Kaufangebot_FH

Seyffer.

© Paul Winkler

HAUS DER STADTGESELLSCHAFT


HAUS DER STADTGESELLSCHAFT

Landeshauptstadt Potsdam

vertreten durch ihren

Oberbürgermeister Jann Jakobs

Friedrich-Ebert-Straße 79/81

14469 Potsdam

Ministerium der Finanzen des Landes Brandenburg

vertreten durch den Finanzminister Christian Görke

Heinrich-Mann-Allee 107, Haus 10

14473 Potsdam

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur

des Landes Brandenburg

vertreten durch die Ministerin für Wissenschaft,

Forschung und Kultur, Dr. Martina Münch

Dortustraße 36

14467 Potsdam

Ministerium für Bildung, Jugend und Sport

des Landes Brandenburg

vertreten durch den Minister für Bildung, Jugend und Sport,

Günter Baaske

Heinrich-Mann-Allee 107

14473 Potsdam

Potsdam, den 02. August 2017

Kaufangebot für die Fachhochschule im Bestand

Hiermit übermitteln wir Ihnen folgendes Kaufangebot:

Wir bieten für das Gebäude der Fachhochschule, Friedrich-Ebert-Str. 4, 14467 Potsdam und den entsprechenden

Grund und Boden eine Kaufsumme von

6.000.000 Euro

Ziel des Erwerbs ist der Erhalt öffentlicher und gemeinschaftlich nutzbarer Räume in der Stadtmitte von Potsdam

und die Entwicklung eines „Hauses der Stadtgesellschaft“.

Im Folgenden stellen wir Ihnen unsere wichtigsten inhaltlichen Ziele dar, erläutern die aktuellen Kosten- und

Finanzierungspläne und stellen PartnerInnen vor, welche gemeinsam dieses öffentliche Vorhaben planen.

Für Nachfragen wenden Sie sich bitte an:

André Tomczak: 0172 / 43 69 152, andre.tomczak@rocketmail.com

Holger Zschoge: 0172 / 3940583, holger_zschoge@web.de

Anschrift:

Bündnis „Stadtmitte für Alle“

Dortustraße 46

14467 Potsdam

http://stadtmittefueralle.de

https://www.facebook.com/stadtmittefueralle

Kaufangebot


HAUS DER STADTGESELLSCHAFT

Informationen über mögliche Rechtsträgerschaften zum geplanten Vorhaben

Grundsätzlich ist es unser Ziel, das Gebäude der Fachhochschule als öffentlich, gemeinschaftlich und sozial nutzbaren

Raum in der Stadtmitte von Potsdam zu erhalten.

Für den hier skizzierten Weg gibt es unterschiedliche rechtliche Optionen, über die wir bereit sind, zu verhandeln

und die wir für sinnvoll und möglich halten.

1. Wir favorisieren eine Option, das Gebäude und den Grund und Boden der Fachhochschule als öffentlichen Raum

der Stadt Potsdam zu erhalten. Die Stadt sollte Besitzer sein/werden und bieten an, das Gebäude und die Flächen

langfristig zu pachten. Ein solcher Erbbaupachtvertrag ermöglicht der Stadt Einfluss auf Nutzung und Planung

und bietet uns andererseits Sicherheit für die Sanierung und den Aufbau eines „Hauses der Stadtgesellschaft“.

2. Für die Option eines Kaufes favorisieren wir den Erwerb und die Verwaltung des Gebäudes und Bodens im Modell

des „Mietshäusersyndikats“. Das hieße, die künftigen NutzerInnen gründen einen Hausverein, welcher dann

Mehrheitsgesellschafter einer GmbH würde, welche in den Verbund des bundesweiten Mietshäusersyndikats

aufgenommen werden könnte. Dieses Modell würde sicherstellen, dass dieser Grund und Boden in der Stadtmitte

von Potsdam nie wieder als Spekulationsobjekt für die Immobilienwirtschaft zur Verfügung stünde. Das Mietshäusersyndikat

ist in den bisherigen Planungsprozess eingebunden und informiert.

3. Ein weiteres Modell wäre der Erwerb des Grund und Bodens, sowie des Gebäudes der Fachhochschule durch die

Stiftung Trias. Diese Stiftung erwirbt Grundstücke, um sie Spekulationszwecken zu entziehen und gemeinschaftlichen

und solidarischen NutzerInnen zur Verfügung zu stellen. Die Stiftung Trias ist in unseren Planungsprozess

involviert und hat die Absicht formuliert, die Idee und Konzeption eines „Hauses der Stadtgesellschaft“ zu unterstützen.

Ein Hausverein oder eine Haus GmbH der NutzerInnen würde dann einen Erbpachtvertrag mit der Stiftung

Trias schließen und das Haus sanieren und gemeinschaftlich nutzen.

4. Interessant ist auch die Gründung einer eigenen Stiftung mit dem Zweck des Erwerbs des Grundstücks und Hauses

der Fachhochschule sowie deren gemeinschaftliche und öffentliche Nutzung.

5. Alle anvisierten Rechtsträgerschaften und Finanzierungsmodelle beruhen darauf, dass in dem „Haus der Stadtgesellschaft“

kein privates Eigentum an Grund und Boden bzw. des Gebäudes entsteht. Wir werden Finanzierungen

von Banken nutzen, welche ethischen und nachhaltigen Finanzierungsmodellen verpflichtet sind, wie die

GLS – Gemeinschaftsbank. Auch die GLS – Gemeinschaftsbank ist bereits umfänglich in den Planungsprozess und

die Konzeptionen zum Projekt eingebunden. Sie hat ihre Absicht formuliert, einen solchen Finanzierungsprozess

mit uns gemeinsam, aber auch mit Stiftungen anzugehen. Außerdem haben wir im Rahmen der öffentlichen

Diskussion und Planung bereits jetzt eine Menge an Angeboten für Direktdarlehen, Spenden und Möglichkeiten

der handwerklichen und baulichen Eigenleistung aus der gesamten Stadtgesellschaft.

Rechtsträgerschaften


HAUS DER STADTGESELLSCHAFT

Kosten- und Finanzierungspläne

Wir wollen an dieser Stelle unsere Analysen, Berechnungen und Verhandlungen der letzten Wochen erläutern.

Grundlagen für die Kosten- und Finanzierungspläne waren und sind diese Vorgehensweisen:

1. Wir haben in den letzten Wochen mit mehreren Architekten sowie mit dem Syndikatsverbund Begehungen

der Fachhochschule vorgenommen, den Bestand, die Bausubstanz, vorliegende Zeichnungen und Kostenpläne

analysiert und insbesondere fundierte Berechnungen der voraussichtlichen Sanierungskosten vorgenommen.

Alle diese Berechnungen beruhen auf dem Stand der Technik und einschlägigen Baudatenbanken. Die Zusammenstellung

erfolgte in der Gliederungssystematik der DIN 276 in ihrer aktuellen Fassung. Entsprechend

dieser Berechnungen setzen wir für die Modernisierung und den partiellen Umbau des Fachhochschulgebäudes

rund 15.000.000 Euro Bau- und Baunebenkosten, inklusive 19 % Mehrwertsteuer an. Die dem Berechnungsansatz

zugrunde liegende Bruttogrundfläche (BGF) beträgt rund 17.000 m 2 .

2. Wir haben berechnet, welche Kosten auf die Stadt Potsdam mit dem Erwerb, dem geplanten Abriss der Fachhochschule

und weiteren Erschließungskosten zukommen werden. Wir wissen, mit welchen Einnahmen die Stadt

durch den geplanten Verkauf der Einzelgrundstücke rechnet. Unser Kaufangebot schafft die Bedingung dafür,

dass der Stadt Potsdam keine zusätzlichen Kosten entstehen, wenn sie die Fachhochschule nicht abreißt und als

öffentlichen Raum erhält. Gleichzeitig liegen wir mit unserem Kaufangebot über dem aktuellen Verkehrswert,

berechnet nach den Bodenricht wert mit Stand 31.12.2016 und dem Restwert der Gebäudesubstanz. Dieser liegt

bei rund 4,8 Mio. Euro.

