DorfStadt 11-2017

markuskrohn

Wir sind Elbvororte. Hochwertige lokale Berichte und Reportagen aus und über Rissen, Sülldorf, Iserbrook, Blankenese, Osdorf, Groß Flottbek, Nienstedten, Othmarschen, Bahrenfeld und Schenefeld.

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Zeitung für Rissen | Sülldorf | Iserbrook | Blankenese | Osdorf | Nienstedten | Groß Flottbek | Othmarschen | Bahrenfeld | Schenefeld

Ausgabe 11/17 · vom 10. August 2017 | Verlag/ Redaktion Tel.: 87 08 016-0, www.dorfstadt.de | redaktion@dorfstadt.de

Alle drei Wochen

kostenlos ins Haus

NICHT ERHALTEN? Anrufen: 87 08 01 60

S Ü L L D O R F : S.2

Trauer um

Antje König

Bundestagswahl

2 17

E L B V O R O R T E : S.3

Der große

Wahl-Check

I M G E S P R Ä C H : S.8

Einrichtungsdesign

raus Rissen

Warum Taufen in der

Elbe wichtig sind

Ohne Wasser kein Leben – aber

Wasser kann auch Leben auslöschen.

Wasser ist Lebensgrundlage

der Menscheit und

gehört daher zur christlichen

Taufe unbedingt dazu – genauso

wie die Elbe zu Hamburg

gehört und viele Menschen

wirtschaftlich am Leben erhält.

Diese Verbindung nutzten evangelische

Kirchengemeinden

erstmals 2009 öffentlich im

Rahmen der Neugründung der

heutigen Kirchenkreise, um die

Taufbecken

mit der Taube

als Symbol

für den

Heiligen Geist

Foto: Krohn

Taufe wieder in den Mittelpunkt

der Gesellschaft zu

rücken. Einige Kirchengemeinden,

u.a. die Johannesgemeinde

in Rissen, haben die Taufe an

der Elbe zur Tradition werden

lassen. Doch in diesem Jahr

weigerte sich das Bezirksamt,

dafür eine Genehmigung zu

erteilen.

Doch es gibt Hoffnung: Nach

der Sommerpause, so Pastor

Anton Knuth aus Rissen, soll

es ein Gespräch mit den Verantwortlichen

des Bezirks geben.

Ziel: Taufen in der Elbe

doch noch zu ermöglichen.

Die Taufe ist eines der ältesten

Rituale christlichen Glaubens.

In ihr drückt sich die Liebe

Gottes aus, die bedingungslost

ist und ein Leben lang gilt.

www.dorfstadt.de

Charlotte Stanke und Marvin Möller mit Matthias Alms auf einem Dach in Nienstedten

Während die meisten ihrer

Abiturienten-Kameraden

noch schliefen, fanden sich

Charlotte „Charly“ aus

Flensburg und Marvin aus

Fuhlsbüttel um halb Sieben

morgens in Rissen im Lager

der Firma Isohaus Bedachungen

ein, um ihr neues

Team kennen zu lernen: Die

Dachdecker aus Rissen gingen

am 1. August mit den beiden

„Rekordpraktikanten“ auf's

Dach eines Mehrfamilienhauses

in Groß Flottbek – nicht nur,

um das Dachdeckerhandwerk

kennen zu lernen,

sondern auch für

das Handwerk auf

Promotiontour zu

gehen.

„Praktika bieten Jugendlichen

die ideale

Gelegenheit, sich beruflich

auszuprobieren,

Erfahrungen zu

sammeln und ungezwungen

herauszufinden,

wofür ihr

Herz schlägt“, meint

Hans Peter Wollseifer,

Präsident des

Zentralverbands des Deutschen

Handwerks. Auch Matthias

Alms, Inhaber der Dachdeckerfirma

Isohaus Bedachungen

e.K. aus Rissen hat gute Erfahrungen

mit Praktika gemacht

und lud die beiden „Rekordpraktikanten“

daher gerne zum

Start der Praktikums-Deutschlandreise

nach Groß Flottbek

ein. Ein Start so richtig nach

dem Geschmack von Charlotte,

die gerade erst im Frühjahr als

Springreiterin beim Derby in

GROß FLOTTBEK

H A N D W E R K - K A M P A G N E :

»Rekordpraktikanten«

starten auf dem Dach

Groß Flottbek antrat.

150 Tage lang touren die beiden

nun durch Deutschland.

Auf ihrem Handwerk-Roadtrip

absolvieren sie insgesamt 44

Praktika und lernen so unterschiedliche

Handwerksberufe in

Rekordzeit kennen. Ihr Ziel:

sich ausprobieren, das Handwerk

erleben und die Vielfalt

der Gewerke mit ihren Altersgenossen

teilen. Die sind die

ganze Zeit hautnah dabei.

Charly und Marvin posten täglich

auf ihrem gemeinsamen

Facebook- und Instagram-

Azubi Eike im Kundenmobil von Matthias Alms

Kanal und geben authentische

Einblicke in die Welt des

Handwerks. Als Repräsentanten

ihrer Generation beantworten

sie Fragen wie „Welche Handwerksberufe

gibt es?“ oder „Wie

sehen Praktika in den unterschiedlichen

Berufen wirklich

aus?“. Der Roadtrip soll auch

anderen Jugendlichen in der

Berufsorientierung wertvolle

Hintergrundinfos und Einblicke

geben.

Wie auf der Baustelle in der

Fotos (2): Krohn

Baron-Voght-Straße packen sie

direkt mit an und lernen, wie

nachhaltige Isolation funktioniert

oder auf dem Dach Energie

gewonnen wird. Und welcher

Beruf wartet als nächstes

auf sie? Alle weiteren Stationen

auf ihrem Roadtrip erfahren die

beiden immer erst kurz vorher.

Etwa alle drei Tage besuchen

sie einen neuen Betrieb an

einem anderen Ort – im eigens

für die Aktion gestalteten

„Praktikanten- Mobil“ von

MAN.

Eike Rönn (19), ist

stolzer Auszubildender

bei Matthias Alms im

zweiten Lehrjahr. Er

hat es nicht bereut, die

Ausbildung zum

Dachdecker aufgenommen

zu haben: „Der

Arbeitsplatz auf dem

Dach ist absolut cool.

Und wir haben hier ein

tolles Team!“, schwärmt

er und führt die beiden

Praktikanten auf’s

Dach. Man muss sich

daran gewöhnen, draußen

zu arbeiten, meint er noch

und erwähnt, dass man sich gut

verletzen kann, wenn man

nicht aufpasst. „Ich bin mal

zwischen den Latten auf die

Plane getreten. Da war keine

Isolation drunter und ich bin

auf die Latten geprallt“. Aber

die Aussicht lohnt offenbar.

Das meinen auch die beiden

„Rekordpraktikanten“, und steigen

wieder über’s Gerüst auf’s

Dach. Bei dem Wetter… super!

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2 • DorfStadt-Zeitung 11/2017 • 10.08.2017

ALTONA AKTUELL

Neues aus dem Bezirk | Wolf Achim Wiegand

DorfStadt-Redakteur Wolf

Achim Wiegand Foto: privat

Moin, liebe Leser,

welch‘ komischer Sommer! Mal

tropisch, dann nieselig oder

herbstlich kühl. Grund genug,

dass alle in den Ferien zuhause

Gebliebenen vom Wetter reden.

Gemeinsamer Tenor: „So feucht

war es in dieser Jahreszeit noch

nie.“ Ja, das stimmt: „Der Juli

2017 ist viel zu nass gewesen,“

sagt der Deutsche Wetterdienst

(DWD) nach Auswertung von

Daten aus rund 2000 Stationen.

Itzehoe in Schleswig-

Holstein und Hamburg meldeten

jeweils nur zwei Sommertage

mit mehr als 25 Grad.

„Wann wird's mal wieder richtig

Sommer?“ fragte einst Rudi

Carrell (http://ogy.de/f46t). Die

Antwort weiß kein Mensch.

Und da Urlaub auf Balkonien

nicht so mein Ding ist, verabschiede

ich mich hiermit für 14

Tage in wärmere Gefilde auf

eine Insel nahe der afrikanischen

Küste… Und was haben

Sie in den Ferien gemacht?

E-Mail: redaktion@dorfstadt.de

Regieren ist hart…

Blankenese – Noch sind die 100

Tage Schonfrist nicht erreicht,

die man Politikern gemeinhin

zur Amtseinarbeitung gewährt.

Doch die langjährige Blankeneser

CDU-Politikerin Karin

Prien hat im schwarz-gelb-grünen

Jamaika-Bündnis zu Kiel

jetzt schon mit ihrem neuen

Job als Schulministerin zu

kämpfen: „Ich war überrascht,

welche Härte und Ablehnung

mir entgegenschlug,“ bilanziert

die 52jährige Mutter zweier

noch junger Söhne in einem

BILD-Interview. Und schob

nach: „In Hamburg haben wir

als Opposition neue Senatoren

nicht so empfangen.“ Für’s

Regieren muss man in Schleswig-Holstein

wohl dickhäutiger

sein, als in der Opposition der

eher hanseatisch-zurückhaltenden

Hamburgischen Bürgerschaft.

Im Westen stockt‘s

Othmarschen/Lurup – Urlauber

merken es nicht, Heimkehrer

und Zurückgebliebene aber

schon: die Verkehrslage im

Hamburger Westen ist in diesen

Tagsüber gut

betreut -

abends wieder

zu Hause


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Wochen bisweilen katastrophal.

So ist die Autobahnauffahrt

Schnelsen bis Ende nächsten

Jahres (ja, 2018) gesperrt.

Grund: Ausbau der A7 auf acht

Spuren und Bau des Lärmschutzdeckels.

Wegen Brückenbaus

können derzeit auch die

Auf- und Abfahrt in Richtung

Süden am Volkspark nicht

mehr genutzt werden. Tipp für

Autofahrer: aktuelle Lageberichte

vor der Fahrt abrufen:

hamburg.de/verkehrsmeldungen.

Auch Bahnfahrer haben dieser

Tage Probleme: wegen des

Abrisses der S-Bahnbrücke

über dem Lessingtunnel am Altonaer

Bahnhof sind alle Linien

zwischen den Bahnhöfen Othmarschen

und Altona unterbrochen,

es fahren dort aber eigens

bereitgestellte Busse.

Westklinikum verarztet

Senioren

Rissen – Das Asklepios Westklinikum

Hamburg wird eines

von zehn Krankenhäusern in

Hamburg, das sich auf die

medizinische Versorgung für

alte Menschen spezialisiert. Mit

Senatshilfe ist geplant, die

Klinik mit Spezialisten zu vernetzen,

wie niedergelassenen

Ärzten, auswärtigen Pflegeund

Reha-Einrichtungen sowie

Hospizen und Selbsthilfegruppen.

Dahinter steckt die Erkenntnis,

dass sich Krankenhäuser

auf die demografische

Entwicklung einrichten müssen.

Immer mehr ältere Patienten

bedeuten nämlich zugleich

immer mehr chronische Krankheiten.

Das Westklinikum soll

daher zu einem Zentrum für

alle Fragen der Altersmedizin

werden, das Behandlungspläne

erstellt, den regionalen Austausch

zwischen Pflegekräften

fördert und Infoveranstaltungen

für Ärzte und Patienten

organisiert.

Bahnhof Altona wird

aufgehübscht

Altona – Wer es noch nicht

mitbekommen hat: im S-

Bahnhof Altona wird gewerkelt

und geschuftet. Denn bis

September soll die etwa heruntergekommene

Station im

wahrsten Sinne des Wortes aufgemöbelt

werden. Bahnfahrer

werden künftig über neue

Bodenbeläge schreiten können

und die sogenannten Hintergleiswände

bekommen farbige

Paneele. Etwas später kommt

noch die Erneuerung von

Bahnsteigoberflächen und -

kanten. Doch damit nicht genug:

insgesamt 52 Betonsäulen

bekommen eine Glasummantelung,

die mit Werbung belegt

werden kann.

E l b v o r o r t e

Ganz Sülldorf trauert um Antje König

Regisseurin und »Seele« des Theater in Sülldorf starb nach langer Krankheit | Markus Krohn

SÜLLDORF

Mehr Fläche, erweiterte

Öffnungszeiten, Medienrückgabe

rund um die Uhr,

eine neuer Eingang und

sogar eine neue Hausnummer

– bei der Bücherhalle

Elbvorororte am Sülldorfer

Kirchenweg (jetzt also 1b) hat

sich mit dem Umbau viel getan.

„Schön, wie viel Platz hier jetzt

ist“, sagt Antje Lemberg, sie

kommt mit Tochter Edda (2)

mindestens alle 14 Tage hierher,

sie leihen Bücher aus, „die

müssen aber alle hier vorher

getestet, sprich: vorgelesen

werden!“, und auch mindestens

ein Spiel wird bei jedem Besuch

ausprobiert. Die Blankeneserin

findet: „Die neue automatische

Rückgabe ist sehr praktisch.“

Denn: Ab sofort können alle

Bücherhallen-Kunden ihre Medien

nicht nur bei der Ausleihe

selbst verbuchen, sondern auch

selbständig zurückgeben. Die

Medienrückgabe ist 24 Stunden

an sieben Tagen in der Woche

zugänglich, denn eine Station

befindet sich in der Außenwand

neben dem neuen Eingang.

„Die bisherige Fläche wurde von

Antje König 2013 bei der Regie in der St. Michaelskirche Sülldorf

Foto: Wozenilek

Antje König ist tot – diese

Nachricht sprach sich in

Sülldorf schnell herum,

denn die 73-Jährige gehörte

zu denjenigen, die die

Sülldorfer in Bewegung

hielt – mindestens zweimal im

Jahr strömten Hunderte zu

ihren Theateraufführungen im

Gemeindehaus Sülldorf. Schon

die Kleinsten konnten beim alljährlichen

Weihnachtsmärchen

Amateurtheater auf höchstem

Niveau erleben. Zuletzt 2016

mit ihrem selbst geschriebenen

Stück „Ach, du lieber Weihnachtsmann“.

Das alles soll auf

einmal vorbei sein?

In diesem Jahr wird es auf

jeden Fall kein Stück des Theater

in Sülldorf (This) mehr

geben. Das beschloss Königs

Ensemble vor ein paar Tagen.

Auch das bereits in Arbeit

befindliche Stück, das im

Herbst aufgeführt werden sollte,

wird nicht mehr vollendet.

Der Respekt vor der detailgenauen

Arbeit der verstorbenen

Schauspielerin und Regisseurin

verbietet es – so sehen es

jedenfalls die Ensemblemitglieder.

Am 24. Juli wurde die

engagierte Schauspielerin in

einem Trauergottesdienst mit

Pastor Bernd Neumann in der

St. Michaelskirche in Sülldorf

verabschiedet.

Antje König war Schauspielerin,

Leiterin und Regisseurin

von ThiS, dem Theater in

Sülldorf. Sie studierte an der

Staatlichen Hochschule für

Musik und darstellende Kunst

in Hamburg. Zur Ausbildung

gehörte es, in kleineren Rollen

und in der Statisterie im Schauspielhaus

mitzuwirken, da ihr

Lehrer, Professor Eduard

Marks, dort engagiert war.

Nach der Schauspielschule

spielte König am Schauspielhaus,

den Hamburger Kammerspielen,

dem Zimmertheater

und dem Ernst Deutsch Theater.

Danach am Nordmark Landestheater

Schleswig und am

Schlosstheater in Celle. Für

BBC-London und für das

schwedische Fernsehen drehte

sie zwei Serien und für das

Deutsche Fernsehen auch einige

Filme. Neben ihrer Tätigkeit

als Ansagerin im Norddeutschen

Rundfunk synchronisierte

sie etliche Filme und nahm

mehrere Kinderhörspiele auf,

wirkte bei den Sommerfestspielen

in Bad Hersfeld mit und

war mit einigen Stücken auf

Tournee in Deutschland, Österreich

und der Schweiz unterwegs.

1982 gründete sich die Theatergruppe

in Sülldorf. Einige Jugendliche,

die sich damals im

Gemeindehaus im Rahmen der

Jugendarbeit und zu allen

Unvergessen: Königs Weihnachtsmärchen »Potz«

möglichen gemeinsamen Aktivitäten

trafen, kamen auf die

Idee, Theater zu spielen.

Antje Königs Sohn Nicolas

(heute selbst Schauspieler, u.a.

Großstadtrevier, Notruf Hafenkante,

Karl-May-Spiele Bad

Segeberg und 2017 Störtebeker-Festspiele

auf Rügen)

war damals Teil der Jugendarbeit

und bat seine Mutter, die

Regie zu übernehmen.

Das erste Stück der neu

gegründeten Theatergruppe mit

Laienschauspielern zwischen

13 und 15 Jahren war „Das

lange Weihnachtsmahl“ von

Thornton Wilder.

Heute besteht die Theatergruppe

aus etwa dreißig Schauspielern

von 8 bis 70 Jahren,

die, aus beruflichen oder privaten

Gründen, manchmal aussetzen

müssen und dann wieder

zurück kommen. Aber der harte

Kern der ersten Stunde ist auch

heute noch dabei - immerhin

35 Jahre - und deren Kinder

gehören auch schon dazu! So

ist das Theater in Sülldorf über

die Jahre zu einem festen

Bestandteil der Kirchengemeinde

geworden.

Von Kästner, Hauptmann,

Schiller, Dürrenmatt, Kohout

bis Alain Ayckbourn hat Antje

König mit ihren Schauspielern

alles gespielt und aus den Laien

das Beste herausgeholt. Zwei

von ihnen sind inzwischen

auch beruflich im Schauspielbereich

tätig. Eine tolle Bilanz!

Die Alben sind gefüllt mit

Erinnerungen an wunderbare

Theaterabende. Das soll auch

immer so bleiben...

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Bücherhalle-Umbau: Was ist neu?

Viel mehr Platz am Sülldorfer Kirchenweg – und 24-Stunden-Service am Rückgabeautomat | Manuela Tanzen

BLANKENESE

Antje Lemberg und ihre Tochter Edda freuen sich über den neu gestalteten Kinderbereich

Bücherhallen-Chefin Corinna Benthack erklärt den neuen Rückgabeautomat,

der rund um die Uhr geöffnet ist

Foto: Tanzen

Foto: This

Foto: Tanzen

600 auf 750 Quadratmeter vergrößert“,

erklärt Corinna Benthack,

Leiterin der Bücherhalle

Elbvororte, „durch die neue

Aufteilung wirkt der Raum

noch deutlich größer.“ Sie freut

sich: „Die Resonanz bisher ist

großartig. Die Besucher sind

begeistert von den neuen Öffnungszeiten,

viele loben den

großzügigen, geordneten Eindruck.

Und die neu gestalteten

Bereiche für Kinder kommen

super an, besonders der neue

Gruppenraum.“


E l b v o r o r t e

DorfStadt-Zeitung 11/2017 • 10.08.2017 • 3

Der große Wahl-Vergleich: Das sind Ihre Kandidaten

Die DorfStadt-Redaktion befragte die Direktkandidaten der Parteien mit den größten Chancen mit einem Fragebogen. Hier sind die Antworten | Wolf Achim Wiegand

ELBVORORTE

Mögen Sie sich bitte kurz selbst vorstellen? Werdegang, Hobbys, politische Vorlieben?

Bundestagswahl

2 17

Die DorfStadt-Zeitung stellt

in dieser und den beiden

folgenden Ausgaben vom

31. August und vom 21.

September die Direktkandidaten

des Altonaer Wahlkreises

19 mit einem Fragebogen

vor, damit sich unsere

Leser persönlich von der Eignung

ihrer Kandidatin bzw.

ihres Kandidaten überzeugen

können.

Dr. Matthias Bartke und Marcus

Weinberg sitzen bereits

jetzt im Bundestag und hoffen

auf ihre Wiederwahl. Bartke

war 2013 als Gewinner des Direktmandates

knapp vor Marcus

Weinberg erstmals in den

Bundestag eingezogen. Sollte

in diesem Jahr Marcus Weinberg

das Direktmandat gewinnen,

würde Bartke allerdings

außenvor bleiben, denn Bartke

steht nur auf Platz 6 der

Landesliste (5 SPD-Politiker erhielten

2013 ihr Mandat insgesamt

über die Landesliste der

SPD). Marcus Weinberg hingegen

ist über Platz 1 der CDU-

Landesliste komfortabel abgesichert.

Erfolgsaussichten werden

außerdem noch Katja Suding

eingeräumt, die als Spitzenkandidatin

der FDP nach ihrem Erfolg

bei der letzten Hamburg-

Wahl mit einem Bundestagsmandat

über die Landesliste

rechnet. Auch der AfD-Mann

Dr. Bernd Baumann rechnet

sich Chancen aus. Nahezu aussichtslos

sind Filiz Demirel

(Grüne) und Robert Jarowoy

(Linkspartei), deren Parteien

laut Umfragen zwar wieder im

Bundestag vertreten sein werden,

aber sehr wahrscheinlich

mit anderen Kandidaten.

Dr. Matthias Bartke, SPD Marcus Weinberg, CDU Filiz Demirel, Grüne Katja Suding, FDP Robert Jarowoy, Linke Dr. Bernd Baumann, AfD

Ich bin in der Nähe von Bremen

aufgewachsen. Das haben mir

die Hamburger aber glücklicherweise

nie verübelt. Meine

ersten beruflichen Sporen habe

ich als Rechtsanwalt in einer

Altonaer Anwaltskanzlei erworben.

Dort waren meine

Schwerpunkte das Arbeitsrecht

und das Mietrecht. Diesen beiden

Fachgebieten bin ich auch

im Bundestag treu geblieben.

Ich bin dort Mitglied im Ältestenrat

sowie im Rechts- und

im Sozialausschuss. In meinen

beiden Ausschüssen habe ich

mich vor allem für die

Einführung des Mindestlohnes

und der Mietpreisbremse eingesetzt.

Ich bin verheiratet und

habe einen Sohn. Mein Hobby

ist mein kleiner und wendiger

Motorroller.

Am 4. Juni 1967, also im Umfeld

der wilden Zeiten der Studentenunruhen,

wurde ich in

Hamburg geboren und lebe

seitdem ununterbrochen im

schönsten Bezirk der Stadt, also

in Altona. Abitur, die vierjährige

Bundeswehrzeit, das Studium

der Fächer Geschichte,

Politik und Erziehungswissenschaft

und die Lehrertätigkeit

absolvierte ich alles in unserer

Heimatstadt Hamburg. Heute

lebe ich in Bahrenfeld. Als

Hamburger muss man fußballverliebt

sein. Der liebe Herrgott

hat mir 1975 die aktive Mitgliedschaft

beim FC St. Pauli

zugewiesen. Heute bin ich weiterhin

Fan und neuerdings

auch Mitglied bei Altona 93.

Früh war ich politisch aktiv,

zuerst als Bezirksabgeordneter

in Altona, später in der Hamburgischen

Bürgerschaft und

nun seit 2005 im Deutschen

Bundestag. Neben meinen politischen

Ämtern bin ich auch

der Kapitän des FC Bundestag,

der Mannschaft der Parlamentarier

des Bundestages.

Ich wurde in der Türkei geboren

und habe dort Volks- und

Betriebswirtschaftslehre studiert.

Im Rahmen des Studiums

bin ich 1990 nach Deutschland

gekommen. An der Uni Hamburg

habe ich dann begonnen,

mich hochschulpolitisch zu engagieren

– in der Grünen Hochschulgruppe,

durch die ich

dann auch den Weg zu den

Grünen gefunden habe. Nach

meinem Studium habe ich dann

angefangen, als wissenschaftliche

Mitarbeiterin für Integration

und Innenpolitik in der

Bürgerschaftsfraktion zu arbeiten.

Später war ich für verschiedene

Wirtschaftsorganisationen

tätig. Daneben habe ich

mich schon früh im Grünen

Kreisverband Altona engagiert.

Insgesamt sechs Jahre war ich

als Abgeordnete in der Bezirksfraktion

tätig, bis ich dann 2011

in die Hamburgische Bürgerschaft

gewählt wurde. Hier bin

ich heute als migrationspolitische

Sprecherin tätig, darüber

hinaus bin ich noch Vorsitzende

der Grünen in Altona.

Ich bin 1975 im niedersächsischen

Vechta geboren. Nach

dem Studium der Kommunikations-

und Politikwissenschaften

sowie der Romanistik in

Münster, habe ich in Hamburg

begonnen als Kommunikationsberaterin

zu arbeiten.

2006 trat ich in die FDP ein,

war Teil der Altonaer Bezirksfraktion

und Haushaltsexpertin

der Landespartei. Heute bin ich

stellvertretende Bundesvorsitzende

und Hamburger Landesvorsitzende

sowie FDP-Fraktionsvorsitzende

in der Bürgerschaft.

Die FDP kehrte 2011

nach sieben Jahren der außerparlamentarischen

Opposition

in die Bürgerschaft zurück,

2015 folgte mit 7,4 Prozent ein

Rekordergebnis. Neben der Politik

bleibt wenig Raum für

Hobbys. Meine Freizeit verbringe

ich am liebsten mit meinen

beiden Söhnen.

Seit 1968 wollte ich als 16

Jähriger auf den Spuren Che

Guevaras die Welt verändern.

Dass ich nun als 64jähriger

Kommunalpolitik in Altona

betreibe, könnte man als gewissen

Rückschritt ansehen. Aber

so wie ich mich hier für Bürgeranliegen

wie aktuell den

Erhalt des Elbstrandes oder eine

vernünftige Flüchtlings-Unterbringung

und Integration einsetze,

oder zuvor – oft als Vertrauensmann

– für das Bismarck-Bad,

den Kemal-Altun-

Platz, den Buchenhofwald, den

Altonaer Bahnhof oder den

Spritzenplatz, bin ich auch in

internationalen Fragen unterwegs.

Insbesondere seit mehr

als 30 Jahren in der Kurdistan-

Solidarität. Meinen Lebensunterhalt

bestreite ich als Autor

von Altona-Krimis und als Bio-

Käsehändler in Kooperation mit

einem Gemüsekisten-Abo.

Nach Gymnasium und Grundwehrdienst

studierte ich Wirtschaftswissenschaften

in Bochum,

wurde anschließend

Hochschulassistent und schrieb

dabei zugleich meine Doktorarbeit

über das Thema „Offene

Gesellschaft, Marktprozess und

Staatsausgaben“. Danach begann

ich als Vorstandsassistent

in einem Medienkonzern und

absolvierte anschließend etliche

Stationen sowohl in Management

als auch in Redaktionen

von Medienkonzernen

in München und Hamburg.

2013 trat ich in die AfD ein,

wurde Hamburger Bürgerschaftsabgeordneter,

dann Landesvorsitzender

und bald auch

Fraktionsvorsitzender (zusammen

mit Prof. Kruse). Jetzt

auch Spitzenkandidat für die

Bundestagswahl. In meiner

knappen Freizeit lese ich: Vor

allem Bücher über Weltgeschichte,

Politik, Philosophie,

Weltwirtschaft. Daneben Sport

und etwas Musik (Klassik bis

Chill).

Für welches politische Thema sind Sie persönlich Spezialist/in und welches Ziel haben Sie dabei?

Mir liegen besonders Menschen

mit Behinderung am Herzen.

Ich glaube, dass man die Qualität

einer Gesellschaft daran

messen kann, wie sie mit ihren

schwächsten Mitgliedern umgeht.

Daher bin ich auch im

Ehrenamt Vorsitzender der

Lebenshilfe Hamburg. Kurzfristig

möchte ich hier die Aufhebung

des generellen Wahlrechtsausschlusses

für Menschen

unter Vollbetreuung

erreichen. Auch sie haben eine

politische Meinung und wollen

diese bei Wahlen zum Ausdruck

bringen.

Als familienpolitischer Sprecher

der CDU/CSU Fraktion im

Bundestag dreht sich bei mir

alles um den Bereich Familie,

Senioren, Frauen und Jugend.

Mancher sagt auch gerne:

„Alles von der Wiege bis zur

Bahre“. Darunter fallen dementsprechend

ganz verschiedene

Themenbereiche, wie beispielsweise

der Ausbau der Kindertagesbetreuung

oder des Elterngeldes,

aber auch das Mutterschutzgesetz,

der Bundesfreiwilligendienst

oder die Jugendmigrationsdienste.

Politisch wie auch persönlich

beschäftige ich mich besonders

mit den Themen Migration und

Integration. Das Interesse an

diesen Bereichen ist natürlich

auch meiner eigenen Zuwanderungsgeschichte

geschuldet.

Ich habe selbst mitbekommen,

was für Anstrengungen es erfordert,

sich als Migrantin in

Deutschland zu Recht zu finden

und sich hier ein selbstbestimmtes

Leben aufzubauen. In

meiner Funktion als Fachsprecherin

in der Grünen Bürgerschaftsfraktion

arbeite ich dafür,

dass künftigen Migrantinnen

und Migranten die Unterstützung

gegeben wird, die sie

brauchen.

Als Mutter zweier schulpflichtiger

Söhne weiß ich: Nur beste

Bildung schafft uns in Deutschland

neue Chancen. Hier müssen

wir mehr tun, schon im

frühkindlichen Alter. Wir brauchen

wieder klassischeren

Rechtschreibunterricht, mehr

Stunden in den MINT-Fächern

der weiterführenden Schulen,

weniger Unterrichtausfall und

eine besser ausgestattete Inklusion.

Grundlage einer guten

Bildungspolitik muss eine solide

Haushaltspolitik sein, die

das Geld der Bürger für die

wesentlichen Dinge ausgibt:

Bessere Schul- und Hochschul-

Infrastruktur, Digitalisierung

und Breitbandausbau sowie Instandsetzung

und Erhalt von

Infrastruktur.

Stadtplanung. D.h. Bebauungspläne

und deren Umsetzung,

die leider nach einer Beschlussfassung

unter Beteiligung der

Öffentlichkeit und Einbeziehung

von allerlei Gutachten zu

Verkehr, Naturschutz, Lärm,

Verschattung usw. oft wieder

in den vertraulichen, nichtöffentlichen

Sitzungen des Bauausschusses

durch sog. Befreiungen

revidiert werden. Bundespolitisch

geht es mir hier um

die Verbesserung und Einhaltung

der Vorschriften des Baugesetzbuches.

Ich konzentriere mich auf Wirtschaft

und auf Arbeit/Soziales.

Wir müssen die Soziale Marktwirtschaft

im Zeitalter der

Massenmigration neu definieren

und weiter entwickeln: Es

geht künftig nicht mehr nur um

wirtschaftliche Freiheit und

Leistung sowie um flankierenden,

sozialen Ausgleich zwischen

‚oben‘ und ‚unten‘.

Wichtiger noch wird die Überlebensfähigkeit

des Sozialstaates

vor dem Hintergrund nicht

funktionierender Grenzen –

also der Spannung zwischen

‚Innen‘ und ‚Außen‘.

Weiter geht’s auf der nächsten Seite!

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4 • DorfStadt-Zeitung 11/2017 • 10.08.2017

E l b v o r o r t e

Fortsetzung des Kandidatenfragebogens von Seite 3:

Dr. Matthias Bartke, SPD Marcus Weinberg, CDU Filiz Demirel, Grüne Katja Suding, FDP Robert Jarowoy, Linke Dr. Bernd Baumann, AfD

Für welches Thema lohnt es sich für Sie am meisten zu streiten und warum?

Für das Verbot von sachgrundlosen

Befristungen bei Arbeitsverträgen

– so wie es früher

war. Heute dürfen Arbeitgeber

ohne einen sachlichen Grund

Arbeitsverträge über die Probezeit

hinaus befristen. Unternehmen

praktizieren dies vor allem

bei jungen Menschen, denen

damit die Gründung von Familien

erschwert wird. Ich

finde, dagegen lohnt es sich zu

streiten.

Es lohnt sich immer, für die

Demokratie, Toleranz und

Rechtsstaatlichkeit zu streiten.

Schon Winston Churchill sagte

einst, „Die Demokratie ist die

schlechteste aller Staatsformen,

ausgenommen alle anderen“.

Die Demokratie ist unser höchstes

Gut, deshalb ist sie es

immer wert, für sie zu streiten.

Ich kämpfe für eine offene,

inklusive und nachhaltige Gesellschaft.

Alle Mitglieder der

Gesellschaft sollen die gleichen

Chancen auf ein selbstbestimmtes

und glückliches Leben

haben. Alle sollen die Möglichkeit

haben, sich selchst zu verwirklichen.

Hierzu braucht es

eine gerechtere Verteilung der

gesellschaftlichen Startchancen.

Das bedeutet, dass wir Armut,

Benachteiligungen beim

Zugang zu Bildung und Diskriminierungen

aller Art entschieden

entgegnen müssen.

Die Digitalisierung ist Kernbestandteil

der Modernisierung

unseres Landes: Schulen müssen

von der Kreidezeit ins 21.

Jahrhundert der Tablets vorstoßen,

schwache Netze müssen

vor allem auf dem Land ausgebaut

werden, die Neugestaltung

unserer Arbeitswelt unter den

veränderten Bedingungen der

Industrie 4.0 darf nicht an

althergebrachten Standards

scheitern.

Für die soziale Gerechtigkeit,

denn ohne diese kann eine

Gesellschaft auf die Dauer nicht

friedfertig existieren. Wenn

Altersarmut zu notbedingtem

Flaschensammeln von Rentner-

Innen führt, die ihr ganzes

Leben schwer gearbeitet haben,

während andere durch Spekulationsgewinne

unermesslichen

Reichtum anhäufen, dann muss

das ganz schnell geändert werden.

Z.B. durch die Wiedereinführung

der Vermögenssteuer –

auch wenn das bei Ihren Leser-

Innen sicher nicht gut ankommt.

Für eine vernünftige Einwanderungspolitik:

Weil die in

Millionenzahlen und Grenzöffnungen

explodierenden Migrationsströme

nach Deutschland

hinein drohen, massiv Parallelgesellschaften

zu befeuern,

die unsere freiheitliche Gesellschaft

zerstören können. Wir

müssen den Menschen vor Ort

durch Einrichten von gesicherten

Schutz- und Entwicklungszentren

helfen. Israel zeigt was

man mit westlicher Technologie

aus der Wüste machen kann.

So könnten wir mit dem gleichen

Geld den 10- bis 12fachen

Zahlen an Schutzbedürftigen

helfen – und nicht nur denen,

die 8.000 Dollar an die Schleuser-Mafia

zahlen können, um

zu uns zu kommen.

Mit welchen/welcher Mitbewerberpartei würden Sie keinesfalls koalieren und warum?

Mit der AfD. Sie hat mittlerweile

eine unerträgliche Nähe zur

NPD und ihr Markenkern ist die

Fremdenfeindlichkeit. Damit ist

sie der geistige Wegbereiter für

die fast tausend Anschläge auf

Flüchtlingsunterkünfte im vergangenen

Jahr.

Die CDU steht für ein christliches

Menschenbild, für die

soziale Marktwirtschaft und die

europäische Integration. Diese

Markenkerne teilt die AfD

nicht. Sie polarisiert, wo wie

den Ausgleich brauchen und

radikalisiert in populistischer

Form, wo wir ernsthafte Debatten

über die Zukunft Deutschlands

und Europas brauchen.

Also kann es nur heißen: klare

Kante, eine Koalition mit der

AfD wird es nicht geben!

Mir persönlich zeigt besonders

die Entwicklung in der Türkei,

wie schnell demokratische Errungenschaften

zerstört werden

können, wenn bestimmte Parteien

zu viel Macht bekommen.

Dies heißt für mich, dass ein

Bündnis mit antidemokratischen

Parteien wie der AfD niemals

in Frage kommen wird.

Linke und AfD scheiden für uns

Freie Demokraten grundsätzlich

als Partner aus. Die Linke

schon deshalb, weil sie ein ungeklärtes

Verhältnis zur Gewalt

hat, wie wir rund um die Krawallexzesse

in Hamburg sehen

mussten. Und die AfD, weil sie

die Probleme des 21. Jahrhunderts

mit dem Menschenbild

der Nachkriegszeit angehen

will, was im wahrsten Sinne

des Wortes von gestern ist.

Außer der AfD mit ihren rassistischen

Positionen arbeite ich

in Altona punktuell mit allen

Parteien zusammen, wenn sie

denn bereit sind, mit uns für

soziale Gerechtigkeit, den

Schutz der Umwelt, verträgliche

Bebauung, für Flüchtlinge

und für Frieden einzutreten.

Für uns als neue Partei stellt

sich das Thema erst mal nicht –

die anderen Parteien versuchen

noch, uns als neuen Mitbewerber

raus zu halten, indem sie

möglichst wenig kooperieren.

Das werden sie auf Dauer nicht

durchhalten. Wir wirken aber

bereits als echte Opposition,

indem wir die entscheidenden

Themen ansprechen und die

anderen vor uns her treiben.

Mit wem würden Sie gerne mal zum Abendessen gehen?

Mit Michelle Obama.

Wenn ich die freie Wahl, auch

unter nicht mehr lebenden Personen,

hätte, dann wäre das ein

gemeinsames Abendessen mit

Helmut Schmidt und Konrad

Adenauer. Da ich mit Helmut

Kohl schon einmal im Fischereihafenrestaurant

zu Abend

essen durfte, hätte ich dann die

drei großen ehemaligen Kanzler

auf diese Weise kennen gelernt.

Und Angela Merkel würde

bestimmt auch noch gerne dazu

kommen…

Es würde mir schon reichen,

wenn ich neben meinen Terminen

als Bürgerschaftsabgeordnete

und Kreisvorsitzende

öfters mal Zeit fände, mit meinen

eigenen Freunden gemeinsam

Abendessen zu gehen.

Mit Kanadas Premierminister

Justin Trudeau.

Mit meiner Frau, die momentan

allerdings im Krankenhaus

liegt.

Mit Frau Merkel: Um herauszufinden,

ob sie wirklich versteht,

was sie da macht: Von totaler

Grenzöffnung und Millionenwanderung

aus Orient und

Afrika bis hin zum jährlichen

Neudruck von Euros in Billionenhöhe

und Ankauf von

Schrott-Staatspapieren aus

Südeuropa.

Stellen Sie sich vor, Sie starten eine Kreuzfahrt auf der Elbe – wohin würde die Reise gehen?

Erst nach Madagaskar und

dann nach Neuseeland.

Zunächst von Hamburg nach

Altona! Das Schöne an der Elbe

ist, dass sie für einen Hamburger

wie mich sowohl flussabwie

auch aufwärts großartige

Reiseziele bereithält. Dresden,

die Hauptstadt Sachsens ist

wegen seiner Geschichte und

seiner Architektur immer eine

Reise wert. Aber man kann

auch in die große weite Welt,

über die Nordsee zum Beispiel

nach Island. Ein Land, das mich

aufgrund seiner einzigartigen

Naturschauspiele schon immer

sehr fasziniert hat…

Eine umweltschonende Kreuzfahrt

nach Skandinavien wäre

schön. Zurzeit sind mir ist die

Umweltbelastung durch solche

Fahrten aber immer noch zu

groß. Wir sind allerdings grade

in Hamburg auf einem guten

Weg, hier etwas zu verbessern.

Das zeigt beispielsweise die

Einrichtung einer Landstromanlage

am Kreuzfahrtterminal

Altona.

Von Hamburg nach Dresden:

So wäre erlebbar, wie sich

Deutschland in den letzten 27

Jahren seit der Wiedervereinigung

um einen seiner geschichtsträchtigsten

Flüsse entwickelt

hat.

Über Stade und Otterndorf

nach Cuxhaven und weiter

nach Neuwerk und auf die

nordfriesischen Inseln Amrum,

Pellworm und Föhr, gerne auch

auf die eine oder andere Hallig.

Z.B. nach Magdeburg, Wittenberg

und Dresden – allen Wirkungsstätten

Martin Luthers.

So ein Mitstreiter fehlt uns im

Kampf gegen das heutige

Macht-Kartell der Altparteien

und der linken ‚politischen

Korrektheit‘ in großen Teilen

der Medien und bis tief in die

CDU hinein.

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Den Tagen mehr Leben geben

Palliativ-Kurs für neue Ehrenamtliche ab Ende September in Rissen | Konrad Matzen

Der Tod ist das letzte, wohl

auf immer unlösbare Mysterium.

Der Prozess des

Sterbens ist für Menschen,

die sich aufgrund einer

schweren Krankheit in der

letzten Lebensphase befinden,

meist mit erheblichen seelischen

Belastungen befinden.

Das gilt insbesondere für die

pflegenden Angehörigen, die

sich kaum trennen können.

„Als Ehrenamtliche begleite ich

Sterbende seit sieben Jahren,

und zu meinen Aufgaben gehört

es, die psychische Belastung zu

lindern und auch die betroffenen

Angehörigen zu entlasten“,

sagt Bettina Raats über ihre

ehrenamtliches Engagement

und ergänzt: „Meine Tätigkeit

in der häuslichen Sterbebegleitung

ermöglicht den unheilbar

Kranken ein menschenwürdiges

und selbstbestimmtes Leben in

der gewohnten familiären Atmosphäre“.

Für Sterbende ist es

wichtig, dass jemand zuhört.

Denn in den letzten Tagen und

ELBVORORTE

Stunden ihres Lebens ziehen

Menschen oft Bilanz und stellen

sich existentielle Fragen

wie „habe ich die Chancen meines

Lebens ausreichend genutzt?“

oder „was kommt danach?“

Die meisten Menschen

haben das Bedürfnis, darüber

zu reden. Auch wenn selbst der

Sterbebegleiter nur wenig Zeit

mitbringt. Umso intensiver sind

die Begegnungen mit den unheilbar

Kranken und deren

Angehörigen.

Vor allem Angehörige, aber auch Patienten suchen Geborgenheit

Nach den Sommerferien

bietet der TSV Sülldorf

zwei neue Kletterkurse in

der Stadtteilschule Blankenese,

Frahmstraße 15 an.

Die Kurse richten sich an

Anfänger und Kletterer, die

wenig Vorerfahrung haben.

Unter fachkundiger Anleitung

lernt man alle wichtigen Dinge,

die es braucht, um mit Spaß

und Sicherheit an der Kletterwand

nach oben zu kommen.

Knoten, Materialkunde, Bedienung

des Sicherungsgeräts,

Seilkommandos sind Basics, die

in diesen Kursen vermittelt und

intensiv geübt werden. Das

Material wird gestellt. Kursteilnehmer,

die schon eigene Kletterausrüstung

besitzen, sollten

diese bitte mitbringen.

Die einstündigen Kurse finden

Unter dem Motto „Verlass mich

nicht, wenn ich schwach

werde“ bietet der Förderverein

Palliativstation am Asklepios

Westklinikum ab Ende September

2017 einen neuen Kurs

mittwochs um 18 Uhr (Kinder,

9–13 Jahre, 69 Euro) und 19

Uhr (Jugendliche/Erwachsene,

14–... Jahre, 99 Euro) statt.

E l b v o r o r t e DorfStadt-Zeitung 11/2017 • 10.08.2017 • 5

für Ehrenamtliche, die sich in

der Sterbebegleitung engagieren

möchten, an. Die Teilnehmerinnen

und Teilnehmer gehen mit

der Anmeldung zunächst keine

Verpflichtungen ein (außer der

Kursgebühr: 100 Euro).

Die Auseinandersetzung mit

den Themen Sterben, Tod und

Trauer vor dem Hintergrund

der eigenen Erfahrungen ist

eine wichtige Voraussetzung

für die Begleitung schwerstkranker

Menschen und ihrer

Angehörigen. Nach dem

Grundkurs findet ein Praktikum

auf der Palliativstation statt,

danach gibt es noch einen

Vertiefungskurs und im weiteren

Verlauf der Tätigkeit treffen

sich die ehrenamtlichen Mitarbeiter

auf Gruppenabenden, bei

der Supervision oder bei Fortbildungsveranstaltungen.

Förderverein Palliativstatiion

Suurheid 20

Tel.: 81 91-23 92 (vormittags)

www.palliativ-rissen.de

Klettern im Kurs und am Kirchturm

Neuer Kurs vom TSV Sülldorf – freies Klettern am Turm der Martin-Luther-Kirche Iserbrook | K. Matzen

SÜLLDORF

Wedel saniert...

Umleitung in Richtung Hamburg | Markus Krohn

Seit dem 24. Juli finden auf

der Rissener Straße im

Ortseingang zu Wedel umfangreiche

Straßenarbeiten

zwischen Croningstraße und

Industriestraße statt. Die An-

WEDEL

Kletterwand in der Sporthalle der Stadtteilschule Frahmstraße

Galgenberg, Tinsdaler Weg und

Industriestraße zurück geleitet.

Die Umleitung ist ausgeschildert.

Der erste Bauabschnitt

wird noch bis Ende November

2017 andauern, dann wird die

Im Rahmen von Brückenbauarbeiten

am so genannten

„Lessingtunnel“ im Bereich

des Bahnhofs Altona

ist der Streckenabschnitt

zwischen den Haltestellen

Othmarschen und Holstenstraße

noch bis zum 29. August

gesperrt. Es werden zwar Ersatzbusse

eingesetzt, die aber

vor allem in den Stoßzeiten am

Morgen und vor allem zum

Feierabend hin hoffnungslos

überfüllt sind. Es lohnt sich

also, die Fahrt rechtzeitig zu

planen oder alternative Routen

zu prüfen.

Die Kurse laufen über zehn

Einheiten, vom 13. September

bis 29. November. In den

Herbstferien finden die Kurse

nicht statt. Die Teilnehmerzahl

ist auf 10 Personen pro Kurs

beschränkt.

Die Kurse werden geleitet von

Alex Weisz, Tel.: (01 76) 57 14

98 06, E-Mail: klettern@tsvsuelldorf.de

Wer einfach „nur mal so“ klettern

möchte, ist bei der Jugendklettergruppe

an der Iserbrooker

Westwand der Martin-

Luther-Kirche willkommen

(dienstags, 17 Uhr)

www.tsv-suelldorf.de

www.iserbrooker-westwand.de

...Altona auch!

Einschränkungen im S-Bahnverkehr | Markus Krohn

ELBVORORTE

Foto: Winter/pixelio.de

Die meisten Arbeiten an der

Brücke in einem der Hauptknotenpunkte

im Bezirk Altona

waren schon vor der Sperrung

weitgehend abgeschlossen.

Allein die Oberbaumaßnahmen,

bei denen auch Schotter,

Schwellen und (Strom-) Schienen

erneuert wurden, dauern

zwei Wochen.

Neben der neuen Brücke dürfen

sich Bahnfahrer demnächst

über einen neuen S-Bahnhof

Altona freuen. Der wird nämlich

gleichzeitig saniert.

www.hvv.de

Auch ohne Bewegung braucht der

Körper ausreichend Flüssigkeit – etwa

zweieinhalb bis drei Liter am Tag. Wer

Sport treibt, schwitzt zusätzlich und

verliert dabei Flüssigkeit. Ein bis eineinhalb

Liter pro Stunde sind normal.

Wenn es draußen so richtig heiß und

schwül ist, können es sogar bis zu

drei Liter sein. Wichtig für Sportler ist

Der

Fitness-Tipp:

Ausreichend trinken!

es also, den Flüssigkeitsverlust so gut es geht auszugleichen,

denn bereits kleine Flüssigkeitsdefizite können die körperliche

und geistige Leistung beeinträchtigen.

Das liegt daran, dass der Körper neben den Fettspeichern

über nur sehr geringe Wasserreserven verfügt. Also reagiert

unser Körper auf Wassermangel sofort: Die Schweißmenge

wird minimiert und das Blut zähflüssiger. Keine guten

Voraussetzungen für gesunde Bewegung!

Entscheidend für ein effektives Training ist also, rechtzeitiges

und ausreichendes Trinken. Dabei kommt es auf den richtigen

Wasserhaushalt im Körper an. Wer erst aufgrund seines

Durstgefühls trinkt, reagiert zu spät. Besser ist es, bereits vor

dem Training ein bis zwei Glas Wasser zu trinken, wer länger

als 45 Minuten trainiert, braucht zusätzliche Kohlehydrate in

Form von beigemischten Fruchtgetränken beispielsweise

(Verhältnis 2:1). Achten Sie auf möglichst wenig Zucker!

Während eines kurzen Trainings braucht man keine permanente

Wasserzufuhr, aber anschließend sollten Sie wieder

etwas Wasser zu sich nehmen.

Mehr Tipps gibt’s im VAF-Studio in Bahrenfeld:

Bertrand-Russel-Straße 4

Tel.: 89 06 01-0

www.vafev.de

Flyer

Beilagen

Marie Langenbacher

Foto: PR

Prospektverteilung?

DorfStadt-Zeitung!

Dorf Stadt

Rosy

hilft!

Tel.: 87 08 01 60

media@dorfstadt.de

Umkehren unmöglich. Die B431 auf Höhe „Lüchau“

Foto: Krohn

Studio-Sommeraktion: 01.07. – 31.08.2017

1 Monat trainieren für 48,- Euro inkl. Schwimmen + Sauna

Sommerkurse: 15.07. – 31.08.2017

Ticket 35,- Euro für über 50 Kurse

fahrt des Einkaufszentrums mit

Famila, Aldi und Co. sowie das

Bauzentrum Lüchau sind aus

Richtung Hamburg gut erreichbar.

Lediglich die Rückfahrt

wird über Austraße, Schulauer

Straße, Strandweg, Elbstraße,

Straße während der Winterpause

wieder zweispurig freigegeben,

bevor die B431 dann im

März 2018 erneut zur Baustelle

wird, um die zweite Seite der

Straße zu sanieren. Das dauert

dann nochmal vier Monate...

Großbaustelle Lessingtunnel..

Foto: S-Bahn Hamburg

Bertrand-Russell-Straße 4 · 22761 Hamburg

Telefon 040-8906010 · www.vafev.de

e


6 • DorfStadt-Zeitung 11/2017 • 10.05.2017

Mazedonische Küche

neu in Blankenese

Wieder geöffnet: In Blankenese

haben Nina und Hristijan

Todorovski im ehemaligen

„Laschori“ ihr neues

Restaurant „Roots &

Beef“ eröffnet. Macedonian

Cuisine versprechen die

beiden – und günstige Preise.

Mazedonien bietet nicht nur

eine atemberaubende Landschaft,

die schon viele Deutsche

Touristen erleben durften, sondern

eine abwechslungsreiche

Küche mit viel saisonalem Gemüse

wie Bohnen oder Auberginen,

Milchprodukte wie Joghurt

oder Käse sowie für die

Balkanküche typische Gewürze

und natürlich frischer Knoblauch.

BLANKENESE

Vom Kajmak (cremiger, serbischer

Käse) für 6,50 Euro bis

zum Jagnesco (Lammbraten)

für 25,90 Euro reicht die

Spannbreite. Demnächst folgt

noch ein Burgerangebot mitten

in Blankenese. Für Kinder sind

Chicken Fingers oder Schnitzel

im Angebot. Der neu gestaltete

Eingangsbereich ist überraschend

großzügig. Eine echte

Alternative in den Elbvororten

(direkt am S-Bahnhof Blankenese).

Roots & Beef

Erik-Blumenfeld-Platz 27b

Tel.: 36 91 41 26

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Hamburger Seniorendomizile GmbH und

HAPP gehören jetzt zum Katharinenhof

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Nina und Hristijan Todorovski mit ihren beiden Töchtern

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Sommer-Kurs-Special

In den Hamburger Schulferien

lockt der Verein Aktive

Freizeit mit dem erfrischenden

Sommerkurs-Ticket für

35 Euro. Noch bis zum 31.

August kann man sich von

über 50 Kursen inspirieren

lassen. Functional, Zumba®,

Pilates, Spinning, Faszientraining

und natürlich der Klassiker

Bauch-Beine-Rücken-Po

BAHRENFELD

Der Christliche Ambulante

Pflegedienst der Elbvororte

gGmbH (C.A.P.E.) ist umgezogen.

Ab sofort erreichen Sie

den Pflegedienst postalisch und

persönlich in der Hasenhöhe

128 in Sülldorf. Die Telefonnummer

ist erhalten geblieben.

Neben der Basisversorgung wie

Grundpflege, Behandlungspflege

oder hauswirtschaftliche

Versorgung, bietet C.A.P.E. eine

palliativmedizinische Versorgung

an.

Ambulante Palliativmedizin (zu

Hause, in den eigenen vertrauten

vier Wänden) ist die aktive,

ganzheitliche Behandlung von

Patienten mit einer nicht heilbaren

und weit fortgeschrittenen

Erkrankung, mit begrenzter

Lebenserwartung. Sie strebt

die Linderung von evtl. begleitenden

Krankheitssymptomen

ebenso wie psychischer, sozialer

und spiritueller Probleme

an.

Das Hauptziel der palliativme-

lassen den Puls höher schlagen.

Sollte es doch einmal zu heiß

werden, gibt es Abkühlung bei

der Aqua-Fitness im vereinseigenen

Schwimmbad. Starten

Sie in einen aktiven Sommer!

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C.A.P.E. zieht um!

dizinischen Betreuung ist die

Verbesserung der Lebensqualität

für die Patienten und ihre

Angehörigen. Sie integriert traditionelle

medizinische Aufgaben

mit neuen Erkenntnissen

der Wissenschaft.

C.A.P.E. steht in der Tradition

des Samariters und beruft sich

auf den Glauben und die christlichen

Werte, dadurch hebt sich

das Team um Karl Udo Hansen

von anderen Pflegediensten ab.

C.A.P.E. arbeitet in der Basisversorgung

und in dem palliativen

Bereich ausschließlich mit

examinierten Pflegefachkräften

und greift im Diakonischen

Pflegenetzwerk Blankenese auf

kompetente Mitarbeitende zurück,

die bedürftige Menschen

im Hamburger Westen beraten

und betreuen.

C.A.P.E. gGmbH

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Die Katharinenhof Seniorenwohn-

und Pflegeanlage

Betriebs-GmbH hat zum 27.

April 2017 die drei Pflegewohnanlagen

der Hamburger

Senioren Domizile GmbH

(HSD) sowie die Hamburger

Ambulante Pflege und Physiotherapie

„HAPP“ GmbH in

Hamburg übernommen.

Als Traditionsanbieter in Hamburg

leisten die Hamburger

Senioren Domizile seit vielen

Jahren eine gute Betreuung

und Pflege älterer Menschen.

Die drei in der Betreibergesellschaft

HSD gebündelten Pflegeeinrichtungen

befinden sich

an attraktiven Standorten in

Hamburg. Es handelt sich um

insgesamt 335 Plätze in der

vollstationären Pflege und 157

Plätze im Servicewohnen. Die

Hamburger Einrichtungen, die

von der Katharinenhof Seniorenwohn-

und Pflegeanlage

Betriebs-GmbH erworben wurden,

liegen in den Stadtteilen

Blankenese, Eidelstedt und

Wandsbek.

Mit diesem Zuwachs erweitert

der Katharinenhof die Einrichtungspalette

in der Region

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für die Depot-Verteilung der DorfStadt-Zeitung

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Das Domizil am Hirschpark gehört jetzt zum Katharinenhof Foto: PR

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Norddeutschland. Ziel ist es, die

bereits sehr gute Marktposition

und den exzellenten Ruf des

Unternehmens Katharinenhof

weiter auszubauen. „Dieser

Kauf passt sehr gut zu uns. Wir

nehmen die Hamburger Einrichtungen

in unser breit aufgestelltes

Netzwerk auf und stärken

gleichzeitig unseren Standort

in Norddeutschland“, sagt

Dr. Jochen Schellenberg, Geschäftsführer

der Katharinenhof

Seniorenwohn- und Pflegeanlage

Betriebs-GmbH.

Die Einrichtung „Am Hirschpark“

in Blankenese bietet 104

Plätze für Kurz-, Verhinderungs-

und Langzeitpflege an.

Im Jahr 2016 wurde die Wohnund

Pflegeeinrichtung modernisiert.

Das Haus „Zum Husaren“

im Stadtteil Wandsbek

verfügt über 93 vollstationäre

Pflegeplätze. Der Schwerpunkt

dieser Einrichtung liegt in der

Pflege von jungen, psychisch

erkrankten Menschen. Das

Industriestraße 25a

22880 Wedel

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Angebot in der Pflegeeinrichtung

„An der Mühlenau“

(Eidelstedt) umfasst 138 Appartements

und Zimmer im Bereich

der stationären Pflege

und 157 Appartements für das

Servicewohnen.

Der Ambulante Pflegedienst

verfügt über Beratungsstützpunkte

in Blankenese und

Schnelsen. Er bietet professionelle

Unterstützung im Haushalt,

bei der Ernährung, bei der

Körperpflege oder während der

Behandlung von Krankheiten.

Zu der Hamburger Ambulanten

Pflege und Physiotherapie

(„HAPP“ GmbH) gehört weiterhin

die Physiotherapie-Praxis

„Puls“ am Standort Eidelstedt.

Sie bietet Therapien, Gerätetraining

und Gymnastik an und

verfügt über ein Bewegungsbad.

Auch die Senioren der beiden

weiteren Pflegheime können

die physiotherapeutischen Leistungen

in Anspruch nehmen.

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Tel.: 8 66 58-0

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ÖFFNUNGSZEITEN:

Dienstag–Samstag

ab 17.00–24.00 Uhr

Sonn- & Feiertage

ab 12.00–24.00 Uhr

Montag Ruhetag


T e r m i n e DorfStadt-Zeitung 11/2017 • 10.08.2017 • 7

Ausgewählte Termine der Elbvororte – weitere aktuell auf www.dorfstadt.de

Vortrag: Mythos der Tania Blixen

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Foto: Wernicke

Foto: studiocanal

Foto: Odrowski

Foto: SZS-PR

Bekannt geworden ist die Dichterin,

Malerin, Farmerin, Großwildjägerin und

Lebenskünstlerin Tania Blixen durch den

Kinoerfolg »Jenseits von Afrika«. Heute

berichtet Regine Wernicke über die Suche

und den Kampf um Selbstverwirklichung

dieser außergewöhnlichen Frau in ihrem

Vortrag »Der Mythos der Tania Blixen«.

Termin: 24.08. 16 Uhr | Eintritt: 5,– €

Ort: Elbschloss Residenz, Elbchaussee 374

www.elbschloss-residenz.de

Einmalig: »Terminator 2« in 3-D

Zur Feier Arnold Schwarzeneggers 70.

Geburtstags und punktgenau zum

20. Judgement Day zeigt UCI James

Camerons Si-Fi-Meisterwerk, das mit vier

Oscars gekrönt wurde, einmalig noch

einmal auf der großen Kinoleinwand –

konvertiert in eine emotional hoch

bewegende 3-D-Version.

Termin: 29.08. 20 Uhr

Ort: UCI Kinowelt Othmarschen

Eintritt: 13,– € | www.uci-kinowelt.de

Impressionen vom Stadtpark-Revival

Das »Dockenhuden-S« ist ein seit einigen

Jahren etablierter Ort für Old- und

Youngtimer-Liebhaber. Dazu gehört auch

der Hamburg Journalist und Fotograf

Hans-Jürgen Odrowski, der im September

seine Impressionen vom Hamburger

Stadtpark-Revival ebendort ausstellt.

Vernissage ist am 27. August um 16 Uhr.

Termin: 27.08.–30.09. Di.–Sa. 15–22 Uhr

Ort: Dockenhuden-S, Dockenhudener Str. 1

Eintritt: frei | www.dockenhuden-s.de

WEDEL

Kleinkunstfestival in Wedel

Unter dem Motto »Er hat die Hosen an –

sie sagt ihm, welche«, bringt Hannes

Grabau von der Batavia das neue Kabarett-

Programm von und mit Peter Vollmer auf

die Bühne. In diesem Jahr dreht sich sein

Programm um das Verständnis zwischen

Mann und Frau, also um ganz selbstverständliche

Dinge – köstlich wie immer!

Termin: 25./26.08. 20:30 Uhr

Ort: Theaterschiff Batavia

Eintritt: 18,– € | www.batavia-wedel.de

G E W I N N S P I E L

Sie wollen gewinnen? Dann senden Sie uns eine Karte mit »The Play That Goes Wrong«

an die DorfStadt-Zeitung, Bramweg 31, 22589 Hamburg oder per E-Mail

an Gewinn@dorfstadt.de. Einsendeschluss: 18.8.2017. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Foto: Knecht

The Play That Goes Wrong –

Ein katastrophaler Theaterabend!

„Mord auf Schloss Haversham“

heißt das Stück, das eine ambitionierte

Laientheatertruppe aufführen

will. Ein klassisches Kriminalstück

in ländlicher Abgeschiedenheit

mit familiären Verstrickungen,

korrupten Polizeibeamten,

loyal-verschwiegenen

Dienern und widrigen Wetterbedingungen.

Doch bei der Aufführung geht

einfach alles schief: Türen lassen

Am Wochenende startet in

der Badebucht in Wedel die

große Sommerparty! Im

Wasser laden aufblasbare

Wasser schild kröten, Riesen kra -

ken oder Disco-Hasen zum turbulenten

Toben ein.

Dazu gesellen sich herausfordernde

Aqua-Laufmatten, zahllose

Bälle und Entchen und

andere Geräte, die ihre Nutzer

teils wortwörtlich Kopf stehen

lassen – so etwa die spektakulären

Water-Globes, mit dem

Hamsterrad-artigen Antrieb.

Und die Liegewiese wird an diesem

Sonntag zur Partywiese!

Angefangen von der Torwand

und dem Dribbel-Parcours über

Kriech tunnel, Springseile, Ra -

sen-Ski, Pedalos und Stelzen

bis hin zu Balancierbalken und

Hüpfsä cken... und den kreativen

und einfallsreichen Anima -

teurem fallen bei Bedarf immer

wieder neue, spannende Spiel -

sich nicht öffnen, Requisiten

sind nicht an ihrem Platz, Dialoge

laufen in der falschen Reihenfolge

ab und Schauspieler

werden bewusstlos geschlagen.

Doch so britisch steif das

Krimi-Stück auch ist, oder wie

gnadenlos die Auftritte der einzelnen

Akteure auch danebengehen,

das Wichtigste ist: Haltung

bewahren und sich nur ja

nichts anmerken lassen. The

varianten ein! Außerdem wartet

auf die kleinen und großen

Sei fen blasenfans die Bubble-

Rocket, mit der tolle Seifen bla -

sen-Schweife in die Luft geblasen

werden können, getreu dem

Motto: Sommer, Sonne, Seifen -

blasen... (12–17 Uhr)

Badebucht Freibad

Am Freibad 1, Wedel

Tel.: (0 41 03) 91 47-0

www.badebucht.de

Familien-Flohmarkt am Waldpark

In der Sülldorfer Wohnsiedlung in der

Straße Am Waldpark, direkt an der

Kiesgrube Sülldorf-Rissen, findet wieder ein

Familien-Flohmarkt statt. Vor den Häusern

sind zahlreiche Flohmarktstände aufgebaut.

Auch eine Hüpfburg und Musik wird

geboten! Anschließend lohnt ein Besuch

des Waldspielplatzes in der Kiesgrube.

Termin: 3.09. 10–14 Uhr

Ort: Straße Am Waldpark, Sülldorf

3x2 Karten

24. August,

19.30 Uhr

Show must go on!

Die junge Londoner Theatergruppe

Mischief Theatre um

Jonathan Sayer, Henry Shields

und Henry Lewis hat ein Gag-

Feuerwerk entworfen, das nicht

nur Freunden des englischen

Humors Bauchschmerzen vor

Lachen bereiten dürfte. Das

Stück ist seit seiner Uraufführung

in London restlos

ausverkauft. Das Stück wurde

am West End in London und am

New Yorker Broadway vom

Publikum sowie der Presse bejubelt

und wurde mit dem Olivier

Award und dem Prix Molière als

„Beste Komödie“ ausgezeichnet.

Im Sommer ist es endlich auch in

Hamburg zu sehen.

St. Pauli Theater

Termine:

17.–21. 23.–27., 29. –31. August,

1.–3., 5.–10., 12.–17. September

jeweils 19.30 Uhr, So. 18 Uhr

Preise: 19,90 €–56,90 € inkl.

aller Gebühren

Vorverkauf: (040) 4711 0 666

www.st-pauli-theater.de

Foto: BV Rissen

Die Spielmobil Ideenwerkstatt bietet im

Stadtzentrum Schenefeld zwei Wochen

lang ab dem 21. August spannende

Experimentier- und Zauberworkshops an.

Anmeldung über die Website des Stadt -

zentrums. Der Rest der Familie kann derweil

beim Shoppen und auf dem Marktplatz

einen Hauch von Urlaub genießen.

Termin: 21.08.–01.09. Mo.–Fr. 9–16 Uhr

Ort: Stadtzentrum Schenefeld

Eintritt: 10,– € | www.stadtzentrum.de

Radtour in die Holmer Sandberge

Wer hat Lust mit dem Bürgerverein Rissen

und der leidenschaftlichen Radlerin Regina-

Maria Stenzel vier Stunden lang durch

Rissen, Sülldorf, den Klövensteen und das

Buttermoor zu den Holmer Sandbergen zu

radeln? Herrliche An- und Aussichten inklusive.

Anschließend wird gepicknickt. Info

und Anmeldung unter Telefon 81 12 56.

Termin: 12. August, Treffen um 13:15 Uhr

Ort: Bürgerhaus Rissen, Wedeler Landstr. 2

Eintritt: frei | www.bv-rissen.de

IMPRESSUM

Die DorfStadt-Zeitung erscheint alle drei

Wochen donnerstags in den Elbvororten

bei MK Medien PR- & Eventagentur,

Bramweg 31, 22589 Hamburg.

Tel.: 87 08 016-0

Redaktion: redaktion@dorfstadt.de

Anzeigen: media@dorfstadt.de

Autoren:

Manuela Tanzen (m.tanzen@dorfstadt.de),

Wolf A. Wiegand (w.a.wiegand@dorfstadt.de)

Herausgeber/V.i.S.d.P.: Markus Krohn

Unverlangt eingesandte Manu skripte

und PR-Berichte werden nicht zurückgesandt

und nicht vergütet.

Wir behalten uns vor, die Texte und Bilder

nach Belieben zu verändern und zu veröffentlichen.

Ein Anspruch auf

Veröffentlichung besteht nicht.

Druck: WE-Druck, Oldenburg;

Vertrieb: Speed to Service A. Straka-Jacobs

© MK Medien PR- & Eventagentur

Nächste Ausgabe: 31. August 2017

Redaktionsschluss: 23. August 2017


8 • DorfStadt-Zeitung 11/2017 • 10.08.2017

I m G e s p r ä c h

Eigentlich möchte sie lieber,

dass ihre Produkte im

Vordergrund stehen: Ulrike

Plüschau aus Rissen ist

aber auch eine beeindruckend

kreative Frau, deren Styles

mittlerweile von Kunden aus

über 30 Ländern weltweit

gekauft werden. Insofern ist es

kein Wunder, wenn sich viele

für die Frau interessieren, die

hinter diesen schönen Klein -

möbeln und Wohnaccessoires

steht.

RISSEN

Angefangen hat alles zuhause

in Rissen in der Garage. Damals

gab es den Wunsch nach Wohn -

accesoires und Kleinmöbeln für

den Eigenbedarf, die einerseits

individuell, andererseits aber

auch natürlich sein sollten. So

entstanden 2004 die ersten Mo -

delle. Durch das große Interesse

im Bekanntenkreis an den

schönen Stücken entwickelte

sich schon bald eine kleine Kol -

lektion, die 2007 in der Teil -

nahme an der ersten Ausstel -

lung mündete. Die Einkäufer

vieler designliebender Fachge -

schäfte, Boutiquen und Design -

häuser sowie große Hotelketten

interessierten sich für die

Produkte der dreifachen Mutter.

Mit zunehmenden Freiräumen

durch die Selbstständigkeit der

heute erwachsenen Kinder wur -

de aus der Garagen grün dung

ein erfolgreiches Unternehmen.

Mittlerweile ist Plüschau in ein

300-Quadratmeter Lager mit

Werk statt umgezogen. Die

Ideen für ihre Styles entstehen

aber immer noch in den

Ruhephasen zu Hause. Auch für

Lufthansa und andere große

Marken hat die Designerin

schon Styles entworfen und zur

Produktreife gebracht.

Ihre Produkte entstehen in

meh reren Schritten: Nach dem

Entwurf folgt ein Prototyp aus

Styropor oder anderen Mate -

rialien, um der Idee erste Form

zu geben. Sobald alle techni -

schen Details mit dem Pro -

duzenten geklärt sind, erfolgt

eine Kleinserie, um eventuelle

Kinderkrankheiten zu erkennen

und zu eliminieren. Mögliche

Fehlerquellen werden so von

vornherein erkannt und können

abgestellt werden. Erst wenn alle

Details stimmen, wird mit der

seriellen Fertigung begonnen.

Produziert wird sowohl in kleinen

Manufak tu ren in Deutsch -

land als auch in Internatio na -

len Produktions stätten. Die

Mit der Natur wohnen

Rissenerin stylt Wohnräume in aller Welt | Markus Krohn

Eines der ersten Kleinmöbel aus der Fertigung von Ulrike »Ulli« Plüschau: Beistelltisch tabola

Ulrike Plüschau (rechts) mit ihrer Tochter Lynn auf der diesjährigen

Ambiente-Messe in Frankfurt

Fotos: uccellino

Ver edelung, Qua litätskontrolle

und der Versand findet nach

wie vor in den Elbvororten statt.

Vermarktet werden die Styles

über Inter nationale Fach mes -

sen im In- und Ausland. Ein

kleiner Online-Shop gibt Ver -

brauchern die Möglichkeit, di -

rekt bei uccellino zu bestellen.

Ihr Traum: Ein eigener Design-

Store, in dem sie all’ ihre

Produkte auf ihre eigene Weise

präsentieren kann. Dazu bedarf

es allerdings noch des richtigen

Impulses. Vielleicht gibt es ja

irgendwann ein passendes An -

gebot, zu dem sie nicht Nein

sagen kann.

Ihr Anspruch: Den puren Cha -

rakter der Natur im Wohnbe -

reich erlebbar zu machen. Bei

der Entwicklung ihrer Produkte

lässt sie sich von den Eigen -

schaften der dafür verwendeten

natürlichen Materialien inspirieren.

Mancher Style durchläuft

mehrfach die Prüfung

zwi schen den technischen

Mög lichkeiten der Fertigung

und der Formge -

bung, bis das endgültige

Design steht.

Die Wahl ihrer Ma te -

rialien in Kombi na -

tion mit dem Design

erfordert innovative

Produ zen ten, die be -

reit sind, herkömmliche

Stan dards zu

durchbrechen. Wie

z.B. die Dimensionen

ihrer Vollholz pro -

duk te in Eiche mit

bis zu 50 Zenti -

metern Durchmesser

– „Hier können Risse

im Holz gar nicht

vermieden werden,

sondern sind Stilele -

mente der ansonsten

reduzierten Formen.

Wir können die Rissbildung

nicht beeinflussen, da das Holz

sich immer individuell verhält“,

erläutert sie bei unserem

Lagerrundgang. Das gilt auch

für die Oberfläche und Farbe

des Holzes, das in ihrer Werk -

Foto: uccellino

Vom Entwurf zur fertigen Glaskaraffe –

Entwicklung eines Styles à la uccellino

statt in sorgfältiger Hand arbeit

geräuchert oder ge flammt und

geölt wird. Da durch entstehen

sehr individuelle Möbelstücke,

die nur von ihrer Grundform

her identisch sind.

Nachhaltigkeit und Wertigkeit

sind für Plüschau ebenfalls

wichtige Faktoren. Der Nach -

haltigkeitsgedanke kommt in

all’ ihren Produkten immer

wieder zum Tragen. Bei ihren

Entwürfen wird stets darauf

geachtet, möglichst wenig

Verschnitt und Abfall zu erzeugen.

Daher entsteht aus Rest -

materialien oft noch ein weiteres

Produkt, so wie bei den

Eierbechern aus Flussstein.

Die gelernte Dipl. Modedesig -

nerin hat sich inzwischen vollständig

von der Modebranche

abgewendet, wenngleich sie

sich weiterhin ihren besonderen

Modegeschmack bewahrt

hat – und sicher auch bei der

Gestaltung ihrer Wohnacces -

soires von den Erfahrungen aus

dieser Zeit profitiert. „Die

Werteskala ändert sich einfach,

wenn man eigene Kinder großzieht“,

sinniert sie. Die Mo -

dewelt sei ihr inzwischen viel

zu schnelllebig geworden. Viele

T-Shirts hielten ja

noch nicht mal fünf

Wäschen durch, ganz

zu schweigen von der

Förde rung der Kin der -

arbeit in etlichen Pro -

duktionsländern. Das

möchte Sie so nicht

mehr unterstützen.

„Ich bin sehr zufrieden

mit meiner Entschei -

dung, mich in diesem

Bereich selbständig ge -

macht zu haben“, sagt

sie heute selbstbewusst.

Auch wenn sie sich gerade

mal wieder aufmachen

muss, neue Lagerräume

zu suchen, weil das jetzige

Ge bäude zum Jahres -

ende zugunsten von

Woh nungen abgerissen

wird. Doch sie ist sich si -

cher: „Es wird sich recht -

zeitig etwas ergeben, ich

schaue einfach, wo sich

neue Türen und Horizonte

auftun!“ So wie vieles ist

in den letzten zehn Jahren

von alleine auf Sie zuge -

kommen ist.

Übrigens: uccellino bedeutet

auf Italienisch „kleiner

Vogel“ und ist aus dem Mäd -

chen name von Plüschau abgeleitet.

uccellino

Melkerstieg 6

Tel.: 81 97 64 59

www.uccellino.de


Wollten Sie auch schon immer wissen,

was Ihr Nachbar so treibt?

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