ASR Sport Ausgabe November 2012 - Allgäu Sport Report

asrsport.de

ASR Sport Ausgabe November 2012 - Allgäu Sport Report

Derbytime in Sonthofen

1.FC Sonthofen : TSV Kottern

Freitag, 12. Oktober 19.30 Uhr


Liebe Allgäuer Sportfreunde,

der Sport im Allgäu boomt! Die fast unüberschaubare

Anzahl von Sport-Events, Liga-

Spielen und Wettkämpfen in der Region ist

mehr als ein Beweis dafür - und die großen

Wintersport-Events kommen erst noch.

Spitzensport der Extraklasse bieten seit langen

Jahren die Volleyball-Damen des Allgäu

Team Sonthofen. Die Power-Girls von Trainer-

Fuchs Nikolaj Roppel spielen in der 2. Bundesliga

der Frauen ganz oben mit, sie dürfen

sich nun auch ganz offiziell "Bayerischer Pokalsieger 2012" nennen. Die

Truppe holte sich den Titel bei einem stark besetzten Turnier im fränkischen

Nürnberg.

Ein ganz besonderes Jubiläum darf die Turngemeinschaft Allgäu (TGA)

feiern. Vor 25 Jahren wurde dieser einmalige Zusammenschluss der besten

Allgäuer Turner gegründet, die heute in der 3. Liga turnen - ein

echter Grund zum Feiern.

Bei den Hallensportarten steht vor allem der Zuschauermagnet Eishokkey

mit den Teams aus Memmingen, Lindau, Buchloe und vor allem dem

Topteam vom ERC Sonthofen im Mittelpunkt des Interesses. Auch die

Landesliga-Handballer des TV Immenstadt trumpfen in diesem Jahr mächtig

auf, haben sich sensationell verstärkt und spielen oben mit.

Bei dem mannigfaltigen Geschehen in den Hallen dürfen natürlich die

unzähligen Fußballspiele nicht vergessen werden. Dabei kämpfen die

Allgäuer Aushängeschilder vom FC Memmingen, dem FC Sonthofen und

TSV Kottern in ihren jeweiligen Spielklassen sehr engagiert um Punkte

und den Anschluss an das Mittelfeld bzw. um den Blick auf die vorderen

Plätze.

Viel Spaß bei der Lektüre unseres aktuellen Allgäuer Sportreports!

Dieter Greif und das asr-Team

4 Fußball: Regionalliga Bayern

FC Memmingen (rot) nach Niederlage in Illertissen Tabellenvierzehnter

H A N D B A L L

E I S H O C K E Y

I N H A L T

TV IMMENSTADT 11

Ungarischer Spielwitz (Sandor Virag) und

deutsche Power (Mathias Tillig)

INTERVIEW 13

Michael Waginger: „Beim Bayernligisten

ERC Sonthofen wächst was zusammen.“

S P O R T M I X

INTERVIEW 17

25 Jahre TG Allgäu: asr im Gespräch mit

Präsident Armin Flaig

Die nächste asr-Ausgabe erscheint

am 22. November 2012

A L L G Ä U E R S P O R T R E P O R T 3

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4

R E G I O N A L L I G A / B A Y E R N

FC Memmingen: Illertissen revanchiert sich mit 1:0-Sieg für Pokalniederlage

Esad Kahrics Truppe vergeigt drei Punkte

"Wir haben drei hundertprozentige Chancen nicht genutzt, zweimal hat Illertissens Torhüter

sensationell gehalten", blieb FCM-Trainer Esad Kahric nur die Gratulation an den Gegner, der die

Tabellenführung ausgebaut hat. Das bittere Resümee des 52- jährigen Fußball-Lehrers

nach der 0:1-Niederlage seines Teams gegen den FC Illertissen wurde nur durch die

Nachricht "aufgehübscht", dass er in der Nacht zuvor doppelter Großvater geworden

war. Nach dem 3:2-Heimsieg im BFV-Toto-Pokal gegen Illertissen gelang der Truppe um

Trainer Holger Bachtaler nun die Ravanche auf eigenem Platz. Den Treffer des Nachmittags hämmerte

Marc Hämmerle (68. Min.) an FCM-Goalie Tobias Kirchenmaier vorbei ins Netz. Die Maustädter

hatten die erste Halbzeit klar dominiert, konnten ihre Überlegenheit vor über 1200

Zuschauern im Vöhlin-Stadion jedoch nicht in Zählbares umwandeln. Auch in der zweiten Spielhälfte

gab es genug Chancen zum Ausgleich, aber wie es so oft ist, wollte das Runde einfach nicht

in das Eckige. Durch diese Niederlage rutschen die Memminger Kicker auf Platz 14 der Tabelle ab,

Illertissen dagegen konnte den Platz an der Sonne festigen.

4 A L L G Ä U E R S P O R T R E P O R T

Foto: Ingo Jensen

Während der FCM das Pokal-Spiel gegen Illertissen nach einem 0:2-Rückstand noch mit 3:2 gewinnen

konnte (im Bild links: FCM-Torschütze Burak Tastan) schlugen die Schwaben nun zurück und

besiegten Esad Kahrics Kicker jetzt im Ligaspiel mit 1:0 im heimischen Vöhlin-Stadion

Der Neuzugang des FC Memmingen

Jannik Keller: "bin ma

Nach dem großen Aderlass im

Sommer (wir berichteten) hat

sich der FC Memmingen dazu

entschlossen, noch mehr auf

die Jugend zu setzen. Bestes

Beispiel für diesen neuen

Memminger Weg ist Jannik Keller, der zu Saisonbeginn

vom SSV Ulm zu den Maustädtern wechselte.

"Ich bin jung und komme aus der Region"

sagt der gebürtige Ochsenhausener über sich

selbst. Der 21-Jährige stammt aus einer richtigen

Fußballer-Familie, denn nicht nur sein Vater

hat sich dem Spiel mit dem runden Leder verschrieben,

auch sein älterer Bruder und sogar

seine kleine Schwester kicken. Jannik selbst

begann im Alter von drei Jahren bei seinem

Heimatverein, dem TSV Rot an der Rot, wechselte

aber bereits in der E-Jugend zum SSV Ulm.

Bei den Spatzen verbrachte er nicht nur seine

gesamte Jugend sondern zudem noch zwei

weitere Jahre im Herrenbereich. Highlights dieser

"richtig guten Zeit", in der er nicht nur durchwegs

höherklassig spielte sondern auch viele

Freunde gewonnen hat, waren die Jahre in der

B- und A-Jugend. "Das war einfach eine geile

Zeit, weil unser Team jeweils den Aufstieg in die

Bundesliga geschafft hat", erinnert sich Jannik

Keller strahlend. "Blöd für unseren Jahrgang" war

Geboren: 21.10. 1991 in Ochsenhausen

Wohnort: Rot an der Rot

Beruf: Speditionskaufmann

Position: Mittelfeld

Größter sportlicher Erfolg: Bundesliga-Aufstiege

mit den A- und B- Junioren des

SSV Ulm

Hobbys: Fußball, Fitnessstudio

nur, dass das Aufstiegsteam die Zeit in der obersten

Juniorenliga nie selbst genießen konnte,

weil die Kicker nach dem Erfolg jeweils in die

nächste Jugend hochrückten. Dennoch möchte

Jannik Keller die Ulmer Zeit "auf keinen Fall missen".

Die gute Jugendarbeit des Clubs und die

vielen stark besetzten Turniere, an denen seine

Teamkollegen und er mitwirken durften, haben

ihm für seine fußballerische Entwicklung viel

gebracht, urteilt er selbst. Rückblickend empfindet

er es auch als "krass", dass er sich gegen

einige Kicker beweisen durfte, die mittlerweile

in der Dritten Liga aktiv sind. Er selbst hatte

zwar in der D-Jugend ein Angebot des VfB Stuttgart,

entschied sich aber dagegen, weil "der

Aufwand für einen 12-Jährigen zu hoch gewesen

wäre". Trotz der hervorragenden Jugendarbeit

beim SSV Ulm spürte Jannik Keller beim

Wechsel in den Seniorenbereich, dass bei den

Herren vor allem was das körperliche Spiel an-


gen gibt sich selbstkritisch und lernwillig

manchmal zu grün hinter den Ohren"

geht, ein ganz anderer Wind weht. Im Team der Ersten war er daher

anfangs zwar einige Male dabei, seine Einsätze holte er sich aber

überwiegend in der Zweiten. "Es waren einfach so viele Etablierte im

Kader, dass es schwer war, sich durchzusetzen", so Keller. Die Chance,

sich in der Regionalliga zu präsentieren, erhielt er aber trotzdem noch.

Wie einige andere Ulmer Junioren profitierte Jannik Keller von der Insolvenz

des Clubs und dem damit verbundenen Abgang der Routiniers.

Die vielversprechenden Hoffnungen auf einen Stammplatz im Oberliga-Team

machte dann aber eine langwierige Verletzung zu Nichte. "Nach

dem halben Jahr, in dem ich verletzt war, habe ich es nicht mehr nach

oben geschafft", erzählt der 21-Jährige ein wenig wehmütig. Heuer

entschloss er sich daher für einen Wechsel zum FC Memmingen, bei

dem er wieder richtig angreifen möchte.

Überragendes Tor des Monats

"Der Trainer baut auf mich, das ist für einen Spieler wichtig. Außerdem

habe ich in Memmingen eine Lehrstelle bekommen", begründet Jannik

Keller seinen Wechsel zu den Maustädtern bei denen er "richtig glücklich"

ist, da vom Umfeld bis hin zu den Teamkollegen "einfach alles

passt". Während der konditionelle Bereich für den 21-Jährigen keine

große Umstellung war, "muss man sich im Spiel erst zurecht finden",

räumt er ein. Bis zu seiner Verletzung hat er zwar immer gespielt, gibt

aber selbst zu, dass ihm in vielerlei Hinsicht noch die nötige Erfahrung

fehlt: "Man merkt schon, dass ich manchmal noch zu grün hinter den

Ohren bin. Die routinierten Spieler lösen brenzlige Situationen nämlich

viel einfacher", schmunzelt er selbstkritisch. Dieses Manko möchte

er aber so schnell wie möglich beheben. Ebenso wie beim Rest der neu

zusammengestellten, jungen Mannschaft wird das zwar noch einige

Zeit brauchen, Jannik Keller ist aber "guter Dinge". "Wir müssen uns

noch ein bisschen zusammen finden, aber wenn die Zeit gekommen ist,

dann geht es bei uns auch wieder nach oben", versichert er. Die Saison

sei eigentlich "nicht so schlecht gelaufen", das Memminger Problem ist

allerdings die mangelnde Torchancenverwertung. "Im Mittelfeld ist alles

so eng. In drei Spielen, die wir unentschieden gespielt haben, wäre

ein Sieg drin gewesen, dann hätten wir viel weiter vorne sein können",

meint der 21-Jährige. Mit hätte, wenn und wäre hält sich Jannik Keller

allerdings nicht lange auf. Vielmehr ist er bestrebt, verletzungsfrei zu

bleiben und der Mannschaft durch das Abrufen von Bestleistungen

weiter zu helfen. "Ich vermiss die Spiele schon richtig und will endlich

wieder kicken", verriet er bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe.

Von Marion Bässler

Foto: Ingo Jensen

Memmingens Mittelfeldspieler Jannik Keller (re.) im Zweikampf gegen Strieder (Bayern München II)

R E G I O N A L L I G A / P O R T R Ä T

Und Esad Kahric ist mit Sicherheit auch froh,

wenn er wieder auf die Schnelligkeit und die

guten Pässe seines Mittelfeldmannes zurückgreifen

kann. So manch ein Fan wird dabei vermutlich

drauf hoffen, noch einmal ein solches Traumtor

zu sehen, wie es dem 21-Jährigen mit seinem

40-Meter-Treffer zum 2:2 gegen den VfL

Frohnlach gelungen ist.

"Überragend", strahlt Jannik Keller bei der Anmerkung,

was ihm bei der Tatsache, dass von

seinen zwei Treffern für den FCM gleich einer

zum Tor des Monats gewählt wurde. "Ich bin

schon ein bisschen stolz, aber es war auch Glück

dabei", gibt der sympathische Neuzugang zu.

Obwohl es nicht das erste Mal war, dass ihm

aus einer solchen Position heraus ein Treffer

gelingt. In seiner Ulmer Zeit war er gegen den

damaligen Favoriten aus Nürtingen in der gleichen

Situation, wollte allerdings vorne hinein

flanken. "Aber ich hab den Ball voll mit dem

Spann erwischt und er ist genau ins Kreuzeck

gegangen." Warum sollte das nicht noch einmal

gelingen, mag sich der 21-Jährige daher heuer

gedacht haben. Als der Ball gegen Frohnlach

"perfekt gekommen ist, musste ich es einfach

probieren und habe drauf gehauen und das Ding

ist reingegangen", erzählt er grinsend. Diesmal

wollte er auch nicht flanken sondern aufs Tor

schießen.

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B A Y E R N L I G A / S Ü D

Durststrecke der Oberallgäuer Bayernligisten hält an

Kottern und Sonthofen laufen Siegen hinterher

Für die beiden Oberallgäuer Bayernligisten TSV

Kottern und FC Sonthofen scheint es wie verhext

zu sein. Seit Wochen laufen die beiden

Vorzeige-Teams einem Sieg hinterher und rennen

so ihren Möglichkeiten hinterher. Das

Spitzentrio mit Burghausen II, Schalding-Heining

und der SpVgg Landshut ist weit weg, aber zumindest

das Mittelfeld scheint für beide Teams

in Reichweite.

Das 1:1 der Sonthofer beim VfB Eichstätt hätte

ebenso in einen klaren Sieg münden können,

denn Chancen hatten die Kreisstädter genug.

Allerdings musste nach dem schnellen Führungstreffer

der Oberbayern in der 4. Minute die

Moral im Team erst wieder hergestellt werden.

Doch Sonthofen drückte und bereits in der ersten

Halbzeit vergab Etem Sahin eine

1000%ige. Nach dem Seitenwechsel drückten

die Oberallgäuer weiter und in der 66. Minute

legte FCS-Kapitän Andy Maier Roland Burger mu-

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stergültig vor und dieser versenkte das Leder

zum hochverdienten 1:1 ins Kreuzeck. In der

Nachspielzeit scheiterten Trainer Bernd Kunzes

Mannen am hervorragend aufgelegten

Eichstätter Keeper. Mit diesem 1:1 konnten die

Kreisstädter die Entfernung zu den Abstiegsplätzen

(Tabellenplatz 12) halten.

Nicht viel besser ergeht es dem TSV Kottern.

Wie ein roter Faden ziehen sich Mängel im Spiel

durch die Saison. Sie können eine gute Leistung

nicht über 90 Minuten durchziehen. In der ausgeglichenen

ersten Hälfte gegen den SB DJK

Rosenheim gab es nur eine Torchance - und bei

dieser fiel nach 22 Minuten durch Onur Kaya

das 0:1. Im zweiten Abschnitt hatte Kottern

dann viel Druck erzeugt, aber wenig Chancen

generiert. Daher fiel durch einen Konter in der

74. Minute durch Niklas Bernwieser sogar das

0:2. Der Anschluss zum 1:2 fiel durch Geiger

fiel erst in der Nachspielzeit.

Der 1. FC Sonthofen holte mit dem 1:1 in Eichstätt einen mehr als verdienten Punkt und wahrt damit

den Abstand zu den Abstiegsplätzen. Kapitän Andi Maier (Bildmitte) wurde in der 87. Minute mit

einer gelb-roten Karte vom Platz gestellt

Nach Verletzungspech will der Kotte

Simon Saitner: "Ich mu

Fußball spielt für Simon Saitner nicht nur eine

große Rolle, für den 22-Jährigen ist das Spiel

mit dem runden Leder vielmehr "der Mittelpunkt

meines Lebens". Mit dem Kicken begonnen hat

er als 6-Jähriger bei seinem Heimatverein, dem

TSV Aitrach, dem er einige Jahre die Treue hielt.

