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SOCIETY 371 / 2017

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WIRTSCHAFT n POLITIK n DIPLOMATIE n WISSENSCHAFT n KULTUR n LEUTE<br />

Nr. <strong>371</strong> | Juni – Dezember <strong>2017</strong> | www.society.at | Preis € 10,-<br />

P.B.B. GZ 03Z034905M, Erscheinungsort, Verlagspostamt 1140, 2120<br />

COVERSTORY<br />

300 JAHRE<br />

FREIMAURER<br />

Das wahre Geheimnis<br />

THEMENSERIE<br />

ROYAL EMBASSIES<br />

Großbritannien:<br />

Interview mit Botschafter<br />

Robert Leigh Turner<br />

FOKUS<br />

RUSSLAND<br />

Tourismushotspots:<br />

St. Petersburg<br />

Tatarstan<br />

LÄNDERPORTRÄT<br />

IRAN<br />

Ein Land im Aufbruch<br />

Reisen zu verborgenen<br />

Schätzen


DIPLOMATIE<br />

EVENT<br />

Mehr als präzise.<br />

Wir denken auch<br />

praktisch.<br />

Seit rund einhundert Jahren entwickeln wir bereits<br />

außergewöhnliche Schleiflösungen für höchste<br />

Ansprüche. Zahlreiche internationale Kunden vertrauen<br />

Tag für Tag auf unsere fortschrittlichen Technologien<br />

und die besondere Kompetenz bei der Umsetzung<br />

innovativer Konzepte mit hohem Anwendungsbezug.<br />

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2 | <strong>SOCIETY</strong> 1_2012


<strong>SOCIETY</strong><br />

EDITORIAL<br />

Neuordnung, Neuorientierung der Welt –<br />

und wir mittendrin<br />

So viele Fragezeichen, die praktisch täglich neu aufpoppen,<br />

verstärken noch mehr die Wichtigkeit der Diplomatie<br />

und des Geschehens drumherum, in dem wir uns<br />

sowohl gesellschaftlich als auch redaktionell bewegen.<br />

Der Stellenwert des friedvollen Aufeinanderzugehens<br />

und der Versuch, auch divergierende Interessen auf einen Nenner<br />

zu bringen ist uns ein Anliegen. Daher widmen wir unsere<br />

Events verstärkt dem Zusammenbringen unterschiedlicher Nationen:<br />

•<br />

Eigenevents<br />

Die Verabschiedung der amerikanischen Botschafterin Alexa<br />

Wesner, für die wir ein Ladies Ambassadors’ Lunch organisierten,<br />

der Russische Abend in der Kanzlei LANSKY, GANZGER + partner,<br />

der Empfang zu Ehren des neuen chinesischen Botschafters, Li<br />

Xiaosi, unser drittes Silk Road Event, das New Ambassadors Welcome<br />

Event, die Ausstellung Ali and Nino sowie die Ausstellung<br />

der École de Tunis in der ÖNB, zu welcher der tunesische Außenminister<br />

Khemaies Jhinaoui kam und die er nach einem Lunch<br />

mit Minister Kurz gemeinsam mit Minister Rupprechter eröffnete,<br />

waren ein bunter Reigen an inhaltsvollen Veranstaltungen.<br />

•<br />

Diplomatie<br />

Das Interview mit dem Botschafter des „Brexit“-Landes Großbritannien,<br />

dem kolumbianischen Botschafter Sanclemente, die<br />

Spannung im OSZE Konferenzreigen sowie u.a ein Interview mit<br />

SKH Karl Habsburg fügen sich in unsere Themenreihe ein.<br />

•<br />

Fokus Russland<br />

Unser Länderportrait Russland befasst sich unter anderem<br />

mit dem touristischen Potenzial von St. Petersburg und von Kazan<br />

nach einer Reise auf Einladung des tatarischen Präsidenten<br />

Rustam Minnikhanow sowie ein Portrait des russischen Botschafters<br />

in Wien, S.E. Dmitrij Ljubinskij, der anlässlich der Präsentation<br />

dieser Ausgabe eine Birke in unserer Villa Flora im Rahmen<br />

eines russischen Gartenfestes pflanzen wird. Eine symbolträchtige<br />

Handlung im Rahmen der langjährigen guten Beziehungen<br />

zu Österreich.<br />

•<br />

Fokus Iran<br />

Eine Reise in den Iran auf Einladung der Botschaft war der<br />

Anfang einer mehrseitigen Recherche über unsere Eindrücke historischer<br />

und touristischer Natur. Dabei konnten wir geschichtsträchtige<br />

Orte wie Persepolis, Schiraz und Isfahan bewundern.<br />

Auch Land und Leute faszinierten uns.<br />

Wirtschaftliche Themen sowie Diversität und Green Society,<br />

Life & Style, sind fester Bestandteil unserer Blattlinie.<br />

Machen Sie sich selbst ein Bild unseres Dauerlaufes im Bereich<br />

der internationalen Diplomatie und folgen Sie unseren<br />

Themen bis zum Ziel unseres redaktionellen und netzwerkenden<br />

Marathons.<br />

Viel Freude dabei!<br />

herzlich Ihre<br />

Fotos: andreas hofmann<br />

<strong>SOCIETY</strong>-Chefredakteurin<br />

Tanja Tauchhammer<br />

<strong>SOCIETY</strong>-Herausgeberin<br />

Gerti Tauchhammer<br />

Cover: gedichte und bilder,<br />

verfasst von den brüdern der wiener loge zur wahren eintracht, 1783<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong> | 3


Inhalt<br />

Heft<br />

Nr. <strong>371</strong><br />

12<br />

Fokus: Iran<br />

53 Kommentar: Rahmani Movahed<br />

54 Reisebericht: Verborgene Schätze<br />

58 Interview: S.E. Ebadollah Molaei<br />

60 Homestory Iran<br />

62 Interview: S.E. Friedrich Stift,<br />

scheidender österreichischer<br />

Botschafter in Teheran<br />

65 Kommentar: Werner Fasslabend<br />

66 Länderporträt Iran<br />

70 Interview: Stefan Zotti vom OeAD<br />

<strong>SOCIETY</strong> Eigenevents<br />

8 Präsentation der <strong>SOCIETY</strong> Ausgabe<br />

Nr. 370<br />

11 Ladies Ambassadors‘ Lunch<br />

12 Russischer Abend in der Kanzlei<br />

LANSKY, GANZGER+partner<br />

16 Chinesische Neujahrsfeier mit S.E.<br />

Li Xiaosi<br />

20 Great Silk Road III<br />

24 Ambassadors Welcome<br />

25 Ausstellung: Ali and Nino<br />

26 Ausstellung: „École de Tunis“ in<br />

der ÖNB<br />

27 Kamerunfest<br />

Diplomatie<br />

28 Interview: S.E. Leigh Turner (U.K.)<br />

30 Interview: S.E. Jaime Cabal Sanclemente<br />

(Kolumbien)<br />

32 OSZE hält Österreich in Atem<br />

34 Porträt des St. Georgs-Ordens<br />

36 Interview mit dem marokkanischen<br />

Minister Aziz Rabbah<br />

73 ÖGAVN: Begegnungen in der<br />

Stallburg<br />

74 Ambassadors Caleidoscope<br />

80 Akkreditierungen beim Bundespräsidenten<br />

85 Rangfolgelisten der Botschafter<br />

90 Österreichische Dienststellenleiter<br />

BMEIA<br />

97 PaN Events<br />

98 Events Diplomatie<br />

104 Welcome to Austria<br />

106 Interview: SKH Karl von Habsburg<br />

107 Rückblick: Hans Winkler von der<br />

Diplomatischen Akademie<br />

Fokus: Russland<br />

38 Länderporträt Russland<br />

41 Interview: Tourismusminister<br />

von St. Petersburg, Andrej Muskarev<br />

42 Interview: Präsident von Tatarstan,<br />

Rustam Minnikhanov<br />

44 Interview: Tourismusminister<br />

Sergey Ivanov<br />

46 Interview: S.E. Dmitrij Ljubinskij<br />

48 Porträt: Hans Marte / Pro Oriente<br />

50 Kommentar: Christoph Leitl<br />

Opernstars Yusif Eyvazov und Anna Netrebko beim Russischen<br />

Abend in der Kanzlei LANSKY, GANZGER+ partner<br />

26<br />

Minister Khemaies Jhinaoui mit Minister Andrä Rupprechter<br />

bei der Ausstellung „École de Tunis“<br />

106<br />

SKH Karl von Habsburg über die Paneuropabewegung<br />

Wirtschaft<br />

108 Investieren in Russland<br />

109 Eröffnung der Kanzlei Andrea<br />

Francesco Longo<br />

Diversität & Green Society<br />

113 Afrikaner in Mauthausen<br />

114 Interview: Monika Haider<br />

116 Event: All for Autism<br />

117 Ein Jahr im Glas<br />

118 Verpackungsfreie Supermärkte<br />

120 Green Beautynews<br />

Life & Style<br />

110 Testfahrt: MINI Countryman<br />

122 Interview: Dusan Stevlik von ST.<br />

NICOLAUS TRADE A.S.<br />

124 Gärtner Starkl<br />

125 Park Igls<br />

126 Vienna Medical Center<br />

128 Juvenis<br />

129 Puradies<br />

130 Zepter: 30 Jahre<br />

132 Reisebericht: Südsee<br />

134 Reisebericht: Hawaii<br />

136 Hairstylist Patrick Ruckendorfer<br />

137 Vintage Mode<br />

138 Russian Costumes<br />

141 Private Dinner<br />

144 Beautynews<br />

156 Reisen mit Kind: Kinderhotels<br />

Kultur<br />

151 Speisen mit Musikstars im<br />

Ristorante Sole<br />

153 Porträt: Xuelin Kossegg<br />

154 Porträt: Natalia Pavlova<br />

155 Vernissage: Danube International<br />

School<br />

157 Heavenly Akhalteke Horses from<br />

Turkmenistan<br />

Standards<br />

3 Editorial<br />

6 Gastautoren<br />

148 Coverstory: Freimaurer<br />

158 Ex Libris<br />

160 Veranstaltungstipps<br />

161 Impressum<br />

162 Karikatur<br />

Fotos: society/auer, society/pobaschnig<br />

4 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


GASTAUTOREN<br />

<strong>SOCIETY</strong><br />

Partner von <strong>SOCIETY</strong><br />

<strong>SOCIETY</strong> präsentiert in jeder Ausgabe zahlreiche Gastautoren,<br />

die sich mit aktuellen Themen aus Politik, Lifestyle, Wirtschaft<br />

und Kultur befassen.<br />

HERMINE SCHREIBERHUBER CHRISTIAN BERLAKOVITS<br />

DOMINIC HEINZL<br />

WERNER FASSLABEND ELIZAVETA DUBROVSKAYA<br />

SIMON INOU<br />

Hermine Schreiberhuber war stellvertretende<br />

Ressortleiterin der Außenpolitik<br />

bei der APA. Für die <strong>SOCIETY</strong>-Länderschwerpunkte<br />

verfasst sie regelmäßig<br />

politische Analysen und Hintergrundberichte.<br />

Dieses Mal führte sie ein Interview<br />

mit dem Leiter von Pro Oriente, Johann<br />

Marte, und gibt einen Rückblick auf das<br />

erste Halbjahr des OSZE-Vorsitzes Österreichs.<br />

Christian Berlakovits war fast vierzig<br />

Jahre als Diplomat und Botschafter im<br />

österreichischen Außenministerium tätig.<br />

Er war u. a. in Belgrad, in Madrid und<br />

als Botschafter in Algier und Rom tätig,<br />

außerdem war er Leiter der Rechts- und<br />

Konsularabteilung im Außenministerium<br />

in Wien. Er hat die Position als Senior Advisor<br />

Diplomacy übernommen und stellt<br />

mit seiner Kenntnis des diplomatischen<br />

Lebens eine wertvolle Bereicherung für<br />

das Magazin <strong>SOCIETY</strong> dar.<br />

Dominic Heinzl moderierte von 1985 –<br />

1997 bei Ö3 Jugendsendungen wie „Treffpunkt<br />

Ö3“, „Kuschelecke“ und das von<br />

ihm produzierte Society-Magazin „Small<br />

Talk“ sowie die ORF-Jugendsendung „X<br />

Large“. Er übernahm außerdem von Udo<br />

Huber die ORF-Chartshow „Die großen<br />

10“. 1998 wechselte er zum Stadtsender<br />

W1, der in ATV aufging. Dort<br />

produzierte er mit großem Erfolg<br />

die tägliche Society-Show<br />

„Hi Society“, von 2002 bis 2010.<br />

Nach seinem Wechsel zum ORF<br />

präsentierte er das tägliche Gesellschaftsmagazin<br />

„Chili“. Seit<br />

2013 produziert er mit seiner<br />

TV-Firma „Chili TV GmbH“ Reise-<br />

und Leute-Dokus. Für SOCI-<br />

ETY verfasste er einen Artikel über seine<br />

Schifffahrtsreise in die Südsee.<br />

Simon Inou ist Soziologe und Journalist.<br />

Er engagiert sich außerdem beim Verein<br />

M-Media, der journalistische Talente mit<br />

Migrationshintergrund sucht und fördert.<br />

Für seine Arbeit hat er zahlreiche<br />

Auszeichnungen bekommen, u. a. vom<br />

Land Steiermark und der EU. Gemeinsam<br />

mit anderen gibt er das neue Magazin<br />

„fresh“ der schwarzen Bevölkerung Österreichs<br />

heraus. Diesmal berichtet er über<br />

ein dunkles Kapitel der österreichischen<br />

Geschichte.<br />

Karl Kaltenegger war langjähriger ORF-<br />

Journalist, Manager und Moderator für<br />

Radio Salzburg, Ö3 (u. a. Ö3-Wecker) und<br />

Radio Wien. Mittlerweile ist er als Reisejournalist<br />

aktiv und schreibt für verschiedene<br />

Publikationen. In diesem Heft stellt<br />

er den <strong>SOCIETY</strong>-Lesern die Inseln Hawaiis<br />

vor.<br />

Rolf Thaler ist Experte für das Gesundheitswesen<br />

und zertifizierter Gesundheitsökonom.<br />

Mehr als zehn Jahre war er<br />

als Key Account Manager für das Gesundheitswesen<br />

beim IT-Unternehmen Computer<br />

Sciences Corporation beschäftigt. Zuvor<br />

war er über zwanzig Jahre bei Siemens<br />

Österreich in unterschiedlichen Funktionen<br />

tätig, u.a. Direktor für die Betreuung<br />

von Großkunden und Marketingleiter des<br />

IT-Bereiches. In dieser Ausgabe berichtet<br />

er von seinem Aufenthalt im Park Igls.<br />

Werner Fasslabend war österreichischer<br />

Verteidigungsminister und Dritter<br />

Nationalratspräsident. Als Abgeordneter<br />

zum Nationalrat war er zuletzt Obmann<br />

des Ständigen Unterausschusses in Angelegenheiten<br />

der Europäischen Union. Er<br />

ist Mitglied des ÖVP-Bundesparteivorstandes.<br />

Neben seiner Tätigkeit als Präsident<br />

des AIES ist er Präsident der Österreichisch-Slowakischen<br />

Gesellschaft und der<br />

Österreichisch-Iranischen Gesellschaft. In<br />

dieser Ausgabe findet sich sein Kommentar<br />

zur Öffnungspolitik des Iran.<br />

Elizaveta Dubrovskaya ist Senior Legal<br />

Counsel, Regional Manager CIS und<br />

Co-Lead des Russian&CIS Desk bei LGP.<br />

Die russische Juristin spezialisiert sich<br />

auf komplexe grenzüberschreitende Projekte<br />

(insbesondere mit Russland und<br />

dem GUS-Raum) in den Bereichen Unternehmensrecht,<br />

Immobilienrecht, Investitionsrecht,<br />

Energierecht, EU-Recht und<br />

internationales Handelsrecht. In dieser<br />

Ausgabe berichtet sie über den Trend zu<br />

Investitionen in Russland.<br />

Ingrid Chladek ist Gesellschafterin<br />

der Dresscode Company<br />

und Head von „Dressforsuccess“.<br />

Sie berät in Fragen<br />

Business-Outfits, Image und<br />

Styling. In dieser <strong>SOCIETY</strong>-Ausgabe<br />

schreibt sie über Vintage<br />

Mode.<br />

KARL KALTENEGGER ROLF THALER INGRID CHLADEK •<br />

6 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


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<strong>SOCIETY</strong> EIGENEVENT<br />

PRÄSENTATION DER NEUEN AUSGABE<br />

Gerti Tauchhammer mit<br />

S.E. Arthayudh Srisamoot<br />

(Thailand) und Tanja<br />

Tauchhammer<br />

Präsentation der<br />

Herbst/Winterausgabe<br />

Schweren Herzens verlässt Botschafter S.E. Arthayudh Srisamoot<br />

nach gut zwei Jahren Österreich.<br />

Diesen Abschied – sowie das Erscheinen<br />

der neuen Ausgabe –<br />

nahm <strong>SOCIETY</strong>-Herausgeberin<br />

Gertrud Tauchhammer zum<br />

Anlass, um einen festlichen Empfang<br />

im Hotel Bristol auszurichten. Geladen<br />

wurden namhafte Persönlichkeiten aus<br />

den Bereichen Diplomatie, Politik und<br />

Wirtschaft. Über 30 Botschafter nahmen<br />

an der Veranstaltung teil, und erfreuten<br />

sich an den Köstlichkeiten des Hauses.<br />

Mit viel Spannung erwarteten die Gäste<br />

die Präsentation der neuesten Ausgabe<br />

des <strong>SOCIETY</strong> Magazins.<br />

Neben Bangladesch beinhaltete die<br />

Herbst/Winterausgabe einen ausführlichen<br />

Länderschwerpunkt zu Thailand:<br />

Berichte mit vielen Geheimtipps, die<br />

unvergessliche Reisen durch Thailand<br />

garantieren; einen Hintergrundbericht<br />

zum Tod des vielgeliebten thailändischen<br />

Königs Bhumibol, und interessante Informationen<br />

über die historisch gewachsene<br />

und enge Verbindung zwischen den beiden<br />

Ländern Österreich und Thailand.<br />

Aus Respekt vor dem thailändischen Volk<br />

und der Wahrung der ersten intensiven<br />

Trauerwochen wurde die Präsentation<br />

des Magazins deshalb von Dezember 2016<br />

auf Jänner <strong>2017</strong> verschoben. •<br />

8 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


<strong>SOCIETY</strong> EIGENEVENT<br />

PRÄSENTATION DER NEUEN AUSGABE<br />

Thomas Polak (Uniqa)<br />

mit Begleitung<br />

Gerti Tauchhammer<br />

bei der Ansprache zur<br />

Präsentation der neuen<br />

Ausgabe von <strong>SOCIETY</strong><br />

Gerti Tauchhammer bedankt<br />

sich bei S.E. Srisamoot für<br />

die Kooperation<br />

Gerti Tauchhammer<br />

und<br />

S.E. Arthayudh<br />

Srisamoot<br />

beim Anschneiden<br />

der<br />

Bristol Torte<br />

Gerti Tauchhammer<br />

im Interview mit<br />

society.tv<br />

Christine<br />

Lugner mit<br />

Tochter<br />

Jacqueline<br />

Fotos: society/Auer<br />

Ahmad Reza<br />

Fallah (Iran)<br />

S.E. Keith<br />

Azzopardi<br />

(Malta)<br />

S.E. Hussam Al Husseini<br />

(Jordanien)<br />

I.E. Helen Eduards<br />

(Schweden)<br />

S.E. Roland Bimo (Albanien)<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong> | 9


<strong>SOCIETY</strong> EIGENEVENT<br />

PRÄSENTATION DER NEUEN AUSGABE<br />

AUSZUG<br />

AUS DER<br />

GÄSTELISTE<br />

Botschaft von Afghanistan:<br />

Noorullah KALEEM • Botschaft<br />

von Bulgarien: Valentin<br />

SAMSAROV • Botschaft von<br />

Iran: Hamid GHASEMI •<br />

Botschaft von Kolumbien: S.E.<br />

Jaime Alberto CABAL SAN-<br />

CLEMENTE • Botschaft von<br />

Mexiko: Hermann ASCHEN-<br />

TRUPP TOLEDO • Botschaft<br />

der Palästinischen Gebiete:<br />

S.E. Salahaldin ABDALSHAFI •<br />

Botschaft von Portugal: Pedro<br />

Luis Baptista MOITINHO DE<br />

ALMEIDA • Botschaft von<br />

Saudi Arabien: Ajwad Abdulrahman<br />

A. KURDI • Botschaft<br />

von Sri Lanka: I.E. Priyanee<br />

WIJESEKERA • Botschaft<br />

von Südafrika: S.E. Tebogo<br />

Joseph SEOKOLO • Botschaft<br />

von Vietnam: S.E: Viet Anh<br />

VU • AES – Austrian Emirates<br />

Society: Walter GERBAUTZ •<br />

Honorargeneralkonsulat von<br />

Barbados: Prof. Dr. Kurt MACH<br />

S.E. Arthayudh Srisamoot<br />

mit dem Team<br />

der thailändischen<br />

Botschaft<br />

Bristol Direktorin Simone Dulies<br />

mit I.E. Vasilka Poposka-Trenevska<br />

(Mazedonien)<br />

S.E. Galib Israfilov<br />

(Aserbaidschan)<br />

mit Mitsuro<br />

Kitano (Japan)<br />

Ausgelassene Stimmung unter<br />

den Gästen bei der Präsentation<br />

der neuen Ausgabe<br />

Doretta Carter mit Manager<br />

John Maloberti<br />

Bristol Sales Team<br />

Gregor Auer und Lars<br />

Heesbeen mit Gerti<br />

Tauchhammer<br />

Fotos:society/Auer<br />

10 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


<strong>SOCIETY</strong> EIGENEVENT<br />

LADIES AMBASSADORS‘ LUNCH<br />

I.E. Vasilka Poposka-<br />

Trenevska (Mazedonien),<br />

US-Botschafterin I.E. Alexa<br />

Wesner, Gerti Tauchhammer<br />

und Imperial Direktor Mario<br />

Habicher beim Anschneiden<br />

der Torte<br />

Ladies Ambassadors`Lunch<br />

Zur Verabschiedung der Botschafterin der USA luden Gertrud<br />

Tauchhammer und Vasilka Poposka, Botschafterin von Mazedonien,<br />

ins Hotel Imperial.<br />

Die Botschafterin der USA I.E.<br />

Alexa Wesner wird nach über<br />

drei Jahren Österreich verlassen.<br />

Anlässlich der Verabschiedung<br />

der leidenschaftlichen Sportlerin<br />

und Mutter von drei Kindern, veranstaltete<br />

<strong>SOCIETY</strong> einen der beliebten „Ladies<br />

Ambassadors‘ Lunches“.<br />

<strong>SOCIETY</strong>-Herausgeberin Gerti Tauchhammer<br />

und I.E. Vasilka Poposka Trenevska,<br />

Botschafterin von Mazedonien, luden<br />

namhafte Damen aus den Bereichen<br />

Diplomatie, Politik und Wirtschaft zu<br />

diesem Anlass ins Hotel Imperial. Die anwesenden<br />

Gäste lauschten angeregt der<br />

Rede der sympathischen Botschafterin<br />

mit deutschen Wurzeln. Kulinarisches<br />

Highlight war die Imperial-Torte, die von<br />

Alexa Wesner selbst angeschnitten wurde.<br />

Im Jahr 2015 hatte US-Botschafterin<br />

Alexa Wesner einen „Dogwood Tree“ im<br />

Garten der Villa Flora, Sitz der <strong>SOCIETY</strong>-<br />

Redaktion, gepflanzt. Hintergrund war<br />

der US-amerikanische Nationalfeiertag<br />

und die Präsentation des US-Themenschwerpunktes<br />

im <strong>SOCIETY</strong> Magazin. In<br />

ihrer damaligen Ansprache erwähnte sie<br />

die Bedeutung dieses Baumes für den Ort<br />

ihrer Kindheit in Virginia. Im Zuge der<br />

festlichen Verabschiedung im Hotel Imperial<br />

wurde ihr nun von diesem mittlerweile<br />

groß gewachsenen Baum ein Zweig<br />

gereicht, welchen sie - als Andenken an<br />

ihre Zeit in Österreich - in ihre Heimat<br />

mitnehmen wird.<br />

Am 22. Oktober 2013 wurde Alexa Wesner<br />

von Bundespräsident Heinz Fischer a.D.<br />

akkreditiert und führte seither das Amt<br />

der Botschafterin der Vereinigten Staaten<br />

von Amerika in Österreich aus.<br />

•<br />

Tanja Tauchhammer, Alice Burton, Gerti Tauchhammer<br />

und Mitarbeiter der US-Botschaft<br />

AUSZUG AUS DER<br />

GÄSTELISTE<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/Pobaschnig<br />

Das Team vom<br />

Hotel Imperial<br />

I.E. Priyanee Wijsekera (Sri<br />

Lanka) und I.E. Farouzia<br />

Mebarki (Algerien)<br />

Botschaft von Algerien: I.E: Faouzia<br />

BOUMAIZA MEBARKI • Botschaft von<br />

Kroatien: I.E. Vesna CVJETKOVIC • Botschaft<br />

von Litauen: I.E. Loreta ZAKARE-<br />

VICIENE • Botschaft von Mazedonien:<br />

I.E. Vasilka POPOSKA TRENEVSKA •<br />

Botschaft von Neuseeland: I.E. Deborah<br />

Mary GEELS • Botschaft von Schweden:<br />

I.E. Helen EDUARDS • Botschaft von Sri<br />

Lanka: I.E. Priyanee WIJESEKERA • Botschaft<br />

der USA – Kulturabteilung: Alice<br />

BURTON-KRAUSE<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong> | 11


<strong>SOCIETY</strong> EIGENEVENT<br />

OPERNSTARS IN WIEN<br />

Opernstars<br />

über den<br />

Dächern Wiens<br />

Ganz im Zeichen Russlands stand<br />

das Event in der Kanzlei LANSKY,<br />

GANZGER+partner.<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/Auer<br />

<strong>SOCIETY</strong>, LGP und das Russische<br />

Kulturinstitut luden zum VIP-<br />

Empfang. Anlässlich der Premiere<br />

von Giuseppe Verdis „Il<br />

trovatore“ mit dem russischen<br />

Opernstar Anna Netrebko als „Leonora“<br />

an der Wiener Staatsoper lud <strong>SOCIETY</strong>-<br />

Herausgeberin Gertrud Tauchhammer zusammen<br />

mit Rechtsanwalt Gabriel Lansky<br />

zu einem VIP-Empfang. Eröffnet wurde<br />

der Abend von Igor Nikitin, Gesandter der<br />

Russischen Föderation. Stargast war die<br />

Operndiva Anna Netrebko. Für die musikalische<br />

Umrahmung sorgte die russische<br />

Sopranistin Natalia Pavlova. Das Russische<br />

Kulturinstitut Wien organisierte eine<br />

Pop-up-Ausstellung des Fotografen Michael<br />

Pöhn zum Thema „Aktuelle russische<br />

Sängerinnen und Sänger an der Wiener<br />

Staatsoper“. Kulinarisch verwöhnte die<br />

Starköchin und Gourmetkritikerin Marianna<br />

Orlinkova die Besucher mit Köstlichkeiten<br />

aus ihrer Heimat. Erlesener Wodka<br />

rundete das Get-together ab: Vienna Diplomatic<br />

& Distribution präsentierte ausgewählte<br />

Spezialitäten.<br />

•<br />

12 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


<strong>SOCIETY</strong> EIGENEVENT<br />

OPERNSTARS IN WIEN<br />

Gesandter der russischen<br />

Botschaft, Igor Nikitin<br />

Opernsängerin Natalia<br />

Pavlova<br />

Leiter des russischen<br />

Kulturinstituts<br />

Yury Zaytsev,<br />

Staatsoper-Solistin<br />

Maria Nazarova,<br />

und Aeroflot<br />

Generaldirektor<br />

Vadim Kolomychenko<br />

Yusif Eyvazov mit<br />

Opernstar Anna Netrebko,<br />

Gerald Ganzger und Gerti<br />

Tauchhammer<br />

Horst Mayer (Grand Hotel)<br />

Isabella Gabor (General<br />

Manager vom Internationalen<br />

Belvedere<br />

Gesangswettbewerb)<br />

Schauspieler und<br />

Moderator<br />

Peter Horak<br />

Schauspielerin<br />

Erika Pluhar<br />

Tolle Stimmung herrschte<br />

in den Räumlichkeiten der<br />

Anwaltskanzlei LANSKY,<br />

GANZGER+partner<br />

Andrej Zolotov (Russisches Kulturinstitut),<br />

Natalia Pavlova, Dominique Meyer<br />

(Wiener Staatsoper), Gabriel Lansky, Gerti<br />

Tauchhammer und Fotograf Michael Pöhn<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong> | 13


<strong>SOCIETY</strong> EIGENEVENT<br />

OPERNSTARS IN WIEN<br />

Jusif Eyvazov, Anna Netrebko, Leyla<br />

Gasimova mit Orkhan Ismaylov<br />

Werner Fasslabend<br />

und Gattin, Gerti<br />

Tauchhammer, Claudia<br />

Bandion-Ortner und<br />

Begleitung<br />

S.E. Largaton<br />

Gilbert Outtara (Cote<br />

d‘Ivoire), Vadim<br />

Kolomychenko und<br />

Dominique Meyer<br />

Das Team des Russischen<br />

Kulturinstituts: Svetlana<br />

Nekrasova, Darya Mishina,<br />

Valentina Shevergina und<br />

Andrei Zolotov mit Gerti und<br />

Tanja Tauchhammer und dem<br />

Fotografen Michael Pöhn<br />

AUSZUG AUS DER<br />

GÄSTELISTE<br />

Botschaft von Brasilien: S.E. Ricardo NEIVA<br />

TAVARES • Botschaft von Côte d`Ivoire: S.E.<br />

Largaton Gilbert OUATTARA • Botschaft der<br />

Dominikanischen Republik: S.E. Ramon Andres<br />

QUINONES RODRIGUEZ • Botschaft von<br />

Lettland: S.E. Edgars SKUJA • Botschaft von<br />

Ungarn: S.E. Jànos PERÉNYI • Botschaft von<br />

Russland: Olga MATVEEVA, Maria LOBANO-<br />

VA, Alexy SKOSYREV • Botschaft von Zypern:<br />

S.E. Marios IERONYMIDES • Opernstar Anna<br />

NETREBKO und Gatte Yusif EYVAZOV • Direktor<br />

der Wiener Staatsoper: Dominique MEYER<br />

• Russisches Kulturinstitut: Andrei ZOLOTOV •<br />

Russisches Kulturinstitut: Yury ZAYTSEV Handelsvertretung<br />

der Russischen Förderation:<br />

Alexander POTEMKIN • Honorarkonsulat von<br />

Portugal: Ernst WUNDERBALDINGER<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/Auer<br />

14 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


<strong>SOCIETY</strong> EIGENEVENT<br />

VIP-EMPFANG CHINA<br />

VIP-Empfang:<br />

Begrüßung des<br />

chinesischen Botschafters<br />

<strong>SOCIETY</strong> und LANSKY, GANZGER + partner<br />

luden zu Ehren des chinesischen Botschafters<br />

zu einem feierlichen Empfang.<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/auer<br />

Anlässlich der Neuakkreditierung<br />

des chinesischen<br />

Botschafters Xiaosi Li und<br />

des chinesischen Neujahres,<br />

lud Mag. Gertrud Tauchhammer<br />

zusammen mit Rechtsanwalt Gabriel<br />

Lansky zu einem VIP-Empfang in die<br />

Räumlichkeiten der Rechtsanwaltskanzlei<br />

LANSKY, GANZGER + partner. Das vielfältige<br />

künstlerische Programm reichte<br />

von der Darbietung der „Birnenblüten<br />

Ode“ durch die Mezzosopranistin Xuelin<br />

Kossegg bis zur „Tanzmelodie der<br />

Yi Minderheit“, die den Gästen von der<br />

Pipa-Spielerin Zhehua Wang vorgestellt<br />

wurde. Die Singschule der Musikschule<br />

Wien beschloss den Abend mit dem<br />

Lied „Jasmins Flower“. Unter der Leitung<br />

von Christiane Fischer stellten die jungen<br />

Sängerinnen Katharina Rothen, Michaela<br />

Honauer, Diana Franco Camacho und Sophia<br />

Moser ihr Können unter Beweis. Großes<br />

Highlight war die Enthüllung des<br />

Portraits von Xiaosi Li, ein Geschenk von<br />

Gertrud Tauchhammer an den Botschafter,<br />

angefertigt vom Künstler Johannes<br />

Herberstein. Moderiert wurde der Abend<br />

von Yutong–Yang Ji.<br />

•<br />

16 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


<strong>SOCIETY</strong> EIGENEVENT<br />

VIP-EMPFANG CHINA<br />

Xuelin Kossegg, Yutong<br />

Yang-Ji, Gerti Tauchhammer,<br />

S.E. Li Xiaosi,<br />

Zhehua Wang, Christiane<br />

Fischer und die Mädchen<br />

der Singschule der<br />

Musikschule Wien<br />

La Hong mit<br />

Xuelin Kossegg<br />

Gerald Ganzger, Gerti<br />

Tauchhammer, S.E. Li Xiaosi,<br />

Chunah Urban-Chao, Johannes<br />

Herberstein, Gabriel Lansky<br />

Pipa- Spielerin<br />

Zhehua Wang<br />

Chunah Urban-Chao mit Gästen<br />

Johannes Herberstein<br />

und Gerti Tauchhammer<br />

bei der Enthüllung des<br />

Portraits von S.E. Li Xiaosi<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong> | 17


<strong>SOCIETY</strong> EIGENEVENT<br />

VIP-EMPFANG CHINA<br />

Gerald Ganzger, Xuelin<br />

Kossegg, Gerti Tauchhammer,<br />

Anne-Marie<br />

Aframut, Gabriel Lansky<br />

S.E. Li Xiaosi im<br />

Interview mit<br />

society.tv<br />

Mascha Derler mit<br />

Begleitung, S.E.<br />

Li Xiaosi, Gustav<br />

Trampitsch<br />

Chunah Urban-Chao<br />

mit Gästen der<br />

Veranstaltung<br />

AUSZUG<br />

AUS DER<br />

GÄSTELISTE<br />

Botschaft von Belarus: I.E. Alena KUP-<br />

CHYNA • Botschaft des Malteser Ritterordens:<br />

Birgitta LEONHARD • Botschaft<br />

von Rumänien: Calin Mihnea TANTARE-<br />

ANU • Botschaft der Dominikanischen<br />

Republik: Wendy Alexandra OLIVERO<br />

RIVERA • Botschaft von Sri Lanka: I.E.<br />

Priyanee WIJESEKERA • Hotel Bristol:<br />

Gregor AUER • Denzel Auto AG: Michael<br />

HABEL • Hilton Vienna: Norbert LESSING<br />

• Honorarkonsulat von Jamaika: Robin<br />

Lancelott LUMSDEN • Honorarkonsulat<br />

von Portugal: Ernst WUNDERBALDINGER<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/auer<br />

18 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


SHOPPING DELUXE<br />

TUCHLAUBEN | SEITZERGASSE | BOGNERGASSE<br />

goldenesquartier.com


EIGENEVENT<br />

GREAT SILK ROAD<br />

The Great Silk Road and<br />

the Golden Seasons<br />

<strong>SOCIETY</strong>-Herausgeberin Gertrud Tauchhammer präsentierte<br />

die Länder der Großen Seidenstraße im Hotel Park Hyatt.<br />

Fotos: society/Auer, society/pobaschnig<br />

Unter dem Titel „The Great<br />

Silk Road and the Golden<br />

Seasons“ präsentierten<br />

insgesamt neun Staaten<br />

landestypische Literatur,<br />

Musik, Kunsthandwerk und kulinarische<br />

Köstlichkeiten im Park Hyatt Vienna. Sie<br />

alle eint ihre geografische Lage entlang<br />

der Seidenstraße.<br />

Die antike Seidenstraße bescherte<br />

China in der Vergangenheit ein goldenes<br />

Zeitalter lebhafter, diplomatischer Beziehungen<br />

und wirtschaftlicher Expansion.<br />

Auch Österreich hat großes Interesse an<br />

einem Wiederaufbau und möchte Wien<br />

zur zentralen Drehscheibe dieses Projekts<br />

machen. Diese Pläne nahm <strong>SOCIETY</strong>-<br />

Herausgeberin Gertrud Tauchhammer<br />

zum Anlass, um einen festlichen Abend<br />

im Park Hyatt Vienna auszurichten. Die<br />

teilnehmenden Länder waren Afghanistan,<br />

Aserbaidschan, Iran, Irak, Kasachstan,<br />

Russland, Syrien, Turkmenistan und<br />

Usbekistan. Sie hatten im Rahmen dieser<br />

Veranstaltung die Möglichkeit ihre historische<br />

und kulturelle Bedeutung einem<br />

großen Publikum vorzustellen. Diese, von<br />

Gertrud Tauchhammer ins Leben gerufene<br />

Projektidee wurde nun bereits zum<br />

dritten Mal umgesetzt. Stefan Scholz,<br />

20 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


EIGENEVENT<br />

GREAT SILK ROAD<br />

Musikalische Darbietung von<br />

Künstlern aus dem Iran<br />

S.E. Auday Al-<br />

Khayrallah (Irak)<br />

S.E. Bassam<br />

Sabbagh (Syrien)<br />

Tanja Tauchhammer,<br />

Gerti<br />

Tauchhammer,<br />

S.E. Ebadollah<br />

Molaei (Iran) mit<br />

Mitarbeitern der<br />

Botschaft von Iran<br />

Gerti Tauchhammer,<br />

umringt von S.E. Galib<br />

Israfilov(Aserbaidschan) S.E.<br />

Bassam Sabbagh (Syrien), S.E.<br />

Dimitri Ljubinskij (Russ. Föderation),<br />

S.E. Ebadollah Molaei<br />

(Iran), S.E. Kairat Sarybay<br />

(Kasachstan), S.E. Rustamjan<br />

Khakimov (Usbekistan) und Dr.<br />

Stefan Scholz<br />

Prada Store-Manager<br />

Hermance<br />

Mveto mit<br />

Mitarbeiterin und<br />

Maria Kitsati<br />

Gerti Tauchhammer<br />

mit S.E. Ali Jassim T.<br />

J., Sheikh Al-Thani<br />

(Katar) und Gattin<br />

Leiter der geografischen Planungs- und<br />

Programmangelegenheiten der Österreichischen<br />

Entwicklungszusammenarbeit<br />

sowie designierter Botschafter in den<br />

Iran, hielt die Eröffnungsrede. In dieser<br />

Rede betonte Herr Scholz die historischen,<br />

wirtschaftlichen und interkulturellen Zusammenhänge<br />

zwischen Österreich und<br />

der Seidenstraße: „Wenn wir uns die Ausstellungen<br />

der neun Botschafter ansehen,<br />

ist klar erkennbar, dass die Koevolution<br />

einiger verflochtener Mittelmeergebiete<br />

in Afro-Eurasien die östliche Hemisphäre<br />

durchkreuzt und gegenseitige Veränderungen,<br />

vor allem in der Umwelt, auslöst“.<br />

Weiters geladen wurden namhafte Persönlichkeiten<br />

aus den Bereichen Diplomatie,<br />

Politik und Wirtschaft. Über 30 Botschafter<br />

nahmen an der Veranstaltung teil. Die<br />

Gäste waren von der traditionellen iranischen<br />

Musik von Farnosh Tadayon, Didin<br />

Olyanassab, Alireza Daryaei und Hamid<br />

Moghadam begeistert. Nicht minder jubelte<br />

das Publikum bei dem vom Folklore<br />

Ensemble „Akshama“ aus Kasachstan<br />

vorgestellten Meisterwerk „Balbyraun“,<br />

des berühmten kasachischen Musikers<br />

Kurmangasy. Die kasachische Künstlerin<br />

Leyla Mahat präsentierte zwei ihrer neuesten<br />

Werke. Kooperationspartner dieses<br />

illustren Abends war das Goldene Quartier<br />

Vienna.<br />

•<br />

AUSZUG AUS DER<br />

GÄSTELISTE<br />

Botschaft von Algerien: I.E. Faouzia<br />

BOUMAIZA MEBARKI • Botschaft von<br />

Aserbaidschan: Irada MALIKOVA • Botschaft<br />

der Dominikanischen Republik:<br />

S.E. Ramon Andres QUINONES ROD-<br />

RIGUEZ • Botschaft von Großbritannien:<br />

Kyle MC KINNEY • Botschaft von Irak:<br />

S.E. Auday AL – KHAIRALLA • Botschaft<br />

von Island: I.E. Gréta GUNNARSDÓTTIR<br />

• Botschaft von Mazedonien: I.E. Vasilka<br />

POPOSKA TRENEVSKA • Botschaft von<br />

Usbekistan: Rustamdjan KHAKIMOV •<br />

Öst. Botschaft in Kosovo: Johann BRIE-<br />

GER • Honorarkonsulat von Laos: Johann<br />

PARIZEK • Honorarkonsulat von Barbados:<br />

Dr. Kurt MACH • Goldenes Quartier:<br />

Thomas HAHN<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong> | 21


EIGENEVENT<br />

GREAT SILK ROAD<br />

Das <strong>SOCIETY</strong>-Team: Anya Hubmayer, Karoline Hausmann,<br />

Tanja und Gerti Tauchhammer und Michael Dreer mit Park<br />

Hyatt-Direktorin Monique Dekker und Thomas Hahn<br />

Bei Aeroflot<br />

gab es leckere<br />

russische Pelmeni<br />

und Pieroggi<br />

Stand von<br />

Teekanne mit<br />

Helmut Troger und<br />

Tochter<br />

Stand der irakischen<br />

Botschaft<br />

Stand von Vienna<br />

Diplomatic mit Maria<br />

Kitsati und Maurice<br />

Van Vliet<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/Auer, <strong>SOCIETY</strong>/Pobaschnig<br />

Stand der<br />

Botschaft von Iran<br />

Stand der syrischen<br />

Botschaft<br />

Stand der Botschaft von<br />

Usbekistan<br />

Corinna Preisinger<br />

mit Michael Zach<br />

(Vienna Aircraft<br />

Handling) vor dem<br />

Stand der russischen<br />

Föderation<br />

Gerti Tauchhammer<br />

begrüßt Christoph Meyer<br />

und Freunde<br />

22 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


EIGENEVENT<br />

GREAT SILK ROAD<br />

Stand der aserbaidschanischen<br />

Botschaft<br />

Stand der russischen Botschaft<br />

mit: Corinna Preisinger (Aeroflot),<br />

Ekaterina Kohlhauser (Visit Russia),<br />

Walter Tretenhahn (Eastlink)<br />

Doris Kofler, Gerti<br />

Tauchhammer mit<br />

Andrea Longo<br />

und Familie<br />

Stand der Firma<br />

Kamill Spirits<br />

Gerti Tauchhammer<br />

und S.E. Ghalib Israfilov<br />

(Aserbaidschan)<br />

vor dem Stand von<br />

Kamill-Spirits<br />

Stand der<br />

iranischen Botschaft<br />

Traditionelle Musik<br />

aus Kasachstan<br />

Gerti Tauchhammer<br />

mit Leyla Mahat und<br />

S.E. Kairat Sarybay<br />

(Kasachstan)<br />

Der Stand von<br />

Afghanistan mit<br />

Schmuck aus dem<br />

Kabulshop<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong> | 23


EIGENEVENT<br />

NEW AMBASSADORS<br />

Michael Schwarzinger, S.E.Thomas Hanney (Irland) Monique<br />

Dekker, Gerti Tauchhammer, I.E. Reenu Pall (Indien),<br />

S.E. Lofti Bouchaara (Marokko), I.E. Battungalag<br />

Gankhuurai (Mongolei), S.E. Brendon Charles Hammer<br />

(Australien), S.E. Haytham Adbulmomen Shoja‘aadin<br />

(Jemen), Ricardo Neiva Tavares (Brasilien)<br />

New Ambassadors Welcome<br />

Gertrud Tauchhammer und Monique Dekker luden zum traditionellen<br />

Willkommens-Empfang der neuen Botschafter ins Hotel Park Hyatt<br />

<strong>SOCIETY</strong>-Herausgeberin Gertrud<br />

Tauchhammer und General<br />

Manager des Hotels Park Hyatt,<br />

Monique Dekker, luden anlässlich<br />

der Begrüßung der neuen<br />

Botschafter in Österreich (akkreditiert<br />

seit November 2016) zu einem festlichen<br />

Empfang. Dieses Zusammenkommen<br />

nahm Gertrud Tauchhammer zum Anlass,<br />

die Botschafter einander vorzustellen<br />

und damit ihre Beziehungen enger zu<br />

schnüren. Kulinarisch versorgte die erstklassige<br />

Küche des Park Hyatt die Gäste<br />

mit internationalen Köstlichkeiten. •<br />

I.E. Reenu Pall<br />

(Indien) mit<br />

S.E. Brendon<br />

Charles Hammer<br />

(Australien)<br />

Hermine Schreiberhuber mit I.E.<br />

Battungalag Gankhuurai (Monglei)<br />

und Gerti Tauchhammer<br />

AUSZUG AUS DER<br />

GÄSTELISTE<br />

Botschaft von Australien: S.E. Brendon<br />

Charles HAMMER • Botschaft von Brasilien:<br />

S.E. Ricardo NEIVA TAVARES • Botschaft<br />

von Indien: I.E. Renu PALL • Botschaft von<br />

Irland: S.E. Thomas HANNEY • Botschaft von<br />

Jemen: S.E. Haytham Abdulmomen Hassan<br />

SHOJA’AADIN • Botschaft von Mongolei: I.E.<br />

Battungalag GANKHUURAI • Botschaft von<br />

Marokko: S.E. Lofti BOUCHAARA • Botschaft<br />

von Tunesien: Charge d’Affaire Khalil TAZAR-<br />

KI • designierter Botschafter für Österreich in<br />

Korea: Michael SCHWARZINGER<br />

Das Park-<br />

Hyatt Team mit dem<br />

köstlichen Buffet<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/Pobaschnig<br />

24 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


EIGENEVENT<br />

ALI UND NINO<br />

Baku-Historiker Fuad<br />

Akhundov mit Leyla<br />

Gasimova<br />

80. Jubiläum des<br />

Romans „Ali und Nino“<br />

Im Aserbaidschanischen Kulturzentrum wurde das<br />

Jubiläum des multikulturellen Romans gefeiert.<br />

Die Ausstellung in den Räumlichkeiten des Aserbaidschanischen<br />

Kulturzentrums führte in das Baku der<br />

Zeit von „Ali und Nino“<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/Pobaschnig<br />

Die Direktorin des Aserbaidschanischen<br />

Kulturzentrums<br />

Wien, Leyla Gasimova,<br />

lud in Kooperation mit<br />

<strong>SOCIETY</strong>-Herausgeberin<br />

Gertrud Tauchhammer und dem Cosmopolitan<br />

Club of Vienna zu einer zweitägigen<br />

Veranstaltungsreihe anlässlich<br />

des 80. Jubiläums der Veröffentlichung<br />

des Romans „Ali und Nino“. Der Roman<br />

wurde unter dem Pseudonym Kurban<br />

Said in Wien veröffentlicht und wurde<br />

wahrscheinlich von dem aserbaidschanischen<br />

Autor Essad Bey (ursprünglich Lew<br />

Nussimbaum) verfasst. In dem Werk geht<br />

es um die tragische Liebesgeschichte des<br />

temperamentvollen Muslims Ali und der<br />

schönen georgischen Christin Nino, die<br />

während der Russischen Revolution in<br />

Aserbaidschan spielt.<br />

•<br />

AUSZUG AUS DER<br />

GÄSTELISTE<br />

Botschaft von Algerien: I.E. Faouzia BOU-<br />

MAIZA MEBARKI • Botschaft von Aserbaidschan:<br />

Irada MALIKOVA • Botschaft von<br />

Bangladesch. S.E. Mohammed Abu ZAFAR<br />

• Botschaft der Republik Irak. S.E. Auday<br />

AL-KHAIRALLA • Botschaft von Thailand:<br />

Songsak SAICHEUA • Denzel: Michael HABEL<br />

• Kamill Spirits: Rauf KAMILL<br />

Herausgeber und<br />

Vortragender des Abends,<br />

Hans-Jürgen Maurer<br />

Fuad Akhundov bei seinem<br />

Vortrag über die Geschichte<br />

von „Ali und Nino“<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong> | 25


