scania bewegt 2011-04 - scania.at

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FAHRZEUGE | DIENSTLEISTUNGEN | TRENDS 4.2011 WWW.SCANIA.AT

Jetzt anmelden

zum Fahrer-

wettbewerb

von Scania

Seite 19

reiner v8-Fuhrpark

Forsterprobter

Dauerläufer

Porträt

denkmal auF

zwölF rädern

Seite 14

BEWEGT

#4

Neuer Tachograf

der digitale

zeitSparer

Seite 25


Ausgezeichnete Möglichkeiten,

fl exibel zu bleiben.

Flexibilität schafft Spielräume, die in dynamischen Märkten entscheidend sind. Darum

ist es gut, dass Scania Rent fl exibel macht. Noch besser ist, dass hierfür verschiedene

Curtainsider-Modelle bereitstehen. Und da vorne auf Wunsch unsere vielgelobte neue

R-Serie zum Einsatz kommt, bietet Scania Rent tatsächlich ausgezeichnete Möglichkeiten.

Scania Rent. Immer an Ihrer Seite.

www.scania.at

www.scania.de


inhalt

Scania bewegt 4.2011

06 Die neuen Off-Road-Lkw

von Scania

Innovative Technik für extreme Bedingungen

sind Pflicht am Bau.

18 Ganz vorne mit dabei

Das Top Team der Scania Filiale Kirchbichl belegte beim

Finale der Top Team-Weltmeisterschaften in Södertälje

den sechsten Platz.

20 Tage der offenen Tür

Scania Österreich lud wieder zu den traditionellen

Herbstfesten in die Scania Filialen ein.

Außerdem

Nachrichten: Das Neueste aus der Scania Welt. Seite 4

Porträt: Transportunternehmer Bernhard Wilfinger. Seite 10

Porträt: Harald Leibetseder. Seite 12

Service: Duell um jeden Tropfen. Seite 22

Porträt: Scania Filiale Brunn. Seite 24

Club: Weihnachtswünsche und Leserumfrage. Seite 26

06

18

20

Editorial

„Scania investiert auch

zukünftig in Mitarbeiter

und Werkstätten.“

Björn Speer,

Direktor Scania Österreich

liebe leserinnen und liebe leser,

SCANIA Stellt mIt AbStANd dIe quAlItAtIv hoChwertIgSteN

Lastkraftwagen der Welt her. Für Scania steht aber auch immer im

Mittelpunkt, seinen Kunden das qualitativ hochwertigste Service-

Netzwerk zu bieten. Deshalb haben wir in den vergangenen Jahren

massiv in unsere Werkstätten investiert. Doch was nützt das beste

Service-Netzwerk, wenn nicht auch die Menschen, die dort arbeiten,

die allerbesten sind?

NACh eINer beINhArteN Österreich-Ausscheidung qualifizierte sich

die Werkstattmannschaft der Filiale Kirchbichl für das europäische

Finale des Top Team-Servicewettbewerbes, dem weltweiten Wettbewerb

unter Scania Werkstätten. Doch mit dem Einzug in das Europa-

Finale war es nicht getan, das Team der Filiale Kirchbichl schaffte es

bis ins Weltfinale und belegte bei seiner ersten (!) Teilnahme den

sagenhaften sechsten Platz!

Aber AuCh eINzelkämpfer waren erfolgreich: Thomas Maurer aus

der Filiale Haid nahm beim Finale der Berufsweltmeisterschaften in

London teil und erreichte den sensationellen 16. Platz. Auf der Welt!

Sowohl Herrn Maurer als auch dem Top Team Kirchbichl möchte ich

an dieser Stelle herzlichst gratulieren!

SolChe erfolge beStätIgeN: Scania baut nicht nur die besten Lkw.

Nein, wir haben auch, und das ist in internationalen Wettbewerben

belegt, die allerbesten Mitarbeiter in unseren Betrieben. Und wir

werden weiter an deren Ausbildung arbeiten - für die Qualität der

Serviceleistung an den Fahrzeugen unserer Kunden!

Ihr bJörN Speer

Impressum

SCANIA bewegt · 14. JAhrgANg · 4. AuSgAbe · ISSN 1867-3104

Offenlegung gemäß

§ 25 Mediengesetz

medieninhaber und herausgeber

Scania Österreich Ges.m.b.H.

