Motocross Enduro Ausgabe 09/2017

mce71

Technik und Rennaction
Auch in dieser Ausgabe möchten wir euch in puncto Modellpflege 2018 auf dem Laufenden halten. Marko Barthel reiste nach Bitche/Frankreich, um dort bei der Präsentation der neuen Suzuki RM-Z 450 dabei zu sein. Natürlich nutzte er dort sogleich die Gelegenheit, ein paar Runden auf dem „generalüberholten“ Bike zu drehen. Mehr dazu ab Seite 18.
Alexander Stephan testete für euch die SWM RS 300 R und betitelte seinen Bericht spontan mit „The Revenant“ (der Rückkehrer), weil ihn das Bike stark an Husqvarnas 2010er TE 310 erinnert. Lest ab Seite 26, ob ihr zu dem gleichen Schluss gelangt...

AMA Nationals Unadilla:

Musquin siegt, Tomac führt

Auch in den Staaten hatte Petrus kein Einsehen mit den Crossern der US-Meisterschaft.

Aufgrund starken Regens und Sturmböen wurden die zweiten Läufe

der 450er- und 250er Klasse auf 20 Minuten plus eine Runde verkürzt.

Marvin Musquin kam auch mit diesen Bedingungen bestens zurecht, gewann

beide Läufe und holte sich damit den Gesamtsieg. „Mein Ziel ist es, jede Woche

möglichst viele Punkte zu schreiben und Vizemeister zu werden“, erklärte Musquin

seine Strategie nach dem Rennen. Und sie scheint aufzugehen, schließlich

liegt er nur noch 4 Punkte hinter dem derzeitigen Klassementzweiten Blake Baggett,

der in Unadilla Fünfter wurde. Eli Tomac führt trotz eines 9. Gesamtrangs

das Klassement weiterhin mit einem komfortablen Vorsprung an.

Die 250er-Klasse gewann zum zweiten Mal in dieser Saison Jeremy Martin vor

Joey Savatgy und Zach Osborne. „Trotz des miesen Wetters fühlte ich mich auf

der Strecke wohl und ging positiv eingestellt ins Rennen. Das hat wohl den Ausschlag

gegeben“, freute sich Martin über seinen Sieg.

Ergebnisse - AMA Nationals - 10. Lauf - Unadilla/NY - 12.8. - 450 ccm: 1. Marvin Musquin, KTM (1/1); 2. Martin

Davalos, Husqvarna (8/2); 3. Cole Seely, Honda (3/6); 4. Cooper Webb, Yamaha (7/3); 5. Blake Baggett,

KTM (2/11); 6. Dean Wilson, Husqvarna (9/4); 7. Justin Bogle, Suzuki (4/10); 8. Christian Craig, Honda (5/9);

9. Eli Tomac, Kawasaki (10/5); 10. Benny Bloss, KTM (15/8).

Stand (nach 10 von 12 Veranstaltungen): 1. Tomac, 400 Punkte; 2. Baggett, 373; 3. Musquin, 369; 4. Wilson,

299; 5. Seely, 263; 6. Davalos, 243; 7. Bogle, 241; 8. Jason Anderson, Husqvarna, 216; 9. Weston

Peick, Suzuki, 213; 10. Webb, 211.

250 ccm: 1. Jeremy Martin, Honda (2/1); 2. Joey Savatgy, Kawasaki (1/4); 3. Zach Osborne, Husqvarna (3/5);

4. Dylan Ferrandis, Yamaha (6/3); 5. Justin Cooper, Yamaha (12/2); 6. Adam Cianciarulo, Kawasaki (5/8);

7. Aaron Plessinger, Yamaha (4/10); 8. RJ Hampshire, Honda (8/6); 9. Chase Sexton, Honda (7/12); 10. Kyle

Cunningham, Suzuki (13/7).

Stand (nach 10 von 12 Veranstaltungen): 1. Osborne, 413 Punkte; 2. J.Martin, 350; 3. Savatgy, 324; 4. Ferrandis,

299; 5. Alex Martin, KTM, 296; 6. Plessinger, 285; 7. Cianciarulo, 283; 8. Colt Nichols, Yamaha,

235; 9. Mitchell Harrison, Yamaha, 229; 10. Shane McElrath, KTM, 210.

Trey Canard hört auf

Nach zehn Jahren Profisport beendete

Trey Canard vorzeitig seinen

Vertrag mit Red Bull KTM. Der

26-Jährige holte 2008, nur ein Jahr

nach seinem Wechsel ins Profilager,

den 250-ccm-SX-Ostküstentitel

und 2010 die AMA-MX-Meisterschaft.

Zahlreiche Verletzungen

bremsten ihn aber immer wieder

aus. Kaum war er von einer Verletzung

genesen, folgte die nächste.

2017, nach seinem Wechsel zu KTM,

sollte alles besser werden, aber erneut

zwangen ihn Verletzungen

mehrfach zu pausieren. „Jetzt ist

Schluss. Meine Leidenschaft fürs

Rennfahren ist immer noch groß.

Aber ich musste leider einsehen,

dass es nicht mehr geht“, äußerte

sich Canard zu seinem Entschluss.

• Foto: KTM/Simon Cudby

Helmut Schadenberg verstorben

Mit Helmut Schadenberg verstarb am

31. Juli eine der letzten großen ostdeutschen

Motocross-Legenden nach

langer, schwerer Krankheit im Alter

von nur 71 Jahren. Der mehrfache

DDR-Meister der späten 1970er Jahre

startete seine internationale Karriere

bereits 1970, bis die ostdeutsche Regierung

Unternehmungen solcher Art

verbot. Zusammen mit Paul Friedrichs,

Heinz Hoppe und Reinhard

Fischer belegte Helmut 1968 den

2. Platz beim MXON in Kishinev/

UdSSR. Nach seinem Karriereende

1980 blieb Helmut Schadenberg bis

zu seinem Tode dem MX-Sport verbunden.

Seiner Familie wünschen wir

viel Kraft in dieser schweren Zeit.

R.I.P. Helmut • Foto: Sickert

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