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26.08.2017 Lindauer Bürgerzeitung

26.08.2017 Lindauer

LINDAUER Bürgerzeitung mit Amtsblatt der Stadt Lindau (B) 26. August 2017 · Ausgabe KW 34/17 · an alle Haushalte ANSICHTEN Karl Meßmer 1. Vorstand Musikverein Aeschach-Hoyren Der Musikverein Aeschach- Hoyren lädt mit seinen über 100 treuen Helfern vom 1. bis 3. September 2017 bereits zum 12. Mal als Veranstalter zum Lindauer Oktoberfest ein. Auf die Gäste wartet auch bei der 52. Auflage dieses Volksfestes in unserer Heimatstadt gute Unterhaltung mit viel Blasmusik, für die vier Kapellen sorgen, mit Partyhits von in Lindau schon bekannten und beliebten Showbands sowie hochwertige, viel gelobte Festküche aus regionalen Produkten. In diesem Jahr lebt auch eine weitere Lindauer Tradition wieder auf: Wir haben Lindauer Weißbier im Ausschank. Was aber nicht heißt, dass auf unserer Wies‘n das vollmundige original Oktoberfestbier aus München zu kurz kommt. Neben dem „Abend der Betriebe“ am Freitag und dem Partysamstag ist es vor allem der Familiensonntag mit Mittagstisch, Senioren- Gedeck und zusätzlichen Attraktionen für Kinder, der allen Altersklassen bei freiem Eintritt die Möglichkeit gibt, das Lindauer Oktoberfest zu erleben. Wir freuen uns auf Sie! S. 11-14 Erscheinungstermine Ihre nächsten BZ erscheinen Samstag, 09.09.2017 Samstag, 23.09.2017 Stadtwerke: Besseres Ergebnis Deutlich besseres Ergebnis in 2016 erzielt S. 7 Essen und Trinken: Weingenuss Am 6. September eröffnet das Weingut Haug in Lindau- Schönau sein Rädle S. 20 Wissenswertes: Handwerk und Genuss Buntes Markttreiben wartet am 9. und 10. September auf dem Schrannenplatz auf viele Besucher S. 24 Das Museum räumt aus Zum letzten Mal ist die Dauerausstellung des Stadtmuseums zu erleben Einmal ist immer das letzte Mal und so heißt es nun Abschied nehmen: Mit „Paul Klee“ schließt am Sonntag, 27. August, auch die Dauerausstellung im Stadtmuseum, dem Cavazzen. Sie wird in ihrer jetzigen Form nie wieder zu sehen sein und dies aus gutem Grund: Im Rahmen der bevorstehenden Sanierung wird auch die Dauerausstellung zur Lindauer Stadtgeschichte komplett umgestaltet. Doch heißt dies nicht, dass der Cavazzen sofort in einen Dämmerschlaf fällt. So wird es im September noch eine Ausstellung mit Werken des letztjährigen Trägers des Lindauer Kulturpreises, Honest Schempp, geben. Zudem werden die Kunstfreunde eine Schau mit Programm am letzten Öffnungstag der Dauerausstellung Sonntag, 27. August 2017, 11.30 und 15.30 Uhr: Museumsleiterin Barbara Reil begleitet die Gruppe durch die bestehende Dauerausstellung im Stadtmuseum, erzählt, was sie über die Exponate und Museumsgeschichte weiß, und ist gespannt, was die Teilnehmer ihrerseits zu berichten haben. Jeweils im Anschluss findet eine Kurzführung durch die Ausstellung zur Geschichte der Nobelpreisträgertagung mit Wolfgang Huang, Kuratorium für die Tagungen der Nobelpreisträger in Lindau, statt. 14.15 und 15 Uhr: Auch die zwei öffentlichen Führungen durch die Sammlung mechanischer Musikinstrumente sind gratis. Ein kundiger Guide bringt die Musikautomaten zum Klingen. Dabei ertönt auch ein jahrelang verstummtes Instrument, das seine Stimme nach aufwändiger Restaurierung wieder gefunden hat. Auch das berühmte Äbtissinnenzimmer ist am Sonntag das letzte Mal zu sehen. Videoinstallationen von Tessa Knapp zeigen. 2018 plant das Museumsteam im Erdgeschoss noch einmal eine Schau mit Werken eines namhaften Künstlers der Klassischen Moderne. Dann werden die oberen Etagen des Cavazzen für Besucher allerdings nicht mehr zugänglich sein. „Es wird geräumt und verpackt, damit die Sammlung ausgelagert werden und die Sanier ung beginnen kann“, begründet dies Museumsleiterin Barbara Reil. Fachleute werden im Herbst insbesondere im 3. Obergeschoss umfangreiche Befunduntersuchungen vornehmen – Wände, Decken und Böden müssen stellenweise geöffnet werden, um eventuelle Schäden erkennen zu können und ein aussagekräftiges Bild vom Zustand des Gebäudes zu erhalten. Ehe es mit der Sanierung losgehen kann, müssen ungefähr 6000 Objekte verpackt und ausgelagert werden. Von ▶ Viehscheid Schlachters Tierische Gaudi mit vier- und zweibeinigen Rindviechern und Viehscheidmehrkampf S. 21 der Haarnadel bis zum früheren Uhrwerk der Stiftskirche. Diese sollen dann Ende 2018 oder Anfang 2019 in ein neugebautes Depot umziehen. „Angesichts der derzeitigen Baukonjunktur ist eine präzisere Prognose nicht möglich“, sagt Reil, die bereits am Konzept für das künftige Stadtmuseum tüftelt. „Es soll ein Museum werden, das Spaß macht“, sagt sie. Die Lindauer Stadtgeschichte soll nicht staubtrocken, sondern anschaulich erzählt werden. Das heißt aber auch: Künftig werden weniger Objekte zu sehen sein. „Wir wollen starke Geschichten am Beispiel von ausgewählten Objekten erzählen.“ Außerdem soll es vermehrt Sonderausstellungen zur Stadtgeschichte geben. „Wir wollen ein Museum, das von den Bürgern mitgetragen und -gestaltet wird“, schaut Reil voraus. So stellt sie sich eine enge Zusammenarbeit mit Vereinen und Gruppierungen BZ Foto: Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern vor. So wie beispielsweise im vergangenen Jahr mit der Ausstellung zu Geschichte der Schifffahrt am Bodensee, die in Kooperation mit dem Verein Eisenbahn- und Schifffahrtsmuseum Lindau umgesetzt wurde. In ihrer jetzigen Form wird die Dauerausstellung am kommenden Sonntag zum letzten Mal zu sehen sein. Der Eintritt in die oberen Etagen des Cavazzen ist frei, um 11.30 und 15.30 Uhr finden kostenlose Sonderführungen statt. Die Teilnehmer sind eingeladen, ihre eigenen Erinnerungen mit- und einzubringen – seien es die an einen Museumsbesuch mit der Grundschulklasse vor 40 Jahren, die an ein Ausstellungsstück, das aus dem Wohnzimmer der Großeltern stammt, oder die an einen ganz besonderen Menschen, eine Begegnung, ein Ereignis, der/die/das doch eigentlich irgendwie ins Museum gehört... JW/ Barbara Reil ▶ 52. Lindauer Oktoberfest Party, Bier und Schmankerl vom 1. bis 3. September S. 11-14