SOCIETY 371 / 2017

Villaflora23aa

WIRTSCHAFT n POLITIK n DIPLOMATIE n WISSENSCHAFT n KULTUR n LEUTE

Nr. 371 | Juni – Dezember 2017 | www.society.at | Preis € 10,-

P.B.B. GZ 03Z034905M, Erscheinungsort, Verlagspostamt 1140, 2120

COVERSTORY

300 JAHRE

FREIMAURER

Das wahre Geheimnis

THEMENSERIE

ROYAL EMBASSIES

Großbritannien:

Interview mit Botschafter

Robert Leigh Turner

FOKUS

RUSSLAND

Tourismushotspots:

St. Petersburg

Tatarstan

LÄNDERPORTRÄT

IRAN

Ein Land im Aufbruch

Reisen zu verborgenen

Schätzen


DIPLOMATIE

EVENT

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2 | SOCIETY 1_2012


SOCIETY

EDITORIAL

Neuordnung, Neuorientierung der Welt –

und wir mittendrin

So viele Fragezeichen, die praktisch täglich neu aufpoppen,

verstärken noch mehr die Wichtigkeit der Diplomatie

und des Geschehens drumherum, in dem wir uns

sowohl gesellschaftlich als auch redaktionell bewegen.

Der Stellenwert des friedvollen Aufeinanderzugehens

und der Versuch, auch divergierende Interessen auf einen Nenner

zu bringen ist uns ein Anliegen. Daher widmen wir unsere

Events verstärkt dem Zusammenbringen unterschiedlicher Nationen:


Eigenevents

Die Verabschiedung der amerikanischen Botschafterin Alexa

Wesner, für die wir ein Ladies Ambassadors’ Lunch organisierten,

der Russische Abend in der Kanzlei LANSKY, GANZGER + partner,

der Empfang zu Ehren des neuen chinesischen Botschafters, Li

Xiaosi, unser drittes Silk Road Event, das New Ambassadors Welcome

Event, die Ausstellung Ali and Nino sowie die Ausstellung

der École de Tunis in der ÖNB, zu welcher der tunesische Außenminister

Khemaies Jhinaoui kam und die er nach einem Lunch

mit Minister Kurz gemeinsam mit Minister Rupprechter eröffnete,

waren ein bunter Reigen an inhaltsvollen Veranstaltungen.


Diplomatie

Das Interview mit dem Botschafter des „Brexit“-Landes Großbritannien,

dem kolumbianischen Botschafter Sanclemente, die

Spannung im OSZE Konferenzreigen sowie u.a ein Interview mit

SKH Karl Habsburg fügen sich in unsere Themenreihe ein.


Fokus Russland

Unser Länderportrait Russland befasst sich unter anderem

mit dem touristischen Potenzial von St. Petersburg und von Kazan

nach einer Reise auf Einladung des tatarischen Präsidenten

Rustam Minnikhanow sowie ein Portrait des russischen Botschafters

in Wien, S.E. Dmitrij Ljubinskij, der anlässlich der Präsentation

dieser Ausgabe eine Birke in unserer Villa Flora im Rahmen

eines russischen Gartenfestes pflanzen wird. Eine symbolträchtige

Handlung im Rahmen der langjährigen guten Beziehungen

zu Österreich.


Fokus Iran

Eine Reise in den Iran auf Einladung der Botschaft war der

Anfang einer mehrseitigen Recherche über unsere Eindrücke historischer

und touristischer Natur. Dabei konnten wir geschichtsträchtige

Orte wie Persepolis, Schiraz und Isfahan bewundern.

Auch Land und Leute faszinierten uns.

Wirtschaftliche Themen sowie Diversität und Green Society,

Life & Style, sind fester Bestandteil unserer Blattlinie.

Machen Sie sich selbst ein Bild unseres Dauerlaufes im Bereich

der internationalen Diplomatie und folgen Sie unseren

Themen bis zum Ziel unseres redaktionellen und netzwerkenden

Marathons.

Viel Freude dabei!

herzlich Ihre

Fotos: andreas hofmann

SOCIETY-Chefredakteurin

Tanja Tauchhammer

SOCIETY-Herausgeberin

Gerti Tauchhammer

Cover: gedichte und bilder,

verfasst von den brüdern der wiener loge zur wahren eintracht, 1783

SOCIETY 1_2017 | 3


Inhalt

Heft

Nr. 371

12

Fokus: Iran

53 Kommentar: Rahmani Movahed

54 Reisebericht: Verborgene Schätze

58 Interview: S.E. Ebadollah Molaei

60 Homestory Iran

62 Interview: S.E. Friedrich Stift,

scheidender österreichischer

Botschafter in Teheran

65 Kommentar: Werner Fasslabend

66 Länderporträt Iran

70 Interview: Stefan Zotti vom OeAD

SOCIETY Eigenevents

8 Präsentation der SOCIETY Ausgabe

Nr. 370

11 Ladies Ambassadors‘ Lunch

12 Russischer Abend in der Kanzlei

LANSKY, GANZGER+partner

16 Chinesische Neujahrsfeier mit S.E.

Li Xiaosi

20 Great Silk Road III

24 Ambassadors Welcome

25 Ausstellung: Ali and Nino

26 Ausstellung: „École de Tunis“ in

der ÖNB

27 Kamerunfest

Diplomatie

28 Interview: S.E. Leigh Turner (U.K.)

30 Interview: S.E. Jaime Cabal Sanclemente

(Kolumbien)

32 OSZE hält Österreich in Atem

34 Porträt des St. Georgs-Ordens

36 Interview mit dem marokkanischen

Minister Aziz Rabbah

73 ÖGAVN: Begegnungen in der

Stallburg

74 Ambassadors Caleidoscope

80 Akkreditierungen beim Bundespräsidenten

85 Rangfolgelisten der Botschafter

90 Österreichische Dienststellenleiter

BMEIA

97 PaN Events

98 Events Diplomatie

104 Welcome to Austria

106 Interview: SKH Karl von Habsburg

107 Rückblick: Hans Winkler von der

Diplomatischen Akademie

Fokus: Russland

38 Länderporträt Russland

41 Interview: Tourismusminister

von St. Petersburg, Andrej Muskarev

42 Interview: Präsident von Tatarstan,

Rustam Minnikhanov

44 Interview: Tourismusminister

Sergey Ivanov

46 Interview: S.E. Dmitrij Ljubinskij

48 Porträt: Hans Marte / Pro Oriente

50 Kommentar: Christoph Leitl

Opernstars Yusif Eyvazov und Anna Netrebko beim Russischen

Abend in der Kanzlei LANSKY, GANZGER+ partner

26

Minister Khemaies Jhinaoui mit Minister Andrä Rupprechter

bei der Ausstellung „École de Tunis“

106

SKH Karl von Habsburg über die Paneuropabewegung

Wirtschaft

108 Investieren in Russland

109 Eröffnung der Kanzlei Andrea

Francesco Longo

Diversität & Green Society

113 Afrikaner in Mauthausen

114 Interview: Monika Haider

116 Event: All for Autism

117 Ein Jahr im Glas

118 Verpackungsfreie Supermärkte

120 Green Beautynews

Life & Style

110 Testfahrt: MINI Countryman

122 Interview: Dusan Stevlik von ST.

NICOLAUS TRADE A.S.

124 Gärtner Starkl

125 Park Igls

126 Vienna Medical Center

128 Juvenis

129 Puradies

130 Zepter: 30 Jahre

132 Reisebericht: Südsee

134 Reisebericht: Hawaii

136 Hairstylist Patrick Ruckendorfer

137 Vintage Mode

138 Russian Costumes

141 Private Dinner

144 Beautynews

156 Reisen mit Kind: Kinderhotels

Kultur

151 Speisen mit Musikstars im

Ristorante Sole

153 Porträt: Xuelin Kossegg

154 Porträt: Natalia Pavlova

155 Vernissage: Danube International

School

157 Heavenly Akhalteke Horses from

Turkmenistan

Standards

3 Editorial

6 Gastautoren

148 Coverstory: Freimaurer

158 Ex Libris

160 Veranstaltungstipps

161 Impressum

162 Karikatur

Fotos: society/auer, society/pobaschnig

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GASTAUTOREN

SOCIETY

Partner von SOCIETY

SOCIETY präsentiert in jeder Ausgabe zahlreiche Gastautoren,

die sich mit aktuellen Themen aus Politik, Lifestyle, Wirtschaft

und Kultur befassen.

HERMINE SCHREIBERHUBER CHRISTIAN BERLAKOVITS

DOMINIC HEINZL

WERNER FASSLABEND ELIZAVETA DUBROVSKAYA

SIMON INOU

Hermine Schreiberhuber war stellvertretende

Ressortleiterin der Außenpolitik

bei der APA. Für die SOCIETY-Länderschwerpunkte

verfasst sie regelmäßig

politische Analysen und Hintergrundberichte.

Dieses Mal führte sie ein Interview

mit dem Leiter von Pro Oriente, Johann

Marte, und gibt einen Rückblick auf das

erste Halbjahr des OSZE-Vorsitzes Österreichs.

Christian Berlakovits war fast vierzig

Jahre als Diplomat und Botschafter im

österreichischen Außenministerium tätig.

Er war u. a. in Belgrad, in Madrid und

als Botschafter in Algier und Rom tätig,

außerdem war er Leiter der Rechts- und

Konsularabteilung im Außenministerium

in Wien. Er hat die Position als Senior Advisor

Diplomacy übernommen und stellt

mit seiner Kenntnis des diplomatischen

Lebens eine wertvolle Bereicherung für

das Magazin SOCIETY dar.

Dominic Heinzl moderierte von 1985 –

1997 bei Ö3 Jugendsendungen wie „Treffpunkt

Ö3“, „Kuschelecke“ und das von

ihm produzierte Society-Magazin „Small

Talk“ sowie die ORF-Jugendsendung „X

Large“. Er übernahm außerdem von Udo

Huber die ORF-Chartshow „Die großen

10“. 1998 wechselte er zum Stadtsender

W1, der in ATV aufging. Dort

produzierte er mit großem Erfolg

die tägliche Society-Show

„Hi Society“, von 2002 bis 2010.

Nach seinem Wechsel zum ORF

präsentierte er das tägliche Gesellschaftsmagazin

„Chili“. Seit

2013 produziert er mit seiner

TV-Firma „Chili TV GmbH“ Reise-

und Leute-Dokus. Für SOCI-

ETY verfasste er einen Artikel über seine

Schifffahrtsreise in die Südsee.

Simon Inou ist Soziologe und Journalist.

Er engagiert sich außerdem beim Verein

M-Media, der journalistische Talente mit

Migrationshintergrund sucht und fördert.

Für seine Arbeit hat er zahlreiche

Auszeichnungen bekommen, u. a. vom

Land Steiermark und der EU. Gemeinsam

mit anderen gibt er das neue Magazin

„fresh“ der schwarzen Bevölkerung Österreichs

heraus. Diesmal berichtet er über

ein dunkles Kapitel der österreichischen

Geschichte.

Karl Kaltenegger war langjähriger ORF-

Journalist, Manager und Moderator für

Radio Salzburg, Ö3 (u. a. Ö3-Wecker) und

Radio Wien. Mittlerweile ist er als Reisejournalist

aktiv und schreibt für verschiedene

Publikationen. In diesem Heft stellt

er den SOCIETY-Lesern die Inseln Hawaiis

vor.

Rolf Thaler ist Experte für das Gesundheitswesen

und zertifizierter Gesundheitsökonom.

Mehr als zehn Jahre war er

als Key Account Manager für das Gesundheitswesen

beim IT-Unternehmen Computer

Sciences Corporation beschäftigt. Zuvor

war er über zwanzig Jahre bei Siemens

Österreich in unterschiedlichen Funktionen

tätig, u.a. Direktor für die Betreuung

von Großkunden und Marketingleiter des

IT-Bereiches. In dieser Ausgabe berichtet

er von seinem Aufenthalt im Park Igls.

Werner Fasslabend war österreichischer

Verteidigungsminister und Dritter

Nationalratspräsident. Als Abgeordneter

zum Nationalrat war er zuletzt Obmann

des Ständigen Unterausschusses in Angelegenheiten

der Europäischen Union. Er

ist Mitglied des ÖVP-Bundesparteivorstandes.

Neben seiner Tätigkeit als Präsident

des AIES ist er Präsident der Österreichisch-Slowakischen

Gesellschaft und der

Österreichisch-Iranischen Gesellschaft. In

dieser Ausgabe findet sich sein Kommentar

zur Öffnungspolitik des Iran.

Elizaveta Dubrovskaya ist Senior Legal

Counsel, Regional Manager CIS und

Co-Lead des Russian&CIS Desk bei LGP.

Die russische Juristin spezialisiert sich

auf komplexe grenzüberschreitende Projekte

(insbesondere mit Russland und

dem GUS-Raum) in den Bereichen Unternehmensrecht,

Immobilienrecht, Investitionsrecht,

Energierecht, EU-Recht und

internationales Handelsrecht. In dieser

Ausgabe berichtet sie über den Trend zu

Investitionen in Russland.

Ingrid Chladek ist Gesellschafterin

der Dresscode Company

und Head von „Dressforsuccess“.

Sie berät in Fragen

Business-Outfits, Image und

Styling. In dieser SOCIETY-Ausgabe

schreibt sie über Vintage

Mode.

KARL KALTENEGGER ROLF THALER INGRID CHLADEK •

6 | SOCIETY 1_2017


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SOCIETY EIGENEVENT

PRÄSENTATION DER NEUEN AUSGABE

Gerti Tauchhammer mit

S.E. Arthayudh Srisamoot

(Thailand) und Tanja

Tauchhammer

Präsentation der

Herbst/Winterausgabe

Schweren Herzens verlässt Botschafter S.E. Arthayudh Srisamoot

nach gut zwei Jahren Österreich.

Diesen Abschied – sowie das Erscheinen

der neuen Ausgabe –

nahm SOCIETY-Herausgeberin

Gertrud Tauchhammer zum

Anlass, um einen festlichen Empfang

im Hotel Bristol auszurichten. Geladen

wurden namhafte Persönlichkeiten aus

den Bereichen Diplomatie, Politik und

Wirtschaft. Über 30 Botschafter nahmen

an der Veranstaltung teil, und erfreuten

sich an den Köstlichkeiten des Hauses.

Mit viel Spannung erwarteten die Gäste

die Präsentation der neuesten Ausgabe

des SOCIETY Magazins.

Neben Bangladesch beinhaltete die

Herbst/Winterausgabe einen ausführlichen

Länderschwerpunkt zu Thailand:

Berichte mit vielen Geheimtipps, die

unvergessliche Reisen durch Thailand

garantieren; einen Hintergrundbericht

zum Tod des vielgeliebten thailändischen

Königs Bhumibol, und interessante Informationen

über die historisch gewachsene

und enge Verbindung zwischen den beiden

Ländern Österreich und Thailand.

Aus Respekt vor dem thailändischen Volk

und der Wahrung der ersten intensiven

Trauerwochen wurde die Präsentation

des Magazins deshalb von Dezember 2016

auf Jänner 2017 verschoben. •

8 | SOCIETY 1_2017


SOCIETY EIGENEVENT

PRÄSENTATION DER NEUEN AUSGABE

Thomas Polak (Uniqa)

mit Begleitung

Gerti Tauchhammer

bei der Ansprache zur

Präsentation der neuen

Ausgabe von SOCIETY

Gerti Tauchhammer bedankt

sich bei S.E. Srisamoot für

die Kooperation

Gerti Tauchhammer

und

S.E. Arthayudh

Srisamoot

beim Anschneiden

der

Bristol Torte

Gerti Tauchhammer

im Interview mit

society.tv

Christine

Lugner mit

Tochter

Jacqueline

Fotos: society/Auer

Ahmad Reza

Fallah (Iran)

S.E. Keith

Azzopardi

(Malta)

S.E. Hussam Al Husseini

(Jordanien)

I.E. Helen Eduards

(Schweden)

S.E. Roland Bimo (Albanien)

SOCIETY 1_2017 | 9


SOCIETY EIGENEVENT

PRÄSENTATION DER NEUEN AUSGABE

AUSZUG

AUS DER

GÄSTELISTE

Botschaft von Afghanistan:

Noorullah KALEEM • Botschaft

von Bulgarien: Valentin

SAMSAROV • Botschaft von

Iran: Hamid GHASEMI •

Botschaft von Kolumbien: S.E.

Jaime Alberto CABAL SAN-

CLEMENTE • Botschaft von

Mexiko: Hermann ASCHEN-

TRUPP TOLEDO • Botschaft

der Palästinischen Gebiete:

S.E. Salahaldin ABDALSHAFI •

Botschaft von Portugal: Pedro

Luis Baptista MOITINHO DE

ALMEIDA • Botschaft von

Saudi Arabien: Ajwad Abdulrahman

A. KURDI • Botschaft

von Sri Lanka: I.E. Priyanee

WIJESEKERA • Botschaft

von Südafrika: S.E. Tebogo

Joseph SEOKOLO • Botschaft

von Vietnam: S.E: Viet Anh

VU • AES – Austrian Emirates

Society: Walter GERBAUTZ •

Honorargeneralkonsulat von

Barbados: Prof. Dr. Kurt MACH

S.E. Arthayudh Srisamoot

mit dem Team

der thailändischen

Botschaft

Bristol Direktorin Simone Dulies

mit I.E. Vasilka Poposka-Trenevska

(Mazedonien)

S.E. Galib Israfilov

(Aserbaidschan)

mit Mitsuro

Kitano (Japan)

Ausgelassene Stimmung unter

den Gästen bei der Präsentation

der neuen Ausgabe

Doretta Carter mit Manager

John Maloberti

Bristol Sales Team

Gregor Auer und Lars

Heesbeen mit Gerti

Tauchhammer

Fotos:society/Auer

10 | SOCIETY 1_2017


SOCIETY EIGENEVENT

LADIES AMBASSADORS‘ LUNCH

I.E. Vasilka Poposka-

Trenevska (Mazedonien),

US-Botschafterin I.E. Alexa

Wesner, Gerti Tauchhammer

und Imperial Direktor Mario

Habicher beim Anschneiden

der Torte

Ladies Ambassadors`Lunch

Zur Verabschiedung der Botschafterin der USA luden Gertrud

Tauchhammer und Vasilka Poposka, Botschafterin von Mazedonien,

ins Hotel Imperial.

Die Botschafterin der USA I.E.

Alexa Wesner wird nach über

drei Jahren Österreich verlassen.

Anlässlich der Verabschiedung

der leidenschaftlichen Sportlerin

und Mutter von drei Kindern, veranstaltete

SOCIETY einen der beliebten „Ladies

Ambassadors‘ Lunches“.

SOCIETY-Herausgeberin Gerti Tauchhammer

und I.E. Vasilka Poposka Trenevska,

Botschafterin von Mazedonien, luden

namhafte Damen aus den Bereichen

Diplomatie, Politik und Wirtschaft zu

diesem Anlass ins Hotel Imperial. Die anwesenden

Gäste lauschten angeregt der

Rede der sympathischen Botschafterin

mit deutschen Wurzeln. Kulinarisches

Highlight war die Imperial-Torte, die von

Alexa Wesner selbst angeschnitten wurde.

Im Jahr 2015 hatte US-Botschafterin

Alexa Wesner einen „Dogwood Tree“ im

Garten der Villa Flora, Sitz der SOCIETY-

Redaktion, gepflanzt. Hintergrund war

der US-amerikanische Nationalfeiertag

und die Präsentation des US-Themenschwerpunktes

im SOCIETY Magazin. In

ihrer damaligen Ansprache erwähnte sie

die Bedeutung dieses Baumes für den Ort

ihrer Kindheit in Virginia. Im Zuge der

festlichen Verabschiedung im Hotel Imperial

wurde ihr nun von diesem mittlerweile

groß gewachsenen Baum ein Zweig

gereicht, welchen sie - als Andenken an

ihre Zeit in Österreich - in ihre Heimat

mitnehmen wird.

Am 22. Oktober 2013 wurde Alexa Wesner

von Bundespräsident Heinz Fischer a.D.

akkreditiert und führte seither das Amt

der Botschafterin der Vereinigten Staaten

von Amerika in Österreich aus.


Tanja Tauchhammer, Alice Burton, Gerti Tauchhammer

und Mitarbeiter der US-Botschaft

AUSZUG AUS DER

GÄSTELISTE

Fotos: SOCIETY/Pobaschnig

Das Team vom

Hotel Imperial

I.E. Priyanee Wijsekera (Sri

Lanka) und I.E. Farouzia

Mebarki (Algerien)

Botschaft von Algerien: I.E: Faouzia

BOUMAIZA MEBARKI • Botschaft von

Kroatien: I.E. Vesna CVJETKOVIC • Botschaft

von Litauen: I.E. Loreta ZAKARE-

VICIENE • Botschaft von Mazedonien:

I.E. Vasilka POPOSKA TRENEVSKA •

Botschaft von Neuseeland: I.E. Deborah

Mary GEELS • Botschaft von Schweden:

I.E. Helen EDUARDS • Botschaft von Sri

Lanka: I.E. Priyanee WIJESEKERA • Botschaft

der USA – Kulturabteilung: Alice

BURTON-KRAUSE

SOCIETY 1_2017 | 11


SOCIETY EIGENEVENT

OPERNSTARS IN WIEN

Opernstars

über den

Dächern Wiens

Ganz im Zeichen Russlands stand

das Event in der Kanzlei LANSKY,

GANZGER+partner.

Fotos: SOCIETY/Auer

SOCIETY, LGP und das Russische

Kulturinstitut luden zum VIP-

Empfang. Anlässlich der Premiere

von Giuseppe Verdis „Il

trovatore“ mit dem russischen

Opernstar Anna Netrebko als „Leonora“

an der Wiener Staatsoper lud SOCIETY-

Herausgeberin Gertrud Tauchhammer zusammen

mit Rechtsanwalt Gabriel Lansky

zu einem VIP-Empfang. Eröffnet wurde

der Abend von Igor Nikitin, Gesandter der

Russischen Föderation. Stargast war die

Operndiva Anna Netrebko. Für die musikalische

Umrahmung sorgte die russische

Sopranistin Natalia Pavlova. Das Russische

Kulturinstitut Wien organisierte eine

Pop-up-Ausstellung des Fotografen Michael

Pöhn zum Thema „Aktuelle russische

Sängerinnen und Sänger an der Wiener

Staatsoper“. Kulinarisch verwöhnte die

Starköchin und Gourmetkritikerin Marianna

Orlinkova die Besucher mit Köstlichkeiten

aus ihrer Heimat. Erlesener Wodka

rundete das Get-together ab: Vienna Diplomatic

& Distribution präsentierte ausgewählte

Spezialitäten.


12 | SOCIETY 1_2017


SOCIETY EIGENEVENT

OPERNSTARS IN WIEN

Gesandter der russischen

Botschaft, Igor Nikitin

Opernsängerin Natalia

Pavlova

Leiter des russischen

Kulturinstituts

Yury Zaytsev,

Staatsoper-Solistin

Maria Nazarova,

und Aeroflot

Generaldirektor

Vadim Kolomychenko

Yusif Eyvazov mit

Opernstar Anna Netrebko,

Gerald Ganzger und Gerti

Tauchhammer

Horst Mayer (Grand Hotel)

Isabella Gabor (General

Manager vom Internationalen

Belvedere

Gesangswettbewerb)

Schauspieler und

Moderator

Peter Horak

Schauspielerin

Erika Pluhar

Tolle Stimmung herrschte

in den Räumlichkeiten der

Anwaltskanzlei LANSKY,

GANZGER+partner

Andrej Zolotov (Russisches Kulturinstitut),

Natalia Pavlova, Dominique Meyer

(Wiener Staatsoper), Gabriel Lansky, Gerti

Tauchhammer und Fotograf Michael Pöhn

SOCIETY 1_2017 | 13


SOCIETY EIGENEVENT

OPERNSTARS IN WIEN

Jusif Eyvazov, Anna Netrebko, Leyla

Gasimova mit Orkhan Ismaylov

Werner Fasslabend

und Gattin, Gerti

Tauchhammer, Claudia

Bandion-Ortner und

Begleitung

S.E. Largaton

Gilbert Outtara (Cote

d‘Ivoire), Vadim

Kolomychenko und

Dominique Meyer

Das Team des Russischen

Kulturinstituts: Svetlana

Nekrasova, Darya Mishina,

Valentina Shevergina und

Andrei Zolotov mit Gerti und

Tanja Tauchhammer und dem

Fotografen Michael Pöhn

AUSZUG AUS DER

GÄSTELISTE

Botschaft von Brasilien: S.E. Ricardo NEIVA

TAVARES • Botschaft von Côte d`Ivoire: S.E.

Largaton Gilbert OUATTARA • Botschaft der

Dominikanischen Republik: S.E. Ramon Andres

QUINONES RODRIGUEZ • Botschaft von

Lettland: S.E. Edgars SKUJA • Botschaft von

Ungarn: S.E. Jànos PERÉNYI • Botschaft von

Russland: Olga MATVEEVA, Maria LOBANO-

VA, Alexy SKOSYREV • Botschaft von Zypern:

S.E. Marios IERONYMIDES • Opernstar Anna

NETREBKO und Gatte Yusif EYVAZOV • Direktor

der Wiener Staatsoper: Dominique MEYER

• Russisches Kulturinstitut: Andrei ZOLOTOV •

Russisches Kulturinstitut: Yury ZAYTSEV Handelsvertretung

der Russischen Förderation:

Alexander POTEMKIN • Honorarkonsulat von

Portugal: Ernst WUNDERBALDINGER

Fotos: SOCIETY/Auer

14 | SOCIETY 1_2017


SOCIETY EIGENEVENT

VIP-EMPFANG CHINA

VIP-Empfang:

Begrüßung des

chinesischen Botschafters

SOCIETY und LANSKY, GANZGER + partner

luden zu Ehren des chinesischen Botschafters

zu einem feierlichen Empfang.

Fotos: SOCIETY/auer

Anlässlich der Neuakkreditierung

des chinesischen

Botschafters Xiaosi Li und

des chinesischen Neujahres,

lud Mag. Gertrud Tauchhammer

zusammen mit Rechtsanwalt Gabriel

Lansky zu einem VIP-Empfang in die

Räumlichkeiten der Rechtsanwaltskanzlei

LANSKY, GANZGER + partner. Das vielfältige

künstlerische Programm reichte

von der Darbietung der „Birnenblüten

Ode“ durch die Mezzosopranistin Xuelin

Kossegg bis zur „Tanzmelodie der

Yi Minderheit“, die den Gästen von der

Pipa-Spielerin Zhehua Wang vorgestellt

wurde. Die Singschule der Musikschule

Wien beschloss den Abend mit dem

Lied „Jasmins Flower“. Unter der Leitung

von Christiane Fischer stellten die jungen

Sängerinnen Katharina Rothen, Michaela

Honauer, Diana Franco Camacho und Sophia

Moser ihr Können unter Beweis. Großes

Highlight war die Enthüllung des

Portraits von Xiaosi Li, ein Geschenk von

Gertrud Tauchhammer an den Botschafter,

angefertigt vom Künstler Johannes

Herberstein. Moderiert wurde der Abend

von Yutong–Yang Ji.


16 | SOCIETY 1_2017


SOCIETY EIGENEVENT

VIP-EMPFANG CHINA

Xuelin Kossegg, Yutong

Yang-Ji, Gerti Tauchhammer,

S.E. Li Xiaosi,

Zhehua Wang, Christiane

Fischer und die Mädchen

der Singschule der

Musikschule Wien

La Hong mit

Xuelin Kossegg

Gerald Ganzger, Gerti

Tauchhammer, S.E. Li Xiaosi,

Chunah Urban-Chao, Johannes

Herberstein, Gabriel Lansky

Pipa- Spielerin

Zhehua Wang

Chunah Urban-Chao mit Gästen

Johannes Herberstein

und Gerti Tauchhammer

bei der Enthüllung des

Portraits von S.E. Li Xiaosi

SOCIETY 1_2017 | 17


SOCIETY EIGENEVENT

VIP-EMPFANG CHINA

Gerald Ganzger, Xuelin

Kossegg, Gerti Tauchhammer,

Anne-Marie

Aframut, Gabriel Lansky

S.E. Li Xiaosi im

Interview mit

society.tv

Mascha Derler mit

Begleitung, S.E.

Li Xiaosi, Gustav

Trampitsch

Chunah Urban-Chao

mit Gästen der

Veranstaltung

AUSZUG

AUS DER

GÄSTELISTE

Botschaft von Belarus: I.E. Alena KUP-

CHYNA • Botschaft des Malteser Ritterordens:

Birgitta LEONHARD • Botschaft

von Rumänien: Calin Mihnea TANTARE-

ANU • Botschaft der Dominikanischen

Republik: Wendy Alexandra OLIVERO

RIVERA • Botschaft von Sri Lanka: I.E.

Priyanee WIJESEKERA • Hotel Bristol:

Gregor AUER • Denzel Auto AG: Michael

HABEL • Hilton Vienna: Norbert LESSING

• Honorarkonsulat von Jamaika: Robin

Lancelott LUMSDEN • Honorarkonsulat

von Portugal: Ernst WUNDERBALDINGER

Fotos: SOCIETY/auer

18 | SOCIETY 1_2017


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EIGENEVENT

GREAT SILK ROAD

The Great Silk Road and

the Golden Seasons

SOCIETY-Herausgeberin Gertrud Tauchhammer präsentierte

die Länder der Großen Seidenstraße im Hotel Park Hyatt.

Fotos: society/Auer, society/pobaschnig

Unter dem Titel „The Great

Silk Road and the Golden

Seasons“ präsentierten

insgesamt neun Staaten

landestypische Literatur,

Musik, Kunsthandwerk und kulinarische

Köstlichkeiten im Park Hyatt Vienna. Sie

alle eint ihre geografische Lage entlang

der Seidenstraße.

Die antike Seidenstraße bescherte

China in der Vergangenheit ein goldenes

Zeitalter lebhafter, diplomatischer Beziehungen

und wirtschaftlicher Expansion.

Auch Österreich hat großes Interesse an

einem Wiederaufbau und möchte Wien

zur zentralen Drehscheibe dieses Projekts

machen. Diese Pläne nahm SOCIETY-

Herausgeberin Gertrud Tauchhammer

zum Anlass, um einen festlichen Abend

im Park Hyatt Vienna auszurichten. Die

teilnehmenden Länder waren Afghanistan,

Aserbaidschan, Iran, Irak, Kasachstan,

Russland, Syrien, Turkmenistan und

Usbekistan. Sie hatten im Rahmen dieser

Veranstaltung die Möglichkeit ihre historische

und kulturelle Bedeutung einem

großen Publikum vorzustellen. Diese, von

Gertrud Tauchhammer ins Leben gerufene

Projektidee wurde nun bereits zum

dritten Mal umgesetzt. Stefan Scholz,

20 | SOCIETY 1_2017


EIGENEVENT

GREAT SILK ROAD

Musikalische Darbietung von

Künstlern aus dem Iran

S.E. Auday Al-

Khayrallah (Irak)

S.E. Bassam

Sabbagh (Syrien)

Tanja Tauchhammer,

Gerti

Tauchhammer,

S.E. Ebadollah

Molaei (Iran) mit

Mitarbeitern der

Botschaft von Iran

Gerti Tauchhammer,

umringt von S.E. Galib

Israfilov(Aserbaidschan) S.E.

Bassam Sabbagh (Syrien), S.E.

Dimitri Ljubinskij (Russ. Föderation),

S.E. Ebadollah Molaei

(Iran), S.E. Kairat Sarybay

(Kasachstan), S.E. Rustamjan

Khakimov (Usbekistan) und Dr.

Stefan Scholz

Prada Store-Manager

Hermance

Mveto mit

Mitarbeiterin und

Maria Kitsati

Gerti Tauchhammer

mit S.E. Ali Jassim T.

J., Sheikh Al-Thani

(Katar) und Gattin

Leiter der geografischen Planungs- und

Programmangelegenheiten der Österreichischen

Entwicklungszusammenarbeit

sowie designierter Botschafter in den

Iran, hielt die Eröffnungsrede. In dieser

Rede betonte Herr Scholz die historischen,

wirtschaftlichen und interkulturellen Zusammenhänge

zwischen Österreich und

der Seidenstraße: „Wenn wir uns die Ausstellungen

der neun Botschafter ansehen,

ist klar erkennbar, dass die Koevolution

einiger verflochtener Mittelmeergebiete

in Afro-Eurasien die östliche Hemisphäre

durchkreuzt und gegenseitige Veränderungen,

vor allem in der Umwelt, auslöst“.

Weiters geladen wurden namhafte Persönlichkeiten

aus den Bereichen Diplomatie,

Politik und Wirtschaft. Über 30 Botschafter

nahmen an der Veranstaltung teil. Die

Gäste waren von der traditionellen iranischen

Musik von Farnosh Tadayon, Didin

Olyanassab, Alireza Daryaei und Hamid

Moghadam begeistert. Nicht minder jubelte

das Publikum bei dem vom Folklore

Ensemble „Akshama“ aus Kasachstan

vorgestellten Meisterwerk „Balbyraun“,

des berühmten kasachischen Musikers

Kurmangasy. Die kasachische Künstlerin

Leyla Mahat präsentierte zwei ihrer neuesten

Werke. Kooperationspartner dieses

illustren Abends war das Goldene Quartier

Vienna.


AUSZUG AUS DER

GÄSTELISTE

Botschaft von Algerien: I.E. Faouzia

BOUMAIZA MEBARKI • Botschaft von

Aserbaidschan: Irada MALIKOVA • Botschaft

der Dominikanischen Republik:

S.E. Ramon Andres QUINONES ROD-

RIGUEZ • Botschaft von Großbritannien:

Kyle MC KINNEY • Botschaft von Irak:

S.E. Auday AL – KHAIRALLA • Botschaft

von Island: I.E. Gréta GUNNARSDÓTTIR

• Botschaft von Mazedonien: I.E. Vasilka

POPOSKA TRENEVSKA • Botschaft von

Usbekistan: Rustamdjan KHAKIMOV •

Öst. Botschaft in Kosovo: Johann BRIE-

GER • Honorarkonsulat von Laos: Johann

PARIZEK • Honorarkonsulat von Barbados:

Dr. Kurt MACH • Goldenes Quartier:

Thomas HAHN

SOCIETY 1_2017 | 21


EIGENEVENT

GREAT SILK ROAD

Das SOCIETY-Team: Anya Hubmayer, Karoline Hausmann,

Tanja und Gerti Tauchhammer und Michael Dreer mit Park

Hyatt-Direktorin Monique Dekker und Thomas Hahn

Bei Aeroflot

gab es leckere

russische Pelmeni

und Pieroggi

Stand von

Teekanne mit

Helmut Troger und

Tochter

Stand der irakischen

Botschaft

Stand von Vienna

Diplomatic mit Maria

Kitsati und Maurice

Van Vliet

Fotos: SOCIETY/Auer, SOCIETY/Pobaschnig

Stand der

Botschaft von Iran

Stand der syrischen

Botschaft

Stand der Botschaft von

Usbekistan

Corinna Preisinger

mit Michael Zach

(Vienna Aircraft

Handling) vor dem

Stand der russischen

Föderation

Gerti Tauchhammer

begrüßt Christoph Meyer

und Freunde

22 | SOCIETY 1_2017


EIGENEVENT

GREAT SILK ROAD

Stand der aserbaidschanischen

Botschaft

Stand der russischen Botschaft

mit: Corinna Preisinger (Aeroflot),

Ekaterina Kohlhauser (Visit Russia),

Walter Tretenhahn (Eastlink)

Doris Kofler, Gerti

Tauchhammer mit

Andrea Longo

und Familie

Stand der Firma

Kamill Spirits

Gerti Tauchhammer

und S.E. Ghalib Israfilov

(Aserbaidschan)

vor dem Stand von

Kamill-Spirits

Stand der

iranischen Botschaft

Traditionelle Musik

aus Kasachstan

Gerti Tauchhammer

mit Leyla Mahat und

S.E. Kairat Sarybay

(Kasachstan)

Der Stand von

Afghanistan mit

Schmuck aus dem

Kabulshop

SOCIETY 1_2017 | 23


EIGENEVENT

NEW AMBASSADORS

Michael Schwarzinger, S.E.Thomas Hanney (Irland) Monique

Dekker, Gerti Tauchhammer, I.E. Reenu Pall (Indien),

S.E. Lofti Bouchaara (Marokko), I.E. Battungalag

Gankhuurai (Mongolei), S.E. Brendon Charles Hammer

(Australien), S.E. Haytham Adbulmomen Shoja‘aadin

(Jemen), Ricardo Neiva Tavares (Brasilien)

New Ambassadors Welcome

Gertrud Tauchhammer und Monique Dekker luden zum traditionellen

Willkommens-Empfang der neuen Botschafter ins Hotel Park Hyatt

SOCIETY-Herausgeberin Gertrud

Tauchhammer und General

Manager des Hotels Park Hyatt,

Monique Dekker, luden anlässlich

der Begrüßung der neuen

Botschafter in Österreich (akkreditiert

seit November 2016) zu einem festlichen

Empfang. Dieses Zusammenkommen

nahm Gertrud Tauchhammer zum Anlass,

die Botschafter einander vorzustellen

und damit ihre Beziehungen enger zu

schnüren. Kulinarisch versorgte die erstklassige

Küche des Park Hyatt die Gäste

mit internationalen Köstlichkeiten. •

I.E. Reenu Pall

(Indien) mit

S.E. Brendon

Charles Hammer

(Australien)

Hermine Schreiberhuber mit I.E.

Battungalag Gankhuurai (Monglei)

und Gerti Tauchhammer

AUSZUG AUS DER

GÄSTELISTE

Botschaft von Australien: S.E. Brendon

Charles HAMMER • Botschaft von Brasilien:

S.E. Ricardo NEIVA TAVARES • Botschaft

von Indien: I.E. Renu PALL • Botschaft von

Irland: S.E. Thomas HANNEY • Botschaft von

Jemen: S.E. Haytham Abdulmomen Hassan

SHOJA’AADIN • Botschaft von Mongolei: I.E.

Battungalag GANKHUURAI • Botschaft von

Marokko: S.E. Lofti BOUCHAARA • Botschaft

von Tunesien: Charge d’Affaire Khalil TAZAR-

KI • designierter Botschafter für Österreich in

Korea: Michael SCHWARZINGER

Das Park-

Hyatt Team mit dem

köstlichen Buffet

Fotos: SOCIETY/Pobaschnig

24 | SOCIETY 1_2017


EIGENEVENT

ALI UND NINO

Baku-Historiker Fuad

Akhundov mit Leyla

Gasimova

80. Jubiläum des

Romans „Ali und Nino“

Im Aserbaidschanischen Kulturzentrum wurde das

Jubiläum des multikulturellen Romans gefeiert.

Die Ausstellung in den Räumlichkeiten des Aserbaidschanischen

Kulturzentrums führte in das Baku der

Zeit von „Ali und Nino“

Fotos: SOCIETY/Pobaschnig

Die Direktorin des Aserbaidschanischen

Kulturzentrums

Wien, Leyla Gasimova,

lud in Kooperation mit

SOCIETY-Herausgeberin

Gertrud Tauchhammer und dem Cosmopolitan

Club of Vienna zu einer zweitägigen

Veranstaltungsreihe anlässlich

des 80. Jubiläums der Veröffentlichung

des Romans „Ali und Nino“. Der Roman

wurde unter dem Pseudonym Kurban

Said in Wien veröffentlicht und wurde

wahrscheinlich von dem aserbaidschanischen

Autor Essad Bey (ursprünglich Lew

Nussimbaum) verfasst. In dem Werk geht

es um die tragische Liebesgeschichte des

temperamentvollen Muslims Ali und der

schönen georgischen Christin Nino, die

während der Russischen Revolution in

Aserbaidschan spielt.


AUSZUG AUS DER

GÄSTELISTE

Botschaft von Algerien: I.E. Faouzia BOU-

MAIZA MEBARKI • Botschaft von Aserbaidschan:

Irada MALIKOVA • Botschaft von

Bangladesch. S.E. Mohammed Abu ZAFAR

• Botschaft der Republik Irak. S.E. Auday

AL-KHAIRALLA • Botschaft von Thailand:

Songsak SAICHEUA • Denzel: Michael HABEL

• Kamill Spirits: Rauf KAMILL

Herausgeber und

Vortragender des Abends,

Hans-Jürgen Maurer

Fuad Akhundov bei seinem

Vortrag über die Geschichte

von „Ali und Nino“

SOCIETY 1_2017 | 25


EIGENEVENT

AUSSTELLUNG TUNESIEN

Tanja und Gerti Tauchhammer mit Marina Sagl

(Veni Creatrix)

Khalil Tazarki, Gesandter der Botschaft von

Tunesien; Khemaies Jhinaoui, Außenminister

von Tunesien; Gertrud Tauchhammer,

Honorargeneralkonsulin von Tunesien;

Andrä Rupprechter, Bundesminister

VIP-Empfang im Zeichen

tunesischer Kunst

Bundesminister Rupprechter und Außenminister von Tunesien,

Khemaies Jhinaoui, eröffneten historische Kunstausstellung.

Eingang der

Nationalbibliothek

Anlässlich des Besuchs von

Khemaies Jhinaoui, Außenminister

der Tunesischen

Republik, luden die Botschaft

der Tunesischen Republik

in Wien, Gertrud Tauchhammer,

Honorargeneralkonsulin von Tunesien,

und Andrä Rupprechter, Minister für

Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und

Wasserwirtschaft, zur Ausstellung „École

de Tunis“ in die Österreichische Nationalbibliothek.

Die namhaften Gäste hatten

an diesem Abend die Möglichkeit, die berühmte

historische Kunstsammlung der

„École de Tunis“ zum ersten Mal in Wien

zu sehen. Gerade in Zeiten großer politischer

Umbrüche sind Veranstaltungen,

die die gemeinsame Verständigung und

den kulturellen Austausch zum Ziel haben,

von fundamentaler Bedeutung. Die

Stimmung des Abends lässt sich am besten

mit den Worten von Pierre Boucherle

(1894-1988), dem Gründer der „École de

Tunis“, beschreiben: „Wir sind alle frei

aber verbunden, ohne religiöse oder ideologische

Diskriminierung. Freundschaft,

Solidarität und Respekt, trotz der Verschiedenheiten.“


Sofiane Taieb und Beatrice

Chicanaux, Stand

des Fremdenverkehrsamts

von Tunesien

Dusan Stevlik

bewundert die

ausgestellten

Kunstwerke

Astghik Khanamiryan, armenische

Opersängerin, vor den

historischen Gemälden

AUSZUG AUS DER

GÄSTELISTE

Botschaft der Palästinensischen

Gebiete: SHAFI Salahaldin Abdel

• Botschaft der Republik Jemen:

SHOJA`AADIN Haytham Abdulmomen

Hassan • Botschaft von

Jordanien: AL HUSSEINI Hussam

• Botschaft von Tunesien: CHOUK

Mounir • Botschaft von Tunesien

in Ungarn: Samia Elhem AMMAR •

Botschaft von Guatemala: Antonio

Roberto CASTELLANOS LOPEZ

• Botschaft von Bangladesch:

Mohammed Abu ZAFAR

Fotos: Helga Auer

26 | SOCIETY 1_2017


EIGENEVENT

KAMERUNFEST

Die Honorarkonsulin

mit den kamerunischen

Gästen

Theodore Mbarga

und Bilek Jimmy

beim Anschneiden

der Torte

Ein Stück Afrika in Wien

In ihrer Funktion als Honorarkonsulin von

Kamerun lud Gertrud Tauchhammer zum

traditionellen Kamerunfest ins Hotel Bristol.

Anlässlich des Nationalfeiertages

von Kamerun lud Gerti

Tauchhammer zu einem feierlichen

Empfang. Highlight des

Abends war – neben der Ansprache der

Honorarkonsulin – das Anschneiden der

köstlichen Bristol-Torte, verziert mit der

Kamerunflagge.


AUSZUG AUS DER

GÄSTELISTE

Botschaft von Bosnien und Herzegowina: S.E.

Tomislav LEKO • Botschaft von Brasilien: S.E.

Ricardo NEIVA TAVARES • Botschaft von Irak:

S.E. Auday AL KHAIRALLA • Botschaft von

Kasachstan: S.E. Kairat SARYBAY• Botschaft

von Mazedonien: I.E. Vasilka POPOSKA

TRENEVSKA • Botschaft von Sudan: Maimona

KHALID • Botschaft von Usbekistan: Rustamdjan

KHAKIMOV • BMEIA: Stefan SCHOLZ •

Pfarre Baden-St.Josef: Théodore MBARGA

Pose in den Farben der Kamerun-Flagge:

Martina Fasslabend, Gerti Tauchhammer

und Angelika Scholz

Hermann Kroiher, Prof. Dr. Titus

Leban, Gerti Tauchhammer, Bilek

Jimmy, Yao Raymond Saraka

(Cote d‘Ivoire)

Fotos: SOCIETY/Prokofieff

S.E. Ricardo

Neiva Tavares

(Brasilien) mit

I.E. Vasilka Poposka-Trenevska

(Mazedonien)

Dr. Stefan Scholz

(BMEIA), S.E Auday

Al-Khayrallah (Irak),

S.E. Kairat Sarybay

(Kasachstan), Ali Kaan

Orbay (Türkei)

Botschafter Kitano

Mitsuru (UN-Japan),

S.E. Ramon Quinones-

Rodriguez mit Gattin

SOCIETY 1_2017 | 27


DIPLOMATIE

GROSSBRITANNIEN

Kommunikationshotspot:

die Botschaft von

Großbritannien in Wien

SOCIETY traf S.E. Botschafter Robert Leigh Turner und

sprach mit ihm über den Brexit und die Wichtigkeit von Social

Media und anderen Kommunikationsmitteln für den Beruf

des Botschafters.

Zu Beginn unseres Interviews,

würde ich Sie

gleich um ein Statement

zum Thema „Brexit“ bitten.

Großbritannien verlässt

zwar die EU, aber nicht Europa– geografisch

gesehen, werden wir genau dort

sein, wo wir immer waren. Wir werden

auch unsere gute und gewinnbringende

Beziehung zu Österreich positiv weiterentwickeln.

Außerdem wird es sicher

weiterhin einen großen Austausch an

Besuchern zwischen Großbritannien und

Österreich geben.

Sie sagen also, dass sich nach dem

Brexit nichts ändern wird?

Nein, ich meine, dass sich die Beziehung

sicher weiterentwickeln wird, aber

es wird auch zukünftig einen großen

Austausch von Touristen und Geschäftsleuten

zwischen den beiden Ländern

Großbritannien und Österreich geben.

Wir sind dann natürlich kein Mitglied

der EU mehr, aber unsere aktuelle Premierministerin

Theresa May [Anmerkung

Fotos: SOCIETY/Prochnow

28 | SOCIETY 1_2017


DIPLOMATIE

GROSSBRITANNIEN

d. Red. Interview fand im Februar 2017 statt] hat

sehr klar kundgetan, dass wir die Kontrolle über

unsere Grenzen haben wollen – das ist ein sehr

wichtiger Teil der Brexit-Verhandlungen. Daraufhin

haben uns die anderen 27 Mitgliedsstaaten

klar gemacht, dass wir – wenn wir diese Kontrolle

haben wollen – nicht mehr Teil des Binnenmarkts

der EU sein können. Aber auf der anderen

Seite wollen wir ein Freihandelsabkommen mit

der EU verhandeln, das für die restliche EU wie

auch für Großbritannien positiv ist. Es soll eine

Win-win-Beziehung für alle sein, denn eine gute

Handelsbeziehung liegt im Interesse der EU-Mitgliedsstaaten,

als auch im Interesse Großbritanniens.

Hinsichtlich des Tourismus, aber vor allem

in Hinsicht auf den Austausch an Kräften für den

Arbeitsmarkt, müssen wir erst neue Regeln aufstellen.

Sie sind seit Herbst 2016 als Botschafter in

Österreich tätig. Können Sie uns etwas über Ihren

Werdegang und Ihre Aufgaben erzählen?

Ich finde es wunderbar, Botschafter in Österreich

zu sein – es ist ein Privileg und eine Ehre.

Ich war von 2008 bis 2012 als Botschafter in Kiew,

Ukraine. Dann war ich vier Jahre lang Generalkonsul

in Istanbul. Die Leitung des Konsulats

in der Türkei ist ein relativ großer Posten. Dort

habe ich mich im Rahmen meiner Tätigkeit mit

wirtschaftlichen Fragen, dem Handel und Investitionen

beschäftigt, und ich hatte auch die Verantwortung

für unsere Wirtschaftsbeziehungen

mit zehn anderen Ländern, vor allem aus dem

mittel- und zentralasiatischen Raum. Nun freue

mich aber sehr darüber, dass ich nach Österreich

zurückkehren durfte. Die bilaterale Beziehung

zwischen Österreich und Großbritannien war

immer sehr wichtig, und wird es auch bleiben.

Die Beziehungen waren auch immer sehr gut –

ich war zuletzt von 1984 bis 1987 in der Botschaft

in Wien tätig – 1986 gab es auch einen Besuch

von Prinz Charles und der Prinzessin von Wales.

Dieser Besuch hat gezeigt, dass die Österreicher

Großbritannien und die Königsfamilie sehr

schätzen, und ich glaube, dass es noch immer so

ist – aber vor allem lieben die Briten Österreich.

Mehr als zwei Millionen Briten besuchen jährlich

Österreich. Ich bin auch der ständige Vertreter

Großbritanniens bei den Internationalen Organisationen

in Wien, und es ist ein erfüllender Job,

beide Funktionen innezuhaben.

Hinsichtlich des Ausstiegs Großbritanniens

aus der EU: dieses Thema wird sicher den größten

Teil Ihrer aktuellen Kommunikationsarbeit

einnehmen. Müssen Sie in diesen Gesprächen

die Menschen von Sorgen befreien?

Meist sind diese Gespräche gefüllt mit Erklärungen

und Erläuterungen. Firmeninhaber

fragen, was die nächsten Schritte sein werden.

Aber die Beziehungen zu den wichtigen Kontakten

in der Politik, Industrie und Wirtschaft sind

auf einem sehr freundlichen Niveau, denn die

CURRICULUM

VITAE

S.E. ROBERT LEIGH

TURNER wurde am 13. März

1958 geboren. Er wuchs

in Nigeria, Lesotho und

Swasiland auf. Leigh Turner

hat einen Sohn und eine

Tochter. Er studierte an der

Cambridge Universität. Von

2012 bis 2016 war er als

Honorargeneralkonsul und

Generaldirektor für Handel

und Investment des Vereinigten

Königreichs für den

Raum Türkei, den südlichen

Kaukasus und Zentralasien,

in Istanbul tätig. 2008 bis

2012 war er als Botschafter

in Kiew. 2006 bis 2008

arbeitete er als Direktor der

Abteilung für Überseegebiete

des Ministeriums für

auswärtige Angelegenheiten

und Commonwealth-Fragen

(FCO) des Vereinigten Königreichs.

1998 bis 2002 war

er als Berater in Bonn für

den Bereich EU/Wirtschaft

tätig. Von 1995 bis 1998 war

er stellvertretender Leiter

der Hong Konger-Abteilung

des Ministeriums für auswärtige

Angelegenheiten und

Commonwealth-Fragen

(FCO) des Vereinigten

Königreichs. 1992 bis 1995

war er Erster Sekretär der

Botschaft in Moskau. 1984

bis 1987 war er Zweiter

Sekretär der Botschaft in

Wien.

»Großbritannien

verlässt zwar

die EU, aber

nicht Europa.

«

INFO

S.E. Robert Leigh Turner ist

als @leighturnerFCO auf

Twitter und als

leighturnerFCO auf Instagram

zu finden. Seinen Blog

findet man unter: http://

blogs.fco.gov.uk/leighturner/.

Leute arbeiten alle sehr professionell. Sicherlich

ist der Brexit ein wichtiger Teil der Arbeit hier

in Wien, und wir arbeiten sehr eng mit unseren

österreichischen Partnern zusammen, um zu

verstehen wie die Österreicher zu diesen Fragen

stehen, und um zu besprechen wie es weiter voran

gehen kann. Ich möchte auch intensiv mit

österreichischen Firmen zusammenarbeiten. Ich

habe viele Kontakte in dieser Hinsicht, die auch

weiterhin investieren wollen, und davon ausgehen,

dass es zu keinen Problemen für sie kommen

wird. Es gibt viele große Firmen, die trotz

des Referendums im letzten Jahr, große Investitionen

in Großbritannien angekündigt haben.

Zum Beispiel baut Nissan seine Autoproduktion

von 500.000 auf 600.000 Einheiten pro Jahr aus;

Google baut einen neuen Campus, und es wird

anstatt der momentanen 4.000 Mitarbeiter 7.000

Mitarbeiter geben. Auch Facebook wird 300 neue

Mitarbeiter einstellen. Es gibt eine Reihe solcher

wichtiger Entscheidungen. Ich bin in mehreren

österreichischen Firmen gewesen, und möchte

mit Ihnen zusammenarbeiten, damit der Ausgang

ein positiver ist – und ich bin zuversichtlich.

Möchten Sie zu Ihren Aufgaben hier in Österreich

noch etwas hinzufügen?

Ich versuche auf allen Ebenen möglichst enge

Verbindungen zwischen Großbritannien und der

EU zu fördern. Wir müssen erklären, worum es

uns in Großbritannien geht, was uns wichtig ist.

Dafür benutzen wir die traditionellen Mittel wie

Gespräche und Interviews. Ebenso nutzen wir die

Neuen Medien sehr stark – wir haben hier in der

Botschaft einen Twitter-Account. Ich selbst führe

auch ein Konto auf Twitter und auf Instagram. So

habe ich die Reihe „Keen on Wien“ ins Leben gerufen,

die zeigen soll, wie sehr ich Wien schätze.

Ich habe auch einen Blog, auf dem ich über die

großen Unterschiede der einzelnen Bundesländer

in Österreich schreibe.

Was sind Ihre nächsten großen Aufgaben

hier in Österreich?

Es gibt immer wichtige Besuche auf hoher

Ebene. So haben wir im September 2016 unseren

Außenminister hier gehabt. In den nächsten

Jahren werden wir mit der Entwicklung unserer

Beziehung zu den Vereinten Nationen allerhand

zu tun haben – hier fällt beispielsweise das Nuklearabkommen

mit dem Iran hinein. Großbritannien

tut auch sehr viel gegen moderne Sklaverei.

In Bezug auf Menschenhandel unternehmen wir

sowohl bi – als auch multilateral sehr viel. Hier

arbeiten wir auch eng mit unseren österreichischen

Partnern im Bereich der Sicherheit zusammen,

und ebenso ist hier das United Nations Office

on Drugs and Crime äußerst wichtig für uns.

Ich denke, dass man mit internationalen Partnern

sehr viel gegen dieses globale Problem tun

kann. Auf der bilateralen Seite, werden wir in der

kommenden Zeit sehr stark mit dem Thema

„Brexit“ beschäftigt sein.


SOCIETY 1_2017 | 29


DIPLOMATIE

KOLUMBIEN

“Colombia is a place

to be happy”

SOCIETY spoke with the Ambassador of Colombia H.E. Jaime

Alberto Cabal Sanclemente regarding the reopening of the

Austrian Embassy in Bogotá, the main projects in the economic

bilateral relations and the Peace Agreement with the FARC

armed group.

Last year Austria reopened

its Embassy in Bogota. Since

then, the embassy and the

Austrian Chamber of Commerce

are sharing the same

building. What are the new

chances for Austria in Colombia?

I would like to begin by highlighting

that right now is the best moment for the

relationship between Austria and Colombia,

because of several achievements in

the last two years.

The reopening of the Austrian Embassy

in Bogota is a strong signal sent

from your Government to ours, as was

the State Visit of former Austrian President

Dr. Heinz Fischer with a large delegation

of more than 90 people from the

cultural, tourism, and industrial sectors.

Another achievement has been the close

relationship between both foreign affairs

ministers. However, the most important

issues are the increasing business and

economic relations, especially the new

investments of Austrian companies in

Colombia. Countries and businessmen

are very interested in our economy, as we

are current leaders in the economic sector

in Latin America. Furthermore, there

are new challenges in the development of

Fotos: SOCIET/Mikes

30 | SOCIETY 1_2017


DIPLOMATIE

KOLUMBIEN

rural territories, especially for agricultural projects,

as a result of the signing of a Peace Agreement

with the FARC armed group.

The visit of former Austrian President Dr.

Heinz Fischer was nearly one year ago. Are there

already results / projects of the delegation?

During the State Visit of former Austrian

President Dr. Heinz Fischer, we arranged a very

successful networking forum for Colombian and

Austrian entrepreneurs. Also, Colombia signed

the Trade Agreement with the EU, which gives us

new chances and opportunities. However, three

European countries still have to ratify the agreement

(Austria, Greece and Belgium). The question

is, who is going to take more advantage of the

trade agreement, because the Austrian companies

are waiting for the ratification.

There are many opportunities for export and

investments with special conditions because, after

the ratification, Colombia wants to offer Austria

a special project to eliminate double taxation

making Austria the main benefactor of this

agreement.

What are the main projects in the economic

bilateral relations between Colombia and Austria?

In the next 20 years, Colombia is going to invest

one billion Euros in the improvement of its

infrastructure, making it a sector with big potential.

For instance, bridges, expressways, ports and

the like will be built.

In regards to specific Austrian companies,

there are already several investments planned.

For example, the company “Strabag” wants to

increase its investment in infrastructure, “Doppelmayr”

already invested in two Colombian

projects in the last two years and is planning to

invest even more.

What is the trade balance between Austria

and Colombia?

With the information from 2015, the trade

balance is about 200 million Euros. More or less

75 percent are exports from Austria to Colombia

and about 25 percent are exports from Colombia

to Austria. The main products exported from

»We are currently

the leader in

the economic

sector of Latin

America.

«

Jaime

Alberto

Cabal

Sanclemente

CURRICULUM

VITAE

H.E. Jaime Alberto Cabal

Sanclemente studied Industrial

Engineering at the

Javeriana University in Bogota

and made his Master

in Economy at the American

University in Washington

D.C.. 1999-2000 he

was Minister of Economic

Development (Tourist, Industry

and Commerce) as

well as Minister-Delegate

for Labor, Agriculture and

Foreign Trade. From 2001

- 2002 he was President

of the company Danaranjo

S.A.. 2002 - 2011 he was

President of the Hotel and

Tourism Association of

Colombia (COTELCO).

2011 - 2014 he was Ambassador

of Colombia to

Korea and non-resident

Ambassador to the

Philippines and Mongolia.

Since 2014 he is Ambassador

of Colombia to Austria

and non-resident Ambassador

to Croatia, Slovakia,

Slovenia, Hungary, Czech

Republic, Serbia and

Montenegro and Permanent

Representative to the

United Nations Office and

other International Organizations

based in Vienna.

Ambassador H.E-

Jaime Alberto Cabal

Sanclemente speaking

to Gerti Tauchhammer

Colombia to Austria are coffee, exotic fruits, garments

and also raw materials for the Austrian

industry, with an increasing number of products

that we would like to export in the near future

like chemical products and leather. The main

products that are imported by Colombia from

Austria are machinery, chemical products, textiles

and cars, as well as technology in optical and

medical sectors.

At least 50 percent of the energy in Colombia

is produced by hydraulic power. In fact, it is produced

with the use of Austrian Turbines, from

the company “Andritz Turbines”. Furthermore,

many Austrian companies are represented in our

country. For example: “Red Bull”, “Swarovski”

and “Haas”, as well as “Voest Alpine” and “Novomatic”

just to name a few.

Since 1964, more than 220.000 people died

in the inner Colombian conflicts. It is outstanding

that President Juan Manuel Santos Calderon

achieved a Peace Agreement with the FARC

armed group. Now there are peace talks with

the ELN armed group. What are your thoughts

regarding these political circumstances?

Actually this question enables me to explain

that the biggest challenge for the Government

of Colombia was the signing of this peace agreement.

In the past, former presidents attempted

to negotiate with the FARC armed group. This

process opened a path for President Santos, who

was convinced that this conflict could come to an

end, and never lost faith in the positive result. Finally,

he was successful.

Currently, our country is changing. The economy

is growing and welfare is improving. Before

President Santos ends his term, he has begun negotiations

with the ELN armed group as well. Our

most important aim is to have long lasting peace.

Before coming to Vienna, you have already

been Minister of Economic Development in Colombia,

Ambassador of Colombia to the Republic

of Korea and non-resident Ambassador to the

Philippines and Mongolia. How have your experiences

been so far?

For two years, in 1999 and 2000 I worked as

Minister in Colombia, which I enjoyed very much

because if you really want to be of service to your

country this position is ideal. Being Minister, I

was able to implement various projects on tourism,

small and medium sized enterprises and different

laws to strengthen the industry and trade

in Colombia.

I also spent three years as Ambassador to Korea.

As you know, Colombia was the only Spanish

speaking country that helped the South Korean

Republic during the war. So we have good

relations and also a good business exchange. I am

very glad for having the opportunity to experience

different cultures and different people. Living

in different countries is very special and I am

very thankful.


SOCIETY 1_2017 | 31


OSZE

KOMMENTAR

OSZE-Vorsitz hält

Österreich in Atem

Der Vorsitz in der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit

in Europa (OSZE) bedeutet in unserer politisch turbulenten

Zeit eine große Herausforderung. Aktuelle Konflikte wie jener in

der Ukraine erfordern diplomatisches Fingerspitzengefühl und

Aktionsstärke. Österreich hat einen Härtetest zu bestehen.

In der einjährigen Periode an der

Spitze der OSZE gilt es die laufenden

Aktivitäten des vorangegangenen

deutschen Vorsitzes

fortzuführen und zugleich eigene

Akzente zu setzen. Für die Bewältigung

dieser Aufgaben hat sich Österreich

durch die Installierung einer Doppelspitze

gerüstet. Die Ständige Vertretung ist

auf die politische Arbeit fokussiert und

vertritt Österreich in den OSZE-Gremien.

Die OSZE-Abteilung im Außenamt agiert

als Task Force und steuert die Vorsitzaktivitäten

mit der Ressortspitze.

Inhaltlich hat OSZE-Vorsitzender Außenminister

Sebastian Kurz drei Prioritäten

gesetzt: Entschärfung bewaffneter

Konflikte, Kampf gegen Radikalisierung

und gewaltsamen Extremismus, Vertrauensbildung.

Nach den Worten von

Botschafter Clemens Koja, Leiter der

Ständigen Vertretung, stellt die Ukraine-

Krise „eine riesige Herausforderung“ dar.

Österreich komme hierbei im Vorsitz besondere

Verantwortung zu.

Botschafter Koja bei der OSZE-Konferenz


Ukraine-Monitoring, eine

gewaltige Mission

Die Bemühungen um die Ukraine wurden

intensiviert. Dass Kurz zum Vorsitz-

Auftakt an die ostukrainische Kontaktlinie

reiste, um sich ein Bild zu machen

und mit betroffenen Menschen zu reden,

war laut Koja „ein wichtiges Signal“. Inzwischen

wurde die Verlängerung der

Beobachtungsmission SMM beschlossen,

inklusive Aufstockung der Monitore auf

rund 800 und Verbesserung der technischen

Ausrüstung sowie die Aufstockung

des Jahresbudgets auf 100 Mio. Euro.

Nach dem Tod eines US-Mitarbeiters der

SMM verabschiedeten die 57 Teilnehmerstaaten

eine gemeinsame Erklärung,

welche den Vorfall klar verurteilte sowie

eine unabhängige Untersuchung des Vorfalls

und ein Zur-Verantwortung-Ziehen

der Schuldigen forderte.

Außenminister Kurz wies darauf hin,

dass die Beobachter, die den Waffenstillstand

überwachen und protokollieren,

von unzähligen Verletzungen berichten.

Der OSZE-Sonderbeauftragte für die Ukraine,

Martin Sajdik, hob in einem Gespräch

mit der APA hervor, dass die OSZE

mit ihrem Einsatz Menschenleben gerettet

habe. Der Spitzendiplomat warnte davor,

den Konflikt um die Ostukraine und

die Krim als eingefrorenen Konflikt zu

betrachten. Hier gehe es um ein großes

europäisches Territorium und rund fünf

Millionen betroffene Menschen.


Kurz zur UNO und in

Konfliktgebiete

Im Februar reiste der OSZE-Vorsitzende

nach New York, um den neuen UNO-Generalsekretär

Antonio Guterres zu treffen

und den UNO-Sicherheitsrat über die

Vorhaben Österreichs zu informieren. Dabei

ging es auch um eine Vertiefung der

institutionellen Kooperation zwischen

den Vereinten Nationen und der OSZE. Im

Krisen- und Konfliktmanagement hat sich

die Zusammenarbeit zwischen den beiden

Organisationen immer wieder bewährt.

Fotos: bmeia dragan tatic

32 | SOCIETY 1_2017


OSZE

KOMMENTAR

Ausdruck des österreichischen OSZE-Engagements

ist die rege Reisetätigkeit von Außenminister

Kurz in Krisenregionen. Nach dem Lokalaugenschein

an der ukrainischen Frontlinie zu

Jahresbeginn traf er in Kiew Spitzenpolitiker und

in Moskau Außenminister Sergej Lawrow, mit

dem es kurz darauf bei der Münchner Sicherheitskonferenz

ein Wiedersehen gab. Es folgten Reisen

nach Georgien (Südossetien- bzw. Abchasien-Konflikt),

Moldau (einschließlich eines Besuchs in

Transnistrien), später nach Mazedonien und Serbien

(Thema Balkan-Flüchtlingsroute). Altbundespräsident

Heinz Fischer reiste in Kurz’ Auftrag

in den Südkaukasus, nach Georgien, Armenien

und Aserbaidschan (Nagorny-Karabach-Konflikt).


Kampf gegen Radikalisierung und

gewaltsamen Extremismus

Die Bekämpfung von Radikalisierung und

gewaltsamen Extremismus ist ebenfalls ein

Kernthema des österreichischen OSZE-Vorsitzes.

Der Terrorexperte Peter Neumann wurde zum

Sonderbeauftragten ernannt. Im Fokus steht die

Erforschung des Phänomens in der Jugend und

im Lichte der jüngsten Migrationswelle. Regionale

Workshops werden organisiert – in Westeuropa,

in der Schwarzmeer-Region, im Westbalkan

(Sarajewo) und in Zentralasien (Almaty). Die Erkenntnisse

und Empfehlungen werden auf einer

Anti-Terrorismuskonferenz in Wien eingebracht.

Die dritte Priorität des Vorsitzes richtet sich

auf die Wiederherstellung von Vertrauen zwischen

den Staaten und der Bevölkerung in die

eigenen Regierungen. Noch 2010 sei die OSZE für

einen gemeinsamen Wirtschaftsraum eingetreten.

Doch sei in den letzten Jahren eine gegenläufige

Entwicklung eingetreten – wirtschaftliche

Zersplitterung und Instrumentalisierung des

Handels durch die Politik, heißt es in einem österreichischen

OSZE-Papier.


Vakanzen bei OSZE-Spitzenposten

Der OSZE-Vorsitz sieht sich mit schwierigen

Postenbesetzungen konfrontiert. Seit Mitte März

ist die Funktion des Beauftragten für Medienfreiheit

vakant. Nach Auslaufen des – ausnahmsweise

verlängerten – Mandats der Bosnierin Dunja

Mijatovic konnten sich die 57 Staaten bislang

nicht auf eine Nachfolge einigen. 2016, unter

dem deutschen Vorsitz, scheiterte trotz einer

Reihe geeigneter Kandidaten der erforderliche

Konsens. Jetzt bemühe man sich mit neuen Kandidaten

um eine Einigung, verlautet aus dem Außenamt.

Die Nachbesetzung ist dringlich, zumal

in einigen OSZE-Staaten die Presse großem Druck

ausgesetzt ist.

Vakant ist ferner der Posten des Hohen Kommissars

für Nationale Minderheiten. Eine Blockade

verhinderte auch in diesem Fall bisher eine

Nachfolgelösung. Das ist aber noch nicht alles.

Für zwei Spitzenfunktionäre der OSZE geht zur

Jahresmitte die Amtszeit zu Ende: für OSZE-Generalsekretär

Lamberto Zannier und den Direktor

des OSZE-Büros für Demokratische Institutionen

und Menschenrechte (ODIHR), Michael Georg

Link.

Im Umbruch sind einige Feldmissionen der

OSZE, die vor allem in ehemaligen Sowjet-Republiken

stationiert sind. Insgesamt 16 Feldmissionen

gab es bisher. Auf Druck der jeweiligen Regierungen

wurden bzw. werden die OSZE-Missionen in

Kasachstan, Kirgisien und Tadschikistan verkleinert.

Die Mission in Aserbaidschan wurde vor einigen

Jahren geschlossen, dasselbe Schicksal könnte

in absehbarer Zeit jene in Armenien treffen.


OSZE-Kritik an Abwicklung des

Türkei-Referendums

Wahlbeobachtung gehört im Sinne der Demokratiekontrolle

ebenfalls zu den Aufgaben der

OSZE. Das umstrittene Verfassungsreferendum

in der Türkei gab zuletzt Anlass für Kritik. Die

Entscheidung der Wahlkommission, ungestempelte

Wahlzettel zuzulassen, verstieß laut OSZE-

Beobachtern gegen türkisches Recht. ODIHR-Direktor

Link kritisierte die fehlende Überwachung

bei der Stimmabgabe von Türken im Ausland; allerdings

hatte die OSZE dazu kein Mandat.

Bilateral gestalten sich die Beziehungen zwischen

Österreich und der Türkei derzeit als

schwierig. Dies wirkt sich dem Vernehmen nach

nicht negativ auf die Kooperation in der OSZE

aus. Die Türkei leiste dem österreichischen Vorsitz

in der Sicherheitsorganisation konstruktive

Unterstützung.


Im Trio mit Deutschland und Italien

Vom vorangegangenen deutschen OSZE-Vorsitz

hat Österreich wichtige laufende Agenden

übernommen. In Sachen Wirtschaftskooperation

konnte Deutschland einige Erfolge verbuchen.

Beim OSZE-Ministerrat in Hamburg, wo die Stabübergabe

erfolgte, wurde der Anstoß für einen

strukturierten Dialog im Sicherheitsbereich

gegeben. Österreich richtete eine Informelle Arbeitsgruppe

dazu ein, an deren Sitzungen Sicherheitsexperten

teilnehmen. 2018 wird Italien im

OSZE-Vorsitz auf Wien folgen.

Es ist müßig, zur Halbzeit des österreichischen

Vorsitzjahres Bilanz ziehen zu wollen. Zu vielfältig

und komplex sind die Aufgaben der Organisation,

Kurzzeitlösungen sind in den prolongierten

Konflikten nicht möglich, die Entscheidungsfindung

ist unter den 57 OSZE-Staaten auf Grund

des Konsensprinzips ein langwieriger Prozess.

In jedem Fall ist die OSZE dank ihrer Präsenz in

den Konfliktherden Europas von unschätzbarem

Wert – ein wichtiges Dialogforum zwischen dem

Westen und Russland, wie der heutige deutsche

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in

Hamburg betonte.


TEXT: Hermine Schreiberhuber

»In jedem Fall

ist die OSZE

dank ihrer

Präsenz in den

Konfliktherden

Europas von

unschätzbarem

Wert.

«

Hermine

Schreiberhuber

FACTS

OSZE

In der OSZE übernimmt

jeweils ein Staat für ein

Jahr den Vorsitz. Diesem

kommt eine zentrale Rolle

in der Steuerung der Arbeit

sowie der Vertretung der

Organisation nach außen

zu. Der Außenminister des

Vorsitzlandes fungiert dabei

als «Chairperson in Office»

(amtierender Vorsitzender).

Die Tatsache, dass

in der OSZE die Entscheidungen

im Konsens der

57 teilnehmenden Staaten

gefasst werden, macht den

Vorsitz zu einer besonderen

diplomatischen Herausforderung.

Österreich wurde

beim OSZE-Ministerrat in

Basel im Dezember 2014

von den teilnehmenden

Staaten damit betraut, im

Jahr 2017 den Vorsitz in

der OSZE zu übernehmen.

Österreich folgt damit

Deutschland, das den

Vorsitz 2016 innehatte und

ist nun nach dem Vorsitz im

Jahr 2000 zum zweiten Mal

in dieser verantwortungsvollen

und wichtigen Position.

Der Vorsitz in der OSZE

hat vielfältige Aufgaben

und ist damit ein zentraler

politischer Akteur.

SOCIETY 1_2017 | 33


·

GESELLSCHAFT

PORTRÄT

Baron Vinzenz von

Stimpfl-Abele mit Karl

von Habsburg

Wofür Ritter heute

kämpfen

Baron Vinzenz von Stimpfl-Abele, der neue Prokurator

des „St. Georgs-Ordens“, über Tradition, Werte

und karitative Projekte.

CURRICULUM

VITAE

Baron Vinzenz von

Stimpfl-Abele ist hauptberuflich

als Kommunikationsexperte

und

strategischer Berater für

Unternehmen, Institutionen

und Politik bei der Firma

Newcleus tätig. Seit 2017

hat er die Stelle des Prokurators

des St. Georgs-

Ordens inne.

D

ie Geschichte des „St. Georgs-Ordens“

reicht bis ins Jahr 1308 zurück, als

Kaiser Heinrich VII. den „Orden des

Alten Adels“ (später „Orden der vier

römischen Kaiser“) stiftete, der als

Vorgänger des heutigen Ordens bezeichnet werden

kann.

Nachdem Karl von Habsburg im Jahr 2011 die

Funktion des Großmeisters übernommen hat,

setzt der Orden unter dem geänderten Namen „St.

Georgs-Orden“, seine jahrhundertelange Tätigkeit

fort. Der St. Georgs-Orden vertritt wertkonservative,

wirtschaftsliberale Werte und bekennt sich zu

einer umfassenden Landesverteidigung. „Aber es

gehört noch viel mehr dazu“, betont Baron Vinzenz

von Stimpfl-Abele und erklärt: „Wir sind ein

Orden des Hauses Habsburg-Lothringen und fühlen

uns mit dessen Werten, Haltungen und Traditionen

verbunden. Und wir sind ein europäischer

Orden. Das heißt, wir denken und agieren über

den nationalistischen Tellerrand hinaus. Allerdings

vergessen wir dabei nie unsere Vaterländer

und deren Identitäten.“ Der neue Prokurator gibt

zu bedenken: „Natürlich hat Mitteleuropa in diesem

Kontext eine zentrale Bedeutung, jedoch immer

im Sinne eines durch gemeinsame Werte und

Geschichte verbundenen Europas. Gerade in Anbetracht

einer krisengeschüttelten Europäischen

Union, des Vertrauensverlustes, den viele Institutionen

und vor allem Parteien aktuell erleben, wird

das – und damit alles wofür unser Orden steht –

immer wichtiger.“ Der St. Georgs-Orden versteht

sich als politischer Orden. „In Zeiten wie diesen

ist es auch wichtiger denn je, dass es eine Organisation

gibt, die in Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur

und Politik mit offenem Visier und entschlossen

für klare Werte eintritt. Bei diesem Engagement

lege ich größten Wert auf eine Äquidistanz des Ordens

zu politischen Parteien“, so der Prokurator.

Die Damen und Ritter des St. Georgs-Ordens

erfüllen eine Vielzahl von karitativen Aufgaben,

welche in den Ordensprinzipien festgelegt sind.

Gemäß seiner Hauptaufgabe, „der Bekämpfung

des achtfachen Elends – Krankheit und Verlassenheit,

Heimatlosigkeit und Hunger, Lieblosigkeit

und Schuld sowie Gleichgültigkeit und Unglaube

– bemüht sich der Orden dort zu helfen wo Hilfe

gebraucht wird“, sagt Baron Vinzenz von Stimpfl-

Abele. So reicht das Engagement unter anderem

von Armutsbekämpfung über Katastrophenhilfe

bis hin zu Hilfe bei Einzelschicksalen. Besonders

hervorzuheben sind in diesem Kontext das Projekt

für die von der Erdbebenkatastrophe betroffene

italienische Gemeinde Amatrice, oder das Projekt

zur Beseitigung von Landminen in Kroatien. Darüber

hinaus gibt es auch eine Vielzahl an karitativen

Initiativen in Österreich, die vom St. Georgs-

Orden unterstützt werden.


Foto: R. Strutz, c. kahlfuss

34 | SOCIETY 1_2017


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DIPLOMATIE

MAROKKO

„Looking for more

exchange between

Morocco and Austria“

SOCIETY spoke to Mr Aziz Rabbah, Minister of Energy, Mines

and Sustainable Development of Morocco, about current

infrastructure projects and the “Vienna Energy Forum”.

What are the biggest

challenges

Morocco faces

infrastructurewise

in order to

further develop

its role as an economic hub and as a tourist

destination?

Morocco has decided to accelerate the

development of its infrastructure in the

next twenty years. Today, our achievements

are remarkable. We have greatly

invested in basic infrastructure such as

motorways, railways, airports, ports, and

even in hydraulic infrastructures. Yet,

we remain aware that to be an emerging

country with all its facets, we must further

accelerate the development of these

infrastructures to fuel this emergence. In

other words, what normally is to be done

in 50 years, we have to do in two decades.

That is to say that by 2035, we have to

double the infrastructures, strengthen

the motorway network, reinforce the rail

network and even triple the capacity of

airports and ports. I would like to point

out that it is a strategy displayed and a

voluntary choice to consistently develop

the competitiveness of the national economy.

In this respect, I can give you figures

that might be of interest to you: the

investments planned only for transport

infrastructure for the next twenty years

are estimated at more than 600 billion

dirhams, which equals about 60 billion

Euros. It is also noteworthy that Morocco

will invest around 20 billion Euros in hydraulic

infrastructure in order to deal

with water issues, while 30 billion Euros

of investments will be devoted to renewable

energies. In other words, investments

in the renewable energy, hydraulic and

Fotos: SOCIETY/Pobaschnig

36 | SOCIETY 1_2017


DIPLOMATIE

MAROKKO

transport infrastructure sectors will easily reach

the 110-billion-euro mark.

Will there be a partnership with Austria in

this context?

First of all, I would like to point out that the

economic relations between Morocco and Austria

are clearly progressing. We are looking at having

more exchange between the two nations in the

years to come. Moreover, several Austrian companies

are interested in investing in Morocco. Currently,

two Austrian companies operate in the

field of energy and in other sectors in Morocco. I

want to point out that we have appreciated your

experience in the hydraulic and energy sectors,

not to forget to point out that the Austrian companies

have acquired renowned expertise in the

field of transport infrastructure. On this basis, I

believe that there are good prospects for strengthening

the cooperation between Morocco and Austria.

It is up to all of us to reactivate things and to

get to work.

Can we get an idea of the number of Austrian

companies that settled in Morocco?

At least ten to twelve companies are based in

Morocco and work in the fields of services, tourism,

agriculture, energy and industry, the automobile

sector in particular. So I think we already

have milestones and success stories, which will

push us today to conclude more conventions,

agreements and calls for investments to strengthen

our partnership; hence, the need today to

think about organizing a Moroccan-Austrian

business forum to ensure its success in the best

conditions.

Which are currently the most important infrastructure

projects in Morocco?

Morocco is now a country with developed infrastructure,

while its long-term economic and

geopolitical vision assigns Morocco a leading

role in the future of the emergence of Africa. It

is with this vision that we have strengthened our

infrastructure to respond to the socio-economic

stakes at national and international level in order

to connect Morocco with the whole world. Moreover,

it should be noted that one of the major energy

challenges of Morocco is mainly linked to its

energy dependence. As of now, it has exceeded 98

percent of our imported energy needs. Moreover,

it is the classical energy that dominates the energy

mix consisting mainly of fuel and coal, which

have an impact on the environment and sustainable

development; hence the idea of reducing our

dependence on energy from the exploitation of

our local resources. Moreover, Morocco’s commitment

to sustainable development is not new. Our

country attaches great importance to the preservation

of the environment through greenhouse

gas emissions, and it is in this sense that we will

have to review our energy production system in

order to have a low carbon system. In this sense,

»By 2030, we

envision to

reduce energy

consumption by

20 percent.

«

CURRICULUM

VITAE

AZIZ RABBAH, who was

appointed by His Majesty

King Mohammed VI

on April 5, 2017, Minister of

Energy, Mines and Sustainable

Development, was

born in 1962 in Sidi Kacem.

Rabbah, a training engineer

specialized in new information

technologies, served as

Minister of Equipment and

Transport for the outgoing

government, a portfolio that

was expanded with logistics

during the 2013 ministerial

reshuffle. In 1981 Rabbah

recieved a bachelor’s degree

in mathematics from

the Lycée Mohammed V in

Kénitra, in 1985 an engineering

degree from INSEA and

in 1992 a master’s degree in

software engineering from

Université Laval de Québec.

Aziz Rabbah has held

several senior positions in

the Ministries of Economic

and General Affairs, Foreign

Trade, Trade and Industry,

and Equipment and Transport.

it is remarkable that 57 percent of our country’s

commitments to climate change are related to

energy. This shift from an energy system dominated

by classical energy to an energy model

based on renewable energies results in a considerable

investment effort in this area.

Which major projects are being implemented

in the fields of solar-, wind- and water-energy?

At the national level, when analysing the energy

mix in a global way, 34 percent of installed

electrical capacity is based on renewable energies.

These resources currently cover about 16 percent

of our electricity demand. Our target for 2030 is

to increase the share of renewable energies in the

energy mix to 52 percent of the total installed capacity,

consisting mainly of 20 percent of the solar

energy, 20 percent of the wind and 12 percent

for hydroelectricity. It should also be noted that

for reasons of flexibility and to ensure the availability

of this percentage of renewable energy, we

are obliged to implement the roadmap of the “gas

to power” project. Broadly speaking, those are the

main indicators of our energy vision, not to forget

to mention the component of this strategy, which

is linked to energy efficiency. In this context, by

2030, we envision to reduce energy consumption

by 20 percent, which would make it possible to

cut the energy bill estimated today at more than

5 billion Euros.

How do you evaluate the “Vienna Energy Forum”?

International forums, especially those organised

by international organizations and economic

actors, are important. The “Vienna Energy Forum”

was interesting for its contribution to the

field of renewable energies. I would also like to

congratulate our Embassy here for its efforts and

for the quality of the work it undertakes. I have

noticed that a significant number of countries

have accumulated considerable expertise in the

field of energy and in mitigating climate change.

I cite as an example Austria, Germany, South

American countries and Asian countries. During

my speech, I mentioned two major events, which

marked this year: there was the recent consecration

of His Majesty King Mohammed VI who received

the Visionary Award for Energy Efficiency

in Washington on the occasion of the big forum

on energy efficiency, and the organization of the

COP 22 last November in Marrakech. These events

testify the international recognition extended to

Morocco and His Majesty the King, for its experience

on a global scale and its political and economic

vision. It should also be recalled that our

country has its own economic model, evidenced

by the results in several sectors such as industry,

agriculture, energy and tourism. I would say that

we are confident in our policy and our business

model based on cooperation and that we are ready

to share the results of this success with Austria

and the other developed countries. •

SOCIETY 1_2017 | 37


RUSSLAND

LÄNDERPORTRÄT

Das Land der Vielfalt

Jahrhundertalte Traditionen, beeindruckende Künstlerstädte,

unendlich erscheinende Gebirge und Gewässer sowie den

teuersten Honig der Welt – all das findet man in der

Russischen Föderation.

Die Auferstehungskirche

in

St. Petersburg

Fotos: olga Trofimova, visit russia

38 | SOCIETY 1_2017


RUSSLAND

LÄNDERPORTRÄT

Seit einigen Jahrzehnten (seit der „Perestroika“)

ist die freie Ausübung von

Religion in Russland möglich. Daher ist

der Vielvölkerstaat ein Land mit vielen

Konfessionen – es gibt die russisch-orthodoxe

Kirche, den Katholizismus und

Protestantismus, den Islam, das Judentum, den

Buddhismus und viele andere. Eine große Rolle

spielt auch der Atheismus. Laut Umfragen glauben

fast 30 Prozent der Einwohner nicht an Gott bzw.

sehen sich als konfessionslos an.


Feste/Traditionen

Russland ist stark von Traditionen und Festen geprägt.

Auch der Alltag der modernen Gesellschaft

ist noch von Bräuchen durchzogen: So wird einer

Person nie die Hand über eine Türschwelle gegeben,

da diese Geste Unglück bringen soll.

Gefeiert wird in Russland sehr gern und zu

jedem sich bietenden Anlass. Zu einem der wichtigsten

Feste gehört „die endlos lange Silvesternacht“.

Da zu Sowjetzeiten die Geburt Christi

nicht gefeiert werden durfte, wurde das Neujahr

zum stärker frequentierten Fest. Auf den Tisch

kommen traditionelle Gerichte wie der Salat

„Olivier“ und die Speise „Hering im Pelzmantel“.

Bevor das neue Jahr empfangen wird, muss das

alte noch „begleitet“ werden. Dafür wird die erste

Flasche Sekt getrunken. Kurz vor Mitternacht

hält der russische Präsident seine traditionelle

Neujahrsansprache, die live im Fernsehen übertragen

wird. Danach kommt die berühmte Uhr

am Spasskaja-Kremlturm ins Bild. Zu diesem

Zeitpunkt wird der Empfangssekt geöffnet und

während der zwölf Schläge bis Mitternacht muss

dieser auf die gesamten Gläser aufgeteilt sein,

damit zu Neujahrsbeginn zur russischen Hymne

angestoßen werden kann. Die traditionellen russischen

Bräuche finden sich jedoch am stärksten

im Masleniza-Fest wieder. Der Begriff „Masleniza“

wird meist als „Butterwoche“ übersetzt. Das Fest

hat viel mit Karneval und Fasching gemein und

wird sieben Wochen vor Ostern gefeiert. Es war

stets ein freudiges Fest, bei dem sich die russische

Seele richtig austobte. Obwohl die Grundstruktur

erhalten blieb, wird es heute etwas verhaltener

gefeiert. Es dauert eine Woche, und jeder Tag hat

dabei seine eigenen Traditionen und Bezeichnungen.

Der letzte Tag des Festes heißt „Sonntag der

Verzeihung“, an dem jeder seine Verwandten und

Bekannten um Verzeihung bittet, um von den

begangenen Sünden gereinigt zu werden. Zur

Verabschiedung des Festes wird eine Strohpuppe,

welche den Winter verkörpert, verbrannt.


Literatur und Musik

Vor der Gründung der „Kulturhauptstadt“ St.

Petersburg stand die geistliche Literatur im Vordergrund.

Im Laufe des 18. Jahrhunderts fand

die weltliche russische Literatur immer mehr Anerkennung

und hatte im Jahrhundert darauf ihren

Höhepunkt. Nach Abschaffung von jeglichen

Zensuren und Restriktionen entwickelte sich die

russische Literatur zu Beginn des 21. Jahrhunderts

bunt und teilweise expressiv. Die moderne russische

Literatursprache wurde besonders durch

Alexander Puschkins Gedichte, Erzählungen und

Dramen geprägt. Er gilt in Russland als „Heiliger“

und wird dementsprechend verehrt. Im Alter von

37 Jahren starb er bei einem Duell, das aus Eifersucht

geführt wurde. Er war schon bei seinem Tod

ein Mythos und ist es bis heute geblieben.

Russland ist ebenfalls ein Land der Musik.

Bei Festen ist es üblich, dass viel gesungen wird.

Dabei wird oft auf Volkslieder, bei der jüngeren

Generation aber auch auf Rock zurückgegriffen.

Meist verbindet man die russische Musik mit

Ballett und Opern. Tschaikowskis „Nussknacker“

und „Schwanensee“ sowie prachtvolle Opern- und

Ballettaufführungen im Bolschoi-Theater gehören

zur klassischen Musikkultur. Doch auch die

Rockmusik ist sehr beliebt. Die Zeiten, in denen

die Künstler des Rock still und heimlich auftreten

mussten, sind längst vorbei und mittlerweile gehört

auch diese Musikrichtung zu den Klassikern.


Russlands Küche

Die russische Küche ist sehr fleischhaltig, denn

nach allgemeiner Meinung gehören zu einer richtigen

Mahlzeit Fleisch und Fisch, was auch immer

gerne auf das harte Klima und den langen saisonalen

Mangel an Gemüse zurückgeführt wird.

Das Nationalgetränk der Russen ist – nicht wie

oft angenommen wird – Wodka, sondern Tee. Der

schwarze Tee scheint der ständige Begleiter des

russischen Alltags zu sein. Zu Tisch in größerer

Runde wird in der Regel ein kleines Kännchen mit

stark konzentriertem Teesud serviert, der dann

nach Wunsch mit mehr oder weniger kochend

heißem Wasser gestreckt wird. Meist wird der Tee

mit viel Zucker und ohne Milch getrunken. Der

Samowar, ein ursprünglich mit glühender Kohle,

später dann elektrisch beheizter Teekocher, ist bis

heute ein nationales Symbol, findet aber nur noch

bei den wenigsten Gebrauch.

Bis heute gelten Suppen in Russland als vollwertige

Speisen und nicht als Appetitanreger vor

dem Hauptgang. Entsprechend sind die Portionen

auch größer. Eine große Portion „Soljanka“, eines

der beliebtesten Gerichte der russischen Küche,

die von ihrem sauer-salzig-scharfem Geschmack

gezeichnet ist und traditionell im Steinguttopf

serviert wird, macht sehr gut alleine satt. Sie

enthält mehrere Fleischsorten und wichtiger Bestandteil

sind Salzgurken oder Salzpilze. Für die

Zubereitung werden Zwiebeln abgebraten und

mit Gewürzgurken und Tomatenpaste vermischt.

Danach wird die Fleischbrühe mit den Zwiebeln,

den Gewürzgurken, klein geschnittenen

Fleischwürfeln, Gewürzgurkenflüssigkeit, Pfefferkörnern

und einem Lorbeerblatt gekocht. Serviert

wird die Suppe mit einem Stück Zitrone, frischen

Kräutern und saurer Sahne.

FACTS IN

BRIEF

Ländername: Russische

Föderation

Einwohner: 142,9 Mio.

Fläche: 17.075.400 km 2

Lage: Nordosten von Eurasien

Geografie: Küstenlänge:

37.653 km , geprägt von Berglandschaften,

Seen und Flüssen.

Das Gebirge Ural erstreckt

sich durch den Westen und

bildet einen Teil der asiatischeuropäischen

Grenze

Klima: 4 Klimazonen: arktische

Zone, subarktische Zone,

gemäßigte Zone, subtropische

Zone

Bevölkerung: letzte Zählung

2010: 142.856.536 Einw. – 80%

Russen, 4%Tataren, 2% Ukrainer,

außerdem: Baschkiren,

Tschuwaschen, Tschetschenen,

Armenier, Mordwinen, Weißrussen,

Deutsche u.a.

Sprachen: Russisch, Minderheitensprachen:

Tatarisch,

Deutsch, Ukrainisch, Tschuwaschisch,

Baschkirisch, u.a.

Religion: 70% Orthodoxe, 14%

Muslime, 1,4% Protestanten,

0,6 % Katholiken, 0,5% Juden,

Minderheiten von Buddhisten

u.a., Anhänger indigener

Religionen

Nationalfeiertag: 12. Juni

(Unabhängigkeitstag)

Währung: 1 Rubel (Rbl) = 100

Kopeken

Staatsform: Präsidialrepublik

– Verfassung von 1993

Staatsoberhaupt und

Regierung: Staatspräsident:

Wladimir Putin (seit 2012)

und Regierungschef Dmitri

Medwedew (seit 2012)

Mitglied in internationalen

Organisationen: UNO, OSZE,

SCO, BSEC, EurAsWG, OVKS

AUS DER

GESCHICHTE

1450 – 1505: Gründung des

russischen Einheitsstaates

durch Iwan III.

1547: Krönung Iwan IV. zum

Zaren von Russland

1703: Gründung von St.

Petersburg

1729 – 1796: Regentschaft

Katharina die Große

1812: Napoleon überfällt

Russland

1917: demokratische/sozialistische

Revolution

1924 – 1953: Stalin-Diktatur

1941: Ausbruch des „Großen

Vaterländischen Krieges“

1945: Sieg der UdSSR über

den Hitlerfaschismus

1986 – 1991: Michail Gorbatschow

leitet demokratische

Freiheiten ein

1991 – 1999: Jelzin führt

Marktwirtschaft und Präsidialdemokratie

ein

1999 – 2012: Regierung Putin

und Medwedew

SOCIETY 1_2017 | 39


RUSSLAND

LÄNDERPORTRÄT

WUSSTEN SIE,

DASS...?

Der Olympische Park

in Sotschi

... sich in Russland die längste

Eisenbahnstrecke der

Welt befindet? Sie ist 9.288

km lang und verläuft von

Moskau bis zur Hafenstadt

Wladiwostok am Pazifik.

Die Reise ohne Zwischenhalte

dauert 152 Stunden

und 27 Minuten.

... Russland 1,8 mal größer

als die USA und mit einer

Fläche von 17.075.400 km 2

das größte Land der Welt

ist?

... in der Hauptstadt Moskau

mehr Milliardäre als in jeder

anderen Stadt der Welt

leben? Gesamt leben hier

drei mal so viele wie in New

York City.

... Russland (2012) der

zweitgrößte Ölproduzent

mit durchschnittlich

9.900.000 Fässern pro Tag

ist? Die Spitzenposition

belegt Saudi Arabien mit

1.090.000 Fässern pro Tag.

... 10 Prozent des russischen

Staatseinkommens

vom Umsatz des Wodkas

stammen?

... die Frauen den Männern

in Russland zahlenmäßig

überlegen sind? Es gibt

rund 10 Millionen mehr

Frauen als Männer. Das

Ungleichgewicht führt man

auf die vielen männlichen

Toten des zweiten Weltkrieges

zurück.

BUCHTIPP

Lothar Deeg

Kultur Schock Russland

Reise Know-How Verlag

In diesem Reiseführer erfahren

Leser alles Wissenswerte

über Traditionen, Religion,

Geschichte, Gesellschaft und

Kultur. Ein guter Einblick in

den Alltag Russlands.

RUSSLAND

IM INTERNET


„Europas Lunge“

Russland liegt, als größtes Land der Erde, auf

zwei Kontinenten (Asien und Europa) und ist flächenmäßig

fast so groß wie Australien und Europa

zusamen. Rund Dreiviertel der Fläche befindet

sich in Asien und doch wohnen rund 75 Prozent

der Gesamtbevölkerung auf dem europäischen

Teil. Durch die enorme Größe Russlands gibt es

über 12 Zeitzonen und mehrere Klimazonen. Das

Land besteht aus neun Großlandschaften: das osteuropäische

Flachland, die kaspische Senke, das

nordsibirische, ostsibirische und westsibirische

Tiefland, das mittelsibirische und ostsibirische

Bergland, das südsibirische Gebirge und die mitteljakutische

Niederung. Die verschiedensten

Landschaftsarten lassen sich hier finden: die osteuropäische

Ebene bezaubert mit sanften Hügeln,

während der nördliche Teil des Landes durch

seenreiche Gebiete charakterisiert ist. Im südöstlichen

Teil dominieren Gebirge wie das Altaj-Sajan

und das Baikalgebirge. 40 Prozent der Gesamtfläche

besteht aus Gebirgen, darunter der Ural,

der einen Teil der asiatisch-europäischen Grenze

bildet. Geprägt ist Russland durch die weltweit

größten Waldbestände, darunter das Gebiet „Taiga“

– das größte Nadelwaldgebiet Europas. Aus

diesem Grund wird das Land auch „Europas Lunge“

genannt und die Hälfte des weltweiten Holzvorkommens

befindet sich hier. Doch nicht nur

mit seinen Waldbeständen schafft es Russland

in die Top 1, auch der weltweit größte Binnensee

– das kaspische Meer mit 368.400 km 2 liegt in

diesem Land, wie der längste Fluss Europas – die

Wolga mit einer Länge von 368.400 km 2 . Mit rund

120.000 Flüssen und Strömen und fast zwei Mil-

Botschaft der Russischen

Föderation in Wien

www.rusemb.at

Russisches Kulturinstitut

Wien

www.russischeskulturinstitut.at

lionen Seen ist Russland sehr wasserreich. Außerdem

gibt es etliche Vulkane, von denen mehr als

60 noch aktiv sind.


Geheimtipps

Die Künstlerstadt Tarussa ist an der Oka – ungefähr

140 Kilometer südlich von Moskau – gelegen

und eignet sich perfekt für eine Auszeit im Grünen

auf den Spuren der Rus. Beliebt ist die Stadt wegen

der von Kräuterduft getränkten Luft und der poetischen

Atmosphäre. Sie ist geprägt von berühmten

Einwohnern wie dem Maler und Pädagogen Wassili

Polenow, dem Künstler Viktor Borissow-Mussatow

und der Dichterin Marina Zwetajewa, welche

die Stadt in ein Künstlerzentrum verwandelten.

Der Sonnenuntergang an der Oka mit den sich am

Ufer versammelnden, einheimischen Fischern,

ergaben die Kulisse, welche Polenow und Marina

Zwetajewa zu ihren Werken inspirierte. Einen Besuch

wert ist das Privatmuseum von Sergej Schwarow,

welcher aus alten Motoren, Zahnrädern und

Auspuffrohren neue Skulpturen baut.

Sehenswert ist auch das Naturreservat Schulgan-Tasch.

Es liegt in der Republik Baschkortostan

an den südlichen Ausläufern des Urals und

ist eines der wenigen Naturschutzgebiete, in dem

Waldbienen unter Schutz stehen. Außerdem wird

hier der teuerste Honig der Welt hergestellt. Die

Waldimker plündern die Höhlen der Bienen nicht,

sondern entnehmen nur so viel, dass ihnen noch

genug für den Winter bleibt. Sie sind bemüht sich

nicht in die Organisation des Bienenlebens einzumischen

und diese vor Raubtieren, wie Bären, zu

schützen. Bekannt ist das Gebiet auch für seine

Höhlen mit steinzeitlichen Malereien. •

Fotos: olga Trofimova,visit russia

40 | SOCIETY 1_2017


RUSSLAND

INTERVIEW

Stadt der Events

SOCIETY befragte Andrej Evgenevic Muskarev,

Leiter der Föderalagentur für Tourismus in der

Region des Baltischen Meeres, über die Rolle

des Tourismus für St. Petersburg.

Fotos: christoph boltendahl, komitee für tourismus der stadtregierung st. petersburg

St. Petersburg, vom

Wasser aus gesehen

Ist die Anzahl an Touristen in St. Petersburg

in den letzten Jahren gewachsen?

Wie hoch ist der Prozentsatz an österreichischen

Touristen?

St. Petersburg wird jährlich von 7 Millionen

Touristen besucht, die Stadt könnte aber rund

13 bis 15 Millionen Gäste beherbergen. Für ausländische

Touristen ist sie zweifelsohne die komfortabelste

russische Stadt, und bei aller Verehrung für

Moskau – St. Petersburg ist die imperiale Hauptstadt

Russlands. Viele sind daran interessiert, die Erkundung

unseres Landes in St. Petersburg zu beginnen.

Die Österreicher lieben unser Land, da es eine Vielzahl

an Schlössern, Museen und Theaterhäusern

gibt. Als im Jahr 2015 das Honorarkonsulat der Republik

Österreich unter der Leitung von Simon Zaglmann

eröffnet wurde, erhöhte sich auch die Anzahl

an österreichischen Touristen. Das „Tourismusjahr

Russland-Österreich 2017“ zielt auf die gemeinsame

Förderung der Tourismusbranche der beiden Länder

ab. Beispielsweise präsentieren wir „Die Große Seidenstraße“

und „Musik ohne Grenzen: Die berühmtesten

Komponisten Russlands und Österreichs.“

Welche Strategien – zusätzlich zu den bereits

bekannten kulturellen Leistungen – nutzen Sie,

um neue Gäste zu gewinnen?

Besonderes Augenmerk wird von uns auf die

Entwicklung des Event-Tourismus gelegt. Dank

solcher Feierlichkeiten wie dem „Festival des

Lichts“, war die Zahl der Touristen im April diesen

Jahres vergleichbar mit der Anzahl in der Hochsaison.

Veranstaltungsort war das erst kürzlich

eröffnete Stadion „St. Petersburg Arena“. In ähnlicher

Weise wird das „Restaurant-Festival“, welches

zwei Mal pro Jahr stattfindet, zu einer immer bekannteren

Marke St. Petersburgs. Ebenfalls legt St.

Petersburg großen Wert auf den Ausbau des Sporttourismus.

Insbesondere werden im Hinblick auf

den bevorstehenden FIFA-Konföderationen-Pokal

2017 und die Fußballweltmeisterschaft 2018 wirksame

Maßnahmen ergriffen. In diesem Jahr feiert

Russland auch 100 Jahre Revolution, und wir haben

das Projekt mit dem Namen „Rote Marschroute“

entwickelt. Dies ist eine touristische Tour

zu den Orten, die bei den Umbrüchen im Februar

und Oktober 2017 von großer Bedeutung waren.

Welche mittel- und langfristigen Maßnahmen

haben Sie für den Tourismus in St. Petersburg

geplant?

Um die Zahl der Touristen in St. Petersburg zu

steigern, muss vor allem großes Augenmerk auf

die Entwicklung von Hotels und Pensionen gelegt

werden. Daher muss es Priorität der Regierung

sein, in den Bau von Drei-Sterne-, und Vier-Sterne-

Hotels zu investieren. Wir denken, dass es maßgeblich

ist, den Investoren Steuervergünstigungen

bieten zu können. In der Frage des visafreien Aufenthalts

für Ausländer, arbeitet die Stadt an der

Erlangung eines „Pilotstatus“. Das Format des

72-stündigen Aufenthalts, welches derzeit für Passagiere

von Kreuzfahrtschiffen existiert, wäre für

den Tourismus mit Flugverkehr besonders günstig.

Ebenfalls zieht die Stadt die Möglichkeit der

Einführung von elektronischen Visa in Erwägung.

Dies würde die Zahl der Touristen deutlich erhöhen

und den Ausbau des Tourismus in den Bereichen

Wirtschaft, Kongress und Sport maßgeblich

fördern. Laut den Daten der UNWTO würden diese

Visaerleichterung das Wachstum der Tourismuszahlen

in der nördlichen Hauptstadt um rund 30

Prozent steigern.


CURRICULUM

VITAE

Andrej Evgenevic Muskarev

wurde 1979 in Leningrad

geboren. 2010 wurde er Direktor

für Verkauf und Marketing

des Unternehmens

„Internationale Fährlinien“

(Brand ST PETER LINE). Seit

2015 ist er Leiter der Föderalagentur

für Tourismus in

der Region des Baltischen

Meeres. Er übernahm eine

aktive Rolle in der Organisation

von zahlreichen föderalen

Projekten, zum Beispiel

bei der „300-Jahrfeier St.

Petersburgs“, bei der „International

Maritime Defence

Show (LMDS)“ und beim

„Petersburger Internationalen

Wirtschaftsforum“.

SOCIETY 1_2017 | 41


RUSSLAND

INTERVIEW

Tatarstan – Russlands führendes

Wirtschaftszentrum

SOCIETY traf Rustam Minnikhanov, Präsident der Republik

Tatarstan, und befragte ihn zur wirtschaftlichen und

sozialen Situation des Landes.

Was können Sie

uns über die

neuesten Wirtschaftsprojekte

der Republik

Tatarstan

erzählen?

In den Jahren meiner Präsidentschaft,

als auch den Jahren der neueren Geschichte

der Republik Tatarstan, wurden

viele wichtige Projekte in den Bereichen

Wirtschaft, Forschung, Soziales, Sport

und Kultur umgesetzt. Vor fünf Jahren

wurde zum Beispiel vom KAMAZ-Unternehmen

eine Fertigungslinie zur Herstellung

von Nutzfahrzeugen der Marke

Mercedes in Betrieb genommen. Die strategische

Partnerschaft unseres Autoriesen

mit Daimler ist ein gutes Beispiel für

eine erfolgreiche Zusammenarbeit, die

für alle Unternehmen gilt, die sich mit

ihren Technologien und Investitionen

auf unserem Markt ansiedeln. Im vergangenen

Jahr wurde in Tatarstan die russlandweit

größte Produktionsanlage zur

Herstellung von Düngemitteln in Betrieb

genommen. Dies ist das Resultat einer erfolgreichen

Kooperation mit japanischen

und chinesischen Unternehmen. Tatarische

Unternehmen arbeiten auch aktiv

mit österreichischen Partnern zusammen.

Aktuell wird unter Beteiligung der

SWARCO AG ein Gemeinschaftsprojekt

zur Modernisierung des Verkehrssteuerungssystems

in der Hauptstadt Kazan

realisiert; gemeinsam mit der Firma

FACC werden Konstruktionen und Bauteile

aus Verbundwerkstoff hergestellt;

der österreichische Produzent „Red Bull“

ist ein langjähriger Partner des weltweit

bekannten tatarischen Autorallye-Teams

„KAMAZ-Master“.

In welchen Wirtschaftsbereichen ist

Tatarstan besonders aktiv?

Tatarstan zählt zu den führenden, industriell

höchstentwickelten Regionen

Russlands: wir sind ein erdölproduzierendes

Land. Jedes Jahr werden mehr als dreißig

Millionen Tonnen Rohöl gefördert

– die Hälfte davon wird in Tatarstan verarbeitet.

Wir haben eine hoch entwickelte

Petrochemie und mehr als 50 Prozent

unserer Industriegüter werden exportiert.

In Tatarstan werden Kraftfahrzeuge,

Flugzeuge, Hubschrauber, Schiffe sowie

eine Vielzahl von Erzeugnissen der

Maschinenbauindustrie hergestellt. Wir

versorgen uns fast vollständig mit eigenen

Erzeugnissen aus der Agrarindustrie,

und seit zwei Jahren in Folge ist Tatarstan

die Nummer Eins im nationalen Rating

des Investitionsklimas. Besonderes

Augenmerk wird auf die Entwicklung

zukunftsträchtiger Wirtschaftszweige

gelegt. Zu diesen gehören Bio- und Nanotechnologien,

IT, der High-Tech-Bereich,

Robotertechnik, die Entwicklung neuer

Materialien etc. In Tatarstan existieren

zwei Sonderwirtschaftszonen, eine Reihe

von Technologie- und Gewerbeparks

sowie Gründerzentren. Etwa 30 km von

der Hauptstadt Kazan wird die Satellitenstadt

Innopolis mit einem der russlandweit

größten IT-Zentren errichtet. Einer

der vielversprechenden Standorte für Investoren

ist der „Kama innovative Industriecluster

InnoKam“, der für die nächsten

zehn Jahre der wichtigste Wachstumsmotor

der tatarischen Wirtschaft sein soll.

Aufgrund der sinkenden Erdölpreise

und der wirtschaftlichen Sanktionen

musste Ihr Land einen wirtschaftlichen

Abschwung hinnehmen. Nichtsdestotrotz

ist die Republik Tatarstan gegenüber

anderen Regionen in Russland in

einer besseren ökonomischen Position.

Können Sie uns die Gründe hierfür nennen?

Im Jahr 2016 betrug der Industrieproduktionsindex

in Tatarstan 103,6 Prozent.

Das Bruttoregionalprodukt belief

sich auf 102,5 Prozent. Im ersten Quartal

2017 betrug der industrielle Leistungsanstieg

104,7 Prozent und das Bruttoregionalprodukt

104,2 Prozent. Die wirtschaft-

Fotos: rustem kadyrov, Pressedienst des präsidenten der republik tatarstan

42 | SOCIETY 1_2017


RUSSLAND

INTERVIEW

liche Situation verbessert sich also. Ich bin mir

sicher, dass Russland in zehn bis fünfzehn Jahren

ein Staat mit einer starken Wirtschaft sein

wird, mit einem stabilen politischen System, einem

hohen Lebensstandard für den Großteil der

Bevölkerung und einer starken Position in der

internationalen Arena. Dafür ist es notwendig,

konsequent Pläne der sozialwirtschaftlichen Entwicklung

nicht nur auf föderaler, sondern auch

auf regionaler Ebene umzusetzen. Für diese Zwecke

wurde in Tatarstan ein sozialwirtschaftlicher

Plan entwickelt, der bis 2030 umgesetzt werden

soll. Es geht um die Herausbildung einer effektiven,

auf Wissen basierenden Wirtschaft sowie

die Entwicklung von Innovationen und Hightech-

Sektoren.

In der Republik Tatarstan werden mehr als

dreißig Programme, an denen alle Städte und Gemeinden

teilnehmen, umgesetzt: es werden Schulen,

Kindergärten, Gesundheits-, Sport- und Kultureinrichtungen

gebaut und neue Wohngebiete

errichtet; Unternehmer und Landwirte, vor allem

der Mittelstand, werden vom Staat gefördert. Große

Aufmerksamkeit wird der Entwicklung eines

komfortablen Lebensraums geschenkt, es werden

Projekte zur Errichtung von Parkanlagen und

Wasserschutzgebieten realisiert.

Welche Länder gehören zu Ihren wichtigsten

Handelspartnern?

Die Republik Tatarstan unterhält mit 145 Ländern

der Welt Partnerschaftsbeziehungen, wobei

die Hälfte davon mit unseren Exportgütern beliefert

wird. Tatarstan arbeitet besonders intensiv

mit der Türkei, den Vereinigten Arabischen

Emiraten, Iran, Saudi-Arabien, Deutschland,

Malaysia, Indonesien, Kasachstan, Turkmenistan

und Kirgisistan zusammen. In Kazan sind Generalkonsulate

der Türkei, des Iran, Kasachstans,

Ungarns und Chinas eröffnet worden. In Frankreich,

der Tschechischen Republik, Finnland und

Deutschland befinden sich Repräsentanzen unserer

Republik. Zu den Top-Drei-Investoren Tatarstans

zählen die Türkei, Deutschland und die USA.

Neue Investitionen kamen im Jahr 2016 aus Korea

und Saudi Arabien.

Tatarstan ist eine der dicht bewohntesten autonomen

Republiken in Russland und auch eine

»Tatarstan zählt

zu den führenden,

industriell

höchstentwickelten

Regionen Russlands.

«

Rustam

Minnikhanov

CURRICULUM

VITAE

Rustam Minnikhanov

wurde 1957 in Nowy

Arysch, Rajon Rybno-Slobodski,

Tatarstan, Russland

geboren. Er war von 1996

bis 1998 Finanzminister

und von 1998 bis 2010

Ministerpräsident der Russischen

Republik Tatarstan.

Seit 2010 ist er Präsident

der Republik Tatarstan.

Gertrud Tauchhammer reiste mit

einer Wirtschaftsdelegation,

organisiert von der Österreichisch-

Russischen Freundschaftsgesellschaft,

unter der Leitung von Florian

Stermann nach Tatarstan.

der polyethnischsten. Über 115 ethnische Gruppen

und 8 Nationalitäten leben in der Republik.

Wie unterstützt die tatarische Führung die soziale

Einigkeit der polyethnischen und multireligiösen

Gesellschaft?

Tatarstan zählt heute zu den, sich am dynamischsten

entwickelnden Regionen des Landes.

Das ist auch der Verdienst aller Bürger unserer

Republik. Vertreter von 115 Nationalitäten und

Volksgruppen leben in Frieden und Freundschaft.

Die traditionellen Religionen in der Republik

sind der Islam und das Christentum. Die Gruppe

der Tataren und Baschkiren bekennen sich zum

Islam. Der Rest der Bevölkerung – Russen, Tschuwaschen,

Mari, Udmurten und Mordwinen – sind

orthodoxe Christen. Katholizismus, Protestantismus,

Judentum und andere Konfessionen sind

ebenfalls in der Region vertreten. Als Symbol

dieser Freundschaft und friedlichen Koexistenz

kann man den „Kazaner Kreml“ betrachten, auf

dessen Territorium sich sowohl eine muslimische

Moschee als auch eine orthodoxe Kathedrale befinden.

Der Anteil an gemischten Ehen in unserer

Republik beträgt 30 Prozent. Um die friedliche

Lage aufrechtzuerhalten, widmen wir der

Entwicklung unserer Wirtschaft besondere Aufmerksamkeit

– der Schaffung neuer Arbeitsplätze

und der Akquisition von Investoren. Es wurde

ein föderales Amt für Nationalitätenfragen

gegründet, zielgerichtete staatliche Programme

werden realisiert, die Entwicklung diverser Monitoring-Systeme

ist zu beobachten, und unter

dem Präsidenten der Russischen Föderation wirkt

der Rat für internationale Beziehungen. Es wurde

auch die unerlässliche Gründung einer gesetzgebenden

und normativen Basis ins Leben gerufen,

die den Schutz ethnischer Rechte und der Religionsfreiheit

gewährleistet und die Befugnisse

ethnokultureller und religiöser Organisationen

erweitert. Zum jetzigen Zeitpunkt werden staatliche

Programme mit einer jährlichen finanziellen

Unterstützung von über 330 Millionen Rubel

realisiert. Sie dienen der Entwicklung nationaler

Kultur, dem Erhalt der internationalen und

interreligiösen Einheit und der Unterbindung

von Extremismus und Terrorismus. Auf Ebene

der Republik werden bereits traditionellerweise

unterschiedliche nationale Volksfeste begangen.

Eine große Rolle bei der Erneuerung historischer

Kulturgüter obliegt dem Fond „Vozrozhdenie“

(Anm. dt: Revitalisierung), der unter der Leitung

des ersten tatarischen Präsidenten Mintimer

Shaymev entstanden ist. Mit der Unterstützung

der gesamten Bevölkerung der Republik restauriert

und erhält man die Heiligtümer in Bolgar

und auf der Inselstadt Sviyazhsk. Beides wurde in

die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen.

Alle 63 Universitäten und Forschungseinrichtungen

Tatarstans genießen einen guten Ruf.

Neben der russischen und tatarischen Sprache,

wird in den nationalen Schulen auch das Tschuwaschische,

das Udmurtische, das Mordwinische

und die Sprache der Mari, gefördert. •

SOCIETY 1_2017 | 43


RUSSLAND

INTERVIEW

The Great Bolgar

museum preserve

Tatarstan – see and try

everything yourself!

SOCIETY met with Sergey Ivanov, Chairman of

the State Committee on Tourism of the Republic of

Tatarstan and spoke about the Republic as a relatively

new, highly frequented tourist destination.

CURRICULUM

VITAE

Sergey Ivanov was born

in 1976 in Severodvinsk,

USSR. Currently he works

as the Chairman of the

State Committee on Tourism

of the Republic of Tatarstan.

In 2009 he started

to work as the CEO of the

“Tourist information center

of Kazan city”. Afterwards

he was Chairman of the

Committee for External

Relations and Tourism

under the Executive

Committee of the Kazan

Municipality, Municipal

Institution. From 2009 to

2010 he was Chairman of

the Committee for External

Relations and Tourism in

the Kazan Executive Committee

Administration. In

2014 he got the position of

the Deputy Minister of The

Ministry of Youth Affairs,

Sport and Tourism of the

Republic of Tatarstan.

For seven years you have been holding

the professional position of the

Chairman of the State Committee on

Tourism of the Republic of Tatarstan.

What are the recent achievements?

The Republic of Tatarstan is one of

the leading regions of the Russian Federation in

tourism. The number of tourists increases each

year by 13,5 percent on average. Compared to 2015,

the quantity of foreign tourists coming to the Republic

of Tatarstan, has grown by 6,7 percent and

reached 250.506 people in 2016. In the last seven

years we have also established strong links to Germany,

Finland, China, Iran and UAE. Thanks to

the activities of the State Committee for Tourism,

we have opened different foreign tourism markets

for the Republic, participating in nine international

fairs in 2016. We also took part in several

online-fairs, road-shows for tourism companies

and representatives of mass media in Russian cities

and foreign countries. During these years we

developed a strong tourism infrastructure: 404 hotels

and other accommodation facilities are available

in the Republic; different associations for a

stable activity of the entrepreneurs in the tourism

sphere have been established: an “Association of

the hotels of Kazan and the Republic of Tatarstan”,

an “Association of the restaurants of the Republic

of Tatarstan”, an “Association of the hostels of the

Republic of Tatarstan”, and an “Association of the

travel agencies of the Republic of Tatarstan”. The

goal was to create the image of Kazan city as a

third capital of the Russian Federation and to create

a complex image of the Republic of Tatarstan

as a tourism destination, as a weekend destination

for Russian tourists and a region of cultural and

intellectual tourism for foreign tourists. We’ve already

achieved the goal to create an image of the

Republic as a region of different colors: Kazan as

a capital of the region with concentration of culture,

gastronomy and history; the “Island town of

Sviyazhsk” is that same fairy-tale island of Buyan,

that magical land, which Pushkin wrote about in

his story of “Prince Gvidon”; “The Great Bolgar”,

the site of the ancient settlement of Bolgar, registered

by UNESCO and renowned for its history and

legends, attracts yearly hundreds of thousands of

tourists from all over the world.

Fotos: State Committee on tourism of the Republic of Tatarstan

44 | SOCIETY 1_2017


RUSSLAND

INTERVIEW

INFOS

above: The Temple of all Religions

below: The Island-Town of Sviyazhsk

In 2016, we officially accepted the tourist

brand “Visit Tatarstan” and also created the tourist

brands of the “Great Bolgar” and the “Island

town of Sviyazhsk”. Today it allows us to promote

the Republic in the Russian and international

tourist markets more effectively and we are able

to clearly present Tatarstan and its main tourist

destinations. During these seven years, international

direct flights have been established:

Kazan-Prague (Chech Republic), Kazan-Helsinki

(FinnAir), Kazan-Dubai (FlyDubai) and Kazan-

Frankfurt (Aeroflot). In addition, there are constant

charter flights from Kazan. In summer

2016 we installed a charter flight from Urumchi-

Kazan-Urumchi (China). The next step will be to

establish a direct charter flight between Kazan

and Beijing in 2017.

Official tourist portal of the

Republic of Tatarstan

www.visit-tatarstan.com

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as an attractive destination and

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Russian travel companies, new

travel routes and other products.

In the coming years, Russia will

host two events at a global level:

The “FIFA Confederation Cup

2017” and the “World Cup 2018”.

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potential customers, media and

tour operators that Russia and

its tourism sector are glad to

welcome new visitors.

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regions of the Russian Federation

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Kamtchatka, between northern

Yamal and Murmansk and southern

Sotchi has made us THE

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Assessment of Foreign Aircraft

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From Vienna/Austria there are

4 daily flights to Moscow with

onward flights to KAZAN in the

capital of Tatarstan seven days a

week. www.aeroflot.com

»The number of tourists

increases each year by 13,5

percent on average.

«

Sergey Ivanov

What is the main goal in the nearest future?

One of our tasks is to increase the number

of foreign tourists. Today, the share of foreign

tourists in the total tourist flow in the Republic

of Tatarstan is 8,6 percent. We need to increase

our presence on the tourist markets of the following

countries: China, Iran, Finland, United

Arab Emirates and Germany. The next task is to

develop a small river fleet. Because of our underdeveloped

fleet of river vessels we don’t use our

water areas of the rivers Volga and Kama to their

full extent. After all, most tourists come to the

Republic not only to get acquainted with the rich

historical and cultural heritage, but also to enjoy

our water spaces. It is necessary to consider that

at the present time the fleet of small vessels in

the Republic consists of only 17 units, the average

age of the ships is 40 years. The third task is

to work with the Tatar diasporas. Together with

the World Congress of Tatars we are completing

the formation of a special tourist product for Tatars

from other regions and countries. In 2017, we

are planning to begin the implementation of this

tourist offer. The fourth task is to take a leading

position among tourist destinations in the Internet,

today it is the main source of information. In

2005 Tatarstan has been visited by 500.000 tourists

– today, each of our tourist destinations like

Yelabuga, Sviyazhsk and Bolgar reaches this number

of guests on its own.


SOCIETY 1_2017 | 45


RUSSLAND

INTERVIEW

Welche Folgen

hatten die bisherigen

EU-

Wirtschaftssanktionen

für

russische Unternehmen

in Österreich?

Die russische Wirtschaft schätzt den

österreichischen Markt für seine Stabilität

und Vorhersehbarkeit. Klagen

über politisch motivierte Hindernisse in

Österreich habe ich von russischen Geschäftsleuten

keine gehört.

Wir haben in der Botschaft eine Liste

der wichtigsten russischen Firmen, die

in Österreich vertreten und tätig sind.

Seit der Einführung der Sanktionen ist

das Handelsvolumen zwischen unseren

Ländern stark gesunken, wie insgesamt

in unseren Beziehungen mit allen EU-

Staaten. Wir haben aber keinen einzigen

Namen aus dieser Liste streichen müssen.

Ich hoffe auch, dass es so bleibt.

Russisch-österreichische Veranstaltungen

in der WKÖ sind stets ausgebucht. Das

ist auch ein gutes Zeichen, das vom starken

gegenseitigen Interesse im Geschäftsbereich

zeugt.

Inwiefern sind österreichische Unternehmen,

welche in Russland tätig sind,

von den Sanktionen betroffen?

Für die EU-Politiker war von Anfang

an klar, dass Russland die Einführung

der gegen sie gerichteten Sanktionen

nicht unbeantwortet lassen wird. Unser

Land wurde gezwungen, Gegenmaßnahmen

zu ergreifen, um russische Produzenten

in einer unfairen Marktsituation

zu schützen. So sehen die jetzigen Rahmenbedingungen

aus.

Es ist zum Beispiel kein Geheimnis,

dass das von unserer Regierung gegenüber

EU-Staaten verhängte Lebensmittelembargo

auch vielen österreichische

Agrarproduzenten den Zugang zu unserem

Markt verwehrt hat (und das sind

immerhin 144 Millionen potenzielle Verbraucher).

Besonders hart hat die Sanktionspolitik

der EU die österreichischen

Fleisch- und Milchproduzenten getroffen.

Aber nochmals – dieser Weg war keinesfalls

unsere Entscheidung.

Auch der begrenzte Zugriff auf europäische

Kredite hat spürbare negative

Folgen hinterlassen. Importe von österreichischen

Industriewaren, die früher

durch das „lange billige Geld“ finanziert

wurden, gingen wesentlich zurück. So

viel ich weiß, verzeichneten die Branchen

Maschinenbau und Metallwaren Exportrückgänge

im zweistelligen Bereich.

In diesem Kontext möchte ich hervorhe-

Vielfältige

Beziehungen

SOCIETY traf S.E. Dmitrij Ljubinskij und

sprach mit ihm über die EU-Sanktionen,

den Krim-Konflikt und das Tourismusjahr

Österreich-Russland.

Fotos: russische botschaft wien

46 | SOCIETY 1_2017


RUSSLAND

INTERVIEW

ben, dass die österreichische Unternehmerschaft

sehr weitsichtig in der von Brüssel ausgelösten

Sanktionsspirale agiert. Ich kenne kein Beispiel

von einer gesunden Firma aus Österreich, die in

den letzten drei Jahren den russischen Markt verlassen

hat. Im Gegenteil – viele Unternehmer entscheiden

sich, in Russland zu investieren und als

Ausweg aus der bestehenden Situation eröffnen

sie in unserem Land eigene Produktionsstätten. Es

hat sich bereits bewiesen: Vor Ort sein lohnt sich.

Denken Sie die tiefen Gräben zwischen der EU

und Russland im Ukraine Konflikt können überwunden

werden?

Davon bin ich überzeugt. Weder Russland,

noch hoffentlich die EU-Staaten können daran

interessiert sein, die aktuellen Spannungen in

Europa beizubehalten. Es ist immer der Dritte,

der sich freut, wenn zwei sich streiten.

Der Ausweg ist allen bekannt – das sind die

Minsker Abkommen.

Die EU insgesamt, besonders die Teilnehmer

der Normandie-Vier, Deutschland und Frankreich,

müssen auf Kiew Druck ausüben, damit

die ukrainische Seite endlich zumindest ihre

Verpflichtungen zu erfüllen beginnt. Leider aber

werden die Indizien immer deutlicher, dass die

heutigen Machthaber in der Ukraine überhaupt

nicht an einer vernünftigen Lösung interessiert

sind. Die Kriegspartei in Kiew ist immer noch

stark. Moskau ist bereit, seinen Teil der diplomatischen

Anstrengungen als Garant der Minsker

Abkommen fortzusetzen.

Wie wird Österreich in Russland hinsichtlich

seiner Balance als EU-Mitglied und gleichzeitig als

verlässlicher Partner Russlands wahrgenommen?

Russland und Österreich pflegen ein traditionell

gutes Verhältnis zueinander. Wir verstehen,

dass Wien bestimmten Verpflichtungen im

Rahmen der EU folgen muss. Wir betrachten die

Republik aber als einen verlässlichen Partner,

der seine wahren Interessen versteht und eine

vernünftige Politik gegenüber unserem Land

fortführt. Wir schätzen die Qualität unserer Beziehungen

auf bilateraler Ebene.

»Der russische Markt ist für

alle ausländischen Partner

offen.

»Für die EU-

Politiker war

von Anfang

an klar, dass

Russland die

Einführung der

gegen sie gerichteten

Sanktionen

nicht

unbeantwortet

lassen wird.

«

CURRICULUM

VITAE

S.E. Dmitrij Ljubinskij

wurde 1953 in Italien

geboren. Er studierte

am Staatlichen Institut für

Internationale Beziehungen

(MGIMO) in Moskau

internationale Wirtschaft,

1987 schloss er sein Studium

ab. 1989 trat er in den

Diplomatischen Dienst

Russlands ein. Von 1989

bis 1996 hatte er verschiedene

Funkionen im

russischen Außenministerium

inne. Von 1996 bis

2000 war er an der russischen

Botschaft in Bonn

und später in Berlin tätig.

Als stellvertretender

Direktor war Ljubinskij von

2000 bis 2005 im russischen

Außenministerium

für die russisch-deutschen

Beziehungen zuständig.

2005 wurde er als Erster

Botschaftsrat nach Wien

entsandt, wo er bis 2008

blieb. Von 2008 bis 2010

war er stellvertretender

Direktor der Dritten

Europa-Abteilung im

Moskauer Außenamt, 2010

übernahm er die Leitung

dieser Abteilung. Seit

August 2015 ist S.E.

Ljubinskij Botschafter der

Russischen Föderation in

Österreich. Er ist verheiratet

und Vater von zwei

Töchtern.

Welche Prioritäten wird Russland bei der Zusammenarbeit

mit Österreich im Energiebereich

setzen?

Österreich gehört zu den ältesten westeuropäischen

Partnern der russischen, früher sowjetischen,

Energiewirtschaft. Heuer werden „Gazprom“

und die OMV bereits das 50-jährige Jubiläum

ihrer fruchtbaren Zusammenarbeit zelebrieren.

Für Russland waren immer drei Dinge wichtig.

Erstens: Unser Land ist ein zuverlässiger Lieferant.

Unsere Energiekonzerne erfüllen ihre Verpflichtungen

gegenüber europäischen Verbrauchern

immer rechtzeitig und im vollen Ausmaß.

Kein einziges Mal hat «Gazprom» oder irgendein

andere russischer Energiekonzern eine Unterbrechung

der Lieferungen verursacht.

Zweitens: Business ist für uns immer Business.

Wir sind gegen jegliche Politisierung von

Wirtschaftsbeziehungen. Sogar in den heißesten

Phasen des Kalten Krieges waren wir unseren

Verträgen treu. Das ist das Kernprinzip unserer

Außenwirtschaftspolitik und so wird es bleiben.

Drittens: Der russische Markt ist für alle ausländischen

Partner, die an einer beiderseitig fairen

und vorteilhaften Zusammenarbeit interessiert

sind, offen. Das gilt für die österreichischen

Energieunternehmen genauso wie für Firmen aus

anderen Branchen.

Russland und Österreich setzen im Zuge des

„Tourismusjahr Österreich-Russland“ auf eine

engere Zusammenarbeit und bilateralen Austausch

in den Bereichen Tourismus und Kultur.

Worin liegen die beidseitigen Chancen dieser

Partnerschaft?

Beide Länder sind an einer Belebung der gegenseitigen

Touristenströme interessiert. Die russische

Seite hat bereits einiges in dieser Hinsicht

unternommen.

Im Dezember 2016 wurde in Wien das russische

b2b Tourismusbüro «Visit Russia» eröffnet,

das die Aufgabe hat, österreichische Touristiker

mit dem Reiseangebot in Russland bekannt zu

machen. Im Februar und März 2017 haben die

russischen Fluggesellschaften „Aeroflot“ und

„S7“ im Flughafen Schwechat zwei neue Frequenzen

zwischen Moskau und Wien eingeführt.

Nach meinem Wissen sind unsere österreichischen

Kollegen in Russland auch sehr aktiv. Die positiven

Statistiken für die Wintersaison 2016/2017

sprechen für sich selbst. “Die Russen kommen

zurück”, schreiben die Zeitungen. Russland investiert

zurzeit sehr viel in die Entwicklung des Inlandstourismus

und hier kann das Know-how von

österreichischen Anbietern sehr nützlich sein.

Wo liegen die nächsten Schwerpunkte Ihrer

Arbeit in Österreich?

Die russisch-österreichischen Beziehungen sind

sehr vielfältig. Unsere Länder haben historisch enge

Verbindungen in der Wirtschaft und in der Kultur.

Wir haben z.B. Dialogmechanismen im Sicherheitsbereich

aufgebaut, um unsere Anstrengungen im

Kampf gegen den internationalen Terrorismus effektiver

zu machen. Das gleiche gilt auch für viele

andere Bereiche unserer Zusammenarbeit. Das Aufgabenfeld

des russischen Botschafters in Wien ist

sehr breit und ich freue mich darüber.

« •

SOCIETY 1_2017 | 47


RUSSLAND

PORTRÄT

Russland, Brücke zwischen

Europa und Asien

Der Präsident der Ökumenischen Stiftung Pro Oriente, Johann

Marte, ist ein ausgewiesener Kenner Russlands. Der einstige

Diplomat in Moskau und spätere Direktor der Wiener Nationalbibliothek

blieb Russland ein Leben lang verbunden. „Russland

bildet eine Brücke zwischen Europa und Asien“, so Marte.

Sein besonderer Bezug zu Literatur

und Geschichte und

im Besonderen zu den Kulturschaffenden

haben Marte

bereits in der Sowjet-Ära die

russische Volksseele und Tradition

nahe gebracht. Er kennt Russland

einst und jetzt. Aus seinen Erfahrungen

und Begegnungen heraus liefert der Jurist

und Wissenschafter einen durchaus

kritischen Befund, wenn es um einen

Ost-West-Vergleich geht.

Die aktuelle politische Situation weckt

nach den Worten Martes Besorgnis, dass

Russland von Europa abrücken könnte.

Die Sanktionen des Westens nach der

Besetzung der Krim durch die russische

Armee hätten „Öl ins Feuer des Hasses

gegen den Westen gegossen“, beschreibt

der Experte drastisch die Emotionen, die

als Reaktion darauf im russischen Volk

hochgingen. Die Medien hätten mitgespielt

und die Ablehnung des Westens

gespiegelt wie nie zuvor.

In der Herangehensweise sieht der

Präsident der Stiftung, der gerade wieder

russische Besucher in Wien empfangen

hat, große Unterschiede. Der Westen

zeichne sich durch „eine nüchterne Rationalität“

aus, der Osten hingegen durch

„Intuition“, mit einem orientalischen

Touch, wie er es formuliert.


Medien schüren Ängste

Die Betrachtung der Geschichte zeige:

Die Mächtigen machten in Russland mit

dem Volk immer, was sie wollten, so Martes

ungeschminktes Urteil. Propaganda

habe bis heute eine starke Wirkung, vieles

werde aufgebauscht. „Die Russen sollten

sich mehr an der Realität draußen orientieren.

Die Medien operieren mit Ängsten.“

So werde gerade in schwierigen Zeiten versucht,

das Volk zusammenzuhalten.

Der Kultur- und Religionsexperte

pflegt viele Kontakte mit Russland. „Wir

schämen uns“, hätten ihm liberale, gebildete

russische Freunde gesagt, wenn sie

schilderten, wie emotional aufgeladen

die Presse sei, vor allem gewisse Fernsehkanäle.

In Talkshows komme es zu Auftritten

wütender Menschen. Der emotionalisierte

politische Diskurs habe Formen

angenommen, die Angst erzeugen.

Das Phänomen des Populismus werde

nicht so benannt, auch nicht in den Medien,

doch es gebe ihn natürlich. Aus der

Geschichte heraus kann man laut Marte

folgern: Eine autoritäre Führung ist ein

Faktum, eine Säule der Macht. Die Zaren

Johann Marte mit

Gerald Hinteregger

(1978-81 österreichischer

Botschafter in

Moskau)

übten absolute Macht aus, was das Volk

als von Gott gegeben hinnahm. Von dieser

Grundeinstellung sei noch etwas vorhanden:

„Das Volk schaut nach Moskau.“

Zugleich sehe es auch, dass große Korruption

herrscht, dass es Lügen und Bereicherung

auf allen Ebenen gebe. „In der Bevölkerung

regt sich Unmut.“


Bewunderung für China

Außenpolitisch ortet der Russland-

Experte die Tendenz einer gewissen Hinwendung

Moskaus zur aufstrebenden

Regionalmacht China. Der große Wirtschaftsaufschwung

des asiatischen Nachbarn

werde in Russland bewundert. Doch

erkenne man eine Gefahr darin, dass

nicht nur in Sibirien, sondern auch in

Fotos: johann marte, kathbild/F.J.Rupprecht

48 | SOCIETY 1_2017


RUSSLAND

PORTRÄT

anderen Teilen der früheren Sowjetunion China

mit Wirtschaftskraft und Menschen an Einfluss

gewinne.

Trotz der Attraktivität des euroasiatischen Modells

sei sich der russische Präsident Wladimir Putin

wohl bewusst, dass es ohne Europa nicht geht,

analysiert Marte. Auch die jüngsten Entwicklungen

nach dem Machtwechsel in den USA und der

Verlauf des Syrien-Krieges könnten nach seiner

Einschätzung bewirken, dass sich Putins Russland

wieder mehr Europa zuwende.


Enges Verhältnis Staat-Kirche

In der Ära Putin hat sich ein enges Verhältnis

zwischen Staat und Kirche entwickelt. Die national-religiöse

Ideologie diene dem Zusammenhalt

des Staates. Putin habe dies erkannt und sich der

orthodoxen Kirche zugewandt. Der Russland-Beobachter

kleidet dies in die Worte: „Die alte orthodoxe

Symphonie funktioniert, das heißt die Symbiose

zwischen Kirche und Staat“. Seit 1991 wurden

tausende Kirchen renoviert. Allerdings sei es nicht

gelungen, die Intellektuellen zurückzugewinnen.

Die orthodoxe Kirchenführung sieht der Verfechter

der Ökumene mit kritischem Blick. Lange sei ein

autokratischer Stil gepflegt worden. Patriarch Kyrill

lehne wie sein Vorgänger Alexi im Kontext der Menschenrechte

die Homosexualität ab mit der Begründung,

deren Anerkennung ermuntere zu unsittlichem

Handeln. Inzwischen gibt es in Russland ein

Gesetz gegen Homosexualität vor Minderjährigen.

Kirchenvertreter glauben im Westen einen

„Niedergang der Kultur“ zu erkennen.

Auch werde in Kreisen der Kirche die These vertreten,

dass die Monarchie mit ihrer Hierarchie

der Stände eine ideale Staatsform wäre, erklärt

Marte. Vor allem die Russische Auslandskirche

(mit Sitz in den USA) vertritt eine pro-monarchistische

Position. Andererseits gebe es in politischen

Kreisen der Moskauer Führung auch eine Strömung,

die goutiere, „sich von der Trennung der

Gewalten zu verabschieden“.

CURRICULUM

VITAE

JOHANN MARTE wurde

1935 in Feldkirch, Vorarlberg,

geboren. Jus-Studium

in Innsbruck. 1962-69 Richter

in Feldkirch. 1971-74

war Marte Kulturattache

an der österr. Botschaft in

Warschau, 1974-82 Kulturrat

in Moskau. In Wien zurück,

hatte er leitende

Funktionen in der Kultursektion

des Außenamtes

und später in der Sektion

für Bibliotheken

und Bundesmuseen im

Wissenschaftsministerium

inne. Von 1993-2000 war

Marte Generaldirektor der

Nationalbibliothek, die er

gründlichen

Reformen unterzog. 2001-

2008 leitete er die österreichische

UNESCO-Kommission.

Seit 2001 ist Marte

Präsident der Ökumenischen

Stiftung Pro Oriente.

Der österreichische Diplomat

Martin Vukovich, Johann

Marte und Maler und Dissident

Wassili Sitnokow


Kein Religionsunterricht an Schulen

Das russische Volk identifiziert sich weithin

mit der Orthodoxie. Gemäß der Auffassung, ein

geborener Russe sei auch ohne Taufe orthodox,

wie Marte erläutert. All dies bedeutet aber auch

nach dem Abschütteln des kommunistischen Sowjet-Regimes

nicht, dass die Kirche in staatlichen

Institutionen aktiv werde könne. Es gibt keinen

Religionsunterricht an Schulen, keine Spitals-, Gefängnis-

und Militärseelsorge.


Ökumene auf dornigem Weg

Gegenüber der Ökumene hat die russisch-orthodoxe

Kirche Vorbehalte, wie sich aus dem Echo

auf Begegnungen zwischen den Moskauer Patriarchen

und dem römisch-katholischen Papst in der

jüngeren Zeit herauslesen lässt. In der Sowjet-Zeit

habe die KP den Beitritt zum Weltkirchenrat befohlen,

erinnert Marte. Der Heilige Synod ist aber

auch heute noch von Hardlinern beherrscht.

Dennoch gab es Fortschritte. „Nach tausend

Jahren des Schweigens“, wie es „Die Zeit“ formulierte,

kam es 2016 zu einem historischen Treffen

von Papst Franziskus I. und Patriarch Kyrill I. auf

dem neutralen Boden Kubas. Die Begegnung der

beiden Kirchenoberhäupter stand im Zeichen der

Aussöhnung und eines Appells für die verfolgten

Christen im Orient. Dass Kyrill dann im Moskau

teils mit Kritik empfangen wurde, darf nicht verwundern.


Auch der Islam wird stärker

In Russland, dem größten Land der Welt, leben

heute noch etwa 100 ethnische Gruppen, groß ist

auch die religiöse Vielfalt. Der Islam wird in Russland

immer stärker und sei in Moskau präsenter als

früher, schildert Stiftungspräsident Marte. Führer

der muslimischen Tataren hielten fest, das Leben in

einem christlichen Umfeld sei für sie Alltag, einen

strengen Islam wie in Saudi-Arabien lehnen sie ab.


Persönliche Bilanz des

Russland-Kenners

Präsident Martes persönliche Bilanz über die

Russen: „Ein sehr herzliches Volk; sie sind liebenswürdig,

können mit anderen mitleiden.“ Die

Geschichte und die Größe des Landes hätten die

Russen „zu besonderen Menschen gemacht, die

sehr großzügig, bis hin zu verschwenderisch, sein

können“.

Marte baute Anfang der 80er Jahre gute Kontakte

zur Dissidentenszene auf, als er in Moskau

stationiert war. Er kannte Andrej Sacharow,

schmuggelte Manuskripte von Lew Kopelew und

Wassili Grossman. Als die Sowjetunion und die

KP-Herrschaft zu Ende gingen, habe ihm ein Bolschewist

gesagt: „Wir müssen alte Werte wiederherstellen,

einschließlich religiöser Werte.“ •

TEXT: Hermine Schreiberhuber

SOCIETY 1_2017 | 49


WIRTSCHAFT

INTERVIEW

Christoph

Leitl über

Russland

und den

Iran

WKÖ-Präsident Christoph

Leitl sprach mit SOCIETY

über die Entwicklungen

in unseren Fokusländern

Russland und Iran.

W

elche Folgen haben

die EU-Sanktionen

gegen

Russland für die

österreichische

Wirtschaft?

Österreichs Exporteure haben die Sanktionen

gegen Russland, Russlands Gegenmaßnahmen

und die Wirtschaftskrise in

Russland schmerzlich zu spüren bekommen.

Die Ausfuhren nach Russland haben

sich mit einem Rückgang von minus 46

Prozent seit 2013 fast halbiert. Den stärksten

Rückgang gab es bei unseren Lebensmittelexporten,

weil Russland als Antwort

auf die EU-Sanktionen den Import

von Lebensmitteln aus EU-Ländern stark

beschränkt hat. Insgesamt sind die wirtschaftlichen

Verflechtungen zwischen Österreich

und Russland aber immer noch

stark und nach den schwierigen Jahren

2014 bis 2016 mit rückläufigen Exporten

gehen wir davon aus, dass es 2017 ein Plus

von bis zu zehn Prozent geben kann; denn

in der russischen Wirtschaft wird wieder

mehr investiert und daraus ergeben sich

Chancen für österreichische Lieferanten

von Maschinen und Anlagen.

Wo liegen die Hauptsorgen der heimischen

Unternehmer?

Neben den Sanktionen ist auch zunehmend

eine „Entfremdung“ zwischen Russland

und der EU zu spüren. Die russische

Regierung hat sich in der neuen Situation

für den Weg der Importsubstitution und

Lokalisierung entschieden. Immer mehr

Verordnungen werden erlassen, welche

die öffentliche Beschaffung auf russische

Zulieferer und Produkte mit hoher lokaler

Wertschöpfung einschränken. Ausländische

Anbieter kommen nur dann

zum Zug, wenn es keine russische Alternative

bzw. keine Alternative aus der Eurasischen

Wirtschaftsunion gibt. Europa

ist bei großen Infrastrukturprojekten in

Russland auch vermehrt mit Konkurrenz

aus China, Japan und Korea konfrontiert.

Rechtssicherheit ist für unsere Unternehmen

und deren Engagement in Russland

natürlich auch enorm wichtig: Allerdings

sind russische Gerichte besser als ihr Ruf.

Welche Unterstützung bietet die

Wirtschaftskammer für Unternehmen

welche in dieser unsicheren Zeit in Russland

tätig sind?

Zu Beginn der Russland-Ukraine-Krise

gab es spezielle Förderungen für die davon

betroffenen Unternehmen, um das

entgangene Geschäft in Russland oder der

Ukraine in anderen Märkten leichter wettzumachen.

Darüber hinaus sind in Russland

die von uns angebotenen Bereiche

„Sanktionsberatung und Sanktionsprüfung“

ein enorm nützliches Service für

50 | SOCIETY 1_2017


WIRTSCHAFT

INTERVIEW

Fotos: kucera

österreichische Exporteure. Grundsätzlich gilt für

die Unterstützung österreichischer Unternehmen

in Russland, wie generell im Auslandsgeschäft,

dass wir mit unserem Netzwerk der Außenwirtschaft

Austria, ihren über 600 Experten in über

100 Stützpunkten auf fünf Kontinenten und im

Inland permanent Länderinformationen, Branchenwissen

und Partnernetzwerke für sie bereithalten.

In den jeweiligen Märkten, konkret auch

in Russland, kennen wir die Spielmacher, die Spieler,

die Aufstellung der Konkurrenz, die Regeln

und die Schiedsrichter. Wir schlagen Sprach- und

Kulturbrücken, vermitteln Kontakte zu Dienstleistern,

coachen Firmen vom Markteinstieg bis zur

Niederlassungsgründung und unterstützen bei

Problemen mit Behörden oder Geschäftspartnern.

Unser AußenwirtschaftsCenter in Moskau ist das

größte Büro in unserem Netzwerk. Zusätzlich

haben wir in der Russischen Föderation und der

Region noch weitere kleinere Büros in Jekaterinenburg,

Sotschi und Novosibirsk sowie in Baku/

Aserbaidschan, Minsk/Weißrussland, Jerewan/Armenien

und Taschkent/Usbekistan, die auch vom

Hauptsitz in Moskau aus geleitet werden.

Was halten Sie von dem Vorschlag des Russischen

Präsidenten Putin, hinsichtlich der Errichtung

einer „Freihandelszone über den ganzen

Kontinent, von Lissabon bis Wladiwostok“?

Diese Idee wird von mir schon seit Jahren propagiert,

denn Freihandel in Richtung Westen über

den Atlantik wird schon lange diskutiert, bei dieser

Diskussion aber unser direkter Nachbar im

Osten, Russland, vergessen. Gerade aber im Sinne

einer aktiven Handelspolitik, dem Vorantreiben

von Liberalisierung und dem Abbau protektionistischer

Maßnahmen sollte das langfristige Ziel

eine Freihandelszone von Lissabon bis Wladiwostok

sein. Eine solche Freihandelszone mit einem

Markt von rund 700 Millionen Einwohnern wäre

für alle Teilnehmer vorteilhaft und würde Europa

und Russland im globalen Wettbewerb entscheidend

stärken. Russland mit seinen Rohstoffen

und Europa mit seinem Know-how würden einander

perfekt ergänzen. Außerdem schaffen gemeinsame

wirtschaftliche Aktivitäten Vertrauen

und damit könnten auch die Voraussetzungen

besser werden, dass man sich nicht voneinander

abgrenzt, sondern annähert und in einen Dialog

kommt, der die derzeitigen Sanktionen im beidseitigen

Interesse so rasch als möglich beendet

und damit zu Stabilität und Frieden einen Beitrag

leistet. Ein Freihandelsabkommen könnte

auch das Reformtempo in Russland beschleunigen,

etwa hinsichtlich fairen Wettbewerbs oder

dem Schutz geistiger Eigentumsrechte. Dadurch

würde Russland seinen Ruf als verlässlicher und

vertrauenswürdiger Handelspartner stärken, mit

positiven Effekten bei Investitionen und Wachstum.

Für österreichische Unternehmen würden

sich durch Wegfall von Zöllen, Vereinheitlichung

von Normen und Standards sowie Abbau von Visa-

Schranken noch bessere Chancen beim Export ergeben.


Fragen zum Iran

Welche Bedeutung hat der Iran als Wirtschaftspartner

für Österreich? Welches Exportvolumen

erzielen heimische Unternehmen?

Der Iran gilt seit dem Abschluß des Joint Comprehensive

Plan of Action im Jänner 2016 im

Mittleren Osten als der Hoffnungsmarkt schlechthin.

Für viele österreichische Unternehmen, die

mittlerweile in ihren etablierten Märkten an die

Wachstumsgrenzen gekommen sind, bietet der

Iran eine neue Perspektive: ein politisch stabiler

Markt mit knapp 80 Millionen Menschen, einer

gut entwickelten Industrie und damit auch mit

Bedarf an modernen Investitionsgütern, einer

kaufkräftigen Mittel- und Oberschicht – und das

in einer Entfernung von knapp fünf Flugstunden

von Wien. Durch diese geographische Nähe ist

der Iran für österreichische Unternehmen leichter

und kostengünstiger zu bearbeiten als andere

Überseemärkte in Amerika oder Asien. Das bilaterale

Handelsvolumen 2016 betrug 376 Millionen

Euro, davon entfielen 276 Millionen Euro auf Exporte

aus Österreich – ein Zuwachs von elf Prozent

gegenüber dem Vorjahr.

Welche Chancen bietet der Iran als Handelspartner

und als Investitionsziel für österreichische

Unternehmen?

2012 wurde von uns ein Anstieg des bilateralen

Außenhandels mit dem Iran auf 500 Millionen

Euro bis 2020 prognostiziert. Aus heutiger Sicht

werden wir diese Erwartung sicher übertreffen.

Bereits jetzt sind 1,2 Milliarden Euro an OeKB Garantien

für Irangeschäfte ausständig. Damit zählt

der Iran sicher in den kommenden Jahren zu den

Hot-Spots für die österreichische Wirtschaft in

der Region. Hinzu kommt noch, dass sich der Iran

mittlerweile als Drehscheibe auch für Geschäfte

in die nähere Umgebung etabliert. Die Iraner sind

sehr an österreichischen Investitionen interessiert

und versuchen, die Rahmenbedingungen für Investitionen

zu verbessern. Auch in diesem Bereich

gibt es seit dem Abschluß des Joint Comprehensive

Plan of Action beachtliche Fortschritte. Ich

gehe davon aus, dass sich die österreichische Investitionstätigkeit

in den kommenden Jahren weiter

verstärken wird. Die Iraner sind interessiert an

einer langfristigen wirtschaftlichen Partnerschaft

mit der EU und Österreich wird ganz besonders

geschätzt.

1. Welche Auswirkungen hatten die EU-Wirtschaftssanktionen

auf die Handelsbeziehung

zwischen dem Iran und Österreich?

Die EU-Wirtschaftssanktionen gegen den Iran

hatten im Wesentlichen zwei Effekte, welche österreichische

Unternehmen immer noch negativ

zu spüren bekommen. Zum einen wurde die iranische

Industrie gezwungen, den vorhandenen

Bedarf durch lokale Produktion zu decken. Das

stärkte die iranische Industrie, die paradoxerwei-

» Neben den

Saktionen ist

eine

zunehmende

“Entfremdung”

zwischen Russland

und der

EU zu spüren.

«

Christoph

Leitl


SOCIETY 1_2017 | 51


WIRTSCHAFT

INTERVIEW

» Der Iran gilt

im Mittleren

Osten als der

Hoffnungsmarkt

schlechthin.

«

Christoph

Leitl

se nach den Wirtschaftssanktionen strukturell in

vielen Bereichen stärker und gesünder dastand

als zuvor. Für ausländische Lieferanten entstanden

dadurch in einigen Bereichen starke einheimische

Konkurrenten, die auch verstärkt in Nachbarmärkte

exportieren. Zweitens wirkten sich die

EU-Wirtschaftssanktionen massiv nachteilig auf

die Marktposition europäischer Unternehmen im

Iran aus. Durch den Rückzug vieler EU-Unternehmen

aus dem Iran entstand ein Vakuum. Dieses

wurde entweder durch neue lokale Unternehmen

oder durch asiatische, vor allem chinesische Firmen

gefüllt. Insgesamt haben die EU-Wirtschaftssanktionen

den Interessen der österreichischen

und auch europäischen Wirtschaft wesentlich

mehr geschadet als den Interessen der iranischen

Wirtschaft.

Nach dem Wegfall eines Großteils der Sanktionen:

in welchen Sektoren bieten sich Möglichkeiten

für österreichische Unternehmen, welche

im Iran tätig werden wollen?

Wir sehen derzeit, dass in praktisch allen nicht

sanktionierten Bereichen österreichische Unternehmen

versuchen, auf dem iranischen Markt

Fuß zu fassen oder ihre Marktposition auszubauen.

Das Interesse an einer Zusammenarbeit mit

österreichischen Firmen und der Bedarf von iranischer

Seite sind in fast allen Branchen gewaltig.

Im Konsumgütersektor, Teilen der produzierenden

Industrie, der Automobilindustrie, im Tourismus,

der Wasserwirtschaft, der erneuerbaren

Energien, Sicherheits- und Brandschutztechnik

bestehen gute Chancen für Kooperationen mit iranischen

Partnern.

Mit welchen Angeboten unterstützt die Wirtschaftskammer

heimische Unternehmen bei der

Erschließung des iranischen Marktes?

Als Vertretung der Wirtschaftskammer Österreich

im Iran bietet das AußenwirtschaftsCenter

Teheran österreichischen Firmen eine Anlaufstelle

für alle Fragen und Probleme im Irangeschäft.

Der Umfang unserer Hilfestellungen für

Unternehmen ist sehr groß und reicht von Hintergrundchecks

iranischer Geschäftspartner über

Interventionen oder Recherchen bei iranischen

Behörden bis hin zur Unterstützung bei der Suche

nach Büroräumlichkeiten oder Personal. Gleichzeitig

versuchen wir aber auch, gemeinsam mit

der österreichischen Botschaft aktiv an der Gestaltung

der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen

mitzuwirken. Dazu stehen wir auch mit österreichischen

Banken, Kammern, Verbänden und Ministerien

in permanentem Kontakt. Unser Ziel ist

es, die in Österreich vorhandenen Potentiale und

Kräfte zu bündeln und zielgerichtet auf dem iranischen

Markt zu platzieren.


64 | SOCIETY 1_2017


Tourismus im

Aufschwung

Der iranische Tourismusminister, Rahmani

Movahed, in einem Statement über die

Tourismusindustrie des Iran.

IRAN

KOMMENTAR

Fotos: iranische botschaft wien

Die iranische Tourismusindustrie

verfügt

im Hinblick auf die

Grundlagen und Attraktionen,

aber auch

in Bezug auf die Infrastruktur zum

Ausbau des Tourismus über beachtliche

Potentiale. Zudem zeichnet

sich das Land durch kulturelle,

historische und antike Sehenswürdigkeiten,

wie auch seine Naturattraktionen

aus. Gemäß einer

Bewertung der Welttourismus-Organisation

nimmt der Iran hinsichtlich der Naturattraktionen

den fünften und bezüglich der kulturellen

und historischen Sehenswürdigkeiten

den zehnten Platz weltweit ein.

Außerdem verfügt das Land hinsichtlich der

touristischen Infrastrukturmöglichkeiten über

mehr als 1150 Hotels in verschiedenen Standards

und Kategorien sowie 1345 Pensionen und 662

Hotel-Appartements. Es gibt 4380 Reiseagenturen,

15 Airlines, 12 Bahntransportunternehmen,

33 Handwerkskunstbazars, 300 ständige Kunsthandwerks-

und Souvenirbazars, 411 traditionelle

Restaurants, 2150 erstklassige Restaurants sowie

102 neue Straßen- und Autobahnraststätten.

Während der letzten vierjährigen Legislaturperiode

wurden wichtige Schritte in Richtung

Ausbau und Bekanntmachung der iranischen

Tourismusbranche unternommen, sodass der

Iran inzwischen zu den 50 wichtigsten touristischen

Zielländern der Welt gehört.

Der Iran ist eines der sichersten Länder der

Welt für Reisende. Im Jahr 2017 wurde die 17.

globale Konferenz des Tourismus mit Beteiligung

von 350 Tourismusexperten aus 50 Ländern im

Iran abgehalten. Die Touristenexperten reisten

während ihres Aufenthaltes zu verschiedenen

Zielen im Norden, Süden und ins Zentrum des

Landes.

Während dieser Reisen und Besichtigungen

sind der gastfreundschaftliche Geist und die

angenehmen Umgangsformen der Iraner mit

ausländischen Gästen von den Experten aus der

Tourismusbranche sehr positiv aufgenommen

worden. Im Laufe des 11. Legislaturperiode (erste

Amtsperiode des jetzigen Präsidenten) haben ungefähr

20 Millionen ausländische Touristen den

Iran besucht und auf diesem

Weg hat das Land ca. 35 Milliarden

Dollar Devisen erwirtschaftet.

Während der 11. Legislaturperiode

kam es zu einem

zehnprozentigen Zuwachs an

Besuchern. Die Zuneigung und

das Interesse ausländischer Touristen

am Iran nimmt weiterhin

zu. Darüber hinaus hat der

Iran mit dem Kaufvertrag von

200 Passagierflugzeugen und

der Übergabe von 10 neuen Flugzeugen im Jahre

2017 mit der Erneuerung und Ausrüstung seiner

Luftflotte begonnen. Aber auch die zuletzt durchgeführte

Renovierung und Erneuerung der Bahninfrastruktur

hat einen positiven Einfluss auf die

heimische Tourismusindustrie gehabt.

