Heimatliebe Leseprobe Augabe 2 - Sommer/Herbst 2017
Leseprobe der 2. Ausgabe des heimatliebe-Magazins der Region BIggesee. Die Ausgabe erscheint Ende August 2017 und liegt dann in alle Ausgabestellen rund biggese & Listersee kostenlos aus.
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Attendorn . Olpe . Drolshagen . Wenden<br />
Gordana Mitrovic<br />
Zielstrebiges Handballtalent<br />
Mit Holz und Acrylfarbe<br />
Kopfholz als Synonym für echte Freundschaft<br />
Flieger, grüß`‘ mir die Sonne!<br />
Abheben zum Abenteuer im Luftsportverein Hünsborn<br />
Schutzgebühr 3,80 E
Ausgabe 2 – <strong>Sommer</strong>/<strong>Herbst</strong> <strong>2017</strong><br />
5 Editorial<br />
6 200 Jahre Kreis Olpe<br />
Der zweite Teil<br />
10 Volksfest auf der Burg Bilstein<br />
Heimat haben – Heimat suchen –<br />
Heimat finden<br />
12 Kreis Olpe „denken“<br />
Von Orten, Dingen, Menschen<br />
und Ereignissen<br />
18 Ich packe meinen Koffer ...<br />
aus und bin wieder da<br />
20 Flieger, grüß‘ mir die Sonne!<br />
Abheben zum Abenteuer<br />
im Luftsportverein Hünsborn<br />
24 Über dem Polarkreis<br />
Fjällräven Polar: Leben am Limit<br />
34 Das Abenteuer meines Lebens<br />
Expedition rund um Baffin Island<br />
40 Zelten in Kalberschnacke<br />
... bei schönem Wetter kann ja jeder<br />
44 Soweit die Füße tragen<br />
Fabian Schmidt legt 775 Kilometer<br />
auf Schusters Rappen zurück<br />
48 Zwischen Bangen und Hoffen<br />
Anna kämpfte sich ins Leben<br />
50 Gordana Mitrovic<br />
Zielstrebiges Handballtalent<br />
54 10 Jahre SauerlandRadring<br />
Bahntrassenradeln in schönster Form<br />
56 Ausflüge in die Unterwelt<br />
Unterwegs mit Höhlenforscher<br />
Joachim Hoberg<br />
62 Mit Holz und Acrylfarbe<br />
Kopfholz als Synonym für echte Freundschaft<br />
66 Eine Pediküre der besonderen Art<br />
Heike Stachelscheid-Breuer hat ihre<br />
Leidenschaft zum Beruf gemacht.<br />
76 Genießen und nicht heizen<br />
30 Jahre Moto Guzzi Club Olpe/Biggesee<br />
78 Ausritt der Boliden<br />
Die Sauerland Klassik geht im Oktober<br />
in die zweite Runde<br />
20<br />
24 44<br />
56<br />
62<br />
66
Volksfest auf der Burg Bilstein<br />
„Heimat haben – Heimat suchen – Heimat finden“<br />
Sonntag, 27. August <strong>2017</strong>, 11 bis 18 Uhr<br />
Anlässlich des 200-jährigen Jubiläums des Kreises Olpe organisiert<br />
der Kreisheimatbund Olpe e. V. ein Fest für Jung und Alt<br />
auf der Burg Bilstein. Alle, die im Kreis Olpe „Heimat haben,<br />
Heimat suchen, Heimat finden“, sind herzlich eingeladen.<br />
Die Gäste erwartet ab 11 Uhr ein buntes Angebot. Das Bühnenprogramm<br />
umfasst internationale Tänze, musikalische<br />
Höhepunkte bieten das große Orchester des Musikvereins<br />
Frenkhausen, die Musikband Attakarma der Musikschule<br />
Attendorn, der Kemper WerksChor sowie Bernward Koch<br />
& Band.<br />
Auf der Burg verdeutlichen zahlreiche Angebote die Vielfalt<br />
des kulturellen Lebens im Kreis Olpe. Historische Filme aus<br />
dem Kreis Olpe werden vom LWL-Medienzentrum Münster<br />
vorgeführt und moderiert. Eine Ausstellung zu dem Sozialpolitiker<br />
Franz Hitze informiert über eine der bedeutendsten<br />
Persönlichkeiten des Kreises Olpe.<br />
Weitere Ausstellungen beschäftigen sich mit dem Thema Wasser,<br />
zeigen Dias vom Bau der Biggetalsperre zwischen 1956<br />
und 1965 und präsentieren historische Fotos von alten Eisenbahnstrecken<br />
in Lennestadt und Kirchhundem.<br />
Das Kinder- und Familienprogramm ist vielfältig: der NaBu<br />
bietet den Bau von Nisthilfen an, der SGV gibt Anleitung zum<br />
Befahren einer Mountainbike-Strecke im Wald, der Heimatverein<br />
Albaum veranstaltet Wettbewerbe mit dem Bau einer<br />
Modellfachwerkfassade, das Freilichtmuseum Detmold gibt<br />
die Möglichkeit, alte Handwerkstechniken auszuprobieren,<br />
und ein Schmied präsentiert an der Feldschmiede das einst für<br />
den Kreis Olpe so wichtige Handwerk. Darüber hinaus gibt es<br />
Mal- und Bastelangebote, Burgführungen und vieles mehr.<br />
Informations- und Bücherstände von Vereinen und regionalen<br />
Institutionen runden das kulturelle Angebot ab.<br />
von Andrea Arens [Text/Foto]<br />
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10
200 Jahre Kreis Olpe<br />
Der zweite Teil. Wie es ab 1817 weiterging, oder: Nichts bleibt, wie´s ist<br />
Das Finnentroper Walzwerk von Wolf Netter & Jacobi, 1938 durch Mannesmann „arisiert“ und heute ein Standort der<br />
Thyssen-Krupp AG. Der bedeutende Industriestandort im ehemaligen Amt Serkenrode, Kreis Eslohe, fiel erst 1969 an Olpe<br />
und hatte in der kommunalen Neuordnung jener Zeit bedeutenden Anteil am Erhalt des kleinen Kreises. Foto: Scharenberg<br />
Der Kreis Olpe feiert in diesem Jahr seinen 200. Geburtstag. In der ersten Ausgabe unseres<br />
neuen <strong>Heimatliebe</strong>-Magazins rund um Bigge- und Listersee hatten wir die ersten Jahre und<br />
deren Vorgeschichte beleuchtet. So lagen wir mit unserem heutigen Kreisgebiet seit 1445<br />
im Herzogtum Westfalen und somit im Herrschaftsbereich der Erzbischöfe und Kurfürsten<br />
von Köln.<br />
Es folgte ein großer Einschnitt nach der Französischen<br />
Revolution, die mit Napoleon Bonaparte im Nachgang das<br />
alte Reich hinweggefegt hatte. Von 1802 bis 1816 regierten<br />
uns die mit den Franzosen verbündeten Hessen, die das<br />
Herzogtum Westfalen 1807 in 18 Justizämter aufgeteilt<br />
hatten, von denen drei in etwa das heutige Kreisgebiet bildeten.<br />
Nach dem Sturz Napoleons 1815 wurden auf dem<br />
Wiener Kongress die Verhältnisse neu geordnet und das<br />
Königreich Preußen übernahm am 15. Juli 1816 das Herzogtum<br />
Westfalen. Dieser Regierungsbezirk Arnsberg wurde<br />
nun in 13 Kreise eingeteilt. Die drei ehemals hessischen<br />
Justizämter Bilstein, Attendorn und Olpe fassten 1817 die<br />
Preußen zum Kreis Bilstein zusammen, mit Sitz des Landrats<br />
auf der Burg.<br />
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Mit dem 1. Januar 1819 wurde Olpe<br />
offizieller Kreissitz, weil die Verkehrsanbindung<br />
an einer gut ausgebauten<br />
Chaussee vorteilhafter war. Damals<br />
kam das Kirchspiel Valbert noch zum<br />
Kreis dazu, wohingegen die Pfarrei<br />
Schönholthausen an den Kreis Eslohe<br />
abgetreten wurde.<br />
Mit der päpstlichen Bulle „De salute<br />
animarum“ wurden 1821 die westfälischen<br />
Pfarreien an das Bistum Paderborn<br />
überwiesen. Damit endete nach<br />
fast 650 Jahren die seit 1180 bestehende<br />
religiöse Zugehörigkeit zum<br />
Erzbistum Köln.<br />
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Das alte preußische Kreishaus in Olpe ist heute nur noch Teil einer<br />
