ekiba intern - Evangelische Landeskirche in Baden

ekiba.de

ekiba intern - Evangelische Landeskirche in Baden

❱ ❱

❱ ❱

Kraft der Rituale

Landesbischof setzt Zeichen

für Taufe, Trauung und Co.

Diakonie

in Baden

Evangelische

Landeskirche

in Baden

ekiba intern

Mitarbeitendenzeitschrift | Mai | 4/2010

„Religion von Anfang an”

im evangelischen Kindergarten

www.ekiba.de

❱❱Sonderausgabe

SYNODE


ekiba

2

4|2010

❱❱aktuell

Inhalt

❱❱

Synode

3 „Kirche bei Gelegenheit“ –

Bericht des Landesbischofs betont Kasualien

4 Zwischenberichte der landeskirchlichen Projekte

6 Nachhaltigkeit und demografi sche Entwicklung:

Synode will Kirche für die Zukunft fi t machen

7 Meldungen aus der Frühjahrstagung

der Landessynode

❱❱

persönlich

13 Bundesrichterin liebt Bach –

Die neue Synodale Ilse Lohmann im Portrait

14 Medientipps

Neue Publikationen und Internettipps

Impressum

15 musikalisch

Kindergottesdienstlieder/Gottesdienstlieder

16 kurz & bündig

18 Kollekten

19 Radio & TV

20 Termintipps

Diakonie

9 Couch für Kids in der Bahnhofsmission

10 Arbeitshilfe für religiöse Erziehung

von 0–3 Jahren

12 Diakonisches Werk Baden EMAS-zertifi ziert

❱❱ Editorial

alexandra.weber@ekiba.de | judith.knoebel-methner@ekiba.de

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Frühling und Frühsommer sind beliebte Jahreszeiten für

Trauungen und Taufen. Doch in den letzten Jahren ist die

Zahl kirchlicher Trauungen stark zurückgegangen. Und obwohl

die Zustimmung zur Taufe laut Umfragen zugenommen

hat, sind doch immer weniger Taufen zu verzeichnen.

Woran diese Entwicklung liegt und wie man ihr begegnen

könnte, damit beschäftigte sich Landesbischof Dr. Ulrich

Fischer in seinem Bericht zur Lage während der Frühjahrstagung

der Landessynode in Bad Herrenalb. Im kommenden

Jahr wird beispielsweise das „Jahr der Taufe“ die badische

Landeskirche beschäftigen.

Begegnen muss man jedoch nicht nur dem Rückgang der

Kasualien, sondern auch den veränderten demografi schen

Bedingungen, auch wenn der landeskirchliche Haushalt

bisher noch unter günstigen Rahmenbedingen steht. Die

Synode hat sich daher auch mit ersten Überlegungen zur

weiteren Zukunftsplanung befasst. „Es geht um Nachhaltigkeit,

um eine Überprüfung der bisherigen und die Entwick

lung neuer operativer Steuerungsinstrumente zur Ressourcenverteilung“,

stellte Oberkirchenrätin Karen Hinrichs

vor der Synode fest.

Außerdem lernen Sie in diesem Heft die neue Landessynodale

Ilse Lohmann kennen. Ganz neu ist ihr dieses Amt

allerdings nicht. Die Richterin am Bundesgerichtshof in

Karlsruhe war bereits in ihrer früheren Heimat in Naumburg

und Magdeburg Mitglied der Kreis- und der Landessynode.

Informative und entspannte Momente mit der aktuellen

Synoden-Ausgabe von ekiba intern wünschen Ihnen

■ Alexandra Weber und Judith Knöbel-Methner

Zentrum für Kommunikation

Tel. (07 21) 91 75-114


Höchste Qualität für

„Kirche bei Gelegenheit”

Landesbischof Fischer gab Landessynode

seinen jährlichen Bericht

■ Für die Kirche haben die sogenannten Kasualien

wie Taufe, Konfi rmation, Trauung und Bestattung

eine enorm wichtige Bedeutung. Das unterstrich Landesbischof

Ulrich Fischer am Donnerstag in seinem

jährlichen Bericht vor der Landessynode in Bad Herrenalb.

Daher müsse auf die Gestaltung der Kasualien

besonderen Wert gelegt werden, so Fischer.

„Kasualien bleiben wichtige Haftpunkte für das Familienleben“,

sagte der Landesbischof mit Blick auf die Statistik.

Untersuchungen hätten gezeigt, dass beispielsweise die

Taufe für die Kirchenmitglieder eine ungebrochen hohe Bedeutung

habe. „Bekannten 1972 noch 82 Prozent der Evangelischen,

dass sie ihr Kind taufen lassen würden, so stieg

die Zustimmungsrate zur Taufe eines Kindes kontinuierlich

an – auf sogar 95 Prozent im Jahr 2002“, berichtete Fischer.

Gleichzeitig sei die Kasualpraxis mit betroffen von den Veränderungen

des sozialen Lebens. So deutete Fischer den

bundesweiten Rückgang der Traugottesdienste um fast 50

Prozent in den vergangenen 15 Jahren dahin, dass sich

die Trauung von einer Traditionshandlung mehr zu einer

Bekenntnishandlung entwickle. Oft hinderten auch fi nanzielle

Engpässe daran, eine Trauung, eine Taufe oder eine

Konfi rmation auszurichten. „Es müssen nicht die großen

Feste sein“, so Fischer. Es gebe auch einfache, kleine Feiern

des Kasualgottesdienstes. „Wir müssen beispielsweise

Hilfen anbieten, wie eine Konfi rmation ohne teures Feiern

begangen werden kann“, so der Bischof. Mit sogenannten

regionalen Tauffesten, bei denen mehrere Kinder getauft

werden und gemeinsam ohne hohen Kostenaufwand gefeiert

werden kann, will die Evangelische Landeskirche in Baden

im kommenden Jahr in mindestens 20 Kirchenbezirken

auch in dieser Hinsicht ein Zeichen setzen.

Diese Entwicklungen müssten sich in mehrfacher Weise

auf die landeskirchliche Praxis auswirken: „Wenn unsere

Kasualien sich einfach an der bürgerlichen Normalfamilie

orientieren, werden wir zur Lebenswirklichkeit vieler Menschen

die Beziehung verlieren“, mahnte Fischer. Die Kasualien

lehrten die Kirche, die Welt differenziert zu sehen und

darauf zu reagieren. Bei den Kasualien müsse die Kirche

auf die berechtigten Erwartungen von Menschen an die Kirche

Bezug nehmen. Dabei solle deutlich werden, dass „diese

Gottesdienste aus dem Kern der Beziehung zu Jesus

Christus kommen und zu ihm hinführen“, so Fischer.

Keine Kasualie sei ohne einen ethischen Sinn. Im Fall

der Taufe würden Vater, Mutter und Paten in eine besondere

Verantwortung gestellt, und auch die Gemeinde beziehungsweise

die Kirche verpfl ichte sich bei jeder Taufe.

Die Trauung inszeniere weniger die Schließung einer Ehe

als vielmehr eine Verpfl ichtung des Paares auf ein verant-

Synode Synode

ekiba

❱❱ Den gesamten Bericht können Sie

nachlesen unter www.ekiba.de.

Infos

wortliches gemeinsames Leben. In der Bestattung sei in

ethischer Hinsicht die Herausforderung zu einem Lebensweg

ohne die Verstorbenen verdichtet. Dass der ethische

Sinn eine Folge der Gottesbeziehung ist, werde in allen Kasualien

deutlich, immer gehe es um ein „neues Leben“ aus

dem Geist Christi.

Wenn die Kirche sich auf diese Veränderungen einstelle

und darauf reagiere, gewinne die Verkündigung Lebens-

und Alltagsnähe. „Die Kirche wird ermutigt, der Kraft dieser

Rituale mehr zu trauen als vielen Worten“, ist sich der

Landesbischof sicher. Dies habe Auswirkungen auf die Praxis

und die Ausbildung der Landeskirche: „Wir brauchen in

unserer Landeskirche eine breite Diskussion und eine intensive

Fortbildung und Praxisbegleitung zur Qualität von

Gottesdiensten und Kasualien“, forderte Fischer. Qualität

brauche Zeit und Know-how, Motivation und Kontrolle. Qualität

habe dabei neben den liturgischen und theologischen

Herausforderungen auch ganz praktische Dimensionen:

„Sie hat mit Erreichbarkeit, Verlässlichkeit, Pünktlichkeit

und vielem mehr zu tun.“ Fischer sprach sich zudem für

eine tauforientierte Erwachsenenbildung aus. Bildungsveranstaltungen

könnten die Bedeutung der Kasualien für das

eigene Leben erhellen.

„Unsere Kirche ist froh über den Schatz, den sie an ihren

Kasualgottesdiensten hat“, sagte Fischer. Durch diese Momente

der „Kirche bei Gelegenheit“ falle Gottes Wort mitten

ins Leben. „In der Kasualpraxis erfahren Menschen in

wichtigen Momenten ihres Lebens, dass sie gesehen und

angesehen sind: Es ist kein Zufall, es ist gewollt, dass es

dich gibt. Es ist nicht bedeutungslos, wie du lebst.“

■ Marc Witzenbacher

Foto: Marc Witzenbacher

3

4|2010❱❱


ekiba

4

4|2010

❱❱Synode

Viel Gutes ist auf dem Weg

Zwischen- und Abschlussberichte landeskirchlicher Projekte auf der Synode

Erfolgreiche Projekte: Einweihung der evangelischen Grundschule in Karlsruhe …

■ Eine positive Zwischenbilanz

konnte die Landeskirche auf der

Frühjahrssynode bei ihren Projekten

ziehen, die sie in den letzten

Jahren mit zusätzlichen Mitteln auf

den Weg gebracht hatte:

Projekt: Gründung und Weiterentwicklung

von zwei evangelischen

Schulen in Karlsruhe und Freiburg

Mehr Kindern eine ganzheitlich bewusst

evangelische Bildung zu ermöglichen,

ist das vorrangige Ziel des

im Frühjahr 2008 beschlossenen Projekts

„Gründung und Weiterentwicklung

zweier evangelischer Schulen“. Neben

der Festigung christlicher Werte, sollte

dadurch besonders die Bindung junger

Familien an die evangelische Kirche

gestärkt sowie ein Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit

geleistet werden. Die

evangelische Grundschule Karlsruhe

hat im September 2009 den Lehrbetrieb

aufgenommen, die Evangelische

Schule Freiburg wird im September

dieses Jahres nachfolgen. Durch die

Gründung der beiden Schulen erreicht

die evangelische Kirche jetzt über 2.500

Menschen in Karlsruhe und Frei burg.

