Selber Wiesenfest 2017

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Selber Wiesenfest 2017 - das Sondermagazin, präsentiert von www.selb-live.de

präsentiert:

Geschichten, Hintergründe, Programm

und vieles mehr rund um das schönste

Kinder- und Heimatfest der Region

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Impressum: V.i.S.d.P.

Presse-/Werbebüro Michael Sporer

Friedrich-Ebert-Str 64, 95100 Selb

info@selb-live.de, 0173/9140384

Fotos/Texte/Mitarbeit: Michael Sporer, Katrin Sporer, Florian Ferner,

Pressemitteilungen, Infos Stadt Selb, Musik-Bands

Tipp- und Rechtschreibfehler, die sich in Wiesenfestlaune eingeschlichen haben, dürfen

gefunden, aber auch gerne behalten werden. Nachdruck strengstens untersagt!


Grußwort

des Oberbürgermeisters

L iebe Selberinnen und Selber, liebe Gäste aus nah und fern,

am zweiten Wochenende im Juli, vom 7. bis 10. Juli 2017, heißt es wieder

„Der Goldberg ruft“ und ich freue mich, Sie dann in Selb begrüßen zu dürfen

und zusammen mit Ihnen zu feiern.

Immer wenn ich mit ehemaligen Selbern Kontakt habe, heißt es zum Abschied:

Wir sehen uns dann zum Wiesenfest! Daran sieht man, welche

Wertigkeit und Anziehungskraft das Fest für jedermann hat. Den Besuchern

ist kein Weg zu weit, um mit uns unser traditionelles Wiesenfest zu

feiern. Für alle Selberinnen und Selber ist es selbstverständlich beim Heimat-

und Wiesenfest anwesend zu sein. Auch für Katrin Raab und Uwe

Tröger ist es keine Frage, ihre Heimatverbundenheit mit der Anwesenheit

beim Wiesenfest zu zeigen. Sie gehen sogar noch einen Schritt weiter und

bringen gleich die Musikkapellen aus ihrer neuen Heimat mit nach Selb.

Auf ihre Vermittlung hin unterstützen uns die Musikkapellen Zwölfmalgreien

aus Bozen und die Börwanger Alphornbläser. Die Zwölfmalgreien

bereichern bereits das zweite

Mal unseren Festzug. Dafür möchte ich

mich herzlich bedanken.

An den Wiesenfesttagen kommen bestimmt

nicht nur die Musikliebhaber auf

ihre Kosten: zahlreiche Fahrgeschäfte,

kulinarische Köstlichkeiten und natürlich

das gute Bier lassen die Herzen höher

schlagen.

Bei allen, die zum Gelingen des Wiesenfestes

beitragen, möchte ich mich auch

im Namen des Stadtrates herzlich bedanken

und wünsche unbeschwerte Tage

auf dem Goldberg.

Herzlichst

Uli Pötzsch

Oberbürgermeister


Geschichte des

Selber Wiesenfestes

V it, vat hoch, schäi wars doch, vit,

vat nieder, nächst gouar komma wieder…“

- Kaum haben Kinder und Erwachsene

ihren Schlachtruf am Montagabend

gerufen und die letzten

Stunden auf dem Goldberg ausklingen

lassen, so beginnt schon alsbald vielmehr

wieder die Zeit vor dem nächsten

Wiesenfest und damit schon wieder

die Vorfreude. Von wegen vier

Jahreszeiten, Selb besitzt eine einfache,

ganz eigene Zeitrechnung: Eben

die Zeit „vor“ und die Zeit „nach“ dem

Wiesenfest. Das Selber Wiesenfest ist

für Jung und Alt aus nah und fern etwas

ganz Besonderes. Der Ursprung

dieses Mythos liegt bereits über 200

Jahre zurück, genauer gesagt im Jahr

1807. Ein Lehr-Obstgarten, den Diakon

Hagen anlegte, wurde damals

feierlich mit einem Kinder- und Heimatfest

eingeweiht. Die Feier wurde

mit Musik und unter Beteiligung weltlicher

und kirchlicher Honoratioren

vollzogen. Über tausend Personen,

darunter rund 200 Schulkinder, waren

ebenso dabei, wie bereits ein kleiner

Festzug von der Kirche zum Obstgarten

durchgeführt wurde.

Mit Beteiligung der Schüler wurde diese

Belobigungsfeier in den Folgejahren

wiederholt, aus der nach und

nach das heutige Fest hervorging.

Zunächst mehr als Kinderfest gedacht,

fanden die Feste dann auch für

Erwachsene statt. Unter dem Namen

Wiesenfest“ wurde erstmals 1830

gefeiert. Fester Bestandteil war ein

Gottesdienst in der Kirche.

Im Anschluss folgte ein Festzug der

Kinder vom Schulhaus in der Pfaffen-


leithe zum Lehrgarten (Festplatz).

Schon hier wurden die Honoratioren

beim Rathaus abgeholt. Beim auf den

Sonntagnachmittag beschränkten Fest

gab es Ansprachen als auch Spiele für

Kinder. Mit dem Besuch zahlreicher

Gäste und der Beteiligung der Gesangvereine

und einer Kapelle wurde

es zunehmend zum Volksfest.

Aufgrund des Stadtbrands 1856 fiel

das Fest dann einige Jahre aus. In

unregelmäßigen Abständen wurde das

Fest ein- bzw. zweijährig an verschiedenen

Orten wieder gefeiert. Das

Wiesenfest in etwa seiner heutigen

Form gibt es auf dem Goldberg seit

1949. Den Freitagabend als zusätzlichen

Volksfestabend gibt es seit

1965, also seit über 50 Jahren.

An den Ursprung des Wiesenfestes,

dem Lehr-Obstgarten, werden der

Tradition folgend zur Erinnerung jährlich

Bäumchen gepflanzt. Mittlerweile

ist da beispielsweise schon eine schöne

Streuobstwiese an der Lorenz-

Hutschenreuther-Straße entstanden.

Zuletzt waren Kinder des Kindergarten

St. Michael eifrig bei der Sache, als

sie die gestifteten und im Festzug von

Schülern mitgeführten Bäume auf der

Wiese des Bismarckplatz einpflanzen

durften. In diesem Jahr werden vier

Obstbäume an der Lorenz-

Hutschenreuther-Straße gepflanzt.


Wiesenfest Zeittafel

1806: Belobigung des Schulreformers

Magister Johann Friedrich Hagen

durch König Friedrich Wilhelm III.

v. Preußen

10.5.1807: Eintägiges Fest zur Einweihung

von Hagens Schul-Obstgarten,

das erste Wiesenfest.

In den Folgejahren eine eintägige

Veranstaltung, als Schulveranstaltung,

jedes zweite Jahr auch für Erwachsene.

1830: Erstmals als Wiesenfest bezeichnet,

nicht mehr an den Schulgarten

gebunden.

1856-64: Nach dem Selber Stadtbrand

am 18.3.1856 entfällt das Fest

bis 1862. Spätere Wiederbelebungsversuche

scheitern am Widerstand

des Pfarrers.

1865: Eintägiges Fest im Garten des

Webermeisters Zapf, künftig in zweijährigem

Turnus.

1886: Zweitägig. Schüler werden erstmals

zu einem Festzug einheitlich gekleidet.

1887: Erstmals sind Schausteller zugelassen.

In den Folgejahren ebenso

erstmals ein Karussell auf dem aktuellen

Festgelände Goldberg.

1909: Wiesenfest wird elektrisch, Kegeln

für die Schüler wird 1912 eingeführt

Nach entfallenen Wiesenfesten aufgrund

des 1. Weltkriegs erstmals wieder

1921, auch mit Betrieb am Samstagabend.

Wirtschaftskrise, Inflation

schränken die Feste dann zunächst

ein.

1924: Erstes Bierzelt und

vergrößerter Vergnügungspark.

Auch der 2. Weltkrieg und

seine Folgen lässt keine

Wiesenfeste zu. Erst ab

1949 wird wieder gefeiert.

Das jährlich am zweiten

Sonntag im Juli inklusive

Samstagabend und Montag.


1965 werden am Freitagabend die

sog. „Hutschenreuther- Abende“ eingeführt.

Diese haben bis 1984 bestand.

Der Freitagabend bleibt als

„inoffizieller“ Wiesenfesttag bestehen.

Das Fest findet seit 1976 in der heutigen

Form statt.

2007: Selb feiert 200 Jahre Selber

Wiesenfest

Quelle Infos: selb.de

Wenn das

Wiesenfest ausfällt...

2017 feiern wir unser Selber Wiesenfest,

ebenso wie man vor 50

Jahren auf dem Goldberg zugegen

war. Blickt man aber jeweils genau

100, 150 und 200 Jahre zurück, da

war den Selbern weniger zum Feiern

zumute. 1817 fiel das Wiesenfest

wegen Missernte und Hungersnot

aus, 1867 wegen schlechten

Wetters. Im Jahr 1917 fand

das Wiesenfest aufgrund des Ersten

Weltkriegs nicht statt.

Weitere

Infos: Ausführliche Zeittafel der

Selber Wiesenfestgeschichte im

Internet auf selb.de. Die ausführliche

Wiesenfestgeschichte mit

vielen Details bietet das Buch

„Das schönste Fest der Selber

(Foto: Titelbild), erschienen 2007

im Verlag Gisela Arzberg. Erhältlich

u.a. an der „Wiesenfestpost“

auf dem Goldberg.


D as Anlegen eines Lehr-

Obstgartens durch Diakon Hagen im

Jahr 1806 gilt als Ursprung des Selber

Wiesenfestes. Über 200 Jahre später

existiert noch ein Zeitzeuge des damaligen

Zeitraums und damit den Anfängen

des in der Stadt und der Region

so beliebten Heimat- und Kinderfestes,

das im Jahr 1830 erstmals als

Wiesenfest bezeichnet wurde. Der

Symbolcharakter: Birnbaum

erinnert an den Fest-Ursprung

Zeitzeuge ist ein alter Birnbaum. Dieser

steht hinter der ehemaligen Gartenschule

bzw. der heutigen Stadtbücherei

in der Friedrich-Ebert-Straße.

Seit Jahren kümmert sich eine namentlich

nicht genannt werden wollende

ältere Dame um die Pflege des

Baumes, dessen Alter eben auf rund

200 Jahre geschätzt wird.

Der einstige Lehr-Obstgarten war der

erste im ganzen Land. Diakon Hagen

wurde daraufhin durch den

preußischen Minister Karl August

von Hardenberg öffentlich belobigt.

Zur Einweihung bei der Baumblüte

ein Jahr später zog man in einer

feierlichen Prozession mit Musik

und unter Beteiligung der weltlichen

und kirchlichen Honoratioren

sowie der Schulen hinaus in diesen

Lehrgarten. Mehr als tausend Personen,

darunter rund 200 Kinder,

waren an den Feierlichkeiten beteiligt.

Aus der Wiederholung dieser

Belobigungsfeier erfolgte die Bewilligung

eines Volksfestes unter der

Bedingung, dass sich das Fest auf

nur einen Tag beschränken und

den Charakter eines reinen Kinderfestes

haben sollte. Innerhalb der

nächsten Jahre fand das Fest jährlich

für die Kinder als Unterrichtsgang,

aber in unregelmäßigen Ab-


ständen von zwei bis drei

Jahren für die Erwachsenen

statt.

Noch heute erinnert man

sich beim Selber Wiesenfest

an die Ursprünge zurück.

Im Festzug werden

durch Schüler Obstbäume

mitgezogen. Im direkten

Anschluss an das Wiesenfest

werden diese Bäumchen

an verschiedenen

Stellen eingepflanzt. Eine

aus dieser Tradition entstandenen

Streuobstwiesen, nämlich die an der

Lorenz-Hutschenreuther-Straße, hat

im Herbst 2016 weiteren Zuwachs

bekommen. Einen ganz besonderen:

Vom genannten Birnbaum wurden in

einer Baumschule in Poxdorf Sprösslinge

gezogen. Eines dieser drei Jahre


alten Bäumchen wurde durch die beiden

Stadtgärtner Thomas Frank und

Patrick Heinecker im Beisein von

Oberbürgermeister Uli Pötzsch und

Claudia Büttner, Kreisfachberaterin für

Gartenkultur und Landespflege, eingepflanzt.

Zwei weitere Bäumchen

fanden zudem in Schirnding und Arzberg

einen Platz.

Bei der Pflanzaktion selbst handelt es

sich um die Umsetzung der vom Bayerischen

Ministerrat 2008 beschlossenen

Strategie zum Erhalt der biologischen

Vielfalt. So können Streuobstbestände

wahre Schatzgruben für alte,

regionale Obstsorten sein. Claudia

Büttner spricht von 140 verschiedenen

Apfelsorten im Landkreis Wunsiedel.

Bundesweit sollen es gar mindestens

3.000 Apfel- und 1.500 Birnensorten

sein. Auch werden Streuobstwiesen

als wertvoller Lebensraum für

viele Tier- und Pflanzenarten gesehen.

Durch fehlende Pflege, ausbleibende

Nachpflanzung und Nutzungsaufgabe

seien viele Bestände hochgradig

gefährdet, heißt es weiter. Mit

dem ins Leben gerufenen Projekt sollen

die Sortenvielfalt und Streuobstbestände

gesichert werden.

Selb beteiligt sich mit dem alten Birnbaum.

Genau könne man die Sorte

hiervon noch nicht definieren. Doch

schon jetzt hat man vor Ort für das

Bäumchen einen mehr als passenden

Namen parat:

Diakon

Hagen-

Birnbaum!

„Für uns ist

das mehr als

nur das Projekt,

sondern

hat auch

Symbolcharakter

für

unser Selber

Wiesenfest“,

freut sich Uli

Pötzsch.

Wurden im vergangenen Jahr unmittelbar

nach Wiesenfest zwei Apfelbäume

sowie je ein Kirsch- und ein Pflaumenbaum

durch Kinder des katholischen

Kindergartens St. Michael am

Bismarckplatz in der Schützenstraße

gepflanzt, so werden es heuer ebenso

wieder vier Obstbäumchen sein. Diese

werden zunächst in alter

Tradition durch Schüler

im Festzug mitgezogen.

Am Dienstag (9:30 Uhr)

nach dem Wiesenfest

erfolgt die Baumpflanzaktion

durch Kinder des

Dekan-Schindler-Haus in

der Lorenz- Hutschenreuther-Straße.


D ie Kinder stehen im Mittelpunkt

des Geschehens beim Selber Wiesenfest.

Großen Anteil haben sie schon

am farbenprächtigen Festumzug. Ist

der Marsch durch die Straßen der

Stadt hinauf auf den Goldberg erst

einmal absolviert, so rücken die Schülerinnen

und Schüler nach einer kurzen

Verschnaufpause erneut als

Hauptakteure ins Geschehen. Es ist

eines der vielen gelebten Traditionen,

sich einem großen Publikum mit Vorführungen

zu präsentieren. Auch die

sportliche Seite kommt nicht zu kurz.

Der Spaß steht im Vordergrund, mit

viel Eifer sind die Kinder da bei der

Sache.

Spiele gibt es beim Wiesenfest schon

sehr lange. Das Schießen mit Armbrüsten

auf hölzerne Adler oder Sterne

gibt es so schon seit rund 150 Jahren.

Das Hahnenschlagen gibt es

ebenso schon in etwa aus diesem

Zeitraum. Reigentänze standen schon

Wetteifern, Tanzen und

gemeinsam Spaß haben

vor dem Selber Brand (1856) auf dem

Programm. Doch auch an einigen weiteren

Spielen hat man sich zu früheren

Zeiten erfreut. Am „Tümmelbaum“

zum Beispiel. Hier musste ein waagrechter

und zugleich drehbar gelagerter

Baumstamm auf dem Hosenboden

rutschend überquert werden. Der

Gleichgewichtssinn war hier gefordert.

Beliebt war außerdem das

„Wurstschnappen“.

Mit viel Engagement und Begeisterung

haben sich in den beiden

vergangenen Jahren die Schüler

beim neu aufgelegten „Spiel ohne

Grenzen“ beteiligt. Eierlaufen,

Sachhüpfen und Co. standen im

Mittelpunkt dieser Spiele, die

ebenso schon vor langer Zeit die

Schulkinder ausgetragen hatten.

Hierfür gab es jede Menge positive

Kommentare, sowohl von Zuschauerseite

als auch von den

teilnehmenden Kindern selbst,

zumal das Gemeinschaftserlebnis

hierdurch gefördert wird. In Pendelstaffeln

werden auch heuer


wieder von jeder Schule jeweils

15 Schüler/innen der 6.

Klassen bei den spannenden

Wettkämpfen teilnehmen.

Bierkastenlauf, Sackhüpfen,

Hüpfball und Blindenfußball

werden durchgeführt

(Änderungen vorbehalten,

genaue Absprache der Schulen

erfolgte nach Redaktionsschluss).

Das jeweils schnellste Team

erhält fünf Punkte. Drei gibt es für

den zweiten Platz, zwei für den dritten

Platz und noch einen für die Mannschaft,

die auf dem vierten Rang landet.

Spannung ist garantiert.

Bevor diese Spiele ausgetragen werden,

gehört die Rasenfläche natürlich

zunächst den Mädchen. Aufgeregt

stehen sie schon in Zweierreihen parat,

wartend auf das Startsignal: dem

„Hoch Heidecksburg Marsch“. Kaum

erklingen die ersten Takte der Musik,

geht es auch schon los. Strahlend,


winkend – so marschieren die Kinder

ein und stellen sich wie eh und je in

mehreren Kreisen auf. Zu flotter kindgerechter

Musik begeistert man mit

Tänzen, Drehungen und Sprüngen.

Mit dem Üben geht es für die Schulmädchen

in der Regel im April, spätestens

im Mai los. Seit dem Jahr

2013 zeichnet sich für die Durchführung

Daniela Setzer, Lehrerin an der

Bogner-Grundschule, verantwortlich.

