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Bundesliga

Präsentiert vom:

FuSSball

2017/2018

ottmar Hitzfeld

Die Trainerlegende

im Exklusiv-

Interview

Seite 10

Ihr

magazin

für die

ganze

saison!

Die Mannschaften

Der Spielplan

Die Stars

neue

trainer-generation

fussball im tv

Wo kann ich

was sehen? Der

große Überblick

chefs

im o-ton

Seite 56

Nagelsmann, Tedesco, Wolf und Co.:

Wie sie ticken und was sie antreibt

Die Manager blicken

auf die neue Saison


3 Bundesligamagazin

Der FC Bayern feierte auch

in der Saison 2016/17 die

deutsche Meisterschaft – und

stellte mit dem 27. Titel in

54 Jahren Bundesliga eine

Bestmarke auf: Es war der

fünfte Gewinn der Schale in

Folge. Und für Philipp Lahm

und Xabi Alonso (vorn, v. l.)

war es zugleich der Abschluss

ihrer großartigen Karrieren.

„Unterhaltsam,

emotional,

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224 Seiten Fussball-

Hochgenuss. Mega!“

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Fußballstars wie Jürgen Klopp, Oliver Kahn, Ottmar

Hitzfeld und Otto Rehhagel offen wie nie über die bewegenden

Momente in ihrem Leben: über rauschende

Erfolge, epische Niederlagen und persönliche Schicksalsschläge.

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Bundesligamagazin

4

5 Bundesligamagazin

Editorial

Inhalt

Von

Marco Fenske

Alle Themen auf einen Blick

Die 18 Teams im großen Check

Der 26. Mai 2018

ist ein wichtiges

Datum für Carlo

Ancelotti. An

diesem Tag ist

in Kiew das Finale

der Champions League

– und Bayerns Trainer wird

sich daran messen lassen

müssen, ob er es diesmal

erreicht und gewinnt – oder

nicht. Mit diesem Ziel, an

dem Vorgänger Pep Guardiola

dreimal krachend

scheiterte, ist er angetreten.

Fünfmal in Folge sind die

Bayern nun also Meister geworden,

und Zweifel daran,

dass das Abo auf die Schale

in dieser Saison weiterläuft,

hat kaum jemand. Steht den

Fans also eine langweilige

Saison bevor? Mitnichten.

Bekommt der junge Domenico

Tedesco (31) Schalke

in den Griff? Kann der junge

Julian Nagelsmann (30)

den Hoffenheimer Höhenflug

fortsetzen? Wie macht sich

Bibiana Steinhaus als erste

Schiedsrichterin? Schafft Peter

Bosz den BVB? Wie verändert

der Videobeweis die

Bundesliga? Und was wird

eigentlich aus dem HSV?

Viele Themen, die Lust

machen auf die 55. Bundesligasaison!

In diesem Heft

möchten wir Sie, liebe Leserinnen

und Leser, fit machen:

mit Übersichten, Analysen,

Prognosen, Kolumnen.

Und dann stellt sich noch

die Frage: Kann Deutschland

bei der WM 2018 erstmals

diesen Titel verteidigen?

Ich lege mich mal ganz

optimistisch fest: ja.

Sportliche Grüße!

So schön urlaubten die Stars 6

Die Hochzeiten des Sommers 8

Ottmar Hitzfeld

im Exklusiv-Interview 10

Die neuen Trainer

in der Liga 12

Der Spielplan im Überblick 32

Die Schiedsrichter

der Bundesliga 52

Der Videobeweis in der Bundesliga 54

Das ist alles neu beim Fußball im TV 56

Der Spielplan der 2. Bundesliga 58

Unsere Stars

im Ausland 60

Ausblick auf

die WM 2018 62

FC Bayern München 14

RB Leipzig 16

Borussia Dortmund 18

TSG 1899 Hoffenheim 20

1. FC Köln 22

Hertha BSC 24

SC Freiburg 26

SV Werder Bremen 28

Borussia Mönchengladbach 30

FC Schalke 04 34

Eintracht Frankfurt 36

Bayer 04 Leverkusen 38

FC Augsburg 40

Hamburger SV 42

1. FSV Mainz 05 44

VfL Wolfsburg 46

VfB Stuttgart 48

Hannover 96 50

Da ist der Pott: Borussia Dortmund

sicherte sich im Berliner

Olympiastadion erstmals

seit 2012 und zum insgesamt

vierten Mal den DFB-

Pokal. Pierre-Emerick Aubameyang

traf per Foulelfmeter

zum 2:1-Sieg gegen Eintracht

Frankfurt. Zuvor hatten Dortmunds

Ousmane Dembélé

und Frankfurts Haris Seferovic

für den 1:1-Halbzeitstand

gesorgt.

Impressum

Herausgeber: Sportbuzzer GmbH, Geschäftsführer Marco Fenske, August-Madsack-Straße 1, 30559 Hannover

Konzeption & Realisation: RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), August-Madsack-Straße 1, 30559 Hannover

REDAKTIONSLEITUNG: Marco Fenske; PROJEKTLEITUNG: Michael Willems

REDAKTIONELLE KOORDINATION: Dr. Sebastian Harfst, Tim Lüddecke

REDAKTION: Manuel Becker, Eric Zimmer, Christoph Maier, Robert Hiersemann, Sönke Gorgos, André Batistic, Stefan Döring, Patrick Strasser, Andreas Pahlmann, Guido Schäfer, Dirk Tietenberg, Andreas Hardt, Moritz Muschik

Autoren Regionalseiten: Dirk Tietenberg, Andreas Willeke

ART DIRECTION: André Nowak

KORREKTORAT: Clemens Bernhard

Fotos: imago sportfoto, getty images, dpa, RB Leipzig, Borussia Dortmund, Hamburger SV, Bayer Leverkusen, Team zur Nieden, OBS/Eurosport/nadine-rupp

ANZEIGEN: Günter Evert (verantw.)

Produktion: MADSACK Medienagentur GmbH & Co. KG, Siegfried Borgaes, August-Madsack-Straße 1, 30559 Hannover


Bundesligamagazin

Urlaubsgrüße

6

7 Urlaubsgrüße Bundesligamagazin

So schön

urlaubten die Stars

Bundesligastars ganz privat: Zwischen zwei anstrengenden Spielzeiten ließen es sich die Profis mit Verwandten und

Freunden gut gehen – ob beim Sonnenbaden in Abu Dhabi, auf dem Golfplatz oder beim Autorennen.

Jungstar Leon Bailey von Bayer

Leverkusen gab in Dubai auf

dem Jetski Gas.

Torwart Mitch Langerak (VfB

Stuttgart) mit seiner besseren

Hälfte in Italien.

Der Neu-Münchner Niklas Süle

entspannte mit seiner Mutter in

New York.

Nürburgring: Max Kruse (l.) von

Werder Bremen hatte Spaß beim

24-Stunden-Rennen.

Nach dem Klassenerhalt: Pierre-

Michel Lasogga (l.) und Lewis

Holtby vom HSV in Saint-Tropez.

Mal ganz klassisch: Leon Goretzka

von Schalke 04 bei

einer lockeren Fahrradtour.

Bayern-Star Joshua Kimmich

(r.) spielte vor dem Confed Cup

Tennis mit Tommy Haas.

Powerplay: Bayerns Superstar

Robert Lewandowski auf einem

sehr großen Jetski.

Liegestütze 2.0: Werder Bremens

Abwehrass Theodor Gebre

Selassie mit Sohnemann.

Die Kokosnuss: Bayern-Abwehrchef

Mats Hummels mit einem

Urlaubs-Evergreen.

Fotos: Instagram (leonbailey_9, mitchlangerak, nsuele25, max.kruse10, thiago6, toprak.oemer, esmuellert, timohorn_1, leobittencourt32,

sk23.10, nadiemamiri18, pierremlasogga10, jok_32, t.g.s.23, leon_goretzka, _rl9, aussenrist15)

Ein schönes Paar: Bayern-Star

Thiago Alcantara mit Ehefrau

Julia.

Ex-Kapitän Philipp Lahm (l.)

und Thomas Müller vom FC Bayern

entspannten beim Golf.

Eine Seefahrt, die ist lustig: Der neue Dortmund-Abwehrspieler Ömer Toprak (r.) ließ bei traumhaftem Wetter

mit Freunden die Seele baumeln.

Kölns Stammtorwart Timo Horn

mit seiner Freundin bei einem

Reitturnier auf Menorca.

Leo Bittencourt (M.) vom 1. FC

Köln urlaubte mit den Sané-Brüdern

Salif (l.) und Lamine.

Hier ist das Ticket: Dortmunds

Shinji Kagawa fuhr in seiner

japanischen Heimat S-Bahn.

Auch Nadiem Amiri (TSG 1899

Hoffenheim) ließ es nach der

U21-EM locker angehen.


Bundesligamagazin

Hochzeiten

8

Die HOCHZEITEN

DES SOMMERS

Freundin Nina gab Bayerns

neuem Kapitän Manuel Neuer

Ende Mai das Eheversprechen.

Nicht nur der Urlaub stand

bei den Fußball-Stars hoch im

Kurs – sondern auch die Liebe!

Zahlreiche Spieler gaben ihren

Freundinnen das Jawort – auch

deutsche Nationalspieler nutzten

die sommerliche Freizeit, um

mit ihren Liebsten endlich in den

Hafen der Ehe einzulaufen.

Leo Bittencourt vom 1. FC Köln

heiratete Mitte Juni seine

langjährige Freundin Saskia.

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Wolff-Christoph Fuss,

Fußballkommentator

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Dieses Happy End hat ihm jeder gegönnt: Der bei dem Attentat auf den

BVB-Bus verletzte Marc Bartra heiratete im Juni Melissa Jimenez.

Glamourpaar: Dortmunds Mario

Götze und Ann-Kathrin Brömmel

haben sich verlobt.

Bildhübsches Paar: Leverkusens

Kevin Volland heiratete seine

Freundin Katja.

Barcelonas Superstar Lionel Messi

gab seiner Jugendliebe Antonella

Roccuzzo das Jawort.

Klassisch: Marcel Halstenberg

von RB Leipzig mit seiner frischgebackenen

Ehefrau Franziska.

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Bundesligamagazin Exklusiv-Interview 10

11 Exklusiv-Interview

Bundesligamagazin

Meistertrainer Ottmar Hitzfeld (68) spricht im Interview mit Marco Fenske über

die neue Bundesligasaison, sagt, wieso Dortmund Bayern-Jäger Nummer eins ist,

warum er einen brutalen Abstiegskampf erwartet – und vieles mehr …

Freiburgs Trainer Christian

Streich steht vor einer

erneut schwierigen Saison.

Herr Hitzfeld, warum

wird Bayern in dieser

Saison mal NICHT

deutscher Meister?

(lacht) Weil alle anderen

Vereine streiken. Spaß

beiseite: Ich kann es mir

nicht vorstellen. Bayern

ist in der Breite am besten

aufgestellt und auch in

diesem Jahr der große Favorit.

Wer wird der Jäger Nummer

eins? Borussia Dortmund oder

doch RB Leipzig?

Leipzig muss diese sensationelle

Saison erst einmal verarbeiten.

Dazu kommt die Champions

League, die vom normalen

Betrieb ablenken wird. Wenn

Leipzig wieder unter die ersten

vier kommt, wäre das eine große

Leistung. Ralf Rangnick ist der

Vater des Erfolgs, der Stratege,

der im Hintergrund alles plant

und sich das Personal aussucht.

Mit Ralph Hasenhüttl hat er einen

Trainer, der eine echte Einheit

geformt hat. Mich hat die

Art, wie RB Fußball gespielt hat,

begeistert.

Streich

ist Trainer

des Jahres

In Dortmund endete die Saison

mit einem Knall: Hans-

Joachim Watzke entließ nach

Dauerquerelen Trainer Thomas

Tuchel. Wie haben sie das

verfolgt?

Ein Trainer muss sich anpassen

und sich der Philosophie des Vereins

unterordnen. Da habe ich

eine altmodische Denke. Die ganze

Angelegenheit hat Borussia

Dortmund geschadet, es gab Kratzer

am Image. Dortmund

ist auch diese Saison der

stärkste Konkurrent der

Bayern. Ich freue mich,

dass Pierre-Emerick

Aubameyang bleibt –

mit ihm ist Dortmund

20 Prozent stärker.

Er ist eine Bereicherung

für die

Bundesliga, Hans-

Joachim Watzke

hat ein gutes Zeichen

gesetzt.

Ist Aubameyang

für Dortmund so

wertvoll wie Lewandowski

für

Bayern?

Noch wertvoller.

Lewandowski kann man auch

mal durch Müller ersetzen, der

ebenfalls Weltklasse verkörpert.

Aubameyang kann Dortmund

nicht ersetzen.

Ottmar Hitzfeld ist

siebenmal deutscher

Meister geworden.

Apropos Müller. Um seine künftige

Rolle bei Bayern gab es zuletzt

Diskussionen. Können Sie

diese nachvollziehen?

Ancelotti hat vergangene Saison

mehr auf Thiago gesetzt, der

eine super Saison gespielt hat.

Thiago ist spielstärker, Müller

durchschlagskräftiger. Ancelotti

hat sich für die Spielstärke entschieden.

Und jetzt kommt auch

noch James Rodriguez

dazu.

James muss das Vertrauen

rechtfertigen,

dass Ancelotti

in ihn setzt. Er ist

ja sein Wunschspieler.

James ist

ein überragender

Spieler, der Bayern

weiterbringen

wird, weil er eine

weitere Alternative

ist. Aber er ist kein

Lionel Messi oder

Cristiano Ronaldo.

Ancelotti wird daran

gemessen, ob er die Champions

League gewinnt.

Erst einmal muss die Pflicht erfüllt

werden. Die Pflicht heißt

Meisterschaft. Natürlich hat

Bayern das große Ziel, nach 2013

wieder die Champions League

zu gewinnen. Die Chance ist da,

aber die europäische Konkurrenz

groß.

Wo sehen Sie die Bundesliga im

internationalen Vergleich? Die

Engländer geben immer mehr

Geld aus – mit den großen Titeln

aber klappt es nicht …

Die Bundesliga ist nach der spanischen

Primera Division die

zweitbeste Liga, sie ist besser als

die Premier League. Die Engländer

zahlen zu hohe Ablösesummen

– diese machen einen

Spieler aber auch nicht besser!

Im Gegenteil. Diese hohen Summen

sind ein Rucksack für die

Spieler, sie bedeuten noch mehr

Druck. In England hat man es

versäumt, eigenen Nachwuchs

zu inte grieren, stattdessen zu

viele Ausländer gekauft. Wenn

man Geld hat, ist die Verlockung

natürlich groß. Es ist aber ein

Fehler.

Bayern hat erstmals 100 Millionen

Euro in neue Spieler investiert.

Hätten Sie während Ihrer

Trainerzeit gedacht, dass dies

mal passieren wird?

Man muss sich an die Summen

gewöhnen. Das Schlimme ist ja:

Wenn ein Spieler heute 20 Millionen

Euro kostet, denkt man

schon fast, dass es kein Topspieler

sein kann. So ertappt man

sich selbst dabei, dass man sich

an die Preise schon gewöhnt hat.

(lacht) Fußball ist heute mehr als

Sport. Fußball wird immer mehr

zur Religion, zu einer Glaubensgesinnung.

Und die Trainer werden immer

jünger.

Die Konkurrenz ist heute größer.

Früher wurden selten Nachwuchstrainer

verpflichtet. Heute

ist es ein Trend, dass man ihnen

die Chance gibt. Es ist kein Segen,

wenn man zu schnell nach

oben kommt. Denn was soll

dann in zehn Jahren sein? Wo

soll es dann für sie noch hingehen?

Früher musste man sich

den Bundesligatrainerjob härter

erarbeiten – und wenn man es

dann geschafft hatte, hatte man

auch mehr Kredit. Heute ist es

schnelllebiger – wie alles in unserer

Zeit.

Beispiel Julian Nagelsmann.

Er hat die Mannschaft im

Abstiegskampf übernommen

und in die Spitze geführt.

Man muss ihm ein

hervorragendes Zeugnis

ausstellen. Doch

es wird Rückschläge

geben. Es kann nicht

immer aufwärts gehen.

Entscheidend wird sein,

sich damit auseinanderzusetzen,

die Nerven zu bewahren,

ruhig zu bleiben. Trainer,

die kurzfristigen Erfolg haben,

werden sehr schnell hochgelobt

– und nicht selten dann

irgendwann links liegen

gelassen, wenn der Erfolg

nicht mehr da ist. Diese

Gefahr sehe ich bei ihm

nicht. Er hat das Vertrauen

des Vereins.

Das sich der junge Tedesco auf

Schalke erst noch erarbeiten

muss?

Auf Schalke hat es Tradition,

dass immer etwas los ist. Dieser

Klub pulsiert. Ich wünsche den

Fans, dass der Erfolg wieder Einzug

hält. Mit Tedesco hat man

eine sehr gute Wahl getroffen.

Er ist jung, dynamisch, macht

gleichzeitig einen besonnenen

Eindruck.

Wie bewerten Sie eigentlich

das, was Christian Streich in

Freiburg leistet?

Er ist immer der Trainer des Jahres,

wenn er es wieder schafft, in

der Bundesliga zu bleiben. Er hat

immer nur ein kleines Budget,

dann wird die halbe Mannschaft

verkauft – und trotzdem schafft

er immer Großartiges. Streich ist

auch ein Vorbild für seine Kollegen.

Er jammert nicht, wenn ihm

wieder seine Spieler weggekauft

werden: Er sucht Alternativen,

Um Pierre-Emerick

Aubameyang gab es in

der Sommerpause viel

Wirbel.

Aubameyang

ist für dortmund

nicht zu ersetzen

integriert sie und ist wieder erfolgreich.

Darin ist er Meister.

Mit dem VfB Stuttgart und Hannover

96 sind zwei Teams aufgestiegen,

die auch vergangene

Saison in der 2. Liga gefühlte

Bundesligisten waren.

Eigentlich geht es für Aufsteiger

immer erst einmal gegen den

Abstieg. Diesmal kann das anders

sein. Stuttgart und Hannover

sind keine normalen Aufsteiger,

sie werden nicht absteigen.

Und durch diese beiden Teams

wird es sehr viel enger in der

zweiten Hälfte der Tabelle. Jeder

in der zweiten Tabellenhälfte

wird in Abstiegsgefahr sein.

Es wird eine knallharte

Bundesligasaison.


Bundesligamagazin

Neue Trainer

12

Hallo, wir sind

die Neuen

Vier Klubs gehen mit einem neuen Trainer in die Saison.

Die vier unterschiedlichen Typen im Schnellcheck.

Neue Saison, neue Gesichter.

Dortmund,

Schalke, Leverkusen

und Mainz haben

ihre Trainer im Sommer

ausgetauscht.

Vier Kurzporträts.

Peter Bosz (DOrtmund)

Nach dem Wechselverbot von OGC

Nizza für Lucien Favre mühten sich

Dortmunds Verantwortliche, den

Niederländer als Wunschlösung

für die Nachfolge von Thomas Tuchel

zu präsentieren. Bosz scheint

als Trainertyp gut zum jungen

BVB zu passen. Er gilt als Talenteförderer,

Offensivfreund, Taktiktüftler.

Die Bubi-Truppe von Ajax

Amsterdam führte der 53-Jährige

so ins Europa-League-Finale. Seine

Trainervorbilder? Johan Cruyff

und Pep Guardiola. Bisher war er

weder als Spieler (unter anderem

Rostock) noch als Trainer (unter

anderem Tel Aviv, Arnheim) bei

Topklubs unter Vertrag. Ähnlich

wie Tuchel gilt Bosz (3 bis 5 Millionen

Euro Ablöse) als eigensinnig.

Doch BVB-Boss Hans-Joachim

Watzke glaubt, „dass hier etwas

zusammenwachsen kann“.

Domenico tedesco (schalke)

Den ersten Rekord hat der 31-Jährige

bereits sicher: Domenico Tedesco

ist der jüngste Trainer der

Schalker Klubgeschichte. In der

Bundesliga ist aktuell nur Hoffenheims

Julian Nagelsmann (30) jünger.

Den ließ der Deutschitaliener

bei der Trainerausbildung 2016 mit

seiner Abschlussnote von 1,0 sogar

hinter sich. Dabei war der Ingenieur

anfangs nur nebenberuflich

Trainer. Zuletzt rettete er Zweitligaschlusslicht

Erzgebirge Aue mit

einem Punkteschnitt von 1,82 noch

vor dem Abstieg. Ablösesumme:

sechsstellig.

Heiko Herrlich (Leverkusen)

Das mit der 1-a-Trainerlösung

habe „aus unterschiedlichen Grün-

den nicht geklappt“ (Sportdirektor

Rudi Völler). Die 1-b-Lösung ebenso

wenig. Also wurde es Heiko

Herrlich. Als Spieler trug er bereits

von 1989 bis 1993 das Bayer-Trikot.

Und nach dem Durchmarsch

mit Jahn Regensburg aus der Regionalliga

in die 2. Liga in nur

eineinhalb Jahren rückte er doch

noch in den Leverkusener Kandidatenkreis.

Dass „Heiko brennt“

(Völler), bewies der 45-Jährige

dann auch, als er das kurz zuvor

geäußerte Treuebekenntnis zu Regensburg

(„Werde hier im nächsten

Jahr Trainer sein“) wieder außer

Kraft setzte.

Sandro schwarz (Mainz)

Mainz bleibt seiner Linie bei

der Besetzung des Trainerstuhls

treu. Nachdem es mit

Jürgen Klopp, Thomas Tuchel

und zuletzt Martin

Schmidt klappte, bekommt

der nächste

aus dem Verein eine

Chance auf dem

Chefsessel: Sandro

Schwarz, bislang

Trainer der U23

– und gebürtiger

Mainzer. Von 1998

bis 2004 spielte er

bei den FSV-Profis.

In der vergangenen

Saison stieg

er mit der zweiten

Mannschaft aus der

3. Liga ab.

Die aufsteiger

Neu sind auch die

Aufstiegstrainer Hannes

Wolf (Stuttgart)

und André Breitenreiter

(Hannover),

wobei Letzterer

nach seinen Stationen

in Paderborn

und auf Schalke

im Vergleich zum

echten Neuling

Wolf ein alter

Bekannter ist.

Bewährungsprobe

Bundesliga: Domenico

Tedesco (großes Bild)

trainiert die Schalker

Stars. In Leverkusen

hat Heiko

Herrlich (von links)

übernommen,

in Mainz Sandro

Schwarz.

Neuer BVB-

Coach ist

Peter

Bosz.

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Bundesligamagazin

FC Bayern München

14

15 FC Bayern München Bundesligamagazin

Der Schnellcheck

Die Trikots

Ancelotti muss

liefern

Heim

Auswärts

Der FC Bayern hat für seinen Trainer viel Geld in Wunschspieler investiert.

Dadurch steigt der Druck auf den Italiener an – Ausreden gibt es keine mehr.

Das Stadion

Allianz-Arena

Eröffnung: 2005

Kapazität: 75 021

Die Zugänge

James Rodriguez

Real Madrid, Leihe 10 Mio.

Corentin Tolisso

Olympique Lyon, 41,5 Mio.

Kingsley Coman

Juventus Turin, 21 Mio.

(war bereits ausgeliehen)

Niklas Süle

TSG Hoffenheim, 20 Mio.

Sebastian Rudy

TSG Hoffenheim, ablösefrei

Die Abgänge

Serge Gnabry

TSG Hoffenheim, Leihe 1,25 Mio.

(Kauf von Werder Bremen, 8 Mio.)

Medhi Benatia

Juventus Turin, 17 Mio.

(war bereits ausgeliehen)

Holger Badstuber

VfB Stuttgart, ablösefrei

(war an Schalke 04 ausgeliehen)

Gianluca Gaudino

Chievo Verona, 0,05 Mio.

(war an FC St. Gallen ausgeliehen)

Philipp Lahm

Karriereende

Xabi Alonso

Karriereende

Tom Starke

Karriereende

Douglas Costa

Juventus Turin, Leihe 6 Mio.

Das Unwort des Münchner

Fußballsommers

lautet „Granate“. Diesen

Begriff hatte Präsident

Uli Hoeneß geprägt,

als er am Ende

der für Bayern-Verhältnisse nicht

zufriedenstellenden Nur-ein-Titel-Saison

gesagt hatte: „Wenn

man unseren Kader verstärken

will, muss man schon ziemliche

Granaten kaufen.“ Dass die Bosse

die enttäuschende Spielzeit

mittels einer Shoppingtour vergessen

lassen wollen, kam wenig

überraschend.

Trainer Carlo Ancelotti durfte

angesichts des Viertelfinal-

Ausscheidens in der Königsklasse

im Sommer

viel Geld ausgeben. Mit

James Rodriguez hat der

Italiener seinen Wunschspieler

bekommen.

Einen Zehner, mit dem

er bereits eine Saison bei

Real Madrid erfolgreich

gearbeitet hatte. Einen

Zehner, der das Fußballerleben

von Weltmeister

Thomas Müllers

(noch) schwieriger

macht – und der sich

beim blamablen 0:3

in der Vorbereitung

gegen Jürgen

Klopps FC Liverpool

direkt am rechten

Oberschenkel

Der Der Manager Kader

Das Ziel ist die

sechste Schale

Von Karl-Heinz Rummenigge

Ich freue mich sehr auf die neue

Saison, vor allem aber auf unsere

Neuzugänge mit James Rodriguez,

Corentin Tolisso, Niklas Süle und Sebastian

Rudy. Das ist schon ein qualitativ

sehr hochklassiges Quartett

verletzte und „in den kommenden

Wochen“ ausfällt.

Die Alarmglocken bei den Bayern

schrillten früh. Zumal auch

Corentin Tolisso, für den die Bayern

die Rekord-Import-Ablösesumme

von 41,5 Millionen Euro

an Olympique Lyon überwiesen

haben, in der Vorbereitung mitunter

unglücklich agierte. Als

Ergänzungsspieler

kamen die Confed-

an Neuverpflichtungen. Das Ziel des

FC Bayern München für die Saison

2017/18 ist daher auch klar: Wir wollen

den deutschen Meistertitel erneut

verteidigen und zum sechsten Mal

in Folge die Schale nach München

holen.

Natürlich streben wir

auch in den anderen

Wettbewerben, in denen

wir vertreten sind,

wie der Champions

League und dem

Cup-Sieger Niklas

Süle und Sebastian

Rudy von 1899 Hoffenheim.

Im Gegenzug

wurde Serge

Gna bry an die

TSG verliehen.

„Wir haben

ganz

vernünftig

eingekauft“,

sagt Hoeneß, „für das,

was wir ausgegeben haben, ist

die Mannschaft prima verstärkt

worden.“ Damit ist die Botschaft

vor dem zweiten von drei Vertragsjahren

an den Trainer klar:

Lieber Carlo, jetzt musst du liefern.

Aber pronto!

Die Aufgabe für 2017/18 lautet:

den Umbau light nach dem

Karriereende von Kapitän Philipp

Lahm und Xabi Alonso vorantreiben.

Durch die Transfers hat man

die Verjüngung des Kaders eingeleitet,

die Seniorhelden Franck

Ribéry (34) und Arjen Robben (33)

gehen wohl in ihre Abschiedssaison.

Ancelotti sagt: „Der Wettkampf

ist der Treibstoff der Mannschaft.“

Er muss Titel gewinnen

– in der Gegenwart. Gleichzeitig

hat die Zukunft längst begonnen.

Der neue Sportdirektor, Ex-

Bayern-Profi Hasan Salihamidzic,

der die vakante Stelle im August

übernahm, soll sie als Bindeglied

zwischen den mächtigen Bossen

und dem Team mitgestalten.

Für den 58-jährigen Ancelotti

ein Spagat. Er gilt nicht als Entwickler,

mehr als Verwalter. Aber

wer weiß? Vielleicht wird es für

Ancelotti ja doch eine Granatensaison.

Der Rekordmann: Corentin Tolisso

ist der neue teuerste Transfer der

Bundesligageschichte.

DFB-Pokal, an, so weit wie möglich

zu kommen.

Wir wollen jedenfalls in jedem Spiel

unseren Fans in der Allianz-Arena,

aber auch weltweit attraktiven und

erfolgreichen Fußball bieten. Das ist

der Anspruch des FC Bayern.

Karl-Heinz Rummenigge (61)

ist seit 2002 Vorstandsvorsitzender

beim

FC Bayern.