EIGENEVENT<br />

AUSSTELLUNG TUNESIEN<br />

Tanja und Gerti Tauchhammer mit Marina Sagl<br />

(Veni Creatrix)<br />

Khalil Tazarki, Gesandter der Botschaft von<br />

Tunesien; Khemaies Jhinaoui, Außenminister<br />

von Tunesien; Gertrud Tauchhammer,<br />

Honorargeneralkonsulin von Tunesien;<br />

Andrä Rupprechter, Bundesminister<br />

VIP-Empfang im Zeichen<br />

tunesischer Kunst<br />

Bundesminister Rupprechter und Außenminister von Tunesien,<br />

Khemaies Jhinaoui, eröffneten historische Kunstausstellung.<br />

Eingang der<br />

Nationalbibliothek<br />

Anlässlich des Besuchs von<br />

Khemaies Jhinaoui, Außenminister<br />

der Tunesischen<br />

Republik, luden die Botschaft<br />

der Tunesischen Republik<br />

in Wien, Gertrud Tauchhammer,<br />

Honorargeneralkonsulin von Tunesien,<br />

und Andrä Rupprechter, Minister für<br />

Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und<br />

Wasserwirtschaft, zur Ausstellung „École<br />

de Tunis“ in die Österreichische Nationalbibliothek.<br />

Die namhaften Gäste hatten<br />

an diesem Abend die Möglichkeit, die berühmte<br />

historische Kunstsammlung der<br />

„École de Tunis“ zum ersten Mal in Wien<br />

zu sehen. Gerade in Zeiten großer politischer<br />

Umbrüche sind Veranstaltungen,<br />

die die gemeinsame Verständigung und<br />

den kulturellen Austausch zum Ziel haben,<br />

von fundamentaler Bedeutung. Die<br />

Stimmung des Abends lässt sich am besten<br />

mit den Worten von Pierre Boucherle<br />

(1894-1988), dem Gründer der „École de<br />

Tunis“, beschreiben: „Wir sind alle frei<br />

aber verbunden, ohne religiöse oder ideologische<br />

Diskriminierung. Freundschaft,<br />

Solidarität und Respekt, trotz der Verschiedenheiten.“<br />

•<br />

Sofiane Taieb und Beatrice<br />

Chicanaux, Stand<br />

des Fremdenverkehrsamts<br />

von Tunesien<br />

Dusan Stevlik<br />

bewundert die<br />

ausgestellten<br />

Kunstwerke<br />

Astghik Khanamiryan, armenische<br />

Opersängerin, vor den<br />

historischen Gemälden<br />

AUSZUG AUS DER<br />

GÄSTELISTE<br />

Botschaft der Palästinensischen<br />

Gebiete: SHAFI Salahaldin Abdel<br />

• Botschaft der Republik Jemen:<br />

SHOJA`AADIN Haytham Abdulmomen<br />

Hassan • Botschaft von<br />

Jordanien: AL HUSSEINI Hussam<br />

• Botschaft von Tunesien: CHOUK<br />

Mounir • Botschaft von Tunesien<br />

in Ungarn: Samia Elhem AMMAR •<br />

Botschaft von Guatemala: Antonio<br />

Roberto CASTELLANOS LOPEZ<br />

• Botschaft von Bangladesch:<br />

Mohammed Abu ZAFAR<br />

Fotos: Helga Auer<br />

26 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


EIGENEVENT<br />

KAMERUNFEST<br />

Die Honorarkonsulin<br />

mit den kamerunischen<br />

Gästen<br />

Theodore Mbarga<br />

und Bilek Jimmy<br />

beim Anschneiden<br />

der Torte<br />

Ein Stück Afrika in Wien<br />

In ihrer Funktion als Honorarkonsulin von<br />

Kamerun lud Gertrud Tauchhammer zum<br />

traditionellen Kamerunfest ins Hotel Bristol.<br />

Anlässlich des Nationalfeiertages<br />

von Kamerun lud Gerti<br />

Tauchhammer zu einem feierlichen<br />

Empfang. Highlight des<br />

Abends war – neben der Ansprache der<br />

Honorarkonsulin – das Anschneiden der<br />

köstlichen Bristol-Torte, verziert mit der<br />

Kamerunflagge.<br />

•<br />

AUSZUG AUS DER<br />

GÄSTELISTE<br />

Botschaft von Bosnien und Herzegowina: S.E.<br />

Tomislav LEKO • Botschaft von Brasilien: S.E.<br />

Ricardo NEIVA TAVARES • Botschaft von Irak:<br />

S.E. Auday AL KHAIRALLA • Botschaft von<br />

Kasachstan: S.E. Kairat SARYBAY• Botschaft<br />

von Mazedonien: I.E. Vasilka POPOSKA<br />

TRENEVSKA • Botschaft von Sudan: Maimona<br />

KHALID • Botschaft von Usbekistan: Rustamdjan<br />

KHAKIMOV • BMEIA: Stefan SCHOLZ •<br />

Pfarre Baden-St.Josef: Théodore MBARGA<br />

Pose in den Farben der Kamerun-Flagge:<br />

Martina Fasslabend, Gerti Tauchhammer<br />

und Angelika Scholz<br />

Hermann Kroiher, Prof. Dr. Titus<br />

Leban, Gerti Tauchhammer, Bilek<br />

Jimmy, Yao Raymond Saraka<br />

(Cote d‘Ivoire)<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/Prokofieff<br />

S.E. Ricardo<br />

Neiva Tavares<br />

(Brasilien) mit<br />

I.E. Vasilka Poposka-Trenevska<br />

(Mazedonien)<br />

Dr. Stefan Scholz<br />

(BMEIA), S.E Auday<br />

Al-Khayrallah (Irak),<br />

S.E. Kairat Sarybay<br />

(Kasachstan), Ali Kaan<br />

Orbay (Türkei)<br />

Botschafter Kitano<br />

Mitsuru (UN-Japan),<br />

S.E. Ramon Quinones-<br />

Rodriguez mit Gattin<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong> | 27


DIPLOMATIE<br />

GROSSBRITANNIEN<br />

Kommunikationshotspot:<br />

die Botschaft von<br />

Großbritannien in Wien<br />

<strong>SOCIETY</strong> traf S.E. Botschafter Robert Leigh Turner und<br />

sprach mit ihm über den Brexit und die Wichtigkeit von Social<br />

Media und anderen Kommunikationsmitteln für den Beruf<br />

des Botschafters.<br />

Zu Beginn unseres Interviews,<br />

würde ich Sie<br />

gleich um ein Statement<br />

zum Thema „Brexit“ bitten.<br />

Großbritannien verlässt<br />

zwar die EU, aber nicht Europa– geografisch<br />

gesehen, werden wir genau dort<br />

sein, wo wir immer waren. Wir werden<br />

auch unsere gute und gewinnbringende<br />

Beziehung zu Österreich positiv weiterentwickeln.<br />

Außerdem wird es sicher<br />

weiterhin einen großen Austausch an<br />

Besuchern zwischen Großbritannien und<br />

Österreich geben.<br />

Sie sagen also, dass sich nach dem<br />

Brexit nichts ändern wird?<br />

Nein, ich meine, dass sich die Beziehung<br />

sicher weiterentwickeln wird, aber<br />

es wird auch zukünftig einen großen<br />

Austausch von Touristen und Geschäftsleuten<br />

zwischen den beiden Ländern<br />

Großbritannien und Österreich geben.<br />

Wir sind dann natürlich kein Mitglied<br />

der EU mehr, aber unsere aktuelle Premierministerin<br />

Theresa May [Anmerkung<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/Prochnow<br />

28 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


DIPLOMATIE<br />

GROSSBRITANNIEN<br />

d. Red. Interview fand im Februar <strong>2017</strong> statt] hat<br />

sehr klar kundgetan, dass wir die Kontrolle über<br />

unsere Grenzen haben wollen – das ist ein sehr<br />

wichtiger Teil der Brexit-Verhandlungen. Daraufhin<br />

haben uns die anderen 27 Mitgliedsstaaten<br />

klar gemacht, dass wir – wenn wir diese Kontrolle<br />

haben wollen – nicht mehr Teil des Binnenmarkts<br />

der EU sein können. Aber auf der anderen<br />

Seite wollen wir ein Freihandelsabkommen mit<br />

der EU verhandeln, das für die restliche EU wie<br />

auch für Großbritannien positiv ist. Es soll eine<br />

Win-win-Beziehung für alle sein, denn eine gute<br />

Handelsbeziehung liegt im Interesse der EU-Mitgliedsstaaten,<br />

als auch im Interesse Großbritanniens.<br />

Hinsichtlich des Tourismus, aber vor allem<br />

in Hinsicht auf den Austausch an Kräften für den<br />

Arbeitsmarkt, müssen wir erst neue Regeln aufstellen.<br />

Sie sind seit Herbst 2016 als Botschafter in<br />

Österreich tätig. Können Sie uns etwas über Ihren<br />

Werdegang und Ihre Aufgaben erzählen?<br />

Ich finde es wunderbar, Botschafter in Österreich<br />

zu sein – es ist ein Privileg und eine Ehre.<br />

Ich war von 2008 bis 2012 als Botschafter in Kiew,<br />

Ukraine. Dann war ich vier Jahre lang Generalkonsul<br />

in Istanbul. Die Leitung des Konsulats<br />

in der Türkei ist ein relativ großer Posten. Dort<br />

habe ich mich im Rahmen meiner Tätigkeit mit<br />

wirtschaftlichen Fragen, dem Handel und Investitionen<br />

beschäftigt, und ich hatte auch die Verantwortung<br />

für unsere Wirtschaftsbeziehungen<br />

mit zehn anderen Ländern, vor allem aus dem<br />

mittel- und zentralasiatischen Raum. Nun freue<br />

mich aber sehr darüber, dass ich nach Österreich<br />

zurückkehren durfte. Die bilaterale Beziehung<br />

zwischen Österreich und Großbritannien war<br />

immer sehr wichtig, und wird es auch bleiben.<br />

Die Beziehungen waren auch immer sehr gut –<br />

ich war zuletzt von 1984 bis 1987 in der Botschaft<br />

in Wien tätig – 1986 gab es auch einen Besuch<br />

von Prinz Charles und der Prinzessin von Wales.<br />

Dieser Besuch hat gezeigt, dass die Österreicher<br />

Großbritannien und die Königsfamilie sehr<br />

schätzen, und ich glaube, dass es noch immer so<br />

ist – aber vor allem lieben die Briten Österreich.<br />

Mehr als zwei Millionen Briten besuchen jährlich<br />

Österreich. Ich bin auch der ständige Vertreter<br />

Großbritanniens bei den Internationalen Organisationen<br />

in Wien, und es ist ein erfüllender Job,<br />

beide Funktionen innezuhaben.<br />

Hinsichtlich des Ausstiegs Großbritanniens<br />

aus der EU: dieses Thema wird sicher den größten<br />

Teil Ihrer aktuellen Kommunikationsarbeit<br />

einnehmen. Müssen Sie in diesen Gesprächen<br />

die Menschen von Sorgen befreien?<br />

Meist sind diese Gespräche gefüllt mit Erklärungen<br />

und Erläuterungen. Firmeninhaber<br />

fragen, was die nächsten Schritte sein werden.<br />

Aber die Beziehungen zu den wichtigen Kontakten<br />

in der Politik, Industrie und Wirtschaft sind<br />

auf einem sehr freundlichen Niveau, denn die<br />

CURRICULUM<br />

VITAE<br />

S.E. ROBERT LEIGH<br />

TURNER wurde am 13. März<br />

1958 geboren. Er wuchs<br />

in Nigeria, Lesotho und<br />

Swasiland auf. Leigh Turner<br />

hat einen Sohn und eine<br />

Tochter. Er studierte an der<br />

Cambridge Universität. Von<br />

2012 bis 2016 war er als<br />

Honorargeneralkonsul und<br />

Generaldirektor für Handel<br />

und Investment des Vereinigten<br />

Königreichs für den<br />

Raum Türkei, den südlichen<br />

Kaukasus und Zentralasien,<br />

in Istanbul tätig. 2008 bis<br />

2012 war er als Botschafter<br />

in Kiew. 2006 bis 2008<br />

arbeitete er als Direktor der<br />

Abteilung für Überseegebiete<br />

des Ministeriums für<br />

auswärtige Angelegenheiten<br />

und Commonwealth-Fragen<br />

(FCO) des Vereinigten Königreichs.<br />

1998 bis 2002 war<br />

er als Berater in Bonn für<br />

den Bereich EU/Wirtschaft<br />

tätig. Von 1995 bis 1998 war<br />

er stellvertretender Leiter<br />

der Hong Konger-Abteilung<br />

des Ministeriums für auswärtige<br />

Angelegenheiten und<br />

Commonwealth-Fragen<br />

(FCO) des Vereinigten<br />

Königreichs. 1992 bis 1995<br />

war er Erster Sekretär der<br />

Botschaft in Moskau. 1984<br />

bis 1987 war er Zweiter<br />

Sekretär der Botschaft in<br />

Wien.<br />

»Großbritannien<br />

verlässt zwar<br />

die EU, aber<br />

nicht Europa.<br />

«<br />

INFO<br />

S.E. Robert Leigh Turner ist<br />

als @leighturnerFCO auf<br />

Twitter und als<br />

leighturnerFCO auf Instagram<br />

zu finden. Seinen Blog<br />

findet man unter: http://<br />

blogs.fco.gov.uk/leighturner/.<br />

Leute arbeiten alle sehr professionell. Sicherlich<br />

ist der Brexit ein wichtiger Teil der Arbeit hier<br />

in Wien, und wir arbeiten sehr eng mit unseren<br />

österreichischen Partnern zusammen, um zu<br />

verstehen wie die Österreicher zu diesen Fragen<br />

stehen, und um zu besprechen wie es weiter voran<br />

gehen kann. Ich möchte auch intensiv mit<br />

österreichischen Firmen zusammenarbeiten. Ich<br />

habe viele Kontakte in dieser Hinsicht, die auch<br />

weiterhin investieren wollen, und davon ausgehen,<br />

dass es zu keinen Problemen für sie kommen<br />

wird. Es gibt viele große Firmen, die trotz<br />

des Referendums im letzten Jahr, große Investitionen<br />

in Großbritannien angekündigt haben.<br />

Zum Beispiel baut Nissan seine Autoproduktion<br />

von 500.000 auf 600.000 Einheiten pro Jahr aus;<br />

Google baut einen neuen Campus, und es wird<br />

anstatt der momentanen 4.000 Mitarbeiter 7.000<br />

Mitarbeiter geben. Auch Facebook wird 300 neue<br />

Mitarbeiter einstellen. Es gibt eine Reihe solcher<br />

wichtiger Entscheidungen. Ich bin in mehreren<br />

österreichischen Firmen gewesen, und möchte<br />

mit Ihnen zusammenarbeiten, damit der Ausgang<br />

ein positiver ist – und ich bin zuversichtlich.<br />

Möchten Sie zu Ihren Aufgaben hier in Österreich<br />

noch etwas hinzufügen?<br />

Ich versuche auf allen Ebenen möglichst enge<br />

Verbindungen zwischen Großbritannien und der<br />

EU zu fördern. Wir müssen erklären, worum es<br />

uns in Großbritannien geht, was uns wichtig ist.<br />

Dafür benutzen wir die traditionellen Mittel wie<br />

Gespräche und Interviews. Ebenso nutzen wir die<br />

Neuen Medien sehr stark – wir haben hier in der<br />

Botschaft einen Twitter-Account. Ich selbst führe<br />

auch ein Konto auf Twitter und auf Instagram. So<br />

habe ich die Reihe „Keen on Wien“ ins Leben gerufen,<br />

die zeigen soll, wie sehr ich Wien schätze.<br />

Ich habe auch einen Blog, auf dem ich über die<br />

großen Unterschiede der einzelnen Bundesländer<br />

in Österreich schreibe.<br />

Was sind Ihre nächsten großen Aufgaben<br />

hier in Österreich?<br />

Es gibt immer wichtige Besuche auf hoher<br />

Ebene. So haben wir im September 2016 unseren<br />

Außenminister hier gehabt. In den nächsten<br />

Jahren werden wir mit der Entwicklung unserer<br />

Beziehung zu den Vereinten Nationen allerhand<br />

zu tun haben – hier fällt beispielsweise das Nuklearabkommen<br />

mit dem Iran hinein. Großbritannien<br />

tut auch sehr viel gegen moderne Sklaverei.<br />

In Bezug auf Menschenhandel unternehmen wir<br />

sowohl bi – als auch multilateral sehr viel. Hier<br />

arbeiten wir auch eng mit unseren österreichischen<br />

Partnern im Bereich der Sicherheit zusammen,<br />

und ebenso ist hier das United Nations Office<br />

on Drugs and Crime äußerst wichtig für uns.<br />

Ich denke, dass man mit internationalen Partnern<br />

sehr viel gegen dieses globale Problem tun<br />

kann. Auf der bilateralen Seite, werden wir in der<br />

kommenden Zeit sehr stark mit dem Thema<br />

„Brexit“ beschäftigt sein.<br />

•<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong> | 29


DIPLOMATIE<br />

KOLUMBIEN<br />

“Colombia is a place<br />

to be happy”<br />

<strong>SOCIETY</strong> spoke with the Ambassador of Colombia H.E. Jaime<br />

Alberto Cabal Sanclemente regarding the reopening of the<br />

Austrian Embassy in Bogotá, the main projects in the economic<br />

bilateral relations and the Peace Agreement with the FARC<br />

armed group.<br />

Last year Austria reopened<br />

its Embassy in Bogota. Since<br />

then, the embassy and the<br />

Austrian Chamber of Commerce<br />

are sharing the same<br />

building. What are the new<br />

chances for Austria in Colombia?<br />

I would like to begin by highlighting<br />

that right now is the best moment for the<br />

relationship between Austria and Colombia,<br />

because of several achievements in<br />

the last two years.<br />

The reopening of the Austrian Embassy<br />

in Bogota is a strong signal sent<br />

from your Government to ours, as was<br />

the State Visit of former Austrian President<br />

Dr. Heinz Fischer with a large delegation<br />

of more than 90 people from the<br />

cultural, tourism, and industrial sectors.<br />

Another achievement has been the close<br />

relationship between both foreign affairs<br />

ministers. However, the most important<br />

issues are the increasing business and<br />

economic relations, especially the new<br />

investments of Austrian companies in<br />

Colombia. Countries and businessmen<br />

are very interested in our economy, as we<br />

are current leaders in the economic sector<br />

in Latin America. Furthermore, there<br />

are new challenges in the development of<br />

Fotos: SOCIET/Mikes<br />

30 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


DIPLOMATIE<br />

KOLUMBIEN<br />

rural territories, especially for agricultural projects,<br />

as a result of the signing of a Peace Agreement<br />

with the FARC armed group.<br />

The visit of former Austrian President Dr.<br />

Heinz Fischer was nearly one year ago. Are there<br />

already results / projects of the delegation?<br />

During the State Visit of former Austrian<br />

President Dr. Heinz Fischer, we arranged a very<br />

successful networking forum for Colombian and<br />

Austrian entrepreneurs. Also, Colombia signed<br />

the Trade Agreement with the EU, which gives us<br />

new chances and opportunities. However, three<br />

European countries still have to ratify the agreement<br />

(Austria, Greece and Belgium). The question<br />

is, who is going to take more advantage of the<br />

trade agreement, because the Austrian companies<br />

are waiting for the ratification.<br />

There are many opportunities for export and<br />

investments with special conditions because, after<br />

the ratification, Colombia wants to offer Austria<br />

a special project to eliminate double taxation<br />

making Austria the main benefactor of this<br />

agreement.<br />

What are the main projects in the economic<br />

bilateral relations between Colombia and Austria?<br />

In the next 20 years, Colombia is going to invest<br />

one billion Euros in the improvement of its<br />

infrastructure, making it a sector with big potential.<br />

For instance, bridges, expressways, ports and<br />

the like will be built.<br />

In regards to specific Austrian companies,<br />

there are already several investments planned.<br />

For example, the company “Strabag” wants to<br />

increase its investment in infrastructure, “Doppelmayr”<br />

already invested in two Colombian<br />

projects in the last two years and is planning to<br />

invest even more.<br />

What is the trade balance between Austria<br />

and Colombia?<br />

With the information from 2015, the trade<br />

balance is about 200 million Euros. More or less<br />

75 percent are exports from Austria to Colombia<br />

and about 25 percent are exports from Colombia<br />

to Austria. The main products exported from<br />

»We are currently<br />

the leader in<br />

the economic<br />

sector of Latin<br />

America.<br />

«<br />

Jaime<br />

Alberto<br />

Cabal<br />

Sanclemente<br />

CURRICULUM<br />

VITAE<br />

H.E. Jaime Alberto Cabal<br />

Sanclemente studied Industrial<br />

Engineering at the<br />

Javeriana University in Bogota<br />

and made his Master<br />

in Economy at the American<br />

University in Washington<br />

D.C.. 1999-2000 he<br />

was Minister of Economic<br />

Development (Tourist, Industry<br />

and Commerce) as<br />

well as Minister-Delegate<br />

for Labor, Agriculture and<br />

Foreign Trade. From 2001<br />

- 2002 he was President<br />

of the company Danaranjo<br />

S.A.. 2002 - 2011 he was<br />

President of the Hotel and<br />

Tourism Association of<br />

Colombia (COTELCO).<br />

2011 - 2014 he was Ambassador<br />

of Colombia to<br />

Korea and non-resident<br />

Ambassador to the<br />

Philippines and Mongolia.<br />

Since 2014 he is Ambassador<br />

of Colombia to Austria<br />

and non-resident Ambassador<br />

to Croatia, Slovakia,<br />

Slovenia, Hungary, Czech<br />

Republic, Serbia and<br />

Montenegro and Permanent<br />

Representative to the<br />

United Nations Office and<br />

other International Organizations<br />

based in Vienna.<br />

Ambassador H.E-<br />

Jaime Alberto Cabal<br />

Sanclemente speaking<br />

to Gerti Tauchhammer<br />

Colombia to Austria are coffee, exotic fruits, garments<br />

and also raw materials for the Austrian<br />

industry, with an increasing number of products<br />

that we would like to export in the near future<br />

like chemical products and leather. The main<br />

products that are imported by Colombia from<br />

Austria are machinery, chemical products, textiles<br />

and cars, as well as technology in optical and<br />

medical sectors.<br />

At least 50 percent of the energy in Colombia<br />

is produced by hydraulic power. In fact, it is produced<br />

with the use of Austrian Turbines, from<br />

the company “Andritz Turbines”. Furthermore,<br />

many Austrian companies are represented in our<br />

country. For example: “Red Bull”, “Swarovski”<br />

and “Haas”, as well as “Voest Alpine” and “Novomatic”<br />

just to name a few.<br />

Since 1964, more than 220.000 people died<br />

in the inner Colombian conflicts. It is outstanding<br />

that President Juan Manuel Santos Calderon<br />

achieved a Peace Agreement with the FARC<br />

armed group. Now there are peace talks with<br />

the ELN armed group. What are your thoughts<br />

regarding these political circumstances?<br />

Actually this question enables me to explain<br />

that the biggest challenge for the Government<br />

of Colombia was the signing of this peace agreement.<br />

In the past, former presidents attempted<br />

to negotiate with the FARC armed group. This<br />

process opened a path for President Santos, who<br />

was convinced that this conflict could come to an<br />

end, and never lost faith in the positive result. Finally,<br />

he was successful.<br />

Currently, our country is changing. The economy<br />

is growing and welfare is improving. Before<br />

President Santos ends his term, he has begun negotiations<br />

with the ELN armed group as well. Our<br />

most important aim is to have long lasting peace.<br />

Before coming to Vienna, you have already<br />

been Minister of Economic Development in Colombia,<br />

Ambassador of Colombia to the Republic<br />

of Korea and non-resident Ambassador to the<br />

Philippines and Mongolia. How have your experiences<br />

been so far?<br />

For two years, in 1999 and 2000 I worked as<br />

Minister in Colombia, which I enjoyed very much<br />

because if you really want to be of service to your<br />

country this position is ideal. Being Minister, I<br />

was able to implement various projects on tourism,<br />

small and medium sized enterprises and different<br />

laws to strengthen the industry and trade<br />

in Colombia.<br />

I also spent three years as Ambassador to Korea.<br />

As you know, Colombia was the only Spanish<br />

speaking country that helped the South Korean<br />

Republic during the war. So we have good<br />

relations and also a good business exchange. I am<br />

very glad for having the opportunity to experience<br />

different cultures and different people. Living<br />

in different countries is very special and I am<br />

very thankful.<br />

•<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong> | 31


OSZE<br />

KOMMENTAR<br />

OSZE-Vorsitz hält<br />

Österreich in Atem<br />

Der Vorsitz in der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit<br />

in Europa (OSZE) bedeutet in unserer politisch turbulenten<br />

Zeit eine große Herausforderung. Aktuelle Konflikte wie jener in<br />

der Ukraine erfordern diplomatisches Fingerspitzengefühl und<br />

Aktionsstärke. Österreich hat einen Härtetest zu bestehen.<br />

In der einjährigen Periode an der<br />

Spitze der OSZE gilt es die laufenden<br />

Aktivitäten des vorangegangenen<br />

deutschen Vorsitzes<br />

fortzuführen und zugleich eigene<br />

Akzente zu setzen. Für die Bewältigung<br />

dieser Aufgaben hat sich Österreich<br />

durch die Installierung einer Doppelspitze<br />

gerüstet. Die Ständige Vertretung ist<br />

auf die politische Arbeit fokussiert und<br />

vertritt Österreich in den OSZE-Gremien.<br />

Die OSZE-Abteilung im Außenamt agiert<br />

als Task Force und steuert die Vorsitzaktivitäten<br />

mit der Ressortspitze.<br />

Inhaltlich hat OSZE-Vorsitzender Außenminister<br />

Sebastian Kurz drei Prioritäten<br />

gesetzt: Entschärfung bewaffneter<br />

Konflikte, Kampf gegen Radikalisierung<br />

und gewaltsamen Extremismus, Vertrauensbildung.<br />

Nach den Worten von<br />

Botschafter Clemens Koja, Leiter der<br />

Ständigen Vertretung, stellt die Ukraine-<br />

Krise „eine riesige Herausforderung“ dar.<br />

Österreich komme hierbei im Vorsitz besondere<br />

Verantwortung zu.<br />

Botschafter Koja bei der OSZE-Konferenz<br />

•<br />

Ukraine-Monitoring, eine<br />

gewaltige Mission<br />

Die Bemühungen um die Ukraine wurden<br />

intensiviert. Dass Kurz zum Vorsitz-<br />

Auftakt an die ostukrainische Kontaktlinie<br />

reiste, um sich ein Bild zu machen<br />

und mit betroffenen Menschen zu reden,<br />

war laut Koja „ein wichtiges Signal“. Inzwischen<br />

wurde die Verlängerung der<br />

Beobachtungsmission SMM beschlossen,<br />

inklusive Aufstockung der Monitore auf<br />

rund 800 und Verbesserung der technischen<br />

Ausrüstung sowie die Aufstockung<br />

des Jahresbudgets auf 100 Mio. Euro.<br />

Nach dem Tod eines US-Mitarbeiters der<br />

SMM verabschiedeten die 57 Teilnehmerstaaten<br />

eine gemeinsame Erklärung,<br />

welche den Vorfall klar verurteilte sowie<br />

eine unabhängige Untersuchung des Vorfalls<br />

und ein Zur-Verantwortung-Ziehen<br />

der Schuldigen forderte.<br />

Außenminister Kurz wies darauf hin,<br />

dass die Beobachter, die den Waffenstillstand<br />

überwachen und protokollieren,<br />

von unzähligen Verletzungen berichten.<br />

Der OSZE-Sonderbeauftragte für die Ukraine,<br />

Martin Sajdik, hob in einem Gespräch<br />

mit der APA hervor, dass die OSZE<br />

mit ihrem Einsatz Menschenleben gerettet<br />

habe. Der Spitzendiplomat warnte davor,<br />

den Konflikt um die Ostukraine und<br />

die Krim als eingefrorenen Konflikt zu<br />

betrachten. Hier gehe es um ein großes<br />

europäisches Territorium und rund fünf<br />

Millionen betroffene Menschen.<br />

•<br />

Kurz zur UNO und in<br />

Konfliktgebiete<br />

Im Februar reiste der OSZE-Vorsitzende<br />

nach New York, um den neuen UNO-Generalsekretär<br />

Antonio Guterres zu treffen<br />

und den UNO-Sicherheitsrat über die<br />

Vorhaben Österreichs zu informieren. Dabei<br />

ging es auch um eine Vertiefung der<br />

institutionellen Kooperation zwischen<br />

den Vereinten Nationen und der OSZE. Im<br />

Krisen- und Konfliktmanagement hat sich<br />

die Zusammenarbeit zwischen den beiden<br />

Organisationen immer wieder bewährt.<br />

Fotos: bmeia dragan tatic<br />

32 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


OSZE<br />

KOMMENTAR<br />

Ausdruck des österreichischen OSZE-Engagements<br />

ist die rege Reisetätigkeit von Außenminister<br />

Kurz in Krisenregionen. Nach dem Lokalaugenschein<br />

an der ukrainischen Frontlinie zu<br />

Jahresbeginn traf er in Kiew Spitzenpolitiker und<br />

in Moskau Außenminister Sergej Lawrow, mit<br />

dem es kurz darauf bei der Münchner Sicherheitskonferenz<br />

ein Wiedersehen gab. Es folgten Reisen<br />

nach Georgien (Südossetien- bzw. Abchasien-Konflikt),<br />

Moldau (einschließlich eines Besuchs in<br />

Transnistrien), später nach Mazedonien und Serbien<br />

(Thema Balkan-Flüchtlingsroute). Altbundespräsident<br />

Heinz Fischer reiste in Kurz’ Auftrag<br />

in den Südkaukasus, nach Georgien, Armenien<br />

und Aserbaidschan (Nagorny-Karabach-Konflikt).<br />

•<br />

Kampf gegen Radikalisierung und<br />

gewaltsamen Extremismus<br />

Die Bekämpfung von Radikalisierung und<br />

gewaltsamen Extremismus ist ebenfalls ein<br />

Kernthema des österreichischen OSZE-Vorsitzes.<br />

Der Terrorexperte Peter Neumann wurde zum<br />

Sonderbeauftragten ernannt. Im Fokus steht die<br />

Erforschung des Phänomens in der Jugend und<br />

im Lichte der jüngsten Migrationswelle. Regionale<br />

Workshops werden organisiert – in Westeuropa,<br />

in der Schwarzmeer-Region, im Westbalkan<br />

(Sarajewo) und in Zentralasien (Almaty). Die Erkenntnisse<br />

und Empfehlungen werden auf einer<br />

Anti-Terrorismuskonferenz in Wien eingebracht.<br />

Die dritte Priorität des Vorsitzes richtet sich<br />

auf die Wiederherstellung von Vertrauen zwischen<br />

den Staaten und der Bevölkerung in die<br />

eigenen Regierungen. Noch 2010 sei die OSZE für<br />

einen gemeinsamen Wirtschaftsraum eingetreten.<br />

Doch sei in den letzten Jahren eine gegenläufige<br />

Entwicklung eingetreten – wirtschaftliche<br />

Zersplitterung und Instrumentalisierung des<br />

Handels durch die Politik, heißt es in einem österreichischen<br />

OSZE-Papier.<br />

•<br />

Vakanzen bei OSZE-Spitzenposten<br />

Der OSZE-Vorsitz sieht sich mit schwierigen<br />

Postenbesetzungen konfrontiert. Seit Mitte März<br />

ist die Funktion des Beauftragten für Medienfreiheit<br />

vakant. Nach Auslaufen des – ausnahmsweise<br />

verlängerten – Mandats der Bosnierin Dunja<br />

Mijatovic konnten sich die 57 Staaten bislang<br />

nicht auf eine Nachfolge einigen. 2016, unter<br />

dem deutschen Vorsitz, scheiterte trotz einer<br />

Reihe geeigneter Kandidaten der erforderliche<br />

Konsens. Jetzt bemühe man sich mit neuen Kandidaten<br />

um eine Einigung, verlautet aus dem Außenamt.<br />

Die Nachbesetzung ist dringlich, zumal<br />

in einigen OSZE-Staaten die Presse großem Druck<br />

ausgesetzt ist.<br />

Vakant ist ferner der Posten des Hohen Kommissars<br />

für Nationale Minderheiten. Eine Blockade<br />

verhinderte auch in diesem Fall bisher eine<br />

Nachfolgelösung. Das ist aber noch nicht alles.<br />

Für zwei Spitzenfunktionäre der OSZE geht zur<br />

Jahresmitte die Amtszeit zu Ende: für OSZE-Generalsekretär<br />

Lamberto Zannier und den Direktor<br />

des OSZE-Büros für Demokratische Institutionen<br />

und Menschenrechte (ODIHR), Michael Georg<br />

Link.<br />

Im Umbruch sind einige Feldmissionen der<br />

OSZE, die vor allem in ehemaligen Sowjet-Republiken<br />

stationiert sind. Insgesamt 16 Feldmissionen<br />

gab es bisher. Auf Druck der jeweiligen Regierungen<br />

wurden bzw. werden die OSZE-Missionen in<br />

Kasachstan, Kirgisien und Tadschikistan verkleinert.<br />

Die Mission in Aserbaidschan wurde vor einigen<br />

Jahren geschlossen, dasselbe Schicksal könnte<br />

in absehbarer Zeit jene in Armenien treffen.<br />

•<br />

OSZE-Kritik an Abwicklung des<br />

Türkei-Referendums<br />

Wahlbeobachtung gehört im Sinne der Demokratiekontrolle<br />

ebenfalls zu den Aufgaben der<br />

OSZE. Das umstrittene Verfassungsreferendum<br />

in der Türkei gab zuletzt Anlass für Kritik. Die<br />

Entscheidung der Wahlkommission, ungestempelte<br />

Wahlzettel zuzulassen, verstieß laut OSZE-<br />

Beobachtern gegen türkisches Recht. ODIHR-Direktor<br />

Link kritisierte die fehlende Überwachung<br />

bei der Stimmabgabe von Türken im Ausland; allerdings<br />

hatte die OSZE dazu kein Mandat.<br />

Bilateral gestalten sich die Beziehungen zwischen<br />

Österreich und der Türkei derzeit als<br />

schwierig. Dies wirkt sich dem Vernehmen nach<br />

nicht negativ auf die Kooperation in der OSZE<br />

aus. Die Türkei leiste dem österreichischen Vorsitz<br />

in der Sicherheitsorganisation konstruktive<br />

Unterstützung.<br />

•<br />

Im Trio mit Deutschland und Italien<br />

Vom vorangegangenen deutschen OSZE-Vorsitz<br />

hat Österreich wichtige laufende Agenden<br />

übernommen. In Sachen Wirtschaftskooperation<br />

konnte Deutschland einige Erfolge verbuchen.<br />

Beim OSZE-Ministerrat in Hamburg, wo die Stabübergabe<br />

erfolgte, wurde der Anstoß für einen<br />

strukturierten Dialog im Sicherheitsbereich<br />

gegeben. Österreich richtete eine Informelle Arbeitsgruppe<br />

dazu ein, an deren Sitzungen Sicherheitsexperten<br />

teilnehmen. 2018 wird Italien im<br />

OSZE-Vorsitz auf Wien folgen.<br />

Es ist müßig, zur Halbzeit des österreichischen<br />

Vorsitzjahres Bilanz ziehen zu wollen. Zu vielfältig<br />

und komplex sind die Aufgaben der Organisation,<br />

Kurzzeitlösungen sind in den prolongierten<br />

Konflikten nicht möglich, die Entscheidungsfindung<br />

ist unter den 57 OSZE-Staaten auf Grund<br />

des Konsensprinzips ein langwieriger Prozess.<br />

In jedem Fall ist die OSZE dank ihrer Präsenz in<br />

den Konfliktherden Europas von unschätzbarem<br />

Wert – ein wichtiges Dialogforum zwischen dem<br />

Westen und Russland, wie der heutige deutsche<br />

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in<br />

Hamburg betonte.<br />

•<br />

TEXT: Hermine Schreiberhuber<br />

»In jedem Fall<br />

ist die OSZE<br />

dank ihrer<br />

Präsenz in den<br />

Konfliktherden<br />

Europas von<br />

unschätzbarem<br />

Wert.<br />

«<br />

Hermine<br />

Schreiberhuber<br />

FACTS<br />

OSZE<br />

In der OSZE übernimmt<br />

jeweils ein Staat für ein<br />

Jahr den Vorsitz. Diesem<br />

kommt eine zentrale Rolle<br />

in der Steuerung der Arbeit<br />

sowie der Vertretung der<br />

Organisation nach außen<br />

zu. Der Außenminister des<br />

Vorsitzlandes fungiert dabei<br />

als «Chairperson in Office»<br />

(amtierender Vorsitzender).<br />

Die Tatsache, dass<br />

in der OSZE die Entscheidungen<br />

im Konsens der<br />

57 teilnehmenden Staaten<br />

gefasst werden, macht den<br />

Vorsitz zu einer besonderen<br />

diplomatischen Herausforderung.<br />

Österreich wurde<br />

beim OSZE-Ministerrat in<br />

Basel im Dezember 2014<br />

von den teilnehmenden<br />

Staaten damit betraut, im<br />

Jahr <strong>2017</strong> den Vorsitz in<br />

der OSZE zu übernehmen.<br />

Österreich folgt damit<br />

Deutschland, das den<br />

Vorsitz 2016 innehatte und<br />

ist nun nach dem Vorsitz im<br />

Jahr 2000 zum zweiten Mal<br />

in dieser verantwortungsvollen<br />

und wichtigen Position.<br />

Der Vorsitz in der OSZE<br />

hat vielfältige Aufgaben<br />

und ist damit ein zentraler<br />

politischer Akteur.<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong> | 33


·<br />

GESELLSCHAFT<br />

PORTRÄT<br />

Baron Vinzenz von<br />

Stimpfl-Abele mit Karl<br />

von Habsburg<br />

Wofür Ritter heute<br />

kämpfen<br />

Baron Vinzenz von Stimpfl-Abele, der neue Prokurator<br />

des „St. Georgs-Ordens“, über Tradition, Werte<br />

und karitative Projekte.<br />

CURRICULUM<br />

VITAE<br />

Baron Vinzenz von<br />

Stimpfl-Abele ist hauptberuflich<br />

als Kommunikationsexperte<br />

und<br />

strategischer Berater für<br />

Unternehmen, Institutionen<br />

und Politik bei der Firma<br />

Newcleus tätig. Seit <strong>2017</strong><br />

hat er die Stelle des Prokurators<br />

des St. Georgs-<br />

Ordens inne.<br />

D<br />

ie Geschichte des „St. Georgs-Ordens“<br />

reicht bis ins Jahr 1308 zurück, als<br />

Kaiser Heinrich VII. den „Orden des<br />

Alten Adels“ (später „Orden der vier<br />

römischen Kaiser“) stiftete, der als<br />

Vorgänger des heutigen Ordens bezeichnet werden<br />

kann.<br />

Nachdem Karl von Habsburg im Jahr 2011 die<br />

Funktion des Großmeisters übernommen hat,<br />

setzt der Orden unter dem geänderten Namen „St.<br />

Georgs-Orden“, seine jahrhundertelange Tätigkeit<br />

fort. Der St. Georgs-Orden vertritt wertkonservative,<br />

wirtschaftsliberale Werte und bekennt sich zu<br />

einer umfassenden Landesverteidigung. „Aber es<br />

gehört noch viel mehr dazu“, betont Baron Vinzenz<br />

von Stimpfl-Abele und erklärt: „Wir sind ein<br />

Orden des Hauses Habsburg-Lothringen und fühlen<br />

uns mit dessen Werten, Haltungen und Traditionen<br />

verbunden. Und wir sind ein europäischer<br />

Orden. Das heißt, wir denken und agieren über<br />

den nationalistischen Tellerrand hinaus. Allerdings<br />

vergessen wir dabei nie unsere Vaterländer<br />

und deren Identitäten.“ Der neue Prokurator gibt<br />

zu bedenken: „Natürlich hat Mitteleuropa in diesem<br />

Kontext eine zentrale Bedeutung, jedoch immer<br />

im Sinne eines durch gemeinsame Werte und<br />

Geschichte verbundenen Europas. Gerade in Anbetracht<br />

einer krisengeschüttelten Europäischen<br />

Union, des Vertrauensverlustes, den viele Institutionen<br />

und vor allem Parteien aktuell erleben, wird<br />

das – und damit alles wofür unser Orden steht –<br />

immer wichtiger.“ Der St. Georgs-Orden versteht<br />

sich als politischer Orden. „In Zeiten wie diesen<br />

ist es auch wichtiger denn je, dass es eine Organisation<br />

gibt, die in Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur<br />

und Politik mit offenem Visier und entschlossen<br />

für klare Werte eintritt. Bei diesem Engagement<br />

lege ich größten Wert auf eine Äquidistanz des Ordens<br />

zu politischen Parteien“, so der Prokurator.<br />

Die Damen und Ritter des St. Georgs-Ordens<br />

erfüllen eine Vielzahl von karitativen Aufgaben,<br />

welche in den Ordensprinzipien festgelegt sind.<br />

Gemäß seiner Hauptaufgabe, „der Bekämpfung<br />

des achtfachen Elends – Krankheit und Verlassenheit,<br />

Heimatlosigkeit und Hunger, Lieblosigkeit<br />

und Schuld sowie Gleichgültigkeit und Unglaube<br />

– bemüht sich der Orden dort zu helfen wo Hilfe<br />

gebraucht wird“, sagt Baron Vinzenz von Stimpfl-<br />

Abele. So reicht das Engagement unter anderem<br />

von Armutsbekämpfung über Katastrophenhilfe<br />

bis hin zu Hilfe bei Einzelschicksalen. Besonders<br />

hervorzuheben sind in diesem Kontext das Projekt<br />

für die von der Erdbebenkatastrophe betroffene<br />

italienische Gemeinde Amatrice, oder das Projekt<br />

zur Beseitigung von Landminen in Kroatien. Darüber<br />

hinaus gibt es auch eine Vielzahl an karitativen<br />

Initiativen in Österreich, die vom St. Georgs-<br />

Orden unterstützt werden.<br />

•<br />

Foto: R. Strutz, c. kahlfuss<br />

34 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


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DIPLOMATIE<br />

MAROKKO<br />

„Looking for more<br />

exchange between<br />

Morocco and Austria“<br />

<strong>SOCIETY</strong> spoke to Mr Aziz Rabbah, Minister of Energy, Mines<br />

and Sustainable Development of Morocco, about current<br />

infrastructure projects and the “Vienna Energy Forum”.<br />

What are the biggest<br />

challenges<br />

Morocco faces<br />

infrastructurewise<br />

in order to<br />

further develop<br />

its role as an economic hub and as a tourist<br />

destination?<br />

Morocco has decided to accelerate the<br />

development of its infrastructure in the<br />

next twenty years. Today, our achievements<br />

are remarkable. We have greatly<br />

invested in basic infrastructure such as<br />

motorways, railways, airports, ports, and<br />

even in hydraulic infrastructures. Yet,<br />

we remain aware that to be an emerging<br />

country with all its facets, we must further<br />

accelerate the development of these<br />

infrastructures to fuel this emergence. In<br />

other words, what normally is to be done<br />

in 50 years, we have to do in two decades.<br />

That is to say that by 2035, we have to<br />

double the infrastructures, strengthen<br />

the motorway network, reinforce the rail<br />

network and even triple the capacity of<br />

airports and ports. I would like to point<br />

out that it is a strategy displayed and a<br />

voluntary choice to consistently develop<br />

the competitiveness of the national economy.<br />

In this respect, I can give you figures<br />

that might be of interest to you: the<br />

investments planned only for transport<br />

infrastructure for the next twenty years<br />

are estimated at more than 600 billion<br />

dirhams, which equals about 60 billion<br />

Euros. It is also noteworthy that Morocco<br />

will invest around 20 billion Euros in hydraulic<br />

infrastructure in order to deal<br />

with water issues, while 30 billion Euros<br />

of investments will be devoted to renewable<br />

energies. In other words, investments<br />

in the renewable energy, hydraulic and<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/Pobaschnig<br />

36 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


DIPLOMATIE<br />

MAROKKO<br />

transport infrastructure sectors will easily reach<br />

the 110-billion-euro mark.<br />

Will there be a partnership with Austria in<br />

this context?<br />

First of all, I would like to point out that the<br />

economic relations between Morocco and Austria<br />

are clearly progressing. We are looking at having<br />

more exchange between the two nations in the<br />

years to come. Moreover, several Austrian companies<br />

are interested in investing in Morocco. Currently,<br />

two Austrian companies operate in the<br />

field of energy and in other sectors in Morocco. I<br />

want to point out that we have appreciated your<br />

experience in the hydraulic and energy sectors,<br />

not to forget to point out that the Austrian companies<br />

have acquired renowned expertise in the<br />

field of transport infrastructure. On this basis, I<br />

believe that there are good prospects for strengthening<br />

the cooperation between Morocco and Austria.<br />

It is up to all of us to reactivate things and to<br />

get to work.<br />

Can we get an idea of the number of Austrian<br />

companies that settled in Morocco?<br />

At least ten to twelve companies are based in<br />

Morocco and work in the fields of services, tourism,<br />

agriculture, energy and industry, the automobile<br />

sector in particular. So I think we already<br />

have milestones and success stories, which will<br />

push us today to conclude more conventions,<br />

agreements and calls for investments to strengthen<br />

our partnership; hence, the need today to<br />

think about organizing a Moroccan-Austrian<br />

business forum to ensure its success in the best<br />

conditions.<br />

Which are currently the most important infrastructure<br />

projects in Morocco?<br />

Morocco is now a country with developed infrastructure,<br />

while its long-term economic and<br />

geopolitical vision assigns Morocco a leading<br />

role in the future of the emergence of Africa. It<br />

is with this vision that we have strengthened our<br />

infrastructure to respond to the socio-economic<br />

stakes at national and international level in order<br />

to connect Morocco with the whole world. Moreover,<br />

it should be noted that one of the major energy<br />

challenges of Morocco is mainly linked to its<br />

energy dependence. As of now, it has exceeded 98<br />

percent of our imported energy needs. Moreover,<br />

it is the classical energy that dominates the energy<br />

mix consisting mainly of fuel and coal, which<br />

have an impact on the environment and sustainable<br />

development; hence the idea of reducing our<br />

dependence on energy from the exploitation of<br />

our local resources. Moreover, Morocco’s commitment<br />

to sustainable development is not new. Our<br />

country attaches great importance to the preservation<br />

of the environment through greenhouse<br />

gas emissions, and it is in this sense that we will<br />

have to review our energy production system in<br />

order to have a low carbon system. In this sense,<br />

»By 2030, we<br />

envision to<br />

reduce energy<br />

consumption by<br />

20 percent.<br />

«<br />

CURRICULUM<br />

VITAE<br />

AZIZ RABBAH, who was<br />

appointed by His Majesty<br />

King Mohammed VI<br />

on April 5, <strong>2017</strong>, Minister of<br />

Energy, Mines and Sustainable<br />

Development, was<br />

born in 1962 in Sidi Kacem.<br />

Rabbah, a training engineer<br />

specialized in new information<br />

technologies, served as<br />

Minister of Equipment and<br />

Transport for the outgoing<br />

government, a portfolio that<br />

was expanded with logistics<br />

during the 2013 ministerial<br />

reshuffle. In 1981 Rabbah<br />

recieved a bachelor’s degree<br />

in mathematics from<br />

the Lycée Mohammed V in<br />

Kénitra, in 1985 an engineering<br />

degree from INSEA and<br />

in 1992 a master’s degree in<br />

software engineering from<br />

Université Laval de Québec.<br />

Aziz Rabbah has held<br />

several senior positions in<br />

the Ministries of Economic<br />

and General Affairs, Foreign<br />

Trade, Trade and Industry,<br />

and Equipment and Transport.<br />

it is remarkable that 57 percent of our country’s<br />

commitments to climate change are related to<br />

energy. This shift from an energy system dominated<br />

by classical energy to an energy model<br />

based on renewable energies results in a considerable<br />

investment effort in this area.<br />

Which major projects are being implemented<br />

in the fields of solar-, wind- and water-energy?<br />

At the national level, when analysing the energy<br />

mix in a global way, 34 percent of installed<br />

electrical capacity is based on renewable energies.<br />

These resources currently cover about 16 percent<br />

of our electricity demand. Our target for 2030 is<br />

to increase the share of renewable energies in the<br />

energy mix to 52 percent of the total installed capacity,<br />

consisting mainly of 20 percent of the solar<br />

energy, 20 percent of the wind and 12 percent<br />

for hydroelectricity. It should also be noted that<br />

for reasons of flexibility and to ensure the availability<br />

of this percentage of renewable energy, we<br />

are obliged to implement the roadmap of the “gas<br />

to power” project. Broadly speaking, those are the<br />

main indicators of our energy vision, not to forget<br />

to mention the component of this strategy, which<br />

is linked to energy efficiency. In this context, by<br />

2030, we envision to reduce energy consumption<br />

by 20 percent, which would make it possible to<br />

cut the energy bill estimated today at more than<br />

5 billion Euros.<br />

How do you evaluate the “Vienna Energy Forum”?<br />

International forums, especially those organised<br />

by international organizations and economic<br />

actors, are important. The “Vienna Energy Forum”<br />

was interesting for its contribution to the<br />

field of renewable energies. I would also like to<br />

congratulate our Embassy here for its efforts and<br />

for the quality of the work it undertakes. I have<br />

noticed that a significant number of countries<br />

have accumulated considerable expertise in the<br />

field of energy and in mitigating climate change.<br />

I cite as an example Austria, Germany, South<br />

American countries and Asian countries. During<br />

my speech, I mentioned two major events, which<br />

marked this year: there was the recent consecration<br />

of His Majesty King Mohammed VI who received<br />

the Visionary Award for Energy Efficiency<br />

in Washington on the occasion of the big forum<br />

on energy efficiency, and the organization of the<br />

COP 22 last November in Marrakech. These events<br />

testify the international recognition extended to<br />

Morocco and His Majesty the King, for its experience<br />

on a global scale and its political and economic<br />

vision. It should also be recalled that our<br />

country has its own economic model, evidenced<br />

by the results in several sectors such as industry,<br />

agriculture, energy and tourism. I would say that<br />

we are confident in our policy and our business<br />

model based on cooperation and that we are ready<br />

to share the results of this success with Austria<br />

and the other developed countries. •<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong> | 37


