Ergebnis <strong>der</strong> gewöhnlichen Geschäftstätigkeit<br />

(EGT) in Höhe von EUR 1,8 Mio (30.6.<strong>2016</strong>: minus<br />

EUR 1 Mio).<br />

Die Steuern aus Einkommen und Ertrag betrugen<br />

EUR 205,3 Tsd (30.6.<strong>2016</strong>: EUR 32,8 Tsd). Das<br />

Ergebnis weist den Aufwand aus Steuerlatenz in<br />

Höhe von EUR 61,3 Tsd sowie aus <strong>der</strong> Steuerumlage<br />

in Höhe von EUR 144 Tsd aus.<br />

Der Jahresüberschuss des Rumpfgeschäftsjahres<br />

<strong>2016</strong> betrug somit EUR 1,6 Mio (30.6.<strong>2016</strong>:<br />

Jahresfehlbetrag EUR 1 Mio). Es wurde im<br />

Rumpf geschäftsjahr <strong>2016</strong> keine Rücklagenbewegung<br />

durchgeführt (30.6.<strong>2016</strong>: EUR 0,3 Mio) – <strong>der</strong><br />

daraus resultierende Jahresgewinn betrug EUR<br />

1,6 Mio (30.6.<strong>2016</strong>: Jahresverlust EUR 1,3 Mio).<br />

Unter Berücksichtigung des Verlustvortrages von<br />

EUR 1,1 Mio beträgt <strong>der</strong> Bilanzgewinn des Rumpfgeschäftsjahres<br />

<strong>2016</strong> EUR 0,4 Mio (30.6.<strong>2016</strong>:<br />

Bilanzverlust 1,1 Mio).<br />

Finanzielle und nichtfinanzielle<br />

Leistungsindikatoren<br />

Die Eigenkapitalausstattung <strong>der</strong> <strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong> ist<br />

weiterhin ausgezeichnet. Die <strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong> hat<br />

im Rumpfgeschäftsjahr <strong>2016</strong> eine Ergänzungskapitalanleihe<br />

in Höhe von EUR 3 Mio mit einer<br />

Laufzeit von sieben Jahren begeben. Die anrechenbaren<br />

Eigenmittel gemäß Teil 2 <strong>der</strong> Verordnung<br />

(EU) Nr. 575 / 2013 beliefen sich auf EUR 19 Mio<br />

(30.6.<strong>2016</strong>: EUR 14,6 Mio) und lagen weit über<br />

den erfor<strong>der</strong>lichen Eigenmitteln gemäß Artikel 92<br />

<strong>der</strong> Verordnung (EU) 575 / 2013 von EUR 8,5 Mio<br />

(30.6.<strong>2016</strong>: EUR 7,9 Mio). Die harte Kern kapitalquote<br />

((anrechenbares hartes Kern kapital /<br />

(erfor<strong>der</strong>liche Eigenmittel * 12,5)) betrug im<br />

Rumpfgeschäftsjahr <strong>2016</strong> 14,8% (30.6.<strong>2016</strong>:<br />

14,7%), die Gesamtkapitalquote (( anrechenbare<br />

Eigenmittel / (erfor<strong>der</strong>liche Eigenmittel * 12,5))<br />

betrug im Rumpfgeschäftsjahr <strong>2016</strong> 17,6%<br />

(30.6.<strong>2016</strong>: 14,7%) – beide Relationen liegen<br />

damit deutlich über <strong>der</strong> gesetzlichen Mindesthöhe.<br />

Die Cost / Income Ratio (Betriebsaufwendungen /<br />

Betriebserträge) betrug 66,2% (30.6.<strong>2016</strong>: 99,1%).<br />

Die Bindung erfahrener und engagierter Mitarbeiter<br />

ist eine grundlegende Voraussetzung für<br />

den langfristigen Erfolg jedes Unternehmens.<br />

Ein zentrales Anliegen <strong>der</strong> <strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong> ist daher<br />

die Qualifikation <strong>der</strong> Mitarbeiter. Die <strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong><br />

bietet ihren Mitarbeitern die Möglichkeit zur<br />

laufenden Aus- und Weiterbildung und die Gelegenheit,<br />

durch systematische Entwicklung ihrer<br />

Kompetenzen ihre persönlichen und beruflichen<br />

Ziele zu erreichen.<br />

Ereignisse von beson<strong>der</strong>er Bedeutung nach<br />

dem Bilanzstichtag zum 31. Dezember <strong>2016</strong><br />

Die <strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong> ist eine 100% Tochter <strong>der</strong> <strong>Euram</strong><br />

Holding AG. Ein Aktionär <strong>der</strong> <strong>Euram</strong> Holding AG<br />

hat nach dem 31. Dezember <strong>2016</strong> die an <strong>der</strong> <strong>Euram</strong><br />

Holding AG gehaltenen Anteile an einen österreichischen<br />

Investor verkauft.<br />

Die Aktionäre <strong>der</strong> <strong>Euram</strong> Holding AG haben in<br />

<strong>der</strong> außerordentlichen Hauptversammlung vom<br />

13. März 2017 eine Kapitalerhöhung in Höhe von<br />

EUR 1,6 Mio beschlossen. Die <strong>Euram</strong> Holding AG<br />

wird nach Wirksamkeit <strong>der</strong> Kapitalerhöhung das<br />

Kapital <strong>der</strong> <strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong> ebenfalls um EUR 1,6 Mio<br />

erhöhen.<br />

Das <strong>Wien</strong>er Internationale Schiedsgericht (VIAC)<br />

hatte eine Frist bis 31. Jänner 2017 gesetzt, bis zu<br />

welcher das indische Unternehmen als Schiedskläger<br />

die Verfahrenskosten an das VIAC zu zahlen<br />

hatte. Diese Zahlung ist bis dato nicht erfolgt.<br />

2. Voraussichtliche Entwicklung<br />

und Risiken<br />

Aussichten für 2017<br />

In den Vereinigten Staaten hat sich das BIP-<br />

Wachstum im zweiten Halbjahr <strong>2016</strong> belebt, was<br />

einer weiterhin robusten Expansion von Verbrauch<br />

und Beschäftigung sowie einem Nachlassen <strong>der</strong><br />

von den sinkenden Investitionen im Energiesektor<br />

ausgehenden Belastungen zu verdanken war. Die<br />

Binnennachfrage und insbeson<strong>der</strong>e die Unternehmensinvestitionen<br />

werden den Projektionen<br />

zufolge in den kommenden zwei Jahren durch eine<br />

unterstellte fiskalische Lockerung in Form von<br />

höheren Staatsausgaben und Steuersenkungen für<br />

private Haushalte und Unternehmen zusätzliche<br />

Impulse erhalten, auch wenn die langfristigen<br />

Zinsen etwas steigen werden. In <strong>der</strong> EU bleibt die<br />

Binnennachfrage im Verlauf von <strong>2016</strong>—2018 trotz<br />

<strong>der</strong> akkommodierenden Geldpolitik und einer<br />

leichten Lockerung <strong>der</strong> Fiskalpolitik verhalten,<br />

da sie durch eine schwache Investitionstätigkeit,<br />

eine nach wie vor hohe Arbeitslosigkeit und hohe<br />

Bestände an notleidenden Krediten in einigen<br />

Län<strong>der</strong>n gebremst wird. Die Exporte werden<br />

von einer stärkeren Importnachfrage <strong>der</strong> Vereinigten<br />

Staaten profitieren. Allerdings dürften in<br />

den nächsten beiden Jahren auch die negativen<br />

Effekte eines schwächeren Nachfragewachstums<br />

im Vereinigten Königreich sowie <strong>der</strong> Unsicherheit<br />

über die weitere Entwicklung <strong>der</strong> Europäischen<br />

Union zum Tragen kommen. Durch eine robustere<br />

Nutzung fiskalischer Spielräume würden<br />

sich die Aussichten sowohl für die EU als auch<br />

für den Rest <strong>der</strong> Welt verbessern und könnte auf<br />

eine dauerhafte Überwindung <strong>der</strong> Wachstumsschwäche<br />

hingewirkt werden. Die Aussichten für<br />

das Vereinigte Königreich sind deutlich ungünstiger<br />

als vor <strong>der</strong> Entscheidung für den EU-Austritt.<br />

Die Unsicherheit über die künftigen politischen<br />

Weichen stellungen, die Beziehungen zwischen<br />

dem Vereinigten Königreich und <strong>der</strong> Europäischen<br />

Union und die Reaktion <strong>der</strong> Wirtschaft ist nach wie<br />

vor groß, und sie wird wohl auch noch nach dem<br />

Austritt aus <strong>der</strong> EU, mit dem für 2019 gerechnet<br />

wird, und dem Abschluss von Handelsabkommen<br />

nach dem Meistbegünstigungsprinzip anhalten.<br />

Dies wird die Unternehmensinvestitionen belasten,<br />

die in den kommenden zwei Jahren drastisch<br />

zurückgehen dürften. Für China wird angesichts<br />

<strong>der</strong> nachlassenden Konjunkturimpulse und <strong>der</strong><br />

kontinuierlichen Umschichtung <strong>der</strong> Nachfrage<br />

in Richtung Binnenwirtschaft mit einer weiteren<br />

Abschwächung des Wachstums gerechnet. Die<br />

Bewältigung dieses Umschichtungsprozesses sowie<br />

<strong>der</strong> Risiken im Finanzsystem bleibt dabei eine<br />

entscheidende Herausfor<strong>der</strong>ung. In Indien dürften<br />

<strong>der</strong> starke Anstieg <strong>der</strong> Löhne im öffentlichen<br />

Sektor und die wichtigen vor Kurzem verabschiedeten<br />

Strukturreformen dazu beitragen, dass das<br />

Wachstum gleich bleiben kann, da sich damit die<br />

Anreize für Unternehmensinvestitionen erhöhen.<br />

In vielen an<strong>der</strong>en asiatischen Volkswirtschaften,<br />

darunter Indonesien, setzt sich das kräftige<br />

Wachstum <strong>der</strong> Binnennachfrage fort, das durch<br />

hohe staatliche Infrastrukturinvestitionen bzw.<br />

LAGEBERICHT


GESCHÄFTSBERICHT <strong>2016</strong> 6 EURAM BANK AG<br />

LAGEBERICHT<br />

eine Expansion <strong>der</strong> Kredite unterstützt wird,<br />

wodurch die von <strong>der</strong> schwachen Entwicklung des<br />

Handels mit China ausgehende Bremswirkung<br />

ausgeglichen wird. In Brasilien und in Russland<br />

wird für die nächsten beiden Jahre mit einer<br />

langsamen Erholung gerechnet, die durch höhere<br />

Rohstoffpreise, ein seit Kurzem wie<strong>der</strong> steigendes<br />

Vertrauen sowie konjunkturstützende geldpolitische<br />

Maßnahmen vor dem Hintergrund<br />

einer sinkenden Inflation begünstigt wird.<br />

Für den Geschäftsbereich Private <strong>Bank</strong>ing steht<br />

im Geschäftsjahr 2017 – wie schon im Rumpfgeschäftsjahr<br />

<strong>2016</strong> – die Entwicklung ganzheitlicher<br />

Strategien zum Erhalt von Kapital und Vermögen,<br />

basierend auf individueller Planung, gepaart mit<br />

erstklassiger Betreuung klar im Vor<strong>der</strong>grund. Die<br />

Produkterweiterung für Kunden aus Österreich und<br />

Deutschland, die Finanzierungen wohnwirtschaftlicher<br />

und gewerblicher Immobilienprojekte sollen<br />

weiterhin im Vor<strong>der</strong>grund stehen. Angesichts <strong>der</strong><br />

hohen Nachfrage vor allem in den Großstädten<br />

und Ballungsgebieten rechnen wir mit weiterhin<br />

steigenden Hauspreisen, sollte das Angebot an<br />

Immobilien nicht ausgeweitet werden. Mit unserer<br />

Kompetenz in Finanzierungsfragen, <strong>der</strong> schnellen<br />

Abwicklung und <strong>der</strong> transparenten Kommunikation<br />

wollen wir diese Marktchancen weiterhin<br />

erfolgreich nutzen. Der Geschäftsbereich Asset<br />

Manage ment wird ebenfalls den konservativen<br />

Investitionsansatz konsequent weiterverfolgen<br />

und strebt damit erneut eine positive Performance<br />

<strong>der</strong> <strong>Euram</strong> Publikumsfonds an. Im Geschäftsbereich<br />

Card Payment Services werden weiterhin<br />

gemeinsam mit unseren internationalen Partnern<br />

Projekte im Bereich des kartengestützten Zahlungsverkehrs<br />

entwickelt. Wir sehen in diesem Bereich<br />

einen starken Trend hin zu elektronischen<br />

Zahlungs methoden wie Near Field Communication<br />

(NFC), über <strong>Bank</strong>karten (Smart Cards) für Micro<br />

Payments beziehungsweise Mobile Payments mit<br />

Smartphones.<br />

Wesentliche Risiken und Ungewissheiten<br />

Eine Verfügung des Securities and Exchange Board<br />

of India („SEBI“) vom 22. September 2011, in <strong>der</strong><br />

<strong>der</strong> <strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong> Verstöße gegen die Verhaltensregeln<br />

<strong>der</strong> indischen Börse als FII Lizenznehmer<br />

vorgeworfen werden, ist weiterhin aufrecht. Die<br />

<strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong> hat im Oktober 2015 diesbezüglich<br />

erneut eine umfangreiche Stellungnahme gegenüber<br />

<strong>der</strong> SEBI abgegeben, arbeitet weiterhin mit<br />

allen involvierten Behörden zusammen und drängt<br />

auf eine Aufklärung.<br />

3. Forschung und Entwicklung<br />

Die <strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong> betreibt keine Forschungs- und<br />