Weiter werden die Tanzgruppe

„HerozZ“ aus dem JAM – Jugend- und

Kulturzentrum, als auch die Tanzgruppe

der Evangelischen Stadtkirche das

Wiesenfest nutzen und sich hier mit

kurzen Vorführungen präsentieren.

Fußball am Sonntag und Handball am

Montag stehen außerdem auf dem

Programm der Jungen seitens des

Gymnasiums, der Mittel- und der Realschule.

Die Buben der 1. und 2. Klassen wetteifern

beim „Hahnenschlagen“. Die

Anspannung und Konzentration steigt,

wenn dem Schüler zunächst die Augen

verbunden werden und er sich

ein paar Mal um die Achse drehen

muss. Dann tastet er sich mit einer

Holzstange vorsichtig an den Tontopf

heran und versucht diesen schließlich

zu zerschlagen. Drei Versuche hat jeder.

Einen Punkt gibt es, ist der Topf

gesprungen bzw. angebrochen, zwei

Zähler, wenn der Topf zerschlagen

wurde. Die Tradition dieses Spiels

geht lange zurück. Damals befand

sich unter dem Topf auch noch ein

echter Hahn, der dem Sieger des

Wettbewerbs gehörte. Das lebendige

Tier gibt es zwar schon lange nicht

mehr, geblieben sind aber der Name

als auch der Blumentopf des Spiels.

Kegeln wurde im Jahr 1912 eingeführt.

Die Knaben der 3. und 4.

Grundschulklassen versuchen, mit

einer an einem Galgen hängenden

Kugel so viele Kegel wie möglich umzuhauen.

Drei Versuche hat dabei jeder

Schüler

Einst waren es hölzerne Sterne und

Adler, auf die die Schüler der Mittelschule

mit einer Armbrust

geschossen haben. Aus

Kostengründen schießen

die 5.- und 6.-Klässler die

Bolzen seit einigen Jahren

auf eine mehrfach nutzbare

Schießscheibe. Je kleiner

die getroffene Scheibe,

desto höher die Punktzahl.

Zur Ausgestaltung des

Festzuges werden die

früheren traditionellen

Sterne und Adler aber

noch genutzt.


W enn man überall in der Stadt

sein eigenes Plakat sieht, ist es ein

ganz schönes Gefühl“, freut sich Celine

Kranz in diesem Jahr besonders.

Ihr gemaltes Motiv aus dem im Jahr

2011 seitens der Stadt Selb durchgeführten

Malwettbewerb wurde aus

zahlreichen eingesandten Vorschlägen

durch eine Jury als offizielles Motiv für

das diesjährige Wiesenfestplakat ausgewählt.

Es ist eine der vielen gelebten Traditionen,

dass wie beim Festzug und bei

Plakat 2017: Ballons, Festzug

und Spiele in einem Motiv

den Spielen wie Hahnenschlagen, Kegeln,

Armbrustschießen und den Reigentänzen

auch beim Plakat die Kinder

im Mittelpunkt stehen.

Jährlich zeichnen

sie sich für das Motiv des

alljährlichen Plakates

verantwortlich. Klar lassen

sich da die Kinder

nicht zweimal bitten.

Gerne greifen sie zu Stift

und Pinsel, um ihr Kunstwerk

zum Thema Wiesenfest

zu kreieren. So

läuft nach 2011 aktuell

ein neuer Wettbewerb.

In zwei verschiedenen

Altersklassen dürfen sich

die Schülerinnen und

Schüler derzeit wieder

ans Werk machen. Die

besten Bilder werden

prämiert. Eine tolle Sache

ist es natürlich aber

dann, wird das eigene

gemalte Kunstwerk tatsächlich

zum offiziellen

Plakat.


10 Jahre jung war Celine Kranz bei

der Durchführung des damaligen

Wettbewerbs. Sechs Jahre später

kann sie sich aber noch genau an ihren

damaligen „Malstil“ erinnern. Aufgabe

war es das zu malen, was man

mit dem Wiesenfest gerne verbindet.

„Das Steigenlassen der Ballons war

für mich immer ein Highlight. Da habe

ich das als Hauptthema

genommen“, erklärt

Celine rückblickend.

Aber auch die Festspiele

und den Festzug

fand sie immer toll.

Kurzerhand hat sie diese

Themen miteinander

verbunden.

Die Schülerin freut sich

auch in diesem Jahr

natürlich wieder auf

den farbenfrohen Umzug.

Gerne sieht sie

den Jüngeren bei den

traditionellen Spielen

zu. Sie genießt das

Flair auf dem Goldberg

und die fröhliche Atmosphäre

im Festzelt.

Dass man dazu viele

Freunde trifft und jeder

gut gelaunt anzutreffen

ist, das gefällt der

16-Jährigen ebenso.

Das Feuerwerk am

Sonntagabend ist eines

der weiteren persönlichen

Wiesenfest-

Höhepunkte. Und auf

einen emotionalen Mo-

ment ist die Vorfreude ohnehin groß:

„Die aufsteigenden Ballons“, hat Celine

Kranz diesmal mit ihrem Plakatmotiv

doch eine ganz persönliche Verbindung

zu dieser Szene am Marktplatz.


E s ist für uns eine Ehre und große

Freude, diese Aufgabe beim Selber

Wiesenfest übernehmen zu dürfen“,

freuen sich Anna-Katharina Reimer,

Michelle Weidner und Jonas Krippner

auf ganz besondere Momente. Im

Große Vorfreude auf

Festzug werden die drei Schüler die

traditionelle Aufgabe der Fahnenjungfern

und Fahnenträger ausüben. Von

Gänsehaut-Erlebnissen sprachen

schon deren Vorgänger. Vor allem

vom Einzug am Montagabend und

dem Blick vom Balkon auf die vielen

Menschen auf dem Marktplatz sowie

dem Steigenlassen der bunten Luftballons

schwärmt man noch heute

von einem unvergesslichen Erlebnis.

Dieses wollen diesmal auch die beiden

11.-Klässlerinnen vom Walter-Gropius-

eine ehrenvolle Aufgabe

Gymnasium und der Realschulabsolvent

unbedingt spüren. Wieder mitmarschieren

zu dürfen, das ist auch

ein Grund, den Michelle nennt. War

man ab einer bestimmten Altersklasse

nicht mehr im Festzug dabei, was sie

sehr bedauert, so freut sie sich nun


umso mehr, wieder die

Straßen entlang zum Goldberg

marschieren zu dürfen.

Und das diesmal in

ehrenvoller Aufgabe.

Jahrelang war diese Schülerinnen

und Schülern der

Mittelschule vorbehalten.

Völlig ungewöhnlich war es

zuletzt, dass sich keine

Schülerinnen und Schüler

gefunden haben, die den

Part der vor den Ehrengästen

in weißen Kleidern marschierenden

Fahnenjungfern

als auch den des festlich gekleideten

Träger der Selber Stadtfahne

übernehmen wollten. Drei

„Ehemalige“ sprangen somit ein erneutes

Mal ein, machten das aber natürlich

gerne.

Anna-Katharina hat das im vergangenen

Jahr im Wiesenfest-Magazin gelesen.

Sofort war der Gedanke da,

selbst einmal als Fahnenjungfer zu

fungieren. „In solch einem schönen

Kleid sich besonders zu fühlen“,

macht sie sich nun diesen kleinen

Traum war. Zusammen mit ihren beiden

Freunden Michelle und Jonas.

Beide mussten gar nicht überlegen.

Sofort stimmten sie dem Vorschlag

zu. Und die Zusage, dass sie auch

tatsächlich in diese Rolle schlüpfen

dürfen, erfreute dann obendrein. Auf

das Spalier der unzähligen Zuschauer

am Straßenrand, der Balkon am

Wiesenfesthaus“ - die Vorfreude ist

groß. Auf ein wohl einmaliges Erlebnis.

Genau so wie auf das Wiesenfest

selbst. Da freuen sich die Schüler natürlich

auf so manch Fahrgeschäft, die

gute Stimmung, die vielen Menschen

auf dem Festplatz verbunden mit dem

ein oder andere Wiedersehen mit

Freunden und Verwandten.

Der Fahnenträger und

seine Jungfern

Sind es heute Schüler, die die

Stadtfahne im Festzug tragen, so

war es in den 1960er Jahren jeweils

ein Auszubildender der städtischen

Verwaltung. Die weißen

Kleider der Fahnenjungfern werden

von den Trägerinnen selbst

bezahlt. Die Kosten für die Blumensträuße

übernimmt die Stadt.

Gute Tradition ist es, die Blumen

nach der Balkonrede ins Volk zu

werfen.


D as habt ihr ganz toll gemacht“,

ruft Dorothea Schmid, kurz „Dorle“,

den Kindern zu. Zuvor standen diese

nach einem anstrengenden Festzug

und einer kurzen Verschnaufpause

wieder parat, marschierten händchenhaltend

in Zweierreihe auf die Reigenfläche

und boten unter musikalischen

Klängen flotte Tänze. Begeisterung

bei den Hauptakteuren, stolzer Beifall

der zahlreichen Zuschauer, darunter

mit Sicherheit ganz viele Eltern, Tanten,

Onkels und Großeltern. Und genau

diesen gibt Dorle noch einen ganz

wichtigen Hinweis: „Gebt Euren Kindern

noch fleißig Wiesenfestgeld!“ Ein

Aufruf, den sie gerne macht. „Das

Wiesenfestgeld hat bei uns Tradition

und manch Auswärtiger weiß das vielleicht

nicht. Ein Reißaus gibt es da

nun nicht mehr“, schmunzelt

sie, „denn als Kind macht es

bekanntlich unheimlich viel

Spaß, das Geld an den Fahrgeschäften

auszugeben!“ Unverkennbar

kennen die Mädchen

Dorles Stimme, bringen diese

umgehend mit dem Wiesenfest

in Verbindung. Seit Jahren moderiert

die Grundschullehrerin

schließlich schon vom Ehrenpodium

aus die Reigentänze. In

diesem Jahr ein letztes Mal.

43 Jahre mit dem Hut beim

Reigentanz - Dorle sagt Ade

Nach diesem Schuljahr geht Dorothea

Schmid in den Ruhestand.

Freilich kennen sie nicht nur die Schülerinnen

und Schüler, die sie zu ihrer

Überraschung auch schon einmal unverkennbar

aufs Wiesenfestplakat

(„Das hängt bei mir im Wohnzimmer!“)

malten. Mit ihrem „Hut-Faible“,

dazu als langjährige Stadträtin und

seit 2014 auch zweite Bürgermeisterin

ist sie in Selb ohnehin bekannt wie ein

„Bunter Hund“. Und schon ist der Bezug

zu ihrem ersten Selber Wiesenfest

hergestellt. Im Jahr 1974 hat die Erkersreutherin

als Lehrerin an der Bogner-Grundschule

angefangen. Beim

Wiesenfest 1975 durfte sie erstmals

eine Schulklasse im Festzug begleiten.

Die Vorfreude war groß. Als Kind

selbst konnte sie hier nämlich nie teil-


nehmen, hatte die Gemeinde Erkersreuth

vor der Eingliederung zur Stadt

Selb bis zum Jahr 1978 bekanntlich

noch ein eigenes Wiesenfest. Doch

genau dieses für sie erste Selber Wiesenfest

war ausschlaggebend für ihr

Markenzeichen: dem Hut! „Es war da

sehr heiß“, erinnert sie sich an die

lange Wartezeit mit ihrer Schulklasse

vor Beginn des Festzuges. Schattenplätze

gab es in der Jahnstraße nicht.

Die damalige Notlösung zum Hut wurde

später zum großen Hobby. Respekt

hat sie seitdem aber auch vor allen

Festzugteilnehmern, die diese Strecke

egal ob bei Hitze oder Regen eindrucksvoll

absolvieren.

Über 40 Jahre Schule und Wiesenfest,

das prägt. Egal ob bei den Jungs beim

Hahnenschlagen oder bei den Mädchen

beim Reigen, beides hat sie in all

den Jahren gerne beobachtet. „Die

tanzenden Mädchen in ihren Kleidern,

das ist putzig. Spannend ist es bei

den Knaben“, findet sie die traditionellen

Vorführungen und Spiele besonders

klasse. Erlebnisse, an die

man sich gerne erinnert. Vor allem

auch dann, wenn von ehemaligen

Schülerinnen und Schülern auch deren

Kinder und teils gar schon Enkelkinder

von Dorle unterrichtet und betreut

werden. In der Schule selbst

beginnen die Vorbereitungen auf das

Wiesenfest selbst schon Wochen und

Monate vorher. Schon da spürt sie die

Vorfreude aller,

wenngleich das

oftmals auch

stressig sein

kann. Bei der

Kleiderauswahl

zum Beispiel.

„Da gab es unter

den Eltern

schon öfter

Streit darüber,

was den Kindern

zum Festzug

angezogen

werden soll“, ist

sie in diesem

Punkt dankbar,

dass sie sich als

Lehrerin bei

diesen Entscheidungen

weitestgehend

raushalten

kann. Dass


der traditionelle Fahnenträger weiter

so beliebt ist und das auch Mädchen

machen wollen, freut Dorle

umso mehr. Überhaupt hofft sie,

dass Traditionen nach lange weitergelebt

werden, das Wiesenfest in

den Schulen noch richtig gelebt

wird. Denn hier findet sie es schade,

dass gerade die auswärtigen

Lehrerkollegen zu wenig Interesse

zeigen würden.

Die unbeschreibliche Vorfreude, die

geschmückte Stadt, die rundum gute

Stimmung auf dem Goldberg, das

einzigartige Flair, davon schwärmt

Dorothea Schmid wie so viele andere

auch. Besonders angetan hat ihr allerdings

der Wiesenfestmontag: der Einzug

der Schulkinder vom Goldberg

zum Marktplatz, das gemeinsame Singen

der Lieder und schließlich das

immer wieder einzigartige Bild der


aufsteigenden Ballons. „Als

Kind habe ich beim Zusehen

mir schon immer gewünscht,

einmal da oben auf diesem

Balkon zu stehen“, blickte sie

einst nach oben auf die damaligen

Bürgermeister. Dass

der Wunsch tatsächlich einmal

in Erfüllung gehen würde,

daran glaubte sie natürlich

nicht. „Als ich zur zweiten

Bürgermeisterin gewählt

wurde, hatte ich daran gar nicht gedacht“,

genießt sie es jetzt in vollen

Zügen, auf dem Balkon des liebevoll

als „Wiesenfesthaus“ bezeichneten

Hauses am Marktplatz stehen zu dürfen.

„Das fängt schon an, wenn man

den einmarschierenden Festzug sieht,

es immer mehr Leute werden. Der

Blick auf die Menschenmassen und

dann die vielen bunten Luftballons.

Das ist alles sehr emotional“, beschreibt

sie hier ihre Gefühle. Gänsehautstimmung.

Ein Bild, das sie sich

gar auf Stoff drucken ließ und ein

ganz spezielles Wiesenfest-Kleid draus

machte. Ein Moment, den sie genießt.

Nach dem offiziellen Abschluss blieb

sie im vergangenen Jahr noch längere

Zeit alleine auf dem Balkon stehen,

beobachtete die in alle Richtungen

friedlich verschwindenden Menschen.

Genießen wird sie in diesem Jahr

noch einmal den Blick vom Ehrenpodium,

wird ein letztes Mal durchs Mikrophon

sprechen, die Kinder für ihre

Vorführungen loben und aufs Wiesenfestgeld

hinweisen. Ein klein wenig

Wehmut dürfte da aufkommen. Doch

Dorothea Schmid ist dankbar, dass sie

als Stadträtin und Bürgermeisterin

auch noch in den nächsten Jahren im

Festzug mitmarschieren darf.


Farbenfroh und gut gelaunt:

Festzug begeistert Zuschauer

P unkt 13 Uhr an der Dr. Franz-

Bogner-Schule. An vorderster Stelle

steht die Polizei abmarschbereit.

Gleich dahinter lauern die Musiker des

Selber Spielmanns-

und

Fanfarenzug.

Sie blicken

voller Konzentration

zu

ihrem Tambourmajor.

Gibt er das

Startkommando, so geht es mit den

Klängen der Trommeln und Piccoloflöten

in der Jahnstraße los durch den

Spalier zahlreicher Zuschauer in Rich-

1.500 Teilnehmer

2,6 Kilometer Strecke

11 verschiedene Kapellen

Abmarsch um 13 Uhr

tung Innenstadt. Der Marschmusik

hinterher tapsen Grundschule, Mittelschule,

Realschule und Gymnasium

samt einiger weiterer Spielmannszüge

und Blaskapellen

- inklusive der

Bläsergruppe der

Mittelschule sind

es am Wiesenfestsonntag

elf

an der Zahl, die

für die musikalische

Begleitung

sorgen.

Nach rund 600 Meter reihen sich am

Rathaus die Bürgermeister, Stadträte

und Ehrengäste ein. Weiter geht es

über den Markt- und

Martin-Luther-Platz vorbei

an der Stadtkirche in

die Pfarrstraße. Dort wird

der Festzug mit den Klassen

der Luitpold-

Grundschule, der Siebensternschule

und der

Grundschule Erkersreuth/

Selb-Plößberg komplettiert.

Der farbenfrohe

Festzug führt nun über

die Karl-Marx-Straße, der

Ludwigstraße, Bahnhofstraße,

Marienstraße und

über den Wendepunkt


Marienplatz. Von hier aus

setzt sich der Festzug wieder

zurück bis zum Rathaus,

um dann in die Burgstraße

einzubiegen. Fortan geht es

bergauf, über die Wunsiedler

Straße zum Festplatz auf

den Goldberg. Rund 2,6

Kilometer haben die Musiker

und Schüler absolviert,

die an der Bognerschule

losmarschiert sind. Samt

den Kapellen und einigen ehemaligen

Abschlussklassen werden es bis zu

1.500 Teilnehmer sein, die am Wiesenfestsonntag

voller Stolz die Strecke

in Angriff nehmen und sich präsentieren.