Mithilfe der evangelischen Bildungsangebote

können diese eine po sitive

Beziehung zur evangelischen Kirche

aufbauen be ziehungsweise fes tigen.

Weitere Schul gründungen will die Landessynode

erst angehen, wenn die

fi nanzielle Versorgung der Schulen auf

stabilen Beinen steht.

Projekt: Diakonische Gemeinde

Zur Förderung diakonischer Projekte in

Kirchengemeinden hatte die Landessynode

im Frühjahr 2008 den „Fonds

Diakonische Gemeinde“ beschlossen.

Unterstützt werden in erster Linie

Projekte, die Menschen, die sich am

Rande der Gesellschaft befi nden, Hilfe

zur Selbsthilfe bieten, d. h. ihnen den

Zugang zu Bildung, Arbeit und den

Anschluss an gesellschaftliche und

kirchliche Gruppen erleichtern. Darüber

hinaus soll die Zusammenarbeit

von Gemeinden mit diakonischen Einrichtungen

und anderen gesellschaftlichen

Akteuren gestärkt werden. Gefördert

werden Kirchengemeinden,

die Initiativen zur Armutsbekämpfung

etwa durch Tafelläden, Vesperkirchen

oder Tauschbörsen starten und ein

Konzept zur nachhaltigen Integration

sozial benachteiligter Gemeindemitglieder

entwickeln. Von bislang 24

gestellten Anträgen wurden bis Ende

vergangenen Jahres 15 zur Förderung

angenommen.

Projekt: Gemeinde leiten und entwickeln

mit dem Kirchenkompass

Als besonders erfolgreich hat sich das

Kirchenkompass-Projekt herausgestellt.

Der Kirchenkompass soll bis zum Projektende

am 30. April 2014 als Methode

geistlich verantworteter und partizipatorischer

Gemeindeentwicklung landeskirchenweit

bekannt werden: Durch

den gemeinsamen Bezug auf die Leit-

bilder und die strategischen Ziele der

Landessynode sowie durch die Übernahme

derselben Methodik fördert der

Kirchenkompass die Verbindung kirchenleitender

Gremien auf allen Ebenen,

eine hoch standardisierte und gut

vernetzte Organisationsentwicklung in

der Landeskirche sowie eine nachhaltige

Gemeindeentwicklung. Von geplan

ten 30 Moderatoren, die in der

Begleitung von Kirchenkompass-Prozessen

ausgebildet werden sollen, um

Gemeinden und Kirchenbezirken über

das Pro jektende hinaus zur Verfügung

zu stehen, sind bereits 19 geschult.

Weiterhin fi nden pro Jahr jeweils zwei

Fortbildungen statt. Das Ziel von geplanten

zehn Gemeinden und vier Bezirken,

die einen Förderantrag für einen

Kirchenkompass-Prozess stellen

sollten, wurde mit 62 Gemeinden, neun

Kirchenbe zirken und mehre ren landeskirchlichen

Einrichtungen

schon jetzt

weit übertroffen.

Die durch

das vermehrte

Interesse entsprechend

er -

höhten Planungskosten

konnten bislang durch

die Einnahmen gedeckt werden.

Projekt: Erziehung verantworten,

Bildung gestalten, Profi l zeigen

In den vergangenen Jahren haben sich

Umfeld, Herkunft und Lebenssituation

von Familien und Kindern stark gewandelt.

Ziel des Projektes ist es daher,

bis zum Jahr 2011 in Verbindung

mit dem Entwicklungsfeld „Sinn, Werte

und Religion“ des Orientierungsplans

Bildung und Erziehung in einer breit

angelegten Qualifi zierungskampagne

das Profi l evangelischer Kindertageseinrichtungen

zu defi nieren, zu schärfen

und weiter zu entwickeln. Gesellschaftlichen

Veränderungen und dem

erhöhten Anspruch auf pädagogische

Qualität bei zunehmender Konkurrenz

durch den zu erwartenden Rückgang

der Kinderzahlen soll damit Rechnung

getragen werden. Dabei arbeiten die


Fotos: Privat

Abteilung Diakonie und Interreligiöses

Gespräch, das Religionspädagogische

Ins titut, das Diakonische Werk

Baden und das Bildungshaus Diakonie

eng zusammen. Von schließlich

180 vorgesehenen Fortbildungen für

Kita-Leiter/-innen und -Erzieher/-innen

wurden in den Jahren 2007, 2008 und

2009 bereits 24, 63 und 62 durchgeführt.

Für 2010 sind bislang 60 Fortbildungen

fest terminiert.

Projekt: Initiative für Partnerschaftsbeziehungen

zu Gemeinden

und Be zirken in Übersee

Gemeindepartnerschaften stärken auf

besondere Weise das Gemeinschaftsgefühl

und das Bewusstsein, Teil der

weltweiten Kirche Jesu Christi zu sein.

Das seit 1. März 2010 laufende Projekt

will eine Qualifi zierung von Partnerschaften

zu Kirchen in Übersee

mittels struktureller, konzeptioneller,

fachlicher und inhaltlicher Unterstützung

erreichen. Bereits bestehende

Partnerschaften sollen vernetzt und

mit einbezogen werden. An einer Partnerschaft

interessierte Bezirke oder

Gemeinden werden beraten und erste

Kontakte zu möglichen Partnergemeinden

hergestellt, Besuchsreisen organisiert

und nachbereitet. Die von landeskirchlichen

Partnerschaftsgruppen

entwickelten Jahrestreffen sowie eine

Internetplattform ermöglichen einen

unkomplizierten und unmittelbaren Informationsaustausch.

Das Projektende

wurde auf 31. Juli 2014 angesetzt. Derzeit

bestehen zehn Partnerschaften,

die gefestigt werden sollen. Mit Diakon

Ernst Herold steht der Geschäftsführung

ein hoch qualifi zierter Mitarbeiter

… und ein Treffen zweier

evangelischer Partnergemeinden

in Ghana.

zur Verfügung, der zuletzt für „Brot für

die Welt“ im Einsatz war.

Schlussbericht Projekt:

Vernetzung der Landeskirche

Das im Februar 2001 gestartete Projekt

ist im April 2010 planmäßig und erfolgreich

zu Ende gegangen. Ziel war

es, Prozesse für eine Optimierung der

internen und externen Kommunikation

der Landeskirche zu entwickeln, zu

etablieren und in Betrieb zu nehmen –

bis hin zu Ablagesystemen für E-Mails,

Registratur und Archiv. Dieses Ziel wurde

in vollem Planungsumfang erreicht:

Alle landeskirchlichen Einrichtungen

sind inzwischen miteinander vernetzt

und können dank neuester Technik

und aller erforderlichen Systeme

mit einheitlicher Benutzeroberfl äche

schnell und direkt digital miteinander

kommunizieren. Auch Informationen

und Materialien werden schneller bearbeitet

und sind besser zugänglich;

die wesentlichen Datenspeicher wurden

unter der Anwendung „Infos und

Produkte“ sowie „Treffpunkte“ angelegt

und die Funktionen eingeführt.

Dadurch konnten nicht zuletzt Verwaltungsabläufe

vereinfacht und ihre

Kosteneffi zienz optimiert werden. Insgesamt

sind 21 Kirchenbezirke und 22

Dienststellen der Diakonischen Werke

in den Kirchenbezirken eingebunden.

Von 3.535 Nutzer/-innen entfallen

1.285 auf den Evangelischen Oberkirchenrat

sowie auf landeskirchliche und

kirchengemeindliche Dienststellen,

1.520 sind haupt- und 730 ehrenamtliche

Mitarbeiter.

■ Rolf Pfeffer und

Judith Knöbel-Methner

Synode

Landeskirche will

Taufen stärken

ekiba

■ Das Jahr 2011 steht in der evangelischen

Kirche ganz im Zeichen

der Taufe. Oberkirchenrat Matthias

Kreplin, Referent für Theologie und

Gemeinde, stellte die bundesweite

Initiative der Landessynode vor. Ziel

sei es, sich intensiver mit der Taufe

zu beschäftigen. Mehr Eltern sollen

dazu ermutigt werden, ihre Kinder

zur Taufe zu bringen. Dazu will die

Landeskirche beispielsweise die Zusammenarbeit

zwischen Kirchengemeinde

und Kindergarten stärken.

Materialien werden bereitgestellt, um

für die Taufe im Kindergarten zu werben

sowie Eltern und Kindern die

Taufe näherzubringen. An einem zentralen

Taufsonntag, dem 10. Juli 2011,

sollen möglichst viele Taufen in ganz

Baden stattfi nden. Als weiterer Schritt

sind Glaubenskurse geplant, in denen

Erwachsene sich mit dem christlichen

Glauben auseinandersetzen sollen. In

jedem Kirchenbezirk sollen zwei Glaubenskurse

angeboten werden.

Seelsorge

zunehmend gefragt

■ Auch einen Bericht über die besonderen

Seelsorgedienste wie Telefon-,

Krankenhaus- oder Polizeiseelsorge

nahm die Landessynode entgegen.

Immer öfter nehmen auch Ehrenamtliche

seelsorgliche Aufgaben etwa in

Krankenhäusern oder Gefängnissen

wahr. Es sei jedoch auch eine Tendenz

zu beobachten, das Recht der

Kirchen, in öffentlichen Einrichtungen

seelsorglich tätig zu werden, seitens

der dort Verantwortlichen in Frage zu

stellen oder einzuschränken. Aus den

öffentlichen Einrichtungen dürfe sich

die Kirche daher nicht zurückziehen.

Der steigende Bedarf an Seelsorgeangeboten

und die breite gesellschaftliche

Akzeptanz der seelsorglichen

Arbeitsfelder forderten immer wieder

neu heraus, die Seelsorgedienste den

aktuellen Bedingungen anzupassen

und sich neuen Arbeitsfeldern zuzuwenden

– etwa der Internetseelsorge.