Erst in der B-Jugend wechselte er zum FC

Memmingen, bei dem mittlerweile auch sein jüngerer

Bruder Christian spielt. Die "coole Jugendzeit"

bei den Maustädtern wird Simon Saitner

wohl nie vergessen, denn sowohl mit der B- als

auch mit der A-Jugend standen in der Bayernliga

"geile Spiele" gegen Profi-Clubs wie den FC

Bayern, die Münchner Löwen oder den 1. FC

Nürnberg auf dem Programm. Auch wenn "der

Unterscheid zu uns" im direkten Duell deutlich

wurde, waren die Aufeinandertreffen für den

gebürtigen Memminger und seine Teamkollegen

"ganz tolle Erlebnisse". Das erste Jahr nach dem

Wechsel in den Herrenbereich lief für Simon

Saitner ebenfalls "super". Aus seinem Jahrgang

wurden einige Kicker ins Bezirksoberliga-Team

des FCM übernommen, darunter die jetzigen

Geboren: 09. 05. 1990 in Memmingen

Wohnort: Aitrach

Beruf: Student

Verein: TSV Aitrach, FC Memmingen,

TSV Kottern

Position: Stürmer

Größter, sportlicher Erfolg:

Landesliga-Aufstieg mit dem FC

Memmingen II

Hobbys: Beachvolleyball

Kotterner Martin Gruber, Daniel Eisenmann und

Patrick Rabus. "Wir haben in der BOL eine gute

Rolle gespielt und sind am Ende dritter geworden",

erinnert sich der 22-Jährige zurück. Ein

Australien-Aufenthalt und eine längere Verletzung

erschwerten es ihm im zweiten Jahr allerdings,

sich weiterhin im Seniorenbereich zu

etablieren und vielleicht sogar Anschluss an die

erste Mannschaft zu finden. Obwohl er in der

vergangenen Saison aus seiner Sicht was die

Form anbelangt "am Kader dran" war, blieb ihm

der ersehnte Regionalliga-Einsatz verwehrt. So

ziert die persönliche Statistik nur ein Bayernliga-Spiel

aus der Aufstiegssaison des FC

Memmingen. "Schon frustrierend", wie Simon

Saitner auf Nachfrage zugibt, war es für ihn vor

allem in der Zeit, als in Memmingen auf Grund

der Verletzung von Candy Decker jeder von einem

Sturmproblem redete. "Ich wollte so gerne

auch mal auflaufen", räumt er ein und überlegt

dabei in dem Zusammenhang, ob der Sprung

nach oben für eigene Jugendspieler nicht doch

noch einen Tick schwieriger ist als für junge

Neuzugänge.


Kotterner Stürmer zu alter Stärke finden

muss wieder torgeiler werden"

Kämpfer mit Spielfreude

Im Sommer haben Teamkollege

Patrick Rabus und er allerdings ein

neues Kapitel ihrer Fußballer-Geschichte

aufgeschlagen.

Gemeinsam entschlossen

sie sich zum Wechsel

nach Kottern. "Wir

wollten unbedingt wieder zusammen

in einem Team mit Martin und

Eise spielen", benennt Simon

Saitner einen der Gründe. Und obwohl

die bisherige Saison für ihn

wegen einer Verletzung "unglücklich"

gelaufen ist, war der Wechsel

zum Bayernliga-Aufsteiger für ihn

genau die richtige Entscheidung:

"Kottern ist ein super Verein, bei

dem alles passt. Wir sind nicht nur

vom Vorstand sondern auch von

der Mannschaft toll aufgenommen

worden und ich fühle mich richtig

wohl." Sportlich gesehen war der

Schritt von der BOL in die Bayernliga

zwar vor allem was das Körperliche

angeht "ein bisschen ein

Sprung", aber keinen, den man nicht

schaffen könnte. So ist Simon

Saitner zuversichtlich, dass er sich

im Team von Kevin Siegfanz etablieren

kann. Dabei ist er sich dessen

bewusst, dass dies wenn seine

Stürmerkollegen Patrick Wachter

und Bene Jörg wieder fit sind, kein

einfaches Unterfangen wird. Allerdings

freut es den 22-Jährigen, dass

das Team über einen so starken Kader

verfügt, denn "Konkurrenz belebt

das Geschäft", wie er lächelnd

betont. Er selbst hat sich zum Ziel

gesteckt, vor der Winterpause noch

ein paar Treffer zu erzielen. "Dafür

muss ich aber torgeiler werden",

sagt er selbstkritisch. Nach der Verletzung

fehlt es ihm noch ein

bisschen an der körperlichen Fit-

Simon Saitner (re.) sucht nach seiner Verletzungspause seine Form beim TSV Kottern

ness, die will er aber im Training so

schnell wie möglich wieder erlangen,

um sich wieder ganz ins Spiel

der Sankt Manger einzubringen.Im

Gegensatz zu Knipsern wie Mario

Gomez ist der beidfüßige Stürmer

nämlich ein Kicker, der gerne ins

Spiel eingebunden werden möchte

und dabei "bis zur letzten Minuten

für die Mannschaft kämpft".

Diese "hundertprozentige Leidenschaft,

die unsere Stärke ist", hat

dem Team zwischenzeitlich zwar

ein bisschen gefehlt, schon im Training

vor dem großen Allgäu-Derby

gegen den 1. FC Sonthofen, hat Simon

Saitner sie allerdings wieder

erkannt. Im neu entfachten Konkurrenzkampf

wollte nämlich jeder

gegen den sportlichen Rivalen aus

der Kreisstadt spielen, denn "Sonthofen

gegen Kottern ist schon eine

richtige Hausnummer, da ist es etwas

ganz Besonderes, wenn man

da auflaufen kann", betont Simon

Saitner.

Von Marion Bässler

B A Y E R N L I G A / S Ü D

BAYERNLIGA SÜD

19. Spieltag 27./28. Oktober

TSV Schwabmünchen - SpVgg Landshut

SpVgg GW Deggendorf - TSV Kottern

SB DJK Rosenheim - VfB Eichstätt

1. FC Sonthofen - BCF Wolfratshausen

FC Affing - SC Fürstenfeldbruck

BC Aichach - TSV Aindling

SV Schalding-Heining - SpVgg Unterhaching II

FC Unterföhring - SSV Jahn Regensburg II

Wacker Burghausen II - Hankofen-Hailing

TSV Gersthofen - spielfrei

20. Spieltag 3./4. November

FC Unterföhring - SpVgg Hankofen-Hailing

SV Schalding-Heining - SSV Jahn Regensburg II

BC Aichach - SpVgg Unterhaching II

FC Affing - TSV Aindling

1. FC Sonthofen - SC Fürstenfeldbruck

SB DJK Rosenheim - BCF Wolfratshausen

SpVgg GW Deggendorf - VfB Eichstätt

TSV Schwabmünchen - TSV Kottern

SV Wacker Burghausen II - TSV Gersthofen

SpVgg Landshut - spielfrei

21. Spieltag 10./11. November

VfB Eichstätt - TSV Schwabmünchen

BCF Wolfratshausen - SpVgg GW Deggendorf

SC Fürstenfeldbruck - SB DJK Rosenheim

TSV Aindling - 1. FC Sonthofen

SpVgg Unterhaching II - FC Affing

SSV Jahn Regensburg II - BC Aichach

SpVgg Hankofen-Hailing - SV Schalding

TSV Gersthofen - FC Unterföhring

TSV Kottern - SpVgg Landshut

spielfrei - SV Wacker Burghausen II

22. Spieltag 17./18. November

BC Aichach - SpVgg Hankofen-Hailing

FC Affing - SSV Jahn Regensburg II

1. FC Sonthofen - SpVgg Unterhaching II

SB DJK Rosenheim - TSV Aindling

GW Deggendorf - SC Fürstenfeldbruck

TSV Schwabmünchen - BCF Wolfratshausen

SpVgg Landshut - VfB Eichstätt

FC Unterföhring - SV Wacker Burghausen II

SV Schalding-Heining - TSV Gersthofen

TSV Kottern - spielfrei

23. Spieltag 24./25. November

SC Fürstenfeldbruck - TSV Schwabmünchen

TSV Aindling - SpVgg GW Deggendorf

SpVgg Unterhaching II - SB DJK Rosenheim

SSV Jahn Regensburg II - 1. FC Sonthofen

SpVgg Hankofen-Hailing - FC Affing

TSV Gersthofen - BC Aichach

SV Wacker Burghausen II - SV Schalding-Heining

VfB Eichstätt - TSV Kottern

BCF Wolfratshausen - SpVgg Landshut

spielfrei - FC Unterföhring

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F U S S B A L L / N E W S

"Werden uns auch gegen starke Gegner nicht kampflos geschlagen geben"

Seifriedsberg will wieder an Traumstart anknüpfen

Als Neuling in der Kreisliga haben die Spieler der

DJK Seifriedsberg "großen Respekt"

vor den etablierten

Teams in der Liga, verrät Kapitän

Andreas Hehl. Der Aufsteiger

wollte sich aber "um

jeden Preis gut verkaufen" und

"unbedingt verhindern,

dass wir abgeschlachtet

werden". Hoch motiviert,

mit dem Vertrauen auf die eigenen

Stärken und dem Wissen, "dass alle

als Mannschaft funktionieren müssen",

starteten Andreas Hehl und

seine Teamkollegen also im August

im Oberhaus in die neue Punkterunde.

Und siehe da, es lief besser

als wohl vor Saisonbeginn der größte

Fan zu hoffen gewagt hätte. Getragen

von der Aufstiegseuphorie sammelten

die Jungs von Trainer Hubert

Schädler Punkt um Punkt und

kassierten erst am 6.

Spieltag beim 0:4 in

Seeg ihre erste Niederlage.

Da diese "absolut

unnötig" war, ärgert

sich der Seifriedsberger

Spielführer heute noch: "wenn einige Spieler

es zu locker nehmen, bekommt man schnell eine

auf den Deckel", weiß Andreas Hehl und mahnt,

dass "wir immer an unsere Grenzen gehen müssen".

Nach dem Traumstart, den sich selbst der

Coach "schwerer vorgestellt" hätte, wurde das

Team von Hubert Schädler allerdings von einer

Verletzungsmisere "richtig gebeutelt". In Seeg

musste die DJK ohne fünf, in Durach

sogar ohne sechs antreten, erzählt

der Coach. Mit dem sechsten Tabellenplatz

und einer Ausbeute von

16 Punkten aus zehn Spielen * ist

Schädler daher "rundum zufrieden".

Zudem wächst die Erleichterung,

da sich das Seifriedsberger Lazarett langsam lichtet

und das glücklicher Weise bevor es gegen die

starken Teams aus Sulzberg, Marktoberdorf und

Kempten geht. Da das Saisonziel des Aufsteigers

trotz der momentanen hervorragenden

Platzierung ganz klar der Klassenerhalt ist, geht

man die Partien gegen die Favoriten gut vorbereitet

aber auch gelassen an: "gegen die Vorderen

können wir nur gewinnen und hoffen auf gute

Ergebnisse", sagt Hubert Schädler.

8 A L L G Ä U E R S P O R T R E P O R T

Noch mehr Spaß in anspruchsvollerer Liga

Seine Spieler freuen sich zwar über den Blick

auf die Tabelle, wissen aber ebenfalls, dass sie

diese nicht überbewerten dürfen. Die Unterschiede

zwischen der Kreisklasse und der

Kreisliga haben Andreas Hehl und Julien Drescher

nämlich schon zu spüren bekommen:

körperlich geht es viel intensiver

zur Sache und das Spiel

insgesamt ist um einiges schneller

geworden, berichten die Kikker.

Da in der Kreisliga "eigene

Fehler eiskalt bestraft werden",

wie beide übereinstimmend erzählen,

entscheiden laut Julien

Drescher nun "oft Kleinigkeiten"

über Sieg oder Niederlage. "Früher

haben wir ein Spiel hin und

wieder spät gedreht", erinnert sich

der Mittelfeldmann. Auf dem

besseren Niveau ist das nur

schwer möglich. Genau

durch diesen

gestiegenen An-

spruch macht das

Trainer Hubert Schädler

Kicken Kapitän Andreas

Hehl aber

"noch viel mehr

Spaß". Ebenso wie die meisten Spieler der DJK

Seifriedsberg ist auch Hehl schon seit seiner

Jugendzeit "mit Herzblut dabei" und zählt einen

Großteil seiner Teamkollegen zum Freundeskreises.

Eben dieser seit Jahren gewachsene

Teamgeist ist in Augen von Julien Drescher

neben den kämpferischen Qualitäten die Stärke

des Aufsteigers. Für jeden Einzelnen gilt es

nun noch "spielerische Fähigkeiten

zu verbessern, damit wir die

Gegner nicht nur totkämpfen

sondern auch mit spielerischen

Mitteln dagegen halten können",

wissen die Kicker. Sie sind aber

optimistisch, dass ihnen das bald gelingen

wird. "Wir sind schließlich ein junges Team,

das vom Trainer gut eingestellt ist", begründet

Drecher. Mit dem richtigen Einsatz wollen die

Kicker der DJK Seifriedsberg nun so viele Punkte

wie möglich sammeln. Selbst gegen bessere

Gegner "werden wir uns nicht kampflos geschlagen

geben, sondern unsere Chancen nutzen

um zu punkten", verspricht der Kapitän.

Von Marion Bässler

Nach USA-Aufenthalt greift der 21-J

Maximilian Miorin und

Ein Stammplatz im Bayernliga-Team von Bernd

Kunze ist das Ziel, das Maximilian Miorin vor

Augen hat. Zu Saisonbeginn schien es noch so,

als sei der Neuzugang des 1. FC Sonthofen auf

dem besten Weg dorthin. "Anfangs hat es gut

geklappt", meint der 21-Jährige

selbst und die Statistik unterstreicht

diese Aussage. In 16

Partien seines Clubs kam er 14

Mal zum Einsatz, in den ersten

vier Spielen sogar über die kompletten 90 Minuten.

Die Gründe, warum es danach nicht mehr

so gut weiter lief, hat er schnell benannt: in der

ein oder anderen Szene habe ihm zwar "ein

bisschen das Glück gefehlt", hauptsächlich

macht er aber sein "kleines Leistungstief" für die

geringen Einsatzzeiten verantwortlich. Ebenso

wie man es über die gesamte Mannschaft sagen

könnte, befindet sich auch der gebürtige

Memminger nach dem Senkrechtstart in die Saison

in einem "kleinen Loch". Beim Team "ist es

ominös warum es zurzeit nicht klappt", er selbst

ist "noch nicht topfit". Nach den Verletzungen,

mit denen er in seiner noch jungen Karriere immer

wieder zu kämpfen hatte, sieht der junge

Innenverteidiger vor allem was seine Athletik

Geboren: 29.07.1990 10. 02. 1991 in in München Memmingen

Wohnort:

Wohnort: Waltenhofen

Blaichach, München

/ Hegge

Beruf: Student

Beruf: Student

Vereine: ASV Hegge, TSV Kottern,

Vereine: TSV Blaichach, FC Kempten, FC

FC Kempten, SSV Ulm

Memmingen, FC Sonthofen

Position: Innenverteidiger

Position:

Größter

Abwehr

sportlicher Erfolg: Bundesliga-

Größter Aufstieg sportlicher mit den A-Junioren Erfolg: Aufstieg des in die

Regionalliga SSV Ulm (09/10) mit dem FC Memmingen

Hobbys: Skifahren, Wakeboarden, Klettern Tennis

angeht, noch Defizite, an denen es zu arbeiten

gilt. Schließlich will er sein Hobby Nummer eins

auch weiterhin auf möglichst hohem Niveau

betreiben.

