Wallstr-News3-2017

neumedier

Gemeindebrief der Ev. Marienstiftsgemeinde Lich und Ev. Kirchengemeinde Nieder-Bessingen

Wallstr.-News

Evangelische Kirchengemeinde Nieder-Bessingen

Evangelische Marienstiftsgemeinde Lich, Büro: Tel: 06404 62849, Am Wall 24, 35423 Lich

Gemeindebrief

Evang. Marienstiftsgemeinde Lich

Kirchengemeinde Nieder-Bessingen

September bis November 2017


„Der Wolken, Luft und Winden, gibt

Wege, Lauf und Bahn, …

„Heiter bis wolkig“

Liebe Gemeinde,

vielleicht haben Sie sie auch

gesehen diesen Sommer: die

Wolkentürme am Himmel,

Gewitterwolken, Schäfchenund

Zirruswolken, Schlechtwetter-,

Schleierwolken und

andere mehr.

Das Schöne ist: Man kann sie

(fast) überall auf dieser Erde

anschauen. In fernen Ländern

ebenso wie hier zu Hause zwischen

Wetterau und Vogelsberg.

Wolken kündigen den ersehnten

oder auch mancherorts

gefürchteten Regen an. Als sich

ständig verändernde Himmelszeichen

werden sie von uns

Menschen gerne beobachtet

und bestaunt. Manchmal sehen

sie aus wie wilde Tiere oder

lustige menschliche Gesichter:

Jedes Kind hat sicher schon

einmal verträumt auf dem Rücken

liegend seiner Phantasie

freien Lauf gelassen.

Wolken faszinierten Menschen

schon immer: als Wetterboten

ebenso wie als Naturschauspiele.

So ausgefeilt unsere Möglichkeiten

auch sind – weder kann

man bis heute den Lauf der

Wolken präzise voraussagen,

noch können wir Menschen

diese (jedenfalls nicht in großem

Ausmaß) selbst erzeugen.

Manche Hungersnot ließe sich

dadurch vielleicht verhindern,

wenn man bedenkt, dass es im

Norden Kenias zum Beispiel

in den vergangenen zwei Jahren

kaum geregnet hat und das

Leben von Menschen und Tieren

dort enorm bedroht ist.

Wolken habe immer etwas

Sagenumwobenes, Unscharfes.

Das merkt man spätestens

dann, wenn man sich mitten in

einer Wolkenwand befindet.

So klar umrissen, wie es auf

mancher Kinderzeichnung

scheint, sind sie eben nicht.

Natürlich spielen Wolken auch


… der wird auch Wege finden,

da dein Fuß gehen kann.

in der Bibel eine Rolle, denn

so lange es Leben auf der Erde

gibt, so lange gibt es auch schon

Wolken.

Als Mose das Volk Israel durch

die Wüste führen soll, zeigt sich

Gott tagsüber in einer Wolkensäule

und nachts in einer Feuersäule

– furchteinflößend und

vertrauenserweckend zugleich

(nachzulesen im 2. Buch Mose,

Kapitel 9).

Immer wieder sind die Wolken

ein Zeichen für Gottes Anwesenheit

und zugleich für seine

Unverfügbarkeit. Auf dem

Gottesberg, auf welchem Mose

die Zehn Gebote empfängt,

bedeckt die Wolke den Gipfel,

damit sich Gott dort niederlassen

kann.

Als das Volk später endlich ein

Heiligtum hat, erfüllt Gottes

Wolke den Raum: Gott zeigt

sich und verhüllt sich gleichzeitig.

Mehrere tausend Jahre später,

als Jesu Abschied bevorsteht,

zieht er sich ebenso auf einen

Berg zurück, wo die Stimme

Gottes aus der Wolke zu ihm

spricht und ihm damit hilft, ins

(echte) Leben zurück zu finden.

Und schließlich ist der letzte

Eindruck, den die Jünger von

ihrem Freund und Herrn zu sehen

bekommen, wiederum eine

Wolke, mit der Jesus in den

Himmel entschwindet.

Wolken – real und doch unwirklich.

Zum Greifen nah und

doch unfassbar.

Beobachten, aber nicht festhalten

können – so geht es uns mit

manchem, was wir in unserem

Leben vorfinden.

Gott, der uns nahe sein will,

bleibt doch immer auch verborgen

und geheimnisvoll.

Greifbar und doch nicht festzuhalten

– so ist Gott. Er kann

uns helfen uns von der Illusion

zu verabschieden, wir könnten

alles planen und steuern, denn

– Gott sei Dank – lenkt ein anderer

unser Leben.

Er schuf aus dem nebelhaften

Nichts diese Welt und lenkt

Inhalt

Angedacht ... S. 2- 3

Veranstaltungen

und Aktuelles S. 4- 6

Nieder-Bessingen S. 7- 8

Kirchenmusik S. 9

Kinder, Jugend

und Familie * S. 11-17

Ökumene S. 18-21

Rückblicke S. 22-25

Verschiedenes S. 26-31

Termine S. 32-34

Freud und Leid S. 35

bis heute nicht nur Wolken,

Luft und Winde, sondern auch

unsere Lebenswege, damit wir

sicher gehen.

Dieses Vertrauen schenke uns

Gott.

Ihre Pfarrerin


4

Veranstaltungen und Aktuelles

Über zwei bauliche Veränderungen

bzw. Verbesserungen in

unserer Kirche kann an dieser

Stelle berichtet werden:

Im Chor, an der Südostwand,

gibt es jetzt eine Veränderung

an der Platzierung der Grabplatten.

Die schon im letzten

Gemeindebrief beschriebene

Baumaßnahme ist abgeschlossen.

Die drei historischen Grabplatten

von 1477 und 1594,

zuvor hinter dem Altar unter

Holzbohlen verborgen,

sind jetzt

standsicher an der Wand befestigt.

Dazu mussten zwei andere

Grabdenkmäler versetzt werden.

Dass die Maßnahme auch

optisch gelungen ist, sieht man

auf dem Foto: Alle Grabplatten

in diesem Bereich ergeben jetzt

ein harmonisches Gesamtbild.

Eine schon seit langem auf der

Agenda stehende Maßnahme,

die für den Alltag in unserer

Kirche von großer

Bedeutung ist,

konnte endlich abgeschlossen

werden. Nach langer Planungsphase

und umfangreichen Vorbereitungsarbeiten

(Elektriker,

Schreiner und Plattenleger

mussten wegen der Verkabelung

tätig werden) wurden

am 4. August die Pfarrer, der

Kantor und unsere Küsterin

mit der Bedienung der neuen

Lautsprecheranlage vertraut

gemacht und in die Bedienung

eingewiesen.


5

Während der Vorbereitungsarbeiten

(es mussten dem heutigen

Stand der Technik entsprechend

neue Kabel verlegt

werden) wurden auch diverse

zusätzliche Steckdosen und

elektronische Zugänge zur Anlage

gelegt, sodass künftig die

Akustik in unserer Kirche bei

allen denkbaren Veranstaltungen

optimal von den Besuchern

und Besucherinnen wahrgenommen

werden kann.