5

4|2010❱❱


ekiba

6

4|2010

❱❱

Synode

Schon jetzt an morgen denken

Synode will Kirche für die Zukunft fi t machen

■ Anders als im Norden

und Osten der Bundesrepublik

konnte die Landeskirche

bisher bei sehr günstigen

Rahmenbedingungen

ihre Schwerpunkte und

Aufgaben planen und umsetzen.

Zumindest für den

landeskirchlichen Haushaltsanteil

wird dies noch

ein paar Jahre anhalten, ist

die Finanzreferentin der

Landeskirche, Barbara Bauer,

überzeugt. „Dennoch ist

es dringend geboten, sich

mutig und zuversichtlich

den Herausforderungen zu

Oberkirchenrätin Barbara Bauer stellen, die künftig durch die

demografi sche Entwicklung

auf uns zukommen“, forderte die für Grundsatzplanung zuständige

Oberkirchenrätin Karen Hinrichs. Daher hat sich

die Landessynode auf ihrer Frühjahrstagung mit ersten

Überlegungen für die Zukunftsplanung beschäftigt. „Es geht

um Nachhaltigkeit, um eine Überprüfung der bisherigen und

die Entwicklung neuer operativer Steuerungsins trumente

zur Ressourcenverteilung“, sagte Karen Hinrichs vor der

Synode. „Es geht dabei nicht um Haushaltskürzungen, um

Konsolidierungskonzepte, um Änderungen in der derzeitigen

Mittelverteilung“, unterstrich Oberkirchenrätin Bauer.

Es solle nicht der Haushalt selbst betrachtet werden, sondern

die Methoden seiner Aufstellung. Mit einem Projekt

sollen nun die Steuerungsmechanismen für die Verteilung

der Finanzen insgesamt sowie die besonderen Bereiche

Foto: Hornung

Ressourcengerechtes Verhalten:

Landessynode plant Studientag

■ Geschätzte 200 Millionen Kinder werden weltweit

in ausbeuterischen Verhältnissen zur Arbeit gezwungen.

Kinderarbeit wird bei manchen Gütern, die wir erwerben,

billigend in Kauf genommen. Um dem entgegenzuwirken,

wurde aus dem Kirchenbezirk Ortenau an die

Landessynode der Antrag gestellt, in der Auftragsvergabeordnung

der Landeskirche soziale Kriterien aufzunehmen,

die Kinderarbeit ausschließen sollen. Dem schloss sich die

Landessynode einmütig an, betonte aber, dass der Fokus

nicht allein auf die Kinderarbeit beschränkt werden könne.

Daher wird im Frühjahr 2011 die Synode einen Studientag

zum Thema „Zukunftsfähig leben, Hoffnung gestalten“

durchführen. Dabei soll der Blick auf die Kirche als eine

an Nachhaltigkeit orientierte Einkäuferin und Beschafferin

von Material und Dienstleistungen gerichtet werden.

Personal und Immobilien angeschaut und auf Veränderungsbedarf

hin überprüft werden. „Auf landeskirchlicher

Ebene hat der Evangelische Oberkirchenrat bereits damit

begonnen, für seinen gesamten Immobilienbestand eine

Langzeitplanung vorzunehmen, bevor weitere Einzelinvestitionsentscheidungen

getroffen werden“, erklärte Bauer die

ersten Schritte. Für den Bereich des Personalein satzes soll

überlegt werden, ob die derzeitige Verhältnisbestimmung

zwischen verschiedenen Stellenarten wie beispielsweise

Gemeinde- und Funktionspfarrstellen, Kirchenmusik- oder

Verwaltungsstellen wie bisher fortgeschrieben werden soll.

„Es könnte sich ja zeigen, dass in den Stadtkirchengemeinden

andere Anforderungen bestehen als in eher ländlich

geprägten Regionen“, so Barbara Bauer. Für alle Themenbereiche

sollen die theologischen Konsequenzen und jene

für das Kirchenbild mit bedacht werden. „Ob dies in einem

gesonderten Teilprojekt oder jeweils gleich in Arbeitsgruppen

geschieht, muss noch geprüft werden“, fasste Bauer

die bisherigen Beratungen zusammen. In jedem Fall werde

die theologische Kompetenz nötig sein, „damit wir nicht am

Ende ein prima funktionierendes Steuerungssystem entwickeln,

das nicht mehr als Kirche Jesu Christi zu erkennen

ist“, sagte Bauer. In den kommenden Tagungen sollen weitere

Schritte für das Vorgehen beraten werden. Als Gesamtergebnis

der Projektarbeit sollen ein Bericht vorliegen sowie

konkrete Änderungsvorschläge. Diese sollen spätestens im

Jahr 2014 synodal beraten und schließlich verabschiedet

werden. „Wir hätten dann, nach jetzigem Erkenntnisstand,

fünf Jahre Zeit, nämlich von 2015 bis 2020, die geänderten

Steuerungsinstrumente zu erproben, ohne dass damit bereits

Haushaltskürzungen aufgrund demografi scher Veränderungen

verbunden sein müssten“, so Bauer.

■ Marc Witzenbacher

Karl Kreß (links) und Wolf Eckhard Miethke

Neue Synodale verpfl ichtet

■ Die Landessynode hat drei neue Mitglieder. Neben

der neu in die Synode berufenen Bundesrichterin Ilse Lohmann

(Karlsruhe, siehe S. 13) wurden Pfarrer Karl Kreß

(Adelsheim-Boxberg) und Pfarrer Wolf Eckhard Miethke

(Markgräfl erland) verpfl ichtet, die neu in die Synode gewählt

wurden. Sie folgen auf Kai Tröger (Adelsheim-Boxberg) und

Horst Teichmanis (Markgräfl erland), die aus berufl ichen

Gründen aus der Synode ausschieden.

Foto: Rolf Pfeffer


Konvent Christlicher Gemeinden Hebeljahr eröffnet

Foto: Privat

Der IKCG trifft sich jährlich zu einer Tagung.

■ Immer mehr Menschen mit Migrationshintergrund

leben in Baden. Eine Vielzahl davon sind Christen, die sich

in Gemeinden organisieren. Um die ökumenischen Beziehungen

der Christen aus aller Welt zu intensivieren, wurde vor

zwei Jahren auf Initiative der Landeskirche der „Internatio nale

Konvent Christlicher Gemeinden Baden“ (IKCG in Baden) ins

Leben gerufen. Der Konvent besteht inzwischen aus über

40 Gemeinden und unterschiedlichen Konfessionen. Einmal

im Jahr wird von der IKCG in Baden ein Internationaler Gottesdienst

gefeiert. Zudem veranstaltet die IKCG jährlich eine

Tagung, in der gemeinsames ökumenischen Lernen und

mögliche Formen der Integration thematisiert werden.

Foto: Rolf Pfeffer

Neuer Vizepräsident

Präsidentin

Fleckenstein

gratuliert Axel

Wermke.

■ Mit überzeugender Mehrheit wurde Rektor Axel

Wermke (60) aus dem Kirchenbezirk Bretten zum neuen

Vizepräsident der Landessynode gewählt. Er folgt Kai

Tröger aus dem Kirchenbezirk Adelsheim-Boxberg nach, der

aus berufl ichen Gründen das Amt niederlegte und aus der

Landessynode ausschied. Axel Wermke war bislang Ers ter

Schriftführer der Landessynode. Nun steht der Rektor einer

Grund- und Werkrealschule gemeinsam mit Präsidentin Justizrätin

Margit Fleckenstein (Mannheim) und Pfarrer Volker

Fritz (Langensteinbach) an der Spitze des „Kirchenparlaments“

der Evangelischen Landeskirche in Baden. Die Landessynode

wählte Wermke zudem in den Landeskirchenrat.

Zum neuen ersten Schriftführer der Synode wurde Pfarrer

Michael Dahlinger (Hockenheim) gewählt.

Synode

■ Mit einer szenischen Lesung wurde auf der Frühjahrstagung

der Landessynode das Hebeljahr in der

Landeskirche eröffnet. In diesem Jahr gedenkt die Landeskirche

des 250. Geburtstages ihres ersten Prälaten. Johann

Peter Hebel, der in Basel geboren wurde, und in Lörrach

und Karlsruhe als Lehrer und Kirchenrat wirkte, wurde

1821 Prälat und damit der geistliche Leiter der aus der Lutherischen

und Reformierten Kirche unierten Evangelischen

Landeskirche in Baden. „Ist der Mensch ein wunderliches

Geschöpf“ lautete das Motto des Abends. Die Schauspieler

Reinhard Sannemann und Harald Heinz lasen Texte zur

Biografi e Hebels sowie einige Kalendergeschichten aus

Hebels „Rheinländischem Hausfreund“. Musikalisch umrahmten

der Klarinettist Wolfgang Weth und der Gittarist

Martin Müller die Veranstaltung. Der Abend, den Jutta Berendes,

langjähri ge Leiterin des Karlsruher Jakobustheaters,

zusammen stellte, wird im Rahmen des „Literatursommers

2010“ an mehreren Orten in Baden gestaltet.

❱❱ Weitere Informationen zum Hebeljahr und den Veranstaltungen

fi nden Sie unter www.hebeljahr2010.de sowie

www.literatursommer.de.

Infos

Landeskirche will

Missbrauchsfälle aufklären

ekiba

■ Die Evangelische Landeskirche will möglichst alle

Missbrauchsfälle der letzten 50 Jahre aufklären. Dazu

hat sie eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die sich um eine lückenlose

Aufklärung bemüht. Oberkirchenrat Christoph Schneider-

Harpprecht, Bildungsreferent der Landeskirche, berichtete:

„Die Arbeitsgruppe prüft anhand klarer Richtlinien bei den eingehenden

Meldungen alle Möglichkeiten der Strafverfolgung,

staatlich und kirchlich.“ Die Landeskirche habe ein Vertrauenstelefon

eingerichtet. „Ein erfahrener Psychologe nimmt die

Fälle auf und klärt, wie den Opfern geholfen werden kann.“

Seit Mitte März haben sich elf Personen bei dem Vertrauenstelefon

gemeldet. Allen Meldungen wird nachgegangen. Die

Arbeitsgruppe will dem Oberkirchenrat noch in diesem Jahr

einen Bericht über die vergangenen 50 Jahre vorlegen.