2345 Brunn/Gebirge,

Johann-Steinböck-Straße 4

Internetadresse

www.scania.at, office@scania.at

verantwortlich für

den herausgeber

Mag. Annette Plankensteiner

unternehmensgegenstand

Handel mit Nutzfahrzeugen aller Art

(ausgenommen Traktoren), deren

Bestandteilen und Zubehör, Kfz-

Mechanikergewerbe eingeschränkt

auf Reparatur von Nutzfahrzeugen

aller Art (Lkw, Omnibusse, ausgenommen

Traktoren)

geschäftsführer

Thomas Bertilsson

blattlinie

Die Zeitschrift Scania bewegt

dient der kostenlosen Information

der von ihr angesprochenen Zielgruppe

über die von ihr vertriebenen

Produkte und deren Umfeld.

realisation/projektleitung

Paul Göttl

paul.goettl@etmservices.de

ETMservices – Ein Geschäfts-

bereich des ETM Verlags

verlag

EuroTransportMedia Verlag

Handwerkstraße 15

70565 Stuttgart

Telefon: 07 11/7 84 98-80

Internetadresse

www.etm-verlag.de

redaktion: Paul Göttl

Autoren dieser Ausgabe

Markus Bauer, Paul Göttl,

Martin Heying, Per-Ola Knutas,

Per-Erik Nordström, Scania

fotos

Arjo Graaff, Martin Heying,

Kjell Olausson, Scania

grafik: Simone Strobel,

Stephanie Tarateta

Anzeigen: Oliver Trost

Telefon: 07 11/7 84 98-79

oliver.trost@etmservices.de

druck: Dierichs Druck + Media

GmbH & Co. KG, 34121 Kassel

Auflage: 13.800 Exemplare

Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, auch auszugsweise, und elektronische Verarbeitung nur mit ausdrücklicher

Genehmigung von Scania Österreich. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Bilder übernimmt die

Redaktion keine Haftung.

4.2011 • SCANIA BEWEGT 3


Nachrichten

Zwei mal eins gibt eins

Zwei Länder, zwei Systeme – aber nur noch ein Gerät: Der neue

Service „Toll2Go“ erlaubt es, die Lkw-Maut sowohl in Deutschland

als auch in Österreich mit der deutschen On-Board-Unit (OBU)

abbuchen zu lassen. Voraussetzung ist laut Bundesverkehrsministerium

die Anmeldung zur Teilnahme an „Toll2Go“ bei der

österreichischen Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-

Aktiengesellschaft (ASFINAG). Ansonsten müssen die Transportunternehmer

nichts tun. Um die Mautentrichtung im österreichischen

Mikrowellensystem mit der OBU zu ermöglichen, wurde

nach Angaben des deutschen Verkehrsministeriums per Software

eine bereits vorhandene Mikrowellenschnittstelle im OBU-Gerät

aktiviert. Das Anfahren einer Werkstatt ist dazu nicht erforderlich.

Die bisher für die Mautentrichtung in Österreich notwendige

zusätzliche Ausrüstung mit einer österreichischen Go-Box entfällt

hierdurch. Die Einführung von Toll2Go geht auf eine EU-Richtlinie

vom April 2004 zurück, in der sich die Staaten der Europäischen

Union dafür ausgesprochen haben, die Mautsysteme in Europa

zu vereinheitlichen und den grenzüberschreitenden Straßengüterverkehr

zu erleichtern. Letztlich soll nur noch ein Fahrzeuggerät

notwendig sein, um das mautpflichtige Straßennetz in Europa

befahren zu können. Mit dem Projekt Toll2Go nehmen Deutschland

und Österreich eine Vorreiterrolle ein.

YETD-Finalist wird Unternehmer

“Während

der ersten

neun Monatekonnten

weltweit

35 Prozent

mehr Lkw

als im Vorjahreszeitraumausgeliefert

werden.”

Scania Vorstandschef

Leif Östling

Der Tiroler Josef Falkner kam bei dem im

Jahr 2010 von Scania veranstalteten Young

European Truck Driver Wettbewerb unter die

besten zehn Lkw-Fahrer Österreichs. Jetzt

hat sich der 30-jährige Zillertaler selbstständig

gemacht: Im Sommer 2011 übernahm

Falkner den ersten eigenen Scania R 420.

Mit dem Vierachser inklusive Pellet-Aufbau

beliefert er Endkunden in Tirol, im südlichen

Bayern sowie in Südtirol. Vor seinem Sprung

in die Selbstständigkeit ist Josef Falkner

bei einem Zillertaler Transportunternehmen

ebenfalls am Steuer eines Scania gesessen.

Die Fahrzeugübergabe des R 420 an Jungunternehmer Josef Falkner (l.) erfolgte durch Scania

Verkaufsberater Gerhard Lettenbichler.

Ein neuer Scania G 440 6x4*4 ging im

Frühjahr 2011 an Andreas Wiesbauer,

Geschäftsführer der Andreas Wiesbauer

GmbH aus dem niederösterreichischen

Hohenberg. Der im Jahre 1996 gegründete

Familienbetrieb hat sich auf die

Bereiche Forst sowie Forststraßensanierung

spezialisiert. Der neue Scania Kip-

Reine Chefsache: Scania R 730

Im Frühjahr 2011 übernahm Wolfgang Graf, Firmeninhaber

der Wolfgang Graf Transporte GmbH, seinen ersten Scania

R 730. Das in Petzenkirchen in Niederösterreich ansässige

Unternehmen ist mit insgesamt zwölf Fahrzeugen im Bereich

Transporte und Holzhandel tätig – und das bereits seit mehr

als sechs Jahrzehnten. Der stärkste Lkw im Fuhrpark mit

730 PS ist reine Chefsache: So ist Firmeninhaber Wolfgang

Graf höchstpersönlich mit seinem „King of the Road“ auf

nationaler Ebene im Einsatz.

Bei der Übergabe des R 730 waren dabei: Scania Filialleiter

Mag. Manfred Streit, Wolfgang Graf sen., Scania Verkaufsberater

Alfred Redl und Unternehmer Wolfgang Graf (v. l.).

Wiesbauer übernimmt Scania G 440

per wird vorwiegend in Kombination mit

einem Tieflader für den Forstmaschinentransport

eingesetzt.

Scania Werkstattleiter Rudolf Götzinger,

Fahrer Gerhard Vonwald, Scania Verkaufs-

berater Alfred Redl und Firmeninhaber

Andreas Wiesbauer mit Sohn Patrik (v. l.)

vor dem neuen Scania G 440.

4 SCANIA BEWEGT • 4.2011 www.scania.at


125 Jahre Wiegele Trucks

25 Jahre

Filiale Haid

Das 25-jährige Firmenjubiläum der

Scania Filiale Haid in Oberösterreich

wurde am 10. September 2011

zelebriert. Filialleiter Mag. Manfred

Streit lud Kunden, Interessenten

und Freunde des Hauses zum

gemeinsamen Feiern ein und ehrte

die Mitarbeiter, die den Betrieb seit

Beginn an begleiten. Neben einer

Lkw-Leistungsschau, Livemusik und

kulinarischer Verköstigung gab es die

Scania Sonderedition Black Amber zu

bewundern. Insgesamt wurden über

600 Besucher bei der 25-Jahr-Feier

der Filiale Haid gezählt.

Am 27. August 2011 feierte die Firma Wiegele Trucks –

langjähriger Scania Händler aus Kärnten – ihr 125-jähriges

Bestehen mit einem großen Fest. An die 170 VIP-Gäste

waren der Einladung von Geschäftsführer Prok. Ralph

Schwaiger und Firmeninhaber Ing. Hannes Wiegele

gefolgt. Sie ließen sich selbst vom schlechten Wetter nicht

davon abhalten, zum 125-jährigen Unternehmertum des

langjährigen Scania Partners persönlich zu gratulieren.

Um die Geschichte des Unternehmens Wiegele Trucks zu

veranschaulichen, wurden die zahlreichen Gäste zu einer

Schiffsfahrt auf der Drau geladen. Am Ufer des Flusses

waren die bedeutendsten Stationen der Firmengeschichte

realitätsgetreu nachgestellt: Alles begann 1886 mit der Fahrraderzeugung in einer Schmiede, 1926 legte man

den Fokus auf Landmaschinen und Traktoren und im Jahr 1961 gehörten NSU und Hanomag Henschel zum

Portfolio des Kärntner Unternehmens. 1972 wurde die Firma Wiegele Vertragshändler und Werkstätte für

VW und Audi. Der Händlervertrag für Kärnten und Osttirol ist im Jahr 1973 mit Scania Österreich abgeschlossen

worden.

Als alle Gäste wieder festen Boden unter den Füßen hatten, wurden die Feierlichkeiten ins Hotel Holiday Inn in

Villach verlegt. Von der Terrasse aus konnten die Anwesenden den Höhepunkt der Veranstaltung mitverfolgen:

die Demonstration eines Scania Assistance Einsatzes an einem Scania Lkw, der sich auf einem Floß in der Drau

befand. Das Fest war eine rundum gelungene und toll organisierte Veranstaltung, die bis spät in die Nacht dauerte.

Texte: Paul Göttl, Scania

Fotos: Scania

Feierliche Fahrzeug-

übergaben

Im Rahmen des Oktoberfestes der Filiale

Bad Fischau wurden zwei Fahrzeugübergaben

gefeiert. Bei strahlendem Sonnenschein

übergab Scania Verkaufsberater

Peter Meixner (l.) offiziell zwei neue

Scania an die stolzen Besitzer.

Die Firma Dittel aus Pinkafeld übernahm

einen Scania R 500 V8. Bei der feierlichen

Fahrzeugübergabe mit dabei waren Frau

Dittel sen. sowie Unternehmer Mario Dittel

mit Nachwuchs (re). Mit einem Kipper und

einer Sattelzugmaschine ist das Burgenländische

Unternehmen sowohl im

Bau- als auch im Fernverkehr tätig.

Martin Hendling, Firmeninhaber der Martin

Hendling GmbH, und Fahrer Hannes (re.) übernahmen

den Scania 6x4*4 Kipper im Oktober

2011 offiziell. Das Familienunternehmen

stammt aus Bromberg in Niederösterreich und

bietet Dienstleistungen im Bereich Transporte,

Erdbau sowie Sand- und Schottergewinnung.

www.scania.at 4.2011 • SCANIA BEWEGT 5


Extreme Bedingungen erfordern die stabilste Ausrüstung.

Die neuen Off-Road-Lkw von Scania sind vollgepackt mit

Funktionen, welche auch die schwierigsten Gelände der

Welt meistern.

Text: Per-Ola Knutas, Per-Erik Nordström, Markus Bauer, Fotos: Dan Boman, Scania

Raubein

steht

beReit

Gebaut wird überall auf der Welt,

ob es am Alpentunnel unter dem Gotthard,

am neuen Hauptbahnhof in Wien

oder an der Verbreiterung der Autobahn

von München nach Stuttgart ist. Unzählige

Tief- oder Hochbaustellen wollen mit Material

„gefüttert“ werden, das transportiert werden muss.

die beispiele zeigen, dass die nachfrage

nach robusten Lkw, die mit solch rauen Bedingungen

klarkommen, immer weiter steigt. „Des-

halb hat Scania sein Angebot an Lkw ausgebaut, die

speziell auf harte Off-Road-Bedingungen zugeschnitten

sind“, sagt Dan Persson, Product Manager

für Baufahrzeuge bei Scania. „Das neue Frontdesign

ist besonders funktional und vereint robuste

Lösungen, die wichtige Komponenten schützen.

Das verringert die Reparaturkosten und verhindert

teure Standzeiten.“

die neueinführung startet mit Fahrzeugen, die

auf der geräumigen G-Serie basieren. Eine komplet-

te Palette von Modellen der P-Serie wird zu einem

späteren Zeitpunkt folgen. Die Lkw profitieren von

allen Verbesserungen, neuen Bauteilen und Funktionen,

die heute in Scania Lkw verfügbar sind.

dazu zählt zum beispiel scania opticruise

mit Off-Road-Modus, neue Merkmale der Traktionskontrolle

und der neue Scania Retarder mit

verbesserter Leistung bei niedrigen Geschwindigkeiten

– genauso wie alle neuen Entwicklungen im

Chassisbereich.