Im Gottesdienst am 6. August

wurde erstmals erfreut festgestellt,

dass jedes Wort zu verstehen

ist, – auch an Stellen in

unserer Kirche, an denen das

bislang nicht möglich war.

Optisch diskret sind die Lautsprecher

an den Säulen angebracht (oben), und

auch unter dem Fürstenstuhl ist jetzt

jedes Wort zu verstehen (links).

So unauffällig wie möglich wurden

die Kabel verlegt (Bild auf der linken

Seite).


6

Unsere Beiträge zum Lutherjahr im September

Die Ausstellung „Mensch! Luther!”, Exponate aus unserer Bibliothek und ein Vortrag über die

Sprache Luthers sind die Highlights unserer Veranstaltungsreihe.

Wer am 4. August nachmittags

zufällig einen Blick in unsere

Kirche geworfen hat, konnte

außer den Männern, die die

Arbeiten für die neue Lautsprecheranlage

zum Abschluss

brachten, einige eigenwillige,

helle Gestalten in den Bänken

sitzen bzw. im Chorraum stehen

sehen. Erst mit dem zweiten

Blick war zu erkennen, dass

es sich um lebensgroße Holzfiguren

handelte.

Der Hintergrund dieser ungewöhnlichen

Situation war, dass

hier Vorbereitungen durchgeführt

wurden (Stellproben,

Fotos), die für die Ausstellung

„Mensch! Luther!“ mit Skulpturen

des Künstlers Stephan

Guber (Eröffnung am 10. September

um 12:00 Uhr) notwendig

waren.

Mit dabei war auch die Lutherfigur,

die nach Abschluss der

Ausstellung am 31. Oktober in

unserer Kirche bleiben wird.

Parallel zu dieser Ausstellung

werden vom 10. bis 22. September

in der Kapelle unserer

Kirche Bücher aus unserer historischen

Bibliothek, ergänzt

mit Exponaten aus dem Archiv,

zu sehen sein. Es handelt sich

dabei um Werke aus der Zeit

der Reformation. Selbstverständlich

von Luther selbst

geschriebene Werke, aber auch

das theologische und politische

Umfeld jener Zeit wird gezeigt

werden. Werke von Zwingli,

Bucer, Reuchlin, Erasmus von

Rotterdam werden ausgestellt.

Auch die Exponate, die zzt. im

Frankfurter Bibelhaus in der

Ausstellung „fremde.heimat.

bibel“ gezeigt werden, werden

dabei sein, so auch der Fourierzettel,

der von Martin Luthers

Übernachtung in Lich Zeugnis

ablegt.

Ergänzend zu der Ausstellung

wird am 14. September Prof.

Dr. Hellmut

Zschoch

sich in seinem

Vortrag

„Dem Volk

aufs Maul

und ins Herz

geschaut“ mit

der Sprache

Luthers beschäftigen. Hellmut

Zschoch ist Professor für Kirchengeschichte

an der kirchlichen

Hochschule Wuppertal/

Bethel und war im Verlauf

seiner Ausbildung in unserer

Gemeinde als Vikar tätig.


7

Veranstaltungen zum Reformationsjubiläum

September

Oktober

10.– 22. Ausstellung in der Kapelle der Marienstiftskirche

„Luther und seine Zeit – Schätze aus unserem

Archiv und der Marienstiftsbibliothek“

10. 12:00 Uhr Eröffnung der Ausstellung „Mensch! Luther!“

mit lebensgroßen Holzfiguren von dem Niddaer

Holzbildhauer Stephan Guber in der

Marienstiftskirche

Dauer der Ausstellung: bis 31. Oktober 2017

14. 19:30 Uhr Vortrag von Prof. Dr. Hellmut Zschoch

„Dem Volk aufs Maul und ins Herz geschaut“

22. 15:30 Uhr Konzert „Psalmvertonungen“

von Heinrich Schütz

7. 19:00 Uhr Abendessen

„... mit Luther und seinen Tischreden“

28. 17:00 Uhr Bläsermusik zur Reformation

mit unserem Posaunenchor

30. 19:00 Uhr „Reformationsparty“ für Jugendliche

31. 10:30 Uhr Reformationsgottesdienst

November 18. 17:00 Uhr Orgelkonzert zur Reformation


8

Nieder-Bessingen

Gottesdienste

Sa. 09.09.2017 18:00 Wir laden ein zum Festgottesdienst der Am Anger, Großen-Buseck

Dekanate siehe nächste Doppelseite rechts

So. 01.10.2017 14:00 Erntedank-Gottesdienst mit Abendmahl Gemeindehaus Nieder-Bessingen

Pfarrer Neumeier

So. 15.10.2017 09:30 Gottesdienst Pfarrer i.R. Landau Gemeindehaus Nieder-Bessingen

So. 30.10.2017 09:30 Festgottesdienst zur Wieder-Eröffnung

unser Kirche

Pfarrerin Lang und Pfarrer Neumeier

Start am Gemeindehaus, dann

Kirche Nieder-Bessingen

So. 12.11.2017 09:30 Gottesdienst Pfarrer Neumeier Kirche Nieder-Bessingen

So. 26.11.2017 09:30 Gottesdienst zum Ewigkeitssonntag Kirche Nieder-Bessingen

Pfarrerin Lang

Sa. 02.12.2017 16:00 Gottesdienst mit Aufstellen des Weihnachtsbaums

zum 1. Advent

Pfarrer Neumeier

Gemeindehaus Nieder-Bessingen

Die Kirche geschlossen wegen

Renovierung: Wo soll bloß die

Konfirmation stattfinden?

Nach einigen anderen Überlegungen

wie zum Beispiel an der

Linde (was aber bei Regen?!)

kam Kloster Arnsburg als Idee.

Aber auch dort gab es mehrere

Möglichkeiten. Die Paradieskapelle

erwies sich dann aber als

guter Ersatz und wir konnten

einen wunderschönen Konfirmationsgottesdienst

zusammen

feiern.


9

Kirchenrenovierung

Die Kirchenrenovierung wird

hoffentlich im Oktober abgeschlossen

sein. Anders als

früher geplant wurde das Schiff

außen nun auch in diesem Jahr

schon renoviert.

Am 29. Oktober wollen wir die

Kirche wieder eröffnen, den

Gottesdienst am Gemeindehaus

beginnen und dann in die Kirche

ziehen.

Weiße Wände, eine neue Beleuchtung,

mehr Platz vor dem

Altar und ein veränderter Zugang

durch den Turm auf die

Empore werden die augenfälligsten

Veränderungen sein.

Daneben aber wurden die gesamte

Elektrik erneuert und

vor allem die Holzbalken der

Dächer, wo nötig, erneuert und

diese neu geschiefert.

Wir freuen uns,wenn wir wieder

in unserer Kirche Gottesdienste

feiern können und auf

alle, die dann immer wieder in

unsere schöne Kirche kommen

werden.