Der Kader

Spielername Alter im Kader seit Nationalität

1 Manuel Neuer 31 2011 Deutschland

26 Sven Ulreich 29 2015 Deutschland

36 Christian Früchtl 17 2017 Deutschland

4 Niklas Süle 21 2017 Deutschland

5 Mats Hummels 28 2016 Deutschland

8 Javi Martinez 28 2012 Spanien

13 Rafinha 31 2011 Brasilien

17 Jerome Boateng 28 2011 Deutschland

14 Juan Bernat 24 2014 Spanien

20 Felix Götze 19 2017 Deutschland

27 David Alaba 25 2010 Österreich

32 Joshua Kimmich 22 2015 Deutschland

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Tor Abwehr Mittelfeld Angriff

Spielername Alter im Kader seit Nationalität

6 Thiago 26 2013 Spanien

7 Franck Ribery 34 2007 Frankreich

11 James Rodriguez 26 2017 Kolumbien

19 Sebastian Rudy 27 2017 Deutschland

23 Arturo Vidal 30 2015 Chile

24 Corentin Tolisso 23 2017 Frankreich

30 Niklas Dorsch 19 2016 Deutschland

35 Renato Sanches 20 2016 Portugal

40 Fabian Benko 19 2016 Kroatien

9 Robert Lewandowski 28 2014 Polen

10 Arjen Robben 33 2009 Niederlande

25 Thomas Müller 27 2009 Deutschland

29 Kingsley Coman 21 2015 Frankreich

Der Trainer

Carlo Ancelotti

(58) ist nach

dem Titelgewinn

mit dem FC

Bayern der erste

Trainer, der in

vier der fünf europäischen

Topligen (mit Paris, Chelsea,

Milan) Meister wurde – einzig mit

Real Madrid klappte es nicht. Dazu

gewann er als Spieler (zweimal mit

Milan) und Trainer (zweimal Milan,

einmal Madrid) insgesamt fünfmal

die Champions League.


Bundesligamagazin

RB Leipzig

16

17 RB Leipzig Bundesligamagazin

Der Schnellcheck

Die Trikots

ab sofort

gejagt

Heim

Auswärts

Es ist die große Frage: Kann RB Leipzig an die Sensationssaison mit Platz zwei

anknüpfen? Für die künftige Dreifachbelastung wurde sogar noch aufgerüstet.

Das Stadion

Red-Bull-Arena

Eröffnung: 2004

Kapazität: 42 558

Die Zugänge

Jean-Kevin Augustin

Paris Saint-Germain, 13 Mio.

Bruma

Galatasaray Istanbul, 12,5 Mio.

Konrad Laimer

RB Salzburg, 7 Mio.

Yvon Mvogo

Young Boys Bern, 5 Mio.

Philipp Köhn

VfB Stuttgart U19, ablösefrei

Ibrahima Konate

FC Sochaux, ablösefrei

Die Abgänge

Davie Selke

Hertha BSC, 8 Mio.

Atinc Nukan

Besiktas Istanbul, Leihe 0,2 Mio.

(war bereits ausgeliehen)

Rani Khedira

FC Augsburg, ablösefrei

Anthony Jung

Bröndby IF, Leihe

(war bereits an Ingolstadt ausgeliehen)

Nils Quaschner

Arminia Bielefeld, Ablöse unbekannt

(war bereits an Bochum ausgeliehen)

Marius Müller

1. FC Kaiserslautern, Leihe

Agyemang Diawusie

Wehen Wiesbaden, Leihe

Zsolt Kalmár

Dunajska Streda, Leihe

Felix Beiersdorf

Wiener Neustadt, Leihe

Nach dem Abschluss

einer außergewöhnlichen

Saison, einem

2:2 in Frankfurt, hielt

Leipzigs Sportdirektor

Ralf Rangnick in

der Kabine eine Rede, in der er

den Spielern, Trainern und dem

Team hinter dem Team dankte.

Und der Schwabe versicherte,

dass sich alle tragenden Säulen in

der neuen Saison in dieser Zusammensetzung

wiedersehen

werden.

Botschaft des Chefs

an seine Untergebenen:

Lasst euch nicht von

„Kicker“-Noten, Ehefrauen

und Beratern kirre machen,

behaltet Kontakt

zu Mutter Erde, freut

euch auf die Champions

League – und

des Lebens bei RB

Leipzig.

Gut möglich,

dass Naby Keita

und Emil Forsberg

in diesem Moment

im Hessischen sparsam

aus ihren Trikots

schauten. Diese beiden

Sportkameraden waren

die Besten unter vielen Guten im

Team der „Roten Bullen“, standen

längst auf den Besetzungslisten

europäischer Topklubs.

Weil das so war und ist, gab

es in Leipzig kein Sommerloch,

Der Der Manager Kader

Champions League

wird ein Highlight

Von Ralf Rangnick

Wir stehen vor besonderen Herausforderungen.

Es gilt, die tollen Leistungen

der vergangenen Spielzeit zu

bestätigen. Wenn wir dann erneut

von einer sorgenfreien Saison sprechen

können, wäre das großartig.

Tabellenplätze als Zielvorgabe haben

dabei erst einmal keine Relevanz für

uns.

sondern nur die Frage, wann

Rangnick schwach wird. Der AC

Milan soll an Forsberg dran gewesen

sein, die halbe Premier

League an Keita. Der FC Liverpool

bot in persona Jürgen Klopp

über 60 Millionen Euro für Keita.

Den hatte RB 2016 für 15 Millionen

Euro aus Salzburg geholt.

Rangnick winkte ab und sagte:

„Wir haben keine Schmerzgrenze.“

Dabei ist es geblieben.

Die Rasenballer haben alle

Asse gehalten und den Kader

fit für die Dreifachbelastung

Bundesliga, Pokal

und Champions League

gemacht. Ergänzungsspieler

wie Davie Selke

(Hertha), Rani Khedira (Augsburg)

und Marius Müller (Kaiserslautern,

Leihe) haben den Klub

verlassen, potenzielle Stammkräfte

kamen. Als da wären Offensivmann

Jean-Kevin Augustin (Paris

Saint-Germain), Stürmer Bruma

(Galatasaray Istanbul), Mittelfeldmann

Konrad Laimer (RB Salzburg)

und Keeper Yvon Mvogo

(Young Boys Bern). Die 18-jährige

Abwehrkante Ibrahima Konate

(FC Sochaux) und der 19-jährige

Torhüter Philipp Köhn (VfB Stuttgart)

sollen langsam herangeführt

werden. Als Quasi-Neuzugang

gilt Lukas Klostermann, der sich

2016 bei seinem Erstligadebüt das

Kreuzband riss und jetzt auf sein

zweites Bundesligaspiel brennt.

Die Testspiele machen RB optimistisch.

Beim Emirates Cup in

London verloren die Leipziger

nur durch einen unberechtigten

Elfmeter mit 0:1 gegen den FC

Sevilla und schlugen tags darauf

Benfica Lissabon 2:0.

Klar ist: Als Vizemeister wird

RB Leipzig anders wahrgenommen,

bespielt und gejagt. Klar

ist aber auch: RB geht mit einem

besseren Kader in die zweite

Bundesligasaison.

Leipzigs teuerster Neuzugang:

Jean-Kevin Augustin kam für

13 Millionen Euro aus Paris.

Die Champions League wird für

jeden von uns – und natürlich für

unsere Fans – ein emotionales Highlight.

Ich bin mir sicher, dass

die Mannschaft in diesen

internationalen Spielen

über sich hinauswachsen

wird. Die Herausforderung

wird es sein,

am darauffolgenden

Wochenende auch in der

Bundesliga wieder Höchstleistungen

zu bringen. Dafür sehe ich uns aber

gut aufgestellt. Denn wir haben den

Kern der Mannschaft zusammengehalten

und noch weiter verstärkt,

um für die kommenden Aufgaben

gerüstet zu sein.

Ralf Rangnick (59) ist seit 2012

Sportdirektor bei RB Leipzig.

Während der Aufstiegssaison

2015/16 war er auch Trainer.

Der Kader

Spielername Alter im Kader seit Nationalität

1 Fabio Coltorti 36 2012 Schweiz

28 Yvon Mvogo 23 2017 Schweiz

22 Philipp Köhn 19 2017 Schweiz

32 Peter Gulacsi 27 2015 Ungarn

3 Bernardo 22 2016 Brasilien

4 Willi Orban 24 2015 Deutschland

6 Ibrahima Konate 18 2017 Frankreich

16 Lukas Klostermann 21 2014 Deutschland

5 Dayot Upamecano 18 2017 Frankreich

20 Benno Schmitz 22 2016 Deutschland

23 Marcel Halstenberg 25 2015 Deutschland

33 Marvin Compper 32 2014 Deutschland

#DEMFUSSBALLSEINZUHAUSE

BEI UNS SIND

DIE AMATEURE

DIE STARS

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Tor Abwehr Mittelfeld Angriff

Spielername Alter im Kader seit Nationalität

8 Naby Keita 22 2016 Guinea

10 Emil Forsberg 25 2015 Schweden

13 Stefan Ilsanker 28 2015 Österreich

24 Dominik Kaiser 28 2012 Deutschland

27 Konrad Laimer 20 2017 Österreich

31 Diego Demme 25 2014 Deutschland

7 Marcel Sabitzer 23 2014 Österreich

9 Yussuf Poulsen 23 2013 Dänemark

11 Timo Werner 21 2016 Deutschland

17 Bruma 22 2017 Portugal

19 Oliver Burke 20 2016 Schottland

29 Jean-Kevin Augustin 20 2017 Frankreich

38 Federico Palacios 22 2015 Deutschland

Der Trainer

Ralph Hasenhüttl

(50) hatte

seine ersten Berührungspunkte

als Trainer mit

dem Profifußball

als Co-Trainer von

Werner Lorant bei der SpVgg Unterhaching

– wo er später Cheftrainer

wurde. Er führte den VfR

Aalen in die 2. Liga, den FC Ingolstadt

in die 1. Liga und RB Leipzig

als Aufsteiger nun in die Champions

League.


Bundesligamagazin

Borussia Dortmund

18

19 Borussia Dortmund Bundesligamagazin

Der Schnellcheck

Die Trikots

Voetbal

total beim BVB

Heim

Auswärts

Der neue BVB-Trainer Peter Bosz soll auf das Fundament aufbauen,

das Thomas Tuchel in den vergangenen zwei Jahren gelegt hat.

Das Stadion

Signal-Iduna-Park

Eröffnung: 1974

Kapazität: 81 360

Die Zugänge

Maximilian Philipp

SC Freiburg, 20 Mio.

Ömer Toprak

Bayer 04 Leverkusen, 12 Mio.

Mahmoud Dahoud

Borussia Mönchengladbach, 12 Mio.

Dan-Axel Zagadou

Paris Saint-Germain B, ablösefrei

Neven Subotic

1. FC Köln, Leih-Ende

Die Abgänge

Matthias Ginter

Borussia Mönchengladbach, 17 Mio.

Sven Bender

Bayer 04 Leverkusen, 12,5 Mio.

Adrian Ramos

Chongqing Dangdai Lifan, 12 Mio.

(war an FC Granada verliehen)

Pascal Stenzel

SC Freiburg, 4 Mio.

(war bereits ausgeliehen)

Dzenis Burnic

VfB Stuttgart, Leihe

Mikel Merino

Newcastle United, Leihe

Das Maskottchen

Emma

Wurde nach BVB-Legende

Lothar Emmerich benannt

und trägt in Anlehnung an das

Gründungsjahr des Ballspielvereins

Borussia 1909 die Rückennummer

09.

Peter Bosz – der neue

Boss beim BVB. Nach

der Entlassung von

Thomas Tuchel soll der

Niederländer mehr

als nur eine Trainer-

Notlösung werden. Dass man eigentlich

Lucien Favre vom OGC

Nizza verpflichten wollte und ihn

nicht bekam? Vergessen.

In den ersten Wochen im Amt

wurde ersichtlich, dass Bosz nahbarer

ist als sein Vorgänger. Neues

Wohlfühlklima in Dortmund.

Das soll sich auch auf dem

Platz bemerkbar machen. Boszs

„Voet bal total“ ist eine Weiterentwicklung

des Fußballs von

Pep Guardiola. „Der Gegner

braucht ungefähr fünf Sekunden,

um in die richtigen

Positionen zu kommen.

Wir müssen den

Ball in dieser Zeit

zurückerobern“,

sagt Bosz.

Doch Bosz trat

auch frühzeitig auf

die Euphoriebremse.

Es werde lange

dauern, bis

die Spieler sein

typisch holländisches

4-3-3-System

verinnerlichen

würden. In der Tat: In der

Vorbereitung, die von den

China-Wechselgerüchten

des Torjägers Pierre-Emerick

Der Der Manager Kader

Wir wollen in die

Champions League

„Wir starten bekanntlich mit einem

neuen Trainerteam in die Saison.

Nach einigen Wochen unter der

Leitung von Peter Bosz können wir

sagen, dass wir alle uns sehr wohl

in dieser Konstellation fühlen. Den

offensiven, dynamischen, dominanten

Fußball, den der Trainer sehen

möchte, möchten wahrscheinlich

auch alle Fans sehen. Die Mannschaft

hat während der vergangenen

Wochen engagiert trainiert und

setzt die Vorstellungen des Trainers

sukzessive um. Wir haben das Team

der vergangenen Saison weitgehend

zusammengehalten. Neue

Spieler wie Toprak,

Zagadou, Philipp und

Dahoud bieten uns

weitere Optionen. Unsere

Saisonziele haben

sich vor diesem

Aubameyang überlagert wurde,

gab es neben einem 3:1-Testsieg

gegen AC Mailand auch ein müdes

2:2 gegen Zweitligist VfL

Bochum sowie 0:1-Niederlagen

gegen Espanyol Barcelona und

Atalanta Bergamo. Torhüter Roman

Bürki warnte: „Zu Saisonbeginn

werden wir sein System

noch nicht verinnerlicht haben.“

Lange hat es auch gedauert,

bis Mario Götze wieder in die

Mannschaft integriert wurde.

Er, der unter einer Stoffwechselerkrankung

litt, musste die

Rückrunde aussetzen. Nun ist er

wieder da – und sieht fit aus wie

zu seinen besten Zeiten. In Dortmund

soll er zu der Verstärkung

werden, die sich Zorc und Co.

schon im vergangenen Sommer

erhofft hatten.

Gleiches gilt natürlich auch für

die Neuzugänge Maximilian Philipp

(SC Freiburg, 20 Millionen

Euro) und Mahmoud Dahoud

(Mönchengladbach, 12 Millionen

Euro), die den Konkurrenzkampf

in Dortmund auf ein neues Niveau

heben sollen – und dem

BVB dabei helfen sollen, in

drei Wettbewerben möglichst

lange dabei zu sein.

Umso wichtiger erscheinen

die offensiven Neuzugänge

(Philipp und Dahoud)

und der Rückkehrer (Götze), weil

durch Marco Reus’ Kreuzbandanriss

(Rückkehr erst zur Rückrunde)

zunächst viel offensives

Potenzial brachliegt.

Wie ein Neuzugang: Hoffnungsträger

Mario Götze ist nach seiner

Stoffwechselerkrankung zurück

bei Borussia Dortmund.

Hintergrund nicht geändert. Sie sind

realistisch formuliert – und in den

vergangenen Jahren haben wir sie

zumeist auch erreicht: Wir möchten

uns erneut direkt für die Champions

League qualifizieren, in der Königsklasse

überwintern und im DFB-Pokal

so weit wie möglich kommen.“

Michael Zorc (54) ist seit 1998

Sportlicher Leiter beim BVB. Auch

als Profi war er ausschließlich für

die Dortmunder aktiv.

Der Kader

Spielername Alter im Kader seit Nationalität

1 Roman Weidenfeller 37 2002 Deutschland

35 Dominik Reimann 20 2017 Deutschland

38 Roman Bürki 26 2015 Schweiz

2 Dan-Axel Zagadou 18 2017 Frankreich

4 Neven Subotic 28 2008 Serbien

5 Marc Bartra 26 2016 Spanien

13 Raphael Guerreiro 23 2016 Portugal

25 Sokratis 29 2013 Griechenland

26 Lukasz Piszczek 32 2010 Polen

29 Marcel Schmelzer 29 2008 Deutschland

30 Felix Passlack 19 2016 Deutschland

36 Ömer Toprak 28 2017 Türkei

37 Erik Durm 25 2013 Deutschland

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ES RIECHT NACH RASEN.

ES RIECHT NACH BRATWURST.

ES RIECHT NACH SCHWEISS.

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Tor Abwehr Mittelfeld Angriff

Spielername Alter im Kader seit Nationalität

8 Nuri Sahin 28 2014 Türkei

10 Mario Götze 25 2016 Deutschland

19 Mahmoud Dahoud 21 2017 Deutschland

22 Christian Pulisic 18 2016 USA

23 Shinji Kagawa 28 2014 Japan

27 Gonzalo Castro 30 2015 Deutschland

33 Julian Weigl 21 2015 Deutschland

7 Ousmane Dembele 20 2016 Frankreich

9 Emre Mor 20 2016 Türkei

11 Marco Reus 28 2012 Deutschland

17 Pierre-E. Aubameyang 28 2013 Gabun

20 Maximilian Philipp 23 2017 Deutschland

21 André Schürrle 26 2016 Deutschland

Der Trainer

Peter Bosz (53) lief

für Hansa Rostock

14-mal in der

Bundesliga auf.

Als Trainer heuerte

der langjährige Feyenoord-Profi

(von 2006 bis 2009

Technischer Direktor) in den Niederlanden

bei De Graafschap, Almelo

(zweimal) und Arnheim an.

Anfang 2016 ging er zu Maccabi

Tel Aviv, zuletzt führte er Ajax

Amsterdam zur Vizemeisterschaft

und ins Europa-League-Finale.


Bundesligamagazin

TSG Hoffenheim

20

21 TSG Hoffenheim Bundesligamagazin

Der Schnellcheck

Die Trikots

Da geht

noch was

Heim

Das Stadion

Auswärts

Von Tiefstapelei keine Spur: 1899 Hoffenheim hat nach der erfolgreichsten

Saison der Vereinsgeschichte Lust auf mehr. Dafür gibt es gute Gründe.

Wirsol-Rhein-Neckar-Arena

Eröffnung: 2009

Kapazität: 30 150

Die Zugänge

Serge Gnabry

Bayern München, Leihe 1,25 Mio.

Havard Nordtveit

West Ham United, 7 Mio.

Justin Hoogma

Heracles Almelo, 2 Mio.

Nico Schulz

Borussia Mönchengladbach, 3,5 Mio.

Florian Grillitsch

Werder Bremen, ablösefrei

Robert Zulj

Greuther Fürth, ablösefrei

Kevin Akpoguma

Fortuna Düsseldorf, Leih-Ende

Die Abgänge

Niklas Süle

Bayern München, 20 Mio.

Antonio Colak

FC Ingolstadt, Leihe 0,3 Mio.

(war an Darmstadt 98 ausgeliehen)

Sebastian Rudy

Bayern München, ablösefrei

Pirmin Schwegler

Hannover 96, ablösefrei

Danilo Soares

VfL Bochum, ablösefrei

Fabian Schär

Deportivo La Coruna, 2 Mio.

Nicolai Rapp

Erzgebirge Aue, 0,05 Mio.

(war an Greuther Fürth ausgeliehen)

Baris Atik

1. FC Kaiserslautern, Leihe

(war an Sturm Graz ausgeliehen)

Benedikt Gimber

Jahn Regensburg, Leihe

(war an Karlsruher SC ausgeliehen)

Marco Terrazzino

SC Freiburg, 2,5 Mio.

Russel Canouse

DC United, Ablöse unbekannt

(war an VfL Bochum ausgeliehen)

In Hoffenheim legen sie die

Latte noch ein bisschen höher.

Dabei hat die TSG die

beste Platzierung der Vereinsgeschichte

hingelegt.

Nur ein Jahr, nachdem Trainer

Julian Nagelsmann den Klub

vor dem Abstieg gerettet hat. Zu

Saisonstart erklärte der Trainer:

„Die Jungs sind topfit, von der Diagnostik

her haben sie die besten

Werte seit Jahren.“

Toppen die Kraichgauer

ihre Überraschungssaison und

den Einzug in die Champions-

League-Qualifikation also noch

mal? „Wir gehen so rein, dass

wir jedes Spiel gewinnen wollen.

Wenn das klappt, dann werden

wir am Ende Erster“, erklärt

Sportdirektor Alexander Rosen

keck. Trotz der Abgänge der Nationalspieler

Niklas Süle und Sebastian

Rudy zum FC Bayern.

Mit der Verpflichtung von Nationalspieler

Serge Gnabry (FC

Bayern), des Ex-Gladbachers Havard

Nordtveit (West Ham United),

Nico Schulz (Borussia Mönchengladbach),

Florian Grillitsch

(Werder Bremen), Justin Hogma

(Heracles Almelo) und Robert

Zulj (SpVgg Greuther Fürth) sehen

sie sich in Hoffenheim jedenfalls

gut aufgestellt für die

Saison – und die Champions-League-Play-offs,

in denen es ausgerechnet

gegen Jürgen Klopps

FC Liverpool geht. Die Neuzu-

Der Der Manager Kader

Mutig, offensiv

und voller Freude

Von Alexander rosen

Das erste Mal Europa ... Keine Frage,

die neue Saison steht unter dieser

Überschrift. Wir freuen uns auf

diese besondere Herausforderung.

Dafür haben wir ein Jahr lang hart

gearbeitet, und wir werden nun nicht

gänge müssen sich aber erst einfinden.

„Das Training ist anders

als alles, was ich bisher kennengelernt

habe. Die Übungen sind

komplex“, erklärte Nordtveit.

Und auch von seinen Confed-

Cup-Fahrern Sandro Wagner

und Kerem Demirbay sowie den

U21-Europameistern Jeremy Toljan,

Nadiem Amiri und Gnabry

erwartet Nagelsmann nach ihren

„ganz guten Erlebnissen und

Gefühlen“ noch mal einen Schub

in ihrer Entwicklung.

klagen über Zusatzbelastungen oder

fehlende Erfahrung, sondern gehen

mutig und voller Freude an die erste

internationale Aufgabe heran, die

uns die erfolgreichste Saison unserer

Historie beschert hat.

Den gleichen Effekt hat man

sich bei der TSG wohl auch von

der doppelten Vertragsverlängerung

von Nagelsmann (bis 2021)

und Rosen (bis 2020), die beide

heftig umworben waren, versprochen.

Ganz nebenbei beschieden

sie damit aber auch der Konkurrenz,

dass sie mit ihrem Projekt

in Hoffenheim noch nicht am

Ende ihrer Ambitionen angelangt

sind. Testspielsiege gab es gegen

Standard Lüttich (4:2) und Derby

County (2:1), Niederlagen gegen

den FC Bayern (0:1) und den FC

Genua (1:2).

Und dann wäre da noch eine

weitere verheißungsvolle Personalie:

Hansi Flick, langjähriger

Assistent von Bundestrainer

Joachim Löw und bereits von

2000 bis 2005 als Trainer bei der

TSG, ist neuer Geschäftsführer

im Kraich gau. „Die TSG hat mit

Hansi Flick ein neues Gesicht bekommen,

mit nationaler und internationaler

Erfahrung“, erklärte

Klubmäzen Dietmar Hopp. Er

verspricht sich davon, „dass eine

Aufbruchstimmung entsteht, von

der alle profitieren“.

Und: dass vielleicht noch mehr

geht als bislang schon.

Sandro Wagner wurde bei der

TSG zum deutschen Nationalspieler

und spielte beim Confed

Cup vor.

Dabei werden wir weiter

nachhaltig wirtschaften,

junge Talente in

unseren Kader integrieren

und entwickeln,

und wir werden

auch in unserem

zehnten Bundesligajahr nacheinander

nichts als selbstverständlich

hinnehmen. Die TSG Hoffenheim

ist ein Klub, der mutig und offensiv

seine Aufgaben annimmt, immer im

Bewusstsein, dass es außergewöhnlicher

Leistungen bedarf, um in die

Phalanx der Topklubs einzudringen.

Alexander Rosen (38) ist seit

April 2013 für die operativen Geschicke

der Profiabteilung in

Hoffenheim zuständig.

Der Kader

Spielername Alter im Kader seit Nationalität

1 Oliver Baumann 27 2014 Deutschland

33 Alexander Stolz 33 2013 Deutschland

36 Gregor Kobel 19 2016 Schweiz

3 Pavel Kaderabek 25 2015 Tschechien

4 Ermin Bicakcic 27 2014 Bosnien-H.

15 Jeremy Toljan 23 2013 Deutschland

16 Nico Schulz 24 2017 Deutschland

21 Benjamin Hübner 28 2016 Deutschland

22 Kevin Vogt 25 2016 Deutschland

24 Justin Hoogma 19 2017 Niederlande

25 Kevin Akpoguma 22 2013 Deutschland

6 Havard Nordtveit 27 2017 Norwegen

#DEMFUSSBALLSEINZUHAUSE

EHRLICHER

FUSSBALL VON DER

CHAMPIONS LEAGUE

BIS ZUR KREISKLASSE

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Tor Abwehr Mittelfeld Angriff

Spielername Alter im Kader seit Nationalität

7 Lukas Rupp 26 2016 Deutschland

8 Eugen Polanski 31 2013 Polen

10 Kerem Demirbay 24 2016 Deutschland

11 Florian Grillitsch 22 2017 Österreich

17 Steven Zuber 25 2014 Schweiz

18 Nadiem Amiri 20 2014 Deutschland

20 Robert Zulj 25 2017 Österreich

29 Serge Gnabry 22 2017 Deutschland

14 Sandro Wagner 29 2016 Deutschland

19 Mark Uth 25 2015 Deutschland

27 Andrej Kramaric 26 2016 Kroatien

28 Adam Szalai 29 2014 Ungarn

Der Trainer

Julian Nagelsmann

(30) ist

der jüngste aller

Bundesligatrainer.

Fing nach

dem Ende seiner

aktiven Karriere (Meniskusschaden)

als Co-Trainer von

Thomas Tuchel beim FC Augsburg

II an. Rettete die TSG in der

Saison 2015/16, während er seine

Trainerausbildung abschloss,

erst vor dem Abstieg. Jetzt

Champions- League-Qualifikation.


Bundesligamagazin

1. FC Köln

22

23 1. FC Köln Bundesligamagazin

Der Schnellcheck

Die Trikots

Zeit für neue

helden

Heim

Auswärts

Erstmals seit 25 Jahren spielt der 1. FC Köln international, die Euphorie ist

grenzenlos. Doch kann der Klub wirklich 25-Tore-Mann Modeste ersetzen?

Das Stadion

Rhein-Energie-Stadion

Eröffnung: 2004

Kapazität: 49 968

Die Zugänge

Jhon Cordoba

1. FSV Mainz 05, 17 Mio.

Jorge Mere

Sporting Gijón, 7 Mio.

Jannes Horn

VfL Wolfsburg, 7 Mio.

Joao Queiros

SC Braga U19, 3 Mio.

Tim Handwerker

Bayer Leverkusen U19, ablösefrei

Die Abgänge

Anthony Modeste

Tianjin Quanjian, Leihe 5,7 Mio.

(mit Kaufoption für 29. Mio.)

Marcel Hartel

Union Berlin, 0,25 Mio.

Neven Subotic

Borussia Dortmund, Leih-Ende

Das Maskottchen

Hennes VIII.

Ein Zirkus schenkte dem

FC 1950 einen Geißbock

als Glücksbringer. Er wurde

nach Trainer Hennes Weisweiler

benannt und später ins Vereinswappen

aufgenommen.

Da zieht der 1. FC Köln

erstmals nach 25 Jahren

wieder ins europäische

Geschäft ein

– und trotzdem drehte

sich in der Sommerpause,

ja sogar beim Trainingsstart

alles nur um einen: Anthony

Modeste. Der Kaugummiwechsel

des 25-Tore-Mannes der Vorsaison

ließ die Kölner nicht zur Ruhe

kommen. Trotzdem kennt

die Europa-Euphorie in der

Domstadt keine Grenzen.

Der Fanansturm zum

Trainingsauftakt? Gewaltig.

Spieler und Verantwortliche

sind bemüht,

den Fokus auf die neue

Saison zu richten – und

auf die Spieler, die auch

dann noch im neuen rotweiß

gestreiften FC-Trikot

(zuletzt in der Saison

1995/96) auflaufen.

„Die Euphorie beim Trainingsauftakt

war unglaublich.