Entwicklungstätigkeiten.<br />

4. Risikoberichterstattung<br />

Die <strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong> entwickelt, um Risiken effektiv<br />

erkennen, einstufen und steuern zu können,<br />

ihr Risikomanagement permanent weiter. Das<br />

Risikomanagement ist Bestandteil <strong>der</strong> Gesamtbanksteuerung<br />

und berücksichtigt neben den<br />

gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen<br />

die Art, den Umfang und die<br />

Komplexität <strong>der</strong> Geschäfte sowie die daraus resultierenden<br />

Risiken. Der Vorstand hat eine mit <strong>der</strong><br />

Geschäftsstrategie und den daraus resultierenden<br />

Risiken konsistente Risikostrategie festgelegt.<br />

Die Risikostrategie umfasst die Ziele <strong>der</strong> Risikosteuerung<br />

<strong>der</strong> wesentlichen Geschäftsaktivitäten<br />

sowie die Maßnahmen zur Erreichung dieser<br />

Ziele. Insbeson<strong>der</strong>e sind, unter Berücksichtigung<br />

von Risikokonzentrationen, für alle wesentlichen<br />

Risiken Risikotoleranzen festgelegt. Risikokonzentrationen<br />

sind dabei auch mit Blick auf<br />

die Ertragssituation des Instituts berücksichtigt.<br />

Risikotragfähigkeit<br />

Auf <strong>der</strong> Grundlage des Gesamtrisikoprofils wird<br />

sichergestellt, dass die wesentlichen Risiken<br />

durch das Risikodeckungspotenzial, unter Berücksichtigung<br />

von Risikokonzentrationen, laufend<br />

abgedeckt sind und damit die Risikotragfähigkeit<br />

gegeben ist. Die <strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong> hat einen internen<br />

Prozess zur Sicherstellung <strong>der</strong> Risikotragfähigkeit<br />

eingerichtet. Die Risikotragfähigkeit wird bei<br />

<strong>der</strong> Festlegung <strong>der</strong> Strategien sowie bei <strong>der</strong>en<br />

Anpassung berücksichtigt. Zur Umsetzung <strong>der</strong><br />

Strategien beziehungsweise zur Gewährleistung<br />

<strong>der</strong> Risikotragfähigkeit wurden geeignete Risikosteuerungs-<br />

und -controllingprozesse eingerichtet.<br />

Für Risiken, die in das Risikotragfähigkeitskonzept<br />

einbezogen werden, für die jedoch kein geeignetes<br />

Verfahren zur Quantifizierung verfügbar<br />

ist, wird auf <strong>der</strong> Basis einer Plausibilisierung ein<br />

Risikobetrag (Risikopuffer) festgelegt. Die Plausibilisierung<br />

wird auf Basis einer qualifizierten<br />

Expertenschätzung durchgeführt. Die Wahl <strong>der</strong><br />

Methoden und Verfahren zur Beurteilung <strong>der</strong><br />

Risikotragfähigkeit liegt in <strong>der</strong> Verantwortung des<br />

Vorstandes. Die Festlegung wesentlicher Elemente<br />

<strong>der</strong> Risikotragfähigkeitssteuerung sowie wesentlicher<br />

zugrunde liegen<strong>der</strong> Annahmen wird vom<br />

Vorstand genehmigt. Die Angemessenheit <strong>der</strong><br />

Methoden und Verfahren wird jährlich durch die<br />

fachlich zuständigen Mitarbeiter überprüft. Die<br />

zur Risikotragfähigkeitssteuerung eingesetzten<br />

Verfahren berücksichtigen das Ziel <strong>der</strong> Fortführung<br />

des Instituts als auch den Schutz <strong>der</strong> Gläubiger<br />

vor Verlusten aus ökonomischer Sicht. Die <strong>Euram</strong><br />

<strong>Bank</strong> verfügt über einen Prozess zur Planung des<br />

zukünftigen Kapitalbedarfs. Der Planungshorizont<br />

umfasst einen angemessen langen, mehrjährigen<br />

Zeitraum (drei Jahre). Dabei wird berücksichtigt,<br />

wie sich – über den Risikobetrachtungshorizont<br />

des Risikotragfähigkeitskonzepts hinaus – Verän<strong>der</strong>ungen<br />

<strong>der</strong> eigenen Geschäftstätigkeit o<strong>der</strong><br />

<strong>der</strong> strategischen Ziele sowie Verän<strong>der</strong>ungen des<br />

wirtschaftlichen Umfelds auf den Kapitalbedarf<br />

auswirken.<br />

Internes Kontrollsystem<br />

Entsprechend Art, Umfang, Komplexität und Risikogehalt<br />

<strong>der</strong> Geschäftsaktivitäten wurden<br />

- Regelungen zur Aufbau- und Ablauforganisation<br />

getroffen,<br />

- Risikosteuerungs- und -controllingprozesse<br />

eingerichtet und<br />

- ein Risikomanagement implementiert.<br />

Aufbau- und Ablauforganisation<br />

Bei <strong>der</strong> Ausgestaltung <strong>der</strong> Aufbau- und Ablauforganisation<br />

ist sichergestellt, dass miteinan<strong>der</strong><br />

unvereinbare Tätigkeiten durch unterschiedliche<br />

Mitarbeiter durchgeführt und Interessenskonflikte<br />

vermieden werden. Prozesse sowie die damit<br />

verbundenen Aufgaben, Kompetenzen, Verantwortlichkeiten,<br />

Kontrollen sowie Kommunikationswege<br />

sind klar definiert und aufeinan<strong>der</strong> abgestimmt.<br />

Dies beinhaltet auch die regelmäßige und anlassbezogene<br />

Überprüfung von IT-Berechtigungen,<br />

Zeichnungsberechtigungen und sonstigen ein geräumten<br />

Kompetenzen. Das gilt auch bezüglich <strong>der</strong><br />

Schnittstellen zu wesentlichen Auslagerungen.<br />

Risikosteuerungs- und -controllingprozess<br />

Die <strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong> hat angemessene Risikosteuerungsund<br />

-controllingprozesse eingerichtet, die eine<br />

Identifizierung, Beurteilung, Steuerung sowie<br />

Überwachung und Kommunikation <strong>der</strong> wesentlichen<br />

Risiken und damit verbundener Risiko konzentrationen<br />

gewährleisten. Diese Prozesse sind in<br />

eine gemeinsame Ertrags- und Risiko steuerung<br />

(„Gesamtbanksteuerung“) eingebunden. Durch<br />

geeignete Maßnahmen ist gewährleistet, dass die<br />

Risiken und die damit verbundenen Risikokonzentrationen<br />

unter Berücksichtigung <strong>der</strong> Risikotrag<br />

fähigkeit und <strong>der</strong> Risikotoleranzen wirksam<br />

begrenzt und überwacht werden. Die Risikosteuerungs-<br />

und -controllingprozesse gewährleisten,<br />

dass die wesentlichen Risiken – auch aus ausgelagerten<br />

Aktivitäten und Prozessen – früh zeitig<br />

erkannt, vollständig erfasst und in angemessener<br />

Weise dargestellt werden können. Der Vorstand<br />

lässt sich in angemessenen Abständen über die<br />

Risikosituation berichten. Die Risikoberichterstattung<br />

ist in nachvollziehbarer, aussagefähiger Art<br />

und Weise zu verfassen. Sie enthält neben einer<br />

Darstellung auch eine Beurteilung <strong>der</strong> Risikosituation.<br />

In die Risikoberichterstattung werden bei<br />

Bedarf auch Handlungsvorschläge, z. B. zur Risikoreduzierung,<br />

aufgenommen. Darüber hinaus wird<br />

auf Risikokonzentrationen und <strong>der</strong>en potenzielle<br />

Auswirkungen geson<strong>der</strong>t eingegangen. Ergänzend<br />

zu <strong>der</strong> regel mäßigen Berichterstattung werden<br />

jährlich Stresstests durchgeführt. Die Ergebnisse <strong>der</strong><br />

Stresstests und die potenziellen Auswirkungen auf<br />

die Risik osituation und das Risikodeckungspotenzial<br />

sowie die den Stresstests zugrunde liegenden<br />

wesent lichen Annahmen werden in einem separaten<br />

Bericht dargestellt. Unter Risiko gesichtspunkten<br />

wesentliche Informationen werden unverzüglich an<br />

den Vorstand, die jeweiligen Verantwort lichen<br />

und an die Interne Revision weitergeleitet, so<br />

dass geeignete Maßnahmen beziehungsweise<br />

Prüfungshandlungen frühzeitig eingeleitet werden<br />

können. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat<br />

vierteljährlich schriftlich über die Risikosituation.<br />

Für den Aufsichtsrat unter Risikogesichtspunkten<br />

wesentliche Informationen werden vom Vorstand<br />

unverzüglich weitergeleitet. Die Risikosteuerungsund<br />

-controllingprozesse werden zeitnah an sich<br />

än<strong>der</strong>nde Bedingungen angepasst.


GESCHÄFTSBERICHT <strong>2016</strong> 7 EURAM BANK AG<br />

Risikomanagement<br />

Die <strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong> verfügt über ein Risikomanagement,<br />

das für die unabhängige Überwachung und<br />

Kommunikation <strong>der</strong> Risiken zuständig ist.<br />

Das Risikomanagement hat insbeson<strong>der</strong>e die<br />

folgenden Aufgaben:<br />

- Unterstützung des Vorstandes in allen risikopolitischen<br />

Fragen, insbeson<strong>der</strong>e bei <strong>der</strong><br />

Entwicklung und Umsetzung <strong>der</strong> Risikostrategie<br />

sowie bei <strong>der</strong> Ausgestaltung eines Systems zur<br />

Begrenzung <strong>der</strong> Risiken<br />

- Unterstützung des Vorstandes bei <strong>der</strong> Einrichtung<br />

und Weiterentwicklung <strong>der</strong> Risikosteuerungsund<br />

-controllingprozesse<br />

- Einrichtung und Weiterentwicklung eines<br />

Systems von Risikokennzahlen und eines Risikofrüherkennungsverfahrens<br />

- Laufende Überwachung <strong>der</strong> Risikosituation des<br />

Instituts und <strong>der</strong> Risikotragfähigkeit sowie <strong>der</strong><br />

Einhaltung <strong>der</strong> eingerichteten Risikolimite<br />

- Regelmäßige Erstellung <strong>der</strong> Risikoberichte für<br />

den Vorstand<br />

- Verantwortung für die Prozesse zur unver züglichen<br />

Weitergabe von unter Risikogesichtspunkten<br />

wesentlichen Informationen an den Vorstand, die<br />

jeweiligen Verantwortlichen und gegebenenfalls<br />

an die Interne Revision<br />

Den Mitarbeitern des Risikomanagements sind<br />

alle notwendigen Befugnisse und ein uneingeschränkter<br />

Zugang zu allen Informationen<br />

eingeräumt, die für die Erfüllung ihrer Aufgaben<br />

erfor<strong>der</strong>lich sind.<br />

Risikomanagement spezieller Risikoarten<br />

Die Ausrichtung <strong>der</strong> <strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong> begründet<br />

wesentliche Risiken vor allem im Bereich des<br />

Kredit- und Gegenparteiausfallrisikos, des Liquiditätsrisikos,<br />

des operationellen Risikos sowie <strong>der</strong><br />

Sonstigen Risiken.<br />

Kredit- und Gegenparteiausfallrisiko<br />

Die <strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong> begrenzt das Kredit- und Gegenparteiausfallrisiko<br />

indem sie (bis auf wenige<br />

Ausnahmen) hauptsächlich besicherte Krediteinräumungen<br />

vergibt. Für die Berechnung des<br />

Kredit- und Gegenparteiausfallrisikos wendet die<br />

<strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong> den Standardansatz im Sinne <strong>der</strong><br />

Art. 111—141 CRR an.<br />

Die <strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong> misst und steuert das Kreditrisiko<br />

anhand <strong>der</strong> nachstehenden Grundsätze:<br />

- In allen Geschäftsbereichen werden einheitliche<br />

Standards für die jeweiligen Kreditentscheidungen<br />

angewandt.<br />

- Die Genehmigung von Kreditlimiten für<br />

Geschäftspartner und die Steuerung <strong>der</strong><br />

einzelnen Kreditengagements muss im Rahmen<br />

<strong>der</strong> Kreditstrategie erfolgen. Darüber hinaus<br />

beinhaltet jede Entscheidung eine Risiko-<br />

Ertrag-Analyse.<br />

- Jede Kreditgewährung an einen Geschäftspartner<br />

und jegliche materielle Verän<strong>der</strong>ung<br />

einer Kreditkomponente (wie zum Beispiel<br />

Laufzeit, Sicherheitenstruktur o<strong>der</strong> wichtiger<br />

Vertragsbedingungen) erfor<strong>der</strong>n eine erneute<br />

Kreditgenehmigung.<br />

- Die Kreditengagements gegenüber einer<br />

Kreditnehmergruppe fasst die <strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong> auf<br />

konsolidierter Basis zusammen. Als „Kreditnehmergruppe“<br />

betrachtet die <strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong><br />

Kreditnehmer, die über die gesetzlichen Anfor<strong>der</strong>ungen<br />

hinaus durch den gleichen wirtschaftlich<br />

Berechtigten miteinan<strong>der</strong> verbunden sind o<strong>der</strong><br />

gesamtschuldnerisch für sämtliche o<strong>der</strong> wesentliche<br />

Teile <strong>der</strong> gewährten Kredite haften.<br />

Ein wichtiges Element des Kreditgenehmigungsprozesses<br />

ist eine detaillierte Risikobeurteilung<br />

jedes Kreditengagements eines Kreditnehmers o<strong>der</strong><br />

einer Kreditnehmergruppe. Bei <strong>der</strong> Beurteilung des<br />

Risikos berücksichtigt die <strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong> sowohl die<br />

Bonität des Geschäftspartners, als auch die für das<br />

Kreditengagement relevanten Risiken. Die daraus<br />

resultierende Risikoeinstufung wirkt sich nicht nur<br />

auf die Strukturierung <strong>der</strong> Transaktion und die<br />

Kreditentscheidung aus, son<strong>der</strong>n legt den Überwachungsumfang<br />

für das jeweilige Engagement fest.<br />

Operationelles Risiko<br />

Das Risikomanagement hat Richtlinien für die<br />

Identifizierung, Bewertung, Berichterstattung<br />

und Überwachung von operationellen Risiken<br />

verabschiedet. Es ist für die Definition des<br />

operationellen Risikorahmenwerks sowie dazugehöriger<br />

Richtlinien verantwortlich, während<br />

die Verantwortung für die Umsetzung des<br />

Rahmenwerks und das tagtägliche operationelle<br />

Risikomanagement bei den Geschäftsbereichen<br />

sowie dem Administrationsbereich liegt. Dieses<br />

Business-Partnership-Modell führt zu einer engen<br />

Kontrolle und zu einem verstärkten Bewusstsein<br />

für operationelle Risiken. Für die Berechnung des<br />

operationellen Risikos wendet die <strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong><br />

den Basisindikatoransatz im Sinne <strong>der</strong> Art. 315—<br />

316 CRR an. Das Ziel besteht in einer proaktiven<br />

Steuerung <strong>der</strong> operationellen Risiken. Aus diesem<br />

Grund hat das Risikomanagement ein Rahmenwerk<br />

für operationelle Risiken erstellt, mit dem das<br />

operationelle Risikoprofil <strong>der</strong> <strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong> festgestellt<br />

wird und Maßnahmen wie auch Prioritäten<br />

zur Risikoverringerung definiert werden. Die für<br />

die Umsetzung des Rahmenwerks zuständigen<br />

Mitarbeiter informieren das Risikomanagement<br />

quartalsmäßig schriftlich über die Risikosituation<br />

in ihrer Abteilung. Die Einzelberichte werden<br />

vom Risikomanagement in einem Gesamtbericht<br />

zusammengefasst. Die <strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong> hat eine<br />

