Kompetenz - Deutscher Alpenverein, Sektion Siegerland e.V.

dav.siegerland.de

Kompetenz - Deutscher Alpenverein, Sektion Siegerland e.V.

Frohe

Weihnachten

und einen

guten

Rutsch!

Mitteilungen der Sektion Siegerland e.V. - 4/2011 - Nr. 138


DAV - Sektion Siegerland

Geschäftsstelle Sektion Siegerland e.V. des DAV 0271 336404

Leimbachstraße 76 • 57074 Siegen Fax 0271 3184419

Lieselotte Achenbach • Monika Peter

Homepage www.dav-siegerland.de

E-Mail sektion@dav-siegerland.de

Geschäftszeit montags von 15:00 bis 18:30 Uhr

Sektionskonto Sparkasse Siegen • Kto 1 143 296, BLZ 460 500 01

Vorstand

1. Vorsitzender Ludger Felbecker • Am Laubwald 2 • 51580 Reichshof 02265 980495

2. Vorsitzender Henrik Münker • Gartenstraße 36 • 57223 Kreuztal 02732 28481

Schatzmeisterin Edeltraud Bals • Sonnenweg 10 • 57555 Brachbach 02745 1209

Fax 02745 931055

Schriftführer Bruno Ebner • Graf-Luckner-Straße 39 • 57076 Siegen 0271 46450

Hüttenwart Heinz-Peter Neuser • Dillweg 27 • 57250 Netphen 02737 93458

Jugendreferent Timo Stötzel • Gilbergstraße 61 • 57080 Siegen 0271 382213

Naturschutzreferent Martin Zapletal • Auf den Feldern 4 • 57080 Siegen 0271 394685

Beisitzer Herbert Schewior-Mertgens • Mühlchenstraße 12 02732 27211

57078 Siegen

Martin Thomas • Graf-Luckner-Str. 95 • 57072 Siegen 0271 4889688

Hubert Farnschläder • Hauptstraße 11 • 57572 Harbach 02734 6359

Impressum bergauf-bergab ist die Mitgliederzeitschrift der Sektion

Siegerland e. V. des Deutschen Alpenvereins (DAV) e.V.

Zuschriften (incl. Fotos) und Terminmitteilungen bitte ausschließlich

an die Redaktion: bergauf-bergab@dav-siegerland.de.

Redaktion E-Mail: bergauf-bergab@dav-siegerland.de

Layout Olaf Koplin & Friederike Held-Zapletal

Satz Lieselotte Achenbach

Lektorin Klara-Helene Stahl

Die Beiträge geben die Meinung der Verfasser, nicht unbedingt

die der Redaktion wieder. Für Richtigkeit und Vollständigkeit aller

Angaben wird keine Gewähr übernommen. Die Redaktion hat das

Recht Berichte, wenn notwendig, zu überarbeiten und zu kürzen.

Erscheinungsweise viermal jährlich

Auflage 2.600 Exemplare

Druck/Repro Verlag Vorländer GmbH & Co KG, 57072 Siegen

Bezugsbedingungen bergauf-bergab erhalten die Mitglieder der Sektion Siegerland

kostenlos.


Inhalt

DAV Sektion Siegerland / Impressum 2

Vorwort Der Vorsitzende 4

Vereinsmitteilungen Das Jahr 2011 an der Siegerlandhütte 5

Wettkampfergebnisse unserer Sportkletterer 6

30 Jahre Klettersport in der Sektion Siegerland 8

Nanomoves 2.0 9

Bilder zur Sektionsfahrt 2011 10

Ausbildung in unserer Sektion 12

Ausbildung und geführte Touren 13

Gruppentermine Verantwortung 17

Klettersportgruppe Siegen 17

Wandergruppe 18

Seniorengruppe 19

Bergfahrtengruppe 19

Jugendgruppe 20

Singgruppe 20

Bergtourengruppe 20

Hochtourengruppe 21

Ortsgruppe Hachenburg 22

Ortsgruppe Dillenburg 23

Klettersportgruppe Dillenburg 24

MTB Gruppe 24

Aktivitäten Sanierung des Steiges zum Pfaffensattel 25

Skitourenwoche zu Ostern in der Schweiz 26

E-Mail von der Siegerlandhütte 28

Über das Königsjoch 29

Wanderung auf dem Rheinsteig 31

Siegerländer und Günzburger gemeinsam auf dem E5 32

Wanderwoche der Bergfahrtengruppe in Mittenwald 37

Goldener Herbst 40

Personalien Geburtstage 43

Wir trauern 44

Neue Mitglieder 45

Sektion Siegerland Ansprechpartner 47

Titelbild Lüner See Foto: Carsten Stahl

Redaktionsschluss für bergauf - bergab 1/2012:

09. Februar 2012

voraussichtliche Hefterscheinung 15. März 2012

Seite

3


Liebe Mitglieder,

schaut man sich einmal die Grußworte der

letzten Jahre, auch die meiner Vorgänger

an, so ist schon bewundernswert, welche

Projekte in der Sektion mit ehrenamtlicher

Arbeit angegangen und äußerst erfolgreich

verwirklicht worden sind. Die Sektion

kann den ehrenamtlichen Helfern gar nicht

genug dafür danken.

Umso schwerer wiegen da die neuen Richtlinien

zur Vergabe von Fördermitteln für

Hütten, die der Hauptverein auf seiner Mitgliederversammlung

am 28./29. Oktober in

Heilbronn beschlossen hat. Voraussetzung

für die zukünftige Gewährung von Fördermitteln

ist, dass alle Projekte praktisch

nur noch von entsprechenden Ingenieuren

vor Ort betreut und durchgeführt werden

dürfen. Eigenleistungen werden kaum

noch honoriert, eigene Planungsleistungen

sollen praktisch völlig verdrängt werden,

in meinen Augen ein klarer Angriff auf das

4

Der Vorsitzende

Ehrenamt im Verein.

Wir werden im Vorstand weiter auf ehrenamtliche

Arbeit setzen und ggf. sehen, dass

wir unsere Projekte und Ideen soweit als

möglich ohne Gelder aus München stemmen

können. Es macht in meinen Augen

keinen Sinn, erhebliche Mehrkosten (die

dann durch die Zuschüsse abgedeckt werden)

in Kauf zu nehmen, nur um diese

Zuschüsse zu erhalten. Wir können es mindestens

genauso gut und z.B. mit unserem

Hüttenausschuss auch billiger machen.

Helfer brauchen wir aber nicht nur an der

Siegerlandhütte oder in den Gruppen des

Vereins. Im Vorstand sind im Jahre 2012

die Posten des Schriftführers und Jugendreferenten

neu zu besetzen. Wer Interesse

an einer verantwortungsvollen ehrenamtlichen

Aufgabe in der Sektion hat, ist herzlich

eingeladen sich bei mir zu melden.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein

erfolgreiches Jahr 2012. Bei der Umsetzung

der noch anstehenden Projekte und

Aufgaben in unserer Sektion hoffe ich auf

viele freiwillige Helfer.

Frohe Weihnachten!

Ludger Felbecker

1. Vorsitzender

Jubilarehrung 2012

Die Ehrung unserer Jubilare des Jahres 2012 wollen wir mit einer kleinen Feierstunde in

unserem Sektionsheim verbinden.

Bitte merken Sie sich schon jetzt den Termin vor:

Samstag, 25.02.2012 um 15:00 Uhr

Unsere Jubilare erhalten dazu eine gesonderte Einladung.


Vereinsmitteilungen

Das Jahr 2011 an der Siegerlandhütte aus Sicht des Hüttenwarts

In fünf wesentlichen Punkten sind wir in

diesem Jahr an der Hütte weitergekommen.

Die Punkte sind im Einzelnen:

1. Brandschutz:

Manfred Pursch und Franz Spork haben

mit weiteren Helfern die Leitungen für die

Brandmelder durch alle Zimmer verlegt.

In allen Zimmern wurden Brandmelder angebracht,

die den Besucher im Alarmfall

auf Gefahren durch Feuer und Rauch aufmerksam

machen.

Im August wurde die Brandmeldezentrale

zur Siegerlandhütte gebracht und in Betrieb

genommen.

Die Programmierung, technische Beschreibung,

Verlegepläne und Erstellung aller

Zeichnungen erfolgte durch eine Spende

der Fa. Hartman und Uebach aus Wilnsdorf.

2. Aufzugschuppen:

Am Aufzugschuppen wurden die noch fehlenden

Schiebetüren installiert und sämtliche

Öffnungen mit winddichten Besenschienen

abgedichtet.

Der Antrieb für den Aufzug wurde umweltfreundlich

auf Strombetrieb umgestellt.

3. Wasserkraftwerk / Duschen:

Mit Unterstützung der Günzburger Helfer

wurde der Ablauf des Wasserkraftwerks, ein

300 mm Abwasserrohr, auf einer Länge von

ca. 15 m UV-geschützt verpackt und soweit

möglich naturverträglich eingegraben.

Da unser Wasserkraftwerk 24 Stunden am

Tag Strom liefert, konnten wir uns erlauben

die nachts gewonnene Energie zur Warmwassergewinnung

einzusetzen.

Dadurch ist es möglich auf die Gastherme

zu verzichten, die nach über 15 Betriebsjahren

sowieso hätte ersetzt werden müssen.

4. Warmwasserdusche:

Im Damen-Waschraum haben wir die erste

Dusche in Betrieb genommen. Gegen einen

Betrag von 3 € kann man jetzt 4 Min. duschen.

Entgegen den Erwartungen erfreut

sich die Einrichtung allgemeiner Beliebtheit.

5. Einrichtung:

Zwei Betten wurden von 80x180 auf die

Standardmaße 90x200 vergrößert. Nach

jahrelangem Zögern haben wir die Haustür

durch eine neue ersetzt. Dies wirkt sich besonders

bei schlechten Wetterverhältnissen

sehr positiv aus.

Der Hüttenwart teilt mit:

Ich wünsche allen, besonders den Hüttenfreunden, frohe Feiertage, ein

gesundes neues Jahr und lade alle Arbeitseinsatzteilnehmer (nicht nur

die 2011er) mit ihren Freunden zum Dia- und Bilderabend

am Samstag, dem 10. März 2012, 19:30 Uhr

in unser Sektionsheim, Leimbachstraße 76, ein.

Für Getränke und einen kleinen Imbiss wird gesorgt.

Peter Neuser

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Wettkampfergebnisse unserer Sportkletterer

Deutscher Bouldercup

Durchgang 1 am 05. und 06. Februar

in München

- Mathias Götting-Boller 12. Platz

- Dominik Klein 24. Platz

- Moritz Krämer 48. Platz

- Niklas Ertel 57. Platz

Durchgang 3 am 11./12. Juni in Frankfurt

- Dominik Klein 13. Platz

- Mathias Götting-Boller 20. Platz

NRW-Meisterschaft im Bouldern

Am 12. März in Aachen

- Mathias Götting-Boller 2. Platz

- Dominik Klein 5. Platz

Deutschlandcup

Durchgang 1 am 10. April in Scheidegg

Herren

- Markus Jung 8. Platz

- Mathias Göttingg-Boller 18. Platz

- Moritz Krämer 36. Platz

Jugend A

- Dominik Klein 10. Platz

Durchgang 2 am 05. Juni in Regensburg

Jugend A

- Dominik Klein 6. Platz

Herren

- Markus Jung 4. Platz

- Mathias Götting-Boller 23. Platz

- Moritz Krämer 29. Platz

- Dominik Klein 31. Platz

Durchgang 3 am 25. Sept. in Darmstadt

Herren

- Markus Jung 4. Platz

- Mathias Götting-Boller 20. Platz

Jugend A

- Dominik Klein 13. Platz

Deutsche Jugendmeisterschaft

Im Bouldern am 11. Juni in Frankfurt

Jugend A

- Dominik Klein 2. Platz

European Youth Cup

Am 10./11. Sept. in Meran

- Dominik Klein 23. Platz

Am 17./18. September in München

- Dominik Klein 13. Platz

NRW-Cup

Durchgang 1 am 16. Juli in Mühlheim

Herren

- Moritz Krämer 4. Platz

- Dominik Klein 10. Platz

Jugend A

- Dominik Klein 6. Platz

Durchgang 2 am 08. Oktober in Ahlen

Jugend A

- Dominik Klein 2. Platz

Jugend B

- Jannik Grabitz 11. Platz

Junioren

- Niklas Ertel 4. Platz

Herren

- Dominik Klein 2. Platz

- Moritz Krämer 8. Platz

- Niklas Ertel 10. Platz

Alpenvereinsjahrbuch Berg 2012

Kartenbeilage und Gebietsthema: Brentagruppe

Das Buch ist in der Geschäftsstelle zum Preis von 17,80 € erhältlich.


NRW-Landesmeisterschaft

Am 19. November in Troisdorf

Herren

- Mathias Götting-Boller 3. Platz

- Dominik Klein 4. Platz

- Niklas Ertel 10. Platz

Junioren

- Niklas Ertel 3. Platz

Jugend A

Dominik Klein 4. Platz

IFSC Climbing Worldcup

Am 30. September in Puurs (BEL)

Markus Jung 16. Platz

Am 18. Oktober in Valence (FRA)

Markus Jung 21. Platz

Dominik Klein

Vorankündigung

Offene Rheinland-Pfalz Meisterschaft

Am 23. Oktober in Frankenthal

Herren

- Dominik Klein 5. Platz

Jugend A

- Dominik Klein 4. Platz

Westdeutsche Meisterschaft

Am 13. November in Kassel

Jugend A

- Doninik Klein 3. Platz

Junioren

- Niklas Ertel 4. Platz

Herren

- Mathias Götting-Boller 3. Platz

- Dominik Klein 8. Platz

- Niklas Ertel 17. Platz

Mathias Götting-Boller Niklas Ertel

Wochenende für junge Familien

Juni 2012 (nähere Infos im nächsten Heft)

Ansprechpartner: Henrik Münker, Tel. 02732 28481

Martin Zapletal, Tel. 0271 394685

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Der erste Kletterer der Sektion war der

Hüttenwart der Siegerlandhütte Franz

Schartiger in den 1920er Jahren. Seit 1966

war es vor allem die Hochtourengruppe der

Sektion, die den Klettersport betrieb.

