ewe-aktuell 2/ 2017

eineweltengagement

Magazin des eine-welt-engagement.de

Jahrgang 20 - Juni 2017

Sambia 2017 - ein Reisebericht

WEITERE THEMEN IN DIESER AUSGABE

Gemeinden im Bistum Monze

Die Zeit vergeht


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Editorial

Inhaltsverzeichnis

Sambia 2017 - ein Reisebericht

Liebe Leser,

wenn es eine Sache gibt, die ich bedauere, wenn ich an mein

Jahr in Sambia zurückdenke, dann ist dies, nicht besser

Chitonga gelernt zu haben. Ich versuche mir dann immer

selbst zu sagen, dass ich ja in Mazabuka in einem Schmelztiegel

gewohnt habe, in dem Chitonga nur eine Sprache von vielen

war. Doch ehrlich gesagt: Mein Chinyanja, mein Chibemba

und mein Silozi sind noch viel schlechter. Aus Gesprächen

mit anderen ehemaligen

Freiwilligen weiß ich, dass

es nicht nur mir so geht.

Doch gleichzeitig gab es

auch die ein oder andere,

die am Ende fast fließend

Chitonga parlierte. Fazit:

Manchmal muss man

Dinge einfach machen! In

dem Fall: Sich geduldige

Gesprächspartner suchen

(von denen es mehr als

genug gibt) und sich

die Zeit nehmen – auch

wenn die Sprache einem anfangs fremd ist. Umso höher ist

in jedem Fall einzuschätzen, mit welch gutem Deutsch sich

unsere sambischen Freiwilligen jedes Jahr aus Deutschland

wieder verabschieden. Das verdient zweifelsohne einen

großen Respekt! Und wie groß der Respekt ist, der uns

entgegenschlägt, wenn wir uns die Mühe machen, ein wenig

mehr in eine afrikanische Sprache einzutauchen, wurde mir

jüngst bei einem kurzen beruflichen Aufenthalt in Uganda

deutlich. Schon auf dem Weg zum Flughafen hatte ich mir

ein erstes Youtube-Video zum Luganda-Lernen angeschaut

– noch mal ein paar Floskeln vorm Schlafengehen

wiederholt und beim ersten Ausprobieren stand jedem

meiner ugandischen Kollegen sofort ein breites Grinsen auf

dem Gesicht. Zurück waren sie die Erinnerungen, als ich vor

16 Jahren meine ersten Spaziergänge mit „Mwabuka buti“

durch Mazabuka machte.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und euch nun ein paar

schöne literarische Spaziergänge durch Sambia – diesmal mit

besonderem Zwischenstopp in Chikuni.

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Sambia 2017

ein Reisebericht

Gemeinden im

Bistum Monze

Schulfee-Sambia

ein Entwicklungsbericht

Editorial

Neues aus Sambia

Die Zeit vergeht

Time Flies

Entwiclungsperspektiven

des eine-welt-engagement.de

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Am 23.April ging es los. Die Sambiareise, für 2016

geplant, wegen einer Operation verschoben. Ich

hatte im Geheimen gehofft, dass verschoben auch

aufgehoben bedeutet. Nicht, dass ich nicht nach

Sambia wollte, aber ich wollte eigentlich nicht fliegen.

Maximal nach Berlin, München oder Rom, aber 15

Stunden über Dubai nach Lusaka?!? Eigentlich nicht.

Jetzt war die Reise ein Geburtstagswunsch zum 60. ,

sowas schlägt man nicht aus! Also! Zähne zusammen

und durch. Und? Der Flug war völlig harmlos, nur

natürlich anstrengend und ermüdend.

So kamen wir bei strömendem Regen in Lusaka

an. Die liebe Agnes ( Simolooka) , ein Schatz, hatte

einen Fahrer organisiert, der uns zum Gästehaus der

katholischen Bischofskonferenz , Kapingila, brachte,

unser erstes Quartier.

Die Eindrücke auf dem Weg dorthin waren mir

nicht so fremd wie erwartet. Ein Gefühl, das blieb.

Sambia war mir, obwohl ich nie vorher da gewesen

bin, nicht so fremd wie gedacht. Die vielen Treffen

mit sambischen Freunden hier in Deutschland, die

Berichte der Fahrten anderer mit Bildern erzählt,

hatten gute Vorarbeit geleistet.

Wir bekamen ein Doppelzimmer mit Bad. Ich freute

mich auf die Dusche. Nach der langen Reise frisch

machen, ja!! Dann kam die sambische Realität.

Kalte Dusche, der Wasserdruck so gering, dass

man kaum nass wurde. Haare waschen fiel also aus.

Genauso wie der Strom, als wir kurze Zeit später in

einem kleinen libanesischen Restaurant saßen, um

Abend zu essen. Aber – kein Problem – das Shawarma

kam vom Gas betriebenen Drehspieß. Auswahl fiel

also aus, dafür super nette Bedienung, romantische

Atmosphäre bei Kerzenschein und Yvonne und ihre

Schwestern kamen um uns zu besuchen. Perfekt! Ein

gelungener Abend!

Am nächsten Morgen, was auf sambisch Mittag

bedeutete, kamen Agnes und Solomon (Phiri) um uns

einzusammeln und mit uns ins 4 Stunden entfernte

Chirundu zu fahren.

Chirundu ist eine Grenzstadt zu Simbabwe mit

all den Problemen, die Grenzstädte, zumal in

Drittweltländern, haben. Kriminalität, Prostitution,

Schmuggel, Drogen, böse gesagt, ein Loch.

Wir bekamen den Rat, abends nicht in den Ort zu

gehen.

Solomon hatte organisiert, dass wir noch eine

Bootstour auf dem Kafoe von einer Lodge aus

machen sollten, die einem Freund von ihm gehört.

Geplant waren 2 Stunden, da wir spät waren und der

Sonnenuntergang nicht mehr lange auf sich warten

ließ, wurde eine draus. Und es war toll!

Die Natur auf dem

Kafoe, das „Treffen“ mit

einer Flusspferdfamilie

bei ihrem abendlichen

Bad, der Wind, der uns

durch die Haare und

die Ohren brauste und

das Beste: Solomon, der

Bootfahren genauso

liebt, wie ich Fliegen,

kam mit. Es war riesig.

Euer/Ihr Johann Heilmann


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Nach der Bootstour noch ein Imbiss in der Stadt und

dann gings zu unserem Gastgeber, einem italienischen

Pfarrer, dessen Pfarrhaus über mehrere Gästezimmer

(und warme Duschen!) verfügt und wunderschön

oberhalb einer Kafue- Schleife auf einem Hügelchen

liegt. Im Garten die obligatorischen Hunde, Affen,

Schlangen (Kobra, Mamba, nicht rausgehen

nachts!), angeblich hin und wieder mal ein verirrter

Wasserbüffel oder Flusspferd. Oha.

Nach einem Frühstück mit echtem italienischen

Kaffee, worauf Pater Emilio sehr stolz war, standen

mehrere Treffen in Sachen Schoolfee- Schulfee (mehr

dazu von Lukas Görgen unter Schulfee-Sambia –

ein Entwicklungsbericht) auf dem Programm. Wir

sprachen mit Lehrern der katholischen Primaryschool

und mit denen der (staatlichen) Secondaryschool .

An beiden Schulen werden Schüler von Schulfee mit

schoolfee unterstützt. Berührend und bedrückend war

für mich das anschließende Treffen mit der Familie

eines dieser Schüler. Die vaterlose Familie bestand aus

Mutter, Oma, zwei leiblichen Kindern und den vier

Kindern der Schwester der Mutter. Sie leben im Slum

von Chirundu in ihrem „Haus“ aus unverputztem

Mauerwerk mit einem Fensterloch, ohne Fenster

und einem Türloch, ohne Tür, ohne eigenes Wasser

und ohne Strom, auf einer Grundfläche von ca. 6

qm. Gekocht wird auf einem Holz-/Holzkohlefeuer

draußen, es gibt einen öffentlicher Wasserkran,

Toilette?

Mein Bedürfnis nach einer warmen Dusche kam mir

nun ziemlich luxuriös vor.

Schnell holte man uns alle Sitzgelegenheiten,

winzige Holzhöckerchen, einen Stuhl um

uns willkommen zu heißen, damit wir

beim Gespräch bequem sitzen konnten.

Mutter und Oma setzten sich auf den

Boden.

Auf Bruce, dem geförderten Kind, liegt die

ganze Hoffnung dieser Menschen, dass es

irgendwann mal bergauf geht.

Nach diesem Besuch gingen mir

doch viele Anfragen an unsere eigene

verschwenderische Lebensweise durch den

Kopf. Welche Annehmlichkeiten nehmen

wir als selbstverständlich hin, wie viele

unzufriedene Mitmenschen gibt es bei uns,

die von Verlustängsten geplagt sind und

denen jede Dankbarkeit fehlt? Wie viele übellaunige,

aggressive Menschen treffe ich jeden Tag, die mehr

und mehr wollen und sich zu kurz gekommen fühlen?

In Sambia: viele freundliche und lachende Gesichter.

Immer Zeit für ein Wort und ein Späßchen am

Wegesrand, ein Hallo, ein Gruß. Sambier lachen gerne

und viel.

Von Chirundu aus ging die Reise nach Masabuka

zum Kloster von Sr. Chrisencia und ihrer Oberin

Sr. Marianne. Auf diesen Besuch hatte ich mich

sehr gefreut. Sr. Chrisencia kannte ich schon von

ihren Deutschlandbesuchen, und die Nonnen sind

so herzliche und humorvolle Menschen. Es gab

ein Bombenzimmer, super Essen, warme Duschen,

viele Gespräche, viel Lachen und dazu noch

diese beiden warmen Menschen, die noch einen

Priesteramtskandidaten da hatten, der sie mit Hilfsund

Reparaturarbeiten unterstützte. Am Abend gab

es auch da einen kurzen Besuch von einem alten

Bekannten. Daniel, der die Sommerschule der KHG

Aachen vor einigen Jahren in Mülheim mitgemacht

hatte.

Am nächsten Morgen ging es weiter nach Monze.

Ich hatte mir Monze von den Erzählungen her

größer vorgestellt. Während Guido einen Termin

im Krankenhaus hatte und Solomon und Agnes

ihrer Arbeit nachgingen, besuchten Lukas und ich

den Markt in Monze, von dem ich schon viel gehört

hatte. Auch da wieder viele freundliche und fröhliche

Gesichter. Natürlich gab es auch viel Neugier auf

die Weißen, sodass Lukas einige Fototermine für

Selfies mit Marktbeschickern hatte. Auffällig und

erschreckend war, dass es nur noch wenige Stände

mit Chitenge gab, den traditionellen afrikanischen

Stoffen, dafür viele Stände mit offenbar gebrauchter

europäischer Kleidung. Unsere Altkleidersammlung

auf dem Markt in Monze.

Tage zuvor, am Wegesrand auf der Fahrt nach

Chirundu die Textilfabrik aufgegeben, lohnt sich

nicht mehr, die Jobs vernichtet.

Mit unserer Art des Umgangs mit afrikanischen

Ländern (Altkleider, Elektroschrott, subventionierte

dorthin exportierte europäische Lebensmittel wie

Tomaten, Zucker, Geflügel, um nur einige zu nennen)

zerstören wir die Lebensgrundlagen der Menschen

dort. Diese fischen wir dann aus dem Mittelmeer und

bezeichnen sie als Wirtschaftsflüchtlinge. Ich kam

bedrückt vom Markt.

Nachmittags dann ging‘s für Guido und mich zu

Solomons Farm etwas außerhalb von Monze, wo

wir seine Frau Althea, seine Enkel und später auch

einen seiner Söhne trafen. Auf das Wiedersehen mit

Althea, auch ein ganz besonderer warmer Mensch, die

beim letzten Deutschlandbesuch bei uns zu Gast war,

hatte ich mich auch schon sehr gefreut. Wir blieben

über Nacht mit einem geselligen Essen, Plauderei am

Abend, einer Farmbesichtigung und einem erste Sahne

Biofrühstück mit selbstgemachtem Saft, traumhaften

Bananen und eigenen Eiern.

Dann kam der touristische und afrikanischste Teil der

Reise. Wir wollten am nächsten Tag nach Livingstone

zu den Viktoriafällen, Sunset-Tour auf dem Sambesi

und Nationalparkbesuch. Wir hatten tags zuvor

mittags in Monze versucht Karten für den Bus zu

reservieren, vergeblich. Wir sollten uns morgens

früh telefonisch melden, bekamen aber nur krytische

Aussagen, nichts Konkretes. Wir wollten um 9:30 den

Bus nehmen. Soweit so gut! Aber, da die Regierung

einer Überlandlinie die Lizenz entzogen hatte, gab es

nur noch eine Buslinie, Plätze deshalb erstmal keine.

Wir saßen also von 9:30 bis 14:15 am Busplatz und

warteten auf Plätze. Eine Untätigkeit, die man lernen

muss. Ich hatte ehrlich kein großes Vertrauen, dass es

noch klappen würde, aber um 14:30 saßen wir im Bus

nach Livingstone, wo wir im Dunkeln gegen 18:30

ankamen.


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Nachdem sich ein Taxifahrer unseres Gepäcks

bemächtigt hatte, wurden wir zur Fawlty Towers

Lodge gefahren. Das Backpacker Hostel und B&B

war toll. Super Zimmer, tolle Atmosphäre, liebevoll

gestaltet und gut geführt. Ein Ort zum wohl fühlen.

Endlich mal 2,5 Tage an einem Ort!

Die Zeit in Livingstone war schön und lehrreich. Die

Fälle, der Sambesi, der Nationalpark umwerfend.

Die Geschäftstüchtigkeit der Menschen, Taxifahrer,

Kunsthandwerker, selbsternannte Führer an den Falls,

manchmal nervig und anstrengend. Das Museum

lehrreich. Gelungene Mischung aus Aktivität und

Erholung.

Diesmal waren wir schlauer und hatten uns einen Tag

vor der Rückfahrt Karten gekauft und Plätze im Bus

reserviert.

Morgens um 8:50, also nur 20 Minuten zu spät,

ging‘s los. Vorher das Treiben am Busplatz

mit seinen fliegenden Händlern, Reisenden,

Abschiednehmenden im Bademantel und Pyjama,

den herumliegenden Waren, die der Bus als Spediteur

auch noch mitnahm, zu beobachten, war interessant.

Auch mit der Geschäftstüchtigkeit der Sambier

konnten wir wieder Bekanntschaft machen, da uns ein

Angestellter der Buslinie illegal eine Gebühr für unser

Gepäck abverlangte. Wir waren froh um unsere Plätze

und schluckten die Kröte. Dann ging‘s los. Stimmung

und Wetter bestens, afrikanische Musik im Bus, der

Fahrer hatte, im Gegensatz zur Hinfahrt, einen guten

Fahrstil. Nach ca. Einer Stunde Fahrt bestätigte sich

dann Guidos geäußertes Misstrauen gegenüber dem

Zustand des Busses. Laute knallende Geräusche,

Qualm Entwicklung am linken Vorderrad, kurz eine

Panne.

Dann folgten sieben Stunden Unterricht in

Gelassenheit, Geduld, Humor und sambischer

Problemlösung. Ständig telefonierend und uns über

Stunden versichernd, dass uns in Kürze ein leerer Bus

abholen würde, wurden erst der vordere linke Reifen

abgenommen, dann die Bremse demontiert. Beides

wurde wohl für funktionstüchtig erklärt, woraufhin

ein inzwischen eingetroffener Mechaniker versuchte

das Radlager auszubauen. Da das nicht klappte,

kam, wieder ein, zwei Stunden später, ein anderer

Mechaniker mit einer ramponierten Riesenflex,

der dann mit Hilfe eines ebenfalls mitgebrachten

Generators das Radlager herausflexte. Das Ende der

Arbeiten konnten wir nicht erleben, denn gegen 16:00

kam uns Agnes abholen, die die Mär von dem leeren

Bus nicht glauben konnte und ein Auto nebst Fahrer

organisiert hatte. Dieser entpuppte sich wieder mal

als alter Bekannter. Ricky, der Radiologieassistent,

der im Krankenhaus Lendersdorf vor Jahren ein

Volontariat gemacht hatte und uns bereitwillig seinen

Feiertagsnachmittag ( 1.5.) opferte und mit Agnes

zwei Stunden von Monze gefahren kam, um uns

einzusammeln. Wir waren froh und dankbar, auch

dass wir an dem Tag nicht pünktlich in einem Flieger

hätten sitzen müssen. Es war ein lehrreicher und

teilweise lustiger Tag.

Die Ruhe und Gelassenheit mit der solcherlei Unbill

ertragen wird, beachtlich. Es erinnerte mich an einen

meiner Lieblingszitate von Solomon: don’t call it a

problem, call it a challenge.

Abends also Ankunft in Monze im Gästehaus des

Bischofs, unsere letzte Nacht.

Morgens noch Treffen mit den beiden neuen

Freiwilligen des EWE; Mbonywe und Chilala, zwei

sehr nette und vielversprechende Mädchen. Auch

da freue ich auf ein Wiedersehen im August. Nach

nochmaliger vierstündiger Fahrt waren wir zurück in

Lusaka und unsere Zeit in Sambia schon vorbei.

Nach der Heimkehr fragten mich viele, wie war die

Reise, wie war Sambia?

Sambia war vieles:

Schön: die vielen Treffen mit lieben Menschen, die

ich gerne wiedergetroffen oder kennengelernt habe,

natürlich die Natur.

Gastfreundlich: Danke an die gute Vorbereitung und

den freundlichen Empfang durch Agnes, Crisencia

und Solomon.

Berührend und bedrückend: das Treffen im Slum

von Chirundu, der viele überall sichtbare Müll, die

im Moment unsicherer werdende politische Lage, die

Situation vieler armer, manchmal kranker Menschen,

der doch auch spürbare Kampf um eine Zukunft

Anstrengend und lehrreich: die Anfragen, die

automatisch kommen, unseren Lebensstil betreffend.

Die Reise hat meine Sicht geweitet, meine Beziehung

zu unseren sambischen Freunden gefestigt, das

Verständnis für sie und ihre Lebenssituation vertieft.

Und seitdem rechne ich viele Dinge in schoolfee- Jahre

um und frage mich beim Anblick meiner Schränke

und Regale: wer braucht das eigentlich alles und

wozu? Wieviel ist Ballast und überflüssig?

So war Sambia 2017 – für mich.

Mechthild Pleiss-Schürenberg


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Neues aus Sambia

Gemeinden im Bistum Monze - Heute: Chikuni

Bei der U-20-Fußball-

Weltmeisterschaft hat die

Auswahl Sambias sensationell

das Viertelfinale erreicht. Erst

dort scheiterte das von Beston

Chambeshi trainierte Team in

der Verlängerung an Italien. Durch den Sieg bei der

Afrika-Meisterschaft im eigenen Land zu Beginn des

Jahres hatte sich Sambia für die Weltmeisterschaft

qualifiziert, die vom 20. Mai bis zum 11. Juni in

Südkorea stattfand. Seine Vorrundengruppe hatten

die „Junior Chipolopolo“ durch Siege gegen Portugal

und den Iran als Erster beendet.

Im Achtelfinale kam es dann zum Aufeinandertreffen

mit der deutschen Elf, die nach durchwachsener

Vorrunde um Wiedergutmachung bemüht war. Zur

Pause führte Deutschland in Seogwipo mit 1:0, ehe

Sambia das Spiel drehte und nach 86 Minuten mit

3:1 in Front lag. Das deutsche Team gab jedoch nicht

auf und kam nicht nur zum Anschlusstor in der 90.

Minute, sondern sogar noch zum Ausgleich in der

vierten Minute der Nachspielzeit. Somit kam es zur

Verlängerung. Auch wenn der psychologische Vorteil

nun auf Seiten der Deutschen lag, gaben die Sambier

noch einmal alles und erzielten schließlich durch

Shemmy Mayembe von ZESCO United in der 107.

Minute den umjubelten Siegtreffer – wenn man so will

eine gelungene Revanche für die Viertelfinalniederlage

bei den Olympischen Spielen 1988 – damals übrigens

auch in Südkorea.

Herzlichen Glückwunsch nach Sambia!

Die autokratischen Tendenzen

von Präsident Edgar Lungu

(Patriotic Front, PF) nehmen

immer klarere Konturen an.

Zurzeit tut Lungu alles dafür,

um bei den kommenden

Präsidentschaftswahlen nicht noch einmal gegen den

aus Monze stammenden Hakainde Hichilema von

der UPND (United Party for National Development)

antreten zu müssen.

In einer umstrittenen Wahl hatte Lungu im August

2016 die Präsidentschaftswahl mit hauchdünnem

Vorsprung gegen Hichilema gewonnen.

Als Ende April beide nun in Autokonvois zur einer

traditionellen Zeremonie in der Westprovinz

unterwegs waren, kam es auf der Straße zu einer

Situation, die mit der Verhaftung Hichilemas und

von fünf Parteigenossen endete, weil diese Präsident

Lungu keinen Platz zum Überholen gegeben hätten

.

Hichilema befindet sich nun seit fast zwei Monaten in

Haft, mittlerweile in einem Hochsicherheitsgefängnis

in Lusaka. Ihm wird Hochverrat vorgeworfen. Zuletzt

versuchte der südafrikanische Oppositionsführer

Mmusi Maimane zur Unterstützung Hichilemas ins

Land zu kommen, wurde jedoch schon an der Grenze

aufgehalten.

Auf der Landkarte ist es oft nur schwer zu sehen –

doch durch sein Radio hat Chikuni in Sambia längst

auch überregionale Bedeutung erlangt. Fährt man von

Monze Richtung Süden, gelangt man nach Chisekesi.

Kurz bevor man Chisekesi erreicht, geht eine

unasphaltierte Straße Richtung Osten ab. Folgt

man dieser etwa 15 km, kommt man nach

Chikuni. Dort gründeten die Jesuiten 1905 eine

Missionsstation. Seitdem entstanden dort knapp 50

Grundschulen, eine weiterführende Schule sowie eine

Fortbildungseinrichtung für Lehrer.

Die katholische Kirche betreibt außerdem

ein Missionskrankenhaus und fördert weitere

Entwicklungsprojekte. Seit im Jahr 2000 von der

Missionsstation Radio Chikuni sendet, werden

Menschen in einem Umkreis von mindestens 60

Kilometern auch regelmäßig über Themen wie

Gesundheit, Ernährung, Bildung und HIV/Aids

aufgeklärt.

Zudem gibt es aktuelle Nachrichten aus dem Land

und den Dörfern. Im Jahr 2015 berichtete sogar der

Weltspiegel der ARD über das Bürgerradio in Chikuni.

Im Jahr 2000 begann nicht nur der Sendebetrieb des

Radios, auch die ersten EWE-Freiwilligen kamen in

diesem Jahr nach Chikuni.

Zwei weitere folgten 2003 und erlebten das ländliche

Leben in einer Gegend, die durch das Radio nun zu

einem zentralen Sprachrohr der Batonga geworden

ist.


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Die Zeit vergeht

Time flies

Wenn du an einen neuen Ort gehst, weißt du zunächst

nicht, was du tust und fragst: warum habe ich das

gemacht? Dann folgen noch mehr Fragen: Warum

machen die Leute dieses, warum tun sie jenes nicht?

Und wenn du anfängst, die meisten Dinge zu verstehen,

die passieren, dann fängst du an zu genießen. Doch

dieser Genuss kommt mit vielen Sorgen, unter denen

eine auch der Aspekt der Zeit ist. Man beginnt, Dinge

zu genießen, wenn die Zeit schon vorbei ist.

Das war bei mir der Fall. Ich kann nicht glauben,

dass es alles zu Ende geht, so schnell nach den ersten

Monate, die ich damit verbracht habe, die Dinge zu

verstehen, die um mich herum passieren – Dinge wie:

Warum essen viele Deutsche gerne Kuchen essen und

warum trinken sie viel Kaffee ohne Zucker? Warum

kleben sie so an der Zeit? Jetzt, wo ich sie verstehen

kann und eine Menge der Dinge, die Menschen tun,

genießen kann, scheint die Zeit so kurz zu sein. Und

dann fange ich an, nachzudenken, was ich mit meiner

restlichen Zeit hier noch tun kann.