Schadens falldatenbank implementiert, diese wird<br />

vom Risikomanagement geführt. Alle Geschäftsund<br />

Organisationsbereiche sind angehalten,<br />

entstandene Fehler (unabhängig vom Geldwert)<br />

dem Risikomanagement zu melden und damit in<br />

einem ersten Schritt <strong>der</strong>en Analyse zu ermöglichen<br />

und im nächsten Schritt Vorkehrungen zur Verhin<strong>der</strong>ung<br />

ableiten zu können.<br />

Liquiditätsrisiko<br />

Das Liquiditätsmanagement stellt sicher, dass die<br />

<strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong> stets in <strong>der</strong> Lage ist, ihre Zahlungsverpflichtungen<br />

zeitgerecht zu erfüllen und dass<br />

Aktiv-Positionen je<strong>der</strong>zeit ohne Inkaufnahme<br />

signifikanter Abschläge am Markt liquidiert<br />

werden können. Für das Liquiditätsmanagement<br />

ist das Asset Liability Committee („ALCO“) verantwortlich.<br />

Aufgabe des Liquiditätsmanagements ist<br />

es, die Liquiditätsrisikopositionen zu identifizieren,<br />

zu messen und zu steuern. Das ALCO besteht aus<br />

Mitarbeitern <strong>der</strong> Bereiche Asset Management,<br />

Rechnungs- und Meldewesen, Back Office und<br />

Risikomanagement.<br />

Sonstige Risiken<br />

Allgemeines Geschäftsrisiko:<br />

Grundsätzlich ist die <strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong> in <strong>der</strong> Lage,<br />

auf Basis des bestehenden Geschäftsmodells eine<br />

positive Ertragssituation zu erzielen. Im Zuge des<br />

Jahresabschlusses wird für das neue Geschäftsjahr<br />

eine Risikostrategie festgelegt, diese dient auch als<br />

Basis für die Zuteilung des ökonomischen Kapitals.<br />

Basierend auf den vorläufigen Bilanzzahlen des<br />

Jahresabschlusses und <strong>der</strong> vom Gesamtvorstand<br />

verabschiedeten Risikostrategie wird eine Planrechnung<br />

für das neue Geschäftsjahr erstellt. Auf<br />

monatlicher Basis wird eine Profit Center Rechnung<br />

erstellt. Das Ergebnis wird monatlich mit den Planwerten,<br />

die nach denselben Kriterien berechnet<br />

wurden, verglichen. Strategische Risiken,<br />

Geschäfts- und Ertragsrisiken werden mit den<br />

Kredit-, Markt- und Zinsrisiken zusammen geführt<br />

und mit den operationellen Risiken ergänzt. Das<br />

Ergebnis wird zeitnah im Gesamtvorstand besprochen<br />

und analysiert. Dieser Prozess stellt sicher,<br />

dass allgemeine Geschäftsrisiken sofort entdeckt<br />

werden.<br />

Reputationsrisiko:<br />

Die Risikosteuerung erfolgt durch einen umfassenden<br />

Due Diligence Prozess im Rahmen <strong>der</strong><br />

Kontoeröffnung sowie durch eine laufende Kon ­<br />

trolle sämtlicher Kundenaktivitäten mit dem<br />

Einsatz einer analytischen Software („kdprevent“).<br />

kdprevent, eine analytische Software-Lösung<br />

zur Prävention von Geldwäscherei, Wirtschaftskriminalität<br />

und Terrorismusfinanzierung,<br />

ermöglicht die Erkennung von ungewöhnlichen,<br />

unerwarteten und verdächtigen Transaktionen<br />

von Kunden. Aussagekräftige Verdachtsmomente<br />

(basierend auf <strong>der</strong> von <strong>der</strong> <strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong> durchgeführten<br />

Gefährdungsanalyse) lösen bei vorab<br />

definierten Kontaktstellen automatisch Alarm aus.<br />

<strong>Wien</strong>, am 26. April 2017<br />

Der Vorstand<br />

Manfred Huber<br />

Johannes Langer<br />

Josef Leckel<br />

LAGEBERICHT


GESCHÄFTSBERICHT <strong>2016</strong> 8 EURAM BANK AG


GESCHÄFTSBERICHT <strong>2016</strong> 9 EURAM BANK AG<br />

klein ist<br />

kommunikativ.<br />

––– Geübte <strong>Wien</strong>er gehen ins Café, um in<br />

sich zu gehen und dann – in sich ruhend<br />

und in aller Ruhe – miteinan<strong>der</strong> zu reden.<br />

Gut geschützt vom Lärm <strong>der</strong> Welt, aber ihr<br />

aufmerksam zugewandt, hören sie einan<strong>der</strong><br />

zu und regen einan<strong>der</strong> an.


GESCHÄFTSBERICHT <strong>2016</strong> 10 EURAM BANK AG<br />

BILANZ<br />

ZUM 31.12.<strong>2016</strong><br />

AKTIVA 31.12.<strong>2016</strong> 30.6.<strong>2016</strong><br />

EUR EUR TSD EUR<br />

1. Kassenbestand, Guthaben bei Zentralnotenbanken<br />

und Postgiroämtern 40.996.489,25 1.866<br />

2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und<br />

Wechsel, die zur Refinanzierung bei <strong>der</strong><br />

Zentralnotenbank zugelassen sind<br />

a) Schuldtitel öffentlicher Stellen und<br />

ähnliche Wertpapiere 22.273.488,81 10.344<br />

3. For<strong>der</strong>ungen an Kreditinstitute<br />

a) täglich fällig<br />

b) sonstige For<strong>der</strong>ungen<br />

20.016.854,15<br />

38.890.514,82<br />

58.907.368,97 69.804<br />

45.435<br />

24.369<br />

4. For<strong>der</strong>ungen an Kunden 125.539.375,85 89.354<br />

5. Schuldverschreibungen und an<strong>der</strong>e<br />

festverzinsliche Wertpapiere<br />

a) von öffentlichen Emittenten 30.416.709,51 7.656<br />

6. Aktien und an<strong>der</strong>e nicht festverzinsliche<br />

Wertpapiere 2.434.048,94 2.260<br />

7. Beteiligungen 70,00 0<br />

8. Anteile an verbundenen Unternehmen 159.000,00 159<br />

9. Immaterielle Vermögensgegenstände<br />

des Anlagevermögens 183.905,51 63<br />

10. Sachanlagen 133.390,13 106<br />

11. Sonstige Vermögensgegenstände 1.651.151,40 2.365<br />

12. Rechnungsabgrenzungsposten 214.127,52 300<br />

13. Aktive latente Steuern 26.223,15 88<br />

282.935.349,04 184.365<br />

1. Auslandsaktiva 168.135.889,88 96.988<br />

Rundungshinweis: Bei <strong>der</strong> Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.


GESCHÄFTSBERICHT <strong>2016</strong> 11 EURAM BANK AG<br />

PASSIVA 31.12.<strong>2016</strong> 30.6.<strong>2016</strong><br />

EUR EUR TSD EUR<br />

1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten<br />

a) täglich fällig<br />

b) mit vereinbarter Laufzeit o<strong>der</strong><br />

Kündigungsfrist<br />

2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden<br />

a) Sonstige Verbindlichkeiten<br />

aa) täglich fällig<br />

bb) mit vereinbarter Laufzeit o<strong>der</strong><br />

Kündigungsfrist<br />

3.346.216,28<br />

3.231.103,69<br />

113.012.764,02<br />

6.577.319,97 20.932<br />

311<br />

20.621<br />

255.526.807,45 147.536<br />

91.728<br />

142.514.043,43<br />

55.808<br />

3. Verbriefte Verbindlichkeiten<br />

23.646,98 24<br />

a) begebene Schuldverschreibungen<br />

15.572,52<br />

16<br />

b) an<strong>der</strong>e verbriefte Verbindlichkeiten<br />

8.074,46<br />

8<br />

4. Sonstige Verbindlichkeiten 946.921,95 516<br />

5. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 13<br />

6. Rückstellungen<br />

a) Rückstellungen für Abfertigungen<br />

b) sonstige<br />

253.600,00<br />

362.917,70<br />

616.517,70 690<br />

381<br />

308<br />

7. Ergänzungskapital gemäß Teil 2 Titel I<br />

Kapitel 4 <strong>der</strong> Verordnung (EU) Nr. 575 / 2013 3.000.000,00 0<br />

8. Gezeichnetes Kapital Nennbetrag 10.045.712,61 10.046<br />

9. Kapitalrücklagen<br />

a) gebundene<br />

b) nicht gebundene<br />

1.886.813,16<br />

33.537,61<br />

10. Gewinnrücklagen<br />

a) an<strong>der</strong>e Rücklagen 2.859.904,17<br />

1.920.350,77 1.920<br />

1.887<br />

34<br />

2.859.904,17 2.860<br />

2.860<br />

11. Haftrücklage gemäß § 57 Abs 5 BWG 979.100,00 979<br />

12. Bilanzgewinn / Bilanzverlust 439.067,44 -1.149<br />

282.935.349,04 184.365<br />

BILANZ<br />

1. Eventualverbindlichkeiten<br />

a) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften<br />

und Haftung aus <strong>der</strong> Bestellung von<br />

Sicherheiten 22.000,00 698<br />

2. Kreditrisiken 6.392.561,15 5.488<br />

3. Anrechenbare Eigenmittel gemäß Teil 2 <strong>der</strong><br />

Verordnung (EU) Nr. 575 / 2013<br />

darunter: Ergänzungskapital gemäß Teil 2 Titel<br />

I Kapitel 4 <strong>der</strong> Verordnung (EU) Nr. 575 / 2013<br />

EUR 3.000.000,00 (Vorjahr: TEUR 0)<br />

4. Eigenmittelanfor<strong>der</strong>ungen gemäß Art 92<br />

<strong>der</strong> Verordnung (EU) Nr. 575 / 2013<br />

(Gesamtrisikobetrag)<br />

darunter: Eigenmittelanfor<strong>der</strong>ungen<br />

gemäß Art 92 Abs 1<br />

lit a <strong>der</strong> Verordnung (EU) Nr. 575 / 2013<br />

lit b <strong>der</strong> Verordnung (EU) Nr. 575 / 2013<br />

lit c <strong>der</strong> Verordnung (EU) Nr. 575 / 2013<br />

18.621.162,04 14.593<br />

105.784.793,32<br />

14,8%<br />

14,8%<br />

17,6%<br />

99.113<br />

14,7%<br />

14,7%<br />

14,7%<br />

5. Auslandspassiva 238.573.614,39 134.026


GESCHÄFTSBERICHT <strong>2016</strong> 12 EURAM BANK AG<br />

GEWINN- UND<br />

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 31.12.<strong>2016</strong> 30.6.<strong>2016</strong><br />

EUR EUR TSD EUR<br />

1. Zinsen und ähnliche Erträge<br />

darunter: aus festverzinslichen Wertpapieren 266.952,63<br />

2.224.064,34 2.469<br />

366<br />

2. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -942.197,26 -347<br />

I. NETTOZINSERTRAG 1.281.867,08 2.122<br />

3. Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen<br />

58.065,13 62<br />

a) Erträge aus Aktien, an<strong>der</strong>en Anteilsrechten<br />

und nicht festverzinslichen Wertpapieren 58.065,13<br />

62<br />

4. Provisionserträge 3.624.908,40 4.968<br />

5. Provisionsaufwendungen -922.942,74 -1.182<br />

6. Erträge / Aufwendungen aus Finanzgeschäften 248.156,37 -205<br />

7. Sonstige betriebliche Erträge 1.551.615,42 740<br />

II. BETRIEBSERTRÄGE 5.841.669,66 6.505<br />

8. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen<br />

a) Personalaufwand<br />

aa) Löhne und Gehälter<br />

bb) Aufwand für gesetzlich vorgeschriebene<br />

soziale Abgaben und vom Entgelt abhängige<br />

Abgaben und Pflichtbeiträge<br />

cc) Sonstiger Sozialaufwand<br />

dd) Aufwendungen für Altersver sorgung<br />

und Unterstützung<br />

ee) Aufwendungen für Abfertigungen<br />

und Leistungen an betriebliche<br />

Vorsorgekassen<br />

b) Sonstige Verwaltungsaufwendungen<br />

(Sachaufwand)<br />

-1.690.158,18<br />

-311.318,64<br />

-27.212,05<br />

-70.669,46<br />

74.492,56<br />

-2.024.865,77<br />

-3.463<br />

-2.631<br />

-613<br />

-48<br />

-131<br />

-40<br />

-1.640.920,75<br />

-2.750<br />

-3.665.786,52 -6.212


GESCHÄFTSBERICHT <strong>2016</strong> 13 EURAM BANK AG<br />

VERLUSTRECHNUNG<br />

ZUM 31.12.<strong>2016</strong><br />

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 31.12.<strong>2016</strong> 30.6.<strong>2016</strong><br />

EUR EUR TSD EUR<br />

9. Wertberichtigungen auf die in den<br />

Aktivposten 9 und 10 enthaltenen<br />

Vermögensgegenstände -60.830,56 -95<br />

10. Sonstige betriebliche Aufwendungen -138.231,67 -138<br />

III. BETRIEBSAUFWENDUNGEN -3.864.848,75 -6.446<br />

IV. BETRIEBSERGEBNIS 1.976.820,91 59<br />

11. Wertberichtigungen auf For<strong>der</strong>ungen und<br />

Zuführungen zu Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten<br />

und für Kreditrisiken -149.000,00 -1.030<br />

12. Wertberichtigungen auf Wertpapiere, die<br />

wie Finanzanlagen bewertet sind -34.600,00 -23<br />

V. ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN<br />

GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 1.793.220,91 -994<br />

13. Steuern vom Einkommen und Ertrag -205.352,87 -33<br />

VI. JAHRESÜBERSCHUSS / JAHRESFEHLBETRAG 1.587.868,04 -1.027<br />

14. Rücklagenbewegung<br />

darunter: Dotierung <strong>der</strong> Haftrücklage 0,00<br />

0 -319<br />

-319<br />

VII. JAHRESGEWINN / JAHRESVERLUST 1.587.868,04 -1.346<br />

15. Gewinnvortrag / Verlustvortrag -1.148.800,60 197<br />

VIII. BILANZGEWINN / BILANZVERLUST 439.067,44 -1.149


GESCHÄFTSBERICHT <strong>2016</strong> 14 EURAM BANK AG<br />

klein<br />

ist<br />

kreativ.