Am Wiesenfestmontag

wird die Teilnehmerzahl etwas geringer

ausfallen

Mit rund 350 Teilnehmern (Stand

Mitte Juni) stellt das Walter-Gropius-

Gymnasium die größte Gruppe im

Festzug. Das tritt insbesondere auf


den Wiesenfestsonntag

zu. Viele ehemalige

Schüler wollen es

sich schließlich nicht

nehmen lassen, im

Rahmen von Jubiläums-

Abschlussklassen

wieder einmal im

Festzug als Teilnehmer

dabei zu sein.

Erinnerungen an die

eigene Kindheit dürften

da wach werden.

Auch die Realschule

meldet die Teilnahme

früherer Abschlussjahrgänge. Über

200 Personen wollen da im Festzug

mit dabei sein. Die Mittelschule meldet

über 170 Schüler, die Luitpold-

Grundschule 176, die Bogner-

Grundschule 173, die Siebensternschule

rund 100 und die Grundschule

Erkersreuth/ Selb-Plößberg 53 Schüler.

Schon Wochen und Monate vorher

feilen die Schulklassen an spannenden

Themen und Kostümen. Mal witzig,

mal kreativ oder beides. So gibt

es diesmal beispielsweise beim Selber

Gymnasium die ein oder andere

bekannte Figur aus der Literatur zu

entdecken. Nicht fehlen dürfen natürlich

bei den Grundschulen die traditionellen

Fahnenträger und die

Hahnenschlagstangen. Die Mittelschüler

führen Armbrust, Stern und

Adler mit, ziehen außerdem die im

Anschluss an das

Wiesenfest gepflanzten

Bäume

durch die Straßen.

Mit viel Applaus

von den nicht

weniger stolzen

Eltern, Verwandten

und etlichen

Schaulustigen an

den Straßenrändern

werden die

Kinder bedacht.


S chon aus der Ferne hört man ihre

schmetternden Klänge. Wenn die Piccoloflöten,

Lyren, Marschtrommeln

zusammen mit den Taktschlägen des

Basszuges erklingen, so weiß ein jeder

am Straßenrand: Position einnehmen,

der Festzug ist im Anmarsch.

Kein Festzug ohne die

Vorneweg läuft da natürlich der Selber

Spielmanns- und Fanfarenzug. 60

Jahre feiert der Musikzug in diesem

Jahr (siehe Extra-Bericht). Bereits vor

wenigen Wochen wurde das Jubiläum

im Rahmen des Bürgerfestes besonders

gewürdigt. Erklingen bei der ein

oder anderen Veranstaltung die bekannten

Märsche, so denkt der Selber

meist unweigerlich an das Wiesenfest.

Die Melodien des Selber Spielmannsund

Fanfarenzug sind eng mit dem

Klänge der Musikkapellen

Heimatfest verbunden. Marschieren

die in Lederhosen und blauen Westen

gekleideten Musiker bereits am frühen

Sonntagmorgen zum Weckruf durch

einige Straßen der Stadt, so führen


sie wenige Stunden später

natürlich wie eh und je den

langen Festzug an.

Hinter dem Selber Spielmanns-

und Fanfarenzug

an der Spitze werden auch

viele weitere Musikkapellen

eingereiht zwischen den

Schulklassen das Marschtempo

bestimmen und für

Unterhaltung sorgen. Seit

einigen Jahren mit viel Eifer

dabei sind darunter auch

die jungen Schülerinnen

und Schüler der Bläserklasse der Selber

Mittelschule. Mit Stolz stellen sie

ihr erlerntes Können an den Instrumenten

unter Beweis und stoßen auf

große Begeisterung.

Am Wiesenfestsonntag werden außerdem

die Steinwaldfüchse, die Egertaler

Blaskapelle, der Musikverein


Rehau und die Mehlmeisler Dorfmusikanten

in gewohnter Weise dabei

sein. Letzterer darf heuer gar auf sein

20jähriges Bestehen zurückblicken.

Auch der „1. Vogtländische Schalmeienzug

Auerbach“ (Foto), gegründet

im Jahr 1924, dürfte mit seinem stimmungsfreudigen

Sound wieder viel

Beifall von den Zuhörern einheimsen.

50 Jahre jung sind die „Markgräflichen

Jäger“ aus Feuchtwangen. Und längst

zählen sie zu einer Institution beim

Selber Wiesenfest, marschiert der Musikzug

schließlich schon seit Ende der

1970er Jahre in der Porzellanstadt

mit. Und bereits vor dem Festzug

werden die Mittelfranken um 10 Uhr

am Selber Rathaus ein Standkonzert

geben. Seit dem Jahr 2006 und damit

seit nunmehr elf Jahren dabei ist der

„Malteser Fanfarenzug“ Ravensburg.

Dieser unterhält bereits schon einen

Tag zuvor zusammen mit der Egertaler

Blaskapelle beim Standkonzert auf

dem Martin-Luther-Platz.

Sichtlich gefallen am Festzug hatte im

vergangenen Jahr die „Musikkapelle

Zwölfmalgreien“ gefunden. Viele Kilometer

extra aus Bozen war man erstmals

zum Selber Wiesenfest angereist.

Auch in diesem Jahr werden die

Südtiroler wieder mit dabei sein.

Stattdessen fehlen wird der Spielmannszug

des TV Rehau. Seit dem

Jahr 1971 war der Musikzug aus der

Nachbarstadt fester Bestandteil im

Festzug beim Selber Wiesenfest. Mangels

einer genügenden Anzahl an aktiven

Musikern gab man die seit 1952

bestehende Abteilung des Vereins

auf. Schon ein Jahr zuvor

musste in der Region der Spielmannszug

Waldershof mangels

Personal und Nachwuchs aufgeben.

Auch der durch mehrere

Auftritte beim Selber Wiesenfest

bekannte und durch seine

bunten Landsknechtsuniformen

auffallende Spielmannszug aus

Röthenbach a.d. Pegnitz hat

sich aus den gleichen Gründen

zwischenzeitlich auflösen müssen.

Am Wiesenfestmontag fällt der Festzug

etwas kleiner aus. Hier werden

die auswärtigen Spielmannszüge als

auch die Blaskapelle aus Bozen wegfallen.

Musikalisch werden die Schulklassen

dennoch von einigen Musikgruppen

begleitet. Neben dem Selber

Spielmanns- und Fanfarenzug sowie

der Egertaler Blaskapelle sorgen weiter

die Mehlmeisler Dorfmusikanten,

der Musikverein Rehau und die Steinwaldfüchse

für die Marschklänge.

Weiter ist die Stadtkapelle Mitterteich

mit dabei. Natürlich wird auch die Bläsergruppe

der Mittelschule Selb wieder

mitlaufen.


Kontaktdaten Musikzüge

Stadtkapelle Mitterteich

Oliver Lipfert

Mail: dirigent@stadtkapellemitterteich.de

Web: stadtkapelle-mitterteich.de

Mehlmeisler Dorfmusikanten

Wilhelm Prechtl

Bayreuther Str. 12a

Teil: 0179/3986536

Web: jaggt.com/mehlmeisler

Musikverein Rehau

Jenaer Weg 2

95111 Rehau

Mail: info@mv-rehau.de

Web: mv-rehau.de

Markgräfliche Jäger Feuchtwangen

Peter Stübe

Kronenwirtsberg 20

91555 Feuchtwangen

Mail: info@spielmannszugfeuchtwangen.de

Web: spielmannszug-feuchtwangen.de

1. Vogtländischer Schalmeienzug

Auerbach e.V.

Breitscheidstraße 33

08209 Auerbach

Mail: webmaster@schalmeienzug.de

Web: schalmeienzug.de

Egertaler Blaskapelle

Gerhard Wolf

Breslauer Straße 21, 95100 Selb

Mail: gerhardwolf@egertaler.de

Web: egertaler.de

Spielmanns- und Fanfarenzug Selb

Gerhard Stöhr

Papiermühlweg 48, 95100 Selb

Mail: gerhard_stoehr@t-online.de

Web: spielmannszug-selb.de

Musikkapelle Zwölfmalgreien

Dolomitenstraße 14, 39100 Bozen

Mail: info@mkz.bz.it

Web: mkz.bz.it

Steinwaldfüchse

Robert Faltenbacher

Schloßstraße 82

92681 Erbendorf

Mail: robert.faltenbacher@t-online.de

Web: steinwaldfuechse.de

Malteser Fanfarenzug Ravensburg

Ettishofer Straße 3

88250 Weingarten

Vorstand: Michael Sonntag

Auftrittsabwicklung: Gabriele Sonntag

Tel.: 07541/375160

Web: malteser-ravensburg.de


Selb gratuliert „Markgräflichen Jägern“

Bei Feierlichkeiten anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Spielmannsund

Fanfarenzugs „Markgräfliche Jäger“ Feuchtwangen 1967 e.V. gratulierten

vor wenigen Wochen Selbs Oberbürgermeister

Uli Pötzsch sowie der Selber

Spielmanns- und Fanfarenzug persönlich

vor Ort zum Jubiläum. Beim Selber Wiesenfest

fallen die Mittelfranken nicht nur durch

ihr musikalisches Können auf, sondern auch

durch ihre wunderschönen historischen Kostüme.

Der erste Kontakt wurde 1977 auf

Vermittlung des ehemaligen Selbers Werner

Fürst hergestellt. Seitdem sind die Feuchtwangener

beim Selber Wiesenfest nicht

mehr wegzudenken. Deshalb war es für

Pötzsch selbstverständlich, der Einladung

des Vorsitzenden Peter Stübe zu folgen und

an der Jubiläumsveranstaltung teilzunehmen, um die Grüße und Glückwünsche

der Stadt Selb zu überbringen

Bild von links: Oberbürgermeister Ulrich Pötzsch, Bürgermeister von

Feuchtwangen Patrick Ruh und Peter Stübe, 1. Vorsitzender Spielmannsund

Fanfarenzug Feuchtwangen

Ende des Spielmannszug des TV Rehau

Über 60 Jahre prägte der Spielmannszug Rehau das Gesicht des TV

Rehau. Seit 1971 war der Musikzug auch beim Selber Wiesenfest

dabei. Nur noch mit etwas mehr als einem

Dutzend aktiven Spielerinnen und

Spielern stand die Truppe zuletzt auf

der Bühne beim Abschlusskonzert Ende

vergangenen Jahres. Zu wenige Aktive,

mangelnder Nachwuchs. Doch auf seinen

Spielmannszug will man in Rehau

nicht verzichten. Die Stadt Rehau hat

daher zwischenzeitlich die Initiative

„Rehauer Spielleute“ gestartet…


6 0 Jahre Spielmanns- und Fanfarenzug

Selb. Groß wurde das Jubiläum

Ende Mai im Rahmen des Selber

Bürgerfestes mit einem abwechslungsreichen

Programm schon gefeiert.

Der Einladung zu den Feierlichkeiten

folgten befreundete Musikgruppen.

Mit Worten und musikalischen

Einlagen wurde eifrig gratuliert. Auftritte

haben die Selber Marschmusiker

im Jahr natürlich einige. Der Höhepunkt

schlechthin ist aber ganz klar

das Selber Wiesenfest.

„60 Jahre - das ist eine sehr lange

Zeit, auf die man gerne und auch mit

einem gewissen Stolz zurückblicken

darf“, sind die Mitglieder des Selber

Spielmanns- und Fanfarenzuges um

den Vorsitzenden Gerhard Stöhr stolz

Jubiläum: 60 Jahre Selber

Spielmanns- und Fanfarenzug

auf das Jubiläum. Neben den ersten

Feierlichkeiten vor wenigen Wochen

wird man die lange und erfolgreiche

Zeit zusätzlich am 4. November 2017

mit einem Festabend im Rosenthal-

Theater, bei dem das Auswahlorchester

des Nordbayerischen Musikbundes

zu Gast sein wird, besonders würdigen.

Lobende Worte für den Verein hat

natürlich auch der Selber Oberbürgermeister

Uli Pötzsch parat. „Seit 60


Jahren begleitet der Spielmanns- und

Fanfarenzug das gesellschaftliche Leben

in Selb und weit darüber hinaus

und erfreut uns mit seiner Musik“,

meint er und blickt da natürlich insbesondere

auf das Selber Wiesenfest.

Der Festzug als auch der traditionelle

Weckruf wäre ohne den Spielmannszug

schließlich undenkbar. Auch lobt

das Stadtoberhaupt die akribische

Arbeit der Vorstandschaft und der

Mitglieder. „Es ist für einen Verein

nicht einfach, über so viele Jahre hinweg

die Mitglieder zu motivieren und

neue Musiker für das gemeinsame

Musizieren zu begeistern. Oft wird

vergessen, dass umfangreich geprobt

werden muss, bevor mit scheinbarer

Leichtigkeit die Stücke präsentiert

werden können!“

Nachwuchssorgen hat der Selber

Spielmanns- und Fanfarenzug derzeit

nicht. „Wir sind in der glücklichen La-

ge fast immer genügend Nachwuchsspieler

zu finden, die in unseren Reihen

stets herzlich aufgenommen werden

und eine tolle musikalische Ausbildung

in einem intakten Umfeld erhalten“,

ist Gerhard Stöhr, seit 2016

Vorsitzender, zuversichtlich, dass der

Spielmanns- und Fanfarenzug noch

viele Jahre am Leben bleibt. Selbstverständlich

ist das allerdings keinesfalls.

Nach Schirnding, Höchstädt und

Waldershof in den vergangenen Jahren,

so war es jüngst der Spielmannszug

des TV Rehau, der mangels einer

ausreichenden Anzahl an aktiven Mitgliedern

aufgeben musste. Gerade in

Sachen Ausbildung hat es sich für den

Selber Spielmanns- und Fanfarenzug

ausgezahlt, dass man seit einigen

Jahren nicht nur die Räumlichkeiten

der neuen Musikschule für die

Übungsstunden nutzt, sondern zugleich

mit Carina Bening eine ausge-


ildete Musiklehrerin und mit Mathias

Elser ein neuer Musikalischer Leiter

gefunden werden konnte. Auftritte

hat der Verein jede Menge im Jahr zu

absolvieren. Mit Spaß am Musizieren

marschiert die Truppe in prächtigen

Festumzügen und begeistert in zahllosen

Standkonzerten das Publikum.

Feiert man heuer sein 60jähriges Bestehen,

so geht der Blick jedoch gar

schon etwas länger zurück. In den

1930er Jahren bestanden in Selb zwei

Spielmannszüge, als 1937 im Herbst

ein dritter, durch Heinrich Pleyer ins

Leben gerufen wurde. Mit dieser

Gründung wurde der Grundstein für

den jetzigen Musikzug gelegt. Bei

Ausbruch des Krieges 1939 löste sich

der hauptsächlich aus älteren Musikern

bestehende „Seniorenzug“ auf,

da die meisten zu den Waffen gerufen

wurden. Der zweite bestehende, mit

einer Altersstufe von 14-18 Jahren,

war ebenfalls in seiner Existenz gefährdet,

und so kam es 1940 zu einer

Verschmelzung der noch bestehenden

Musikgruppen. Es entstand der erste

Spielmanns- und Fanfarenzug, der bis

Anfang 1945 musizierte. Seit 1950

hatten sich ehemalige Mitglieder des

früheren Spielmannszuges zusammengefunden

und spielten unter der

Stabführung von Kurt Seifert am alljährlich

stattfindenden Selber Wiesenfest.

Da durch die Kriegswirren und

der unmittelbaren Zeit danach viele

Instrumente verloren gingen und Fanfaren

und Landsknechttrommeln nicht

mehr vorhanden waren, wurde nur

mit Marschtrommeln und Querflöten

sowie einem Basszug gespielt. Das

Selber Wiesenfest war allerdings die

einzige Veranstaltung, die in ununterbrochener

Reihenfolge bis 1957 bespielt

wurde. Es gab keine wöchentlichen

Übungsstunden wie heute, sondern

man traf sich die letzten vier

Wochen vor dem Fest und frischte

seine Kenntnisse wieder auf. Der damalige

Stadtrat und sein Oberbürgermeister

Christian Höfer schufen in den

fünfziger Jahren das Jugendbildungswerk,

das unter anderem auch vorsah,

der Jugend von Selb die Möglich-


keit zu geben, ohne große Eigenkosten

ein Instrument zu erlernen und so

einen Nachwuchs von Musikern heranzubilden.

Als 1957 die

Hutschenreuther AG der

Stadt eine großzügige

Spende zur Verfügung

stellte mit der Bitte, dieses

Geld kulturellen Zwecken

zukommen zu lassen,

wurde ein Teil desselben

dazu verwendet,

Instrumente für einen

Spielmanns- und Fanfarenzug

anzuschaffen. Am

Dienstag, den 14. November

1957 um 19.30 Uhr waren in

der Dr. Franz-Bogner-Schule 37 Jungen

im Alter von 13-17 Jahren versammelt

und hörten begeistert den

Worten des Oberbürgermeisters zu,

der über die Musik im allgemeinen

und über die Klangkörper eines Spielmanns-

und Fanfarenzuges im besonderen

sprach. Es

hatten sich auch

einige Mitglieder

des bereits bestehenden

Spielmannszuges

eingefunden,

und

sie erklärten sich

spontan bereit,

als Übungsleiter

zu fungieren.

Auch alle anderen

Mitglieder

des bestehenden

Zuges wollten in

dem nun neu zu

gründenden Zug

mitwirken. Daraufhin wurde die Bezeichnung

Spielmanns- und Fanfarenzug

der Stadt Selb gewählt, da ja diese

Jugendgruppe eine städtische Einrichtung

war. Somit war die Gründung

vollzogen. Erster Vorstand und Leiter

wurde Kurt Seifert. 1967 löste sich

der Musikzug von der Stadt Selb und

betrieb nun unter der Leitung von

Tambour-Major Horst Müller den

Spielbetrieb in eigener Regie.