Ich will mir gar nicht ausmalen,

was beim ersten Europa- League-

Spiel los sein wird“, sagt Torwart

Timo Horn, „dieses Gefühl, das

nach 25 Jahren wieder geschafft

zu haben, ist nach wie vor nicht

in Worte zu fassen.“

Der Keeper ist neben Christian

Clemens, Marco Höger, Marcel

Risse, Salih Özcan, Thomas

Kessler und Sven Müller einer

der sieben Spieler im Kader, die

Der Der Manager Kader

Ziele zu übertreffen

ist umso schöner

Von Jörg schmadtke

in Köln geboren wurden. Identifikation

als Erfolgsfaktor. In fünf

Testspielen setzte es allerdings

vier Unentschieden.

Die kolportierte Rekordeinnahme

von 35 Millionen Euro, die der

FC aus China für Modeste überwiesen

bekommen hat, wurden

in vier Spieler investiert, darunter

die drei Defensivtalente Jannes

Platz fünf erreicht – da müsst ihr

ja jetzt nächste Saison mindestens

Vierter werden. Den Spruch höre ich

oft, aber interessanterweise kommt

er so gut wie nie von einem Fan des

1. FC Köln, sondern von außen. Meistens

nach dem Motto: Jaja, so sind

sie, die Kölner.

Ich bin ziemlich sicher: Nein, sind sie

nicht. Entgegen gewisser Vorurteile

können auch Kölner begreifen, wie

es dazu gekommen ist, dass wir

uns für die Europa League

qualifiziert haben. Drei,

vier Mannschaften mit

höheren Etats haben

geschwächelt – und wir

waren da. Das ist eine

Qualität.

Horn (20), Jorge Meré (20) und

Joao Queirós (19). Horn kam mit

dem Plan, Nationalspieler Jonas

Hector „weiter ins Zentrum einzubauen“

(Trainer Peter Stöger). Als

Modeste-Nachfolger wurde Jhon

Cordoba aus Mainz verpflichtet,

auch wenn er bei seiner Vorstellung

noch klar in dessen Schatten

stand; dabei bedeuteten die 17

Millionen Euro Ablöse ebenfalls

eine Rekordausgabe für den FC.

„Modeste ist nicht zu ersetzen.

Es sind alle in der Mannschaft

gefordert, diesen Verlust aufzufangen

– und alle wollen ja nach

dem ganzen Theater auch zeigen,

dass sie trotzdem erfolgreich

sein können. Wichtig wird

sein, dass Jhon Cordoba

einschlägt. Auch Sehrou

Guirassy macht einen

guten Eindruck“,

sagt Trainerlegende

Ottmar Hitzfeld und

prophezeit: „Der 1. FC

Köln wird im oberen

Drittel landen.“

Es wird Zeit für neue

Helden.

Soll die Lücke schließen,

die 25-Tore-Mann

Anthony Modeste hinterlassen

hat: Jhon

Cordoba wurde aus

Mainz verpflichtet.

Wir haben damit eine große Sehnsucht

befriedigt. Deshalb hoffe ich,

dass man mit uns weiter Geduld hat

und eben nicht erwartet, dass wir

jetzt noch mal einen draufsetzen.

Ziele sollten realistisch sein, sonst

führen sie zu Lähmung und Enttäuschung.

Wenn man sie dann übertreffen

kann, ist es umso schöner.

Jörg Schmadtke (53) ist seit der

Saison 2013/14 Sportdirektor in

Köln, hat einen Vertrag bis 2023.

Der Kader

Spielername Alter im Kader seit Nationalität

1 Timo Horn 24 2011 Deutschland

18 Thomas Kessler 31 2007 Deutschland

35 Sven Müller 21 2016 Deutschland

3 Dominique Heintz 24 2015 Deutschland

4 Frederik Sörensen 25 2015 Dänemark

5 Dominic Maroh 30 2012 Slowenien

14 Jonas Hector 27 2012 Deutschland

16 Pawel Olkowski 27 2014 Polen

22 Jorge Mere 20 2017 Spanien

23 Jannes Horn 20 2017 Deutschland

24 Lukas Klünter 21 2016 Deutschland

25 Joao Queiros 19 2017 Portugal

29 Tim Handwerker 19 2017 Deutschland

34 Konstantin Rausch 27 2016 Deutschland

#DEMFUSSBALLSEINZUHAUSE

DAS NEUE

SPORTPORTAL

IN DEUTSCHLAND

sportbuzzer.de

Neuzugänge eingefärbt

Immer informiert auf facebook.com/Sportbuzzer

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff

Spielername Alter im Kader seit Nationalität

6 Marco Höger 27 2016 Deutschland

7 Marcel Risse 27 2013 Deutschland

8 Milos Jojic 25 2015 Serbien

17 Christian Clemens 26 2017 Deutschland

20 Salih Özcan 19 2016 Deutschland

21 Leonardo Bittencourt 23 2015 Deutschland

33 Matthias Lehmann 34 2012 Deutschland

9 Artjoms Rudnevs 29 2016 Lettland

11 Simon Zoller 26 2014 Deutschland

13 Yuya Osako 27 2014 Japan

15 Jhon Cordoba 24 2017 Kolumbien

19 Sehrou Guirassy 21 2016 Frankreich

Der Trainer

Peter Stöger

(51) ist Rekordtrainer

des

1. FC Köln, keiner

seiner Vorgänger

hielt länger

in der Domstadt

durch als der Österreicher seit seinem

Amtsantritt am 12. Juni 2013.

Der Meistertrainer von Austria

Wien führte den Klub innerhalb

von vier Jahren aus der 2. Liga

bis in die Europa League. Besitzt

noch einen Vertrag bis 2020.


Bundesligamagazin

Hertha BSC

24

25 Hertha BSC Bundesligamagazin

Der Schnellcheck

Die Trikots

Alles für die

OffensivE

Heim

Auswärts

Nur 43 Tore erzielte Hertha BSC vergangene Saison. Mit einem Offensivtrainer,

einem neuen System und Davie Selke wollen die Berliner torgefährlicher werden.

Das Stadion

Olympiastadion

Eröffnung: 1936

Kapazität: 74 475

Die Zugänge

Davie Selke

RB Leipzig, 8 Mio.

Mathew Leckie

FC Ingolstadt, 3 Mio.

Karim Rekik

Olympique Marseille, 2,5 Mio.

Jonathan Klinsmann

UC Berkeley, ablösefrei

Valentino Lazaro

RB Salzburg, Leihe

Die Abgänge

John Anthony Brooks

VfL Wolfsburg, 17 Mio.

Florian Kohls

Würzburger Kickers, ablösefrei

Alexander Baumjohann

Coritiba FC, ablösefrei

Sami Allagui

FC St. Pauli, ablösefrei

I

n Berlin ließ man sich in diesem

Sommer von Joachim

Löw inspirieren; der Bundestrainer

hatte im Vorjahr

den ehemaligen Toptorjäger

Miroslav Klose in seinen

DFB-Betreuerstab geholt. Hertha

BSC zog jetzt nach: Seit dieser

Saison arbeitet der Hauptstadtklub

erstmals mit einem Offensivtrainer.

Der Ex-Nationalspieler Andreas

Thom steht in dieser Rolle

künftig als Assistent Cheftrainer

Pal Dardai zur Seite. Und das aus

gutem Grund: In der vergangenen

Spielzeit landete Hertha BSC in

der Bundesliga zwar auf einem guten

sechsten Platz, doch die nur 43

geschossenen Tore belegen, dass

es vor allem in der Offensive haperte.

Mit Kapitän Vedad Ibisevic

hatte Dardai nur einen fitten Stoßstürmer

von Topformat zur Verfügung.

Deshalb wurde an dieser

Stelle nachgebessert.

Mit dem U21-Europameister

Davie Selke (für 8 Millionen Euro

von RB Leipzig) kam im Sommer

ein zweiter, groß gewachsener

Angreifer nach Berlin, der mit einer

Mittelfußverletzung aber erst

mal wochenlang ausfallen wird.

Angst, nach seiner Rückkehr hinter

Ibisevic dasselbe Schicksal

wie zuletzt bei RB zu erleiden –

in Leipzig saß er meist auf der

Bank –, hat der selbstbewusste

Selke nicht: „Ich habe mit

Trainer Pal Dardai über seine

Ausrichtung geredet. Denkbar ist,

dass Hertha mit zwei Angreifern

spielt. Und von Ibisevic werde ich

viel profitieren.“ Dardai bestätigt

den Systemwechsel. In der vergangenen

Saison ließ er in der Regel

im 4-2-3-1 spielen. Künftig wird –

wenn Selke wieder fit ist – im 3-5-2

oder im 4-4-2 agiert. Im Testspiel

gegen den englischen

Klub FC Liverpool

(0:3) setzten die

Berliner allerdings

noch auf

das alte System.

Doch auch

wenn Selke nun

verletzt ist: Die

Offensivkur war bitter nötig. Denn

für die Dreifachbelastung mit Liga,

DFB-Pokal und Europa League

musste Michael Preetz aufrüsten.

„Wir werden künftig die ganze

Breite des Kaders nutzen. Wir werden

mehr rotieren“, sagt der Manager.

Mit John Anthony Brooks (für

17 Millionen Euro zum VfL Wolfsburg)

verließ nur ein Stammspieler

den Verein. Mit Mathew Leckie

(für 3 Millionen Euro aus Ingolstadt),

Karim Rekik (für 2,5 Millionen

Euro aus Marseille) und eben

Selke kommen drei potenzielle

Stammkräfte hinzu. Fraglich ist, ob

Jonathan Klinsmann, Sohn von Ex-

Bundestrainer Jürgen Klinsmann,

direkt den Sprung schafft. Fakt

ist: Der Respekt vor der Zusatzbelastung

ist groß.

Mut macht Trainerlegende

Ottmar Hitzfeld:

„Die Berliner sind auf

einem guten Weg: Davie

Selke ist ein sehr

interessanter Spieler.

Auch Leckie, der aus

Ingolstadt kommt,

hat mir vergangene

Saison sehr gut gefallen.“

Stürmer Davie Selke soll helfen,

die Abschlussprobleme

der Hertha zu lösen, fällt aber

erst mal verletzt aus.

Der Kader

Neuzugänge eingefärbt

Spielername Alter im Kader seit Nationalität

1 Thomas Kraft 29 2011 Deutschland

22 Rune Jarstein 32 2014 Norwegen

33 Jonathan Klinsmann 20 2017 USA

2 Peter Pekarik 30 2012 Slowakei

4 Karim Rekik 22 2017 Niederlande

5 Niklas Stark 22 2015 Deutschland

15 Sebastian Langkamp 29 2013 Deutschland

17 Maximilian Mittelstädt 20 2015 Deutschland

21 Marvin Plattenhardt 25 2014 Deutschland

23 Mitchell Weiser 23 2015 Deutschland

3 Per Ciljan Skjelbred 30 2014 Norwegen

6 Vladimir Darida 27 2015 Tschechien

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff

Spielername Alter im Kader seit Nationalität

10 Ondrej Duda 22 2016 Slowakei

14 Valentin Stocker 28 2014 Schweiz

26 Arne Maier 18 2017 Deutschland

28 Fabian Lustenberger 29 2007 Schweiz

7 Alexander Esswein 27 2016 Deutschland

8 Salomon Kalou 32 2014 Elfenbeinküste

11 Mathew Leckie 26 2017 Australien

16 Julian Schieber 28 2014 Deutschland

18 Sinan Kurt 21 2016 Deutschland

20 Valentino Lazaro 21 2017 Österreich

19 Vedad Ibisevic 33 2016 Bosnien-H.

24 Genki Haraguchi 26 2014 Japan

27 Davie Selke 22 2017 Deutschland

Der Trainer

Pal Dardai (41)

ist Rekordspieler

des Vereins

(373 Einsätze

von 1997 bis

2011) und machte

auch seine ersten

Trainerschritte bei der Hertha: als

U17-Coach (seit 2012). Übernahm

2014 zudem die ungarische Nationalmannschaft,

die er erst interimsmäßig,

anschließend auch für

drei Spiele parallel zu seinem Profijob

(seit 2015) in Berlin betreute.

Nils Körber

Preußen Münster, Leihe

Allan

FC Liverpool U23, Leih-Ende

Das Maskottchen

Herthinho

Seit 1999 ist der

2,35 Meter große und

128 Kilogramm schwere

brasilianische Brummbär

das Berliner Vereinsmaskottchen.

Der Der Manager Kader

Wollen dauerhaft

um Europa spielen

Von Michael Preetz

Die Voraussetzungen sind in dieser

Saison andere. Denn wir spielen

wieder Europa League. Das ist bei

uns schon länger her und bringt

Herausforderungen mit sich, auf

die wir uns aber freuen und die wir

meistern wollen. In allen Wettbewerben.

Die Vergangenheit zeigt aber auch,

dass Vereine, die es nicht gewohnt

sind, mit der Mehrfachbelastung umzugehen,

per se mehr Probleme bekommen,

als sie vorher hatten.

Das nehmen wir ernst.

Zwar standen wir in der

vergangenen Saison

nach 34 Spieltagen vor

großen Vereinen

wie Schalke, Gladbach, Leverkusen

und Wolfsburg. Doch uns ist klar, dass

in einer normalen Fußballwelt diese

Klubs vor Hertha BSC landen. Trotzdem

bleibt es unsere mittelfristige bis

langfristige Zielsetzung, dass wir auch

wieder dauerhaft um die internationalen

Plätze mitspielen wollen.

Michael Preetz (50) ist seit 2009

Manager von Hertha BSC. Er stieg

mit dem Klub zweimal ab – und direkt

wieder auf. Vertrag bis 2019.


Bundesligamagazin

SC Freiburg

26

27 SC Freiburg Bundesligamagazin

Der Schnellcheck

Die Trikots

Der Fluch

des Erfolgs

Heim

Das Stadion

Auswärts

Dem SC Freiburg wurden mal wieder wichtige Spieler weggeschnappt –

von Klagen keine Spur. Mut macht einer, der schon mit Zidane trainiert hat.

Schwarzwald-Stadion

Eröffnung: 1954

Kapazität: 24 000

Die Zugänge

Pascal Stenzel

Borussia Dortmund, 4 Mio.

(war bereits ausgeliehen)

Florian Niederlechner

1. FSV Mainz 05, 2,3 Mio.

(war bereits ausgeliehen)

Bartosz Kapustka

Leicester City, Leihe 0,5 Mio.

Philipp Lienhart

Real Madrid Castilla, Leihe 0,5 Mio.

Florian Kath

1. FC Magdeburg, Leih-Ende

Tim Kleindienst

1. FC Heidenheim, Leih-Ende

Caleb Stanko

FC Vaduz, Leih-Ende

Jonas Meffert

Karlsruher SC, Leih-Ende

Marco Terrazzino

TSG Hoffenheim, 2,5 Mio.

Die Abgänge

Maximilian Philipp

Borussia Dortmund, 20 Mio.

Vincenzo Grifo

Borussia Mönchengladbach, 6 Mio.

Sebastian Kerk

1. FC Nürnberg, 0,5 Mio.

(war bereits an K’lautern verliehen)

Havard Nielsen

Fortuna Düsseldorf, 0,4 Mio.

Amir Falahen

Ziel unbekannt

Fabian Menig

Preußen Münster, ablösefrei

(war bereits an VfR Aalen ausgeliehen)

Marc Torrejon

Union Berlin, ablösefrei

Fabian Schleusener

Karlsruher SC, Leihe

(war bereits an FSV Frankf. verliehen)

Jonas Föhrenbach

Karlsruher SC, Leihe

Von Klagen hält Christian

Streich nicht viel.

Oder zumindest weiß

er, dass sie ihm in seiner

Position als Trainer

des SC Freiburg

nicht viel bringen. Als eines der

finanzschwächsten Teams können

sie im Schwarzwald eben nur

mit den Schultern zucken, wenn

ein Ligakonkurrent sich für einen

ihrer Spieler interessiert.

Und nach der abgelaufenen

Überraschungssaison, die auf

Platz sieben und damit in der

Qualifikationsrunde für die Europa

League endete, war das – mal

wieder – der Fall. Mit Maximilian

Philipp (Dortmund) und Vincenzo

Grifo (Mönchengladbach)

verließen den Sportclub prägende

Figuren. Ohne sie scheiterten

die Breisgauer in jener Quali gegen

den slowenischen Außenseiter

NK Domzale (1:0, 0:2). Der

Fluch des Erfolgs.

Es ist freilich nicht das erste

Mal in der jüngeren Vergangenheit,

dass den Freiburgern

die besten Spieler weggekauft

wurden. Als besonders mahnende

Parallele dient die Saison

2012/13, als sich der SC auf Platz

fünf direkt für die Europa League

qualifizierte, allerdings nach dem

Weggang der Leistungsträger

Max Kruse, Daniel Caligiuri und

Cedric Makiadi danach auf Platz

14 abstürzte – ehe in der darauf-

Der Der Manager Kader

Wir müssen wieder

sehr schlau sein

Von Jochen Saier

Wir haben in der letzten Saison mit

einer tollen Truppe als Aufsteiger

eine sehr stabile Saison gespielt.

Platz sieben ist einfach etwas Besonderes

für den Bundesligastandort

Freiburg.

folgenden Saison der Abstieg in

die 2. Liga folgte. Wie verkraftet

der SC die Abgänge diesmal?

Als Christian Streich Anfang

Juli außer den beiden nun auch

fest verpflichteten Leihspielern

Florian Niederlechner (Mainz)

und Pascal Stenzel (Dortmund)

immer noch keinen externen

Neuzugang begrüßen konnte,

Das hat Begehrlichkeiten bei anderen

Klubs geweckt, weswegen wir

nach den Abgängen von absoluten

Leistungsträgern wieder Lücken

im Kader schließen mussten. Eine

Situation, die wir gewohnt sind.

Dennoch wird es für einen vermeintlich

Kleinen wie uns

immer komplizierter,

auf diesem überhitzten

Transfermarkt Ersatz

zu finden. Wir müssen

wieder sehr schlau

sein.

murrte er zwar: „Jeder Tag, an

dem einer noch nicht da ist, ist einer

zu viel.“ Doch er weiß natürlich

nur zu gut, dass die Mittel im

Breisgau begrenzt sind. „Das Rad

dreht sich nach oben, und wir

wollen nicht so viel Geld für junge

Spieler bezahlen und unseren

Rahmen nicht sprengen“, erklärte

er. Die Philosophie des Klubs

ist ja ohnehin eine ganz andere.

Deswegen sind die Neuzugänge,

die dann doch noch kamen,

vor allem: jung. Mit dem Österreicher

Philipp Lienhart kommt ein

21-jähriger Innenverteidiger aus

der zweiten Mannschaft von Real

Madrid, er ist U21-Nationalspieler.

„Er hat mit Zidane trainiert“,

lässt Streich verheißungsvoll wissen.

Dazu Bartosz Kapustka (20)

von Leicester City. Trainerlegende

Ottmar Hitzfeld sagt: „Streich

ist ein Vorbild für seine Kollegen.

Er jammert nicht, wenn

ihm wieder seine Spieler weggekauft

werden: Er sucht Alternativen,

integriert sie und

ist wieder erfolgreich. Darin

ist er Meister.“ Und immerhin:

Bis auf einen Ausrutscher gegen

Sandhausen (0:3) gewann der SC

seine fünf Testspiele.

Fest verpflichtet: Der bis dato nur

ausgeliehene Florian Niederlechner

war mit elf Treffern bester Freiburger

Torschütze der Vorsaison.

Unser Trainer Christian Streich und

ich arbeiten jetzt schon im 15. Jahr

zusammen, erst in der Jugendabteilung,

jetzt schon länger bei den

Profis. Wir sind dabei immer sehr

vertrauensvoll durch Höhen und

Tiefen gegangen. Daran wollen wir

festhalten.

Jochen Saier (39) ist seit 2002

beim SC. Bis 2013 leitete er die

Freiburger Fußballschule, mittlerweile

ist er Sportvorstand.

Der Kader

Neuzugänge eingefärbt

Spielername Alter im Kader seit Nationalität

1 Alexander Schwolow 25 2012 Deutschland

21 Patric Klandt 33 2015 Deutschland

44 Rafal Gikiewicz 29 2016 Polen

2 Aleksandar Ignjovski 26 2016 Serbien

3 Philipp Lienhart 21 2017 Österreich

4 Caglar Söyüncü 21 2016 Türkei

5 Manuel Gulde 26 2016 Deutschland

15 Pascal Stenzel 21 2016 Deutschland

17 Lukas Kübler 24 2015 Deutschland

20 Marc-Oliver Kempf 22 2014 Deutschland

24 Georg Niedermeier 31 2016 Deutschland

30 Christian Günter 24 2012 Deutschland

Spielername

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff

Alter im Kader seit

Nationalität

6 Amir Abrashi 27 2015 Albanien

8 Mike Frantz 30 2014 Deutschland

11 Onur Bulut 23 2016 Deutschland

19 Janik Haberer 23 2016 Deutschland

22 Vincent Sierro 21 2017 Schweiz

23 Julian Schuster 32 2008 Deutschland

27 Nicolas Höfler 27 2010 Deutschland

32 Bartosz Kapustka 20 2017 Polen

33 Caleb Stanko 24 2014 USA

7 Florian Niederlechner 26 2016 Deutschland

13 Marco Terrazzino 26 2017 Deutschland

18 Nils Petersen 28 2015 Deutschland

31 Karim Guede 32 2012 Slowakei

34 Tim Kleindienst 21 2015 Deutschland

Der Trainer

Christian Streich

(52) ist der

dienstälteste

Trainer (seit Anfang

2012) aller

Bundesligaklubs.

Der ehemalige Freiburger

Jugendtrainer (seit 1995) hat

den SC als Aufsteiger in die Europa-League-Qualifikation

geführt.

Setzt sich zudem abseits des Platzes

für gesellschaftliche Themen

ein – oder auch mal für in der Kritik

stehende Trainerkollegen.

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Bundesligamagazin

Werder Bremen

28

29 Werder Bremen Bundesligamagazin

Der Schnellcheck

Die Trikots

Schotten

dicht

Heim

Das Stadion

Auswärts

Regelmäßig über 60 Gegentore: Wenn Werder spielt, klingelt es. In Saison

eins nach Pizarro und Fritz steht Bremens neuer Keeper Pavlenka im Fokus.

Weserstadion

Eröffnung: 1947

Kapazität: 42 100

Die Zugänge

Ludwig Augustinsson

FC Kopenhagen, 4,5 Mio.

Jiri Pavlenka

Slavia Prag, 3 Mio.

Jerome Gondorf

Darmstadt 98, 1,2 Mio.

Yuning Zhang

West Bromwich Albion, Leihe

Levent Aycicek

1860 München, Leih-Ende

Thanos Petsos

FC Fulham, Leih-Ende

Die Abgänge

Serge Gnabry

Bayern München, 8 Mio.

Felix Wiedwald

Leeds United, 0,5 Mio.

Marnon Busch

1. FC Heidenheim, 0,1 Mio.

(war an 1860 München verliehen)

Laszlo Kleinheisler

FC Astana, Leihe 0,1 Mio.

(war an Ferencváros ausgeliehen)

Raphael Wolf

Fortuna Düsseldorf, ablösefrei

Melvyn Lorenzen

ADO Den Haag

Claudio Pizarro

Ziel unbekannt

Florian Grillitsch

TSG Hoffenheim, ablösefrei

Lennart Thy

VVV-Venlo, Leihe

(war an FC St. Pauli ausgeliehen)

Santiago Garcia

Deportivo Toluca, ablösefrei

Leon Guwara

1. FC Kaiserslautern, Leihe

Clemens Fritz

Karriereende

Ich fühle mich nicht unter

Druck.“ Jiri Pavlenka, 1,96-

Meter-Riese aus Tschechien,

ist ein mutiger Mann.

Warum? Er steht ab dieser

Saison im Werder-Tor. Und

damit hat sich der 25-Jährige, er

kam von Slavia Prag, einen Arbeitsplatz

ausgesucht, der in der

vergangenen Saison

das hier war: die

Schießbude der Bundesliga.

64 Gegentore

fingen sich die Bremer,

so viele wie kein anderes

Team. 2015/16 waren es

gar 65 (nur Absteiger Stuttgart

war schlechter: 75) – genau wie

2014/15 (miesester Wert mit dem

Letzten Paderborn).

Seit Tim Wiese herrscht im

Werder-Kasten alles – nur keine

Konstanz. Nach Felix Wiedwald

(jetzt für Leeds United) ist nun

Pavlenka dran. Kann er mit dafür

sorgen, dass die Grün-Weißen

ihre Schießbude schließen?

„Ich hoffe, dass ich alle mit meiner

Leistung überzeugen kann“,

sagt der Keeper. Immerhin: Beim

2:2 im Test gegen West Ham war

Pavlenka bei beiden Gegentreffern

chancenlos.

Und noch ein neuer Mann soll

beim Dichtmachen helfen: der

Schwede Ludwig Augustinsson.

Wie Thomas Delaney im vergangenen

Winter kam jetzt auch der

Linksverteidiger vom FC Kopenhagen.

Mit Werder wieder in Europa

zu spielen müsse das Ziel

sein, sagt er. Nach akuten Abstiegssorgen

im Winter hätte sich

der SVW diesen Traum (seit Dezember

2010 nicht mehr international)

2016/17 fast noch erfüllt.

Nach einer Serie von elf Spielen

ohne Pleite war Europa ganz

nah. Aber punktlos aus den letzten

drei Saisonspielen kommend

– und das mit 9:13 (!) Toren –,

sprang am Ende „nur“ Platz acht

heraus. Mehr als erwartet, aber

dennoch ärgerlich. Klappt es

in dieser Spielzeit? „Wenn man

die letzte Saison sieht, kann das

schnell gehen“, sagt Sportchef

Frank Baumann, relativiert aber:

„Wir müssen natürlich ambitioniert

sein, wollen aber auch demütig

bleiben.“ Understatement

nach wenig glorreichen Fußballjahren

an der Weser, an der zuletzt

viel gemunkelt wurde.

So zogen sich Diskussionen um

mögliche Abgänge von Stürmer

Max Kruse und Kapitan Zlatko

Junuzovic durch die Vorbereitung

unter Trainer Alexander Nouri.

Dazu wechselte Serge Gnabry

nach einer Spielzeit für Werder

zu den Bayern, um sich dann an

Hoffenheim verleihen zu lassen.

Und: Ein Schlussstrich wurde gezogen.

Claudio Pizarro (38) bekam

keinen neuen Vertrag. Kein

„Pizza“ mehr, kein Clemens Fritz

(36, Karriereende) mehr. Werder

wird jünger, Werder integriert

neue Typen. Mit Delaney hat

das bereits geklappt. Jetzt

müssen Spieler wie Pavlenka

nachziehen. „Wenn ich

Angst hätte, wäre ich nicht

hier“, sagt er.

Klingt schon mal gut.

Tonangeber und starker

Rückhalt? Torwart Jiri Pavlenka

hat sich der Herausforderung

Werder Bremen

angenommen.

Der Kader

Spielername Alter im Kader seit Nationalität

1 Jiri Pavlenka 25 2017 Tschechien

30 Michael Zetterer 22 2015 Deutschland

33 Jaroslav Drobny 37 2016 Tschechien

3 Luca Caldirola 26 2013 Italien

4 Robert Bauer 22 2016 Deutschland

5 Ludwig Augustinsson 23 2017 Schweden

13 Milos Veljkovic 21 2016 Serbien

18 Niklas Moisander 31 2016 Finnland

20 Ulisses Garcia 21 2015 Schweiz

23 Theodor Gebre Selassie 30 2012 Tschechien

26 Lamine Sane 30 2016 Senegal

6 Thomas Delaney 25 2017 Dänemark

Neuzugänge eingefärbt

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff

Spielername Alter im Kader seit Nationalität

7 Florian Kainz 24 2016 Österreich

8 Jerome Gondorf 29 2017 Deutschland

15 Izet Hajrovic 26 2014 Bosnien-H.

16 Zlatko Junuzovic 29 2012 Österreich

22 Fin Bartels 30 2014 Deutschland

34 Sambou Yatabare 28 2016 Mali

35 Maximilian Eggestein 20 2015 Deutschland

44 Philipp Bargfrede 28 2008 Deutschland

9 Aron Johannsson 26 2015 USA

10 Max Kruse 29 2016 Deutschland

17 Justin Eilers 29 2016 Deutschland

19 Yuning Zhang 20 2017 China

24 Johannes Eggestein 19 2016 Deutschland

Der Trainer

Alexander Nouri

(37) übernahm

2014 erst die

U23, die er in

die 3. Liga führte,

und im September

2016 auch die

Profimannschaft von Viktor Skripnik.

Der Deutschiraner spielte bereits

in der Jugend seit 1994 für

Werder. Stationen als Profi: unter

anderem Uerdingen, Osnabrück,

Kiel, Oldenburg.