3. Wir haben mit unseren Erfahrungen aus der Kosten – und Finanzierungsplanung von Syndikatsprojekten in Potsdam

– wie zuletzt in der Tuchmacherstrasse 8, aber auch größeren Projekten und Objekten in anderen Städten

– wie Tübingen, Hamburg und Freiburg einen belastbaren Finanzierungsplan erstellt, welche alle notwendigen

Erwerbs-, Sanierungs- und Nebenkosten umfasst und unter aktuellen Planungen Wege und Möglichkeiten der

Finanzierung über Banken, Stiftungen, Direktdarlehen, Eigenleistungen und Spenden / Schenkungen aufzeigt.

Dieser Plan zeigt die Möglichkeit, am Ende NutzerInnenmieten von rund 8 Euro /m 2 kalt zu erreichen. Diese Höhe ist

für fast alle künftigen NutzerInnen in der Stadtmitte von Potsdam eine realistische und machbare Planungsgröße.

4. Wir werden darum werben, dass die Idee eines „Hauses der Stadtgesellschaft“ Förderungen erhält. Dazu wurden

bereits erste Gespräche geführt, ein solches Projekt mitten in einer Landeshauptstadt könnte Modell sein für

eine andere, nachhaltige und soziale Stadtentwicklung und wäre auf vielen Ebenen – auch der Sanierungsförderung,

des Wohnungsbaus, der Förderung urbanen Wohnens und Lebens förderwürdig. Bereits jetzt holen soziale

und gemeinschaftliche Projekte – wie das Freiland, das Stadtteilnetzwerk Potsdam / West, das Projekthaus

Potsdam jedes Jahr Millionen Euro an Fördermitteln in die Stadt. Auf deren Kompetenzen und Kontakte zu Stiftungen

und staatlichen Förderinstanzen können wir bauen.

Kosten- und Finanzierungsanalyse


HAUS DER STADTGESELLSCHAFT

Übersichtspläne

Abb. 1 u. 2 Liegenschaftskataster + OrthoPhoto der Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg Stand 23.07.2017 mit der

Darstellung des Baugrundstückes (rote Umrandung) Flurstücke 474 und 518, Flur 6, Gemarkung Potsdam und seiner Umgebung

Übersichtspläne


HAUS DER STADTGESELLSCHAFT

Konzept für ein „Haus der Stadtgesellschaft“, Potsdam

Das freigewordene Hochschulgebäude am neuen Alten Markt bietet Potsdams wachsender Stadtgesellschaft aber

auch der Wissenschaftslandschaft und dem Land Brandenburg auf rund 17.000 m 2 Fläche einzigartige Chancen.

Im Herzen der Stadt kann mit überschaubarem Aufwand ein Ort hergestellt werden, der alle Bewohner*innen der

Stadt verbindet, aber auch die jüngere und ältere Geschichte der Stadt vereint.

Unsere Vorstellung ist, das Hochschulgebäude zu einem Ort der Begegnung und sozialer Innovation weiter zu

denken und mit ihm den gesamten Bereich der historischen Mitte zum gesellschaftlichen Zentrum der Stadt zu

entwickeln. Im Wesentlichen behält das kompakte Konzept „Haus der Gegenwart” der Initiative Potsdamer Mitte

neu denken vom Juni 2016 volle Gültigkeit:

Der Kopfbau am Alten Markt dient als multifunktionales Haus der Stadtgesellschaft und der Wissenschaften:

Mit Schaufenstern für Potsdam und das Land Brandenburg, einem kleinen Hörsaal für Präsentationen und Kino

und einer preiswerten Cafeteria mit Blick auf den Platz. Darüber Säle in der heutigen Turnhalle: Mit Raum für

Veranstaltungen und Tagungen, aber auch mit Ateliers für Tanz und Bewegung, mit flexibel nutzbaren Räumen

in einer umlaufenden Lobby und mit einem Zugang zum begehbaren Dachgarten.

Konzept


HAUS DER STADTGESELLSCHAFT

Die beiden mittleren Blöcke bieten als „Innovationshäuser” neben Seminar- und Projekträumen und Beratungsstellen

auch Büros für Initiativen und Vereine sowie Ateliers für Kreative. Hier entstehen Synergien zwischen

Zivilgesellschaft und Kulturarbeit, Kreativwirtschaft und Forschung. Die darunter liegenden, großzügigen und

transparenten Schaufenster dienen der Präsentation und Begegnung: Eines als Projektraum bzw. Schaufenster

der Hochschulen, das andere ein Innovationscafé: mit Workshops und Arbeitsplätzen, mit Veranstaltungen und

Arbeitsgeräten. 2D- und 3D-Plotter, Rechner, Cutter, Werkzeug und Kreativmaterial – hier ist alles immer sofort

verfügbar.

In den Obergeschossen des anschließenden Baukörpers finden moderne Wohnformen Raum: studentisches Wohnen

und Wohnen auf Zeit, Wohnprojekte und Appartements für Residenzprogramme Potsdamer Institute und

Institutionen. Wünschenswert bleibt aber auch, hier dringend benötigte Erweiterungsflächen für die benachbarte

Bibliothek und Volkshochschule (VHS) vorzuhalten. Im Schaufenster dieses Hauses ist eine Erweiterung der

Kinder- und Jugendbibliothek genauso wünschenswert wie ein Mitmachmuseum oder die Weiternutzung durch

den Hochschulsport.

Im Kellergeschoss – flexibel um Flächen unter der Grünanlage Staudenhof erweiterbar – werden neben Lagerräumen

auch Proberäume für Musiker*innen und Bands und Flächen für Erlebnis und Nachtleben untergebracht. Ein

kleiner Club für Konzerte und Tanz bietet auch unter der Woche Angebote für „Stadt nach Acht”.

Eine Fülle von Funktionen mit gesellschaftlichem Mehrwert können im Hochschulgebäude Raum finden. Die FH

kann und soll ein Ort für Alle werden – für die Stadt Potsdam und ihre Bewohner*innen und Besucher*innen, ein

Ort für das Land Brandenburg und die Wissenschaftslandschaft. Menschen aller Alter, Hintergründe und Herkünfte

bieten sich hier vielfältige Möglichkeiten, mit anderen in Kontakt zu kommen, Interessen zu entwickeln und

pflegen und die Zukunft dieser Stadt aktiv mitzugestalten.

Konzept


HAUS DER STADTGESELLSCHAFT

Bedarfsabfrage

› Für welche Zwecke suchen Sie Räume?

› Geben Sie uns einen kleinen Eindruck, was Ihnen genauer vorschwebt?

› Wir haben Interesse an Räumen:

1. in einem der Schaufenster (Erdgeschoss – Räume für Präsentation und Publikumsverkehr)

2. in den Obergeschossen (Büro- und Seminarräume, Wohnen etc.)

3. im multifunktionalen Kopfbau (Kongresse, Veranstaltungen, Gastronomie etc.)

4. in den Kellergeschossen (Probenräume, Nachtleben, Werkstätten etc.)

› Räume im Hochschulgebäude sind für uns interessant:

1. ab sofort

2. erst bei langfristiger Sicherung und nach einer Sanierung des Hauses

3. beides möglich

gestartet am 14.062017

bisher 179 Eintragungen

davon 98

Firmen, Veranstalter, Initiativen,

und Privatpersonen mit konkreten

Projektideen auf der Suche nach

Räumen in Potsdam ,

81

Statements und

Meinungsäußerungen

› Die Nutzung soll

1. durch uns allein erfolgen (eigene Räume)

2. nur zeitweilig erfolgen (gemeinschaftliche Nutzung)

3. beides möglich

› Wieviele Menschen betrifft Ihr Projekt?

› Wie viel Fläche werden Sie in etwa benötigen?

› Wieviele einzelne Räume werden benötigt?

› Haben Sie besondere Ansprüche an ihre Räume?

› Ein Mietpreis von bis zu 8 Euro pro Quadratmeter wäre für mich / uns

1. zweifelsfrei in dieser Lage angemessen / voraussichtlich machbar

2. in gemeinschaftlicher Nutzung / Co-Organisation voraussichtlich machbar

› Möchten Sie zusätzlich ein Statement abgeben, was Sie sich für den Bereich des Hochschulgebäudes allgemein wünschen?

› Eine Sanierung des Hochschulgebäudes sollte nach unserem Dafürhalten:

1. das heutige bzw. ursprüngliche Erscheinungsbild des Hauses bewahren

2. passieren, ganz egal in welcher äußeren Gestaltung

3. auch vor grundlegenden Eingriffen in die Struktur und Ergänzungen nicht halt machen

› Gesamte Bedarfsabfrage: https://goo.gl/forms/tFw7Q7IBovf1g0ZF3

Bedarfsabfrage (Stand: 01.08.2017)


HAUS DER STADTGESELLSCHAFT

Wir bitten hier um Ihr Statement

anonym: »Ich wünsche mir bezahlbaren Nutzungsraum für kulturelle Vereine, Gemeinschaften, Start-Ups.

Raum für Workshops und Seminare. Vielleicht auch bezahlbaren Wohnraum. Ich wünsche mir, dass die Studierenden

der Stadt Potsdam nicht an den Rand der Stadt gedrängt werden. Wir sind ein Teil des Stadtbildes.

Wir gehören zur Zukunft der Stadt und des Landes. Uns fehlt am Campus Kiepenheuerallee der Raum für Projekte

und vor allem für Vernetzung. Die Innenstadt wird für uns Studierende immer unattraktiver. Die Cafés sind teuer,

der Wohnraum ist teuer. Es gibt als Zugezogene Studierende kaum Berührungspunkte mit anderen Potsdamern.

Das kann sich auf dem alten FH Gelände, welches für alle Bewohner Potsdams nutzbar gemacht wird, ändern.«

anonym: »Ich wünsche den

Erhalt der FH als öffentliches

Gebäude, den Erhalt dieser

wunderschönen Architektur

und viele Synergien durch die

Zusammenarbeit vieler kreativer

Menschen.«

»Aktionen moderne

Kunst, Galerien,

Visionäre Plattformen

für alles«

»fh forever«

Philipp Stadler: »Das FH-Gebäude

ist die Pforte in eine gesunde

Stadtentwicklung für Potsdam

– der Abriss das genaue Gegenteil.

Potsdamer! Nutzt eure

Chancen – lasst euch nicht von

Glasperlengeschäften und finaziellen

Strohfeuern blenden!«

Anonym: »Ein Ort mitten in der Stadt soll ein

offener für ALLE Ort sein – für die Bewohner

und Besucher unterschiedlicher Herkunft und

mit diversem Hintergrund, im jeden Alter. Ein

KulturCENTRUM mit vielseitigem Angebot wo

das kreative Leben pulsiert und nach außen

strahlt.«

anonym: »Kein Abriß. Architektur lebt

von den Kontrasten der Epochen.«

Axel Dierich: »Ich wünsche mir einen breiten

bürgernahen Abstimmungs prozess für

die Nachnutzung des Gebäudes.«

anonym: »Dieses Hochschulgebäude hat ganz viel

Potential. Wir sind eine Stadt mit unglaublich vielen

Menschen, die Lust haben, was zu machen, das einzige

was fehlt ist Platz. Vor allem Platz in der Stadt,

wo die meisten super gut hinkommen. Potsdam verdient

es wieder mehr Platz zum Tanzen, kreativ sein,

zusammen organisieren, zusammenkommen und

zusammenleben zu haben. Und wenn dieses Gebäude

weg ist, dann ist eine der letzten Möglichkeiten weg

in der Innenstadt Potsdams zusammen zu kommen in

einer kollektiven Art und Weise.«

Ute Parthum, Kulturwissenschaftlerin und Medienpädagogin:

»Ich wünsche mir, dass Bildung,

Forschung, Unterhaltung und

Kultur an diesem zentralen Ort in

der Stadtmitte erhalten bleiben.«

anonym: »Aus meiner Sicht wäre die Belebung dieses Ortes ein elementares

Kernziel. Dieses kann durch kleine und mittelständische Betriebe, die

dort die Möglichkeit erhalten, sich im Herzen Potsdams und der Mitte der

Gesellschaft zu verwirklichen, verwirklicht werden. Wenn dann auch noch

weitere Menschen dieses Haus nutzen können und über den Arbeitsalltag

hinaus Leben in das Gebäude bringen, sehe ich dieses Ziel erfüllt.«

Bedarfsabfrage (Stand: 01.08.2017)


HAUS DER STADTGESELLSCHAFT

Veranstaltung /Bildung

Galerie /Ausstellungsräume 8

Bildung / Wissenschaft 6

Tanz / Bewegungsstudio 5

Sport / Bewegungsstudio 4

Veranstaltungssaal /Bühne 3

Seminarraum /Büro 3

Gastronomie /Café 3

Kinder- und Jugendbildung 2

Tagungs /Kongresssaal 2

Club 2

Theater 2

Boulderhalle 1

Rollschuhhalle 1

Kampfkunst /Dojo 1

Radio 1

Zeichen-/Malschule 1

Schule (Neugründung) 1

Kita 1

Fläche:

min. Bedarf: 7.910 m 2

max. Bedarf: 14.420 m 2

Nutzer*innen / Mitarbeiter*innen:

279 bis 651

pro Monat

Gäste / Publikum / Kunden

10.145 bis 13.000

Bedarfsabfrage (Stand: 01.08.2017)


HAUS DER STADTGESELLSCHAFT

Gewerbe / Kreativwirtschaft

Proberaum / Tonstudio 15

Büro / Gewerbe 6

Atelier (Design, Kunst, Foto) 5

Lager / Depot 5

Werkstatt 4

Heilpraxis 3

Coworking 2

Labor / Künstlergemeinschaft 2

Büro / Kulturarbeit 2

Büro / Theater 1

Büro / Ausstellung 1

Maskenbild /Nähatelier 1

IT, Server 1

Eine-Welt-Laden 1

Coach / Mediation 1

Fläche:

min. Bedarf: 2.520 m 2

max. Bedarf: 3.720 m 2

Nutzer*innen / Mitarbeiter*innen:

199 bis 294

pro Monat

Gäste / Publikum / Kunden

2.138 bis 3.655

Bedarfsabfrage (Stand: 01.08.2017)


HAUS DER STADTGESELLSCHAFT

Wohnen /Wohnen auf Zeit

Wohnprojekt 5

Mehrgenerationenhaus 1

Fläche:

min. Bedarf: 730 m 2

max. Bedarf: 1.510 m 2

pro Monat

Nutzer*innen / Mieter*innen:

36 bis 63

FH NACHNUTZEN – Ergebnis der Bedarfsabfrage:

GESAMT

Gewerbe / Kreativwirtschaft

Veranstaltung /Bildung

Wohnen/ Wohnen auf Zeit

Fläche:

min. Bedarf: 11.160 m 2

max. Bedarf: 19.650 m 2

Nutzer*innen / Mieter*innen:

514 bis 1.008

pro Monat

Gäste / Publikum / Kunden

12.283 bis 29.655

Fragen zu Nutzungsbeginn // Nutzungsart // Erscheinungsbild des Gebäudes:

ab

sofort:

85

nach

Sanierung:

73

Alleinige

Nutzung:

96

Gemeinschaftsnutzung:

78

Abriss /Neubau:

3

Erscheinungbild

bewahren:

58 egal:

41

Veränderung /

Umbau:

30

von 107 Anmeldungen

(Doppelmeldung möglich)

von 132 Meldungen

Bedarfsabfrage (Stand: 01.08.2017)


HAUS DER STADTGESELLSCHAFT

Wir bitten hier um Ihr Statement

Dipl.-Ing. Frank Groß, Babelsberg:

»Potsdam ist eine Perle und sollte sich multikulturell und international

offen präsentieren. Sie sollte als Vorbild zeigen wie

sich Ost & West aus dem Gestern, über das Heute in die Zukunft

positiv entwickeln.«

Michael W.: »Herr Knüppel,

ehem. Hochschulrektor der

FHP sagte mal zu mir: „Wenn

man den jungen Menschen

dieser Stadt die Räume nicht

lässt, dann gibt es hier nur

noch geronnene Kultur!“«

Anonym: »Ich wünsche

mir, dass das FH Gebäude

als der Schatz wahrgenommen

wird der es ist – mit

all seinen Freiräumen und

Möglichkeiten – und nicht

privatwirtschaftlichen Interessen

zum Opfer fällt.«

Steffen Pfrogner,

Architekt und Stadtplaner:

»Erhalt großräumiger

öffentlicher Nutzungen

in der Mitte einer

wachsenden Stadt«

Anonym: »Ich wünsche mir das Gebäude

saniert und schön gemacht und als öffentlichen

Raum ins Stadtleben eingebunden.

Der ursprüngliche Stil sollte dabei wieder

hergestellt werden, inclusive Staudenhof

mit Springbrunnen.«

»Kindergarten, Sportvereine, Probenräume, Jugendherberge«

Rufus Blauert, Potsdam-West:

»Meine Vorstellung von einer zentralen

Lage und Möglichkeit wie der

des FH-Gebäudes am Alten Markts, ist

die Nutzung dieser Fläche zur Schaffung

verschiedenster Qualifikationen

und Begegnungen. Ein Ort des Austauschs

und Gewinnung / Schaffung

von Wissen, Kreativität und Kapital

in Projekten, unabhängig ihrer wirtschaftlichen

Postion & Produktion,

sozialen Stellung oder Einflussnahme

in verschiedensten Hinsichten.«

Nora: »Entweder bezahlbarer Wohnraum, vielleicht Mehrgenerationenwohnen

oder ähnliche integrative Konzepte, oder Räume des

öffentlichen Lebens, bezahlbarer Raum für Kleinunternehmer, die

sich die Innenstadtladenmieten nicht leisten können, aber Vielfalt

bieten neben den immer gleichen Riesenketten sowohl im Textil- als

auch im Ernährungsbereich. Am tollsten wäre es, ein Experiment

zu starten und dort nur Akteure, Unternehmer, Dienstleister etc zu

genehmigen, die gemeinwohlorientiert wirtschaften und sich an

den Kriterien Ökologie und soziale Gerechtigkeit messen lassen und

diesen damit Raum und Präsenz in Potsdam zu bieten.«

Mateo Ziethen: »Schön wäre es ein Kulturzentrum

für alle Altersgruppen zu schaffen

an dem alle teilhaben können und sich einbringen

können.«

Bedarfsabfrage (Stand: 01.08.2017)


Das Bündnis “Stadtmitte für Alle” ist ein Zusammenschluss von Potsdamer Initiativen und Vereinen, Gruppen und Einzelpersonen.

Initiativen, Vereine, Institutionen:

AStA der Fachhochschule Potsdam

AStA der Universität Potsdam

Boulderhalle Blockzone,

nichtkommerzielle und ehrenamtlich organisierte boulderhalle

potsdam waldstadt


Chill out e.V.,

Verein zur Förderung akzeptierender Jugend- und Drogenarbeit


Wähler*innengruppe “DIE aNDERE”, Potsdam


Die Partei „Die Partei“,

Kreisverband Potsdam


freiLand Potsdam,

Kulturzentrum und Spielwiese


Initiative “Kulturlobby”, Potsdam

Interlog e.V.,

Verein für politische Bildung und interkulturellen Austausch

La Datscha,

besetztes Haus mit Havelblick

Madia,

veganes Familiencafe, Potsdam


Gruppe METROPOLAR, Potsdam


Musikschule Zimmermann, Werder

“Brandenburg im Wandel”, Regionalportal

Die foodsharing-Gruppe Potsdam

Kreisverband DIE LINKE.Potsdam

Förderverein “INWOLE”, Potsdam

KULTURCAMPER e.V., Potsdam

FÜR Freundliche Übernahme Rechenzentrum e.V.

KUZE, Studentisches Kulturzentrum

LOCALIZE e.V., Potsdam

Initiative „MieteSchön Brauhausberg“

Initiative “Potsdamer Mitte neu denken”

Spartacus e.V., Potsdam

Stadtjugendring Potsdam

Buchladen Sputnik, Potsdam


Verein zur Förderung antimilitaristischer Traditionen in der Stadt Potsdam e.V.

Initiative “für ein Potsdam ohne Garnisonkirche”

Volkssolidarität Stadtverband Potsdam

und viele viele andere ...

Titelbilder: www.imaging-ideas.com

Impressum


Medienbildung für Alle - in der Mitte der Stadt

Die Medienwerkstatt Potsdam unterbreitet stadtweit Angebote der Medienbildung für

Kinder, Jugendliche, Eltern, Familien und pädagogische Fachkräfte. Ziel ist dabei die

Förderung der umfassenden Medienkompetenz. Dazu gehen wir mit unterschiedlichsten

Formaten mobil in die Potsdamer Schulen, in Kitas, Familienzentren, Kultur-, Bildungsund

Freizeiteinrichtungen. Eine kritische, reflektierte, sichere und kreative Nutzung der

Medien ist in der digitalen Wissensgesellschaft ein Muss!

Medienbildung ist vor allem eine Querschnittsaufgabe und gehört damit in die Mitte der

Gesellschaft, warum nicht auch in die Mitte der Landeshauptstadt Potsdam?

Die alte Fachhochschule Potsdam ist für uns ein idealer Standort, von dem aus wir, als

derzeit wachsende Organisation, gut vernetzt mit Kreativen und Wissenschaftler*innen

innovative und partizipative Medienbildungsformate erfinden, erproben und etablieren

können, zum Wohle der ganzen Stadtgesellschaft und besonders ihrer

Heranwachsenden. Wir haben uns daher an der BEDARFSABFRAGE 2017 der Initiative

„Potsdamer Mitte neu denken“ für Räume im Hochschulgebäude am Alten Markt beteiligt.

Wir benötigen ca. 200-400 m², das sind 6-7 Büroräume, Küche, Besprechungsraum, zwei

Seminarräume (gern zur Mitnutzung), 15 qm Lagerfläche, Mitnutzung von Mensa,

Restaurant oder Café, von Ausstellungsflächen, Veranstaltungs- und Tagungsräumen.

Warum brauchen wir neue Räume?

Die Medienwerkstatt Potsdam ist seit 26 Jahren im Potsdamer Stadtteil Am Schlaatz in

der Nähe des Bürgerhauses in einem eigenen Gebäude beheimatet, das Gebäude wird

vom Kommunalen Immobilienservice betreut.

Bereits seit drei Jahren stoßen wir im Schlaatz mit der Internetbandbreite von 16 bzw. 50

Megabit/s (DSL) an die Grenzen, ein Ausbau ist seitens der Telekom nicht vorgesehen

und auch nicht möglich. Auch mit der Kanalisation gibt es seit einem Jahr erneut

Probleme, bei viel Besucherverkehr zusätzlich bedingt durch Wurzeln und Regen wird das

Abwasser zurückgestaut und tritt in den Bodensteckdosen der Küche und des

Seminarraums aus. Die Steckdosen sind seit geraumer Zeit nicht nutzbar. Wir nutzen

Umwege, der KIS geht die Sache nur halbherzig an, eine Reparatur ist derzeit leider nicht

in Sicht. Für eine gesunde Pausenversorgung der Teilnehmenden unserer Kurse gibt es

kaum Optionen am Schlaatz. Wir sind seit nunmehr mehr als einem Jahr gemeinsam mit

dem Landesfachverband Medienbildung Brandenburg zusammen auf der Suche nach

neuen Räumlichkeiten für unsere Bildungsarbeit, die wir im Auftrag der Stadt Potsdam

und im Falle lmb e.V. auch im Auftrag des Landes Brandenburg umsetzen. Bisher ist es

uns trotz Besichtigung von einigen Immobilien nicht gelungen, ein passendes,

barrierefreies, bezahlbares und verkehrsgünstig gelegenes Mietobjekt zu finden.

Potsdam, 31.07.2017

Ute Parthum

Geschäftsführung

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