Wie viele hunderte Kilometer in den

vergangenen 60 Jahren allein in den

Festzügen marschiert wurden, das

dürfte eine spannende und wohl

kaum zu beantwortende Frage sein.

Weite Fahrten nahm man da ebenso

in Kauf, gar bis nach Spanien und

Frankreich führten die musikalischen

Reisen. Anekdoten gibt es ebenso

einige, wie Tambourmajor Anton

Meißner, seit 45 Jahren aktiv dabei,

berichten kann. Dass da einer der

Fanfarenspieler von einem Auto des

Selber Bauhofs mit gelber Warnleuchte

zum Weckruf gebracht wurde oder

der Schellenbaum sich schon mal verlaufen

hat, sind nur zwei von unzähligen

erheiternden Momenten innerhalb

des als Aushängeschilds der Stadt

Selb geltenden Musikzuges, in dem

Kameradschaft groß geschrieben

wird.

Infos zum Selber Spielmannszug

Weitere Informationen zum Selber Spielmanns- und Fanfarenzug gibt es

im Internet unter spielmannszug-selb.de

Anlässlich des Jubiläums hat der Verein eine Festschrift herausgebracht.

Auf gesamt 104 Seiten gibt es darin viele weitere Informationen,

Geschichten und Bilder rund um den

Musikzug.

Auch eine eigens aufgenommene CD

mit gesamt 19 verschiedenen Musiktiteln

ist ab sofort erhältlich. Dies

in der Touristinfo der Stadt Selb in der

Ludwigstraße und natürlich auch in

der „Wiesenfestpost“ zu den Festtagen

auf dem Goldberg.

Die wöchentlichen Übungsstunden

finden außerhalb der Schulferien jeweils

dienstags um 19 Uhr in der Musikschule

Selb statt.


… gratuliert dem Spielmanns- und

Fanfarenzug Selb zum 60jährigen Bestehen


Wer läuft wo:

Marschplan Sonntag

(ab Komplettierung des Festzugs an der Ecke Pfarrstraße/Karl-Marx-Straße)

Spielmanns- & Fanfarenzug Selb

Ehrengäste

Ehemalige Porzellanköniginnen

Luitpoldschule

Klasse 1/2dG Frau Lacher

Klasse 1e Frau Keller

Klasse 1f Frau Söllner

Egertaler Blaskapelle

Klasse 2e Frau Strahl

Klasse 2f Frau Flessa

Klasse 3/4dG Frau Rausch

Klasse 3e Frau Mawitz

Klasse 3f Frau Hühnel

Klasse 4e Frau Geyer

Steinwaldfüchse

Bogner-Grundschule

Klasse 1/2a Frau Neidhardt

Klasse 1/2b Frau Setzer

Klasse 1/2c Frau Pietschka-Bechert

Klasse 1/2d Frau Hüttel

Klasse 3a Frau Grimm-Schricker

Klasse 3b Herr Monkos

Mehlmeisler Dorfmusikanten

Klasse 4a

Klasse 4b

Herr Hentschel

Frau Korf

Grundschule Erkersreuth

Klasse 1/2a Frau Stöhr

Klasse 3a Frau Stöckel-Seifert

Klasse 4a Frau Müller

Asylunterkunft Franz-Heinrich-Straße

Schalmeienzug Auerbach

Siebensternschule

Verschiedene Lehrkräfte

Realschule Selb

Klasse 5a

Klasse 5b

Frau Wittmann

Frau Gold

Stadtkapelle Mitterteich

Klasse 6a Frau Huber

Klasse 6b Frau Bretan

Klasse 6c Frau Friedrich

Fußball

Absolventen 2017

Malteser Fanfarenzug

Ehemalige Abschlussklassen


Bogner-Mittelschule

Klasse 5a

Klasse 5bG

Klasse 5cG

Klasse 6a

Klasse 6bG

Klasse 6cG

Klasse 6d

Herr George

Frau Stahl

Herr Neidhardt

Herr Krauß

Frau Schoberth

Frau Pöhlmann

Bläsergruppe Mittelschule

Fußball

Adler-/Sterneträger

Abschlussklassen

Gymnasium

Klasse 6b

Klasse 6c

SMV

Fußball

Sanitätsdienst

Abi 1977

Abi 1992

Frau Witte

Herr Niedrig

Musikkapelle Zwölfmalgreien

Abi 2007

Abiturienten

Musikverein Rehau

Klasse 5a

Klasse 5b

Klasse 5c

Klasse 6a

Herr Wagner

Frau Wlasak-Feig

Frau Saalfrank

Frau Freiberg

Spielmannszug Feuchtwangen


Wer läuft wo:

Marschplan Montag

(ab Komplettierung des Festzugs an der Ecke Pfarrstraße/Karl-Marx-Straße)

Spielmanns- & Fanfarenzug Selb

Ehrengäste

Ehemalige Porzellanköniginnen

Luitpoldschule

Klasse 1/2dG Frau Lacher

Klasse 1e Frau Keller

Klasse 1f Frau Söllner

Klasse 2e Frau Strahl

Klasse 2f Frau Flessa

Egertaler Blaskapelle

Klasse 3/4dG Frau Rausch

Klasse 3e Frau Mawitz

Klasse 3f Frau Hühnel

Klasse 4e Frau Geyer

Bogner-Grundschule

Klasse 1/2a Frau Neidhardt

Klasse 1/2b Frau Setzer

Klasse 1/2c Frau Pietschka-Bechert

Steinwaldfüchse

Klasse 1/2d Frau Hüttel

Klasse 3a Frau Grimm-Schricker

Klasse 3b Herr Monkos

Klasse 4a

Klasse 4b

Herr Hentschel

Frau Korf

Grundschule Erkersreuth

Klasse 1/2a Frau Stöhr

Klasse 3a Frau Stöckel-Seifert

Klasse 4a Frau Müller

Mehlmeisler Dorfmusikanten

Siebensternschule

Verschiedene Lehrkräfte

Realschule Selb

Klasse 5a

Klasse 5b

Klasse 6a

Klasse 6b

Klasse 6c

Frau Wittmann

Frau Gold

Stadtkapelle Mitterteich

Frau Huber

Frau Bretan

Frau Friedrich

Bogner-Mittelschule

Klasse 5a

Klasse 5bG

Klasse 5cG

Herr George

Frau Stahl


Bläsergruppe Mittelschule

Klasse 6a Herr Neidhardt

Klasse 6bG Herr Krauß

Klasse 6cG Frau Schoberth

Klasse 6d Frau Pöhlmann

Adler-/Sterneträger

Gymnasium

Klasse 5a

Klasse 5b

Herr Wagner

Frau Wlasak-Feig

Musikverein Rehau

Klasse 5c

Klasse 6a

Klasse 6b

Klasse 6c

SMV

Handball

Frau Saalfrank

Frau Freiberg

Frau Witte

Herr Niedrig


S ie gelten als der Klang der Berge:

Alphörner! Was seinen Ursprung einst

in der Schweiz fand und dort neben

dem Schweizer Taschenmesser, Käse

und Schokolade gar als ein Nationalsymbol

gilt, erfreut sich einer steigenden

Beliebtheit. Auch in den Nachbarländern

Österreich und Deutschland.

In Börwang im Allgäu haben sich so

vor genau 30 Jahren die Börwanger

Alphornbläser gegründet. Im Jubiläumsjahr

werden die Musiker auch

erstmals im Rahmen des Selber Wiesenfest

ihr Können an den Instrumenten

unter Beweis stellen.

Elf Musiker umfasst die Gruppe. Auftritte

werden meist nur von drei oder

vier Personen absolviert. In Selb werden

es wohl gar bis zu acht werden.

Börwanger Alphornbläser

mit dem Klang der Berge

Darunter der gebürtige Selber Uwe

Tröger. Während es ihn ins Allgäu

zog, leben Eltern und Geschwister

noch in Selb. Heimatbesuche stehen

natürlich regelmäßig an. Zum Selber


Wiesenfest sowieso. Somit lag es für

den Alphornbläser nahe, auch einmal

hier einen Auftritt zu organisieren.

„Mein Bruder und ich haben im vergangenen

Jahr Oberbürgermeister Uli

Pötzsch angesprochen“, blickt Uwe

Tröger zurück und freut sich, dass der

Kontakt zum Rathauschef aufrechterhielt.

So wurde Anfang des Jahres der

Termin fixiert. Am Wiesenfestsamstag

gegen 18 Uhr im Festzelt und am

Wiesenfestsonntag um 12 Uhr auf

dem Martin-Luther-Platz werden die

Börwanger Standkonzerte geben.

Tröger liegt es bei diesem Gastspiel

besonders am Herzen, dieses eher

nicht so geläufige Instrument in seiner

Heimatstadt zu präsentieren.

Das Alphorn selbst verkörpert für viele

noch Einfachheit und Natürlichkeit.

Wohl auch, weil es ein einfaches Naturinstrument

ist, es gar als Prototyp

der Blasinstrumente gelten kann. Aufgrund

seiner Tonerzeugung gehört sie

instrumentenkundlich zu den Blechblasinstrumenten,

wenngleich Alphörner

traditionell überwiegend aus Holz

gefertigt werden. Der Klang des im

Durchschnitt etwa 3,5 Meter langen

Instruments vereint dabei die kraftvolle

Klangfülle eines Blechblasinstruments

wie einer Posaune mit der

Weichheit eines Holzblasinstruments,

zum Beispiel einer Oboe. Das Alphorn

ist noch heute ursprünglich beibehalten.

Klappen, Züge und Ventile gibt

es keine. Gespielt werden kann darauf

also nicht wie bei einem Klavier

eine komplette Tonleiter, sondern

beschränkt sich auf die Naturtonreihe.

„Unsere Musikrichtung ist dennoch

vielfältig“, weiß Uwe Tröger, dass

beim Einhalten der traditionellen Richtung

die Musik nach ein paar wenigen

Stücken immer gleich klingen mag.

Die Börwanger Alphornbläser verlassen

bewusst diese traditionelle, getragene

Richtung etwas. „In unser Programm

lassen wir auch langsame und

schnelle Walzer, flotte Polka, Blues

und auch Schlagermusik einfließen“,

will man die Ohren und die Sinne der

Zuhörer scharf halten. Das kommt

beim Publikum bei Auftritten wie zu

Geburtstagesfeiern, Firmenveranstaltungen,

Hochzeiten, Kirch- und Bergmessen

bis hin zu einem Auftritt beim

Papst und dem jüngsten Highlight,

einem Alphornbläsertreffen im Allgäu

vor über 3.000 Zuhörern, an. Und:

„Für unseren Auftritt in Selb wurde

von unserem Günter sogar extra ein

Lied geschrieben, was auch zusätzlich

gesanglich von uns untermauert

wird“, hat man in Trögers Heimatstadt

ein

abwechslungsreiches

Programm

zu

bieten.


E ifrig wird sich in den Tagen kurz

vor dem Wiesenfest an vielen Ecken

fein herausgeputzt. Öffentliche Plätze

und Straßen als auch das eigene Haus

und der Garten wirken in Erwartung

des bevorstehenden Festes und den

Besuch zahlreicher Gäste so sauber

Ein Miniatur-Wiesenfest

und freundlich wie selten. Auch die

Geschäftsleute in der Innenstadt stimmen

hier mit ein. Teils mit viel Mühe

werden die Schaufenster dem Anlass

entsprechend dekoriert. Wer genau

hinguckt, kann viel entdecken. Ein

kleines Miniatur-Wiesenfest stellt dabei

Carmen Küspert ins Schaufenster

zaubert Freude in die Gesichter

ihres Fachgeschäfts für Tapeten und

Farben im Badershof. Vom Bierzelt

über die Egertaler Blaskapelle bis hin

zum Karussell und dem Festzug – liebevoll

werden etliche Details in die

Szenerie eingearbeitet. „Und diese

sieht in jedem Jahr anders aus“, erklärt

Carmen Küspert. Etwa eine Woche

vor dem Wiesenfest beginnt sie

zusammen mit ihrer Bekannten Karin

Viehmann mit dem Aufbau. Jede Menge

Spaß haben sie dann, wenn vier

bis fünf Stunden da rasch vergehen,

„denn wir spielen da oft unser eigenes

Wiesenfest durch“, freuen sie sich


jedes Mal aufs Neue.

Seit über zehn Jahren

wird die Auslage

zum Wiesenfest dekoriert.

Die Sammlerin

von Puppen

(häusern) hat da

zunächst mit einem

Weihnachtsfenster

angefangen. Dann

kam die Idee auf,

auch zum Selber

Fest das Fenster entsprechend

zu gestalten.

Ein Riesenrad und ein Kettenkarussell

waren schon als Dachbodenfund

vorhanden. Nach und nach kamen

dann die vielen weiteren liebevoll

gestalteten Kleinigkeiten dazu. So

wie der Fahnenträger. Für Carmen


Küspert ein Symbol. Zum 200jährigen

Jubiläum des Selber Wiesenfest im

Jahr 2007 hat sie sich diesen als Biegepuppe

im Maßstab 1:12 von einer

Manufaktur in München anfertigen

lassen. Schärpe, Fahne und weitere,

teils winzige Details hat sie selbst gebastelt.

Die Fahnenträger-Puppe

kommt bis heute gut an. Mehrere

Kunden haben diesen schon längst

nachbestellt, weiter bietet sie diesen

in ihrem Laden zum Verkauf an. „Für

viele ist das ein Stück Erinnerung. Gar

bis nach Kanada haben wir schon eine

schicken dürfen“, steht die Tradition

hoch im Kurs. Neben weiteren bis zu

mittlerweile 90 verschiedenen Figuren

wie von Schülern und Lehrern bis hin

zu Festbesuchern durften auch die

Egertaler nicht fehlen. So manch einen

der „echten“ Musiker erkennt der

Fachmann da sofort. Gerne wird da

beim Anblick geschmunzelt. Gestaunt

wird beim Anblick des Schaufensters

ohnehin von

vielen Passanten.

„Da

bleiben viele

stehen, gucken

genau

hin und besprechen

die

Szenen“,

zeigt sich

Carmen Küspert

stolz, ein

klein wenig

Freude in die

Gesichter der

Betrachter

zaubern zu

können. Staunende Blicke haben natürlich

insbesondere auch die Kinder.

„Klar werden dann an der Scheibe

etwas mehr Fingerabdrücke hinterlassen“,

weiß man es aber zu schätzen,

diese dann eben etwas öfters zu reinigen.


Wiesenfest 2017

Programmübersicht

Freitag, 7.7.2017

Festbetrieb ab 19 Uhr

Musik im Festzelt: Die Partyteufel

Musik Außenpodium: Los Krachos

Samstag, 8.7.2017

Festbetrieb ab 14 Uhr

Musik im Festzelt ab 19 Uhr:

Egertaler Blaskapelle

Musik Außenpodium ab 14 Uhr:

Schlagergold; ab 19 Uhr: Farmers Five

Sonstiges

17-18 Uhr: Standkonzert auf dem

Martin-Luther-Platz

Sonntag, 9.7.2017

Festbetrieb ab 14 Uhr

Musik im Festzelt ab 15 Uhr:

Partyfüchse

Musik Außenpodium ab 15 Uhr:

Egertaler Blaskapelle;

ab 19 Uhr: Blind-Date

Sonstiges

ab 6 Uhr: Weckruf durch die Straßen

der Stadt (Spielmanns- und Fanfarenzug

Selb, Evang. Posaunenchor)

8 Uhr: Singen des Gesangvereins

Thalia auf dem Marktplatz

9 Uhr: Mitgestaltung des Gottesdienstes

in Oberweißenbach durch

den Malergesangverein

10 Uhr: Standkonzert am Rathaus

„Markgräfliche Jäger Feuchtwangen“

12 Uhr: Standkonzert der Börwanger

Alphornbläser am Martin-Luther-Platz

13 Uhr: (ab Dr.-Franz-Bogner-Schule)

Festzug der Schulkinder durch die

Straßen der Stadt zum Goldberg

14:15 Uhr: Beginn der Spiele auf dem

Festplatz

22:30 Uhr: Feuerwerk

Montag, 10.7.2017

Festbetrieb ab 9 Uhr, Frühschoppen

Musik im Festzelt ab 9 Uhr: Die

Lederhosen; ab 14 Uhr: Partyfüchse;

ab 19 Uhr: Geile Zeit

Musik Außenpodium ab 9 Uhr: Monroe

Project; ab 14 Uhr: Egertaler Blaskapelle;

ab 19 Uhr: Gery & the Johnboys

Sonstiges

13 Uhr: (ab Dr.-Franz-Bogner-Schule)

Festzug der Schulkinder durch die

Straßen der Stadt zum Goldberg

14:15 Uhr: Beginn der Spiele auf dem

Festplatz

18 Uhr: Einzug der Schulkinder vom

Goldberg zum Marktplatz

Ansprache des Oberbürgermeisters

Singen des Liedes „Kein schöner

Land“ und der Nationalhymne

Festbetrieb bis 24 Uhr


Zeittafel für die Schülervorführungen (Sonntag und Montag)

Reigen und Sport

14:15 – 14:30 Reigen 1. u. 2. Kl. Mädchen Grundschulen

14:30 – 14:45 Reigen 3. u. 4. Kl. Mädchen Grundschulen

14:45 – 15:05 „Spiel ohne Grenzen“; 5.-6. Klassen

15:05 – 15:10 Sonntag: Tanzgruppe HerozZ JAM

15:10 – 16:10 Sonntag: Fußball Knaben GYM, RS, MS

16:00 – 16:20 Sonntag: Tanzgruppe Ev. Stadtkirche (Podium)

15:10 – 16:10 Montag: Handball Knaben GYM

Hahnenschlagen

Kreis 1 Kreis 2 Kreis 3

14:15 – 14:45 Schüler der Kl. 1e u. 1f 1/2a Erk. FöS

14:45 – 15:15 Schüler der Kl. 1/2dG 1/2a u. 1/2b

15:15 – 15:45 Schüler der Kl. 2e u. 2f 1/2c u. 1/2d

Kegeln

Kreis 4 Kreis 5

14:15 – 14:45 Schüler der Kl. FöS 3a u. 4a Erk.

