DorfStadt 09-2017

markuskrohn

Wir sind Elbvororte. Hochwertige lokale Berichte und Reportagen aus und über Rissen, Sülldorf, Iserbrook, Blankenese, Osdorf, Groß Flottbek, Nienstedten, Othmarschen, Bahrenfeld und Schenefeld.

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Zeitung für Rissen | Sülldorf | Iserbrook | Blankenese | Osdorf | Nienstedten | Groß Flottbek | Othmarschen | Bahrenfeld | Schenefeld

Ausgabe 09/17 · vom 29. Juni 2017 | Verlag/ Redaktion Tel.: 87 08 016-0, www.dorfstadt.de | redaktion@dorfstadt.de

Alle drei Wochen

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B L A N K E N E S E : S.3

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Mountain-Biker

S Ü L L D O R F : S.4

Tansanier

besuchen Sülldorf

I M G E S P R Ä C H : S.12

Schmusen und

lernen mit Hunden

Es ist Kirschenzeit

im Alten Land!

Das Alte Land erstrahlt wieder

im Glanz der fruchtigen Kirsche.

In den liebevoll gestalteten

Hofläden gibt es die ersten

Knubberkirschen zu kaufen!

Bei einem entspannten Spaziergang

durch die Plantagen ist

die kräftig rote Frucht besonders

schön in den Kirschbäumen

anzusehen. Es wird nicht

mehr allzu lange dauern, bis

einige der Obstbauern ihre

Kirschplantagen zum selbst

ernten freigeben werden.

Passend zur Kirschenzeit empfiehlt

es sich unbedingt an

Programmpunkten der Altländer

Kirschenwoche vom 30

Juni bis 9. Juni teilzunehmen.

Mit Unterstützung mehrerer

Akteure drehen sich hier alle

Angebote um die fruchtigen

Kirschen. Während dieser besonderen

Zeit stehen neben

Früchte naschen, ob frisch vom

Baum, oder anderen Variationen

wie Kirschaft, Marmelade

und Torten, auch die Kirchen

und deren Orgeln im Mittelpunkt

des Geschehens.

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Foto: Jeschonowski

Foto: Tourismusverein Altes Land e.V.

Es geht um Details:

Ortskern Blankenese:

Zurück auf Start?

Gibt es einen Kompromiss?

Oder versinkt Blankenese in

Diskussionen? Wolfgang

Kaeser (SPD-Bezirksfraktion)

machte schon am Anfang

der Sitzung des Arbeitskreises

Ortskernumgestaltung

Blankenese deutlich,

dass das Projekt insgesamt auf

der Kippe stehe, sollte es nicht

bald Einigkeit über die weitere

Vorgehensweise geben. Zuvor

hatte es eine Ankündigung der

Gegner der aktuellen Planungen

am Blankeneser Markt gegeben,

ein Bürgerbegehren zur

Ortskernumgestaltung zu starten.

Damit würde die Planung

bzw. Umsetzung des Projektes

zumindest um sechs Monate

verschoben. Ein Bürgerbegehren

kostet darüber hinaus etwa

250.000 Euro – ein Viertel der

Kosten, die die Ortskernumgestaltung

kosten soll. Das wollen

die Mitglieder des Arbeitskreises

unbedingt verhindern.

Darum geht es: Seit mehreren

Jahren planen ehrenamtliche

Vertreter verschiedener Blankeneser

Institutionen und Vereine

gemeinsam mit Bezirkspolitikern

und Bezirksverwaltung im

Rahmen des Zukunftsforums

Blankenese die Umgestaltung des

Blankeneser Marktplatzes. Regelmäßig

fanden öffentliche

Präsentationen und Diskussionsveranstaltungen

statt. 2012

startete der Prozesses mit einem

ausführlichen Bürgerbeteiligungsverfahren

in Blankenese.

Schon in diesen Tagen sollten

die Bagger anrollen, um den ersten

Bauabschnitt umzusetzen.

Viele Blankeneser, die damals

BLANKENESE

den Bürgerbeteiligungsprozess

begleitet haben, freuten sich

auf das Ergebnis: Vor allem soll

es in der Mitte des Stadtteils einen

offenen Platz geben mit

großzügigen Blickachsen zwischen

der Bahnhofstraße, dem

Vorplatz des S-Bahnhofes und

der Blankeneser Kirche am

Markt. Die Kirchengemeinde

will sich der Gestaltung anschließen

und den Vorplatz der

Kirche entsprechend der Planungen

der Stadt anpassen.

Gleichzeitig sollte der Marktplatz

nicht nur an Markttagen

für die Blankeneser Treffpunkt

sein, sondern an allen Tagen in

der Woche. Daher planten die

Vertreter von Kirchengemeinde,

Zukunftsforum, Geschäfts- und

Marktleuten, Bürgerverein, Parteien

und Schulen einen autofreien

Marktplatz. Dafür mussten

Parkplätze an anderer Stelle

geschaffen werden. Das Dauerparken

auf den Parkplätzen in

der Bahnhofstraße wurde durch

die Einführung des Parkraummanagements

quasi abgeschafft.

Vorteil für die Kunden

der Geschäfte: Es gibt wieder

Parkplätze zum Einkaufen.

Doch seit einigen Monaten regt

sich Widerstand gegen die Planung

von einigen Blankenesern,

die sich in der „Interessengemeinschaft

Blankeneser

Markt“ organisiert haben. 30

Blankeneser haben sich in dieser

Gemeinschaft zusammengefunden

und entsandten nun

ebenfalls zwei Vertreter in den

Gesprächsbereit: Friedrich-Wilhelm Ritzmann (Bezirksamt),

Eberhard Fledel (Zukunftsforum) und Oliver Diezmann (BIG)

Arbeitskreis Ortskernumgestaltung.

Der IG Blankeneser Markt

bemängelte in der Sitzung vom

Montag vor allem Planungsfehler

bei der Nivellierung und

der Schrägaufstellung der Parkplätze

in der Propst-Paulsen-

Straße. Konkrete Gegen- oder

Kompromissvorschläge legten

die Vertreter nicht vor. Gleichzeitig

mahnten sie eine bessere

Informationspolitik des Gremiums

an.

Jetzt soll es weitere Gespräche

geben, um die Interessengemeinschaft

einzubinden.

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Wir sind Elbvororte.


2 • DorfStadt-Zeitung 09/2017 • 29.06.2017

ALTONA AKTUELL

Neues aus dem Bezirk | Wolf Achim Wiegand

DorfStadt-Redakteur Wolf

Achim Wiegand Foto: privat

Moin, liebe Leser,

die Verkehrssituation in den

Elbvororten ist wieder im

Gerede. Beklagt werden Staus

und Stockungen auf Elbchaussee

und B431. Aber was ist mit

den vielen Wohn- und Nebenstraßen?

Zweispurige Straßen

gibt es kaum noch, weil überall

Dauerparker eine Fahrbahn

blockieren. Die Folge: Slalomsteuern,

haarscharfes aneinander

Vorbeimanövrieren und abgefahrene

Rückspiegel. Nun, die

Lage wird sich kurzfristig nicht

ändern. Deshalb gilt: nehmt

mehr Rücksicht! Es bringt

nichts in engen Situationen

rechthaberisch auf Durchfahrt

zu bestehen. Machen Sie doch

einfach mal freundlich lächelnd

Platz! Dankeschön. Was meinen

Sie? Bitte E-Mail an

redaktion@dorfstadt.de

Schnelle

Autobahnrettung

Othmarschen – Schon im September

werden Feuerwehr und

Polizei die neue Rettungswache

für die A7 beziehen können.

Das wurde beim kürzlichen

Richtfest angekündigt. Der

fabrikneue Posten für neun

Millionen Euro ist notwendig

geworden, weil der entstehende

Autobahndeckel die Zu- und

Abfahrten verändert. Künftig

sollen in Othmarschen 20 Beamte

mit elf Fahrzeugen im

Dauerdienst sein, um bei Unfällen

blitzschnell eingreifen zu

können.

Hamburg Süd und West

vereinen?

Bezirk Altona – Um vom südlichsten

Stadtteil Hamburgs in

den westlichsten zu kommen

dürfte es auch in kommenden

Jahrzehnten einiger Mühen

bedürfen. Denn zwischen Harburg

und Altona ist keine S-

Bahnverbindung geplant. Nun

ergreifen die Harburger Grünen

die Initiative und fordern

wenigstens „eine möglichst

direkte, schnelle und staufreie

Metrobusverbindung zwischen

dem Bahnhof Neugraben und

dem Bahnhof Altona“. Der Bus

müsse über eigene Spuren,

eigene Trassen oder intelligente

Ampelsteuerungen an den

Staus im A7-Zubringerbereich

vorbeifahren. Eine Machbarkeitsstudie

solle zeigen, ob der

Plan möglich ist.

Pläne für

Flüchtlingsunterkünfte

Bezirk Altona - Nach Hamburg

kommende Flüchtlinge sollen

nicht mehr weiter in Provisorien

wie Turnhallen oder ehemaligen

Baumärkten leben.

Deshalb schließt der Senat nach

und nach stadtweit 13 Erstaufnahmeeinrichtungen.

Das ist

möglich, weil etwa dreimal

weniger Asylsuchende kommen,

als in den Vorjahren. Von

den 32 Erstaufnahmen kann

daher jede zweite geschlossen

werden. Im Bezirk Altona gibt

es somit noch folgende Unterkünfte:

Albert-Einstein-Ring

(450 Plätze), Blomkamp (312)

und Björnsonweg (192 Plätze).

Frieden im Westen

Rissen – Der Streit um die

Verwirklichung des Bürgervertrags

zwischen Stadt Hamburg,

Bezirk Altona und der Rissener

Bürgerinitiative VIN kann ad

acta gelegt werden. Alle Seiten

einigten sich auf die Gestaltung

der zukünftigen Mischbebauung

für Flüchtlinge und Einheimische

an der Straße Suurheid.

Laut Pressemitteilung soll

das Quartier „familienfreundlich,

durchgrünt, stadtteiltypisch

und stabil“ entwickelt

werden. Vorgesehen sind bis zu

497 Wohnungen in Reihenhäusern

und Mehrfamilienhäusern.

„Der Bürgervertrag wird 1:1

umgesetzt,“ freut sich Klaus

Schomacker von der Volksinitiative

und hofft, dass sich „der

konstruktive Dialog in Rissen

auf ganz Hamburg ausweitet.“

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auf Empfehlung

Osdorf – Das Finale der traditionellen

NDR-Sommertour,

dass dieses Jahr in Osdorf stattfinden

wird, wirft im Stadtteil

seine Zeichen voraus. Gewinnt

das Quartier nämlich die übliche

Stadtteilwette (Aufgabe

noch unbekannt), wird das

Osdorfer Projekt „Hingucker“

finanziell unterstützt. Dieser

Verein baut gemeinsam mit

Kindern und Jugendlichen

selbst entworfene Sitzmöbel für

Osdorf und hofft natürlich sehr

auf die NDR-Hilfe. Mit dem

Geld soll unter anderem ein

Betonbauer bezahlt werden. Ob

das möglich wird, das entscheiden

letztlich alle Osdorfer bei

der Stadtteilwette. Am 5.

August startet das Finalfest,

eine Woche früher wird die

Aufgabe für den Stadtteil veröffentlicht!

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Das Goßlerhaus wird neu

belebt: Am 15. Juli eröffnet

das Hamburger Konservatorium

eine weitere Niederlassung

in Blankenese.

„Wir werden das neue Haus

ähnlich nutzen wie unser

Sülldorfer Haus – für Instrumentalunterricht,

für die Studierenden

der Akademie oder

für Konzerte“, erläutert Marcus

Menke, Direktor des Hamburger

Konservatoriums. Zur feierlichen

Eröffnung werden Bezirksamtsleiterin

Dr. Liane

Melzer, der Vorstand der Hamburger

Sparkasse, Klaus Schümann

als Vertreter des Fördervereins

Goßlerhaus e.V. und

weitere geladene Gäste erwartet.

Der Festakt wird eingebettet

in einen Eröffnungstag mit vielen

musikalischen Highlights

auch in Zusammenarbeit mit

der Bücherhalle Elbvororte,

einem der neuen Nachbarn in

Goßlers Park.

Das Goßlerhaus

in Blankenese

1789 auf dem Hügel oberhalb

der Blankeneser Landstraße

erbaut, gehört es zu den

„weißen Bürgerhäusern“ des

Hamburger Westens.

In der jüngeren Vergangenheit

wurde das Goßlerhaus bis

Anfang der 2000er Jahre als

Ortsamt genutzt. Nach längerem

Leerstand hat die Stadt das

Goßlerhaus für einen symbolischen

Euro dem Förderverein

Goßlerhaus e.V. und damit

einem Mäzen übergeben, der

das Haus saniert und wieder in

seinen wunderschönen Urzustand

versetzt hat. Treibende

Kraft für den großartigen Erhalt

dieses Hauses war u. a. Klaus

Schümann (Hamburger Klönschnack).

Seit 2007 wurde das Goßlerhaus

von der renommierten

Bucerius Law School, Deutschlands

erster privater juristischen

Hochschule (ZEIT-Stiftung

Ebelin und Gerd Bucerius)

betrieben.

E l b v o r o r t e

Goßlerhaus wird zum Zentrum der Musik

Das Hamburger Konservatorium eröffnet im Juli eine neue Niederlassung im Goßlerhaus | Markus Krohn

BLANKENESE

Nachdem der Förderverein

Goßlerhaus e.V. im Sommer

2016 nach einem neuen Mieter

Ausschau gehalten hatte, konnte

das Hamburger Konservatorium

als neuer Mieter und

Partner für das Goßlerhaus

gewonnen werden.

Das Hamburger Konservatorium

wird das Haus mit seinen

vielfältigen Aktivitäten im

Bereich Musikausbildung und

Konzert mit Leben erfüllen und

auch den Park durch die nahe

Lage der Bücherhalle Elbvororte

erheblich aufwerten. So

könnten nicht nur im Haus

selbst, sondern auch im Goßlers

Park Musik erklingen, gern

auch spontan mit feiernden

Jugendlichen, ist zu hören. Das

Hamburger Konservatorium

möchte demnach das Haus

aktiv nutzen und zu einem

musikalischen Haus machen.

Das Hamburger Konservatorium

plant im Goßlerhaus zusätzlich

zu seinem Hauptstandort

in Sülldorf das Angebot von

Musikalischer Frühförderung

für die Kleinsten, Instrumentalunterricht

für Kinder, Jugendliche

und Erwachsene, Studienangebote

für Musikerziehung

und Konzertmusiker sowie

Konzerte für das Blankeneser

Publikum mit Klassik- und

Jazzmusik.