Oben: Schnitt am Lindenbaum

Links: Treppenaufgang

Unten: Gerüst in der Kirche


10

Kirchenmusik

Samstag, 2. September, 18 Uhr

Orgelkonzert

Werke von Bach, Reger, Eben.

Samstag, 28. Oktober, 17 Uhr

»Wir glauben all«

Musik zum Reformationsfest

Ev. Posaunenchor Lich

Leitung: Christof Becker

Eintritt frei, um Spende wird gebeten

Samstag, 18. November, 17 Uhr

Orgelkonzert

Marcus Sterk, Konzertorganist

München

mit Einführungsgespräch

„von der Orgelbank“

Eintritt frei, um Spende wird gebeten

Freitag, 22. September, 15:30 Uhr

Psalmvertonungen

von Heinrich Schütz und seinen

Lehrern

Werke zum Reformationsjubiläum

Christof Becker, Orgel

mit Einführungsgespräch

„von der Orgelbank“

Eintritt: 5 bis 10 €

Im Rahmen des

Internationalen

Heinrich-Schütz-

Festes, Marburg

Ensemble für Alte Musik Saltarello,

Marburg

Leitung: Tobias Irmscher

Sonntag, 10. Dezember, 17 Uhr

Weihnachtsoratorium

von Johann Sebastian Bach

Marienstiftskantorei Lich,

Leitung: Christof Becker

Eintritt: 10 bis 25 €

Tickets online erhältlich unter:

www.reservix.de


11


12

Kinder, Jugend und Familie

Herzliche Einladung an alle Kinder ab 5 Jahren

zum Ki-Ki-Tag!!!

Liebe Kinder, liebe Eltern,

zum Kinder-Kirchen-Tag treffen wir uns einmal im Monat (meistens)

samstags von 10 bis 13 Uhr, im Ev. Gemeindehaus Am Wall, in Lich,

zum Spielen und Essen, zum Basteln und Singen, zum Lachen und

Selbermachen.

Samstag, 23. September

Eine Hand voll Erde

und Sonntag, 24.September

Familiengottesdienst zum Erntedank

Samstag, 25. November

Warten auf Gott

(mit Rollenvergabe zum Krippenspiel)


13

Wie Martin Luther unterwegs in Lich

Unser Angebot zur Beteiligung an den Ferienspielen der Stadt Lich

Auch wir als evangelische Marienstiftsgemeinde

beteiligten

uns in diesem Jahr wieder bei

der Ferienspielaktion der Stadt

Lich mit einem Angebot für

Kinder.

Unter dem Motto „Wie Martin

Luther unterwegs in Lich“

bastelten die begeisterten Kinder

Steckenpferde, um dann

schließlich etwas über Martin

Luthers Durchreise auf dem

Weg zum Reichstag in Worms

zu erfahren.

Ausritt, ein kleines Pferderennen

sowie ein Picknick fanden

im Pfarrgarten statt.

Auf den mit Hilfe von Tennissocken,

Stopfwatte, Wolle,

Knöpfen und Lederriemen

selbst hergestellten Pferdchen

ritten die glücklichen Kinder

schließlich stolz nach Hause.


14

Surffreizeit Rügen

Wenn jemand eine Reise tut,

kann er was erleben! Wie sehr

das zutrifft, konnten wir gleich

bei der Hinfahrt feststellen, als

der Bus nach sechs Stunden

Fahrt den Geist aufgab – Kolbenfresser,

nichts ging mehr.

Zum Glück bekamen wir nach

einer kleinen Zwangspause

hinter den Leitplanken einen

mehr als würdigen Ersatzbus

gestellt. Die Klimaanlage und

das Soundsystem entschädigten

uns für die vorigen Strapazen.

Die restliche Woche verlief

dann hingegen störungsfrei.

Bevor unser Surfkurs am

Montag startete, besuchten wir

den Strand von Juliusruh, wo

sich ein paar Mutige bereits ins

Wasser trauten.

Unser Surfkurs startete täglich

erst um 14 Uhr, sodass

wir vormittags jeweils kleine

Sportturniere veranstalteten.

Die Sieger sollen hier

nicht ungenannt bleiben: Im

Tischtennis gewann das Team

„reise.com“, bestehend aus

Nick und Finn, während sich

im Volleyball „Belá und die

Brillenträger“ (Bela, Finn und

Ramona) durchsetzten. Bevor

es nachmittags aufs Wasser

ging, weihte unser urbayrischer

Surflehrer Otto uns in die

Geheimnisse des Windsurfens

ein. Kurz darauf standen die

Einsteiger und aufgestiege-


15

nen Meister auf den Brettern,

hissten das Rigg und stachen

in See. Insgesamt hatten wir

gute Windverhältnisse, um

das Windsurfen zu erlernen

und unser Können zu verbessern.

Ließ der Wind doch mal

zu wünschen übrig, war dies

nicht weiter schlimm, denn

Otto hatte bereits eine Lösung

für dieses Problem: die Segel

wechselten wir gegen Paddel

und erkundeten das Stehrevier

beim Stand-up-Paddle-Boarding.

Am dritten Tag bestanden die

vier Neueinsteiger

(Lukas,

Nick, Selina,

Ramona) mit

Bravur ihre

Prüfung für

den Surfschein.

Auch ein bisschen

Kultur

musste sein. Es

folgten Ausflüge

nach Binz und

in die Hansestadt

Greifswald.

Ebenso

wurde es abends

nie langweilig.

Jeden Abend

spielten wir

eine Runde „Erwischt!“: Ein

Spiel, bei dem auffällige Aktionen,

wie zum Beispiel über

den Boden krabbeln, seinen

Bizeps zeigen oder fünf Minuten

auf der Bank stehen,

vor den Augen der anderen

Teilnehmer durchgeführt

werden mussten, ohne dass die

Mitspieler Verdacht schöpften.

Außerdem spielten wir Rundlauf,

vergnügten uns auf der

Surferparty „Duschbar“ und

schauten Star Wars auf englisch

(an dieser Stelle danken wir

dem Berlitz Englischcamp).

Ein besonderes Highlight war

das Lightpainting, bei dem wir

unserer kreativen Ader freien

Lauf lassen konnten. Nach dieser

abwechslungsreichen Woche

fahren wir nun zerstochen,

aber glücklich nach Hause.

12.08.2017, irgendwo hinter

Hamburg


16

Jugendmitarbeiterfahrt Kirchentag Berlin

Einige Jugendmitarbeiter verbrachten

im Mai vier erlebnisreiche

Tage mit den beiden

Pfarrern und der Gemeindepädagogin

auf dem Kirchentag

in Berlin.

Beim Eröffnungsgottesdienst

vor dem Reichstag beeindruckte

unter anderem der bebilderte

Rückblick auf die Geschichte

des Reichtagsgebäudes, darauf

folgte der Abend der Begegnung

Unter den Linden. Übernachtet

wurde kirchentagsgemäß

im Klassenraum einer

Schule im Süden Berlins. Die

Tage waren angefüllt mit den

Besuchen von Konzerten, dem

Zentrum Jugend, oder dem

Besuch des Infostandes der

EKHN für kirchliche Berufe.

Zu den Höhepunkten gehörte

sicherlich das Gesprächskonzert

mit Samuel Harfst und

Samuel Koch, bei dem der

letztere beeindruckend von

seiner Verletzung und vor

allem seinem Glauben sprach,

der ihm half, wieder ins Leben

zu finden

Und das Miterleben des Gespräches

von Barak Obama

und Angela Merkel war sicher

das zweite Highlight de Tage.

Auf der Rückfahrt wurde

unter anderem viel darüber

diskutiert, wie Gottesdienste

auch bei uns für Jugendliche

interessanter gestaltet werden

könnten.

So war es

eine erlebnis-

und ertragreiche

Fahrt für

alle. Und

der nächste

Kirchentag

bzw. die

nächste

Mitarbeiterfahrt

kommen ganz bestimmt.


Ski- & Sowboardfreizeit

2018

17

Mayrhofen im Zillertal

QR-Code zur Anmeldung auf

yougentlich.de


18

Ökumene

Tagesausflug nach Altenberg und Köln

Am 24. Juni trafen sich rund

60 Gemeindeglieder aus St.

Paulus und der Marienstiftsgemeinde,

um sich auf den Weg

zu machen ins Bergische Land

und nach Köln.

Die erste Station des Ausflugs

war der Altenberger Dom, auch

Bergischer Dom genannt. Dies

ist die Klosterkirche einer ehemaligen

Zisterzienserabtei, ca.

20 km westlich von Köln gelegen.

In zwei Gruppen wurden die

Licher durch das gotische Gotteshaus

geführt und kenntnisreich

informiert.

Die Kirche ist nicht nur

in sehr gutem Zustand

mit wunderbaren Beispielen

der Ausstattung

(z. B. die Buntglasfenster

der Westfassade, s. Bild

links), sondern sie wird

seit 1857 (!) simultan

von der römisch-katholischen

und der evangelischen

Gemeinde als

Pfarrkirche genutzt.

Gut gelaunt ging es bei

sommerlichem Wetter

weiter nach Köln. Dort

sollte nach der Mittagspause

der Dom besichtigt werden.

Das musste leider ausfallen, da,

für uns überraschend, Bundespräsident

Steinmeier seinen

Besuch angekündigt hatte und

darum der Dom aus Sicherheitsgründen

für Besucher gesperrt

wurde.

Der nächste Programmpunkt


19

„Madonna in den Trümmern“

genannt wurde.

Abschließend ging es zur Basilika

„St. Aposteln“. Diese romanische

Kirche aus dem 11.

Jh. beeindruckt nicht nur durch

die Architektur (imposanter

Drei-Konchen-Chor), sondern

auch durch die Änderungen der

Bausubstanz und der Innengestaltung

– nicht nur durch

kriegsbedingte Reparaturen

(viele Bombentreffer 1942-44),

sondern schon seit der napoleonischen

Zeit (1802) wurden

vielfältige Umbaumaßnahmen

durchgeführt, die der Politik

und dem jeweiligen Zeitgeist

geschuldet waren.

Erschöpft, aber reich an Eindrücken

und gesättigt mit historischem

Wissen wurde die

Heimreise angetreten. Auf der

Rückfahrt nutzte Pfr. Martin

Sahm die Gelegenheit, den beiden

für die Organisation Verantwortlichen,

Werner Hungenberg

und Peter Ihring, für

deren Engagement zu danken,

und überreichte beiden je einen

Sixpack Reissdorf-Kölsch, eine

Sorte, die Kenner schätzen, die

aber in Mittelhessen nur schwer

zu erhalten ist.

Besonderen Dank gebührte

Herrn Hungenberg, dessen

perfekte Vorbereitung und auch

seine kenntnisreiche Führung

in Köln entscheidend zum Gelingen

des Tagesausflugs beigetragen

haben.

war die Madonna in den Trümmern.

Hier war 1943 die Kirche

„St. Kolumba“ bei einem Bombenangriff

fast völlig vernichtet

worden. Einzig die Marienstatue

war verhältnismäßig unzerstört

geblieben (s. Bild). In den

Jahren 1947-50 wurde unter

Einbeziehung der historischen

Mauerreste die heutige Kapelle

errichtet, die von den Kölnern


20

Luther – ein katholischer Protestant?

Der kath. Pfr. Erik Wehner referierte am 27. April im ev. Gemeindehaus

im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe zum Lutherjahr 2017

Pfarrer Erik Wehner, Dekan in

den katholischen Gemeinden

der Kommune Dreieich, ist gebürtiger

Licher und hat in unserer

Marienstiftsgemeinde das

Orgelspiel erlernt. Außerdem

war er viele Jahre als Sänger im

Jugendchor und in der Mari-

enstiftskantorei aktiv und darüberhinaus

hat er seinen Zivildienst

in der ev. Lukasgemeinde

in Gießen absolviert.

Mit diesem ökumenischen Hintergrund

verstand es der Referent

vor mehr als 60 Zuhörern,

den weiten Bogen zu spannen

von der sich historisch entwickelnden

Kirchentrennung,

über die konfliktreiche Zeit danach,

bis hin zur gegenwärtigen

Situation der beiden Konfessionen.

Die historischen Fakten waren

den meisten Zuhörern bekannt,


21

Ökumenischer

Literaturkreis

aber interessant war Wehners

Bewertung eines der damaligen

Protagonisten, Albrecht

Kardinal von Brandenburg,

der als zuständiger Mainzer

Kirchenfürst aus Eigeninteresse

(Stichwort „Ablasshandel“)

sehr zur Eskalation der beiden

Lager und somit erheblich zur

späteren Trennung in die zwei

Konfessionen beigetragen hatte.

Interessant war auch die Sicht

des Redners über die weitere

Entwicklung der beiden Kirchen:

Die kath. Seite mit ihren

nicht zu unterschätzenden Reformbestrebungen,

die ev. Seite

mit der Entwicklung hin zur

staatstragenden Kirche innerhalb

der jeweils ev. geführten

Fürstentümer. Hier war der

Landesfürst meistens auch das

Kirchenoberhaupt.

Besondere Erwähnung fand,

sicher auch aufgrund Wehners

persönlicher Vita, die kirchenmusikalische

Bedeutung Luthers,

die – zumindest im deutschen

Sprachraum – sich auch

auf katholischer Seite auswirkte.

Das sei u. a. daran zu erkennen,

dass in kath. Gottesdiensten in

Deutschland häufiger gesungen

wird als z. B. in Südeuropa.

Gegen Ende der Veranstaltung

entwickelten sich zunehmend

Dialoge mit den Zuhörern. Hier

wurde meist die ökumenische

jüngere Vergangenheit sowie

die gegenwärtige Entwicklung

reflektiert. Dabei sagte Wehner

mit einem Augenzwinkern, in

der Ökumene sei die Glaubenspraxis

häufig elastischer als das

Kirchenrecht.

Termine

und Lesestoff

für September

bis Dezember

2017

7. 9. Volter Kilpi: Die Albatros.

Wuppertal: Arco 2014

5.10. Nikolaj Gogol: Der

Mantel – Die Nase. Stuttgart:

Reclam 2015

16.11. Anna Maria Schenkel:

Tannöd. Berlin: btb 2008

7.12. Peter Härtling: Nachgetragene

Liebe: München:

dtv 2015 [1980]

Wie immer donnerstags um

19:30 Uhr im kath. Gemeindezentrum

St. Paulus in der

Ringstraße.


22

Rückblicke

Motorradgottesdienst

Schon zum 10. Mal trafen sich

die Freunde der PS-starken

Zweiräder, um am 7. Mai den

Beginn der sommerlichen

Motorradsaison mit einem

Gottesdienst zu feiern. Pfarrer

Lutz Neumeier hatte wieder die

Band „Blues LA“ der Musikschule

Lich engagiert und die

sorgten, wie schon die Jahre

zuvor, für den angemessenen

musikalischen Rahmen. Der

war breit angelegt und ging von

zwei neueren Liedern aus dem

Gesangbuch über Blues-Balladen

bis hin zum Hard-Rock

mit der Rocker-Hymne „Born

to be wild“. Das gefiel u. a. auch

den anwesenden Konfirmanden,

die sich in einem späteren

Gespräch gern an die „prima

Musik“ erinnerten.

Gottesdienst an

Himmelfahrt

Es ist schon einige Jahre Tradition,

dass bei schönem Wetter

der Himmelfahrtsgottesdienst

im Innenhof des Seniorenheimes

gefeiert wird. So war es

auch in diesem Jahr. Vikarin

Ricarda Heymann unterbrach

ihre Elternzeit und hielt den

Gottesdienst mit sichtbarer

Freude.

Auch die Bewohner des Seniorenheims

genossen die Abwechslung.

Die musikalische

Begleitung durch den Posaunenchor

trug zum Gelingen bei.

Erfreulich auch, dass in diesem

Jahr viele aus der Kerngemeinde

den Gottesdienst besuchten.

Zwei Konfirmanden freuten sich

zum Beginn, die Glocke läuten

zu dürfen, eine Aufgabe, die in

der Vergangenheit (bis 1964)

zum selbstverständlichen Aufgabenbereich

des Gemeindenachwuchses

in Lich gehörte.


23

Eröffnung des Licher

Friedwaldes mit ökumenischer

Andacht

Am 30. Juni war die Licher Bevölkerung

von den städtischen

Verantwortlichen zu einer Feierstunde

mit anschließender

Gelegenheit zur Information

eingeladen worden. Anlass war

die Eröffnung des FriedWald-

Geländes im Licher Stadtwald.

Es gibt nun auch in Lich die

Möglichkeit der Urnenbeisetzung

im Wald, eine Bestattungsform,

die immer mehr

Anhänger findet.

Es ist selbstverständlich, dass

die Kirchen bei einem solchen

feierlichen Anlass ihren Beitrag

leisten, und so waren

es die Pfarrer

Martin Sahm und

Lutz Neumeier, die

gemeinsam eine

ökumenische Andacht

hielten und

damit bekundeten,

dass die beiden

Kirchen dieser

Bestattungsform

gegenüber aufgeschlossen

sind.

Gottesdienst im Licher

Waldschwimmbad

Am 9. Juli wurde der Gottesdienst

kurzfristig statt in der

Marienstiftskirche im Licher

Waldschwimmbad gefeiert.

Der Anlass war das Familienfest,

das der Verein „Sport, Erholung

& Kultur (SEK) Licher

Waldschwimmbad Lich e.V.“

das ganze Wochenende über

veranstaltet hatte. Dankbar hat

unsere Gemeinde das Angebot

angenommen, sich mit einem

Gottesdienst an der Veranstaltung

zu beteiligen. Initiiert und

unterstützt wurde das von Margit

Jochim, die als Vorstandsmitglied

im SEK tätig ist, aber

auch als Prädikantin unserer

Gemeinde den Gottesdienst

gemeinsam mit unserer Vikarin

Ricarda Heymann leitete.


24

Zum Ferienabschluss

ein sommerlicher

Abendgottesdienst

Zu einer für uns Licher eher

ungewöhnlichen Zeit, nachmittags

17:00 Uhr, war der

sonntägliche Gottesdienst

am 13. August angesetzt. Die

Gründe dazu waren zum einen

die Vorstellung der neuen

Konfirmanden, die ab dem

darauffolgenden Dienstag mit

dem Unterricht begannen, und

die im Anschluss an den Gottesdienst

geplante Radtour auf

dem Lutherweg nach Nieder-

Bessingen.

Die neuen Konfirmanden, 34

Jungs und 20 Mädchen, waren

mit ihren Eltern und Großeltern

schon etwas früher gekommen

und übten gemeinsam

eines der später zu singenden

Lieder ein. Später im Gottesdienst

stellten sich die jungen

Gemeindeglieder mit Vornamen

und einer persönlichen

Vorliebe der Gemeinde vor.

Dabei fiel auf, dass Sport einen

hohen Stellenwert bei den Jugendlichen

hat. Die Mädchen

„stellen“ eine komplette Handballmannschaft.

Nach dem gut

besuchten Gottesdienst entschied

sich eine kleine Gruppe,

an der anschließenden Radtour

teilzunehmen. Sie nutzten das

perfekte Wetter, hatten ihren

Spaß und durften sich in

Nieder-Bessingen auch noch an

einem kleinen Imbiss erfreuen.

Gut besuchter ökumenischer

Gottesdienst

„Es ist ein schöner Beginn für

einen Gottesdienst, wenn Stühle

und Bänke nicht ausreichen

und für Nachschub gesorgt

werden muss.” So lautete ein

Teil der Begrüßungsworte von

Pfarrerin Lang anlässlich des

ökumenischen Gottesdienstes,

der am 20. August erstmals auf

dem Gelände des Bürgerparks

bei herrlichem Sonnenschein

gefeiert wurde.

Pfarrer Martin Sahm ging in

seiner Predigt auf die Worte der

kurz zuvor gehörten Lesung

ein. Dort hieß es (1. Kor. 12,12)

„Denn wie der Leib einer ist und

hat doch viele Glieder, alle Glieder

des Leibes aber, obwohl sie

viele sind, doch ein Leib sind: so

auch Christus.” Und dieser Satz,

so Sahm, passt perfekt auch

auf die Situation der Ökumene

– eine durchaus gewollte und

erkennbare Vielfalt, aber die

Gemeinsamkeit in Christus eint

die beiden Konfessionen.

Im weiteren Verlauf seiner Predigt

erläuterte Pfr. Sahm auch

den Sinn der vielen aufgestellten

Tische mit bunten Stiften.

Hier sollten die Gemeindeglieder

während des Gottesdienstes


ausgelegte Minikacheln

kreativ bemalen. Diese

dann sehr bunten Teile

sollen später, die Farbe

wird vorher fixiert, auf ein

bereits gefertigtes Holzkreuz

angebracht werden.