6 SCANIA BEWEGT • 4.2011 www.scania.at


sChiCKe OPtiK

niCht Ohne GRunD

Die neuen Baufahrzeuge von Scania sind besonders

für den schweren Einsatz entwickelt und gebaut,

um auch die härtesten Einsatzbedingungen dieser

Branche zu meistern. Das neue Styling der Front ist

funktionell und robust. Es überzeugt durch technische

Lösungen, die die empfindlichen Komponenten

schützen. So können Reparaturkosten reduziert und

teurer Nutzungsausfall vermieden werden.

staRKeR

stOssFÄnGeR

Der massive Stahl-Stoßfänger ragt 135 Millimeter nach

vorn, um das Fahrerhaus zu schützen, rund 80 Millimeter

mehr als bei den vorherigen Modellen. Er ist als

Extraausstattung bestellbar. Der Stoßfänger ist sehr

stark und übersteht auch schwere Stöße, ohne sich zu

verformen. Die Konstruktion ist außerdem separat aufgehängt,

ohne Verbindung mit anderen Komponenten,

die bei einem Aufprall Schaden nehmen könnten, was

wiederum den Reparaturbedarf reduziert.

absChlePPöse

FüR 35 tOnnen

In dem Stoßfänger ist eine starke Abschleppöse

integriert, ausgelegt für 35 Tonnen (zehn Tonnen

mehr als die Standardvariante), sodass das

Fahrzeug in entsprechenden Situationen geborgen

und abgeschleppt werden kann, ohne es

vorher entladen zu müssen.

VORbilDliCheR

seRViCe-ZuGanG

Eine breite rutschfeste Trittstufe oben auf

dem Stoßfänger, die man wiederum über eine

zusätzliche ausklappbare Trittstufe unter der

Abschleppöse erreicht, erleichtert das Säubern

der Frontscheibe. Zwei Haltegriffe an den

Rippen des Kühlergrills dienen dabei als Hilfe,

damit sich der Fahrer festhalten kann.

stahl-beWehRte

sCheinWeRFeR

Hauptscheinwerfer und Blinker sind separat

eingebaut. Beide sind weiter weg platziert vom

Stoßfänger, um die Beleuchtungsanlage vor möglichen

Schäden zu schützen. Um die Scheinwerfer

herum ist ein Schutzgitter montiert. Die optional

verfügbaren Nebel- und Fernscheinwerfer sind

ebenfalls durch ein Gitter geschützt, das in die

Stoßfängerstruktur integriert ist. Eine robuste

fest montierte Scheinwerferwaschanlage ist auf

Wunsch verfügbar.

GeFeDeRte

tRittstuFen

Um Schaden durch leichte Stöße zu verhindern,

sind die Einstiegsstufen von der Stoßstange

getrennt. Die unterste Stufe ist gefedert an

Gummigurten angebracht.

www.scania.at 4.2011 • SCANIA BEWEGT 7


Technik

staRK im

Detail

Neben den neuen Off-Road-Lkw hat Scania zahlreiche

Neuheiten und Aufbau-Optionen speziell für die Arbeit auf

Baustellen entwickelt. Hier einige Beispiele.

Text: Per-Erik Nordström, Markus Bauer, Fotos: Arjo Graaff, Scania

PROGRessiVe

PaRabel-

FeDeRn

Neue Parabelfedern auf einem

19/21-Tonnen-Achspaket (6x4, 8x4)

sind verfügbar, genauso wie ein

26-Tonnen-Paket mit progressiven

Parabelfedern der Dimensionen

2 x 41 und 2 x 48 Millimeter.

Die neuen parabelgefederten Achspakete

mit 5 x 48 Millimetern stemmen

Gewichte bis zu 32 Tonnen.

ZylinDRisChe

KRaFtstOFF-

tanKs

Scania bietet bei zwei- und dreiachsigen

Fahrgestellen mit Starrachsen

zylindrische Kraftstofftanks aus

Aluminium an. Die Tanks fassen 330,

400 und 440 Liter. Zylindrische Tanks

sind bei harten Einsatzbedingungen

haltbarer.

stÄRKeRe

unteRsetZunG

Eine neue, stärkere Untersetzung hat

das Verhältnis 4,21 anstatt 3,81. Das

bringt bessere Traktion und reduziert

das Ruckeln bei Kraftüberschuss.

stÄRKeRe

steCKaChsen

Die Außenplaneten-Achsen haben jetzt

stärkere Achswellen, die die Traktion

verbessern. Dies verringert ebenso das

sogenannte „Antriebsstrang-Rattern“.

GeWiCht unD

nutZlast

VeRbesseRt

Vierachs-Lkw, die auf guten Straßen

unterwegs sind, haben nun die Option auf

10-Tonnen-Vorderachsen. Diese wiegen

nicht mehr als die 9-Tonnen-Version der

Vorderachse.

8 SCANIA BEWEGT • 4.2011 www.scania.at


luFtFeDeRunG

Scania bietet eine Luftfederung mit hoher

Kapazität an. Die Luftfederung spart Gewicht

und erhöht die Bodenfreiheit. Kraftstofftanks

und Anbauteile bekommen so mehr Platz im

Fahrzeugrahmen.

GesChWeisstes

aChsGehÄuse

Anstatt eines gegossenen Achsgehäuses

spart ein leichteres geschweißtes Achsgehäuse

an den leichten 11/13-Tonnen-Achsen

mit Untersetzungsgetriebe 20 Kilo pro Achse.

Die Stabilität bleibt gleich. Das neue Gehäuse

ist für Achspakete bis 26 Tonnen verfügbar.

Elektronisch gesteuerte Scheibenbremsen

sparen weitere 35 Kilogramm pro Achse und

können mit Hill-Hold kombiniert werden.

mehR RetaRDeR-leistunG bei

nieDRiGeR GesChWinDiGKeit

Scania hat eine neue, noch leistungsfähigere Version des Scania Retarders

entwickelt. Er hat mehr Kraft bei niedrigen Geschwindigkeiten und eine höhere

Leistung insgesamt. So passt er perfekt zu Baustellen und Off-Road-Einsätzen.

die bisherige Version ist und bleibt

die wirtschaftlichste Lösung für die

meisten Anwendungen im Fernverkehr.

Die neue Ausführung eignet sich vor

allem für Kunden, die eine höhere Leistung

bei niedrigen Geschwindigkeiten

wünschen und eine höhere Gesamtleistung

nutzen wollen, beispielsweise im

schweren Einsatz und im Bauverkehr. Der

neue leistungsstärkere Scania Retarder

(R4100) entspricht technisch größtenteils

der bisherigen Version (R3500). Dies

gilt beispielsweise für die multifunktionelle

Integration von Bremsanlage,

Geschwindig keitsregelung, Schaltung

und Kühl systemen. Die Gesamtbremsleistung

wurde jedoch von 3.500 Newtonmetern

auf 4.100 Newtonmeter gesteigert.

Die innere Übersetzung ist von 3,04 auf

3,26 erhöht worden, was für ein Plus von

17 Prozent beim Spitzenbremsmoment

sorgt. Bei niedriger Fahrgeschwindigkeit

liegt dieses Plus sogar bei 20 bis 25 Prozent,

je nach Hinterachsübersetzung.

autOmatisChe GanGWeChsel

im OFF-ROaD-betRieb

scania führt einen neuen

Betriebs modus für Scania Opticruise

ein, der Gangwechsel in schwierigem

Gelände optimiert. Der Off-Road-Modus

macht die schwierigste Baustelle zur

einfachen Straße und unterstützt den

Fahrer bei seiner Fahrt auf entsprechendem

Untergrund. Es wird serienmäßig bei

Fahrzeugen angeboten, die für Off-Road-

Strecken, weichen oder losen Untergrund

mit hohem Rollwiderstand gebaut sind.

Im Off-Road-Modus bleibt die Kupplung

so lange wie möglich geschlossen,

um Unterbrechungen im Kraftfluss und

der Traktion zu verhindern. Die Zahl der

Schaltvorgänge wird dadurch auf ein

Minimum reduziert, indem das System

eine höhere Drehzahl des Motors in

einem breiteren Drehzahlband erlaubt.

Das Schalten selbst erfolgt beschleunigt,

ohne dass der Vorrang dabei auf

dem Schaltkomfort liegt. Diese Schaltstrategie

ist dieselbe wie bei Scania

Opticruise mit Kupplungspedal.

Der Powermodus ist für Kunden entwickelt,

bei denen minimale Transportzeiten

oberste Priorität haben. Die

Funktion für das Fahren von Steigungen

nutzt dabei jene Drehzahlbereiche, die

Power / Off-Road

die höchste Antriebsleistung bereitstellen.