Außerdem bleibt sowohl die

Zusammenarbeit mit dem Förderverein

Goßlerhaus e. V. und

seiner Konzertreihe als auch

mit der Horst-Janssen-Bibliothek,

die im Goßlerhaus beheimatet

ist, bestehen.

Da das Goßlerhaus vielen Menschen

in Hamburg am Herzen

Beliebt und demnächst wieder belebt: Das Goßlerhaus in Goßlers Park Blankenese

liegt, weil sie dort ihren Bund

für’s Leben geschlossen haben,

wird das Hamburger Konservatorium

auch weiterhin das

Trauzimmer für Hochzeiten

vermieten.

Das Hamburger Konservatorium

wird das Haus von 8 Uhr

morgens bis 22 Uhr abends

bespielen. Dadurch wird auch

Goßlers Park nicht mehr im

Abseits liegen, sondern durch

Unterrichts- und Konzertbesucherinnen

und -besucher erheblich

belebt. Eine sinnvolle

Nutzung des Parks wird dadurch

wieder gegeben sein.

Die HASPA hat sich aufgrund

der jahrzehntelangen positiven

Zusammenarbeit mit dem

Hamburger Konservatorium

entschlossen, die Konzertserie

in der Eröffnungssaison von

September 2017 bis Mai 2018

großzügig zu unterstützen. Dadurch

werden den Blankeneserinnen

und Blankenesern im

Goßlerhaus in diesen Monaten

insgesamt ca. 25 hochkarätige

Konzerte präsentiert, die von

dem international renommierten

Kollegium des Hamburger

Konservatoriums gegeben werden.

Der Unterrichtsbetrieb wird ab

1. September aufgenommen.

Die Konzertreihe „Musik auf

dem Hügel/Klingendes Goßlerhaus“

wird ebenfalls im

September starten. Weitere

Großveranstaltungen und

Highlights stehen jetzt schon

fest: Am 9. und 10 September

finden dort die Blankeneser

Literaturtage im Rahmen des

Tages des offenen Denkmals

statt, am 5. November feiert das

Festival „Musik in den Häusern

der Stadt“ hier seine Eröffnung

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Protest gegen Filialverlegung der Haspa

BürgervereinSülldorf-Iserbrook setzt sich für Mitbürger ein, die nicht mehr so mobil sind | Markus Krohn

Seit 1827 ist die Hamburger

Sparkasse mit Hamburg

und der Metropolregion

verbunden. Sie ist älter als

die Speicherstadt und so

modern wie die Hafencity.

Es gibt wohl kaum einen Hamburger,

der nicht mindestens

ein Konto auch bei der Haspa

hat. Das hat seinen Grund: Die

Haspa hat das weitverbreitetste

Filialnetz in der Hansestadt.

Über 140 Filialen öffnen für die

Kunden der Sparkasse. Auch in

Sülldorf. Die Haspa warb mit

der Kundennähe sogar eine

zeitlang auf dem „Boten“, der

Zeitschrift des Bürgervereins

Sülldorf-Iserbrook. „Wir sind

maßlos enttäuscht“, sagt Liselotte

Zoder, erste Vorsitzende

des Vereins der DorfStadt-Zeitung.

Gerade ältere Leute

bräuchten einen Treffpunkt in

ihrem Stadtteil – zumindest ein

Briefkasten für Überweisungen

wäre gut gewesen, fordert sie.

SÜLLDORF

des Bürgervereins vor der Haspa Sülldorf Foto: Krohn

Der erfolgreiche Weg

zu besseren Noten

Im gesamten

HamburgsMitglieder

Westen

Jan-Erik Schuldt, Haspa-Regionalleiter

Blankenese-Rissen

kann die Sorge seiner Kunden

verstehen: „Wir haben uns diese

Entscheidung nicht leicht gemacht.

Aber wenn einzelne

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Foto: Krohn

Standorte von den Kunden

nicht mehr so stark besucht

werden, ist es manchmal notwendig,

diese mit anderen Filialen

zusammen zu legen“. Er

verspricht: „Es wird am alten

Standort auf jeden Fall einen

Geldautomaten geben – die

Briefkästen für Überweisungen

bergen leider unübersehbare Risiken.

Wenn noch nicht einmal

tagsüber Sichtkontakt durch

unsere Mitarbeiter möglich ist,

will ich das nicht verantworten!“

erläutert Schuldt. Ein

Minimalangebot also in Sülldorf,

während andere Standorte

bis 2020 zu Nachbarschaftstreffpunkten

ausgebaut werden.

Bitter für Ältere in Sülldorf, die

nun nach Iserbrook, Rissen oder

Blankenese ausweichen müssen.

Schuldt versprach jedoch, sich

der Sorgen der Sülldorfer anzunehmen

und z.B. Einweisungen

ins sichere Onlinebanking zu

geben, falls gewünscht.


E l b v o r o r t e

DorfStadt-Zeitung 09/2017 • 29.06.2017 • 3

Mountainbikes und Bouldering

Marion Dönhoff Gymnasium sucht Rad/t und Tat | Manuela Tanzen

Dass der Spruch „Hamburg

hat keine Berge“ überhaupt

nicht stimmt, wissen alle,

spätestens, wenn sie einmal

versucht haben, den Waseberg

hinaufzuschnaufen.

Und dann erst mit dem

Fahrrad…

Und jetzt kommt noch ein Berg

dazu, nicht ganz so hoch und

vor allem kein wirklich echter,

aber mit einem schönen

Namen: „Mount Marion“.

Dahinter verbirgt sich ein

Projekt des Marion Dönhoff

Gymnasiums (MDG)

it dem Ziel, das im Hamburger

Lehrplan vorgesehene,

im regulären Schulsport

aber schwer zu realisierende

Bewegungsfeld

„Rollen und Gleiten“ im

schulinternen Curriculum

zu verankern. Es sollen

Mountainbikes für die

Schülerinnen und Schüler

bereitgestellt werden, eine

„Bergwelt“ geschaffen werden.

Der erste Schritt ist getan, mithilfe

von Hamburg-Süd wurde

ein 20ft-Übersee-Container auf

dem Schulgelände platziert.

Im Juli legen die Schüler erstmals

Hand an: Im Rahmen der

Projektwoche werden sie die

Innen- und Außenwände lackieren,

Fahrrad-Aufhängungen im

Container anbringen, ein rollbares

Werkstatt-Terminal er-

BLANKENESE

»Starke Kinder« mit Rolf

Doppelkonzert mit Rolf Zuckowski in Iserbrook | Konrad Matzen

Große Aufregung an der

Schule Iserbrook: Insgesamt

170 Schülerinnen und

Schüler treten auf, in ihrer

Schulaula, gemeinsam mit

dem Orchester des Konservatoriums.

Und mit dem Mann,

dessen Lieder die meisten von

ihnen schon mitträllern, seit sie

denken können, genauso wie

auch viele der anwesenden

stolzen Eltern: Rolf Zuckowski.

Der berühmte Hamburger (Kinder-)Liederschreiber

feiert nämlich

gerade Jubiläum, „40 Jahre

Rolf-Musik“.

Im Rahmen der Jubiläumstour

gab er Mitte Juni gleich zwei

Konzerte an einem Tag, eine

Kooperation des Hamburger

Konservatoriums in Sülldorf

ISERBROOK

richten, erste Schritte zur äußeren

Umgestaltung realisieren.

Hierfür gibt es verschiedene

Überlegungen. Eine Bouldering-Wand

zum Klettern in der

Pause ist in Planung, angedacht

sind auch ein Treppenaufgang

als Outdoor-Klassenraum und

die Schaffung einer Dachterrasse

als Bühne für Outdoor-

Präsentationen, -Konzerte, -

Theater.

Daumen hoch für

„Mount Marion“: Die Vermittlung

einer Container-Spende seitens Hamburg

Süd erfolgte durch Kay Lemcke (links, Sallum

Lines Germany). Rechts: Sportlehrer und

Projektinitiator Oke Schober.

Foto: MDG

Rolf Zuckowski mit den Jeki-Kindern in der Aula der Schule Iserbrook

mit der Schule Iserbrook.

„Der Morgen begann mit einem

musikalisch und kulturell vielfarbigen

Konzert in der Aula

der Kooperationsschule Iserbrook.

Die große instrumentale

Bandbreite des Konservatoriumsorchesters

– mit beeindruckenden

Gästen aus Syrien

– wurde ergänzt durch mehrere

Jeki-Gruppen (Aktion: Jedem

Kind sein Instrument, Anm. der

Red.)). Dazu sang der Drittklässler-Grundschulchor“,

berichtet Rolf Zuckowski auf

Facebook und fährt fort:

„Meine Lieder erhielten mehrfach

einen neuen, reizvollen

Klang, was sich in den Räumen

des Konservatoriums bis in den

Nachmittag fortsetzte.“ Sein

Bei aller Eigeninitiative, ganz

alleine kann und darf das

Gymnasium seinen „Mount

Marion“ aber nicht realisieren.

Aus Sicherheits- und Haftungsgründen

schreibt die Schulbehörde

die Ausführung durch

Firmen vor. „Wir hoffen, in Kooperation

mit einer Firma eine

Bouldering-Wand zu realisieren,

die vom TÜV-Nord abgenommen

werden kann und

somit den Bestimmungen der

Schulbehörde Hamburg entspräche.

Unser Wunsch wäre

es, in Absprache kleine vorbereitende

Aufgaben wie zum

Beispiel das Auskoffern des

Niedersprungbereiches im Sinne

der Pädagogik vorbereiten zu

können, sodass die Fertigung

nicht allein durch eine Firma,

sondern durch kooperatives

Handeln von uns als Schule mit

der ausführenden Firma sowie

der Prüfung durch den TÜV

Foto: Tanzen

Fazit zu dem Konzerttag, der

sich nach dem Schulkonzert am

Hamburger Konservatorium

mit einem Tag der Offenen Tür

fortsetzte: „Er gelang bestens,

in mehreren Stufen mit mehr

als 300 aktiven Kindern, Jugendlichen

und Erwachsenen.“

Auch Katharina Beeth-Heitsch,

Schulleiterin der Schule Iserbrook,

war begeistert vom Konzert

in der Schulaula: „Es war

großartig. Alle, die ich gesprochen

habe, waren angetan,

berührt und sehr zufrieden mit

dem Konzert.“

www.rolf-zuckowski.de

www.schule-iserbrook.de

www.hamburgerkonservatorium.de

Nord stattfinden würde. Dies

hat die Schulbehörde auch

bereits als möglich eingestuft“,

so Oke Schober, Sport-Fachschaftsleiter

am MDG.

Fehlen noch die Fahrräder. „Die

Anschaffung von 20 – 24

Mountainbikes bedarf einer

höheren Summe“, so Schober,

„wir prüfen gerade Möglichkeiten,

Unterstützung für die

Anschaffung zu gewinnen.“

Im Klartext: Firmen, die kooperieren

möchten, melden sich

gerne, ebenso alle anderen, die

das Projekt gerne unterstützen

möchten, sei es durch Sachoder

Geldspenden.

oke.schober@mdg-hamburg.de

Hilfe für den Alltag

FH Wedel lädt zum Kolloquium »Smart Living«

Hanse Ferry ausgetrickst?

Leser sprechen von Behinderung durch Wettbewerber | Konrad Matzen

Verwirrung um Blankenese-Fähre?

Schon kurz nach

ihrem Start machen Gerüchte

über Behinderungen

der neuen Fährverbindung

zwischen Landungsbrücken

und Blankenese die Runde.

DorfStadt-Leser sprechen von

irreführenden Hinweisen der

Wettbewerber. Eine Reederei

soll eine alternative Fahrt

„nach Blankenese“ anbieten.

Sie endet jedoch nicht in dem

Elbvorort, sondern fährt lediglich

der Elbe entlang bis Höhe

Blankenese, um dann ohne Halt

umzukehren und Richtung

Hafen zu fahren. „Es gibt einen

sehr harten Wettbewerb an den

Landungsbrücken“, bestätigt

nun auch Birte Dettmers von

der FRS Gruppe, die die

HanseFerry-Linie auf der Elbe

BLANKENESE

Prof. Hoffmann entwickelt mit seinen Studenten Assistenzsysme

für ein selbstbestimmtes Leben

Foto: FH Wedel

Die Fachhochschule Wedel lädt

für den 30. Juni Interessierte

zum Kolloquium über die

Digitalisierung im Sozial- und

Gesundheitswesen ein.

Die Digitalisierung hält auch

Einzug in der Gesundheitsbranche.

Neue Behandlungspfade

werden eingeschlagen und die

Rollen der Marktteilnehmer

verändern sich. Welche Bedeutung

können smarte Technologien

zukünftig im Bereich der

Pflege haben? Im Kolloquium

am 30. Juni in der Fachhochschule

Wedel referiert Dr.

Martin Weiß, Experte für IT-

Lösungen und Geschäftsprozessmanagement

in der Sozialwirtschaft,

zum Digitalisierungsprozess

im Lebens- und

Betreuungsraum pflegebedürftiger

Personen.

betreibt, „den gibt es im Hamburger

Hafen allerdings schon

immer“, ergänzt Dettmers.

Die „Kleine Freiheit“ verkehrt

täglich viermal von Landungsbrücken

nach Blankenese (10:00,

12:45, 15:30 und 18:15 Uhr)

Die »Kleine Freiheit« auf großer Fahrt

Sind es Roboter, die zukünftig

Pflegebedürftigen im Bad für

einen sicheren Halt assistieren?

Ist Telemedizin die Lösung für

ländliche Regionen, wenn der

nächste Facharzt, etwa zur Begutachtung

von Leberflecken,

kilometerweit entfernt ist? „Im

Bereich der Assistenzsysteme

für ein selbstbestimmtes Leben,

auch Ambient Assisted Living

genannt, sind viele Einsatzmöglichkeiten

smarter Technologien

vorstellbar“, erklärt Prof. Ulrich

Hoffmann, Leiter des Studiengangs

Smart Technology..

Kolloquium „Smart Living –

Zuhause und Betreut sein“

30. Juni, 12:30–14:00 Uhr

Fachhochschule Wedel, Hörsaal 5

Der Eintritt ist frei

www.fh-wedel.de

und fährt anschließend zurück

zu den Landungsbrücken mit

einem Zwischenstopp in Teufelsbrück.

Start und Endpunkt

ist an den Landungsbrücken,

Brücke 8 oder 9. Der Fahrplan

kann sich aufgrund von Wetter-

und Tidenbedingungen

kurzfristig ändern. Die aktuellen

Fahrplanänderungen finden

Foto: FRS HanseFerry

Sie auf der Homepage des Unternehmens

unter

www.frs-hanseferry.de.

Wollten Sie auch schon immer wissen,

was Ihr Nachbar so treibt?

Im Leser-Brief steht’s. Jede Woche!

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4 • DorfStadt-Zeitung 09/2017 • 29.06.2017

E l b v o r o r t e

»Karibu« – willkommen in Hamburg!

Jugend-Austausch zwischen Tanzania und Hamburg ein voller Erfolg! | Markus Krohn

ISERBROOK

der persönliche

Kontakt eine gute

Chance für die Bildung nachhaltiger

Freundschaften.

Die Tansanier erleben eine völlig

andere Kultur, die sie sich so

sicher nicht vorgestellt hatten.

Die meisten von ihnen sind

zum ersten Mal in Europa.

Nach ihrer Rückkehr werden sie

von den kühlen Norddeutschen,

Recycling und Erdbeeren zu

erzählen haben.

Im Sommer 2015 waren Jugendliche

aus Sülldorf und Iserbrook

in die Partnergemeinden

Utanziwa und Lupalilo gefahren.

Es war der erste Jugendaustausch

der Ev.-Luth. Kirchengemeinde

Sülldorf-Iserbrook

mit

Partnern in Tansania.

Jetzt erfolgte der Gegenbesuch.

Drei Wochen

lebten die jungen Tansanier

in Sülldorf und betei-

Partnerschaftsarbeit

seit 35 Jahren

Die Ev.-Luth. Kirchengemeinde

Sülldorf-Iserbrook betreibt seit

35 Jahren Partnerschaftsarbeit

mit den beiden Kirchengemeinden

in Lupalilo und Utanziwa.

Gekonnt: Kohlraspel am Boden

Töpfe mit Reis und Kartoffelstampf zwischen heißen Kohlen

Tomaten reiben? Wäsche

ohne Waschmaschine waschen?

Ein Fußball aus Papier

und Band? Was in

Tanzania an der Tagesordnung

ist, lernten Grundschulkinder

der Schule Iserbrook

in einer Afrika-Projektwoche

kennen: Im Rahmen

eines Jugendaustausches kamen

neun junge Tansanier in

die Ev.-Luth. Kirchengemeinde

Sülldorf-Iserbrook, um ihre

Hamburger Partnergemeinde

kennen zu lernen, aber auch,

um ihr Land und ihre Kultur

vorzustellen. Und so zeigten sie

den Grundschülern an der

Musäusstraße eine Woche lang,

wie in Tanzania Reis, Kohl und

Kartoffeln vorbereitet und gekocht

werden, welche Tänze

getanzt werden und wie der

Geographieunterricht in Ostafrika

aussieht: Nämlich mit auf

den Boden gelegten Steinen,

die die Umrisse von Kontinenten

zeigen. In der Aula lernten

die Kinder zudem afrikanische

Rhythmen auf Trommeln des

Hamburgers Bernhard Heitsch,

einem Musiker, der mit Rhythmus,

Tanz und Gesang Kinder

und Erwachsene gleichermaßen

berührt.

Sprachbarrieren spielten in dieser

Woche keine Rolle – und

wenn doch eine Verständigung

notwendig war, halfen Jugendliche

aus der Kirchengemeinde

bei der Übersetzung. Diakon

Thomas Jeschonowski, der die

Partnerarbeit der Kirchengemeinde

Sülldorf-Iserbrook betreut:

„Unsere Erfahrung zeigt,

dass gemeinsame Aktivitäten

wie Tanzen, Basteln, Singen,

Tanzen und Essen die besten

Voraussetzungen für die Bildung

fester Freundschaften bieten.“

Neben der Kommunikation

über soziale Medien biete

Rhythmus und Tanz auf dem Rasen an der Musäusstraße

Bernhard Heitsch trommelt mit Viertklässlern in der Aula der Grundschule Iserbrook

ligten sich an Gottesdiensten

und Veranstaltungen. Zudem

gestalteten sie gemeinsam mit

Sülldorfer und Iserbrooker Jugendlichen

an der Grundschule

Iserbrook im Rahmen der Afrika-Projektwoche

Workshops

zum Leben in ihrem Heimatland.

2015 pflanzten die Partner als

Zeichen der Freundschaft gemeinsam

Apfelbäume. Sie

wachsen jetzt auf dem Gemeindefeld

vor der Kirche in

Utanziwa. Diese Aktion wiederholten

die Partnergemeinden

jetzt auch in Sülldorf. Die Äpfel

stehen symbolisch für die

Früchte der Partnerschaft.

Wäsche waschen per Hand – ganz schön anstrengend..!

Fotos: Krohn

Dort entstanden mit den Spenden

der Sülldorfer und Iserbrooker

beispielsweise eine

neue Kirche und eine Wasserleitung

in Utanziwa. Mithilfe

weiterer Spenden und Stiftungen

will die Gemeinde noch

einmal 12.000 Euro aufbringen,

um die letzten Meter der Trinkwasserleitungen

in der Partnergemeinde

Lupalilo zu finanzieren.

Der Staat konnte nur 90

Prozent der Gesamtkosten aufbringen.

Es gibt zahlreiche Partnerschaften

zwischen Kirchengemeinden,

Schulen oder Sportvereinen

mit vor allem jungen Leuten

aus Afrika, insbesondere

dem vergleichsweise liberalen

Tanzania. Das besondere an

diesem Austausch ist die Begegnung

mit Menschen von

einem anderen Kontinent, deren

Kultur nicht unterschiedlicher

sein könnte. Die Erfahrung

zeigt: Es funktioniert. Auch

dauerhaft. Durch moderne

Kommunikationsmethoden

über das Internet bleiben die

Jugendlichen in Kontakt, treffen

Jahre später wieder aufeinander

und bauen auf das persönliche

Netzwerk auf.

Rissener können gemeinsam feiern!

Sommerfest ein voller Erfolg | Konrad Matzen

Die Rissener haben Gemeinschaftssinn!

Vor allem,

was die Belebung des Dorfkerns

anbelangt, waren

zuletzt Zweifel aufgekommen,

ob es gelingt, die Rissener dafür

zu begeistern (DSZ 06-2017).

Wer das diesjährige Sommerfest

in der Wedeler Landstraße

miterlebt hat, kann bestätigen:

Die Rissener können Ihr Dorf

rocken. Sicher, die Wetter-Bedingungen

waren optimal, aber

es wehte in diesem Jahr auch

bei den Organisatoren ein anderer

Wind: Quartiermanager

Martin Gorecki ist überwältigt

von der Begeisterungsfähigkeit

der Rissener: „Ich glaube, das

war das beste Fest, das Rissen

jemals erlebt hat!“ Noch bis

zum späten Abend feierten

hunderte Rissener mit DJ und

Tanz…

RISSEN

Das, was das Gemeinschaftsgefühl

ausgemacht hat, hat

seine Ursache in der zunehmenden

Vernetzung unterschiedlicher

Institutionen und

Vereine im Stadtteil. Neben der

so genannten „Rissener Runde“

gibt es noch zahlreiche Nachbarschaftsinitiativen

und Ehrenamtliche,

die sich in der

Flüchtlingsarbeit rund um die

Flüchtlingsunterkunft Sieversstücken

engagieren und sich

bei der Gestaltung des Sommerfestes

beteiligt haben. So

waren die Geschäftsleute in

diesem Jahr nicht auf sich

allein gestellt, sondern organisierten

das Fest gemeinsam mit

ihren Kunden.

Mit dabei waren natürlich auch

Mitglieder des Bürgervereins

und der Sportvereine, Ehrenamtliche

der Kirchengemeinde

und Aktive aus den Rissener

Schulen. Überhaupt, sagt Gorecki,

habe sich gezeigt, dass

die Rissener offen seien für ihre

Nachbarn. „Ich war beeindruckt

von der Kreativität, mit der sich

Standbetreiber gegenseitig bei

der Lösung kleinerer Probleme

geholfen haben!“ Auch im

Vorfeld ergaben sich schon

mehrere Kooperationen, die in

Zukunft ausgebaut werden

könnten. Ein gutes Beispiel

könnte das Engagement des

Lions Clubs sein, der gemeinsam

mit Flüchtlingen aus Sieverstücken

orientalische Köstlichkeiten

anbot, die schnell

ausverkauft waren. „Bei den

Vorbereitungen hat sich gezeigt,

dass die Flüchtlinge genauso

große Berührungsängste gegenüber

uns Deutschen haben, wie

umgekehrt“, erzählt Gorecki

von seinen Erfahrungen. Umso

wichtiger sei es jetzt, den Faden

nicht abreißen zu lassen. Er

empfiehlt daher allen Rissenern

den Besuch des neuen Dorfcafés,

das durch zwei aktive

Mitglieder des Bürgervereins

Rissen ermöglicht wird. Und

Gorecki ermuntert zu mehr

Engagement: Wir können noch

Hilfe gebrauchen! Vielleicht

kann ja nach diesem Erfolg

auch im Advent ein Stadtteilfest

zum Erfolg werden.

Die Stadtteilmanager:

Büro: Grete-Nevermann-Weg 24

Martin Gorecki: (01 76) 10 12

03 95, E-Mail: mgorecki@

proquartier.hamburg

Ulli Engelbrecht: (01 72) 7 95

23 50, E-Mail: ulli.engelbrecht@

paritaet-hamburg.de

Sommerfest im Dorf: Buntes Treiben und gute Laune

Foto: Gorecki


DorfStadt-Herausgeber Markus

Krohn sprach mit den Jugendlichen

Gästen und Pastor

Yusufu Lwilla:

Willkommen in Hamburg –

mögen Sie das Wetter hier?

Isaja: Wir fühlen uns auf jeden

Fall wohl – der Unterschied

liegt gar nicht so sehr bei den

Temperaturen, sondern in der

Art, wie sich das Wetter verändert:

Wenn wir in Utanziwa

oder Lupalilo Regenzeit haben,

dann regnet es sehr lange.

Anschließend haben wir wieder

viel Sonne – in Hamburg wechselt

das Wetter ja ständig…

Waren Sie schon mal hier?

Pastor Yusufu Lwilla: Ja, 2010

gab es schon Mal einen Austausch.

Ich war damals mit

einer Gruppe in Hamburg. Damals

gab es einen dreiwöchigen

Austausch zwischen den Kirchenkreisen

im Hamburger

Westen und dem Kirchenkreis

Lupila in Tanzania. Inzwischen

ist die Partnerschaft zwischen

den Ev.-Luth. Kirchengemeinden

Sülldorf-Iserbrook und den

beiden Gemeinden in Lupalilo

und Utanziwa gewachsen. Vor

allem die Kommunikation ist

dank E-Mail und Smartphone

leichter geworden.

Was erzählen Sie Ihren Angehörigen,

wenn Sie zurück nach

Tanzania fliegen?

Ima: Besonders aufgefallen ist

uns, wie geregelt der Autoverkehr

hier in Hamburg abläuft.

Bei uns zuhause muss man

besser aufpassen, dass man

keinen Unfall verursacht. Und

die Einkaufsmöglichkeiten und

Maschinen, die hier eingesetzt

werden, sind natürlich viel

weiter entwickelt als bei uns.

Besonders beeindruckend war

der Besuch auf dem Recycling-

Hof. So etwas gibt es bei uns

nicht… ganz anders ist auch

das Essen in Hamburg. Das ist

für uns etwas ganz neues, aber

es ist spannend, das auszuprobieren.

Mit den Kindern in der

Schule haben wir gekocht, wie

wir es kennen, und auch die

„Alle Welt im Dorfcafé

Rissen“ - so lautet das Motto

der neuen Stadtteiltreffs

im Bürgerhaus an der

Wedeler Landstraße 2. Die

Räumlichkeiten des Bürgervereins

sind dann jeden Freitag

von 15 bis 18 Uhr geöffnet, um

alteingesessene und neu hinzugezogene

Rissener bei Kaffee,

Tee und Kuchen zusammen zu

bringen. Die Eröffnung des

„Dorfcafés“ findet diesen Freitag,

30. Juni um 15 Uhr, statt.

Kennenlernen und Klönen stehen

dann für drei Stunden auf

dem Programm: Gemeinsamkeiten

ausloten, über den Alltag

reden, Kontakte knüpfen und

vieles mehr. Je nach Bedarf

können auch mal Beratungen,

Aufführungen oder Ausflüge

stattfinden. Organisiert wird

das Café von Marion Bouncken,

die sich bereits seit mehreren

Monaten im Bewohnertreff in

Sieversstücken engagiert. „Es

ist zudem eine schöne Möglichkeit

für die Menschen, endlich

einmal die Stadtteilgrenzen im

Kopf zu überwinden und den

zentralen Ort des Bürgerhauses

als Ausgangspunkt für mehr

nachbarschaftliches Miteinander

zu nutzen“, sagt Stadtteilmanager

Ulli Engelbrecht

vom Paritätischen, der auch 2.

Vorsitzender des Bürgervereins

ist.

Für Marion Bouncken steht der

Mensch im Mittelpunkt: „Ich

freue mich darauf, dass es Begegnungen

zwischen Personen

mit verschiedenen Geschichten,

Biographien und Ansichten

geben wird, die für jeden einzelnen

bereichernd sein können.

Ich bin einfach gerne mit unter-

E l b v o r o r t e DorfStadt-Zeitung 09/2017 • 29.06.2017 • 5

Frieden in Tanzania – aber kaum Chancen für Jugendliche

Ein Gespräch mit den Gästen aus Lupalio und Utanziwa über Freundschaft und Hoffnungen für die Zukunft | Markus Krohn

Begegnung im Bürgerhaus: Dorfcafé öffnet am 30. Juni

Hier trifft sich „alle Welt“ zum Kennenlernen und Klönen bei Kaffee, Tee und Kuchen | Konrad Matzen

RISSEN

Die Jugendlichen vor der Tür zur St. Michaelskirche in

Sülldorf. Hintere Reihe von links: Rasmus Sturm, Toni

Hahn, Yusufu Lwilla, Thomas Jeschonowski, Joshua

Sanga, Lameki Kyando, Joschua Chaula, Isaja Luvanda

–Vordere Reihe: Raheli Sanga, Lisa Hagemeister, Sukura

Sanga, Julia Ernst, Elly Ngindo, Helena Kyando – und

beim Interview im alten Pastorat

Foto: Krohn

Schülerinnen und Schüler fanden

die afrikanischen Speisen

sehr lecker!

Wie würden Sie die Partnerschaft

zwischen den Gemeinden

beschreiben?

Joshua: Es gibt einen neuen

Weg der Kommunikation, der

die Partnerschaft, die schon

seit 35 Jahren besteht, neu

belebt hat: Vor allem E-Mail

und Handy erleichtern den

gegenseitigen Austausch. Aber

vor allem die gegenseitigen Besuche

von vor zwei Jahren oder

der Austausch jetzt hilft, sich

gegenseitig besser kennen zu

lernen und miteinander ins

Gespräch zu kommen, auch

wenn es natürlich immer noch

die Sprachbarriere gibt.

Können Sie denn schon ein

paar Worte Deutsch?

Ja – Danke, Guten Morgen, wo

ist Wasser? Guten Appetit,

oder „Moin Moin!“

Sie haben gesagt, die Jugend

sei die Zukunft. Warum?

Raheli: Naja, wir haben ziemlich

viele sehr interessierte

und motivierte Jugendliche.

Nicht nur in Deutschland,

auch in Tanzania. Die

inzwischen sehr gute Bildung

in Tanzania sorgt dafür, dass

sehr viele junge Menschen gute

Chancen hätten, sich beruflich

zu entwickeln und ihr eigenes

Geld zu verdienen. Allerdings

stehen trotzdem viele Jugendliche

auf der Straße. Ein Programm

zur Förderung von

Unternehmensgründungen soll

dafür sorgen, dass viele der

hoffnungsvollen jungen Tansanier

ihre eigenen Ideen erfolgreich

umsetzen können. Allerdings

profitieren derzeit nur

sehr wenige von diesem Programm.

Das frustriert manche.

Umso wichtiger ist ein internationaler

Austausch wie dieser,

um sich miteinander zu vernetzen,

damit engagierte und kompetente

junge Leute ihre Chance

bekommen – möglicherweise

auch außerhalb von Tanzania.

Deutschland diskutiert über

Flüchtlinge, die hier Zuflucht

suchen. Auch Tanzania nimmt

Flüchtlinge aus den afrikanischen

Nachbarländern auf. Wie

sehen Sie die Flüchtlingsfrage?

Isaja: Für die Menschen in der

Ukinga, woher wir kommen, ist

Flucht kein großes Thema. Die

Entwicklung in unserem Heimatland

ist im großen und

ganzen positiv und seit der

Unabhängigkeit Tansanias im

Jahre 1961 herrscht Frieden. In

sofern tun wir für Verfolgte in

unseren Nachbarländern alles,

was wir können. Um selbst

nach Europa zu fliehen fehlt im

Übrigen den meisten Menschen

in Tanzania schlicht das Geld,

um Schlepper zu bezahlen.

Thomas Jeschonowski, Sie waren

schon mehrfach in Tanzania

und betreuen die Partnerschaftsarbeit

der Gemeinde

Sülldorf-Iserbrook. Was können

wir Deutsche von den

Gästen aus Tanzania lernen?

Diakon Thomas Jeschonowski:

Vor allem Gastfreundschaft

und menschliche Wärme, die

wir bei unserem Besuch 2015

dort erfahren haben und auch

hier von unseren Gästen bekommen.

Dafür bin ich sehr

dankbar! Und die Fröhlichkeit

unserer Gäste ist absolut

ansteckend. Der Beweis liegt

nicht nur im Singen und

Tanzen, sondern auch in der

Sprache. Bei uns heißt es „wie

geht es Dir?“ Die Antwort ist

entweder „gut“ oder „schlecht“.

In Swahili (Suaheli), der Landessprache

gibt es keinen

Begriff dafür, dass es einem

schlecht geht. Dort sagt man:

„Es geht mir gut, aber nur ein

Laden ein zum „Dorfcafé“: Claus W. Scheide, Marion Bouncken, Ulli Engelbrecht sowie Basel,

Adris und Mohammad, die in Sieversstücken leben

Foto: Pr

Tanzania-Info

bißchen…“. Was mich außerdem

sehr stark beeindruckt hat

ist, wie die Tansanier mit ihrem

Glauben umgehen. Viele

Deutsche denken, sie leben

ihren Glauben, in dem sie ein,

zwei Mal im Jahr in den

Gottesdienst gehen. In unseren

Tansanischen Partnergemeinden

habe ich gelernt, das das

ganze Leben in Gottes Hand

liegt, nicht nur in der Kirche,

sondern überall und immer. Es

wird gebetet vor den Mahlzeiten,

im Auto, bei der Arbeit.

Ein tolles Gefühl!

Die Vereinigte Republik Tansania liegt am Indischen Ozean in

Ostafrika. Es ist mit knapp 50 Millionen Einwohnern das nach

Bevölkerung sechstgrößte Land Afrikas, in dem etwa 125

Sprachen gesprochen werden. Tansania ist aber zweieinhalbmal

so groß wie Deutschland. Als Verkehrssprachen gelten

Swahili (Suaheli) und Englisch.

Im Norden grenzt Tansania an Kenia und Uganda, ein großer

Teil des Viktoriasees befindet sich auf Tansanischem Territorium,

genauso wie der berühmte Berg Kilimandscharo (5.895m).

Der Norden des Landes und das Küstengebiet sind größtenteils

bis stark islamisch geprägt, im Binnenland hat sich das

Christentum verbreitet. Heute gehören etwa 40 Prozent der

Bevölkerung dem christlichen Glauben (v.a. katholisch) an.

Das Schulsystem wurde durch die Kolonialisierung vor der

Unabhängigkeit 1961 stark vom britischen System beeinflusst.

Seit 2002 müssen an staatlichen Schulen keine Schulgebühren

mehr gezahlt werden, was vor allem auf dem Land

zu großen Klassen führt. Bis zum 15. Lebensjahr besteht

Schulpflicht. Vor allem in den Ballungszentren entstanden

zahlreiche internationale Schulen mit wesentlich höheren

Bildungsstandards, die aber privat finanziert werden müssen.

Wirtschaftlich steht Tansania alles andere als glänzend da. 82

Prozent der Bevölkerung arbeitet in der Landwirtschaft, nur

15 Prozent im Dienstleistungssektor und nur 3 Prozent in der

Industrie. Offiziell sind zwar nur gut 5 Prozent der Bevölkerung

arbeitslos, allerdings gehen Schätzungen davon aus,

dass über 40 Prozent der Bevölkerung ihr Geld auf dem

Schwarzmarkt verdienen müssen.

Die Land-Bevölkerung leidet vor allem an der schlecht ausgebauten

Infrastruktur. Es mangelt an Strom- und Wasserleitungen,

aber auch an Straßen. Geröllwege sind in der Regenzeit

oft unpassierbar. Die Jugend zieht es daher zunehmend

in Ballungsgebiete, sind dort aber oft chancenlos.

Auch wenn Tansania eine Präsidialrepublik ist, scheinen Menschenrechte

und Religionsfreiheit sowie die Unabhängigkeit

der Medien in dem afrikanischen Land weitestgehend

gewährleistet zu sein. Regional bestehen allerdings große

Unterschiede. Der UN-Menschenrechtsausschuss äußerte

sich mehrfach besorgt über anhaltende, weit verbreitete

Gewalt gegen Frauen, insbesondere über das Ausmaß häuslicher

Gewalt und das Fehlen konkreter effektiver Maßnahmen

zur Bekämpfung der Genitalverstümmelung. Auch

Homosexuelle müssen mit Verfolgung der Behörden rechnen.

Daher verlangen Grünen-Politiker in Deutschland, dass

Tansania von der Liste sicher Herkunftsstaaten gestrichen wird.

schiedlichen Menschen zusammen

und glaube, dass viele Rissener

daran ebenfalls Spaß

haben werden.“

„Eine lebendige Stadtteilkultur

ist ständiger Quell von Ideen

und Ansporn, an der Gemeinschaft

mitzuwirken. Die Begegnung

an einem Ort, der für den

Stadtteil identitätsstiftend wirkt,

ist dafür die beste Grundlage.

Die Alte Steinschule ist so ein

Ort für Rissen“, meint Claus W.

Scheide, 1. Vorsitzender des

Bürgervereines.

Damit das Café auch langfristig

Bestand haben wird, werden

noch ehrenamtliche Mitarbeiter

gesucht. Ob zwei Stunden im

Monat oder wöchentlich, jede

Mitarbeit ist sehr willkommen.

Kontakt:

gmx.net

marionbouncken@


6 • DorfStadt-Zeitung 09/2017 • 29.06.2017

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Gelingt Neustart bei 1.

Herren von Komet?

Eine Pechspirale führte am

Saisonende zum Abstieg der 1.

Herren von Komet. 20 Punkte

auf dem letzten Tabellenplatz

waren einfach zu wenig. Das

Torverhältnis von 35:102

spricht Bände. Jetzt setzt

Abteilungsleiter Volker

Tausend auf einen Neuanfang.

Am Dienstag begann bereits die

Vorbereitung für die kommende

Saison, jetzt werden aktiv neue

Spieler für den Aufbau einer

neuen schlagkräftigen

Mannschaft gesucht.

In der abgelaufenen Saison gab

es schon von Anfang an Probleme

in der Abwehr. Vor dem

guten Schlussmann Simon

Wiechmann gab es ständig

personelle Veränderungen. Zudem

verschärften Abgänge die

Aufstellungsprobleme. Darauf

konnte das Funktionsteam in

der Winterpause zwar durch

Neuzugänge reagieren, in der

entscheidenden Phase im Abstiegskampf

verletzten sich

aber beide (guten) Innenverteidiger;

fortan musste ständig

improvisiert werden.

Der Sturm war in der Rückserie

überhaupt nicht mehr vorhanden:

Der etatmäßige Mittelstürmer

war dauerverletzt und

verbuchte keinen einzigen

Einsatz mehr, und sein „Ersatzmann“

blieb einfach weg!

Den Mittelfeldspielern gelang

es jedoch nicht, den Sturm zu

ersetzen. Der beste Schütze

brachte es gerade auf fünf Tore.

Unter diesen Voraussetzungen

war der Abstieg unumgänglich,

zumal zwei Trainerwechsel

innerhalb der Saison natürlich

S p o r t

Viel vor: Schachvereinigung Blankenese

Blankeneser Schachvereinigung plant größtes Schachturnier für die Elbvororte Ende September | M. Tanzen

BLANKENESE

„Ein Schachturnier über 4

Tage veranstalten wir zum

ersten Mal“, so Alfred

Manke, Vorsitzender der

Schachvereinigung Blankenese.

„Das ist einmalig im

Hamburger Westen und für

diejenigen, die von außerhalb

anreisen, mit mehr Organisation

verbunden. Aber wir sind

mit den bisherigen Anmeldungen

mehr als zufrieden.“ Trotzdem,

Schachfreunde aufgepasst:

Bei Redaktionsschluss waren

noch Startplätze zu haben!

Dem Sieger winkt ein Preisgeld

von 500 Euro, neben Geldpreisen

gibt es auch Sachpreise für

die beste Dame, den besten Senior

und den besten Jugendlichen.

Apropos Damen: „Leider gibt es

bei uns im Verein nur eine

Handvoll Frauen – ich habe

noch immer nicht rausgekriegt,

warum Schach bei Frauen

weniger beliebt ist“, wundert

sich Manke. Ein Grund mehr,

regelmäßig Schachgroßmeisterinnen

einzuladen: Jedes Jahr

im November kommt eine deutsche

Nationalspielerin zum

Simultanschach. „Wir haben

schon fast alle deutschen Nationalspielerinnen

bei uns

gehabt“, so Manke. „In diesem

November besucht uns die aktuelle

Ranglisten-Zweite, Sarah

Hoolt. Sie spielt dann simultan,

also gleichzeitig gegen 25 bis

28 Gegner!“

Schach ist also keine Frage des

Geschlechts, und erst recht

nicht des Alters. Die jüngsten

Vereinsmitglieder sind sechs,

der älteste Spieler ist 91 Jahre

alt. „Er hat Schach im amerikanischen

Kriegsgefangenenlager

gelernt. Es hat ihn sein Leben

lang begleitet und er spielt noch

immer hervorragend“, erklärt

Manke und fährt begeistert

fort: „Schach ist eine Leidenschaft.

Manche finden keinen

Zugang, aber wen es einmal

gepackt hat…!“ Er selber hat

auch ihre Spuren hinterließen.

Kevin Reichmann hatte zuletzt

zwar wieder Schwung und

Kampfgeist in die Truppe bringen

können, die Trainingsbeteiligung

aber blieb zu gering

und Absagen für die Spieltage

erschwerten auch ihm die

Arbeit.

Wie immer bei Abstiegen gingen

nach dem letzten Punktspiel

(1:8 mit zwei Alt-Herren-

Spielern und dem Trainer auf

dem Feld) die sogenannten

Leistungsträger.

Vor diesem Hintergrund ist es

die Aufgabe des Funktionsteams,

für die neue Saison eine

Mannschaft zusammenzustellen,

die Erfolg suchend mit

Leidenschaft, Begeisterung

und großem Engagement sozusagen

ergebnisorientiert in die

Zukunft blickt und alles dafür

tut, Siege auf dem Fußballplatz

zu erlangen. Nun muss der

Kader in allen Mannschaftsteilen

ergänzt und verstärkt

werden, sonst droht der nächste

Abstieg. Wer Lust hat, das Team

Großartige Stimmung am Derbysonntag auf dem Turnierplatz in

Nienstedten

Foto: Hellmann

mit 12 angefangen, „zu spät,

um wirklich gut zu werden“,

sagt er bescheiden. „Kinder lernen

schneller und einfacher“,

erläutert er und lacht: „So mancher

ältere Herr, der schon seit

30 Jahren im Verein ist, hat

ganz schön zu schlucken, wenn

er beim Turnier von einem Kind

mattgesetzt wird!“

Die Blankeneser Schachvereinigung

gibt es seit 1923, mit seinen

derzeit 65 Mitgliedern ist

der Verein sehr aktiv: „Wir veranstalten

Turniere mit Großmeistern,

die Simultanabende

mit deutschen Nationalspielerinnen,

den Pokalwettbewerb

der Vereine im Hamburger

zu verstärken, ist herzlich willkommen,

an einem der kommenden

Dienstage um 19:45

Uhr auf Platz 2 an der Schenefelder

Landstraße zu erscheinen

und sich vorzustellen.

