pro aurum Magazin 2/2017

proaurum1

DAS MAGAZIN

AUSGABE 2 / 2017

WIENER

PHILHARMONIKER

RONALD-PETER STÖFERLE

DAS CHANCE-RISIKO-PROFIL

VON GOLD IST POSITIV.

FORSA-UMFRAGE:

SO DENKEN DIE DEUTSCHEN ÜBER

GOLD UND ANDERE GELDANLAGEN.


INHALTSVERZEICHNIS

INHALT

3 Editorial

Gold – keine Spur von Sommerloch.

4–5 Marktbericht

Goldpreis: Wechselhaft wie das Wetter.

6–9 Münze Österreich

Eine Ideenschmiede für Münz-Innovationen mit 800-jähriger Geschichte.

11–16 Neues aus den pro aurum Niederlassungen

17 pro aurum online

Der pro aurum Newsroom.

18–19 Meinungsforschung

So denken die Deutschen über Gold und andere Geldanlagen.

20–27 Produktinformationen

28–29 Sammlermünzen

pro aurum Numismatik: Attraktive Investment-Chancen für Anleger.

31 Differenzbesteuerung in Österreich

Legal Steuern sparen.

33 Spezial: Finanzielle Repression erst am Anfang.

34–35 Goldstudie von Ronald-Peter Stöferle

Report „In Gold we Trust“: Glänzende Aussichten für Gold im Jahr 2017.

36 Experteninterview: Ronald-Peter Stöferle.

37 Servicethema: Edelmetallhändler stets auf Seriosität überprüfen.

38–39 pro aurum Altgold: Altgold zuverlässig und fair bewertet.

40–41 Unternehmerinterview: Michael Fäßler, Sonnenalp.

42 Gold-Rätsel – mitmachen und reines Gold gewinnen.

43 pro aurum Stellenmarkt | Impressum | Social Media

2


EDITORIAL

GOLD –

KEINE SPUR VON SOMMERLOCH.

In den Monaten April bis Juli bewegte

sich der Goldpreis im Sägezahnmodus

zwischen 1.200 und 1.300 US-Dollar. Im

Marktbericht auf Seite 4–5 erfahren Sie,

was die wichtigsten Triebfedern für das Auf

und Ab des gelben Edelmetalls waren.

Erfolgsgeschichte

„Münze Österreich“

In unserer Titelgeschichte widmen wir uns

einer Erfolgsstory, deren Wurzeln seit über

800 Jahren für die Solidität edler Metalle

stehen: die in Wien beheimatete nationale

Prägeanstalt „Münze Österreich“. Begleiten

Sie uns auf dem Exkurs in die Alpen-

republik Österreich (ab Seite 6). In Wien

führten wir anlässlich der neuen Goldstudie

„In Gold we Trust“ zudem ein Interview

mit Ronald-Peter Stöferle, einem der beiden

Autoren der 179 Seiten starken jährlich

erscheinenden Analyse von Gold. Wie der

in der Finanzwelt angesehene Goldexperte

Stöferle die aktuelle Lage einschätzt, erfahren

Sie ab Seite 34.

Mit einer weiteren Reise wollen wir Sie ins

schöne Allgäu „entführen“. Dort betreibt

nämlich die Familie Fäßler mittlerweile seit

vier Generationen das Fünf-Sterne-Resort

„Sonnenalp“. Unser Unternehmerinterview

mit Geschäftsführer Michael Fäßler

über sein Erfolgskonzept und die Besonderheiten

der Hotelanlage nahe Sonthofen

finden Sie auf Seite 40–41.

Neu: „Newsroom“ auf

https://newsroom.proaurum.de/

Weitere interessante Beiträge beziehen

sich direkt auf das Geschäft von pro aurum.

Besonders interessant: Auf Seite 17 informieren

wir Sie über unseren neu eingerichteten

„Newsroom“ und die „Numismatik-

Abteilung“ (ab Seite 28) von pro aurum.

Viel Spaß bei der Lektüre!

Ihr Mirko Schmidt und Robert Hartmann

MIRKO SCHMIDT

GESCHÄFTSFÜHRENDER

GESELLSCHAFTER,

PRO AURUM KG

ROBERT HARTMANN

GESCHÄFTSFÜHRER

PRO AURUM VERWALTUNGS GMBH

3


MARKTBERICHT

VON ROBERT HARTMANN

GOLDPREIS:

WECHSELHAFT WIE DAS WETTER.

In den vergangenen Monaten hat sich an den Goldmärkten einiges getan und dies machte sich nicht nur

beim Preis bemerkbar. Auch an der Zinsfront und mit Blick auf die politischen Verhältnisse dies- wie jenseits

des Atlantiks gab es massive Stimmungsveränderungen zu beobachten.

In den vergangenen Monaten gab es vor

allem beim Währungsverhältnis zwischen

Euro und US-Dollar heftige Turbulenzen

zu vermelden. In der Spitze verteuerte sich

die Gemeinschaftswährung von 1,06 auf

über 1,19 US-Dollar und markierte damit

den höchsten Stand seit Anfang 2015.

Zur Erinnerung: Seit dem Jahreswechsel

ROBERT HARTMANN

hat sich der Euro gegenüber dem Dollar

um ungefähr zwölf Prozent verteuert. An

den Devisenmärkten werden solch starke

Verwerfungen als regelrechte Kursbeben

eingeordnet. Maßgeblich verantwortlich

für diese Entwicklung waren vor allem

zwei Themenkomplexe: Während nach den

Wahlen in den Niederlanden und in Frankreich

die politische Unsicherheit in Europa

nachgelassen hatte, war in den Vereinigten

Staaten eine völlig gegensätzliche Entwicklung

zu beobachten. So musste US-

Präsident Donald Trump gleich mehrere

Rückschläge hinnehmen. Diverse Entscheidungen

und Statements des beratungsresistenten

und unberechenbaren Polit-Novizen

generierten heftigen Gegenwind aus

den eigenen Reihen der republikanischen

Partei. Im Grunde genommen ist ihm seit

dem Wahlsieg bislang eigentlich nichts gelungen.

Als zweiter Themenkomplex sorgte

aber auch die Geldpolitik von EZB und Fed

für einen Stimmungswechsel unter den

Investoren. Die Töne aus der EZB fielen in

den vergangenen Wochen weniger expansiv

als gewohnt aus und die Fed-Sitzung

Ende Juli führte zu abflauenden Zinssorgen

in den USA, was dem Greenback nicht

gut bekam.

Für Robert Hartmann, Gründer und Geschäftsführer

von pro aurum, ist ein Ende

des starken US-Dollars aber noch keine

ausgemachte Sache. Nachdem die US-

4


MARKTBERICHT

Währung zum Euro massiv eingebrochen

ist, glaubt er nicht an eine Fortsetzung der

Baisse. Er zieht folgendes Fazit und sagt:

„Für meinen Geschmack ist die Luft für den

Euro nach oben eher dünn. Mir scheint einiges

im aktuellen Kursniveau eingepreist

zu sein. Deshalb gehe ich davon aus, dass

sich der Euro zum US-Dollar noch längere

Zeit seitwärts innerhalb einer Spanne von

1,10 und 1,20 US-Dollar bewegen wird.“

Sorglosigkeit der Börsianer

extrem ausgeprägt

Die im August markierten Allzeithochs

beim Dow Jones und S&P 500 haben gezeigt,

dass die Anlageklasse „Aktien“ bei

Anlegern weiterhin stark gefragt ist. Es

deutet aber einiges darauf hin, dass die

Investoren vergessen haben, dass Aktien

auch massiv fallen können. Diverse

Volatilitätsindizes wie der VIX (S&P 500),

aber auch der VDAX-NEW (DAX) oder der

VSTOXX (EURO STOXX 50) notierten zum

Beispiel im Juli zeitweise in der Nähe ihrer

Mehrjahrestiefs. Im Zuge der Nordkorea-

Krise und des politischen Chaos in Washington

war hier in der zweiten Augusthälfte

jedoch ein kräftiges Anziehen zu

beobachten, was als gesunde und längst

überfällige Entwicklung anzusehen ist.

Anleger sollten das relativ niedrige Volatilitätsniveau

aber weiterhin als Anzeichen

hoher Sorglosigkeit interpretieren.

Im April 2015 und im Dezember 2015,

kurz bevor der DAX zu einem Kurssturz

von jeweils mehr als 20 Prozent ansetzte,

notierte der Volatilitätsindex VDAX-NEW

ebenfalls auf extrem niedrigem Niveau.

Offensichtlich entstehen heftige Korrekturen

immer dann, wenn sich die Risikokennzahl

Volatilität auf extrem niedrigem

Niveau bewegt. In diesem Jahr dürfte auch

die Partylaune an den Aktienmärkten den

Goldpreis ausgebremst haben – schlaflose

Nächte müssen die Besitzer von Gold derzeit

dennoch nicht fürchten. Dass Anleger

angesichts explodierender Schulden und

Geldmengen Alternativwährungen relativ

aufgeschlossen gegenüberstehen, zeigt

die Rekordlaune bei Kryptowährungen wie

dem Bitcoin. Seit dem Jahreswechsel verteuerte

sich dieser gegenüber dem Euro

nämlich um 270 Prozent und gegenüber

dem Greenback sogar um 313 Prozent. In

drei Punkten kann die digitale Währung

mit der Krisenwährung Gold aber nicht

mithalten: Diese sind die hohe Volatilität,

die fehlende Substanz und die mangelnde

Historie.

5


TITELTHEMA

MÜNZE ÖSTERREICH

EINE IDEENSCHMIEDE FÜR

MÜNZ-INNOVATIONEN MIT

800-JÄHRIGER GESCHICHTE.

Die ersten Jäger gingen bereits um vier

Uhr morgens auf die Pirsch, sie hatten

Campingstühle und Verpflegung dabei

und sich auf eine lange Jagd eingestellt

– und wenige Stunden später tummelten

sich mehrere Hundert Gleichgesinnte am

Wiener Heumarkt, um ein seltenes Krokodil

zu ergattern. Wer eines fangen konnte,

verstaute es behutsam und sorgte dafür,

dass das Tier keinen Schaden nahm.

6

In der österreichischen Hauptstadt sind

normalerweise keine Alligatoren zu finden,

dafür aber die Münze Österreich.

Die staatliche Prägestätte hat sich in den

vergangenen Jahren zu einem Innovationszentrum

für neuartige Münzprägungen

entwickelt und eine wahre Renaissance des

Münzsammelns hervorgerufen. Und die

Drei-Euro-Tier-Taler, welche zuletzt im Juni

2017 mit dem Krokodil für Furore sorgten,

sind nur ein Beispiel für das Erfolgsrezept

der Münze Österreich: Höchste Prägequalität,

modernste Technik und geringe Auflagen

sorgen dafür, dass sich vor dem Shop

der Münze Österreich immer wieder lange

Schlangen bilden, wenn eine neue Prägung

auf den Markt kommt. Und es sind nicht nur

Profi-Sammler, sondern ganz normale Bürger,

die sich in die Warteschlange einreihen

und das Münzsammeln für sich entdecken.


TITELTHEMA

Dass sich vor der Münze Österreich eines

Tages ähnliche Szenen abspielen wie bei

einem Rockkonzert oder der Markteinführung

eines neuen Smartphones, ist eine

erstaunliche Wendung in der Geschichte

der Münze Österreich. Ihre Vorläufer blicken

auf eine über achthundertjährige

Geschichte zurück. Spätestens im Jahr

1194 muss es in Wien eine erste Münzprägestätte

gegeben haben, denn in diesem

Jahr musste der englische König Richard

Löwenherz rund zwölf Tonnen Silber an

den Babenberger Herzog Leopold zahlen.

Leopold ließ das Silber zu Münzen prägen.

Rund 200 Jahre später ist die erste

urkundliche Erwähnung der Prägestätte

überliefert. Bis zum Umzug an den heutigen

Sitz am Heumarkt gab es in Wien diverse

Standorte für die Vorläufer der Münze

Österreich.

Die Münze Österreich gilt nicht erst

seit der Markteinführung der leuchtenden

Drei-Euro-Tier-Taler-Serie als

Innovator im Bereich der Münzprägung.

Seit 2003 prägt sie Bimetallmünzen

aus Silber und Niob; die Oberfläche

der Münzen nimmt je nach Oxidation

unterschiedliche Farben an. Seit dem Jahr

2008 schickt die Münze Österreich den

Wiener Philharmoniker in Silber in Millionenauflage

in alle Welt, nachdem sich die

Gold-Variante der Bullionmünze bereits zu

einem Klassiker auf dem Markt für Anlagemünzen

entwickelt hatte. Bereits in den

Siebzigerjahren bereitete die Münze Österreich

den Weg für Gold-Anlagemünzen in

Europa, als sie erstmals in der Zweiten Österreichischen

Republik eine Goldmünze

prägte. Die „1.000 Schilling Babenberger“

wurde im Jubiläumsjahr 1976 anlässlich

der Feierlichkeiten zu „1000 Jahre Einsetzung

der Babenberger in Österreich“ herausgegeben

und sorgte für einen Run auf

die Banken und Ausgabestellen. Nach den

klassischen Investment-Münzen, welche

die Münze Österreich mit den historischen

Motiven von Dukaten, Florinen/Gulden

und Kronen herstellt, wollte die Prägestätte

damals eine moderne Anlagemünze

etablieren. Und die Goldmünze war in Rekordzeit

ausverkauft.

Die meisten Menschen verbinden mit der

Münze Österreich aber zweifelsohne den

Wiener Philharmoniker. Wenn irgendwo in

der Welt kulturell interessierte Menschen

gefragt werden, was sie mit Österreich

verbinden, wird eine Antwort ganz oben

auf der Liste stehen: Wiener Philharmoniker.

Allerdings ist nicht klar, was damit

gemeint ist – eines der führenden Orchester

oder eine der führenden Goldmünzen

der Welt. Doch egal, welche der beiden

Möglichkeiten angesprochen ist, schwingen

stets die gleichen Gedanken mit: Man

denkt an etwas Edles, Besonderes, Einzigartiges.

Man stellt sich etwas vor, was

man nicht alltäglich zu Gesicht bekommt;

ein Hochgenuss für alle Sinne, ein bleibender

Wert über Generationen hinweg.

Was auf die Wiener Philharmoniker als

das wohl beste Orchester Europas zutrifft,

gilt gleichermaßen auch für den Wiener

Philharmoniker als beliebteste Goldmünze

Europas.

Die Erfolgsgeschichte des Wiener Philharmonikers

in Gold beginnt allerdings einige

Jahre vor der eigentlichen Geburtsstunde

der legendären Bullionmünze. In den

Siebzigerjahren hatte die Nachfrage nach

Gold in der österreichischen Bevölkerung

zugenommen, doch die Österreicher

mussten sich mit Nachprägungen historischer

Handelsgoldmünzen wie Dukaten,

Kronen und Florine zu Anlagezwecken

behelfen. Der Kauf von Goldmünzen war

ein kompliziertes Unterfangen. Die Münze

Österreich nahm das tausendjährige

Jubiläum der Einsetzung der Babenberger

als Gründungsgeschlecht des historischen

Österreichs zum Anlass, um am 10. August

1976 ein Experiment mit ungewissem

Ausgang zu wagen: Die Münze Österreich

stellte erstmals in der Zweiten Republik

Österreich eine Goldmünze vor. Ab dem

22. Oktober 1976 waren die Münzen bei

allen österreichischen Banken und Sparkassen

erhältlich und hatten durch ihren

Nennwert von 1.000 Schilling den Status

eines gesetzlichen Zahlungsmittels. Die

Reaktion der österreichischen Bevölkerung

war eindeutig: Es kam zu einem regelrechten

Ansturm auf die Ausgabestellen, denn

der Umtauschwert von 1.000 österreichischen

Schilling lag nah am tatsächlichen

Goldpreis.

Es sollte allerdings noch 13 weitere Jahre

dauern, bis die Erfolgsgeschichte der Goldmünzen

aus Österreich fortgesetzt werden

konnte. Für die Münze Österreich stellte

das Jahr 1989 eine turbulente Wendezeit

dar. Als „Hauptmünzamt“ war sie direkt

dem Finanzministerium unterstellt. Das

Münzamt hatte mit einer Silbermünzenserie

gerade erst fast eine Milliarde Schilling

in Umlauf gebracht. Weil aber nicht das

Finanzministerium, sondern die Nationalbank

über die Geldmenge, die in Umlauf

7


TITELTHEMA

gebracht wurde, wachen sollte, wurde die

Münze Österreich kurzerhand an die Nationalbank

verkauft. So war die Einführung

einer hochpreisigen Goldmünze leichter

umsetzbar. Die neuen Entscheider holten

sich von der Royal Canadian Mint Inspiration

und bereiteten eine Goldmünze nach

dem Vorbild der damaligen Marktführer

„Maple Leaf“ und „Krügerrand“ vor.

Am 10. Oktober 1989 war es dann so

weit: Der „Wiener Philharmoniker“ wurde

erstmals im Handel angeboten. Was danach

folgte, ist eine Erfolgsgeschichte, die

ihresgleichen sucht: Bereits im Jahr 1990

wurde der „Phil2“, wie er fortan liebevoll

genannt wurde, die meistverkaufte Münze

in Europa, in den Jahren 1992, 1995,

1996 und 2000 wurde sie vom World Gold

Council sogar zur „meistgekauften Münze

der Welt“ ernannt. Die Produktpalette

musste bald erweitert werden; inzwischen

sind neben der Unze und einer Viertelunze

auch Varianten zu einer halben und einer

Zehntelunze erhältlich. Im Jahr 2009 wurde

eine Sonderprägung zu 20 Unzen und

im Jahr 2014 zum 25-jährigen Jubiläum

eine Mini-Münze zu 1/25 Unze hergestellt.

Und ein starkes Zeichen für die Prägekunst

der Münze Österreich ist bei pro aurum zu

Hause: „Big Phil“, die 24-Karat-Münze,

wurde 2004 in Wien herausgegeben und

hat ein Gewicht von 31,103 Kilogramm,

einen Durchmesser von 37 Zentimetern,

eine Dicke von zwei Zentimetern und einen

Nennwert von 100.000 Euro. Sie ist

im Goldhaus von pro aurum in München

und gelegentlich auch in anderen Lokationen

als numismatischer Botschafter der

Münze Österreich zu bestaunen.

Bis heute spielt der Wiener Philharmoniker

die erste Geige im Konzert

der Bullionmünzen: „Für uns waren die

vergangenen Jahre ganz tolle Jahre. Im

Jahr 2008, also zu Beginn der Wirtschaftskrise,

sind die Umsätze plötzlich auf das

Zehnfache angestiegen“, berichtet Mag.

Gerhard Starsich, Generaldirektor der

Münze Österreich, im Gespräch mit pro

aurum tv. Dafür verantwortlich war auch

der „kleine Bruder“ des goldenen Philharmonikers,

der im Jahr 2008 das Licht

der Welt erblickte. Die Gründe für den fulminanten

Start des Silber-Phils liegen auf

der Hand: Die Münze Österreich hatte im

Februar 2008 die erste europäische Silber-

Bullionmünze mit einem Feingehalt von

99,9 Prozent auf den Markt gebracht. Nirgendwo

sonst konnten Anleger in Europa

eine Silbermünze mit entsprechend hoher

Feinheit bekommen; die „Britannia“ als

einzige europäische Alternative hatte damals

eine Feinheit von 99,58 Prozent. Und

durch die millionenfache Prägung konnten

die Silbermünzen äußerst nah am reinen

Silberpreis verkauft werden. Der kostspielige

Transport per Luft- oder Schifffracht

entfiel, aus Wien konnte der Wiener Philharmoniker

in Silber seinen Siegeszug auf

kurzen Wegen antreten.

Der Erfolg der silbernen Anlagemünze

aus Österreich basiert auch auf seiner Gestaltung:

Die Münze Österreich knüpfte

nahtlos an die Tradition der weltberühm-

8


TITELTHEMA

ten Goldmünze an, die sie seit 1989 unter

gleichem Namen verkauft. So unterscheidet

sich der silberne Philharmoniker nur

durch das verwendete Edelmetall von der

Version aus Gold. Lediglich der Nennwert

wurde angepasst: Ein Silber-Phil hat einen

Gegenwert von 1,50 Euro und könnte zum

Bezahlen in Österreich eingesetzt werden

– es ist aber nicht bekannt, dass jemals ein

Wiener Philharmoniker in Silber als Bezahlung

über den Ladentisch gegangen wäre.

Die Wiener Philharmoniker und das gleichnamige

Orchester haben viele Gemeinsamkeiten

– beide haben einen exzellenten Ruf

und ein besonders edles Image. Und bei

beiden handelt es sich um Phänomene, die

man auf den ersten Blick nur im Umfeld

eines gut betuchten Publikums erwarten

würde. Doch während die Wiener Philharmoniker

durch ihre Neujahrskonzerte und

andere Aktionen schon lange in der Mitte

der österreichischen Gesellschaft angekommen

sind und sich in die Herzen aller

Generationen gespielt haben, ist auch die

Wiener-Philharmoniker-Silbermünze ein

Produkt für Menschen jeglichen Alters und

Vermögens. Insbesondere für junge Leute

ist der Wiener Philharmoniker in Silber ein

optimaler Einstieg in die Welt des Edelmetall-Investments,

wie auch die Wiener Philharmoniker

bei vielen Opern-Neulingen die

Lust auf klassische Musik wecken – dies

lässt sich besonders eindrucksvoll zum

Jahreswechsel beobachten, wenn Jung

und Alt in ganz Österreich zur Musik der

Wiener Philharmoniker auf den Straßen

Walzer tanzen.

Der Wiener Philharmoniker verhalf

der Münze Österreich erst durch

die Silberprägung zum endgültigen

Durchbruch auf dem weltweiten Bullionmarkt.

Dass ausgerechnet im Jahr

2008, also mit Beginn der Wirtschaftskrise,

die ersten Silber-Philharmoniker geprägt

wurden, war rückblickend ein genialer

Schachzug. Und seitdem trägt der Wiener

Philharmoniker zuverlässig zum Umsatz

der Münze Österreich bei – die Auflage

liegt stets im gehobenen siebenstelligen

Bereich, im Jahr 2011 wurden sogar

17.873.721 Stück geprägt. Bis zum Jahr

2015 summierten sich die Silber-Phils auf

80,8 Millionen Stück – dies ist im Vergleich

zu Maple Leaf und American Eagle noch

wenig, doch die Münze Österreich ist auf

dem besten Weg, eines Tages den Rekord

für die meistgeprägte Silbermünze zu knacken.

Und auch im Gold-Geschäft kann die

„Austrian Mint“, wie die Münze Österreich

im englischsprachigen Raum genannt wird,

mit Rekorden punkten: Sie setzt aktuell

etwa eine Million Goldmünzen pro Jahr

ab, seit der Markteinführung im Jahr 1989

sind etwa 18 Millionen Gold-Philharmoni

ker in der Welt unterwegs. Die Philharmoniker

sind längst das wichtigste Produkt

der Münze Österreich: Während die Bullionprodukte

einen Jahresumsatz von etwa

einer Milliarde Euro pro Jahr generieren,

kommen die übrigen Produkte auf insgesamt

100 bis 200 Millionen Euro. Und

es gibt keine Anzeichen, dass sich daran

in Zukunft etwas ändern wird. Denn was

die Wiener Philharmoniker in der Welt der

Musik sind, ist der Wiener Philharmoniker

inzwischen in der Welt der Münzen – ein

weltweit bekanntes Ausnahme-Phänomen.

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UNTERNEHMERINTERVIEW

NEUES AUS DEN PRO AURUM NIEDERLASSUNGEN

GOLDHAUS MÜNCHEN

UWE BERGOLD:

FINALE FÜR DIE

FINANZWELT

HAT BEGONNEN.

UWE BERGOLD

Am 28. Juni besuchte der erfolgreiche

Buchautor, Vermögensverwalter, Referent

und Lehrbeauftragte Uwe Bergold

das Münchner Goldhaus von pro aurum

und hielt einen Vortrag zum Thema „Gold

als Vermögensversicherung in der globalen

Verschuldungskrise“. Mehr als 80

Besucher ließen sich dies nicht entgehen.

Das Publikum setzte sich aus älteren und

jüngeren Männern wie Frauen zusammen,

was vor allem einen Schluss zulässt:

Die Sorge um das eigene Vermögen

ist in sämtlichen Bevölkerungsschichten

angekommen.

Zur Einstimmung auf das Thema lieferte

Bergold einen kurzen historischen Überblick

über Geld und Gold und stellte die

Krux des Vortrags in Form eines Zitates

des französischen Philosophen Voltaire

vor: „Papiergeld kehrt früher oder

später zu seinem inneren Wert zurück

– Null.“

GESUNDER

MENSCHENVERSTAND

IST GEFRAGT

Die zentrale Geldfunktion als Wertaufbewahrungsmittel

spricht er aufgrund

der Geldentwertung via Inflation sowohl

dem US-Dollar als auch dem Euro völlig

ab. Bezüglich der aktuellen Diskussion

um das Thema Inflation spricht Bergold –

ungeachtet der offiziellen Statistiken – von

einer galoppierenden Inflation.

Seine kritische Sicht der aktuellen Lage

belegt er aber nicht nur mit unterhaltsamen

Bildern und Vergleichen, sondern vor allem

durch knallharte Daten und besorgniserregende

Grafiken. Wenig Mut macht zum

Beispiel die vom Nobelpreisträger Robert

J. Shiller entwickelte Risikokennzahl CAPE

und deren Verknüpfung mit diversen Kriegen

in der Vergangenheit.

Mit mehr als zwei Stunden dauerte die

Veranstaltung (inklusive Fragerunde) länger

als geplant. Die meisten Zuhörer blieben

dennoch bis zum Schluss; schließlich

wird die Versicherung des eigenen Vermögens

immer wichtiger und die Zeit immer

knapper.

VERKAUFSOFFENE SAMSTAGE BEI PRO AURUM IM ÜBERBLICK

München (9 bis 14 Uhr), Hamburg und Dresden (9 bis 13 Uhr): 16. September, 21. Oktober, 18. November,

16. Dezember

Berlin (10 bis 14 Uhr): jeden Samstag

Bad Homburg (9 bis 13 Uhr): 21. Oktober, 16. Dezember

Düsseldorf und Stuttgart (9 bis 13 Uhr): 16. September, 21. Oktober, 16. Dezember

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NEUES AUS DEN PRO AURUM NIEDERLASSUNGEN

PRO AURUM BERLIN

Heiko

Jürgen

HEIKO GANSS

GESCHÄFTSFÜHRER PRO AURUM BERLIN

WIE EIN

GOLDKLUNKERLADEN

UND EIN PENNERLADEN

ZU EINEM STARKEN TEAM

WURDEN.

DIETER PUHL

LEITER DER BAHNHOFSMISSION ZOO

Dieter

Sünje

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NEUES AUS DEN PRO AURUM NIEDERLASSUNGEN

KAFFEE MIT MILCH? NEE, MIT ZUCKER.

ZWEI TÜTEN ZUCKER? BITTE LIEBER

VIER. UND NOCH ETWAS SÜSSES DAZU?

ACH NEIN, DOCH LIEBER EIN BELEGTES

BRÖTCHEN. GERNE, UND NOCH EINEN

SCHÖNEN TAG!

Waldemar

Waldemar wischt sich die Schweißperlen

vom Gesicht und blickt aus dem Fenster.

Um ihn herum ist es laut – drinnen

scheppert Geschirr und Kollegen huschen

umher, draußen herrscht ein ständiges

Brabbeln und Grummeln. Und es bleibt

kaum Zeit zum Durchatmen. Draußen vor

dem Fenster steht ein älterer Herr, er trägt

eine knallige Damen-Sonnenbrille und

fragt höflich nach einem Kaffee. Hinter

ihm wartet eine Frau in der Schlange, die

ein Physik-Lehrbuch in der Hand hält und

laut daraus vorliest; und ein Senior, der

seinen behaarten Oberkörper in ein abgewetztes

Sakko gehüllt hat und auf diese

Weise ziemlich adrett aussieht. Sie sind

obdachlos. Hier in der Bahnhofsmission

erhalten sie eine warme Mahlzeit und ein

Getränk; auch frische Kleidung bei Bedarf

und manchmal Schlafsäcke, sofern genügend

davon als Spenden eingegangen

sind.

GÄSTE

An diesem heißen Augusttag ist der Arbeitsplatz

von Waldemar Meyer für ein

paar Stunden nicht die Berliner Filiale von

pro aurum, sondern die Bahnhofsmission

an der legendären Berliner Haltestelle

Zoologischer Garten – und wie alle anderen,

die hier arbeiten, ist er hier nicht

der Key Account Manager, sondern ganz

einfach „der Waldemar“.

„Für ein gut laufendes

Unternehmen ist es eine

Selbstverständlichkeit, sich vor Ort

sozial zu engagieren.“

Heiko Ganß, Geschäftsführer pro aurum Berlin

Die blauen Leibchen, welche die freundlichen

Helfer während ihrer Arbeit tragen,

sind nicht nur ein Erkennungszeichen,

sondern auch ein Weg, um Unterschiede

zwischen Jung und Alt oder Arm und

Reich zu überbrücken. Und die Menschen,

fast alle obdachlos, die sich eine

warme Mahlzeit abholen oder bei Waldemar

ein Getränk erhalten, sind Gäste. Die

Bahnhofsmission am Zoo ist mittlerweile

eine der größten Essensausgabestellen in

Deutschland. Die Institution ist nur wenige

Hundert Meter von pro aurum in der

Berliner Hardenbergstraße entfernt, das

Team der Berliner Filiale kommt jeden Tag

auf dem Weg zur Arbeit an der Bahnhofsmission

vorbei – so entwickelte sich im

Jahr 2014 eine Partnerschaft, die bis heute

anhält und inzwischen in der Hauptstadt

weite Kreise zieht: pro aurum hat

diesen August schon zum fünften Mal die

sogenannte „pro aurum Sommernachtslesung“

in Berlin veranstaltet und den

Reinerlös wie jedes Jahr an die Bahnhofsmission

gespendet.

EIN LOTTOGEWINN

Während Waldemar in der Ausgabestation

schwitzt, lehnt sich der Leiter der

Bahnhofsmission, Dieter Puhl, für einen

kurzen Moment zurück und steckt sich

eine Zigarette an. Es klopft an der Tür. Ein

Herr um die 60 kommt in Puhls winziges

Büro. Lothar, wie er sich vorstellt, trägt

einen geflochtenen Basthut und eine

knallrote Hose und sieht auf den ersten

Blick wie die vielen anderen Paradiesvögel

aus, die auf den Straßen von Berlin

unterwegs sind. Aber Lothar will kein Essen

annehmen oder sich frisch machen.

Lothar hat im Lotto gewonnen. Er streckt

Dieter einen Umschlag entgegen. 300

Euro sind drin. Dieter rechnet vor, wie

viele Obdachlose mit diesem Betrag satt

gemacht werden könnten. Lothar staunt

– und verspricht, wiederzukommen. „Es

ist dieser gesellschaftliche Rückhalt, diese

Geschichten, die hier jeden Tag passieren,

die mich motivieren“, sagt Dieter Puhl.