14:45 – 15:15 Schüler der Kl. 3e u.3f 3a u. 3b

15:15 – 15:45 Schüler der Kl. 3/4dG u. 4e 4a u. 4n

Armbrustschießen

14:15 – 14:45 Knaben der Kl. 5a, 5bG, 5cG

14:45 – 15:15 Knaben der Kl. 6a, 6bG, 6cG, 6d


D as größte Festzelt weit und breit,

ein großer Biergarten mit seinen vielen

schattenspendenden oder zur Not

auch regenabweisenden Sitzgelegenheiten

im Freien. In gemütlicher Runde

zum Selber Wiesenfest so manch

frische Maß Bier getrunken und aus

der Vielzahl an angebotenen Kulinarischem

so einiges verspeist. Die Geselligkeit

mit Freunden und der Familie

ist das eine, insbesondere auch dann,

wenn man sich längere Zeit – oder

eben seit dem letzten Wiesenfest

nicht mehr gesehen hat und es so viel

zu erzählen gibt.

Zur guten Stimmung gehört aber zur

Festveranstaltung natürlich auch die

Musik dazu. Ob als Unterhaltung im

Hintergrund oder eben auch, um dabei

ausgelassen mitzusingen, zu

schunkeln, mitzuklatschen und zu tanzen.

Für die Party und Stimmung im

Festzelt als auch auf dem Außenpodium

werden an den vier Festtagen

wiederum verschiedene Musiker ihr

Bestes geben. Die Festwirtsfamilie

Klatschen, Schunkeln, Tanzen -

Musik für die gute Stimmung

Spannruft hat bei der Auswahl erneut

viel Wert auf möglichst einheimische

Bands und Kapellen gelegt. Verpflichtet

wurden dabei alte Bekannte, die

schon in den vergangenen Jahren auf

den Bühnen standen.

Die „Egertaler Blaskapelle“ wird am

Heimatabend bis spät in die Nacht

hinein im Festzelt wieder für große

Stimmung sorgen. Der Schönwalder

Band „Geile Zeit“

gehört wiederum

das Finale am

Montagabend –

zum mittlerweile

achten Mal in Folge.

Doch auch

die weiteren

Gruppen wie

„Farmers Five“,

„Die Lederhosen“

und „Gery & the

Johnboys freuen

sich auf viele Zuhörer.


Musikalisch los

geht das Wiesenfest

in bekannter

Weise am Freitag.

Hier will ab 19 Uhr

die Gruppe „Los

Krachos“ auf der

Außenbühne unterhalten.

Zeitgleich

geben im Bierzelt

die „Partyteufel“

den Startschuss für

die

Festtage, wollen da

wie immer ihrem Namen alle Ehre

machen.

Freie Plätze dürften am Samstagabend

im Festzelt eher Mangelware

sein. Ein echtes MUSS ist schließlich

für viele Selber der Heimatabend. Dieser

steht nach den offiziellen Eröffnungsworten

durch den Oberbürger-


meister und dem offiziellen Bieranstich

unweigerlich für eine große stimmungsvolle

Party mit der „Egertaler

Blaskapelle“. Kondition ist da bei den

Musikern und dem Publikum bei der

Nacht der Nächte gefragt, oft endet

dieser legendäre Abend bekanntlich

erst kurz vor 2 Uhr mit einem gemeinsamen

„Sierra Madre“. Wie schon in

den beiden vergangenen Jahren, so

freut sich erneut über eine große Zuhörerschaft

die Band „Farmers Five“,

die am Samstagabend im Freien unterhalten

wird, wo zuvor am Nachmittag

„Schlagergold“ zusammen mit Birgit

noch auf der Bühne steht. Nicht

nur Blasmusik gibt es am Sonntag: im

Zelt ab Nachmittag bis 24 Uhr spielen

die „Partyfüchse“ auf, die bis vor einigen

Jahren noch als

„Steinwaldfüchse“ auf vielen Festen

unterwegs waren. Auf dem Außenpodium

bis in den späten Nachmittag

hinein spielt die „Egertaler Blaskapelle“.

Ab 19 Uhr übernimmt wiederum

„Blind-Date“.

Erneut die Band „Die Lederhosen“ um

den in Schönwald wohnenden Jürgen

Reul im Bierzelt, dazu erstmals dabei

das „Monroe Project“ im Freien, das

ist das Musikprogramm am Montag ab

9 Uhr zum Frühschoppen. Am Nachmittag

heißt es wiederum

„Partyfüchse“ und „Egertaler Blaskapelle“.

Zum Endspurt des Selber Wiesenfest

2017 spielt der aus Rehau

stammende Radiomoderator und Entertainer

„Gery“ Gerspitzer zusammen

mit seinen „Johnboys“ für das Publikum

unter freiem Himmel. Die Abschlussparty

im Zelt ist „Geile Zeit“

vorbehalten. Für Stimmung und gute

Unterhaltung dürfte also an allen

Festtagen gesorgt sein.


Wiesenfest 2017

Diese Bands geben den Ton an

Partyteufel

Freitag, 19 Uhr

Ausgezeichnet mit dem Medienpreis

„Beste Partyband Deutschlands 2013“

haben sich die Partyteufel schon lange

zu einer festen Größe in der Partyszene

etabliert. Cannstatter Waasn,

Gäubodenvolksfest Straubing und natürlich

auch schon seit Jahren das Selber

Wiesenfest: Patrick, Flo, Andrea,

Gsus, Chris und Wurzl sorgen überall

für jede Menge Stimmung. Mit ausgefeilten

Showelementen, Dynamik,

Feuer und der höllischen Lust, jeden

im Zelt anzubrennen, soll der Funke

gnadenlos aufs Publikum überspringen.

Ein teuflisch geiler Start in die

Festtage auf dem Goldberg soll es

wieder werden.

Band-Info: Partyteufel, Andreas Nickl,

95632 Wunsiedel –

Internet: die-partyteufel.de

Los Krachos

Freitag, 19 Uhr

Als Stimmungsgaranten haben sich

die „Los Krachos“ auf vielen Festen

etabliert. So auch bereits einige

Male auf dem Außenpodium

beim Selber Wiesenfest. Der Name

ist Programm. Neben den

größten Partyhits und Rockkrachern

will man die besten Songs

aller Generationen zum Besten

geben.

Band-Info: Los Krachos,

Thomas Bauer,

95126 Schwarzenbach a.d. Saale

Internet: loskrachos-trio.de

Egertaler Blaskapelle

Samstag, 19 Uhr, Sonntag und

Montag jeweils Nachmittag

Heimatabend ohne die Egertaler?

Eigentlich unvorstellbar Das

Bierzelt dürfte abermals brechend

voll sein. Und auch nicht


das gerne auch mal Pausen

der Kapelle selbst mit eigenen

Gesängen überbrückt,

ist es, das die „Egertaler

Blaskapelle“ kräftig hochpusht.

Band-Info: Egertaler

Blaskapelle, Gerhard Wolf,

09287/79446 –

Internet: egertaler.de

lange dauert es dann nach dem

Warmspielen mit böhmischer Blasmusik,

bis nach Schunkelrunden das

Tanzbein auf den Bierbänken geschwungen

wird und die Hände zum

Himmel ragen. Selb feiert seinen Heimatabend

mit seinen Egertalern –

Party und Stimmung die wohl in der

gesamten Region seines gleichen suchen

dürfte und andere Blaskapellen

neidisch werden lässt. Das ganze endet

dann natürlich schon gleich gar

nicht bereits um 23 Uhr oder 24 Uhr.

Gerne darf es auch viel viel länger

sein, bis die Instrumente verstummen.

Kurzweilig wird es wie eh und

je werden, bei der auch die Bedienungen

zur Hochform auflaufen müssen,

um die frohgelaunten Besucher

mit reichlich Flüssigkeit zu versorgen,

bis es am Ende wieder aus allen Kehlen

mit einem „Sierra Madre…“ gute

Nacht zu sagen heißt. Das Publikum,


Partyfüchse

Sonntag ab 15 Uhr, Montag ab 14 Uhr

100% Live wollen die sechs

„Partyfüchse“ mit ihrer Musik auch

heuer wieder für Stimmung und gute

Laune beim Selber Wiesenfest sorgen

- das Fest, das sie auf ihrer Facebook-

Seite als „bestes Fest Oberfrankens“

bezeichnen und absolut als

„Wahnsinn“ finden. Die Oberpfälzer

gehören mittlerweile auch schon zum

festen Bestandteil am Wiesenfestsonntag

und -Montag. Zunächst noch

als „Steinwaldfüchse“. Nach der Bandgründung

im Jahr 1994 verpasste man

sich aber vor zwei Jahren eine Namensänderung.

Erstmals in Selb war

man 2012. Die Original-Füchse-Party

kam an, wird seitdem gerne wieder

vom Festwirt gebucht. Wohlwissend,

dass man sich sehr flexibel und vielseitig

zeigt. Denn auch im Festzug

marschieren die Füchse -

hier wieder als

„Steinwaldfüchse“ - an

beiden Tagen mit, verstärken

sich hierzu extra

mit Gastmusikern.

Schlagergold

Samstag 14-18 Uhr

Alte Schlagerjuwelen spielen Toni und

Stefan Ertl, bekannt durch „Die Pilgramsreuther“,

auf. Das Vater-Sohn-

Duo stammt aus der Stadt Rehau und

wird auch heuer wieder am Samstagnachmittag

seine musikalische Visitenkarte

auf dem Goldberg abgeben. Verstärkt

werden die beiden durch Sängerin

Birgit.

Band-Info:

Toni Ertl, 95111 Rehau

Tel.: 09283/9297

Blind Date

Sonntag, 19 Uhr

Rock- und Popklassiker handgemacht

und ehrlich: das Blind Date der musikalischen

Art! Die fünf Vollblutmusiker

Band-Info:

Robert Faltenbacher,

Schloßstr. 82,

92681 Erbendorf,

Tel.: 09682/182896

Internet: partyfuechse.de


aus Hof präsentieren einen

Querschnitt durch die wichtigsten

Stationen der Rockmusik.

Originalgetreu werden

echte Klassiker aus den frühen

60ern bis weit in die 90er

Jahre hinein präsentiert.

Band-Info:

Blind Date, Martin Müller,

95032 Hof

Internet: blind-date-musik.de


Geile Zeit

Montag, 19 Uhr

Für wen ist das Selber Wiesenfest keine

geile Zeit? Zum Abschluss der Festtage

geht es mit der Band „Geile Zeit“

um Sänger Alexander Frenzl noch einmal

im Bierzelt hoch her. Dass da Party

und Stimmung pur geboten wird,

das bewiesen die Musiker mit Songs

aus geilen Zeiten

schon mehrfach. Bereits

zum achten Mal

in Folge verabschieden

sie die Festbesucher

musikalisch das

Selber Wiesenfest. Musikalisch? Keineswegs

übertrieben, denn längst beschreibt

„Geile Zeit“ den Mythos dieses

einzigartigen Festes in einer eigens

kreierten „Goldberghymne“.

Band-Info: Geile Zeit, Alexander

Frenzl, Schönwald, Tel. 09287/891882

Internet: geilezeit-live.de

Die Lederhosen

Montag, 9 Uhr

Heavy, Boarisch & Rock'n

Roll – das ist das Genre,

mit dem „Die Lederhosen“

schon in den beiden vergangenen

Jahren beim

Frühschoppen für Stimmung

gesorgt haben. Das

haben sie auch diesmal

wieder auf ihre Fahne geschrieben.

Von der aktuellen

stimmungsvollen

volkstümlichen Schlagerparty,

mit Krachern aus

der Zeit von Disco und der

NDW, Rockklassikern bis

hin zu den aktuellen

Charthits haben die fünf

Vollblutmusiker alles in

ihrem tollen Showprogramm.

Ein musikalisch

abwechslungsreiches, da-


zu professionelles

Auftreten bildet die

Garantie für eine

erfolgreiche Veranstaltung.

Die Vielfalt

und Leidenschaft

jedes einzelnen Musikers,

darunter

auch der in Schönwald

wohnende Jürgen

Reul, trägt zur

Qualität der

„Lederhosen" bei.

Band-Info: Die Lederhosen, Anemonenstr.

17, 91220 Schnaittach;

Mail: dielederhosen@web.de

Internet: dielederhosen.de

Farmers Five

Samstag, 19 Uhr

Bereits einige Male standen die

„Farmers Five“ schon

auf dem Außenpodium,

selbst zwei Auftritte

bei einem Wiesenfest

waren da keine

Seltenheit, heizte

man dem begeisterten

Publikum eben

gleich zum Beginn

der Festtage am Freitag

und schließlich

zum Abschluss am

Montagabend musikalisch

ein. Diesmal

ist die im Jahr 2002

gegründete Gruppe

mit seinem Ursprung

im Selber Brauhaus am Samstag im

Freien vertreten. Mit vielfältiger Musik

von Blues über Pop bis Rock will man

die Zuhörer unterhalten.

Band-Info: Farmers Five

Mail: schnell.rahn@web.de


Monroe Project

Montag, 9 Uhr

Musikalisch neu dabei ist beim Selber

Wiesenfest das „Monroe-Project“. Vor

zwei Jahren hat man sich aus festen

Bestandteilen der Hofer Musikszene

zusammengefunden. Im Zentrum des

Projekts steht Vocalist und Drummer

Maertel Monroe. Mit dem in Selb bestens

bekannten Igor Rattassep konnte

gar ein weiterer genialer Musiker in

Sachen Keyboard und Gitarre gewonnen

werden. Ob als Duo, Trio oder mit

weiteren Gastmusikern bis zum Quintett

erweiterbar, geboten werden von

der jeweiligen Formation in ihrer Art

so noch nicht gehörte Versionen von

Rocksongs und Hits wie z.B. von den

Beatles, Bon Jovi, Genesis, Queen und

vielen mehr. Aber auch hat man Freiräume

und Klänge von Bach und Mozart,

50er Rock & Rolls und Blues, sowie

eigene Stücke der Protagonisten

im Repertoire.

Band-Info:

Maertel Monroe-Project

Kontakt/Internet:

monroe-pinter.de

„Gery“ Gerspitzer mit seinen Johnboys

wieder auf dem Goldberg vertreten.

Schon seit über 20 Jahren präsentieren

die Musiker ehrlichen, fetzigen,

einfühlsamen, unwiderstehlichen, verdienten,

einwandfreien Rock’n Roll.

Sobald sie auf der Bühne auftauchen,

zappelt alles was sich bewegen kann

zu den Hits der 50er bis 70er Jahre.

Angefangen von „Shake, Rattle &

Roll“ über „Ich will keine Schokolade“

bis hin zum guten alten „Ballroom

Blitz“. In der Dick Brave und Baseballs

Manier entsprechen sie außerdem

dem Outfit der Rockin Fifties. Natürlich

werden Elvis, Chuck Berry, Paul

Anka und viele andere Stars aus dieser

Ära nicht zu kurz kommen.

Band-Info:

Gery & the Johnboys

Unlitzstraße 4, 95111 Rehau

Internet: johnboys.de

Mail: gery@johnboys.de

Tel.: 0179/1139878

Gery & the Johnboys

Montag, 19 Uhr

„Gery & the Johnboys“

waren schon länger nicht

mehr beim Selber Wiesenfest.

In diesem Jahr

ist der Rehauer Radiomoderator

(„Extra Radio“)

und Entertainer


D er Blick von der Bühne in die tobende

Menge, und alle stehen auf

den Bierbänken, soweit man sehen

kann. Würden wir nicht irgendwann

aufhören zu spielen, würden wir Sierra

Madre bis zum Morgengrauen singen“,

ist der Heimatabend für die

Egertaler Blaskapelle das Saisonhighlight

schlechthin. Den Musikern macht

es Spaß, der feiernden Menge ebenso.

„Das ist der Wahnsinn“, freut sich

Egertaler-Sängerin Edda Geiger immer

wieder aufs Neue auf diesen

musikalischen Abend, der

gut und gerne bis 2 Uhr in der

Nacht geht. Und klar ist dieser

Auftritt alles andere als einer

von mehreren im Jahr. „Da ist

man schon ein wenig mehr

aufgeregt. Da überlegt man

jetzt schon wie man sich denn

kleiden soll, was man nochmals

zu Hause proben sollte,

bevor der große Tag dann

kommt“, erklärt Edda.

Sie selbst ist ein echtes

„Egertaler-Kind“. Ihr Großvater

Max Geiger war eines der

Gründungsmitglieder der

Egertaler im Jahr 1973. Ihr

Vater Helmut Geiger spielte

ab dem Jahr 1975 mit 13 Jahren

das erste Mal mit, war

etwa 20 Jahre lang aktiv dabei und

hilft noch heute hin und wieder aus.

Auch ihre Tante und ihr Onkel waren

in jungen Jahren schon an verschiedensten

Instrumenten mit dabei.

Sie selbst spielt zwar Klavier, dies

Heimatabend als Highlight:

„Das ist der Wahnsinn!“

aber eher bedingt nur noch zuhause.

Vielmehr liegt ihr das Singen. In der

Schule wirkte sie im Mädchenchor mit

oder sang für sich den ein oder anderen

Ohrwurm. Kurzerhand fragte

Egertaler-Sänger Harald Kießling auf


der Suche nach einer Sängerin an, da

die ehemalige Sängerin (Heike Bösel)

aufgrund familiärer Veränderung weggezogen

war. Gesangsunterricht und

die ersten Proben folgten. „Meinen

ersten Auftritt hatte ich dann auf einer

Gartenfeier in Stopfersfurth mit

etwa vier böhmischen Gesangsstücken“,

erinnert sich Edda zurück. Weitere

kleinere Veranstaltungen folgten.

Die ersten größeren Konzerte gab es

dann im Rosenthal-Theater im Jahr

2011. Da war sie gerade erst 16 Jahre

jung, als sie mit „The Rose“ viel Applaus

des Publikums einheimste. Ein

Song, den sie auch heute noch gerne

darbietet. Und die anfänglichen Überlegungen,

tatsächlich Sängerin bei

den Egertalern zu werden, wichen

rasch. „Die Chance abzulehnen, das

kam mir da gar nicht in den Sinn. Das

bekomme ich schon irgendwie hin“,

dachte sie damals. Und in all den Jahren

kommt jetzt natürlich die Erfahrung

hinzu. „Die Aufregung und das

angewurzelte Stehen wurde mir aber

dann schon ausgetrieben und wird

mir auch weiterhin noch ausgetrieben,

bis keine Hemmungen mehr vorhanden

sind. Aber es wird immer besser“,

meint sie. Auch weil sie sich bei der

Kapelle bestens aufgehoben fühlt.

Ebenso beim Publikum: „Wenn die

Stimmung dann noch tobt, ist das die

Bestätigung dafür, dass es den Leuten

gefällt, was man da macht!“

Privat hört Edda Geiger neben Jazz

auch gerne Rock und Metal, besucht

da auch Konzerte und Festivals, doch

auch findet sie es in Sachen Musikrichtung

schön, böhmische Runden

zu spielen, bei denen die Zuhörer


schunkeln und die Musik genießen.

Als locker, lustig und gut empfindet

sie da das Zusammenspiel mit ihrem

Gesangspartner Harald Kießling:

„Wenn sein Mikrophon plötzlich aussetzt,

oder mir die Stimme von einem

Hustenanfall ausbleibt, funktioniert

das ganz gut, dass der andere spontan

einspringt!“ Weiter mag sie Evergreens,

„die die

Leute kennen, mögen

und feiern.“

Neben dem Heimatabend

spielen die

Egertaler auch an

den beiden darauffolgenden

Nachmittagen

auf dem Außenpodium.

„Das ist

schon etwas schwierig,

sich nach dem

Samstag wieder in

Form zu bringen.

Hier ist die Stimme

schon sehr angeschlagen.

Viel kann

man da nicht machen,

als den Sonntag

etwas ruhiger

anzugehen und am

nächsten Morgen

heiße Milch mit Honig

zu trinken“, erklärt

Edda Geiger,

deren Mutter beim

Selber Wiesenfest

den Südtiroler-

Spezialitätenstand

betreibt. Und sie

verrät: „Am Heimatabend

selbst ist es

noch nicht so schlimm, wenn man

zwischendurch ausreichend trinkt, um

die Stimmbänder elastisch zu erhalten.

Mit den häufigen Prosits vergisst

man das auch nicht so einfach. Gesanglich

wird man ja auch kräftig von

der Menge mit unterstützt“, fiebert sie

dem Selber Wiesenfest entgegen.


F amilienspaß und Action, das steht

auch diesmal wieder auf dem Festgelände

und da natürlich bei den verschiedenen

Fahrgeschäften auf dem

Programm. Von altbewährt bis hin zu

neu und modern, für Genießende und

Wagemutige und für Jung und Alt.

Abwechslungsreich gestaltet sich wieder

der Vergnügungspark. Fahrattraktionen,

die vor allem bei Kindern und

Jugendlichen eine immer wieder wichtige

Frage sind. Die Aufregung ist besonders

groß, wenn es darum geht,

wo man am liebsten sein Wiesenfestund

Taschengeld loswerden kann.

Nicht nur die heimischen Fans des

Nervenkitzels freuen sich auf so

manch Attraktion. Längst tauschen

sich deutschlandweit Fans von Fahrgeschäften

und Volksfesten in

diversen Internetforen aus, fachsimpeln

und gehen Woche für Woche mit

dem Besuch von Festplätzen einer

großen Leidenschaft nach. Gerne wird

da auch aus und über Selb berichtet.

Stets mit lobenden Worten, genießen

da schließlich auch diese Gäste die

Rasante Fahrten, Action,

Adrenalin und Familienspaß

einzigartige Atmosphäre.

Familienspaß ist auf dem Goldberg

immer wieder aufs Neue garantiert,

wohl für jeden ist etwas dabei. Kindgerechte

Karussells bis hin zu rasanten

Fahrten, der Vergnügungspark

verspricht Action und Spaß zugleich.

Das Schöne: natürlich trifft man auch

heuer oft auf die gleichen Schaustellerfirmen

am angestammten Platz.

Das Nostalgiekarussell von Michael

Korn aus Bayreuth beispielsweise, auf

dem auch der Selber Spielmanns- und

Fanfarenzug zum Abschluss

am Wiesenfestmontag gerne

einmal eine musikalische

Runde dreht. Oder das Pinocchio-Werfen,

das auch schon

seit über 40 Jahren und mittlerweile

gar nur noch in Selb

vertreten ist. Die Mischung

aus Altbewährtem und ein

klein wenig Abwechslung,

wohlwissend, auch jedes Alter

der Festbesucher mit Interessantem

abzudecken, das


macht das Besondere aus.

Die Stadt Selb vertraut bei der

Aufstellung der zugelassenen

Fahrgeschäfte und Buden wiederum

ganz auf die Arbeit von Günter

Wunderle aus Hersbruck, dem

Vormann der Fahrgeschäfte auf

vielen Volksfesten, einst langjähriger

Vorsitzender des bayerischen

Schaustellerverbandes (siehe

Extra-Bericht). Das hat natürlich

einen Vorteil. Neben den Begebenheiten

auf dem Goldberg und dem notwendigen

Kontakt zum Ordnungsamt

Selb, genießt der Fachmann zahlreiche

Kontakte zu Schaustellern. Sollte

da beispielsweise ein Schausteller für

Selb kurzfristig absagen müssen, so

könnte man schnell für Ersatz sorgen.

Neben dem Nostalgiekarussell wird es

heuer noch ein modernes Kinderkarussell

geben. Dieses stellt die Schaustellerfamilie

Bergmann aus Nürnberg


auf. Aufregende Runden im Feuerwehrauto,

Hubschrauber und Co.

dürften für die Kleinsten somit garantiert

sein. Weiter wird bei den jungen

Besuchern beim „Crazy Carpet“

(„Fliegender Teppich“ für Kinder)

sowie dem Kinder-Laufgeschäft

„Mäuse Stadt“ Langeweile wohl kaum

aufkommen.

Ein Laufgeschäft gibt es natürlich

auch für die Älteren. Erstmals in Selb

wird der „Chaos Airport“ anzutreffen

sein. Schausteller Mario Haberkorn

aus Erfurt lädt hier das Publikum mit

einem actionreichen Hindernisparcours

zu einem Trip durch einen völlig

chaotischen Flughafen.

Ein Stück Nostalgie, freilich gepaart

mit modernster Technik, das ist das

immer wieder seit Generationen faszinierende

Kettenkarussell „Wellenflug“.

Das in diesem Fall im Jahr 1986 gebaute

Fahrgeschäft ist seit wenigen

Monaten in neuen Händen. Der

Schausteller Manuel Kaplan aus Kaiserslautern

hat dieses vom Nürnberger

Harald Drelischek, der zuvor

schon öfters in Selb zu Gast war,

übernommen. Das Familienfahrgeschäft

ist wie schon oft, meist im

Wechsel mit dem „Golden Star“, am

angestammten Platz neben dem Autoscooter

zu finden. Diesen gerade für

Jugendliche magischen Anziehungsund

Treffpunkt zugleich liefern wiederum

die Diebolds aus Augsburg.

Vom Typ Breakdance wird wie schon

vor zwei Jahren der „Happy Traveller“

für schnellen Fahrspaß sorgen. Heino

Winter aus Bremen wird mit diesem

Fahrgeschäft, das eine Kapazität von

32 Personen hat und seit 1986 auf

Volksfesten im Einsatz ist, in Selb dabei

sein. Flotte actionreiche

Runden sind außerdem

vom Typ Berg- und

Talbahn im „Musik Express“

der Kreft GbR aus

Duisburg zu erleben.

Höhenrauschsüchtige

kommen im „Rocket“

auf ihre Kosten. Adrenalinrausch

garantiert.

Schießbuden des Nürnberger

Unternehmens

Rohr und der Familie

Kreis-Hofmann aus

Fürth, die zudem mit dem beliebten

Entenziehen wieder dabei ist, wie

auch Ballonspickern, angeboten von

Ch. Holler aus Würzburg, werden weiter

für jede Menge Unterhaltung und

Spannung sorgen. Und vielleicht

klappt es neben so manch kleinem

Trostpreis auch mit einem Hauptpreis.

So bei der Losbude des Unternehmens

Übel aus Nürnberg.


A uf der Suche nach Nervenkitzel

kommen in diesem Jahr Adrenalinjunkies

beim „Rocket“ auf ihre Kosten.

Mit diesem Fahrgeschäft vom Typ Afterburner

kommt das Unternehmen

Hartmann & Söhne aus Hagen auf

den Selber Goldberg. Hier waren die

Schausteller zuletzt vor zwei Jahren

mit „1001 Nacht“, dem nach eigenen

Angaben größten und höchsten reisenden

„Fliegenden Teppich“ zu Gast.

Hoch hinaus geht es nun auch mit

dem 2006 vom niederländischen Unternehmen

KMG erbauten Fahrgeschäft.

Dieses hat der aktuelle Eigentümer

Ende 2015 von einem anderen

Schaustellunternehmen übernommen.

„In meinen Augen eindeutig der beste

Afterburner“, lobt ein Rummel-Fan im

Internet rasante Fahrten, aber auch

das tolle Design. Der Begriff Afterbur-

ner selbst ist ein Fahrgeschäftsmodell

des Herstellers. Dabei handelt es sich

(Quelle: Wikipedia) um einen mit einem

Frisbee oder einer Schiffschaukel

verwandten Schaukeltyp. An einer

Konstruktion aus vier Stützen ist ein

langer Schaukelarm aufgehängt. Am

ROCKET für den Nervenkitzel

Ende des Arms sind drehbar sechs

Fahrgastträger für jeweils vier Personen

montiert. Der Schaukelantrieb

erfolgt aus der Achse der Aufhängung

heraus, wodurch der Afterburner nicht

frei schwingt. Die Mitfahrer sind auf

den Sitzen durch Überschulterbügel

gesichert. Die Blickrichtung geht zur

Drehachse, die Beine hängen frei. Vor

dem Start der Schaukel wird der Boden

unter den Fahrgastträgern abgesenkt.

Der Arm kann bis zu einem

Winkel von 120° aufschaukeln und

erreicht eine Höhe von bis zu 22 Metern.

Der Fahrgastträgerkranz

kann sich dabei

mit bis zu 15 Umdrehungen

pro Minute

drehen. In der Halteposition,

während das Podium

angehoben ist,

dreht der Gondelkranz

mit bis zu zwei Umdrehungen

pro Minute. Diese

langsame Drehung in

der Halteposition wird

„Vorrücken“ genannt.


D ie bunten Lichter der Fahrgeschäfte,

die knallfarbenen Fahrzeuge

der Autoscooter, die Festplätze in

Nordbayern – sie prägen bis heute

das Leben von Günter Wunderle. Obwohl

er im Frühjahr bereits 76 Jahre

alt geworden ist, so managt er noch

heute die Beschickung von zwölf

Volksfesten. Die Stadt Selb vertraut

ihm und seinem Organisationstalent

ebenso schon seit über 50 Jahren. Als

eng, konstruktiv und harmonisch betonen

das Ordnungsamt um seinen

Leiter Wolfgang Spörl und der Frontmann

der Schausteller die jahrelange

Zusammenarbeit.

Hatten Wunderles

Eltern zunächst noch

in Nürnberg ein Lebensmittelgeschäft,

so startete die Familie

nach dem zweiten

Weltkrieg in den

Schaustellerbereich.

„Das waren eine

Schiffschaukel und

eine Schießbude“,

erinnert sich Günter

Wunderle zurück.

Schließlich hat er in

die Schaustellerfamilie

Hartmann einge-

heiratet. Fortan stand der Autoscooter

im Mittelpunkt. Die Organisation von

Volksfesten übernahm er vom Schwiegervater.

Als Chef der Hartmann Vergnügungsbetriebe

mit Sitz in Hersbruck vereinbart

er mit der jeweiligen Kommune

einen Generalvertrag über die Veranstaltungsfläche.

Diese Flächen vergibt

„Die Atmosphäre auf dem

Goldberg ist einzigartig!“

er dann an die Schausteller. Wenngleich

in der Branche einige Fahrgeschäfte

verschwinden, so bewerben

sich bei ihm dennoch bis zu 70 Betriebe.

Aus diesem Kreis wählt er dann

aus. Er weiß bei allen Festen worauf

es ankommt. „Begebenheiten vor Ort,


Abmessungen und

vieles mehr, das habe

ich alles im Kopf

drin“, kennt er den

Selber Goldberg bestens.

Natürlich will

Günter Wunderle

auch hier eine gute

Mischung an Fahrgeschäften

anbieten.

Zum einen setzt er

auf Altbewährtes,

Schausteller wie die

Familien Kreis-

Hofmann (Entenziehen, Schießbude) hört laut Wunderle dabei zu einem

und Bergmann (Pinocchio-Werfen, der beliebtesten Fahrgeschäfte in

Kinderkarussell) sind da schon seit Deutschland. In Selb wechselt er auch

Jahrzehnten fest dabei. Auch ein Autoscooter

ist quasi Standard, hat seine Familienfahrgeschäft „Golden Star“

gerne das Kettenkarussell mit dem

Anziehungskraft bei Kindern und Jugendlichen

in all der Zeit nie verloren. zwei Jahre in Selb ein, wechselt das

ab. Das Riesenrad plant er nur alle

Schließlich gehören Fahrgeschäfte mit im regelmäßigen Rhythmus mit einem

rasanteren Fahrten und einer Portion Action-Fahrgeschäft, wie in diesem

Action genau so dazu. Der „Happy Jahr mit dem Hochfahrgeschäft

Traveller“ vom Typ Break-Dance ge-

„Rocket“. „Ein Wechsel muss da sein,

sonst läuft sich auch

ein Riesenrad an dieser

Stelle tot“, meint

Günter Wunderle. Er

setzt bei der Auswahl

auf eine familiengerechte

Mischung.

Überhaupt liegt ihm

sehr viel daran, dass

ein Volksfest als ein

Familienfest stattfindet.

„Oftmals verkommen

Veranstaltungen

schon zu sehr zum

Ballermann, wo es

nur noch ums Saufen


geht“, ärgert er sich. Auch muss er

feststellen, dass vielfach zu häufige

Jubiläumsveranstaltungen von Vereinen

das eigentliche Hauptfest einer

Stadt untergehen lassen.

Anders allerdings in Selb. „Das ist für

mich das attraktivste Fest. Hier kennt

man sich. Es ist für viele wie Heimkommen.

Diese Atmosphäre auf dem

Goldberg ist einzigartig“, schwärmt er

vom Wiesenfest.

Hier ist er selbstverständlich

selbst

vor Ort. Er begleitet

im Vorfeld den

Aufbau der Fahrgeschäfte.

Die Preise

werden abgesprochen,

„sollen aber

ebenso familiengerecht

gestaltet

sein!“

Hohes Ansehen

genießt Günter

Wunderle bei seinen

Schaustellern.

Jahre lang fungierte

er zudem als

Vorsitzender des

Süddeutschen

Schaustellerverbandes.

Als Anerkennung

für seine

zahlreichen Aktivitäten

erhielt er vor

zehn Jahren aus

den Händen des

damaligen bayerischen

Ministerpräsidenten

Dr. Günther

Beckstein das

Bundesverdienstkreuz.

Einmal Schaustellerfamilie, immer

Schaustellerfamilie. Das trifft auch auf

die Familie von Günter Wunderle zu.

Tochter Britta tourt bereits mit einer

Berg- und Talbahn durch die Lande.

Und auch Enkelkind Axel kennt das

Leben auf den Volksfesten schon bestens.


D ie Umgebung ist fantastisch. Man

steht mit seinem Wagen mitten im

Grünen, da kommt direkt ein klein

wenig Urlaubsfeeling auf“, freuen sich

Conny und Klaus Hellberg auf das Selber

Wiesenfest ganz besonders. Und

das natürlich, obwohl die beiden mit

ihrem Team auch hier jede Menge zu

arbeiten haben. Ihr großer Fischverkaufsstand

ist bei den Festbesuchern

sehr beliebt. Von Calamaris über

Lachs- und Krabbensemmeln, Matjes,

Seehecht bis hin zum Backfisch und

dem stets beliebten Bismarckhering,

bei der vielfältigen Auswahl kommen

Fischfans voll auf ihre Kosten.

In Selb ist das Unternehmen Hellberg

in diesem Jahr seit genau 30 Jahren

Klaus und Conny Hellberg seit

30 Jahren beim Wiesenfest

dabei. Zuvor machte sich der Hildesheimer

Klaus Hellberg in jungen Jahren

zunächst mit einem Süßwarengeschäft

selbstständig. Da der Onkel

bereits in der Fischbranche tätig

war, machte er es sich dann

zur Aufgabe, nun mit Fischwägen

durch den Norden zu ziehen.

Zwischenzeitlich stieß

Conny hinzu, die selbst bis dato

nichts mit dem Schaustellerleben

zu tun hatte. Neben

Norddeutschland versuchte

man sich dann auch im Süden.

„Wir waren aber knapp davor

zu sagen, wir schaffen es nicht

und geben auf“, sah man sich

mit jeder Menge Arbeit und

weiten Entfernungen konfrontiert.

Nun konzentrierte man

sich allerdings nur noch auf

eine Region. Den Süden. 1987

war es, als man auf eine Annonce

des Münchberger Fischgeschäfts

von Martha und Karl


Katholing stieß. Von dieser übernahm

man schließlich zwei Verkaufsstände.

Dazu einige Verkaufsplätze. „Und wir

wurden in unseren Anfängen auch in

jeder Hinsicht unterstützt“, erinnert

man sich positiv zurück. Anfangs habe

man bei seinen Touren noch in Pensionen

übernachten müssen, erst nach

und nach konnte sich ein Camper und

eine entsprechende

Ausstattung von der

Waschmaschine bis

hin zum Trockner

angeschafft werden.

„Das war alles schon

sehr aufregend“,

meinen die beiden,

die nun so allmählich

im Geschäft Fuß fassen

konnten. Dass

man immer erfolgreicher

wurde, hatte

aber auch einen ganz

anderen Grund: „Wir

haben unser System

komplett umgestellt!“ Die Verkaufswägen

wurden technisch zeitgemäß

aufgerüstet. So backt man seine Brötchen

selbst immer wieder frisch aus

selbst hergestellten Teig, Rohlinge

kommen also nicht

zum Einsatz. „Da

können wir die

Kosten viel leichter

kalkulieren, ist von

Lieferanten vor Ort

unabhängiger und

man muss am Ende

eines Verkaufstages

nichts

wegschmeißen“,

hat Klaus auch für

viele weitere Abläufe

eine ausgeklügelte

Logistik.

Die braucht es auch. Mittlerweile haben

die Hellbergs schließlich bis zu

fünf Verkaufsstände gleichzeitig auf

verschiedenen Plätzen im Einsatz. So


gelingt es, dass man seinen Fisch, bei

dem man auf die Qualität eines Lieferanten

aus Hamburg setzt, pünktlich

an jeden Platz geliefert bekommt.

„Das klappt wunderbar“, freut man

sich. An rund 40 Veranstaltungen im

Jahr ist man von Franken bis in den

Süden Bayerns schließlich unterwegs.

Ist man im hochfränkischen Raum an

vielen Orten vertreten, so zählt auch

das Münchener Oktoberfest dazu, wo

man mit seinem Fischstand dabei ist.

Die Saison startet meist mit den Frühlingsfesten

und geht bis in den

Herbst, dann folgen Weihnachtsmärkte,

ehe man sich eine Verschnaufpause

gönnen kann. Bis zu 50 Mitarbeiter

sind in der Summe immer im Einsatz.

Conny und Klaus Hellberg, die ihren

Wohnsitz bei Erlangen haben, sind da

oft längere Zeit getrennt. So ist zum

Wiesenfestwochenende Conny in

Münchberg vor Ort, Klaus mit seinem

im Jahr 1991 eigens gebauten Verkaufswagen

zeitgleich in Selb. Zumindest

in den frühen Morgenstunden

kann man sich hier aufgrund der kurzen

Entfernung kurz treffen, denn

sonst stehen da 14 Stunden und mehr

an Arbeit auf der Tagesordnung, was

oft auch an die Substanz geht. Vermissen

möchte man seinen Job und

den Rummel aber auf keinen Fall.

„Das ist ganz einfach unser Leben“,

nimmt man viele Anstrengungen und

Herausforderungen mit Fleiß und

Kompromissbereitschaft in Kauf. Und

in Selb ist man da ohnehin gerne dabei.

„Da ist es faszinierend, wie die

Leute feiern, genießen und sich mit

diesem Fest identifizieren“, erinnert

man sich auch an eine Aussage eines

Selbers, dass das Wiesenfest heiliger

als Weihnachten sei.


B ratwürste, Steaks, Pizza, Döner,

Fisch und vieles mehr - von herzhaft

und deftig bis zu süß oder salzig. Die

Auswahl an den Verkaufsständen ist

Jahr für Jahr riesig. Ein jeder dürfte

an den vier Tagen auf dem Goldberg

etwas Schmackhaftes für sich finden.

Eine der Verköstigungsbuden betreibt

Elka Jakob. Ihre frisch zubereiteten

Sandwiches erfreuen sich großer

Beliebtheit. In Selb schon seit Dezember

2008. In unmittelbarer Nähe zum

Selber Rathaus hat sie hier ihr Sandwichhouse.

Im nunmehr fünften Jahr

ist sie mit ihrem Angebot auch beim

Wiesenfest vertreten. „Meine Kunden

haben sich das gewünscht, dass wir

da dabei sein sollten“, erinnert sie

sich zurück. Als Wiesenfest-Fan

brauchte sie da nicht lange überlegen,

auch wenn das dann natürlich für einen

selbst nicht mehr Feiern sondern

Arbeit bedeutete. Sie meldete sich bei

der Stadt an. Zwei Jahre musste sie

allerdings warten, bis sie eine Zusage

„Besonders beliebt ist das

Wiesenfest-Sandwich!“

bekam. „Erst als ein anderer langjähriger

Standbetreiber nicht mehr dabei

war, habe ich die Genehmigung erhalten“,

erklärt Elke Jakob. Auf einen

Verkaufswagen hatte sie da schon

Zugriff, größere Anschaffungen waren

nicht vonnöten. „Aber zum Anfang

war das dann ein großes Chaos. Wir

wussten nicht, was uns genau alles

erwarten würde. Wir kannten ja noch

keine Abläufe“, ist man heute mit seinem

vierköpfigen

Team bestens

eingespielt.

Etwa

zwei Wochen

vor dem Wiesenfest

fangen

die größeren

Vorbereitungen

an. Zum Festbeginn

ist alles

parat, man

weiß wo man

hinlangt. So


wie die Inhaberin des sich zu einem

beliebten Treff entwickelten

„Sandwichhouse“ es nicht bereut,

einst den mutigen Schritt in die

Selbstständigkeit gewagt zu haben, so

freut sie sich immer wieder aufs Neue

aufs Wiesenfest. Klar trifft sie hier

viele Stammkunden, mit denen man

gerne ins Gespräch kommt. Auch

spürt man hier die stets gute Laune

der Festbesucher. „Es ist schon eine

ganz besondere Atmosphäre“, stellt

sie fest. Neben dem heimischen Publikum

kann Elke Jakob mittlerweile

auch etliche auswärtige Kunden begrüßen,

die sich immer wieder auf

ihre leckeren Sandwiches freuen.

„Besonders beliebt ist das Wiesenfest-

Sandwich“, gibt es hier als Kreation

ein Sandwich, das mit einem panierten

Schnitzel und Röstzwiebeln belegt

ist. Verschiedene frische Zutaten und

Soßen lassen für jeden aber ohnehin

viel Kombinationsspielraum. Außerdem

hat sie zusätzlich Burger im Angebot.

Viel mag Elke Jakob vom Wiesenfest

selbst nicht mitbekommen, auch bedeuten

diese Tage sehr wenig Schlaf,

heißt es doch nach Dienstschluss mitten

in der Nacht schon bald wieder

sich auf den nächsten Tag vorzubereiten

und im Stand zu stehen. Nur bei

kurzen Pausen kann sie sich einen


kleinen Überblick verschaffen und ein

paar Eindrücke vom Fest sammeln.

Sonst ist der Blick aus ihrem Verkaufsstand

in den Bereich rund um

den Auto-Scooter beschränkt. „Das

macht aber nichts. Denn ich habe

auch Kunden, die mir mal als Dankeschön

etwas vorbeibringen“, freut sie

sich auch einmal über ein ihr ausgegebenes

Glas Sekt. Dazu ist die Zusammenarbeit

mit ihren Kollegen der

Nachbarstände als auch der Schausteller

hervorragend. „Wir helfen uns

gegenseitig aus, wenn zum Beispiel

einem mal Servietten fehlen sollten.

Da ist jeder für den anderen zur Stelle“,

lobt Elke Jakob. Und auch in Sachen

Essen lädt man sich untereinander

ein. „Da bekommt man von der

Pizzeria nebenan eine Pizza ausgegeben,

umgekehrt lädt man auf ein

Sandwich ein“, gibt es auch kein Neid

untereinander, könnte der andere ein

paar Euro mehr Umsatz machen.

Verkaufsstände beim Selber Wiesenfest 2017

Reinhold Dress (Süßwaren), Metzgerei Horst Schmidkunz (2x; Grillspezialitäten),

Piroschka Grötsch (Crêpes, Nachos,…), Matthias Röttger (Fischbraterei),

Petra Wunderlich (alkoholfreie Getränke), Andreas Beck (Schokofrüchte),

Efrem Bortolot (2x; Speiseeis), Metzgerei Hobelsberger (Grillspezialitäten),

Erwin König (Süßwaren, Luftballons), Metzgerei Sandner (Grillspezialitäten),

Mustafa Tayran (türkische Grillspezialitäten), Pizzeria Napoli (Pizza, Nudeln),

Dieter Utner (alkoholfreie Getränke), Nicolai Ordnung (Hamburger), Thi-Thu-

Nga Luu (Asia Snack), Riad El Dana (alkoholfreie Getränke), Memos Imbiss

(türkische Grillspezialitäten), Gerhard Meier (Zwiebel-, Speckblootz), Florian

Siebenhaar (Räuberspieße…), Ute Fischer (Softeis), Pizzeria Da Vito (Pizza,

Nudeln), Michael Meder (Zwiebelblumen im Bierteig…), Pizzeria Mama Leone

(Pizza, Nudeln), Sandwichhouse Elke Jakob (Sandwiches), Susanne Geiger

(Südtiroler Spezialitäten), Sonja Thuy (Grillspezialitäten), Hellberg

(Fischspezialitäten), Festwirt Spannruft (Grillspezialitäten, Fischsemmeln,…)

Hertels Hähnchen (u.a. Hähnchen), Ullrich (Crêpes), Mandelbrennerei Fuchs

(Süßwaren)


I nsgesamt sind es rund 130 Feuerwehrleute,

die rund um das Selber

Wiesenfest im Einsatz sind und so die

Sicherheit der Festbesucher gewährleisten“,

ist Stadtbrandinspektor Mario

Hoffmann stolz auf seine Truppe der

Freiwilligen Feuerwehr Selb. Natürlich

nicht nur zum Wiesenfest selbst, wo

man die Arbeit auf mehrere Schultern

verteilen kann. Auch über das ganze

Jahr kann auf die ehrenamtlichen Helferinnen

und Helfer gezählt werden.

Über 200 verschiedene Einsätze im

Jahr, Wachdienste bei unterschiedlichsten

Veranstaltungen und letztendlich

auch die wichtigen Übungen und

Schulungen – da kommt einiges zusammen,

was die Feuerwehrleute auf

sich nehmen. Freiwillig und gerne versteht

sich. „Und was ebenso zählt, ist

die sehr gute Kameradschaft“, betont

Hoffmann den guten Zusammenhalt,

innerhalb der FFW Selb und natürlich

FFW Selb: Einsatzbereit für die

Sicherheit der Festbesucher

auch die Zusammenarbeit mit den

Feuerwehren der Selber Ortsteile und

der Nachbarkommunen.

Gerade zum Selber Wiesenfest hält

sich die FFW Schönwald besonders

für mögliche Einsätze bereit. Denn

klar ist, dass die Feuerwehrfrauen und

-männer aus Selb weitestgehend auf

dem Goldberg anzutreffen sind. Privat


oder eben in

Alarmbereitschaft.

Die Hauptwache

selbst hat man an

den Festtagen auf

das Festgelände

verlegt. Einsatzfahrzeuge

stehen

hier ebenso bereit,

um schnellstmöglich

zur Werner-

Schürer-Wache und

den Einsätzen zu

gelangen. So war

man vor wenigen Jahren an einem bestimmt. Schon zuvor wird sich mit

Wiesenfestfreitagabend in Windeseile der Polizei und der Stadtverwaltung

bei einem Brand in der Längenauer abgesprochen. Die Zusammenarbeit

Straße zur Stelle.

beschreibt Hoffman als ebenso sehr

Disziplin ist folglich gefragt, denn eng. Auf dem Goldberg werden dazu

nüchtern bleiben heißt es da für einen Hydranten überprüft. Bevor die Fahrgeschäfte

zu wilden Fahrten einladen

Teil der Feuerwehrleute. „Wir haben

uns in Schichten aufgeteilt, denn jeder

können, werden die Schaustellbetrie-

soll das Fest auch privat genießen be nebst den Imbissständen zusam-

dürfen“, können sich die Einsatzkräfte men mit dem Bau- und dem Ordnungsamt

überprüft. „Da gehört zum

dank ihrer Vielzahl und gleichermaßen

hohen Bereitschaft tatkräftig mitzuwirken

bestens aufteilen.

Beispiel die Kontrolle der Feuerlöscher

dazu“, erklärt Mario Hoffmann. Aufgaben,

die wichtig sind, denn Gefahren

Die Arbeit rund ums Wiesenfest ist

nicht nur allein auf die Festtage selbst lauern gerade bei den Verköstigungs-


ständen angefangen von glühender

Grillkohle bis hin zum heißen Fett jede

Menge. Rückblickend passiert ist in

den vergangenen Jahren nichts, „wohl

auch, weil schon im Vorfeld für die

Sicherheit gesorgt werden konnte“,

meint Hoffmann.

Neben dem Goldberg gehört zudem

das Absichern des Festzuges zu den

Aufgabenbereichen der Selber Feuerwehr.

„Über 30 Personen sperren die

unmittelbare Zufahrtsstraßen ab“, so

Hoffmann. Schon am Sonntagvormittag

gehört aufgrund des Standkonzerts

der „Markgräflichen Jäger“

Feuchtwangen auch die Absperrung

des Bereichs vor dem Selber Rathaus

dazu.

Zum Höhenfeuerwerk ist die Feuerwehr

für den Fall der Fälle am Abschussort

der Raketen und speziellen

Bomben zur Stelle. Nachdem der Pyrotechniker

seinen Explosivstoff abgebrannt

hat, wird im Nachgang mit der

Wärmebildkamera noch nach eventuellen

Glutnestern Ausschau gehalten.

Neben den sicherheitsrelevanten

Aufgaben fungiert

die Freiwillige Feuerwehr

mit seiner

Wiesenfestwache

auch als Büro für

Fundsachen.

„Meistens handelt

es sich um Handys,

Geldbeutel

und Schlüssel, die

bei uns abgegeben

werden“, so Hoffmann.

Gegen

Nachweis oder genauer Beschreibung

können die verloren gegangenen Sachen

hier abgeholt werden. Im Nachgang

des Wiesenfestes ist das dann

im Fundamt im Rathaus möglich.

Telefonisch erreichbar ist die Feuerwehr

und damit auch der Ordnungsdienst

auf dem Festplatz unter

0171/1459151.

Nachwuchs

willkommen bei der

Feuerwehr Selb

Lust sich bei der Jugendfeuerwehr

zu engagieren? Ab 12 Jahren können

Jugendliche der Feuerwehr

beitreten. Auskünfte erteilen gerne

die Jugendwarte der Freiwilligen

Feuerwehr Selb. Kontaktdaten und

weitere Infos finden sich auf der

Homepage unter feuerwehrselb.de


Wiesenfest: Infos kompakt

+++ Auf dem Wiesenfest hilft man sich gegenseitig aus +++

Es ist zweifelsohne eines der schönsten Bilder und emotionalsten Momente

des Selber Wiesenfestes: das Aufsteigen der vielen bunten Luftballons nach

dem Einzug, der Ansprache des Oberbürgermeisters und des gemeinsamen

Singens der Lieder „Kein schöner Land“ und der Deutschen Nationalhymne

zum Abschluss der Festtage. Beinahe wären es im vergangenen Jahr jedoch

nur wenige bunte Luftballons gewesen,

die die Schulkinder unter dem Schlachtruf

„Vit-Vat-Hoch“ in den Himmel hätten

steigen lassen können. Am Verkaufsstand

des Missionskreis Heilig

Geist hatte das ehrenamtlich arbeitende

Team nämlich ein kaputtes Ventil an

der Helium-Gasflasche. Doch auf dem

Goldberg hilft man sich bekanntlich

untereinander aus. So zögerten Sylvia

und Samara Mark von der „Balloonfactory Mark“ aus Erlangen keine Sekunde.

Spontan unterstützten sie mit einem Ersatzteil.

Übrigens: Der Erlös der am Stand des Missionskreis verkauften Luftballons

kommt wie immer zur Unterstützung verschiedener Projekte zugute. Die Idee

des Luftballonverkaufs wurde heuer vor 35 Jahren geboren. Der Grund hierfür

war neben einem bunten Wiesenfestabschluss aber vielmehr, notleidenden

Kindern zu helfen. Rund 2.000 Luftballons sind es Jahr für Jahr, die am Wiesenfestmontag

binnen weniger Stunden verkauft

werden.

+++ Fahnenträgerhüte und Bekleidung für

Fahnenträger gesucht +++

Jahr für Jahr werden Fahnenträgerhüte und Bekleidung

für Fahnenträger gesucht. Sollte jemand Kleidung

zu Hause haben, die nicht mehr gebraucht

wird, wird gebeten, sich bei der Stadt Selb im Amt

für Schule und Sport, Tel. 883-120, -128 bzw. -133

zu melden. Die Adressen werden hier gesammelt

und an die Schulen zur Weitervermittlung gegeben.


Wiesenfest: Infos kompakt

+++ Häuserschmuck zum

Wiesenfest +++

Fahnen an den Eingängen der Stadt

und öffentlichen Gebäuden, Girlanden

in der Innenstadt, geschmückte Häuser

und Gärten sowie dekorierte Schaufenster.

Die Stadt bietet zum Wiesenfest

seinen Gästen ein festliches Bild

verbunden mit einer gewissen Portion

Heimatstolz in den Farben blau und rot.

Auf der Suche nach in den Selber Stadtfarben gehalten kleinen Fähnchen und

weiterem Dekomaterial wird man im Schreibwaren-Fachgeschäft Popp in der

Ludwigstraße fündig. Stadtfahnen in der Abmessung 90x150cm sind - solange

der Vorrat reicht - in der Touristinfo erhältlich.


