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Spezial Brandschutz 2016

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Spezial

Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure e. V.

Brandschutz

Juni 2016

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Brandschutz

Inhalt

Vorwort

3 Inhalt/Vorwort

Baulicher Brandschutz

4 Paneel-Fassaden mit fugenlosen Übergängen:

PAROC Delign lässt vertikale Fugen verschwinden

5 Erweiterte Kompetenz im Brandschutz mit

PAROC®FireSAFE System FPS 17

6 Brandschutz-Baukastensystem – „System 42“

8 Brandsicher dämmen / Alternative PU-Vollsysteme

9 Neue Siniat Broschüre dokumentiert intelligente

Lösungen für den baulichen Brandschutz

Brandschutzmittel

10 Verwertung von EPS-Dämmstoffen mit HBCD

Technischer Brandschutz

12 Bohle Innenausbau aus Stuttgart für die Sanierung

des Tübinger Rathauses ausgezeichnet

13 Aufzugsschachtentrauchungen – Wer haftet im

Schadensfall?

14 Brandschutz für 2,5 Millionen Bücher

15 DOYMA Brandschutzsysteme: Optimal für Kälteleitungen

16 Jansen Brandschutz stattet neue IKEA-Filiale in

Kaiserslautern mit 5 verschiedenen Brandschutztortypen

aus

17 Flucht- und Rettungswege sicher schützen

18 Kapselung elektrischer Leitungen in Rettungswegen

19 Der GfS DEXCON (DoorEXitCONtroller) sichert Notausgangstüren

und Fluchtfenster

20 „Nur ein qualifizierter Rauchabzug bringt wirklich

Sicherheit“

22 Mit Brandschutzkabeln Gefahren minimieren

24 Komplex transparenter Bildungsbau

26 Einheitliche Optik von Rauchschutz bis F90 / T90

Weiterbildung

27 „Gebäude sind wie Lebewesen“

Titelbild

ALSECURE-Kabel von Nexans leisten einen wichtigen Beitrag zum Brandschutz.

Ihre Fähigkeiten haben sie in Laborversuchen bewiesen: Sogar

unter Einwirkung 800 °C heißer Flammen haben sie eine extrem geringe

Neigung zur Brandfortleitung und setzen wenig Rauch und Gase frei.

Bildrecht: Nexans

Sehr geehrte Damen und Herren!

„Passiver baulicher Brandschutz hat bei allen Bauvorhaben

Vorrang“.

Natürlich klingt die Forderung für viele Planer wie ein Affront,

aber die heutige Architektur mit ihrer Vieldimensionalität, Bauherrenwünschen,

lichten räumlichen Weiten, unterschiedlichsten

Materialien, großen Menschenansammlungen und sonstigen

Funktionalitäten unterliegt jederzeit den Forderungen der

MBO bzw. der LBO an den Schutz von Menschen und Tieren

vor Feuer, für hinreichend schnelle Fluchtwege und für eine

schnelle und sichere Brandbekämpfung zu sorgen.

Der Hauptvorteil von Systemen und Produkten des passiven

baulichen Brandschutzes ist die Fähigkeit einer gelungenen Integration

in die wachsenden Anforderungen heutiger moderner

Architektur. Die enorme Vielseitigkeit der Brandschutzmaterialien

angefangen von möglichst unsichtbaren aber wirksamen

Abschottungen, Fugendichtungen, Stahlbeschichtungen und

großflächigen Glassystemen mit Feuerwiderstandszeiten von 30

bis 180, teilweise auch 240 Minuten. Man kann das für überzogen

halten, aber die zum Glück seltene Realität von Vollbränden

beweist die Notwendigkeit obiger Prüfanforderungen.

Die häufig zu hörende Kritik an den hohen Kosten für passiven

baulichen Brandschutz ist dann berechtigt, wenn der Brandschutz

nicht frühzeitig in die Planungsphase einbezogen wird.

Das Ziel kann nicht eine Minimierung des passiven Brandschutzes

sein sondern eine Optimierung unter dem Aspekt architektonischer

Gestaltung. Ein weiterer Vorteil von gelungenem

passivem baulichem Brandschutz ist die jahrelange

Wartungsfreiheit der Systeme, häufig aber auch die leichte

Nachrüstbarkeit bei Nutzungsänderungen.

Natürlich sind der abwehrende Brandschutz durch Brandund

Rauchmelder, Feuerlöscher etc. und der organisatorische

Brandschutz wichtig und nicht zu vernachlässigen.

Dipl.-Phys. Dr. Wolfgang Zernial

Vorstand Bundesverband Brandschutz e.V.

Dürerstraße 29, 45883 Gelsenkirchen

Tel.: 02093196680, www. bv-brandschutz.de

Der Bundesverband Brandschutz e.V. ist ein Herstellerverband

mit dem Ziel, das hohe Niveau des passiven Brandschutzes in

Deutschland durch exzellente Produkte und Systeme zu erhalten.

Impressum

Herausgeber:

BDB Nachrichten, Geiselberger Mediengesellschaft mbH,

Telefon: 0 86 71 / 50 65-0, Telefax: 0 86 71 / 50 65-75,

E-Mail: mail@gmg.de

Redaktion & Layout:

BDB Nachrichten,

Telefon: 0 89 / 36 04 74-20

E-Mail: bdb.nachrichten@gmx.de

Anzeigen/CVD: Anne Hölters

Geschäftsstelle:

BDB Nachrichten, Hildeboldstraße 3, 80797 München,

Telefon: 089 / 36 04 74-0, Telefax: 089 / 36 19 23-50

Druck: Gebr. Geiselberger GmbH – Druck und Verlag,

Martin-Moser-Str. 23, 84503 Altötting,

Telefon: 0 86 71 / 50 65-0, Telefax: 0 86 71 / 50 65-75,

E-Mail: mail@geiselberger.de

Papier: Chlorfrei gebleicht

BDB-Nachrichten Journal spezial Brandschutz 3

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Baulicher Brandschutz

Paneel-Fassaden mit fugenlosen Übergängen:

PAROC Delign lässt vertikale Fugen verschwinden

Paroc, finnischer Hersteller von Steinwolle-Dämmlösungen,

bietet mit PAROC Delign ein neues, innovatives Sandwich-Paneel-System

an, bei dem die für Fertigbauten typischen

vertikalen Fassadenfugen optimal kaschiert werden.

Die Sandwich-Elemente und Abdeckprofile (Lisenen) werden

dabei komplett verdeckt befestigt. Besonders ist zudem, dass

die vertikalen Paneel-Fugen von horizontalen Fugen gekreuzt

werden können. Dadurch sind durchgängige horizontale Linien

in der gesamten Fassade und sogar um Gebäudeecken

herum möglich. Architekten und Designern bieten sich so vollkommen

neue Optionen bei der Fassadengestaltung.

Die Innovation liegt vor allem im leicht zu handhabenden Aufnahme-

und Haltesystem. Es ist so konstruiert, dass alle Teile

zur Befestigung der Sandwich-Elemente und der Lisenen verdeckt

sind. Die äußeren Abdeck-Lisenen werden dazu einfach

auf die unteren Aufnahmeprofile geklickt. Durch die verdeckte

Befestigung verschwinden die vertikalen Fugen des Gebäudes

optimal in der gesamten Fassadenfläche. Darüber hinaus

ist die Lösung einfach und schnell zu verarbeiten. Die Oberflächenprofile

werden montagefertig geliefert und lassen sich

ohne weitere Vor-Ort-Arbeiten einfach in die Fugen zwischen

den Sandwich-Elementen integrieren. Das System ist nach

der Installation sofort regen- und winddicht.

Begeisterte erste Kunden

„Insbesondere Architekten und Designer haben auf eine Lösung

wie PAROC Delign gewartet”, kommentiert Jim Willberg,

der bei Paroc für die Entwicklung und Montage verantwortlich

ist. „Mit dem System können sie noch eindrucksvollere, charakteristischere

Fassaden aus nichtbrennbaren Paneelen

schaffen.”

Komplettes System

Paroc Delign besteht aus einem kompletten, integrierten

Fassadensystem mit nichtbrennbaren Sandwich-Paneelen,

Kantteil-Profilen, Befestigern und Dichtungen und ist in mehreren

Farben erhältlich. Der sichtbarste Teil des Systems sind

die Shadow-Sandwich-Elemente mit breiten Elementfugen,

Steinwollekern und Stahloberflächen. Die Elemente sind zwischen

120 und 300 Millimeter dick.

Die Paroc Group ist ein internationaler Hersteller von Steinwolle-Dämmstoffen

mit Hauptsitz in Finnland und verfügt über

Produktionsstandorte in vier und unterhält Vertriebsniederlassungen

in 14 Ländern. Seit 1937 entwickelt Paroc Dämmstoffe

aus Steinwolle und hat im Laufe der Jahrzehnte sein

Produktions-Know-how ständig weiterentwickelt. Heute ist

das Unternehmen führender Anbieter von Steinwolle-Dämmstoffen

im Ostseeraum. Der Standort Deutschland wird kontinuierlich

ausgebaut. Die Produktpalette umfasst Lösungen für

den Hochbau, die technische Isolierung, den Schiffbau, Sandwichelemente

und Akustik-Produkte. Paroc entwickelt und

gestaltet darüber hinaus vielfältige Gebäudekonzepte – von

der energetischen Sanierung bis zu Passivhäusern. Dabei stehen

die Verringerung von Energieverbrauch und Emissionen,

der Brandschutz sowie die Verbesserung des Wohnkomforts

im Vordergrund. Der Kundenkreis reicht von Bauherren von

Einfamilienhäusern über Architekten und Planer bis hin zu Bauunternehmen,

Händlern und Unternehmen aus der Industrie.

4

BDB-Nachrichten Journal spezial Brandschutz

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Baulicher Brandschutz

Erweiterte Kompetenz im Brandschutz mit

PAROC ® FireSAFE System FPS 17

Um den Brandschutz von Gebäuden und Installationen gewährleisten

zu können, müssen Brandschutzvorschriften

erfüllt und Kosten niedrig gehalten werden. Um beiden Parametern

gerecht zu werden, hat Paroc ein effizientes

Brandschutzsystem von höchster Qualität entwickelt:

Durch den Einsatz von Wärmedämmung wird das Erhitzen

der Stahlkonstruktion verlangsamt, die funktionellen Eigenschaften

bleiben entsprechend der Feuerwiderstandsdauer

erhalten.

Dieses Brandschutzsystem basiert auf der Anwendung der

nichtbrennbaren Steinwolle-Dämmplatte PAROC ® FPS 17.

Diese ist stark wasserabweisend, absorbiert keine Feuchtigkeit

und hat eine lange Lebensdauer. Die geforderte Feuerwiderstandsklasse

für Stahlrahmenkonstruktionen wird

durch die Auswahl der erforderlichen Dämmdicken

erfüllt. Diese hängt sowohl vom

Profilfaktor des zu isolierenden Elements

als auch von der kritischen Temperatur

von Stahl ab, die normalerweise

450 °C bis 500 °C beträgt.

Das PAROC ® FireSAFE System für

den Brandschutz von Stahlkonstruktionen

ist nach ETA-08/0093 durch

VTT, Espoo, Finnland, zugelassen.

VORTEILE PAROC ® FIRESAFE SYSTEM:

››

Effiziente Brandschutzplatte speziell für Stahlkonstruktionen,

Trapezblech- und Betondecken

››

Einfache Montage ohne Verkleben möglich

››

Bietet alle Vorteile eines komplexen Brandschutzes in

Verbindung mit den Eigenschaften von Steinwolle-

Dämmplatten: Verringerung des Wärmeverlustes oder

unerwünschte Erwärmung

››

Einsatz ohne zusätzliche Lacke oder Farben und erfordert

keine Reinigung der zu schützenden Oberfläche

››

Schutz vor Korrosion aufgrund der Wasserdampfdurchlässigkeit

von Steinwolle

››

Relativ geringes Gewicht

››

Das Gewicht der Dämmplatte PAROC FPS 17 muss bei

der Traglast-Berechnung nicht beachtet werden

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Baulicher Brandschutz

Brandschutz-Baukastensystem – „System 42“

Ein System für den Baulichen Brandschutz

Haupteinsatzgebiet: Rettungswege, Technische Gebäudeausrüstung in Gebäuden

Ziele

Der bauliche Brandschutz ist ein fester Bestandteil von Gebäuden

zum Schutz der Personen, die sich darin aufhalten und im

Brandfall das Gebäude sicher und unbeschadet verlassen sollen.