Eine Stunde vor der ersten Essensausgabe

sitzen die ehrenamtlichen und fest

angestellten Helfer der Bahnhofsmission

an einem Tisch: Dienstbesprechung. Waldemar

ist mit dabei und berichtet seinen

Kollegen bei der Bahnhofsmission von der

Sommernachtslesung. Dieter schmunzelt

und wirft ein: „Es ist sicher nicht selbstverständlich,

dass ein Goldklunkerladen

einem Pennerladen hilft. Nicht alle lieben

uns, wir stören gelegentlich. Aber das

große Wunder ist für mich: Sie könnten

alle gegen uns sein, aber kaum jemand

ist tatsächlich gegen uns“, stellt Dieter

zufrieden fest. Und er gibt seinem Team

eine kleine Geschichte vom Tag mit auf

den Weg: „Vorhin war ein siebenjähriges

Mädchen da, das gesagt hat: ‚Ich habe

von euch gehört und spende euch fünf

13


NEUES AUS DEN PRO AURUM NIEDERLASSUNGEN

Euro von meinem Taschengeld.‘ Ist das

nicht toll?“, sagt Dieter. Studenten sammeln

bei einer Party und bringen 34,20

Euro. Und die Deutsche Bahn stellt 500

Quadratmeter zusätzliche Fläche für 25

Jahre mietfrei zur Verfügung. Der Vorstandsvorsitzende

der Bahn, Dr. Richard

Lutz, kommt manchmal vorbei, wirft sich

das blaue Leibchen der Bahnhofsmission

über und hilft bei der Kleiderausgabe.

„Wir brauchen die Unterstützung von

der siebenjährigen Stella genau so wie

von einem Richard Lutz oder einem Herrn

Steinmeier, der auch schon mehrmals hier

war“, sagt Dieter Puhl.

14

DIE PRO AURUM

SOMMERNACHTSLESUNGEN

Auch die Mitarbeiter von pro aurum, die

jeden Tag auf dem Arbeitsweg an der

Bahnhofsmission vorbeikommen, wollten

helfen. Sie organisierten im Jahr 2014

erstmals eine Sommernachtslesung – damals

noch im kleinen Wartesaal der Filiale

in der Hardenbergstraße. Und die Idee

– die Verbindung einer uralten Tradition,

dem Vorlesen, mit einer anderen uralten

Tradition, dem Investment in Edelmetalle

– kam an. Doch die Mitarbeiter von pro

aurum wollten es nicht dabei belassen,

einmal im Jahr einen Scheck zu überreichen.

So packen Waldemar Meyer und

andere, wann immer es neben dem hektischen

Tagesgeschäft in der Hauptstadt

möglich ist, bei der Bahnhofsmission mit

an.

Auch Waldemar Meyer kennt die gängigen

Klischees über Obdachlose: „Die

haben selber Schuld“, lautet eines. „In

Deutschland muss doch niemand auf der

Straße leben“, ein anderes. „Wenn man

aber mal selbst hingeht und hilft, beginnt

man langsam zu verstehen“, sagt Waldemar.

Bei der Bahnhofsmission wird nicht

gefragt, warum jemand in einer desolaten

Situation ist. Und es wird auch nicht

gefragt, woher man kommt und wo man

arbeitet. Wenn die Kollegen mit Waldemar

aber doch einmal über pro aurum

sprechen, lernen sie auch Neues über den

Edelmetallhändler – beispielsweise, dass

nicht nur Superreiche Gold kaufen, sondern

Menschen wie du und ich.

EIN KLEINES STÜCKCHEN

MENSCHENWÜRDE

Zurück in der Jebenstraße 5: Sünje öffnet

eine Tube und gibt dem Mann, der vor ihr

steht, eine kräftige Portion Handcreme.

Der Mann strahlt. Denn in dem neuen Hygienecenter

der Bahnhofsmission bekommen

die vielen Gäste ein kleines Stückchen

Menschenwürde – sie können hier

duschen, ein WC benutzen oder auch ein

Parfum auflegen. Sünje ist heute die Herrscherin

über Haarshampoo und Handcreme.

Sie ist 22 Jahre alt und seit drei

Jahren ehrenamtlich tätig, inzwischen

zählt sie zum hauptamtlichen Stamm der

Mitarbeiter.

Das Hygienecenter wurde vor anderthalb

Jahren nach einer Großspende der Deutschen

Bahn eingerichtet. Fachpersonal

reinigt die Anlagen nach jeder Dusche.

Frische Handtücher und Rasierer liegen

bereit, alles Spenden von Berlinerinnen

und Berlinern. „Für uns ist eine warme

Dusche völlig selbstverständlich, für unsere

Gäste dagegen ein Segen“, stellt

Sünje klar und ergänzt: „Wir tun so

wenig, aber können so viel damit erreichen.“

Diese Motivation trägt Sünje seit

Jahren und hat dazu geführt, dass die

junge Frau ihren beruflichen Lebensweg


NEUES AUS DEN PRO AURUM NIEDERLASSUNGEN

DIE PRO AURUM SOMMERNACHTSLESUNGEN IN BERLIN

Autor/Vortragender

Werk

Juli 2014 Heinz-Joachim Simon Der große Aschinger

August 2014 Horst Bosetzky Skandal um Zille

August 2015 Valerian Verny Texte

September 2016

August 2017

Michael Braun Alexander

und Lina Wendel

Volker Braun,

Gisela Oechelhaeuser, Gregor Gysi

Madame Jakublonskis

Curiositäten Kabinett

Gedichte und Prosa

von Volker Braun

neu ausgerichtet hat: Nach ihrem Fotografie-Studium

will sie nun ein weiteres

Studium der „Sozialen Arbeit“ anhängen.

UNBEZAHLBAR

Zur gleichen Zeit bereitet Jürgen im Speisesaal

den Kuchen für die dritte Schicht

am späten Nachmittag vor. Vorsichtig sortiert

er die verschiedenen Geschmacksrichtungen.

Jürgen ist seit 2010 dabei.

Zuvor hatte er jahrzehntelang Versicherungen

verkauft, nach einem Schlaganfall

war er erwerbsunfähig. „Die meisten,

die sich hier engagieren, wollten einfach

irgendetwas machen und hatten zu viel

Zeit“, sagt Jürgen. Auch Jürgen hatte zu

viel Zeit – also kam er zur Bahnhofsmission,

nachdem er einen Zeitungsartikel darüber

gelesen hatte. Er wollte helfen und

sich das Ganze einen Tag lang angucken.

Am nächsten Tag kam er wieder. Am

übernächsten auch. Und die darauffolgenden

Tage ebenfalls, sieben Jahre lang,

bis heute. „Das ist meine Aufgabe. Was

ich mache, ist unbezahlbar, deshalb arbeite

ich ehrenamtlich“, sagt er schmunzelnd.

Für ihn sind die Menschen, die

jeden Tag herkommen, Gäste im besten

Sinne des Wortes. „Mir ist egal, ob die

Leute besoffen sind, krank oder wegen

Alkoholentzug aggressiv sind. Es sind

alles Gäste. Dieses Wort ist sehr wichtig.

Man verhält sich Gästen gegenüber anders

als irgendwelchen Fremden gegenüber“,

sagt Jürgen.

EIN MITTELSTÄNDISCHES

UNTERNEHMEN

Nach drei Schichten mit jeweils fünfzig

Speisen und Hunderten von kalten und

warmen Getränken macht sich Waldemar

auf den Weg zurück in die Berliner

Filiale von pro aurum, um dort die Sommernachtslesung

vorzubereiten. Plakate

und Roll-ups sind gekommen, Medienpartner

müssen informiert werden.

Währenddessen sitzt Dieter, der Chef der

Bahnhofsmission, in seinem Büro. Er hat

nur ein paar Quadratmeter, um eine ehrenamtliche

Initiative vom Format eines

mittelständischen Unternehmens zu leiten:

Dabei hat er Unterstützung von 150

Ehrenamtlichen, die Mitarbeiter sind zwischen

14 und 82 Jahren alt, sie versorgen

täglich 700 Gäste aus über 60 Ländern.

Dieter muss aber nicht nur Schichten planen

oder Schlafsäcke beschaffen. Er muss

auch auf Zwischentöne achten: Wenn

eine alte Dame eine Tüte mit abgetragener

Herrenbekleidung vorbeibringt, dann

ist diese Tüte viel mehr als eine Kleiderspende.

„Im Gespräch erfahre ich dann,

dass es die Sachen des verstorbenen

Ehemannes sind. Und ich erfahre, wie viel

Überwindung es sie gekostet hat, diese

Sachen herzugeben.“ Gelegentlich wird

bei solchen Gesprächen ganz nebenbei

auch deutlich, dass die Spenderin die

warme Kleidung eigentlich selbst gut gebrauchen

könnte.

pro aurum Berlin

Hardenbergstraße 8, 10623 Berlin

Telefon: +49 (30) 450 86 41 - 0

E-Mail: berlin@proaurum.de

Bahnhofsmission am Bahnhof Zoo

Jebensstraße, 10623 Berlin

Telefon: +49 (30) 313 80 88

E-Mail: berlin-zoo@bahnhofsmission.de

15


NEUES AUS DEN PRO AURUM NIEDERLASSUNGEN

PRO AURUM LUGANO

UNKOMPLIZIERTER EDELMETALL-KAUF

IN DISKRETER UMGEBUNG.

Für Deutsche und Schweizer, die auf dem Weg in Richtung

Comer See und Mailand sind, und für Italiener, die in

die Schweiz unterwegs sind, lohnt sich ein Abstecher

nach MANNO IN DIE VIA CANTONALE 4,

GALLERIA 3, EINGANG A – hier befindet sich die Filiale

von pro aurum im Tessin, die jeweils vormittags von 9

bis 13 Uhr und nachmittags zwischen 14.30 und 17 Uhr

erreichbar ist.

Bei pro aurum in Lugano ist ein unkomplizierter Edelmetall-Stopp

in diskreter Umgebung möglich, die Kolleginnen

und Kollegen sprechen Deutsch, Italienisch und Englisch.

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16


PRO AURUM ONLINE

IMMER GUT INFORMIERT

DER PRO AURUM NEWSROOM.

„Gut informiert sein heißt nicht

ein wenig von allem zu wissen,

sondern alles von den wenigen

Dingen, vorausgesetzt, es sind

die, auf die es ankommt.“

(Unbekannt)

Ein Flash Crash mitten in der Nacht, die

überraschende Wahl eines US-Präsidenten

oder die neueste Zinsentscheidung – es

sind meist die unvorhergesehenen Ereignisse,

welche die Edelmetallpreise bewegen.

Und weil es an den weltweiten

Finanzmärkten selten ruhig ist, entscheidet

die Marktbeobachtung über Gewinn

oder Verlust. Bei pro aurum erhalten Sie

zuverlässige Unterstützung bei der Suche

nach neuen Trends und Impulsen für die

Edelmetallmärkte: Ein Team von ausgebildeten

Journalisten stellt für Sie alles

Wissenswerte in kompakter Form zusammen.

Aus Anlegersicht kommentieren und

recherchieren wir und liefern nicht nur aktuelle

Top-News, sondern auch aufwendig

recherchierte Hintergrundtexte.

Bleiben Sie dran!

Im Newsroom berichten wir zudem über

spannende Neuerscheinungen und die

nächsten Edelmetall-Raritäten. Unsere

Analysten liefern zudem hochwertige

Marktberichte. Allgemeinverständlich und

praxistauglich werden die jüngsten Kursbewegungen

eingeordnet und kritisch

hinterfragt. Und wir reagieren nicht nur,

sondern zeigen frühzeitig auf, welche

Trends die Edelmetallpreise perspektivisch

beeinflussen könnten. Unterstützt

wird das Redaktionsteam des Newsroom

von pro aurum von einem erlesenen Kreis

anerkannter Edelmetall-Experten. „Mister

Dax“ Dirk Müller, der Edelmetall-Veteran

Robert Hartmann (Geschäftsführer

von pro aurum) und wechselnde Gastautoren

liefern regelmäßig Analysen und

Hintergrundinformationen, die Sie nur im

Newsroom von pro aurum lesen können.

Außerdem erfahren Sie hier, was gerade

im Goldhaus in München passiert – die

Firmenzentrale von pro aurum entwickelt

sich immer stärker zu einem passenden

Rahmen für exklusive Events.

So kommen Sie zum pro aurum Newsroom:

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17


MEINUNGSFORSCHUNG

FORSA-UMFRAGE VON PRO AURUM

SO DENKEN DIE DEUTSCHEN ÜBER

GOLD UND ANDERE GELDANLAGEN.

Einmal pro Jahr ermittelt das forsa-Institut im Auftrag von pro aurum, welcher von fünf Möglichkeiten

zur Geldanlage deutsche Bürger ab 18 Jahren bei einem Anlagehorizont von drei Jahren das höchste

Gewinnpotenzial einräumen. In einem zweiten Schritt wird dann stets untersucht, welche Geldanlagen

die Bürger tatsächlich erworben haben. Abschließend wird noch ermittelt, wie hoch der Zuspruch der

Anleger zu vier Aussagen zum Thema Gold ausfällt. Wie gewohnt erfolgte die deutschlandweit durchgeführte

Umfrage anhand von computergestützten Telefoninterviews mit 1.004 repräsentativ ausgewählten

Bundesbürgern.

Anleger lassen sich in drei große Gruppen

einteilen

Wie im Jahr zuvor trauten die Befragten den beiden Anlageklassen

„Gold“ und „Aktien“ das höchste Gewinnpotenzial zu. Diese

Geldanlagen rangierten unter den aussichtsreichsten Investments

mit jeweils 27 Prozent exakt auf dem Niveau des Vorjahres – eine

klassische Patt-Situation. Besonders interessant: Eine Mehrheit

von 28 Prozent wusste auf die „Gretchenfrage“ keine Antwort

bzw. meinte, keine davon böte den höchsten Gewinn. Obwohl die

Zinsen in den vergangenen zwölf Monaten wieder nach oben tendierten,

waren die Befragten von den Perspektiven bei „Festgeld

bzw. Termingeld“ und „Anleihen“ weiterhin wenig begeistert.

Während die erstgenannte Kategorie gegenüber dem Vorjahreswert

einen Rückgang von sechs auf fünf Prozent verzeichnet hatte,

war bei Anleihen ein Minus von drei auf zwei Prozent verbucht

worden. Seit Beginn der Datenerhebungen im Jahr 2011 stellte

dies in beiden Fällen den niedrigsten Wert dar. Unter den fünf

genannten Anlageklassen verzeichneten lediglich „Fondsanteile“

ein Comeback. Deren Quote legte nämlich von acht auf elf

Prozent zu.

Anlegern hin. Er erinnert daran, dass bei der ersten forsa-Umfrage

vor sechs Jahren ein Anteil von lediglich 16 Prozent registriert worden

war. Schmidt zieht bezüglich der beiden Favoriten folgendes

Fazit und meint: „Aktien dürften vor allem – bedingt durch ihren

mehrjährigen Aufwärtstrend – bei Anlegern extrem beliebt sein,

während der Krisenschutz Gold nach dem markanten Anziehen

der Inflation vor allem von den negativen Realzinsen profitiert haben

dürfte. Für mich gehört Gold weiterhin als Stabilitätsanker in

jedes Depot.“ Auch die nicht kleiner werdende Zahl von Krisen

geopolitischer, finanzpolitischer, geldpolitischer und allgemeinpolitischer

Art spricht nach Ansicht des pro aurum Gründers für Gold

in Form von Barren oder Münzen.

Mirko Schmidt, Gründer und Geschäftsführer von pro aurum, merkt

an, dass die Zahl der „Ratlosen“ 2017 erneut ausgesprochen hoch

ausfiel. Dies deutet seiner Meinung nach auf einen anhaltenden

Anlagenotstand und ein hohes Maß an Unsicherheit unter den

18


MEINUNGSFORSCHUNG

Diese Geldanlagen haben die Deutschen

im Depot

In der vorliegenden forsa-Umfrage wurde zudem ermittelt, welche

Geldanlagen tatsächlich in den Depots der Befragten aktuell

enthalten sind. Dabei fiel vor allem eines auf: Unter den wenigen

Geldanlagen mit steigenden Besitzquoten waren neben Termingeldern

vor allem Edelmetallinvestments zu nennen. Während bei

Fest- & Termingeld ein Anstieg von 12 auf 14 Prozent verzeichnet

worden war, ging es bei Netto-Investments in Gold und Silber (7

Prozent), Goldbarren und -münzen (7 Prozent) sowie Silberbarren

und -münzen (3 Prozent) um jeweils einen Prozentpunkt nach

oben. Unter den fünf beliebtesten Geldanlagen war hingegen eine

leicht nachgebende Tendenz zu beobachten. Bei Lebensversicherungen

sank zum Beispiel die Quote von 31 auf 30 Prozent, während

Bausparverträge bzw. Bausparpläne in der Gunst der Anleger

mit einem Rückfall von 31 auf 28 Prozent im Jahr 2017 weniger

beliebt waren. Bei Tagesgeldkonten lag der Anteil bei 22 Prozent

(2016: 23 Prozent) und bei Fondsanteilen sank er auf 17 Prozent

(Vorjahr 18 Prozent). Lediglich Immobilien (27 Prozent) konnten

zumindest ihr Vorjahresniveau erfolgreich verteidigen.

Gold als Geldanlage hat erneut an

Attraktivität gewonnen

Gold als Geldanlage hat erneut an

Attraktivität gewonnen

In einem letzten Schritt wurden den Befragten vier Thesen zur „Beurteilung

von Gold als Geldanlage“ vorgelesen und sie wurden gefragt,

ob sie der jeweiligen Aussage zustimmen. Fazit: Das Ansehen

von Gold hat unter den Anlegern überwiegend zugenommen. Wie

im Vorjahr stuften drei von vier Bürgern (75 Prozent) Gold als eine

gute Ergänzung zu anderen Geldanlagen ein. Dass Gold eine sichere

Geldanlage sei, wurde diesmal von 71 Prozent bejaht (2016:

65 Prozent). Etwas mehr Zuspruch erhielt auch die These, dass

Gold als geeignete Geldanlage für risikoscheue Anleger fungiere.

Hier wurde nämlich ein von 54 auf 55 Prozent leicht erhöhter Wert

registriert. Unverändert fiel der Zuspruch zu der These „Gold ist zur

Zeit eine lohnende Anlage, weil die Kurse steigen werden“ aus.

Fast jeder zweite Deutsche (49 Prozent) war hiervon überzeugt.

Grundsätzlich kann man bei der jüngsten forsa-Umfrage folgende

Erkenntnis gewinnen: Gold genießt unter den Geldanlegern weiterhin

einen ausgezeichneten Ruf und dürfte damit auch in den

kommenden Jahren seiner Funktion als Krisen-, Vermögens- und

Inflationsschutz gerecht werden.

19


PRODUKTINFORMATIONEN

50-EURO-MÜNZE LUTHERROSE:

DEUTSCHE PRODUKTPALETTE IN GOLD WIRD AUSGEBAUT

Gold liegt im Trend, nicht nur als Investment:

Die Bundesrepublik Deutschland

hat ihre Produktpalette an Gedenkmünzen

aus Gold in den vergangenen Jahren

massiv ausgebaut. Neben den beliebten

100-Euro-Münzen zu Ehren der UNESCO-

Welterbestätten und den 20-Euro-Goldmünzen

im Miniaturformat gibt es seit

2017 eine weitere Goldmünzen-Größe aus

Deutschland: Nur wenige Stunden nach

dem Verkaufsstart war die neue 50-Euro-

Münze „Lutherrose“ zum 500. Reformations-Jubiläum

bei der Verkaufsstelle

für Sammlermünzen der Bundesrepublik

Deutschland (VfS) restlos ausverkauft.

Die Sonderprägung zum 500-jährigen Reformations-Jubiläum

ist die erste Ausgabe

zu 50 Euro, welche jemals in Deutschland

auf den Markt gekommen ist. Die

begehrte Goldmünze umfasst 1/4 Unze

Gold und hat somit ein Feingewicht von

7,78 Gramm. Mit nur 150.000 Exemplaren

ist die Münze streng limitiert. Bei der

Lutherrose handelt es sich um das Siegel,

welches Martin Luther ab 1530 für seinen

Briefverkehr verwendete.

50 JAHRE KRÜGERRAND: BEGEHRTE SONDERPRÄGUNG

BEI PRO AURUM NOCH VERFÜGBAR

Das Jahr 2017 steht ganz im Zeichen

des 50. Geburtstags der Krügerrand-

Goldmünze aus Südafrika. Zu diesem besonderen

Jubiläum hat die Rand Refinery

eine Sonderprägung des klassischen Krügerrands

zu einer Unze herausgegeben.

Rechts neben dem Springbock ist auf

der goldenen Münze eine „50“ mit der

runden Umschrift „50 Years Anniversary

1967–2017“ zu lesen; mit diesem „Privy

Mark“ wird das fünfzigjährige Jubiläum

der Münze gefeiert. Die Auflage liegt bei

nur 100.000 Stück weltweit – die Sonderausgabe

war bei der Rand Refinery nach

kurzer Zeit ausverkauft. Der Sammlerwert

der seltenen Sonderprägung hat bereits

kurz nach Erscheinen zugelegt, sodass

Kunden von pro aurum mit dem Extraverkauf

eine doppelte Gewinnchance

erhalten: Neben dem reinen Edelmetallwert

erzielt der Krügerrand bereits jetzt

Liebhaberpreise, die deutlich über dem

Goldpreis liegen.

20


PRODUKTINFORMATIONEN

1/25 UNZE: PLATIN PHILHARMONIKER

GIBT ES NUN AUCH IM MINIATUR-FORMAT

Sie sehen aus wie klassische Silberbarren,

doch rein formell handelt es sich bei den

neuen Produkten um Münzen: pro aurum

bietet künftig die beliebten Münzbarren

von den Fidschi-Inseln an. Die Barren

wurden ursprünglich entwickelt, um

größere Mengen an Silber zum geringen

Mehrwertsteuersatz anzubieten. Doch

obwohl inzwischen kein Unterschied zwischen

Silbermünzen (früher mit 7 Prozent

Im Jahr 2016 hat die Münze Österreich

mit der Einführung einer Platin-Variante

ihrer beliebten Wiener-Philharmoniker-

Anlagemünze einen Überraschungs-Coup

gelandet. Das weiße Metall galt lange

Zeit als Investment-Exot, kommt aber

inzwischen im Anleger-Mainstream an.

Um Käufern eine besonders preiswerte

Möglichkeit zu bieten, neben Gold und

Silber auch ein bisschen Geld in Platin zu

besteuert) und Barren (19 Prozent) mehr

gemacht wird, sind die Münzbarren gefragt

– nicht zuletzt deshalb, weil sie inzwischen

differenzbesteuert angeboten

werden. Durch diese günstige Besteuerung

können die Barren nah am reinen Silberpreis

verkauft werden und sie sind im

Gegensatz zu Münzen platzsparender im

Tresor zu verstauen. Durch den Stempel

auf der Vorderseite, auf der ein Nennwert

investieren, hat die Münze Österreich ein

innovatives Anlageprodukt entwickelt:

Mit der neuen 1/25 Unze Platin wird das

Produktportfolio weiter ausgebaut. Mit

der kleinen Münze ist es nun möglich, in

kleinen Schritten einen Edelmetallschatz

aufzubauen, der auch Platin enthält. Zudem

ist die Minimünze auch exzellent als

Geschenk geeignet.

SILBER VON DEN FIDSCHI-INSELN: PRO AURUM VERKAUFT

PRAKTISCHE MÜNZBARREN MIT DIFFERENZBESTEUERUNG

sowie das Wappen der Fidschi-Inseln aufgeprägt

sind, wird der Barren in juristischer

Hinsicht zu einer Münze. Allerdings

handelt es sich bei den Münzbarren um

Auftragsprodukte, sodass die Silberklötze

im Ausgabeland nie als Zahlungsmittel im

Umlauf waren.

21


PRODUKTINFORMATIONEN

PERTH MINT:

DAS JAHR DES HUNDES STEHT BEVOR

Das neue Jahr 2018 beginnt für Sammler

von Bullionmünzen und anspruchsvolle

Investoren bereits im Sommer 2017: Traditionell

stellt die Perth Mint ihre neuen

Münzmotive für das folgende Jahr im

vorherigen Sommer vor. Und schon bald

steht der Hund als aktueller Vertreter des

chinesischen Mondkalenders im Mittelpunkt

der Münzensammler-Szene. Er löst

das Jahr des Hahnes (es endet offiziell eigentlich

erst im Januar 2018) ab und ist

die elfte von zwölf Ausgaben der zweiten

Lunar-Serie der Perth Mint. Voraussichtlich

ab Mitte September werden die begehrten

Motive bei pro aurum verfügbar

sein. Die Auflagen bleiben mit 300.000

Stück in Silber und 30.000 Stück in Gold

auf gewohnt niedrigem Niveau und dürften

dafür sorgen, dass die australischen

Exoten wie auch in den Vorjahren nach

kurzer Zeit restlos ausverkauft sein dürften.

Und es ist zu erwarten, dass die Motive

aus den Vorjahren kurz nach Veröffentlichung

des Motivs für 2018 an Wert

zulegen werden – denn die Lunar-Serie ist

auch bei Sammlern beliebt.

KOALA & KOOKABURRA: MOTIVE FÜR 2018

WERDEN SCHON 2017 VERÖFFENTLICHT

Sie stehen im Schatten der Lunar-Serie,

doch Kookaburra und Koala zählen längst

zu den Sammler-Lieblingen – nicht zuletzt

wegen der jährlich wechselnden Motive

der exotischen Vertreter der australischen

Fauna. Auch im Jahr 2018 werden die

erfolgreichen Tierserien fortgesetzt. Und

sie ziehen Jahr für Jahr eine treue Sammlergemeinde

an. Denn das Prägelimit für

Kookaburra-Silbermünzen liegt seit 2011

bei 500.000 Münzen, der Koala erschien

als Ein-Unzen-Version im Jahr 2016 erstmals

in einer limitierten Auflage von

maximal 300.000 Exemplaren. Der Kookaburra

entstammt der Familie der Eisvögel,

der Koala ist ein baumbewohnender

Beutelsäuger.

22


PRODUKTINFORMATIONEN

GOLD, SILBER, PLATIN UND PALLADIUM

VIER EDELMETALLE IM ÜBERBLICK.

GOLD – Das gelbe Metall hat seit der

Jahrtausendwende einen wilden Ritt hinter

sich – und viele Marktbeobachter glauben,

dass das Beste noch bevorsteht. Von

300 US-Dollar pro Feinunze hat sich Gold

auf bis zu 1.900 US-Dollar mehr als versechsfacht,

danach folgte ein schmerzhafter

Absturz und inzwischen eine gesunde

Konsolidierungsphase, von der sich Gold

auf den Weg zu neuen Hochs macht. Denn

anders als Papiergeld lässt sich Gold nicht

künstlich vermehren und die Förderung

von Gold gestaltet sich immer komplizierter.

Aus diesem Grund spielt das Recycling

von Gold eine immer größere Rolle auf

dem weltweiten Rohstoffmarkt.

„Gold ist Geld.

Alles andere ist Kredit.“

(J. P. Morgan)

Die Geldanlage mit Gold ist denkbar einfach:

Sowohl klassische Sammlermünzen

als auch moderne Anlagemünzen eignen

sich als Wertspeicher. Bei Anlagemünzen

wird nur der Materialwert sowie ein geringer

Aufschlag für die Prägekosten berechnet.

Besonders gefragt sind Bullionmünzen

wie der südafrikanische Krügerrand,

der Wiener Philharmoniker oder der American

Eagle. Beliebt sind bei Anlegern auch

Goldbarren. Und wer neben dem reinen

Metallwert auch ein bisschen Geschichte

erleben will, sollte sich numismatische

Schätze aus Gold zulegen – es gibt viele

historische Goldmünzen, die nah am reinen

Goldpreis gehandelt werden.

WARUM GOLD?

Gold wird bei Anlegern vor allem wegen

seiner unkomplizierten Besteuerung geschätzt.

Wer seine Schätze länger als ein

Jahr besitzt, entrichtet nämlich auf den

Gewinn keine Abgeltungssteuer von 25

Prozent. Und wer Gold kauft, muss keine

Mehrwertsteuer berappen. Der Kauf und

Verkauf sowie die Lagerung von Gold ist

unkompliziert, weil das Metall viel Wert

auf wenig Raum versammelt. Aufgrund

der Zunahme von Wohnungseinbrüchen

gewinnen inzwischen jedoch professionelle

Lagerdienstleistungen an Bedeutung,

wie beispielsweise die Schließfächer von

pro aurum, das pro aurum Edelmetalldepot

oder das Zollfreilager.

Gold ist seit Jahrtausenden der sichere

Hafen für alle, die ihr hart erarbeitetes

Geld gegen Wertverlust

schützen wollen.

Und ein Blick in die Geschichte zeigt: Diesem

Anspruch wird Gold seit 5.000 Jahren

gerecht. Dies wird durch einen einfachen

Vergleich deutlich: Damals wie heute kostete

ein guter Maßanzug so viel wie eine

Unze Gold. Bis heute ist Gold das beliebteste

Metall für Schmuck und die Krönung

einer jeden Münzsammlung. Das Metall ist

insbesondere in China und Indien verstärkt

gefragt, die beiden Länder liefern sich seit

Jahren einen Wettstreit um die Vorherrschaft

auf dem Edelmetall-Markt.

GOLD-BESTSELLER

Physisches Gold

80%

KRÜGERRAND

WIENER PHILHARMONIKER

Physisches Silber

20%

IM AKTUELLEN UMFELD SOLLTE DAS EDELMETALL-PORTFOLIO

15 PROZENT DES GESAMTVERMÖGENS AUSMACHEN –

DAVON 80 PROZENT IN GOLD UND 20 PROZENT IN SILBER.

1

2

23


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MIT DEN PRO AURUM ZOLLFREILAGERN IN DER SCHWEIZ ODER IN HONG KONG.

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PRODUKTINFORMATIONEN

SILBER –

DAS GOLD DES KLEINEN MANNES?

Silber ist viel mehr als nur der „kleine

Bruder“ des Goldes.

Das „Gold des kleinen Mannes“ ist zuletzt

wieder ganz groß rausgekommen

und hat allein 2016 prozentual fast doppelt

so viel an Wert zugelegt wie Gold.

Keine Frage: Gold ist definitiv eine gute

Wahl. Aber richtig clever wird die Investmentstrategie

erst, wenn das Anlagevermögen

gestreut wird. Und zu einer

soliden Diversifizierung gehören unterschiedliche

Anlageklassen.

Silber hat sich in den vergangenen Jahren

nicht immer analog zu Gold entwickelt

und könnte gelegentliche Schwächen

beim Gold abfangen. In jedem Falle sollten

Investoren das weiße Metall im Blick

behalten. Nach einem schmerzhaften

Wertrückgang in den vergangenen Jahren

hat das Metall seine Bodenbildung abgeschlossen

und die Analysten sind sich fast

ausnahmslos einig: Beim Silber geht die

Kursnotierung weiter nach oben. Ein Indiz

dafür ist das sogenannte „Gold-to-Silver-

Ratio“, also die Relation zwischen dem

Gold- und Silberpreis. Sie liegt traditionell

bei etwa 1:20. Demnach ist Silber aktuell

deutlich unterbewertet. Umgerechnet auf

das historische Verhältnis zwischen Gold

und Silber müsste das weiße Metall also

mindestens 60 Euro pro Unze kosten.

WARUM SILBER?

Die sensationellen Zuwächse, aber auch

die gelegentlichen Rückschläge beim Silberpreis

haben einen wichtigen Grund:

Das Metall ist in der Industrie stärker als

Gold gefragt. Es wird nicht nur seit Jahrhunderten

als Werkstoff für edles Besteck

eingesetzt – inzwischen ist es vor allem in

der Autoindustrie in diversen Schaltern zu

finden und für den Autobau praktisch unverzichtbar.

Insbesondere bei der Produktion

von elektrischen und optischen Bauteilen

wird Silber verstärkt verarbeitet; fast

jeder Mensch besitzt Silber als Bestandteil

seines Mobiltelefons, Laptops oder Kühlschrankes.

Die Hälfte der jährlich geförderten

Silbermenge landet in der Industrie –

beim Gold sind es nur etwa zehn Prozent.

Wer auf Silber setzt, braucht starke

Nerven.

Je höher der prozentuale Anteil von Silber,

desto größer die Volatilität und somit die

Risiken und Chancen der Wertentwicklung.

Silber-Anleger müssen also auch ein

kleines Spekulations-Gen in sich haben.

Die absoluten Bestseller sind die differenzbesteuerten

Silberunzen Maple Leaf und

australisches Känguru. Hier bekommt der

Kunde unter dem Strich am meisten Silber

für sein Geld. Die kanadische und die australische

Münze haben die geringsten Aufschläge

auf den reinen Metallwert.

SILBER-BESTSELLER

MAPLE LEAF

AUSTRALISCHES KÄNGURU

Informationen zur sogenannten

Differenzbesteuerung bekommen

Sie auf Seite 31.

Unser Tipp:

Planen Sie den Erwerb von größeren

Mengen Silber? Dann kaufen Sie das

weiße Edelmetall am besten umsatzsteuerfrei

in unserem pro aurum

Zollfreilager in der Schweiz.

25


NEUES PRODUKTINFORMATIONEN

AUS DEN AURUM NIEDERLASSUNGEN

PLATIN UND PALLADIUM:

ZWEI UNHARMONISCHE SCHWESTERN.

5,50

5,25

5,00

4,75

4,50

4,25

4,00

3,75

3,50

PLATIN NOBLE

3,25

3,00

2,75

2,50

2,25

2,00

1,75

1,50

1,25

J

O

A J O A J O A J O A J O A J O A J O A J O A J O A J O A J

08 09 10 11 12 13 14 15 16 17

PALLADIUM MAPLE LEAF

DER CHART ZEIGT DIE ENTWICKLUNG DES PLATIN-/PALLADIUM-RATIOS IN EINEM ZEITRAUM VON KNAPP ZEHN JAHREN. MAN SIEHT DEUTLICH, WIE SEHR DER PLATINPREIS GEGENÜBER DEM

PALLADIUMPREIS FEDERN LASSEN MUSSTE. LANGFRISTIG RECHNEN WIR MIT EINER UMKEHR DES ABWÄRTSTRENDS – SPRICH: DER PLATINPREIS SOLLTE SICH GEGENÜBER DER NOTIERUNG VON

PALLADIUM WIEDER DEUTLICH ERHOLEN KÖNNEN.

Die beiden Edelmetalle Platin und Palladium

werden häufig als Schwestermetalle

bezeichnet. Beide werden vor allem in Autokatalysatoren

und in der Schmuckbranche

verarbeitet. Ein kleiner Teil landet aber

auch in Form von Barren oder Münzen bei

Investoren. In den vergangenen zwölf Monaten

haben sich die Preise für die beiden

Edelmetalle allerdings alles andere als harmonisch

entwickelt.

Palladium hui, Platin pfui

Während sich Platin auf Jahressicht um

über 16 Prozent verbilligt und sich unter

den vier Edelmetallen damit am schlechtesten

entwickelt hat, legte Palladium im selben

Zeitraum um mehr als 26 Prozent zu.

26

Hierfür war vor allem die Autoindustrie

verantwortlich. Wegen des Dieselskandals

brach die Nachfrage bei Platin, welches

vor allem in Dieselfahrzeugen zum Einsatz

kommt, regelrecht ein. Eine völlig gegensätzliche

Entwicklung war hingegen bei

Palladium zu beobachten. Bei den Katalysatoren

von Benzinfahrzeugen kommt

nämlich meist Palladium zum Einsatz. Das

Wohl und Wehe beider Edelmetalle dürfte

daher in hohem Maße von der weiteren

Entwicklung des Automobilsektors abhängen.

Sollten sich im Zuge der Abgasdiskussionen

zum Beispiel Elektroautos auf lange

Sicht gegen die konventionelle Konkurrenz

durchsetzen, wäre ein Nachfrageeinbruch

bei beiden Edelmetallen vorprogrammiert.

Sollten hingegen in Innenstädten Fahrverbote

für Dieselfahrzeuge beschlossen

werden, dürfte vor allem der Platinpreis

„unter die Räder geraten“. Dies alles zeigt

ein hohes Maß an Unsicherheit, was sich

auch in überdurchschnittlich starken Kursschwankungen

niederschlägt.

Mehrwertsteuer sorgt für

Desinteresse

Das Angebot an Barren und Münzen aus

Platin und Palladium hat in den vergangenen

Jahren markant zugenommen, aufgrund

der Mehrwertsteuerpflicht hält sich

das Anlegerinteresse aber verständlicherweise

in Grenzen. Bei pro aurum konzentriert

sich die Nachfrage auf den „Platin

Wiener Philharmoniker“ und den „Palladium

Maple Leaf“. Wer die Edelmetallkomponente

seines Portfolios diversifizieren

und nicht nur auf Gold und Silber setzen

möchte, sollte Platin und Palladium allerdings

lediglich als Beimischung betrachten.

Für konservative Anleger hält pro aurum

bei Edelmetallinvestments seit Jahren

folgende Aufteilung für angemessen: 80

Prozent können guten Gewissens in Gold,

20 Prozent in Silber investiert werden. Ein

kleiner Teil der Silberquote kann durch Platin

und/oder Palladium ersetzt werden.

Tipp für Steuersparer: Über die in

der Schweiz und in Hongkong angesiedelten

Zollfreilager von pro aurum

können Weißmetalle wie Platin, Palladium

und Silber ohne Mehrwertsteuer

gehandelt werden – und das absolut

legal. Die Rendite schmälernde Steuer

würde erst beim Verlassen der Lagerstätte

anfallen.


PRODUKTINFORMATIONEN

NEUES AUS ÜBERSEE

150 JAHRE KANADA.

Die Royal Canadian Mint würdigt den 150.

Geburtstag des kanadischen Staates mit

einer besonderen Bullionmünze in Gold

und Silber: Die „Voyageur“ gilt in Kanada

als gesetzliches Zahlungsmittel, ist

aber explizit als Anlagemünze konzipiert

und ergänzt damit das Produktportfolio

der Royal Canadian Mint mit Maple Leafs

sowie Tiermotiven. Die Fünf-Dollar-Feinsilbermünze

„Voyageur“ erinnert an eine

historische kanadische Silbermünze, die

im Jahr 1935 zum 25. Thronjubiläum von

König George V. in Umlauf gebracht wurde.

Die moderne Interpretation aus dem

Jahr 2017 zeigt genauso wie das historische

Original einen „Voyageur“ und einen

Indianer, die gemeinsam in einem Kanu

paddeln. Im Hintergrund sind Striche zu

sehen, welche die gewaltige, ungezähmte

Wildnis Kanadas verdeutlichen sollen. Daneben

gibt es auch eine Variante in Gold.

Neben dem historischen Motiv setzt die

RCM auch bei der Gestaltung der restlichen

Bereiche der Münze auf Kontinuität:

Die ultrapräzisen radialen Linien auf der

Vorder- und Rückseite der Münze dienen

als Fälschungserkennungsmerkmal und erzeugen

einen besonderen Schimmer. Das

Ahornblatt mit der Nummer „17“ in der

Mitte des Blattes ist als Mikrogravur ebenfalls

auf der Münze zu finden. Die Optik erinnert

stark an die anderen Bullionmünzen

aus Kanada – und auch die Verpackung ist

altbekannt: Die Münzen werden in einer

Monsterbox mit 500 Münzen verkauft und

tragen das Canada-150-Logo. Die Münze

wird ab September für kurze Zeit bei pro

aurum erhältlich sein. Es werden 15.000

Stück in Gold und 250.000 Stück in Silber

geprägt, beide Münzen werden nah am

Spotpreis verkauft.

Die Canadian Voyageur ist ab 1. September auch online erhältlich:

www.proaurum.de/home/shop.html

27


SAMMLERMÜNZEN

PRO AURUM NUMISMATIK

EXZELLENTER SERVICE FÜR SAMMLER –

UND ATTRAKTIVE INVESTMENT-CHANCEN

FÜR ANLEGER.

In den vergangenen Jahren hat sich die Fachabteilung „pro aurum Numismatik“ einen exzellenten Ruf in

der Sammlerszene erarbeitet und ist treuer Begleiter für viele Münzenliebhaber beim Ausbau ihrer Sammlung

und bei der Suche nach fehlenden Raritäten – und mit über 7.500 positiven Bewertungen, viel Lob

und immer wieder spannenden Numismatik-Schätzen, die im regulären Edelmetall-Sortiment nicht zu finden

sind, hat sich der eBay-Shop von pro aurum zu einer regelmäßigen Anlaufstelle für Sammler entwickelt.

Die pro aurum Numismatik bietet eine

sehr breite Palette an Dienstleistungen an:

die Bewertung von Münzsammlungen und

einzelner Stücke und der Kauf und Verkauf

von numismatischen Münzen. Wir nehmen

die Ware intensiv unter die Lupe, bewerten

die Schätze und unterbreiten dem

Kunden ein Angebot. Des Weiteren bieten

wir Numismatik-Tage in unseren Niederlassungen

in Deutschland, Österreich

und der Schweiz an, an denen die Kunden

Münzen kaufen oder verkaufen oder sich

einfach nur beraten lassen können. Zudem

nutzen bereits Banken unsere Expertise im

Bereich der Numismatik, indem sie Münzen

oder Münzsammlungen per Kamera-

Liveübertragung von unseren Experten im

Münchner Goldhaus bewerten lassen. Es

macht keinen Sinn, dass die Banken diese

Expertise selbst vorhalten. Wir stellen Banken,

die mit uns zusammenarbeiten, diese

Kameras kostenlos zur Verfügung. Auch in

allen pro aurum Niederlassungen bieten

wir Kunden diesen Kameraservice an.

pro aurum ist bereits seit September 2014

dazu übergegangen, seine numismatischen

Schätze über das Internetauktionshaus

„eBay“ anzubieten – mit großem

Erfolg: „Numismatische Prägungen, die

aufgrund ihrer teils hohen Auflagenstärke

relativ dicht am Material gehandelt werden

können, laufen immer“, berichtet Sven

Jacobsohn, der bei pro aurum den eBay-

Shop betreut. Besonders begehrt sind im

eBay-Shop von pro aurum die numismatischen

Seltenheiten aus der deutschen

Geschichte. Während zirkulierte 20-Mark-

Prägungen, vor allem aus Preußen, über

den klassischen pro aurum Shop erhältlich

sind, zahlen Sammler bereitwillig ein

Aufgeld im eBay-Shop, um unzirkulierte

Prägungen oder seltene Jahrgänge zu

erstehen. Eine hohe Nachfrage besteht

auch nach den US-amerikanischen Indianer-Goldmünzen

zu fünf US-Dollar. „Hier

dürfte die gute Kombination aus Motiv

und bezahlbarer Größe ausschlaggebend

sein“, vermutet Sven Jacobsohn. Und ein

weiterer Klassiker hält sich seit Jahren konstant

auf hohem Niveau: Gold-Prägungen

der Lateinischen Münzunion. „Hier wird

offenbar herkunftsspezifisch nach Hause

geholt“, glaubt Sven Jacobsohn.

Neben dem reinen Edelmetall gibt es

noch einen weiteren Grund für den Wert

der Münzen – es sind die Geschichten,

die mit dem Geld von damals verbunden

sind. Denn die Welt der Numismatik wartet

immer wieder mit Überraschungen auf:

So entdecken Einsteiger schnell, dass ihre

Kaiserreich-Sammlung noch nicht vollständig

ist, wenn sie ein 20-Goldmark-Stück

mit dem Abbild des deutschen Kaisers

Wilhelm II. besitzen. Denn es gibt diese

Münze noch mit den übrigen Kaisern Wilhelm

I. und Friedrich III. Und wer mit dem

Sammeln richtig loslegen will, findet von

A wie Anhalt bis W bis Württemberg viele

weitere Regionen des deutschen Reiches,

die ebenfalls eigene Gold- und Silbermünzen

herausgegeben haben.

Auch in der Numismatik beobachten wir

attraktive Wertzuwächse – denn seltene

28


SAMMLERMÜNZEN

Münzen in guter Qualität sind zu gesuchten

Raritäten geworden. Der Sammlerwert

macht die Münzen auch für Anleger, die

vor allem auf Wertzuwachs setzen, interessant.

Denn der Wert der Münze ist von

Edelmetall- und Börsenkursen unabhängig;

hier bestimmen Seltenheit und Qualität

den Preis.

Kunden sollten sich eher auf ein paar wenige

Raritäten in guter Erhaltung konzentrieren.

Eine Münze in Top-Qualität verkauft

sich immer. Mittelmäßige Ware wird

man dagegen meist nur los, wenn man mit

Enttäuschungen leben kann. Wir erhalten

beispielsweise regelmäßig Verkaufsangebote

für Silbermünzen aus dem Dritten

Reich – diese Stücke sind jedoch nicht

mehr wert als das Metall und nur noch

als Schmelzware interessant. Ausnahmen

hierbei sind die Prägungen von Schiller

bzw. Luther. Je höher eine Münze auf der

Liste der Erhaltungsgrade eingeordnet

wird, desto mehr bezahlen echte Liebhaber

dafür.

PRO AURUM NUMISMATIK

www.proaurum.de/home/

serviceprodukte/numismatik.html

29


NEUES PRODUKTINFORMATIONEN

AUS DEN AURUM NIEDERLASSUNGEN

DIFFERENZBESTEUERUNG IN ÖSTERREICH

SO SPAREN SIE KÜNFTIG

VÖLLIG LEGAL STEUERN

BEIM SILBERKAUF.

ÖSTERREICH HAT MALERISCHE LAND-

SCHAFTEN, DIE PRÄCHTIGE HAUPTSTADT

WIEN UND DIE DONAU – ES GÄBE FÜR

DIE ÖSTERREICHER ALSO VIELE GRÜNDE,

NICHT IN DIE FERNE ZU SCHWEIFEN.

Doch beim Edelmetallkauf zogen es bislang

viele unserer Nachbarn vor, ihre heimischen

Gefilde zu verlassen. Denn jenseits

der Grenze konnten sie Silber-Produkte

deutlich günstiger als zu Hause kaufen. Die

Differenzbesteuerung in Deutschland, die

seit 2014 hierzulande für bessere Konditionen

beim Kauf von Weißmetallen sorgt,

hat viele Kunden von pro aurum aus der

Alpenrepublik in die Filialen im südlichen

Bundesgebiet geführt.

Der Umweg über Deutschland zum eigenen

Silberschatz ist für Kunden aus Österreich

künftig nicht mehr nötig, denn ab sofort

können sie auch zu Hause in den Genuss

der sogenannten „Differenzbesteuerung“

kommen. Durch diese unkomplizierte

und völlig legale Form der Besteuerung

sinkt der Preis für Silbermünzen

für Endkunden deutlich. In Österreich

dürften bislang viele Investoren einen

großen Bogen um Silber gemacht haben,

weil ihr Investment grundsätzlich mit 20

Prozent besteuert wurde. Um diesen Prozentsatz

müsste der Wert des Investments

zulegen, damit die Anleger überhaupt in

die Gewinnzone kommen. Und die meisten

Edelmetall-Fans waren wohl nicht bereit,

mit ihrem Investment zuerst den Staat zu

finanzieren und mehrere Jahre zu warten,

bis sich ihre Anlage-Entscheidung auszahlt.

Durch die Differenzbesteuerung profitieren

Anleger viel schneller von Wertzuwächsen

bei Silber. Denn künftig entfällt der pauschale

Aufschlag von 20 Prozent. Stattdessen

geht pro aurum beim Handel mit

Silber, Platin und Palladium in Österreich

folgendermaßen vor: Die Umsatzsteuer

von 20 Prozent wird nicht auf den vollen

Nettoverkaufspreis angerechnet, sondern

lediglich aus der Differenz zwischen dem

Einkaufs- und dem Bruttoverkaufspreis an

das Finanzamt abgeführt. Künftig können

Münzen, die nicht in der Europäischen

Union hergestellt wurden, sowie Kundenrückkäufe

von Edelmetallprodukten aus

Silber, Platin und Palladium differenzbesteuert

angekauft und auch wieder verkauft

werden. Einzige Einschränkung: Der

Preis der einzelnen Münze darf nicht über

220 Euro liegen.

Was auf den ersten Blick durchaus kompliziert

klingt, bringt deutliche Erleichterungen

für die Kunden von pro aurum. pro

aurum hat seinen Webshop für Kunden

aus Österreich in der Zwischenzeit überarbeitet,

sodass die Differenzbesteuerung

künftig ausdrücklich bei den entsprechenden

Produkten angegeben ist. Die Kunden

sollten daher den Bereich der differenzbesteuerten

Münzen stärker im Fokus haben.

Denn mit diesen Münzen bekommen sie

mehr Silber für das gleiche Geld – oder

anders gesagt: Bei gleicher Menge an

Silbermünzen muss jetzt weniger bezahlt

werden, wenn differenzbesteuerte Produkte

gekauft werden.

Die Ersparnis lässt sich an einem Beispiel

verdeutlichen: Anfang Mai 2017 lag der

Spotpreis für eine Feinunze Silber bei

knapp 15 Euro. Die Silber-Anlagemünze

„Australian Kangaroo“, die wegen ihrer

Herkunft aus dem Nicht-EU-Land Australien

differenzbesteuert verkauft werden

darf, lag bei etwa 18,50 Euro. Der Wiener

Philharmoniker, der ähnlich wie das Känguru

in Millionenauflage hergestellt wird,

aber in der EU zu Hause ist, kostete zum

gleichen Zeitpunkt rund 20,50 Euro. Anleger

sparen also mit der Differenzbesteuerung

zwei Euro oder etwa zehn Prozent

des eigentlichen Endpreises. Die Regelbesteuerung

bei pro aurum in Österreich

beschränkt sich künftig auf einige wenige

Produkte, denn die meisten Bullion-Silbermünzen

werden außerhalb der EU hergestellt,

beispielsweise in den USA, Kanada

oder Australien.

Ärgerlich für Kunden in Europa ist jedoch,

dass ausgerechnet ihre heimischen Silbermünzen

nicht unter die Differenzbesteuerung

fallen. Betroffen davon sind der Wiener

Philharmoniker – und bislang noch die

Britannia aus Großbritannien. Doch für die

Royal Mint dürfte der Austritt aus der Europäischen

Union zumindest ökonomisch

nicht nur mit Ärgernissen verbunden sein.

Denn wenn Großbritannien künftig – wie

Kanada oder Australien – ein „Nicht-

EU-Land“ ist, kann auch die Britannia-

Silbermünze differenzbesteuert verkauft

werden.

31


Das VR-Edelmetalldarlehen.*

Sie benötigen kurzfristig Liquidität und

möchten finanziell flexibel bleiben?

Dann machen Sie Ihr Gold zu Geld –

mit dem VR-Edelmetalldarlehen.

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PRO AURUM SPEZIAL

FINANZIELLE REPRESSION

FINANZIELLE REPRESSION

ERST AM ANFANG.

Seit dem Platzen der Dotcom-Blase im

Jahr 2000 erleben wir eine Phase finanzieller

Repression. Die beiden US-Ökonomen

Edward S. Shaw und Ronald McKinnon

definieren staatliche Maßnahmen zur

Regulierung der Märkte, welche zu einer

Umverteilung von Kapital aus dem Privatsektor

in den Staatssektor führen, als

finanzielle Repression.

Gegenwärtig befinden wir uns noch in

einem Frühstadium dieser Entwicklung.

Durch die massiven Zinssenkungen der

Notenbanken müssen hoch verschuldete

Staaten weniger Zinsen an ihre Kapitalgeber

entrichten, als dies bei unregulierten

Anleihemärkten der Fall wäre. Seit

Jahren verlieren Sparer Milliardenbeträge,

weil über Staatsanleihen bester Bonität

keine angemessenen Renditen erzielt

werden und somit Geldvermögen in großem

Stil vernichtet wird. Vereinfacht ausgedrückt

kann man diesen Prozess auch

als das „Ausquetschen der Bürger durch

den Staat“ interpretieren. Doch das „Instrumentarium

der Folterwerkzeuge“ geht

weit über niedrige Leitzinsen, Strafzinsen

für Einlagen bzw. exorbitant hohe Anleihekaufprogramme

hinaus. Sobald das

Vertrauen der Anleger in die Werthaltigkeit

von Währungen bzw. in die Bonität

der Schuldner schwindet, dürfte der Staat

die Daumenschrauben weiter anziehen.

Stellschrauben gibt es zuhauf.

BARGELDLOS HEISST CHANCENLOS

In diesem Zusammenhang ist vor allem

der „staatliche Kampf gegen das Bargeld“

zu erwähnen. Obwohl in Deutschland

das Bargeld noch nicht wegzudenken

ist, gibt es durchaus Bestrebungen,

dessen Einsatz zurückzudrängen. Während

in anderen europäischen Staaten

wie zum Beispiel Frankreich (1.000 Euro)

deutlich niedrigere Bargeldobergrenzen

als in Deutschland gelten, müssen Bürger

hierzulande seit dem 26. Juni aufgrund

der Reform des Geldwäschegesetzes eine

von 15.000 auf 10.000 Euro reduzierte

Bargeldobergrenze beachten. Bei Bargeldgeschäften

über dieser Schwelle besteht

für den Käufer eine Auskunfts- und

für den Verkäufer eine Dokumentationspflicht.

Die Abschaffung des 500-Euro-Scheins

zeigt ebenfalls, wohin die Reise gehen

soll: weg vom Bargeld und hin zum bargeldlosen

Zahlungsverkehr. Offiziell sollen

dadurch Terrorismus, Schwarzarbeit

und Geldwäsche eingedämmt werden,

sprunghaft ansteigen dürften durch diesen

Trend aber auch die Cyberkriminalität

und der Datenmissbrauch. Ähnlich wie

die schleichende Entwertung von Anleihevermögen

durch die Inflation dürfte

die Abschaffung von Bargeld über einen

schleichenden Prozess angestrebt werden.

Sollte es irgendwann einmal kein

Bargeld mehr geben, würde dem Bürger

eine Fluchtmöglichkeit vor Strafzinsen

genommen. Außerdem wäre das Konfiszieren

von Konten- oder Depotvermögen

zum Abbau der staatlichen Schuldenberge

erheblich bequemer zu bewerkstelligen

als das Einziehen von Bargeld.

Das Abschaffen von Bargeld hätte für

die Währungshüter rund um den Globus

noch einen anderen angenehmen Nebeneffekt:

Sie bräuchten sich nicht mehr vor

einem „Banken-Run“ fürchten, schließlich

wäre das „Leerräumen“ der eigenen

Konten gar nicht mehr möglich, da es kein

Bargeld mehr gäbe.

Für clevere Anleger, die ihr Erspartes nicht

konsumieren, sondern möglicherweise für

schlechtere Zeiten oder den Lebensabend

zurücklegen möchten, gibt es natürlich

weiterhin glänzende Ausweichalternativen

– und das bereits seit mehreren tausend

Jahren.

33


GOLDSTUDIE VON RONALD-PETER STÖFERLE

REPORT „IN GOLD WE TRUST“

GLÄNZENDE AUSSICHTEN

FÜR GOLD IM JAHR 2017.

Ein Goldpreis von bis zu 5.000 US-Dollar

pro Feinunze? Zugegeben, diese Entwicklung

scheint aus heutiger Sicht unwahrscheinlich.

Und auch die Autoren des „In

Gold We Trust“-Reports 2017 beschreiben

dieses Szenario mit großer Vorsicht.

Doch Ronald-Peter Stöferle und Mark

Valek von der unabhängigen Anlageund

Vermögensverwaltungsgesellschaft

Incrementum AG mit Sitz im Fürstentum

Liechtenstein liefern auf 180 Seiten reihenweise

Gründe, warum Abgesänge auf

den Goldpreis künftig der Vergangenheit

angehören sollten.

Die Autoren stellen zu Beginn ihrer Analyse

klar, dass sie das ursprüngliche Preisziel

von 2.300 US-Dollar für Juni 2018

zurücknehmen müssen; sie halten es

trotz der fundamental förderlichen Rahmenbedingungen

für zu optimistisch. Sie

erinnern jedoch daran, dass der Goldpreis

im Zuge der zögerlichen Zinspolitik der Fed

ein fulminantes Comeback gefeiert hat.

Das Motto des vorherigen Goldreports

„Gold ist zurück!“ hat sich auch im vergangenen

Jahr bestätigt. Allerdings wurde

die Zuversicht der Autoren im Herbst 2016

abermals gebremst, als Gold erneut stark

unter Druck geriet. Ronald-Peter Stöferle

und Mark Valek weisen darauf hin, dass

es sich hierbei jedoch um eine Korrektur

im neuen Bullenmarkt gehandelt hat. Sie

34

erinnern an die peinliche Reaktion der Finanzmärkte

auf die Wahl des neuen US-

Präsidenten Donald Trump, der zuerst gefürchtet

war, dann aber als Heilsbringer für

die US-Wirtschaft gefeiert wurde.

Ronald-Peter Stöferle und Mark Valek

warnen vor einer kollektiven Leichtsinnigkeit

der Investoren, die trotz rekordverdächtig

niedriger Volatilitäten weiterhin

auf Aktien setzen und diese bis heute

als „alternativlos“ darstellen. Minimale

Risikoaufschläge bei Hochrisikopapieren

von Unternehmens- und Staatsanleihen

sind nach Einschätzung von Ronald-Peter

Stöferle ein Warnzeichen, welches nicht

ignoriert werden sollte. Das Bewertungsniveau

des US-Aktienmarktes beurteilen

sie als „ambitioniert“, es stehe längst

nicht mehr in Relation zur Wirtschaftsleistung:

„Der Verdacht liegt nahe, dass

sich die USA ein drittes Mal innerhalb von

zwei Dekaden inmitten einer durch Geldmengeninflation

verursachten illusionären

Bubble Economy mit dazugehörigem

Ablaufdatum befinden“, resümieren die

Autoren des Goldreports 2017. Und in

dieser Blase sind nicht einzelne Sektoren

eingeschlossen, sondern diverse Anlageklassen

wie Anleihen und Immobilien.

Dem Jubel über eine angebliche Gesundung

der US-Wirtschaft erteilen Ronald-

Peter Stöferle und Mark Valek eine Absage.

So sei das Ende des Nullzins-Zeitalters

in den USA keineswegs ein Zeichen für

eine Erholung. Tatsächlich betreibt die

Fed den Ausstieg aus den Niedrigzinsen

deutlich langsamer als geplant, weil

ein selbsttragender Aufschwung in den

USA ausgeblieben ist. Die nächste US-

Rezession kommt nach Einschätzung von

Ronald-Peter Stöferle und Mark Valek

unweigerlich – und mit ihr eine Rückkehr

der expansiven Geldpolitik. Sie rechnen

vor, dass allein in den ersten drei Monaten

des Jahres 2017 die größten Notenbanken

über eine Billion US-Dollar

aus dem Nichts geschaffen haben. Diese

„Liquiditäts-Supernova“ ist nach Einschätzung

der Autoren jedoch nur dazu

geeignet, die angespannte Ruhe an den

Finanzmärkten kurzfristig und künstlich

aufrechtzuerhalten.

Tatsächlich befindet sich die Welt nach

Einschätzung von Ronald-Peter Stöferle

und Mark Valek in einer neuen Phase der

Inflationierung. Als Gründe nennen sie

die vielen wirtschaftspolitischen Enttäuschungen

in den wichtigsten Märkten der

Welt, eine daraus resultierende Umkehr

der US-Geldpolitik und eine anschließende

Abschwächung des US-Dollars.

In ihrem Report liefern Ronald-Peter


GOLDSTUDIE VON RONALD-PETER STÖFERLE

Stöferle und Mark Valek eine fundierte

Standortbestimmung für den Goldpreis –

und die fällt durchweg positiv aus: Nach

einer Rally von 1.150 US-Dollar bis auf

knapp 1.300 US-Dollar innerhalb weniger

Wochen setzte eine gesunde Korrektur

ein, welche in kurzer Zeit abgeschlossen

war. Und es gibt viele gute Gründe für

eine Fortsetzung der Hausse: So befinden

sich die Zuflüsse in Gold-ETFs seit Anfang

2016 wieder im Aufwind. Die Überschuldung

schreitet in den meisten Volkswirtschaften

unbemerkt voran.

Auch auf lange Sicht glänzt Gold nach

Einschätzung der Autoren: Zwischen 2001

und 2017 konnte das gelbe Metall nach ihrer

Berechnung zwischenzeitlicher, mitunter

deutlicher Korrekturen praktisch jede

andere Anlageklasse und vor allem jede

andere Währung deutlich outperformen.

Für die Zukunft warnen Ronald-Peter

Stöferle und Mark Valek vor unberechtigten

Abgesängen auf Gold. Zwar wähnen

sich die Finanzmärkte derzeit in einer

vermeintlich sicheren Lage. Doch beim

genaueren Hinsehen lassen sich alle nennenswerten

Erholungstendenzen in den

USA, China und Europa entzaubern. Besonders

kritisch beleuchten Ronald-Peter

Stöferle und Mark Valek den Umstand,

dass sich die Hoffnung der Anleger in den

USA vor allem auf den wohl unberechenbarsten

US-Präsidenten aller Zeiten konzentriert.

Sobald Donald Trump die Hoffnungen

enttäuscht, könnten Turbulenzen

an den Finanzmärkten schnell und heftig

eintreten.

Unterm Strich bleibt für Ronald-Peter

Stöferle und Mark Valek die Erkenntnis:

„Alle Wege führen zum Gold.“ Aus Sicht

der Autoren des Reports greifen aller Voraussicht

nach die angekündigten wirtschaftspolitischen

Maßnahmen in den

USA und provozieren eine massive Steigerung

der Inflationsrate. In diesem Fall

ist nach Einschätzung von Ronald-Peter

Stöferle und Mark Valek ein Goldpreis

zwischen 1.400 und 2.300 US-Dollar

wahrscheinlich. Im Falle eines unvorhergesehenen

Ereignisses seien sogar Goldpreise

von mindestens 1.800 bis zu 5.000

US-Dollar pro Feinunze möglich – und

unvorhergesehene Ereignisse sind mit

einem US-Präsidenten Donald Trump auf

der weltpolitischen Bühne praktisch zum

Alltag geworden.

35


EXPERTENINTERVIEW

GOLDEXPERTE RONALD-PETER STÖFERLE

CHANCE-RISIKO-PROFIL

DAS CHANCE-RISIKO-PROFIL

VON GOLD IST POSITIV.

RONALD-PETER STÖFERLE

Fakten zum Goldreport

„IN GOLD WE TRUST“

Autoren: Ronald-Peter Stöferle und

Mark J. Valek

Sprachen: Deutsch und Englisch

Versionen: Kompaktversion (28 Seiten),

Komplettversion (179 Seiten)

Preis: kostenlos

Internet: www.ingoldwetrust.report

Im Juni veröffentlichte die Liechtensteiner Vermögensverwaltung Incrementum AG den diesjährigen Goldreport

„In Gold we Trust“. In einem Interview erläuterte Ronald-Peter Stöferle, einer der beiden Autoren

der Studie, wie er die aktuelle Lage an den Goldmärkten beurteilt.

pro aurum: Herr Stöferle, warum

glauben Sie, dass die mehrjährige

Schwächephase bei Gold und Silber

beendet ist?

Ronald-Peter Stöferle: Ich denke, wir befinden

uns in der Frühphase eines neuen

Bullenmarktes. Ende 2015 haben wir den

Höhepunkt der Verkaufspanik bei Gold

und bei Minenaktien gesehen. Seither ist

der Goldpreis in allen wichtigen Währungen

gestiegen. Angesichts der Tatsache,

dass über Gold selten berichtet wird und

sich kaum jemand für Gold interessiert,

kann die Performance der ersten sieben

Monate durchaus als ansehnlich bezeichnet

werden.

Welche Faktoren werden in den

kommenden Monaten den Goldpreis

noch besonders stark beeinflussen?

Eine besonders große Rolle dürften wohl

die Opportunitätskosten gegenüber Aktien

spielen. Solange die Aktienmärkte weiter

haussieren, wird sich Gold vermutlich

recht schwertun. Wir sehen hier allerdings

deutliche Anzeichen für eine Überhitzung

und interpretieren die jüngste Entwicklung

als „the everything bubble“. Das heißt:

Aktien, Anleihen und Immobilien bewegen

sich nahe ihrer Allzeithochs, und ewig

wird dieser Trend nicht anhalten. Im ersten

Quartal haben die Notenbanken die

Finanzmärkte weiterhin mit Liquidität geflutet,

was gewissermaßen zu einem monetären

Surrealismus geführt hat. Dadurch

sind diverse Blasen entstanden. Sobald

sich diese gute Laune verflüchtigen sollte,

wird Gold richtig an Fahrt aufnehmen.

Außerdem sollte man nicht vergessen,

dass in den USA die Rezessionsgefahren

deutlich höher sind als vom Markt eingepreist.

Ich bin mir aber sicher, dass die

Notenbanken nicht tatenlos zusehen werden,

wenn eine Rezession aufkommt. Die

Zinsen werden wieder gesenkt werden, es

wird eine neue Runde quantitativer Lockerungsmaßnahmen

und fiskalischer Stimuli

geben. Und genau das ist dann der Zeitpunkt,

wo Gold wieder stark an Momentum

aufnehmen wird.

In Ihren Goldreports haben Sie sich

immer auch mit dem Thema finanzielle

Repression beschäftigt. Auf

welche „Folterwerkzeuge“ müssen

sich Anleger auf lange Sicht einstellen?

Als Säulen der finanziellen Repression

betrachte ich einerseits die Manipulation

der Zinsen nach unten – ein freier Markt

würde niemals solch niedrige Zinsen zulassen.

Außerdem sehe ich eine systemische

Bevorzugung von Staatsanleihen. Beides

wird weitergehen und die Realzinsen

werden aufgrund der Schuldensituation

niedrig bleiben müssen. Derzeit befinden

wir uns in der Nullzinsfalle – so wird übrigens

auch unser neues Buch heißen. Ich

befürchte, dass wir bei der nächsten Krise

Negativzinsen sowie Bargeldeinschränkungen

oder ein Bargeldverbot sehen

werden. Für den Bankensektor wäre dies

zwar verheerend, der Goldpreis sollte davon

allerdings stark profitieren.

Wie sieht Ihr mittelfristiges Kursziel

für Gold aus und zu welcher

Anlagestrategie raten Sie Privatanlegern

konkret?

2017 könnte der Goldpreis noch auf 1.350

bis 1.400 US-Dollar ansteigen. Grundsätzlich

sollte sich allerdings jeder Anleger

über seine Motivation hinsichtlich Gold im

Klaren sein. Möchte ich zum Beispiel Sicherheitsgold

für den Fall massiver finanzieller

Repressionen, einer Neuordnung

des Währungssystems, von Hyperinflation

oder eines Währungsschnitts haben, dann

sollte man sukzessive Gold in physischer

Form akkumulieren und dabei nicht auf

die Tagespreise schauen. Bin ich hingegen

eher an der Performance von Gold interessiert,

kann ich auch auf Minenaktien setzen

oder ein Goldinvestment via Derivate

tätigen und dabei aber verstärkt auf das

Timing achten. Grundsätzlich ist das Chance-Risiko-Profil

von Gold durchaus positiv

einzustufen. Langfristig spricht an und für

sich nichts gegen Gold.

36


SERVICETHEMA

EDELMETALLE KAUFEN

EDELMETALLHÄNDLER STETS AUF

SERIOSITÄT ÜBERPRÜFEN.

Anleger, die einen Teil ihres Vermögens in

physisches Gold investieren, hinterfragen

die aktuelle geldpolitische Entwicklung

und die globalen Finanzsysteme in der

Regel besonders kritisch. Bei der Auswahl

ihres Edelmetallhändlers sollten sie ähnlich

kritisch vorgehen, schließlich muss

man beim Goldkauf darauf vertrauen, dass

das erworbene Gold dem angegebenen

Feingehalt und Gewicht entspricht und der

bezahlte Preis marktgerecht ist. Das Wichtigste

vorweg: Seriöse Edelmetallhändler

bieten keine Schnäppchenpreise, sondern

orientieren sich stets an den tagesaktuellen

Weltmarktpreisen.

Wer Gold von Fremden an der Autobahnraststätte,

im orientalischen Basar am

Urlaubsort, in einem neu eröffneten Internet-Shop

oder beim Goldankäufer im

Bahnhofsviertel erwirbt, sollte sich nicht

wundern, wenn er nicht das bekommt,

was versprochen wurde bzw. marktgerecht

wäre. Wer echten Krisenschutz sucht, sollte

daher ausschließlich bei renommierten

Händlern zugreifen, die sich seit vielen Jahren

erfolgreich am Markt behaupten und

sich in der Branche einen guten Ruf erarbeitet

haben. Seit der Gründung im Jahr

2003 hat sich pro aurum zum größten bankenunabhängigen

Edelmetallhandelshaus

im deutschsprachigen Raum entwickelt.

Das Geschäftsmodell von pro aurum setzt

weniger auf das Schalten teurer Werbekampagnen,

sondern vor allem auf positive

Mund-zu-Mund-Propaganda und

Wiederholungskäufer. Seit der Unternehmensgründung

haben unsere Mitarbeiter

(aktuell: 130) über 130.000 Privatkunden

betreut. Die Zahl unserer Geschäftskunden

beläuft sich gegenwärtig auf über 150 Partnerbanken,

mehr als 1.000 Vermögensberater

sowie 50 Partner-Edelmetallhändler.

Bis dato wurden beim reinen Edelmetallhandel

insgesamt mehr als 690.000 Geschäfte

erfolgreich abgeschlossen. In den

vergangenen Jahren hat sich unser Angebot

an Dienstleistungen rund um das Thema

Edelmetalle aber deutlich ausgeweitet.

Beim Verwahren von Edelmetallen können

Kunden von pro aurum beispielsweise zwischen

Schließfächern, dem Edelmetalldepot

oder dem Zollfreilager in der Schweiz

bzw. Hongkong wählen. Daneben ermöglichen

wir auf Gold basierende Sparpläne,

Rentenpläne oder Darlehen und verfügen

über die hauseigene Expertise eines Goldschmieds

und Numismatik-Spezialisten.

Das meinen Neutrale und Kunden

Sich über die eigene Seriosität zu äußern,

ist zugegebenermaßen ein schwieriges

Unterfangen, das man daher besser neutralen

Außenstehenden überlassen sollte.

Deren Preise und Auszeichnungen lassen

sich nämlich als ein wichtiges Indiz für

Seriosität interpretieren. Bereits 2004 kürte

die „Welt am Sonntag“ pro aurum in

ihrem „Elitereport 2004“ zur „Elite der

Edelmetallhändler“. 2006 zählte uns die

Jury des „Entrepreneur des Jahres“ in der

Kategorie „Start-up“ zu den Top 3 und

2011 erhielt die Gesellschaft vom Bundesland

Bayern die Auszeichnung „Unternehmer

des Jahres 2011“. In den Jahren 2016

und 2017 wurde pro aurum zudem vom

Wirtschafts- und Finanzmagazin „FOCUS-

MONEY“ zweimal in Folge als „Bester

Goldhändler“ ausgezeichnet.

Ein besonders geeigneter Beleg für die

Seriosität eines Anbieters stellen aber vor

allem die nach einem Geschäft von Kunden

getätigten Bewertungen dar. Seit September

betreibt pro aurum bei eBay einen

Online-Shop, in dem aktuell mehr als 600

Edelmetallprodukte handelbar sind. Besonders

interessant: In den vergangenen

zwölf Monaten fielen 99,5 Prozent der

abgegebenen Kundenurteile „positiv“ aus.

Diese Zahl sagt mehr als tausend Worte.

Besuchen Sie eine unserer Niederlassungen

in Bad Homburg, Berlin,

Dresden, Düsseldorf, Hamburg,

München, Stuttgart, Wien, Zürich

oder Lugano.

Oder kaufen Sie Edelmetalle ganz

bequem online in unserem

pro aurum Online-Shop:

www.proaurum.de/home/shop.html

37


PRO AURUM ALTGOLD

ALTGOLD-ANKAUF

ALTGOLD ZUVERLÄSSIG

UND FAIR BEWERTET.

Ungefähr ein Viertel des globalen Goldangebots

basiert laut internationalem Branchenverband

World Gold Council auf dem

Recycling von Altgold. Im Jahr 2016 waren

dies immerhin über 1.300 Tonnen. Besitzer

von altem Goldschmuck, Bandgold,

Tafelsilber, Granulaten oder Zahngold

können dies bei pro aurum professionell

analysieren lassen und gegebenenfalls zu

Geld machen – nicht wenige haben in den

vergangenen Jahren ihre Schmelzgolderlöse

aber auch in Kapitalanlagegold in Form

von Barren oder Münzen umgetauscht.

Für pro aurum stellt das Geschäft mit

Edelmetallschmelze kein originäres Standbein

dar, sondern wurde in erster Linie ins

Leben gerufen, weil viele Kunden diese

Dienstleistung nachgefragt haben. Es trägt

somit vor allem zu einer Bereicherung unserer

Servicepalette bei und steigert

dadurch die in unserem Haus

gebundene und verfügbare

Expertise. Ausgestattet

mit hochwertigem

technischen Equipment

und qualifiziertem

Personal kann Altgold bei pro aurum

schnell und zuverlässig bewertet werden.

Dieses Know-how ist im „Münchner

Goldhaus“ gebündelt, kann aber selbstverständlich

auch über unsere pro aurum

Filialen in Berlin, Bad Homburg, Dresden,

Düsseldorf, Hamburg, Stuttgart, Manno

bei Lugano und Wien in Anspruch genommen

werden. Bei kleinen Altgoldmengen

38

oder Schmuckstücken, die eindeutig bewertbar

sind, rechnen die Filialen den Erlös

normalerweise direkt mit dem Kunden

ab. Bei größeren Einreichungen, wo vor

einer Abrechnung erst noch eingeschmolzen

werden muss, wird dies dann in der

Regel über das „Goldhaus München“ abgewickelt.

Edelmetallschmelze:

Prozedere in drei Schritten

Auf proaurum.de kann man sich unter

dem Menüpunkt „Schmelzgold“ umfassend

über das Einreichen von Edelmetallen

zwecks Verwertung informieren.

Grundsätz-

lich können

Interessenten ihre „Schätze“ zwecks Begutachtung

ins „Münchner Goldhaus“

bringen oder eine unserer Filialen aufsuchen.

Wer seine Edelmetalle definitiv verwerten

möchte, findet auf proaurum.de

auch die hierfür notwendigen Formulare.

Nach dem erfolgten Transport, dem Wareneingang

und der kameraüberwachten

Sichtung der eingelieferten Edelmetalle

erfolgt eine Aufteilung in drei Kategorien.

Erstens: Handelbare Münzen oder Barren

werden zum tagesaktuellen Preis in die

Bewertung aufgenommen. Sollten sich

darunter Sammlermünzen befinden, kann

die hauseigene Numismatik-Abteilung in

die Bewertung miteinbezogen werden.

Zweitens: Einlieferungen, bei denen sich

die Edelmetallanteile mittels Prüfverfahren

sofort und eindeutig analysieren lassen,

werden bewertet und sofort abgerechnet.

Drittens: Nicht handelbare oder nicht eindeutig

bewertbare Waren werden eingeschmolzen,

analysiert und gemäß einem

Schmelz- und Analysezertifikat dokumentiert

und nachfolgend abgerechnet. Dies

erfolgt stets über das Beauftragen einer

externen Scheideanstalt. pro aurum arbeitet

hier ausschließlich mit erfahrenen und

renommierten Partnern zusammen.

Ankauf von Altgold

ist Vertrauenssache

Die Dichte der Goldankaufstellen

ist in Deutschland

relativ groß. Selbst in Kleinstädten

bietet sich dem Besitzer von Altgold

ohne eine weite Anfahrt die Möglichkeit,

relativ schnell und einfach Gold in Geld zu

tauschen. Dies erfordert auf Kundenseite

aber ein noch höheres Maß an Vertrauen

als beim Kauf von Edelmetallbarren und

-münzen. Ganz oben auf der Prioritätenliste

des Kunden steht daher die Ermittlung

eines fairen Ankaufswerts. Dasselbe


PRO AURUM ALTGOLD

Anliegen hat auch pro aurum, schließlich

hätte die zu den größten Edelmetallhändlern

im deutschsprachigen Raum zählende

Firma – im Gegensatz zu einer kleinen

Ankaufstube im Bahnhofsviertel – bei Verfehlungen

viel an Reputation zu verlieren.

Bestens ausgestattet im Goldhaus

in München

Um echtes von unechtem Gold zu unterscheiden

und um den Feingehalt des Edelmetalls

möglichst genau zu ermitteln, ist

pro aurum mit notwendigen Hilfsmitteln

wie zum Beispiel Probiersäuren für den

Abriebtest, Präzisionswaagen, Magnetwaagen,

Leitfähigkeitsmessgeräten und

Röntgenfluoreszenzgeräten im „Münchner

Goldhaus“ bestens ausgestattet. Letztere

erfordern besonders hohe Investitionen.

