Blick_ins_Heft_Canon4

Craftery
  • Keine Tags gefunden...

Canon Nr. 4, alles, was Sie über das Fotografieren mit der Spiegelreflexkamera Canon EOS wissen müssen und erfahren Sie alles über die Einstellungen von Blende, Verschlusszeit und ISO für perfekte Fotos.

:

Ein unabhangiges

Canon

Österreich € 11,00 - Belgien € 11,00 - Frankreich € 12,00

Italien € 11,50 - Luxemburg € 11,00 - Niederlande € 11,00

Slowakei € 11,50 - Ungarn HUF 3300,00

Tschechische Republik KC 260,00 - Schweiz CHF 15,00

Magazin

100%Mit der

Canon Spiegelreflexkamera

zum Profifotografen werden!

04

€ 9,95

4 191124 609951

100%Canon

MA 004

Die passende

Canon SLR

So wählen Sie die

richtige Kamera aus

3 essenzielle

Einstellungen

für perfekte

Fotos

- Blende

- Verschlusszeit

- ISO

Wunder der

Schärfentiefe

Die Kunst der

kontrollierte n Unschärfe

EOS

80D

zoom EF-S

18-135mm

f/3.5-5.6

IS USM

Live View

und Sucher

Eine Frage des Stils

Automatik

oder manuell?

Die Geheimnisse

der Aufnahmemodi

Blitzlicht

Wie Bilder immer

im rechten Licht

erscheinen


4

100%

Canon

Inhalt

:

Ein unabhAngiges

Magazin

MEINE CANON KENNENLERNEN

6 Die Canon EOS-Reihe

8 Den Sucher verstehen

10 Live View: der LCD-

Monitor wird zum

Sucher

14 Die Geheimnisse hinter

der Blende

18 Zeitreise

22 Perfekt im Fokus

28 Schärfe

30 Meister der

Schärfentiefe

34 ISO: Digitale

Empfindlichkeit

38 Weißabgleich

optimieren

42 Aufnahmemodi

46 Belichtung und

Messmethoden

50 Das Histogramm:

ein Mysterium

52 Exif-Daten

54 Individualfunktionen

58 Nachtaufnahmen

62 Blitzlichtaufnahmen

66 Speicherkarten und

Dateiformate

70 Volle Kraft voraus

72 Perfekte Videos

78 Objektive und Brennweiten

18

Zeitreise

Das

Histogramm:

ein

Mysterium

50

34

ISO: Digitale

Empfindlichkeit


100%

Canon

5

MEINE FOTOAUSRÜ STUNG

102

Mit

Makroobjektiv

fotografieren

82 Canon-SLRs für Einsteiger

84 Canon-SLRs für Enthusiasten

86 Canon-SLRs für Profis

88 Festbrennweiten- oder

Zoomobjektiv?

90 Mit Teleobjektiv fotografieren

96 Mit Weitwinkelobjektiv

fotografieren

102 Mit Makroobjektiv

fotografieren

108 Kamerazubehör

112 Blitzlicht leicht gemacht

108 84

erscheint in der OZ-Verlags-GmbH

Römerstraße 90

D–79618 Rheinfelden

www.oz-verlag.de

Tel.: 07623/964-0

HERAUSGEBER: H. + E. Medweth

GESCHÄFTSFÜHRUNG/VERLAGSLEITUNG:

Sandra Linsin

PROGRAMMLEITUNG: Lunasia

REDAKTION: Lunasia

OBJEKTKOORDINATION: Rosanna Di Francesco

TEXT: Lunasia

FOTOS: Shutterstock

LAYOUT: Giorgio Meo

MARKETINGLEITUNG: Silke Diedrichs

VERTRIEBSLEITUNG: Bernd Mantay

Fax: 07623/964-159

VERTRIEB: BPV Medien Vertrieb

GmbH & Co. KG

Römerstraße 90

D–79618 Rheinfelden

www.bpv-medien.com

VERANTWORTLICH FÜR DEN ANZEIGENTEIL:

Sandra Linsin

vermarktung@oz-verlag.de

Heftbestellung: Tel. 07623/964–155

bestellservice@oz-verlag.de

SERVICE: service-hotline@oz-verlag.de

DRUCK: Neef + Stumme, Wittingen

© 2017 by OZ-Verlags-GmbH/Rheinfelden. Printed

in Germany.

Alle Rechte vorbehalten. Sämtlicher Inhalt steht unter

Urheberschutz. Für unverlangte Einsendungen von

Fotos, Zeichnungen und Manuskripten übernehmen

Verlag und Redaktion keinerlei Haftung. Aller Inhalt

ohne Gewähr. Die veröffentlichten Texte wurden von

Redaktion und Verlag sorgfältig erstellt und geprüft.