RUSSLAND<br />

LÄNDERPORTRÄT<br />

Das Land der Vielfalt<br />

Jahrhundertalte Traditionen, beeindruckende Künstlerstädte,<br />

unendlich erscheinende Gebirge und Gewässer sowie den<br />

teuersten Honig der Welt – all das findet man in der<br />

Russischen Föderation.<br />

Die Auferstehungskirche<br />

in<br />

St. Petersburg<br />

Fotos: olga Trofimova, visit russia<br />

38 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


RUSSLAND<br />

LÄNDERPORTRÄT<br />

Seit einigen Jahrzehnten (seit der „Perestroika“)<br />

ist die freie Ausübung von<br />

Religion in Russland möglich. Daher ist<br />

der Vielvölkerstaat ein Land mit vielen<br />

Konfessionen – es gibt die russisch-orthodoxe<br />

Kirche, den Katholizismus und<br />

Protestantismus, den Islam, das Judentum, den<br />

Buddhismus und viele andere. Eine große Rolle<br />

spielt auch der Atheismus. Laut Umfragen glauben<br />

fast 30 Prozent der Einwohner nicht an Gott bzw.<br />

sehen sich als konfessionslos an.<br />

•<br />

Feste/Traditionen<br />

Russland ist stark von Traditionen und Festen geprägt.<br />

Auch der Alltag der modernen Gesellschaft<br />

ist noch von Bräuchen durchzogen: So wird einer<br />

Person nie die Hand über eine Türschwelle gegeben,<br />

da diese Geste Unglück bringen soll.<br />

Gefeiert wird in Russland sehr gern und zu<br />

jedem sich bietenden Anlass. Zu einem der wichtigsten<br />

Feste gehört „die endlos lange Silvesternacht“.<br />

Da zu Sowjetzeiten die Geburt Christi<br />

nicht gefeiert werden durfte, wurde das Neujahr<br />

zum stärker frequentierten Fest. Auf den Tisch<br />

kommen traditionelle Gerichte wie der Salat<br />

„Olivier“ und die Speise „Hering im Pelzmantel“.<br />

Bevor das neue Jahr empfangen wird, muss das<br />

alte noch „begleitet“ werden. Dafür wird die erste<br />

Flasche Sekt getrunken. Kurz vor Mitternacht<br />

hält der russische Präsident seine traditionelle<br />

Neujahrsansprache, die live im Fernsehen übertragen<br />

wird. Danach kommt die berühmte Uhr<br />

am Spasskaja-Kremlturm ins Bild. Zu diesem<br />

Zeitpunkt wird der Empfangssekt geöffnet und<br />

während der zwölf Schläge bis Mitternacht muss<br />

dieser auf die gesamten Gläser aufgeteilt sein,<br />

damit zu Neujahrsbeginn zur russischen Hymne<br />

angestoßen werden kann. Die traditionellen russischen<br />

Bräuche finden sich jedoch am stärksten<br />

im Masleniza-Fest wieder. Der Begriff „Masleniza“<br />

wird meist als „Butterwoche“ übersetzt. Das Fest<br />

hat viel mit Karneval und Fasching gemein und<br />

wird sieben Wochen vor Ostern gefeiert. Es war<br />

stets ein freudiges Fest, bei dem sich die russische<br />

Seele richtig austobte. Obwohl die Grundstruktur<br />

erhalten blieb, wird es heute etwas verhaltener<br />

gefeiert. Es dauert eine Woche, und jeder Tag hat<br />

dabei seine eigenen Traditionen und Bezeichnungen.<br />

Der letzte Tag des Festes heißt „Sonntag der<br />

Verzeihung“, an dem jeder seine Verwandten und<br />

Bekannten um Verzeihung bittet, um von den<br />

begangenen Sünden gereinigt zu werden. Zur<br />

Verabschiedung des Festes wird eine Strohpuppe,<br />

welche den Winter verkörpert, verbrannt.<br />

•<br />

Literatur und Musik<br />

Vor der Gründung der „Kulturhauptstadt“ St.<br />

Petersburg stand die geistliche Literatur im Vordergrund.<br />

Im Laufe des 18. Jahrhunderts fand<br />

die weltliche russische Literatur immer mehr Anerkennung<br />

und hatte im Jahrhundert darauf ihren<br />

Höhepunkt. Nach Abschaffung von jeglichen<br />

Zensuren und Restriktionen entwickelte sich die<br />

russische Literatur zu Beginn des 21. Jahrhunderts<br />

bunt und teilweise expressiv. Die moderne russische<br />

Literatursprache wurde besonders durch<br />

Alexander Puschkins Gedichte, Erzählungen und<br />

Dramen geprägt. Er gilt in Russland als „Heiliger“<br />

und wird dementsprechend verehrt. Im Alter von<br />

37 Jahren starb er bei einem Duell, das aus Eifersucht<br />

geführt wurde. Er war schon bei seinem Tod<br />

ein Mythos und ist es bis heute geblieben.<br />

Russland ist ebenfalls ein Land der Musik.<br />

Bei Festen ist es üblich, dass viel gesungen wird.<br />

Dabei wird oft auf Volkslieder, bei der jüngeren<br />

Generation aber auch auf Rock zurückgegriffen.<br />

Meist verbindet man die russische Musik mit<br />

Ballett und Opern. Tschaikowskis „Nussknacker“<br />

und „Schwanensee“ sowie prachtvolle Opern- und<br />

Ballettaufführungen im Bolschoi-Theater gehören<br />

zur klassischen Musikkultur. Doch auch die<br />

Rockmusik ist sehr beliebt. Die Zeiten, in denen<br />

die Künstler des Rock still und heimlich auftreten<br />

mussten, sind längst vorbei und mittlerweile gehört<br />

auch diese Musikrichtung zu den Klassikern.<br />

•<br />

Russlands Küche<br />

Die russische Küche ist sehr fleischhaltig, denn<br />

nach allgemeiner Meinung gehören zu einer richtigen<br />

Mahlzeit Fleisch und Fisch, was auch immer<br />

gerne auf das harte Klima und den langen saisonalen<br />

Mangel an Gemüse zurückgeführt wird.<br />

Das Nationalgetränk der Russen ist – nicht wie<br />

oft angenommen wird – Wodka, sondern Tee. Der<br />

schwarze Tee scheint der ständige Begleiter des<br />

russischen Alltags zu sein. Zu Tisch in größerer<br />

Runde wird in der Regel ein kleines Kännchen mit<br />

stark konzentriertem Teesud serviert, der dann<br />

nach Wunsch mit mehr oder weniger kochend<br />

heißem Wasser gestreckt wird. Meist wird der Tee<br />

mit viel Zucker und ohne Milch getrunken. Der<br />

Samowar, ein ursprünglich mit glühender Kohle,<br />

später dann elektrisch beheizter Teekocher, ist bis<br />

heute ein nationales Symbol, findet aber nur noch<br />

bei den wenigsten Gebrauch.<br />

Bis heute gelten Suppen in Russland als vollwertige<br />

Speisen und nicht als Appetitanreger vor<br />

dem Hauptgang. Entsprechend sind die Portionen<br />

auch größer. Eine große Portion „Soljanka“, eines<br />

der beliebtesten Gerichte der russischen Küche,<br />

die von ihrem sauer-salzig-scharfem Geschmack<br />

gezeichnet ist und traditionell im Steinguttopf<br />

serviert wird, macht sehr gut alleine satt. Sie<br />

enthält mehrere Fleischsorten und wichtiger Bestandteil<br />

sind Salzgurken oder Salzpilze. Für die<br />

Zubereitung werden Zwiebeln abgebraten und<br />

mit Gewürzgurken und Tomatenpaste vermischt.<br />

Danach wird die Fleischbrühe mit den Zwiebeln,<br />

den Gewürzgurken, klein geschnittenen<br />

Fleischwürfeln, Gewürzgurkenflüssigkeit, Pfefferkörnern<br />

und einem Lorbeerblatt gekocht. Serviert<br />

wird die Suppe mit einem Stück Zitrone, frischen<br />

Kräutern und saurer Sahne.<br />

FACTS IN<br />

BRIEF<br />

Ländername: Russische<br />

Föderation<br />

Einwohner: 142,9 Mio.<br />

Fläche: 17.075.400 km 2<br />

Lage: Nordosten von Eurasien<br />

Geografie: Küstenlänge:<br />

37.653 km , geprägt von Berglandschaften,<br />

Seen und Flüssen.<br />

Das Gebirge Ural erstreckt<br />

sich durch den Westen und<br />

bildet einen Teil der asiatischeuropäischen<br />

Grenze<br />

Klima: 4 Klimazonen: arktische<br />

Zone, subarktische Zone,<br />

gemäßigte Zone, subtropische<br />

Zone<br />

Bevölkerung: letzte Zählung<br />

2010: 142.856.536 Einw. – 80%<br />

Russen, 4%Tataren, 2% Ukrainer,<br />

außerdem: Baschkiren,<br />

Tschuwaschen, Tschetschenen,<br />

Armenier, Mordwinen, Weißrussen,<br />

Deutsche u.a.<br />

Sprachen: Russisch, Minderheitensprachen:<br />

Tatarisch,<br />

Deutsch, Ukrainisch, Tschuwaschisch,<br />

Baschkirisch, u.a.<br />

Religion: 70% Orthodoxe, 14%<br />

Muslime, 1,4% Protestanten,<br />

0,6 % Katholiken, 0,5% Juden,<br />

Minderheiten von Buddhisten<br />

u.a., Anhänger indigener<br />

Religionen<br />

Nationalfeiertag: 12. Juni<br />

(Unabhängigkeitstag)<br />

Währung: 1 Rubel (Rbl) = 100<br />

Kopeken<br />

Staatsform: Präsidialrepublik<br />

– Verfassung von 1993<br />

Staatsoberhaupt und<br />

Regierung: Staatspräsident:<br />

Wladimir Putin (seit 2012)<br />

und Regierungschef Dmitri<br />

Medwedew (seit 2012)<br />

Mitglied in internationalen<br />

Organisationen: UNO, OSZE,<br />

SCO, BSEC, EurAsWG, OVKS<br />

AUS DER<br />

GESCHICHTE<br />

1450 – 1505: Gründung des<br />

russischen Einheitsstaates<br />

durch Iwan III.<br />

1547: Krönung Iwan IV. zum<br />

Zaren von Russland<br />

1703: Gründung von St.<br />

Petersburg<br />

1729 – 1796: Regentschaft<br />

Katharina die Große<br />

1812: Napoleon überfällt<br />

Russland<br />

1917: demokratische/sozialistische<br />

Revolution<br />

1924 – 1953: Stalin-Diktatur<br />

1941: Ausbruch des „Großen<br />

Vaterländischen Krieges“<br />

1945: Sieg der UdSSR über<br />

den Hitlerfaschismus<br />

1986 – 1991: Michail Gorbatschow<br />

leitet demokratische<br />

Freiheiten ein<br />

1991 – 1999: Jelzin führt<br />

Marktwirtschaft und Präsidialdemokratie<br />

ein<br />

1999 – 2012: Regierung Putin<br />

und Medwedew<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong> | 39


RUSSLAND<br />

LÄNDERPORTRÄT<br />

WUSSTEN SIE,<br />

DASS...?<br />

Der Olympische Park<br />

in Sotschi<br />

... sich in Russland die längste<br />

Eisenbahnstrecke der<br />

Welt befindet? Sie ist 9.288<br />

km lang und verläuft von<br />

Moskau bis zur Hafenstadt<br />

Wladiwostok am Pazifik.<br />

Die Reise ohne Zwischenhalte<br />

dauert 152 Stunden<br />

und 27 Minuten.<br />

... Russland 1,8 mal größer<br />

als die USA und mit einer<br />

Fläche von 17.075.400 km 2<br />

das größte Land der Welt<br />

ist?<br />

... in der Hauptstadt Moskau<br />

mehr Milliardäre als in jeder<br />

anderen Stadt der Welt<br />

leben? Gesamt leben hier<br />

drei mal so viele wie in New<br />

York City.<br />

... Russland (2012) der<br />

zweitgrößte Ölproduzent<br />

mit durchschnittlich<br />

9.900.000 Fässern pro Tag<br />

ist? Die Spitzenposition<br />

belegt Saudi Arabien mit<br />

1.090.000 Fässern pro Tag.<br />

... 10 Prozent des russischen<br />

Staatseinkommens<br />

vom Umsatz des Wodkas<br />

stammen?<br />

... die Frauen den Männern<br />

in Russland zahlenmäßig<br />

überlegen sind? Es gibt<br />

rund 10 Millionen mehr<br />

Frauen als Männer. Das<br />

Ungleichgewicht führt man<br />

auf die vielen männlichen<br />

Toten des zweiten Weltkrieges<br />

zurück.<br />

BUCHTIPP<br />

Lothar Deeg<br />

Kultur Schock Russland<br />

Reise Know-How Verlag<br />

In diesem Reiseführer erfahren<br />

Leser alles Wissenswerte<br />

über Traditionen, Religion,<br />

Geschichte, Gesellschaft und<br />

Kultur. Ein guter Einblick in<br />

den Alltag Russlands.<br />

RUSSLAND<br />

IM INTERNET<br />

•<br />

„Europas Lunge“<br />

Russland liegt, als größtes Land der Erde, auf<br />

zwei Kontinenten (Asien und Europa) und ist flächenmäßig<br />

fast so groß wie Australien und Europa<br />

zusamen. Rund Dreiviertel der Fläche befindet<br />

sich in Asien und doch wohnen rund 75 Prozent<br />

der Gesamtbevölkerung auf dem europäischen<br />

Teil. Durch die enorme Größe Russlands gibt es<br />

über 12 Zeitzonen und mehrere Klimazonen. Das<br />

Land besteht aus neun Großlandschaften: das osteuropäische<br />

Flachland, die kaspische Senke, das<br />

nordsibirische, ostsibirische und westsibirische<br />

Tiefland, das mittelsibirische und ostsibirische<br />

Bergland, das südsibirische Gebirge und die mitteljakutische<br />

Niederung. Die verschiedensten<br />

Landschaftsarten lassen sich hier finden: die osteuropäische<br />

Ebene bezaubert mit sanften Hügeln,<br />

während der nördliche Teil des Landes durch<br />

seenreiche Gebiete charakterisiert ist. Im südöstlichen<br />

Teil dominieren Gebirge wie das Altaj-Sajan<br />

und das Baikalgebirge. 40 Prozent der Gesamtfläche<br />

besteht aus Gebirgen, darunter der Ural,<br />

der einen Teil der asiatisch-europäischen Grenze<br />

bildet. Geprägt ist Russland durch die weltweit<br />

größten Waldbestände, darunter das Gebiet „Taiga“<br />

– das größte Nadelwaldgebiet Europas. Aus<br />

diesem Grund wird das Land auch „Europas Lunge“<br />

genannt und die Hälfte des weltweiten Holzvorkommens<br />

befindet sich hier. Doch nicht nur<br />

mit seinen Waldbeständen schafft es Russland<br />

in die Top 1, auch der weltweit größte Binnensee<br />

– das kaspische Meer mit 368.400 km 2 liegt in<br />

diesem Land, wie der längste Fluss Europas – die<br />

Wolga mit einer Länge von 368.400 km 2 . Mit rund<br />

120.000 Flüssen und Strömen und fast zwei Mil-<br />

Botschaft der Russischen<br />

Föderation in Wien<br />

www.rusemb.at<br />

Russisches Kulturinstitut<br />

Wien<br />

www.russischeskulturinstitut.at<br />

lionen Seen ist Russland sehr wasserreich. Außerdem<br />

gibt es etliche Vulkane, von denen mehr als<br />

60 noch aktiv sind.<br />

•<br />

Geheimtipps<br />

Die Künstlerstadt Tarussa ist an der Oka – ungefähr<br />

140 Kilometer südlich von Moskau – gelegen<br />

und eignet sich perfekt für eine Auszeit im Grünen<br />

auf den Spuren der Rus. Beliebt ist die Stadt wegen<br />

der von Kräuterduft getränkten Luft und der poetischen<br />

Atmosphäre. Sie ist geprägt von berühmten<br />

Einwohnern wie dem Maler und Pädagogen Wassili<br />

Polenow, dem Künstler Viktor Borissow-Mussatow<br />

und der Dichterin Marina Zwetajewa, welche<br />

die Stadt in ein Künstlerzentrum verwandelten.<br />

Der Sonnenuntergang an der Oka mit den sich am<br />

Ufer versammelnden, einheimischen Fischern,<br />

ergaben die Kulisse, welche Polenow und Marina<br />

Zwetajewa zu ihren Werken inspirierte. Einen Besuch<br />

wert ist das Privatmuseum von Sergej Schwarow,<br />

welcher aus alten Motoren, Zahnrädern und<br />

Auspuffrohren neue Skulpturen baut.<br />

Sehenswert ist auch das Naturreservat Schulgan-Tasch.<br />

Es liegt in der Republik Baschkortostan<br />

an den südlichen Ausläufern des Urals und<br />

ist eines der wenigen Naturschutzgebiete, in dem<br />

Waldbienen unter Schutz stehen. Außerdem wird<br />

hier der teuerste Honig der Welt hergestellt. Die<br />

Waldimker plündern die Höhlen der Bienen nicht,<br />

sondern entnehmen nur so viel, dass ihnen noch<br />

genug für den Winter bleibt. Sie sind bemüht sich<br />

nicht in die Organisation des Bienenlebens einzumischen<br />

und diese vor Raubtieren, wie Bären, zu<br />

schützen. Bekannt ist das Gebiet auch für seine<br />

Höhlen mit steinzeitlichen Malereien. •<br />

Fotos: olga Trofimova,visit russia<br />

40 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


RUSSLAND<br />

INTERVIEW<br />

Stadt der Events<br />

<strong>SOCIETY</strong> befragte Andrej Evgenevic Muskarev,<br />

Leiter der Föderalagentur für Tourismus in der<br />

Region des Baltischen Meeres, über die Rolle<br />

des Tourismus für St. Petersburg.<br />

Fotos: christoph boltendahl, komitee für tourismus der stadtregierung st. petersburg<br />

St. Petersburg, vom<br />

Wasser aus gesehen<br />

Ist die Anzahl an Touristen in St. Petersburg<br />

in den letzten Jahren gewachsen?<br />

Wie hoch ist der Prozentsatz an österreichischen<br />

Touristen?<br />

St. Petersburg wird jährlich von 7 Millionen<br />

Touristen besucht, die Stadt könnte aber rund<br />

13 bis 15 Millionen Gäste beherbergen. Für ausländische<br />

Touristen ist sie zweifelsohne die komfortabelste<br />

russische Stadt, und bei aller Verehrung für<br />

Moskau – St. Petersburg ist die imperiale Hauptstadt<br />

Russlands. Viele sind daran interessiert, die Erkundung<br />

unseres Landes in St. Petersburg zu beginnen.<br />

Die Österreicher lieben unser Land, da es eine Vielzahl<br />

an Schlössern, Museen und Theaterhäusern<br />

gibt. Als im Jahr 2015 das Honorarkonsulat der Republik<br />

Österreich unter der Leitung von Simon Zaglmann<br />

eröffnet wurde, erhöhte sich auch die Anzahl<br />

an österreichischen Touristen. Das „Tourismusjahr<br />

Russland-Österreich <strong>2017</strong>“ zielt auf die gemeinsame<br />

Förderung der Tourismusbranche der beiden Länder<br />

ab. Beispielsweise präsentieren wir „Die Große Seidenstraße“<br />

und „Musik ohne Grenzen: Die berühmtesten<br />

Komponisten Russlands und Österreichs.“<br />

Welche Strategien – zusätzlich zu den bereits<br />

bekannten kulturellen Leistungen – nutzen Sie,<br />

um neue Gäste zu gewinnen?<br />

Besonderes Augenmerk wird von uns auf die<br />

Entwicklung des Event-Tourismus gelegt. Dank<br />

solcher Feierlichkeiten wie dem „Festival des<br />

Lichts“, war die Zahl der Touristen im April diesen<br />

Jahres vergleichbar mit der Anzahl in der Hochsaison.<br />

Veranstaltungsort war das erst kürzlich<br />

eröffnete Stadion „St. Petersburg Arena“. In ähnlicher<br />

Weise wird das „Restaurant-Festival“, welches<br />

zwei Mal pro Jahr stattfindet, zu einer immer bekannteren<br />

Marke St. Petersburgs. Ebenfalls legt St.<br />

Petersburg großen Wert auf den Ausbau des Sporttourismus.<br />

Insbesondere werden im Hinblick auf<br />

den bevorstehenden FIFA-Konföderationen-Pokal<br />

<strong>2017</strong> und die Fußballweltmeisterschaft 2018 wirksame<br />

Maßnahmen ergriffen. In diesem Jahr feiert<br />

Russland auch 100 Jahre Revolution, und wir haben<br />

das Projekt mit dem Namen „Rote Marschroute“<br />

entwickelt. Dies ist eine touristische Tour<br />

zu den Orten, die bei den Umbrüchen im Februar<br />

und Oktober <strong>2017</strong> von großer Bedeutung waren.<br />

Welche mittel- und langfristigen Maßnahmen<br />

haben Sie für den Tourismus in St. Petersburg<br />

geplant?<br />

Um die Zahl der Touristen in St. Petersburg zu<br />

steigern, muss vor allem großes Augenmerk auf<br />

die Entwicklung von Hotels und Pensionen gelegt<br />

werden. Daher muss es Priorität der Regierung<br />

sein, in den Bau von Drei-Sterne-, und Vier-Sterne-<br />

Hotels zu investieren. Wir denken, dass es maßgeblich<br />

ist, den Investoren Steuervergünstigungen<br />

bieten zu können. In der Frage des visafreien Aufenthalts<br />

für Ausländer, arbeitet die Stadt an der<br />

Erlangung eines „Pilotstatus“. Das Format des<br />

72-stündigen Aufenthalts, welches derzeit für Passagiere<br />

von Kreuzfahrtschiffen existiert, wäre für<br />

den Tourismus mit Flugverkehr besonders günstig.<br />

Ebenfalls zieht die Stadt die Möglichkeit der<br />

Einführung von elektronischen Visa in Erwägung.<br />

Dies würde die Zahl der Touristen deutlich erhöhen<br />

und den Ausbau des Tourismus in den Bereichen<br />

Wirtschaft, Kongress und Sport maßgeblich<br />

fördern. Laut den Daten der UNWTO würden diese<br />

Visaerleichterung das Wachstum der Tourismuszahlen<br />

in der nördlichen Hauptstadt um rund 30<br />

Prozent steigern.<br />

•<br />

CURRICULUM<br />

VITAE<br />

Andrej Evgenevic Muskarev<br />

wurde 1979 in Leningrad<br />

geboren. 2010 wurde er Direktor<br />

für Verkauf und Marketing<br />

des Unternehmens<br />

„Internationale Fährlinien“<br />

(Brand ST PETER LINE). Seit<br />

2015 ist er Leiter der Föderalagentur<br />

für Tourismus in<br />

der Region des Baltischen<br />

Meeres. Er übernahm eine<br />

aktive Rolle in der Organisation<br />

von zahlreichen föderalen<br />

Projekten, zum Beispiel<br />

bei der „300-Jahrfeier St.<br />

Petersburgs“, bei der „International<br />

Maritime Defence<br />

Show (LMDS)“ und beim<br />

„Petersburger Internationalen<br />

Wirtschaftsforum“.<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong> | 41


RUSSLAND<br />

INTERVIEW<br />

Tatarstan – Russlands führendes<br />

Wirtschaftszentrum<br />

<strong>SOCIETY</strong> traf Rustam Minnikhanov, Präsident der Republik<br />

Tatarstan, und befragte ihn zur wirtschaftlichen und<br />

sozialen Situation des Landes.<br />

Was können Sie<br />

uns über die<br />

neuesten Wirtschaftsprojekte<br />

der Republik<br />

Tatarstan<br />

erzählen?<br />

In den Jahren meiner Präsidentschaft,<br />

als auch den Jahren der neueren Geschichte<br />

der Republik Tatarstan, wurden<br />

viele wichtige Projekte in den Bereichen<br />

Wirtschaft, Forschung, Soziales, Sport<br />

und Kultur umgesetzt. Vor fünf Jahren<br />

wurde zum Beispiel vom KAMAZ-Unternehmen<br />

eine Fertigungslinie zur Herstellung<br />

von Nutzfahrzeugen der Marke<br />

Mercedes in Betrieb genommen. Die strategische<br />

Partnerschaft unseres Autoriesen<br />

mit Daimler ist ein gutes Beispiel für<br />

eine erfolgreiche Zusammenarbeit, die<br />

für alle Unternehmen gilt, die sich mit<br />

ihren Technologien und Investitionen<br />

auf unserem Markt ansiedeln. Im vergangenen<br />

Jahr wurde in Tatarstan die russlandweit<br />

größte Produktionsanlage zur<br />

Herstellung von Düngemitteln in Betrieb<br />

genommen. Dies ist das Resultat einer erfolgreichen<br />

Kooperation mit japanischen<br />

und chinesischen Unternehmen. Tatarische<br />

Unternehmen arbeiten auch aktiv<br />

mit österreichischen Partnern zusammen.<br />

Aktuell wird unter Beteiligung der<br />

SWARCO AG ein Gemeinschaftsprojekt<br />

zur Modernisierung des Verkehrssteuerungssystems<br />

in der Hauptstadt Kazan<br />

realisiert; gemeinsam mit der Firma<br />

FACC werden Konstruktionen und Bauteile<br />

aus Verbundwerkstoff hergestellt;<br />

der österreichische Produzent „Red Bull“<br />

ist ein langjähriger Partner des weltweit<br />

bekannten tatarischen Autorallye-Teams<br />

„KAMAZ-Master“.<br />

In welchen Wirtschaftsbereichen ist<br />

Tatarstan besonders aktiv?<br />

Tatarstan zählt zu den führenden, industriell<br />

höchstentwickelten Regionen<br />

Russlands: wir sind ein erdölproduzierendes<br />

Land. Jedes Jahr werden mehr als dreißig<br />

Millionen Tonnen Rohöl gefördert<br />

– die Hälfte davon wird in Tatarstan verarbeitet.<br />

Wir haben eine hoch entwickelte<br />

Petrochemie und mehr als 50 Prozent<br />

unserer Industriegüter werden exportiert.<br />

In Tatarstan werden Kraftfahrzeuge,<br />

Flugzeuge, Hubschrauber, Schiffe sowie<br />

eine Vielzahl von Erzeugnissen der<br />

Maschinenbauindustrie hergestellt. Wir<br />

versorgen uns fast vollständig mit eigenen<br />

Erzeugnissen aus der Agrarindustrie,<br />

und seit zwei Jahren in Folge ist Tatarstan<br />

die Nummer Eins im nationalen Rating<br />

des Investitionsklimas. Besonderes<br />

Augenmerk wird auf die Entwicklung<br />

zukunftsträchtiger Wirtschaftszweige<br />

gelegt. Zu diesen gehören Bio- und Nanotechnologien,<br />

IT, der High-Tech-Bereich,<br />

Robotertechnik, die Entwicklung neuer<br />

Materialien etc. In Tatarstan existieren<br />

zwei Sonderwirtschaftszonen, eine Reihe<br />

von Technologie- und Gewerbeparks<br />

sowie Gründerzentren. Etwa 30 km von<br />

der Hauptstadt Kazan wird die Satellitenstadt<br />

Innopolis mit einem der russlandweit<br />

größten IT-Zentren errichtet. Einer<br />

der vielversprechenden Standorte für Investoren<br />

ist der „Kama innovative Industriecluster<br />

InnoKam“, der für die nächsten<br />

zehn Jahre der wichtigste Wachstumsmotor<br />

der tatarischen Wirtschaft sein soll.<br />

Aufgrund der sinkenden Erdölpreise<br />

und der wirtschaftlichen Sanktionen<br />

musste Ihr Land einen wirtschaftlichen<br />

Abschwung hinnehmen. Nichtsdestotrotz<br />

ist die Republik Tatarstan gegenüber<br />

anderen Regionen in Russland in<br />

einer besseren ökonomischen Position.<br />

Können Sie uns die Gründe hierfür nennen?<br />

Im Jahr 2016 betrug der Industrieproduktionsindex<br />

in Tatarstan 103,6 Prozent.<br />

Das Bruttoregionalprodukt belief<br />

sich auf 102,5 Prozent. Im ersten Quartal<br />

<strong>2017</strong> betrug der industrielle Leistungsanstieg<br />

104,7 Prozent und das Bruttoregionalprodukt<br />

104,2 Prozent. Die wirtschaft-<br />

Fotos: rustem kadyrov, Pressedienst des präsidenten der republik tatarstan<br />

42 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


RUSSLAND<br />

INTERVIEW<br />

liche Situation verbessert sich also. Ich bin mir<br />

sicher, dass Russland in zehn bis fünfzehn Jahren<br />

ein Staat mit einer starken Wirtschaft sein<br />

wird, mit einem stabilen politischen System, einem<br />

hohen Lebensstandard für den Großteil der<br />

Bevölkerung und einer starken Position in der<br />

internationalen Arena. Dafür ist es notwendig,<br />

konsequent Pläne der sozialwirtschaftlichen Entwicklung<br />

nicht nur auf föderaler, sondern auch<br />

auf regionaler Ebene umzusetzen. Für diese Zwecke<br />

wurde in Tatarstan ein sozialwirtschaftlicher<br />

Plan entwickelt, der bis 2030 umgesetzt werden<br />

soll. Es geht um die Herausbildung einer effektiven,<br />

auf Wissen basierenden Wirtschaft sowie<br />

die Entwicklung von Innovationen und Hightech-<br />

Sektoren.<br />

In der Republik Tatarstan werden mehr als<br />

dreißig Programme, an denen alle Städte und Gemeinden<br />

teilnehmen, umgesetzt: es werden Schulen,<br />

Kindergärten, Gesundheits-, Sport- und Kultureinrichtungen<br />

gebaut und neue Wohngebiete<br />

errichtet; Unternehmer und Landwirte, vor allem<br />

der Mittelstand, werden vom Staat gefördert. Große<br />

Aufmerksamkeit wird der Entwicklung eines<br />

komfortablen Lebensraums geschenkt, es werden<br />

Projekte zur Errichtung von Parkanlagen und<br />

Wasserschutzgebieten realisiert.<br />

Welche Länder gehören zu Ihren wichtigsten<br />

Handelspartnern?<br />

Die Republik Tatarstan unterhält mit 145 Ländern<br />

der Welt Partnerschaftsbeziehungen, wobei<br />

die Hälfte davon mit unseren Exportgütern beliefert<br />

wird. Tatarstan arbeitet besonders intensiv<br />

mit der Türkei, den Vereinigten Arabischen<br />

Emiraten, Iran, Saudi-Arabien, Deutschland,<br />

Malaysia, Indonesien, Kasachstan, Turkmenistan<br />

und Kirgisistan zusammen. In Kazan sind Generalkonsulate<br />

der Türkei, des Iran, Kasachstans,<br />

Ungarns und Chinas eröffnet worden. In Frankreich,<br />

der Tschechischen Republik, Finnland und<br />

Deutschland befinden sich Repräsentanzen unserer<br />

Republik. Zu den Top-Drei-Investoren Tatarstans<br />

zählen die Türkei, Deutschland und die USA.<br />

Neue Investitionen kamen im Jahr 2016 aus Korea<br />

und Saudi Arabien.<br />

Tatarstan ist eine der dicht bewohntesten autonomen<br />

Republiken in Russland und auch eine<br />

»Tatarstan zählt<br />

zu den führenden,<br />

industriell<br />

höchstentwickelten<br />

Regionen Russlands.<br />

«<br />

Rustam<br />

Minnikhanov<br />

CURRICULUM<br />

VITAE<br />

Rustam Minnikhanov<br />

wurde 1957 in Nowy<br />

Arysch, Rajon Rybno-Slobodski,<br />

Tatarstan, Russland<br />

geboren. Er war von 1996<br />

bis 1998 Finanzminister<br />

und von 1998 bis 2010<br />

Ministerpräsident der Russischen<br />

Republik Tatarstan.<br />

Seit 2010 ist er Präsident<br />

der Republik Tatarstan.<br />

Gertrud Tauchhammer reiste mit<br />

einer Wirtschaftsdelegation,<br />

organisiert von der Österreichisch-<br />

Russischen Freundschaftsgesellschaft,<br />

unter der Leitung von Florian<br />

Stermann nach Tatarstan.<br />

der polyethnischsten. Über 115 ethnische Gruppen<br />

und 8 Nationalitäten leben in der Republik.<br />

Wie unterstützt die tatarische Führung die soziale<br />

Einigkeit der polyethnischen und multireligiösen<br />

Gesellschaft?<br />

Tatarstan zählt heute zu den, sich am dynamischsten<br />

entwickelnden Regionen des Landes.<br />

Das ist auch der Verdienst aller Bürger unserer<br />

Republik. Vertreter von 115 Nationalitäten und<br />

Volksgruppen leben in Frieden und Freundschaft.<br />

Die traditionellen Religionen in der Republik<br />

sind der Islam und das Christentum. Die Gruppe<br />

der Tataren und Baschkiren bekennen sich zum<br />

Islam. Der Rest der Bevölkerung – Russen, Tschuwaschen,<br />

Mari, Udmurten und Mordwinen – sind<br />

orthodoxe Christen. Katholizismus, Protestantismus,<br />

Judentum und andere Konfessionen sind<br />

ebenfalls in der Region vertreten. Als Symbol<br />

dieser Freundschaft und friedlichen Koexistenz<br />

kann man den „Kazaner Kreml“ betrachten, auf<br />

dessen Territorium sich sowohl eine muslimische<br />

Moschee als auch eine orthodoxe Kathedrale befinden.<br />

Der Anteil an gemischten Ehen in unserer<br />

Republik beträgt 30 Prozent. Um die friedliche<br />

Lage aufrechtzuerhalten, widmen wir der<br />

Entwicklung unserer Wirtschaft besondere Aufmerksamkeit<br />

– der Schaffung neuer Arbeitsplätze<br />

und der Akquisition von Investoren. Es wurde<br />

ein föderales Amt für Nationalitätenfragen<br />

gegründet, zielgerichtete staatliche Programme<br />

werden realisiert, die Entwicklung diverser Monitoring-Systeme<br />

ist zu beobachten, und unter<br />

dem Präsidenten der Russischen Föderation wirkt<br />

der Rat für internationale Beziehungen. Es wurde<br />

auch die unerlässliche Gründung einer gesetzgebenden<br />

und normativen Basis ins Leben gerufen,<br />

die den Schutz ethnischer Rechte und der Religionsfreiheit<br />

gewährleistet und die Befugnisse<br />

ethnokultureller und religiöser Organisationen<br />

erweitert. Zum jetzigen Zeitpunkt werden staatliche<br />

Programme mit einer jährlichen finanziellen<br />

Unterstützung von über 330 Millionen Rubel<br />

realisiert. Sie dienen der Entwicklung nationaler<br />

Kultur, dem Erhalt der internationalen und<br />

interreligiösen Einheit und der Unterbindung<br />

von Extremismus und Terrorismus. Auf Ebene<br />

der Republik werden bereits traditionellerweise<br />

unterschiedliche nationale Volksfeste begangen.<br />

Eine große Rolle bei der Erneuerung historischer<br />

Kulturgüter obliegt dem Fond „Vozrozhdenie“<br />

(Anm. dt: Revitalisierung), der unter der Leitung<br />

des ersten tatarischen Präsidenten Mintimer<br />

Shaymev entstanden ist. Mit der Unterstützung<br />

der gesamten Bevölkerung der Republik restauriert<br />

und erhält man die Heiligtümer in Bolgar<br />

und auf der Inselstadt Sviyazhsk. Beides wurde in<br />

die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen.<br />

Alle 63 Universitäten und Forschungseinrichtungen<br />

Tatarstans genießen einen guten Ruf.<br />

Neben der russischen und tatarischen Sprache,<br />

wird in den nationalen Schulen auch das Tschuwaschische,<br />

das Udmurtische, das Mordwinische<br />

und die Sprache der Mari, gefördert. •<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong> | 43


RUSSLAND<br />

INTERVIEW<br />

The Great Bolgar<br />

museum preserve<br />

Tatarstan – see and try<br />

everything yourself!<br />

<strong>SOCIETY</strong> met with Sergey Ivanov, Chairman of<br />

the State Committee on Tourism of the Republic of<br />

Tatarstan and spoke about the Republic as a relatively<br />

new, highly frequented tourist destination.<br />

CURRICULUM<br />

VITAE<br />

Sergey Ivanov was born<br />

in 1976 in Severodvinsk,<br />

USSR. Currently he works<br />

as the Chairman of the<br />

State Committee on Tourism<br />

of the Republic of Tatarstan.<br />

In 2009 he started<br />

to work as the CEO of the<br />

“Tourist information center<br />

of Kazan city”. Afterwards<br />

he was Chairman of the<br />

Committee for External<br />

Relations and Tourism<br />

under the Executive<br />

Committee of the Kazan<br />

Municipality, Municipal<br />

Institution. From 2009 to<br />

2010 he was Chairman of<br />

the Committee for External<br />

Relations and Tourism in<br />

the Kazan Executive Committee<br />

Administration. In<br />

2014 he got the position of<br />

the Deputy Minister of The<br />

Ministry of Youth Affairs,<br />

Sport and Tourism of the<br />

Republic of Tatarstan.<br />

For seven years you have been holding<br />

the professional position of the<br />

Chairman of the State Committee on<br />

Tourism of the Republic of Tatarstan.<br />

What are the recent achievements?<br />

The Republic of Tatarstan is one of<br />

the leading regions of the Russian Federation in<br />

tourism. The number of tourists increases each<br />

year by 13,5 percent on average. Compared to 2015,<br />

the quantity of foreign tourists coming to the Republic<br />

of Tatarstan, has grown by 6,7 percent and<br />

reached 250.506 people in 2016. In the last seven<br />

years we have also established strong links to Germany,<br />

Finland, China, Iran and UAE. Thanks to<br />

the activities of the State Committee for Tourism,<br />

we have opened different foreign tourism markets<br />

for the Republic, participating in nine international<br />

fairs in 2016. We also took part in several<br />

online-fairs, road-shows for tourism companies<br />

and representatives of mass media in Russian cities<br />

and foreign countries. During these years we<br />

developed a strong tourism infrastructure: 404 hotels<br />

and other accommodation facilities are available<br />

in the Republic; different associations for a<br />

stable activity of the entrepreneurs in the tourism<br />

sphere have been established: an “Association of<br />

the hotels of Kazan and the Republic of Tatarstan”,<br />

an “Association of the restaurants of the Republic<br />

of Tatarstan”, an “Association of the hostels of the<br />

Republic of Tatarstan”, and an “Association of the<br />

travel agencies of the Republic of Tatarstan”. The<br />

goal was to create the image of Kazan city as a<br />

third capital of the Russian Federation and to create<br />

a complex image of the Republic of Tatarstan<br />

as a tourism destination, as a weekend destination<br />

for Russian tourists and a region of cultural and<br />

intellectual tourism for foreign tourists. We’ve already<br />

achieved the goal to create an image of the<br />

Republic as a region of different colors: Kazan as<br />

a capital of the region with concentration of culture,<br />

gastronomy and history; the “Island town of<br />

Sviyazhsk” is that same fairy-tale island of Buyan,<br />

that magical land, which Pushkin wrote about in<br />

his story of “Prince Gvidon”; “The Great Bolgar”,<br />

the site of the ancient settlement of Bolgar, registered<br />

by UNESCO and renowned for its history and<br />

legends, attracts yearly hundreds of thousands of<br />

tourists from all over the world.<br />

Fotos: State Committee on tourism of the Republic of Tatarstan<br />

44 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


RUSSLAND<br />

INTERVIEW<br />

INFOS<br />

above: The Temple of all Religions<br />

below: The Island-Town of Sviyazhsk<br />

In 2016, we officially accepted the tourist<br />

brand “Visit Tatarstan” and also created the tourist<br />

brands of the “Great Bolgar” and the “Island<br />

town of Sviyazhsk”. Today it allows us to promote<br />

the Republic in the Russian and international<br />

tourist markets more effectively and we are able<br />

to clearly present Tatarstan and its main tourist<br />

destinations. During these seven years, international<br />

direct flights have been established:<br />

Kazan-Prague (Chech Republic), Kazan-Helsinki<br />

(FinnAir), Kazan-Dubai (FlyDubai) and Kazan-<br />

Frankfurt (Aeroflot). In addition, there are constant<br />

charter flights from Kazan. In summer<br />

2016 we installed a charter flight from Urumchi-<br />

Kazan-Urumchi (China). The next step will be to<br />

establish a direct charter flight between Kazan<br />

and Beijing in <strong>2017</strong>.<br />

Official tourist portal of the<br />

Republic of Tatarstan<br />

www.visit-tatarstan.com<br />

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travel and hospitality country, as<br />

well as informing Austrian tour<br />

operators and travelers about<br />

Russian travel companies, new<br />

travel routes and other products.<br />

In the coming years, Russia will<br />

host two events at a global level:<br />

The “FIFA Confederation Cup<br />

<strong>2017</strong>” and the “World Cup 2018”.<br />

Visit Russia Austria‘s office<br />

mission in Vienna will inform<br />

potential customers, media and<br />

tour operators that Russia and<br />

its tourism sector are glad to<br />

welcome new visitors.<br />

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Kamtchatka, between northern<br />

Yamal and Murmansk and southern<br />

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a European Community Safety<br />