Wiesenfest: Infos kompakt

+++ Wiesenfestabzeichen zum 20. Mal aus Porzellan +++

Das Wiesenfestabzeichen ist ein beliebtes Objekt der Begierde. Das bei

Sammlern begehrte Souvenir, das früher noch ein kleines Holzblättchen war

und als „Eintrittskarte“ für den Goldberg verkauft wurde, gibt es seit 1998 aus

feinem Bisquit-Porzellan. Wiederum hat der Künstler Reinhard Wiedenbeck

das neue Abzeichen kreiert. Jede Menge Handarbeit vom Entwurf bis hin zur

Ausarbeitung hat er dabei auch in die mittlerweile 20. Ausgabe investiert. Als

Motiv steht diesmal der Fahnenträger

aus dem Festzug im Vordergrund.

Selbs Oberbürgermeister Uli Pötzsch

sieht das Abzeichen als Symbol der

Herkunft. „Selb, Wiesenfest und Porzellan,

das passt perfekt zusammen“,

lobt er die gelebte Tradition, an der

mit einer besonderen Arbeitstechnik

festgehalten werde. Wiedenbeck verspricht,

auch in Zukunft noch weiter

das Wiesenfestabzeichen zu fertigen.

Ihn erfülle es schließlich mit Stolz,

wenn er an den Festtagen sein Abzeichen

an vielen Menschen erblicken

kann.

Zum Kaufpreis von 2,80 Euro sind die Abzeichen an der Information im Rathaus

und in der Touristinfo in der Ludwigstraße erhältlich. Solange der Vorrat

reicht, wird es das Wiesenfestabzeichen natürlich auch beim Wiesenfest auf

dem Goldberg in der „Wiesenfestpost“ zu kaufen geben.

+++ Wiesenfestmomente im Selber Rathaus +++

Der Selber Fotograf Florian Miedl zeigt in den Gängen des Rathauses auf

großformatigen Fotos seine ganz persönlichen „Wiesenfestmomente“. Florian

Miedl ist überall anzutreffen, wo sich berichtenswertes ereignet. Unter anderem

dokumentiert er für die Tageszeitung als Pressefotograf das aktuelle Zeitgeschehen

im Fichtelgebirge. Die Fotoausstellung ist bis zum 13. August während

der üblichen Geschäftszeiten im Rathaus Selb zu sehen.


Wiesenfest: Infos kompakt

+++ Feuerwerk am

Sonntag +++

Wurde das Feuerwerk im vergangenen

Jahr wegen der Fußball-EM auf

den Montag verschoben, so findet

die Pyroshow diesmal wieder am

gewohnten Sonntagabend um 22:30

Uhr statt. Für das den Himmel verzaubernde

Spektakel zeichnet sich

das Unternehmen Ströbel aus Bad

Windsheim verantwortlich. Abgefeuert werden zwei verschiedene Bomben mit

einer Steighöhe zwischen 140 und 160 Meter. Das Feuerwerk bezahlt der

Festwirt zusammen mit den Schaustellern.


Wiesenfest: Infos kompakt

+++ Behindertenparkplätze haben ihre Berechtigung

+++

Etliche Strafzettel musste die Polizei auch beim

vergangenen Wiesenfest wieder verteilen. So

wurde sich beispielsweise oft nicht an das Parkverbot

entlang der Strecke des Festzugs gehalten.

Dreist verhielten sich Autofahrer in der Hainstraße.

Immer wieder wurden hier von Nichtberechtigten

gekennzeichnete Behindertenparkplätze

verbotener Weise genutzt. Die Festbesucher werden

daher eindringlich gebeten, sich an die Straßenverkehrsordnung

und an die entsprechenden

zusätzlichen Beschilderungen zu halten.

+++ Mit dem Nightliner zum Fest und zurück +++

Auch in diesem Jahr kommt der sogenannte „Nightliner“ zum Einsatz. Sowohl

am Freitag als auch am Samstag wird dieser Bus mit mehreren Linien das

Festgelände anfahren. Vor allem aus Orten der Region wie Weißenstadt,

Thierstein, Wunsiedel, Rehau, Schönwald und Arzberg kann man bequem und

kostengünstig (2 Euro pro Person/einfache Fahrt) sowohl nach Selb als auch

vom Fest wieder zurück fahren.

Zum Redaktionsschluss dieses Sondermagazins

lagen die genauen

Abfahrtsorte und -stellen als auch

die Abfahrtszeiten noch nicht vor.

Diese werden jedoch rechtzeitig vor

dem Wiesenfest im Internet bekanntgegeben.

Kontaktdaten Selber Mietautounternehmen

Mietauto Müller - Tel.: 09287/5690558

Mietauto Klug - Tel.: 09287/9988850

Mietauto Licha - Tel.: 09287/500789


Wiesenfest: Infos kompakt


Wiesenfest: Infos kompakt

+++ Jede Menge Souvenirs an der „Wiesenfestpost“ +++

Das Wiesenfestabzeichen als begehrtes Sammelobjekt ist zwar das wohl traditionellste

Souvenir des Selber Wiesenfestes, das gerne gekauft und aufbewahrt

wird. Doch auch einige weitere Erinnerungen gibt es Jahr für Jahr an

der „Wiesenfestpost“ auf dem Goldberg zu erstehen. Vom „Wiesnfestkalener“,

über Teller mit Wiesenfestmotiv bis hin zu Restexemplaren des 2007 herausgegebenen

Buches zur (mittlerweile über) 200jährigen Geschichte des Festes

sind an der Bude zahlreiche Andenken erhältlich. Passende von der Designmanufaktur

Voigt gestaltete Grußkarten kann man dazu gleich vom Goldberg

aus an Freunde in aller Welt verschicken. Erhältlich ist zudem eine CD des

Selber Spielmanns- und Fanfarenzug mit 19 verschiedenen aufgenommenen

Titeln. Auch die Festschrift anlässlich des 60jährigen Bestehens des Musikzuges

kann hier erworben werden.

Seit zwei Jahren betreibt

Melanie Thoma die

Wiesenfestpost“. Nicht nur

die typischen Souvenirs an

sich hat sie im Portfolio.

Trachtentaschen, Regenponchos

und noch vieles mehr

ist hier zu haben. Das aktuelle

Wiesenfestprogramm,

das Wiesenfestmagazin und

Stadtprospekte liegen ebenso

am Stand aus.

+++ Fundsachen / Ordnungsdienst +++

Fundsachen können an der Wiesenfestwache der

Freiwilligen Feuerwehr abgegeben als auch gegen

Nachweis abgeholt werden. Nach dem Wiesenfest

werden Fundsachen im Fundamt der Stadt Selb

aufbewahrt. Die Feuerwehr, und darüber auch das

BRK und der Ordnungsdienst auf dem Festplatz,

kann telefonisch unter folgender Nummer erreicht

werden: 0171/1459151


Wiesenfest: Infos kompakt

+++ „Wiesnfestkalener“ bringt

1.500 Euro für die „Zukis“ +++

Über eine Spende in Höhe von 1.500

Euro durfte sich Sabine Schaefer als

Vorsitzende des Vereins „Zukunft Kinder

e.V.“ freuen. Bei dieser Summe

handelt es sich um den Reinerlös aus

dem Verkauf des „Söllwer Wiesnfestkalener

2016/2017“. Bereits seit dem

Jahr 2007, also erstmals zum 200jährigen

Jubiläum des Selber Wiesenfestes,

wird der Kalender herausgebracht und erfreut die Käufer immer wieder

aufs Neue. Für die Umsetzung sind die beiden Ideengeber Werner und Elisabeth

Gebhardt verantwortlich. Unterstützung gibt es vom „Forum Selb erleben”.

In diesem Jahr gibt es den

beliebten Kalender mittlerweile in

seiner elften Ausgabe. Dieser

zeigt wiederum einige Wiesenfestfotos

und gibt genau an, wie viele

Tage es noch bis zum nächsten

Wiesenfest sind. Erhältlich ist der

Kalender 2017/2018 zum Preis

von 7 Euro in der Buchhandlung

Nerb, in der Touristinfo, bei Tapeten

Küspert, im Druck- und Werbezentrum

Selb und, sofern noch

vorrätig, in der Wiesenfestpost

auf dem Goldberg. Der Erlös ist

auch diesmal wieder für die Aktion

„Zukunft Kinder“ bestimmt.

Familie Gebhardt freut sich immer

wieder über Einsendungen von

(älteren) Wiesenfestbildern, die

für den Kalender kostenfrei genutzt

werden dürfen. Fotos bitte

per Mail an:

elisabethgebhardt@t-online.de


Wiesenfest: Infos kompakt

+++ Wiesenfestadler und Sterne für Sammler +++

Das Armbrustschießen ist eines der traditionellsten Spiele der Schulkinder.

Zunächst haben die Schüler auf hölzerne Adler geschossen, ab den 1980er

Jahren waren die Sterne den 5. Klassen, die Adler den 6. Klassen vorbehalten.

Stets handgefertigt waren seither die großen

Sterne und Adler, die auch zur Ausgestaltung des

Wiesenfestzuges genutzt werden. Letzteres wird

auch weiterhin Bestand haben. Aus Kostengründen

schießen die Schüler die Bolzen mit der Armbrust

mittlerweile auf eine mehrfach nutzbare

Schießscheibe. Für Sammler sind aber noch wenige

Adler und Sterne zu haben. Neben den begehrten

Objekten, hat die Familie Peters zudem

auch Hahnen- und Fahnenstangen sowie Fahnenspitzen

anzubieten. Bei Interesse bitte direkt bei

Henrik und Brigitte Peters unter Telefon

09287/60315 melden.

+++ Das Aus des BRK-Glückshafen +++

Er gehörte zum Selber Wiesenfest ganz einfach dazu: der Glückshafen des

BRK. Gerne wagte man an der Losbude sein Glück. Oft war der obligatorische

Kleingewinn eine Fliegenklatsche. Schon 2013 und 2014 vermisste man die

Losbude. Dann kam sie dank

des Einsatzes zahlreicher Ehrenamtlicher

zurück. Mit dem

Erlös tat man etwas Gute, ging

dieser doch an das „Rote

Kreuz“. Personalmangel und ein

enormer Aufwand, das waren

die Gründe, weshalb der BRK-

Kreisverband seine beiden Losbuden

nun aber verkauft hat

und damit nicht mehr auf den

Festen der Region zugegen

sein wird.


Wiesenfest: Infos kompakt

+++ Zeit für Klassentreffen +++

Wiesenfest ist die Zeit des Wiedersehens. Viele Klassentreffen finden statt,

Jubiläumsjahrgänge laufen gar im Festzug mit. Das Walter-Gropius-

Gymnasium Selb öffnet außerdem wieder seine Türen und lädt zu seinem traditionellen

„Ehemaligentag“. Dieser findet wieder am Wiesenfest-Samstag von

11-17 Uhr im Atrium der Schule statt. Alle ehemaligen Schüler und Lehrkräfte,

Freunde und Gäste sind herzlich eingeladen, sich hier während dieser Zeit

ganz zwanglos zu treffen. Im Vordergrund steht die Begegnung mit alten

Freunden, Klassenkameraden und Lehrkräften, die man vielleicht schon jahrelang

nicht mehr gesehen hat. In den vergangenen Jahren war der

„Ehemaligentag“ stets sehr gut besucht, so dass auch heuer wieder mit vielen

„Ehemaligen“ aus Selb und von auswärts zu rechnen ist. Die Abiturjahrgänge

2017 und 2007 nutzen das Wiesenfest zudem, gegeneinander im Fußball anzutreten.

Das am Sonntag um 16:20 Uhr auf dem Reigenplatz.


Wiesenfest: Infos kompakt

+++ Gewinnen mit dem Wiesenfestradio: Radio Euroherz 88,0 +++

Zum Selber Wiesenfest gefahren werden und dann noch einen dicken Packen

Freimarken in die Hand gedrückt bekommen – das ist der Traum vieler Wiesenfestgänger.

Radio Euroherz erfüllt in diesem Jahr genau diesen Traum; am

Wiesenfest-Montag ist der Wiesenfest-Fan-Van unterwegs.

Der KIA Carens aus dem Autohaus Mocker holt Dich und Deine Freunde oder

Kollegen zuhause ab, wir shutteln Dich zum Goldberg und wenn Du unterwegs

noch ein paar Fragen rund um Selb und das Fest beantworten kannst

(die für den geübten Wiesenfestbesucher kein Problem sein dürften), dann

kannst Du Bier- und Essensmarken für den Tag gewinnen. Je mehr Du weißt,

umso mehr Marken gibt es. Klingt gut? Dann bewirb Dich! Einfach auf

www.euroherz.de klicken und anmelden,

und mit ein bisschen Glück holt Dich der

Wiesenfest-Fan-Van dann am Montag

tatsächlich zuhause ab – fünf Plätze pro

Fahrt sind frei. Oberbürgermeister Uli

Pötzsch hat die Idee so gut gefallen, dass

er spontan angeboten hat, auch eine

Tour zu begleiten – ob er in die Rolle des

Fahrers oder des Quizmasters schlüpft –

da lassen wir uns mal überraschen.

Radio Euroherz beim Selber Wiesenfest

im dritten Jahr kann man da wohl schon

von einer kleinen „Tradition“ sprechen. Als offizielles Wiesenfestradio dürfen

wir die Tage am Goldberg begleiten, in einer tollen Partnerschaft mit der

Stadt Selb, dem Festwirt Hans-Rainer Spannruft und natürlich Euch, den Fans

des Selber Wiesenfestes – einem der schönsten Feste, das die Euroherz-

Region so zu bieten hat. Denn: #hierschlägtunserherz sind bei uns nicht nur

Worte, sondern ein Gefühl. Am Samstag übertragen wir den Anstich live; wie

schon in den letzten Jahren sind wir von 18 bis 20 Uhr auf Sendung, und bringen

so das Wiesenfest zu denen, die an diesem Abend nicht dabei sein können.

Am Sonntag schicken wir viele bunte Eindrücke des Festzuges über unsere

Facebook-Seite hinaus in die Welt und am Montag freuen wir uns auf

unsere Neuheit in diesem Jahr: den Radio Euroherz Wiesenfest-Fan-Van.

Radio Euroherz: das ist Dein Sender für einen guten Start in den Tag und bald

auch 24 Stunden (!) auf UKW 88,0, im Digitalradio und schon jetzt rund um

die Uhr auf euroherz.de.


Wiesenfest: Infos kompakt

+++ Die Maß Bier kostet 7,70 Euro -

150 Jahre Bürgerbräu +++

Diesmal muss der Festbesucher beim Genuss

einer Maß Bier nicht tiefer in die Taschen

greifen. Der Liter kostet wie schon

vor einem Jahr 7,70 Euro. Für den halben

Liter Weizenbier werden 3,90 Euro verlangt.

Für Nostalgiker interessant: einst wurden

u.a. auch Biere der Bürgerbräu Selb ausgeschenkt.

Die ehemalige Brauerei wurde

1867 gegründet, wäre somit dieses Jahr

150 Jahre alt geworden. Nach 134 Jahren

Brautätigkeit wurde die Brauerei allerdings

schon 2001 stillgelegt.

Entwicklung des Bierpreises

vor 5 Jahren: 6,70 Euro

vor 10 Jahren: 5,50 Euro

vor 15 Jahren: 4,50 Euro*

vor 20 Jahren: 3,95 Euro*

vor 25 Jahren: 3,10 Euro*

vor 50 Jahren: 1,00 Euro*

*von DM auf Euro gerundet


M ittlerweile schon vier Sondermagazine zum Selber Wiesenfest konnte das

beliebte und stark frequentierte Internetportal selb-live.de bereits herausbringen.

An vielen Auslagestellen restlos vergriffene Hefte, dazu Zugriffe im jeweils

fünfstelligen Bereich auf die Online-Version sprechen da klar für sich.

Zum einen gilt an dieser Stelle insbesondere der Dank an die Werbekunden.

Ohne diese wäre dieses Format in seiner ganzen Vielfalt schließlich nicht möglich.

Aber auch von den zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im

Rathaus, über die Schausteller bis hin zu Privatpersonen heißt es für die gelieferten

Informationen wiederum Dankeschön zu sagen. Nach dem Wiesenfest

ist dann aber schon wieder

vor dem Wiesenfest. Auch

Zu guter Letzt…

2018 soll es selbstverständlich

wieder ein Sondermagazin

geben. Besondere Jubiläen, aus weiter Ferne anreisende Gäste, Hintergrundgeschichten,

Anekdoten oder auch Fotos aus vergangenen Zeiten, bestenfalls

gerne aus dem Jahr 1968, können jederzeit herangetragen werden. Vorschläge

für bestimmte Themen werden gerne entgegen genommen. Dies einfach

per eMail an:

info@selb-live.de Anzeigen können ebenso über diese Mailadresse gebucht

werden. Anzeigen- und Redaktionsschluss ist am 15. Juni 2018.

D as Selber Wiesenfest im Internet: Aktuelle

Nachrichten rund um das Selber Wiesenfest

gibt es natürlich immer wieder neu auf dem

kostenlosen Internetportal selb-live.de

Übrigens: nach den Wiesenfesttagen sind hier auch wieder

unzählige Fotos vom Selber Wiesenfest zu finden. Reinklicken

lohnt sich! Und wer sich als Wiesenfest-Fan outen

möchte, für den heißt es Daumen hoch und das Selber Wiesenfest

bei Facebook „liken“! - zu erreichen auch über die

einfach zu merkende Domain selber-wiesenfest.de

V it, vat hoch, schäi wars doch - vit, vat, nieder,

nächst gouar komma wieder…“ – das Selber Wiesenfest

2018 findet vom 7.-9. Juli statt, für die

Freitagsgänger bereits ab dem 6. Juli.

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