Arbeitsmappe für Initiativgruppen - Allbau

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Arbeitsmappe für Initiativgruppen - Allbau

Arbeitsmappe

für

Initiativgruppen

Forum Gemeinschaftliches Wohnen e.V.

Bundesvereinigung

Hildesheimer Str. 20, 30169 Hannover

Tel. 0511-4753 253; Fax 4753 530

e-mail: info@fgw-ev.de

www.fgw-ev.de


FORUM GEMEINSCHAFTLICHES WOHNEN e.V.

Bundesvereinigung

ARBEITSMAPPE

Materialien für alle, die an der Entwicklung

neuer gemeinschaftlicher Wohnformen interessiert sind

Inhalt

M1 Das Forum Gemeinschaftliches Wohnen

M2 Wie möchte ich im Alter wohnen? – Fragen zur Entscheidungsfindung

M3 Fragebogen für Gruppenarbeit

M4 Typische Merkmale gemeinschaftlicher Wohnprojekte

M5 Drei Schritte zur Entwicklung von Gruppenarbeit

1. Soziale Interaktions- und Kommunikationsprozesse

2. Auswahl der Rechts- und Trägerformen

3. Finanzierung und Förderung von Gruppenbauvorhaben

M6 Modellsatzung für Wohnprojekte

M7 Regeln für Selbsthilfegruppen

M8 Für die Presse schreiben

M9 Literaturliste

M10 Fahrplan zur Gründung eines eingetragenen gemeinnützigen Vereins mit

Mustersammlung


Das „Forum Gemeinschaftliches Wohnen e.V.“ (FGW) ist

ein Zusammenschluss von Vereinen und Einzelpersonen,

die gemeinschaftliche, generationsübergreifende Wohnformen

bekannt machen, initiieren und verwirklichen.

Der Verein hat Mitglieder in allen Bundesländern und

unterhält neben der Geschäftsstelle in Hannover ein Netz

von Regionalen Kontaktstellen. Der Verein besteht seit

1989, zunächst als Arbeitsgemeinschaft und seit 1992 als

eingetragener gemeinnütziger Verein. Die Arbeit der

Geschäftsstelle und der Kontaktstellen wird weitgehend

von ehrenamtlichen Mitarbeitern geleistet.

Organisation

Im Vorstand sind Mitglieder aus verschiedenen Bundesländern

vertreten, die den Verein auf Bundes- und Landesebene

vertreten und die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern

pflegen.

Die Geschäftsstelle koordiniert die bundesweite Vereinsarbeit.

Sie ist Ansprechpartner für die Öffentlichkeit,

Medien, Politik, Kommunen, Wissenschaft und Forschung

und Veranstalter von Fachtagungen. Interessenten

bekommen hier Auskunft und Beratung über Aktivitäten

aus dem gesamten Bundesgebiet. Der Schwerpunkt der

Tätigkeit liegt in der Vernetzung unterschiedlicher Akteure,

die selbstbestimmte gemeinschaftliche Wohnprojekte

mit Beteiligung der Bewohner realisieren wollen.

Das Forum unterhält Regionale Kontaktstellen in verschiedenen

Bundesländern. Sie leisten die wichtige Arbeit

vor Ort und halten Kontakt mit den Projektgruppen und

Mitgliedsvereinen in ihrem Umkreis.

Ziele

1. Der Verein initiiert, berät und vernetzt alternative

Wohnprojekte sowie Wohninitiativen älterer und jüngerer

Menschen. Diese Gruppen wollen den Rahmen

für ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben in

Gemeinschaft schaffen.

2. Der Verein will Menschen anregen, für sich neue

Wohn- und Lebensformen zu finden und in der sich

verändernden Gesellschaft neue tragfähige soziale

Strukturen zu schaffen.

3. Der Verein unterstützt die Realisierung von Wohnprojekten,

die durch eigene Initiative entstehen und

FORUM GEMEINSCHAFTLICHES WOHNEN e.V.

Bundesvereinigung

deren Struktur und Bestimmung die Bewohner selbst

planen.

4. Der Verein unterstützt besonders die Entstehung von

Gruppen, in denen ältere und jüngere Menschen zusammenwohnen

wollen und so das Verständnis zwischen

den Generationen verbessern.

Zur Erreichung dieser Ziele dienen:

– öffentliche Veranstaltungen auf Bundesebene

– diverse Veranstaltungen auf regionaler und örtlicher

Ebene

– Seminare mit verschiedenen Kooperationspartnern

– Workshops zur Erarbeitung von Sachthemen

– Erstellung von Kurseinheiten zur Begleitung bestehender

Projekte (z.B. Konfliktbewältigung, Organisation

von Hilfe und Pflege)

– Erstellung von Bausteinen für Bildungsangebote

– Ausstellungen mit eigenen Projektdarstellungen

– Eingaben bei Bund, Ländern und Kommunen

– Vermittlung von Fachreferenten

– Vermittlung von Moderatoren zur Begleitung des

Gruppenprozesses

– Herausgabe von Arbeitsmaterialien für Initiativgruppen

– Herausgabe von Tagungsdokumentationen und Themen

bezogenen Publikationen

– Herausgabe eines e-mail Newsletters

– Exkursionen zu bestehenden Projekten

– Beratung von Menschen, die sich für alternative

Wohnformen interessieren

– Beratung von Investoren, Kommunen und Bauträgern

– Erstellung einer Datenbank mit Themen bezogenen

Informationen

– Erstellung und Verleih der Wanderausstellung

„Gemeinsam planen – zusammen wohnen. Wohnprojekte

von Alt und Jung


FORUM GEMEINSCHAFTLICHES WOHNEN e.V.

Bundesvereinigung

Wie möchte ich im Alter wohnen?

Fragen zur Entscheidungsfindung

von Erika Christopei–Bentfeldt

M2


Forum Gemeinschaftliches Wohnen e.V., Bundesvereinigung

Wie möchte ich im Alter wohnen? Fragen zur Entscheidungsfindung

von Erika Christopei-Bentfeldt

Forum für gemeinschaftliches Wohnen

(in BAGSO –Nachrichten 1/95)

Einige Schlagzeilen der letzten Zeit in den

Medien oder als Thema von Fachkongressen

lauten:

Älter werden – wohnen bleiben;

Selbstbestimmtes wohnen im Alter; Gemeinsames

wohnen von Jung und Alt;

Mehr-Generationen-Wohnen; Integriertes

Wohnen; Altersgerechtes und Betreutes

Wohnen; Barrierefreies Wohnen; Alternatives

Wohnen...

Jede Frau/jeder Mann, die/der im Alter

ihre Wohnform selbstbestimmt wählen

Fragen für das „Wohnen bleiben wie bisher“

Möchte ich meinen letzten Lebensabschnitt möglichst frei

gestalten und unabhängig von anderen sein?

Kann ich meinen Tagesablauf selbständig und zielorientiert

allein planen und zufrieden stellend gestalten?

Kann ich Alleinsein und Einsamkeit ohne Gefahr von Realitätsverlust

und Depression gut ertragen?

Gehen Impulse und Aktivitäten eher von mir aus als von

anderen?

Entspricht meine Wohnung meinen jetzigen und absehbaren zukünftigen

Bedürfnissen und Möglichkeiten in Bezug auf Lage, Größe,

Ausstattung und Finanzierbarkeit?

Ist meine Wohnung altersgerecht ausgestattet oder kann sie im Bedarfsfall

problemlos umgestaltet werden?

Liegt meine Wohnung ebenerdig, ist sie über Rampen oder mit

Aufzug in Obergeschossen zu erreichen?

Kann ich mich mit Gütern des täglichen Bedarfs möglichst

fußläufig versorgen?

Liegt eine Haltestelle des öffentlichen Verkehrs in der Nähe meiner

Wohnung?

Fühle ich mich bei Spaziergängen im Nahbereich auf Straßen, Wegen

und Plätzen sicher?

Besteht bei Krankheit oder im Notfall die Möglichkeit der Hilfe

durch Verwandte, Freunde, Nachbarn oder soziale ambulante

Dienste?

Habe ich entsprechende Vorsorgemaßnahmen getroffen und meinen

zweiten Wohnungsschlüssel hinterlegt?

kann, hat im wesentlichen drei Wahlmöglichkeiten:

� Wohnen bleiben wie bisher

� Wohnen in selbstbestimmten

Gemeinschaften

� Wohnen in sozialen Institutionen

Die folgenden Fragen können auf der Suche

nach der geeigneten Lebens- und

Wohnform im Alter bei der individuellen

Entscheidungsfindung hilfreich sein.

Ja � Nein �

Ja � Nein �

Ja � Nein �

Ja � Nein �

Ja � Nein �

Ja � Nein �

Ja � Nein �

Ja � Nein �

Ja � Nein �

Ja � Nein �

Ja � Nein �

Ja � Nein �

M02 Fragen Bagso rtf 1 M2


Forum Gemeinschaftliches Wohnen e.V., Bundesvereinigung

Bin ich an ein Notrufsystem, eine Telefonkette o.ä.

angeschlossen?

Ja � Nein �

Habe ich einen Vorvertrag mit einem Pflegeheim abgeschlossen? Ja � Nein �

Habe ich die erforderlichen notariellen Verfügungen getroffen und

ein Testament geschrieben

Habe ich mich von einem Bestattungsunternehmen beraten

lassen um die erforderlichen Entscheidungen zu treffen

Ja � Nein �

Ja � Nein �

Fragen für das „Wohnen in selbst bestimmten Gemeinschaften“

Möchte ich in meiner letzen Lebensphase mit anderen, auch nicht

verwandten Menschen in einer Haus- oder

Wohngemeinschaft zusammenleben?

Möchte ich meine täglichen Lebensfunktionen – Kochen, Essen, Bügeln,

Putzen, Fernsehen usw. in Gemeinschaft verbringen?

Wie viel Zeit benötige ich für mich persönlich und wie viel Zeit des

Tages möchte ich mit anderen Menschen verbringen?

Welche Eigenschaften bringe ich mit – z.B. Kontaktbereitschaft, Offenheit,

Freundlichkeit, Verantwortungsbewusstsein,

Hilfsbereitschaft – die ich in eine Haus- oder Wohngemeinschaft

zum Nutzen aller einbringen kann?

Kenne ich bereits Menschen, außerhalb verwandtschaftlicher

Beziehungen, mit denen ich mir ein Leben in Gemeinschaft im Sinne

einer Wahlfamilie vorstellen kann?

Welche tragende Idee steht hinter meinem Wunsch, ein Leben in

Gemeinschaft zu verbringen?

Z.B. gemeinsames Gestalten der Freizeit in Gesprächen, Besuch

von kulturellen Veranstaltungen, Wandern und Sport...?

Z.B. gemeinsames Ausprobieren kreativer Fähigkeiten und

aktive Begegnung mit der Kunst...?

Z.B. gemeinsames Erleben der Natur mit Kindern, Tieren und

Pflanzen, mit Gesundheitsbewusster Ernährung, auf der Grundlage

einer ökologisch bewussten Haltung...?

Z.B. gemeinsame weltanschauliche Überzeugung in Bezug auf

Nächstenliebe, Nachbarschaftshilfe, Verantwortungsbewusstsein

für mich und andere...?

Wie viel individuellen Raum, einschließlich Sanitärbereich,

benötige ich für mich allein oder mit Partner, um mich wohl zu fühlen

und in welcher Größe?

Welche Gemeinschaftsräume sind erforderlich, mit welchen Funktionen

und in welcher Größe um die Ziele meiner Wunschgemeinschaft

erfüllen zu können?

In welcher Lage – in der Innenstadt, am Stadtrand, in einer Kleinstadt

oder auf dem Lande – sollte sich meine Hausgemeinschaft befinden?

Ja � Nein �

Ja � Nein �

Ja � Nein �

M02 Fragen Bagso rtf 2 M2


Forum Gemeinschaftliches Wohnen e.V., Bundesvereinigung

Sehe ich in meinem Wohnort die Möglichkeit im vorhandenen Gebäudebestand

zusammen mit anderen meine Gemeinschaftswohnvorstellungen

zu realisieren?

Habe ich zusammen mit meinen Wahlverwandten finanzielle Möglichkeiten,

um ein Neubauvorhaben anzustreben?

Welche organisatorischen Schritte muss ich zusammen mit Gleichgesinnten

unternehmen, um ein Gemeinschaftswohn-projekt zu realisieren?

Z.B. Erarbeitung von Zielvorstellungen und Grundsätzen, um ein

zukünftiges Zusammenleben in einer Wohngruppe vorzubereiten?

Z.B. Erarbeitung von Zielvorstellungen und Grundsätzen, um ein

zukünftiges Zusammenleben in einer Wohngruppe vorzubereiten?

Z.B. Suche nach wohngruppenerfahrenen Beratern, die den

Gruppenbildungsprozess begleiten können?

Ja � Nein �

Ja � Nein �

Ja � Nein �

Ja � Nein �

Ja � Nein �

Z.B. Gründung eines Vereins, einer Baugenossenschaft? Ja � Nein �

Ja � Nein �

Z.B. Suche nach einem Architekten, der die Wunschvorstellungen

der Einzelnen in ein realisierbares Gemeinschaftswohnprojekt

umwandelt und die erforderlichen Pläne und Bauvorlagen erstellt?

Z.B. Suche nach einem Wohlfahrtsverband oder einem entsprechenden

sozialen ambulanten Dienst, der die Möglichkeit des betreuten

Wohnens im Notfall gewährleisten kann?

Z.B. Suche nach einer Kommune, die die baulich-rechtlichen Voraussetzungen

schafft und die zur projektbezogenen

Förderung und Finanzierung beiträgt?

Fragen für das „Wohnen in sozialen Institutionen“

Möchte ich mich im Alter auf die schönen Seiten des Lebens konzentrieren,

ohne mich mit den Alltagsproblemen zu sehr

belasten zu müssen?

Möchte ich meinen letzten Lebensabschnitt in der Geborgenheit einer

sozialen Institution, möglichst in einer Seniorenresidenz oder in

einem Wohnstift verbringen, sorgenfrei und ohne einen Haushalt

selbständig zu führen?

Möchte ich mich in meine eigenen Räume zurückziehen und jederzeit

die Gemeinschaft von Menschen haben können, ohne für sie

persönliche Verantwortung übernehmen zu müssen?

Möchte ich ein vielfältiges Angebot kultureller, geselliger, informativer

und gesundheitserhaltender Art im Hause haben?

Suche ich die Vollversorgung bei notwendiger Pflege und bis zum

Tode in der gleichen sozialen Institution?

Ja � Nein �

Ja � Nein �

Ja � Nein �

Ja � Nein �

Ja � Nein �

Ja � Nein �

Ja � Nein �

M02 Fragen Bagso rtf 3 M2


Forum Gemeinschaftliches Wohnen e.V., Bundesvereinigung

Kann ich mir ein solches Leben in Vollversorgung und Geborgenheit

finanziell leisten und wird es auch im Pflegefall finanzierbar

sein, ohne dass ich zum Sozialfall werde?

Liegt eine Haltestelle des öffentlichen Verkehrs in der Nähe meiner

Wohnung?

Fühle ich mich bei Spaziergängen im Nahbereich auf Straßen, Wegen

und Plätzen sicher?

Besteht bei Krankheit oder im Notfall die Möglichkeit der Hilfe

durch Verwandte, Freunde, Nachbarn oder soziale ambulante

Dienste?

Habe ich entsprechende Vorsorgemaßnahmen getroffen und meinen

zweiten Wohnungsschlüssel hinterlegt?

Bin ich an ein Notrufsystem, eine Telefonkette o.ä.

angeschlossen?

Ja � Nein �

Ja � Nein �

Ja o Nein o

Ja � Nein �

Ja � Nein �

Ja � Nein �

Habe ich einen Vorvertrag mit einem Pflegeheim abgeschlossen? Ja � Nein �

Habe ich die erforderlichen notariellen Verfügungen getroffen und

ein Testament geschrieben?

Habe ich mich von einem Bestattungsunternehmen beraten

lassen um die erforderlichen Entscheidungen zu treffen?

Weitere Überlegungen

Generell gilt es, im letzten Lebensabschnitt

die eigenen Bedürfnisse, Wünsche und

Zielvorstellungen bewusst zu erkennen

und in einer Art Lebensbilanz zu prüfen,

welche Schritte erforderlich und möglich

sind, um ein erfülltes Leben bei zunehmendem

Alter – mit wachsenden Einschränkungen

– bis zum Tode führen zu

können.

Es gilt aber auch die eigene Kräfte und Fähigkeiten

– vielleicht sogar die verborgenen

Talente – zu entdecken und zu entwickeln,

um auch im Älterwerden neue

Chancen der Entfaltung wahrzunehmen

Ja � Nein �

Ja � Nein �

und das Zusammenleben mit anderen

Menschen zu ermöglichen.

Abhängigkeiten müssen erkannt und angenommen

werden: von der gesundheitlichen

Verfassung, der finanziellen Versorgung

und nicht zuletzt von den gesellschaftlichen

Rahmenbedingungen, mit

dem Ziel, Altern, Sterben und Tod in Würde

zu vollenden.

(Erika Christopei-Bentfeldt, FGWA e.V.,

in BAGSO –Nachrichten 1/95)

M02 Fragen Bagso rtf 4 M2


FORUM GEMEINSCHAFTLICHES WOHNEN e.V.

Bundesvereinigung

Fragebogen für Interessenten an gemeinschaftlichen Wohnprojekten

Name: ................................................................... Straße: ...................................................................

PLZ/Ort: ................................................................... Tel.: ...................................................................

1. Warum beschäftigen Sie sich mit dem Thema “Gemeinschaftliches Wohnen”?

❐ Ich suche eine Wohnung für mich selbst ❐ Ich suche eine Wohnung für einen Angehörigen

❐ Ich interessiere mich für die Planung ❐ .andere Gründe

❐ Ich möchte eine Wohnung für später erwerben ❐ ............................................................................................

❐ .................................................................................... ❐ ............................................................................................

2. Welches sind Ihre wichtigsten Gründe für gemeinschaftliches Wohnen?

❐ Preiswerter Wohnraum ❐ Vermeidung von Einsamkeit

❐ Selbstbestimmtes Wohnen im Alter ❐ Ich will Nachbarn helfen

❐ Gemeinsame Aktivitäten / neue Anregungen ❐ Ich erwarte Hilfe von Nachbarn

❐ .................................................................................... ❐ ............................................................................................

❐ .................................................................................... ❐ ............................................................................................

3. Wie stellen Sie sich die Vorbereitung für die Gründung einer Hausgemeinschaft vor?

❐ Information über das Thema ❐ Aktive Mitarbeit in der Planungsgruppe Lister Plantage

❐ Mitgliedschaft in einem Gründungsverein ❐ ............................................................................................

❐ Gemeinsame Wochenendseminare ❐ ............................................................................................

❐ .................................................................................... ❐ ............................................................................................

❐ Vereinsbeitrag monatlich € 5.- ❐ € 10.- ❐ Anderer Betrag ....................................................................

€ .............................................................

4. Wann wollen Sie Mitglied einer Hausgemeinschaft in der Lister Plantage werden?

❐ So bald wie möglich ❐ In einem Jahr

❐ In fünf Jahren ❐ ............................................................................................

............................................................................................ ............................................................................................

1

M3


5. Wie stellen Sie sich das “Gemeinschaftliche Wohnen” vor?

❐ als Einzelappartements mit Gemeinschaftsbereich ❐ als Einzelzimmer mit Gemeinschaftsbereich

❐ als Hausgemeinschaft mit mehreren Wohnungen ❐

und Gemeinschaftsbereich ❐ ............................................................................................

❐ .................................................................................... ❐ ............................................................................................

❐ Mitbestimmung der Bewohner ❐ Gemeinschaftliches Essen

❐ Gemeinschaftliches Kochen ❐ Regelmäßige Versammlungen

❐ andere ❐ Geminschaftliche Unternehmungen

❐ .................................................................................... ............................................................................................

6. Wer sollte in der Gemeinschaft mit Ihnen gemeinsam wohnen?

❐ Frauen und Männer ❐ Auswahl erfolgt durch Beschluss der Bewohner

❐ Nur Frauen ❐

❐ Nur Männer ❐ ............................................................................................

❐ Nur Ältere ❐ ............................................................................................

❐ Jung und Alt ❐ ............................................................................................

❐ .................................................................................... ❐ ............................................................................................

7. Wieviele Personen sollten in der Gemeinschaft wohnen?

❐ 3 Personen (etwa) ❐ 5 Personen (etwa)

❐ 10 Personen (etwa) ❐ 20 Personen (etwa)

❐ Mehr als 20 Personen ❐ ............................................................................................

8. Wollen Sie eine Wohnung kaufen oder mieten?

❐ Ich möchte eine Wohnung mieten ❐ Ich möchte mich am gemeinsamen Erwerb

Ich möchte eine Wohnung kaufen mehrerer Wohnungen beteiligen

❐ a) um sofort dort zu wohnen ❐ b) um später dort zu wohnen

❐ .............................................................................................................................................................................................

............................................................................................

9. Gewünschte Wohnungsgröße

❐ unter 50 qm ❐ über 70 qm

❐ 50–70 qm ❐ andere: ...................................................................................

10 Wie sollte das gemeinschaftliche Wohnen vertraglich/juristisch geregelt werden?

❐ Durch Einzelmietverträge jeder Person mit dem Vermieter

❐ Durch Untermietverhältnis bei einem Verein/einer Organisation

❐ .............................................................................................................................................................................................

11 Wie sollte das das Zusammenleben der Bewohner geregelt werden?

❐ Durch Hausordnung für die Gemeinschaft

❐ Durch notariell abgesicherte Verträge

❐ .............................................................................................................................................................................................

2


12 Wie sollte, falls erforderlich, Hilfe und Betreuung geregelt werden?

❐ Mit Hilfe von ambulanten Diensten ❐ Pflege außerhalb der Gemeinschaft ( z.B. Tagespflege)

❐ Mit Hilfe der Angehörigen, soweit möglich ❐ ................................................................................................

❐ Durch gegenseitige Hilfe ❐ ................................................................................................

❐ Durch gegenseitige Hilfe und Pflege ❐ ................................................................................................

❐ Durch Pflegepersonal, das in der Gemeinschaft wohnt ❐ ................................................................................................

❐ .................................................................................. ❐ ................................................................................................

13 Was sollte zur Mindestausstattung eines Einzelappartements gehören?

❐ Kombinierter Wohn/Schlafraum ❐ Wohn- und Schlafraum getrennt

❐ Abgeschlossene eigene Küche ❐ Kochnische

❐ Eigenes WC ❐ Eigene Dusche

❐ Eigenes Wannenbad ❐ Abstellraum (Keller)

❐ Garage oder KFZ Einstellplatz ❐ ................................................................................................

❐ .................................................................................. ❐ ................................................................................................

❐ .................................................................................. ❐ ................................................................................................

14 Welche Gemeinschaftsräume halten Sie für wünschenswert?

❐ Gästezimmer ❐ Gästeappartement

❐ Wasch- und Trockenraum ❐ Bügel- und Nähraum

❐ Werkraum/Werkstatt ❐ Bibliothek/Musikraum

❐ Größerer Raum für gemeinsame Mahlzeiten und festliche Veranstaltungen

❐ .............................................................................................................................................................................................