Info bei Volker Tausend,

(01 71) 260 44 47

HGC-Golfer auf

Siegeskurs!

Vor kurzem gewannen die

Spielerinnen und Spieler des

Hamburger Golf-Club e.V.

(HGC) in Buxtehude die Titel

der Hamburger Meister (siehe

Foto). Bei den Damen ist Hendrika

Labsch neue Hamburger

Meisterin mit einem Score von

72,74,83, 76 (+9 bei Par 74),

Silber und Bronze gingen ebenfalls

an den HGC mit Maike

Schlender und Lilly Köster.

Bei den Herren ist Yannik

Emmert neuer Hamburger

Meister mit einem Score von

71, 67, 75, 74 (-9 bei Par 74).

Bronze ging durch Lukas Kahl

ebenfalls nach Falkenstein.

Westen, Schnellschach Open,

Thementurniere, bei denen zum

Beispiel jeder mit der gleichen

Eröffnung beginnen muss, legen

großen Wert auf die Nachwuchsarbeit,

haben sogar einen

lizenzierten C-Trainer“, zählt

Alfred Manke auf. Im Juli steht

aber erstmal die jährliche Barkassenfahrt

zum Saisonabschluss

an.

Jetzt noch anmelden:

Blankeneser Open 2017

30.09. – 03.10.17

Lise-Meitner-Gymnasium

Knabeweg 3

Anmeldungen noch möglich

www.schach-blankenese.de

Modus: 7 Runden CH-System,

Paarungen mit dem Computerprogramm

Swiss-Chess, Bedenkzeit

90 Min./40 Züge + 30

Min. bis zum Ende der Partie

zzgl. 30 Sek. Bonus/Zug, Karenzzeit

30 Min.; bei Punktgleichheit

erfolgt die Verteilung

nach Buchholz.

Falls das noch Fremdworte

sind: Lieber nicht anmelden,

sondern zugucken. Und mal in

den Schachsport reinschnuppern,

bei der Schachvereinigung

Blankenese, im Vereinsheim

des THCC Rot-Gelb am

Hemmingstedter Weg 140 in

Groß-Flottbek!

++ Sport-Splitter +++ Sport-Splitter +++

Hendrika Labsch, Maike Schlender, Yannick Emmert, Lilly Köster

und Lukal Kahl feiern ihre Erfolge

Foto: HGC

Mit einem grandiosen Heimsieg

machen gerade die HGC-Herren

die 1. Bundesliga Nord wieder

spannend! Auch die Damen

verbuchten einen beeindruckenden

Heimsieg! Mit dem

dritten Spieltagssieg führen die

Damen derzeit souverän die

Tabelle der DGL 1. Bundesliga

Nord an.

Fröhliches Hockey-

Wochenende

Der THK erlebte ein erfolgreiches

und fröhliches Hockey-

Wochenende.

Die Herren gewannen mit 9

Toren ihr letztes Spiel in der

Regionalliga und spielen nun

wieder in der 2. Bundesliga.

Die drei D-Knaben Mannschaften

des THK Rissen spielten

sich alle bravourös am Sonntag

bei Polo und Blankenese auf die

1. Plätze und gewannen alle

Vielseitigkeitswettbewerbe.

Im Dorf stieg das Rissener

Sommerfest mit dem Tag der

Vereine und der THK hatte

große Nachfrage nach Kinderhockey.

Vor Herrmann Laatzens

Laden wurde bis zum

frühen Abend wild der

Hockeyschläger geschwungen.

Die Knaben A haben 11:1

gegen Bergedorf gewonnen.

Welch Torerfolg!

Die weibliche Jugend hat drei

Punkte gegen den UHC eingefahren

und die Mädchen B2

haben Bergstedt mit 9:1 zuhause

abgezogen.

Weiter ging der Erfolg bei den

Mädchen A1, sie konnten in der

Regionalliga mit 1:0 den TTK

schlagen und die Männliche

Jugend B hat Rahlstedt mit 5:1

vom Platz gefegt.


Geschichts-Stunde bei Asklepios

700 Jahre Othmarschen und 223 Jahre Krankenhaus Altona. Einladung zur Ausstellung | Konrad Matzen

Othmarschen feiert 700

Jahre – und die Asklepios

Klinik Altona feiert mit:

Unter anderem mit einer

historischen Bilderausstellung

zur Klinikgeschichte

der vergangenen 233 Jahre

in der Eingangshalle.

OHTMARSCHEN

Krankenhaus

mit Tradition

Das Altonaer Krankenhaus ist

mit seinen mehr als 230 Jahren

eines der ältesten Krankenhäuser

Norddeutschlands. Es

stammt aus der Zeit, da

Schleswig-Holstein und seit

1640 auch Altona zu Dänemark

gehörten und von Kopenhagen

aus verwaltet wurden. Als es

gebaut wurde, regierte in

Preußen noch Friedrich der

Große, und die Vereinigten

Staaten von Amerika rangen

noch um die Anerkennung

ihrer Unabhängigkeit...

Vom Städtischen

Krankenhaus 1784

bis zur Asklepios

Klinik Altona 2017

Um 1760 stiftete König Friedrich

von Dänemark eine Summe

von ca. 10.800 Mark für die

Gründung einer Krankenanstalt,

die aus fünf Zimmern

innerhalb des Zuchthauses

bestand. 1783 wurde dann mit

dem Bau des ersten Krankenhauses

begonnen. Es lag auf

der Südseite der Königstraße in

Altona, schräg gegenüber dem

heutigen Haus Nr. 26.

Das Altonaer Krankenhaus war

für 60 Patienten, vorrangig

Altonaer Bürger, eingerichtet

und unterschied sich deutlich

von den dumpfen, eher mittelalterlichen

„Hospitälern“, in

denen damals Greise und

Sieche untergebracht wurden.

Für die Verpflegung und Betreuung

der Patienten waren

eine „Krankenmutter“ und ein

„Krankenvater“, der gleichzeitig

auch hausmeisterliche Tätigkeiten

inne hatte, zuständig.

Unheilbar Kranke wurden nicht

aufgenommen, sie mussten in

ihren Familien betreut werden.

Standort »vor

den Toren der Stadt«

Damals befand sich der Standort

„vor den Toren der Stadt“

und zunächst befürchteten die

Bürger, die Kranken würden

den langen Weg vielleicht nicht

überleben. Das Krankenhaus

unterstand dem Magistrat der

Stadt Altona. 1863 verfügte das

Haus bereits über 191 Betten.

Es wurden die ersten Körperwärmemesser

angeschafft und

die erste Telefonleitung innerhalb

des Hauses verlegt. Epidemien

und das schnelle Wachsen

der Stadt führten trotz

ständiger Erweiterung durch

zusätzliche Nebengebäude immer

wieder zur Überfüllung.

Im zweiten Weltkrieg erlitt das

Krankenhaus schwere Schäden,

der Betrieb lief aber weiter, da

Kellerräume als Stationen hergerichtet

wurden. Nach Zahlen

von 1942 mussten ca. 1.450

Patienten von 50 Ärzten und

203 Krankenschwestern versorgt

werden. Mit Hilfe sogenannter

Hilfskrankenhäuser

versuchte man ausreichend

Präsentation des Architektenmodells für den heutigen Standort

Betten zur Verfügung zu stellen.

Sie befanden sich unter

anderem im Altenheim Bahrenfeld

oder auch im Gymnasium

Hohenzollernring.

Der Gesundheitszustand der

Bevölkerung verschlechterte

sich in den ersten Nachkriegsjahren

massiv und die Sterblichkeitsrate

stieg deutlich an.

Hunger und Kälte setzten den

Menschen zu, Unterernährung

erhöhte die Anfälligkeit für

Infektionen und Seuchen. An

Antibiotika gab es zu der Zeit

nur Penizillin, das jedoch für

die Bevölkerung praktisch nicht

zur Verfügung stand. Der Wiederaufbau

des Allgemeinen

Krankenhaus Altona beschränkte

sich auf wenige

Gebäude und bis zum Neubau

am heutigen Standort an der

Paul-Ehrlich-Straße, wurden

keine wesentlichen Veränderungen

mehr vorgenommen.

Zweiter Standort an der Max-Brauer-Allee

Foto: Historische Sammlung Asklepios Klinik Altona

Neubauplanungen

Ende der 50-er Jahre begannen

die ersten Planungen für einen

modernen Neubau des Krankenhauses,

das den Bedürfnissen

im bevölkerungsreichen

Altona in direkter Nachbarschaft

zum Hamburger Hafen

und St. Pauli gerecht werden

sollte. Ein neues Hochleistungskrankenhaus

sollte rationelle

Betriebsabläufe, kurze

Verbindungswege, niedrige Bewirtschaftungskosten

mit Krankenstationen,

Untersuchungsund

Behandlungsräumen in

einem kompakten Gebäudekomplex

vereinen.

Im Frühjahr 1959 wurde aus 53

Einsendungen der erste Preis an

die Architekten Kallmorgen

und Karres aus Hamburg-

Altona vergeben. Die Grundsteinlegung

für den Neubau in

Hamburg-Othmarschen fand

am 5. Juli 1961 statt, die Einweihung

und Inbetriebnahme

des Hauses erfolgte am 6. März

1971.

E l b v o r o r t e DorfStadt-Zeitung 09/2017 • 29.06.2017 • 7

Foto: Historische Sammlung Asklepios Klinik Altona

Heutiger Standort in der Paul-Ehrlich-Straße

Foto: Asklepios

Augenzentrums und des

Heute: Ein Haus der Stammzelllabors umgesetzt.

Maximalversorgung Ein Parkhaus wurde gebaut, die

Im Mai 1996 wurde für die Sicherheitsausstattung der

Geburtshilfe das Perinatalzentrum

direkt neben dem Krankenhaus

eröffnet und damit die

Frauenklinik in der Bülowstraße

Klinik umfassend modernisiert

und eine moderne Brandmeldetechnik

installiert.

Anfang Februar hat die Klinik

geschlossen. Wie schon das mit einem DaVinci-Roboter-

Vorgängerkrankenhaus an der system eines der modernsten

Max-Brauer-Allee war auch OP-Systeme erhalten, ein Meilenstein

dieses Krankenhaus zunächst

in der roboterassistier-

eine Dienststelle der Gesundheitsbehördeten

Chirurgie, mit dessen Unterstützung

1981 wurden die damals zehn ausgewiesene Ex-

perten hochkomplexe Eingriffe

kommunalen Krankenhäuser extrem schonend für die

Hamburgs und das Zentralinstitut

Patienten durchführen können.

für Transfusionsmedizin Heute, 233 Jahre nach der

ausgegliedert und als eigene

Führungseinheit „Landesbetrieb

Krankenhäuser (LBK)“ zusammengefasst.

Entstehung des ersten Altonaer

Krankenhauses, ist die Asklepios

Klinik Altona das Kranken-

Im Mai 1995 haus der Maximalversorgung

wurde der LBK eine Anstalt des

öffentlichen Rechts - und mit

ihm das Allgemeine Krankenhaus

in Hamburgs Westen.

Das Perinatalzentrum zählt zu

den größten Geburtshilfen in

Norddeutschland und hat in

seiner über 20-jährigen Geschichte

am jetzigen Standort

bereits über 50.000 kleinen

Deerns und Jungs auf die Welt

geholfen.

Die interdisziplinäre Notaufnahme

ist eine der größten in

ganz Deutschland und für viele

Notfallpatienten der erste

Anlaufpunkt. Als Krankenhaus

der höchsten Versorgungsstufe

deckt die Asklepios Klinik

Altona mit 17 Fachabteilungen

Altona. Im Jahr 2005 ging nahezu alle medizinischen

der LBK Hamburg nach öffentlicher

und kontroverser Diskussion

Fachrichtungen ab und ist Akademisches

Lehrkrankenhaus der

mit einem Anteil von Universität Hamburg.

49,9% an die Asklepios Kliniken

Das alte Altonaer Krankenhaus

Hamburg GmbH, 2007 an der Max-Brauer-Alle beher-

folgten weitere 25%.

bergt heute Wohnungen, Ateliers,

Mit dieser Teilprivatisierung

eine Kita, das Stadtteil-

wurde aus dem Allgemeinen

Krankenhaus Altona die Asklepios

Klinik Altona. Die Klinik

zentrum Haus Drei, verschiedene

Vereine und Initiativen.

Mit Material von Oswald Müller-Plathe,

profitierte umfangreich von

2011: Aus der

den von Asklepios zur Verfügung

Geschichte des Altonaer Kran-

gestellten Investitionen. kenhauses: 2011, Husum

So wurden die Neubauten der Druck- und Verlagsgesellschaft

Zentralen Notaufnahme, des mbH u. Co.KG

Obst aus eigener Produktion

sowie Gemüse

aus der Region

Jetzt: Frischer

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Liebe Kunden, es ist soweit.

Nach fast zwölf Jahren in Hamburg-Rissen

müssen wir nun leider umziehen.

Das bedeutet einerseits eine Umstellung

für Euch als Kunden, da Ihr, wie uns

viele sagten, besonders die unmittelbare

Nähe geschätzt habt. Andererseits ist

unsere neue Halle eine große

Verbesserung für unseren Arbeitsalltag/

Unternehmen.

Stefan von Roth, Heiko Schütt

undHeinz Frobel freuen sich

auf Euren Besuch!

Dannenkamp 13 · 22869 Schenefeld

Telefon: 040. 81 48 00 · vonroth@arcor.de


8 • DorfStadt-Zeitung 09/2017 • 29.06.2017

Ist die Luft rein?

Grüne fordern Luftmessstation | Konrad Matzen

In der Altonaer Bezirksversammlung

am 1. Juni forderten

die GRÜNEN, eine

neue feste Luftmessstation

im Bereich Elbchaussee/

Klopstockstraße und angrenzender

Palmaille als

dauerhaften Bestandteil des

Hamburger Luftmessnetzes zu

errichten.

Hintergrund sind die neuen

Erkenntnisse aus dem Entwurf

zur 2. Fortschreibung der Luftreinhalteplanung

in Hamburg,

der vor wenigen Tagen veröffentlicht

wurde. Demnach ist

der Straßenraum um die Elbchaussee

in Höhe

Klopstockstraße

deutlich höher mit

NOx-Schadstoffen

belastet als bisher

angenommen. Die

Emissionen stammen

überwiegend

aus dem Hafen.

Mit der neuen

Messstation sollen

Erfolge bei der Reduzierung

jederzeit überprüfbar werden.

