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LCHF Magazin 02-2017_Leseprobe

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Nr. 2/<strong>2017</strong><br />

LOW CARB - <strong>LCHF</strong><br />

<strong>Magazin</strong> für Gesundheit und ketogene Ernährung<br />

LESE-<br />

PROBE<br />

<strong>LCHF</strong> DEUTSCHLAND<br />

www.<strong>LCHF</strong>-Deutschland.de


EDITORIAL<br />

Margret Ache & Iris Jansen<br />

Liebe Leserin, lieber Leser!<br />

Es gibt im Leben immer wieder Situationen, die zutiefst berührend sind. Vor allem, wenn sie einen völlig<br />

überraschen. Nach unserem Urlaub sahen wir die Post durch und da fiel uns ein Umschlag sofort ins Auge. Er<br />

war blau und hatte ein großes Herz, der Absender war uns unbekannt. Neugierig geworden, war das natürlich<br />

der erste Brief, den wir öffneten.<br />

Wir lasen einen sehr ergreifenden Brief von einer Dame mittleren Alters, die immer gedacht hat, sie sei undiszipliniert<br />

und inkonsequent. Die ständig mit sich selbst geschimpft hat, weil sie es wieder nicht geschafft<br />

hat, weniger zu essen. Nun sei ihr klar geworden, dass es nicht ihre Schuld sei, sondern dass sie einfach<br />

extrem empfindlich auf schnell verwertbare Kohlenhydrate reagiere. Ihr war nie klar, dass der permanente<br />

Hunger durch die extremen Schwankungen von Blutzucker- und Insulinspiegel verursacht worden sind. Nach<br />

der Ernährungsumstellung zu <strong>LCHF</strong> war dieser ständige Hunger, der immerwährende Gedanke ans Essen verschwunden,<br />

was ihr noch immer wie ein großes Wunder vorkommt. Den Einstieg zur neuen Ernährung habe<br />

sie über unsere Website gefunden. „Sie haben mir das Leben gerettet“, lasen wir. Können Sie sich vorstellen,<br />

wie wir uns über solche Zeilen freuen?!<br />

Wir hoffen, dass wir noch vielen Menschen eine Hilfestellung geben können und wir wissen, dass Sie das<br />

auch können.<br />

Lassen Sie sich nun wieder von diesem Low Carb – <strong>LCHF</strong> <strong>Magazin</strong> inspirieren, von den vielen Aspekten einer<br />

gesunden Ernährung. Viel Spaß beim Lesen.<br />

Herzliche Grüße<br />

Margret Ache & Iris Jansen


INHALT<br />

EDITORIAL<br />

U2<br />

INHALT 03<br />

<strong>LCHF</strong> BASISWISSEN<br />

Die Fettleber 04<br />

<strong>LCHF</strong> Grundschule 05<br />

WISSENSWERTES<br />

Insulin – das missverstandene Hormon von Mag. Julia Tulipan 06<br />

Alles Käse oder was? von Heike Mohrdieck 09<br />

Abnehmen mit einer Extraportion Fett von Mag. Robert Schönauer 12<br />

Wie das erfolgreiche Schwimmen gegen den Strom zu mehr<br />

Selbstbestimmung führt von Kathrin Koehler 14<br />

Ketolumne: Keto bei Krebs – ketogener Wohnungswechsel<br />

von Christiane Wader 16<br />

Was ist eine Kalorie? Und wenn eine Kalorie eine Kalorie ist, warum<br />

gibt es dann die Nahrungsmittelpyramide? von Dr. Daniela Häming 18<br />

Immunabwehr aus der Sicht der TCM – ein Leben mit den Zyklen<br />

der Natur von Daniela Pfeifer 22<br />

„Süßes Blut“ – Diabetes-Kolumne von Frank Linnhoff 28<br />

Haben Kranken- und Kaufhäuser Gemeinsamkeiten? von Hanna Boëthius 30<br />

ERFOLGSGESCHICHTEN<br />

Ohne Gesundheit ist alles nichts von Susanne Lonkowski 32<br />

Mein neues Leben von Michael Gummel 34<br />

<strong>LCHF</strong> AKADEMIE 37<br />

KREATIVE KÜCHE<br />

Rezepte von Birgitta Höglund 38<br />

Restauranteröffnung – Jasmin Mengele 41<br />

Interview Bettina Matthaei 44<br />

KULINARISCHE REISE DURCH DIE SCHWEIZ 46<br />

GESUNDHEITSTRAINING<br />

Genießen Sie den Stress weg, Teil 6 von Dr. Sabine Paul 50<br />

Was Glücklichsein mit abnehmen zu tun hat von Romina Scalco 52<br />

STYLING von Viola Müller 57<br />

BÜCHERBUMMEL mit Miriam Hoffbauer 58<br />

KOLUMNE VON CARRO 60<br />

ABONNEMENT/IMPRESSUM 63<br />

3


WISSENSWERTES<br />

Insulin – das missverstandene Hormon<br />

von Mag. Julia Tulipan<br />

Insulin hat ja, gerade in der <strong>LCHF</strong> Gemeinschaft, einen<br />

schlechten Ruf. Dick und krank soll es machen. Viel wird über<br />

die negativen Effekte von Insulin geschrieben, doch wenig<br />

über seine positiven und lebenswichtigen Aufgaben im Körper.<br />

Ich möchte in diesem Artikel gerne einmal grundsätzlich<br />

über das Hormon Insulin aufklären, seine Funktion im Körper<br />

und in weiterer Folge die negativen Effekte von zu viel Insulin.<br />

Also, was ist eigentlich Insulin?<br />

PaleoLowCarb.de<br />

@PaleoLC<br />

Mag. Julia Tulipan<br />

Insulin ist ein Hormon. Es wird in den β-Zellen der Bauchspeicheldrüse<br />

erzeugt. Seine Hauptaufgabe ist die Regulation<br />

des Blutzuckerspiegels. Steigt der Blutzuckerspiegel an, dann<br />

registrieren das spezialisierte Rezeptoren, die auf den β-Zellen<br />

sitzen, und Insulin wird freigesetzt. Der Blutzuckerspiegel<br />

eines stoffwechselgesunden Menschen sollte irgendwo zwischen<br />

70 und 90 mg/dl liegen. Sollte der Blutzuckerspiegel<br />

zu sehr abfallen kommt Glukagon ins Spiel. Es ist der Gegenspieler<br />

des Insulins. Glukagon wird bei niedrigem Blutzuckerspiegel<br />

von den α-Zellen der Bauchspeicheldrüse freigesetzt.<br />

Glukagon aktiviert in den Leberzellen die Schlüsselenzyme der<br />

Glukoseneubildung und des Glykogenabbaus.<br />

Exkurs in die Geschichte<br />

In den 1920er Jahren wurde durch Dr. Banting und Dr. Best<br />

das erste Mal Insulin aus der Bauchspeicheldrüse von Schweinen<br />

extrahiert und als Therapie für Typ-1-Diabetiker eingesetzt.<br />

Bis zu diesem Zeitpunkt war Typ-1-Diabetes eine tödlich<br />

verlaufende Erkrankung. 1923 wurde dies mit dem Nobelpreis<br />

für Physiologie und Medizin ausgezeichnet.<br />

Dass Insulin wohl eine zentrale Rolle im Aufbau von Fettgewebe<br />

spielt, sieht man auch an diesen historischen Bildern von<br />

Typ 1 Diabetikern. Zu den klassischen Symptomen eines Typ-1-<br />

Diabetikers zu Dr. Bantings Zeit zählte unter anderem rapider<br />

Gewichtsverlust. Die Substitution mit Insulin führte zu einer<br />

Normalisierung des Gewichts. (Abb. 2)<br />

Andere Aufgaben von Insulin<br />

Insulin beeinflusst mehrere Schlüssel-Reaktionen des Kohlenhydrat-,<br />

Protein- und Fettstoffwechsels.<br />

Abb. 1: Banting und Best vor ihrem Labor mit einem der Versuchstiere<br />

Proteinstoffwechsel<br />

Insulin stimuliert sowohl die Aufnahme von Aminosäuren<br />

in die Zellen als auch die Proteinsynthese (Proud, 2006). Dies<br />

geschieht über die Aktivierung von mTOR. (Wang Lifu, 2006).<br />

6


Wie das erfolgreiche Schwimmen gegen den Strom<br />

zu mehr Selbstbestimmung führt<br />

von Kathrin Koehler<br />

„<strong>LCHF</strong> ist so viel mehr als nur abzunehmen.“ Dieser Satz, geschrieben<br />

in einer geheimen Facebook-Gruppe, trifft vor ein<br />

paar Monaten einen Nerv in mir und bringt mich ins Nachdenken.<br />

Aus vollem Herzen stimme ich dieser Aussage spontan zu,<br />

ohne das im ersten Moment exakt begründen zu können.<br />

Gezielt begebe ich mich auf die Suche nach interessanten<br />

Erkenntnissen aus der <strong>LCHF</strong>-Gemeinschaft und vor allem nach<br />

den dahinterliegenden Mustern, die über den Einzelfall hinausgehen.<br />

Meine Quellen sind dabei zum einen die große deutschsprachige<br />

<strong>LCHF</strong>-Umfrage, die wir im <strong>LCHF</strong> Institut jedes Jahr online<br />

durchführen und auswerten. Zum anderen analysiere ich das<br />

schriftliche Feedback von rund 100 TeilnehmerInnen aus dem<br />

<strong>LCHF</strong>-Gruppen-Programm „Ran ans Fett“. In der aktuellen Staffel<br />

haben wir zudem im Rahmen eines Webinars eine gemeinsame<br />

Reflexion über die emotionalen Veränderungen durch<br />

<strong>LCHF</strong> durchgeführt.<br />

Was genau macht denn nun „das Mehr“ von <strong>LCHF</strong> aus?<br />

Schließlich feiern Menschen mit vielen Diäten tolle Abnehmerfolge<br />

und die Verbesserung ihrer gesundheitlichen Marker,<br />

ernten daraufhin positive Resonanz und gehen mit einem besseren<br />

Selbstbewusstsein durchs Leben. Ich persönlich führe ja<br />

am liebsten alles Positive in meinem Leben auf meine Ernährungsform<br />

zurück – aber bei genauem Hinsehen entfaltet <strong>LCHF</strong><br />

die volle Kraft an anderen Stellen.<br />

Kathrin Koehler<br />

Mit <strong>LCHF</strong> sind wir alle Revoluzzer<br />

„Ein bisschen <strong>LCHF</strong>“, das funktioniert nicht, da der erhöhte<br />

Fettkonsum seine positive Wirkung nur entfalten kann, wenn<br />

gleichzeitig die Kohlenhydratzufuhr im Vergleich zu den in der<br />

Gesellschaft üblichen Mengen gehörig und vor allem auf Dauer<br />

reduziert wird.<br />

Wer diesen Schritt konsequent geht, kann gesundheitlich auf<br />

vielfältige Weise profitieren, siehe dazu viele Artikel in diesem<br />

<strong>Magazin</strong> und auch den Ergebnisbericht der <strong>LCHF</strong>-Umfrage.<br />

Der Punkt ist doch: Die Umstellung der Ernährung kann nur<br />

erfolgreich verlaufen, wenn wir lernen, uns wirklich von dem<br />

abzugrenzen, was wir selbst und die Menschen in unserem<br />

Umfeld bislang denken, glauben, wissen und: essen.<br />

14


Was ist eine Kalorie? Und wenn eine Kalorie eine Kalorie<br />

ist, warum gibt es dann die Nahrungsmittelpyramide?<br />

von Dr. Daniela Häming<br />

Was wir umgangssprachlich im Ernährungsbereich als „Kalorie“<br />

bezeichnen, ist eigentlich keine Kalorie, sondern eine<br />

Kilokalorie (kcal). Diese Einheit ist bereits seit 1948 durch die<br />

SI-Einheit Joule ersetzt worden. Der Unterschied zwischen<br />

diesen beiden Einheiten ist aber für die Diskussion über Sinn<br />

und Unsinn dieser Einheiten nicht entscheidend, denn sowohl<br />

(Kilo-)Kalorien als auch Joule sind Einheiten der Energie, genauer<br />

der Wärmeenergie. Dieser Wert wird für Lebensmittel<br />

im Labor in einem Kaloriemeter ermittelt. Dazu wird das<br />

Lebensmittel zuerst in einem Ofen getrocknet, um den hohen<br />

Wasseranteil mancher Lebensmittel zu entfernen. Dann<br />

kommt das getrocknete Lebensmittel in ein Reaktionsgefäß,<br />

welches in einem Wasserbecken hängt. Und genau um dieses<br />

Wasser geht es, denn nun wird das Lebensmittel in dem Reaktionsgefäß<br />

über eine Zündschnur „in die Luft gejagt“, wobei es<br />

rückstandslos verbrennt. Die dabei abgegebene Wärmeenergie<br />

wird anhand der Erwärmung des Wassers im Becken bestimmt.<br />

Das heißt, es wird die Wassertemperatur vor der Verbrennung<br />

des Lebensmittels bestimmt und dann noch einmal nach der<br />

Verbrennung. Ein Liter Wasser ist „ein Kilo“ und die Erwärmung<br />

von einem Liter Wasser um 1 Kelvin benötigt eine Kilokalorie<br />

(vereinfacht gesagt natürlich, aber wir machen hier ja keinen<br />

Chemiekurs).<br />

Und? Fällt Ihnen an dieser Stelle etwas auf?<br />

Die Tatsache, dass viele Leute im Frühjahr gerne entschlacken,<br />

klingt zwar ein bisschen, als seien wir Menschen Hochöfen,<br />

die die Nahrung wie im Kaloriemeter verbrennen. Es ist<br />

jedoch völlig absurd anzunehmen, dass wir Menschen jede Art<br />

von Nahrungsmittel gleich gut verdauen würden, genau genommen<br />

„rückstandslos“ wie im Labor. Denn nur so würden<br />

wir die angegebenen Kalorien auch genau so aufnehmen, wie<br />

es auf der Packung steht.<br />

Um das Dilemma dieser Einheit zu verdeutlichen, können<br />

wir ja einmal einen Blick auf Pferdefutter werfen. Da findet<br />

der Pferdeliebhaber: 1 kg Heu ca. 2.000 kcal (ca 8.400 kJ), 1<br />

kg Stroh (Weizen) ca. 1.200 kcal (ca 5000 kJ). Heu und Stroh<br />

lassen sich sicherlich gut verbrennen, aber wie sieht es mit der<br />

Verdauung des Menschen aus? Ich möchte das nicht im Detail<br />

ausschmücken, aber wenn Sie eine Portion Stroh essen würden,<br />

Dr. Daniela Häming<br />

käme wohl auch fast das Gleiche „unten wieder raus“. Ihre Kalorienaufnahme<br />

aus diesen zugeführten Kalorien wäre daher<br />

nahezu null. Dieses Beispiel ist natürlich etwas überspitzt, aber<br />

ich denke, es wird klar, dass diese präzise Wärmeenergie-Einheit<br />

aus dem Labor für den Menschen nicht mit der gleichen<br />

Präzision gilt. Daher sind Kalorienangaben immer mit Vorsicht<br />

zu genießen. Während die Abweichung zwischen realer<br />

Kalorienaufnahme aus der Nahrung und der Labormessung<br />

ziemlich offensichtlich ist, gibt es leider noch einen Faktor, der<br />

weitaus schwieriger zu erfassen ist. Die Kalorienmenge ist für<br />

alle Lebensmittel gleichermaßen im Kaloriemeter bestimmt<br />

worden, egal welche Zusammensetzung diese haben. So wird<br />

suggeriert, dass eine Kalorie eine feststehende Währung in der<br />

Ernährung sei. Es ist aber so, dass die aufgenommene Energie<br />

in Abhängigkeit von den enthaltenen Makronährstoffen auch<br />

unterschiedlich im menschlichen Körper umgesetzt wird. So<br />

macht es sehr wohl einen Unterschied, ob man 500 kcal Zucker,<br />

Eiweiß oder Fett zu sich nimmt. Diese Diskrepanz ist erstaunlicherweise<br />

bereits vor vielen Jahren aufgefallen.<br />

Im September 1956 haben A. Kekwick und G.L. Pawan im<br />

„Lancet“, einer sehr renommierten medizinischen Fachzeitschrift,<br />

eine Studie mit dem Titel: „Calorie intake in relation to<br />

body-weight changes in the obese“) veröffentlicht. Diese sollte<br />

zeigen, welchen Einfluss die drei Makronährstoffe Kohlenhydrat,<br />

Eiweiß und Fett auf das Gewicht von übergewichtigen<br />

Menschen haben Dazu wurde allen Probanden eine Diät zugeordnet,<br />

die genau 1000 kcal pro Tag enthielt. Eine Gruppe<br />

bekam dabei Speisen, welche zu 90% aus Fett bestanden, eine<br />

18


<strong>LCHF</strong> AKADEMIE<br />

Ausbildungen * Seminare * Workshops<br />

Die <strong>LCHF</strong> Akademie vermittelt, basierend auf den neuesten<br />

wissenschaftlichen Ergebnissen und Erfahrungen, Kenntnisse im<br />

Gesundheits- und Ernährungsbereich.<br />

Unser Ziel ist es, gesunde, artgerechte Ernährung wieder populär<br />

zu machen.<br />

Wir bilden interessierte und motivierte Menschen darin aus, andere<br />

dabei zu unterstützen, sich gesund zu ernähren, gesund zu<br />

werden bzw. zu bleiben und sie auf dem Weg dorthin zu begleiten.<br />

Darüber hinaus bieten wir Workshops und Seminare für Betroffene<br />

und deren Angehörige an.<br />

Dabei steht der gesundheitliche Wert für uns an erster Stelle, jenseits<br />

von Lifestyle-Trends und Konsum. Um das zu garantieren,<br />

arbeiten wir mit namhaften Medizinern im Hintergrund und bilden<br />

uns stetig fort.<br />

Die <strong>LCHF</strong>-Akademie bildet ganzheitlich aus, weil wir den Menschen<br />

als Ganzes verstehen. Der Körper und die Seele müssen im<br />

Gleichklang sein, um ein gesundes Ganzes zu werden.<br />

Die Ernährung nimmt hier einen hohen Stellenwert ein. „Du bist,<br />

was du isst“ und „Wir sind, was wir denken“ gehört zusammen.<br />

<strong>LCHF</strong> Akademie für Gesundheit und Ernährung<br />

www.<strong>LCHF</strong>-Akademie.de | E-Mail: info@lchf-akademie.de<br />

Ausbildung zum „Ganzheitlichen Gesundheits- und<br />

Ernährungscoach – Low Carb – <strong>LCHF</strong> – Paleo“<br />

Die insgesamt neunmonatige Ausbildung endet mit einer Prüfung.<br />

Sie beinhaltet über zwanzig Lehrbriefe zum Selbststudium. Die<br />

Selbstlernphasen werden durch zwei Präsenzwochenenden im<br />

Raum Hamburg ergänzt.<br />

Abgeschlossen wird die Ausbildung mit einem mehrtägigen Prüfungswochenende.<br />

Die Prüfung besteht aus einer Hausarbeit,<br />

einem schriftlichen und einem praktischen Teil. Nach der bestandenen<br />

Prüfung erhalten Sie ein Zertifikat, das Sie für zwei Jahre<br />

berechtigt, als Ganzheitlicher Gesundheits- und Ernährungscoach<br />

Low Carb – <strong>LCHF</strong> – Paleo zu arbeiten. Sie haben die Möglichkeit,<br />

Ihre Lizenz jeweils um weitere zwei Jahre zu verlängern, indem Sie<br />

an einem Wochenendseminar teilnehmen und Ihre Kenntnisse auf<br />

den neuesten wissenschaftlichen Stand bringen.<br />

Die Ausbildung umfasst die Bereiche Ernährung, Mentales Training,<br />

Stressmanagement, Bewegung und Entspannung.<br />

Darüber hinaus werden Sie auf der Website www.lchf-deutschland.de<br />

als zertifizierter Coach gelistet.<br />

Die Mindestteilnehmerzahl liegt bei acht, die maximale Zahl bei<br />

zwölf Teilnehmer/innen. Sie können sich verbindlich per E-Mail<br />

anmelden: info@lchf-akademie.de<br />

Die aktuellen Ausbildungskurstermine finden Sie hier: www.<br />

<strong>LCHF</strong>-Akademie.de. Für Ihre Fragen rund um unser Ausbildungsangebot<br />

nehmen wir uns gerne Zeit.<br />

Margret Ache – Heike Mohrdieck – Iris Jansen<br />

Neuer<br />

Ausbildungskurs:<br />

01. August <strong>2017</strong><br />

<strong>LCHF</strong> Kongressjournal <strong>2017</strong><br />

37 23


KREATIVE KÜCHE<br />

Neue Rezepte<br />

von Birgitta Höglund<br />

Erfolgreiche schwedische<br />

Kochbuchautorin<br />

Birgitta Höglund<br />

https://birgittahoglundsmat.wordpress.com/<br />

Pilzburger (4 Portionen)<br />

»250 g Halloumi<br />

»200 g Austernpilz<br />

»50 g Weidebutter zum<br />

Braten<br />

»5 cm vom weißen Teil der<br />

Lauchzwiebel<br />

»1 Knoblauchzehe<br />

»3 Eigelbe<br />

»1 Ei<br />

»150 g Haselnussmehl<br />

»30 g Kokosnussmehl<br />

»15 g gehackte Petersilie<br />

» 2 TL feingehacktes<br />

französisches Estragon<br />

»1 TL Chiliflocken<br />

»Salz und Pfeffer<br />

Die Pilze in kleine Würfel schneiden und den Lauch fein hacken.<br />

Die Knoblauchzehe pellen und fein reiben. Die Butter in<br />

einer Pfanne bräunen und den Lauch darin ein paar Minuten<br />

anbraten. Die Pilze mit Salz und den Chiliflocken hinzugeben<br />

und bei mittlerer Wärme etwa 5 Minuten bei gelegentlichem<br />

Umrühren brutzeln lassen. Danach vom Herd nehmen und unter<br />

Rühren das Haselnussmehl hinzugeben. Anschließend die<br />

Masse abkühlen lassen.<br />

Den Halloumi grob reiben. Mit dem Eigelb und dem ganzen<br />

Ei verrühren. Das Kokosmehl und die Kräuter hinzugeben und<br />

vermischen. Nun nach und nach die Pilzmischung unterrühren,<br />

bis alles gut miteinander verrührt ist.<br />

Abschmecken und ggf. noch etwas Salz hinzugeben. Doch bitte<br />

beachten, dass Halloumi meist schon sehr salzig ist. Den Teig<br />

etwa 30 Minuten ruhen lassen. Danach mit feuchten Händen 8<br />

Burger mit einer Höhe von etwa 3 cm formen.<br />

Zwei große Stücke Alufolie übereinanderlegen und an den<br />

Kanten etwas nach oben drücken, so halten sie besser zusammen.<br />

Auf einen Grillrost legen, etwas Butter darauf verteilen<br />

und bräunen lassen. Die Burger darauf verteilen und von jeder<br />

Seite 2 bis 3 Minuten grillen. Mit etwas Salz und Pfeffer würzen.<br />

Wenn die Burger mehr Farbe bekommen sollen, mit etwas<br />

Olivenöl einpinseln und noch 1 Minute direkt über der Glut von<br />

jeder Seite grillen.<br />

Pilzburger<br />

38


Erstes deutsches Low-Carb-<br />

Restaurant mit Café in Nürnberg<br />

von Jasmin Mengele<br />

Soulfood LowCarberia bietet ganztags<br />

Genuss ohne Kohlenhydrate<br />

Jasmin Mengele ist eine der Vorreiterinnen der Low-Carb-Ernährung<br />

im deutschsprachigen Raum. 2012 hob sie Deutschlands<br />

erstes Low-Carb-Café aus der Taufe. Sie entwickelt und<br />

vertreibt kohlenhydratreduzierte und zuckerfreie Lebensmittel<br />

und leistet Informationsarbeit rund um den Low-Carb-Lifestyle.<br />

Nun stand der nächste Schritt an: Am 19. Mai eröffnete sie<br />

Deutschlands erstes Low-Carb-Restaurant mit Café in Nürnberg.<br />

Zwischen 9 und 22 Uhr kann man in der Wiesentalstraße<br />

40 kohlenhydratfrei frühstücken, zu Mittag und zu Abend essen,<br />

in Gebäck schwelgen, Eis schlecken und den Tag bei einem<br />

Low-Carb-Cocktail ausklingen lassen. Wer sich für zu Hause mit<br />

Low-Carb-Lebensmitteln versorgen möchte, findet alles dafür<br />

im integrierten Shop, der das gesamte Online-Angebot der<br />

Soulfood LowCarberia anbietet.<br />

Jasmin Mengele<br />

Wunderschöne 5 Jahre gab es mein kleines, aber feines Café in<br />

Sankt Johannis, bis es am 19. Mai dann so weit war und ich mir<br />

meinen nächsten Traum erfüllen konnte: Die Soulfood LowCarberia<br />

eröffnete als Deutschlands erstes LowCarb-Restaurant<br />

unter dem Slogan „Schlemmen, bis die Hosen schlackern“ in<br />

der Wiesentalstraße 40 in Nürnberg.<br />

In der neuen Soulfood LowCarberia erwartet die Gäste von<br />

Montag bis Samstag zwischen 9 und 22 Uhr so einiges: Wir<br />

haben uns nicht nur vergrößert mit mehr Sitzplätzen und einem<br />

riesigen Shop-Bereich. Wir haben auch unsere Speisekarte<br />

aufgestockt. Es werden jetzt auch neben altbekannten Dingen<br />

wie Frühstück und Snacks ein Mittagsmenü und Abendgerichte<br />

à la Carte serviert. Kaffee von der hauseigenen Filter-Kaffeebar<br />

und sogar LowCarb-Cocktails kann man genießen. Eis, Cupcakes<br />

41<br />

www.soulfood-lowcarberia.de


KULINARISCHE REISE<br />

Kulinarische Reise<br />

durch die Schweiz<br />

von Julia Gruber und Romina Scalco<br />

Die typische Schweizer Küche gibt es eigentlich gar nicht.<br />

Es gibt zwar ein paar wenige wirklich national vertretene<br />

Gerichte, wie zum Beispiel Raclette, Fondue, Rösti, Birchermüesli<br />

oder auch das Zürcher Geschnetzelte, das überall in der<br />

Schweiz zu finden ist.<br />

Doch die meisten Schweizer Gerichte sind regionale Spezialitäten,<br />

wie zum Beispiel die Basler Mehlsuppe, Appenzeller<br />

Biber, Berner Zibelechueche (Zwiebelkuchen), Waadtländer<br />

Papé Vaudois (Schweinswurst mit Lauch) oder Tessiner Crema<br />

di castagne (Kastaniencreme).<br />

Ganz generell ist die traditionelle Schweizer Küche geprägt<br />

von vielen Kohlenhydraten, fetten Milchprodukten und einer<br />

deftigen, währschaften Ausrichtung.<br />

Passt das also zu <strong>LCHF</strong>? Wir meinen, mit ein wenig Kreativität<br />

und Tüfteln lassen sich viele Rezepte abwandeln!<br />

Doch bevor wir zu den Rezepten kommen, wollen wir drei<br />

Schweizer Spezialitäten etwas näher vorstellen, die wohl jeder<br />

Tourist, aber auch jeder Einheimische mit der Schweiz in<br />

Verbindung bringt.<br />

Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen mit unserer kurzen kulinarischen<br />

Reise in die (Low Carb) Schweiz!<br />

Julia Gruber<br />

Schweizer Käse<br />

Romina Scalco<br />

Es gibt ungefähr 450 verschiedene Käsesorten, wovon der<br />

Emmentaler Käser mit seinen großen Löchern wohl der berühmteste<br />

ist. Die Schweizer lieben Milchprodukte und verzehren<br />

im Durchschnitt etwa 20 Kilogramm pro Jahr.<br />

Doch auch wenn der Käse ein sehr traditionelles Nahrungsmittel<br />

ist, gibt es hier viel industriell hergestellte Ware aus<br />

Milch von Hochleistungskühen.<br />

Wenn Sie wirklich speziellen und ursprünglichen Schweizer<br />

Käse probieren möchten, dann empfehlen wir den Besuch eines<br />

Wochenmarktes, eines Spezialitäten-Käseladens oder einer<br />

Bergkäserei, wo Sie mit den Herstellern sprechen und Produkte<br />

erwerben können, die aus nicht industriell verarbeiteter Milch<br />

von artgerecht gehaltenen Tieren hergestellt wurden.<br />

46


vor der nächsten Stresswelle und legen sich einen „Schutzpanzer“<br />

zu.<br />

Die gute Nachricht ist: Akuten Stress gleichen Menschen<br />

durch kompensatorisches Essen aus. Was bei Stress zu wenig<br />

oder zu viel gegessen wurde, wird in der Entspannungsphase<br />

durch höhere oder geringere Energieaufnahme ausgeglichen.<br />

Die schlechte Nachricht ist: Bei chronischem Stress entfällt das<br />

kompensatorische Essen, der Stoffwechsel gerät aus dem Lot,<br />

es etablieren sich Gewichts- und andere Gesundheitsprobleme.<br />

Wichtig ist also, aus dem chronischen Stress heraus zu kommen.<br />

Genussvolle Wege aus der Stressfalle: Blitzhelfer und<br />

Langfriststrategien<br />

Im ersten Schritt sind Blitzhelfer gefragt, die Notbremse, die<br />

das Hamsterrad verlangsamt. Solche Blitzhelfer sind ätherische<br />

Öle, die beim Einatmen direkt im Emotionszentrum des Gehirns<br />

wirken. Wenn Sie zugleich einen positiven Effekt auf die Stressreduktion<br />

und Ihr Gewicht anstreben, greifen Sie am besten zu<br />

Grapefruit- und Zitronengrasöl. Atmen Sie ein paar Atemzüge<br />

lang bewusst diese Aromen ein. Sie schalten dann im Gehirn<br />

vom Stress- in den Entspannungsmodus und dämmen Frustessen<br />

ein.<br />

Langfristig hilft eine Anti-Stress-Ernährung. Sie ist reich an<br />

Nüssen, Fleisch, Fisch, Eiern, Innereien, Krustentieren, Gemüse<br />

und Hülsenfrüchten und liefert dem Gehirn alle Nährstoffe,<br />

um Leistungs- und Entspannungsbotenstoffe zu bilden. Auch<br />

die Darmgesundheit spielt eine wichtige Rolle. Nur wenn das<br />

„Bauchhirn“ die richtigen Signale funkt, kommen die Botenstoffe<br />

des Körpers in Balance. Nahrungsmittel, die reich an Ballaststoffen<br />

und sekundären Pflanzenstoffen sind, wie Gemüse,<br />

Salat und Hülsenfrüchte, sowie echtes Kakaopulver sind ebenso<br />

nützlich wie fermentierte Nahrungsmittel wie Sauerkraut, fermentierter<br />

Tee (Kombucha) oder Apfelessig. Sie alle helfen, die<br />

Darmflora und Darmbarriere in Bestform und das Gewicht bei<br />

Stress in Balance zu halten.<br />

51<br />

Aus dem Hamsterrad steigen: So geht’s genussvoll und<br />

entspannt<br />

Sie möchten genussvoll aus der Stressfalle kommen? Dann<br />

können Sie kostenfrei bei info@nerven-power.de eine wirkungsvolle<br />

Kurzübung anfordern, die Sie in 1–3 Minuten aus<br />

dem Hamsterrad holt. Bitte nennen Sie für die kostenfreie Zusendung<br />

das Stichwort: „<strong>LCHF</strong>-Power-Pause“.<br />

Für wissensdurstige Genießer: Die NervenPower-Akademie<br />

Wer mehr über Nervennahrung oder „Genießen Sie den Stress<br />

weg“ erfahren möchte, ist in der NervenPower-Akademie<br />

herzlich willkommen:<br />

Hier stehen Webinar-Aufzeichnungen,<br />

Checklisten, Rezeptideen und<br />

weitere Tipps online 24 Stunden am<br />

Tag für Sie zur Verfügung: www.nerven-power.de<br />

(dort auf die „NervenPower-Akademie“<br />

klicken)<br />

Dr. Sabine Paul<br />

IFEG Institut für<br />

Evolutionäre Gesundheit<br />

www.nerven-power.de<br />

Genussvolle Gehirn-Power und<br />

Stress-Schutz nach<br />

dem Vorbild der Natur<br />

Bildnachweis:<br />

Hamsterrad: tiero, 123rf.com // Grapefruitöl: Africa Studio, www.fotolia.com //<br />

Walnuss-Segler: Vivian Seefeld, www.fotolia.com // Zitronengrasöl: mayura_ben, www.fotolia.com<br />

Low Carb – <strong>LCHF</strong> <strong>Magazin</strong> 2/<strong>2017</strong>


GESUNDHEIT UND ERNÄHRUNG<br />

Mats Lindgren<br />

Gesund durch die richtige Ernährung<br />

Diabetes: Mit <strong>LCHF</strong> in ein neues Leben<br />

Best.-Nr. 1014<br />

ISBN 978-3-9814522-6-6<br />

Preis: 12,80 Euro + Versandkosten<br />

LOW CARB - <strong>LCHF</strong> Kochjournal<br />

MEDITERRANE KÜCHE<br />

Preis: 8,00 Euro + Versandkosten<br />

ISBN Nummer: 978-3-946010-<strong>02</strong>-9<br />

Bestellnummer: 1<strong>02</strong>5<br />

LOW CARB - <strong>LCHF</strong><br />

<strong>Magazin</strong> für Gesundheit und ketogene Ernährung<br />

Jahresabonnement: 20,00 Euro + Versandkosten (4 Ausgaben)<br />

Ihre Bestellungen richten Sie bitte an:<br />

Expert Fachmedien GmbH // Aachener Straße 172 // 4<strong>02</strong>23 Düsseldorf<br />

Telefon: +49. (0)2 11. 15 91-159/151 // Fax: +49. (0)2 11. 15 91-150<br />

E-Mail: lchf@dvs-hg.de // info@lchf-deutschland.de<br />

Weitere Informationen unter: www.lchf-deutschland.de<br />

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