Der Der Manager Kader

Unsere Ambitionen

sind hoch

Von Frank baumann

Nach einer langen Vorbereitung

wollen wir das Selbstvertrauen und

die Spielkultur aus der erfolgreichen

Rückrunde mitnehmen und

sind neugierig, welche Impulse

unsere Neuzugänge in unserem ansonsten

eingespielten Kader geben

können.

Das anspruchsvolle Auftaktprogramm

mit den Gegnern Hoffenheim,

FC Bayern und Hertha BSC

ist hochinteressant. Doch wir sehen

darin die Chance, mit einer

Überraschung in die

Saison zu starten. Auf

jeden Fall werden wir

sehr schnell eine gute

Standortbestimmung

bekommen.

Unser Saisonziel machen wir nicht

an einem konkreten Tabellenplatz

fest, dafür gibt es zu dieser Phase

der Saison einfach zu viele Variablen.

Dennoch sind unsere Ambitionen

hoch. Wir wollen uns in der

oberen Tabellenhälfte festsetzen

und jede sich bietende Chance nutzen,

mehr zu erreichen.

Frank Baumann (41) ist seit Mai

2016 Geschäftsführer in Bremen.


Bundesligamagazin

B. Mönchengladbach

30

31 B. Mönchengladbach Bundesligamagazin

Der Schnellcheck

Die Trikots

Zurück

nach oben

Heim

Auswärts

Nach der enttäuschenden Saison 2016/2017 will Borussia Mönchengladbach

wieder die internationalen Plätze angreifen und hat dafür sehr gut eingekauft.

Das Stadion

Stadion im Borussia-Park

Eröffnung: 2004

Kapazität: 54 014

Die Zugänge

Matthias Ginter

Borussia Dortmund, 17 Mio.

Denis Zakaria

Young Boys Bern, 12 Mio.

Vincenzo Grifo

SC Freiburg, 6 Mio.

Mickael Cuisance

AS Nancy U19, 0,25 Mio.

Reece Oxford

West Ham United, Leihe

Julio Villalba

Cerro Porteno, Leih-Ende

Raul Bobadilla

FC Augsburg, Ablöse unbekannt

Die Abgänge

Mahmoud Dahoud

Borussia Dortmund, 12 Mio.

André Hahn

Hamburger SV, 6 Mio.

Nico Schulz

TSG Hoffenheim, 3,5 Mio.

Julian Korb

Hannover 96, 3 Mio.

Djibril Sow

Young Boys Bern, 2 Mio.

Florian Neuhaus

Fortuna Düsseldorf, Leihe

(kam ablösefrei von 1860 München)

Andreas Christensen

FC Chelsea, Leih-Ende

Marvin Schulz

FC Luzern, Ablöse unbekannt

Tsiy William Ndenge

Roda Kerkrade, Leihe

Mit seinen 26 Jahren

und 198 Bundesligaspielen

für

Borussia Mönchengladbach

ist

Patrick Herrmann

inzwischen einer der Routiniers im

Team – und trotzdem hat es der so

häufig verletzte Profi nicht leicht.

Denn der Konkurrenzkampf bei

den „Fohlen“ ist enorm. Nach der

schwachen letzten Saison – der

Champions-League-Teilnehmer

landete auf einem enttäuschenden

neunten Platz –

will man nun wieder oben

angreifen.

Dazu griff Erfolgsmanager

Max Eberl ins Klub-

Portemonnaie: Für Weltmeister

Matthias Ginter (für

17 Millionen Euro aus Dortmund),

Denis Zakaria (für

12 Millionen aus Bern), Vincenzo

Grifo (für 6 Millionen

aus Freiburg) und Mickael

Cuisance (für 250 000 Euro

aus Nancy) gab Gladbach

insgesamt 35,25 Millionen

Euro aus. Topeinkauf Ginter

soll für Ruhe in der

Defensive sorgen, was

Auf Neuzugang

Vincenzo Grifo

ruhen in Gladbach

große Hoffnungen.

Der

Der Manager

Kader

Teils perverse

Dimensionen

Von max eberl

Dieser Sommer wurde beherrscht von

den zum Teil irrwitzigen Entwicklungen

auf dem Transfermarkt, der

unter dem Einfluss der englischen

Fernsehgelder und des chinesischen

Investitionswahns explodiert ist und

auch nötig ist. Gladbach bekam

in der Vergangenheit zu viele

Gegentore. 49 waren es in der

Vorsaison. Auch die Testspiele

liefen nicht ganz zufriedenstellend.

Gegen KAS Eupen (2:2),

Leeds United (1:1), OGC Nizza

(1:2) oder den 1. FC Nürnberg

(1:2) gab es etwa keinen Sieg.

Große Hoffnungen ruhen auch

auf Grifo. Der Mittelfeldspieler

hat in der vergangenen Saison für

den SC Freiburg mit 18 Scorerpunkten

dazu beigetragen,

dass der Aufsteiger nun international

spielt. Bildet er

das neue Topduo mit Lars

Stindl, dem zuletzt wichtigsten

Gladbacher?

Was man allerdings

nicht

für meinen Geschmack teils perverse

Dimensionen angenommen hat. Ich

bin froh, dass man in der Bundesliga

den Eindruck hat, dass vernünftig

gewirtschaftet wird und dass gestiegenen

Ausgaben auch entsprechende

Einnahmen entgegenstehen. Ich sehe

die Bundesliga so offen und ausgeglichen

wie lange nicht mehr.

Klubs wie Schalke, Leverkusen

und Wolfsburg, die aus

der oberen Tabellenhälfte

gefallen sind, wollen mit aller

Macht nach oben. Andere,

die nach vorn gestoßen sind,

außer Acht lassen darf: Die Borussia

kaufte nicht nur gut ein,

sondern musste auch zwei wichtige

Spieler abgeben. Mahmoud

Dahoud wechselte für 12 Millionen

Euro zu Borussia Dortmund,

Verteidiger Andreas Christensen

musste nach abgelaufener Leihe

zurück zum FC Chelsea. Auch im

Trainerstab hat sich etwas getan.

Seit diesem Sommer steht Dieter

Hecking der ehemalige ghanaische

Nationalspieler Otto

Addo zur Seite. Addo soll den

jungen Borussia-Spielern den

Feinschliff verpassen. Er wird mit

den Jungstars Gespräche führen,

individuelle Betreuung anbieten,

Einzeltraining und Taktikschulungen

geben. „Von jüngeren

Spielern werden in der Regel

auch noch eine Vielzahl von Fehlern

gemacht, auf die der Cheftrainer

nicht immer im Einzelnen

eingehen kann“, erklärt Addo.

„Ich werde die Jungs individuell

betreuen und versuchen, ihnen

mit einer auf sie zugeschnittenen

Videoanalyse zu helfen.“

Und die wichtigste Personalie

ist ohnehin eine ganz andere:

Manager Max Eberl. Der widerstand

den Lockrufen des FC

Bayern und entschied sich

dafür, seiner Borussia treu

zu bleiben. Eine wichtige

Konstante, auf die sich aufbauen

lässt: beim Weg zurück

nach oben.

wollen dort bleiben. Dazu kommen

zwei Aufsteiger, die über größere

Etats verfügen als mancher etablierte

Bundesligist. Wir in Gladbach haben

uns ein simples Ziel gesetzt: Wir

wollen besser abschneiden als letzte

Saison, als wir Neunter wurden. Klingt

einfach, ist aber nicht einfach. Siehe

oben ...

Max Eberl (43)

ist seit 2008

Gladbachs Erfolgsmanager.

Der Kader

Spielername Alter im Kader seit Nationalität

1 Yann Sommer 28 2014 Schweiz

21 Tobias Sippel 29 2015 Deutschland

35 Moritz Nicolas 19 2016 Deutschland

#DEMFUSSBALLSEINZUHAUSE

MELDE DICH AN

UND BERICHTE

ÜBER DEIN TEAM

sportbuzzer.de

Neuzugänge eingefärbt

3 Reece Oxford 18 2017 England

4 Jannik Vestergaard 25 2016 Dänemark

17 Oscar Wendt 31 2011 Schweden

24 Tony Jantschke 27 2009 Deutschland

25 Timothee Kolodziejczak 25 2017 Frankreich

28 Matthias Ginter 23 2017 Deutschland

29 Mamadou Doucoure 19 2016 Frankreich

30 Nico Elvedi 20 2015 Schweiz

5 Tobias Strobl 27 2016 Deutschland

Immer informiert auf facebook.com/Sportbuzzer

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff

Spielername Alter im Kader seit Nationalität

6 Christoph Kramer 26 2016 Deutschland

7 Patrick Herrmann 26 2010 Deutschland

8 Denis Zakaria 20 2017 Schweiz

10 Thorgan Hazard 24 2015 Belgien

16 Ibrahima Traore 29 2014 Guinea

19 Fabian Johnson 29 2014 USA

22 Laszlo Benes 19 2016 Slowakei

23 Jonas Hofmann 25 2016 Deutschland

27 Mickael Cuisance 18 2017 Frankreich

32 Vincenzo Grifo 24 2017 Italien

11 Raffael 32 2013 Brasilien

13 Lars Stindl 28 2015 Deutschland

18 Josip Drmic 25 2015 Schweiz

- Raul Bobadilla 30 2017 Paraguay

Der Trainer

Dieter Hecking (52)

startete seine Trainerkarriere

in der

Regionalliga beim

SC Verl. Er führte

den Regionalligisten

VfB Lübeck anschließend in die

2. Liga, den Zweitligisten Alemannia

Aachen in die 1. Liga. In der

Bundesliga trainierte er danach

Hannover 96, den 1. FC Nürnberg

und den VfL Wolfsburg, mit dem

er 2015 Pokalsieger wurde. Seit

Ende 2016 in Gladbach.


Bundesligamagazin

Der Spielplan 32

33 Der Spielplan Bundesligamagazin

Die Bundesliga-Saison 2017/2018

Nach der fünften Meisterschaft in Serie eröffnet Rekordtitelträger FC Bayern München auch die neue Spielzeit. Am 18. August ist Bayer Leverkusen in der Allianz-Arena zu Gast.

1./18. Spieltag (Rückspiele 12.1.–15.1.2018)

6./23. Spieltag (Rückspiele 16.2.–19.2.2018)

8./25. Spieltag (Rückspiele 2.3.–5.3.2018)

10./27. Spieltag (Rückspiele 16.3.-18.3.2018)

14./31. Spieltag (Rückspiele 20.4.–23.4.2018)

Bayern München – Bayer Leverkusen Fr., 18.8., 20.30

Bayern München – VfL Wolfsburg Fr., 22.9., 20.30

Bayern München – SC Freiburg 13.–15.10.2017

Bayern München – RB Leipzig 27.–29.10.2017

Bayern München – Hannover 96 1.–3.12.2017

TSG Hoffenheim – Werder Bremen Sa., 19.8., 15.30

RB Leipzig – Eintracht Frankfurt Sa., 23.9., 15.30

Borussia Dortmund – RB Leipzig 13.–15.10.2017

TSG Hoffenheim – Mönchengladbach 27.–29.10.2017

TSG Hoffenheim – RB Leipzig 1.–3.12.2017

Hertha BSC – VfB Stuttgart Sa., 19.8., 15.30

TSG Hoffenheim – FC Schalke 04 Sa., 23.9., 15.30

TSG Hoffenheim – FC Augsburg 13.–15.10.2017

Hertha BSC – Hamburger SV 27.–29.10.2017

Hertha BSC – Eintracht Frankfurt 1.–3.12.2017

Hamburger SV – FC Augsburg Sa., 19.8., 15.30

Werder Bremen – SC Freiburg Sa., 23.9., 15.30

Hertha BSC – FC Schalke 04 13.–15.10.2017

Werder Bremen – FC Augsburg 27.–29.10.2017

SC Freiburg – Hamburger SV 1.–3.12.2017

FSV Mainz 05 – Hannover 96 Sa., 19.8., 15.30

FSV Mainz 05 – Hertha BSC Sa., 23.9., 15.30

Werder Bremen – Mönchengladbach 13.–15.10.2017

FC Schalke 04 – VfL Wolfsburg 27.–29.10.2017

Werder Bremen – VfB Stuttgart 1.–3.12.2017

VfL Wolfsburg – Borussia Dortmund Sa., 19.8., 15.30

VfB Stuttgart – FC Augsburg Sa., 23.9., 15.30

Bayer Leverkusen – VfL Wolfsburg 13.–15.10.2017

B. Leverkusen – 1. FC Köln 27.–29.10.2017

FC Schalke 04 – 1. FC Köln 1.–3.12.2017

FC Schalke 04 – RB Leipzig Sa., 19.8., 18.30

B. Dortmund – Mönchengladbach Sa., 23.9., 18.30

FSV Mainz 05 – Hamburger SV 13.–15.10.2017

FSV Mainz 05 – Eintracht Frankfurt 27.–29.10.2017

B. Leverkusen – Borussia Dortmund 1.–3.12.2017

SC Freiburg – Eintracht Frankfurt So., 20.8., 15.30

Hannover 96 – 1. FC Köln So., 24.9., 15.30

Hannover 96 – Eintracht Frankfurt 13.–15.10.2017

Hannover 96 – Borussia Dortmund 27.–29.10.2017

FSV Mainz 05 – FC Augsburg 1.–3.12.2017

Mönchengladbach – 1. FC Köln So., 20.8., 18.00

Bayer Leverkusen – Hamburger SV So., 24.9., 18.00

VfB Stuttgart – 1. FC Köln 13.–15.10.2017

VfB Stuttgart – SC Freiburg 27.–29.10.2017

VfL Wolfsburg – Mönchengladbach 1.–3.12.2017

2./19. Spieltag (Rückspiele 19.1.–22.1.2018)

7./24. Spieltag (Rückspiele 23.2.–26.2.2018)

9./26. Spieltag (Rückspiele 9.3.–12.3.2018)

11./28. Spieltag (Rückspiele 31.3.–2.4.2018)

15./32. Spieltag (Rückspiele 27.4.–30.4.2018)

1. FC Köln – Hamburger SV Fr., 25.8., 20.30

1. FC Köln – RB Leipzig 29.9.–1.10.2017

RB Leipzig – VfB Stuttgart 20.–22.10.2017

Borussia Dortmund – Bayern München 3.–5.11.2017

Borussia Dortmund – Werder Bremen 8.–10.12.2017

Werder Bremen – Bayern München Sa., 26.8., 15.30

Hertha BSC – Bayern München 29.9.–1.10.2017

1. FC Köln – Werder Bremen 20.–22.10.2017

RB Leipzig – Hannover 96 3.–5.11.2017

RB Leipzig – FSV Mainz 05 8.–10.12.2017

Eintracht Frankfurt – VfL Wolfsburg Sa., 26.8., 15.30

SC Freiburg – TSG Hoffenheim 29.9.–1.10.2017

SC Freiburg – Hertha BSC 20.–22.10.2017

1. FC Köln – TSG Hoffenheim 3.–5.11.2017

1. FC Köln – SC Freiburg 8.–10.12.2017

Bayer Leverkusen – TSG Hoffenheim Sa., 26.8., 15.30

Mönchengladbach – Hannover 96 29.9.–1.10.2017

Mönchengladbach – Bayer Leverkusen 20.–22.10.2017

SC Freiburg – FC Schalke 04 3.–5.11.2017

Mönchengladbach – FC Schalke 04 8.–10.12.2017

FC Augsburg – Mönchengladbach Sa., 26.8., 15.30

FC Schalke 04 – Bayer Leverkusen 29.9.–1.10.2017

FC Schalke 04 – FSV Mainz 05 20.–22.10.2017

Mönchengladbach – FSV Mainz 05 3.–5.11.2017

Eintracht Frankfurt – Bayern München 8.–10.12.2017

VfB Stuttgart – FSV Mainz 05 Sa., 26.8., 15.30

Eintracht Frankfurt – VfB Stuttgart 29.9.–1.10.2017

Eintracht Frankfurt – B. Dortmund 20.–22.10.2017

Eintracht Frankfurt – Werder Bremen 3.–5.11.2017

FC Augsburg – Hertha BSC 8.–10.12.2017

Borussia Dortmund – Hertha BSC Sa., 26.8., 18.30

FC Augsburg – Borussia Dortmund 29.9.–1.10.2017

FC Augsburg – Hannover 96 20.–22.10.2017

FC Augsburg – B. Leverkusen 3.–5.11.2017

Hamburger SV – VfL Wolfsburg 8.–10.12.2017

RB Leipzig – SC Freiburg So., 27.8., 15.30

Hamburger SV – Werder Bremen 29.9.–1.10.2017

Hamburger SV – Bayern München 20.–22.10.2017

Hamburger SV – VfB Stuttgart 3.–5.11.2017

Hannover 96 – TSG Hoffenheim 8.–10.12.2017

Hannover 96 – FC Schalke 04 So., 27.8., 18.00

VfL Wolfsburg – FSV Mainz 05 29.9.–1.10.2017

VfL Wolfsburg – TSG Hoffenheim 20.–22.10.2017

VfL Wolfsburg – Hertha BSC 3.–5.11.2017

VfB Stuttgart – B. Leverkusen 8.–10.12.2017

3./20. Spieltag (Rückspiele 26.1.–29.1.2018)

12./29. Spieltag (Rückspiele 6.4.–9.4.2018)

16./33. Spieltag (Rückspiele 5.5.2018)

Hamburger SV – RB Leipzig Fr., 8.9., 20.30

Bayern München – FC Augsburg 17.–19.11.2017

Bayern München – 1. FC Köln 12.–13.12.2017

SC Freiburg – Borussia Dortmund Sa., 9.9., 15.30

TSG Hoffenheim – Eintracht Frankfurt 17.–19.11.2017

TSG Hoffenheim – VfB Stuttgart 12.–13.12.2017

Mönchengladbach – Eintracht FrankfurtSa., 9.9., 15.30

Hertha BSC – Mönchengladbach 17.–19.11.2017

Hertha BSC – Hannover 96 12.–13.12.2017

FC Augsburg – 1. FC Köln Sa., 9.9., 15.30

Werder Bremen – Hannover 96 17.–19.11.2017

SC Freiburg – Mönchengladbach 12.–13.12.2017

FSV Mainz 05 – Bayer Leverkusen Sa., 9.9., 15.30

FC Schalke 04 – Hamburger SV 17.–19.11.2017

FC Schalke 04 – FC Augsburg 12.–13.12.2017

VfL Wolfsburg – Hannover 96 Sa., 9.9., 15.30

B. Leverkusen – RB Leipzig 17.–19.11.2017

B. Leverkusen – Werder Bremen 12.–13.12.2017

TSG Hoffenheim – Bayern München Sa., 9.9., 18.30

FSV Mainz 05 – 1. FC Köln 17.–19.11.2017

Hamburger SV – Eintracht Frankfurt 12.–13.12.2017

Hertha BSC – Werder Bremen So., 10.9., 15.30

VfL Wolfsburg – SC Freiburg 17.–19.11.2017

FSV Mainz 05 – Borussia Dortmund 12.–13.12.2017

FC Schalke 04 – VfB Stuttgart So., 10.9., 18.00

VfB Stuttgart – Borussia Dortmund 17.–19.11.2017

VfL Wolfsburg – RB Leipzig 12.–13.12.2017

4./21. Spieltag (Rückspiele 2.2.–5.2.2018)

13./30. Spieltag (Rückspiele 13.4.–16.4.2018)

17./34. Spieltag (Rückspiele 12.5.2018)

Hannover 96 – Hamburger SV Fr., 15.9., 20.30

Borussia Dortmund – FC Schalke 04 24.–27.11.2017

Borussia Dortmund – TSG Hoffenheim 15.–17.12.2017

Bayern München – FSV Mainz 05 Sa., 16.9., 15.30

RB Leipzig – Werder Bremen 24.–27.11.2017

RB Leipzig – Hertha BSC 15.–17.12.2017

Werder Bremen – FC Schalke 04 Sa., 16.9., 15.30

1. FC Köln – Hertha BSC 24.–27.11.2017

1. FC Köln – VfL Wolfsburg 15.–17.12.2017

Eintracht Frankfurt – FC Augsburg Sa., 16.9., 15.30

SC Freiburg – FSV Mainz 05 24.–27.11.2017

Werder Bremen – FSV Mainz 05 15.–17.12.2017

VfB Stuttgart – VfL Wolfsburg Sa., 16.9., 15.30

Mönchengladbach – Bayern München 24.–27.11.2017

Mönchengladbach – Hamburger SV 15.–17.12.2017

RB Leipzig – Mönchengladbach Sa., 16.9., 18.30

Eintracht Frankfurt – B. Leverkusen 24.–27.11.2017

Eintracht Frankfurt – FC Schalke 04 15.–17.12.2017

TSG Hoffenheim – Hertha BSC So., 17.9., 13.30

FC Augsburg – VfL Wolfsburg 24.–27.11.2017

FC Augsburg – SC Freiburg 15.–17.12.2017

Bayer Leverkusen – SC Freiburg So., 17.9., 15.30

Hamburger SV – TSG Hoffenheim 24.–27.11.2017

Hannover 96 – B. Leverkusen 15.–17.12.2017

Borussia Dortmund – 1. FC Köln So., 17.9., 18.00

Hannover 96 – VfB Stuttgart 24.–27.11.2017

VfB Stuttgart – Bayern München 15.–17.12.2017

5./22. Spieltag (Rückspiele 9.2.–12.2.2018)

Mönchengladbach – VfB Stuttgart Di., 19.9., 18.30

FC Schalke 04 – Bayern München Di., 19.9., 20.30

FC Augsburg – RB Leipzig Di., 19.9., 20.30

VfL Wolfsburg – Werder Bremen Di., 19.9., 20.30

1. FC Köln – Eintracht Frankfurt Mi., 20.9., 18.30

Hertha BSC – Bayer Leverkusen Mi., 20.9., 20.30

SC Freiburg – Hannover 96 Mi., 20.9., 20.30

Hamburger SV – Borussia Dortmund Mi., 20.9., 20.30

FSV Mainz 05 – TSG Hoffenheim Mi., 20.9., 20.30

Den ersten Titel haben sich

die Bayern gesichert: Im

Supercup schlug der deutsche

Meister den Pokalsieger

Borussia Dortmund in

einem dramatischen Elfmeterschießen

mit 5:4.

Nach regulärer Spielzeit

hatte es 2:2 gestanden.

Die weiteren Wettbewerbe

DFB-Pokal:

1. Runde: 11. bis 14. August 2017

2. Runde: 24. und 25. Oktober 2017

Achtelfinale: 19. und 20. Dezember 2017

Viertelfinale: 6. und 7. Februar 2018

Halbfinale: 17. und 18. April 2018

Finale: Samstag, 19. Mai 2018, in Berlin

Champions League:

Vorrunde, 1. Spieltag: 12. und 13. September 2017

Finale: Samstag, 26. Mai 2018, 20.45 Uhr in Kiew

Europa League:

Vorrunde, 1. Spieltag: 14. September 2017

Finale: Mittwoch, 16. Mai 2018, 20.45 Uhr in Lyon


Bundesligamagazin FC Schalke 04

34

35 FC Schalke 04 Bundesligamagazin

Der Schnellcheck

Die Trikots

Der zweite

anlauf

Heim

Das Stadion

Auswärts

Nachdem der FC Schalke 04 mit der Neuausrichtung in der Vorsaison

scheiterte, wurde noch einmal nachjustiert – vor allem auf der Trainerbank.

Veltins-Arena

Eröffnung: 2001

Kapazität: 62 271

Die Zugänge

Amine Harit

FC Nantes, 8 Mio.

Bastian Oczipka

Eintracht Frankfurt, 4,5 Mio.

Pablo Insua

Deportivo La Coruna, 3,5 Mio.

Nabil Bentaleb

Tottenham Hotspur, 19 Mio.

(war bereits ausgeliehen)

Yevhen Konoplyanka

FC Sevilla, 12,5 Mio.

(war bereits ausgeliehen)

Michael Langer

IFK Norrköping, ablösefrei

Fabian Reese

Karlsruher SC, Leih-Ende

Sidney Sam

Darmstadt 98, Leih-Ende

Felix Platte

Darmstadt 98, Leih-Ende

Die Abgänge

Fabian Giefer

FC Augsburg, 0,75 Mio.

(war an Bristol City ausgeliehen)

Phil Neumann

FC Ingolstadt, ablösefrei

Sascha Riether

Ziel unbekannt

Dennis Aogo

VfB Stuttgart, ablösefrei

Sead Kolasinac

FC Arsenal, ablösefrei

Timon Wellenreuther

Willem II Tilburg, ablösefrei

Klaas-Jan Huntelaar

Ajax Amsterdam, ablösefrei

Eric Maxim Choupo-Moting

Stoke City, ablösefrei

Abdul Rahman Baba

FC Chelsea, Leih-Ende

Holger Badstuber

VfB Stuttgart,

(war vom FC Bayern ausgeliehen)

Der Der Manager Kader

Wir müssen

innovativ sein

Von Christian Heidel

Für die neue Saison haben wir uns

bei Schalke 04 einiges vorgenommen.

Wir wollen uns wieder für den

Europapokal qualifizieren. Für diese

Plätze gibt es in der Bundesliga so

viele Bewerber wie vielleicht noch

Die Stehplatztickets waren

sofort vergriffen. Sowohl

für den Saisonauftakt

gegen RB Leipzig

als auch für das zweite

Heimspiel gegen Bayern

München. Die hartgesottenen

Schalke-Fans stehen zu ihrem Verein.

Und das, obwohl sich ihr heiß

geliebtes S04 in den vergangenen

Jahren nicht mit Ruhm bekleckerte.

Mit der Verpflichtung von Manager

Christian Heidel aus Mainz und

Trainer Markus Weinzierl, der vom

FC Augsburg kam, sollte 2016 ein

erfolgreicher Neustart her – doch

daraus wurde nichts.

Am Ende reichte es in der Saison

2016/17 nur für einen enttäuschenden

zehnten Platz in der Bundesliga.

In der Europa League schied

Schalke in der Zwischenrunde

aus. Die Folge: Weinzierl – der

Wunschtrainer von Manager Heidel

– musste gehen.

Weit in die Zukunft möchte bei

den „Königsblauen“ aktuell keiner

mehr schauen. Zwar bezeichnete

Domenico Tedesco den Reiz, den

Traditionsklub Schalke 04 zu trainieren,

als riesig. Aber der neue

und mit 31 Jahren jüngste Traner

der Klubgeschichte will

nichts überstürzen. Er habe

nicht den einen Plan, der auf

das Ergebnis in zehn Monaten

ziele, sagte Tedesco.

„Sondern erst einmal den für

die nächsten Trainingseinheiten,

das erste Spiel, die Kaderzusammenstellung“,

erläuterte der

Deutschitaliener. Gegen die Europacup-Ambitionen

wehre er sich

dennoch nicht. „Da sehe ich auch

keinen Widerspruch“, ergänzte er.

Und er hat einen Vorteil im Vergleich

zu Vorgänger Weinzierl: Mit

dem umgebauten Kader kann sich

nie. Also müssen wir innovativ sein:

was unser Spiel, unsere taktische

Ausrichtung und noch viele Dinge

mehr betrifft.

Tedesco, der zuletzt Zweitligist

Erzgebirge Aue trainierte, voll auf

die Bundesliga und den DFB-Pokal

konzentrieren; denn die Qualifikation

für das internationale Geschäft

wurde klar verfehlt.

Damit das nicht noch mal passiert,

wurden 47,5 Millionen Euro

in den Kader investiert. Die Kaufoption

vom bis dahin ausgeliehenen

Nabil Bentaleb (Tottenham)

wurde gezogen, genau wie die von

Yevhen Konoplyanka (FC Sevilla).

Tempodribbler Amine Harit kam

vom FC Nantes, Pablo Insua aus La

Coruna. Mit Bastian Oczipka holte

Heidel einen Verteidiger von

Ligakonkurrent Frankfurt.

Kein Wunder, dass Tedesco

sein neues Amt als „Luxus“

bezeichnet. „Ich weiß, dass

wir alle beim FC Schalke 04

einen überragenden Job haben“,

meint der neue Trainer

und ermahnt gleichzeitig seine

Profis: „Das dürfen wir nicht

vergessen, egal, welcher

Druck da ist oder wie viele

Autogramme die Spieler und

auch ich nach jedem Training geben.“

Die Testspielbilanz (fünf Siege,

ein Unentschieden) macht Mut,

dass sie es verstanden haben.

Soll für neuen Schwung in der

Schalker Offensive sorgen: Amine

Harit wurde vom FC Nantes verpflichtet.

Wir sind überzeugt, dass wir mit

Domenico Tedesco diese Ziele erreichen.