Holger Sülberg, Vorsitzender

im Altonaer Ausschuss für Umwelt,

Verbraucherschutz und

Gesundheit: „Mit der neuen

Luftreinhalteplanung wurde

zum ersten Mal ein fundiertes

Szenario für eine dauerhafte

Senkung der NOx-Emissionen

in Hamburg vorgelegt. Als

wichtiges Problemfeld wurden

die Hafenemissionen erkannt.

Mit einer neuen Luftmesssta-

OTHMARSCHEN

Der

Fitness-Tipp:

Frühsport leicht gemacht

Gehören Sie zu den Frühaufstehern?

Oder eher zur

Mehrheit der Menschen, die

lieber lange ausschlafen?

Egal, wie Sie sich morgens

fühlen: Früh aufstehen lohnt

sich! Der biologische Rhythmus

beeinflusst nämlich nicht

nur den Müdigkeitsfaktor in

Schule und Büro, er wirkt sich

auch auf das Essverhalten

aus, wie finnische Forscher in

einer Studie herausgefunden

haben. Wer also fit sein will

Marion Kuhlberg

Foto: PR

und gleichzeitig abnehmen möchte, sollte sich den Wecker

etwas früher stellen als gewohnt.

Beim früheren Aufstehen hilft außerdem Sport, denn das

Training auf dem Stepper oder Fahrrad bringen den Kreislauf

in Schwung und sorgen so für eine gute Durchblutung des

Gehirns. Die Folge: Sie fühlen sich wacher und wohler. Wer

die sportliche Anstrengung schon früh am Morgen hinter sich

hat, ist allgemein besser gelaunt. Sportliche Frühaufsteher

starten frischer in den Tag, kommen gut gelaunt zur Arbeit,

sind fokussierter in der Schule und haben insgesamt mehr

Energie.

Ein weiterer Vorteil: Die Abende stehen dann ganz im

Zeichen der Erholung und es bleibt Zeit für Freunde.

Achtung: Eine Umstellung ist nicht leicht! Wer früher aufstehen

will, sollte das lieber in kleinen Schritten planen und zum

Beispiel mal eine halbe Stunde früher zu Bett gehen als

sonst, um dann ebenso früher aufzustehen. Und legen Sie

sich kleine Belohnungen bereit – die gibt’s aber erst nach

dem morgendlichen Workout! Trainerinnen und Trainer im

Fitness-Studio helfen bei der Motivation. Fragen Sie mal im:

VAF-Studio in Bahrenfeld:

Bertrand-Russel-Straße 4

Tel.: 89 06 01-0

www.vafev.de

tion in Elbnähe würde das

Messnetz sinnvoll ergänzt und

diesem neuen Sachstand Rechnung

getragen werden.“

Der GRÜNEN-Antrag sowie

drei weitere zum gleichen Thema

wurden in den Ausschuss

für Umwelt, Verbraucherschutz

und Gesundheit überwiesen,

der am 12. Juni tagt. Fachleute

aus der Behörde für Umwelt

und Energie standen den

Bezirkspolitikern Rede und

Antwort.

Letztlich stimmte der Hauptausschuss

der Bezirksversammlung

dafür, in der Max-Brauer-

Allee die geplante

Verwendung mindestens

emissionsarmer,

besser noch

emissionsfreier

Busse vorrangig

bis zum nächsten

Fahrplanwechel

2017/18 umzusetzen.

Außerdem

sollen wirksame

Kontrollmechanismen zur

Überwachung der geplanten

Dieseldurchfahrtbeschränkungen

entwickelt werden und

im Hinblick auf die erheblichen

und in vielen Feldern nur längerfristig

zu senkenden Emissionen

von Hafen und Schifffahrt

eine neue feste Luftmessstation

für den Bereich Elbchaussee/

Klopstockstraße als

dauerhafter Bestandteil des

Hamburger Luftmessnetzes zu

errichten.

Für die Studioleiterin

Agnes Berger vom Verein

Aktive Freizeit ist eines

klar: ein Fitnessstudio sollte

eine Oase sein, um neue

Kraft zu tanken und seine

persönlichen Fitnessziele zu

erreichen.

Studios gibt es inzwischen wie

Sand am Meer. Aber was genau

zeichnet ein gutes Studio aus?

Was muss beachtet werden,

wenn die Wahl nicht zur anschließenden

Qual werden soll?

Wir fragten Frau Berger, Sportwissenschaftlerin,

was ein gutes

Fitnessstudio ausmacht und

baten Sie um Ihre fachlichen

und persönlichen Tipps.

DorfStadt-Redaktion: Ich

möchte schon lange mehr Sport

treiben. Woher weiß ich, welche

Bewe-gung(en) mir gut tun?

Agnes Berger: Lassen Sie sich

von einem kompetenten, sportwissenschaftlich

ausgebildeten

Trainerteam individuell beraten

und bei einem Probetraining

ausgewählte Übungen zeigen

und probieren Sie es aus.

E l b v o r o r t e

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Was ist ein gutes Fitnessstudio?

Gespräch mit der Studioleiterin des VAF | Markus Krohn

BAHRENFELD

Von einer Bekannten habe ich

gehört, dass sie schon ein halbes

Jahr im Fitnessstudio trainiert

und noch immer nicht

abgenommen hat. Wie kann ich

feststellen, dass mir so etwas

nicht passiert?

Der Trainer sollte sich im Beratungsgespräch

gezielt nach Ihren

Wünschen und Zielen

erkundigen und auch nachfragen,

welche Möglichkeiten oder

Einschränkungen Sie haben.

Dann sollte speziell für Sie ein

individueller Trainingsplan erstellt

werden. Der Trainingsplan

muss regelmäßig ihrer

gesteigerten Leistungsfähigkeit

und den angestrebten Zielen angepasst

werden. Während der

Trainingszeiten sollte immer ein

Trainer zur Korrektur oder für

Fragen im Studio anwesend sein.

Was kann ich denn in welchem

Zeitraum im Fitnessstudio

überhaupt erreichen?

Relativ schnell erlangt man ein

positives Körpergefühl. Durch

die Optimierung der Bewegungsabläufe

lassen sich kurzfristig

schon die Intensitäten

steigern und man fühlt sich

deutlich kräftiger. Der Erfolg

richtet sich nach der Zielsetzung,

Trainingsintensität und

Regelmäßigkeit des Trainings.

Dabei bieten unsere Trainer die

richtige Hilfestellung an. Wichtig

ist es immer, sich kleine,

realistische Ziele zu setzen und

diese Schritt für Schritt zu

erreichen.

Welche Ausbildung sollten die

Jessica Röper und Agnes Berger, Leiterinnen de „Studios für gesunde Fitness“ im VAF

Foto: PR

Trainer haben?

Wichtig ist, dass ein Studio

Trainer mit verschiedenen Ausbildungen

im Team hat. Wünschenswert

sind Diplomsportwissenschaftler,

Physiotherapeuten

oder Ernährungswissenschaftler,

die den verschiedenen

Anforderungen gerecht werden.

Auch die Möglichkeit einer

ärztlichen Beratung wäre vorteilhaft.

Entscheidend finde ich,

dass die Mitarbeiter einen sympathischen

Eindruck machen,

denn Sie wollen sich ja in diesem

Studio wohl fühlen.

Gibt es bei der Ausstattung des

Studios Dinge, auf die ich

besonders achten muss?

Unbedingt! Eine größere Stückzahl

von Ausdauergeräten

(Laufbänder, Fahrräder, Cross-

Trainer) gehört in jedes gute

Studio. Denn Sie wollen ja

nicht warten, sondern trainieren.

Ebenso ist eine umfassende

Ausstattung bei den Krafttrainingsgeräten

unerlässlich. Zusätzliche

Therapiekreisel, Pezzibälle

und Rehatrainingsgeräte

runden das Angebot ab. Schauen

Sie aber nicht nur auf die

Trainingsfläche: Sind genügend

Umkleiden vorhanden? Machen

sie einen sauberen Eindruck?

Sind weitere Angebote vorhanden,

wie: spezielle Kurse, eine

ansprechende Sauna zum Relaxen

oder sogar ein Schwimmbad?

All das sollten Sie bei

einer Entscheidung für Ihr

Fitnessstudio berücksichtigen.

Ich möchte mich gar nicht so

lange binden. Wieso bieten die

meisten Fitnessstudios so lange

Mitgliedschaften an?

Sportwisenschaftlich ist erwiesen,

dass erst ein langfristig

angelegtes Training nachhaltig

zum Erfolg führt.

Welche „Ausrüstung“ benötige

ich für Fitness-Sport?

Sie benötigen einfach nur bequeme,

frische Sportbekleidung,

saubere Hallenschuhe sowie ein

Handtuch zum Unterlegen,

dann kann es losgehen!

Frau Berger, wenn Sie sich persönlich

für ein Studio entscheiden

müssten, was wäre Ihr

Hauptkriterium?

Für mich ist es entscheidend,

dass die Atmosphäre stimmt.

Ich muss das Gefühl haben,

dass ich von netten Menschen

umgeben bin und kompetent

betreut werde. Das Angebot

muss stimmig sein, damit das

Fitnessstudio meine sportliche

Heimat werden kann. Dies ist

langfristig wesentlich erfolgreicher

als kurzfristigen Versprechungen

hinterherzulaufen.

Agnes Berger, 49, ist Sportund

Erziehungswissenschaftlerin

MA und leitet das „Studio

für gesunde Fitness“ beim

Verein aktive Freizeit e.V.

Neu: Sporthalle in Grundschule am Iserbarg

Einweihungszeremonie mit anschließendem Sportunterricht mit Geräteparcours kam gut an | Markus Krohn

RISSEN

Elternratsvorsitzende Kathrin Goda und Schulleiterin Nicole Essing

mit Schülerinnen und Schülern vor der neuen Sporthalle.

Unten: Geräteaufbau in der Halle

Fotos: Krohn

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Die Schülerinnen und Schüler

der Grundschule Iserbarg

weihten gerade ihre

neue Sporthalle gebührend

ein!

Es ist schon etwas Besonderes,

wenn eine neue Sporthalle eingeweiht

wird – vor allem, wenn

es an einer sportliche aktiven

Schule wie der Grundschule

Iserbarg geschieht. Umso mehr

freuten sich Schüler, Eltern und

Lehrer, dass sie nun endlich

freigegeben wurde. Am 15.

Juni konnte die Halle von den

Schülerinnen und Schülern

ausgiebig getestet werden. Die

Sportlererinnen hatten einen

Geräteparcours aus den neuen

Sportgeräten aufgebaut, auf

dem die Schülerinnen und

Schüler sich ausgiebig austoben

konnten. Nach einer persönlichen

Vorführung des Parcours

durch die Sportlehrerin

konnten die Schüler die neuen

Geräte ausprobieren. Allgemeines

Urteil: „cool!“ Mit einer feierlichen

Zeremonie, an deren

Ende die Schülersprecher Celia

Kuttner und Mathies Krohne

das Band feierlich zerschneiden

und damit die Halle eröffneten,

strömten die Schüler in die mit

Luftballons geschmückte Halle –

bei bestem Sonnenschein. Besser

hätte es nicht kommen können!

Der Bau einer weiteren Sporthalle

war notwendig geworden,

weil die vorhandenen Außensportplätze

Wohnungsbau weichen

mussten. Sowohl die

Schulleitung als auch die

Elternvertreter zeigten sich

erfreut um die weitere Halle,

die für eine Entzerrung bei den

Schulsportzeiten sorgt. Zusätzlich

zur Sporthalle werden in

den nächsten Monaten noch

weitere Spiel- und Relaxzonen

auf dem Schulgelände gestaltet.

Schule Iserbarg

Iserbarg 2

Tel.: 4 28 93 87-0

schule-iserbarg.hamburg.de


Keine Chance für Handwerksbetriebe

Max Bahr-Gebäude verfällt. Keine Lösung in Sicht | Konrad Matzen

Noch mehr Wohnungen,

immer weiter steigende

Mieten und kein Ende ist

abzusehen. Zunehmend

meldet sich inzwischen

auch die Wirtschaft zu Wort

und fordert Flächen, auf denen

sich Betriebe niederlassen können.

Ein seit Jahren leer stehendes

Gebäude am Rugenbarg

steht besonders im Fokus der

Unternehmerschaft – und der

Bezirkspolitik, die das 14.889

Quadratmeter große Grundstück,

auf dem ehemals Max

Bahr seinen Baumarkt betrieb,

auf gar keinen Fall für einen

anderen Zweck nutzen möchte,

als für Gewerbe.

Die SPD-Bezirksfraktion formulierte

daher in ihrem Antrag

für die Bezirksversammlung

vom 27. April: „Das Gewerbegebiet

Brandstücken gehört zu

den wichtigen noch zusammenhängenden

Gewerbegebieten

Altonas. Innerhalb dieses Gebietes

befindet sich das Grundstück

Rugenbarg 103 des ehemaligen

Baumarktes Max Bahr,

welches nach dem Bebauungsplan

Osdorf 45 als Gewerbegebiet

ausgewiesen ist.“ Nach

der Schließung des Baumarktes

war das Grundstück mehrfach

Gegenstand der Beratungen der

Bezirksversammlung Altona.

So hatte der Planungsausschuss

am 26. Februar 2015 empfohlen,

die Stadt solle das Grundstück

erwarben und einer gewerblichen

Nutzung zuführen.

Doch dazu kam es nicht. Die

OSDORF

Es wird eng auf der Osdorfer

Landstraße. Und zwar

mindestens noch ein Jahr

lang! Grund sind Straßenbauarbeiten.

Die Fahrbahn

der Osdorfer Landstraße

(zwischen Flurstraße und

Zum Hünengrab) befindet

sich in einem schlechten baulichen

Zustand und bedarf dringend

einer Sanierung. Die

Bushaltestellen Windmühlenweg,

Flottbeker Drift und Zum

Hünengrab (DESY) entsprechen

nicht mehr den heutigen Anforderungen

und werden erneuert.

Darüber hinaus werden

die Straßeneinlaufgitter (Trummen)

instandgesetzt. Radfahrer

können zukünftig die Kreuzungen

auf Radfahrstreifen passieren

und die Gehwegflächen erhalten

ein neues Pflaster.

Außerdem erneuert Hamburg-

Wasser Trinkwasser-Transportleitungen

unter der Straße. Die

Bauarbeiten hierfür sind in

vollem Gange, dabei werden

die dicken Rohre mit 60 Zentimeter

Durchmesser durch

dünnere 40 Zentimeter Rohre

ersetzt. Das liegt daran, dass die

Hamburger weniger Wasser

verbrauchen: Durch wasserund

energiesparende Waschund

Geschirrspülmaschinen

beispielsweise.

Diese Arbeiten dauern noch bis

September. Dafür wird der Verkehr

einspurig an der Baustelle

vorbei geführt. In der Zwischenzeit

werden die Anwohner

über andere Leitungen mit

GROß FLOTTBEK

Türen verrammelt, die Natur sucht sich ihre Nischen: Der ehemalige Baumarkt am Rugenbarg Foto: Krohn

Trinkwasser versorgt und über

den Abschluss der Arbeiten

informiert, weil dann Ablagerungen

aus den Leitungen kurzzeitig

den Genuss des Trinkwassers

durch gesundheitlich

unbedenkliche Eintrübungen

einschränken kann.

Straßensanierung

beginnt am 2. Juli

Mit den eigentlichen Straßensanierung

beginnt der Landesbetrieb

Straßen, Brücken und

Gewässer (LSBG) ab 2. Juli.

Die Maßnahme ist in mehrere

Abschnitte unterteilt und beginnt

mit den Arbeiten im

Kreuzungsbereich Osdorfer

Landstraße/ Groß Flottbeker

Straße auf der südlichen Seite.

Die Arbeiten dauern zunächst

bis zum Dezember 2017 und

werden dann nach einer Winterpause

im Frühjahr 2018 wieder

aufgenommen. Beendet

wird die Maßnahme im August

2018 mit den Arbeiten in der

Kreuzung Osdorfer Landstraße/

Flurstraße.

In der Osdorfer Landstraße wird

der Verkehr während der gesamten

Straßenbaumaßnahme

auf einem Fahrstreifen je

Richtung aufrechterhalten. Die

Einmündung der Groß Flottbeker

Straße wird ab 2. Juli

gesperrt und für die Dauer von

sechs Wochen zur Sackgasse.

Ab Montag, den 14. August

wird die Einmündung Zum

Hünengrab für fünf Wochen

E l b v o r o r t e DorfStadt-Zeitung 09/2017 • 29.06.2017 • 9

Fläche ist derzeit in Privatbesitz.

Eine österreichische Möbelkette

wollte dort ein Möbelhaus

errichten. Laut derzeitigem

Bebauungsplan ist dies

jedoch nicht möglich.

Zwischenzeitlich diente das

leerstehende Gebäude ein

knappes Jahr lang als Erstaufnahmeeinrichtung

für Flüchtlinge.

Seitdem steht es leer und

verrottet. Um Bewegung in die

Angelegenheit zu bringen, hat

die Bezirksversammlung im

April die Behörde für Wirtschaft,

Verkehr und Innovation

(BWVI) sowie die Finanzbehörde

erneut aufgefordert, die

Aktivitäten für eine gewerbliche

Nutzung fortzuführen.

Auch die Wirtschaftbehörde

unterstreicht die Forderung

nach einer gewerblichen Nutzung.

„Das Grundstück eignet

sich aber auch dafür, es in drei

bis fünf Einheiten zu parzellieren

und dann in Flächengrößen

von 3.000–5.000 Quadratmetern

direkt an kleine und mittelständische

Betriebe (auch

aus dem Handwerksbereich) zu

vergeben. Auch hier besteht

eine rege Nachfrage.“ Das

Schreiben des BWVI enthält

auch Schätzungen über den

erzielbaren Marktpreis, der sich

an der oberen Grenze des von

gewerblichen Kunden bezahlbaren

Preisniveaus bewegen

könnte. Für die Stadt also in

jeglicher Hinsicht ein interessantes

Objekt. Enttäuschend ist

allerdings – nicht nur für

Bezirkspolitiker, dass der derzeitige

Eigentümer laut Behörde

kein Interesse an einem

Verkauf des Grundstücks hat.

Daher sei zwar eine Entwicklung

durch Handwerksbetriebe

wünschenswert, aber durch die

städtische Wirtschaftsförderung

nicht steuerbar. Ein möglicherweise

jahrzehntelanger

Verfall der Immobilie droht,

ohne dass Politik oder Verwaltung

etwas dagegen unternehmen

könnten.

gesperrt und auf der gegenüberliegenden

Seite die Zufahrt

in die Groß Flottbeker Straße

geöffnet.

Die Umleitungen und Hinweisbeschilderung

werden entsprechend

den Sperrungen eingerichtet

und abhängig vom

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Osdorfer Landstraße: Über ein Jahr Baustelle und Staus!

Bis August 2018: Wasserleitungen, Straßenschäden und Haltestellen werden erneuert | Konrad Matzen

Auf diesem Straßenabschnitt rollen derzeit die Bagger. Um die Bushaltestelle am Markplatz wurde politisch gerungen... Quelle: openstreetmap

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Starkes Team.

Bauverlauf der einzelnen Abschnitte

angepasst. Über die

Termine der weiteren Vollsperrungen

von Anliegerstraßen

werden Anwohner in den

jeweiligen Bauabschnitten im

Detail rechtzeitig von der

Behörde informiert.

Während der Baumaßnahme

werden die Haltestellen der

Buslinien 1, 186, 601 und 621

der Hochbahn verlegt. Hierüber

informiert die Hochbahn ihre

Fahrgäste über Aushänge an

den Haltestellen oder über

www.hvv.de. Fußgänger und

Radfahrer können den Baustellenbereich

jederzeit passieren.

Der LSBG bittet alle von dieser

notwendigen Maßnahme Betroffenen

um Verständnis für

die zu erwartenden Beeinträchtigungen.

Da die Arbeiten witterungsabhängig

sind, kann es

zu Verschiebungen kommen.


10 • DorfStadt-Zeitung 09/2017 • 29.06.2017

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Nach der Geburt ihres zweiten

Kindes kehrt Ina Würdemann

motiviert aus der

Elternzeit zurück: „Ich habe

mir Blankenese mit „frischen“

Augen – aber meinem

Vorwissen – angesehen

und war begeistert. Ich habe

keinen Leerstand in der Blankeneser

Bahnhofstraße gefunden

und freue mich sehr über das

individuelle und hochwertige

Einzelhandels- und Gastronomieangebot!“

Viele Bemühungen und Projekte

der BLANKENESE Interessen-Gemeinschaft

e.V. (BIG)

haben demnach Früchte getragen

und eine positive Grundstimmung

für diese Entfaltung

geschaffen. Das jährliche Straßenfest

als gelungene und etablierte

Veranstaltung, eine

identitätsstiftende und individuelle

Weihnachtsbeleuchtung,

die Bekanntheit und Akzeptanz

der „jungen“ BLANKENESE Interessen-Gemeinschaft

e.V., das

Vorankommen in der Ortskernumgestaltung

mit dem Standort

des Markthäuschens, die Erhöhung

der Erreichbarkeit durch

mehr Stellplätze für Kunden,

verstärkte Netzwerkarbeit, steigende

Mitgliederzahlen und

steigendes Engagement in der

BIG und die vielen kleineren

Projekte für mehr Aufenthaltsqualtität

haben zu einem lebendigeren

Ortskern beigetragen!

Es ist also viel passiert! Die Unterstützung

der Gemeinschaft,

die Ortskernumgestaltung voran

zu bringen, stets den gemeinsamen

Konsens mit anderen

Interessensgruppen zu

suchen und sich für die Bürgerbeteiligung

einzusetzen sind

ein wichtiges Bemühen, um

Blankenese zeitgemäß voranzubringen

und im Wettbewerb

mit anderen Einzelhandelsstandorten

in Hamburg Schritt

halten zu können.

Ina Würdemann wird das Quartiersmanagement

gemeinsam

mit ihrer Kollegin Vivienne

Kalka von der Firma Stadt-

Handel City- und Standortmanagement

BID GmbH durchführen,

die mit Nina Häder die

Elternzeitvertretung übernommen

hatte. Mit dieser Doppelspitze

hat sich die Professionalität

der Dienstleitung Quartiersmanagement

bewährt. Projekte

können effizienter aufgeteilt

und schneller umgesetzt

werden und Krankheits- sowie

Urlaubstage können im Team

abgefedert werden.

Das Büro des Quartiersmanage-

Foto: PR

ments befindet sich bei den

Rechtsanwälten Schütt, Wünsche

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Telefonisch erreichbar ist das

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Es gibt ein paar Leser, die wissen

immer schon am Donnerstag,

was die Woche über in

ihrer Nachbarschaft geschah,

denn sie haben den Leser-Brief

abonniert.

Jeden Donnerstag/Freitag informiere

ich kurz und knapp

über aktuelle Themen aus dem

Hamburger Westen und den Elbvororten per E-Mail.

Außerdem gibt’s am Ende des Newsletters regelmäßig Tipps

für’s Wochenende – Veranstaltungshighlights in den Elbvororten

oder in der näheren Umgebung.

Ihr Vorteil: In unregelmäßigen Abständen verlose ich exklusiv

an meine Leser-Brief Abonnenten Eintrittskarten für großartige

Theaterabende, Kino- oder Restaurant-Gutscheine.

Ich würde mich freuen, auch Sie zu meinen Lesern am

Freitag zählen zu dürfen. Melden Sie sich einfach auf der

Internetseite www.dorfstadt.de an (am unteren Bildschirmrand

im Kästchen). Ich freue mich auf Sie!

Ihr Markus Krohn (Herausgeber)

Info: media@dorfstadt.de

oder Tel.: 87 08 01 60

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HAUS & GARTEN

Das ASR-Team freut sich auf Ihren Besuch!

„Das Auto ist des Deutschen

liebstes Kind“, heisst

es. Umso wichtiger ist ein

zuverlässiger und vertrauenswürdiger

Ansprechpartner,

wenn es um die Wartung oder

die Reparatur des Autos geht.

Das Team vom Auto-Service

Rissen (ASR) bestehend aus

Stefan von Roth, Heinz Frobel

und Heiko Schütt hat sich in

den vergangenen Jahrzehnten

einen sehr guten Ruf erarbeitet.

Direkt in der Nachbarschaft der

Kunden gab es einen Ansprechpartner,

der auch für die kleinen

Probleme rund ums Auto

zur Verfügung stand. Doch die

Werkstatt platzte aus allen

Nähten und so suchte von Roth

schon länger nach einer neuen

Halle.

Die fand das Team nun in

Schenefeld, gar nicht weit von

der angestammten Adresse in

Rissen entfernt. ASR als Kurzname

oder Logo bleibt so bestehen,

aber aus Rissen am Ende

wird nun (von) Roth. Die Telefonnummer

bleibt dieselbe.

Die Anfahrt zum neuen Domizil

RISSEN

Foto: Krohn

ist leicht zu finden, hinter dem

Autohaus Hermann Kröger

(Opel) geht es links ab in den

Dannenkamp. Parkplätze gibt

es auf dem Gelände reichlich

und auf einen Schnack von

Nachbar zu Nachbar brauchen

die Kunden auch nicht zu verzichten.

Mit dem bekannt kompetenten

Rundum-Service für alle Marken

bietet der Kfz-Meisterbetrieb

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T e r m i n e DorfStadt-Zeitung 02/2017 • 102.02.2017 • 1

Ausgewählte Termine der Elbvororte – weitere aktuell auf www.dorfstadt.de

NordFolkBall 32 – mit Livemusik

Der NordFolkBall findet am

Samstag, den 1. Juli 2017

ab 20 Uhr nun zum 32. Mal

im wunderschönen Heidbarghof

in Hamburg Osdorf

statt! Wie immer als Tanzabend

im Stile eines französischen

Bal Folk, also mit

Live-Musik und jeder Menge

Tanz. Davor gibt es die Möglichkeit,

vor dem Ball einen

der zwei Tanzkurse zu besuchen.

Der Tanzkurs für Einsteiger

und alle, die eine kurze Auffrischung

in Sachen Bal-

Folk-Tänze möchten (Musikalisch wird der Kurs von Musikern von NordFolk begleitet) oder

Tanzkurs 2: Polska & Slängpolska - schön & leicht getanzt. Dieser Kurs wird live begleitet von Musikern

der Gruppe SkALD.

Die Tanzkurse können ohne Anmeldung besucht werden. Auch Einzelpersonen sind gerne gesehen,

paarweises Erscheinen ist also nicht notwendig.

Termine: Samstag, 1. Juli 2017 ab 20 Uhr

Ort: Kulturzentrum Heidbardhof, Langelohstraße 141

Eintritt: Ball 8–12 €, nach Selbsteinschätzung – Tanzkurse: 6,– €

www.nordfolk.de

Foto: PR

Foto: PR

Schicken Sie uns Ihren Termintipp:

termine@dorfstadt.de

Sommerfest bei Franziskus e.V.

Hurra! Es ist wieder soweit! Der Franziskus e. V. lädt ein zum

alljährlichen Sommerfest in Sülldorf.

Am Samstag, den 1. Juli von 12 bis 17 Uhr, können die Gäste

eintauchen in die Atmosphäre der bunten Lebens- und Arbeitsgemeinschaft

für und mit Menschen mit Assistenzbedarf.

Bei stimmungsvoller Live-Musik gibt es Köstlichkeiten

vom Bio-Buffet.

Es werden Führungen durch Haus und Hof angeboten. Nette

Gespräche mit den Menschen, die hier wohnen und arbeiten

geben Einblick in das Leben der Gemeinschaft. Wir verkaufen

hochwertige Gebrauchsgegenstände und Geschenkartikel

aus den Werkstätten – handmade in Sülldorf.

Eine Tombola lockt mit schönen Preisen. Das Geschichtenfahrrad

der Bücherhalle lädt zwischen 15 und 16 Uhr zum

Zuhören ein. Für Kinder gibt es ein lustiges Mitmach-Programm mit Malen und Schminken.

Natürlich ist der Eintritt frei! Wir freuen uns!

Termin: 1. Juli 2017, 12–17 Uhr

Ort: Lebens- und Arbeitsgemeinschaft Franziskus e. V., Op’n Hainholt 88

www.franziskus.net

G E W I N N S P I E L

Sie wollen gewinnen? Dann sen den Sie uns eine Karte mit »Känguruh-Chroniken«

an die DorfStadt-Zeitung, Bramweg 31, 22589 Hamburg oder per E-Mail

an Gewinn@dorfstadt.de. Einsendeschluss: 5.7.2017. Der Rechts weg ist ausgeschlossen.

3x2 Karten

am 9. Juli,

19 Uhr

SOMMER-PARKPLATZ –

Ein Projekt aus eigener Hand!