Eine Garantie wird jedoch nicht übernommen.

Redaktion und Verlag können für eventuell

auftretende Fehler oder Schäden nicht haftbar

gemacht werden.

ABOSERVICE: Aboservice, Römerstraße 90, 79618

Rheinfelden, Tel.: 07623/

964-156, Fax.: -451, E-Mail: abo@oz-verlag.de

Kamerazubehor

:

Canon-SLRs fUr

Enthusiasten

:

EOS

800D

EINZELBESTELLSERVICE: OZ-Bestellservice,

Römerstraße 90, 79618 Rheinfelden,

Tel.: 07623/964-155, Fax: -451, E-Mail:

bestellservice@oz-verlag.de;

www.shop.oz-verlag.de. Bei einer Bestellung

berechnen wir Ihnen Versandkosten

in Höhe von € (D) 2,20. Ausland auf Anfrage.

82

Canon-

SLRs fur

Einsteiger

:


10

MEINE CANON KENNENLERNEN

Vergrößertes

Motiv

Ein weiterer Vorteil von

Live View ist, dass das

Motiv auf dem Monitor

stark vergrößert werden

kann, sodass besonders

wichtige Einzelheiten des

Fotos genau überprüft

werden können. Auf diese

Weise kann sichergestellt

werden, dass der

Autofokusmodus perfekt

funktioniert und – noch

wichtiger – Fehler bei

manueller Fokussierung

vermieden werden. Somit

wird von Anfang an

garantiert, dass jedes

Detail im Endresultat

genauso erscheinen wird,

wie wir es sehen möchten.

Wiederholte Aufnahmen

und verschwendete

Versuche können somit

leicht vermieden werden.

Live View:

der LCD-Monitor

wird zum Sucher

Viele Fotografen sind daran gewöhnt, mit dem

Sucherokular zu arbeiten und lehnen Live View rigoros

ab, obwohl es ein sehr nützliches Hilfsmittel ist und viele

unerwartete Vorteile birgt.

Die Bildgestaltung sowie Aufnahme

eines Fotos über den LCD-Monitor ist

keine neue Vorgehensweise. Mit

Kompaktdigitalkameras hat man von Anfang

an Bilder auf diese Art und Weise geschossen

– genauso wie mit Smartphones und Tablets

auch. Bei Spiegelreflexkameras hat es jedoch

ein paar Jahre gedauert, diese Technologie, die

nun unter Live View bekannt ist, zu integrieren.

Es ist einfach, den Live View-Modus zu

aktivieren. Man wählt dafür lediglich die

Livebild-Funktionseinstellung im Menü aus

und kann per Knopfdruck zwischen LCD-

Bildschirm und Sucher wechseln. Dank der

kostenlosen Software EOS Utility von Canon

kann Live View auch über einen Bildschirm

aus der Ferne bedient werden. Man bringt die

Kamera zum Beispiel auf einem Stativ an,

wählt die entsprechenden Einstellungen über

das Smartphone oder Tablet aus und

entscheidet sich aus der Ferne für den

richtigen Auslösezeitpunkt.

Wenn wir das Motiv durch den Sucher

betrachten, sehen wir die Welt hinsichtlich

Helligkeit, Kontrast, Farbe usw, genauso, wie

sie ist. Live View hingegen zeigt uns das Motiv

nach Anwendung der gewählten

Aufnahmeeinstellungen und so, wie es nach

Auslösen auf der Speicherkarte festgehalten

wird, an. Das heißt, wir bekommen eine

exklusive Vorschau auf das aufzunehmende

Foto. Um die Vorteile von Live View richtig

auszunutzen, sollte im Kameramenü der Modus

„Belichtungssimulator“ aktiviert werden.

Dieser Modus hilft dabei, Fehler durch die

Anpassung der Bildparameter zu reduzieren

und zeigt das Motiv noch

wirklichkeitsgetreuer. Dadurch müssen

Aufnahmen weniger wahrscheinlich

wiederholt oder nachbearbeitet werden.

Histogramm und Live View

Um den Fotografen im Livebild-Modus zu unterstützen, sieht man

auf dem Bildschirm ein Histogramm des jeweiligen Motivs in

Echtzeit, welches die Einstellungen der Kamera reflektiert. Das

Histogramm ist ein Diagramm, das die Verteilung der Helligkeit in

einem Digitalfoto anzeigt. Ganz links werden die schwarzen Pixel

(0% Helligkeit) und rechts die weißen Pixel (100% Helligkeit)

angezeigt. Bei einem korrekt belichteten Foto sollten die Pixel

gleichmäßig über das gesamte Histogramm verteilt sein, und sich

nicht hauptsächlich auf einer der beiden Seiten drängen. Ist der

Großteil der Pixel am linken Rand zu sehen, ist das Bild

unterbelichtet bzw. zu dunkel, befinden sich mehr Pixel rechts, ist

das Bild überbelichtet bzw. zu hell. Indem wir das Histogramm in

Echtzeit verwenden, können wir die Einstellungen so wählen, dass

die Pixel gleichmäßig verteilt sind.