Er ist ein junger und

intelligenter Trainer mit

großem Fachwissen,

der weiß: Kommunikation

ist ein wichtiger

Faktor, wenn eine

Mannschaft erfolgreich

sein soll – das gilt nicht nur im

Fußball.

Mit diesem Weg wollen wir unsere

Fans wieder begeistern. Ihre Unterstützung

hatte auch in der vergangenen

Saison die Klasse, die wir auf

dem Rasen wieder erreichen wollen.

Christian Heidel (54) ist seit Mai

2016 Sportvorstand beim FC Schalke,

nachdem er zuvor 24 Jahre in

Mainz Manager war.

Der Kader

Spielername Alter im Kader seit Nationalität

1 Ralf Fährmann 28 2011 Deutschland

34 Michael Langer 32 2017 Deutschland

35 Alexander Nübel 20 2015 Deutschland

3 Pablo Insua 23 2017 Spanien

4 Benedikt Höwedes 29 2007 Deutschland

20 Thilo Kehrer 20 2015 Deutschland

22 Atsuto Uchida 29 2010 Japan

23 Coke 30 2016 Spanien

24 Bastian Oczipka 28 2017 Deutschland

29 Naldo 34 2016 Brasilien

31 Matija Nastasic 24 2015 Serbien

6 Johannes Geis 24 2015 Deutschland

#DEMFUSSBALLSEINZUHAUSE

DAS NEUE

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IN DEUTSCHLAND

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Neuzugänge eingefärbt

Immer informiert auf facebook.com/Sportbuzzer

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff

Spielername Alter im Kader seit Nationalität

7 Max Meyer 21 2013 Deutschland

8 Leon Goretzka 22 2013 Deutschland

10 Nabil Bentaleb 22 2016 Algerien

17 Benjamin Stambouli 27 2016 Frankreich

25 Amine Harit 20 2017 Frankreich

28 Alessandro Schöpf 23 2016 Österreich

9 Franco Di Santo 28 2015 Argentinien

11 Yevhen Konoplyanka 27 2016 Ukraine

15 Felix Platte 21 2015 Deutschland

18 Daniel Caligiuri 29 2017 Italien

19 Guido Burgstaller 28 2017 Österreich

33 Donis Avdijaj 20 2014 Kosovo

36 Breel Embolo 20 2016 Schweiz

Der Trainer

Domenico Tedesco

(31) war nie

selbst Fußballprofi.

Seine ersten

Trainerschritte

machte er bei der

U17 des VfB Stuttgart. Zur vergangenen

Saison übernahm er die

U19 von 1899 Hoffenheim, ehe er

mit Zweitligist Erzgebirge Aue,

den er im März 2017 als Tabellenletzten

übernommen hatte, doch

noch den Klassenerhalt schaffte.


Bundesligamagazin

Eintracht Frankfurt

36

37 Eintracht Frankfurt Bundesligamagazin

Der Schnellcheck

Die Trikots

Eintracht

International

Heim

Das Stadion

Auswärts

Niko Kovac muss in Frankfurt ein Team aus 16 Nationalitäten formen.

Der teuerste Einkauf der Klubgeschichte macht Hoffnung für die Zukunft.

Commerzbank-Arena

Eröffnung: 1925

Kapazität: 51 500

Die Zugänge

Sebastien Haller

FC Utrecht, 7 Mio.

Jetro Willems

PSV Eindhoven, 5 Mio.

Daichi Kamada

Sagan Tosu, 1,6 Mio.

Danny da Costa

Bayer 04 Leverkusen, 1 Mio.

Gelson Fernandes

Stade Rennes, 0,35 Mio.

Carlos Salcedo

Deportivo Guadalajara, Leihe 0,45 Mio.

Jonathan de Guzman

SSC Neapel, ablösefrei

Jan Zimmermann

1860 München, ablösefrei

Luka Jovic

Benfica Lissabon B, Leihe

Simon Falette

FC Metz, 3 Mio.

Die Abgänge

Bastian Oczipka

FC Schalke 04, 4,5 Mio.

Jesus Vallejo

Real Madrid, Leih-Ende

Eintracht Frankfurt international.

Allerdings

nicht so, wie sie es sich

bei den Hessen vor allem

nach der starken

Hinrunde 2016/17 erträumt

hatten. Denn nach der

enorm schwachen Rückserie mit

nur 13 Punkten mussten Trainer

Niko Kovac und seine Mannschaft

froh sein, nicht noch in den

Abstiegsstrudel hineinzugeraten.

Immerhin: Die Teilnahme

im DFB-Pokalfinale rettete die

Stimmung in der Main-Metropole

– auch wenn Borussia Dortmund

den Pott holte. So steht

das International bei der Eintracht

auch in diesem Jahr mal

wieder für die vielen Nationalitäten

im Kader und

nicht für die Teilnahme

am Europapokal.

Spieler aus 16 verschiedenen

Ländern

stehen im Kader der

Eintracht. Viele sind neu

gekommen, noch mehr

haben den Verein im

Sommer wieder verlassen.

Die Hauptaufgabe

von Kovac ist klar:

Er muss wieder eine

neue Mannschaft

formen, die in der

Bundesliga bestehen

kann. Die Aufgabe

könnte leichter

sein.

Besonders schmerzhaft dürfte

der Eintracht-Trainer Jesus Vallejo,

den Senkrechtstarter der

vergangenen Saison, vermissen.

Der spanische Innenverteidiger

kehrte zurück zu Real Madrid.

Ein herber Verlust, zumal sich

sein mexikanischer Ersatz Carlos

Salcedo beim Confed Cup

im Sommer schwer verletzte und

mehrere Monate fehlen wird.

Obwohl die Eintracht in fünf

von sechs Testspielen ohne Sieg

blieb, ist Präsident Peter Fischer

zuversichtlich: „Die Eintracht

wird wieder Akzente setzen.“

Dafür wurde der Franzose Sebastien

Haller vom FC Utrecht

für die Vereins-Rekordablöse

von 7 Millionen Euro verpflichtet.

Er soll die zuletzt schwache

Eintracht-Offensive beleben und

die Abhängigkeit von Routinier

Alex Meier verringern. „Wir

wollten uns in der Offensive verstärken

und die Qualität weiter

erhöhen“, sagt Sportvorstand

Fredi Bobic über seinen Toptransfer.

„Wir sind sicher, dass er

sich exzellent in die Mannschaft

einfügen und uns große Freude

bereiten wird.“

Die Statistik des Franzosen

lässt die Eintracht-Fans hoffen:

Demnach trifft er in jedem zweiten

Spiel. Von solchen Quoten

konnten die anderen Spieler zuletzt

nur träumen. Toptorschütze

der vergangenen Saison war der

Mexikaner Marco Fabian mit sieben

Bundesligatreffern in 24 Einsätzen.

Soll die Sturmprobleme lösen:

Neuzugang Sebastien Haller ist

der teuerste Einkauf der Eintracht-

Geschichte.

Der Kader

Spielername Alter im Kader seit Nationalität

1 Lukas Hradecky 27 2015 Finnland

17 Jan Zimmermann 32 2017 Deutschland

34 Leon Bätge 20 2016 Deutschland

2 Yanni Regäsel 21 2016 Deutschland

13 Carlos Salcedo 23 2017 Mexiko

15 Jetro Willems 23 2017 Niederlande

19 David Abraham 31 2015 Argentinien

22 Timothy Chandler 27 2014 USA

23 Marco Russ 32 2013 Deutschland

24 Danny da Costa 24 2017 Deutschland

- Simon Falette 25 2017 Frankreich

33 Taleb Tawatha 25 2016 Israel

4 Jonathan de Guzman 29 2017 Niederlande

Neuzugänge eingefärbt

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff

Spielername Alter im Kader seit Nationalität

5 Gelson Fernandes 30 2017 Schweiz

10 Marco Fabian 28 2016 Mexiko

11 Mijat Gacinovic 22 2015 Serbien

20 Makoto Hasebe 33 2014 Japan

21 Marc Stendera 21 2012 Deutschland

25 Slobodan Medojevic 26 2014 Serbien

28 Aymen Barkok 19 2016 Deutschland

39 Omar Mascarell 24 2016 Spanien

40 Daichi Kamada 21 2017 Japan

7 Danny Blum 26 2016 Deutschland

8 Luka Jovic 19 2017 Serbien

9 Sebastian Haller 23 2017 Frankreich

14 Alexander Meier 34 2005 Deutschland

31 Branimir Hrgota 24 2016 Schweden

Der Trainer

Niko Kovac (45)

absolvierte 241

Bundesligaspiele

für Leverkusen,

Hamburg,

Bayern und Hertha

BSC. Seit 2009

Trainer bei der zweiten Mannschaft

von Red Bull Salzburg, danach Co-

Trainer der Profis. 2013 vom kroatischen

U21-Nationaltrainer zum

A‐Team für die WM 2014 befördert.

Rettete die Eintracht 2016 in die

Relegation – mit Happy End.

Heinz Lindner

Grasshopper Club Zürich, ablösefrei

Haris Seferovic

Benfica Lissabon, ablösefrei

Furkan Zorba

VfL Osnabrück, ablösefrei

Guillermo Varela

Manchester United, Leih-Ende

Ante Rebic

AC Florenz, Leih-Ende

Shani Tarashaj

FC Everton, Leih-Ende

Michael Hector

FC Chelsea, Leih-Ende

Der Der Manager Kader

Nahezu ein

Optimum erreicht

Von Fredi Bobic

Eins ist garantiert: Spannung. Ab

Platz zwei. Hinter dem Meister Bayern

München werden sich Dortmund,

Leipzig, Hoffenheim, Leverkusen tummeln,

und dann beginnt die Gruppe,

die den Klassenerhalt zumindest als

bedeutendes Ziel im Auge haben

muss. Einen richtigen Außenseiter

gibt es nicht. Das Ganze macht es

auch für uns bei Eintracht Frankfurt so

schwierig. Aber schwierige Aufgaben

sind die interessanten. Einfach kann

jeder. Wir haben in der Planung und

Vorbereitung der

Saison wieder viel

Fantasie an den

Tag gelegt, haben

fast täglich mit unseren

Scouts kommuniziert

und sind

der Überzeugung, für unseren Verein

nahezu ein Optimum erreicht zu

haben. Irgendwann wollen wir auch

Höhenluft schnuppern. Dazu wollen

wir aber nicht die Seilbahn nehmen,

sondern den beschwerlichen Fußweg.

Und da sind wir noch nicht allzu weit

von der Talstation entfernt.

Fredi Bobic (45) ist seit

dem 1. Juni 2016 als Vorstand

Sport bei der Eintracht

tätig.


Bundesligamagazin

Bayer Leverkusen

38

39 Bayer Leverkusen Bundesligamagazin

Der Schnellcheck

Die Trikots

Der

Neustart

Heim

Das Stadion

Auswärts

Nach der schlechtesten Saison seit 14 Jahren stellt sich Bayer Leverkusen

neu auf – dafür fängt Trainer Heiko Herrlich bei grundsätzlichen Werten an.

BayArena

Eröffnung: 1958

Kapazität: 30 210

Die Zugänge

Sven Bender

Borussia Dortmund, 15 Mio.

Dominik Kohr

FC Augsburg, 2 Mio.

Marc Brasnic

SC Fortuna Köln, Leih-Ende

André Ramalho

1. FSV Mainz 05, Leih-Ende

Marlon Frey

1. FC Kaiserslautern, Leih-Ende

Die Abgänge

Hakan Calhanoglu

AC Mailand, 22 Mio.

Chicharito

West Ham United, 18 Mio.

Ömer Toprak

Borussia Dortmund, 12 Mio.

Kyriakos Papadopoulos

Hamburger SV, 6,5 Mio.

(war bereits ausgeliehen)

Danny da Costa

Eintracht Frankfurt, 1 Mio.

Roberto Hilbert

Ziel unbekannt

Paterson Chato

Borussia Dortmund II, ablösefrei

(war an SC Wiedenbrück ausgeliehen)

Patrik Dzalto

Jahn Regensburg, ablösefrei

(war bereits ausgeliehen)

Andrejs Ciganiks

Schalke 04 II, ablösefrei

(war an Viktoria Köln ausgeliehen)

Robin Becker

E. Braunschweig, Ablöse unbekannt

Lukas Boeder

SC Paderborn, Ablöse unbekannt

(war bereits ausgeliehen)

Seung-Woo Ryu

Jeju United FC, Ablöse unbekannt

(war an Ferencvaros ausgeliehen)

Zurück zu den Ursprüngen

unter dem Bayer-

Kreuz: mit neuem Trainer,

mit einem kräftig

umgekrempelten Kader,

vor allem aber

mit einer neuen Linie. Nach der

schlechtesten Bundesligaplatzierung

(Zwölfter) der Werkself seit

14 Jahren war es Leverkusens

Neu-Coach Heiko Herrlich ein

Anliegen, den Teamgeist bei seinen

Spielern neu zu entfachen.

Denn daran haperte es zuletzt

sehr deutlich.

„Als sie mit fünf oder sechs

Jahren angefangen haben, hat

sich keiner überlegt, wie mache

ich mir die Haare, welches Tattoo

lasse ich mir stechen oder welche

Farbe haben meine Schuhe“,

sagte Herrlich. Stattdessen stünde

am Anfang auf dem Schulhof

oder in der F-Jugend das Gemeinschaftsgefühl.

„Das ist bei

dem ein oder anderen vielleicht

etwas verschüttgegangen. Das

müssen wir wieder freilegen.“

Auch Stürmer Kevin Volland

bestätigt den fehlenden Zusammenhalt.

„Vom Teamgedanken

her geht es noch ein bisschen

enger“, erklärte der 25-Jährige

und machte deutlich: „Wenn Gegenwind

kam, wenn ein bisschen

Druck aufkam, dann sind wir oft

auseinandergebrochen.“

Nachdem Roger Schmidt, der

Bayer zwei Spielzeiten in Folge

Der Der Manager Kader

Das internationale

Geschäft als Ziel

Von Rudi Völler

Wir sind ein Verein, der in den

vergangenen Jahren mit überwiegend

jungen, hochtalentierten

Spielern sehr erfolgreich gewesen

ist. An diesem Konzept werden wir

unter unserem neuen Trainer Heiko

in die Champions League geführt

hatte, mit seinem aufwendigen

Spielstil und seiner Art an

Grenzen stieß, konnte auch Tayfun

Korkut das Ruder nicht mehr

herumreißen. Zwischenzeitlich

steckte Bayer sogar im Abstiegskampf.

Geht es nach Sportdirektor

Rudi Völler, soll es bei diesem

Unfall bleiben. Zuletzt verpasste

Leverkusen 2009 das europäische

Geschäft.

Dafür hat sich der Klub auch

von einigen hochkarätigen,

aber eben

abwanderungswilligen

Profis wie

Hakan Calhanoglu,

Chicharito

oder Ömer Toprak

getrennt. Für Ex-

Herrlich festhalten, auch wenn wir

in der Vorsaison unsere Ziele nicht

erreichen konnten.

Bayer 04 Leverkusen bleibt natürlich

ein Klub, der international

spielen will – wie viele andere auch.

Zwischen Platz drei

bis 13 ist eigentlich

alles möglich. Aber

jeder hier möchte

beweisen, dass

das vergangene

Jahr nur

Profi Herrlich der richtige Schritt.

„1999/2000 in Dortmund (Platz

elf, d. Red.) waren wir auch keine

Mannschaft. Da haben auch viele

ihr eigenes Ding gemacht. Ich

habe also Erfahrung damit“, erklärte

er. In den Testspielen gab

es gegen die Würzburger Kickers

(0:3), den Bonner SC (2:2), den SV

Sandhausen oder Lazio Rom (1:3)

aber noch viel Luft nach oben.

Doch Bayer setzt auf neue

Identifikationsfiguren: auf Toptalent

Kai Havertz und die Confed-

Cup-Gewinner Julian Brandt und

Benjamin Henrichs (verlängerte

bis 2022), die sich beide zu Bayer

bekannten. Oder die Zugänge

wie Sven Bender (Dortmund),

der nun wieder mit Zwillingsbruder

Lars vereint ist, und Dominik

Kohr (Augsburg), den

U21-Europameister. Die

beiden DFB-Teams hätten

gezeigt, so Herrlich,

„dass eine Mannschaft

mit den vermeintlich

schlechteren Einzelspielern

als Team Unglaubliches

schaffen

kann“. Gelingt dies

auch Leverkusen?

Shootingstar Kai

Havertz soll ein Aushängeschild

der neuen

Leverkusener Mannschaft

werden.

ein Ausrutscher war. Zuletzt hatten

wir festgestellt, dass der eine oder

andere Spieler nicht mehr alles abrufen

konnte, was in ihm steckt. Das

ist nun Heiko Herrlichs Aufgabe: mit

den tollen individuellen Fähigkeiten

der Spieler ein Team zu formen, das

wieder oben angreifen kann.

Rudi Völler (57) arbeitet seit Anfang

2005 als Sportlicher Leiter bei

Bayer Leverkusen. Zuvor war er

unter anderem Nationaltrainer.

Der Kader

Spielername Alter im Kader seit Nationalität

1 Bernd Leno 25 2012 Deutschland

28 Ramazan Özcan 33 2016 Österreich

36 Niklas Lomb 24 2012 Deutschland

#DEMFUSSBALLSEINZUHAUSE

BEI UNS SIND

DIE AMATEURE

DIE STARS

sportbuzzer.de

Neuzugänge eingefärbt

2 André Ramalho 25 2015 Brasilien

4 Jonathan Tah 21 2015 Deutschland

5 Sven Bender 28 2017 Deutschland

6 Aleksander Dragovic 26 2016 Österreich

16 Tin Jedvaj 21 2015 Kroatien

18 Wendell 24 2014 Brasilien

39 Benjamin Henrichs 20 2015 Deutschland

8 Lars Bender 28 2009 Deutschland

15 Julian Baumgartlinger 29 2016 Österreich

Immer informiert auf facebook.com/Sportbuzzer

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff

Spielername Alter im Kader seit Nationalität

20 Charles Aranguiz 28 2015 Chile

21 Dominik Kohr 23 2017 Deutschland

22 Vladlen Yurchenko 23 2014 Ukraine

29 Kai Havertz 18 2016 Deutschland

37 Marlon Frey 21 2015 Deutschland

38 Karim Bellarabi 27 2011 Deutschland

44 Kevin Kampl 26 2015 Slowenien

9 Leon Bailey 20 2017 Jamaika

10 Julian Brandt 21 2014 Deutschland

11 Stefan Kießling 33 2006 Deutschland

14 Admir Mehmedi 26 2015 Schweiz

17 Joel Pohjanpalo 22 2014 Finnland

31 Kevin Volland 25 2016 Deutschland

Der Trainer

Heiko Herrlich (45)

kommt als Spieler

auf 257 Bundesligaspiele

(Leverkusen,

Gladbach,

Dortmund). Als Trainer

(Bochum) bislang auf 22.

Nach dem Abstieg mit dem VfL

geriet seine Karriere ins Stocken.

Stationen: Unterhaching, Bayerns

U17 und Regionalligist Jahn Regensburg

– den er in Liga zwei

führte, und sich selbst in Liga eins.


Bundesligamagazin

FC Augsburg

40

41 FC Augsburg Bundesligamagazin

Der Schnellcheck

Die Trikots

Ein neueR

Strippenzieher

Heim

Das Stadion

Auswärts

Zweitniedrigster Etat: Für den FC Augsburg geht es um den Klassenerhalt.

Mit ausgeruhtem Trainer, neuem Spielmacher und großem Willen soll es klappen.

WWK-Arena

Eröffnung: 2009

Kapazität: 30 660

Die Zugänge

Michael Gregoritsch

Hamburger SV, 5,5 Mio.

Sergio Cordova

Caracas FC, 1 Mio.

Fabian Giefer

FC Schalke 04, 0,75 Mio.

Rani Khedira

RB Leipzig, ablösefrei

Marcel Heller

Darmstadt 98, ablösefrei

Erik Thommy

Jahn Regensburg, Leih-Ende

Shawn Parker

1. FC Nürnberg, Leih-Ende

Daniel Opare

RC Lens, Leih-Ende

Die Abgänge

Dominik Kohr

Bayer 04 Leverkusen, 2 Mio.

Er war erst mal nicht

auf Sendung, versuchte,

das Handy Handy

sein zu lassen. Manuel

Baum brauchte einfach

eine kleine Pause.

Und in der habe er„nur wenig

an Fußball gedacht“. Der Trainer

vom FC Augsburg hatte nach der

abgelaufenen Saison, in der er

Ende 2016 Dirk Schuster beerbte

und in der er den Klub nicht ohne

einzusteckende Kritik vor der

2. Liga bewahrte, also eine Auszeit

nötig. Kraft schöpfen für seine

neue Mission, die wie die alte

lautet: die Klasse halten. Denn

das ist auch 2017/18 das komplizierte

Ziel des FCA.

Finanziell ist Augsburg, Tabellen-13.

in der Vorsaison, hintendran

in der Liga, der Etat für

den Lizenzspielerkader soll bei

rund 35 Millionen Euro liegen.

Nur der SC Freiburg (geschätzte

24 Millionen Euro) hat weniger

Geld zur Verfügung. Und: Mit

dem VfB Stuttgart und Hannover

96 sind zwei Teams ins Oberhaus

zurückgekehrt, die stärker einzustufen

sind als die jüngsten Absteiger

Ingolstadt und Darmstadt.

Kurzum: Für die Teams, die sich

wie der FCA (ein Punkt mehr als

das Relegationsteam Wolfsburg)

2016/2017 über den Strich gerettet

haben, wird das Unterfangen

Drinbleiben diffizil. Baum: „Die

Bundesliga wird extrem ausgeglichen

sein, von Platz vier bis

unten gibt es nur ganz wenige

Prozentpunkte Unterschied. Jeder

kann jeden schlagen.“

Und wie will Augsburg es

schaffen, regelmäßig ein paar

Leistungsprozente mehr als die

Gegner aus sich herauszukitzeln

und zu punkten? In seiner ersten

Vorbereitung als FCA-Chefcoach

hat Baum neue Schwerpunkte

gesetzt. Kraft und Ausdauer

standen im Mittelpunkt – um

bereit zu sein für den Kampf um

den Ligaverbleib und um Verletzungen

vorzubeugen. Die hatten

in der vergangenen Spielzeit oft

mit eine Rolle gespielt, wenn es

nichts zu feiern gab für den FCA.

Mit Kampfgeist, „Geschlossenheit

und Mentalität“ (Baum) gehen

die bayerischen Schwaben

die Sache also an. Die ersten Testspiele

verliefen durchwachsen.

Drei Siege standen drei Niederlagen

gegenüber. Zuletzt gab es

dann aber ein überzeugendes 4:0

gegen Premier-League-Klub FC

Southampton. Doppeltorschütze

dabei: der neue Spielmacher.

Michael Gregoritsch, für 5,5

Millionen Euro vom HSV gekommen,

darf unter Baum als Zehner

ran. Das liebt der Österreicher,

der in Hamburg oft links spielte.

In der Vorbereitung zeigte Gregoritsch,

was als Strippenzieher

in ihm steckt. „Das ist mehr meine

Position. Jedes Tor tut gut“,

sagt er und hofft, auch am ersten

Spieltag zu treffen. Gegner übrigens:

sein alter Klub HSV ...

Voll fokussiert auf den neuen Klub

und auf seine neue Position: Augsburgs

Spielmacher Michael Gregoritsch

verspürt eine neue Lust auf

Fußball.

Der Kader

Neuzugänge eingefärbt

Spielername Alter im Kader seit Nationalität

13 Fabian Giefer 27 2017 Deutschland

35 Marwin Hitz 29 2013 Schweiz

3 Konstantinos Stafylidis 23 2015 Griechenland

6 Jeffrey Gouweleeuw 26 2016 Niederlande

15 Marvin Friedrich 21 2016 Deutschland

16 Christoph Janker 32 2015 Deutschland

18 Jan-Ingwer Callsen-Bracker 32 2011 Deutschland

28 Georg Teigl 26 2016 Österreich

31 Philipp Max 23 2015 Deutschland

36 Martin Hinteregger 24 2016 Österreich

5 Moritz Leitner 24 2017 Deutschland

8 Rani Khedira 23 2017 Deutschland

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff

Spielername Alter im Kader seit Nationalität

10 Daniel Baier 33 2010 Deutschland

14 Jan Moravek 27 2012 Tschechien

19 Ja-Cheol Koo 28 2015 Südkorea

20 Gojko Kacar 30 2016 Serbien

7 Marcel Heller 31 2017 Deutschland

11 Michael Gregoritsch 23 2017 Österreich

17 Jonathan Schmid 27 2016 Frankreich

21 Sergio Cordova 19 2017 Venezuela

22 Dong-Won Ji 26 2015 Südkorea

27 Alfred Finnbogason 28 2016 Island

39 Takashi Usami 25 2016 Japan

Der Trainer

Manuel Baum (37)

stand in der Jugend

im Tor der

U19 vom TSV 1860

München, für den er

später als Torwarttrainer

startete. Ab 2011 war er Co-

Trainer von Heiko Herrlich in Unterhaching,

für acht Spiele auch

Cheftrainer. 2014 der Wechsel als

Nachwuchs-Cheftrainer zum FC

Augsburg, wo er Ende Dezember

2016 bei den Profis übernahm.

Albian Ajeti

FC St. Gallen, 1 Mio.

(war bereits ausgeliehen)

Marco Schuster

SV Waldhof Mannheim, ablösefrei

Halil Altintop

Slavia Prag, ablösefrei

Tim Matavz

Vitesse Arnheim, Ablöse unbekannt

(war an 1. FC Nürnberg ausgeliehen)

Markus Feulner

FC Augsburg II

Paul Verhaegh

VfL Wolfsburg, 1,5 Mio.

Raul Bobadilla

Mönchengladbach, Ablöse unbekannt

Der Der Manager Kader

Wir halten

am Trainer fest

Von Stefan Reuter

Ich verspüre große Vorfreude auf die

Saison. Wir wollen uns weiter in der

Liga etablieren. Unser erstes Ziel ist

der Klassenerhalt, den wir so schnell

wie möglich schaffen wollen. In der

Vergangenheit haben wir aber auch

gezeigt, dass wir, wenn es läuft, auch

mal für eine Überraschung sorgen

können. Warum soll das in Zukunft

nicht wieder möglich sein?

In der vergangenen Saison haben wir

trotz Kritik die Zuversicht behalten

und an unserem Trainer

Manuel Baum festgehalten.

Der Erfolg hat

uns recht gegeben.

Das wird auch in

Zukunft der Weg des

FC Augsburg sein.

Wenn wir von etwas überzeugt sind,

machen wir Entscheidungen nicht

nur von Ergebnissen abhängig.

Ja, wir werden mal ein paar Spiele in

Folge verlieren. Trotzdem wird der

Trainer bei uns nicht sofort infrage

gestellt.

Stefan Reuter (50) wurde 1990

Weltmeister mit dem DFB-Team.

Seit 2013 ist er Geschäftsführer

Sport beim FC Augsburg.


Bundesligamagazin

Hamburger SV

42

43 Hamburger SV Bundesligamagazin

Der Schnellcheck

Die Trikots

Träumen

verboten

Heim

Das Stadion

Auswärts

Der Hamburger SV geht als einziger Klub in seine 55. Bundesligasaison.

Boss Bruchhagen redet vom Abstiegskampf: Tiefstapelei oder Realismus?

Volksparkstadion

Eröffnung: 1953

Kapazität: 57 000

Die Zugänge

Kyriakos Papadopoulos

Bayer 04 Leverkusen, 6,5 Mio.

(war bereits ausgeliehen)

André Hahn

Borussia Mönchengladbach, 6 Mio.

Julian Pollersbeck

1. FC Kaiserslautern, 3,5 Mio.

Rick van Drongelen

Sparta Rotterdam, 3. Mio

Bjarne Thoelke

Karlsruher SC, ablösefrei

Mohamed Gouaida

FC St. Gallen, Leih-Ende

Sven Schipplock

Darmstadt 98, Leih-Ende

Batuhan Altintas

Kasimpasa, Leih-Ende

Die Abgänge

Michael Gregoritsch

FC Augsburg, 5,5 Mio.

Rene Adler

1. FSV Mainz 05, ablösefrei

Johan Djourou

Ziel unbekannt

Ashton Götz

Ziel unbekannt

Matthias Ostrzolek

Hannover 96, ablösefrei

Arianit Ferati

Erzgebirge Aue, Leihe

(war bereits an F. Düsseldorf verliehen)

Nabil Bahoui

Grashoppers Zürich, Ablöse unbekannt

Der Der Manager Kader

Wollen es weniger

spannend machen

Von Jens Todt

Die Jubelschreie im Volksparkstadion

sind verhallt. Der Klassenerhalt nach

einem unglaublichen Kraftakt, die

Rettung in letzter Minute, das alles

sind schöne Erinnerungen, die jetzt

nicht mehr zählen.

