Aufrufe
vor 1 Jahr

KB_NRW_Sommerausgabe

DER KUNSTBLITZ | ZENTRUM

DER KUNSTBLITZ | ZENTRUM FÜR VERFOLGTE KÜNSTE Vor 80 Jahren: Die NS-Aktion Entartete „Kunst“ Ausstellung mit Neuerwerbungen der Bürgerstiftung* aus Bundesmitteln 19.07. - 10.9.2017 Selbst heute, 80 Jahren nach ihrer Eröffnung am 19. Juli 1937 in München, hat die Ausstellung „Entartete Kunst“ nichts von ihrem Schrecken verloren. Sie war der öffentlichkeitswirksame Teil der umfassenden Jagd auf alle Andersdenkenden und wurde zum Synonym der Zerstörung der Moderne durch die Nationalsozialisten. Über 2 1.000 W erke aus öffentlichen Sammlungen fi elen dieser beispiellosen Säuberungsaktion zum Opfer. Mit der W anderausstellung „Entartete Kunst“ fand 1937 die V erfolgung von Künstlerinnen und Künstler ihren ersten Höhepunkt. T eils in der Inneren Emigration, teil als Flüchtlinge reagierten sie in ihren W erken auf die erlittene Ausgrenzung, V erfolgung und V ertreibung. Zahlreichen jungen Talenten raubte die nationalsozialistische Verfolgung ihre Zukunft. Die Nachkriegsgesellschaft versäumt es, sie und ihre Werke in den deutschen Kulturkanon zurück zu holen. Das Solinger Zentrum für verfolgte Künste zeigt in dieser Ausstellung Bilder verfolgter Martel Schwichtenberg: Frauenkopf, 1920, Öl auf Pappe und bis heute vergessener Künstler/innen. Wie keine andere Einrichtung kann hier Kunst dieser Zeit vorgestellt werden. Im letzten Jahr zählte die englische Zeitung 24 SOMMER | 2017

Ausstellungsführer „Entartete Kunst“, Berlin 1938 Milly Steger, Tänzer, 1923, Steinguss Cesar Klein: Christuskopf,1912, Holzschnitt Elfriede Lohse-Wächtler, Zur Rechtfertigung, 1930, Pastellkreide „The Guardian“ das Zentrum in Gräfrath zu den zehn besten Museumsneugründungen weltweit. Rund 200 Bilder erwarb die „Bürgerstiftung für verfolgte Künste — Else-Lasker-Schüler-Zentrum — Kunstsammlung Gerhard Schneider“ aus dem Oscar Zügel - Archiv „Kunst und soziale V erantwortung“ sowie aus der Kunstsammlung Gerhard Schneider und stellt sie dem Zentrum zur Verfügung. Die Bürgerstiftung wurde dabei großzügig unterstützt durch Mittel aus dem Etat der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Professorin Monika Grütters. Die Neuankäufe stellt das Zentrum jetzt anlässlich des 80. Gedenktages der Ausstellungseröffnung „Entartete Kunst“ vor. Der Bürgerstiftung stehen in dem Kunst– und Literaturbestand jetzt über 3500 Objekte (Bilder, Bücher, Zeitschriften, Dokumente, Fotos) der Zeit von 19 14 - 1989 zur V erfügung. Den Schwerpunkt bildet der Zeitraum 1933 - 1945. Die W erke sind das sichtbare Zeichen für Demokratie und Humanismus, Toleranz und Bildung. Zentrum für verfolgte Künste Wuppertaler Str. 160, 42653 Solingen Öffnungszeiten: · 10:00–17:00 Telefon: 0212 258140 www.verfolgte-kuenste.de Bildnachweis: Bürgerstiftung für verfolgte Künste - Else-Lasker-Schüler-Zentrum – Kunstsammlung Gerhard Schneider im Zentrum für verfolgte Künste, © Zentrum für verfolgte Künste 25

KB_Berlin_Sommerausgabe
KB_NRW_2-17_Nonprint
KB_Berlino_2-2017
KB_NRW_Nonprint_0318
KB_West_Autunno_2017
Kulturbericht 2008 - Bundesministerium für Unterricht, Kunst und ...
Bildpatronanzen Kaiser Maximilian I. und die Kunst der ... - Albertina
2007·2008 - nairs.ch
Kunst in der Stadt_DE
ınwıen - Cocon-Kultur
KB_Ost_Autunno
MONET RENOIR CEZANNE DEGAS LAUTREC - Albertina
Das Ausstellungsjahr 2009 - Kunstmuseum Bonn
MONET RENOIR CEZANNE DEGAS LAUTREC - Albertina
dAs nAturhistorische - Naturhistorisches Museum Wien
Ausstellungen 2014 - Kunstmuseum Basel
museen basel magazin - Supra erklärt die Welt
Prominent GUests From THE Kunstmuseum Basel 04 ... - Schaulager
3 | 2013 Juli bis september - Kunstmuseum Bonn
Geschäftsbericht 2007 - Naturmuseum St.Gallen
Jahresbericht 2012 - Kunstmuseum Liechtenstein
emil zbinden - Kunstmuseum Bern
Download Jahresbericht 2009 (PDF) - Kunstmuseum Bern
www.ruhrkunstmuseen.com
PDF 3051 KB - Basler Museumsnacht
Geschäftsbericht 2006 - Naturmuseum St.Gallen
Jahresbericht 2011 - Kunstmuseum Liechtenstein
2 | 2013 April bis Juni - Kunstmuseum Bonn
typoprint - artinfo-magazin.de
Die Kunstszene im Nordbahnhof-Areal Stuttgart - artinfo-magazin.de