Assessment of Foreign Aircraft<br />

(SAFA) Index, the main globally<br />

recognized safety parameter,<br />

comparable to global peers.<br />

From Vienna/Austria there are<br />

4 daily flights to Moscow with<br />

onward flights to KAZAN in the<br />

capital of Tatarstan seven days a<br />

week. www.aeroflot.com<br />

»The number of tourists<br />

increases each year by 13,5<br />

percent on average.<br />

«<br />

Sergey Ivanov<br />

What is the main goal in the nearest future?<br />

One of our tasks is to increase the number<br />

of foreign tourists. Today, the share of foreign<br />

tourists in the total tourist flow in the Republic<br />

of Tatarstan is 8,6 percent. We need to increase<br />

our presence on the tourist markets of the following<br />

countries: China, Iran, Finland, United<br />

Arab Emirates and Germany. The next task is to<br />

develop a small river fleet. Because of our underdeveloped<br />

fleet of river vessels we don’t use our<br />

water areas of the rivers Volga and Kama to their<br />

full extent. After all, most tourists come to the<br />

Republic not only to get acquainted with the rich<br />

historical and cultural heritage, but also to enjoy<br />

our water spaces. It is necessary to consider that<br />

at the present time the fleet of small vessels in<br />

the Republic consists of only 17 units, the average<br />

age of the ships is 40 years. The third task is<br />

to work with the Tatar diasporas. Together with<br />

the World Congress of Tatars we are completing<br />

the formation of a special tourist product for Tatars<br />

from other regions and countries. In <strong>2017</strong>, we<br />

are planning to begin the implementation of this<br />

tourist offer. The fourth task is to take a leading<br />

position among tourist destinations in the Internet,<br />

today it is the main source of information. In<br />

2005 Tatarstan has been visited by 500.000 tourists<br />

– today, each of our tourist destinations like<br />

Yelabuga, Sviyazhsk and Bolgar reaches this number<br />

of guests on its own.<br />

•<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong> | 45


RUSSLAND<br />

INTERVIEW<br />

Welche Folgen<br />

hatten die bisherigen<br />

EU-<br />

Wirtschaftssanktionen<br />

für<br />

russische Unternehmen<br />

in Österreich?<br />

Die russische Wirtschaft schätzt den<br />

österreichischen Markt für seine Stabilität<br />

und Vorhersehbarkeit. Klagen<br />

über politisch motivierte Hindernisse in<br />

Österreich habe ich von russischen Geschäftsleuten<br />

keine gehört.<br />

Wir haben in der Botschaft eine Liste<br />

der wichtigsten russischen Firmen, die<br />

in Österreich vertreten und tätig sind.<br />

Seit der Einführung der Sanktionen ist<br />

das Handelsvolumen zwischen unseren<br />

Ländern stark gesunken, wie insgesamt<br />

in unseren Beziehungen mit allen EU-<br />

Staaten. Wir haben aber keinen einzigen<br />

Namen aus dieser Liste streichen müssen.<br />

Ich hoffe auch, dass es so bleibt.<br />

Russisch-österreichische Veranstaltungen<br />

in der WKÖ sind stets ausgebucht. Das<br />

ist auch ein gutes Zeichen, das vom starken<br />

gegenseitigen Interesse im Geschäftsbereich<br />

zeugt.<br />

Inwiefern sind österreichische Unternehmen,<br />

welche in Russland tätig sind,<br />

von den Sanktionen betroffen?<br />

Für die EU-Politiker war von Anfang<br />

an klar, dass Russland die Einführung<br />

der gegen sie gerichteten Sanktionen<br />

nicht unbeantwortet lassen wird. Unser<br />

Land wurde gezwungen, Gegenmaßnahmen<br />

zu ergreifen, um russische Produzenten<br />

in einer unfairen Marktsituation<br />

zu schützen. So sehen die jetzigen Rahmenbedingungen<br />

aus.<br />

Es ist zum Beispiel kein Geheimnis,<br />

dass das von unserer Regierung gegenüber<br />

EU-Staaten verhängte Lebensmittelembargo<br />

auch vielen österreichische<br />

Agrarproduzenten den Zugang zu unserem<br />

Markt verwehrt hat (und das sind<br />

immerhin 144 Millionen potenzielle Verbraucher).<br />

Besonders hart hat die Sanktionspolitik<br />

der EU die österreichischen<br />

Fleisch- und Milchproduzenten getroffen.<br />

Aber nochmals – dieser Weg war keinesfalls<br />

unsere Entscheidung.<br />

Auch der begrenzte Zugriff auf europäische<br />

Kredite hat spürbare negative<br />

Folgen hinterlassen. Importe von österreichischen<br />

Industriewaren, die früher<br />

durch das „lange billige Geld“ finanziert<br />

wurden, gingen wesentlich zurück. So<br />

viel ich weiß, verzeichneten die Branchen<br />

Maschinenbau und Metallwaren Exportrückgänge<br />

im zweistelligen Bereich.<br />

In diesem Kontext möchte ich hervorhe-<br />

Vielfältige<br />

Beziehungen<br />

<strong>SOCIETY</strong> traf S.E. Dmitrij Ljubinskij und<br />

sprach mit ihm über die EU-Sanktionen,<br />

den Krim-Konflikt und das Tourismusjahr<br />

Österreich-Russland.<br />

Fotos: russische botschaft wien<br />

46 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


RUSSLAND<br />

INTERVIEW<br />

ben, dass die österreichische Unternehmerschaft<br />

sehr weitsichtig in der von Brüssel ausgelösten<br />

Sanktionsspirale agiert. Ich kenne kein Beispiel<br />

von einer gesunden Firma aus Österreich, die in<br />

den letzten drei Jahren den russischen Markt verlassen<br />

hat. Im Gegenteil – viele Unternehmer entscheiden<br />

sich, in Russland zu investieren und als<br />

Ausweg aus der bestehenden Situation eröffnen<br />

sie in unserem Land eigene Produktionsstätten. Es<br />

hat sich bereits bewiesen: Vor Ort sein lohnt sich.<br />

Denken Sie die tiefen Gräben zwischen der EU<br />

und Russland im Ukraine Konflikt können überwunden<br />

werden?<br />

Davon bin ich überzeugt. Weder Russland,<br />

noch hoffentlich die EU-Staaten können daran<br />

interessiert sein, die aktuellen Spannungen in<br />

Europa beizubehalten. Es ist immer der Dritte,<br />

der sich freut, wenn zwei sich streiten.<br />

Der Ausweg ist allen bekannt – das sind die<br />

Minsker Abkommen.<br />

Die EU insgesamt, besonders die Teilnehmer<br />

der Normandie-Vier, Deutschland und Frankreich,<br />

müssen auf Kiew Druck ausüben, damit<br />

die ukrainische Seite endlich zumindest ihre<br />

Verpflichtungen zu erfüllen beginnt. Leider aber<br />

werden die Indizien immer deutlicher, dass die<br />

heutigen Machthaber in der Ukraine überhaupt<br />

nicht an einer vernünftigen Lösung interessiert<br />

sind. Die Kriegspartei in Kiew ist immer noch<br />

stark. Moskau ist bereit, seinen Teil der diplomatischen<br />

Anstrengungen als Garant der Minsker<br />

Abkommen fortzusetzen.<br />

Wie wird Österreich in Russland hinsichtlich<br />

seiner Balance als EU-Mitglied und gleichzeitig als<br />

verlässlicher Partner Russlands wahrgenommen?<br />

Russland und Österreich pflegen ein traditionell<br />

gutes Verhältnis zueinander. Wir verstehen,<br />

dass Wien bestimmten Verpflichtungen im<br />

Rahmen der EU folgen muss. Wir betrachten die<br />

Republik aber als einen verlässlichen Partner,<br />

der seine wahren Interessen versteht und eine<br />

vernünftige Politik gegenüber unserem Land<br />

fortführt. Wir schätzen die Qualität unserer Beziehungen<br />

auf bilateraler Ebene.<br />

»Der russische Markt ist für<br />

alle ausländischen Partner<br />

offen.<br />

»Für die EU-<br />

Politiker war<br />

von Anfang<br />

an klar, dass<br />

Russland die<br />

Einführung der<br />

gegen sie gerichteten<br />

Sanktionen<br />

nicht<br />

unbeantwortet<br />

lassen wird.<br />

«<br />

CURRICULUM<br />

VITAE<br />

S.E. Dmitrij Ljubinskij<br />

wurde 1953 in Italien<br />

geboren. Er studierte<br />

am Staatlichen Institut für<br />

Internationale Beziehungen<br />

(MGIMO) in Moskau<br />

internationale Wirtschaft,<br />

1987 schloss er sein Studium<br />

ab. 1989 trat er in den<br />

Diplomatischen Dienst<br />

Russlands ein. Von 1989<br />

bis 1996 hatte er verschiedene<br />

Funkionen im<br />

russischen Außenministerium<br />

inne. Von 1996 bis<br />

2000 war er an der russischen<br />

Botschaft in Bonn<br />

und später in Berlin tätig.<br />

Als stellvertretender<br />

Direktor war Ljubinskij von<br />

2000 bis 2005 im russischen<br />

Außenministerium<br />

für die russisch-deutschen<br />

Beziehungen zuständig.<br />

2005 wurde er als Erster<br />

Botschaftsrat nach Wien<br />

entsandt, wo er bis 2008<br />

blieb. Von 2008 bis 2010<br />

war er stellvertretender<br />

Direktor der Dritten<br />

Europa-Abteilung im<br />

Moskauer Außenamt, 2010<br />

übernahm er die Leitung<br />

dieser Abteilung. Seit<br />

August 2015 ist S.E.<br />

Ljubinskij Botschafter der<br />

Russischen Föderation in<br />

Österreich. Er ist verheiratet<br />

und Vater von zwei<br />

Töchtern.<br />

Welche Prioritäten wird Russland bei der Zusammenarbeit<br />

mit Österreich im Energiebereich<br />

setzen?<br />

Österreich gehört zu den ältesten westeuropäischen<br />

Partnern der russischen, früher sowjetischen,<br />

Energiewirtschaft. Heuer werden „Gazprom“<br />

und die OMV bereits das 50-jährige Jubiläum<br />

ihrer fruchtbaren Zusammenarbeit zelebrieren.<br />

Für Russland waren immer drei Dinge wichtig.<br />

Erstens: Unser Land ist ein zuverlässiger Lieferant.<br />

Unsere Energiekonzerne erfüllen ihre Verpflichtungen<br />

gegenüber europäischen Verbrauchern<br />

immer rechtzeitig und im vollen Ausmaß.<br />

Kein einziges Mal hat «Gazprom» oder irgendein<br />

andere russischer Energiekonzern eine Unterbrechung<br />

der Lieferungen verursacht.<br />

Zweitens: Business ist für uns immer Business.<br />

Wir sind gegen jegliche Politisierung von<br />

Wirtschaftsbeziehungen. Sogar in den heißesten<br />

Phasen des Kalten Krieges waren wir unseren<br />

Verträgen treu. Das ist das Kernprinzip unserer<br />

Außenwirtschaftspolitik und so wird es bleiben.<br />

Drittens: Der russische Markt ist für alle ausländischen<br />

Partner, die an einer beiderseitig fairen<br />

und vorteilhaften Zusammenarbeit interessiert<br />

sind, offen. Das gilt für die österreichischen<br />

Energieunternehmen genauso wie für Firmen aus<br />

anderen Branchen.<br />

Russland und Österreich setzen im Zuge des<br />

„Tourismusjahr Österreich-Russland“ auf eine<br />

engere Zusammenarbeit und bilateralen Austausch<br />

in den Bereichen Tourismus und Kultur.<br />

Worin liegen die beidseitigen Chancen dieser<br />

Partnerschaft?<br />

Beide Länder sind an einer Belebung der gegenseitigen<br />

Touristenströme interessiert. Die russische<br />

Seite hat bereits einiges in dieser Hinsicht<br />

unternommen.<br />

Im Dezember 2016 wurde in Wien das russische<br />

b2b Tourismusbüro «Visit Russia» eröffnet,<br />

das die Aufgabe hat, österreichische Touristiker<br />

mit dem Reiseangebot in Russland bekannt zu<br />

machen. Im Februar und März <strong>2017</strong> haben die<br />

russischen Fluggesellschaften „Aeroflot“ und<br />

„S7“ im Flughafen Schwechat zwei neue Frequenzen<br />

zwischen Moskau und Wien eingeführt.<br />

Nach meinem Wissen sind unsere österreichischen<br />

Kollegen in Russland auch sehr aktiv. Die positiven<br />

Statistiken für die Wintersaison 2016/<strong>2017</strong><br />

sprechen für sich selbst. “Die Russen kommen<br />

zurück”, schreiben die Zeitungen. Russland investiert<br />

zurzeit sehr viel in die Entwicklung des Inlandstourismus<br />

und hier kann das Know-how von<br />

österreichischen Anbietern sehr nützlich sein.<br />

Wo liegen die nächsten Schwerpunkte Ihrer<br />

Arbeit in Österreich?<br />

Die russisch-österreichischen Beziehungen sind<br />

sehr vielfältig. Unsere Länder haben historisch enge<br />

Verbindungen in der Wirtschaft und in der Kultur.<br />

Wir haben z.B. Dialogmechanismen im Sicherheitsbereich<br />

aufgebaut, um unsere Anstrengungen im<br />

Kampf gegen den internationalen Terrorismus effektiver<br />

zu machen. Das gleiche gilt auch für viele<br />

andere Bereiche unserer Zusammenarbeit. Das Aufgabenfeld<br />

des russischen Botschafters in Wien ist<br />

sehr breit und ich freue mich darüber.<br />

« •<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong> | 47


RUSSLAND<br />

PORTRÄT<br />

Russland, Brücke zwischen<br />

Europa und Asien<br />

Der Präsident der Ökumenischen Stiftung Pro Oriente, Johann<br />

Marte, ist ein ausgewiesener Kenner Russlands. Der einstige<br />

Diplomat in Moskau und spätere Direktor der Wiener Nationalbibliothek<br />

blieb Russland ein Leben lang verbunden. „Russland<br />

bildet eine Brücke zwischen Europa und Asien“, so Marte.<br />

Sein besonderer Bezug zu Literatur<br />

und Geschichte und<br />

im Besonderen zu den Kulturschaffenden<br />

haben Marte<br />

bereits in der Sowjet-Ära die<br />

russische Volksseele und Tradition<br />

nahe gebracht. Er kennt Russland<br />

einst und jetzt. Aus seinen Erfahrungen<br />

und Begegnungen heraus liefert der Jurist<br />

und Wissenschafter einen durchaus<br />

kritischen Befund, wenn es um einen<br />

Ost-West-Vergleich geht.<br />

Die aktuelle politische Situation weckt<br />

nach den Worten Martes Besorgnis, dass<br />

Russland von Europa abrücken könnte.<br />

Die Sanktionen des Westens nach der<br />

Besetzung der Krim durch die russische<br />

Armee hätten „Öl ins Feuer des Hasses<br />

gegen den Westen gegossen“, beschreibt<br />

der Experte drastisch die Emotionen, die<br />

als Reaktion darauf im russischen Volk<br />

hochgingen. Die Medien hätten mitgespielt<br />

und die Ablehnung des Westens<br />

gespiegelt wie nie zuvor.<br />

In der Herangehensweise sieht der<br />

Präsident der Stiftung, der gerade wieder<br />

russische Besucher in Wien empfangen<br />

hat, große Unterschiede. Der Westen<br />

zeichne sich durch „eine nüchterne Rationalität“<br />

aus, der Osten hingegen durch<br />

„Intuition“, mit einem orientalischen<br />

Touch, wie er es formuliert.<br />

•<br />

Medien schüren Ängste<br />

Die Betrachtung der Geschichte zeige:<br />

Die Mächtigen machten in Russland mit<br />

dem Volk immer, was sie wollten, so Martes<br />

ungeschminktes Urteil. Propaganda<br />

habe bis heute eine starke Wirkung, vieles<br />

werde aufgebauscht. „Die Russen sollten<br />

sich mehr an der Realität draußen orientieren.<br />

Die Medien operieren mit Ängsten.“<br />

So werde gerade in schwierigen Zeiten versucht,<br />

das Volk zusammenzuhalten.<br />

Der Kultur- und Religionsexperte<br />

pflegt viele Kontakte mit Russland. „Wir<br />

schämen uns“, hätten ihm liberale, gebildete<br />

russische Freunde gesagt, wenn sie<br />

schilderten, wie emotional aufgeladen<br />

die Presse sei, vor allem gewisse Fernsehkanäle.<br />

In Talkshows komme es zu Auftritten<br />

wütender Menschen. Der emotionalisierte<br />

politische Diskurs habe Formen<br />

angenommen, die Angst erzeugen.<br />

Das Phänomen des Populismus werde<br />

nicht so benannt, auch nicht in den Medien,<br />

doch es gebe ihn natürlich. Aus der<br />

Geschichte heraus kann man laut Marte<br />

folgern: Eine autoritäre Führung ist ein<br />

Faktum, eine Säule der Macht. Die Zaren<br />

Johann Marte mit<br />

Gerald Hinteregger<br />

(1978-81 österreichischer<br />

Botschafter in<br />

Moskau)<br />

übten absolute Macht aus, was das Volk<br />

als von Gott gegeben hinnahm. Von dieser<br />

Grundeinstellung sei noch etwas vorhanden:<br />

„Das Volk schaut nach Moskau.“<br />

Zugleich sehe es auch, dass große Korruption<br />

herrscht, dass es Lügen und Bereicherung<br />

auf allen Ebenen gebe. „In der Bevölkerung<br />

regt sich Unmut.“<br />

•<br />

Bewunderung für China<br />

Außenpolitisch ortet der Russland-<br />

Experte die Tendenz einer gewissen Hinwendung<br />

Moskaus zur aufstrebenden<br />

Regionalmacht China. Der große Wirtschaftsaufschwung<br />

des asiatischen Nachbarn<br />

werde in Russland bewundert. Doch<br />

erkenne man eine Gefahr darin, dass<br />

nicht nur in Sibirien, sondern auch in<br />

Fotos: johann marte, kathbild/F.J.Rupprecht<br />

48 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


RUSSLAND<br />

PORTRÄT<br />

anderen Teilen der früheren Sowjetunion China<br />

mit Wirtschaftskraft und Menschen an Einfluss<br />

gewinne.<br />

Trotz der Attraktivität des euroasiatischen Modells<br />

sei sich der russische Präsident Wladimir Putin<br />

wohl bewusst, dass es ohne Europa nicht geht,<br />

analysiert Marte. Auch die jüngsten Entwicklungen<br />

nach dem Machtwechsel in den USA und der<br />

Verlauf des Syrien-Krieges könnten nach seiner<br />

Einschätzung bewirken, dass sich Putins Russland<br />

wieder mehr Europa zuwende.<br />

•<br />

Enges Verhältnis Staat-Kirche<br />

In der Ära Putin hat sich ein enges Verhältnis<br />

zwischen Staat und Kirche entwickelt. Die national-religiöse<br />

Ideologie diene dem Zusammenhalt<br />

des Staates. Putin habe dies erkannt und sich der<br />

orthodoxen Kirche zugewandt. Der Russland-Beobachter<br />

kleidet dies in die Worte: „Die alte orthodoxe<br />

Symphonie funktioniert, das heißt die Symbiose<br />

zwischen Kirche und Staat“. Seit 1991 wurden<br />

tausende Kirchen renoviert. Allerdings sei es nicht<br />

gelungen, die Intellektuellen zurückzugewinnen.<br />

Die orthodoxe Kirchenführung sieht der Verfechter<br />

der Ökumene mit kritischem Blick. Lange sei ein<br />

autokratischer Stil gepflegt worden. Patriarch Kyrill<br />

lehne wie sein Vorgänger Alexi im Kontext der Menschenrechte<br />

die Homosexualität ab mit der Begründung,<br />

deren Anerkennung ermuntere zu unsittlichem<br />

Handeln. Inzwischen gibt es in Russland ein<br />

Gesetz gegen Homosexualität vor Minderjährigen.<br />

Kirchenvertreter glauben im Westen einen<br />

„Niedergang der Kultur“ zu erkennen.<br />

Auch werde in Kreisen der Kirche die These vertreten,<br />

dass die Monarchie mit ihrer Hierarchie<br />

der Stände eine ideale Staatsform wäre, erklärt<br />

Marte. Vor allem die Russische Auslandskirche<br />

(mit Sitz in den USA) vertritt eine pro-monarchistische<br />

Position. Andererseits gebe es in politischen<br />

Kreisen der Moskauer Führung auch eine Strömung,<br />

die goutiere, „sich von der Trennung der<br />

Gewalten zu verabschieden“.<br />

CURRICULUM<br />

VITAE<br />

JOHANN MARTE wurde<br />

1935 in Feldkirch, Vorarlberg,<br />

geboren. Jus-Studium<br />

in Innsbruck. 1962-69 Richter<br />

in Feldkirch. 1971-74<br />

war Marte Kulturattache<br />

an der österr. Botschaft in<br />

Warschau, 1974-82 Kulturrat<br />

in Moskau. In Wien zurück,<br />

hatte er leitende<br />

Funktionen in der Kultursektion<br />

des Außenamtes<br />

und später in der Sektion<br />

für Bibliotheken<br />

und Bundesmuseen im<br />

Wissenschaftsministerium<br />

inne. Von 1993-2000 war<br />

Marte Generaldirektor der<br />

Nationalbibliothek, die er<br />

gründlichen<br />

Reformen unterzog. 2001-<br />

2008 leitete er die österreichische<br />

UNESCO-Kommission.<br />

Seit 2001 ist Marte<br />

Präsident der Ökumenischen<br />

Stiftung Pro Oriente.<br />

Der österreichische Diplomat<br />

Martin Vukovich, Johann<br />

Marte und Maler und Dissident<br />

Wassili Sitnokow<br />

•<br />

Kein Religionsunterricht an Schulen<br />

Das russische Volk identifiziert sich weithin<br />

mit der Orthodoxie. Gemäß der Auffassung, ein<br />

geborener Russe sei auch ohne Taufe orthodox,<br />

wie Marte erläutert. All dies bedeutet aber auch<br />

nach dem Abschütteln des kommunistischen Sowjet-Regimes<br />

nicht, dass die Kirche in staatlichen<br />

Institutionen aktiv werde könne. Es gibt keinen<br />

Religionsunterricht an Schulen, keine Spitals-, Gefängnis-<br />

und Militärseelsorge.<br />

•<br />

Ökumene auf dornigem Weg<br />

Gegenüber der Ökumene hat die russisch-orthodoxe<br />

Kirche Vorbehalte, wie sich aus dem Echo<br />

auf Begegnungen zwischen den Moskauer Patriarchen<br />

und dem römisch-katholischen Papst in der<br />

jüngeren Zeit herauslesen lässt. In der Sowjet-Zeit<br />

habe die KP den Beitritt zum Weltkirchenrat befohlen,<br />

erinnert Marte. Der Heilige Synod ist aber<br />

auch heute noch von Hardlinern beherrscht.<br />

Dennoch gab es Fortschritte. „Nach tausend<br />

Jahren des Schweigens“, wie es „Die Zeit“ formulierte,<br />

kam es 2016 zu einem historischen Treffen<br />

von Papst Franziskus I. und Patriarch Kyrill I. auf<br />

dem neutralen Boden Kubas. Die Begegnung der<br />

beiden Kirchenoberhäupter stand im Zeichen der<br />

Aussöhnung und eines Appells für die verfolgten<br />

Christen im Orient. Dass Kyrill dann im Moskau<br />

teils mit Kritik empfangen wurde, darf nicht verwundern.<br />

•<br />

Auch der Islam wird stärker<br />

In Russland, dem größten Land der Welt, leben<br />

heute noch etwa 100 ethnische Gruppen, groß ist<br />

auch die religiöse Vielfalt. Der Islam wird in Russland<br />

immer stärker und sei in Moskau präsenter als<br />

früher, schildert Stiftungspräsident Marte. Führer<br />

der muslimischen Tataren hielten fest, das Leben in<br />

einem christlichen Umfeld sei für sie Alltag, einen<br />

strengen Islam wie in Saudi-Arabien lehnen sie ab.<br />

•<br />

Persönliche Bilanz des<br />

Russland-Kenners<br />

Präsident Martes persönliche Bilanz über die<br />

Russen: „Ein sehr herzliches Volk; sie sind liebenswürdig,<br />

können mit anderen mitleiden.“ Die<br />

Geschichte und die Größe des Landes hätten die<br />

Russen „zu besonderen Menschen gemacht, die<br />

sehr großzügig, bis hin zu verschwenderisch, sein<br />

können“.<br />

Marte baute Anfang der 80er Jahre gute Kontakte<br />

zur Dissidentenszene auf, als er in Moskau<br />

stationiert war. Er kannte Andrej Sacharow,<br />

schmuggelte Manuskripte von Lew Kopelew und<br />

Wassili Grossman. Als die Sowjetunion und die<br />

KP-Herrschaft zu Ende gingen, habe ihm ein Bolschewist<br />

gesagt: „Wir müssen alte Werte wiederherstellen,<br />

einschließlich religiöser Werte.“ •<br />

TEXT: Hermine Schreiberhuber<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong> | 49


WIRTSCHAFT<br />

INTERVIEW<br />

Christoph<br />

Leitl über<br />

Russland<br />

und den<br />

Iran<br />

WKÖ-Präsident Christoph<br />

Leitl sprach mit <strong>SOCIETY</strong><br />

über die Entwicklungen<br />

in unseren Fokusländern<br />

Russland und Iran.<br />

W<br />

elche Folgen haben<br />

die EU-Sanktionen<br />

gegen<br />

Russland für die<br />

österreichische<br />

Wirtschaft?<br />

Österreichs Exporteure haben die Sanktionen<br />

gegen Russland, Russlands Gegenmaßnahmen<br />

und die Wirtschaftskrise in<br />

Russland schmerzlich zu spüren bekommen.<br />

Die Ausfuhren nach Russland haben<br />

sich mit einem Rückgang von minus 46<br />

Prozent seit 2013 fast halbiert. Den stärksten<br />

Rückgang gab es bei unseren Lebensmittelexporten,<br />

weil Russland als Antwort<br />

auf die EU-Sanktionen den Import<br />

von Lebensmitteln aus EU-Ländern stark<br />

beschränkt hat. Insgesamt sind die wirtschaftlichen<br />

Verflechtungen zwischen Österreich<br />

und Russland aber immer noch<br />

stark und nach den schwierigen Jahren<br />

2014 bis 2016 mit rückläufigen Exporten<br />

gehen wir davon aus, dass es <strong>2017</strong> ein Plus<br />

von bis zu zehn Prozent geben kann; denn<br />

in der russischen Wirtschaft wird wieder<br />

mehr investiert und daraus ergeben sich<br />

Chancen für österreichische Lieferanten<br />

von Maschinen und Anlagen.<br />

Wo liegen die Hauptsorgen der heimischen<br />

Unternehmer?<br />

Neben den Sanktionen ist auch zunehmend<br />

eine „Entfremdung“ zwischen Russland<br />

und der EU zu spüren. Die russische<br />

Regierung hat sich in der neuen Situation<br />

für den Weg der Importsubstitution und<br />

Lokalisierung entschieden. Immer mehr<br />

Verordnungen werden erlassen, welche<br />

die öffentliche Beschaffung auf russische<br />

Zulieferer und Produkte mit hoher lokaler<br />

Wertschöpfung einschränken. Ausländische<br />

Anbieter kommen nur dann<br />

zum Zug, wenn es keine russische Alternative<br />

bzw. keine Alternative aus der Eurasischen<br />

Wirtschaftsunion gibt. Europa<br />

ist bei großen Infrastrukturprojekten in<br />

Russland auch vermehrt mit Konkurrenz<br />

aus China, Japan und Korea konfrontiert.<br />

Rechtssicherheit ist für unsere Unternehmen<br />

und deren Engagement in Russland<br />

natürlich auch enorm wichtig: Allerdings<br />

sind russische Gerichte besser als ihr Ruf.<br />

Welche Unterstützung bietet die<br />

Wirtschaftskammer für Unternehmen<br />

welche in dieser unsicheren Zeit in Russland<br />

tätig sind?<br />

Zu Beginn der Russland-Ukraine-Krise<br />

gab es spezielle Förderungen für die davon<br />

betroffenen Unternehmen, um das<br />

entgangene Geschäft in Russland oder der<br />

Ukraine in anderen Märkten leichter wettzumachen.<br />

Darüber hinaus sind in Russland<br />

die von uns angebotenen Bereiche<br />

„Sanktionsberatung und Sanktionsprüfung“<br />

ein enorm nützliches Service für<br />

50 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


WIRTSCHAFT<br />

INTERVIEW<br />

Fotos: kucera<br />

österreichische Exporteure. Grundsätzlich gilt für<br />

die Unterstützung österreichischer Unternehmen<br />

in Russland, wie generell im Auslandsgeschäft,<br />

dass wir mit unserem Netzwerk der Außenwirtschaft<br />

Austria, ihren über 600 Experten in über<br />

100 Stützpunkten auf fünf Kontinenten und im<br />

Inland permanent Länderinformationen, Branchenwissen<br />

und Partnernetzwerke für sie bereithalten.<br />

In den jeweiligen Märkten, konkret auch<br />

in Russland, kennen wir die Spielmacher, die Spieler,<br />

die Aufstellung der Konkurrenz, die Regeln<br />

und die Schiedsrichter. Wir schlagen Sprach- und<br />

Kulturbrücken, vermitteln Kontakte zu Dienstleistern,<br />

coachen Firmen vom Markteinstieg bis zur<br />

Niederlassungsgründung und unterstützen bei<br />

Problemen mit Behörden oder Geschäftspartnern.<br />

Unser AußenwirtschaftsCenter in Moskau ist das<br />

größte Büro in unserem Netzwerk. Zusätzlich<br />

haben wir in der Russischen Föderation und der<br />

Region noch weitere kleinere Büros in Jekaterinenburg,<br />

Sotschi und Novosibirsk sowie in Baku/<br />

Aserbaidschan, Minsk/Weißrussland, Jerewan/Armenien<br />

und Taschkent/Usbekistan, die auch vom<br />

Hauptsitz in Moskau aus geleitet werden.<br />

Was halten Sie von dem Vorschlag des Russischen<br />

Präsidenten Putin, hinsichtlich der Errichtung<br />

einer „Freihandelszone über den ganzen<br />

Kontinent, von Lissabon bis Wladiwostok“?<br />

Diese Idee wird von mir schon seit Jahren propagiert,<br />

denn Freihandel in Richtung Westen über<br />

den Atlantik wird schon lange diskutiert, bei dieser<br />

Diskussion aber unser direkter Nachbar im<br />

Osten, Russland, vergessen. Gerade aber im Sinne<br />

einer aktiven Handelspolitik, dem Vorantreiben<br />

von Liberalisierung und dem Abbau protektionistischer<br />

Maßnahmen sollte das langfristige Ziel<br />

eine Freihandelszone von Lissabon bis Wladiwostok<br />

sein. Eine solche Freihandelszone mit einem<br />

Markt von rund 700 Millionen Einwohnern wäre<br />

für alle Teilnehmer vorteilhaft und würde Europa<br />

und Russland im globalen Wettbewerb entscheidend<br />

stärken. Russland mit seinen Rohstoffen<br />

und Europa mit seinem Know-how würden einander<br />

perfekt ergänzen. Außerdem schaffen gemeinsame<br />

wirtschaftliche Aktivitäten Vertrauen<br />

und damit könnten auch die Voraussetzungen<br />

besser werden, dass man sich nicht voneinander<br />

abgrenzt, sondern annähert und in einen Dialog<br />

kommt, der die derzeitigen Sanktionen im beidseitigen<br />

Interesse so rasch als möglich beendet<br />

und damit zu Stabilität und Frieden einen Beitrag<br />

leistet. Ein Freihandelsabkommen könnte<br />

auch das Reformtempo in Russland beschleunigen,<br />

etwa hinsichtlich fairen Wettbewerbs oder<br />

dem Schutz geistiger Eigentumsrechte. Dadurch<br />

würde Russland seinen Ruf als verlässlicher und<br />

vertrauenswürdiger Handelspartner stärken, mit<br />

positiven Effekten bei Investitionen und Wachstum.<br />

Für österreichische Unternehmen würden<br />

sich durch Wegfall von Zöllen, Vereinheitlichung<br />

von Normen und Standards sowie Abbau von Visa-<br />

Schranken noch bessere Chancen beim Export ergeben.<br />

•<br />

Fragen zum Iran<br />

Welche Bedeutung hat der Iran als Wirtschaftspartner<br />

für Österreich? Welches Exportvolumen<br />

erzielen heimische Unternehmen?<br />

Der Iran gilt seit dem Abschluß des Joint Comprehensive<br />

Plan of Action im Jänner 2016 im<br />

Mittleren Osten als der Hoffnungsmarkt schlechthin.<br />

Für viele österreichische Unternehmen, die<br />

mittlerweile in ihren etablierten Märkten an die<br />

Wachstumsgrenzen gekommen sind, bietet der<br />

Iran eine neue Perspektive: ein politisch stabiler<br />

Markt mit knapp 80 Millionen Menschen, einer<br />

gut entwickelten Industrie und damit auch mit<br />

Bedarf an modernen Investitionsgütern, einer<br />

kaufkräftigen Mittel- und Oberschicht – und das<br />

in einer Entfernung von knapp fünf Flugstunden<br />

von Wien. Durch diese geographische Nähe ist<br />

der Iran für österreichische Unternehmen leichter<br />

und kostengünstiger zu bearbeiten als andere<br />

Überseemärkte in Amerika oder Asien. Das bilaterale<br />

Handelsvolumen 2016 betrug 376 Millionen<br />

Euro, davon entfielen 276 Millionen Euro auf Exporte<br />

aus Österreich – ein Zuwachs von elf Prozent<br />

gegenüber dem Vorjahr.<br />

Welche Chancen bietet der Iran als Handelspartner<br />

und als Investitionsziel für österreichische<br />

Unternehmen?<br />

2012 wurde von uns ein Anstieg des bilateralen<br />

Außenhandels mit dem Iran auf 500 Millionen<br />

Euro bis 2020 prognostiziert. Aus heutiger Sicht<br />

werden wir diese Erwartung sicher übertreffen.<br />

Bereits jetzt sind 1,2 Milliarden Euro an OeKB Garantien<br />

für Irangeschäfte ausständig. Damit zählt<br />

der Iran sicher in den kommenden Jahren zu den<br />

Hot-Spots für die österreichische Wirtschaft in<br />

der Region. Hinzu kommt noch, dass sich der Iran<br />

mittlerweile als Drehscheibe auch für Geschäfte<br />

in die nähere Umgebung etabliert. Die Iraner sind<br />

sehr an österreichischen Investitionen interessiert<br />

und versuchen, die Rahmenbedingungen für Investitionen<br />

zu verbessern. Auch in diesem Bereich<br />

gibt es seit dem Abschluß des Joint Comprehensive<br />

Plan of Action beachtliche Fortschritte. Ich<br />

gehe davon aus, dass sich die österreichische Investitionstätigkeit<br />

in den kommenden Jahren weiter<br />

verstärken wird. Die Iraner sind interessiert an<br />

einer langfristigen wirtschaftlichen Partnerschaft<br />

mit der EU und Österreich wird ganz besonders<br />

geschätzt.<br />

1. Welche Auswirkungen hatten die EU-Wirtschaftssanktionen<br />

auf die Handelsbeziehung<br />

zwischen dem Iran und Österreich?<br />

Die EU-Wirtschaftssanktionen gegen den Iran<br />

hatten im Wesentlichen zwei Effekte, welche österreichische<br />

Unternehmen immer noch negativ<br />

zu spüren bekommen. Zum einen wurde die iranische<br />

Industrie gezwungen, den vorhandenen<br />

Bedarf durch lokale Produktion zu decken. Das<br />

stärkte die iranische Industrie, die paradoxerwei-<br />

» Neben den<br />

Saktionen ist<br />

eine<br />

zunehmende<br />

“Entfremdung”<br />

zwischen Russland<br />

und der<br />

EU zu spüren.<br />

«<br />

Christoph<br />

Leitl<br />

➢<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong> | 51


WIRTSCHAFT<br />

INTERVIEW<br />

» Der Iran gilt<br />

im Mittleren<br />

Osten als der<br />

Hoffnungsmarkt<br />

schlechthin.<br />

«<br />

Christoph<br />

Leitl<br />

se nach den Wirtschaftssanktionen strukturell in<br />

vielen Bereichen stärker und gesünder dastand<br />

als zuvor. Für ausländische Lieferanten entstanden<br />

dadurch in einigen Bereichen starke einheimische<br />

Konkurrenten, die auch verstärkt in Nachbarmärkte<br />

exportieren. Zweitens wirkten sich die<br />

EU-Wirtschaftssanktionen massiv nachteilig auf<br />

die Marktposition europäischer Unternehmen im<br />

Iran aus. Durch den Rückzug vieler EU-Unternehmen<br />

aus dem Iran entstand ein Vakuum. Dieses<br />

wurde entweder durch neue lokale Unternehmen<br />

oder durch asiatische, vor allem chinesische Firmen<br />

gefüllt. Insgesamt haben die EU-Wirtschaftssanktionen<br />

den Interessen der österreichischen<br />

und auch europäischen Wirtschaft wesentlich<br />

mehr geschadet als den Interessen der iranischen<br />

Wirtschaft.<br />

Nach dem Wegfall eines Großteils der Sanktionen:<br />

in welchen Sektoren bieten sich Möglichkeiten<br />

für österreichische Unternehmen, welche<br />

im Iran tätig werden wollen?<br />

Wir sehen derzeit, dass in praktisch allen nicht<br />

sanktionierten Bereichen österreichische Unternehmen<br />

versuchen, auf dem iranischen Markt<br />

Fuß zu fassen oder ihre Marktposition auszubauen.<br />

Das Interesse an einer Zusammenarbeit mit<br />

österreichischen Firmen und der Bedarf von iranischer<br />

Seite sind in fast allen Branchen gewaltig.<br />

Im Konsumgütersektor, Teilen der produzierenden<br />

Industrie, der Automobilindustrie, im Tourismus,<br />

der Wasserwirtschaft, der erneuerbaren<br />

Energien, Sicherheits- und Brandschutztechnik<br />

bestehen gute Chancen für Kooperationen mit iranischen<br />

Partnern.<br />

Mit welchen Angeboten unterstützt die Wirtschaftskammer<br />

heimische Unternehmen bei der<br />

Erschließung des iranischen Marktes?<br />

Als Vertretung der Wirtschaftskammer Österreich<br />

im Iran bietet das AußenwirtschaftsCenter<br />

Teheran österreichischen Firmen eine Anlaufstelle<br />

für alle Fragen und Probleme im Irangeschäft.<br />

Der Umfang unserer Hilfestellungen für<br />

Unternehmen ist sehr groß und reicht von Hintergrundchecks<br />

iranischer Geschäftspartner über<br />

Interventionen oder Recherchen bei iranischen<br />

Behörden bis hin zur Unterstützung bei der Suche<br />

nach Büroräumlichkeiten oder Personal. Gleichzeitig<br />

versuchen wir aber auch, gemeinsam mit<br />

der österreichischen Botschaft aktiv an der Gestaltung<br />

der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen<br />

mitzuwirken. Dazu stehen wir auch mit österreichischen<br />

Banken, Kammern, Verbänden und Ministerien<br />

in permanentem Kontakt. Unser Ziel ist<br />

es, die in Österreich vorhandenen Potentiale und<br />

Kräfte zu bündeln und zielgerichtet auf dem iranischen<br />

Markt zu platzieren.<br />

•<br />

64 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


Tourismus im<br />

Aufschwung<br />

Der iranische Tourismusminister, Rahmani<br />

Movahed, in einem Statement über die<br />

Tourismusindustrie des Iran.<br />

IRAN<br />

KOMMENTAR<br />

Fotos: iranische botschaft wien<br />

Die iranische Tourismusindustrie<br />

verfügt<br />

im Hinblick auf die<br />

Grundlagen und Attraktionen,<br />

aber auch<br />

in Bezug auf die Infrastruktur zum<br />

Ausbau des Tourismus über beachtliche<br />

Potentiale. Zudem zeichnet<br />

sich das Land durch kulturelle,<br />

historische und antike Sehenswürdigkeiten,<br />

wie auch seine Naturattraktionen<br />

aus. Gemäß einer<br />

Bewertung der Welttourismus-Organisation<br />

nimmt der Iran hinsichtlich der Naturattraktionen<br />

den fünften und bezüglich der kulturellen<br />

und historischen Sehenswürdigkeiten<br />

den zehnten Platz weltweit ein.<br />

Außerdem verfügt das Land hinsichtlich der<br />

touristischen Infrastrukturmöglichkeiten über<br />

mehr als 1150 Hotels in verschiedenen Standards<br />

und Kategorien sowie 1345 Pensionen und 662<br />

Hotel-Appartements. Es gibt 4380 Reiseagenturen,<br />

15 Airlines, 12 Bahntransportunternehmen,<br />

33 Handwerkskunstbazars, 300 ständige Kunsthandwerks-<br />

und Souvenirbazars, 411 traditionelle<br />

Restaurants, 2150 erstklassige Restaurants sowie<br />

102 neue Straßen- und Autobahnraststätten.<br />

Während der letzten vierjährigen Legislaturperiode<br />

wurden wichtige Schritte in Richtung<br />

Ausbau und Bekanntmachung der iranischen<br />

Tourismusbranche unternommen, sodass der<br />

Iran inzwischen zu den 50 wichtigsten touristischen<br />

Zielländern der Welt gehört.<br />

Der Iran ist eines der sichersten Länder der<br />

Welt für Reisende. Im Jahr <strong>2017</strong> wurde die 17.<br />

globale Konferenz des Tourismus mit Beteiligung<br />

von 350 Tourismusexperten aus 50 Ländern im<br />

Iran abgehalten. Die Touristenexperten reisten<br />

während ihres Aufenthaltes zu verschiedenen<br />

Zielen im Norden, Süden und ins Zentrum des<br />

Landes.<br />

Während dieser Reisen und Besichtigungen<br />

sind der gastfreundschaftliche Geist und die<br />

angenehmen Umgangsformen der Iraner mit<br />

ausländischen Gästen von den Experten aus der<br />

Tourismusbranche sehr positiv aufgenommen<br />

worden. Im Laufe des 11. Legislaturperiode (erste<br />

Amtsperiode des jetzigen Präsidenten) haben ungefähr<br />

20 Millionen ausländische Touristen den<br />

Iran besucht und auf diesem<br />

Weg hat das Land ca. 35 Milliarden<br />

Dollar Devisen erwirtschaftet.<br />

Während der 11. Legislaturperiode<br />

kam es zu einem<br />

zehnprozentigen Zuwachs an<br />

Besuchern. Die Zuneigung und<br />

das Interesse ausländischer Touristen<br />

am Iran nimmt weiterhin<br />

zu. Darüber hinaus hat der<br />

Iran mit dem Kaufvertrag von<br />

200 Passagierflugzeugen und<br />

der Übergabe von 10 neuen Flugzeugen im Jahre<br />

<strong>2017</strong> mit der Erneuerung und Ausrüstung seiner<br />

Luftflotte begonnen. Aber auch die zuletzt durchgeführte<br />

Renovierung und Erneuerung der Bahninfrastruktur<br />

hat einen positiven Einfluss auf die<br />

heimische Tourismusindustrie gehabt.<br />

Im Laufe der Jahre 2013 bis <strong>2017</strong> und im Zuge<br />

der Realisierung der notwendigen Infrastrukturen<br />

für die wirtschaftliche Zielsetzung der Regierung<br />

bis 2025 sind 53 neue Hotels gebaut worden.<br />

Außerdem sind Verträge mit Investoren des<br />

privaten Sektors aus verschiedenen Ländern wie<br />

Frankreich, Deutschland und Spanien zum Bau<br />

von geeigneten Hotels mit internationalen Standards<br />

abgeschlossen worden.<br />

Die islamische Republik Iran hat sich im wirtschaftlichen<br />

Ausblick bis 2025 den jährlichen Besuch<br />

von 20 Millionen Touristen zum Ziel gesetzt.<br />

Das zu erwirtschaftende Einnahmepotential dieser<br />

Touristenanzahl würde eine jährliche Summe<br />

von 35 Milliarden Dollar betragen.<br />

Der Iran hat zur Reiseerleichterung von ausländischen<br />

Touristen wichtige grundlegende Schritte<br />

unternommen. Darunter fallen etwa die Behebung<br />

der Probleme des Finanzsystems (Banken),<br />

die Möglichkeit, Kreditkarten zu verwenden,<br />

der Ausstellung von 3-monatigen Touristenvisen<br />

bei der Einreise ins Land und die Aufhebung der<br />

Visumspflicht für manche Zielmärkte und Nachbarländer.<br />

Außerdem wurden nach dem Nuklearabkommen<br />

und der offenen, dialogsuchenden<br />

Diplomatie der aktuellen Regierung (Regierung<br />

der „Vernunft & Hoffnung“) die Voraussetzungen<br />

für die Rückkehr zahlreicher internationaler Airlines<br />

und somit größere Handlungsfähigkeit auf<br />

dem Gebiet des Tourismus geschaffen. •<br />

ZUR PERSON<br />

MORTEZA RAHMANI<br />

MOVAHED<br />

Stellvertreter des Präsidenten<br />

in Angelegenheiten<br />

der Tourismusorganisation,<br />

kulturelle Denkmäler und<br />

Handwerkskunst<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong> | 53


IRAN<br />

REISE<br />

Verborgene Schätze<br />

Der Iran ist als Reisedestination noch nicht so bekannt.<br />

Das ist schade, denn das frühere Persien hat dem<br />

Besucher viele versteckte Schätze zu bieten.<br />

Fotos: iranische botshaft wien<br />

Der Eram Garten in Schiraz<br />

54 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


IRAN<br />

REISE<br />

Pure orientalische Exotik<br />

– dieses Bild hat man<br />

als Reisender im Kopf<br />

bevor man den zentralasiatischen<br />

Staat besucht.<br />

Doch ist der Iran<br />

weitaus moderner als<br />

man vermuten würde.<br />

Die Hauptstadt Teheran ist mit über 15<br />

Millionen Einwohnern eine urbane Metropole<br />

mit U-Bahnnetz und moderner<br />

Architektur. Speziell ist der innerstädtische<br />

Höhenunterschied, der Teheran in<br />

zwei Gebiete trennt, vom auf 1100 Metern<br />

gelegenen Süden, der vor allem von den<br />

armen Stadtbewohnern besiedelt ist, in<br />

den auf 1700 Metern liegenden Norden,<br />

der im Sommer wesentlich kühler ist und<br />

seit jeher Heimat der wohlhabenden Bevölkerung<br />

war.<br />

•<br />

Teheran<br />

Einblick in das alte Persien gewährt<br />

der Golestan Palast im Norden der riesigen<br />

Stadt. Er wurde im 19. Jahrhundert<br />

von Fath Ali Shah inmitten einer von Shah<br />

Abbas errichteten Gartenanlage erbaut.<br />

Während der gesamten Qajarendynastie<br />

diente der Golestan Palast den Herrschern<br />

als Residenz und Regierungssitz. So wurde<br />

Schah Mohammad Reza dort gekrönt.<br />

Besonders beeindruckend sind der Krönungssaal<br />

mit einem Marmorthron und<br />

der Spiegelsaal. Westliche Motive auf den<br />

Kacheln des Palastes zeugen von der damaligen<br />

Faszination für Europa. Gleich<br />

in der Nähe des Golestan Palastes liegt<br />

der größte überdachte Bazar des Nahen<br />

Ostens. Auf 200 Hektar präsentieren etwa<br />

30.000 Geschäfte ihre Waren, wobei jedes<br />

Handwerk seinen eigenen Bezirk besitzt.<br />

Es gibt Abteilungen für Schmuck und<br />

Stoffe, Haushaltsartikel und Nahrungsmittel.<br />

Große Bedeutung hat immer noch<br />

der Teppichhandel, der im Iran eine große<br />

Tradition hat. Wer allerdings das Bild<br />

von lauten Marktschreiern und wildem<br />

Feilschen im Kopf hat wird enttäuscht<br />

sein, das Drücken des Preises ist untersagt<br />

und die Iraner sind zusätzlich ein sehr<br />

höfliches und zurückhaltendes Volk.<br />

•<br />

Schiraz<br />

Ruhiger als in der überfüllten Metropole<br />

Teheran geht es in Schiraz zu.<br />

Die im Südwesten des Landes gelegene<br />

Stadt begrüßt im Frühling mit dem berauschenden<br />

Duft ihrer blühenden Orangenbäume.<br />

Schiraz ist als Heimat der berühmtesten<br />

persischen Dichter Hafis und<br />

Saadi sowie der gleichnamigen Traube<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong> | 55


IRAN<br />

REISE<br />

Tourguide Farzaneh<br />

Moradi mit der<br />

Nationalfrucht Irans,<br />

dem Granatapfel<br />

Rosa Fliesen der Nasral-Mulk<br />

Moschee<br />

Das Dorf Abyane im<br />

Zentrum Irans<br />

Azadi Tower in Teheran<br />

bekannt und liegt in einem fruchtbaren<br />

Tal, in dem Getreide und Obst angebaut<br />

werden. Die Zitadelle von Karim Khan ist<br />

eines der wenigen Gebäude, das aus dem<br />

von Karim Khan erbauten, historischen<br />

Viertel erhalten geblieben ist. Der imposante<br />

Ziegelbau diente als Regierungssitz<br />

und Wohnpalast, war aber auch als<br />

Wehranlage in Verwendung. Das Innere<br />

der Zitadelle ist mit farbigen Wandmalereien<br />

und schönen Glasfenstern verziert.<br />

Gleich daneben kann man dem Bazar-e<br />

Vakil einen Besuch abstatten. Hier bieten<br />

Händler traditionelles Kunsthandwerk<br />

und Stoffe an.<br />

In der historischen Altstadt befindet<br />

sich die Nasr-al-Mulk Moschee. Sie wird<br />

auch die „Rosa Moschee“ genannt, denn<br />

anders als bei den üblichen blau-weißen<br />

Moscheen enthalten ihre Fliesen detaillierte<br />

Pflanzendarstellungen in rosa.<br />

Besonders beeindruckend ist der Wintergebetsraum,<br />

dessen bunte Glasfenster<br />

zauberhafte Farbelemente auf den Boden<br />

zeichnen. Schiraz war vor allem für seine<br />

Gärten berühmt, von denen aber heute<br />

nicht mehr viele erhalten sind. Einer<br />

davon ist der Bagh-e Naranjestan (Orangengarten),<br />

der üppige Blumenbeete und<br />

Orangenbäume hinter seinen Mauern<br />

verbirgt. Am Ende des Parks befindet sich<br />

ein Palais aus dem 19. Jahrhundert, dessen<br />

mehrfarbige Fliesen und sein Spiegelmosaikraum<br />

sehenswert sind. Unbedingt<br />

ansehen sollte man sich „Bagh- e Eram im<br />

Nordwesten der Stadt. Der Eram-Garten<br />

wurde im 19. Jahrhundert angelegt und<br />

fungiert heute als botanischer Garten. Seine<br />

hochwachsenden Zypressen – im Iran<br />

ein Symbol für Langlebigkeit – sind besonders<br />

berühmt. Bei einem Spaziergang<br />

durch die Parkwege des Gartens kann<br />

man wunderbar die Seele baumeln lassen.<br />

•<br />

Persepolis<br />

Nur fünfzig Kilometer von Schiraz entfernt,<br />

liegt die wohl beeindruckendste<br />

historische Stätte Irans – Persepolis. Der<br />

Bau der Residenz aus der Zeit der Achämeniden<br />

wurde von König Dareios I um<br />

518 vor Christus in Auftrag gegeben. Dareios<br />

ließ dafür Architekten, Handwerker<br />

und Materialien aus allen Teilen des Reiches<br />

kommen. Daher sind urartäische,<br />

assyrische, ägyptische, babylonische und<br />

sogar griechische Einflüsse in dem Bauwerk<br />

erkennbar. Persepolis diente nicht<br />

nur als administratives Zentrum, sondern<br />

auch der Ausrichtung großer Feierlichkei-<br />

Fotos:tanja tauchhammer,iranische botschaft wien<br />

56 | SOCIET 1_<strong>2017</strong>


ten während des Neujahrsfestes Nourouz. Beim<br />

Besuch der Anlage fallen die kunstvollen Reliefs<br />

besonders ins Auge, bedenkt man das Alter ihrer<br />

Herstellung. Sie zeugen von der architektonischen<br />

Meisterschaft dieser Zeit. Das wiederholende Thema<br />

in Persepolis ist ein Löwe, der einen Stier reißt.<br />

Dieses Motiv steht für das neue Jahr. Im Jahr 330<br />

v. Christus kam das Heer Alexanders des Großen<br />

nach Persepolis und plünderte dessen Schätze.<br />

Ein Brand zerstörte mehrere Teile der Anlage. Im<br />

3. Jahrhundert verlor die Stadt an Bedeutung und<br />

geriet in Vergessenheit, bis sie im 18. Jahrhundert<br />

von Europäern wiederentdeckt wurde.<br />

•<br />

Naqsh-e Rostam<br />

Persepolisbesucher sollten es nicht versäumen,<br />

die 4 Kilometer entfernte Grabstätte Naqshe<br />

Rostam aufzusuchen. Von den Elamern wurde<br />

hier im 3. vorchristlichen Jahrhundert direkt in<br />

eine Felswand ein Felsrelief angebracht. Später<br />

brachten die Achämeniden ihre Grabanlagen und<br />

die Sasaniden weitere Reliefs an. Das erste Grabmal<br />

wurde von König Dareios I errichtet. Drei seiner<br />

Nachfolger kopierten rechts und links davon<br />

diese Konstruktion. Die Grabkammern führen ins<br />

Innere des Felsens und entsprechen somit den<br />

Grundsätzen der Zoroastrischen Religion, in der<br />

Leichname nicht in der Erde begraben werden<br />

dürfen. Gegenüber der Felswand befindet sich ein<br />

aus Kalksteinen errichtetes Gebäude, von dem<br />

Archäologen vermuten, dass es als sasadinischer<br />

Feuertempel gedient haben könnte.<br />

•<br />

Isfahan<br />

Im Zentrum des Landes liegt die malerischschöne<br />

Stadt Isfahan. Ihr einen Besuch abzustatten,<br />

sollte bei keiner Iranreise fehlen. Beginnen<br />

sollte man dabei mit dem imposanten Meidan-e<br />

Imam, einem 500 Meter langen und 150 Meter<br />

breiten Platz, der an allen vier Seiten von Arkaden<br />

umgeben ist. Hier kann man gleich vier Sehenswürdigkeiten<br />

Isfahans besichtigen. Die Imam-<br />

Moschee ist ein beeindruckendes Bauwerk aus<br />

dem 17. Jahrhundert. Ihre hohen Wände sind mit<br />

kunstvollen Mosaiken in blau-türkis ausgekleidet.<br />

Kleiner, aber nicht weniger schön, ist die Masjede<br />

Scheich Lotfollah-Moschee. Sie war nur den<br />

Angehörigen des Königs zugänglich und besitzt<br />

weder Minarett noch Hof. Sie ist ein Meisterwerk<br />

an Farbgestaltung, die ockerfarbenen Fliesen der<br />

Kuppel werden von schwarz-weißen Arabesken<br />

durchzogen, die blau gefüllt sind. Gegenüber der<br />

Lotfollah-Moschee erhebt sich der Torpalast Ali<br />

Qapu. Der 70 Meter hohe Bau diente dem Schah<br />

als Sitz der Verwaltung und Empfangssaal für Gäste.<br />

Seine Terrasse bot dem König perfekte Sicht auf<br />

die auf dem Platz stattfindenden Polospiele. Seine<br />

schweißtreibenden 90 Stufen belohnen mit einem<br />

grandiosen Ausblick über die Stadt. Liebhaber des<br />

Kunsthandwerks sollten unbedingt den Bazar am<br />

Ende des Königsplatzes besuchen. Der überdach-<br />

REISEINFOR-<br />

MATION<br />

IRAN AIR<br />

Direktflug Wien-Teheran<br />

mehrmals die Woche<br />

Tourinformationen Adineh<br />

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Piazza Armando Diaz, 6,<br />

20123 Milano, Italien<br />

Telefon: +39 02 8909 6136<br />

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Die Imam-Moschee<br />

von Isfahan<br />

IRAN<br />

REISE<br />

te Markt bietet traditionell hergestellte Teppiche,<br />

Schmuck, Kupfererzeugnisse sowie die typischen,<br />

bedruckten Baumwollstoffe.<br />

•<br />

Abyane<br />

Versteckt in den Bergen liegt das ursprüngliche<br />

Dorf Abyane. Seine teils mehrstöckigen Häuser<br />

sind aus roten Lehmziegeln erbaut. Kleine Gassen<br />

winden sich durch die Siedlung, in der fast nur<br />

noch ältere Einwohner leben, die ihre Produkte<br />

wie getrocknete Früchte und Kräuter den Touristen<br />

anbieten. Ein Spaziergang durch das malerische<br />

Dörfchen mutet wie eine Zeitreise in eine<br />

vergangene Epoche an.<br />

•<br />

Kashan<br />

Die blühenden Rosengärten Irans (Golestan)<br />

findet man in der Provinz Kashan im Zentrum des<br />

Landes. Hier wird aus duftenden Damaszenerrosen<br />

das in der persischen Küche gerne verwendete<br />

Rosenwasser hergestellt. In der Hauptstadt Kashan<br />

findet man einen der schönsten Gärten des<br />

Landes. Der Bagh-e Tarikhi-ye Fin wurde von der<br />

UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Gespeist<br />

von einer Quelle, wird die Anlage von Wasserläufen<br />

und Springbrunnen durchzogen. In seinem<br />

zweistöckigen Palast sind noch ursprüngliche<br />

Wandmalereien erhalten.<br />

Einen spannenden Einblick in das frühere Leben<br />

bietet das Bürgerhaus Borujedi aus dem 19.<br />

Jahrhundert. Hier kann man die Trennung von<br />

öffentlichem und privatem Bereich besonders gut<br />

wahrnehmen.<br />

Auf einer Reise zeigt sich, dass der Iran viele Gesichter<br />

hat. Moderne Großstädte und antike Kulturdenkmäler<br />

bestehen wie selbstverständlich nebeneinander.<br />

Was jedoch am meisten in Erinnerung<br />

bleibt ist die Freundlichkeit seiner Bewohner. •<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong> | 57


IRAN<br />

INTERVIEW<br />

Dialog und Verständnis als<br />

Schlüsselbegriffe<br />

<strong>SOCIETY</strong> traf S.E. Dr. Ebadollah Molaei, den Botschafter der Islamischen<br />