Von der Ulmer Zeit geprägt

Fußball ist für Maximilian Miorin schon von Kindesbeinen

an ein wichtiger Bestandteil seines

Lebens. Nachdem sein Vater schon für Kottern

und den FC Memmingen aktiv war, trat der 21-

Jährige in dessen Fußstapfen. Nachdem er zwei

Jahre für seinen Heimatverein, den ASV Hegge

kickte, wechselte er zum TSV Kottern, wo er bis

zur B-Jugend spielte. Über den FC Kempten führte

ihn sein Weg zum SSV Ulm. In den anderthalb

Juniorenjahren und dem einen Jahr im Herrenbereich

des württembergischen Traditionsclubs

gab es für den Allgäuer aber sowohl Höhen als

auch Tiefen. Die Saison, in der er in Reihen der

A-Junioren den Aufstieg in die Bundesliga schaffte,

bezeichnet er strahlend als "meine schönste


21-Jährige bei den Kreisstädtern an

nd der Kampf um den Stammplatz

Zeit". "Das Jahr und überhaupt die Zeit in Ulm

hat mich geprägt", erzählt Maximilian Miorin und

verweist dabei auf die hervorragenden

Trainer mit ihren

speziellen Trainingsformen

und besonderen taktischen

Vorgaben. Allen voran natürlich

Hermann Badstuber, der

Vater von FC Bayern-Kicker

Holger Badstuber, den Maximilian

Miorin auch noch ein

paar Monate als Coach erleben durfte. Eine chronische

Verletzung, die sich über Jahre hingezogen

hatte, zwang den Innenverteidiger dann

aber Knall auf Fall zu einer längeren Pause. Nach

dem Aufbautraining ist es zwar immer schwer,

wieder zu alter Form zu finden, aber im Herrenbereich

stand ihm das "Glück" dann auch ein

bisschen zur Seite. Auf Grund der finanziellen

Probleme und dem Insolvenzantrag musste der

SSV Ulm auf die jungen Spieler setzen und so

kam Maximilian Miorin immerhin noch zu drei

Regionalliga-Einsätzen. Anstatt sich aber auf

das Spiel mit dem runden Leder zu konzentrieren,

zog es ihn nach Amerika. "Ich wollte schon

Von Marion Bässler

immer in die USA und auf der Uni hatte ich die

ideale Möglichkeit, Studium und Sport zu verbinden",

so der 21-Jährige. Bei

seiner Rückkehr nach Deutschland

war ihm zwar bewusst,

dass "Regionalliga für mich zu

hoch wäre", höherklassig spielen

wollte der Kicker aber natürlich

trotzdem. Die Kontakte

zu seinem ehemaligen

Stützpunkttrainer Bernd Kunze

sowie zu seinen Kumpels Johannes Landerer und

Kevin Hailer führten ihn daher zum 1. FC Sonthofen.

Beim Oberallgäuer Bayernliga-Aufsteiger

möchte er wieder angreifen. Obwohl er um

Kopfball- und Willensstärke sowie sein gutes

taktisches Verständnis weiß, ist ihm auch

bewusst, "dass es schwer wird", sich im gut

besetzten Kader der Kreisstädter durchzusetzen.

Erst mal gilt es daher, sich im Training immer

wieder aufs Neue zu beweisen, dann "wird

es sicher wieder aufwärts gehen" und zwar

nicht nur was die Einsatzzeiten des jungen

Innenverteidigers, sondern auch was den Tabellenplatz

seines Teams angeht.

Neuzugang Maximilian Miorin (l.) will sich beim Bayernligisten 1.FC Sonthofen durchsetzen

P O R T R Ä T / N E W S

F U S S B A L L - N E W S

Fußballcamp mit der Fußballschule Gerster

und Glöckner im Illerstadion

Bereits zum dritten Mal findet vom 29. Oktober

bis einschließlich 3. November wieder das

Fußballcamp mit Frank Gerster und

Patrick Glöckner im Illerstadion in

Kempten statt. Der A-Lizenztrainer

Frank Gerster, der zurzeit bei Borussia

Dortmund als Scout seine

Brötchen verdient, wird mit seinem

Team in anspruchsvollen Trainingseinheiten den

Kindern und Jugendlichen der Altersgruppen von

der älteren F-Jugend bis zu den C -Junioren eine

tolle Ferienwoche bereiten.

Besonders die anspruchsvollen Übungen und

die nie langweilige Trainingsmethodik sorgten

bei den Teilnehmern für viel Spaß. Das Fußballcamp

kostet für diese Woche 159,-- Euro, worin

jedoch die Ausrüstung inklusive Ball, sowie

die Verpflegung inbegriffen sind. Anmeldungen

sind unter www.soccer-schule.de, aber auch

telefonisch unter 0151-2233181 möglich.

Mit viel Fingerspitzengefühl werden die jungen

Talente bei Ihren Übungen angeleitet.

Alexander Methfessel verstärkt die

1. Mannschaft des FC Oberstdorf

Mit der Verpflichtung des ehemaligen Regionalliga-Spielers

Alexander Methfessel wurde das

Team des FC Oberstdorf richtungsweisend verstärkt.

Bereits beim Auswärtspiel in Hegge (2:2)

und im Heimspiel gegen Obergünzburg (1:1)

lief der Neuzugang auf und zeigte den

Oberstdorfern an, wohin mit dem starken Neuzugang

der Weg gehen kann: nach oben!

Methfessel kann umfassende Erfahrungen als

Spieler und Trainer u.a. beim FC Sonthofen, VfB

Durach und dem FC Memmingen zurückblicken.

Aktuell steht der Inhaber der B-Lizenz in Diensten

des FC Memmingen, wo er im DFB-Nachwuchsleistungszentrum

als Stützpunkttrainer

arbeitet.

A L L G Ä U E R S P O R T R E P O R T 9


F U S S B A L L / J U G E N D

Gelungener Einstand als FCS-A-Junioren-Coach dank starkem Team

Karl-Heinz Schöllhorn: "exzellente Kicker mit Teamgeist“

Im Trainergeschäft ist Karl-Heinz Schöllhorn

schon lange, seit dieser Saison wandelt

er allerdings auf neuen sportlichen Wegen.

Nach 20 Jahren als Coach von

Herrenmannschaften hat er mit den

A-Junioren des 1. FC

Sonthofen erstmals

ein Nachwuchsteam

übernommen und

das sogar recht erfolgreich.

In acht Partien mussten sich

seine Spieler erst einmal geschlagen

geben und belegen in der Bezirksoberliga

mit einer Bilanz von vier Siegen,

vier Unentschieden und der einen

Niederlage mit 16 Punkten

den fünften Tabellenplatz.

Diese "ganz gute Serie"

hätte nicht einmal der

Trainer so erwartet.

Zu Saisonbeginn

hieß es für ihn

nämlich gleich,

einige Kicker, die

aus der B-Jugend

rausgekommen

sind, ins Team zu

integrieren. "Für

die Jungs ist das

eine große Umstellung,

an die

sie sich erst einmal

gewöhnen

müssen", erklärt

Karl-HeinzSchöllhorn. Viel Zeit hatte der

junge Jahrgang dafür nicht, denn auf Grund von

vier kurzfristigen Abgängen und zwei Langzeitverletzten

ist der Kader so klein, dass es auf

jeden Mann ankommt. "14 Spieler sind für eine

Bezirksoberliga-Mannschaft einfach zu wenig",

benennt der neue Sonthofer A-Junioren-Coach

sein "größtes Problem". A-Junioren aus der Region

ermutigt er daher, sich beim Verein zu

melden und ein Probetraining zu absolvieren.

"Laufkundschaft" gibt es in der BOL nicht

Eben weil Partien auf BOL-Niveau "an die Substanz

gehen, brauchen die Junioren öfter mal

eine Pause". Genau die kann der Trainer seinen

Jungs aber wegen der dünnen Spielerdecke

nicht zugestehen, daher ist es für ihn "überraschend,

dass wir so ordentlich dastehen." Der

Grund dafür liegt in den Stärken seines Teams,

das topfit ist und im Training immer hervorragend

arbeitet. Außerdem lobt der Coach, dass

die "exzellenten Fußballer", die er durchwegs

in seinen Reihen hat, sich durch mannschaftli-

10 A L L G Ä U E R S P O R T R E P O R T

zu erklären, dass die Sonthofer A-Junioren

gegen die bisherigen starken

Gegner so gut abgeschnitten haben.

Jetzt kommen zwar die "vermeintlich

leichteren Gegner",

aber auch hier können

"schwere Spiele" auf seine

Jungs zukommen, warnt Karl-

Heinz Schöllhorn und fügt

hinzu, dass es in der Bezirksoberliga

"keine Laufkundschaft"

gibt, die man mal nebenbei

besiegen könnte. Daher

mahnt er bei seinen Kickern

auch in den kommenden

Partien die

richtige Einstellung

Trainer Karl-Heinz Schöllhorn

an: "wir müssen immer mehr als hundert Prozent

geben", so der Coach.

Das vorgegebene Saisonziel, mit dem Abstieg

nichts zu tun zu haben, hat Karl-Heinz

Schöllhorn trotz des guten Laufs seines Teams

nicht nach oben korrigiert. "Die Verletzten tun

uns weh, daher ist jeder Punkt gut, den wir momentan

holen", erklärt er. Bis zum Winter möchte

er in erster Linie über 20 Punkte gesammelt

haben, um 2013 mit einem guten Polster aus

der Pause starten zu können. Natürlich möchte

jeder "vorne drin bleiben", mehr als der Tabellenplatz

zählen bei den A-Junioren des FCS allerdings

die Spieler, die im Sommer rauskommen,

bestmöglich auf den Seniorenbereich

vorzubereiten. Da der FC Sonthofen weiterhin

verstärkt auf die eigene Jugend setzen möchte,

ist der "Sinn" der Nachwuchsarbeit, "dass einige

unserer Spieler im Team von Andi Fink hängenbleiben"

und sich nach Möglichkeit für den

Kader von Bernd Kunze anbieten.

Spaß an der Arbeit mit guten Spielern

Für Karl-Heinz Schöllhorn persönlich war es "genau

die richtige Entscheidung", das Traineramt

bei den A-Junioren des 1. FC Sonthofen zu übernehmen.

Mit drei wöchentlichen Trainingseinheiten

und den Spielen, die das Team teilweise

zu weiten Auswärtsfahrten zwingen, ist

er zwar die ganze Woche auf dem Fußballplatz,

allerdings hat der Coach gewusst "worauf ich

mich einlasse". Ein halbes Jahr schaute er in der

vergangenen Saison nämlich schon seinem guten

Freund Sepp Sichler beim Sonthofer Jugendtraining

über die Schulter. Zu sehen, welch "gute

Arbeit" bei den Kreisstädtern gemacht wird und

welch "hervorragend ausgebildetes Spieler-

material" er zur Verfügung hat, gaben schließlich

den Ausschlag. "Eine Jugendmannschaft zu

trainieren war für mich schon immer ein Thema,

allerdings nur im höherklassigen Bereich", erzählt

Karl-Heinz Schöllhorn, der in Sonthofen

kein Unbekannter ist. Nach seiner ersten

Trainerstation in Oberstdorf führte er den damaligen

Sonthofener Kreisligisten im zweiten

Jahr als Trainer in die Bezirksliga und übernahm

später noch einige Jahre die zweite Mannschaft

bevor er nach Fischen wechselte. Die Verbindung

zum 1. FC Sonthofen ist allerdings über

die Jahre hinweg nie abgerissen.

Vom Trainingskonzept muss er "ganz klar Abstriche

machen" und sich umstellen. Zwar habe

er in Sonthofen "Halbstarke", wie er die älteren

lächelnd bezeichnet, aber genauso auch den

jungen Jahrgang. Daher muss man mit der Truppe

anders trainieren als mit einer Herrenmannschaft.

Alles in allem machen Karl-Heinz

Schöllhorn seine Aufgaben in Sonthofen allerdings

"großen Spaß", wie er glaubhaft versichert.

che Geschlossenheit auszeichnen. Nur so ist es Von Marion Bässler


Das Supertalent des FC Kempten

Der 13-Jährige überzeugt mit

Können und großem Willen

Die meisten seiner Schulfreunde sind fast einen Kopf größer als Philipp

Wujewitsch, doch wenn es auf den Fußballplatz geht, überragt

der nur 1,58 m große 13-Jährige seine Mitspieler deutlich. Dabei

gleicht er körperliche Handicaps auf dem Platz mit Schnelligkeit,

intelligenten Dribblings oder einer tollen Spielübersicht aus.

Nachdem Phillip bereits im zarten Alter von fünf Jahren beim TV

Kempten sehr erfolgreich Ski gefahren war, entdeckte er ein Jahr

später sein Ballgefühl und begann in der F-Jugend seines Heimatvereins

TV Waltenhofen zu kicken. Dort wurde sein Talent schnell entdeckt

und nach einem Stützpunkttraining in Krugzell wechselte er

2009 zum FC Kempten. Dort spielt der Schüler des Kemptener Karlvon-Linde-Gymnasiums

aktuell bei den C2-Junioren, kommt wegen

seiner außergewöhnlichen Fähigkeiten aber auch zu Einsätzen in der

C1-Bezirksoberliga-Mannschaft. Seine Berufung in die Regionalauswahl

Westbayern, zu einem Bayernlehrgang nach Mühldorf und das

Interesse großer Vereine wie dem FC Memmingen, FC Augsburg,

Greuther Fürth und 1860 München waren fast schon logisch. Mächtig

Eindruck hinterließ der Mittelfeldspieler bei einem Probetraining

bei dem "Sechzigern". Doch für das renommierte Fußballinternat

des Vereins ist der Fan von Bastian Schweinsteiger noch zu jung -

dort werden Fußballtalente erst ab dem 15. Lebensjahr aufgenommen.

So bleibt das Supertalent den Kemptenern noch mindestens

zwei Jahre erhalten, doch er will sich auf jeden Fall den Traum vom

Fußball-Profi verwirklichen und zu einem großen Verein wechseln.

Der Bayern-Fan kann sich bis dahin ganz seinen Hobbys (Schlagzeug

spielen, Klettern, Skifahren und Laufen), der Schule und seinen Freunden

widmen. Dass er langfristig seinen Weg auch im Profifußball

machen wird, davon sind sein Vater, seine Trainer und Freunde aber

überzeugt!

H A N D B A L L / P O R T R Ä T S

Der 27-jährige Ungar Sandor Virag stammt aus der drittgrößten ungarischen

Stadt Szeged und steht seit Mitte Juli 2012 im

Landesliga-Team des TV Immenstadt. In seiner Heimat

spielte der studierte Sportlehrer in der 2. Bundesliga,

war U 17- und U 21-Jugend-Nationalspieler und kam

durch private Kontakte ins Allgäu. Seitdem hat er sich

zum Stammspieler der Städtler entwickelt und auch

seine Deutschkenntnisse sind nach der kurzen Zeit bereits beachtlich.

Der asr traf den bescheidenen und sympathischen Ungarn zusammen

TVI-Kapitän Mathias Tillig zum Gespräch.

asr: Wie ist der Kontakt zum TV Immenstadt entstanden und wieso hast

du dich dafür entschieden, hier im Allgäu zu spielen?

Sandor Virag (SV): Mein serbischer Mannschaftskollege Zsolt Novak hatte

und hat aus der aktiven Zeit in seiner Heimat noch sehr viele Kontakte

zu Handballern. Diese Verbindungen hält er meist über Facebook aufrecht.

So kam auch der Kontakt zu Stefan Spießl, dem sportlichen Leiter

des TV Immenstadt zustande. Er lud mich nach einigen Gesprächen und

vielen Emails Mitte 2012 nach Immenstadt ein. Ich bin dann Mitte Juni

2012 zu einem einwöchigen Probetraining ins Allgäu gefahren. Die Spieler,

die Abteilungsleitung und alle Verantwortlichen haben mich dabei ganz

toll aufgenommen und mir auch viel vom Allgäu und den Bergen gezeigt.

Nachdem ich zu dem Zeitpunkt noch kein Deutsch konnte, war es sehr

schön, dass meine bei- den Landsmänner Toni Muhl (Kreisläufer)

und Janos Gal (Torwart) hier waren und ich mich mit

ihnen in meiner Mut- tersprache unterhalten

konnte. Nachdem der Verein für mich sogar

einen Ar- beitsplatz im Allgäu

organisieren konnte und mir das

Umfeld sehr gut gefallen hatte,

habe ich zu- gesagt. Seit dem

15. Juli wohne und arbeite

ich

fen und

Team.

Mathias Tillig

Sandor Virag

nun in Sontho-

spiele im TVI-

TV Immenstadt - Handball Landesliga Süd

Interview mit Neuzugang Sandor

Virag und Kapitän Mathias Tillig

asr: Wie wurdest du hier im Team und im Verein aufgenommen?

SV: Ich habe mich von Anfang an sehr wohl gefühlt und vor allem das

Team und die Vorstandschaft haben mich in allen Belangen nach Kräften

unterstützt. Das passt sehr gut…

Mathias Tillig: Dazu muss man auch sagen, dass unser Team zu Beginn der

Saison völlig neu zusammengestellt wurde und wir nicht genau wussten,

wie das alles zusammenpasst und wie wir uns verstehen würden. Doch

schon nach kurzer Zeit stand fest, dass wir alle sehr ehrgeizig sind, hier

alles sehr positiv läuft und der Teamgeist von Anfang an super gepasst

hat. Wir unternehmen auch privat einiges, feiern Grillfeste, waren sogar

bei einer Hochzeit und treffen uns einfach mal so zum Reden oder Feiern.

Ich denke, dass dies für die Teambildung und das Verständnis in der

Mannschaft sehr wichtig ist.

asr: Welche Ziele verfolgt ihr mit dem TV Immenstadt in dieser Saison und

langfristig?

SV: Wir möchten natürlich aufsteigen, auch wenn das schwer wird. Für

mich ist es zunächst sehr wichtig, hier heimisch zu werden und mich

langfristig im Team zu festigen. Ich will weiter Deutsch lernen, viel spielen

und dann werden sich die Dinge schon richten.

Matthias Tillig: Sandor hat bei uns wirklich super eingeschlagen. Er spielt

bei 60 Minuten Spielzeit meistens über eine Distanz von ca. 50 bis 51

Minuten. Zudem gehört er zu unseren drei Topscorern und hat sich toll in

das Team eingefügt. Zu dem immer wieder angesprochenen Aufstieg ist

zu sagen, dass dies keine Vorgabe des Vereins ist, sondern eher als

langfristiges Ziel gesehen wird.

A L L G Ä U E R S P O R T R E P O R T 11


E I S H O C K E Y / B A Y E R N L I G A

Bayernliga Aktuell: ERC Sonthofen

Die Tabellenspitze in Angriff genommen

Diese Reaktion war eindeutig und heftig! Nach

der fast desaströsen Abwehrleistung bei der

7:8-Heimniederlage gegen den Aufsteiger aus

Moosburg zeigten die

"Bulls" ihre wahre Stärke

und nahmen die Gegner auf

die Hörner. Zunächst wurde

der Tabellenzwölfte vom EC Pfaffenhofen mit

12:0 aus dem Sonthofer Eisstadion geschossen.

Danach musste die von Trainer Harald

Waibel stark eingeschätzte Truppe des ESC

Dorfen dran glauben. Die Mannen um Kapitän

Björn Friedl zerlegten die Oberbayern in deren

Stadion klar mit 7:4 Toren. Dabei zeichnete sich

12 A L L G Ä U E R S P O R T R E P O R T

vor allem Neuzugang Andi Kleinheinz aus, der

mit drei Toren zum Sieg der Allgäuer beigetragen

hatte und zudem zum Spieler des Tages

gewählt wurde. Mit diesem Sieg marschiert der

ERC mit Vollgas weiter Richtung Tabellenspitze

und ist mittlerweile bereits auf Platz 4 angelangt.

Nun stehen zwei machbare Aufgaben

gegen Germering und zuhause gegen den EV

Lindau auf dem Programm, die den Weg weiter

nach oben ebnen sollen. Eine weitere gute

Nachricht erreichte den ERC und Ron Newhook

vor zwei Wochen: der gebürtige Kanadier hat

endlich seinen deutschen Pass erhalten, auf den

er so lange gewartet hatte.

Nachdem der gebürtige Immenstädter Michael

Waginger fast 14 Jahre als Profi beim ESV

Kaufbeuren, dem EV Duisburg und in der DEL

beim ERC Ingolstadt spielte, kehrte er nun zu

seinem Stammverein, dem ERC Sonthofen zurück.

Der Wechsel des elffachen Nationalspielers

in die Heimat ließ nicht nur in der Bayernliga

aufhorchen, sondern löste auch ein immenses

Medienecho aus. Natürlich freuten sich

seine neuen Mannschaftskollegen und die Fans

auf das Wiedersehen. Leider wurde Wagingers

Premiere in der Bayernliga durch eine böse

Verletzung im letzten Vorbereitungsspiel gegen

den ECDC Memmingen am 30. September

verhindert. Bis zu sechs Wochen wird der

ehrgeizige Stürmer noch ausfallen, er hofft

jedoch, eventuell bereits am ersten

Novemberwochenende wieder sein Team unterstützen

zu können. Der asr traf Waginger in

Sonthofen zum Gespräch.

Beim ERC Sonthofen ist

Intervie

asr: Welche Gründe haben dich dazu bewegt,

zum ERC Sonthofen zurück zu kehren?

Michael Waginger (MW): Ich wollte eigentlich

immer dort aufhören, wo ich begonnen hatte,

auf dem Eis zu stehen. Zudem

habe ich dem ERC viel

zu verdanken. Hier habe ich

das Eishockeyspielen gelernt

und wurde zu dem, was ich bin. Ich will

dem Verein einfach etwas zurückgeben, denn

er hat mir auch viel gegeben. Ich hatte zwar

noch Angebote von DEL-Vereinen und aus anderen

Ligen, aber die Entscheidung ist mir dann

doch ziemlich leicht gefallen. Mein Vater kann

nicht mehr so und da war es naheliegend,

dass ich wieder in unsere Bäckerei zurückkehre

und sie auch langfristig übernehmen

werde. Ich habe mich für diesen Schritt entschieden,

weil dies meine Zukunft ist und

Ganz zünftig und locker präsenti

Hartmann in Sonthofen den Fans


weil ich nach einer Karriere als Eishockey-Profi

in ein paar Jahren nicht ohne Perspektive dastehen

will.

asr: Wie wurdest du vom Verein, den Fans und

der Mannschaft aufgenommen?

MW: Das war alles wirklich sehr erfreulich und

toll. Ich kannte ja viele der Spieler aus meiner

Zeit in Kaufbeuren und hatte zu einigen auch

immer Kontakt. Es macht riesigen Spaß hier zu

spielen, es ist da ein ganz tolle Mannschaft zusammen

gewachsen und ich habe selten ein

Team erlebt, in dem so ein exzellenter Zusammenhalt

herrscht. Ich fühle mich hier rundum

wohl.

asr: Kannst du nach den Vorbereitungsspielen

gegen Lindau, Füssen und Memmingen bereits

lokalisieren, wo die größten Unterschiede zwischen

der DEL und der Bayernliga liegen?

teilt, die er auch während des Spiels nicht zu

verlassen hat. Man hat dort im Gegensatz zur

Bayernliga wenig Freiheit. In unserer Liga hat

man dagegen viel mehr Freiheiten. Man spielt

zwar mit System, aber im System kann man dann

auch öfter mal die Position wechseln. Natürlich

ist auch der körperliche Aspekt ein wesentlicher

Unterschied in den beiden Ligen - die DEL

ist einfach viel härter.

asr: Siehst du dich als Führungsspieler des ERC

und wie groß ist der Druck auf dich, hier große

Leistungen abliefern zu müssen?

MW: Der gesamte Empfang und das ganze Drumherum

in Sonthofen waren einmalig, auch wenn

mich das etwas unter Druck setzt. Es werden

große Erwartungen in mich gesetzt. Allerdings

muss ich auch sagen, dass ich spätestens in der

DEL gelernt habe, mit Druck umzugehen. Ich will

viel von meinen Erfahrungen an andere Spieler

ist eine ganz tolle Truppe zusammen gewachsen

view mit Michael Waginger

MW: Der wohl größte Unterschied

liegt im Tempo. Also,

wenn du in der DEL einen Puck

bekommst, dann denkst du,

in einer Sekunde kommt einer

angefahren, in der

Bayernliga hast du da mehr

Zeit, im besten Falle hast du

da auch mal fünf Sekunden.

Zudem ist der Druck in der

DEL viel größer und auch ständig

präsent. Ein weiterer

Unterschied ist die

taktische Disziplin.

In der DEL bekommt

jeder

Spieler eine

Rolle bzw. eine

Position zuge-

weiterreichen. Zudem werde ich für unseren

Erfolg alles geben und versuchen, die in mich

gesetzten Erwartungen zu erfüllen. Ich hoffe,

dass mich meine Verletzung nicht zu lange davon

abhält, im Team zu stehen. Ich denke, dass

ich Anfang November wieder einsatzbereit bin.

asr: Was erwartest du konkret von der Saison?

MW: Von der Qualität her hat die Mannschaft

auf jeden Fall das Potential, unter den ersten

drei der Liga zu landen - eigentlich sogar ganz

oben. Abgerechnet wird jedoch am Ende und

die Playoffs haben immer ihre eigenen Gesetze.

Ich bin aber davon überzeugt, dass wir auf jeden

Fall ganz vorne mitspielen und damit auch

um den Aufstieg kämpfen werden. Zudem bin

ich der Meinung, dass unsere Mannschaft sich

auch in der Oberliga halten könnte - vielleicht

nicht ganz oben, aber zumindest im Mittelfeld.

präsentierte sich das Team des ERC Sonthofen 2012/13 Mitte September im Autohaus

n Fans und der Presse

E I S H O C K E Y / I N T E R V I E W

asr: Du kannst momentan verletzungsbedingt in

den Ligaspielen noch nicht eingesetzt werden.

Wie stark leidest du mit dem Team?

MW: Das ist fruchtbar für mich! Mir geht es dabei

schlechter, als wenn ich spielen würde. Vor

allem bei Niederlagen, wie die unnötige Schlappe

gegen Höchstadt hier in Sonthofen ist es

sehr schlimm für mich. Ich fiebere mit und würde

am Liebsten auf das Eis stürmen.

Geboren: 5. Juli 1979

Geburtsort: Immenstadt

Größe: 1,83m

Gewicht: 84 kg

Erlernter Beruf: Bäcker

Familie: verheiratet, ein Sohn (3)

Hobbies: Tennis im Sommer, Mountainbike

Vereine: ERC Sonthofen (1997-1998), ESV

Kaufbeuren (1998-2004), Füchse Duisburg

(2004-2006), ERC Ingolstadt (DEL, 2006-

2012)

Nationalmannschaft: 11 Spiele seit 2006

bei Bundestrainer Uwe Krupp

A L L G Ä U E R S P O R T R E P O R T 13


Italienischer Junioren-Nationaltrainer coacht ECO-

Shorttracker in Oberstdorf

Die Shorttracker des EC Oberstdorf durften sich glücklich schätzen,

ein ganzes Wochenende mit dem italienischen Junioren-Nationaltrainer

Silvano Bertoldi auf dem Eis zu stehen. Insgesamt wurde 5x2

Stunden intensiv trainiert. Der Kontakt zu Bertoldi kam bereits 2011

beim FCO-Sommer-Trainingscamp im italienischen Fondo zustande.

Dank der guten Kontakte von ECO-Fitness-Coach Stefan Tenzer

zu dem italienischen Trainer-Fuchs erklärte sich der bereit, einige

Tage in Oberstdorf auf dem Eis zu verbringen. In enger Abstimmung

mit den beiden erfolgreichen Heimtrainern "Jockel" Knöckel und

Philipp Kohler wurde umfassend an der Technik gearbeitet. Dabei

profitierten die Teilnehmer vor allem von dem großen Wissen und

der Erfahrung des Südtirolers. Bereits vor diesem Trainings-Camp

hatten sich die Shorttracker mit täglichen Laufeinheiten,

koordinativer Athletik und Inliner-Fahren in den Sommermonaten

auf die kommende Saison vorbereitet. So zeigte sich Bertoldi sowohl

von den Trainingsbedingungen in Oberstdorf als auch vom

Leistungsstand der Athleten begeistert.

Die Oberstdorfer Shorttracker und ihr italienischer Gasttrainer: Vinzenz

Linka, Valentin Schwendinger, Robin Tenzer, Marcel Klatt, Ellen

Linka (unten von links) sowie Dieter Linka, der italienische Junioren

Nationaltrainer Silvano Bertoldi, Stefan Tenzer, Anna Beiser, Sophia

Echtler, Trainer Joachim Knöckel, Luca Löffler, Jil Linka und Präsident

Harald Löffler (stehend von links)

Martin Beiser zum Curling-Bundestrainer berufen

Große Freude in Oberstdorf: Neuer Bundestrainer

des Deutschen Curling-Verbandes ist

der 41-jährige Martin Beiser (Bild) vom EC

Oberstdorf! Beiser war seit 2007 Nachwuchs-

Bundestrainer im Deutschen Curling-Verband

und hatte die letzten beiden Jahre das Amt

des Bundestrainers bereits kommissarisch

übernommen. Seine Freizeit ist seit über

zwei Jahrzehnten in weiten Teilen vom Curling

geprägt. Kurz nach der Curling-WM in

Oberstdorf (1988) begann der heute 41-Jährige

regelmäßig selbst auf dem Eis zu stehen

und 1991 und 1992 war er Teilnehmer

bei der Junioren-WM. 1992 und 1993 gehörte

er zum Team des deutschen Curling-Verbandes bei der Herren-

WM. 2011 absolvierte der engagierte Curler eine umfassende Ausbildung

an der Trainerakademie in Köln. Mit dem zweifachen Familienvater

darf sich die südlichste Gemeinde Deutschlands stolz schätzen,

einen Einwohner Bundestrainer nennen zu dürfen.

14 A L L G Ä U E R S P O R T R E P O R T

Allgäuer Gleitschirm-Streckenflieger triumphieren

Der Wettergott hatte kein Einsehen mit den Gleitschirm-Streckenfliegern.

Bei den Deutschen Meisterschaften (German Open) vom

23.-29. September 2012 im Passeiertal bei Meran in Südtirol konnte

nur an zwei Tagen geflogen werden. Das international besetzte

Teilnehmerfeld musste dabei an beiden Tagen jeweils eine Strecke

von ca. 60 Kilometern fliegen. Dabei konnten die Allgäuer Starter

auftrumpfen! Bei den Damen sicherte sich Yvonne Dathe aus Halblech

den Titel bereits zum dritten Mal in Folge, die Plätze zwei und

drei belegten Brigitte Kurbel (Heidenheim) und Ewa Korneluk-Guzy

(Weilheim). In der Herrenwertung teilten sich der Kemptener Manuel

Nübel und Joachim Torn aus der Pfalz den ersten Platz.

Die siegreichen Herren (v.l.): Joachim Torn (1.), Manuel Nübel (1.)

und Andreas Malecki (3.)

27. Mobel Löffler Mini-Schanzen-Tournee

Oberstdorfer Athleten dominieren die Tournee

42 Starter aus dem Kleinwalsertal, Buchenberg, Isny, Niederwangen,

Partenkirchen und dem gastgebenden Oberstdorf gingen beim dritten

und letzten Sommerwettbewerb der 27. Möbel Löffler Mini-

Schanzen-Tournee in der südlichsten Gemeinde Deutschlands an

den Start. Die Jungen Sprung- und Lauftalente von 6-13 Jahren

stellten sich am 3. Oktober den Herausforderungen. Ungewöhnlich

dabei war, dass der Kombi-Lauf mit einem Massenstart am Nachmittag

vor dem Springen stattfand. Bei Flutlicht gingen die Teilnehmer

dann am frühen Abend auf den K19- und K 30-Mattenschanzen auf

Weitenjagd. Dabei konnte sich vor allem der SC Oberstdorf über

einen wahren Medaillenregen freuen: mit insgesamt sechs Siegen

und 18 Podestplätzen nutzten die Bambinis eindrucksvoll ihren Heimvorteil.

Nun geht es für viele der Teilnehmer zu den Wettkämpfen um

den bayerischen und deutschen Schülercup.