GESCHÄFTSBERICHT <strong>2016</strong> 15 EURAM BANK AG<br />

––– Der Duft des Kaffees konzentriert die<br />

Gedanken und öffnet den Geist. Die dichte<br />

Atmosphäre des Raumes verhin<strong>der</strong>t Zerstreuung,<br />

aber sie erlaubt den Ideen, sich<br />

zu entfalten. Ein Café ist eine Paradoxie und<br />

genau deshalb ein Ort <strong>der</strong> Kreativität.


GESCHÄFTSBERICHT <strong>2016</strong> 16 EURAM BANK AG<br />

ANHANG<br />

des Jahresabschlusses <strong>der</strong> European American<br />

Investment <strong>Bank</strong> Aktiengesellschaft („<strong>Euram</strong><br />

<strong>Bank</strong>“) zum 31. Dezember <strong>2016</strong>.<br />

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember <strong>2016</strong><br />

wurde nach den Vorschriften des Rechnungslegungsgesetzes<br />

unter Beachtung <strong>der</strong> Son<strong>der</strong>vorschriften<br />

des <strong>Bank</strong>wesengesetzes aufgestellt.<br />

In <strong>der</strong> ordentlichen Hauptversammlung vom<br />

30. November <strong>2016</strong> wurde <strong>der</strong> Beschluss gefasst,<br />

den Bilanzstichtag vom 30. Juni auf den 31. Dezember<br />

zu verlegen. Aufgrund des Rumpfgeschäftsjahres<br />

<strong>2016</strong> mit sechs Monaten ist die Vergleichbar<br />

keit mit dem Geschäftsjahr 2015 / <strong>2016</strong> mit zwölf<br />

Monaten nur bedingt gegeben.<br />

1. Allgemeine Grundsätze und<br />

Angaben zur Bilanzierung und<br />

Bewertung<br />

Allgemeine Grundsätze<br />

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember <strong>2016</strong> wird<br />

unter Beachtung <strong>der</strong> Grundsätze ordnungsgemäßer<br />

Buchführung sowie unter Beachtung <strong>der</strong> Generalnorm,<br />

ein möglichst getreues Bild <strong>der</strong> Vermögens-,<br />

<strong>der</strong> Finanz- und <strong>der</strong> Ertragslage des Unternehmens<br />

zu vermitteln, aufgestellt.<br />

Bei <strong>der</strong> Erstellung des Abschlusses wurde <strong>der</strong><br />

Grundsatz <strong>der</strong> Vollständigkeit und <strong>der</strong> Bilanzkontinuität<br />

eingehalten. Die bisherigen angewandten<br />

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden<br />

mit Ausnahme <strong>der</strong> Än<strong>der</strong>ungen aufgrund <strong>der</strong> erstmaligen<br />

Anwendung des RÄG 2014 beibehalten. Die<br />

Än<strong>der</strong>ungen aufgrund <strong>der</strong> erstmaligen Anwendung<br />

des RÄG 2014 betreffen insbeson<strong>der</strong>e den Ausweis<br />

<strong>der</strong> latenten Steuern und die Än<strong>der</strong>ung des Rechenzinssatzes<br />

bei den Abfertigungsverpflichtigungen.<br />

Bei <strong>der</strong> Bewertung <strong>der</strong> Vermögensgegenstände und<br />

Schulden wird <strong>der</strong> Grundsatz <strong>der</strong> Einzelbewertung<br />

beachtet und eine Fortführung des Unternehmens<br />

unterstellt.<br />

Dem Vorsichtsprinzip wurde unter Berücksichtigung<br />

<strong>der</strong> Beson<strong>der</strong>heiten des <strong>Bank</strong>geschäftes<br />

Rechnung getragen.<br />

Nach den Bestimmungen des § 9 KStG zur Gruppenbesteuerung<br />

besteht zum 31.12.<strong>2016</strong> eine<br />

Unternehmensgruppe aus <strong>der</strong> <strong>Euram</strong> Holding AG<br />

als Gruppenträger und <strong>der</strong> <strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong> als Gruppenmitglied.<br />

Die Steuerumlagevereinbarungen<br />

sehen die Belastungsmethode vor.<br />

Die <strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong> gehört dem Sektor <strong>der</strong> Aktienbanken<br />

an.<br />

Die <strong>Euram</strong> Holding AG ist 100%ige Eigentümerin<br />

<strong>der</strong> <strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong>.<br />

Fremdwährungsbeträge<br />

Fremdwährungsbeträge werden gemäß § 58 Abs 1<br />

BWG zu den am Stichtag festgesetzten Mittelkursen<br />

umgerechnet.<br />

Finanzanlagen<br />

Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten<br />

bewertet. Bei nachhaltigen und wesentlichen Wertmin<strong>der</strong>ungen<br />

werden niedrigere Werte angesetzt.<br />

Wertpapiere des Anlagevermögens werden mit<br />

dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten<br />

und beizulegendem Zeitwert am Bilanzstichtag<br />

bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen<br />

auf einen zum Abschlussstichtag niedrigeren<br />

beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn<br />

die Wert min<strong>der</strong>ungen voraussichtlich von Dauer<br />

sind.<br />

Zuschreibungen zu Vermögensgegenständen des<br />

Anlagevermögens werden vorgenommen, wenn<br />

die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung<br />

weggefallen sind.<br />

Umlaufvermögen<br />

Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden zu<br />

Anschaffungskosten abzüglich Wertberichtigungen<br />

für erkennbare Einzelrisiken bzw. einem allfälligen<br />

niedrigeren Börsenkurs, Marktwert o<strong>der</strong> aus einem<br />

gleichartigen Finanzinstrument abgeleiteten Marktwert<br />

am Abschlussstichtag angesetzt.<br />

Die Gesellschaft führt kein Handelsbuch.<br />

Die For<strong>der</strong>ungen und sonstigen Vermögensgegenstände<br />

sind mit dem Nennwert abzüglich<br />

Wertberichtigungen für erkennbare Einzelrisiken<br />

angesetzt. Zur Berücksichtigung <strong>der</strong> Kreditrisiken<br />

in den For<strong>der</strong>ungen an Kunden erfolgte außerdem<br />

eine Pauschalwertberichtigung.<br />

Einschätzung <strong>der</strong> Werthaltigkeit <strong>der</strong> For<strong>der</strong>ungen<br />

an Kunden erfolgt unter Berücksichtigung <strong>der</strong><br />

Sicherheiten. Dabei werden Verkehrswerte abzüglich<br />

Abschläge angesetzt. Schätzungen beruhen auf<br />

einer umsichtigen Beurteilung. Die Berechnung <strong>der</strong><br />

Pauschalwertberichtigung erfolgt auf Basis eines<br />

Bewertungsmodells, in dem neben Kundenobligo<br />

und Sicherheitenwerte, auch die Ausfallswahrscheinlichkeiten<br />

berücksichtigt werden. Soweit<br />

statistisch ermittelbare Erfahrungen aus gleich<br />

gelagerten Sachverhalten vorhanden sind, hat<br />

das Unternehmen diese bei Schätzungen berücksichtigt,<br />

wie beispielsweise die Abschläge <strong>der</strong><br />

Sicherheitenwerte sowie historische Ausfallsquoten<br />

die von Creditreform (Verband <strong>der</strong> Vereine Creditreform<br />

e.V.) veröffentlicht werden.<br />

Anteile an verbundenen Unternehmen<br />

Die <strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong> ist zu 100% an <strong>der</strong> <strong>Euram</strong> Invest<br />

Holdings 3 GmbH mit Sitz in München, Deutschland<br />

(Geschäftszweig <strong>der</strong> GmbH: Verwaltung von<br />

Beteiligungen), beteiligt.<br />

Im Rumpfgeschäftsjahr <strong>2016</strong> wurden wie schon im<br />

Geschäftsjahr 2015 / <strong>2016</strong> keine Dividenden an die<br />

<strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong> ausgeschüttet.<br />

Gemäß § 238 Ziffer 2 UGB stellt sich das Eigenkapital<br />

und das Ergebnis des letzten Geschäftsjahres<br />

des verbundenen Unternehmens wie folgt dar:<br />

<strong>Euram</strong> Invest Holdings 3 GmbH (in Tsd Euro)<br />

Kapital 238,2<br />

Anteil am Kapital 100%<br />

Ergebnis letztes GJ - ­11,9


GESCHÄFTSBERICHT <strong>2016</strong> 17 EURAM BANK AG<br />

Beteiligungen<br />

In dieser Position wird die Beteiligung an <strong>der</strong><br />

Ein lagensicherung <strong>der</strong> <strong>Bank</strong>en und <strong>Bank</strong>iers<br />

GmbH, <strong>Wien</strong>, in Höhe von EUR 70,0 (30.6.<strong>2016</strong>:<br />

EUR 70,0) ausgewiesen.<br />

Immaterielle Vermögensgegenstände und<br />

Sachanlagen<br />

Die Bewertung <strong>der</strong> immateriellen Vermögensgegenstände<br />

des Anlagevermögens sowie <strong>der</strong><br />

Sach anlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw.<br />

Herstellungskosten abzüglich <strong>der</strong> planmäßigen<br />

Abschreibung. Die geringfügigen Wirtschaftsgüter<br />

werden im Zugangsjahr aktiviert und voll<br />

abgeschrieben. Die planmäßige Abschreibung<br />

wird linear vorgenommen.<br />

Folgende Nutzungsdauer wird <strong>der</strong> plan mäßigen<br />

Abschreibung zugrunde gelegt:<br />

Firmen-Kfz<br />

8 Jahre<br />

Büroeinrichtung<br />

5 Jahre<br />

Einbauten<br />

5 Jahre<br />

Büromaschinen<br />

5 Jahre<br />

Software<br />

5 Jahre<br />

Hardware<br />

5 Jahre<br />

Gemäß den steuerrechtlichen Vorschriften wird für<br />

Zugänge im ersten Halbjahr eine volle Jahresabschreibung,<br />

für Zugänge im zweiten Halbjahr eine<br />

halbe Jahresabschreibung vorgenommen.<br />

Abfertigungsverpflichtungen<br />

Die Rückstellung für Abfertigungen wird nach<br />

finanzmathematischen Grundsätzen unter Verwendung<br />

des Zinssatzes von 4,01% (Vorjahr: 1%) und<br />

auf Basis eines kalkulatorischen Pensionsalters<br />

von 60 Jahren bei Frauen bzw. 65 Jahren bei<br />

Männern ermittelt. Ein Fluktuationsabschlag wird<br />

nicht ermittelt. Die <strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong> AG verwendet für<br />

das Rumpfgeschäftsjahr <strong>2016</strong> erstmalig den von<br />

<strong>der</strong> Deutschen Bundesbank bekanntge gebenen<br />

Abzinsungszinssatz (10-Jahresdurchschnitt) bei<br />

einer Restlaufzeit von 15 Jahren (4,01%). Der<br />

gewählte Zinssatz und dessen Ermittlung werden<br />

fortan stetig angewendet. Durch Än<strong>der</strong>ung des<br />

Rechnungs zinssatzes ergab sich daraus ein ein ­<br />

maliger Effekt von EUR 106,5 Tsd Rückstellungsän<strong>der</strong>ungen<br />

werden in <strong>der</strong> GuV im Personal aufwand<br />

(Aufwendungen für Abfertigung und Leistungen an<br />

betriebliche Vorsorgekassen) erfasst.<br />

Sonstige Rückstellungen<br />

In den übrigen Rückstellungen werden, unter<br />

Beachtung des Vorsichtsprinzips, alle zum<br />

Zeitpunkt <strong>der</strong> Bilanzerstellung erkennbaren<br />

Risiken und alle <strong>der</strong> Höhe sowie dem Grunde<br />

nach ungewissen Verbindlichkeiten, mit den<br />

Beträgen berücksichtigt, die nach vernünftiger<br />

kaufmännischer Beurteilung erfor<strong>der</strong>lich sind.<br />

Verbindlichkeiten<br />

Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag<br />

inklusive abgegrenzter Zinsen angesetzt.<br />

Eventualverbindlichkeiten<br />

Die Eventualverbindlichkeiten enthalten gegebene,<br />

durch Kreditinstitute, Wertpapiere o<strong>der</strong> bar<br />

besicherte Finanzierungsgarantien in Höhe von<br />

EUR 0,1 Mio (30.6.<strong>2016</strong>: EUR 0,1 Mio). Im Rumpfgeschäftsjahr<br />

<strong>2016</strong> wurde keine unbesicherte<br />

Finanzierungsgarantie gegeben (30.6.<strong>2016</strong>:<br />

EUR 0,6 Mio).<br />

Kreditrisiken<br />

Diese Position enthält den Betrag von nicht ausgenutzten<br />

Kreditrahmen in Höhe von EUR 3,8 Mio<br />

(30.6.<strong>2016</strong>: EUR 3,1 Mio) sowie Garantien gegenüber<br />

Kreditkarteninstituten für an <strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong><br />

Kunden gewährte Ausnutzungsrahmen in Höhe von<br />

EUR 2,5 Mio (30.6.<strong>2016</strong>: EUR 2,4 Mio).<br />

Treuhandfor<strong>der</strong>ungen<br />

Treuhandfor<strong>der</strong>ungen sind in den folgenden<br />

Positionen enthalten:<br />

Aktien und an<strong>der</strong>e nicht festverzinsliche Wertpapiere:<br />

EUR 23,6 Tsd (30.6.<strong>2016</strong>: EUR 23,6 Tsd)<br />

Verbindlichkeiten aus Treuhandgeschäften<br />

Verbindlichkeiten aus Treuhandgeschäften sind in<br />

den folgenden Positionen enthalten:<br />

Verbriefte Verbindlichkeiten: EUR 23,6 Tsd<br />

(30.6.<strong>2016</strong>: EUR 23,6 Tsd)<br />

2. Erläuterungen zur Bilanz<br />

A. Darstellung <strong>der</strong> Fristigkeiten<br />

Die Glie<strong>der</strong>ung <strong>der</strong> nicht täglich fälligen For<strong>der</strong>ungen<br />

und Verbindlichkeiten an Kreditinstitute<br />

und an Kunden nach Restlaufzeiten stellt sich<br />

folgen<strong>der</strong>maßen dar:<br />

For<strong>der</strong>ungen an Kreditinstitute:<br />

bis 3 Monate EUR 28.045 Tsd<br />

mehr als 3 Monate<br />

bis 1 Jahr EUR 10.000 Tsd<br />

mehr als 1 Jahr<br />

bis 5 Jahre EUR 0 Tsd<br />

über 5 Jahre EUR 846 Tsd<br />

For<strong>der</strong>ungen an Kunden:<br />

bis 3 Monate EUR 1.923 Tsd<br />

mehr als 3 Monate<br />

bis 1 Jahr EUR 44.145 Tsd<br />

mehr als 1 Jahr<br />

bis 5 Jahre EUR 73.174 Tsd<br />

über 5 Jahre EUR 2.022 Tsd<br />

Vebindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten:<br />

bis 3 Monate EUR 3.118 Tsd<br />

mehr als 3 Monate<br />

bis 1 Jahr EUR 113 Tsd<br />

mehr als 1 Jahr<br />

bis 5 Jahre EUR 0 Tsd<br />

über 5 Jahre EUR 0 Tsd<br />

Vebindlichkeiten gegenüber Kunden:<br />

bis 3 Monate EUR 20.565 Tsd<br />

mehr als 3 Monate<br />

bis 1 Jahr EUR 59.880 Tsd<br />

mehr als 1 Jahr<br />

bis 5 Jahre EUR 62.070 Tsd<br />

über 5 Jahre EUR 0 Tsd<br />

B. Risiken im Bereich For<strong>der</strong>ungen an Kunden<br />

For<strong>der</strong>ungen an Kunden betragen EUR 125,5 Mio<br />

(30.6.<strong>2016</strong>: EUR 89,4 Mio). Darin sind Einzelwertberichtigungen<br />

in Höhe von EUR 129 Tsd<br />

(30.6.<strong>2016</strong>: EUR 0) sowie Pauschalwertberichtigungen<br />

in Höhe von EUR 20 Tsd (30.6.<strong>2016</strong><br />

EUR 0) enthalten. For<strong>der</strong>ungen an Kunden mit<br />

einem Volumen von EUR 6,1 Mio (30.6.<strong>2016</strong>:<br />

EUR 11,7 Mio) sind durch Einlagen, Kundenfor<strong>der</strong>ungen<br />

mit einem Volumen von EUR 118,3 Mio<br />

(30.6.<strong>2016</strong>: EUR 76,8 Mio) sind größtenteils durch<br />

Hypotheken, Einlagen und / o<strong>der</strong> Wertpapiere<br />

besichert, nicht besicherte Ausleihungen betragen<br />

EUR 1,1 Mio (30.6.<strong>2016</strong>: EUR 0,8 Mio). Die<br />

Kunden for<strong>der</strong>ungen enthalten For<strong>der</strong>ungen an<br />

Emittenten mit einem Volumen von EUR 6,5 Mio<br />

(30.6.<strong>2016</strong>: EUR 3,9 Mio).<br />

For<strong>der</strong>ungen an Kunden:<br />

durch Einlagen besichert EUR 6,1 Mio<br />

durch Hypotheken,<br />

Einlagen und<br />

Wertpapiere besichert EUR 118,3 Mio<br />

unbesichert EUR 1,1 Mio<br />

C. Wertpapiere<br />

Im Rumpfgeschäftsjahr <strong>2016</strong> wurden Wertpapiere<br />

in den folgenden Aktivposten gehalten:<br />

- Schuldtitel öffentlicher Stellen: EUR 22,3 Mio<br />

(30.6.<strong>2016</strong>: EUR 10,3 Mio)<br />

- For<strong>der</strong>ungen an Kunden: EUR 6,5 Mio<br />

(30.6.<strong>2016</strong>: EUR 3,9 Mio)<br />

- Schuldverschreibungen und an<strong>der</strong>e festverzinsliche<br />

Wertpapiere: EUR 30,4 Mio<br />

(30.6.<strong>2016</strong>: EUR 7,7 Mio)<br />

- Aktien und an<strong>der</strong>e nicht festverzinsliche Wertpapiere:<br />

EUR 2,4 Mio (30.6.<strong>2016</strong>: EUR 2,3 Mio)<br />

C.1. Schuldtitel öffentlicher Stellen, die zur<br />

Refinanzierung bei <strong>der</strong> Zentralnotenbank<br />

zugelassen sind<br />

Im Rumpfgeschäftsjahr <strong>2016</strong> wurden fünf (Vorjahr:<br />

ein) nicht festverzinsliche börsennotierte Wertpapiere<br />

(Geregelter Markt) und ein festverzinsliches<br />

börsennotiertes Wertpapier (Geregelter Markt)<br />

im Umlaufvermögen gehalten:<br />

ANHANG


GESCHÄFTSBERICHT <strong>2016</strong> 18 EURAM BANK AG<br />

ANHANG<br />

Land Nie<strong>der</strong>österreich<br />

FRN 01.10.2014—01.10.2019 EUR 9.014 Tsd<br />

0 Berlin, Land<br />

FRN 08.10.2015—28.07.2025 EUR 4.120 Tsd<br />

0 Berlin, Land<br />

05.10.2015—16.01.2023 EUR 4.092 Tsd<br />

0 Berlin, Land<br />

FRN 12.12.2012—10.07.2017 EUR 2.004 Tsd<br />

0 Hessen, Land<br />

FRN 05.08.2013—11.06.2018 EUR 905 Tsd<br />

0,875 Dänemark, Königreich<br />

18.03.2014—20.03.2017 EUR 2.139 Tsd<br />

C.2. For<strong>der</strong>ungen an Kreditinstitute – hiervon<br />

an<strong>der</strong>e Emittenten<br />

Im Rumpfgeschäftsjahr <strong>2016</strong> wurde ein nicht festverzinsliches<br />

nicht börsennotiertes Wertpapier im<br />

Umlaufvermögen gehalten:<br />

1,02317% Inter-Amer.Dev.<strong>Bank</strong><br />

FRN 26.01.2015—17.01.2022 EUR 846 Tsd<br />

C.3. For<strong>der</strong>ungen an Kunden – hiervon an<strong>der</strong>e<br />

Emittenten<br />

Im Rumpfgeschäftsjahr <strong>2016</strong> wurden im Anlagevermögen<br />

ein festverzinsliches nicht börsennotiertes<br />

Wertpapier und im Umlaufvermögen<br />

ein festverzinsliches börsennotiertes Wertpapier<br />

(Offener Markt) und ein festverzinsliches nicht<br />

börsennotiertes Wertpapier gehalten.<br />

Anlagevermögen:<br />

CPI Immobilien AG<br />

30.11.2013—30.11.2033 EUR 1.900 Tsd<br />

Umlaufvermögen:<br />

7,5 DEMIRE Dt.Mittelst.R.Est.AG<br />

16.09.2014—16.09.2019 EUR 0 Tsd<br />

5 Aggregate Holdings S.A.<br />

10.08.<strong>2016</strong>—2021 EUR 2.549 Tsd<br />

8 Conrent Invest S.A.<br />

24.01.2014—31.07.2018 EUR 2.031 Tsd<br />

C.4. Schuldverschreibungen und an<strong>der</strong>e<br />

festverzinsliche Wertpapiere<br />

Im Rumpfgeschäftsjahr <strong>2016</strong> wurden im Umlaufvermögen<br />

vier (Vorjahr: drei) festverzinsliche<br />

börsennotierte Wertpapiere (Geregelter Markt)<br />

und sieben (Vorjahr: zwei) nicht festverzinsliche<br />

börsennotierte Wertpapiere (Geregelter Markt)<br />

gehalten.<br />

Umlaufvermögen:<br />

0,75 OeKB AG Global Note<br />

05.11.2013—15.12.<strong>2016</strong> / USD EUR 0 Tsd<br />

0,5 European Investment <strong>Bank</strong><br />

15.05.2013—15.08.<strong>2016</strong> EUR 0 Tsd<br />

0,6801% Inter-American<br />

D.Bk.FRN 17.07.2015—15.10.2019 EUR 0 Tsd<br />

0,6746% Asian Development<br />

Bk.FRN 10.07.2015—2019 EUR 0 Tsd<br />

Nie<strong>der</strong>lande<br />

24.02.2012—24.02.2017 EUR 6.259 Tsd<br />

0,566 Austria, Republik<br />

FRN 04.08.2005—04.08.2025 EUR 287 Tsd<br />

0,75 Asian Development <strong>Bank</strong><br />

11.08.2014—11.01.2017 EUR 3.081 Tsd<br />

0,6388% Asian Development<br />

Bk.FRN 10.07.2015—2019 EUR 709 Tsd<br />

1,14544 Asian Dev.<strong>Bank</strong><br />

FRN 26.02.<strong>2016</strong>—26.02.2020 EUR 2.489 Tsd<br />

0 European Investment <strong>Bank</strong><br />

06.11.2014—15.07.2024 EUR 4.104 Tsd<br />

1 European Investment <strong>Bank</strong><br />

18.06.2014—17.08.2017 EUR 1.427 Tsd<br />

0,62835 Inter-American<br />

D.Bk.FRN 17.07.2015—15.10.2019 EUR 2.549 Tsd<br />

0,6901 Inter-Amer.Dev.<strong>Bank</strong><br />

FRN 07.08.2015—15.07.2020 EUR 1.888 Tsd<br />

1,0001 Inter-Amer.Dev.<strong>Bank</strong><br />

FRN 02.03.<strong>2016</strong>—15.04.2020 EUR 1.909 Tsd<br />

1 Intl.<strong>Bank</strong> Rec.& Development<br />

23.06.2015—15.11.2017 EUR 5.652 Tsd<br />

C.5. Aktien und an<strong>der</strong>e nicht festverzinsliche<br />

Wertpapiere<br />

Diese Position enthält dem Anlagevermögen gewidmete<br />

Investmentfondsanteile in Höhe von EUR<br />

1.654 Tsd (30.6.<strong>2016</strong>: EUR 1,689 Tsd).<br />

Im Umlaufvermögen werden Hedgefondsanteile<br />

in Höhe von EUR 24 Tsd (30.6.<strong>2016</strong>: EUR 24 Tsd)<br />

ausgewiesen. Ebenfalls enthalten sind Investmentfondsanteile<br />

<strong>der</strong> <strong>Euram</strong> Publikumsfonds in Höhe<br />

von EUR 0,7 Mio (30.6.<strong>2016</strong>: EUR 0,5 Mio). Weiters<br />

werden Anteile an <strong>der</strong> „Petrocapital Resources<br />

PLC“ in Höhe von EUR 10,0 (30.6.<strong>2016</strong>: EUR 10,0)<br />

gehalten. Sämtliche im Aktivposten „Aktien und<br />

an<strong>der</strong>e nicht festverzinsliche Wertpapiere“ ausgewiesenen<br />

Wertpapiere sind nicht börsennotiert.<br />

Anlagevermögen:<br />

Europportunity Bond EUR 1.654 Tsd<br />

Umlaufvermögen:<br />

CFS I EUR 24 Tsd<br />

Europportunity Bond EUR 133 Tsd<br />

USD Convergence Bond EUR 265 Tsd<br />

Advantage Stock EUR 359 Tsd<br />

Petrocapital Resources PLC EUR 0,01 Tsd<br />

Im Rumpfgeschäftsjahr <strong>2016</strong> wurde eine Aktie<br />

(„Petrocapital Resources PLC“) gehalten. Die<br />

Börsennotiz <strong>der</strong> „Petrocapital Resources PLC“<br />

wurde im Jahr 2010 eingestellt.<br />

Im Rumpfgeschäftsjahr <strong>2016</strong> wurde von <strong>der</strong> Gesellschaft<br />

ein Kunden-Wertpapiervermögen in Höhe<br />

von EUR 507,7 Mio (30.6.<strong>2016</strong>: EUR 224,1 Mio)<br />

verwaltet.<br />

D. Anlagevermögen<br />

Die Entwicklungen <strong>der</strong> einzelnen Posten des Anlagevermögens<br />

und die Aufglie<strong>der</strong>ung <strong>der</strong> Jahresabschreibung<br />

nach einzelnen Posten sind im Anlagenspiegel<br />

dargestellt.<br />

E. Sonstige Vermögensgegenstände<br />

Sonstige Vermögensgegenstände enthalten im<br />

Wesentlichen:<br />

- eine valutabedingte schwebende Rückzahlung:<br />

EUR 0,2 Mio (30.6.<strong>2016</strong>: EUR 0,2 Mio),<br />

- in Rechnung gestellte Provisionen aus <strong>der</strong><br />

Vermögensverwaltung von Fonds: EUR 0,3 Mio<br />

(30.6.<strong>2016</strong>: EUR 0,3 Mio),<br />

- offene For<strong>der</strong>ungen: EUR 0,9 Mio (30.6.<strong>2016</strong>:<br />