Im Laufe der Jahre 2013 bis 2017 und im Zuge

der Realisierung der notwendigen Infrastrukturen

für die wirtschaftliche Zielsetzung der Regierung

bis 2025 sind 53 neue Hotels gebaut worden.

Außerdem sind Verträge mit Investoren des

privaten Sektors aus verschiedenen Ländern wie

Frankreich, Deutschland und Spanien zum Bau

von geeigneten Hotels mit internationalen Standards

abgeschlossen worden.

Die islamische Republik Iran hat sich im wirtschaftlichen

Ausblick bis 2025 den jährlichen Besuch

von 20 Millionen Touristen zum Ziel gesetzt.

Das zu erwirtschaftende Einnahmepotential dieser

Touristenanzahl würde eine jährliche Summe

von 35 Milliarden Dollar betragen.

Der Iran hat zur Reiseerleichterung von ausländischen

Touristen wichtige grundlegende Schritte

unternommen. Darunter fallen etwa die Behebung

der Probleme des Finanzsystems (Banken),

die Möglichkeit, Kreditkarten zu verwenden,

der Ausstellung von 3-monatigen Touristenvisen

bei der Einreise ins Land und die Aufhebung der

Visumspflicht für manche Zielmärkte und Nachbarländer.

Außerdem wurden nach dem Nuklearabkommen

und der offenen, dialogsuchenden

Diplomatie der aktuellen Regierung (Regierung

der „Vernunft & Hoffnung“) die Voraussetzungen

für die Rückkehr zahlreicher internationaler Airlines

und somit größere Handlungsfähigkeit auf

dem Gebiet des Tourismus geschaffen. •

ZUR PERSON

MORTEZA RAHMANI

MOVAHED

Stellvertreter des Präsidenten

in Angelegenheiten

der Tourismusorganisation,

kulturelle Denkmäler und

Handwerkskunst

SOCIETY 1_2017 | 53


IRAN

REISE

Verborgene Schätze

Der Iran ist als Reisedestination noch nicht so bekannt.

Das ist schade, denn das frühere Persien hat dem

Besucher viele versteckte Schätze zu bieten.

Fotos: iranische botshaft wien

Der Eram Garten in Schiraz

54 | SOCIETY 1_2017


IRAN

REISE

Pure orientalische Exotik

– dieses Bild hat man

als Reisender im Kopf

bevor man den zentralasiatischen

Staat besucht.

Doch ist der Iran

weitaus moderner als

man vermuten würde.

Die Hauptstadt Teheran ist mit über 15

Millionen Einwohnern eine urbane Metropole

mit U-Bahnnetz und moderner

Architektur. Speziell ist der innerstädtische

Höhenunterschied, der Teheran in

zwei Gebiete trennt, vom auf 1100 Metern

gelegenen Süden, der vor allem von den

armen Stadtbewohnern besiedelt ist, in

den auf 1700 Metern liegenden Norden,

der im Sommer wesentlich kühler ist und

seit jeher Heimat der wohlhabenden Bevölkerung

war.


Teheran

Einblick in das alte Persien gewährt

der Golestan Palast im Norden der riesigen

Stadt. Er wurde im 19. Jahrhundert

von Fath Ali Shah inmitten einer von Shah

Abbas errichteten Gartenanlage erbaut.

Während der gesamten Qajarendynastie

diente der Golestan Palast den Herrschern

als Residenz und Regierungssitz. So wurde

Schah Mohammad Reza dort gekrönt.

Besonders beeindruckend sind der Krönungssaal

mit einem Marmorthron und

der Spiegelsaal. Westliche Motive auf den

Kacheln des Palastes zeugen von der damaligen

Faszination für Europa. Gleich

in der Nähe des Golestan Palastes liegt

der größte überdachte Bazar des Nahen

Ostens. Auf 200 Hektar präsentieren etwa

30.000 Geschäfte ihre Waren, wobei jedes

Handwerk seinen eigenen Bezirk besitzt.

Es gibt Abteilungen für Schmuck und

Stoffe, Haushaltsartikel und Nahrungsmittel.

Große Bedeutung hat immer noch

der Teppichhandel, der im Iran eine große

Tradition hat. Wer allerdings das Bild

von lauten Marktschreiern und wildem

Feilschen im Kopf hat wird enttäuscht

sein, das Drücken des Preises ist untersagt

und die Iraner sind zusätzlich ein sehr

höfliches und zurückhaltendes Volk.


Schiraz

Ruhiger als in der überfüllten Metropole

Teheran geht es in Schiraz zu.

Die im Südwesten des Landes gelegene

Stadt begrüßt im Frühling mit dem berauschenden

Duft ihrer blühenden Orangenbäume.

Schiraz ist als Heimat der berühmtesten

persischen Dichter Hafis und

Saadi sowie der gleichnamigen Traube

SOCIETY 1_2017 | 55


IRAN

REISE

Tourguide Farzaneh

Moradi mit der

Nationalfrucht Irans,

dem Granatapfel

Rosa Fliesen der Nasral-Mulk

Moschee

Das Dorf Abyane im

Zentrum Irans

Azadi Tower in Teheran

bekannt und liegt in einem fruchtbaren

Tal, in dem Getreide und Obst angebaut

werden. Die Zitadelle von Karim Khan ist

eines der wenigen Gebäude, das aus dem

von Karim Khan erbauten, historischen

Viertel erhalten geblieben ist. Der imposante

Ziegelbau diente als Regierungssitz

und Wohnpalast, war aber auch als

Wehranlage in Verwendung. Das Innere

der Zitadelle ist mit farbigen Wandmalereien

und schönen Glasfenstern verziert.

Gleich daneben kann man dem Bazar-e

Vakil einen Besuch abstatten. Hier bieten

Händler traditionelles Kunsthandwerk

und Stoffe an.

In der historischen Altstadt befindet

sich die Nasr-al-Mulk Moschee. Sie wird

auch die „Rosa Moschee“ genannt, denn

anders als bei den üblichen blau-weißen

Moscheen enthalten ihre Fliesen detaillierte

Pflanzendarstellungen in rosa.

Besonders beeindruckend ist der Wintergebetsraum,

dessen bunte Glasfenster

zauberhafte Farbelemente auf den Boden

zeichnen. Schiraz war vor allem für seine

Gärten berühmt, von denen aber heute

nicht mehr viele erhalten sind. Einer

davon ist der Bagh-e Naranjestan (Orangengarten),

der üppige Blumenbeete und

Orangenbäume hinter seinen Mauern

verbirgt. Am Ende des Parks befindet sich

ein Palais aus dem 19. Jahrhundert, dessen

mehrfarbige Fliesen und sein Spiegelmosaikraum

sehenswert sind. Unbedingt

ansehen sollte man sich „Bagh- e Eram im

Nordwesten der Stadt. Der Eram-Garten

wurde im 19. Jahrhundert angelegt und

fungiert heute als botanischer Garten. Seine

hochwachsenden Zypressen – im Iran

ein Symbol für Langlebigkeit – sind besonders

berühmt. Bei einem Spaziergang

durch die Parkwege des Gartens kann

man wunderbar die Seele baumeln lassen.


Persepolis

Nur fünfzig Kilometer von Schiraz entfernt,

liegt die wohl beeindruckendste

historische Stätte Irans – Persepolis. Der

Bau der Residenz aus der Zeit der Achämeniden

wurde von König Dareios I um

518 vor Christus in Auftrag gegeben. Dareios

ließ dafür Architekten, Handwerker

und Materialien aus allen Teilen des Reiches

kommen. Daher sind urartäische,

assyrische, ägyptische, babylonische und

sogar griechische Einflüsse in dem Bauwerk

erkennbar. Persepolis diente nicht

nur als administratives Zentrum, sondern

auch der Ausrichtung großer Feierlichkei-

Fotos:tanja tauchhammer,iranische botschaft wien

56 | SOCIET 1_2017


ten während des Neujahrsfestes Nourouz. Beim

Besuch der Anlage fallen die kunstvollen Reliefs

besonders ins Auge, bedenkt man das Alter ihrer

Herstellung. Sie zeugen von der architektonischen

Meisterschaft dieser Zeit. Das wiederholende Thema

in Persepolis ist ein Löwe, der einen Stier reißt.

Dieses Motiv steht für das neue Jahr. Im Jahr 330

v. Christus kam das Heer Alexanders des Großen

nach Persepolis und plünderte dessen Schätze.

Ein Brand zerstörte mehrere Teile der Anlage. Im

3. Jahrhundert verlor die Stadt an Bedeutung und

geriet in Vergessenheit, bis sie im 18. Jahrhundert

von Europäern wiederentdeckt wurde.


Naqsh-e Rostam

Persepolisbesucher sollten es nicht versäumen,

die 4 Kilometer entfernte Grabstätte Naqshe

Rostam aufzusuchen. Von den Elamern wurde

hier im 3. vorchristlichen Jahrhundert direkt in

eine Felswand ein Felsrelief angebracht. Später

brachten die Achämeniden ihre Grabanlagen und

die Sasaniden weitere Reliefs an. Das erste Grabmal

wurde von König Dareios I errichtet. Drei seiner

Nachfolger kopierten rechts und links davon

diese Konstruktion. Die Grabkammern führen ins

Innere des Felsens und entsprechen somit den

Grundsätzen der Zoroastrischen Religion, in der

Leichname nicht in der Erde begraben werden

dürfen. Gegenüber der Felswand befindet sich ein

aus Kalksteinen errichtetes Gebäude, von dem

Archäologen vermuten, dass es als sasadinischer

Feuertempel gedient haben könnte.


Isfahan

Im Zentrum des Landes liegt die malerischschöne

Stadt Isfahan. Ihr einen Besuch abzustatten,

sollte bei keiner Iranreise fehlen. Beginnen

sollte man dabei mit dem imposanten Meidan-e

Imam, einem 500 Meter langen und 150 Meter

breiten Platz, der an allen vier Seiten von Arkaden

umgeben ist. Hier kann man gleich vier Sehenswürdigkeiten

Isfahans besichtigen. Die Imam-

Moschee ist ein beeindruckendes Bauwerk aus

dem 17. Jahrhundert. Ihre hohen Wände sind mit

kunstvollen Mosaiken in blau-türkis ausgekleidet.

Kleiner, aber nicht weniger schön, ist die Masjede

Scheich Lotfollah-Moschee. Sie war nur den

Angehörigen des Königs zugänglich und besitzt

weder Minarett noch Hof. Sie ist ein Meisterwerk

an Farbgestaltung, die ockerfarbenen Fliesen der

Kuppel werden von schwarz-weißen Arabesken

durchzogen, die blau gefüllt sind. Gegenüber der

Lotfollah-Moschee erhebt sich der Torpalast Ali

Qapu. Der 70 Meter hohe Bau diente dem Schah

als Sitz der Verwaltung und Empfangssaal für Gäste.

Seine Terrasse bot dem König perfekte Sicht auf

die auf dem Platz stattfindenden Polospiele. Seine

schweißtreibenden 90 Stufen belohnen mit einem

grandiosen Ausblick über die Stadt. Liebhaber des

Kunsthandwerks sollten unbedingt den Bazar am

Ende des Königsplatzes besuchen. Der überdach-

REISEINFOR-

MATION

IRAN AIR

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Die Imam-Moschee

von Isfahan

IRAN

REISE

te Markt bietet traditionell hergestellte Teppiche,

Schmuck, Kupfererzeugnisse sowie die typischen,

bedruckten Baumwollstoffe.


Abyane

Versteckt in den Bergen liegt das ursprüngliche

Dorf Abyane. Seine teils mehrstöckigen Häuser

sind aus roten Lehmziegeln erbaut. Kleine Gassen

winden sich durch die Siedlung, in der fast nur

noch ältere Einwohner leben, die ihre Produkte

wie getrocknete Früchte und Kräuter den Touristen

anbieten. Ein Spaziergang durch das malerische

Dörfchen mutet wie eine Zeitreise in eine

vergangene Epoche an.


Kashan

Die blühenden Rosengärten Irans (Golestan)

findet man in der Provinz Kashan im Zentrum des

Landes. Hier wird aus duftenden Damaszenerrosen

das in der persischen Küche gerne verwendete

Rosenwasser hergestellt. In der Hauptstadt Kashan

findet man einen der schönsten Gärten des

Landes. Der Bagh-e Tarikhi-ye Fin wurde von der

UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Gespeist

von einer Quelle, wird die Anlage von Wasserläufen

und Springbrunnen durchzogen. In seinem

zweistöckigen Palast sind noch ursprüngliche

Wandmalereien erhalten.

Einen spannenden Einblick in das frühere Leben

bietet das Bürgerhaus Borujedi aus dem 19.

Jahrhundert. Hier kann man die Trennung von

öffentlichem und privatem Bereich besonders gut

wahrnehmen.

Auf einer Reise zeigt sich, dass der Iran viele Gesichter

hat. Moderne Großstädte und antike Kulturdenkmäler

bestehen wie selbstverständlich nebeneinander.

Was jedoch am meisten in Erinnerung

bleibt ist die Freundlichkeit seiner Bewohner. •

SOCIETY 1_2017 | 57


IRAN

INTERVIEW

Dialog und Verständnis als

Schlüsselbegriffe

SOCIETY traf S.E. Dr. Ebadollah Molaei, den Botschafter der Islamischen

Republik Iran in Österreich und sprach mit ihm über

die bilateralen Beziehungen zwischen Teheran und Wien.

Iran und Österreich pflegen bereits

seit Jahrhunderten diplomatische

Beziehungen. Wo sehen Sie

die Schwerpunkte bei den künftigen

Kooperationen?

Sie haben auf ein historisches

Faktum hingewiesen. Diese lange Tradition

ist eine Besonderheit unserer bilateralen

Beziehungen. Historisches Bewusstsein,

kultureller Dialog, gegenseitiger

Respekt und gemeinsame Interessen sind

nur einige der Besonderheiten, die dazu

geführt haben, dass unsere Beziehungen

keinen größeren Schwankungen

ausgesetzt, sondern als durchaus stabil

zu bewerten sind. Die beiden Begriffe

„Dialog“ und „Verständnis“ zählen zu

den Schlüsselbegriffen unserer historischen

Beziehung. Auch wenn im Rahmen

unserer bilateralen Beziehungen sicher

Ziele angestrebt und Prioritäten gesetzt

werden, gibt es keine Einschränkungen

auf einen bestimmten Schwerpunkt. Die

sehr gut organisierten „Wiener Nuklear-

Verhandlungen“ und die wichtige Reise

von Herrn Dr. Fischer, dem früheren Bundespräsidenten

der Republik Österreich

nach Teheran, waren bemerkenswerte

Wendepunkte in den Beziehungen beider

Länder. Auch auf parlamentarischer

Ebene ist bereits eine gute Zusammenarbeit

zwischen den Legislativen beider

Länder zustande gekommen, welche sich

auf hoher Ebene fortsetzt. In diesem Zusammenhang

hat die Reise von Herrn

Dr. Kopf, dem Vizepräsidenten des österreichischen

Parlaments in den Iran, und

seine Treffen und Gespräche mit hochrangigen

iranischen Persönlichkeiten,

eine Ausweitung der parlamentarischen

Kooperationen herbeigeführt. Das neue

Kapitel der Beziehungen zwischen Teheran

und Wien setzt auf Fortbestand der

diplomatischen Konsultationen, Fortsetzung

des kulturellen Austausches und

der akademischen Zusammenarbeit, und

auf die Ausweitung und Intensivierung

der langfristigen wirtschaftlichen und

technologischen Kooperationen.

Was können Sie uns über die wirtschaftliche

Beziehung zwischen dem

Iran und Österreich in der angebrochenen

„Postsanktionszeit“ erzählen?

Unsere erste Priorität in den Außenwirtschaftsbeziehungen

ist die Vermeidung

rein auf den Konsum basierender

Geschäfte. Wir setzen auf ausländische

Investitionen und Technologietransfer

sowie langfristige und dauerhafte wirtschaftliche

Beziehungen. Österreich ist

als wirtschaftlicher und industrieller

Standort in Europa traditionell ein bedeutender

Partner für den Iran und im

Gegenzug ist auch der Iran immer ein

verlässlicher Partner für Österreich gewesen.

Nach der Aufhebung des internationalen

Embargos wurden auch wichtige

Schritte zur Belebung der wirtschaftli-

Fotos: Society/pobaschnig

58 | SOCIETY 1_2017


IRAN

INTERVIEW

chen Beziehungen zwischen dem Iran und Österreich

unternommen. In dieser Hinsicht, sind die

zahlreichen bilateralen Besuche der hohen Regierungsvertreter

auf unterschiedlichsten Ebenen,

die politische Willenskraft und das gegenseitige

Interesse zur Ausweitung und Verstärkung

der Kooperationen hervorzuheben. Im Zuge

dieser gegenseitigen Reisen wurden zahlreiche

Absichtserklärungen in unterschiedlichen Bereichen

unterzeichnet. Zu diesen Verträgen und

Absichtserklärungen zählen unter anderem die

ökonomische Partnerschaft für die Jahre 2016 bis

2020 sowie Kooperationsvereinbarungen auf den

Gebieten Wissenschaft und Forschung, Umwelt,

Agrarwirtschaft, Gesundheitswesen, Energie,

Transport, Tourismus und Technologie. In Anbetracht

der vorhandenen Chancen, Kapazitäten

und zahlreichen Möglichkeiten, herrscht eine positive

Stimmung in der Beziehung beider Länder,

und das auf vielen Gebieten: der Politik und Diplomatie,

Wirtschaft und Handel, Industrie und

Technologie, Wissenschaft und Forschung sowie

Kultur und Tourismus.

Was sind die wesentlichen Gebiete der wirtschaftlichen

Kooperationen zwischen dem Iran

und Österreich?

In Hinblick auf die lange Tradition der Beziehungen

zwischen dem Iran und Österreich, kooperieren

beide Seiten bereits auf vielfältigen Gebieten.

Zu den wichtigsten Bereichen zählen die

Holz- und Papierindustrie, der Kraftwerksbau,

die Eisenbahntechnik, Medizintechnik, Lebensmitteltechnologie

und Farbindustrie. Durch die

Unterzeichnung verschiedener Verträge und Absichtserklärungen

zwischen den beiden Ländern

sind weitere Felder der Zusammenarbeit entstanden,

von denen die Bereiche Forschung und Entwicklung,

Umwelt, Wissenschaft und Technologie,

die Herstellung von technischen Einzelteilen

und der Energiesektor hervorzuheben sind. Ich

hoffe, dass wir auf Grundlage dieser Verträge und

der aktuell entstandenen Möglichkeiten sowie

der effektiven Unterstützung der hochrangigen

Regierungsvertreter beider Länder, bald Zeugen

einer Ausweitung sowie eines Wachstums der bilateralen

Kooperationen zwischen dem Iran und

Österreich sein werden.

»Es herrscht

eine positive

Stimmung in

der Beziehung

der beiden

Länder, und

das auf vielen

Gebieten.

«

Ebadollah

Molaei

CURRICULUM

VITAE

Dr. Ebadollah MOLAEI

wurde 1961 geboren. Er

ist verheiratet und hat

drei Kinder. Im Jahr 2011

wurde ihm der Doktortitel

in Politikwissenschaften

verliehen. Seit 2015 ist er

Botschafter der Islamischen

Republik Iran in Österreich.

Von 2013 bis 2015

war er Generaldirektor der

Abteilung für Nord - und

Osteuropa im Außenministerium

der Islamischen Republik

Iran. Davor hatte er

die Funktion des Beraters

des Außenministers inne.

Bis 2013 war er stellvertretender

Generaldirektor der

Abteilung für politische

und internationale Studien,

und Berater des stellvertretenden

Generaldirektors

der Planungsabteilung

für Europa. Von 2002 bis

2006 war er Gesandter

und Charge d’ Affaires in

Berlin. Davor hatte er die

Position des Direktors des

Zentrums für europäische

und amerikanische Studien

inne.

Was ist die Handelsbilanz zwischen dem Iran

und Österreich?

Die sukzessive Zunahme des Kooperationsund

Handelsvolumens zwischen der Islamischen

Republik Iran und Österreich – proportional zu

den vielfältigen Kapazitäten und Möglichkeiten

beider Länder – ist in dieser Hinsicht eine weitere

wichtige Entwicklung. Das Handelsvolumen

der beiden Länder betrug im vergangenen Jahr

378 Millionen Euro, was im Vergleich zum Jahr

davor eine deutliche Steigerung darstellt. Ein bemerkenswerter

Aspekt, der sich aktuell auf beide

Länder bezieht, ist das gleichmäßige Wachstum

in allen Exportbereichen, sodass ein stetig zunehmendes

Kooperationsvolumen zwischen dem

Iran und Österreich festzustellen ist.

Österreich ist einer der wichtigsten akademischen

Partner des Irans in Europa. Wie sieht die

Zusammenarbeit im Bereich Forschung, Wissenschaft

und Lehre genau aus?

Die Geschichte der akademischen Kooperation

zwischen den beiden Ländern geht auf die Gründung

der Hochschule „DAROLFONUN“ in Teheran

im Jahre 1851 zurück. Diese Kooperation hat sich

ab dem 20. Jahrhundert auf viele andere wissenschaftliche

Zweige ausgeweitet und vertieft, und

somit ist die akademische Zusammenarbeit zu einer

der wichtigsten Dimensionen der bilateralen

Beziehungen geworden. Die große Gemeinschaft

der in Österreich ansässigen iranischen Ärzte

weist ebenfalls auf den lebhaften akademischen

Austausch beider Länder hin, der auch in den

letzten Jahren weiter intensiviert wurde. Zurzeit

studieren mehr als 2.000 Iraner an österreichischen

Universitäten. Während der Iranreise

von Herrn Dr. Fischer im Sommer 2015 wurden

zahlreiche Kooperationsvereinbarungen auf dem

Gebiet der Lehre, Wissenschaft und Forschung

zwischen Universitäten und wissenschaftlichen

Institutionen unterzeichnet. Die Durchführung

von gemeinsamen Forschungsprojekten und gemeinsamen

Lehr- und Trainingsprogrammen,

der Austausch von Dozenten und Studenten,

Stipendienvergaben, Vergaben von kurzfristigen

Studien- und Forschungsprojekten sowie gemeinsame

Investitionen in die Forschung gehören zu

den wichtigsten Projekten.

Was können Sie uns über den Tourismussektor

Irans erzählen?

Der Iran zählt mit seinem historischen Hintergrund

von über 7.000 Jahren zu den wichtigsten

zivilisatorischen und kulturellen Zentren der

Welt. Unsere antiken Gebäude und Ruinen, die

kulturellen und religiösen Denkmäler, die Vielfalt

der Fauna und Flora, die natürlichen Attraktionen

wie unsere Warmwasserquellen, die riesigen

Sandwüsten und die hohen Gebirgsketten,

machen den Iran zu einem äußerst interessanten

touristischen Ziel für Europa und die ganze Welt.

Gemäß einem Report der Welttourismusorganisation

belegt der Iran in Bezug auf die historischen

Kulturgüter Rang 10 und hinsichtlich der

natürlichen und landschaftlichen Attraktionen

Rang 5 unter allen Nationen. Die wirtschaftlichen

Grundlagen zwecks Hotelbau und anderer

touristischen Einrichtungen und Infrastrukturen

sind bereits vorhanden, nun fehlen nur noch

die Investoren. Der Gesundheitstourismus spielt

aufgrund der vorhandenen hochwertigen Kenntnisse,

der individuellen Expertise und moderner

Einrichtungen eine Vorreiterrolle im iranischen

Tourismussektor. Diese Situation hat dazu geführt,

dass der Iran in den letzten Jahren zu einem

„medizinischen Zentrum“ für die Nachbarländer

aufgestiegen ist.


SOCIETY 1_2017 | 59


IRAN

HOMESTORY

Residenz der Islamischen

Republik Iran in Wien – die

ehemalige „Villa Blaimschein“

Die „Villa Blaimschein“ –

Geburtsort der 2. Republik

Die Residenz der Islamischen Republik Iran in Wien – eine

repräsentative Villa an der Wiener Lainzer Straße.

1875 vom Architekten Wilhelm

Stiassny entworfen, wurde das

einstöckige Gebäude vom Hietzinger

Stadtbaumeister Josef

Wenz erbaut. Hietzing gehörte

zu dieser Zeit noch nicht zu Wien, aber

die Nähe zu Schloss Schönbrunn zog das

noble Bürgertum an. Vis-à-vis zur „Villa

Blaimschein“ stand am Hang die komfortable

Villa des kaiserlichen Leibarztes

Dr. Josef Malfatti, Edler von Montereggio

(1775-1859) und seiner Nachfahren. Ein

Ort, der aufgrund seiner rauschenden

Gartenfeste in den Zeitungen Erwähnung

fand. Seit 27. Oktober 1883 zuckelte die

Dampftramway auf ihrem Weg nach Mödling

vorbei, in etwa dort, wo lange Zeit die

Linie 60 ihre Haltestelle hatte. Noch kam

der Lainzerbach aus dem „Promenadeweg“

geflossen, querte Höhe Gloriettegasse

die Lainzer Straße und strebte Richtung

Wiental, bis er 1896 eingedeckt wurde.

Im Jahr 1900 erwarb Carl Blaimschein

das Gebäude. Mit ihm tritt auch der, in

der Literatur bekannte, Namensgeber

für dieses Haus – „Villa Blaimschein“ –

auf den Plan. Carl Blaimschein, 1853 in

Oberösterreich geboren, ist ein Beispiel

für den Aufstieg eines kleinen Detailkaufmannes

zum Großindustriellen in der

Fett- und Ziegelindustrie. 1911 starb Carl

Blaimscheins Frau Berta 46-jährig, auch

sein Sohn Paul starb mit nur 21 Jahren.

Der 58-jährige Carl Blaimschein heiratete

nochmals: Maria Magdalena Bittner. Aus

dieser Ehe entsprang der Sohn Dr. Carl

Blaimschein. Carl Blaimschein Senior

starb am 21. Mai 1933 und wurde am Hietzinger

Friedhof begraben. Maria Magdalena

Blaimschein führte das Unternehmen

weiter, aber wirtschaftliche Schwierigkeiten

veranlassten die Witwe, das Unternehmen

am 11. November 1937 an die Nussdorfer

Brauerei-Familie Bachofen-Echt zu

verkaufen. 1964 übernahm die Familie

Unilever das Margarine-Geschäft. Die Literatur

erwähnte immer wieder die Enteignung

des Hauses nach dem Anschluss

1938. Ein Blick in Lehmanns Adressbuch

zeigt jedoch, dass Maria Magdalena Blaimschein

in der Lainzerstraße 28, wie die offizielle

Adresse hieß, weiterhin gemeldet

war, ab 1942 allerdings als Irma Kretschmer

– sie hat mittlerweile den Apotheker

Josef Kretschmer geheiratet. Die Namensänderung

durch Heirat und die Tatsache,

dass mit Henning von Thadden ein hoher

Wehrmachtsoffizier ab 1940 an dieser Adresse

gemeldet war, ließ wohl eine Enteignung

vermuten. Am 29. März überschritt

Fotos: SOCIETY/Pobaschnig, richard schmögner

60 | SOCIETY 1_2017


IRAN

HOMESTORY

die Rote Armee österreichisches Territorium, die

3. Ukrainische Armee unter Marschall Tolbuchin

erreichte am 7. und 8. April Hietzing. Augenzeugen

berichten nur von wenigen Schusswechseln.

Mit 13. April waren die Kriegshandlungen in Wien

beendet – Wien ist das Schicksal der 51-tägigen Belagerung

von Budapest erspart geblieben, es gab

rund 8 Tage lang Kriegshandlungen in der Stadt.

Das politische Leben erholte sich rasch, nicht

zuletzt, weil auch die Rote Armee an einem raschen

Aufbau einer Zivilverwaltung interessiert

war. Mit der Gründung der SPÖ (14. April), der ÖVP

(17. April) und zuletzt auch der KPÖ, die schon

zuvor in Moskau gegründet wurde, waren auch

Ansprechpartner für Verhandlungen gefunden.

Marschall Tolbuchin beauftragte – nach Rücksprache

mit Josef Stalin – Karl Renner mit der Bildung

einer provisorischen Regierung. Der Plan der Kommunisten

war wohl, dass der neue Regierungschef

ein angesehener Nichtkommunist sein sollte, um

kein Misstrauen zu erwecken. Am 20. April begannen

die Koalitionsverhandlungen, vorerst im von

der 3. Ukrainischen Armee beschlagnahmten Gebäude

in der Kantgasse 3. Renner und Schärf berieten

vorerst in einem Vieraugengespräch, dann

mit den Vertretern aller drei Parteien. Da das Gespräch

ergebnislos blieb, hat wohl die russische

Seite die Verhandler in der am 19. April als Amtssitz

Renners zugewiesenen „Villa Blaimschein“ zu

weiteren Verhandlungen „eingeladen“, tatsächlich

eher kaserniert. Für die SPÖ saßen am Tisch: Karl

Renner als designierter Regierungschef; Theodor

Körner als bereits am 17. April ernannter Wiener

Bürgermeister (nach dem für drei Tage ernannten

parteilosen Rudolf Prikryl 12.-15. April); Adolf

Schärf als stellvertretender SPÖ Chef, weil der allseits

geschätzte Karl Seitz noch nicht aufgefunden

war. Für die ÖVP verhandelte Leopold Kunschak,

designierter Vizebürgermeister. Daher finden wir

zwar seine Unterschrift auf der Unabhängigkeitsproklamation,

die als Flugblatt verteilt wurde,

das erste Bundesgesetzblatt der 2. Republik führt

ihn aber nicht mehr als „Aufpasser“ für Renner –

sprich Staatssekretär, sondern schon Leopold Figl.

Für die KPÖ verhandelten Johann Koplenig und

Ernst Fischer, die sich als österreichische Kommunisten

in Moskau für die Zeit nach dem Nationalsozialismus

vorbereitet hatten. Zwei weitere

Personen sind heute namentlich nicht mehr so bekannt:

Alois Mentasti, ehemals Gemeinderat und

Vizebürgermeister von Sooß, Landesbauernkammerrat

und Mitglied der Sozialdemokratischen

Arbeiterpartei im Niederösterreichischen Landtag

in der Zwischenkriegszeit. Nach dem 2. Weltkrieg

war er wieder in seiner Heimatgemeinde als Bürgermeister

tätig und war Mitglied des Nationalrates.

Ihm gegenüber saß für die ÖVP eine ihm wohl

sehr bekannte Person: Josef Kollmann, von 1919

bis 1938 Bürgermeister von Baden, daneben auch

in der Zwischenkriegszeit Abgeordneter zum Nationalrat

und Finanzminister. In der Zeit von 20.

bis 27. April 1945 wurde die Proklamation für ein

Unabhängiges Österreich erarbeitet. Am 27. April

wurde das Parlament der neuen Regierung übergeben

– noch aber wurde im Westen Österreichs

gekämpft, der Krieg war erst am 8. Mai beendet. An

diesem Tag wurde die Villa an die Familie Blaimschein

restituiert, Irma Kretschmer-Blaimschein

als auch ihr Sohn Dr. Carl Blaimschein konnten

das Haus wieder uneingeschränkt nutzen. Geldmangel

führte dazu, dass das Objekt an den Schah

von Persien verkauft wurde, der hier sein Privatquartier

anlässlich seiner medizinischen Besuche

bei Prof. Fellinger aufschlug. Die politischen Veränderungen

im Iran führten dazu, dass das Gebäude

als Residenz für den Botschafter der Islamischen

Republik adaptiert wurde.


TEXT: Klaus Daubeck

CURRICULUM

VITAE

Mag. Klaus Daubeck (68)

ist Unternehmer, Hietzinger

aus Leidenschaft und

wegen seines Lebensalters

auch Wissender über

die Hietzinger Bezirksgeschichte,

Bezirksrat,

Vorsitzender der Kommission

für Bildung, Kultur und

Sport.

Gedenktafeln im Haus und am Zaun erinnern an die – für

Österreich und seine 2. Republik – so ereignisreichen Tage.

Gartenansicht der Residenz der

Islamischen Republik Iran in Wien

SOCIETY 1_2017 61


IRAN

INTERVIEW

Österreich und Iran – eine

500 Jahre alte Beziehung

SOCIETY befragte S. E. Friedrich Stift über

seine Zeit als Botschafter der Republik Österreich

in der Islamischen Republik Iran.

Sie sind seit 2013 Österreichischer

Botschafter in der

Islamischen Republik Iran –

welche inhaltlichen Schwerpunkte

bestimmen seit dieser

Zeit Ihre Arbeit? Was

waren die größten Projekte im Rahmen

der bilateralen Beziehungen Österreich

und Iran? Was waren die größten Herausforderungen,

denen Sie sich stellen

mussten?

Als ich im September 2013 in Teheran

eintraf, zeichnete sich noch keine Lösung

des Nukleardossiers ab. Über den Iran waren

Sanktionen verhängt. Es gab in der

Zeit der Präsidentschaft von Mahmoud

Ahmadinejad (2005-2013) keine österreichischen

politischen Besuche in Teheran.

Präsident Rohani und seiner Regierung

ist es in kurzer Zeit gelungen, die Nuklearverhandlungen

wieder aufzunehmen

und bis Juli 2015 einer Lösung zuzuführen.

Es erfüllte mich als österreichischen

Botschafter mit Genugtuung, dass dieses

komplexe Regelwerk – genannt „Joint

Comprehensive Plan of Action“ – am 14.

Juli 2015 in Wien unterzeichnet wurde.

In den vergangenen fast vier Jahren

gab es viele hochrangige Besuche aus Österreich.

Ein Höhepunkt war jener vom

damaligen Bundespräsidenten Dr. Heinz

Fischer, begleitet von Vizekanzler Mitterlehner

und Außenminister Kurz sowie

einer großen Delegation aus Wirtschaft,

Wissenschaft und Kultur. Ferner haben

in dieser Zeit der Zweite Präsident des

Nationalrates, Karlheinz Kopf sowie Außenminister

Kurz und Landwirtschaftsminister

Rupprechter den Iran besucht.

Es waren auch eine Reihe von Delegationen

aus den Bundesländern in den Iran

gekommen. Allen voran möchte ich die

Fotos: azadeh bagheri

62 | SOCIETY 1_2017


IRAN

INTERVIEW

Besuche von Bürgermeister Häupl sowie der Landeshauptleute

Haslauer und Pühringer nennen.

Die größte Herausforderung betraf den Konsularbereich,

insbesondere Migrationsfragen. Im

Iran leben mehr als drei Millionen Afghanen, von

denen viele nach Europa migrieren wollen.

Haben Sie, seit Ihrem Antritt im September

2013, wesentliche Veränderungen in der iranischen

Gesellschaft beobachtet?

Gesellschaftliche Veränderungen kann man

nur über einen langen Zeitraum beobachten. Im

Kulturbereich konnten wir mehr Projekte als vorher

umsetzen. Viele iranische Kulturschaffende

besuchten Österreich. Ein vom österreichischen

Kulturforum initiiertes „Artist-in-residence“-

Programm ist ein großer Erfolg. Die meisten österreichischen

Künstler, die im Rahmen dieses

Programms einen Monat im Iran verbringen,

möchten wiederkommen. Sie können in dieser

Zeit viele künstlerische Kontakte und Freundschaften

knüpfen. Die jungen Iranerinnen und

Iraner sind sehr an ausländischer Kultur interessiert.

Durch das Wegfallen eines Großteils der

Sanktionen gegen den Iran ergaben sich neue

Geschäftschancen für westliche Unternehmen

– in welchen ökonomischen Bereichen wurden

Unternehmer aus Österreich aktiv?

Der Iran ist ein sehr großes Land mit 80 Millionen

Einwohnern, von denen viele sehr gut ausgebildet

sind. Insbesondere nach Aufhebung der

Sanktionen gibt es einen großen Aufholbedarf.

Der Iran braucht zur Erneuerung seiner Industrie

einen modernen Anlagen- und Maschinenpark

sowie technisches Know-how. Österreich ist

seit den 1950er-Jahren mit dem iranischen Markt

vertraut. Seine Maschinen und Exportprodukte

werden im Iran geschätzt. Die österreichische

Exportwirtschaft ist vor allem in den Bereichen

Pharmazeutika, Autoproduktion, Petrochemie,

Bergbau, Landwirtschaft, Umwelt, Wasser und

kommunale Infrastruktur aktiv.

Das Förderprogramm „Impulse Iran Austria“,

das dieses Frühjahr ausgeschrieben wurde, hat

sich die bilaterale Wissenschaftskooperation

zum Ziel gesetzt. Anhand dieses Programms

sollen strategische Partnerschaften im Hochschul-

und Forschungswesen ausgebaut werden.

Welche Projekte der iranisch-österreichischen

Zusammenarbeit gab es bis dato im wissenschaftlichen

Bereich? Welche Chancen sehen

Sie in dieser neuen Kooperation?

Die Beziehungen zwischen Österreich und

dem Iran gehen 500 Jahre zurück bis in die Safawiden

Dynastie. Besonders seit Mitte des 19.

Jahrhunderts hat es eine starke österreichische

wissenschaftliche Präsenz im Iran gegeben. Ich

möchte in diesem Zusammenhang den bekannten

Arzt Dr. Jakob Eduard Pollak, der die westliche

Medizin im Iran bekannt machte, aber auch

»Österreich ist

seit den 1950er

Jahren mit

dem iranischen

Markt vertraut.

«

Friedrich

Stift

CURRICULUM

VITAE

Dr. Friedrich Stift, M.A.

wurde am 30. Mai 1961

geboren, und ist seit

September 2013 Österreichischer

Botschafter in

der Islamischen Republik

Iran. Zuletzt war Stift

ab 2009 als Leiter der

Abteilung für den Mittleren

und Nahen Osten und seit

2012 auch als stellvertretender

Politischer Direktor

im Außenministerium

tätig. Botschafter Stift trat

nach einem Studium der

Rechtswissenschaften in

Wien und einem Postgraduate-Studium

an der Johns

Hopkins Universität in

Bologna und Washington

1989 ins Außenministerium

ein. Neben Posten in

Washington (1992-1995)

und Riad (1995-1999) war

er im Außenministerium in

der Presseabteilung und im

Büro des Generalsekretärs

tätig. Von 2002 bis 2004

war er stellvertretender

Missionschef an der Österreichischen

Botschaft

Peking und von 2004 bis

2008 Österreichischer

Botschafter im Königreich

Saudi Arabien.

Ingenieure, Botaniker und Kartographen nennen.

Iranische Studenten haben insbesondere seit

den 1950er Jahren in Österreich studiert, und

sich im Anschluss an ihr Studium auch oft dort

niedergelassen. In den letzten Jahren hat sich die

Zusammenarbeit zwischen unseren Universitäten

intensiviert. Mit dem „Impulse Iran Austria“

- Programm sollen nun gemeinsame Curricula,

Trainings- und Fortbildungsmaßnahmen für

Wissenschaftler/innen, gemeinsame Forschungsund

Mobilitätsprojekte zwischen Universitäten,

Hochschulen und Forschungseinrichtungen unterstützt

werden, was zu einer weiteren Vertiefung

unseres wissenschaftlichen Austausches

führen wird.

Wie viele österreichische Staatsbürger leben

im Iran? Gibt es ein bestehendes Community

Netzwerk?

Im Iran leben ca. 430 österreichische Staatsangehörige,

von denen der Großteil iranische Wurzeln

hat. Es gibt regelmäßige Auslandsösterreichertreffen

in Teheran.

Was gefällt Ihnen an der iranischen Kultur

am besten?

Der Iran ist ein Land mit einer alten Kultur

und Zivilisation. Ich bin sehr vom Kunsthandwerk

fasziniert. Die Iraner haben ein sehr hohes

Niveau an Kunstfertigkeit insbesondere in den

Bereichen Metallarbeiten, Emailmalerei, Keramik

und Textilien (Seidengewebe und Teppiche).

Mit großem Interesse habe ich auch das iranische

Filmschaffen verfolgt und die iranische Liebe zu

Poesie, Musik und Theater bewundert.

Die Iraner haben auch einen großen Einfluss

auf die Gartengestaltung ausgeübt. Einige besonders

schöne Gärten sind erhalten geblieben.

Beeindruckt war ich vor allem davon, wie man

es schafft, mitten in der Wüste blühende Gärten

anzulegen. Das Wort Paradies kommt ursprünglich

aus dem Persischen und bezog sich auf von

Mauern geschützte Ziergärten königlicher Residenzen.

In welchem Land werden Sie nun zukünftig

als Österreichischer Botschafter tätig sein? Mit

welchen Erwartungen treten Sie diese neue berufliche

Tätigkeit an?

Ich werde ab Mitte Juli 2017 in China sein. Ich

war schon einmal an der österreichischen Botschaft

in Peking tätig und werde daher in ein mir

vertrautes Land zurückkehren. China hat sich

seit 2004, dem Jahr, als ich Peking verließ, wirtschaftlich

rasant weiterentwickelt. Es ist zum

Wachstumsmotor der Weltwirtschaft geworden.

Für Österreich sind die Beziehungen zu China, einem

ständigen Mitglied des Sicherheitsrates der

Vereinten Nationen und eines der bevölkerungsreichsten

Länder der Erde, von großer Wichtigkeit.

Ich freue mich auf diese erneute Zusammenarbeit.


SOCIETY 1_2017 | 63


Wiederwahl stabilisiert

Öffnung

Werner Fasslabend, Präsident der österreichischiranischen

Gesellschaft, zur aktuellen wirtschaftspolitischen

Lage in der Islamischen Republik Iran.

IRAN

KOMMENTAR

Fotos: iranische botschaft wien, PolAk

Der wiedergewählte

Präsident

Irans, Hassan

Rohani

Das antike Großreich der Perser erstreckte

sich zeitweise von Südosteuropa

bis Nordwest-Indien und

Ägypten und war im Zeitraum von

580 vor Chr. bis 651 nach Chr. das

dominierende Staatswesen Westasiens. Grundlage

dafür war und ist Irans geostrategische Position.

Das Land erstreckt sich noch heute über eine

Fläche von 1.6 Millionen km und verbindet Zentralasien

mit dem Indischen Ozean und Südasien

mit dem Nahen Osten. Es umfasst das gesamte

Nordufer des Persischen Golfs und verfügt selbst

über die weltweit zweitgrößten Erdgas- und viertgrößten

Erdölvorkommen. Die iranische Kultur

hat im Laufe der Jahrtausende eine Strahlkraft

entwickelt, die weit in die Nachbarregionen hineinreicht:

iranische Sprachen werden vom Kaukasus

und Ostanatolien bis zum Hindukusch

gesprochen. Im Lande selbst machen die nichtpersischen

Minderheiten fast die Hälfte der Bevölkerung

aus. Eine besondere Komponente bildet

die Religion: Iran ist das geistige Zentrum der

Shia, der zweitgrößten Gruppe innerhalb der islamischen

Welt, die in fast allen Staaten West- und

Südasiens Anhänger hat. Iran hat nicht zuletzt

deshalb eine sehr einflussreiche Position im Shia

dominierten Irak, in dem von Alewiten geführten

Syrien und im Libanon. Andererseits kann

dieser Umstand wie im Falle von Saudi Arabien

zu politischen Auseinandersetzung um die Führung

in der Islamischen Welt führen.

Der Iran verfügt über 80 Millionen Einwohner,

die in den kommenden Jahren noch auf ca.

100 Millionen ansteigen werden. Die Anzahl der

Haushalte beträgt 21 Millionen und wird weiter

wachsen, da etwa ein Drittel der Bevölkerung der

Altersklasse zwischen 15 und 30 Jahren angehört.

Mehr als 70 Prozent der Iraner wohnen in Städten.

Das Land verfügt über 8 Millionenstädte, die

Hauptstadtregion Teheran zählt mehr als 12 Millionen

Einwohner. Der Bildungsgrad der Bevölkerung

ist mit 4,5 Millionen Studierenden an den

Universitäten sehr hoch. Iran besitzt die höchste

Rate an Ingenieuren weltweit.

Diese Fakten bilden die Grundlage für das

hohe Marktpotenzial des Iran für Europa und

insbesondere auch für Österreich, das historisch

gute Beziehungen zum Iran aufweist: der ehemalige

Bundespräsident Heinz Fischer war der erste

Staatspräsident der westlichen Welt, der dem

Iran nach der Sanktionsperiode einen Besuch

abstattete. Der sogenannte Nukleardeal beendete

die Periode der Isolation durch den Westen. Anders

als die Trump-Administration hat die Europäische

Union ihr großes Interesse an einem weiteren

umfassenden Ausbau der wirtschaftlichen,

politischen und sozialen Beziehungen zum Ausdruck

gebracht. Iran erwartet ein längerfristiges,

jährliches Wirtschaftswachstum von 8 Prozent.

Das Handelsvolumen mit Europa ist im Vorjahr

sprunghaft angestiegen und sollte nach Klärung

noch offener Finanzierungsfragen weiter kräftig

wachsen. 70 Prozent der Iranischen Wirtschaft

stehen im öffentlichen Eigentum. Dies erfordert

nachhaltige Bearbeitung und Geduld.

Die am 19. Mai 2017 abgehaltenen Präsidentschafts-

und Gemeinderatswahlen werden weltweit

als starkes Signal für die weitere Öffnung

des Iran betrachtet. Bei einer Wahlbeteiligung

von 75 Prozent erreichte der amtierende Staatspräsident

Hassan Rohani eine absolute Mehrheit

von 57 Prozent und damit ein starkes Mandat zur

Fortsetzung einer – insbesondere auf Europa ausgerichteten

– Öffnungspolitik.


CURRICULUM

VITAE

Dr. Werner Fasslabend

ist 1944 in Marchegg in

Niederösterreich geboren.

Er studierte Sprachen und

Geschichte in den USA und

schloss 1970 sein Studium

der Rechtswissenschaften

an der Universität Wien

mit der Promotion ab. Von

1987 bis 2007 war er Mitglied

des österreichischen

Nationalrats. Bis zu seiner

Nominierung als Minister

für Landesverteidigung

1990 arbeitete er bei Henkel-Persil

als Produktmanager

und Verkaufsleiter.

Von 1990 bis 2000 war er

Verteidigungsminister und

von 2000 bis 2002 Dritter

Nationalratspräsident.

Außerdem war er von 1997

bis 2003 Bundesobmann

des ÖAAB. Als Abgeordneter

zum Nationalrat war

er zuletzt Obmann des

Ständigen Unterausschusses

in Angelegenheiten der

Europäischen Union sowie

Mitglied in diversen Ausschüssen

(in den Bereichen

Soziales und Finanz).

Weiters war er Delegationsleiter

des österreichischen

Parlaments in der

Konferenz der Europaausschüsse

(COSAC) und in

der Interparlamentarischen

Union (IPU).

Er ist Mitglied des ÖVP-

Bundesparteivorstandes.

Neben seiner Tätigkeit

als Präsident des AIES ist

er Präsident der Österreichisch-Slowakischen

Gesellschaft und der

Österreichisch-Iranischen

Gesellschaft. Werner Fasslabend

ist verheiratet und

Vater von zwei Kindern.

SOCIETY 1_2017 | 65


IRAN

LÄNDERPORTRÄT

Land der Kontraste

Iran lockt mit einer Vielfalt an kulturellen Meisterleistungen

und unterschiedlichsten Naturlandschaften.


66 | SOCIETY 1_2017


IRAN

LÄNDERPORTRÄT

Der „Platz des

Imams“ in Isfahan


Bevölkerung

Im 20. Jahrhundert wuchs die iranische Bevölkerung

stark an. 1956 lebten knapp 19 Millionen

Menschen in Iran. Heute sind es 79 Millionen Menschen,

von denen 71,4 Prozent in Städten leben.

Aufgrund der zahlreichen historischen Wanderbewegungen

entwickelte sich Iran zu einem Vielvölkerstaat.

Nur etwa die Hälfte der Iraner spricht

heute Persisch (Farsi) als Muttersprache. Die vielen

ethnischen Gruppen unterscheiden sich nicht

nur durch Sprache und Religionszugehörigkeit,

sondern auch durch unterschiedliche Lebens- und

Wirtschaftsformen. So ist das Land von Stadtkultur,

Bauernkultur und Nomadentum geprägt.


Staat und Regierung

Das Staatsoberhaupt der Islamischen Republik

Iran ist der „herrschende Rechtsgelehrte“ bzw.

„Revolutionsführer“ wie die iranische Verfassung

von 1979 festlegt. Er wird von einem Expertenrat

auf Lebenszeit gewählt. Ihm untergeordnet

ist der Staatspräsident, der alle vier Jahre direkt

vom Volk gewählt wird, jedoch vom Staatsoberhaupt

bestätigt werden muss. Zwei einflussreiche

politische Gremien sind der Wächterrat, der aus

sechs geistlichen Rechtsgelehrten und sechs weltlichen

Juristen besteht, und der Expertenrat, der

86 Mitglieder umfasst. Das Parlament umfasst 290

Abgeordnete, die alle vier Jahre vom Volk gewählt

werden. Fünf Sitze sind hierbei für religiöse Minderheiten

reserviert.


BUCHTIPPS

CLAUDIA STODTE UND

BEATE SCHERMBECK

Iran

EDITION TEMMEN

Bereits seit 25 Jahren bereisen

die Islamwissenschaftlerin

Claudia Stodte und

die Iranistin Beate Schermbeck

das vielfältige Land.

Dieser Reiseführer stellt

ein hilfreiches Handbuch

gleichermaßen für Touristen

wie Geschäftsleute

dar. Reichhaltige Informationen

lassen das Herz von

politisch Interessierten und

Kulturliebhabern höher

schlagen.

Wirtschaft

Irans Wirtschaft stellt eine Mischung aus Privatwirtschaft,

Staatsbetrieben und einem Genossenschaftswesen

dar. Des Weiteren haben religiöse

Stiftungen einen großen ökonomischen Einfluss.

Der internationale Streit um Irans Nuklearprogramm

führte 2012 zu erheblichen Sanktionen

durch die EU und die USA. Seit 2016 sind die Sanktionen

zum Großteil aufgehoben. Noch ist der Erdölsektor

der größte Devisenbringer Irans. Künftig

wird es aber von großem Interesse sein, dass der

Iran mit 15,6 Prozent das zweitgrößte Erdgasvorkommen

weltweit besitzt. Iran besitzt zudem unzählige

Bodenschätze. Im Jahr 2014 betrug das BIP

425,3 Milliarden US Dollar, dies entspricht einem

realen Zuwachs von 4,3 Prozent. Dienstleistungen

machten rund 52 Prozent des BIP aus, die Industrie

war mit 38 Prozent der zweitgrößte Posten, der

Anteil der Landwirtschaft betrug 10 Prozent. Die

Automobilindustrie wird von den beiden Autoherstellern

Iran Khodro und Saipa angeführt. Im

Jahr 2009 besuchten 2.272.575 Touristen das Land,

Teheran wünscht sich für das Jahr 2018 ganze 20

Millionen Touristen.


Bildungswesen

Mit der Errichtung der Islamischen Republik

im Jahr 1979 und der Forcierung der „Kulturrevo-

PETER KERBER

Iran

TRESCHER VERLAG

Die Beschreibungen in

diesem Führer sind äußerst

genau und ausführlich. Die

zahlreichen Photos geben

einen Einblick in die wunderschöne

Architektur des

Iran. Besonders Individualreisenden

kann dieser Reiseführer

nahegelegt werden,

denn er verfügt auch über

einen sehr detailreichen

praktischen Teil.

IRAN IM

INTERNET

Botschaft von Iran in Wien

de.vienna.mfa.ir

Institut für Iranistik der

Österreichischen Akademie

der Wissenschaftent

www.oeaw.ac.at/iran

Fotos: iranische botschaft wien

SOCIETY 1_2017 | 67


IRAN

LÄNDERPORTRÄT

WUSSTEN SIE, DASS...?

…der Name “Iran” aus dem Altiranischen

stammt und “Land der Arier” bedeutet?

Arier bedeutet in diesem Zusammenhang

“die Edlen”.

…mit einer Geschichte, die mehrere

zehntausend Jahre zurückreicht, der

Iran eine der ältesten, kontinuierlichen

Zivilisationen der Welt hat?

…der Iran die höchste Zahl an Nasenkorrekturen

pro Einwohner auf der ganzen

Welt hat? Für persische Frauen (und

auch für manche Männer) ist die Nasenkorrektur

ein Symbol für Wohlstand und

sozialen Status.

…der Pferdesport Polo ursprünglich im

Iran entstand und erst durch britische

Soldaten nach England gebracht wurde?

…obwohl die offizielle Währung Irans

der Rial ist, man oft aufgefordert wird, in

Toman zu bezahlen? Der Toman ist die

ehemalige Währung des Iran und wurde

1932 mit einem Wechselkurs von 1 zu

10 durch den Rial ersetzt. Man braucht

diesen nur mit 10 zu multiplizieren,

und schon kann man mit Rial-Scheinen

bezahlen.

…Iran weltweit der größte Hersteller

von Pistazien ist, und das Land deshalb

als die Welthauptstadt der Pistazien

bezeichnet wird?

AUS DER

GESCHICHTE

• 7000 v. Chr.: Entstehung dörflicher

Kulturen im iranischen Hochland

• 2100 v. Chr.: Das Reich von Elam entsteht

im Südwesten Persiens mit der

Hauptstadt Susa

• 550 - 330 v. Chr.: Herrschaft der Achämeniden

(Hachaa’maneschiaan)

• 327 - 247 v. Chr.: Herrschaft der

Seleukiden

• 247 - 227 v. Chr.: die Parther treiben

die Seleukiden aus dem Land.

Beginn der Partherherrschaft unter

Arsakes / Dynastie der Arsakiden

(Asch’kaaniaan)

• 651 n.Chr.: Arabisch-islamisches Eindringen

Persiens nach der Ermordung

des letzten Sasanidenkönigs Yazdgard

III

• 1220: Die Mongolen unter Dschingis-

Khan attackieren den Iran und zerstören

das Land

• 1453: Die Osmanen erobern unter Mehmed

II. Konstantinopel und ihr Reich

wird zur Großmacht des Islam

• 1796: Teheran wird die Hauptstadt

Persiens

• 1979: Der Schah verlässt Iran, Khomeini

ruft nach seiner Rückkehr aus dem

Exil (Februar) eine islamische Republik

aus (1. 4.) und wird als »Führer der Nation«

bestimmende politischen Figur.

1989: Tod Khomeinis, A. A. Rafsandjani

wird Staatspräsident, A. Khamenei

geistliches Oberhaupt; starker Einfluss

der islamischen Geistlichkeit

• 1997: S. M. Khatami wird Staatspräsident;

er leitet gegen den Widerstand

konservativer Kräfte eine vorsichtige

Annäherung an den Westen und innenpolitische

Reformen ein

lution“ erfuhr das Bildungswesen tiefgreifende

Reformen. Zwischen 1999 und 2011

betrugen die Ausgaben für das Bildungswesen

19,6 Prozent des Staatshaushalts.

Während an den Schulen Mädchen und

Jungen getrennt unterrichtet werden,

gibt es in den 39 Universitäten des Landes

keine Geschlechtertrennung. Es gibt eine

fünfjährige Schulpflicht, und die Einschulungsquote

ist im Primarbereich mit 97

Prozent sehr hoch. Unterrichtssprache ist

die Amtssprache Persisch – daneben gibt

es zusätzlichen Unterricht in der jeweiligen

Regionalsprache. Für alle Studienrichtungen

muss man Aufnahmeprüfungen

absolvieren: jährlich versuchen eine Million

Maturanten einen von 90.000 Studienplätzen

zu bekommen. Aktuell gibt es im

Iran 3,7 Millionen Studenten, von denen

über 60 Prozent Frauen sind. Aufgrund

vieler Bemühungen konnte die vormals

sehr hohe Analphabetenrate in den letzten

Jahren deutlich gesenkt werden.


Film und Moderne Literatur

Iranische Filme werden seit Jahrzehnten

auf internationalen Festivals ausgezeichnet,

seit den 1980er Jahren sprechen

Kritiker sogar vom „Iranischen Filmwunder“.

Im Jahr 1904 wurde das erste Lichtspielhaus

in Teheran eröffnet. Der erste

iranische Tonfilm wurde 1933 produziert.

In den 1960er Jahren etablierte sich das

iranische Autorenkino, das sich nicht am

finanziellen Erfolg orientierte. 1979 fielen

rund 150 Kinos als Orte „westlicher Verderbtheit“

Brandanschlägen zum Opfer.

Hiernach entstand ein neues Genre mit

Kriegsfilmen, die von Märtyrerschicksalen

und von der Front erzählen. Unter

der Reformpolitik von Präsident Khatami

68 | SOCIETY 1_2017


IRAN

LÄNDERPORTRÄT

Die Provinz

Mazandaran

Tschehel

Sotun Palast

in Isfahan

FACTS IN

BRIEF

Foto: iranische botschaft wien

entwickelte sich der Film zum Spiegel der Gesellschaft.

Soziale Missstände und Alltagsprobleme

wurden zum beherrschenden Thema. Wie bereits

erwähnt, gewannen zahlreiche iranische Filme

bedeutende Preise: 2006 erhielt der Film „Abseits“

den Silbernen Bären; der Film „Nader und Simin

– Eine Trennung“ von Asghar Foradi gewann 2011

den Goldenen Bären. 2009 gewann der Film „Women

without Men“ den Silbernen Löwen.

Ende des 19. Jh. entwickelte sich die moderne

iranische Prosa. Neben der Suche nach neuen Formen,

änderte sich auch das Verständnis hinsichtlich

des Sinn und Zwecks von Literatur, und sie

sollte nun zur Bildung und Aufklärung der Bevölkerung

beitragen. Sadeq Hedayat ist der bedeutendste

moderne Schriftsteller. Sein berühmtestes

Werk ist die „Blinde Eule“. Großen Erfolg hatte in

den 1960er Jahren das Buch „Der kleine schwarze

Fisch“ von Samad Behrangi. Dieses Buch steht exemplarisch

für die politisch und sozial engagierte

Literatur der 1960er und 1970er Jahre.

Ländername: Islamische

Republik Iran

Einwohner: 79,1 Mio.

Fläche: 1.648.000 km 2

Hauptstadt: Teheran

Lage: Vorder-Asien

Geografie: Das Land Iran

hat eine Küstenlänge von

2.440 km, im Norden gibt es

einen Küstenabschnitt am

Kaspischen Meer, im Süden

begrenzt der Persische Golf

und der Golf von Oman

das Land. Iran liegt damit

an der strategisch bedeutenden

Straße von Hormuz.

Das Relief Irans ist sehr

gebirgig, was auch dazu

führt, dass das Klima unter

Berücksichtigung der reinen

geographischen Lage etwas

kühler ist.

Bevölkerung: Iraner – letzte

Zählung 2011: 75.149.669

Einw. – 51% Perser, 24%

Aserbaidschaner, 8%

Gilaki und Mazandarani,

7% Kurden, 3% Araber, 2%

Turkmenen, 2% Luren, 2%

Balutschen, Armenier u.a.

Sprachen: 50% Persisch;

weitere Sprachen: Luri (mit

Bachtiari), Kurdisch, Balutschi;

Turksprachen: Aserbaidschanisch,

Turkmenisch;

Arabisch, Armenisch

Währung: 1 Rial (Rl.) = 100

Dinars

Religion: 99% Muslime

(90% Schiiten: v.a. Perser,

Aserbaidschaner, Luren, z.T.

Kurden, Araber; 9% Sunniten:

z.T. Kurden, Turkmenen,

Balutschen); Minderheiten

von Christen, Juden, Parsen,

Mandäern und Anhängern

der Bahai-Religion

Nationalfeiertag: 11. Februar

(Tag der Revolution von

1979)

Staatsform: Grundlage der

Islamischen Republik Iran

ist die Verfassung aus dem

Jahre 1979

Staatsoberhaupt und

Regierungschef: Ayatollah

Sayed Ali Khamenei, seit

1989 und Hassan Rohani,

seit 2013

Mitglied in Internationalen

Organisationen: OPEC,

ECO, OIC, G-24, IAEA; IMF,

Non Aligned Movement,

WHO, UNESCO

Wüste Lut


Das altiranische Fest Nouruz

Nouruz ist das größte iranische Fest und bedeutet

„neuer Tag“. Es ist ein Frühlings- und Neujahrsfest,

dessen Ursprung in die Zeit der Achämeniden

zurückreicht. Nouruz dauert über zwei Wochen.

Ihm geht eine Vorbereitungsphase voraus, in der

die Ahnen auf dem Friedhof besucht und die Häuser

gereinigt werden. Der Höhepunkt des Festes

ist der Tag des Jahresausklangs am 20./21. März.

Hierbei ist das wichtigste Brauchtum das „Haft

Sin“ („siebensmal s“). Sieben Gegenstände, die mit

dem Buchstaben „s“ beginnen, werden auf einem

Tuch ausgebreitet. Hinzu kommen ein Spiegel,

Goldfisch, Wasser, Brot, bemalte harte Eier und

bei der muslimischen Bevölkerung der Koran. Am

dreizehnten Tag endet das Fest mit Ausflügen und

einem Picknick, und das „Sabze“ (Weizen- und

Linsensprossen), das man seit dem Neujahrstag

im Haus hat, wird in die Natur – möglichst einen

Fluss geworfen, um alles Übel zu vertreiben. •

SOCIETY 1_2017 | 69


IRAN

INTERVIEW

Unterzeichnung des Memorandum of Understanding zwischen der

OeAD-GmbH und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und

Technologie der Islamischen Republik Iran: Vizeminister Prof. Hossein

Salar Amoli und Geschäftsführer Dr. Stefan Zotti

Unsere Universitäten haben

großes Interesse am Iran

SOCIETY traf Dr. Stefan Zotti, Geschäftsführer der OeAD-

GmbH und sprach mit ihm über die Bildungskooperationen

zwischen dem Iran und Österreich.

Der OeAD ist die zentrale

Servicestelle für europäische

und internationale

Mobilitäts- und

Kooperationsprogramme

in Bildung, Wissenschaft

und Forschung. Was sind Ihre

aktuellsten Projekte?

Wir haben gerade mit großer Freude

die Feierlichkeiten zum 30-Jahr-Jubiläum

des europäischen Bildungsprogramms

Erasmus hinter uns gebracht und damit

hoffentlich dazu beigetragen, dass dieses

Programm noch bekannter wird – vor allem

auch hinsichtlich seiner Möglichkeiten

für jene, die man nicht sofort damit

in Verbindung bringt, also etwa Lehrlinge

oder auch Erwachsenenbildner.

Daneben versuchen wir laufend, neue

Länder für unsere Studierenden und

Hochschulen zu erschließen. So haben

wir etwa in den vergangenen Monaten

Delegationsreisen für unsere Universitäten

und Hochschulen nach Israel oder

auch in den Iran organisiert und sind gerade

dabei, ein Kooperationsprogramm

mit dem Iran abzuschließen.

Die internationale Präsentation des

Hochschulstandorts Österreich ist eine

weitere zentrale Aufgabe für den OeAD.

Wir haben das Design unserer Kampagne

„Study in Austria“ gerade neu überarbeitet.

Die Kampagne wird erstmals im Juni

bei der internationalen Hochschulmesse

NAFSA in Los Angeles präsentiert. Ich bin

schon sehr gespannt auf die Reaktion unserer

Hochschulen und unserer internationalen

Partner – ich glaube es ist ganz

gut gelungen, Österreich als Wissens- und

Studienstandort zu positionieren und die

große Breite des Angebots an unseren Universitäten

und Hochschulen darzustellen.

Fotos: OeAD/Klimpt, OeAD/Volz, housymomo

70 | SOCIETY 1_2017


IRAN

INTERVIEW

In der aktuellen Ausgabe des SOCIETY Magazins

liegt der Fokus unter anderem auf der Islamischen

Republik Iran. Was können Sie uns über

die Mobilitäts- und Kooperationsprogramme

mit diesem Land erzählen?

Wir sind gerade dabei, ein spezifisches Programm

für Kooperationen auf Universitätsebene

mit dem Iran abzuschließen und ich hoffe, dass

wir noch vor dem Sommer den Call ausschreiben

können. Die akademischen Beziehungen zwischen

dem Iran und Österreich gehen zum Teil

schon lange zurück und sind sehr eng. Ich bin zuversichtlich,

dass durch das Ende der Sanktionen

und die damit einhergehende Öffnung des Iran

diese Beziehungen weiter vertieft und intensiviert

werden können. In den letzten Jahren wurden

viele neue Abkommen zwischen iranischen

und österreichischen Bildungsinstitutionen

unterschrieben, auch etwa von Pädagogischen

Hochschulen, und diese müssen nun mit Leben

erfüllt werden. Das gegenseitige Interesse ist jedenfalls

enorm.

Welche Bildungsbereiche im Iran sind für Österreicher

besonders attraktiv?

Schon die bestehenden Kooperationen sind zu

vielfältig, um das auf ein oder zwei Fachgebiete

reduzieren zu können: Ich weiß von gemeinsamen

Projekten in der Montanistik genauso wie

im Bereich der Musik oder der Künste, in technischen

Fächern ebenso wie in den klassischen

Geisteswissenschaften. Es wird auch daran gedacht,

Sprachlehrer auszutauschen, um die Sprache

des jeweiligen anderen auf universitärer Ebene

zu fördern.

Der Iran gehört zu den wissenschaftlichen

Vorreitern in der Region und ist akademisch breit

aufgestellt. Es gibt sogar Interesse an Kooperationen

im Bereich der Lehrerausbildung.

CURRICULUM

VITAE

Dr. Stefan Zotti, M.E.S., ist

Geschäftsführer der OeAD-

GmbH und Stiftungsvorstand

der Innovationsstiftung

für Bildung. Seit 2014

hatte er die Funktion des

Vizepräsidenten des europäischen

Dachverbands

der Mobilitätsagenturen

Academic Cooperation

Association (ACA) inne.

2010 bis 2013 war er

Mitglied des Kabinetts von

EU-Kommissar Johannes

Hahn. Von 2007 bis 2009

war er Ministersekretär

im Bundesministerium

für Wissenschaft und

Forschung.

Stiegenaufgang der

Universität Wien

Wie viele Studenten sind im Rahmen von

Austauschprojekten jährlich im Iran? Wie viele

kommen aus dem Iran nach Österreich? Ist die

Zahl, der an Mobilitätsprogrammen teilnehmenden

Studierenden in den letzten Jahren gestiegen?

An den öffentlichen Universitäten in Österreich

studieren momentan mehr als 1.800 iranische

Studierende und es werden jährlich mehr.

Nur wenige davon nehmen allerdings österreichische

Stipendienprogramme in Anspruch,

was ich bedauere. Hier haben wir bereits mit

den Botschaften und auch dem Österreichischen

Kulturforum in Teheran vereinbart, die Informationsaktivitäten

über österreichische Stipendienmöglichkeiten

für iranische Studierende deutlich

auszuweiten.

Die Zahl der österreichischen Studierenden,

die zu Studienzwecken in den Iran gehen, ist

leider noch sehr klein. Der Iran ist bei österreichischen

Studierenden einfach zu wenig bekannt

für seine wissenschaftliche Kapazität. Ich

bin aber zuversichtlich, dass die anlaufenden

Kooperationsprojekte mithelfen, Kontakte zu

verfestigen und gegebenenfalls auch bilaterale

Austauschprogramme zwischen Universitäten zu

etablieren.

Waren Sie persönlich schon vor Ort?

Ich war bisher zweimal in Teheran und bin

immer noch begeistert von der Gastfreundschaft

und Offenheit, mit der wir empfangen wurden.

Man spürt, dass der iranischen Seite sehr daran

gelegen ist, die Beziehung zu Österreich in

großer Herzlichkeit zu pflegen und in Zukunft

miteinander noch enger zusammen zu arbeiten.

Und das große Interesse unserer Universitäten

und Hochschulen am Iran lässt mich nicht daran

zweifeln, dass das auch gelingen wird. •

»Wir versuchen

laufend, neue

Länder für

unsere Studierenden

und

Hochschulen

zu gewinnen.

«

Stefan Zotti

SOCIETY 1_2017 | 71


www.advantageaustria.org

OUR WORLDWIDE NETWORK, YOUR ADVANTAGE

ADVANTAGE AUSTRIA, with its about 110 offices in over 70 countries, provides a broad

range of intelligence and business development services for both Austrian companies and

their international business partners. Around 800 employees and 35 consultants around

the world can assist you in locating Austrian suppliers and business partners. We organize

about 1,200 events every year to bring business contacts together. Other services provided

by ADVANTAGE AUSTRIA offices range from introductions to Austrian companies looking for

importers, distributors or agents to providing in-depth information on Austrian as a business

location and assistance in entering the Austrian market.


Hintergründe statt

Oberflächen

Ohne Hintergrundwissen bleibt jede politische Debatte

nur an der Oberfläche. Die ÖGAVN bietet daher wöchentliche

Vorträge im Rahmen des „Internationalen

Clubs“ in der Wiener Stallburg.

DIPLOMATIE

ÖGAVN

Fotos: ögavn

Buchautorin Yvonne

Hofstetter mit Aglae und

Walter Hagg


Künstliche Intelligenz

„übernimmt Politik“

Wie die künstliche Intelligenz die Politik übernimmt

und uns entmündigt“, erklärt Yvonne

Hofstetter, Autorin des Buches „Das Ende der Demokratie“,

bei ihrem Vortrag für die ÖGAVN im

Jänner 2017 in der Wiener Stallburg. Der beschleunigte

Kontrollverlust der Politik aufgrund ihrer

Entmachtung durch Technologiekonzerne wird

in Krisenzeiten besonders sichtbar. Es vollzieht

sich eine grundlegende kulturelle/technische

Weiterentwicklung der Gesellschaft mit Hilfe von

Konzernen. Europas Interesse muss in der Herstellung

einer eigenen systemrelevanten Infrastruktur

liegen, sowie in der Formulierung einer „Digitalen

Grundrechtscharta“.

Gregor Woschnagg, Heinz

Zourek, Walter Resch und

Wolfgang Schüssel


Aus dem „Maschinenraum“ der EU

„Die Krisen der letzten Jahre werfen ein besonderes

Schlaglicht auf den Zustand der EU“, berichtete

Mag. Heinz Zourek (ehem. Generaldirektor

der Generaldirektion Steuern und Zollunion der

Europäischen Union) im Zuge seines Hintergrundvortrags

über das „Innenleben“ der EU in der

Wiener Stallburg im Jänner 2017. Die europäische

Kommission kämpft – u.a. auch bedingt durch das

Gebot, Inhalte in den Mitgliedstaaten medial nicht

direkt zu präsentieren – mit einem Imageproblem

in der Wahrnehmung der Menschen. Dazu tragen

Veränderungen von Außen (Finanzkrise, Migrationskrise)

bzw. zusätzliche Aufgabenbereiche bei

denen es ihr nicht gelingt, mit adäquaten Maßnahmen

zeitnahe zu reagieren, bei.


Wer steckt hinter dem sog.

„IS-Kämpfer“?

Im Februar 2017 analysierte Prof. Peter Neumann

(Direktor des International Centre for the

Study of Radicalisation and Political Violence) bezüglich

der Bedrohung des IS drei Gruppen von

Syrienkämpfern: die sogenannten Verteidiger, die

Sinnsucher und die Mitläufer. Erstere gehen nach

Syrien, weil sie „ihre“ Leute – beispielsweise Sunniten

– verteidigen wollen. Diese Menschen sehen

eine existenzielle Bedrohung und fühlen sich

dazu verpflichtet, in der Verteidigung zu partizipieren.

Der zweite Typ, die Sinnsucher, umfasst

Leute der Randgesellschaft, welche meinen, durch

Teilnahme in einer terroristischen Organisation

einen Sinn in ihrem Leben gefunden zu haben.

Die dritte Gruppe sind Mitläufer, welche durch

Freundschaften in die Organisation quasi hineinwachsen

und teilweise keine Alternativen kennen.

Peter Neumann

bei seinem Vortrag

über die „IS-

Kämpfer“

MITGLIED-

SCHAFT

Alle Personen, die am

internationalen Geschehen

interessiert sind und zur

Stärkung der Vereinten

Nationen beitragen wollen,

können ordentliche Mitglieder

der Österreichischen

Gesellschaft für Außenpolitik

und die Vereinten

Nationen (ÖGAVN) werden.

Daneben sind Unternehmen

und andere Institutionen

eingeladen, als unterstützende

Mitglieder beizutreten.

Wenn Sie Interesse an

einer Mitgliedschaft haben,

wenden Sie sich bitte an:

Österreichische

Gesellschaft für Außenpolitik

und die Vereinten

Nationen (ÖGAVN)

Hofburg/Stallburg

Reitschulgasse 2/2. OG

A-1010 Wien

Tel. +43-(0)1-535 46 27

E-Mail: office@oegavn.org

www.oegavn.org

MAGAZIN SOCIETY

Mag. Gertrud Tauchhammer

hat mit dem Magazin

SOCIETY als offizielles

Organ schon seit 1995

fungiert und übt seitdem

mit verschiedensten Aktivitäten

den Brückenschlag

zwischen Österreich und

den Vereinten Nationen aus.

Auf Vorschlag von Altbundeskanzler

Dr. Wolfgang

Schüssel wird die Kooperation

zwischen dem Magazin

SOCIETY und der ÖGAVN

fortgesetzt. SOCIETY ist zu

hundert Prozent im Eigentum

der Tauchhammer KG/

Mag. Gertrud Tauchhammer.

SOCIETY 1_2016 | 73


AMBASSADORS

A TO Z

119 bilateral

Ambassadors

are representing their

countries in Austria.

SOCIETY presents

them with their

name, picture and day

of accreditation in

alphabetical order

of the countries.

Ambassadors'

Caleidoscope

Ambassadors resident in Vienna

Last update: May 2017

ARGENTINA

H.E. Rafael Mariano

Grossi

since 17.09.2013

Goldschmiedgasse 2/1

1010 Vienna

Tel. +43 1 533 84 63

embargviena@embargviena.at

BELGIUM

H.E. Willem Van de

Voorde since 02.10.2014

Prinz-Eugen-Straße 8-10

1040 Vienna

Tel. +43 1 502 07 0

vienna@diplobel.fed.be

www.diplomatie.be/vienna

AFGHANISTAN

Chargé d'Affaires

Mohammad Poyesh, since 05.05.2017

Mahlerstraße 14/1

1010 Vienna

Tel. +43 1 402 10 06

embassy@afghanistan-vienna.org

www.afghanistan-vienna.org

ARMENIA

H.E. Arman

Kirakossian

since 09.11.2011

Hadikgasse 28

1140 Vienna

Tel. +43 1 522 74 79

armenia@armembassy.at

BOLIVIA

H.E. Victor Alfredo Veltze Michel

since 09.05.2017

Waaggasse 10/8, 1040 Vienna

Tel. +43 1 587 46 75

embolaustria@of-viena.at

ALBANIA

H.E. Roland Bimo

since 14.03.2014

Prinz-Eugen-Straße 18/1/5

1040 Vienna

Tel. +43 1 328 86 56

embassy.vienna@mfa.gov.al

AUSTRALIA

H.E. Brendon Charles

Hammer

31.01.2017

Mattiellistraße 2, 1040 Vienna

Tel. +43 1 506 74 0

austemb@aon.at

www.austria.embassy.gov.au

BOSNIA AND HERZEGOVINA

H.E. Tomislav Leko

since 14.09.2015

Tivoligasse 54, 1120 Vienna

Tel. +43 1 811 85 55

bhbotschaft@bhbotschaft.at

www.bhbotschaft.at

ALGERIA

H.E. Faouzia Mebarki

since 24.05.2016

Rudolfinergasse 18, 1190 Vienna

Tel. +43 1 369 88 53

office@algerische-botschaft.at

www.algerische-botschaft.at

AZERBAIJAN

H.E. Galib Israfilov

since 28.09.2011

Hügelgasse 2

1130 Vienna

Tel. +43 1 403 13 22

vienna@mission.mfa.gov.az

www.azembassy.at

BRAZIL

H.E. Ricardo Neiva

Tavares

since 31.01.2017

Pestalozzigasse 4/2

1010 Vienna

Tel. +43 1 512 06 31

brasemb.viena@itamaraty.gov.br

ANDORRA

Chargé d'Affaires

Marta Salvat Batista

since 11.01.2008

Kärntner Ring 2A/13

1010 Vienna

Tel. +43 1 961 09 09

office@ambaixada-andorra.at

BANGLADESH

H.E. Mohammed Abu

Zafar

since 10.12.2014

Hofzeile 4

1190 Vienna

mission.vienna@mofa.gov.bd

BULGARIA

H.E. Ivan Sirakov

since 02.03.2017

Schwindgasse 8

1040 Vienna

Tel. +43 1 505 31 13

amboffice@embassybulgaria.at

ANGOLA

H.E. Maria De Jesus

Dos Reis Ferreira

since 09.11.2011

Seilerstätte 15/10, 1010 Vienna

Tel. +43 1 718 74 88

embangola-viena@embangola.at

www.embangola.at

BELARUS

H.E. Alena Kupchyna

since 02.03.2017

Hüttelbergstraße 6, 1140 Vienna

Tel. +43 1 419 96 30

austria@mfa.gov.by

www.austria.belembassy.org

BURKINA FASO

H.E. Dieudonné Kere

since 31.01.2017

Strohgasse 14c, 1030 Vienna

Tel. +43 1 503 82 64

s.r@abfvienne.at

www.abfvienne.at

Fotos: © YuI - Fotolia.com, HBF

74 | SOCIETY 1_2017


AMBASSADORS

A TO Z

CANADA

H.E. Mark Bailey

since 11.11.2013

Laurenzerberg 2/III

1010 Vienna

Tel. +43 1 531 38 30

vienn@international.gc.ca

www.kanada.at

CUBA

H.E. Juan Antonio

Fernandez Palacios

since 13.11.2015

Kaiserstraße 84, 1070 Vienna

Tel. +43 1 877 81 98

secembajador@ecuaustria.at

www.cubadiplomatica.cu/austria

ESTONIA

H.E. Rein Oidekivi

since 07.10.2015

Wohllebengasse 9/12

1040 Vienna

Tel. +43 1 503 77 61

embassy@estwien.at

www.estemb.at

CHILE

H.E. Armin Andereya

Latorre

since 13.11.2015

Lugeck 1/III/10

1010 Vienna

Tel. +43 1 512 92 08

echile.austria@minrel.gov.cl

CYPRUS

H.E. Marios

Ieronymides

since 13.05.2014

Neulinggasse 37/4

1030 Vienna

Tel. +43 1 513 06 30

office@cyprusembassy.at

FINLAND

H.E. Hannu Veikko

Kyröläinen

since 05.10.2016

Gonzagagasse 16, 1010 Vienna

Tel. +43 1 535 03 65

sanomat.wie@formin.fi

www.finnland.at

CHINA

H.E. Li Xiaosi

since 05.10.2016

Metternichgasse 4

1030 Vienna

Tel. +43 1 714 31 49

chinaemb_at@mfa.gov.cn

www.chinaembassy.at

CZECH REPUBLIC

H.E. Jan Sechter

since 11.11.2013

Penzinger Straße 11-13

1140 Vienna

Tel. +43 1 899 580

vienna@embassy.mzv.cz

www.mzv.cz/vienna

FRANCE

Chargé d'Affaires

Sebastien Benoit Vincent Fagart

since 24.08.2015

Technikerstraße 2, 1040 Vienna

Tel. +43 1 502 75 0

secretariat.vienne-amba@diplomatie.gouv.fr

www.ambafrance-at.org

COLOMBIA

H.E. Jaime Alberto

Cabal Sanclemente

since 13.05.2014

Stadiongasse 6-8/15

1010 Vienna

Tel. +43 1 405 42 49

eaustria@cancilleria.gov.co

DENMARK

H.E. Liselotte K.

Plesner

since 17.09.2013

Führichgasse 6, 1010 Vienna

Tel. +43 1 512 79 04

vieamb@um.dk

www.oestrig.um.dk

GEORGIA

H.E. Konstantine

Zaldastanishvili

since 18.06.2013

Doblhoffgasse 5/5

1010 Vienna

Tel. +43 1 403 98 48

vienna@geomission.at

COSTA RICA

H.E. Pilar Saborió de

Rocafort

since 17.03.2015

Wagramer Straße 23/1/1/2-3

1220 Vienna

Tel. +43 1 263 38 24

embajadaaustria_costa.rica@chello.at

DOMINICAN REPUBLIC

H.E. Ramon Andres

Quinones Rodriguez

since 04.06.2007

Prinz-Eugen-Straße 18

1040 Vienna

Tel. +43 1 505 85 55

embajada@embrepdom.at

GERMANY

H.E. Johannes Haindl

since 14.09.2014

Gauermanngasse 2-4

1010 Vienna

Tel. +43 1 711 54 0

info@wien.diplo.de

www.wien.diplo.de

CÔTE D’IVOIRE

H.E. Largaton

Gilbert Ouattara

since 09.11.2011

Neulinggasse 29/6/20

1030 Vienna

Tel. +43 1 581 00 76

office@ambaciaut.org

EGYPT

H.E. Omar Amer

Youssef

since 05.10.2016

Hohe Warte 50-54

1190 Vienna, Tel. +43 1 370 81 04

egyptembassyvienna@

egyptembassyvienna.at | www.egyptembassyvienna.at

GREECE

H.E. Chryssoula Aliferi

since 13.05.2014

Argentinierstraße 14, 1040 Vienna

Tel. +43 1 506 15

gremb@griechischebotschaft.at

www.griechische-botschaft.at

CROATIA

H.E. Vesna Cvjetkovic

since 07.10.2015

Rennweg 3

1030 Vienna

Tel. +43 1 485 95 24

croemb.bec@mvep.hr

http://at.mfa.hr

EL SALVADOR

H.E. Lucía Rosella

Badía

since 05.10.2016

Prinz-Eugen-Straße 72/2/1

1040 Vienna, Tel. +43 1 505 38 74

elsalvador@embasal.at

www.rree.gob.sv

GUATEMALA

H.E. Antonio Roberto

Castellanos Lopez

since 12.09.2012

Prinz-Eugen-Straße 18/Top7

1040 Vienna, Tel. +43 1 714 35 70

embajada@embaguate.co.at

www.embaguate.co.at

SOCIETY 1_2017 | 75


AMBASSADORS

A TO Z

HOLY SEE

H.E. Archbishop Dr.

Peter Stephan

Zurbriggen

since 17.04.2009

Theresianumgasse 31, 1040 Vienna

Tel. +43 1 505 13 27

nuntius@nuntiatur.at | www.nuntiatur.at

IRELAND

H.E. Thomas Hanney

since 02.03.2017

Rotenturmstraße 16-18

1010 Vienna

Tel. +43 1 715 42 46

vienna@dfa.ie

www.dfa.ie

*)

KOSOVO

H.E. Mag. Sami Ukelli

since 17.03.2015

Goldeggasse 2/14

1040 Vienna

Tel. +43 1 503 11 77

embassy.austria@ks-gov.net

www.ambasada-ks.net/at/

HUNGARY

H.E. Dr. Janos Perenyi

since 10.12.2014

Bankgasse 4-6

1010 Vienna

Tel. +43 1 537 80 300

mission.vie@mfa.gov.hu

ISRAEL

H.E. Talya Lador-

Fresher

since 13.11.2015

Anton-Frank-Gasse 20, 1180 Vienna

Tel. +43 1 476 46 0

info-sec@vienna.mfa.gov.il

www.vienna.mfa.gov.il

KUWAIT

H.E. Sadiq M. Marafi

since 17.10.2013

Strassergasse 32

1190 Vienna

Tel. +43 1 405 56 46

kuwait.embassy.vienna@speed.at

ICELAND

H.E. Gréta

Gunnarsdóttir

since 05.10.2016

Naglergasse 2/8, 1010 Vienna

Tel. +43 1 533 27 71

emb.vienna@mfa.is

www.iceland.is/at

ITALY

H.E. Giorgio Marrapodi

since 17.09.2013

Rennweg 27

1030 Vienna

Tel. +43 1 712 51 21

ambasciata.vienna@esteri.it

www.ambvienna.esteri.it

KYRGYZSTAN

H.E. Bakyt Dzhusupov

since 17.03.2017

Invalidenstraße 3/8

1030 Vienna

Tel. +43 1 535 03 79

kyremb@inode.at

www.kyremb.at

INDIA

H.E. Renu Pall

since 02.03.2017

Kärntner Ring 2

1015 Vienna

Tel. +43 1 505 86 66

indemb@eoivien.vienna.at

www.indianembassy.at

JAPAN

H.E. Kiyoshi Koinuma

since 05.10.2016

Heßgasse 6

1010 Vienna

Tel. +43 1 531 92 0

info@wi.mofa.go.jp

www.at.emb-japan.go.jp

LAOS

H.E. Phoukhao

Phommavongsa

since 16.09.2014

Sommerhaidenweg 43

1180 Vienna

Tel. +43 1 890 2319 11

laoembassyvienna@hotmail.com

INDONESIA

Chargé d'Affaires

Febrian Alphyanto Ruddyard

since 02.01.2015

Gustav-Tschermak-Gasse 5-7

1180 Vienna

Tel. +43 1 476 23 0

unitkom@kbriwina.at | www.kbriwina.at

JORDAN

H.E. Hussam

Al Husseini

since 22.10.2013

Rennweg 17/4, 1030 Vienna

Tel. +43 1 405 10 25

info@jordanembassy.at

www.jordanembassy.at

LATVIA

H.E. Edgars Skuja

since 17.10.2013

Stefan-Esders-Platz 4

1190 Vienna

Tel. +43 1 403 31 12

embassy.austria@mfa.gov.lv

IRAN

IRAQ

H.E. Ebadollah Molaei

since 07.10.2015

Jauresgasse 9

1030 Vienna

Tel. +43 1 712 26 50

public@iranembassy-wien.at

www.iran.embassy.at

H.E. Dr. Auday M. A.

Al-Khairalla

since 11.01.2016

Johannesgasse 26

1010 Vienna

Tel. +43 1 713 81 95

office@iraqembassy.at

KAZAKHSTAN

H.E. Kairat Sarybay

since 14.03.2014

Wipplingerstraße 35

1010 Vienna

Tel. +43 1 890 800 810

embassy@kazakhstan.at

www.kazakhstan.at

KENYA

H.E. Michael Adipo

Okoth Oyugi

since 05.04.2013

Andromeda Tower, Donau-City-Straße 6

1220 Vienna, Tel. +43 1 712 39 19

kenyarep-vienna@aon.at

www.kenyaembassyvienna.at/de/

LEBANON

Chargé d'Affaires a.i.

Salim Baddoura

Oppolzergasse 6/3

1010 Vienna

Tel. +43 1 533 88 21

embassy.lebanon@inode.at

LIBYA

H.E. Dr. Ibrahim Ali

Albesbas

since 11.11.2013

Blaasstraße 33

1190 Vienna

Tel. +43 1 367 76 39

office@libyanembassyvienna.at

Fotos: HBF

76 | SOCIETY 1_2017


AMBASSADORS

A TO Z

LIECHTENSTEIN

H.H. Maria-Pia

Kothbauer Prinzessin

v.u.z. Liechtenstein,

since 11.12.1997

Löwelstraße 8/7, 1010 Vienna

Tel. +43 1 535 92 11

info@vie.llv.li, www.wien.liechtenstein.li

MEXICO

H.E. Alicia

Buenrostro Massieu

since 24.05.2016

Operngasse 21

1040 Vienna

Tel. +43 1 310 73 83

embaustria@sre.gob.mx

NEW ZEALAND

H.E. Nicole Jocelyn

Roberton

since 20.02.2017

Mattiellistraße 2-4/3, 1040 Vienna

Tel. +43 1 505 3021

nzemb@aon.at

www.nzembassy.com/austria

LITHUANIA

H.E. Loreta

Zakareviciene

since 16.09.2014

Löwengasse 47/4, 1030 Vienna

Tel. +43 1 718 54 67

amb.at@urm.lt

http://at.mfa.lt/

MOLDOVA

Chargé d’Affaires

Vladimir Chirinciuc

since 22.10.2013

Löwengasse 47/10, 1030 Vienna

Tel. +43 1 961 10 30

vienna@moldmission.at

www.austria.mfa.md

NICARAGUA

H.E. Alvaro José

Robelo Gonzáles

since 11.01.2013

Ebendorferstraße 10/3/12

1010 Vienna

Tel. +43 1 403 18 38

embanicviena@chello.at

LUXEMBOURG

Chargé d'Affaires

Philippe Donkel

since 05.01.2015

Sternwartestraße 81

1180 Vienna

Tel. +43 1 478 21 42

vienne.amb@mae.etat.lu | www.vienne.mae.lu/ge

MONGOLIA

H.E. Battungalag Gankhuurai

since 13.03.2017

Fasangartengasse 45, 1130 Vienna

Tel. +43 1 535 28 07

vienna@mfa.gov.mn

www.embassymon.at

NIGERIA

H.E. Sarah Yusuf

since 29.02.2016

Senior Counsel and Acting Head of Mission (29.02.2016)

Rennweg 25, 1030 Vienna

Tel. +43 1 712 66 86

info@nigeriaembassyvienna.com

www.nigeriaembassyvienna.com

MACEDONIA

H.E. Vasilka Poposka-

Trenevska

since 03.12.2014

Kinderspitalgasse 5/2

1090 Vienna

Tel. +43 1 524 87 56

botschaft@makedonien.co.at

MONTENEGRO

H.E. Ivan Milic

since 15.06.2015

Nibelungengasse 13

1010 Vienna

Tel. +43 1 715 31 02

austria@mfa.gov.me

NORTH KOREA

H.E. Kwang Sop Kim

since 18.03.1993

Beckmanngasse 10-12

1140 Vienna

Tel. +43 1 894 23 13

d.v.r.korea.botschaft@chello.at

MALAYSIA

H.E. Adnan Bin

Othman

since 15.06.2015

Floridsdorfer Hauptstraße 1-7,

Florido Tower, 1210 Vienna

Tel. +43 1 505 10 42

embassy@embassymalaysia.at

MYANMAR

H.E. San Lwin

since 14.09.2015

Mooslackengasse 17

1190 Vienna

Tel. +43 1 26 69 105

myanmarembassy.vienna@gmail.com

NORWAY

H.E. Bente Angell-

Hansen

since 03.12.2014

Reisnerstraße 55-57, 1030 Vienna

Tel. +43 1 71 660

emb.vienna@mfa.no

www.norwegen.or.at

MALTA

H.E. Keith Azzopardi

since 17.10.2013

Opernring 5/1

1010 Vienna

Tel. +43 1 586 50 10

maltaembassy.vienna@gov.mt

NAMIBIA

H.E. Simon Madjuma

Maruta

since 11.11.2013

Zuckerkandlgasse 2, 1190 Vienna

Tel. +43 1 402 93 71

nam.emb.vienna@speed.at

www.embnamibia.at

OMAN

Chargé d'Affaires Said Harith Hamdan

AL Brashdi

since 01.10.2014

Währinger Straße 2/24-25

1090 Vienna

Tel. +43 1 310 86 43

vienna@omanembassy.at

MOROCCO

H.E. Lofti Bouchaara

since 31.01.2017

Hasenauerstraße 57

1180 Vienna

Tel. +43 1 586 66 51

emb-pmissionvienna@morocco.at

NETHERLANDS

H.E. Marco Hennis

since 07.10.2015

Opernring 5, 1010 Vienna

Tel. +43 1 589 39

wen@minbuza.nl

www.mfa.nl/wen

ORDER OF MALTA

H.E. Christof Maria

Fritzen

since 11.01.2013

Kärntner Ring 14, 1010 Vienna

Tel. +43 1 505 35 35

botschaft@malteser.at

www.orderofmalta.int

SOCIETY 1_2017 | 77


AMBASSADORS

A TO Z

PAKISTAN

H.E. Ayesha Riyaz

since 16.12.2013

Hofzeile 13

1190 Vienna

Tel. +43 1 368 73 81

parepvienna@gmail.com

www.mofa.gov.pk/austria

PORTUGAL

H.E. Pedro Luís

Baptista Moitinho

de Almeida

since 05.04.2013

Opernring 3, 1010 Vienna

Tel. +43 1 586 75 36

viena@mne.pt

SLOVAKIA

H.E. Juraj Machac

since 28.03.2012

Armbrustergasse 24

1190 Vienna

Tel. +43 1 318 90 55

emb.vieden@mzv.sk

www.vienna.mfa.sk

PALESTINIAN TERRITORIES

H.E. Salahaldin

Abdalshafi

since 22.10.2013

Josefsgasse 5

1080 Vienna

Tel. +43 1 408 82 02

palestine.mission@chello.at

QATAR

H.E. Sheik Ali Jassim

T.J. Al-Thani

since 02.03.2017

Schottenring 10

1010 Vienna

Tel. +43 1 310 49 50

botschaft@katarbotschaft.at

SLOVENIA

H.E. Dr. Andrej Rahten

since 17.10.2013

Kolingasse 12

1090 Vienna

Tel. +43 1 319 11 60

vdu@gov.si

www.dunaj.veleposlanistvo.si

PANAMA

H.E. Paulina

Franceschi

since 13.11.2015

Goldschmiedgasse 10/403

1010 Vienna

Tel. +43 1 587 23 47

mail@empanvienna.co.at

ROMANIA

H.E. Bogdan Mazuru

since 14.09.2015

Prinz-Eugen-Straße 60

1040 Vienna

Tel. +43 1 505 32 27

ambromviena@ambrom.at

www.viena.mae.ro

SOUTH AFRICA

H.E. Tebogo Joseph

Seokolo

since 16.01.2014

Sandgasse 33, 1190 Vienna

Tel. +43 1 320 64 93

vienna.bilateral@dirco.gov.za

www.southafrica-embassy.at

PARAGUAY

H.E. Dr. Horacio

Nogues Zubizarreta

since 15.02.2008

Prinz-Eugen-Straße 18/1/3A

1040 Vienna

Tel. +43 1 505 46 74

embaparviena@chello.at

RUSSIAN FEDERATION

H.E. Dmitrij Ljubinskij

since 07.10.2015

Reisnerstraße 45-47

1030 Vienna

Tel. +43 1 712 12 29

info@rusemb.at

www.rusemb.at

SOUTH KOREA

H.E. Shin Dong-ik

since 02.03.2017

Gregor-Mendel-Straße 25

1180 Vienna

Tel. +43 1 478 19 91

mail@koreaemb.at

http://aut.mofat.go.kr

PERU

H.E. Juan Fernando

Rojas Samanez

since 31.01.2017

Mahlerstraße 7/22

1010 Vienna

Tel. +43 1 713 43 77

embajada@embaperuaustria.at

SAN MARINO

H.E. Elena

Molaroni Berguido

since 17.09.2008

Prinz-Eugen-Straße 16/1/5A

1040 Vienna

Tel. +43 1 941 59 69

rsmvienna@gmail.com

SPAIN

H.E. Alberto Carnero

Fernández

since 18.06.2013

Argentinierstraße 34

1040 Vienna

Tel. +43 1 505 57 88

emb.viena@maec.es

PHILIPPINES

H.E. Maria Zeneida

Angara Collinson

since 15.06.2015

Laurenzerberg 2/2/ZWG

1010 Vienna, Tel. +43 1 533 24 01

office@philippine-embassy.at

www.philippine-embassy.at

SAUDI ARABIA

Chargé d' Affaires

Dr. Yahya Sharahili

since 17.08.2016

Formanekgasse 38

1190 Vienna

Tel. +43 1 367 25 31

saudiembassy@saudiembassy.at

SRI LANKA

H.E. Priyanee

Wijesekera

since 11.01.2016

Weyringergasse 33-35

1040 Vienna, Tel. +43 1 503 79 88

embassy@srilankaembassy.at

www.srilankaembassy.at

POLAND

H.E. Artur Lorkowski

since 18.06.2013

Hietzinger Hauptstraße 42c

1130 Vienna

Tel. +43 1 870 15 100

wieden.amb.sekretariat@msz.gov.pl

www.wieden.msz.gov.pl

SERBIA

H.E. Pero Jankovic

since 22.10.2013

Ölzeltgasse 3/7

1030 Vienna

Tel. +43 1 713 25 95

embassy.vienna@mfa.rs

www.vienna.mfa.rs

SUDAN

H.E. Mohamed Hussein

Zaroug

since 02.10.2014

Reisnerstraße 29/5, 1030 Vienna

Tel. +43 1 710 23 43

sudanivienna@prioritytelecom.biz

www.sudanivienna.at

Fotos: HBF

78 | SOCIETY 1_2017


AMBASSADORS

A TO Z

SWEDEN

H.E. Helen Eduards

since 07.10.2015

Obere Donaustraße 49-51

1020 Vienna

Tel. +43 1 217 53 0

ambassaden.wien@gov.se

www.swedenabroad.com/wien

TURKMENISTAN

H.E. Silapberdi

Nurberdiev

since 28.09.2011

Argentinierstraße 22/II/EG

1040 Vienna, Tel. +43 1 503 64 70

info@botschaft-turkmenistan.at

www.botschaft-turkmenistan.at

VENEZUELA

H.E. Jesse Alonso

Chacón Escamillo

since 23.02.2016

Prinz-Eugen-Straße 72/1/1

1040 Vienna, Tel. +43 1 712 26 38

embajada@austria.gob.ve

www.austria.gob.ve

SWITZERLAND

H.E. Christoph

Heinrich Bubb

since 02.10.2014

Kärntner Ring 12, 1010 Vienna

Tel. +43 1 795 05 0

vie.vertretung@eda.admin.ch

www.schweizerbotschaft.at

UKRAINE

H.E. Olexander

Scherba

since 10.12.2014

Naaffgasse 23, 1180 Vienna

Tel. +43 1 479 71 72 11

info@ukremb.at

www.ukremb.at

VIETNAM

H.E. Viet Anh Vu

since 03.12.2014

Felix-Mottl-Straße 20

1190 Vienna

Tel. +43 1 368 07 55

office@vietnamembassy.at

www.vietnamembassy-austria.org/vi

SYRIA

H.E. Bassam Sabbagh

since 29.04.2010

Daffingerstraße 4

1030 Vienna

Tel. +43 1 533 46 33

syrianembassyvienna@utanet.at

UNITED ARAB EMIRATES

H.E. Hamad Ali Subaih

Al Kaabi

since 31.01.2017

Chimanistraße 36

1190 Vienna

Tel. +43 1 368 14 55

vienna@mofa.gov.ae

YEMEN

H.E. Haytham

Abdulmomen Hassan

Shoja'aadin

since 31.01.2017

Reisnerstraße 18-20/3-4, 1030 Vienna

Tel. +43 1 503 29 30

embassy@yemenembassy.at

TAJIKISTAN

H.E. Ismatullo

Nasredinov

since 17.09.2013

Universitätsstraße 8/1A, 1090 Vienna

Tel. +43 1 409 82 66

info@tajikembassy.at

www.tajikembassy.at

UNITED KINGDOM

H.E. Leigh Turner

since 05.10.2016

Jauresgasse 12, 1030 Vienna

Tel. +43 1 716 13 0

press@britishembassy.at

www.ukinaustria.fco.gov.uk

THAILAND

H.E. Songsak Saicheua

since 10.5.2017

Cottagegasse 48, 1180 Vienna

Tel. +43 1 478 33 35

embassy@thaivienna.at

www.thaiembassy.at

UNITED STATES

Chargé d'Affaires

Eugene Stewart Young

since 11.03.2015

Boltzmanngasse 16, 1090 Vienna

Tel. +43 1 313 39

embassy@usembassy.at

www.usembassy.at

TUNISIA

Chargé d'Affaires Khalil Tazarki

since 01.08.2014

Sieveringerstraße 187

1190 Vienna

Tel. +43 1 44 02 144

at.vienne@aon.at

www.atunisie-at.org

URUGUAY

H.E. Bruno Javier

Faraone Machado

since 13.05.2014

Palais Esterhazy, Wallnerstraße 4/3/17

1010 Vienna

Tel. +43 1 535 66 36

uruaustria@mrree.gub.uy

TURKEY

Chargé d'Affaires Ali Kaan Orbay

since 29.08.2014

Prinz-Eugen-Straße 40

1040 Vienna, Tel. +43 1 505 73 38

botschaft.wien@mfa.gov.tr

www.vienna.emb.mfa.gov.tr

UZBEKISTAN

Chargé d’Affaires a.i.

Rustamdjan Khakimov

Pötzleinsdorferstraße 49

1180 Vienna

Tel. +43 1 315 39 94

embassy@usbekistan.at

www.usbekistan.at

SOCIETY 1_2017 | 79


DIPLOMATIE

BOTSCHAFTER

Diplomatenkarussell | Dezember 2016 bis Mai 2017

Die neu akkreditierten Botschafter in Österreich.

AUSTRALIEN

BELARUS

BRASILIEN

H.E. Brendon

Charles Hammer

H.E. Alena

Kupchyna

H.E. Ricardo

Neiva Tavares

Born in 1958. Married,

two children.

Born on 14 August

1965 in the city of

Minsk, Belarus. Has

one son.

Born in Rio de Janeiro

on August 16, 1957.

Married, four sons.

EDUCATION

• 1987: PhD Chemistry, Australian

National University

PROFESSIONAL CAREER

• 2013-2016: First Assistant Secretary,

Americas Division, Department of

Foreign Affairs and Trade (DFAT)

• 2010-2013: Deputy Head of Mission,

Australian Embassy in Tokyo, Japan

• 2009-2010: First Assistant Secretary,

Southeast Asia Division, DFAT

• 2004-2009: Deputy Director-General,

Office of National Assessments

• 2003-2004: Assistant Secretary, Parliamentary

& Media Liaison Branch,

DFAT

• 2003: Assistant Secretary, Iraq Taskforce,

DFAT

• 2002-2003: Assistant Secretary,

Americas Branch, DFAT

• 1999-2003: Assistant Secretary,

Defence, Intelligence and Security

Branch, Department of the Prime

Minister and Cabinet

• 1998-1999: Director, Nuclear Trade

and Security Section, DFAT

• 1995-1998: First Secretary, later

Counsellor (Political) Australian

Embassy, Washington

• 1993-1995: Deputy Director, Chemical

and Biological Weapons Arms

Control Section, DFAT

EDUCATION

• 1991: Doctor of Law

• 1987-1990: Post-graduate study at

the Belarusian Academy of Sciences,

Institute of Philosophy and Law

• 1987: Graduated from the Belarusian

State University with distinction,

Faculty of Law

PROFESSIONAL CAREER

• 2012-2016: Deputy Minister of

Foreign Affairs of the Republic of

Belarus

• 2006-2012: Ambassador Extraordinary

and Plenipotentiary of the

Republic of Belarus to the Republic

of Hungary and to the Republic

of Slovenia (with the residence in

Budapest)

• 2004-2006: Director of Department

for Humanitarian Cooperation and

Human Rights, MFA

• 2002-2004: Director of Department

for Humanitarian, Ecological, Scientific

and Technical Cooperation,

MFA

• 2001-2002: Consultant, Department

of International Organizations, MFA

• 1995-1998: Counsellor, Deputy Permanent

Representative, Permanent

Mission of Belarus to UN Office and

other international organizations at

Geneva

EDUCATION

• 1997: Course of High Studies in

Diplomacy (Thesis on the role of

non-governmental organizations in

the United Nations); Instituto Rio

Branco (Brazilian diplomatic Academy),

Brasília.

• 1985: Advanced Course for Diplomats,

Instituto Rio Branco, Brasília

• 1983-1984: École Nationale

d’Administration - ENA (Promotion

Leonard de Vinci), Paris

• 1979-1980: Instituto Rio Branco (Brazilian

diplomatic Academy), Brasília

• 1976-1978: Faculty of Law, Universidade

de Brasília

PROFESSIONAL CAREER

• 2013-2016: Embassy of Brazil in

Rome, Ambassador

• 2008-2013: Mission to the European

Union, Ambassador

• 2006-2008: Senior Advisor to the

Minister in the Ministry of External

Relations of Brazil

• 2003-2006: Press Secretary and

Spokesman in the Ministry of External

Relations of Brazil

• 1998-2001: Embassy in Canberra,

Counsellor

• 1995-1998: Mission of Brazil to the

United Nations in New York, Counsellor

FOTOS: CARINA KARLOVITS, GUNTER PUSCH,DANIEL TRIPPOLT/HBF

80 | SOCIETY 1_2017


DIPLOMATIE

BOTSCHAFTER

BULGARIEN

BURKINA FASO

INDIEN

H.E. Ivan

Stoyanov

Sirakov

Born on 27 December

1950, Plovdiv. Married,

four children.

H.E. Dieudonné

Kere

Born on April 18, 1960

in Tenkodogo. Married,

four children.

H.E. Renu Pall

Born on November 23,

1962.

EDUCATION

• 1994: European Center for Security

Studies “George Marshall”, US

College of Strategic Studies and

Defence Economics, Garmisch-

Partenkirchen, Federal Republic of

Germany

• 1989-1991: Diplomatic Academy -

Moscow, International Relations

Department

• 1987: PhD in philosophy

PROFESSIONAL CAREER

• 2013-2016: Ambassador Extraordinary

and Plenipotentiary of the

Republic of Bulgaria to the Republic

of Slovenia

• 2012-2013: Permanent Secretary of

the Ministry of Foreign Affairs (MFA)

• 2011-2012: Director of the Consular

Relations Directorate, Ambassador

• 2007-2011: Ambassador Extraordinary

and Plenipotentiary of the

Republic of Bulgaria to the Republic

of Croatia

• 2005-2007: Director of the Consular

Relations Directorate, Minister

Plenipotentiary

• 2002-2005: Consulate General of

the Republic of Bulgaria in Munich,

Federal Republic of Germany, Counselor,

Head of Consular Department

at the Consulate General

EDUCATION

• 2010: Master degree in Law, Economy,

Management, International Economics

and Globalization, Specialty

Governance of Organizations for International

Development, University

of Grenoble - Pierre Mendès France

• 2004: Master degree in Political

Sciences, Master in Public Administration,

Catholic University of Mons,

Belgium

PROFESSIONAL CAREER

• 2015-2016: Ambassador, Deputy Permanent

Representative to the European

Union, Deputy Head of Mission

to the European Atomic Energy

Community, Chargé d’Affaires a. i of

Burkina Faso in Brussels

• 2014-2015: Minister Counsellor

at the Embassy Burkina Faso in

Brussels

• 2006-2013: Director of International

Cooperation at the National Assembly

of Burkina Faso

• 2009-2013: Administrative Secretary

for the African region of the Parliamentary

Assembly of the Francophonie

(PAF)

• 2006-2013: Administrative Secretary

of the National Inter-parliamentary

Group of Burkina Faso to the Interparliamentary

Union (IPU)

EDUCATION

• 1985: Master in International

Relations, School of International

Studies, Jawaharlal Nehru University,

New Delhi

• Bachelors (Honours) degree in Political

Science from Delhi University

PROFESSIONAL CAREER

• 2015-2017: Joint Secretary (Indian

Ocean Region) in the Ministry of

External Affairs in New Delhi

• 2011: Joint Secretary (ASEAN Multilateral)

in the Ministry of External

Affairs, New Delhi, dealing with

India’s Act East policy with the

ASEAN and EAS and the Asia-Europe

Meeting

• 1988: Indian Foreign Service. Deputy

Chief of Mission, Embassy of India

at Berlin, Germany; Minister (Political)

at Embassy of India at Washington

DC, USA; Counsellor (Political)

at Embassy of India at Paris, France;

and Second Secretary (Political &

Information) at the Embassy of India

in Moscow, Russian Federation.

In between overseas assignments,

Director for relations with United

States and Canada, Director in the

Foreign Secretary’s Office and Under

Secretary & Deputy Secretary for

relations with US and Canada in the

Ministry of External Affairs in New

Delhi.

SOCIETY 1_2017 | 81


DIPLOMATIE

BOTSCHAFTER

Diplomatenkarussell | Dezember 2016 bis Mai 2017

Die neu akkreditierten Botschafter in Österreich.

IRLAND

JEMEN

KATAR

H.E. Thomas

Hanney

Born in Dublin, Ireland.

Married, three daughters.

H.E. Haytham

Abdulmomen

Hassan Shoja’aadin

Born on February 10,

1975. Married, two

children.

H.E. Sheikh Ali

Bin Jassim

Al-Thani

Born in Doha, Qatar

on January 1, 1969.

Married, four children.

PROFESSIONAL CAREER

• 2011-2016: Deputy Permanent Representative

of Ireland, Brussels

• 2010-2011: Ambassador of Ireland

to the Kingdom of Belgium and

Ireland’s representative to the Partnership

for Peace at NATO

• 2006-2010: Joint Secretary, North

South Ministerial Council, Armagh,

Northern Ireland. The North-South

Ministerial Council is an institution

established by the Good Friday Peace

Agreement and coordinates cooperation

between Northern Ireland and

Ireland across a wide range of sectors.

• 2004-2006: Counsellor, EU and

International Affairs Division,

Department of the Taoiseach (Prime

Minister’s Office, Dublin). Responsible

for European Council coordination.

Deputy Sherpa.

• 1999-2004: Counsellor, Irish Aid, Department

of Foreign Affairs Dublin,

responsible for managing Ireland’s

participation in global UN development

conferences and for Ireland’s

financial contributions to a wide

range of UN and other multilateral

development organisations.

• 1995-1999: First Secretary, Permanent

Mission of Ireland to the UN

at Geneva, responsible for disarmament

matters.

EDUCATION

• Master of Business Administration,

Maastricht School of Management,

The Netherlands and Sana’a university

.

• Postgraduate training in diplomacy

and International Relations, Corvinus

University of Budapest.

PROFESSIONAL CAREER

• 2014-2016: Chargé d’Affaires of

Embassy of the Republic of Yemen,

Rome and acting Permanent representative

of Yemen to the Food and

Agriculture Organization FAO, and

other UN agencies based in Rome

(IFAD and WFP)

• 2013-2014: Deputy Ambassador at

Embassy of the Republic of Yemen

and Deputy permanent representative

of Yemen to the Food and Agriculture

Organization FAO, and the

other UN agencies based in Rome

(IFAD and WFP)

• 2012-2013: Political and Economic

Affairs at the Embassy of the Republic

of Yemen in Rome and alternate

permanent Representative of Yemen

to the Food and Agriculture Organization

FAO, and the other UN agencies

based in Rome (IFAD and WFP)

• Head of the EU Unit at the European

Department, Ministry of Foreign

Affairs

• Minister’s office – Ministry of Foreign

Affairs

EDUCATION

• 2000: Master in International Service,

American University, Washington

DC, USA

• 1995: Bachelor of Science in Business

Administration with Double

Major in Political Sciences, University

of Arizona, USA

PROFESSIONAL CAREER

2017: First Ambassador of the State

of Qatar accredited to NATO

• 2015-2017: Dean of the Arab Diplomatic

Corps, Arab League, Brussels,

Belgium

• 2012-2017: Ambassador of the State

of Qatar to the Kingdom of Belgium;

Head of the Mission of the State

of Qatar to the European Union;

Non-resident Ambassador of the

State of Qatar to the Grand Duchy of

Luxembourg

• 2007-2012: Counsellor and Minister-

Counsellor, Minister of Foreign Affairs

at the American and European

Affairs Department, Doha, Qatar

• 1996-2006: Third, Second, First Secretary,

Embassy of the state of Qatar

in Washington D.C., accredited to

the Department of State

• 1996: Third Secretary, Ministry of

Foreign Affairs at the American

and European Affairs Department,

Doha, Qatar

FOTOS: CARINA KARLOVITS, GUNTER PUSCH,DANIEL TRIPPOLT/HBF

82 | SOCIETY 1_2017


DIPLOMATIE

BOTSCHAFTER

KIRGISISTAN

MAROKKO

MONGOLEI

H.E. Bakyt

Dzhusupov

Born on January 1, 1981

in Chui region, Kyrgyz

Republic. Married, two

daughters and son.

H.E. Lofti

Bouchaara

Born in Moscow on

January 3, 1968. He is

married and has two

children.

H.E. Battungalag

Gankhuurai

Born in Undurkhaan,

Mongolia on December

31, 1972.

EDUCATION

• 1997-2002: Kyrgyz National University,

Faculty of International Relations

PROFESSIONAL CAREER

• 2014-2017: Deputy head, Foreign

Policy Department of the Office of

the President of the Kyrgyz Republic

• 2012-2014: Head, Analytical Division

of the Foreign Policy Department

of the Office of the President of the

Kyrgyz Republic

• 2011-2012: Expert, Foreign Policy

Department of the Office of the

President of the Kyrgyz Republic

• 2011: Expert, Foreign Policy Department

of the Apparatus of the

Government of the Kyrgyz Republic

• 2010-2011: Expert, Foreign Policy Department

of the Administration of

the President of the Kyrgyz Republic

• 2007-2010: Referent, Attaché, Third

Secretary, Eastern Countries Department

of the Ministry of the Foreign

Affairs of the Kyrgyz Republic

• 2005-2007: Researcher, Institute for

Strategic Analysis and Prognosis,

Kyrgyz Republic

EDUCATION

• 1992: Diploma, Major in Diplomacy,

National School of Administration

(Rabat)

• 1996: Diploma, Master Degree in

Public Law with a Major in International

relations, University of Rabat

PROFESSIONAL CAREER

• 2012-2013: Deputy Permanent

Representative of the Kingdom of

Morocco at the Security Council.

• 2009-2013: Deputy Permanent

Representative of the Kingdom of

Morocco at the Permanent Mission

to the UN in New York.

• 2008-2010: Counsellor at the Permanent

Mission of the Kingdom

of Morocco to the United Nations

in charge of the First committee of

the General Assembly of the United

Nations disarmament and international

security issues

• 2003: Counsellor at the Permanent

Mission of Morocco to the United

Nations in New York in charge of humanitarian

issues during Moroccan

chairmanship of the G77.

• 2001-2003: Head of Unit in charge

of General Assembly and Security

Council issues within the United

Nations Directorate

• 1995-2001: First secretariat at the

Permanent Mission of the Kingdom

of Morocco to the UN in Geneva

EDUCATION

• Moscow University of International

Relations, Russia

• Victoria University, Wellington, New

Zealand

• John F. Kennedy School of Government,

Harvard University

PROFESSIONAL CAREER

• 2015: Director-General, Department

of Multilateral Cooperation MFA,

Mongolia

• 2012-2015: Deputy Permanent Representative

of Mongolia to the United

Nations, New York

• 2010-2012: Deputy Director-General,

Department of International Organizations,

MFA

• 2005-2010: Second, First Secretary,

Counsellor Department of Multilateral

Cooperation, MFA

• 2002-2005: Third Secretary, Permanent

Mission of Mongolia to the

United Nations, New York

• 1997-2002: Attache, Third Secretary,

Department of International Organizations,

MFA

• 1997: Attache, Consular Department,

MFA

• 1996-1997 Attache, Protocol Department,

MFA

• Member of Delegation of Mongolia

to the 52nd -71st Sessions of the

General Assembly of the United Nations

SOCIETY 1_2017 | 83


DIPLOMATIE

BOTSCHAFTER

Diplomatenkarussell | Dezember 2016 bis Mai 2017

Die neu akkreditierten Botschafter in Österreich.

NEUSEELAND

PERU

THAILAND

H.E. Nicole Jocelyn

Roberton

H.E. Juan Fernando

Rojas Samanez

H.E. Songsak

Saicheua

Born on 29 November

1971, Auckland, New

Zealand. Married, one

son and one daughter.

Born on June 24,

1948, Arequipa, Peru.

Married.

Born on June 16, 1958.

Married.

EDUCATION

• BA (Hons)

• LLB MA (Hons)

PROFESSIONAL CAREER

• 2015-2016: New Zealand Special

Representative for United Nations

Security Council Issues (Africa), New

Zealand Embassy, Addis Ababa

• 2012-2014: International Foreign

Policy Consultant

• 2009-2011: University of Limerick,

Ireland

• 2002-2007: Head of Political Section,

New Zealand Permanent Mission to

the UN, New York

• 1999-2002: Second Secretary (Trade

and Economic), New Zealand Embassy,

Moscow

• 1998: Acting Deputy High Commissioner,

New Zealand High Commission,

Apia

• 1997: Pacific Division Ministry of

Foreign Affairs and Trade, Wellington

• Fotocredit Roberton: Inspire Photography,

Wellington New Zealand.

EDUCATION

• 2013: International Relations

Complementary Academic Program,

Diplomatic Academy of Peru

• 1984: XXIII Advanced Professional

Training, Diplomatic Academy of

Peru

• 1974: Joined and graduated the

Diplomatic Academy of Peru with

a degree in International Relations

and Diplomatic Training

• National University of San Agustin -

Arequipa. Economic Sciences

PROFESSIONAL CAREER

• 2014-2016: Ambassador of Peru in

Chile

• 2010 - 2011: Ambassador, Permanent

Representative of Peru to the

International Organizations United

Nations and other International

Organizations in Geneva

• 2006-2010: Ambassador of Peru in

Bolivia

• 2000-2004: Ambassador of Peru in

Costa Rica

• 1996-1998: Minister, Consul General

of Peru in New York

• 1994-1996: Minister in the Embassy

of Peru in France

• 1989-1992: Minister Counsellor at

the Embassy of Peru in Bolivia

• 1982-1985: First Secretary and

Counsellor at the Embassy of Peru

in Brazil

EDUCATION

• B.A. Economics, Thammasat University,

Bangkok, Thailand

• M.A. Industrial Location and Development,

Vrije Universiteit, Brussels,

Belgium

• Anti-Corruption for Executive

Program (ACEP), Thai Institute of

Directors Association, Bangkok

• Top Executive Program in Commerce

and Trade (TEPCoT), University

of the Thai Chamber of Commerce,

Bangkok

• The Civil Service Executive Program

for Senior Civil Commission, Bangkok

PROFESSIONAL CAREER

• 2013-2017: Director-General at the

Department of American and South

Pacific Affairs in Bangkok, Thailand

• 2011-2013: Minister at the Royal Thai

Embassy in Kuala Lumpur, Malaysia

• 2010-2013: Deputy Director-General

at the Department of American and

South Pacific Affairs in Bangkok

• 2009-2010: Director of the Policy

and Planning Bureau in Bangkok,

Thailand

• 2004-2008: Minister Counsellor of

the Royal Thai Embassy in Washington

DC, USA

• 2003-2004: Director of the ASEAN 3

Division in Bangkok

FOTOS: INSPIRE PHOTOGRAPHY, WELLINGTON NEW ZEALAND, MFA OF THAILAND

84 | SOCIETY 1_2017


DIPLOMATIE

BOTSCHAFTER

VEREINIGTE

ARABISCHE

EMIRATE

H.E. Hamad Al

Kaabi

Born in 1981 in Al Ain,

UAE.

EDUCATION

• Bachelor in Nuclear Engineering ,

Purdue University in Indiana (USA)

• Master in Nuclear Engineering ,

Purdue University in Indiana (USA)

PROFESSIONAL CAREER

• Since 2008: Permanent Representative

to the International Atomic

Energy Agency (IAEA); Special Representative

for International Nuclear

Cooperation Deputy Chairman of

the Board of Management, Federal

Authority of Nuclear Regulation,

United Arab Emirates.

• Mr. Al Kaabi has represented the

Government of the United Arab

Emirates in multiple UN and

multilateral forums including the

Non-Proliferation Treaty review conferences,

and the Nuclear Security

Summit series.

MAURITIUS

H.E. Kheswar

Jankee

(Resident in Berlin)

RWANDA

H.E. Francois-

Xavier

Ngarambe

(Resident in Geneva)

Order of precedence

of the Chiefs

of the diplomatic

missions resident

in Vienna

n Apostolic Nuncio – Holy See

Dr. Peter Stephan ZURBRIGGEN

n Korea – Democratic Peoples’ Republic

H.E. Mr. Kwang Sop KIM, (18.03.1993)

n Liechtenstein

H.H. Ms. Maria-Pia KOTHBAUER, (Prinzessin

v.u.z.Liechtenstein) (11.12.1997)

n Dominican Republic

H.E. Mr. Ramon Andres QUINONES RODRIGUEZ, (04.06.2007)

n Oman

H.E. Mr. Dr. Badr Mohamed Zaher AL HINAI, (11.12.2007)

n Paraguay

H.E. Mr. Dr. Horacio NOGUES ZUBIZARRETA, (15.02.2008)

n San Marino

H.E. Ms. Dr. Elena MOLARONI BERGUIDO, (17.09.2008)

n Syria

H.E. Mr. Bassam SABBAGH, (29.04.2010)

n Turkmenistan

H.E. Mr. Silapberdi NURBERDIEV, (28.09.2011)

n Azerbaijan

H.E. Mr. Galib ISRAFILOV, (28.09.2011)

n Côte d‘Ivoire

H.E. Mr. Largaton Gilbert OUATTARA, (09.11.2011)

n Angola

H.E. Ms. Maria De Jesus Dos Reis FERREIRA,

(09.11.2011)

n Armenia

H.E. Mr. Arman KIRAKOSSIAN, (09.11.2011)

n Slovakia

H.E. Mr. Juraj MACHAC, (28.03.2012)

n Guatemala

H.E. Mr. Antonio Roberto CASTELLANOS LOPEZ, (12.09.2012)

n Nicaragua

H.E. Mr. Alvaro Jose ROBELO GONZALES, (11.01.2013)

n Order of Malta

H.E. Mr. Christof Maria FRITZEN, (11.01.2013)

n Kenya

H.E. Mr. Michael Adipo Okoth OYUGI, (05.04.2013)

n Portugal

H.E. Mr. Pedro Luis Baptista MOITINHO DE ALMEIDA,

(05.04.2013)

n Spain

H.E. Mr. Alberto CARNERO FERNANDEZ, (18.06.2013)

n Georgia

H.E. Mr. Konstantine ZALDASTANISHVILI, (18.06.2013)

n Poland

H.E. Mr. Artur LORKOWSKI, (18.06.2013)

n Argentina

H.E. Mr. Rafael Mariano GROSSI, (17.09.2013)

n Denmark

H.E. Ms. Liselotte K. PLESNER, (17.09.2013)

n Italy

H.E. Mr. Giorgio MARRAPODI, (17.09.2013)

n Tajikistan

H.E. Mr. Ismatullo NASREDINOV, (17.09.2013)

n Latvia

H.E. Mr. Edgars SKUJA, (17.10.2013)

n Malta

H.E. Mr. Keith AZZOPARDI, (17.10.2013)

SOCIETY 1_2017 | 85


DIPLOMATIE

BOTSCHAFTER

n Slovenia

H.E. Mr. Andrej RAHTEN, (17.10.2013)

n Kuwait

H.E. Mr. Sadiq MARAFI, (17.10.2013)

n Jordan

H.E. Mr. Hussam Abdullah AL HUSSEINI, (22.10.2013)

n Serbia

H.E. Mr. Pero JANKOVIC, (22.10.2013)

n Libya

H.E. Mr. Ibrahim ALBESBAS, (11.11.2013)

n Namibia

H.E. Mr. Simon Madjumo MARUTA, (11.11.2013)

n Canada

H.E. Mr. Mark BAILEY, (11.11.2013)

n Czech Republic

H.E. Mr. Jan SECHTER, (11.11.2013)

n Pakistan

H.E. Ms. Ayesha RIYAZ, (16.12.2013)

n South Africa

H.E. Mr. Tebogo Joseph SEOKOLO, (16.01.2014)

n Albania

H.E. Mr. Roland BIMO, (14.03.2014)

n Kazakhstan

H.E. Mr. Kairat SARYBAY, (14.03.2014)

n Colombia

H.E. Mr. Jaime Alberto CABAL SANCLEMENTE, (13.05.2014)

n Greece

H.E. Ms. Chryssoula ALIFERI, (13.05.2014)

n Cyprus

H.E. Mr. Marios IERONYMIDES, (13.05.2014)

n Uruguay

H.E. Mr. Bruno Javier FARAONE MACHADO, (13.05.2014)

n Laos

H.E. Mr. Phoukhao PHOMMAVONGSA, (16.09.2014)

n Lithuania

H.E. Ms. Loreta ZAKAREVICIENE, (16.09.2014)

n Sudan

H.E. Mr. Mohamed Hussein ZAROUG, (02.10.2014)

n Belgium

H.E. Mr. Baron Willem VAN DE VOORDE, (02.10.2014)

n Switzerland

H.E. Mr. Christoph Heinrich BUBB, (02.10.2014)

n Norway

H.E. Ms. Bente ANGELL-HANSEN, (03.12.2014)

n Macedonia

H.E. Ms. Vasilka POPOSKA TRENEVSKA, (03.12.2014)

n Vietnam

H.E. Mr. Viet Anh VU, (03.12.2014)

n Hungary

H.E. Mr. Dr. Janos PERENYI, (10.12.2014)

n Bangladesh

H.E. Mr. Md Abu ZAFAR, (10.12.2014)

n Ukraine

H.E. Mr. Olexander SCHERBA, (10.12.2014)

n Luxemburg

Chargé d‘Affaires Mr. Philippe DONCKEL (05.01.2015)

n Costa Rica

H.E. Ms. Pilar SABORIO DE ROCAFORT, (17.03.2015)

n Kosovo

H.E. Mr. Mag. Sami UKELLI, (17.03.2015)

n Malaysia

H.E. Mr. Adnan BIN OTHMAN, (15.06.2015)

n Montenegro

H.E. Mr. Ivan MILIC, (15.06.2015)

n Philippines

H.E. Ms. Maria Zeneida ANGARA COLLINSON, (15.06.2015)

n Bosnia and Herzegovina

H.E. Mr. Tomislav LEKO, (14.09.2015)

n Germany

H.E. Mr. Johannes Konrad HAINDL, (14.09.2015)

n Myanmar

H.E. Mr. San LWIN, (14.09.2015)

n Romania

H.E. Mr. Bogdan MAZURU, (14.09.2015)

n Netherlands

H.E. Mr. Marco HENNIS, (07.10.2015)

n Croatia

H.E. Ms. Vesna CVJETKOVIC, (07.10.2015)

n Sweden

H.E. Ms. Helen EDUARDS, (07.10.2015)

n Russian Federation

H.E. Mr. Dmitry LYUBINSKIY, (07.10.2015)

n Estonia

H.E. Mr. Rein OIDEKIVI, (07.10.2015)

n Iran

H.E. Mr. Ebadollah MOLAEI, (07.10.2015)

n Panama

H.E. Ms. Paulina FRANCESCHI, (13.11.2015)

n Israel

H.E. Ms. Talya LADOR-FRESHER, (13.11.2015)

n Cuba

H.E. Mr. Juan Antonio FERNANDEZ PALACIOS, (13.11.2015)

n Chile

H.E. Mr. Armin ANDEREYA LATORRE, (13.11.2015)

n Sri Lanka

H.E. Ms. Priyanee WIJSEKERA (11.01.2016)

n Irak

H.E. Mr. Auday M.A. AL-KHAIRALLA (11.01.2016)

n Venezuela

H.E. Ms. Jesse Alonso CHACÓN ESCAMILLO (23.02.2016)

n Algeria

H.E. Ms Faouzia BOUMAIZA MEBARKI, (24.05.2016)

n Mexico

H.E. Ms. Alicia BUENROSTRO MASSIEU, (24.05.2016)

n Iceland

H.E. Ms. Greta GUNNARSDOTTIR, (05.10.2016)

n Egypt

H.E. Mr. Omar Amer YOUSSEF, (05.10.2016)

n United Kingdom

H.E. Mr. Robert Leigh TURNER, (05.10.2016)

n Finland

H.E. Mr. Hannu Veikko KYRÖLÄINEN, (05.10.2016)

n El Salvador

H.E. Ms. Lucia Rosella M. BADIA DE FUNES, (05.10.2016)

n China

H.E. Mr. Xiaosi LI, (05.10.2016)

n Japan

H.E. Mr. Kiyoshi KOINUMA, (05.10.2016)

n United Arab Emirates

H.E. Mr. Hamad Ali Ali Subaih ALKAABI (03.10.2016)

n Australia

H.E. Mr. Brendon Charles HAMMER, (13.10.2016)

n Peru

H.E. Mr.Juan Fernando ROJAS SAMANEZ (20.10.2016)

n Morocco

H.E. Mr. Lofti BOUCHAARA, (04.11.2016)

n Brazil

H.E. Mr. Ricardo NEIVA TAVARES (31.01.2017)

n Yemen

H.E. Mr. Haytham Abdulmomen Hassan SHOJA‘AADIN

(31.01.2017)

n Bulgaria

H.E. Mr. Ivan Stoyanov SIRAKOV (02.03.2017)

n Belarus

H.E. Ms. AlenaAlena KUPCHYNA (02.03.2017)

n Korea - Republic

H.E. S.E. Herr Dong-Ik SHIN (02.03.2017)

n Qatar

H.E. Mr. Ali Jassim T. J., Sheikh AL-THANI Sheikh (02.03.2017)

n Ireland

H.E. Mr. Thomas HANNEY, (202.03.2017)

n India

H.E. Mrs. Renu PALL (02.03.2017)

n Thailand

H.E. Mr. Songsak SAICHEUA (07.04.2016)

n New Zealand

H.E. Ms. Nicole Jocelyn ROBERTON (20.02.2017)

n Mongolia

H.E. Mrs.. Battungalag GANKHUURAI (13.03.2017)

n Kirgizstan

H.E. Mr. Bakyt DZHUSUPOV (17.03.2017)

n Andorra

Ms. Marta SALVAT BATISTA, (11.01.2008) Attaché and Chargé

d‘Affaires a.i.

n Lebanon

Mr. Salim BADDOURA, Counsellor (16.01.2009), Chargé

d‘Affaires a.i.

n Bolivia

Mr. Ricardo Javier MARTINEZ COVARRUBIAS, Minister

Counsellor, (11.02.2009), Chargé d’Affaires a.i.

n Nigeria

Mr. Gazing Jessy Napmwang DANGTIM, (30.06.2014),

Chargé d‘Affaires a.i.

n Uzbekistan

Mr. Rustamdjan KHAKIMOV, (29.07.2014), Chargé d‘Affaires

a.i.

n Tunisia

H.E. Mr. Khalil TARZAKI (01.08.2014), Chargé d‘Affaires a.i.

n Turkey

Mr. Ali Kaan ORBAY, (29.08.2014), Chargé d‘Affaires a.i.

n Indonesia

Mr. Febrian Alphyanto RUDDYARD (02.01.2015), Chargé

d‘Affaires a.i.

n United States

Mr. Eugene Stewart YOUNG (11.03.2015), Chargé d‘Affaires

a.i.

n France

Mr. Sebastien Benoit Vincent FAGART (24.08.2015), Chargé

d‘Affaires a.i.

n Burkina Faso

Mr. Saidou ZONGO, (17.01.2016) Chargé d‘Affaires a.i.

n Moldova

Vladimir CHIRINCIUC, (01.09.2015) Chargé d‘ Affaires a.i.

n Saudi Arabia

Mr. Yahya SHARAHILI, (17.08.2016), Chargé d‘Affaires a.i.

n Afghanistan

Mr. Mohammad Naeem POYESH (05.05.2017), Chargé

d‘Affaires a.i.

Embassies not

resident in Austria

in alphabetical order

n Antigua and Barbuda

no diplomatic mission to Austria

n Bahamas

no diplomatic mission to Austria

n Bahrain

H.E. Mr. Yusuf Abdulkarim BUCHEERI, (17.03.2015), (Geneva)

n Barbados

Ms. Yvette GODDARD, Counsellor, (17.07.2002), Chargé

d’Affaires (Brussels)

n Belize

not occupied since 18.02.2017

86 | SOCIETY 1_2017


DIPLOMATIE

BOTSCHAFTER

n Benin

Mr. Eloi LAOUROU, (22.11.2004), Chargé d‘Affaires

(Geneva)

n Bhutan

H.E. Mr. Kinga SINGHYE, (24.05.2016)

(Geneva)

n Botswana

Mr. Rhee O. HETANANG,(19.09.2006), Chargé d‘Affaires

(Geneva)

n Brunei Darussalam

H.E. Ms. Rakiah Hj ABD LAMIT, (23.02.2016),

(Berlin)

n Burundi

Mr. Barhélemy MFAYOKURERA, (16.01.2014), Minister

Counsellor (Berlin)

n Cambodia

H.E. Mr. Chea THIREAK, (13.11.2015)

(Brussels)

n Cameroon

H.E. Mr. Jean-Marc MPAY

(Berlin)

n Cape Verde

H.E. José Luis Barbosa LEAO MONTEIRO (15.06.2015)

(Geneva)

n Central African Republic

no diplomatic mission to Austria

n Chad

H.E. Abdoulaye Senoussi MAHAMAT (11.01.2016)

(Berlin)

n Comoros

no diplomatic mission to Austria

n Congo (Republic)

H.E. Mr. Jacques Yvon NDOLOU, (16.09.2014)

(Berlin)

n Congo (Democratic Republic)

no diplomatic mission to Austria

n Dominica

no diplomatic mission to Austria

n Djibouti

H.E. Mohamed Dileita ADEN, (15.06.2015)

(Berlin)

n Ecuador

H.E. Maria Del Carmen GONZÁLEZ CABAL, (23.02.2016),

(Budapest)

n Equatorial Guinea

Mr. Pablo NKOHA NGUEMA , First Secretary, Chargé d‘Affaires

(Berlin)

n Eritrea

Mr. Osman SALEH, (18.04.2007), Chargé d‘Affaires

(Berlin)

n Ethiopia

H.E. Mr. Negash Kebret BOTORA, (14.09.2015)

(Geneva)

n Fiji

no diplomatic mission to Austria

n Gabun

Ms. Nanice TSIGUI, (07.04.2015), Chargé d‘Affaires

(Berlin)

n Gambia

H.E. Ms. Elizabeth Ya Eli HARDING, (14.01.2008)

(London)

n Ghana

H.E. Mr. Sammie Pesky EDDICO, (16.12.2013)

(Bern, CH)

n Grenada

no diplomatic mission to Austria

n Guinea

H.E. Ms. Fatoumata BALDE, (24.05.2016)

(Berlin)

n Guinea-Bissau

N.N.

(Berlin)

n Guyana

Ms. Bevon Rodin MC DONALD, First Secretary, (27.06.2006),

Chargé d‘Affaires , (Brussels)

n Haiti

N.N.

(Geneva)

n Honduras

H.E. Mr. Ramon CUSTODIO ESPINOZA, (18.06.2013)

(Berlin)

n Jamaica

N.N.

(Geneva)

n Kiribati

no diplomatic mission to Austria

n Lesotho

Ms. Matseliso Patricia MOTSAMAI , Chargé d‘Affaires

(21.04.2016), (Berlin)

n Liberia

H.E. Ms. Ethel DAVIS, (19.04.2012)

(Berlin)

n Madagascar

N.N. (Falkensee, DE)

n Malawi

H.E. Mr. Michael Barth KAMPHABE NKOHMA (24.05.2016)

(Berlin)

n Maldives

no diplomatic mission to Austria

n Mali

H.E. Mr. Toumani Djime DIALLO, (23.02.2016)

(Berlin)

n Marshall Islands

no diplomatic mission to Austria

n Mauretania

H.E. Mr. Mohamed Mahmoud OULD BRAHIM KHLIL,

(17.03.2015)

(Berlin)

n Mauritius

H.E. Dr. Kheswar JANKEE, (10.05.2017)

(Berlin)

n Micronesia

no diplomatic mission to Austria

n Monaco

H.E. Ms. Isabelle BERRO AMADEI, (13.11.2015)

(Berlin)

n Mozambique

H.E. Mr. Amadeu Paulo Samuel DA CONCEICAO,

(02.07.2012)

(Berlin)

n Nauru

no diplomatic mission to Austria

n Nepal

N.N.

(Berlin)

n Niger

Mr. Issoufou GARBA, (08.11.2013), Chargé d‘Affaires

(Geneva)

n Palau

no diplomatic mission to Austria

n Papua New Guinea

no diplomatic mission to Austria

n Ruanda

H.E. Mr. Francois-Xavier NGARAMBE, (10.05.2017)

(Berlin)

n Samoa

N.N. (Brussels)

n São Tomé and Príncipe

no diplomatic mission to Austria

n Senegal

H.E. Mr. Momar GUEYE

(Berlin)

n Seychelles

H.E. Mr. Bernard Francis SHAMLAYE, (16.12.2013)

(Paris)

n Sierra Leone

H.E. Mr. Jongopie Siaka STEVENS, (11.01.2010)

(Berlin)

n Singapore

N.N.

(Singapore)

n Solomon Islands

no diplomatic mission to Austria

n Somalia

no diplomatic mission to Austria

n St. Kitts and Nevis

no diplomatic mission to Austria

n St. Lucia

no diplomatic mission to Austria

n St. Vincent and the Grenadines

Minister Counsellor Ms. Anne MORRIS, (27.12.2005)

(London)

n South Sudan

H.E. Ms. Sitona Abdalla OSMAN, (23.02.2016)

(Berlin)

n Suriname

no diplomatic mission to Austria

n Swaziland

Counsellor Chargé d‘Affaires Mr. Almon Mahlaba MAMBA

(Geneva)

n Tanzania

Ms. Maria Napendaeli KEJO , Counsellor, (02.03.2012)

(Berlin)

n Timor-Leste

no diplomatic mission to Austria

n Togo

Mr. Tchaa Batchassi GNAMA, First Secretary, (11.11.2014)

(Berlin)

n Tonga

no diplomatic mission to Austria

n Trinidad and Tobago

Ms. Anesa ALI-RODRIGUEZ, Minister Counsellor

(Geneva)

n Tuvalu

no diplomatic mission to Austria

n Uganda

H.E. Mr. Marcel Robert TIBALEKA, (17.03.2015)

(Berlin)

n Vanuatu

no diplomatic mission to Austria

n Zambia

H.E. Mr. Bwalya Stanley Kasonde CHITI, (16.01.2014)

(Berlin)

n Zimbabwe

no diplomatic mission to Austria

SOCIETY 1_2017 | 87


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SOCIETY 1_2012 | 89


BOTSCHAFTER

ÖSTERREICH

Rot-Weiß-Rot in aller Welt

Österreichische bilaterale diplomatische Vertretungen im Ausland

Österreich pflegt diplomatische Beziehungen mit 194 Staaten

und hat Botschaften, Generalkonsulate und Kulturforen in

80 Ländern der Welt. SOCIETY präsentiert exklusiv alle

Leiterinnen und Leiter der im Ausland befindlichen bilateralen

österreichischen Vertretungen.

Redaktion: SOCIETY

ÄGYPTEN • BOTSCHAFT

ARGENTINIEN • BOTSCHAFT

AUSTRALIEN • BOTSCHAFT

Georg Stillfried

Ägypten, Sudan, Eritrea

El Nile Street/Corner 5, Wissa Wassef

Street, 5th Floor, Riyadth-Tower, Giza,

11111 Kairo

Tel. (+20/2) 3570 29 75

kairo-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/kairo

Christoph Meran

Argentinien, Paraguay, Uruguay

(designiert)

Calle French 3671, 1425 Buenos Aires

Tel. (+54/11) 4809 5800

buenos-aires-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/buenosaires

Bernhard Zimburg

Australien, Fidschi, Kiribati, Marshallinseln,

Mikronesien - Föderierte Staaten

von, Nauru, Neuseeland, Papua-Neuguinea,

Salomonen, Samoa, Tuvalu, Tonga,

Vanuatu

12 Talbot Street, Forrest, ACT 2603

Tel. (+61/2) 6295 1533

canberra-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/canberra

ÄGYPTEN • KULTURFORUM

ARMENIEN • BMEIA

BELARUS • BOTSCHAFT

Ulrike Nguyen

Alois Kraut

Armenien (mit Sitz in Wien)

Bernd Alexander Bayerl

Belarus

El Nile Street/Corner 5, Wissa Wassef

Street, 5th Floor, Riyadth-Tower, Giza,

11111 Kairo

Tel. (+20/2) 3570 29 75

kairo-ob@bmeia.gv.at

www.acfc.cc

c/o BMeiA, Minoritenplatz 8, A-1010 Wien

Tel. (+43/5) 01150-3263

suedkaukasien@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/armenien

Delegation of the European Union to

Belarus 34A Engelsa Str., 7 th Floor, Minsk

220030, Belarus

Tel. (+375 / 17) 289 94 24

minsk-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/oeb-minsk

ALBANIEN • BOTSCHAFT

ASERBAIDSCHAN • BOTSCHAFT

BELGIEN • BOTSCHAFT

Johann Sattler

Albanien

Axel Wech

Aserbaidschan, Georgien

Jürgen Meindl

Belgien

Rruga Xibrakeve 4, Tirana, Albanien

Tel. (+355/4) 22 74 855

tirana-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/tirana

ALGERIEN • BOTSCHAFT

Franziska Honsowitz-Friessnigg

Algerien, Niger

17, Chemin Abdel kader Gadouche, 16035

Hydra

Tel. (+213/21) 69 10 86

algier-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/algier

Landmark III, 7. Stock, Nizami Str. 90A,

AZ-1010 Baku

Tel. (+994) 12 465 99 33

baku-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/baku

ÄTHIOPIEN • BOTSCHAFT

Andreas Melan

Äthiopien, Dschibuti, Kongo, Uganda,

Südsudan

N. Silk Lafto Kifle Ketema Kebele 04

H.No. 535, Addis Abeba

Tel. (+251/11) 371 25 80

addis-abeba-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/addisabeba

Place du Champ de Mars 5, bte 5,

B-1050 Brüssel

Tel. (+32/2) 2890-700

bruessel-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/bruessel

BELGIEN • KULTURFORUM

Marina Chrystoph

Place du Champ de Mars 5, bte 5, B-1050

Brüssel

Tel. (+32/2) 2890-700

bruessel-kf@bmeia.gv.at

www.austrocult.be

Fotos: Privat, BMEIA, Roland Anton Laub (KF Berlin)

90 | SOCIETY 1_2017


BOTSCHAFTER

ÖSTERREICH

BOSNIEN UND HERZEGOWINA •

BOTSCHAFT

Martin SOCIETY Pammer 2_2015 | 91

Bosnien und Herzegowina

CHINA • GENERALKONSULAT

Brigitte Robinson-Seyrlehner

(designiert)

ESTLAND • BOTSCHAFT

Doris Danler

Estland

Dzidzikovac 7, BiH-71000 Sarajewo

Tel. (+387/33) 279 400

sarajewo-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/sarajewo

Qi Hua Tower, 3rd floor No. 3A, 1375 Huai Hai Road, Shanghai

200031

Tel. (+86/21) 647 40 268

shanghai-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/shanghaigk

Vambola 6, 5. Stock, EE-10114 Tallinn

Tel. (+372) 627 87 40

tallinn-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/tallinn

BRASILIEN • BOTSCHAFT

Johann Spitzer

Brasilien

brasilia-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/brasilia

BULGARIEN • BOTSCHAFT

SES (Setor de Embaixadas Sul), Av. das

Nacoes, Quadra 811 - Lote 40, 70426-

900 Brasilia DF

Tel. (+55/61) 3443 3421

Roland Hauser

Bulgarien

CHINA • GENERALKONSULAT

Dietmar Schwank

QUnit 1202, Teem Tower, Teemall, 208

Tianhe Road, Guangzhou, 510620

Guangdong

Tel. (+86 / 20) 8516 0047

guangzhou@wko.at

wko.at/awo/cn

DÄNEMARK • BOTSCHAFT

Maria Rotheiser-Scotti

Dänemark, Island

FINNLAND • BOTSCHAFT

Maximilian Hennig

Finnland

(designiert)

Unioninkatu 22, 00130 Helsinki

Tel. (+358/9) 68 18 60-0

helsinki-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/helsinki

FRANKREICH • BOTSCHAFT

Ulrike Butschek

Frankreich, Monaco

Boulevard Zar Oswoboditel 13/Ulica

Schipka 4, BG-1000 Sofia

Tel. (+359/2) 932 90 32

sofia-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/sofia

CHILE • BOTSCHAFT

Joachim Öppinger

Chile

Sölundsvej 1, DK-2100 Kopenhagen

Tel. (+45) 39 29 41 41

kopenhagen-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/kopenhagen

DEUTSCHLAND • BOTSCHAFT

Nikolaus Marschik

Deutschland

6, Rue Fabert, F-75007 Paris

Tel. (+33/1) 40 63 30-63

paris-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/paris

FRANKREICH •

GENERALKONSULAT

Erika Bernhard

Barros Errazuriz 1968, 3 piso, Santiago

de Chile

Tel. (+56/2) 2223 47 74

santiago-de-chile-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/santiagodechile

CHINA • BOTSCHAFT

Irene Giner-Reichl

China, Mongolei

Stauffenbergstraße 1, D-10785 Berlin

Tel. (+49/30) 202 87-0

berlin-ob@bmeia.gv.at

www.oesterreichische-botschaft.de

DEUTSCHLAND •

GENERALKONSULAT

Josef Saiger

(designiert)

29, Avenue de la Paix, F-67000

Strassburg

Tel. (+33) 388 35 13 94

strassburg-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/strassburggk

FRANKREICH • KULTURFORUM

Mario Vielgrader

Jian Guo Men Wai, Xiu Shui Nan Jie 5,

100600 Peking

Tel. (+86/10) 653 29 869

peking-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/peking

CHINA • GENERALKONSULAT

Monika Müller-Fembeck

(designiert)

Ismaninger Straße 136, D-81675 München

Tel. (+49/89) 99 815-0

muenchen-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/muenchen

DEUTSCHLAND • KULTURFORUM

Viktoria Wagner

17, avenue de Villars, F-75007 Paris

Tel. (+33/1) 47 05 27 10

paris-kf@bmeia.gv.at

www.fca-fr.com

GEORGIEN • BOTSCHAFT

Arad Benkö

Georgien

2201 Chinachem Tower, 34-37 Connaught Road, Central

Hongkong

Tel. (+852) 2522 80 86

hongkong-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/hongkong

Stauffenbergstraße 1, D-10785 Berlin

Tel. (+49/30) 202 87-0

berlin-kf@bmeia.gv.at

www.kulturforumberlin.at

Griboedov Str. 31 / Rustaveli Ave. 42, 5.

Stock, 0108 Tiflis

Tel.(+995 / 32) 243 44 02

tiflis-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/oeb-tiflis

SOCIETY 1_2017 | 91


BOTSCHAFTER

ÖSTERREICH

GRIECHENLAND • BOTSCHAFT

IRLAND • BOTSCHAFT

ITALIEN • KULTURFORUM

Andrea Ikic-Böhm

Griechenland

Helmut Freudenschuss

Irland

Herbert Jäger

4, Vass. Sofias, GR-10674 Athen

Tel. (+30/210) 725 72-70

athen-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/athen

15, Ailesbury Court Apartments, 93, Ailesbury Road, Dublin 4

Tel. (+353/1) 269 45 77

dublin-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/dublin

Piazza del Liberty 8/4, I-20121 Mailand

Tel.(+39) 02 77 80 78 03

mailand-kf@bmeia.gv.at

www.austriacult.milano.it

HEILIGER STUHL • BOTSCHAFT

ISRAEL • BOTSCHAFT

JAPAN • BOTSCHAFT

Alfons Kloss

Heiliger Stuhl, Malteser Ritterorden,

San Marino

Martin Weiss

Israel

Hubert Heiss

Japan

Via Reno 9, I-00198 Rom

Tel. (+39) 06 853 725

heiliger-stuhl-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/heiligerstuhl

Sason Hogi Tower, Abba Hillel Silver

Street 12, 4. Stock, Ramat Gan 5250606

Tel. (+972) 3 612 0924

tel-aviv-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/telaviv

1-1-20 Moto Azabu, Minato-ku, Tokyo

106-0046

Tel. (+81/3) 34 51 82 81

tokio-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/tokio

INDIEN • KULTURFORUM

ISRAEL • KULTURFORUM

JORDANIEN • BOTSCHAFT

Brigitte Öppinger-Walchshofer

Johannes Strasser

Michael Desser

Jordanien, Irak

Ep-13, Chandragupta Marg, Chanakyapuri,

New Delhi 110 021

Tel. (+91/11) 24 19 27-00

new-delhi-kf@bmeia.gv.at

www.austrianculture.in

Sason Hogi Tower, Abba Hillel Silver

Street 12, 4. Stock, Ramat Gan 5250606

Tel. (+972/3) 612 0924

tel-aviv-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/telavivkf

Mithqal Al-Fayez Street 36, Jabal Amman

Tel. (+962/6) 460 11 01

amman-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/amman

INDONESIEN • BOTSCHAFT

ITALIEN • BOTSCHAFT

KANADA • BOTSCHAFT

Helene Steinhäusl

Indonesien, Timor-Leste

René Pollitzer

Italien

Stefan Pehringer

Kanada, Jamaika

Jalan Diponegoro 44, Menteng

Tel. (+62/21) 23 55 40 05

jakarta-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/jakarta

Via Pergolesi 3, I-00198 Rom

Tel. (+39) 06 844 014-1

rom-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/rom

445 Wilbrod Street, Ottawa, Ontario

K1N 6M7

Tel. (+1/613) 789 14 44

ottawa-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/ottawa

IRAN • BOTSCHAFT

Stefan Scholz

Iran

(designiert)

Bahonarstr., Moghaddasi Str., Zamani

Str., Mirvali, Nr. 6 und 8, Teheran,

Niavaran, 19796-33755

Tel. (+98/21) 22 75 00 40

teheran-ob@bmeia.gv.at

www.bmeia.gv.at/teheran

IRAN • KULTURFORUM

Alexander Rieger

Afghanistan, Iran - Islamische Republik

Khorramshahr Ave., Arabali Street, 6th

Alley, Nr. 1, 15548-17413 Teheran

Tel. (+98/21) 88 76 48 23

teheran-kf@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/teherankf

ITALIEN • KULTURFORUM

Elke Atzler

Viale Bruno Buozzi 113, I-00197 Rom

Tel. (+39) 06 360837-1

rom-kf@bmeia.gv.at

www.austriacult.roma.it

ITALIEN • GENERALKONSULAT

N.N.

Piazza del Liberty 8/4, I-20121 Mailand

Tel. (+39) 02 78 37 43

mailand-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/mailandgk

KANADA • KULTURFORUM

Bernhard Faustenhammer

445 Wilbrod Street, Ottawa, Ontario

K1N 6M7

Tel. (+1/613) 789 14 44

ottawa-kf@bmeia.gv.at

www.austro.org

KASACHSTAN • BOTSCHAFT

Gerhard Sailler

Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan,

Turkmenistan

Kosmonavtov Strasse 62, 9. Stock, Mikrodistrikt

Chubary, 010000 Astana

Tel. (+7/7172) 97 78 69

astana-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/astana

Fotos: Privat, BMEIA, Dolomiten (Italien Mailand), Katsuhiro Ichikawa (Japan)

92 | SOCIETY 1_2017


BOTSCHAFTER

ÖSTERREICH

KATAR • BOTSCHAFT

KUBA • BOTSCHAFT

LUXEMBURG • BOTSCHAFT

Willy Kempel

Katar

Gerlinde Paschinger

Kuba, Dominikanische Republik, Haiti

Gregor Schusterschitz

Luxemburg

Palm Tower B, level 33, West Bay, Doha

Tel. (+974) 403 373/00/01/02

doha-ob@bmeia.gv.at

Avenida 5ta A No. 6617, esq. a calle 70,

Miramar, Havanna

Tel. (+53/7) 204 28 25

havanna-ob@bmeia.gv.at

3, rue des bains, 1212 Luxemburg

Tel. (+352) 47 11 88

luxemburg-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/luxemburg

KENIA • BOTSCHAFT

KUWAIT • BOTSCHAFT

MALAYSIA • BOTSCHAFT

Harald Günther

Kenia, Burundi, Komoren, Kongo -

Demokratische Republik, Ruanda, Seychellen,

Tansania - Vereinigte Republik,

Somalia, Sambia, Malawi

Limuru Road 536, Muthaiga (gegenüber

Muthaiga Mini Market), Nairobi

Tel. (+254/20) 406 00 22

nairobi-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/nairobi

Sigurd Pacher

Kuwait, Bahrain

Daiyah, Area Ahmed Shawki Street,

house Nr. 10, Kuwait

Tel. (+965) 225 52 532

kuwait-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/kuwait

Michael Postl

Malaysia, Brunei Darussalam

(designiert)

Suite 10.1-2, Level 10, Wisma Goldhill, 67, Jalan Raja Chulan,

50200 Kuala Lumpur

Tel. (+60/3) 205 700 20

kuala-lumpur-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/kualalumpur

KOLUMBIEN • BOTSCHAFT

LETTLAND • BOTSCHAFT

MALTA • BOTSCHAFT

Marianne Feldmann

Kolumbien, Angtigua und Barbuda,

Dominica, Ecuador, Grendada, Guayana,

Panama, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St

.Vincent und die Grenadinen, Trinidad

und Tobago

Cra. 9 No. 73-44, Of. 402, Bogotá D.C.

CO-110221

Tel.(+57 / 1) 7452086

bogota-ob@bmeia.gv.at

N.N.

Alberta iela 13, 7th floor, LV-1010 Riga

Tel. (+37/1) 672 161 25

riga@advantageaustria.org

www.aussenministerium.at/riga

N.N.

c/o BMEIA, Minoritenplatz 8, A-1010 Wien

Tel. (+430) 501150-0

valletta-ob@bmeia.gv.at

www.bmeia.gv.at/oeb-malta

KOREA - REPUBLIK • BOTSCHAFT

LIBANON • BOTSCHAFT

MAROKKO • BOTSCHAFT

Fotos: Privat, BMEIA, robbie mc kane, mahmoud ashraf, weinwurm, picturepeople, hopi-media, ingrid sontacchi

Michael Schwarzinger

Korea - Republik, Korea - Demokratische

Volksrepublik

(designiert)

Kyobo Bldg., 21 Floor, Sejongdearo 166

Jongno-gu, Seoul 110-714 Republic of

Korea

Tel. (+82/2) 73 29 071

seoul-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/seoul

KOSOVO • BOTSCHAFT

Gernot Pfandler

Kosovo

Ahmet Krasniqi 22, Arberia (Dragodan)

I, 10000 Pristina

Tel. (+381/38) 24 92 84

pristina-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/pristina

KROATIEN • BOTSCHAFT

Andreas Wiedenhoff

Kroatien

Radnicka cesta 80, 9. Stock, (Zagreb-

Tower), HR-10000 Zagreb

Tel. (+385/1) 488 10 50

agram-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/agram

Marian Wrba

Libanon

Tabaris 812 Bldg., 8 th floor, Avenue

Charles Malek, Tabaris - Achrafieh, Beirut

2071-1606

Tel. (+961/1) 213017

beirut-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/beirut

LIBYEN • BOTSCHAFT

Ronald Sturm

Libyen

Shara Khalid Ben Walid/Shara Arismondi,

Dahra Area, Garden City, Tripolis

Tel. (+218/21) 44 43 379

tripolis-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/tripolis

LIECHTENSTEIN • BMEIA

N.N.

Liechtenstein

Anton Kozusnik

Marokko, Mauretanien

2 rue Tiddas, BP 135, MA-10010 Rabat

Tel. (+212/537) 76 40 03

rabat-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/rabat

MAZEDONIEN • BOTSCHAFT

Renate Kobler

Mazedonien

Mile Popjordanov 8, MK-1000 Skopje

Tel. (+389/2) 3083 400

skopje-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/skopje

MEXIKO • BOTSCHAFT

Franz Josef Kuglitsch

Mexiko, Belize, Costa Rica, El Salvador,

Guatemala, Honduras, Nicaragua,

Panama

(designiert)

Sierra Tarahumara 420, Colonia Lomas

de Chapultepec, 11000 Mexico, D.F.

Tel. (+52/55) 52 51 08 06

mexiko-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/mexiko

SOCIETY 1_2017 | 93


BOTSCHAFTER

ÖSTERREICH

MEXIKO • KULTURFORUM

PAKISTAN • BOTSCHAFT

RUMÄNIEN • BOTSCHAFT

Illona Hoyos

Mexiko, Belize, Costa Rica, El Salvador,

Guatemala, Honduras, Nicaragua

Brigitta Blaha

Pakistan, Afghanistan

Isabel Rauscher

Rumänien, Moldau

(designiert)

Sierra Tarahumara 420, Colonia Lomas

de Chapultepec, 11000 Mexico D.F.

Tel. (+52/55) 52 51 08 06

mexiko-kf@bmeia.gv.at

www.foroculturaldeaustria.com.mx

Haus 7A, Straße 21, F 8/2 Islamabad

Tel. (+92/51) 2818 421

islamabad-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/islamabad

Dumbrava Rosie 7, RO-020461 Bukarest

Tel. (+40/21) 201 56 12

bukarest-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/bukarest

MOLDAVIEN • BOTSCHAFT

Christine Freilinger

Moldau - Republik

PERU • BOTSCHAFT

Andreas Rendl

Peru, Bolivien

RUSSISCHE FÖDERATION •

BOTSCHAFT

Emil Brix

Russische Föderation

Mateevici 23A, 2009 Chisinau

Tel. (+373 / 22) 79 69 33

chisinau-ob@bmeia.gv.at

Edificio "De las Naciones", Avenida Republica

de Colombia/ex Avenida Central

643, piso 5, San Isidro, Lima 27

Tel. (+51/1) 442 05 03

lima-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/lima

Starokonjuschennyi Per 1, 115127 Moskau

Tel. (+7/495) 780 60 66

moskau-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/moskau

MONTENEGRO • BOTSCHAFT

Anna Jankovic

Montenegro

(designiert)

PHILIPPINEN • BOTSCHAFT

Bita Rasoulian

Philippinen, Palau

(designiert)

RUSSISCHE FÖDERATION •

KULTURFORUM

Simon Mraz

Ulica Svetlane Kane Radevic br 3, MNE-

81000 Podgorica

Tel. (+382/20) 201135

podgorica-ob@bmeia.gv.at

8th floor, One Orion building, 11th Avenue corner 38th Street,

Bonifacio Global City, Taguig

Tel. (+63/2) 817 91 91

manila-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/manila

Starokonjuschennyi Per 1, 115127 Moskau

Tel. (+7/495) 780 60 66

moskau-kf@bmeia.gv.at

www.akfmo.org

NIEDERLANDE • BOTSCHAFT

POLEN • BOTSCHAFT

SAUDI ARABIEN • BOTSCHAFT

Heidemaria Gürer

Niederlande

Werner Almhofer

Polen

Gregor Kössler

Saudi Arabien, Oman, Jemen

van Alkemadelaan 342, 2597 AS Den

Haag

Tel. (+31/70) 324 54 70

den-haag-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/denhaag

ul Gagarina 34, 00-748 Warschau

Tel. (+48/22) 841 00 81

warschau-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/warschau

Diplomatic Quarter Riyadh

Tel. (+966/1 1 ) 480 12 17

riyadh-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/riyadh

NIGERIA • BOTSCHAFT

POLEN • KULTURFORUM

SCHWEDEN • BOTSCHAFT

Werner Senfter

Nigeria, Äquatorialguinea, Kamerun,

Gabun, Tschad, Zentralafrikanische

Republik, São Tomé und Príncipe, Benin,

Togo, Ghana

Plot 9, Usuma Street, Maitama - Abuja

Tel: (+234) 929 15 465

abuja-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/abuja

NORWEGEN • BOTSCHAFT

Wilhelm Donko

Norwegen

(designiert)

Thomas Heftyes Gate 19 - 21, N-0244

Oslo

Tel. (+47) 22 54 02-00

oslo-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/oslo

Martin Meisel

Polen

Ul. Prozna 7-9, 00-107 Warschau

Tel. (+48/22) 526 88-00

warschau-kf@bmeia.gv.at

www.austria.org.pl

PORTUGAL • BOTSCHAFT

Robert Zischg

Portugal, Kap Verde

(designiert)

Avenida Infante Santo, Nr. 43/4.Stock,

1399-046 Lissabon

Tel. (+351/21) 394 39-00

lissabon-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/lissabon

Peter Huber

Schweden

(designiert)

Kommendörsgatan 35/V, S-114 58 Stockholm

Tel. (+46/8) 665 17 70

stockholm-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/stockholm

SCHWEIZ • BOTSCHAFT

Ursula Plassnik

Schweiz

Kirchenfeldstrasse 77/79, CH-3005 Bern

Tel. (+41/31) 3565-252

bern-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/bern

Fotos: Privat, BMEIA, Daniel Bachler und Teresa Marenzi (KF Moskau)

94 | SOCIETY 1_2017


BOTSCHAFTER

ÖSTERREICH

SCHWEIZ • KULTURFORUM

SLOWAKEI • KULTURFORUM

THAILAND • BOTSCHAFT

Martina Hermann

Wilhelm Pfeistlinger

Eva Hager

Thailand, Kambodscha, Laos, Myanmar

(designiert)

Kirchenfeldstrasse 77/79, CH-3005 Bern

Tel. (+41/31) 3565-252

bern-ob@bmeia.gv.at

Hodzovo námestie 1/A, 81106 Bratislava

Tel. (+421/2) 59 30 15-00

pressburg-kf@bmeia.gv.at

www.rakuskekulturneforum.sk

Q House Lumpini Building, Unit 1801,

18th Floor No.1 South Sathorn Road,

Thungmahamek, Sathorn, Bangkok

Tel. (+66/2) 105 67 00

bangkok-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/bangkok

SENEGAL • BOTSCHAFT

Caroline Gudenus

Senegal, Gambia, Guinea, Guinea-

Bissau, Mali, Burkina Faso, Côte d'Ivoire,

Liberia, Sierra Leone

SLOWENIEN • BOTSCHAFT

Sigrid Berka

Slowenien

TSCHECHISCHE REPUBLIK •

BOTSCHAFT

Alexander Grubmayr

Tschechische Republik

18, rue Emile Zola, Dakar

Tel. (+221) 33 849 40 00

dakar-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/dakar

Presernova cesta 23, SI-1000 Ljubljana

Tel. (+386/1) 479 07 00

laibach-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/laibach

Viktora Huga 10, CZ-15115 Prag 5

Tel. (+420) 257 09 05-11

prag-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/prag

SERBIEN • BOTSCHAFT

Nikolaus Lutterotti

Serbien

(designiert)

SPANIEN • BOTSCHAFT

Christian Ebner

Andorra, Spanien

(designiert)

TSCHECHISCHE REPUBLIK •

KULTURFORUM

Andreas Schmidinger

(designiert)

Kneza Sime Markovica 2, SRB-11000 Belgrad

Tel. (+381/11) 333 65-00

belgrad-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/belgrad

Paseo de la Castellana 91, 28046 Madrid

Tel. (+34) 91 55 65 315

madrid-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/madrid

Jungmannovo namesti 18, CZ-11000 Prag 1

Tel. (+420) 257 090 589

prag-kf@bmeia.gv.at

www.rkfpraha.cz

SERBIEN • KULTURFORUM

SPANIEN • KULTURFORUM

TUNESIEN • BOTSCHAFT

Johannes Irschik

Karin Kosina

Herbert Krauss

Tunesien

belgrad-kf@bmeia.gv.at

Kneza Sime Markovica 2, SRB-11000

Belgrad

Tel. (+381/11) 333 65-00

Paseo de la Castellana 91, 28046 Madrid

Tel. (+34) 91 55 65 315

madrid-kf@bmeia.gv.at

www.foroculturaldeaustria.org

16, Rue Ibn Hamdiss El Menzah I, 1004

Tunis

Tel. (+216/71) 23 90 38

tunis-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/tunis

SINGAPUR • BOTSCHAFT

SÜDAFRIKA • BOTSCHAFT

TÜRKEI • BOTSCHAFT

Karin Fichtinger-Grohe

Singapur

600 North Bridge Road, #24-04/05

Parkview Square, Singapore 188788

Tel. (+65) 63 96 63 50 (Amt)

singapur-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/oeb-singapur

Johann Brieger

Südafrika, Angola, Botsuana, Lesotho, Madagaskar, Mauritius,

Mosambik, Namibia, Simbabwe, Swasiland

(designiert)

454A Fehrsen Street, Brooklyn,

Pretoria 0181

Tel. (+27/12) 45 29 155

pretoria-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/pretoria

Klaus Wölfer

Türkei

Atatürk Bulvari 189, 06680 Ankara

Tel. (+90/312) 405 51 90

ankara-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/ankara

Fotos: Privat, BMEIA

SLOWAKEI • BOTSCHAFT

Helfried Carl

Slowakei

Hodzovo námestie 1/A, 81106 Bratislava

Tel. (+421/2) 59 30 15-00

pressburg-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/pressburg

SYRIEN • BOTSCHAFT

Hans Peter Glanzer

Syrien

(designiert)

Farabi Street 1, Bld. Mohamed Naim Al-

Deker, Mezzeh, East Villas, Damascus

Tel. (+961/1) 213 011, (+961/1) 213 058

damaskus-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/damaskus

TÜRKEI •

GENERALKONSULAT

Gerhard Lutz

(designiert)

Köybasi cad. No. 46, 34464 Yeniköy,

Istanbul

Tel. (+90/212) 363 84 10

istanbul-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/istanbulgk

SOCIETY 1_2017 | 95


BOTSCHAFTER

ÖSTERREICH

TÜRKEI • KULTURFORUM

Romana Königsbrun

VENEZUELA • BOTSCHAFT

N.N.

VEREINIGTE STAATEN VON

AMERIKA • GENERALKONSULAT

Andreas Launer

Köybasi cad. No. 44, 34464 Yeniköy,

Istanbul

Tel. (+90/212) 363 84 15

istanbul-kf@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/istanbulkf

UKRAINE • BOTSCHAFT

Hermine Poppeller

Ukraine

Avenida Orinoco (entre Mucuchíes y Perijá), Las Mercedes,

Torre D & D - Piso PT - Oficina PT-N, 1060 Caracas

Tel. (+58/212) 999 12 11

caracas-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/caracas

VEREINIGTE ARABISCHE

EMIRATE • BOTSCHAFT

Andreas Liebmann-Holzmann

Vereinigte Arabische Emirate

11859 Wilshire Boulevard, Suite 501, Los

Angeles, California 90025

Tel. (+1/310) 44 49 310

los-angeles-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/losangeles

VEREINIGTES KÖNIGREICH •

BOTSCHAFT

Martin Eichtinger

Vereinigtes Königreich

Ivana Franka 33, 01030 Kiew

Tel. (+380/44) 277 27 90

kiew-ob@bmeia.gv.at

www.bmeia.gv.at/kiew

UKRAINE • KULTURFORUM

Andreas Karabaczek

(designiert)

Sky Tower, 5. Stock, Büro Nr. 504, Reem

Island, Abu Dhabi

Tel. (+971/2) 69 44 999

abu-dhabi-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/abudhabi

VEREINIGTE STAATEN VON

AMERIKA • BOTSCHAFT

Wolfgang Waldner

Vereinigte Staaten, Bahamas

18, Belgrave Mews West, London SW1X

8HU

Tel. (+44/20) 7344 3250

london-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/london

VEREINIGTES KÖNIGREICH •

KULTURFORUM

Katalin Tünde Huber

Ivana Franka 33, 01030 Kiew

Tel. (+380/44) 277 27 90

kiew-ob@bmeia.gv.at

UNGARN • BOTSCHAFT

Elisabeth Ellison Kramer

Ungarn

3524 International Court N.W., Washington

D.C. 20008

Tel. (+1/202) 895 67 00

washington-ob@bmeia.gv.at

www.austria.org

VEREINIGTE STAATEN VON

AMERIKA • KULTURFORUM

Andreas Pawlitschek

28, Rutland Gate, London SW7 1PQ

Tel. (+44/20) 7225 73-00

london-kf@bmeia.gv.at

www.acflondon.org

VIETNAM • BOTSCHAFT

Thomas Schuller-Götzburg

Vietnam

(designiert)

Benczúr utca 16, 1068 Budapest

Tel. (+36/1) 479 70-10

budapest-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/budapest

UNGARN • KULTURFORUM

Regina Rusz

3524 International Court N.W., Washington

D.C. 20008

Tel. (+1/202) 895 67 00

washington-kf@bmeia.gv.at

www.acfdc.org

VEREINIGTE STAATEN VON

AMERIKA • GENERALKONSULAT

Helmut Böck

(designiert)

c/o "Prime Center", 53, Quang Trung, 8.

Stock, Hai Ba Trung District, Hanoi, VN

Tel. (+84/4) 3943 3050-3

hanoi-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/hanoi

ZYPERN • BOTSCHAFT

Eva Maria Ziegler

Zypern

(designiert)

Benczúr utca 16, 1068 Budapest

Tel. (+36/1) 413 35-90

budapest-kf@bmeia.gv.at

www.okfbudapest.hu

USBEKISTAN • BMEIA

Alois Kraut

Usbekistan

31 East 69th Street, New York, N.Y. 10021

Tel. (+1/212) 737 6400

new-york-gk@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/newyorkgk

VEREINIGTE STAATEN VON

AMERIKA • KULTURFORUM

Christine Moser

34, Dimosthenous Severi Avenue, 1st

Floor, Office 101, 1687 Nikosia

Tel. (+357) 22 41 01 51

nicosia-ob@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/nikosia

c/o BMeiA, Minoritenplatz 8, A-1010 Wien

Tel. (+43/0)501150-3263

zentralasien-suedkaukasien@bmeia.gv.at

www.aussenministerium.at/usbekistan

11 East 52nd Street, New York, N.Y. 10022

Tel. (+1/212) 319 5300

new-york-kf@bmeia.gv.at

www.acfny.org

Fotos: Privat, BMEIA

96 | SOCIETY 1_2017


DIPLOMATIE

EVENTS

HIGHLIGHTS DER VERANSTALTUNGEN DES DACHVERBANDES ALLER ÖSTERREICHISCH-

AUSLÄNDISCHEN GESELLSCHAFTEN PaN – PARTNER ALLER NATIONEN

Empfang: Bundespräsident

lud in

die Wiener

Hofburg

Bundespräsident Van der Bellen

empfing den Vorstand des

Dachverbandes aller Österreichisch-

Ausländischen Gesellschaften – PaN

(Oskar Wawra, Petra Schneeberger,

Walter Gerbautz, Alice Alsch-Harant,

Greet Machek-Voss und Karl

Semlitsch) in den Repräsentationsräumen

der Wiener Hofburg. Bei

diesem Antrittsbesuch erneuerte

der

Dr.

Bundespräsident

Heinz Fischer

seine Schirmherrschaft

über PaN.

mit Senator Walter

Gerbautz und

Dr. Oskar Wawra

VLNR: Vizepräsident Oskar Wawra, Vorstand

Petra Schneeberger, BP Van der Bellen,

Präsident Hermann Mückler, Vorstand Alice

Alsch-Harant, Generalsekretär Walter J.

Gerbautz, Vorstand Greet Machek-Voss und

Vorstand Karl Semlitsch.

„Rosthorn-Medaille“: Auszeichnung

für PaN-Vizepräsident

Übergabe der „Rosthorn-Medaille“ an

VLNR: PaN-Vizepräsident Oskar Wawra,

WKÖ-Direktor Walter Koren, LH Hans

Niessl, VAMED-GD Ernst Wastler, flankiert

von NR-Präsident Karlheinz Kopf und

Präsident Helmut Sohmen.

Die Rosthornmedaille wird seit 1986 an Personen

oder Organisationen vergeben, die sich auf dem

Gebiet der chinesisch-österreichischen Beziehungen besondere

Verdienste erworben haben. Der Namensgeber

Arthur Rosthorn (1862-1945) war als Sinologe und Diplomat

maßgeblich am Aufbau der chinesisch-österreichischen

Verständigung beteiligt. Dieses Jahr ging die

Medaille unter anderem an PaN-Vizepräsident Oskar

Wawra.

Fotos: Peter Lechner/HBF, Thomas Jantzen/Parlament Wien, Richard Pobaschnig

PaN-Jahresabschlussveranstaltung:

Vorweihnachtliche

Stimmung im

„Schein‘s“

Die Jahresabschlussveranstaltung

des Dachverbandes aller Österreichisch-Ausländischen

Gesellschaften

– PaN fand im Restaurant „Schein‘s“

statt. 124 bilaterale Freundschaftsgesellschaften

waren bei der Feierlichkeit

zugegen. Die Gäste zeigten sich

von der gebotenen Musikeinlage der

Sieger von Prima la musica begeistert.

VLNR: PaN-Generalsekretär Walter J.

Gerbautz, PaN-Präsident Hermann

Mückler, PaN-Vizepräsident Oskar

Wawra, PaN-Vorstand Greet Machek

und Dialog der Kulturen-Präsident

Walter Schwimmer.

SOCIETY 1_2017 | 97


DIPLOMATIE

EVENTS

EVENT-HIGHLIGHTS DER DIPLOMATIE

Dr. Med. Christine

Huynen-Van der

Borght, S.E. Paul

Huynen, Baronin

Van de Voorde und

S.E. Willem Van de

Voorde

Feierliche Stimmung

im Österreichischen

Museum für angewandte

Kunst

Belgien: Königstag

Angesichts des Königstages und in Anwesenheit des Ministerpräsidenten

der Region Brüssel-Hauptstadt Herrn Rudi Vervoort,

luden S.E. Herr Willem Van de Voorde, Botschafter und

Ständiger Vertreter des Königreichs Belgien bei den Internationalen

Organisationen in Wien, und Baronin Van de Voorde

gemeinsam mit dem Ständigen Vertreter des Königreichs Belgien

bei den OSZE, S.E. Botschafter Paul Huynen und Frau Dr.

Med. Christine Huynen-Van der Borght zu einem Empfang ins

Österreichische Museum für angewandte Kunst.

Fotos: PSOCIETY/Pobaschnig, SOCIETY/Schiffl, SOCIETY/Mikes, SOCIETY/Auer

Rumänien:

Nationalfeiertag

S.E. Herr Bogdan Mazuru, Botschafter von Rumänien in

der Republik Österreich und der außerordentliche und

bevollmächtigte Botschafter der Ständigen Vertretung

von Rumänien bei den Vereinten Nationen S.E. Herr Cristian

Istrate, luden aus Anlass des Nationalfeiertages von

Rumänien in den Barocksaal des Alten Rathauses.

S.E. Bogdan Mazuru und S.E. Cristian Istrate

S.E.Herr Ismatullo Nasredinov, seine Gattin und S.E.

Herr Kairat Sarybay mit Gattin Leyla Mahat

Tadschikistan: 25-jährige

Unabhängigkeit

Anlässlich des 25. Geburtstags der Unabhängigkeit der Republik

Tadschikistan lud S.E. Herr Ismatullo Nasredinov, Botschafter

von Tadschikistan in Österreich und Ständiger Vertreter

bei den Internationalen Organisationen in Wien zu einem

feierlichen Empfang.

98 | SOCIETY 1_2017

Klapa „ADRIATICUM


DIPLOMATIE

EVENTS

Schweden: Fest der Hl. Lucia

Zu Ehren der heiligen Lucia lud die schwedische Botschafterin

I.E. Helen Eduards zu vorweihnachtlichen Feierlichkeiten in

die Räumlichkeiten des Schwedenhauses. Bei Lebkuchen, Zimtschnecken

und Glögg stimmten sich die Gäste auf das kommende

Weihnachtsfest ein. Besonderes Highlight des Abends war

die Lucia-Prozession, die das gesamte Schwedenhaus in Kerzenschein

tauchte.

Die Lucia-Prozession

Vertreter der Vereinigten Arabischen Emirate und ganz rechts S.E. Hamad Alkaabi

Vereinigte Arabische Emirate:

Nationalfeiertag

Angesichts des 45-jährigen Jubiläums des Nationalfeiertags der

Vereinigten Arabischen Emirate, lud S.E. Herr Hamad Alkaabi,

Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate in Wien und

Ständiger Vertreter der Vereinigten Arabischen Emirate bei den

Vereinten Nationen in Wien, zu einem höchst feierlichen Gettogether.

Japan:

83. Geburtstag des Kaisers

Anlässlich des Geburtstages von Kaiser Akihito luden S.E. Botschafter

Kiyoshi Koinuma und seine Gattin Meiko sowie der

Ständige Vertreter Japans bei den Internationalen Organisationen,

Mitsuro Kitano und Gattin Yoshie, zu einem Empfang

in die Räumlichkeiten der Residenz in Wien. Bei japanischen

Köstlichkeiten wurde der Ehrentag des Tenno im Kreise der Vertreter

der internationalen Diplomatie gefeiert.

S.E. Kiyoshi Koinuma und Gattin Meiko sowie Mitsuro Kitano und Gattin Yoshie

S.E. Jan Sechter mit Polizei-Maskottchen und Wiener Polizeikommandant Mahrer

Tschechien:

Empfang in der Botschaft

Am Vorabend des Wiener Polizeiballes 2017, bei dem die Tschechische

Republik Partnerland war, lud S.E. Herr Jan Sechter zu

einem Empfang in die Räumlichkeiten der Botschaft.

SOCIETY 1_2017 | 99


DIPLOMATIE

EVENTS

China: Feier anlässlich des

chinesischen Neujahrs

Herr William Chui, Regional Director for Europe und Frau Betty

SP HO, Director of Hong Kong Economic and Trade Affairs

for Central and Eastern Europe of the Government of the Hong

Kong Special Administrative Region of the People´s Republic

of China, luden zu einem feierlichen Empfang anlässlich des

chinesischen Neujahrsfestes im Jahr des Hahns.

Kosovo: Unabhängigkeitstag

S.E. Sami Ukelli,

seine Gattin Brikena

Keco Ukelli und

Andreas Khol

Zur Feier des 9. Unabhängigkeitstages der Republik Kosovo luden

der Botschafter der Republik Kosovo in Österreich S.E. Sami

Ukelli und seine Gattin Brikena Keco Ukelli zu einem festlichen

Empfang.

Harald Mahrer, Betty SP HO, S.E. Xiaosi Li

Französisches Model

Der Catwalk in der

Französischen Botschaft

Frankreich: Eröffnung

der French

Fashion Week

Anlässlich der French Fashion Week

lud der Botschafter von Frankreich

S.E. Herr Pascal Teixeira da Silva in die

Französische Botschaft in Wien. In den

wunderschönen Räumlichkeiten stand

alles im Zeichen französischer Mode

und französischen Lifestyles. In einem

fulminanten Fashion-Show-Programm

wurden acht ganz unterschiedliche

Marken präsentiert.

Vera Russwurm und S.E.

Pascal Teixeira da Silva

Fotos: SOCIETY/Auer, SOCIETY/Schiffl, SOCIETY/Prokofieff, SOCIETY/Auer, SOCIETY/Pobaschnig

100 | SOCIETY 1_2017


DIPLOMATIE

EVENTS

Die ecuadorianische

Gemeinde in Wien

Die vielen Gäste des Empfangs

Iran: Nationalfeiertag

Die Pianistin Loraine

Balen Tatto

Anlässlich des Nationalfeiertags luden S.E. Herr Ebadollah Molaei,

außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter der

Islamischen Republik Iran in Österreich und Dr. Reza Najaf,

Botschafter und Ständiger Vertreter der Vereinten Nationen

und anderer internationaler Organisationen in Wien zu einem

feierlichen Empfang.

S.E. Ebadollah

Molaei und

Reza Najaf

Venezuela: Gala-Konzert im

Wiener Musikverein

Der Botschafter der Republik Venezuela S.E. Jesse Chacón und

Frau Lesami Abreu luden zu einem Gala-Konzert des Simón Bolívar

Orchester, dirigiert von Maestro Gustavo Dudamel.

S.E. Ricardo Neiva

Tavares und Gattin

Brasilien: Konzert von Loraine

Balen Tatto

S.E. Ricardo Neiva Tavares, Botschafter der Föderativen Republik

Brasilien in Wien und seine Gattin luden zu einem Konzert

klassischer brasilianischer Musik von Loraine Balen Tatto. Anschließend

wurden die Gäste bei einem Empfang begrüßt.

S.E. Jesse Chacón mit

den Musikern

SOCIETY 1_2017 | 101


DIPLOMATIE

EVENTS

Irland: St. Patrick’s Day 2017

Der St. Patrick’s Day ist einer der berühmtesten Nationalfeiertage

überhaupt. Botschafter S.E. Tom Hanney und seine Gattin Paula

Fitzmarie Hanney feierten diesen in den Räumlichkeiten der

irischen Residenz in Wien. Stilecht wurde dem Nationalheiligen

mit Kilkenny Bier gehuldigt.

S.E. Tom Hanney, seine

Gattin Paula Fitzmarie

Hanney und Seán Ó Riain

Was darf am St. Patrick’s Day

nicht fehlen? Kilkenny Bier!

Die Gäste in der der

irischen Residenz in Wien

Slowenien: Maria Theresia und

die Slowenen

Die Botschaft der Republik Slowenien in Wien, die Diplomatische

Akademie Wien, das Institut für den Donauraum und Mitteleuropa

(IDM), die Slowenische Tourismuszentrale in Wien und

der Verein für die Anerkennung von Erdäpfelgröstl als Hauptspeise

luden zur 6. Veranstaltung der Reihe „Mitteleuropäische historische

Vorlesungen“ MARIA THERESIA UND DIE SLOWENEN in

die Diplomatische Akademie Wien. Im Anschluss fand im Garten

das slowenische Erdäpfelgröstlfest statt.

Mag. Dejan Židan, Stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Landwirtschaft,

Forste und Ernährung der Republik Slowenien, Andrä Rupprechter, Minister für Landund

Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft und Mitglieder des Vereins für die

Anerkennung von Erdäpfelgröstl als Hauptspeise

S.E. Tebogo Seokolo und seine

Gattin Moipone Seokolo

Südafrika: Nationalfeiertag

Um den Nationalfeiertag gebührend zu feiern, luden S.E. Tebogo

Seokolo, Botschafter der Republik Südafrika und seine

Gattin Moipone Seokolo zu einem feierlichen Empfang.

102 | SOCIETY 1_2017


DIPLOMATIE

EVENTS

Gute Stimmung beim Empfang: I.E. Alena Kupchyna, die Botschafterin der Republik Belarus

begleitet die Musiker gesanglich

Russland:

72. Jahrestag des Sieges

Fotos: SOCIETY/Auer, SOCIETY/Pobaschnig, SOCIETY/Karagiannis, SOCIETY/Schiffl

Aus Anlass des 72. Jahrestages des Sieges im Großen Vaterländischen

Krieg 1941-1945, der Beendigung des Zweiten Weltkrieges

und der Befreiung Österreichs und Europas vom Nazismus, luden

der Botschafter der Republik Armenien, die Botschafterin der Republik

Belarus, der Botschafter der Republik Kasachstan, der designierte

Botschafter der Kirgisischen Republik, der Botschafter

der Russischen Föderation, der Ständige Vertreter der Russischen

Föderation bei den internationalen Organisationen in Wien, der

Ständige Vertreter der Russischen Föderation bei der OSZE, der

Botschafter der Republik Tadschikistan, der Botschafter von Turkmenistan

sowie der Geschäftsträger a.i. der Republik Usbekistan

zu den Kranzniederlegungen zu den Grabstätten der gefallenen

Soldaten der Roten Armee auf dem Zentralfriedhof, zum Ehrendenkmal

den für die Befreiung Wiens gefallenen Soldaten der

Roten Armee am Schwarzenbergplatz, und zum anschließenden

Empfang in die Botschaft der Russischen Föderation.

Die einladenden Botschafter

I.E. Ayesha Riyaz und Mitarbeiter der Botschaft

Pakistan: Nationalfeiertag

Anlässlich des Nationalfeiertages der Islamischen Republik

Pakistan lud Botschafterin I.E. Ayesha Riyaz zu einem feierlichen

Empfang in die Räumlichkeiten des Hotel InterContinental

Wien.

Die Gäste beim Empfang

Die Zeiten ändern sich

Die Banken auch

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SOCIETY 1_2017 | 103


DIPLOMATIE

WELCOME TO AUSTRIA

WELCOME

TO AUSTRIA

AND ITS

HISTORY

The first “Bienvenue Club”

was created in Brussels in 1957

for the benefit of foreign diplomatic

spouses who came to

the new “capital of Europe”.

The aim was to make them

feel welcome and to introduce

them to the history and culture

of their host country.

The idea caught on: Further

“Bienvenue” or “Welcome”

associations were founded

in Luxembourg, Paris, Rome,

Berne, Vienna, Berlin, Madrid,

Oslo, Geneva etc. All these

associations are sponsored

by their respective Foreign

Ministries.

“Welcome to Austria” was

founded in 1997 by the

then Secretary of State Dr.

Benita Ferrero-Waldner.

Both Benita Ferrero-Waldner

and co-founder Gabrielle

Schallenberg had admired

and enjoyed the institution

“Bienvenue en France” during

their stay in Paris. “Welcome

to Austria”, however, was

created in harmony with the

possibilities and conditions

found in our country and is

therefore a very individual and

unique institution.

The Association has proven

to be a good platform for

informal meetings and crosscultural

exchange between

our diplomatic guests and

Austrians, who have been

acting as coordinators, guides

and hostesses. Promoting

Austria’s rich heritage of culture

and history both past and

present. We have managed

to keep a high profile without

neglecting the fun element.

In 2007 “Welcome to Austria”

celebrated its 10th anniversary

with the then WA-President,

Minister for Foreign Affairs Dr.

Ursula Plassnik. This coincided

with the 50th anniversary of

the foundation of the European

Union in Brussels in 1957.

In September 2017 “Welcome

to Austria” will be happy to

celebrate the 20th anniversary

of its existence. We are grateful

to all our charming and

enthusiastic members, who

have encouraged and inspired

us over the past 20 years.

Gabrielle Schallenberg

Honorary President

www.welcome-to-austria.org

WA – Music programmes

from 15 years

Welcome to Austria’s longest serving coordinator,

Dr. Elisabeth Wolff, who arranges programmes related

to music, recollects more than 15 years of volunteering

for Welcome to Austria.

Text: Elisabeth Wolff

163 Music Programmes

hat a pleasure to look back on more than fifteen

W years of work for Welcome to Austria! Since I

took over from Helga Ziegler I have arranged 163 programmes,

eager to combine pleasure with a transfer of

knowledge. Particular emphasis was laid on the direct

relation of musicians and/or their music to Austria.

All Viennese Music Venues

engaged

Expertly guided tours took us to Musikverein, Konzerthaus,

Wiener Staatsoper, Theater an der Wien, Castles Esterhazy

and Grafenegg, and on Composers’ Walks to historical sites in

Vienna; through the Collection of Historical Music Instruments

at the Hofburg; to exhibitions at the Archiv der Gesellschaft der

Musikfreunde, Albertina, Musiksammlung der Stadt Wien, Theatermuseum,

Haydn-, Mozart-, Schuberthaus, and Technisches Museum.

Members’ favourites were concerts, operas, operettas, ballet,

oratorios, musicals, final and dress rehearsals and chamber

music at Volksoper, Theater an der Wien, Staatsoper, Hofburgkapelle,

Kammeroper, Musikverein, Wiener Konzerthaus, Castles

Grafenegg, Esterhazy, Namiest, University of Music, etc.

Chamber music concert

at the residence of Swiss

multilateral Ambassador

Heini Reimann

Embassies invite Music to

their Residences

In the garden of the Turkish OSCE Ambassador,

personal friends played a jazz concert; Schrammel

Music and typical food were offered at a Heurigen

garden; and we watched the International

Hans Gabor Belvedere Singing Competition at the

State Opera four times.

Elisabeth Wolff thanking the host Zühal Orhun after the Jazzconcert

in the garden of the Turkish OSCE-Ambassador (2003)

On 2 December 2002, at „my“ first Advent Concert,

Minister of Foreign Affairs and President of WA

Benita Ferrero-Waldner, together with the members

of WA, enjoyed the exceptional musical program and

a chat with the ensemble Brassissimo

Fotos: WA

104 | SOCIETY 1_2017


DIPLOMATIE

WELCOME TO AUSTRIA

Initiation to Austria‘s Musical History

Renowned specialists held lectures on the lives

and personalities of composers and musicians

and on the sociological and historical context of

musical masterworks. At exhibitions and concerts

we took part in the celebration of anniversaries or

the commemoration of Joseph Haydn, Wolfgang

Amadeus Mozart, Ignaz Pleyel, Franz Liszt, Richard

Wagner, Johann Strauß, Gustav Mahler, Alma Mahler-Schindler,

Richard Strauss, Wolfgang Korngold,

Carl Goldmark, Eric Zeisl, etc. We learned about the

Viennese operetta; about Music in Judaism; about

the influence of Orientalism, and of Italianità on

classical music north of the Alps; about female composers;

the analysis of the „Goethe-Lieder“ by Franz

Schubert; saw the still film „Rosenkavalier“ with live music and the film „An Unfinished Life“ on Austrian

composer Eric Zeisl. We visited the Wiener Sängerknaben at the Augartenpalais and heard performances

with „the boys“ at their concert hall MuTh and at the Hofburgkapelle. At Stift Heiligenkreuz our

eyes were opened to the architecture and our ears to Gregorian Chant by the famous Cistercian monks.

At Christian Schachner‘s

Violin maker‘s

workshop

Chamber music concert

at the violin maker‘s

private concert hall

Head Gardener M. Knaack,

W.v. Bismarck, A. Kupsky, C.

Beasley, E. El-Shanawany

Arista Trio with a

and R. Christiani

chamber music concert

at the residence of Swiss

multilateral Ambassador

Heini Reimann

Starting 2001 with

Vienna Symphonics

y first program on 2 October 2001, e.g.,

M was a final rehearsal of the Wiener Symphoniker

followed next day by an introduction

to the orchestra by its president. A visit of the

Boesendorfer piano factory in Wiener Neustadt,

was completed next day by a piano recital

by Amb. ret. Christoph Cornaro on a Boesendorfer

Grand Piano (we went back years later to

the factory). We visited a violin maker´s workshop

and heard a chamber music concert next

day at his private concert hall. Complementary

were visits to Thomastik Infeld Strings and Machold

Rare Violins. Harpist Arcola Clark came

to my house to reveal the secrets of her instrument

and played a little concert together with

a young student of hers.

Annual Highlights

of WA Music

Programmes

WELCOME

TO AUSTRIA

THE BOARD OF

“WELCOME TO AUSTRIA”

• Dr. Benita Ferrero-Waldner

– Founding President

• Foreign Minister

Sebastian Kurz – President

– Austrian Federal Minister

for European and International

Affairs

• Gabrielle Schallenberg –

Honorary President

• Ambassador (ret.)

Dr. Angelika Saupe-Berchtold

– 1 st Vice President

• Aglaë Hagg-Thun – 2 nd Vice

President

• Robert Thum – Treasurer

• Mag. Gertrud

Tauchhammer – Public

Affairs, “Schriftführerin”

• Dr. Elisabeth Wolff – Music

• Mag. Martha Hanreich –

Exhibitons

• Anne Thun-Hohenstein –

History, Art

• Dr. Stefanie Winkelbauer –

Applied Arts

• Veronique Dorda – Cuisine

• Mag. Adelaida Calligaris &

Ellen Spallinger – Liaison

Officers


OFFICE HOURS

Mon-Wed.: 1 – 4 p.m.

Thu-Fri: 10 a.m.- 1 p.m.

Elisabeth Jungreithmair:

office@welcome-to-austria.org

Hofburg, Stallburg,

Reitschulgasse 2,

1010 Vienna

Phone: +43-(0)1-535 88 36

Fax: +43-(0)1-535 88 37

www.welcome-to-austria.org

On October 3, 2017 Welcome

to Austria is delighted to

observe the 20 th Anniversary

of its foundation.

We look forward to celebrating

with our members in the

Alois-Mock-Saal, Federal

Ministry for Europe, Integration

and Foreign Affairs,

Minoritenplatz 8,

1010 Vienna.

Advent Concert 2015 in

the Italian Residence

with Loriana Marrapodi,

Elisabeth Wolff and the

Kallisto Quartet

nnual highlights were the Advent Concerts,

traditionally hosted by embassies

A

(in alphabetical order): France, Germany,

Great Britain, Hungary, Italy, The Netherlands,

Switzerland and Turkey. The last Concert

de l’Avent at the French Embassy on 2

December 2016, was the fourth at the French

embassy and for the second time kindly hosted

by Ambassador Pascal Teixeira da Silva

and his charming wife Pascale.

Private Concert with Edua

und Anastasija in May 2010

SOCIETY 1_2017 | 105


DIPLOMATIE

INTERVIEW

Europas größtes

Friedensprojekt aller Zeiten

SOCIETY traf Karl von Habsburg, Präsident der Paneuropabewegung

und sprach mit ihm über die europäische

Idee und ihre aktuellen Herausforderungen.

Karl von Habsburg im Interview

mit Gerti Tauchhammer

»Die europäische

Idee ist das

erfolgreichste

Friedenskonzept,

das es je

gegeben hat.

«

Karl von

Habsburg

Die Vision von Richard Coudenhove-

Kalergi, Gründungsvater der Paneuropa-Bewegung,

hinsichtlich

eines vereinten Europas scheint

heute verwirklicht. Inzwischen

sind die meisten europäischen Länder Mitglieder

der Europäischen Union und innereuropäische

Kriege scheinen undenkbar. Angesichts dieser

Tatsache, wo liegen die Ziele von Paneuropa

für die Gegenwart und für die Zukunft?

Ich glaube, dass viele Ziele der Paneuropabewegung

heute noch wichtiger sind als zum Beispiel

vor zehn Jahren. Man muss ja sagen, dass die europäische

Idee von vielen heute in Frage gestellt

wird. Viele vergessen, dass die europäische Idee

an sich das erfolgreichste Friedenskonzept ist,

das es in der uns bekannten Geschichte jemals

irgendwo gegeben hat.

Angesichts von Entwicklungen wie dem

Brexit und dem Zugewinn nationalistischer

EU-feindlicher Parteien scheint die Einheit der

Europäischen Union gefährdet. Worin sehen Sie

die größten Herausforderungen?

Ich denke, dass die nationalistischen Parteien

nicht mehrheitsfähig sind. In Großbritannien

war der Brexit durchaus absehbar: in der Vergangenheit

hat Großbritannien die EU immer schon

als Handelspartner und nicht als Wirtschaftspartner

betrachtet. Außerdem ist zu beobachten,

dass die Mehrheit der Politiker in Brüssel rein

nationale Interessen vertritt, anstatt die europä-

ische Idee zu forcieren. Erwähnt werden muss in

diesem Kontext jedoch Paul Rübig, der eine löbliche

Ausnahme darstellt.

Auf welche Politikfelder sollte sich die EU

konzentrieren bzw. die Integration weiter vorantreiben

und welche sollte sie den Mitgliedstaaten

überlassen?

Ich bin ein Verfechter des Subsidiaritätsprinzips.

Es gibt Themen, die nur überstaatlich bearbeitet

werden können. Diese großen Politikbereiche

können nicht auf einzelne EU-Länder

reduziert werden. Auch die Flüchtlingsfrage

muss auf EU-Ebene gelöst werden. Eine große

Herausforderung besteht in der einheitlichen

Bewältigung des Flüchtlingsproblems, denn solange

Flüchtlinge in EU-Länder mit besseren

Lebensbedingungen gehen können, wird es nie

die Möglichkeit geben, Flüchtlinge auf weniger

attraktive Länder umzuverteilen. Eine einheitliche

Regelung und einheitliche Bedingungen sind

hier absolut notwendig.

Wie kann es gelingen, dass man das Bewusstsein

und die Zustimmung der Bevölkerung für

die europäische Idee stärkt?

Ich bin ein Verfechter des EU-Optimismus.

Die EU ist in Wahrheit ein Friedensprojekt, Wirtschaft

und Währung sind eher untergeordnete

Themen. Eine zentrale Errungenschaft ist, dass

es noch nie in der Geschichte eine so lange

Friedensperiode gegeben hat.


Fotos:: society/pobaschnig

106 | SOCIETY 1_2017


DIPLOMATIE

DIPLOMATISCHE AKADEMIE

Hans Winkler mit

Studierenden der

Diplomatischen

Akademie

Erfolgreicher Rückblick

Im Juli 2017 endet die mehr als achtjährige Amtszeit

von Botschafter Hans Winkler als Direktor der Diplomatischen

Akademie (DA) Wien.

Text: Dr. Christian Berlakovits, Botschafter a.D.

Fotos:diplomatische akademie

Die Diplomatische Akademie führte

den langjährigen Angehörigen des

Außenministeriums und ehemaligen

Staatssekretär zu jener Ausbildungsstätte

zurück, die ihn fast 50

Jahre davor mit dem nötigen Rüstzeug für eine diplomatische

Karriere ausgestattet hatte. Nach einer

vierzigjährigen Laufbahn im österreichischen

Außenministerium, die in mancher Hinsicht

nicht dem üblichen Schema im österreichischen

diplomatischen Dienst entsprach und auch eine

politische Komponente umfasste, wurde er im April

2009 Direktor der DA.

Als Netzwerker aus Überzeugung ergriff Botschafter

Winkler selbst neue Initiativen: Zu den

bestehenden zwei Partnerschaften mit Johns Hopkins

Bologna und der Fletcher School in Boston

wurden vier Austauschprogramme mit renommierten

Universitäten wie der Stanford University

abgeschlossen. Gleichzeitig wurde auch die

wissenschaftliche Arbeit an der DA forciert und

neben einem neuen Doktoratsprogramm, das mit

der Universität Wien abgewickelt wird, auch drei

postdoktorale Stellen geschaffen. Die kürzliche

Etablierung eines gemeinsamen Lehrstuhls für

Europastudien mit der Universität Wien ist ein

weiterer Schritt der Stärkung der Lehre an der DA.

Dass die hohe Qualität der weltweit ältesten

Institution ihrer Art – 1754 von Maria Theresia

als Orientalische Akademie gegründet – gehalten

werden kann, zeigt die Tatsache, dass sich jedes

Jahr etwa sechsmal so viele Personen bewerben

wie aufgenommen werden können.

Auf neue Beine gestellt wurde auch das International

Forum on Diplomatic Training, bei dem

sich einmal jährlich die DirektorInnen Diplomatischer

Akademien und ähnlicher Ausbildungsstätten

weltweit unter der gemeinsamen Leitung der

DA und der Georgetown School of Foreign Service

treffen, um sich über die Trends in der Ausbildung

auszutauschen.

Über den AbsolventInnen-Verband ClubDA bleiben

viele AbsolventInnen der DA ein Leben lang

eng verbunden und helfen auch den aktuell Studierenden,

sich auf eine berufliche Laufbahn vorzubereiten.

Wenn man Hans Winkler fragt, was ihm in all

diesen Jahren besonders wichtig war, dann erhält

man die Antwort: Es ist die Internationalität und

familiäre Atmosphäre, die trotz der Ausweitung

der Studienprogramme und StudentInnenzahlen

auf 180 Studierende erhalten geblieben ist. Immerhin

haben seit 2009 etwa 1.000 Studierende

aus insgesamt 90 Ländern die DA absolviert. •

INFOS

Diplomatische

Akademie Wien

Favoritenstraße 15A

1040 Wien

www.da-vienna.ac.at.

SOCIETY 1_2017 | 107


WIRTSCHAFT

RECHT

DIE AUTORIN

Dipl. iur. ELIZAVETA DUB-

ROVSKAYA, LL.M. ist Senior

Legal Counsel, Regional

Manager CIS und Co-Lead

des Russian&CIS Desk bei

LGP. Die russische Juristin

spezialisiert sich auf komplexe

grenzüberschreitende

Projekte (insbesondere mit

Russland und dem GUS-

Raum) in den Bereichen

Unternehmensrecht,

Immobilienrecht, Investitionsrecht,

Energierecht, EU-

Recht und internationales

Handelsrecht.

KONTAKT

LANSKY, GANZGER + partner

Rechtsanwälte GmbH

Biberstraße 5

1010 Wien

Tel.: +43-(0)1-533 3330

E-mail: office@lansky.at

www.lansky.at

INFO

LANSKY,

GANZGER +

PARTNER

Mit 140 Rechtsanwälten

und Mitarbeitern aus mehr

als zwanzig Ländern hat

sich die in Wien ansässige

Kanzlei LANSKY, GANZ-

GER + partner als eine der

führenden Anwaltsfirmen in

Österreich und der Slowakei

etabliert. Die Firma mit

Büros in Wien (Österreich),

Bratislava (Slowakei), Baku

(Aserbaidschan) und Astana

(Kasachstan) hat eine

langjährige und profunde

Erfahrung und bietet ein

allumfassendes, fachübergreifendes

und überregionales

Service auf höchstem

Niveau.

Investieren in Russland

Betrachtet man den heutigen Weltmarkt mit seiner

Vielzahl an regional abgegrenzten protektionistischen

Maßnahmen, bleibt Russland für ausländische Investoren

– speziell aus Europa und Österreich – ein natürlicher

wie auch lukrativer Wirtschaftspartner.

Immer mehr ausländische Investoren kehren

langsam wieder auf den russischen Markt

zurück, wie das anhaltende Wachstum des

ausländischen Investitionsvolumens in

Russland zeigt. Russland, das europäische

hochentwickelte Produktionstechnologien gut

gebrauchen kann, bietet seinerseits unerschöpfliche

Naturressourcen, einen ausgedehnten

Absatzmarkt, gut gebildete und relativ billige

Arbeitskräfte sowie günstigere Produktionskosten

aufgrund der niedrigeren Ölpreise und des

gesenkten Rubelwechselkurses. Neben der Nichtdiskriminierung

der ausländischen Investoren

gegenüber den einheimischen Unternehmen

sieht der Gesetzgeber diverse Regelungs-, Vergünstigungs-

und Schutzmechanismen vor. So werden

für die in den „Besonderen Wirtschaftszonen“

investierenden ausländischen Unternehmen die

Verwaltungsbarrieren gesenkt, eine vergünstigte

Besteuerung eingeführt, jegliche Zollabgaben

abgeschafft und eine besondere Mehrwertsteuer-

Rückerstattung festgesetzt.

Treiber der Diversifizierung der Wirtschaft und

der Entwicklung der Binnenproduktion ist die Lokalisierung

der konkurrenzfähigen Produktion,

z.B. im Maschinenbau und in der Landwirtschaft.

Bei der Entwicklung von „Lokalisationsstrategien“

ist es daher wichtig, dass die in Russland hergestellten

Industrieprodukte gegenüber ihren ausländischen

Pendants bei Beschaffungsvorgängen

der öffentlichen Hand und staatlicher Unternehmen

Priorität genießen. Investoren wird dabei

ein Sonderstatus bei Beteiligung an staatlichen

Beschaffungsvorgängen im Rahmen eines „Speziellen

Investitionskontrakts“ mit der Russischen

Föderation eingeräumt. Dieser umfasst steuerliche

und branchenspezifische Vergünstigungen,

stabile Geschäftsbedingungen und wird für ein

Mindestinvestitionsvolumen von 750 Millionen

Rubel auf maximal 10 Jahre gewährt.

Vor Beginn der lokalen Geschäftsaktivitäten

ist es extrem wichtig, zuverlässige und binnenmarktkundige

Berater zur Vorbereitung und strategischen

Planung miteinzubeziehen. Dies reicht

von der Wahl der richtigen Investitionsform und

Analyse der Vergünstigungen und Präferenzen

über die Prüfung und Vertragsgestaltung mit russischen

Geschäftspartnern bis hin zu Unternehmensrecht,

Datenschutz und Streitbeilegungsverfahren

u.v.m. LANSKY, GANZGER + partner

unterstützt Sie dabei sehr gerne.


TEXT: ELIZAVETA DUBROVSKAYA

Fotos: lansky ganzger+partner, visit russia

108 | SOCIETY 1_2017


WIRTSCHAFT

EVENT

Mag. Andrea Longo mit Nora

Frey, Avv. Dr. Gaetano Longo

und KR Ingeborg Unzeitig

Kanzlei mit

internationalem Flair

Anlässlich der Eröffnung seiner neu gegründeten

Rechtsanwaltskanzlei in Wien, freute sich Mag.

Andrea Francesco Longo zahlreiche Gäste, Klienten

und Freunde am 3. Mai 2017 im k47 über den

Dächern Wiens begrüßen zu dürfen.

So vielseitig und multilingual wie der

Kanzleigründer selbst (er spricht neben

Deutsch, Italienisch und Englisch, auch

Französisch, Russisch, Spanisch und Kroatisch)

waren auch seine Gäste. Neben Exzellenzen

und Vertretern diverser Wiener Botschaften, waren

auch hochkarätige Persönlichkeiten aus Politik

und Wirtschaft präsent. Mag. Longo befasst

sich vorwiegend mit nationalem und internationalem

Wirtschaftsrecht, mit Schwerpunkt in den

Gebieten Vertrags-, Gesellschafts-, und Unternehmensrecht.

Nach eigenen Angaben ist die Zielgruppe des

jungen und dynamischen Anwalts „die in- und

ausländischen Privatpersonen, Unternehmer und

Investoren, die eine aufgrund meiner vielfältigen

Sprachkompetenzen individuelle, lösungsorientierte,

fächerübergreifende und fachlich kompetente

Betreuung suchen – und zwar sowohl für in-,

als auch für ausländische Sachverhalte.“

Für den Juristen fiel die Wahl auf den Standort

Österreich, „weil es sich um ein politisch und

wirtschaftlich stabiles Land mit hoher Rechtssicherheit

handelt, was für ausländische Investoren

von besonderer Bedeutung ist. Österreich gehört

außerdem zu den am stärksten globalisierten Ländern

der Welt, wie der vierte Platz im KOF Globalisierungsindex

belegt.“


CURRICULUM

VITAE

Mag. Andrea Francesco A.

Longo ist selbstständiger

Rechtsanwalt in Wien.

Seine Ausbildung absolvierte

er an der „International

School of Trieste“ in Italien

sowie am humanistischen

Gymnasium „Tanzenberg“ in

Österreich; das Studium der

Rechtswissenschaften an

der Paris-Lodron Universität

in Salzburg. Seit November

2016 ist er als niedergelassener

europäischer Rechtsanwalt

im Fürstentum

Liechtenstein eingetragen;

weitere Standorte bestehen

in Italien (Bologna)

und in den Vereinigten

Arabischen Emiraten. Im

Dezember 2016 wurde er

zum Universitätslektor im

Fachbereich Handels-und

Unternehmensrecht an

der Universität Bologna-

Forlì ernannt. Er spricht und

korrespondiert auf Deutsch,

Englisch, Italienisch, Russisch,

Französisch, Spanisch

und Kroatisch.

AUSZUG

AUS DER

GÄSTELISTE

BM a.D. Dr. Maria RAUCH-

KALLAT, Doris Maria

KOFLER, Dr. Fritz SIM-

HANDL, Frau KR Ingeborg

UNZEITIG, Ing. Karl-Heinz

STRAUSS (PORR AG), Nora

FREY, Janine SCHILLER

Fotos: SOCIETY/Pobaschnig

Mag. Andrea Longo mit Janine

Schiller und Doris Kofler

Die Gäste genossen den beeindruckenden

Ausblick vom k47

KONTAKT

Mag. Andrea Francesco

A. Longo

Rechtsanwalt

Marc Aurel Straße 7/18

1010 Wien

Tel.: +43 (0) 1 532 17 61

office@ra-longo.com

www.ra-longo.com

SOCIETY 1_2017 | 109


Fahrspaß über

den Dächern

Wiens

Bei einer Testfahrt mit dem neuen

MINI Countryman überzeugten

sich Marija Poposka Trenevska,

Tochter der Botschafterin der Republik

Mazedonien, und Society-Reporter

Michael Dreer von den Qualitäten

des schnittigen SUVs aus dem Hause

MINI WIEN.

Bei strahlendem Wetter starteten wir

von der mazedonischen Botschaft,

um vom Gipfel des Kahlenberges die

herrliche Aussicht über Wien zu genießen.

Schon im Stadtverkehr zeigte

sich der MINI Countryman von seiner

alltagstauglichen Seite. Trotz des dichten Verkehrs

war die Fahrt im MINI aufgrund der SUV-typischen,

erhöhten Sitzposition sowie der praktischen Achtgang-Automatikschaltung

sehr komfortabel. Auf

den engen Serpentinen außerhalb der Stadt kam

dann auch der Fahrspaß nicht zu kurz. Dank Allradantrieb

und der ausgesprochen sportlichen

Motorisierung unseres Cooper S konnte der MINI

auch in Sachen Fahrdynamik überzeugen. Unser

192 PS starkes Testfahrzeug bewältigte die steilen

Anstiege mühelos und es war in jeder Situation genug

Leistung verfügbar. Das Fahrwerk vermittelte

einen ausgewogenen Eindruck zwischen Komfort

und Sportlichkeit und das Handling war exzellent.

Besonders angetan war Marija Poposka Trenevska

auch vom Design und dem Platzangebot. Gegenüber

seinem Vorgänger wuchs der neue Countryman

rund 20 Zentimeter in der Länge und etwa

3 Zentimeter in der Breite. Damit schlägt der MINI

Countryman die Brücke zwischen dem markentypischen

MINI-Charme und der Praktikabilität ei-

Fotos: sonia roh

110 | SOCIETY 1_2017


LIFE & STYLE

MOTOR

oben: Das eingebaute Navigationssystem

überzeugt im

Praxistest.

links: SOCIETY-Redakteur

Michael Dreer und Marija

Poposka Trenevska testen

den neuen MINI Countryman

in den Kurven der Wiener

Höhenstraße.

Marija Poposka

Trenevska vor

dem neuen MINI

Countryman

nes kompakten SUV. Auf den ersten Blick handelt

es sich unverkennbar um einen MINI, allerdings

eröffnen die erweiterten Maße neue Möglichkeiten.

Im Innenraum ist auch für größere Personen

genügend Platz vorhanden. Die optisch gelungenen

Sportsitze bieten genug Komfort und Seitenhalt,

und an der Rückseite der Kopflehnen findet

sich mit dem britischen Union Jack ein liebevolles

Detail. Der Kofferraum verfügt über ein Volumen

von 450 bis maximal 1390 Liter und eignet sich

daher, um reichlich Proviant für längere Ausflüge

zu verstauen. Darüber hinaus kann mit der optionalen

Picnic Bench eine Auflagefläche aus dem Gepäckraum

ausgeklappt werden, welche Sitzplätze

für zwei Personen bietet.

Bei den Instrumenten überwiegt eine leichte

Verspieltheit. Besonders auffällig ist das, in der

Mitte platzierte, große runde Zentralinstrument,

welches über einen berührungsempfindlichen

Bildschirm verfügt, wodurch zusätzlich zum Dreh-

Drückschalter in der Mittelkonsole, das Audiosystem,

Telefon und das Navigationssystem gesteuert

werden können. Das Navigationssystem zeichnete

sich in unserem Test durch eine einfache Bedienbarkeit

aus und führte uns souverän an unser Ziel:

den Gipfel des Kahlenbergs. Unser Testfahrzeug,

das von MINI WIEN zur Vefügung gestellt wurde,

hatte außerdem ein hochwertiges Audiosystem

von Harman Kardon und den MINI Countryman

Timer, welcher Fahrten auf unbefestigten Pisten

aufzeichnet und den Fahrer mit verschiedenen Informationen

versorgt. Auch ein Parkassistent samt

Rückfahrkamera war mit an Bord. Ein weiteres interessantes

Feature ist der MINI Find Mate. Dabei

handelt es sich um ein System, womit über Bluetooth

verlegte Gegenstände im Innenraum geortet

werden können. In unserem Test funktionierte dieses

nützliche Extra tadellos.

Marija Poposka Trenevska zeigte sich von der

Vielseitigkeit des Fahrzeuges beeindruckt, welches

aus ihrer Sicht bestens für den Alltag, aber

auch für Ausflüge und längere Reisen geeignet

sei. Abschließend bleibt festzuhalten, dass es sich

beim Countryman um einen echten MINI handelt,

der den markentypischen Fahrspaß vermittelt

und in Sachen Design punktet. Gleichzeitig erfüllt

das Fahrzeug unsere Erwartungshaltung an

ein kompaktes SUV in Sachen Platz, Komfort und

Vielseitigkeit. Der neue MINI Countryman von

MINI WIEN sei daher jedem ans Herz gelegt, der

ein kompaktes SUV im Premium-Segment sucht

und auf Eigenschaften wie Raumangebot, Funktionalität

und Sportlichkeit großen Wert legt.

INFO

Für Probefahrten und

weitere Informationen rund

um alle MINI Modelle steht

Ihnen das MINI WIEN Verkaufsberaterteam

jederzeit

zur Verfügung.

MINI WIEN Heiligenstadt

Heiligenstädter Straße 66,

1190 Wien

Frau Anissa Habets

01/360 61 2235

anissa.habets@mini-wien.at

MINI WIEN Donaustadt

Rautenweg 4-6, 1220 Wien

Frau Adelheid Walter

01/259 35 46 3224

adelheid.walter@mini-wien.

at

• www.mini-wien.at

SOCIETY 1_2017 | 111


hier bilden sich auch

neue Kompetenzen!

EDITORIAL

SOCIETY

Weiterbildung am bFi Wien umFasst

Weit mehr als die bildung von Wissen.

Neue Ideen, neue Leidenschaften, neue Inspirationen – all das bildet sich am BFI Wien ganz von selbst:

in spannenden Kursen für alle Alters gruppen und Berufssparten. Wagen Sie einen Blick in unser Bildungsprogramm.

Vielleicht ist da auch etwas für Sie dabei. Jetzt kostenlos anfordern unter +43 (1) 81178-10100 oder www.bfi.wien

• Innovationsmanagement | Diplomlehrgang

Infoabend: 22.06.2017 | Start: 15.09.2017

• Business Modelling: Innovation durch neue Geschäftsmodelle

Start: 21.09.2017

• Die EU-DSGVO: Anforderungen an Datenschutz und Datenverarbeitung

Starts: 28.09. und 24.11.2017

• Hotelmanagement

Infoabend: 05.10.2017 | Start: 20.10.2017

• Eventmanagement - Praxis Pur! | Diplomlehrgang

Infoabend: 16.10.2017 | Start: 14.11.2017

• HochzeitsplanerIn und Weddingdesign

Infoabend: 18.10.2017 | Start: 03.11.2017

• Personal Shopper

Infoabend: 14.12.2017 | Start: 12.01.2018

Tag der offenen Tür 14.09.2017

Viele info-Veranstaltungen und alles Wissenswerte rund um das umfassende

Bildungsangebot des BFi Wien sind nur einen Klick entfernt: www.bfi.wien

SOCIETY 1_2012 | 89


Ein dunkles Kapitel

Am 6. März 2017 wurde nicht die erste, aber die bis

jetzt umfassendste Forschungsarbeit über die, in

der wissenschaftlichen Aufarbeitung weithin ausgeblendeten,

Gefangenen afrikanischer Herkunft im

NS-Konzentrationslager Mauthausen vorgestellt.

DIVERSITÄT

KOMMENTAR

Fotos: Museu d’História de Catalunya, Fondo Amical de Mauthausen (Barcelona)

Diese Forschung geht auf einen Beitrag

von Walter Sauer, den ich im

Jahre 2010 im Jahresbericht zur

Situation von Schwarzen in Österreich

mit Beatrice Achaleke herausgegeben

habe, zurück. Am 12. März 1938 begann

der, von Hitler befohlene, Einmarsch der Deutschen

Truppen in Österreich und die Machtübernahme

der Nationalsozialisten. Ab Sommer 1938

wurde das KZ Mauthausen errichtet. Dort wurden

zwischen 1938 und 1945 Hunderttausende

Menschen systematisch erniedrigt, gefoltert und

grausam ermordet. Darunter waren auch viele

Menschen aus Afrika.

Wie viele Afrikaner_innen in Mauthausen zu

Opfern des Nationalsozialismus geworden sind,

wurde bisher kaum untersucht. Wer waren die Afrikaner_innen,

die in Mauthausen interniert wurden?

Wie viele waren es? Aus welchen Ländern

kamen sie und warum waren sie in Mauthausen?

Haben sie überlebt und wenn ja, gibt es noch Zeitzeug_innen?

Diesen Fragen gingen die Studienautorinnen

Barbara Fuchslehner und Karin Röhrling

nach. Die Betreuung der Studie übernahmen Walter

Sauer und ich.

Als wichtigste Ergebnisse dieser Studie halten

wir fest:

• die größte nationale Gruppe unter den 157 erfassten

Häftlingen stammte aus Algerien (104);

die übrigen kamen aus dem restlichen Nordafrika

(Tunesien, Marokko und Ägypten: 40); aus

anderen Regionen Afrikas (8, darunter einer aus

Südafrika) und aus der Karibik (5, darunter drei

Frauen).

• Gründe für die Inhaftierung waren im Wesentlichen

politische: Die betroffenen Personen

wurden – soweit sich dies aus den Unterlagen

erkennen läßt – als „Schutzhäftlinge“ bzw. „Vorbeugungshäftlinge“

ins KZ Mauthausen eingewiesen,

nicht aber aufgrund ihrer Hautfarbe

oder aus rassenideologischen Gründen;

• Etwas mehr als die Hälfte der erfassten Häftlinge

(84) erlebten die Befreiung aus dem KZ und

konnten in ihre Heimat zurückkehren; für 61

von ihnen ist der Todesfall nachgewiesen, häufig

auch in Nebenlagern des KZ Mauthausen.

Die übrigen wurden deportiert (wohin ist unbekannt)

oder ihr Schicksal ist unklar.

Warum ist dieses für Afrikaner_innen und Österreicher_innen

wichtig?

Zum ersten Mal wurde umfassend sichtbar gemacht,

dass mehrere Afrikaner_innen auch Opfer

der Nazimaschinerie waren. Leider wird dieses

Faktum weder in offiziellen österreichischen Unterrichtsmaterialen,

noch in denen von mehreren

afrikanischen Ländern erwähnt. Zeit, diese Tatsache

zu ändern.

Mauthausen-Besucher wissen, dass Mahnmale

aus der ganzen Welt in Erinnerung an die Opfer

dort errichtet wurden. Was fehlt, sind Mahnmale

im Namen der afrikanischen Opfer. Warum afrikanische

Länder genauso wie die afrikanische Union

diesbezüglich so nachlässig sind, bleibt ein Rätsel.

Daher unsere zweite Forderung: Ein Mahnmal für

afrikanische Opfer soll dort errichtet werden.

Unsere Teilstudie betrifft nur Häftlinge mit

französischer Nationalität. Wie wir alle wissen,

war ganz Afrika außer Äthiopien und Liberia im

zweiten Weltkrieg kolonisiert. Länder wie England,

Spanien, Portugal, hatten sich den Kontinent

aufgeteilt. So bin ich der festen Überzeugung, dass

die Mauthausen-Häftlinge aus diesen Ländern

stammten. Eine weiterführende Forschung diesbezüglich

wäre notwendig, um ein Gesamtbild

zu bekommen. Nur so können wir behaupten,

die Gesamtheit der Afrikaner_innen, die im Nazi-

Konzentrationslager Mauthausen waren, erfasst

zu haben und gleichzeitig den Horror des Naziregimes,

auch an Afrikaner_innen in Österreich als

Stand der Forschung und gesellschaftliche Realität

wahrzunehmen.

Diese Studie ist in Zusammenarbeit mit Afrikanet.info,

dem Bundesministerium für Inneres,

dem fresh, Black Austrian Lifestyle, der Elfriede

Pekny-Gesellschaft zur Förderung von Southern

African Studies, dem Mauthausen Komitee Österreich

(MKÖ), dem Zukunftsfonds der Republik

Österreich (Förderer) und der Universität Wien (Library

and Information Studies) entstanden. •

TEXT: Simon Inou

In Mauthausen internierter Afrikaner

SOCIETY 1_2017 | 113


XXXX

XXXX

Monika Haider (ganz rechts) mit

Gästen des Diversity Balls

Das Miteinander fördern

Interview mit Monika Haider, Ballmutter des Diversity Balls

und Geschäftsführerin von equalizent über gesellschaftlichen

Zusammenhalt und die Qualifizierung gehörloser Jugendlicher.

2004 haben Sie das Institut

equalizent gegründet. Was

sind Ihre wichtigsten Anliegen

und Ziele?

Gehörlose waren früher

automatisch im Schneideroder

Schlosserbetrieb tätig, andere Berufe

standen ihnen gar nicht erst offen.

So wie alle blinden Menschen nur Bürstenmacher

werden konnten, unabhängig

von ihren Fähigkeiten. Aufgrund dieses

gesellschaftlichen Hintergrunds, habe

ich beschlossen das Institut aufzubauen.

Wir wollten ein Schulungszentrum

sein, das gehörlosen Menschen die Möglichkeit

gibt, verschiedene Berufe zu

erlernen. Hierfür haben wir die ersten

Role Models ausgebildet. Wir möchten

den Jugendlichen Orientierungshelfer in

der Berufswelt sein. Man könnte uns als

Volkshochschule für Gehörlose bezeichnen

– der Besuch von Englischkursen in

Gebärdensprache ist ebenso möglich wie

das Absolvieren des Staplerscheins. Wir

haben auch Webinar-Seminare für Gehörlose

entwickelt. Ein weiterer Schwerpunkt

des Instituts ist die Entwicklung

neuer Technik – diese kann helfen, dass

Gehörlose einen Platz in unserer Gesellschaft

bekommen. Facebook ist sehr

beliebt und mit dem Handy ist es mittlerweile

möglich, per Videotelefonie Kontakt

nach Hause aufzunehmen. Die neuen

sozialen Medien haben einen äußerst

integrativen Charakter.

In welchen Bereichen sind Ihre neuesten

Projekte angesiedelt?

Wir wollen uns internationalisieren. Da

viele unseren Bereich als Nischen-Thema

sehen und von einer kleinen Zielgruppe

ausgehen, hat sich sonst niemand aus der

Privatwirtschaft auf dieses Terrain gewagt.

Wir glauben, dass sich unser Know-how

skalieren und standardisieren lässt. Wir

würden uns freuen, wenn überall in Europa

kleine equalizents entstehen, die Schulungen

und Beratungen für gehörlose Menschen

anbieten. Daneben arbeiten wir an

einem Avatar, einem halbautomatischen

Übersetzungstool – dies soll helfen, die

Gebärdensprache breitenwirksam in der

Gesellschaft zu verankern. Aktuell entwickeln

unsere Mitarbeiter auch eine Notfall-

App für Gehörlose. Außerdem bieten wir

im Rahmen eines EU-Projekts Sensibilisierungsworkshops

für Unternehmen an. Ziel

ist es, gehörlosen Jugendlichen einen Ausbildungsplatz

zu vermitteln. Nach wie vor

ist es leider sehr schwierig, Unternehmen

hierfür zu gewinnen. In unseren Workshops

sollen Ängste und Vorurteile abgebaut

werden. Bei unserem letzten Seminar

Fotos: sebastian gansrigler, christine miess, equalizent

114 | SOCIETY 1_2017


DIVERSITÄT

INTERVIEW

Auftritt des Tango-Pärchens

Weibliche Schuhplattler

beim Diversity Ball

INFOS

Sensibilisierungsworkshops

für Unternehmen

GEHÖRLOS, NA UND?

Gehörlose Jugendliche &

Unternehmen

www.signsforhandshakes.eu

Workshop kostenfrei!

30.6.2017, 9:00 – 13:00

Wirtschaftskammer Wien –

Forum EPU

Operngasse 17 – 21, 1040

Wien

15.9.2017, 9:00 – 13:00

Wirtschaftskammer Wien –

Forum EPU

Operngasse 17 – 21, 1040

Wien

6.10.2017, 9:00 – 13:00

equalizent GmbH

Obere Augartenstraße 20

1020 Wien

das aufgebrochen werden kann. So haben wir

dieses Jahr die Polizeimusikkapelle zusammen

mit einer weiblichen Schuhplattlergruppe, einer

Bollywoodgruppe und einem homosexuellen

Tanzpärchen auftreten lassen, die dann zu „Alles

Walzer“ aufgefordert haben.

Dieses Jahr feierte der Diversity Ball sein

10-jähriges Jubiläum. Wenn Sie auf die letzten 10

Jahre zurückblicken – gibt es einen Ball, der Ihnen

besonders im Gedächtnis geblieben ist?

Immer wieder erinnere ich mich an den ersten

Ball. Wir haben mit 300 Gästen begonnen. Es

war toll zu sehen, dass es funktioniert, so viele

verschiedene Communities an einem Abend zusammen

zu bringen. Es war schön, mit welcher

Kraft und Energie die Leute damals unsere Veranstaltung

verlassen haben. Noch dazu haben wir

den Ball im Jugendstiltheater „Am Spiegelgrund“

veranstaltet – einem Ort, der durch die Zeit des

Nationalsozialismus sehr negativ konnotiert ist.

Diese Orte müssen neu besetzt werden. Im zweiten

Jahr war dieser Veranstaltungsort mit 500

Gästen schon sehr eng – und ja, zum 10. Diversity

Ball hatten wir jetzt 2.300 Gästen und der Kursalon

wird zu klein. Beim Diversity Ball wird klar,

dass alle Randgruppen zusammen eine große

Mehrheit sind. Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr

den Ball im Rathaus veranstalten dürfen. Sind

wir doch der einzige barrierefreie Großevent in

Wien und das Thema Diversität ist ja auch der

Stadt Wien ein besonderes Anliegen.

waren Unternehmen wie Billa, ÖAMTC und Bank

Austria dabei und die Rückmeldungen waren toll.

Was können Sie über die Entstehungs- und Erfolgsgeschichte

des Diversity Balls erzählen? Warum

haben Sie einen Ball als Fundraising-Event

gewählt?

In den 1990er Jahren habe ich den Integrationsball

organisiert. Damals wusste noch niemand

etwas über Gebärdensprache. Wir wollten

aber keinen Ball nur für Gehörlose machen, denn

das wäre schon wieder eine Reduktion. Ziel war

es, dem Thema Diversität zu mehr Öffentlichkeit

zu verhelfen. Wir wollen mit dem Ball ein

traditionelles Kulturgut in die heutige Gesellschaft

transferieren. Wir möchten mit diesem

Event Berührungsängste abbauen. Es soll eine

Veranstaltung sein, auf der Menschen zusammen

kommen, auf der politisiert werden kann und die

auch eine klare Botschaft nach außen sendet. Es

gibt auf unserem Ball ja sehr viel Traditionelles,

TeilnehmerInnen

eines Workshops im

Zentrum von

equalizent

»Beim Diversity

Ball wird klar,

dass alle Randgruppen

zusammen

eine große

Mehrheit sind.

«

Monika

Haider

Welche Maßnahmen werden beim Diversity

Ball gesetzt, um ein barrierefreies Ballvergnügen

zu garantieren?

Wir haben im Kursalon ein 3D-Modell entwickelt,

das Blinden bei der Orientierung hilft, und

es gibt Induktionsschleifen für hörbeeinträchtigte

Gäste. Außerdem unterstützen Communication

Angels Gehörlose und Hörende bei der

Unterhaltung. Das gesamte Programm wird in

Gebärdensprache und die Speisekarte in Brailleschrift

übersetzt. An der Bar kann in Gebärdensprache

bestellt werden. Es gibt Assistenzkarten

für Menschen, die persönliche Betreuung brauchen.

Aber für uns bedeutet Barrierefreiheit

auch, dass Menschen mit Behinderung mit Menschen,

die keine Behinderung haben, zusammen

kommen. Es ist uns wichtig, an diesem Abend das

Miteinander zu fördern.

Für welche sozialen Projekte wird der Reinerlös

des Balls verwendet?

Aufgrund des starken Flüchtlingszuzugs in

den letzten Jahren haben wir unser Angebot

für MigrantInnen vervierfacht. Wir haben im

Moment ungefähr 40 gehörlose Flüchtlinge und

MigrantInnen, die wir betreuen. Es ist einfach

wichtig, dass du in einem neuen Land auch die

Möglichkeit hast, die Sprache zu erlernen. Seit

zwei Jahren fließt der Erlös des Diversity Balls in

diese Kurse, die wir kostenlos anbieten. •

SOCIETY 1_2017 | 115


DIVERSITÄT

EVENT

Das Symphonie-

Orchester des Slowakischen

Rundfunks

aus Bratislava

Charity-Konzert: All for Autism

Zugunsten von Menschen mit Autismus fand ein Benefizkonzert unter

der Schirmherrschaft von Anna Netrebko im Musikverein statt.

Der Dachverband „Österreichische

Autistenhilfe“ und

Frau Irina Gulyaeva veranstalteten

die Benefizreihe

„All for Autism“. Das Programm

reichte von einem großen Charity-Konzert

mit verschiedenen Musikern

im Goldenen Saal des Musikvereins über

eine After Show Party für Sponsoren und

VIP-Gäste im Hotel Imperial. Der Musikverein

gab die unikale Erlaubnis, dass

Popsänger und klassische Künstler zusammen

in einem Konzert auftreten können,

darunter weltbekannte Stars wie

der ungarische Pianist Peter Bence, das

Symphonie-Orchester des Slowakischen

Rundfunks aus Bratislava mit Dirigent

Giuseppe Terza, der Mozart Knabenchor

Wien und der österreichische Schauspieler,

Sänger und Intendant Adi Hirschal.

Da Autisten die Welt anders wahrnehmen,

präsentierten sich auch die Künstler

anders als gewohnt. Jeder Künstler

hatte die Freiheit ein Stück zu wählen

und dieses andersartig zu interpretieren.

Popsänger interpretierten klassische Musikstücke

und klassische Musiker präsentierten

Crossover. Ziele der Konzertreihe

sind es, die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit

zu gewinnen und dass benötigte

Therapien für Autisten zukünftig vollständig

aus öffentlicher Hand bezahlt

werden.

AUSZUG AUS DER

GÄSTELISTE

Botschaft von Deutschland: Gesandtin Michaela

SPAETH • Ernst Fuchs Museum: Direktorin

Cornelia MENSDORFF-POUILLY • Ernst Fuchs

Werkvermittlung: Geschäftsführung Anni

FUCHS • Wolfgang Denzel Auto: Michael HA-

BEL • Veni Creatrix: Inhaberin Marina SAGL


Thomas

Schäfer-

Elmayer mit

Gattin

Elisabeth Hirnigel

mit Begleitung

Junge Teilnehmerinnen und Teilnehmer

des Benefizkonzertes

Dirigent Giuseppe

Terza mit dem Mozart

Knabenchor Wien

Der ECHO Klassik Gewinner

“Newcomer of the Year” 2016

Yury Revich an der Geige

Fotos: Andreas Tischler

116 | SOCIETY 1_2017


Ein Jahr im Glas

GREEN SOCIETY

INTERVIEW

Zero Waste stellt Abfallvermeidung in den Vordergrund.

Die Wiener Bloggerin Annemarie Miesbauer

erzählt uns, wie sie in einem Jahr bloß ein Glas Müll

produzieren möchte.

Fotos: ein jahr im glas

Wie bist Du auf das Thema

„Zero Waste“ gestoßen und

was hat Dich dazu bewegt, es

selbst auszuprobieren?

Bereits 2014 habe ich gemeinsam

mit meinem Mann eine Dokumentation

über Müllverschmutzung auf unserem Planeten gesehen,

woraufhin wir beide so geschockt waren und

beschlossen: Wir werden etwas an unserem Lebensstil

ändern! Das Thema ließ mich nicht in Ruhe und

so fing ich an, mich durch Bücher und Filme noch

weiter zu informieren. Schritt für Schritt begannen

mein Mann und ich beim Leerwerden eines Artikels

in einer Plastikverpackung nach einer plastikfreien

Alternative zu suchen, bis nach einiger Zeit kaum

Plastik übrig war und das Projekt „Ein Jahr im Glas“

ins Leben gerufen wurde.

Was sind dabei die kleinen (und großen) Hürden

im Alltag?

Zu Beginn war es schon schwierig, verpackungsfrei

einzukaufen. An Supermarkttheken

wurde meine Bitte, Wurst und Käse in eigens mitgebrachten

Boxen einzupacken, schroff zurückgewiesen.

Das Einkaufen auf Märkten ergab sich für

mich als Vorteil, da kleinere Geschäfte nicht nur

bereit waren, mir Produkte ohne Verpackungen

zu verkaufen, sondern mir sogar großen Zuspruch

für meine nachhaltige Weise einzukaufen gaben.

Mittlerweile gibt es kaum Hürden im Alltag für

mich, doch ich muss gestehen, dass mir das Online-Shoppen

schon hie und da fehlt.

Wie lässt sich Dein Projekt im Urlaub umsetzen?

Im Urlaub ist es für mich nicht wirklich anders

als zu Hause, weil ich auch da meine Glasflasche,

Behältnisse, Einkaufstaschen, Stoffserviette

und sogar mein eigenes Besteck mitbringe. Ich

informiere mich bereits vorab über das Internet,

ob es nahegelegene Geschäfte gibt, in denen man

verpackungsfrei einkaufen kann und ich muss

sagen: Man findet echt überall etwas. Klar ist

jedoch, dass zu „Ein Jahr im Glas“ auch immer

etwas Verzicht gehört.

Gibt es Produkte, bei denen es nahezu unmöglich

ist, keinen Müll zu produzieren?

Herkömmliche Medikamente sind definitiv

eines der Dinge, bei denen es sich kaum vermeiden

lässt, Müll zu produzieren. Schwierig ist es

auch beim Thema Toilettenpapier: Es gibt zwar

Alternativen wie beispielsweise Bambustoilettenpapier,

jedoch muss man sich die Frage stellen,

ob man gerade bei solch intimen Dingen auch

wirklich zufrieden mit der Alternative ist.

Was ist bisher Dein Fazit?

Obwohl ich das Jahr davor schon müllfrei

gelebt habe, barg das Jahr doch ein paar Herausforderungen.

Denn wenn man im Stress

oder unorganisiert ist, kann es doch manchmal

beschwerlich sein, ganz müllfrei einzukaufen.

Aber ich habe es geschafft: Mein Glas ist zwar bis

oben hin voll, aber es geht sich alles gut aus, und

der Deckel kann noch leicht geschlossen werden.

Es ist manchmal anstrengend, aber es schafft Bewusstsein

für den Konsum und den Verbrauch.

Man lernt, was man wirklich braucht und damit

zufrieden zu sein. Dieses Jahr hat mich nicht nur

von Müll befreit, sondern mir auch mehr Lebensbewusstsein

geschenkt.

Kannst Du uns Tipps für unsere Leser verraten,

wie sie ihren eigenen Müll reduzieren können?

• Leitungswasser ist genauso gut wie

Mineralwasser

• Eigene Taschen zum Einkaufen mitnehmen

• Obst und Gemüse einzeln kaufen anstatt

in Kombi-Packungen

CURRICULUM

VITAE

Die 27-jährige Annemarie

Miesbauer verbrachte

nach ihrer Matura ein Jahr

in London und begann

anschließend ein Studium

an der Pädagogischen

Hochschule. Seit vier

Jahren arbeitet sie nun als

Volksschullehrerin und lebt

gemeinsam mit ihrem Ehemann

in Wien. Auf ihrem

Blog www.einjahrimglas.

at dokumentiert sie ihre

Erfahrungen bei der Müllvermeidung.

Der Abfall eines Jahres

• in einem Glas

SOCIETY 1_2017 | 117


GREEN SOCIETY

REPORTAGE

Verpackungsfrei –

die Zukunft?

Plastik und ähnliches Verpackungsmaterial wird zu einem immer

größeren Problem – nicht nur auf Müllhalden. Die Zersetzung

einer Kunststoffflasche dauert mitunter bis zu 450 Jahre.

Der Greißler-Besitzer Alexander

Obsieger vor seinem Geschäft

2015 erhob das Umweltbundesamt,

dass alleine in Österreich

jährlich 40 Tonnen Plastik in

der Donau landen, die dann ins

Meer befördert werden. In den

Weltmeeren sammelt sich so jährlich bis zu

12,7 Millionen Tonnen neuer Plastikmüll.

Will man dem entgegenwirken, gibt es Optionen.

In Wien eröffnete im Frühjahr 2014

mit der „Lunzers Maß-Greißlerei“ der erste

verpackungsfreie Bio-Laden Österreichs.

Mittlerweile gibt es auch „Der Greißler -

unverpackt.ehrlich.“ und die „Warenhandlung

Wenighofer und Wanits“. 2017 hat

„Sonnengrün“, Österreichs erste plastikfreie

Drogerie, ihre Pforten geöffnet.


Warenhandlung Wenighofer

und Wanits

Bei der „Warenhandlung Wenighofer

und Wanits“ handelt es sich um eine Bäckerei,

eine Greißlerei und ein Cafè. Die

beiden Schwestern setzen auf Produkte regionaler

Herkunft. Alle Lebensmittel sind

verpackungsfrei bzw. in Glas oder Pfandgläsern

erhältlich. Entscheidend ist für

Christiane Wenighofer und Stephanie Wanits

der enge Kontakt zu den Lieferanten,

die sie größtenteils persönlich in ihren

jeweiligen Betrieben besucht haben. Der

dehnbare Begriff „Warenhandlung“ erlaubt

ihnen, variabel in ihrem Angebot zu

sein. So werden immer wieder Teile ihres

geschmacksvollen Interieurs zum Verkauf

angeboten – von der skandinavischen Designervase

bis hin zu stylischen Einkaufstaschen.


Der Greissler-unverpackt.

ehrlich.

„Der Einkauf soll keinen unnötigen Müll

erzeugen, Lebensmittel sollen nicht verschwendet

werden, die Böden der Felder sollen

nicht ausgelaugt werden bis sie tot sind,

und Menschen sollen nicht ausgenutzt

werden“, berichtet Alexander Obsieger über

seine Gedanken vor der Gründung von „Der

Greißler-unverpackt.ehrlich.“. Es wird gänzlich

auf Plastik verzichtet und stattdessen,

dort wo es nötig ist, Glas, Papier, oder Stoff

118 | SOCIETY 1_2017


Christiane und Stephanie

von der Warenhandlung

Wenighofer und Wanits

Fotos: Julia Fuchs (lg_fuchs) und Markus (KRO), Xenia Schüttler, Alexander Obsieger, MarijaKanizaj

verwendet. Die Glasbehältnisse werden in einem

Pfandsystem vertrieben. Das stellt sicher, dass die Behältnisse

auch im Umlauf bleiben. Besonderen Wert

legt er auf die Regionalität der Produkte, auf die Unterstützung

anderer Jung- und Kleinunternehmen

und auf einen fairen Preis.


Lunzers Mass-Greisslerei

„LUNZERS Maß-Greißlerei“ ist ein Bio-Laden, in

dem alles nach Maß angeboten wird. Der Kunde soll

die Möglichkeit haben, sich genau so viel zu nehmen

wie er möchte und dabei auf unnötigen Verpackungsmüll

verzichten können. Das Sortiment bietet aber

auch biologisch abbaubare Reinigungsmittel zum

Abzapfen, hergestellt von einem Vorarlberger Familienunternehmen.

Ergänzt wird das Ladenkonzept mit

einem Cafe/Bistro, dessen Grundidee der „Coffee to

stay“ ist. „Der Kaffee zum Mitnehmen ist aus ökologischer

Sicht ein absolutes No-Go!“, so Andrea Lunzer.


Sonnengrün-Drogerie ohne Plastik

Alle bei „Sonnengrün-Drogerie ohne Plastik“

angebotenen Produkte wurden von der Gründerin

Elisabeth Sonnleithner selbst ausgewählt und auch

von ihr oder Freunden getestet. Plastikfrei – dabei

ist nicht nur die Verpackung gemeint. Auch die

Inhaltsstoffe der jeweiligen Pflegeprodukte oder

Haushaltsartikel sind komplett plastikfrei. „Es ist

Sonnengrün – Drogerie

ohne Plastik

uns oft gar nicht bewusst, dass sich Plastik in unseren

Produkten befindet – ob in der Zahnpasta oder

im Gesichtspeeling. Plastik ist ein fixer Bestandteil

unseres Alltages – nur: es verrottet nicht!“, berichtet

die Pionierin. Das derzeitige Sortiment umfasst

Produkte aus den Bereichen Beauty, Pflege, Baby &

Kids sowie Haushalt und Haustier.

INFO


Verpackungsfrei in Österreich

In Innsbruck versucht „Liebe und Lose“ sein verpackungsfreies

Glück, in Sierninig in Oberösterreich

befindet sich die „Sierninger Kerndlgreisslerei“ und

in Graz lässt „Das Gramm“ umweltbewusste Herzen

höher schlagen. Pionier dieses Trends war die kanadische

Einzelhandelskette „Bulk Barn“, die bereits

1982 das erste Geschäft eröffnete und nun 250 Verkaufsfilialen

mit mehr als 4.000 Produkten betreibt.

Es dauerte jedoch 25 Jahre bis diese Idee auch in

Europa aufgegriffen wurde. Im Jahr 2007 eröffnete

in London „unpackaged“ als erstes europäisches Unternehmen

eine Filiale. 2014 ist der Trend dann auch

im deutschsprachigen Raum angekommen. In Berlin

und Wien wurde im selben Jahr der erste Laden

eröffnet. Die Geschäftsinhaber in Wien kommen

zu dem Schluss, dass die Österreicher diese verpackungsfreie

Alternative gerne annehmen. Es besteht

also die Hoffnung, dass es sich bei verpackungsfreien

Läden nicht nur um einen Trend, sondern um die

Zukunft handelt.


VERPACKUNGSFREIE

ADRESSEN IN WIEN

LUNZERS Maß-Greißlerei

LUNZERS Maß-Greißlerei

Heinestraße 35, 1020 Wien

www.mass-greisslerei.at

Der Greißler-unverpackt.

ehrlich.

Albertgasse 19, 1080 Wien

www.der-greissler.at

Warenhandlung Wenighofer

und Wanits

Marxergasse 13,

1030 Wien

www.warenhandlung.at

Sonnengrün-Drogerie ohne

Plastik

Rochusgasse 19, 1030 Wien

www.sonnengruen.com

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GREEN BEAUTY

PRODUKTTIPPS

Grüner Sommer

Diesmal haben wir auch an die Herren der Schöpfung gedacht, denn

Naturkosmetik ist für alle da! Da Männer es praktisch lieben, haben

wir ein 3-in-1 Produkt für die Körperreinigung, Unisex Deodorants

und einen erfrischenden Toner für sie herausgesucht.

1HITZEFREI

Weleda Citrus 24h Deo Roll-On

Konventionelle Deodorants mit Aluminiumsalzen

sind zwar wirksam gegen Schweißgeruch,

doch stehen sie im Verdacht, krebserregend

zu sein. Das neue Weleda Citrus 24h Deo

Roll-On schützt mit Süßholzwurzelextrakt vor

Körpergeruch ohne die Poren zu verstopfen. Die

spritzigen, ätherischen Öle von Zitrone und Litsea

cubeba wirken erfrischend und verleihen einen

angenehmen Duft, der sowohl Männern als auch

Frauen gefällt.

www.weleda.at

2STAUB-SAUBER

Plaine Pulverwunder

Gerade auf Reisen ist weniger oft mehr. Das

innovative 3-in-1 Produkt von Plaine kann

sowohl für Haut und Haare, als auch für die

Rasur verwendet werden und kommt gänzlich ohne

Wasser aus. Sperrige Duschgelflaschen gehören somit

der Geschichte an. Das Pulverwunder ist in kompostierbaren

Sachets für die Einzelanwendung verpackt

und besticht durch einen sehr dezenten zitrisch-mediterranen

Duft. Hochwertige

Inhaltsstoffe wie

Auszüge aus Roßkastanie,

Zaubernuß und glutenfreiem

Weizenprotein

pflegen Haut und Haar.

www.saint-charles.eu

3FRUCHTIGE

and Safe Kiss

Papaya Sorbet

LIPPEN

Absolution Sweet

Der schicke Korallenton dieses Lippenstiftes

ist wie ein Weckruf nach

den langen Wintermonaten. Die geschmeidige

halbtransparente Textur

– eine Mischung aus Gel und seidigem

Finish – hinterlässt einen zarten

Glanz und hält erstaunlich lange. Rizinus-,

Argan-, und Sonnenblumenöl

pflegen die Lippen, während Candelila-

und Bienenwachs diese schützen.

Das beste daran: Die Inhaltsstoffe sind

zu 97 Prozent natürlichen Ursprungs

und zu 27 Prozent aus biologischem

Anbau.

www.stattgarten.at

120 | SOCIETY 1_2017


GREEN BEAUTY

PRODUKTTIPPS

SOCIETY

BEAUTY TIPP

Fotos: hersteller

5SPRITZIGE

Flowers Toner

Refresh

ERFRISCHUNG

Whamisa Organic

Gegen öligen Glanz auf der Haut hilft

der Refresh Toner von Whamisa. Er

gleicht den Feuchtigkeitshaushalt wieder

aus und schafft mit Zitrone und

Lotusblüte ein klares Hautbild. Ein Extrakt

aus Chrysanthemen sowie Aloe

Vera erhöhen die Hautelastizität und

gleichen Irritationen aus. Der Toner

besteht zu 97,96 Prozent aus biologischen

Zutaten und enthält Bio-Alkohol

zur Erfrischung der Haut. Als Basis

wird kein destilliertes Wasser verwendet,

sondern rein botanische Extrakte,

die durch Fermentation besonders

leicht aufgenommen werden können.

www.najoba.de

4BRÄUNE AUS

Self-Tan

DER RÜBE

The Organic Pharmacy

Der Selbstbräuner von The

Organic Pharmacy verhilft mithilfe des

Wirkstoffs DHEA, gewonnen aus der Zuckerrübe,

zu einer natürlichen und unschädlichen

Bräune das ganze Jahr über.

Die leichte Creme pflegt selbst empfindliche

Haut mit Aloe Vera, Kokosnuss-und Jojobaöl

sowie Sheabutter. Für einen sanften

Glow ohne Sonnenschäden.

www.ausliebezumduft.de

6GLATTE SACHE

PHB Gentlemen‘s

Peeling

Auch Männerhaut braucht Zuwendung:

das Peeling für Männer

riecht erfrischend nach Lemongrass

und wirkt aufgrund natürlicher Jojoba-

Körnchen wie eine sanfte Massage. Es fördert

die Zellerneuerung, sorgt für porentiefe

Reinigung, verbessert das Hautbild und

wirkt straffend und antibakteriell. Besonders

vor der Rasur beugt das Peeling eingewachsenen

Härchen vor.

www.vegalinda.com

TANJA TAUCHHAMMER

DIY-Cremedeodorant

Was viele nicht wissen: mit

einfach erhältlichen Zutaten

kann man sich ein

wirksames Deodorant

selber machen. Natron unterbindet

das Zersetzen des Schweißes und

verhindert so unangenehme Gerüche

ohne die Schweißdrüsen zu verstopfen

wie konventionelle Deodorants.

Für dieses Cremedeo braucht man

folgende Zutaten:

• 40g Sheabutter

• 20g Kakaobutter

• 33g Backnatron

• 10g weiße Tonerde

• 5g Pfeilwurzelmehl (Speisestärke

geht auch)

• 15 Tropfen ätherisches Öl Zitrone

• 20 Tropfen ätherisches Öl

Lemongrass

Für die Zubereitung des Cremedeos

zuerst Sheabutter und Kakaobutter

im Wasserbad schmelzen. Währenddessen

Backnatron, weiße Tonerde

und Pfeilwurzelmehl in einer Schüssel

klumpenfrei vermischen. Sobald die

Sheabutter und Kakaobutter flüssig

geworden sind, kann man die ätherischen

Öle hinzufügen. Danach gießt

man die Flüssigkeit zu den trockenen

Zutaten und vermengt alles nochmals

gut. Diese Mischung kommt dann für

ca. 10 Minuten in den Tiefkühlschrank.

Dann einfach mit einem Handrührgerät

wie Obers aufschlagen, bis

eine fluffige Konsistenz entstanden

ist. Jetzt ist das Cremedeo fertig und

kann in ein Glas mit Deckel abgefüllt

und verwendet werden.

SOCIETY 1_2017 | 121


LIFE & STYLE

INTERVIEW

Im Dienste Ihrer Majestät –

mit Lizenz zum Destillieren

Fotos: hotel imperial vienna: dusan stevlik, klim terechov

122 | SOCIETY 1_2017


LIFE & STYLE

INTERVIEW

SOCIETY traf Dusan

Stevlik, den Globalen

Markt Developer von

ST. NICOLAUS TRADE

A.S. und sprach mit ihm

über die internationale

Markteinführung des

Königsdestillats

„Palinka“ und über den

Gründungsvater ARMIN

STARK.

Was ist die Geschichte

von ST. NICOLAUS

TRADE A.S.?

Die Aktiengesellschaft

ist ein Zusammenschluss

der VARDA

DISTILLERY, die 1922 gegründet wurde und zu

den größten Edelbrandproduzenten Ungarns

gehört, und der ST. NICOLAUS DISTILLERY, dem

größten Wodka- und Kräuterlikör-Produzenten

in der Slowakei. Diese produziert und verkauft

mittlerweile 25 Millionen Liter jährlich. ARMIN

STARK, ein jüdischer Unternehmer aus Liptau

(Liptovskyý Mikulas), gründete die ST. NICOLAUS

DISTILLERY im Jahre 1867 – im selben Jahr, als

auch die Kaiserlich und Königliche Monarchie

K.u.K. eingeführt wurde. Die Geschichte unseres

Unternehmens ist stark in Zentraleuropa verwurzelt.

Wir feiern in diesem Jahr unser 150-jähriges

Bestehen, und sind sehr stolz darauf, dass wir im

SOCIETY Magazin darüber berichten dürfen. Das

ist eine sehr große Ehre für uns.

Welche Besonderheiten zeichnen Ihr Unternehmen

aus?

Destillate, die ihren Ursprung in regionalen

Obstbaumbeständen haben, wurden bereits im

Jahre 1332 von Karl I., König von Ungarn als Medizin

eingesetzt. Seitdem hat sich in der Produktion

nicht viel geändert. Die Vorgangsweise ist

sehr traditionell geblieben, da sie einfach sehr

viel menschliches Können und Wissen verlangt.

Die Besonderheit liegt in der Pflege der Bäume,

im Pflücken der Früchte, der absoluten Meisterhand

eines Destillierers, und in der Vollendung

des Geschmacks und des Duftes. Hergestellt aus

erlesenen Birnen-, Apfel-, Pflaumen-, Marillenoder

Kirschsorten, steht „Palinka“ immer mehr

im Mittelpunkt vieler Geschehnisse, und ist bei

der Crème de la Crème der High Society gefragt

Eine Birne auf Weltreise:

Im Dienste Ihrer

Majestät Maria Theresia,

Patronin des Birnbaums,

begibt sich Dusan

Stevlik auf Weltreise,

um diesen Edelbrand

mit anderen Liebhabern

der Natur zu teilen,

und dabei Geschichten

aus den ehemaligen

Kronländern der

Habsburgermonarchie

zu erzählen.

CURRICULUM

VITAE

Dusan Stevlik ist im wahrsten

Sinne des Wortes ein

Weltenbummler. Geboren

wurde er in Pressburg, der

Krönungsstadt von Maria

Theresia. Aufgewachsen

ist er in der Fuggerstadt

Augsburg. Dem traditionellen

Handwerksbrauch folgend,

ist er mit 22 Jahren

auf Wanderschaft gegangen.

Seine Reise brachte

ihn nach Mallorca, wo er im

Luxussektor als „Marmor

und Mosaik Consultant“

tätig war. Danach war er in

Irland und Großbritannien

im Natursteinhandel tätig,

und absolvierte dort auch

sein Studium im Finanzund

Rechnungswesen. Die

letzten Jahre pendelte er

zwischen Bratislava und

Moskau, wobei er sich

mittlerweile im Marchfeld

niedergelassen hat, dem

Geburtsort der Habsburgermonarchie.

Zuletzt arbeitete

er im Rahmen eines

EU Projekts zum Erhalt von

historischen Bauwerken

am „Château Appony“, und

wurde für seine außerordentlichen

Leistungen als

Importeur von spanischem

Marmor und deutschem

Jurakalkstein ausgezeichnet.

In dieser Zeit

entdeckte er auch seine

große Liebe zu Schlössern

und anderen historischen

Bauten, die er nun als den

geeigneten Rahmen für

die High End Events von

ST. NICOLAUS TRADE A.S.

auserkoren hat.

E-mail: dusan.stevlik@stntrade.sk

Tel.: +421 915 848 010

wie nie zuvor.

Welches Marketingkonzept verfolgen Sie um

auch global erfolgreich zu sein?

Da die meisten Menschen ihre alkoholischen

Getränke auf Events genießen, liegt unser Fokus

auf kulturellen Veranstaltungen. Unsere Sales-

Events werden vor allem auf Schlössern stattfinden.

Naturprodukte in einem Showspektakel

miteinander zu verbinden, wie beispielsweise in

„Barocken Fashion Shows“, machen Geschichte

erlebbar. Wir experimentieren auch mit Techno

und Hip Hop. Es geht immer um den Kontrast

der geschaffen wird, in Verbindung mit dem

Getränk. Meine Inszenierungen tendieren dazu,

Kunst, Musik und Natur miteinander zu verbinden.

Ein meisterlich gemaltes Gemälde, kombiniert

mit den Lichteffekten eines Kristalllusters

und dem Klang eines klassischen Instruments,

geben dem Obstbaum, der Frucht und dem daraus

gewonnenen Elixier die entscheidende Note

für seinen großen Auftritt. Außerdem ist es immer

eine Freude zu beobachten, wie gerne sich

die Menschen aus den bereitgestellten Obstkörben

bedienen, und zwanglos an den Äpfeln und

Birnen naschen. Das erinnert mich an den Garten

von Eden. Wir legen großen Wert darauf, dass wir

unseren Gästen den Prozess von der Entstehung

der Frucht bis zur Konsumation eines „Virgin

Obstbaum Spirits“ bis ins kleinste Detail präsentieren,

und somit den Genuss in ein Gesamterlebnis

verwandeln. Die Produktion von „Palinka“

sehe ich als Kunsthandwerk, das von Generation

zu Generation weitergegeben wird. •

SOCIETY 1_2017 | 123


LIFE & STYLE

GARTEN

Gartengestaltung

mit Kugelrobinien

und Gräsern

Traditionsgärtner mit

Blick in die Zukunft

Die Baumschulen vom Gärtner Starkl im Tullnerfeld

ziehen seit 100 Jahren Bäume, Sträucher und Rosen

heran, die den Charakter eines „fertigen“ Gartens

vom ersten Tag an vermitteln.

KONTAKT

Gärtner Starkl

Anton Starkl GmbH

Gärtnerstraße 4

A-3430 Frauenhofen/Tulln

www.starkl.at

Die besondere Stärke des niederösterreichischen

traditionsreichen

Familienunternehmens in der bereits

vierten Generation ist die Spezialisierung

auf große und größte

Gehölze. Die Nachfrage nach diesen „fertigen“ Gehölzen,

die zum Zeitpunkt der Pflanzung schon

„etwas darstellen“ ist in den letzten Jahren stetig

gestiegen.

Im Familienunternehmen Starkl ist wichtig,

trotz oder gerade aufgrund ihrer langjährigen Tradition,

immer zukunftsorientiert zu handeln:„Als

Gärtner sind wir verwurzelt und vertrauen auf

die Zukunft, da wir jetzt auspflanzen, was wir oft

erst in zehn oder mehr Jahren verkaufen werden“

meint Baumschulbesitzer Anton Starkl.

Um die Wünsche eines Gartenbesitzers zu

verwirklichen, gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten

und Gestaltungselementen. Hier hilft das

Planungsbüro durch langjährige Erfahrung und

sorgt für die perfekte und fein abgestimmte Begrünung

des Erholungsraumes, angepasst an die

individuellen Bedürfnisse der Gartenbesitzer.

Um die Terrasse des eigenen Gartens zu beschatten,

muss man nicht zum Sonnenschirm

greifen. Ein Zierapfel, eine Gleditisie oder auch

ein schöner Ahorn spenden im Sommer den gewünschten

kühlenden Schatten, lassen jedoch im

Winter ausreichend Licht ins Haus.

Als besonders ungewöhnliche Gestaltungselemente

stehen Hainbuchenbögen und –tore, elegante

Schirmplatanen, knorrige Hexenbesen und

prachtvolle japanische Kiefernbonsais in wirklich

beachtlichen Größen zur Verfügung. Eine Fahrt

durch den weitläufigen Betrieb, mit dem Chef

höchstpersönlich am Steuer, offenbart das riesige

Angebot an spannenden und ungewöhnlichen

Pflanzen.

Selbstverständlich können alle Pflanzen auch

von der Firma Starkl geliefert und gepflanzt werden.

Dafür ist unter anderem der junge Rudolf

Starkl zuständig, der als Vertreter der nun vierten

Generation in den Betrieb „hineinwächst“.

„Wir Gärtner“, sagt Anton Starkl, „vertrauen

auf die Zukunft! Wir pflanzen jetzt aus und pflegen,

was erst in vielen Jahren eine verkaufsfertige

Pflanze sein wird. Daher müssen wir auch ein gutes

Gespür für Trends entwickeln und sozusagen

vorausahnen, was wir in 10 oder 15 Jahren brauchen

werden.“


Fotos: di jutta fischl

124 | SOCIETY 1_2017


LIFE & STYLE

GESUNDHEIT

Köstlich schlemmen und dabei

gleichzeitig abnehmen

Auszeit für Körper und

Geist mit Mayr-Medizin

Innehalten, den Körper von Belastungen befreien und

den Kopf klar machen für neue Aktivitäten: das sind die

Zielsetzungen für unsere alljährliche F. X. Mayr-Kur im

Gesundheitszentrum Park Igls.

Indoor-Pool

des Park Igls

Fotos: park igls

Diesmal sind wir am letzten Weihnachts-Feiertag

nach einer halben

Woche mit üppigem Essen und Trinken

voll freudiger Erwartung auf

unsere jährliche F. X. Mayr-Kur im Gesundheitszentrum

Park Igls angekommen.

Nach einer wunderbaren Nacht in einer Suite

mit Blick auf die vom Mond beschienene, winterliche

Innsbrucker Nordkette beginnen wir am

nächsten Tag mit den Gesundheitsbehandlungen.

Zum Start gibt es eine ärztliche Untersuchung

inklusive Blutanalyse, von deren Ergebnis unser

Gesundheitsfahrplan für die nächsten zwei Wochen