SPORTaktiv Magazin August 2017

Sportaktiv.Magazin

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DAS KANNST DU

AUCH! PARKOUR IST

EINE DER ÄSTHE-

TISCHSTEN SPORT-

ARTEN – UND NICHT

NUR PROFIS MIT EX-

TREMER KÖRPERBE-

HERRSCHUNG VOR-

BEHALTEN. SONDERN

AUCH FÜR JEDEN

HOBBYSPORTLER

EINE MÖGLICHKEIT,

DIE FAD GEWORDENE

TRAININGSRUNDE

AUFZUPEPPEN.

VON LINDA FREUTEL

as geht in einem Menschen vor, der

im Handstand an der Dachkante eines

Hochhauses balanciert? Der Treppen

zur U-Bahn mit zwei großen Sätzen herabspringt?

Oder 5-Meter-Mauern mit

bloßer Muskelkraft erklimmt, um sich

auf der anderen Seite wieder herabzustürzen?

Solche Menschen sind Traceure;

so lautet die korrekte Bezeichnung für

Sportler, die Parkour betreiben. Und

was in ihnen vorgeht? Waghalsigkeit ist

es nicht. Todessehnsucht ebenso wenig.

Und die Suche nach dem ultimativen

Adrenalinkick ist es auch nicht.

In erster Linie geht es darum, Grenzen

zu überwinden – körperliche und mentale.

Die Umwelt abseits der gewöhnlichen

Wege zu erkunden, sich eigene

Routen zu suchen und Hindernisse

kunstvoll und sicher zu überwinden, das

ist das Mittel. „Dabei stärken wir uns

und erweitern unsere körperlichen und

mentalen Grenzen. Genau diese Fähigkeit

ist uns später in Extremsituationen

hilfreich“, sagt Thomas Stoklasa – aka

TOM; Parkour-Coach und Mitgründer

von www.parkour-austria.at in Wien.

Parkour ist Kopfsache

Für Freunde des Parkour-Sports gibt es

keine Grenzen oder Hindernisse. Was

sich ihnen in den Weg stellt, wird

überwunden. Und zwar nicht nur im

Park oder in der City, sondern auch im

Rest des Lebens. „Viele Hürden sind für

uns körperlich absolut kein Problem,

aber wir müssen diese erst im Kopf ‚freischalten‘.

Dies beginnt bei vielen schon

auf einem halben Meter Höhe.“ Im Alltag

gilt das Gleiche: Wer innere Ängste,

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