EUR 1,6 Mio)<br />

- eine Immobilie, <strong>der</strong>en langfristiges Halten<br />

nicht geplant ist: EUR 240 Tsd (30.6.<strong>2016</strong>:<br />

EUR 240 Tsd).<br />

Im Rumpfgeschäftsjahr <strong>2016</strong> wurden keine sonstigen<br />

For<strong>der</strong>ungen mit einer Restlaufzeit von mehr<br />

als einem Jahr (30.6.<strong>2016</strong>: keine) ausgewiesen.<br />

Die im Rumpfgeschäftsjahr <strong>2016</strong> im Posten „Sonstige<br />

Vermögensgegenstände“ enthaltenen wesentlichen<br />

Erträge, die erst nach dem Abschlussstichtag<br />

zahlungswirksam werden, betragen EUR 0,4 Mio<br />

(30.6.<strong>2016</strong>: EUR 1,3 Mio).<br />

F. Rechnungsabgrenzungsposten<br />

Diese Position enthält neben laufenden Gehaltszahlungen<br />

in Höhe von EUR 125,6 Tsd (30.6.<strong>2016</strong>:<br />

EUR 128,5 Tsd) vorausbezahlte Versicherungsprämien<br />

sowie Informations- und Wartungskosten in<br />

Höhe von EUR 85,4 Tsd (30.6.<strong>2016</strong>: EUR 159,1 Tsd)<br />

und sonstige Vorauszahlungen in Höhe von EUR<br />

3,1 Tsd (30.6.<strong>2016</strong>: EUR 11,9 Tsd).<br />

G. Aktive latente Steuern<br />

Die aktiven latenten Steuern gemäß § 198 Abs 10<br />

UGB betragen zum Bilanzstichtag EUR 26,2 Tsd (im<br />

Vorjahr: EUR 87,5 Tsd). Im Vorjahr wurde bereits<br />

vom Aktivierungswahlrecht Gebrauch gemacht und<br />

die Steuerlatenzen unter <strong>der</strong> Bilanzposition Rechnungsabgrenzungen<br />

geführt. Durch das RÄG 2014<br />

wurde im Rumpfgeschäftsjahr <strong>2016</strong> ein eigener<br />

Bilanzposten auf <strong>der</strong> Aktivseite gebildet.<br />

H. Verbriefte Verbindlichkeiten<br />

Diese Position weist ein selbstbegebenes Zertifikat<br />

aus:<br />

CFS I EUR 24 Tsd<br />

Der Betrag <strong>der</strong> verbrieften Verbindlichkeiten, die<br />

im Jahr, das auf den Bilanzstichtag folgt, fällig<br />

werden, beträgt 24 Tsd (30.6.<strong>2016</strong>: EUR 24 Tsd).<br />

I. Sonstige Verbindlichkeiten<br />

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind bereits<br />

erhaltene, jedoch noch nicht bezahlte Rechnungen<br />

das Rumpfgeschäftsjahr <strong>2016</strong> betreffend in Höhe<br />

von EUR 0,2 Mio (30.6.<strong>2016</strong>: EUR 0,2 Mio),<br />

Verbindlichkeiten aus <strong>der</strong> Steuerumlage gegenüber<br />

einem verbundenen Unternehmen in Höhe von<br />

EUR 144,1 Tsd (30.6.<strong>2016</strong>: EUR 0,0 Tsd), Verbindlichkeiten<br />

gegenüber dem Finanzamt in Höhe von<br />

EUR 519,5 Tsd (30.6.<strong>2016</strong>: EUR 279,5 Tsd) sowie


GESCHÄFTSBERICHT <strong>2016</strong> 19 EURAM BANK AG<br />

Verbindlichkeiten gegenüber den Investoren <strong>der</strong><br />

Ergänzungskapitalanleihe für den Zinsaufwand in<br />

Höhe von EUR 45,0 Tsd (30.6.<strong>2016</strong>: keine) enthalten.<br />

Die im Rumpfgeschäftsjahr <strong>2016</strong> im Posten „Sonstige<br />

Verbindlichkeiten“ enthaltenen wesentlichen<br />

Aufwände, die erst nach dem Abschlussstichtag<br />

zahlungswirksam werden, betragen EUR 0,2 Mio<br />

(30.6.<strong>2016</strong>: EUR 0,2 Mio).<br />

J. Rechnungsabgrenzungsposten<br />

Diese Position enthält keine bereits vereinnahmten,<br />

aber dem Geschäftsjahr 2017 zuzuordnende Provisionen<br />

(30.6.<strong>2016</strong>: EUR 12,5 Tsd).<br />

K. Ergänzungskapital<br />

Am 01. Juni <strong>2016</strong> hat die <strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong> AG eine<br />

festverzinsliche, nicht börsennotierte, nachrangige<br />

Schuldverschreibung über 3 Mio EUR mit einer<br />

Laufzeit von sieben Jahren begeben. Davon gezeichnet<br />

bis zum Bilanzstichtag (31.12.<strong>2016</strong>) sind 3 Mio<br />

EUR. Die Bedingungen <strong>der</strong> Schuldverschreibung<br />

sind den Bestimmungen <strong>der</strong> CRR – EU-Verordnung<br />

Nr. 575 / 2013 Teil 2 Kapitel 4 (Artikel 62—71) über<br />

Ergänzungskapital entsprechend ausgestaltet. Für<br />

die Verzinsung des Ergänzungskapitals wurden<br />

im Rumpfgeschäftsjahr <strong>2016</strong> EUR 45.712,61<br />

aufgewendet.<br />

L. Eigenkapital<br />

1.) Das Grundkapital in Höhe von EUR 10.045,7 Tsd<br />

ist in 270.000 Stückaktien, von denen jede am<br />

Grundkapital im gleichen Umfang beteiligt ist,<br />

eingeteilt.<br />

2.) Das Eigenkapital setzt sich wie folgt zusammen:<br />

Gezeichnetes Kapital EUR 10.045,7 Tsd<br />

(gebundene) Kapitalrücklage EUR 1.886,8 Tsd<br />

(nicht gebundene)<br />

Kapitalrücklage EUR 33,5 Tsd<br />

Gewinnrücklage EUR 2.859,9 Tsd<br />

Haftrücklage gemäß<br />

§ 57 Abs 5 BWG EUR 979,1 Tsd<br />

3.) Im Rumpfgeschäftsjahr <strong>2016</strong> hat die <strong>Euram</strong><br />

<strong>Bank</strong> keine Gewinnrücklage dotiert (30.6.<strong>2016</strong>:<br />

keine).<br />

4.) Der Bilanzgewinn beträgt für das Rumpfgeschäftsjahr<br />

<strong>2016</strong> EUR 439,1 Tsd (30.6.<strong>2016</strong>: EUR<br />

-1.148,8 Tsd).<br />

5.) Im Rumpfgeschäftsjahr <strong>2016</strong> hat die <strong>Euram</strong><br />

<strong>Bank</strong> keine Haftrücklage dotiert (30.6.<strong>2016</strong>:<br />

EUR 318,6 Tsd).<br />

M. Eigenmittelanfor<strong>der</strong>ungen<br />

Die <strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong> verwendet zur Ermittlung <strong>der</strong><br />

Eigenmittelanfor<strong>der</strong>ungen folgende Ansätze:<br />

- Kreditrisiko: Standardansatz<br />

- Operationelles Risiko: Basisindikatoransatz<br />

- Risiko einer Anpassung <strong>der</strong> Kreditbewertung<br />

(CVA-Risiko): Standardmethode<br />

Der Gesamtrisikobetrag gemäß Artikel 92 <strong>der</strong><br />

CRR – EU-Verordnung Nr. 575 / 2013 im Rumpfgeschäftsjahr<br />

<strong>2016</strong> beträgt EUR 105.784 Tsd<br />

(30.6.<strong>2016</strong>: EUR 99.113 Tsd). Die risikogewichteten<br />

Positionsbeträge für das Kreditrisiko betragen<br />

EUR 92.322 Tsd (30.6.<strong>2016</strong>: EUR 85.651 Tsd) und<br />

setzen sich wie folgt zusammen:<br />

Risikopositionen gegenüber<br />

Zentralstaaten o<strong>der</strong> Zentralbanken EUR 0 Tsd<br />

Risikopositionen gegenüber<br />

regionalen o<strong>der</strong> lokalen<br />

Gebietskörperschaften EUR 0 Tsd<br />

Risikopositionen gegenüber<br />

multilateralen<br />

Entwicklungsbanken EUR 0 Tsd<br />

Risikopositionen gegenüber<br />

Instituten EUR 5.693 Tsd<br />

Risikopositionen gegenüber<br />

Unternehmen<br />

EUR 35.304 Tsd<br />

Risikopositionen aus dem<br />

Mengengeschäft EUR 2.996 Tsd<br />

Ausgefallene Risikopositionen EUR 15.426 Tsd<br />

Durch Immobilien besicherte<br />

Risikopositionen<br />

EUR 13.436 Tsd<br />

Risikopositionen gegenüber<br />

Instituten und Unternehmen mit<br />

kurzfristiger Bonitätsbeurteilung EUR 10.221 Tsd<br />

Risikopositionen in Form von<br />

Anteilen an Organismen für<br />

Gemeinsame Anlagen (OGA) EUR 1.731 Tsd<br />

Beteiligungsrisikopositionen EUR 159 Tsd<br />

Sonstige Posten EUR 7.356 Tsd<br />

Der Gesamtrisikobetrag <strong>der</strong> Risikopositionen<br />

für Operationelle Risiken beträgt EUR 13.462 Tsd<br />

(30.6.<strong>2016</strong>: EUR 13.462 Tsd).<br />

N. Ergänzende Angaben<br />

1.) Gesamtbetrag <strong>der</strong> Aktiva und Passiva in<br />

Fremdwährung:<br />

Aktiva in frem<strong>der</strong> Währung EUR 97,6 Mio<br />

Passiva in frem<strong>der</strong> Währung EUR 97,5 Mio<br />

Die Fremdwährungsaktiva sowie -passiva betreffen<br />

im Wesentlichen USD.<br />

2.) Im Rumpfgeschäftsjahr <strong>2016</strong> hatte die <strong>Euram</strong><br />

<strong>Bank</strong> eine Verfügungsbeschränkung für einen<br />

Vermögensgegenstand in Höhe von EUR 0,4 Mio<br />

(30.6.<strong>2016</strong>: EUR 0,4 Mio).<br />

3.) Die For<strong>der</strong>ungen an verbundene Unternehmen<br />

betragen EUR 1,3 Mio (30.6.<strong>2016</strong>: EUR 1,1 Mio).<br />

4.) Die Verpflichtungen gegenüber verbundenen<br />

Unternehmen betragen EUR 0,6 Mio (30.6.<strong>2016</strong>:<br />

EUR 0,9 Mio).<br />

5.) Im Rumpfgeschäftsjahr <strong>2016</strong> hatte die <strong>Euram</strong><br />

<strong>Bank</strong> keine wesentlichen Geschäfte mit sonstigen<br />

„Related Parties“ (30.6.<strong>2016</strong>: keine).<br />

6.) Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von<br />

EUR 0,4 Mio (30.6.<strong>2016</strong>: EUR 0,3 Mio) enthalten:<br />

Rechts-, Prüfungs- und<br />

Beratungskosten EUR 32,6 Tsd<br />

Noch nicht in Anspruch<br />

genommene Urlaube EUR 201,4 Tsd<br />

Boni EUR 128,9 Tsd<br />

7.) Die Verpflichtungen aus <strong>der</strong> Nutzung von in<br />

<strong>der</strong> Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen<br />

betragen aus heutiger Sicht für das nächste Jahr<br />

EUR 435,1 Tsd (30.6.<strong>2016</strong>: EUR 428,1 Tsd), für<br />

die folgenden fünf Jahre EUR 2 Mio und betreffen<br />

ausschließlich die Mietaufwendungen für die<br />

Nutzung <strong>der</strong> Büroräumlichkeiten.<br />

8.) Im Rumpfgeschäftsjahr <strong>2016</strong> wurden von <strong>der</strong><br />

Gesellschaft keine Devisentermingeschäfte abgeschlossen<br />

(30.6.<strong>2016</strong>: keine). Grundsätzlich dienen<br />

diese <strong>der</strong> Absicherung von Devisenpositionen.<br />

Die Laufzeiten <strong>der</strong> Devisentermingeschäfte liegen<br />

grundsätzlich unter einem Jahr.<br />

9.) Im Rumpfgeschäftsjahr <strong>2016</strong> hatte die <strong>Euram</strong><br />

<strong>Bank</strong> einen Organkredit (30.6.<strong>2016</strong>: einen Organkredit)<br />

in Höhe von EUR 665,0 Tsd vergeben<br />

(30.6.<strong>2016</strong>: EUR 665,0 Tsd).<br />

10.) Im Rumpfgeschäftsjahr <strong>2016</strong> weist die <strong>Euram</strong><br />

<strong>Bank</strong> eine Gesamtkapitalrentabilität (Jahresergebnis<br />

nach Steuern / Bilanzsumme) in Höhe von<br />

0,56% aus.<br />

3. Erläuterung zur Gewinn- und<br />

Verlustrechnung<br />

Im Rumpfgeschäftsjahr <strong>2016</strong> setzt sich die Aufglie<strong>der</strong>ung<br />

<strong>der</strong> Erträge nach geographischen Märkten<br />

gemäß § 64 (1) Z 9 BWG im Wesentlichen wie folgt<br />

zusammen:<br />

Zinsenerträge:<br />

Karibik EUR -3,7 Tsd<br />

Asien EUR 154,3 Tsd<br />

Europa – EU EUR 1.882,1 Tsd<br />

CEE EUR 182,6 Tsd<br />

Amerika EUR 3,6 Tsd<br />

Afrika EUR 1,1 Tsd<br />

Australien EUR 4,1 Tsd<br />

Erträge aus Wertpapieren und Beteiligungen:<br />

Europa – EU EUR 58,1 Tsd<br />

Provisionserträge:<br />

Karibik EUR 527,2 Tsd<br />

Asien EUR 74,1 Tsd<br />

Europa – EU EUR 2.904,9 Tsd<br />

CEE EUR 73,7 Tsd<br />

Amerika EUR 23,7 Tsd<br />

Afrika EUR 14,2 Tsd<br />

Australien EUR 7,1 Tsd<br />

ANHANG


GESCHÄFTSBERICHT <strong>2016</strong> 20 EURAM BANK AG<br />

ANHANG<br />

Erträge / Aufwendungen aus Finanzgeschäften:<br />

Karibik EUR 14,2 Tsd<br />

Asien EUR 7,9 Tsd<br />

Europa – EU EUR 216,9 Tsd<br />

CEE EUR 8,2 Tsd<br />

Amerika EUR 0,1 Tsd<br />

Afrika EUR 0,7 Tsd<br />

Australien EUR 0,1 Tsd<br />

Sonstige betriebliche Erträge:<br />

Asien EUR 0,1 Tsd<br />

Europa – EU EUR 1.551,5 Tsd<br />

Der im Rumpfgeschäftsjahr <strong>2016</strong> ausgewiesene<br />

Sachaufwand in Höhe von EUR 1,6 Mio (30.6.<strong>2016</strong>:<br />

EUR 2,7 Mio) setzt sich im Wesentlichen wie folgt<br />

zusammen:<br />

IT- und Informationsaufwand EUR 641 Tsd<br />

Büro- und Betriebsaufwand EUR 56 Tsd<br />

Mietaufwand EUR 217 Tsd<br />

Werbeaufwand EUR 214 Tsd<br />

Versicherungen EUR 89 Tsd<br />

Rechts- und<br />

Beratungsaufwand EUR 185 Tsd<br />

Aufsichtsrat EUR 74 Tsd<br />

Personalsuche und<br />

Schulungen EUR 24 Tsd<br />

Reisekosten und<br />

KFZ-Betriebskosten EUR 79 Tsd<br />

sonstige Kosten EUR 61 Tsd<br />

Unter Verweis auf § 237 UGB stellt sich die<br />

Aufglie<strong>der</strong>ung <strong>der</strong> sonstigen betrieblichen Erträge<br />

und sonstigen betrieblichen Aufwendungen gemäß<br />

§ 64 (1) Z 12 BWG wie folgt dar:<br />

- Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten<br />

neben weiterverrechneten Kosten in Höhe von<br />

EUR 0,05 Mio (30.6.<strong>2016</strong>: EUR 0,5 Mio) den<br />

Beratungsertrag für die Begebung einer Unternehmensanleihe<br />

für einen Kunden in Höhe von<br />

EUR 1,5 Mio (30.6.<strong>2016</strong>: keiner), keine Umsatzsteuergutschrift<br />

