Motocross Enduro Ausgabe 09/2017

mce71

Technik und Rennaction Auch in dieser Ausgabe möchten wir euch in puncto Modellpflege 2018 auf dem Laufenden halten. Marko Barthel reiste nach Bitche/Frankreich, um dort bei der Präsentation der neuen Suzuki RM-Z 450 dabei zu sein. Natürlich nutzte er dort sogleich die Gelegenheit, ein paar Runden auf dem „generalüberholten“ Bike zu drehen. Mehr dazu ab Seite 18. Alexander Stephan testete für euch die SWM RS 300 R und betitelte seinen Bericht spontan mit „The Revenant“ (der Rückkehrer), weil ihn das Bike stark an Husqvarnas 2010er TE 310 erinnert. Lest ab Seite 26, ob ihr zu dem gleichen Schluss gelangt...

FACTS

Joan Barreda gewinnt Baja Aragon

Joan Barreda gewann zum vierten Mal die Baja Aragon. Der Spanier war eine

Klasse für sich. Auch auf der letzten 154 Kilometer langen Etappe fuhr er die

schnellste Zeit und gewann mehr als verdient. Zweiter wurde Barredas Landsmann

Joan Pedrero und Dritter Teamkollege Michael Metge. • Foto: Honda

Baja Aragon - 21.-23.7.2017 - Ergebnis: 1. Joan Barreda, E, Honda; 2. Joan Pedrero, E, Sherco; 3. Michael

Metge, F, Honda; 4. David Adria, E, Yamaha; 5. Cristian Espana, AND, KTM; 6. Marc Sola, E, Yamaha;

7. Hector Acensio, E, KTM; 8. Alessandro Ruoso, I, KTM; 9. Arnaldo Martins, P, Suzuki; 10. Daniel Oliveras,

E, KTM.

Graham Jarvis siegt zum 6. Mal

bei den Red Bull Romaniacs

Die ersten, die das Finale der 2017er Red Bull Romaniacs vor Tausenden von

Zuschauern eröffneten, waren die Fahrer der Bronze-Klasse. An der klassischen

Auffahrt vor den Toren Hermannstadts galt es noch einmal, die letzten

Reserven zu mobilisieren, um sich dann zum legendären „Red Bull Romaniacs

Finisher“ erklären zu können. Von den Bronze-Fahrern wie durch eine Vorgruppe

auf einem Rockkonzert angeheizt, waren die Zuschauer in angemessener

Stimmung, als mit Manuel Lettenbichler der erste Fahrer der Gold-Klasse in die

Auffahrt nagelte. Mit der gleichen Kaltschnäuzigkeit, mit der er die vorherigen

Tage den Topfahrern um die Ohren fuhr, knallte er die Auffahrt im ersten Versuch

und sicherte sich nebenbei den Tagessieg und damit Platz 4 in der Gesamtwertung.

Paul Bolton, der mit dem „Mini Letti“ die letzten beiden Tage eine

Fahrgemeinschaft eingegangen war, freute sich darüber fast so sehr wie

über seinen eigenen Erfolg. Zum zehnten Mal bei der Red Bull Romaniacs dabei,

hatte Bolton das Podium mehrfach knapp verfehlt und war heute überglücklich,

dass er mit seinem 2. Platz in der Tageswertung auch endlich auf

dem Podium in der Gesamtwertung war: Platz 3!

Der absolute Höhepunkt der 14. Ausgabe der Red Bull Romaniacs war jedoch

die Leistung, die Graham Jarvis ablieferte. Zum neunten Mal dabei, gewann Jarvis

das Rennen zum sechsten Mal – mit drei Tagessiegen in den schweren Etappen

und einem relaxten Ausklang am Finaltag (Fünfter in der Tageswertung).

Jarvis war den Tag ruhig angegangen, wissend, dass er eine halbe Stunde Vorsprung

vor dem Gesamtzweiten Mario Roman hatte und nur ein Fehler ihm

noch einen Strich durch die Rechnung machen könnte. • Foto: Husqvarna

Gesamtergebnis Red Bull Romaniacs - 25.-29.7.2017: 1. Graham Jarvis, GB, Husqvarna; 2. Mario Roman,

E, Sherco; 3. Paul Bolton, GB, KTM; 4. Manuel Lettenbichler, D, KTM; 5. Travis Teasdale, ZA, KTM; 6. Billy

Bolt, GB, Husqvarna; 7. Brett Swanepoel, ZA, Husqvarna; 8. Lars Enöckl, A, KTM; 9. Philipp Scholz, D,

KTM; 10. David Cyprian, CZ, KTM.

Ferner: 13. Kevin Gallas, D, Husqvarna; 16. Philipp Bertl, A, Beta.

Unter die Topfünf beim Comeback –

Eddi Hübner bei der Enduro-EM

in Paikuse/Estonia

Für Eddi Hübner war es das erste Rennen in der Enduro-Europameisterschaft

nach seiner Verletzung. Dabei auf Anhieb unter die Topfünf zu fahren, war eine

grandiose Leistung!

Die Strecke in Estonia war vielseitig: Tiefer Sand, Wurzeln und Schlamm warteten

in der 60 Kilometer langen Runde, die dreimal täglich absolviert werden

musste auf die Fahrer. Eddie war nach dem ersten Tag bereits auf dem 5. Platz

und konnte diesen auch am zweiten Tag verteidigen.

„Ich habe schon noch ein bisschen Arbeit vor mir. Rennen zu fahren ist aber eine

super Chance zu lernen und wieder zurückzufinden! Wo meine Schwächen

sind, was ich noch verbessern kann, weiß ich ganz genau. Mit dem Ergebnis

bin ich vorerst sehr zufrieden, nach meiner Verletzung bin ich einfach dankbar,

wieder auf dem Bike sitzen zu können und Rennen zu fahren. Dass ich nicht

wieder ganz hinten in der Ergebnisliste anfangen muss, um mich nach vorne zu

arbeiten, ist eine große Erleichterung. Topfünf ist eine super Basis, aber ich

kann noch mehr! ;-)“, kommentiert Eddi Hübner. • Foto: KLIM

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