Das führt zu gewissen Abstrichen

beim Kraftstoffverbrauch. Dafür erfolgt

das Befahren von Steigungen schneller

und mit etwas stärker beschleunigten

Schaltvorgängen als im Normalmodus.

Der Normalmodus ist für optimalen

Kraftstoffverbrauch ausgelegt, in

Verbindung mit guten Leistungen beim

Befahren von Steigungen. Das System

strebt danach, Motordrehzahlen

bereitzustellen, die ein maximales

Drehmoment bewirken.

Der Fahrer kontrolliert die Modi mit dem

Ringschalter am Opticruise-Hebel, im

Display erscheint der eingelegte Modus.

www.scania.at 4.2011 • SCANIA BEWEGT 9


Porträt

Text und Fotos: Scania

„Unser Bio-Dünger bekämpft sogar

Schneckenplagen“, sagen Bernhard

Wilfinger und Tochter Andrea.

Frisch panierte Schnitzel,

ein Hotel mit klingendem Namen und

ein Dünger als Schnecken-Schreck.

Wieso Bernhard Wilfinger seine Kunden

immer mit außergewöhnlichen

Geschäftsideen ansprechen möchte.

Geschmackvolle

Ideen

Mit transportunternehmer Bernhard

Wilfinger über seine Geschäftsideen

abseits des Transportgewerbes zu sprechen

kann für sein Gegenüber durchaus

angenehme Nebeneffekte mit sich bringen. Vor allem

dann, wenn der Termin rund um die Mittagszeit in seiner

Tankstelle im steirischen Sebersdorf, unweit der

Südautobahn (A 2), stattfindet. „Ich behaupte, wir haben

die besten Schnitzel entlang der gesamten A 2“, meint

Wilfinger. Noch bevor sein Gesprächspartner die objektiven

Hintergründe für diese Aussage erkunden kann,

geht der Unternehmer in Sachen Schnitzelzubereitung

munter ins Detail. „In der Gastronomie ist es üblich, die

Schnitzel vorzupanieren. So richtig resch und knusprig

werden sie aber nur dann, wenn sie kurz vor dem Herausbacken

geklopft und paniert werden.“ Der Schnitzel-Hunger

der Gäste muss sich in der Tankstelle von

Bernhard Wilfinger übrigens an keinerlei Öffnungszeiten

halten. Die Schnitzelpfanne steht von 0 bis 24 Uhr parat.

„Nachdem wir als privater Tankstellenbetreiber leider

nicht entlang der Autobahn werben dürfen, haben wir

uns einfach etwas einfallen lassen, um unseren Ruf entsprechend

nach außen zu tragen.“ Hauptsächlich über

Mundpropaganda konnten sich die nach Eigendefinition

besten Schnitzel entlang der Südautobahn bis jetzt nicht

nur entlang dieser Hauptverkehrsroute etablieren.

10 SCANIA BEWEGT • 4.2011 www.scania.at


Aus Unternehmer-

sicht ist bei Scania

der hohe Wieder-

verkaufswert

kaufmännisch

sehr interessant.”

Bernhard Wilfinger, Transportunternehmer

erst im vergangenen Jahr ist der Transportunternehmer

auch unter die Hoteliers gegangen und hat direkt

neben der Raststation Sebersdorf ein Hotel mit 70 Betten

auf die grüne Wiese gestellt. Mit dem Namen „Fair-Price“

will er bewusst eine möglichst breite Zielgruppe ansprechen.

„Wir erreichen Geschäftsreisende genauso wie Gäste,

die einige Tage in der Thermenregion verbringen möchten.“

Die nächstgelegene Therme ist mit gerade einmal 400

Metern nur einen Steinwurf vom Hotel entfernt. Die anderen

drei Thermenstandorte sind mit zwei, acht und zwölf Kilometer

Entfernung mit dem Auto ebenfalls binnen weniger

Minuten erreicht. Zwischen den einzelnen umgesetzten

Geschäftsmodellen zieht Bernhard Wilfinger seit jeher

exakte Grenzen. „Wir suchen aus eigenem Antrieb heraus

einfach immer nach neuen Geschäftsideen, die sich umsetzen

lassen.“ Von Quersubventionierungen, bei denen das

eine Geschäftsmodell das andere stützt, hält er aus Prinzip

nichts. „Bevor dieser Fall eintritt, lege ich das zu subventionierende

Geschäft lieber ad acta.“

eine marktlücke deckt Bernhard Wilfinger mit einem

von ihm österreichweit exklusiv vertriebenen, organischen

Dünger ab. Abgesehen von seiner Funktion als

Die in der Raststation Sebersdorf

kredenzten Schnitzel werden rund

um die Uhr frisch zubereitet.