Sechs Wochen Urlaub!

So lange hatten Profis

des Hamburger SV

lange nicht mehr frei.

„Ausgequetscht wie

Zitronen“ seien sie

nach der Rettung in der vergangenen

Saison gewesen, begründet

Trainer Markus Gisdol. Als

letzter Bundesligist begann der

HSV die Vorbereitung auf seine

55. Spielzeit.

„Eine ganz harte Saison für alle

Vereine“ erwartet der Vorstandsvorsitzende

Heribert Bruchhagen.

„Wir gehören zu den zehn

Vereinen, die darum kämpfen,

nicht auf den Plätzen 16, 17, 18

zu landen.“ Sie reden wieder vom

Abstiegskampf, sagen die einen,

sie schätzen die Lage realistisch

ein, die anderen. Die Testspiele

gegen Holstein Kiel (3:5), Sparta

Rotterdam (1:1) oder Antalyaspor

(0:2) bestätigten eher Letzteres.

Der Kader ist noch immer zu

groß und zu teuer. „Wir werden

den angestrebten Gehaltsetat

von 48 Millionen nach oben korrigieren

müssen“, gab Bruchhagen

bereits zu. Investor Klaus-Michael

Kühne ist erneut gefragt.

Immerhin brachte der Transfer

von Michael Gregoritsch

zum FC Augsburg etwa

5,5 Millionen Euro ein.

Aber halt. Ganz

schlecht war die Arbeit

von Sportchef Jens Todt

nicht. Stürmer Bobby Wood

konnte mit einer Gehaltserhöhung

auf fast 3 Millionen Euro

überzeugt werden, zu bleiben.

Und es gelang, für 3,5 Millionen

Euro Julian Pollersbeck, Feierbiest

und Torwart der deutschen

U21-Europameister, aus Kaiserslautern

an die Elbe zu lotsen. „Ich

möchte hier den nächsten Schritt

machen“, sagt Pollersbeck. In

seinen ersten beiden Auftritten

im HSV-Dress patzte er aber

gleich zweimal. Gisdol dazu: „Es

ist klar, wenn es einen

Zweikampf um eine

Position gibt, dass

Wir haben den Blick längst nach

vorn gerichtet und arbeiten fieberhaft

auf die neue Spielzeit hin.

Aber es ist doch klar: Wir alle wollen

eine bessere, gern auch eine

weniger spannende Spielzeit als die

letzte absolvieren. Das

wird kein leichtes Unterfangen.

Die Liga

war vielleicht noch

nie so ausgeglichen.

Ich bin aber überzeugt,

dass wir

es dann nicht förderlich ist, wenn

man einen Fehler macht.“ Neu

ist auch André Hahn. Der Außenstürmer

kehrt nach sieben Jahren

nach Hamburg zurück, wo er

seinerzeit den Durchbruch nicht

schaffte. Stärken laut Todt: „Seine

hervorragende Mentalität und

sein absoluter Siegeswille.“

Charaktermerkmale, auf die es

den HSV-Verantwortlichen ankommt.

Nur so ist der Kampf um

„Mentalitätsmonster“ Kyriakos

Papadopoulos zu erklären, der

nach einer Leihe fest verpflichtet

wurde. „Seine Siegermentalität

und Leidenschaft reißen auch die

anderen Spieler mit“, sagt Todt.

Platz sieben hat der HSV in der

Rückrundentabelle im letzten

Jahr erreicht und sich auf Platz 14

gerettet. Für Trainer Gisdol kein

Anlass für große Sprüche: „Ich

wünsche mir totale Bescheidenheit

und Dankbarkeit, dass

wir noch in der 1. Liga spielen

dürfen. Wir müssen mit kleinen

Schritten Stabilität entwickeln

und keine Träumereien

beginnen.“

Aus gutem Grund?

„Mentalitätsmonster“:

Der bisher ausgeliehene

Grieche Kyriakos Papadopoulos

wurde fest aus Leverkusen

verpflichtet.

für diese Aufgabe eine schlagkräftige

Mannschaft formen werden.

Wir gehen als einziger Verein in

die 55. Bundesligasaison. Ich freue

mich schon darauf, wenn im Volksparkstadion

wieder Jubelschreie

aus 50 000 Kehlen ertönen.

Jens Todt (47) ist seit 6. Januar 2017

Sportchef beim HSV. Zuvor arbeitete

er als Manager in Bochum und

Karlsruhe.

Der Kader

Spielername Alter im Kader seit Nationalität

1 Christian Mathenia 25 2016 Deutschland

13 Julian Pollersbeck 23 2017 Deutschland

36 Tom Mickel 28 2016 Deutschland

#DEMFUSSBALLSEINZUHAUSE

EHRLICHER

FUSSBALL VON DER

CHAMPIONS LEAGUE

BIS ZUR KREISKLASSE

sportbuzzer.de

Neuzugänge eingefärbt

2 Dennis Diekmeier 27 2010 Deutschland

4 Rick van Drongelen 18 2017 Niederlande

5 Mergim Mavraj 31 2017 Albanien

6 Douglas Santos 23 2016 Brasilien

9 Kyriakos Papadopoulos 25 2017 Griechenland

22 Bjarne Thoelke 25 2017 Deutschland

24 Gotoku Sakai 26 2015 Japan

8 Lewis Holtby 26 2015 Deutschland

12 Walace 22 2017 Brasilien

Immer informiert auf facebook.com/Sportbuzzer

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff

Spielername Alter im Kader seit Nationalität

14 Aaron Hunt 30 2015 Deutschland

20 Albin Ekdal 28 2015 Schweden

28 Gideon Jung 22 2014 Deutschland

31 Mohamed Gouaida 24 2015 Tunesien

7 Bobby Wood 24 2016 USA

10 Pierre-Michel Lasogga 25 2014 Deutschland

11 André Hahn 27 2017 Deutschland

15 Luca Waldschmidt 21 2016 Deutschland

17 Filip Kostic 24 2016 Serbien

18 Bakery Jatta 19 2016 Gambia

19 Sven Schipplock 28 2015 Deutschland

27 Nicolai Müller 29 2014 Deutschland

43 Batuhan Altintas 21 2015 Türkei

Der Trainer

Markus Gisdol (47)

musste seine Spielerkarriere

(bis zur

Oberliga) mit 27

nach einer Knieverletzung

beenden. Er

landete über Ulm (Regionalliga)

bei der U23 von Hoffenheim. Ging

mit Ralf Rangnick als Co-Trainer

zu Schalke (auch unter Huub Stevens),

ehe er 2013 zu den TSG-

Profis zurückkehrte – und den

Klassenerhalt schaffte. Seit September

2016 beim HSV.


Bundesligamagazin FSV Mainz 05

44

45 FSV Mainz 05 Bundesligamagazin

Der Schnellcheck

Die Trikots

Voller

Vorfreude

Heim

Das Stadion

Auswärts

Neuer Trainer, neuer Torwart, alte Philosophie: Mainz 05 plant den nächsten

Klassenerhalt. Tritt Schwarz in die Fußstapfen seiner prominenten Vorgänger?

Opel-Arena

Eröffnung: 2011

Kapazität: 34 000

Die Zugänge

Abdou Diallo

AS Monaco, 5 Mio.

Viktor Fischer

FC Middlesbrough, 3 Mio.

Alexandru Maxim

VfB Stuttgart, 3 Mio.

Kenan Kodro

CA Osasuna, 1,75 Mio.

René Adler

Hamburger SV, ablösefrei

José Rodríguez

FC Málaga, Leih-Ende

Robin Zentner

Holstein Kiel, Leih-Ende

Die Abgänge

Jhon Córdoba

1. FC Köln, 17 Mio.

Florian Niederlechner

SC Freiburg, 2,3 Mio.

(war bereits ausgeliehen)

Pierre Bengtsson

FC Kopenhagen, 1 Mio.

(war an SC Bastia ausgeliehen)

Dass dem Propheten

im eigenen Hause

keiner zuhört, mag

woanders gelten. Bei

Mainz 05 waren es

zuletzt ausschließlich

Eigengewächse, die dem Verein

vom Platz des Cheftrainers

aus den Erfolg brachten. Jürgen

Klopp? Der Trainer, der 05 in die

Bundesliga führte. Thomas Tuchel?

Der Trainer, der Mainz erstmals

in die Europa-League-Qualifikation

führte. Martin Schmidt?

Der Trainer, der es mit dem Klub

zum ersten Mal in die internationale

Gruppenphase schaffte.

Weil Schmidt zuletzt aber nur

knapp den Klassenerhalt schaffte,

ist es jetzt Zeit für

den nächsten Trainerneuling

in Mainz.

Sandro Schwarz

wurde nicht nur in

Mainz geboren. Er spielte

für den Klub und trainierte die

U23. Jetzt ist er voller Vorfreude

auf die Bundesliga. Die Testspiele

(vier Siege, ein Remis, eine

Niederlage) liefen zufriedenstellend,

vor allem das 2:1 gegen

Newcastle United. Schwarz: „Ich

spüre keinen Belastungsdruck.

Ich bin einfach nur der, der vorneweg

marschiert.“

Der 38-Jährige hofft, dass sich

hinter ihm keine zu große Lücke

auftut. Zumindest kann er auf

namhafte Neuzugänge setzen.

Vom Hamburger SV kam Ex-Nationaltorwart

René Adler ablösefrei.

Die Hoffnung: Mit dem 32-

jährigen Routinier soll zwischen

den Pfosten wieder die Verlässlichkeit

einkehren, die die Mainzer

zuletzt mit dem 2016 zum FC

Liverpool abgewanderten Loris

Karius hatten. Dafür muss Adler,

der 2016/17 verletzungsbedingt

15 Spiele des Hamburger SV

verpasste, fit bleiben. Der Keeper

freut sich auf Mainz: „Ich will

mich mit dem Klub identifizieren.

Das wird mir gelingen.“

Und noch mit einem

weiteren Namen ließen

die Mainzer aufhorchen.

Vom VfB

Stuttgart kam der

Mit ihm soll Verlässlichkeit

zwischen den

Pfosten einkehren:

Der neue Mainz-Keeper

René Adler.

rumänische Nationalspieler Alexandru

Maxim. Der 27-Jährige

könnte die Zentrale im Mittelfeld

besetzen. „Er weiß, wie er sich

in engen Räumen zu verhalten

hat“, sagt Trainer Schwarz.

Die kolportierten 3 Millionen

Euro Ablöse? Kein Problem. Genauso

wenig wie die 5 Millionen

für den Franzosen Abdou Diallo

aus Monaco oder die 3 Millionen

für den dänischen Offensivmann

Viktor Fischer (Middlesbrough).

Denn gleichzeitig sorgte Stürmer

Jhon Cordoba (fünf Bundesligatore

2016/17) durch seinen

Wechsel für etwa 17 Millionen

Euro nach Köln für einen

Geldregen.

Ihn könnte der bosnische

Mittelstürmer Kenan Kodro

ersetzen. Für den spanischen

Erstligaabsteiger Osasuna

traf der 23-Jährige

in der vergangenen

Saison siebenmal.

Gekostet hat er die

Mainzer aber

nur etwas mehr

als ein Zehntel

der Summe, die

sie für Cordoba

erhalten

haben.

Der Kader

Neuzugänge eingefärbt

Spielername Alter im Kader seit Nationalität

1 René Adler 32 2017 Deutschland

33 Jannik Huth 23 2015 Deutschland

2 Giulio Donati 27 2016 Italien

3 Leon Balogun 29 2015 Nigeria

4 Abdou Diallo 21 2017 Frankreich

16 Stefan Bell 25 2010 Deutschland

18 Daniel Brosinski 29 2014 Deutschland

24 Gaetan Bussmann 26 2015 Frankreich

26 Niko Bungert 30 2008 Deutschland

5 José Rodríguez 22 2016 Spanien

6 Danny Latza 27 2015 Deutschland

7 Robin Quaison 23 2017 Schweden

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff

Spielername Alter im Kader seit Nationalität

10 Alexandru Maxim 27 2017 Rumänien

20 Fabian Frei 28 2015 Schweiz

23 Suat Serdar 20 2015 Deutschland

25 Jean-Philippe Gbamin 21 2016 Elfenbeinküste

8 Levin Öztunali 21 2016 Deutschland

9 Yoshinori Muto 25 2015 Japan

11 Emil Berggreen 24 2016 Dänemark

14 Viktor Fischer 23 2017 Dänemark

17 Jairo Samperio 24 2014 Spanien

19 Kenan Kodro 23 2017 Bosnien-H.

21 Karim Onisiwo 25 2016 Österreich

32 Pablo de Blasis 29 2014 Argentinien

38 Gerrit Holtmann 22 2016 Deutschland

Der Trainer

Sandro Schwarz

(38) absolvierte

168 Zweitligaspiele

für Mainz, Essen

und Wiesbaden, wo

er 2009 zunächst vom

Spieler zum Teamchef und dann

zum Co-Trainer umfunktioniert

wurde. Führte den 1. FC Eschborn

in die Regionalliga, ehe er 2013 als

U19-Trainer nach Mainz zurückkehrte.

Seit Februar 2015 bei der

U23, nun bei den Profis.

Besar Halimi

Bröndby IF, Leihe

Jonas Lössl

Huddersfield Town, Leihe

Todor Nedelev

Botev Plovdiv, Ablöse unbekannt

(war bereits ausgeliehen)

André Ramalho

Bayer 04 Leverkusen, Leih-Ende

Bojan Krkic

Stoke City, Leih-Ende

Devante Parker

SKN St. Pölten, Leihe

Der Der Manager Kader

Arbeiten und

fleißig sein

Von Rouven Schröder

Wir fokussieren uns auf unser erstes

Etappenziel. Das ist der Klassenerhalt.

Es wird von Jahr zu Jahr schwieriger,

dieses Ziel zu erreichen. Die

Bundesliga rüstet auf. Und Mainz 05

ist nicht der Verein, der große Parolen

schwingt. Wir strahlen Authentizität

aus, möchten arbeiten, möchten

fleißig sein. Schaffen wir das, werden

wir auch erfolgreich sein.

Auf dem Weg zu unserem Ziel erwarte

ich von allen, dass sie sich zu 100

Prozent einbringen, dass sie

unseren Verein mit Leidenschaft

und Emotion

vertreten. Unser neuer

Trainer Sandro Schwarz

ist dafür genau der

richtige Mann.

Er bringt all das mit, was wir uns

für Mainz 05 wünschen, hat in den

letzten Jahren akribisch an sich und

seinem Profil gearbeitet – immer

im Sinne der Philosophie unseres

Vereins. Sandro hat Mainz 05 voll

verinnerlicht. Ich freue mich auf die

Zusammenarbeit mit ihm!

Rouven Schröder (41) wurde im

Mai 2016 Sportdirektor in Mainz.

Im Juli 2017 rückte er in den

Vorstand des Klubs auf.


Bundesligamagazin

VfL Wolfsburg

46

47 VfL Wolfsburg Bundesligamagazin

Der Schnellcheck

Die Trikots

Die Neue

Vernunft

Heim

Das Stadion

Auswärts

Beim VfL Wolfsburg herrscht nach dem Fastabstieg eine ungewöhnliche

Bescheidenheit – gestandene Spieler verließen den Klub, hungrige kamen.

Volkswagen-Arena

Eröffnung: 2002

Kapazität: 30 000

Die Zugänge

John Anthony Brooks

Hertha BSC, 17 Mio.

Ignacio Camacho

FC Málaga, 15 Mio.

Nany Landry Dimata

KV Oostende, 10 Mio.

William

SC Internacional Porto Alegre, 5 Mio.

Marvin Stefaniak

Dynamo Dresden, 2 Mio.

Ohis Felix Uduokhai

1860 München, 1 Mio.

Kaylen Hinds

FC Arsenal U23, Ablöse unbekannt

Paul Verhaegh

FC Augsburg, 1,5 Mio.

Die Abgänge

Ricardo Rodríguez

AC Mailand, 18 Mio.

Luiz Gustavo

Olympique Marseille, 10 Mio.

Jannes Horn

1. FC Köln, 7 Mio.

Ashkan Dejagah

Ziel unbekannt

Amara Condé

Holstein Kiel, Leihe

Leandro Putaro

Arminia Bielefeld, Ablöse unbekannt

(war bereits ausgeliehen)

Diego Benaglio

AS Monaco, Ablöse unbekannt

Patrick Drewes

Würzburger Kickers, Ablöse unbekannt

(war an Preußen Münster ausgeliehen)

Francisco Rodríguez

FC Luzern, Ablöse unbekannt

(war bereits ausgeliehen)

Borja Mayoral

Real Madrid, Leih-Ende

Philipp Wollscheid

Stoke City, Leih-Ende

Ismail Azzaoui

Willem II, Leihe

Wohin geht es mit

dem VfL Wolfsburg?

Francisco

Garcia Sanz, VW-

Vorstand und Auf -

sichtsratschef der

VfL-GmbH, kündigte an, dass er

mit einem einstelligen Tabellenplatz

ganz zufrieden wäre. Für einen

Klub, der sich nur dank der

Relegation in der Liga gehalten

hat, klingt das vernünftig. Für

den VfL, der noch vor zwei Jahren

nach viel mehr zu streben

schien, klingt das fast spektakulär

bescheiden.

Viel wichtiger

als eine

Platzierung

scheint

aber, dass

der in den

letzten Monaten

oft so

bröckelig wirkende

Autobauerklub

endlich wieder so etwas wie ein

sportliches Fundament bekommt.

In der Verantwortung dafür stehen

Trainer Andries Jonker und

Sportdirektor Olaf Rebbe. Beide

sind erst wenige Monate im Amt,

beide stellten nun ihren ersten

eigenen Kader zusammen.

Nationalspieler wie André

Schürrle und Julian Draxler

sucht man in der Liste der VfL-

Einkäufe vergeblich; gestandene

VfL-Leistungsträger wie Luiz

Der Der Manager Kader

Wir haben

alles hinterfragt

Von Olaf Rebbe

Wir blicken voller Vorfreude auf

unsere 21. Bundesligaspielzeit. Nach

dem Last-minute-Klassenerhalt gehen

wir aber auch mit viel Demut in

die neue Saison. Wir haben selbstkritisch

alles hinterfragt.

Gustavo oder Ricardo Rodriguez

sind nicht mehr da. Und mit Torwart

Diego Benaglio verließ auch

das letzte Mitglied der Meistermannschaft

von 2009 den Klub.

Für alle Mannschaftsteile kamen

dafür Spieler, die den Schritt zum

herausragenden Bundesligaspieler

erst noch machen wollen.

Am dichtesten dran ist John Anthony

Brooks, der von Hertha

BSC kam. An seiner

Seite soll sich

Abwehrtalent

Felix Uduokhai

(1860 München)

entwickeln, auf

der rechten Defensivposition

So haben wir im Kader einen großen

Umbruch vollzogen: Verdiente

Spieler sind gegangen, dafür haben

wir erfolgshungrige Neuzugänge

verpflichtet, bei denen wir darauf

geachtet haben, dass sie zu unserer

Philosophie und zu unseren Werten

und unserem Saisonmotto

„Arbeit, Fußball,

Leidenschaft“ passen.

ist der Brasilianer William (Porto

Alegre) als Verstärkung eingeplant.

Für die Mittelfeldzentrale

kam Ignacio Camacho (FC Malaga),

er soll Balleroberer und Führungsspieler

sein. Und weil vorn

immer nur Mario Gomez traf, soll

der erst 19-jährige Nany Dimata

(KV Oost ende) für neue Torgefahr

sorgen. Dazu kommen mit

Marvin Stefaniak (Dresden) und

Kaylen Hinds (FC Arsenal U23)

Offensiv außen, die sich in einer

neuen Liga beweisen wollen. Die

Testspielbilanz kann sich schon

mal sehen lassen: fünf Siege, zwei

Niederlagen.

Dass der VfL immer noch als der

Klub angesehen wird, bei dem das

Geld lockerer sitzt als anderswo,

ärgert die Wolfsburger. „Andere

Vereine nehmen auch viel Geld in

die Hand“, so Jonker, „das macht

die ganze Bundesliga.“ Trainerlegende

Ottmar Hitzfeld sagt:

„Wolfsburg hat einiges nachzuholen.

In der vergangenen Saison

hat bei einigen Spielern die Identifikation

gefehlt. Jonker muss

es schaffen, dass die Mannschaft

wieder zu einer Einheit wird.“

Und bescheiden bleibt.

Nicht nur Torjäger: Mario Gomez

hat sich in seiner ersten Saison

beim VfL Wolfsburg zur Identifikationsfigur

des Klubs entwickelt.

Zudem haben wir die

internen Strukturen

weiter optimiert,

sodass wir optimistisch sind,

eine gute Saison zu spielen.

Klar ist aber, dass wir wieder erfolgreichen

und ansehnlichen Fußball

spielen wollen. Das haben sich allein

schon unsere Fans verdient, ohne die

wir nicht mehr erstklassig wären.

Olaf Rebbe (39) ist seit Anfang

des Jahres Sportdirektor des

VfL Wolfsburg. Nach Saisonende

wurde er im Amt bestätigt.

Der Kader

Spielername Alter im Kader seit Nationalität

1 Koen Casteels 25 2015 Belgien

20 Max Grün 30 2013 Deutschland

2 William 22 2017 Brasilien

3 Paul Verhaegh 33 2017 Niederlande

5 Jeffrey Bruma 25 2016 Niederlande

13 Yannick Gerhardt 23 2016 Deutschland

15 Christian Träsch 29 2011 Deutschland

17 Ohis Felix Uduokhai 19 2017 Deutschland

24 Sebastian Jung 27 2014 Deutschland

25 John Anthony Brooks 24 2017 USA

31 Robin Knoche 25 2011 Deutschland

4 Ignacio Camacho 27 2017 Spanien

Neuzugänge eingefärbt

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff

Spielername Alter im Kader seit Nationalität

6 Riechedly Bazoer 20 2017 Niederlande

8 Vieirinha 31 2012 Portugal

10 Yunus Malli 25 2017 Türkei

11 Daniel Didavi 27 2016 Deutschland

16 Jakub Blaszczykowski 31 2016 Polen

23 Josuha Guilavogui 26 2016 Frankreich

27 Maximilian Arnold 23 2011 Deutschland

30 Paul Seguin 22 2014 Deutschland

7 Paul-Georges Ntep 25 2017 Frankreich

9 Nany Landry Dimata 19 2017 Belgien

18 Victor Osimhen 18 2017 Nigeria

32 Kaylen Hinds 19 2017 England

33 Mario Gomez 32 2016 Deutschland

34 Marvin Stefaniak 22 2017 Deutschland

Der Trainer

Andries Jonker

(54) trat vor allem

als Co-Trainer von

Louis van Gaal in

Erscheinung. Erst in

Barcelona (2002),

dann beim FC Bayern (2009–2011),

wo er auch Interimstrainer war und

dann die U23 übernahm. Ab 2012

Co-Trainer beim VfL Wolfsburg, ab

2014 Leiter der Nachwuchsakademie

beim FC Arsenal. Seit Februar

2017 zurück beim VfL.

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Bundesligamagazin VfB Stuttgart 48

49 VfB Stuttgart Bundesligamagazin

Der Schnellcheck

Die Trikots

Träumen

ERLAUBT

Heim

Das Stadion

Auswärts

Aufsteiger VfB Stuttgart geht ambitioniert in die neue Saison – der Präsident gibt

große Ziele aus. Doch die Trennung von Manager Schindelmeiser wirft Fragen auf.

Mercedes-Benz-Arena

Eröffnung: 1933

Kapazität: 60 449

Die Zugänge

Chadrac Akolo

FC Sion, 6 Mio.

Ron-Robert Zieler

Leicester City, 4 Mio.

Anastasios Donis

Juventus Turin, 3 Mio.

Orel Mangala

RSC Anderlecht Reserve, 1,8 Mio.

Ailton

Estoril Praia, 1 Mio.

Dennis Aogo

FC Schalke 04, ablösefrei

Dzenis Burnic

Borussia Dortmund, Leihe

Holger Badstuber

Bayern München, ablösefrei

(war an Schalke 04 verliehen)

Die Abgänge

Alexandru Maxim

1. FSV Mainz 05, 3 Mio.

Toni Sunjic

Dinamo Moskau, 0,7 Mio.

(war bereits an US Palermo verliehen)

Benjamin Uphoff

Karlsruher SC, ablösefrei

Borys Tashchy

MSV Duisburg, ablösefrei (war bereits

an Zbrojovka Brünn verliehen)

Florian Klein

Ziel unbekannt

Jean Zimmer

Fortuna Düsseldorf, Leihe

Paukenschlag beim

VfB! Zwei Wochen

vor Saisonstart trennten

sich die Schwaben

überraschend

von Manager Jan

Schindelmeiser. Der VfB sah die

Umsetzung seiner Ziele in Gefahr.

Was Fragen nach dem tatsächlichen

Vorhaben beim Aufsteiger

aufwirft. Sein Nachfolger

Michael Reschke kommt immerhin

vom FC Bayern.

Zum einen erklärte Trainer

Hannes Wolf: „Wir werden den

Weg in die Bundesliga gehen –

mit Respekt, mit Demut als Aufsteiger.

Aber wir kommen, um zu

bleiben.“ Auch Präsident Wolfgang

Dietrich hatte den Klassenerhalt

offiziell als Ziel ausgegeben.

Doch eigentlich ist das

Selbstverständnis des Vereins

wiederum nicht das eines normalen

Aufsteigers. Ein Traditionsklub

greift wieder an!

Der Traum von Dietrich ist es,

dass sich der VfB langfristig im

oberen Drittel der Bundesligatabelle

etabliert. „Und dass bestenfalls

nur zwei Vereine größer

sind als wir“, so Dietrich. Mit

den beiden Vereinen meint

er Weltklub Bayern München

und Champions-League-

Dauergast Borussia Dortmund.

Beim VfB hatte Schindelmeiser

eigentlich im Sommer flei-

Der Der Trainer Kader

Mit einem Leuchten

in den Augen

Von Hannes Wolf

Wir haben in den vergangenen zehn

Monaten von der Mannschaft, den

Menschen im Verein und der Stadt sehr

viel Respekt und Vertrauen bekommen.

Die Meisterschaft in der 2. Liga

war ein großartiger Erfolg, an dem sehr

ßig am Kader gebastelt. Chadrac

Akolo kam für 6 Millionen Euro

vom FC Sion, Torwart Ron-Robert

Zieler für 4 Millionen von Leicester

City, Anastasios Donis für

3 Millionen Euro von Juventus

Turin. In der Abwehr soll Holger

Badstuber (Vertrag bei Bayern

ausgelaufen) für Stabilität sorgen.

Als seinen ersten Transfer verpflichtete

der neue Sportvorstand

Reschke zudem Dennis Aogo ablösefrei

vom FC Schalke.

Geld für diese

Investitionen hat

der VfB nun.

Am 1. Juni hatten

die VfB-Mitglieder

der Ausgliederung

Profiabteilung

viele Menschen beteiligt waren. Was

wir erleben durften, war etwas total

Besonderes.

der

in eine Aktiengesellschaft

zugestimmt.

Die wichtigste

Neuigkeit: 41,5 Millionen

Euro des Investors Daimler AG

konnten fließen und bei der Verstärkung

des Kaders helfen. Doch

auch beim VfB läuft nicht alles

nach Plan.

Besonders schwer wiegt der

Ausfall von Carlos Mane. Der Portugiese

war neben Simon Terodde

bester VfB-Offensivspieler

der Aufstiegssaison (sechs Tore,

neun Vorlagen) – nun fehlt der

Leihspieler (bis Juni 2018) von

Sporting Lissabon wegen eines

Knorpelschadens im Knie noch

mindestens drei Monate. Mit Alexandru

Maxim wechselte außerdem

ein VfB-Leistungsträger zu

Mainz 05 (für 3 Millionen Euro).

Die Testspielbilanz ist

ausgeglichen: zwei

Siege, zwei Unentschieden,

zwei

Niederlagen. Als

Abstiegskandidat

gelten die

Schwaben

trotzdem

nicht.

Ganz im

Gegenteil.

Ron-Robert Zieler

kehrt in die Bundesliga

zum VfB

Stuttgart zurück.