❱❱ Die Nr. des Vertrauenstelefons lautet (01 76) 96 54 14 96.

Der Psychologe Peter Linzer hat zwei Telefonsprechstunden

in der Woche: Dienstag von 13 bis 14 Uhr und

Donnerstag von 17 bis 18 Uhr. Zudem ist Herr Linzer unter

der Mailadresse peter.linzer@ekiba.de zu erreichen.

Infos

4|2010❱❱

4|2010❱❱

7


ekiba

Evangelischer

Rundfunkdienst

Baden

■ Claudia Roth ist Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen.

Sie genießt Ansehen auch bei Menschen, die nicht die Grünen wählen,

weil sie moderat und ausgleichend wirkt, auch dann wenn sie

eine profi lierte Meinung vertritt. In Ulm geboren, steht sie zu ihren

schwäbischen Wurzeln. Außerdem war sie mal Managerin der aufmüpfi

gen Kultband „Ton, Steine, Scherben“.

Claudia Roth

… im Gespräch

Als aufmüpfi g und radikaldemokratisch

werden Sie beschrieben,

und dabei sind Sie bodenständig?

Ich bin geprägt von meiner Familie, vom

württembergischen Liberalismus. Meine

Eltern sagten immer: „Setz dich für deine

Ideen ein, und wenn der Wind auch mal

ins Gesicht bläst, übt es dich fürs Leben“,

und da haben sie recht gehabt.

Warum sind Ihnen die Menschenrechte

und Humanität so wichtig?

Das hat wahrscheinlich mit meiner Oma

Franziska zu tun, die mit mir am Sonntag

immer ins Franziskanerklösterle in

Ulm ging. Es erfüllt mich heute noch mit

ganz großer Wärme, wenn ich mich an

die Figur des Bettelmönchs Franz von

Assisi erinnere. Damit hatte mir meine

Oma wirklich beigebracht, dass Reichtum

nur dann gut geht, wenn es den

anderen nicht schlecht geht. Die Nächstenliebe

zählt.

Da sind Sie dicht am Christentum

… mit Hanno Gerwin Ich habe die Bibel neben anderen Büchern

auf meinem Nachttisch und lese

gerne darin, beispielsweise das Lukasevangelium, woraus man viel

lernen kann, wenn man Menschenrechtspolitik macht.

Wovor haben Sie Angst?

Meine größte Angst besteht darin, nicht gut genug zu sein, es nicht zu

können, mich nicht angestrengt zu haben.

❱❱ ■ TV: bw familiy.tv Mi u. Sa 21:00

Euro 3 So 16.30

■ Radio: Radio Regenbogen Heaven

So 9.00–10.00

■ Internet: www.Gerwin.de

8

4|2010

❱❱

Synode

Gerwin trifft

Hanno Gerwin

Schöpfung lieben und bewahren

Mit AGAPE rückt die Kirche das Thema Alternative

Globalisierung in den Fokus

■ Klimaschutz – fairer Handel – Bekämpfung von Armut

und Hunger – so manch einer schreckt zurück vor dem

großen und komplexen Thema Globalisierung. Doch wenn

wir „zukunftsfähig“ werden oder bleiben wollen, müssen

wir uns mit der Frage auseinandersetzen, wie wir in einer

globalisierten Welt wirtschaften und mit unserer Umwelt

umgehen sollen.

Auf Anregung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK)

treiben Christen, Kirchen und Initiativen weltweit seit Jahren

die Frage nach einer Alternativen Globalisierung voran. Bei

der ÖRK-Vollversammlung 2006 wurde der AGAPE-Call vorgestellt.

AGAPE erinnert an den biblischen Begriff für die Liebe

unter Menschen und zu Gottes Schöpfung und bedeutet

zugleich: Alternative Globalisierung im Dienst von Menschen

und Erde. Der AGAPE-Call nennt acht Handlungsfelder, die

für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung

von Bedeutung sind: 1. Beseitigung von Armut, 2. Gerechter

Handel, 3. Regulierung der globalen Finanzmärkte, 4.

Nachhaltige Nutzung von Land und natürlichen Ressourcen,

5. Kampf gegen die Zwangsprivatisierung öffentlicher Güter

und Dienstleistungen, 6. Förderung ökologischer Anbaupraktiken

in der Landwirtschaft, 7. Einsatz für menschenwürdige

Arbeitsplätze sowie gerechtes Einkommen, 8. Stellung beziehen

gegen hegemoniale Mächte.

Landeskirche „hört“ den AGAPE-Call

Die landeskirchlichen Fachgruppen „Konziliarer Prozess“

und „Ökumene weltweit“ haben den AGAPE-Call aufgenommen

und Anregungen formuliert, die sowohl durch Gemeinden

und kirchliche Einrichtungen, als auch durch Einzelpersonen

und Initiativen übernommen und bearbeitet werden

können. Oberkirchenrat Johannes Stockmeier stellte auf der

Synode die Broschüre „AGAPE für Baden“ vor. Darin werden

erste gelungene Praxis-Beispiele aus Kirche und Diakonie,

Gemeinden und Initiativen in Baden präsentiert, die sich

an einem der acht Handlungsfelder orientieren, etwa Manna-Kurse,

interreligiöse Dialoge oder Umweltmanagement.

Die Broschüre möchte möglichst viele Verantwortliche zur

Nachahmung inspirieren, so Kirchenrätin Susanne Labsch

für den Arbeitsbereich Mission und Ökumene. Bis zur 10.

Vollversammlung des ÖRK 2013 in Korea erhofft sie sich,

„dass der Aufruf AGAPE in unserer Landeskirche weiter

aufgenommen wird und Ideen entwickelt werden, auch im

ökumenischen Austausch eine ,Alternative Globalisierung

für Menschen und Erde‘ zu gestalten“.

■ Judith Knöbel-Methner

❱❱ Die Broschüre „AGAPE für Baden“ kann für je fünf Euro

in der Abteilung Mission und Ökumene bestellt werden:

sonja.meier@ekiba.de, Tel. (07 21) 91 75-515

Infos


Ohne Musik geht gar nichts

❱❱

persönlich

Die Landessynodale Ilse Lohmann ist leidenschaftliche Bach-Verehrerin

■ Was die „Arbeitskleidung“ angeht, so hätte es wohl

kaum einen Unterschied gemacht, wenn Ilse Lohmann

nicht Richterin geworden wäre, sondern Pastorin – das

Pastorenamt hat in ihrer Familie eine wesentlich längere

Tradition. „Meine Entscheidung, Jura zu studieren, hat meine

Eltern ziemlich überrascht“, erinnert sie sich. Wer die

49-Jährige, die seit Februar Mitglied der Landessynode

ist, kennen lernt, zweifelt allerdings kein bisschen daran,

dass sie für sich die beste Berufswahl getroffen hat. Denn

ihr ruhiges Wesen und ihre großen Stärken – das objektive

Analysieren von Streitfällen und besonnene Abwägen gegensätzlicher

Interessen – kämen wohl nirgendwo besser

zum Einsatz als auf dem Richterstuhl. Mit den wort- und

temporeichen Inszenierungen von TV-Gerichtssendungen

hat Ilse Lohmanns Arbeitsalltag nämlich rein gar nichts gemeinsam

– „zum Glück“, wie sie selbst fi ndet.

Richterin am BGH oder In der Ruhe liegt die Kraft

Seit sie im Jahr 2004 an den Bundesgerichtshof nach Karlsruhe

berufen wurde, bearbeitet Ilse Lohmann Zivilrechtsfälle,

die nach Entscheidungen des Landes- und des Oberlandesgerichts

schließlich auf ihrem Schreibtisch gelandet

sind. „Oft geht es um Streits bei Insolvenzverfahren“, erklärt

die Richterin, „etwa wenn der Kläger Einspruch gegen das

Eröffnungsverfahren einlegt.“ Lohmann selbst hört dabei

keine Zeugen mehr an. Stattdessen studiert sie die ihr vorgelegten

Prozessakten und versucht, die Streitfäden objektiv

zu entwirren, indem sie die Interessen beider Parteien im

Blick behält. Ihr Lösungsvorschlag wird in einem fünfköpfi -

gen Senat beraten und entschieden. „Diese Diskussion ist

wichtig“, erklärt sie. „Das gründliche Analysieren ganz für

mich allein liegt mir aber noch mehr.“ Ermöglicht wird ihr

dieses gleichmäßige, tiefgehende Arbeiten auch dadurch,

dass sie als Bundesrichterin nur rund ein Zehntel der Fälle

zu bearbeiten hat, über die zum Beispiel ein Amtsrichter

entscheiden muss – nämlich etwa einen pro Woche.

Bevor sie Bundesrichterin wurde, hat Ilse Lohmann unter

anderem in Naumburg und Magdeburg gelebt. Und auch

dort war sie Mitglied der Kreis- und Landessynode. „Für

die Tagungen gibt es bei Gericht glücklicherweise Extra-

Urlaub“, lacht sie.

Traumstadt Karlsruhe – auch ohne Dom

Hektik und Termindruck vermeidet Ilse Lohmann auch und

vor allem in ihrer Freizeit. Sie genießt die ruhige Wohnlage

am Durlacher Turmberg. „Ich habe einen wunderschönen

Blick auf die umliegenden Gärten, kann samstags gemütlich

auf den Markt gehen und vor allem habe ich hier eine

Gemeinde gefunden, in der Musik eine große Rolle spielt.“

Ohne die geht in Ilse Lohmanns Leben nämlich gar nichts.

Schon als Schülerin war sie Organistin in ihrem Heimatort

Minden. Ihre große Liebe gehört Bach – egal ob sie selbst

in die Tasten greift, oder einer CD-Aufnahme lauscht. Als

Nordlicht Ilse Lohmann

ist glücklich, in Baden

gelandet zu sein.

Nur eines vermisst sie:

den Naumburger Dom.❱❱

ekiba

Erwachsene lernte die Richterin zusätzlich Waldhorn, mit

dem sie im Durlacher Bläserensemble und im Deutschen

Juristenorchester spielt. Außerdem singt sie in der Durlacher

Kantorei, dem weit über Karlsruhe hinaus bekannten

Chor der evangelischen Stadtkirchen-Gemeinde. „Ich liebe

es einfach, mit Anderen zu musizieren“, erzählt sie mit

leuchtenden Augen. Zu einem perfekten Tag gehören für

sie deshalb nicht nur ein schöner Spaziergang mit anschließendem

Kaffeetrinken und Lesen an einem sonnigen Plätzchen,

sondern auch Orgelspielen und ein Chorkonzert am

Abend – „den man bei einem Glas Rotwein gemeinsam

ausklingen lässt“.

Ilse Lohmann fühlt sich im Badischen rundum wohl und

ist „froh, hier gelandet zu sein“. Nur eines vermisse sie in

Karlsruhe, sagt sie lächelnd: „den Naumburger Dom“.

■ Judith Knöbel-Methner

Foto: Rolf Pfeffer

13

4|2010❱❱

4|2010❱❱


ekiba

14

4|2010

❱❱

Buch-Tipps

Wo Theologie und Lyrik einander begegnen

Weiß, Thomas: von weit. Gedichte, Verlag Klöpfer und Meyer 2010,

19,50 Euro, ISBN 978-3940086457

■ Literarisches in der Welt der Theologie – Theologisches

in der Welt der Literatur: eine echte Herausforderung. Eine

Gratwanderung mit der Gefahr

des Absturzes nach beiden Seiten.

Der Lyriker und Gemeindepfarrer

Thomas Weiß aber kennt

die Gefahren des Draufl osredens

und des Parolengeschwätzes,

gerade auch im Raum von Religion

und Kirche. Mit seinem neuen

Gedichtband „Von weit“ hat

sich der Sprachkünstler aber weder

zu Bibelparaphrasen, noch

zu Bibelexegesen hinreißen lassen.

Stattdessen gelingt es ihm,

biblische Texte dadurch ernst zu

nehmen, dass er sie umschreibt,

neu schreibt, weiter schreibt.

Die Ur-Texte werden aufs Neue

buchstäblich anstößig. „Von weit“

kommen die Worte, auf die sich Thomas Weiß bezieht. Und

durch sein Schreiben werden sie „ganz nah“.

Pop in der Kirche

Medientipps

Christoph Georgii: Pop-Liturgie. Liturgi sche Gesänge des Gottesdienstes mit

Piano-, Gitarren- oder Bandbegleitung, Strube-Verlag VS 6591, 1,50 Euro

■ Mit „Pop-Liturgie“ legt Christoph

Georgii, Leiter der Fachstelle

Pop- und Jugendkultur

im Amt für Evangelische Kinder-

und Jugendarbeit und Beauftragter

für Popularmusik der

Evangelischen Landeskirche

in Baden, ein Bändchen mit liturgischen

Gesängen vor, die

dem vielfachen Wunsch entsprechen,

moderne Musik im

Gottesdienst mit traditionelleren

liturgischen Abläufen und Texten

zu verknüpfen. Mit dem

Material darf – wie in der Jazz-,

Rock- oder Popmusik üblich –

fl exibel umgegangen werden:

So sollten etwa die Passagen des Liturgen improvisatorisch

frei interpretiert werden. Außerdem kann die Anzahl von

Wiederholungen variieren, um beispielsweise Raum für

instrumentale Soli zu schaffen.

Erinnerungen an das tägliche Brot

Gegessen wird immer. Zeitzeugen-Erinnerungen

an Essen und Trinken, Zeitgut-Verlag

2009, 6,90 Euro, ISBN 978-3-86614-162-9

■ Gegessen wird immer. Aber wie,

wo und unter welchen Umständen?

Nach dem Krieg gilt etwa: Hauptsache,

es kommt überhaupt etwas auf

den Tisch. Es wird gehamstert und

auch stibitzt. Lebensmittel werden gestreckt

und Suppen verdünnt. Doch

mit den Jahren kommen auch wieder

bessere Zeiten, in denen geschlemmt

werden kann und die Nahrungsaufnahme nun zur Passion

gesteigert wird. Ernstes, Heiteres, Skurriles und Nachdenkliches

aus mageren und fetten Jahren rund ums Essen stehen

im Mittelpunkt. Das Leben selbst, kärglich oder prall,

hat all diese Geschichten hervorgebracht; keine einzige ist

erfunden, auch wenn es mitunter schier unglaublich klingt.

Lassen Sie sich einladen – es ist angerichtet!

Einfach glauben?

Götz Häuser: Einfach vom Glauben reden. Glaubenskurse als zeitgemäße

Form der Glaubenslehre für Erwachsene, Neukirchener Verlag

2010, 24,90 Euro, ISBN 978-3788724429

■ Einfach vom Glauben reden – wenn das so leicht wäre.

Denn vielen Menschen heute ist der Glaube fremd geworden.

Vielleicht werden deshalb Glaubenskurse seit Jahren

immer beliebter. Der promovierte Pfarrer Götz Häuser stellt

das weite Spektrum verschiedener Kursangebote vor und

ordnet sie in einen theologischen und theologiegeschichtlichen

Rahmen ein. Für alle, die sich damit beschäftigen,

wie der christiche Glaube neu ins Gespräch gebracht werden

kann, kann das Buch ein Gewinn sein.

Impressum:

ekiba intern wird an alle ehrenamtlichen, neben- und hauptamtlichen Mitarbeitende

der Evangelischen Landeskirche in Baden kostenlos abgegeben.

Herausgeber: Evangelische Landeskirche, Evangelischer Oberkirchenrat,

Blumenstraße 1–7, 76133 Karlsruhe, www.ekiba.de • Diakonisches Werk der

Evangelischen Landeskirche in Baden e. V., Vorholzstraße 3 – 5, 76137 Karlsruhe

• Geschäftsführende Redakteurinnen: Alexandra Weber, Tel. (07 21)

91 75-114, E-Mail: alexandra.weber@ekiba.de, Judith Knöbel-Methner, Tel.

(07 21) 91 75-105, E-Mail: judith.knoebel-methner@ekiba.de • Redaktionelle

Mitarbeit: Christine Jacob, Blumenstraße 1–7, 76133 Karlsruhe, E-Mail: christine.jacob@ekiba.de

• Redaktion Diakonie: Angelika Schmidt, Tel. (07 21) 93

49-248, E-Mail: A.Schmidt@diakonie-baden.de • Konferenz ekiba intern:

Fritz Asmus, Susanne Beyle-Farr, Günter Hammer, Christine Jacob, Jürgen

Kirchenbauer, Susanne Labsch, Nike Luber, Christina Müller, Holger Roßwag,

Ralf Stieber, Jutta Wellhöner, Marc Witzenbacher • Redaktionsanschrift: Blumenstraße

1–7, 76133 Karlsruhe, Tel. (07 21) 91 75-113, Fax: (07 21) 91 75-25-

109 • Für unverlangt eingesandte Manuskripte keine Gewähr. Nachdruck nur

mit Genehmigung der Redaktion • Grafi k: Christine Kozsir, Perfect Page, Kaiserstraße

88, 76133 Karlsruhe • Versand: Greiserdruck, Karlsruher Straße 22,

76437 Rastatt • Aboverwaltung: Petra Becker-Hildebrandt, Tel. (07 21) 91 75-

113, E-Mail: abo.ekiba-intern@ekiba.de • Herstellung: Greiserdruck, Rastatt

• Spendenkonto: Evangelische Landeskirchenkasse Karlsruhe, Evangelische

Kreditgenossenschaft e. G., Karlsruhe, (BLZ: 660 608 00) KTO: 0500 003

• Verwendungszweck: Haushaltsstelle 4120.2220 ekiba intern • Titel: Gustavo

Alàbiso • Erscheinungstermin: Mai 2010.


Kindergottesdienstlieder

von Christine Wolf, Studienleiterin und landeskirchliche Beauftragte für Kindergottesdienst

❱❱

musikalisch

Die Liedvorschläge fi nden Sie auch unter: www.ekiba.de

(ekiba von A bis Z – Gottesdienstlieder bzw. Kindergottesdienstlieder) oder auf Anfrage: Tel. (07 21) 91 75-114, Fax (07 21) 91 75-25-109

ekiba

LJ = Liederbuch für die Jugend

111 Kl = 111 Kinderlieder zur Bibel

9 x 11 = 9 x 11 neue Kinderlieder zur Bibel

MkL = Mein kleines Liederbuch

7 L = Sieben Leben möcht’ ich haben

ML = Mein Liederbuch für heute und morgen

WiSi = Wir singen vor Freude

MK = Mein Kanonbuch

MKI = Menschenskinderliederbuch 1

MKI2 = Menschenskinderliederbuch 2

MGR = Mal Gottes Regenbogen in

das Grau-in-Grau der Welt

KiGe = Das Kindergesangbuch

EG = Evangelisches Gesangbuch

für die badische Landeskirche

NB = (Notebook)

NoHa = Hört ihr Noahs Hammerschläge?

23./24. Mai EG 395 NB 278 NB 291 NB 373 MKL 6 MKL 47

(Johannes 16, 16–22)

30. Mai EG 425 EG 643 KG 70 NB 271 NB 301 NB 369

(Markus 16, 1–8)

6. Juni EG 169 EG 433 EG 456 MKL 86 KG 181 MKL 95

(Sprüche 8, 30–31)

13. Juni EG 515 EG 655 KG 147 KG 134 KG 146 KG 154

(Math 22, 37–39)

Gottesdienstlieder

von Wibke und Carsten Klomp

16. Mai Exaudi

Eph 3, 14–21

Psalm EG 713

23. Mai 2010 Pfi ngsten

Apg 2, 1–18

Psalm EG 763.2

24. Mai 2010 Pfi ngstmontag

1. Kor 12, 4–11

Psalm EG 753

30. Mai 2010 Trinitatis

Röm 11, (32)33–36

Psalm EG 773

6. Juni 2010 1. So. n. Trinitatis

1 Joh 4, 16b–21

Psalm EG718.1

13. Juni 2010 2. So. n. Trinitatis

Eph 2, 17–22

Psalm EG 719

Eingangslied Loblied Hauptlied Predigtlied Schlusslied

156

449, 1–3

576 (K)

128, 1–4

131, 1–4

136, 1–3

135, 1–3

156

168, 1–3

131, 1–3

140, 1–5

445, 1–2,5

168, 1–3

262, 1–2.4–5

445, 1–2.5

159, 1–3

449, 1–3

456 (K)

180, 2

303, 1

429, 1–2

127, 1

129, 1

182, 9

131, 6

337 (K)

499, 1 (2–3)

139, 4

160

630, 1–3

276, 1

300, 1

338 (K)

269, 2

293, 1

294, 1

128, 1–4

125, 1–3

125, 1–3

129, 1–2.4

126, 1–3.7

139, 1–3

124, 1–4

250, 1–3.5

Die hier aufgeführten Liederbücher sind als empfehlenswerte Kinderlied-Literatur

zu verstehen. Obgleich nicht in jedem Vorschlag Lieder

aus allen Buchtiteln berücksichtigt werden, lohnt es sich, auf der Suche

nach Liedern für den Sonntag mit diesen Büchern zu arbeiten:

130, 1–2.6–7

140, 1–5

251, 1–2.6

124, 1–4

130, 1–3

133, 1–3.6.7

253, 1–2

268, 1–5

648, 1–3

179, 1–4

327, 1–4

331, 1–3.5

409, 1–6

412, 1–4

413, 1–4

213, 1–3.6

436 (K)

612, 1–3.5–6

128, 5–6

252, 1.2.7

270, 1–6

135, 1–4

171, 1–4

429, 1–2.5–6

168, 4–6

172 (K)

269, 1–3

280, 1–3

579

580, 1–3

168, 4–6

347, 4–6

610, 1–3

175 (K)

261

296, 8

15

4|2010❱❱


ekiba

16

4|2010

❱❱

kurz & bündig

Heilig geistkirche

in Heidel berg

Foto: Privat

■ Rund 200.000 Besucher jährlich

zählt die über 600 Jahre alte Heiliggeist-Kirche

im Zentrum von Heidelberg,

die seit zwei Jahren zugleich

Mittelpunkt einer Citykirchenarbeit ist.

Auf 60 Seiten präsentiert die Heiliggeist-Citykirche

nun ein spannendes

Programm für dieses Jahr. Es bietet

etwas für jeden Anspruch in den vier

Säulen: Vorträge, Ausstellungen, Musik

und Gottesdienste. In Planung ist

die ‚Cityseelsorge‘ gemeinsam mit

dem Zentrum für Seelsorge Heidelberg,

sodass sich Kirchenbesucher

künftig an ehrenamtliche Seelsorger

wenden können. Mit ihrem Programm

möchte die Citykirchenarbeit eine in

das öffentliche Leben der Stadt ausstrahlende

Plattform schaffen für den

Dialog zu Grundfragen des persönlichen

wie des öffentlichen Lebens.

Sie spricht auch diejenigen an, die am

„normalen“ Gemeindeleben nicht teilnehmen.

Zur Citykirchenarbeit ge hört

die Kooperation mit anderen Kirchen,

Gemeinden aber auch mit nichtkirchlichen

Einrichtungen wie der Heidelberger

Frühling, Enjoy Jazz, die Universitätsgemeinde,

das Zentrum für

Seelsorge und das Theater. Weitere

Kooperationen mit anderen Kultureinrichtungen

sind in Planung. Die Citykirchenarbeit

wird unterstützt von einem

Kuratorium mit Persönlichkeiten des

öffentlichen Lebens und von der Evangelischen

Stiftung Pfl ege Schönau.

❱❱ Pfr. Martin Hauger (Geschäftsführer),

Tel. (0 62 21) 98 03 35,

citykirche@ekihd.de,

www.citykirche-heidelberg.de

Infos

Missionstheologischer Studientag

■ Fast ein Viertel der Christen (500 Millionen) gehören inzwischen

pfi ngstlerischen Gemeinden an oder sind mit ihnen verbunden (u. a. im

Bereich der charismatischen Bewegung). Die Missionspraxis charismatischer

und pfi ngst lerischer Kirchen, Gemeinden und Bewegungen ist herausfordernd,

aber nicht unumstritten – nicht bei uns, und schon gar nicht bei

unseren Partnerkirchen in Afrika, Asien und Lateinamerika. Ein Missionstheologischer

Studientag am 24. Juli in Schloss Beuggen beschäftigt sich mit der

Missionspraxis der charismatischen

und pfi ngstlerischen Bewegung. Mit

Bischof Theodor Clemens setzt sich

ein profunder Kenner mit Fragen

dieser Missionspraxis auseinander.

Er berichtet von seinen Erfah rungen

und fragt, ob und wie diese Praxis

über das Anstößige und Ärgerliche

hinaus als Herausforde rung und Anregung

gesehen werden kann.

Ostergarten in Unterkirnach

Foto: E. Winkelmann-Klingsporn

■ Mit großem Engagement haben Jungen

und Mädchen der Villinger Filialgemeinde

Unterkirnach, Konfi rmandengruppen, Schüler

der Roggenbachschule und eine junge Pfadfi ndergruppe

am diesjährigen Palmsamstag einen

Ostergarten aufgebaut. In dem Sinnenpark, der

bis zum Ende der Osterferien im Evangelischen

Gemeindezentrum Unterkirnach zu sehen war,

konnte „die beste Botschaft der Welt“ mit allen

Sinnen erlebt werden. Fantasievoll, farbig und

mit unterschiedlichsten Materialien wurden das

Passionsgeschehen und die Ostergeschichte

an sieben Stationen dargestellt. Etliche Gemeindegruppen

und die Gottesdienstgemeinde haben

das ungewöhnliche Arrangement mit Interesse

wahrgenommen.

Schreibwettbewerb zum Thema „Umkehr“

■ Das Forum Evangelischer Literaturpreis sucht die besten unveröffentlichten

Kurzgeschichten zum Thema Umkehren. Umkehren versteht das Forum

existenziell: ein Abwenden von alten Ideen, ein biografi scher Bruch, eine gesellschaftliche

Erneuerung. Der Wettbewerb ist offen für alle deutschsprachigen

Autorinnen und Autoren. Einsendeschluss ist der 30. Juni 2010. Preise in Höhe von

insgesamt 6.000 Euro werden vergeben: ein 1. Preis mit 3.000 Euro, ein 2. Preis mit

2.000 Euro und ein besonderer Förderpreis für Schülerinnen und Schüler mit 1.000

Euro. Die Preise werden im Rahmen der Nacht der Kirchen am 18. September ab

19 Uhr in der Literaturkirche Christ-

König in Hamburg-Lokstedt verliehen.

Veranstalter ist ein Forum, zu dem der

Verein Andere Zeiten, die Evangelische

Kirchengemeinde Lokstedt in Hamburg

und die Evangelische Akademie der

Nordelbischen Kirche gehören.

❱❱ Infos

Anmeldung bis zum 16. Juli 2010

an: Mission und Ökumene in Südbaden,

Schloss Beuggen 11, 79618

Rheinfelden, Tel. (0 76 23) 5 06 35,

mission-oekumene.suedbaden@

ekiba.de

❱❱ Infos

Teilnahmebedingungen und weite re

Informationen: www.evangeli scherliteraturpreis.de


Sieben „Grüne Gockel“ verliehen

■ In einem längeren Prozess

haben sich sieben

Einrichtungen der Evange

lischen Landeskirche

in Baden für die Verleihung

des Umweltzertifi kates „Grüner

Gockel“ zertifi ziert. Beteiligt

waren die Tagungshäuser

Schloss Beuggen

(Rheinfel den), das Haus der

Kirche (Bad Herrenalb), das

Morata-Haus (Heidelberg),

die Jugendbildungsstätten in

Ne ckarzimmern und Ludwigshafen

am Bodensee,

das Fort bildungszentrum in

Freiburg sowie das Serviceund

Verwaltungsamt in Meckesheim.

Im Morata-Haus

Foto: Rolf Pfeffer

Heidelberg wurde den Einrichtungen in einem gemeinsamen Festakt das

Umweltzertifi kat verliehen. Der Baureferent der Landeskirche, Oberkirchenrat

Stefan Werner, freute sich über die sieben weiteren Einrichtungen in der

landeskirchlichen „Gockel-Familie“.

Schon 90 Gemeinden seien zertifi -

ziert oder auf dem Weg dorthin. Bis

zum Jahr 2014 will die Landeskirche

erreichen, 25 Prozent des CO 2 -Ausstoßes

zu reduzieren.

■ JUKUPOP steht für Jugendkultur

und Popularmusik. Für die Workshoparbeit

der Fachstelle für Jugendkultur-

und Popularmusik wird nun in

Karlsruhe ein neues Zentrum eröffnet:

Thomas Reck, Jazzsänger aus

Freiburg und Dozent des Kurses

„Der Stegreifchor”

Foto: Privat

❱❱ Infos

Andre.Witthoeft-Muehlmann@ekiba.de,

Tel. (07 21) 91 75-840

JUKUPOP – Workshopzentrum in Karlsruhe startet

Das Ökumenische Gemeindezentrum

Maria Magdalena in der Nordstadt, die

alte „Amerikanerkirche“. Während im

„Haus der Kirchenmusik in Beuggen“

der Schwerpunkt auf ganzen Kurswochen

liegt, die zur D- und C-Qualifi kation

führen, bietet das neue Karlsruher

Zentrum die Möglichkeit, auch kürzere

Tagesseminare zu spezifi schen Themen

an einem gut ausgestatteten Ort

stattfi nden zu lassen – auch in Verbindung

mit der musikalischen Gestaltung

der dort stattfi ndenden Gospel- oder

Familiengottesdienste. Denn Maria

Magdalena ist gleichzeitig die neue

Karlsruher „Gospelkirche“, in der auf

der Zielgeraden zum Gospelkirchentag

– und auch danach – monatlich

Gospelgottesdienste stattfi nden, die

vom Kirchenbezirk Karlsruhe gemeinsam

mit dem Gospelnetzwerk Karlsruhe-Pforzheim

und Christoph Georgii,

dem landeskirchlichen Beauftragten

für Popularmusik, organisiert und ge-

kurz & bündig

ekiba

„Biblische Symbole“

■ Siegfried Ruf führte von 2001 bis

2009 Ausstellungen mit selbst gefertigten

biblischen Symbolen aus

Edel hölzern in Kirchen und öffentlichen

Einrichtungen durch. Nun hat er

seine Objekte zur Dauerausstellung der

Berckholtz-Stiftung in Karlsruhe übergeben.

Die Ausstellung nimmt kunst-

und kirchengeschichtliche Traditionen

auf und führt sie dem zeitgenössi schen

Betrachter in klarer und kunst handwerklicher

Weise vor. Die Begleittexte

erläutern den biblischen Ursprung mit

den zutreffenden Passagen. Der ehe -

malige Grötzinger Polizei beamte Siegfried

Ruf ist seit 1990 im Ruhestand. Interessierte

Grup pen kön nen eine Führung

mit dem Künstler selbst erhalten.

❱❱ Infos

Öffnungszeiten täglich 14 bis 17

Uhr, Führungen mit dem Künstler

vermittelt der Heimleiter,

Tel. (07 21) 8 31 35-32

Berckholtz-Stiftung, Weinbrennerstraße

60, 76185 Karlsruhe

staltet werden. Die Kursarbeit startet

dieses Jahr mit der JUKUPOP-Summer-Academy:

Kurse:

■ Samstag, 12. Juni: Jazz-Piano/

Improvisation mit Christoph Georgii

■ Samstag, 10. Juli: Der Stegreifchor:

Vom Circlesong zur Chor-Improvisation

mit Thomas Reck

■ Samstag, 17. Juli:

Tontechnik mit Gunter Hauser

■ Samstag, 24. Juli: Der Vocal-

Kompass: Gesang und Stimmbildung

mit Marion Matter

❱❱ www.jukupop.de oder über das Sekretariat

der Fachstelle für Pop- und

Jugendkultur:

E-Mail: Stefanie.buchleither@ekiba.

de, Tel. (07 21) 91 75-438

Infos

17

4|2010❱❱


ekiba

18

4|2010

❱❱

Kollektenplan

23. Mai (Pfi ngstsonntag)

Für Aufgaben der Badischen

Landesbibelgesellschaft/

Für die Bibel verbreitung in der Welt

Mit der heutigen Kollekte unterstützen Sie die bibelmissionarische

Arbeit der Badischen Landesbibelgesellschaft.

Dazu gehören die Kinderbibelwochenarbeit der Landeskirche,

Bibelprojekte in unseren Gemeinden und die Bibelgalerie

in Meersburg. Das Bibel-Erlebnismuseum am

Bodensee lädt ein, mit allen Sinnen die Welt der Bibel zu

entdecken und ihren Spuren in Kultur, Geschichte und

Gegenwart nachzugehen.

Mit einem Teil der Kollekte unterstützen Sie das Kinderbibelprojekt

„Flowers of Spring“ (Frühlingsblumen) – Bibeln

für Schulen und Waisenhäuser in Rumänien. Weitere

1.000 Kinderbibeln sollen von den Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern der Rumänischen Bibelgesellschaft bei

ihren Besuchen dort verteilt werden. Mit Ihrer fi nanziellen

Hilfe. Danke für die Unterstützung!

Herzlichen Dank für Ihre großzügige Gabe im Jahr 2009.

Mit 41.731 Euro konnten wir für das Projekt „Im Licht des

Herrn“ 600 blinden Kindern in Sibirien eine der teuren

Kinderbibeln in Braille-Schrift fi nanzieren.

6. Juni

Kollekten

Foto: spuno, Fotolia.com

Kollektenempfehlung 2011

der Deutschen Bibelgesellschaft 2010 für die Lippische Bibelgesellschaft, B. Krebber

Projekt des International Service Programms der United Bible Societies: Rumänien

Societatea Biblica Interconfesionala din Romania:

Emilia Badescu, Programmleiterin der

Interkonfessionellen Bibelgesellschaft in Rumänien.

Calea Calarasilor, nr 173, bl. 42, sc. B, ap. 35/sc. C, ap.68

sector 3, cod 030615

Telefon: 021 - 32 08 479

Fax: 021 - 32 34 384

e-mail: sbiromania@gmail.com

85131-2009 „Flowers of Spring“ – Bibeln für Schulen und Waisenhäuser

„Wenn wir in Schulen, Kinderheime

und Einrichtungen für Blinde kommen,

dann geht es für uns nicht nur darum,

einfach Bibeln zu verteilen. Wir legen

großen Wert darauf, ins Gespräch mit

den Kindern zu kommen, etwas von

ihnen zu erfahren und sie dann zu

ermutigen und neugierig darauf zu machen, diese Bücher auch zu öffnen und in ihnen zu

lesen! Nur so haben unsere Besuche auch wirklich Sinn. An den vielen Nachfragen merken wir,

dass wir unser Besuchsprogramm noch gut ausweiten könnten. Dazu aber fehlen uns die

Mittel. Darum hoffen wir sehr, dass Sie uns helfen können! Für Ihre Gebete und Gedanken

sende ich Ihnen aus Bukarest unseren tiefen Dank!“

Für diakonische und missionarische

Dienste in der Landeskirche

Gott macht die Letzten zu den Ersten. Und die Ersten zu

den Letzten. Für ihn ist jeder von uns gleich viel wert. In

diesem Sinne ist es Auftrag unserer Diakonie, Menschen

hinein zu nehmen in das Leben.

Die Kollekte für diesen Sonntag ist für die diakonischen

und missionarischen Dienste in der Landeskirche vorgesehen.

Mit ihr wird die vielfältige Arbeit der Bahnhofsmissionen

gefördert, die tagtäglich Menschen unterwegs zur

Seite stehen. Ob sie Ansprechpartner brauchen, einen

Platz zum Ausruhen, etwas Warmes, oder einfach nur

eine Hilfe beim Einsteigen oder Umsteigen. Weiter werden

Stadtranderholungen für Senioren mit Kleinstrenten

oder mit Behinderungen unterstützt, sowie Angebote für

psychisch kranke Menschen. Im vergangenen Jahr kamen

für diese Aufgaben 41.107 Euro zusammen.

Herzlichen Dank allen Geberinnen und Gebern!


Kirche im SWR

SWR1 „Sonntagmorgen“ 7 bis 10 Uhr

■ 3 vor 8

23.5. Pfr Wolf-Dieter Steinmann, Karlsruhe

30.5. Pfrin Lucie Panzer, Stuttgart

6.6. Pfr Wolf-Dieter Steinmann, Karlsruhe

20.6. Pfrin Lucie Panzer, Stuttgart

■ Begegnungen 9.10 Uhr

16.5. Pfrin Annette Bassler, Mainz

24.5. Pfr Wolf-Dieter Steinmann, Karlsruhe

13.6. Pfr Wolf-Dieter Steinmann, Karlsruhe

■ Anstöße 5.57 und 6.57 Uhr

10.–15.5. Pfr Wolf-Dieter Steinmann, Karlsruhe

23.–29.5.

(ohne 28.5.) Pfrin Lucie Panzer, Stuttgart

7.–9.6. Pfr Oliver Zobel, Bingen

10.–12.6. Pfr Stefan Bergmann, Kaiserslautern

SWR2

■ Wort zum Tag 7.57 Uhr

6.–08.5. Prälat i. R. Gerd Schmoll, Freiburg

16.–19.5. Pfrin Dr. Marita Rödszus-Hecker,

Heidelberg

20.–22.5. Pfr Wolf-Dieter Steinmann, Karlsruhe

30.5.–2.6. Pfr Dr. Peter Haigis, Kernen i. R.

3.–5.6. Pfrin Monika Renninger, Stuttgart

13.–16.6. Pfr Klaus Nagorni, Karlsruhe

SWR3

■ Gedanken

2.–8.5. Pfrin Ute Niethammer, Freiburg

16.–22.5. Pfrin Dorothee Wüst, Weilerbach

30.5.–5.6. Pfrin Ilka Sobottke, Mannheim

■ Worte zwischen 6 und 9 Uhr

2.–8.5. Pfr Helmut Siebert, Simmern

16.–22.5. Pfr Markus Eckert, Welzheim

30.5.–5.6. Pfrin Anke Edelbrock, Tübingen

13.–19.6. Pfr Helmut Siebert, Simmern

SWR4

■ Sonntagsgedanken 9.20 Uhr

9.5. Pfrin Lucie Panzer, Stuttgart

24.5. Pfr Wolf-Dieter Steinmann, Karlsruhe

3.6. Pfr Bernhard Riesch-Clausecker,

Rottenburg-Wurmlingen

13.6. Pfr Thomas Drumm, Herschweiler

■ Morgengedanken 5.57 und 6.57 Uhr

10.–15.5. Pfr Wolf-Dieter Steinmann, Karlsruhe

23.–29.5.

(ohne 28.5.) Pfrin Lucie Panzer, Stuttgart

7.–9.6. Pfr Oliver Zobel, Bingen

10.–12.6. Pfr Stefan Bergmann, Kaiserslautern

■ Abendgedanken 18.52 Uhr

3.–7.5. Pfrin Lucie Panzer, Stuttgart

17.–21.5.

31.5.–4.6.

Pfrin Sabine Drecoll, Reutlingen

ohne 3.6. Pfr Peter Häußer, Tübingen

14.–18.6. KR Hans-Martin Steffe, Karlsruhe

■ Gottesdienst

13.5. Verantw. Pfr Wolf-Dieter Steinmann

❱❱ www.Kirche-im-SWR.de

Radio & TV

ekiba

Evangelischer

Rundfunkdienst

Baden Mai 2010

Ausgestrahlt von den privaten Hörfunk- und TV-Sendern Badens

ERB RADIO

■ Radio Regenbogen Heaven und Von Himmel und Erde

2. Mai: Erzieher und Erzieherin – ein Beruf in evangelischer Verantwortung

16. Mai: Ökumenischer Kirchentag in München.

sonntags 8:00–10:00 • Radio Regenbogen • mit Hanno Gerwin

sonntags 8:00–9:00 • Hitradio Ohr, baden.fm, Radio Seefunk • mit Waltraud Riemer

sonntags 16:30–17:30 • Die Neue Welle • mit Waltraud Riemer

■ Guten Morgen

Christliche Impulse von Theologiestudenten, Pfarrern und Dekanen aus Baden.

werktags 5:30/6:10 • Radio Regenbogen, Die Neue Welle, Hitradio Ohr, baden.fm, Radio Seefunk

■ Thema der Woche

Aktuelle Berichte aus Kirche, Gesellschaft und Diakonie.

mit Christian Besau und Klaudija Badalin

montags • Die Neue Welle, Hitradio Ohr, baden.fm, Radio Seefunk

■ Big Spirit

Jugendsendung mit Chris: Kids und junge Erwachsene

mit ihren persönlichen Glaubensüberzeugungen.

sonntags 8:00–10:00 • bigFM

ERB TV

■ Von Himmel und Erde – das evangelische Mitmachmagazin

mit Waltraud Riemer

8. Mai: Mit Menschlichkeit gegen Gewalt. Lernen aus dem Schulamoklauf von

Winnenden. Interview mit dem Vorsitzenden des Aktionsbündnisses Winnenden,

dem Vater der ermordeten 14-jährigen Jana.

15. Mai: Das Radsportteam in der Evangelischen Kirche in Baden stellt sich vor.

bw family tv landesweit im Kabel: dienstags 21:00, donnerstags 18:00, samstag und sonntags 21:00

RNF plus Nordbaden: donnerstags 11:00, samstags 17:30, sonntags 23:30

R.TV Karlsruhe: samstags 17:30, sonntags 13:00 und 23:00

TV Südbaden: samstags 19:00, sonntags 13:00 und 19:00 (zweiwöchentlich)

EURO 3 Bodensee: sonntags 16:30

Bibel TV bundesweit: donnerstags 19:30

■ GERWIN TRIFFT – Was Deutschlands Promis glauben

Baden-Württembergs Innenminister Heribert Rech

und Grünen-Politikerin Claudia Roth.

bw family tv landesweit im Kabel: dienstags 21:00, samstags 16:30 und sonntags 18:00

R.TV Karlsruhe: samstags 17:45, sonntags 13:15 und 23:15

TV Südbaden: samstags 19:15, sonntags 13:15 und 19:15 (zweiwöchentlich)

EURO 3 Bodensee: sonntags 16:30

Bibel TV bundesweit: donnerstags 19:00

Außerdem sonntags in Radio Regenbogen Heaven 9:00

■ Gloria – Gottesdienst im Fernsehen

bei bw Family tv, dem landesweiten, werteorientierten Familienprogramm.

sonntags 11:00 im analogen und digitalen Netz der Kabel BW.

■ Lebenshilfe – Seelsorger und Experten zu Alltagsproblemen

bei bw Family tv donnerstags um 21:30, samstags 16:00 und 21:00, sonntags 16:00

❱❱

Radio und Fernsehen im Internet: www.ERBa.de

Kontakt: anfragen@ERBonline.de

19

4|2010❱❱

4|2010❱❱


ekiba

❱❱

❱❱Termintipps

SEMINARE & TAGUNGEN

■ Fr, 4. bis So, 6. Juni

Hohenwart Forum, Pforzheim-Hohenwart

„Nimm dîn selber wahr“ –

Meister Eckhart, Lehr- und Lebemeister

Jahrestagung der Gesellschaft der Freunde christlicher Mystik

In Kooperation mit der Evangelischen Akademie Baden

Infos: Tel. (07 21) 91 75-352

■ Fr, 11. Juni | Karlsruhe, Ev. Oberkirchenrat

Gruppen leiten

Methodenkompetenz – Handwerkszeug für die Arbeit mit

Gruppen und Team. Die Teilnehmerinnen erweitern ihr Repertoire

an Methoden zur Gestaltung von Einstiegsmöglichkeiten

und Abschlussphasen. Weitere Inhalte sind: Wahrnehmung

der inneren Dynamik einer Gruppe, kreative Themenbearbeitungen,

kleine Konzentrations- und Bewegungsübungen, Methoden

zur Zwischenauswertung und Refl exion sowie Stärkung

der eigenen Leitungskompetenz. Infos: Frauenarbeit,

Tel. (07 21) 91 75-323, www. frauenarbeit-baden.de

■ Fr, 11. bis So, 13. Juni | Haus der Kirche, Bad Herrenalb

Nachhaltige Entwicklung der Oberrhein-Region

Eine Idee wird Programm. Wie lässt sich das Leitbild einer

nachhaltigen Entwicklung mit dezentral gegliederten und

organisierten Siedlungsräumen umsetzen? Tagung der Ev.

Akademie mit dem BUND.

Infos: Ev. Akademie Baden, Tel. (07 21) 91 75-356

■ So, 13. bis Fr, 18. Juni 2010

Rheinfelden, Schloss Beuggen

Ikonenmalen – ein meditativer Weg

Ikonen sind in Farben verkündetes Wort Gottes. Diese gemeinsamen

Tage in Beuggen werden geprägt sein von der

Beschäftigung mit dem Propheten Elias, wie im 1. Kön 17 beschrieben.

Als Vorlage wird eine griechische Ikone aus dem

17. Jahrhundert dienen. Geleitet durch die Tagzeitengebete,

wollen wir in Schloss Beuggen diesen Weg des Gestaltens,

des Schauens und Erlebens gemeinsam gehen. Die Teilnehmer

fertigen eine eigene Ikone an, die sie am Schluss mit

nach Hause nehmen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Leitung: Elisabeth Franke, Kursleiterin Ikonenmalen, Villingen-Schwenningen.

Infos: Tel. (0 76 23) 75 19 12 (dienstags

+ freitags 8.30–12.30 Uhr)

■ Mo, 14. Juni | Freiburg, Katholische Akademie

Die Frau als Mitschöpferin

Ökumenischer Studientag zu Spiritualität in Schwangerschaft

und Geburt. Im Zentrum dieses Studientags steht die Perspektive

auf Schwangerschaft und Geburt als spirituellem Ereignis.

Im Erleben einer Mutter, die ein Kind zur Welt bringt,

geht es um den Alltag sprengende, das Leben verändernde

existenzielle Dimensionen. Viele Frauen erleben Schwangerschaft,

Geburt und die Zeit mit einem Neugeborenen als spirituelle

Erfahrung, die bisher wenig Beachtung in Pastoral und

Theologie fi ndet. Der Studientag richtet sich an Klinikseelsorger/-innen,

Ärzt/-innen, Hebammen und werdende Mütter.

In Zusammenarbeit mit dem Frauenreferat der Erzdiözese

Freiburg. Infos: Frauenarbeit, Tel. (07 21) 91 75-324, www.

frauenarbeit-baden.de

■ Fr, 18. bis Sa, 19. Juni | Haus der Kirche, Bad Herrenalb

Abwärtsspiralen unterbrechen

Wege aus der Arbeitslosenfalle. Tagung der Ev. Akademie

mit dem Institut für Soziologie der Heidelberger Uni, dem

DW Baden und der Stiftung Bildung und Beschäftigung

Infos: Ev. Akademie Baden, Tel. (07 21) 91 75-358

■ Fr, 18. bis So, 20. Juni

Haus der Kirche, Bad Herrenalb

„Alle Gelegenheit, glücklich zu werden, hilft nichts,

wer den Verstand nicht hat, sie zu benutzen“

Johann Peter Hebel als Brückenbauer. Tagung der Ev. Akademie

mit der Literarischen Gesellschaft Karlsruhe, innerhalb

der Tagung am Samstagabend (20 Uhr): „Ist der Mensch ein

wunderlich Geschöpf“. Musikalische Lesung über Leben und

Werk Hebels – mit zwei Schauspielern und zwei Musikern.

Infos: Ev. Akademie Baden, Tel. (07 21) 91 75-356

■ Sa,19. Juni | Baden-Baden, Friedensgemeinde

Studientag zur EKD-Initiative Erwachsen glauben

Nachdem die Konzeptionen der Kurse der Evangelischen

Erwachsenenbildung und des Amtes für Missionarische

Dienste vorgestellt wurden, gibt es eine Einführung in zwei

dieser fünf Kurse: Gemeindeseminar Christ werden – Christ

bleiben, Stufen des Lebens – Emmaus, Zwischen Himmel

und Erde – Evangelischer Theologiekurs, Staunen – Genießen

– Leiden – Gestalten – Theologischer Anthropologiekurs,

Alpha – Dem Sinn des Lebens auf der Spur. Refl exion

über Chancen und Grenzen der Kurse und ihre Verwendbarkeit

für Weitergabe, Verstehen und Aneignen des christlichen

Glaubens.

Infos: AMD, Tel. (07 21) 91 75-311

❱❱

■ Do, 13. Mai 10.15 Uhr

Geistliches Zentrum Klosterkirche Lobenfeld

Gottesdienst zu Himmelfahrt

mit anschließender Vernissage

Die Skulpturenausstellung von Werner J. Stepanek ist zu sehen

bis zum 12. September, jeweils mittwochs bis sonntags

von 9 bis 18 Uhr.

Infos: Tel. (0 62 26) 4 22 51

■ Di, 18. Mai, 20 Uhr | Heiliggeistkirche Heidelberg

Melanchthon – Grenzen überwinden

Vernissage der Wanderausstellung der Europäischen Melanchthon-Akademie

Bretten mit Vortrag von Prof. Dr. Christoph

Strohm: „Philipp Melanchthon – Leben und Werk“.

Infos: Tel. (0 62 26) 4 22 51

❱❱

KUNST & KULTUR

REISEN

■ Fr, 30. Juli bis Mo, 16. August oder

■ Sa, 14. bis Di, 31. August | Spanien

Sommerfreizeit für Menschen mit und ohne Behinderung

Für Jugendliche und Erwachsene. Die Diakonische Initiative

„unBehindert miteinander leben“ in Hügelheim bietet neben

diesen Freizeiten noch weitere Ferienfreizeiten, Wochenendfreizeiten

und eine Studienfahrt für Kinder, Jugendliche und

erwachsene Menschen mit und ohne Behinderung an.

Infos: Tel. (0 76 31) 61 03, info@di-huegelheim.de

■ Di, 28. September bis So, 3. Oktober | Reise ins Burgund

Auf den Spuren Gertrud Hammanns

Infos: Frauenarbeit, Tel. (07 21) 91 75-324,

www. frauenarbeit-baden.de

Aktuelle Veranstaltungstipps gibt es auch im Internet unter: www.ekiba.de

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine