→Fachforum Gartenbau/ Dauerkulturen - Landwirtschaft in Sachsen

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→Fachforum Gartenbau/ Dauerkulturen - Landwirtschaft in Sachsen

�Fachforum Gartenbau/

Dauerkulturen

Nähere Informationen unter: www.smul.sachsen.de/zukunftsforum

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Fachforum: Gartenbau/Dauerkulturen

1. Fachforenstruktur/ -mitglieder

Moderatoren: - Arbeitsgruppe Gartenbau -

Jan Gärtner

Gärtnerei Gärtner

Venusberger Straße 7

09430 Drebach

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- Arbeitsgruppe Obstbau -

Bernd Falkenau

VEOS Vertriebsgesellschaft für Obst mbH Dresden

Hauptstraße 2 A

01809 Dohna/OT Röhrsdorf

Koordinator: Dr. Wolf-Dietmar Wackwitz

Sächsische Landesanstalt für Landwirtschaft

Fachbereich 5 Gartenbau

Söbrigener Straße 3 A

01326 Dresden

Mitglieder: - Sylvia Otto, Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und

Landwirtschaft

- Torsten Kühne, Kühne Jungpflanzen GbR

- Ute Martin, Gartenbau Kinnemann & Martin

- Wolfgang Müller, Baumschule Müller

- Frank Schubert, Staatliches Amt für Landwirtschaft Rötha

- Stephan Wartenberg, Sächsische Landesanstalt für Landwirtschaft

- Dr. Gerald Lattauschke, Sächsische Landesanstalt für Landwirtschaft

- Dietmar Schulz, Sächsisches Landesamt für Umwelt und Geologie

- Reinhard Ullmann, Gartenbaubetrieb Hortensien Ullmann

- Klaus Griesbach, Obsthof Griesbach& Sohn

- Axel Busek, Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und

Landwirtschaft

- Prof. Fritz-Gerald Schröder, Hochschule für Technik und Wirtschaft

Dresden- Pillnitz


- Lutz Hessel, Wurzen Obst GmbH

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- Gerd Kalbitz, Obstland Dürrweitzschen AG

- Frank Müller, Staatliches Amt für Landwirtschaft und Gartenbau


2. Ergebnisse der Analyse und Darstellung des Handlungsbedarfes

Betriebe mit Anbau von Gartenbauerzeugnissen zu Erwerbszwecken gesamt

Betriebe: 914

GN: 10.379 ha

Gartenbaubetriebe

Betriebe: 800

GN: 6.840 ha

Gartenbaubetriebe Schwerpunkt Erzeugung

Betriebe: 663

GN: 6.668 ha

Obstbau 1)

Betriebe: 50

GN: 3.889 ha

Gemüsebau 1)

Betriebe: 88 ha

GN: 1.220 ha

Sonstige Betriebe 1)

Betriebe: 90

GN: 776 ha

Blumen / Zierpflanzen 1)

Betriebe: 376

GN: 349 ha

Baumschulen 1)

Betriebe: 59

GN: 434 ha

2.1. Stärken-/Schwächenanalyse

2.1.1. Markt

Stärken

o stabiler Markt für gartenbauliche und obstbauliche Produkte, teilweise mit

wachsender Tendenz

o bisheriger Marktanteil aus einheimischer Produktion bietet Zuwachsmöglichkeiten

o bedingte Transportfähigkeit fördert marktnahe Produktion, klimafreundlicher Handel

o Verbraucherpräferenz für regionale Produkte

Schwächen

o große Marktanteile werden durch den freien Weltmarkt bestimmt (Weltmarktpreise)

2.1.2. Erzeugung

Stärken

o erfolgreiche Kopplung von Vermarktung und Dienstleistungen in den

Einzelhandelsgärtnereien

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Landwirtschaftsbetriebe mit Gartenbau

Betriebe: 114

GN: 3.539 ha

Gartenbaubetriebe Schwerpunkt Handel, Dienstleistung

Betriebe: 137

GN: 172 ha

Handel 2)

Betriebe: 56

GN: 16 ha

Garten- u.

Landschaftsbau 2)

Betriebe: 17 / GN: 12 ha

Friedhofsgartenbau 2)

Betriebe: -

GN: -

Sonstige Betriebe 2)

Betriebe: 64

GN: 36 ha


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o spezialisierte Großproduktion bei ausgewählten Kulturen (Jungpflanzen,

Moorbeetkulturen, Topfpflanzen, Industriegemüse)

o gute Standorte für die umwelt- und marktgerechte Produktion von

Qualitätsobst und Qualitätsgemüse

o wettbewerbsfähige Betriebsgrößen im Obstbau

Schwächen

o wachsende Arbeits- und Energiekosten

o hohe Kapitalintensität, hohe Arbeitsintensität (Erntearbeiten)

o teilweise veraltete materiell technische Ausstattung

o Ertragssicherheit stark eingeschränkt, Naturrisiken

2.1.3. Sektor

Stärken

o zunehmende Kooperation bei Produktion und Vermarktung im Gartenbau

o Traditionsbewusstsein, teilweise hohe Innovationskraft

o qualitativ hochwertige Aus- und Fortbildung

Schwächen

o mittelfristig Mangel an Fachkräften und Betriebsnachfolgern

o Kooperation bei Produktion und Vermarktung

o Eigenkapitalschwäche

o hohe Qualitätsanforderungen und Flächenleistung nicht immer erfüllt

o Schritthalten mit der Arbeits- und Flächenproduktivität der Mitbewerber am Markt

2.1.4. (Agrar)-Politik/Verwaltung

Stärken

o Gute Möglichkeiten der Investitionsförderung

o Direktzahlungen im Rahmen der Betriebsprämie (Gemüsebau, Baumschule, Obst)

o Erhaltung von staatlichen Forschungs- und Ausbildungskapazitäten

Schwächen

o zögerliche Harmonisierung der EU-Gesetzgebung

o zukünftige Betriebsberatung


2.2. Handlungsbedarf

2.2.1. Einzelbetrieb

o aktive Vermarktungs- und Preispolitik

o optimale Kulturführung zur Erzeugung qualitativ hochwertiger Produkte

o Teilnahme am Betriebsvergleich

o Nutzung der Erfahrungen fortgeschrittener Betriebe

o Verbesserung des Kostenmanagements in den Gärtnereien

o Aktive Fortbildung für Betriebsleiter und Angestellte

o langfristige Entwicklung der Betriebsnachfolger durch zielgerichtete Ausbildung

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2.2.2. Sektor

o Verbesserung der Kooperation von Produzenten und Vermarktern, Schaffung

regionaler Verbünde

o Imageverbesserung durch medienwirksame Aufbereitung von gärtnerischen Themen

(Blühendes Sachsen, Advent beim Gärtner, Blütenfest),

o Weitere Stärkung der Marktposition der Erzeugerorganisation im Obstbau

o Gewinnung von Referenz- und Demonstrationsbetrieben in enger Zusammenarbeit

mit der LfL zu Darstellung fortgeschrittener Technologie

o Energiemanagement

o geschlossene Verfahren bei Substratkulturen unter Glas

o arbeitssparende Kronenerziehung und Fruchtbehangsregulierung

sowie Pflanzenschutz beim Apfel

o Anbau von Süßkirschen und Beerenobst unter Überdachung

o integrierte Anbauverfahren im Freiland- und Industriegemüse

o neue Zierpflanzenprodukte

2.2.3. Forschung und Entwicklung

Die Projekte konzentrieren sich auf folgende Schwerpunkte

o Energiemanagement im Unterglasanbau

o Schutz des Obstanbaus vor Hagel und Trockenheit

o Problem der Resistenz von Krankheitserregern

o Weitere aktive Arbeit des Fachbeirates Gartenbau zur Schwerpunktsetzung in der

Forschung (Vertreter des Berufsstandes und der Versuchs- und Forschungs-

Einrichtungen LfL, HTW)


2.2.4. Aus-, Fort- und Weiterbildung

o Förderung der betrieblichen Ausbildungsverhältnisse durch praxisorientierte

Schulzeiten, Ausbildungsverbünde

o Berufsnachwuchsgewinnung durch Zusammenarbeit mit Schulen (Praktika),

Teilnahme an Bildungsmessen

o Nutzung der Fortbildungsangebote an der Fachschule für Technik/Gartenbau, der

Hochschule für Technik und Wirtschaft, Fachbereich Landbau/Landespflege

o Weiterbildungsangebote der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft und der

Berufsverbände

2.2.5. Beratung

o Schaffung eines Netzwerkes zur Beratung (produktgruppenorientierte Arbeitskreise,

Demonstrationsbetriebe, Erzeugerorganisation, Spezialisten der LfL, HTW, private

Berater)

2.2.6. Verwaltung

o Fortsetzung des Dialogprozesses zur Vereinfachung des Baurechts

2.2.7. Agrarpolitik

Zur Standortsicherung müssen die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen werden

wie z.B.:

o bei der Pflanzenschutzgesetzgebung 1:1 Umsetzung des EU-Rechts sichern

o gleiche Wettbewerbsbedingungen in Europa

o Gewinnung von Arbeitskräften aus dem Niedriglohnbereich zur Sicherung der Ernte

von arbeitsintensiven Spezialkulturen

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