(30.6.<strong>2016</strong>: EUR 15,5 Tsd) und<br />

keine Erträge aus <strong>der</strong> Auflösung von Rückstellungen<br />

(30.6.<strong>2016</strong>: EUR 0,2 Mio).<br />

- Die im Rumpfgeschäftsjahr <strong>2016</strong> ausgewiesenen<br />

sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe<br />

von EUR 138,2 Tsd (30.6.<strong>2016</strong>: EUR 137,9 Tsd)<br />

betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für<br />

externe Berater.<br />

Im Rumpfgeschäftsjahr <strong>2016</strong> wurden Wertberichtigungen<br />

auf For<strong>der</strong>ungen in Höhe von EUR<br />

129 Tsd (30.6.<strong>2016</strong>: EUR 1.030 Tsd betreffend die<br />

Insolvenz <strong>der</strong> Maple <strong>Bank</strong> GmbH, Deutschland)<br />

durchgeführt. Des Weiteren wurde erstmalig eine<br />

Pauschalwertberichtung in Höhe von EUR 20 Tsd<br />

gebildet (30.6.<strong>2016</strong>: keine).<br />

Wertberichtigungen auf Wertpapiere sowie auf<br />

Beteiligungen und Anteile an verbundenen<br />

Unternehmen betragen EUR 34,6 Tsd (30.6.<strong>2016</strong>:<br />

EUR 23,2 Tsd) und betreffen die Wertberichtigung<br />

des im Anlagevermögen gehaltenen Europportunity<br />

Bond Fonds in Höhe von EUR 34,6 Tsd (30.6.<strong>2016</strong>:<br />

EUR 23,2 Tsd).<br />

Die auf das Rumpfgeschäftsjahr entfallenden<br />

Aufwen dungen für den Abschlussprüfer werden<br />

im Konzern abschluss <strong>der</strong> <strong>Euram</strong> Holding AG<br />

offen gelegt.<br />

Die in <strong>der</strong> Gewinn- und Verlustrechnung unter<br />

Einbeziehung <strong>der</strong> Steuerumlagen und latenten<br />

Steuern ausgewiesenen „Steuern vom Einkommen<br />

und Ertrag“ in Höhe von EUR -205,4 Tsd<br />

(30.6.<strong>2016</strong>: EUR -32,8 Tsd) setzen sich aus dem<br />

Aufwand aus Steuerlatenzen in Höhe von EUR 61,3<br />

Tsd (30.6.<strong>2016</strong>: EUR 32,8 Tsd) und dem Aufwand<br />

aus Steuerumlagen in Höhe von EUR 144,1 Tsd<br />

(30.6.<strong>2016</strong>: keiner) zusammen und wirken sich auf<br />

das „Ergebnis <strong>der</strong> gewöhnlichen Geschäftstätigkeit“<br />

im Umfang von -11,5% aus (30.6.<strong>2016</strong>: -3,3%).<br />

Im Rumpfgeschäftsjahr <strong>2016</strong> wurde keine Gewinnrücklage<br />

dotiert (30.6.<strong>2016</strong>: keine).<br />

Im Rumpfgeschäftsjahr <strong>2016</strong> wurde keine<br />

Haftrücklage dotiert (30.6.<strong>2016</strong>: EUR 318,6 Tsd).<br />

4. Sonstige Erläuterungen<br />

1.) Im Rumpfgeschäftsjahr <strong>2016</strong> waren<br />

durchschnittlich 34 (30.6.<strong>2016</strong>: 33) Angestellte<br />

beschäftigt.<br />

2.) Die Abfertigungsrückstellung im Rumpfgeschäftsjahr<br />

<strong>2016</strong> beträgt für leitende Angestellte<br />

EUR 144,2 Tsd (30.6.<strong>2016</strong>: EUR 172,5 Tsd) und für<br />

an<strong>der</strong>e Arbeitnehmer EUR 109,4 Tsd (30.6.<strong>2016</strong>:<br />

EUR 210,0 Tsd). Weiters wurden EUR 70,7 Tsd<br />

(30.6.<strong>2016</strong>: EUR 131,2 Tsd) an Beiträgen an die<br />

betriebliche Pensionsvorsorgekasse bezahlt.<br />

3.) Die Gesamtbezüge von drei (30.6.<strong>2016</strong>: drei)<br />

Vorstandsmitglie<strong>der</strong>n, die für ihre Tätigkeit im<br />

Rumpfgeschäftsjahr <strong>2016</strong> gewährt wurden,<br />

betragen EUR 0,5 Mio (30.6.<strong>2016</strong>: EUR 1,0 Mio),<br />

die im Rumpfgeschäftsjahr <strong>2016</strong> an die Mitglie<strong>der</strong><br />

des Aufsichtsrats gewährten Gel<strong>der</strong> betragen<br />

EUR 73,8 Tsd (30.6.<strong>2016</strong>: EUR 127,1 Tsd).<br />

4.) Im Rumpfgeschäftsjahr <strong>2016</strong> waren keine<br />

Kredite an leitende Angestellte vergeben<br />

(30.6.<strong>2016</strong>: keine).<br />

5.) Der Vorstand <strong>der</strong> Gesellschaft setzte sich<br />

während des Rumpfgeschäftsjahres <strong>2016</strong> wie<br />

folgt zusammen:<br />

Manfred Huber (Vorsitzen<strong>der</strong>)<br />

Johannes Langer<br />

Josef Leckel<br />

6.) Der gewählte Aufsichtsrat setzte sich während<br />

des Rumpfgeschäftsjahres <strong>2016</strong> wie folgt zusammen:<br />

Adolf Walter Höllmer (Vorsitzen<strong>der</strong>)<br />

Dr. Peter Maser (Stellvertreter des Vorsitzenden)<br />

Dr. Erik Max Michael Obermayer (bis 30.11.<strong>2016</strong>)<br />

Dkfm. Senta Penner<br />

7.) Die <strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong> ist in einen Konzernabschluss<br />

einbezogen. Das Unternehmen, das den Konzernabschluss<br />

erstellt, lautet wie folgt:<br />

<strong>Euram</strong> Holding AG<br />

Wallnerstraße 4<br />

1010 <strong>Wien</strong><br />

5. Wesentliche Ereignisse nach<br />

dem Stichtag<br />

Die Aktionäre <strong>der</strong> <strong>Euram</strong> Holding AG haben in<br />

<strong>der</strong> außerordentlichen Hauptversammlung vom<br />

13. März 2017 eine Kapitalerhöhung in Höhe von<br />

EUR 1,6 Mio beschlossen. Die <strong>Euram</strong> Holding AG<br />

wird nach Wirksamkeit <strong>der</strong> Kapitalerhöhung<br />

das Kapital <strong>der</strong> <strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong> AG ebenfalls um<br />

EUR 1,6 Mio erhöhen.<br />

6. Ergänzende Angaben<br />

Um den Offenlegungsverpflichtungen gemäß<br />

Artikel 431 bis Artikel 435 <strong>der</strong> CRR – EU-<br />

Verordnung Nr. 575 / 2013 <strong>der</strong> Gesellschaft<br />

nachzukommen, wird darauf hingewiesen, dass<br />

die Veröffentlichung auf <strong>der</strong> Website <strong>der</strong> <strong>Euram</strong><br />

<strong>Bank</strong> AG (www.eurambank.com) unter „<strong>Euram</strong><br />

<strong>Bank</strong> / Publikationen und Offenlegungen“ ersichtlich<br />

ist.<br />

<strong>Wien</strong>, am 26. April 2017<br />

Der Vorstand<br />

Manfred Huber<br />

Johannes Langer<br />

Josef Leckel


GESCHÄFTSBERICHT <strong>2016</strong> 21 EURAM BANK AG<br />

klein ist<br />

aufmerksam.<br />

––– Im <strong>Wien</strong>er Kaffeehaus wird <strong>der</strong> Kellner<br />

„Herr Ober“ genannt, unabhängig von<br />

seinem Rang. Das ist gut so, denn seine<br />

Autorität fußt nicht auf Hierarchie, sie<br />

ist vielmehr Folge seiner Aufmerksamkeit<br />

und Übersicht.


GESCHÄFTSBERICHT <strong>2016</strong> 22 EURAM BANK AG<br />

BESTÄTIGUNGS-<br />

VERMERK<br />

Bericht zum Jahresabschluss<br />

Prüfungsurteil<br />

Wir haben den Jahresabschluss <strong>der</strong> European<br />

American Investment <strong>Bank</strong> Aktiengesellschaft,<br />

<strong>Wien</strong>, bestehend aus <strong>der</strong> Bilanz zum 31. Dezember<br />

<strong>2016</strong>, <strong>der</strong> Gewinn- und Verlustrechnung für das an<br />

diesem Stichtag endende Rumpfgeschäftsjahr und<br />

dem Anhang, geprüft.<br />

Nach unserer Beurteilung entspricht <strong>der</strong> Jahresabschluss<br />

den gesetzlichen Vorschriften und<br />

vermittelt ein möglichst getreues Bild <strong>der</strong> Vermögens-<br />

und Finanzlage zum 31. Dezember <strong>2016</strong><br />

sowie <strong>der</strong> Ertragslage <strong>der</strong> Gesellschaft für das an<br />

diesem Stichtag endende Rumpfgeschäftsjahr in<br />

Übereinstimmung mit den österreich ischen unternehmens-<br />

und bankrechtlichen Vorschriften.<br />

Grundlage für das Prüfungsurteil<br />

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung<br />

mit <strong>der</strong> EU-Verordnung Nr. 537 / 2014<br />

(im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen<br />

Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung<br />

durchgeführt. Diese Grundsätze erfor<strong>der</strong>n<br />

die Anwendung <strong>der</strong> International Standards on<br />

Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten<br />

nach diesen Vorschriften und Standards sind im<br />

Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers<br />

für die Prüfung des Jahresabschlusses“<br />

unseres Bestätigungsvermerks weitergehend<br />

beschrieben. Wir sind von <strong>der</strong> Gesellschaft unabhängig<br />

in Übereinstimmung mit den österreichischen<br />

unternehmens-, bank- und berufsrechtlichen<br />

Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen<br />

Pflichten in Übereinstimmung mit diesen<br />

Anfor<strong>der</strong>ungen erfüllt. Wir sind <strong>der</strong> Auffassung,<br />

dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise<br />

ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage<br />

für unser Prüfungsurteil zu dienen.<br />

Beson<strong>der</strong>s wichtige Prüfungssachverhalte<br />

Beson<strong>der</strong>s wichtige Prüfungssachverhalte sind<br />

solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen<br />

Ermessen am bedeutsamsten für unsere<br />

Prüfung des Jahresabschlusses des Rumpfgeschäftsjahres<br />

waren. Diese Sachverhalte wurden im<br />

Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses<br />

als Ganzem und bei <strong>der</strong> Bildung unseres<br />

Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir<br />

geben kein geson<strong>der</strong>tes Prüfungsurteil zu diesen<br />

Sachverhalten ab.<br />

Werthaltigkeit <strong>der</strong> For<strong>der</strong>ungen an Kunden<br />

Das Risiko für den Abschluss<br />

Die For<strong>der</strong>ungen an Kunden werden in <strong>der</strong> Bilanz<br />

mit einem Betrag von 126 Mio EUR ausgewiesen.<br />

Darin sind Wertberichtigungen in Höhe von EUR<br />

149 Tsd enthalten. Die For<strong>der</strong>ungen an Kunden<br />

stellen betraglich (knapp 50% <strong>der</strong> Bilanzsumme)<br />

einen wesentlichen Bilanzposten dar und sind<br />

gegenüber dem Stichtag 30. Juni <strong>2016</strong> vor allem<br />

aufgrund <strong>der</strong> Expansion des Immobilienfinanzierungsgeschäfts<br />

in Deutschland und Österreich um<br />

rund 40% gestiegen. Bis auf wenige Ausnahmen<br />

werden hauptsächlich mit Hypotheken, Einlagen<br />

und Wertpapieren besicherte Kredite vergeben.<br />

Der Vorstand <strong>der</strong> <strong>Bank</strong> beschreibt die Vorgehensweise<br />

bei <strong>der</strong> Ermittlung <strong>der</strong> Wertberichtigungen<br />

für Kundenfor<strong>der</strong>ungen im Anhang zum Jahresabschluss<br />

im Kapitel „Allgemeine Grundsätze und<br />

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung“ sowie<br />

unter Punkt 2B „Risiken im Bereich For<strong>der</strong>ungen<br />

an Kunden“.<br />

Die <strong>Bank</strong> beurteilt im Rahmen <strong>der</strong> Kreditüberwachung,<br />

ob Wertmin<strong>der</strong>ungsindikatoren vorliegen<br />

und folglich Einzelwertberichtigungen zu bilden<br />

sind. Das Identifizieren von Wertberichtigungsindikatoren<br />

beinhaltet die Ein schätzung, ob Ereignisse<br />

vorliegen, die zu einer Beeinträchtigung <strong>der</strong><br />

Leistung <strong>der</strong> vertraglich vereinbarten Zahlungen<br />

in voller Höhe und ohne Verwertung von Sicherheiten<br />

führen. Die Ermittlung <strong>der</strong> Einzelwertberichtigungen<br />

erfolgt unter Berücksichtigung <strong>der</strong><br />

Sicherheiten. Dabei werden die Sicherheiten mit<br />

ihren jeweiligen Belehnwerten, also Verkehrswerte<br />

abzüglich Abschläge, angesetzt. Bei den angesetzten<br />

Sicherheitenwerten handelt es sich daher um<br />

Schätzungen.<br />

Neben <strong>der</strong> Ermittlung <strong>der</strong> Einzelwertberichtigungen<br />

erfolgt für nicht ausgefallene Kunden die<br />

Berechnung <strong>der</strong> Portfoliowertberichtigung auf Basis<br />

eines Bewertungsmodells. In diesem sind neben<br />

Kundenobligo und Sicherheitenwerte vor allem die<br />

Ausfallswahrscheinlichkeit auf Basis des Kundenratings<br />

relevant. Ausgehend von dem bestehenden<br />

internen Kundenrating werden den Blankovolumina<br />

Ausfallwahrscheinlichkeiten zugeordnet, die extern<br />

bezogen werden.<br />

Das Risiko für den Abschluss liegt in den mit <strong>der</strong><br />

Feststellung von Wertmin<strong>der</strong>ungsindikatoren,<br />

sowie <strong>der</strong> Berechnung <strong>der</strong> Wertberichtigungen<br />

verbundenen wesentlichen Ermessens- und<br />

Schätzungsunsicherheiten.<br />

Unsere Vorgehensweise in <strong>der</strong> Prüfung<br />

Wir haben den Prozess zur Vergabe und Überwachung<br />

von Kundenkrediten, sowie <strong>der</strong> diesbezüglichen<br />

Wertberichtigungsermittlung durch<br />

Evaluierung <strong>der</strong> internen Richtlinien sowie<br />

Befragungen von Mitarbeitern in den zuständigen<br />

Abteilungen geprüft, ob dieser geeignet ist, die<br />

Werthaltigkeit dieser For<strong>der</strong>ungen angemessen<br />

abzubilden. Wir haben weiters die Schlüsselkontrollen<br />

in diesem Bereich hinsichtlich ihrer Ausgestaltung,<br />

Umsetzung und in Stichproben auf ihre<br />

Wirksamkeit getestet.<br />

Auf Basis einer Stichprobe von Krediten haben<br />

wir geprüft, ob Indikatoren für Wertmin<strong>der</strong>ungen<br />

festgestellt wurden. Bei Einzelwertberichtigungen<br />

haben wir externe Nachweise wie Liegenschafts­<br />

Bewertungsgutachten bzw. Wertpapier-Depotauszüge<br />

für Sicherheiten in unsere Beurteilung<br />

miteinfließen lassen. Die Auswahl <strong>der</strong> Stichprobe<br />

erfolgte unter beson<strong>der</strong>er Berücksichtigung von<br />

Ratingstufen mit höherem Ausfallsrisiko.<br />

Bei den Portfoliowertberichtigungen haben wir<br />

die Modelle und die darin verwendeten Parameter<br />

dahingehend beurteilt, ob diese geeignet sind,<br />

Vorsorgen in angemessener Höhe zu ermitteln. Die<br />

rechnerische Richtigkeit <strong>der</strong> Vorsorgen haben wir<br />

nachvollzogen.<br />

Abschließend wurde beurteilt, ob die Angaben im<br />

Anhang zum Jahresabschluss zur Ermittlung von<br />

Wertberichtigungen für Kundenfor<strong>der</strong>ungen<br />

angemessen sind.<br />

Verantwortlichkeiten <strong>der</strong> gesetzlichen<br />

Vertreter und des Aufsichtsrats für den<br />

Jahresabschluss<br />

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich<br />

für die Aufstellung des Jahres abschlusses und<br />

dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den<br />

österreich ischen unternehmens- und bankrechtlichen<br />

Vorschriften ein möglichst getreues Bild <strong>der</strong><br />

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage <strong>der</strong> Gesellschaft<br />

vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen<br />

Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen,<br />

die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung<br />

eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,<br />

<strong>der</strong> frei von wesentlichen – beabsichtigten o<strong>der</strong><br />

unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.<br />

Bei <strong>der</strong> Aufstellung des Jahresabschlusses sind<br />

die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich,<br />

die Fähigkeit <strong>der</strong> Gesellschaft zur Fortführung <strong>der</strong><br />

Unter nehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte<br />

im Zusammenhang mit <strong>der</strong> Fortführung <strong>der</strong>


GESCHÄFTSBERICHT <strong>2016</strong> 23 EURAM BANK AG<br />

Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig –<br />

anzugeben sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz<br />

<strong>der</strong> Fortführung <strong>der</strong> Unternehmenstätigkeit<br />

anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen<br />

Vertreter beabsichtigen, entwe<strong>der</strong> die Gesellschaft<br />

zu liquidieren o<strong>der</strong> die Unternehmenstätigkeit<br />

einzustellen, o<strong>der</strong> haben keine realistische Alternative<br />

dazu.<br />

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung<br />

des Rechnungs legungsprozesses <strong>der</strong><br />

Gesellschaft.<br />

Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers<br />

für die Prüfung des Jahresabschlusses<br />

Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber<br />

zu erlangen, ob <strong>der</strong> Jahresabschluss im Ganzen<br />

frei von wesentlichen – beabsichtigten o<strong>der</strong><br />

unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist und<br />

einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, <strong>der</strong> unser<br />

Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit<br />

ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine<br />

Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit<br />

<strong>der</strong> EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen<br />

ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die<br />

die Anwendung <strong>der</strong> ISA erfor<strong>der</strong>n, durchgeführte<br />

Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung,<br />

falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt.<br />

Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen<br />

o<strong>der</strong> Irrtümern resultieren und werden als<br />

wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln<br />

o<strong>der</strong> insgesamt vernünftigerweise erwartet werden<br />

könnte, dass sie die auf <strong>der</strong> Grundlage dieses<br />

Jahresabschlusses getroffenen wirtschaft lichen<br />

Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.<br />

Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung<br />

mit <strong>der</strong> EU-VO und mit den österreichischen<br />

Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung,<br />

die die Anwendung <strong>der</strong> ISA erfor<strong>der</strong>n, üben wir<br />

während <strong>der</strong> gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes<br />

Ermessen aus und bewahren eine<br />

kritische Grund haltung.<br />

Darüber hinaus gilt:<br />

- Wir identifizieren und beurteilen die Risiken<br />

wesentlicher – beabsichtigter o<strong>der</strong> unbeabsichtigter<br />

– falscher Darstellungen im Abschluss,<br />

planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf<br />

diese Risiken, führen sie durch und erlangen<br />

Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet<br />

sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil<br />

zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen<br />

Hand lungen resultierende wesentliche falsche<br />

Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher<br />

als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose<br />

Handlungen betrügerisches Zusammenwirken,<br />

Fälschungen, beabsichtigte Unvollständig keiten,<br />

irreführende Darstellungen o<strong>der</strong> das Außerkraftsetzen<br />

interner Kontrollen beinhalten können.<br />

- Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die<br />

Abschlussprüfung rele vanten internen Kontrollsystem,<br />

um Prüfungshandlungen zu planen, die<br />

unter den gegebenen Umständen angemessen<br />

sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil<br />

zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems<br />

<strong>der</strong> Gesellschaft abzugeben.<br />

- Wir beurteilen die Angemessenheit <strong>der</strong> von<br />

den gesetzlichen Vertretern angewandten<br />

Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit<br />

<strong>der</strong> von den gesetzlichen Vertretern dar gestellten<br />

geschätzten Werte in <strong>der</strong> Rechnungslegung<br />

und damit zusammenhängende Angaben.<br />

- Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemes<br />

senheit <strong>der</strong> Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes<br />

<strong>der</strong> Fortführung <strong>der</strong> Unternehmenstätigkeit<br />

durch die gesetzlichen Vertreter<br />

sowie, auf <strong>der</strong> Grundlage <strong>der</strong> erlangten Prüfungsnachweise,<br />

ob eine wesentliche Unsicherheit im<br />

Zusammenhang mit Ereignissen o<strong>der</strong> Gegebenheiten<br />

besteht, die bedeutsame Zweifel an <strong>der</strong><br />

Fähigkeit <strong>der</strong> Gesellschaft zur Fortführung <strong>der</strong><br />

Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Falls wir<br />

die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche<br />

Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet,<br />

in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen<br />

Angaben im Jahresabschluss aufmerksam<br />

zu machen o<strong>der</strong>, falls diese Angaben unangemessen<br />

sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren.<br />

Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf <strong>der</strong><br />

Grundlage <strong>der</strong> bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks<br />

erlangten Prüfungsnachweise.<br />

Zukünftige Ereignisse o<strong>der</strong> Gegebenheiten<br />

können jedoch die Abkehr <strong>der</strong> Gesellschaft von<br />

<strong>der</strong> Fortführung <strong>der</strong> Unternehmenstätigkeit zur<br />

Folge haben.<br />

- Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau<br />

und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich<br />

<strong>der</strong> Angaben sowie ob <strong>der</strong> Jahresabschluss<br />

die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und<br />

Ereignisse in einer Weise wie<strong>der</strong>gibt, dass ein<br />

möglichst getreues Bild erreicht wird.<br />

- Wir tauschen uns mit dem Aufsichtsrat unter<br />

an<strong>der</strong>em über den geplanten Umfang und die<br />

geplante zeitliche Einteilung <strong>der</strong> Abschlussprüfung<br />

sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen,<br />

einschließlich etwaiger bedeut samer<br />

Mängel im internen Kontrollsystem, die wir<br />

während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.<br />

- Wir geben dem Aufsichtsrat auch eine Erklärung<br />

ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanfor<strong>der</strong>ungen<br />

zur Unabhängigkeit eingehalten<br />

haben und uns mit ihnen über alle<br />

Beziehungen und sonstigen Sachverhalte austauschen,<br />

von denen vernünftigerweise angenommen<br />

werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhäng<br />

igkeit und – sofern einschlägig – damit<br />

zusammen hängende Schutzmaßnahmen<br />

auswirken.<br />

- Wir bestimmen von den Sachverhalten, über<br />

die wir uns mit dem Aufsichtsrat ausgetauscht<br />

haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten<br />

für die Prüfung des Jahresabschlusses<br />

des Geschäftsjahres waren und daher die beson<strong>der</strong>s<br />

wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir<br />

beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk,<br />

es sei denn, Gesetze o<strong>der</strong> an<strong>der</strong>e<br />

Rechtsvorschriften schließen die öffentliche<br />

Angabe des Sachverhalts aus o<strong>der</strong> wir bestimmen<br />

in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt<br />

nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt<br />

werden sollte, weil vernünftiger weise erwartet<br />

wird, dass die negativen Folgen einer solchen<br />

Mitteilung <strong>der</strong>en Vorteile für das öffentliche Interesse<br />

übersteigen würden.<br />

Sonstige gesetzliche und an<strong>der</strong>e<br />

rechtliche Anfor<strong>der</strong>ungen<br />

Bericht zum Lagebericht<br />

Der Lagebericht ist aufgrund <strong>der</strong> österreichischen<br />

unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu<br />

prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang<br />

steht und ob er nach den geltenden rechtlichen<br />

Anfor<strong>der</strong>ungen aufgestellt wurde.<br />

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für<br />

die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung<br />

mit den österreichischen unternehmensrechtlichen<br />

Vorschriften.<br />

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung<br />

mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts<br />

durchgeführt.<br />

Urteil<br />

Nach unserer Beurteilung ist <strong>der</strong> Lagebericht nach<br />

den geltenden rechtlichen Anfor<strong>der</strong>ungen<br />

aufgestellt worden und steht in Einklang mit<br />

dem Jahres abschluss.<br />

Erklärung<br />

Angesichts <strong>der</strong> bei <strong>der</strong> Prüfung des Jahresabschlusses<br />

gewonnenen Erkenntnisse und des<br />

gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft<br />

und ihr Umfeld haben wir keine wesentlichen<br />

fehlerhaften Angaben im Lagebericht festgestellt.<br />

Zusätzliche Angaben nach Artikel 10 EU-VO<br />

Wir wurden von <strong>der</strong> Hauptversammlung am<br />

31. Oktober 2014 als Abschlussprüfer gewählt. Wir<br />

wurden am 30. November <strong>2016</strong> vom Aufsichtsrat<br />

beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem<br />

Geschäftsjahr 2014 / 2015 Abschlussprüfer.<br />

Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt<br />

„Bericht zum Jahresabschluss“ mit dem zusätzlichen<br />

Bericht an den Aufsichtsrat nach Artikel 11<br />

<strong>der</strong> EU-VO in Einklang steht.<br />

Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen<br />

erbracht haben und dass<br />

wir bei <strong>der</strong> Durchführung <strong>der</strong> Abschlussprüfung<br />

unsere Unabhängigkeit von <strong>der</strong> Gesellschaft<br />

gewahrt haben.<br />

Wir haben folgende Leistungen, die nicht im<br />

Jahresabschluss o<strong>der</strong> im Lage bericht angegeben<br />

wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die<br />

Konzernunternehmen erbracht:<br />

Einzel- sowie Konzernabschlussprüfung <strong>der</strong><br />

<strong>Euram</strong> Holding AG, <strong>Wien</strong>.<br />

Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer<br />

Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche<br />

Wirtschaftsprüfer ist<br />

Herr Mag. Bernhard Gruber.<br />

<strong>Wien</strong>, am 26. April 2017<br />

KPMG Austria GmbH<br />

Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungs gesellschaft<br />

Mag. Bernhard Gruber<br />

Wirtschaftsprüfer


GESCHÄFTSBERICHT <strong>2016</strong> 24 EURAM BANK AG<br />

klein ist<br />

––– Was wäre ein traditionelles <strong>Wien</strong>er Café<br />

ohne seine Kartenspieler, Schachspieler o<strong>der</strong><br />

auch Karambolspieler? Und das Wesen ihres<br />

Spieles ist, bei aller Liebe zum Gewinnen, viel<br />

mehr ein Miteinan<strong>der</strong>, als ein Gegeneinan<strong>der</strong>.<br />

kooperativ.<br />

<strong>Euram</strong> <strong>Bank</strong> AG | Palais Esterházy | Wallnerstraße 4 | 1010 <strong>Wien</strong> | Tel. +43 1 512 38 80 0 | Fax +43 1 512 38 80 888 | office@eurambank.com |<br />

www.eurambank.com | Konzeption, Gestaltung und Produktion die3 Agentur für Werbung und Kommunikation GmbH | Illustrationen Florian Bayer | Druck Druckerei Thurnher | Aufgrund <strong>der</strong> leichten Lesbarkeit finden Sie in<br />

den Texten gele gentlich nur männliche o<strong>der</strong> weibliche Formen. Wenn Sie von Kunden, Mitarbeitern, Partnern und an<strong>der</strong>en lesen, sind immer beide Geschlechter in gleich hoher Wertschätzung gemeint.

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