„Parkplatz? Wie schrecklich!“ Das ist

zumeist die erste Reaktion auf unsere

Idee, draußen zu lesen. Nach dem

Motto: „Elbstrand kann jeder"„ bleiben

wir – ganz urban – mitten in der

Stadt, eben auf unserem Theaterparkplatz.

Denn wir finden ihn eigentlich

ganz lauschig mit dem alten

Backstein-Gemäuer und den Linden.

Hier wollen wir Ihnen ein paar Geschichten,

Szenen und Gedichte

vorlesen, die ihnen einen sommerlich

leichten Abend versüßen sollen - ebenso wie unsere (selbst gemachte) Erdbeerbowle. Natürlich

wird's hie und da auch mal nachdenklich oder besinnlich, aber eben nur als Würze (wie

die Minzblätter in der Bowle).

Freuen Sie sich auf altbekannte Texte und ganz neue Entdeckungen unseres Ensembles. Mehr

als ein Dutzend Schauspieler wirken an diesem Abend mit, so dass auch hier für Abwechslung

gesorgt ist. Bleibt noch die Frage: Was machen wir, wenn's regnet? Ganz einfach: wir ziehen um

in unseren schönen Theatersaal und machen es uns dort gemütlich.

Termine: 14. und 15. Juli 2017 um 20 Uhr

Ort: Theater Wedel, Rosengarten 9, Wedel

Eintritt: € 15,00 / € 9,50 (Schüler/Studenten) www.theater-wedel.de

Foto: PR

Di Chuzpenics

Klesmer und jiddische Lieder aus Kiel

Farwoss? – Warum? Warum macht Gott

die Reichen auch noch schön? Warum

läßt einen die Herzensdame warten?

Warum immer wieder ins Rampenlicht

treten, auch wenn die Füße zittern und

Lunge und Leber Quadrille tanzen?

Worum dreht sich eigentlich diese Welt?

Um alles? Um nichts? Oder ist das am

Ende dasselbe? Oder einfach so – glat

asoj?

Seit 15 Jahren machen Di Chuzpenics

Klesmer und jiddische Lieder und könnten

sich für das Warum durchaus der Erklärung

eines ihrer Liedhelden anschließen: nischt nor far gelt, tsulib ss’is a kunst und wajl’ss mir

gefelt!* Gegen die Ungerechtigkeit der Welt hilft nur die Logik der Liebe, vor allem aber eine ausreichende

Portion Chuzpe, wie sie der Ghettohändler Jisrolek und der Philosoph Mojsche Lejb

mitbringen, oder auch die ach so kleine Chawa, die nur zum Singen und Blumen pflücken in den

Wald geht und rein zufällig den Jungen mit dem lodernden Blick und den schwarzen Locken

trifft.

Auf ihrer fünften CD kombinieren Di Chuzpenics frech jahrhundertealte Musik mit selbst ersponnenen

und neu entdeckten Melodien, die ihnen zulaufen – glat asoj!

Di Chuzpenics sind eine Klesmer-”kapelje” mit einem wohlig schwingenden Quetschen-Fundament,

auf dem Oboe und Geige gegeneinander zum Duell antreten – und Martin W. Luth gesellt

sich mit seinem klaren Bariton als singender Geschichtenerzähler dazu. Doch immer wieder formieren

die vier Kieler sich zu überraschenden Duetten, Trios oder auch zu einem klangvollen A-

cappella-Chor. Diese farbigen, eigenwilligen Arrangements ergeben sich unmittelbar aus der

vielschichtigen Tiefe der jiddischen Musik.

Termin: Samstag, den 8. Juli 2017 um 20:30 Uhr

Ort: Theaterschiff Batavia, Wedel

Eintritt: 12,– € www.batavia-wedel.de

KRAFTFELDER – Carl Lohse. Die Bilder 1919/21

Ein Künstler, der um 1920 binnen kürzester Zeit ein

fulminantes Œuvre schafft, als Hoffnungsträger gefeiert

wird, seine Künstlerexistenz auf Jahre gegen ein

Leben als Straßenbahnschaffner eintauscht und bis

heute als Geheimtipp gilt: Der Hamburger Maler Carl

Lohse (1895–1965) zählt zu den erstaunlichsten Querköpfen

in der Kunst der Zwischenkriegszeit. Mit der

ersten Lohse-Einzelschau seit Jahrzehnten – zugleich

Museumspremiere in seiner Geburtsstadt Hamburg –

lädt das Ernst Barlach Haus zu einer außergewöhnlichen

Entdeckung ein.

Foto: PR

Foto: VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Die Känguruh-

Chroniken

Marc-Uwe Kling lebt mit einem

Känguru zusammen. Dieses ist

überzeugter Kommunist, steht

total auf Nirvana und futtert

unentwegt Schnapspralinen.

Marc-Uwe ist ein Kleinkünstler,

der nicht Kleinkünstler genannt

werden möchte. Im Prinzip eine

klassische Wohngemeinschaft.

Die Känguru-Chroniken berichten

von den Abenteuern dieses

Duos – dabei bekommen wir

endlich Antworten auf die drängendsten

Fragen unserer Zeit:

Ist das Liegen in einer Hängematte

schon passiver Widerstand?

Warum heißt es recht

haben und nicht link haben? Ist

rechts vor links die Veräußerung

reaktionärkonservativer Unterdrückungsmuster?

Und schließlich

geht es um die Frage aller

Fragen: Wer ist besser – Bud

Spencer oder Terence Hill?

So nimmt uns das ungewöhnliche

Duo mit in seinen Alltag –

Foto: Altonaer Theater

mal bissig, mal verschroben,

dann wieder liebevoll ironisch

und stets völlig absurd. Das Ensemble

des Altonaer Theaters

sorgt in jedem Fall für einen

vergnüglichen Theaterabend!

Altonaer Theater

Termine: Restkarten für die Saison,

die am 9. Juli endet

Preise: 17 bis 35 Euro

Vorverkauf: (0 40) 39 90 58 70

www.altonaer-theater.de

Termin: Ausstellung: 2. Juli – 12. November 2017

Ausstellungsrundgang mit Karsten Müller, Kurator der Ausstellung: Dienstag, 11. Juli 2017

um 18 Uhr

Querköpfe in Serie. Lohse als Porträtist

Ort: Ernst Barlach Haus, Jenischpark

www.barlach-haus.de

IMPRESSUM Die DorfStadt-Zeitung erscheint alle drei Wochen donnerstags.

Autoren: Manuela Tanzen (m.tanzen@dorfstadt.de), Wolf Achim Wiegand (w.a.wiegand@dorfstadt.de); Herausgeber/Chefredakteur/V.i.S.d.P.:

Markus Krohn

Unverlangt eingesandte Manu skripte und PR-Berichte werden nicht zurückgesandt und nicht vergütet.

Wir behalten uns vor, die Texte und Bilder nach Belieben zu verändern und zu veröffentlichen. Ein Anspruch

auf Veröffentlichung besteht nicht.

Bitte beachten Sie die Beilagen unserer Kunden Hamburger Konservatorium und EDEKA Pippow.

Verlag: MK Medien PR- & Eventagentur, Bramweg 31, 22589 Hamburg. Tel.: 87 08 016-0, Redaktion ·

E-Mail: redaktion@dorfstadt.de Anzeigen E-Mail: media@dorfstadt.de; Druck: WE-Druck, Oldenburg;

Vertrieb: Speed to Service A. Straka-Jacobs © MK Medien PR- & Eventagentur.

Die nächste Ausgabe erscheint am 20. Juli 2017, Redaktionsschluss: 12. Juli 2017


12 • DorfStadt-Zeitung 09/2017 • 29.06.2017

I m

G e s p r ä c h

Hundegestützte Pädagogik

in Schulen, kurz Hupäsch,

heißt das Konzept, bei dem

ausgebildete Schulhunde

helfen, die Lernatmosphäre

in der Klasse zu verbessern,

Schülern durch den Umgang

mit den Tieren mehr

Selbstvertrauen zu geben, eventuelle

Verhaltensauffälligkeiten

zu reduzieren.

„Wenn ich gestresst bin, streichele

ich Polly“, sagt Fünftklässlerin

Sofia, „zum Beispiel

vor einer Klassenarbeit.“ Lorenz

(11) findet: „Es ist schön,

dass ich immer mit Polly spielen

kann.“ Polly ist mit ihren

drei Jahren die Ältere der beiden

Schulhunde an der Stadtteilschule

Blankenese. „Marli

ist ein bisschen frech, rennt

immer sehr schnell, aber sie ist

ja auch noch jünger“, wissen

Nele und Klara (beide 7.

Klasse).

Polly und ihre jüngere „Kollegin“

gehen zur Schule, seit sie

Welpen waren: „Schon mit 9

Wochen habe ich Polly ab und

zu mitgebracht, zur Gewöhnung“,

erläutert Beratungslehrerin

und Hundehalterin Zita

Brussock. Dann ging es in die

Ausbildung: zwei Jahre Hundeschule,

in dieser Zeit kam auch

Sonderschulpädagogin Imke

Thieme mit ihrer Marli dazu,

anschließend die spezielle

Schulhund-Ausbildung. „Ein

wichtiger Grundsatz ist es, den

Hunden jegliche schlechte Erfahrung

mit anderen Hunden,

mit Menschen zu ersparen“, so

Zita Brussock, „Hundewiesen

sind also tabu.“ Bei der Ausbildung

geht es um rechtliche

Fragen, um Hygiene, Tierschutz,

Einsatzempfehlungen

(„Der Hund ist zu 80% einfach

da, 20% sind Spiele.“), insbesondere

aber um das Duo

Halter/Hund („Wenn es Probleme

gibt, dann meist am obe-

BLANKENESE

Haben viel Spaß mit Schulhund Polly:

Silje, Sofia und Lorenz, Fünftklässler an

der Stadtteilschule Blankenese. Foto: Tanzen

»Hupäsch« mit Marli und Polli

Ausgebildete Schulhunde an der STS Blankenese | Manuela Tanzen

ren Ende der Leine.“). „Die

Hunde lernen, sich nur auf

Aufforderung den Menschen zu

nähern“, so Brussock. „Sie

springen niemanden an, gehen

ausschließlich zu den Kindern,

die sie bereits kennen.“ Am

Ende der Ausbildung steht

dann die Leinenbefreiung. Und

der Einsatz in der Schule: Die

beiden Pädagoginnen nehmen

ihre Hunde mit in ihren jeweiligen

Unterricht.

Ist einer der Schulhunde mit in

der Klasse, spiegelt sein Verhalten

die Klasse wider, erläutern

Lehrer und Schüler gemeinsam:

„Ist es in der Klasse

ruhig, legt sich der Hund in die

Mitte. Das gibt den Kindern

wiederum Ruhe - eine positive

Spirale“, so Pädagogin Imke

Thieme. Und die Kinder fügen

hinzu: „Unsere beste Belohnung

ist es, wenn Marli schläft!“

Silje, 12, erklärt: „Man muss

Rücksicht auf den Hund nehmen.

Wenn Polly sich in ihren

Korb legt, heißt das, dass wir

zu laut sind. Dann sind wir

schnell leiser.“ Das wissen alle

Kinder: Legt sich ein Schulhund

in seinen abseits positionierten

Korb, braucht er Ruhe,

es darf sich keiner nähern.

Imke Thieme (stehend, 2. von links) und Zita Brussock (sitzend,

rechts) mit Sechst- und Siebtklässlern der STS Blankenese, mittendrin

Schulhündinnen Polly und Marli

Foto: Tanzen

Mit ihrer Klasse 6e hat Imke

Thiemen sogar ein eigenes

Spiel gebaut, „MarliMania“, bei

dem Aufgaben mit Schulhund

Marli („Gib Pfötchen!“) oder

aber Mathe-Aufgaben gelöst

werden. Gespielt wird in Teams,

so kann die Klasse dafür sorgen,

dass der Junge, der noch

etwas Angst vor Marli hat,

eben nicht drankommt: „Aber

das ist schon sehr viel besser

geworden“, versichern die

Mitschüler.

Nicht alle Klassen kommen in

den Genuss des regelmäßigen

Hundebesuchs. Das können die

beiden Lehrerinnen und ihre

Hündinnen nicht abdecken.

Manchmal gibt es auch Gründe,

eine Klasse bewusst auszusparen,

wenn zum Beispiel ein Fall

von Hundehaar-Allergie oder

eine Hundephobie bekannt

sind. Dennoch haben alle

Schüler die Möglichkeit, sich

mit den Hunden vertraut zu

machen, im Rahmen des freiwilligen

Kurses „Wie spricht

der Hund?“. In kleinen Gruppen

lernen die Teilnehmer Grundsätzliches

zum Umgang mit

Hunden, wie verhalte ich mich,

wenn ein Hund auf mich

zukommt, Körpersprache, auch

Kommandos, Agility und Parcours.

„Für die Kinder ist es toll

zu erleben: Ich sage etwas, der

Hund macht es. Das Selbstvertrauen

steigt ungemein“, so

die beiden Pädagoginnen.

Schulleiter Mathias Morgenroth-Marwedel

ist begeistert

von den Schulhunden: „Eher

scheue Kinder und Jugendliche

lernen zunächst aus einem

gewissen Abstand auf die

Hunde zuzugehen, später werden

sie dann selbstbewusster.

Die Hunde tragen dazu bei,

dass viele Schülerinnen und

Schüler im direkten Kontakt

mit ihnen mehr Gefühl ausdrücken

können und sich ‚trauen‘

freundlich zu sein. Mit den

Hunden ist es auch manchen

‚coolen‘ Jungen auf einmal

nicht mehr so wichtig, wie sie

wirken, sie können hier einfühlsam

und zugewandt sein.“

Einen offiziellen „Schulhundesitter“

gibt es auch: Leo aus der

Klasse 7b. Warum er diesen

Titel tragen darf: „Ich habe

zwei Jahre lang den Nachmittagskurs

‚So spricht der Hund‘

besucht und mir viele Bücher

über Hunde angeschafft. So

konnte ich Frau Brussock zeigen,

dass sie mir vertrauen

kann. Und das tut sie auch.“

Seine Aufgabe: „Ich gehe mit

Polly in der Pause zu den

Kindern und zeige ihnen, wie

man mit ihr umgehen soll. Und

ich zeige ihnen auch ein paar

Tricks und Spiele mit Polly.“

Sein Wunsch ist, „dass wir alle

das Vertrauen der Hunde nicht

brechen und ganz respektvoll

mit ihnen umgehen.“

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