Aber jetzt geht es weiter. Wir fokussieren

uns auf die neuen Aufgaben, wir

wollen wie ein Aufsteiger auftreten

– mit all der Arbeit,

mit dem vielen Laufen,

mit der Kampfkraft, mit

dem Leuchten in den

Augen. Und dafür müssen

wir viel tun. Der

Kampf in der Bundesliga

wird hart, darauf muss man top

vorbereitet sein. Wir wollen alles geben

und dabei auch an unseren Aufgaben

wachsen, wir wollen uns immer weiter

steigern, immer das Beste aus den Situationen

machen und lernen. Das ist der

Weg, den wir gehen wollen.

Hannes Wolf (36) übernahm den

Trainerposten beim VfB kurz nach

dem Start der Vorsaison – und

stieg auf. Zuvor war er Jugendtrainer

bei Borussia Dortmund.

Der Kader

Spielername Alter im Kader seit Nationalität

1 Mitchell Langerak 28 2015 Australien

16 Ron-Robert Zieler 28 2017 Deutschland

#DEMFUSSBALLSEINZUHAUSE

BEI UNS SIND

DIE AMATEURE

DIE STARS

sportbuzzer.de

Neuzugänge eingefärbt

2 Emiliano Insúa 28 2015 Argentinien

3 Dennis Aogo 30 2017 Deutschland

4 Jérôme Onguéné 19 2017 Frankreich

5 Timo Baumgartl 21 2015 Deutschland

21 Benjamin Pavard 21 2016 Frankreich

28 Holger Badstuber 28 2017 Deutschland

29 Ailton 22 2017 Brasilien

35 Marcin Kaminski 25 2016 Polen

8 Anto Grgic 20 2016 Schweiz

19 Chadrac Akolo 22 2017 DR Kongo

Immer informiert auf facebook.com/Sportbuzzer

Tor Abwehr Mittelfeld Angriff

Spielername Alter im Kader seit Nationalität

20 Christian Gentner 32 2010 Deutschland

22 Ebenezer Ofori 22 2017 Ghana

23 Orel Mangala 19 2017 Belgien

24 Dzenis Burnic 19 2017 Deutschland

25 Matthias Zimmermann 25 2016 Deutschland

7 Josip Brekalo 19 2017 Kroatien

9 Simon Terodde 29 2016 Deutschland

11 Takuma Asano 22 2016 Japan

14 Anastasios Donis 20 2017 Griechenland

15 Carlos Mané 23 2016 Portugal

17 Tobias Werner 32 2016 Deutschland

33 Daniel Ginczek 26 2014 Deutschland

37 Julian Green 22 2017 USA

Der Manager

Michael Reschke

(59) arbeitete

seit 1979 17 Jahre

als Jugendtrainer

bei Bayer

Leverkusen, ehe er

1998 Nachwuchsleiter, 2002 Leiter

der Scouting-Abteilung und 2004

als Nachfolger von Reiner Calmund

Manager wurde. 2014 wurde

er Technischer Direktor beim

FC Bayern. Ab Ende August ist er

neuer Sportvorstand beim VfB.


Bundesligamagazin Hannover 96

50

51 Hannover 96 Bundesligamagazin

Der Schnellcheck

Die Trikots

Frühstart

fürs groSSe Ziel

Heim

Auswärts

Als die übrige Bundesliga noch urlaubte, begann bei Hannover 96 bereits

die Vorbereitung. Streit um Übernahmepläne von Präsident Martin Kind.

Das Stadion

HDI-Arena

Eröffnung: 1954

Kapazität: 49 000

Die Zugänge

Julian Korb

Borussia Mönchengladbach, 3 Mio.

Michael Esser

Darmstadt 98, 2 Mio.

Pirmin Schwegler

1899 Hoffenheim, ablösefrei

Matthias Ostrzolek

Hamburger SV, ablösefrei

Yousef Emghames

FC Bayern U19, ablösefrei

Tom Baller

Mönchengladbach U19, ablösefrei

Die Abgänge

Andre Hoffmann

Fortuna Düsseldorf, 0,25 Mio

(war bereits an Düsseldorf verliehen)

Artur Sobiech

Darmstadt 98, ablösefrei

Mevlüt Erdinc

Medipol Basaksehir, ablösefrei

(war bereits an FC Metz ausgeliehen)

Babacar Gueye

VV St. Truiden, Leihe (war bereits an

Zulte Waregem verliehen)

Stefan Strandberg

FK Krasnodar, Leih-Ende

Fabian Senninger

SV Meppen, Leihe

Elias Huth

Rot-Weiß Erfurt, Leihe

Marko Maric

TSG 1899 Hoffenheim II, Leih-Ende

Kinder können feinfühlig

sein. 96-Trainer

André Breitenreiter

wurde in der ersten

Trainingswoche von

den Kids der 96-Fußballschule

mit dem Schlachtruf

„Breitenreiter, Spitzenreiter, hey,

hey“ empfangen. Spitzenreiter?

Breitenreiter? 96 stieg ja weder

als Zweitligameister auf, noch hat

die Mannschaft bisher Erstklassigkeit

bewiesen.

Diese Episode ereignete sich

Ende Juni. Fast die ganze Bundesliga

war noch im Urlaub, Aufsteiger

Hannover 96 trainierte

schon. Erster! Breitenreiter, Spitzenreiter.

Er wusste schließlich

trotz der erfolgreichen Bilanz unter

ihm im Aufstiegsrennen der

2. Liga (keine Niederlage): Es

gibt viel zu tun.

Und so formt der 43-Jährige

eine Mannschaft, die auf jeden

Gegner reagieren können soll.

Phase eins: Kondition. Breitenreiter

scheuchte die Spieler wie

kaum ein Trainer vor ihm. „Die

Saison ist lang, wir werden die

Körner brauchen“, erklärte er.

Phase zwei: Breitenreiter ließ

üben, den Gegner zu täuschen.

96 will Angriffe zum Beispiel

über eine Seite antäuschen, das

Spiel dann verlagern. Neuzugänge

für Breitenreiters Ideen: Aus

Gladbach kam Außenverteidiger

Julian Korb, vom Hamburger

Der Der Manager Kader

Gekommen,

um zu bleiben

Von Horst Heldt

Der Freudentaumel ist Geschichte,

aber die Euphorie in Hannover lebt.

Mit dem Tag des Aufstiegs hat bei

uns eine neue Zeitrechnung begonnen.

Nämlich die alte. Die 2. Liga soll

nur eine kurze Unterbrechung der

SV Außenverteidiger Matthias

Ostrzolek, aus Hoffenheim Stratege

Pirmin Schwegler.

Phase drei: die Balljagd. Darin

wurde die Mannschaft unter Trainer

Daniel Stendel geschult. Diese

Stärke will Nachfolger Breitenreiter

nutzen. „Jagen, jagen,

jagen“, rief er seinen Spielern in

der Vorbereitung immer wieder

zu. Anschließend übte er mit der

Mannschaft, was sie mit der Beute

(dem Ball) anzufangen hat.

Und so gelangte Breitenreiter

zu Phase vier: dem Umschaltspiel.

Breitenreiter will diese fast

vergessene 96-Qualität zurückholen.

Ein schneller Stürmer wie

Martin Harnik (17 Zweitligatore)

könnte profitieren.

Breitenreiters Ansatz

unterscheidet

sich dabei

von dem der

Aufstiegssaison,

als Stendel

das

96-Spiel

nicht

nach

Vom Hamburger SV

nach Hannover gewechselt:

Der Außenverteidiger

Matthias

Ostrzolek.

Erfolgsgeschichte von Hannover 96

gewesen sein. 14 Jahre spielte man

erstklassig, nun sind wir wieder zurück.

Quasi gekommen, um zu bleiben.

Die Vorfreude ist groß, das Ziel

ist der Klassenerhalt. So schnell und

so früh, wie es nur möglich ist. In der

neuen Saison erwartet uns

alle eine ausgeglichene

Liga mit einer Zweiklassengesellschaft.

Entweder

spielt man um die

Champions League

oder um den

dem Gegner ausrichtete. „Wir

müssen jede Art des Gegners

kennen und Lösungen finden“,

sagte Breitenreiter. Auf taktische

Veränderungen soll 96 „selbstständig

reagieren“ können. Die

Testspielbilanz ist positiv: sechs

Siege (gegen unterklassige Gegner),

drei Remis, eine Niederlage.

Unrühmlicher Höhepunkt: Der

letzte Test beim Premier-League-

Klub FC Burnley musste abgebrochen

werden. Erst hatten 96-

Fans Klubchef Martin

Kind, der gegen den

Willen großer Teile

der eigenen Fanszene

die Mehrheit an

den „Roten“ übernehmen

will, beschimpft.

Dann

versuchten

hannoversche

Randalierer

den

Block der

Heimfans zu

stürmen.

Sportliche

Ziele (der

Klassenerhalt)

geraten

ob der gedrückten

Stimmung

rund um den Klub

ein wenig in Vergessenheit.

„Spitzenreiter,

Spitzenreiter“-Sprechchöre

sind kaum zu erwarten.

Klassenerhalt. Gefühlt bereits feststehende

Absteiger wie in den letzten

Jahren sind in der anspruchsvollsten

Liga der Welt allerdings Fehlanzeige.

Dazu gibt es interessante Neuerungen

wie den Videoassistenten. Und

weiter die gewohnt vollen Stadien

mit einer gigantischen Atmosphäre.

Horst Heldt (47) übernahm im vergangenen

März das Manageramt

beim damaligen Zweitligisten

Hannover 96.

Der Kader

Spielername Alter im Kader seit Nationalität

1 Philipp Tschauner 31 2015 Deutschland

23 Michael Esser 29 2017 Deutschland

30 Samuel Sahin-Radlinger 24 2011 Österreich

3 Miiko Albornoz 26 2014 Chile

4 Julian Korb 25 2017 Deutschland

5 Felipe 30 2012 Brasilien

19 Florian Hübner 26 2016 Deutschland

20 Salif Sané 26 2013 Senegal

22 Matthias Ostrzolek 27 2017 Deutschland

25 Oliver Sorg 27 2015 Deutschland

31 Waldemar Anton 21 2015 Deutschland

6 Marvin Bakalorz 27 2016 Deutschland

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Tor Abwehr Mittelfeld Angriff

Spielername Alter im Kader seit Nationalität

7 Edgar Prib 27 2013 Deutschland

8 Manuel Schmiedebach 28 2009 Deutschland

10 Sebastian Maier 23 2016 Deutschland

18 Iver Fossum 21 2016 Norwegen

27 Pirmin Schwegler 30 2017 Schweiz

28 Mike Steven Bähre 22 2015 Deutschland

11 Felix Klaus 24 2015 Deutschland

14 Martin Harnik 30 2016 Österreich

17 Uffe Bech 24 2015 Dänemark

24 Niclas Füllkrug 24 2016 Deutschland

26 Kenan Karaman 23 2014 Türkei

35 Charlison Benschop 27 2015 Curacao

37 Noah Joel Sarenren Bazee 20 2016 Nigeria

Der Trainer

André Breitenreiter

(43) spielte für

Hamburg, Wolfsburg

und Unterhaching

144-Mal in

der Bundesliga. Als

Trainer landete er über Regionalligist

Havelse beim Zweitligisten

SC Paderborn, den er 2014 in die

1. Liga führte. Nach dem Wiederabstieg

wechselte er zum FC Schalke,

wo er nach einer Saison gehen

musste. Seit März 2017 bei 96.


Bundesligamagazin

Die Schiedsrichter

52

53 Die Schiedsrichter Bundesligamagazin

Die

Pionierin ...

... und ihre kollegen

an der Pfeife

Erstmals pfeift mit Bibiana Steinhaus eine Frau in der

Bundesliga. Die Polizistin erfüllt sich damit einen Traum.

Als der Anruf von

Schiedsrichterchef

Lutz Michael Fröhlich

kam, hat sie erst

mal einen Moment

gebraucht. „Das war

schon immer mein Traum“, sagt

sie. Nach zehn Jahren als Zweitliga-Schiedsrichterin

wird Bibiana

Steinhaus zur neuen Saison

in die 1. Bundesliga befördert.

Als erste Frau. Bislang stand

sie lediglich als Vierte Offizielle

an der Seitenlinie. Fröhlich

schwärmt: „Sie ist eine Ausnahmeerscheindung.“

Was ändert sich durch ihren

Aufstieg? „Gar nichts. Der Unterschied

ist, dass ich die Einzige mit

einem blonden Pferdeschwanz

Alle Der Kader Schiedsrichter im Überblick

bin“, scherzt Steinhaus. Die Polizistin

aus Langenhagen (inzwischen

nicht mehr in Vollzeit)

sieht es mit Gelassenheit, dass

ihre Spiele zunächst unter dem

Brennglas stattfinden werden.

„Ich fange ja nicht jetzt erst mit

der Schiedsrichterei an. Die Aufregung

wird sich schnell legen.“

Dafür hat die 38-Jährige, die

als „Schiedsrichterin des Jahres

2017“ ausgezeichnet wurde

(zum schon sechsten Mal in ihrer

Karriere), auch das Training angezogen.

„Ich gestehe gern, dass

die Bundesliga noch einmal ein

anderer Schritt ist. Ich habe noch

intensiver gearbeitet, eine Schippe

draufgelegt. Die Geschwindigkeit

ist eine andere.“

Einsätze in

Name Alter 1. und 2. Liga Verband

Wohnort

Deniz Aytekin 39 195 Bayern Oberasbach

Benjamin Brand 28 62 Bayern Unterspiesheim

Dr. Felix Brych 42 336 Bayern München

Benjamin Cortus 35 59 Bayern Röthenbach

Bastian Dankert 37 109 Mecklenburg Rostock

Christian Dingert 37 195 Südwest Lebecksmühle

Marco Fritz 39 168 Württemburg Korb

Manuel Gräfe 43 331 Berlin Berlin

Robert Hartmann 37 149 Bayern Wangen

Patrick Ittrich 38 71 Hamburg Hamburg

Sven Jablonski 27 25 Bremen Bremen

Dr. Robert Kampka 35 66 Württemberg Mainz

Harm Osmers 32 62 Niedersachsen Hannover

Martin Petersen 32 48 Württemberg Stuttgart

Markus Schmidt 43 280 Württemberg Stuttgart

Daniel Siebert 33 105 Berlin Berlin

Sascha Stegemann 32 83 Mittelrhein Niederkassel

Bibiana Steinhaus 38 80 Niedersachsen Langenhagen

Tobias Stieler 36 136 Hessen Hamburg

Sören Storks 28 16 Westfalen Velen

Tobias Welz 40 173 Hessen Wiesbaden

Frank Willenborg 38 87 Niedersachsen Osnabrück

Guido Winkmann 43 212 Niederrhein Kerken

Felix Zwayer 36 192 Berlin Berlin

Geboren

im Harzer

Städtchen Bad

Lauterberg, rückt

Steinhaus nach und

nach in der Popularitätsliste

nach

oben. Für die SPD

durfte sie im Februar

in der Bundesversammlung

den

neuen Bundespräsidenten

mitbestimmen.

Der Boulevard

freut sich über ihre

Liaison mit der englischen

Schiedsrichterlegende

Howard

Webb (früher ebenfalls

Polizist).

Dass sie als

Frau im Ensem ble

der Bundesliga-

Schiedsrichter aus

dem Raster fällt,

ist ihr bewusst.

Seit 1999 ist Steinhaus

Schiedsrichterin

beim DFB

(Deutscher Fußball-Bund).

Im

September 2007

pfiff sie ihre erste

Zweitligapartie –

jetzt die Beförderung.

So schnell wird ihr das

keine nachmachen,

heißt es beim DFB. Damit

ist sie mehr denn

je: eine Pionierin.

„Eine Ausnahmeerscheinung“:

Bibiana Steinhaus

wurde nach zehn

Jahren als Zweitliga-

Schiedsrichterin in die

1. Liga befördert.

Der Jüngste

Ein Schiedsrichter namens Jablonski? Da

war doch was. 1994 hob der damalige

Linienrichter Jörg Jablonski seinen Arm,

erklärte damit das legendäre Phantomtor

von Thomas Helmer für gültig. Zwei

Jahre später beendete er nach diversen

Anfeindungen seine Karriere. Sein Sohn

Sven bekam davon damals noch nichts

mit, fing aber später an, sich dafür zu interessieren,

„wie es dazu gekommen ist“.

Daraufhin machte er den

Schiedsrichterschein.

23 Jahre nach dem

Phantomtor ist Sven Jablonski

in der 1. Bundesliga

angekommen – als

mit 27 Jahren jüngster

Referee im Feld.

Der Kartenzücker

Wenn er pfeift, wird’s bunt: Patrick Ittrich

greift so oft zur Karte wie kein anderer

Schiedsrichter in der Fußball-Bundesliga.

Der Schnitt des 38-jährigen Polizeibeamten

aus Hamburg: 5,15 Karten zückt er

rein statistisch bei jedem Einsatz in der

1. Liga. Schon mit einigem Abstand folgt

Manuel Gräfe mit 4,38

Karten pro Spiel.

Der Rausschmeißer

ist Ittrich mit 0,23

Platzverweisen pro

Spiel allerdings

nicht. Da wird er

von Frank Willenborg

getoppt, der in

jedem zweiten Spiel

Rot zeigt.

Mit 24 Schiedsrichtern geht die DFL in die Saison 2017/2018. Einer hat ein

besonderes Faible für Karten. Vier Neulinge sind dabei: Einer von ihnen hat

einen bekannten Vater. Und: Es gibt ab sofort mehr Geld für die Referees.

Der Erfahrenste

Felix Brych ist neben Deniz Aytekin

einer der zwei deutschen Fifa-Schiedsrichter

– und mit 232 Erstligaeinsätzen

der erfahrenste aller Bundesligareferees.

Seit 1999 ist Brych DFB-Schiedsrichter,

gab 2001 sein Debüt in der 2. Bundesliga.

2004 folgte der Aufstieg in die

1. Bundesliga. Seit 2007 leitet er internationale

Spiele – dabei war er bei der

WM 2014 in Brasilien, bei der EM 2016

in Frankreich und bei den Olympischen

Spielen 2012 in London im Einsatz. In

der vergangenen Saison leitete der 42-

Jährige das Champions-League- Finale

zwischen Real Madrid und Juventus

Turin. Dreimal (2013, 2015, 2016) wurde

Brych als DFB-Schiedsrichter des Jahres

ausgezeichnet.

Die Neuen

Neben Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus

(38/Langenhagen) steigen auch Martin

Petersen (32/Stuttgart), Sven Jablonski

(27/Bremen) und Sören Storks (28/Velen,

kleines Bild), die zuvor in der 2. Bundesliga

gepfiffen haben, in die 1. Bundesliga

auf. „Für jeden Schiedsrichter, egal ob

Mann oder Frau, ist es das große Ziel, in

der Bundesliga pfeifen zu können“, erklärt

Steinhaus stellvertretend. Weil in Wolfgang

Stark, Günter Perl und

Jochen Drees allerdings

nur drei Schiedsrichter

altersbedingt ausschieden,

erhöht sich die Zahl

der Erstligareferees in der

kommenden Saison von

23 auf 24.

Mehr Geld für die Schiris

Bundesliga-Schiedsrichter werden ab

dieser Saison besser bezahlt. „Nach vier

Jahren ohne Anhebung steigt das Honorar

von 3800 auf 5000 Euro für einen

Erstligaeinsatz, die Assistenten bekommen

2500 Euro und der Vierte Offizielle

sowie der Videoassistent 1250 Euro“,

sagt Ansgar Schwenken, Direktor bei der

Deutschen Fußball Liga (DFL). Man habe

sich intensiv damit auseinandergesetzt,

was ein Bundesligareferee leiste, wie

er sich auf die gesamte Saison und das

einzelne Spiel vorbereite, physisch und

psychisch. „Deshalb haben wir gemeinsam

mit dem DFB entschieden, die Honorierung

anzupassen“, sagt Schwenken.


Bundesligamagazin

Videobeweis

54

Der Anfang einer

Revolution?

Erstmals kommt in der Bundesliga der Videobeweis zum Einsatz. Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Technik.

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Fußballkommentator

Es kann nur besser werden.

Und geht es nach

Schiedsrichterfunktionär

Hellmut Krug

(61), wird es das auch.

Nach dem nicht immer

glücklichen ersten Einsatz des

Videobeweises beim Confed Cup

mit Unklarheiten auf dem Platz,

Verwirrungen, langen Unterbrechungen

und Fehlentscheidungen

trotz der TV-Bilder werde die

Umsetzung in der Bundesliga unproblematischer,

glaubt er. „Wir

sind überzeugt davon, dass es in

Deutschland funktioniert“, sagt

der „Projektleiter Videobeweis“

der deutschen Schiedsrichter.

Erstmals kommt in dieser Saison

der Videobeweis in der Bundesliga

zum Einsatz. Ist dies der

Anfang einer Fußballrevolution?

Krug glaubt fest daran. „Marginale

Veränderungen nach dem

Testprozess sind sicherlich denkbar.

Aber alles wieder komplett

zurück? Nein“, sagt er.

Auch von den Unparteiischen

wird die neue Technik bereits

gelobt. „Der Videoassistent bietet

uns ein Sicherheitsnetz“, sagt

etwa Bibiana Steinhaus.

Das sind die wichtigsten Fragen

und Antworten zur Technik.

Wie soll gewährleistet

werden, dass sich das

theater vom confed cup

nicht wiederholt?

Zur Erinnerung: Im Halbfinale

zwischen Chile und Portugal wurde

ein klares Foul im Strafraum

übersehen, weil der Videoassistent

trotz eindeutiger TV-Bilder

nicht intervenierte. Und im Finale

kam Chiles Gonzalo Jara nach einem

rotwürdigen Ellbogenschlag

gegen den Deutschen Timo Werner

mit einer Gelben Karte davon

– trotz klarer Beweisbilder.

Krug setzt auf Schulungen

der Videoassistenten:

„Sie müssen fünfmal

offline, also ohne

direkte Verbindung

zum Unparteiischen,

und fünfmal

online als Videoassistent

tätig gewesen

sein sowie

selbst

drei Spiele

mit Videoassistent

geleitet

haben.“

Wie soll

gewährleistet

werden,

dass lange

spielunterbrechungen

verhindert werden?

Beim Confed Cup dauerten die

Unterbrechungen mitunter ellenlang.

Der frühere Fifa-Referee

Krug betont: „Zu Beginn unserer

Testphase waren es im Schnitt

noch rund 90 Sekunden. Mittlerweile

liegen wir bei zehn bis maximal

40 Sekunden. Wir befinden

uns noch auf dem Lernweg, das

muss allen Beteiligten klar sein.“

„Wir sind

überzeugt, dass

es funktioniert“:

Schiedsrichterfunktionär

Hellmut Krug begrüßt den

Videobeweis. Auch beim

Confed Cup wurde die

Technik bereits getestet.

WANN darf ein videoassistent

eigentlich eingreifen?

Dazu gibt es klare Regeln. Nachträglich

überprüft werden dürfen

nur Tore (gab es vorher ein Foul

oder Abseits?), Platzverweise

(war die Rote Karte berechtigt?),

Elfmeterentscheidungen (korrekt

oder nicht?) und ob bei Roten

und Gelben Karten Spieler

verwechselt wurden.

DARF SICH DER

schiedsrichter die

szenen auch selbst am

Bildschirm ansehen?

Ja, er kann zum Seitenrand gehen

und sich strittige Szenen

ansehen. Diese Art der Spielunterbrechung

soll es allerdings

so selten wie möglich geben.

wer entscheidet, ob der videobeweis

nach der testphase

dauerhaft kommt?

Der Videobeweis wird bei größeren

Turnieren wie dem Confed

Cup und in großen Ligen wie der

Bundesliga zunächst einmal nur

getestet. Ob die neue Technik

auch auf Dauer eingeführt wird,

entscheidet der Fußball-Weltverband

Fifa im März 2018.

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Bundesligamagazin

Fußball im TV

56

57 Fußball im TV Bundesligamagazin

vieles neu im TV:

Wo sehe ich was?

Die Übertragungsrechte der Bundesliga sind auf sieben Sender verteilt: Fragen und Antworten zu den Änderungen.

Fans der 1. und 2. Bundesliga

müssen sich in

der neuen Saison auf

Änderungen einstellen.

Erstmals seit dem

Jahr 2000 gibt es nicht

mehr alle Spiele über einen Anbieter

zu sehen. Denn der bisher

alleinige Rechteinhaber Sky

musste 45 Partien (inklusive Relegation

der 1. und 2. Bundesliga

und Supercup) an Eurosport

abgeben, zeigt aber immer noch

den überwiegenden Teil der

Spiele. Insgesamt haben nun sieben

Sender Bundesligarechte.

Was ist neu?

hat das Montagsspiel verloren,

das nun Sky exklusiv zeigt.

Wie schaue ich die

Spiele bei Eurosport?

Stand jetzt werden die Spiele exklusiv

auf dem Eurosport-Player

übertragen.

Die gebührenpflichtige

Internetplattform

kostet im

Jahresabo

59,99 Euro

u n d

ist als iOS- und Android-App sowie

im Browser verfügbar. Bis

zum 31. August hat Eurosport zu

einer Rabattaktion für 29,99 Euro

im Jahresabo aufgerufen. Ein Tagespass

kostet 9,99 Euro.

Wo gibt es FuSSball

aus dem Ausland zu sehen?

Das Onlineportal für Sportübertragungen

DAZN besitzt die

Übertragungsrechte für die europäischen

Topligen aus England

(Premier League), Spanien (Primera

Division), Italien (Serie A)

und Frankreich (Ligue 1). Für 9,99

Euro im Monat gibt es die Inhalte

über die Website oder die App des

Unternehmens im Stream.

Und sonst?

Neue Konkurrenten: Jörg Wontorra (l.) geht mit

seiner neuen Gesprächsrunde fast zeitgleich zu

Thomas Helmers „Doppelpass“ auf Sendung.

Nachdem Moderatorenlegende

Jörg Wontorra zehn Jahre lang

den „Doppelpass“ auf Sport1 moderiert

hat, macht er dem Format

zwei Jahre nach seinem

Abschied nun Konkurrenz.

Der 68-Jährige geht mit

„Wontorra – der Fußball-

Talk“ (sonntags von 10.45

Uhr bis 12.30 Uhr) auf dem

frei empfangbaren Sender

Sky Sport News HD fast

zeitgleich zum „Doppelpass“

(11 Uhr bis 13 Uhr) an den Start.

Die erste Folge wird am 13. August

ausgestrahlt. Dann begrüßt

Wontorra Bayern-Präsident Uli

Hoeneß. Auch Sport1 kündigte

bereits an, die inzwischen von Ex-

Profi Thomas Helmer moderierte

Sendung überarbeiten zu

wollen. Der Sky-Talk

„Sky 90“ wird künftig

vom Sonntag

auf den Montag

im Anschluss an

das Abendspiel

um 22.30 Uhr

wandern.

Künftig wird es fünf Begegnungen

in der 1. Bundesliga am Montag

(20.30 Uhr) geben, die Eurosport

(über die Satelliten-Plattform

HD+) überträgt. In diesen Fällen

rücken die Montagsspiele der

2. Bundesliga auf den Samstag.

An welchen Wochenenden diese

Spiele stattfinden werden, richtet

sich nach den Spielplänen der

Europa- League-Teilnehmer.

Die Anstoßzeit des späten

Sonntagsspiels hat sich von 17.30

Uhr auf 18 Uhr verändert. Neu

sind auch die fünf Partien, die am

Sonntag um 13.30 Uhr angepfiffen

werden. Diese werden nur

von Eurosport ausgestrahlt, ebenso

wie künftig das wöchentliche

Freitagsspiel um 20.30 Uhr. Für

den Bundesliga-Übertragungsneuling

werden Marco Hagemann

und Matthias Stach kommentieren.

Jan Henkel moderiert,

Experte ist Ex-Bayern-Sportvorstand

Matthias Sammer. Zudem

sicherte sich Amazon exklusiv

die Webradio-Übertragungsrechte

der 1. Bundesliga von Sport1.

40 Minuten nach Abpfiff werden

auf dem Online-Streamingdienst

DAZN zudem erste Spielzusammenfassungen

zu sehen sein.

Wo läuft die

Bundesliga im Free-TV?

Neu gegen Alt: Experte Matthias Sammer (oben, l.) und Ex-Sky-Moderator Jan Henkel sind künftig auf Eurosport

zu sehen. Sky setzt auf bewährte Kräfte: Sebastian Hellmann (v. l.), Lothar Matthäus und Christoph Metzelder.

Die „Sportschau“ (ARD) und „Das

Aktuelle Sportstudio“ (ZDF) bleiben

den Fans am Samstag erhalten.