15 Sollte die Wohnung barrierefrei gebaut und eingerichtet sein?

❐ Nur Bad und WC ❐ Die eigenen Wohnräume

❐ Die Gemeinschaftsräume ❐ Das ganze Haus

❐ .................................................................................. ❐ ................................................................................................

16a Wünschen Sie sich einen Garten?

❐ Um dort selbst Gemüse/Blumen anzupflanzen ❐ Um sich dort mit anderen zu treffen, Gäste zu haben usw.

❐ Als Ruhe- und Erholungsplatz ❐ ............................................................................................

❐ .................................................................................. ❐ ............................................................................................

❐ .................................................................................. ❐ ............................................................................................

16b ❐ Würden Sie dort selbst arbeiten wollen/können? ❐ Mit Unterstützung von anderen, ggf. auch mit fremder Hilfe

❐ Soweit möglich: regelmäßig, d.h. verantwortlich ❐ ............................................................................................

❐ .................................................................................. ❐ ............................................................................................

3


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Bundesvereinigung

Typische Merkmale gemeinschaftlicher Wohnprojekte

� Die Gemeinschaft beginnt bereits vor dem Einzug.

� Die Bewohner sind an der Projektentwicklung entweder als Initiatoren oder als

Mitwirkende beteiligt.

� Zum Selbstverständnis aller Wohnprojekte gehört die gegenseitige Hilfe

� Die Bewohner organisieren die Art und Weise ihres Zusammenlebens selbst.

Die Bewohner sollen und wollen ihre Projekte mit gestalten, mit verwalten und mit

verantworten. Sie übernehmen die Verantwortung für ihr eigenes Leben auch im

Alter, so lange sie dazu in der Lage sind. Sie übernehmen auch die Verantwortung

für andere Bewohner ihrer Hausgemeinschaft in einer verlässlichen Nachbarschaft .

Gemeinschaftliche Wohnprojekte werden nicht für sondern von und mit den Bewohnern

geplant und gebaut.

Gründe in einem gemeinschaftlichen Wohnprojekt zu leben

� Gemeinsame, selbst bestimmte Gestaltung der Wohn- und Lebensräumen

� In guter Nachbarschaft zusammen wohnen und dabei die Eigenständigkeit erhalten

� Vermeidung von Einsamkeit und Isolation und damit Verbesserung der

Lebensqualität

� Entwicklung von Selbsthilfesystemen in verschiedenen Lebensabschnitten

� Kostenersparnis sowohl bei der Realisierung von Projekten als auch im

täglichen Zusammenleben

� Auch in Alter so lange wie möglich die Kontrolle über das eigene Leben

erhalten

M04 Merkmale - 1 - M4

M4


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Drei Schritte zur Entwicklung von Gruppenbauvorhaben

1. Soziale Interaktions- und Kommunikationsprozesse

2. Auswahl der Rechts- und Trägerformen

3. Finanzierung und Förderung von Gruppenbauvorhaben

M5


Drei Schritte zur Entwicklung von Gruppenbauvorhaben

Bei der Realisierung eines Gruppenbauvorhabens werden von den meisten Projekten ähnliche Entwicklungsphasen durchlaufen,

in denen jeweils spezifische Fragestellungen zu klaren sind. Dieser Prozess soll exemplarisch dargestellt werden,

um Wohngruppen, die am Anfang des Weges stehen, einen Überblick über das zu geben, was sie erwartet und gleichzeitig

auf Ansätze zur Losung möglicher Probleme hinzuweisen.

1. Soziale Interaktion und Kommunikationsprozesse

Bestandteil der Entwicklung einer neuen Wohnkultur in

Gemeinschaftsbauvorhaben sind Klärungsprozesse.

Wohnprojekte brauchen "lebbare Grundlagen", die in

einem offenen Prozess von der Gruppe gemeinsam definiert

werden müssen. Es sind Leitziele zu entwickeln

und die Bereitschaft zur Annäherung muss vorhanden

sein.

Es ist also vieles gemeinsam zu besprechen. Für

das einzelne Gruppenmitglied mag dies vorher nicht

selbstverständlich gewesen sein. Die Mitglieder von

Gruppenbauvorhaben müssen sich auf gemeinschaftliche

Kommunikationsprozesse einlassen. Es ist notwendig,

sich mit seinen eigenen Fähigkeiten einzubringen

und mit Starken und Schwachen anderer umzugehen.

Oftmals sind schnelle Entscheidungsvorgänge

erforderlich, aber Klärungsprozesse in einer Gruppe

brauchen Zeit.

Bei der Entwicklung von Gruppenbauvorhaben

müssen allerdings nicht nur Gespräche innerhalb der

Gruppe, sondern auch Verhandlungen mit außen stehenden

Akteuren geführt werden.

Häufig benötigen Gruppenbauvorhaben die Unterstützung

öffentlicher Stellen zur Realisierung ihres

Projektes – sei es bei der Bewerbung um gemeindliche

Grundstücke, sei es bei der Inanspruchnahme von

Wohnungsbauförderungsmitteln etc. Die Fragestellungen

und Ansprüche von Gruppenprojekten unterscheiden

sich dabei oftmals von denen konventioneller Bauvorhaben.

In ihrer Mischung aus Alt und Jung, höheren

Einkommensgruppen und sozial schwachen Haushalten

usw. erweitern sie zum Beispiel den Rahmen traditioneller

Wohnungsbauförderung mit einer in der Regel

auf jede soziale Gruppe einzeln ausgerichteten Subvention

(Förderung von Altenwohnungen, Sozialer Wohnungsbau,

Eigenheimzulage usw.). Um in Kooperation

adäquate Lösungen zu finden, ist ein enger Kontakt zu

den entsprechenden Entscheidungsträgern wahrend der

Projektentwicklung hilfreich und sinnvoll.

Die Hilfe von Rechtsberatern und -beraterinnen

kann erforderlich sein, um die Ziele des Wohnprojektes

rechtswirksam abzusichern. Standardverträge, die in der

Regel auf individuelles Recht ausgerichtet sind, werden

den Ansprüchen von gemeinschaftlich orientierten

Wohnprojekten meist nicht gerecht. Es sollte nach

Beratern und Beraterinnen gesucht werden, die die Ziel-

vorstellungen des Projektes verstehen und Bereitschaft

zur kommunikativen Auseinandersetzung mitbringen.

Ein weiterer wichtiger Verhandlungspartner bei der

Entwicklung von Gruppenbauvorhaben sind die Kreditinstitute.

Diese sind auf Konzepte, die sozial verantwortliches

Gemeinschaftseigentum vorsehen, in der

Regel nicht vorbereitet. Ihre Praxis ist es, sich über das

Vermögen einzelner abzusichern. Wohngruppen, die

gemeinschaftliche Verfügungsrechte über das Wohneigentum

anstreben, haben für diese Zielvorstellungen

aufgeschlossene Kreditinstitute zu suchen.

"Soziale Gruppenbauvorhaben" wollen das Wohnen

für sich und ihre Gemeinschaft gemeinsam definieren.

Architekten und Architektinnen sollen die Zielvorstellungen

in einen baulich–räumlichen Entwurf umsetzen.

Dies sollte in einem kontinuierlichen Kommunikationsprozess

mit Bewohnern und Bewohnerinnen geschehen,

der zum einen besondere fachliche und soziale

Kompetenzen und zum anderen einen besonderen zeitlichen

Einsatz erfordert. Bei der Auswahl eines Architekturbüros

sollte darauf geachtet werden, dass Erfahrungen

mit Gruppenprojekten und mit der Beteiligung von

Bewohnerinnen und Bewohnern an der Planung vorhanden

sind.

Auch bei der Entscheidung für die ausführenden

Baufirmen sind einige spezielle Aspekte zu berücksichtigen.

Es sollte beispielsweise damit gerechnet werden,

dass sich einzelne Planungsentscheidungen wahrend des

Bauprozesses verändern. Dies kann zum einen daraus

resultieren, dass Veränderungen innerhalb der Gruppenzusammensetzung

stattfinden, zum anderen wird die

Konsequenz bestimmter Entwurfsideen für das zukünftige

Wohnen oftmals erst im Maßstab 1:1 erkennbar.

Gruppenbauvorhaben sollten deshalb bei den Baufirmen

ein flexibles Angebot einfordern, das Änderungswünsche

in einem angemessenen Kostenrahmen ermöglicht.

Bei vielen Gruppenbauvorhaben wird Selbsthilfe

am Bau angestrebt, um die Identifikation mit dem Projekt

zu erhöhen aber auch um Kosten zu sparen. Die

Selbsthilfeleistungen müssen mit den Arbeitsabläufen

der Baufirmen koordiniert werden. Diese sollten deshalb

zur Kooperation bereit sein und sich auf einen flexiblen

Bauprozess einlassen können.

M05 Drei Schritte.doc – 1 – M5


Gruppenbildung – Gruppengründung

In der Gründungsphase ist aus dem Kreis der Interessierten

eine Wohngruppe herauszubilden, deren Mitglieder

entschlossen sind, ein den gemeinsamen Vorstellungen

entsprechendes Wohnprojekt zu realisieren.

Die grundsätzlichen Aspekte des gemeinschaftlichen

Wohnprojektes sind zu klaren und eine gemeinsame

soziale Basis ist zu entwickeln. Zielvorstellungen, die

mit der Projektidee verbunden werden, sind auszutauschen

und ein gemeinsames Verständnis vom Wohnen

und vom Maß der Gemeinschaft ist zu vereinbaren.

Dies kann z.B. auch Aspekte des Umgangs zwischen

den Generationen und der kulturellen Integration umfassen.

Die Vereinbarkeit der unterschiedlichen individuellen

Wohnvorstellungen in einem Gemeinschaftsprojekt

ist sicherzustellen. Es sollten unterschiedliche soziale

Fähigkeiten thematisiert und in die Gruppe eingebracht

werden (handwerklich begabte Selbsthelfer allein sind

nicht die tragende Säule eines Wohnprojektes).

Die persönlichen, organisatorischen und finanziellen

Rahmenbedingungen der Projektgestaltung sind

frühzeitig abzustimmen. Hierzu gehören die finanziellen

Möglichkeiten der einzelnen Gruppenmitglieder, die

sich aus Einkommen und Vermögensbeständen unter

Einbeziehung der Möglichkeiten öffentlicher Förderung

ergeben, ebenso wie zum Beispiel Kriterien für die

Rechtsform des Gruppenzusammenschlusses und das

Verfügungsrecht über den Wohnraum.

Die notwendigen Selbstfindungsprozesse sind zeitaufwendig

und werden bei wachsender Gruppengroße

nicht selten schwerfällig. Grundsätzliche Aspekte des

Zusammenwohnens sollten in kleineren Arbeitsgruppen

mit unterschiedlichen Schwerpunktthemen vorge-

Bücher zur Gruppenarbeit

klärt und vorabgestimmt in die Gruppe eingebracht

werden.

Es ist zu empfehlen, dass sich die Interessenten in

der noch unverbindlichen Phase der Vorbereitung möglichst

genau kennen lernen. Gemeinsam verbrachte

Wochenenden oder Urlaube, die gemeinsame Besichtigung

von realisierten Projekten haben sich als förderlich

erwiesen.

Frühzeitig sind auch entstehende Konflikte anzusprechen.

Durch offene Gespräche über Probleme untereinander

sind persönliche Verletzungen zu vermeiden,

die sonst im Zusammenleben lange Heilungsprozesse

erfordern.

In der Phase der grundsätzlichen Klärungen sollte

die bestehende Gruppe bereits damit beginnen, sich

nach geeigneten Architekturbüros sowie Beratern und

Beraterinnen in Rechts- und Finanzierungsfragen umzusehen.

Zur Verbesserung und Erleichterung des Kommunikationsprozesses

ist es zu empfehlen, ab und zu

eine außen stehende Person hinzuzuholen, die den

Gruppenprozess begleitet.

Um im Gruppenbildungsprozess eine höhere Verbindlichkeit

zu erlangen, kann es sinnvoll sein durch

eine Vereinsgründung oder die Vereinbarung einer einmaligen

Zahlung in einen Planungsfonds der Gruppe

eine erste verbindende Form zu geben.

Der Zeitaufwand für die Entwicklung eines Sozialen

Gruppenbauvorhabens ist nicht gering. Der Realisierungsprozess

dauert bis zum Bezug der Wohnung erfahrungsgemäß

mindestens zwei Jahre. Ein Gruppenbauvorhaben

ist keine schnelle Lösung bei akuter Wohnungsnot

oder dringender Wohnungssuche.

Bach, R./Wyden, P.:

Streiten verbindet,1987, Fischer TB 3321, ISBN 3596233216, DM 16.90

Koch, Gerd:

Die erfolgreiche Moderation von Lern- und Arbeitsgruppen, Verlag Moderne Industrie, Landsberg 1988, 203 S.,

ISBN 3478119634, DM 59.–

Langmaack, B. / Braune–Krickau, M.:

Wie die Gruppe laufen lernt, Anregungen zum Planen und Leiten von Gruppen, Psychologie Verlags Union 1985.

190 S., ISBN 3621271724, DM 38.–

M05 Drei Schritte.doc – 2 – M5


2. Auswahl der Rechts- und Trägerform

Spätestens mit dem Grundstückskauf wird innerhalb der Wohngruppe ein verbindliches Rechtsverhältnis zu schaffen

sein. Zu diesem Zeitpunkt sind die Kriterien für die angestrebte Rechtsform von entscheidender Bedeutung und bei

Grundstückskauf oder Erbpachtbestellung zu beachten. Es ist allerdings nicht in jedem Fall erforderlich, dass die vorgesehene

Rechtskonstruktion bereits rechtskräftig gegründet ist.

In jedem Fall ist es sinnvoll, klare Regelungen darüber zu treffen, was die Gruppe in der Planungs-, der Bau- und der

Nutzungsphase gemeinsam entscheidet, in welcher Form Entscheidungen getroffen werden (z. B. Konsensprinzip oder

Mehrheit der Anwesenden) und welche Rechte und Pflichten (z. B. bezüglich der Haftung) das einzelne Mitglied haben

soll. Die Bedingungen für den Ein- und Ausstieg sind zu formulieren.

Es ist dringend geraten, diese Regelungen schriftlich festzuhalten, wenn sie nicht ohnehin zu diesem Zeitpunkt bereits

Bestandteil der Rechtskonstruktion werden.

Die Organisationsform zur dauerhaften rechtlichen Absicherung der Gruppenbindung sollte sich z. B. an folgenden

Kriterien orientieren:

• Sicherstellen gemeinsamer Entscheidungsstrukturen;

• Herstellen einer gemeinsamen Handlungsfähigkeit nach außen, insbesondere bei wirtschaftlichem Handeln;

• Erhalten der Möglichkeiten zu sozial gemischter Gruppenbildung, so dass nicht bestimmte Einkommensgruppen

durch Finanzierungsnachteile ausgegrenzt werden;

• Neutralisieren des Kapitals in Bezug auf die Entscheidungsprozesse und die Verwertung der Wohnung, d. h. Ausschluss

individueller spekulativer oder den Gruppeninteressen widersprechender Verwertung der Kapitaleinlagen;

• Zulassen und Ermöglichen flexibler Formen der Realwertsicherung/ Durchschnittsverzinsung der eingebrachten Anteile;

• Einfacher Nutzer- und Nutzerinnenwechsel mit verbindlichen Regelungen, die eine Mitbestimmung der Gemeinschaft

ermöglichen;

• Haftungsbeschränkung für das einzelne Mitglied und Schutz der Gruppe bei einer möglichen Auflösung der Gemeinschaft

(Zwangsversteigerung).

Es gibt keine allgemeingültige Rechtsform für Gruppenbauvorhaben. Die Rechtsform soll die Ansprüche und Erwartungen

in einem rechtsförmlichen Verhältnis regeln. Die soziale Qualität gemeinschaftlichen Wohnens ist nicht durch

Rechtsformen sicherzustellen. Jede Gruppe hat sich ihre Rechtsform nach ihren gemeinschaftlich zu erarbeitenden und zu

vereinbarenden Zielvorstellungen zu suchen. für den Einzelfall sind nicht selten kombinierte Formen die beste Losung.

Damit eine erste Einschätzung der Vor- und Nachteile der einzelnen Rechtsformen möglich ist, sollen hier kurz die wesentlichen

Eigenschaften dargestellt werden.

Der eingetragene Verein – e V.

Ein rechtsfähiger Verein ist eine im Vereinsregister

eingetragene, zu einem ideellen Zweck und auf Dauer

angelegte Vereinigung von Personen, deren Bestand

vom Wechsel der Mitglieder unabhängig und bei der die

Haftung auf das Vereinsvermögen beschränkt ist. Die

rechtlichen Grundlagen liefert das Bürgerliche Gesetzbuch

(BGB) in den §§ 21 und 22.

• Zu einer Vereinsgründung bedarf es einer Gründungsversammlung

mit mindestens 7 Personen,

dem Protokoll der Gründungsversammlung und einer

Satzung, die über einen Notar beim Amtsgericht

einzureichen sind.

• In der Vereinssatzung ist die freie Gestaltung der

internen Entscheidungsstrukturen möglich, dazu

gehört die Vereinbarung von Mehrheitsquoten bis

zum Konsens; wie z.B., dass alle Bewohner und

Bewohnerinnen bei Hausinvestitionen zustimmen

müssen.

• Die Integration des im Grundsatz selbständigen

Vorstandes in die gemeinschaftliche Vereinsarbeit

ist in der Satzung möglich, wie z.B. der Zustimmungsvorbehalt

bezüglich der Wohnungsbelegung

oder eines Kontrollgremiums zu Investitionsmaßnahmen.

• Die in der Satzung festgelegten Ziele können ohne

rechtsförmliche Verfahren weiterentwickelt werden.

• Bei gemeinnützigen Vereinen ist eine Rücklagenbildung

(Unterstützungsfonds für andere neue Projekte

etc.) ohne Steuerzahlungsverpflichtung möglich.

• Für Schulden haftet der Verein nur mit seinem

Vermögen. Vereine mit geringem Vermögen besitzen

einer geringe Kreditwürdigkeit.

• Zur Erlangung der Kreditwürdigkeit wird oftmals

eine persönliche Bürgschaft von Vorstandsmitgliedern

verlangt.

M05 Drei Schritte.doc – 3 – M5


• Vereinsmitglieder können nicht am Vermögenszuwachs

teilhaben, d. h. dass z. B. bauliche Selbsthilfe

nur zum Nominalwert abgegolten werden

kann.

• Bei Vereinen ergibt sich eine unterschiedliche Bindung

an das Objekt, wenn viele externe ,,Förderer"

Mitglied werden. Dadurch können Auseinandersetzungen

zwischen Wohngruppe und Vereinsmitgliedern

entstehen.

• Ein eingetragener Verein kann seine rechtliche

Verpflichtung zur Einhaltung der ideellen Zielsetzung

nicht allein durch die Bewirtschaftung einer

Wohnanlage erfüllen.

Gesellschaft bürgerlichen Rechts – GbR

Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (BGB-

Gesellschaft) ist eine Personengesellschaft, bei der alle

Beteiligten einen gemeinsamen Zweck wie z. B. den

Erwerb oder das Bewohnen eines Wohngebäudes verfolgen.

Die Grundsätze dieser Gesellschaftsform sind im

Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) in den §§ 705–750

dargelegt.

Zum Einrichten einer GbR bedarf es keiner formeller

Vereinbarungen. Die Grundsätze einer GbR sind im

BGB formuliert. Darüber hinaus aber ist es möglich,

im Gesellschaftsvertrag weitergehende Grundsätze gemeinsamen

Handelns nach den Vorstellungen der Gesellschafter

auszurichten – wie z.B. Unabhängigkeit der

Mitgliedsrechte von der Höhe des eingelegten Kapitalanteils,

Konsensprinzip etc.

Die Kreditwürdigkeit ergibt sich aus der Bonität der

Gesellschafter. Jedes Mitglied der Gesellschaft hat die

persönlichen Vermögensverhältnisse bei dem für die

Bereitstellung von Hypothekendarlehen angesprochenen

Kreditinstitut offenzulegen.

Im Falle der überwiegenden Vermietung sind in der

Steuererklärung jedes einzelnen GbR Mitgliedes Einnahmen

und Ausgaben aus Vermietung und Verpachtung

gegenüberzustellen. Gebäudeabschreibung und

Werbungskostenabzüge gehen in die Gewinn und Verlustrechnung

ein.

Durch Änderung des Gesellschaftervertrages (Vereinbarung

einer "Fortführungs-GbR") ist unter Änderung

der Grundbucheintragung ein relativ leichtes Ausscheiden

möglich.

Grundlage der finanziellen Abwicklung eines Gesellschafterwechsels

ist der Wert des Wohnprojektes

Resümee:

Kernpunkt des Vereinsrechts ist die ideelle Zielsetzung.

Wirtschaftliche Tätigkeit und Vermögensverwaltung

(wie das Vermieten von Wohnungen) darf der Verein

nur als untergeordnete Tätigkeit (Zweckbetrieb) entfalten.

Die Entscheidung, ob ideelle Tätigkeit oder eine

unzulässige wirtschaftliche Aktivität vorliegen, ist ins

Ermessen der zuständigen Behörden gestellt.

Es ist also gründlich zu prüfen und durch entsprechende

Beratung sicherzustellen, ob ein eingetragener

Verein genügend Rechtssicherheit für den angestrebten

Zweck des Projektes bietet.

Dem eingetragenen Verein kommt vor allem dort

eine besondere Bedeutung zu, wo es gilt, gemeinschaftsorientierte

Dienstleistungen und Verwaltungseinrichtungen

(Betreuungsträger o. a.), als ideelle Träger neben

rechtsförmlich anderweitig abgesicherten Wohnprojekten

einzurichten.

bzw. seines Anteils zum Zeitpunkt des Ausscheidens

(Zeitwert).

Wertbegrenzende Abfindungsklauseln beim Ausscheiden

sind im Gesellschaftsvertrag möglich, haben

aber geringe Rechtswirksamkeit im Streitfalle. Damit

kann sich aufgrund der höheren Wiedereinstiegspreise in

die GbR eine soziale Hürde für nachrückende Gesellschafter

ergeben.

Eine Förderung nach dem Eigenheimzulagengesetz

ist im Rahmen einer allgemeinen, auf Vermietung orientierten

GbR nicht möglich, da keine Identität zwischen

GbR und zu fördernder Person besteht.

Bei Selbstnutzern und Selbstnutzerinnen innerhalb

einer GbR ist die Möglichkeit der Förderung nach Eigenheimzulagengesetz

(als selbst genutztes Eigentum !)

auf den jeweiligen Anteil an der GbR bezogen auf die

selbst genutzte Wohnung reduziert.

Es besteht gesamtschuldnerische Haftung für alle

Verbindlichkeiten der Gesellschaft. Eine Haftungsbeschränkung

für den Einzelnen ist schwer zu realisieren.

Ein Kreditinstitut akzeptiert in der Regel keine GbR

mit beschrankter Haftung (GbRmbH). Grundlage der

Kreditbewilligung ist die Einzelfallentscheidung. So

verbleibt das Risiko bei den vermögenden Gesellschaftern.

Resümee:

Die GbR ist eine Rechtsform mit geringem Gründungs-

und Organisationsaufwand, in der sich durch

entsprechende Gesellschaftsverträge auch demokratische

Strukturen realisieren lassen. Probleme sind bezüglich

der gesamtschuldnerischen Haftung der Gesellschafter

und beim Ausstieg aus dem Projekt zu erkennen. Auf-

M05 Drei Schritte.doc – 4 – M5


grund der Unsicherheiten bezüglich der Förderung nach

Eigenheimzulagengesetz oder öffentlicher Wohnungsbauförderung

ist die Rechtsform bei gemischten Nutzungsverhältnissen

nicht gerade vorteilhaft. Angesichts

des erforderlichen formalen Regelungsbedarfes – notarielle

Veränderung von Grundbucheintragungen bei

Genossenschaft – e. G.

Die Genossenschaft ist ein Zusammenschluss von natürlichen

und juristischen Personen zum Zweck der

wirtschaftlichen Förderung ihrer Mitglieder. Ihr Ziel ist

nicht die optimale Kapitalverwertung, sondern die vorrangige

Orientierung auf die Mitglieder. Die eingetragene

Genossenschaft e. G. ist ein durch ein eigenständiges

Gesetz, das Genossenschaftsgesetz (GenG), geregelter

wirtschaftlicher Verein. Es gibt in der Wohnungswirtschaft

mittlerweile drei Genossenschaftsformen.

Die erste Form der traditionellen Wohnungsgenossenschaften

wird mittlerweile wie ein freies Wohnungsunternehmen

angesehen und hat die volle Steuerpflicht.

Mit der Auflösung des Wohnungsgemeinnützigkeitsgesetzes

wurde als zweite Variante

die Bildung einer so genannten "Vermietungsgenossenschaft"

mit einer Beschränkung des "Nichtmitgliedergeschäftes"

einschließlich gewerblicher Vermietungen

auf unter 10% der gesamten Einnahmen

möglich. Diese Vermietungsgenossenschaft kann steuerfreie

Rücklagen bilden.

Die so genannte "Eigentümergenossenschaft" wurde

im Zusammenhang mit der Privatisierungsverpflichtung

aus dem Altschuldenhilfegesetz für die neuen Bundesländer

als dritte Variante entwickelt und bekommt

mit dem Eigenheimzulagengesetz ab dem 1.1. 1996

eine bundesweite Bedeutung.

• Auf der Grundlage des Genossenschaftsgesetzes ist

die Genossenschaft eine Rechtsform mit demokratischer

Struktur (eine Person/eine Stimme, unabhängig

der von ihr erworbenen Genossenschaftsanteile)

und sozialem Gemeinschaftsauftrag.

• Die Gründung einer Genossenschaft erfolgt aufgrund

der gemeinsamen Errichtung eines Statuts

durch mindestens 7 Mitglieder und die Eintragung

der Genossenschaft in das Genossenschaftsregister.

• Die Grundlage der Anerkennung ist eine Gründungsprüfung

des jeweiligen Prüfungsverbandes

auf der Basis eines konkreten Projektes, das sich

im Sinne der wohnungswirtschaftlichen Grundsätze

des Prüfungsverbandes als finanzierbar darstellen

muss. Es können zur Absicherung des ersten Projektes

persönliche Bürgschaften der Gründungsmitglieder

erforderlich werden.

Gesellschafterwechsel, Abfindungsklauseln und deren

Wertermittlung etc. wird diese Rechtsform bei zunehmender

Gruppengröße aufwendig, teuer und umständlich

im Geschäftsverkehr.

• Bei den Kreditinstituten wird auf der Grundlage

einer anerkannten Gründungsprüfung eine hohe

Akzeptanz als Kreditnehmer erreicht.

• Die Haftung ist für die Genossen beschrankt. Eine

in der Satzung einzuführende aber auch auszuschließende

Nachschussverpflichtung beschreibt die

Höhe der möglichen Haftung.

• Der Genossenschaftsanteil ist auf die gezeichneten

Anteile beschrankt (Nominalprinzip). Der Vermögenszuwachs

bleibt mit Ausnahme der besonderen

Regelungen einer " Eigentümergenossenschaft" bei

der Genossenschaft und ist im Sinne der Satzung

zu verwenden.

• Regelmäßige Prüfungsberichte durch den jeweiligen

Verband der Wohnungswirtschaft sichern die

handelsrechtliche Kontinuität im Sinne des Genossenschaftsgesetzes.

• Durch die Prüfungsverpflichtung (ab einer gewissen

Bilanzsumme jährlich) entstehen zusätzliche

laufende Kosten (mind. 5.000 DM jährlich).

• Zum Schutz des Genossenschaftsvermögens ist bei

Ausstieg die Rückgabe der Gesellschaftsanteile erschwert.

• Genossenschaftsanteile sind mit Ausnahme der

besonderen Regelungen einer Genossenschaft nach

dem Eigenheimzulagengesetz nicht vererbbar. Erben

müssen als Mitglied wieder aufgenommen

werden, um Wohnrechte zu bekommen.

• Nach dem Eigenheimzulagengesetz vom 1.1.1996

ist auch eine Förderung von Objektkosten im

Rahmen der nach dem 1.1.1995 neu gegründeten

Genossenschaft möglich.

Resümee

Die Genossenschaft bietet optimale Möglichkeiten der

Bindung der Mitglieder untereinander, sowie ihrer demokratischen

Beteiligung an allen Vorgängen, die gemeinsame

Belange betreffen. Die Grundlage für diese

Beteiligungsmöglichkeiten liefert das Genossenschaftsgesetz.

Einer der Grundsätze der Genossenschaft ist, dass

beim Ausscheiden eines Mitgliedes sein Geschäftsanteil

streng nach dem Nominalprinzip (= eingezahlter Anteil)

ausgezahlt wird. Damit ist jede Möglichkeit der indivi-

M05 Drei Schritte.doc – 5 – M5


duellen Realisierung von Wertsteigerungen an den

Wohnimmobilien ausgeschlossen.

Genossenschaften müssen grundsätzlich Mitglied

im Verband werden (Pflichtmitgliedschaft). Eine Genossenschaft

bedarf der Anerkennung als neue Genossenschaft

durch die Prüfungsverbande, die über die Aufnahme

in den jeweiligen Verband (in Niedersachsen der

Verband niedersächsisch–bremischer Wohnungsunternehmen

e.V.) entscheiden.

Gesellschaft mit beschränkter Haftung – GmbH

Die GmbH ist eine juristische Person, die ihre Rechtsfähigkeit

mit der Eintragung in das Handelsregister

erreicht. Das Rechtsverhältnis der GmbH ist in einem

GmbH-Gesetz als Sondergesetz geregelt. Eine GmbH

kann zu jedem gesetzlich zulässigen, also auch einem

nicht-gewerblichen Zweck gegründet werden. Die Gesellschafter

sind mit Einlagen auf das Stammkapital

beteiligt, ohne persönlich für die Gesellschaftsschulden

zu haften.

• Bei der Eintragung ins Handelsregister werden nur

die formalen Voraussetzungen überprüft, nicht aber

die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Eine Gründung

ist leicht möglich, und es besteht bis zu einer

gewissen Bilanzsumme keine Prüfungsverpflichtung.

• Innerhalb einer GmbH ist mittels des Gesellschaftervertrages,

der stets notarieller Beurkundung bedarf,

eine klare Aufgabenstellung für die Geschäftsführung

bezogen auf die gemeinschaftlichen Zielvorstellungen

und die Einbindung in die Gesellschafterversammlung

möglich ( z. B. Zustimmungsvorbehalt

der Gesellschafterversammlung

etc.).

• Das Stammkapital einer GmbH muss mindestens

50.000 DM betragen.

• Über die Einzahlung des Stammkapitals hinaus

gehen die Gründer grundsätzlich keine Haftungsverpflichtung

ein. Die GmbH haftet gegenüber ihren

Gläubigern nur beschränkt auf ihr eigenes

Vermögen.

• Nach dem Gesetz sind die Geschäftsanteile an einer

GmbH frei veräußerlich. Der Gesellschaftervertrag

Buchtipps

Eine Genossenschaft kann sich also erst als e.G.

konstituieren, wenn sie in der Lage ist, den Prüfern des

Verbandes eine Eröffnungsbilanz und eine betriebswirtschaftliche

Kalkulation vorzulegen.

Aufgrund der hohen kontinuierlichen Kosten, die

sich aus den regelmäßigen Prüfungen durch den Genossenschaftsverband

ergeben, ist das Betreiben einer Genossenschaft

für kleinere Gruppenprojekte erschwert.

kann aber die Übertragbarkeit von GmbH-Anteilen

an die Zustimmung der Gesellschafterversammlung

binden.

• Der Abfindungsanspruch eines ausscheidenden Gesellschafters

kann über den Gesellschaftsvertrag auf

den Anteil des Gesellschafters am nominellen Eigenkapital

der Gesellschaft (Stammkapital, offene

Rücklagen, Bilanzgewinn) beschrankt werden.

• Gesellschafterwechsel bedürfen der Änderung des

Gesellschaftervertrages, die jeweils notariell zu

bestätigen ist.

• Für eine GmbH besteht die volle Steuerverpflichtung

als juristische Person des Handelsrechtes.

• Eine Förderung von Gesellschafteranteilen nach

dem Eigenheimzulagengesetz ist nicht möglich.

Resümee

Die bei Gruppenwohnprojekten im allgemeinen erwünschte

demokratische Willensbildung und Absicherung

von Mitwirkungsrechten der Beteiligten sowie

Beschränkungen in der Verfügung über die Geschäftsanteile

bedürfen in einer GmbH einer differenzierten Regelung

im Gesellschaftsvertrag. Durch die freien Gestaltungsmöglichkeiten

bei Gesellschaftsverträgen können

entsprechende Vereinbarungen getroffen werden. Durch

den hohen formalen Aufwand bei Abtretung von Geschäftsanteilen

an andere Personen ist allerdings bei

Vertragsgestaltung eine entsprechend qualifizierte Beratung

sinnvoll. In diesem Sinne ist auch eine GmbH

eine mögliche, jedoch mit besonderem formalen Aufwand

verbundene Rechtsform für Gruppenbauvorhaben.

Ott

Vereine gründen und erfolgreich führen, dtv Rechtsberater Nr. 5231, ISBN 3423052317, DM 9.90

Werner, Olaf

Verein, Das Buch zur Fernsehserie ARD Ratgeber Recht 1996, 216 S., Suhrkamp Taschenbuch nomos 107, ISBN

3518196078, DM 16.80

M05 Drei Schritte.doc – 6 – M5


Finanzierung und Förderung von Gruppenbauvorhaben

Finanzierung

Voraussetzung für die Entwicklung eines Finanzierungskonzeptes

für ein Gruppenbauvorhaben ist die

Transparenz der finanziellen Möglichkeiten der einzelnen

Gruppenmitglieder. Die beteiligten Personen sollten

für sich klaren, was das Wohnen kosten darf oder

soll. Daraus ergibt sich die Hohe der Kapitaleinlagen

in das Projekt oder die Hohe der Darlehen, die bedient

werden können.

Die frühzeitige Abstimmung der Finanzierungsmodalitäten

mit potentiellen Kreditgebern ermöglicht eine

Abschätzung des Finanzrahmens für das Projekt. Da

für Wohnungsbauvorhaben Kreditverträge mit erheblichen

Kapitalbetragen abgeschlossen werden müssen,

ist es zu empfehlen, die Angebote von unterschiedlichen

Kreditinstituten zu vergleichen. Die Spielraume

Wohnungsbauförderung

Die staatliche Unterstützung des Wohnungsbaus basiert

auf der direkten öffentlichen und der indirekten

steuerlichen Förderung. Die direkte Förderung umfasst:

• die Objektförderung, in deren Rahmen der Soziale

Wohnungsbau sowie der Bau von Mietwohnungen

und Eigenheimen gefördert werden, und

bei den Prozentsätzen sind bei Hypothekendarlehen

nicht unerheblich.

Darüber hinaus sind Kosteneinsparungen über die

Konditionen des Vertrages möglich. Zu beachtende

Punkte sind: Tilgungsverrechnung, Nebenkosten des

Vertragsabschlusses, Kosten für die Bereitstellung des

Kredites, kostenfreie Bereitstellungszeiträume, Auszahlungsmodalitäten

etc. Der angegebene effektive

Jahreszins wird sich durch die Gestaltung dieser Rahmenbedingungen

wieder verändern. Um günstige Konditionen

aushandeln zu können, kann es deshalb durchaus

sinnvoll sein, den gesamten Kreditbedarf des

Gruppenbauvorhabens bei einem gemeinsamen Kreditinstitut

zu decken.

• die Subjektförderung, mit der einkommensschwachere

Haushalte durch Wohngeld und Lastenzuschüsse

finanziell unterstützt werden.

• Die indirekte steuerliche Förderung wird gewährt

in Form von erhöhter Abschreibung bei Mietwohnungen

Informationen zur direkten Förderung geben die Kommunen

Wegen der derzeit unklaren Gesetzeslage können bis auf weiteres keine zuverlässigen Angaben gemacht werden.

(Anmerkung der Redaktion)

Aktuelle Informationen zu Rechts- und Finanzierungsfragen stehen im

Internet unter

www.fgw-ev.de >Fachberatung

M05 Drei Schritte.doc – 7 – M5


FORUM GEMEINSCHAFTLICHES WOHNEN e.V.

Bundesvereinigung

Mustersatzung

eines eingetragenen gemeinnützigen Vereins

Satzungsentwürfe sollten vor der Verabschiedung mit dem Sachbearbeiter /

der Sachbearbeiterin des zuständigen Finanzamts besprochen werden!

M6


Die Vereinssatzung

§ 1 Name, Sitz, Geschäftsjahr

1. Der Verein führt den Namen XXXX

2. Der Verein hat seinen Sitz in YYYY

3. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2 Vereinszweck

Zweck des Vereins ist

1. die Förderung einer zeitgemäßen Altershilfe,

2. die Verhinderung von Alterseinsamkeit, um so Lebenskraft und Gesundheit zu stärken,

3. die Information der Öffentlichkeit und privater Interessenten über selbstbestimmte, gemeinschaftliche

Wohnprojekte als Alternative zu Alten- und Pflegeheimen,

4. die Zusammenführung gleichgesinnter älterer und hilfsbedürftiger Menschen, die sich gegenseitig Hilfe

leisten und eine nachbarschaftsorientierte Wohnform realisieren wollen,

5. die Planung und Umsetzung eines Wohnprojektes für diese Personengruppe, in dem ein stabiles soziales

Umfeld den Bewohnern die Eigenständigkeit und den Verbleib in der eigenen Wohnung bis zum

Lebensende ermöglicht,

6. die Schonung der Umwelt durch verantwortungsbewussten Umgang mit Rohstoffen und Energien

beim Bau des Hauses sowie auch später in der Wohnphase.

§ 3 Gemeinnützigkeit

1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts

"Steuerbegünstigte Zwecke" des § 52 Abs. 2 der Abgabenordnung. Der Verein ist selbstlos tätig, er

verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

2. Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsgemäße Zwecke verwendet werden. Die Funktionen werden

ehrenamtlich ohne Vergütung erfüllt, lediglich effektiv anfallende Aufwendungen werden erstattet. Es

darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismäßig

hohe Vergütungen begünstigt werden.

3. Zuwendungen von Todes wegen können dem Vereinsvermögen zugeführt werden, wenn die zuwendende

Person dies ausdrücklich bestimmt hat bzw. wenn eine zeitnahe Verwendung für steuerbegünstigte

Zwecke ausdrücklich vorgeschrieben wurde.

4. Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins

an eine steuerbegünstigte Körperschaft, die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige

Zwecke zu verwenden hat.

§ 4 Mitgliedschaft

1. Mitglied kann jede natürliche oder juristische Person werden, die an den Zielen und Aufgaben des Vereins

"XXXX" mitwirken möchte.

2. Die Aufnahme in den Verein ist schriftlich zu beantragen. Über die Aufnahmeantrag entscheidet der

Vorstand. Bei Ablehnung des Aufnahmeantrages durch den Vorstand entscheidet die Mitgliederversammlung.

3. Die Mitgliedschaft endet durch schriftliche Kündigung gegenüber dem Vorstand mit einer Frist von

6 Wochen zum Jahresende oder durch Tod.

4. Ein Vereinsausschluss kann nur aus schwerwiegenden Gründen erfolgen. Der Antrag auf Ausschluss

muss als Tagesordnungspunkt im Rahmen einer Mitgliederversammlung angekündigt sein. Die Betroffenen

haben das Recht auf Anhörung.

§ 5 Beitrag

Die Höhe des Vereinsbeitrages wird von der Mitgliederversammlung festgelegt.

M06 Mustersatzung. 1


§ 6 Organe des Vereins

Organe des Vereins sind:

1. die Mitgliederversammlung,

2. der Vorstand.

§ 7 Mitgliederversammlung

1. Die Mitgliederversammlung ist mindestens einmal jährlich und nach Bedarf einzuberufen.

2. Die Einberufung zur Mitgliederversammlung erfolgt schriftlich unter Wahrung einer Einladungsfrist

von mindestens 14 Tagen. Die Tagesordnungspunkte sind anzugeben.

3. Jede satzungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist beschlussfähig.

4. Beschlüsse werden mit Zwei-Drittel-Mehrheit der anwesenden Mitglieder gefasst.

5. Die Übertragung der Ausübung des Stimmrechts auf andere Mitglieder ist zulässig.

6. Die Mitgliederversammlung entscheidet über folgende Aufgaben des Vereins:

• Höhe der Mitgliedsbeiträge,

• Wahl und Entlastung des Vorstandes,

• Entgegennahme des Tätigkeitsberichtes des Vorstandes,

• Bestellung von zwei rechnungsprüfenden Mitgliedern, die dem Vorstand nicht angehören dürfen,

zwecks Prüfung der Jahresabrechnung und Bericht über deren Ergebnis vor der Mitgliederversammlung,

• Satzungsänderungen, Auflösung des Vereins.

7. Über die Mitgliederversammlung ist ein Protokoll zu führen, das vom Vorstand zu unterschreiben ist.

§ 8 Vorstand

1. Der Vorstand ist gesetzlicher Vertreter des Vereins, er besteht aus mindestens drei Mitgliedern des

Vereins, davon führt eines die Kasse. Zur Vertretung des Vereins nach außen ist jedes Vorstandsmitglied

allein befugt.

2. Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für die Dauer von zwei Jahren gewählt, eine Wiederwahl

ist möglich. Die alten Vorstandsmitglieder bleiben solange im Amt, bis Nachfolger gewählt

sind.

3. Die Abwahl von Vorstandsmitgliedern durch die Mitgliederversammlung ist vor Ablauf ihrer Amtszeit

möglich, wenn gleichzeitig neue Vorstandsmitglieder gewählt werden.

4. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit Stimmenmehrheit. Über die Beschlüsse ist eine Niederschrift

anzufertigen, die von allen Anwesenden zu unterschreiben ist.

5. Zur Unterstützung der Arbeit des Vorstandes kann ein Beirat gebildet werden, der auch aus Nichtmitgliedern

bestehen kann, die durch ihre Fachkompetenz die Ziele des Vereins fördern. Der Beirat hat

ein Anhörungsrecht bei Vorstands- und Mitgliederversammlungen.

6. Satzungsänderungen, die vom Gericht oder Finanzamt aus formalen Gründen verlangt werden, kann

der Vorstand ohne Beschluss der Mitgliederversammlung vornehmen.

§ 9 Auflösung des Vereins

1. Die Auflösung des Vereins erfolgt durch einen Beschluss der Mitgliederversammlung mit dreiviertel

Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Über die Auflösung kann nur abgestimmt werden, wenn hierauf

in der Tagesordnung mit hinreichender Deutlichkeit hingewiesen worden ist.

2. Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zwecks ist das Vermögen

zu steuerbegünstigten Zwecken zu verwenden. Beschlüsse über die künftige Verwendung des

Vermögens dürfen erst nach Einwilligung des Finanzamts ausgeführt werden.

Ort und Datum

M06 Mustersatzung. 2


FORUM GEMEINSCHAFTLICHES WOHNEN e.V.

Bundesvereinigung

Regeln für Selbsthilfegruppen

Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für Gruppentreffen

M7


SELBSTHILFEGRUPPENREGELN

Voraussetzungen und Rahmenbedingungen für Gruppentreffen

1. Vertraulichkeit

Jede/r TeilnehmerIn muß die Gewißheit haben und den anderen zusichern, daß alles, was in der

Gruppe besprochen wird, nicht nach außen weitergetragen wird.

2. Pünktlichkeit

Pünktlichkeit sollte selbstverständlich sein! Wie gehen wir mit der Zeit der anderen TeilnehmerInnen

um, wenn wir zu spät kommen?

3. Verbindlichkeit

Wenn ein/e TeilnehmerIn zum Gruppentreffen nicht kommen kann, ist es für die Gruppe wichtig

zu erfahren, warum. Es ist sinnvoll, die Möglichkeit zu nutzen, in der Kontaktstelle oder bei

anderen TeilnehmerInnen eine Nachricht zu hinterlassen.

4. Anonymität

Anonymität in der Selbsthilfegruppe bietet den Mitgliedern Schutz nach außen, aber auch nach

innen. Die TeilnehmerInnen sollten sich darüber im Klaren sein, daß durch den Austausch persönlicher

Daten (Familienname, Telefonnummer, Adresse, Arbeitsplatz, persönliches Umfeld)

das Abgrenzen gegenüber persönlichen Schwierigkeiten der anderen Gruppenmitglieder erschwert

werden kann. Streng anonyme Gruppen, die sich außerhalb des Gruppentreffens nicht

kontaktieren (weder telefonisch, noch persönlich), bieten den größten Schutz.

5. Trinken, Essen, Rauchen

Trinken, Essen, Rauchen während der Gruppensitzung können sich störend auswirken, da alle

drei Handlungen die Konzentration, Sensibilität und auch die Er1ebnisfähigkeit verringern. Besser

ist es, ein gezieltes Kaffeetrinken, Essen o.ä. zu veranstalten oder eine kleine Pause zu machen.

6. Verlassen der Gruppe

Wenn ein/e TeilnehmerIn aus der Gruppe aussteigen will, ist es wichtig, daß er/sie sich verabschiedet.

Ansonsten fühlt sich die Gruppe verlassen und der/die TeilnehmerIn hat die Beziehung

zur Gruppe nicht richtig abgeschlossen. Der Abschied kann eine einfache Nachricht sein, die in

der Kontaktstelle hinterlassen wird, es kann aber auch ein Brief geschrieben werden oder ein

letztes Gruppentreffen mit Feedback und persönlichem Abschied stattfinden.

M07 Selbsthilfe.rtf – 1 – M7


Gestaltung der Gruppentreffen

1 . Blitzlichtrunde

Am Anfang der Sitzung kommt jede/r TeilnehmerIn kurz zu Wort: Wie geht es mir, wie fühle

ich mich selbst und im Verhältnis zur Gruppe und was erwarte ich vom heutigen Treffen? Auch

am Ende jeder Sitzung erweist sich eine Blitzlichtrunde als sehr nützlich:

Wie ist es mir ergangen und wie fühle ich mich jetzt, was steht bis zum nächsten Mal für mich

noch an zu klären?

Es ist auch möglich eine Blitzlichtrunde einzulegen, wenn sich Störungen in der Gruppe zeigen.

2. Wechselnde Gruppenleitung

Ein/e oder zwei TeilnehmerInnen übernehmen jeweils für ein Treffen die Leitung. Alle sollen

nacheinander drankommen, damit die gemeinsame Verantwortung für die Gruppe wächst. Leitung

heißt, darauf achten, daß

− pünktlich begonnen und beendet wird,

− Vereinbarungen eingehalten werden,

− jede/r ausreden kann,

− niemand an den Rand gedrängt oder bedrängt wird,

− sich niemand den Raum alleine nimmt,

− nicht gegenseitig interpretiert, analysiert oder wegdiskutiert wird, sondern jeder seine konkreten

Erfahrungen einbringen kann

Leitung kann auch heißen, der Gruppe ein Thema oder eine Übung vorzuschlagen.

3. Selbstverantwortung

Jede/r TeilnehmerIn ist selbst dafür verantwortlich, was er/sie in der Gruppe tut oder sagt. Das

bedeutet auch, daß er/sie das einbringt und dann einbringt, wie und wann er/sie es will und

braucht. Jede/r TeilnehmerIn geht nur soweit, wie es ihm/ihr gut tut, auch dann, wenn alle anderen

meinen, er/sie würde sich drücken oder ablenken.

4. Störungen haben Vorrang

Wenn jemand nicht mehr zuhören kann, beunruhigt ist, traurig oder wütend, dann wird dieses

zuerst besprochen, bis alle wieder einverstanden mit dem Fortfahren sind. Jede/r TeilnehmerIn

hat die Verantwortung, Unstimmigkeiten zwischen den Gruppenteilnehmerinnen (Mißtrauen,

Konkurrenz, Dominanz) möglichst bald auszusprechen.

5. Eingrenzen auf ein Thema

Um zu vermeiden, daß manche mit frustriert Gefühl wieder gehen, kann es sinnvoll sein, sich für

jedes Treffen ein Thema zu suchen. War ein Thema ausgemacht, sorgt die Gruppenleitung dafür,

daß dieses Thema auch angegangen wird. Allerdings haben auch hier Störungen Vorrang.

6. Sicherheit und Vertrauen

Der Aufbau von Vertrauen und Sicherheit ist ein Prozeß, der sich erst nach und nach entwickeln

kann. Neue Mitglieder, gegenseitige Verletzungen, mangelnde Bereitschaft sich einzubringen

usw. können das Vertrauensverhältnis in der Gruppe stören. Es erfordert immer wieder Geduld,

M07 Selbsthilfe.rtf – 2 – M7


Zeit, gegenseitige Akzeptanz und Verständnis, um das Vertrauen in der Gruppe erneut herzustellen.

7. Übungen

Übungen zu zweit, zu dritt oder in der Runde bieten Struktur und damit auch Hilfe, sich selbst

und dem Thema näherzukommen. Ein Austausch darüber ist wichtig. Hinweise zum Umgang

mit Interaktionsübungen und Entspannungsverfahren können in der Selbsthilfekontaktstellen

erfragt werden.

8. Anleitung

Falls Sie noch mehr „Handwerkszeug” für den Umgang miteinander benötigen oder die Gruppe

in einer Krise ist und nicht mehr alleine damit zurechtkommt ( Anzeichen sind z.B. allgemeine

Unzufriedenheit, zu viele „Laberstunden”, zu häufiges Aussteigen einzelner, fruchtlose

Streitereien usw.), dann melden Sie sich bitte bei einer Selbsthilfekontaktstelle. Die können

i.d.R. eine vorübergehende Anleitung oder Konfliktberatung anbieten.

M07 Selbsthilfe.rtf – 3 – M7


FORUM GEMEINSCHAFTLICHES WOHNEN e.V.

Bundesvereinigung

Für die Presse schreiben

Die Pressemeldung

M8


Für die Presse schreiben

Gleichermaßen unterschiedlich wie die Ressorts einer Zeitung sind die Arten der Berichterstattung.

Da gibt es die Meldung, den Artikel, die Reportage, die Glosse, das Feature...

Häufigste Formen der Berichterstattung

Für den Verein sind sicherlich Meldung und Artikel die häufigsten Formen der Berichterstattung

in den Printmedien.

‘Meldung’ ist ein anderer Name für ‘Nachricht’; sie berichtet über einen Vorfall, ein Geschehen,

das für die Öffentlichkeit interessant ist, oder weist auf ein bevorstehendes Ereignis hin.

Das Wichtigste steht im ersten Satz, der Kern der Meldung folgt im ersten Absatz. Die Meldung

selbst soll kurz und ohne Umschweife die Nachricht vermitteln.

Der Artikel bietet mehr Raum, Geschehnisse, Zusammenhänge und Hintergrunde darzustellen.

Der Artikel wird nach den Kerninformationen und den weitergehenden Informationen gegliedert.

Die Meldung

Die Meldung ist die journalistische Mitteilungsform, die in Mitteilungen an die Presse am häufigsten

zum Zuge kommt.

Da will der Verein “XY im Paritätischen Wohlfahrtsverband” auf eine Veranstaltung, ein Jubiläum,

eine wichtige Begebenheit hinweisen. Das geschieht ohne lange Vorreden; natürlich wird

der Pressebogen benutzt, der die Vereinsadresse, Telefonnummer und den Namen des Ansprechperson

enthalten muß (Muster auf S. 4).

Grundregel ist der Aufbau der Meldung nach den sechs großen “W”:

Die sechs “W” Wer hat (wird) Was Wann Wo Wie und Warum gemacht (machen)?

Die Fragen nach dem “Täter” (Wer?) und nach dem Ort des Geschehens

(Wo?) usw. haben meist Vorrang vor den Fragen nach der Art und Weise

(Wie geht etwas vor sich?) und nach dem Grund der “Tat” (Warum?).

Das Wichtigste Die Gewichtung der “W” hängt stets vom Inhalt ab. Als Faustregel gilt:

kommt zuerst “Das Wichtigste kommt zuerst!”

..und morgen steht's in der Zeitung

Das kann sein: Wer hat es gemacht? (“Der Oberbürgermeister übergab gestern...”). Im Grunde

sind alle anderen Einstiege möglich; da jedoch passivische Satzkonstruktionen nicht nur

schlecht zu handhaben sind, sondern auch sprachlich als unschön empfunden werden, wird

sich der Einstieg auf die Frage “Wer hat es gemacht?” beschränken.

Beispiel

Hundsdorf – Der Verein “Sozialarbeit Hundsdorf” veranstaltet einen Flohmarkt. Am

Samstag, 30 Februar, wird der Rathausvorplatz von 15 bis 19 Uhr zu einem riesigen

Basar. Der Erlös des Flohmarktes wird für die Einrichtung des neuen Kinderschutzzentrums

des Vereins an der Mühlenstraße 33 verwendet.

M08b Pressemeldung.doc – 1 – M8


Die Überschrift der Meldung formuliert die Redakteurin meist selbst. Es reicht, einen kurzen

Hinweis zu geben: “Flohmarkt für den Kinderschutz”. Dann folgt das Wichtigste in Kürze,

dann die Erläuterungen.

Überschrift

Höhepunkt

nähere Umstände

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Der Aufbau der Meldung

10 bis 20 Zeilen mit je 30 bis 40 Anschlägen müßten ausreichen. Damit die

Meldung gelesen wird, reichen guter Aufbau und Informationsgehalt nicht

unbedingt aus. Meldungen sollen Neuigkeitswert (Aktualität) haben, ungewöhnlich

sein und möglicherweise Emotionen hervorrufen.

So nicht! Das liest niemand:

“Das Problem der Altersversorgung unter besonderer Berücksichtigung der

Bevölkerungsentwicklung bis zum Jahre 2000 – zu diesem Thema spricht

Dr. Alfred Schmitt vom PARITÄTISCHEN heute, Mittwoch, den l8.04.1990, im

Vortragssaal der Volkshochschule. “

So geht's! Darüber wird niemand hinweglesen:

“Sind die Renten noch sicher?” Zu Fragen der Rentenfinanzierung spricht der

sozialpolitische Experte des PARITÄTISCHEN, Dr. Alfred Schmitt. Der Vortrag

beginnt heute um 19.00 Uhr im Vortragssaal der Volkshochschule, Rathausplatz

2–4. "

M08b Pressemeldung.doc – 2 – M8


Richtige Wichtig: Die sechs “W” (wann und wo genau findet etwas statt), aber:

Namen an den Anfang gehört das Thema, die Veranstaltung, und dies möglichst einfach

und klar. Jahreszahlen sind bei aktuellen Ankündigungen überflüssig.

Personen sollten ausführlich genannt werden; achten Sie unbedingt auf die

richtige Schreibweise der Namen. Verpönt sind dabei “Herr Fischer” oder

“Frau Schneider”; statt dessen schreibt man “Emil Fischer” oder “Monika

Schneider”; mit anderen Worten: Zum Namen gehört auch der Vorname; Titel

und akademische Grade sollten durchaus erwähnt werden.

Zeitadverbien wie “gestern”, “heute”, “morgen” gehören nicht in die Pressemitteilung;

vielmehr ist das genaue Datum anzugeben: Donnerstag, 28. Juni.

“Gestern” bedeutet, die Wichtigkeit einer Veranstaltung überschätzt zu haben,

“heute” und “morgen”, daß der Öffentlichkeitsarbeiter/die Öffentlichkeitsarbeiterin

zu spät an die Pressearbeit gedacht hat.

Das Begleitschreiben

Meldung oder Bericht/Artikel sind zur Veröffentlichung fertiggestellt und auf

dem Pressebogen des Vereins ausgedruckt worden. Nun fehlt nur noch das

Begleitschreiben. Sieht man einmal davon ab, daß es eine Geste der Höflichkeit

ist, seinen Wunsch nach Veröffentlichung des Pressetextes in einem Begleitschreiben

schriftlich zu formulieren, so braucht es die Redaktion darüber

hinaus zur Terminplanung, während der eigentliche Pressetext in die Bearbeitung

geht.

Der Inhalt Zur Meldung über den Flohmarkt käme dann ins Begleitschreiben:

Adresse der Zeitung, Datum, Betreff

Darüber hinaus noch die Vereins-Kontaktadresse mit Telefon (erreichbar

von...bis...). Das Schreiben selbst könnte so aussehen:

Adorfer Generalanzeiger Lokalredaktion

z. Hd. Herrn/Frau Xxx Yyy

9999 Adorf 1

Sehr geehrte Frau Yyy (oder: Sehr geehrter Herr Xxx),

In der Anlage finden Sie eine Meldung über unseren Flohmarkt am Samstag,

1. Januar 19xx auf dem Rathausvorplatz. Ich bitte um Veröffentlichung in einer

der nächsten Ausgaben Ihrer Zeitung.

Der Flohmarkt beginnt um 15.00 Uhr und dauert bis 19.00 Uhr. Ein günstiger

Zeitpunkt für ein Foto wäre nach unserer Ansicht um 17 Uhr. Während

des Flohmarktes steht Ihnen unsere Vorsitzende Petra Müller an Stand 3

M08b Pressemeldung.doc – 3 – M8


(Puppenverkauf) neben dem Rathausaufgang für ein Gespräch gern zur Verfügung.

Sie finden mich von 15.00 bis 17.00 Uhr auch an diesem Stand. Ich

halte eine Kurzinformation für Ihren Berichterstatter bereit.

Mit freundlichen Grüßen

.........................

(Ulrich Winckler, Pressereferent)

Muster eines Pressebogens

Zentrum für Gehörlosenkultur Dortmund e.V.

Lindemannstr. 66–68, 4600 Dortmund

Tel. 0231/104047; Fax 104365

Pressemitteilung

(Sperrfrist 27 Juni)

Rückfragen bitte an :

Walter Wehner, Geschäftsführer, Tel. 104081

Heim für Gehörlose wird heute eröffnet

Ein Heim mit 14 betreuten Plätzen eröffnet das Zentrum

für Gehörlosenkultur Dortmund e.V. mit einer

Feierstunde heute in Kley. Bürgermeister Hans Meyer

hält die Eröffnungsansprache.

Mit einem Kostenaufwand von rund 75000 DM wurde

das Haus für die Bedürfnisse von Gehörlosen

umgebaut. Das Heim, das in landschaftlich schöner

Umgebung gelegen ist, hat einen Einzugsbereich, der

von Ostwestfalen bis ins Rheinland und vom Sauerland

bis ins Münsterland reicht.

Alle verfügbaren Plätze sind bereits belegt.

M08b Pressemeldung.doc – 4 – M8


FORUM GEMEINSCHAFTLICHES WOHNEN e.V.

Bundesvereinigung

Literatur zum Thema

„Gemeinschaftliches Wohnen“

M9


Forum Gemeinschaftliches Wohnen e.V.,

Bundesvereinigung

Kommentierte Literaturliste

Forum Gemeinschaftliches Wohnen e.V. (FGW): Arbeitsmappe für Initiativgruppen. Die Arbeitsmappe ist für 10,-€

(incl. Versand) gegen Vorausbezahlung auf Konto Nr. 8446100 BLZ 251 205 10 bei der Bank für Sozialwirtschaft

Hannover bei der Geschäftsstelle zu beziehen: Hildesheimer Str. 20, 30167 Hannover, Tel. 0511/4753253, Fax

4753530, e-mail: gs@fgw-ev.de.

Die Arbeitsmappe setzt sich aus „Bausteinen“ zu unterschiedlichen Themen zusammen und leistet Hilfestellung bei der

Entwicklung eines Wohnprojektes. Sie enthält u.a. Fragebögen zur Klärung von Wohnvorstellungen, eine Beschreibung

des Gruppenprozesses, Informationen über die üblichen Rechtsformen, über Finanzierung und Förderung von

Gruppenbauvorhaben, Tipps für die Pressearbeit, eine Mustersatzung, einen „Fahrplan“ zur Vereinsgründung sowie

Adressen von Beratungsstellen und ihren Schwerpunkten.

Freie Altenarbeit Göttingen e.V. und Eva-Meurer-Stiftung (Hrsg.): Osterland, A : Nicht allein und nicht ins Heim.

Alternative: Alten-WG. Paderborn 2000, Junfermann, ISBN 3-87387-449-0, 126 Seiten

Astrid Osterland beschreibt die Entstehungsgeschichte und den Alltag der Göttinger WG Am Goldgraben, in der elf

Frauen im Alter von 70 bis 87 Jahre zusammen leben. Der Schwerpunkt der Beschreibung liegt auf dem durchaus typischen

gruppendynamischen Prozess der Gruppe. Die LeserInnen erfahren u.a., was das Zusammenleben und die gegenseitige

Unterstützung den BewohnerInnen gibt, welche Konflikte im Vorfeld und während des Zusammenlebens entstanden,

wie sie bewältigt wurden und welche Bedingungen förderlich für das Gelingen eines Projektes sind.

Fuchs, Dörte und Orth, Jutta: Umzug in ein neues Leben, Wohnalternativen für die zweite Lebenshälfte; Kösel

2003: ISBN 3-466-30625-6; 272 Seiten, kartoniert, 15,95 €.

Das Thema Wohnen spielt auch in der zweiten Lebenshälfte eine immer wichtigere Rolle. Gefragt sind dabei Alternativen

zum Altenheim: Gemeinschaftliche Wohnformen – zum Beispiele Haus- und Wohngemeinschaften, Frauen- und

Mehrgenerationenprojekte – liegen ebenso im Trend wie der Lebensabend unter südlicher Sonne.

Die Autorinnen stellen in ihrem kompetenten Ratgeber alternative Wohnmodelle von der Planung bis zur Umsetzung

vor und beantworten dabei alle relevanten Fragen: von der Wahl der individuell richtigen Wohnform über das Finden

passender Mitbewohner und die Berücksichtigung möglicher Unwägbarkeiten wie Krankheit und Pflegebedürftigkeit

bis hin zu juristischen Aspekten und Versicherungsfragen – auch beim Kauf einer Auslandsimmobilie.

Gerngroß-Haas, Gabriele: Anders leben als gewohnt. Wenn verschiedene Frauen unter ein Dach ziehen.

Ulrike Helmer Verlag (Königstein) 2005. 160 Seiten. ISBN 3-89741-169-5. 14,95 EUR,.

Die Autorin gibt allen an neuen Wohn- und Lebensformen interessierten Frauen einen Überblick über die bestehenden

Projekte. Sie beschreibt Gemeinsamkeiten und Unterschiede, die persönlichen Erfahrungen der Bewohnerinnen sowie

Vor- und Nachteile von Wohn-Gemeinschaften. Das vorliegende Buch basiert auf ausführlichen Gesprächen mit Bewohnerinnen

ausgewählter Wohnprojekte. Authentische Einblicke in das Zusammenleben machen den Band zu einem

persönlichen und kurzweiligen Handbuch.

Hieber, Annette; Mollenkopf, Heidrun; Wahl, Hans-Werner; Oswald, Frank: Gemeinschaftliches Wohnen im Alter:

Von der Idee bis zum Einzug, Deutsches Zentrum für Alternsforschungan der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg,

Abteilung für Soziale und Ökologische Gerontologie (Hsg), 2005:

Die Expertise beschreibt Motive und Entstehungsprozesse so wie Rechts- und Finanzierungsformen Gemeinschaftlicher

Wohnprojekte und belegt ihre Untersuchungen mit Beispielen.

Aus dem Internet als pdf-File (996 KB) herunterzuladen unter www.fgw-ev.de > Aktuell > Informationsblätter und

Broschüren.

Narten, Dr. , Renate: Wohnen im Alter – Bausteine für die Wohnungswirtschaft

Das vierfarbig bebilderte und 136 Seiten starke Buch kostet 24,80 Euro, zu beziehen beim Verband der

Wohnungswirtschaft Niedersachsen und Bremen (vdw) e-mail info@vdw-online.de. Tel. 0511/1265-01,

Fax: 1265-111. Zahlungsweise per Rechnung

Die Bevölkerungsentwicklung in Deutschland ist für viele Jahrzehnte vorgezeichnet: Wir werden weniger,

und wir werden älter. Die Wohnungswirtschaft ist gut beraten, ihren Bestand und ihre Dienstleistungen an

diesen demografischen Vorgaben zu orientieren. Eine der wichtigsten Aufgaben, die daraus resultieren, ist

die Gewährleistung altengerechten Wohnens. Die Mitgliedsunternehmen im Verband der Wohnungswirtschaft

Niedersachsen und Bremen und viele Wohnungsgesellschaften und -genossenschaften im ganzen

Bundesgebiet haben bereits Erfahrungen gesammelt und bieten eine breite Palette verschiedener, auf die

Bedürfnisse von Seniorinnen und Senioren zugeschnittener Wohnangebote an.


Ein Arbeitskreis des vdw Niedersachsen und Bremen hat sich eingehend mit dem Thema beschäftigt. Auf

seine Initiative ist dieses Buch entstanden, das eine interessante Lektüre mit vielen Anregungen für die

wohnungswirtschaftliche und sozialbetreuerische Alltagsarbeit darstellt.

Inhalt: Demografischer Wandel und Wohnungswirtschaft, Wohnbedürfnisse älterer Menschen, Anpassung

des Wohnungsbestandes an die Bedürfnisse älterer Menschen, Soziale Dienste für ältere Menschen, Betreutes

Wohnen. Gemeinschaftliches Wohnen – eine Alternative für ältere Menschen, Pflegewohngruppen im

Quartier, Ältere Menschen mit Demenz – eine wachsende Mietergruppe, Freiraumgestaltung für ältere Menschen,

Integrierte Konzepte

Stiftung Warentest in Kooperation mit Bertelsmann Stiftung und Kuratorium Deutsche Altershilfe (Hrsg.):

Leben und Wohnen im Alter – Neue Wohnformen für das Leben im Alter, 2006, 215 S. kart., ISBN 3-

937880-26-7, Preis 19,90 €. Info: www.stiftung-warentest.de

Im Alter gut zu leben und zu wohnen, und dabei möglichst lange selbststständig zu bleiben, ist der Wunsch

der meisten Menschen. Was man selbst dazu beitragen kann, zeigt der neue Ratgeber der Stiftung Warentest,

der in Zusammenarbeit mit der Bertelsmann Stiftung und dem Kuratorium Deutsche Altershilfe erstellt

wurde. Das Buch „Leben und Wohnen im Alter“ gibt einen Überblick über die Vielfalt an Wohnmodellen,

die sich in den letzten Jahren entwickelt haben.

Angesprochen sind Menschen, die für sich selbst oder für ihre Eltern nach passenden Lösungen suchen, um

ihre Wohnsituation zu verbessern und „alterstauglich“ zu machen. Der Ratgeber hilft, persönliche Antworten

auf drei grundlegende Fragen zu finden: Was kann ich tun, wenn ich so lange wie möglich in meinem

vertrauten Zuhause wohnen bleiben möchte?

Welche Möglichkeiten habe ich, wenn ich noch einmal umziehen und mich neu orientieren möchte? Welche

Alternativen gibt es, falls einmal Hilfe und Pflege nötig werden? Es informiert über die Möglichkeiten der

Wohnungsanpassung und der Hilfen im Alltag, über Wohn- und Hausgemeinschaften, Mehrgenerationenwohnen

und betreute Wohngruppen, außerdem über herkömmliche Wohnformen wie das Betreute Wohnen

oder das Pflegeheim.

Wohnbund-Informationen Heft II/04

Schwerpunktthema: Selbstbestimmt wohnen im Alter

Das Heft will zur Weiterentwicklung von Handlungsansätzen mit besonderen Qualitäten für ein selbstbestimmtes Wohnen

im Alter animieren vor dem Hintergrund einer kritischen Reflexion bisheriger Ansätze.

Inhalt

Teil 1: Reflexionen und Forschungsergebnisse

Teil 2: Bewegungen / Projekte

Teil 3: Netzwerke und Unterstützungsstrukturen

Zu beziehen bei

wohnbund ev. Aberlestraße 16/Rgb 81371 München

Telefon 089-7468 9611. Fax 089-7255074. E-Mail: info@wohnbund.de

Abonnement: € 2,60 pro Ausgabe zzgl. Versand

Sammelbestellung (ab 10 Exemplare): € 1.50 pro Exemplar zzgl. Versandkosten

Abo-Bestellung: per E-Mail, Telefon oder Fax an die Redaktionsadresse


FORUM GEMEINSCHAFTLICHES WOHNEN e.V.

Bundesvereinigung

Fahrplan

zur Gründung eines eingetragenen gemeinnützigen Vereins

mit Mustersammlung

M10

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