Dieses Kreuz wird dann

künftig bei ökumenischen

Veranstaltungen die Vielfalt

und Gemeinsamkeit

der Gemeinden symbolisieren.

Im Anschluss an den Gottesdienst

war ein reichhaltiges

Picknick vorbereitet,

bei dem es für Kinder

auch ein kostenloses Eis

vom Eiswagen gab.

25


26

Verschiedenes

15. September bis 25. Oktober

vhs-Haus Lich, Kreuzweg 33

15. September, 17:00 Uhr, vhs-Haus

Vor 60 Jahren:

Die Geburtsstunde der Europäischen Union

Konrad Adenauer und die Entstehung der Römischen Verträge

27. September, Ev. Marienstiftskirche

Frieden geht – anders!

Ein Gottesdienst für Jung und Älter

04. Oktober, 19:30 Uhr, vhs-Haus

Krieg ohne Ende: Das Schicksal der Minderheiten

im syrischen Bürgerkrieg

Dr. Kamal Sido

Der Krieg in Syrien, die angespannte

Situation in Nordkorea – Gewalt, Krieg

und Elend sind täglich in unseren

Schlagzeilen.

„Frieden geht anders”, das zeigt eindrücklich

die Ausstellung des Zentrum

Ökumene der Evangelischen Kirche

Hessen-Nassau.

Anhand konkreter Beispiele wird sichtbar,

wie mit gewaltfreien Methoden

Kriege und kriegerische Auseinandersetzungen

verhindert oder beendet

werden konnten.

Schirmherrin: Landrätin A. Schneider

25. Oktober, 17 Uhr, vhs-Haus, Finissage

Friedenspolitk heute?

Dr. Burkhard Staude, Ärzte gegen Atomkrieg

19:30 Uhr

Tausend Meilen über das Meer

Lesung mit Autorin Annabel Wahba

Literarisches Zentrum Gießen

Info und Kontakt:

Fachstelle Gesellschaftliche Verantwortung und Bildung

Doris Wirkner, Ludwigsburg 1, 35423 Lich,

Tel. 06404-65 80 336, E-Mail: doris.wirkner@ekhn-net.de


27

Die Freunde der Erziehungskunst

Rudolf Steiners e.V.

verstehen sich als Förderer von

Initiativen für ein freies Bildungswesen

in aller Welt. Im

Zuge der Waldorfpädagogik

sollen die Freiwilligendienste

eine Ganzheit aus Lernen,

Begegnung und Helfen bilden.

Unsere Gemeinde hat Frieda

bei ihrer Bewerbung für diesen

Auslandsdienst unterstützt. Im

Gegenzug berichtet sie uns von

ihrer Arbeit.

Liebe Gemeinde,

mein Name ist Frieda Rau, ich

bin 19 Jahre alt und komme aus

Lich. Einige kennen mich vielleicht

als Mitarbeiterin bei der

Kinderkirche.

Auf mich wartet ein großes

Abenteuer: Ab August werde

ich ein Jahr im Süden Finnlands

ca. 30 km südlich von

Lahti in Niinikoski verbringen.

Von der Gemeinde werde ich

dabei unterstützt, und deswegen

möchte ich meine Erfahrungen

und Erlebnisse gerne

über den Gemeindebrief mitteilen.

Warum Finnland und was mache

ich da überhaupt?

Für Skandinavien hatte ich

schon immer eine Schwäche,

allerdings war Finnland nicht

unbedingt mein Wunschziel,

mir schwebten eher die schönen

norwegischen Fjorde vor.

Doch meine Organisation

„Freunde der Erziehungskunst

Rudolf Steiners e.V.“ sorgte

indirekt dafür, dass ich meinen

Weg anders einschlug. Während

meines FSJ, das ich im

Juli 2016 an der Martin-Buber-

Schule in Gießen begonnen

habe, wurde mir klar, dass ich

weiterhin mit Menschen mit

Behinderung arbeiten möchte.

Gleichzeitig träumte ich insgeheim

davon, mich aktiv für

eine nachhaltige Landwirtschaft

einzusetzen. Wie es der Zufall

wollte, stieß ich bei der Organisation

auf das Projekt „Tapolan

Kyläyhteisö“ – eine Dorfgemeinschaft

mit landwirtschaftlichem

Demeter-Betrieb, in der

Menschen mit Behinderung

leben und arbeiten.

Die Dorfgemeinschaft besteht

aus acht Gemeinschaftshäusern.

Die Altersspanne der Bewohner

reicht von 20 bis über 80 Jahre.

Auch ich werde in einem der

Gemeinschaftshäuser untergebracht

sein, um die „Dörfler“

im Alltag zu unterstützen; zum

Beispiel im Haushalt, aber auch

an den verschiedenen Arbeitsplätzen

(Molkerei, Kräutergarten,

Weberei, etc.).

Ich freue mich schon sehr auf

die neue Herausforderung, vor

allem die Sprache wird mir

einiges zu schaffen machen.

Bis jetzt kann ich nur ein paar

Vokabeln, doch dort erhalte ich

glücklicherweise zweimal in der

Woche Unterricht in Finnisch.

Die Formalitäten sind schon

erledigt. Nach einem 10-tägigen

Vorbereitungsseminar in

Bayern genieße ich die restlichen

Tage in Deutschland bis

zu meinem Flug am 15.August,

aber es muss ja noch gepackt

werden…

Nähdään pian! Bis bald! Frieda


28

Vortrag

im Rahmen unserer

Veranstaltungen während

des Lutherjahres

Prof. Dr. Hellmut Zschoch

Dem Volk

aufs Maul

und ins Herz

geschaut

am Donnerstag,

14. September um 19:30 Uhr

im Seitenschiff

der Marienstiftskirche

Ausstellung

in der Kapelle der

Marienstiftskirche

10. – 22. September

Luther

und seine

Zeit

Schätze aus der Marienstiftsbibliothek

und unserem Archiv

Öffnungszeiten:

Einige in unserer Gemeinde

erinnern sich an Hellmut

Zschoch, der im Verlauf seiner

Ausbildung in unserer

Gemeinde als Vikar tätig war.

Sonntag 10. September im Anschluss an die Eröffnung der

Ausstellung „Mensch! Luther!”, bis 18:00 Uhr

Donnerstag 14. September im Anschluss an den

Vortrag von Prof. Dr. Zschoch (Beginn 19:30)

Sonntag 17. September im Anschluss an den Gottesdienst

und von 15:00 bis 17:00 Uhr

Führungen nach tel. Vereinbarung 11. bis 22. September

Tel. 06404-62897 (W. Pappe)

oder 06404-62849 (Gemeindebüro)


29

IMPRESSUM:

Herausgeber des Gemeindebriefes

(„Wall-Str.-News“):

Der Kirchenvorstand der

Ev. Marienstiftsgemeinde Lich;

Auflage 3.100 Expl.

Redaktionsteam:

Pfrin. Barbara Lang,

Pfr. Lutz Neumeier,

Wolfgang Pappe.

Bankverbindung:

Kontonummer 74 1111 06,

VOBA Gießen BLZ 513 900 00

IBAN:

DE 31 5139 0000 0074 1111 06

BIC: VBMHDE5F

Das Titelbild zeigt einige Holzfiguren

des Künstlers Stephan Guber, die

in unserer Marienstiftskirche vom

10. September bis 31. Oktober zu sehen

sein werden.


Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen.

Woher kommt mir Hilfe?

Meine Hilfe kommt vom Herrn,

der Himmel und Erde gemacht hat.

Psalm 121,1

Die Evangelische Marienstiftsgemeinde

Lich nimmt

Abschied von

Reinhold Scharrer

* 5.12.1940 † 02.07.2017

Reinhold Scharrer war von 2009 – 2015 Mitglied des

Kirchenvorstandes und hat sich in unserer Gemeinde

durch seine Tatkraft und Hilfsbereitschaft auf vielfältige

Weise eingebracht.

Wir sind ihm sehr dankbar und mit seiner Familie im

Gedenken herzlich verbunden.

Redaktionsschluss der kommenden

Ausgabe ist der 1. November 2017

Für den Kirchenvorstand

Michael Thomas Knoll

Pfarrerin Barbara Lang Pfarrer Lutz Neumeier


30

Weltausstellung in Wittenberg

In seiner Studienzeit war Pfarrer Neumeier eine

Woche in Wittenberg und hat die Weltausstellung

erlebt. Hier sein Bericht:

Viel konnte man in den verschiedensten

Medien lesen und

sehen über die Weltausstellung

in Wittenberg. Fast immer

wurde berichtet, dass die Besucherzahlen

weit hinter den

Erwartungen zurückblieben.

Blieben die Besucher zurecht

aus? War die Weltausstellung

sehenswert oder nicht?

Sehr gespannt hatte ich mich

im Juli auf den Weg gemacht,

um zum einen an der Lichtkirche

unserer Landeskirche auf

der Weltausstellung Dienste zu

übernehmen, um mir auf der

anderen Seite aber auch ein

eigenes Bild von Wittenberg

2017 machen zu können.

Um es vorweg zu nehmen: Es

war eine deutlich positivere

Erfahrung, als ich es aufgrund

der Berichterstattung erwartet

hätte! Sicher: Es war nie

überfüllt in Wittenberg. Aber

das kam dem Besucher eher

zupass, da man nie irgendwo

anstehen musste. Aber sicher

hätten auch mehr Menschen

kommen können und zum

Teil war es recht leer auf der

Weltausstellung. Und das zu

unrecht, denn es gab viele

interessante Angebote und

Ausstellungen, auf die ich hier

nicht alle eingehen kann.

Besonders beeindruckten mich

der Taufraum der hannoverschen

Landeskirche: Inmitten

der Altstadt gab es einige Räume,

die mit viel Ruhe aber auch

multimedial anregten, zum

Nachdenken über die Taufe

nachzudenken, gerade auch die

eigene.

Daneben ist

das 360°-Panorama

von

Yadegar

Asisi herausragend

seiner Darstellung

des

Reformationsjahrhunderts:

In einem

speziell errichteten Gebäude

kann man rundum Wittenberg

im 16. Jahrhundert sehend und

hörend erleben und immer

wieder Luther in Aktion entdecken.

Die Stimmung wechselt

über ca 15 Minuten von Tag

zu Nacht, wobei verschiedene

Einzelheiten hervorgehoben

werden.

Zum Glück wird das Panorama

die nächsten Jahre stehen

bleiben, sodass Besucher in

der kommenden Zeit weiter

die Chance zur Besichtigung

haben werden.


31

Das Lichtkirchen-Team der Woche

Zu den allgemein anerkannten

Highlights der Weltausstellung

zählt aber auch die Lichtkirche

der EKHN. Immer sind

mindestens 7 Freiwillige rund

um die Lichtkirche im Dienst,

Pfarrpersonen und mehrheitlich

Nicht-Theologen, die den

Besuchern an verschiedenen

Ständen rund um die Lichtkirche

zum gemeinsamen

Nachdenken über den Segen

einladen. So können Segenskarten

für andere geschrieben

oder von anderen geschrieben

mitgenommen werden. Es

gibt hinter der Lichtkirche ein

riesiges Banner mit zum Segen

ausgebreiteten Händen und

immer wieder haben sich Menschen

in der Lichtkirche segnen

lassen. Das Letztere waren

auch für mich als Segnenden

eindrückliche Momente.

Und natürlich der Segensroboter:

Er

ging weltweit

durch die

Medien und

löste ganz unterschiedliche

Reaktionen

aus – auch

vor Ort. Das

Wichtigste

zum Roboter sind ganz sicher

die vielen intensiven Gespräche

neben ihm (oder ihr),

über Wesen und Wirkung

des Segens!

Den Roboter

muss man

vor Ort selbst

erlebt haben,

um sich

QR-Code scannen zu einem Video des Roboter

Youtube: https://youtu.be/Py1cFMgg7jE

eine Meinung zu bilden. Kein

Segensroboter wird für mich

einen von einem Menschen

übermittelten Segen ersetzen.

Bei mir wuchs aber aus anfänglicher

Skepsis durch die Beobachtung

der Menschen und die

vielen sehr guten Gespräche

eine positive Einschätzung

dieses Experiments.

Die Lichtkirche hatte aber

noch viel mehr zu bieten:

Tägliche Mittags- und Abendgebete,

sehr gut besuchte

Gottesdienste und Konzerte.

Besonders eindrücklich sicher

das Nachtgebet am Freitagabend,

bei dem die Lichtkirche

so richtig strahlen konnte.

Zusammenfassend kann ich

sagen, dass die Weltausstellung

und besonders auch der

Auftritt der EKHN ein sehr

sehenswertes Erlebnis waren.


32

Termine

Monatsspruch Sept.:

Und siehe, es sind Letzte, die werden die Ersten sein,

und Erste, die werden die Letzten sein. Lk 13,30

Sa. 02.09.2017

Dekanatskinderkirchentag in Hungen

Kirche Hungen

„auf den Spuren Martin Luthers”

18:00 Orgelkonzert mit Marcus Sterk Marienstiftskirche

So. 03.09.2017 10:30 12. Sonntag nach Trinitatis

Gottesdienst mit Taufen

Marienstiftskirche

Pfarrerin Lang

18:00 Gemeinsamer Dekanats-Kirchentag mit Gottesdienst Buseck, Am Anger

So. 10.09.2017

13. Sonntag nach Trinitatis

12:00 Ausstellungseröffnung „Mensch! Luther” mit Figuren des

Künstlers Stephan Guber

Marienstiftskirche

10.09. bis 22.09.2017 Ausstellung Luther und seine Zeit

Exponate aus der Marienstftsbibliothek und Archiv

Do. 14..09.2017 19:30 Vortrag mit Prof. Dr. Zschoch

„Dem Volk aufs Maul und ins Herz geschaut"