Hierzu gibt es eine Vielzahl an Vorschriften, allen voran die

jeweiligen Landesbauordnungen, die die Grundanforderungen

beschreiben. Architekten und Fachplaner müssen diese Grundanforderungen

dann möglichst sinnvoll und wirksam in die

Praxis umsetzen, in der Regel erfolgt dies über eine Brandschutzplanung

bzw. Brandschutzkonzept und den weiteren

Leistungsstufen zur Planung und Bauausführung des jeweiligen

Gebäudes.

Der „Wust“ an Vorschriften gepaart mit den Bauprodukten und

deren notwendiger bauaufsichtlicher Nachweisführung macht

das Ganze Thema Brandschutz für Architekten, Fachplaner,

Bauherrn, Betreiber und ausführende Gewerke nicht gerade einfach.

Erschwerend kommt hinzu, dass wir uns in einer noch lang

andauernden Übergangsphase zwischen nationaler und europäischer

Nachweisführung für Bauprodukte befinden, die eine

ständige Aktualisierung erfordert. D. h., man muss sich aktuell

und künftig noch intensiver mit dem Thema Brandschutz beschäftigen.

Neben diesen Herausforderungen sind für den baulichen

Brandschutz auch die Themen Architektur, Optik, Funktionalität,

Nachhaltigkeit und Kostenoptimierung mit unter einen

Hut zu bringen.

Eine mögliche Lösung, die diese vorgenannten Anforderungen

an den baulichen Brandschutz leisten kann, ist das Brandschutz-Baukastensystem

„System 42“ der PRIORIT AG, speziell

konzipiert für die Technische Gebäudeausrüstung (TGA) sowie

den Ausbau von Rettungswegen innerhalb von Gebäuden.

Systembausteine und Nachweise

Das Brandschutz-Baukastensystem „System 42“ besteht aus

mehreren eigenständigen feuerwiderstandsfähigen nichtbrennbaren

Bauprodukten mit einer Systemstärke von nur 42 mm,

die in Kombination zueinander geprüft sind und einen allgemeine

bauaufsichtlichen Verwendbarkeitsnachweis führen.

1. Plattenbaustoff 42 mm mit dekorativer Oberfläche

(Dekor, Furnier, Lack, Metall)

Nichtbrennbar, Nachweis: Leistungserklärung CE, Bezeichnung:

PRIODEK H

Basis für die nachfolgenden Bauprodukte

2. Wandsystem 42 mm

Feuerhemmend / Feuerbeständig, Nichtbrennbar, Rauchschutz

Nachweis: Allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis

(AbP), Bezeichnung: PRIOWALL

3. Deckensystem 42 mm

Feuerhemmend / Feuerbeständig, Nichtbrennbar, Rauchschutz

6

Nachweis: Allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis

(AbP), Bezeichnung: PRIOCEIL

In Kombination mit Wandsystem 42 mm geprüft

4. Türen 42 mm

Feuerhemmend / Feuerbeständig, (Nichtbrennbar),

Rauchschutz

Nachweis: Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (AbZ),

Bezeichnung: PRIODOOR FSA

In Kombination mit Wandsystem 42 mm geprüft

5. Revisionsöffnungsverschlüsse 42 mm

Feuerhemmend / Feuerbeständig, Nichtbrennbar, Rauchschutz

Nachweis: Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (AbZ),

Bezeichnung: PRIODOOR ETX

In Kombination mit Wandsystem 42 mm geprüft

6. Entrauchungsklappen 42 mm

Feuerbeständig, Nichtbrennbar, Rauchschutz

Nachweis: Leistungserklärung (CE), Bezeichnung:

PRIODOOR ETX-RDA

In Kombination mit Wandsystem 42mm geprüft

7. Brandschutzklappen

Feuerbeständig, Nichtbrennbar, Rauchschutz

Nachweis: Leistungserklärung (CE), Bezeichnung:

PRIODOOR BSK

In Kombination mit Wandsystem 42mm geprüft

8. Zubehör Schottung

Feuerhemmend / Feuerbeständig, Rauchschutz

Nachweis: Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (AbZ),

Fremdhersteller

In Kombination mit Wandsystem und Deckensystem

42 mm geprüft

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Baulicher Brandschutz

9. Zubehör Lüftung

Feuerhemmend / Feuerbeständig, Rauchschutz

Nachweis: Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (AbZ),

Fremdhersteller

In Kombination mit Wandsystem und Deckensystem

42 mm geprüft

Bauformen und Typische Anwendungen „System 42“″

Mit dem Brandschutz-Baukastensystem „System 42“ lassen sich

eigenständige oder in Kombination mit im Gebäude vorhandenen

feuerwiderstandsfähigen Bauteilen verschiedenen Bauformen

umsetzen wie z. B. Systeme in I- / L- / U-Form oder als Raum in

Raum System. Alles in Kombination mit Türen, Revisionsöffnungsverschlüssen,

Entrauchungsklappen, Brandschutzklappen,

Schottungen oder Lüftung. Durch die dekorativen Oberflächen

(Dekor, Furnier, Lack oder Metall) gelingt auch die ideale Verbindung

zur Architektur und zum Denkmalschutz.

Das Brandschutz-Baukastensystem „System 42“ eignet sich

besonders für die Abtrennung der TGA oder Lagergut in Rettungswegen,

für Installationsschächte und deren großformatige

Revisionierung, für Abströmschächte für die RDA, für Sonder-Türelemente,

Fluchttunnel, Lagerräume oder Elektrische

Betriebsräume. Einzelne Bestandteile des Brandschutz-Baukastensystems

„System 42“ wie Türen, Revisionsöffnungsverschlüsse,

Entrauchungsklappen lassen sich auch mit anderen

Wandarten kombinieren.

Entrauchungsklappen

für Rauchschutz-Druck-Anlagen nach EN 12101-8

Planung und Ausführung

Die Planung des Systems erfolgt einfach über den m² für Wand,

Decke und Glas, sowie Anzahl von Türflügeln, Schottung, Lüftung,

Entrauchungsklappen und Brandschutzklappen. Das ist

einfach und gibt maximale Kostensicherheit, wenn sich z. B. Türengrößen

im Nachgang ändern. Die Elemente werden vor Ort

aufgemessen und industriell vorgefertigt.

PRIODOOR ETX RDA

All-in-One:

Dekorative Oberflächen (Kunststoff, Metall, Lacke, Holz)

Nachweisführung komplett nach BauPVO (EU305/2011)

Großformatoge freie Abströmflächen

Kombinierbar im PRIORIT Brandschutz-Baukastensystem SYSTEM 42

Weitere Produkte finden Sie in unserem Katalog:

Weitere Infos unter www.priorit.de

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Baulicher Brandschutz

WDV-Vollsysteme auf PU-Basis bieten beste Dämmwerte und soliden Brandschutz

Brandsicher dämmen / Alternative PU-Vollsysteme

In der aktuellen Diskussion um brandsichere WDV-Systeme

erweisen sich PU-Vollsysteme als leistungsfähige und überraschend

unkomplizierte Alternativen. Der Dämmstoff mit dem

hervorragenden Lambda-Wert 0,026 W/mK erlaubt nicht nur

schlanke Konstruktionen. Das im Brandfall ähnlich wie Massivholz

karbonisierende Polyurethan erfordert keine Brandriegel

und kann vom Keller bis zum Dach monolithisch verbaut werden.

Dieses Thema greift der Dämmstoff-Spezialist puren auf

und präsentierte auf der Messe „Farbe, Ausbau und Fassade

2016“ seinen Hochleistungsdämmstoff purenotherm als die

Nummer Eins für WDVS in der Summe der Eigenschaften. Für

Investoren bieten PU-WDV-Systeme beste Dämmeigenschaften,

schlanke Konstruktionen und einfache, langlebige Bautechniken.

Das Handwerk kann mit PU-Dämmstoffen alle Flächen

eines Gebäudes ohne Systemwechsel dämmen. Darüber

hinaus sind diese Dämmstoffe angenehm zu verarbeiten und

müssen bei tragfähigen Untergründen nicht gedübelt werden.

Neue Randbedingungen:

Mit der Ende 2014 durch das Deutsche Institut für Bautechnik

(DIBt) für purenotherm erteilten allgemeinen Dämmstoffzulassung

benötigen diese Hochleistungssysteme keine Zulassung

im Einzelfall mehr und sind damit in WDV-Systemen einsetzbar.

Für klassische EPS-WDVS ergeben sich ab 2016 zusätzliche

Brandschutzmaßnahmen, um ein schwerentflammbares

Verhalten sicherzustellen. Daraus erwachsen wiederum neue

Aufgaben in der Planung und detaillierte Ausführungsvorga-

ben für den Verarbeiter. Alois Bärtle, Sales Manager WDVS bei

der puren gmbh, erwartet deshalb für 2016 ein deutliches

Wachstum der PU-WDV-Systeme. Bärtle: „WDV-Systeme mit

purenotherm können einfach gebaut werden, Platte an Platte,

dämmen optimal und haben den geforderten Brandschutz auf

jedem Quadratmeter integriert.“

Verbesserte Eigenschaften:

WDV-Systeme auf PU-Basis zählen zur Brandschutzklasse B1

(schwer entflammbar) und benötigen als Vollsysteme keine

Brandriegel. Auch in der Bauphase, unverputzt, sind die Fassaden

brandsicher. Die hoch dämmenden, schlanken und

wirtschaftlichen Konstruktionen erlauben einen spürbaren

Wohnraumgewinn und finanzieren sich in diesem Fall von

selbst. PU-Dämmstoffe entsprechen darüber hinaus mit einer

guten Öko-Bewertung auch den Wünschen einer anspruchsvolleren

Bauherrenschaft, sind Allergiker geeignet sowie

feuchte- und schimmelresistent.

puren im Internet: www.puren.com

Keine Brandproblematik in der Bauphase:

geklebtes PU-WDVS in der Verarbeitung

Fotos: puren

purenotherm: monolithisches PU-WDVS, Platte an Platte

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Baulicher Brandschutz

Neue Siniat Broschüre dokumentiert intelligente

Lösungen für den baulichen Brandschutz

Für Planer und Verarbeiter, die sich intensiv mit dem Thema

Brandschutz im klassischen Trocken- und modernen Holzbau

auseinandersetzen, hat Siniat die technische Dokumentation

„Baulicher Brandschutz – Für mehr Sicherheit im Leben“ aktualisiert

und erweitert. Neben den gesetzlichen Regelungen

und detaillierten Hintergrundinformationen geben Brandschutztabellen

für praxisbewährte Wand-, Decken- und Dachkonstruktionen

eine einfache und sichere Orientierung und

machen das Kompendium zu einem nützlichen Leitfaden.

Außen- bzw. Gebäudeabschlusswände in verschiedenen

Feuerwiderstandsklassen von F 30-B bis F 90B unter anderem

mit Duripanel Holzzementplatten in wirtschaftlicher

Leichtbauweise realisieren.

Ergänzend erhalten Siniat Dach- und Deckensysteme je ein

eigenes Kapitel mit allgemeinen Hinweisen und tabellarischen

Übersichten praxisbewährter Konstruktionen von

selbständigen Brandschutz-Unterdecken über Unterdecken

unter Holzbalkendecken bis zu Deckenbekleidungen

unter geneigten Dächern oder Kehlbalken bzw. Trapezblechdächern.

Als Zusatz liefert das Brandschutz-Kompendium

aktualisierte Informationen und ergänzende Regelungen

zu Revisionsöffnungsverschlüssen für Wände

und Decken.

Weit mehr als ein Produkthandbuch:

Die neue Broschüre von Siniat beleuchtet

das Thema Brandschutz von allen Seiten.

Geprüfte Konstruktionen im Detail

Neben der umfangreichen Darstellung der allgemeinen

Grundlagen stellt die Broschüre im 2. Teil eine kompakte

Übersicht zu sämtlichen Siniat Konstruktionsvarianten für

den baulichen Brandschutz in den Fokus. Jeweils eingeleitet

von den zugehörigen Verwendbarkeitsnachweisen und

notwendigen Hinweisen zur Verarbeitung, gehen die folgenden

Kapitel ausführlich auf die einzelnen Bauteile und

Konstruktionen ein. Neu aufgenommen in die Siniat Brandschutzbroschüre

wurden beispielsweise die Wandkonstruktionen

mit den System-Nrn. SW24 und SW25. Danach

lassen sich geprüfte tragende Innenwände sowie tragende

Anwendung in der Praxis

Umfangreiche Informationen zur Ausführung

und viele konstruktive Details eignen sich für die

praktische Anwendung.

Das letzte Drittel befasst sich mit der konkreten Umsetzung

von Brandschutzeinbauten. Eine übersichtliche Darstellung

und viele hilfreiche Detailzeichnungen ermöglichen ein

schnelles Verständnis zu den jeweiligen Brandschutzanforderungen

und deren praktische Umsetzung. Die intensive

Auseinandersetzung mit allen Themen rund um den baulichen

Brandschutz, macht aus der Broschüre ein umfassendes

Nachschlagewerk zur Anwendung in Theorie und

Praxis.

Die neue Brandschutzbroschüre findet sich im Downloadbereich

unter www.siniat.de oder kann über fragen@siniat.com

angefordert werden.

Brandschutztabellen für praxisbewährte Wand-,

Decken- und Dachkonstruktionen geben eine

einfache und sichere Orientierung.

KONTAKT:

SINIAT GMBH, Christel Biendara,

T +49 6171 / 61 33 10,

E christel.biendara@siniat.com

BDB-Nachrichten Journal spezial Brandschutz 9

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Brandschutzmittel

Verwertung von EPS-Dämmstoffen mit HBCD

Circa 30 der o. g. 80 Anlagen weisen das nicht

ausdrücklich aus; sie verwerten jedoch heute

schon Abfälle mit „sonstigen Abfallschlüsselnummern“,

unter die früheres EPS mit HBCD

bisher fiel. Sie können ein immissionsschutzrechtliches

Genehmigungsverfahren beantragen,

um auch weiterhin rückgebautes EPS mit

HBCD thermisch verwerten zu können.

Bei jährlich 200 Millionen Tonnen Bauabfällen

entfallen ca. 42.000 Tonnen auf Dämmstoffe

aus EPS und Extrudierten Polystyrolhartschäumen

(XPS), davon ca. 10.000

Tonnen EPS mit HBCD aus dem Rückbau

von Wärmedämm-Verbundsystemen.

EPS-Dämmstoffe, die das Flammschutzmittel HBCD enthalten,

wurden im August 2015 offiziell als gefährlicher Abfall

eingestuft. Bereits seit Ende 2014 produzieren Mitglieder

des Industrieverbands Hartschaum e.V. deshalb ausschließlich

EPS-Dämmstoffe mit dem neuen Flammschutzmittel

Polymer-FR. Der Dämmstoff mit dem neuen Flammschutzmittel

ist von der geänderten Abfallverzeichnis-Verordnung

nicht betroffen. Bis Ende 2014 waren Styropor Dämmstoffplatten

mit dem Flammschutzmittel HBCD versehen. Diese

HBCD-haltigen Styropor-Abfälle werden künftig formell als

„gefährliche Abfälle“ deklariert, um den Verbleib des Flammschutzmittels

HBCD verfolgen zu können.

Die Neueinstufung ändert jedoch nichts an der Unbedenklichkeit

des bewährten Dämmstoffes. Zahlreiche Untersuchungen

und Prüfungen der TU München, des Fraunhofer

Instituts für Bauphysik (IBP) und des Forschungsinstituts für

Wärmeschutz (FIW) belegen, dass HBCD weder ausgast

noch ausgewaschen wird. Auch für den Rückbau und die

Entsorgung sind keine besonderen Sicherheits- oder Personenschutzmaßnahmen

erforderlich.

Verwertung von EPS mit HBCD

Bisher wurden EPS-Dämmstoffe mit HBCD thermisch verwertet.

Auch nach der neuen Einstufung können HB-

CD-haltige Dämmstoffe weiter energetisch in Müllheizkraftwerken

(MHKW), die über eine entsprechende Genehmigung

verfügen, verwertet werden. Von 80 MHKWs in Deutschland

verfügen nach einer Umfrage der Interessengemeinschaft

der Thermischen Abfallbehandlungsanlagen (ITAD)

in Deutschland 10 Anlagen ausweislich über diese Genehmigung

zur thermischen Verwertung von als gefährlich deklarierter

Abfälle.

10

Die thermische Verwertung ist kein Sonderweg

für EPS. Vielmehr wird sie auch bei allen

anderen Hartschäumen und auch bei vielen

sogenannten ökologischen Dämmstoffen wie

Holzweichfaser oder Zellulose empfohlen.

Solvolyse-Verfahren, eine Alternative für die Zukunft

(CreaSolv ® )

Auch wenn heute die thermische Verwertung aufgrund der

sehr geringen Abfallmengen die wirtschaftlichste Lösung zur

Entsorgung von Styroporabfällen aus Wärmedämmverbundsystemen

darstellt, beteiligt sich der IVH aktiv an neuen Entsorgungsmöglichkeiten

für die Zukunft. So unterstützt er das

europäische Forschungsprojekt CreaSolv ® . Ziel ist die Trennung

von Styropor und HBCD mittels eines Solvolyseverfahrens,

um dann über eine stoffliche Verwertung den Styropor-Ausgangsstoff

Polystyrol zu gewinnen und parallel dazu

über ein Pyrolyseverfahren aus dem HBCD Brom zurückzugewinnen,

aus dem neue, unbedenkliche Flammschutzmittel

hergestellt werden können.

Woran erkennt man einen Dämmstoff mit HBCD?

Vor 2014 verbauter EPS-Dämmstoff enthält das alte Flammschutzmittel

HBCD. Hersteller bzw. Händler müssen über die

Verwendung des Stoffes Auskunft geben. Über ein Online-Formular

des Umweltbundesamtes kann der Hersteller, Händler

oder Importeur hier einfach angefragt werden. Zudem muss

auch nach der Bauproduktenverordnung die Information mit

der Leistungserklärung zum CE-Zeichen den Endverbrauchern

bereitgestellt werden.

IVH-Mitglieder produzieren seit 2014 ausschließlich EPS-

Dämmstoffe mit unbedenklichem Flammschutzmittel

Polymer-FR

Neue EPS-Dämmstoffe mit dem Flammschutzmittel Polymer-FR

werden nicht als gefährlicher Abfall eingestuft. Das

neue Flammschutzmittel Polymer-FR wurde im Rahmen lang-

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Brandschutzmittel

Kontakt:

Stefanie Mohmeyer · Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit · IVH Industrieverband Hartschaum e.V.

Telefon +49 6221 77 60 71 · Fax +49 6221 77 51 06 · s.mohmeyer@ivh.de

www.ivh.de

jähriger Forschungsarbeiten entwickelt und bis 2014 zur industriellen

Produktionsreife des EPS-Rohstoffes gebracht.

Dieses neue Flammschutzmittel ist im Sinne der europäischen

REACH-Verordnung und der weltweiten POP-Liste

der Stockholmer Konvention weder toxisch noch bioakkumulierbar.

Von der Herstellung und Verwendung gehen keine

Gefahren für Mensch und Umwelt aus.

Die Mitglieder des Industrieverbands Hartschaum haben

frühzeitig auf das HBCD-Verbot reagiert und bereits 2014,

ein Jahr vor dem Verbot (21.08.2015) von HBCD, auf den

neuen Rohstoff umgestellt. Die EU-Kommission hat jedoch

Ausnahmeregelungen für die Verwendung von HBCD für

eine Reihe europäischer Rohstoffproduzenten mit Wirkung

bis maximal Mitte 2017 unter Einhaltung sehr hoher Auflagen

erteilt. Die Mitglieder des Industrieverbands Hartschaum

nutzen diese Sondergenehmigung nicht und produzieren

ausschließlich EPS-Dämmstoff mit dem neuen Flammschutzmittel

Polymer-FR.

Wärmedämm-Verbundsysteme mit Styropor ® :

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BDB-Nachrichten Journal spezial Brandschutz 11

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Technischer Brandschutz

Bohle Innenausbau aus Stuttgart für die Sanierung des

Tübinger Rathauses ausgezeichnet

Die Rigips Trophy gilt als der renommierteste Wettbewerb

Deutschlands für Unternehmen, die sich mit dem Innenausbau

von Gebäuden befassen. Am 20. Februar 2016 konnte

sich nun die Bohle Innenausbau GmbH & Co. KG aus Stuttgart

über eine der begehrten Auszeichnungen freuen.

Projektleiter Rolf Trautwein nahm die Siegestrophäe im Rahmen

einer feierlichen Galaveranstaltung in Köln entgegen. Die

unabhängige und hochkarätig besetzte Expertenjury hatte

das Unternehmen zuvor für die Sanierung des Tübinger Rathauses

zum Gewinner in der Wettbewerbskategorie Brandschutzsysteme

gewählt.

Unter Beachtung des Denkmalschutzes wurden die vier Oberund

zwei Dachgeschosse des Tübinger Rathauses

aufwändig umgebaut und unter

brandschutztechnischen Gesichtspunkten

ertüchtigt. Eine besondere Herausforderung

stellte die Wiederherstellung

des ehemaligen württembergischen

Hofgerichtssaals über dem Dienstzimmer

des Oberbürgermeisters dar. Erst

nach dem Rückbau der vorhandenen

Büroräume wurde die ganze Raumsituation

und damit der Umfang der Sanierungsarbeiten

in diesem Gebäudeteil

offensichtlich. Die gesamte Haustechnik

musste so untergebracht

werden, dass die historischen

Holzkonstruktionen der Decke

nicht beschädigt wurden. Sämtliche Balkenlagen, Trag- und

Sprengwerke querenden Leitungen mussten demzufolge bekleidet

werden. Wo dies aufgrund der Raumhöhe nicht möglich

war, wurden vor Ort „maßgeschneiderte“ Kabelkanäle aus speziellen

Feuerschutzplatten gefertigt und die Leitungen oberhalb

der Balken verlegt.

Mit ihren umfangreichen Sanierungsmaßnahmen im historischen

Rathaus von Tübingen konnte die Bohle Innenausbau

GmbH & Co. KG aus Stuttgart die Expertenjury der 10. Rigips

Trophy 2015 I 2016 überzeugen. Für die gezeigten Leistungen

wurde das Unternehmen nun mit dem Sieg in der Wettbewerbskategorie

Brandschutzsysteme ausgezeichnet.

Durch Qualität verbunden

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BDB-Nachrichten Journal spezial Brandschutz

BDB-Spezial-Brandschutz-2016_Inhalt_final.indd 12 10.06.16 08:13


Technischer Brandschutz

Aufzugsschachtentrauchungen –

Wer haftet im Schadensfall?

Die DIN VDE 0833-2 regelt das Planen, Errichten, Erweitern, Ändern

und Betreiben von Brandmeldeanlagen. Danach ist u. a.

die Eignung automatischer Brandmelder in Abhängigkeit von

Raumhöhen und Wandabständen festgelegt, um eine sichere

und rechtzeitige Auslösung im Brandfall zu gewährleisten.

Vermehrt tauchen Rauchmelder auf, die nach der Errichter-Norm

für den Einsatzbereich ungeeignet sind. Bislang ist

die Branche zum Glück von Schadensfällen nicht betroffen,

doch wer übernimmt die Haftung im Schadensfall bei falsch

montierten Rauchmeldern?

Deshalb sollte bereits in der Planungsphase das richtige System

ausgewählt werden. Als Planungshilfe werden die unterschiedlichen

Meldertypen mit den relevanten Errichtervorschriften

gemäß DIN VDE 0833-2 vorgestellt.

Ansaugrauchmelder: Bei Raumhöhen über 12 m dürfen nur

Rauchansaugmelder DIN EN 54-20 Klasse A oder B verwendet

werden. Rohrleitungen von Ansaugrauchmeldern mit Ansaugöffnungen

dürfen, abweichend von der sonst horizontalen Anordnung,

vertikal entlang von Aufzugschächten installiert werden.

Verläuft die Rohrleitung in der Mitte zwischen den Schächten,

dürfen maximal 2 unmittelbar benachbarte, zueinander offene

Schächte mit einem Ansaugrauchmelder überwacht werden.

Punktförmige Rauchmelder: Bei Grundflächen bis 80 qm des zu

überwachenden Raumes sind punktförmige Melder bis zu einer

Raumhöhe vom 12 m erlaubt. Die Abstände zu Wänden dürfen

nicht kleiner als 0,5 m sein. Der horizontale und vertikale Abstand

zu Lagergütern und Einrichtungen darf an keiner Stelle

0,5 m unterschreiten. Bei geringeren Abständen der Melder als

0,5 m zu Einbauten wie z. B. Leitungen, Rohren oder Leuchten,

aber auch bei erforderlichen größeren Abständen z. B. im Bereich

von Luftaustrittsöffnungen muss sichergestellt sein, dass

die Brandkenngrößen ungehindert die Melder erreichen können.

Linienförmige Rauchmelder (Lichtschrankenprinzip): Für Linienförmige

Rauchmelder ist ein Abstand zwischen Sende- und

Empfangseinheit und einem Reflektor vom max. 100 m zulässig.

Die Mittelachse des Überwachungsstrahls darf nicht näher

als 0,5 m zu Wänden, Einrichtungen oder Lagergütern angeordnet

werden. Wärmepolster unter Dachflächen können

verhindern, dass aufsteigender Rauch an die Decke gelangt.

Der Melder muss deshalb unterhalb eines zu erwartenden

Wärmepolsters angebracht sein.

Fazit: Bedingt durch die beengten Raumverhältnisse im Aufzugschacht

und Anforderungen zu Mindestabständen von Wänden

und Einrichtungen fällt die Auswahl des Meldertyps leicht.

Als Universalmelder können nur Rauchansauggeräte eingesetzt

werden, da es kaum Schächte mit ausreichenden Platzverhältnissen

zwischen Wand und Kabine gibt.

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BDB-Nachrichten Journal spezial Brandschutz 13

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Technischer Brandschutz

Brandschutz für 2,5 Millionen Bücher

Caverion setzt auf Hochdruck-Wassernebel-Löschanlage beim Neubau der Universitätsbibliothek Marburg

Derzeit entsteht auf dem Campus der Philipps-Universität

Marburg nach dem Entwurf des Büros sinning architekten,

Darmstadt, der Neubau der Universitätsbibliothek. Mehr

als 2,5 Millionen Bücher, darunter einzigartige und unersetzliche

Dokumente, wird die Bibliothek nach Fertigstellung

im Sommer 2017 beherbergen. Rund 108 Millionen

Euro investiert das Land Hessen in das Gebäude, das Herzstück

des künftigen „Campus Firmanei“ sein wird. Mehr als

1,3 Millionen Euro fließen davon in den Brandschutz.

„Feuer ist eine der größten Gefahren für Bibliotheksbestände.

Aber auch heiße Dämpfe und Löschwasser können zu Schäden

an den teilweise unersetzlichen Objekten führen. Papierschonende

Löschkonzept sind gefragt, um im Brandfall Schaden

an den Büchern zu vermeiden“, sagt Thomas Gwenner,

Leiter des Kompetenzteams Sprinkler bei Caverion und verantwortlich

für die Umsetzung der Löschanlage der neu entstehenden

Universitätsbibliothek.

Mit 140 bar gegen den Brandherd

Thomas Gwenner und sein Team setzen auf eine Hochdruck-Wassernebel-Löschanlage.

Das Besondere daran ist,

dass sie mit gerade einmal fünf Prozent des Wassers einer

herkömmlichen Sprühwasserlöschanlage auskommt. Mit einem

Mindestdruck von 80 bar tritt das Löschwasser in Form

eines dichten Nebels aus den Sprinklern aus. Drei physikalische

Mechanismen werden dabei genutzt:

››

Kühlung

››

Verdrängung von Sauerstoff

››

Abschirmung von Hitzestrahlung

Eine der wichtigsten Löscheigenschaften von Wasser ist die

Kühlfähigkeit. Verdampfendes Wasser kann Energie von bis

zu zwei Megajoule pro Kilogramm absorbieren. Ein überragender

Wert. Gleichzeitig dehnt sich Wasser dabei auf das

1.700-fache seines ursprünglichen Volumens aus. Dem Feuer

wird damit der Sauerstoff entzogen. Und schließlich verhindert

die enorme Dichte kleinster Tropfen wie eine Art Vorhang,

dass sich die Hitze ausbreitet. „Denn Papier entzündet sich

bereits bei rund 233 Grad Celsius“, so Thomas Gwenner.

Auch zum Nachrüsten geeignet

Für den vollflächigen Schutz der vier Etagen installiert Caverion

3.450 Hochdruck-Feinsprühsprinkler. Zudem werden rund

neun Kilometer Rohrleitungen verlegt. Eine Hochdruckpumpe

mit einer Nennleistung von 135 kW fördert das Löschwasser

mit bis zu 140 bar an die Sprinkler, wo es zerstäubt wird. Thomas

Gwenner: „Mit 40 Minuten wird die Betriebszeit der Anlage

berechnet. Dafür reicht auch der Wasservorrat von insgesamt

24 Kubikmeter.“

Hochdruck-Wassernebel-Löschanlagen wie die in Marburg sind

hocheffiziente Brandschutzsysteme, die mit deutlich weniger

Wasser auskommen. Nicht zuletzt deshalb eignen sich die Anlagen

auch hervorragend zur Nachrüstung von Bestandsgebäuden.

Caverion betreibt am Forschungsstandort in Aachen zu

Test- und Demonstrationszwecken eine eigene Hochdruckwassernebel-Löschanlage.

Eine VdS-Zulassung liegt ebenfalls vor.

„Interessenten sind eingeladen, sich hier ein eigenes Bild von

der Wirkung und der Leistungsfähigkeit einer modernen Hochdruck-Wassernebel-Löschanlage

zu machen“, so Gwenner.

Bildquelle:

Entwurf: sinning architekten, Darmstadt;

Visualisierung: agatastudio

14

BDB-Nachrichten Journal spezial Brandschutz

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Technischer Brandschutz

DOYMA Brandschutzsysteme: Optimal für Kälteleitungen

Wer sich schon mal mit dem Thema Brandabschottungen bei

gedämmten Kälteleitungen auseinander gesetzt hat, dem wird

schnell klar, dass eine große Anzahl an Faktoren eine mögliche

Systemauswahl entscheidend beeinflussen wie z. B.:

››

die Art des durchdrungenen Bauteils

››

das verwendete Rohrmaterial, Rohrdimensionen

››

die Dämmstoffe bzw. die Dämmstärken

››

und viele weitere

DOYMA bietet mit seinem Brandschutzsystem Curaflam ® anwenderfreundliche

Möglichkeiten, feuerwiderstandsfähige Abschottungen

von Kälteleitungen vorzunehmen.

Abschottung von nichtbrennbaren Kälteleitungen:

DOYMA Curaflam ® Rollit ISO Pro Brandschutzwickelband

Dieses Brandschutzsystem bietet die umfangreichsten Lösungen

für nichtbrennbare Rohrleitungen mit einem Außendurchmesser

von bis zu 813 mm und – unter anderem – bis zu

100 mm starker Synthese-Kautschuk und Schaumglas-Dämmung.

Durch dieses Leistungsspektrum sind vielseitigste Anwendungen

bei nichtbrennbaren Kälteleitungen abgedeckt und

damit der Einsatz unterschiedlicher Systeme nicht notwendig.

Und das Wichtigste: Ein Unterbrechen der Dämmungen innerhalb

der Bauteildurchdringungen kann vermieden werden, da

das System nachträglich auf die durchlaufende Streckendämmung

der Kälteleitung montiert und innerhalb des Bauteils mit

Zementmörtel oder ähnlichem vermörtelt werden kann. Dabei

ist sogar ein Nullabstand zwischen den Dämmoberflächen /

Brandschutzwickelbänder möglich.

DOYMA Curaflam ® Manschette XS Pro

In einer Kooperation der aquatherm GmbH und DOYMA GmbH

& Co wurden beide Systeme miteinander in Brandversuchen geprüft

und zugelassen. Große Vorteile der aquatherm PP-R Rohrleitungen

liegen in den reduzierten Dämmstärken gegenüber

metallischen Rohrleitungen und die sehr sicheren und einfachen

Verarbeitungsmöglichkeiten. Positive Eigenschaften sind zusätzlich

die hohe Schlagzähigkeit, Sauerstoffdichtigkeit, Korrosionsresistenz

und Chemikalienbeständigkeit.

Nähere Infos unter www.aquatherm.de

In der Zulassung der DOYMA Curaflam ® Manschette XS Pro , sind

aquatherm Rohrleitungen mit einer bis zu 50 mm starken Synthese-Kautschuk-Dämmung

explizit beschrieben. Auch nachträgliche

Abschottungen der Rohrleitungen stellen keine Hindernisse

dar, da die Brandschutzmanschetten nachträglich auf

Wände bzw. Decken aufgebracht werden können. Eine weitere

Besonderheit ist, dass die DOYMA Curaflam ® Manschette XS Pro

die erste zugelassene Rohrabschottung für feuerhemmende

Holzbalkendecken ist, was gerade im Bereich der Sanierung

eine bisher nicht vorhandene Rechtssicherheit bietet.

Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Das innovative aquatherm

blue pipe Rohrleitungssystem und die vielseitig einsetzbare

DOYMA Curaflam ® Manschette XS Pro bieten ein aufeinander abgestimmtes

System, dass die Kompetenzen beider Unternehmen

vereint und dem Anwender eine sichere, flexible und einfache

Ausführung gewährleistet. Infos unter www.doyma.de

Curaflam ® Manschette XS Pro

Zugelassen auch für Holzbalkendecken.

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BDB-Nachrichten Journal spezial Brandschutz 15

BDB-Spezial-Brandschutz-2016_Inhalt_final.indd 15 10.06.16 08:14


Technischer Brandschutz

Jansen Brandschutz stattet neue IKEA-

Filiale in Kaiserslautern mit 5 verschiedenen

Brandschutztortypen aus

Der schwedische Konzern IKEA eröffnete im August 2015 sein

50. Einrichtungshaus in Deutschland, im Stadtrandgebiet Kaiserslauterns.

Die Firma Jansen Brandschutz GmbH & Co. KG

war bei dem Bau des Einrichtungshauses mit der Fertigung

von zwei Stapeltoren HERO, sieben Schiebetoren ORPHEUS,

einem Staffeltor MATADOOR, einem Teleskop-Hubtor APOLLO

und drei Rolltoren AQUISO beauftragt.