Was sage ich eigentlich? Beschwere ich mich, dass die

Zeit zu kurz ist? Nicht wirklich, aber ich fange an, an

all die schönen Dinge zu denken, die ich zurücklassen

werde.

Meine Gastfamilie: Sie sind alle sehr nett

zu mir in vielerlei Hinsicht. Ich erwähne nur

unsere vielen Ausflüge, die Spiele und das tolle

Essen. Es gibt wirklich eine Menge Dinge, die

ich von vielen Leuten in vielerlei Hinsicht

gelernt habe, aber ich glaube, ich möchte

vor allem meiner Familie danken, dass sie so

unterstützend und ermutigend ist.

Meine Arbeit: Manchmal war es wirklich

schwer, morgens früh aufzuwachen und

jeden Morgen zur Arbeit zu gehen. Eine

Zeit lang musste ich mit vielen Rätseln und

Fragen arbeiten, weil die Leute eine Sprache

sprachen, die ich nicht wirklich verstand und

eine Kultur haben, die anders war als die, mit

der ich aufgewachsen bin. Aber an meiner

Seite war ein Team von hart arbeitenden

Krankenschwestern, die dort waren, um mir

When you go to a new place at first you do not know

what you are doing and ask why did I even do this?

Then even more questions follow: Why do people do

this, Why don’t they do this instead. But when you

begin to understand most of the things that happen,

then you begin to enjoy. But this enjoyment comes

with a lot of worries among which one is Time. You

begin to enjoy things when time has gone.

That has been the case with me, I can’t believe it’s all

coming to an end so soon most of my first months

were spent trying to understand the things that happen

around me, things like; why do many Germans like

to eat a lot of cake and drink a lot of coffee without

sugar? Why do they stick to time so much time? but

now that I can understand and enjoy a lot of things

that people do, time seems to be so short. And then I

begin to think of what to really do with the time that I

have left with me, it really happens to me all the time

when am in a new place.

What am I really saying, am I complaining that time is

too short? Not really so, but am beginning to think of

all the nice things I would have to leave behind

zu helfen, meine Arbeit zu verstehen. Auch von der

Arbeit, die ich in vielen Gesprächen mit Patienten

gelernt habe, muss ich sagen, dass viele Leute sehr nett

sind und offen zu helfen, wenn man nett zu ihnen ist.

Das habe ich oft erlebt. Ich mache viele Fehler hier,

besonders beim Sprechen, aber viele Patienten helfen

mir immer, was ich zu sagen und zu tun habe. Und so

fühle ich mich sehr zu Hause.

Gesellschaftlich: Ich habe in Deutschland viele

Freunde gefunden, und die meisten von ihnen sind so

nett und hilfsbereit, dass, wenn ich über sie schreiben

sollte, ein weiterer Artikel dabei herauskäme. Es sind

alle diese Leute, die mir geholfen haben, mich an die

deutsche Kultur und Sprache zu gewöhnen. Ich grüße

sie alle.

Und was möchte ich nun sagen? Wenn du eine Chance

hast, etwas zu tun, mache immer das Beste aus der

Zeit, die du hast, weil die Zeit wirklich so schnell

vergeht und stelle sicher, jeden Schritt zu genießen,

den du gehst, weil es das Beste sein könnte, das du

je haben wirst. Ich möchte auch meine Dankbarkeit

an alle ausdrücken, die sich Zeit für mich genommen

haben, um mir auf einfache Weise und bei vielen

Gelegenheiten zu helfen. Meine Erfahrung wäre nicht

so schön gewesen ohne all diese Bemühungen.

Die Zeit fliegt, aber du bist der Pilot, also mach das

Beste aus dem Wenigen, das du hast.

Daniel Nanja

My guest family: they have all really been so nice to

me in many ways I can’t really mention, making tour

trips, to playing games and making nice food. there

is really a lot that I have learnt from many people in

many ways but I think I would like to thank my family

for being so supportive and encouraging,

My work: sometimes it was really hard to wake up and

to go to work every morning. For some time I had to

work with a lot of guess work, working with people

who spoke a language I did not really understand and

had a culture different from what I have grown up

with. But at my side was a team of hard working nurses

that were there to help me understand my work.its

also from work that I learnt quiet a lot from very small

conversations with patients, I have to state that a lot of

people are very nice and open to help when you are

nice to to them, this is exactly the case with me. I do

make a lot of mistakes in many this especially with the

language but many patients are always helping me on

what I have to say and do. and so I really feel so much

at home.

Socially: I have made a lot of friends in Germany and

most of them are so nice and helpful, if am to write

about them it would be another article it’s all these

people that have helped me get accustomed to the

German culture and language and so I salute them all

And so, what am I trying to say. when you have a chance

to do something always make the best of the time you

have because time really goes so fast and make sure to

enjoy every step you take because it might be the best

you will ever have. I also want to convey my gratitude

to all those that have taken their time to help me in

simple ways and many ways, my experience would

have not been as lovely without your efforts.

Time flies but you are the pilot, so make the best of the

little you have.

Daniel Nanja


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Schulfee-Sambia - ein Entwicklungsbericht

Das Schulfee-Projekt befindet sich in einem sehr

guten Zustand. Vor unserer Reise war bereits klar,

dass die Quantität (150 geförderte Schüler in 2016)

die Erwartungen übertrifft. Nach Treffen und

evaluierenden Gesprächen mit den Organisatoren

auf sambischer Seite (Development Department)

und Betroffenen kommen wir zu dem Fazit, dass

der gefundene modus operandi gut funktioniert und

beibehalten werden kann.

Es zeigt sich aus den vergangenen Jahren, dass auch

bei unterjährig zuweilen dürftiger Informationslage

regelmäßig ausführliche und zufriedenstellende

Berichte aus Sambia eingehen – darunter fallen der

mindestens jährliche Kassenbericht und der jährliche

Bericht über die Förderung. Mit diesem Material

ist es möglich, die Information und Werbung in

Deutschland zufriedenstellend aufrecht zu erhalten.

Die Art und Weise der Förderung, die auf eine

Vorauswahl der Schüler über die Schulen und

Gemeinden setzt und im Förderfall das Schulgeld

direkt an die Schulen bezahlt, ist sinnvoll. Zu diesem

Schluss kommen wir in Abstimmung mit dem

Development Department, obwohl in den Gesprächen

mit Schulen und Gemeinden durchaus Kritik geübt

wurde:

- Pater Emilio von der katholischen Gemeinde

in Chirundu, die u.a. mit Hilfe der Kollekte die

Chirundu Primary School (Klassen 1-7) betreibt,

sieht diese Art der Förderung erst für die Klassen 8

und aufwärts sinnvoll an, da die Schüler das vorher

nicht wertzuschätzen wüssten. Er schlägt vor, für die

Klassen 1-7 stattdessen Geld an die Schulen zu zahlen,

um auch anderen essentiellen Bedürfnissen, wie etwa

dem Kauf der teureren und regelmäßig wechselnden

Schulbüchern, zu entsprechen und alle Schüler

profitieren zu lassen.

- Mrs. Tembo, Schulleiterin der Chirundu Primary

School, hat nichts gegen die Art und Weise der

Förderung einzuwenden. Auf die Frage nach

Verbesserung führt sie an, dass man die Anschaffung

von Lernmaterial und -gerätschaften, z.B. Computern

finanzieren könne.

Diesen Vorschlägen stehen wir kritisch gegenüber;

eine Pauschale an eine Schule, die zur freien Verfügung

steht, ist viel schwieriger nachzuvollziehen und läuft

Gefahr, in dunkle Kanäle zu versickern; selbst bei

korrekter Verwendung ist der Geist des Projektes

nicht, den Betrieb einer Schule zu finanzieren, inkl.

der Lehrergehälter (in der o.g. Primary School werden

nur die Hälfte der Lehrer staatlich bezahlt) oder

teurer Ausstattung. Die benötigte

Summe wäre zudem ungleich

größer als die Gebühr für einen

einzelnen Schüler und stellt damit

neben den sambischen Spendern

auch die Akquise in Deutschland

vor eine große Hürde.

Wir nehmen aus den Kritiken

jedoch mit, dass neben der reinen

Gebührenförderung ebenfalls

über die Finanzierung weiterer

Hilfen nachgedacht werden kann,

sofern sie in einem vertretbaren

Rahmen bleiben; hierunter

zählt etwa die alte Idee von

Solarlampen als Lernhilfe für die

Dunkelheit (bei ganzjährig 12h

Tageslicht durchaus relevant).

Als weitere Förderform, auch

zur Wahrung einer gewissen

Kontinuität, ist seit längerem

ein Oberstufenstipendium im

Gespräch.

Implementierungsversuche

scheiterten jedoch bislang an

Gesprächen mit der Monze

High School (siehe Bericht

2015). Nichtdestotrotz ist

die Kontinuität bereits jetzt

berücksichtigt. So kam es zur

Förderung der fünf Schüler in

der Chirundu Secondary School

(Klasse 8) erst dadurch, dass sie

bereits eine Förderung in Klasse

7 in der Primary School erhielten

und in 2016 die ungleich höheren

Gebühren der Secondary School

absehbar nicht zahlen konnten.

Ansonsten offenbarte der Besuch noch einmal

verdeutlichend die vielfältigen Probleme, die eine

(schulische) Ausbildung im Umfeld Chirundu bzw.

Sambia mit sich bringt. Keine dieser Informationen ist

neu, doch werden sie die Hintergrundinformationen

auf schulfee-zambia.de mit Geschichten aus erster

Hand ergänzen.