So. 17.09.2017

14. Sonntag nach Trinitatis

10:30 Gottesdienst

Pfarrer Kopania

Kapelle der

Marienstiftskirche

Marienstiftskirche

Marienstiftskirche

Fr. 22.09.2017 15:30 Konzert „Psalmen” innerhalb des Schütz-Festes Marburg Marienstiftskirche

Sa. 23.09.2017 10:00 Kinderkirche zu Erntedank Gemeindehaus

So. 24.09.2017

10:30

15. Sonntag nach Trinitatis

Familiengottesdienst zu Erntedank mit Taufen

Marienstiftskirche

Pfarrerin Lang

Mi. 27.09.2017 18:30 Jugendgottesdienst

Marienstiftskirche

„Frieden - was hat das mit uns zu tun?“

29.09. bis 02.10.2017 barockfestlich (s. Kirchenmusik-Programm) Marienstiftskirche

und Gemeindehaus


33

Monatsspruch Okt.:

Es wird Freude sein vor den Engeln Gottes über einen

Sünder, der Buße tut. Lk 15,10

So. 01.10.2017

16. Sonntag nach Trinitatis

10:30 Gottesdienst

Pfarrer Neumeier

14:00 Gottesdienst zu Erntedank

Pfarrer Neumeier

So. 08.10.2017

17. Sonntag nach Trinitatis

10:30 Gottesdienst mit Taufen

Pfarrer Neumeier

So. 15.10.2017

18. Sonntag nach Trinitatis

09:30 Gottesdienst

Pfarrer i. R. Landau

So. 15.10.2017 10:30 Gottesdienst

Pfarrer i. R. Landau

So. 22.10.2017

19. Sonntag nach Trinitatis

10:30 Gottesdienst

Vikarin Heymann

So. 29.10.2017

20. Sonntag nach Trinitatis

09:30 Festgottesdienst

Pfarrer Neumeier/Pfarrerin Lang

Mo. 30.10.2017 20:00 Reformationsparty

Der junge Luther für junge Licher

Di. 31.10.2017

Reformationstag

10:30 Festgottesdienst

Pfarrer Neumeier/Pfarrerin Lang

Marienstiftskirche

Gemeindehaus Nieder-

Bessingen

Marienstiftskirche

Gemeindehaus

Nieder-Bessingen

Marienstiftskirche

Marienstiftskirche

Kirche Nieder-Bessingen

Marienstiftskirche

Marienstiftskirche

Monatsspruch Nov.: Gott spricht: Ich will unter ihnen wohnen und will ihr Gott

sein und sie sollen mein Volk sein. Ez 37,27

So. 05.11.2017

21. Sonntag nach Trinitatis

10:30 Gottesdienst

Marienstiftskirche

Pfarrerin Lang

Do. 09.11.2017 18:00 Andacht und Mahnwache

Marienstiftskirche

zum Gedenken an die Pogromnacht 1938,

Pfarrer Neumeier

So. 12.11.2017

09:30

Drittletzter Sonntag des Kirchenjahres

Gottesdienst

Pfarrer Neumeier

Kirche Nieder-Bessingen


34

10:30 Gottesdienst mit Taufen

Marienstiftskirche

Pfarrer Neumeier

Sa. 18.11.2017 17:00 Orgelkonzert C. Becker Marienstiftskirche

So. 19.11.2017

Vorletzter Sonntag des Kirchenjahres

10:30 Gottesdienst

Marienstiftskirche

Pfarrer Neumeier

Mi. 22.11.2017

Buß-und Bettag

19:00 Gottesdienst

Marienstiftskirche

Sa. 25.11.2017 10:00 Kinderkirche mit Rollenvergabe zum Krippenspiel Gemeindehaus

So. 26.11.2017

09:30

Ewigkeitssonntag

Gottesdienst

Kirche Nieder-Bessingen

Pfarrerin Lang

10:30 Gottesdienst

Marienstiftskirche

Pfarrerin Lang

im Anschluss Andacht auf dem Friedhof mit dem Chor der

Cäcilia und dem Posaunenchor

Monatsspruch Dez.: Durch die herzliche Barmherzigkeit unseres Gottes

wird uns besuchen das aufgehende Licht aus der Höhe,

damit es erscheine denen, die sitzen in Finsternis

und Schatten des Todes, und richte unsere Füße

auf den Weg des Friedens. Lk 1,78-79

So. 03.12.2017

1. Advent

10:30 Gottesdienst

Marienstiftskirche

Pfarrerin Lang/Pfarrer Neumeier

Dies ist ein interaktiver sublan-Gottesdienst der live ins Netz

übertragen wird und dort per Rechner oder Smartphone mitverfolgt werden kann.

Wer dies möchte: einfach sublan.tv aufrufen.

Tauftermine

18.10.2017 Pfarrer Neumeier

12.11.2017 Pfarrer Neumeier

10.12.2017 Pfarrerin Lang

jeweils um 10:30 Uhr

Unsere

Konfirmationsjubiläen

feiern wir im Gottesdienst am Palmsonntag,

dem 25. März 2018 mit Pfr. i. R. Roland Pappe

Schon jetzt:

Herzliche Einladung

an alle Goldenen, Diamantenen und Eisernen

Konfirmanden sowie ihre Alterskameraden!

Ausblick 2018


Freud und Leid ...

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Ev. Marienstiftsgemeinde Lich

Pfarrerin Barbara Lang

Fröbelstr. 4, 35423 Lich, Telefon: 3666

pfrin.lang@marienstiftskirche.de

Pfarrer Lutz Neumeier

Paul-Gerhardt-Str. 3, 35423 Lich, Telefon: 2313

pfr.neumeier@marienstiftskirche.de

Vikarin Ricarda Heymann, Telefon : 0178 5362725

Oberstadt 2, 35423 Lich

vikarin.heymann@marienstiftskirche.de

Kantor Christof Becker

Am Wall 24, 35423 Lich, Telefon: 665434

becker@marienstiftskirche.de

Küsterin Petra Albohn

Am Wall 24, 35423 Lich, Telefon: 8084590

albohn@marienstiftskirche.de

Gemeindepädagogin Claudia Dörfler

Telefon: 63801

doerfler@marienstiftskirche.de

Ev. Kirchengemeinde Nieder-Bessingen

Pfarrer Lutz Neumeier

Paul-Gerhardt-Str. 3, 35423 Lich, Telefon: 2313

pfr.neumeier@niederbessingen.de

Küsterin Heidi Quadrizius

Vordergasse 4, 35423 Lich, Telefon: 668457

quadrizius@niederbessingen.de

Gemeindebüro:

Andrea Senkbeil, Corina Schöps

Am Wall 24, 35423 Lich

Telefon: 06404 62849, Fax: 06404 64828

info@marienstiftskirche.de

Mo, Di, Do, jeweils 10:00 bis 12:00 Uhr

www.marienstiftsgemeinde-lich.de

Bankverbindung:

IBAN: DE 31 5139 0000 0074 1111 06

BIC: VBMHDE5F

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