Republik Iran in Österreich und sprach mit ihm über<br />

die bilateralen Beziehungen zwischen Teheran und Wien.<br />

Iran und Österreich pflegen bereits<br />

seit Jahrhunderten diplomatische<br />

Beziehungen. Wo sehen Sie<br />

die Schwerpunkte bei den künftigen<br />

Kooperationen?<br />

Sie haben auf ein historisches<br />

Faktum hingewiesen. Diese lange Tradition<br />

ist eine Besonderheit unserer bilateralen<br />

Beziehungen. Historisches Bewusstsein,<br />

kultureller Dialog, gegenseitiger<br />

Respekt und gemeinsame Interessen sind<br />

nur einige der Besonderheiten, die dazu<br />

geführt haben, dass unsere Beziehungen<br />

keinen größeren Schwankungen<br />

ausgesetzt, sondern als durchaus stabil<br />

zu bewerten sind. Die beiden Begriffe<br />

„Dialog“ und „Verständnis“ zählen zu<br />

den Schlüsselbegriffen unserer historischen<br />

Beziehung. Auch wenn im Rahmen<br />

unserer bilateralen Beziehungen sicher<br />

Ziele angestrebt und Prioritäten gesetzt<br />

werden, gibt es keine Einschränkungen<br />

auf einen bestimmten Schwerpunkt. Die<br />

sehr gut organisierten „Wiener Nuklear-<br />

Verhandlungen“ und die wichtige Reise<br />

von Herrn Dr. Fischer, dem früheren Bundespräsidenten<br />

der Republik Österreich<br />

nach Teheran, waren bemerkenswerte<br />

Wendepunkte in den Beziehungen beider<br />

Länder. Auch auf parlamentarischer<br />

Ebene ist bereits eine gute Zusammenarbeit<br />

zwischen den Legislativen beider<br />

Länder zustande gekommen, welche sich<br />

auf hoher Ebene fortsetzt. In diesem Zusammenhang<br />

hat die Reise von Herrn<br />

Dr. Kopf, dem Vizepräsidenten des österreichischen<br />

Parlaments in den Iran, und<br />

seine Treffen und Gespräche mit hochrangigen<br />

iranischen Persönlichkeiten,<br />

eine Ausweitung der parlamentarischen<br />

Kooperationen herbeigeführt. Das neue<br />

Kapitel der Beziehungen zwischen Teheran<br />

und Wien setzt auf Fortbestand der<br />

diplomatischen Konsultationen, Fortsetzung<br />

des kulturellen Austausches und<br />

der akademischen Zusammenarbeit, und<br />

auf die Ausweitung und Intensivierung<br />

der langfristigen wirtschaftlichen und<br />

technologischen Kooperationen.<br />

Was können Sie uns über die wirtschaftliche<br />

Beziehung zwischen dem<br />

Iran und Österreich in der angebrochenen<br />

„Postsanktionszeit“ erzählen?<br />

Unsere erste Priorität in den Außenwirtschaftsbeziehungen<br />

ist die Vermeidung<br />

rein auf den Konsum basierender<br />

Geschäfte. Wir setzen auf ausländische<br />

Investitionen und Technologietransfer<br />

sowie langfristige und dauerhafte wirtschaftliche<br />

Beziehungen. Österreich ist<br />

als wirtschaftlicher und industrieller<br />

Standort in Europa traditionell ein bedeutender<br />

Partner für den Iran und im<br />

Gegenzug ist auch der Iran immer ein<br />

verlässlicher Partner für Österreich gewesen.<br />

Nach der Aufhebung des internationalen<br />

Embargos wurden auch wichtige<br />

Schritte zur Belebung der wirtschaftli-<br />

Fotos: Society/pobaschnig<br />

58 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


IRAN<br />

INTERVIEW<br />

chen Beziehungen zwischen dem Iran und Österreich<br />

unternommen. In dieser Hinsicht, sind die<br />

zahlreichen bilateralen Besuche der hohen Regierungsvertreter<br />

auf unterschiedlichsten Ebenen,<br />

die politische Willenskraft und das gegenseitige<br />

Interesse zur Ausweitung und Verstärkung<br />

der Kooperationen hervorzuheben. Im Zuge<br />

dieser gegenseitigen Reisen wurden zahlreiche<br />

Absichtserklärungen in unterschiedlichen Bereichen<br />

unterzeichnet. Zu diesen Verträgen und<br />

Absichtserklärungen zählen unter anderem die<br />

ökonomische Partnerschaft für die Jahre 2016 bis<br />

2020 sowie Kooperationsvereinbarungen auf den<br />

Gebieten Wissenschaft und Forschung, Umwelt,<br />

Agrarwirtschaft, Gesundheitswesen, Energie,<br />

Transport, Tourismus und Technologie. In Anbetracht<br />

der vorhandenen Chancen, Kapazitäten<br />

und zahlreichen Möglichkeiten, herrscht eine positive<br />

Stimmung in der Beziehung beider Länder,<br />

und das auf vielen Gebieten: der Politik und Diplomatie,<br />

Wirtschaft und Handel, Industrie und<br />

Technologie, Wissenschaft und Forschung sowie<br />

Kultur und Tourismus.<br />

Was sind die wesentlichen Gebiete der wirtschaftlichen<br />

Kooperationen zwischen dem Iran<br />

und Österreich?<br />

In Hinblick auf die lange Tradition der Beziehungen<br />

zwischen dem Iran und Österreich, kooperieren<br />

beide Seiten bereits auf vielfältigen Gebieten.<br />

Zu den wichtigsten Bereichen zählen die<br />

Holz- und Papierindustrie, der Kraftwerksbau,<br />

die Eisenbahntechnik, Medizintechnik, Lebensmitteltechnologie<br />

und Farbindustrie. Durch die<br />

Unterzeichnung verschiedener Verträge und Absichtserklärungen<br />

zwischen den beiden Ländern<br />

sind weitere Felder der Zusammenarbeit entstanden,<br />

von denen die Bereiche Forschung und Entwicklung,<br />

Umwelt, Wissenschaft und Technologie,<br />

die Herstellung von technischen Einzelteilen<br />

und der Energiesektor hervorzuheben sind. Ich<br />

hoffe, dass wir auf Grundlage dieser Verträge und<br />

der aktuell entstandenen Möglichkeiten sowie<br />

der effektiven Unterstützung der hochrangigen<br />

Regierungsvertreter beider Länder, bald Zeugen<br />

einer Ausweitung sowie eines Wachstums der bilateralen<br />

Kooperationen zwischen dem Iran und<br />

Österreich sein werden.<br />

»Es herrscht<br />

eine positive<br />

Stimmung in<br />

der Beziehung<br />

der beiden<br />

Länder, und<br />

das auf vielen<br />

Gebieten.<br />

«<br />

Ebadollah<br />

Molaei<br />

CURRICULUM<br />

VITAE<br />

Dr. Ebadollah MOLAEI<br />

wurde 1961 geboren. Er<br />

ist verheiratet und hat<br />

drei Kinder. Im Jahr 2011<br />

wurde ihm der Doktortitel<br />

in Politikwissenschaften<br />

verliehen. Seit 2015 ist er<br />

Botschafter der Islamischen<br />

Republik Iran in Österreich.<br />

Von 2013 bis 2015<br />

war er Generaldirektor der<br />

Abteilung für Nord - und<br />

Osteuropa im Außenministerium<br />

der Islamischen Republik<br />

Iran. Davor hatte er<br />

die Funktion des Beraters<br />

des Außenministers inne.<br />

Bis 2013 war er stellvertretender<br />

Generaldirektor der<br />

Abteilung für politische<br />

und internationale Studien,<br />

und Berater des stellvertretenden<br />

Generaldirektors<br />

der Planungsabteilung<br />

für Europa. Von 2002 bis<br />

2006 war er Gesandter<br />

und Charge d’ Affaires in<br />

Berlin. Davor hatte er die<br />

Position des Direktors des<br />

Zentrums für europäische<br />

und amerikanische Studien<br />

inne.<br />

Was ist die Handelsbilanz zwischen dem Iran<br />

und Österreich?<br />

Die sukzessive Zunahme des Kooperationsund<br />

Handelsvolumens zwischen der Islamischen<br />

Republik Iran und Österreich – proportional zu<br />

den vielfältigen Kapazitäten und Möglichkeiten<br />

beider Länder – ist in dieser Hinsicht eine weitere<br />

wichtige Entwicklung. Das Handelsvolumen<br />

der beiden Länder betrug im vergangenen Jahr<br />

378 Millionen Euro, was im Vergleich zum Jahr<br />

davor eine deutliche Steigerung darstellt. Ein bemerkenswerter<br />

Aspekt, der sich aktuell auf beide<br />

Länder bezieht, ist das gleichmäßige Wachstum<br />

in allen Exportbereichen, sodass ein stetig zunehmendes<br />

Kooperationsvolumen zwischen dem<br />

Iran und Österreich festzustellen ist.<br />

Österreich ist einer der wichtigsten akademischen<br />

Partner des Irans in Europa. Wie sieht die<br />

Zusammenarbeit im Bereich Forschung, Wissenschaft<br />

und Lehre genau aus?<br />

Die Geschichte der akademischen Kooperation<br />

zwischen den beiden Ländern geht auf die Gründung<br />

der Hochschule „DAROLFONUN“ in Teheran<br />

im Jahre 1851 zurück. Diese Kooperation hat sich<br />

ab dem 20. Jahrhundert auf viele andere wissenschaftliche<br />

Zweige ausgeweitet und vertieft, und<br />

somit ist die akademische Zusammenarbeit zu einer<br />

der wichtigsten Dimensionen der bilateralen<br />

Beziehungen geworden. Die große Gemeinschaft<br />

der in Österreich ansässigen iranischen Ärzte<br />

weist ebenfalls auf den lebhaften akademischen<br />

Austausch beider Länder hin, der auch in den<br />

letzten Jahren weiter intensiviert wurde. Zurzeit<br />

studieren mehr als 2.000 Iraner an österreichischen<br />

Universitäten. Während der Iranreise<br />

von Herrn Dr. Fischer im Sommer 2015 wurden<br />

zahlreiche Kooperationsvereinbarungen auf dem<br />

Gebiet der Lehre, Wissenschaft und Forschung<br />

zwischen Universitäten und wissenschaftlichen<br />

Institutionen unterzeichnet. Die Durchführung<br />

von gemeinsamen Forschungsprojekten und gemeinsamen<br />

Lehr- und Trainingsprogrammen,<br />

der Austausch von Dozenten und Studenten,<br />

Stipendienvergaben, Vergaben von kurzfristigen<br />

Studien- und Forschungsprojekten sowie gemeinsame<br />

Investitionen in die Forschung gehören zu<br />

den wichtigsten Projekten.<br />

Was können Sie uns über den Tourismussektor<br />

Irans erzählen?<br />

Der Iran zählt mit seinem historischen Hintergrund<br />

von über 7.000 Jahren zu den wichtigsten<br />

zivilisatorischen und kulturellen Zentren der<br />

Welt. Unsere antiken Gebäude und Ruinen, die<br />

kulturellen und religiösen Denkmäler, die Vielfalt<br />

der Fauna und Flora, die natürlichen Attraktionen<br />

wie unsere Warmwasserquellen, die riesigen<br />

Sandwüsten und die hohen Gebirgsketten,<br />

machen den Iran zu einem äußerst interessanten<br />

touristischen Ziel für Europa und die ganze Welt.<br />

Gemäß einem Report der Welttourismusorganisation<br />

belegt der Iran in Bezug auf die historischen<br />

Kulturgüter Rang 10 und hinsichtlich der<br />

natürlichen und landschaftlichen Attraktionen<br />

Rang 5 unter allen Nationen. Die wirtschaftlichen<br />

Grundlagen zwecks Hotelbau und anderer<br />

touristischen Einrichtungen und Infrastrukturen<br />

sind bereits vorhanden, nun fehlen nur noch<br />

die Investoren. Der Gesundheitstourismus spielt<br />

aufgrund der vorhandenen hochwertigen Kenntnisse,<br />

der individuellen Expertise und moderner<br />

Einrichtungen eine Vorreiterrolle im iranischen<br />

Tourismussektor. Diese Situation hat dazu geführt,<br />

dass der Iran in den letzten Jahren zu einem<br />

„medizinischen Zentrum“ für die Nachbarländer<br />

aufgestiegen ist.<br />

•<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong> | 59


IRAN<br />

HOMESTORY<br />

Residenz der Islamischen<br />

Republik Iran in Wien – die<br />

ehemalige „Villa Blaimschein“<br />

Die „Villa Blaimschein“ –<br />

Geburtsort der 2. Republik<br />

Die Residenz der Islamischen Republik Iran in Wien – eine<br />

repräsentative Villa an der Wiener Lainzer Straße.<br />

1875 vom Architekten Wilhelm<br />

Stiassny entworfen, wurde das<br />

einstöckige Gebäude vom Hietzinger<br />

Stadtbaumeister Josef<br />

Wenz erbaut. Hietzing gehörte<br />

zu dieser Zeit noch nicht zu Wien, aber<br />

die Nähe zu Schloss Schönbrunn zog das<br />

noble Bürgertum an. Vis-à-vis zur „Villa<br />

Blaimschein“ stand am Hang die komfortable<br />

Villa des kaiserlichen Leibarztes<br />

Dr. Josef Malfatti, Edler von Montereggio<br />

(1775-1859) und seiner Nachfahren. Ein<br />

Ort, der aufgrund seiner rauschenden<br />

Gartenfeste in den Zeitungen Erwähnung<br />

fand. Seit 27. Oktober 1883 zuckelte die<br />

Dampftramway auf ihrem Weg nach Mödling<br />

vorbei, in etwa dort, wo lange Zeit die<br />

Linie 60 ihre Haltestelle hatte. Noch kam<br />

der Lainzerbach aus dem „Promenadeweg“<br />

geflossen, querte Höhe Gloriettegasse<br />

die Lainzer Straße und strebte Richtung<br />

Wiental, bis er 1896 eingedeckt wurde.<br />

Im Jahr 1900 erwarb Carl Blaimschein<br />

das Gebäude. Mit ihm tritt auch der, in<br />

der Literatur bekannte, Namensgeber<br />

für dieses Haus – „Villa Blaimschein“ –<br />

auf den Plan. Carl Blaimschein, 1853 in<br />

Oberösterreich geboren, ist ein Beispiel<br />

für den Aufstieg eines kleinen Detailkaufmannes<br />

zum Großindustriellen in der<br />

Fett- und Ziegelindustrie. 1911 starb Carl<br />

Blaimscheins Frau Berta 46-jährig, auch<br />

sein Sohn Paul starb mit nur 21 Jahren.<br />

Der 58-jährige Carl Blaimschein heiratete<br />

nochmals: Maria Magdalena Bittner. Aus<br />

dieser Ehe entsprang der Sohn Dr. Carl<br />

Blaimschein. Carl Blaimschein Senior<br />

starb am 21. Mai 1933 und wurde am Hietzinger<br />

Friedhof begraben. Maria Magdalena<br />

Blaimschein führte das Unternehmen<br />

weiter, aber wirtschaftliche Schwierigkeiten<br />

veranlassten die Witwe, das Unternehmen<br />

am 11. November 1937 an die Nussdorfer<br />

Brauerei-Familie Bachofen-Echt zu<br />

verkaufen. 1964 übernahm die Familie<br />

Unilever das Margarine-Geschäft. Die Literatur<br />

erwähnte immer wieder die Enteignung<br />

des Hauses nach dem Anschluss<br />

1938. Ein Blick in Lehmanns Adressbuch<br />

zeigt jedoch, dass Maria Magdalena Blaimschein<br />

in der Lainzerstraße 28, wie die offizielle<br />

Adresse hieß, weiterhin gemeldet<br />

war, ab 1942 allerdings als Irma Kretschmer<br />

– sie hat mittlerweile den Apotheker<br />

Josef Kretschmer geheiratet. Die Namensänderung<br />

durch Heirat und die Tatsache,<br />

dass mit Henning von Thadden ein hoher<br />

Wehrmachtsoffizier ab 1940 an dieser Adresse<br />

gemeldet war, ließ wohl eine Enteignung<br />

vermuten. Am 29. März überschritt<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/Pobaschnig, richard schmögner<br />

60 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


IRAN<br />

HOMESTORY<br />

die Rote Armee österreichisches Territorium, die<br />

3. Ukrainische Armee unter Marschall Tolbuchin<br />

erreichte am 7. und 8. April Hietzing. Augenzeugen<br />

berichten nur von wenigen Schusswechseln.<br />

Mit 13. April waren die Kriegshandlungen in Wien<br />

beendet – Wien ist das Schicksal der 51-tägigen Belagerung<br />

von Budapest erspart geblieben, es gab<br />

rund 8 Tage lang Kriegshandlungen in der Stadt.<br />

Das politische Leben erholte sich rasch, nicht<br />

zuletzt, weil auch die Rote Armee an einem raschen<br />

Aufbau einer Zivilverwaltung interessiert<br />

war. Mit der Gründung der SPÖ (14. April), der ÖVP<br />

(17. April) und zuletzt auch der KPÖ, die schon<br />

zuvor in Moskau gegründet wurde, waren auch<br />

Ansprechpartner für Verhandlungen gefunden.<br />

Marschall Tolbuchin beauftragte – nach Rücksprache<br />

mit Josef Stalin – Karl Renner mit der Bildung<br />

einer provisorischen Regierung. Der Plan der Kommunisten<br />

war wohl, dass der neue Regierungschef<br />

ein angesehener Nichtkommunist sein sollte, um<br />

kein Misstrauen zu erwecken. Am 20. April begannen<br />

die Koalitionsverhandlungen, vorerst im von<br />

der 3. Ukrainischen Armee beschlagnahmten Gebäude<br />

in der Kantgasse 3. Renner und Schärf berieten<br />

vorerst in einem Vieraugengespräch, dann<br />

mit den Vertretern aller drei Parteien. Da das Gespräch<br />

ergebnislos blieb, hat wohl die russische<br />

Seite die Verhandler in der am 19. April als Amtssitz<br />

Renners zugewiesenen „Villa Blaimschein“ zu<br />

weiteren Verhandlungen „eingeladen“, tatsächlich<br />

eher kaserniert. Für die SPÖ saßen am Tisch: Karl<br />

Renner als designierter Regierungschef; Theodor<br />

Körner als bereits am 17. April ernannter Wiener<br />

Bürgermeister (nach dem für drei Tage ernannten<br />

parteilosen Rudolf Prikryl 12.-15. April); Adolf<br />

Schärf als stellvertretender SPÖ Chef, weil der allseits<br />

geschätzte Karl Seitz noch nicht aufgefunden<br />

war. Für die ÖVP verhandelte Leopold Kunschak,<br />

designierter Vizebürgermeister. Daher finden wir<br />

zwar seine Unterschrift auf der Unabhängigkeitsproklamation,<br />

die als Flugblatt verteilt wurde,<br />

das erste Bundesgesetzblatt der 2. Republik führt<br />

ihn aber nicht mehr als „Aufpasser“ für Renner –<br />

sprich Staatssekretär, sondern schon Leopold Figl.<br />

Für die KPÖ verhandelten Johann Koplenig und<br />

Ernst Fischer, die sich als österreichische Kommunisten<br />

in Moskau für die Zeit nach dem Nationalsozialismus<br />

vorbereitet hatten. Zwei weitere<br />

Personen sind heute namentlich nicht mehr so bekannt:<br />

Alois Mentasti, ehemals Gemeinderat und<br />

Vizebürgermeister von Sooß, Landesbauernkammerrat<br />

und Mitglied der Sozialdemokratischen<br />

Arbeiterpartei im Niederösterreichischen Landtag<br />

in der Zwischenkriegszeit. Nach dem 2. Weltkrieg<br />

war er wieder in seiner Heimatgemeinde als Bürgermeister<br />

tätig und war Mitglied des Nationalrates.<br />

Ihm gegenüber saß für die ÖVP eine ihm wohl<br />

sehr bekannte Person: Josef Kollmann, von 1919<br />

bis 1938 Bürgermeister von Baden, daneben auch<br />

in der Zwischenkriegszeit Abgeordneter zum Nationalrat<br />

und Finanzminister. In der Zeit von 20.<br />

bis 27. April 1945 wurde die Proklamation für ein<br />

Unabhängiges Österreich erarbeitet. Am 27. April<br />

wurde das Parlament der neuen Regierung übergeben<br />

– noch aber wurde im Westen Österreichs<br />

gekämpft, der Krieg war erst am 8. Mai beendet. An<br />

diesem Tag wurde die Villa an die Familie Blaimschein<br />

restituiert, Irma Kretschmer-Blaimschein<br />

als auch ihr Sohn Dr. Carl Blaimschein konnten<br />

das Haus wieder uneingeschränkt nutzen. Geldmangel<br />

führte dazu, dass das Objekt an den Schah<br />

von Persien verkauft wurde, der hier sein Privatquartier<br />

anlässlich seiner medizinischen Besuche<br />

bei Prof. Fellinger aufschlug. Die politischen Veränderungen<br />

im Iran führten dazu, dass das Gebäude<br />

als Residenz für den Botschafter der Islamischen<br />

Republik adaptiert wurde.<br />

•<br />

TEXT: Klaus Daubeck<br />

CURRICULUM<br />

VITAE<br />

Mag. Klaus Daubeck (68)<br />

ist Unternehmer, Hietzinger<br />

aus Leidenschaft und<br />

wegen seines Lebensalters<br />

auch Wissender über<br />

die Hietzinger Bezirksgeschichte,<br />

Bezirksrat,<br />

Vorsitzender der Kommission<br />

für Bildung, Kultur und<br />

Sport.<br />

Gedenktafeln im Haus und am Zaun erinnern an die – für<br />

Österreich und seine 2. Republik – so ereignisreichen Tage.<br />

Gartenansicht der Residenz der<br />

Islamischen Republik Iran in Wien<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong> 61


IRAN<br />

INTERVIEW<br />

Österreich und Iran – eine<br />

500 Jahre alte Beziehung<br />

<strong>SOCIETY</strong> befragte S. E. Friedrich Stift über<br />

seine Zeit als Botschafter der Republik Österreich<br />

in der Islamischen Republik Iran.<br />

Sie sind seit 2013 Österreichischer<br />

Botschafter in der<br />

Islamischen Republik Iran –<br />

welche inhaltlichen Schwerpunkte<br />

bestimmen seit dieser<br />

Zeit Ihre Arbeit? Was<br />

waren die größten Projekte im Rahmen<br />

der bilateralen Beziehungen Österreich<br />

und Iran? Was waren die größten Herausforderungen,<br />

denen Sie sich stellen<br />

mussten?<br />

Als ich im September 2013 in Teheran<br />

eintraf, zeichnete sich noch keine Lösung<br />

des Nukleardossiers ab. Über den Iran waren<br />

Sanktionen verhängt. Es gab in der<br />

Zeit der Präsidentschaft von Mahmoud<br />

Ahmadinejad (2005-2013) keine österreichischen<br />

politischen Besuche in Teheran.<br />

Präsident Rohani und seiner Regierung<br />

ist es in kurzer Zeit gelungen, die Nuklearverhandlungen<br />

wieder aufzunehmen<br />

und bis Juli 2015 einer Lösung zuzuführen.<br />

Es erfüllte mich als österreichischen<br />

Botschafter mit Genugtuung, dass dieses<br />

komplexe Regelwerk – genannt „Joint<br />

Comprehensive Plan of Action“ – am 14.<br />

Juli 2015 in Wien unterzeichnet wurde.<br />

In den vergangenen fast vier Jahren<br />

gab es viele hochrangige Besuche aus Österreich.<br />

Ein Höhepunkt war jener vom<br />

damaligen Bundespräsidenten Dr. Heinz<br />

Fischer, begleitet von Vizekanzler Mitterlehner<br />

und Außenminister Kurz sowie<br />

einer großen Delegation aus Wirtschaft,<br />

Wissenschaft und Kultur. Ferner haben<br />

in dieser Zeit der Zweite Präsident des<br />

Nationalrates, Karlheinz Kopf sowie Außenminister<br />

Kurz und Landwirtschaftsminister<br />

Rupprechter den Iran besucht.<br />

Es waren auch eine Reihe von Delegationen<br />

aus den Bundesländern in den Iran<br />

gekommen. Allen voran möchte ich die<br />

Fotos: azadeh bagheri<br />

62 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


IRAN<br />

INTERVIEW<br />

Besuche von Bürgermeister Häupl sowie der Landeshauptleute<br />

Haslauer und Pühringer nennen.<br />

Die größte Herausforderung betraf den Konsularbereich,<br />

insbesondere Migrationsfragen. Im<br />

Iran leben mehr als drei Millionen Afghanen, von<br />

denen viele nach Europa migrieren wollen.<br />

Haben Sie, seit Ihrem Antritt im September<br />

2013, wesentliche Veränderungen in der iranischen<br />

Gesellschaft beobachtet?<br />

Gesellschaftliche Veränderungen kann man<br />

nur über einen langen Zeitraum beobachten. Im<br />

Kulturbereich konnten wir mehr Projekte als vorher<br />

umsetzen. Viele iranische Kulturschaffende<br />

besuchten Österreich. Ein vom österreichischen<br />

Kulturforum initiiertes „Artist-in-residence“-<br />

Programm ist ein großer Erfolg. Die meisten österreichischen<br />

Künstler, die im Rahmen dieses<br />

Programms einen Monat im Iran verbringen,<br />

möchten wiederkommen. Sie können in dieser<br />

Zeit viele künstlerische Kontakte und Freundschaften<br />

knüpfen. Die jungen Iranerinnen und<br />

Iraner sind sehr an ausländischer Kultur interessiert.<br />

Durch das Wegfallen eines Großteils der<br />

Sanktionen gegen den Iran ergaben sich neue<br />

Geschäftschancen für westliche Unternehmen<br />

– in welchen ökonomischen Bereichen wurden<br />

Unternehmer aus Österreich aktiv?<br />

Der Iran ist ein sehr großes Land mit 80 Millionen<br />

Einwohnern, von denen viele sehr gut ausgebildet<br />

sind. Insbesondere nach Aufhebung der<br />

Sanktionen gibt es einen großen Aufholbedarf.<br />

Der Iran braucht zur Erneuerung seiner Industrie<br />

einen modernen Anlagen- und Maschinenpark<br />

sowie technisches Know-how. Österreich ist<br />

seit den 1950er-Jahren mit dem iranischen Markt<br />

vertraut. Seine Maschinen und Exportprodukte<br />

werden im Iran geschätzt. Die österreichische<br />

Exportwirtschaft ist vor allem in den Bereichen<br />

Pharmazeutika, Autoproduktion, Petrochemie,<br />

Bergbau, Landwirtschaft, Umwelt, Wasser und<br />

kommunale Infrastruktur aktiv.<br />

Das Förderprogramm „Impulse Iran Austria“,<br />

das dieses Frühjahr ausgeschrieben wurde, hat<br />

sich die bilaterale Wissenschaftskooperation<br />

zum Ziel gesetzt. Anhand dieses Programms<br />

sollen strategische Partnerschaften im Hochschul-<br />

und Forschungswesen ausgebaut werden.<br />

Welche Projekte der iranisch-österreichischen<br />

Zusammenarbeit gab es bis dato im wissenschaftlichen<br />

Bereich? Welche Chancen sehen<br />

Sie in dieser neuen Kooperation?<br />

Die Beziehungen zwischen Österreich und<br />

dem Iran gehen 500 Jahre zurück bis in die Safawiden<br />

Dynastie. Besonders seit Mitte des 19.<br />

Jahrhunderts hat es eine starke österreichische<br />

wissenschaftliche Präsenz im Iran gegeben. Ich<br />

möchte in diesem Zusammenhang den bekannten<br />

Arzt Dr. Jakob Eduard Pollak, der die westliche<br />

Medizin im Iran bekannt machte, aber auch<br />

»Österreich ist<br />

seit den 1950er<br />

Jahren mit<br />

dem iranischen<br />

Markt vertraut.<br />

«<br />

Friedrich<br />

Stift<br />

CURRICULUM<br />

VITAE<br />

Dr. Friedrich Stift, M.A.<br />

wurde am 30. Mai 1961<br />

geboren, und ist seit<br />

September 2013 Österreichischer<br />

Botschafter in<br />

der Islamischen Republik<br />

Iran. Zuletzt war Stift<br />

ab 2009 als Leiter der<br />

Abteilung für den Mittleren<br />

und Nahen Osten und seit<br />

2012 auch als stellvertretender<br />

Politischer Direktor<br />

im Außenministerium<br />

tätig. Botschafter Stift trat<br />

nach einem Studium der<br />

Rechtswissenschaften in<br />

Wien und einem Postgraduate-Studium<br />

an der Johns<br />

Hopkins Universität in<br />

Bologna und Washington<br />

1989 ins Außenministerium<br />

ein. Neben Posten in<br />

Washington (1992-1995)<br />

und Riad (1995-1999) war<br />

er im Außenministerium in<br />

der Presseabteilung und im<br />

Büro des Generalsekretärs<br />

tätig. Von 2002 bis 2004<br />

war er stellvertretender<br />

Missionschef an der Österreichischen<br />

Botschaft<br />

Peking und von 2004 bis<br />

2008 Österreichischer<br />

Botschafter im Königreich<br />

Saudi Arabien.<br />

Ingenieure, Botaniker und Kartographen nennen.<br />

Iranische Studenten haben insbesondere seit<br />

den 1950er Jahren in Österreich studiert, und<br />

sich im Anschluss an ihr Studium auch oft dort<br />

niedergelassen. In den letzten Jahren hat sich die<br />

Zusammenarbeit zwischen unseren Universitäten<br />

intensiviert. Mit dem „Impulse Iran Austria“<br />

- Programm sollen nun gemeinsame Curricula,<br />

Trainings- und Fortbildungsmaßnahmen für<br />

Wissenschaftler/innen, gemeinsame Forschungsund<br />

Mobilitätsprojekte zwischen Universitäten,<br />

Hochschulen und Forschungseinrichtungen unterstützt<br />

werden, was zu einer weiteren Vertiefung<br />

unseres wissenschaftlichen Austausches<br />

führen wird.<br />

Wie viele österreichische Staatsbürger leben<br />

im Iran? Gibt es ein bestehendes Community<br />

Netzwerk?<br />

Im Iran leben ca. 430 österreichische Staatsangehörige,<br />

von denen der Großteil iranische Wurzeln<br />

hat. Es gibt regelmäßige Auslandsösterreichertreffen<br />

in Teheran.<br />

Was gefällt Ihnen an der iranischen Kultur<br />

am besten?<br />

Der Iran ist ein Land mit einer alten Kultur<br />

und Zivilisation. Ich bin sehr vom Kunsthandwerk<br />

fasziniert. Die Iraner haben ein sehr hohes<br />

Niveau an Kunstfertigkeit insbesondere in den<br />

Bereichen Metallarbeiten, Emailmalerei, Keramik<br />

und Textilien (Seidengewebe und Teppiche).<br />

Mit großem Interesse habe ich auch das iranische<br />

Filmschaffen verfolgt und die iranische Liebe zu<br />

Poesie, Musik und Theater bewundert.<br />

Die Iraner haben auch einen großen Einfluss<br />

auf die Gartengestaltung ausgeübt. Einige besonders<br />

schöne Gärten sind erhalten geblieben.<br />

Beeindruckt war ich vor allem davon, wie man<br />

es schafft, mitten in der Wüste blühende Gärten<br />

anzulegen. Das Wort Paradies kommt ursprünglich<br />

aus dem Persischen und bezog sich auf von<br />

Mauern geschützte Ziergärten königlicher Residenzen.<br />

In welchem Land werden Sie nun zukünftig<br />

als Österreichischer Botschafter tätig sein? Mit<br />

welchen Erwartungen treten Sie diese neue berufliche<br />

Tätigkeit an?<br />

Ich werde ab Mitte Juli <strong>2017</strong> in China sein. Ich<br />

war schon einmal an der österreichischen Botschaft<br />

in Peking tätig und werde daher in ein mir<br />

vertrautes Land zurückkehren. China hat sich<br />

seit 2004, dem Jahr, als ich Peking verließ, wirtschaftlich<br />

rasant weiterentwickelt. Es ist zum<br />

Wachstumsmotor der Weltwirtschaft geworden.<br />

Für Österreich sind die Beziehungen zu China, einem<br />

ständigen Mitglied des Sicherheitsrates der<br />

Vereinten Nationen und eines der bevölkerungsreichsten<br />

Länder der Erde, von großer Wichtigkeit.<br />

Ich freue mich auf diese erneute Zusammenarbeit.<br />

•<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong> | 63


Wiederwahl stabilisiert<br />

Öffnung<br />

Werner Fasslabend, Präsident der österreichischiranischen<br />

Gesellschaft, zur aktuellen wirtschaftspolitischen<br />

Lage in der Islamischen Republik Iran.<br />

IRAN<br />

KOMMENTAR<br />

Fotos: iranische botschaft wien, PolAk<br />

Der wiedergewählte<br />

Präsident<br />

Irans, Hassan<br />

Rohani<br />

Das antike Großreich der Perser erstreckte<br />

sich zeitweise von Südosteuropa<br />

bis Nordwest-Indien und<br />

Ägypten und war im Zeitraum von<br />

580 vor Chr. bis 651 nach Chr. das<br />

dominierende Staatswesen Westasiens. Grundlage<br />

dafür war und ist Irans geostrategische Position.<br />

Das Land erstreckt sich noch heute über eine<br />

Fläche von 1.6 Millionen km und verbindet Zentralasien<br />

mit dem Indischen Ozean und Südasien<br />

mit dem Nahen Osten. Es umfasst das gesamte<br />

Nordufer des Persischen Golfs und verfügt selbst<br />

über die weltweit zweitgrößten Erdgas- und viertgrößten<br />

Erdölvorkommen. Die iranische Kultur<br />

hat im Laufe der Jahrtausende eine Strahlkraft<br />

entwickelt, die weit in die Nachbarregionen hineinreicht:<br />

iranische Sprachen werden vom Kaukasus<br />

und Ostanatolien bis zum Hindukusch<br />

gesprochen. Im Lande selbst machen die nichtpersischen<br />

Minderheiten fast die Hälfte der Bevölkerung<br />

aus. Eine besondere Komponente bildet<br />

die Religion: Iran ist das geistige Zentrum der<br />

Shia, der zweitgrößten Gruppe innerhalb der islamischen<br />

Welt, die in fast allen Staaten West- und<br />

Südasiens Anhänger hat. Iran hat nicht zuletzt<br />

deshalb eine sehr einflussreiche Position im Shia<br />

dominierten Irak, in dem von Alewiten geführten<br />

Syrien und im Libanon. Andererseits kann<br />

dieser Umstand wie im Falle von Saudi Arabien<br />

zu politischen Auseinandersetzung um die Führung<br />

in der Islamischen Welt führen.<br />

Der Iran verfügt über 80 Millionen Einwohner,<br />

die in den kommenden Jahren noch auf ca.<br />

100 Millionen ansteigen werden. Die Anzahl der<br />

Haushalte beträgt 21 Millionen und wird weiter<br />

wachsen, da etwa ein Drittel der Bevölkerung der<br />

Altersklasse zwischen 15 und 30 Jahren angehört.<br />

Mehr als 70 Prozent der Iraner wohnen in Städten.<br />

Das Land verfügt über 8 Millionenstädte, die<br />

Hauptstadtregion Teheran zählt mehr als 12 Millionen<br />

Einwohner. Der Bildungsgrad der Bevölkerung<br />

ist mit 4,5 Millionen Studierenden an den<br />

Universitäten sehr hoch. Iran besitzt die höchste<br />

Rate an Ingenieuren weltweit.<br />

Diese Fakten bilden die Grundlage für das<br />

hohe Marktpotenzial des Iran für Europa und<br />

insbesondere auch für Österreich, das historisch<br />

gute Beziehungen zum Iran aufweist: der ehemalige<br />

Bundespräsident Heinz Fischer war der erste<br />

Staatspräsident der westlichen Welt, der dem<br />

Iran nach der Sanktionsperiode einen Besuch<br />

abstattete. Der sogenannte Nukleardeal beendete<br />

die Periode der Isolation durch den Westen. Anders<br />

als die Trump-Administration hat die Europäische<br />

Union ihr großes Interesse an einem weiteren<br />

umfassenden Ausbau der wirtschaftlichen,<br />

politischen und sozialen Beziehungen zum Ausdruck<br />

gebracht. Iran erwartet ein längerfristiges,<br />

jährliches Wirtschaftswachstum von 8 Prozent.<br />

Das Handelsvolumen mit Europa ist im Vorjahr<br />

sprunghaft angestiegen und sollte nach Klärung<br />

noch offener Finanzierungsfragen weiter kräftig<br />

wachsen. 70 Prozent der Iranischen Wirtschaft<br />

stehen im öffentlichen Eigentum. Dies erfordert<br />

nachhaltige Bearbeitung und Geduld.<br />

Die am 19. Mai <strong>2017</strong> abgehaltenen Präsidentschafts-<br />

und Gemeinderatswahlen werden weltweit<br />

als starkes Signal für die weitere Öffnung<br />

des Iran betrachtet. Bei einer Wahlbeteiligung<br />

von 75 Prozent erreichte der amtierende Staatspräsident<br />

Hassan Rohani eine absolute Mehrheit<br />

von 57 Prozent und damit ein starkes Mandat zur<br />

Fortsetzung einer – insbesondere auf Europa ausgerichteten<br />

– Öffnungspolitik.<br />

•<br />

CURRICULUM<br />

VITAE<br />

Dr. Werner Fasslabend<br />

ist 1944 in Marchegg in<br />

Niederösterreich geboren.<br />

Er studierte Sprachen und<br />

Geschichte in den USA und<br />

schloss 1970 sein Studium<br />

der Rechtswissenschaften<br />

an der Universität Wien<br />

mit der Promotion ab. Von<br />

1987 bis 2007 war er Mitglied<br />

des österreichischen<br />

Nationalrats. Bis zu seiner<br />

Nominierung als Minister<br />

für Landesverteidigung<br />

1990 arbeitete er bei Henkel-Persil<br />

als Produktmanager<br />

und Verkaufsleiter.<br />

Von 1990 bis 2000 war er<br />

Verteidigungsminister und<br />

von 2000 bis 2002 Dritter<br />

Nationalratspräsident.<br />

Außerdem war er von 1997<br />

bis 2003 Bundesobmann<br />

des ÖAAB. Als Abgeordneter<br />

zum Nationalrat war<br />

er zuletzt Obmann des<br />

Ständigen Unterausschusses<br />

in Angelegenheiten der<br />

Europäischen Union sowie<br />

Mitglied in diversen Ausschüssen<br />

(in den Bereichen<br />

Soziales und Finanz).<br />

Weiters war er Delegationsleiter<br />

des österreichischen<br />

Parlaments in der<br />

Konferenz der Europaausschüsse<br />

(COSAC) und in<br />

der Interparlamentarischen<br />

Union (IPU).<br />

Er ist Mitglied des ÖVP-<br />

Bundesparteivorstandes.<br />

Neben seiner Tätigkeit<br />

als Präsident des AIES ist<br />

er Präsident der Österreichisch-Slowakischen<br />

Gesellschaft und der<br />

Österreichisch-Iranischen<br />

Gesellschaft. Werner Fasslabend<br />

ist verheiratet und<br />

Vater von zwei Kindern.<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong> | 65


IRAN<br />

LÄNDERPORTRÄT<br />

Land der Kontraste<br />

Iran lockt mit einer Vielfalt an kulturellen Meisterleistungen<br />

und unterschiedlichsten Naturlandschaften.<br />

‚<br />

66 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


IRAN<br />

LÄNDERPORTRÄT<br />

Der „Platz des<br />

Imams“ in Isfahan<br />

•<br />

Bevölkerung<br />

Im 20. Jahrhundert wuchs die iranische Bevölkerung<br />

stark an. 1956 lebten knapp 19 Millionen<br />

Menschen in Iran. Heute sind es 79 Millionen Menschen,<br />

von denen 71,4 Prozent in Städten leben.<br />

Aufgrund der zahlreichen historischen Wanderbewegungen<br />

entwickelte sich Iran zu einem Vielvölkerstaat.<br />

Nur etwa die Hälfte der Iraner spricht<br />

heute Persisch (Farsi) als Muttersprache. Die vielen<br />

ethnischen Gruppen unterscheiden sich nicht<br />

nur durch Sprache und Religionszugehörigkeit,<br />

sondern auch durch unterschiedliche Lebens- und<br />

Wirtschaftsformen. So ist das Land von Stadtkultur,<br />

Bauernkultur und Nomadentum geprägt.<br />

•<br />

Staat und Regierung<br />

Das Staatsoberhaupt der Islamischen Republik<br />

Iran ist der „herrschende Rechtsgelehrte“ bzw.<br />

„Revolutionsführer“ wie die iranische Verfassung<br />

von 1979 festlegt. Er wird von einem Expertenrat<br />

auf Lebenszeit gewählt. Ihm untergeordnet<br />

ist der Staatspräsident, der alle vier Jahre direkt<br />

vom Volk gewählt wird, jedoch vom Staatsoberhaupt<br />

bestätigt werden muss. Zwei einflussreiche<br />

politische Gremien sind der Wächterrat, der aus<br />

sechs geistlichen Rechtsgelehrten und sechs weltlichen<br />

Juristen besteht, und der Expertenrat, der<br />

86 Mitglieder umfasst. Das Parlament umfasst 290<br />

Abgeordnete, die alle vier Jahre vom Volk gewählt<br />

werden. Fünf Sitze sind hierbei für religiöse Minderheiten<br />

reserviert.<br />

•<br />

BUCHTIPPS<br />

CLAUDIA STODTE UND<br />

BEATE SCHERMBECK<br />

Iran<br />

EDITION TEMMEN<br />

Bereits seit 25 Jahren bereisen<br />

die Islamwissenschaftlerin<br />

Claudia Stodte und<br />

die Iranistin Beate Schermbeck<br />

das vielfältige Land.<br />

Dieser Reiseführer stellt<br />

ein hilfreiches Handbuch<br />

gleichermaßen für Touristen<br />

wie Geschäftsleute<br />

dar. Reichhaltige Informationen<br />

lassen das Herz von<br />

politisch Interessierten und<br />

Kulturliebhabern höher<br />

schlagen.<br />

Wirtschaft<br />

Irans Wirtschaft stellt eine Mischung aus Privatwirtschaft,<br />

Staatsbetrieben und einem Genossenschaftswesen<br />

dar. Des Weiteren haben religiöse<br />

Stiftungen einen großen ökonomischen Einfluss.<br />

Der internationale Streit um Irans Nuklearprogramm<br />

führte 2012 zu erheblichen Sanktionen<br />

durch die EU und die USA. Seit 2016 sind die Sanktionen<br />

zum Großteil aufgehoben. Noch ist der Erdölsektor<br />

der größte Devisenbringer Irans. Künftig<br />

wird es aber von großem Interesse sein, dass der<br />

Iran mit 15,6 Prozent das zweitgrößte Erdgasvorkommen<br />

weltweit besitzt. Iran besitzt zudem unzählige<br />

Bodenschätze. Im Jahr 2014 betrug das BIP<br />

425,3 Milliarden US Dollar, dies entspricht einem<br />

realen Zuwachs von 4,3 Prozent. Dienstleistungen<br />

machten rund 52 Prozent des BIP aus, die Industrie<br />

war mit 38 Prozent der zweitgrößte Posten, der<br />

Anteil der Landwirtschaft betrug 10 Prozent. Die<br />

Automobilindustrie wird von den beiden Autoherstellern<br />

Iran Khodro und Saipa angeführt. Im<br />

Jahr 2009 besuchten 2.272.575 Touristen das Land,<br />

Teheran wünscht sich für das Jahr 2018 ganze 20<br />

Millionen Touristen.<br />

•<br />

Bildungswesen<br />

Mit der Errichtung der Islamischen Republik<br />

im Jahr 1979 und der Forcierung der „Kulturrevo-<br />

PETER KERBER<br />

Iran<br />

TRESCHER VERLAG<br />

Die Beschreibungen in<br />

diesem Führer sind äußerst<br />

genau und ausführlich. Die<br />

zahlreichen Photos geben<br />

einen Einblick in die wunderschöne<br />

Architektur des<br />

Iran. Besonders Individualreisenden<br />

kann dieser Reiseführer<br />

nahegelegt werden,<br />

denn er verfügt auch über<br />

einen sehr detailreichen<br />

praktischen Teil.<br />

IRAN IM<br />

INTERNET<br />

Botschaft von Iran in Wien<br />

de.vienna.mfa.ir<br />

Institut für Iranistik der<br />

Österreichischen Akademie<br />

der Wissenschaftent<br />

www.oeaw.ac.at/iran<br />

Fotos: iranische botschaft wien<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong> | 67


IRAN<br />

LÄNDERPORTRÄT<br />

WUSSTEN SIE, DASS...?<br />

…der Name “Iran” aus dem Altiranischen<br />

stammt und “Land der Arier” bedeutet?<br />

Arier bedeutet in diesem Zusammenhang<br />

“die Edlen”.<br />

…mit einer Geschichte, die mehrere<br />

zehntausend Jahre zurückreicht, der<br />

Iran eine der ältesten, kontinuierlichen<br />

Zivilisationen der Welt hat?<br />

…der Iran die höchste Zahl an Nasenkorrekturen<br />

pro Einwohner auf der ganzen<br />

Welt hat? Für persische Frauen (und<br />

auch für manche Männer) ist die Nasenkorrektur<br />

ein Symbol für Wohlstand und<br />

sozialen Status.<br />

…der Pferdesport Polo ursprünglich im<br />

Iran entstand und erst durch britische<br />

Soldaten nach England gebracht wurde?<br />

…obwohl die offizielle Währung Irans<br />

der Rial ist, man oft aufgefordert wird, in<br />

Toman zu bezahlen? Der Toman ist die<br />

ehemalige Währung des Iran und wurde<br />

1932 mit einem Wechselkurs von 1 zu<br />

10 durch den Rial ersetzt. Man braucht<br />

diesen nur mit 10 zu multiplizieren,<br />

und schon kann man mit Rial-Scheinen<br />

bezahlen.<br />

…Iran weltweit der größte Hersteller<br />

von Pistazien ist, und das Land deshalb<br />

als die Welthauptstadt der Pistazien<br />

bezeichnet wird?<br />

AUS DER<br />

GESCHICHTE<br />

• 7000 v. Chr.: Entstehung dörflicher<br />

Kulturen im iranischen Hochland<br />

• 2100 v. Chr.: Das Reich von Elam entsteht<br />

im Südwesten Persiens mit der<br />

Hauptstadt Susa<br />

• 550 - 330 v. Chr.: Herrschaft der Achämeniden<br />

(Hachaa’maneschiaan)<br />

• 327 - 247 v. Chr.: Herrschaft der<br />

Seleukiden<br />

• 247 - 227 v. Chr.: die Parther treiben<br />

die Seleukiden aus dem Land.<br />

Beginn der Partherherrschaft unter<br />

Arsakes / Dynastie der Arsakiden<br />

(Asch’kaaniaan)<br />

• 651 n.Chr.: Arabisch-islamisches Eindringen<br />

Persiens nach der Ermordung<br />

des letzten Sasanidenkönigs Yazdgard<br />

III<br />

• 1220: Die Mongolen unter Dschingis-<br />

Khan attackieren den Iran und zerstören<br />

das Land<br />

• 1453: Die Osmanen erobern unter Mehmed<br />

II. Konstantinopel und ihr Reich<br />

wird zur Großmacht des Islam<br />

• 1796: Teheran wird die Hauptstadt<br />

Persiens<br />

• 1979: Der Schah verlässt Iran, Khomeini<br />

ruft nach seiner Rückkehr aus dem<br />

Exil (Februar) eine islamische Republik<br />

aus (1. 4.) und wird als »Führer der Nation«<br />

bestimmende politischen Figur.<br />

1989: Tod Khomeinis, A. A. Rafsandjani<br />

wird Staatspräsident, A. Khamenei<br />

geistliches Oberhaupt; starker Einfluss<br />

der islamischen Geistlichkeit<br />

• 1997: S. M. Khatami wird Staatspräsident;<br />

er leitet gegen den Widerstand<br />

konservativer Kräfte eine vorsichtige<br />

Annäherung an den Westen und innenpolitische<br />

Reformen ein<br />

lution“ erfuhr das Bildungswesen tiefgreifende<br />

Reformen. Zwischen 1999 und 2011<br />

betrugen die Ausgaben für das Bildungswesen<br />

19,6 Prozent des Staatshaushalts.<br />

Während an den Schulen Mädchen und<br />

Jungen getrennt unterrichtet werden,<br />

gibt es in den 39 Universitäten des Landes<br />

keine Geschlechtertrennung. Es gibt eine<br />

fünfjährige Schulpflicht, und die Einschulungsquote<br />

ist im Primarbereich mit 97<br />

Prozent sehr hoch. Unterrichtssprache ist<br />

die Amtssprache Persisch – daneben gibt<br />

es zusätzlichen Unterricht in der jeweiligen<br />

Regionalsprache. Für alle Studienrichtungen<br />

muss man Aufnahmeprüfungen<br />

absolvieren: jährlich versuchen eine Million<br />

Maturanten einen von 90.000 Studienplätzen<br />

zu bekommen. Aktuell gibt es im<br />

Iran 3,7 Millionen Studenten, von denen<br />

über 60 Prozent Frauen sind. Aufgrund<br />

vieler Bemühungen konnte die vormals<br />

sehr hohe Analphabetenrate in den letzten<br />

Jahren deutlich gesenkt werden.<br />

•<br />

Film und Moderne Literatur<br />

Iranische Filme werden seit Jahrzehnten<br />

auf internationalen Festivals ausgezeichnet,<br />

seit den 1980er Jahren sprechen<br />

Kritiker sogar vom „Iranischen Filmwunder“.<br />

Im Jahr 1904 wurde das erste Lichtspielhaus<br />

in Teheran eröffnet. Der erste<br />

iranische Tonfilm wurde 1933 produziert.<br />

In den 1960er Jahren etablierte sich das<br />

iranische Autorenkino, das sich nicht am<br />

finanziellen Erfolg orientierte. 1979 fielen<br />

rund 150 Kinos als Orte „westlicher Verderbtheit“<br />

Brandanschlägen zum Opfer.<br />

Hiernach entstand ein neues Genre mit<br />

Kriegsfilmen, die von Märtyrerschicksalen<br />

und von der Front erzählen. Unter<br />

der Reformpolitik von Präsident Khatami<br />

68 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


IRAN<br />

LÄNDERPORTRÄT<br />

Die Provinz<br />

Mazandaran<br />

Tschehel<br />

Sotun Palast<br />

in Isfahan<br />

FACTS IN<br />

BRIEF<br />

Foto: iranische botschaft wien<br />

entwickelte sich der Film zum Spiegel der Gesellschaft.<br />

Soziale Missstände und Alltagsprobleme<br />

wurden zum beherrschenden Thema. Wie bereits<br />

erwähnt, gewannen zahlreiche iranische Filme<br />

bedeutende Preise: 2006 erhielt der Film „Abseits“<br />

den Silbernen Bären; der Film „Nader und Simin<br />

– Eine Trennung“ von Asghar Foradi gewann 2011<br />

den Goldenen Bären. 2009 gewann der Film „Women<br />

without Men“ den Silbernen Löwen.<br />

Ende des 19. Jh. entwickelte sich die moderne<br />

iranische Prosa. Neben der Suche nach neuen Formen,<br />

änderte sich auch das Verständnis hinsichtlich<br />

des Sinn und Zwecks von Literatur, und sie<br />

sollte nun zur Bildung und Aufklärung der Bevölkerung<br />

beitragen. Sadeq Hedayat ist der bedeutendste<br />

moderne Schriftsteller. Sein berühmtestes<br />

Werk ist die „Blinde Eule“. Großen Erfolg hatte in<br />

den 1960er Jahren das Buch „Der kleine schwarze<br />

Fisch“ von Samad Behrangi. Dieses Buch steht exemplarisch<br />

für die politisch und sozial engagierte<br />

Literatur der 1960er und 1970er Jahre.<br />

Ländername: Islamische<br />

Republik Iran<br />

Einwohner: 79,1 Mio.<br />

Fläche: 1.648.000 km 2<br />

Hauptstadt: Teheran<br />

Lage: Vorder-Asien<br />

Geografie: Das Land Iran<br />

hat eine Küstenlänge von<br />

2.440 km, im Norden gibt es<br />

einen Küstenabschnitt am<br />

Kaspischen Meer, im Süden<br />

begrenzt der Persische Golf<br />

und der Golf von Oman<br />

das Land. Iran liegt damit<br />

an der strategisch bedeutenden<br />

Straße von Hormuz.<br />

Das Relief Irans ist sehr<br />

gebirgig, was auch dazu<br />

führt, dass das Klima unter<br />

Berücksichtigung der reinen<br />

geographischen Lage etwas<br />

kühler ist.<br />

Bevölkerung: Iraner – letzte<br />

Zählung 2011: 75.149.669<br />

Einw. – 51% Perser, 24%<br />

Aserbaidschaner, 8%<br />

Gilaki und Mazandarani,<br />

7% Kurden, 3% Araber, 2%<br />

Turkmenen, 2% Luren, 2%<br />

Balutschen, Armenier u.a.<br />

Sprachen: 50% Persisch;<br />

weitere Sprachen: Luri (mit<br />

Bachtiari), Kurdisch, Balutschi;<br />

Turksprachen: Aserbaidschanisch,<br />

Turkmenisch;<br />

Arabisch, Armenisch<br />

Währung: 1 Rial (Rl.) = 100<br />

Dinars<br />

Religion: 99% Muslime<br />

(90% Schiiten: v.a. Perser,<br />

Aserbaidschaner, Luren, z.T.<br />

Kurden, Araber; 9% Sunniten:<br />

z.T. Kurden, Turkmenen,<br />

Balutschen); Minderheiten<br />

von Christen, Juden, Parsen,<br />

Mandäern und Anhängern<br />

der Bahai-Religion<br />

Nationalfeiertag: 11. Februar<br />

(Tag der Revolution von<br />

1979)<br />

Staatsform: Grundlage der<br />

Islamischen Republik Iran<br />

ist die Verfassung aus dem<br />

Jahre 1979<br />

Staatsoberhaupt und<br />

Regierungschef: Ayatollah<br />

Sayed Ali Khamenei, seit<br />

1989 und Hassan Rohani,<br />

seit 2013<br />

Mitglied in Internationalen<br />

Organisationen: OPEC,<br />

ECO, OIC, G-24, IAEA; IMF,<br />

Non Aligned Movement,<br />

WHO, UNESCO<br />

Wüste Lut<br />

•<br />

Das altiranische Fest Nouruz<br />

Nouruz ist das größte iranische Fest und bedeutet<br />

„neuer Tag“. Es ist ein Frühlings- und Neujahrsfest,<br />

dessen Ursprung in die Zeit der Achämeniden<br />

zurückreicht. Nouruz dauert über zwei Wochen.<br />

Ihm geht eine Vorbereitungsphase voraus, in der<br />

die Ahnen auf dem Friedhof besucht und die Häuser<br />

gereinigt werden. Der Höhepunkt des Festes<br />

ist der Tag des Jahresausklangs am 20./21. März.<br />

Hierbei ist das wichtigste Brauchtum das „Haft<br />

Sin“ („siebensmal s“). Sieben Gegenstände, die mit<br />

dem Buchstaben „s“ beginnen, werden auf einem<br />

Tuch ausgebreitet. Hinzu kommen ein Spiegel,<br />

Goldfisch, Wasser, Brot, bemalte harte Eier und<br />

bei der muslimischen Bevölkerung der Koran. Am<br />

dreizehnten Tag endet das Fest mit Ausflügen und<br />

einem Picknick, und das „Sabze“ (Weizen- und<br />

Linsensprossen), das man seit dem Neujahrstag<br />

im Haus hat, wird in die Natur – möglichst einen<br />

Fluss geworfen, um alles Übel zu vertreiben. •<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong> | 69


IRAN<br />

INTERVIEW<br />

Unterzeichnung des Memorandum of Understanding zwischen der<br />

OeAD-GmbH und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und<br />

Technologie der Islamischen Republik Iran: Vizeminister Prof. Hossein<br />

Salar Amoli und Geschäftsführer Dr. Stefan Zotti<br />

Unsere Universitäten haben<br />

großes Interesse am Iran<br />

<strong>SOCIETY</strong> traf Dr. Stefan Zotti, Geschäftsführer der OeAD-<br />

GmbH und sprach mit ihm über die Bildungskooperationen<br />

zwischen dem Iran und Österreich.<br />

Der OeAD ist die zentrale<br />

Servicestelle für europäische<br />

und internationale<br />

Mobilitäts- und<br />

Kooperationsprogramme<br />

in Bildung, Wissenschaft<br />

und Forschung. Was sind Ihre<br />

aktuellsten Projekte?<br />

Wir haben gerade mit großer Freude<br />

die Feierlichkeiten zum 30-Jahr-Jubiläum<br />

des europäischen Bildungsprogramms<br />

Erasmus hinter uns gebracht und damit<br />

hoffentlich dazu beigetragen, dass dieses<br />

Programm noch bekannter wird – vor allem<br />

auch hinsichtlich seiner Möglichkeiten<br />

für jene, die man nicht sofort damit<br />

in Verbindung bringt, also etwa Lehrlinge<br />

oder auch Erwachsenenbildner.<br />

Daneben versuchen wir laufend, neue<br />

Länder für unsere Studierenden und<br />

Hochschulen zu erschließen. So haben<br />

wir etwa in den vergangenen Monaten<br />

Delegationsreisen für unsere Universitäten<br />

und Hochschulen nach Israel oder<br />

auch in den Iran organisiert und sind gerade<br />

dabei, ein Kooperationsprogramm<br />

mit dem Iran abzuschließen.<br />

Die internationale Präsentation des<br />

Hochschulstandorts Österreich ist eine<br />

weitere zentrale Aufgabe für den OeAD.<br />

Wir haben das Design unserer Kampagne<br />

„Study in Austria“ gerade neu überarbeitet.<br />

Die Kampagne wird erstmals im Juni<br />

bei der internationalen Hochschulmesse<br />

NAFSA in Los Angeles präsentiert. Ich bin<br />

schon sehr gespannt auf die Reaktion unserer<br />

Hochschulen und unserer internationalen<br />

Partner – ich glaube es ist ganz<br />

gut gelungen, Österreich als Wissens- und<br />

Studienstandort zu positionieren und die<br />

große Breite des Angebots an unseren Universitäten<br />

und Hochschulen darzustellen.<br />

Fotos: OeAD/Klimpt, OeAD/Volz, housymomo<br />

70 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


IRAN<br />

INTERVIEW<br />

In der aktuellen Ausgabe des <strong>SOCIETY</strong> Magazins<br />

liegt der Fokus unter anderem auf der Islamischen<br />

Republik Iran. Was können Sie uns über<br />

die Mobilitäts- und Kooperationsprogramme<br />

mit diesem Land erzählen?<br />

Wir sind gerade dabei, ein spezifisches Programm<br />

für Kooperationen auf Universitätsebene<br />

mit dem Iran abzuschließen und ich hoffe, dass<br />

wir noch vor dem Sommer den Call ausschreiben<br />

können. Die akademischen Beziehungen zwischen<br />

dem Iran und Österreich gehen zum Teil<br />

schon lange zurück und sind sehr eng. Ich bin zuversichtlich,<br />

dass durch das Ende der Sanktionen<br />

und die damit einhergehende Öffnung des Iran<br />

diese Beziehungen weiter vertieft und intensiviert<br />

werden können. In den letzten Jahren wurden<br />

viele neue Abkommen zwischen iranischen<br />

und österreichischen Bildungsinstitutionen<br />

unterschrieben, auch etwa von Pädagogischen<br />

Hochschulen, und diese müssen nun mit Leben<br />

erfüllt werden. Das gegenseitige Interesse ist jedenfalls<br />

enorm.<br />

Welche Bildungsbereiche im Iran sind für Österreicher<br />

besonders attraktiv?<br />

Schon die bestehenden Kooperationen sind zu<br />

vielfältig, um das auf ein oder zwei Fachgebiete<br />

reduzieren zu können: Ich weiß von gemeinsamen<br />

Projekten in der Montanistik genauso wie<br />

im Bereich der Musik oder der Künste, in technischen<br />

Fächern ebenso wie in den klassischen<br />

Geisteswissenschaften. Es wird auch daran gedacht,<br />

Sprachlehrer auszutauschen, um die Sprache<br />

des jeweiligen anderen auf universitärer Ebene<br />

zu fördern.<br />

Der Iran gehört zu den wissenschaftlichen<br />

Vorreitern in der Region und ist akademisch breit<br />

aufgestellt. Es gibt sogar Interesse an Kooperationen<br />

im Bereich der Lehrerausbildung.<br />

CURRICULUM<br />

VITAE<br />

Dr. Stefan Zotti, M.E.S., ist<br />

Geschäftsführer der OeAD-<br />

GmbH und Stiftungsvorstand<br />

der Innovationsstiftung<br />

für Bildung. Seit 2014<br />

hatte er die Funktion des<br />

Vizepräsidenten des europäischen<br />

Dachverbands<br />

der Mobilitätsagenturen<br />

Academic Cooperation<br />

Association (ACA) inne.<br />

2010 bis 2013 war er<br />

Mitglied des Kabinetts von<br />

EU-Kommissar Johannes<br />

Hahn. Von 2007 bis 2009<br />

war er Ministersekretär<br />

im Bundesministerium<br />

für Wissenschaft und<br />

Forschung.<br />

Stiegenaufgang der<br />

Universität Wien<br />

Wie viele Studenten sind im Rahmen von<br />

Austauschprojekten jährlich im Iran? Wie viele<br />

kommen aus dem Iran nach Österreich? Ist die<br />

Zahl, der an Mobilitätsprogrammen teilnehmenden<br />

Studierenden in den letzten Jahren gestiegen?<br />

An den öffentlichen Universitäten in Österreich<br />

studieren momentan mehr als 1.800 iranische<br />

Studierende und es werden jährlich mehr.<br />

Nur wenige davon nehmen allerdings österreichische<br />

Stipendienprogramme in Anspruch,<br />

was ich bedauere. Hier haben wir bereits mit<br />

den Botschaften und auch dem Österreichischen<br />

Kulturforum in Teheran vereinbart, die Informationsaktivitäten<br />

über österreichische Stipendienmöglichkeiten<br />

für iranische Studierende deutlich<br />

auszuweiten.<br />

Die Zahl der österreichischen Studierenden,<br />

die zu Studienzwecken in den Iran gehen, ist<br />

leider noch sehr klein. Der Iran ist bei österreichischen<br />

Studierenden einfach zu wenig bekannt<br />

für seine wissenschaftliche Kapazität. Ich<br />

bin aber zuversichtlich, dass die anlaufenden<br />

Kooperationsprojekte mithelfen, Kontakte zu<br />

verfestigen und gegebenenfalls auch bilaterale<br />

Austauschprogramme zwischen Universitäten zu<br />

etablieren.<br />

Waren Sie persönlich schon vor Ort?<br />

Ich war bisher zweimal in Teheran und bin<br />

immer noch begeistert von der Gastfreundschaft<br />

und Offenheit, mit der wir empfangen wurden.<br />

Man spürt, dass der iranischen Seite sehr daran<br />

gelegen ist, die Beziehung zu Österreich in<br />

großer Herzlichkeit zu pflegen und in Zukunft<br />

miteinander noch enger zusammen zu arbeiten.<br />

Und das große Interesse unserer Universitäten<br />

und Hochschulen am Iran lässt mich nicht daran<br />

zweifeln, dass das auch gelingen wird. •<br />

»Wir versuchen<br />

laufend, neue<br />

Länder für<br />

unsere Studierenden<br />

und<br />

Hochschulen<br />

zu gewinnen.<br />

«<br />

Stefan Zotti<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong> | 71


www.advantageaustria.org<br />

OUR WORLDWIDE NETWORK, YOUR ADVANTAGE<br />

ADVANTAGE AUSTRIA, with its about 110 offices in over 70 countries, provides a broad<br />

range of intelligence and business development services for both Austrian companies and<br />

their international business partners. Around 800 employees and 35 consultants around<br />

the world can assist you in locating Austrian suppliers and business partners. We organize<br />

about 1,200 events every year to bring business contacts together. Other services provided<br />

by ADVANTAGE AUSTRIA offices range from introductions to Austrian companies looking for<br />

importers, distributors or agents to providing in-depth information on Austrian as a business<br />

location and assistance in entering the Austrian market.


Hintergründe statt<br />

Oberflächen<br />

Ohne Hintergrundwissen bleibt jede politische Debatte<br />

nur an der Oberfläche. Die ÖGAVN bietet daher wöchentliche<br />

Vorträge im Rahmen des „Internationalen<br />

Clubs“ in der Wiener Stallburg.<br />

DIPLOMATIE<br />

ÖGAVN<br />

Fotos: ögavn<br />

Buchautorin Yvonne<br />

Hofstetter mit Aglae und<br />

Walter Hagg<br />

•<br />

Künstliche Intelligenz<br />

„übernimmt Politik“<br />

Wie die künstliche Intelligenz die Politik übernimmt<br />

und uns entmündigt“, erklärt Yvonne<br />

Hofstetter, Autorin des Buches „Das Ende der Demokratie“,<br />

bei ihrem Vortrag für die ÖGAVN im<br />

Jänner <strong>2017</strong> in der Wiener Stallburg. Der beschleunigte<br />

Kontrollverlust der Politik aufgrund ihrer<br />

Entmachtung durch Technologiekonzerne wird<br />

in Krisenzeiten besonders sichtbar. Es vollzieht<br />

sich eine grundlegende kulturelle/technische<br />

Weiterentwicklung der Gesellschaft mit Hilfe von<br />

Konzernen. Europas Interesse muss in der Herstellung<br />

einer eigenen systemrelevanten Infrastruktur<br />

liegen, sowie in der Formulierung einer „Digitalen<br />

Grundrechtscharta“.<br />

Gregor Woschnagg, Heinz<br />

Zourek, Walter Resch und<br />

Wolfgang Schüssel<br />

•<br />

Aus dem „Maschinenraum“ der EU<br />

„Die Krisen der letzten Jahre werfen ein besonderes<br />

Schlaglicht auf den Zustand der EU“, berichtete<br />

Mag. Heinz Zourek (ehem. Generaldirektor<br />

der Generaldirektion Steuern und Zollunion der<br />

Europäischen Union) im Zuge seines Hintergrundvortrags<br />

über das „Innenleben“ der EU in der<br />

Wiener Stallburg im Jänner <strong>2017</strong>. Die europäische<br />

Kommission kämpft – u.a. auch bedingt durch das<br />

Gebot, Inhalte in den Mitgliedstaaten medial nicht<br />

direkt zu präsentieren – mit einem Imageproblem<br />

in der Wahrnehmung der Menschen. Dazu tragen<br />

Veränderungen von Außen (Finanzkrise, Migrationskrise)<br />

bzw. zusätzliche Aufgabenbereiche bei<br />

denen es ihr nicht gelingt, mit adäquaten Maßnahmen<br />

zeitnahe zu reagieren, bei.<br />

•<br />

Wer steckt hinter dem sog.<br />

„IS-Kämpfer“?<br />

Im Februar <strong>2017</strong> analysierte Prof. Peter Neumann<br />

(Direktor des International Centre for the<br />

Study of Radicalisation and Political Violence) bezüglich<br />

der Bedrohung des IS drei Gruppen von<br />

Syrienkämpfern: die sogenannten Verteidiger, die<br />

Sinnsucher und die Mitläufer. Erstere gehen nach<br />

Syrien, weil sie „ihre“ Leute – beispielsweise Sunniten<br />

– verteidigen wollen. Diese Menschen sehen<br />

eine existenzielle Bedrohung und fühlen sich<br />

dazu verpflichtet, in der Verteidigung zu partizipieren.<br />

Der zweite Typ, die Sinnsucher, umfasst<br />

Leute der Randgesellschaft, welche meinen, durch<br />

Teilnahme in einer terroristischen Organisation<br />

einen Sinn in ihrem Leben gefunden zu haben.<br />

Die dritte Gruppe sind Mitläufer, welche durch<br />

Freundschaften in die Organisation quasi hineinwachsen<br />

und teilweise keine Alternativen kennen.<br />

Peter Neumann<br />

bei seinem Vortrag<br />

über die „IS-<br />

Kämpfer“<br />

MITGLIED-<br />

SCHAFT<br />

Alle Personen, die am<br />

internationalen Geschehen<br />

interessiert sind und zur<br />

Stärkung der Vereinten<br />

Nationen beitragen wollen,<br />

können ordentliche Mitglieder<br />

der Österreichischen<br />

Gesellschaft für Außenpolitik<br />

und die Vereinten<br />

Nationen (ÖGAVN) werden.<br />

Daneben sind Unternehmen<br />

und andere Institutionen<br />

eingeladen, als unterstützende<br />

Mitglieder beizutreten.<br />

Wenn Sie Interesse an<br />

einer Mitgliedschaft haben,<br />

wenden Sie sich bitte an:<br />

Österreichische<br />

Gesellschaft für Außenpolitik<br />

und die Vereinten<br />

Nationen (ÖGAVN)<br />

Hofburg/Stallburg<br />

Reitschulgasse 2/2. OG<br />

A-1010 Wien<br />

Tel. +43-(0)1-535 46 27<br />

E-Mail: office@oegavn.org<br />

www.oegavn.org<br />

MAGAZIN <strong>SOCIETY</strong><br />

Mag. Gertrud Tauchhammer<br />

hat mit dem Magazin<br />

<strong>SOCIETY</strong> als offizielles<br />

Organ schon seit 1995<br />

fungiert und übt seitdem<br />

mit verschiedensten Aktivitäten<br />

den Brückenschlag<br />

zwischen Österreich und<br />

den Vereinten Nationen aus.<br />

Auf Vorschlag von Altbundeskanzler<br />

Dr. Wolfgang<br />

Schüssel wird die Kooperation<br />

zwischen dem Magazin<br />

<strong>SOCIETY</strong> und der ÖGAVN<br />

fortgesetzt. <strong>SOCIETY</strong> ist zu<br />

hundert Prozent im Eigentum<br />

der Tauchhammer KG/<br />

Mag. Gertrud Tauchhammer.<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_2016 | 73


AMBASSADORS<br />

A TO Z<br />

119 bilateral<br />

Ambassadors<br />

are representing their<br />

countries in Austria.<br />

<strong>SOCIETY</strong> presents<br />

them with their<br />

name, picture and day<br />

of accreditation in<br />

alphabetical order<br />

of the countries.<br />

Ambassadors'<br />

Caleidoscope<br />

Ambassadors resident in Vienna<br />

Last update: May <strong>2017</strong><br />

ARGENTINA<br />

H.E. Rafael Mariano<br />

Grossi<br />

since 17.09.2013<br />

Goldschmiedgasse 2/1<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 533 84 63<br />

embargviena@embargviena.at<br />

BELGIUM<br />

H.E. Willem Van de<br />

Voorde since 02.10.2014<br />

Prinz-Eugen-Straße 8-10<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 502 07 0<br />

vienna@diplobel.fed.be<br />

www.diplomatie.be/vienna<br />

AFGHANISTAN<br />

Chargé d'Affaires<br />

Mohammad Poyesh, since 05.05.<strong>2017</strong><br />

Mahlerstraße 14/1<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 402 10 06<br />

embassy@afghanistan-vienna.org<br />

www.afghanistan-vienna.org<br />

ARMENIA<br />

H.E. Arman<br />

Kirakossian<br />

since 09.11.2011<br />

Hadikgasse 28<br />

1140 Vienna<br />

Tel. +43 1 522 74 79<br />

armenia@armembassy.at<br />

BOLIVIA<br />

H.E. Victor Alfredo Veltze Michel<br />

since 09.05.<strong>2017</strong><br />

Waaggasse 10/8, 1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 587 46 75<br />

embolaustria@of-viena.at<br />

ALBANIA<br />

H.E. Roland Bimo<br />

since 14.03.2014<br />

Prinz-Eugen-Straße 18/1/5<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 328 86 56<br />

embassy.vienna@mfa.gov.al<br />

AUSTRALIA<br />

H.E. Brendon Charles<br />

Hammer<br />

31.01.<strong>2017</strong><br />

Mattiellistraße 2, 1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 506 74 0<br />

austemb@aon.at<br />

www.austria.embassy.gov.au<br />

BOSNIA AND HERZEGOVINA<br />

H.E. Tomislav Leko<br />

since 14.09.2015<br />

Tivoligasse 54, 1120 Vienna<br />

Tel. +43 1 811 85 55<br />

bhbotschaft@bhbotschaft.at<br />

www.bhbotschaft.at<br />

ALGERIA<br />

H.E. Faouzia Mebarki<br />

since 24.05.2016<br />

Rudolfinergasse 18, 1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 369 88 53<br />

office@algerische-botschaft.at<br />

www.algerische-botschaft.at<br />

AZERBAIJAN<br />

H.E. Galib Israfilov<br />

since 28.09.2011<br />

Hügelgasse 2<br />

1130 Vienna<br />

Tel. +43 1 403 13 22<br />

vienna@mission.mfa.gov.az<br />

www.azembassy.at<br />

BRAZIL<br />

H.E. Ricardo Neiva<br />

Tavares<br />

since 31.01.<strong>2017</strong><br />

Pestalozzigasse 4/2<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 512 06 31<br />

brasemb.viena@itamaraty.gov.br<br />

ANDORRA<br />

Chargé d'Affaires<br />

Marta Salvat Batista<br />

since 11.01.2008<br />

Kärntner Ring 2A/13<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 961 09 09<br />

office@ambaixada-andorra.at<br />

BANGLADESH<br />

H.E. Mohammed Abu<br />

Zafar<br />

since 10.12.2014<br />

Hofzeile 4<br />

1190 Vienna<br />

mission.vienna@mofa.gov.bd<br />

BULGARIA<br />

H.E. Ivan Sirakov<br />

since 02.03.<strong>2017</strong><br />

Schwindgasse 8<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 505 31 13<br />

amboffice@embassybulgaria.at<br />

ANGOLA<br />

H.E. Maria De Jesus<br />

Dos Reis Ferreira<br />

since 09.11.2011<br />

Seilerstätte 15/10, 1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 718 74 88<br />

embangola-viena@embangola.at<br />

www.embangola.at<br />

BELARUS<br />

H.E. Alena Kupchyna<br />

since 02.03.<strong>2017</strong><br />

Hüttelbergstraße 6, 1140 Vienna<br />

Tel. +43 1 419 96 30<br />

austria@mfa.gov.by<br />

www.austria.belembassy.org<br />

BURKINA FASO<br />

H.E. Dieudonné Kere<br />

since 31.01.<strong>2017</strong><br />

Strohgasse 14c, 1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 503 82 64<br />

s.r@abfvienne.at<br />

www.abfvienne.at<br />

Fotos: © YuI - Fotolia.com, HBF<br />

74 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


AMBASSADORS<br />

A TO Z<br />

CANADA<br />

H.E. Mark Bailey<br />

since 11.11.2013<br />

Laurenzerberg 2/III<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 531 38 30<br />

vienn@international.gc.ca<br />

www.kanada.at<br />

CUBA<br />

H.E. Juan Antonio<br />

Fernandez Palacios<br />

since 13.11.2015<br />

Kaiserstraße 84, 1070 Vienna<br />

Tel. +43 1 877 81 98<br />

secembajador@ecuaustria.at<br />

www.cubadiplomatica.cu/austria<br />

ESTONIA<br />

H.E. Rein Oidekivi<br />

since 07.10.2015<br />

Wohllebengasse 9/12<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 503 77 61<br />

embassy@estwien.at<br />

www.estemb.at<br />

CHILE<br />

H.E. Armin Andereya<br />

Latorre<br />

since 13.11.2015<br />

Lugeck 1/III/10<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 512 92 08<br />

echile.austria@minrel.gov.cl<br />

CYPRUS<br />

H.E. Marios<br />

Ieronymides<br />

since 13.05.2014<br />

Neulinggasse 37/4<br />

1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 513 06 30<br />

office@cyprusembassy.at<br />

FINLAND<br />

H.E. Hannu Veikko<br />

Kyröläinen<br />

since 05.10.2016<br />

Gonzagagasse 16, 1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 535 03 65<br />

sanomat.wie@formin.fi<br />

www.finnland.at<br />

CHINA<br />

H.E. Li Xiaosi<br />

since 05.10.2016<br />

Metternichgasse 4<br />

1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 714 31 49<br />

chinaemb_at@mfa.gov.cn<br />

www.chinaembassy.at<br />

CZECH REPUBLIC<br />

H.E. Jan Sechter<br />

since 11.11.2013<br />

Penzinger Straße 11-13<br />

1140 Vienna<br />

Tel. +43 1 899 580<br />

vienna@embassy.mzv.cz<br />

www.mzv.cz/vienna<br />

FRANCE<br />

Chargé d'Affaires<br />

Sebastien Benoit Vincent Fagart<br />

since 24.08.2015<br />

Technikerstraße 2, 1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 502 75 0<br />

secretariat.vienne-amba@diplomatie.gouv.fr<br />

www.ambafrance-at.org<br />

COLOMBIA<br />

H.E. Jaime Alberto<br />

Cabal Sanclemente<br />

since 13.05.2014<br />

Stadiongasse 6-8/15<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 405 42 49<br />

eaustria@cancilleria.gov.co<br />

DENMARK<br />

H.E. Liselotte K.<br />

Plesner<br />

since 17.09.2013<br />

Führichgasse 6, 1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 512 79 04<br />

vieamb@um.dk<br />

www.oestrig.um.dk<br />

GEORGIA<br />

H.E. Konstantine<br />

Zaldastanishvili<br />

since 18.06.2013<br />

Doblhoffgasse 5/5<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 403 98 48<br />

vienna@geomission.at<br />

COSTA RICA<br />

H.E. Pilar Saborió de<br />

Rocafort<br />

since 17.03.2015<br />

Wagramer Straße 23/1/1/2-3<br />

1220 Vienna<br />

Tel. +43 1 263 38 24<br />

embajadaaustria_costa.rica@chello.at<br />

DOMINICAN REPUBLIC<br />

H.E. Ramon Andres<br />

Quinones Rodriguez<br />

since 04.06.2007<br />

Prinz-Eugen-Straße 18<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 505 85 55<br />

embajada@embrepdom.at<br />

GERMANY<br />

H.E. Johannes Haindl<br />

since 14.09.2014<br />

Gauermanngasse 2-4<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 711 54 0<br />

info@wien.diplo.de<br />

www.wien.diplo.de<br />

CÔTE D’IVOIRE<br />

H.E. Largaton<br />

Gilbert Ouattara<br />

since 09.11.2011<br />

Neulinggasse 29/6/20<br />

1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 581 00 76<br />

office@ambaciaut.org<br />

EGYPT<br />

H.E. Omar Amer<br />

Youssef<br />

since 05.10.2016<br />

Hohe Warte 50-54<br />

1190 Vienna, Tel. +43 1 370 81 04<br />

egyptembassyvienna@<br />

egyptembassyvienna.at | www.egyptembassyvienna.at<br />

GREECE<br />

H.E. Chryssoula Aliferi<br />

since 13.05.2014<br />

Argentinierstraße 14, 1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 506 15<br />

gremb@griechischebotschaft.at<br />

www.griechische-botschaft.at<br />

CROATIA<br />

H.E. Vesna Cvjetkovic<br />

since 07.10.2015<br />

Rennweg 3<br />

1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 485 95 24<br />

croemb.bec@mvep.hr<br />

http://at.mfa.hr<br />

EL SALVADOR<br />

H.E. Lucía Rosella<br />

Badía<br />

since 05.10.2016<br />

Prinz-Eugen-Straße 72/2/1<br />

1040 Vienna, Tel. +43 1 505 38 74<br />

elsalvador@embasal.at<br />

www.rree.gob.sv<br />

GUATEMALA<br />

H.E. Antonio Roberto<br />

Castellanos Lopez<br />

since 12.09.2012<br />

Prinz-Eugen-Straße 18/Top7<br />

1040 Vienna, Tel. +43 1 714 35 70<br />

embajada@embaguate.co.at<br />

www.embaguate.co.at<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong> | 75


AMBASSADORS<br />

A TO Z<br />

HOLY SEE<br />

H.E. Archbishop Dr.<br />

Peter Stephan<br />

Zurbriggen<br />

since 17.04.2009<br />

Theresianumgasse 31, 1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 505 13 27<br />

nuntius@nuntiatur.at | www.nuntiatur.at<br />

IRELAND<br />

H.E. Thomas Hanney<br />

since 02.03.<strong>2017</strong><br />

Rotenturmstraße 16-18<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 715 42 46<br />

vienna@dfa.ie<br />

www.dfa.ie<br />

*)<br />

KOSOVO<br />

H.E. Mag. Sami Ukelli<br />

since 17.03.2015<br />

Goldeggasse 2/14<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 503 11 77<br />

embassy.austria@ks-gov.net<br />

www.ambasada-ks.net/at/<br />

HUNGARY<br />

H.E. Dr. Janos Perenyi<br />

since 10.12.2014<br />

Bankgasse 4-6<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 537 80 300<br />

mission.vie@mfa.gov.hu<br />

ISRAEL<br />

H.E. Talya Lador-<br />

Fresher<br />

since 13.11.2015<br />

Anton-Frank-Gasse 20, 1180 Vienna<br />

Tel. +43 1 476 46 0<br />

info-sec@vienna.mfa.gov.il<br />

www.vienna.mfa.gov.il<br />

KUWAIT<br />

H.E. Sadiq M. Marafi<br />

since 17.10.2013<br />

Strassergasse 32<br />

1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 405 56 46<br />

kuwait.embassy.vienna@speed.at<br />

ICELAND<br />

H.E. Gréta<br />

Gunnarsdóttir<br />

since 05.10.2016<br />

Naglergasse 2/8, 1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 533 27 71<br />

emb.vienna@mfa.is<br />

www.iceland.is/at<br />

ITALY<br />

H.E. Giorgio Marrapodi<br />

since 17.09.2013<br />

Rennweg 27<br />

1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 712 51 21<br />

ambasciata.vienna@esteri.it<br />

www.ambvienna.esteri.it<br />

KYRGYZSTAN<br />

H.E. Bakyt Dzhusupov<br />

since 17.03.<strong>2017</strong><br />

Invalidenstraße 3/8<br />

1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 535 03 79<br />

kyremb@inode.at<br />

www.kyremb.at<br />

INDIA<br />

H.E. Renu Pall<br />

since 02.03.<strong>2017</strong><br />

Kärntner Ring 2<br />

1015 Vienna<br />

Tel. +43 1 505 86 66<br />

indemb@eoivien.vienna.at<br />

www.indianembassy.at<br />

JAPAN<br />

H.E. Kiyoshi Koinuma<br />

since 05.10.2016<br />

Heßgasse 6<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 531 92 0<br />

info@wi.mofa.go.jp<br />

www.at.emb-japan.go.jp<br />

LAOS<br />

H.E. Phoukhao<br />

Phommavongsa<br />

since 16.09.2014<br />

Sommerhaidenweg 43<br />

1180 Vienna<br />

Tel. +43 1 890 2319 11<br />

laoembassyvienna@hotmail.com<br />

INDONESIA<br />

Chargé d'Affaires<br />

Febrian Alphyanto Ruddyard<br />

since 02.01.2015<br />

Gustav-Tschermak-Gasse 5-7<br />

1180 Vienna<br />

Tel. +43 1 476 23 0<br />

unitkom@kbriwina.at | www.kbriwina.at<br />

JORDAN<br />

H.E. Hussam<br />

Al Husseini<br />

since 22.10.2013<br />

Rennweg 17/4, 1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 405 10 25<br />

info@jordanembassy.at<br />

www.jordanembassy.at<br />

LATVIA<br />

H.E. Edgars Skuja<br />

since 17.10.2013<br />

Stefan-Esders-Platz 4<br />

1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 403 31 12<br />

embassy.austria@mfa.gov.lv<br />

IRAN<br />

IRAQ<br />

H.E. Ebadollah Molaei<br />

since 07.10.2015<br />

Jauresgasse 9<br />

1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 712 26 50<br />

public@iranembassy-wien.at<br />

www.iran.embassy.at<br />

H.E. Dr. Auday M. A.<br />

Al-Khairalla<br />

since 11.01.2016<br />

Johannesgasse 26<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 713 81 95<br />

office@iraqembassy.at<br />

KAZAKHSTAN<br />

H.E. Kairat Sarybay<br />

since 14.03.2014<br />

Wipplingerstraße 35<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 890 800 810<br />

embassy@kazakhstan.at<br />

www.kazakhstan.at<br />

KENYA<br />

H.E. Michael Adipo<br />

Okoth Oyugi<br />

since 05.04.2013<br />

Andromeda Tower, Donau-City-Straße 6<br />

1220 Vienna, Tel. +43 1 712 39 19<br />

kenyarep-vienna@aon.at<br />

www.kenyaembassyvienna.at/de/<br />

LEBANON<br />

Chargé d'Affaires a.i.<br />

Salim Baddoura<br />

Oppolzergasse 6/3<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 533 88 21<br />

embassy.lebanon@inode.at<br />

LIBYA<br />

H.E. Dr. Ibrahim Ali<br />

Albesbas<br />

since 11.11.2013<br />

Blaasstraße 33<br />

1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 367 76 39<br />

office@libyanembassyvienna.at<br />

Fotos: HBF<br />

76 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


AMBASSADORS<br />

A TO Z<br />

LIECHTENSTEIN<br />

H.H. Maria-Pia<br />

Kothbauer Prinzessin<br />

v.u.z. Liechtenstein,<br />

since 11.12.1997<br />

Löwelstraße 8/7, 1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 535 92 11<br />

info@vie.llv.li, www.wien.liechtenstein.li<br />

MEXICO<br />

H.E. Alicia<br />

Buenrostro Massieu<br />

since 24.05.2016<br />

Operngasse 21<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 310 73 83<br />

embaustria@sre.gob.mx<br />

NEW ZEALAND<br />

H.E. Nicole Jocelyn<br />

Roberton<br />

since 20.02.<strong>2017</strong><br />

Mattiellistraße 2-4/3, 1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 505 3021<br />

nzemb@aon.at<br />

www.nzembassy.com/austria<br />

LITHUANIA<br />

H.E. Loreta<br />

Zakareviciene<br />

since 16.09.2014<br />

Löwengasse 47/4, 1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 718 54 67<br />

amb.at@urm.lt<br />

http://at.mfa.lt/<br />

MOLDOVA<br />

Chargé d’Affaires<br />

Vladimir Chirinciuc<br />

since 22.10.2013<br />

Löwengasse 47/10, 1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 961 10 30<br />

vienna@moldmission.at<br />

www.austria.mfa.md<br />

NICARAGUA<br />

H.E. Alvaro José<br />

Robelo Gonzáles<br />

since 11.01.2013<br />

Ebendorferstraße 10/3/12<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 403 18 38<br />

embanicviena@chello.at<br />

LUXEMBOURG<br />

Chargé d'Affaires<br />

Philippe Donkel<br />

since 05.01.2015<br />

Sternwartestraße 81<br />

1180 Vienna<br />

Tel. +43 1 478 21 42<br />

vienne.amb@mae.etat.lu | www.vienne.mae.lu/ge<br />

MONGOLIA<br />

H.E. Battungalag Gankhuurai<br />

since 13.03.<strong>2017</strong><br />

Fasangartengasse 45, 1130 Vienna<br />

Tel. +43 1 535 28 07<br />

vienna@mfa.gov.mn<br />

www.embassymon.at<br />

NIGERIA<br />

H.E. Sarah Yusuf<br />

since 29.02.2016<br />

Senior Counsel and Acting Head of Mission (29.02.2016)<br />

Rennweg 25, 1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 712 66 86<br />

info@nigeriaembassyvienna.com<br />

www.nigeriaembassyvienna.com<br />

MACEDONIA<br />

H.E. Vasilka Poposka-<br />

Trenevska<br />

since 03.12.2014<br />

Kinderspitalgasse 5/2<br />

1090 Vienna<br />

Tel. +43 1 524 87 56<br />

botschaft@makedonien.co.at<br />

MONTENEGRO<br />

H.E. Ivan Milic<br />

since 15.06.2015<br />

Nibelungengasse 13<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 715 31 02<br />

austria@mfa.gov.me<br />

NORTH KOREA<br />

H.E. Kwang Sop Kim<br />

since 18.03.1993<br />

Beckmanngasse 10-12<br />

1140 Vienna<br />

Tel. +43 1 894 23 13<br />

d.v.r.korea.botschaft@chello.at<br />

MALAYSIA<br />

H.E. Adnan Bin<br />

Othman<br />

since 15.06.2015<br />

Floridsdorfer Hauptstraße 1-7,<br />

Florido Tower, 1210 Vienna<br />

Tel. +43 1 505 10 42<br />

embassy@embassymalaysia.at<br />

MYANMAR<br />

H.E. San Lwin<br />

since 14.09.2015<br />

Mooslackengasse 17<br />

1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 26 69 105<br />

myanmarembassy.vienna@gmail.com<br />

NORWAY<br />

H.E. Bente Angell-<br />

Hansen<br />

since 03.12.2014<br />

Reisnerstraße 55-57, 1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 71 660<br />

emb.vienna@mfa.no<br />

www.norwegen.or.at<br />

MALTA<br />

H.E. Keith Azzopardi<br />

since 17.10.2013<br />

Opernring 5/1<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 586 50 10<br />

maltaembassy.vienna@gov.mt<br />

NAMIBIA<br />

H.E. Simon Madjuma<br />

Maruta<br />

since 11.11.2013<br />

Zuckerkandlgasse 2, 1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 402 93 71<br />

nam.emb.vienna@speed.at<br />

www.embnamibia.at<br />

OMAN<br />

Chargé d'Affaires Said Harith Hamdan<br />

AL Brashdi<br />

since 01.10.2014<br />

Währinger Straße 2/24-25<br />

1090 Vienna<br />

Tel. +43 1 310 86 43<br />

vienna@omanembassy.at<br />

MOROCCO<br />

H.E. Lofti Bouchaara<br />

since 31.01.<strong>2017</strong><br />

Hasenauerstraße 57<br />

1180 Vienna<br />

Tel. +43 1 586 66 51<br />

emb-pmissionvienna@morocco.at<br />

NETHERLANDS<br />

H.E. Marco Hennis<br />

since 07.10.2015<br />

Opernring 5, 1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 589 39<br />

wen@minbuza.nl<br />

www.mfa.nl/wen<br />

ORDER OF MALTA<br />

H.E. Christof Maria<br />

Fritzen<br />

since 11.01.2013<br />

Kärntner Ring 14, 1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 505 35 35<br />

botschaft@malteser.at<br />

www.orderofmalta.int<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong> | 77


AMBASSADORS<br />

A TO Z<br />

PAKISTAN<br />

H.E. Ayesha Riyaz<br />

since 16.12.2013<br />

Hofzeile 13<br />

1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 368 73 81<br />

parepvienna@gmail.com<br />

www.mofa.gov.pk/austria<br />

PORTUGAL<br />

H.E. Pedro Luís<br />

Baptista Moitinho<br />

de Almeida<br />

since 05.04.2013<br />

Opernring 3, 1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 586 75 36<br />

viena@mne.pt<br />

SLOVAKIA<br />

H.E. Juraj Machac<br />

since 28.03.2012<br />

Armbrustergasse 24<br />

1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 318 90 55<br />

emb.vieden@mzv.sk<br />

www.vienna.mfa.sk<br />

PALESTINIAN TERRITORIES<br />

H.E. Salahaldin<br />

Abdalshafi<br />

since 22.10.2013<br />

Josefsgasse 5<br />

1080 Vienna<br />

Tel. +43 1 408 82 02<br />

palestine.mission@chello.at<br />

QATAR<br />

H.E. Sheik Ali Jassim<br />

T.J. Al-Thani<br />

since 02.03.<strong>2017</strong><br />

Schottenring 10<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 310 49 50<br />

botschaft@katarbotschaft.at<br />

SLOVENIA<br />

H.E. Dr. Andrej Rahten<br />

since 17.10.2013<br />

Kolingasse 12<br />

1090 Vienna<br />

Tel. +43 1 319 11 60<br />

vdu@gov.si<br />

www.dunaj.veleposlanistvo.si<br />

PANAMA<br />

H.E. Paulina<br />

Franceschi<br />

since 13.11.2015<br />

Goldschmiedgasse 10/403<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 587 23 47<br />

mail@empanvienna.co.at<br />

ROMANIA<br />

H.E. Bogdan Mazuru<br />

since 14.09.2015<br />

Prinz-Eugen-Straße 60<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 505 32 27<br />

ambromviena@ambrom.at<br />

www.viena.mae.ro<br />

SOUTH AFRICA<br />

H.E. Tebogo Joseph<br />

Seokolo<br />

since 16.01.2014<br />

Sandgasse 33, 1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 320 64 93<br />

vienna.bilateral@dirco.gov.za<br />

www.southafrica-embassy.at<br />

PARAGUAY<br />

H.E. Dr. Horacio<br />

Nogues Zubizarreta<br />

since 15.02.2008<br />

Prinz-Eugen-Straße 18/1/3A<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 505 46 74<br />

embaparviena@chello.at<br />

RUSSIAN FEDERATION<br />

H.E. Dmitrij Ljubinskij<br />

since 07.10.2015<br />

Reisnerstraße 45-47<br />

1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 712 12 29<br />

info@rusemb.at<br />

www.rusemb.at<br />

SOUTH KOREA<br />

H.E. Shin Dong-ik<br />

since 02.03.<strong>2017</strong><br />

Gregor-Mendel-Straße 25<br />

1180 Vienna<br />

Tel. +43 1 478 19 91<br />

mail@koreaemb.at<br />

http://aut.mofat.go.kr<br />

PERU<br />

H.E. Juan Fernando<br />

Rojas Samanez<br />

since 31.01.<strong>2017</strong><br />

Mahlerstraße 7/22<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 713 43 77<br />

embajada@embaperuaustria.at<br />

SAN MARINO<br />

H.E. Elena<br />

Molaroni Berguido<br />

since 17.09.2008<br />

Prinz-Eugen-Straße 16/1/5A<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 941 59 69<br />

rsmvienna@gmail.com<br />

SPAIN<br />

H.E. Alberto Carnero<br />

Fernández<br />

since 18.06.2013<br />

Argentinierstraße 34<br />

1040 Vienna<br />

Tel. +43 1 505 57 88<br />

emb.viena@maec.es<br />

PHILIPPINES<br />

H.E. Maria Zeneida<br />

Angara Collinson<br />

since 15.06.2015<br />

Laurenzerberg 2/2/ZWG<br />

1010 Vienna, Tel. +43 1 533 24 01<br />

office@philippine-embassy.at<br />

www.philippine-embassy.at<br />

SAUDI ARABIA<br />

Chargé d' Affaires<br />

Dr. Yahya Sharahili<br />

since 17.08.2016<br />

Formanekgasse 38<br />

1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 367 25 31<br />

saudiembassy@saudiembassy.at<br />

SRI LANKA<br />

H.E. Priyanee<br />

Wijesekera<br />

since 11.01.2016<br />

Weyringergasse 33-35<br />

1040 Vienna, Tel. +43 1 503 79 88<br />

embassy@srilankaembassy.at<br />

www.srilankaembassy.at<br />

POLAND<br />

H.E. Artur Lorkowski<br />

since 18.06.2013<br />

Hietzinger Hauptstraße 42c<br />

1130 Vienna<br />

Tel. +43 1 870 15 100<br />

wieden.amb.sekretariat@msz.gov.pl<br />

www.wieden.msz.gov.pl<br />

SERBIA<br />

H.E. Pero Jankovic<br />

since 22.10.2013<br />

Ölzeltgasse 3/7<br />

1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 713 25 95<br />

embassy.vienna@mfa.rs<br />

www.vienna.mfa.rs<br />

SUDAN<br />

H.E. Mohamed Hussein<br />

Zaroug<br />

since 02.10.2014<br />

Reisnerstraße 29/5, 1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 710 23 43<br />

sudanivienna@prioritytelecom.biz<br />

www.sudanivienna.at<br />

Fotos: HBF<br />

78 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


AMBASSADORS<br />

A TO Z<br />

SWEDEN<br />

H.E. Helen Eduards<br />

since 07.10.2015<br />

Obere Donaustraße 49-51<br />

1020 Vienna<br />

Tel. +43 1 217 53 0<br />

ambassaden.wien@gov.se<br />

www.swedenabroad.com/wien<br />

TURKMENISTAN<br />

H.E. Silapberdi<br />

Nurberdiev<br />

since 28.09.2011<br />

Argentinierstraße 22/II/EG<br />

1040 Vienna, Tel. +43 1 503 64 70<br />

info@botschaft-turkmenistan.at<br />

www.botschaft-turkmenistan.at<br />

VENEZUELA<br />

H.E. Jesse Alonso<br />

Chacón Escamillo<br />

since 23.02.2016<br />

Prinz-Eugen-Straße 72/1/1<br />

1040 Vienna, Tel. +43 1 712 26 38<br />

embajada@austria.gob.ve<br />

www.austria.gob.ve<br />

SWITZERLAND<br />

H.E. Christoph<br />

Heinrich Bubb<br />

since 02.10.2014<br />

Kärntner Ring 12, 1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 795 05 0<br />

vie.vertretung@eda.admin.ch<br />

www.schweizerbotschaft.at<br />

UKRAINE<br />

H.E. Olexander<br />

Scherba<br />

since 10.12.2014<br />

Naaffgasse 23, 1180 Vienna<br />

Tel. +43 1 479 71 72 11<br />

info@ukremb.at<br />

www.ukremb.at<br />

VIETNAM<br />

H.E. Viet Anh Vu<br />

since 03.12.2014<br />

Felix-Mottl-Straße 20<br />

1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 368 07 55<br />

office@vietnamembassy.at<br />

www.vietnamembassy-austria.org/vi<br />

SYRIA<br />

H.E. Bassam Sabbagh<br />

since 29.04.2010<br />

Daffingerstraße 4<br />

1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 533 46 33<br />

syrianembassyvienna@utanet.at<br />

UNITED ARAB EMIRATES<br />

H.E. Hamad Ali Subaih<br />

Al Kaabi<br />

since 31.01.<strong>2017</strong><br />

Chimanistraße 36<br />

1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 368 14 55<br />

vienna@mofa.gov.ae<br />

YEMEN<br />

H.E. Haytham<br />

Abdulmomen Hassan<br />

Shoja'aadin<br />

since 31.01.<strong>2017</strong><br />

Reisnerstraße 18-20/3-4, 1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 503 29 30<br />

embassy@yemenembassy.at<br />

TAJIKISTAN<br />

H.E. Ismatullo<br />

Nasredinov<br />

since 17.09.2013<br />

Universitätsstraße 8/1A, 1090 Vienna<br />

Tel. +43 1 409 82 66<br />

info@tajikembassy.at<br />

www.tajikembassy.at<br />

UNITED KINGDOM<br />

H.E. Leigh Turner<br />

since 05.10.2016<br />

Jauresgasse 12, 1030 Vienna<br />

Tel. +43 1 716 13 0<br />

press@britishembassy.at<br />

www.ukinaustria.fco.gov.uk<br />

THAILAND<br />

H.E. Songsak Saicheua<br />

since 10.5.<strong>2017</strong><br />

Cottagegasse 48, 1180 Vienna<br />

Tel. +43 1 478 33 35<br />

embassy@thaivienna.at<br />

www.thaiembassy.at<br />

UNITED STATES<br />

Chargé d'Affaires<br />

Eugene Stewart Young<br />

since 11.03.2015<br />

Boltzmanngasse 16, 1090 Vienna<br />

Tel. +43 1 313 39<br />

embassy@usembassy.at<br />

www.usembassy.at<br />

TUNISIA<br />

Chargé d'Affaires Khalil Tazarki<br />

since 01.08.2014<br />

Sieveringerstraße 187<br />

1190 Vienna<br />

Tel. +43 1 44 02 144<br />

at.vienne@aon.at<br />

www.atunisie-at.org<br />

URUGUAY<br />

H.E. Bruno Javier<br />

Faraone Machado<br />

since 13.05.2014<br />

Palais Esterhazy, Wallnerstraße 4/3/17<br />

1010 Vienna<br />

Tel. +43 1 535 66 36<br />

uruaustria@mrree.gub.uy<br />

TURKEY<br />

Chargé d'Affaires Ali Kaan Orbay<br />

since 29.08.2014<br />

Prinz-Eugen-Straße 40<br />

1040 Vienna, Tel. +43 1 505 73 38<br />

botschaft.wien@mfa.gov.tr<br />

www.vienna.emb.mfa.gov.tr<br />

UZBEKISTAN<br />

Chargé d’Affaires a.i.<br />

Rustamdjan Khakimov<br />

Pötzleinsdorferstraße 49<br />

1180 Vienna<br />

Tel. +43 1 315 39 94<br />

embassy@usbekistan.at<br />

www.usbekistan.at<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong> | 79


DIPLOMATIE<br />

BOTSCHAFTER<br />

Diplomatenkarussell | Dezember 2016 bis Mai <strong>2017</strong><br />

Die neu akkreditierten Botschafter in Österreich.<br />

AUSTRALIEN<br />

BELARUS<br />

BRASILIEN<br />

H.E. Brendon<br />

Charles Hammer<br />

H.E. Alena<br />

Kupchyna<br />

H.E. Ricardo<br />

Neiva Tavares<br />

Born in 1958. Married,<br />

two children.<br />

Born on 14 August<br />

1965 in the city of<br />

Minsk, Belarus. Has<br />

one son.<br />

Born in Rio de Janeiro<br />

on August 16, 1957.<br />

Married, four sons.<br />

EDUCATION<br />

• 1987: PhD Chemistry, Australian<br />

National University<br />

PROFESSIONAL CAREER<br />

• 2013-2016: First Assistant Secretary,<br />

Americas Division, Department of<br />

Foreign Affairs and Trade (DFAT)<br />

• 2010-2013: Deputy Head of Mission,<br />

Australian Embassy in Tokyo, Japan<br />

• 2009-2010: First Assistant Secretary,<br />

Southeast Asia Division, DFAT<br />

• 2004-2009: Deputy Director-General,<br />

Office of National Assessments<br />

• 2003-2004: Assistant Secretary, Parliamentary<br />

& Media Liaison Branch,<br />

DFAT<br />

• 2003: Assistant Secretary, Iraq Taskforce,<br />

DFAT<br />

• 2002-2003: Assistant Secretary,<br />

Americas Branch, DFAT<br />

• 1999-2003: Assistant Secretary,<br />

Defence, Intelligence and Security<br />

Branch, Department of the Prime<br />

Minister and Cabinet<br />

• 1998-1999: Director, Nuclear Trade<br />

and Security Section, DFAT<br />

• 1995-1998: First Secretary, later<br />

Counsellor (Political) Australian<br />

Embassy, Washington<br />

• 1993-1995: Deputy Director, Chemical<br />

and Biological Weapons Arms<br />

Control Section, DFAT<br />

EDUCATION<br />

• 1991: Doctor of Law<br />

• 1987-1990: Post-graduate study at<br />

the Belarusian Academy of Sciences,<br />

Institute of Philosophy and Law<br />

• 1987: Graduated from the Belarusian<br />

State University with distinction,<br />

Faculty of Law<br />

PROFESSIONAL CAREER<br />

• 2012-2016: Deputy Minister of<br />

Foreign Affairs of the Republic of<br />

Belarus<br />

• 2006-2012: Ambassador Extraordinary<br />

and Plenipotentiary of the<br />

Republic of Belarus to the Republic<br />

of Hungary and to the Republic<br />

of Slovenia (with the residence in<br />

Budapest)<br />

• 2004-2006: Director of Department<br />

for Humanitarian Cooperation and<br />

Human Rights, MFA<br />

• 2002-2004: Director of Department<br />

for Humanitarian, Ecological, Scientific<br />

and Technical Cooperation,<br />

MFA<br />

• 2001-2002: Consultant, Department<br />

of International Organizations, MFA<br />

• 1995-1998: Counsellor, Deputy Permanent<br />

Representative, Permanent<br />

Mission of Belarus to UN Office and<br />

other international organizations at<br />

Geneva<br />

EDUCATION<br />

• 1997: Course of High Studies in<br />

Diplomacy (Thesis on the role of<br />

non-governmental organizations in<br />

the United Nations); Instituto Rio<br />

Branco (Brazilian diplomatic Academy),<br />

Brasília.<br />

• 1985: Advanced Course for Diplomats,<br />

Instituto Rio Branco, Brasília<br />

• 1983-1984: École Nationale<br />

d’Administration - ENA (Promotion<br />

Leonard de Vinci), Paris<br />

• 1979-1980: Instituto Rio Branco (Brazilian<br />

diplomatic Academy), Brasília<br />

• 1976-1978: Faculty of Law, Universidade<br />

de Brasília<br />

PROFESSIONAL CAREER<br />

• 2013-2016: Embassy of Brazil in<br />

Rome, Ambassador<br />

• 2008-2013: Mission to the European<br />

Union, Ambassador<br />

• 2006-2008: Senior Advisor to the<br />

Minister in the Ministry of External<br />

Relations of Brazil<br />

• 2003-2006: Press Secretary and<br />

Spokesman in the Ministry of External<br />

Relations of Brazil<br />

• 1998-2001: Embassy in Canberra,<br />

Counsellor<br />

• 1995-1998: Mission of Brazil to the<br />

United Nations in New York, Counsellor<br />

FOTOS: CARINA KARLOVITS, GUNTER PUSCH,DANIEL TRIPPOLT/HBF<br />

80 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


DIPLOMATIE<br />

BOTSCHAFTER<br />

BULGARIEN<br />

BURKINA FASO<br />

INDIEN<br />

H.E. Ivan<br />

Stoyanov<br />

Sirakov<br />

Born on 27 December<br />

1950, Plovdiv. Married,<br />

four children.<br />

H.E. Dieudonné<br />

Kere<br />

Born on April 18, 1960<br />

in Tenkodogo. Married,<br />

four children.<br />

H.E. Renu Pall<br />

Born on November 23,<br />

1962.<br />

EDUCATION<br />

• 1994: European Center for Security<br />

Studies “George Marshall”, US<br />

College of Strategic Studies and<br />

Defence Economics, Garmisch-<br />

Partenkirchen, Federal Republic of<br />

Germany<br />

• 1989-1991: Diplomatic Academy -<br />

Moscow, International Relations<br />

Department<br />

• 1987: PhD in philosophy<br />

PROFESSIONAL CAREER<br />

• 2013-2016: Ambassador Extraordinary<br />

and Plenipotentiary of the<br />

Republic of Bulgaria to the Republic<br />

of Slovenia<br />

• 2012-2013: Permanent Secretary of<br />

the Ministry of Foreign Affairs (MFA)<br />

• 2011-2012: Director of the Consular<br />

Relations Directorate, Ambassador<br />

• 2007-2011: Ambassador Extraordinary<br />

and Plenipotentiary of the<br />

Republic of Bulgaria to the Republic<br />

of Croatia<br />

• 2005-2007: Director of the Consular<br />

Relations Directorate, Minister<br />

Plenipotentiary<br />

• 2002-2005: Consulate General of<br />

the Republic of Bulgaria in Munich,<br />

Federal Republic of Germany, Counselor,<br />

Head of Consular Department<br />

at the Consulate General<br />

EDUCATION<br />

• 2010: Master degree in Law, Economy,<br />

Management, International Economics<br />

and Globalization, Specialty<br />

Governance of Organizations for International<br />

Development, University<br />

of Grenoble - Pierre Mendès France<br />

• 2004: Master degree in Political<br />

Sciences, Master in Public Administration,<br />

Catholic University of Mons,<br />

Belgium<br />

PROFESSIONAL CAREER<br />

• 2015-2016: Ambassador, Deputy Permanent<br />

Representative to the European<br />

Union, Deputy Head of Mission<br />

to the European Atomic Energy<br />

Community, Chargé d’Affaires a. i of<br />

Burkina Faso in Brussels<br />

• 2014-2015: Minister Counsellor<br />

at the Embassy Burkina Faso in<br />

Brussels<br />

• 2006-2013: Director of International<br />

Cooperation at the National Assembly<br />

of Burkina Faso<br />

• 2009-2013: Administrative Secretary<br />

for the African region of the Parliamentary<br />

Assembly of the Francophonie<br />

(PAF)<br />

• 2006-2013: Administrative Secretary<br />

of the National Inter-parliamentary<br />

Group of Burkina Faso to the Interparliamentary<br />

Union (IPU)<br />

EDUCATION<br />

• 1985: Master in International<br />

Relations, School of International<br />

Studies, Jawaharlal Nehru University,<br />

New Delhi<br />

• Bachelors (Honours) degree in Political<br />

Science from Delhi University<br />

PROFESSIONAL CAREER<br />

• 2015-<strong>2017</strong>: Joint Secretary (Indian<br />

Ocean Region) in the Ministry of<br />

External Affairs in New Delhi<br />

• 2011: Joint Secretary (ASEAN Multilateral)<br />

in the Ministry of External<br />

Affairs, New Delhi, dealing with<br />

India’s Act East policy with the<br />

ASEAN and EAS and the Asia-Europe<br />

Meeting<br />

• 1988: Indian Foreign Service. Deputy<br />

Chief of Mission, Embassy of India<br />

at Berlin, Germany; Minister (Political)<br />

at Embassy of India at Washington<br />

DC, USA; Counsellor (Political)<br />

at Embassy of India at Paris, France;<br />

and Second Secretary (Political &<br />

Information) at the Embassy of India<br />

in Moscow, Russian Federation.<br />

In between overseas assignments,<br />

Director for relations with United<br />

States and Canada, Director in the<br />

Foreign Secretary’s Office and Under<br />

Secretary & Deputy Secretary for<br />

relations with US and Canada in the<br />

Ministry of External Affairs in New<br />

Delhi.<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong> | 81


DIPLOMATIE<br />

BOTSCHAFTER<br />

Diplomatenkarussell | Dezember 2016 bis Mai <strong>2017</strong><br />

Die neu akkreditierten Botschafter in Österreich.<br />

IRLAND<br />

JEMEN<br />

KATAR<br />

H.E. Thomas<br />

Hanney<br />

Born in Dublin, Ireland.<br />

Married, three daughters.<br />

H.E. Haytham<br />

Abdulmomen<br />

Hassan Shoja’aadin<br />

Born on February 10,<br />

1975. Married, two<br />

children.<br />

H.E. Sheikh Ali<br />

Bin Jassim<br />

Al-Thani<br />

Born in Doha, Qatar<br />

on January 1, 1969.<br />

Married, four children.<br />

PROFESSIONAL CAREER<br />

• 2011-2016: Deputy Permanent Representative<br />

of Ireland, Brussels<br />

• 2010-2011: Ambassador of Ireland<br />

to the Kingdom of Belgium and<br />

Ireland’s representative to the Partnership<br />

for Peace at NATO<br />

• 2006-2010: Joint Secretary, North<br />

South Ministerial Council, Armagh,<br />

Northern Ireland. The North-South<br />

Ministerial Council is an institution<br />

established by the Good Friday Peace<br />

Agreement and coordinates cooperation<br />

between Northern Ireland and<br />

Ireland across a wide range of sectors.<br />

• 2004-2006: Counsellor, EU and<br />

International Affairs Division,<br />

Department of the Taoiseach (Prime<br />

Minister’s Office, Dublin). Responsible<br />

for European Council coordination.<br />

Deputy Sherpa.<br />

• 1999-2004: Counsellor, Irish Aid, Department<br />

of Foreign Affairs Dublin,<br />

responsible for managing Ireland’s<br />

participation in global UN development<br />

conferences and for Ireland’s<br />

financial contributions to a wide<br />

range of UN and other multilateral<br />

development organisations.<br />

• 1995-1999: First Secretary, Permanent<br />

Mission of Ireland to the UN<br />

at Geneva, responsible for disarmament<br />

matters.<br />

EDUCATION<br />

• Master of Business Administration,<br />

Maastricht School of Management,<br />

The Netherlands and Sana’a university<br />

.<br />

• Postgraduate training in diplomacy<br />

and International Relations, Corvinus<br />

University of Budapest.<br />

PROFESSIONAL CAREER<br />

• 2014-2016: Chargé d’Affaires of<br />

Embassy of the Republic of Yemen,<br />

Rome and acting Permanent representative<br />

of Yemen to the Food and<br />

Agriculture Organization FAO, and<br />

other UN agencies based in Rome<br />

(IFAD and WFP)<br />

• 2013-2014: Deputy Ambassador at<br />

Embassy of the Republic of Yemen<br />

and Deputy permanent representative<br />

of Yemen to the Food and Agriculture<br />

Organization FAO, and the<br />

other UN agencies based in Rome<br />

(IFAD and WFP)<br />

• 2012-2013: Political and Economic<br />

Affairs at the Embassy of the Republic<br />

of Yemen in Rome and alternate<br />

permanent Representative of Yemen<br />

to the Food and Agriculture Organization<br />

FAO, and the other UN agencies<br />

based in Rome (IFAD and WFP)<br />

• Head of the EU Unit at the European<br />

Department, Ministry of Foreign<br />

Affairs<br />

• Minister’s office – Ministry of Foreign<br />

Affairs<br />

EDUCATION<br />

• 2000: Master in International Service,<br />

American University, Washington<br />

DC, USA<br />

• 1995: Bachelor of Science in Business<br />

Administration with Double<br />

Major in Political Sciences, University<br />

of Arizona, USA<br />

PROFESSIONAL CAREER<br />

• <strong>2017</strong>: First Ambassador of the State<br />

of Qatar accredited to NATO<br />

• 2015-<strong>2017</strong>: Dean of the Arab Diplomatic<br />

Corps, Arab League, Brussels,<br />

Belgium<br />

• 2012-<strong>2017</strong>: Ambassador of the State<br />

of Qatar to the Kingdom of Belgium;<br />

Head of the Mission of the State<br />

of Qatar to the European Union;<br />

Non-resident Ambassador of the<br />

State of Qatar to the Grand Duchy of<br />

Luxembourg<br />

• 2007-2012: Counsellor and Minister-<br />

Counsellor, Minister of Foreign Affairs<br />

at the American and European<br />

Affairs Department, Doha, Qatar<br />

• 1996-2006: Third, Second, First Secretary,<br />

Embassy of the state of Qatar<br />

in Washington D.C., accredited to<br />

the Department of State<br />

• 1996: Third Secretary, Ministry of<br />

Foreign Affairs at the American<br />

and European Affairs Department,<br />

Doha, Qatar<br />

FOTOS: CARINA KARLOVITS, GUNTER PUSCH,DANIEL TRIPPOLT/HBF<br />

82 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


DIPLOMATIE<br />

BOTSCHAFTER<br />

KIRGISISTAN<br />

MAROKKO<br />

MONGOLEI<br />

H.E. Bakyt<br />

Dzhusupov<br />

Born on January 1, 1981<br />

in Chui region, Kyrgyz<br />

Republic. Married, two<br />

daughters and son.<br />

H.E. Lofti<br />

Bouchaara<br />

Born in Moscow on<br />

January 3, 1968. He is<br />

married and has two<br />

children.<br />

H.E. Battungalag<br />

Gankhuurai<br />

Born in Undurkhaan,<br />

Mongolia on December<br />

31, 1972.<br />

EDUCATION<br />

• 1997-2002: Kyrgyz National University,<br />

Faculty of International Relations<br />

PROFESSIONAL CAREER<br />

• 2014-<strong>2017</strong>: Deputy head, Foreign<br />

Policy Department of the Office of<br />

the President of the Kyrgyz Republic<br />

• 2012-2014: Head, Analytical Division<br />

of the Foreign Policy Department<br />

of the Office of the President of the<br />

Kyrgyz Republic<br />

• 2011-2012: Expert, Foreign Policy<br />

Department of the Office of the<br />

President of the Kyrgyz Republic<br />

• 2011: Expert, Foreign Policy Department<br />

of the Apparatus of the<br />

Government of the Kyrgyz Republic<br />

• 2010-2011: Expert, Foreign Policy Department<br />

of the Administration of<br />

the President of the Kyrgyz Republic<br />

• 2007-2010: Referent, Attaché, Third<br />

Secretary, Eastern Countries Department<br />

of the Ministry of the Foreign<br />

Affairs of the Kyrgyz Republic<br />

• 2005-2007: Researcher, Institute for<br />

Strategic Analysis and Prognosis,<br />

Kyrgyz Republic<br />

EDUCATION<br />

• 1992: Diploma, Major in Diplomacy,<br />

National School of Administration<br />

(Rabat)<br />

• 1996: Diploma, Master Degree in<br />

Public Law with a Major in International<br />

relations, University of Rabat<br />

PROFESSIONAL CAREER<br />

• 2012-2013: Deputy Permanent<br />

Representative of the Kingdom of<br />

Morocco at the Security Council.<br />

• 2009-2013: Deputy Permanent<br />

Representative of the Kingdom of<br />

Morocco at the Permanent Mission<br />

to the UN in New York.<br />

• 2008-2010: Counsellor at the Permanent<br />

Mission of the Kingdom<br />

of Morocco to the United Nations<br />

in charge of the First committee of<br />

the General Assembly of the United<br />

Nations disarmament and international<br />

security issues<br />

• 2003: Counsellor at the Permanent<br />

Mission of Morocco to the United<br />

Nations in New York in charge of humanitarian<br />

issues during Moroccan<br />

chairmanship of the G77.<br />

• 2001-2003: Head of Unit in charge<br />

of General Assembly and Security<br />

Council issues within the United<br />

Nations Directorate<br />

• 1995-2001: First secretariat at the<br />

Permanent Mission of the Kingdom<br />

of Morocco to the UN in Geneva<br />

EDUCATION<br />

• Moscow University of International<br />

Relations, Russia<br />

• Victoria University, Wellington, New<br />

Zealand<br />

• John F. Kennedy School of Government,<br />

Harvard University<br />

PROFESSIONAL CAREER<br />

• 2015: Director-General, Department<br />

of Multilateral Cooperation MFA,<br />

Mongolia<br />

• 2012-2015: Deputy Permanent Representative<br />

of Mongolia to the United<br />

Nations, New York<br />

• 2010-2012: Deputy Director-General,<br />

Department of International Organizations,<br />

MFA<br />

• 2005-2010: Second, First Secretary,<br />

Counsellor Department of Multilateral<br />

Cooperation, MFA<br />

• 2002-2005: Third Secretary, Permanent<br />

Mission of Mongolia to the<br />

United Nations, New York<br />

• 1997-2002: Attache, Third Secretary,<br />

Department of International Organizations,<br />

MFA<br />

• 1997: Attache, Consular Department,<br />

MFA<br />

• 1996-1997 Attache, Protocol Department,<br />

MFA<br />

• Member of Delegation of Mongolia<br />

to the 52nd -71st Sessions of the<br />

General Assembly of the United Nations<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong> | 83


DIPLOMATIE<br />

BOTSCHAFTER<br />

Diplomatenkarussell | Dezember 2016 bis Mai <strong>2017</strong><br />

Die neu akkreditierten Botschafter in Österreich.<br />

NEUSEELAND<br />

PERU<br />

THAILAND<br />

H.E. Nicole Jocelyn<br />

Roberton<br />

H.E. Juan Fernando<br />

Rojas Samanez<br />

H.E. Songsak<br />

Saicheua<br />

Born on 29 November<br />

1971, Auckland, New<br />

Zealand. Married, one<br />

son and one daughter.<br />

Born on June 24,<br />

1948, Arequipa, Peru.<br />

Married.<br />

Born on June 16, 1958.<br />

Married.<br />

EDUCATION<br />

• BA (Hons)<br />

• LLB MA (Hons)<br />

PROFESSIONAL CAREER<br />

• 2015-2016: New Zealand Special<br />

Representative for United Nations<br />

Security Council Issues (Africa), New<br />

Zealand Embassy, Addis Ababa<br />

• 2012-2014: International Foreign<br />

Policy Consultant<br />

• 2009-2011: University of Limerick,<br />

Ireland<br />

• 2002-2007: Head of Political Section,<br />

New Zealand Permanent Mission to<br />

the UN, New York<br />

• 1999-2002: Second Secretary (Trade<br />

and Economic), New Zealand Embassy,<br />

Moscow<br />

• 1998: Acting Deputy High Commissioner,<br />

New Zealand High Commission,<br />

Apia<br />

• 1997: Pacific Division Ministry of<br />

Foreign Affairs and Trade, Wellington<br />

• Fotocredit Roberton: Inspire Photography,<br />

Wellington New Zealand.<br />

EDUCATION<br />

• 2013: International Relations<br />

Complementary Academic Program,<br />

Diplomatic Academy of Peru<br />

• 1984: XXIII Advanced Professional<br />

Training, Diplomatic Academy of<br />

Peru<br />

• 1974: Joined and graduated the<br />

Diplomatic Academy of Peru with<br />

a degree in International Relations<br />

and Diplomatic Training<br />

• National University of San Agustin -<br />

Arequipa. Economic Sciences<br />

PROFESSIONAL CAREER<br />

• 2014-2016: Ambassador of Peru in<br />

Chile<br />

• 2010 - 2011: Ambassador, Permanent<br />

Representative of Peru to the<br />

International Organizations United<br />

Nations and other International<br />

Organizations in Geneva<br />

• 2006-2010: Ambassador of Peru in<br />

Bolivia<br />

• 2000-2004: Ambassador of Peru in<br />

Costa Rica<br />

• 1996-1998: Minister, Consul General<br />

of Peru in New York<br />

• 1994-1996: Minister in the Embassy<br />

of Peru in France<br />

• 1989-1992: Minister Counsellor at<br />

the Embassy of Peru in Bolivia<br />

• 1982-1985: First Secretary and<br />

Counsellor at the Embassy of Peru<br />

in Brazil<br />

EDUCATION<br />

• B.A. Economics, Thammasat University,<br />

Bangkok, Thailand<br />

• M.A. Industrial Location and Development,<br />

Vrije Universiteit, Brussels,<br />

Belgium<br />

• Anti-Corruption for Executive<br />

Program (ACEP), Thai Institute of<br />

Directors Association, Bangkok<br />

• Top Executive Program in Commerce<br />

and Trade (TEPCoT), University<br />

of the Thai Chamber of Commerce,<br />

Bangkok<br />

• The Civil Service Executive Program<br />

for Senior Civil Commission, Bangkok<br />

PROFESSIONAL CAREER<br />

• 2013-<strong>2017</strong>: Director-General at the<br />

Department of American and South<br />

Pacific Affairs in Bangkok, Thailand<br />

• 2011-2013: Minister at the Royal Thai<br />

Embassy in Kuala Lumpur, Malaysia<br />

• 2010-2013: Deputy Director-General<br />

at the Department of American and<br />

South Pacific Affairs in Bangkok<br />

• 2009-2010: Director of the Policy<br />

and Planning Bureau in Bangkok,<br />

Thailand<br />

• 2004-2008: Minister Counsellor of<br />

the Royal Thai Embassy in Washington<br />

DC, USA<br />

• 2003-2004: Director of the ASEAN 3<br />

Division in Bangkok<br />

FOTOS: INSPIRE PHOTOGRAPHY, WELLINGTON NEW ZEALAND, MFA OF THAILAND<br />

84 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


DIPLOMATIE<br />

BOTSCHAFTER<br />

VEREINIGTE<br />

ARABISCHE<br />

EMIRATE<br />

H.E. Hamad Al<br />

Kaabi<br />

Born in 1981 in Al Ain,<br />

UAE.<br />

EDUCATION<br />

• Bachelor in Nuclear Engineering ,<br />

Purdue University in Indiana (USA)<br />

• Master in Nuclear Engineering ,<br />

Purdue University in Indiana (USA)<br />

PROFESSIONAL CAREER<br />

• Since 2008: Permanent Representative<br />

to the International Atomic<br />

Energy Agency (IAEA); Special Representative<br />

for International Nuclear<br />

Cooperation Deputy Chairman of<br />

the Board of Management, Federal<br />

Authority of Nuclear Regulation,<br />

United Arab Emirates.<br />

• Mr. Al Kaabi has represented the<br />

Government of the United Arab<br />

Emirates in multiple UN and<br />

multilateral forums including the<br />

Non-Proliferation Treaty review conferences,<br />

and the Nuclear Security<br />

Summit series.<br />

MAURITIUS<br />

H.E. Kheswar<br />

Jankee<br />

(Resident in Berlin)<br />

RWANDA<br />

H.E. Francois-<br />

Xavier<br />

Ngarambe<br />

(Resident in Geneva)<br />

Order of precedence<br />

of the Chiefs<br />

of the diplomatic<br />

missions resident<br />

in Vienna<br />

n Apostolic Nuncio – Holy See<br />

Dr. Peter Stephan ZURBRIGGEN<br />

n Korea – Democratic Peoples’ Republic<br />

H.E. Mr. Kwang Sop KIM, (18.03.1993)<br />

n Liechtenstein<br />

H.H. Ms. Maria-Pia KOTHBAUER, (Prinzessin<br />

v.u.z.Liechtenstein) (11.12.1997)<br />

n Dominican Republic<br />

H.E. Mr. Ramon Andres QUINONES RODRIGUEZ, (04.06.2007)<br />

n Oman<br />

H.E. Mr. Dr. Badr Mohamed Zaher AL HINAI, (11.12.2007)<br />

n Paraguay<br />

H.E. Mr. Dr. Horacio NOGUES ZUBIZARRETA, (15.02.2008)<br />

n San Marino<br />

H.E. Ms. Dr. Elena MOLARONI BERGUIDO, (17.09.2008)<br />

n Syria<br />

H.E. Mr. Bassam SABBAGH, (29.04.2010)<br />

n Turkmenistan<br />

H.E. Mr. Silapberdi NURBERDIEV, (28.09.2011)<br />

n Azerbaijan<br />

H.E. Mr. Galib ISRAFILOV, (28.09.2011)<br />

n Côte d‘Ivoire<br />

H.E. Mr. Largaton Gilbert OUATTARA, (09.11.2011)<br />

n Angola<br />

H.E. Ms. Maria De Jesus Dos Reis FERREIRA,<br />

(09.11.2011)<br />

n Armenia<br />

H.E. Mr. Arman KIRAKOSSIAN, (09.11.2011)<br />

n Slovakia<br />

H.E. Mr. Juraj MACHAC, (28.03.2012)<br />

n Guatemala<br />

H.E. Mr. Antonio Roberto CASTELLANOS LOPEZ, (12.09.2012)<br />

n Nicaragua<br />

H.E. Mr. Alvaro Jose ROBELO GONZALES, (11.01.2013)<br />

n Order of Malta<br />

H.E. Mr. Christof Maria FRITZEN, (11.01.2013)<br />

n Kenya<br />

H.E. Mr. Michael Adipo Okoth OYUGI, (05.04.2013)<br />

n Portugal<br />

H.E. Mr. Pedro Luis Baptista MOITINHO DE ALMEIDA,<br />

(05.04.2013)<br />

n Spain<br />

H.E. Mr. Alberto CARNERO FERNANDEZ, (18.06.2013)<br />

n Georgia<br />

H.E. Mr. Konstantine ZALDASTANISHVILI, (18.06.2013)<br />

n Poland<br />

H.E. Mr. Artur LORKOWSKI, (18.06.2013)<br />

n Argentina<br />

H.E. Mr. Rafael Mariano GROSSI, (17.09.2013)<br />

n Denmark<br />

H.E. Ms. Liselotte K. PLESNER, (17.09.2013)<br />

n Italy<br />

H.E. Mr. Giorgio MARRAPODI, (17.09.2013)<br />

n Tajikistan<br />

H.E. Mr. Ismatullo NASREDINOV, (17.09.2013)<br />

n Latvia<br />

H.E. Mr. Edgars SKUJA, (17.10.2013)<br />

n Malta<br />

H.E. Mr. Keith AZZOPARDI, (17.10.2013)<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong> | 85


DIPLOMATIE<br />

BOTSCHAFTER<br />

n Slovenia<br />

H.E. Mr. Andrej RAHTEN, (17.10.2013)<br />

n Kuwait<br />

H.E. Mr. Sadiq MARAFI, (17.10.2013)<br />

n Jordan<br />

H.E. Mr. Hussam Abdullah AL HUSSEINI, (22.10.2013)<br />

n Serbia<br />

H.E. Mr. Pero JANKOVIC, (22.10.2013)<br />

n Libya<br />

H.E. Mr. Ibrahim ALBESBAS, (11.11.2013)<br />

n Namibia<br />

H.E. Mr. Simon Madjumo MARUTA, (11.11.2013)<br />

n Canada<br />

H.E. Mr. Mark BAILEY, (11.11.2013)<br />

n Czech Republic<br />

H.E. Mr. Jan SECHTER, (11.11.2013)<br />

n Pakistan<br />

H.E. Ms. Ayesha RIYAZ, (16.12.2013)<br />

n South Africa<br />

H.E. Mr. Tebogo Joseph SEOKOLO, (16.01.2014)<br />

n Albania<br />

H.E. Mr. Roland BIMO, (14.03.2014)<br />

n Kazakhstan<br />

H.E. Mr. Kairat SARYBAY, (14.03.2014)<br />

n Colombia<br />

H.E. Mr. Jaime Alberto CABAL SANCLEMENTE, (13.05.2014)<br />

n Greece<br />

H.E. Ms. Chryssoula ALIFERI, (13.05.2014)<br />

n Cyprus<br />

H.E. Mr. Marios IERONYMIDES, (13.05.2014)<br />

n Uruguay<br />

H.E. Mr. Bruno Javier FARAONE MACHADO, (13.05.2014)<br />

n Laos<br />

H.E. Mr. Phoukhao PHOMMAVONGSA, (16.09.2014)<br />

n Lithuania<br />

H.E. Ms. Loreta ZAKAREVICIENE, (16.09.2014)<br />

n Sudan<br />

H.E. Mr. Mohamed Hussein ZAROUG, (02.10.2014)<br />

n Belgium<br />

H.E. Mr. Baron Willem VAN DE VOORDE, (02.10.2014)<br />

n Switzerland<br />

H.E. Mr. Christoph Heinrich BUBB, (02.10.2014)<br />

n Norway<br />

H.E. Ms. Bente ANGELL-HANSEN, (03.12.2014)<br />

n Macedonia<br />

H.E. Ms. Vasilka POPOSKA TRENEVSKA, (03.12.2014)<br />

n Vietnam<br />

H.E. Mr. Viet Anh VU, (03.12.2014)<br />

n Hungary<br />

H.E. Mr. Dr. Janos PERENYI, (10.12.2014)<br />

n Bangladesh<br />

H.E. Mr. Md Abu ZAFAR, (10.12.2014)<br />

n Ukraine<br />

H.E. Mr. Olexander SCHERBA, (10.12.2014)<br />

n Luxemburg<br />

Chargé d‘Affaires Mr. Philippe DONCKEL (05.01.2015)<br />

n Costa Rica<br />

H.E. Ms. Pilar SABORIO DE ROCAFORT, (17.03.2015)<br />

n Kosovo<br />

H.E. Mr. Mag. Sami UKELLI, (17.03.2015)<br />

n Malaysia<br />

H.E. Mr. Adnan BIN OTHMAN, (15.06.2015)<br />

n Montenegro<br />

H.E. Mr. Ivan MILIC, (15.06.2015)<br />

n Philippines<br />

H.E. Ms. Maria Zeneida ANGARA COLLINSON, (15.06.2015)<br />

n Bosnia and Herzegovina<br />

H.E. Mr. Tomislav LEKO, (14.09.2015)<br />

n Germany<br />

H.E. Mr. Johannes Konrad HAINDL, (14.09.2015)<br />

n Myanmar<br />

H.E. Mr. San LWIN, (14.09.2015)<br />

n Romania<br />

H.E. Mr. Bogdan MAZURU, (14.09.2015)<br />

n Netherlands<br />

H.E. Mr. Marco HENNIS, (07.10.2015)<br />

n Croatia<br />

H.E. Ms. Vesna CVJETKOVIC, (07.10.2015)<br />

n Sweden<br />

H.E. Ms. Helen EDUARDS, (07.10.2015)<br />

n Russian Federation<br />

H.E. Mr. Dmitry LYUBINSKIY, (07.10.2015)<br />

n Estonia<br />

H.E. Mr. Rein OIDEKIVI, (07.10.2015)<br />

n Iran<br />

H.E. Mr. Ebadollah MOLAEI, (07.10.2015)<br />

n Panama<br />

H.E. Ms. Paulina FRANCESCHI, (13.11.2015)<br />

n Israel<br />

H.E. Ms. Talya LADOR-FRESHER, (13.11.2015)<br />

n Cuba<br />

H.E. Mr. Juan Antonio FERNANDEZ PALACIOS, (13.11.2015)<br />

n Chile<br />

H.E. Mr. Armin ANDEREYA LATORRE, (13.11.2015)<br />

n Sri Lanka<br />

H.E. Ms. Priyanee WIJSEKERA (11.01.2016)<br />

n Irak<br />

H.E. Mr. Auday M.A. AL-KHAIRALLA (11.01.2016)<br />

n Venezuela<br />

H.E. Ms. Jesse Alonso CHACÓN ESCAMILLO (23.02.2016)<br />

n Algeria<br />

H.E. Ms Faouzia BOUMAIZA MEBARKI, (24.05.2016)<br />

n Mexico<br />

H.E. Ms. Alicia BUENROSTRO MASSIEU, (24.05.2016)<br />

n Iceland<br />

H.E. Ms. Greta GUNNARSDOTTIR, (05.10.2016)<br />

n Egypt<br />

H.E. Mr. Omar Amer YOUSSEF, (05.10.2016)<br />

n United Kingdom<br />

H.E. Mr. Robert Leigh TURNER, (05.10.2016)<br />

n Finland<br />

H.E. Mr. Hannu Veikko KYRÖLÄINEN, (05.10.2016)<br />

n El Salvador<br />

H.E. Ms. Lucia Rosella M. BADIA DE FUNES, (05.10.2016)<br />

n China<br />

H.E. Mr. Xiaosi LI, (05.10.2016)<br />

n Japan<br />

H.E. Mr. Kiyoshi KOINUMA, (05.10.2016)<br />

n United Arab Emirates<br />

H.E. Mr. Hamad Ali Ali Subaih ALKAABI (03.10.2016)<br />

n Australia<br />

H.E. Mr. Brendon Charles HAMMER, (13.10.2016)<br />

n Peru<br />

H.E. Mr.Juan Fernando ROJAS SAMANEZ (20.10.2016)<br />

n Morocco<br />

H.E. Mr. Lofti BOUCHAARA, (04.11.2016)<br />

n Brazil<br />

H.E. Mr. Ricardo NEIVA TAVARES (31.01.<strong>2017</strong>)<br />

n Yemen<br />

H.E. Mr. Haytham Abdulmomen Hassan SHOJA‘AADIN<br />

(31.01.<strong>2017</strong>)<br />

n Bulgaria<br />

H.E. Mr. Ivan Stoyanov SIRAKOV (02.03.<strong>2017</strong>)<br />

n Belarus<br />

H.E. Ms. AlenaAlena KUPCHYNA (02.03.<strong>2017</strong>)<br />

n Korea - Republic<br />

H.E. S.E. Herr Dong-Ik SHIN (02.03.<strong>2017</strong>)<br />

n Qatar<br />

H.E. Mr. Ali Jassim T. J., Sheikh AL-THANI Sheikh (02.03.<strong>2017</strong>)<br />

n Ireland<br />

H.E. Mr. Thomas HANNEY, (202.03.<strong>2017</strong>)<br />

n India<br />

H.E. Mrs. Renu PALL (02.03.<strong>2017</strong>)<br />

n Thailand<br />

H.E. Mr. Songsak SAICHEUA (07.04.2016)<br />

n New Zealand<br />

H.E. Ms. Nicole Jocelyn ROBERTON (20.02.<strong>2017</strong>)<br />

n Mongolia<br />

H.E. Mrs.. Battungalag GANKHUURAI (13.03.<strong>2017</strong>)<br />

n Kirgizstan<br />

H.E. Mr. Bakyt DZHUSUPOV (17.03.<strong>2017</strong>)<br />

n Andorra<br />

Ms. Marta SALVAT BATISTA, (11.01.2008) Attaché and Chargé<br />

d‘Affaires a.i.<br />

n Lebanon<br />

Mr. Salim BADDOURA, Counsellor (16.01.2009), Chargé<br />

d‘Affaires a.i.<br />

n Bolivia<br />

Mr. Ricardo Javier MARTINEZ COVARRUBIAS, Minister<br />

Counsellor, (11.02.2009), Chargé d’Affaires a.i.<br />

n Nigeria<br />

Mr. Gazing Jessy Napmwang DANGTIM, (30.06.2014),<br />

Chargé d‘Affaires a.i.<br />

n Uzbekistan<br />

Mr. Rustamdjan KHAKIMOV, (29.07.2014), Chargé d‘Affaires<br />

a.i.<br />

n Tunisia<br />

H.E. Mr. Khalil TARZAKI (01.08.2014), Chargé d‘Affaires a.i.<br />

n Turkey<br />

Mr. Ali Kaan ORBAY, (29.08.2014), Chargé d‘Affaires a.i.<br />

n Indonesia<br />

Mr. Febrian Alphyanto RUDDYARD (02.01.2015), Chargé<br />

d‘Affaires a.i.<br />

n United States<br />

Mr. Eugene Stewart YOUNG (11.03.2015), Chargé d‘Affaires<br />

a.i.<br />

n France<br />

Mr. Sebastien Benoit Vincent FAGART (24.08.2015), Chargé<br />

d‘Affaires a.i.<br />

n Burkina Faso<br />

Mr. Saidou ZONGO, (17.01.2016) Chargé d‘Affaires a.i.<br />

n Moldova<br />

Vladimir CHIRINCIUC, (01.09.2015) Chargé d‘ Affaires a.i.<br />

n Saudi Arabia<br />

Mr. Yahya SHARAHILI, (17.08.2016), Chargé d‘Affaires a.i.<br />

n Afghanistan<br />

Mr. Mohammad Naeem POYESH (05.05.<strong>2017</strong>), Chargé<br />

d‘Affaires a.i.<br />

Embassies not<br />

resident in Austria<br />

in alphabetical order<br />

n Antigua and Barbuda<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Bahamas<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Bahrain<br />

H.E. Mr. Yusuf Abdulkarim BUCHEERI, (17.03.2015), (Geneva)<br />

n Barbados<br />

Ms. Yvette GODDARD, Counsellor, (17.07.2002), Chargé<br />

d’Affaires (Brussels)<br />

n Belize<br />

not occupied since 18.02.<strong>2017</strong><br />

86 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


DIPLOMATIE<br />

BOTSCHAFTER<br />

n Benin<br />

Mr. Eloi LAOUROU, (22.11.2004), Chargé d‘Affaires<br />

(Geneva)<br />

n Bhutan<br />

H.E. Mr. Kinga SINGHYE, (24.05.2016)<br />

(Geneva)<br />

n Botswana<br />

Mr. Rhee O. HETANANG,(19.09.2006), Chargé d‘Affaires<br />

(Geneva)<br />

n Brunei Darussalam<br />

H.E. Ms. Rakiah Hj ABD LAMIT, (23.02.2016),<br />

(Berlin)<br />

n Burundi<br />

Mr. Barhélemy MFAYOKURERA, (16.01.2014), Minister<br />

Counsellor (Berlin)<br />

n Cambodia<br />

H.E. Mr. Chea THIREAK, (13.11.2015)<br />

(Brussels)<br />

n Cameroon<br />

H.E. Mr. Jean-Marc MPAY<br />

(Berlin)<br />

n Cape Verde<br />

H.E. José Luis Barbosa LEAO MONTEIRO (15.06.2015)<br />

(Geneva)<br />

n Central African Republic<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Chad<br />

H.E. Abdoulaye Senoussi MAHAMAT (11.01.2016)<br />

(Berlin)<br />

n Comoros<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Congo (Republic)<br />

H.E. Mr. Jacques Yvon NDOLOU, (16.09.2014)<br />

(Berlin)<br />

n Congo (Democratic Republic)<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Dominica<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Djibouti<br />

H.E. Mohamed Dileita ADEN, (15.06.2015)<br />

(Berlin)<br />

n Ecuador<br />

H.E. Maria Del Carmen GONZÁLEZ CABAL, (23.02.2016),<br />

(Budapest)<br />

n Equatorial Guinea<br />

Mr. Pablo NKOHA NGUEMA , First Secretary, Chargé d‘Affaires<br />

(Berlin)<br />

n Eritrea<br />

Mr. Osman SALEH, (18.04.2007), Chargé d‘Affaires<br />

(Berlin)<br />

n Ethiopia<br />

H.E. Mr. Negash Kebret BOTORA, (14.09.2015)<br />

(Geneva)<br />

n Fiji<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Gabun<br />

Ms. Nanice TSIGUI, (07.04.2015), Chargé d‘Affaires<br />

(Berlin)<br />

n Gambia<br />

H.E. Ms. Elizabeth Ya Eli HARDING, (14.01.2008)<br />

(London)<br />

n Ghana<br />

H.E. Mr. Sammie Pesky EDDICO, (16.12.2013)<br />

(Bern, CH)<br />

n Grenada<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Guinea<br />

H.E. Ms. Fatoumata BALDE, (24.05.2016)<br />

(Berlin)<br />

n Guinea-Bissau<br />

N.N.<br />

(Berlin)<br />

n Guyana<br />

Ms. Bevon Rodin MC DONALD, First Secretary, (27.06.2006),<br />

Chargé d‘Affaires , (Brussels)<br />

n Haiti<br />

N.N.<br />

(Geneva)<br />

n Honduras<br />

H.E. Mr. Ramon CUSTODIO ESPINOZA, (18.06.2013)<br />

(Berlin)<br />

n Jamaica<br />

N.N.<br />

(Geneva)<br />

n Kiribati<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Lesotho<br />

Ms. Matseliso Patricia MOTSAMAI , Chargé d‘Affaires<br />

(21.04.2016), (Berlin)<br />

n Liberia<br />

H.E. Ms. Ethel DAVIS, (19.04.2012)<br />

(Berlin)<br />

n Madagascar<br />

N.N. (Falkensee, DE)<br />

n Malawi<br />

H.E. Mr. Michael Barth KAMPHABE NKOHMA (24.05.2016)<br />

(Berlin)<br />

n Maldives<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Mali<br />

H.E. Mr. Toumani Djime DIALLO, (23.02.2016)<br />

(Berlin)<br />

n Marshall Islands<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Mauretania<br />

H.E. Mr. Mohamed Mahmoud OULD BRAHIM KHLIL,<br />

(17.03.2015)<br />

(Berlin)<br />

n Mauritius<br />

H.E. Dr. Kheswar JANKEE, (10.05.<strong>2017</strong>)<br />

(Berlin)<br />

n Micronesia<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Monaco<br />

H.E. Ms. Isabelle BERRO AMADEI, (13.11.2015)<br />

(Berlin)<br />

n Mozambique<br />

H.E. Mr. Amadeu Paulo Samuel DA CONCEICAO,<br />

(02.07.2012)<br />

(Berlin)<br />

n Nauru<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Nepal<br />

N.N.<br />

(Berlin)<br />

n Niger<br />

Mr. Issoufou GARBA, (08.11.2013), Chargé d‘Affaires<br />

(Geneva)<br />

n Palau<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Papua New Guinea<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Ruanda<br />

H.E. Mr. Francois-Xavier NGARAMBE, (10.05.<strong>2017</strong>)<br />

(Berlin)<br />

n Samoa<br />

N.N. (Brussels)<br />

n São Tomé and Príncipe<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Senegal<br />

H.E. Mr. Momar GUEYE<br />

(Berlin)<br />

n Seychelles<br />

H.E. Mr. Bernard Francis SHAMLAYE, (16.12.2013)<br />

(Paris)<br />

n Sierra Leone<br />

H.E. Mr. Jongopie Siaka STEVENS, (11.01.2010)<br />

(Berlin)<br />

n Singapore<br />

N.N.<br />

(Singapore)<br />

n Solomon Islands<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Somalia<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n St. Kitts and Nevis<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n St. Lucia<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n St. Vincent and the Grenadines<br />

Minister Counsellor Ms. Anne MORRIS, (27.12.2005)<br />

(London)<br />

n South Sudan<br />

H.E. Ms. Sitona Abdalla OSMAN, (23.02.2016)<br />

(Berlin)<br />

n Suriname<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Swaziland<br />

Counsellor Chargé d‘Affaires Mr. Almon Mahlaba MAMBA<br />

(Geneva)<br />

n Tanzania<br />

Ms. Maria Napendaeli KEJO , Counsellor, (02.03.2012)<br />

(Berlin)<br />

n Timor-Leste<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Togo<br />

Mr. Tchaa Batchassi GNAMA, First Secretary, (11.11.2014)<br />

(Berlin)<br />

n Tonga<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Trinidad and Tobago<br />

Ms. Anesa ALI-RODRIGUEZ, Minister Counsellor<br />

(Geneva)<br />

n Tuvalu<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Uganda<br />

H.E. Mr. Marcel Robert TIBALEKA, (17.03.2015)<br />

(Berlin)<br />

n Vanuatu<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

n Zambia<br />

H.E. Mr. Bwalya Stanley Kasonde CHITI, (16.01.2014)<br />

(Berlin)<br />

n Zimbabwe<br />

no diplomatic mission to Austria<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong> | 87


DIE BESONDERE ART ZU REISEN<br />

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Komplex umfasst außerdem einen exklusiven Ehrenhof, der für<br />

politische Empfänge zur Verfügung steht. Angrenzend an den<br />

Terminal stehen außerdem über 13.000 m² Fläche an Einstellungs-<br />

und Wartungshangars für Business Jets zur Verfügung.<br />

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Ein Service des Außenministeriums<br />

Bitte beachten Sie: Die Reiseregistrierung ersetzt nicht die Eigenverantwortung!<br />

Bei Notfällen im Ausland sind wir jederzeit unter +43-1-90115-4411 für Sie erreichbar.<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_2012 | 89


BOTSCHAFTER<br />

ÖSTERREICH<br />

Rot-Weiß-Rot in aller Welt<br />

Österreichische bilaterale diplomatische Vertretungen im Ausland<br />

Österreich pflegt diplomatische Beziehungen mit 194 Staaten<br />

und hat Botschaften, Generalkonsulate und Kulturforen in<br />

80 Ländern der Welt. <strong>SOCIETY</strong> präsentiert exklusiv alle<br />

Leiterinnen und Leiter der im Ausland befindlichen bilateralen<br />

österreichischen Vertretungen.<br />

Redaktion: <strong>SOCIETY</strong><br />

ÄGYPTEN • BOTSCHAFT<br />

ARGENTINIEN • BOTSCHAFT<br />

AUSTRALIEN • BOTSCHAFT<br />

Georg Stillfried<br />

Ägypten, Sudan, Eritrea<br />

El Nile Street/Corner 5, Wissa Wassef<br />

Street, 5th Floor, Riyadth-Tower, Giza,<br />

11111 Kairo<br />

Tel. (+20/2) 3570 29 75<br />

kairo-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/kairo<br />

Christoph Meran<br />

Argentinien, Paraguay, Uruguay<br />

(designiert)<br />

Calle French 3671, 1425 Buenos Aires<br />

Tel. (+54/11) 4809 5800<br />

buenos-aires-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/buenosaires<br />

Bernhard Zimburg<br />

Australien, Fidschi, Kiribati, Marshallinseln,<br />

Mikronesien - Föderierte Staaten<br />

von, Nauru, Neuseeland, Papua-Neuguinea,<br />

Salomonen, Samoa, Tuvalu, Tonga,<br />

Vanuatu<br />

12 Talbot Street, Forrest, ACT 2603<br />

Tel. (+61/2) 6295 1533<br />

canberra-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/canberra<br />

ÄGYPTEN • KULTURFORUM<br />

ARMENIEN • BMEIA<br />

BELARUS • BOTSCHAFT<br />

Ulrike Nguyen<br />

Alois Kraut<br />

Armenien (mit Sitz in Wien)<br />

Bernd Alexander Bayerl<br />

Belarus<br />

El Nile Street/Corner 5, Wissa Wassef<br />

Street, 5th Floor, Riyadth-Tower, Giza,<br />

11111 Kairo<br />

Tel. (+20/2) 3570 29 75<br />

kairo-ob@bmeia.gv.at<br />

www.acfc.cc<br />

c/o BMeiA, Minoritenplatz 8, A-1010 Wien<br />

Tel. (+43/5) 01150-3263<br />

suedkaukasien@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/armenien<br />

Delegation of the European Union to<br />

Belarus 34A Engelsa Str., 7 th Floor, Minsk<br />

220030, Belarus<br />

Tel. (+375 / 17) 289 94 24<br />

minsk-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/oeb-minsk<br />

ALBANIEN • BOTSCHAFT<br />

ASERBAIDSCHAN • BOTSCHAFT<br />

BELGIEN • BOTSCHAFT<br />

Johann Sattler<br />

Albanien<br />

Axel Wech<br />

Aserbaidschan, Georgien<br />

Jürgen Meindl<br />

Belgien<br />

Rruga Xibrakeve 4, Tirana, Albanien<br />

Tel. (+355/4) 22 74 855<br />

tirana-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/tirana<br />

ALGERIEN • BOTSCHAFT<br />

Franziska Honsowitz-Friessnigg<br />

Algerien, Niger<br />

17, Chemin Abdel kader Gadouche, 16035<br />

Hydra<br />

Tel. (+213/21) 69 10 86<br />

algier-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/algier<br />

Landmark III, 7. Stock, Nizami Str. 90A,<br />

AZ-1010 Baku<br />

Tel. (+994) 12 465 99 33<br />

baku-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/baku<br />

ÄTHIOPIEN • BOTSCHAFT<br />

Andreas Melan<br />

Äthiopien, Dschibuti, Kongo, Uganda,<br />

Südsudan<br />

N. Silk Lafto Kifle Ketema Kebele 04<br />

H.No. 535, Addis Abeba<br />

Tel. (+251/11) <strong>371</strong> 25 80<br />

addis-abeba-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/addisabeba<br />

Place du Champ de Mars 5, bte 5,<br />

B-1050 Brüssel<br />

Tel. (+32/2) 2890-700<br />

bruessel-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/bruessel<br />

BELGIEN • KULTURFORUM<br />

Marina Chrystoph<br />

Place du Champ de Mars 5, bte 5, B-1050<br />

Brüssel<br />

Tel. (+32/2) 2890-700<br />

bruessel-kf@bmeia.gv.at<br />

www.austrocult.be<br />

Fotos: Privat, BMEIA, Roland Anton Laub (KF Berlin)<br />

90 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


BOTSCHAFTER<br />

ÖSTERREICH<br />

BOSNIEN UND HERZEGOWINA •<br />

BOTSCHAFT<br />

Martin <strong>SOCIETY</strong> Pammer 2_2015 | 91<br />

Bosnien und Herzegowina<br />

CHINA • GENERALKONSULAT<br />

Brigitte Robinson-Seyrlehner<br />

(designiert)<br />

ESTLAND • BOTSCHAFT<br />

Doris Danler<br />

Estland<br />

Dzidzikovac 7, BiH-71000 Sarajewo<br />

Tel. (+387/33) 279 400<br />

sarajewo-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/sarajewo<br />

Qi Hua Tower, 3rd floor No. 3A, 1375 Huai Hai Road, Shanghai<br />

200031<br />

Tel. (+86/21) 647 40 268<br />

shanghai-gk@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/shanghaigk<br />

Vambola 6, 5. Stock, EE-10114 Tallinn<br />

Tel. (+372) 627 87 40<br />

tallinn-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/tallinn<br />

BRASILIEN • BOTSCHAFT<br />

Johann Spitzer<br />

Brasilien<br />

brasilia-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/brasilia<br />

BULGARIEN • BOTSCHAFT<br />

SES (Setor de Embaixadas Sul), Av. das<br />

Nacoes, Quadra 811 - Lote 40, 70426-<br />

900 Brasilia DF<br />

Tel. (+55/61) 3443 3421<br />

Roland Hauser<br />

Bulgarien<br />

CHINA • GENERALKONSULAT<br />

Dietmar Schwank<br />

QUnit 1202, Teem Tower, Teemall, 208<br />

Tianhe Road, Guangzhou, 510620<br />

Guangdong<br />

Tel. (+86 / 20) 8516 0047<br />

guangzhou@wko.at<br />

wko.at/awo/cn<br />

DÄNEMARK • BOTSCHAFT<br />

Maria Rotheiser-Scotti<br />

Dänemark, Island<br />

FINNLAND • BOTSCHAFT<br />

Maximilian Hennig<br />

Finnland<br />

(designiert)<br />

Unioninkatu 22, 00130 Helsinki<br />

Tel. (+358/9) 68 18 60-0<br />

helsinki-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/helsinki<br />

FRANKREICH • BOTSCHAFT<br />

Ulrike Butschek<br />

Frankreich, Monaco<br />

Boulevard Zar Oswoboditel 13/Ulica<br />

Schipka 4, BG-1000 Sofia<br />

Tel. (+359/2) 932 90 32<br />

sofia-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/sofia<br />

CHILE • BOTSCHAFT<br />

Joachim Öppinger<br />

Chile<br />

Sölundsvej 1, DK-2100 Kopenhagen<br />

Tel. (+45) 39 29 41 41<br />

kopenhagen-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/kopenhagen<br />

DEUTSCHLAND • BOTSCHAFT<br />

Nikolaus Marschik<br />

Deutschland<br />

6, Rue Fabert, F-75007 Paris<br />

Tel. (+33/1) 40 63 30-63<br />

paris-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/paris<br />

FRANKREICH •<br />

GENERALKONSULAT<br />

Erika Bernhard<br />

Barros Errazuriz 1968, 3 piso, Santiago<br />

de Chile<br />

Tel. (+56/2) 2223 47 74<br />

santiago-de-chile-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/santiagodechile<br />

CHINA • BOTSCHAFT<br />

Irene Giner-Reichl<br />

China, Mongolei<br />

Stauffenbergstraße 1, D-10785 Berlin<br />

Tel. (+49/30) 202 87-0<br />

berlin-ob@bmeia.gv.at<br />

www.oesterreichische-botschaft.de<br />

DEUTSCHLAND •<br />

GENERALKONSULAT<br />

Josef Saiger<br />

(designiert)<br />

29, Avenue de la Paix, F-67000<br />

Strassburg<br />

Tel. (+33) 388 35 13 94<br />

strassburg-gk@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/strassburggk<br />

FRANKREICH • KULTURFORUM<br />

Mario Vielgrader<br />

Jian Guo Men Wai, Xiu Shui Nan Jie 5,<br />

100600 Peking<br />

Tel. (+86/10) 653 29 869<br />

peking-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/peking<br />

CHINA • GENERALKONSULAT<br />

Monika Müller-Fembeck<br />

(designiert)<br />

Ismaninger Straße 136, D-81675 München<br />

Tel. (+49/89) 99 815-0<br />

muenchen-gk@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/muenchen<br />

DEUTSCHLAND • KULTURFORUM<br />

Viktoria Wagner<br />

17, avenue de Villars, F-75007 Paris<br />

Tel. (+33/1) 47 05 27 10<br />

paris-kf@bmeia.gv.at<br />

www.fca-fr.com<br />

GEORGIEN • BOTSCHAFT<br />

Arad Benkö<br />

Georgien<br />

2201 Chinachem Tower, 34-37 Connaught Road, Central<br />

Hongkong<br />

Tel. (+852) 2522 80 86<br />

hongkong-gk@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/hongkong<br />

Stauffenbergstraße 1, D-10785 Berlin<br />

Tel. (+49/30) 202 87-0<br />

berlin-kf@bmeia.gv.at<br />

www.kulturforumberlin.at<br />

Griboedov Str. 31 / Rustaveli Ave. 42, 5.<br />

Stock, 0108 Tiflis<br />

Tel.(+995 / 32) 243 44 02<br />

tiflis-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/oeb-tiflis<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong> | 91


BOTSCHAFTER<br />

ÖSTERREICH<br />

GRIECHENLAND • BOTSCHAFT<br />

IRLAND • BOTSCHAFT<br />

ITALIEN • KULTURFORUM<br />

Andrea Ikic-Böhm<br />

Griechenland<br />

Helmut Freudenschuss<br />

Irland<br />

Herbert Jäger<br />

4, Vass. Sofias, GR-10674 Athen<br />

Tel. (+30/210) 725 72-70<br />

athen-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/athen<br />

15, Ailesbury Court Apartments, 93, Ailesbury Road, Dublin 4<br />

Tel. (+353/1) 269 45 77<br />

dublin-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/dublin<br />

Piazza del Liberty 8/4, I-20121 Mailand<br />

Tel.(+39) 02 77 80 78 03<br />

mailand-kf@bmeia.gv.at<br />

www.austriacult.milano.it<br />

HEILIGER STUHL • BOTSCHAFT<br />

ISRAEL • BOTSCHAFT<br />

JAPAN • BOTSCHAFT<br />

Alfons Kloss<br />

Heiliger Stuhl, Malteser Ritterorden,<br />

San Marino<br />

Martin Weiss<br />

Israel<br />

Hubert Heiss<br />

Japan<br />

Via Reno 9, I-00198 Rom<br />

Tel. (+39) 06 853 725<br />

heiliger-stuhl-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/heiligerstuhl<br />

Sason Hogi Tower, Abba Hillel Silver<br />

Street 12, 4. Stock, Ramat Gan 5250606<br />

Tel. (+972) 3 612 0924<br />

tel-aviv-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/telaviv<br />

1-1-20 Moto Azabu, Minato-ku, Tokyo<br />

106-0046<br />

Tel. (+81/3) 34 51 82 81<br />

tokio-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/tokio<br />

INDIEN • KULTURFORUM<br />

ISRAEL • KULTURFORUM<br />

JORDANIEN • BOTSCHAFT<br />

Brigitte Öppinger-Walchshofer<br />

Johannes Strasser<br />

Michael Desser<br />

Jordanien, Irak<br />

Ep-13, Chandragupta Marg, Chanakyapuri,<br />

New Delhi 110 021<br />

Tel. (+91/11) 24 19 27-00<br />

new-delhi-kf@bmeia.gv.at<br />

www.austrianculture.in<br />

Sason Hogi Tower, Abba Hillel Silver<br />

Street 12, 4. Stock, Ramat Gan 5250606<br />

Tel. (+972/3) 612 0924<br />

tel-aviv-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/telavivkf<br />

Mithqal Al-Fayez Street 36, Jabal Amman<br />

Tel. (+962/6) 460 11 01<br />

amman-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/amman<br />

INDONESIEN • BOTSCHAFT<br />

ITALIEN • BOTSCHAFT<br />

KANADA • BOTSCHAFT<br />

Helene Steinhäusl<br />

Indonesien, Timor-Leste<br />

René Pollitzer<br />

Italien<br />

Stefan Pehringer<br />

Kanada, Jamaika<br />

Jalan Diponegoro 44, Menteng<br />

Tel. (+62/21) 23 55 40 05<br />

jakarta-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/jakarta<br />

Via Pergolesi 3, I-00198 Rom<br />

Tel. (+39) 06 844 014-1<br />

rom-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/rom<br />

445 Wilbrod Street, Ottawa, Ontario<br />

K1N 6M7<br />

Tel. (+1/613) 789 14 44<br />

ottawa-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/ottawa<br />

IRAN • BOTSCHAFT<br />

Stefan Scholz<br />

Iran<br />

(designiert)<br />

Bahonarstr., Moghaddasi Str., Zamani<br />

Str., Mirvali, Nr. 6 und 8, Teheran,<br />

Niavaran, 19796-33755<br />

Tel. (+98/21) 22 75 00 40<br />

teheran-ob@bmeia.gv.at<br />

www.bmeia.gv.at/teheran<br />

IRAN • KULTURFORUM<br />

Alexander Rieger<br />

Afghanistan, Iran - Islamische Republik<br />

Khorramshahr Ave., Arabali Street, 6th<br />

Alley, Nr. 1, 15548-17413 Teheran<br />

Tel. (+98/21) 88 76 48 23<br />

teheran-kf@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/teherankf<br />

ITALIEN • KULTURFORUM<br />

Elke Atzler<br />

Viale Bruno Buozzi 113, I-00197 Rom<br />

Tel. (+39) 06 360837-1<br />

rom-kf@bmeia.gv.at<br />

www.austriacult.roma.it<br />

ITALIEN • GENERALKONSULAT<br />

N.N.<br />

Piazza del Liberty 8/4, I-20121 Mailand<br />

Tel. (+39) 02 78 37 43<br />

mailand-gk@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/mailandgk<br />

KANADA • KULTURFORUM<br />

Bernhard Faustenhammer<br />

445 Wilbrod Street, Ottawa, Ontario<br />

K1N 6M7<br />

Tel. (+1/613) 789 14 44<br />

ottawa-kf@bmeia.gv.at<br />

www.austro.org<br />

KASACHSTAN • BOTSCHAFT<br />

Gerhard Sailler<br />

Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan,<br />

Turkmenistan<br />

Kosmonavtov Strasse 62, 9. Stock, Mikrodistrikt<br />

Chubary, 010000 Astana<br />

Tel. (+7/7172) 97 78 69<br />

astana-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/astana<br />

Fotos: Privat, BMEIA, Dolomiten (Italien Mailand), Katsuhiro Ichikawa (Japan)<br />

92 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


BOTSCHAFTER<br />

ÖSTERREICH<br />

KATAR • BOTSCHAFT<br />

KUBA • BOTSCHAFT<br />

LUXEMBURG • BOTSCHAFT<br />

Willy Kempel<br />

Katar<br />

Gerlinde Paschinger<br />

Kuba, Dominikanische Republik, Haiti<br />

Gregor Schusterschitz<br />

Luxemburg<br />

Palm Tower B, level 33, West Bay, Doha<br />

Tel. (+974) 403 373/00/01/02<br />

doha-ob@bmeia.gv.at<br />

Avenida 5ta A No. 6617, esq. a calle 70,<br />

Miramar, Havanna<br />

Tel. (+53/7) 204 28 25<br />

havanna-ob@bmeia.gv.at<br />

3, rue des bains, 1212 Luxemburg<br />

Tel. (+352) 47 11 88<br />

luxemburg-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/luxemburg<br />

KENIA • BOTSCHAFT<br />

KUWAIT • BOTSCHAFT<br />

MALAYSIA • BOTSCHAFT<br />

Harald Günther<br />

Kenia, Burundi, Komoren, Kongo -<br />

Demokratische Republik, Ruanda, Seychellen,<br />

Tansania - Vereinigte Republik,<br />

Somalia, Sambia, Malawi<br />

Limuru Road 536, Muthaiga (gegenüber<br />

Muthaiga Mini Market), Nairobi<br />

Tel. (+254/20) 406 00 22<br />

nairobi-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/nairobi<br />

Sigurd Pacher<br />

Kuwait, Bahrain<br />

Daiyah, Area Ahmed Shawki Street,<br />

house Nr. 10, Kuwait<br />

Tel. (+965) 225 52 532<br />

kuwait-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/kuwait<br />

Michael Postl<br />

Malaysia, Brunei Darussalam<br />

(designiert)<br />

Suite 10.1-2, Level 10, Wisma Goldhill, 67, Jalan Raja Chulan,<br />

50200 Kuala Lumpur<br />

Tel. (+60/3) 205 700 20<br />

kuala-lumpur-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/kualalumpur<br />

KOLUMBIEN • BOTSCHAFT<br />

LETTLAND • BOTSCHAFT<br />

MALTA • BOTSCHAFT<br />

Marianne Feldmann<br />

Kolumbien, Angtigua und Barbuda,<br />

Dominica, Ecuador, Grendada, Guayana,<br />

Panama, St. Kitts und Nevis, St. Lucia, St<br />

.Vincent und die Grenadinen, Trinidad<br />

und Tobago<br />

Cra. 9 No. 73-44, Of. 402, Bogotá D.C.<br />

CO-110221<br />

Tel.(+57 / 1) 7452086<br />

bogota-ob@bmeia.gv.at<br />

N.N.<br />

Alberta iela 13, 7th floor, LV-1010 Riga<br />

Tel. (+37/1) 672 161 25<br />

riga@advantageaustria.org<br />

www.aussenministerium.at/riga<br />

N.N.<br />

c/o BMEIA, Minoritenplatz 8, A-1010 Wien<br />

Tel. (+430) 501150-0<br />

valletta-ob@bmeia.gv.at<br />

www.bmeia.gv.at/oeb-malta<br />

KOREA - REPUBLIK • BOTSCHAFT<br />

LIBANON • BOTSCHAFT<br />

MAROKKO • BOTSCHAFT<br />

Fotos: Privat, BMEIA, robbie mc kane, mahmoud ashraf, weinwurm, picturepeople, hopi-media, ingrid sontacchi<br />

Michael Schwarzinger<br />

Korea - Republik, Korea - Demokratische<br />

Volksrepublik<br />

(designiert)<br />

Kyobo Bldg., 21 Floor, Sejongdearo 166<br />

Jongno-gu, Seoul 110-714 Republic of<br />

Korea<br />

Tel. (+82/2) 73 29 071<br />

seoul-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/seoul<br />

KOSOVO • BOTSCHAFT<br />

Gernot Pfandler<br />

Kosovo<br />

Ahmet Krasniqi 22, Arberia (Dragodan)<br />

I, 10000 Pristina<br />

Tel. (+381/38) 24 92 84<br />

pristina-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/pristina<br />

KROATIEN • BOTSCHAFT<br />

Andreas Wiedenhoff<br />

Kroatien<br />

Radnicka cesta 80, 9. Stock, (Zagreb-<br />

Tower), HR-10000 Zagreb<br />

Tel. (+385/1) 488 10 50<br />

agram-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/agram<br />

Marian Wrba<br />

Libanon<br />

Tabaris 812 Bldg., 8 th floor, Avenue<br />

Charles Malek, Tabaris - Achrafieh, Beirut<br />

2071-1606<br />

Tel. (+961/1) 213017<br />

beirut-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/beirut<br />

LIBYEN • BOTSCHAFT<br />

Ronald Sturm<br />

Libyen<br />

Shara Khalid Ben Walid/Shara Arismondi,<br />

Dahra Area, Garden City, Tripolis<br />

Tel. (+218/21) 44 43 379<br />

tripolis-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/tripolis<br />

LIECHTENSTEIN • BMEIA<br />

N.N.<br />

Liechtenstein<br />

Anton Kozusnik<br />

Marokko, Mauretanien<br />

2 rue Tiddas, BP 135, MA-10010 Rabat<br />

Tel. (+212/537) 76 40 03<br />

rabat-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/rabat<br />

MAZEDONIEN • BOTSCHAFT<br />

Renate Kobler<br />

Mazedonien<br />

Mile Popjordanov 8, MK-1000 Skopje<br />

Tel. (+389/2) 3083 400<br />

skopje-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/skopje<br />

MEXIKO • BOTSCHAFT<br />

Franz Josef Kuglitsch<br />

Mexiko, Belize, Costa Rica, El Salvador,<br />

Guatemala, Honduras, Nicaragua,<br />

Panama<br />

(designiert)<br />

Sierra Tarahumara 420, Colonia Lomas<br />

de Chapultepec, 11000 Mexico, D.F.<br />

Tel. (+52/55) 52 51 08 06<br />

mexiko-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/mexiko<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong> | 93


BOTSCHAFTER<br />

ÖSTERREICH<br />

MEXIKO • KULTURFORUM<br />

PAKISTAN • BOTSCHAFT<br />

RUMÄNIEN • BOTSCHAFT<br />

Illona Hoyos<br />

Mexiko, Belize, Costa Rica, El Salvador,<br />

Guatemala, Honduras, Nicaragua<br />

Brigitta Blaha<br />

Pakistan, Afghanistan<br />

Isabel Rauscher<br />

Rumänien, Moldau<br />

(designiert)<br />

Sierra Tarahumara 420, Colonia Lomas<br />

de Chapultepec, 11000 Mexico D.F.<br />

Tel. (+52/55) 52 51 08 06<br />

mexiko-kf@bmeia.gv.at<br />

www.foroculturaldeaustria.com.mx<br />

Haus 7A, Straße 21, F 8/2 Islamabad<br />

Tel. (+92/51) 2818 421<br />

islamabad-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/islamabad<br />

Dumbrava Rosie 7, RO-020461 Bukarest<br />

Tel. (+40/21) 201 56 12<br />

bukarest-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/bukarest<br />

MOLDAVIEN • BOTSCHAFT<br />

Christine Freilinger<br />

Moldau - Republik<br />

PERU • BOTSCHAFT<br />

Andreas Rendl<br />

Peru, Bolivien<br />

RUSSISCHE FÖDERATION •<br />

BOTSCHAFT<br />

Emil Brix<br />

Russische Föderation<br />

Mateevici 23A, 2009 Chisinau<br />

Tel. (+373 / 22) 79 69 33<br />

chisinau-ob@bmeia.gv.at<br />

Edificio "De las Naciones", Avenida Republica<br />

de Colombia/ex Avenida Central<br />

643, piso 5, San Isidro, Lima 27<br />

Tel. (+51/1) 442 05 03<br />

lima-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/lima<br />

Starokonjuschennyi Per 1, 115127 Moskau<br />

Tel. (+7/495) 780 60 66<br />

moskau-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/moskau<br />

MONTENEGRO • BOTSCHAFT<br />

Anna Jankovic<br />

Montenegro<br />

(designiert)<br />

PHILIPPINEN • BOTSCHAFT<br />

Bita Rasoulian<br />

Philippinen, Palau<br />

(designiert)<br />

RUSSISCHE FÖDERATION •<br />

KULTURFORUM<br />

Simon Mraz<br />

Ulica Svetlane Kane Radevic br 3, MNE-<br />

81000 Podgorica<br />

Tel. (+382/20) 201135<br />

podgorica-ob@bmeia.gv.at<br />

8th floor, One Orion building, 11th Avenue corner 38th Street,<br />

Bonifacio Global City, Taguig<br />

Tel. (+63/2) 817 91 91<br />

manila-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/manila<br />

Starokonjuschennyi Per 1, 115127 Moskau<br />

Tel. (+7/495) 780 60 66<br />

moskau-kf@bmeia.gv.at<br />

www.akfmo.org<br />

NIEDERLANDE • BOTSCHAFT<br />

POLEN • BOTSCHAFT<br />

SAUDI ARABIEN • BOTSCHAFT<br />

Heidemaria Gürer<br />

Niederlande<br />

Werner Almhofer<br />

Polen<br />

Gregor Kössler<br />

Saudi Arabien, Oman, Jemen<br />

van Alkemadelaan 342, 2597 AS Den<br />

Haag<br />

Tel. (+31/70) 324 54 70<br />

den-haag-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/denhaag<br />

ul Gagarina 34, 00-748 Warschau<br />

Tel. (+48/22) 841 00 81<br />

warschau-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/warschau<br />

Diplomatic Quarter Riyadh<br />

Tel. (+966/1 1 ) 480 12 17<br />

riyadh-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/riyadh<br />

NIGERIA • BOTSCHAFT<br />

POLEN • KULTURFORUM<br />

SCHWEDEN • BOTSCHAFT<br />

Werner Senfter<br />

Nigeria, Äquatorialguinea, Kamerun,<br />

Gabun, Tschad, Zentralafrikanische<br />

Republik, São Tomé und Príncipe, Benin,<br />

Togo, Ghana<br />

Plot 9, Usuma Street, Maitama - Abuja<br />

Tel: (+234) 929 15 465<br />

abuja-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/abuja<br />

NORWEGEN • BOTSCHAFT<br />

Wilhelm Donko<br />

Norwegen<br />

(designiert)<br />

Thomas Heftyes Gate 19 - 21, N-0244<br />

Oslo<br />

Tel. (+47) 22 54 02-00<br />

oslo-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/oslo<br />

Martin Meisel<br />

Polen<br />

Ul. Prozna 7-9, 00-107 Warschau<br />

Tel. (+48/22) 526 88-00<br />

warschau-kf@bmeia.gv.at<br />

www.austria.org.pl<br />

PORTUGAL • BOTSCHAFT<br />

Robert Zischg<br />

Portugal, Kap Verde<br />

(designiert)<br />

Avenida Infante Santo, Nr. 43/4.Stock,<br />

1399-046 Lissabon<br />

Tel. (+351/21) 394 39-00<br />

lissabon-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/lissabon<br />

Peter Huber<br />

Schweden<br />

(designiert)<br />

Kommendörsgatan 35/V, S-114 58 Stockholm<br />

Tel. (+46/8) 665 17 70<br />

stockholm-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/stockholm<br />

SCHWEIZ • BOTSCHAFT<br />

Ursula Plassnik<br />

Schweiz<br />

Kirchenfeldstrasse 77/79, CH-3005 Bern<br />

Tel. (+41/31) 3565-252<br />

bern-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/bern<br />

Fotos: Privat, BMEIA, Daniel Bachler und Teresa Marenzi (KF Moskau)<br />

94 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


BOTSCHAFTER<br />

ÖSTERREICH<br />

SCHWEIZ • KULTURFORUM<br />

SLOWAKEI • KULTURFORUM<br />

THAILAND • BOTSCHAFT<br />

Martina Hermann<br />

Wilhelm Pfeistlinger<br />

Eva Hager<br />

Thailand, Kambodscha, Laos, Myanmar<br />

(designiert)<br />

Kirchenfeldstrasse 77/79, CH-3005 Bern<br />

Tel. (+41/31) 3565-252<br />

bern-ob@bmeia.gv.at<br />

Hodzovo námestie 1/A, 81106 Bratislava<br />

Tel. (+421/2) 59 30 15-00<br />

pressburg-kf@bmeia.gv.at<br />

www.rakuskekulturneforum.sk<br />

Q House Lumpini Building, Unit 1801,<br />

18th Floor No.1 South Sathorn Road,<br />

Thungmahamek, Sathorn, Bangkok<br />

Tel. (+66/2) 105 67 00<br />

bangkok-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/bangkok<br />

SENEGAL • BOTSCHAFT<br />

Caroline Gudenus<br />

Senegal, Gambia, Guinea, Guinea-<br />

Bissau, Mali, Burkina Faso, Côte d'Ivoire,<br />

Liberia, Sierra Leone<br />

SLOWENIEN • BOTSCHAFT<br />

Sigrid Berka<br />

Slowenien<br />

TSCHECHISCHE REPUBLIK •<br />

BOTSCHAFT<br />

Alexander Grubmayr<br />

Tschechische Republik<br />

18, rue Emile Zola, Dakar<br />

Tel. (+221) 33 849 40 00<br />

dakar-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/dakar<br />

Presernova cesta 23, SI-1000 Ljubljana<br />

Tel. (+386/1) 479 07 00<br />

laibach-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/laibach<br />

Viktora Huga 10, CZ-15115 Prag 5<br />

Tel. (+420) 257 09 05-11<br />

prag-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/prag<br />

SERBIEN • BOTSCHAFT<br />

Nikolaus Lutterotti<br />

Serbien<br />

(designiert)<br />

SPANIEN • BOTSCHAFT<br />

Christian Ebner<br />

Andorra, Spanien<br />

(designiert)<br />

TSCHECHISCHE REPUBLIK •<br />

KULTURFORUM<br />

Andreas Schmidinger<br />

(designiert)<br />

Kneza Sime Markovica 2, SRB-11000 Belgrad<br />

Tel. (+381/11) 333 65-00<br />

belgrad-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/belgrad<br />

Paseo de la Castellana 91, 28046 Madrid<br />

Tel. (+34) 91 55 65 315<br />

madrid-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/madrid<br />

Jungmannovo namesti 18, CZ-11000 Prag 1<br />

Tel. (+420) 257 090 589<br />

prag-kf@bmeia.gv.at<br />

www.rkfpraha.cz<br />

SERBIEN • KULTURFORUM<br />

SPANIEN • KULTURFORUM<br />

TUNESIEN • BOTSCHAFT<br />

Johannes Irschik<br />

Karin Kosina<br />

Herbert Krauss<br />

Tunesien<br />

belgrad-kf@bmeia.gv.at<br />

Kneza Sime Markovica 2, SRB-11000<br />

Belgrad<br />

Tel. (+381/11) 333 65-00<br />

Paseo de la Castellana 91, 28046 Madrid<br />

Tel. (+34) 91 55 65 315<br />

madrid-kf@bmeia.gv.at<br />

www.foroculturaldeaustria.org<br />

16, Rue Ibn Hamdiss El Menzah I, 1004<br />

Tunis<br />

Tel. (+216/71) 23 90 38<br />

tunis-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/tunis<br />

SINGAPUR • BOTSCHAFT<br />

SÜDAFRIKA • BOTSCHAFT<br />

TÜRKEI • BOTSCHAFT<br />

Karin Fichtinger-Grohe<br />

Singapur<br />

600 North Bridge Road, #24-04/05<br />

Parkview Square, Singapore 188788<br />

Tel. (+65) 63 96 63 50 (Amt)<br />

singapur-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/oeb-singapur<br />

Johann Brieger<br />

Südafrika, Angola, Botsuana, Lesotho, Madagaskar, Mauritius,<br />

Mosambik, Namibia, Simbabwe, Swasiland<br />

(designiert)<br />

454A Fehrsen Street, Brooklyn,<br />

Pretoria 0181<br />

Tel. (+27/12) 45 29 155<br />

pretoria-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/pretoria<br />

Klaus Wölfer<br />

Türkei<br />

Atatürk Bulvari 189, 06680 Ankara<br />

Tel. (+90/312) 405 51 90<br />

ankara-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/ankara<br />

Fotos: Privat, BMEIA<br />

SLOWAKEI • BOTSCHAFT<br />

Helfried Carl<br />

Slowakei<br />

Hodzovo námestie 1/A, 81106 Bratislava<br />

Tel. (+421/2) 59 30 15-00<br />

pressburg-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/pressburg<br />

SYRIEN • BOTSCHAFT<br />

Hans Peter Glanzer<br />

Syrien<br />

(designiert)<br />

Farabi Street 1, Bld. Mohamed Naim Al-<br />

Deker, Mezzeh, East Villas, Damascus<br />

Tel. (+961/1) 213 011, (+961/1) 213 058<br />

damaskus-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/damaskus<br />

TÜRKEI •<br />

GENERALKONSULAT<br />

Gerhard Lutz<br />

(designiert)<br />

Köybasi cad. No. 46, 34464 Yeniköy,<br />

Istanbul<br />

Tel. (+90/212) 363 84 10<br />

istanbul-gk@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/istanbulgk<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong> | 95


BOTSCHAFTER<br />

ÖSTERREICH<br />

TÜRKEI • KULTURFORUM<br />

Romana Königsbrun<br />

VENEZUELA • BOTSCHAFT<br />

N.N.<br />

VEREINIGTE STAATEN VON<br />

AMERIKA • GENERALKONSULAT<br />

Andreas Launer<br />

Köybasi cad. No. 44, 34464 Yeniköy,<br />

Istanbul<br />

Tel. (+90/212) 363 84 15<br />

istanbul-kf@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/istanbulkf<br />

UKRAINE • BOTSCHAFT<br />

Hermine Poppeller<br />

Ukraine<br />

Avenida Orinoco (entre Mucuchíes y Perijá), Las Mercedes,<br />

Torre D & D - Piso PT - Oficina PT-N, 1060 Caracas<br />

Tel. (+58/212) 999 12 11<br />

caracas-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/caracas<br />

VEREINIGTE ARABISCHE<br />

EMIRATE • BOTSCHAFT<br />

Andreas Liebmann-Holzmann<br />

Vereinigte Arabische Emirate<br />

11859 Wilshire Boulevard, Suite 501, Los<br />

Angeles, California 90025<br />

Tel. (+1/310) 44 49 310<br />

los-angeles-gk@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/losangeles<br />

VEREINIGTES KÖNIGREICH •<br />

BOTSCHAFT<br />

Martin Eichtinger<br />

Vereinigtes Königreich<br />

Ivana Franka 33, 01030 Kiew<br />

Tel. (+380/44) 277 27 90<br />

kiew-ob@bmeia.gv.at<br />

www.bmeia.gv.at/kiew<br />

UKRAINE • KULTURFORUM<br />

Andreas Karabaczek<br />

(designiert)<br />

Sky Tower, 5. Stock, Büro Nr. 504, Reem<br />

Island, Abu Dhabi<br />

Tel. (+971/2) 69 44 999<br />

abu-dhabi-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/abudhabi<br />

VEREINIGTE STAATEN VON<br />

AMERIKA • BOTSCHAFT<br />

Wolfgang Waldner<br />

Vereinigte Staaten, Bahamas<br />

18, Belgrave Mews West, London SW1X<br />

8HU<br />

Tel. (+44/20) 7344 3250<br />

london-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/london<br />

VEREINIGTES KÖNIGREICH •<br />

KULTURFORUM<br />

Katalin Tünde Huber<br />

Ivana Franka 33, 01030 Kiew<br />

Tel. (+380/44) 277 27 90<br />

kiew-ob@bmeia.gv.at<br />

UNGARN • BOTSCHAFT<br />

Elisabeth Ellison Kramer<br />

Ungarn<br />

3524 International Court N.W., Washington<br />

D.C. 20008<br />

Tel. (+1/202) 895 67 00<br />

washington-ob@bmeia.gv.at<br />

www.austria.org<br />

VEREINIGTE STAATEN VON<br />

AMERIKA • KULTURFORUM<br />

Andreas Pawlitschek<br />

28, Rutland Gate, London SW7 1PQ<br />

Tel. (+44/20) 7225 73-00<br />

london-kf@bmeia.gv.at<br />

www.acflondon.org<br />

VIETNAM • BOTSCHAFT<br />

Thomas Schuller-Götzburg<br />

Vietnam<br />

(designiert)<br />

Benczúr utca 16, 1068 Budapest<br />

Tel. (+36/1) 479 70-10<br />

budapest-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/budapest<br />

UNGARN • KULTURFORUM<br />

Regina Rusz<br />

3524 International Court N.W., Washington<br />

D.C. 20008<br />

Tel. (+1/202) 895 67 00<br />

washington-kf@bmeia.gv.at<br />

www.acfdc.org<br />

VEREINIGTE STAATEN VON<br />

AMERIKA • GENERALKONSULAT<br />

Helmut Böck<br />

(designiert)<br />

c/o "Prime Center", 53, Quang Trung, 8.<br />

Stock, Hai Ba Trung District, Hanoi, VN<br />

Tel. (+84/4) 3943 3050-3<br />

hanoi-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/hanoi<br />

ZYPERN • BOTSCHAFT<br />

Eva Maria Ziegler<br />

Zypern<br />

(designiert)<br />

Benczúr utca 16, 1068 Budapest<br />

Tel. (+36/1) 413 35-90<br />

budapest-kf@bmeia.gv.at<br />

www.okfbudapest.hu<br />

USBEKISTAN • BMEIA<br />

Alois Kraut<br />

Usbekistan<br />

31 East 69th Street, New York, N.Y. 10021<br />

Tel. (+1/212) 737 6400<br />

new-york-gk@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/newyorkgk<br />

VEREINIGTE STAATEN VON<br />

AMERIKA • KULTURFORUM<br />

Christine Moser<br />

34, Dimosthenous Severi Avenue, 1st<br />

Floor, Office 101, 1687 Nikosia<br />

Tel. (+357) 22 41 01 51<br />

nicosia-ob@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/nikosia<br />

c/o BMeiA, Minoritenplatz 8, A-1010 Wien<br />

Tel. (+43/0)501150-3263<br />

zentralasien-suedkaukasien@bmeia.gv.at<br />

www.aussenministerium.at/usbekistan<br />

11 East 52nd Street, New York, N.Y. 10022<br />

Tel. (+1/212) 319 5300<br />

new-york-kf@bmeia.gv.at<br />

www.acfny.org<br />

Fotos: Privat, BMEIA<br />

96 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


DIPLOMATIE<br />

EVENTS<br />

HIGHLIGHTS DER VERANSTALTUNGEN DES DACHVERBANDES ALLER ÖSTERREICHISCH-<br />

AUSLÄNDISCHEN GESELLSCHAFTEN PaN – PARTNER ALLER NATIONEN<br />

Empfang: Bundespräsident<br />

lud in<br />

die Wiener<br />

Hofburg<br />

Bundespräsident Van der Bellen<br />

empfing den Vorstand des<br />

Dachverbandes aller Österreichisch-<br />

Ausländischen Gesellschaften – PaN<br />

(Oskar Wawra, Petra Schneeberger,<br />

Walter Gerbautz, Alice Alsch-Harant,<br />

Greet Machek-Voss und Karl<br />

Semlitsch) in den Repräsentationsräumen<br />

der Wiener Hofburg. Bei<br />

diesem Antrittsbesuch erneuerte<br />

der<br />

Dr.<br />

Bundespräsident<br />

Heinz Fischer<br />

seine Schirmherrschaft<br />

über PaN.<br />

mit Senator Walter<br />

Gerbautz und<br />

Dr. Oskar Wawra<br />

VLNR: Vizepräsident Oskar Wawra, Vorstand<br />

Petra Schneeberger, BP Van der Bellen,<br />

Präsident Hermann Mückler, Vorstand Alice<br />

Alsch-Harant, Generalsekretär Walter J.<br />

Gerbautz, Vorstand Greet Machek-Voss und<br />

Vorstand Karl Semlitsch.<br />

„Rosthorn-Medaille“: Auszeichnung<br />

für PaN-Vizepräsident<br />

Übergabe der „Rosthorn-Medaille“ an<br />

VLNR: PaN-Vizepräsident Oskar Wawra,<br />

WKÖ-Direktor Walter Koren, LH Hans<br />

Niessl, VAMED-GD Ernst Wastler, flankiert<br />

von NR-Präsident Karlheinz Kopf und<br />

Präsident Helmut Sohmen.<br />

Die Rosthornmedaille wird seit 1986 an Personen<br />

oder Organisationen vergeben, die sich auf dem<br />

Gebiet der chinesisch-österreichischen Beziehungen besondere<br />

Verdienste erworben haben. Der Namensgeber<br />

Arthur Rosthorn (1862-1945) war als Sinologe und Diplomat<br />

maßgeblich am Aufbau der chinesisch-österreichischen<br />

Verständigung beteiligt. Dieses Jahr ging die<br />

Medaille unter anderem an PaN-Vizepräsident Oskar<br />

Wawra.<br />

Fotos: Peter Lechner/HBF, Thomas Jantzen/Parlament Wien, Richard Pobaschnig<br />

PaN-Jahresabschlussveranstaltung:<br />

Vorweihnachtliche<br />

Stimmung im<br />

„Schein‘s“<br />

Die Jahresabschlussveranstaltung<br />

des Dachverbandes aller Österreichisch-Ausländischen<br />

Gesellschaften<br />

– PaN fand im Restaurant „Schein‘s“<br />

statt. 124 bilaterale Freundschaftsgesellschaften<br />

waren bei der Feierlichkeit<br />

zugegen. Die Gäste zeigten sich<br />

von der gebotenen Musikeinlage der<br />

Sieger von Prima la musica begeistert.<br />

VLNR: PaN-Generalsekretär Walter J.<br />

Gerbautz, PaN-Präsident Hermann<br />

Mückler, PaN-Vizepräsident Oskar<br />

Wawra, PaN-Vorstand Greet Machek<br />

und Dialog der Kulturen-Präsident<br />

Walter Schwimmer.<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong> | 97


DIPLOMATIE<br />

EVENTS<br />

EVENT-HIGHLIGHTS DER DIPLOMATIE<br />

Dr. Med. Christine<br />

Huynen-Van der<br />

Borght, S.E. Paul<br />

Huynen, Baronin<br />

Van de Voorde und<br />

S.E. Willem Van de<br />

Voorde<br />

Feierliche Stimmung<br />

im Österreichischen<br />

Museum für angewandte<br />

Kunst<br />

Belgien: Königstag<br />

Angesichts des Königstages und in Anwesenheit des Ministerpräsidenten<br />

der Region Brüssel-Hauptstadt Herrn Rudi Vervoort,<br />

luden S.E. Herr Willem Van de Voorde, Botschafter und<br />

Ständiger Vertreter des Königreichs Belgien bei den Internationalen<br />

Organisationen in Wien, und Baronin Van de Voorde<br />

gemeinsam mit dem Ständigen Vertreter des Königreichs Belgien<br />

bei den OSZE, S.E. Botschafter Paul Huynen und Frau Dr.<br />

Med. Christine Huynen-Van der Borght zu einem Empfang ins<br />

Österreichische Museum für angewandte Kunst.<br />

Fotos: P<strong>SOCIETY</strong>/Pobaschnig, <strong>SOCIETY</strong>/Schiffl, <strong>SOCIETY</strong>/Mikes, <strong>SOCIETY</strong>/Auer<br />

Rumänien:<br />

Nationalfeiertag<br />

S.E. Herr Bogdan Mazuru, Botschafter von Rumänien in<br />

der Republik Österreich und der außerordentliche und<br />

bevollmächtigte Botschafter der Ständigen Vertretung<br />

von Rumänien bei den Vereinten Nationen S.E. Herr Cristian<br />

Istrate, luden aus Anlass des Nationalfeiertages von<br />

Rumänien in den Barocksaal des Alten Rathauses.<br />

S.E. Bogdan Mazuru und S.E. Cristian Istrate<br />

S.E.Herr Ismatullo Nasredinov, seine Gattin und S.E.<br />

Herr Kairat Sarybay mit Gattin Leyla Mahat<br />

Tadschikistan: 25-jährige<br />

Unabhängigkeit<br />

Anlässlich des 25. Geburtstags der Unabhängigkeit der Republik<br />

Tadschikistan lud S.E. Herr Ismatullo Nasredinov, Botschafter<br />

von Tadschikistan in Österreich und Ständiger Vertreter<br />

bei den Internationalen Organisationen in Wien zu einem<br />

feierlichen Empfang.<br />

98 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong><br />

Klapa „ADRIATICUM


DIPLOMATIE<br />

EVENTS<br />

Schweden: Fest der Hl. Lucia<br />

Zu Ehren der heiligen Lucia lud die schwedische Botschafterin<br />

I.E. Helen Eduards zu vorweihnachtlichen Feierlichkeiten in<br />

die Räumlichkeiten des Schwedenhauses. Bei Lebkuchen, Zimtschnecken<br />

und Glögg stimmten sich die Gäste auf das kommende<br />

Weihnachtsfest ein. Besonderes Highlight des Abends war<br />

die Lucia-Prozession, die das gesamte Schwedenhaus in Kerzenschein<br />

tauchte.<br />

Die Lucia-Prozession<br />

Vertreter der Vereinigten Arabischen Emirate und ganz rechts S.E. Hamad Alkaabi<br />

Vereinigte Arabische Emirate:<br />

Nationalfeiertag<br />

Angesichts des 45-jährigen Jubiläums des Nationalfeiertags der<br />

Vereinigten Arabischen Emirate, lud S.E. Herr Hamad Alkaabi,<br />

Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate in Wien und<br />

Ständiger Vertreter der Vereinigten Arabischen Emirate bei den<br />

Vereinten Nationen in Wien, zu einem höchst feierlichen Gettogether.<br />

Japan:<br />

83. Geburtstag des Kaisers<br />

Anlässlich des Geburtstages von Kaiser Akihito luden S.E. Botschafter<br />

Kiyoshi Koinuma und seine Gattin Meiko sowie der<br />

Ständige Vertreter Japans bei den Internationalen Organisationen,<br />

Mitsuro Kitano und Gattin Yoshie, zu einem Empfang<br />

in die Räumlichkeiten der Residenz in Wien. Bei japanischen<br />

Köstlichkeiten wurde der Ehrentag des Tenno im Kreise der Vertreter<br />

der internationalen Diplomatie gefeiert.<br />

S.E. Kiyoshi Koinuma und Gattin Meiko sowie Mitsuro Kitano und Gattin Yoshie<br />

S.E. Jan Sechter mit Polizei-Maskottchen und Wiener Polizeikommandant Mahrer<br />

Tschechien:<br />

Empfang in der Botschaft<br />

Am Vorabend des Wiener Polizeiballes <strong>2017</strong>, bei dem die Tschechische<br />

Republik Partnerland war, lud S.E. Herr Jan Sechter zu<br />

einem Empfang in die Räumlichkeiten der Botschaft.<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong> | 99


DIPLOMATIE<br />

EVENTS<br />

China: Feier anlässlich des<br />

chinesischen Neujahrs<br />

Herr William Chui, Regional Director for Europe und Frau Betty<br />

SP HO, Director of Hong Kong Economic and Trade Affairs<br />

for Central and Eastern Europe of the Government of the Hong<br />

Kong Special Administrative Region of the People´s Republic<br />

of China, luden zu einem feierlichen Empfang anlässlich des<br />

chinesischen Neujahrsfestes im Jahr des Hahns.<br />

Kosovo: Unabhängigkeitstag<br />

S.E. Sami Ukelli,<br />

seine Gattin Brikena<br />

Keco Ukelli und<br />

Andreas Khol<br />

Zur Feier des 9. Unabhängigkeitstages der Republik Kosovo luden<br />

der Botschafter der Republik Kosovo in Österreich S.E. Sami<br />

Ukelli und seine Gattin Brikena Keco Ukelli zu einem festlichen<br />

Empfang.<br />

Harald Mahrer, Betty SP HO, S.E. Xiaosi Li<br />

Französisches Model<br />

Der Catwalk in der<br />

Französischen Botschaft<br />

Frankreich: Eröffnung<br />

der French<br />

Fashion Week<br />

Anlässlich der French Fashion Week<br />

lud der Botschafter von Frankreich<br />

S.E. Herr Pascal Teixeira da Silva in die<br />

Französische Botschaft in Wien. In den<br />

wunderschönen Räumlichkeiten stand<br />

alles im Zeichen französischer Mode<br />

und französischen Lifestyles. In einem<br />

fulminanten Fashion-Show-Programm<br />

wurden acht ganz unterschiedliche<br />

Marken präsentiert.<br />

Vera Russwurm und S.E.<br />

Pascal Teixeira da Silva<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/Auer, <strong>SOCIETY</strong>/Schiffl, <strong>SOCIETY</strong>/Prokofieff, <strong>SOCIETY</strong>/Auer, <strong>SOCIETY</strong>/Pobaschnig<br />

100 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


DIPLOMATIE<br />

EVENTS<br />

Die ecuadorianische<br />

Gemeinde in Wien<br />

Die vielen Gäste des Empfangs<br />

Iran: Nationalfeiertag<br />

Die Pianistin Loraine<br />

Balen Tatto<br />

Anlässlich des Nationalfeiertags luden S.E. Herr Ebadollah Molaei,<br />

außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter der<br />

Islamischen Republik Iran in Österreich und Dr. Reza Najaf,<br />

Botschafter und Ständiger Vertreter der Vereinten Nationen<br />

und anderer internationaler Organisationen in Wien zu einem<br />

feierlichen Empfang.<br />

S.E. Ebadollah<br />

Molaei und<br />

Reza Najaf<br />

Venezuela: Gala-Konzert im<br />

Wiener Musikverein<br />

Der Botschafter der Republik Venezuela S.E. Jesse Chacón und<br />

Frau Lesami Abreu luden zu einem Gala-Konzert des Simón Bolívar<br />

Orchester, dirigiert von Maestro Gustavo Dudamel.<br />

S.E. Ricardo Neiva<br />

Tavares und Gattin<br />

Brasilien: Konzert von Loraine<br />

Balen Tatto<br />

S.E. Ricardo Neiva Tavares, Botschafter der Föderativen Republik<br />

Brasilien in Wien und seine Gattin luden zu einem Konzert<br />

klassischer brasilianischer Musik von Loraine Balen Tatto. Anschließend<br />

wurden die Gäste bei einem Empfang begrüßt.<br />

S.E. Jesse Chacón mit<br />

den Musikern<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong> | 101


DIPLOMATIE<br />

EVENTS<br />

Irland: St. Patrick’s Day <strong>2017</strong><br />

Der St. Patrick’s Day ist einer der berühmtesten Nationalfeiertage<br />

überhaupt. Botschafter S.E. Tom Hanney und seine Gattin Paula<br />

Fitzmarie Hanney feierten diesen in den Räumlichkeiten der<br />

irischen Residenz in Wien. Stilecht wurde dem Nationalheiligen<br />

mit Kilkenny Bier gehuldigt.<br />

S.E. Tom Hanney, seine<br />

Gattin Paula Fitzmarie<br />

Hanney und Seán Ó Riain<br />

Was darf am St. Patrick’s Day<br />

nicht fehlen? Kilkenny Bier!<br />

Die Gäste in der der<br />

irischen Residenz in Wien<br />

Slowenien: Maria Theresia und<br />

die Slowenen<br />

Die Botschaft der Republik Slowenien in Wien, die Diplomatische<br />

Akademie Wien, das Institut für den Donauraum und Mitteleuropa<br />

(IDM), die Slowenische Tourismuszentrale in Wien und<br />

der Verein für die Anerkennung von Erdäpfelgröstl als Hauptspeise<br />

luden zur 6. Veranstaltung der Reihe „Mitteleuropäische historische<br />

Vorlesungen“ MARIA THERESIA UND DIE SLOWENEN in<br />

die Diplomatische Akademie Wien. Im Anschluss fand im Garten<br />

das slowenische Erdäpfelgröstlfest statt.<br />

Mag. Dejan Židan, Stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Landwirtschaft,<br />

Forste und Ernährung der Republik Slowenien, Andrä Rupprechter, Minister für Landund<br />

Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft und Mitglieder des Vereins für die<br />

Anerkennung von Erdäpfelgröstl als Hauptspeise<br />

S.E. Tebogo Seokolo und seine<br />

Gattin Moipone Seokolo<br />

Südafrika: Nationalfeiertag<br />

Um den Nationalfeiertag gebührend zu feiern, luden S.E. Tebogo<br />

Seokolo, Botschafter der Republik Südafrika und seine<br />

Gattin Moipone Seokolo zu einem feierlichen Empfang.<br />

102 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


DIPLOMATIE<br />

EVENTS<br />

Gute Stimmung beim Empfang: I.E. Alena Kupchyna, die Botschafterin der Republik Belarus<br />

begleitet die Musiker gesanglich<br />

Russland:<br />

72. Jahrestag des Sieges<br />

Fotos: <strong>SOCIETY</strong>/Auer, <strong>SOCIETY</strong>/Pobaschnig, <strong>SOCIETY</strong>/Karagiannis, <strong>SOCIETY</strong>/Schiffl<br />

Aus Anlass des 72. Jahrestages des Sieges im Großen Vaterländischen<br />

Krieg 1941-1945, der Beendigung des Zweiten Weltkrieges<br />

und der Befreiung Österreichs und Europas vom Nazismus, luden<br />

der Botschafter der Republik Armenien, die Botschafterin der Republik<br />

Belarus, der Botschafter der Republik Kasachstan, der designierte<br />

Botschafter der Kirgisischen Republik, der Botschafter<br />

der Russischen Föderation, der Ständige Vertreter der Russischen<br />

Föderation bei den internationalen Organisationen in Wien, der<br />

Ständige Vertreter der Russischen Föderation bei der OSZE, der<br />

Botschafter der Republik Tadschikistan, der Botschafter von Turkmenistan<br />

sowie der Geschäftsträger a.i. der Republik Usbekistan<br />

zu den Kranzniederlegungen zu den Grabstätten der gefallenen<br />

Soldaten der Roten Armee auf dem Zentralfriedhof, zum Ehrendenkmal<br />

den für die Befreiung Wiens gefallenen Soldaten der<br />

Roten Armee am Schwarzenbergplatz, und zum anschließenden<br />

Empfang in die Botschaft der Russischen Föderation.<br />

Die einladenden Botschafter<br />

I.E. Ayesha Riyaz und Mitarbeiter der Botschaft<br />

Pakistan: Nationalfeiertag<br />

Anlässlich des Nationalfeiertages der Islamischen Republik<br />

Pakistan lud Botschafterin I.E. Ayesha Riyaz zu einem feierlichen<br />

Empfang in die Räumlichkeiten des Hotel InterContinental<br />

Wien.<br />

Die Gäste beim Empfang<br />

Die Zeiten ändern sich<br />

Die Banken auch<br />

Bank - Börse - Immobilienmakler - Immobilienverwaltung<br />

www.wienerprivatbank.com<br />

<strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong> | 103


DIPLOMATIE<br />

WELCOME TO AUSTRIA<br />

WELCOME<br />

TO AUSTRIA<br />

AND ITS<br />

HISTORY<br />

The first “Bienvenue Club”<br />

was created in Brussels in 1957<br />

for the benefit of foreign diplomatic<br />

spouses who came to<br />

the new “capital of Europe”.<br />

The aim was to make them<br />

feel welcome and to introduce<br />

them to the history and culture<br />

of their host country.<br />

The idea caught on: Further<br />

“Bienvenue” or “Welcome”<br />

associations were founded<br />

in Luxembourg, Paris, Rome,<br />

Berne, Vienna, Berlin, Madrid,<br />

Oslo, Geneva etc. All these<br />

associations are sponsored<br />

by their respective Foreign<br />

Ministries.<br />

“Welcome to Austria” was<br />

founded in 1997 by the<br />

then Secretary of State Dr.<br />

Benita Ferrero-Waldner.<br />

Both Benita Ferrero-Waldner<br />

and co-founder Gabrielle<br />

Schallenberg had admired<br />

and enjoyed the institution<br />

“Bienvenue en France” during<br />

their stay in Paris. “Welcome<br />

to Austria”, however, was<br />

created in harmony with the<br />

possibilities and conditions<br />

found in our country and is<br />

therefore a very individual and<br />

unique institution.<br />

The Association has proven<br />

to be a good platform for<br />

informal meetings and crosscultural<br />

exchange between<br />

our diplomatic guests and<br />

Austrians, who have been<br />

acting as coordinators, guides<br />

and hostesses. Promoting<br />

Austria’s rich heritage of culture<br />

and history both past and<br />

present. We have managed<br />

to keep a high profile without<br />

neglecting the fun element.<br />

In 2007 “Welcome to Austria”<br />

celebrated its 10th anniversary<br />

with the then WA-President,<br />

Minister for Foreign Affairs Dr.<br />

Ursula Plassnik. This coincided<br />

with the 50th anniversary of<br />

the foundation of the European<br />

Union in Brussels in 1957.<br />

In September <strong>2017</strong> “Welcome<br />

to Austria” will be happy to<br />

celebrate the 20th anniversary<br />

of its existence. We are grateful<br />

to all our charming and<br />

enthusiastic members, who<br />

have encouraged and inspired<br />

us over the past 20 years.<br />

Gabrielle Schallenberg<br />

Honorary President<br />

www.welcome-to-austria.org<br />

WA – Music programmes<br />

from 15 years<br />

Welcome to Austria’s longest serving coordinator,<br />

Dr. Elisabeth Wolff, who arranges programmes related<br />

to music, recollects more than 15 years of volunteering<br />

for Welcome to Austria.<br />

Text: Elisabeth Wolff<br />

163 Music Programmes<br />

hat a pleasure to look back on more than fifteen<br />

W years of work for Welcome to Austria! Since I<br />

took over from Helga Ziegler I have arranged 163 programmes,<br />

eager to combine pleasure with a transfer of<br />

knowledge. Particular emphasis was laid on the direct<br />

relation of musicians and/or their music to Austria.<br />

All Viennese Music Venues<br />

engaged<br />

Expertly guided tours took us to Musikverein, Konzerthaus,<br />

Wiener Staatsoper, Theater an der Wien, Castles Esterhazy<br />

and Grafenegg, and on Composers’ Walks to historical sites in<br />

Vienna; through the Collection of Historical Music Instruments<br />

at the Hofburg; to exhibitions at the Archiv der Gesellschaft der<br />

Musikfreunde, Albertina, Musiksammlung der Stadt Wien, Theatermuseum,<br />

Haydn-, Mozart-, Schuberthaus, and Technisches Museum.<br />

Members’ favourites were concerts, operas, operettas, ballet,<br />

oratorios, musicals, final and dress rehearsals and chamber<br />

music at Volksoper, Theater an der Wien, Staatsoper, Hofburgkapelle,<br />

Kammeroper, Musikverein, Wiener Konzerthaus, Castles<br />

Grafenegg, Esterhazy, Namiest, University of Music, etc.<br />

Chamber music concert<br />

at the residence of Swiss<br />

multilateral Ambassador<br />

Heini Reimann<br />

Embassies invite Music to<br />

their Residences<br />

In the garden of the Turkish OSCE Ambassador,<br />

personal friends played a jazz concert; Schrammel<br />

Music and typical food were offered at a Heurigen<br />

garden; and we watched the International<br />

Hans Gabor Belvedere Singing Competition at the<br />

State Opera four times.<br />

Elisabeth Wolff thanking the host Zühal Orhun after the Jazzconcert<br />

in the garden of the Turkish OSCE-Ambassador (2003)<br />

On 2 December 2002, at „my“ first Advent Concert,<br />

Minister of Foreign Affairs and President of WA<br />

Benita Ferrero-Waldner, together with the members<br />

of WA, enjoyed the exceptional musical program and<br />

a chat with the ensemble Brassissimo<br />

Fotos: WA<br />

104 | <strong>SOCIETY</strong> 1_<strong>2017</strong>


DIPLOMATIE<br />

WELCOME TO AUSTRIA<br />

Initiation to Austria‘s Musical History<br />

Renowned specialists held lectures on the lives<br />

and personalities of composers and musicians<br />

and on the sociological and historical context of<br />

musical masterworks. At exhibitions and concerts<br />

we took part in the celebration of anniversaries or<br />

the commemoration of Joseph Haydn, Wolfgang<br />

Amadeus Mozart, Ignaz Pleyel, Franz Liszt, Richard<br />

Wagner, Johann Strauß, Gustav Mahler, Alma Mahler-Schindler,<br />

Richard Strauss, Wolfgang Korngold,<br />

Carl Goldmark, Eric Zeisl, etc. We learned about the<br />

Viennese operetta; about Music in Judaism; about<br />

the influence of Orientalism, and of Italianità on<br />

classical music north of the Alps; about female composers;<br />

the analysis of the „Goethe-Lieder“ by Franz<br />

Schubert; saw the still film „Rosenkavalier“ with live music and the film „An Unfinished Life“ on Austrian<br />

composer Eric Zeisl. We visited the Wiener Sängerknaben at the Augartenpalais and heard performances<br />

with „the boys“ at their concert hall MuTh and at the Hofburgkapelle. At Stift Heiligenkreuz our<br />

eyes were opened to the architecture and our ears to Gregorian Chant by the famous Cistercian monks.<br />

At Christian Schachner‘s<br />

Violin maker‘s<br />

workshop<br />

Chamber music concert<br />

at the violin maker‘s<br />

private concert hall<br />

Head Gardener M. Knaack,<br />

W.v. Bismarck, A. Kupsky, C.<br />

Beasley, E. El-Shanawany<br />

Arista Trio with a<br />

and R. Christiani<br />

chamber music concert<br />

at the residence of Swiss<br />

multilateral Ambassador<br />

Heini Reimann<br />

Starting 2001 with<br />

Vienna Symphonics<br />

y first program on 2 October 2001, e.g.,<br />

M was a final rehearsal of the Wiener Symphoniker<br />

followed next day by an introduction<br />

to the orchestra by its president. A visit of the<br />