Anstelle der ARD überträgt

das ZDF ab sofort das Eröffnungsspiel,

die Eröffnung der Rückrunde,

ein Spiel am 17. Spieltag sowie

die Relegation und den Supercup

live. Für den Sonntag sicherte

sich erneut Sport1 die Rechte

der Nachverwertung bis 15 Uhr,

um im „Doppelpass“ Spielszenen

zeigen zu können. Die Spieltagsanalyse

am Montagabend fällt

weg. Erstmals seit 1992 wird es

montags ab 22.15 Uhr Zusammenfassungen

aller Spiele der

1. und 2. Bundesliga bei RTL auf

dem Ablegersender RTL Nitro im

Free-TV zu sehen geben. Moderiert

wird die Sendung von Laura

Wontorra und Thomas Wagner.

Wer überträgt

die 2. Bundesliga?

Sky überträgt weiterhin alle Partien.

Die Anstoßzeiten bleiben

mit Freitag, 18.30 Uhr, Samstag,

13 Uhr, Sonntag, 13.30 Uhr,

und Montag, 20.30 Uhr, gleich.

Dafür gibt es ab sofort nur noch

zwei Freitagsspiele und drei am

Samstag. Sport1 darf Sonntag

zwischen 6 und 15 Uhr lediglich

noch die Highlights der Freitagsund

Samstagsspiele zeigen und


Bundesligamagazin

Spielplan der 2. Bundesliga

58

59 Bundesligamagazin

Spielplan

der 2. Bundesliga

Erstes Duell der Absteiger Ingolstadt und Darmstadt am 9. Spieltag. Die Rückrunde beginnt schon vor Weihnachten.

1./18. Spieltag (Rückspiele 15.12.–18.12.2017)

7./24. Spieltag (Rückspiele 23.2.–26.2.2018)

13./30. Spieltag (Rückspiele 13.4.–16.4.2018)

VfL Bochum – FC St. Pauli Fr., 28.7., 20.30

FC Ingolstadt – Union Berlin Sa., 29.7., 13.00

Darmstadt 98 – Greuther Fürth Sa., 29.7., 15.30

Arminia Bielefeld – Jahn Regensburg Sa., 29.7., 15.30

1. FC Nürnberg – 1. FC Kaiserslautern So., 30.7., 13.30

Holstein Kiel – SV Sandhausen So., 30.7., 15.30

1. FC Heidenheim – Erzgebirge Aue So., 30.7., 15.30

Dynamo Dresden – MSV Duisburg So., 30.7., 15.30

Fortuna Düsseldorf – E. Braunschweig Mo., 31.7., 20.30

FC Ingolstadt – MSV Duisburg Di., 19.9., 18.30

SV Sandhausen – Union Berlin Di., 19.9., 18.30

1. FC Kaiserslautern – Erzgebirge Aue Di., 19.9., 18.30

Holstein Kiel – FC St. Pauli Di., 19.9., 18.30

Eintracht Braunschweig – Greuther Fürth Mi., 20.9., 18.30

Dynamo Dresden – Arminia Bielefeld Mi., 20.9., 18.30

1. FC Heidenheim – Darmstadt 98 Mi., 20.9., 18.30

Fortuna Düsseldorf – Jahn Regensburg Mi., 20.9., 18.30

1. FC Nürnberg – VfL Bochum Do., 21.9., 20.30

Eintracht Braunschweig – Darmstadt 98 3.11.–6.11.

Union Berlin – FC St. Pauli 3.11.–6.11.

SV Sandhausen – MSV Duisburg 3.11.–6.11.

Fortuna Düsseldorf – 1. FC Heidenheim 3.11.–6.11.

1. FC Nürnberg – FC Ingolstadt 3.11.–6.11.

1. FC Kaiserslautern – VfL Bochum 3.11.–6.11.

Erzgebirge Aue – Arminia Bielefeld 3.11.–6.11.

Holstein Kiel – Dynamo Dresden 3.11.–6.11.

Jahn Regensburg – Greuther Fürth 3.11.–6.11.

2./19. Spieltag (Rückspiele 23.1.–25.1.2018)

8./25. Spieltag (Rückspiele 2.3.–5.3.2018)

14./31. Spieltag (Rückspiele 20.4.–23.4.2018)

Union Berlin – Holstein Kiel Fr., 4.8., 18.30

SV Sandhausen – FC Ingolstadt Fr., 4.8., 18.30

1. FC Kaiserslautern – Darmstadt 98 Fr., 4.8., 20.30

MSV Duisburg – VfL Bochum Sa., 5.8., 13.00

E. Braunschweig – 1. FC Heidenheim Sa., 5.8., 15.30

Jahn Regensburg – 1. FC Nürnberg So., 6.8., 13.30

Greuther Fürth – Arminia Bielefeld So., 6.8., 15.30

Erzgebirge Aue – Fortuna Düsseldorf So., 6.8., 15.30

FC St. Pauli – Dynamo Dresden Mo., 7.8., 20.30

Erzgebirge Aue – SV Sandhausen Fr., 22.9., 18.30

MSV Duisburg – Holstein Kiel Fr., 22.9., 18.30

FC St. Pauli – Fortuna Düsseldorf Sa., 23.9., 13.00

Arminia Bielefeld – 1. FC Heidenheim Sa., 23.9., 13.00

Jahn Regensburg – E. Braunschweig Sa., 23.9., 13.00

Darmstadt 98 – Dynamo Dresden So., 24.9., 13.30

Greuther Fürth – 1. FC Nürnberg So., 24.9., 13.30

VfL Bochum – FC Ingolstadt So., 24.9., 13.30

Union Berlin – 1. FC Kaiserslautern Mo., 25.9., 20.30

FC Ingolstadt – Fortuna Düsseldorf 17.11.–20.11.

Darmstadt 98 – SV Sandhausen 17.11.–20.11.

Dynamo Dresden – 1. FC Kaiserslautern 17.11.–20.11.

1. FC Heidenheim – Union Berlin 17.11.–20.11.

FC St. Pauli – Jahn Regensburg 17.11.–20.11.

VfL Bochum – Greuther Fürth 17.11.–20.11.

1. FC Nürnberg – Holstein Kiel 17.11.–20.11.

Arminia Bielefeld – Eintracht Braunschweig 17.11.–20.11.

MSV Duisburg – Erzgebirge Aue 17.11.–20.11.

3./20. Spieltag (Rückspiele 26.1.–29.1.2018)

9./26. Spieltag (Rückspiele 9.3.–12.3.2018)

15./32. Spieltag (Rückspiele 27.4.–30.4.2018)

Darmstadt 98 – FC St. Pauli Fr., 18.8., 18.30

E. Braunschweig – Erzgebirge Aue Fr., 18.8., 18.30

Dynamo Dresden – SV Sandhausen Sa., 19.8., 13.00

1. FC Heidenheim – MSV Duisburg Sa., 19.8., 13.00

Fortuna Düsseldorf – 1. FC Kaiserslautern Sa., 19.8., 13.00

FC Ingolstadt – Jahn Regensburg So., 20.8., 13.30

1. FC Nürnberg – Union Berlin So., 20.8., 13.30

Holstein Kiel – Greuther Fürth So., 20.8., 13.30

Arminia Bielefeld – VfL Bochum Mo., 21.8., 20.30

FC Ingolstadt – Darmstadt 98 29.9.–2.10.

Eintracht Braunschweig – FC St. Pauli 29.9.–2.10.

1. FC Heidenheim – Dynamo Dresden 29.9.–2.10.

SV Sandhausen – Jahn Regensburg 29.9.–2.10.

Fortuna Düsseldorf – MSV Duisburg 29.9.–2.10.

1. FC Nürnberg – Arminia Bielefeld 29.9.–2.10.

1. FC Kaiserslautern – Greuther Fürth 29.9.–2.10.

Erzgebirge Aue – Union Berlin 29.9.–2.10.

Holstein Kiel – VfL Bochum 29.9.–2.10.

Eintracht Braunschweig – 1. FC Nürnberg 24.11.–27.11.

Union Berlin – Darmstadt 98 24.11.–27.11.

Greuther Fürth – FC St. Pauli 24.11.–27.11.

SV Sandhausen – 1. FC Heidenheim 24.11.–27.11.

Fortuna Düsseldorf – Dynamo Dresden 24.11.–27.11.

1. FC Kaiserslautern – Arminia Bielefeld 24.11.–27.11.

Erzgebirge Aue – VfL Bochum 24.11.–27.11.

Holstein Kiel – FC Ingolstadt 24.11.–27.11.

Jahn Regensburg – MSV Duisburg 24.11.–27.11.

4./21. Spieltag (Rückspiele 2.2.–5.2.2018)

10./27. Spieltag (Rückspiele 16.3.–19.3.2018)

16./33. Spieltag (Rückspiele 6.5.2018)

Greuther Fürth – FC Ingolstadt Fr., 25.8., 18.30

MSV Duisburg – Darmstadt 98 Fr., 25.8., 18.30

FC St. Pauli – 1. FC Heidenheim Sa., 26.8., 13.00

Erzgebirge Aue – 1. FC Nürnberg Sa., 26.8., 13.00

Jahn Regensburg – Holstein Kiel Sa., 26.8., 13.00

Union Berlin – Arminia Bielefeld So., 27.8., 13.30

VfL Bochum – Dynamo Dresden So., 27.8., 13.30

SV Sandhausen – Fortuna Düsseldorf So., 27.8., 13.30

1. FC Kaiserslautern – E. Braunschweig Mo., 28.8., 20.30

Darmstadt 98 – 1. FC Nürnberg 13.10.–16.10.

Dynamo Dresden – FC Ingolstadt 13.10.–16.10.

1. FC Heidenheim – Holstein Kiel 13.10.–16.10.

FC St. Pauli – 1. FC Kaiserslautern 13.10.–16.10.

Greuther Fürth – Erzgebirge Aue 13.10.–16.10.

VfL Bochum – SV Sandhausen 13.10.–16.10.

Arminia Bielefeld – Fortuna Düsseldorf 13.10.–16.10.

MSV Duisburg – Eintracht Braunschweig 13.10.–16.10.

Jahn Regensburg – Union Berlin 13.10.–16.10.

FC Ingolstadt – Eintracht Braunschweig 1.12.–4.12.

Darmstadt 98 – Jahn Regensburg 1.12.–4.12.

Dynamo Dresden – Erzgebirge Aue 1.12.–4.12.

1. FC Heidenheim – 1. FC Kaiserslautern 1.12.–4.12.

VfL Bochum – Union Berlin 1.12.–4.12.

1. FC Nürnberg – SV Sandhausen 1.12.–4.12.

Arminia Bielefeld – FC St. Pauli 1.12.–4.12.

MSV Duisburg – Greuther Fürth 1.12.–4.12.

Holstein Kiel – Fortuna Düsseldorf 1.12.–4.12.

5./22. Spieltag (Rückspiele 9.2.–12.2.2018)

11./28. Spieltag (Rückspiele 31.3.–2.4.2018)

17./34. Spieltag (Rückspiele 13.5.2018)

Dynamo Dresden – Greuther Fürth Fr., 8.9., 18.30

1. FC Heidenheim – Jahn Regensburg Fr., 8.9., 18.30

FC Ingolstadt – Erzgebirge Aue Sa., 9.9., 13.00

Arminia Bielefeld – MSV Duisburg Sa., 9.9., 13.00

Holstein Kiel – 1. FC Kaiserslautern Sa., 9.9., 13.00

Darmstadt 98 – VfL Bochum So., 10.9., 13.30

E. Braunschweig – SV Sandhausen So., 10.9., 13.30

Fortuna Düsseldorf – Union Berlin So., 10.9., 13.30

1. FC Nürnberg – FC St. Pauli Mo., 11.9., 20.30

6./23. Spieltag (Rückspiele 16.2.–19.2.2018)

Union Berlin – Eintracht Braunschweig Fr., 15.9., 18.30

Erzgebirge Aue – Holstein Kiel Fr., 15.9., 18.30

FC St. Pauli – FC Ingolstadt Sa., 16.9., 13.00

SV Sandhausen – 1. FC Kaiserslautern Sa., 16.9., 13.00

MSV Duisburg – 1. FC Nürnberg Sa., 16.9., 13.00

Darmstadt 98 – Arminia Bielefeld So., 17.9., 13.30

Greuther Fürth – Fortuna Düsseldorf So., 17.9., 13.30

VfL Bochum – 1. FC Heidenheim So., 17.9., 13.30

Jahn Regensburg – Dynamo Dresden So., 17.9., 13.30

FC Ingolstadt – 1. FC Heidenheim 20.10.–23.10.

Eintracht Braunschweig – VfL Bochum 20.10.–23.10.

Union Berlin – Greuther Fürth 20.10.–23.10.

SV Sandhausen – FC St. Pauli 20.10.–23.10.

Fortuna Düsseldorf – Darmstadt 98 20.10.–23.10.

1. FC Nürnberg – Dynamo Dresden 20.10.–23.10.

1. FC Kaiserslautern – MSV Duisburg 20.10.–23.10.

Erzgebirge Aue – Jahn Regensburg 20.10.–23.10.

Holstein Kiel – Arminia Bielefeld 20.10.–23.10.

12./29. Spieltag (Rückspiele 6.4.–9.4.2018)

Darmstadt 98 – Holstein Kiel 27.10.–30.10.

Dynamo Dresden – Eintracht Braunschweig 27.10.–30.10.

1. FC Heidenheim – 1. FC Nürnberg 27.10.–30.10.

FC St. Pauli – Erzgebirge Aue 27.10.–30.10.

Greuther Fürth – SV Sandhausen 27.10.–30.10.

VfL Bochum – Fortuna Düsseldorf 27.10.–30.10.

Arminia Bielefeld – FC Ingolstadt 27.10.–30.10.

MSV Duisburg – Union Berlin 27.10.–30.10.

Jahn Regensburg – 1. FC Kaiserslautern 27.10.–30.10.

Eintracht Braunschweig – Holstein Kiel 8.12.–11.12.

Union Berlin – Dynamo Dresden 8.12.–11.12.

FC St. Pauli – MSV Duisburg 8.12.–11.12.

Greuther Fürth – 1. FC Heidenheim 8.12.–11.12.

SV Sandhausen – Arminia Bielefeld 8.12.–11.12.

Fortuna Düsseldorf – 1. FC Nürnberg 8.12.–11.12.

1. FC Kaiserslautern – FC Ingolstadt 8.12.–11.12.

Erzgebirge Aue – Darmstadt 98 8.12.–11.12.

Jahn Regensburg – VfL Bochum 8.12.–11.12.

Die Relegationsspiele

Aufstieg zur Bundesliga

Hinspiel 16. der Bundesliga – 3. der 2. Bundesliga 17. Mai

Rückspiel 3. der 2. Bundesliga – 16. der Bundesliga 21. Mai

Aufstieg zur 2. Bundesliga

Hinspiel 16. der 2. Bundesliga – 3. der 3. Liga

Rückspiel 3. der 3. Liga – 16. der 2. Bundesliga

18. Mai

22. Mai

Wir sind wieder da: Den Betriebsunfall

des Bundesligaabstiegs

reparierte der

VfB Stuttgart umgehend. Als

Zweitligameister 2017 glückte

die sofortige Rückkehr ins

Oberhaus. Durch einen 4:1-

Sieg gegen die Würzburger

Kickers sicherten sich die

Schwaben am letzten Spieltag

die kleine Meisterschale vor

Mitaufsteiger Hannover 96.


Bundesligamagazin

Unsere Stars im Ausland

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61

Unser Stars im Ausland

Bundesligamagazin

Stars

made in

Germany

Spieler aus dem Land des Weltmeisters sind im Ausland

gefragt wie nie. Und die europäischen Topklubs lassen

sich die Dienste der Legionäre mehrere Millionen kosten.

Die meisten Deutschen zieht es nach England.

Spanien

Der aktuell wohl beste deutsche Spieler zaubert in der spanischen

Primera Division – und ist dabei extrem erfolgreich: Toni Kroos

gewann mit Real Madrid in der vergangenen Saison nicht nur die

spanische Meisterschaft, sondern auch die Champions League. Es war

bereits die dritte europäische Krönung für den 27-jährigen gebürtigen

Greifswalder. Der Real-Kontrahent FC Barcelona um DFB-Torwart

Marc-André ter Stegen blieb damit nur der spanische Pokaltitel. Mittelfeldstratege

Kroos reifte nach seinem Wechsel 2014 vom FC Bayern

München nach Madrid zum Weltstar, sein aktueller Marktwert von

70 Millionen Euro ist der höchste aller deutschen Spieler. Ganz so weit

ist ter Stegen (Marktwert: 25 Millionen

Euro) noch nicht, doch immerhin

absolvierte

er gerade seine

erste Saison als

unangefochtener

Stammtorwart

des Weltklubs aus

Barcelona.

Titelsammler: Toni

Kroos gewann schon

dreimal die Champions

League – zweimal mit

Real Madrid (Foto) und

einmal mit Bayern.

England

In keinem anderen Land außer Deutschland

selbst spielen mehr deutsche Profis

in der 1. Liga. Die englische Premier

League zieht vor allem die Topstars an:

Mit Mesut Özil, Per Mertesacker und

Shkodran Mustafi stehen bei Arsenal

London gleich drei Deutsche im Kader,

einer mehr als bei Manchester City (Leroy

Sané und Ilkay Gündogan) und dem FC

Liverpool (Loris Karius und Emre Can). In

diesem Sommer zog auch der FC Chelsea

nach: Die „Blues“ kauften DFB-Verteidiger

Antonio Rüdiger für 35 Millionen Euro

vom AS Rom. Doch nicht nur die Topklubs

sind heiß auf deutsche Fußballer:

Bei Leicester City spielt Robert Huth,

für Brighton laufen Pascal Groß und

Uwe Hünemeier auf. Philipp Wollscheid

steht bei Stoke City unter

Vertrag. Aufsteiger Huddersfield

Town setzt auf Chris Löwe,

Christopher Schindler, Michael

Hefele und Collin Quaner.

Damit spielen insgesamt

16 deutsche Profis in

der Premier League

mit einem Gesamtmarktwert

von 218

Millionen Euro.

„Gunners“-Star: Mesut

Özil spielt seit 2013 für

den FC Arsenal.

Italien

Miroslav Klose ist weg (bis 2016 bei Lazio

Rom), Antonio Rüdiger ist auch weg (bis

Juni 2017 beim AS Rom). Bleibt nur noch

Sami Khedira (Foto), der als Deutscher

die Fahne in der italienischen Serie A

hochhält, oder? Nicht ganz. Mit Gianluca

Gaudino (Chievo Verona), Robin

Gosens (Atalanta Bergamo) und

Oliver Kragl (FC Crotone) laufen

drei weitere Deutsche in der Serie

A auf. Gaudino wechselte im

Sommer vom FC Bayern nach Verona,

Gosens kam von Heracles Almelo

(Niederlande) nach Italien, Kragl ist

ein ehemaliger Hallenfußballer aus Wolfsburg,

der über den italienischen Serie-B-

Ligisten Frosinone zu Aufsteiger Crotone

wechselte. Und trotzdem bleibt Khedira

(Marktwert laut transfermarkt.de: 28 Millionen

Euro) das DFB-Aushängeschild in

Italiens Topliga. Mit Juventus Turin verlor

der Mittelfeldspieler vergangene Spielzeit

zwar das Champions-League-Finale gegen

Real Madrid (1:4), wurde dafür aber

italienischer Meister und Pokalsieger.

Frankreich

Immer wieder geben die Vereine der

französischen Ligue 1 ihre besten Spieler

ins Ausland ab – nur Paris Saint-Germain

macht da nicht mit. Der Hauptstadtklub

kaufte sich in den vergangenen Jahren

einen Topkader zusammen, zu dem

inzwischen auch die deutschen Nationalspieler

Julian Draxler (Foto, Marktwert:

35 Millionen Euro) und Kevin Trapp

(Marktwert: 10 Millionen Euro) zählen.

Das Duo wurde vergangene Saison mit

Paris französischer Pokal-, Ligapokal

und Superpokalsieger. Nur in der Ligue 1

war Konkurrent AS Monaco noch besser,

Paris wurde Zweiter. Neben Draxler und

Trapp spielt mit Diego Contento ein

weiterer deutscher Profi in Frankreich.

Der Ex-Bayern-Profi steht seit 2014 bei

Girondins Bordeaux unter Vertrag, ist

dort Stammspieler.

Und was machen Poldi und Schweini?

Kobe war sofort zugekleistert mit „Welcome, Poldi“-Plakaten.

Die Bewohner der 1,5-Millionen-Einwohner-Stadt lieben ihren

neuen J-League-Star Lukas Podolski (l.). Vissel Kobe heißt

der neue Verein des ehemaligen deutschen Nationalstürmers,

der durch seine Verpflichtung in ganz Japan eine wahre

Euphorie ausgelöst hat – ähnlich wie sein Kumpel Bastian

Schweinsteiger (r.) in Chicago. Schweinsteiger

spielt seit März 2017 in der US-amerikanischen

MLS für Chicago Fire. Den Vorwurf, er sei in

die USA gewechselt, um noch mal richtig

abzukassieren, entkräftet der Weltmeister

von 2014 mit überragenden Leistungen.

Schweinsteiger hat Chicago zum Spitzenteam

und Anwärter auf den Titel gemacht – nun

muss Podolski sportlich nachziehen. Bei seinem

Debüt klappte das schon ganz gut. Mit zwei Toren war der

32-Jährige, der mit der Rückennummer 10 auflief, der umjubelte

Matchwinner beim 3:1-Sieg gegen Omiya Ardija.

Deutsche Spieler im Ausland

Dänemark

Hany Mukhtar (22 Jahre)

Bröndby IF

England

Mesut Özil (28)

FC Arsenal

Shkodran Mustafi (25)

FC Arsenal

Per Mertesacker (32)

FC Arsenal

Antonio Rüdiger (24)

FC Chelsea

Leroy Sané (21)

Manchester City

Ilkay Gündogan (26)

Manchester City

Emre Can (23)

FC Liverpool

Loris Karius (24)

FC Liverpool

Robert Huth (32)

Leicester City

Pascal Groß (26)

Brighton and Hove Albion

Uwe Hünemeier (31)

Brighton and Hove Albion

Philipp Wollscheid (28)

Stoke City

Christopher Schindler (27)

Huddersfield Town

Chris Löwe (28)

Huddersfield Town

Michael Hefele (26)

Huddersfield Town

Collin Quaner (26)

Huddersfield Town

Felix Wiedwald (27)

Leeds United

Marcel Franke (24)

Norwich City

Jens Hegeler (29)

Bristol City

Frankreich

Julian Draxler (23)

Paris Saint-Germain

Kevin Trapp (27)

Paris Saint-Germain

Diego Contento (27)

Girondins Bordeaux

Griechenland

Marko Marin (28)

Olympiakos Piräus

Italien

Sami Khedira (30)

Juventus Turin

Gianluca Gaudino (20)

Chievo Verona

Robin Gosens (23)

Atalanta Bergamo

Japan

Lukas Podolski (32)

Vissel Kobe

Niederlande

Amin Younes (24)

Ajax Amsterdam

Daniel Schwaab (28)

PSV Eindhoven

Rico Strieder (25)

FC Utrecht

Stefan Thesker (26)

Twente Enschede

Österreich

Marc Rzatkowski (27)

RB Salzburg

Reinhold Yabo (25)

RB Salzburg

Russland

Serdar Tasci (30)

Spartak Moskau

Spanien

Toni Kroos (27)

Real Madrid

Marc-André ter Stegen

FC Barcelona

Türkei

Tolgay Arslan (26)

Besiktas Istanbul

Andreas Beck (30)

Besiktas Istanbul

Sinan Gümüs (23)

Galatasaray Istanbul

Koray Günter (22)

Galatasaray Istanbul

Robin Yalcin (23)

Rizespor

Süleyman Koc (28)

Rizespor

USA

Bastian Schweinsteiger (33)

Chicago Fire

Florian Jungwirth (28)

San Jose Earthquakes

Info: Aufgelistet sind alle

im Ausland beschäftigten

deutschen Profis, die laut Internetseite

transfermarkt.de

(Stand: 24. Juli 2017) einen

Marktwert von mindestens

einer Million Euro hatten.


Bundesligamagazin WM 2018

62

63 Bundesligamagazin

Jetzt

guckt

Jogi

genau hin

Titel-Premiere: In Russland

gewann die deutsche Nationalmannschaft

Anfang Juli

erstmals den Confederations

Cup. Im Finale schlug die

mit hauptsächlich unerfahrenen

Spielern gespickte Mannschaft

von Bundestrainer Joachim

Löw Südamerika-Meister

Chile mit 1:0. Lars Stindl erzielte

den Siegtreffer.

Nach dem Confed Cup ist vor der WM 2018:

Für Spieler wie Goretzka und Werner geht es in der

Liga auch um ihren Platz in der Nationalmannschaft.

Bundestrainer Joachim Löw erhöht den Druck.

Der Beobachter: Bundestrainer Joachim

Löw wird im Laufe dieser Saison auch

entscheiden müssen, wer mit zur

WM 2018 fährt. Zwei frische Kandidaten

sind Timo Werner (oben) und Leon

Goretzka (unten).

Besser hätte sein Plan

nicht aufgehen können.

Mit einem „Perspektivteam“,

wie

er die Truppe vor

der Abreise liebevoll

nannte, flog Bundestrainer Joachim

Löw im Juni zum Confed

Cup nach Russland – und kehrte

am 3. Juli samt Siegerpokal nach

Deutschland zurück. Die zusammengewürfelte

Mannschaft gewann

also das WM-Vorturnier

und Löw ganz nebenbei, was im

Grunde noch wichtiger ist als die

neue Tröphae in der DFB-Zentrale,

Erkenntnisse für die Gestaltung

der Mission WM-Titelverteidigung

2018, die ebenfalls

in Russland steigen wird.

Das Fazit des Bundestrainers

nach dem Confed Cup fiel entsprechend

positiv aus. Er wollte

„einzelne Spieler weiterbringen,

ihnen Erfahrung geben, die ihnen

in Zukunft hilft. Wir haben

dieses Ziel zu 100 Prozent erreicht.“

Löw hat sich ernsthafte

Alternativen zu seinen gestandenen

– aber nicht jünger werdenden

– Stars geschaffen. Da sind

zum Beispiel Leipzigs Stürmer

Timo Werner, Schalkes Shootingstar

Leon Goretzka und Gladbachs

Kapitän Lars Stindl, die in

Russland jeweils drei Tore schossen

und locker aufspielten. Goretzka,

Werner, Stindl – ein Trio,

das gelungen für die WM 2018

vorspielte.

Nie zuvor konnte Deutschland

den Weltmeistertitel vier Jahre

später verteidigen. Ein Ansporn

für Löw, der in dieser Bundesligasaison

genau hingucken und

prüfen wird, wer den von ihm

forcierten und längst laufenden

„Konkurrenzkampf“ für seine

Weltmeister im Kader weiter anheizen

kann, um das DFB-Team

so noch besser zu machen. „Nur

wenn sie spüren, dass der interne

Druck da ist, gehen sie permanent

an die Leistungsgrenze“,

sagt der Bundestrainer über sein

Kernteam um die Stars wie Thomas

Müller, Jerome Boateng und

Mats Hummels.

Goretzka hat bereits verstanden,

wie es jetzt weitergehen

muss. „Ich muss mich weiter in

der Bundesliga zeigen. Ich will

auf den WM-Zug aufspringen,

das ist mein Ziel.“ Er ist Druckmacher

Nummer eins auf Sami

Khedira von Juventus Turin, gefolgt

von Werner (auf Mario Gomez

vom VfL Wolfsburg). Eine

starke Saison 2017/18 – und die

beiden haben beste Karten, im

Sommer 2018 erneut gen Russland

reisen zu können.

Auch die Confed-Cup-Fahrer

Niklas Süle (damals Hoffenheim,

jetzt FC Bayern), Benjamin Henrichs

(Leverkusens Youngster)

und Kerem Demirbay (Hoffenheim)

spielen in ihren Bundesligaklubs

weiter in doppelter Hinsicht

um Punkte: für ihre Teams

und persönlich für sich – bezogen

auf Löws WM-Planungen.

Geringere Chancen rechnen

sich Experten für Sandro Wagner

(Hoffenheim) und Marvin Plattenhardt

(Hertha BSC) aus. Doch

auch für sie gilt: 34 Bundesligaspieltage

bieten eine Menge Zeit,

um im Fokus von Löw zu bleiben.

Der Bundestrainer selbst erhöht

den Druck: „Jeder weiß jetzt:

Wer zur WM mitfahren will, muss

eine sehr gute Saison spielen!“

Und die beginnt jetzt.


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