11

Infoknopf

Diese Taste zeigt

Echtzeitinformationen

über das jeweilige

Motiv auf dem LCD-

Monitor an. Beim

zweiten Drücken wird

darüber hinaus das

Histogramm angezeigt

und durch die dritte

Betätigung wird der

Modus beendet.

Information

Über den Infoknopf

können die

Bildparameter in

Echtzeit am

Rand des

Bildschirms

abgelesen

werden.

9 wichtige Live View-Fakten

Wir haben die wichtigsten Funktionen und Informationen zur effizienten

Benutzung der Livebild-Funktion zusammengestellt. Je nach EOS-Modell

können die Symbole und Tastenpositionen variieren.

Sucher

Im Live View-Modus wird der

Sucher ausgeschaltet und man

kann das Motiv nicht durch den

Sucher erkennen. Gleichermaßen

wird Live View abgeschaltet, wenn

der Sucher aktiviert wird.

Histogramm

IIm Livebild-Modus

kann das Histogramm

des Motivs auf dem

LCD-Bildschirm

angezeigt werden. Die

Einstellungen können

damit so angepasst

werden, dass die

Belichtung im

Endergebnis perfekt

ausgeglichen ist.

Live View einund

ausschalten

Über diesen Befehl lässt

sich zwischen Sucher und

Live View hin- und

herwechseln.

Touchauslöser

Dieses Symbol aktiviert die Touchsteuerung für

Kameras mit Touchscreen, sodass man durch

Tippen auf den Bildschirm den Fokusbereich

auswählen und den Auslöser betätigen kann.

Man kann dabei im Menü zwischen den

Optionen “Standard” und “Empfindlich”

auswählen. So wird bestimmt, wie fest man auf

den Touchscreen tippen muss, bis er reagiert.

Motiv

Im Live View-Modus

können wir 100% des

Motivs auf dem LCD-

Bildschirm erkennen,

was über den Sucher

nur selten möglich ist.

Belichtungssimulator

Wird das Symbol zur

Belichtungssimulation im Live

View-Modus angezeigt, wird das

auf dem Monitor zu sehende

Bild mit den angewendeten

Einstellungen dem Endresultat

nach dem Auslösen so ähnlich

wie möglich sein.

Im Livebild-Modus

können diese Befehle

benutzt werden, um ein

Motiv via LCD-Monitor

zu vergrößern oder

verkleinern, wodurch

man selbst das kleinste

Detail auf perfekte

Schärfe überprüfen kann.

Leiser Aufnahmemodus in Live View

Im Livebild-Modus kann die Funktion “Leise Aufnahme” ausgewählt

werden. Je nach Kameramodell, kann man hier zwischen drei Modi wählen:

Modus 1: Das Aufnahmegeräusch ist leiser und Reihenaufnahmen (wobei

die Kamera automatisch ein Bild nach dem nächsten schießt, bis man den

Auslöser loslässt) sind weiterhin möglich.

Modus 2: Das Aufnahmegeräusch ist noch leiser, es kann jedoch immer

nur ein einzelnes Foto gemacht werden.

Modus 3: “Deaktivieren” ist die empfohlene Einstellung bei einigen

Objektiven oder Spezialzubehör wie Erweiterungsröhren (wie in der

entsprechenden Bedienungsanleitung angegeben).


14

MEINE CANON KENNENLERNEN

Die Geheimnisse hinter der

Blende

Die Blende ist nicht nur zur Einstellung der Helligkeit

eines Fotos verantwortlich, sondern kann auch die

ausgestrahlte Stimmung einer Aufnahme beeinflussen.

Bei der Blende handelt es sich um

eine Öffnung, welche die durch das

Objektiv fallende Lichtmenge

steuert, bevor diese auf den Sensor (oder

Film) der Kamera trifft. Die Größe dieser

Öffnung wird durch Bewegung von Lamellen

gesteuert, welche die Blende bilden. Die

Bewegung dieser Lamellen wiederum wird

gesteuert, indem man einen bestimmten

Blendenwert einstellt. Im Automatikmodus

wird diese Einstellung von der Kamera

vorgenommen. Es kann eine

Herausforderung sein, sich die Bedeutung

der Blendenzahlen zu verdeutlichen, da

kleinere Werte eine größere Öffnung

symbolisieren. Das Konzept wird etwas

verständlicher, wenn man einige typische

Blendenwerte betrachtet, wie zum Beispiel

2,8 – 4 – 5,6 – 8 und so weiter. Es handelt

sich hierbei nämlich um Brüche; 8 bedeutet

somit also ein Achtel. Demzufolge ist eine

Blendenöffnung von 4 (also ein Viertel des

Durchmessers der maximalen

Blendenöffnung) größer als eine von 8

(welche nur ein Achtel dieser Größe

beträgt). In der Fachsprache geht dieser

Zahl meist der Buchstabe „f“ voraus und die

Blendenzahl wird zum Beispiel als f8 oder

f/8 angegeben. Es mag zunächst so

scheinen, als würde diese standardisierte

Zahlenabfolge für mögliche

Blendenöffnungen keiner logischen

Anordnung folgen. Das ist aber nicht der

Fall. Eine Verdopplung oder Halbierung der

auf den Sensor treffenden Lichtmenge wird

in der Fachsprache als eine „Stufe“

bezeichnet. Genauso verhält es sich bei der

Verschlusszeit. Das heißt, möchte man die

Belichtung um eine Stufe erhöhen, kann

man entweder doppelt so lange belichten

oder die Größe der Blendenöffnung

verdoppeln. Dasselbe gilt, wenn man das

Foto um eine Stufe weniger belichten

möchte. Warum aber wird die Zahl, welche

die Blendenöffnung bezeichnet, nicht von

Stufe zu Stufe verdoppelt? Die tatsächlich

ablaufende Verdopplung (also eine Stufe)

bezieht sich auf den Bereich der Öffnung,

durch welche das Licht fällt, während sich

die Blendenzahl auf den Durchmesser der

Blendenöffnung bezieht. Zur Demonstration

nimmt man die beispielhaften Blendenwerte

von 2,8 – 4 – 5,6 – 8 im Quadrat und erhält

(inklusive Aufrundung) entsprechend die

Zahlenreihe 8 – 16 – 32 – 64. Und schon ist

jeder Wert der Zahlenreihe doppelt so groß

wie der ihm vorausgehende. Für die Praxis

muss man sich jedoch nur merken, dass der

Schritt von einem Wert zum nächsthöheren

in der Reihenfolge eine „Stufe“ symbolisiert,

welche wiederum die Verdopplung der auf

den Sensor fallenden Lichtmenge bedeutet

– und umgekehrt. Bei den hier genannten

Blendenwerten handelt es sich um einige

der am häufigsten benutzten. Dank der

neuesten technologischen Fortschritte in

der Digitaltechnologie können Kameras

mittlerweile sogar dazwischenliegende

Blendenzahlen einstellen, was Fotografen

unzählige kreative Möglichkeiten eröffnet.

Die

Blende eines

Objektivs

steuert die

Lichtmenge,

welche auf

den Sensor

fällt. Dieselbe

Aufgabe wird

in unserem

Auge von

der Retina

übernommen.


15

Die

Bedeutung

der kleinsten

Blende

Genau wie die maximale

Blende, besitzt jedes

Objektiv auch eine

spezifische minimale Blende

(was durch eine tendenziell

größere Blendenzahl

dargestellt wird). Diese

Eigenschaft ist weniger

wichtig als die

Maximalblende, da jede

Verringerung der Öffnung

um eine Stufe das

Endresultat weniger

beeinflusst als im

gegenteiligen Fall. Eine sehr

kleine Blendenöffnung

ermöglicht jedoch mehr

Schärfentiefe, das heißt die

Fähigkeit, eine größere

Bildebene scharf zu

erfassen (mehr

Informationen hierzu auf

Seite 30).

Bei vielen

EOS-Kameras

wird der

Blendenwert

zudem auf dem

Zweitdisplay

angezeigt.

Blendeneinstellungen

Hierbei handelt es sich um die Standardeinstellungen

der Blende. Jede Öffnung links lässt doppelt so viel

Licht wie rechts auf den Sensor fallen.

Im Live View-

Modus kann die

Blendenzahl bei halb

heruntergedrücktem

Auslöser im unteren

Bereich abgelesen

werden.


54

MEINE CANON KENNENLERNEN

Manueller Fokus

– die wichtigste

Individualfunktion

Der integrierte Autofokusmodus von

Canon-EOS-Kameras funktioniert

zwar hochqualitativ und präzise, aber

durch manuelle Fokussierung

erreicht man einfach eher das

gewisse Etwas. Manuelles

Scharfstellen verlangt Sorgfalt, Zeit

und Präzision. Die Belohnung sind

Bilder, die das Auge des Betrachters

genau auf den Punkt lenken, den man

hervorheben möchte. Es hilft

zweifelsohne ungemein, die richtige

Autofokusbetriebsart einzustellen

(mehr hierzu ab Seite 22: “Perfekt im

Fokus”), aber das Feingefühl und die

Präzision des manuellen Fokus sind

unüberbietbar.

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine