Altlandkreis Ausgabe September/Oktober2017 - Das Magazin für den westlichen Pfaffenwinkel

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Der Höhlenforscher von Wurmansau - Max Kriesmair auf der Roten Couch: ein Leben für die Blasmusik - Rosstag in Burggen - Konstanter Mitgliederzuwachs beim Alpenverein - Auerberg Klassik: das legendäre Auerbergrennen wird wiederbelebt - Deutschlands älteste Binnensee-Segelschule - Flugtag in Paterzell - Peitinger Polizist berichtet vom G-20-Gipfel in Hamburg - Geigen und Celli aus Peißenberg für die besten Musiker der Welt - Bulldogwallfahrt auf den Hohen Peißenberg - Ralf Bornheber, der Flugzeug-Prüfer - Theorie und Praxis beim Kutschenführerschein - Valentin Üffing: Balletttänzer aus Leidenschaft - Flüchtlinge in der Handwerksausbildung u.v.m.

Ausgabe 43 | September / Oktober 2017

.de

Eine Produktion von

Titelbild: Astrid Horbach

Rosstag Burggen

mit Veranstaltungskalender für zwei Monate

Abenteuer unter Tage

Ein Höhlenforscher berichtet

Lizenz zum Abheben

Flugzeugprüfer Ralf Bornheber


Vorbildlicher Einsatz

Die Ausschreitungen während

des G-20-Gipfels in

Hamburg haben Spuren

hinterlassen. Vor allem

in den Köpfen friedlicher

Bürger, die direkt vor Ort,

aber auch durch multimediale

Berichterstattung unmittelbaren

Eindruck von

brachialer Gewalt und pu-

rem

Hass bekommen haben.

Erschreckend waren vor

allem die Attacken auf Polizisten,

die im Rahmen des

Politiker-Treffens für die

Sicherheit heit

sorgen sollten – und dabei selbst in bislang

unbekannte nnte

Gefahren geraten sind. In der Hansestadt

im Einsatz war auch ein junger Peitinger, der uns von

prägenden Szenen berichtet und heilfroh ist, wieder

gesund in der Marktgemeinde angekommen zu sein.

Letzteres trifft auch auf die zahlreichen Flüchtlinge zu,

die aufgrund andauernder Kriege ihre Heimat verlassen

mussten und über meist lebensgefährliche Reisen

den Weg nach Deutschland geschafft haben. Erreicht

haben die meist jungen Männer damit noch lange

nichts, sind ohne Hilfe engagierter Einheimischer

aufgeschmissen. Umso erfreulicher, dass mittlerweile

immer mehr Handwerksbetriebe das Nachwuchsproblem

durch die Anstellung von Asylbewerbern lösen

können. Wir haben uns mit Ausbildern zweier Betriebe

unterhalten, die sich vorbildlich eingesetzt haben

und schon jetzt von „ihren“ Flüchtlingen sehr viel

zurückbekommen – weil sie zuverlässig, fleißig und

äußerst begabt sind.

„Vorbildlicher Einsatz“, eine Schlagzeile, die nicht

nur zu unseren Geschichten über Polizeiarbeit und

Flüchtlings-Integration sehr gut passt. Auch die umfassende

und sehr professionelle Organisation bevorstehender

Großveranstaltungen wie Rosstag Burggen

und Auerberg Klassik in Bernbeuren haben diesen

Slogan verdient: Während Pferdeliebhaber sich dank

neuem Motiv auf eine Steigerung zu 2015 freuen dürfen,

schlagen erstmals seit 30 Jahren auch die Herzen

hiesiger Motorrad- und Motorsportliebhaber wieder

höher, wenn das legendäre Auerbergrennen Mitte

September seine Wiedergeburt feiert. Unter anderem

mit einem Teilnehmer aus Hohenfurch, der bereits

1986 für Furore gesorgt hat auf der Rennstrecke hinauf

zum Auerberg. Für Furore sorgen möchte auch

ein junger Mann aus der Wurmansau, der sich zu

Forschungs-Zwecken in Bereichen bewegt, wo „Normalsterblichen“

das Herz sprichwörtlich in die Hose

rutschen würde – es geht um professionelle Höhlenforschung.

Derweil professionelle Strukturen findet man beim

Bezirksmusikverband Oberland vor, die allen voran

dem vorbildlichen Engagement von Max Kriesmair aus

Weilheim zu verdanken sind. Die Vaterfigur hiesiger

Blasmusikanten haben wir diesmal zum großen Interview

auf die Rote Couch gebeten – ein interessantes

Gespräch, in dem es neben Tuba und Taktstock auch

um ACDC und ein bewegendes Privatleben ging. Bewegend

sind auch Momente in freier Natur, die den

Alpenvereins-Sektionen seit Jahren konstanten Mitgliederzuwachs

bescheren. Wir haben nachgefragt,

warum der kreditkartengroße AV-Ausweis so beliebt

ist bei Jung und Alt. Bei Flugzeugen spielt das Alter

erst dann eine gewichtige Rolle, wenn ihnen Ralf

Bornheber die Lizenz zum Abheben entzieht. Ein aufregender

Beruf mit maximaler Verantwortung – und

überaus vorbildlichem Einsatz.

Ihr Johannes Schelle

> > > AUS DEM INHALT

Seite 4

Gefährliches Hobby unter

Tage – der Höhlenforscher

aus der Wurmansau

Seite 9

Auf der Roten Couch:

Max Kriesmair, Vaterfigur

hiesiger Blasmusikanten

Seite 14

Konstanter Mitgliederzuwachs

seit Jahren – darum boomen

die AV-Sektionen

Seite 18

Vollblutrennfahrer

erinnert sich an das

legendäre Auerbergrennen

Seite 30

So entstand die bis heute

älteste Binnensee-Segelschule

Deutschlands

Seite 34

Spannendes Interview

zum Flugwochenende

in Paterzell

Seite 38

Junger Peitinger Polizist

berichtet vom G-20-Gipfel

in Hamburg

Seite 44

Peißenberger Geigen und

Celli für die berühmtesten

Interpreten der Welt

Seite 50

Mehr als 100 Traktoren

tuckern auf den Hohen

Peißenberg hinauf

Seite 56

Ralf Bornheber, der

lizenzierte Prüfer

für US-Flugzeuge

Seite 64

Apfeldorfer Erfolgspianist

Jürgen Geiger

spielt Rachmaninow

Seite 66

Kutschenführerschein:

Theorie und Praxis auf dem

Schmauzenberg bei Rottenbuch

Seite 68

Sag mal mit

Baletttänzer Valentin Üffing

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september / oktober 2017 | 3


Höhlenforscher aus der Wurmansau








Gefährliches Hobby unter Tage

Wurmansau | „Das Abenteuer, das

einem am Anfang lockt, ist, dass

dort noch niemand war“, erzählt

Sebastian Heiland während er im

Ammertaler Hof in Wurmansau

vor seinem Laptop sitzt, auf dem

viele Dateien von kartierten Höhlen

geöffnet sind. Der 29-Jährige

berichtet von seiner Leidenschaft –

der Höhlenforschung. Wie er dazu

kam, was ihn antreibt und vor allem,

welch großes Glück er hatte,

mit vielen anderen Kollegen so

viel zu entdecken. Sebastians Vater

und dessen Freunde haben früher

mal die ein oder andere Höhlentour

gemacht, hier kam der Geologiestudent

auf den Geschmack;

es dauerte aber noch einige Jahre

bis er schließlich richtig loslegte.

„Vor zehn Jahren habe ich das nur

als Abenteurer gemacht, heute als

Geologe“, erklärt Heiland. Wo Anfangs

die Lust auf das Unbekannte

stand, tritt heute die wissenschaftliche

Neugier: zu verstehen,

warum Höhlen existieren. Dafür

ist wiederum die Laienforschung

notwendig, die er ebenso betreibt.

All die leidenschaftlichen Höhlenforscher,

die auf ausgedehnten

Exkursionen die Höhlen unserer

Gebirge kartieren, zeichnen ein

Bild unserer „Unterwelt“.

Brot-, aber

keineswegs sinnlos

Rein wirtschaftlich gesehen ist aus

der Höhlenforschung kein Gewinn

zu schlagen, sagt Heiland, der

bereits seinen Bachelor in der Tasche

hat und derzeit in Tübingen

an seinem Master in Geologie arbeitet.

Trotzdem ist die Höhlenforschung

nicht sinnlos. Sie ist wichtig,

wenn es zum Beispiel um das

Grundwasser geht. Hier sind Städte

und Länder daran interessiert

zu erfahren, wo das Wasser herkommt

und wie es gefährdet sein

kann. Bautechnisch ist das Wissen

um Höhlen auch sehr wichtig, damit

ein möglicher Tunnelbau etwa

nicht in einer gigantischen Höhle

zum Erliegen kommt. Wobei das

Finden einer Höhle ziemlich kompliziert

ist. „Es gibt immer noch

keine Modelle, um vorherzusagen,

wo genau eine Höhle ist, nur abschätzen

kann man das“, sagt Sebastian

Heiland.

„Vor allem die östlichen Kalkalpen,

also alles östlich vom Inn, ist

praktisch hohl“, sagt der 29-Jährige.

Mit seiner fast schmächtigen

Erscheinung, dem langen Kinnbart

und der runden Brille sieht er

eher aus wie jemand, der liebend

gerne Bücher wälzt, als jemand,

der durch engste Felsspalten

Es kann auch matschig werden:

Sebastian Heiland im Dachstein-

Gebirge.






Ein schöner Gang im Tennengebirge

4 | der altlandkreis


Sebastian Heiland im Elsachbröller, ll einer Höhle in der Schwäbischen h Alb.

kriecht, bei denen der Otto-Normalverbraucher

Platzangst und

Panikattacken bekäme. Aber genau

das macht Sebastian Heiland

in seiner Freizeit so oft es geht.

„Für die Höhlenforschung ist meine

schmale Statur von Vorteil, ich

komme oft dahin, wo andere nicht

hinkommen“, sagt er und grinst.

Sicherer als

auf der A8

Unter Tage sich bis zu zehn Meter

abseilen, Steine beiseite räumen

und durch enge Felsspalten kriechen,

ist nicht ganz ungefährlich.

Die größte Gefahr in den Höhlen

ist der Steinschlag, außerdem

bewegt man sich in völlig ungesichertem

Gelände. Bisher ist Sebastian

Heiland nichts passiert –

das soll auch so bleiben. „Die A8

finde ich persönlich gefährlicher

als die Höhlen“, sagt er.

Das Höhlensystem, das Sebastian

Heiland derzeit bearbeitet, ist

bereits zu elf Kilometern erforscht

und kartiert. Vier Jahre hat das

gedauert, ist aber auch rekordverdächtig

für ein komplett neu entdecktes

Höhlensystem. „Die Entdeckung

der ersten großen Halle

dieses Systems war bisher mein

schönstes Erlebnis als Höhlenforscher“,

sagt der Student. „Und wir

sind jetzt auf Platz 30 der längsten

Höhlen in ganz Österreich.“

Anfangs war es eine kleine Höhle

mit nur ein paar hundert Metern

Länge. Als Sebastian Heiland Luft

hinter einem Haufen Steinen entdeckte,

beschloss er sie beiseite zu

räumen und durch die entdeckte

enge Passage durchzukriechen. Als

er durch eine weitere Eng-Passage

kroch, war Dunkelheit das erste,

was er sah. Dann drehte er seine

Stirnlampe auf und erkannte, dass

er in einer Halle gigantischen Ausmaßes

stand. Wie sich im Zuge

der Forschung herausstellte, war

die Halle 50 Meter hoch, 40 Meter

breit und rund 130 Meter lang.

Höhlen auch im

Oberland

Zwischen Khazad-dûm und dem „Cowboygang“.

Auch Höhlenforscher geben ihren

Entdeckungen Namen. Da Höhlenforscher

eigentlich niemals alleine

unterwegs sind, kommt es bei

Entdeckungen auch mal zu Diskussionen,

wer nun den Namen aussuchen

darf. Nicht so bei Sebastian

Heiland und seinen Kollegen. „Wir

haben das Luxusproblem, dass wir

in den vergangenen Jahren so viel

entdeckt haben, dass uns oft kein

Name mehr eingefallen ist.“ Diese

erste Halle trägt übrigens den Namen

Khazad-dûm, wie die große

unterirdische Mine der Zwerge bei

„Herr der Ringe“. Sie befindet sich

im Tennengebirge im österreichischen

Bundesland Salzburg.

Höhlen gibt es auch bei uns im

Oberland, verrät Sebastian Heiland,

der im vergangenen Jahr rund

40 Tage unter der Erde verbracht

hat. Zum Beispiel bei Farchant und

am Walchensee gäbe es einige

sehenswerte Höhlen. Besonders

schön seien aber die Höhlensysteme

in Frankreich, da dort bizarre

und bezaubernde Tropfsteine entstehen

können. Sebastian Heiland

jedenfalls wird – nicht nur wegen

seiner Masterarbeit – im Tennengebirge

weiterforschen. „Es gibt

die Theorie, dass dort ein weiteres

großes Höhlensystem existiert“,

sagt der Student. Die Neugier treibt

ihn immer wieder rein in die steinigen

Tiefen. Die Neugier, wie weit

es noch geht, was es noch alles zu

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september / oktober 2017 | 5


34. Rosstag in Burggen

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Burggen | Ein Fest für alle Fuhrleute

ist der Rosstag in Burggen. Am

Sonntag, 10. September, werden

mehr als 100 Gespanne aus dem

gesamten südbayerischen Raum

in Burggen erwartet. Sie werden

Festwagen anspannen, die das

ländliche Leben um 1900 zeigen.

Natürlich profitieren von diesem

Ereignis auch die mehr als 10 000

erwarteten Zuschauer, die einen

Festzug miterleben dürfen, der

wohl bayernweit seinesgleichen

sucht.

Der ländliche Reit- und Fahrverein

Burggen wurde im Jahr 1970

gegründet und schon alsbald begannen

die Verantwortlichen, ein

jährliches Treffen der Fuhrleute zu

organisieren. Doch jedes Gespann

braucht auch einen Wagen. So begann

man in den 70er Jahren die

Idee umzusetzen, das ländliche

Arbeitsleben aus früheren Zeiten

darzustellen. Schnell sprach sich

das Ereignis herum, sodass schon

damals tausende von Zuschauern

den Straßenrand säumten. Doch in

erster Linie geht es beim Rosstag

um die Pferde. Man achtet ganz genau

auf eine schöne und abwechslungsreiche

Zusammenstellung

der Gespanne. Aber auch bei dem,

was die Fuhrwerke durch das Dorf

ziehen, schraubten die Burggener

ihre Ansprüche immer höher.

Als der Aufwand

zu groß wurde

Heute könnte man den Burggener

Rosstag als fahrendes Museum aus

der Zeit um die Jahrhundertwende

bezeichnen. In fast jedem örtlichen

Bauern-Anwesen wird ein Wagen

aufbewahrt und zum Rosstag

hin mit einem bestimmten Motiv

bestückt und beschmückt. „Zahlreiche

Requisiten haben wir auch

in einer Halle gelagert“, berichtet

Abteilungsleiter Thomas Kirchhofer

über ein mittlerweile sehr

umfangreiches Rosstag-Depot. Der

Aufwand wurde jedoch immer größer,

sodass für die Organisatoren

nach 2008 das Maß voll war, das

Ereignis für sieben Jahre ruhte.

„Der Rosstag ist für Burggen etwas

Unverwechselbares. Es fehlt was

im Dorf, wenn er länger nicht stattfindet“,

erkannte Thomas Kirchhofer

in den Jahren der Durststrecke

und ergriff 2015 die Initiative zur

Wiederbelebung. Auslöser war das

90-Jährige der Burggener Blaskapelle,

das die Musiker in der örtlichen

Reithalle feiern wollten. „Ein

Wort ergab das andere“, erzählt

Astrid Horbach darüber, wie das

Jubiläum der Musik schnell mit

dem Rosstag verknüpft und die

Reithalle in eine Festhalle verwandelt

wurde. Alle Ortsvereine zogen

an einem Strang. „Die Burggener

sind wieder richtig begeistert von

Auch die Feuerwehr Burggen ist mit ihrem Fahrzeug von 1925 dabei.

6 | der altlandkreis


Rosstag Burggen

Samstag, 2. September 2017, 20 Uhr, Reithalle

„Blech und Schwefel“

Rosstag-Auftakt mit traditioneller und

stimmungsvoller Partymusik

Veranstalter: Eislaufabteilung Burggen

ihrem Rosstag“, kann Thomas

Kirchhofer resümieren und blickt

nun zuversichtlich auf das Ereignis

am 10. September 2017.

Nicht auf 2015

ausruhen

Mittlerweile wurde auch das Organisationsteam

auf solide Beine gestellt.

Im Reit- und Fahrverein wurde

eine eigene Abteilung „Rosstag

und Brauchtum“ mit einer engagierten

Vorstandschaft gegründet,

der Thomas Kirchhofer und Stefan

Erhart vorstehen. „Wir versuchen,

von Rosstag zu Rosstag verschiedene

Dinge zu verbessern“, sagt

Stefan Erhart, der sich nicht auf

den Lorbeeren von 2015 ausruhen

möchte, sondern stets um eine

Weiterentwicklung bemüht ist. So

konnte erst kürzlich ein großer,

fahrbarer Kartoffeldämpfer angeschafft

und funktionstüchtig restauriert

werden, der wieder einen

kleinen Ausschnitt des alltäglichen

Lebens von vor gut 100 Jahren aufzeigt.

Schwerpunkt im Festzug sind

natürlich die verschiedenen Gerätschaften

und Arbeitsweisen in der

Landwirtschaft, aber auch die dörflichen

Handwerksbetriebe, Szenen

aus dem Leben im Jahreskreislauf

oder die Arbeit im Holz. Natürlich

dürfen der damalige Herrscher

König Ludwig II. und seine Verwandte

Kaiserin Sissi nicht fehlen,

aber auch das Militär oder die Feuerwehr

mit originalen Uniformen

aus den Zeiten des Königreiches

sind dabei. Besonders stolz sind

die Burggener auf den großen

Rottwagen, der, begleitet von Fußvolk,

die beschwerliche Reise über

die Alpen aufzeigt. Und immer

wieder bestechen in diesem Festzug

die sauber herausgeputzten

Pferde, die so manche Postkutsche

Die Zügel von acht Pferden

hielt Franz Ressle 2015 in seinen Händen.

oder Holzlieferung vier-, sechs-, ja

sogar achtspännig ziehen.

Mehr als

200 Rösser

Los geht es heuer schon am Samstag,

2. September, mit einem Stimmungs-

und Unterhaltungsabend

der Abteilung Eislauf. Traditionell

geht es weiter am Samstag, 9.

September, wo der Trachtenverein

„König Ludwig II.“ zum Heimatabend

einlädt. Der Rosstag am

Sonntag, 10. September, beginnt

mit einem Gottesdienst um 10 Uhr

in der Pfarrkirche. Am Ortsrand

So machte man sich früher auf den Weg über die Alpen.

Samstag, 9. September 2017, 20 Uhr, Reit

Traditioneller Heimatabend

Unterhaltsamer Abend m

führungen der Trachtenj

der aktiven Plattlergruppe,

den echten Holzhackern, von

örtlichen Volksmusikgruppen

und den Goaßlschnalzern.

Veranstalter: Trachtenverein Burggen

Sonntag, 10. September 2017

Rosstag

10:00 Uhr Festgottesdienst in der Pfarrkirche

ansch. Frühschoppen in der Reithalle

13:30 Uhr Festzug - Mit dabei sind u. a. „König

Ludwig II“ und „Sissi, Prinzessin Elisabeth von

Bayern“ samt Gefolge, historische

Maschinen und Geräte aus Handwerk

Gewerbe und Landwirtschaft, über

200 Pferde und acht Musikkapellen.

Die Motive werden am Aufstellplatz

einzeln vorgestellt.

20:00 Uhr Ausklang mit dem

legendären Fuhrmannstreffen.

Veranstalter: Abt. Rosstag & Brauchtum

ZACHERL

FOTOGRAFIE

september / oktober 2017 | 7


Pflügen, Ernten, Mahlen: Agrarwirtschaft vor über 100 Jahren.

Richtung Bernbeuren nehmen

über 200 Pferde unterschiedlichster

Rassen Aufstellung und ziehen

dann um 13.30 Uhr mit den vielfältig

geschmückten Festwagen durch

das Dorf. Den Besuchern wird

empfohlen, rechtzeitig anzureisen,

da nur außerhalb der Ortschaft

geparkt werden kann. Sämtliche

Ortsvereine sind mit eingebunden

und kümmern sich an verschiedenen

Bewirtungsstationen um

die Verpflegung der Gäste. „Wir

lassen uns trotz der Dimensionen

nicht auf die kommerzielle Schiene

ziehen“, verrät Astrid Horbach

als Zuständige für Werbung und

Presse im Organisationsgremium.

Da man ohne großes Sponsoring

arbeitet, ist sich Astrid Horbach der

Unterstützung von so manchem

Bürger gewiss, der sonst vielleicht

nicht mitarbeiten würde. Die Fuhrleute

kommen sehr zahlreich und

> > > INFORMATION

vor allem mit viel Idealismus nach

Burggen. Ihr einziger „Lohn“ ist

das abendliche Fuhrmannstreffen,

wo man sich unter „Rosserern“

ausgiebig austauscht. Sollte nach

Abzug aller Kosten für die Abteilung

„Rosstag und Brauchtum“

finanziell etwas übrig bleiben, hat

der Verein ein wichtiges Anliegen:

für die historischen Uniformen und

Gewänder wird dringend ein trockener

Lagerraum gesucht. rg

34. Rosstag in Burggen

Samstag, 2. September

20 Uhr Stimmungsabend mit „Blech und Schwefel“ in der

Reithalle, Veranstalter: Abteilung Eislauf

Samstag, 9. September

20 Uhr Heimatabend des Trachtenvereins mit Plattlergruppe,

Jugend, Volksmusik und Goaßlern

Sonntag, 10. September

10 Uhr Festgottesdienst in der Pfarrkirche

anschließend Frühschoppen in der Reithalle

13.30 Uhr Großer Festzug durch das Dorf

20 Uhr Fuhrmannstreffen in der Reithalle

8 | der altlandkreis


Auf der Roten Couch

Vaterfigur hiesiger

Blasmusikanten

Kindheitserinnerungen

werden wach: Am Gögerl,

südöstlich von Weilheim,

wo wir die Rote Couch zum

Foto-Shooting platziert haben,

tobte sich Max Kriesmair

schon als kleiner Junge aus.

Foto: Johann Jilka

september / oktober 2017 | 9


Weilheim | Seit seiner Gründung

ist der Bezirksmusikverband Oberland

fest in Max-Kriesmair-Händen.

Die ersten 40 Jahre leitete der

Senior dessen Geschicke, seit 25

Jahren der Junior. Wir haben den

aktuellen Vater hiesiger Blasmusikanten

auf die Rote Couch gebeten.

Im großen Interview spricht

der 59-Jährige über eine ganze

Hand voll verschiedenster Berufe,

seine schwerste Zeit, Querulanten

und Rivalitäten zwischen Trommlern

und Musikern. Außerdem

erklärt er den Sinn der Leistungsabzeichen,

Finanzierungsmodelle

sündhaft teurer Instrumente, die

Folgen verschlafener Nachwuchsarbeit

und ein neues Aufhör-Phänomen,

das ihm durchaus Sorgen

bereitet.

Herr Kriesmair, wie viele Urkunden

und Ehrennadeln haben Sie im

Laufe ihrer 25-jährigen Bezirksleiter-Zeit

schon überreicht?

Puhh … Das kann ich wirklich nicht

sagen. Es gibt Ehrungen für langjährige

Mitgliedschaften, für besondere

Verdienste, für Dirigenten,

es gibt Fördermedaillen, Urkunden

für Vereine, die bei Musikfesten,

Wertungsspielen und Wettbewerben

teilnehmen, und es gibt die

Leistungsabzeichen. Um die 7 500

habe ich im Laufe der Jahre bestimmt

schon vorgenommen.

Ehrungen sind nur ein Bruchteil Ihres

Engagements für hiesige Blaskapellen.

Wie sehr passt zu Ihnen

der Slogan „ein Leben für die Blasmusik“?

Das trifft es ganz gut. Zwar habe

ich als Achtjähriger mit Akkordeon

angefangen und bin dabei auch

geblieben. Aber ganz so meins

war es dann doch nie. Nur zwei

Jahre später habe ich auch mit

Blechblasinstrumenten angefangen.

Erst Tenorhorn, dann Posaune,

ehe ich auf Tuba umgestiegen

bin. Bedingt durch meinen Vater,

der damals schon Bezirksleiter

vom Oberland war, hat mich neben

dem Musikspielen auch immer

schon das Drumherum interessiert.

Man kann also sagen, dass

ich von klein auf hineingewachsen

bin in die Welt der Blasmusik –

und bis heute die Freude daran

nicht verloren gegangen ist.

Ein noch junger Erwachsener waren

Sie, als Sie nach 16 Jahren

Bezirksjugendleiter das erste Mal

zum Bezirksleiter gewählt wurden.

Wie lief und läuft das Wahl-Procedere

ab?

Gewählt wird der Bezirksleiter alle

drei Jahre von den Vertretern der

einzelnen Vereine, also Musikern,

Dirigent und Vereinsvorsitzenden.

Als Kandidat sucht man in der

Regel jemanden, der bereits in

der Vorstandschaft ist, die Strukturen

des Verbandes kennt, der

Organisationstalent hat. 1992 war

es so, dass mein Vater nach 40

Jahren aufhören wollte. Die Vorstandschaft

unseres Bezirks bestand

damals aus nur vier Leuten.

Ich habe mich dann als Kandidat

aufstellen lassen, aber nur unter

der Bedingung, die Vorstandschaft

deutlich zu vergrößern. Aus vorherigen

Erfahrungen habe ich nämlich

gewusst, dass bei drei, vier

Leuten fast alles an mir hängen

bleibt. So habe ich mir ein Jahr

vor der Wahl Gedanken gemacht,

wen man ins Boot nehmen könnte.

Bei der damaligen Bezirkswahl

sind wir dann sozusagen als Team

mit zwölf motivierten Leuten angetreten.

Ehrlicherweise hatten

wir auch keine Gegenkandidaten.

Unabhängig davon kann ich aber

sagen: Der Entschluss, die Vorstandschaft

zu verdreifachen, war

bis auf wenige Ausnahmen eine

super Sache.

Wenige Ausnahmen?

Zwischendrin hat es mal eine Krise

gegeben, in der ich ernsthaft

überlegt habe, als Bezirksleiter

aufzuhören. Das war so während

meiner dritten, vierten Amtszeit.

In der damaligen Vorstandschaft

waren Leute, die quer geschossen

haben, auf die man sich

nicht verlassen konnte. Das hat

zu schlechter Stimmung geführt.

Und ich habe mir ernsthaft die

Frage gestellt: Muss ich mir das

antun? Letztlich haben wir uns

zusammengehockt und zur kommenden

Wahl ein neues Team zusammengestellt.

Das wurde dann

auch gewählt, und es ging wieder

bergauf.

Wahlkampf und Ehrenpreis-Vergaben.

Was gehört noch zum Aufgabenbereich

des Bezirksleiters „unserer“

Blaskapellen?

Ich bin erster Ansprechpartner

für unsere Vereine. Zum Beispiel,

wenn es um die Leistungsabzeichen

geht, auf die man sich mit

Kursen vorbereitet. Ansonsten

ist es viel Büroarbeit: Erstellung

und Genehmigung der Terminplanung

für Fortbildungen, Lehrgänge

und Tagungen. Die Vereine

in rechtlichen und musikalischen

Fragen betreuen. Den Bezirksverband

Oberland nach innen und

außen gegenüber der Regierung

von Oberbayern, den Landkreisen

Weilheim-Schongau und

Starnberg, aber auch kulturellen

Einrichtungen, Kommunen, Kirchen

und anderen Verbänden repräsentieren.

Die Vereine bei der

Vorbereitung und Durchführung

von Veranstaltungen wie Musikfesten

unterstützen, unseren

Bezirk im Musikverband Oberund

Niederbayern vertreten,

Neumitglieder aktivieren und

fördern. Die alljährlichen

Bezirksmusikfeste, an denen

mehr als 60 Kapellen

teilnehmen, organisieren.

Und natürlich die

Bezirksversammlungen

und Vorstandssitzungen

leiten.

Intensiv, aber alles

ehrenamtlich. Was

macht Max Kriesmair

hauptberuflich?

Seit einigen Jahren bin ich Mitarbeiter

der Geschäftsstelle des Bayerischen

Musikrates. Und ich arbeite

in der Geschäftsstelle des Musikbundes

für Ober- und Niederbayern.

Das sind quasi zwei Stellen,

die einen Vollzeit-Job ausmachen.

Was genau machen Sie für Musikrat

und -bund?

Generell muss ich sagen, dass

das eine ganz tolle Geschichte

für mich ist, um meinen Horizont

zu erweitern. Hier habe ich nicht

nur mit Blasmusik, sondern auch

anderen Musikrichtungen zu tun.

Zum Beispiel über den Dirigierkurs

für Laienmusik oder die Betreuung

von Auswahlorchestern

bei Auslandsfahrten nach Mailand

oder China. Grob betrachtet kann

man sagen, dass ich hauptberuflich

– ähnlich wie als Bezirksleiter

auch – alles mache, was mit Organisation,

Kommunikation und

Vernetzung zu tun hat.

Sie sprechen von einer „ganz tollen

Geschichte“. Die Jahre zuvor waren

nicht immer so erfreulich für Sie.

Möchten Sie darüber sprechen?

Ja. Dazu muss ich aber etwas

weiter ausholen... Als Jugendlicher

habe ich nach der Mittleren

Reife eine Lehre zum Versicherungskaufmann

gemacht,

bin danach beim Musikkorps

Garmisch-Partenkirchen als Militärmusiker

gelandet. Dort wäre

ich nach dem Grundwehrdienst

gerne geblieben, es war aber

keine Stelle frei. So bin ich zurück

ins Versicherungsgeschäft,

habe während dieser Zeit meine

Dirigenten-Ausbildung in Drossingen

gemacht. Danach habe ich als

Möbelverkäufer in Weilheim gearbeitet,

nebenbei den Handelsfachwirt

absolviert. Schließlich konnte

mein Vater aus gesundheitlichen

Gründen seine Schreinerei nicht

mehr alleine machen. Also habe

ich 1985 auch noch eine Schrei-

10 | der altlandkreis


nerlehre angefangen und zehn

Jahre später den Meister draufgesetzt.

Nur ein Jahr nach der

Übergabe, das war 1997, ist mein

Vater gestorben. Fortan hatte ich

den Betrieb alleine an der Backe

und musste mich auch noch um

zahlreiche Immobilien kümmern.

Damals dachte ich mir noch, das

bekommst du schon hin. Etliche

Jahre habe ich es auch geschafft,

aber nach meinem 50. Geburtstag

habe ich massive Rückenprobleme

bekommen und erstmals überlegt,

die Schreinerei aufzugeben.

Da von meinen drei Kindern keiner

in die Schreinerei drängte,

schließlich mein bester Mitarbeiter

relativ überraschend gekündigt

hat und meine Rückenprobleme

nicht besser geworden sind, habe

ich mit der Schreinerei aufgehört.

Letztlich ist alles im Guten und in

geregelten Bahnen auseinandergegangen.

Nur habe ich damals,

von der Immobilien-Verwaltung

abgesehen, überhaupt nicht gewusst,

was ich machen möchte

und sollte. Ich wusste nur eins:

keine schwere körperliche Arbeit

mehr. Dann hat sich das beim Musikbund

für Ober- und Niederbayern

und dem Bayerischen Musikrat

ergeben.

Bereuen Sie, den Schritt der Betriebsaufgabe

nicht schon früher

gemacht zu haben?

Wenn ich jetzt zurückdenke, hätte

ich den Schnitt schon im Jahre

1997 machen sollen, als mein Vater

verstorben ist. Aber damals konnte

ich es nicht. Damals war ich emotional

zu sehr am Familienbetrieb

gehangen.

Zurück zur Konstante in Ihrem Leben,

dem Ehrenamt als Bezirksleiter:

Für wie viele Musiker und

Vereine sind sie aktuell zuständig?

Derzeit sind es 3 158 aktive Musiker

aus 84 Kapellen in 61 Vereinen. Das

Gebiet besteht eigentlich aus den

kompletten Landkreisen Starnberg

und Weilheim-Schongau, wobei

einige Orte aus Weilheim-Schongau

an der Grenze zum Allgäu,

zum Beispiel Altenstadt, Ingenried

und Prem, die schon immer beim

Allgäu-Schwäbischen Musikbund,

kurz ASM, dabei sind.

Halten Sie diese Regelung für sinnvoll?

Im Rahmen der Gebietsreform

1972 wurden uns um die 14 Kapellen

genommen, was sehr schade

ist, da viele von ihnen heute noch

keinen echten Bezug zu ihrem

neuen Bezirk haben, stattdessen

nach wie vor zu unserem Bezirk

enge Freundschaften und regen

Austausch pflegen. Ähnlich wäre

es auch mit den Kapellen im westlichen

Landkreis, die historisch

betrachtet schon immer im ASM

dabei waren. Deshalb finde ich

es gar nicht so tragisch, zumal

die Kapellen ja trotzdem regelmäßig

bei unseren Festivitäten teilnehmen.

Von der Grenz-Regelung abgesehen:

Welche Bedeutung hat Blasmusik

in unserer Region generell?

Blasmusik ist bei uns kulturell

nicht wegzudenken. Fast jede

Gemeinde hat eine eigene Kapelle,

darunter sind auch welche,

die nicht im Verband organisiert

sind. Zum Beispiel Forst, Bernried,

Pöcking und Seeshaupt. Die

sind offensichtlich noch nicht so

weit, was oft mit Gründen aus

längst vergangener Zeit zusammenhängt.

Zum Beispiel?

Dass sich welche bei Wertungsspielen

ungerecht behandelt gefühlt

haben. Wobei es vereinzelt

auch Vorstandsmitglieder gibt, die

nach wie vor der Meinung sind,

dass es eine Mitgliedschaft im Verband

nicht braucht, man sich das

Geld sparen könne.

Geld?

Unter 18-Jährige sind beitragsfrei,

alle anderen bezahlen einen Pro-

Kopf-Beitrag, der von der Größe

des Vereins abhängt.

Wenn Sie auf Ihre Anfangszeit als

Bezirksleiter zurückblicken. Wie hat

sich der Verband seither verändert?

Früher war die Hauptaufgabe des

Bezirks, Dirigentenausbildungen

zu machen, die Kapellen musikalisch

voranzubringen und Strukturen

für die Vereine zu schaffen.

Man hat aus dem Bereich Sport

gesehen, wenn man engagiert

ist, kann man nachhaltig etwas

Großes erreichen. Das hat uns

der Sport bis heute voraus. Er

bekommt vom Staat viel mehr

Förderung als wir Musiker. Wären

wir von Anfang an, ich Rede von

Beginn der Nachkriegszeit, mit der

gleichen Intensität wie der Sport

dabei gewesen, hätte die Musik

heute einen ganz anderen Stellenwert

in unserer Gesellschaft.

Dennoch haben wir in den letzten

Jahren viel geschafft. Auch Dinge,

die vom Staat unterstützt werden.

Die wären?

Diverse Fortbildungen, zum Beispiel

die für die Leistungsabzeichen

in Gold, Silber oder Bronze.

Worin unterscheiden Sich die drei

Abzeichen?

Bronze ist das erste Abzeichen,

bei dem es darum geht, sein Level

zu dokumentieren. Mit Silber

kann ich in den Qualifikationskurs

zu Gold einsteigen. Außerdem

ist Gold eine der Grundvoraussetzungen,

um eine Dirigentenausbildung

zu absolvieren. Und

Gold dient auch als eine gewisse

Vorbereitung für Menschen, die

beruflich etwas mit Musik machen

möchten. Grundsätzlich gilt es für

alle Abzeichen eine praktische und

theoretische Prüfung abzulegen.

Auch bei Bronze und Silber plus.

Diese beiden Zwischenstufen haben

wir 2016 eingeführt.

Einige Kapellen setzten das Leistungsabzeichen

von ihren Nach-

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september / oktober 2017 | 11


wuchsmusikern voraus, um von der

Jugend- in die Erwachsenenkapelle

zu stoßen.

Früher war das recht individuell,

eigentlich nur für die guten Musiker.

Mittlerweile aber haben viele

Kapellen erkannt, dass man dadurch

gewissen Anreiz schafft, das

musikalische Niveau zu steigern.

Anreiz einerseits, Druck andererseits.

Werden dadurch nicht auch

junge Musiker vergrault?

Das kann ich als Bezirksleiter so

nicht sehen. Wir bieten als Bezirk

und als MON die Möglichkeit, einen

gewissen Leistungsstand abzuprüfen.

Was der Verein damit

anfängt, muss er letztlich selbst

entscheiden. Kleine Kapellen, die

um jeden Musiker bemüht sind,

nehmen natürlich auch mal einen

jungen Musiker ohne Abzeichen in

die Erwachsenenkapelle. Andererseits,

Beispiel Schongau, gibt es

Kapellen, die zumindest bei bestimmten

Instrumenten, oft so großen

Andrang haben, um über Leistungsprüfungen

auszusortieren.

Viele Vereine beklagen Nachwuchssorgen.

Wie sieht’s bei den

hiesigen Musikkapellen aus?

Es gibt solche und solche Vereine.

Dort, wo Nachwuchsarbeit kontinuierlich

über Jahre und Jahrzehnte

betrieben worden ist, gibt

es in der Regel keine Probleme.

Diese Vereine fangen teilweise

schon mit einem Spielkreis für

Kinder im Kindergartenalter an,

ganz klassisch mit Blockflöte. Auf

lange Sicht aber werden aufgrund

des demografischen Wandels immer

weniger Kinder zur Verfügung

stehen. Ein noch wichtigeres Kriterium

wird künftig sein, ältere

Musiker zu halten. Die Tendenz

geht dahin, dass die Leute immer

früher aufhören. Viele möchten im

Alter unabhängig sein, mal mit

dem Wohnmobil mehrere Wochen

durch die Gegend tingeln, sich ein

Motorrad kaufen, und nicht jede

Woche auf Terminen präsent sein.

Ziemlich ernüchternd aus Sicht

der Vereinsverantwortlichen ist,

wenn Jugendliche nach fünf bis

zehn Jahren Unterricht aufhören,

weil der Druck aus Schule, Studium

oder Beruf dazukommt. Musik

ist halt ein sehr zeitintensives

Hobby. Wenn ich nicht regelmäßig

übe und am Ball bleibe, habe ich

langfristig keine Chance. Letztlich

gehen Schule und Beruf aber vor.

Dass habe ich bei meinen eigenen

Kindern genau so erlebt.

Wie oft sollte denn ein Blasmusikant

üben, um auf grundsolidem

Niveau spielen zu können?

Eigentlich täglich, dafür nicht so

lange am Stück. Jeden Tag 20 Minuten

bringen mehr als jeden dritten

Tag eine Stunde.

Wo kann das Musik-Spielen erlernt

werden? Wie sieht es in Sachen

Lehrer aus?

Primär gibt es die Musikschulen

in Penzberg, Weilheim, Starnberg

und Schongau, die auch alle vier

Mitglied in unserem Bezirk sind.

Zusätzlich gibt es Fördervereine

und viel in Eigenregie. Wir haben

nicht für jeden Verein professionelle

Musiklehrer, aber sehr viele,

die Musik studieren und Aufgaben

suchen. Viele Kapellen haben Musiklehrer

engagiert, die nebenberuflich

unterrichten.

Nicht jeder Anfänger kann sich auch

gleich ein eigenes Instrument leisten.

Gibt es Ausleihmöglichkeiten?

Fast alle Vereine haben heutzutage

Leihinstrumente. Es gibt inzwischen

auch die Möglichkeit, Instrumente

bei Händlern auszuleihen.

Eine hochwertige Tuba beispielsweise

kostet stolze 8 000 Euro. Gibt

es auch günstigere Instrumente?

Auf dem asiatischen Markt gibt es

mittlerweile Trompeten für 300 bis

500 Euro, mit denen ich durchaus

vernünftig lernen kann. Es gibt aber

auch finanzielle Unterstützung vom

Staat. Wir beim MON unterstützen

einen Instrumentenkauf ab 500

Euro bis maximal 5 000 Euro mit

fünf bis 15 Prozent Zuschuss.

Aufgeblüht: Max Kriesmair (rechts) in reger Unterhaltung mit „altlandkreis“-Redakteur

Johannes Schelle – es geht um Blasmusik.

Dass Sie Akkordeon, Tenorhorn,

Posaune und Tuba spielen, ist bereits

bekannt. Von Ihrer Dirigenten-

Laufbahn derweil noch gar nichts.

Das ist richtig. 1980 habe ich die

Pollinger Jugendkapelle übernommen.

Eine tolle Zeit. Wir haben

uns vom Jugendorchester zu einer

Blaskapelle mit 35 bis 40 Musikern

entwickelt, die alles abgedeckt

hat. Sogar Wertungsspiele in der

Oberstufe haben wir absolviert.

1991 habe ich in Polling wieder

aufgehört, weil ich mehr Termine

als das Jahr Tage gehabt habe, es

zeitlich einfach nicht mehr möglich

war. Außerdem war ich zu

der Zeit frisch verheiratet und bin

zum ersten Mal Vater geworden.

Seit zehn Jahren dirigiere ich die

Jugendstadtkapelle Weilheim.

Als Musiker und Familienmensch

haben Sie viel erlebt. Mit Sicherheit

auch den ein oder anderen

Streit zwischen Musikkapellen und

Trommlerzügen. Was sagen Sie zur

altbekannten, mal mehr, mal weniger

spaßigen Rivalität?

Jeder sollte froh um einen Trommlerzug

sein, der die Musikkapelle

beim Festzug unterstützt, in dem

er die Pausen zwischen den Märschen

überbrückt. Auch optisch

ist es schön, wenn ich als Verein

einen Trommlerzug habe, der

vorneweg marschiert. Das wirkt

imposanter. Allein deshalb sollte

es keine Rivalitäten zwischen

Musikern und Trommlern geben,

was ehrlicherweise nicht immer

so funktioniert.

Warum?

Das Problem kommt von früher

und hat was mit der Ausbildung

zu tun. Heute versucht ein Tambour-Major

seinen Zug dahin zu

12 | der altlandkreis


ingen, dass er nach Noten präzise

und dynamisch spielt. Früher

war es den Trommlern wichtig,

auswendig drauf los zu schlagen –

Hauptsache laut, Hauptsache „Mia

san Mia“. Dass es bloß mit Lautstärke

und Krawall nicht schön ist

für den Festzug und die Zuschauer,

haben die Trommlerzüge längst erkannt.

Das sieht man auch daran,

dass immer mehr Trommlerzüge

erfolgreich an der Marschwertung

teilnehmen. Die Krawallmacher

sind also Geschichte – und ein reines

Vorurteil von früher.

Defi nitiv kein Vorurteil ist die Tatsache,

dass Sie neben ihrer hauptund

ehrenamtlichen Tätigkeit so

gut wie keine Freizeit haben. Wo

verbringen Sie die wenigen freien,

privaten Stunden?

Wenn ich Zeit habe, setze ich mich

wahnsinnig gerne mal für ein paar

Stunden in den Garten hinaus und

tue einfach mal nix. Außerdem

gehe ich gerne im Dietlhofer See

schwimmen. Und ich versuche

mindestens zwei Mal die Woche

ins Sportstudio zu gehen, meistens

in Verbindung mit Sauna. Da ich

viele Wochenend-Termine habe,

nehme ich auch mal ein, zwei Tage

unter der Woche frei, fahre mit

meiner Frau in die Therme nach

Bad Wörishofen, ins Kino oder in

die Berge. Ein Tag Therme ist für

mich wie eine Woche Urlaub in

Italien. Da nehme ich auch kein

Handy mit – Entspannung pur.

Außerdem bin ich seit Jahrzehnten

leidenschaftlicher FC-Bayern-Anhänger,

besuche mit meiner älteren

Tochter fast jedes Heimspiel in

der Münchner Allianz-Arena.

Wie wichtig sind Ihnen die gemeinsamen

Unternehmungen mit Ihrer

Frau?

Ganz wichtig. Überhaupt ist das

Verhältnis zu meiner Familie sehr

gut. Obwohl meine drei Kinder inzwischen

alle auf eigenen Beinen

stehen, fragen sie mich immer

noch um Rat. Das macht mich

schon stolz. Und ohne die tatkräftige

Unterstützung meiner Frau

könnte ich dieses zeitintensive Ehrenamt

sowieso nicht ausüben.

Nix tun, schwimmen, Sportstudio,

thermieren – und auch mal was

Anderes als Blasmusik hören?

In Bezug auf Musik gibt es fast

nichts, was ich nicht mag. Ich liebe

ACDC, war auf drei Stones-Konzerten

und die Beatles sind genial.

Pink Floyd, Robbie Williams, Eros

Ramazotti – auch im Pop-Bereich

gefällt mir vieles sehr gut.

Aber nicht alles?

Volkstümliche Musik ist eine Richtung,

die ihre Berechtigung hat.

Ich bin aber keiner, der zu Hansi

Hinterseer oder Florian Silbereisen

geht. Was ich dagegen richtig

gut finde, ist originale Volksmusik,

allen voran Tanzlmusik, die es in

unzählig verschiedenen Besetzungen

gibt. Zither, Harfe, Gitarre,

Zupfbass – so eine liebenswerte,

leicht verständliche Musik geht

nah ans Herz. Wobei ich auch sehr

gerne in der Oper oder auf Big

Band-Konzerten bin.

Trotzdem ist Ihnen die Blasmusik

am liebsten. Was braucht der Bezirk,

um künftig noch besser aufgestellt

zu sein?

Ob er sich besser aufstellen muss,

möchte ich gar nicht sagen. Zur

Zeit haben wir ein tolles Team,

mit dem man viel bewegen kann.

Beispiel Bezirksjugendorchester,

für das sich vier Mädels, eine aus

Schwabsoien, drei aus Schongau,

unglaublich engagieren. Mein

Wunsch wäre, dass unser Bezirk

Oberland das Niveau halten kann

und auch weiterhin ein kompetenter

Ansprechpartner für die Vereine

bleibt. Und darüber hinaus

natürlich Neues entwickelt. Denn

ohne Neuerungen entwickelt man

sich automatisch zurück.

Haben Sie bereits Ideen?

Aktuell keine. Aber wir haben

eben das Bezirksjugendorchester.

Und genau solche Dinge meine

ich. Dinge, die sich über mehrere

Jahre etablieren und festigen.

Apropos mehrere Jahre. Wie lange

möchte Max Kriesmair das Amt des

Bezirksleiters Oberland noch inne

halten?

So fünf Jahre würde ich gerne

noch machen. Aber bis dahin nach

und nach etwas kürzer treten und

adäquaten Ersatz suchen. Bereits

bei der nächsten Wahl 2018 werde

ich nochmals versuchen, die

Vorstandschaft zu verjüngen. Wir

sind aktuell 14 Leute, von denen

zwei Drittel ähnlich alt sind. Es

macht keinen Sinn, wenn auf einen

Schlag zehn Leute aufhören.

Wie stehen die Chancen?

Gut. Wir haben noch nie so viel Zulauf

in den Dirigenten-Ausbildungen

gehabt wie aktuell. Am allerliebsten

wären mir natürlich ganz

viele Dirigenten der Sorte Bernd

Schuster, Susi Zwick und Marcus

Graf, die aktuell unser Bezirksjugendorchester

leiten. Die sind ein

echter Glücksfall für unseren Verband.

Das sind Leute, die es nicht

nur wegen des Geldes machen,

sondern aus Überzeugung und

mit viel Herzblut. Ein Dirigent, der

nur zu den Proben und Auftritten

kommt und sich nicht wirklich mit

dem Verein identifiziert, ist zu wenig.

Dazu gehört vor allem auch

das menschliche Miteinander außerhalb

der Auftritte und Proben,

das mir persönlich schon immer

am meisten gegeben hat. js

september / oktober 2017 | 13


Viele Vorzüge – auch für passive Mitglieder

Darum boomt der Alpenverein

Peiting | Während Fußballer, Skifahrer

und Trachtler immer wieder

mit Nachwuchsproblemen

zu kämpfen haben, steigen die

Mitgliederzahlen der Alpenvereine

(AV) seit Jahren konstant an.

Zwischen drei und fünf Prozent

Neumitglieder begrüßt die Sektion

Peiting alljährlich, ist mit aktuell

3 534 Mitgliedern stärkster Verein

im Altlandkreis. „Vor 25 Jahren bin

ich drei Mal in Folge auf den Großvenediger,

und so gut wie kein Skitourengeher

war unterwegs“, sagt

Peitings AV-Vorsitzender Eberhard

Boerboom. Heute würde man regelrecht

zertrampelt, treffe bei

gutem Wetter 200 Skitourengeher

auf dem Weg zum Gipfel. Der

Hype um den Großvenediger lässt

sich auf den kompletten Alpenraum

übertragen. Der Bergsport

boomt. Damit eng verbunden ist

das wachsende Interesse an einer

AV-Mitgliedschaft, die jede Menge

Vorzüge bietet – auch für passive

Mitglieder.

Die Feldernalm, auch bekannt als Peitinger Hütte, ist Sommer wie

Winter ein beliebtes Ausflugsziel – auch für Nichtmitglieder des AV.

Das wohl gewichtigste Argument

in Sachen AV-Beitritt ist ein weltweit

geltender Versicherungsschutz

im Falle einer Bergung.

Wer sich als AV-Mitglied beim

Klettern, Mountainbiken oder

Skifahren schwer verletzt und mit

dem Rettungshubschrauber ins

Krankenhaus gebracht werden

muss, bleibt nicht auf den damit

verbundenen Kosten sitzen, die in

der Regel im vierstelligen Bereich

liegen. Allein dafür lohnt sich der

Jahresbeitrag, der in Peiting sowie

den zugehörigen Ortsgruppen

Böbing, Rottenbuch und Steingaden

derzeit bei 53 Euro liegt, von

Sektion zu Sektion jedoch ganz

unterschiedlich sein kann. „München

verlangt mit 89 Euro wesentlich

mehr als wir“, sagt Eberhard

Boerboom, der das AV-Prinzip

so erklärt: Jede Sektion wird wie

ein eigener Verein geführt, legt

demnach auch die Beitragshöhe

eigenständig fest.

Lawinen-Kunde, Spitzkehren

& Kletterwände

Gemessen wird der Mitgliedsbeitrag

an der Größe und dem Angebotsspektrum

der jeweiligen

Sektion. Über den Peitinger AV

haben Fortgeschrittene wie Anfänger

zahlreiche Möglichkeiten,

sich langsam heranzutasten an die

Vielschichtigkeit des Bergsports.

Es gibt Ausbildungen, geführte

Touren, vom Verein organisierte

Veranstaltungen und wichtige Informationen,

die allen voran auf

der Internetseite sowie im Jahres-

Aus der Wildtierperspektive: Die Feldernalm, umgeben von herrlichen

Almwiesen, Wäldern und imposanten Felswänden.

14 | der altlandkreis


heft zu finden sind. Derzeit schwer

im Trend: Skitouren, Mountainbiken

und Klettern. Für erstgenannte

Sportart empfiehlt Eberhard Boerboom

einfachere, geführte Touren,

zum Beispiel die aufs Füssener

Jöchle im Tannheimer Tal. „Da

kann man im Gelände aufsteigen

und auf der Piste abfahren.“ Eine

ideale Kombination für Anfänger.

Größere Touren ausschließlich

abseits der Piste erfordern mehr

Know-how, allen voran in Sachen

Schnee-Bedingungen. „Deshalb

empfehle ich jedem Skitourengeher

einen Lawinenkurs.“ Für

sicheres Mountainbiken lohnen

sich Fahrtechnikkurse, die gesteigert

werden bis zum Spitzkehren-

Fahren, womit schmale, engkurvige

Trails in schwierigem Gelände

sturzfrei gemeistert werden können.

Der ideale Ort zum Klettern

lernen sind die zwei großen Kletterwände

in der Sporthalle le in

Herzogsägmühle, wo wöchentlich

geübt werden kann.

Neben der Versicherung wie günstig geführten Touren,

Übungskursen und Trainingsmögglichkeiten

gibt es noch viele e

weitere

Vorzüge für AV-Mitglieder.

er.

so-

Zum Beispiel kostenlosen

oder vergünstigten Zugriff

auf Karten und Führer,

erhältlich auch als Handy-

überragt von den gewaltigen Felswänden

der Zugspitze im Osten

sowie der Mieminger Kette im

Westen. 2016 hielt sich hartnäckig

das Gerücht, der Pachtvertrag

würde nicht verlängert, weil dort

ein neuer Skilift inklusive Piste

ins Gelände ober- und unterhalb

der Hütte gezogen würde. „Alles

Gerüchte“, bekräftigt Eberhard

Beorboom rückblickend, nachdem

er den Pachtvertrag mit der Gemeinde

Mieming um ganze zehn

Jahre, damit doppelt so lang als

bisher, verlängern konnte. „Das

freut mich ganz besonders“, sagt

er. Warum? „Weil Selbstversorgerhütten

wahnsinnig beliebt sind.“

Übrigens auch bei Nichtmitgliedern,

die dort ebenfalls übernach-

App, die von allen Seiten viel

Lob bekommt. Außerdem landet ten dürfen, wenngleich Mitglieder

sechs Mal jährlich das Bergsteiger-Magazin

„Panorama“ in den Generell gilt: Wer einen Platz auf

logischerweise Vorrang haben.

Briefkästen der Mitglieder. Übernachtungen

auf insgesamt 2000

te, muss in der Regel schon ein

der Feldernalm bekommen möch-

DAV-Hütten sind wesentlich günstiger,

oftmals bis zu 50 Prozent. Es 3. Oktober des Vorjahres, anfra-

ganzes Jahr vorher, spätestens bis

gibt bezahlbare Bergsteigeressen gen. Und zwar bei Cäcilia Rohrmoser,

Geschäftsstellenleiterin der

und -getränke, zum Beispiel Spaghetti

Bolognese und alkoholfreies

Weißbier. Zudem wird die Verwaltung neuer Mitgliedsbei-

Peitinger Sektion, die auch für die

Jugend ebenso explizit gefördert tritte zuständig ist. 202 Neumitglieder

und 110 Kündigungen hatte

wie die Ausbildung kompetenter

Fachübungsleiter.

sie allein 2016 bearbeitet. Darunter

waren auch Partner-, Jugend-

Selbstversorgerhütten und Familienbeitritte, die zum Teil

wesentlich günstiger sind als die

besonders beliebt

standardmäßigen 53 Euro.

Besonders beliebt aus Sicht der Generell empfiehlt der Deutsche

Peitinger Sektion ist die Feldern- Alpenverein, stets der am Wohnort

naheliegendsten Sektion bei-

Alm bei Ehrwald, auch als Peitinger

Hütte bekannt. Sie liegt am zutreten, um das vielfältige Angebot

auch nutzen zu können. Die

oberen en Ende des Gaißtals, wird

einfachste Methode, AV-Mitglied

zu

werden: Auf die jeweilige Internetseite

gehen, zum Beispiel

www.dav-peiting.de, den Online-

Antrag als PDF ausfüllen, diesen

ausdrucken, unterschreiben und

im Kuvert verpackt in den Briefkasten

der zuständigen Geschäftsstelle

werfen. Wenige Tage später

wird die DAV-Mitgliedskarte im

Kreditkarten-Format direkt an den

Antragsteller zugesandt.

js

Beliebtes Kärtchen: Eberhard Boerboom, Vorsitzender der Sektion

Peiting, zeigt den Ausweis für AV-Mitglieder.

september / oktober 2017 | 15


Auerberg Klassik mit Kostümwettbewerb

Nostalgisch – auf und

neben der Strecke

Kompetent und Meisterhaft

Bernbeuren | Die harte, professionelle

Arbeit des Organisationsteams

des „1. Auerberg

Klassik“, 15. bis 17. September in

Bernbeuren, hat sich schon vor

Veranstaltungsbeginn bezahlt gemacht.

„Bereits einen Monat vor

geplantem Nennschluss haben

wir die maximale Teilnehmer-

Anzahl von 170 Startern erreicht“,

sagt Hermann Köpf, der schweren

Herzens einigen weiteren Interessenten

absagen musste, da der

Platz auf und am Fuße des Auerbergs

schlichtweg begrenzt ist.

Zumal neben den Rennfahrern

aus Deutschland, Österreich, der

Schweiz und Lichtenstein auch

zahlreiche Zuschauer erwartet

werden, die sich im Optimalfall in

Omas Kleid, in Opas Anzug werfen.

Denn neben dem zentralen

Highlight, dem Gleichmäßigkeitswettbewerb

der Rennfahrer, die

mit ihren Oldtimern je nach Baujahr

in sechs verschiedene Klassen

aufgeteilt werden, soll auch

das bunte Rahmenprogramm zurückerinnern

an die legendären

Auerbergrennen zwischen 1967

und 1987. „Die Auerberg Klassik

Tage werden Besucher auf eine

Zeitreise schicken, bei der nicht

nur historischer Motorsport zu

sehen sein wird, sondern alle

Beteiligten in möglichst epochengerechter

Bekleidung einen

stilvollen Rahmen bilden.“ Das

zumindest wünschen sich Hermann

Köpf und seine Mitstreiter

inständig. Damit dies auch in Erfüllung

geht, die Besucher sich

tatsächlich in Opas Anzug und

Omas Kleid schmeißen, locken die

Organisatoren mit einem

„Best-Dressed“-

Wettbewerb.

„Erlaubt ist was gefällt, idealerweise

sollte die Garderobe aber

parallel zu den Fahrzeugklassen

gewählt sein“, sagt Hermann

Köpf, der in Sachen nostalgischer

Besucher-Auftritte aus den

1920er bis 1970er Jahren nicht nur

ermäßigten Eintritt, sondern auch

äußerst attraktive Preise im Rahmen

des Kleidungs-Wettbewerbs

verspricht. „Nach der zweiten

Wertungsfahrt am Sonntag werden

wir am Marktplatz in Bernbeuren

eine Siegerehrung für Besucher

mit den besten Kostümen

durchführen.“ Eine Anmeldung

für diesen Wettbewerb ist nicht

notwendig, da ein engagierter

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16 | der altlandkreis


präzise

Hartmetall

in Form

Leute zugeht, sie und ihr nostalgisches

Gewand festhält und im

Zuge dessen auch gleich deren

Namen notiert.

Prominente

Schirmherrschaft

Selbstverständlich sollten auch

die Rennfahrer in Retro den Berg

bezwingen – und sich so auch

auf dem Oldtimer-Treffen um den

Bernbeurer Marktplatz scharen.

„Dort werden äußerst seltene

Museums-Motorräder präsentiert,

von denen einige auch bei

den Bergfahrten teilnehmen.“An

dieser Stelle möchten die Organisatoren

einen letzten Aufruf an

alle Oldtimer-Inhaber starten:

Wer sich bis Freitag, 1. September,

per E-Mail unter oldtimer@

auerberg-klassik.de mit Angabe

des Namens, des Fahrzeugs sowie

Kennzeichens und gewünschtem

Ausstellungstag (Samstag und/

oder Sonntag) meldet, darf sein

Schmuckstück in einem abgesperrten

Bereich zur Schau stellen.

Einzig zu erfüllendes Kriterium:

H-Kennzeichen oder Baujahr

vor 1979. Erwünscht sind übrigens

auch historisch wertvolle Autos,

die ebenfalls fester Bestandteil

der Rennserie von anno dazumal

waren – und sogar reges Interesse

bei Alexander Dobrindt hervorrufen.

Den Bundesverkehrsminister

konnten Köpf und Co. gemeinsam

mit Landrätin Andrea Jochner-

Weiß für die Schirmherrschaft

des „1. Auerberg Klassik“ gewinnen.

„Deren Interesse und

Teilnahme an der Veranstaltung

zeigt, welch überregionalen

Stellenwert unserem Event beigemessen

wird“, sagt Hermann

Köpf, der bereits vor über einem

Jahr mit den anderen Mitgliedern

des für die Wiedergeburt

gegründeten Vereins „Auerberg

Klassik e.V.“ mit der Organisation

begann.

Nicht ohne

freiwillige Helfer

Köpf erzählt von bürokratischen

Hürden und unzähligen, nervenaufreibenden

Gesprächen.

Polizei, Landratsamt, Bürgermeister,

Gemeinderat, Vereine

und Landwirte – sie alle mussten

eingeweiht, überredet und

überzeugt werden von diesem

Großereignis. „Doch das enorme

Interesse in der Bevölkerung, bei

Motorsportfreunden aus Nah und

Fern sowie die Begeisterung bei

> > > INFORMATION

den Teilnehmern hat uns täglich

aufs Neue motiviert, uns an die

Arbeit zu machen.“ Dazu gehört

auch die Suche nach vielen freiwilligen

Helfern, „ohne die wir

eine Großveranstaltung wie Auerberg

Klassik keinesfalls stemmen

könnten“. Streckenposten,

Einweiser für Parkplätze und

Fahrerlager, Kassierer, Kuchenbäckerinnen

sowie Helfer für diverse

Auf- und Abbauarbeiten sollen

mit einem Helferfest ein wenig

entlohnt werden für ihre tatkräftige

Unterstützung. Entscheidende

Anlaufstellen für das Finden

von Helfern sind die Bernbeurer

Vereine, die nicht nur Mitglieder

und Maschinen zur Verfügung

stellen, sondern auch verschiedene

Essens- und Getränkestände

am Marktplatz und entlang der

Strecke betreiben. Dem Besucher

kostet das Großereignis – von der

Suche nach Omas Kleid und Opas

Anzug mal abgesehen – sieben

Euro für den Samstag oder Sonntag

sowie zehn Euro für beide

Tage (ermäßigt fünf bzw. acht

Euro).

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Im Internet unter www.auerberg-klassik.de sind alle wichtigen

Hintergrundgeschichten sowie Programmhighlights des „1. Auerberg

Klassik“ bis ins Detail sehr übersichtlich aufgelistet – Starterliste

und Bildergallerie mit Motiven damaliger Rennen inklusive.

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september / oktober 2017 | 17


Neuauflage des legendären Auerbergrennens

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18 | der altlandkreis

Hohenfurch / Bernbeuren | Als

Rennfahrer Wolfgang Völk von der

Neuauflage des Auerbergrennens

erfahren hat, war er zunächst

skeptisch. Lärmbelästigung, Umweltschutz,

Genehmigungen für

das Benutzen privater Felder und

Zufahrten – es gibt viele Hürden

zu überwinden, bis solch ein

Großereignis steht. Doch die intensive

und professionelle Arbeit

des neugegründeten „Auerberg

Klassik e.V.“ hat sich bezahlt gemacht,

die Wiedergeburt des Auerbergrennens

ist geglückt. Unter

dem Namen „1. Auerberg Klassik“

finden am Wochenende des 15.

bis 17. September Bergfahrten für

historisch wertvolle Solo- und Seitenwagenmotorräder

(bis Baujahr

1979) statt, gepaart mit großem

Oldtimertreffen für Autos und

Motorräder im Ort Bernbeuren.

„Da werden Erinnerungen wach“,

sagt Wolfgang Völk, der zu den

wenigen Teilnehmern gehören

wird, die schon damals dabei waren

beim noch halsbrecherischen

Bergrennen, das bis 1987 Teil einer

deutschlandweiten Rennserie

war, stets ausgerichtet am dritten

September-Wochenende – und

jede Menge packende Geschichten

schrieb.

Sieg beim allerersten

Rennen

Unter anderem die von Wolfgang

Völk. Der damals 19-jährige Feinwerkmechaniker

fuhr am Auerberg

1986 mit seiner aufgemotzten

Yamaha RD350 LC sein allererstes

Auf dem Weg zur Bestzeit:

Der Hohenfurcher Wolfgang Völk

beim Auerbergrennen 1986.


Motorradrennen. Und gewann mit

einer Fabelzeit von 1:35,65 Minuten

(damals die zweitschnellste

Tageszeit – der Streckenrekord

liegt bei 1:33,19 Minuten) auch

gleich seine Klasse. Die etablierten

Fahrer staunten nicht schlecht

über Völks Leistung, der damals

auf Wolke sieben schwebte. „Das

war für mich als junger Bursche

natürlich sensationell.“ Heute ist

Wolfgang Völk 50 und der selbstkritischen

Meinung, dass er als

Einheimischer, der sich die Strecke

im Vorfeld unzählige Male

anschauen und einprägen konnte,

durchaus noch schneller hätte

fahren müssen. „Das Schwierige

an Bergrennen generell ist, dass

man mit Training und Rennen

insgesamt nur fünf Fahrten hat,

es allein deshalb nicht einfach ist,

die Strecke bis ins Detail kennenzulernen.“

Trainings außerhalb des Rennwochenendes

waren aus Sicherheits-

und Zulassungsgründen

strikt verboten – auch Völks jetziges

Motorrad, eine Yamaha TZ

350, ist ausschließlich auf Rennstrecken

zugelassen. Daher startet

Wolfgang Völk „viel lieber“ bei

klassischen Rundstreckenrennen,

„bei denen man die Strecken nach

mehreren Runden automatisch

kennenlernt und somit weiß, wo

man Risiko gehen kann – und

wo besser nicht“. Mitte Juni beispielweise

fuhr er im Rahmen

des International Classic Grand

Prix am Sachsenring. Der ICGP ist

eine Motorrad-Rennserie, an der

hauptsächlich ehemalige Vollprofis

teilnehmen. Die meisten Fahrer

kommen aus Frankreich und

Großbritannien. Aber auch Dänen,

Belgier und ein Australier sind im

Gesamtklassement gelistet.

50 und kein

bisschen müde

Wolfgang Völk gehört zur Sorte

ehrgeiziger Adrenalin-Junkies,

die trotz höheren Alters nicht mal

ansatzweise ans Aufhören denken.

Doch als Vater zweier Töchter

sowie Projektleiter der Vorentwicklung

bei Hoerbiger sind Völks

Faktoren Zeit und Geld limitiert. Er

kann nicht alle Rennen der ICGP-

Serie bestreiten. Umso bemerkenswerter,

dass er als Amateur unter

den international bekannten Profis

schon beachtliche Erfolge eingefahren

hat. Mehrfach stand er die

vergangenen Jahre auf dem ICGP-

Stockerl – und das ohne professionelles

Renn-Team, ohne monströsen,

mit Werbung zugkleisterten

Lkw. Völk repariert und präpariert

sein Motorrad selbst, bereist die

Rennstrecken in LeMans (Frankreich),

Assen (Holland), Oschersleben

oder am Sachsenring (beide

Deutschland) mit Familienkutsche

(VW-Bus), kleiner Zeltwerkstatt

und langjährigem Freund, Vater

oder Schwager, „wer gerade Zeit

hat“, die sich unter anderem

Armin Haf

PC-Systeme

Laptops

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Jahr

hren

Service und Wartung

september / oktober 2017 | 19


um saftiges Grillfleisch kümmern.

In diversen Fachmagazinen wurden

seine Leistungen als „Sensation“

beschrieben. Kein Wunder, dass

der Hohenfurcher diesen Sport „am

liebsten noch so lange betreiben

möchte, bis es aus gesundheitlichen

Gründen nicht mehr geht“.

Dafür notwendig ist eine A-Lizenz

mit „permanenter Startgenehmigung“

sowie eine jährliche ärztliche

Untersuchung. Und darüber

hinaus ein gewisses „Hart im Nehmen“.

Rückschläge nach Stürzen

und die daraus resultierenden Verletzungen

sind Teil des Rennsport-

Geschäfts. 16 Knochenbrüche sind

in Völks Krankenakte notiert. „Wobei

nicht alle beim Motorradfahren

passiert sind“, betont er ausdrücklich

und hofft inständig, dass eine

Woche vor der Neuauflage des Auerbergrennens

nichts schief geht.

Völk startet nämlich auch beim

nächsten ICGP-Rennen, diesmal in

Rijeka, Kroatien.

Kein Rennen

auf Bestzeit!

Das Thema Sicherheit spielte bei

den Planungen der Wiedergeburt

des Auerbergrennens die mit größte

Rolle. Heftige Stürze bestimmten

die Schlagzeilen in den lokalen und

überregionalen Medien. Die gilt es

laut Hermann Köpf, Vorsitzender

des Organisationsvereins, künftig

zu verhindern. Ein klassisches Bergrennen

wie anno dazumal schlossen

er und seine Mitstreiter von

vorneherein aus. Das „1. Auerberg

Klassik“ gewinnen die Teilnehmer,

die den Berg im Rahmen zweier

Fahrten so zeitgleich wie möglich

bewältigen. Gleichmäßigkeitsfahren

heißt dieser Wettbewerbsmodus,

bekannt aus der Oldtimer-

Szene. Risikoreiches Hinaufrasen

bringt in diesem Falle also nichts.

Viel mehr gefragt ist eine intakte

innere Uhr, ein hohes Maß an

Fingerspitzengefühl, um Gas und

Bremse an jeder Steigung, Kurve

und Geraden so intensiv – oder

In Schale geworfen: Das Organisations-Team von Auerberg Klassik.

sanft – wie eben beim ersten Berg-

Folge hätte, dass die Veranstaltung

auffahren zu betätigen.

Obwohl Wolfgang Völk als bekennender

Vollblut-Rennfahrer kein

großer Fan von Gleichmäßigkeitsfahrten

ist, hält er diese Regelung

am Auerberg für äußerst sinnvoll.

„Es ist wohl auch die einzige Chance,

diese Veranstaltung auf lange

Sicht wieder zu etablieren.“ Würde

es rein auf Zeit gehen, wäre es laut

Völk nur eine Frage der Zeit, bis

wieder eingestellt werden muss.“

Völk kennt sie alle, die Geschichten

von damals, „die man eigentlich

gar nicht laut sagen darf“. Dass

sich Freunde der Fahrer werktags

an den unübersichtlichen Streckenabschnitten

hoch zum Auerberg

platziert haben und bei freier Bahn

gewunken haben, um die Strecke

unter Rennbedingungen auf Herz

und Nieren zu testen, ist eine der

wieder heimlich trainiert würde harmloseren Varianten aus der facettenreichen

und sich Anwohner wegen Lärmbelästigung

Historie des legen-

querstellen. „Was zur dären Auerbergrennens.

js

Vollblutrennfahrer

Wolfgang

Völk geht diesmal

mit seiner

Yamaha TZ 350,

Baujahr 1979,

an den Start.

20 | der altlandkreis


„altlandkreis“-Mitarbeiterin Jeannine wird Kreisbote TrachtenMadl 2017

„Hätte ich niemals für möglich gehalten“

Hohenpeißenberg | Perlenarmband,

schickes Dirndl und nun auch

noch ein nagelneues Auto: Der Auftritt

beim Kreisbote TrachtenMadl

2017 hat sich für unsere Kollegin

Jeannine Echtler so richtig gelohnt.

Dabei wäre sie selbst gar nie auf die

Idee gekommen, sich bei diesem

Wettbewerb anzumelden. Ihre besten

Freundinnen haben die Hobby-

Balletttänzerin zum Mitmachen

animiert. „Dass ich dann gleich

ins Finale komme und dann auch

noch gewinne, hätte ich niemals

für möglich gehalten“, sagt die

25-jährige Peitingerin, die sich unter

559 (!) Teilnehmerinnen durchsetzen

konnte. Start des Wettbewerbs

war vor rund zwei Monaten

im Rahmen eines großen Online-

Votings, das insbesondere in den

sozialen Medien stark verbreitet

wurde. Auch „unsere“ Jeannine

nutze die Reichweite auf Facebook,

animierte ihre Freunde zum Voten

– und das mit großem Erfolg. Nach

Bekanntgabe des Online-Voting-Ergebnisses

bekam Jeannine die erfreuliche

Nachricht, tatsächlich unter

den zwölf Finalistinnen zu sein.

Das große Finale fand letztlich im

Verkaufsraum eines Fiat-Autohauses

in Kempten statt. „Ich war so

unglaublich aufgeregt, viel schlimmer

als bei meinen Ballettauftritten“,

erzählt Jeannine von diesem

ereignisreichen Samstag, an dem

sie und ihre Mitstreiterinnen sich

einer vierköpfigen Jury mehrmals

durch Laufen auf dem „grauen

Teppich“ sowie Kurzinterviews präsentieren

durften. Das Endergebnis

setzte sich letztlich aus der Jury-

Bewertung sowie einem weiteren

Online-Voting der Fans zusammen,

die erneut mehrheitlich für „unsere“

Jeannine gestimmt haben.

Seither fährt die junge

Mediengestalterin von ihrem

Wohnort Hohenpeißenberg

mit einem superschicken Fiat

500 zur Arbeit nach Birkland.

Dazu gratulieren wir Kollegen

ihr von ganzem Herzen. js

Strahlende Gewinnerin: Jeannine Echtler (links) wurde

zum Kreisbote TrachtenMadl 2017 gewählt.

september / oktober 2017 | 21


ALLERLEI IM ALTLANDKREIS

Für die Seele und einen guten Zweck

„Stubenrein“ – neues Kabarettprogramm von Alexandra Stiglmeier

Seelenbretter – ein Anstoß zum Stillwerden und Sinnieren

Peiting | Kabarettistin Alexandra

Stiglmeier ist bekannt dafür, das

alltägliche Leben humorvoll aufbereitet

auf die Kleinkunstbühnen

der Region zu bringen. Mit „Stubenrein“

startet die Peitingerin ihr

zweites Soloprogramm, das an den

Erfolg von „Gradraus Solo“ anknüpfen

soll. Augenzwinkernd deckt sie

die Schwächen beider Geschlechter

auf, schlüpft dank raffiniert ausgedachter

Kostüme und Perücken

„ruck zuck“ in verschiedenste Rollen.

Zum Beispiel in die der Hausfrau und

„Strickerfrauen“, die mit den witzigsten Ideen

versuchen, ihre nicht ganz so stubenreinen

Männer und nervigen Kinder aus eben

der Stube zu fegen. Aushungern? Ungarische

Straßensammlung? Ob die Hausfrau

ihr Ziel von selbstkochenden Männern und

selbstreinigenden Küchen letztlich erreicht,

verrät Alexandra Stiglmeier bei der Premiere

von „Stubenrein“ am Samstag, 14.

Oktober, um 19.30 Uhr im Eggerstadl, Zechenstraße

2 in Peiting. Bereits fest steht

auch der zweite Termin: Freitag, 20. Oktober,

um 19.30 Uhr – ebenfalls im Eggerstadl.

> > > TICKETS ZU GEWINNEN

Für die Premiere am Samstag, 14. Oktober,

verlost der „altlandkreis“ 3 x 2 Karten.

Schicken Sie uns einfach eine Postkarte mit

dem Stichwort „Stubenrein“ an „altlandkreis“,

Birkland 40 in 86971 Peiting. Oder

eine E-Mail an info@altlandkreis.de. Ganz

wichtig: Die Gewinner bekommen die Tickets

per Post zugeschickt, Absenderadresse

daher nicht vergessen! Einsendeschluss ist

am Freitag, 15. September. Das Los entscheidet,

der Rechtsweg ist geschlossen. Wir wünschen viel

aus-

Erfolg!

js

Burggen | Anlässlich des 15-jährigen

Bestehens ihres Kunstprojektes

„Seelenbretter“ präsentieren die

Künstlerin Bali Tollak und der Fotograf

Wolfgang Dennig, beide aus

Schwabbruck, von Sonntag, 1. Oktober,

bis Dienstag, 3. Oktober, in

einer Momentkunstaktion 50 farbig

bemalte Kunstbretter auf dem landwirtschaftlichen

Gelände der Familie

Kopp (am Ende der Schwarzkreuzstraße)

in Burggen.

Die Künstler entdeckten im Jahr 2002

im Bayerischen Wald Toten- und Gedenkbretter,

die dort als Flurdenkmale

von vergangenen Bestattungsriten

und einer besinnlichen Totenehrung

künden. Dagegen sind die fast zwei

Meter hohen und knapp dreißig

Zentimeter breiten Holzbretter der

Künstlerin mit Zitaten oder Sprüchen

berühmter Schriftsteller und Philosophen

oder Bibeltexten beschriftet.

Kulturübergreifend ist zudem die

farbenfrohe Symbolik – chinesische

Symbole für Mensch und Berg sind

genauso zu finden wie nordafrikanische

oder indianische Elemente. Die

Seelenbretter sind Wegbegleiter

für den Betrachter,

sollen ihn anregen

zum Stillwerden

und Sinnieren in unserer

lauten und hektischen

Zeit. Sie vergegenwärtigen

Jetztzeit und Vergangenheit

und künden

von der Vergänglichkeit

und Flüchtigkeit

irdischen

Seins.

22 | der altlandkreis


„Heimatherz“ – Neuer Kriminalroman von Nicola Förg

Altlandkreis | Vier Jahre ließ Bestsellerautorin

Nicola Förg auf ihren neuen

Kriminalroman warten. Nun geht sie

mit Kommissar Gerhard Weinzierl, ei-

nem waschechten Allgäuer, wieder auf

Verbrecherjagd. „Heimatherz“ erzählt

von einer renommierten Gestalterin von

Malbüchern für Erwachsene, tot aufgefunden auf

einer Kiesbank der Litzauer Schleife. Malbücher

für Erwachsene? Für Kommissar Weinzierl „völliger

Schmarrn“. Ermittelt wird trotzdem. Im Zuge

dessen taucht er gemeinsam mit Kripo-Kollegin Evi

Straßgütl, eine Fränkin, tief ein in die Geschichte des

Lechs und Forggensees. Inhaltlich wie sprachlich

lässt Nicola Förg kaum einen Wunsch offen, unterhält

den „Zuagroasten“ mittels gestochen scharfem

Hochdeutsch ebenso sehr wie den „Einheimischen“,

der immer wieder mit Zitaten des Allgäuer Dialekts

verköstigt wird. Erhältlich ist das 203 Seiten starke

Buch für 12,95 Euro beim emons-Verlag (www.

emons-verlag.de).

Bezirksverband

Oberbayern e.V.

Großes Benefizkonzert zum Wiederaufbau der Michl-Dacher-Schule

> > > BÜCHER-VERLOSUNG

Außerdem können Sie, liebe Leser, eines von drei

Exemplaren gewinnen. Schicken Sie uns eine Postkarte

mit dem Stichwort „Heimatherz“ an „altlandkreis“,

Birkland 40, 86971 Peiting oder eine E-Mail an

info@altlandkreis.de. Einsendeschluss: 15. September.

Die Gewinner bekommen den Roman per Post

zugesandt, Absenderadresse nicht vergessen!

Das Los entscheidet, der Rechtsweg

ist ausgeschlossen. Viel Glück!

js

Peiting | Der Peitinger Michael

Dacher, der äußerst überraschend

mit 61 Jahren im Schlaf an Herzversagen

verstarb, war einer der

erfolgreichsten Alpinisten. 1979

bestieg er mit Reinhold Messner

in Rekordzeit und ohne Sauerstoffflaschen

schweren Erdbeben 2015 wurde

das dortige Schulgebäude arg

in Mitleidenschaft gezogen. Zum

Wiederaufbau werden nun am

Sonntag, 22. Oktober, im Rahmen

eines großen Benefizkonzertes

in der Schloßberghalle in Peiten

den zweithöchsting

Spendengelder gesammelt.

Berg der Welt, den K2. Für die Besteigung von

insgesamt mehr als zehn Achttausendern erhielt er

1982 das Silberne Lorbeerblatt, die höchstmögliche

sportliche Auszeichnung in Deutschland. Heute noch

nach ihm benannt sind eine Straße in Peiting sowie

eine Hauptschule in Nepal, in der wichtige Entwicklungshilfe

geleistet wird – eigentlich. Nach einem

Es treten auf f der Schongauer Bergsteigerchor, die

Alphornbläser sowie Knappschafts- und Trachtenkapelle

aus Peiting, das Saxophon-Ensemble der Musikschule

Schongau, die Singgruppe Regenbogen

sowie das Peitinger Harfenduo mit anne Baab und Irmi Barnsteiner. Beginn

bei freiem Eintritt ist um 19.30 Uhr. Mari-

js

Gewinner von Freilichttheater, Kabarett und Fußballcamp

Das AWO Seniorenzentrum Peiting bietet

stationäre, Kurzzeit- und Tagespflege

sowie Mittagessen für Senioren an.

AWO Oberbayern. Wir freuen uns auf Sie.

www.awo-obb-senioren.de

Altlandkreis | Viel Lob von allen Seiten haben die

Protagonisten des Steingadener Freilichttheaters

„Die Anstifter“ bekommen. Kräftig applaudiert auf

der steilen Zuschauertribüne haben auch Elisabeth

Böck aus Bernbeuren, Angelika Müller aus Lechbruck

sowie Helmut Schneider aus Schongau. Alle

drei hatten das Losglück auf ihrer Seite, als die

„altlandkreis“-Redaktion drei der zahlreichen Einsendungen

aus dem gut gemischten Topf gezogen

haben. Nicht weniger Unterhaltsam war auch der

Abend für Karola Arnold aus Burggen, Martin Häringer

aus Schwabsoien und Monika Zick aus Schwabniederhofen.

Sie durften beim humorvollen Auftritt

des beliebten Kabarettisten Roland Hefter dabei

sein, der im Schwabbrucker Festzelt zu 50 Jahre TSV

die Bühne rockte. Derweil den grünen Rasen rocken

durfte der Sohn von Helmut Schneider aus Schongau,

der dank doppeltem Losglück seines

Vaters den heißbegehrten Platz für das

Fußballcamp in Peiting gewann.

js

Weitere Informationen:

AWO Seniorenzentrum

Bahnhofstraße 24

86971 Peiting

08861 25 000

info@sz-pei.awo-obb.de

september / oktober 2017 | 23


Wirbelsäulenchirurgie auch im Krankenhaus Weilheim

Neue Möglichkeiten der

Kooperation im ZMC

Sonderveröffentlichung der

Weilheim | Erkrankungen des

menschlichen Bewegungsapparates

sind weit verbreitet. Veränderte

Lebensgewohnheiten und die

Alterung der Gesellschaft bringen

bekannte Krankheiten hervor. Rückenschmerzen

sind beispielsweise

die Krankheitsursache Nummer

eins für Arbeitsunfähigkeit. Verschleißerscheinungen

an Hüfte

und Knie sind ebenso eine häufige

Erscheinung bei Menschen

höheren Alters. Vorbei sind mittlerweile

aber die Zeiten, in denen

Patienten Angst vor einer Operation

sowie daraus resultierender,

wochenlanger Bettruhe haben

mussten. Moderne Verfahren und

Techniken wie minimal-invasive

Eingriffe sowie eine effiziente

Rehabilitation sorgen heutzutage

für eine schnelle Wiederherstellung

der Patienten. Darauf legen

auch die Ärzte und Mitarbeiter der

Krankenhaus GmbH Weilheim-

Schongau größten Wert. Deren

oberstes Ziel ist eine schnellstmögliche

Schmerzfreiheit der Patienten.

Dabei gilt: Konservative

Therapie vor Operation.

Leistungsangebot

erweitert

Das neue Zentrum für Muskuloskeletale

Chirurgie am Weilheimer

Krankenhaus, kurz ZMC, ist eine

Dr. Thomas Löffler leitet das ZMC

im Krankenhaus Weilheim.

konsequente Weiterentwicklung

der Klinik für Unfallchirurgie und

Orthopädie. Seit 2015 Dr. Thomas

Löffler die Leitung dieser Abteilung

als Chefarzt übernommen

hatte, wurde das Leistungsspektrum

(siehe Infokasten) sukzessive

ausgebaut, die Behandlungszahlen

wurden verdreifacht. Nun erweitert

die Klinik für Wirbelsäulenchirurgie

im Krankenhaus Schongau mit

Chefarzt Dr. Florian Soldner das

Leistungsangebot nach Weilheim

und schließt sich dort mit der Klinik

für Unfallchirurgie und Orthopädie

zum Zentrum für Muskuloskeletale

Chirurgie zusammen, das ebenfalls

von Dr. Thomas Löffler geleitet

wird. Zukünftig werden im Zuge

dessen auch in Weilheim alle möglichen

Krankheiten behandelt, die

Rückenschmerz verursachen. Zu

den schon bisher versorgten traumatologischen

Verletzungen des

Rückens werden nun auch degenerative

Rückenprobleme behandelt.

Das ZMC bündelt die Kompetenz

der Spezialisten aus verschiedenen

Fachrichtungen. Interdisziplinäre

Kooperation wird somit noch

schneller und effektiver. Neben den

Chefärzten und den Oberärzten

Marcel Ziegler und Klaus Lederer

ist Oberarzt Dr. Florian Faber neu

ins Team gekommen. Als Facharzt

für Neurochirurgie sowie Facharzt

für Unfallchirurgie und Orthopädie

ist er die gewünschte Verstärkung

für die ganze Bandbreite des Angebots

im ZMC.

Gewebeschonende

Operationen

Der Schwerpunkt im ZMC ist breitgefächert,

liegt auf der Unfallchirurgie

und Orthopädie sowie auf

Wirbelsäulenerkrankungen. Somit

werden im Zentrum für Muskuloskeletale

Chirurgie in Weilheim

nahezu alle Erkrankungen des

Bewegungsapparates behandelt.

Darüberhinaus arbeiten die Spezialisten

des ZMC auch mit den

Dr. Florian Soldner, Chefarzt der

Klinik für Wirbelsäulenchirurgie.


anderen Abteilungen im Krankenhaus

Weilheim, zum Beispiel der

Allgemein- und Viszeralchirurgie,

Gefäßchirurgie, Anästhesie und

Intensivmedizin, der Kardiologie

oder Radiologischen Diagnostik

ebenfalls sehr eng (interdisziplinär)

zusammen.

Dank der Spezialisten mit höchster

Expertise sowie modernster medizinischer

Technik sind die Patienten

also bestens aufgehoben im

ZMC. Erfordert eine Erkrankung

des Bewegungsapparates einen

chirurgischen Eingriff, wird so

weit wie möglich minimal-invasiv,

also äußerst gewebeschonend,

operiert. Bei den Wirbelsäulenoperationen

kommt fast immer

das Operationsmikroskop zum

Einsatz. Nach einem solchen Eingriff

begleiten Physiotherapeuten

den Genesungsprozess vom ersten

Tag. Eine effiziente Rehabilitation

schließt sich an die Behandlung

im Weilheimer Krankenhaus an.

Das Ärzte-Team des ZMC im Krankenhaus Weilheim: (v. l.) Dr. Florian Soldner, Dr. Thomas Löffler, Marcel

Ziegler, Klaus Lederer und Dr. Florian Faber.

Besuchen Sie die

Krankenhaus GmbH auf der

Oberland-Ausstellung (Halle G)

Leistungsspektrum

Unfallchirurgie und Orthopädie

Versorgung aller Frakturen mit

modernsten Implantaten

Gesamtes Spektrum der Hüftendoprothetik,

vorwiegend mit

minimal-invasiver Technik

Alle Techniken von Hüftprothesenwechsel

Knieendoprothetik inkl. komplexer

Wechselendoprothetik

Arthroskopische Operationen des

Knie-, Schulter- und Sprunggelenks

Differenzierte Beckenchirurgie,

z.B. SI-Verschraubung bei instabilen

Beckenfrakturen

Differenzierte Alterstraumatologie

Rotatorenmanschettenrefixation

Schulterendoprothetik

Ellbogengelenksersatz nach Trümmerfraktur

oder Rheuma

Leistungsspektrum Wirbelsäulenchirurgie

Degenerative Erkrankungen

Operative Versorgung der gesamten Wirbelsäule unter Einsatz des

Mikroskops bei nahezu allen Operationen

Minimal-invasive Operationen bei Bandscheibenvorfällen und

Spinalkanaleinengungen im Bereich der gesamten Wirbelsäule

Implantationen von Bandscheibenprothesen an der Halswirbelsäule

Stabilisierungs- und Entlastungsoperationen von entzündlichen oder

chronischen Erkrankungen

Verletzungen der Wirbelsäule

Operative Versorgung durch

Fixateur interne wenn

möglich minimal-invasiv

Wirbelkörperersatz

Densverschraubung

C1/C2-Verschraubung

Kyphoplastie

Hybridverfahren

Tumore

Tumore an der Wirbelsäule und den Nervenwurzeln

(Metastasen, Wirbelkörpertumore)

> > >KONTAKT

ZMC Zentrum für Muskuloskeletale Chirurgie

im Krankenhaus Weilheim

Tel. 0881 / 188 - 593

Fax 0881 / 188 - 679

E-Mail: zmc-info@kh-gmbh-ws.de

september / oktober 2017 | 25


Interview mit Chefarzt Dr. med. Jochen Dresel

Drei Neuigkeiten in

hundert Tagen

Sonderveröffentlichung der

Schongau | Dr. Jochen Dresel hat

in kürzester Zeit das Krankenhaus

Schongau ein weiteres Stück

nach vorne gebracht. Im Interview

spricht der Chefarzt der Klinik für

Innere Medizin über drei neu eingeführte

Behandlungsverfahren,

darunter zwei Möglichkeiten der

Reflux-Bekämpfung sowie weitere

Pläne, die unter seiner Leitung

in wenigen Wochen und Monaten

umgesetzt werden sollen.

Herr Dr. Jochen Dresel, vor wenigen

Monaten wurden Sie als neuer

Chefarzt der Inneren Medizin im

Krankenhaus Schongau vorgestellt.

Gut 100 Tage später warten Sie mit

drei neuen Behandlungsverfahren

auf. Eine davon ist die „Endoskopische

Vollwandresektion im Dickdarm“,

kurz FTRD. Was ist darunter

zu verstehen?

Die endoskopische Vollwandresektion

im Dickdarm und künftig

auch im Magen ist ein neues

Verfahren, das erst von einigen

großen Kliniken in Deutschland,

hauptsächlich den Universitätskliniken,

angeboten wird. Ein Grund

dafür ist das strenge Zertifizierungsverfahren,

das durchlaufen

werden muss, um diese Therapie

anbieten zu können.

Welches Zertifi zierungsverfahren

meinen Sie?

Für die FTRD braucht man ein spezielles

Instrument von einer Firma

aus Stuttgart, die nur an die Krankenhäuser

verkauft, die bestimmte

Auflagen erfüllen. In diesem Falle

ist es so, dass ich die Voraussetzungen

schon vor meinem Antritt

in Schongau erfüllt habe, die Zertifizierung

sozusagen mitgebracht

habe.

Was ist das Besondere an der „endoskopischen

Vollwandresektion“?

Sie kann bei bestimmten Polypen

im Dickdarm angewendet werden,

die bereits enge Vorläufer von bösartigen

Tumoren darstellen. Aber

auch bei Tumoren selbst, so lange

die sich noch im Anfangsstadium

befinden und sich lediglich auf der

innersten Schleimhautschicht im

Darm ausgebreitet haben.

Wie werden diese Polypen oder

„kleineren“ Tumore mittels FTRD

entfernt?

Normalerweise ist bei Polypen-

Abtragungen im Darm üblich,

dass der Polyp ausschließlich

mitsamt seiner „Unterlage“ auf

der Schleimhaut entfernt wird.

In diesem Falle wird aber ein

komplettes Stück der Darmwand

herausgetrennt. Somit ist sichergestellt,

dass der Polyp auch vollständig

entfernt ist, selbst wenn

er bereits in tiefere Wandschichten

des insgesamt zwei bis drei

Millimeter dünnen Darms vorgedrungen

ist. Zudem kann der

Pathologe die Vollständigkeit der

Entfernung besser kontrollieren,

da die Schnittränder ausreichend

weit entfernt sind vom eigentlichen

Polypen.

Führt das Abtragen tieferer Wandschichten

nicht zu anderweitigen

Problemen im Darm?

Überhaupt nicht. Die Schicht, die

herausgetrennt wird, baut sich in

fünf bis sechs Wochen wieder auf

und hat auf den Patienten keine

negativen Auswirkungen. Er hat

keine Schmerzen und kann wie

gewohnt seine Mahlzeiten und

Getränke genießen.

Polypen verursachen keine Schmerzen,

sind demnach ausschließlich

durch eine vorsorgliche Darmspiegelung

zu entdecken. Deutlich auffallender

sind die Symptome einer

Refluxerkrankung.

Das stimmt. Sodbrennen ist eine

in Deutschland sehr häufig vorkommende

Krankheit, an der rund

zehn Prozent der Bevölkerung

leidet. Die Symptome ähneln oft

denen bei einem Herzinfarkt – ein

Druckgefühl hinter dem Brustbein

und im oberen Mittelbauch.

Können Sie die Ursache einer Refluxerkrankung

beschreiben?

Sie besteht häufig darin, dass

der Mageneingang zu weit ist

und so Magensäure in die Speiseröhre

gelangt. Unabhängig davon

gibt es zwei Möglichkeiten,

den Reflux zu behandeln. Entweder

durch regelmäßiges Einnehmen

von Tabletten, die den

Säurehaushalt im Magen regulieren.

Oder durch eine Operation,

über die der Mageneingang verengt

wird.

Nun kommt das zweite neue Verfahren

ins Spiel, dass Sie in der

Inneren Medizin seit kurzem anwenden.


Klingt kompliziert.

Das Zenker Divertikel ist eine

Wandschwäche mit nachfolgender

Aussackung des Gewebes im

Eingangsbereich der Speiseröhre,

die je nach Stadium Schluckstörungen,

starken Mundgeruch und

Hochwürgen von unverdautem Essen

hervorrufen kann. Durch Verschlucken

können Nahrungsreste

auch in die Luftröhre gelangen,

was zu einer Lungenentzündung

führen kann.

Besuchen Sie die

Krankenhaus GmbH auf der

Oberland-Ausstellung (Halle G)

Dr. Jochen Dresel, Chef der Inneren Medizin, möchte seine Abteilung weiter nach vorne bringen.

Genau. Um die für den refluxerkrankten

Patienten richtige Therapie

zu finden, bieten wir zwei

neue Verfahren an. Einmal die

sogenannte Manometrie, mit der

wir den Druck in der Speiseröhre

messen. Und einmal die LangzeitpH-Metrie,

bei der wir über 24

Stunden den Säuregehalt in der

Speiseröhre messen. Meist werden

die Untersuchungen, die ambulant

erfolgen können, mit der

standardmäßigen Magenspiegelung

kombiniert.

Können Sie die Druck- und Säuremessung

etwas genauer beschreiben?

Diese Bilder zeigen die Entfernung eines Zenker-Divertikels (links) in der Speiseröhre.

Bei der Druckmessung wird dem

wachen Patienten ein weicher,

dünner Schlauch über die Nase in

die Speiseröhre eingelegt. Dann

soll er mindestens zehn Schluckversuche

mit rund fünf Milliliter

Wasser durchführen. Dabei kann

die Funktion der Speiseröhrenmuskulatur

und der beiden

Schließmuskel am oberen und unteren

Ende des Magens bestimmt

werden. Die Säuremessung erlaubt

es, Dauer, Schwere und Art

des Rückflusses der Magensäure

in die Speiseröhre zu bestimmen.

Letztlich können wir mit diesen

Messungen ganz genau beurteilen,

ob eine lebenslange Einnahme

von Tabletten oder eben eine

Operation die sinnvollere Behandlung

für den refluxerkrankten Patienten

ist.

Neben FTRD, Säure- und Druckmessung

gibt es eine weitere neue

Behandlungsmethode im Schongauer

Krankenhaus?

Die endoskopische Spaltung eines

Zenker-Divertikels.

Sie und ihr innermedizinisches

Team beherrschen neuerdings

eine Methode, mit der das Zenker-

Divertikel ohne großen Aufwand

und ohne Vollnarkose behandelt

werden kann.

Die Methode mit der niedrigsten

Komplikationsrate und dem für

den Patienten kleinsten Aufwand

ist die endoskopische Spaltung

des Divertikels im Rahmen einer

Gastroskopie. Hierbei wird ein

spezieller Schnabel-Tubus bis zum

Divertikel vorgeschoben, dann

über das Gastroskop ein elektrisches

Hochfrequenz-Nadelmesser

eingeführt, mit dem letztlich der

Steg des Divertikels durchtrennt

wird. Die Komplikationsrate bei

diesem Verfahren ist in Studien

am niedrigsten im Gegensatz zu

offenen chirurgischen Eingriffen

sowie der HNO-ärztlichen Spaltung

mit einem starren Endoskop

– die beiden anderen Behandlungsmethoden.

Drei effektivere und patientenschonendere

Behandlungsmethoden in

so kurzer Zeit: Was für Neuerungen

stehen bei Ihnen als nächstes auf

dem Programm?

Wir wollen uns als Abteilung und

als Krankenhaus natürlich modern

und gut organisieren, um für den

Patienten und unsere zuweisenden

Ärzte qualitativ hohe Arbeit zu

leisten. Dann gibt es noch weitere,

schonende Verfahren in

der Gastroenterologie, die

ich die kommenden Wochen

und Monate einführen

möchte. Wobei das jetzt noch

zu früh wäre, genaueres zu

sagen, da wir diese Methoden

bis jetzt noch nicht an

Patienten anwenden. js

> > >KONTAKT

Klinik Schongau

Innere Medizin

Telefon: 08861 / 215 - 456

Telefax: 08861 / 215 - 138

E-Mail: in-sek-sg@kh-gmbh-ws.de

september / oktober 2017 | 27


Zentrum für buddhistische

Meditation und Studien


Sitze wie ein Berg - sei offen wie der Himmelsraum

Die Lehre von Mitgefühl und Weisheit kennenlernen,

in Meditation erfahren, im Alltag anwenden





DHARMA-TOR

Huttenried 2, 86980 Ingenried

info@dharma-tor.de * phon: 08868-180265

www.dharma-tor.com * www.buddhalicht.com

















forstbetrieb_schmid@yahoo.de

Simulatoren der Kreisverkehrswacht

Wie gut ist eigentlich

Ihre Reaktionszeit?

Weilheim | Ein Autofahrer fährt

mit 100 km/h auf der Landstraße.

Bereits aus der Ferne erkennt er

einen am Straßenrand stehenden

Lkw, behält seine Geschwindigkeit

aber bei. Plötzlich fallen aus der

Ladefläche des Schleppers mehrere

Schachteln direkt auf die Fahrspur.

Um einen Zusammenstoß mit

der heruntergefallenen Ware zu

verhindern, hilft nur noch eines:

Vollbremsung, und zwar innerhalb

von maximal 0,8 Sekunden!

Ansonsten wird der Anhalteweg

zu lange – und es kracht. Diese

Szene kommt im Alltag hoffentlich

nicht allzu oft vor. Unrealistisch ist

sie allerdings nicht. Ebenso wenig

die 23 anderen Filmbeispiele, die

die Kreisverkehrswacht Weilheim-

Schongau auf dem Display ihres

Fahrsimulators abspielen kann.

„Mit dieser Simulation kann man

Verkehrssituationen sehr realitätsnah

testen und anhand von

Messungen herausfinden, wie

gut jemand Gefahren im Straßenverkehr

erkennt und wie gut er

Prominenter Gast auf der Oberland-Ausstellung 2015: Bundesverkehrsminister

Alexander Dobrindt prüft seine Verkehrstauglichkeit im Fahrsimulator

der Kreisverkehrswacht.

darauf reagiert“, sagt Georg Off,

Vorsitzender des vor mehr als 50

Jahren gegründeten Vereins, dessen

Aufgabenspektrum primär bei

der Aufklärung und Betreuung von

Verkehrsteilnehmern aller Altersgruppen

liegt, schwerpunktmäßig

jedoch bei Fahranfängern und Senioren.

„Weil von denen bekanntlich

die meiste Gefahr ausgeht“,

sagt Off, der als ehemaliger Polizist

sehr genau weiß, wovon er spricht.

28 | der altlandkreis


Die aktiven Mitglieder der

Kreisverkehrswacht Weilheim-

Schongau, die auch diesmal auf der

Oberland-Ausstellung vertreten sind.

Simulatoren für Auto- oder Radfahrer

sind ein bewährtes und

beliebtes Mittel der Kreisverkehrswacht

Weilheim-Schongau, um

Verkehrsteilnehmer immer und

immer wieder auf Nachlässigkeiten

hinzuweisen, die meist zu Unfällen

mit oft fatalen Folgen führen.

Sieben Unfalltote

im Jahr 2016

Das größte Manko bayerischer Autofahrer

ist seit jeher zu schnelles

Fahren. Wie aus der Unfallstatistik

des Polizeipräsidiums Oberbayern

Süd hervorgeht, haben sich 2016

im Landkreis Weilheim-Schongau

3 824 Verkehrsunfälle mit 867 Verletzten

und sieben Toten ereignet.

Hauptursache für die tödlichen

Unfälle: Überhöhte bzw. nicht angepasste

Geschwindigkeit. Georg

Off erinnert sich ungern zurück an

eine Zeit, in der diese Unfallbilanz

noch viel trauriger ausgefallen ist.

„Als der Verein gegründet wurde,

hat es rund drei Mal so viele

Unfalltote gegeben“, berichtet er.

Diese stattlichen Zahlen seien auch

der Hauptgrund für die Gründung

deutschlandweiter Verkehrswachten

gewesen, um das Verkehrs-

Volk – zusätzlich zur Polizeiarbeit –

noch stärker zu sensibilisieren und

schulen.

„Könner durch

Erfahrung“

Nicht immer finden die aktiven

Mitglieder der Kreisverkehrswacht

Weilheim-Schongau jedoch so

großen Anklang wie auf der alle

zwei Jahre stattfindenden Oberland-Ausstellung

in Weilheim, wo

bei rund 30000 Besuchern in fünf

Tagen dann doch reger Betrieb

herrscht an den Fahrsimulatoren

sowie der Fahrradwerkstatt,

„wo jeder Besucher sein Radl auf

Verkehrstauglichkeit kostenlos

durchchecken lassen darf“, sagt

Guido Grosam, Geschäftsführer

der Kreisverkehrswacht, der wie

Georg Off insbesondere auf „Könner

durch Erfahrung“ (siehe www.

verkehrswacht-weilheim-schongau.de)

hinweisen möchte, das

bis zu 15 Mal im Jahr angeboten

wird. Diese Aktion für Fahranfänger

ähnelt einem Fahrsicherheitstraining.

Es besteht aus einem

einstündigen theoretischen Teil,

bei dem auch Videos zum Thema

Gefahrenlehre gezeigt werden. Anschließend

dürfen die Teilnehmer

mit ihrem eigenen Pkw die Praxis

üben. Zum Beispiel beim Bremsen

auf nasser Folie, die laut Georg Off

ähnlich glatt ist wie eine Eisfläche

im Winter. „Obwohl wir über das

Landratsamt 1 600 Einladungen im

kompletten Landkreis verteilen,

nehmen meistens nur um die zehn

Prozent teil“, ärgert sich Georg Off,

zumal die Resonanzen der rund

160 Teilnehmer mit Aussagen „geiler

Vormittag“ nicht nur durchweg

positiv ausfallen, sondern auch

nachhaltig sinnvoll für die Sicherheit

im Straßenverkehr sind. „Es

gibt wissenschaftliche Studien, die

belegen, dass Fahranfänger, die

den Kurs bei uns mitgemacht haben,

durchschnittlich weniger Unfälle

bauen“, sagt Georg Off.

Gemeinschaftsprojekt

mit Schülern

Aktuell zählt die Kreisverkehrswacht

Weilheim-Schongau 140

Mitglieder, wovon sich rund 15 aktiv

bei diversen Aktionen beteiligen,

von denen es weit mehr als „Könner

durch Erfahrung“ und die ORLA

gibt. Hinter den großen Hinweistafeln

mit oft herzergreifenden wie

traurigen Motiven, die an sämtlichen

Straßenrändern in der Region

platziert sind und auf Raserei aufmerksam

machen, steckt beispielsweise

die Kreisverkehrswacht.

Auch beim von der Stadt Weilheim

initiierten Projekt „Geh weiter,

steig ab!“ war die Kreisverkehrswacht

involviert. Schülerlotsen aus

den 9. und 10. Klassen haben im

Zuge dessen, gemeinsam mit Polizisten

und Mitgliedern der Kreisverkehrswacht,

durch die Fußgängerzone

hetzende Menschen auf

„kleinere“ Verkehrssünden hingewiesen.

Unter anderem wurden

fahrende Radfahrer ermahnt, die

ihren Drahtesel in der Fußgängerzone

schieben müssen – eine von

vielen Verkehrsregeln, die auch

ohne das Nutzen von Simulatoren

jedem Bürger klar sein sollte. js

Ist ihr Fahrrad noch verkehrstauglich? Die Kreisverkehrswacht prüft ihren

Drahtesel im Rahmen der Oberland-Ausstellung kostenlos.

Fenster, Türen, Linoleum,

Kork, Parkett, Laminat,

Paneele, Profilbretter,

Landhausdielen, Insektenschutz,

Beschattung

Gewerbestraße 8, 86981 Kinsau

Tel.: +49(0)8869/911299

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september / oktober 2017 | 29


In Dießen am Ammersee

Deutschlands erste

Binnensee-Segelschule

Dießen | „Wir arbeiten 380 Tage

im Jahr.“ Stefan Marx, immer gut

für Seemannsgarn, schmunzelt

und sagt: „Rechne doch mal. Wir

sind von neun bis 20 Uhr da. Jeden

Tag. Ohne Mittagspause. Das

ergibt dann eben so viele Arbeitstage.“

Dem allseits bekannten

Seebären vom Ammersee-Westufer

wird tatsächlich nie langweilig.

Der Käptn von 35 Schiffen

an zwei L-förmigen Steganlagen

und Chef der ersten und somit

ältesten Binnensee Segelschule

in Deutschland bringt Seglern das

seemännische Handwerk vom Einsteiger

bis zur Prüfungsreife bei.

Außerdem kann der Führerschein

für Sportboote (Binnen und Küste)

erworben werden. Die künftigen

Seefahrer kommen aus ganz

Deutschland und dem Ausland,

weil Stefan Marx samt seiner Crew

bekannt ist als großartiger Lehrer

und weil der drittgrößte oberbayerische

See, der Ammersee, bei

jedem Wetter einfach der schönste

und momentan auch der beliebteste

ist.

Das Ammersee-Flaggschiff Albatros

Kommandos vom

seeseitigen Holzbalkon

Wenn über dem Klosterberg Andechs

die Sonne aufgeht, taucht

sie die „Kolonie“ der Fischerhütten

am Dießener Westufer in ihr

warmes Licht. Die größte Anlage,

die „Ammersee-Segelschule Stefan

Marx“, schmiegt sich mit ihren

Steganlagen, dem großen Bootshaus

mit Schule, Büro und Infrastruktur

in die sanfte Biegung des

Ammersee-Westufers. In Nach-

30 | der altlandkreis


arschaft zum wesentlich jüngeren

Feuerwehrbootshaus scheinen

die historischen Anlagen wie

mit dem Ammersee verwachsen.

Den Gast begrüßen sie mit ihrem

vertrauten Geruch aus Seewasser,

alten knarzenden Hölzern – und

der Vergangenheit.

Immerhin feiert Deutschlands älteste

Binnensee-Segelschule im

nächsten Jahr ihren 90. Geburtstag.

1928 hat sie Heinrich Seidl

gebaut und bis ins hohe Alter mit

strengem Regiment vom überdachten

Holzbalkon der Seeseite

aus gelenkt, geleitet, geführt.

Generationen von Seglern hat er

ausgebildet und – wenn es ihm

zu bunt wurde – nach der weißen

Flüstertüte gegriffen und weithin

hörbar die Kommandos über den

Ammersee erschallen lassen.

2001 ist Stefan Marx von Utting

runtergekommen und hat die

Institution übernommen, deren

Tradition er mit Leidenschaft in

die neue Zeit führt. Inzwischen

hat der 66-jährige, von Wind und

Wetter gebräunte Seebär seinen

Sohn Niki mit im Boot. „Das ist mir

wichtig“, sagt er. Immerhin denke

er über die Zukunft nach.

Mit dem Stand-up Paddle

ins Froschgartl

Ein Seebär wie aus dem Bilderbuch: Stefan Marx und seine Ammersee-Segelschule sind eins.

Man kann es sich gar nicht vorstellen,

dass Stefan Marx auch mal

Urlaub macht. „Aber“, verrät er,

„ich war im vergangenen Jahr in

der Karibik. Des war echt stark.“

Und zuvor sei er mal auf dem Bodensee

gesegelt – „auch cool.“

Ansonsten verbringe er jeden

Tag die meiste Zeit zwischen den

Booten und ist in seiner Hafenanlage

unterwegs – die ist übrigens

so gebaut, dass bei nahezu allen

Wetterlagen das Anlanden gut gelingt.

Im Durchschnitt registriere

sein Schrittzähler 15 Kilometer am

Tag. „Das reicht so mit der Bewegung“,

sagt er grinsend, erzählt

aber im nächsten Moment, dass er

jetzt auch zu den Stand-up Paddlern

gehört. „Abends paddle ich

gelegentlich ins Frosch-Gartl nach

Aidenried rüber.“

Um nochmal auf die 380 Arbeitstage

zu kommen: In der Ammersee

Segelschule hat sich architektonisch

und vom Programm

her nicht viel verändert nach dem

Besitzerwechsel: Von Mai bis Oktober

wird Segeln gelernt. Die Motorbootschule

ist von Februar bis

Dezember aktiv. 2016 waren die

letzten Prüfungen für den Führerscheinerwerb

bis zwei Wochen vor

Weihnachten, berichtet er.

Wie die Fische

im See

Theorie-Kurse bietet Stefan Marx

von Oktober bis April an. Die finden

entweder im Stammsitz der

Familie in Utting statt, oder im

Radius von zirka 70 Kilometern

im Raum Augsburg, München,

bis ins bayerische Oberland.

Die Pflege der Schiffe darf nicht

übersehen werden. Segelte die

Ammersee-Segelschule jahrzehntelang

in Holz, ist in den letzten

Jahren nach und nach auf neue

Werkstoffe umgerüstet worden.

Da dümpeln sie nun am Steg,

die weiß-blauen Schiffe und alle

haben sie – nein, keine Vogelnamen

mehr. Jetzt heißen sie wie

die Fische im See: Elritze, Huchen,

Sterlet, Saibling, Äsche, Stichling,

Zander, Schleie und viele mehr.

Die Ammersee-Segelschule ist ein

> > > INFORMATION

arbeitsintensives Unternehmen.

Aber sie bietet neben der Ausbildung

zu den Sportbootführerscheinen

und dem Segelbootverleih

auch besondere seglerische

Gruppen-Erlebnisse an, als da

sind Segelkurse für Schulklassen

und Gruppen, was laut Marx sehr

stark zunimmt und sich großer

Beliebtheit erfreut. Das gilt auch

für Tages-Charter des Gaffelkutters

Nachtigall und natürlich auch für

das Ammersee-Flaggschiff, den

Albatros. Das königliche Vergnügen

für Tages-Charter mit Skipper

oder für alle, die einfach einmal

auf dem schönsten Schiff am See

mitsegeln möchten.

Warum Kaiserliches Vergnügen?

Zar Nikolaus II. lies die Segelyacht

Skidbladnir – heute Albatros –

1905 in der Werft von Max Oertz

in Hamburg bauen. Als Geschenk

für den Württembergischen König

Wilhelm II. Bis 1918 segelte sie unter

königlicher Flagge auf dem Bodensee.

Nach dem Sturz der Monarchie

wechselte sie mehrmals die

Besitzer und wurde vom Einmast-

Gaffelkutter zur Zweimast-Yawl

umgebaut. 1936 erwarb Heinrich

Seidl aus Dießen das Schiff und

machte es zum Flaggschiff seiner

Ammersee-Segelschule. Ein Erlebnis,

das Segler verzaubert und

– wenn sie stolz über den See gleitet

– alle Blicke auf sich zieht. bb

Wer mehr wissen möchte, informiert sich bei Stefan Marx,

Ammersee- Segelschule, Seestraße 28 in Dießen, Tel. 08807 / 8415,

www.ammersee-segelschule.de

september / oktober 2017 | 31


Premiere auf dem Schongauer Lechsee

… eine Floßfahrt die ist schön!

Schongau | Am 3. August war es

soweit: das historische Fernhandelsfloß

am Schongauer Lechsee

legte zum ersten Mal ab, und der

„altlandkreis“ war mit dabei. Die

Fahrten auf dem Lechstausee unterscheiden

sich ganz erheblich

von den bekannten „Gaudifahrten“

z. B. auf der Isar. Hier geht es

in der Tat um das Erlebnis Lech,

jede Fahrt unter ein bestimmtes

Thema gestellt, zu dem dann ein

Floßbegleiter etwas erzählt oder

> > > THEMEN-FAHRTEN

liest. Der Grund hierfür liegt in

dem wertvollen Naturraum, den

man mit dem Floß befährt, er soll

nicht gestört werden. Das ist auch

der Grund, warum diese Floßfahrten

aktuell nur im August und

September angeboten werden.

Aber, und soviel sei verraten, das

tut dem Genuss dieses Angebots

des Tourismusvereins Schongau

keinerlei Abbruch. Ganz im Gegenteil:

es ist etwas Besonderes,

ja etwas besonders Schönes sogar.

Auf der Jungfernfahrt berichtete

Kreisheimatpfleger Helmut

Schmidbauer über die Geschichte

der Lechflößerei und Stefan Jüstl

vom „Lebensraum Lechtal“ über

den Naturraum Lech und seine

wichtigen ökologischen Aspekte.

Für September sind noch einige

Fahrten geplant, für die Plätze verfügbar

sind (Erwachsene 15 Euro,

Kinder 10 Euro, Familienkarte 35

Euro).

In unserem Infokasten sehen Sie,

welche Themenfahrten im September

noch buchbar sind (Tourist-Info

Schongau, Tel. 08861 / 214 181).

Geschichte der Flößerei und Naturraum Lech

02. September 2017 um 10.30 Uhr und 14.30 Uhr

09. September 2017 um 10.30 Uhr und 14.30 Uhr

10. September 2017 um 10.30 Uhr und 14.30 Uhr

16. September 2017 um 10.30 Uhr und 14.30 Uhr

24. September 2017 um 10.30 Uhr und 14.30 Uhr

30. September 2017 um 10.30 Uhr und 14.30 Uhr

Henkerstochter-Fahrt

(mit Theatergruppe Treibhaus)

23. September 2017 um 10.30 Uhr und 14.30 Uhr

Lesungs-Fahrt „Lech-du wilder Hund“

(mit Hans Schütz)

17. September 2017 um 10.30 Uhr und 14.30 Uhr

september / oktober 2017 | 33


Interview zum Flugtag in Paterzell

„Segelfliegen

macht süchtig“

Paterzell I Martin Pape ist seit über

30 Jahren Mitglied, seit drei Jahren

Präsident des Luftsportvereins

Weilheim-Peißenberg. Im Interview

beschreibt der Oderdinger

die Faszination des Fliegens und

listet auf, welch spektakuläres Programm

auf die Besucher im Rahmen

des bevorstehenden Flugwochenendes

(16. und 17. September)

wartet.

Herr Pape, für alle, die noch nie

mit einem Segelflieger abgehoben

sind: wie fühlt sich das an?

Das ist definitiv Freiheit. Allein die

Ruhe beim Segelfliegen ist einzigartig.

Aber auch der Ansporn,

durch eigene Kraft und mithilfe der

Thermik in der Luft zu bleiben, um

ab einer gewissen Höhe die Landschaft

in vollen Zügen genießen zu

können, ist wirklich genial – und

dann auch Entspannung pur. Wobei

wir im Verein auch richtige

Leistungsflieger haben, die ordentlich

auf Strecke fliegen, bis zu 1 000

Kilometer zurücklegen. Kurzum:

Segelfliegen macht süchtig. Wichtig

ist nur, dass man Respekt hat vor

der Materie Fliegen. Angst braucht

davor jedenfalls niemand haben.

Ob sich von dieser „Sucht“ auch die

Besucher am 16. und 17. September

anstecken lassen?

Diesmal teilen wir unseren Flugtag

auf zwei Tage auf. Am Samstag ist

reiner Rundflugtag, da dürfen die

Gäste mit uns mitfliegen. Und am

Sonntag veranstalten wir den eigentlichen

Flugtag, der gespickt ist

mit umfangreichem Programm.

Zum Beispiel?

Eine Air-Show, also Kunstflüge mit

Motor- und Segelflugzeugen. Dann

wird es eine Modellflugvorführung

geben. Es kommen Fallschirmspringer.

Und wir haben jede Menge

andere Sachen zu bieten. Unter

anderem leckere, bayerische Küche.

Michael Daisenberger, Inhaber

des Gasthofs Eibenwald, kocht für

uns und die Besucher auf.

Was kostet den Gästen ein Rundflug

an diesem Samstag?

Die Stunde Motorflug kostet pro

Sitzplatz 100 Euro. Beim Segelflug

mit Windenstart zahlt der Besucher

Martin Pape, Präsident des Luftsportvereins

Weilheim-Peißenberg, fliegt

am liebsten mit diesem Motorsegler.

zehn Euro für die ersten zehn Minuten,

für jede weitere Minute 50

Cent. Flüge mit dem Motorsegler

kosten auch 100 Euro pro Stunde,

wobei wir hier die Möglichkeit haben,

bis zu drei Personen zum Pauschalpreis

von insgesamt 250 Euro

pro Stunde mitzunehmen. Außerdem

gibt es noch die Möglichkeit,

sich für 80 Euro im Segelflugzeug

mit dem Flugzeugschlepp auf 1 000

Meter Höhe ziehen zu lassen, was

auch mit einem rund einstündigen

Flug verbunden ist.

Wie stark wetterabhängig ist dieses

ereignisreiche Wochenende?

Schon stark wetterabhängig. Sowohl

für die Rundflüge als auch die

Flugshow. Ich sag’s mal so: Wenn

es nicht regnet, ist das schon mal

die halbe Miete für uns. Wenn die

Sonne scheint, wäre es perfekt.

181 Mitglieder gehören aktuell dem

Luftsportverein Weilheim-Peißenberg

an. Wie viele Flieger besitzt

der Verein?

34 | der altlandkreis


Eine Schleppmaschine mit 180 PS.

Zwei Motorsegler. Ein Ultraleicht-

Flugzeug. Drei Doppelsitzer-Segelflugzeuge

und sechs Einsitzer. Die

Doppelsitzer werden vor allem für

Schulungen, Einführungsflüge zum

Erlebnis Segelfliegen und Streckenflugeinweisungen

eingesetzt.

Aus welchem Material bestehen die

Flieger?

Die neueren Flieger sind aus Kohlefaser,

also Carbon. Ansonsten aus

glasfaserverstärktem Kunststoff,

Holz, oder einer Mischbauweise.

Ist der Pilotenschein die Grundvoraussetzung

für eine Vereinsmitgliedschaft?

Man sollte schon den Ehrgeiz haben,

früher oder später selbst zu

fliegen. Unser oberstes Ziel ist

auch, den jungen Leuten das Fliegen

nahe zu bringen. Von den 181

Mitgliedern, von denen rund 160

männlich sind, sind momentan

rund 80 aktiv. Trotzdem haben

auch die Nichtaktiven, meist ältere

Mitglieder, alle schon mal den

Flugschein absolviert.

Wie oft heben Sie persönlich ab?

Zu wenig. Man versucht so alle

drei, vier Wochen in der Luft zu

sein.

Dass Segelfliegen süchtig macht,

dass es ein pures Gefühl von Freiheit

ist, haben Sie bereits erwähnt.

Gibt es auch Gefahren, die ein eher

ungutes Gefühl auslösen?

Die größte ist, andere Flieger

zu übersehen und sich selbst zu

überschätzen. Deshalb muss man

als Pilot immer die Augen offen

haben und wachsam sein. Wenn

mir jemand entgegenkommt, greift

die Regel: nach rechts ausweichen.

Außerdem haben wir uns an die

Vorflugsregel zu halten, die besagt:

Ballon vor Segel- oder Drachenflieger

vor motorbetriebenen Flugzeugen.

Wobei die Regel ohnehin klar

sein sollte, da der Ballon ja nicht

wirklich rechtzeitig ausweichen

kann. Darüber hinaus müssen wir

unter anderem Sperrgebiete beachten.

Über Altenstadt zum Beispiel

darf ich wegen der dortigen

Luftlandeschule der Bundeswehr

nicht fliegen. Über Spatzenhausen

nicht, weil dort Drohnen getestet

werden. Ansonsten sind die größten

Herausforderungen ganz klar

Start und Landung, die ein hohes

Maß an Konzentration erfordern.

Neben dem Fliegen gibt es viele

andere Arbeiten, die der Verein das

ganze Jahr über zu bewerkstelligen

hat. Was sind die Aufgaben?

Aus Sicht des Vorstandes gibt es

jede Menge zu organisieren. Wir

haben eine eigene Werkstätte zum

Reparieren der Flieger. Das wird alles

ehrenamtlich von handwerklich

begabten Mitgliedern gemacht.

> > > RUNDFLUG ZU GEWINNEN

Im Rahmen des Flugwochenendes in Paterzell verlost

der „altlandkreis“ einen Einführungsflug im

Motorsegler im Wert von 100 Euro. Schicken Sie uns

bis 8. September eine Postkarte mit dem Stichwort

„Flugtag“ an „altlandkreis“, Birkland 40 in 86971

Peiting. Oder eine E-Mail an info@altlandkreis.de.

Der Gewinner bekommt den Gutschein per Post zugesandt,

Absenderadresse daher nicht vergessen.

Wir haben einen großen

Fuhrpark mit Winde-Rückhol-Fahrzeug,

Bulldogs sowie sämtlichen

Anhängern für die

Segelflugzeuge. Auch

darum muss sich jemand

kümmern. Dann

haben wir einen sehr

fleißigen Platzwart, der

fast täglich die grasbewachsenen

Flächen

pflegt. Wir müssen

uns um Benzin für die Flugzeuge

kümmern. Es braucht Startleiterund

helfer, Flugleiter, Fluglehrer,

Schlepppiloten, die eine eigene

Ausbildung dafür absolvieren

müssen. Und, und, und... Die Liste

ist wirklich lang. Letztlich werden

alle Mitglieder gebraucht.

Apropos: Wie lang ist die Liste der

Mitgliedsanträge?

Wie jeder Verein wünschen auch

wir uns Nachwuchs. Auch deshalb

bieten wir unser Flugwochenende

Bereit für eine atemberaubende

Flugshow ist dieser Doppeldecker.

an, damit die jungen Menschen

einen tiefen Einblick in unseren

Verein, in den Flugsport bekommen.

Generell haben wir pro Jahr

zwischen fünf und zehn Neuaufnahmen

zu verzeichnen. Wobei

man ganz klar sagen muss, dass

wir, rein was den Flugbetrieb betrifft,

irgendwann an unsere Grenzen

stoßen. An witterungsbedingt

guten Tagen ist bei uns richtig viel

los. Da sind meistens alle Flieger

in der Luft – wie beim Rundflugtag

Mitte September.

js

Das Los entscheidet, der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Der sogenannte Einführungsflug findet im Laufe

des Rundflugtages am Samstag, 16. September,

zwischen 13 und 17 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung

statt. Am Sonntag, 17. September, dürfen

sich die Besucher von 10 bis 17 Uhr auf einen

Flugtag mit spektakulärer Flugshow freuen. Nähere

Infos auf www.paterzell.de.

september / oktober 2017 | 35


157. Auflage des Schongauer Volksfestes

Familienspaß mit Achterbahn &

9-D-Action-Kino

Schongau | Erstmals in seiner Geschichte

wartet das Schongauer

Volksfest mit einer Achterbahn auf.

„Die ist natürlich nicht zu vergleichen

mit den ganz großen auf der

Wiesn oder im Europapark, aber

sie wird trotzdem ganz schön flott“,

sagt Organisator Ronny Grubart

über die familienfreundliche Bahn

für Kinder ab vier Jahren. Überhaupt

steigert sich das Schongauer

Volksfest im Vergleich zu 2016 in

Sachen attraktive Fahrgeschäfte.

Hochinteressant dürfte beispielsweise

das 9-D-Action-Kino sein,

das aus 3-D-Film-Brille, beweglichem

Sessel und einigen Zusatzeffekten,

visuell wie reell, besteht.

„Man kann sich Kurzfilme aus verschiedensten

Genres anschauen.

Und passend zum Inhalt der Filme

bewegt sich der Sessel, es bläst

Wind oder es beginnt zu regnen“,

so Grubart über sein persönliches

Highlight unter den zahlreichen

Fahrgeschäften wie Glaslabyrinth

im Hollywood-Style, wirbelnder

Tornado oder Water-Walking-

Balls. Letztere sind ebenfalls neu

und erstmals auf dem Schongauer

Volksfest. Jung und Alt können in

diese 2,20 Meter großen Bälle hineinschlüpfen

und in ihnen über

Wasser gehen beziehungsweise

rollen. „Das verspricht jedenfalls

jede Menge Gaudi“, ist sich Grubart

sicher, der nach wie vor davon

überzeugt ist, das Schongauer

Volksfest als begehrte Veranstaltung

in der Region wieder etablieren

zu können. „Es spricht sich

immer mehr herum, dass es in

Schongau seit inzwischen drei Jahren

wieder ein solches Fest gibt,

das stimmt mich zuversichtlich.“

Zumal 2016 die Abende bestens

besucht waren, lediglich tagsüber

wenige Besucher kamen, „weil es

bei 34 Grad schlichtweg zu heiß

war, die Leute natürlich zum Baden

gefahren sind“.

Musikfeuerwerk und

Bayernmarkt

Action-Garantie dank diesen Water-Walking-Balls.

Neben Wetterglück setzt Ronny

Grubart heuer auf eine Mischung

aus bewährtem Rahmenprogramm

(www.schongauer-volksfest.de)

vom Vorjahr sowie kleineren

Neuheiten. Zum Auftakt

(Donnerstag, 7. September, 18 Uhr)

marschieren wieder Trachtler, Musiker

und andere Vereine vom Marienplatz

zum Festgelände, wo ein

1 200-Mann-Zelt mit Bühne und

Bewirtung steht und die Schongauer

Stadtkapelle für ordentliche

Stimmung sorgt. Weiter geht die

Sause Freitagmittag mit ermäßigtem

Essen, Tag der Betriebe,

Festzelt-Party mit der Band Manyana

(ab 19 Uhr) sowie dem wohl

größten Highlight – dem rund

15-minütigen Musikfeuerwerk (ab

22 Uhr). Weil der Kinderflohmarkt

im Vorjahr besonders gut ankam,

jedoch wenig Accessoires für Erwachsene

zu erwerben waren,

startet Sonntagmittag ein Bayernmarkt,

auf dem Alt und Jung

feilschen und verkaufen dürfen.

Wer sich hierfür in fesche Tracht

schmeißt, spart sich sogar die

Standgebühr. Apropos Gebühr:

Alle Veranstaltungen im Rahmen

des Schongauer Volksfestes sind

traditionsgemäß eintrittsfrei. Auch

die Dirndl- und Lederhosenparty

am Samstagabend mit „KZWOA“

– eine Stimmungs-Band, die unter

anderem fester Bestandteil

der Canstatter Wasen in Stuttgart

ist, dem zweitgrößten Volksfest

Deutschlands. Nach den ersten

vier partyreichen Volksfesttagen

steht der Montag wieder im Zeichen

der Familie, allen voran für

Kinder und Senioren. Während

Oma und Opa Kaffee und Kuchen

genießen, können sich deren Enkel

kostenlos schminken lassen,

sich im Rahmen einer Olympiade

austoben, Falk Sluyterman im

Zuge der Bürgermeister-Sprechstunde

ausquetschen (16 Uhr)

sowie eine Zaubershow (17 Uhr)

bestaunen. Für einen stimmigen

Festausklang (19 Uhr) sorgt

schließlich die Knappschafts- und

Trachtenkapelle aus dem benachbarten

Peiting.

js

Erstmals in der langen Historie wartet das Schongauer Volksfest mit

einer Achterbahn auf, geeignet für Kinder ab vier Jahren.

36 | der altlandkreis


Junger Polizist berichtet vom G20-Gipfel in Hamburg

„Erschreckend, wie groß

der Hass auf uns war“

Die T5-Busse und Vans, in denen

Neureuther und Co. angefahren

kamen, mussten einige Hundert

Meter vom Geschehen entfernt

geparkt werden, „weil bereits alles

vollgeparkt war von anderen

Polizeiwagen“. Zu Fuß am Brennpunkt

„große Kreuzung“ angekommen,

bekommen er und seine

Kameraden plötzlich über Funk

die Anweisung, schnellstmöglich

wieder zurück zu ihren Autos zu

laufen. Die dort zurückgelassenen

Kollegen, die extra auf die Wagen

hätten aufpassen sollen, gerieten

gegen von hinten kommende

Krawallmacher in Gefahr, die mit

bierflaschengroßen engr

en Steinen Bus-

se, Vans

und

auch die Polizisten

attackierten. tack

en

„Da sind wir ganz

schön gerannt und

haben uns

auch

große Sorgen um unsere

Kollegen en gemacht“, erinnert sich

Neureuther euth

er noch genau an die-

ses überraschende rasc

„Kommando

zurück“. Glücklicherweise li

cher

flüchteten

ten die Extremisten ten in diesem

Falle, bevor es zur großen gewaltsamen

Schlacht mit der

Einsatzhundertschaft Königsbrunn

gekommen

ist.

Letztlich ging die-

Peiting | Mehr als 23 000 Polizisten

waren beim G20-Gipfel am 7. und

8. Juli in Hamburg im Einsatz, darunter

rund 2000 aus Bayern. Einer

davon: Andreas Neureuter, 21,

wohnhaft in Peiting, seit März 2017

fester Bestandteil der Einsatzhundertschaft

Königsbrunn, die im

Rahmen des Weltpolitiker-Treffens

zwei Mal in der Hansestadt ihren

Dienst verrichtete. Zunächst rund

drei Wochen vor dem eigentlichen

Gipfel, um das Absichern der berühmten

Elbphilharmonie schon

mal zu üben. Dann eine Woche

vor, während und einen Tag nach

dem Gipfel. „Ich war zwar nicht an

vorderster Front im Einsatz, aber

habe trotzdem jede

Menge mitbekommen“,

erzählt Neureuther

uthe

einige Wochen nach

den

heftigen

Ausschreitungen, en,

die

er „Gott sei

Dank gesund“ überstanden en hatte.

te

Was trotzdem für immer in seinem

em

Gedächtnis hängen n bleiben be

wird:

„Wie erschreckend en

groß der

Hass

einiger Krawallmacher lmac

ache

r auf uns

Polizisten war.“ Ein

Hass,

s,

den Neureuther r in dieser

er

Form aus Bayern nicht

ansatzweise kannte. Er

als blutjunger Polizist

is

ohnehin nicht. „Aber auch Polizisten

aus Hamburg, die dort seit 40

Jahren im Dienst sind, haben erzählt,

dass sie so etwas noch nicht

erlebt haben.“

Plötzliches

„Kommando zurück“

Das Brisanteste, das Neureuther

in Hamburg erlebte, geschah von

Samstag auf Sonntag, ziemlich

genau um Mitternacht, als er und

seine Teamkollegen an eine Kreuzung

nahe Schanzenviertel – das

Mekka der Linksextremisten – zur

Verstärkung gerufen wurden.

38 | der altlandkreis


se Geschichte, von einigen Dellen

in den Kleinbussen abgesehen,

glimpflich aus.

Dass viele andere in der Hansestadt

parkende Autos in Brand

gesteckt wurden, Polizisten trotz

klarer Anweisungen ihrer Vorgesetzten

sich aus Vierteln zurückgezogen

haben, weil sie von

Hochausdächern mit Ziegelsteinen

beworfen wurden und es verständlicherweise

mit der Angst

zu tun bekommen haben, ist unlängst

bekannt. Angst hatte Andreas

Neureuther in den 40 von 44

Stunden Einsatz („wir haben nur

drei, vier Stunden Schlaf in einem

Hotel gehabt“) keine. „Das ist nun

mal meine Arbeit“, sagt er ganz

nüchtern. Eine gewisse Anspannung

verspürte der von Grund

auf sehr in sich gekehrte Hobby-

Judoka trotzdem „immer wieder“.

Insbesondere bei diesem Einsatz

um Mitternacht, dessen Szenen er

bis dato nur aus Film und Fernsehen

kannte.

Pegida, Fußball,

Grenzkontrollen

Außerhalb des G20-Gipfels war

und ist Andreas Neureuther mit

der Einsatzhundertschaft Königsbrunn

hauptsächlich bei Pegida-

Demonstrationen in Großstädten,

höherklassigeren Fußballspielen

mit möglichem Gewaltpotential

zwischen Fan-Lagern (neulich FC

Memmingen gegen 1860 München)

oder Grenzkontrollen bei

Salzburg (Flüchtlingsstrom) im

Einsatz. Heißt im Normalfall: Demonstranten

werden von ihm und

seinen Kollegen, „wir bewegen

uns immer als geschlossene Einheit“,

lediglich begleitet. Eingegriffen

wird in so einen Demo-Zug

nur dann, falls sich einzelne Querulanten,

die sich unter das friedliche

Volk gemischt haben, plötzlich

vermummen oder Pyros zünden.

„Dann greifen wir diese Personen

gezielt aus der Menschenmasse

heraus.“ Und zwar in voller Montur.

Neureuthers Dienstkleidung

sieht meistens so aus: Einsatzanzug

und -stiefel, Schussweste,

Dienstwaffe, Pfefferspray, Schlagstock

und Helm. Bei „härteren“

Veranstaltungen kommen diverse

Schlagschützer wie Brustpanzer

und Schoner für Schulter, Ellbogen

sowie Schienbein hinzu. „Ein

Schutzschild tragen wir nur in

absoluten Ausnahmefällen“, sagt

Neureuther, der in Hamburg – von

diesem Mitternachtseinsatz abgesehen

– hauptsächlich für die

Sicherung von Straßen zwischen

Flughafen und Messegelände zuständig

war. „Wo die Lage glücklicherweise

durchwegs ruhig war.“

„Ein wenig Trubel

gefällt mir“

Warum sich Andreas Neureuther,

der im März 2017 die Polizeiausbildung

im mittleren Dienst abgeschlossen

hatte, sich überhaupt für

die Einsatzhundertschaft entschieden

hat? „Weil ich noch unbedingt

etwas anderes sehen wollte und

mir ehrlich gesagt ein wenig Trubel

schon immer ziemlich gefallen

hat.“ Bis vor kurzem war er sogar

fest entschlossen, noch eine Stufe

draufzusetzen, sich für das Unterstützungskommando

(USK) zu bewerben.

Das sind unter anderem

diejenigen, die in Hamburg an

vorderster Front im Einsatz waren,

die mit Schutzschild“, sagt er.

Doch aufgrund Freundin, Freunde,

eigener Wohnung und Judo in Peiting

möchte er gerne in Königsbrunn

bleiben, da sich die Fahrerei

dorthin noch einigermaßen

in Grenzen hält – und die Gefahr,

mit Ziegelsteinen von Hochausdächern

beworfen zu werden, dann

doch wesentlich geringer ist. js

september / oktober 2017 | 39


Brauchtum im Lechrain

Omas Kirchweih-Kiachla

sind die allerbesten

Altlandkreis | Kirchweihtanz, Kirchweih-Schutzga,

Betteltanz oder

Kirchweih-Hoagart – im Altlandkreis

gibt es einige Brauchtümer

rund um den dritten Sonntag im

Oktober. Wir haben uns erkundigt,

was es mit dem Kirchweihfest auf

sich hat und ein paar Köchinnen

über die Schulter geschaut, wie

sie die echten Kirchweih-Kiachla

zubereiten.

Eine Anekdote vom diesjährigen

Fronleichnamstag veranlasst uns,

die Hintergründe des Kirchweihfestes

zu erläutern. Ein Feuerwehrmann

sicherte die Fronleichnamsprozession

in einem Dorf im

Schongauer Land ab und wurde

von einem überraschten Autofahrer

angesprochen, was denn

„diese Demonstration da soll“. Voll

gepackt mit Badesachen wollte er

den freien Tag schon genießen,

aber für den eigentlichen Inhalt

des Feiertages zeigte er wenig Verständnis.

Nun zurück zu Kirchweih, wo der

Kirchweihmontag längst dem turbulenten

Arbeitsalltag zum Opfer

fällt. Nur einige Alteingesessene

machen noch am Kirchweihmontag

frei und pflegen die Geselligkeit.

Früher wurde Kirchweih am Sonntag

vor oder nach dem Patrozinium

der jeweiligen Ortskirche gefeiert.

Es fanden Tanzabende, Jahrmärkte

und sonstige Feierlichkeiten drum

herum statt, sodass die Kirchweih

oft mehrere Tage dauerte. Die Bevölkerung

besuchte auch gerne

die Veranstaltungen der Nachbargemeinden,

was der geistlichen

Obrigkeit irgendwann ein Dorn im

Auge war. Im Jahr 1866 wurde deshalb

in Altbayern der dritte Sonntag

im Oktober als einheitlicher

Kirchweihsonntag festgelegt. Nicht

so in Franken, dort wird die „Kerwa“

immer noch um den Jahrestag

der tatsächlichen Kirchen-Weihe

oder um das Patrozinium gefeiert.

Kerwa-Burschen laden zum Tanzabend

ein, ein „Kerwabaum“ wird

aufgestellt und viele Brauchtümer

mehr ranken sich um diese fränkischen

Dorffeste.

Seit 1866 einheitlich

im Oktober

Durch die Vereinheitlichung ist

in Altbayern nicht mehr so viel

an Brauchtum übrig geblieben.

Trotzdem kann man am Kirchweih-

Wochenende einige Traditionsveranstaltungen

im Schongauer Land

besuchen (siehe Veranstaltungskalender).

Die Trachtenvereine Rott

und Hohenfurch laden regelmäßig

zum Kirchweih-Schutzgá ein, wo

eine große Gemeinschaftsschaukel

bei Jung und Alt für Stimmung

40 | der altlandkreis

Appetitmachender Anblick:

Ein Blech voller frischer Kiachla.


Reichlich überzuckert sind diese leckeren

Apfelkiachla, sofort erkennbar an ihrer ringähnlichen

Form.

sorgt. Am Kirchweihmontag treffen

sich die Totengräber des Schongauer

Landes jedes Jahr in einer

anderen Gemeinde, die Jugend

geht zum Betteltanz nach Raisting

oder der Gartenbauverein Kinsau

lädt zum Kirchweih-Hoagart ein.

In Kinsau ist der Zuspruch sehr

rege, über 100 Kiachla und mehrere

hundert Apfelkiachla backen die

Frauen an diesem Nachmittag für

ihre Gäste.

Zwei Becher Mehl,

eine Hand voll Zucker

Auch in vielen Familien wird Kirchweih

noch als Festtag gepflegt und

natürlich muss es dann am Montag

die obligatorischen Kiachla geben.

Das ist wohl in jeder Familie

gleich, die besten

Kiachla macht die Oma!

Also musste für diesen

Artikel Oma Edeltraud

herhalten und uns zeigen,

wie man die echten

„Kiachla“ oder „Auszogene“

macht. Mit der

Zubereitung des Teiges

beginnt Edeltraud Messmer

mindestens zwei

Stunden vorher, wobei man mit ihren

Mengenangaben als Laie nicht

so viel anfangen kann. „Da nimmst

halt zwei Becher Mehl, a Hand voll

Zucker, an Schnitz Butter, a Prise

Salz und zwei Eier“, erklärt Oma

Edeltraud. Die Milch wird leicht

erwärmt und zusammen mit der

Hefe dann eingearbeitet. Der Hefeteig

wird zunächst mit der großen

Küchenmaschine gerührt und dann

auch noch von Hand die letzten

warmen Milchspritzer eingeknetet,

bis er die richtige Konsistenz hat.

„Der Teig darf nicht zu fest sein“,

rät die erfahrene Kiachla-Bäckerin

und ermutigt jede Anfängerin,

es vier bis fünf mal zu versuchen,

bis man ein Gefühl für den richtigen

Teig entwickelt. Dann darf

die Masse mindestens eine Stunde

ruhen, in der sie auf mehr als

das Doppelte aufgeht. Nun werden

vorsichtig kleine Teigkugeln geformt,

die eine glatte Oberfläche

haben und so nochmals ruhen

dürfen. In der Zeit versteht die

Oma keinen Spaß mit ständigem

Küchentüre auf und zu, denn der

Teig soll keine Zugluft erwischen.

In der Zwischenzeit wird das Fett in

einem breiten Topf erhitzt, sodass

die Kiachla darin schön brutzeln

können. Mit bemehlten Händen

werden die Kugeln erst in der Mitte

eingedrückt, dann so lange immer

wieder gedreht oder „auszogen“,

bis innen eine ganz dünne Schicht

und außen eine dicke Wulst entsteht.

Vorsichtig ins Fett einlassen

und auf beiden Seiten goldbraun

rausbacken.

Nebenbei hat Oma Edeltraud noch

eine Gemüsesuppe vorbereitet

und bei dem Geruch im Haus ist

schnell die ganze Familie versammelt.

Am Ende ist grad noch ein

Anstands-Kiachla übrig und damit

machen wir allen Köchinnen den

Vorschlag, sich den Kirchweihmontag

auch zum Kiachlabacken

vorzunehmen.

rg

JAHRE

Einladung

zum

KINOHERBST

mit dem Spielfilm

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Sonntag, 17. September 2017 – 10.30 Uhr

Murnau, Griessbräu-Kino

Sonntag, 24. September 2017 – 10.30 Uhr

Schongau, Das Lagerhauskino

Sonntag, 1. Oktober 2017 – 10.30 Uhr

Penzberg, Kino

Sonntag, 8. Oktober 2017 – 10.30 Uhr

Tutzing, Kurtheater

Sonntag, 15. Oktober 2017 – 10.30 Uhr

Weilheim, STARlight Kino

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Anschließend Gespräche bei Getränken und Brezen

Der Eintritt ist frei.

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september / oktober 2017 | 41


Einzigartiges Bauernhofmuseum in Reinthal

Als Porsche noch Traktoren baute

Reinthal | Die komplette technische

Entwicklung der Landwirtschaft,

verpackt in einem alten, 280 Quadratmeter

großen Kuhstall: So

könnte man das einzigartige Bauernhofmuseum

von Familie Panholzer

in Reinthal bei Obersöchering

beschreiben. Schier unzählig

viele Antiquitäten in allen Größen

und aus verschiedensten Epochen

sind dort ausgestellt. „Und es

könnten noch viel mehr sein“, sagt

Inhaber Anton Panholzer, 54, der

immer wieder alte Schätze angeboten

bekommt, aus Platzgründen

jedoch meistens ablehnt. „Es sei

denn, es ist etwas ganz Außergewöhnliches

dabei.“ Zum Beispiel

ein knallroter Porsche „Standard“

mit 25 PS. Bis Ende der 70er Jahre

produzierte der heutige Luxus-

Schlitten-Hersteller auch Schlepper

für die Landwirtschaft, ehe Renault

diesen Geschäftszweig übernahm.

Der „Standard“ von Panholzer ist

heute rund 14000 Euro wert. „Es

gibt aber auch limitierte Traktoren

von Porsche, die mittlerweile

30000 bis 40 000 Euro wert sind.“

Panholzer schwärmt regelrecht und

verrät, dass neben seinem „Standard“

und der noch kleineren 15 PS

starken „Junior“-Version bald das

größte Porsche-Traktoren-Modell

aus dieser Zeit die facettenreiche

Sammlung seines Bauernhof-Museums

ergänzen wird.

ges, als das Mähen, Pflügen und

Karrenziehen noch mittels purer

Muskelkraft vonstatten ging. Zwischen

den Weltkriegen wurden

Handwerkszeug und Gefährte, zum

Beispiel ein Güllefass aus Holz,

in größeren Dimensionen hergestellt

und die ersten Nutztiere wie

Ochsen oder Pferde vorgespannt.

Im Zuge der militärischen Rüstung

für den Zweiten Weltkrieg

kamen schließlich die ersten motorbetriebenen

Maschinen auf den

landwirtschaftlichen Markt, unter

anderem Traktoren. Einerseits war

die zunehmende Technisierung

eine Erleichterung für die körperlich

schwere Arbeit der Bauern,

andererseits wurde ihnen immer

mehr abverlangt. „Vorher waren

die Bauern einfache Leute, reine

Selbstversorger“, sagt Panholzer.

Unter Adolf Hitler wurde es jedoch

zur Pflicht, prozentual auch fürs

Militär anzubauen und zu ernten.

Zum Beispiel Tabak, der mit einer

speziellen Schere (liegt im Museum

auf dem Fensterbrett) geschnitten

wurde. Auch das Auseinanderfieseln

von Leinen zur Herstellung

von Hemden war damals die Pflicht

der Landwirte und deren Helfer.

Die Soldaten zogen mit dieser Kleidung

in den Krieg.

Führungen für

Schulklassen

Bis heute hat sich in Sachen technischer

Entwicklung derart viel getan,

dass der alte Kuhstall mit noch niedriger

Decke nicht ansatzweise Platz

für topmoderne Traktoren oder Ladewagen

hätte. Dennoch ist es Anton

Panholzer ein großes Anliegen,

Geschichte und Moderne der Landwirtschaft

zu einen. Speziell den

jüngsten Museumsbesuchern, es

kommen regelmäßig Schulklassen

und Kindergartengruppen vorbei,

zeigt er nach 30- bis 45-minütigen

Führungen durch den alten Stall

auch den neuen Laufstall hinter

dem nostalgischen Bauernhaus. 50

bis 60 Milchkühe, „je nachdem wie

viel Futter ich den Sommer über

hereinbringe“, werden dort gehalten.

Das Highlight für die Kinder

sind die kleinen weißen Boxen, in

denen die frischgeborenen Kälber

ihre ersten Stehversuche üben –

und sich durch vorsichtiges Herantasten

auch ganz brav streicheln

lassen. „Das ist natürlich auch ein

Grund, warum so viele Familien bei

uns vorbeischauen.“

Selbstgemachte Kuchen

schwer beliebt

Mit ein Hauptgrund für Besuche auf

dem Hof sind neben den Schätzen

im Museum die Backkünste seiner

Tochter Martina, die das 2008 gegründete

Museumscafé betreibt.

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Mähen und Pflügen

von Hand

Auch wenn der rote Porsche Panholzers

absoluter Liebling ist, die

noch interessanteren Geschichten

verbergen die ältesten Ausstellungsstücke.

Zum Beispiel die

aus der Zeit des Ersten Weltkrie-

42 | der altlandkreis

Familie Panholzer,

fesch versammelt

um das Herzstück

des Museums, ein

Porsche „Standard“.


Museumsführer Anton Panholzer neben alten Abfüllanlagen.

l

zahlreiche Gäste, die es sich in der

Hofeinfahrt zwischen riesiger Linde

und dem Bauernhof-Museum

gemütlich machen. Die Backstube,

in der Martina Panholzer jeweils

freitags und samstags von halb

vier Uhr in der Früh dutzende Stück

Kuchen für je einen Nachmittag in

den Kühlschrank zaubert, befindet

sich ebenfalls im alten Bauernhaus.

Sobald die Gäste kommen, packt

schließlich die ganze Familie mit

an. Getränke, Kuchen und Kasse,

die Anton Panholzer höchstpersönlich

übernimmt, jeder hat seinen

Aufgabenbereich. Es sei denn,

einer der Radlfahrer ist an einer

Museumsführung interessiert – „zu

uns kommen fast ausschließlich

Radlfahrer, weil wir eine sehr ruhige,

etwas abgelegene und nahezu

verkehrsfreie Lage haben“. Dann

unterbricht Panholzer sehr gerne

das Kassieren und erzählt unter

anderem von seinem guten Spezl

Hermann Wimmer. Der ehemalige

Landmaschinenmechaniker bei

Porsche, von dem übrigens auch

der angekündigte große Traktor

kommt, hatte Panholzer damals zur

Gründung des Museums überredet.

2001 dann die Umsetzung, die bis

heute keiner der Beteiligten bereut.

„Natürlich steckt neben der Landwirtschaft

sehr viel zusätzliche Arbeit

dahinter, aber solange wir alle

Spaß daran haben und an einem

Strang ziehen, funktioniert’s.“ Außerdem

sei das Geschäft mit dem

Café ein „nettes Zubrot“ – und die

alten Werkzeuge und Maschinen

ein unbezahlbar wertvolles Zeugnis

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Bauernhofmusem

ist alles zu finden,

was Land- und

Hauswirtschaft

ausgemacht hat.

Die gesamte Anlage am Kreuter Weg ist mittels Schautafeln selbsterklärend gestaltet und jederzeit zugänglich.

Der Zutritt ist kostenfrei - um Spenden zur Erhaltung wird jedoch gebeten.

Führungen finden von Mai bis Oktober jeden Samstag

von 14-16 Uhr statt (bei nasskaltem Wetter können

Führungen ausfallen).

Zusätzlich können jederzeit Führungen über das Büro

der Tourist-Information Peiting gebucht werden.

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september / oktober 2017 | 43


Zu Besuch bei Peter und Wendela Moes

Geigen für die erfolgreichsten

Musiker der Welt

Peißenberg | Am nördlichen Ortsrand

von Peißenberg kreiert ein

trautes Ehepaar Instrumente, die

von den berühmtesten Interpreten

der Welt gespielt und geliebt

werden. Peter und Wendela Moes,

seit 45 Jahren glücklich verheiratet

– und seit mehr als 40 Jahren

Teil der bekanntesten und gefragtesten

Geigen- und Cellobauer

dieser Erde. Dass sich die beiden

nach Hollywood, Manhattan, Boston

und Los Angeles ausgerechnet

in Peißenberg niedergelassen

haben, war nicht unbedingt der

Plan. „Wir haben auch in Italien

etwas angeschaut“, sagt Peter

Moes, der letztlich dann doch nach

Deutschland, sein Heimatland, zurückkehren

wollte. Den Weg in die

Weilheim-Schongauer Gemeinde

haben er und seine Frau dank eines

alten Freundes gefunden – ein

Spezialist für Altbau-Sanierungen,

der Wendela und Peter Moes ein

altes Bauernhaus so herrichtete,

wie es in seinem Ursprung im

Jahre 1501 – von der Feuerstelle

mal abgesehen – ausgesehen hatte.

Seither bauen die Handwerker

ihre edlen Instrumente in der

oberbayerischen Provinz, nicht im

Zentrum New Yorks.

Kunden aus USA,

Japan und Taiwan

Eigentlich müsste man über Peter

und Wendela Moes ein Buch verfassen,

um all die aufregenden

Erfahrungen und Ereignisse der

beiden zusammenzupacken. Kennengelernt

haben sich der geborene

Seeshaupter und die geborene

Amerikanerin aus Boston (Massachusetts)

auf der Instrumentenbau-Schule

in Mittenwald. Damals

hatten die wenigsten Schüler Interesse

daran, die Instrumente, die

sie künftig herstellen, auch selbst

zu bespielen. „Das habe ich nie

verstanden“, sagt Wendela Moes,

die einzig in ihrem Peter jemanden

gefunden hatte, der außerhalb der

Schulzeit mit ihr musizieren wollte.

Dass sich die beiden Hals über

Teamwork seit

mehr als 40

Jahren: Peter

und Wendela

Moes in ihrer

Peißenberger

Werkstätte.

Kopf verlieben, noch während der

Mittenwalder Zeit heiraten und in

der Folge nicht nur privat, sondern

auch beruflich den Rest ihres

Lebens in trauter Zweisamkeit

bestreiten, gilt wohl als seltener

Beweis ewiger Liebe. Noch heute

ist es so, dass Peter und Wendela

Moes, inzwischen 71 und 68, jede

Geige, jedes Cello, von Anfang bis

Ende gemeinsam und im gleichen

Zimmer herstellen. Und zwar ohne

sich gegenseitig auf die Nerven

zu gehen! Und noch immer ist

es so, dass ihre Kunden hauptsächlich

aus Amerika stammen.

Wobei das Paar vereinzelt auch

für Kunden aus aller Herren Länder

baut – Japan, Taiwan, Mexiko,

Finnland oder Frankreich. Kundenkontakt

halten die beiden aufgrund

extremer Entfernungen unter anderem

über Facebook, auf deren

Account sie jeden einzelnen Schritt

des Geigen-Baus mittels Bildern

dokumentieren. „Weil unsere Kunden

großen Spaß daran haben

zu sehen, wie ihre Instrumente

wachsen“, sagt Wendela Moes, die

dank gottgesegnetem Musikgehör











44 | der altlandkreis

lip-Flop und Hausschuhe nach Ma










inlagen nach Ma


für die Stimmung der Geigen und

Celli zuständig ist, während sich

Peter Moes verstärkt um die langwierigen

Hobel- und Stecharbeiten

am edlen Holz kümmert.

Yo-Yo Ma und Hilary Hahn, mit die

berühmtesten und preisgekröntesten

Streicher der Welt, sind nur

zwei Stars der Szene, die unter

anderem mit Cello und Geige von

Peter und Wendela Moes Konzerte

spielen und bestsellerverdächtige

CDs aufgenommen haben. Weil

„Moes & Moes“, so der offizielle

Firmenname, tatsächlich jedes

Instrument komplett von Hand fertigen,

ist jedes Werk ein absolutes

Unikat. Laut Wendela Moes müsse

das auch so sein.

200 Arbeitsstunden

pro Instrument

Allein des Materials wegen könne

man nicht strikt nach einem bestimmten,

immer wiederkehrenden

Rezept vorgehen. Sie spricht

von unterschiedlicher Dichte und

Struktur des aus Südtirol oder

Bosnien bezogenen Holzes, das

sich unterschiedlich bearbeiten

und biegen lässt, demnach auch

unterschiedlich klingt.

Doch bis zum Klang ist es ein langer

Weg: Rund 200 Arbeitsstunden

pro Instrument, aufgeteilt in

derart viele Arbeitsschritte, dass

sich das Ehepaar schwer tut, eine

konkrete Zahl zu nennen. Grob

betrachtet bringen sie in zwölf

Schritten rund 70 Teile in Einklang,

bis Geige oder Cello spielbereit

sind. Zunächst wird gezeichnet

und konstruiert. Anschließend ein

Formbrett hergestellt, um das die

nur ein Millimeter dünnen Seitenwände

angeschmiegt werden.

Fixiert werden diese mittels Leim

an stabileren Holzklötzen. Parallel

wird der Zargenkranz gefertigt,

der Mittelbogen angeleimt, ehe

es an die gewölbten Teile, Boden

und Decke, geht. Die werden

aus zunächst dickeren Holzpatten

durch sogenanntes Stechen (eine

Art Meißeln) immer

dünner gemacht

und abschließend

glattgehobelt. Zwischendrin

wird die

Schnecke, der Kopf

der Geige, produziert,

es werden

Einlagen zur Zierde

eingearbeitet,

F-Löcher für den

Klang aus der Decke

herausgeschnitten,

das komplette

Instrument lackiert

und – wenn alle

anderen Feinheiten

vollbracht sind – das

Instrument mit Saiten

bespannt und

gestimmt. „Unsere

Instrumente zeichnet

aus, dass sie

sehr breitbandig

und ausdrucksstark

gespielt werden können“, sagt

Wendela Moes. Das funktioniere

nur mit größter Erfahrung, ausgesprochenem

handwerklichen

Geschick und eben perfektem Musikgehör.

„Sogar das Lackieren ist

ganz entscheidend für den Klang“,

sagt Wendela Moes, die auch immer

wieder mal Besuch von renommierten

Geigern aus bekannten

Philharmonien wie München,

Berlin oder der Schweiz bekommt,

um deren oft Jahrhunderte alten

Instrumente klanglich wieder in

Form zu bringen.

„Nichts wisst ihr,

weniger als nichts“

Alte, edle Geigen und Celli wieder

auf Vordermann bringen war

viele Jahre das Kerngeschäft von

Peter und Wendela Moes, die nach

ihrer Ausbildung in Mittenwald bei

einem der besten Geigen-Restauratoren

überhaupt anfangen

durften – Hans Weisser, der seine

Werkstätte mitten in Hollywood

hatte. Seine ersten Worte an das

damals junge Ehepaar: „Glaubt

Jung und erfolgreich: Peter und Wendela Moes

in ihrem damaligen New Yorker Geschäft.

nicht, weil ihr in Mittenwald wart,

dass ihr irgendwas wisst. Nichts

wisst ihr, weniger als nichts. Ihr

müsst viel vergessen.“ Trotzdem

erkannte ihr Lehrmeister vom ersten

Tag das herausragende Talent

der beiden, die sich rasch zu den

Stärksten ihres Faches entwickelten

und in der Folge ein eigenes

Geschäft mitten in New York aufmachten.

Der Rummel dort war

groß, zum Restaurieren und Geigenbau

kam ein Instrumentenvertrieb

hinzu. „Irgendwann war

uns das alles zu viel, wir haben

kaum noch Zeit gefunden, unserer

eigentlichen Leidenschaft,

Geigen bauen und restaurieren,

nachzukommen“, sagt Wendela

Moes, die gemeinsam mit ihrem

Ehemann die grenzenlose Stille in

ihrem Peißenberger Bauernhaus

umso mehr zu schätzen weiß. Und

auch die kommenden Jahre die

mit wertvollsten Geigen und Celli

dieser Welt herstellen möchten.

„Denn der Beruf des Geigenbauers

ist eine Berufung ohne Altersbegrenzung“,

sind sich die beiden

einig.

Js

september / oktober 2017 | 45


DAS HEIMATRÄTSEL IM ALTLANDKREIS

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Altlandkreis | Der höchste Punkt im

Altlandkreis liegt mit 1589 Metern

über dem Meer auf der zu Wildsteig

gehörende Niederen Bleick. Einige

unserer Leser waren über diese damalige

Rätsel-Lösung überrascht,

hatten sie doch fest mit dem Hohen

Peißenberg (987 Meter) als höchsten

Punkt in unserem Verbreitungsgebiet

gerechnet. Ähnliches Überraschungspotenzial

birgt nun unser

neues Rätsel. Diesmal suchen wir

nämlich den niedrigsten Punkt im

Altlandkreis, der sicherlich nicht

weniger leicht zu finden ist. Als

kleine Orientierungshilfe empfehlen

wir Ihnen, liebe Leser, sich an

kühlem Nass zu orientieren. Ob es

sich dabei um einen See, Fluss,

Tümpel oder ein kleines Bächlein

handelt? Ob das Gewässer im Norden,

Osten, Süden oder Westen von

Schongau liegt? Um Ihnen die Definition

des gesuchten Punktes zu

erleichtern, haben wir neben dem

„Gewässer-Tipp“ auch eine grafische

Darstellung unseres Verteilgebiets

für Sie aufbereitet – und ein

Koordinaten-Netz darübergelegt.

Schicken Sie uns die Lösung mit

den korrekten Angaben der Koordinaten

(z.B. „E3“) sowie – wenn

möglich – die gesuchte Seehöhe

per Postkarte mit dem Stichwort

„Heimaträtsel“ an „altlandkreis“,

Birkland 40 in 86971 Peiting. Oder

per E-Mail an info@altlandkreis.

de. Da die Gewinner per Post benachrichtigt

werden, Absenderadresse

bitte nicht vergessen. Das

Los entscheidet, der Rechtsweg ist

ausgeschlossen. Zu gewinnen gibt

es auch diesmal fünf Badewelt-

Familienkarten für das „Plantsch

– Badespaß und Saunaland“ – ein

ideales Ausflugsziel für den hereinbrechenden

Herbst. Viel Erfolg! js

46 | der altlandkreis

A

B

C

D

E

F

1 2 3 4 5 6

> > > DES LETZTEN RÄTSELS LÖSUNG

Auf wie vielen Metern die Auerberg-Kirche St. Georg liegt? Das wollten

wir von Ihnen in der vergangenen Ausgabe wissen. Der einfachste

Weg, an die Lösung zu kommen: Internet, Wikipedia, Suchbegriff

„Auerberg“. Schließlich liegt das Gotteshaus auf dem höchsten

Punkt des Hügels mit der einstigen Römerfestung. Wir hätten Ihnen

also auch die noch einfachere Frage stellen können: Wie hoch ist der

Auerberg? Ob über Internet, fundiertes Heimatwissen oder Anrufen

bei echten Auerberg-Kennern – die richtige Lösung von 1 055 Metern

haben uns sehr viele Leser per Postkarte oder E-Mail zukommen lassen.

Das entscheidende Losglück für den Gewinn der insgesamt fünf

Plantsch-Familien-Karten hatten Angelika Müller aus Lechbruck,

Balbina Höck aus Schongau, Christiane Scheuerer aus Hohenfurch

sowie Michael Fichtl und Monika Weidlich aus Peiting. Herzlichen

Glückwunsch.


Franz Erhard lädt zum Gsteiger Finanzgipfel

„Ich möchte den Leuten die Angst nehmen“

4. Gsteiger

Lechbruck | Auf der Gsteig bei

Lechbruck wird nicht nur Golf gespielt.

Das dort stehende Hotel

ist auch ein beliebter Ort für Feierlichkeiten,

Geschäftsessen und

Seminare. Zwei Mal im Jahr hält

darin auch Franz Erhard einen

Vortrag. Der 58-Jährige ist seit

2006 selbstständiger und unabhängiger

Finanzplaner, spezialisiert

auf Investmentfonds. 2016

führte er den Gsteiger Finanzgipfel

ein, der seither zwei Mal jährlich

im Seminar-Raum des Hotels direkt

neben der Golfanlage stattfindet.

Daran teilnehmen dürfen alle

Bürger, die sich für eine langfristige

Geldvermehrung interessieren.

Aus Sicht des Experten habe

speziell die deutsche Gesellschaft

viel zu große Angst vor Investitionen

in Fonds. „Dabei ist das die

einzige Möglichkeit, sein Geld zu

vermehren. Und bei weitem nicht

so riskant, wie viele denken“, sagt

er in Anspielung auf die „noch

lange anhaltende“ Niedrigzinsphase.

Wer ausreichend Zeit und

Geduld mitbringe, sich an regelmäßige

Schwankungen der Kurse

gewöhnt, „die übrigens ganz

normal sind“, habe gute Chancen

auf Renditen in Höhe von fünf, sieben,

ja sogar zehn Prozent. Genau

darauf möchte Franz Erhard beim

Gsteiger Finanzgipfel im Rahmen

eines 20-minütigen Vortrages mit

Finanzgipfel

mit Franz Erhard

Finanzplanung GmbH, Lechbruck am See

am 26.10.2017 um 18:30 Uhr

im Hotel Auf der Gsteig

in Lechbruck am See, Gsteig 1

Franz Erhard (stehend) hält zweimal im Jahr den Gsteiger Finanzgipfel ab.

anschaulichen, grafischen Beispielen

von Kursentwicklungen

näher eingehen. „Meine Aufgabe

als Finanzplaner ist, die Leute

bestmöglich zu beraten, und ihnen

die Angst vor Investmentfonds zu

nehmen“, sagt er über das Ziel

des Seminars, das insgesamt rund

zwei Stunden dauert, mit Aperitif

zur Begrüßung und Drei-Gänge-

Menü auch für das leibliche Wohl

etwas zu bieten hat.

Standesgemäß werden neben

Gastgeber Franz Erhard auch zwei

von ihm eingeladene Finanzexperten

renommierter Fondgesellschaften

einen ebenso kurzweiligen

Vortrag halten. „Ich versuche

immer Vertreter von Gesellschaften

einzuladen, die in der Branche

und unter Insidern schon sehr

bekannt sind, hier in der Gegend

aber kaum einer kennt“, so Franz

Erhard über die Gastredner von

TBF und AB. TBF Global Asset Management

ist eine deutsche Fondgesellschaft

mit Sitz in Singen,

spezialisiert auf aktuelle Themen

und Branchen. AB (AllianceBernstein)

ist eine große englische

Investmentgesellschaft mit Sitz in

London. Deren Hauptaugenmerk

liegt sehr stark auf aufstrebenden,

entwicklungsfähigen Ländern, allen

voran auf dem asiatischen Kontinent.

Aber auch Schwellenländer

wie Argentinien oder Brasilien seien

Länder mit „viel Potential“, wie

es Franz Erhard ausdrückt. Kurz

um: Wer mittels Investmentfonds

Geld verdienen möchte, braucht

vertrauensvolle Berater, die sich

bestens mit der Weltwirtschaft

auskennen. Franz Erhard, vor seiner

Selbstständigkeit 31 Jahre lang

Bankkaufmann der Raiffeisenbank

Steingaden, informiert sich über

den Weltwirtschaftsmarkt durch

viel Zeitung lesen (FAZ und Handelsblatt),

Messe- und Seminarbesuche,

Internetrecherche, aber

auch mal durch Bereisen entwicklungsfähiger

Länder wie beispielsweise

die Philippinen, „wo ich mir

die dort wachsende Infrastruktur

direkt vor Ort angesehen habe“.

Wie das Geschäft mit Investmentfonds

im Detail funktioniert, ist

für den unbedarften Bürger nicht

leicht und auch nicht auf Anhieb

zu verstehen. Die Vorträge auf dem

Gsteiger Finanzgipfel (Donnerstag,

26. Oktober, ab 18.30 Uhr im Hotel

auf der Gsteig) helfen sicherlich zu

besserem Verständnis. Da die Teilnehmerzahl

auf 45 Plätze begrenzt

ist und Unkosten von 20 Euro pro

Person anfallen, wünscht sich

Franz Erhard eine Voranmeldung

unter Telefon 08862 / 932100. js

Das erwartet Sie für nur € 20,00

● Informationspaket zu aktuellen Finanzthemen

● Interessante Vorträge von namhaften

Investmentgesellschaften

● 3-Gänge Menü mit Aperitif

Eintrittskarten erhältlich bei

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und

Tel. 08862-932100 Tel. 08862-98770

september / oktober 2017 | 47

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POLIER SEPP

M. HASEITL


Wissenswertes aus der

Geschäftswelt

„SCHÖNES FÜR FRAUEN“ IN SCHONGAUS ALTSTADT

Biozertifizierte Damenmode

aus neuer Boutique

Schongau | Nach kurzzeitigem Leerstand kehrt im Laden an der Ecke

Amtsgericht-/Weinstraße in Schongaus Altstadt wieder Leben ein. Eva

Maurer aus Peiting eröffnet dort zum 1. September eine Boutique für

farbenfrohe Damenmode und dazu passende Accessoires. Unter dem

Motto „Schönes für Frauen“ legt die Geschäftsfrau nicht nur Wert

auf ausgewählte Kleidung aus hochwertigen Materialien, sondern

wirft auch einen kritischen Blick hinter die Kulissen des klassischen

Verkaufs. „Wenn es um Mode geht, wird das Thema Nachhaltigkeit

oftmals vergessen“, sagt sie. Mittlerweile aber gebe es immer mehr

Hersteller, die fair produzierte, topmodische Kleidung ohne den Einsatz

von Chemikalien anbieten – und das zu einem erschwinglichen

Preis, der in vielen Fällen nicht höher als der bei konventionell hergestellter

Ware ist. „Etwa die Hälfte der Mode, die bei mir im Laden

angeboten wird, ist biozertifiziert. Das ist ein absoluter Trend und hier

Eva Maurer hat Damenmode für jeden Anlass zu bieten.

in Schongau definitiv neu“, verspricht Eva Maurer, die pfiffige und legere

Kleidung für Frauen aller Altersgruppen ins Sortiment aufnimmt

– und auch außerhalb der Geschäftszeiten (von Montag bis Freitag

zwischen 9.30 und 18 Uhr, am Samstag von 9.30 bis 14 Uhr) sich gerne

Zeit nimmt für eine persönliche, typgerechte Mode-Beratung zu

grundverschiedenen Anlässen.

js

NEUER GESCHÄFTSZWEIG IN TRADITIONELLER KFZ-LACKIEREREI

Kostengünstige Reparatur von Kleinstschäden

Schongau | Seit 1949 existiert in der Drosselstraße 3 in Schongau die

KFZ-Lackiererei Langhammer. Inzwischen wird der Familienbetrieb in

dritter Generation geführt. Während sich die beiden Cousins Jürgen

und Robert Langhammer bis dato um die klassische KFZ-Lackiererei

kümmerten, hat sich Robert Langhammer Anfang 2017 zusätzlich auf

einen neuen Geschäftszweig namens „SmartRepair Pfaffenwinkel

spezialisiert. Im Rahmen dessen werden ausschließlich Kleinstschäden

wie Beulen und Kratzer an Karosserie und Felge professionell

ausgebessert. Robert Langhammer verspricht „eine schnelle und

kostengünstige Reparatur, die maximal nur drei bis vier Stunden

dauert“. Währenddessen bekommt der Kunde

kostenlos ein Leihfahrzeug zur Verfügung gestellt.

Termine für „SmartRepair“ können online

auf www.smartrepair-pfaffenwinkel.de gebucht

werden, damit der Kunde per Mausklick erkennt,

ob und zu welcher Uhrzeit noch Termine

frei sind. Des Weiteren bietet Robert Langhammer

Leasing–Rückgabe-Checks an, um großen

„Überraschungen“ im Zuge der Fahrzeugrückgabe

vorzubeugen.

js

Stolz präsentiert Robert Langhammer seinen

neuen Leihwagen für künftige Kunden.

september/oktober 2017 | 49


Bulldogwallfahrt der Pfarreiengemeinschaft Lechrain

100 Traktoren tuckern

den Berg hinauf

Reichling | „Des is ja der Bulldogpfarrer.“

Diesen Spruch bekommt

Prodekan Michael Vogg immer

wieder zu hören. Irgendwie ist er

sogar stolz auf diesen Titel, denn

neben all dem Einsatz in den sechs

Gemeinden der Pfarreiengemeinschaft

Lechrain hat er das Hobby

mit den Oldtimer-Traktoren für sich

entdeckt. Zusammen mit Apfeldorfs

Bürgermeister Georg Epple organisiert

er am Tag der Deutschen Einheit,

3. Oktober, die bereits fünfte

Bulldogwallfahrt. Diesmal geht es

auf den Hohen Peißenberg.

Vor sechs Jahren kaufte sich Michael

Vogg zusammen mit dem

Reichlinger Lars Scharding einen

„Allgaier“, Baujahr 1952. Mit einem

Zylinder und 16 PS sah man

ihn öfters gemütlich zur Abendmesse

oder zum Kommunionunterricht

mit seinem „Schnauferl“

fahren. Nach einer Festmesse saß

Vogg einmal in geselliger Runde

mit Apfeldorfs Bürgermeister Georg

Epple zusammen. „Für was

braucht ein Pfarrer einen Bulldog“,

witzelte Epple, doch Michael Vogg

gab schlagfertig zurück: „Für eine

Wallfahrt, weil es einem Bürgermeister

auch nicht schaden tät, in

Seit fünf Jahren organisieren Pfarrer Michael Vogg (li.) und Bürgermeister

Georg Epple eine Bulldogwallfahrt.

die Kirche zu gehen.“ Daraus resultierte

die Bulldogwallfahrt.

Erste Wallfahrt

mit 105 Traktoren

Die Wallfahrtskirche Maria Hilf

in Speiden (zwischen Seeg und

Pfronten) wurde auserkoren und

auch wenn als Abfahrtszeit fünf

Uhr morgens ausgeschrieben

wurde, meldeten sich 105 Fahrzeuge

an. Damit hatten die beiden

Organisatoren nicht gerechnet,

nun musste akribisch die Route

ausgearbeitet werden mit möglichst

vielen Nebenstrecken oder

Feldwegen, damit der Tross an

Traktoren nicht zur Verkehrsbehinderung

wird. Genehmigungen

mussten eingeholt, die Polizei der

drei beteiligten Landkreise informiert

und die Route mehrmals

abgefahren werden. Aber alles

verlief reibungslos. Auf der 60 Kilometer

weiten Strecke blieb zwar

ein Bulldog liegen, doch auch an

so etwas hatte man gedacht und

mit dem modernen Begleit-Traktor

von Hermann Kümmerle das Fahrzeug

aufgelesen. Die morgendliche

Fahrt sowie die Wallfahrtsmesse

waren für alle Teilnehmer ein

nachhaltiges Erlebnis und am Ende

kehrte man noch gesellig in einer

Brauerei-Gaststätte ein.

184 alte Bulldogs

in Sulzschneid

Ein Jahr später hatte man bereits

enge Kontakte zu den Bulldogfreunden

Sulzschneid. Gleich 184

Traktoren nahmen mit ihren Fahrern

an der Hl. Messe in der dor-

50 | der altlandkreis


Am Ende erteilt Pfarrer Michael Vogg allen

Fahrzeugen und Fahrern den Wallfahrtssegen.

tigen St. Pankratius Kirche teil. Die

zweite Wallfahrt führte zum Feuerwehrfest

nach Seeg. Die dritte

wieder nach Speiden, jedoch mit

weniger Wetterglück. „Da sind wir

gut nass geworden“, erinnert sich

der Geistliche. Schließlich sind die

meisten der alten Vehikel ohne Kabine

oder Dach, sodass die Fahrer

auf der gut 50 Kilometer weiten

Strecke völlig durchnässt wurden.

Nach ihrem morgendlichen Start

konnten sie in so manchem Hof

einen vorbereiteten Traktor stehen

sehen, dessen Fahrer bei dem Wetter

lieber im Bett liegen geblieben

ist. Trotzdem waren 65 Fahrzeuge

dabei. Wesentlich erfolgreicher

war wiederum die vierte Bulldog-

Wallfahrt nach Hofen am Auerberg

mit weit über 100 Traktoren.

den unterschiedlichsten

Menschen blicken.

Auch manch nette

Anekdote können die

beiden Organisatoren

preisgeben. Bei ihrer

ersten Fahrt nach Speiden

beispielsweise rief

sie Hans Schneider an

und meinte, „wenn

ihr ohne Ortskenntnis

durch den Sulzschneider

Forst fahrt, dann könnt ihr

dort noch Waldweihnacht feiern“.

Also fuhr der Hans durch das große

Waldgebiet voran. Es gibt auch

immer wieder Fahrer, die mit einem

Traktor ohne Kennzeichen und

Versicherung teilnehmen möchten.

Doch da wurde gleich ein Riegel

vorgeschoben: mit der Anmeldung

muss eine Kopie des Versicherungsscheines

vorliegen.

Fünftes Ziel:

der Hohe Peißenberg

Mittlerweile bestehen Freundschaften

zu Bulldog-Vereinen bis

nach Franken oder eben Hohenpeißenberg.

So entstand nun auch die

Idee der Bulldogwallfahrt auf den

Hohen Peißenberg.

Diesmal treffen sich die Wallfahrer

auf vier Rädern am Tag der Deutschen

Einheit, ein Dienstag, ab 7.15

Uhr an der Reichlinger Mehrzweckhalle.

Nach einem Morgengebet

macht man sich auf den Weg, auf

dem weitere Traktoren dazustoßen

werden. Schon kurz nach der Landkreisgrenze

werden die Lechrainer

von den Bulldogfreunden Hohenpeißenberg

empfangen und in der

Nähe der Birkländer „Zauberhütte“

wird eine Kaffeepause eingelegt.

Bis etwa zehn Uhr möchte man den

Hohen Peißenberg auch mit meist

wenigen PS erklimmen, um pünktlich

auf 10.30 Uhr eine Hl. Messe in

der dortigen Wallfahrtskirche feiern

zu können. Ausklingen soll der

Tag mit einer Einkehr im Gasthaus

„Bayerischer Rigi“, Uhrzeit und

Weg der Rückfahrt ist den Teilnehmern

letztlich selbst überlassen.

Die Frage, ob schon weitere Pläne

geschmiedet sind, halten sich die

beiden Organisatoren offen. „Bestimmt

ergibt sich bei der diesjährigen

Wallfahrt wieder ein neues

Ziel für nächstes Jahr“, sagt Georg

Epple, der sich schon ungemein

freut auf diverse Fachgespräche

mit Bulldog-Freunden aus auch

weiterer Umgebung.

rg




















Mit den Fahrern ins

Gespräch kommen

Neben den schönen Erlebnissen

bei den Bulldogfahrten sind für

den Pfarrer noch andere Aspekte

wichtig. „Man kommt immer mit

jemandem ins Gespräch“, kann er

auf viele interessante Kontakte mit

> > > INFORMATION

Bulldogwallfahrt auf den Hohen Peißenberg

Dienstag, 3. Oktober – Treffpunkt um 7.15 Uhr an der Mehrzweckhalle

Reichling. Anmeldungen bis Sonntag, 10. September im

Pfarrbüro Reichling oder unter www.pg-lechrain.de

Alles hausgemacht von Meisterhand ...

an der Theke:Kuchen,Semmeln,Brezen,Brot,Baguette,...

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21. Oberland-Ausstellung in der Kreisstadt

300 Aussteller aus

28 Branchen in Weilheim

Weilheim | Vom 29. September bis

3. Oktober steht Weilheim Kopf.

Der Grund: Die 21. Oberland-Ausstellung,

kurz ORLA, die alle zwei

Jahre auf dem Volksfestgelände an

der Wessobrunner Straße stattfindet.

Rund 300 Aussteller aus 28

Branchen werden sich in diesen

fünf Tagen jeweils von 10 bis 18

Uhr den Besuchern präsentieren.

Federführend organisiert wird

die Großveranstaltung wie schon

2015 von Josef Albert Schmid, 45,

Messeorganisator „seit ich sechs

Jahre alt bin“. Schon als kleiner

Bub wurde er von seinem Vater

mitgenommen in die Welt der

sechs bis sieben Messen, die der

Familienbetrieb jährlich in Bayern

und Baden-Württemberg auf die

Beine stellt. „Die ORLA zählt zu

den größeren“, sagt Josef Albert

Schmid, der 2017 mit rund 30 000

ORLA-Chef Josef Albert Schmid

Besuchern rechnet (2015 waren es

34 000 Besucher und 320 Aussteller)

– und ihnen ein ähnlich buntes

Programm wie vor zwei Jahren

garantiert.

Dahinter steckt extrem viel Telefon-

und E-Mail-Arbeit. Bereits

vor einem Jahr hat Josef Albert

Schmid gemeinsam mit einem

fünf- bis siebenköpfigen Team

begonnen, alle möglichen Firmen

und Aussteller zu kontaktieren, sie

zu fragen, ob sie sich einen Stand

bei der Oberland-Ausstellung 2017

vorstellen könnten.

Schwerpunkt

„Bauen & Wohnen“

Kontakte knüpfte Josef Albert

Schmid auf ganz unterschiedliche

Art und Weise. „Wir Blättern

Gewerberegister durch, lesen lokale

Zeitungen, durchstöbern das

Internet und soziale Netzwerke.“

Neben zahlreichen hiesigen Betrieben,

Vereinen und Behörden

werden sich auch auswärtige Aus-

52 | der altlandkreis


steller zeigen. „Mit Produkten, die

hier in der Region niemand hat“,

sagt Josef Albert Schmid, der auf

gar keinen Fall Konkurrenz zu hier

ansässigen Firmen schaffen möchte,

gleichzeitig aber großen Wert

darauf legt, dass der Besucher „so

viel Auswahl wie möglich hat“.

Bislang ist ihm die Angebots-Vielfalt

auf der ORLA geglückt. „Die

Resonanzen 2015 waren durchwegs

positiv“, sagt er. Auch aus

geschäftlicher Sicht für die Aussteller?

„Die meisten schweigen

darüber, aber die Tatsache, dass

einige, die 2015 schon dabei waren,

auch heuer wieder kommen,

zeigt, dass es sich gelohnt hat.“

Heißt: Der Kern der Aussteller war

bereits vor zwei Jahren am Start.

Rund ein Drittel wird im Vergleich

zur damaligen Ausstellung jedoch

neu sein. Ein absoluter Kracher

dürfte der Stand des US-amerikanischen

E-Auto-Primus TESLA

Impressionen der letzten Oberland-Ausstellung

2015 auf dem

Weilheimer Volksfestplatz.

werden, der mit zwei seiner luxuriösen,

PS-starken Wagen vor Ort

sein wird. Neu ist auch das Regional-Zelt

„Heimat erleben“, wo

unter anderem ein eigens für die

ORLA gemachter Käse präsentiert

und verkauft wird. Den Schwerpunkt

bei der ORLA-Organisation

legte Josef Albert Schmid jedoch

auf das Thema „Bauen & Wohnen“,

das in den Köpfen der Menschen

eine immer größere Bedeutung

habe – und kaum an einem

Ort so umfangreich zur Schau

gestellt werden kann wie auf der

Oberlandausstellung, wo Maurer,

Zimmerer, Gärtner und Architekten

in einer Halle zu finden sind,

der Kunde beim Rundgang somit

alle für den Hausbau relevanten

Betriebe und Büros direkt um

sich hat.

Weilheimer Wiesn

und Blaulichttag

Insgesamt wartet die ORLA 2017

mit einem Festzelt, zwei kleineren

und acht großen Ausstellungshallen

mit einer Gesamtfläche von

rund 7 000 Quadratmetern auf,

die größtenteils t einem jeweiligen

Schwerpunkt-Thema zugeordnet

sind. Neben der ohnehin auf dem

Gelände stehenden Stadthalle

Weilheim wurden die anderen,

durchwegs beheizten Hallen, vom

Organisatoren-Team nach Weilheim

transportiert und aufgebaut.

Darüber hinaus ist auch im Außenbereich

des Messegeländes

jede Menge geboten. Unter anderem

zeigt der Hundesportverein

Weilheim die Sparte „Agility“, die

Kreisverkehrswacht bietet kostenlosen

Fahrrad-Check für jedermann

an und TESLA baut aller

Voraussicht nach einen E-Parcours

auf.

Allerlei kulinarische

Köstlichkeiten

Da 30 000 Besucher bekanntlich

Durst und Hunger mitbringen, hat

sich Josef Albert Schmid auch

september /oktober 2017 | 53

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kulinarisch jede Menge einfallen

lassen. Über alle fünf Tage bieten

Food-Trucks unterschiedlichste

Köstlichkeiten an. Am Freitag und

Samstag (29./ 30. September) findet

die „Weilheimer Wiesn“, ganz

klassisch mit Maß Bier und Hendl-

Haxn im Festzelt statt, wo auch an

den anderen Tagen für beste bayerische

Küche gesorgt wird. Es wird

auch einen Fischstand, original

Südtiroler Speck, Softeis und vieles

mehr geben.

Besonders interessant dürfte auch

der Blaulichttag ag am Sonntag, 1.

Oktober, werden. THW, Feuerwehr

und andere Rettungskräfte

werden dann ihre Fahr- und

Werkzeuge mit verschiedenen Aktionen

recht einsatznah Jung und

Alt demonstrieren. „Da ist Action

geboten“, verspricht Josef Albert

Schmid, der nicht nur für die Weilheim-Schongauer

Rettungskräfte

lobende Worte findet. „Die Weilheimer

sind ausgesprochen nett

und hilfsbereit, ein aktives Volk,

das Lust hat Neues anzupacken,

gleichzeitig aber tief verwurzelt

ist mit Traditionen. Das ist eine

gute Kombination, an der ich als

Messe-Organisator großen Spaß

habe.“

js

> >> > NÄHERE ORLA-INFORMATIONEN

Wer sich detailierter über Programm und Rahmenbedingungen

der Oberland-Ausstellung 2017 informieren möchte, kann sich im

Organisationsbüro der Firma Schmid unter Telefon 09074 / 922070

oder per E-Mail info@jws.de melden. Außerdem gewährt die Internetseite

www.orla-weilheim.de tieferen Einblick in das fünftägige

Messe-Geschehen.

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Wildsteiger Bauunternehmen feiert auf der ORLA

50 Jahre mit „Herz und

Verstand“

Wildsteig | Heute ist die Johann

Buchner GmbH aus Wildsteig in

erster Linie für die spektakulären

„Holz100-Häuser“ bekannt, die im

Rohbau komplett ohne Leim und

Chemie auskommen. Sämtliche

Bauteile werden durch ein patentiertes

Verfahren aus quellenden

Holznägeln verbunden. Mit diesem

Bauverfahren erreichen die Holzhäuser

von Buchner einen Dämmwert

mit Rekordniveau. Ganz nebenbei

verfügen die Häuser über

ein nahezu perfektes Raumklima

und wirken auch Elektrosmog

(99%) und Hochfrequenzstrahlung

(Mobilfunk) positiv entgegen. Erst

kürzlich aber gab es einen ganz

anderen Grund, dass zahlreiche

Geschäftspartner sowie alle Mitarbeiter

des Bauunternehmens

mit Sitz in Wildsteig zusammengekommen

waren: genau 50 Jahre

ist es her, dass Zimmerermeister

Johann Buchner im beschaulichen

Morgenbach seinen Betrieb gründete.

Nach einer weiteren Ausbildung

zum Maurermeister konnte

der Betrieb schnell in ein Bauunternehmen

gewandelt werden, das

sowohl Holz- als auch Ziegel- und

Betonbau beherrschte. Dies alles,

so betonte Bürgermeister Josef Taffertshofer

auf der Jubiläumsfeier,

sei umso höher zu bewerten, weil

damals in Wildsteig

ein Bauverbot ausgesprochen

wurde. Wie

gut das Klima innerhalb

des Unternehmens

von Anfang an

war, zeigt, dass bei

der Ehrung von Mitarbeitern

ein Kollege

aus der Gründungszeit

des Unternehmens, nämlich

nach 49 Jahren, in den Ruhestand

verabschiedet werden konnte. Und

auch heute täuscht der Eindruck

nicht, dass die Mitarbeiter voll und

ganz hinter dem Unternehmen

stehen.

Holzhaus-Bau

in Moskau

Bereits 1975 stieg Thomas Klein,

heute zusammen mit seinem Sohn

Stefan Geschäftsführer des Unternehmens,

in die Firma ein. Nach

dem überraschenden Tod von Johann

Buchner im Jahr 2002 gelang

es Thomas Klein, das Unternehmen

sehr zukunftsorientiert weiter

auszubauen, und Dank eines

Bauinteressenten, der schon damals

unbedingt ein „Thoma-Haus“

bauen wollte, bahnte sich schnell

der Kontakt zu Erwin Thoma, dem

Holzhaus-Papst aus Österreich an.

Innungsmeister Michael Andrä überreichte den

Jubilaren eine Ehrenurkunde der Zimmerer-

Innung Oberland.

Seit nunmehr 14 Jahren ist aus

dieser ersten Verbindung eine

erfolgreiche Partnerschaft geworden,

aus der etwa 100 Holzhäuser

in näherer, aber auch weiterer

Umgebung entstanden sind, eines

davon sogar in Moskau, wovon die

Handwerker noch immer gerne

erzählen. Heute ist der Thoma-

Holzhausbau ein Zweig des Wildsteiger

Bauunternehmens, der

aber immer noch durch den Betonbau

(z.B. für Keller) und auch

den Massiv-Ziegelbau ergänzt

wird. Nicht zu vergessen ist der

klassische Zimmereibetrieb, der

nicht selten bei Sanierungen zum

Einsatz kommt. Wer sich für diese

große Bandbreite des Unternehmens

interessiert, kann auf der

Oberland-Ausstellung auch auf

das Jubiläum mit den Inhabern

anstoßen. In Halle D zeigen Thomas

und Stefan Klein detailliert,

was es mit Holz100, aber auch mit

Buchner-Bau auf sich hat. op

Thomas und Stefan Klein (ganz

rechts) mit den für langjährige

Mitarbeit geehrten Kollegen. Darunter

auch Sepp Mayr, der nach

49 Jahren direkt in den Ruhestand

verabschiedet wurde.

Unsere kommenden

Veranstaltungen:

29.09.17:

ab 19.00 Uhr, Eintritt frei (Hutgabe)

Irischer Abend mit John Herb & friends

30.09.17:

ab 20.00 Uhr, Eintritt frei (Hutgabe)

Marketa – Rock, Pop, Country

27.10.17:

19.30 Uhr, Eintritt 5,00 €

Lesung mit Dinesh Bauer,

„Brauner Mit Schuss“

Betriebsruhe: 02.11.2017 - 07.12.2017

Kunstcafé

am Tor

Inhaber:

Lena Kaufmann-Friedberger

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september/oktober | 55


Ralf Bornheber

und sein seltener Beruf

Der lizenzierte Flugzeugprüfer

Peiting | Sobald Ralf Bornheber

Spiegel und Taschenlampe in die

Hand nimmt, bleibt keine lockere

Schraube, keine Delle in der Karosserie

und kein lockeres Zugseil

unentdeckt. Der 52-jährige

Peitinger ist Flugzeugprüfer, übt

damit einen der seltensten Berufe

Deutschlands aus. „In Europa

gibt es ein paar mehr, bundesweit

sind wir zu sechst“, sagt er. Wenngleich

er ausdrücklich betont, ausschließlich

für in den USA zugelassene

Flieger zuständig zu sein,

die jedoch weltweit geflogen und

auch geparkt werden. Theoretisch

und in Sachen Know-How könnte

Bornheber nahezu jedes Flugzeug

aufbauen, in Einzelteile zerlegen

und kontrollieren. Spezialisiert

ist er allerdings auf ein- und

zweimotorige Sportflieger sowie

kleinere Passagier-Flugzeuge mit

Platz für 19 Personen. In der Gegend

prüft er beispielsweise den

Privat-Flieger eines Schongauer

Unternehmers, der eben ein amerikanisches

Modell besitzt. Auch

ein Arzt aus Füssen gehört zu seinem

Kundenstamm.

Bornheber, die

Allzweckwaffe

Die meiste Zeit seiner Arbeit verbringt

Ralf Bornheber jedoch am

anderen Ende der Welt. Zunächst

15 Jahre in Las Vegas, ganz nah

am Grand Canyon. Mittlerweile

in Bangladesch, wo er für drei bis

sechs Monate pro Jahr längst nicht

nur die dortigen Militär-Flieger

prüft, sondern auch Mechaniker

schult und Piloten einweist.

Lehrer, Mechaniker und Pilot:

Ralf Bornheber ist in der Flieger-

Branche eine rar gesäte Allzweckwaffe.

Bereits als Kind tüftelte er

an Modellfliegern, bekam nach

Abschluss der Hauptschule jedoch

keine Lehrstelle als Flugzeugmechaniker,

absolvierte erst mal eine

Ausbildung zum Schreiner. Sozusagen

über Umwege und mit Hilfe

seines Vaters kam er – zunächst

als Urlaubsvertretung – endlich zu

seinem Traumberuf: Mechaniker

bei Dornier, ein deutscher Flugzeughersteller,

der im oberbayerischen

Oberpfaffenhofen sitzt,

inzwischen aufgekauft von der

Schweizer Firma Ruag. 13 Jahre

lang reparierte und montierte Ralf

Bornheber Business-Jets wie die

Cessna Citation, Challenger oder

Dornier 228. Als ein Kunde aus

Las Vegas zwei dieser Dornier-

Modelle kauft und obendrein einen

Mechaniker sucht, nutzt Ralf

Bornheber die Gunst der Stunde

und erfüllt sich seinen großen

Traum amerikanischer Freiheit. Er

kündigt bei Dornier, arbeitet die

kommenden 15 Jahre für diesen

Amerikaner, der von Las Vegas aus

Touristen über den Grand Canyon

fliegt. Eine für Bornheber geniale,

aber auch intensive, nervenaufreibende

und karrierefördernde Zeit.

Zunächst erwirbt er die amerikanische

Flugmechaniker-Lizenz,

„weil ich mit meiner Ausbildung

in Deutschland in Amerika nicht

zugelassen wurde“. Darüber hinaus

setzt er den Pilotenschein,

erst den einfachen, dann denfür

Schlecht-Wetter-Flüge“ obendrauf.

Der Traum vom ganz großen

Piloten-Schein, der ihm Passagier-

Transport erlaubt, bleibt ihm zwar

verwehrt. „Das war lange mein

großes Ziel, damit ich nicht nur

aus Mechaniker-, sondern auch

aus Pilotensicht bestmöglich ausgebildet

bin und mir keiner was

Vormachen kann.“ Doch die Prüfung

der höchsten mechanischen

Ausbildung, die ihm bis heute die

TÜV-Abnahme amerikanischer

Flugzeuge erlaubt, schafft der Peitinger

mit Bravour – und hat in Sachen

„Vormachen“ trotzdem keine

Probleme. Denn als Co-Pilot seines

amerikanischen Arbeitgebers

steigt Ralf Bornheber bis zu drei


Kritischer Blick: Ralf Bornheber bei einer Flugzeugprüfung.

Mal wöchentlich mit in die Luft,

kennt die weltberühmte Schlucht

des Canyons ebenso in und auswendig

wie Aufbau und Flugverhalten

der Flieger, die von ihm

nach 50 Flugstunden grob, nach

100 Flugstunden umfangreich

durchgecheckt werden. Dieser 50-

und 100-Stundencheck sei ebenso

Pflicht wie die große Jahresprüfung,

die mit der HU an Autos zu

vergleichen ist, jedoch jährlich,

nicht zweijährlich gemacht wird.

Das gilt übrigens für alle Flugzeuge,

auch für in Deutschland

zugelassene“, sagt Bornheber.

Wenngleich die großen Airlines

wie Lufthansa ihr eigenes Personal

für die TÜV-Abnahme ihrer monströsen

Maschinen führen. Heißt:

Verglichen mit dem Auto-TÜV

werden Großflugzeuge firmenintern,

nicht von externen Spezialisten

durchgecheckt.

Lehrer in

Bangladesch

So ein „externer“ Mann vom Fach

ist Ralf Bornheber seit 2013, seit er

wegen Rückenproblemen die reine

Mechaniker-Arbeit nicht mehr

ausüben kann, sich daraufhin

selbstständig gemacht hat. Sein

ehemaliger Arbeitgeber Dornier

(heute Ruag) bekam davon Wind

und bot ihm diesen verantwortungsvollen

Job in Bangladesch

an, wo er das dortige Personal fit

macht für die Flieger, die Bornheber

aus dem FF kennt wie kein

Zweiter. Die Schwierigkeit dort:

Das Personal ist extrem schwach

qualifiziert. „Denen musst du

wirklich erst erklären, was ein

Schraubenzieher ist, wie man

ihn ansetzt, dass die Schraube

beim nach rechts Drehen rein und

beim nach links Drehen wieder

rausgeht.“ Das Traurigste sei laut

Bornheber, dass er am nächsten

Tag erneut bei A anfangen müsse.

Bei der TÜV-Abnahme muss er

sich nicht mit unqualifizierten,

erwachsenen Schülern herumärgern,

die ihm – bei allem Ärger –

trotzdem ans Herz gewachsen

sind. Sobald er eine Maschine auf

Herz und Nieren getestet und die

Ergebnisse protokolliert hat, liegt

es letztlich am Flugzeughalter, etwaige

Mängel zu bereinigen – erst

wenn alle Schäden behoben sind,

prüft Bornheber den jeweiligen

Flieger erneut, gibt dann im Falle

eines „alles Ok“ mit seiner Unterschrift

grünes Licht für weiteren

Flugbetrieb.

Wie lange Ralf Bornheber für sein

privates Ok noch warten muss,

kann er Stand jetzt schwer einschätzen.

Während seiner zwischenzeitlichen

Heimataufenthalte

in Peiting konstruiert er seit geraumer

Zeit einen Kunstflugdoppeldecker

„Pitts M12“. Bei Fertigstellung

soll der motorisierte

Zweisitzer weit über 100000 Euro

wert sein. Sogar die Sitzschalen

aus Carbon fertigt er aus eigener

Hand. „Ich habe mir immer

geschworen, wenn ich mal einen

eigenen Flieger besitze, dann von

mir selbst gebaut, so muss ich keinem

anderen vertrauen“, sagt er,

grinst und träumt bereits – nach

15 Jahren USA und der höchsten

Flugmechaniker-Ausbildung – von

seinem dritten großen Lebenstraum:

dem ersten Flug mit seinem

amerikanischen „Baby“. Auf

dem Rücken über Peiting. js

Mit Spiegel und

Taschenlampe:

Ralf Bornheber aus

Peiting bei der Inspektion

eines US-zugelassenen

Kleinflugzeugs.

september/oktober embe

tober 2017 | 57

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Jubiläumskonzert im Schongauer Jakob-Pfeiffer-Haus

65 Nachwuchsmusiker

aus zwölf Orten

Schongau I Der Blasmusikverband

Bezirk Oberland feiert heuer

65-jähriges Bestehen – und das in

einer ganz speziellen Form. Unter

dem Motto „Jahr der Jugend“ laden

65 Jungmusiker, darunter 30

Mädchen und 35 Buben aus zwölf

verschiedenen Orten, zu einem nie

dagewesen Konzert ins Schongauer

Jakob-Pfeiffer-Haus. Das Groß

der teilnehmenden Trompeter,

Flötistinnen und Klarinettistinnen

stammt aus der Gastgeberstadt

Schongau sowie den Orten

Schwabsoien und Bernbeuren. Ergänzt

wird das Team mit Talenten

aus Weilheim, Polling, Huglfing,

Eberfing, Peiting, Apfeldorf, Burggen,

Lechbruck und Schwabbruck.

Allein die Angehörigen und Freunde

der Protagonisten versprechen

eine stolze Zuschauerzahl, sodass

der Bezirk statt ursprünglich einem

Konzertabend nun auch einen Konzertnachmittag

mit je 300 Sitzplätzen

fest eingeplant hat.

Hilfsbereitschaft

für die Jüngsten

Bis Mitte Mai konnten sich die

Nachwuchsmusikanten für die Teilnahme

am Bezirksjugendorchester

bewerben. Grundvoraussetzung

hierfür: Das Leistungsabzeichen in

Bronze, das ein gewisses Können

an Instrument und Notenblatt garantiert.

„Zudem achten wir darauf,

dass pro Register mindestens

ein erfahrenerer Musiker dabei

ist“, sagt Julia Just, 22, Germanistikstudentin

aus Schongau, die das

Konzert gemeinsam mit Katharina

Fastner, Johanna Braun und Patricia

Graf auf die Beine stellt. Dementsprechend

groß ist auch die Altersspanne.

Der jüngste Teilnehmer

ist gerade mal elf Jahre jung und

bekommt vom ältesten Teilnehmer,

immerhin 25, wertvolle Tipps

bei den insgesamt fünf Proben, die

hauptsächlich im Schongauer Köhlerstadel

stattfinden. Einstudiert

werden dort mehr als zehn Stücke

aus verschiedensten Musikrichtungen.

Das Genre reicht von Traditionellem

wie „Blasmusik im Her-

58 | der altlandkreis


zen“ von Alexander Pfluger über

Modernes, zum Beispiel „Gershwin

Classics“ von Michael Sweeney und

„Best of Beatles“ von John Moss, bis

hin zu Klassischem a la „La Belle

Helene“ von Jim Mahaffey.

Eine besondere Herausforderung

kommt auch auf die sich abwechselnden

Dirigenten Bernd Schuster

(Bezirksdirigent aus Polling), Marcus

Graf (Dirigent der Schongauer

Stadtkapelle) und Susi Zwick (Bezirksjugendleiterin)

zu, die diesen

bunt zusammengewürfelten

„Haufen“ Nachwuchsmusiker in

kürzester Zeit auf ein musikalisch

einheitliches Level bringen möchten.

„Viele der Teilnehmer kennen

die Dirigenten noch nicht und müssen

sich auf deren Dirigierstil erst

mal einstellen. Sie lernen dabei

zwar viel, aber es ist auch mit viel

Arbeit für jeden Einzelnen verbunden“,

sagt Julia Just, die als eine

der älteren Teilnehmerinnen speziell

auf die Jüngsten achten möchte.

„Die sind erfahrungsgemäß recht

schüchtern und trauen sich während

der Proben oft nichts fragen.“

Gerade während der Vorbereitung

gilt es die Jüngsten aktiv in Diskussionen

über Noten-, Takt- und

Betonungspassagen einzubinden,

während sich bereits ältere, erfahrenere

Teilnehmer in der Regel

von Haus aus zu Wort melden, um

best- und schnellstmöglich das

gewünschte musikalische Level zu

erreichen.

Freier Eintritt

für alle

Das vielversprechende Konzert,

bei dem auch seltene Instrumente

wie Oboe, Baritonsaxophon und

Bassposaune zum Tragen kommen,

dauert mit Stücken, Moderation

und Zwischenprogramm rund eineinhalb

Stunden. Eingeladen sind

Jung und Alt aus Nah und Fern.

Konzertabend Eins beginnt am

Samstag, 21. Oktober, um 19 Uhr.

Konzert Zwei folgt sogleich am

Sonntag, 22. Oktober, um 15 Uhr.

Der Eintritt ist für beide Veranstaltungen

frei. Spenden zugunsten

des Musikernachwuchses sind von

Seiten des Veranstalters erwünscht

und werden von den Besuchern sicher

auch gern gegeben.

js
















september/oktober 2017 | 59


Standort Schwabsoien

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Ölessenzen von Zitrone, Lavendel und Eukalyptus

MusiConnect 2017 in Schongau

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Größte Musikmesse im

südbayerischen Raum

Schongau / Altenstadt I Genau 30

Jahre ist es her, als Musiker Klaus

Kirstein in der Schongauer Münzstraße

sein Musikgeschäft eröffnete

beziehungsweise übernommen

hatte. Keinesfalls war damals

abzuschätzen, dass sich aus dem

Startup-Ladengeschäft einmal der

drittgrößte Musikhändler Deutschlands

entwickeln sollte. Daher

wundert es nicht, dass nun auch

die neu erschaffene Musikmesse

„MusiConnect“ alle interessierten

Musikerinnen und Musiker aus

dem südbayerischen und österreichischen

Raum nach Schongau

ruft, wo zugleich das Firmenjubiläum

des Musikhauses gefeiert

wird. „Zunächst hatten wir

eigentlich ein Event in einem etwas

bescheideneren Rahmen geplant“,

so Klaus Kirstein. „Aber es

gibt ja das schöne Zitat ,Der Kopf

ist rund, damit das Denken die

Richtung wechseln kann‘. Als wir

uns nämlich bei einigen Kunden

und Lieferanten ein erstes Meinungsbild

zur Teilnahme einholen

wollten, sind wir mit positivem

Feedback dermaßen bombardiert

worden, dass wir uns kurzerhand

dazu entschlossen haben, die ursprüngliche

Planung noch einmal

umzukrempeln und in großem

Rahmen aufzustocken.“ Nun wurde

daraus ein „dreitägiges Musikerevent,

das sich gewaschen hat“.

Flohmarkt, Workshops

und Partyband

Neben reiner Produktpräsentation

durch führende Hersteller gibt

es Workshops für Musiker, einen

großen Flohmarkt für Musiker

und jede Menge Live-Musik

mit Top-Acts wie der Partyband

„Muckasäck“ am Freitag, der Berliner

Band „Do I Smell Cupcakes“,

die mit ihren Songs am Samstagabend

die Zuhörer jetzt auch im

süddeutschen Raum begeistern

wird, oder am Sonntag einem

Frühschoppen mit der Spitzen-

Blaskapelle „Gloria“.

Insgesamt wird sich die MusiConnect

auf zwei Haupt-Locations ausdehnen:

Am Zentrallager der Firma

Kirstein in Altenstadt befindet sich

das große Eventzelt, in dem sich

die Ausstellerstände, das Catering

und natürlich die Hauptbühne befinden.

Davor wird der Besucher

auf dem Freigelände mit verschiedenen

Aktionen, unter anderem

dem Roland Truck, unterhalten

und im Zentrallager selbst gibt

es einen Schnäppchenmarkt. Im

Stammhaus in Schongau, das vom

Zentrallager mit Shuttlebussen

erreicht werden kann (und umgekehrt),

warten ein Jubiläumsverkauf

und für interessierte Musiker

spannende Workshops mit Profis.

Musiker, die selbst Gebrauchtes

auf dem Flohmarkt am 30.

September zwischen 10 und 14 Uhr

verkaufen möchten, können sich

schon im Vorfeld unter www.kirstein.de/messe

anmelden.

Drittgrößter

Musikhändler

Auf jeden Fall dürfte die Musi-

Connect ein Highlight des Jahres

werden. Die zentrale Lage Schongaus

zwischen Allgäu und Tölzer

Land, zwischen Augsburg und

Österreich, und nicht zuletzt das

geballte Programm und Angebot

des mittlerweile drittgrößten Musikhändlers

in Deutschland sind

Garanten für ein sprühendes Wochenende

voller Musik – und zwar

für jeden Geschmack.

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Das sagen die unabhängigen Therapeuten

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september/oktober 2017 | 61


ALLERLEI IM ALTLANDKREIS II

Sportlich – auf und

neben der Bühne ...

Motocross in Reichling

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Reichling | Die heulenden Motoren der Cross-Maschinen

sind weithin zu hören, wenn in Reichling

das Motocross-Wochenende steigt. Am Samstag,

30. September, und Sonntag, 1. Oktober, lädt der

Motorsportclub Reichling zur Südbayerischen Meisterschaft

auf seine Rennstrecke ein. Am Samstag

geht zunächst die Jugend in den Klassen 65 und 85

ccm an den Start. Nach dem Training ab 9.30 Uhr

beginnen gegen 13 Uhr die Rennen. Jeder der rund

40 erwarteten Nachwuchsfahrer absolviert zweimal

die Rennstrecke, die Ergebnisse werden addiert und

daraus die Sieger ermittelt. Nach der Siegerehrung

sind alle Fahrer und Besucher ab 18.30 Uhr zur

„After-Race-Party“ eingeladen und auch wenn die

Nacht etwas kurz werden könnte, steht am Sonntag

ab 9.30 Uhr wieder das Training für die gut

80 erwachsenen Starter an. In mehreren Klassen

bis hin zu den Senioren werden sie sich ab 13 Uhr

heiße Rennen liefern, mit waghalsigen Sprüngen,

geschickten Überholmanövern oder spannenden

„Endspurts“ die zahlreichen Zuschauer in ihren

Bann ziehen. Mit der Siegerehrung gegen

18 Uhr nimmt dieses besondere Sporterreignis

sein Ende.

Wissenschaftliches Wanderbuch – drei Exemplare zu gewinnen

Altlandkreis | Die Geografen Kathrin Schön und

Reinhold Lehmann haben ein facettenreiches Wanderbuch

namens „GeoWandern Münchner Umland“

verfasst. 40 verschiedene Touren rund um München

werden darin sehr ausführlich und mit impressiven

Bildern vorgestellt. Besonders spannend sind die

geowissenschaftlichen Einblicke, die beide Autoren

auch in die Landschaft des Altlandkreises gewähren.

Geheimnisse um die Entstehung von Seen,

Drumlinlandschaften, Moore und Fließgewässer

werden gelüftet. Inmitten des Geo-

Wander-Gebiets liegt auch der westliche

Landkreis Weilheim-Schongau,

der es mit den Schnalz-Höhlen bei

Peiting sogar auf das Titelbild geschafft

hat. Erhältlich ist das 277

Seiten starke Buch mit 177 Fotos, 40

Höhenprofilen, vier Grafiken, einer

geologischen Karte sowie 43 Tourenkärtchen und

GPS-Daten zum Download beim Bergverlag Rother

(www.rother.de; ISBN 978-3-7633-3156-7) für erschwingliche

16,90 Euro.

> > > BÜCHER-VERLOSUNG

Außerdem verlost der „altlandkreis“ drei Exemplare

des neuen Wanderbuches, in dem auch einige

„richtige“ Bergtouren in den Alpen beschrieben

sind. Schicken Sie uns bis Freitag, 15. September,

eine Postkarte mit dem Stichwort „GeoWandern“ an

„altlandkreis“, Birkland 40 in 86971 Peiting.

Oder eine E-Mail an info@altlandkreis.de.

Die Gewinner werden per Post

benachrichtigt, Absenderadresse resse

daher nicht vergessen. Das Los

entscheidet, der Rechtsweg ist

ausgeschlossen. Viel Erfolg.

js

62 | der altlandkreis


Theaterer-Festabend

Hohenpeißenberg | Eigentlich blicken

die Hohenpeißenberger Theaterer

auf 37 Jahre Sketche und

Dreiakter zurück. Zum eingetragenen

Verein avancierte die Gruppe

Hobby-Schauspieler jedoch erst mit

dem Umzug ins Haus der Vereine.

Die offizielle Vereinsgründung am

13. Oktober 1991, damals mit 19 Mitgliedern,

liegt also 25 Jahre zurück.

Dieses Viertel Jahrhundert wird nun

groß gefeiert – und zwar weit über

Vereinskreise hinaus. Neben Mitgliedern,

Freunden und Gönnern

der Hohenpeißenberger Theaterer

sind auch alle anderen Interessierten

recht herzlich eingeladen zum

Festabend am Samstag, 21. Oktober,

um 19.30 Uhr, selbstverständlich im

Haus der Vereine, Nordstraße 3 in

Hohenpeißenberg. Passend zum

Faible der Veranstalter

wird der Abend recht

amüsant gestaltet. js








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Versichert im Vereinssport

Peißenberg | Diplom-Sportmanager

Hans M. Beinlich lädt am Donnerstag,

28. September, alle Interessierten

zur Infoveranstaltung „Sportversicherung

für Vereine – wann und

wie bin ich beim Sport versichert?“

in das Peißenberger Alpenvereinsheim,

Alpspitzstraße 13. Auf folgende

Fragen wird Hans M. Beinlich unter

anderem näher eingehen: Was leistet

eine Sportversicherung konkret?

Wann greift die Sporthaftpflichtversicherung?

Wie sind Mitglieder

und Teilnehmer auf Veranstaltungen

bzw. Wettkämpfen versichert?

Das Seminar ist auf 25 Teilnehmer

beschränkt und kostet pro Person

15 Euro. Voranmeldung per E-Mail

hans.m.beinlich@t-online.de oder

Telefon 08803 / 5432, Fax

08803 / 639746. Beginn

ist um 19 Uhr.

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beraten Sie gerne!

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september/oktober 2017 | 63


Pianist und Organist der Extraklasse

Jürgen Geiger

spielt Rachmaninow

Weilheim | In Weilheim ist er als

Organist der Stadtpfarrkirche bekannt.

Jürgen Geiger ist aber auch

ein erstklassiger Pianist, der in den

Konzertsälen ganz Europas unterwegs

ist, demnächst auch in der

Elbphilharmonie Hamburg auftritt.

Die Stadt Weilheim hat die künstlerische

Leistung ihres Bürgers Ende

2016 mit dem Kulturpreis honoriert

und deshalb möchte sich der

41-Jährige mit einem besonderen

Symphoniekonzert präsentieren.

Am Samstag, 23. September, spielt

er in der Stadthalle das Klavierkonzert

Nr. 3 von Rachmaninow, das

als das schwierigste Klavierwerk

überhaupt gilt. Schon bei der Uraufführung

dieses Klavierkonzertes

fragte ein Kritiker: „Wer hat Angst

vor Rachmaninow?“. Der Komponist

hat das Werk 1909 seinem

Pianistenfreund Josef Hofmann

gewidmet, doch dieser hat es nie

gespielt, weil es ihm zu schwierig

war. Es stellt höchste technische

Ansprüche, beinhaltet zugleich im

Klavierpart die meisten Noten pro

Sekunde und ist deshalb das meist

gefürchtete Werk unter Pianisten.

Doch Jürgen Geiger beschäftigt sich

schon seit seinem Studium mit

dem Komponisten Sergej Rachmaninow

und hat viele seiner Werke

im Konzertrepertoire.

Aufgewachsen

in Apfeldorf

„Die Verleihung des Kulturpreises

war für mich Bestärkung, etwas

Besonderes in Weilheim zu präsentieren“,

verrät Geiger seine Intention,

dieses Gipfelwerk des russischen

Komponisten anzupacken.

Ein weiterer bedeutender Vertreter

dieser russischen Klavierschule

war Pianist Vladimir Horowitz,

dessen hypervirtuosen Stücke

Jürgen Geiger auch in einer CD-

Aufnahme „Horowitz goes organ“

interpretiert.

Am großen Steinway-Flügel wird er

seine Finger über die Klaviatur wirbeln lassen.

64 | der altlandkreis


Das Orchester Prag unter dem Dirigat

von Johannes Skudlik (rechts) wird das

Symphoniekonzert mitgestalten.

Dabei stammt der talentierte Musiker

aus ganz beschaulichen Verhältnissen.

Aufgewachsen in einer

musikalischen Familie in Apfeldorf

am Lech begann er im Alter von

acht Jahren mit dem Akkordeonspielen

und entdeckte wenig später

das Klavier für sich.

Hochschulabschluss

mit fünf Diplomen

Ein musikalisches Schlüsselerlebnis

war für den Burschen damals

die Begegnung mit dem Landsberger

Kantor Johannes Skudlik,

der ihn fortan unterrichtete

und bis zum Studium begleitete.

Die Münchner Musikhochschule

schloss Jürgen Geiger gleich mit

fünf Diplomen ab, darunter die

Konzertfächer Klavier, Orgel und

Orgelimprovisation sowie das A-

Examen als Kirchenmusiker. Mit

diesem vielseitigen musikalischen

Wissen wirkt er in der Pfarreiengemeinschaft

Weilheim nun als

Organist, leitet vier Chöre und hat

im Jahr 2011 auch den „Weilheimer

Orgelsommer“ ins Leben gerufen.

„Wir fühlen uns in Weilheim sehr

wohl“, verrät der 41-Jährige zu seinem

an sich beschaulichen Leben

in der Stadt mit Ehefrau Rita und

seinen drei Söhnen. Auch die Nähe

zu seinem Heimatort Apfeldorf und

die schöne Landschaft des Pfaffenwinkels

möchte er nicht missen.

In den Konzertsälen

Europas unterwegs

Gleichwohl ist er europaweit unterwegs

auf Konzertreisen zu den

Philharmonien in Köln, München

oder Danzig sowie zu Orgelkonzerten

in den Kathedralen von

Moskau, Lausanne oder Bordeaux.

Schon im November wird er wieder

mit Rachmaninow-Werken

in Moskau konzertieren und im

nächsten Jahr tritt er in der Hamburger

Elbphilharmonie auf.

Mit dem Symphoniekonzert am

Samstag, 23. September, holt er

seine internationalen musikalischen

Kontakte nach Weilheim.

Rund 65 Musiker des Orchesters

„Symphony Prag“ werden auf der

Bühne Platz nehmen. Darauf freut

sich Jürgen Geiger besonders,

> > > INFORMATION

denn dieses Orchester hat eine

außergewöhnliche Qualität, es

kann die lyrischen Töne der russischen

Werke hervorragend umsetzen“.

Unter dem Dirigat seines

früheren Lehrers und heutigen

Freundes Johannes Skudlik erklingen

Konzertstücke aus der alten

und neuen Welt. Zur Vorbereitung

werden Jürgen Geiger und Johannes

Skudlik zwei intensive Probentage

mit dem Orchester in Prag

verbringen. Zunächst spielt das Orchester

die Ouvertüre Wilhelm Tell

von Gioachino Rossini. Dann folgt

das Klavierkonzert Nr. 3 in d-Moll

von Rachmaninow, das Jürgen Geiger

auf einem großen Steinway-

Flügel intonieren wird. Nach der

Pause erklingt die Sinfonie Nr. 9

in e-Moll „Aus der neuen Welt“

von Antonin Dvorak. Für Freunde

klassischer Musik wird dieser Konzertabend

zu einem Höhepunkt im

Weilheimer Kulturleben.

rg

Das Symphoniekonzert, im Rahmen dessen Jürgen Geiger Rachmaninow

spielt, findet am Samstag, 23. September, um 20 Uhr in

der Stadthalle Weilheim statt. Kartenvorverkauf beim Weilheimer

Kreisboten-Ticketservice unter Telefon 0881 / 68611 oder 0881 / 68612

oder im Landsberger Reisebüro Vivell unter Telefon 08191 / 91740.

Die Abendkasse öffnet um 19 Uhr.

september/oktober 2017 | 65


Kutscher-Ausbildung auf dem Schmauzenberg

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Umgang mit Pferden, Sicherheit

im Straßenverkehr sowie ein Versicherungsschutz

im Falle eines

Unfalls: Für Rosserer gibt es gute

Gründe, einen Kutschen-Führerschein

zu erwerben. „Das ist zwar

keine gesetzliche Pflicht, aber

macht viel Sinn“, sagt Gerlinde

Mayr. Seit 1994 bildet sie gemeinsam

mit Ehemann Hermann Mayr

angehende Kutscher aus. Die Interessenten

kommen bis aus Mittenwald,

Seefeld, Innsbruck, aber

auch aus Landsberg, Murnau und

direkter Umgebung. Während bis

Mai 2017 ausschließlich Fahrabzeichen

in verschiedenen Kategorien

zu erwerben waren, gibt es seit

Juni 2017 auch einen klassischen

Kutschen-Führerschein in den Kategorien

A und B – der A-Schein ist

für Privatpersonen, die sich nur gelegentlich

mit dem Pferdegespann

auf öffentliche Straßen begeben

und dadurch zum aktiven Verkehrsteilnehmer

werden. Der B-

Schein für gewerbliche Fahrer, die

per Kutsche Personen oder Lasten

transportieren und dafür Entgelt

bekommen. Hauptsächlich ausschlaggebend

für die Neuerung,

die mehr auf Verkehrstauglichkeit

als auf Fahrsport ausgelegt ist,

sei laut Familie Mayr hartnäckige

Propaganda von Tierschutzorganisationen

wie PETA, die unter anderem

ein Pferde-Gespann-Verbot

auf dem Münchner Oktoberfestzug

fordern. Deren Begründung: Pferde

gelten in ihrem Ursprung als

Fluchttiere, hätten allein deshalb

bei einer Massenveranstaltung in

einer Großstadt nichts zu suchen.

Außerdem sehen die Tierschützer

das Einspannen als Qual für die

Pferde. Dass bei solchen Forderungen

den kernbayerischen Brauchtumsliebhabern

die Hutschnur

platzt, steht außer Frage. Zumal

ein Kutschfahrt-Verbot in Bayern

so abwegig nicht ist, nachdem

es in Berlin und für die Stuttgarter

Wasen (zweitgrößtes Volksfest


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66 | der altlandkreis


Trockenübung der Handgriffe und Peitschenhaltung am Fahrlehrgerät.

Deutschlands) bereits beschlossene

Sache ist. Aber auch objektive

Einschätzungen von Pferdeprofis

wie Gerlinde und Hermann Mayr

halten diese Tierschützer-Forderungen

für deutlich übertrieben.

Fakt ist aber auch: Wer regelmäßig

seine Pferde vor den Wagen

spannt, sollte es von Grund auf

beherrschen.

Möglichst pferdeschonend

Gerlinde Mayr spricht immer wieder

vom „pferdeschonenden

Fahren. Das beginnt bereits bei

der Ausrüstung, die optimal auf

Größe und Kraft des Pferdes sowie

der jeweiligen Arbeitsleistung

abgestimmt sein muss. „Es ist

natürlich ein großer Unterschied,

ob ich ständig bergauf fahre wie

in Hohenschwangau zum Königsschloss,

oder nur auf einer Ebene

und ohne Gäste meine Runden

drehe“, sagt Hermann Mayr. Pferde,

die viel Gewicht ziehen, brauchen

ein sogenanntes Kummet, das

an Brust und Schulter aufliegt und

aufgrund größerer Auflagefläche

auch kräftigeres Ziehen ermöglicht.

Leichtere Fahrten erlauben derweil

ein reines Brustblattgeschirr. Entscheidend

ist auch eine verkehrssichere

Ausstattung an Wagen und

Kutsche. Wie im Auto sind Feststellbremse

(Handbremse) sowie

Fußbremse oder eine manuelle

Bremse Pflicht. Bei Dämmerung

müssen Lichter und Reflektoren

angebracht sein – das gilt auch für

Deichsel und Füße der Pferde. Als

Blinker zum Abbiegen dient eine

polizeiähnliche Kelle, die der Kutscher

oder sein Beifahrer zu bedienen

hat. Außerdem ist neben der

perfekten Ausrüstung stets der gesunde

Menschenverstand des Kutschers

gefragt, der ein feines Gespür

für den Gemütszustand seiner

Pferde braucht; der erkennt, dass

18 Touristen aus Japan weniger Last

bedeuten als 18 Amerikaner. Hinzu

kommt die richtige Technik beim

Ein- und Ausspannen, beim Aufund

Absteigen sowie beim Halten

und Führen der Leinen.

Vergleichbar mit

Autoführerschein

Die Ausbildung zum Kutschenführerschein

besteht – wie beim Autoführerschein

– aus Theorie und

Praxis. Beide Teile werden von je

zwei externen Prüfern abgenommen.

Während deutschlandweit

diverse Ausbilder einwöchige

Kutschfahrt-Kurse anbieten, geben

Gerlinde und Hermann Mayr ihren

Schützlingen sechs bis sieben Wochen

Zeit. „Zwar nicht jeden Tag,

aber so haben alle ausreichend die

Möglichkeit, sich optimal vorzubereiten.“

Der Kurs sei sehr zeitintensiv

und inhaltlich breit aufgestellt

– und in einer Woche nicht wirklich

sinnvoll zu bewältigen. Geübt, gelernt

und unterrichtet wird bei Familie

Mayr ausschließlich auf dem

Hof am Schmauzenberg, wo mit

großer Reithalle, Fahrplatz, Unterrichtsstüberl,

steileren Bergpassagen

sowie naheliegender Bundesstraße

und großer Kreuzung mit

Ampelschaltung (in Rottenbuch)

alle zu prüfenden Schwierigkeiten

nahe beieinanderliegen und

so bestens trainiert werden können.

Auch in Sachen Auswahl der

Pferde und Kutschen überlassen

die Experten nichts dem Zufall,

spannen ausschließlich eigene

Rösser ein – 15 verschiedene stehen

derzeit zur Auswahl. Hintergrund:

„Es gibt Ausbilder, die für

Prüfungsfahrten ausschließlich

flache und verkehrsarme Strecken

aussuchen und nur ihre alten, erfahrenen

Rösser einspannen, die

von vorneherein wissen, was sie zu

tun haben“, sagt Hermann Mayr,

der von dieser Methode rein gar

nichts hält. Denn sollte das Pferd

im Ernstfall mal nicht so reagieren,

wie von der reibungslosen

Prüfungsfahrt gewohnt, breche

bei den Führerscheinneulingen

sehr schnell Panik aus – die Kontrolle

über das Gespann geht verloren.

Mayr spannt zwischendrin

auch mal jüngere, noch nicht so

erfahrene Pferde dazu, die nicht

immer so folgsam und in gewünschtem

Tempo, Schritt oder

Trab, vorangehen. Außerdem legt

er größten Wert auf harmonisches

Zusammenspiel zwischen Leinen,

Peitsche, Stimmkommandos und

Bremse. „Viele denken, wenn sie

beim Bergabfahren die Bremse

drücken, werden die Pferde auch

langsamer“, sagt Gerlinde Mayr.

Doch genau das Gegenteil ist der

Fall. Durch das Bremsen verspüren

die Pferde größeren Widerstand,

treten folglich noch kräftiger und

bauen somit zusätzlich Geschwindigkeit

auf. Heißt: Das Bremsen

am Wagen darf den Rhythmus

der Rösser nicht stören – eine koordinative

Herausforderung, die

intensiv geübt werden muss, um

„pferdeschonendes“

verinnerlichen.

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september/oktober 2017 | 67


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Valentin Üffing

Peiting | Als Valentin Üffing sich

vom Terrassenstuhl erhebt, seine

Zehen einkrallt und sich auf Spitze

stellt, kann seine Mutter gar

nicht hinsehen. Am liebsten würde

sie auch ihre Ohren zuhalten.

Es knackt gewaltig in den Füßen

ihres mittleren Kindes, fast schon

vergleichbar mit dem Rattern

eines Maschinengewehrs. „Normalerweise

sollte diese Übung

nur ein erfahrener, älterer Tänzer

machen“, sagt der 14-Jährige und

grinst. Doch Angst vor Verletzungen

kennt der junge Peitinger

nicht. Warum auch. Er ist topfit,

extrem talentiert und höchst motiviert,

den Sprung zum Ballett-

Profi zu schaffen. Im Interview

spricht der Hahn im Korb nicht nur

über Trainingsehrgeiz und eine

Londoner Company, sondern auch

über das kritische Thema Mobbing.

Sag mal Valentin, warum hast Du

dich für Ballett, nicht für Fußball

entschieden?

Ich habe schon ganz viele Sportarten

ausprobiert, zum Beispiel

Judo und Eishockey. Aber so richtig

Spaß gemacht hat mir das alles

nicht. Dann hat mich meine Mama

mal zum Ballett gebracht, damit

ich mal was ganz Anderes sehe.

Das hat mir von Anfang an gut

gefallen.

Du tanzt in der Ballettschule

Schongau als eines von rund 200

aktiven Mitgliedern. Mehr Mädels

oder Jungs?

Ganz klar Mädels. Im Ballett bin

ich sogar der einzige Junge. Nur in

HipHop und Jazz, das die Schongauer

Tanzschule auch anbietet,

gibt es noch andere Jungs.

Wie oft trainierst Du?

Vier Mal die Woche, immer von

Dienstag bis Freitag über jeweils

zwei Stunden.

Wow, das geht stark in Richtung

Leistungssport. Wie sieht das Training

inhaltlich aus?

Die erste viertel bis halbe Stunde

wärmen wir uns an einer Querstange

mit diversen Dehnübungen

auf. Danach machen wir verschiedene

Tänze und Übungen, die unsere

Lehrer für den Ballettabend

oder Prüfungen choreografieren.

Das ist in der Regel sehr intensiv.

Kannst Du die Tänze

genauer erklären?

Das ist schwer zu beschrei-

eiben.

Die Tänze und Übungen

haben alle einen individuellen

ivid

idue

en

Namen. Pirouetten, Spitze tanzen,

Sprünge und Drehungen, n, wir

machen

einfach alles, was Ballett so

zu bieten hat.

Machst Du zum Ausgleich auch

noch andere Sportarten? ten

Neuerdings fahre ich mit

dem

Fahrrad ins Training, das dient

auch gleich zum Aufwärmen. Ansonsten

aber tanze ich ausschließ-

schl

lich. Neben Ballett mache ich Hip

Hop, Jazz und ab 2018 auch

dern Dance. Und manchmal al auch

noch

Mo-

Body-Art.

Modern Dance und Body Art – kläre

uns auf.

Modern Dance ist im Grunde eine

Mischung aus allen möglichen

Tanzrichtungen. Body-Art ist eine

Kombination aus Halte- und Bewegungsübungen,

bei denen der

komplette Körper auf Spannung

ist.

Bestreitest Du auch Wettkämpfe?

Noch

nicht.

Mein

Traum ist

aber

schon, Karriere re im

Ballett t zu machen. Dafür

muss

ich

es in eine Com-

pany

schaffen. fen.

Berlin oder

London sind zwei

richtig ig gute

Anlaufstellen. le

n.

Aber dafür bin

ich noch

ein

bisschen sche

zu jung.

Aktuell strebe ich

gemeinsam

eins

mit meinen en Lehrern rn den

Tanzlehrer

er an.

Wenn mein

Plan

aufgeht, werde ich

später mal

mein

Geld als Bühnentänzer

nzer

und Tanzlehrer er verdie-

e-

nen. n.

Dazu braucht es auch

die richtige Ausrüstung.

In welchem Outfi t tanzt Du Ballett?

Die Kleidung ist relativ schlicht.

Man trägt eine schwarze oder

dunkelblaue Strumpfhose und

spezielle Schuhe. Wobei es insgesamt

drei verschiedene Schuh-Arten

gibt. Schläppchen für das klassische

Ballett. Schuhe mit Absatz

für Charakter-Tänze.

akte

r-

e.

Und Spitzenschuhe mit

Zehenschützer, die

auch

ziemlich eng

sind. Dann

gibt

es noch

Seidensocken.

Ansonsten n kann

ich

als männlicher Tänzer, zumindest

fürs

Training, ing,

die

Kleidung frei wählen. Als

Oberteil ziehe ich

meistens

ens

einen stinknormalen Pul-

li an,

während die

Mädels

spezielle Tops, eine

Art

Tri-

kot,

tragen.

Woher bekommst Du

Schläppchen pche

hen und Strumpfhose?

Unsere Lehrerin bestellt die Kleidung

direkt aus London.

Klingt teuer.

Ist es aber nicht. Die Schuhe kosten

zwischen 30 und 40 Euro. Das

ist im Vergleich zu anderer Sportausrüstung,

vor allem Eishockey,

echt günstig.

68 | der altlandkreis


Gutes Stichwort. Dein älterer Bruder

Luis spielt bei den Kölner Haien.

Liegt Euch das Talent für herausragende

sportliche Leistungen

im Blut?

Gute Frage. Mein Vater war zwar

früher mal Leistungsschwimmer,

bewusst auf eine Profikarriere

hingearbeitet haben wir aber

nie. Unsere Eltern haben uns frei

entwickeln lassen. Der Ehrgeiz in

dem, was wir tun, entwickelt sich

von selbst, wenn man Spaß an

der Sache hat. Und den habe ich

genausosehr am Ballett wie mein

Bruder beim Eishockey.

Eishockey spielen viele Jungs in

deinem Alter. Im Ballett bist Du der

einzige. Wie kommst Du als Sport-

Exote in der Gesellschaft an?

In meiner Klasse war ich eigentlich

immer sehr beliebt, bin seit

drei Jahren auch Klassensprecher.

Wenn, dann haben früher die

Zehntklässler paar blöde Sprüche

abgelassen. Wobei... es hat

tatsächlich auch mal eine Phase

gegeben, das dürfte im Zeitraum

der sechsten Klasse gewesen sein,

als das Mobbing wirklich schlimm

war und ich ernsthaft überlegt

habe, mit Ballett aufzuhören. Das

habe ich dann Gott sei Dank doch

nicht gemacht.

Weil Du ballettsüchtig bist?

(grinst) Das kann man definitiv so

stehen lassen.

Wie lange möchtest Du diesen intensiven

Sport noch ausüben?

Wie schon gesagt, würde ich gerne

Karriere machen im Ballett, es am

liebsten mein Leben lang machen.

Falls es mit der sportlichen Karriere

nicht klappt, möchte ich mich

absichern und nach der Schule

einen Beruf im sozialen oder medizinischen

Bereich erlernen.

Ein Plan B macht immer Sinn, zumal

Ballett extrem belastend für

den Körper ist. Wie steht es aktuell

um Deine Sehnen, Muskeln und

Knochen?

Vor allem am Anfang war es für

den kompletten Körper sehr mühsam,

weil man im Grunde die ganzen

Stunden aufrecht zu stehen

hat. An den Füßen tut es oft weh,

besonders wenn man Spitze tanzt.

Und in den Armen spürt man es

natürlich auch, wenn man sie

zehn Minuten am Stück oben und

auf Spannung hält. Die Beine tun

auch manchmal weh. Nach dem

Training habe ich ein bisschen Rückenschmerzen.

Und an den Füßen

bekomme ich häufig Blasen.

Von schwereren Verletzungen bin

ich bislang aber verschont geblieben.

Von daher passt alles.

Auch beim Sprung in den Spagat?

Generell ist ein Spagat nicht Voraussetzung

fürs Ballett. Wichtig

ist, dass man sein Bein mindestens

90 Grad heben kann. Wobei

ich tatsächlich 180 Grad schaffe,

also auch den Spagat beherrsche.

Wichtig für mich ist nur, dass ich

mich vorher ausgiebig dehne.

An welcher Choreografi e beißt Du

dir momentan die Zähne aus?

Die heißt Fouetté oder Tour à la

seconde, zu Deutsch gepeitscht.

Da hat man das Bein 90 Grad auf

der Seite und dreht sich auf dem

Standbein um die eigene Achse. 20

Mal sollte ich mich drehen. Bis jetzt

schaffe ich 13 Umdrehungen.

Und dann passiert was?

Für Drehungen sucht man sich

immer einen Spot, einen Fixpunkt.

Wenn man den aus den Augen

verliert, wird man schief, fällt um

und es kann einem auch richtig

schwindelig werden.

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september/oktober 2017 | 69


Gigant heimischer Greifvögel

Leichtgewichtiger

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1. SEPTEMBER 2017

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ECKE WEINSTRASSE/

AMTSGERICHTSTRASSE

ÖFFNUNGSZEITEN

MO-FR 9.30 - 18 UHR

SA 9.30 - 14 UHR

Altlandkreis | Wenn Mitte Mai

nach 30-tägiger Brutzeit die Küken

sich durch die Eierschalen

bohren, erstmals das Licht der

Welt erblicken, liegt das Hauptaugenmerk

bei Mama- und Papa-

Milan auf genau zwei Dingen:

Den Horst vor Feinden bewachen.

Und jagen, jagen, jagen, damit ihr

Nachwuchs satt wird, schnellstmöglich

und gesund heranwächst

und rechtzeitig, Anfang Juli, das

Nest verlassen kann. In dieser

Phase des Küken-Aufziehens

kennt der größte Greifvogel

im Altlandkreis kein Pardon,

nutzt wirklich

jede Gelegenheit,

um an nahrhaftes

Fleisch zu

kommen. Auf

70 | der altlandkreis

dem Speiseplan ganz oben stehen

Mäuse und Fallwild, aber

auch Jungvögel. Greifvogelexperte

Bernhard Kraus aus Weilheim hat

schon Vieles gesehen, bezeichnet

das Jagdverhalten des Milans als

„äußerst intelligent“. Und zu Teilen

auch als „dreist“. Ein Beispiel

für letzteres: Am Zellsee zwischen

Weilheim und Peißenberg löschte

der Jäger der Lüfte ein komplettes

Nest von Kanadagänsen mit noch

blutjungen

Küken aus, obwohl in diesem Falle

Mama- und Papa-Gans alles

versucht haben, ihre Kleinen zu

beschützen. „Der Milan hat sich

mit hoher Geschwindigkeit auf

das Nest gestürzt, und sich im

Vorbeifliegen ein Küken nach dem

anderen gekrallt“, erzählt Bernhard

Kraus. Intelligent ist dagegen

seine Art, nach Mäusen zu jagen.

Nämlich dann, wenn der Landwirt

mäht. „Man sieht das immer

wieder, dass der Milan direkt hinter

dem Bulldog herfliegt und

darauf aus ist, sich Mäuse

zu schnappen, die durch

das Mähen getötet

oder verletzt werden.“

Manchmal

greife er im Stile

eines Luftpirates

auch durch die

Luft fliegende

Raben mit Maus

im Schnabel an –

so lange, bis diese ihre

Beute fallen lassen.

Erst seit 1989

in der Region

Mäuse und sonstiges

Kleingetier haben gegen

den größten Greifvogel

der Region keine

Chance. Er erreicht eine

Spannweite von bis

zu 1,70 Meter, wiegt

allerdings nur ein federleichtes

Kilogramm.

Trotzdem müssen Rotund

Schwarzmilan

– beide Arten sind im


Der Schwarzmilan ist

etwas kleiner und dunkler

als sein Pendant mit rotem

Schwanz und lebt

bevorzugt an Gewässern.

Landkreis zuhause – stets

auf der Hut sein, insbesondere

zum Schutze ihrer Jungen. Kolkraben,

Krähen oder Marder sind

ebenso gnadenlose Nestplünderer.

Eine Gefahr stellt auch der

stärkere, nachtaktive Uhu mit

seinen großen, kräftigen Krallen

dar, der sich gut und gerne auch

mal einen erwachsenen Milan –

stets tagaktiv – als Beute zutraut.

Darüber hinaus, Windkraftgegner

singen ein Lied davon, stellen

Windräder mit ihren kreisenden

Rotorblättern eine große Gefahr

dar. „Wie viele andere Vogelarten

auch, erkennt der Milan das Windrad

nicht als tödliche Gefahr“, sagt

Bernhard Kraus. Das Gute aus

Sicht des Milans: Um Weilheim

gibt es kein nennenswertes Windrad,

im Schongauer Altlandkreis

lediglich drei. Zwei bei Ingenried,

eines auf dem Peitinger Bühlach.

Nicht zuletzt deshalb eignet sich

der Landkreis Weilheim-Schongau

als idealer Lebensraum für

den Rotmilan, der weltweit nirgends

so stark vorkommt wie im

schwäbisch-bayerischen Alpenvorland.

„Obwohl es ihn bis 1989

bei uns noch gar nicht gegeben

hat“, betont Bernhard Kraus, der

den plötzlichen Milan-Boom auf

mehrere Gründe zurückführt:

Klimaerwärmung, Vogelschutzmaßnahmen,

weniger Pestizide

in der Landwirtschaft und diese

vielen offenen, recht kurzgrasigen

Wiesen, die der Milan zum Jagen

braucht.

Brutplatz in

Bauminseln

Global betrachtet kommt der Rotmilan,

der bis zu 38 Jahre alt wird

und durch seinen fuchsroten,

eingekerbten Schwanz sofort ins

Auge sticht, nur in Europa vor. Auf

diesem Kontinent – nicht nur im

Altlandkreis – ist er in den gemäßigten

Breiten Spaniens, Frankreichs,

Deutschlands und Polen

einer der am häufigsten vorkommenden

Greifvögel. Wenngleich

der Großteil des Bestandes im

Altlandkreis zum Überwintern

ausfliegt nach Spanien und Südfrankreich.

Der etwas kleinere und

seltenere Schwarzmilan, dessen

Gefieder dunkler und von Kopf bis

Schwanz relativ gleichfarben ist,

kommt beinahe weltweit vor und

hält sich eher an Gewässern auf.

„Wobei ich bei uns auch schon

Schwarzmilan-Paare fernab eines

Gewässers gesehen habe“, betont

Bernhard Kraus. Generell wichtig

sei neben offenen

Feldern ein geeigneter Platz zum

Brüten, der gut abgeschirmt von

Autolärm, Menschengeschrei und

bereits genannten Feinden sein

sollte. Und außerdem rundum

gut zu überblicken ist. Deshalb

schläft und brütet der Milan nicht

mitten im Wald wie beispielsweise

der Uhu, sondern auf Bäumen,

egal welcher Art, die Teil einer

kleineren Bauminsel sind, meist

umrahmt von Wiese auf der einen

und Jungwald (meist nach

Windwurf) auf der anderen Seite.

Wie viele Exemplare von Rot- und

Schwarzmilan im Altlandkreis vorkommen,

könne man laut Bernhard

Kraus nicht genau sagen.

Eine alte Statistik besagt, dass

2005 deutschlandweit rund 12000

Rotmilan-Paare gezählt wurden.

„Da dürfte sich bis heute nicht

viel verändert, höchstens zu uns

in den Altlandkreis verlagert haben“,

sagt Bernhard Kraus, der

den Greifvogel in jedem Falle als

Bereicherung für die Region sieht.

Allein aufgrund seiner außergewöhnlichen

Flugfähigkeiten. Dank

mächtiger Spannweite, gepaart

mit seinem geringen Körpergewicht,

spielt er förmlich mit der

Thermik – und hält sich oft stundenlang

in der Luft.

js

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september/oktober 2017 | 71


BE THE FUTURE.

Ausbildungsplätze 2018

am Standort Schongau

UPM Schongau produziert mit rund 500 540 Mitarbeitern jährlich bis zu 760.000 740.000 Tonnen Rollendruckpapiere und zählt

zu den größten Wiederverwertern von Altpapier weltweit.

Für unsere Papierfabrik suchen wir zum 1. September 2018 qualifizierte Auszubildende (m/w) für folgende,

vielseitige und abwechslungsreiche Ausbildungsberufe:

- Papiertechnologe

- Elektroniker für Betriebstechnik

- Industriemechaniker

Haben Sie Interesse? Dann bewerben Sie sich online unter www.upmpaper.de/ausbildung

oder per E-Mail contacthr.de@upm.com. Die Bewerbungsfrist endet am 30. 31. September Oktober 2017.

Besuchen Sie uns auf der

Schongauer Ausbildungsmesse

am 26. April 2017

in der LechSportHalle

Schongau

UPM führt die Bio- und Forstindustrie in eine neue und nachhaltige

Zukunft. Unsere Produkte werden aus erneuerbaren

Rohstoffen hergestellt und sind wiederverwertbar. Für unsere

Ausbildungsstellen sind wir stetig auf der Suche nach neuen

Talenten, die unsere Vision teilen und diese mit uns verwirklichen

möchten. UPM – The Biofore Company – www.upm.de.

72 | der altlandkreis

UPM GmbH, Werk Schongau

Sonja Reichhart

sonja.reichhart@upm.com

Telefon: + 49 8861 213-391

www.upmpaper.de

GROW WITH BIOFORE


So modern arbeitet ein KFZ-Mechatroniker

Ausbildung zur Allzweckwaffe

Bernbeuren | Vollautomatische

Gefahren-Vollbremsungen, falls

plötzlich ein Fußgänger auf die

Fahrbahn läuft, automatische Einparkhilfe

oder die vollautomatische

Einhaltung von Sicherheitsabständen.

Das sind nur drei Beispiele aus

der facettenreichen Hightech-Welt

der Automobilindustrie. „Sogar im

Polo ist das Umfeldbeobachtungsund

Notbremssystem inzwischen

Standard“, sagt Reiner Heuberger,

Inhaber der gleichnamigen Autohäuser

in Bernbeuren und Füssen

über die rasante technische Entwicklung.

Demnach großen Wert

legt der Unternehmer auf stets und

gut geschultes Personal, angefan-

gen bei der hauseigenen Ausbil-

dung

zum

Kfz-Mechatroniker. er. Vom

ersten en Arbeitstag tag an sind die

Lehrlinge direkt an der Seite

erfahrener ener

e Gesellen el

len

oder

Meister, lernen n so nisches wie elektronisches ek

es

mecha-

Handwerkszeug eug so praxis-

nah wie möglich. „Und ab dem

zweiten Lehrjahr arbeiten unsere

Lehrlinge in der Regel auch schon

eigenständig“, so Reiner Heuberger,

der seinen Azubis zusätzlich

zur klassischen dualen Ausbildung

auch überbetriebliche Bildung direkt

beim Hersteller ermöglicht;

Heuberger-Azubis dürfen mehrere

Tage im Jahr zu Volkswagen, „was

auch für die persönliche Entwicklung

der jungen Menschen sehr

wertvoll ist“.

Betriebspraktikum

von großem Vorteil

Insgesamt dauert die Ausbildung

zum Kfz-Mechatroniker dreieinhalb

Jahre, wobei die Lehrzeit

aufgrund sehr guter Berufsschul-

schu

noten oder

einer er bereits ei

abgeschlossenen,

sene

n, anderen

en

Ausbildung verkürzt

rz

werden en kann. n. Die

in Bernbeuren

euren

angestellten

ellten

Azubis besuchen je nach Lehrjahr

ein bis zwei Tage die Berufsschule

in Weilheim, die in Füssen

angestellten die Berufsschule in

Marktoberdorf. Voraussetzung

für Bewerber ist ein „sehr guter

Hauptschulabschluss oder eine

gute Mittlere Reife“. Außerdem

von großem Vorteil: Betriebspraktika,

dessen Plätze zwar je nach

Urlaubszeiten etablierter Mitarbeiter

begrenzt sind, sich im Lebenslauf

jedoch äußerst gut machen.

Und den Praktikanten auch gleich

aufzeigen, ob der Beruf des Kfz-

Mechatronikers mit monatlich 759

Euro im ersten und 908 Euro im

vierten Lehrjahr tatsächlich der

richtige ist.

Langweilig ig wird es den

Kfz-Mechatronikern

rn dank riesigem igem

Aufgabenspektrum

jedenfalls ls

nicht.

Bremsen, Motoren oren

sowie Getriebe

ebe

warten und

reparieren, ren,

Fehlerspeicher

er auslesen, sen,

Bauteilfunktio-

tio-

nen überprüfen und instandsetzen,

Standheizung oder Navi nachrüsten

sowie Schadensumfänge

beurteilen. Die Aufgabenliste ist

lang. „Deshalb ist es für uns ganz

wichtig, rechtzeitig die Stärken und

Schwächen unserer jungen Mitarbeiter

zu erkennen“, sagt Reiner

Heuberger, der von vier verschiedenen

Spezialisierungsmöglichkeiten

im Rahmen der Ausbildung

spricht: Personenkraftwagentechnik,

Nutzfahrzeugtechnik, System-

und Hochvolttechnik oder

Karosserietechnik. Wenngleich –

unerheblich der Fachrichtung – der

sichere Umgang mit diversen Deund

Montagewerkzeugen ebenso

sitzen muss wie das Bedienen enen

des

Laptops, der

dank im Auto integrierter

Software unter anderem em für

die Suche nach

Fehlern direkt am

Fahrzeug angeschlossen ss

en wird.

Überhaupt ist der sichere Umgang

mit Computer und

IT-Programmen

ramm

immer wichtiger für Kfz-Mechatroniker,

die umgangssprachlich

oft als Allzweckwaffen bezeichnet

werden und demnach auch in anderen

Branchen als gern gesehene

Arbeitskräfte gelten. Trotzdem hält

sich der Bewerbungsandrang auch

bei einem renommierten Betrieb

wie Heuberger tendenziell immer

stärker in Grenzen. „Wir haben

zwar momentan genug Auszubildende

und erhalten auch ausreichend

Bewerbungen, doch die

Anzahl der Personen, die für die

engere Auswahl in Frage kommen,

wird immer geringer“, sagt

Reiner Heuberger, der diese negative

Entwicklung branchenübergreifend

schon seit einigen Jahren

beobachtet, et, sie daher nicht mit

dem Abgasskandal al in Verbindung

ng

bringt: „Die

aktuelle e Problematik

wirkt sich

in unseren Augen nicht

auf die Attraktivität tr

tivi

tät des Ausbildungsberufes

uf

es

aus.“

js

> > > INFORMATION

Volkswagenfest in Füssen und Bernbeuren

Autohaus Heuberger lädt Jung und Alt am Samstag, 30. September,

von 10 bis 16 Uhr an den Standorten Füssen und Bernbeuren zum

großen Volkswagenfest. Grund ist die Markteinführung des neuen

VW Polo. Außerdem haben an diesem Tag alle Interessierten die

Möglichkeit, sich bei Mitarbeitern aus allen Abteilungen umfassend

über Betrieb und Ausbildung zu informieren.

september/oktober 2017 | 73


Handwerksbetriebe bilden Flüchtlinge aus

„Boarisch muss

noch besser werden














Altlandkreis | Weil er sich weigerte,

der Terrororganisation Islamischer

Staat (IS) beizutreten,

sollte er mit dem Tode bestraft

werden. Doch der Bruder von Tabish

Rasooli tauchte rechtzeitig ab,

entkam den Männern des IS. Dadurch

rückte jedoch Tabish Rasooli

selbst auf deren schwarze Liste.

Blutrache nennen die Terroristen

ihr barbarisches Gesetz. Tabish

Rasooli blieb nichts anderes übrig,

auch er musste Freunde und

Familie hinter sich lassen. Über

die Türkei und Griechenland fand

er 2016 den Weg nach Deutschland,

bekam letztlich Asyl im

Flüchtlingsheim neben der Altenstadter

Kaserne und absolvierte

auch gleich ein Berufsvorbereitungsjahr

an der Berufsschule

Schongau. Als Praktikant der Autolackiererei

WHK überzeugte der

heute 22-Jährige vom ersten Tag

an mit handwerklichem Geschick.

Firmeninhaber und Ausbilder Ulrich

Kögl schwärmt regelrecht,

bezeichnet Tabish Rasooli sogar

als Künstler. Der Lohn: Eine Ausbildungsstelle

zum Fahrzeuglackierer,

die der junge Asylbewerber

zum 1. September 2017 antritt.

Schon vor Ausbildungsbeginn

zeigte er den gestandenen Gesellen,

wie die Karosserie wertvoller

Autos aufgespachtelt wird. „Wir

sind wirklich begeistert von seinen

Fähigkeiten“, sagt Kögl, der dem

lernwilligen Tabish Rasooli nicht

nur eine Lehrstelle, sondern auch

eine eigene Wohnung verschaffte,

„weil es in der Asylunterkunft

in Altenstadt ziemlich zugeht“.

Grüppchenbildungen und Neider,

WHK-Inhaber Ulrich Kögl (li.) ist hellauf begeistert vom Können seines

Azubis Tabish Rasooli, der aus Afghanistan geflüchtet ist.

aber auch Azubis, die den Sinn

hinter ehrlicher Arbeit in Frage

stellen, da das Lehrlingsgehalt

nicht höher ist als der Beitrag für

arbeitslose Flüchtlinge, sind unter

anderem die Gründe für ständige

Unruhen. „Dass eine Ausbildung

auf lange Sicht einen viel höheren

Stellenwert hat, muss vielen Asylbewerbern

erst bewusst werden“,

sagt Ulrich Kögl, der auch in dieser

Hinsicht jede Menge Integrationsbeitrag

leistet. Und zuversichtlich

ist, dass sich die Arbeit für seinen

Schützling lohnt.

„Anfangs waren

wir skeptisch“

Nicht weniger begeistert sind

Inhaber und Mitarbeiter der

Wildsteiger Firma Buchner von

Zwei-Meter-Hühne John Osazee

Omorodion, 27, bekennender

Christ aus Nigeria. Auch er floh

wegen andauernder Terrorgefahr,

ausgehend von der Schreckens-

Organisation Boko Haram. „John“,

wie er von allen genannt wird,

landete zunächst in Libyen, wo er

Arbeit fand und durchaus zufrieden

war – bis im Februar 2011 auch

dort erste Unruhen aufkamen,

schließlich Diktator und Machthaber

Muammar al-Gaddafi gestürzt

und getötet wurde und Libyen im

Chaos versank. John packte erneut

seinen Koffer und zog weiter. In

einem Schlauchboot schaffte er

es über das Mittelmeer bis nach

Italien, von dort nach Deutschland,

Oberbayern, Wildsteig. „Als

der Helferkreis für Flüchtlinge auf

74 | der altlandkreis


schlug den Vorschlag der Behörden

aus, „weil er hier im Betrieb

von vorne herein die Sprache des

wahren Lebens lernt, was ihn

definitiv schneller voranbringen

wird.“ Kögl war selbst an einer

Schule in München elf Jahre lang

Lehrer für angehende Lackierer,

kennt sich mit Unterrichten also

bestens aus. Einzig die Bürokratie,

die es bei der Einstellung eines

Asylbewerbers zu erledigen

gilt, hätte ihn womöglich in den

Wahnsinn getrieben. „An dieser

Stelle möchte ich mich bei Edeltraud

Kögl, übrigens nicht mit mir

verwandt, recht herzlich bedanken“,

sagt Ulrich Kögl über die

Altenstadter Flüchtlingshelferin,

die sich sehr intensiv für Tabish

Rasooli und dessen Arbeitsgenehmigung

eingesetzt hatte. Stefan

Klein von der Firma Buchner

hebt neben dem Wildsteiger Helferkreis

die Handwerkskammer

hervor, die nicht nur bestens beraten,

sondern auch eine zeitnahe

Genehmigung ermöglicht habe –

zumindest im Rahmen ihrer

Möglichkeiten. Stand jetzt weiß

nämlich niemand, ob Tabish Rasooli

und John Osazee Omorodion

auch langfristig in Deutschland

bleiben können. Sicher sei lediglich,

dass die zwei definitiv ihre

Ausbildung abschließen dürfen –

beide besuchen auf Wunsch ihrer

Arbeitgeber die Berufsschule in

Herzogsägmühle, wo aufgrund

geringer Klassenstärken intensiveres

Lernen gewährleistet ist.

Und sicher ist auch, dass die zwei

nach ihrer Abschlussprüfung zwei

weitere Jahre als Gesellen für ihre

jetzigen Arbeitgeber arbeiten

dürfen. Und das ohne tagtäglicher

Gefahr, von skrupellosen Terroristen

ermordet zu werden. js

Kompetent und immer gut gelaunt: John Osazee Omorodion aus Nigeria

absolviert derzeit eine Maurer-Lehre.

Unsere Ausbildungsplätze 2017 2018 / 2018

Jetzt

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uns zugekommen ist und gefragt

hat, ob wir für John Maurerarbeiten

haben, waren wir skeptisch“,

gibt Stefan Klein, Junior-Chef der

Firma Buchner, offen und ehrlich

zu. Auch die Mitarbeiter konnten

wenig anfangen mit diesem

großen, unbekannten schwarzen

Mann, stammend aus einer völlig

fremden Kultur. „Inzwischen ist es

aber so, dass alle unsere Mitarbeiter

ihn unglaublich gerne mit

auf die Baustelle nehmen“, sagt

Stefan Klein, der hellauf begeistert

ist von seinem Lehrling, der

beruflich wie menschlich schon

jetzt als Vorbild vieler – nicht nur

Flüchtlingen – dienen könnte.

„John ist immer pünktlich, höflich,

fleißig, gut gelaunt und hat handwerklich

sehr viel drauf. So einen

Mitarbeiter kann man sich nur

wünschen“, sagt Stefan Klein. Darüber

hinaus spricht und versteht

er die deutsche Sprache beinahe

wie ein Einheimischer. „Deutsch

ist tatsächlich kein Problem mehr,

nur Boarisch muss noch besser

werden“, sagt John, der vor Beginn

seiner Maurerlehre einen

Deutschkurs an der Berufsschule

Weilheim besuchte, mit finanzieller

Unterstützung seines Arbeitgebers

den deutschen Führerschein

auf Anhieb meisterte und obendrein

schon vor seiner Flucht nach

Oberbayern viel Erfahrung als

Maurer gesammelt hatte.

Berufsschule in

Herzogsägmühle

Diesen Deutschkurs an der Berufsschule

hätte eigentlich auch

Tabish Rasooli absolvieren sollen.

Doch sein Ausbilder Ulrich Kögl

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september/oktober 2017 | 75


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Murnau | Andreas Burghart ist

Einstellungsberater bei der Polizei,

sitzt gemeinsam mit Kollegin Ilona

Stoffels auf der Inspektion in Murnau.

Beide sind dafür zuständig,

junge, an einer Polizeiausbildung

interessierte Menschen aus den

Landkreisen Weilheim-Schongau,

Garmisch-Partenkirchen und Bad

Tölz-Wolfratshausen bestmöglich

über das vielfältige Berufsbild des

Polizisten zu informieren – und

beide sind in diesen Wochen,

Monaten und Jahren besonders

gefragt. Der Personalmangel der

Polizei, der zwar in Bayern nicht

ganz so gravierend ist wie in anderen

Bundesländern, ist hinlänglich

bekannt. „Für 2018 verfolgen

wir bayernweit das Ziel, auf rund

1200 Abgänge 1600 Neuzugänge

zu gewinnen“, sagt Andreas Burghart.

Was jedoch nicht heißt, dass

für den Job als Polizist beinahe

jeder in Frage kommt. Schon vor

dem eigentlichen Einstellungs-

ngstest

in Theorie und Sport gilt es

bestimmte Voraussetzungen mitzubringen:

Bewerber müssen

seit neuestem zwischen 17 und

30 Jahre alt sein, mindestens s 1,65

Meter groß, in jedem Falle die

Mittlere Reife (auch M-Zug) oder

einen Qualifizierten Hauptschulabschluss

mit abgeschlossener

se

Berufsausbildung mitbringen,

n,

die Deutsche Staatsangehörigkeit

it

besitzen, sportlich fit und gesund

sein, keine sichtbaren und anstößigen

Tattoos im Gesicht und an

Unterarmen tragen, aus geordneten

wirtschaftlichen Verhältnissen

kommen sowie charakterlich geeignet

sein. Ausnahmen bestätigen

jedoch die Regel. Auch unter

1,65 große Bewerber haben gute

Chancen auf eine Einstellung, sofern

sie eine Handkraftmessung

und den allgemeinen Sporttest

vorab mit der Endnote 2,5 oder

besser bestehen. Bei Brillen- und

Linsenträgern wird ebenso vorab

überprüft, ob die erforderlichen

Sehleistungen unterschritten werden.

Ausländer, die mindesten seit

fünf Jahren in Deutschland leben

und arbeiten, dürfen sich ebenso

berechtigte Hoffnungen auf eine

Ausbildungsstelle bei der Bayerischen

Polizei machen.

Sporttest „auf jeden Fall“

machbar

Selbst Bewerber, er

r, die

im Jugendalter

einmal mit

dem

Gesetz etz in

Konflikt geraten en

sind, werden

nicht automatisch tisc

abgelehnt. „In

solchen Fällen wird aber

genau

geprüft, was vorgefallen ist“, sagt

Andreas Burghart. „Ein No-Go

sind jedoch Drogendelikte“, betont

der Einstellungsberater, der

diesbezüglich vor allem in Schulklassen

immer wieder befragt

wird.

Sprichwörtlich k. o. dürften die zugelassenen

Bewerber nach dem

Sporteignungstest sein, zumindest

beim Versuch, die Note eins

zu erreichen. Grundsätzlich sei der

Sporttest laut Andreas Burghart

nämlich „auf jeden Fall“ machbar,

zumal die Gesamtmindest-Note

4,5 schon ausreichen würde. Zu

absolvieren gilt es den klassischen

Cooper-Test, bei dem Männer

2900 Meter, Frauen 2400 Meter

über je zwölf Minuten für die Note

eins laufen müssen. Beim Bankhüpfen

über insgesamt 30 Sekunden

müssen Männer 54, Frauen

48 Sprünge für die Bestnote erreichen,

beim Bankdrücken gilt es

60 bzw. 45

Prozent des

Körperge-

rge-

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Ilona Stoffels und Andreas Burgdehart

sind Einstellungsberater Bayerischen Polizei.

76 | der altlandkreis


wichts insgesamt 19 Mal zu stemmen.

Am Intensivsten ist wohl der

Pendellauf: acht Mal muss eine

Strecke von zehn Metern gelaufen,

sowie beim jeweiligen Richtungswechsel

über ein Hindernis

gesprungen und verschiedenfarbige

Seile ausgetauscht werden.

„Damit wollen wir herausfinden,

ob die Bewerber auch unter körperlicher

Höchstbelastung noch

klar handeln können. Das ist zum

Beispiel bei einer Verbrecherjagd

ganz entscheidend“, sagt Andreas

Burghart. Der Schwimmtest – 100

Meter in 2:45 Minuten – wird nicht

benotet, muss lediglich bestanden

werden.

Doch Sport allein ist im Polizistenberuf

nur die halbe Miete, auch

der Geist muss in verschiedensten

Situationen gut funktionieren.

Deshalb gilt es im Rahmen

des Einstellungstests auch einen

schriftlichen Sprach- und Grundfähigkeitstest

erfolgreich abzulegen.

Sowohl für den schriftlichen

als auch sportlichen Test empfiehlt

Andreas Burghart den Bewerbern,

sich gut vorzubereiten. Wie? „Am

besten, man erkundigt sich direkt

bei uns.“ Ansonsten hilft natürlich

regelmäßiges Sporteln, das ein

Polizist ohnehin als Hobby lieben

und schätzten sollte. Für den

schriftlichen Test gibt es dagegen

jede Menge gute Bücher, CDs und

Apps in Buchhandlungen und Onlineverlagen,

die vollgepackt sind

mit ehemaligen Prüfungen als

Musterbeispiele.

Klassische Ausbildung

oder Studium?

Wer Sport-, Sprach- und Grundfähigkeitstest

bestanden hat, darf

sich in einem Gruppengespräch

beweisen. „Hierbei finden wir

heraus, ob die Bewerber kooperativ,

selbstbewusst und trotzdem

stets höflich sein können.“

Ist auch diese Prüfung, bei der

mehrere Bewerber im Kreis sitzen

und von zwei Prüfern bewertet

werden, erfolgreich gemeistert,

folgt abschließend ein

klassisches Bewerbungsgespräch.

Vom Einstellungsverfahren abgesehen,

gibt es bei der Bayerischen

Polizei zwei verschiedene

Möglichkeiten der Ausbildung.

Die standardmäßige namens 2.

Qualifikationsebene, früher Mittlerer

Dienst. Und die als bislang

gehobener Dienst bekannte, inzwischen

3. Qualifikationsebene

(3. QE) genannt, für die man sich

ausschließlich mit Abitur, Fachabitur

oder einer bereits erworbenen

Hochschulreife bewerben kann. In

diesem Falle zählen zum Ein-

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78 | der altlandkreis

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geht über 2,5 Jahre, beinhaltet

unter anderem Rechtswesen,

Schießen, Selbstverteidigung,

Fahrsicherheit, Sport und Pädagogik.

Absolviert wird sie für

Bewerber aus der Region in

den Ausbildungszentren Königsbrunn,

Dachau oder Eichstätt, aus

Platzgründen auch mal in Nürnberg,

Nabburg, Sulzbach-Rosenberg

oder Würzburg. „Es ist uns

durchaus bewusst, dass uns eine

Ausbildungsstätte im südöstlichen

Oberbayern sehr gut tun würde,

aber das ist schwer zu realisieren“,

bekräftigt Andreas Burghart

ein seit Jahren vieldiskutiertes

Thema – sowohl in Polizei- als

auch Politikerkreisen. Andererseits

hat eine Ausbildung weg von

Zuhause insbesondere bei jungen

Leuten den positiven Nebeneffekt,

Eigenständigkeit zu erlernen.

Das Studium in der

dritten Qualifikationsebene ations

ene erfolgt

über drei Jahre, beinhaltet neben

den grundlegenden Dingen (wie

bei 2. QE) sehr intensiv die Themen

Rechtswissenschaften, Führungslehre

und Einsatzplanung. In

Sachen Gehalt unterscheidet sich

die Ausbildungszeit zur Studienzeit

nur unwesentlich. Ein Polizei-

Azubi verdient bereits im ersten

Lehrjahr mehr als 1000 Euro netto,

im zweiten und letzten Jahr

1780 Euro. „Das muss ein Student

gegenüber dem 17-Jährigen erstmal

reinverdienen“, so Andreas

Burghart über die wahrlich spitzenmäßige

Vergütung.

Infostand auf der ORLA

Ausgelernt steigert sich das Gehalt

zunächst nicht ganz so extrem, liegt

bei rund 2100 Euro Netto, kann

sich in der zweiten QE jedoch bis

auf 3600 Euro netto steigern – und

zwar unabhängig g von der Fachrichtung.

„Der Großteil geht nach

der Ausbildung zur Schutzpolizei

mit Schichtdienst“, sagt Andreas

Burghart. Theoretisch könne man

aber auch zum Unterstützungssonderkommando,

zur Einsatzhunderschaft,

aber auch zu den

Tauchern oder sich zu Medizinern

(Rettungsassistenten), Wasserschutzpolizisten

und eventuell zu

Polizeiausbildern weiterqualifizieren.

Ein immer wichtiger werdendes

Thema ist sicherlich der

Schutz vor Internetkriminalität.

„Neben den vielen Pensionisten ist

das der zweite Grund, warum wir

in Zukunft mehr Bewerber als Abgänger

brauchen“, sagt Andreas

Burghart, der mit Kollegin Ilona

Stoffels auch auf der Oberlandausstellung

(ORLA) in Weilheim sowie

der Zukunftsmesse in Garmisch-

Partenkirchen mit einem Infostand

zum Thema „Ausbildung bei der

Polizei“ vertreten sein wird. js

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september/oktober 2017 | 79


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Weilheim | Mit 1400 Mitarbeitern

und einer Million Stammkunden

in mittlerweile 50 Filialen hat

sich K&L Ruppert zu einem kleinen

Mode-Imperium entwickelt.

Ein wichtiger Bestandteil des familiengeführten

Unternehmens

ist traditionell die hauseigene

Ausbildung. 100 Auszubildende

sind derzeit angestellt, davon

18 in der Zentrale in Weilheim.

Besonders auffallend bei K&L

Ruppert ist das breite Spektrum

in Sachen Ausbildung: Neun

verschiedene Berufe, darunter

drei duale Studiengänge, bietet

das Unternehmen jungen, motivierten

Schulabgängern derzeit

an. Neben den „Klassikern“ wie

Fachkraft für Lagerlogistik, Einzelhandelskaufleute

oder Kaufleute

für Büromanagement wird auch

ein Gestalter für visuelles Marketing

gesucht – ein neuer Ausbildungsberuf,

der ab September

2018 erstmals bei K&L angeboten

wird. „Neben der Warenpräsentation

sowie der Schaufenster- und

Verkaufsflächengestaltung lernt

man in dieser Ausbildung auch,

wie Licht, Formen und Farben

sowie andere Elemente effektvoll

genutzt und eingesetzt werden“,

sagt K&L-Ausbildungsleiterin Judith

Schnitzler über diesen äußerst

abwechslungsreichen Beruf,

der auch Arbeit mit Layout- und

Grafikprogrammen, die Erstellung

von Konzeptentwürfen sowie das

Kalkulieren von Kosten beinhaltet.

Die Praxis dieser insgesamt dreijährigen

Ausbildung wird hauptsächlich

in der K&L-Zentrale in

Weilheim sowie in den umliegenden

Filialen gelehrt. Das Vermitteln

der Theorie erfolgt an einer

Berufsschule in München.

„Sein Können unter

Beweis stellen“

Die Integration neuer Ausbildungsberufe

ist eine Stärke des

1962 gegründeten Mode-Unternehmens,

das bereits etablierte

Projekt „Traineefiliale“ eine weitere.

„Wenn sich unsere Storemanager

in den wohlverdienten Sommerurlaub

verabschieden, kommt

unser Nachwuchs zum Zug“, verrät

Judith Schnitzler. Heißt: In Abwesenheit

etablierter Filialleiter

übernehmen K&L-Studenten die

volle Verantwortung und kümmern

sich um alles, was im Rahmen

des „Storemanagers“ tagtäglich

für Aufgaben anfallen. Zum

Beispiel das Schreiben von Personaleinsatzplänen,

die Prüfung

auf Verfügbarkeit von Artikeln, die

Koordination der Warenpräsentation,

das Umsetzen von Verkaufsaktionen

oder die Beratung von

Kunden. „Die Trainees sollen so

in ihrem letzten Ausbildungsjahr

ihr theoretisches Wissen auch in

der Praxis anwenden“, so Judith

Schnitzler über diese auch sehr

verantwortungsvolle Aufgabe, die

Eigenverantwortlichkeit, Selbstständigkeit

und Stärkung des

Selbstvertrauens zum Ziel haben

soll – und im Normalfall ein Gewinn

für Student und Unternehmen

ist. „Der Trainee bekommt

bei diesem Projekt eine einmalige

Chance, sein Können unter Beweis

zu stellen. Gleichzeitig sorgen

wir damit für kompetenten

Nachwuchs“, der übrigens nicht

komplett ins kalte Wasser geworfen

wird. Neben dem eigentlichen

Studium werden die „Filialleiter

auf Probe“ über spezielle Workshops

explizit auf „Traineefiliale“

vorbereitet. Außerdem können die

dualen Studenten bei Problemen

und Fragen auch während des

Projekts auf einen kompetenten

Ansprechpartner in der jeweiligen

K&L-Filiale zurückgreifen.

Stylingtipps auf

Instagram

Generell hat sich das Arbeiten

bei K&L im Zuge der Digitalisierung

stark verändert. Ist die vom

Kunden gewünschte T-Shirt-,

Pullover- oder Jeansgröße im

Verkaufsregal vergriffen, bestellt

80 | der altlandkreis


Werde Azubi bei Hochland!

die Einzelhandelskauffrau nicht

per Telefonanruf, sondern über

ein Tablet das passende Stück im

K&L-Onlineshop nach. Auch in

die von K&L angelegten Social-

Media-Seiten sind die Mitarbeiter

eingeweiht – die Unternehmensstrategie

„Omnichannel“ setzt

sicheren Umgang mit neuen Medien

voraus, auch von den Azubis.

Stylingtipps auf Instagram,

Rabatt-Aktionen auf Facebook

oder „Shootings“ neuer Kollektionen,

die im Rahmen eines Videos

auf YouTube veröffentlicht werden,

sind nur drei Beispiele. Und auch

die Kaufleute für Büromanagement

müssen sich umstellen, lernen

neuerdings weitestgehend

ohne Papier auszukommen. „Das

geht natürlich nicht durchgängig

in allen Abteilungen, aber ein

Großteil wird in den Fachabteilungen

inzwischen ausschließlich

digital bearbeitet“, sagt Judith

Schnitzler. Auch Azubis, die in

der Finanzbuchhaltung eingesetzt

werden, lernen beispielsweise das

Archivieren von Dokumenten ausnahmslos

digital. „Und das Bearbeiten

von Rechnungen anhand

eines Workflows am PC“, sagt

Judith Schnitzler über den Wandel

der Zeit, den das familiengeführte

Mode-Unternehmen dank eigens

ausgebildetem Personal bestens

hinbekommt.

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Unser

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Stand bei Drucklegung im August 2017. Änderungen und

Fehler vorbehalten. Auflage: 28000 Exemplare

Für eingesandte Manuskripte wird keine Haftung sowie keine

Erscheinungsgewähr übernommen. Die aktuellen Anzeigenpreise,

Mediadaten sowie Erscheinungstermine und weitere technische

Angaben finden Sie auf unserer Webseite www.altlandkreis.de.

Geplanter Erscheinungstermin der nächsten Ausgabe

November/Dezember 2017:

Freitag, 27. Oktober 2017 (Anzeigenschluss: 9. Oktober 2017)

Herausgeber: Peter Ostenrieder

Redaktion: Johannes Schelle, Peter Ostenrieder (V.i.S.d.P.)

Mitarbeiter dieser Ausgabe: Rosi Geiger, Beate Bentele,

Wennaël Würmli

Anzeigenverkauf: Wolfgang Stuhler

Satz, Layout & Anzeigengestaltung: Peter Ostenrieder,

Kurt Zarbock, Irmgard Gruber, Jeannine Echtler, Christian Lechner

Druck: Gebr. Geiselberger GmbH,

Martin-Moser-Straße 23, 84503 Altötting

Deine Ansprechpartnerin:

Monika Vogler

Ausbildungsleitung

Monika.Vogler@hochland.com

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„altlandkreis“ ist ein Medium von

Verteilservice: KBV Vertriebs GmbH,

Am Weidenbach 8, 82362 Weilheim

Erscheinungsweise: zweimonatig, kostenlose Verteilung

an alle Haushalte im Altlandkreis Schongau

und einzelnen angrenzenden Gemeinden

Fotos: Johann Jilka, Johannes Schelle, Peter Ostenrieder,

Thomas Resch, Dirk Peinelt, Frank Schlöffel,

Matthias Jauss, Astrid Horbach, Rosi Geiger, Xaver

Bader, Hermann Köpf, Gerhard Paumann, Michael

Zuckerl, Stefanie Eimer, Kreisbote, Herwig Skalitza,

Alexandra Stiglmeier, Wolfgang Dennig, Theatergruppe

Hohenpeißenberg e.V., Kreisverkehrswacht

Weilheim-Schongau, Beate Bentele, Ammersee

Segelschule, Martin Pape, Ronny Grubart, Fotolia,

Moes & Moes, Robert Langhammer, ORLA 2015,

Ralf Bornheber, Max Kriesmair, Jürgen Geiger,

Renate von Bülow, Gerlinde Mayr, Tobias Gutmann,

Stefan Buchner, K&L Ruppert, Präsidium der

Bayerischen Bereitschaftspolizei, Simon Staltmayr,

Agnes Staltmayr, Autohaus Heuberger, Franz

Erhard, fotolia

september/oktober 2017 | 81


Nachwuchs-Bäckerin und -Metzger fordern Umdenken

„Mehr Gehalt würde nichts verändern“

Tankenrain | Von wegen, das

Handwerk stirbt aus: Mit größter

Leidenschaft üben die Geschwister

Simon (19 Jahre) und Agnes

(22 Jahre) Staltmayr ihre Berufe

als Metzger und Bäckerin aus. Im

Interview sprechen die Tankenrainer

nicht nur über „unchristliche“

Arbeitszeiten, Tiere schlachten und

Brezn drehen. Sie fordern auch ein

Umdenken in den Köpfen der Menschen,

damit ihre berufliche Außenseiterrolle

bald Geschichte ist.

Agnes und Simon Staltmayr, warum

habt Ihr euch für Berufe entschieden,

die sonst keiner mehr

machen möchte?

Agnes: Ich habe zuhause schon

gerne Kuchen gebacken. Auf den

Beruf bin ich letztlich über zwei

Praktika gekommen.

Simon: Wie aus einer lebendigen

Sau eine Weißwurst wird, hat

mich immer schon interessiert.

Außerdem haben wir Geißen daheim,

die wir regelmäßig zum

Schlachten bringen. Da wollte ich

schon als Fünfjähriger unbedingt

dabei sein.

mit Teig machen oder bereits fertigen

Teig abmengen. Ansonsten

mache ich im Grunde alles, was

ein Bäcker so zu tun hat. Feierabend

ist in der Regel nach acht,

neun Stunden.

Simon: Mein Tag beginnt immer

um fünf Uhr, jedoch stets mit einer

anderen Tätigkeit. Montags wird

geschlachtet, dienstags Presssack

und Blutwurst hergestellt.

Mittwochs ist großer Zerlege-Tag

von Schweine- und Rindfleisch.

Außerdem werden die Wurst-

Chargen abgewogen, damit wir

wissen, wie viel Wurst und welche

Sorten wir am Donnerstag machen

können – von Wiener über

Aufschnitt bis Weißwürst. Letztere

machen wir auch am Freitag.

Unsere kesselfrischen Weißwürst

sind bei den umliegenden Firmen

beliebt zur Brotzeit. Bevor es ins

Wochenende geht, ist großes Putzen

angesagt. Jede Maschine, jede

Wand, jeder Boden wird mit Desinfektionsmittel

gereinigt.

Kommt Ihr mit den „unchristlichen“

Arbeitszeiten klar?

Agnes: Eigentlich ganz gut. Man

stellt einfach seinen Tagesrhythmus

komplett um, steht um halb

zwölf in der Nacht auf und geht

nachmittags um fünf ins Bett.

Dadurch, dass ich inzwischen am

Wochenende komplett frei habe,

kann ich mit meinen Arbeitszeiten

wirklich gut leben.

Simon: Da ich seit jeher bekennender

Frühaufsteher bin und

gleichzeitig um neun Uhr Abends

ins Bett gehe, komme ich ohne

Probleme aus den Federn, habe

mit fünf Uhr also überhaupt kein

Problem.

Welche Tätigkeit macht Euch besonders

Spaß?

Simon: Als Wurstliebhaber das

Herstellen von Wurst. Und auf jeden

Fall auch das Schlachten, wo

es wirklich auf handwerkliches

Geschick ankommt, damit das Tier

nicht leidet und schmerzfrei stirbt.

Außerdem muss ich als Schlachter

absolute Ruhe ausstrahlen, damit

die Tiere nicht nervös werden. Sobald

sie merken, dass etwas nicht

stimmt, schütten sie Stresshormone

aus, was zu wässrigem und damit

schlechtem Fleisch führt.

Agnes: Das Backen von Selenbrot,

das aufgrund der Zutaten sehr gesund

ist.

Gibt es auch Aufgaben, die Euch

weniger taugen?

Agnes: Den ganzen Tag Brezn drehen

ist schon extrem. Obwohl man

hinterher dafür besonders gut

schlafen kann.

Simon: (grinst) Putzen. Das ist

zwar eine der wichtigsten Arbeiten

für uns Metzger, aber halt einfach

nicht schön.

Berufsschule habt Ihr beide in

München gehabt, die Praxis in den

jetzigen Betrieben gelernt. Was

waren die Schwerpunktthemen Eurer

Ausbildung?

Simon: Als Metzger gibt es die

Wahlqualifikationen Schlachten

oder Kochen. Ich habe mich fürs

Schlachten entschieden, weil ich

der Meinung bin, dass das zum

Metzgerberuf einfach dazugehört.

Ansonsten aber ist die Ausbildung

Was reizt Euch an diesen Berufen?

Simon: Der Beruf des Metzgers ist

sehr vielseitig. Man sieht am Ende

des Tages, was man geschafft hat.

Und man kann seine Erzeugnisse

auch gleich essen. Zudem lernt

man viel über Ernährung. Besser

geht’s nicht.

Agnes: Dass ich weiß, was für Zutaten

im Brot sind, finde ich unglaublich

wertvoll.

Wie sieht Euer Arbeitsalltag aus?

Agnes: Ich fange frühestens um

1 Uhr, spätestens um 3 Uhr an.

Meistens beginnt mein Arbeitstag

Die Geschwister Staltmayr bei ihrer nicht alltäglichen Arbeit: Während

Simon feinsäuberlich das Fleisch auslöst, dreht Agnes eine Breze nach

der anderen. Bei beiden muss jeder Handgriff sitzen.

82 | der altlandkreis


eitgefächert, von Wursten über

Schneidtechniken bis hin zu Ernährungswissenschaften

ist alles

dabei.

Agnes: Ganz wichtig war bei uns

das Kennenlernen der rund zehn

verschiedenen Mehltypen. Außerdem

haben wir auch den Bereich

der Konditorei angeschnitten und

unter anderem gelernt, wie man

Snacks belegt. Das Wichtigste

während der Bäckerausbildung ist

natürlich die Herstellung des perfekten

Teiges, also wie Mehl und

Wasser zueinander im Verhältnis

stehen. Das ist je nach Brot-, Semmel-

und Breznsorte ganz unterschiedlich.

Inzwischen seid ihr beide Gesellen.

Habt Ihr weitere berufliche Ziele?

Simon: Irgendwann möchte ich

schon den Meister machen, um

eventuell mal eine Metzgerei zu

übernehmen.

Agnes: Ich möchte eventuell noch

die Ausbildung zum Konditor

dranhängen. Da lernt man wahnsinnig

viel dazu, was zum Beispiel

das Verzieren betrifft. Und

vielleicht setze ich auch noch den

Meister obendrauf.

Ihr habt kürzlich bzw. im Juli die Ausbildung

mit Erfolg abgeschlossen.

Haben Eure Arbeitgeber – Bäckerei

Schwarzmaier in Weilheim und

Metzgerei zur Post in Peißenberg –

momentan Probleme, neue Lehrlinge

zu bekommen?

Agnes: Wir haben aktuell drei

Lehrlinge, einen Bäcker, einen

Konditor und eine Verkäuferin.

Das passt. Wobei der Bewerbungsandrang

definitiv größer

sein könnte. Das zeigt allein die

Tatsache, dass wir nach München

in die Berufsschule mussten, obwohl

wir eigentlich zur Innung

Weilheim-Schongau und Garmisch-Partenkirchen

gehören. Ein

Bäcker aus Mittenwald brauchte

nach München zwei Stunden. Das

ist schon extrem. Aber wir waren

einfach zu wenig Lehrlinge für

eine eigene Klasse.

Simon: Ein Metzgerlehrling, ohne

Schwerpunkt Schlachtung, hat mit

mir ausgelernt. Heuer bekommen

wir wieder einen neuen Azubi.

Wobei er der erste sein wird, seit

ich im Betrieb bin. Generell ist der

Ansturm extrem gering. Jeder, der

Metzger werden will, kommt auch

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Klingt nach klaren Zielen. Wie ist

aktuell Euer „Standing“ in der akademikergeprägten

Gesellschaft?

Simon: Teils teils. Die Einen sagen,

bist du nicht noch blöder, so einen

Knochenjob wie Metzger zu lernen.

Die Anderen sagen, Respekt,

dass es solche Leute noch gibt, die

so etwas machen wollen. Wobei

In meinem Freundeskreis eh die

meisten einen bodenständigen,

handwerklichen Beruf ausüben.

Entsprechend gut kommen wir

miteinander aus.

Agnes: Die meisten reagieren erstmal

perplex und wundern sich,

dass ich als Frau diesen männerdominanten

Bäckerberuf ausübe.

In der Regel kommt mein Beruf

bei den Leuten aber sehr gut an.

Brot ist schließlich Grundnahrungsmittel

und für jeden wichtig.

Was müsste verändert werden, damit

die Berufe Bäcker und Metzger

wieder attraktiver werden?

Agnes: Das Problem ist, dass die

Leute die Arbeit des Bäckers nicht

wertschätzen. Wo anders verhungern

die Menschen, in Deutschland

wird die übrig gebliebene

Ware vom Vortag weggeworfen.

Da müsste ein Umdenken, vor allem

bei den jungen Leuten, stattfinden.

Simon: Mit mehr Gehalt verändert

man glaube ich nichts. Der Metzger

hat ein sehr schlechtes Image.

Dagegen sollte man ankämpfen

und den Leuten bewusst machen,

dass Fleisch und Wurst nicht aus

dem Supermarkt kommt, sondern

von den Leuten, die die Ware mit

viel Herzblut, Können und Fachwissen

herstellen.

js

september/oktober 2017 | 83


SEPTEMBER /


Veranstaltungskalender

1. September bis 31. Oktober 2017

SCHONGAU

FR 01.09.

9.30 bis 18.00 Uhr

Neueröffnung von „Mode Eva Maurer“

in der Altstadt. Siehe Seite 49

16.00 Uhr

Führung durch die malerische

Altstadt. Treffpunkt am Rathaus.

Kosten: 4 €

16.00 bis 18.00 Uhr

Treffen der Krebs-Selbsthilfegruppe

im Evangelischen Pfarrheim

PEITING

8.30 bis 12.00 Uhr

Bauernmarkt am Hauptplatz

19.00 Uhr

Politischer Abend der CSU Peiting

mit Alexander Dobrindt und

Andreas Scheuer im Gasthof zum

Keppeler. Unterhaltung durch die

Birkländer Musikanten

ROTTENBUCH

8.00 Uhr

Kaltblut-Fohlenmarkt mit Marktständen

und Festzeltbetrieb

SCHONGAU

SA 02.09.

10.00 bis 16.00 Uhr

Weibsdeifi Markt in der Münzstraße

9. www. weibsdeifi-markt.de

10.30 und 14.30 Uhr

Erlebnis Lechflößerei – mit dem

historischen Fernhandelsfloß auf

Fahrt. Siehe Seite 33

PEITING

14.00 bis 16.00 Uhr

Führungen an der Villa Rustica.

Spenden erwünscht

BURGGEN

20.00 Uhr

Rosstag-Auftakt mit traditioneller

und stimmungsvoller Partymusik

von „Blech und Schwefel“ in der

Reithalle. Siehe Seite 6 bis 8

SCHWABSOIEN

SO 03.09.

14.00 bis 16.00 Uhr

Hammerschmiede-Museum geöffnet.

Eintritt frei

SACHSENRIED

10.00 Uhr

Waldfest mit der Blaskapelle am

Waldbahnhof. Ausweichtermin ist

am 10.09.

SCHONGAU

MO 04.09.

16.30 bis 17.00 Uhr

Klamottenkiste – Ausgabe der

Chiffre-Nummern im Teezimmer

des Pfarrzentrums Verklärung

Christi. Annahme und Verkauf am

15. und 16.9.

PEITING

15.00 Uhr

Vorlesestunde für Kinder in der

Gemeindebücherei

ROTTENBUCH

9.30 bis 11.00 Uhr

Ganzkörpertraining „Intensivtraining

für alle, die einen

Schweinehund unter der Eckbank

sitzen haben“ im Kunstcafé am

Tor. Kosten: 5 €, Anmeldung unter

08867 921040

BAD BAYERSOIEN

18.00 Uhr

Schautorfstechen im Torfstich

am Haselbachweg. Der Weg zum

Torfstich ist beschildert und kann

nur zu Fuß erreicht werden (ca. 1,4

km). Treffpunkt am Stadl

SCHONGAU

DI 05.09.

14.00 Uhr

Führung durch die malerische

Altstadt. Treffpunkt am Rathaus.

Kosten: 4 €

HOHENFURCH

14.00 Uhr

Spielenachmittag für die ältere

Generation im Gemeindesaal des

Rathauses

BAD BAYERSOIEN

20.15 Uhr

Theater „Der sanfte Tyrann“,

eine Komödie von Ulla Kling im

Gasthof Bayersoier Hof. Karten:

9 €. VVK in der Tourist-Info

SCHWABBRUCK

MI 06.09.

18.00 Uhr

Senioren-Gymnastik im Pfarrheim

BERNBEUREN

15.00 bis 17.00 Uhr

2. Erzähl-Café „Mode & Fahrzeuge

früher“ insbesondere für

Besucher im Alter von 50+ in der

Bücherei. Bei Kaffee und Kuchen

wird miteinander über „die gute,

alte Zeit“ geredet und das Team

bereitet passende Literatur vor.

Eintritt frei

SCHONGAU

DO 07.09.

18.00 Uhr

Volksfest — Traditioneller Festeinzug

mit Kutsche und Stadtkapelle.

Infos unter www.schongauervolksfest.de

und auf Seite 36

HOHENPEISSENBERG

9.30 bis 11.00 Uhr

Musik und Bewegung – Tänze für

Ältere im Feuerwehrhaus

PEISSENBERG

9.00 bis 12.00 Uhr

Kinderwarenbasar Herbst/Winter

in der Tiefstollenhalle

LECHBRUCK

15.00 Uhr

Golf-Schnupperkurs in der

Golfanlage „Auf der Gsteig“.

Kosten: 29 €. Anmeldung unter

08862 / 987750

19.30 Uhr

Dämmerschoppen mit der Musikkapelle

Prem im Musikpavillon

STEINGADEN

SCHONGAU

ALTENSTADT

14.30 bis 16.00 Uhr

Treff für Menschen nach Schlaganfall,

deren Angehörige und

Interessierte bei Kaffee und Kuchen

zum Erfahrungsaustausch im

MIZ, Bürgerzentrum. Infos unter

08861 / 9091583

15.00 Uhr

Kirchenführung mit Kreuzgang

und Klostermuseum. Anmeldung

in der Tourist-Info

ROTTENBUCH

11.00 Uhr

Schaukäsen auf der Schönegger

Käsealm

12.30 Uhr

Führung entlang des Pfaffenwinkler

Milchwegs. Treffpunkt am

Eingang der Schönegger Käsealm.

Kosten: 5 € / 2,50 € (Kinder)

FR 08.09.

16.00 Uhr

Führung durch die malerische

Altstadt. Treffpunkt am Rathaus.

Kosten: 4 €

12.00 Uhr

Volksfest am Volksfestplatz.

Infos unter www.schongauervolksfest.de

und auf Seite 36

BAD BAYERSOIEN

17.30 bis 18.30 Uhr

Historische Tunnelführung mit

landwirtschaftlichem Museum.

Treffpunkt am Lötschmüllerhof.

Kosten: 2 €. Infos unter 08845 / 204

> > > BLUTSPENDETERMINE IM ALTLANDKREIS

Mi, 13. Sept. 16.00 bis 20.00 Uhr Altenstadt, Grundschule

Do, 14. Sept. 16.30 bis 20.00 Uhr Steingaden, Grundschule

Mo, 18. Sept 16.30 bis 20.00 Uhr Lechbruck, Lechhalle

september / oktober 2017 | 85


in Schongau und im Pfaffenwinkel

an der Romantischen Straße

• Stadt-Führungen:

Mai – Oktober, Freitag, 16.00 Uhr

zusätzlich im Juli und September, Dienstag, 14.00 Uhr

• Themen-Führungen:

- Mit der Henkerstochter durch das mittelalterliche Schongau

- Schongaus Stadt- und Lechgeschichten

- Neue Führungen: „Schongauer Biergeschichten“ und „Anna Gerberin“

• Führungen im Pfaffenwinkel

• Kinder-Führungen

Tourist Information Schongau . Tel. 08861 214-181 . www.schongau.de

Stadthalle Weilheim | Wessobrunner Str. 8

Samstag 23.09.2017, 20 Uhr

Jürgen

Geiger

Der Weilheimer Kulturpreisträger

Rachmaninow

„Rach 3“

Symphonie-Konzert

Gioacchino Rossini

Ouvertüre Wilhelm Tell

Sergej Rachmaninow

Klavierkonzert Nr. 3 in d-Moll

Antonin Dvorâk

Sinfonie Nr. 9 in e-Moll „Aus der Neuen Welt“

Kartenvorverkauf: Kreisboten-Ticketservice Weilheim.

Marienplatz 2-6 (in der Sparkasse) Tel. 0881/68611

SCHONGAU

SA 09.09.

10.00 bis 14.00 Uhr

Weibsdeifi Markt in der Münzstraße

9. Weitere Infos auf www.

weibsdeifi-markt.de

10.30 und 14.30 Uhr

Erlebnis Lechflößerei – mit dem

historischen Fernhandelsfloß auf

Fahrt. Siehe Seite 33

12.00 Uhr

Volksfest am Volksfestplatz

www.schongauer-volksfest.de

17.00 Uhr

Führung „Mit der Henkerstochter

durch das mittelalterliche Schongau“.

Kosten: 10 €. Infos bei der

Tourist-Info unter 08861 / 214181

PEITING

14.00 bis 16.00 Uhr

Führungen an der Villa Rustica.

Spenden erwünscht

ALTENSTADT

19.00 Uhr

Sternmarsch zum Tag der

Blasmusik am Via Claudia Platz.

Anschl. Unterhaltung im Zelt

BURGGEN

20.00 Uhr

Traditioneller Heimatabend des

Trachtenvereins in der Reithalle.

Siehe Seite 6

STEINGADEN

14.00 Uhr

Tag des offenen Denkmals in der

Kreuzbergkirche

BÖBING

20.00 Uhr

Soffl Fete in Pischlach

APFELDORF

14.00 Uhr

25+1 Jubiläum des Kinderfördervereins

mit Spiel und Spaß in der

Mehrzweckhalle

SCHONGAU

SO 10.09.

10.30 und 14.30 Uhr

Erlebnis Lechflößerei – mit dem

historischen Fernhandelsfloß auf

Fahrt. Siehe Seite 33

10.30 Uhr

Volksfest am Volksfestplatz. Infos

unter www.schongauer-volksfest.de

und auf Seite 36

HERZOGSÄGMÜHLE

9.00 bis 12.00 Uhr

Tauschtag für Briefmarken und

Münzen in der Deckerhalle

ALTENSTADT

8.00 Uhr

Autoslalom des MSC am Sportheim

9.45 Uhr

Festgottesdienst zum Tag der

Blasmusik, anschl. ganztägiges

Programm am und im Zelt

BURGGEN

10.00 Uhr

Festgottesdienst zum Rosstag in

der Pfarrkirche, anschl. Frühschoppen

in der Reithalle. Siehe

Seite 6 bis 8

13.30 Uhr

Rosstag mit Festzug durch den

Ort. Die Motive werden am

Aufstellplatz vorgesellt. Siehe Seite

6 bis 8

20.00 Uhr

Fuhrmannstreffen in der Reithalle

LECHBRUCK

9.00 Uhr

Vogelkundliche Führung durch

den Landesbund für Vogelschutz

am Oberen Lechsee. Treffpunkt am

Rathaus. Kosten: 5 € / 2 € (Kinder)

STEINGADEN

13.00 bis 18.00 Uhr

4. Aktionstag vom Pfaffenwinkel-

Gartenwinkel „Füllhorn Gartenwinkel“

im Klostergarten und

Leimbachs kleiner Gartenwelt

SCHONGAU

MO 11.09.

12.00 Uhr

Volksfest am Volksfestplatz. Infos

unter www.schongauer-volksfest.de

und auf Seite 36

ROTTENBUCH

9.30 bis 11.00 Uhr

Ganzkörpertraining „Intensivtraining

für alle, die einen

Schweinehund unter der Eckbank

sitzen haben“ im Kunstcafé am

Tor. Kosten: 5 €. Anmeldung unter

08867 / 921040

BAD BAYERSOIEN

18.00 Uhr

Schautorfstechen im Torfstich

am Haselbachweg. Der Weg zum

Torfstich ist beschildert und kann

nur zu Fuß erreicht werden (ca. 1,4

km). Treffpunkt am Stadl

SCHONGAU

DI 12.09.

14.00 Uhr

Führung durch die malerische

Altstadt. Treffpunkt am Rathaus.

Kosten: 4 €

HOHENFURCH

14.00 Uhr

Spielenachmittag für die ältere

Generation im Gemeindesaal des

Rathauses

BERNBEUREN

14.30 Uhr

Rentnerhoagart in der Honeleshofstube

des Auerbergmuseums

/

86 | der altlandkreis


BAD BAYERSOIEN

20.15 Uhr

Theater „Gut versichert stirbt

sich’s leichter“, ein Lustspiel in 3

Akten im Gasthof Bayersoier Hof.

Karten: 9 €. VVK in der Tourist-Info

PEITING

MI 13.09.

14.30 Uhr

Monatstreffen der Selbsthilfegruppe

„Schlaganfallbetroffene

im Pfaffenwinkel“ im Alpenhotel

Pfaffenwinkel

ALTENSTADT

16.00 bis 20.00 Uhr

Blutspende in der Grundschule

SCHWABBRUCK

18.00 Uhr

Senioren-Gymnastik im Pfarrheim

STEINGADEN

14.00 Uhr

Führung durch den Klostergarten

St. Johannes. Anmeldung bei der

Tourist-Info

WILDSTEIG

20.00 Uhr

Vortrag „Der Regenwurm“ vom

Obst- und Gartenbauverein im

Gasthof zum Strauß

DO 14.09.

HOHENPEISSENBERG

9.30 bis 11.00 Uhr

Musik und Bewegung – gesellige

Tänze für Ältere im Feuerwehrhaus

LECHBRUCK

15.00 Uhr

Golf-Schnupperkurs in der

Golfanlage „Auf der Gsteig“.

Kosten: 29 €. Anmeldung unter

08862 / 987750

19.30 Uhr

Dämmerschoppen mit der Musikkapelle

aus Rieden im Musikpavillon

STEINGADEN

15.00 Uhr

Kirchenführung mit Kreuzgang

und Klostermuseum. Anmeldung

in der Tourist-Info

16.30 bis 20.00 Uhr

Blutspende in der Grundschule

ROTTENBUCH

11.00 Uhr

Schaukäsen auf der Schönegger

Käsealm

12.30 Uhr

Führung entlang des Pfaffenwinkler

Milchwegs. Treffpunkt am

Eingang der Schönegger Käsealm.

Kosten: 5 € / 2,50 € (Kinder)

SCHONGAU

FR 15.09.

14.00 bis 18.00 Uhr

Deutscher Lungentag im Krankenhaus

mit Vorträgen und Präsentationen.

Infos unter www.gesundheitsversorger2020.de/gv/events/

15.00 bis 16.30 Uhr

Klamottenkiste – Annahme, Vergabe

der Chiffre-Nummern am 4.9.

16.00 Uhr

Führung durch die malerische

Altstadt. Treffpunkt am Rathaus.

Kosten: 4 €

17.30 bis 18.30 Uhr

Klamottenkiste – Verkauf für

Schwangere und Behinderte im

Pfarrsaal Verklärung Christi

BERNBEUREN

15.00 bis 21.00 Uhr

1. Auerberg Klassik – Anreise

und technische Abnahme der

gemeldeten Fahrzeuge. Ab 20 Uhr

geselliger Abend in der Auerberghalle/Bärenhöhle.

Siehe S. 16 bis 17

SCHONGAU

SA 16.09.

9.00 bis 12.00 Uhr

Klamottenkiste im Pfarrsaal

Verklärung Christi. Verkauf von

Kinderbekleidung, Erstlingsausstattung,

Spielzeug, Kinderwagen,

Auto- und Fahrradsitzen

10.00 bis 14.00 Uhr

Weibsdeifi Markt in der Münzstraße

9. Weitere Infos auf www.

weibsdeifi-markt.de

10.30 und 14.30 Uhr

Erlebnis Lechflößerei – mit dem

historischen Fernhandelsfloß auf

Fahrt. Siehe Seite 33

PEITING

14.00 bis 16.00 Uhr

Führungen an der Villa Rustica.

BERNBEUREN

ab 8.00 Uhr

1. Auerberg Klassik – Trainingsläufe

und Veranstaltungen des

Fahrerlagers. Infos unter www.

auerberg-klassik.de und S. 16 bis 17

STEINGADEN

17.00 Uhr

Fischerfest im Zimmerstadl

ROTT

10.00 bis 16.00 Uhr

Herbstmarkt des Arbeitskreis

Dorfentwicklung am Dorfplatz

WESSOBRUNN

13.00 bis 17.00 Uhr

Rundflugtag in Paterzell. Siehe

Seite 34 bis 35

SCHONGAU

SO 17.09.

10.30 und 14.30 Uhr

Erlebnis Lechflößerei – Lesungs-

Fahrt mit Hans Schütz „Lech – du

wilder Hund“. Siehe Seite 33

SCHWABSOIEN

14.00 bis 16.00 Uhr

Hammerschmiede-Museum geöffnet.

Eintritt frei

BURGGEN

10.00 Uhr

Sportbasar der Abteilung Fußball

im Sportheim

BERNBEUREN

9.00 Uhr

1. Auerberg Klassik, Wertungsläufe

und Veranstaltungen des

Fahrerlagers. www.auerbergklassik.de.

Siehe Seite 16 bis 17

STEINGADEN

10.00 Uhr

Fischerfest im Zimmerstadl

9.00 bis 17.00 Uhr

Herbstmarkt am Marktplatz

WIES

17.00 Uhr

Benefizkonzert für Kinder in Chile

mit dem Polizeiorchester Bayern

in der Wieskirche

september / oktober 2017 | 87

Schwangau

Bräustüberl und Biergarten mit

Blick auf die Königsschlösser

Brauerei l Saal l Die Brandmeisterei

Kinderspielbereich l SKY-Sportsbar

SchlossGolf l Micro-Bowlingbahn

Gipsmühlweg 5

87645 Schwangau

Tel. 08362/92 64 68 - 0

www.schlossbrauhaus.de


ROTTENBUCH

11.00 Uhr

Kirchenführung im Anschluß an

die Hl. Messe

WESSOBRUNN

13.00 bis 17.00 Uhr

Flugtag in Paterzell. Eintritt 5 €.

Siehe Seite 34 bis 35

PEISSENBERG

19.30 Uhr

Politischer Abend des CSU-Kreisverbandes

mit Alexander Dobrindt

und Joachim Herrmann im Gasthof

zur Post

SCHONGAU

MO 18.09.

10.00 bis 12.00 Uhr

SPRECHstunde „Demenz“ für alle

Betroffenen mit Doris Kettner in

der Holzhey-Seniorenstiftung.

Weitere Infos unter 0821 / 43019262

LECHBRUCK

16.30 bis 20.00 Uhr

Blutspende in der Lechhalle

ROTTENBUCH

9.30 bis 11.00 Uhr

Ganzkörpertraining „Intensivtraining

für alle, die einen Schweinehund

unter der Eckbank sitzen

haben“ im Kunstcafé am Tor. Kosten:

5 €. Anm. unter 08867 / 921040

SCHONGAU

DI 19.09.

14.00 Uhr

Führung durch die Altstadt. Treffpunkt

am Rathaus. Kosten: 4 €

HOHENFURCH

14.00 Uhr

Spielenachmittag für die ältere

Generation im Gemeindesaal

BAD BAYERSOIEN

20.15 Uhr

Theater „Der sanfte Tyrann“,

eine Komödie von Ulla Kling im

Gasthof Bayersoier Hof. Karten:

9 €. VVK in der Tourist-Info

DENKLINGEN

14.00 Uhr

Gemütliches Beisammensein der

Senioren im Pfarrheim

SCHWABBRUCK

MI 20.09.

18.00 Uhr

Senioren-Gymnastik im Pfarrheim

DO 21.09.

HOHENPEISSENBERG

9.30 bis 11.00 Uhr

Musik und Bewegung – gesellige

Tänze für Ältere im Feuerwehrhaus

17.00 Uhr

Messe der Krebs-Selbsthilfegruppe

Schongau in der Wallfahrtskirche

LECHBRUCK

15.00 Uhr

Golf-Schnupperkurs in der Golfanlage

„Auf der Gsteig“. Kosten:

29 €. Anm. unter 08862 / 987750

19.30 Uhr

Mundartlesung „Iatzt loos amoal,

was i vrzell“ Mit Buchvorstellung

von Hans Schütz im Flößermuseum.

Eintritt frei

19.00 Uhr

Dämmerschoppen mit der

Musikkapelle aus Bidingen im

Musikpavillon

STEINGADEN

15.00 Uhr

Kirchenführung mit Kreuzgang

und Klostermuseum. Anmeldung

in der Tourist-Info

ROTTENBUCH

11.00 Uhr

Schaukäsen auf der Schönegger

Käsealm

SCHONGAU

FR 22.09.

16.00 Uhr

Führung durch die malerische

Altstadt. Treffpunkt am Rathaus.

Kosten: 4 €

17.00 Uhr

Führung „Schongauer Biergeschichten“.

Kosten: 10 €. Weitere

Infos bei der Tourist-Info unter

08861 / 214181

PEITING

17.00 Uhr

Führung durch den Walderlebnispfad.

Treffpunkt am Schützenhaus

am Sonnenbichl. Kosten: 2

€ / 1 € (Kinder). Anmeldung bei der

Tourist-Info unter 08861 / 6535

WILDSTEIG

21.00 Uhr

EinfachSo-Party der Landjugend

im Festzelt in Morgenbach

APFELDORF

19.30 Uhr

Handarbeitsstammtisch der Landfrauen

in der Schloßbergstube

SCHONGAU

SA 23.09.

10.00 bis 14.00 Uhr

Weibsdeifi Markt in der Münzstraße

9. Weitere Infos auf www.

weibsdeifi-markt.de

10.30 und 14.30 Uhr

Erlebnis Lechflößerei – Henkerstochter-Fahrt

mit der Theatergruppe

Treibhaus. Siehe Seite 33

16.00 Uhr

Führung „Verborgenes, Verschwundenes

und kleine Juwelen“.

Infos bei der Tourist-Info

19.30 Uhr

Sänger- und Musikantenstammtisch

im Trachtenheim

am Helgoland. Infos unter www.

schlossbergler.de

PEITING

8.00 bis 14.00 Uhr

Flohmarkt der SPD am Parkplatz

neben der Eishalle

10.00 bis 12.30 Uhr

Kinderleiderbasar in der Schloßberghalle,

Verkauf für Schwangere

ab 9 Uhr. Nähere Infos für

Verkäufer unter www.peitingerkinderkleiderbasar.beepworld.de

14.00 bis 16.00 Uhr

Führungen an der Villa Rustica.

Spenden erwünscht

ALTENSTADT

19.00 Uhr

Konzert der Tölzer Sängerknaben

in der Basilika zum Jubiläum „25

Jahre Förderverein Freunde der

romanischen Basilika St. Michael“.

Kosten: 23 bis 33 €, VVK in der

St. Michaels-Apotheke Altenstadt

und der Marien-Apotheke in

Schongau

STEINGADEN

9.30 Uhr

Kinderkleider- u. Spielzeugbasar

in der Mittelschule

WIES

19.30 Uhr

Gospel-Gottesdienst mit dem

Gospelchor der evang. Militärseelsorge

Lechfeld-Kaufbeuren. Eintritt

ist frei, Spenden sind willkommen

WILDSTEIG

20.00 Uhr

Weinfest des Trachtenvereins im

Festzelt in Morgenbach

BAD BAYERSOIEN

7.00 bis 16.00 Uhr

Floh- und Trödelmarkt am

Festplatz am Trahtweg. Infos unter

0171 / 4414550 und 08822 / 229366

20.15 Uhr

Brauchtumsabend des Trachtenvereins

im Bayersoier Hof. Eintritt frei

ROTT

21.00 Uhr

„End of summer party“ der Landjugend

am Seehäusl

WEILHEIM

20.00 Uhr

Symphonie-Konzert, Jürgen Geiger

spielt Rachmaninow „Rach 3“ in

der Stadthalle. Siehe S. 64

SO 24.09.

8.00 Uhr bis 18.00 Uhr

SCHONGAU

10.30 und 14.30 Uhr

Erlebnis Lechflößerei – mit dem

historischen Fernhandelsfloß auf

Fahrt. Siehe Seite 33

10.30 Uhr

Kinoherbst „Blaubeerblau“des

Hospizverein im Pfaffenwinkel im

Lagerhauskino. Anschl. Gespräch

bei Getränken und Brezen

/

88 | der altlandkreis


MUSIKANTEN

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september / oktober 2017 | 89


PEITING

17.30 und 18.30 Uhr

Michaeli-Standkonzert der

Knappschafts- und Trachtenkapelle

am Hauptplatz

LECHBRUCK

11.00 bis 14.00 Uhr

„Herbst-Brunch“ im Hotel Auf der

Gsteig. Kosten: 27,50 €. Reservierung

unter 08862 / 98770

WILDSTEIG

ab 10.00 Uhr

Oldtimertreffen am Festzelt in

Morgenbach. Frühschoppen mit

der „Wiesmahd Musi“. 13.30 Uhr

Fahrzeugsegnung und Rundfahrt.

Anschl. Ausklang mit „Alpenrausch“

REICHLING

10.00 Uhr

Messe auf dem Wurzberg, anschl.

Pfarrfest am Pfarrheim

ROTTENBUCH

MO 25.09.

9.30 bis 11.00 Uhr

Ganzkörpertraining „Intensivtraining

für alle, die einen

Schweinehund unter der Eckbank

sitzen haben“ im Kunstcafé am

Tor. Kosten: 5 €. Anmeldung unter

08867 / 921040

SCHONGAU

DI 26.09.

14.00 Uhr

Führung durch die malerische

Altstadt. Treffpunkt am Rathaus.

Kosten: 4 €

HOHENFURCH

14.00 Uhr

Spielenachmittag für die ältere

Generation im Gemeindesaal

BAD BAYERSOIEN

20.15 Uhr

Theater „Gut versichert stirbt

sich’s leichter“, ein Lustspiel in 3

Akten im Gasthof Bayersoier Hof.

Karten: 9 €. VVK in der Tourist-Info

PEITING

MI 27.09.

19.30 Uhr

EM-Stammtisch „EM — effektiv

miteinander zu jeder Jahreszeit“

im Gasthaus Buchberger

SCHWABBRUCK

18.00 Uhr

Senioren-Gymnastik im Pfarrheim

STEINGADEN

14.00 Uhr

Führung durch den Klostergarten

St. Johannes. Anmeldung bei der

Tourist-Info

SCHONGAU

DO 28.09.

17.00 Uhr

Führung „Mit der Henkerstochter

durch das mittelalterliche Schongau“.

Treffpunkt am Rathaus.

Kosten: 10 €. Weitere Infos bei der

Tourist-Info unter 08861 / 214181

HOHENPEISSENBERG

9.30 bis 11.00 Uhr

Musik und Bewegung – gesellige

Tänze für Ältere im Feuerwehrhaus

LECHBRUCK

15.00 Uhr

Golf-Schnupperkurs in der

Golfanlage „Auf der Gsteig“.

Kosten: 29 €. Anmeldung unter

08862 / 987750

STEINGADEN

15.00 Uhr

Kirchenführung mit Kreuzgang und

Museum. Anm. in der Tourist-Info

ROTTENBUCH

11.00 Uhr

Schaukäsen auf der Schönegger

Käsealm

PEISSENBERG

19.00 Uhr

Infoveranstaltung „Sportversicherung

für Vereine – wann uns wie

bin ich beim Sport versichert?“

im Alpenvereinsheim. Anmeldung

Siehe Seite 63

SCHONGAU

FR 29.09.

16.00 Uhr

Führung durch die malerische

Altstadt. Treffpunkt am Rathaus.

Kosten: 4 €

HOHENPEISSENBERG

14.00 bis 17.00 Uhr

Annahme zum Kinder-Kleider-

Markt. Infos und Vergabe der

Nummern unter 0171 / 8261565 oder

kleiderbasar-hpbg@gmx.de

19.00 bis 20.00 Uhr

Verkauf für Schwangere am

Kinder-Kleider-Markt im Haus

der Vereine

ALTENSTADT

20.00 Uhr

MusiConnect – große Eröffnungsparty

im Festzelt mit „Muckasäck“.

www.kirstein.de/Messe, Siehe S. 61

ROTTENBUCH

19.00 Uhr

Irischer Abend mit John Herb

& friends im Kunstcafé am Tor.

Eintritt frei (Hutgabe)

WEILHEIM

10.00 bis 18.00 Uhr

Oberland-Ausstellung auf dem

Festplatz und in der Stadthalle.

www.orla-weilheim.de

Siehe Seite 52-55

SCHONGAU

SA 30.09.

10.00 bis 14.00 Uhr

Weibsdeifi Markt in der Münzstraße

9. Weitere Infos auf www.

weibsdeifi-markt.de

10.30 und 14.30 Uhr

Erlebnis Lechflößerei – mit dem

historischen Fernhandelsfloß auf

Fahrt. Siehe Seite 33

ALTENSTADT / SCHONGAU

10.00 Uhr

MusiConnect – Die neue Messe

für Musik in Süddeutschland –

Messe, Workshops und Livemusik

www.kirstein.de/Messe, Siehe S. 61

PEITING

14.00 bis 16.00 Uhr

Führungen an der Villa Rustica.

Spenden erwünscht

20.00 Uhr

Chöretreffen des Trachtenvereins

Alpenrose in der Schloßberghalle

HOHENPEISSENBERG

9.00 bis 12.00 Uhr

Kinder-Kleider-Markt im

Haus der Vereine. Infos unter

0171 / 8261565 oder kleiderbasarhpbg@gmx.de

HOHENFURCH

14.00 bis 17.00 Uhr

Geologisch-landschaftskundliche

Exkursion „Die Schönach“ Teil I.

Kosten: 7 €. Anmeldung bei der

VHS Schongau unter 08861 / 214-191

INGENRIED

20.00 Uhr

Weinfest im Feuerwehrhaus

ROTTENBUCH

20.00 Uhr

Marketa – Rock, Pop, Country

im Kunstcafé am Tor. Eintritt frei

(Hutgabe)

REICHLING

9.00 Uhr

Südbayerische Meisterschaft im

Motocross auf dem MSC Gelände

WEILHEIM

10.00 bis 18.00 Uhr

Oberland-Ausstellung auf dem

Festplatz und in der Stadthalle.

www.orla-weilheim.de

Siehe Seite 52–55

SO 01.10.

ALTENSTADT / SCHONGAU

10.00 Uhr

MusiConnect – Die neue Messe

für Musik in Süddeutschland –

Messe, Workshops und Livemusik

www.kirstein.de/Messe, Siehe S. 61

PEITING

13.00 bis 17.00 Uhr

Herbstmarkt entlang der Bachstraße

und rund ums Peitinger

Rathaus und verkaufsoffener

Sonntag bei vielen Einzelhändlern

/

90 | der altlandkreis


BURGGEN

ganztags

Momentkunstaktion „Seelenbretter“

von Bali Tollak und Wolfgang

Dennig am Ende der Schwarzkreuzstraße.

Geöffnet bis 3.10.

Siehe Seite 22

STEINGADEN

19.00 Uhr

Jazz im Fohlenhof, Playin`Tachles

– Klezmerband – Jiddsch Music

& a tickle of Jazz“ mit ihrem Programm

„Es iz unz ain fargenign!“.

VVK in der Tourist-Info

REICHLING

9.00 Uhr

Südbayerische Meisterschaft im

Motorcross auf dem MSC Gelände

WEILHEIM

10.00 bis 18.00 Uhr

Oberland-Ausstellung auf dem

Festplatz und in der Stadthalle.

www.orla-weilheim.de

Siehe Seite 52–55

PEITING

MO 02.10.

15.00 Uhr

Vorlesestunde für Kinder in der

Gemeindebücherei

ROTTENBUCH

9.30 bis 11.00 Uhr

Ganzkörpertraining „Intensivtraining

für alle, die einen

Schweinehund unter der Eckbank

sitzen haben“ im Kunstcafé am

Tor. Kosten: 5 €, Anmeldung unter

08867 / 921040

WEILHEIM

10.00 bis 18.00 Uhr

Oberland-Ausstellung auf dem

Festplatz und in der Stadthalle.

www.orla-weilheim.de

Siehe Seite 52–55

DI 03.10.

Tag der Deutschen Einheit

SCHONGAU

16.00 Uhr

Stadtführung „und do bin i

dahoam...“, Stadtführung für Einheimische.

Anmeldung bei der VHS

Schongau unter 08861 / 214-191

HERZOGSÄGMÜHLE

15.00 Uhr

Fest der Einheit und Kulturen und

Eröffnung des digitalen Themenweges

„Was ist Heimat“ in der

Deckerhalle und im ganzen Ort.

HOHENFURCH

14.00 Uhr

Spielenachmittag für die ältere

Generation im Gemeindesaal des

Rathauses

WIES

17.00 Uhr

Orgelkonzert in der Wieskirche

BAD BAYERSOIEN

20.15 Uhr

Theater „Der sanfte Tyrann“,

eine Komödie von Ulla Kling im

Gasthof Bayersoier Hof. Karten:

9 €. VVK in der Tourist-Info

REICHLING

7.15 Uhr

Bulldogwallfahrt auf den Hohen

Peißenberg. Abfahrt an der Mehrzweckhalle

DENKLINGEN

13.00 bis 15.00 Uhr

„Ein Dorf bewegt sich“ des VfL

beim Sportheim

WEILHEIM

10.00 bis 18.00 Uhr

Oberland-Ausstellung auf dem

Festplatz und in der Stadthalle.

www.orla-weilheim.de

Siehe Seite 52–55

SCHONGAU

MI 04.10.

16.00 Uhr

Reisebericht mit Bildern Südafrika-Western

Cape, der etwas

andere Urlaub. Im Altenheim in

der Karmeliterstraße. Kosten: 7 €.

Infos und Anmeldung bei der VHS

Schongau unter 08861 / 214-191

PEITING

9.00 bis 12.00 Uhr

Wildbeeren-Führung mit der

Kräuterpädagogin Michaela

Wörmann. Kosten: 5 €. Anmeldung

bis 2.10. bei der Tourist-Info unter

08861 / 6535

SCHWABBRUCK

18.00 Uhr

Senioren-Gymnastik im Pfarrheim

BURGGEN

14.30 Uhr

Seniorennachmittag des Kath.

Landvolk für alle im Café des

Roatherhaus

SCHONGAU

DO 05.10.

19.30 Uhr

Vortrag „Deutsche Geschichte von

1945 bis heute – Leben in Diktatur

und Demokratie“ im Ballenhaus.

Infos und Anmeldung bei der VHS

Schongau unter 08861 / 214-191

HOHENPEISSENBERG

9.30 bis 11.00 Uhr

Musik und Bewegung – gesellige

Tänze für Ältere im Feuerwehrhaus

ALTENSTADT

14.30 bis 16.00 Uhr

Treff für Menschen nach Schlaganfall,

deren Angehörige und

Interessierte bei Kaffee und

Kuchen im MIZ, Bürgerzentrum.

Infos unter 08861 / 9091583

LECHBRUCK

15.00 Uhr

Golf-Schnupperkurs in der Golfanlage

„Auf der Gsteig“. Kosten:

29 €. Anm. unter 08862 / 987750

ROTTENBUCH

11.00 Uhr

Schaukäsen auf der Schönegger

Käsealm

SCHONGAU

FR 06.10.

16.00 Uhr

Führung durch die malerische

Altstadt. Treffpunkt am Rathaus.

Kosten: 4 €

16.00 bis 18.00 Uhr

Treffen der Krebs-Selbsthilfegruppe

im Evangelischen Pfarrheim

PEITING

8.30 bis 12.00 Uhr

Bauernmarkt am Hauptplatz

BERNBEUREN

19.30 bis 22.00 Uhr

Wein-Lese mit kleiner Weinverkostung

und Imbiss in der Bücherei.

Unkostenbeitrag wird erhoben

LUDENHAUSEN

20.00 Uhr

Rock von hier mit den „Swordfish

Drumbones“ und der Vorgruppe

„THE STEVERS“ im Happerger.

Eintritt: 12 € (nur Abendkasse)

KINSAU

17.00 bis 19.30 Uhr

Herbstbasar in der Mehrzweckh.

www.boeglmueller.com

Zauberhafte Momente mit besten Aussichten ...

Gsteig 1 · 86983 Lechbruck am See · Tel. 0 88 62-98 77-0 · info@aufdergsteig.de · www.aufdergsteig.de

september / oktober 2017 | 91


SCHONGAU

SA 07.10.

10.00 bis 16.00 Uhr

Weibsdeifi Markt in der Münzstraße

9. Weitere Infos auf www.

weibsdeifi-markt.de

14.00 bis 17.00 Uhr

Pilzwanderung „Giftpilze, Speisepilze

und Heilpilze“. Kosten: 16 €.

Infos und Anmeldung bei der VHS

Schongau unter 08861 / 214-191

PEITING

14.00 bis 16.00 Uhr

Führungen an der Villa Rustica.

Spenden erwünscht

SACHSENRIED

20.00 Uhr

Weinfest der Blaskapelle im

Gemeindezentrum

BURGGEN

20.00 Uhr

Weinfest des Schützenverein

Tannenberg im Schützenheim

STEINGADEN

10.00 bis 11.00 Uhr

Herbst-Pflanzenbörse bei Familie

Leimbach, Kindergartenweg 5

BAD BAYERSOIEN

20.00 Uhr

Weinfest der Schützen im Schützenhaus

mit Südtiroler Schmankerl

und den „Alpenbazis“. Eintritt frei

ROTT

19.00 Uhr

Weinfest des TSV im Vereinsheim

PEISSENBERG

9.00 bis 12.00 Uhr

Kinderwarenbasar Herbst/Winter

in der Tiefstollenhalle

SCHONGAU

SO 08.10.

16.00 bis 17.30 Uhr

Musik im Pfaffenwinkel – Werke

des Rokoko – Die Zeit des Dominikus

Zimmermann in der Stadtpfarrkirche.

Weitere Infos unter

www.musikimpfaffenwinkel.de

HERZOGSÄGMÜHLE

9.00 bis 12.00 Uhr

Tauschtag für Briefmarken und

Münzen in der Deckerhalle

LECHBRUCK

9.00 Uhr

Vogelkundliche Führung durch den

Landesbund für Vogelschutz am

Oberen Lechsee. Kosten: 5 € / 2 €

(Kinder), Treffpunkt am Rathaus

11.00 bis 14.00 Uhr

„Goldener Oktober-Brunch“

im Hotel Auf der Gsteig. Kosten:

27,50 €. Reservierung unter

08862 / 98770

ROTTENBUCH

9.30 bis 17.15 Uhr

Spirituelle Wanderung – Auf dem

Meditationsweg rund um Rottenbuch.

Infos und Anmeldung bei der

VHS Schongau unter 08861 / 214-191

11.00 Uhr

Kirchenführung im Anschluß an

die Hl. Messe

ROTTENBUCH

MO 09.10.

9.30 bis 11.00 Uhr

Ganzkörpertraining „Intensivtraining

für alle, die einen Schweinehund

unter der Eckbank sitzen

haben“ im Kunstcafé am Tor. Kosten:

5 €. Anm. unter 08867 / 921040

DI 10.10.

BAD BAYERSOIEN

20.15 Uhr

Theater „Gut versichert stirbt

sich’s leichter“, ein Lustspiel in 3

Akten im Gasthof Bayersoier Hof.

Karten: 9 €. VVK in der Tourist-Info

APFELDORF

19.30 Uhr

Handarbeitsstammtisch der Landfrauen

in der Schloßbergstube

PEITING

MI 11.10.

14.30 Uhr

Monatstreffen der Selbsthilfegruppe

„Schlaganfallbetroffene

im Pfaffenwinkel“ im Alpenhotel

Pfaffenwinkel

SCHWABBRUCK

18.00 Uhr

Senioren-Gymnastik im Pfarrheim

DO 12.10.

HOHENPEISSENBERG

9.30 bis 11.00 Uhr

Musik und Bewegung – gesellige

Tänze für Ältere im Feuerwehrhaus

LECHBRUCK

15.00 Uhr

Golf-Schnupperkurs in der Golfanlage

„Auf der Gsteig“. Kosten:

29 €. Anm. unter 08862 / 987750

ROTTENBUCH

11.00 Uhr

Schaukäsen auf der Schönegger

Käsealm

DENKLINGEN

14.30 Uhr

Kranken- und Seniorennachmittag

im Pfarrheim

SCHONGAU

FR 13.10.

16.00 Uhr

Führung durch die malerische

Altstadt. Treffpunkt am Rathaus.

Kosten: 4 €

PEITING

SA 14.10.

19.30 Uhr

Kabarett „Stubenrein“ mit Alexandra

Stiglmeier im Eggerstadl.

Siehe Seite 22

SCHONGAU

9.00 bis 12.00 Uhr

Vortrag „Beten heute!“ bei der

Kolpingsfamilie mit Referentin

Dr. Veronika Ruf im Pfarrzentrum

Verklärung Christi. Anmeldung

bis 7.10. bei Gabi Atzler unter

08861 / 9834

10.00 bis 14.00 Uhr

Weibsdeifi Markt in der Münzstraße

9. Weitere Infos auf www.

weibsdeifi-markt.de

14.00 Uhr

Vortrag „Paddeln, ein Ganzjahressport

für Familien und Individualisten

– Einführung“ im Bootshaus

der Kanuabteilung. Anm. bei der

VHS Schongau unter 08861 / 214-191

16.00 Uhr

Festlicher Sommer in der Wies

– Sonderkonzert mit Werken von

William Byrd und W.A. Mozart

in der Heiliggeist-Kirche in der

Karmeliterstraße. Weitere Infos

unter www.wieskonzerte.de

PEITING

14.00 bis 16.00 Uhr

Führungen an der Villa Rustica

20.00 Uhr

Jubiläumsabend „10 Jahre Landfrauenchor“

in der Schloßberghalle

mit verschiedenen Chören

aus dem Landkreis. Eintritt frei

ALTENSTADT

20.00 Uhr

Weinfest im Feuerwehrhaus

LECHBRUCK

19.30 Uhr

„Ode an den Lech“ Lieder,

Gedichte Kabarett mit Doro Heckelsmüller

und Monica Calla im

Flößermuseum. Karten: 12 €.

VVK bei der Tourist-Info

RETTENBACH

9.30 bis 11.30 Uhr

Kinderkleiderbasar in der Weichberghalle.

Vergabe der Chiffre-

Nummern durch Michaela Olbrich

unter 08860 / 1454

DENKLINGEN

9.00 bis 12.00 Uhr

Klamottenkiste in der Turnhalle.

Verkauft werden modische, saisonale

Herbst- und Winterkleidung

für Babys, Kinder und Erwachsene

sowie Babyausstattung, Autositze,

Kinderfahrzeuge, Schlittschuhe,

Spielzeug, Bücher und vieles

mehr. Einlass für Schwangere

bereits um 8.30 Uhr

KINSAU

14.00 Uhr

Tag der offenen Tür im Schützenheim.

Ab 18 Uhr großes Grillen

/

92 | der altlandkreis


WEILHEIM

20.00 Uhr

Theater „Kasimir und Karoline

– Ein Abend auf dem Oktoberfest“

von Ödön von Horvath im

Stadttheater. Karten: Siehe Anzeige

auf rechten Seite

WEILHEIM

18.00 Uhr

Theater „Kasimir und Karoline

– Ein Abend auf dem Oktoberfest“

von Ödön von Horvath im

Stadttheater. Karten: Siehe Anzeige

auf der rechten Seite

ALTENSTADT

MI 18.10.

14.00 Uhr

Senioren-Nachmittag der Caritas

e.V. im Pfarrsaal

SCHONGAU

SO 15.10.

13.00 bis 16.00 Uhr

Herbst-Wanderung Schwalbenstein-Runde.

Kosten: 7 €. Infos und

Anmeldung bei der VHS Schongau

unter 08861 / 214-191

PEITING

12.00 bis 14.00 Uhr

Entenessen und Kaffee und

Kuchen beim Kleingartenverein

Tiefenlachen. Infos und Anmeldung

unter 08861 / 258635

HOHENPEISSENBERG

16.00 Uhr

Orgelmusik und Meditation in der

Wallfahrtskirche auf dem Hohen

Peißenberg mit Organist Thomas

Bodenmüller und Kreisheimatpfleger

Klaus Gast. Eintritt frei,

Spenden erwünscht

LECHBRUCK

11.30 bis 14.00 Uhr und

17.30 bis 21.00 Uhr

„Kirchweih-Ganserl“ im Hotel

Auf der Gsteig. Reservierung unter

08862 / 98770

SCHONGAU

MO 16.10.

10.00 bis 12.00 Uhr

SPRECHstunde „Demenz“ für alle

Betroffenen mit Doris Kettner in

der Holzhey-Seniorenstiftung.

Weitere Infos unter 0821 / 43019262

ROTTENBUCH

9.30 bis 11.00 Uhr

Ganzkörpertraining „Intensivtraining

für alle, die einen

Schweinehund unter der Eckbank

sitzen haben“ im Kunstcafé am

Tor. Kosten: 5 €. Anmeldung unter

08867 / 921040

KINSAU

14.30 Uhr

Kirchweihhoagart des Gartenbauvereins

im Schützenheim

HOHENFURCH

DI 17.10.

14.00 Uhr

Spielenachmittag für die ältere

Generation im Gemeindesaal des

Rathauses

SCHWABBRUCK

18.00 Uhr

Senioren-Gymnastik im Pfarrheim

DO 19.10.

HERZOGSÄGMÜHLE

18.30 Uhr

Vernissage der Wanderausstellung

„Kunst trotz(t) Armut“ mit

Gegenwartskunst zum Thema Obdachlosigkeit,

Armut und soziale

Ausgrenzung in der Deckerhalle.

Geöffnet bis 3.12.

HOHENPEISSENBERG

9.30 bis 11.00 Uhr

Musik und Bewegung – gesellige

Tänze für Ältere im Feuerwehrhaus

LECHBRUCK

15.00 Uhr

Golf-Schnupperkurs in der

Golfanlage „Auf der Gsteig“.

Kosten: 29 €. Anmeldung unter

08862 / 987750

ROTTENBUCH

11.00 Uhr

Schaukäsen auf der Schönegger

Käsealm

Ein Abend auf dem Oktoberfest

Kasimir

und Karoline

Volksstück von Ödön von Horváth

Sa. 14. / So. 15. / Fr. 27. / Sa. 28. / So. 29. Oktober

und Mi. 01. November 2017

Fr. u. Sa. 20 Uhr , So. u. 01. Nov. 18 Uhr

WIES

15.00 Uhr

Mariensingen „100 Jahre Fatima“

in der Wieskirche

ROTT

14.00 Uhr

Kirchtagschura des Trachtenverein

bei Kreittmayr Max. Siehe Seite 40

SCHWABSOIEN

12.00 Uhr

Kesselfleischessen im Zollhaus

BAD BAYERSOIEN

20.15 Uhr

Theater „Der sanfte Tyrann“,

eine Komödie von Ulla Kling im

Gasthof Bayersoier Hof. Karten:

9 €. VVK in der Tourist-Info

PEITING

FR 20.10.

19.30 Uhr

Kabarett „Stubenrein“ mit Alexandra

Stiglmeier im Eggerstadl im

Gasthaus Zechenschenke. Siehe

Seite 22

september / oktober 2017 | 93


SCHONGAU

16.00 Uhr

Führung durch die malerische

Altstadt. Treffpunkt am Rathaus.

Kosten: 4 €

SCHONGAU

SA 21.10.

10.00 bis 14.00 Uhr

Weibsdeifi Markt in der Münzstr. 9

www.weibsdeifi-markt.de

10.00 bis 16.00 Uhr

Tag der offenen Tür in der Berufsfachschule

für Krankenpflege und

im Krankenhaus. www.gesundheitsversorger2020.de/gv/events/

14.00 Uhr

Führung „Schongaus Stadt- und

Lechgeschichten“. Infos bei der

Tourist-Info

PEITING

14.00 bis 16.00 Uhr

Führungen an der Villa Rustica.

HOHENPEISSENBERG

19.30 Uhr

Festabend zum Jubiläum des Theatervereins

im Haus der Vereine.

Siehe Seite 63

URSPRING

19.30 Uhr

Weinfest im Vereinsheim

LUDENHAUSEN

14.00 Uhr

Dorfhuagorta des Frauenkreises

im Schützenheim

KINSAU

20.00 Uhr

Kirchweihtanz in der Mehrzweckhalle

mit der Trachtenkapelle

Apfeldorf

SCHONGAU

SO 22.10.

10.00 bis 17.00 Uhr

Herbstmarkt in der Altstadt, Verkaufsoffener

Marktsonntag in den

Geschäften von 13 bis 17 Uhr

14.00 bis 16.30 uhr

Exkursion – Bäume (er)kennen

leicht gemacht. Kosten: 7 €.

Infos und Anmeldung bei der VHS

Schongau unter 08861 / 214-191

> > > SO ERREICHEN SIE DEN „ALTLANDKREIS“

Anschrift

der altlandkreis

Birkland 40

86971 Peiting

Tel.: 08869 / 91 22-16

Fax: 08869 / 91 22-17

www.altlandkreis.de

Email

Redaktion: redaktion@altlandkreis.de

Termine: veranstaltungen@altlandkreis.de

Anzeigen: anzeigen@altlandkreis.de

Anregungen / Kritik: info@altlandkreis.de

Das Impressum finden Sie auf Seite 81.

PEITING

11.00 bis 14.00 Uhr

Streifzug in die Ammerschlucht

mit Nicola Boll vom Landesbund

für Vogelschutz. Infos

und Anmeldung bis 21.10. unter

01577 / 1915939 oder n.boll@gmx.de

15.00 Uhr

Märchen und Musik im Sparkassensaal,

Geschichten von

Goldenen Haaren, singenden

Bäumen und sprechenden Tieren.

Veranstalter ist der Hospizverein im

Pfaffenwinkel e.V.

19.30 Uhr

Benefizkonzert zum Wiederaufbau

der Michl-Dacher-Schule in Nepal

in der Schloßberghalle. Siehe

Seite 23

SCHWABBRUCK

11.00 Uhr

Wendelinsritt durchs Dorf

BERNBEUREN

20.00 Uhr

Theaterabend der KLB „Für immer

Disco!“ in der Auerberghalle.

Eintritt 8 €. VVK ab 2.10. unter

08860 / 350

LECHBRUCK

9.45 Uhr

Wendelinsritt an der St. Wendelinskirche

WIES

17.00 Uhr

Chorkonzert in der Wieskirche

WILDSTEIG

10.30 Uhr

Leonhardiritt an der Schulwiese,

9.45 Aufstellung

PEITING

MO 23.10.

11.00 bis 14.00 Uhr

Streifzug in die Ammerschlucht mit

Nicola Boll vom Landesbund für

Vogelschutz. Anm.bis 21.10. unter

01577 / 1915939 oder n.boll@gmx.de

HOHENFURCH

DI 24.10.

14.00 Uhr

Spielenachmittag für die ältere

Generation im Gemeindesaal

BAD BAYERSOIEN

20.15 Uhr

Theater „Gut versichert stirbt

sich’s leichter“, ein Lustspiel in 3

Akten im Gasthof Bayersoier Hof.

Karten: 9 €. VVK in der Tourist-Info

PEITING

MI 25.10.

19.30 Uhr

EM-Stammtisch „EM — effektiv

miteinander zu jeder Jahreszeit“

im Gasthaus Buchberger

ALTENSTADT

19.45 Uhr

Vortrag „Reformation“ der KAB

im Pfarrsaal

SCHWABBRUCK

18.00 Uhr

Senioren-Gymnastik im Pfarrheim

BAD BAYERSOIEN

14.30 Uhr

Seniorennachmittag des Roten

Kreuz im Pfarrheim

ROTT

20.00 Uhr

Vortrag über Naturkosmetik im

Pfarrheim von KAB und Gartenbauverein

SCHONGAU

DO 26.10.

19.00 bis 20.30 Uhr

Führung „Südtirol – ein literarischer

Streifzug“ in der Ratsstube

im Ballenhaussaal. Kosten: 12 €.

Infos und Anmeldung bei der VHS

Schongau unter 08861 / 214-191

HOHENPEISSENBERG

9.30 bis 11.00 Uhr

Musik und Bewegung – gesellige

Tänze für Ältere im Feuerwehrhaus

LECHBRUCK

15.00 Uhr

Golf-Schnupperkurs in der Golfanlage

„Auf der Gsteig“. Kosten:

29 €. Anm. unter 08862 / 987750

18.30 Uhr

4. Gsteiger Finanzgipfel mit

Informationspaket, interessanten

Vorträgen und 3-Gänge Menü mit

Aperitif. Kosten: 20 €. Anm. unter

08862 / 932100 und 08862 / 98770

ROTTENBUCH

11.00 Uhr

Schaukäsen auf der Schönegger

Käsealm

SCHONGAU

FR 27.10.

HEUTE ERSCHEINT DER

NEUE ALTLANDKREIS

16.00 Uhr

Führung durch die malerische

Altstadt. Treffpunkt am Rathaus.

Kosten: 4 €

17.00 bis 22.00 Uhr

Hexennacht mit langer Einkaufsnacht

in der Altstadt, mit Live

Band auf dem Marienplatz „Dance

and More“, Kürbis-Prämierung

usw. Siehe Anzeige Seite 58

ROTTENBUCH

19.30 Uhr

Lesung „Brauner mit Schuss“ mit

Dinesh Bauer im Kunstcafé am

Tor. Eintritt 5 €

/

94 | der altlandkreis


APFELDORF

19.30 Uhr

Handarbeitsstammtisch der Landfrauen

in der Schloßbergstube

WEILHEIM

20.00 Uhr

Theater „Kasimir und Karoline –

Ein Abend auf dem Oktoberfest“

von Ödön von Horvath im Stadttheater.

Karten: Siehe Anzeige S. 93

SCHONGAU

SA 28.10.

10.00 bis 14.00 Uhr

Weibsdeifi Markt in der Münzstr. 9

www. weibsdeifi-markt.de

20.00 Uhr

Weinfest im Trachtenheim am

Helgoland. Eintritt 3 €

PEITING

14.00 bis 16.00 Uhr

Führungen an der Villa Rustica.

Spenden erwünscht

HOHENPEISSENBERG

11.00 bis 19.00 Uhr

Afrikabasar im Haus der

Vereine. Ab 18 Uhr Konzert der

Chöre„Joyful People“ und „Singphoniker“

aus Hohenpeißenberg

und „Choropax“ aus Böbing

ALTENSTADT

19.30 Uhr

Konzert mit „The Gregorian voices“

in der Basilika. Eintritt: 19,90 € /

9,95 €. VVK unter www.adticket.de

INGENRIED

20.00 Uhr

Rockfete der Landjugend in der

Mehrzweckhalle – Overtime Party

BERNBEUREN

20.00 Uhr

Theaterabend der KLB „Für immer

Disco!“ in der Auerberghalle.

Eintritt 8 €, VVK ab 2.10. unter

08860 / 350

LECHBRUCK

20.00 Uhr

Konzert der „Nordhangmannen“,

Allgäu-A-capella von Klassik bis

Pop im Flößermuseum. Eintritt frei

BAD BAYERSOIEN

7.00 bis 16.00 Uhr

Floh- und Trödelmarkt am

Festplatz am Trahtweg. Infos unter

0171 / 4414550 und 08822 / 229366

EPFACH

21.00 Uhr

Halloweenfete der Landjugend im

Landjugendheim

WEILHEIM

20.00 Uhr

Theater „Kasimir und Karoline –

Ein Abend auf dem Oktoberfest“

von Ödön von Horvath im Stadttheater.

Karten: Siehe Seite S. 93

BERNBEUREN

SO 29.10.

13.30 Uhr

Skibasar in der Auerberghalle

LECHBRUCK

11.00 bis 14.00 Uhr

„Schlemmer-Brunch“ im Hotel

Auf der Gsteig. Kosten: 27,50 €.

Reservierung unter 08862 / 98770

URSPRING

9.00 und

Zugvögel am See – Wanderung

am Lech mit Beobachtung von

Zugvögeln. Infos beim Landesbund

für Vogelschutz unter 08331 / 88445

PEISSENBERG

9.30 Uhr

Leonhardifahrt zur Kirche Maria

Aich. Messe um 11 Uhr

WEILHEIM

18.00 Uhr

Theater „Kasimir und Karoline

– Ein Abend auf dem Oktoberfest“

von Ödön von Horvath im

Stadttheater. Karten: Siehe Anzeige

Seite 93

BERNBEUREN

MO 30.10.

20.00 Uhr

Theaterabend der KLB „Für immer

Disco!“ in der Auerberghalle.

Eintritt 8 €. VVK ab 2.10. unter

08860 / 350

ROTTENBUCH

9.30 bis 11.00 Uhr

Ganzkörpertraining „Intensivtraining

für alle, die einen Schweinehund

unter der Eckbank sitzen

haben“ im Kunstcafé am Tor. Kosten:

5 €. Anm. unter 08867 / 921040

HOHENFURCH

DI 31.10.

Reformationstag

14.00 Uhr

Spielenachmittag für die ältere

Generation im Gemeindesaal

BERNBEUREN

20.00 Uhr

Theaterabend der KLB „Für immer

Disco!“ in der Auerberghalle.

Eintritt 8 €. VVK ab 2.10. unter

08860 / 350. Weitere Termine am

3. und 4. November

WIES

17.00 Uhr

Orgelkonzert in der Wieskirche

Änderungen und Fehler vorbehalten

september / oktober 2017 | 95


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