SCE Jahresbericht 2016

Dirk.Hoppe

Jahresbericht 2016 des Strascheg Center for Entrepreneurship (SCE) der Hochschule für Angewandte Wissenschaften München (HM).

Liebe Freunde und

Partner des SCE,

wir werden 15 Jahre alt! 15 aufregende

Jahre, in denen wir viel erlebt,

angeschoben und dazugelernt haben,

uns aber trotz allem noch immer als

innovatives Start-Up sehen. Denn wir

wollen auch in Zukunft das vorleben,

was wir von unseren Studierenden

und Start-Ups einfordern. Und wir

sind noch immer voller neuer Ideen

und Pläne, mit denen wir die Entrepreneurship-Welt

mitgestalten und

junge Entrepreneure auf ihrem Weg

begleiten wollen.

Es bleibt uns auch gar nichts anderes

übrig, als innovativ zu sein, wenn wir

zurückblicken und sehen, wie schnell

sich das Thema Entrepreneurship und

seine Wahrnehmung in der Gesellschaft

gewandelt hat. Die Wirtschaft

beschwört den Gründergeist, und die

Bedeutung von Unternehmensgründungen

für die Innovationskraft einer

Gesellschaft ist mittlerweile nahezu

unbestritten. In der Wissenschaft hat

sich Entrepreneurship zur anerkannten

Disziplin aufgeschwungen, bei

der es nicht mehr nur um Gründungsförderung,

sondern um Schlüsselkompetenzen

geht, die für ein eigenbestimmtes

Leben in einer komplexen

Welt notwendig sind. Und selbst

aus dem Munde hochrangiger

PolitikerInnen ist ab und an zu hören,

dass wir eine andere Einstellung

zu den Themen Risiko und Scheitern

brauchen.

Wenn wir also Entrepreneurship

weiter fassen, dann bietet es für alle

– Angestellte, Innovatoren, Künstler,

Sozialarbeiter oder Gründer – Werkzeuge

und Methoden zum gestalterischen

Umgang mit unserer Gesellschaft.

Und wenn Entrepreneurship

wirklich ein Schlüssel zur Gestaltung

einer lebenswerten Zukunft sein soll,

dann kommt uns als Entrepreneurship-Center

die Verantwortung zu,

den rasanten Wandel im Rahmen von

Globalisierung, Digitalisierung und

hochdynamischen übergeordneten

Veränderungsprozessen, denen wir

auf allen Ebenen unterliegen, mit

zu begleiten.

In Europa müssen wir dazu erst noch

ein eigenständiges, standortkonformes

Entrepreneurship-Verständnis

etablieren und weiter schärfen. Denn

es ist zwar verlockend, ein erfolgreiches

Entrepreneurship-Ökosystem

oder den Mindset einer Gesellschaft

zu adaptieren oder zu kopieren, aber

gerade in den unruhigen Zeiten wie

diesen kann es eine große Chance

sein, einen eigenständigen Weg zu

finden. Das Silicon Valley oder der

chinesische Pacific Rim haben ihre

Standortspezifika, ihre Lebensphilo-

sophien und politischen Eigenheiten,

die sich von denen in Europa bezieh-

ungsweise Bayern klar unterscheiden.

Es wäre schade, unsere Errungen-

schaften und Stärken nicht mit den

Möglichkeiten der Entrepreneurship-

Aktivitäten zu verbinden. Deshalb

sehen wir hier einen großen

Gestaltungsspielraum mit einer

Vielzahl neuer Herausforderungen.

Diese Aufgabe, Unternehmertum

und Entrepreneurship Education in

Bayern, Deutschland und Europa

mitzugestalten, wollen wir gemeinsam

mit unserer Hochschule und

unseren Kooperationspartnern in

München und in der Region weiterverfolgen,

ebenso in der Denkfabrik

Gründerhochschule auf nationaler

Ebene und nicht zuletzt mit unseren

europäischen Netzwerken und

institutionellen Partnern wie der

Europäischen Kommission, OECD und

der HEInnovate Initiative. Sie alle

haben Anteil an unserer erfolgreichen

Entwicklung – zuvorderst als

Stifter und Hochschule, die immer

an unserer Seite stehen, aber auch

als Studierende, GründerInnen,

Unternehmenspartner oder Projektgeber.

Daher möchten wir uns als

Team herzlich für Ihre Unterstützung

und Ihr Engagement bedanken.

Wir haben noch viel vor und blicken

freudig gespannt in die Zukunft.

Ihr Klaus Sailer & das SCE-Team

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