Großes Getümmel beim Massenstart der Kombinations-Kids


Reges Interesse am "Sportabzeichen"

Auf reges Interesse stieß dieses Jahr wieder die Abnahme der

"Sportabzeichen". Über 100 Sportlerinnen und Sportler absolvierten

in Sonthofen diesen "breitensportlich orientierten Fitnesstest"

mit dem Erlangen des "Bayerischen Leistungs-Sport-Abzeichens"

sowie des "Deutschen Sportabzeichens".

Die verschiedenen Disziplinen in den Bereichen "Schwimmen,

Sprungkraft, Schnelligkeit, Schnellkraft und Ausdauer" wurden in

der Sonthofer "Werbe-Blank-Arena" und auf diversen Radstrecken

"abgenommen", die Schwimmeinheiten im Freibad in Immenstadt.

Prominentester Teilnehmer war dieses Jahr Timur Tokat (Bayerischer

Meister und Deutscher Vizemeister im "Jahn-Neunkampf"), der quasi

begleitend zu seinen Trainingseinheiten das "Deutsche Sportabzeichen"

und das "Bayerische Leistungs-Sport-Abzeichen" absolvierte.

Verantwortlich für die Abnahme der Sportabzeichen zeichnen

Übungsleiter vom TSV und vom Skiclub Sonthofen, die immer

Dienstags ehrenamtlich an den Sportstätten für eine korrekte Abnahme

und die erforderlichen

Trainingseinheiten

zur Verfügung stehen.

Auch nächstes Jahr soll

die Abnahme des

"Sportabzeichens" (ab

2012 gibt es nur noch

das "Deutsche Sportabzeichen)

durch die bewährte

Mannschaft wieder

gewährleistet werden.

Interessenten wenden

sich zeitgerecht an

die Vereine.

Auf dem Bild: Max Osterhammer, Ludwig Gersch, Karl Wendl, Sigi

Höbel. Nicht auf dem Bild: Helga Taube, Christa Senkbeil und Helmut

Schwank (v.l.)

Immenstädter Trampolin-Springer überzeugen bei

der Jugend-DM in Stuttgart

Gleich fünf Finalplätze konnten sich die Trampolin-Turner des TV

Immenstadt bei den Deutschen Jugendmeisterschaften in Stuttgart

sichern. Zudem gab es je einmal Gold und Silber. Die guten Ergebnisse

der Starter aus Immenstadt sind sehr hoch einzuordnen, zumal

ihre Gegner die Turner aus den Leistungszentren in Cottbus,

München, Frankfurt und Salzgitter waren. Dem Allgäuer Matthias

Pfleiderer war das Glück nicht hold und so verfehlte er im Einzelfinale

knapp den Sieg. Mit seinem Synchronpartner Fabian Vogel

(Cottbus), der zudem Deutscher Einzel-Meister 2012 wurde, gewann

er jedoch souverän

den Titel im

Synchronspringen.

Die Städtler Pia

Deubele und Elia

Sinz belegten in der

Jugend A jeweils

den sechsten Platz.

In der Jugend B

sprang Lana

Bambach bei ihrer

ersten Deutschen

Meisterschaft auf einenhervorragenden

16. Platz.

Sie holten sich den Titel im Synchronspringen: Matthias Pfleiderer

und Fabian Vogel (v.l.)

Laura Weegen segelt auf Platz 2 beim Frankonia Cup

Endlich mal wieder eine Regatta mit Wind in Bayern!!! 46 Nachwuchs-

Segler, hauptsächlich aus Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-

Westfalen freuten sich auf gute Segelbedingungen am Brombachsee/

Mittelfranken und segelten Ende September vier Wettfahrten mit einem

Streicher bei 2 bis 5 Windstärken aus. Aufgrund treibender Tonnen kam

es mehrmals zu Wettfahrt-Abbrüchen, sodass die Segler stundenlang

auf dem Wasser waren. Viele Segler mussten zudem wegen Kenterungen

auch ins kühle Nass. Laura

Weegen vom SCAI (Segelclub

Alpsee-Immenstadt)

verpasste mit den Plätzen

2,2 und 5 den Sieg nur ganz

knapp und landete schließlich

mit nur einem Punkt

Abstand auf Platz 2. Den

ersten Platz beim Frankonia

Cup sicherte sich Ben

Ammann vom Yachtclub

Seeshaupt, Platz 3 belegte

Theresa Löffler vom

Tegernseer Yachtclub.

Auf dem Bild oben: Laura Weegen (Segelclub Alpsee-Immenstadt) Ben

Ammann, YCSS, Theresa Löffler YCT, (v.l.)

Laura Weegen

SCAI-Seglerinnen auf dem Chiemsee überzeugen

Die beiden Seglerinnen Sonja Vorderwülbecke und Annabel Weegen

vom SCAI (Segelclub Alpsee-Immenstadt) haben die Deutsche Jugendmeisterschaft

der 29er-Skiffs Anfang Oktober am Chiemsee mit Erfolg

abgeschlossen. An vier Tagen konnten elf Wettfahrten in die Wertung

eingehen. Nach einem 4. Platz bei den Österreichischen Meisterschaften

am Achensee im August und ihrem Sieg bei der Oktoberfestpreis-Regatta

am Starnberger See Ende September starteten die erst seit Juli

zusammen segelnden Rettenbergerinnen hochmotiviert in diese Meisterschaft.

In der Gesamtwertung landeten die beiden Segel-Girls nach

der Endabrechnung im Feld der 42 gestarteten Boote auf einem hervorragenden

13. Platz. Damit waren sie das drittbeste bayerische Team. In

der Damenwertung belegten die beiden Schülerinnen aus Rettenberg

sogar Platz 2 hinter einem Team aus Kiel.

A L L G Ä U E R S P O R T R E P O R T 15


S P O R T M I X / N E W S

American Football - ALLGÄU COMETS: Jetzt erst recht!

Die Kemptener Footballer wollen nach dem verpassten Aufstieg im nächsten Jahr einen neuen Angriff auf die 1. Liga starten

Die Saison der Allgäu Comets und ihres Trainers

Brian Caler (Bild) darf mit Fug und Recht als sensationell

bezeichnet werden! Als Aufsteiger hatten

die Allgäuer und ihre vier amerikanischen

Spieler souverän die Meisterschaft in der

German Football League II/Süd (GFL) gewonnen.

Umso größer war bei den Spielern die

Enttäuschung nach den beiden verlorenen

Aufstiegsspielen gegen die seit langen

Jahren in der 1. Liga spielenden

Munich Cowboys (35:59, 24:33).

Doch Spieler und Trainer sind sich

sicher, dass sie schon bald mit

den Münchnern und anderen

Teams aus der GFL I mithalten können.

Daher kann das Ziel in der nächsten

Spielzeit 2013 nur sein, wieder

den Aufstieg anzusteuern.

"Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft

und muss sagen, dass wir uns in der

16 A L L G Ä U E R S P O R T R E P O R T

Saison zunehmend gesteigert

und Konstanz dazu gewonnen

haben. Zudem ist das

Umfeld in Kempten perfekt

und ich werde auf jeden Fall

weiter machen - für mich ist

das der optimale Verein in

einer tollen Stadt,"

resümmiert Caler, Erfolgsgarant

der

Kemptener Erfolge. Jeweils

über 2000 Besucher

hatten das

Illerstadion in der Allgäu-Metropoleregelmäßig

in einen Hexenkesselverwandelt

und auch das

Führungsteam um die

Hössl-Brüder ließ den

gelernten Football-Manager und -Trainer

in Ruhe an seiner Vision arbeiten.

Obwohl sich die Spieler erst an doppelt

so viele Pflichtspiele wie 2011 gewöhnen

und zudem den fruchtbaren Unfalltod

eines Mannschaftskameraden verkraften

mussten, zeigte das Team neben einer enormen

sportlichen Leistung auch emotional und mental

Stärke.

In Kempten sitzen nun Vorstand, Geschäftsführung

und Management an einem Tisch und arbeiten

am Team 2013. So wird vor allem die

Entscheidung fallen, ob die vier starken Amerikaner

Orlando Webb, Shane Jackson, Justin

Woodlief und Travis Schmidt auch im nächsten

Jahr dem Team zur Verfügung stehen werden.

Zudem denkt Caler über weitere Verstärkungen

nach. "Wir bleiben auf jeden Fall am Ball und

werden unseren Weg kontinuierlich fortsetzen,"

meint Caler.

V E R A N S T A L T U N G

SpotSpiTo bringt Kinder in Bewegung

Am 4. November 2012 wird sich die Allgäu-

Sporthalle in Sonthofen wieder in einen riesigen

Abenteuerspielplatz für Kids im Alter von 4

bis 10 Jahren verwandeln.

Unter der Schirmherrschaft

von Sonthofens

1. Bürgermeister

Hubert Buhl veranstaltet der TSV Sonthofen auch

in diesem Jahr wieder unter dem Motto "Tollen,

Toben, spielen…" seinen beliebten Aktionstag.

In einer tollen Bewegungs- und Spielelandschaft

werden den Kids Bewegungsübungen wie Klettern,

Springen, Werfen, Schaukeln, Schwingen,

Rollen, Balancieren und viele andere spannende

Dinge angeboten. Die Kinder sollen unter

Anleitung ihrem Bewegungsdrang freien Lauf

lassen.

Zwei Termine werden am Sonntag, den

4.11.2012 angeboten: 11.00 - 13.00 Uhr und

14.00 - 16.00 Uhr - Einlass ist jeweils 15 Minuten

vor Beginn. Weitere Informationen auf

facebook unter dem Stichwort: SpoSpiTo -

bringt Kinder in Bewegung!


Der 70-jährige Armin Flaig leitet seit 2009 als

Präsident die Geschicke des Bundesliga-

Teams der Turngemeinschaft Allgäu. In diesem

Jahr kann er mit einer der erfolgreichsten

bayerischen Turngemeinschaften das 25. Bestehen

feiern. Doch Flaig und den Aktiven ist

nicht nur zum Feiern zumute, vielmehr plagen

den Verein Nachwuchssorgen, die Zahl der

Aktiven schrumpft und es gibt zu wenig

gut ausgestattete Hallen, in denen unter

professionellen Bedingungen trainiert

werden könnte. Trotzdem halten

die Aktiven in der 3. Liga gut mit

und wollen unbedingt um die Aufstiegsplätze

mitturnen. Zum Jubiläum

fragte der asr bei TGA-Präsident Armin

Flaig nach.

asr: Die Turngemeinschaft Allgäu e.V. (TG

Allgäu) feiert in diesem Jahr ihr 25jähriges

Bestehen. Wie kam es

1987 zur Gründung?

Armin Flaig (AF): Ich war

damals noch nicht bei der

TG Allgäu. Die Gründung

des Vereins war wohl

eine Reaktion darauf,

dass es hier in der Region

keinen richtigen Ver-

25 Jahre Turngemeinschaft Allgäu e.V.

Interview mit Präsident Armin Flaig

ein gab, der speziell dem Turnen auf höchstem

Niveau genügend Aufmerksamkeit beigemessen

hätte. Gegründet wurde die TG 1987 von den

Aktiven Helmut Roike und Gerhard Schreck sowie

den Trainern Friedhold Schuster und Karl-

Heinz Krause.

asr: Wie werden sie das 25. Jubiläum feiern?

AF: Es wird keinen Festakt ober etwas Ähnliches

geben. Allerdings werden wir nach dem Heimwettkampf

am 10. November in der

Wiggensbacher Panoramarena gegen den MTV

Ludwigsburg die oben genannten Gründungsmitglieder

ehren. Die Ehrung wird von der Vorsitzenden

des Turngaus Allgäu, Frau Sybille Augustin,

vorgenommen.

asr: Wie kamen sie zum Turnen und wie wurden

sie Präsident der TG?

AF: Ich hatte bis vor einigen Jahren keinen Bezug

zum Turnen, allerdings war mein ältester

Sohn Thomas ein guter und begeisterter Turner.

Da war es fast logisch, dass ich mich für diesen

tollen Sport zu interessieren begann. Mein Ein-

stieg bei der TGA war dann jedoch eher ungewollt.

Ich wollte der Mannschaft bei einem Heimwettkampf

am 29.11.2008 in Sonthofen mit

einer Sonderaktion moralisch und finanziell

helfen. Daraus entstand die Idee, das Energiefahrrad

vom AÜW auszuleihen und es gegen eine

kleine Benutzungsgebühr für einen Energietest

zur Verfügung zu stellen. Die Aktion

war ein voller Misserfolg. Statt

Erwachsener und Spenden kamen

fast nur Kinder, die ich mit

Süßigkeiten belohnte, zudem

verlor die TGA den Wettkampf

auch noch. Die Aktiven der TGA

interessierten sich überhaupt

nicht für meine Aktion, mit

Ausnahme von Benedikt Tröster

(damals Finanzvorstand). Am

Ende hatte ich einen Haufen

Arbeit gehabt, Zeit

für nichts investiert

und Geld für

Süßigkeiten

ausgegeben.

Lediglich

TGA-Gründer

Helmut Roike

sagte mir so

im Vorbeigehen: Armin, wir sprechen uns noch.

Das klang eher wie eine Drohung.

Eine paar Wochen später rief er mich an und

fragte mich, ob ich nicht Präsident der TGA werden

wolle und so wurde ich bei der nächsten

Vorstandssitzung 2009 zum neuen 1. Vorsitzenden

gewählt. Das war auch deshalb möglich

geworden, weil mein Vorgänger Andreas Pixner

nach München umgezogen ist und die Leitung

des Vereins von dort aus nicht möglich war.

asr: Wie stellt sich nach dem Abstieg aus der 2.

Liga in die 3. Bundesliga die aktuelle Situation

der TGA dar?

AF: Nachdem wir im letzten Jahr aus der 2. Turn-

Bundesliga abgestiegen sind, wollen wir in der

3. Liga versuchen auf jeden Fall um den Aufstieg

mit zu kämpfen. Dafür müssten wir den ersten

oder zweiten Platz belegen, um in die Relegation

zu kommen. Nachdem wir seit zehn Jahren

keinen Trainer mehr haben, ist diese Leistung

ganz in Ordnung. Mit unserem Etat können wir

uns einen Trainer einfach nicht leisten, so haben

die Mannen um unseren Kapitän Uli Benker, Flo-

S P O R T M I X / I N T E R V I E W

rian Schreiber und Florian Stockinger das selbst

in die Hand genommen und organisieren neben

dem Spielbetrieb auch alle Trainingseinheiten.

Da wir hier im Allgäu große Probleme mit dem

Nachwuchs haben und auch entsprechende

Trainingshallen fehlen, wird es für uns heuer

schwer werden, ganz oben mit zu turnen. Wir

greifen wieder auf unsere bewährten Kräfte aus

dem Allgäu und vom TSV

Markt Wald zurück, zudem

können wir bei jedem

Wettkampf auf jeweils

einen Ausländer

zurückgreifen, wie zuletzt

auf die guten Turner

Adam Mihok (24, Ungarn),

Kevin Rossi (22)

und Eddy Yusof (18, bei aus der Schweiz).Wir

waren immer bemüht, zu keiner Fahrstuhlmannschaft

zu werden, aber das ist schwierig,

zumal die Etats, Trainingsbedingungen und der

Nachwuchs in der 2. Liga auf ganz anderen Niveaus

stattfinden.

Präsident Armin Flaig: „Wir arbeiten seit 10 Jahren

ohne Trainer“

asr: Wie sieht es grundsätzlich mit dem

Turnnachwuchs im Allgäu und damit für die TGA

aus?

AF: Das ist ein sehr gutes Thema. Ich denke, wir

haben hier schon eine kleine Turn-Diaspora.

Daher haben sich einige unserer aktiven Turner

aus der Bundesligamannschaft zusammen geschlossen

und unser "Junior-Turn-Team" gegründet.

In diesem Team bilden Uli Benker, Flo Schreiber,

Steve Haydn, Michael Läufle und Andi Ledermüller

ein Trainergespann. Damit sollen junge

Turner in wöchentlich vier Einheiten gezielt leistungsorientiert

ausgebildet werden. Das erste

Pilotprojekt ist gestartet und in den Hallen des

TV Jahn Kempten 1856, in Wiggensbach, Marktoberdorf

und Augsburg wird bereits mit großen

Eifer trainiert. Ich denke, dass Turnen auf

jeden Fall einen größeren Stellenwert im Denken

der Eltern und Kinder einnehmen sollte.