Das Jansen Stapeltor HERO ist die ideale Torlösung für Einbausituationen

mit geringen Platzverhältnissen, da das Tor

durch das Verfahren und Abstapeln der einzelnen Torsektionen

eine geringe Bautiefe erfordert. Für das IKEA-Einrichtungshaus

wurden zwei Stapeltore HERO in T90 Ausführung

gefertigt und montiert. Die Tore besitzen lichte Tormaße von

5530/5480 x 3260 mm (B x H).

Zudem installierte die Firma Jansen sieben Brandschutzschiebetore

ORPHEUS, davon erfüllen zwei einflügelige Toranlagen

die Brandschutzanforderungen T90 und besitzen die Maße

1502 x 2000 mm. Auch T90-Schiebetoranlagen in den Maßen

6910 x 3455 mm und 3110 x 3520 mm wurden montiert. Weitere

zwei einflügelige Schiebetoranlagen wurden nach T30 Anforderungen

mit Rauchschutz in dem Maß 2650 mm x 2125

mm gefertigt. Ein einflügeliges T30 Schiebetor wurde mit dem

Maß 3110 x 3520 mm in das Einrichtungshaus integriert. Zum

weiteren Lieferumfang gehört ein T90 Staffeltor MATADOOR

mit einer Breite 3100 mm und einer Höhe von 3500 mm.

16

Zwei T30 Rolltore AQUISO wurden in den Maßen 3000 x 3500

mm gefertigt, ein weiteres T30 Rolltor AQUISO misst eine

Breite von 2120 mm sowie eine Höhe von 2750 mm und bietet

zusätzlichen Rauchschutz. Jansen Brandschutz ist der erste

und einzige Hersteller eines T30 Rauchschutzrolltores. Es gibt

bisher kein Rolltor auf dem Markt, welches die Rauchschutzanforderungen

erfüllt.

Ein zweiteiliges Teleskop-Hubtor APOLLO in Brandschutzausführung

T90 rundet mit den Maßen 1460 x 2350 mm den Lieferumfang

ab. Hubtore eignen sich ideal, wenn es zu wenig Seitenplatz

für ein Schiebetor gibt bzw. die Fläche alternativ genutzt

werden soll. Ist nicht ausreichend Sturzhöhe vorhanden, kann

ein Teleskophubtor eingesetzt werden. Die Teleskop-Hubtore

von Jansen sind als T30- oder T90-Abschluss sowie in Kombination

mit Rauchschutz lieferbar. Ausstattungen wie Türen, Verglasungen

usw. können ebenfalls umgesetzt werden.

Weitere Informationen: www.jansentore.com

BDB-Nachrichten Journal spezial Brandschutz

I

BDB-Spezial-Brandschutz-2016_Inhalt_final.indd 16 10.06.16 08:14

G


Technischer Brandschutz

Flucht- und Rettungswege sicher schützen

© Bild: G+H

Es gibt unterschiedliche Lösungsansätze, um elektrische Leitungen

in notwendigen Treppenhäusern und Fluren zu schützen

und die Brandweiterleitung zu verhindern. Die sicherste

Maßnahme stellen klassifizierte Installationskanäle dar. Insbesondere

bei Neubauten sollte diese Lösung unbedingte Priorität

haben. Denn wenn die Möglichkeit besteht, eine geordnete

Leitungsführung zu planen, ist dies auch die wirtschaftlichste

Vorgehensweise. G+H ISOLIERUNG war der erste Hersteller,

der 2007 einen Installationskanal entwickelt und geprüft hat,

der aus einem Blechkanal besteht und in dessen Innerem ein

Dämmschichtbildner mit Dämmdicken von 1 bzw. 2 mm aufgebracht

ist. Dieser Dämmschichtbildner reagiert aktiv bei

Hitze, schäumt auf und schmiegt sich wie eine innenliegende

Isolierung an die Kabel und Rohre. Dadurch entzieht er dem

Brandgeschehen den Sauerstoff, erstickt das Feuer sofort im

Ansatz und verhindert auch eine Brandweiterleitung im Inneren

des Kanals. Der innovative I-Kanal von G+H ist zudem der

erste Elektro-Installationskanal, der europaweit vertrieben und

verbaut werden kann. Das Deutsche Institut für Bautechnik

hat G+H ISOLIERUNG am 04.06.2015 die erste europäische

Zulassung (Europäische Technische Bewertung ETA-15/0293)

für den Installationskanal PYROMENT-IK 90 ® Typ BD erteilt.

Die wegweisende Brandschutzlösung ist in zahlreichen Bauten

wie unter anderem in der Elbphilharmonie oder der EZB-

Bank installiert.

Fachmännisch installierte

Brandschutzmaßnahmen unterbinden

die Ausbreitung von

Feuer und Rauchgas optimal.

Wir beraten Sie gerne –

sprechen Sie uns an!

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Brandschutz

G+H ISOLIERUNG GmbH | Bürgermeister-Grünzweig-Straße 1 | 67059 Ludwigshafen

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Technischer Brandschutz

Kapselung elektrischer Leitungen

in Rettungswegen

Notwendige Flure und notwendige Treppenräume müssen erhöhten

baulichen Anforderungen genügen. Beispielhaft sind die

Flure in Rauchabschnitte durch nicht abschließbare, rauchdichte

und selbstschließende Abschlüsse einzuteilen. Auch an

die Leitungen in diesen Fluren bestehen weitergehende Anforderungen.

In der Muster-Leitungs-Anlagen Richtlinie (MLAR)

wird detailliert auf Leitungsanlagen in Flucht- und Rettungswegen

eingegangen. Elektrische und brennbare Leitungen sowie

brennbare Isolierungen in Rettungswegen stellen ein erhöhtes

Brandrisiko dar – eine Kabeltrasse kann als Zündschnur den

Brand weiterleiten. Ein Kabelbrand im Rettungsweg kann zu erheblicher

Rauchbelastung führen.

Im Abschnitt 3.2 beschreibt die MLAR 11/2005 die Anforderungen

an elektrische Leitungsanlagen in Rettungswegen. Falls die

Leitungen nicht nichtbrennbar sind (z. B. nach DIN EN 60702-1

(VDE 0284 Teil 1):2002-11), ist eine offene Verlegung nur in einem

sehr eng begrenzten Umfang möglich. Beispielhaft können

das elektrische Leitungen sein, die ausschließlich der Versorgung

der Fluchtwege dienen. In aller Regel müssen Leitungen

mit weiteren Maßnahmen vom notwendigen Flur oder Treppenraum

getrennt sein.

In massiven Mauerschlitzen kann das durch eine 15 mm Putzschicht

realisiert werden. In größeren Gebäuden werden die Leitungen

in aller Regel in Zwischendecken oder unterhalb von

Systemböden verlegt.

Falls die Leitungen in Zwischendecken geführt werden, müssen

diese innerhalb der notwendigen Flure als feuerhemmende Unterdecke

(F30) und innerhalb von notwendigen Treppenräumen

als feuerbeständige Unterdecke (F90) ausgeführt werden. Alternativ

hierzu können die elektrischen Leitungen auch mit feuerhemmenden

Installationskanälen gekapselt werden.

Herkömmlicherweise erfolgt die Kapselung durch die Ausbildung

eines I-Kanals aus Plattenmaterialien wie 2-lagigen Calciumsulfatplatten

mit Verblechung.

Würth bietet mit dem Brandschutzkanal I ein System, das die

gleiche Aufgabe mit weniger Zeitaufwand und erheblich weniger

Platzbedarf löst. Bei kleineren Kabelbündeln kann die gleiche

Anforderung unter Umständen mit einem Viertel an Fläche gelöst

werden. Zusätzlich verhindert es die Ausbreitung eines Kabelbrandes

innerhalb des Kanals.

Wirkungsweise

Der Würth Brandschutzkanal I30/I60/I90/I120 ist im Standardfall

zweigeteilt. Ein U-förmiges Unterteil ist mit einem abschraubarem

Deckel verschlossen. Diese Teile werden aus einem dünnen

verzinkten Blech gekantet. Innen ist ein Dämmschichtbildner

aufgetragen, der im Brandfall aufschäumt und so eine Brandausbreitung

verhindert. Ein Brandherd kann sich innerhalb eines

18

Kanals nicht ausbreiten und wird auf seinen lokalen Entstehungsbereich

begrenzt – die Sanierungskosten und Produktionsausfälle

auf ein minimales Maß reduziert. Oben dargestellt

ist ein Bild nach einem Brandversuch. Der Dämmschichtbildner

hat den Hohlraum komplett verschlossen.

Montage

Die Kanäle sind vorgefertigt und werden einfach zusammen gesteckt.

Da bei der Montage kein Staub entsteht, sind die neuen

Würth Brandschutzkanäle in hygienesensiblen Bereichen wie

Krankenhäusern oder Lebensmittelbetrieben bzw. im laufenden

Betrieb einsetzbar. Mit dem abnehmbaren Deckel kann auf sehr

einfache Weise jederzeit nachbelegt werden. Die Installation kann

direkt an Wänden erfolgen. Der Brandschutzkanal kann auch in

bestehende Abhängungen mit eingelegt werden, dies wird meist

bei einer nachträglichen Ertüchtigung nötig. Hier ist auf den

Brandschutznachweis des Befestigungsmaterials zu achten. Außerdem

ist die Form der Kanäle frei wählbar – das Spektrum

reicht vom ein-, zwei-, drei- oder vierseitigen Kanal bis hin zur

runden Außenkontur. Die Montage des Würth Brandschutzkanales

ist sehr einfach und bietet daher eine große Zeitersparnis.

Lieferprogramm

Mit dem allgemein bauaufsichtlichen Prüfzeugnis P-MPA-E-

09-011, sind die Feuerschutzwiderstandsklassen I 30, I 60, I 90,

I 120 nachgewiesen. Die Standardausführung als rechteckiger

I-Kanal ist mit all seinen Verbindungsteilen lagermäßig zu beziehen.

Sonderteile können kurzfristig gefertigt werden. Der

I-Kanal ist verzinkt oder in Edelstahl lieferbar. Die Oberflächenbeschaffenheit

reicht von blank bis pulverbeschichtet in

zahlreichen RAL-Farben.

Brandschutzkanal

I30/60/90/120

››

Minimaler Platzbedarf

››

Staubfreie Montage

››

Einfache Nachbelegung

››

Ideal für beengte Platzverhältnisse

››

Verzinkt oder Edelstahl

››

in allen RAL Tönen lieferbar

››

Reduziertes Gewicht

Weitere Informationen unter: www.wuerth.de/ingeniere

BDB-Nachrichten Journal spezial Brandschutz

BDB-Spezial-Brandschutz-2016_Inhalt_final.indd 18 10.06.16 08:14


Technischer Brandschutz

Der GfS DEXCON (DoorEXitCONtroller) sichert

Notausgangstüren und Fluchtfenster

auch an eine kundenseitig vorhandene Sirene, Blitzleuchte

oder ähnliches weiterleiten.

Der GfS DEXCON verfügt über eine Vielzahl von Funktionen, die

dem Nutzer ein großes Anwendungsspektrum eröffnen. Für den

Einsatz in sensiblen Bereichen beispielsweise kann ein stiller

Alarm programmiert oder die Standardlautstärke des Signalgebers

von 95 dB/1 m auf 75 dB/1m gedrosselt werden. Außerdem

ist die Alarmabschaltung nach einer Alarmdauer von 30

Sekunden einstellbar (Hotelmodus). Über den integrierten

Schlüsselschalter lässt sich das Gerät sowohl für eine alarmfreie

Einzel- als auch für eine Dauerbegehung freischalten.

Jährlich beklagen Unternehmen

Schäden in Milliardenhöhe,

die ihnen durch Diebstahl

und Warenschwund

entstehen. Gerade unverschlossene

und ungesicherte

Notausgangstüren

sind Dieben hier ein willkommenes

Schlupfloch. Daher

sollten diese Türen mit besonderen

Türsicherungssystemen

versehen werden.

Eine preisgünstige und wirkungsvolle

Lösung ist hier

eine neue Produktentwicklung

von GfS aus Hamburg – der GfS DEXCON (DoorEXitCONtroller).

Der GfS DEXCON ist ein Überwachungsgerät, das speziell

zur Sicherung von Notausgangstüren bzw. Fluchtfenstern

entwickelt wurde. Er arbeitet mittels Reed-Kontakt und kann

flexibel positioniert werden, wobei zwischen einer Türblattoder

einer Rahmenmontage gewählt werden kann. Hier baut er

in seinem roten robusten Kunststoffgehäuse, das mit einem

„STOP“ Piktogramm versehen ist, eine wirkungsvolle Hemmschwelle

gegen unbefugtes Öffnen der Tür oder des Fensters

auf. Die langnachleuchtende Beschriftung sorgt auch im Dunkeln

für gute Sichtbarkeit.

Wird dennoch eine Öffnung vorgenommen, ertönt ein lauter

(95 dB/1 m) Alarm.

Der Nutzer kann entscheiden, ob der Alarm entweder autorisiert

mit dem Geräteschlüssel quittiert werden oder sich dieser

nach 3 Minuten selbst abschalten soll. Dank eines vorhandenen

potentialfreien Meldekontaktes lässt sich der Alarm

Der GfS DEXCON wird in der Standardversion mit einer 9V

Blockbatterie betrieben, kann aber auch an ein Stromnetz angeschlossen

werden. Da er völlig unabhängig vom vorhandenen

Türbeschlag oder Fenstergriff funktioniert und die Installation

wenig Aufwand bedarf, eignet er sich hervorragend als

Nachrüstgerät. Sogar eine Montage an auftragenden Schubstangen

ist beim GfS DEXCON problemlos möglich. Mit dem

entsprechenden Zubehör lässt sich der GfS DEXCON zudem

zur Sicherung von Stangengriffen und zur Sicherung von

99,5 mm

Druckstangen ausbauen.

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GfS e-Cover® reduziert Fehlalarme

GfS e-Cover®

• minimiert versehentliche Alarmauslösung

in sensiblen Einsatzbereichen

• schafft eine hohe Hemmschwelle

gegen Missbrauch dank Öffnungsalarm

(95 db/1 m)

• beugt Störungen von Betriebsabläufen

vor

• lässt Feuerwehreinsatzkräfte für

echte Notfälle in Bereitschaft

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Technischer Brandschutz

Brandschutzexperten nehmen Stellung zur Industriebaurichtlinie

„Nur ein qualifizierter Rauchabzug

bringt wirklich Sicherheit“

Rauch ist die größte, in vielen Fällen oft tödliche Gefahr bei einem Brand: er nimmt

die Sicht und macht die Menschen im Gebäude orientierungslos. Bei starker

Rauchentwicklung tritt nach nur wenigen Atemzügen Bewusstlosigkeit ein und die

Menschen ersticken. Außerdem: Die gerade in diesem Moment so wichtigen Retter

der Feuerwehr können nicht durch den dichten Rauch dringen und die Menschen

aus der Gefahrenzone holen.

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SICHERHEIT SCHAFFEN IM BRANDFALL

– MIT QUALIFIZIERTEM RAUCHABZUG

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Durch den effektiven Abzug giftiger

Rauchgase.

SACHWERTE RETTEN

Durch den schnellen, gezielten

Löschangriff der Feuerwehr.

UNTERNEHMENSRISIKEN SENKEN

Durch geringere Schäden

und kürzere Produktionsausfälle

im Brandfall.

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Rauch- und Wärmeabzugsanlagen leisten

seit Jahrzehnten einen großen Beitrag,

die Verrauchung von Räumen effektiv

zu verhindern. So ist man sich in

den Fachkreisen der Feuerwehrverbände,

des VdS Schadenverhütung und

des Fachverbandes Tageslicht und

Rauchschutz e.V. (FVLR) einig: Nur ein

über geprüfte Rauch- und Wärmeabzugsanlagen

gesteuerter qualifizierter

Rauchabzug kann die vollständige Verrauchung

größerer Räume verhindern

und somit das Brandereignis begrenzen

und dessen Folgen verringern.

Sicherheit schaffen – mit qualifiziertem

Rauchabzug

„Nicht jede Öffnung, die Rauch abführt,

sichert auch eine raucharme Schicht“, sagt

der RWA-Spezialist Carsten Ficker von

LAMILUX. Diese sei aber notwendig, um

wirklichen Schutz im Brandfall zu bieten.

In der aktuellen Industriebaurichtlinie

sind für den Rauchabzug neue Schutzziele

definiert. Diesbezüglich hat sich ein

breiter Zusammenschluss aus Brandschutzexperten

gebildet, der sich für eine

weiterhin hohe Qualität beim Rauchabzug

ausspricht. Sie vertreten die Mei-

nung, dass nur qualifizierte Rauchabzüge

echte Sicherheit im Brandfall

schaffen würden. Ihre Empfehlung: Der

Rauchabzug sollte nach der DIN 18232-2

bemessen und pro 200 Quadratmeter

Grundfläche mindestens ein Rauch- und

Wärmeabzugsgerät in das Dach integriert

sein. Dabei wird betont: Im Brandfall

garantieren nur qualifizierte Rauchabzüge

eine raucharme Schicht innerhalb

des Gebäudes.

Ein sicheres Prinzip für die raucharme

Schicht

Die natürlichen Rauch- und Wärmeabzugsanlagen

für den qualifizierten

Rauchabzug werden im Dach eingebaut

und leiten durch den thermischen Auftrieb

den Rauch samt seiner giftigen

Gase ins Freie. Durch Zuluftöffnungen

in den unteren Wandbereichen strömt

frische Luft nach, so dass sich unter der

Decke eine Rauchschicht bildet – und in

Bodennähe die überlebensnotwendige

und für die Feuerwehr so wichtige

raucharme Schicht.

Und genau bei diesem Punkt, der

raucharmen Schicht, ruft die Muster-Industriebaurichtlinie

sehr unterschiedliche

Reaktionen hervor. Während sich baubehördliche

Vertreter davon überzeugt zeigen,

dass sie „Klarheit im Baurecht“

schaffe, befürchten Brandschutzexperten

ganz konträr eine „Aufweichung der

baurechtlichen Standards“.

Rauchschichtung hat elementare

Bedeutung

Auch Carsten Ficker, RWA-Spezialist

bei der Firma LAMILUX, gibt die Industriebaurichtlinie

Anlass zur Sorge. Er

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Technischer Brandschutz

Nach Ansicht vieler Brandschutzexperten

sichert nur

ein qualifizierter Rauchabzug

eine raucharme Schicht im

Gebäude. Dabei sollten

geprüfte Geräte nach DIN

EN 12101 eingesetzt und die

Rauchabzugsflächen nach

DIN 18232 bemessen sein.

setzt sich dafür ein, in der Industriebaurichtlinie den Rauchabzug

ausführlicher und konkreter zu regeln. Einerseits honoriert

er, dass es nun Aussagen zu Zuluftöffnungen und Auslösegruppen

gibt, die bisher fehlten. Andererseits spart er nicht

mit Kritik: „Die neuen pauschalen Lösungen senken das bisherige

Schutzniveau deutlich und erwecken den Anschein, sie

könnten eine qualifizierte Bemessung ersetzen.“

Als besonders gravierend empfindet Carsten Ficker dabei die

„unbemerkte Abkehr von der raucharmen Schicht“, die nach

den pauschalen Ansätzen nicht mehr gesichert sei. „Planer

und Bauherren werden so in trügerischer Sicherheit gewogen,

was einen umso mehr besorgen muss, je mehr man um die

elementare Bedeutung der Rauchschichtung für Flucht, Rettung

und Löschangriff weiß.“

Carsten Ficker zufolge reduziere die Industriebaurichtlinie die

Entrauchung auf das Schutzziel „Unterstützung der Brandbekämpfung

der Feuerwehr“. „Hier ist gemeint, dass die Flucht

aus dem Gebäude allein durch kurze Fluchtwege und frühe

Alarmierung gesichert werden könne. Aber das halte ich für

einen Trugschluss.“

„Nicht jede Öffnung, die Rauch abführt, sichert auch eine

raucharme Schicht“

Abgesehen davon, dass Eingeschlossene oder Verletzte nicht

durch eine frühe Alarmierung oder kurze Wege nach draußen

gelangen könnten und viele Feuerwehren eine Rauchverdünnung

keineswegs als Unterstützung sehen würden, sondern

weiter auf Rauchschichtung drängten, werde bei dieser Theorie

eine Sache gravierend unterschätzt: „Selbst große Räume von

zigtausend Kubikmetern verrauchen innerhalb weniger Minuten

und lassen Flüchtenden wie Rettern kaum eine Chance, wenn

nicht für freie Sicht und Atemluft gesorgt wird.“

Leben schützen, Sachwerte retten, Unternehmensrisiken

senken

Nur durch eine raucharme Schicht sei es möglich, dass Menschen

selbst das Gebäude verlassen und ins Freie gelangen

können. Außerdem hätten dann die Rettungskräfte ausreichend

Sicht, um gezielt den Löschangriff zu starten und Eingeschlossene

zu retten. Das Ergebnis: Leben geschützt durch den Abzug

der giftigen Rauchgase. Sachwerte gerettet durch den schnellen

und gezielten Löschangriff der Feuerwehr. Unternehmensrisiken

gesenkt durch den geringeren Schaden an Maschinen und Gebäuden

und damit kürzere Produktions- und Lieferausfälle.

Auch nach Ansicht des Fachverbandes Tageslicht und Rauchschutz

(FVLR) seien natürliche Rauch- und Wärmeabzugsanlagen

(NRA) nur dann wirklich sicher und effizient, wenn sie

nach den Vorgaben der DIN 18232-2 projektiert seien.

Diese Norm steht für die allgemein anerkannte Regel der

Technik zur Projektierung einer sicheren Rauch- und Wärmefreihaltung

von Räumen im Brandfall. „Nach den Vorgaben

dieser Norm projektierte NRA gewährleisten Personen- und

Sachschutz“, so der FVLR. „Im Brandfall ist sichergestellt,

dass die NRA aktiviert wird, die Nachströmung der Zuluft

durch adäquat große bodennahe Zuluftöffnungen erfolgt und

eine ausreichende Anzahl von natürlichen Rauch- und Wärmeabzugsgeräten

(NRWG) zur Öffnung vorhanden ist.“

www.lamilux.de

Für Carsten Ficker gilt ganz grundsätzlich: „Nicht jede Öffnung,

die Rauch abführt, sichert auch eine raucharme Schicht.“ Diese

sei aber notwendig, um wirklichen Schutz im Brandfall zu bieten.

Sichergestellt werde dies nur durch qualifizierte Rauchabzugsanlagen,

„also qualifizierte Geräte nach DIN EN 12101 mit

qualifizierter Bemessung nach DIN 18232“.

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Technischer Brandschutz

Mit Brandschutzkabeln Gefahren minimieren

In Objekten, in denen sich viele Menschen aufhalten, sorgen Brandschutzkabel

für mehr Sicherheit; feuerbeständige Kabel ermöglichen es, die Funktion

von Sicherheitssystemen für bis zu 90 Minuten aufrechtzuerhalten.

(Fotonachweis: Rob Wilson / Shutterstock.com)

Nexans’ Kabel der Serie ALSECURE haben bei Laborversuchen mit 800 °C heißen

Flammen bewiesen, dass sie eine sehr geringe Neigung zur Brandfortleitung haben

und wenig Rauch und Gase freisetzen. So wird dem Ausbreiten des Brandes über

Kabelstränge entgegengewirkt und Fluchtwege bleiben deutlich länger passierbar.

Ein Leben ohne Strom oder ohne moderne Kommunikationstechnik

ist heute quasi undenkbar, denn beides erleichtert unseren

Alltag. Doch die erforderliche Infrastruktur kann auch

Leben gefährden, da gängige PVC-Kabel und -Leitungen im

Brandfall Rauch und giftige Gase entwickeln. Minimieren lässt

sich dieses Risiko durch den Einsatz von Brandschutzkabeln.

Sie sollten überall Verwendung finden, wo sich viele Menschen

aufhalten. Eine europaweit einheitliche Klassifizierung

erleichtert die Wahl der geeigneten Kabeltypen. Darüber hinaus

sorgen feuerbeständige Kabel für das Aufrechthalten der

Funktion von Sicherheitssystemen.

Laut einer Studie des British Department for Communities and

Local Government vom Jahr 2005 sind Gas- und Rauchvergiftungen

die häufigste Todesursache bei Bränden: 44 % aller

Todesfälle gehen darauf zurück. Durch den zunehmenden Einsatz

von Kunststoffen in Gebäuden ist das Risiko in den letzten

Jahrzehnten deutlich gestiegen: So stellte die schwedische

SRSA (Swedish Rescue Services Agency) in einem

Bericht über Brandschutz fest, dass die durchschnittliche

Zeitdauer von der Entstehung eines Feuers bis zur Durchzündung

im Jahr 1950 etwa 15 Minuten betrug; vor 25 Jahren war

diese Zeitspanne bereits auf fünf Minuten gesunken, heute

kann bereits nach drei Minuten Lebensgefahr bestehen.

Der steigende Anteil an Kunststoffen in Gebäuden ist unter

anderem auf moderne Technik und deren Stromversorgung

und Vernetzung zurückzuführen: Waren in der Nachkriegszeit

nur wenige elektrische Geräte mit Strom zu versorgen,

durchziehen heute viele Installationsleitungen ein Gebäude,

außerdem Netzwerk- und Kommunikationskabel, die man in

den 1950ern noch gar nicht kannte. Um das Risiko der Gasund

Rauchentwicklung zu verringern, sind leicht entflammbare

Kabel zu vermeiden. Herkömmliche PVC-Kabel können

im Brandfall korrosive und toxische Gase freisetzen und

dichten Rauch entwickeln. Bei einem Brand von PVC-

Kabeln bleiben den Menschen daher nur wenige Minuten,

um sich in Sicherheit zu bringen. Nicht nur die toxischen

Gase sind gefährlich, schon die Beeinträchtigung der Sicht

ist Gefahr genug, denn im Rauch verlieren Menschen schnell

die Orientierung. Ein weiterer Nachteil herkömmlicher

PVC-Kabel: Sie können den Brand wie eine Zündschnur

weiterleiten und begünstigen so ein Übergreifen des Feuers

auf andere Räume oder Stockwerke.

Wissenswertes zum Thema Brandschutzkabel sowie Informationen zu Nexans’ Kabelserie ALSE-

CURE finden Sie auf der Nexans-Website, darunter eine kurze Einführung in Brandrisiken und den

Nutzen der Brandschutzkabel sowie erläuternde Videos. Zu finden sind diese Informationen unter:

http://www.nexans.de/eservice/Germany-de_DE/navigate_268112_-3833_20_8797/Fire_costs_and_

consequences.html oder per QR-Code unter:

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Technischer Brandschutz

Informationen zu Brandschutzkabeln und den neuen Klassifizierungen finden Sie auf der Website des

ZVEI unter http://www.zvei.org/Verband/Publikationen/Seiten/White-Paper-Brandschutzkabel.aspx.

Brandlast durch spezielle Kabel reduzieren

Zum vorbeugenden Brandschutz gehört daher der Einsatz

von Brandschutzkabeln. Sie sind für alle in der Gebäudetechnik

üblichen Nennspannungen und IT- oder Telekommunikationsanwendungen

erhältlich und können bei einem Feuer helfen,

Leben zu retten. Die Wahl geeigneter Kabel fällt nun

leichter als bisher, denn ab 1. Juli 2016 gilt europaweit die

europäische Bauproduktenverordnung (BauPVo). Sie sieht

eine CE-Kennzeichnung der Kabel vor, aus der auch die

Brandverhaltensklasse hervorgeht. In einem Übergangszeitraum

von einem Jahr kann die CE-Kennzeichnung erfolgen,

ab dem zweiten Halbjahr 2017 ist sie verpflichtend.

Für Kabel und Leitungen ist nach der BauPVo mindestens die

Klasse Eca (was „normal entflammbar“ bedeutet) vorgesehen.

Für Objekte, in denen viele Menschen verkehren, etwa Shoppingmalls,

Kinos, Bürogebäude, Hotels, öffentliche Gebäude

oder Bildungseinrichtungen, ist jedoch der Einsatz von Kabeln

höherer Brandverhaltensklassen empfohlen. Für Objekte mit

hohem Sicherheitsbedarf wie Büro- und Verwaltungsgebäude

empfiehlt der Fachverband Kabel und isolierte Drähte des

ZVEI zum Beispiel die Verwendung von Kabeln der Klasse

Cca, bei Objekten mit sehr hohem Sicherheitsbedarf sowie für

Flucht- bzw. Rettungswege wird zum Einsatz von Kabeln der

Klasse B2ca geraten. Nexans bietet solche Brandschutzkabel

unter dem Namen ALSECURE ® an. Sie sind schwer entflammbar

bzw. selbstverlöschend, so dass die Brandfortleitung

durch die Kabel verhindert oder zumindest verzögert wird. Sie

sind halogenfrei und setzen im Brandfall weder toxische noch

ätzende Gase frei und sie entwickeln kaum Rauch.

Nexans hat auch feuerbeständige ALSECURE ® -Kabel mit

Funktionserhalt im Programm. Sie funktionieren noch für eine

bestimmte Zeit, wenn sie bereits brennen, und sind für die Verkabelung

von Rauch- und Wärmeabzugsanlagen, Videoüberwachung,

Alarmsirenen und Notbeleuchtungen oder andere

Sicherheitssysteme vorgesehen. Neben den feuerbeständigen

Kabeln der Serie ALSECURE PLUS ® gibt es seit Kurzem auch

die Serie ALSECURE ® Premium mit der patentierten INFIT-

Isolierungstechnologie. Diese Premium-Versionen sind flexibel,

leichter zu verlegen, einfacher abzuisolieren und sie zeichnen

sich durch eine hohe Festigkeit aus. INFIT ist eine von

Nexans entwickelte Technologie, die auf materialwissenschaftliche

Erkenntnisse über die Optimierung der Struktur und den

Zusammenhalt von Kabelisolierungen im Brandfall zurückgreift.

Der Isolierwerkstoff basiert auf ausgewählten Polymeren

und patentierten Zusammensetzungen und vereint die starre

und einfach zu handhabende Oberfläche traditioneller VPE-/

Glimmerbandkabel mit der guten Abisolierbarkeit und Verlegefreundlichkeit

von Kabeln aus Silikonelastomer. Im Brandfall

verwandelt sich die Isolierschicht aus elastischem Kunststoff

in einen starren Keramikmantel, der die Leiter des Kabels

wirkungsvoll schützt und so den Funktionserhalt über bis zu

90 Minuten sicherstellt.

ÜBERALL BEGINNT BRANDSCHUTZ BEI KABELN

ALSECURE ®

NEXANS HAT SICH DER VERBESSERUNG DER

GEBÄUDESICHERHEIT VERSCHRIEBEN.

Wenn der Schutz von Menschen und sensibler elektronischer Geräte oberste Priorität hat, ist die Wahl des richtigen Mate rials

ausschlaggebend. Die Kabelserie Alsecure von Nexans stellt nicht nur die Unversehrtheit von Brandschutzsystemen sicher,

sondern vermindert auch die Auswirkungen schädlicher Ausdünstungen und Rauchentwicklung und trägt somit dazu bei, dass

Menschen einem Brand erfolgreich entkommen können und Schäden an teuren Geräten verringert werden.

www.nexans.de · di-team.nd@nexans.com

BDB-Nachrichten

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Journal spezial

1

Brandschutz

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Technischer Brandschutz

Novoferm: BS-/RS-Türen aus Stahl sorgen für Sicherheit in neuer FH Bielefeld

Komplex transparenter Bildungsbau

Ein echter Blickfang: das komplexe Gebäude der neuen FH Bielefeld

Werth, März 2016. In Bielefeld wurde jüngst der Neubau der

staatlichen Fachhochschule eröffnet. Mit einer Bruttogeschossfläche

von über 92.000 qm sind hier nun alle Fachbereiche für

die rund 10.000 Studierenden unter einem Dach gebündelt. Wo

täglich so viele Menschen zusammenkommen, bestehen besondere

Sicherheitsanforderungen. Im Bereich der Rauch- und

Brandschutzabschlüsse kamen Rohrrahmentüren aus Stahl von

Novoferm zum Einsatz. Sie überzeugten nicht nur durch ihre

hohe Widerstandskraft, sondern gleichermaßen durch ihre filigranen

Strukturen und elegant schmalen Ansichtsbreiten, denn

eine der zentralen Vorgaben der Planer lautete „Transparenz“.

Mehr als 1 Milliarde Euro investiert das Land NRW insgesamt in

den Campus Bielefeld. Mit seiner künstlerisch gestalteten Fassade

sticht der komplexe Neubau der Fachhochschule als echter

Blickfang hervor. Tageslichtdurchflutete Hörsäle und Seminarräume,

integrierte Lichthöfe in Verbindung mit der Transparenz

großer Glasflächen und vielfältiger Sichtachsen sind das

äußere Zeichen einer gewünscht offenen Kommunikation und

eines interdisziplinären Gedankenaustausches.

Robust und ästhetisch

Wo Transparenz und Ästhetik großgeschrieben werden, werden

auch hohe gestalterische Anforderungen selbst an funktionale

Sicherheitssysteme gestellt. Bei den zahlreichen Brand- und

Rauchschutztüren in diesem Großprojekt entschied man sich für

gläserne Rohrrahmentüren aus Stahl von Novoferm. Gerade in

stark frequentierten Bereichen, wie hier im öffentlichen Raum

mit häufig wechselndem Publikumsverkehr, beweisen diese ihre

hohe Qualität und Widerstandskraft selbst bei extremer Dauerbelastung

oder häufiger Fehlbedienung. Zudem lassen sich begrenzte

Oberflächenschäden schnell und einfach reparieren.

24

Besonders vorteilhaft: Trotz aller Robustheit erlauben die statischen

Eigenschaften von Stahl unerreicht filigrane Strukturen

mit schlanken Profilen und auffallend schmalen Ansichtsbreiten.

Das ermöglicht besonders großzügige Glasflächen. Zeitgemäße

Architektur erhält damit ihre ganz besondere Note.

Geschossübergreifende

F30-Verglasungen

Geschossübergreifende Glasfassaden

In der Fachhochschule Bielefeld wurden rund 300 Brand- und

Rauchschutztüren der Systeme Novoferm fuego light und presto

verbaut. Hinzu kommen weitere fassadengleiche Brandschutzabschlüsse

und Sonderkonstruktionen.

Die innere Gebäudeerschließung der Fachhochschule wird teils

über geschossübergreifende Lufträume geführt. Um hier Brandüberschlag

und Rauchausbreitung über die einzelnen Etagen zu

verhindern, zugleich aber auch die planerische Großzügigkeit zu

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Türen und Wandelemente für zeitgemäße Glasarchitektur

Schaumhinterfüllung

Technischer Brandschutz

erhalten, wurden geschossübergreifende

F30-Verglasungen bis hinauf über drei

bis vier Stockwerke montiert. Die Einzelelemente

stützen sich dabei jeweils

auf die Geschossdecken, deren Stirnseiten

im System verblendet wurden. So

entstanden optisch durchgehende, geschossübergreifende

Glasfassaden von

maximaler Transparenz. Mit geprüfter

BS-Sicherheit, als Sonderkonstruktion

von der obersten Bauaufsicht. Ergänzt

um weitere tageslichtdurchflutete, geschosshohe

Glasfassaden in anderen

Gebäudesegmenten. Diese hier bis zu

5 m hohen BS-Wandelemente erlauben

transparente Ein- und Ausblicke in Treppenhäuser,

Seminarräume, Bibliothek,

Hörsäle etc. Als großzügige Detaillösungen

und als äußeres Zeichen einer modernen,

offenen Kommunikation in Forschung

und Lehre.

Brandsichere Verbindungswege

Weiterhin bemerkenswert in diesem Objekt

sind die aufwendigen technischen

Ausstattungen der einzelnen Brand- und

Rauchschutztüren. Im Eingangsbereich

und den weitläufigen Verbindungswegen

schotten über 200 ein- und zweiflügelige

T30- bzw. T90-Brandschutztüren des

Systems Novoferm fuego light und

knapp 90 ein- und zweiflügelige Rauchschutztüren

des Systems presto die

Hochschule sicher gegen Brandgefahren

ab. Angesichts des hohen Publikumsverkehrs

verfügen sämtliche Türen

über eine elektromechanische Feststellung

bzw. Haftmagnete. So bleiben die

Türen permanent geöffnet – im Hochschulalltag

entstehen keine gefährlichen

Barrieren – und nur im Gefahrenfall

schließen sie, vernetzt über Rauchmeldeanlagen,

umgehend automatisch

„Mitdenkende“ Sicherheitssysteme, aktiv

nur im Notfall.

Durchgangshöhen und -weiten variieren

in Gebäuden. In der Fachhochschule

wurden regelmäßig BS- / RS-Türen in

großen Abmessungen verbaut. Dort –

wo erforderlich – sorgen passende

Oberblenden oder Seitenteile im System

für den notwendigen Wandabschluss

und das harmonische Gesamtbild. Verschraubte

Bänder sehen dabei wertig

aus und ermöglichen im FH-Alltag eine

bedarfsgerecht schnelle Feinjustierung.

Besonders wertig aber macht sie ein

ganz besonderes Detail: Die Lackierung

sämtlicher Stahl-Rohrrahmentüren ist

exakt identisch auf den Farbton der Außenfassade

abgestimmt. Das erhöht die

Wiedererkennung und verstärkt das einheitliche

Erscheinungsbild der Fachhochschule.

So geht professionelles

Corporate Design in Perfektion.

Alle Türelemente aus galvanisch verzinkten

Präzisionsstahlrahmen

Kein Widerspruch:

Brandschutz und

gute Gestaltung.

Rohrrahmentüren von Novoferm sind

mit eleganten Oberflächen und zeitlos

klarem Design die richtige Wahl bei der

Gestaltung von transparenten Feuer- und

Rauchschutzabschlüssen im Innenbereich.

Ein- und zweiflügelig, kombiniert mit

Oberlichtern und Seitenteilen - Vielfalt

und Ausstattung überzeugen.

NEU!

T30 Rohrrahmentür mit

Bautafel:

Objekt: Neubau Fachhochschule Bielefeld

Projektort: Bielefeld

Bauträger: Bau- u. Liegenschaftsbetrieb NRW, Bielefeld

Architekt: Auer + Weber + Assoziierte GmbH, Stuttgart

Ausführendes Unternehmen: Lindner Group

Anforderungsprofil: Vernetzung der Gebäude durch transparenten Brandschutz.

Novoferm-Produkte: System fuego light und presto in Stahl

››

168 Stck. Türen T30 ein- u. zweiflügelig

››

38 Stck. Türen T90 ein- u. zweiflügelig

››

85 Stck. Türen Rauchschutz ein- u. zweiflügelig

››

Brandschutzverglasung bis 5 m Höhe

››

Geschossübergreifende F30 Verglasung

Feuer- und Rauchschutzabschlüsse

in Profilrahmenkonstruktion

Jetzt Katalog anfordern

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oder anschauen unter

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BDB-Nachrichten Journal spezial Brandschutz 25

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Technischer Brandschutz

HUECK Lava-Türen und -Festverglasungen jetzt als "feuerbeständige Bauteile" zugelassen

Einheitliche Optik von Rauchschutz bis F90 / T90

Als erster Systembaukasten hat das modulare Brandschutzsystem

HUECK Lava die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung für

Festverglasungen und Türen der Feuerwiderstandsklasse von

90 Min. mit dem Prädikat "feuerbeständig" erhalten. Damit bietet

das Lüdenscheider Systemhaus jetzt ein komplettes Brandund

Rauchschutzprogramm an, das auf nur einem Basisprofil

basiert. Lava fällt nicht nur durch eine durchgängige Bautiefe

von 77 Millimetern aus dem Rahmen, sondern auch durch einheitliche

Ansichten bei Fenstern und Türen.

Die HUECK-Brandschutzserie

Lava 77-90 ist

Bestandteil eines umfassenden

Systembaukastens für

Brand- und Rauchschutz

Fotos:

HUECK GmbH & Co. KG

Eines für alles

Vom hochwärmegedämmten Rauchschutz bis hin zur Brandschutzklasse

F90 / T90 arbeitet HUECK bei Lava mit einer einheitlichen

Bautiefe von 77 mm. Schon die geringe Bautiefe

bringt Kosten- und Gewichtsvorteile von bis zu 30 Prozent. Für

alle Brand- und Rauchschutzanforderungen wird serienübergreifend

das gleiche Basisprofil eingesetzt und jeweils durch

Einschieblinge modifiziert. Wie bei allen HUECK-Systemen gehören

beim Lava-Systembaukasten eine weitgehende Verwendung

von Gleichteilen und variantenübergreifende Montageschritte

zur Produktphilosophie. Bei dieser Systementwicklung

wurde intensiv durch die Verarbeiterbrille geschaut, also Verarbeitung

und Montage weitestgehend vereinfacht.

Optisch überzeugend

Doch nicht nur in punkto Sicherheit und Verarbeitung soll

HUECK Lava überzeugen, sondern auch optisch. Deshalb

bietet die Brandschutzkonstruktion großzügige Durchgangsmaße

in ein- und zweiflügeligen Varianten. Durch die geringe

Bautiefe wirkt die Konstruktion selbst in der höchsten Schutzklasse

noch filigran. Im Unterschied zu anderen Systemen auf

dem Markt sehen Festverglasungen und -türen bei Lava nicht

nur über alle Schutzklassen hinweg einheitlich aus, sie entsprechen

optisch auch den anderen HUECK-Fenstern und

Türen im Objekt – von der Ansichtsbreite über die Verglasung

bis zu den Beschlägen. Als derzeit einzige T90-Aluminium

Brandschutztür auf dem Markt ist Lava zudem für den Einsatz

mit den eleganteren Rollentürbändern geprüft und zugelassen.

Wie alle Systeme haben die HUECK-Ingenieure außerdem

auch das Brandschutzsystem mit besten Wärmedämmeigenschaften

ausgestattet.

So lassen sich bei den hochwärmegedämmten Lava-Brandund

-Rauchschutzkonstruktionen beste Uf-Werte bis zu

1,6 W/m 2 K realisieren. Das ermöglicht bei den Türen UD-

Werte von bis zu 0,96 W/m 2 K.

Auch Mehrfachverriegelungen sind für Lava-Türen bis zur Widerstandsklasse

T90 zugelassen. Alle Lava-Konstruktionen

wurden zudem nicht nur nach deutschen, sondern auch nach

europäischen Sicherheitsnormen geprüft.

T90-Aluminium-Brandschutztür – trotz höchster Sicherheitsleistung

optisch elegant und transparent

Weitere Informationen:

Hueck GmbH & Co. KG

Loher Straße 9 · D-58511 Lüdenscheid

www.hueck.com

26

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BDB-Spezial-Brandschutz-2016_Inhalt_final.indd 26 10.06.16 08:14


Weiterbildung

„Gebäude sind wie Lebewesen“

Viele Gebäude in Deutschland sind in

Sachen Brandschutz auf einem

schlechten Sicherheitsniveau. Insbesondere

die Bedeutung der Brandfallsteuerung

wird häufig unterschätzt.

Prof. Dr. Eugen Nachtigall, Brandschutz-

und Sicherheitsexperte und

Referent für das Seminar Brandfallsteuerungen

von Gebäudetechniksystemen

in Neu- und Bestandsbauten

bei der TÜV SÜD Akademie, beantwortet

die wichtigsten Fragen.

Brandfallsteuerung ist aktuell ein

großes Thema. Warum?

Die technischen Systeme in Gebäuden

sind in den letzten Jahren immer

komplexer geworden. In modernen

Gebäuden sind die technischen Anlagen

wie Aufzüge, Beleuchtung, Lüftung

miteinander vernetzt. Die einzelnen

Komponenten müssen funktionieren

und die Systeme perfekt aufeinander

abgestimmt sein. Wird ein

Brandalarm ausgelöst, müssen alle

Anlagen richtig interagieren, um bestimmte

Ziele zu erreichen: Personen-,

Sach- und Umweltschutz sowie

weitere objektspezifische Schutzziele.

Wie funktioniert Brandfallsteuerung

konkret?

Ein Beispiel: In einem Einkaufszentrum

bricht in einem Geschäft ein

Feuer aus. Der Brandmeldesensor an

der Decke erschnüffelt den Rauch,

gibt die Information an eine verarbeitende

Einheit, in der Regel die Brandmeldeanlage,

weiter. Über in diesem

Computer hinterlegte Software-Programme

werden Alarmierungseinrichtungen,

Aufzüge, Türen, Lüftungen, Zufahrten,

Zugänge, Schranken, Löschanlagen

und ähnliches angesteuert und

zu Aktionen aufgefordert. Der Aufzug

soll z. B. nur noch einen bestimmten

Stock anfahren, die Türen schließen

sich in einem bestimmten Bereich,

Rauch- und Wärmeabzüge öffnen

sich, die Feuerwehr wird alarmiert und

automatisierte Sprachnachrichten informieren

Mitarbeiter und Kunden.

Bricht der Brand in einem Geschäft

aus, setzt das eine andere Aktionskette

in Gang als bei einem Lagerbrand.

Dies funktioniert über eine

Steuermatrix, die in der Brandmeldeanlage

hinterlegt ist. In einer Verknüpfungstabelle

werden die Aktionen und

Befehle definiert, je nachdem, wo und

über welchen Sensor der Brand gemeldet

wird.

Wer ist für die Brandfallsteuerung

verantwortlich?

In der Regel der Bewirtschafter oder

der Eigentümer eines Gebäudes. Der

Bewirtschafter, also z. B. der Arbeitgeber,

hat gemäß Arbeitsschutzgesetz

die Verantwortung für die Sicherheit.

Wie das organisiert wird, dafür

sind die Spielräume recht groß. Häufig

wird die Aufgabe an Facility Manager

oder Brandschutzbeauftragte delegiert,

doch Brandfallsteuerung muss

ganz klar Chefsache sein und die

Wichtigkeit bekommen.

Wer sollte an Ihrem Seminar daran

warum teilnehmen?

Es richtet sich an Gebäudebetreiber,

Facility Manager, Brandschutzbeauftragte

oder Dienstleister, die Brandfallsteuerung

kosteneffizient und professionell

betreiben wollen. Im Seminar

werden wichtige Grundlagen, Praxisbeispiele

für Neu- und Bestandsbauten,

Tools und Vorgehensweisen erläutert,

um ein Gebäude wirtschaftlich und zugleich

sicher zu betreiben.

Das ausführliche Interview finden Sie

unter:

www.tuev-sued.de/akademie/

interview-brandfallsteuerungen

Brandschutz

Seminare, Aus- und

Weiterbildung:

Vorbeugender und organisatorischer

Brandschutz

Brandschutz in der Planung

Befähigungsnachweise in der

Brandschutztechnik

Informationen, Termine und

Anmeldung unter

www.tuev­sued.de/akademie/

brandschutz

TÜV SÜD Akademie GmbH

Christian Maier

Telefon +49 (0) 89 5791 2336

christian.maier@tuev-sued.de

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