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FernUni Perspektive | Sommer 2017

Campus Seite 6

Campus Seite 6 FernUni Perspektive Kindheit auf der Flucht Zeitzeugeninterviews jetzt in Hagen Fast 50 Zeitzeugeninterviews hat das Archiv „Deutsches Gedächtnis“ des Instituts für Geschichte und Biographie an der FernUniversität in Hagen vom Verein „Kriegskinder e.V. – Forschung, Lehre, Therapie“ erhalten. Sie dokumentieren die Schicksale von Menschen, deren erinnert sich gut, wie er im Februar 1945 vor der roten Armee ausreißen musste: „Auf unserer Flucht war es irrsinnig kalt, es gab irrsinnig viel Schnee. Ich saß als junger Knabe auf einem Pferdewagen – hinter uns die russischen Panzer.“ Auch Marianne Pollich (76) aus Erkrath, die Obwohl das Kriegsende in Deutschland 72 Jahre zurückliegt, ist die Problematik nach wie vor aktuell. An vielen Orten der Welt wird erbittert gekämpft, ohne dass ein Frieden in Sicht ist – etwa in Syrien oder Afghanistan. Die Überlebenden tragen zumeist schwere Traumata davon. Monika Weiß (Mitte) überreichte die gesammelten Interviews an den Dekan der Fakultät für Kultur und Sozialwissenschaften Prof. Frank Hillebrandt und die Archivleiterin Dr. Almut Leh. (Foto: FernUniversität, Pressestelle) Die Zeitzeugen Manfred Hübner und Marianne Pollich lernten sich an der FernUniversität kennen – und hatten sich viel zu erzählen. (Foto: FernUniversität, Pressestelle) Kindheit von ihren Erlebnissen im Zweiten Weltkrieg geprägt wurden. Am 8. Mai 1945 war es vorbei: Der Zweite Weltkrieg in Europa endete. Manfred Hübner (81) aus Köln als Vierjährige mit dem letzten Zug aus Cottbus entkam, gehen die Bilder der Flucht nicht mehr aus dem Kopf: „Ich sehe noch die Massen draußen stehen, die es nicht in den Zug geschafft haben.“ Marianne Pollich und Manfred Hübner wollten nachfolgenden Generationen von ihren Kriegserlebnissen erzählen. Der Verein „Kriegskinder e.V. – Forschung, Lehre, Therapie“ hat sie und rund 50 weitere Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zu ihren Schicksalen im Zweiten Weltkrieg befragen lassen. Am 3. Mai wurde das gesammelte Material an das Institut für Geschichte und Biographie der FernUniversität in Hagen übergeben. Dort betreuen Forscherinnen und Forscher das Archiv „Deutsches Gedächtnis“, in dem Lebensgeschichten systematisch gesammelt und der Forschung zur Verfügung gestellt werden. Die Interviews werden nach der „Oral History“-Methode geführt: Ohne Zeitdruck erzählen die Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner vor Videokamera oder Mikrofon ihre Lebensgeschichte. Dr. Almut Leh, die das Archiv leitet, freut sich darüber, dass auch externe Unterstützer wie der „Kriegskinder e.V.“ den Bestand erweitern: „Von den 3.000 Interviews, die wir derzeit archivieren, stammen zwei Drittel aus eigenen Forschungsprojekten. 1.000 Interviews haben wir von anderen Wissenschaftlern und Forschungsinstitutionen übernehmen können. Das trägt zur thematischen Vielfalt unserer Bestände bei und ist für unsere Archivbesucher sehr interessant.“ Der Verein erhofft sich von der Übergabe, noch weitere Zeitzeuginnen und Zeitzeugen für Interviews gewinnen zu können. „Die Zeit drängt, denn viele Kriegskinder von damals verbringen ihre letzten Jahre mit uns und werden uns bald nur noch Erinnerungen an ihre Kindheit zurücklassen können“, mahnt die Vereinsvorsitzende Monika Weiß. Auch die Historikerin PD Dr. Karin Orth von der Universität Freiburg, die einen großen Teil der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen befragt hat, verweist auf die Gedächtnisfunktion: „Für viele Interviewpartnerinnen und -partner ist es sehr wichtig, zu wissen, dass ihre Erinnerungen bewahrt werden.“ Manfred Hübner möchte zudem an junge Menschen in Europa appellieren, sich aktiv für den Frieden einzusetzen: „Das, was jetzt passiert, ist eine Frage des Engagierens oder Nicht-Engagierens.“ br Philosophische Fachtagung Die Allgegenwart des Modischen Ist Mode ein Schlüsselphänomen der Moderne? Diese Frage trieb schon den Philosophen und Soziologen Georg Simmel an, der 1905 seine „Philosophie der Mode“ veröffentlichte. Prof. Dr. Hubertus Busche, Lehrgebiet Philosophie I der FernUniversität in Hagen, widmete dieser Frage eine Tagung und stellte fest: „In der Soziologie ist die Allgegenwart des Modischen seither Thema. Bislang allerdings gab es noch keine interdisziplinäre wissenschaftliche Perspektive auf diesen Zusammenhang.“ (Foto: Thinkstock, mg7) Simmel hatte schon damals diagnostiziert, dass die Mode „heute so stark das Bewusstsein beherrscht, dass die großen, dauernden, unfraglichen Überzeugungen mehr und mehr an Kraft verlieren“. Die Tagung „Moden der Kleidung – Moden des Geistes?“, die Busche zusammen mit Prof. Dr. Yvonne Förster (Leuphana Universität) veranstaltete, untersuchte daher systematisch, auf welchen Gebieten das Modische anzutreffen ist und wie weit sich ihr die Herrschaft der festen Prinzipien überhaupt entziehen kann. Historischer Bezug Das um 1600 auftauchende Wort „la/le mode“ bezeichnete ursprünglich die zeitgebundene „Art und Weise“ der Erscheinung und des Verhaltens, die zugleich „Regel“ oder „Maßstab“ sozialer Erwartungen ist. Später gehörte zum Begriff auch der periodische Wechsel solcher Erscheinungs- und Verhaltensmuster. Im 17. und 18. Jahrhundert wurde „Mode“ begrifflich auf künstlerische und literarische Stile sowie philosophische und religiöse Strömungen ausgeweitet. Heute dagegen ist der Begriff meist auf Bekleidung und Wohnen beschränkt und bezeichnet das Schnelllebige, das Temporäre. „Wir haben herausgearbeitet, was auf den verschiedenen Gebieten von den Körpermoden bis hin zur Religion als Mode identifiziert werden kann – und wir wurden fündig“, bilanziert Busche. Mehrere Vorträge gelangten zum Ergebnis, dass es schwierig ist, etwa in der Kunst, Philosophie und allgemein in den Geisteswissenschaften sich allem Modischen zu entziehen. Wo gesellschaftlich relevante Fragestellungen aufgegriffen werden, sind modische Themen, Vokabulare und Autoritäten unvermeidbar. Als Vertreter der Soziologie an der FernUniversität widmete sich Prof. Dr. Frank Hillebrandt soziologischen Erklärungen für die höhere Geschwindigkeit von Modezyklenwechseln. In den Tagungsdiskussionen wurde immer wieder deutlich, dass einer der treibenden Motoren für den raschen Wechsel von Moden die wirtschaftlichen Interessen sind. Dass sich das Karussell der Kleidungs- und Wohnungsmoden immer schneller dreht, steigert Absatz und Gewinn. Auch in der zunehmend von Drittmitteln abhängigen wissenschaftlichen Forschung „zahlt sich das markschreierische Prof. Hubertus Busche eröffnete die Tagung mit einem historischen Abriss. (Foto: FernUniversität, Pressestelle) Ausrufen ständig neuer ,Paradigmen‘ und ,turns‘ aus“, so Busche. Soziale Bedürfnisse Die Tagung ging jedoch auch der anderen starken Antriebskraft für den ständigen Wechsel von Modezyklen nach: den gesellschaftlichen Bedürfnissen der Modeträger. „Auch und vor allem spielen soziale Bedürfnisse eine Rolle: das Bedürfnis nach Zugehörigkeit zu einer Gruppe und das Bedürfnis nach Abgrenzung gegenüber anderen. Menschen möchten teils gewissen Statusgruppen angehören, teils sich von der Allgemeinheit abheben. Für beides bedienen sie sich einer bestimmten Zeichensprache“, erläutert Busche. Die Tagung versuchte, die ,speziellen Kleider‘ herauszufinden, mit denen im Sport, in der Kunst, in der Politik, in der Philosophie und sogar in den Naturwissenschaften Abgrenzung und Zugehörigkeit hergestellt werden. Darüber hinaus gelangte man zu dem Ergebnis, dass es auf allen diesen Gebieten spezifische Abgrenzungen gegen das Alte gibt. Modebildend ist jeweils ein Bewusstsein, zur Avantgarde zu zählen und das Neue sowie den Fortschritt auf seiner Seite zu haben. Reformen als politische Moden Für einen Abendvortrag gewannen Busche und Förster Jürgen Kaube, Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Der Journalist vertrat die These, Reformen seien die typischen Moden in der Politik. Ob Rechtschreibreform, Rentenreform, Arbeitsmarktreform: Stets handele es sich um die ewige Wiederkehr des Neuen, um die Verhältnisse zu verbessern. Das ziehe gleich die nächste Reform nach sich – die Reform der Reform. aw i Die Ergebnisse der Tagung sowie alle Vorträge werden in einem Tagungsband erscheinen.

Forschung FernUni Perspektive Seite 7 Frauen in Spitzen von Großstädten Neues Genderranking DFG-Forschungsprojekt Die Vermessung der Region Prof. Lars Holtkamp (Foto: FernUniversität, Pressestelle) Die Stadt Erlangen gewinnt das Genderranking deutscher Großstädte 2017 vor den klassischen Spitzenreiterinnen Trier und Frankfurt am Main. Das Schlusslicht bildet Mülheim an der Ruhr. Dies ist das Ergebnis des mittlerweile vierten Genderrankings deutscher Großstädte, das Prof. Dr. Lars Holtkamp, Dr. Elke Wiechmann und Monya Buß von der FernUniversität in Hagen im Auftrag der Heinrich-Böll-Stiftung erstellt haben. Dafür hat das Team des Lehrgebiets Politikwissenschaft IV: Politik und Verwaltung 73 Großstädte mit über 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern (ohne Stadtstaaten) anhand ihrer Frauenanteile an kommunalpolitischen Führungspositionen – Ratsmitglieder, Dezernatsleitungen, Ausschuss- und Fraktionsvorsitze – sowie für das Oberbürgermeisteramt verglichen. Die Daten wurden mittels eines Genderindex gewichtet. Das vierte Genderranking deutscher Großstädte innerhalb von knapp zehn Jahren zeigt ein zwiespältiges Bild: Innerhalb dieses Zeitraums ist der Frauenanteil an den Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeistern stark eingebrochen – von noch 17,7% 2008 auf nunmehr 8,2% 2017. Der Frauenanteil unter den Dezernentinnen und Dezernenten ist dagegen als einzige politische Spitzenposition stark und kontinuierlich gestiegen: von 18,5 Prozent 2008 auf 29,1 Prozent 2017. Das wissenschaftliche FernUni-Team führt dies darauf zurück, dass auf diesem Feld die beruflichen Qualifikationen von Frauen eine größere Rolle spielen als bei der Besetzung rein politischer Ämter. Insgesamt gilt: Frauen sind gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil in den kommunalpolitischen Führungsämtern deutscher Großstädte auch 2017 unterrepräsentiert. Je wichtiger und mächtiger Posten sind, desto unwahrscheinlicher werden sie von Frauen besetzt. Ein noch stärker polarisiertes Bild ergibt sich, wenn man die Frauenanteile in den Stadträten nach Parteien aufschlüsselt. Spitzenreiter sind Bündnis 90/Die Grünen mit der Erfüllung ihrer 50-Prozent-Quote, gefolgt von der Linken mit 44,4 Prozent Frauenanteil (Quote 50%) und der SPD mit 37,3 Prozent (Quote 40%). Die einer Quote verpflichteten Parteien besetzen auch Fraktions- und Ausschussvorsitze deutlich stärker mit Frauen. Auf der anderen Seite unterbietet die neu hinzugekommene AfD, die nur in einigen Bundesländern in den Kommunalparlamenten vertreten ist, mit einem Frauenanteil von 11,6% noch die FDP, die 2008 mit 24,9% das Schlusslicht gebildet hatte und seither ihren Anteil nur geringfügig steigern konnte (auf 26,4% 2017). Die CDU erreicht ihr eigenes Quorum von 33% (als Empfehlung) nur in 28 von 73 Großstädten. Die Gewinnerin Erlangen gehörte schon in der ersten Studie (2008) zur Spitzentrias. Ein hoher Frauenanteil unter den Ratsmitgliedern setzt sich auch in den weiteren politischen Spitzenpositionen fort. „Hier übererfüllen die Parteien mit verbindlicher innerparteilicher Quote, Grüne und SPD, ihr Soll“, erklärt Prof. Holtkamp. Köln hat mit Henriette Reker eine der wenigen deutschen Oberbürgermeisterinnen. (Foto: Stadt Köln, Danny Frede) Wenn die Politik den Frauenanteil in Kommunalparlamenten und kommunalen Spitzenpositionen in vertretbarer Zeit erhöhen möchte, bleibt als Maßnahme nur die gesetzlich festgelegte Quote. „Ohne die Quote würde es noch 128 Jahre dauern, bis eine paritätische Besetzung kommunaler Ratsmandate mit Frauen und Männern erreicht wäre – wenn man die Entwicklung von 2008 bis 2017 in die Zukunft fortschreibt,“ sagt Sabine Drewes, Referentin für Kommunalpolitik und Stadtentwicklung der Heinrich-Böll- Stiftung. Die neue Studie und ihre Vorläuferinnen sind zu finden unter www.boell.de. Proe Was stellt man sich eigentlich unter einer Landkarte vor? Aus heutiger Sicht erscheint die Antwort auf diese Frage selbstverständlich: eine schematische und sachliche Landschaftsdarstellung, korrekt genordet und absolut maßstabsgetreu. Die modernen Standards sind jedoch nicht selbstverständlich. Um sie zu entwickeln, bedurfte es zunächst der Pionierarbeit frühneuzeitlicher Kartenmacher. Ihr Blick fiel dabei nicht selten vor die eigene Haustür, auf den regionalen Raum. Historischem Kartenmaterial, das die Region Westfalen abbildet, wendet sich nun ein Forschungsprojekt der FernUniversität in Hagen zu. Es trägt den Titel „Chorographie zwischen Mimesis und Metrik: Handgezeichnete regionale Landkarten in Westfalen (1450-1650)“ und wird für die nächsten drei Jahre von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert. Geleitet wird das Vorhaben von Prof. Dr. Felicitas Schmieder vom Lehrgebiet Geschichte und Gegenwart Alteuropas der FernUniversität. Die wichtigste Grundlage für die Kartenforschung bilden die Bestände des Landesarchivs in Münster. Handgezeichnete Unikate Die meisten der handgezeichneten Untersuchungsobjekte sind Unikate, angefertigt für ganz bestimmte Zwecke: Am häufigsten wurde das Kartenmaterial in juristischen, ökonomischen oder administrativen Kontexten verwendet. Doch auch repräsentative Absichten wurden verfolgt. So nutzten Herrscher die Landschaftsdarstellungen nicht nur, um sich geographische Klarheit über ihren Besitz zu verschaffen; sie wollten gleichermaßen ihre Macht zur Schau stellen. „Mit der Karte konnte ein Herr zeigen: Das gehört alles mir“, erklärt Prof. Schmieder. Trotz der vielen kriegerischen Konflikte in der Frühen Neuzeit spielten militärstrategische Gesichtspunkte noch keine große Rolle für die Kartographie. Das bekannte Bild eines am Kartentisch operierenden Prof. Felicitas Schmieder vor der Reproduktion einer alten Karte aus dem Jahr 1525, die das Flusssystem der Sorpe im Sauerland zeigt… (Foto: FernUniversität, Pressestelle) Heerführers wie Wallenstein sei eher ein Klischee, so die Historikerin. Immerhin gab es einige Darstellungen von Städtebelagerungen, die aus der Rückschau Angriffe nacherzählten. „Viele erste Stadtpläne sind solche Belagerungspläne“, konstatiert Prof. Schmieder, stellt aber zugleich klar: „Der friedliche Konkurrenzkampf per Karte war wesentlich verbreiteter.“ ...Bei näherer Betrachtung werden die Unterschiede zwischen frühneuzeitlichen und modernen Karten deutlich. (Original: Landesarchiv Münster, Foto: FernUniversität, Pressestelle) Mittelalterliche Spuren Im Untersuchungszeitraum gab es noch keine einheitlichen Regeln für die Produktion von Karten. Kennzeichnend waren eher die Auslotung von Möglichkeiten und ein kreativer Umgang mit dem Medium. „Ich nenne das eine ‚Experimentalphase der Kartographie‘“, meint die Forscherin. Vielen Karten ist der Traditionszusammenhang mit mittelalterlichen Konventionen und Darstellungstechniken noch stark anzumerken. Zum Beispiel wurden bedeutsame Landmarken – etwa eine umstrittene Mühle – ohne Rücksicht auf tatsächliche Proportionen größer gemalt. „Wir kennen so etwas heute noch von Tourismuskarten“, erinnert Schmieder. „In der Zeit stellen wir eine schrittweise Professionalisierung fest“, führt sie weiter aus. Vermessungstechniken im modernen Sinn kamen jedoch noch nicht zur Anwendung. „Manchmal wurden Wege abgeschritten. Man hat sich aber auch einfach auf einen Kirchturm gestellt und geschätzt“, erklärt Schmieder. Daher wurden Landschaften selten in der direkten Draufsicht, sondern zumeist aus einer schrägen „Vogelschau“ abgebildet. „Diese Perspektive erscheint zwar aus heutiger Sicht falsch, war damals jedoch sinnvoll“, urteilt Prof. Schmieder. Entscheidend ist zudem die zusätzliche Darstellungsdimension der Zeit, die durch Bildserien oder schriftliche Legenden umgesetzt wurde. Schmieder: „Da steht dann etwa auf der Karte: ‚Hier ist das Loch, wo einmal der Räuber reingefallen ist.‘“ Erst im 18. Jahrhundert nimmt das Material eine moderne, uns vertraute Gestalt an. „Dadurch wurden die Karten aber auch langweiliger“, schmunzelt die Historikerin. Übergeordnetes Projekt Die Erkenntnisse zu westfälischen Karten sollen in ein übergeordnetes Projekt einfließen. Deshalb kooperiert Prof. Schmieder mit Forschenden aus Hannover und Göttingen. Erklärtes Ziel ist es, aus den regionalen Einzelbetrachtungen einen beispielhaften Corpus deutscher Landkarten zu erstellen. Ferner ist ein crossmedialer Studienbrief zur frühneuzeitlichen Kartographie geplant. br