Gute Geräte kosten zwischen 20.000

und 30.000 Euro und sind beim „Goldankäufer

um die Ecke“ eher selten zu finden.

Verantwortlich für den Goldankauf ist bei

pro aurum Goldschmiedemeister Daniel

Schröder, der sich seit 2008 auf die speziellen

Anforderungen im Edelmetallhandel

spezialisiert hat. Er konstatiert bei dem

Geschäft mit Altgold – seit dem Ende

2011 erfolgten Anstieg des Goldpreises

auf ein Rekordhoch von über 1.900 US-

Dollar – zwar eine gewisse Beruhigung,

schätzt das monatliche Abgabeinteresse

der Kunden aber auf immerhin zehn Kilogramm

Gold und 75 Kilogramm Silber. Er

kennt auch den Grund hierfür und meint:

„Ein gewisses Interesse, Altgold abzugeben,

ist immer da, schließlich wird in

Deutschland Jahr für Jahr nicht nur viel

Geld, sondern auch Edelmetall-Schmuck

und -Accessoires in den unterschiedlichsten

Ausprägungsformen vererbt.“

Für Schröder ist eines klar: Wer sein Altgold

einem Dienstleister zur Bewertung

überlässt, geht zunächst einmal in Vorleistung

und muss auf dessen Expertise

und Fairness vertrauen, schließlich verfügt

der Goldankäufer in der Regel über einen

erheblichen Wissensvorsprung. Eine Firma

wie pro aurum, die sich seit 2003 im

physischen Edelmetallhandel behauptet

und in erster Linie auf Mund-zu-Mund-

Propaganda und weniger auf teure Werbung

vertraut, dürfte bezüglich Seriosität

und Vertrauenswürdigkeit über sämtliche

Zweifel erhaben sein.

Diverse Analysemethoden im Einsatz

In der Regel liefert der bei Schmuck ersichtliche

Feingehaltstempel einen Anhaltspunkt,

mit welchem Feingewicht

man beim jeweiligen Schmuck rechnen

darf – mehr aber auch nicht. Besonders

stark verbreitet sind hierzulande die Stempel

„333“ für 8 Karat (33,3 % Gold),

„585“ für 14 Karat (58,5 % Gold) und

„750“ für 18 Karat (75 % Gold), wobei

der theoretisch höchste Feingehalt

bei 24 Karat (99,9 % Gold) liegt und in

erster Linie bei Barren anzutreffen ist.

Über spezielle Goldprüfsäuren für 21, 18,

14 oder 8 Karat lässt sich zum Beispiel der

Feingehalt eines Goldabriebs ermitteln.

Eine aus technologischer Sicht wesentlich

anspruchsvollere Methode kommt bei der

Analyse von eingeschmolzenen Edelmetallen

zum Einsatz: sogenannte Röntgenfluoreszenz-Analysegeräte.

Mit ihnen lassen

sich in einer Probe die genauen Anteile von

Gold, Silber, Platin und Palladium feststellen.

Neben selbst geschürftem Gold aus

Alaska landete bei pro aurum vor Jahren

sogar eine goldene Schallplatte. Diese beinhaltete

insgesamt 50 Gramm Gold und

hatte auf Basis der aktuellen Marktdaten

somit einen Materialwert von 1.600 Euro.

Um den ideellen Wert der Auszeichnung

war es offensichtlich jedoch eher schlecht

bestellt.

39


UNTERNEHMERINTERVIEW

SONNENALP RESORT

ERHOLEN IN

MALERISCHER

UMGEBUNG.

Am Fuße der Allgäuer Alpenkette

betreibt die Familie Fäßler

in vierter Generation das Fünf-

Sterne-Resort „Sonnenalp“. Mit

Michael Fäßler, dem Geschäftsführer

des Familienunternehmens,

führte pro aurum ein Interview.

Auf Ihrer Website bezeichnen Sie

die Sonnenalp-Geschichte als kleines

Wirtschaftswunder. Mit welchem

Erfolgsrezept ist Ihrer Familie

dieses Wunder gelungen?

Das Rezept ist relativ einfach, aber nur

über Generationen umsetzbar. Das Sonnenalp-Resort

kann auf eine seit Jahrzehnten

gewachsene Struktur zurückblicken,

die in erster Linie familiär geprägt ist. So

haben zum Beispiel meine Großmutter,

meine Mutter und meine Frau, aber auch

viele Mitarbeiterfamilien durch ihren enormen

Einsatz dazu beigetragen, eine Atmosphäre

zu schaffen, die sich nicht einfach

nachmachen lässt. Dies dürfte auch der

Grund sein, dass wir 80 Prozent unserer

Gäste zur Stammkundschaft zählen dürfen.

Ein bisschen Glück – insbesondere

während der Nachkriegszeit die richtigen

Entscheidungen getroffen zu haben – gehört

natürlich auch dazu.

Wellness-Hotels gibt es mittlerweile

wie Sand am Meer. Wie hebt sich

Ihr Haus von der Konkurrenz ab

und in welchen Bereichen würden

Sie dem Sonnenalp Alleinstellungsmerkmale

attestieren?

Ich denke, das größte Alleinstellungsmerkmal

stellt die „Seele“ unseres Hotels dar.

Nichts gegen moderne Neubaukomplexe

auf dem neuesten Stand der Technik, aber

für unsere Gäste genießt dieser Aspekt

nicht die allerhöchste Priorität. Sie suchen

vor allem Entspannung und Erholung in

familiärer Umgebung. Als einmalig kann

aber auch die Lage unseres Hotels bezeichnet

werden. Hier im Allgäu hat man

vier schöne Jahreszeiten und kann somit

das ganze Jahr über die Gäste verwöhnen.

Außerdem liegen mit den Allgäuer Hochalpen

und dem Tiefenberger Moor gleich

zwei wunderschöne Naturschutzgebiete

vor der Tür.

Im Urlaubsland Bayern gilt die

Tradition zweifellos als wichtiger

Wettbewerbsvorteil. Inwiefern

berücksichtigen Sie diesen Aspekt

innerhalb des eigenen Hotelkonzepts?

Meiner Meinung nach suchen Gäste

durchaus modernen Komfort, wollen aber

auf keinen Fall den Alpencharakter ihres

Urlaubs missen. Für uns gehören dazu die

Art des Umgangs, aber auch das Design

und Ambiente des Hotels. Der Gast will

entspannt aufwachen und sofort registrieren,

dass er Urlaub in den Alpen macht.

Diesen und alle weiteren Wünsche wollen

wir ihm erfüllen.

Auf welche Innovationen bzw.

Dienstleistungen sind Sie mit Blick

auf die fast 100-jährige Unternehmensgeschichte

besonders stolz?

Da fallen mir zuallererst der persönliche

Kontakt zu unseren Gästen und die ungezwungene,

natürliche Herzlichkeit ein. Unsere

Mitarbeiter müssen sich nicht verstellen

und geben dem Gast das Gefühl, dass

man ihn gerne verwöhnt. Dieses Konzept

zieht sich durch sämtliche Hotelbereiche

40


UNTERNEHMERINTERVIEW

und wird zum Beispiel vom Masseur im

Wellnessbereich genauso beherzigt wie

von der Servicekraft im Restaurant.

Viele Gäste wünschen sich in ihrem

Urlaubshotel vor allem eines: eine

familiäre Atmosphäre. Wie lässt

sich dies über ein mehr als 500 Mitarbeiter

starkes Sonnenalp-Team

konkret bewerkstelligen?

Meine Frau und ich müssen stets präsent

sein und das Konzept vorleben. Außerdem

geben unsere langjährigen Mitarbeiter die

Firmenphilosophie an die jüngeren weiter

– denn nur so kann es funktionieren. Und

diese Arbeit muss man Tag für Tag neu angehen.

Außerdem führen wir auch hausinterne

Schulungen durch oder lassen uns

von externen Experten beraten, wenn wir

hierfür eine Notwendigkeit sehen.

Manchmal hat man den Eindruck,

dass die Welt klimapolitisch, geldpolitisch

und geopolitisch immer

mehr aus den Fugen gerät. Bezüglich

welcher externen Einflussfaktoren

machen Sie sich – mit Blick

auf das Geschäftsmodell Ihres Familienunternehmens

– besonders

große Sorgen?

Mit Blick auf die Umweltprobleme beschleicht

einen manchmal schon ein ungutes

Gefühl. Indem wir 80 Prozent unserer

Wärmeversorgung über Holz-Pellets bewerkstelligen,

versuchen wir den angebotenen

Luxus auf relativ umweltfreundlichem

Weg zu ermöglichen. Außerdem

haben wir zur Schonung der Umwelt unsere

Mitarbeiter-Häuser im Passivhaus-Standard

erstellen lassen. Als Unternehmer in

Deutschland sehe ich aber noch ein anderes

Problem: die fortschreitende Digitalisierung.

Wir „Sonnenälpler“ werden auch

in Zukunft vor allem den analogen Kontakt

zum Gast als Maxime betrachten, möchten

ihm auch künftig in die Augen sehen und

seine Wünsche erfüllen. Wir hoffen, noch

lange auf sprachgesteuerte Anwendungen,

elektronische Duschsteuerungen oder

die Dienste von Robotern verzichten zu

können. Solch digitale Fehlentwicklungen

können schnell zu Abhängigkeiten führen.

Wir werden deshalb weiterhin auf persönlichen

Kontakt und persönliche Ansprache

setzen.

Zu guter Letzt noch eine persönliche

Frage: Wie erholt sich eigentlich

der Hotelier eines Fünf-Sterne-

Resorts in der wahrscheinlich viel

zu knapp bemessenen Freizeit bzw.

Urlaubszeit?

Als ausgeprägter Familienmensch ist es für

mich extrem wichtig, Freizeit und Urlaub

stets mit meiner Frau und meinen Kindern

zu verbringen. Das Spektrum unserer Urlaubsvorlieben

ist vielseitig und reicht von

Touren mit dem Wohnmobil über Aufenthalte

in anderen Hotels bis hin zum Urlaub in

der eigenen Region. Um mich gut zu erholen,

genügen in der Regel lediglich drei Dinge:

Sport, Natur und natürlich die Familie.

Weitere Informationen:

www.sonnenalp.de

41


GEWINNSPIEL

GOLD-RÄTSEL

1 Hauptstadt von Österreich

2 Weltberühmtes Orchester mit Hauptsitz in Wien

3 Beliebte Münzenserie, die im Dunkeln leuchtet

4 Sitz der Münze Österreich AG

5 Nachname des aktuellen Generaldirektors der Münze

Österreich

6 Legendäre Grünanlage und Vergnügungspark im Herzen

von Wien

7 Von 1740 bis 1780 regierende Erzherzogin von Österreich

8 Konzerthaus der Wiener Philharmoniker

9 Österreichische Währung vor Euro-Einführung

10 Innovatives Münzmetall für österreichische Gedenkmünzen

seit 2003

11 Spitzname der XXL-Variante der Philharmoniker-Goldmünze

12 Jährlich stattfindendes Konzert der Wiener Philharmoniker

13 Neues Münzmetall für die Philharmoniker-Bullionmünzen

seit 2016

14 Nachname des Münzgraveurs der Philharmoniker-Münzen

15 Adelsgeschlecht, dem die erste österreichische Goldmünze

im Jahr 1976 gewidmet wurde

JETZT GEWINNEN!

Senden Sie einfach das Lösungswort per E-Mail an

marketing@proaurum.de und gewinnen Sie mit etwas Glück

eine von drei 1/10 Unzen Wiener Philharmoniker.

Einsendeschluss ist der 15. Oktober 2017.

Die Gewinne werden nicht in bar ausgezahlt und sind nicht übertragbar. Jeder Haushalt kann nur einmal gewinnen. Mitarbeiter von pro aurum und deren Angehörige

sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Die Teilnahme erfolgt durch die Einsendung des Lösungsworts per E-Mail. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

42


PRO AURUM STELLENMARKT | IMPRESSUM | SOCIAL MEDIA

PRO AURUM BILDET AUS ....

pro aurum steht für Seriosität und

Stabilität – nicht nur als Händler von

edlen Metallen, sondern auch als Arbeitgeber.

Das Unternehmen ist kontinuierlich

gewachsen und hat früh auf die

Entwicklung und Förderung der Edelmetall-Profis

von morgen gesetzt: Seit 2008

werden bei pro aurum Kaufleute für

Büromanagement ausgebildet.

Seit der Firmengründung befanden sich

15 junge Menschen bei pro aurum in Ausbildung,

aktuell arbeiten drei „Azubis“

bei pro aurum. Fast alle Auszubildenden

wurden übernommen; der allererste Azubi

ist bis heute als Kundenberater in der

pro aurum Schweiz AG tätig.

Mit einem professionellen Ausbildungskonzept

will pro aurum nicht nur das

Know-how weitergeben, welches in den

vergangenen Jahren im Goldhaus ge-

sammelt wurde. In einer Zeit, in der sich

die Suche nach qualifizierten Fachkräften

immer komplizierter gestaltet, ist der eigene

Nachwuchs die wichtigste Quelle

für den künftigen Erfolg.

Zeit zum stundenlangen Kopieren und

Kaffeekochen bleibt während der Ausbildung

nicht, die Azubis werden stattdessen

überall im Unternehmen flexibel

eingesetzt und sind eine sehr große Unterstützung

für alle Abteilungen von pro

aurum, wie beispielsweise Finanzbuchhaltung,

Handelsabwicklung, Sales, Kundenberatung,

Handel, Wareneingang/

Haupt- und Schalterkasse sowie Logistik.

Und der Nachwuchs von pro aurum steht

bereits in den Startlöchern: Ab dem 1.

September beginnen zwei Azubis ihre

Ausbildung, ab September 2018 werden

zwei weitere gesucht.

Weitere Informationen

Die Ausschreibung ist unter www.

proaurum.de, in der Jobbörse der

Arbeitsagentur sowie auf diversen

Job-Portalen zu finden.

IMPRESSUM

Herausgeber

pro aurum KG

Verantwortlicher Redakteur

Benjamin Summa

Autoren

J. Bernhard, B. Summa, S. Wieschowski

Gestaltung und Layout

Bettina Neuer, www.grafik-marketing.com

SO KÖNNEN SIE UNS ERREICHEN:

PRO AURUM KG

Joseph-Wild-Straße 12

81829 München

Tel.: +49 (89) 444 584 - 0

info@proaurum.de

www.proaurum.de

Fotografie und Bildnachweis

B. Schuller, www.fotolia.com, www.istockphoto.com

Copyright

Dieses Magazin und alle in ihm enthaltenen Ideen, Beiträge, Illustrationen

und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Nachdruck, auch auszugsweise,

nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers. Für unverlangt eingereichte

Manuskripte und Unterlagen kann keine Gewähr übernommen werden.

Auflage

Das pro aurum Magazin erscheint in einer Auflage von 5.000 Exemplaren.

SOCIAL MEDIA:

Besuchen Sie uns auch auf unseren Social-Media-Seiten.

Es erwarten Sie spannende Themen und Aktionen rund um Edelmetalle.

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„WIENER PHILHARMONIKER“

SO KLINGT

EINE SCHÖNE

ZUKUNFT

Gold, Silber oder Platin. Einerlei, für welches Edelmetall Sie sich entscheiden: Alle drei „Wiener Philharmoniker“ sind

verlässliche und wertbeständige Vorsorgeprodukte. Mit ihnen nimmt die Zukunft, und sei sie auch noch so fern, Gestalt an.

Der weltberühmte „Wiener Philharmoniker“ schafft Werte, die bleiben. Komme, was mag. www.muenzeoesterreich.at

MÜNZE ÖSTERREICH – ANLEGEN. SAMMELN. SCHENKEN.

www.muenzeoesterreich.at

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