Das Turnen fördert die geistigen Fähigkeiten, die

körperliche Koordination, die Fitness und die

Gelenkigkeit. Daneben wird die Persönlichkeit

gefördert und natürlich das soziale Denken. Turnen

ist zwar ein Sport, bei dem jeder für sich

selbst kämpft, aber immer das Team/die Mannschaft

im Mittelpunkt steht. Und: Turner sind ein

ganz eigenes Völkchen und das macht es auch

zu etwas ganz Besonderem!

A L L G Ä U E R S P O R T R E P O R T 17


S P O R T M I X / N E W S

Stadt Sonthofen ehrt erfolgreiche Sportler

Großer Bahnhof für zwei olympische Medaillengewinner in Sonthofen

Der 16. Oktober sollte ein ganz besonderer Tag

für die Stadt Sonthofen und ihren Fachbereichsleiter

des Sport- und Kulturamtes, Helmut Maier

werden. Um 15.00 Uhr hatte Maier zum

großen Empfang für

die Olympia-Medaillengewinner

in den

großen Sitzungssaal der Stadt geladen. Im Mittelpunkt

standen dabei die beiden Londoner

Medaillengewinner und Mitglieder der

Sonthofer Sportfördergruppe der Bundeswehr,

Helena Fromm (Bronze Taekwondo) und Hannes

Aigner (Bronze Slalom Kajak). In festlichem

Rahmen gratulierte Bürgermeister Hubert Buhl

den erfolgreichen Olympioniken zu ihren Erfolgen

und überreichte ihnen Präsente der Stadt.

Natürlich hatten die Athleten auch ihre Trainer

und Betreuer mitgebracht und so durfte Buhl

den Chef-Bundestrainer Kanu/Slalom, Michael

Trummer, ebenso begrüßen wie seinen Assistenten

Felix Michel. Nicht fehlen durfte natürlich

Aigners Heimtrainer Sören Kaufmann. Taekwondo-Ass

Fromm war in Begleitung des Taekwondo-Bundestrainers

Georg Streif und des Bundestrainers

Taekwondo-Damen, Carlos Esteves,

ganz leger im Trainingsanzug zu der Ehrung gekommen.

Hintere Reihe von links: Sven Hindelang, Georg Streif, Hubert Buhl, Georg Kronawitter, Walter Hasemann, Felix Michel. Mittlere

Reihe von links: Natalie Franchella, Carlos Esteves, Hannes Aigner, Sören Kaufmann, Michael Trummer, Helmut Pusch. Vordere

Reihe von links: Christiane Krause-Todd, Willi Rieke (im Rollstuhl), Sepp Behr, Pamela Behr-Knauth, Konstanze Köpf-Röhrs,

Helena Fromm, Christian Knauth

18 A L L G Ä U E R S P O R T R E P O R T

Sepp Behr, Pamela Behr-Knauth und Dr. Konstanze Köpf-Röhrs

trugen sich in das Goldene Buch der Stadt ein (von l.)

Georg Kronawitter, Leiter der Bundeswehr-Sportfördergruppe

Sonthofen, überreichte Bgm Buhl ein wertvolles Präsent

Eine ganz besondere Überraschung hatte sich

Helmut Maier für alle Geladenen und Gäste ausgedacht.

So hatte der Sonthofer Fachbereichsleiter

im Rathaus unter Einhaltung größter Geheimhaltung

auch ehemalige Olympiateilnehmer

eingeladen. Neben den Ski-Olympioniken Dr.

Konstanze Köpf-Röhrs, Pamela Behr-Knauth

(1972) und Sepp Behr (1956, 1960) war auch

Christiane Krause-Todd gekommen, die 1972 bei

den olympischen Spielen in München die Goldmedaille

mit der 4x100 Meter-Staffel gewonnen

hatte. Es war fast unvermeidlich, dass nach

einem Umtrunk und den Ansprachen viel über

die Erlebnisse bei Olympischen Spielen gefachsimpelt

wurde. Die Londoner Medaillengewinner

zeigten sich dabei ebenso an den Geschichten

der ehemaligen Olympiateilnehmer interessiert,

wie die Augen bei den Athleten von "annu

dazumal" bei den Erzählungen aus London

strahlten.

Ganz locker auf'm Hocker: die glückliche Bronzemedallen-Gewinnerin

Helena Fromm

Das sind unsere Bronzemedaillen: Helana Fromm und Hannes

Eigener und ihr Edelmetall

Der neue Look im Rathaus: Das Sonthofer Stadtoberhaupt

bekam einen Taekwondo-Helm geschenkt


Die noch junge Saison der 2. Volleyball Bundesliga

Süd darf mit Fug und Recht als mehr als

gelungen bezeichnet werden. Nicht nur in der

Liga überzeugten die Powergirls von Trainer

Nikolaj Roppel, auch im Pokal räumte das Team

ab. Die Sonthofer Bundesliga-

Handballerinnen waren Mitte

Oktober als Favorit zum Pokalturnier

ins fränkische Nürnberg

gefahren, um dort mit den Teams des VfL Nürnberg

(1. und 2. Mannschaft), BSV Bayreuth, TSV

Nittenau, DJK Augsburg-Hochzoll, Rote Raben

S P O R T M I X / V O L L E Y B A L L

VOLLEYBALL Frauen - 2. Bundesliga/Süd: Allgäu Team Sonthofen

"Wir können sehr druckvoll und hochklassig spielen"

Sonthoferinnen werden Bayerischer Pokalsieger 2012 und überzeugen in der Liga

Vilsbiburg 2 und dem TSV Deggendorf den

Regionalpokal Süd und damit den Bayerischen

Pokalsieger auszuspielen. Die ersten beiden

Spiele gegen Bayreuth und Nürnberg 1 gingen

jeweils mit 2:0 an die Allgäuerinnen. Im Finale

warteten nun die Ligakonkurrenten Vilsbiburg

2, die in einer an Spannung kaum zu überbietenden

Partie mit 2:1 geschlagen werden konnten.

Damit stand fest: das Allgäu Team Sonthofen

ist Bayerischer Pokalsieger 2012!

Nun ging es nach dem äußerst erfolgreichen

Wochenende in Nürnberg für das Team am 20.

Oktober in der Allgäu Sporthalle im heimischen

Sonthofen wieder auf Punktejagd in der 2. Bundesliga.

Nach den Auftaktsiegen gegen Dresden

(3:0) und Chemnitz (3:1), der 1:3-Niederlage

bei NawaRo Straubing und dem überzeugenden

3:0 in Tübingen reiste der Tabellenvierte

vom VC Offenburg an. Dass das Spiel gegen den

bis dahin Viertplatzierten schwer wird, wussten

die Damen von Trainer Nikolaj Roppel. Und das

zeigte sich dann auch schon im ersten Satz.

Sonthofen führte zwar zwischendurch komfortabel

mit sechs Punkten, dennoch kämpfte sich

Sina Kostorz freute sich mit ihren Mannschaftskolleginnen Blanz, Vobrova, Formazin und Vlaskova (rechtes Bild) über den Sieg gegen den VC Offenburg

und überzeugte im Spel auch am Netz (linkes Bild)

Offenburg immer wieder heran. Doch in einem Endspurt und durch eine

gut aufgelegte Tamara Zeller, die auch zur besten Sonthofer Spielerin

gewählt wurde, sicherte sich Sonthofen den ersten Satz.

Im zweiten Satz drehte sich dann allerdings das Blatt und Offenburg

witterte seine Chance. In der Abwehr und im Aufschlag Sonthofens schlichen

sich zahlreiche Fehler ein und diese nutzten die Spielerinnen von

Offenburgs Trainer Florian Scheuer geschickt aus. Mit 16:25 musste der

Satz an die angereisten Gäste abgegeben werden.

Der dritte Satz gestaltete sich zunächst ausgeglichen, ehe Sonthofen

wieder anzog. Allen voran punktete Sina Kostorz munter mit ihren Angriffen

und die Mittelblockerinnen Franca Blanz und Barbora Purchartová

konnten den Ball ein ums andere Mal erfolgreich im gegnerischen Feld

versenken. Mit 25:20 sicherten sie sich den dritten Durchgang.

Das schien den bis dahin tapfer kämpfenden Gästen nun endgültig den

Schneid abgekauft zu haben. Durch den Einsatz der starken Tschechin

Veronika Vlasková, die nach ihrem Fingerbruch zu Beginn der Saison ein

eindrucksvolles Comeback feierte, erhöhte Sonthofen nochmals den Druck.

Offenburg konnte den Angriffen der Sonthofer nichts entgegensetzen.

Sina Kostorz verwandelte schließlich den Matchball zum 25:11 und

sicherte so den dritten Heimsieg der Saison.

Und der Trainer weiß was in seiner Mannschaft steckt: "Wir können sehr

druckvoll und hochklassig spielen. …wenn wir nur wollen." so Nikolaj

Roppel nach dem Spiel, der mit den ersten drei Sätzen nicht ganz so

zufrieden schien.

Das Allgäu Team Sonthofen steht nun vor einem stressigen Wochenende:

In der Bundesliga geht es am Samstag (27.10., 19.30 Uhr) zuhause gegen

die "Zweite" der Roten Raben Vilsburg und bereits am Sonntag steht

dann die weite Reise zum Pokalspiel der beiden Regionalpokalsieger

Süd-Ost und Ost an. In Erfurt geht es für Sonthofen um den Einzug ins

DVV-Pokal-Achtelfinale. Dort winkt als nächster Gegner der aktuelle Deutsche

Meister und Pokalsieger Schweriner SC, so dass beide Mannschaften

hochmotiviert ans Werk gehen werden.

A L L G Ä U E R S P O R T R E P O R T 19


Golf-Pro Vincent Angerer sagte "Goodbye"

Zu seinem Abschied beim GC Oberstdorf hatte Pro Vincent Angerer

am 23. September zum 18-Loch-Stableford-Turnier geladen. 76 Golferinnen

und Golfer waren der Einla-dung nachgekommen.

Nachdem wegen des vorausgegangenen Regens an diesem Sonntag

zwei Grüns nicht bespielbar waren,

entschied Sponsor Angerer kurzfristig,

das Turnier nicht vorgabewirksam laufen

zu lassen. Mit Verspätung gingen

am Vormittag 17 Flights unter blauem Himmel

und bei angenehm warmen Temperaturen auf die

Runde. Nach einem traumhaften Golftag in der

Oberstdorfer Gebrgoibe bildete der abendliche

Empfang im Cafe "Gruben 1a" im Trettachtal

mit der Siegerehrung und der offiziellen Verabschiedung von Angerer

den eigentlichen Höhepunkt des Tages.

Dabei bedankten sich Präsident Ferdl Brutscher Jr., Ladies-Captain

Petra Müller-Marquardt und Michael Muschler, Chef der Golfschule

Allgäu, ganz herzlich bei Angerer für dessen tolle Arbeit vor allem

im Jugendbereich und wünschten ihm alles Gute für die Zukunft.

Wohin es den sympathischen Golflehrer verschlagen wird, steht

nicht fest, allerdings hat er bereits eine ganze Reihe von interessanten

Angeboten vorliegen.

Die Sieger bei Vincent Angerers Abschiedsturnier: Andrea Schwab,

Barbara Klawitter, Gert Pfannenstil, Klaus Müller, Dagmar Klauser,

Helga Weber, Wilfried Moosmann (v.l.n.r.) - es fehlen: Roy Gibson

und Anton Lacher

Marie Christmann krönt erfolgreiche Turnier-Saison

Diese Saison wird die 15-jährige Marie Christmann (Bild) aus

Immenstadt nicht so schnell vergessen.

Nach dem 2. Platz mit

der bayerischen Mannschaft

beim Bundeswettkampf in Thüringen

und dem 5. Platz beim

Bundeschampionat in Warendorf

holte sich die Vielseitigkeits-Reiterin

vom RVO Muderbolz nun

den Titel einer Schwäbischen

Meisterin. Mit ihrem Wallach Butts

Anton sicherte sie sich den Titel einer schwäbischen Junioren-Meisterin

der Vielseitigkeit auf der Anlage in Mertingen (Donauwörth).

Dabei überzeugte sie sowohl bei der Dressur, im Geländeritt der

Klasse A und im Parcours-Springen. Mit ihrem Sieg konnte sie die

beiden Kaderreiterinnen Anna-Katharina Vogel (Marktoberdorf) und

Pauline Herzig (Buchloe) auf die Plätze verweisen.

20 A L L G Ä U E R S P O R T R E P O R T

Viel Spaß beim Hirschbräu-Teinacher Pokal 2012

Bei optimalem Golfwetter gingen am 23. September über 100 Golferinnen

und Golfer beim Einzel-Stableford Turnier auf der Sonnenalp

an den Start. Zusammen mit dem Getränke-Hersteller Teinacher

hatte die Sonthofer Firma Hirschbräu und deren Geschäftsführerin

Claudia Höss-Stückler zum Wettstreit eingeladen. Mit viel Schwung,

Ehrgeiz und einem hohen Spassfaktor gingen die Aktiven in

ihren Flights auf das Grün und erlebten einen traumhaften

Golftag vor der einzigartigen Kulisse der Allgäuer Berge. Am

Ende standen Tanja Siegfried und Jürgen Schulz als Bruttosieger

fest. Bei der abendlichen Siegerehrung im Clubhaus des Platzes

Oberallgäu ehrte Hanspeter Schratt, Geschäftsführer des Golfresorts

Sonnenalp, die Sieger und Platzierten mit einer launigen Rede. Bei

einem exquisiten Menü wurde bis spät in die Nacht gefeiert und

viele der Teilnehmer fieberten an diesem Abend bereits dem 32.

Pokal-Turnier 2013 entgegen.

Strahlende Sieger und Platzierte: Die Bruttosieger Tanja Siegfried

(6.v.l.) und Jürgen Schulz (5.v.l.) mit der glücklichen Hirschbräu-

Geschäftsführerin Claudia Höss-Stückler (2.v.l.)

MSG Sonthofen e.V.

Erfolge bei der Bayern-Cup Trophy in Sonthofen

Bei strahlendem Spätsommer-Wetter starteten am 14. Oktober die

fünfzig besten Superkart-Slalom-Fahrer zu zwei Rennen im

Motorsportpark der MSG Sonthofen e.V. Zum ersten Mal wurde

dort die Bayern-Cup Trophy ausgetragen. Als Co-Veranstalter fungierten

die Vereine MSG Immenstadt und der MSC Scuderia Kempten.

Gestartet wurde in vier Altersklassen und die Starter des MSG-

Sonthofen konnten hervorragende Platzierungen herausfahren. Bayern-Cup

Sieger wurde Roman Happach vor Florian Kannerknecht,

den vierten Platz belegte der MSG-Fahrer Mario Ihler.

Der strahlende Sieger Roman Happach und die Platzierten


Obermaiselsteiner Florian Lässer räumt ab

Mit seinem Haflinger Merlin konnte der

13-jährige Florian Lässer (Bild) aus

Obermaiselstein die Schwäbische Meisterschaft

im Vierkampf klar für sich entscheiden.

Der für den RVO Muderbolz

startende Schüler bewältige die Disziplinen

50m Schwimmen, 1500m Laufen,

E-Dressur und E-Springen als Bester und

siegte in Holzburg bei Augsburg klar mit

500 Punkten vor der Altusriederin Elina

Randel. Zudem konnte der Oberallgäuer

Nachwuchs-Medaillensammler beim Schwäbischen Ponypreis den

zweiten Platz erringen, der insgesamt aus fünf E-Dressuren während

der gesamten Saison besteht.

Handball: HSG-Damen auch in der Landesliga top!