Im Jahre 1981 entstand aus dieser Hochtourengruppe

heraus die eigenständige

Klettergruppe. Sie wurde zunächst von

Ralf Zimmermann, später von Walter

Breitenbach geleitet. Regelmäßig wurden

Fahrten in die Klettergebiete Frankenjura,

Eschbacher Klippen und Morgenbachtal

unternommen. Ebenso regelmäßig trafen

sich die Kletterer an den Bruchhauser Steinen.

Als in den 90er Jahren die meisten

heimischen Kletterfelsen gesperrt wurden

verschwand die Gruppe nahezu aus dem

Verein. Auf Anregung von Burkhard Patt

wurde die Gruppe 1995 neu gegründet.

Geleitet wurde sie von Uwe Schmidt und

später von Herbert G. Schewior-Mertgens.

Geklettert wurde seit 1996 im „Räumchen“

auf dem Dachboden des Sektionsheimes.

Es stellte sich aber bald heraus, dass dieser

Raum zu klein war. Zeitweise drängten

sich 15 Erwachsene im Kletterraum, auch

die damals starke Jugendgruppe nutzte das

Räumchen. Die ersten Kletterwettkämpfe

von Daniel Jung vergrößerten das Interesse

an der Klettergruppe. Seit 1998 konnte die

Ortsgruppe Hachenburg eine Kletterwand

in Hachenburg für ihre Mitglieder nutzen.

Damit der DAV-Landesverband NRW in

den Landesportbund NRW eintreten konnte

wurde zunächst eine formelle Gründung

eines eigenständigen Vereins notwendig.

Die heutige Klettersportgruppe (KSG) wurde

am 20. Juni 2001 geboren! Vorsitzende waren

zunächst Daniel Peter, dann Jennifer Gleibs

und später Henning Holzapfel. Nachdem

dann der DAV-Landesverband NRW ohne

8

30 Jahre Klettersport in der Sektion Siegerland

Probleme in den Landessportbund NRW aufgenommen

werden konnte, verschwand das

Konstrukt im Jahre 2007 wieder.

Ab dem Jahre 2002 wurde die Kletterwand

in Niederndorf zusätzlich zum „Räumchen“

einmal pro Woche genutzt. Es zeigte

sich jedoch bald, dass auch diese Wand zu

klein war. Es begann die Suche nach einer

geeigneten Halle für eine sektionseigene

Kletterwand. Nachdem die Mitgliederversammlung

im März 2003 die Genehmigung

zum Bau gegeben hatte, konnte im Januar

2004 die Kletterwand in der Halle „Auf der

Morgenröthe“ eingeweiht werden.

In diesem Jahr gewann Daniel Jung die

Deutsche Meisterschaft im Sportklettern.

Innerhalb der Klettersportgruppe bildete

sich die Wettkampfgruppe, deren Mitglieder

regelmäßig mit Erfolg an Wettkämpfen

teilnahmen.

Auch innerhalb der Ortsgruppe Dillenburg

gründete sich eine Klettersportgruppe, die

von Andreas Thamer geleitet wird. Schon

bald zeigte sich, dass unsere Wand „Auf der

Morgenröthe“ zu klein wurde. Es konnten

nicht alle Interessierten klettern. Lange Wartelisten

vor allem im Kinder- und Jugendbereich

sind die Folge. Es kam der Vorschlag,

eine eigene Kletterhalle zu bauen. Im Jahre

2010 beauftragte die Mitgliederversammlung

den Vorstand mit der Planung.

Wenn wir eine sektionseigene Kletterhalle

eröffnen können, wird der Klettersport im

Siegerland mit Sicherheit noch mehr Menschen

begeistern!

Vielen Dank an Jochen Ertel für zahlreiche

Informationen zu diesem Artikel.

Herbert G. Schewior-Mertgens


Nach dem Erfolg unseres diesjährigen

vereinsinternen Kletterwettkampfes

„Nanomoves“ wollen wir im kommenden

Jahr 2012 eine neue Auflage starten. Die

Bedingungen sind die gleichen wie in diesem

Jahr. In der Qualifikation kann jeder an

den Trainingstagen in der Zeit vom 09. Januar

bis 02. März 2012 an genau definierten

Routen und Bouldern Punkte sammeln,

wobei in den Altersklassen U9, U13, U16,

U18 und Erwachsene, jeweils weiblich und

männlich, geklettert wird.

An den Routen und Bouldern sind an den

Griffen in aufsteigender Form Punkte notiert.

Gültig ist die Zahl, die am letzten

gehaltenen Griff steht. Jeder trägt seine

erzielten Punkte auf einer Karte ein. Wer

bei den Routen im Vorstieg klettert, kann

die erzielten Punkte mit 1,5 multiplizieren.

Nanomoves 2.0

Die Anzahl der Versuche spielt keine Rolle.

Die fünf Besten aus jeder Gruppe nehmen

am großen Finale teil, das am 11. März von

10:00 bis 18:00 Uhr stattfindet.

Erwachsene Teilnehmer zahlen 10 €, Ju-

gendliche der Klasse U18 7 € und jüngere

Jugendliche sowie Kinder 5 € Startgebühr.

Das Geld kommt der Komplettierung der

Kletterwand zugute. Die Mitglieder der

Wettkampfgruppe Matze, Moritz, Niklas

und Dominik schrauben die Routen und

Boulder, organisieren die Veranstaltung

und fungieren als Schiedsrichter.

Unsere Mitglieder, die nicht klettern, sind

herzlich eingeladen, als Zuschauer am Finale

am 11. März teilzunehmen. Wir hoffen,

dass die Veranstaltung wie in diesem

Jahr erneut als Leistungsschau großen

Klettersport bietet.

Wir gratulieren

unserem Sektionsmitglied und „Mentor“ unserer Homepage Dirk Kaiser,

der mit seiner Webseite „verwandern.de“ den Südwestfalen-award 2011

in der Kategorie Non Profit Sites gewonnen hat.

Hans-Hermann Stahl zeigt Bilder aus alten Tagen

Um die Wintertage etwas aufzulockern (für diejenigen Mitglieder, die nicht oder nicht

mehr Ski fahren), hat Wanderleiter Hans-Hermann Stahl eine Dia-Serie von Fotos aus

Wanderwochen der letzten 25 Jahre zusammengestellt, die er interessierten Teilnehmern

der jeweiligen Unternehmungen zeigen will. Es handelt sich im Wesentlichen um alte

Bilder der Freizeiten in Steingaden und am Schliersee.

• Termin: 15. Januar 2012 um 14:30 Uhr im Sektionsheim.

Bei Rückfragen: Tel. 0271 311811 oder 01704553596.

Mitgliederversammlung 2012

Die Mitgliederversammlung findet am 27. April 2012 statt.

Weitere Informationen in Ausgabe 1/2012.

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10

Sektionsfahrt 2011


Unser neuer Wanderleiter stellt sich vor:

Ulrich Gerlach, 48 Jahre alt, Maschinenbauingenieur,

Wohnort: Wissen

Hobbys: Wandern, Bergsteigen, Fahrrad

fahren, Klettern und Singen.

Schon mein Urgroßvater und Großvater

waren im damaligen Deutschen und Österreichischen

Alpenverein (DuOeAV) aktiv.

Ich bin seit 2008 Mitglied in der Sektion

Siegerland und seit einigen Jahren in der

Hochtourengruppe. Am 28.08.2011 habe

ich meine Ausbildung zum DAV-Wanderleiter

erfolgreich beendet. Höhepunkt dieser

Ausbildung war dabei der achttägige

Lehrgang im Montafon ( Lindauer Hütte).

Schwerpunkte der Ausbildung:

• Gehen auf Steigen und weglosem Gelände

• Führen von Gruppen auf Gebirgswande-

rungen,

• Umweltbildung (Ökologie des Hochge-

birges, umweltgerechtes Wandern),

12

Ausbildung in unserer Sektion

Unsere neuen Kletterbetreuer:

Frank Peter Schulz, Kletterbetreuer seit 07.01.2011

Zugehörigkeit: Hochtourengruppe, Klettergruppe

Olaf Daub, Kletterbetreuer seit 02.04.2011

Zugehörigkeit: Klettergruppe

Unsere neuen Trainer C:

Markus Jung, Trainer C, Sportklettern seit 15.05.2011

Zugehörigkeit: Klettergruppe

• Orientierung, Wetterkunde und alpine

Gefahren,

• Erste Hilfe und behelfsmäßige Bergret-

tung.

Meine Pläne: Erweiterung des Tourenangebotes

um anspruchsvolle Gebirgs- und

Alpinwanderungen

E-Mail: ulrich@dav-siegerland.de

Eine erfolgreiche Karriere geht weiter:

Mathias Götting-Boller, Mitglied seit 1999, hat am 02.10.2011 die Prüfung als Trainer C

(Wettkampfklettern) abgelegt. Er betreut die Mittwochsgruppe der Kletterer U18 und kann

somit seine Erfahrungen als Sportkletterer weitergeben. Er hat zahlreiche Erfolge zu verzeichnen,

die er zumeist als Mitglied des NRW-Kaders (Sportklettern) erzielt hat. Mathias wurde

am 06.08.1991 geboren und ist seit 10 Jahren in unserer Sektion aktiv. Im Jahre 2008 legte

er seine Prüfung als Jugendleiter ab und avancierte vergangenes Jahr zum Routenschrauber

mit NRW-Lizens. Nach dem Abitur hat er in diesem Jahr eine Lehre als Zimmerer begonnen.


Ausbildung und geführte Touren 2012

Dreitausender um die Amberger Hütte, Stubaier Alpen

Tour: Ausgangspunkt Amberger Hütte (2.135 m) im hinteren Sulztal. Abseits

der Massen warten auf uns unverspurte Tiefschneehänge wie die Ski-

klassiker Kuhscheibe, Daunkogel, Schrankarkogel.

Termin: 29.02. (Anfahrt u. Hüttenzustieg) bis 04.03.2012 (Abstieg u. Rückfahrt)

Teilnehmer: max. 7 Personen

Voraussetzung: Gute Kondition für Aufstiege bis 1.200 Höhenmeter, sicheres Abfahren

mit Stemmschwung im Gelände, Basiskenntnisse für Gletscherbegehungen.

Einige Gipfel erfordern zum Schluss kurzes Gehen oder leichtes Klettern.

Ausrüstung: Skitourenausrüstung für Tagestouren, Gletscherausrüstung

Kosten: Übernachtung in einer Alpenvereinshütte mit Halbpension, Fahrtkosten

Anzahlung: 50 €

Obligatorisch: Teilnahme an Vorbesprechungen, LVS-Training

Leitung: Anmeldung: Henk Vink, Tel. 02754 8654, E-Mail henk.vink@t-online.de

Skihochtouren auf 4.000er in den Berner Alpen

Ausgangspunkt: Lötschental, Konkordiahütte, Finsteraarhornhütte

Ziele: Finsteraarhorn, Fiescherhörner, Wannenhorn, Groß-Grünhorn. Eine Woche

wird nicht reichen, um alle Gipfel zu besteigen.

Termin: 12.05. bis 19.05.2012.

Teilnehmerzahl: max. 5 Personen

Voraussetzung: Sehr gute Kondition, Aufstiege bis 1.600 Höhenmeter, sicheres Gehen und

Abfahren bei jeder Schneeart in jedem Gelände, Westalpenerfahrung,

sicheres Klettern im 1. bis 2. Grad und Steigeisengehen im steilen Firn.

Ausrüstung: komplette Skihochtourenausrüstung

Kosten: Übernachtung, HP in SAC-Hütten, evtl. Jungfraujochbahn, Fahrtkosten

Anzahlung: 50 €

Obligatorisch: Vorbesprechung und Spaltenbergungsübungen

Leitung: Info und Anmeldung: Henk Vink, Tel. und E-Mail siehe oben

13


Skiwoche im Bregenzer Wald vom 10.03. bis 17.03.2012

Tour: Führungstour

Organisation: Tanja Stahl, E-Mail ski@dav-siegerland.de

Teilnehmer: max. 7 Personen

Anfahrt: mit PKW, möglichst in Fahrgemeinschaften

Unterkunft: Hütte zur Alleinbenutzung, Franz-Josefs-Höhe in Schoppernau

Touren: Pistenskifahren in drei verschiedenen Skigebieten (Didamskopf, Warth/

Schröcken, Mellau/Damüls), Varianten-Skifahren

Kosten: ca. 50-60 € Tag/Pers. für Unterkunft, Verpflegung, zusätzlich Liftkosten

Anzahlung: 100 €

Anforderungen: Fortgeschrittene Skifahrer/-innen, Mitglied der Sektion Siegerland

Ausrüstung: komplette Skiausrüstung (kann auch gegen Gebühr vor Ort ausge

liehen werden). Teilnehmer mit mangelhafter Ausrüstung können

von der Teilnahme ausgeschlossen werden.

Wichtig: Die rechtzeitige Anmeldung ist noch keine Teilnahmebestätigung.

