földtani közlöny - EPA

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8 2 GUSTAV MELCZER:

bildet bei diesen grösseren Krystallen das mittlere Individuum in den abwechselnden

Sextanten bald mit dem einen, bald mit dem anderen äussern

Individuum einen vollen Winkel, so dass man in jedem Sextanten die

Impression hat, als wäre ein einfacher Zwilling mit einem dritten, einfachen

Krystall verwachsen (siehe die erwähnte Fig. 7.), um so mehr, als das m ittlere

Individuum, besonders bei den grössten Krystallen nie lamellenförmig

erscheint.

Drillinge von solcher Ausbildung sind die grössten unter den Zwil-

lingskrystallen vom Kl. Schwabenberge, während die mittleren und kleineren

Krystalle meist die vorher erwähnten Drillinge mit einer Zwillingslamelle

sind. Den Aufbau und die Formen anbelangend ist jedoch zwischen diesen

beiden Arten kein Unterschied.

Die durch H. T ra u b e erwähnten Vierlinge sah ich unter dem mir zur

Verfügung gestellten Materiale relative selten, ich konnte jedoch einige sehr

schöne Vierlinge beobachten, welche als wirkliche Penetratioiis-Ziwillinge

ausgebildet waren. Den charakteristischsten unter ihnen habe ich auf Taf.

I. Fig. 9 construirt. Hier sieht man 2, einander durchdringende Zwillinge,

symmetrisch nach der Fläche (ÍOTO) gebildet.

Unter den Zwillingskrystallen vom Kl. Schwabenberge kann man also

nach der Basis gebildete einfache Zwillinge, Wiederholungs-Drillinge und

Vierlinge und Penetrations-Zwillinge unterscheiden. So wie jedoch die

Drillinge durch partiale Auskeilung der Zwillingslamelle in einem Theile

des Krystalls den Anschein einfacher Krystalle haben, so sind auch die

Vierlinge (durch Auskeilung der doppelten Zwillingslamelle) und auch die

Drillinge (durch Wegbleiben des einen oder anderen äusseren Individuums)

oft in einem oder mehreren Sextanten als einfache Zwillinge ausgebildet,

dermassen, dass solche Krystalle, welche in sämmtlichen Sextanten Zwillingsbildungen

einer Art entsprechen, durchaus nicht häufig sind.

Skalenoederflächen mit einer solchen Lage, wie die des {5271} 3R7/8

sind bei den Krystallen mit einer Zwillingslamelle am leichtesten erkennbar.

(Tafel I. Fig. 6). Sie erscheinen selten allein, meist finden wir zwischen

ihnen {4041} 4R und (16 . 0 . TÖ . 1} 16R, selten 4R allein, und reichen

bis zur Zwillingslamelle oder setzen jenseits derselben fort (vergl. Tafel II.

Fig. 1), welch’ letzteres, bei dünner Zwillingslamelle, den Krystallen ganz

den Habitus einfacher Krystalle verleiht. Messungen an zwei mittleren und

zwei kleinen Krystallen ergaben, dass auch hier das {5271) 3R7/s Skalenoeder

die häufige Form ist. Ich bekam nämlich an drei Krystallen diesem

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