Nachdem die Damen der HSG Dietmannsried/Altusried in der letzten

Saison fast makellos den Durchmarsch in die die Handball-Landesliga

Süd geschafft hatten, setzen sie ihre Schwindel erregende Serie

auch in der neuen Spielklasse fort. So konnten die Girls von Trainer

Christian Hutner die ersten fünf Spiele der Hinrunde gewinnen. Trotz

der teilweise sehr knappen Ergebnisse stehen die Allgäuer Powerfrauen

in der Landesliga-Tabelle schon wieder auf Platz 2. Auch das

hart umkämpfte Lokalderby gegen die SG Waltenhofen/Kottern wurde

in eigener Halle deutlich mit 26:20 gewonnen. Erst am 11. November

schlägt dann die Stunde der Wahrheit, wenn die Damen zum

überragenden Tabellenführer nach Freising müssen. Dann kann eine

echte Standortbestimmung vorgenommen werden.

Helmut Berger will auch 2013 beim Iron Man starten

Nach seiner fast 20-jährigen Fußball-Karriere in Bregenz läuft Helmut

Berger (Bild) seit 1987 leidenschaftlich Triathlon. Bereits sechsmal

war der 55-jährige Walsertaler beim legendären Iron Man auf Hawaii

gestartet und 2004 wurde er Vize-Europameister in seiner Altersklasse.

Dabei steht ihm seit einigen

Jahren sein Sohn Dominik als Trainingspartner

und kongenialer Partner zur

Seite. Nun plant der für den SC Casino

Kleinwalsertal startende Ausnahmeathlet

für 2013 seine siebte Reise nach

Hawaii - die Qualifikation dafür hat er

zusammen mit seinem Sohn bereits in

der Tasche. Zudem kommt er damit

einem Traum wieder einen Schritt näher:

auch mit 75 Jahren nochmals beim

Iron Man an den Start zu gehen!

TV Immenstadt - Schwimmer-Jugend triumphiert

In neun von zehn Wettkampfstrecken der Jugend D kamen die Sieger

vom TV Immenstadt! Beim Schwimm-Meeting im schwäbischen

Leipheim glänzten die sechsköpfigen Nachwuchs-Albatrosse bei

der Jugend D und sammelten bei insgesamt 32 Starts 14 Mal Gold,

zweimal Silber und viermal Bronze ein. Zudem wurde der Städtler

Lars-Conrad Schindler mit einem speziellen Pokal als Jahrgangsbester

der Jugend D ausgezeichnet. Mit seinen sechs Siegen über die 50

und 100 Meter Brust, 50 und 100 Meter Schmetterling sowie 100

Meter Freistil und 200 Meter Lagen konnte er sich als erfolgreichster

Schwimmer des Meetings feiern lassen. Bei der Jugend C konnte

Marcus Joas (13) überzeugen und erschwamm zwei Siege sowie jeweils

eine Silber und eine Goldmedaille. In der Gesamtabrechnung

der Wettbewerbe belegten die Oberallgäuer hinter dem Team Buron

Kaufbeuren den zweiten Platz - ein toller Erfolg für die kleine, aber

feine Truppe.

Die kleine aber sehr erfolgreiche Schwimm-Truppe aus Immenstadt:

Marcus Joas und Anna Knauthe (vorne), Joyce und Lars-Conrad

Schindler, Felix Knauthe, Simon Joas (hinten v.l.)

Basketball-Damen starten stark in die Saison

Nach ihrem Aufstieg in die Bayernliga und einigen verletzungsbedingten

Ausfällen stand es vor dem ersten Saisonspiel nicht gut

um die Damen von Trainer Andreas Böck. Doch die Oberallgäuer

Korbjägerinnen rissen sich zusammen und gewannen mit einer extrem

starken Leistung auswärts bei der DJK Landsberg völlig verdient

mit 53:45. Dabei setzten die Kreisstädter auf eine schlagkräftige

Mischung aus jungen Wilden wie Jessica Mayer oder die große

Erfahrung von Susan Duvinage. Die Taktik ging auf und so hatte sich

das Team um Kapitänin Stephanie Maier bereits vor dem letzten Viertel

einen beruhigenden Vorspung von 15 Punkten herausgespielt.

Trotz des Landsberger Aufbäumens wurde der Sieg souverän nach

Hause gespielt. Nun erwarten die Damen in der Sporthalle am Gymnasium

Sonthofen

das Team des ESV

Staffelsee (bei

Redaktionsschluss

noch nicht beendet)

und könnten mit einem

Sieg sogar ganz

oben in der Tabelle

stehen.

Mit viel Können und

großem Willen starteten

die Damen in

die Saison

A L L G Ä U E R S P O R T R E P O R T 21


R E I T S P O R T / N E W S

Munich Indoors - 1.- 4. November München - Olympiahalle: Das Pferde-Festival der Superlative

Das viertägige Turnier wartet 2012 mit vielen Neuerungen auf

Die bayerische Landeshauptstadt bittet zum

Showdown: Das internationale Hallen-Reitturnier

Munich Indoors sorgt vom 1. bis 4. November

für sportliche Spannung, emotionale Momente

und Erlebnis

pur. Nur knapp drei

Monate nach den

Olympischen Spielen

gibt es ein Wiedersehen

mit Spitzenreitern

aus zwei Disziplinen

und mit den

besten Voltigierern der Welt. Die Munich

Indoors, das ist Begegnung, Sport und Spannung:

der emotionale Endspurt in Sachen DKB-

Riders Tour, die legendären Shows am Freitagund

am Samstagabend, der rasante Gold-Cup,

die Qualifikation zur DKB-Riders Tour am Samstag,

wenn es darum geht im letzten Run auf wertvolle

Punkte mit zu mischen, das Bayern Championat

der Nürnberger Versicherungen und der

22 A L L G Ä U E R S P O R T R E P O R T

EDSOR Youngster Cup - all das macht die Munich

Indoors zu einem absoluten Highlight jedes Jahres.

Dabei wartet das große internationale Reitturnier

in München in diesem Jahr gleich mit einem

ganzen Füllhorn an Neuerungen auf. So wird

das legendäre Olympiastadion erstmals in der

15-jährigen Turnier-Geschichte zum Pferdequartier

für die vierbeinigen Gäste. Die tierischen

Top-Stars entspannen, fressen und schlafen

im berühmten Stadion, wenn sie nicht gerade

selbst sportlicher Betätigung nachgehen.

Eben dort, wo in früheren Zeiten Kahn, Ballack

oder Scholl ihre größten Triumphe feierten. Die

sog. Kleine Olympiahalle wird dabei als Warmup

Areal genutzt.

Die Munich Indoors sind vom 1. bis 4. November

zudem Weltcup-Station der internationalen

Top-Voltigierer, Abschluss-Etappe der DKB-

Riders Tour und des EDSOR Youngster Cups. Al-

Die britische Reitsportlegende John Whitaker konnte auf seinem Pferd "Peppermill" 2011 den

Großen Preis, dotiert mit 80.000 Euro, in der Münchner Olympiahalle gewinnen

Mattias Ekström auf

dem Red Bull Audi A5

lein das CSI/ CSI-YH ist mit 192.000 Euro dotiert,

35.350 Euro Preisgeld umfassen die nationalen

Prüfungen, um 6.000 Euro geht es in

den beiden Prüfungen des Voltigier-Weltcups,

hinzu kommen 11.400 Euro Gesamtpreisgeld

für das CSI Amateurs. Viele gute Gründe, die die

Munich Indoors höchst attraktiv machen. Zweimal

bittet Veranstalter Volker Wulff zu Dressur

pur, zum Grand Prix de Dressage und zur Meggle

Die Münchner Olympiahalle bietet ein einmalige

Kulisse für die Top-Reiter Europas

Grand Prix Kür, und in beiden Prüfungen geht es

um insgesamt 18.000 Euro Preisgeld. Das CSI in

der Münchner Olympiahalle birgt insgesamt fünf

Weltranglistenspringen.

Erstmals auf dem mit Premieren gespickten Programm

von Veranstalter Volker Wulff steht auch

der Schnuppertag am Donnerstag, den 1. November.

Wer einfach mal in das internationale

Hallenturnier reinschnuppern möchte, kann das

einfach machen, ohne einen Cent dafür zu bezahlen.

Und es lohnt sich, denn am ersten Tag

wird bereits die Einlaufprüfung für das Bayern

Championat der Nürnberger Versicherungen

sowie der Munich Indoors Junior Cup für Bayerns

beste Nachwuchsreiter entschieden.

Neu sind auch die Kartenpreise. Die reichen von

sieben bis maximal 39 Euro und überhaupt gibt

es am Freitag und Sonntag nur noch Ganztageskarten,

lediglich am Samstag kann man

zwischen zwei Veranstaltungsabschnitten wählen

oder beides kombinieren. Die Familienkarte

für zwei Erwachsene und bis zu vier Kindern

gibt es einheitlich von Freitag bis Sonntag.

Nicht fehlen dürfen bei den Munich Indoors

natürlich die großen Stars und Spitzenkönner!

So werden sich neben der Elite des Welt-Reitsports

auch der Vorjahressieger des Großen

Preises in München, der Brite John Withaker, viele

Olympiastarter und natürlich auch der in London

frisch gekürte Doppel-Olympiasieger Michael

Jung aus dem schwäbischen Horb dem

Münchner Publikum erstmals präsentieren. Dabei

wird das Vielseitigskeits-As auch seine Qualitäten

als herausragender Springreiter unter

Beweis stellen können.

Natürlich ist die große Show der Pferde auch

für die unzähligen Allgäuer Pferdefreunde ein

absolutes Muss und eine Reise auf das Olympiagelände

von 1972 allemal eine Reise wert.

Tickets, Infos und alles Weitere rund um die

Munich Indoors 2012 unter: www.engarde.de.


Reitboden-Service-Team Armin Schäfer

Der optimale Reitboden aus Bürstadt

Über 90 Jahre Pferdesport-Erfahrung

Seit über 90 Jahren und damit bereits in der

vierten Generation betreibt die Familie Schäfer

in Bürstadt (Südhessen) ihr eigenes Kieswerk.

Bereits 1920 wurde von dort mit Pferdefuhrwerken

Sand und Kies zu den Baustellen

gefahren. Heute firmiert der Familienbetrieb

unter dem Namen "Armin Schäfer Kieswerk

GmbH - Quarzsandabbau" und hat sich seit einigen

Jahrzehnten zudem einen exzellenten Ruf

als Reitboden-Spezialist

und Sportpferdezüchtergemacht.

Vor allem die

Zucht ist der Familie

Schäfer dabei eine

Herzensangelegenheit.

Als Entwickler und

Armin Schäfer Jun.

Bauer von Reitplatzböden

gehört die

Firma Schäfer zu den

führenden Unternehmen

Deutschlands,

entwickelt und expe-

rimentiert dabei selbst mit verschiedenen Sandsorten

und Körnungen, um den idealen Untergrund

für die Pferde zu schaffen.

Natürlich verkaufen Armin Schäfer und sein Team

ausschließlich Naturprodukte aus dem eigenen

Kieswerk. Um den idealen Untergrund für die

empfindlichen Beine der geliebten Vierbeiner

zu entwickeln, wird in den Bürstadter Laboren

intensiv geforscht und experimentiert. Schließlich

müssen die richtigen Sandsorten und Körnungen

für einen perfekten Reitplatz gefunden

werden. Aufbau und Tretschicht bei allen Reitplätzen

bestehen aus Naturstoffen. Dabei steht

die beste Qualität für den Reitplatz im Vordergrund

der professionellen Arbeit der Schäfers.

Natürlich wird jeder Reitplatz individuell geplant

und angelegt. Mit modernster Lasertechnik

werden Reitböden gelegt sowie Springplätze,

Dressurvierecke, Longierzirkel oder Reithallen

lasergenau realisiert. Dabei kommt auch

der von der Firma mitentwickelte und getestete

AS-Bahnmaster zum Einsatz, das optimale

Pflegegerät für alle Böden.

Neben dem Bau und der Planung von Reitböden

hat sich die Familie Schäfer auch dem Reitsport

und der Pferdezucht verschrieben. So verbringen

nicht nur der Chef des Hauses und seine

Gattin viel Zeit in den Stallungen und auf dem

Rücken der Pferde, auch Tochter Anna-Elisa und

Sohn Armin Jun. haben sich ganz dem herrlichen

Sport verschrieben. Anna-Elisa konnte

bereits große Erfolge als Pony-Springreiterin

und eine Goldmedaille als Junioren-Springreiterin

bei den Europameisterschaften 2010 in

Paris feiern. Wie ihr Bruder Armin Jun. darf sie

sich Nationenpreisreiterin nennen. Armins Jun.

Trophäen-Sammlung kann sich auch sehen lassen:

mehrfacher Baden-Württembergeischer

Meister der Junioren, Jungreiter und Senioren,

Grand-Prix-Sieger oder Gewinner des Championats

in Mannheim sind nur einige seiner Erfolge

als Reiter.

Neben dem Reitboden-Service, der Pferdezucht

und der aktiven Reiterei bieten die Schäfers auch

einen Special-Horse-Service an. Unter dieser

R E I T S P O R T / N E W S

Marke bildet der Familienbetrieb Pferde aus,

handelt mit den Vierbeinern, bietet Training und

die Turnierbegleitung von Sportreitern an.

Informationen zu den mannigfaltigen Aktivitäten

der Firma Schäfer unter: www.schaeferreitboden.de

und www.shs-schaefer.de

Aus dem eigenen Kieswerk (l.) gewinnt die Firma Armin Schäfer die Materialien für professionelle Reitböden, die mit Hilfe modernster Technik wie

dem AS-Bahnmaster (Mitte links) geplant und verbaut werden

A L L G Ä U E R S P O R T R E P O R T 23


S P O R T M I X / P O R T R Ä T

Sympathische Athleten tragen die Faszination des Bergsports nach außen

Die Mountain Heroes sporteln im Einklang mit der Natur

Athleten verschiedenster Disziplinen, die aber

alle Berge und Natur lieben in einem Team zu

vereinen - mit dieser Grundidee im Kopf gründete

Mario Thoma vor knapp drei Jahren die

Mountain Heroes. Neben der Nachwuchsförderung,

die talentierten Athleten aus dem Bergsportbereich

Unterstützung in Form von erstklassigem

Material sowieErfahrungsaustausch

mit routinierten

Sportlern

einbringt, spielt

der Einklang mit

der Natur eine grundlegende Rolle

im Konzept der Mountain Heroes. Die aktiven

Mitglieder sollen nicht nur auf den sportlichen

Erfolg schauen, sondern vielmehr Vorbilder im

Umgang mit der Natur ein. Dass es gerade im

Bergsport keine hundertprozentige Nachhaltigkeit

gibt, ist allen bewusst, dennoch wollen die

Mountain Heroes mit gutem Beispiel voran gehen.

Das fängt schon beim Material an: im Rahmen

der Bedürfnisse nach bester Qualität werden

Partner bevorzugt, die selbst auf Nachhaltigkeit

achten und beispielsweise biologisch ab-

baubare Kettenöle oder Skiwachs anbieten. In

der Praxis halten sich selbst die Freerider seit

der Teamgründung an ausgewiesene Strecken

und fahren beispielsweise in "Bike Parks".

Engagement für soziale Projekte und ökologische

Systeme

Getreu dem Motto alle guten Dinge sind drei

nahm die asr-Redaktion das dreijährige Bestehen

als Anlass für eine erste Bilanz. Marion

Bässler sprach mit Gründungsmitglied Katrin

Neumann, die mittlerweile nicht nur aktives Mitglied

des Radsport-Teams ist, sondern sich auch

um Marketing- und PR-Aufgaben kümmert. Insgesamt

können die Mountain Heroes mit der

Entwicklung des Teams sehr zufrieden sein. Vor

24 A L L G Ä U E R S P O R T R E P O R T

Mountainbike-Spitzenfahrerin Katrin Neumann ist

eine gefragte Interviewpartnerin

allem der Mountainbike Bereich ist "sehr gut

gewachsen", freut sich Katrin Neumann. 14 Athleten

verschiedenster Disziplinen, darunter Camilla

Kranzusch, Ines Thoma, Marco Bühler, Johannes

Rief und sie selbst zählen mittlerweile

zu der Abteilung. Dass die Mountainbike-Sparte

auch als Zugpferd des Teams bezeichnet

werden könnte, hat einen einfachen Grund: die

Gründungsmitglieder waren durch ihre eigene

sportliche Karriere schon besser mit der Materie

vertraut. Daher fiel es ihnen leichter, Firmen

zu finden, die die Athleten mit Material und son-

stigen Dingen unterstützten. "In den anderen

Bereichen müssen wir uns erst langsam ran tasten",

räumt Katrin Neumann ein und fügt sogleich

hinzu, dass die Mountain Heroes "vor

allem mehr Sponsoren benötigen, die sich in

Sachen Nachhaltigkeit engagieren." "Wenn wir

die hätten, könnten wir noch viel mehr für das

ökologische System machen", erklärt die 30-

Jährige. Das heißt allerdings nicht, dass ansonsten

gar nichts voran gehen würde. Zu den

Mountainbikern und Gleitschirmfliegern, die die

Gründungspioniere der Mountain Heroes waren,

sind nach und nach noch Speedrider, Bergläufer,

Bergsteiger, Sportkletterer, Skifreerider

und Skibergsteiger hinzu gekommen. Bevor es

im kommenden Sommer darum geht, den Laufbereich

zu verstärken, soll im Winter zunächst

einmal der Skibereich "richtig in Angriff genommen"

werden. Neben den Nebelhorn Classics

als absolutem Highlight der Wintersaison will

das Team sich und seine Sponsoren auch noch

auf einigen weiteren Events präsentieren. Eben

gerade diese Präsentation ist nämlich einer der

Punkte, die die Mountain Heroes von anderen

Mannschaften unterscheidet. Sie achten nicht

nur auf einen umweltfreundlichen Team-Bus, unterstützen

soziale Projekte mit Spenden oder

nehmen an Wettkämpfen teil, sondern stellen

ihre Sponsoren mit Hinblick auf den ökologischen

Gedanken nach Möglichkeit auch im

Expo-Areal der Veranstaltungen vor.

Base Camp gibt ersten Einblick

Sich als neues Teammitglied bewerben kann jeder

Bergsportler, der den Naturgedanken

bewusst beherzigt und begründen kann, warum

er gut in die Mannschaft passen würde. Die

Athleten erwartet dann allerdings kein typischer

Vereinsalltag mit Nachwuchstraining sondern

in erster Linie die oben angesprochene Unterstützung,

die durch das ein oder andere gemeinsame

Trainingslager ergänzt wird. Wer sich

einmal über die Aktivitäten der Mountain Heroes

informieren möchte, kann dies auf der

Homepage www.mountain-heroes.com oder im

Base-Camp in der Hindelanger Str. 24 in Bad

Hindelang.

Bild links: Hans Hörmann (r.) startete in der Wertung "Senior Masters" beim Transalpine Run. Bild rechts: das Mountain Heroes-Team Gitti Schiebel und

Ildiko Wermescher siegte beim Transalpine Run 2012

Manuel Brunn beim Mountain

Heroes South Afrika Trip


Von "O bis O" bleibt aktuell

Autofahrer sollten rechtzeitig auf Winterreifen wechseln

Rund um die Autoreifen hat sich in den vergangenen

Jahren rechtlich einiges getan: Zunächst

kam die Winterreifenpflicht, nun folgt das EUweite

Reifen-Label. Die Kennzeichnung, die zum

1. November 2012 eingeführt wird, soll den

Verbraucher auf einen Blick über die Eigenschaften

des Pneus aufklären. Unabhängig davon

behalten alte Regeln aber ihre Gültigkeit. Von

"O bis O", also von Oktober bis Ostern, gehören

Winterreifen an das Fahrzeug. Die speziellen

Wintermischungen bieten bei niedrigeren

Temperaturen eine bessere Haftung. Wichtig ist

aber auch, dass die Reifen ein ausreichendes

Profil von mindestens vier Millimetern aufweisen

- und fachmännisch montiert werden.

Spezielle Reifen benötigen eine Sonderbehandlung.

So kommt es bei UHP(Ultra-High-Performance)-

und Runflat-Reifen auf die richtige Montage

an.

Von "O bis O", also von Oktober bis Ostern, gehören Winterreifen

an das Fahrzeug. Die speziellen Wintermischungen

bieten bei niedrigeren Temperaturen eine bessere Haftung

Zwei Labels für den Reifenkauf

Denn spezielle Reifen benötigen auch eine Sonderbehandlung.

So kommt es bei UHP (Ultra-

High-Performance)- und Runflat-Reifen auf die

richtige Montage an. "Wenn diese nicht korrekt

ausgeführt wird, kann selbst der teuerste Reifen

platzen", warnt Hans-Jürgen Drechsler, Geschäftsführer

des Bundesverbandes Reifenhandel

und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV).

Deutschlandweit ist laut BRV bereits jedes dritte

Auto mit diesen Pneus ausgestattet. Bei den

Spezialreifen kommt es gleich auf zwei Kennzeichnungen

an: Neben dem Reifen-Label sollten

Autofahrer im Fachbetrieb auf das "wdk-

Zertifikat" achten.

Montagebetrieb gut auswählen

Das unabhängige Qualitätssiegel bestätigt, dass

der Reifenmontagebetrieb speziell für den Umgang

mit UHP- und Runflat-Reifen geschult wurde

und zudem über die notwendigen Maschinen

für die Montage verfügt. "Kaum einem Autofahrer

ist bewusst, dass er Reifen fährt, deren

Montage nur von einem Profi mit entsprechender

Zertifizierung ausgeführt werden sollte.

Auch der ADAC informiert auf seiner Internetseite

ausführlich über die wdk-Zertifizierung und rät

dazu, bei der Auswahl des Fachhändlers unbedingt

auf das Siegel zu achten", so Hans-Jürgen

Drechsler weiter. Adressen von zertifizierten Betrieben

gibt es auf der Internetseite

www.sichere-reifenmontage.de.

M O T O R S P O R T / N E W S

A U T O - N E W S

Rund jedes dritte Fahrzeug verfügt über nicht

korrekt funktionierende Scheinwerfer

Lichttest: Blindflug verhindern

Zum Beginn der dunklen Jahreszeit veröffentlichte

nun die Gesellschaft für Technische Überwachung

(GTÜ) eine beunruhigende Nachricht:

Rund ein Drittel der deutschen Pkws fährt mit

fehlerhafter Beleuchtung. Dies birgt Gefahren:

Der Fahrer sieht selbst weniger und wird

schlechter gesehen - und vor allem in der Herbstund

Winterzeit für eine lange Zeit des Tages. Die

Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ)

bietet deswegen im Oktober in ihren Prüfstellen

einen kostenlosen Test der Beleuchtungsanlage

an.

Regelmäßig sollte man die Beleuchtung des Autos

überprüfen - vor allem vor Anbruch der Winterzeit

Fiat Panda Natural Power: Im Gasmodus verbraucht

die neue Version 3,1 kg/100 km

Umweltfreundlicher Mini-Bär

Es geht noch umweltfreundlicher. Angetrieben

von diesem Motto statteten die Italiener jetzt

den Zweizylindermotor des Fiat Panda mit einem

Erdgasantrieb aus und bieten ihn in der

Version Natural Power an. Seine Premiere feierte

der kleine Umweltschoner auf dem Pariser

Autosalon. Im Oktober soll er auf den Asphalt

rollen.

Der Natural Power Antrieb leistet 58 kW/80 PS

und stößt 86 g/km CO2 aus und damit senkt

sowohl den Verbrauch als auch den Schadstoffausstoß.

Die beiden Gastanks mit einem Gesamtfassungsvermögen

von 12 Kilogramm am Unterboden

montiert. Im Gasmodus liegt der Verbrauch

im EU-Schnitt bei 3,1 kg/100 Kilometer.

Zusätzlich stehen noch 35 Liter im Benzintank

als Reserve bereit, so dass ein großer Aktionsradius

möglich ist. Genaue Preise nannte Fiat

noch nicht, die Erdgasvariante dürfte aber bei

etwas über 15.000 Euro liegen. Der konventionelle

0,9-Liter-Motor beginnt bei 12.890 Euro.

Der Fiat 500 ist allerdings von der Neuausstattung

ausgenommen.

Der Fiat Panda Natural Power feierte seine Premiere

beim Pariser Autosalon 2012

A L L G Ä U E R S P O R T R E P O R T 25


M O T O R S P O R T / N E W S

Porsche 918 Spyder: Rasanter Vorgeschmack

Der Supersportwagen hinterließ auf dem Nürburgring seine Duftmarke

Leidenschaftliche Fans und Flitzer können es

kaum erwarten. Nichtsdestotrotz wird es noch

bis Herbst 2013 dauern, bis der neue Porsche

918 Spyder bei den Händlern steht. Als kleiner

Vorgeschmack hat der Supersportwagen aber

jetzt auf dem Nürburgring bereits sein Potenzial

gezeigt.

Er absolvierte die Nordschleife in 7 Minuten

und 14 Sekunden – eine der besten bisher von

Fahrzeugen mit Straßenzulassung erreichten

Zeiten. Den Rekord hält aber weiterhin der

Gumpert Apollo mit 7 Minuten 11 Sekunden.

26 A L L G Ä U E R S P O R T R E P O R T

Noch ist er nicht erhältlich und doch bringt der

Porsche 918 Spyder schon jetzt die Herzen der

leidenschaftlichen Flitzer in Wallung

Audi SQ5 TDI – Bulle im Sportdress

Als SUV beweist er seit Jahren sein Können. Nun bekommt der Ingolstädter

Bulle noch ein sportliches S angehängt: Der Audi SQ5 TDI ist ab 2013 am

Start und fährt mit 50 Modellen auf den Asphalt. Der Preis für das limitierte

Sonder-SUV namens „exclusive concept“ beträgt 92.000 Euro. Das Sondermodell

unterscheidet sich vom Serien Q5 unter anderem durch eine blaue

Effektlackierung, Außenspiegelgehäuse in Aluminium, Xenon-Scheinwerfer

und eine vierflutige Abgasanlage.

Mit einer Auflage von 50.000 Stück

erfreut der Audi SQ5 TDI ab 2013

sportliche SUV-Fahrer

Porsche sieht für sein Modell aber weiteres

Potenzial: Man habe bei dem Test nur eine

schnelle Runde absolvieren können und sei zudem

aus dem Stand gestartet.

Der 918 Spyder fährt mit einem Hybridantrieb

aus V8-Benziner und Elektromotoren mit zusammen

585 kW/795 PS. Den Sprint auf Tempo 100

soll er in rund drei Sekunden absolvieren, die

Höchstgeschwindigkeit beträgt 320 km/h. Lediglich

918 Exemplare sollen gebaut werden

und zu Preisen ab 768.026 Euro verkauft werden.

Edel geht es Innenraum zu: Multifunktions-Sportlederlenkrad

und

Schaltmanschette sind aus

schwarzem Leder, die Sportsitze

aus Feinnappa mit weißen

Kontrastnähten und der Dachhimmel

ist aus Alcantara gefertigt.

Dekoreinlagen aus Eschenmaserholz

runden das Bild ab.

Der SQ5 ist eine Variante des gerade

überarbeiteten Q5 und wird

von einem 3,0-Liter-V6-Diesel mit Biturbo-Aufladung angetrieben. Der Motor

leistet 230 kW/313 PS, statt des hauseigenen Siebengang-Doppelkupplungsgetriebes

kommt eine Achtgang-Wandlerautomatik zum Einsatz,

die das maximale Drehmoment von 650 Newtonmeter weitergeben kann.

Damit ist der Sprint aus dem Stand auf Tempo 100 in 5,1 Sekunden erledigt,

die Höchstgeschwindigkeit liegt bei abgeregelten 250 km/h. Den Kraftstoffverbrauch

geben die Ingolstädter mit durchschnittlichen 7,2 Liter auf

100 Kilometer an.

Der SQ5 kommt mit Allradantrieb und einem Torque-Vectoring-System zur

Verteilung der Antriebskraft. Das Fahrwerk ist sportlich abgestimmt, 20-

Zoll-Felgen auf 225/45er-Bereifung sind Serie, optional lassen 21-Zoll-Felgen

montieren.

Der SQ5 TDI ist nur das erste Modell einer ganzen Serie sportlicher Ableitungen

der Q-Baureihen von Audi. Ein SQ5 mit 245 kW/333 PS starkem

Kompressor-Benziner dürfte folgen.

A U T O - N E W S

Bundesrat lehnt aber neue Kürzel ab

Die alten Kennzeichen kehren zurück

Der Bundesrat hat den Plänen der Bundesregierung,

die alten Kfz-Kennzeichen wieder zuzulassen,

zugestimmt. Damit können Städte und

Gemeinden früher genutzte Kürzel wieder auf

Schilder prägen, sofern der Halter es wünscht.

Allerdings müssen die Länder beim Bundesverkehrsministerium

die Wiedereinführung der alten

Kennzeichenkürzel beantragen, weshalb es

hierfür kein generelles Startdatum gibt.

Keine neuen Kürzel

Den weitergehenden Plänen der Bundesregierung,

auch völlig neue Ortskürzel zuzulassen,

erteilte der Bundesrat hingegen eine Absage.

Diese Regelung führe zu einer unübersichtlichen

Vielzahl neuer zusätzlicher Kennzeichen. Die

Bundesregierung muss nun entscheiden, ob sie

die geänderte Fahrzeug-Zulassungsverordnung

in Kraft setzt.


A U T O - N E W S

Auch die Kompaktvans fahren jetzt mit dem Turbobenziner

Ford weitet Dreizylinder-Motorangebot aus

Im Focus und B-Max ist er schon ein fester Teil des Angebots,

jetzt wird der Dreizylinder von Ford auch beim

Ford C-Max und Grand C-Max eingebaut. Die Preise für

den 1,0-Liter-Turbobenziner mit 74 kW/100 PS und 92

kW/125 PS beginnen bei Ersterem bei 18.950 Euro und

in der siebensitzigen Version bei 20.450 Euro.

Im Durchschnitt verbrauchen beide Motoren im kürzeren

Van 5,1 Liter auf 100 Kilometer, was einem CO2-

Ausstoß von 117 g/km entspricht. Der größere Grand C-

Max genehmigt sich 0,1 Liter mehr (CO2-Ausstoß 119

g/km).

Der C-Max ist nicht das letzte Modell, in das Ford seinen

Dreizylinder verpflanzt. Anfang nächsten Jahres folgt der

Kleinwagen Fiesta, Mitte des Jahres das neue Mittelklasse-Modell

Mondeo und das neue SUV Ecosport.

Auch die C-Max Modelle sind von jetzt an mit dem Dreizylindermotor

erhältlich.

Das Cabrio soll rund 30.000 Euro kosten

Opel Cascada - Harter Konkurrent

Er gilt als schärfster Konkurrent des Golf Cabrios und

kommt Anfang 2013 auf den Markt. Der Opel Cabrio

Cascada basiert auf der kompakten Astra-Plattform,

zählt aber von seiner Größe her - rund 4,70 Meter -

schon zur Mittelklasse. Kosten soll das Cabrio laut "Auto

Bild" rund 30.000 Euro. Das VW Golf Cabrio kostet zwar

nur ab 23.625 Euro, ist aber deutlich kleiner. Der Cascada

wird nach Limousine, Fünftürer, Coupé und Kombi die

fünfte Karosserievariante der Astra-Familie.

Das Dach des Cabrios besteht aus einem mehrlagigen

Stoffverdeck. Sein Interior bietet viel Komfort und ausreichend

Platz für vier Personen. Die Stoffkapuze lässt

sich bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h elektrisch

öffnen und verschwindet vollständig unter dem

Heckdeckel.

Als Antriebe stehen die aktuellen Motoren des Astra zur

Verfügung sowie ein neuer 1,6-Liter-Benziner mit Direkteinspritzung.

Auch die neue Generation der 1,6-Liter-

Diesel mit einer Leistung zwischen 73 kW/100 PS und

132 kW/180 PS soll zum Einsatz kommen. Cascada ist

der spanische Name für „Wasserfall“, dessen fließende

Eleganz Opel gerne auf das Auto übertragen sehen

möchte.

Harte Konkurrenz für das Golf Cabrio

rollt heran: der neue Opel Cascada

M O T O R S P O R T / N E W S

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