großen Anlage. Dennoch: Landrat Frank Beckehoff und Kreisdirektor<br />
Theo Melcher haben in diesem Gebäude noch immer ihre Büros.<br />
Der Alte Markt in der Arnsberger Altstadt.<br />
Als die Preußen 1816 das Herzogtum<br />
Westfalen übernahmen, machten sie<br />
Arnsberg zum Sitz der Bezirksregierung.<br />
Die fünf Landräte des Kreises Olpe aus der Familie Freusberg<br />
ruhen bis heute gemeinsam auf dem Friedhof in Olpe.<br />
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1826 wurden anstelle der alten Schultheißenbezirke acht<br />
Bürgermeistereien installiert: Olpe, Attendorn und Drolshagen,<br />
Wenden, Bilstein, Niederhelden, Valbert und<br />
Heinsberg.<br />
Drei Jahre später teilten die Preußen das damalige Kreisgebiet<br />
in fünf Landbürgermeistereien auf, um wiederum drei Jahre<br />
später, 1832, den Bürgermeisterbezirk Valbert an den Kreis<br />
Altena abzutreten. Und mit dem großen Durcheinander<br />
nicht genug, wurden 1843/44 aufgrund einer neuen Landgemeindeordnung<br />
21 politische Gemeinden in sechs Ämtern<br />
neu geordnet. Damals entstanden, bis auf einige kleine<br />
Änderungen, die Grenzen des Kreises Olpe, wie sie bis zur<br />
Gebietsreform 1969 bestehen sollten.<br />
In den folgenden Jahren prägte der „Kulturkampf“ die<br />
Region, der mit Gründung des Deutschen Kaiserreiches ab<br />
1871 eskalierte. Zuvor hatten die Städte Attendorn und<br />
Olpe eine Militärgarnison erhalten. Die preußische<br />
Regierung wollte mit allen Mitteln die Macht der katholischen<br />
Kirche, gerade auch im tiefkatholischen Sauerland,<br />
brechen.<br />
Spätestens mit dem bombastisch gefeierten Sieg über die<br />
Franzosen im Jahr 1870 war das Militär auch bei uns eine<br />
feste, fast schon folkloristische Institution geworden. Die<br />
Gründung unzähliger Schützenvereine in dieser Zeit gibt bis<br />
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heute ein beredtes Zeugnis davon. Aber Preußens Gloria<br />
ging mit dem Ersten Weltkrieg unter, bevor der verlorene<br />
Zweite Weltkrieg für einige neue Strukturen sorgen sollte.<br />
Die britische Militärregierung fasste im <strong>Sommer</strong> 1946 den<br />
nördlichen Teil der ehemals preußischen Rheinprovinz mit<br />
der Provinz Westfalen und dem Fürstentum Lippe zum<br />
Bundesland Nordrhein-Westfalen zusammen.<br />
1969 wurde per Gesetz der Landkreis Olpe neu gegliedert.<br />
Das Amt Serkenrode wurde aus dem Kreis Meschede einbezogen<br />
und aus den nun 23 Gemeinden wurden sieben amtsfreie<br />
Gemeinden gebildet. 1975 schließlich entstanden die<br />
heutigen Verhältnisse. Lennestadt erhält Milchenbach aus<br />
der Gemeinde Lenne, deren Rest an Schmallenberg geht.<br />
Dafür werden Leckmart und Schwartmecke an Eslohe abgetreten.<br />
Finnentrop verliert Dormecke an Eslohe und<br />
Röhrenspring an Sundern, Börlinghausen fällt von Drolshagen<br />
an Meinerzhagen. Der gesamte Gebietsverlust belief<br />
sich auf rund 16 Quadratkilometer, wie es im Buch „Der<br />
Kreis Olpe“ der Geographischen Kommission für Westfalen<br />
des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe LWL nachzulesen<br />
ist.<br />
von Achim Gandras [Text/Fotos]<br />
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verkündet die 23 alten preußischen Meilen bis zur ehemaligen<br />
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