ME2BE_Campus_FH_2017

me2be

SPECIAL

CAMPUS

STUDIUM IN SCHLESWIG-HOLSTEIN UND HAMBURG

„I AM FHAPPY“

Warum das Studieren an

(Fach-)Hochschulen glücklich macht.

www.me2be.de BRANDPUBLISHERS COMMUNICATION Heft 01 Frühjahr/Sommer 2017 € 2,90


EDITORIAL

FH oder UNI?

Jede wissenschaftliche Forschung beginnt mit

einer guten Frage.

Angenommen, du hast eine Hochschulberechtigung

und möchtest gern studieren. Dann solltest du

dich mit folgenden Fragen befassen: WARUM will

ich studieren? WAS will ich studieren? WO will ich

studieren? Um gute Antworten auf diese Fragen zu

finden, kann es hilfreich sein, sich eine weitere zu

stellen: WIE will ich studieren? Im FH-Modus oder

UNI-like? Mit höherem Theorie- oder Praxisbezug?

Überwiegend in Hörsälen oder Seminarräumen? Mit

Profs aus der Wirtschaft oder aus der Wissenschaft?

Genau darin unterscheiden sich u.a. Universitäten

und (Fach-)Hochschulen. Bevor du dir also die

Uni Tübingen auf `nem Satellitenfoto anschaust,

solltest du erst mal checken, wie viele Stunden du

pro Woche in einem Hörsaal wach bleiben kannst.

Mit der neuen ME2BE-CAMPUS und auf unseren

Hochschul-Onlineseiten auf ME2BE.DE liefern wir

euch echte und ehrliche Stories, Fotos und Emotions,

damit ihr mit eurer Studienwahl ins Schwarze

trefft. So, wie Aenne, Lennart, Andreas, Julie und

Jean Philip, die sich bewusst für ein FH-Studium

entschieden haben. In unserer Portraitstrecke „I

AM FHAPPY“ und weiteren Studiportraits berichten

sie und andere von ihren guten Erfahrungen an

der Hochschule Flensburg, der HAW, der FH Kiel, FH

Lübeck, WAK, FH Westküste, Nordakademie Elmshorn

und FHVD Altenholz. Nicht minder glückliche Uni-

Studis präsentieren wir euch auch, z.B. von der

Europa-Universität Flensburg, Universität zu Lübeck,

CAU Kiel und der Kühne-Logistics-University.

ME2BE.DE

Viel Spaß beim Frage-Antwort-Spiel.

Eure ME2BE‘s


INHALT

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„I AM

FHAPPY“

CAMPUS

WIE WAR EIGENTLICH DEIN PRAKTIKUM?

Zu Besuch am Beruflichen Gymnasium RBZ I Wirtschaft in Kiel.

„I AM FHAPPY“

Warum das Studieren an (Fach-)Hochschulen glücklich macht.

TOP 5 WIRTSCHAFTSFILME

STUDIUM ODER AUSBILDUNG?

Welcher Typ bist du?

TASCHENGELD FÜR PROFIS

Wenn das Geld nicht reicht und Oma nicht ans Telefon gehen will

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GUTE LOGISTIK MERKT MAN NICHT!

Prof. Dr. Henning Kontny, Leiter des Departments Wirtschaft an der

Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW), über Digitale

Vernetzung, Industrie 4.0 und logistische Herausforderungen der

Zukunft

STAUBIG WAR GESTERN!

Moderne Zeiten im Studiengang Allgemeine Verwaltung an der

FHVD in Altenholz

FRANÇAIS À LA FLENSBOURG!

Die Europa-Universität Flensburg (EUF) führt zum WS 2017/18 den

Studiengang Französisch ein

WER BIN ICH? WAS KANN ICH?

WAS WILL ICH?

Im Gespräch mit Berufsberaterin Sünje Christiansen von der

Agentur für Arbeit in Niebüll

LOGOPÄDIE UND ERGOTHERAPIE?

STUDIEREN!

Universität zu Lübeck plant neue Gesundheitsstudiengänge zum

Wintersemester 2017/18

„WIR AKADEMISIEREN

GESUNDHEITSFACHBERUFE“

Prof. Enno Hartmann über die neuen Studiengänge an der

Universität zu Lübeck

STAUBFREIE SPITZENFORSCHUNG

IM KIELER NANOLABOR

Hightech 2000-mal dünner als ein menschliches Haar

WILLKOMMEN BEI DEN „IT‘S“

Die dualen Studiengänge „Wirtschaftsinformatik“ und

„Angewandte Informatik“ bei der PPI AG in Hamburg und Kiel

PORTRAITS

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69

ELEKTRISCHE ENERGIESYSTEM­

TECHNIK UND BWL MIT SCHWERPUNKT

BESCHAFFUNG, LOGISTIK UND

SUPPLY CHAIN MANAGEMENT

Hochschule Flensburg

SCHIFFSTECHNIK MIT SCHWER­

PUNKT SCHIFFSBETRIEBSTECHNIK

Hochschule Flensburg

MARKETING/TECHNISCHE

BETRIEBSWIRTSCHAFTSLEHRE

Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg

ENERGIE­ UND GEBÄUDEINGENIEURWESEN

Fachhochschule Lübeck

AUTOMATISIERUNGSTECHNIK UND

ELEKTRO ­ UND INFORMATIONSTECHNIK

Fachhochschule Westküste

MIKROELEKTRONISCHE SYSTEME

Fachhochschule Westküste

DUALES STUDIUM ANGEWANDTE

INFORMATIK

PPI AG in Hamburg / Nordakademie Elmshorn

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DUALES STUDIUM PUBLIC

ADMINISTRATION

Fachhochschule Verwaltung und Dienstleistung in Altenholz

BWL

Fachhochschule Kiel

DEUTSCH / GESCHICHTE UND

DEUTSCH / SPORT AUF LEHRAMT

Europa Universität Flensburg

PHYSIOTHERAPIE UND PFLEGE

Universität zu Lübeck

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STUDIUM

20 WATERKANTISCH. PRAKTISCH. GUT.

Warum die Hochschule Flensburg eine außergewöhnliche

Fachhochschule ist und unter Studierenden einen exzellenten

Ruf genießt

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DIE HOCHSCHULE FLENSBURG

STUDIEREN MIT FIRMENANSCHLUSS

Kooperation der FH Westküste mit dem ChemCoast Park Brunsbüttel

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„ICH KANN GANZ GUT MIT ZAHLEN“

Über das duale Studium „Banking and Finance“ bei der VR Bank

Flensburg-Schleswig eG.

WILLKOMMEN

BEI DEN „IT‘s“

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Riekes Geistesblitz schützt Patienten

Selbstdesinfizierendes Stethoskop von einer 15-jährigen

Schülerin geht bald in Serie

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READY TO MOVE THE WORLD

Seit 2010 bildet die KLU internationale Führungskräfte in Logistik

und Unternehmensführung aus

OFFSHORE MAL GANZ COOL

Studierende der FH Kiel schnuppern Nordsee-Konferenzluft an

Brennpunkten der Offshore-Industrie

WIRTSCHAFT AUS LEIDENSCHAFT

Diplom-Betriebswirt und Dozent Claus-Dieter Piontke über BWL an

der FH Kiel und die Management-Generationen der Zukunft

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EDITORIAL

GLOSSAR

Auf einen Blick – Studiengänge im wirtschaftlichen Bereich in

Schleswig-Holstein und Hamburg

IMPRESSUM

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Startup im Cap3

Vom Hörsaal in den Chefsessel: So wird die eigene Firma

erfolgreich

Hanna sehnt sich nach ...

Mint und Meer

Was zunächst als ein schönes Hobby begann, ist heute

mehr als ein reiner Zeitvertreib. Die Bolggerin Hanna im

Interview

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„Marisha“ – die Überlebensgeschichte

der Malka Rosenthal

Gabriele Hannemanns Buch für Kinder über das

jüdische „Mädchen aus dem Fass“

Mathe-Ass auf dem Treppchen

Pinneberger Schüler Adrian Riekert holt bei der

Olympiade dreimal Edelmetall


CAMPUS STUDIUM COMPANIES PORTRAITS

WIE WAR EIGENTLICH DEIN PRAKTIKUM?

Zu Besuch am Beruflichen Gymnasium RBZ I Wirtschaft in Kiel.

Jana und Laura besuchen die 12.

Klasse des RBZ Wirtschaft in Kiel.

ME2BE hat sie zur Präsentation

ihrer Praktikumsberichte besucht,

sie nach ihren Zukunftsplänen

befragt … und auch mal ihre

Lehrer zu Wort kommen lassen.

Mark Martjanow

„Unsere Schülerinnen und Schüler sind kreativ

und motiviert. Wir haben ihnen für das

Praktikumsprojekt viele Freiheiten gelassen.

Letzten Endes entschieden sie sich für die

gegenseitige Präsentation Ihrer Erlebnisse in

Form einer jahrgangsinternen ‚Berufsinformationsbörse‘.

Eine spannende Frage, auf die alle

Schüler eine Antwort vorzubereiten hatten,

war: Hat der erlebte Beruf Zukunft?“

Jana Smolka (18)

Bild unten: „Mein Wirtschaftspraktikum habe ich beim Berufsorientierungslabel

ME2BE absolviert. Den Ausschlag dafür gab die

Aussicht, eigene Artikel in einer familiären Atmosphäre schreiben

zu dürfen. Ich muss sagen: Mir hat die Zeit super gut gefallen!

Ich hatte immer das Gefühl, ein Teil des Teams zu sein und nicht

nur die Praktikantin, die zuschaut und ‚daneben‘ sitzt. Das ganze

Team hat sich viel Zeit für mich genommen, um mir Sachen ausführlich

und verständlich zu erklären. Und das ist ihnen auch

wirklich gelungen! Meinen ausführlichen Praktikumsbericht

könnt ihr auf me2be.de unter dem Titel: ‚Praktikum, der erste

Schritt in die Arbeitswelt‘ nachlesen‘.“

Laura Böhls

(17)

Text Christian Dorbandt

Fotos Sebastian Weimar

„Ich habe ein Praktikum bei

der ‚Otto Stöben Immobilien

GmbH‘ absolviert und Einblicke

in den beruflichen Alltag

von Immobilienkaufleuten

und -maklern erhalten. Ich

musste Besichtigungstermine

disponieren, Probleme mit

Immobilien aufnehmen und

Sachverständige anrufen. Hat

Spaß gemacht!“

Bernd Steinleger

„Unsere Unterrichtsidee ist, dass Schülerinnen

und Schüler im Anschluss an das Praktikum

nicht nur ihre Berichte abgeben, sondern den

Mitschülern ihre erlebten ‚Arbeitgeber‘ vorstellen.

Zusätzlich sollen sie eine Prognose erarbeiten,

wie die Arbeitswelt der Zukunft bei

ihren Praktikumsbetrieben aussehen könne.“

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CAMPUS STUDIUM COMPANIES PORTRAITS

Text Christian Dorbandt

Fotos Sebastian Weimar,

Eric Genzken, Shutterstock

„I AM FHAPPY“

Warum das Studieren an (Fach-)Hochschulen glücklich macht.

Fachhochschüler packen‘s nicht an der Uni, müssen nach

Stundenplan studieren und sowieso … ein FH-Bachelor ist

weniger wert als ein Uni-Bachelor! Klischees über das Studieren

an Fachhochschulen gibt es viele … mit der Realität haben

sie nichts zu tun! FH-Studiengänge liegen voll im Trend,

verbuchen steigende Studierendenzahlen, verfügen über

attraktive Fördermittel und punkten immer häufiger mit

topmoderner Ausstattung. In Forschung und Lehre haben

FH‘s gegenüber den Unis stark aufgeholt! Der Imagewandel

ist deutlich erkennbar. Resultat: Die Anzahl der Studierenden

an Universitäten und Fachhochschulen in Schleswig-Holstein

und Hamburg hält sich ungefähr die Waage. 2016/17 waren

in beiden nördlichen Bundesländern insgesamt 159.891

Studentinnen und Studenten eingeschrieben, davon ca. 48

Prozent an staatlichen Universitäten, 22 Prozent an öffentlichen

Fachhochschulen und ca. 30 Prozent an privaten Hoch- und

Fachhochschulen. ME2BE hat sich an Fachhochschulen im

Norden umgeschaut und viele „happy people“ kennengelernt.

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CAMPUS STUDIUM COMPANIES PORTRAITS

Aenne Boye

22 Jahre, aus Hohenwestedt,

studiert im 4. Semester

Öffentlichkeitsarbeit und

Unternehmenskommunika -

tion (BA) an der

Fachhochschule Kiel.

„Ich bin Aenne und studiere ‚Öffentlichkeitsarbeit und Unternehmenskommunikation‘

an der FH Kiel. Mit dem Studium habe ich für mich persönlich eine gute

Wahl getroffen, denn es ist sehr praxisorientiert und bietet mir großen kreativen

Spielraum. Meine Studiengruppe ist mit rund 20 Studierenden, überwiegend

Mädels, angenehm klein, sodass sich auch schnell private Freundschaften ergeben

haben. Unsere Dozenten sind kompetent und Räume und Ausstattung sind auch

super. Mir gefällt es außerdem gut, dass wir im Vergleich zu anderen Studiengängen

nicht so viele Klausuren schreiben müssen. Dafür erarbeiten wir uns Punkte

durch praktische Aufgaben und Projekte in den Themenfeldern ‚Medienanalyse‘

oder ‚Public Relations‘. Beispiele: Einige der letzten Aufgaben waren: Businesspläne

verfassen, englischsprachige Pressemitteilungen texten und Interviews

führen. Das Ende des Semesters fällt terminlich zusammen mit der Kieler Woche.

Die werden wir in einem Videoprojekt filmisch begleiten – das nächste spannende

Medienprojekt steht also vor der Tür!

Nach dem Abi am Immanuel-Kant-Gymnasium in Neumünster bin ich übrigens erst

mal ein bisschen gereist. Ich habe drei Monate lang in Namibia auf einer Farm

gearbeitet und dort Rinderherden zusammengetrieben und Kälber markiert – eine

echt aufregende Erfahrung. Anschließend war ich für ein halbes Jahr au pair in

Irland und erst nach meiner Rückkehr entschied ich mich dann endgültig für das

Studium. Für die Fachhochschule Kiel sprachen mehrere Gründe: Seit meinen

Auslandsaufenthalten weiß ich wirklich zu schätzen, wie gut es mir zuhause

geht und wie wichtig die Nähe zu meiner Familie ist. Das hatte auch Einfluss auf

meine Studienplatzwahl. Die Hamburger Hochschulen erschienen mir zu groß und

anonym und an der FH Kiel gab es genau das zu mir passende Bachelorstudium.

Im Anschluss an mein Studium könnte ich mir gut vorstellen, für die Presse- und

Öffentlichkeitsarbeit eines regionalen Unternehmens zu arbeiten. Das würde zu

mir passen, denn ich bin kommunikationsfreudig, kreativ und habe Lust, Texte zu

erstellen. Für meinen späteren Beruf wäre mir das Gefühl wichtig, täglich gern zur

Arbeit zu gehen. So, wie ich jetzt täglich gern zur FH fahre!“

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CAMPUS STUDIUM COMPANIES PORTRAITS

Andreas Maack

26 Jahre, aus St. Peter-

Ording, studiert im 6.

Semester BWL (BA) mit

Schwerpunkt Steuern und

Rechnungswesen an der

Hochschule Flensburg.

„Ich habe nach dem Abi am Nordseegymnasium in St. Peter-Ording lange

überlegt, ob ich studieren soll und mich nach dem Zivildienst für eine

Ausbildung zum Steuerfachangestellten entschieden. Erst anschließend

wollte ich BWL in Flensburg studieren. Die Hochschule Flensburg ist für

meinen Schwerpunkt Steuern und Rechnungswesen sehr gut aufgestellt.

Zu je einem Drittel beschäftigen wir uns mit Steuern, Bilanzierung und

Controlling. In den Kursen sind wir nur 20 Studierende, sodass die Dozenten

uns kennen und persönlich auf uns eingehen können. Der intensive

Kontakt untereinander und der gemeinsame Campus mit der Uni zeichnen

die Hochschule besonders aus.

Jetzt, im sechsten Semester, absolviere ich mein Praxissemester bei

einer Kanzlei, die sich auf gemeinnützige Organisationen spezialisiert

hat. Glücklicherweise hatte ich mich im Laufe des Studiums bereits mit

Internationalem Recht beschäftigt. Diese Kenntnisse kann ich nun im

Praktikum hervorragend einbringen, sodass ich bereits ein Jobangebot

von der Kanzlei erhalten habe. Ein gutes Beispiel für die Praxisnähe der

Hochschule Flensburg!“

Lennart Schmidt

19 Jahre, aus Kiel,

absolviert im 2. Semester

ein Duales Studium

Wirtschaftsinformatik (BSC)

bei der PPI AG in Kiel /

Wirtschaftsakademie Kiel.

„Ich habe mein Abi am Hans-Geiger-Gymnasium in Kiel gemacht und

wollte anschließend Wirtschaftsinformatik an einer Uni oder FH studieren.

Ein Online-Artikel über die PPI AG auf ME2BE.DE hat mich neugierig

auf ein duales Studium gemacht und war mit ausschlaggebend für meine

Bewerbung. Vorher kannte ich die Firma gar nicht. So hatte ich online

schon mal einen Eindruck gewonnen, wie der Alltag von Wirtschaftsinformatikern

aussieht!

Das Duale Studium der Wirtschaftsinformatik bei PPI hat viele Vorteile:

Wir genießen eine große Freiheit in unseren Aufgaben, erhalten Unterstützung,

Wertschätzung und eine attraktive Vergütung. Außerdem haben

wir flexible Arbeitszeiten und können im Anschluss an das Studium,

entsprechend unseren Neigungen, mit entscheiden, ob wir als Softwareentwickler,

Consultants, Projektmanager oder Technische Redakteure

im Unternehmen arbeiten möchten. Mein persönliches Highlight? Unsere

Jahreskonferenz im Ballsaal des Millerntor-Stadions! Dort haben wir auch

Kollegen und Kolleginnen aus München und Frankfurt kennengelernt und

vieles über die Werte des Unternehmens erfahren. Die Atmosphäre bei

PPI ist wirklich extrem kollegial und freundlich. Diese Werte sind bei

uns keine bloßen Werbesprüche. Deshalb gehe ich in den Praxisphasen

jeden Tag gern ins Büro und möchte auch nach dem Studium bei PPI als

Wirtschaftsinformatiker arbeiten.“

12

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CAMPUS STUDIUM COMPANIES PORTRAITS

Julie Diron

21 Jahre, aus Flensburg,

studiert im 4. Semester

Betriebswirtschaftslehre

(BA) mit Schwerpunkt

Marketing an der

Hochschule Flensburg.

„Ich studiere Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule Flensburg und mein

Traum ist es, irgendwann als Filmproduzentin bei einer großen Firma, wie

Disney, Warner Brothers oder Constantin arbeiten zu können. Ich war schon

immer ein großer Fan von Animations- und Zeichentrickfilmen und könnte mir

sehr gut vorstellen, in der Schnittmenge zwischen kreativen und wirtschaftlichen

Prozessen, zum Beispiel im Bereich Filmvermarktung, zu arbeiten. Durch

meinen Marketing-Schwerpunkt glaube ich, mein erlerntes Wissen später gut

anwenden zu können.

Angewandte Wissenschaften … das ist ja sowieso das Prinzip von FH‘s und

der Hochschule Flensburg! Nach 13 Jahren Schule und dem Abi auf dem

Förde-Gymnasium Flensburg hatte ich persönlich keine Lust auf ein theorielastiges

Universitätsstudium. Ich wollte praxisorientiert studieren. Und

das kann ich hier! Eine tolle Erfahrung war mein Auslandssemester an der

‚University of the Sunshine Coast‘ in der Nähe von Brisbane in Australien.

Die Hochschule Flensburg hat weltweit über 60 Partner-Universitäten, sodass

wir viele Möglichkeiten haben, mal eine Zeit lang im Ausland zu studieren.

Ich brauchte mich nur kurz zu bewerben und in einem persönlichen Gespräch

meine Englischkenntnisse nachzuweisen. Schwupps – hatte ich den Studienplatz!

Das Semester wurde mir anschließend übrigens voll angerechnet, weil

ich in Australien alle Kurse und Hausarbeiten erfolgreich bestanden habe.

Ich kann das Studieren an der Hochschule Flensburg nur jedem empfehlen.

Wir haben einen wunderschönen Campus und studieren in einer intensiven,

familiären Atmosphäre. Und wir genießen eine große Bindung zu unseren

Profs. Ich finde es persönlich auch sehr hilfreich, dass alle Dozenten über

eine mehrjährige praktische Berufserfahrung verfügen. Durch sie erhalten wir

viele Tipps und Einblicke ins Berufsleben. Und Flensburg bietet auch nach

einem Studientag genügend Abwechslung. Bei uns geht es entspannt zu, egal

ob am Hafen, in der Innenstadt oder an den Stränden. Man kann gut shoppen

gehen und hat eine große Auswahl an Cafés und Kneipen. Mein Geheimtipp:

Karaoke im Irish Pub!“

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CAMPUS STUDIUM COMPANIES PORTRAITS

Jean Philip Zimmermann

26 Jahre, aus Berlin,

studiert im 4. Semester

International Logistics and

Management (MSC) an der

Hochschule für Angewandte

Wissenschaften in Hamburg.

„Ursprünglich wollte ich Tontechniker werden und absolvierte deshalb ein

Praktikum bei einem Berliner Radiosender. Leider musste ich feststellen, dass

dieser Beruf für meinen Geschmack viel zu viel mit Mathe und Physik zu tun

hat. Meine zweite berufliche Orientierung ging in Richtung Logistik. Durch

ein freiwilliges Praktikum beim Deutschen Paketdienst konnte ich einen

interessanten Einblick in ein großes Logistikunternehmen gewinnen, sodass

ich mich anschließend bundesweit auf entsprechende Bachelor-Studiengänge

bewarb. Für die HAW entschied ich mich aus zwei Gründen: Zum einen genoss

das Studium aufgrund der hohen Praxisorientierung schon vor sechs Jahren

einen sehr guten Ruf. Zum anderen wohnte meine damalige Freundin in der

Nähe Hamburgs. Die private Affäre hielt zwar nicht lange, doch aus der Einschreibung

an der HAW ist eine feste Beziehung geworden!

Nach dem Bachelorabschluss vor zwei Jahren entschied ich mich für das

anschließende englischsprachige Masterstudium an der HAW, um meine beruflichen

Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen. Seit Oktober 2015 arbeite

ich im Departement Wirtschaft auch als wissenschaftlicher Mitarbeiter an

Industrie 4.0-Lösungen, wie z.B. dem Forschungsprojekt ‚Business Innovation

Lab (BIL)‘. Der Vorteil ist, dass ich kurze Wege zwischen Beruf und Vorlesung

habe. Im BIL beschäftigen wir uns mit ‚adaptiver Auftragsplanung‘ und

digitalen Prozessen. Ziel ist es, Softwarelösungen zu programmieren, mithilfe

derer mittelständische Unternehmen ihre logistischen Prozesse optimieren

können. Dafür haben wir zum Beispiel Demonstratoren angefertigt, die unsere

abstrakten Konzepte anschaulich machen.

Die HAW bietet mit dem Bachelor-Studiengang Logistik/TBWL aus meiner

Sicht ein sehr gutes, sehr praxisorientiertes Studium. Das Studieren im Zentrum

Hamburgs, in unmittelbarer Nähe zur Alster, macht echt Spaß. Ich werde

jetzt erst mal meinen Masterabschluss machen und möchte anschließend

hier an unseren Innovationsprojekten weiterarbeiten und der Logistik treu

bleiben. Wir haben hier vieles aufgebaut. Jetzt möchte ich sehen, wie die

Arbeit Früchte trägt!“

16


Seiten

20 - 63

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WATERKANTISCH. PRAKTISCH. GUT.

Warum die Hochschule Flensburg eine außergewöhnliche

Fachhochschule ist und unter Studierenden einen exzellenten

Ruf genießt

DIE HOCHSCHULE FLENSBURG

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STUDIEREN MIT FIRMENANSCHLUSS

Kooperation der FH Westküste mit dem ChemCoast Park Brunsbüttel

READY TO MOVE THE WORLD

Seit 2010 bildet die KLU internationale Führungskräfte in Logistik

und Unternehmensführung aus

OFFSHORE MAL GANZ COOL

Studierende der FH Kiel schnuppern Nordsee-Konferenzluft an

Brennpunkten der Offshore-Industrie

Foto: Joachim Welding

STUDIUM

Foto: Teresa Horstmann, Rechte Seite: Uni Lübeck (Oben), Eric Genzken

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WIRTSCHAFT AUS LEIDENSCHAFT

Diplom-Betriebswirt und Dozent Claus-Dieter Piontke über BWL an

der FH Kiel und die Management-Generationen der Zukunft

GUTE LOGISTIK MERKT MAN NICHT!

Prof. Dr. Henning Kontny, Leiter des Departments Wirtschaft an der

Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW), über Digitale

Vernetzung, Industrie 4.0 und logistische Herausforderungen der

Zukunft

STAUBIG WAR GESTERN!

Moderne Zeiten im Studiengang Allgemeine Verwaltung an der

FHVD in Altenholz

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FRANÇAIS À LA FLENSBOURG!

Die Europa-Universität Flensburg (EUF) führt zum WS 2017/18 den

Studiengang Französisch ein

WER BIN ICH? WAS KANN ICH?

WAS WILL ICH?

Im Gespräch mit Berufsberaterin Sünje Christiansen von der

Agentur für Arbeit in Niebüll

LOGOPÄDIE UND ERGOTHERAPIE?

STUDIEREN!

Universität zu Lübeck plant neue Gesundheitsstudiengänge zum

Wintersemester 2017/18

„WIR AKADEMISIEREN

GESUNDHEITSFACHBERUFE“

Prof. Enno Hartmann über die neuen Studiengänge an der

Universität zu Lübeck

STAUBFREIE SPITZENFORSCHUNG

IM KIELER NANOLABOR

Hightech 2000-mal dünner als ein menschliches Haar

WILLKOMMEN BEI DEN „IT‘S“

Die dualen Studiengänge „Wirtschaftsinformatik“ und

„Angewandte Informatik“ bei der PPI AG in Hamburg und Kiel

„ICH KANN GANZ GUT MIT ZAHLEN“

Über das duale Studium „Banking and Finance“ bei der VR Bank

Flensburg-Schleswig eG.


CAMPUS STUDIUM COMPANIES PORTRAITS

Text Christian Dorbandt

Fotos Eric Genzken, Sebastian

Weimar, Sönke Dwenger, Michael

Ruff, Hochschule Flensburg

Waterkantisch. Praktisch. Gut.

Warum die Hochschule Flensburg eine außergewöhnliche Fachhochschule

ist und unter Studierenden einen exzellenten Ruf genießt


CAMPUS STUDIUM COMPANIES PORTRAITS

Oben links: Virtuelle

Welten erforschen

und programmieren

… mit VR-Brillen in

den Studiengängen

„Angewandte Informatik“

und „Medieninformatik“.

Oben rechts:

HighTech-Studium im

Schiffsbrückensimulator

des Maritimen Zentrums.

Studiengang: Seeverkehr,

Nautik und Logistik.

Linke Seite: Laborarbeit

im Bachelor-Studium

„Biotechnologie-

Verfahrenstechnik“

Unten links: Hochschule

Flensburg – Studieren …

ganz nah an der Praxis!

Unten rechts:

„Schiffstechnik“ studieren

und erleben – im

Maschinenraumsimulator.

23


CAMPUS STUDIUM COMPANIES PORTRAITS

Lernen mit einem

Lächeln! Note 1 für

den Campus der

Hochschule Flensburg.

Kiel hat die größte, Heide die kleinste, Lübeck die älteste und Flensburg

die höchste … die Rede ist von staatlichen Fachhochschulen in Schleswig-

Holstein. Vier gibt es davon: FH Kiel, FH Lübeck, FH Westküste und die

Hochschule Flensburg. Bewerberinnen und Bewerber haben die Qual der

Wahl. Doch welche Faktoren begünstigen die Entscheidung für Studiengang

und Studienort? ME2BE hat sich an der Hochschule Flensburg umgeschaut,

den neuen Slogan „Ganz nah und weit voraus“ unter die Lupe genommen

und Studierende und Dozenten nach dem Wesenskern ihrer FH befragt.

Julia ist 25 Jahre alt, gebürtige Hamburgerin,

ausgebildete Schiffsmechanikerin und

Studentin der Schiffsbetriebstechnik am

Maritimen Zentrum der Hochschule Flensburg.

Ihren zukünftigen Arbeitsplatz sieht sie

nicht zwangsläufig im Maschinenraum eines

Schiffes. „Mit dem Bachelor-Abschluss der

Hochschule Flensburg kann ich sowohl als

technische Offizierin zur See fahren oder als

Ingenieurin an Land arbeiten!“, beschreibt

sie ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

Das war früher etwas anders. Als 1886 die

Königliche Seedampf-Maschinistenschule in

Flensburg gegründet wurde, richtete sich

das Ausbildungsangebot ausschließlich auf

zukünftige „Seeführer und Schiffsmaschinisten“.

1969 entstand daraus die „Staatliche

Fachhochschule für Technik“. Deren Ziel: die

fachliche Ausbildung von „Nautikern“ und

„Schiffsbetriebstechnikern“. Seitdem wurde

das Bildungsangebot kontinuierlich erweitert:

es folgten Elektrotechnik, Informatik, weitere

Ingenieurwissenschaften, Wirtschaft, Energie-

und Umweltwissenschaften bis hin zum

heutigen Studienangebot von 10 Bachelorund

8 Masterstudiengängen. Dass die „FH“ in

Flensburg seit kurzem nur noch „Hochschule“

heißt, liegt nicht an der „hohen“ Lage im

Stadtteil Sandberg. Auch die Zugangsvoraussetzungen

für einen Studienplatz haben sich

nicht verändert (siehe Fakten Seite 31). Allein

das Wort „Fachhochschule“ erschien nicht

mehr zeitgemäß. Zwar steht der „fachliche“

Bezug – die Praxisnähe – nach wie vor im Vordergrund.

Doch sowohl Angebot, Ausstattung,

Lehre und Forschung, als auch Abschlüsse,

Berufsaussichten … und das gesamte studentische

Leben werden durch den Begriff „Hochschule“

viel treffender ausgedrückt.

Der Campus

deutschlandweit einzigartig!

Ein „Campus“ (lat. Feld) beschreibt einen

zusammenhängenden Komplex von Flächen

und Gebäuden, die zur selben Hochschule

gehören. Der Flensburger Campus darf zweifellos

als deutschlandweit einzigartig angesehen

werden: Hochschule Flensburg (HSFL) und die

Europa-Universität koexistieren auf dem rund

50 Meter hohen „Sandberg“ und teilen sich die

drei genau in der Mitte liegenden Gebäude:

Audimax, Flens-Arena und Mensa. Frei nach

dem Motto: „Das Auge isst mit!“ ist der Campus

wunderschön gelegen und durch Rasenflächen

und altem Baumbestand mit einem

hohen Wellness-Faktor ausgestattet. Lernen

mit einem Lächeln! Wow! Wer von einer großstädtischen

Beton-Uni zur HSFL wechselt,

denkt, er sei im Märchenfilm gelandet!

„Das Einzigartige an dem Flensburger Campus

ist, dass Uni und FH direkt nebeneinander

liegen – mit gemeinsamer Mensa und vielen

Freizeitveranstaltungen und Semesterpartys“,

beschreibt BWL-Studentin Celine ihren

Campus. Bestes Beispiel: Alle zwei Wochen

läuft das CAMPUS-Kino im Audimax. Jim Lacy,

Werbefilmer und Professor am Fachbereich

Information und Kommunikation, hat mit

seinen Überraschungsfilmen, wie zuletzt „Ein

ausgekochtes Schlitzohr“, längst Kultstatus

erreicht.

Falk studiert Elektrische Energiesystemtechnik

und meint: „Unser Campus hat den Vorteil,

dass hier jeder jeden kennt oder sehr

schnell kennenlernen kann!“ Und Schiffstechnikstudentin

und Greenpeace-Aktivistin

Julia schwärmt: „Unser Campus ist grün und

wirklich schön. Ich fahre jeden Tag mit dem

Fahrrad hierher und nenne ihn auch … das

Auenland.“

25


CAMPUS STUDIUM COMPANIES PORTRAITS

Jim Lacy, gebürtiger Texaner, Professor am

Fachbereich Information und Kommunikation,

Experte für Film und Animation, Gastgeber des

zweiwöchigen CAMPUS-Kinos.

Curriculum und

Ausstattung – Vieles

gibt‘s nur in Flensburg

Wer glaubt, jedes Fach an jedem Ort studieren

zu können, irrt gewaltig. Hochschulen befinden

sich auf dem Weg der Spezialisierung, um

die Qualität von Lehre und Forschung ihrer

Fachbereiche zu verbessern. Die Hochschule

Flensburg bietet ein beachtliches Angebot an

Studiengängen (10 Bachelor- und 8 Masterstudiengänge),

von denen viele in ihrer Ausrichtung

nur in Flensburg angeboten werden.

Beispiel 1 – Seeverkehr, Nautik und Logistik:

Seit über 130 Jahren werden Schiffsführer

und -ingenieure in Flensburg ausgebildet.

Landesweit ist das Maritime Zentrum der einzige

Studienort und gilt als eines der größten

und modernsten Simulationszentren in Nordeuropa.

Zur Ausstattung gehören: 33 Übungsund

Seminarräume, 6 Schiffsführungssimulationsanlagen,

3 Instruktor-Stationen, 12

Stationen zur Radar-ECTIS-Ausbildung sowie

einen Maschinenraumsimulator und zahlreiche

CBT-Plätze (Computer-Based-Training). Beispiel

2 – Energiewissenschaften: Das Thema

„Erneuerbare Energien“ wird alle zukünftigen

Generationen beschäftigen. Windkrafttechnologie

gilt als schleswig-holsteinischer Exportschlager.

Die Hochschule Flensburg verfügt

über eine campuseigene Windenergieanlage

sowie einen Windmessmast mit drei Ebenen

Ultraschallsensoren,

Fotovoltaikanlagen,

Brennstoffzellen, Erdwärmepumpen,

Versuchsanlagen

und

Labore. Studierende

notieren im Hörsaal

die per Beamer auf die

Leinwand projizierten Messdaten, schauen

aus dem Fenster und beobachten live, wie sich

die 100 Meter entfernte Windenergieanlage

zu den Daten verhält! Beispiel 3: Angewandte

Informatik und Medieninformatik: Das Interesse

daran, Computer- und Softwaresysteme

nicht nur anzuwenden, sondern sie selbst zu

gestalten und zu bauen, ist unter Jugendlichen

groß. Der Bedarf an IT-Fachkräften auf

Dicht an den Menschen

und besonders innovativ.

Der Slogan der HSFL

lautet: „Ganz nah

und weit voraus“.

dem Arbeitsmarkt ist gleichermaßen gewaltig.

Die Flensburger Studiengänge Angewandte

Informatik und Medieninformatik bringen

diese gefragten kommenden Programmierer

und Kommunikationsexperten hervor: Virtual

Reality, Human-Computer-Interaction, aber

auch Social Media, Design, Werbefilm, Corporate

Communication und Marketing – die

Hochschule Flensburg,

mit ihrem Stop-Motion-Labor

und dem

neuen Fernsehstudio

ist bestens dafür ausgerüstet.

Für Professor

Jim Lacy, gebürtiger

Texaner und erfahrener

Werbeexperte, ist klar: „Die Kombination

von Medieninformatik und Gestaltung im

Rahmen eines intensiven Kontakts zwischen

Dozenten und Studierenden ist in dieser Form

in Deutschland einzigartig und scheint bei

den Studierenden sehr gut anzukommen!“

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27


CAMPUS STUDIUM COMPANIES PORTRAITS

Sabine Christiansen,

Kanzlerin der Hochschule

Flensburg.

Studierende der HSFL schätzen die Praxisnähe

und den intensiven Kontakt zu ihren Dozenten.

Oben links: Prof. Dr. Volker Looks, Dekan

des Fachbereichs Wirtschaft im Gespräch mit

Studierenden. Rechts: Diplom-Designer Uwe

Zimmermann mit Informatikstudenten. Unten

links: Prof. Jim Lacy mit Studis im Filmstudio.

Prof. Dr. Bosco Lehr, Professor für

BWL / eHealth und Vizepräsident für

Internationales.

Prof. Dr. Thomas Severin, Professor am

Fachbereich Wirtschaft und Vizepräsident

für Studium und Lehre.

Prof. Dr. Ing. Jochen Wendiggensen –

Dekan des Fachbereichs Energie und

Biotechnologie.

Statistisch

gesehen unterschreibt

etwa jeder dritte

Studierende

der Hochschule

Flensburg einen

Arbeitsvertrag

bereits vor dem

Bachelor- oder

Masterabschluss.

Die Praxisnähe – Ganz

nah und weit voraus

„Als BWL-Student mit Schwerpunkt Steuern

und Rechnungswesen absolviere ich zurzeit

mein Praxissemester bei einer Kanzlei, die

sich auf gemeinnützige Organisationen spezialisiert

hat“, erzählt Andreas Maack aus

St.-Peter-Ording. „Meine Kenntnisse aus dem

Studium kann ich im Praktikum hervorragend

anwenden, sodass ich jetzt schon ein Jobangebot

von der Firma erhalten habe.“

Theoretische Kenntnisse praktisch anwenden!

Dieses Grundprinzip Angewandter Wissenschaften

darf als elementarer Wesenskern

von Fachhochschulen verstanden werden.

Das obligatorische Praxissemester (für Studierende

ohne abgeschlossene Ausbildung)

betont die praktische Ausrichtung, ebenso,

wie die praktische Erfahrung der Dozenten

und Dozentinnen. Wer an einer FH unterrichten

will, braucht mindestens fünf Jahre

Berufserfahrung. Typisches Beispiel – Professor

Dr. Volker Looks: „Ursprünglich wollte

ich nach der Realschule nie wieder zur Schule

gehen“, erinnert sich der Dekan des Fachbereichs

Wirtschaft. „Ich absolvierte zunächst

eine Ausbildung und holte gleichzeitig mein

Fach-Abitur nach. Erst durch die dreijährige

Ausbildung erwuchs mein Interesse an einem

Studium, das ich hier an der Hochschule

Flensburg absolvierte. Anschließend führte

mich mein Weg zu BMW nach England, zu

weiteren Studienabschlüssen, zur Promotion

und schließlich als Dekan zurück zur HSFL. Als

Dozenten wissen wir aus unserer praktischen

Erfahrung, was Studierende benötigen, um

konstruktiv-kritische Geister in Unternehmen

sein zu können und ihre Herausforderungen

zu bewältigen! Aufgrund der kleinen Gruppen

haben wir die Möglichkeit, sie wesentlich

intensiver und individueller zu fördern als

dies an vielen Universitäten möglich ist.“

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CAMPUS STUDIUM COMPANIES PORTRAITS

Die Hochschule Flensburg

Die Hochschule Flensburg ist die nördlichste Fachhochschule

Deutschlands und eine der renommiertesten Einrichtungen der

regionalen Fachkräfteausbildung. Zurzeit studieren hier mehr als 4.000

Studierende, der Anteil weiblicher Studenten liegt bei rund 25 Prozent.

Das Studienangebot umfasst 10 Bachelor- und 8 Masterstudiengänge:

Die Stadt – Mehr als

Handball und Flens

„Ich bin Seglerin und wollte unbedingt in

Wassernähe studieren!“, meint die Hamburger

BWL-Studentin Celine. „Ich wollte nach Flensburg

und auf keinen Fall in die Großstadt“,

berichtet Falk aus Neumünster. Und Julie

erklärt: „Als Flensburgerin genieße ich die

entspannte Atmosphäre, sowohl in der Stadt

als auch an der Hochschule.

Ich mag sowohl unseren

Hafen und die nahgelegenen

Strände als auch die Innenstadt

mit den vielen Cafés,

Boutiquen und Bars. Mein

Geheimtipp: Karaoke im

Irish Pub!“

Die Hochschule Flensburg profitiert nicht nur

von der Wohlfühl-Umgebung auf dem Sandberg-Campus,

sondern auch von der Stadt

selbst. Mit 100.000 Einwohnern, einer traumhaften

Wasserlage, malerischen Häusern und

Im Vergleich zu

Hamburg sind

die Mieten für

Studierende noch

geradezu günstig!

vielen Freizeit- und Shoppingmöglichkeiten

steht die Fördestadt ganz oben in puncto

Lebensqualität. Im erreichbaren Ausflugsradius:

Dänemark, Nordfriesland, Schleswig,

Kiel und so viel Ostsee, wie das Auge reicht.

Ganz nebenbei und doch nicht unwichtig: Im

Vergleich zu Hamburg sind die Mieten für Studierende

noch geradezu günstig!

Die Suche nach dem Wesenskern der Hochschule

Flensburg führt über einen grünen

Campus zu toll ausgestatten

Fachbereichen mit interessanten

Studiengängen und

zukunftsorientierter Schwerpunktsetzung.

In den Fluren

und Räumen, Laboren

und Hörsälen begegnen sich

Studierende und Dozenten

intensiv und auf Augenhöhe. Ein wichtiger

Teil des Selbstverständnisses der Hochschule

Flensburg ist die Forschung an zurzeit

17 Forschungsprojekten sowie die Beteiligung

an fünf Forschungszentren. Durch die

Drittmittel forschung gewinnt die Hochschule

zusätzliche Anerkennung und bietet Studierenden

das perfekte Umfeld angewandter Wissenschaften.

Und ist ein Studientag vorbei,

kann man zusätzlich noch die Annehmlichkeiten

der Fördestadt Flensburg genießen. Oder

sich zwischendurch für ein Auslandssemester

an einer der über 60 Partner-Universitäten

weltweit bewerben.

Studis und Dozenten bewerten ihren Studienort

gleichermaßen als besonders angenehm.

Die Zahlen sprechen für sich: In den letzten

zehn Jahren stieg die Zahl der Studierenden

um fast 30 Prozent auf heute mehr als 4.000.

Auch das Ende eines Studiums an der Hochschule

Flensburg gestaltet sich oft „angenehm“.

Statistisch gesehen unterschreibt

etwa jeder dritte Studierende der Hochschule

Flensburg einen Arbeitsvertrag bereits vor

dem Bachelor- oder Masterabschluss. Studieren

… „ganz nah“ an der Praxis und vielen

Bewerbern auf dem Arbeitsmarkt „weit

voraus“!

Bachelor

• Angewandte Informatik

• Betriebswirtschaft

• Biotechnologie-Verfahrenstechnik

• Energiewissenschaften

• Internationale Fachkommunikation

• Maschinenbau

• Medieninformatik

• Schiffstechnik

• Seeverkehr, Nautik und Logistik

• Wirtschaftsinformatik

Master

• Angewandte Informatik

• Biotechnology and Process Engineering

• Business Management

• eHealth

• Intermedia & Marketing

• Internationale Fachkommunikation

• Systemtechnik

• Wind Engineering

• Automatisierungstechnik (in Kooperation

mit der FH Westküste)

Was sind Zulassungsvoraussetzungen für ein

Studium an der Hochschule Flensburg? Was

ist ein Probestudium? Wie viel Credit Points

brauche ich pro Semester? Wie wechsle ich

ein Studium? Wie kann ich BAföG beantragen?

Und was soll ich eigentlich studieren?

Wer sich mit dem Thema Studium beschäftigt,

hat besonders am Anfang viele Fragen

und benötigt dringend Antworten. Um alle

Fragen von Studieninteressierten und Studierenden

schnell und kompetent beantworten

zu können, hat sich der Studierendenservice

der Hochschule Flensburg besonders serviceorientiert

aufgestellt:

• Studierendensekretariat (beantwortet alle

Fragen rund um das Studium)

• Info Point (offene Anlaufstelle, Info-

Material, Abgabe von Unterlagen)

• Studienberatung (termingebundene und

offene Studienberatung für Schüler/-innen,

Studierende und Studieninteressierte)

• Psychosoziale Studienberatung (unterstützt

bei Ängsten und Problemen)

• Stipendienberatung (informiert und

berät zu Stipendien)

CampusCareer (informiert über Praktika,

Jobangebote und den Berufseinstieg)

„Wir sind dicht an den Studierenden", sagt

Sylvia Rußbüldt, Abteilungsleiterin für den

Bereich Studierendenservice, „sind mit allen

Abteilungen gut verzahnt und kommunizieren

offen und serviceorientiert. Wir bieten Studierenden

und Studieninteressierten eine ausführliche

Studierendenberatung und haben

mit dem Servicepoint auf dem Campus eine

offene und schnelle Empfangs- und Anlaufstelle.

Und wir präsentieren das Hochschulangebot

auf Bildungsmessen, in Schulen und

beraten auch telefonisch. Zu Beginn der Studienzeit

bieten unsere Mentoring-Programme

Orientierung und Unterstützung."

Hochschule Flensburg

Kanzleistraße 91-93

24943 Flensburg

Telefon: +49(0)461 805 - 01

Telefax: +49(0)461 805 - 1300

E-Mail: studierendensekretariat@hs-flensburg.de,

studienberatung@hs-flensburg.de,

infopoint@hs-flensburg.de

Web: www.hs-flensburg.de

Facebook: www.facebook.com/hsflensburg/

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CAMPUS STUDIUM COMPANIES PORTRAITS

Die Studierenden

können ihre

Praxissemester in

den Unternehmen

des ChemCoast Park

absolvieren, ihre

Abschlussarbeiten zu

praxisnahen Themen

der Betriebe schreiben

und dabei Kontakte

für die spätere

Jobsuche knüpfen.

Text Joachim Welding

Fotos FH Westküste

Studieren mit Firmenanschluss

Kooperation der FH Westküste mit dem ChemCoast Park Brunsbüttel

Der ChemCoast Park Brunsbüttel gilt als der größte Standort

international aufgestellter Industrieunternehmen in Schleswig-

Holstein. Eine Kooperationsvereinbarung mit der Fachhochschule

Westküste in Heide sorgt dafür, dass die Studierenden in den Betrieben

Praxiserfahrung sammeln und Kontakte zu späteren Arbeitgebern

knüpfen können. Die Firmen profitieren wiederum davon, dass

sie hervorragend ausgebildete Nachwuchskräfte gewinnen.

Gleich 20 Top-Unternehmen haben sich in den

vergangenen Jahrzehnten an der südlichen

Westküste am Schnittpunkt von Nord-Ostsee-Kanal

und Elbe angesiedelt. Sie heißen

Covestro (früher Bayer Material-Science),

Sasol, Total, Lanxess oder Yara. Die Raffinierie

Heide gehört ebenso dazu wie das große

Zementwerk Holcim. Die Branchen reichen

von der Mineralölwirtschaft über die Energieerzeugung

bis zur Logistik. Die Industrieunternehmen,

Zulieferer und Dienstleistungsunternehmen

beschäftigen rund 12.500

Mitarbeiter. Und sie alle brauchen guten

Berufsnachwuchs.

Die Werkleiterrunde des ChemCoast Park

Brunsbüttel und die FH haben sich kürzlich

darauf verständigt, die bestehenden Kontakte

weiter auszubauen. „Die Studierenden im Studiengang

Elektrotechnik und Informationstechnik

(Schwerpunkt Automation und angewandte

Informatik) profitieren insbesondere,

da ihr Wissen in den großen Industrieunternehmen

gefragt ist“, erläutert Prof. Reiner

Schütt, Vizepräsident der FH Westküste. Auch

die Betriebswirtschaft ist mit ihrem Schwerpunkt

„Human Resources & Management“ in

die Kooperation eingebunden. „Die Studierenden

können ihre Praxissemester in den Unternehmen

des ChemCoast Park absolvieren, ihre

Abschlussarbeiten zu praxisnahen Themen der

Betriebe schreiben und dabei Kontakte für die

spätere Jobsuche knüpfen.“ Denn die Firmen,

in denen sie schon einmal gute Erfahrungen

gemacht haben, sind später erste Wahl bei der

Arbeitssuche.

Die Fachkräfte von morgen werden so auf ihre

späteren Tätigkeiten im Berufsleben vorbereitet.

„Hier lag es nahe, die Vernetzung und

den Austausch zwischen FH und Wirtschaft zu

intensivieren – auch um die Ausbildungs- und

Studiengänge praxisgerecht anzubieten und

bereits frühzeitig den jungen Menschen einen

Einblick in die Berufswelt zu ermöglichen“,

erläutert Prof. Schütt. „Eine vielschichtige

Verknüpfung der Theorie mit der Praxis ist das

Ziel.“

Auch in industrienahe Forschungsprojekte sind

die Studierenden regelmäßig eingebunden –

etwa bei einem Projekt der Fernüberwachung

der Erdöl-Pipeline zwischen Brunsbüttel und

Heide. Projektpartner ist dabei die Raffinerie

Heide, einer der großen Hightech-Arbeitgeber

an der Westküste. „Insgesamt sind in den

Fachbereichen Technik und Wirtschaft einige

Dutzend unserer Studierenden in Firmenprojekte

eingebunden, sie absolvieren hier ihre

Praxissemester und schreiben ihre Abschlussarbeiten“,

erläutert der FH-Vizepräsident.

Dabei haben die Studierenden die Möglichkeit,

aktuelle Projekte in den Unternehmen zu

begleiten und Lösungsansätze mit ihrem wissenschaftlichen

Hintergrund zu erarbeiten.

Davon profitieren beide Seiten: Die Studierenden

erhalten Einblick in die Arbeitsprozesse

der Unternehmen, und die Firmen können das

Knowhow der Studentinnen und Studenten

in ihre Projekte einfließen lassen. Für diese

Konstellation gibt’s eine schöne neudeutsche

Bezeichnung: Es handelt sich um eine klassische

Win-Win-Situation. Und zwar um eine,

die junge Leute auf ihrem Karriereweg ein

gutes Stück voran bringt.

Die Fachhochschule Westküste bietet folgende

Bachelorstudiengänge an:

Betriebswirtschaft

Betriebswirtschaft (Triales Modell)

Elektrotechnik und Informationstechnik

International Tourism Management

Management und Technik

Umweltgerechte Gebäudesystemtechnik

Wirtschaftspsychologie

Wirtschaft und Recht

Fachhochschule Westküste

Fritz-Thiedemann-Ring 20

25746 Heide

Studienberatung: 0481 / 85 55 -141

oder -133

www.fh-westkueste.de

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CAMPUS STUDIUM COMPANIES PORTRAITS

Ready to move the world

Seit 2010 bildet die KLU internationale Führungskräfte

in Logistik und Unternehmensführung aus

„Ohne sie würde unser Alltag zusammenbrechen“, antwortet Mark

Bäumler, wenn er nach der Wichtigkeit von Logistik gefragt wird.

Und recht hat der junge Student: in unserer globalisierten Welt gibt

es kaum einen Bereich, der nicht von Logistik beeinflusst wird. So

bekommen wir im nächstgelegenen Supermarkt Waren aus der ganzen

Welt, teilweise tagesfrisch, Bahn und Bus kommen im Minutentakt und

wer möchte, kann sich so ziemlich alles vor die Haustür liefern lassen,

ganz egal woher und ohne lange Wartezeit. Viele Annehmlichkeiten

unserer modernen Welt nehmen wir als selbstverständlich wahr, doch

würden sie ohne Logistik gar nicht erst möglich sein. Das macht sie so

relevant für unseren Alltag, für die Gesellschaft und die Wirtschaft.

Mit 258 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2016

und mehr als 3 Millionen Beschäftigten ist

Logistik der drittgrößte Wirtschaftsbereich

Deutschlands. Die Branche wächst und die

Nachfrage nach jungen und gut ausgebildeten

Logistikexperten steigt stetig. An der

Kühne Logistics University (KLU) in Hamburg

lernen sie alles für einen

erfolgreichen Berufseinstieg.

Seit 2010 bietet

die private, staatlich

anerkannte Hochschule

mit Sitz in der HafenCity

Bachelor- und Masterstudiengänge

für Management

und Logistik an und

bereitet ihre Absolventen

gezielt auf eine Karriere

in internationalen Unternehmen

vor. Mark hat im

letzten September seinen

3-jährigen Bachelor in

Hamburg begonnen: „Nach meinem Abitur

wollte ich ein Studium in Richtung Management

mit dem Schwerpunkt Logistik anfangen“,

erzählt der 18-Jährige. „Auf der Suche

nach einer passenden Hochschule habe ich

die Kühne Logis tics University gefunden. Die

KLU hat einen hervorragenden Ruf und der

Bachelorstudiengang Management vermittelt

uns sowohl betriebs- und volkswirtschaftliche

Unsere Klassen

sind mit circa

20 Studierenden

sehr klein. Das

ermöglicht uns einen

viel intensiveren

Austausch

mit unseren

Professoren und

Studienkameraden.

Grundlagen, wie auch eine Spezialisierung

auf General Management oder Logistik nach

dem vierten Semester. Gerade die Spezialisierung

auf Logistik finde ich spannend und eine

gelungene Kombination zweier sehr innovativer

Bereiche“, sagt Mark. Noch vor den

schriftlichen Abiturprüfungen hat sich der

18-Jährige online beworben.

„Auf der Webseite

der KLU konnte ich ganz

einfach meine Unterlagen

hochladen. Neben der

Hochschulzugangsberechtigung

oder einer aktuellen

Notenübersicht bei

denen, die ihr Abschlusszeugnis

noch nicht haben,

ist ebenfalls ein Nachweis

über gute Englischkenntnisse

in Form eines

TOEFL- oder IELTS-Sprachzertifikats

nötig, da an der

Hochschule ausschließlich in Englisch unterrichtet

wird. Kurze Zeit später wurde ich zu

einem Interview eingeladen und bekam im

Anschluss recht schnell die Zusage für den

Studienplatz“, erinnert sich Mark.

Das Studium an der KLU unterscheidet sich

in vielen Dingen von einem Studium an einer

normalen deutschen Hochschule. „Mit aktuell

275 Studenten sind wir eine relativ kleine

Uni, was viele Vorteile mit sich bringt“,

erzählt Sebastian Tschirner, der ebenfalls seinen

Bachelor in Management macht. „Unsere

Klassen sind mit circa 20 Studierenden sehr

klein. Das ermöglicht uns einen viel intensiveren

Austausch mit unseren Professoren

und Studienkameraden. Das Studium ist sehr

international und praxisorientiert ausgerichtet,“

erzählt Sebastian weiter, „wir lernen alle

eine zweite Fremdsprache, machen ein dreimonatiges

Praktikum und auch ein Auslandssemester

steht im weiteren Studienverlauf auf

dem Kursplan. Alle Fragestellungen im Unterricht

werden auch immer im internationalen

Kontext behandelt. Wir machen viel Gruppenarbeit

und diskutieren aktuelle Themen. Was

uns außerdem zugute kommt, ist die gute

Vernetzung unserer Professoren. Viele von

ihnen haben sehr gute Kontakte zu wichtigen

Wirtschaftsunternehmen oder leiten selbst

welche. Sie lassen uns an ihren Beziehungen

teilhaben und wir können bei der Suche nach

Praktika oder Jobs auf diese Kontakte zurückgreifen,“

so Sebastian. Der 20-Jährige mag

ebenfalls die besondere Lernatmosphäre am

Campus: „Das moderne Gebäude am Großen

Grasbrook bietet uns Studenten alles, was

wir für ein fokussiertes Studium brauchen.

Die Seminarräume sind mit neuester Technik

ausgerüstet, die Bibliothek beherbergt eine

Text Katharina Grzeca

Fotos Eric Genzken

Mark Bäumler (linke Seite)

und Sebastian Tschirner sind

im ersten Semester ihres

Bachelorstudiums Management

an der KLU in Hamburg.

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CAMPUS STUDIUM COMPANIES PORTRAITS

Offshore mal ganz COOL

Studierende der FH Kiel schnuppern Nordsee-Konferenzluft

an Brennpunkten der Offshore-Industrie

weite Anzahl an Fachliteratur

und es gibt viele Möglichkeiten,

sich zum Lernen zurückzuziehen.

Aber auch für die

Zeit zwischen dem Studieren

ist gesorgt. Wir haben einen

eigenen Fitnessraum, eine

Studenten-Lounge mit Kicker

und ein Café.“

Ein weiterer Bonus für die Studierenden

der Privatuni sind die regelmäßigen Recruiting-Days,

an denen Unternehmensvertreter

und Studenten einander kennen lernen und

Kontakte für die Zukunft knüpfen. Mit dabei

sind Personalexperten von Konzernen wie

Deutsche Bahn, Lufthansa Technik, BMW oder

Jungheinrich. Diese Nähe zur Wirtschaft und

die konkrete Vorbereitung auf das spätere

Arbeitsleben schätzt auch der KLU-Student

Chenye Liu. Er wurde in China geboren, ist

in Namibia aufgewachsen und hat in Kapstadt

Deutsche Sprache und Literatur studiert. Seit

eineinhalb Jahren lebt er nun in Hamburg.

„Bevor ich mein Bachelorstudium an der

KLU begonnen habe, war ich eine Zeit lang

an der Universität Hamburg eingeschrieben.

Deswegen habe ich einen direkten Vergleich

zwischen staatlicher und privater Uni. An der

KLU ist durch die geringe Studierendenzahl

der Umgang viel persönlicher und die Betreuung

deutlich individueller. Das Student-Service-Team

ist vom ersten Tag an an unserer

Seite und sorgt für einen geordneten Studienstart.

Wir haben zudem ein Career-Office,

welches uns mit einem Workshop- und Coaching-Programm

bei der Berufsorientierung

unterstützt und das International-Office hilft

uns bei der Planung des Auslandssemesters

an einer der 50 Partnerhochschulen der KLU“,

berichtet Chenye.

Die Kühne Logistics University hat ihren Studenten

viel zu bieten, erhebt allerdings auch

Studiengebühren. Das dreijährige Studium

kostet 4.980 Euro pro Semester. Wer ein intensiveres

Studium mit zusätzlichen Seminaren

und einem weiteren Praktikum absolvieren

Chenye Liu findet das Studium an

der Kühne Logistics University

klasse. Auch das vielfältige

Kultur- und Freizeitangebot in

Hamburg gefällt dem jungen

Studenten.

möchte, zahlt 5.680 Euro pro

Semester. Dafür erreicht er in

der gleichen Zeit 210 anstelle

der normalen 180 ECTS-Punkte.

Es gibt aber auch die Möglichkeit,

sich das Studium an der

privaten Hochschule durch ein

Stipendium oder eine Kooperation

mit einem Unternehmen

finanzieren zu lassen.

Viele sind Werkstudenten,

beziehen BAföG oder haben einen Geschwister-

oder „early-bird“-Rabatt bekommen, der

die Studiengebühren um 10% reduziert, wenn

man seine Bewerbung vor dem 31. Dezember

einreicht. Die Absolventen haben nach ihrem

Abschluss auf jeden Fall alle Zutaten für eine

steile Karriere beisammen. So heißt es, dass

kein Student die Hochschule ohne einen Job

in der Tasche verlässt.

Mark, Sebastian und Chenye sind mit ihrer

Wahl sehr zufrieden. Die drei sind vor kurzem

zusammengezogen und genießen das Studentenleben

in der schönsten Stadt der Welt.

„Wir bauchen nur 10 Minuten mit dem Fahrrad,

um zur Uni zu kommen“, berichtet Mark,

„und weitere 10 Minuten, um in die Schanze

oder auf den Kiez zu kommen“, fügen Sebastian

und Chenye hinzu. Ja Hamburg hat wahrlich

viel zu bieten.

Die KLU ist eine private, staatlich anerkannte

Hochschule mit Sitz in der Hamburger

HafenCity. Seit 2010 bildet die Hochschule

internationale Führungskräfte in Logistik

und Unternehmensführung aus. Neben dem

dreijährigen Bachelor of Science in Management

bietet sie den Master of Science in Global Logistics

& Supply Chain Management bzw. Management,

einen Tri-Continental Master of Science in Global

Supply Chain Management und einen Master

in International Maritime Law and Logistics.

Außerdem bietet die KLU ein Ph.D.-Programm für

Doktoranden sowie einen MBA in Leadership &

Supply Chain Management.

Kühne Logistics University

Großer Grasbrook 17

20457 Hamburg

Telefon: 0 40 328707-0

info@the-klu.org

Mehr Informationen zum Studium an der KLU

gibt es beim nächsten Open Day am 1. Juli.

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CAMPUS STUDIUM COMPANIES PORTRAITS

Text Joachim Welding

Fotos Areva Multibrid/

Jan Oelker, DOTI/Mathias

Ibeler und J. Welding

Bei Wind und Wellen mit dem Schiff auf der Hochseeinsel Helgoland

anzulanden – so ging es schon mal ganz COOL los, als die Studierenden

der Fachhochschule Kiel beim „Campus for Ocean and Offshore Learning“

im vergangenen Jahr eincheckten. Führte die spannende “Expedition”

bisher auf die deutsche Hochseeinsel, so wird COOL 6.0 in diesem Jahr

erstmals in Cuxhaven stattfinden. Neben Wind und Wellen steht vor allem

das Erleben der beeindruckenden Offshore-Industrie im Mittelpunkt.

„Schon bei der Schiffsreise hinaus zur Hochseeinsel

spürst du die Naturgewalten – besonders

im November, wenn es bei Sturm und

Seegang ordentlich zur Sache geht“, schwärmt

Jaqueline Brune. Die 20-Jährige studiert im 4.

Semester Offshore-Anlagentechnik an der FH

Kiel und will im nächsten Jahr ihren Bachelor

machen. „Die viertägige Konferenz ist für alle

Studierenden ein Highlight.“ Dort lernen die

jungen Leute Offshore-Serviceschiffe und die

Hubschrauberbasis der Bundesmarine ebenso

kennen wie den Seenotrettungskreuzer „Hermann

Marwede“.

Bei COOL kommen die Studierenden Serviceunternehmen,

Herstellern von Offshore-

Windenergieanlagen, Komponentenlieferanten

und Forschungsinstituten ganz nah. „Beim

fachlichen Austausch mit Fachleuten aus der

Offshore-Branche bekommst du ein gutes

Gefühl dafür, wofür du studierst“, erzählt

Jaqueline Brune. „Das motiviert dich noch

einmal mehr für unser anspruchsvolles Studium.“

Als eine der wenigen Frauen in diesem

Studiengang fühle sie sich besonders

angespornt. „Ich gehe mit viel Ehrgeiz an

die Sache heran. Es gefällt mir so gut, dass

ich ein Masterstudium Maschinenbau an den

Bachelor anschließen will.“ Absolventen und

Absolventinnen können alternativ auch die

Masterstudiengänge Schiffbau und Maritime

Technik oder Wind Engineering beginnen,

letzteren bietet die FH Kiel zusammen mit der

Hochschule Flensburg an.

„Offshore ist eines der letzten legalen Abenteuer

Deutschlands“, meint Prof. Peter

Quell mit einem Augenzwinkern. Er hat den

COOL-Campus inzwischen fünf Mal organisiert:

„Schon unsere Erstsemester fahren mit.

So schaffen wir echten Praxisbezug und eine

Motivation für das ganze Studium.“ Prof. Quell

leitet auch den 2012 gestarteten Studiengang

Offshore-Anlagentechnik, der eine Menge

Zukunftspotenzial hat: „Der Bedarf an Fachkräften

wird zukünftig groß sein. Denn die

Windparks auf hoher See erlebten 2015 einen

Durchbruch: Bereits jetzt erzeugen die Windenergieanlagen

in der deutschen Nord- und

Ostsee die gleiche Nennleistung wie drei

Atomkraftwerke. Und geplant ist die siebenfache

Kapazität allein in Deutschland!“ Weil

diese Technologie sehr jobintensiv ist, suche

die Offshore-Branche in Zukunft viele Ingenieure

und Ingenieurinnen mit Spezialwissen.

„Unsere Absolventen finden

Jobs bei den Herstellern

der Windkraftanlagen und

der Komponenten ebenso

wie bei den Betreibern der

Windparks, Ingenieurbüros,

Werften, Logistik- und Serviceunternehmen“,

erläutert Prof. Quell.

Wegen dieser Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten

umfasst das sechssemestrige Studium

ein großes Wissens-Portfolio. Los geht es mit

den ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen

– etwa Werkstofftechnik, Mechanik und Konstruktion.

Richtig tief in die Materie steigen

die Module der Ingenieurswissenschaften ein:

Fertigungstechnik, Elektrotechnik, Projektierung

und Gründung von Offshore-Bauwerken,

Fertigung und Montage von Großanlagen,

Sicherheit und Umweltschutz, aber auch

Recht, BWL und andere Fächer. Soft Skills wie

Offshore ist

eines der letzten

legalen Abenteuer

Deutschlands.

Rhetorik und Präsentation, Unternehmensführung,

Verhandlungstechnik und Konfliktlösung

runden das Studium ab. „Wichtig ist

uns, dass der Studiengang den Studierenden

die Möglichkeit eröffnet, ihr Fachwissen nicht

nur im Offshore-Bereich, sondern auch in der

Maschinenbau- und Schiffbauindustrie

einzusetzen.“

Rückenwind verleihen dem

Studium nicht zuletzt spannende

studentische Projekte

wie der Bau des windangetriebenen

Fahrzeugs „Baltic Thunder“, das bei

internationalen Rennen regelmäßig vordere

Plätze belegt. Das motiviert ebenso wie COOL:

„Wer auf Helgoland oder in Cuxhaven mit den

Praktikern aus der Indus trie zusammenkommt,

lernt nicht nur viel über Offshore. Beim Conference

Dinner am Abend können die Studierenden

Kontakte für die Bachelor- Arbeit oder

die Mitarbeit als Werkstudentin und -student

knüpfen“, meint Prof. Quell. „Diese Chance

wird auch rege genutzt.“

Besonders Frauen ermuntert die angehende

Ingenieurin Jaqueline Brune, es mit Offshore

zu versuchen: „Das Studium fordert Dich, aber

man kann es in sechs Semestern gut schaffen.

Toll finde ich das breite Spektrum der Fachgebiete

und die Tatsache, dass alle Professoren

aus der Praxis kommen. Das lockert die

Vorlesungen auf.“ Dazu kommen das familiäre

Klima an der überschaubaren Fachhochschule

und die vielen Kontakte zwischen Studierenden

und Lehrenden, die die 20-Jährige als

Pluspunkte verzeichnet. Und COOL? War wirklich

cool.

Der Studiengang Offshore-Anlagentechnik

Abschluss: Bachelor of Engineering

Dauer: 3 Studienjahre (6 Semester) mit

Bachelorthesis und Kolloquium

Numerus clausus: Keiner

Fachhochschule Kiel

Sokratesplatz 3

24149 Kiel

Tel. 0431/210 -1338 und -1339

studieninformation@fh-kiel.de

www.fh-kiel.de/oat

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CAMPUS STUDIUM COMPANIES PORTRAITS

Wirtschaft aus Leidenschaft

Diplom-Betriebswirt und Dozent Claus-Dieter Piontke über BWL

an der FH Kiel und die Management-Generationen der Zukunft

Seit über drei Jahren leitet Claus-Dieter Piontke die Veranstaltung

„Unternehmenspolitik / Strategische Unternehmensanalyse“ an

der FH Kiel im Fachbereich Wirtschaft. Der Kurs richtet sich an

Bachelor-Studierende im 5. Semester der Betriebswirtschaftslehre

und erfreut sich wegen des hohen Praxisbezugs großer Beliebtheit.

ME2BE (selbst Kooperationspartner dieser Veranstaltung) wollte von

dem 54-jährigen Diplom-Betriebswirt und Business-Coach wissen,

welche Herausforderungen auf BWL-Studierende zukommen wird.

ME2BE: Herr Piontke, Sie sind ein Kieler

Eigengewächs, haben nach einer Ausbildung

zum Industriekaufmann an der

FH Kiel BWL studiert und bilden heute

an gleichem Ort im gleichen Fach unsere

Manager von morgen aus. Was hat sich am

meisten im Vergleich zu Ihrer Studienzeit

verändert?

Piontke: Das Studienfach heißt noch immer

BWL, ansonsten hat sich so einiges verändert.

Studiert habe ich – streng genommen –

nicht am gleichen Ort. Damals war die FH

Kiel noch am Westufer beheimatet und hatte

nicht diese Campus-Atmosphäre, wie heute

in Neumühlen-Dietrichsdorf. Im Vergleich zu

meiner Studienzeit gibt es heute erweiterte

Studienmöglichkeiten, z.B. berufsbegleitende

Online-Studiengebote. Die auffälligste Veränderung

jedoch ist die kulturelle Vielfalt unter

den Studierenden. Zu meiner Zeit gab es kaum

fremdsprachige Studierende aus dem Ausland

oder mit Migrationshintergrund. Das empfinde

ich heutzutage als extrem bereichernd!

Im CHE-Ranking schneidet der Fachbereich

Wirtschaft der FH Kiel gut ab. Was ist das

Besondere am BWL-Studium an der FH

Kiel?

Unsere Studienbegleitung ist intensiver als an

Universitäten, die Angebote der FH Kiel sind

attraktiv, es gibt keine überfüllten Hörsäle und

der Praxisbezug ist besonders hoch. Es gibt

nicht nur das obligatorische Praxissemester,

sondern auch Veranstaltungen, wie „Strategische

Unternehmensanalyse“, zu der Studierende

„echte“ Firmen besuchen und somit ihr

theoretisches Wissen im Studium praktisch

anwenden können. Alle FH-Dozenten müssen

über eine mehrjährige Berufserfahrung verfügen.

Die Studierenden schätzen diesen Erfahrungsschatz,

da wir immer wieder praktische

Anwendungsbeispiele geben können … das

Prinzip angewandter Wissenschaften!

Welche Anforderungen stellt die Wirtschaft

an Bachelor-Absolventen der BWL?

Welche Managertypen werden in Zukunft

gebraucht?

Unternehmen müssen agil und flexibel sein,

um sich wirtschaftlichen Situationen schnell

anpassen zu können. Junge Managerinnen

und Manager benötigen ein fundiertes Verständnis

für wirtschaftliche Zusammenhänge,

Zielorientierung und Vertrauensprozesse. Das

Thema „Softskills“ hat enorm an Bedeutung

gewonnen. Wir leben heute in einer Wirtschaftswelt

der intensiven Zusammenarbeit.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen

heute mehr Verantwortung als jemals zuvor.

Heute wissen alle: Gutes Teamworking und

konstruktive Menschenführung sind elementare

Bausteine eines Unternehmenserfolgs. Im

Grundstudium bieten wir dazu Veranstaltungen

an. Es geht um Teamentwicklungsphasen,

Kommunikation, Persönlichkeitsentwicklung,

Change Management, Projektmanagement

oder Transaktionsanalyse.

Wird der autoritäre Managertyp aussterben

oder wird es ihn immer geben müssen?

Es wird niemals nur einen einzigen Führungsstil

geben. Im Augenblick kann ein partizipativ-kooperierender

Führungsstil oder ein

autoritärer Führungsstil zum wirtschaftlichen

Erfolg führen. Längerfristig und über das

Ganze betrachtet ist in unserer modernen

Wissensgesellschaft der kooperativ-partizipative

Führungsstil als Erfolgsfaktor unabdingbar.

Die Fakten dazu lauten: Menschen suchen

Führung, aber auch Geborgenheit und Vertrauen.

Alle stehen systemisch bedingt unter

einem Leistungsdruck. Wichtig ist, den richtigen

Stil zur richtigen Zeit zu wählen.

Wie bewerten Sie die Ausbildungsqualität

im Management-Bereich?

Als sehr positiv. Die Studierenden verlassen

unsere Hochschule mit einem sehr guten Ausbildungsniveau.

Die Ausbildungsqualität in

Deutschland genießt ja allgemein eine hohe

Anerkennung. Im Managementbereich gibt es

nach wie vor die Situation, dass unsere Managerinnen

und Manager in allen Unternehmensgrößen

gut vertreten sind. Lediglich das

absolute Spitzenlevel ist überwiegend von

Universitätsabsolventen besetzt.

Welchen Tipp geben Sie BWL-Studierenden

mit auf den Weg?

Habt Leidenschaft für den Job und für die

Menschen!

Die Fachhochschule Kiel ist mit 7.428 Studenten

die größte Fachhochschule und zweitgrößte

Hochschule des Landes Schleswig-Holstein.

Angeboten werden 19 Bachelor- und 16 Master-

Studiengänge.

Fachhochschule Kiel

Sokratespl. 1

24149 Kiel

Telefon: 0431 – 21 00

www.fh-kiel.de

Text Christian Dorbandt

Foto Eric Genzken

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CAMPUS STUDIUM COMPANIES PORTRAITS

Zufrieden mit Forschung

und Lehre an der HAW:

Prof. Dr. Henning Kontny

Gute Logistik merkt man nicht!

Prof. Dr. Henning Kontny, Leiter des Departments Wirtschaft an der

Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW), über Digitale

Vernetzung, Industrie 4.0 und logistische Herausforderungen der Zukunft

Wer bei „Logistik“ an Speditionen, Containerschifffahrt und Paketdienste

denkt, ist auf der richtigen Spur, doch Transport und Lieferung sind

nur Teilaspekte von Unternehmenslogistik. Logistik – das ist die

„ganzheitliche Planung, Steuerung, Koordination, Durchführung und

Kontrolle aller unternehmensinternen und unternehmensübergreifenden

Informations- und Güterflüsse“. Da steckt also mehr dahinter.

Was genau, haben wir Prof. Dr. Kontny gefragt, Logistikprofessor

an der HAW und Leiter des dortigen Departments Wirtschaft.

Im Business Innovation

Lab (BIL) beschäftigen sich

Logistikstudierende mit

adaptiver Auftragsplanung

für mittelständische

Unternehmen.

ME2BE: Herr Professor Kontny, was ist Ihre

Lieblingsfrage an Studierende?

Viele Studierende finden den Weg ins Studium

über den hohen Fachkräftebedarf und die

damit verbundenen guten Zukunftsperspektiven

von Logistikexperten. Eine Standardfrage

an Studienanfänger lautet: „Warum studieren

Sie Logistik? Ich stelle immer wieder fest,

dass sich vielen Studierenden die Komplexität

der Logistik erst gegen Ende des Studiums

erschließt. Oft höre ich dann des Satz: „Jetzt

verstehe ich erst, was Logistik alles umfasst!“

Was lernen Studierende im Bachelorstudium

„Logistik / Technische BWL“ an der

HAW und welche Kenntnisse und Fähigkeiten

sollten sie mitbringen?

Studierende lernen, Lieferketten zu analysieren,

nach wirtschaftswissenschaftlichen

Gesichtspunkten zu bewerten und selbstständig

neue Lieferketten zu planen und zu betreiben.

Mitzubringen sind idealerweise Interesse

an wirtschaftlichen Zusammenhängen, IT-,

Management- und Planungsprozessen sowie

ein technisches Grundverständnis. Bei uns

wird studiert, aber auch programmiert, gelötet

und geschraubt.

Was ist eigentlich das Ziel von Logistik?

Bei der Logistik und dem Supply Chain

Management geht es um die ganzheitliche

Optimierung von internationalen Wertschöpfungssystemen.

Ziel ist es, möglichst wenig

Ressourcen zu verschwenden und eine bestmögliche

Kundenzufriedenheit zu erreichen.

Dafür müssen alle Abläufe – von der Rohstoffgewinnung

bzw. der Wiederverwertung von

Stoffen über die Produktion und den Handel

bis hin zur Rückführung der Produkte – in

einer mehrstufigen Struktur mit selbständigen

Akteuren optimal organisiert werden.

Woran erkennt man gute Logistik?

Es gibt die Weisheit: „Gute Logistik merkt

man nicht!“ Wenn alle Kundenanforderungen

erfüllt werden, alle Prozesse planmäßig

und sauber ablaufen, ohne dass es zu Verzögerungen

kommt und externe Dienstleister

kurzfristig und kostenpflichtig gebucht werden

müssen … dann kann man von gelungener

Logistik sprechen. Dies funktioniert

allerdings zunehmend weniger, weil die

Anforderungen, Prozesse schnell und flexibel

zu gestalten, ständig steigen. Da gibt es in

Unternehmen zum Teil große Unterschiede

zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Ich

kenne kein Unternehmen, dass sich logistisch

nicht noch verbessern könnte!

Heute sind über 20 Milliarden Geräte und

Maschinen über das Internet vernetzt – bis

2030 werden es rund eine halbe Billion

sein. Digitalisierung und Vernetzung wird

mehr und mehr zum Motor für Wachstum

und Wohlstand. Mit dem „Business Innovation

Laboratory“ investiert das HAW in

die Logistikforschung. Worum geht es in

diesem Projekt?

Die Idee des „Business Innovation Laboratory

(BIL)“ ist es, einen integrierten Ansatz

für Forschung, Lehre und Transfer zu erarbeiten,

der eine wissenschaftlich fundierte

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CAMPUS STUDIUM COMPANIES PORTRAITS

Die HAW bietet mit dem

Bachelor-Studiengang

Logistik/TBWL aus

meiner Sicht ein sehr

gutes, sehr

praxisorientiertes

Studium. Das

Studieren im

Zentrum Hamburgs,

in unmittelbarer

Nähe zur Alster,

macht echt Spaß!

Text Christian Dorbandt

Fotos Eric Genzken

erforderlich sein. Es geht um Wandlungsfähigkeit

und Infrastruktursysteme, die permanenten

Wandel mitdenken können.

Warum müssen Logistiksysteme wandlungsfähig

sein?

Durch den technischen Fortschritt und sich

ständig verändernde Kundenanforderungen

werden Firmen permanent vor logistische Herausforderungen

gestellt. Wenn ein Unternehmen

heute ein Logistiksystem einführt, war

es wahrscheinlich vor 2 bis 3 Jahren optimal

und wird noch 1 bis 2 Jahre funktionieren.

Heutzutage haben wir aber den Anspruch, uns

ständig verbessern zu müssen. Das ist das,

was Industrie 4.0 fordert: Wandlungsfähigkeit.

Wir können es uns nicht leisten, Logistik

nur für ein paar Jahre zu planen! Ein Beispiel:

Ein Unternehmen agiert auf unterschiedlichen

Märkten, z.B. im Bereich PC-Hardware.

Im Hochpreissegment von PC-Produkten

kommt es auf Qualität, schnelle Lieferung

und individuelle Änderungswünsche an,

während die wichtigsten Faktoren im Niedrigpreissegment

von PCs Massenproduktion

Zentrale Studienberatung

und kostengünstiger Transport sind. Die

unterschiedlichen Produkte und Zielgruppen

erfordern unterschiedliche logistische

Prozesslösungen.

Setzen Sie Ihr Wissen auch im Alltag ein?

Man macht sich im privaten Umfeld schnell

unbeliebt, wenn man beginnt, Prozesse optimieren

zu wollen und alles unter ökonomischen

Gesichtspunkten organisiert. Man ist

auf jeden Fall Opfer der eigenen Kenntnisse.

„Verschwendung“ ist ja ein zentraler Ansatzpunkt

zur Prozessoptimierung. Dementsprechend

versuche ich, wie jeder andere Mensch

auch, zu vermeiden, dreimal in den Keller laufen

zu müssen, sondern überlege mir vorher

meinen Bedarf. Wenn ich Lebensmittel kaufe,

lasse ich vorher kein Programm durchlaufen,

sondern frage mich: Wann brauchen wir was,

wie viel und woher? Das klappt recht gut.

Vielleicht bin ich deshalb zuhause für die

Einkäufe zuständig!“

Das Department Wirtschaft der HAW bietet

folgende Studiengänge an:

B.Sc.

Außenwirtschaft/Internationales Management

Logistik/Technische Betriebswirtschaftslehre

Marketing/Technische Betriebswirtschaftslehre

M.Sc.

International Logistics and Management

International Business

Marketing und Vetrieb

Multichannel Trade Management in Textile

Business

Hochschule für Angewandte Wissenschaften

Hamburg (HAW Hamburg)

Fakultät Wirtschaft und Soziales – Department

Wirtschaft

Berliner Tor 5

20099 Hamburg

Studierendenzentrum der HAW

Stiftstraße 69

20099 Hamburg

Telefonzentrale 040 / 42 875 - 9898

studierendensekretariat@haw-hamburg.de

www.haw-hamburg.de

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Behandlung von Prozess- und darauf aufbauenden

Geschäftsmodellinnovationen

erlaubt. Zentraler Ansatzpunkt ist dabei die

wirtschaftlich erfolgreiche Nutzung der Forschungsergebnisse

im Kontext von Informations-

und Kommunikationstechnologien.

Mit dieser Ausrichtung schlägt das geplante

Business Innovation Laboratory der HAW

Hamburg neue Wege bei der wissenschaftlich

fundierten Behandlung von Innovationsfragen

des Unternehmens ein. Insbesondere die

Behandlung von Fragen der Prozessinnovation

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erfordert eine neue Herangehensweise an

das Thema. Ein Schwerpunkt des BIL ist die

Beschäftigung mit Cyber-Physischen Systemen

(CPS) und dem Thema „Industrie 4.0“.

Wie sieht die Logistik der Zukunft aus?

Unbemannte Raumschiffe … summende

Elektro-LKWs?

Unsere Verkehrsmittel werden sich grundsätzlich

nicht so schnell ändern. Die Kernfrage

bleibt: „Wie kann ich Transporte effektiver

und günstiger gestalten?“ Ich glaube schon,

dass wir „Autonomes Fahren“ innerhalb der

kommenden zehn Jahre erleben werden,

allein aufgrund des Einsparungspotenzials bei

den Personalkosten. An selbstfahrende LKWs

glaube ich noch nicht, doch die Assistenzsysteme

werden so sein, dass Fahrer deutlich entlastet

werden. Offen sind noch ethische und

rechtliche Fragen. Im Bereich Digitalisierung

müssen Fragen zur Datensicherheit und Cyberkriminalität

geklärt werden. Zukünftig werden

dezentralere Koordinationsmechanismen und

Selbststeuerung durch automatische Systeme

Studium am Meer:

Studien-Info-Tage

13. bis 15. März 2018,

www.uni-kiel.de/studien-info-tage

Du willst nicht nur etwas lernen, sondern auch etwas

bewegen? Wir denken gerne über den Tellerrand.

Klingt gut? Dann komm zu uns nach Kiel!

Mit rund 80 Fächern bieten wir dir einen weiten Horizont.

Von den Agrarwissenschaften bis zur Zahnmedizin.

www.uni-kiel.de/studium

/ kieluni


CAMPUS STUDIUM COMPANIES PORTRAITS

Text & Foto

Joachim Welding

Staubig war gestern!

Moderne Zeiten im Studiengang Allgemeine Verwaltung an der FHVD in Altenholz

Egal ob in den Rathäusern oder in der Landesverwaltung: Hier arbeiten

hervorragend qualifizierte Beamte und Beamtinnen im gehobenen Dienst.

Das könnte dich interessieren? Dann musst du in Schleswig-Holstein an der

Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung in Altenholz studieren!

Im Interview berichtet Dekanin Silke Lautenbach vom Fachbereich

Allgemeine Verwaltung über die Besonderheiten des dualen Studiengangs.

Der 2009 gestartete Bachelor-Studiengang

heißt „Allgemeine Verwaltung“ und im

englischen Zusatz „Public Administration“.

Bedeutet das, dass die Inhalte europafreundlich

und englischsprachig ausgerichtet

sind?

Public Administration heißt er deshalb, weil

die Bachelor-Studiengänge in Europa vereinheitlicht

worden sind. Das heißt, in allen

EU-Ländern gelten gleiche Standards, überall

werden nach ähnlichen Kriterien für Leistungen

der Studierenden Punkte vergeben, die

so genannten Credit Points. Wir haben zwar

auch Englischunterricht, aber die Verwaltung

in Deutschland sagt: Die Amtssprache ist

deutsch. Die Gesetzestexte im Öffentlichen

Recht bilden das Rückgrat unserer Ausbildung,

und das in unserer Landessprache.

Welche Berufsfelder in der Verwaltung stehen

den Absolventen und Absolventinnen

offen?

Wir bilden künftige Beamte und Beamtinnen

im gehobenen Dienst aus, und zwar für alle

Kommunalverwaltungen, für die Landesverwaltung

(Ministerien und angeschlossene

Behörden) und für Dataport, den öffentlichen

IT-Dienstleister in Nachbarschaft zu unserer

FH in Altenholz. Die Studierenden bekommen

ein breites Rüstzeug mit. Denn unser Ziel ist,

dass sie alle Aufgaben, die in den Ministerien

oder den Ämtern in den Verwaltungen auf sie

zukommen, mit einer Einarbeitung bewältigen

können. In vielen Bereichen sind sie eng

mit den Kunden im Kontakt, etwa in Bürgerund

Meldeämtern, sie können in Bauämtern

ebenso eingesetzt werden wie im Wirtschafts-

oder Sozialministerium. In anderen Bereichen

wie im Rechtsamt wiederum haben sie viel

mit juristischen Themen zu tun, dafür werden

die Studierenden bei uns auch speziell

ausgebildet. Und viele wollen auch Karriere

machen. Wir haben sogar einige Bürgermeister,

die früher bei uns studiert haben. Auch

die Leitung von Abteilungen oder Ämtern ist

mit dieser Ausbildung möglich.

Wer an einem Studium interessiert ist,

kann sich nicht einfach an der FH bewerben.

Wie läuft das Verfahren ab?

Wer bei uns studieren will, bewirbt sich zuerst

bei einer Verwaltung, das sind die so genannten

Dienstherren, 50 sind es in Schleswig-Holstein

– von der kleinen Gemeinde Harrislee

über die Landeshauptstadt Kiel bis zu den

Landesministerien. Wer das anspruchsvolle

Einstellungsverfahren besteht, kann das dreijährige,

duale Studium an unserer FH beginnen.

Derzeit starten rund 140 Studierende pro

Jahrgang. Sie durchlaufen ein duales Studium,

das heißt nach dem ersten Studienjahr an der

FH wechseln Praxis-Phasen in der jeweiligen

Verwaltung mit Studienphasen bei uns ab.

Das macht das Studium für die Studenten

erfrischend abwechslungsreich. Wir haben bei

uns Trimester, um die Verzahnung von Theorie

und Praxis möglichst eng zu gestalten. Was

ich in der Theorie auf hohem Niveau lerne,

kann ich nachher auf die tatsächliche Anwendung

in der Praxis überprüfen.

Wie kommt es, dass die Studis bei Ihnen

bezahlt werden?

Unsere Studierenden befinden sich ja in

einem Beschäftigungsverhältnis mit ihrer einstellenden

Behörde. Deshalb werden sie auch

entlohnt: Derzeit bekommen sie rund 1.000

Euro monatlich. Sie genießen also den Vorteil,

Ihre Ausbildung nicht selbst oder mittels

Ihrer Eltern finanzieren zu müssen.

Manche halten die Verwaltung ja für gestrig

und verstaubt. Was sagen Sie den Kritikern?

Klischees halten sich lange. Aber wir versuchen

dem etwas entgegenzusetzen: Was

die Studierenden bei uns lernen – etwa was

Medienkompetenz oder Projektmanagement,

Controlling oder Europafähigkeit angeht – ist

in die Zukunft gerichtet und soll auch ein

Motor für Veränderungen sein. Und die sind

längst im Gang. Verwaltungen sind heute

schon moderne Dienstleistungsunternehmen.

Wir beschleunigen den digitalen Wandel, der

in den nächsten Jahren nach und nach alle

Verwaltungen erfassen wird. Auch unsere

Lehrpläne passen wir laufend den gesellschaftlichen

Veränderungen an, um unsere

Studierenden so modern und zukunftsfähig

wie möglich auszubilden. Bei aller Schnelllebigkeit

in diesen Zeiten bietet die Arbeit als

Beamter oder Beamtin einen großen Vorteil:

Der Arbeitsplatz ist sicher. Das wissen viele

unserer Studierenden zu schätzen.

Fachhochschule für Verwaltung und

Dienstleistung

Rehmkamp 10

24161 Altenholz

Weitere Informationen im Internet: www.fhvd.de

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CAMPUS STUDIUM COMPANIES PORTRAITS

Text Christian Dorbandt

Fotos Michael Ruff

Français à la Flensbourg!

Die Europa-Universität Flensburg (EUF) führt zum

WS 2017/18 den Studiengang Französisch ein

Europa ohne Frankreich? Undenkbar! Europa-Universität ohne

„Französisch“? Nicht mehr lange! Ab dem kommenden Herbstsemester

2017/18 wird die Lücke an der EUF geschlossen. Mit dem Studiengang

„Französisch“ werden Französischlehrerinnen und -lehrer zukünftig

auch an der Flensburger Förde ausgebildet. Die Verantwortung

für Forschung und Lehre in diesem Bereich übernehmen zwei

Frauen: Prof. Dr. Margot Brink und Prof. Dr. Cordula Neis. ME2BE

sprach mit beiden – bei einem Café au lait – über Chansons, die

französische Sprache und den Zauber der französischen Kultur.

ME2BE: Nach der letztjährigen Einführung

des Teilstudiengangs „Spanisch“ folgt

nun „Französisch“. So langsam nimmt das

Romanische Seminar der EUF Gestalt an.

An wen richtet sich das Studium?

Prof. Dr. Brink: Sowohl der Teilstudiengang

B.A. Bildungswissenschaften „Französisch“

als auch die anschließenden Masterstudiengänge

sind grundsätzlich auf das Lehramt

der Sekundarstufen I und II ausgerichtet.

Für diejenigen, die sich im Laufe des Studiums

gegen den Lehrerberuf entscheiden, gibt

es nach dem 4. Semester eine „Exit-Option“,

die zu einer alternativen Schwerpunktsetzung

führt und mit Master-Studienangeboten, wie

z.B. „Bildung in Europa“, „Kultur, Sprache,

Medien“ oder auch „Transformationsstudien“

sinnvoll ergänzt werden kann. Das Studium

richtet sich an alle Personen, die Lust auf den

Lehrerberuf sowie Freude an französischer

Sprache und frankophonen Kulturen haben.

Bringen die französische Sprache an die EUF: Prof. Dr. Cordula Neis (li.) und Prof. Dr. Margot Brink (re.).

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CAMPUS STUDIUM COMPANIES PORTRAITS

Wer bin ich?

Was kann ich?

Was will ich?

Im Gespräch mit Berufsberaterin Sünje Christiansen

von der Agentur für Arbeit in Niebüll

Text Christian Dorbandt

Foto Agentur für Arbeit

Wer in Niebüll seinen Schulabschluss macht und studieren möchte, hat gute

Chancen, Sünje Christiansen zu begegnen. Als Berufsberaterin der Agentur

für Arbeit für Abiturienten und akademische Berufe steht die gebürtige

Nordfriesin Schülerinnen und Schülern in Sachen Berufsorientierung zur

Verfügung. ME2BE hat sie um Tipps für die optimale Studienwahl gebeten.

Wie gut müssen Schülerinnen und Schüler

die französische Sprache beherrschen, um

bei Ihnen studieren zu können?

Prof. Dr. Neis: Grundsätzlich wird das Sprachniveau

„B1“ vorausgesetzt. Im Gegensatz

zu vielen anderen Hochschulen möchten wir

jedoch Studierenden bei uns die Chance geben,

das Studium mit A2 aufzunehmen,

um sich im

Laufe des ersten Semesters

auf B2 zu verbessern.

Vor Studienbeginn

können Interessenten

an einem 14-tägigen,

kostenlosen Intensiv-

Vorbereitungskurs teilnehmen.

Wo setzen Sie Schwerpunkte? Was wird das

Besondere an dem Französischstudium in

Flensburg sein?

Prof. Dr. Brink: Unser Teilstudiengang wird

eine Kombination aus Literatur- und Kulturwissenschaft,

Sprachwissenschaft und Landeskunde

und orientiert sich grundsätzlich

an den Modulstrukturen der Lehramtsausbildung.

Doch wir werden sowohl inhaltlich als

auch in der Ausrichtung eigene Schwerpunkte

setzen. Beispiel: Internationalität und Kulturaustausch.

Wir messen dem internationalen

Austausch eine hohe Bedeutung bei. Mit der

Université du Maine haben wir gerade einen

Erasmus-Vertrag geschlossen. Mit anderen

Einrichtungen sind Projekte geplant.

Mir gefällt die

ausdrucksstarke,

kunstvolle, ästhetische

Sprache! Ein Gedicht

von Verlaine zergeht

mir auf der Zunge.

Das ist wie Musik!

Prof. Dr. Neis: Aufbruchstimmung und interdisziplinärer

Fokus der Europa-Universität

Flensburg haben mich schnell davon überzeugt,

die Professur in Flensburg anzutreten.

In Flensburg entsteht zurzeit eine attraktive

Forschungslandschaft

u.a. mit einem Zentrum

zur interdisziplinären

Europaforschung. Bei uns

wird Interdisziplinarität

nicht nur gefordert sondern

täglich praktiziert!

Was ist für Sie das Faszinierende

an der französischen

Kultur und

welches Stück französischer „Sprachkunst“

mögen Sie besonders gern?

Prof. Dr. Neis: Mir gefällt die ausdrucksstarke,

kunstvolle, ästhetische Sprache! Ein Gedicht

von Verlaine zergeht mir auf der Zunge. Das

ist wie Musik! Der Klang der Sprache hat

mich auch motiviert, Französisch zu studieren.

Gelungene Sprachkunst sind für mich die

Chansons von Georges Brassens und die philosophische

Literatur Rousseaus.

Prof. Dr. Brink: Ich mag die französische

Kultur und ihre hohe Wertschätzung des Literarischen.

Ein neues Buch wird in Frankreich

noch immer tagelang heiß diskutiert! Meinen

Studierenden werde ich auf jeden Fall die

„Tropismes“ von Nathalie Sarraute empfehlen

und „La Princesse de Clèves“ von Marie-Madeleine

de la Fayette, einem Werk aus dem 17.

Jahrhundert, mit dem das Genre des Romans

begründet wurde.

Was sind Ihre Lieblingsorte in Flensburg

und Frankreich?

Prof. Dr. Brink: Ein schöner Ort in Flensburg

ist die Jürgenstreppe. Von dort aus hat man

einen herrlichen Blick auf die Flensburger

Förde. Und in Frankreich könnte ich viele

Lieblingsplätze nennen, ganz aktuell „Lescun“

… ein kleiner Ort in den französischen

Pyrenäen!

Prof. Dr. Neis: In der Umgebung gefällt mir

der Strand von Wassersleben besonders gut.

Mein Lieblingsort in Frankreich: „Le Train

Bleu“ - das ist ein Pariser Restaurant mit

einer prachtvollen Atmosphäre, wie im Élysée-

Palast!

Europa-Universität Flensburg

Zentrale Studienberatung

Gebäude Helsinki, Raum 002

Auf dem Campus 1a

24943 Flensburg

Telefon: 0461 / 805-2193

studienberatung@uni-flenbsurg.de

www.uni-flensburg.de/zsb

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ME2BE: Frau Christiansen, was sind die

Hauptanliegen, mit denen Schüler zu Ihnen

kommen?

CHRISTIANSEN: Häufig wissen Schülerinnen

und Schüler noch nicht genau, was sie studieren

wollen und möchten sich grundsätzlich

über Studienangebote informieren. Oder sie

haben einen konkreten Studienwunsch und

möchten wissen, an welchen Hochschulen

dieses Studium mit einem Numerus Clausus

belegt ist und an welchen sie zulassungsfrei

studieren könnten.

Ist jeder Abiturient für ein Studium

geeignet?

Gewiss nicht. In Gesprächen mit Schülern versuche

ich Folgendes zu vermitteln: In einem

Studium geht es nicht nur um Wissensvermittlung,

sondern auch um das Erlernen von

Wenn ich Luft- und

Raumfahrttechnik

studiere, wird

mein Wohnort

wahrscheinlich

nicht Niebüll

bleiben können.

Methoden, wie man sich Wissen aneignet.

Dafür benötigt man ein hohes Maß an Eigendisziplin.

Um die Studierfähigkeit festzustellen,

frage ich deshalb auch nach der Selbstorganisation

oder wie jemand sich einem

speziellen Thema nähert. Wir haben auch

einen berufspsychologischen Service, der

Tests anbietet, um die eigenen Fähigkeiten

zu prüfen. Mit dem Zugang zu Eignungstests

helfen wir Schülern bei der Beurteilung ihrer

fachlichen Qualitäten.

Welche Fehler machen Schüler bei der

Studienwahl?

Viele informieren sich erst sehr spät. Ein

Jahr vor dem Abi sollten sich Schüler Gedanken

über ihre Studienwahl machen, um die

Entscheidung nicht im Abitur­Stress treffen

zu müssen. Schnupperstudientage an

Universitäten finden oft im Frühjahr, parallel

zu den Abi­Klausuren statt. Sie richten sich

nämlich an 12­Klässler und nicht an Abiturschreibende.

Deshalb gehe ich gern in die

zwölften Klassen und werbe dort rechtzeitig

für unsere Beratungsangebote. Ein weiteres

Problem ist die räumliche Eingeschränktheit.

Manche möchten Biologie studieren, aber

bitte nur in Flensburg. Weil es das dort jedoch

nicht gibt, studieren sie Biotechnologie und

stellen irgendwann fest, dass dies ein völlig

anderes Studienfach ist.

Was ist Ihre Lieblingsfrage an Studieninteressierte?

Ich frage sie gern, wo sie sich selbst später

sehen möchten. Mögen sie lieber ländliches

oder städtisches Leben, Schlips und Kragen

oder Pulli, Fahrrad­ oder Autofahren. Wenn

ich Luft­ und Raumfahrttechnik studiere, wird

mein Wohnort wahrscheinlich nicht Niebüll

bleiben können.

Sünje Christiansen

Berufsberaterin für Abiturienten &

akademische Berufe

Tel.: 04661 ­ 96 70 24

suenje.christiansen@arbeitsagentur.de

www.arbeitsagentur.de

Postanschrift:

Agentur für Arbeit Flensburg

24927 Flensburg

Besucheranschrift:

Agentur für Arbeit Niebüll

Bahnhofstr. 26a

25899 Niebüll

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Logopädie und Ergotherapie?

Studieren!

Universität zu Lübeck plant neue Gesundheitsstudiengänge

zum Wintersemester 2017/18

in ihrer Kommunikationsfähigkeit gefördert.

Patienten nach einem Schlaganfall müssen

unter Umständen Sprachverständnis, -verarbeitung

sowie Sprachproduktion wieder erlernen

oder sie benötigen eine Schlucktherapie.

Auch die Atemtherapie, computerunterstützte

oder alternative Kommunikationstherapie

sowie die Beratung für Patienten und ihre

Angehörigen gehören zum Repertoire der

Logopäden, erläutert Simons. „Ebenso wie

die Ergotherapeuten/-innen erstellen Logopäden/-innen

individuelle Behandlungspläne

für ihre Patienten. Umgesetzt werden sie

häufig in einem multiprofessionellen Team

mit Ärzten, Psychologen, Physiotherapeuten,

Pflegepersonal, Erziehern oder Lehrern.“

Palliativmedizin oder in der Versorgung von

chronisch Kranken und Schwerverletzten“,

ergänzt Simons.

Die Einsatzbereiche der Absolventen/-innen

werden vielfältig sein. Sie können etwa

Leitungsfunktionen in Akutkrankenhäusern,

Reha-Kliniken oder Pflegeheimen übernehmen

oder eine wissenschaftliche Karriere in

Lehre und Forschung einschlagen, sagt die

Koordinatorin. „Die universitäre Ausbildung

eröffnet den Absolventen attraktive Berufsperspektiven

auch im Ausland. Hier ist einiges

im Umbruch, denn die Akademisierung

der Gesundheitsfachberufe hat in Deutschland

gerade erst begonnen.“

CAMPUS STUDIUM COMPANIES PORTRAITS

Geplant ist, dass beide Studiengänge ebenso

wie der dritte neue Studiengang Hebammenwissenschaften

zum Wintersemester 2017/18

starten. Ab Sommer können sich Interessenten

für die studiengebührenfreien Studiengänge

bewerben. „Einzigartig an unserem

Angebot ist, dass die Ergotherapeuten/-innen

und Logopäden/-innen mit den Kommilitonen/-innen

aus Medizin, Psychologie und den

anderen Gesundheitswissenschaften gemeinsam

studieren – das fördert den fachlichen

Austausch. So macht das Studieren richtig

Spaß!“

Logopäden/-innen und Ergotherapeuten/-innen mit einer

abgeschlossenen Berufsausbildung können ab Herbst 2017 ein

Studium draufsatteln: Zwei neue Angebote der Universität zu Lübeck

wollen die Gesundheitsberufe akademisch aufwerten. Wer später

eine Leitungsfunktion übernehmen will oder eine akademische

Karriere anpeilt, sollte sich die Studiengänge genauer ansehen.

Interessant sind die beiden Gesundheitsstudiengänge

auch für Oberstufenschüler/-innen

mit Abitur, die zunächst eine Berufsausbildung

absolvieren und später ein Bachelorstudium

anhängen wollen. Es sei hochschulpolitisch

erwünscht, die anspruchsvollen Gesundheitsfachberufe

zu akademisieren, erläutert Studiengangskoordinatorin

Dr. Janine Simons.

„Unsere beiden additiven Bachelorstudiengänge

Ergotherapie und Logopädie sind auf

vier universitäre Semester angelegt und zielen

darauf ab, bereits berufspraktisch ausgebildete

Logopäden/-innen und Ergotherapeuten/-innen

wissenschaftlich zu qualifizieren.

Zudem beinhalten sie vielfältige Spezialisierungsoptionen,

die die Studierenden entsprechend

ihrer Interessen auswählen können.“

Wie sehen die Berufsbilder eigentlich aus?

„Ergotherapeuten/-innen behandeln Pati-

enten oder Klienten aller Altersklassen, die

etwa durch einen Unfall, eine orthopädische,

neurologische oder psychiatrische Erkrankung

sowie sensomotorischen Defiziten wie

beispielsweise eine Entwicklungsverzögerung

bei Kindern in ihrem

Lebensalltag eingeschränkt

sind“, erklärt

Simons. „Die Therapeuten/-innen

erarbeiten

gemeinsam mit den

Patienten Strategien für

die Bewältigung ihres

Alltags – beispielsweise

Anzieh-, Mobilitäts-,

oder Autoregulationstraining. Sie führen

aber auch Hirnleistungstrainings mit ihnen

durch, helfen Handlungsplanungen (wieder)

zu erarbeiten oder die psychosoziale Entwicklung

zu fördern. Darüber hinaus übernehmen

Hier ist einiges im

Umbruch, denn die

Akademisierung der

Gesundheitsfachberufe

hat in Deutschland

gerade erst begonnen.

Text Joachim Welding

Fotos Universität zu Lübeck

Ergotherapeuten/-innen auch die Hilfsmittelversorgung

und üben mit den Patienten den

Umgang etwa mit Prothesen – alles mit dem

Ziel die größtmögliche Selbstständigkeit und

somit Teilhabe des Patienten am gesellschaftlichen

Leben zu ermöglichen.“

„Logopäden/-innen sind

auf die Behandlung von

Patienten spezialisiert,

deren Sprach-, Sprech-,

Stimm- oder Schluckfähigkeit

beeinträchtigt

ist. Auch hier sind die

Störungen auf neurologische, onkologische,

psychische oder organische Erkrankungen

zurückzuführen“, erläutert die Studiengangskoordinatorin.

Es werden zum Beispiel

Kinder mit Sprachentwicklungsverzögerung

Weil die künftigen Studierenden die Berufsausbildung

bereits mitbringen, betont das

additive Studium in Lübeck die wissenschaftliche

Fundierung. „Die Studenten/-innen lernen

Methoden des wissenschaftlichen und

evidenzbasierten Arbeitens kennen. Damit

werden sie bestens darauf vorbereitet, Forschungsstudien

zu interpretieren, Statistiken

einzuschätzen und das eigene Handeln zu

reflektieren“, betont Simons. Es gehe dabei

letztlich darum, die Versorgung von Patienten

in der Praxis auf wissenschaftlicher Grundlage

immer weiter zu verbessern.

Weil in Lübeck das Studium eng mit der Universitätsmedizin

verzahnt ist, prägen entsprechende

Fächer den Lehrplan, darunter Neurowissenschaften,

Kinder- und Jugendmedizin,

Psychiatrie, Innere oder auch Sozialmedizin.

Bei der Logopädie kommen fachspezifische

Fächer wie Phoniatrie (Stimmheilkunde),

Pädaudiologie (Hörstörungen im Kindesalter),

Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Kiefer-Gesichtschirurgie

hinzu und die Ergotherapeuten

besuchen Veranstaltungen beispielsweise in

Orthopädie, Unfallchirurgie, Rheumatologie

oder Arbeitsmedizin. Auch die enge Verbindung

zu den Psychologie-Instituten des

Campus wird im Studiumaufbau ersichtlich:

Unterrichtet werden unter anderem Entwicklungs-,

Sozial-, Neuro- oder Pädagogische

Psychologie.

Die Studierenden können darüber hinaus

Kurse aus dem gesamten Fächerangebot der

Uni wählen – darunter Medizinische Ernährungswissenschaft,

Molecular Life Science,

Medizininformatik, Robotik und autonome

Systeme und Biomedical Engeneering. „Wir

möchten unseren Studierenden die Möglichkeit

zur individuellen Profilausrichtung

geben, etwa in der Neuro-Rehabilitation oder

Kinder-Jugend-Psychosomatik, Geriatrie und

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CAMPUS STUDIUM COMPANIES PORTRAITS

Unser Konzept ist tatsächlich in Deutschland

einmalig: Dieses Angebot an einer Universität

mit einer medizinischen Spezialisierung und dem

ganzen Portfolio an Gesundheitsfachberufen sowie

der Verbindung zur Medizintechnik und -informatik

gibt es nur an der Universität zu Lübeck.

Text & Fotos

Joachim Welding

„Wir akademisieren

Gesundheitsfachberufe“

Prof. Enno Hartmann über die neuen Studiengänge an der Universität zu Lübeck

Der Zellbiologe Prof. Enno Hartmann ist als Vizepräsident der Universität

zu Lübeck auch zuständig für die Planung und Einrichtung neuer

Studiengänge. Bevor er 2001 nach Lübeck kam, arbeitete er als Forscher

am Max Delbrück Centrum in Berlin und an der Uni Göttingen.

Nach den gerade gestarteten Studiengängen

Pflege und Physiotherapie will die Universität

zu Lübeck weitere Fächer anbieten. Welches

Studienkonzept verfolgen Sie dabei?

Prof. Hartmann: Demnächst sollen die drei

Studiengänge Hebammenwissenschaft, Ergotherapie

und Logopädie starten, hier sind

wir noch in der Vorbereitung. Wenn diese

Bachelorangebote angelaufen sind, planen

wir anschließend einen Masterstudiengang,

der darauf aufbaut. Das Ziel des gesamten

Portfolios der Gesundheitsfachberufe in einer

akademisierten Form ist es, die Ausbildung an

einem Standort und aus einer Hand anzubieten.

An der Universität zu Lübeck ist ja die

Humanmedizin seit Jahrzehnten besonders

stark vertreten. Dank der Nähe zur Medizin

wollen wir die Fachberufe auch stärker medizinisch

als etwa betriebswirtschaftlich ausrichten.

Außerdem betonen wir die Interprofessionalität.

Das bedeutet: Sowohl zwischen den

Gesundheitsfachberufen zur Medizin als auch

zur Medizintechnik pflegen wir eine intensive

Zusammenarbeit über Fächergrenzen hinweg.

Und nicht zuletzt fließt auch unsere Kompetenz

in der Klinischen Psychologie in das Studienkonzept

mit ein.

Die beiden Angebote Pflege und Physiotherapie

sind als duale Studiengänge angelegt.

Was bedeutet das für die Studierenden?

Bei der Pflege absolvieren die Studierenden

als Bestandteil des Studiums gleichzeitig

eine Ausbildung bei einem Praxispartner

(Pflegeheim, Krankenhaus). Damit haben die

Absolventen später zwei Abschlüsse in der

Hand – zum einen in ihrem Ausbildungsberuf

und den Bachelor der Uni. Damit haben

sie die Berufszulassung als Pfleger/-in (in der

Altenpflege, Gesundheitspflege oder Kindergesundheitspflege),

sie können aber auch ein

Masterstudium anschließen, um etwa später

wissenschaftlich zu arbeiten. Die Physiotherapie

ist ebenfalls dual angelegt, aber hierbei

ist die Universität zugleich berufsausbildend

aktiv, so dass Studierende beide Abschlüsse

in einem Guss absolvieren können. Unser

geplanter Hebammen-Bachelor wird so ähnlich

gestaltet wie das Pflegestudium. Bei

der Ergotherapie und der Logopädie wird es

wieder anders aussehen: Hier absolvieren die

Bewerber zunächst ihre Berufsausbildung

komplett, bevor sie bei uns studieren. Für alle

Studiengänge ist das Abitur Voraussetzung.

Sie wollen die Ausbildungsberufe im

Gesundheitswesen aufwerten. Welche Vorteile

haben die Studierenden und später

die Absolventen auf dem Arbeitsmarkt?

Ein Vorteil ist, dass die Absolventen im

Ausland arbeiten können, da in den meisten

europäischen Ländern ein akademischer

Abschluss in diesen Berufen vorausgesetzt

wird. Auch in Deutschland stellen sich die

Arbeitgeber darauf ein, dass die Akademisierung

in diesen Berufen mehr und mehr Fuß

fasst. Es gibt schon Überlegungen, Absolventen

für komplexere Arbeiten einzusetzen

und dafür besser zu bezahlen oder ihnen

Leitungs- oder Spezialisierungsfunktionen

zu übertragen. Und nicht zu vergessen: Der

wissenschaftliche Background hilft ihnen

später im Arbeitsalltag, etwa wenn es darum

geht, welche neuen Verfahren in welchen Fällen

angewendet werden sollten. Auch eine

wissenschaftliche Karriere in Forschung und

Lehre steht den Absolventen offen. Wir selbst

suchen ja auch qualifizierte Leute, die etwa

im Studiengang Hebammenwissenschaften in

der Lehre mitarbeiten.

Wie ordnen Sie die Fokussierung der

Gesundheitsstudiengänge an der Universität

zu Lübeck in der deutschen Studienlandschaft

ein?

Unser Konzept ist tatsächlich in Deutschland

einmalig: Dieses Angebot an einer Universität

mit einer medizinischen Spezialisierung und

dem ganzen Portfolio an Gesundheitsfachberufen

sowie der Verbindung zur Medizintechnik

und -informatik gibt es nur an der Universität

zu Lübeck.

Mit welchen Argumenten würden Sie AbiturientInnen

von Ihrer Uni überzeugen?

Es ist einfach gut hier! (lacht) Wir haben

einen überschaubaren Hochschulcampus, es

gibt kurze Wege. Man kommt mit anderen

Studierenden aus vielen verschiedenen Fachbereichen

in Kontakt, alle schauen schon während

des Studiums über den eigenen Tellerrand

hinaus. Es ist für mich immer interessant

zu sehen, wie die Studierenden an einem ganz

neuen Studiengang Dinge mitgestalten können.

Das ist ein fortlaufender Verbesserungsprozess,

in den natürlich auch die Studenten

und Studentinnen eingebunden sind. Als Pionier

ist das immer die spannendste Zeit, und

das Engagement der Studierenden ist dabei

besonders gefragt. Und: Die Gruppen sind mit

20 bis 40 Studenten vergleichsweise klein, so

dass sie von den Dozenten und Dozentinnen

intensiv betreut werden können.

Universität zu Lübeck

Ratzeburger Allee 160

23562 Lübeck

www.uni-luebeck.de

E-Mail: studium@logo.uni-luebeck.de oder

studium@ergo.uni-luebeck.de

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CAMPUS STUDIUM COMPANIES PORTRAITS

Staubfreie Spitzenforschung

im Kieler Nanolabor

Hightech 2000-mal dünner als ein menschliches Haar

Mit dem in Norddeutschland einzigartigen Kieler Nanolabor hat

die Technische Fakultät 2008 die Tür für Zukunftstechnologien

weit aufgestoßen. Denn das 600 Quadratmeter große Laboratorium

dient als zentrale experimentelle Technologieplattform für

Spitzenforschung im Bereich Nanosystemtechnik an der Kieler

Christian-Albrechts-Universität (CAU). Hier werden Sensoren,

Steuerungselemente und elektronische Komponenten im extrem

kleinen Nano-Format entwickelt, hergestellt und erforscht.

Es geht um Dimensionen, die 2000mal dünner

sind als ein menschliches Haar: Ein Nanometer

(nm) entspricht ein Milliardstel Meter. Was

mit dem Auge nicht sichtbar ist, kann zukünftig

große Fortschritte in der Medizintechnik,

Mikroelektronik und

Oberflächentechnologie

ebenso ermöglichen

wie in der Metallverarbeitung,

Chemie und

Kunststoffverarbeitung.

Nanomaterialien erlauben

erhebliche Einsparungen

bei Gewicht und

Volumen, bei Rohstoff- und Energieverbrauch

und eröffnen erhebliches Potenzial etwa bei

der Leitfähigkeit von Materialien oder bei der

Übertragungsgeschwindigkeit von Daten.

Im Nanolabor

bilden wir zudem

junge Menschen

an hochkomplexen

Forschungsgeräten

aus.

In den Nanowissenschaften und der Oberflächenforschung

hat die Kieler Universität

bereits einiges vorzuweisen: Unter anderem

zwei Sonderforschungsbereiche und die

Koordination der Norddeutschen Initiative

Nanomaterialien mit der Wirtschaft sind hier

angesiedelt. „Das Nanolabor war der nächste

logische Schritt für unseren Forschungsschwerpunkt“,

erläutert Professor Dr.-Ing.

Eckhard Quandt, der als Mitinitiator geholfen

hat, dass das Großprojekt Nanolabor in die Tat

umgesetzt werden konnte. „Wir haben damit

eine fakultäts- und universitätsübergrei-

fende Technologieplattform für die Forschung

geschaffen, in der wir auch die Studierenden

in einer Zukunftstechnologie ausbilden.

Zusätzlich stellen wir die Infrastruktur bereit

für Transferprojekte aus der wissenschaftlichen

Grundlagenforschung

in die industrielle Anwendung.“

Welche Bedeutung das Kieler

Nanolabor in der deutschen

Forschungslandschaft

einnimmt, zeigt bereits

die Tatsache, dass der Physik-Nobelpreisträger

Peter Grünberg vom

Forschungszentrum

Jülich die Festrede

bei der Einweihung

hielt. Hochmoderne

Geräte im Wert von

rund zehn Millionen

Euro bilden das Herz

des Nanolabors. Zur

Ausstattung gehört

ein aufwändiger Reinraumbereich,

der für

Forschungsarbeiten

besonders im Bereich

der Medizintechnik,

der Elektronik und

der Sensorik elementar

ist. Denn darin

können kleinste Bauteile und empfindliche

Materialien während der Arbeiten wirksam

vor Staub geschützt werden. Auch die Wissenschaftler

und Techniker müssen hier Schutzkleidung

tragen.

Genutzt wird das Nanolabor für Spitzenforschung

etwa im Sonderforschungsbereich

1261 „Magnetoelectric Sensors: From Composite

Materials to Biomagnetic Diagnostics“,

den die Uni Kiel im Mai 2016 von der Deutschen

Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligt

bekommen hat. Die Förderung läuft für

zunächst vier Jahre. Dabei geht es um Magnetfeldsensoren

für den Einsatz bei biomagneti-

Text Joachim Welding

Fotos Universität Kiel /

Jürgen Haacks

schen Diagnosen in der Medizin. Die neuen

Sensoren, die die Forscher entwickeln, sollen

zum Beispiel eingesetzt werden, um krankhafte

Hirnaktivitäten zu entdecken oder Hirnareale

zur Behandlung epileptischer Anfälle

oder Parkinson-Symptome zu stimulieren –

das wäre ein internationaler Meilenstein im

medizinischen Fortschritt. Entstehen werden

die neuen Verbundstoffe für die Sensoren im

Nanolabor, denn nur in der völlig staubfreien

Umgebung eines Reinraums lassen sich diese

Sensorsysteme erfolgreich herstellen.

Doch hier geht es nicht nur um die „reine“

Forschung: „Im Nanolabor bilden wir zudem

junge Menschen an hochkomplexen Forschungsgeräten

aus“, ergänzt Quandt. Und

auch Unternehmen können in Kooperationsprojekten

auf die erstklassige Technologie auf

dem Gelände der Technischen Fakultät in der

Kaiserstraße zugreifen. So wird das Nanolabor

zu einer Hightech-Plattform für den Technologietransfer

von der Wissenschaft in die Wirtschaft

– und das garantiert ohne ein einziges

störendes Staubkorn.

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Christian-Albrechts-Platz 4

24118 Kiel

Telefon: 0431 880 - 00

mail@uni-kiel.de

www.uni-kiel.de

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CAMPUS STUDIUM COMPANIES PORTRAITS

Text Christian Dorbandt

Fotos Eric Genzken (PPI

AG in Hamburg) Sebastian

Weimar (PPI AG in Kiel)

WILLKOMMEN BEI DEN „IT‘s“

Die dualen Studiengänge „Wirtschaftsinformatik“ und „Angewandte

Informatik“ bei der PPI AG in Hamburg und Kiel

Die digitale Revolution ist in vollem Gange. Der Bedarf an IT-Experten

ist gewaltig! Sind sie es doch, die unsere digitale Welt konzipieren,

programmieren, analysieren, strukturieren und … kapieren! Neueste

Zahlen weisen bundesweit 51.000 offene Stellen für IT-Spezialisten auf. Das

entspricht einem Anstieg um knapp 20 Prozent zum Vorjahr. Demgegenüber

stehen folgende Beschäftigtenzahlen im Norden: In Hamburg arbeiten

3,8 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten als

Informatiker oder in anderen ITK-Berufen (Informationstechnik und

Telekommunikation). Das ist im Vergleich der Bundesländer mit deutlichem

Abstand der Spitzenplatz. Schleswig-Holstein folgt auf Platz 13 mit einem

Anteil von 1,4 Prozent. Softwareentwickler und IT-Berater sind also

heiß begehrt. Die Wahrscheinlichkeit, einem Pinguin in der U-Bahn zu

begegnen ist größer, als einem arbeitslosen IT-Experten im Jobcenter!

PPI-Student Julian

Leßmann.

Als unabhängiges, europaweit operierendes

Beratungs- und Softwareunternehmen für die

Finanzbranche zählt die PPI AG seit Jahren

zu Deutschlands besten Arbeitgebern. Um den

eigenen Nachwuchsbedarf zu sichern, werden

an den Standorten Hamburg und Kiel jährlich

mehrere duale Studienplätze für „Wirtschaftsinformatik“

und „Angewandte Informatik“

angeboten. Ab dem Wintersemester 17/18

wird es zusätzlich einen PPI-Studienplatz

für „Business Administration“ an der HSBA

geben. Vorteile: Festanstellung mit attraktiver

Vergütung, abwechselnde Theorie- und

Praxisphasen, hohe Übernahmewahrscheinlichkeit.

Folge des erfolgreichen Studienmodells:

Ein Großteil der Absolventen verbleibt

nach erfolgreich absolviertem Studium im

Unternehmen!

Wir haben Studierende der PPI AG in Kiel und

Hamburg besucht und befragt, wie sich das

duale Studium in Theorie und Praxis „anfühlt“

und welche beruflichen Ziele sie verfolgen.

Hallo Julian, Felina und Lennart. Ihr absolviert

zurzeit ein duales Studium bei der

PPI AG. Wie seid ihr überhaupt darauf

gekommen?

Julian Leßmann (21) aus Elmshorn, studiert

im 4. Semester Wirtschaftsinformatik (PPI

Hamburg / Nordakademie Elmshorn, NAK):

Dass ich studieren möchte war mir früh klar

… ich lern extrem gern! Ernsthafte Gedanken

habe ich mir Anfang der 12. Klasse gemacht.

Ein Musikstudium lag nahe, denn ich habe elf

Jahre lang Posaune gespielt. Doch die Vorstellung,

anschließend beruflich Musik spielen zu

„müssen“, fand ich nicht so toll. Ich habe mir

dann eine Mindmap gemacht und bin bei Physik

und BWL gelandet. An der Nordakademie

habe ich mich bei einer Probevorlesung über

das Studium „Wirtschaftsingenieurwesen“

informiert, doch das weckte wenig Interesse

in mir. In der „Wirtschaftsinformatik“ ging es

anschließend um das Thema Nutzwertanalyse

und das fand ich total interessant. Analytische

und logische Herangehensweisen … so

etwas mag ich, das ist unbestechlich! Meine

Studien-Entscheidung war somit gefallen.

Aus der Liste der Kooperationsbetriebe habe

ich mich für PPI entschieden, weil ich einen

Tipp eines Orchesterfreundes erhielt. Der

hatte genau dieses Studium bei PPI absolviert

und war extrem begeistert. Jetzt weiß

ich, warum!

Felina Kaminski (19) aus Geesthacht, studiert

im 4. Semester Angewandte Informatik

(PPI Hamburg / NAK): Ich hatte Informatik

als Profilfach auf dem Gymnasium. Doch

begonnen hat alles in der 7. Klasse durch das

Computerspiel „Final Fantasy“. Animation,

Bildbearbeitung … von den Möglichkeiten

der Computertechnik war ich fasziniert. Nach

einem Besuch der School for Games in Berlin

sowie mehreren Praktika bei Hamburger

IT-Firmen wählte ich das Studium der Angewandten

Informatik. Und für PPI entschied

ich mich, weil ich hier kein anonymes Assessment-Center

durchlaufen musste, das Vorstellungsgespräch

angenehm locker war und die

Rahmenbedingungen top sind!

Lennart Schmidt (19) aus Kiel, studiert im

2. Semester Wirtschaftsinformatik (PPI Kiel /

Wirtschaftsakademie Kiel, WAK): Ich war

schon immer technik- und informatikaffin

und habe mich in der 13. Klasse über IT-Studiengänge

informiert, u.a. bei einem zweiwöchigen

Informatik-Schnupperstudium an

der Kieler Uni. Doch reine Informatik war mir

zu trocken. Ich konnte mir nicht vorstellen,

mein Leben lang nur zu programmieren. Die

Aussicht mit einem dualen Studium an der

WAK zwei Abschlüsse zu erlangen und in der

Schnittstelle zwischen IT und Wirtschaft zu

arbeiten, erschien mir ideal! Auf PPI bin ich

ehrlich gesagt auch durch euch gestoßen!

Denn ich hatte auf der ME2BE-Webseite einen

interessanten Online-Artikel über den Praxisalltag

von dual Studierenden bei PPI gelesen.

Dadurch erhielt einen guten Einblick.

59


CAMPUS STUDIUM COMPANIES PORTRAITS

Die Theoriephasen finden an privaten FH‘s

statt, an der Elmshorner NAK und der WAK

in Kiel. Wie sieht euer Tagesablauf dort

aus?

Felina: Pro Semester gibt es eine zehnwöchige

Theoriephase. 9 Wochen lang besuchen

wir dort täglich Vorlesungen und Veranstaltungen.

In der letzten Woche schreiben wir

Klausuren. „Uni-Tage“ – so, wie wir sie nennen

– sind unterschiedlich lang. An manchen

Tagen haben wir Vorlesungen von 9.15 Uhr

bis 18.45 Uhr, an anderen nur von 13 Uhr bis

15.45. Da ich in die Nähe der Nordakademie

gezogen bin, reicht es, wenn ich 08:15 Uhr

aufstehe. Ausreichender Schlaf und kurze

Anfahrten sind absolut hilfreich, denn man

sollte unbedingt wach sein, um den Vorlesungen

konzentriert folgen zu können: Eine

Vorlesung kann bis zu sechs Zeitstunden (mit

Pausen) dauern! Meinen Lenovo-Laptop von

PPI nehme ich nur selten mit. Um den Stoff zu

lernen, schreibe ich lieber

handschriftlich mit

und bereite meine Aufzeichnungen

zuhause

nach. Aber jeder lernt

anders. Wir bekommen

auch Skripte, aber in

denen wird nur zusammengefasst,

was auf den

Vortrags-Folien steht. Die Mittagspausen sind

unterschiedlich lang, manchmal nur 30 Minuten,

manchmal haben wir zwischen zwei Vorlesungen

mehrere Stunden Pause. Es gibt eine

Mensa, einen fußläufig erreichbaren Supermarkt

und einige Pizzaläden. Ich koche mir

meistens etwas vor und verpflege mich selbst.

Wie würdet ihr das Niveau des Stoffes

beschreiben? Wie anspruchsvoll sind die

Theoriephasen und wie bewertet ihr das?

Julian: Die Theoriephasen sind auf jeden Fall

lernintensiv! In unserem Studium wird der

Stoff in neun Wochen komprimiert vermittelt,

während die Vorlesungszeit an den Universitäten

bis zu 15 Wochen beträgt! Ich persönlich

bin jemand, der sehr viel Zeit mit Lernen

verbringt, das ist auch typabhängig. Ich

schreibe alles mit und bereite den Stoff nach.

Und ich versuche nachhaltig zu lernen, sodass

ich auch später noch davon profitieren kann!

Bis jetzt hat das gut geklappt. Motivierend

sind unsere kompetenten Dozenten. Die brennen

für das, was sie tun. Das beflügelt mich!

Lennart: Das Lernen kostet viel Zeit, keine

Motivierend sind

unsere kompetenten

Dozenten. Die brennen

für das, was sie tun.

Das beflügelt mich!

PPI-Studentin Felina Kaminski.

Frage! Je näher die Klausuren kommen, desto

höher wird der Lernaufwand. Fünf Klausuren

in einer Woche … das ist wirklich nicht

ohne! Doch mir gefallen

die Theoriephasen

ganz gut. Unsere Klasse

ist mit rund 30 Leuten

überschaubar. Dadurch

entsteht eine gute Lernatmosphäre

und ich habe

sehr schnell neue Leute

kennengelernt!

Felina: Der Stoff ist anspruchsvoll, aber zu

schaffen. Die Informatik-Fächer interessieren

mich persönlich etwas mehr als die wirtschaftlichen

– deshalb studiere ich ja auch Angewandte

Informatik und nicht Wirtschaftsinformatik!

Die Klausur „Diskrete Mathematik

2“ habe ich zuletzt nicht bestanden. Mehr als

die Hälfte aller Teilnehmer ist durchgefallen,

doch wir haben noch zwei weitere Versuche,

sie zu bestehen. Sorgen mache ich mir keine.

Es gibt Nachhilfegruppen und Tutorien und

auch während der Praxisphasen bei PPI unterstützen

uns unsere Ausbildungsleiter und

Paten bei allen Themen. Bei PPI brauchen wir

keine Angst davor zu haben, Schwächen einzugestehen!

Andere Firmen reagieren da leider

nicht so entspannt. Darüber bin ich froh,

denn niemand kann auf Anhieb alles perfekt!

Wie sehen die Praxisphasen aus? Arbeitet

ihr dauerhaft an denselben Projekten?

Felina: Das können wir zum Teil mit gestalten.

Bereits vor jeder Theoriephase besprechen

wir mit unseren PPI-Ausbildern, in welchen

Bereichen und an welchen Projekten wir

in der anschließenden Praxisphase eingesetzt

werden möchten. Natürlich lernen wir viele

Bereiche im Unternehmen kennen, z.B. Software-Entwicklung,

Testmanagement, Business

Intelligence und Consulting.

Lennart: In den Praxisphasen haben wir wenig

Lernstress, können etwas durchatmen und das

Erlernte praktisch anwenden. An der WAK in

Kiel startet man in der ersten Theoriephase

mit Java. Die Kenntnisse konnte ich in der

Praxisphase schon anwenden. Besonders gut

gefallen mir auch die flexiblen Arbeitszeiten

bei PPI. Projekt- und terminabhängig kann

ich hier auch mal später ins Büro kommen und

meine Arbeit auf den Abend verlegen.

Julian: In meiner letzten Praxisphase war ich

bei einem Kunden in Hannover eingesetzt.

Auch wenn das Reisen etwas aufwändiger war

– mir hat es super gefallen, dass PPI schon

so früh Vertrauen in mich setzt und mich zu

einem Kundenprojekt schickt!

Was sind eure Ziele und Perspektiven bei

PPI?

Julian: Ich plane im dritten Studienjahr ein

Auslandssemester in London. Nach dem Studium

könnte ich mir gut vorstellen, noch den

Master zu machen, entweder in Wirtschaftsinformatik

oder Wirtschaftspsychologie.

Lennart: Das Tolle bei PPI ist, dass dir nach

dem Studium alle Bereiche offen stehen: Ich

kann sowohl als Entwickler arbeiten als auch

ins Consulting gehen, im Bereich Business

Intelligence arbeiten, oder als Produktmanager

oder Technischer Redakteur arbeiten. In

der Wirtschaftsinformatik bin ich auf jeden

Fall genau richtig angekommen und ich

könnte mir jetzt schon gut vorstellen, bei PPI

zu bleiben.

Felina: Ich möchte im fünften Semester über

das Erasmus-Programm ein Auslandssemester

in Tartu in Estland verbringen. An der dortigen

Uni gibt es Kurse zu den Themen Robotik

und Verschlüsselung, die mich persönlich sehr

interessieren. Nach dem Studium kann ich mir

gut vorstellen, im Unternehmen zu bleiben.

PPI fühlt sich für mich schon so an, wie eine

zweite Familie.

Duales Studium bei PPI

Wirtschaftsinformatik (Nordakademie Elmshorn /

Wirtschaftsakademie Kiel)

Angewandte Informatik (Nordakademie Elmshorn)

Business Administration (HSBA)

Anzahl Studienplätze: PPI bietet jedes Jahr

insgesamt etwa 7 Studienplätze an

Voraussetzungen für jede Bewerbung: (Fach-)

Hochschulreife, erfolgreiche Absolvierung

des Nordakademie-Auswahltests

Studiendauer: 6 Semester (Wirtschaftsakademie

und HSBA), 7 Semester (Nordakademie inkl.

möglichem Auslandssemester)

Studiengebühren: werden von PPI übernommen

Studienbeginn: zum 01. Oktober

Bewerbungseingang: bevorzugt ein Jahr im

Voraus

Weitere Informationen unter: karriere.ppi.de

Du willst noch mehr erfahren? Dann steht dir

unser Student Julian (Julian.Lessmann@ppi.de)

für Fragen rund um das duale Studium gerne zur

Verfügung.

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PPI-Student Lennart Schmidt.

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CAMPUS STUDIUM COMPANIES PORTRAITS

Text Christian Dorbandt

Fotos Eric Genzken

„In meinem Semester sind

wir nur 26 Studierende,

sodass die Dozenten sogar

unsere Namen kennen.“

„ICH KANN GANZ GUT MIT ZAHLEN“

Über das duale Studium „Banking and Finance“ bei

der VR Bank Flensburg-Schleswig eG.

Studium in Hannover, Ausbildung

in Jübek und Schleswig – in

der Zentrale bespricht Björn

die nächsten Aufgaben mit

Ausbildungsleiterin Kira Richter.

Wer das Bankgeschäft bei der VR Bank Flensburg-Schleswig eG von der

Pike auf lernen möchte, absolviert die dreijährige duale Ausbildung zur

Bankkauffrau oder zum Bankkaufmann an einem der 15 Standorte.

Das Bankgeschäft lässt sich aber auch von der Pike auf „studieren“

– im dualen Studium „Banking and Finance“. Vorteil: Nach 3 Jahren

winken gleich zwei Abschlüsse: Der IHK- Abschluss „Bankkaufmann/-

frau“ sowie der akademische Titel „Bachelor of Arts“. Voraussetzung:

Abitur, gute Mathe- und Wirtschaftskenntnisse, hohe Lernbereitschaft

und ein gutes Gespür für Zahlen. ME2BE hat den VR-Bank-Studenten

Björn Daumann aus Schleswig befragt, wie das duale Studium abläuft.

Hallo Björn, seit 2015 absolvierst du das

duale Studium „Banking and Finance“

bei der VR Bank Flensburg-Schleswig.

Warum hast du dich für dieses Studium

entschieden?

Mir gefiel sowohl die Kombination von Mathe

und Wirtschaft als auch die von Theorie und

Praxis. Neben der finanziellen Sicherheit bieten

sich mir nach dem Studium sehr gute

berufliche Perspektiven. Und alles, was ich im

Studium und in der Ausbildung lerne, kann ich

später auch für meine eigenen Finanzen gut

gebrauchen.

Wo findet das duale Studium statt?

Das duale Studium ist aufgeteilt in insgesamt

60 Wochen geblocktes Studium an der Berufsakademie

für Bankwirtschaft in Hannover

sowie 96 Wochen betriebliche Ausbildung bei

der VR Bank Flensburg-Schleswig, abzüglich

Urlaubstage. Mein praktischer Ausbildungsstandort

ist die VR Bank-Filiale in Jübek.

Viele betriebliche Seminare und Veranstaltungen

finden auch in der Zentrale in Schleswig

statt.

Wie läuft das Studium ab? Locker oder

intensiv?

Keine Frage … das duale Studium ist intensiv.

Dafür gibt es keine überfüllten Hörsäle

und die Atmosphäre ist nicht so anonym, wie

an vielen Universitäten. In meinem Semester

sind wir nur 26 Studierende, sodass die

Dozenten sogar unsere Namen kennen. Wir

sitzen in einem ebenerdigen Seminarraum

und natürlich herrscht Anwesenheitspflicht.

Inhaltlich ist das Studium mit dem klassischen

BWL-Studium vergleichbar. Allerdings

ist unser Programm straffer. Mein Studientag

dauert täglich von 08.30 Uhr bis 16 Uhr. Im

Gegensatz zur klassischen BWL kann ich aus

den fünf Schwerpunkten Marketing, Personal,

Banksteuerung, Firmen- und Privatkundengeschäft

sogar drei Profile wählen.

Und wie sieht dein privates Studentenleben

aus?

Natürlich nicht so ausschweifend, aber die

Stadt Hannover ist ganz okay. Im Gegensatz

zu Schleswig gibt es dort wesentlich mehr

Kneipen, Clubs und Freizeitmöglichkeiten.

Ich wohne in einer 3er-WG in der Nähe der

Hochschule, zusammen mit zwei anderen

Studenten. Der eine kommt von der Volksbank

Lüneburger Heide, der andere von der

VR Bank Fulda. Wir haben ein gemeinsames

Konto, auf das wir die Miete und unser Haushaltsgeld

überweisen. Das klappt ganz gut.

Vor Klausuren lernen wir auch gemeinsam

und gehen abends zuhause den Lehrstoff

nochmal durch. Wenn ich mal Lust auf andere

Leute habe, gehe ich ganz gern ins „Zaza“.

Das ist ein ziemlich cooler Club am Raschplatz.

Demnächst wollen wir uns auch mal

ein Eishockeyspiel der Hannover Scorpions

angucken.

Weißt du schon, wie es für dich nach dem

Studium weitergehen wird?

Ich habe mich noch nicht festgelegt. Nach

dem Studium stehen mir bei der VR Bank

Flensburg-Schleswig grundsätzlich viele

Möglichkeiten offen, nicht nur in den Marktfolge-Abteilungen

sondern auch in der Kundenberatung.

Um praktische Erfahrungen im

Bereich Kundenberatung zu sammeln habe

ich mich jetzt für unseren „Vertriebswettbewerb“

angemeldet. In diesem Rahmen bin ich

für 40 persönliche Kundengespräche innerhalb

von vier Wochen verantwortlich. Danach

kann ich besser entscheiden, ob mir das Privatkundengeschäft

liegt. Vorstellen kann ich

mir das! Auf jeden Fall möchte ich wieder in

den Raum Schleswig-Flensburg ziehen. Für

mich als Schleswiger bedeutet das Leben zwischen

Meeren pure Lebensqualität!

Die VR Bank Flensburg-Schleswig bietet

folgende Ausbildungen an:

Ausbildung zum/-r Bankkaufmann/-frau

Duales Studium zum Bachelor of Arts in Banking

and Finance

VR Bank Flensburg-Schleswig eG

Personalabteilung

Kira Richter

Königstraße 17

24837 Schleswig

www.vrbank-fl-sl.de

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„DAS TOLLE AN DER

HOCHSCHULE FLENSBURG?

DAS CURRICULUM, DER

CAMPUS … UND DIE NÄHE

ZUM WASSER.“

STUDENTEN-PORTRAITS

„MEIN

BERUFSWUNSCH

NACH DEM

STUDIUM:

BERUFSSCHUL-

LEHRER.“

STUDENTEN-PORTRAITS

STUDENTEN-

PORTRAITS

Falk Schmidt

Falk Schmidt, 25

aus Neumünster, studiert im 5. Semester Elektrische Energiesystemtechnik

an der Hochschule Flensburg.

„Ich habe den Mittleren Schulabschluss an der Wilhelm­Tanck­

Realschule in Neumünster gemacht und anschließend eine auf drei

Jahre verkürzte Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik

absolviert. Von meinem Ausbildungsbetrieb wurde ich danach übernommen,

doch ich wusste, dass ich mein Potenzial noch nicht ausgeschöpft

hatte. Deshalb bin ich weiter zur Schule gegangen und

habe in zwei Jahren in Vollzeit an der Walther­Lehmkuhl­Schule

erst die Fachoberschule (FOS), dann die Berufsoberschule (BOS)

erfolgreich abgeschlossen. Mit der Hochschulzulassung entschied

ich mich für ein Fachhochschulstudium in Flensburg, weil ich hier

Elektrische Energiesystemtechnik studieren konnte. Das liegt im

Gegensatz zur reinen Elektrotechnik viel näher an meinem Profil

und ist näher an Facharbeitsplätzen in der Industrie. Außerdem

bin ich kein Großstadtkind und genieße hier die Nähe zum Wasser.

Und unser Campus hat den Vorteil, dass hier jeder jeden kennt oder

sehr schnell kennenlernen kann. Seit dem ersten Semester wohne

ich im Studentenwohnheim und bekomme BAföG. Zusätzlich jobbe

ich seit einem halben Jahr nebenbei als nicht­wissenschaftlicher

Mitarbeiter im Gebäudemanagement der Hochschule. Mein Berufswunsch

nach dem Studium: Berufsschullehrer.“

Celine Hülsen, 24

aus Hamburg, studiert im 7. Semester BWL mit Schwerpunkt

Beschaffung, Logistik und Supply Chain Management an der

Hochschule Flensburg.

„Ich habe mein Fachabitur an der Höheren Handelsschule in Hamburg

gemacht und anschließend eine Ausbildung zur Groß­ und

Außenhandelskauffrau absolviert. Für meinen Berufsstart wollte

ich mich aber noch besser aufstellen. Deshalb entschied ich mich

für ein praxisorientiertes BWL­Studium an einer Fachhochschule.

Die Entscheidung für Flensburg war absolut richtig! An der HSFL

gefielen mir von Anfang an das Curriculum, der Campus und die

Nähe zum Wasser! Mein Studienschwerpunkt ist Beschaffung, Logistik

und Supply Chain Management. Zahlen, Rechnen, Englisch

… das alles passt sowieso gut zu meinem Profil und qualifiziert

mich anschließend beispielsweise für die Arbeit in einem Logistikunternehmen.

Das Einzigartige an unserem Sandberg­Campus ist, dass Uni und

Hochschule direkt nebeneinander liegen, mit gemeinsamer Mensa

und vielen Freizeitveranstaltungen und Semesterpartys. Einmal im

Jahr findet der „Campus Bowl“ statt. Dann messen sich Uni und

Hochschule in der Flens­Arena in verschiedenen Spielen, wie z.B

Bobbycar­Bowling, Tangram, Völkerball oder Quiddich … ist super

besucht und macht total viel Spaß!“

Text Christian Dorbandt | Foto Eric Genzken

Text Christian Dorbandt | Foto Eric Genzken

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„UNSER CAMPUS

IST GRÜN UND

WIRKLICH SCHÖN.

ICH NENNE IHN

AUCH … DAS

AUENLAND!“

„DER EINSTIEG IN DAS

STUDIUM WAR EINFACH

UND ANGENEHM.“

„… EIN ABSOLUT

ZUKUNFTSWEISENDER

STUDIENGANG!“

„MIT DEM INNOVATIVEN

STUDIENGANG ENERGIE- UND

GEBÄUDEINGENIEURWESEN

KÖNNEN WIR EINEN GROSSEN

BEITRAG BEZÜGLICH DES

KLIMASCHUTZES ERREICHEN.“

STUDENTEN-PORTRAITS

Julia Winter, 25

aus Hamburg, studiert im 7. Semester Schiffstechnik mit Schwerpunkt

Schiffsbetriebstechnik an der Hochschule Flensburg und ist

aktives Greenpeace­Mitglied.

„Ich studiere Schiffstechnik mit Schwerpunkt Schiffsbetriebstechnik

an der Hochschule Flensburg. Davor habe ich eine dreijährige

Ausbildung zur Schiffsmechanikerin absolviert. Schule hat mir früher

überhaupt keinen Spaß gemacht. Ein Studium kam für mich

erst mal nicht in Frage. Mein Wunsch war es, eine technische oder

handwerkliche Ausbildung zu machen. Und da ich zuhause ausziehen

und schnell unabhängig sein wollte, war die Ausbildung zur

Schiffsmechanikerin genau die richtige Wahl. Anschließend verspürte

ich den Wunsch, mich weiter zu qualifizieren. Heute gefällt

mir das Studieren außerordentlich gut. Vor allem die theoretischen

Fächer Mathe, Elektrotechnik und Thermodynamik liegen mir.

Die Hochschule Flensburg ist ideal, um zu studieren. Wir haben

kleine Gruppen und eine große Nähe zu den Dozenten. Außerdem

ist unser Campus grün und wirklich schön. Ich nenne ihn auch

… das Auenland. Mit dem Bachelor­Abschluss kann ich später sowohl

als technische Offizierin zur See fahren oder als Ingenieurin

an Land arbeiten. Vielleicht kann ich später an der Entwicklung

schadstoffärmerer Schiffsantriebe mitwirken!“

Laura Sypli, 21

aus Tornesch, studiert im 1. Semester Marketing/Technische

Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule für Angewandte

Wissenschaften in Hamburg.

„Ich habe mein Abi am Johannes­Brahms­Gymnasium in Pinneberg

gemacht. Beruflich schwankte mein Interesse zwischen dem

kreativen und dem mathematischen Bereich. Für das Studium

‚Marketing / TBWL‘ an der HAW habe ich mich entschieden, weil es

viele interessante Bereiche abdeckt: Technik, Mathematik, Recht,

Wirtschaft und Marketing. Mit dem Bachelor­Abschluss könnte ich

mir gut vorstellen, später bei einer Veranstaltungsfirma zu arbeiten

– gern hier in der Region, denn Hamburg finde ich echt schön.

Der Einstieg in das Studium war einfach und angenehm. Es gab

eine Orientierungswoche, in der wir überall rumgeführt wurden und

von Tutoren viele Tipps erhielten. Zusätzlich habe ich mich schnell

auf eine ausgeschriebene Tutorenstelle beworben und arbeite nun

in der Fachbibliothek mit. Da verdiene ich mir ein bisschen Geld

dazu und kann meine Freistunden sinnvoll nutzen.

Im Gegensatz zur Schulzeit kommt es im Studium viel stärker auf

Selbstdisziplin und Eigenleistung an. Es gibt zwar einen Stundenplan,

aber nicht immer Hausaufgaben, sodass ich selbst entscheiden

muss, wie umfangreich ich meine Vor­ und Nachbereitungen

gestalte. Doch insgesamt macht das bisher echt Spaß. Und die

Lage der HAW ist ja auch ziemlich gut. In den Pausen kann man

wunderbar zum Eis­Essen an die Alster gehen.“

Lasse Zapf, 21

aus Lübeck, im 2. Semester im Bachelorstudiengang Energie­ und

Gebäudeingenieurwesen (EGI) an der Fachhochschule Lübeck.

„Ich bin gebürtiger Lübecker. Was liegt da näher, als an einer Hochschule

am Heimatort zu studieren. Hier habe ich die Ausbildung

zum Anlagenmechaniker für Sanitär­, Heizungs­ und Klimatechnik

durchlaufen, daneben das Fachabitur in der Abendschule nachgeholt,

habe hier mein soziales Umfeld und meine Freunde. Wenn

dann noch die gesuchte Fachrichtung stimmt, ist auch die Hochschule

richtig.

Schon immer haben mich erneuerbare Energien und deren Techniken

interessiert, besonders dabei die gebäudeplanerischen Aspekte.

Genau das bietet der Studiengang EGI des FB Bauwesen der

FH Lübeck. Hier werden viele Themen in den höheren Semestern

behandelt, die ich mit meiner beruflichen Ausbildung verbinden

kann. Die Ausbildung passt genau in die Vorstellung von meinem

zukünftigen Berufsbild.

Der Studiengang ist absolut zukunftsweisend. Wer bei der Energiewende

und bei der Umstellung von fossilen zu erneuerbaren Energien

mitmachen will, dem kann ich dieses Studium nur empfehlen.“

Arne Marquitan, 26

aus Bad Segeberg, 2. Semester im Bachelorstudiengang Energieund

Gebäudeingenieurwesen an der Fachhochschule Lübeck.

„Als ich von dem Studiengang Energie­ und Gebäudeingenieurwesen

erfahren habe und mich über die bevorstehenden Lehrmodule

informierte, fiel mir die Entscheidung leicht, diesen zu wählen.

Denn dass fossile Energien die Umwelt schädigen, ist bekannt, und

dass ich an der Ideenentwicklung zu alternativen Energiequellen

beitragen könne, ist für mich eine spannende und interessante

Herausforderung. Durch eine Ausbildung zum allgemeinen Mechatroniker

kann ich meine Kenntnisse und mein Wissen, das ich erworben

habe, mit einfließen lassen.

Technische Systeme überblicken zu können und in Projektarbeiten

mit verschiedenen Spezialisten zusammen zu nachhaltigen Ergebnissen

zu kommen, ist für mich sehr reizvoll.

Mit dem innovativen Studiengang Energie­ und Gebäudeingenieurwesen

können wir einen großen Beitrag bezüglich des Klimaschutzes

erreichen.

Wenn ihr naturwissenschaftlich und technisch interessiert seid

und zudem Spaß an Teamarbeit habt und zusätzlich etwas zum

Klimawandel beitragen wollt, kann ich allen nur das Studium Energie­

und Gebäudeingenieurwesen in Lübeck empfehlen. Lübeck ist

eine schöne und kulturell vielseitige Studierendenstadt in Norddeutschland.“

STUDENTEN-PORTRAITS

Text Christian Dorbandt | Foto Eric Genzken

Text Christian Dorbandt | Foto Eric Genzken

Text Lasse Zapf | Foto FH Lübeck

Text Arne Marquitan | Foto FH Lübeck

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„AUF DEM CAMPUS DER FH

IN HEIDE MIT RUND 1600

STUDENTEN GEHT ES RECHT

FAMILIÄR ZU.“

„ICH KANN DAS STUDIUM

NUR EMPFEHLEN, DENN

MAN HAT NACH DEM

ABSCHLUSS SEHR GUTE

EINSTIEGSCHANCEN IN DEN

BERUF.“

„ALS „NERD“

BEZEICHNET ZU

WERDEN, EMPFINDE

ICH NICHT ALS

BELEIDIGUNG …!“

Prof. Reiner Schuett, Andreas Buck, Katharina

Vollsen und Prof. Rainer Dittmar (v l n r).

STUDENTEN-PORTRAITS

Hauke Harders, 24

aus Heide, Master­Studiengang Automatisierungstechnik, 1. Semester,

davor Bachelor­Studium Elektrotechnik und Informationstechnik

an der Fachhochschule Westküste.

„Entscheidend für die Wahl des Studiums und der FH Westküste war

mein Interesse an Technik und Physik: Während eines Schulpraktikums

entdeckte ich dann die Elektrotechnik für mich. Seitdem

stand für mich fest, dass ich mehr über die Sache mit dem Strom

lernen möchte. Ich habe mir eine kleine, gute Fachhochschule ausgesucht,

weil dort der Praxisbezug größer ist als an der Uni. Das

ist mir persönlich sehr wichtig. Auf dem Campus der FH in Heide

mit rund 1600 Studenten geht es recht familiär zu. Nach einigen

Semestern kennt man viele Mitstudenten, und die Betreuung der

Professoren ist sehr gut. Sie kennen die Studis per Namen und unterstützen

sie speziell während der Lernphasen für Klausuren. Die

beruflichen Perspektiven sehen übrigens prima aus: Die Welt wird

immer weiter digitalisiert und automatisiert. Für diese Aufgaben

werden gut ausgebildete Fachkräfte benötigt, die nicht nur Systeme

entwickeln, sondern warten und instandhalten können. Außerdem

hast du gute Aufstiegschancen bis zum Abteilungsleiter. Mein

Tipp fürs Studium: Am Anfang nicht den Kopf hängen lassen! Es ist

in Ordnung, auch mal eine schlechte Note zu schreiben. Wichtig ist

aber, sich auf die Dinge zu konzentrieren, die einem Spaß machen.

Dann kommen dort die guten Noten von ganz allein. Weiterhin

sollte man Kontakte knüpfen, denn man kann nur von einander und

miteinander lernen. In den Semesterferien kann ich nur empfehlen,

als Werkstudent in einem Unternehmen zu arbeiten. So lassen

sich Theorie und Praxis prima miteinander verknüpfen.“

Milan Norgel, 21

aus Heide, Studium der Elektro­ und Informationstechnik im 4.

Semester an der Fachhochschule Westküste.

„Ich wusste, dass ich nach dem Abitur studieren wollte, habe mich

aber relativ spät auf ein Studium festgelegt. Es war mir nur klar,

dass Mathe und Physik – meine besten Fächer in der Schule – die

Kernthemen sein sollten. Entschieden habe ich mich schließlich

für den Studiengang Elektro­ und Informationstechnik mit dem

Schwerpunkt Technik. Außerdem war es mir wichtig, einen zukunftsorientierten

Beruf mit guten Chancen auf dem Arbeitsmarkt

zu haben. Die Dozenten und Professoren betreuen uns hervorragend.

Wenn man Fragen oder Probleme hat, nehmen sie sich genügend

Zeit, um zu helfen. Teamarbeit wird bei uns großgeschrieben,

daher arbeiten wir häufig in Gruppen: Das fängt bei Übungen an

und hört bei den Labortätigkeiten auf. Außerdem wird das Lernen

in Gruppen gefördert. Freizeitangebote gibt es auch genügend,

von Ballsportarten bis hin zum Fitnesstraining ist für jeden etwas

dabei. Meine Erwartungen an das Studium sehe ich nach vier Semestern

positiv bestätigt. Ich kann das Studium nur empfehlen,

denn man hat nach dem Abschluss sehr gute Einstiegschancen in

den Beruf. Das Lernen in kleinen Gruppen ist sehr effektiv und die

theoretischen Lerninhalte werden in Laborversuchen praxisnah erklärt.

Nicht zu vergessen das Engagement der Dozenten. In meiner

Freizeit spiele ich Fußball und gehe ins Fitnessstudio.“

Katharina Anne Vollsen, 24

aus Osterhorn, hat an der Fachhochschule Westküst in Heide

Elektro­ und Informationstechnik studiert und anschließend den

Master Mikroelektronische Systeme absolviert. Für ihre Masterarbeit

erhielt sie kürzlich den mit 1.500 Euro dotierten „Industriepreis

Technik“. In der Untersuchung bei dem Energieproduzenten

RWE DEA AG Friedrichskoog / Mittelplate deckte sie Optimierungspotenziale

in der elektrischen Energieversorgung des Unternehmens

auf und erarbeitete Vorschläge für ein verbessertes

Energiemanagement sowie für ein System zur Erkennung kritischer

Betriebsfälle. Jetzt arbeitet sie als Ingenieurin Nachrichtentechnik

in der Energiebranche.

„Meine Ausbildung zur Mechatronikerin hat mein Interesse für

Elektrotechnik geweckt, so dass ich tiefer in diese Materie einsteigen

wollte. Besonders die Vielfalt an Möglichkeiten, die das

elektrotechnische Studium bietet, finde ich großartig. Ich wollte

einen soliden und interessanten Job mit Zukunftsaussichten – den

habe ich gefunden.

Die Hauptaufgaben dieses Berufes sind vielfältig. Aufgabengebiete

gehen von der Entwicklung klassischer analoger und digitaler

Schaltungen, Programmierung von elektronischen Komponenten

bis hin zu Fertigungs­ bzw. Prozesskontrollen. Später kann man

dann tätig werden in der Nahrungsmittel­, Automobil­ oder Energieversorgungsbranche,

um nur einige Bereiche zu nennen.

Während des Studiums haben die Professoren immer ein offenes

Ohr für unsere Fragen und sind gut erreichbar. Meist arbeitet man

zu zweit oder in Laborgruppen zusammen. In der Freizeit werden

Ausflüge und Sport angeboten. Außerdem sehen die beruflichen

Chancen gut aus, wenn man einen Job hat. Dadurch, dass ständig

technische Neuerungen auf den Markt kommen, bildet man sich

immer weiter. Wichtig ist dabei, ein gewisses Maß an Neugierde

und Forschungsdrang mitzubringen. Wer sich für dieses Studium interessiert,

sollte bedenken, das ein Bachelor­Studium mindestens

sieben und ein Master­Studium drei Semester dauert. Das muss

man finanziell und von der Motivation her erst mal durchhalten.

In meiner Freizeit lese ich gern, gehe schwimmen, verreise oder

mache Pilates.“

Finja Hauschild, 21

aus Kaltenkirchen, absolviert im 6. Semester ein Duales Studium

Angewandte Informatik bei der PPI AG in Hamburg / Nordakademie

Elmshorn.

„Ich habe mich relativ spät über Studienmöglichkeiten informiert.

Mir schwirrten nur Klischees im Kopf herum, zum Beispiel, dass

ein FH­Abschluss weniger wert sei als ein Uni­Abschluss! Zum

Glück erhielt ich den Tipp, mich an der Nordakademie in Elmshorn

umzuschauen. Dort entdeckte ich schließlich das Angebot: Duales

Studium: Angewandte Informatik. Dieses Fach hatte mir schon auf

dem Gymnasium Kaltenkirchen gut gefallen. Ich besorgte mir von

der NAK die zum Studium gehörige Firmenliste, bewarb mich bei

insgesamt drei Unternehmen, wurde von allen dreien zum Vorstellungsgespräch

eingeladen und erhielt anschließend drei Zusagen.

Meine Entscheidung fiel auf die PPI AG: Zum einen wurden mir

hier die besten Rahmenbedingungen geboten. Zum anderen verlief

das Gespräch in einer sympathischen, freundlichen und lockeren

Atmos phäre ab – das wirkte total attraktiv und überzeugend auf

mich! Die Entscheidung habe ich nie bereut. Im Gegenteil – ich

würde gern nach dem Studium bei der PPI AG bleiben und überlege

zurzeit, in welcher Unit ich am liebsten nach dem Studium arbeiten

würde … es bleibt spannend! Und es bleibt auch genügend

Freizeit, in der ich am liebsten Sport mache, mich mit Freunden

treffe oder kleinere Programme für meinem Raspberry Pi programmiere.

Als „Nerd“ bezeichnet zu werden, empfinde ich nicht als

Beleidigung, sondern als Bestätigung dafür, dass ich etwas von

meinem Kram verstehe!“

STUDENTEN-PORTRAITS

Text Joachim Welding | Foto Hauke Harders

Text Joachim Welding | Foto Milan Norgel

Text Joachim Welding | Foto Katharina Anne Vollsen

Text Christian Dorbandt | Foto Eric Genzken

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„IM BERUF IST MIR SOWOHL

DER KONTAKT ZU BÜRGERN

ALS AUCH DER EINSATZ

IN DEN VIELFÄLTIGEN

AUFGABENBEREICHEN DER

VERWALTUNG WICHTIG.“

„DIE ATMOSPHÄRE

IST TOTAL

ANGENEHM …“

„FÜR MICH IST DIE ARBEIT IN

DER VERWALTUNG GENAU

DAS RICHTIGE, WEIL ICH

GERN MIT MENSCHEN

ZUSAMMENARBEITE.“

„VIELE DOZENTEN

KENNEN UNSERE

NAMEN, GEHEN NÄHER

AUF UNS EIN UND

HABEN IMMER EIN

OFFENES OHR FÜR

FRAGEN.“

STUDENTEN-PORTRAITS

Janina Schulz (20)

aus Scharbeutz, Studiengang Allgemeine Verwaltung, 3. Trimester

an der Fachhochschule Verwaltung und Dienstleistung in Altenholz.

„2011 hatte ich ein Praktikum bei der Gemeinde gemacht. Das hat

mir so gut gefallen, dass ich daraufhin eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten

absolviert habe. Da ich gerne im gehobenen

Dienst arbeiten wollte, habe ich mich danach für das Studium entschieden.

Im Beruf ist mir sowohl der Kontakt zu Bürgern als auch

der Einsatz in den vielfältigen Aufgabenbereichen der Verwaltung

wichtig.

Das Studium kann im Beamtenverhältnis abgeleistet werden, in

der Regel wird es im dualen Studium bei einem Dienstherrn in

öffentlichen Verwaltungen absolviert. Danach kann man als Sachbearbeiter,

Abteilungs­ oder Amtsleiter tätig werden. Da ich bereits

im Verwaltungsbereich ausgebildet bin, ist mir der Einstieg

ins Studium leichter gefallen. Wenn man anfangs etwas mehr Zeit

in das Lernen der Grundlagen investiert, kommt man sehr gut mit.

An der FH Altenholz gefällt mir besonders der offene Umgang mit

den Dozenten. Sie haben immer ein offenes Ohr, wenn es Probleme

gibt. Aber auch der Kontakt zu den Kommilitonen ist gut und die

gegenseitige Unterstützung klappt prima. Später würde ich gerne

in einer Gemeindeverwaltung arbeiten, insbesondere interessiert

mich das Haupt­, Ordnungs­ oder Bauamt. Die Familie und Freunde

reagierten positiv auf meinen Berufswunsch, die meisten haben

sich für mich gefreut. Klar, dass ab und zu schon mal ein Beamtenwitz

fällt, aber das stört mich nicht weiter. In meiner Freizeit engagiere

ich mich ehrenamtlich als Schwimmtrainerin bei der DLRG.“

Text Joachim Welding | Foto Janina Schulz

Lisann Ketels, 21

aus Husum, Kreisinspektoranwärterin im 8. Trimester des dualen

Studiums Public Administration bei der Kreisverwaltung Dithmarschen.

„Mir kam es nach dem Abi an der Theodor­Storm­Schule in Husum

darauf an, einen Beruf zu erlernen, der mir Spaß macht, in dem ich

anderen Menschen helfen und mich persönlich und beruflich weiterentwickeln

kann. Außerdem wünschte ich mir familienfreundliche

Arbeitszeiten und eine Tätigkeit hier in der Region. All das

ermöglicht die Verwaltungslaufbahn im Höheren Dienst. Nebenbei

fand ich es attraktiv, mit zwei Abschlüssen das duale Studium zu

beenden und auch später verbeamtet zu werden.

Das Studium an der Verwaltungsfachhochschule in Altenholz ist

anspruchsvoll. Die ersten beiden Trimester haben wir nur mit Theorie

verbracht. Eine willkommene Abwechslung sind die Praxisblöcke

hier im Kreishaus Heide. Die Atmosphäre ist total angenehm

und wir Nachwuchskräfte werden als Unterstützung wahrgenommen

und nicht als Belastung. Die Stimmung unter uns Azubis ist

sowieso super! Zuletzt habe ich vier Monate in der Eingliederungshilfe

gearbeitet, die sich mit Angebotsleistungen für Menschen mit

Behinderung beschäftigt. Einige Male konnte ich meine Kollegen

begleiten und direkt zu den betroffenen Personen fahren, um ihnen

die Möglichkeiten und Grenzen von Leistungen zu erklären. Mir

geht das Schicksal von Bürgerinnen und Bürgern manchmal ganz

schön nahe. Aber wir lernen, mit emotionalen Situationen umzugehen

und für jeden eine gerechte Lösung zu finden. Es stimmt

definitiv nicht, dass die Arbeit in der Verwaltung eintönig ist! Im

Gegenteil … die Aufgaben sind spannend, abwechslungsreich und

niemand muss ein Leben lang in derselben Abteilung arbeiten!“

Text Christian Dorbandt | Foto Michael Ruff

Kathrin Bork, 27

aus Lassan, im 3. Studienjahr im dualen Studium Public Administration

/ Allgemeine Verwaltung bei der Stadtverwaltung Elmshorn.

„Ich habe nach dem Abitur eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten

in Potsdam absolviert und anschließend drei Jahre in

der Potsdamer Verwaltung gearbeitet. Erst danach beschloss ich,

nach Elmshorn zu ziehen, das duale Studium aufzunehmen und hier

die Ausbildung im gehobenen Dienst anzutreten. Meine Ausbildung

dauert dadurch insgesamt zwar länger, aber im Studium habe ich

dadurch auch einen Wissensvorsprung. Für mich ist die Arbeit in

der Verwaltung genau das Richtige, weil ich gern mit Menschen

zusammenarbeite. Ich mag den Kontakt zu den Bürgerinnen und

Bürgern. Zahlen sind eher nicht so meins.

Ich genieße besonders das Bodenständige an Elms horn. Man hat

hier alles, was man braucht: genügend Einkaufsmöglichkeiten, eine

gute Infrastruktur, eine tolle Lage am Rande Hamburgs und die

Nähe zu Nord­ und Ostsee. Schön finde ich auch, die Königstraße

entlang zu bummeln oder im Liether Wald spazieren zu gehen.

Nach dem Studium wird mich die Elmshorner Stadtverwaltung übernehmen.

Dafür habe ich schon eine Zusage erhalten. Jetzt suche

ich noch eine Wohnung … und dann freue ich mich einfach auf

alles, was kommt.“

Text Christian Dorbandt | Foto Eric Genzken

Viktoria Gebel, 25

kommt aus Trappenkamp und studiert im 5. Semester Betriebswirtschaftslehre

an der FH Kiel.

„Dass ich mal studieren werde, war nicht von Anfang an klar. Angefangen

habe ich mit dem Ersten Allgemeinbildenden Abschluss.

Anschließend habe ich noch den Mittleren Abschluss gemacht und

zuletzt noch die Fachhochschulreife erworben. Darauf folgte die

Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement, nach der mir mein

Arbeitgeber ein Studium oder eine Art von Weiterbildung anbot.

So habe ich angefangen, BWL zu studieren. Nebenbei arbeite ich

weiterhin ein paar Stunden pro Woche im Betrieb. Dort werde ich

nach dem Studium auch im externen Rechnungswesen tätig sein.

Die kurzen Wege an der FH Kiel sind toll. Viele Dozenten kennen

unsere Namen, gehen näher auf uns ein und haben immer ein offenes

Ohr für Fragen. Außerdem gefällt mir gut, dass das Studium

hier näher an der Praxis ist, als zum Beispiel BWL­Studiengänge

an der Uni.“

Text Aenne Boye| Foto Eric Genzken

STUDENTEN-PORTRAITS

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„DAS STUDIEREN

UND DIE UNI

FINDE ICH TOLL.“

„UNSER CAMPUS IST SCHÖN

GRÜN, ES IST NIRGENDS

ÜBERFÜLLT UND ES GIBT NETTE

VERANSTALTUNGEN ...“

„DAS BESONDERE DABEI

IST, DASS DER MENSCH

IM MITTELPUNKT

„ICH KANN DAS STUDIUM NUR

EMPFEHLEN, DENN MAN HAT

NACH DEM ABSCHLUSS SEHR

GUTE EINSTIEGSCHANCEN IN

DEN BERUF.“

STEHT, MIT DEM MAN

ZUSAMMENARBEITET, UM DIE

GEWÜNSCHTEN ZIELE ZU

ERREICHEN.“

STUDENTEN-PORTRAITS

Janne Kühn, 23

aus Gettorf, studiert im 4. Semester Geschichte und Deutsch (B.A.)

auf Lehramt mit Schwerpunkt Sekundarstufe I an der Europa­Universität

Flensburg.

„Hi, ich bin Janne und studiere im 4. Semester Geschichte und

Deutsch auf Lehramt. Mein Abi habe ich an der Isarnwohldschule

in Gettorf gemacht. Eigentlich hatte ich gar nicht vor, Lehrerin zu

werden, sondern tendierte zum Zoll oder zur Polizei. Dann habe ich

ein Lehrerpraktikum an einer anderen Schule absolviert, fand das

ganz gut und habe ich mich mal ‚auf Verdacht‘ um einen Studienplatz

in Flensburg beworben. Als ich die Zusage erhielt, hatte ich

von Polizei und Zoll noch nichts gehört … tja, die Uni war halt

schneller!

Das Studieren und die Uni finde ich toll. Ich bin auch der ländliche

Typ und finde unsere Studienumgebung unglaublich schön.

Außerdem möchte ich nicht weit vom Meer entfernt leben. In meiner

Freizeit fahre ich gern nach Glücksburg. Dort gibt es schöne

Strände und man kann gut mit dem Hund spazieren gehen. Nach

dem Studium möchte ich auch gern als Lehrerin arbeiten, aber auf

keinen Fall im Ausland! Ich bin da eher ein Familienmensch und

brauche meine Freunde um mich!“

Laura Frank, 25

aus Bad Segeberg, studiert im 10. Semester Deutsch und Sport

(B.A.) auf Lehramt mit Schwerpunkt Sekundarstufe I an der Europa­

Universität Flensburg.

„Hallo, ich bin Laura. Ich studiere Deutsch und Sport auf Lehramt

an der EUF und würde anschließend gern als Lehrerin im Ausland

arbeiten. Nach dem Abitur wusste ich nicht so genau, was ich beruflich

machen sollte und habe deshalb erst mal ein Au­Pair­Jahr in

Madrid verbracht. Dort bin ich halbtags an einer deutschen Schule

gewesen. Das hat mir gut gefallen. Durch den Handballsport hatte

ich sowieso Interesse, beruflich mit Kindern und Jugendlichen zu

arbeiten. So kam es zu meiner Entscheidung für das Lehramtsstudium.

Die Entscheidung für Flensburg fiel spontan. Ich bin hier

einfach zum Sporttest hingefahren und habe mir gesagt: Wenn es

hier klappt, warte ich nicht auf die Zusagen anderer Unis. Heute

bin ich froh darüber, denn in Flensburg zu studieren, macht echt

Spaß. Unser Campus ist schön grün, es ist nirgends überfüllt und

es gibt nette Veranstaltungen, wie das Campus­Kino oder Sport­

Events. Und man kann hier schnell Leute kennenlernen, so wie

Janne. Wir kennen uns seit diesem Semester aus den Pädagogikveranstaltungen.“

Rica Großmann, 20

aus Lübeck, Studiengang Physiotherapie, 2. Semester an der Universität

zu Lübeck.

„Zuerst wollte ich eigentlich Medizin studieren, da ich aber keinen

Platz bekam, habe ich mich alternativ auch für Physiotherapie

beworben. Wichtig war für mich, etwas im Gesundheitsbereich zu

machen, um Menschen helfen zu können. Mein Interesse wurde

dabei geweckt, als ich selbst einmal verletzt war und physiotherapeutisch

behandelt wurde. Außerdem wollte ich einen Beruf, der

nie langweilig wird und in dem man immer dazulernt. Die Hauptaufgaben

dieses Berufes sind ja Bewegungsstörungen zu verbessern,

zu verhindern und zu heilen. Das Besondere dabei ist, dass

der Mensch im Mittelpunkt steht, mit dem man zusammenarbeitet,

um die gewünschten Ziele zu erreichen. Möglichkeiten, sich

weiterzubilden, gibt es viele, was von Arbeitgebern auch häufig

erwartet wird. Wenn man später im Krankenhaus arbeitet, bieten

sich gute Aufstiegschancen. Da Physiotherapeuten derzeit Mangelware

sind, sind sie sehr gefragt. Die Betreuung an der Uni läuft

super, man kann jederzeit über seine Themen sprechen und erhält

Unterstützung. Dabei ist Teamarbeit sehr wichtig, da gerade in den

praktischen Übungen oft zusammengearbeitet wird. Nicht zu vergessen

auch das breite Spektrum an sportlichen und musikalischen

Angeboten der Uni. Aktiv bin ich selbst bei Floorball und Pilates

dabei. Wenn man ein Fach mit viel Praxis studieren möchte, ist

dieser Studiengang genau der Richtige.“

Marc-Johannes Stender, 21

aus Kiel, Studiengang Pflege, 6. Semester an der Universität zu

Lübeck.

„Für meine Berufswahl war ausschlagebend, dass ich gerne mit

Menschen arbeiten wollte. Dass das der richtige Beruf für mich ist,

ist mir seit der Oberstufe klar. Im Vorstellungsgespräch für diese

Ausbildung habe ich mich dann relativ spontan für das Studium

entschieden. Außerdem haben mich Gesundheitsthemen interessiert.

Als Gesundheits­ und Krankenpfleger unterstützt man den

Arzt und ist für die medizinische und pflegerische Versorgung der

Patienten zuständig. Das Studium ermöglicht uns auf dem neuesten

Stand der Wissenschaft zu arbeiten, was dem Patienten zugute

kommt. Nach dem vierjährigen dualen Studium hat man gleich zwei

Abschlüsse in der Tasche: Das Examen als Gesundheits­ und Krankenpfleger

und anschließend den Bachelor of Science in Pflege.

Das bietet viele Möglichkeiten, man kann z.B. im Ausland tätig

werden oder auch einfach zuhause im Krankenhaus arbeiten. Darüber

hinaus kann man auch einen Masterstudiengang absolvieren,

um pädagogisch oder wissenschaftlich arbeiten zu können.

Teamarbeit und Kommunikation spielen in diesem Beruf eine sehr

wichtige Rolle. Im Laufe des Studiums lernen wir, mit den verschiedenen

anderen Berufen wie Physiotherapie und Medizin zusammen

zu arbeiten. Wer sich für diesen Beruf interessiert, dem empfehle

ich, lieber ein Praktikum zu viel als zu wenig zu machen, um herauszufinden,

ob die Arbeit im Krankenhaus das Richtige ist.“

Meine Erwartungen an das Studium sehe ich nach vier Semestern

positiv bestätigt. Ich kann das Studium nur empfehlen, denn man

hat nach dem Abschluss sehr gute Einstiegschancen in den Beruf.

Das Lernen in kleinen Gruppen ist sehr effektiv und die theoretischen

Lerninhalte werden in Laborversuchen praxisnah erklärt.“

STUDENTEN-PORTRAITS

Text Christian Dorbandt | Foto Michael Ruff

Text Christian Dorbandt | Foto Michael Ruff

Text Joachim Welding | Foto Thomas Berg

Text Joachim Welding | Foto Marc-Johannes Stender

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AUF EINEN BLICK

Studiengänge im wirtschaftlichen Bereich in Schleswig-Holstein

und Hamburg

HH

Berufsakademie Hamburg

- Betriebswirtschaft KMU (dual) (BA)

- Management Erneuerbarer Gebäudeenergietechnik

(dual) (BEng)

BiTS - Business and Information Technology

School

- Business & Managementstudies (MSc)

- Business Law (LLB)

- Business Psychology (BSc)

- Communication & Media Management (BSc)

- Journalism & Business Communication (BA)

- Soccer Management (BSc)

- Sport & Eventmanagement (BSc)

- Corporate Management (MSc)

- Int. Sport & Event Management (MA)

- Marketing Management (MA)

DIPLOMA Hochschule

- Betriebswirtschaft (BA)

- Generalmanagement (BA)

- Medienwirtschaft & Medienmanagement (BA)

- Tourismuswirtschaft (BA)

- Wirtschaft & Recht, Schwerpunkt Management (MA)

- Wirtschaftsrecht (LLB)

- Wirtschaftsrecht mit internationalen Aspekten (LLM)

- Wirtschaftsingenieurwesen (BEng)

- Wirtschaftsinformatik (BSc)

EBC Hochschule

- International Business Management (BA)

- Sports Management (BA)

- Fashion, Luxury and Retail Management (BA)

- Tourism & Event Management (BA)

- Business Psychology (BSc)

- Pflegewissenschaft & Management (BA)

- Pädagogik & Management (BA)

- Fakultät Care & Education Management (BA)

- International Management (MA)

Europäische Fernhochschule Hamburg

- Betriebswirtschafslehre (BSc)

- International Business Administration (BA)

- Betriebswirtschaft und Wirtschaftspsychologie (BSc)

- Finance & Management (BSc)

- Sales und Management (BA)

- IT-Management (BSc)

- Logistikmanagement (BSc)

- Wirtschaftsrecht (LLB)

- Betriebswirtschaftliches Bildungs- und Kulturmanagement

(BA)

- General Management (MBA)

- Marketing (MBA)

- Business Coaching & Change Management (MA)

- Wirtschaftspsychologie (MSc)

- Taxation, Accounting, Finance (MAcc)

FOM - Hochschule für Oekonomie &

Management gemeinnützige GmbH

- Banking & Finance (BA) - bb

- Business Administration (BA + MBA) - dual oder bb

- International Business (BA) - bb

- International Management (BA) - dual oder bb

- Marketing & Digitale Medien (BA) - dual oder bb

- Business Administration, Vertiefung Aviation Management

(BA) - bb

- Finance & Accounting (MSc) - bb

- Human Resource Management (MSc) - bb

- Management - Ausrichtung Unternehmensmanagement

(MA) - bb

- Management - Ausrichtung Kommunales Management

(MA) - bb

- Management - Ausrichtung Non-Profit-Management

(MA) - bb

- Marketing & Communication (MSc) - bb

- Risk Management & Treasury (MSc) - bb

- Sales Management (MSc) - bb

- BWL und Wirtschaftspsychologie (BSc) - bb

- Wirtschaftspsychologie (MSc) - bb

- Wirtschaftsrecht (LLB) - dual oder bb

- Unternehmensrecht, Mergers & Aquisitions (LLM) - bb

- Taxation (LLM) - bb

- IT Management (MSc) - bb

- Wirtschaftsingenieurwesen (BSc) - bb

- Technologie- und Innovationsmanagement (MSc) - bb

- Gesundheits- und Sozialmanagement (BA) - dual

oder bb

- Pflegemanagement (BA) - dual oder bb

- Wirtschaftsinformatik (BSc) - dual oder bb

HAW – Hochschule für Angewandte

Wissenschaften

- Produktionstechnik und -management (BSc + MSc)

- Wirtschaftsingenieurwesen (BSc + MSc)

- Bibliothek- und Informationsmanagement

- Interdisziplinäre Gesundheitsversorgung und Management

(BSc)

- Sozial- und Gesundheitsmanagement (MBA)

- Public Management (dual) (BA + MA)

- Außenwirtschaft/Internationales Management (BSc)

- International Logistics and Management (MSc)

- International Business (MSc)

- Logistik/Technische Betriebswirtschaftslehre (BSc)

- Marketing/Technische Betriebswirtschafslehre (BSc)

- Marketing und Vertrieb (MSc)

- Multichannel Trademanagement in Textile Business (MA)

Helmut-Schmidt-Universität – Universität

der Bundeswehr Hamburg

- Betriebswirtschaftslehre (BSc + MSc)

- Volkswirtschaftslehre (BSc + MSc)

- Wirtschaftsingenieurwesen (BSc + MSc)

HFH – Hamburger Fern-Hochschule

- Gesundheits- und Sozialmanagement (BA)

- Management von Organisationen und Gesundheit

im Personalwesen (MA)

- Pflegemanagement (BA)

- Wirtschaftsingenieurwesen (BEng)

- Betriebswirtschaft (BA + MA)

- Betriebswirtschaft (dual) (BA)

- General Management (MBA)

- Taxation - Steuerberatung (MA)

Hochschule Fresenius

- Betriebswirtschafslehre (BA)

- Betriebswirtschafslehre (bb) (BA)

- Logistik und Handel (BA) - auch bb

- Management und Ökonomie im Gesundheitswesen (BA)

- Sportmanagement (BA)

- Sportmanagement (BA) - auch bb

- Tourismus-, Hotel- und Eventmanagement (BA) auch bb

- Wirtschaftsrecht (LLB)

- Corporate Finance and Controlling (MSc)

- Energiemanagement (MSc)

- General Business Management (MBA) - bb

- General Management (MBA) - bb

- Human Resources Management (MA)

- International Pharmaoeconomics, Health Economics

& Market Strategies for Healtcare Products (MSc)

- Sustainable Marketing & Leadership (MA)

- International Business Management (BA)

- International Business Psychology (BA)

- Digital Management (MA)

- 3D-Design und Management (BA)

- Kommunikationsstrategie und Management (BA) - bb

- Medien- und Kommunikationsmanagement (BA) -

auch bb

- Digitales Management (MA)

- Wirtschaftspsychologie (BSc + MSc) - auch bb

- Business Psychology (Master)

- Gesundheit & Management für Gesundheitsberufe (BA)

- Führung und Management im Gesundheits- und

Sozialwesen (MA)

HSBA - Hamburg School of Business Administration

- Business Administration (dual) (BSc)

- Business Administration Englisch (dual) (BSc)

- Business Informatics (dual) (BSc)

- Logistics Management (dual) (BSc)

- Maritime Management (dual) (BSc)

- Media Management (dual) (BSc)

- Global Management & Governance (MSc) - bb

- Real Estate & Leadership (MSc)

- Corporate Management (MBA) - bb

- Shipping MBS - bb

- Executive Master of Business Administration (MBA) - bb

International School of Management

- Business Administration International Management

(BA) - auch bb

- Business Administration Finance (BA) - auch bb

- Business Administration Logistik Management (BA)

- auch bb

- Business Administration Sales & Brand Management

(BA) - auch bb

- Management International Management (MA) -

auch bb

- Management Finance (MA) - auch bb

- Management Supply Chain Management & Logistics

(MA) - auch bb

- General Management (MBA) - auch bb

- Betriebswirtschaft International Management (dual)

(BSc)

- Betriebswirtschaft Logistik Management (dual)

(BSc)

- Betriebswirtschaft Marketing & Communications

(dual) (BA)

- Management, Marketing, CRM & Vertrieb (MA)

- bb

- Management Psychologie & Management (MA) -

bb

MSH Medical School Hamburg – University

of Applied Sciences and Medical University

- Medical Controlling and Management (BSc)

- Rescue Management (BSc)

NBS – Northern Business School

- Sicherheitsmanagement (BA) - auch in Teilzeit

- Betriebswirtschaft (BA) - auch in Teilzeit

- Business Management (MA) - auch in Teilzeit

- Management soziale Arbeit (BA) - in Teilzeit

Nordakademie Graduate School

- Betriebswirtschaftslehre (dual) (BSc)

- Wirtschaftsinformatik (dual) (BSc)

- Wirtschaftsingenieurwesen (dual) (BSc)

- Business Administration (MBA) - bb

- General Management (MA) - bb

- Marketing and Sales Management (MA) - bb

- Financial Management & Accounting (MSc) - bb

- Wirtschaftsinformatik/IT-Management

(MSc) - bb

- Wirtschaftsingenieurwesen (MSc) - bb

- Wirtschaftspsychologie (MSc) - bb

- Wirtschaftsrecht (LLM) - bb

TUHH – Technische Universität

Hamburg-Harburg

- Mechanical Engineering and Management (MEng)

- Joint Master in Global Innovation Management

(MEng)

Universität Hamburg

- Arbeits- und Sozialmanagement mit Schwerpunkt

Recht (LLB)

- Betriebswirtschaftslehre (BSc)

- Betriebswirtschaft (Business Administration) (MSc)

- Gesundheitsmanagement (MBA)

- Health Economics and Health Care Mangement

(MSc)

- Human Resource Management (MA)

- International Business and Sustainability (MA)

- IT-Management und -Consulting (MSc)

- Law and Economics (LLM + MA + MSc)

- Law and Econmics of the Arab Region (LLM + MA

+ MSc)

- Volkswirtschaftslehre (BSc)

- Wirtschaft und Kultur Chinas

- Wirtschaftsinformatik (BSc + MSc)

- Wirtschaftsingenieurwesen (BSc + MSc)

- Wirtschaftsmathematik (BSc + MSc)

SH

CAU - Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

- Betriebswirtschaftslehre (BSc + MSc)

- Environmental Management (MSc)

- Hospital Management (MHM)

- Materials Science and Business Administration

(voraussichtlich ab WS 19/20)

- Schulmanagement und Qualitätsentwicklung (MA)

- Volkswirtschaftslehre (BSc)

- Wirtschaftsinformatik (BSc + MSc)

- Wirtschaftsingenieurwesen Elektrotechnik und Informationstechnik

(BSc + MSc)

- Wirtschaftsingenieurwesen Materialwissenschaft (BSc)

Europa-Universität Flensburg

- International Management (BA)

- International Management Studies (MA)

- Energie- und Umweltmanagement/Developing

Countries (MEng)

- Energie- und Umweltmanagement/Industrial Countries

(MEng)

Fachhochschule Kiel

- Agrarmanagement (MSc)

- Technologiemanagement und Marketing (BEng)

- Betriebswirtschaftslehre (BA) - auch Online

- Wirtschaftsinformatik (BA) - auch Online

GLOSSAR

- Betriebswirtschaftslehre (MA)

- Technische Betriebswirtschaft (MA)

- Wirtschaftsinformatik (MA) - Online

Fachhochschule Lübeck

- Betriebswirtschaftslehre (BSc + MA)

- Umweltingenieurwesen und -management (BSc)

- Wirtschaftsingenieurwesen (BSc + MSc) - auch

Online

- Wirtschaftsingenieurwesen Lebensmittelindustrie (BEng)

Fachhochschule Wedel

- Betriebswirtschaftslehre (auch dual) (BA)

- IT-Management, Consulting & Auditing (BSc)

- Wirtschaftsinformatik (BSc)

- Wirtschaftsingenieurwesen (BEng)

Fachhochschule Westküste

- International Tourism Management (BA + MA)

- Wirtschaft & Recht (LLB)

- Betriebswirtschaft (BA)

- Betriebswirtschaft - Triales Modell (BA)

- Management und Technik (BSc)

- Wirtschaftspsychologie (BA + MSc)

(der MSc ist geplant auf WS 17/18)

- Tourismusmanagement (MA) - Online und bb

Hochschule Flensburg

- Betriebswirtschaft (BA)

- Wirtschaftsinformatik (BSc)

- Businessmanagement/ Wirtschaftsinformatik (MA)

- Business Management (MA)

Wirtschaftsakademie Kiel

- Betriebswirtschaftslehre (dual) (BA)

- Wirtschaftsinformatik (dual) (BSc)

- Wirtschaftsingenieurwesen (dual) (BEng)

Legende

(BA) Bachelor of Arts

(BSc) Bachelor of Science

(BEng) Bachelor of Engineering

(MA) Master of Arts

(MSc) Master of Science

(MEng) Master of Engineering

(MAcc) Master of Accountancy

(MBA) Master of Business Administration

(LLB) Bachelor of Laws

(LLM) Master of Laws

(BA-NF) Bachelor of Arts - Nebenfach

(MEd) Master of Education

(SE) Staatsexamen

(WS) Wintersemester

bb berufsbegleitend

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Top 5 Wirtschaftsfilme

Denkt man an Wirtschaft, kommen

einem Floskeln wie „Zeit ist Geld“ und

„Geld stinkt nicht“, in den Kopf. Dass

es in der Wirtschaft aber um mehr

als nur Profit geht, beweisen unsere

fünf Wirtschaftsfilme. Alle zeigen

den Zuschauerinnen und Zuschauern

eine Welt, die weit komplexer ist, als

eine Aneinanderreihung von Zahlen.

Es geht um Schicksale, Freundschaft

und den Glauben an sich selbst.

Text Nadja Linke

The Social Network

Drama, USA 2010, 121 Min.

Harvard- Student Mark Zuckerberg wurde gerade von seiner Freundin verlassen.

In seiner Wut legt er den Universitätsserver lahm, wodurch die Brüder

Winklevoss auf ihn aufmerksam werden, da sie einen Programmierer für ihr

Projekt suchen. Ihre Idee ist es, ein uni-internes Portal zu entwickeln, über

das sich Studenten miteinander vernetzen können. Zuckerberg ist sofort Feuer

und Flamme für das Projekt und beschließt, es für seine eigenen Zwecke

zu nutzen. Zusammen mit seinem besten Freund Eduardo Saverin (Andrew

Garfield) entwickelt

er die Idee weiter und

gründet Facebook.

Doch die Winklevoss-Brüder

schwören

Rache und auch die

Beziehung zu Eduardo

verändert sich.

Wer ist Mr. Cutty?

Komödie, USA 1996, 109 Min.

Foto Sony Pictures Home

Entertainment

Investmentbankerin Laurel Ayres (Whoppi Goldberg) ist frustriert. Nicht

sie, sondern ihr Kollege Frank Peterson (Timothy Dali) erhält die begehrte

Beförderung und das alles nur, weil Laurel kein Mann und schwarz ist. In

ihrer Not gründet sie ihre eigene Firma und erfindet die Persönlichkeit

Robert Cutty, in dessen Namen sie von nun an arbeitet. Nach und nach

entwickelt sich die Firma zum Erfolg, doch plötzlich wollen alle den ominösen

Mr. Cutty kennenlernen. Laurel steht vor einem Problem.

Die Kunst zu gewinnen –

Moneyball

Drama, USA 2011, 133 Min.

Billy Beane, Baseballcoach

der Oakland

Athletics, hat es nicht

leicht. Verzweifelt versucht

er talentierte

Spieler in seinem Team

zu halten, doch diese

verabschieden sich

sofort bei dem nächstbesten

Angebot. In

Foto Sony Pictures Home Entertainment

seiner Not stellt er den Yale-Absolventen Peter Brand ein (Jonah Hill). Der

behauptet, mithilfe computerunterstützter Statistiken, einen erfolgreichen

Kader mit unterklassigen No-Name-Spielern zusammenstellen zu können.

Statistik meets Sports … und auf Tatsachen basierend!

The Big Short

Drama, USA 2015, 131 Min.

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von Michael Lewis.

Er handelt von den Hintergründen der amerikanischen Bankenkrise

aus dem Jahre 2007, die eine weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise

auslöste. Hedgefonds-Manager Michael Burry (Christian Bale) erkennt

frühzeitig die sich anbahnende Immobilienblase, gründet einen eigenen

Fond und spekuliert fortan auf Kurseinbrüche, sogenannte „short

options“. Sein Erfolg gibt ihm Recht … nach massiven Kurseinbrüchen

gerät die Weltwirtschaft ins Wanken!

Die Changemaker

Dokumentation, D 2015, 26 Min.

Der Film begleitet die zwei Kieler Start-ups ’Goldeimer’ und ’My Boo’ in dem

ersten Jahr nach ihrer Gründung. Beide Projekte wollen mit ihren Produkten

die Welt verändern und zu mehr Nachhaltigkeit und Inklusion anregen.

Die Jungs von ’My boo’ stellen robuste Bambusfahrräder her, die in Ghana

handgefertigt werden.

Das Team von ’Goldeimer’

widmet sich einer

ganz anderen Sache. Sie

bauen Ökotoiletten für

Musikfestivals. Zwei unterschiedliche

Projekte,

die den Traum der Selbständigkeit

leben.

Foto www.yooweedoo.org

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77


Taschengeld für Profis

Wenn das Gehalt nicht reicht und Oma

nicht ans Telefon gehen will

Text Katharina Grzeca

Illustration Sarah Matuszewski

Das Ausbildungsgehalt fällt in den meisten Fällen nicht gerade üppig

aus. Abhängig von der eigenen Lebenssituation kann es schwer

werden, sich von der Vergütung über Wasser zu halten. Azubis, die

nicht mehr bei ihren Eltern wohnen, müssen vom Ausbildungsgehalt

die Miete, Essen, Telefon und Fahrten bestreiten. Manche

Berufe verlangen zudem die Anschaffung von Berufskleidung oder

anderen Arbeitsmaterialien, auch Bücher für die Berufsschule müssen

häufig selbst bezahlt werden.

Noch schwieriger haben es diejenigen, die eine schulische Ausbildung

an Berufs(fach)schulen absolvieren. In der Regel bekommen

sie keine Ausbildungsvergütung. Viele private Schulen verlangen

zudem eine monatliche Schulgebühr.

Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)

Unterstützung für Auszubildende, die in finanzielle Nöte geraten,

bietet die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) der Agentur für Arbeit.

Ziel dieser Förderung ist die Überwindung wirtschaftlicher

Schwierigkeiten, die einer angemessenen beruflichen Qualifikation

entgegenstehen. Wie viel finanzielle Unterstützung dir letztendlich

zugesprochen wird, muss zunächst eingehend geprüft werden. Anspruch

auf die BAB haben Auszubildende, die nicht mehr zu Hause

wohnen und keine finanzielle Unterstützung vom Elternhaus erhalten

können. Schulische Ausbildungen sind von dieser Förderung

ausgenommen.

BAföG

Schüler können zu diesem Zweck Leistungen aus dem Bundesausbildungsförderungsgesetz

(BAföG) beantragen. Der

monatliche Zuschuss muss von Schülern nicht, so wie es bei

Studenten der Fall ist, anteilig zurückgezahlt werden. Für die

Schülerförderung sind die Ämter für Ausbildungsförderung der

Kreise oder kreisfreien Städte zuständig. Für die Studierendenförderung

sind die Studentenwerke der Hochschulen zuständig,

an denen die Immatrikulation erfolgt. Hier wird zunächst

eingehend geprüft, ob dir bei deinem familiären Hintergrund

überhaupt eine staatliche Unterstützung zusteht.

Wohngeld

Wer weder Anspruch auf die Berufsausbildungsbeihilfe noch

auf BAföG hat, kann sich seine Miete, oder Teile davon, durch

das Wohngeld finanzieren. Dabei muss der Auszubildende volljährig

sein und nachweisen, dass er die Kosten für die Wohnung

selbstständig aufbringen muss.

Kindergeld

Vom ersten Lebensmonat bis zur Volljährigkeit ist jedem das

Kindergeld sicher. Befindet man sich darüber hinaus noch in

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79


der Ausbildung für einen Beruf, kann die Kindergeldzahlung sogar

bis zum 25. Lebensjahr fortgezahlt werden. Damit ist allerdings

nicht nur eine klassische Ausbildung gemeint, sondern z. B. auch

ein Studium.

Hauptsache, der Ausbildungsweg hat einen bestimmten Beruf als

Ziel. Das schließt somit auch betriebliche oder andere weiterführende

Ausbildungen mit ein. Grundsätzlich aber endet die Kindergeldzahlung,

wenn das Ergebnis der Abschlussprüfung deiner Ausbildung

schriftlich vorliegt.

SOMMER 2017

No.1

Meister-BAföG

Das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) ermöglicht

Handwerkern und Fachkräften finanzielle Förderungen bei der

beruflichen Weiterbildung in Form des Meister-BAföG. Das Meister-BAföG

wird gemeinsam von Bund und Ländern getragen und

zu einem Teil als Zuschuss, zum anderen Teil als Darlehen ausgezahlt.

Alle Berufsbereiche sind förderungsfähig, aber die Förderung

ist an bestimmte Anforderungen gebunden. So muss beispielsweise

eine abgeschlossene Erstausbildung nachgewiesen

werden. Wer nach einer solchen Förderung eine Selbstständigkeit

anstrebt, dem können Teile des Darlehens erlassen werden.

Nebenjob

Selbstdesinfizierendes

Stethoskop von einer

15-jährigen Schülerin geht

bald in Serie

Vom Hörsaal in den

Chefsessel: So wird die

eigene Firma erfolgreich

Wer trotz aller Hilfen mit seinem Geld nicht auskommt, dem bleibt

noch der Nebenjob als Alternative. Über alle bezahlten Nebentätigkeiten

sollte der Ausbildungsgeber informiert werden. Dabei ist einerseits

entscheidend, wie viele Stunden der Nebenjob einnimmt.

Die Arbeitszeit wird nämlich mit der im Ausbildungsbetrieb verrechnet.

Andererseits sollte darauf geachtet werden, wie viel Geld

man aus Ausbildung und Nebenjob erhält. Ein zu hohes Einkommen

kann dazu führen, dass der Anspruch auf Wohn- oder Kindergeld

verfällt. Wer zudem über 450 Euro im Monat dazuverdient, ist sozialversicherungspflichtig.

Was zunächst als ein

schönes Hobby begann,

ist heute mehr als ein reiner

Zeitvertreib. Die Bolggerin

Hanna im Interview

Einsparmöglichkeiten gibt es zudem bei kostenlosen Girokonten

für Auszubildende und bei günstigen Wohnheimen. Vergünstigungen

gibt es auch bei Nah- und Fernverkehr sowie bei vielen Sportund

Freizeitaktivitäten. Wer einen Monat trotz der Tipps nicht über

die Runden kommt, dem bleibt immer noch der Anruf bei Oma.

„„Marisha“ –

die

Überlebensgeschichte

der

Malka Rosenthal

Gabriele Hannemanns Buch für Kinder über das jüdische

„Mädchen aus dem Fass“


Pinneberger

Schüler

Adrian Riekert holt

bei der Olympiade dreimal

Edelmetall

Ass ASS

Treppchen TREPpCHEN

80


Rubrik

THE NØRD TIMES

82 BLOG

83

Thema

„Auf das Problem der Keimbelastung auf Stethoskopen

hat mich unser Kinderarzt gebracht. Er hat mir erzählt,

dass die Geräte zum Abhorchen der Lungen echte

Keimschleudern sind.“

Hackbarth kürzlich das Patent abgekauft

und ihr zusätzlich eine Umsatzbeteiligung

eingeräumt. Inzwischen ist Riekes Erfindung

weltweit als Patent geschützt.

Selbstdesinfizierendes Stethoskop von

einer 15-jährigen Schülerin geht bald

in Serie

Gefährliche Keime gelten als tödliche

Gefahr: Sie sitzen auch auf Stethoskopen,

mit denen Ärzte ihre Patienten

untersuchen. „Dagegen muss man etwas

tun“, dachte sich die 15-jährige Rieke-Marie

Hackbarth und tüftelte an einem Stethoskop,

das sich automatisch desinfiziert. Mit ihrer

Erfindung gewann die Gymnasiastin einen

Bundespreis bei „Jugend forscht“. Jetzt will

ein Medizintechnik-Unternehmen ihren „Geistesblitz“

auf den Markt bringen.

Es kommt nicht alle Tage vor, dass die

Erfindung eines 14-jährigen Mädchens so

gut ist, dass es reihenweise Preise gewinnt

und als Patent angemeldet wird. „Dass sich

auch noch ein Medizintechnik-Hersteller

für mein Stethoskop interessiert und es

für die Serienfertigung weiterentwickeln

will, war für mich ein tolle Bestätigung für

die intensive Forschungsarbeit neben der

Schule“, erzählt die Gymnasiastin aus Henstedt-Ulzburg.

Die Unternehmensgruppe

Fischer (Waldachtal/Baden-Württemberg),

die für ihre Dübel und die Fischertechnik-Baukästen

bekannt ist, hat Rieke

„Auf das Problem der Keimbelastung auf

Stethoskopen hat mich unser Kinderarzt

gebracht. Er hat mir erzählt, dass die Geräte

zum Abhorchen der Lungen echte Keimschleudern

sind.“ In späteren Laboruntersuchungen

bei einem Unternehmen aus der

Region konnte Rieke nachweisen, dass die

Membran des Stethoskops ebenso stark mit

Keimen belastet ist wie die nicht desinfizierten

Hände von Versuchspersonen. Dann

begann die Schülerin des Gymnasiums

Harksheide in Norderstedt, eine Vorrichtung

zu bauen, die die Membran automatisch

desinfiziert. Sie besorgte sich Teile,

darunter eine kleine Pumpe, Infusionsbeutel

und Desinfektionsflüssigkeit, dazu

die Elemente für die elektronische Steuerung.

„Im Keller habe ich noch kurz vor

der Präsentation bei Jugend forscht gelötet

und die Schaltung programmiert“, erzählt

Rieke, die sich besonders für Naturwissenschaften

und Mathe interessiert.

Die Jury des Landeswettbewerbs 2015 in

Kiel ließ sich von der damals 14-Jährigen

und ihrer Erfindung begeistern. So genial

einfach funktioniert das selbstdesinfizierende

Stethoskop: Der Arzt drückt während

der Untersuchung beim Abhorchen automatisch

einen Knopf auf dem Abhörkopf.

Wird das Gerät länger als drei Sekunden

vom Körper des Patienten abgehoben, löst

der Pump-Mechanismus automatisch aus

und sprüht die Desinfektionsflüssigkeit auf

die Membran. So löste Rieke mit dem ersten

Platz in der Kategorie Arbeitswelt die

Fahrkarte zum Jugend forscht-Bundeswettbewerb

in Ludwigshafen. Auch dort sorgte

die jüngste Nachwuchsforscherin unter

den Teilnehmern für Furore: Die damalige

Neuntklässlerin erhielt den Sonderpreis

Naturwissenschaft/Technik von Bundespräsident

Joachim Gauck.

„Professionelle Unterstützung bekam ich

beim Bundesfinale des Wettbewerbs Weconomy,

wo ich das Stethoskop Managern vorstellen

konnte, darunter Franz Fehrenbach,

Aufsichtsratsvorsitzender von Bosch“,

erzählt Rieke. Ein Mentor half ihr, einen

Partner aus der Industrie zu finden, der das

bereits patentierte Gerät in Serie herstellen

will. So kam der Kontakt zum innovationsstarken

Unternehmen Fischer zustande, das

sich für das Patent interessierte, um es für

einen Markteintritt weiterzuentwickeln.

„Wir schätzen den innovativen Erfindergeist

der jungen Wissenschaftlerin Rieke

Hackbarth sehr“, sagte Wolfgang Pott,

Pressesprecher bei Fischer. Das Unternehmen

will die Tüftlerin auch künftig in die

Weiterentwicklung einbinden.

Die Auseinandersetzung mit medizinischen

Themen hat bei Rieke inzwischen

auch ihren Berufswunsch gefestigt: „Ich

will Ärztin werden“, meint sie selbstbewusst,

im kommenden Jahr macht sie Abitur.

Aus ihrem Projekt habe sie außerdem

eine Menge gelernt, unter anderem auch,

dass man für Forschung Geduld brauche.

„Das Stethoskop wird für mich immer eine

Herzensangelegenheit bleiben. Ich freue

mich, dass ich die Weiterentwicklung bei

Fischer begleiten kann.“ Und wer weiß:

Vielleicht wird Rieke Hackbarth eine Tages

ihre Patienten ganz selbstverständlich mit

einem selbstdesinfizierenden Stethoskop

abhorchen.

Text & Fotos Joachim Welding


Rubrik

THE NØRD TIMES

84 STARTUP

85

Thema

Christian-Albrechts-Platz 3. Der meist ungenutzte

Bereich neben den Hörsälen war

damals unser ‚Wohnzimmer’. Hier paukten

wir oft gemeinsam“, ergänzt Sören Fenner.

Dabei fanden die Vier heraus, dass sie im

Team bestens an komplexen Themen arbeiten

können – und, dass der Name Cap3 für

ein gemeinsames Unternehmen einfach perfekt

ist.

„Unser erster Kunde war und ist noch immer

das Leibniz-Institut für die Pädagogik der

Naturwissenschaften und Mathematik (IPN)

an der Universität Kiel“, erzählen die vier

Gründer nicht ohne Stolz. „Für das renommierte

Institut entwickeln wir auch weiterhin

agil eine Cloud-basierte Plattform zur

Unterstützung der Prozesse in der Aufgabenentwicklung

für die Bildungsforschung

– Stichwort PISA-Studien“

Nach ersten Pilot-Tests konnte das

ITEMS-System Mitte 2015 erstmals im Rahmen

einer Erhebung im Zusammenhang von

NEPS (Nationales Bildungspanel) erfolgreich

eingesetzt werden. Seit 2016 findet ITEMS

unter anderem in der internationalen MEWS

Studie Verwendung. Weitere Erhebungen für

die NEPS Studie sowie anderen Studien sind

bereits in Planung.

Vom Hörsaal in den Chefsessel: So wird

die eigene Firma erfolgreich

Gleich vier Diplomanden haben sich

nach erfolgreicher Abschlussprüfung

am Institut für Informatik als

Unternehmensgründer Respekt erworben.

Cap3 lautet der ungewöhnliche Name für

ihre mittlerweile schon über fünf Jahre existierende

Software-Firma. Ein Startup wie im

Bilderbuch.

Man darf es als „edle Form von Wissenstransfer“

bezeichnen: Wenn Innovationen

bereits die Abschlussarbeit an der Uni

prägen und mit diesem geistigen Kapital

der mutige Sprung in die Selbstständigkeit

gelingt. Sören Fenner, Nicolas Günther,

Felix Magedanz und Bettual Richter hatten

schon gute Ideen in ihren Diplomarbeiten

bei Professor Wilhelm Hasselbring am Institut

für Informatik der Uni Kiel entwickelt.

Den Schritt vom Hörsaal in die (eigene)

Chefetage gingen die frisch gebackenen

Diplom-Informatiker schließlich im Oktober

2011: Sie gründeten ihr eigenes Unternehmen

– die Cap3 GmbH. Als Starthilfe gab es

von der Innovationsstiftung Schleswig-Holstein

(ISH) gleich ein Gründerstipendium

mit auf den Weg.

„Aus unserer Studienzeit stammt nicht

nur die Idee zur Gründung sondern auch

der Firmenname“, erzählt Felix Magedanz.

„CAP3 ist die unter Studenten gebräuchliche

Abkürzung des Hörsaalgebäudes am

Aus unserer

Studienzeit

stammt nicht

nur die Idee zur

Gründung

sondern auch

der Firmenname

Inzwischen – über fünf Jahre nach der Gründung

– entstehen bei Cap3 Softwarelösungen

für namhafte Kunden wie Hermes Fulfilment,

ABUS oder Bartels-Langness. Cap3 entwickelt

Individuallösungen für Geschäftskunden

in den Bereichen Web und Mobile-Applikationen

und setzt auf zukunftsfähige

Tech-Stacks und Expertise. „Immer wieder

entwickeln wir auch iOS oder Android Apps

für die Stores, aber unser Schwerpunkt liegt

im Abbilden von Geschäftsprozessen“, so

Mitgründer Nicolas Günther.

Viel Arbeit also, die nach kompetenten

Arbeitskräften verlangt. So wundert es

nicht, dass das Team um die vier Gründer

sich bereits auf 16 Mitarbeiter/innen vergrößern

konnte. Praktikanten, Bacheloranden

und Masterstudenten unterstützen

zusätzlich die kreative Arbeit. „Und wir sind

stets auf der Suche nach sympathischen und

qualifizierten Kollegen“, betont Sören Fenner.

Felix Magedanz ergänzt, dass sich vieles

geändert hat seit der Gründung, aber der

Zusammenhalt ist geblieben. Ein wichtiger

Faktor für ein erfolgreiches Unternehmen –

da sind sich die Vier einig.

Text Joachim Welding

Fotos Cap 3


Rubrik

THE NØRD TIMES

86 BLOG

87

Thema

nachgebaut haben. Da freue ich mich sehr

und bin auch ein klein wenig stolz, dass

jemand meine Idee in seiner Wohnung

umgesetzt hat.

Du betreibst deinen Blog mittlerweile

schon seit anderthalb Jahren. Was ist dein

Highlight aus dieser Zeit?

Mit steigender Bekanntheit wurde ich seit

letztem Jahr vermehrt auch zu Firmen und

Events eingeladen und habe darüber inzwischen

viele tolle Leute kennen gelernt.

„Am schönsten

finde ich es

immer, wenn mir

Leute Bilder von

DIYs schicken,

die sie nach

meiner Anleitung

nachgebaut

haben.“

Was zunächst als ein schönes Hobby

begann, ist heute mehr als ein reiner

Zeitvertreib. Die Bolggerin Hanna im

Interview

Mint und Meer – so heißt der Blog

der 26 Jährigen Lehramtsstudentin

aus Kiel, in dem sie ihre Liebe

für Design und Einrichten auslebt. Im Interview

erklärt uns die Kielerin, was sie dazu

bewegt hat, einen eigenen Blog zu schreiben

und welche Rolle Instagram dabei spielt.

Wie bist du auf die Idee gekommen, einen

eigenen Blog ins Leben zu rufen?

Angefangen hat alles mit ein paar Bildern,

die ich auf Instagram geteilt habe. Nach und

nach haben sich dann immer mehr Menschen

für die Bilder interessiert, vor allem auch

für die DIY (Do-it-yourself) Projekte. Für

die Anleitungen zu den Projekten war auf

Instagram einfach zu wenig Platz, weshalb

ich beschlossen habe, einfach alles in einem

Blog zu vereinen. Bei ’Mint und Meer’ kann

ich alles erzählen, was mehr Platz braucht.

Ich habe quasi angebaut, nutze Instagram

aber weiterhin als Medium.

Nach welchen Kriterien wählst du deine

Themen aus?

Grundsätzlich kommt nur das auf den Blog,

was mir auch gefällt. Das können ganz verschiedene

Dinge sein – von Wohnen und

Design bis hin zu Reisen wird alles verbloggt,

worauf ich Lust habe. Zum Beispiel

Fundstücke vom Flohmarkt, Reiseziele oder

Anleitungen für DIY-Projekte. Inzwischen

arbeite ich auch gelegentlich mit Firmen

zusammen, über deren Produkte ich Artikel

schreibe oder ich arbeite freiberuflich für

andere Firmen und schreibe für deren Blogs

und Webseiten. Dabei verbiege ich mich aber

nicht, sondern schreibe nur über Produkte

und Themen, die zu mir passen. Alles andere

fände ich nicht authentisch.

Wie ist das Feedback zu deinen

Blog einträgen?

Sehr positiv. Am schönsten finde ich es

immer, wenn mir Leute Bilder von DIYs

schicken, die sie nach meiner Anleitung

Was machst du neben dem Bloggen und

dem Studium in deiner Freizeit?

Ach, im Moment nimmt das Bloggen einen

Großteil meiner Freizeit ein. ’Hauptberuflich’

bin ich ja noch Studentin und meine

Fächerkombination Englisch und Geschichte

lässt wenig Raum für Kreatives, da ist der

Blog eine tolle Abwechslung. Es hat ja als

Hobby angefangen und sich dann langsam

professionalisiert. Ich bastle total gerne und

plane neue Projekte in meiner Wohnung.

Wirklich abschalten kann ich gut am Meer.

Da kann man einfach bei jedem Wetter die

Seele baumeln lassen.

Wie würdest du diesen Satz vervollständigen?

Ich habe eine Vision...

... das die Menschen irgendwann aufhören,

anderen Menschen oder Trends hinterher zu

eifern und einfach ihren eigenen Stil finden

und leben. Das wäre so viel Spannender, als

immer das Gleiche zu sehen.

Hannas Blog findet ihr unter:

www.mintundmeer.de

Text Nadja Linke

Fotos Johanna Misfeldt


Rubrik

THE NØRD TIMES

88 BÜCHER

89

Thema

Gabriele Hannemanns Buch für Kinder

über das jüdische „Mädchen aus

dem Fass“

Ein Fass unter der Erde rettete das

jüdische Mädchen Marisha: Eine Bauernfamilie

versteckte die Siebenjährige,

sie überlebte den Holocaust als einzige

ihrer Familie. Von ihrer Flucht und der Hoffnung

auf ein Weiterleben in Israel erzählt

das biografische Kinderbuch „Marisha – Das

Mädchen aus dem Fass“, das die Autorin

Gabriele Hannemann im Kieler Landeshaus

vorstellte. Mit einer Skype-Verbindung war

Malka Rosenthal aus Israel zugeschaltet – sie

war das Mädchen, das sich immer verstecken

musste und früher Marisha hieß.

„„Marisha“ –

die

Überlebensgeschichte

der

Malka Rosenthal

Das kleine Gefängnis in der Scheune ist

Marishas Ort der Zuflucht, der Sicherheit.

Nur eine Stunde am Tag darf das Mädchen

das Fass verlassen, alles andere wäre zu

gefährlich gewesen. Von einer polnischen

Familie in jener Scheune versteckt, überlebt

Marisha den Völkermord an den Juden

durch Deutsche im Nationalsozialismus und

wandert 1948 nach Israel aus. Dort nimmt

sie den Namen Malka Rosenthal an und löst

über 70 Jahre später ein Versprechen ihrer

Mutter ein, die im Angesicht ihres eigenen

Todes einem deutschen Wehrmacht-Soldaten

entgegenschreit: „Meine Tochter wird leben

– und sie wird es der ganzen Welt erzählen!“

Die Lehrerin und Autorin Gabriele Hannemann

aus Schleswig-Holstein hat Malka

Rosenthal eine Stimme geliehen und die

Geschichte der kleinen Marisha aufgeschrieben

– so einfühlsam, dass Grundschul-Kinder

sie nachvollziehen können, ohne selbst

traumatisiert zu werden. „Schon 2002 hatten

wir Malka nach Norddeutschland eingeladen,

damit sie in Schulen ihre Erlebnisse

erzählen konnte“, berichtet die Autorin,

die den Verein „Yad Ruth“ in Hamburg mitgegründet

hat. Er unterstützt bedürftige

jüdische Holocaust-Überlebende in Israel

und Osteuropa. Seit 20 Jahren arbeitet die

Lehrerin zudem mit Zeitzeugen in Schulen,

damit junge Deutsche direkt von Überlebenden

Informationen bekommen können. Für

ihr Engagement erhielt Hannemann 2013

das Bundesverdienstkreuz am Bande.

Vor einiger Zeit führte sie Interviews mit

Malka Rosenthal, um deren Geschichte für

andere Kinder aufzuschreiben. Ihr Buch

„Marisha – Das Mädchen aus dem Fass“

(80 Seiten, Illustrationen von Inbal Leitner)

erschien 2005 im Ariella Verlag. „Es

gab bereits Veröffentlichungen über Malkas

„Nur in Israel konnte ich

ein Mensch sein.“

Leben, doch die sind bisher kaum wahrgenommen

worden.“ Außerdem hat die

bekannte Gedenkstätte Yad Vashem in Israel

einen Film mit und über Malka Rosenthal

gedreht, der als DVD erhältlich ist. Das

Schicksal des kleinen Mädchens Marisha

lässt niemanden kalt, insbesondere die

Viertklässler in Grundschulen nicht: „Die

Neun- und Zehnjährigen sind sehr offen

für das Thema – sie sind meist wissbegierig

und wollen mehr über den Holocaust erfahren“,

hat die Lehrerin bei ihren Lesungen

in Schleswig-Holstein festgestellt. Die Nazis

haben zwischen 1933 und 1945 rund sechs

Millionen Juden ermordet – die meisten in

Konzentrationslagern wie in Auschwitz.

Das Leben der etwa gleichaltrigen Marisha

können Schulkinder gut nachvollziehen:

Das 1934 geborene Mädchen erlebt in ihrer

polnischen Heimatstadt eine glückliche

Kindheit. Der Vater ist Kaufmann, die Mutter

Lehrerin, es werden mehrere Sprachen

zuhause gesprochen, auch jiddisch. Als die

Deutsche Wehrmacht kommt, ist sie sieben

Jahre alt. Die vierköpfige Familie muss ihr

Haus verlassen und im Ghetto eine Bleibe

finden. Dann erlebt Marisha, wie deutsche

Soldaten vor dem Haus zwei Kinder, darunter

auch ihren Bruder, erschießen. Die Familie

entschließt sich zur Flucht.

Wenig später opfert sich die Mutter vor

einer Scheune und stellt sich Soldaten

entgegen, während der Vater mit der Tochter

fliehen kann. Sie leben Monate lang in

Wäldern, ernähren sich von Fischen, Beeren

und Pilzen. Im Winter brauchen sie einen

Unterschlupf. Eine Bauernfamilie ist bereit,

Marisha zu verstecken, sie muss sich vom

Vater trennen. Das Fass in der Scheune wird

von nun an ihre Rettung sein. Nach Ende

des Krieges bleibt sie eine Zeitlang bei der

Retterfamilie Kott, die später in Israel als

„Gerechte unter den Völkern“ geehrt wird.

Mit dem Schiff „Exodus“ versucht sie vergeblich

nach Israel zu gelangen, erst im zweiten

Anlauf gelingt es nach einer Odyssee

durch Europa. Bei Tante Lea in Haifa kommt

sie 1948 an. Sie gründet eine Familie, wird

Grundschullehrerin, bekommt zwei Kinder.

„Nur in Israel konnte ich ein Mensch sein“,

erzählte Malka Rosenthal nach der Lesung

über eine Skype-Verbindung. Das Vertrauen

zu den Menschen habe sie nie verloren, weil

viele für sie ihr Leben aufs Spiel gesetzt

hatten. Die Hoffnung habe Malka Rosenthal

als Kind getragen, denn der Vater habe ihr

immer wieder gesagt: „Am Ende wird alles

gut!“ Überlebt hat er den Holocaust nicht.

Doch die Geschichte von Marisha wird weiterleben

und in die nächste Generation

getragen.

Text & Fotos Joachim Welding


Rubrik

90

THE NØRD TIMES


ASS Ass

Pinneberger Schüler Adrian Riekert holt

bei der Olympiade dreimal Edelmetall

Als Adrain Riekert noch auf die

Johannes-Brahms-Schule in Pinneberg

ging, konnte ihm kein Schüler

des Landes etwas vormachen: Bei Mathe-Bundeswettbewerben

schnitt er regelmäßig

als Bester ab und qualifizierte sich unter

200.000 Teilnehmern in Deutschland drei Mal

für die Mathe-Olympiade (IMO). Adrian holte

mit dem Deutschland-Team zwischen 2013

und 2015 zweimal die Silbermedaille und

einmal Bronze. Nach dem Abi begann der

heute 20-Jährige mit dem Studium in Bonn.

ME2BE fragte den Ausnahme-Tüftler, warum

er Mathe cool findet.

ME2BE: Du bist ja für die großen

Mathe-Wettbewerbe schon viel in der Welt

herumgekommen. Was hat dich dabei

beeindruckt?

Adrian: Es war auf jeden Fall spannend, in

die verschiedenen Länder zu reisen und

andere Teilnehmer aus der ganzen Welt

kennenzulernen. Teilweise waren die Wettbewerbe

fast wie Urlaub, nur dass man sich

zwischendurch mit Mathe beschäftigt hat.

Wann hast du als Kind gemerkt, dass dir

die Welt der Zahlen und Formeln besonders

liegt?

Als ich in die Grundschule gekommen bin,

habe ich gemerkt, dass mir der Mathematikunterricht

im Vergleich zu den anderen

Schülern besonders leicht fiel. In der fünften

Klasse habe ich das erste Mal von der

TREPPCHEN Treppchen

Mathe-Olympiade gehört und wollte das

einfach mal ausprobieren. Das hat mir auch

direkt Spaß gemacht und ich habe ganz gut

abgeschnitten. Danach habe ich dann jedes

Jahr daran teilgenommen und angefangen,

mich mehr mit Mathematik zu beschäftigen.

Was begeistert dich an Mathe?

Ich finde es faszinierend, dass mathematische

Probleme, die auf den ersten Blick sehr

schwierig aussehen, trotzdem ziemlich einfache,

teilweise überraschende, Lösungen

haben können. Außerdem gefällt mir das

Abstrakte an der Mathematik: Viele Probleme,

auch in der Praxis, werden einfacher,

wenn man unwichtige Dinge weglässt und

sie aus einer allgemeineren oder abstrakten

Perspektive betrachtet.

Welche Fähigkeiten muss man haben, um

so gut bei Wettbewerben abzuschneiden?

Man sollte auf jeden Fall durchhalten können

und nicht aufgeben, auch wenn man

bei manchen Aufgaben erstmal nicht weiterkommt.

Bei der IMO hat man jeweils 4,5

Stunden Zeit für drei Aufgaben, das heißt,

es ist schon so vorgesehen, dass man sich

mehr als eine Stunde mit nur einer Aufgabe

beschäftigt. Manchmal ist es auch nicht so

einfach sich überhaupt für eine so lange Zeit

zu konzentrieren. Man muss dann andere

Dinge ausblenden und sich auch nicht davon

unter Druck setzen lassen, wenn die letzte

Klausur schlecht gelaufen ist.

Muss man dafür viel lernen oder reicht ein

hervorragendes Talent aus?

Ich würde schon sagen, dass das Talent eine

große Rolle spielt. Die meiste Zeit habe ich

mich kaum auf die Wettbewerbe vorbereitet.

Aber Übung bringt einen auf jeden Fall auch

weiter, manche Lösungsmethoden muss man

einfach mal gesehen haben. Und je mehr

Aufgaben eines bestimmten Typs man schon

gemacht hat, desto leichter fallen einem

dann ähnliche Aufgaben. Deshalb gibt es

zumindest vor der IMO auch mehrere Vorbereitungsseminare

für das Team.

Nach dem Abi hast du ein Studium begonnen.

Ich brauche dich nicht zu fragen,

welches Fach – oder?

Ich habe mich tatsächlich für ein Mathematikstudium

entschieden. Ich habe schon

ernsthaft überlegt, etwas Angewandtes zu

studieren, aber letztendlich interessiert

mich Mathematik doch am meisten. Damit

hat man später beruflich auch noch vielfältige

Möglichkeiten, ohne sich direkt festzulegen.

Hast du schon einen Plan, was du nach

der Uni machen willst?

Ich bin mir aktuell noch nicht sicher. Ich

kann mir schon vorstellen, an der Uni zu

bleiben und in die Forschung zu gehen.

Aber auch in der Wirtschaft zu arbeiten,

wäre möglich. Ich möchte erst einmal mein

Studium fortsetzen und mehr Gebiete der

Mathematik kennenlernen, bevor ich weiß,

was mir am besten gefällt.

Text Joachim Welding

Foto Adrian Riekert

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Agentur für Arbeit, Universität zu Lübeck,

Universität Kiel/Jürgen Haacks, Fachhochschule

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Titelbild

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2. Auflage

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ZWISCHEN FÜHREN UND VORFÜHREN.

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