Diese erhalten die Teilnehmer ausschließlich von der Organisatorin,

Anmeldung bitte auch über Warteliste

Anmeldung : bis 08.01.2012 bei Tanja Stahl

Klettern und Bergsteigen im Wettersteingebirge vom 07. bis 10.06.2012

Tour: Gemeinschaftstour

Anreise: Mit PKW, möglichst in Fahrgemeinschaften

Unterkunft: Kreuzeck-Haus (1.650 m)

Aufstieg: von Garmisch-Partenkirchen

Touren/Klettermöglichkeiten:

Alpspitze (2.628 m), Hochblassen (2.707 m), Mauerläufersteig an

der Bernadeinwand (Klettersteig), Jubiläumsgrat, Blassengrat, zahl-

reiche Mehrseillängen-Klettertouren im Alpspitzgebiet von UIAA

III bis VI

Kosten: ca. 50 € pro Tag, incl. Unterkunft, Halbpension

Anmeldegebühr: 30 € für Hüttenanzahlung, der Rest wird bei Teilnahme vor Ort erstattet

Teilnehmerzahl: 6 Personen

Voraussetzung: Mitglied der Sektion Siegerland, Ausdauer für mehrstündige Touren

im Hochgebirge, für die Kletterer Beherrschung der genannten UIAA-

Schwierigkeitsgrade.

Ausrüstung: Übliche Bergtourenausrüstung, für die Kletterer komplette Kletteraus-

rüstung, Karte: AV 4/2 und 4/3, Kletterführer (z.B. von Panico Wetter-

stein-Nord), Teilnehmer mit mangelhafter Ausrüstung können von der

Teilnahme ausgeschlossen werden

Organisation: Gerhard Lauber, E-Mail gerhard@dav-siegerland.de

Anmeldung: bis 31.01.2012 mit dem offiziellen Anmeldeformular aus dem Internet.

Haftung: Dies ist eine Gemeinschaftstour, bei der jeder Teilnehmer für sich selbst

eigenverantwortlich plant und handelt.

14


Klettern in den Tannheimer Bergen vom 17.05. bis 20.05. 2012

Tour: Gemeinschaftstour

Anreise: Mit PKW, möglichst in Fahrgemeinschaften

Unterkunft: Gimpelhaus, evtl. Bad Kissinger Hütte

Aufstieg: von Grän oder Nesselwängle im Tannheimer Tal

Klettersteige: Aggenstein-Südwand: 8 verschiedene Routen von UIAA III bis V+, Aggenstein-

Nordwestgrat IV, Hochwiesler-Hüttengrat IV+, Rote Flüh

Südwand V+, Gimpel alte Südwand V, Gehrenspitze Westgrat III+ und

alte Südwand IV+. Möglichkeiten für einfache Touren. Bei Nachfrage

können gemäßigte Kletterer und Neulinge auch am Aggenstein klettern.

Die Bad Kissinger Hütte dient dort als Unterkunft.

Kosten: Erfahrungsgemäß ca. 50 € pro Tag incl. Unterkunft, Halbpension, etc.

Anmeldegebühr: 30 € Hüttenanzahlung, der Rest wird bei Teilnahme vor Ort zurückge-

zahlt.

Bei Nichtteilnahme besteht kein Anspruch auf Rückzahlung des Geldes

Teilnehmerzahl: 12 Personen

Voraussetzung: Mitglied der Sektion Siegerland, Ausdauer für mehrstündige Touren

im Hochgebirge, für die Kletterer Sicherheit bei den genannten UIAA-

Schwierigkeitsgraden.

Ausrüstung: Bergwander- und Kletterausrüstung, Kletterführer z. B. von Panico

(Allgäu), Karte Blatt Füssen. Teilnehmer mit mangelhafter Ausrüstung

können von der Teilnahme aus geschlossen werden.

Leitung: Keine, da keine geführte Tour. Die Unternehmungen werden gemein-

sam geplant und durchgeführt.

Organisation: Gerhard Lauber E-Mail gerhard@dav-siegerland.de

Anmeldung: bis 15.01.2012 mit dem offiziellen Anmeldeformular aus dem Internet

Haftung: Dies ist eine Gemeinschaftstour, bei der jeder Teilnehmer für sich selbst

eigenverantwortlich plant und handelt.

Hochtouren in den Ötztaler Alpen vom 15. 07. bis 21.07.2012

Tour: Gemeinschaftstour

Anreise: mit PKW, möglichst in Fahrgemeinschaften

Unterkunft: AV-Hütten, z. B. Ramolhaus, Similaunhütte, Amberger Hütte u. a.

Aufstieg: von Vent oder Obergurgl

Touren/Klettermöglichkeiten:

Klettersteige: Ramolkogel (3.550 m), Schalfkogel (3.540 m), Hohe Wilde (3.482 m),

Fineilspitze (3.516 m) und andere mehr.

Bei den Touren handelt es sich z. T. um mittelschwere Hochtouren.

Dabei können 35° steile Eis- bzw. Firnflanken sowie Kletterschwierig-

keiten bis UIAA II vorkommen.

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Kosten: Erfahrungsgemäß ca. 50 Euro pro Tag incl. Unterkunft, Halbpension, etc.

Anmeldegebühr: 50 € Hüttenanzahlung, der Rest wird bei Teilnahme vor Ort zurück-

gezahlt. Bei Nichtteilnahme besteht kein Anspruch auf Rückzahlung

des Geldes.

Teilnehmerzahl: max. 10Personen

Voraussetzung: Mitglied der Sektion Siegerland. Die Teilnehmer müssen einen Alpin-

Grundkurs absolviert haben. Ausdauer für bis zu 10-stündige Touren im

Hochgebirge, beherrschen der angegebenen Schwierigkeiten in Fels und Eis.

Es finden Vortreffen statt. Die Teilnahme daran wird vorausgesetzt.

Teilnehmer mit mangelhafter Ausrüstung können von der Teilnahme

ausgeschlossen werden

Ausrüstung: Komplette Gletscher und Kletterausrüstung, Karte: AV-30/1 und 30/2

Leitung: Keine, dies ist keine geführte Tour. Die Touren werden gemeinsam ge-

plant und durchgeführt.

Anmeldung: bis 31.01.2012 mit dem offizielle Anmeldeformular aus dem Internet

Organisation: Gerhard Lauber E-Mail gerhard@dav-siegerland.de

Maik Kohlschütter E-Mail maik@dav-siegerland.de

Haftung: Dies ist eine Gemeinschaftstour, bei der jeder Teilnehmer für sich selbst

eigenverantwortlich plant und handelt.

Anspruchsvolles Wandern im Elbsandsteingebirge

Termin: 07. bis 11. Juni 2012

Tour: Führungstour

Programm: Wanderung von Wehlen nach Rathen, Besuch der Bastei, Stiegentour

durch Schramm- und Affensteine, Wanderung über die Tafelberge der

Sächsischen Schweiz

Kosten: ca. 50 – 60 Euro inkl. Unterkunft, Halbpension usw.

Seitens des Führers besteht gegenüber den Teilnehmern ein Anspruch

auf eine Aufwandsentschädigung

Anzahlung: 50 € Euro (keine Erstattung bei Nichtteilnahme)

Anfahrt: mit PKW (Fahrgemeinschaften)

Unterkunft: Pension oder Jugendherberge

Teilnehmerzahl: 8 Personen

Anforderungen: Kondition für Bergwanderungen bis zu 8 Stunden und 1.000 Höhen-

meter, Trittsicherheit auf schmalen, absturzgefährdeten Wegen, Schwindelfreiheit

Ausrüstung: für normale Wanderungen im Mittelgebirge, keine Stöcke

Leitung: Wanderleiter Ulrich Gerlach, E-Mail ulrich@dav-siegerland.de

Anmeldung: bis zum 31.01.2012 an den Wanderleiter

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Alle Gruppenveranstaltungen sind grundsätzlich

für jedes Vereinsmitglied offen.

Gäste sind jederzeit herzlich willkommen.

Bitte beachten Sie, dass alle Gruppenleiter

ehrenamtlich arbeiten und ihre Freizeit unentgeltlich

der Gruppe zur Verfügung stellen.

Bitte unterstützen Sie die Gruppenleiter durch

Ihre eigene aktive Mithilfe.

Unser Programmangebot finden Sie auch im

Internet unter www.dav-siegerland.de.

Klettertraining

Kletterwand Rundturnhalle

Am 1. u. 3. Samstag im Monat Intensivtraining.

Termine werden per E-Mail mitgeteilt.

Kletterwand im Sektionsheim

montags: 17:00 - 18:00 Uhr Kinder U 9

Ansprechpartnerinnen:

Kerstin Haeuseler Tel. 0172 2736159

Anja Jung Tel. 0151 53744537

Gruppentermine

Wir sind außerdem bemüht, die Programme

unserer Siegener Gruppen einschließlich

aktueller Änderungen im Siegerländer

Wochenanzeiger zu veröffentlichen, ohne

dafür allerdings eine Gewähr zu übernehmen.

Die Teilnahme an den Gruppenveranstaltungen

erfolgt grundsätzlich auf eigene

Verantwortung. Für Vereinsmitglieder besteht

Versicherungsschutz im Rahmen des vom

Alpinen Sicherheits-Services gebotenen

Umfanges.

Klettersportgruppe

Leitung:

Allgemein: Henning Holzapfel Tel. 0271 40579970

Organisator: Herbert Schewior-Mertgens Tel. 02732 27211

montags: 18:00 - 20:00 Uhr U 16

20:00 - 22:00 Uhr Erwachsene

mittwochs: 18:00 - 20:00 Uhr U 18

20:00 - 22:00 Uhr Erwachsene

freitags: 18:00 - 20:00 Uhr U 13

20:00 - 22:00 Uhr Erwachsene

Kletterfahrten

30.12.11 Jahresabschlussfahrt

07.01.12 Jahresanfangsfahrt

21.01.12 Kletterfahrt

04.02.12 Kletterfahrt

25.02.12 Kletterfahrt

10.03.12 Kletterfahrt

24.03.12 Kletterfahrt

Genaue Daten werden einige Tage vorher

per E-Mail mitgeteilt.

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Wandergruppe

Leitung:

Erhard Klappert Tel. 0271 87528

01.01.12 Nachmittagswanderung mit

Einkehr

Treffpunkt: 13 Uhr Bismarckplatz

Info: E. Klappert

05.01.12 Wanderung nach Absprache

Info: E. Klappert

12.01.12 Jahresabschlusswanderung 2011

Ort und Abfahrt standen bei

Redaktionsschluss noch nicht

fest und werden bei der Weih-

nachtsfeier bekannt gegeben,

Anmeldung bis 08.01.12

bei E. Klappert

15.01.12 Wanderung zur Emmerzhäuser

Skihütte

Treffpunkt: 10 Uhr Bismarckplatz

Info: K. Hoffmann Tel. 0271 45611

29.01.12 Wir wandern nach Zinse

Treffpunkt: 10 Uhr Bismarckplatz

oder 10:45 Uhr Oberndorfer Höhe

Info: E. Klappert

02.02.12 Wanderung nach Absprache

Info: E.Klappert

09.02.12 19:30 Uhr im HdA Monatstreff

K.-Heinz Schmidt zeigt Filme

von Touren der letzten Jahre

12.02.12 Winterwanderung nach Apoll-

micke, Anmeldung erforderlich

bis 10.02 2012 bei E. Klappert

26.02.12 Winterwanderung zur Burbacher

Skihütte

Treffpunkt:10 Uhr Bismarckplatz

Info: E. Klappert

01.03.12 Wanderung nach Absprache

Info: E. Klappert

08.03.12 19:30 Uhr Monatstreff im HdA

Die Polizei informiert zum

Thema Kriminalität

11.03.12 Wanderung zur Sohler Skihütte

Treffpunkt: 10 Uhr Bismarckplatz

Info: E. Klappert

25.03.12 Frühlingswanderung im Raum

Wilgersdorf – Wilnsdorf

Treffpunkt: 09 Uhr Bismarckplatz

Info: K.-H. u. W. Stahl

Tel. 02739 1478

04.04.12 Wanderung nach Absprache

Info: E. Klappert

Achtung: Termin vorverlegt

05.04.12 19:30 Uhr im HdA Monatstreff

Achtung: Termin vorverlegt

06.04.12 Karfreitagswanderung zum

Druidenstein

Treffpunkt: 10:30 Uhr Siegen

Busbahnhof

Info: I. Cramer Tel. 0271 332100

09.04.12 Wanderung zur Erdbachschlucht

Treffpunkt: 09 Uhr Bismarckplatz

o. 09:30 Uhr alte Schule Erdbach

Info: J. Ertel Tel. 0271 42667

Vorankündigung:

In der 1. Juniwoche 2012 fahren wir nach

Rügen, 9 Tage wandern und Kultur erleben.

Mit Bus und Schiff besuchen wir die Inseln

Hiddensee, Usedom, Darß und Zingst.

Info: Kastner, Tel. 0271 76294


Seniorengruppe

Leitung:

Helmut Schmidtgen Tel. 0271 354137

18.01.12 Rückblick in Bildern aus 2011

sowie Jahresplanung für 2012

bei Kaffee und Kuchen

15:00 Uhr im Sektionsheim

Info: Helmut Schmidtgen

01.02.12 Senioren-Spiele am Nachmittag

15:00 Uhr im Sektionsheim

Anmeldung erforderlich bei

Anne Kastner, Tel. 0271 76294

15.02.12 Wanderung in Wilnsdorf "Höh-

wäldchen"

Treffpunkt: 10:00 Uhr Parkplatz

Tennishalle Wilnsdorf mit Einkehr

Bergfahrtengruppe

Leitung:

Hans-Diether Pfeiffer Tel. 0271 37376

10.01.12 Gruppenabend um 20:00 Uhr

im Sektionsheim

Themen: Termine für 2012 und

Bilder aus dem Jahr 2011

(z. B. Wanderwoche in der Pfalz,

Wanderwoche im Karwendel)

19.02.12 Wanderung zur Ewersbacher

Skihütte

Treffpunkt: 09:15 Uhr im Sek-

tionsheim oder 10:00 Uhr P

„Altes Pflaster“ (bei Heiligen-

born)

Info: H.-D. Pfeiffer

Info: Werner u. Inge Rausch

Tel. 02739 3907

07.03.12 Senioren-Spiele am Nachmittag

15:00 Uhr im Sektionsheim

Anmeldung erforderlich bei

Anne Kastner/Helmut Schmidtgen

21.03.12 Wanderung Dreistiefenbach -

Ölgershausen

Treffpunkt: 10:00 Uhr P Jung-

Stilling-Platz (gegenüber

Gasthof Stute) mit Einkehr

Info: Hermann u.Marlies Breyer

Tel. 0271 75469

18.03.12 Wanderung rund um Ober- und

Niederschelden

Treffpunkt: 09:00 Uhr im Sek-

tionsheim oder

10:00 Uhr Dorfgemeinschafts-

haus Oberschelden

Info: H.-H. Stahl 0271 311811

Vorankündigung:

2. Wanderwoche der Bergfahrtengruppe

im Karwendel

Mittenwald vom 15. bis 22.09.2012

Max. Teilnehmerzahl: 18 Personen

Leitung: Hans-Dieter Pfeiffer

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Jugendgruppe

Leitung:

Timo Stötzel Tel. 0271 382213

Anja Hillnhütter Tel. 0160 99514331

Die Jugendgruppe trifft sich jeden Donnerstag um 19:00 Uhr in unserem Sektionsheim in

der Leimbachstraße.

Singgruppe

Leitung:

Hans-Hermann Stahl Tel. 0271 311811

Spaß am Singen?

Die Singgruppe trifft sich dienstags zu den folgenden Terminen:

03.01.12 20:00 Uhr im Sektionsheim 06.03.12 20:00 Uhr im Sektionsheim

07.02.12 20:00 Uhr im Sektionsheim 03.04.12 20:00 Uhr im Sektionsheim

Bergtourengruppe

Leitung:

Henrik Münker Tel. 02732 28481

07.01.12 Skifahren in Züschen

mit Einkehr in der Skihütte

Treffpunkt: 17 Uhr P Skihang

Info: Henrik Münker

15.01.12 Historischer Rundweg Achenbach

mit Einkehr bei Heinbachs,

Länge: ca.11 km

Treffpunkt: 13:00 Uhr P Edeka

Siegen-Heidenberg

Info: Eva Heinbach

Tel. 0271 312492

12.02.12 Winterwanderung zur Skihütte

Sohl mit Einkehr

Treffpunkt: 10 Uhr P Lahnhof

Info: Stefan Seelbach

Tel. 02737 93008

02. 03.- Schneeschuhwandern im

04.03.12 Hochschwarzwald

Treffpunkt: 18:30 Uhr JH

Schluchsee-Wolfsgrund

Teilnehmer: max. 20 Personen

Anmeldeschluss: 15. Jan. 2012

Info: Gundula Heupel,

Tel. 0271 336280

25.03.12 Wanderung im Olper Land

Treffpunkt wird noch festgelegt

Info: Günther Beltz

Tel. 02732 86462


Hochtourengruppe

Leitung:

Jürgen Rosenthal Tel. 02734 571199

Urdel Götting Tel. 0271 22543

Gruppenabende:

20.01.12 19:30 Uhr im Sektionsheim Film-Vortrag über die Überschreitung des

Bianco Grates

24.02.12 19:30 Uhr im Sektionsheim Grundlagen des LVS-Gerätes, wie ich es

einsetze und Demo eines ABS Rucksacks

23.03.12 19:30 Uhr im Sektionsheim mit Henk Vink

Führungstouren

Schneeschuhtour im Allgäu

Schwarzwasserhütte und Buhl´s Alpe

Treffpunkt: wird gemeinsam besprochen

Teilnehmer: 10

Anmeldung : bis 15.01.2012 unter hochtouren@dav-siegerland.de

oder Tel. 015201805886

Grundkurs Fels und Eis Stubaier Alpen

rund um die Siegerlandhütte

Treffpunkt: wird im Vorgespräch bekannt gegeben

Teilnehmer: 12

Anmeldung: bis 31.03.2012 unter hochtouren@dav-siegerland.de

oder Tel. 015201805886

Vorankündigungen für den Sommer 2012

Leitung, Führung und Organisation: Carsten Stahl

Infos unter: carsten@dav-siegerland.de

Tour 1

Klettersteigkurs vom 31.05. bis 03.06.2012

Leichte und mittelschwere Klettersteige in Vorarlberg und im Allgäu.

Hier lernst du alles, um dich sicher auf Klettersteigen bewegen zu können, Ausrüstungskunde,

Tritt- und Griffschulung, Tourenplanug usw.

Tour 2

Saisoneröffnung in den Stubaier Alpen vom 16.06. bis 21.06.2012,

Pfaffensteig (Kontrolle und Anbringen der Leiter am Einstieg), Hilfsleistungen an der

Müllerhütte und am Becherhaus.

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Tour 3

entweder Tour 3/1

Finsteraarhorn Frauentour vom 05.08. bis 11.08.2012

Leichte Gipfeltouren im Berner Oberland mit Zeit zum Sonnen und Umherschauen sowie

als Höhepunkt die Besteigung des Finsteraarhorns (4.274 m).

oder Tour 3/2 (nur eine Tour findet statt)

Hohe Tauern, Sonnblick und Großglockner vom 05.08. bis 11.08.2012

Von Zell am See ins Rauriser Tal und über den Hohen Sonnblick zum Otto-Umlauft-

Biwak, Besteigung des Großglockners und über Kaprun zurück zum Ausgangspunkt.

Bitte Interesse an Tour 3/1 oder 3/2 angeben, damit ich entscheiden kann.

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Ortsgruppe Hachenburg

Leitung:

Oliver Benner Tel. 02662 5450

Trainingszeiten an der Kletterwand:

in der Rundsporthalle Hachenburg

sonntags 10:00 - 12:00 Uhr

dienstags 19:00 - 22:00 Uhr

freitags 18:00 - 22:00 Uhr

Bitte beachten:

Gelegentlich fallen Termine wegen anderer

Veranstaltungen in der Sporthalle aus.

Sämtliche Termine sind kurzfristig auf unserer

Homepage abrufbar.


Gruppe Dillenburg

Leitung:

Bettina Sixel Tel. 02774 917755

Monatstreffen

finden jeden letzten Donnerstag im Monat um 20:00 Uhr in der Gaststätte Krug

in Dillenburg-Manderbach statt. Jeder Interessierte ist herzlich eingeladen.

27.12 11 Jahresabschlusswanderung

Info: Bettina Sixel

21.01.12 Winterwanderung,

nach Wetterlage und Absprache

Info: Bettina Sixel

28.01.- Schneeschuhwandern und/

04.02.12 oder Langlauf im Tannheimer Tal

Info: Bettina Sixel

11.02. oder Schneeschuhwandern mit

18.02.12 Helmut Ernst

Westerwaldtour an der Fuchskaute

Info: Bettina Sixel

26.02.12 Eine Extratour des Lahn-Dill-

Inhaber Jürgen Rosenthal – Malermeister

staatl. gepr. Farb- und Lacktechniker

gepr. Raumdesigner

D- 57572 Niederfischbach

Konrad-Adenauer-Straße 96a

Telefon +49(0)2734 – 571199

maler-rosenthal@t-online.de

Berglandpfades

Info: Bettina Sixel

17.03.- Bruchhauser Steine

18.03.12 incl. Nachtwanderung

Info: Bettina Sixel

Vorankündigungen:

07.06.- MTB im Karwendel

10.06.12 von Wallgau aus verschiedene

Tagestouren

Info: Bettina Sixel

29.07.- Fahrt zur Siegerlandhütte

05.08.12 Tagestouren von der Sieger-

landhütte aus

Info: Bettina Sixel

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Klettersportgruppe Dillenburg

Leitung:

Andreas Thamer Tel. 02771 7646

Klettertraining dienstags und donnerstags von 18:30 bis 22:00 Uhr im Sport- und

Fitness-Studio Sonnenschein, Dillenburg (Nähe Aquarena-Bad). Schnupperkletterer können

ohne Anmeldung kommen und sollen sich beim diensthabenden Kletterbetreuer melden.

Gruppenfahrten (Gemeinschaftsfahrten):

07.01.12 Gemeinschaftsfahrt Klettern

Cube Wetzlar

Treffpunkt: 11 Uhr P Aqua-Bad

27.01.- Trainingswochenende Klettern

29.01.12 Bergwerk Dortmund

Treffpunkt: 17 Uhr P Aqua-Bad

18.02.12 Gemeinschaftsfahrt Klettern

Arena Vertikal Bonn

Treffpunkt: 10 Uhr P Aqua-Bad

MTB Gruppe

Leitung:

Stefan Becker Tel. 0151 41227400

Biketreff Banfetal

Treffpunkt: Parkplatz am Skihang

Hesselbach

Ab Ende März jeden Sonntag um 13:00 Uhr,

Info: Johannes Lang, Tel. 0170 2323951

Touren:

25.03.12 Frühjahrsstart in die MTB-Saison

Treffpunkt: 09:30 Uhr P Lidl

in Erndtebrück, ca. 50 km

Info: Stefan Becker

11.03.12 Gemeinschaftsfahrt Klettern

Cube Wetzlar

Treffpunkt: 11 Uhr Jahnturn-

halle Dillenburg

31.03.12 Gemeinschaftsfahrt Klettern

DAV Kletterzentrum Darmstadt

Treffpunkt: 10 Uhr P Aqua-Bad

Biketreff Angelburg

Treffpunkt: Parkplatz Sportplatz Gönnern

Ab Ende März jeden Sonntag um 13:00 Uhr

Info: Stefan Becker, Tel. 0151 41227400

15.04.12 Wittgensteiner Runde

Treffpunkt: 09:30 Uhr Parkplatz

Skihang in Hesselbach, ca. 50 km

Info: Stefan Becker


Aktivitäten

Sanierung des Steiges zum Pfaffensattel

Im Rahmen des Arbeitseinsatzes 2011 sanierten

Mitglieder der Hochtourengruppe

den im Jahre 2007 wiedererrichteten

Steig zum Pfaffensattel. Witterungseinflüsse,

wie z. B. Steinschlag und Lawinenabgänge

hatten diverse Stahlseile beschädigt.

Der Steig war zu einer riskanten Wegstrecke

geworden und somit zu einer Gefahr

für Bergsteiger. Unter der Leitung von

Carsten Stahl fuhren Michael Bauer, Reiner

Wüstenhöfer, Ulrich Gerlach und Norbert

Bielich nach Sölden. Sie stiegen mit

Akkubohrhammer, Seilklemmen, Sicherungsgeräten

und weiteren Materialien zur

Siegerlandhütte auf.

Der erste Tag diente der Erkundung und

ergab, dass drei Seilstücke auszutauschen

waren. Viel Geröll, sowie loses Gestein

war zu entfernen. Die schweren Ersatzseile

waren bereits mit dem Versorgungsflug auf

der Siegerlandhütte angekommen. Trotzdem

bedurfte es noch einiger Muskelkraft,

die ca. 15 kg schweren Rollen zum Einsatzort

zu bringen. In den folgenden Tagen

wurden Seilstücke ergänzt, Klemmen ersetzt

und alte Seilteile herausgetrennt und

ebenso ersetzt. Der Weg zum Einstieg und

der Einstieg selbst wurden mit Steinmännern

und roten Punkten markiert.

GPS Koordinaten der Einstiege unten und

oben sind angegeben. (s.unten) Der Track

des gesamten Weges Siegerlandhütte- Müllerhütte

kann heruntergeladen werden.

Abzweigung vom Weg zum Gamsplatzl:

N46 57 04.5 E11 08 21.6

Einstieg unten: N46 57 52.3 E11 09 42.1

Einstieg oben: N46 57 56.0 E11 09 43.5

Neben der Sanierung des Pfaffensteiges

wurden notwendige Arbeiten an der Siegerlandhütte

durchgeführt. (z. B. Austausch

von Bögen am Rohrverlauf des Wasserkraftwerkes

und Lötarbeiten an der Warmwasserversorgung).

Im Rahmen eines

Abstechers zum Becherhaus wurde ein

Sicherungsseil am Hohen Eis eingebaut.

Das Wetter war sehr durchwachsen, von

Sonnenschein über Nebel, Gewitter und

Temperaturen unterhalb des Gefrierpunktes

(minus 9° C am Morgen) war alles vorhanden.

Minusgrade bremsen stets die Arbeiten

im Gebirge. Eine angemessene Entschädigung

für die Mühen bot uns die Besteigung

des Zuckerhütl. Es war somit ein erstes

„Probegehen“ über den sanierten Steig.

Eine kurze Beschreibung der Route über

den Pfaffensteig und den Pfaffensattel und

weiter zum Zuckerhütl oder zum Wilden

Pfaff (von der Siegerlandhütte über den

Triebenkarlesferner und den seilversicherten

Steig, leichte Kletterei, nur für Geübte,

2 3/4 Stunden): Auf dem gezeichneten Weg

in Richtung Gamsplatzl erreicht man in 30

Minuten den Triebenkarbach. Danach findet

man rechts die Markierung „Pf-Steig“.

Weiter geht es weglos entlang den Steinmännern

und roten Punkten zum oberen

Winkel des Triebenkarlesferners.

Der Einstieg (N46 57 52.3, E11 09 42.1)

zum Steig befindet sich auf ca. 3200 m und

ist mit einem roten Punkt markiert.

Weiter entlang dem Drahtseil bis zum Ausstieg

(3.400 m | N46 57 56.0, E11 09 43.5)

auf ein Geröllfeld ~ 50 Höhenmeter oberhalb

des Pfaffensattels. Von hier in bekannter

Weise zum Zuckerhütl oder zum Wilden

Pfaff.

Helm und Selbstsicherung sollten für den

Steig selbstverständlich sein.

Carsten Stahl

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Acht Teilnehmer, darunter drei Frauen,

unternahmen kürzlich eine Freundschaftsfahrt

ins Wallis. Sie konnte sprachund

kulturübergreifend das Siegerland (4)

und Olpe (4) völlig problemlos miteinander

verbinden. Der Leiter der Tour, Henk

Vink, war als Holländer somit eine neutrale

Person. Er konnte die Stärken beider Gruppen

hervorragend miteinander verbinden.

Zuerst die nüchternen Zahlen und Fakten:

Wetter: eine Woche nur Sonnenschein,

Trainingszustand der Teilnehmer: sehr gut,

Hütten und Gipfel: Turtmannhütte 2.500 m,

Brunegghorn 3.800 m, Barrhorn 3.600 m,

Tracuithütte 3.260 m, Bishorn 4.160 m.

Wie alles im Leben hatte auch das schöne

Wetter zwei Seiten. Ostern lag in diesem

Jahr sehr spät, und die letzten ausgiebigen

Schneefälle waren auch im Wallis Ende

Dezember. Im Tal hatte schon der Frühling

Einzug gehalten, und nennenswerten

Schnee gab es erst über 2.300 Metern.

Trotzdem hatte das Turtmanntal selber

noch Wintersperre. Um auf die Hütte zu

kommen, mussten alle, die dorthin wollten,

erst über einen Bergkamm, um dann hinunter

ins ersehnte Tal zu gelangen. Wir hatten

uns für das Zinaltal entschieden, denn dort

gab es ein Skigebiet mit dessen Lifthilfe

wir uns auf den Kamm mogeln wollten.

Die Abfahrt dahinter und den kurzen Aufstieg

zur Hütte wollten wir genießen. Soweit

die Theorie.

In San Luc bei herrlichem Wetter (das erwähne

ich ab jetzt nicht mehr, da es ein Dauerzustand

bleiben sollte.) auf 1.700 Metern

an einem urigen Gasthof angekommen,

traf uns erst einmal eine Hiobsbotschaft:

auf Grund des Schneemangels sei der Liftbetrieb

eingestellt worden. Doch dann die

Entwarnung: an diesem Wochenende wür-

26

Skitourenwoche zu Ostern 2011 in der Schweiz

den die Lifte noch einmal angestellt. Das

war knapp, denn von hier war die Strecke

zur Hütte zu Fuß nicht zu schaffen.

Die Piste stellte sich ab der Mittelstation

nur noch als weißes Band in brauner Landschaft

dar. Wir mussten einmal sogar abschnallen,

da es auf 50 Meter gar keinen

Schnee mehr gab. Dafür hatte aber wohl ein

Kreativmanager Stroh als Schneeersatz auf

die Piste streuen lassen. Das konnte mich

aber nicht überzeugen, ich schnallte die

Skier lieber ab. Je höher wir kamen, desto

besser wurde der Schnee. Dann standen

wir am Bergrücken und konnten ins Turtmanntal

hinab sehen. Bei tollem Firn ging

es abwärts von ca. 3.000 m bis auf 2.300 m.

Schlagartig war allerdings das weiße Glück

vorbei, aber der Talboden noch lange nicht

erreicht. Und nun hieß es: Skier auf den

ohnehin schweren Rucksack schnallen und

zu Fuß bis auf 1.800 m absteigen und sie

bis 2.000 m wieder hinauf tragen. Endlich

die Skier wieder ihrem Zweck zuführen,

unterschnallen bis auf 2.400 m steigen und

ein letztes Mal auf den Rucksack bis zur

Turtmannhütte auf 2.500 m tragen. Nach

acht Stunden war sie endlich erreicht, und

wir genossen ein kühles blondes auf der

Hüttenterrasse. Die Aussicht und das Essen

waren große Klasse, nur mit dem Trinkwasser

haperte es ein wenig, da nur Schmelzwasser

im Winter zur Verfügung steht. Der

Hüttenwirt gehörte aber wohl auch zur

Kreativcrew und hatte eigens ein Schneeschmelzgerät

erfunden, das allerdings

nur bei genügend Sonnenschein… (aber

darüber wollte ich ja nicht mehr schrei-

ben). Waschen konnten wir uns im Naturbad

hinter dem Haus mit Schmelzwasser

vom Dach. Das „Hautpeeling“ übernahm

der hier genügend vorhandene Schnee. Das


Skitragen wurde deutlich überschaubarer.

Bis zum Gletscher war es auf dem steilen

Gässi, das nur mit Steigeisen zu bewältigen

war, ca. eine Stunde, und ab dann war es

nur noch purer Genuss. So einen tollen Firn

gibt es nur im

Traum und diese

Woche hier.

Wir waren drei

Tage auf der

Hütte und die

Touren waren

alle Extraklasse.

Dann wechselten

wir zur

Tracuithütte.

Ein anscheinend vereister Hang ließ uns

vorsorglich die Steigeisen anziehen. Aber

als wir drin standen, war es nur grundloser

Schnee, in dem wir bis zur Hüfte versanken.

Unter Mühen mussten nun die Ski

wieder vom Rucksack und unter die Füße.

Dadurch erreichten alle die erforderliche

Betriebstemperatur. Es folgte eine kurze

Abfahrt, die uns das Tragen der Ski durch

das steile Gässi ersparte.

Sie brachte dafür eine phantastische zusätzliche

Abfahrt. Am Ende folgte sie einer endlos

scheinenden Gletscherflanke in praller

Sonne, verstärkt durch absolute Windstille.

Aber auch so ein Hang geht irgendwann zu

Ende und bald schon standen wir vor der

Tracuithütte. Die Fernsicht war gigantisch,

so viele Viertausender auf einen Blick!

Im ersten Licht gingen wir am nächsten

Morgen Richtung Bishorn. Die Höhe machte

sich jetzt auch konditionell bemerkbar.

Es sind ja nur 900 Höhenmeter bis zum

Gipfel, das ist überschaubar. Die anderen

Gruppen beeilten sich, sehr schnell nach

oben zu gelangen. Mit dem Nachteil für

sie, dass alle fast zur gleichen Zeit auf dem

Gipfel waren mit entsprechendem Gedränge.

Wir hingegen waren dafür ganz alleine

oben und konnten so die Aussicht in Ruhe

genießen. Für einige von uns war es der

erste Skiviertausender und entsprechend

groß war die

Freude.

Henk fand ei-

ne Variante in

der Abfahrt,

in der nur

eine halbe

Stunde Ski-

tragen bis zur

Hütte vorkam.

Da wir

noch bis ins

Tal wollten, mussten wir uns leider von dem

herrlichen Gipfel losreißen. Erst ging es bei

sehr unterschiedlichen Schneeverhältnissen

zurück zur Hütte. Nach einer kurzen Rast

fuhren wir dann weiter nach Zinal ab.

Trotz des erheblichen Schneemangels auf

der Südwestseite hatte Henk eine gute Abfahrtsvariante

gefunden, die es uns möglich

machte, bis auf 2.400 m abzufahren. Von

hier ging es dann allerdings wieder zu Fuß

bis nach Zinal auf 1.600 m, was die eine

oder andere Blase hervorbrachte. Abends

wurde bei Käsefondue und reichlich Weiswein

ausgiebig die gelungene Woche und

die Besteigung des Bishorn gefeiert. Besonders

Martin Feldmann und Andreas

Reipen zeigten auch hier keinerlei Konditionsschwächen,

allerdings mit entsprechenden

Nachwehen am nächsten Morgen.

DieTeilnehmer:

Aus Olpe: Martin Feldmann, Andreas Reipen,

Martina Wilmes-Bock, Martin Bock

Aus Siegen: Marc Treude, Gerlinde Quast,

Hilde Vink, Henk Vink

Martin Bock

27


Meine Bergsteigerkarriere begann als

kleines Kind mit einigen Dreitausendern

und zahllosen Wanderungen mit

meinen Eltern. Mit einsetzender Pubertät

und steigendem Hormonspiegel verlor ich

jedoch die kindliche Freude daran, und

beschloss mich „Wichtigerem“ (Musik,

Jungs, Sport, Klamotten usw.) zu widmen.

Ich musste erst nach Schottland ziehen,

um die Berge als Ort der Entspannung für

mich wieder zu entdecken. Ein Freund

packte mich ins Auto, zog mir im Zweifel

Steigeisen an und rüstete mich dem Wetter

entsprechend aus, so dass wir einige Berge

(„Bens“ genannt) erklimmen konnten. Das

Abendessen am Kamin zwischen schottischem

Karo und reichlich Whisky war eine

nette Nebenerscheinung.

Aber selbst nach diesen positiven Erfahrungen

geriet das Bergsteigen mit Studium

und einsetzendem Berufsleben wieder in

Vergessenheit, BIS, ja bis ich mit meiner

Freundin aus Jugendtagen abends in der

Kneipe feststellte, dass jede von uns schon

immer mal zur Siegerlandhütte wollte. Dies

ist – und da werden Sie, lieber Leser, mir

wahrscheinlich nickend zustimmen – eher

eine ungewöhnliche Entscheidung aus der

Generation Golf, die in der Regel den Urlaub

auf Mallorca oder einer griechischen

Insel verbringt. Unbeirrt von den irritierten

bis abschätzigen Blicken meiner Kollegen

und Freunde machten wir uns also an die

Urlaubsvorbereitungen, die bestimmt wurden

durch eine Flut von Informationen. Da

kamen hilfreiche Tipps zur Ausrüstung, zu

möglichen Wegen, Stolperfallen und nahen

Gipfeln, den jeweiligen Hüttenwirten und,

und, und. . . Verzweifelt versuchte ich mir

all die guten Ratschläge einzuprägen bzw.

umzusetzen. Die Unterkunft in Sölden ist ja

28

E-Mail von der Siegerlandhütte

quasi schon festgelegt, wenn man aus dem

Siegerland kommt. Eigentlich müsste im

Ortskern ein Schild stehen „Siegerländer

hier lang“ und auf die Pension Alexandra

Fiegl hinweisen. Tja, da es dieses Schild

zu unserem Bedauern gar nicht, oder noch

nicht gibt, haben wir uns ordentlich verfahren,

aber da „man sich in Sölden kennt“,

war es kein Problem die Pension zu finden.

Der Bus brachte uns (die Rucksäcke und

uns zwei – dabei nenne ich das Schwerste

zuerst) dann nach einer aufgewühlten

Nacht zum Startpunkt: Gasthaus Fiegl.

Von dort liefen wir in strahlendem Sonnenschein

(Gott sei Dank kein Siegerländer

Wetter!) gut gelaunt zur Hildesheimer

Hütte. Die erste Hürde war genommen und

die Zweifel, ob wir diesen Urlaub überleben,

wurden wenigstens kleiner. Um die

Erfahrung komplett zu machen wurden

dort die Haare mit eiskaltem Wasser gewaschen.

Sie schmunzeln, lieber Leser,

die Erfahrung muss wohl jeder selbst machen.

Danach saßen wir dann mit nassen

Haaren in der Stube und sahen auch kein

bisschen „schöner“ aus als vorher. Aber für

uns gehörte es dazu. Nach der Tagestour

zur Schaufelspitze verzichteten wir – aus

Erfahrung wird man klug – auf die kalte


Orgie und nahmen mit großer Freude zur

Kenntnis, dass die warme Dusche in der

Siegerlandhütte erfolgreich in Betrieb genommen

worden war. Diese haben wir die

vollen vier Minuten lang so genossen wie

sonst nur das wohlverdiente Bad an einem

langen, kalten Wintertag. Nach den Tagestouren

zur Windacher Scharte und zum

Brunnenkogelhaus war der Urlaub auch

schon wieder beendet, und wir fuhren beseelt

und mit wunderschöner Bergsteigerbräune

nach Hause Richtung Siegerland.

Fazit: In kaum einem Urlaub habe ich

mich so gut erholt. Obwohl ich auf vieles

(mein Bett, Internet, Klamotten, Auto,

E-Mails, Kino etc.) verzichtet habe, von

einer Kuh über die Alm gejagt wurde

und die Schuhe am letzten Tag doch sehr

drückten, stieg ich zur Rückfahrt absolut

erholt ins Auto. Ich hatte über alle wichtigen

und unwichtigen Dinge in meinem

Leben und im Leben allgemein nachgedacht,

ca. 20 verschiedene Blumen foto-

Müde und hungrig betrete ich die Siegerlandhütte.

Es regnet, und es war

ein langer Tag. Meine Stimmung ist nicht

die beste. Die wohlige Wärme im Tagesraum

tut gut. Schön, wieder hier zu sein.

In der Hütte ist nicht viel los. Ein junges

Pärchen sitzt an einem Tisch und wartet

auf besseres Wetter. In einem Turmzimmer

spielen fünf Siegerländer Mädchen

Karten. Im anderen Turmzimmer sitzt ein

„junger“ Mann, ungefähr in meinem Alter.

Ich setze mich zu ihm. Es dauert nicht

lange, bis wir ins Gespräch kommen. Er ist

Irländer, spricht gut deutsch und will über

die Windachscharte, hinunter zum Gasthof

Hochfirst und dann über die Berge nach

grafiert und so viele Siegerländer wie noch

nie in einem Urlaub getroffen. Die Siegerlandhütte,

urgemütlich und doch luxuriös,

die Gaststube prall gefüllt mit Siegerländern

und guter Laune. Sogar ein Handynetz

gibt es hier, man könnte auch eine

E-Mail schreiben, muss es aber nicht. Man

kann auch einfach das Highlight des Tages

genießen: einen guten Kaffee mit kleinem

Schokolädchen, dazu einen unbezahlbaren

Sonnenuntergang mit Blick auf die Berge.

Es hat einfach Spaß gemacht:

Sport in der Natur + Ruhe + nette Leute in

gemütlicher Atmosphäre = Erholung Pur.

Nächsten Jahr geht es wieder los, das Ziel

ist noch unbekannt, ich werde auf die hochgezogenen

Augenbrauen viel gelassener

reagieren und wieder KEINE E-Mails mit

Urlaubbildern verschicken, denn die Ruhe

und Erholung habe ich mir mit jedem Höhenmeter

hart erarbeitet.

Silvia Stahl

Über das Königsjoch

Obergurgl. Ich werde neugierig. „Über das

Timmelsjoch?“, frage ich. „Nein, über das

Königsjoch oberhalb des Seewertales“, so

seine Antwort, „kennen Sie die Gegend?“

– „Wenig“, muss ich gestehen. „Ich bin mal

das Seewertal heruntergekommen. Mehr

kenne ich dort nicht.“ „Kommen Sie doch

mit“, sagt er und macht mich noch mehr

neugierig. „Mal sehen“, entgegne ich.

„Über die Windachscharte komme ich mit,

dann sehen wir weiter.“

Der nächste Tag beschert uns traumhaft

schönes Wetter. Wir steigen gemeinsam zur

Windachscharte hinauf. Ich merke schnell:

der ist nicht zum ersten Mal in den Bergen.

Oben beschließen wir, uns zu duzen, der

29


Anfang einer mehrtägigen Freundschaft.

Er heißt Oliver und kommt aus Dublin.

Wie immer ist der Abstieg zum Schwarzsee

angenehmer als der Aufstieg, weil man

die großartige Aussicht viel besser genießen

kann. Inzwischen habe ich für mich beschlossen,

mit Oliver gemeinsam über das

Königsjoch zu gehen. Aber so ohne Weiteres

ins kalte Wasser springen, möchte ich

doch nicht. Ich habe keine passende Karte

dabei, und was mich dort erwartet, weiß

ich nicht. So verabschieden wir uns am

Schwarzsee. Oliver geht über die Timmelsalm

hinunter zum Gasthof Hochfirst und

ich über die Karlscharte zur Schneeberghütte,

um dort Informationen über die Tour

zu erhalten. Hüttenwirt Heinz Widmann

erklärt mir, dass der Steig hinauf zur Königsscharte

ziemlich ausgesetzt sei, traut

mir aber zu, dass ich ihn meistere.

Groß ist bei Oliver und mir die Freude,

als wir uns am gleichen Abend wiedersehen.

Nach einer guten Nacht lassen wir

uns von dem Passeirer Wanderbus bis zur

fünften Kehre der Timmelsjochstraße hinauf

mitnehmen. Hier zweigt der breite

Wirtschaftsweg zur überraschend schönen

Oberen Glaneggalm ab. Kurz vor der

Alm finden wir den schwach ausgepräg-

30

ten Steig, der anfangs steil, später etwas

sanfter über die Glanegger Mähder in das

Innere Kar hinauf zieht. Von hier geht es

hoch zur sogenannten Gamsbank, einem

teilweise scharfen sekundären Grat des

Alpenhauptkammes. Er verlangt Schwindelfreiheit

und Trittsicherheit. Richtig angenehm

sind nur die wenigen einfachen

Kletterstellen, wo die Hände feste Griffe

finden und damit Sicherheit geben. Nach

einer schweißtreibenden Tour, die nicht enden

will, geht alles plötzlich ganz schnell:

noch eine Rechtskurve und schon sind wir

oben. Die Aussicht in das lange und einsame

Seewertal oder hinüber in die hohen

Stubaier Berge ist umwerfend!

Der Abstieg durch das Königstal ist leicht,

aber etwas eintönig. Beeindruckend ist allerdings

der Blick hinüber zur stolzen Pyramide

des Nederkogels jenseits des Gurgler Tales.

Am Ende laufen wir auf einem schönen Weg

durch den lichten Wald der Alpegger Leiten

nach Obergurgl, von wo ich nach Sölden fahren

will, während Oliver noch andere Pläne

hat. Als plötzlich ein Bus die Straße herunterkommt,

der auf mein Zeichen – ich glaub‘

es nicht – für mich außerhalb einer Haltestelle

hält, gibt es einen viel zu schnellen Abschied,

und ich bin auf dem Weg nach Sölden.

Ein Radler, eine warme Dusche,

ein gutes Essen und

ein gemütliches Bett – die

Zivilisation hat auch ihre

angenehmen Seiten. Ob ich

Oliver noch mal wiedersehe?

Es ist nicht sehr wahrscheinlich,

dass ich mal

nach Dublin komme. Was

aber bleibt, ist die Erinnerung

an einen angenehmen

Bergpartner.

Jochen Ertel


Die Wandergruppe lud ein, und viele kamen,

um unsere 8. Etappe des Rheinsteigs

zu erwandern. Gemeinsam fuhren

Mitglieder von Wander-, Bergfahrten- und

Seniorengruppe sowie einige Gäste mit dem

Bus in den Rheingau. Im Siegerland war

noch dichter Nebel, über dem Westerwald

lugte allmählich die Sonne hervor. Ziel war

das Weingut Schloss Vollrads bei Oestrich-

Winkel. Hier angekommen hatte die Sonne

endgültig gesiegt. Das markanteste Gebäude

des Schlosses ist der Turm der Anlage,

1330 als Wohnsitz erbaut. Später kamen

Gebäude im Karree hinzu. Gestärkt durch

„Federweißen“ und Gouda stiegen wir in

den Weg durch Weinberge und Wälder ein.

Der Altweibersommer beglückte uns mit

angenehmen Temperaturen und Sonne,

wenn auch der Rhein noch durch leichten

Dunst zu uns herüber glitzern musste.

Rieslingweine haben den Rheingau in aller

Welt bekannt gemacht. Auch wir haben einige

leckere Proben genommen. Die gotische

St. Valentinus Kirche in Kiedrich ist

fast stilrein erhalten. Ein reicher Engländer

hat nicht nur die Kirche, sondern auch den

gesamten mittelalterlichen Ortskern renovieren

lassen. Auf unserer etwa 15 km langen

Wanderung hielten sich die Steigungen

Restaurant

Wanderung auf dem Rheinsteig

im Rahmen. Weil aber das weltbekannte

Kloster Eberbach im Tal liegt, war klar,

dass für uns nun wieder ein Anstieg folgte.

Die ehemalige Zisterzienserabtei zählt zu

den schönsten erhaltenen Klosteranlagen

in Europa (Gebäude aus dem 12. - 14. Jahr-

hundert). Die Mönche begannen, Wein für

den Eigenbedarf anzubauen. Heute setzen

dies die hessischen Staatsweingüter in großem

Stil fort. Bekannt ist die Klosterkirche

auch durch ihre einmalige Akustik. Aus diesem

Grunde gibt es ein großes Konzertangebot.

Der Garten der Klosteranlage lädt zur

Pause ein, die auch zum Wandern gehört.

Auf dem letzten Wegstück sahen wir die

ZDF-Gebäude vom Mainzer Lärchenberg.

Das Tagesziel war in greifbarer Nähe.

Das Wanderangebot Rheinsteig erfreut sich

großer Beliebtheit. Einen großen Teil des

Steiges haben wir in den letzten Jahren

geschafft. In Wiesbaden angekommen, hat

der Wanderer 300 km erwandert. Falls…

Dank an Marlies und Hermann Breyer für

die Vorbereitung. Wir hoffen, die letzte

Etappe bereitet euch und uns im nächsten

Jahr keine Probleme. Der Rheinsteig gehört

eben zu den „Genußwanderstrecken“.

Klara Helene Stahl

Zur Bismarckhalle

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DAV Sektionstour

Siegerländer und Günzburger Bergfreunde gemeinsam auf dem E5

von Oberstdorf nach Meran vom 09. bis 15.08.2011

1. Tag (09. August; 850 Höhenmeter Aufstieg)

Am Dienstag, 09. August fanden sich fünf Siegerländer Alpinisten pünktlich am Bahnhof

Siegen ein. Um 06:15 Uhr ging es los mit dem Zug über Ulm nach Sonthofen (Ankunft

12:00 Uhr), dann Bus „Schienenersatzverkehr“ (Gleisbauarbeiten), bis Oberstdorf. Dort

trafen wir unsere Hessenmädels Regina und Katja. Ein Kleinbustaxi brachte uns zum

Zielort Spielmannsau: Es folgte der Marsch auf die Kemptner Hütte (1.846 m). Im Regen

erreichten wir die Hütte und wurden dort von neun Günzburgern freudig begrüßt. Das

Abendessen und das gut gelaunte Personal ließen keine Wünsche offen. Gemeinsam saßen

wir erstmals an einem Tisch, diesmal noch in „Obertisch“ und „Untertisch“ getrennt.

2. Tag (10. August; 1.150 Höhenmeter Aufstieg; 900 Höhenmeter Abstieg)

Nach dem Frühstück packten wir den Rucksack, schlüpften in die teils noch klammen

Klamotten (der Trockenraum war total überfordert) und starteten gemeinsam zum Mädelejoch.

Nur noch wenige Nebelschwaden behinderten unseren Blick auf die Allgäuer

Alpen. Es war grandios, aber schon begann der Abstieg nach Holzgau an mächtigen Wasserfällen

vorbei über die Roßgundalm auf 1.329 m.

Im Gasthof Bären stärkten wir uns und fuhren mit dem Bus bis zur Materialseilbahn der

Memminger Hütte. Das Wetter wunderbar, der Weg noch schmierig und nass, aber gestärkt

von einer längeren

Mittagspause erreichten

wir die

2.242 m hoch gelegene

Memminger

Hütte. Eine Gruppe

Steinböcke die

uns begegnete, ließ

sich von uns nicht

sonderlich beeindrucken.Murmeltiere

konnten wir

auch beobachten.

Noch war aber

nicht Feierabend.

Martina hatte zum

Gipfelsturm auf

den Seekofel ge-

Memminger Hütte im Talkessel des Seewisees

rufen, und fast alle

32


folgten. Auf dem 2.412 m hohen Grasgipfel erwartete uns ein unverhoffter Rundblick.

Der Blick zurück zeigte uns, von wo wir kamen. Nach Süden präsentierte sich der Talkessel

mit der Hütte und den spitz aufragenden Felsformationen. Alois ließ uns nicht schlecht

staunen, als er ein paar Lieder auf seiner Mundharmonika zum Besten gab.

Wieder auf der Hütte, rüsteten wir uns für das Abendessen und Nachtlager. Der knappe

Raum wurde durch Notlager noch verkleinert. Nach dem ersten gemeinsamen Tag wurden

wir Siegerländer mit den Günzburgern schon ausgesprochen warm.

3. Tag (11. August; 1.050 Höhenmeter Aufstieg; 2.450 Höhenmeter Abstieg)

Ein fröhlicher Weckruf mit Wetteransage machte jedem klar: Heute wird es ein langer,

aber schöner Tag. Frühmorgens setzte sich die komplette Gruppe in Bewegung, um in

gemäßigtem Tempo das erste Etappenziel zu erreichen.

Unsere Aufstiegsroute lag im Schatten, so dass wir um 8 Uhr an der Seescharte einen wundervollen

Blick hatten. Vor uns lag das Tal bereits im vollen Sonnenschein, und die Wärme

ließ uns sofort die warme Kleidung im Rucksack verstauen. Nach kurzen Trinkpausen erreichten

wir den Einstieg ins Zamser Loch. Kurz vorher gab es noch einen Sturz, bei dem

sich Roland die rechte Schulter zerrte. Aber aufgeben gibt’s nicht, es ging weiter! Nun folgten

wir dem Weg durch einen lichten Wald immer weiter hinab. Die Temperatur stieg dafür

an. Bald hatten wir einen schönen Blick ins Inntal mit dem nächsten Etappenziel Zams.

Der erste Stopp in Zams führte uns zu einem Brunnen mit Trinkwasser. Anschließend

Auf dem Weg von der Memminger Hütte ins Inntal

33


schwebten wir mit einer Gondel der Venetbahn auf den Krahberg, so schön kann ein Aufstieg

sein. An der Bergstation trennte sich die Gruppe: ein Teil ging direkt zur Galflun-

Alm, der andere Teil wollte noch ein Gipfelerlebnis auf eigenen Füßen. Der erste Gipfel

war die Glanderspitze. Nach kurzer Pause ging‘s zügig weiter bis zum Wannejöchl. Ab

hier ging es hinunter zur Galflun-Alm, die Gruppen trafen sich wieder. Auf der Galflun-

Alm hatten wir die Möglichkeit, warm zu duschen, wovon die meisten Gebrauch machten.

Erfrischt und sauber schmeckte das sehr leckere 3-Gänge-Menü viel besser. Es gab

Tomatensuppe, Kässpätzle bis zum Abwinken und als Nachtisch einen Schoko-Kuchen.

Nach dem Essen saßen wir noch bei Wein und Gesang beisammen.

Der lange Tag forderte seinen Tribut: Bereits um 22:15 Uhr hieß es „Gute Nacht!“

Kein Wunder, hatten wir doch 2.450 HM runter und 1.050 HM rauf zurückgelegt.

4. Tag (12. August; 1.000 Höhenmeter Aufstieg; 1.020 Höhenmeter Abstieg)

Von der Galflunalpe (Krugerhütte) 1.960 m zur Braunschweiger Hütte (2.759 m).

Das sehr gut schmeckende Abendessen mit Kässpatzen und reichlichem Nachschlag in

der freundlich geführten Alpe hatte uns wieder kräftig gemacht für die heutige Tour. Besonders

der junge Jonathan, der uns bediente, mit seinen unbeschwerten und selbstsicheren

Sprüchen hatte es uns angetan. So wanderten wir nach einer klaren Nacht und bei

bestem Bergwetter morgens auf gemütlichem Weg los, um dann später den Wanderpfad

durch Wald und herrlich blühende Wiesen zu nehmen. In unserem Talort Wenns, wurde

eine Kaffeepause eingelegt, sie verkürzte die Wartezeit bis zur Busabfahrt nach Mittelberg.

Leider musste uns unser Bergfreund Alois wegen eines Todesfalls verlassen. Er trat

in Wenns die Heimreise an.

Einige nutzten die Zeit, um die schöne Kirche zu besichtigen, andere um etwas einzukaufen.

So fuhren wir mit dem Bus nach Mittelberg, am obersten Ende des Pitztals. Nach

einem guten Essen wanderten wir über den wunderschönen, immer am Gletscherbach

entlang führenden Wasserfallweg. Der E5 gab die Richtung vor zu unserer neuen Bleibe.

Leider wurde die Naturlandschaft durch eine umstritten angelegte Ski-Notabfahrt verunstaltet.

Auf dieser Straße fuhren in regelmäßiger Reihenfolge schwer beladene LKW,

um dann auf dem Gletscher weiter bis zu einem Berggipfel mit Kran (!) zu fahren. Nach

einiger Zeit konnten wir den Fahrweg wieder verlassen, um dann weiter auf steilem und

wunderschönen Aufstiegsweg, teils mit Seilen gesichert, zu unserem heutigen Ziel, der

Braunschweiger Hütte 2.759 m aufzusteigen.

Der frühere Hüttenwirt Franz Auer, ein ganz bekannter Bergführer mit immenser Erfahrung

ist im Jahre 2005 bei einer von ihm geführten Skitour in eine Gletscherspalte

gestürtzt und von den nachfallenden Eismassen erschlagen worden. Seine Frau Cilli führt

seitdem mit ihrer Tochter, und jetzt auch mit Schwiegersohn, die Hütte weiter. Das Menü

hätte etwas reichlicher ausfallen können, was aber der guten Stimmung in unserer Gruppe

keinen Abbruch tat. Die Gruppe (wie auch die Strohwitwe) staunten nicht schlecht, als

die Hüttenwirtin mit einer Lage Schnaps in die Gaststube kam mit der Bemerkung: „Dies

ist ein Gruß von einem Siegerländer Strohwitwer“. Wie gesagt, auch die Strohwitwe Susanne

ahnte nichts.

34


5. Tag (13. August; 1.200 Höhenmeter Aufstieg; 1.450 Höhenmeter Abstieg)

Bei Nebel verhangenen Berggipfeln starteten wir um 07:00 Uhr von der Braunschweiger

Hütte (2.758 m). Nach einer Stunde erreichten wir das Rettenbachjoch (2.996 m) und wurden

mit einer tollen Aussicht auf die Gletscherregion der Wildspitze belohnt. Überrascht

standen wir jedoch bald vor dem Skizirkus des Rettenbachgletschers. Schöne unverbaute

Landschaft sieht halt anders aus!

Über Steine, Gletschereis und Schnee wanderten wir hinab zur Bushaltestelle des Rettenbachgletschers.

Der Bus brachte uns in nur wenigen Minuten durch den Rosi-Mittermeier-Tunnel,

Europas höchstgelegener Autotunnel, zum Tiefenbachgletscher. Dort

erwartete uns ein knapp vier Stunden langer, wunderschöner Panoramaweg (ein Teil des

Tiroler Adlerweg) nach Vent. Nach anfänglichem Nebel konnten wir im Laufe des Tages

bei herrlichem Sonnenschein die atemberaubende Aussicht auf die Stubaier und Ötztaler

Alpen genießen. In Vent geht es nach kurzem Aufenthalt und einem sensationellen Apfelstrudel

zur nächsten Hütte. Der Weg führte durch das Niedertal, ein sich schier endlos

dahin schlängelnder Aufstieg zur Martin-Busch-Hütte. Im Anblick von Hintere Schwärze

und Similaun erreichten wir nach zwei Stunden die völlig überfüllte Martin-Busch-Hütte

(2.501 m). Karin bekam ihre verloren geglaubte Brille zurück. Bergkameraden helfen

einander eben vorbildlich. Und wir staunten nicht schlecht.

6. Tag (14. August; 800 Höhenmeter Aufstieg; 1.420 Höhenmeter Abstieg)

Der nächste Morgen begann mit einer Aufregung. Bernhards Tourenschuhe samt Strümpfen

waren weg, vertauscht mit einem kleineren identischen Paar! Das gab es doch nicht! Was

nun tun? Nach Hinterlassen seiner Anschrift blieb ihm nichts anderes übrig als mit seinen

„neuen eingelaufenen Schuhen“ die Schlussetappe in Angriff zu nehmen.

Nach einer Stunde trat für unsere Gruppe der Similaun (3.599 m) in den Mittelpunkt.

Majestätisch reckte er seinen eisgepanzerten Gipfel in den dunkelblauen Himmel. Vor

uns lag zum Greifen nah

die Südtiroler Similaunhütte

auf 3.009 m Höhe. Wir

entschlossen uns aber zu einem

kleinen Umweg. Rechts

haltend erreichten wir nach

einer Stunde das Tisenjoch

auf 3.200 m Höhe. Es ist die

Fundstelle des Ötzi-Mannes.

Er wurde dort am 19.09.1991

im Eis gefunden. Später

wurde an der Fundstelle ein

Denkmal errichtet, was uns

natürlich zu einem Gruppenfoto

animierte.

35


Überwältigend war aber die Aussicht von dort oben. Im Westen grüßte uns das Ortlermassiv,

im Süden Brenta und Adamello und im Osten die westlichen Dolomiten mit Rosengarten-

und Latemargruppe. Über einen schmalen, ausgesetzten Grat ging es hinunter zur

heimeligen Similaunhütte. Nach einer kurzen Brotzeit stiegen wir die 1.100 Höhenmeter

hinunter ins Schnalstal. Ein letztes Aufschreien unserer Beinmuskulatur! Unser Ziel war

der Tisenshof oberhalb des Vernagtstausees. Es war geschafft!

Siegerländer und Günzburger Bergfreunde schlossen sich nach sechs anstrengenden

Tagesetappen in die Arme. Der E5 war gemeinsam erwandert worden. Abends beim „Italiener“

in der Bozener Altstadt, ließen wir die letzten Tage noch einmal Revue passieren.

Es war eine gute Gemeinschaft, die sich gefunden hatte, und die Bergkameradschaft wurde

intensiv gelebt. Zum Schluss möchte ich unserer Günzburger Bergfreundin Martina

Hauer danken, die diese Tour ermöglicht und geleitet hat.

Siegerländer und Günzburger

Teilnehmer:

Ludwig Bigelmayr (GZ), Martina Hauer (GZ, TF und Organisation), Bernhard Heupel (Siegerland),

Stefan Hoss (GZ), Karin Lenzer-Hoss (GZ), Karin Köhrer (Siegerland), Elisabeth

Munk (GZ), Wolfgang Mändle (GZ), Henrik Münker (Siegerland, Organisation), Hans

Rupprecht (GZ), Roland Sauter (GZ), Alois Sawetz (GZ), Katja Weber (Siegerland), Regina

Weber (Siegerland), Martin Zapletal (Siegerland, Organisation), Susanne Frank (Siegerland)

36


Wanderwoche der Bergfahrtengruppe in Mittenwald vom 18. - 25.09.11

Wird die Wanderwoche wegen der

schwierigen Fuß-OP von Diether

Pfeiffer überhaupt stattfinden können und

wie soll das gehen mit Gips und Gehilfen?

Ja, sie fand statt, deshalb soll der Dank

an Christa und Diether Pfeiffer für diese

besondere Leistung auch an den Anfang

gestellt werden. Danke, dass ihr die Strapazen

auf euch genommen habt, für die Organisation

im Vorfeld zu Hause und später

am Urlaubsort. Im Einzelnen: Unterkunft im

Gästehaus Erdt und ausarbeiten der Wandervorschläge.

Vor Ort dann: Platzreservierungen

in diversen Gaststätten für Abendessen,

gesellige Runden und Hüttenabend. Danke,

dass die Wanderwoche in Mittenwald zu einem

unvergesslichen Erlebnis wurde.

Einige der insgesamt 20 Teilnehmer waren

schon am Samstag bei schönstem Wetter

angereist, während die restlichen Teilnehmer

am Sonntag bei strömendem Regen

ankamen. Auch am Montag sah es noch

sehr trostlos aus. Niemand mochte den

Wettervorhersagen so recht trauen. Also:

„Plan B“. Schirme und Regenschutz waren

nun die wichtigsten Utensilien. Mit dem

Wanderbus fuhren wir bis Krün, um dann

um den Barm- und Grubsee wieder zurück

nach Krün zu laufen.

Die Schönheit der Landschaft und Badeseen

ließ sich nur erahnen. Mit der Einkehr

im Café Pfeiffer (Riesenwindbeutel) und

der Rückfahrt mit dem Wanderbus, noch

dazu einem gut gelaunten Busfahrer, wurde

der erste Wandertag beendet.

Der Dienstagmorgen brachte die Überraschung.

Es war trocken, und über Nacht

hatte es bis auf etwa 1.000 m herunter

geschneit. Die eigentlich für den Montag

angesetzte Tour auf den „Hohen Kranzberg“

konnte nun stattfinden. Der eiskalte

Sessellift wurde von den meisten ignoriert.

Der steile Anstieg und 400 Höhenmeter auf

den Gipfel des „Hohen Kranzberg“ ließen

die herbstlichen Temperaturen schnell vergessen.

Oh Wunder! Was eigentlich niemand

geglaubt hatte, die Sonne kam zum

Vorschein und bescherte uns sagenhafte

Ausblicke auf Karwendel- und Wettersteingebirge.

Der herrliche Rundweg führte

uns durch Buchenwälder am Wildensee

entlang wieder zum Kranzberg-Gipfelhaus

zurück. Dieter Pfeiffer wartete bereits auf

uns. Trotz Sessellift war das Erreichen des

Gipfelhauses mit Gehhilfen eine besondere

Leistung. Nach ausgiebiger Rast wählten

die meisten für den Abstieg nach Mittenwald

den Sessellift, die anderen nahmen

den Fußweg, vorbei am Lautersee und

durch die herrliche Laintal-Schlucht.

Mittwochmorgen: Strahlend blauer Him-

Herzogstand

37


mel, auf zum Walchensee! Mit der Gondel

ging es hoch zum Herzogstand. Es war eine

Genusstour. Unvergleichliche Fernblicke:

Kochelsee, Staffelsee bis hin zum Starnberger

See, im Dunst ließ sich München erahnen.

Auf der einen Seite diese weite Ebene,

auf der anderen Seite die majestätischen

Berge des Karwendel. Hier konnte man die

Zeit vergessen. Die Gruppe teilte sich. Einige

blieben noch im Bereich Herzogstand

und stiegen dann im Laufe des Tages zum

Parkplatz ab. Die andere Gruppe hatte sich

für eine Gratwanderung nach Heimgarten

entschieden. Trotz guter Sicherungen waren

Trittsicherheit und Schwindelfreiheit

gefragt. Das besondere Erlebnis war zumindest

für diesen Teil der Wanderung die

Belohnung. Der dann folgende lange und

steile Abstieg, überwiegend durch Laubwald

mit unzähligen Stufen, war für die

Muskulatur der meisten Teilnehmer eine

echte Herausforderung. Nur noch ankommen

war das Ziel.

Donnerstagmorgen: Wieder tiefblauer

Himmel und Sonne pur. Nach der gestrigen

Anstrengung war die heutige Wanderung

eine Erholung. Über die Talstation

der Kranzbergbahn ging es auf fast ebenen

Wald- und Uferwegen zum Lauter- und

Ferchensee. Nach der Pause am Ferchensee

ging es über die Ederkanzel in die

Leutaschklamm (Geisterklamm). Ein beeindruckendes

Naturschauspiel wie sich

die Leutascher Ache hier im Laufe von einigen

hundert Jahren den Weg gebahnt hat.

Die gesamte Klamm wurde im Jahre 2006

mit Beton und Gitterrosten ausgebaut und

ist absolut ungefährlich zu begehen. Das

Außergewöhnliche bei unserem Besuch in

der Klamm war, dass wir Heinz Zak, einem

weltweit bekannten österreichischen

Kletterer, Fotografen und Slackliner begegneten.

Wir sahen atemberaubende Ak-

38

tionen auf der Slackline (50 Meter über

der Schlucht). Im Anschluss an die Klamm

ging es noch zum Berggasthaus Gletscherschliff.

Das neben dem Gasthaus liegende

Naturdenkmal aus der jüngsten Eiszeit

(vor 25.000 Jahren) ist der Namensgeber

des Gasthauses. Dieter Pfeiffer hatte uns

hier zum wöchentlich stattfindenden Hüttenabend

angemeldet. Bei gutem Essen,

viel flüssigem Brot, Musik, Witzen und

Spielen vergingen die Stunden schnell. Der

Heimweg wurde mit Stirn- und Taschenlampen

beleuchtet. (Diether Pfeiffer hatte

das „Gästehaus-Taxi“ Erdt engagiert)

Obwohl jeder Tag für sich genommen ein

besonderes Erlebnis war, sollte sich der

Freitag doch als Höhepunkt der Woche

herausstellen. Mit der Karwendelbahn ging

es hinauf in das Gebirge. In wenigen Minuten

ist man auf 2.244 Metern im größten

Naturschutzgebiet der bayerischen Kalkalpen.

Ein Riesenfernrohr, Deutschlands

höchst gelegenes Naturinformationszentrum,

thront über der Felskante. Durch den


Dammkartunnel kommt man nach 400 m

von der Bergstation zur Dammkarscharte.

Schöner kann man die Bergwelt kaum erleben.

Wolkenloser, blauer Himmel und eine

dünne, aber geschlossene Schneedecke. Es

war einfach genial. Der Freude tat es keinen

Abbruch, dass die Klettersteiggeher

aus Sicherheitsgründen ihre Pläne ändern

mussten. Der Schnee hinderte sie an der

Besteigung von Westgipfel oder Lindnerspitze.

Diejenigen, die den großartigen Panoramarundweg

nicht gehen wollten, hatten

schnell von den Liegestühlen und der

windgeschützten Sonnenterrasse Besitz er-

griffen. Die anderen hatten mit dem Panoramarundweg

jedoch ein Bergerlebnis son-

dergleichen. Schade, dass wir nicht bis zum

Sonnenuntergang bleiben konnten.

Im Zuge der Feierlichkeiten des Almabtriebs

fand abends der Heimatabend des

Mittenwalder Trachten- und Musikvereins

statt. Den haben wir uns mit dem Besuch

im Festzelt nicht entgehen lassen. Erstaunlich

wie die Traditionen hier von Generation

zu Generation weitergegeben und

zelebriert werden.

Für unseren letzten Tag hatten wir

uns die Fahrt „in die Eng“, dem

größten Almdorf Europas vorgenommen.

Mit dieser Idee waren

wir jedoch nicht alleine. Die engen

Mautstrassen über Vorderriss, Hinterriss

und den großen Ahornboden

(mit seinen bis zu 500 Jahre alten

Ahornbäumen) mussten wir uns mit

vielen Autos und Bikern teilen. Entsprechend

gut waren die Parkplätze

besucht. Auch ein Zeichen für den

Bekanntheitsgrad dieses einmalig schönen

Naturschutz- ,Wander- und Klettergebietes.

Nach einer kurzen Wanderung erreichten

wir die sonnige Binsalm auf 1.502 m, umgeben

von den beeindruckenden Gipfeln

des Karwendelgebirges, alle so zwischen

2.500 und 2.700 m hoch. Als Beispiel sei

nur die Lamsenspitze mit 2.508 m und die

bekannte Lamsenjochhütte erwähnt, die

man in ca. 1,5 Std. hätte erreichen können.

Nachdem wir uns nach der Rückkehr aus

der Eng mit den dort hergestellten Alm-

Produkten eingedeckt hatten, hieß es Abschied

nehmen von einer einmalig schönen

Landschaft.

Unser Dank am Ende der Super-Woche galt

nicht nur Christa und Diether Pfeiffer, sondern

auch Henner Schlauderer und Alfons

Feldmann die kurzerhand als Wanderleiter

eingesprungen waren Die beiden haben

dafür gesorgt, dass wir uns nicht verlaufen

haben und nachmittags immer wieder

wohlbehalten im Gästehaus Erdt ankamen.

Lothar Kraemer

Die Redaktion wünscht allen Mitgliedern, deren Familienangehörigen, den Freunden

und Gönnern der Sektion ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest.

Freude, Glück und Gesundheit sollen uns durch das Jahr 2012 begleiten!

39


Der Wetterbericht meldet ein beständiges

Hochdruckgebiet.

Zu Hause am Bodensee braucht die Sonne

jeden Morgen bis mindestens 11 Uhr um

den Nebel zu vertreiben. Noch zwei Tage

arbeiten, dann ist Wochenende. Die Entscheidung

Motorrad fahren oder Wandern

steht an. Ich wähle das Wandern und möchte

es mit einigen Klettersteigen in Tirol und

Vorarlberg verbinden.

Samstagmorgen fahre ich ins Brandnertal

und weiter bis zur Talstation Lünersee. Die

Seilbahn mit nur einer Gondel bringt mich

in kurzer Zeit auf die Staumauer. Komisch

ist nur, dass keiner mit Rucksack und Stöcken

unterwegs ist. Die Gondel teile ich

mir mit Anglern. Hier ist man als Bergsteiger

irgendwie ein Außenseiter. Am Ende

der Staumauer, die den Lünersee anstaut,

trennen sich unsere Wege. Mein Weg führt

mich Richtung Lünerkrinne über die Gipsköpfle

bis unter den Saulakopf. Die ersten

kleinen Schneefelder kündigen den Winter

an. Am Einstieg des „Saulakopf-Klettersteigs“

gibt es einige Kletterrouten, die

jetzt schon toll in der Sonne liegen. Ich

lege mein Klettersteigset an und klinke

mich ins erste Drahtseil ein. Der Steig ist

gut, und ich komme zügig weiter. Nachdem

ich zwei kleinere Gruppen überholen

konnte, kommt die Schlüsselstelle „Kleine

Leiterbrücke“. Für die nicht so Mutigen

gibt es eine leichtere Umgehung der Stelle.

Noch ein paar Meter und der Gipfel ist

erreicht. Die „Begeher“ des Normalwegs

sind bereits da. Nach ausgiebiger Gipfelrast

folgt der Weg zurück ins Tal. Im Restaurant

direkt an der Staumauer ist großer Betrieb.

Viele andere nutzen das tolle Herbstwetter

ebenfalls für einen Ausflug. In der Gondel,

die mich wieder ins Tal bringt, fahren auch

40

Goldener Herbst

noch die Mitglieder eines Motorradclubs

mit, wobei einer wegen seiner Körperfülle

kaum auf ein normales Motorrad passt. Im

Tal ist es sommerlich warm. Ich fahre bei

strahlendem Sonnenschein Richtung St.

Anton am Arlberg, der Arlberger Klettersteig

steht für Sonntag auf dem Programm.

Das Parken in St. Anton erweist sich als

schwierig. Um kurz vor vier stehe ich an

der Seilbahnkasse. „Einmal Berg und Talfahrt

bitte“. Als Antwort kommt nur: „Das

schaffen Sie aber heute nicht mehr“. Ich

erkläre dem Bergbahnmitarbeiter, dass ich

oben biwakieren und am nächsten Tag den

Arlberger Klettersteig

Klettersteig begehen will. Er ist ein wenig

beeindruckt. Nach drei Sektionen mit

der Seilbahn stehe ich auf der Valluga und

habe einen Rundumblick, der seines Gleichen

sucht. Im Westen der Saulakopf, im

Norden der Pfänder, und im Osten geht der

Blick bis zur Zugspitze. In direkter Nachbarschaft

liegen die Berge des Verwall mit

Patteriol, Kuchenspitze und Faselfadspitze.

Letzte Möglichkeit zur Talfahrt, ruft

der Seilbahnmitarbeiter. Mit der kleinen

Zweiergondel fahre ich zum Vallugagrat

auf 2.646 m zurück und verlasse die Station

in Richtung Matunjoch. Oberhalb des


Jochs liegt ein hervorragender Platz für

mein Biwak. Er ist durch Felsen windgeschützt

in Richtung Westen und lässt freien

Blick nach Osten in den Sonnenaufgang

zu. Hoffentlich ist morgen früh die Sonne

pünktlich. Die Nacht ist sternenklar. Ich

wünsche mir jetzt, alle Sternbilder zu kennen

wie mein Freund Otto.

Die Temperatur sinkt in der Nacht auf ein

Grad, eine dünne Eisschicht überzieht meinen

Biwaksack. Wie

erhofft weckt mich

morgens die Sonne.

Schnell wird es herrlich

warm, und ich mache

mich auf den Weg zum

Einstieg in den Klettersteig.

Über mehrere

Gipfel läuft das Drahtseil

bis zum Weiß-

schrofen. Vier Stunden

geht es am Grat entlang,

der Steig ist sehr gut

angelegt, und es macht

Karhorn Klettersteig

Spaß so früh unterwegs zu sein. Ich habe

schon den halben Weg geschafft, als die

erste Gruppe gerade am Einstieg ankommt.

Mittags habe ich den Gipfel erreicht. Der

Rückweg führt unterhalb des Grates über

ein Teilstück des E4 zurück zum Ausgangspunkt.

Jetzt habe ich ein deftiges Mittagessen

im Bergrestaurant verdient. Aber falsch

gedacht, hier hat der Saisonabschluss

schon stattgefunden. Ich nehme die nächste

Gondel ins Tal. Unten angekommen begrüßt

mich der Fahrkartenverkäufer vom

Vortag und erkundigt sich ob alles geklappt

hat. Jawohl! Mit dem Auto geht es zurück

nach Hause. Eine tolle Bergtour. Wenn das

Wetter noch eine Woche hält, sehen mich

die Berge wieder.

Gesagt getan, eine Woche Später: Nebel am

Bodensee, Sonne auf den Bergen. Mit dem

Mountainbike will ich bis zur Jägeralp-Express

Bergstation fahren, doch mein MTB

muss ich mit gerissener Kette kurz vor dem

Ziel stehen lassen. Ich gehe noch ein Stück

zu Fuß weiter, lasse einen Teil meiner Ausrüstung

zurück und begehe im letzten Sonnenlicht

den Klettersteig auf das Karhorn.

Der Abstieg über den Westgrat, ist überraschender

Weise auch als Klettersteig

ausgebaut. Am Fuß des Berges geht es

zurück zum Einstieg. Wieder in meinem

„Basecamp“, baue ich mein kleines Zelt

auf und koche einen wärmenden Tee. Die

Nacht ist nicht so kalt wie eine Woche zuvor.

Der Sternenhimmel leuchtet aber genauso

schön. Wieder geht die Sonne in allen

möglichen orangen Tönen auf. Nachdem

die Sonne meine Sachen getrocknet hat, beginnt

der Downhill mit dem MTB ins Tal.

Durchs Lechtal und weiter durch das

Tannheimer Tal fahre ich nach Oberstdorf.

Hier werde ich meine Freunde Uta

und Jürgen treffen. Am nächsten Tag

wollen wir auf den Ifen. Mit geschätzten

300 anderen Wanderern steigen wir über

den teilweise geteerten Wanderweg dem

Berg entgegen. Die wollen hoffentlich

nicht alle auf den Ifen. Doch, sie wollen.

Wir sind verwundert, wer den teilweise

41


gesicherten Steig in Angriff nimmt. Der

Großteil der Wanderer kommt auch am

Gipfel an und so teilen wir uns die große

Fläche unterhalb des Kreuzes mit sehr vielen

anderen. Auf dem Rückweg kommen

wir an der Schwarzwasserhütte vorbei, natürlich

machen das viele weitere Wanderer

auch. Oft hört man Aussagen von den teilweise

überforderten Gipfelstürmern: „Wie

weit ist es noch, wann kommt denn die

Hütte, wird der Weg jetzt einfacher, wären

wir doch besser den anderen Weg gegangen“.

Nach einer anspruchsvollen Wanderung

erreichen wir die Hütte. Hier waren

wir schon öfters zum Schneeschuhwandern,

jetzt haben wir das Gebiet auch mal

ohne Schnee kennengelernt. Auf dem gut

SpardaBaufinanzierung

42

ausgebauten Hüttenweg geht es zurück zur

Auenhütte. Uta und Jürgen bleiben noch

in Oberstdorf und ich mache mich auf den

Weg in den Nebel des Bodensees. Heute

hat es in den Bergen geschneit, ich glaube

der Goldene Herbst ist nun vorbei. Ich

freue mich schon auf den Winter.

Carsten Stahl

Die Geschenkidee zum Fest

In der Sektionsgeschäftsstelle

können

Gutscheine

für die Siegerlandhütte

erworben werden.

sparda-west.de

Willkommen

in den eigenen

vier Wänden!

Filiale Siegen:

I Hindenburgstraße 2, 57072 Siegen

Telefon: 08000-SPARDA (772732)

Alternativ aus dem Ausland:

+49 (0)211-23932-3333


Klettersportgruppe /

Wettkampfklettern

Ansprechpartner

Deutscher Alpenverein - Sektion Siegerland e. V.

Allgemein Henning Holzapfel • leitung@klettern-siegen.de 0271 40579970

Organisator Herbert Schewior-Mertgens • klettern@dav-siegerland.de 02732 27211

Fax 02732 765206

Jugend Timo Stötzel • jugend@dav-siegerland.de 0271 382213

Hochtourengruppe Jürgen Rosenthal • hochtouren@dav-Siegerland.de 02734 571199

oder 0152 01805886

Ausbildung / Touren Martin Thomas • ausbildung@dav-siegerland.de 0271 4889688

Bergtourengruppe Henrik Münker • bergtouren@dav-siegerland.de 02732 28481

Bergfahrtengruppe Hans-Diether Pfeiffer • bergfahrten@dav-siegerland.de 0271 37376

Wandergruppe Erhard Klappert • wandern@ dav-siegerland.de 0271 87528

Seniorengruppe Helmut Schmidtgen • senioren@dav-siegerland.de 0271 354137

Gruppe Dillenburg Bettina Sixel • dillenburg@dav-siegerland.de 02774 917755

Klettersportgruppe Andreas Thamer • kletterndillenburg@dav-siegerland.de 02771 7646

Ortsgruppe Hachenburg Oliver Benner • hachenburg@dav-siegerland.de 02662 5450

Mountainbikegruppe Stefan Becker • mountainbike@dav-siegerland.de 0151 41227400

Singgruppe Hans-Hermann Stahl • singgruppe@dav-siegerland.de 0271 311811

Ausrüstungsverleih Hans-Hermann Stahl • ausruestung@dav-siegerland.de 0271 336404

montags von 16:00 - 18:00 Uhr im Sektionsheim

Siegerlandhütte A-6450 Sölden / Österreich

Hüttenwirt, privat Hermann Fiegl • siegerlandhuette@dav-siegerland.de 0043 52542189

Hüttentelefon / Fax 0043 52542142

Hüttenwart Heinz-Peter Neuser • huettenwart@dav-siegerland.de 02737 93458

Pressearbeit Jochen Ertel • referent@dav-siegerland.de 0271 42667

Fax 0271 2384820

Internetbetreuung Norbert Bielich • webmaster@dav-siegerland.de 02732 582468

Referent des Günther Achenbach • sektionsheim@ dav-siegerland.de 0271 336404

Sektionsheimes Privat 0271 37363

Alpine Beratung und Deutscher Alpenverein München 089 294940

Auskunft www.alpenverein.de / www. alpine-auskunft.de Fax 089 1400323


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