Lukas Görgen


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Entwicklungsperspektiven des eine-welt-engagement.de

Bei der jährlichen Klausurtagung des ewe-Vorstandes

haben wir uns nach dem Profil des ewe in fünf Jahren

gefragt:

Was werden die Felder unseres Engagements sein?

Wer werden die Partner im In- und Ausland sein?

Welche Organisationsstruktur brauchen wir dafür?

Und vor allem welche Human Ressources –also aktiv

mitgestaltende Menschen- brauchen wir für die

Arbeit des ewe?

In der Organisationsentwicklung nennt man dies

Visionsarbeit.

Auch nach 20 Jahren sehen wir für eine-weltengagement

immer noch Entwicklungsperspektiven:

Freiwilligenarbeit bleibt Kerngeschäft

Wir werden auch in 5 Jahren jungen Menschen aus

Deutschland und Sambia ein Freiwilligenjahr in

Familien und sozialen Einrichtungen ermöglichen.

Das ist unsere Kernkompetenz und das macht unsere

Arbeit attraktiv für junge Menschen in Deutschland

und Sambia. Damit sind wir ein verlässlicher Partner

für die Jugendarbeit in der Diözese Monze.

Interkulturelle Kompetenzvermittlung als Angebot

an Bildungsträger

Mehr als 20 Jahre deutsche Freiwillige in Sambia, das

ist ein hohes Potential an interkultureller Kompetenz.

Dies können und wollen wir Schulen, Kindergärten,

Gemeinden und Initiativen zur Verfügung stellen

über das Angebot von interkulturellen Trainings,

Motivationsveranstaltungen für an Freiwilligen

Diensten in Afrika Interessierten, Eine-Welt-

Initiativen, …. Wer auch immer daran Interesse hat.

Projektberatung und –Vermittlung an finanzstarke

Sponsoren

eine-welt-engagement stand immer für die

Förderung kleinerer Schul- und Ausbildungsprojekte.

Diese sind seit einigen Jahren ausgelaufen und wir

haben für neue Projekte nicht mehr die finanzielle

Potenz. Deshalb waren wir bei den letzten Projekten

schon auf die Kooperation mit finanzstärkeren

Partnern angewiesen wie FairHandeln in Alsdorf,

die ausschließlich Projektfinanzierung in

Sambia und Senegal machen und über Kollekten

und den eigenen Eine-Welt-Laden bessere

Finanzierungsmöglichkeiten haben.

Wir können und wollen unsere Erfahrungen und

Kontakte diesen und anderen an Afrika-Projekten

interessierten Organisationen und Stiftungen zur

Verfügung stellen und bei der Projektinstallation

beraten. Dabei steht natürlich unser Partner,

die Diözese Monze und ihre Einrichtungen im

Vordergrund.

Demografischer Wandel im Vorstand

Bereits jetzt sind von den 8 Vorstandsmitgliedern die

Hälfte ehemalige Freiwillige, die ihre Erfahrungen

und ihr Engagement in der Auswahl, Vorbereitung

und Begleitung neuer Freiwilliger einbringen.

Zukünftig sollen auch Leitung und Repräsentanz des

Vereins durch ehemalige Freiwillige übernommen

werden, sodass die „Alten“ nur noch beratend im

Verein mitarbeiten.

Partnerperspektiven

Bei der Sambia Reise im April diesen Jahres hatte ich

Gelegenheit sowohl mit dem ewe-Team in Monze als

auch mit Bischof Moses von Monze die Perspektiven

der ewe-Arbeit auszutauschen.

Priorität für die Partner in Sambia hat der

Freiwilligenaustausch von Jugendlichen. Dieser

soll in der Regel ein Jahr dauern. Andere Formate

(3-Monats-Praktika für Studierende u.ä.) sind

denkbar, müssten aber neu konzipiert werden. Sie

legen Wert auf die Integration in Familien, um die

jeweils andere Kultur intensiver kennenzulernen.

Interkulturelle Begegnungen für Jugendliche,

Studierende und Interessierte ermöglichen

Hier soll an den guten Erfahrungen mit

Sommerschulen für Studierende und an den

FairReisen-Touren für Verwandte und Freunde

der deutschen Freiwilligen und andere an Land

und Kultur Interessierte angeknüpft werden.

Die Organisation kann vom sambischen Team

übernommen werden. So kommen mögliche

Gewinne dem Development Office zu Gute.

Gemeinsame Herausforderung: Verantwortliche

Mitarbeiter*innen

Dem Team des ewe Zambia gelingt es nur bedingt

ehemalige Freiwillige in ihre Arbeit einzubinden,

allenfalls bei den Auswahl-Wochenenden sind

einzelne beteiligt als Kulturexperten, aber nicht bei

der Auswahl.

Das ewe hat also mittelfristige Perspektiven -sowohl

in Sambia als auch in Deutschland. Entwickelt und

realisiert werden sie, wenn es gelingt ehemalige

Freiwillige in beiden Ländern mehr einzubinden und

ihnen Verantwortlichkeiten zu übertragen.

Guido Schürenberg

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