Mit einem Paket von 30 Scania Sattelzugmaschinen reiht

der steirische Transportunternehmer erstmals Fahrzeuge

mit dem Greif am Kühlergrill in seinen Fuhrpark ein.

Nährstofflieferant schreckt der Geruch des aus Biomasse

aus der Lebensmittelindustrie hergestellten Düngers

Schnecken ab. „Dadurch lassen sich Schneckenplagen

auf rein biologischem Weg ohne den Einsatz chemischer

Mittel beseitigen“, erklärt der Unternehmer. Eine

alles andere als blühende Entwicklung bescheinigt

Bernhard Wilfinger dagegen der heimischen Transportbranche.

Durch die vorhandene Kostenstruktur hat

er selbst den Großteil seiner 100 Fahrzeuge umfassenden

Flotte im Ausland angemeldet. Nur mehr ein Viertel

ist mit österreichischen Nummerntafeln unterwegs.

„Wenn die Fixkosten pro Lkw, Land und Monat gleich

um mehrere tausend Euro differieren, fällt es mir als

Unternehmer mit gespitztem Rechenstift nicht schwer,

die entsprechenden Schlussfolgerungen daraus zu ziehen.“

Ob der Prozentsatz der in Ungarn und Rumänien

angemeldeten Fahrzeuge weiter steigen wird, will

Wilfinger aus heutiger Sicht nicht festlegen. „Sollte sich

die österreichische Kostenstruktur genau in dem Fahrwasser

weiterbewegen, das den rot-weiß-roten Transportunternehmern

seit Jahren zu schaffen macht, habe

ich keine Probleme damit, meine gesamte Flotte ins

Ausland zu verlagern.“

Das erst vor kurzer Zeit eröffnete Fair-Price-Hotel

verfügt über insgesamt 70 Betten.

Gleich

30 Stück

Auf zwei Etappen wird

der steirische Transportunternehmer

Bernhard

Wilfinger seine Flotte um

gleich 30 Scania Sattelzugmaschinen

ergänzen.

Dabei werden den zuerst

ausgelieferten 20 Scania

G 420 EEV noch zehn

Scania R 420 EEV folgen.

„Aus unternehmerischer

Sicht profitieren wir

natürlich vom attraktiven

Wiederverkaufswert eines

Scania. Bei unseren Mitarbeitern

stehen die Lkw

aus Södertälje ohnehin

seit Langem schon sehr

hoch im Kurs.“

www.scania.at 4.2011 • SCANIA BEWEGT 11


Porträt

Text und Fotos: Scania

Daniel Düsentrieb

am Werk

Gut Ding braucht wirklich Weile. Harald Leibetseder

hat neun Monate lang herumgetüftelt, bis sein

Scania R 500 mit Tridem-Aggregat ganz

nach seinen Vorstellungen konfiguriert war.

Bei der Konfiguration

meiner Lkw gehe ich gerne

bewusst ins Detail.”

Harald Leibetseder, Transportunternehmer

Beim griechischen mathematiker

und Physiker Archimedes war es

ein fester Punkt im Weltall, der ihm

genügt hätte, um die Welt aus den

Angeln zu heben. Beim oberösterreichischen

Transportunternehmer Harald Leibetseder

ist es ein x-beliebiger Punkt an einem seiner

insgesamt sechs Lkw, der ihm genügt, um im

Handumdrehen größtenteils faszinierende

Details über die Entstehung und den Einsatz

der Fahrzeuge aufs Tablett zu zaubern. „Von

08/15-Lkw, die nur mit der Meute mitfahren

können und nicht einmal annähernd im

Stande sind, spezielle Aufgaben zu erledigen,

habe ich noch nie etwas gehalten“, erzählt

Leibetseder im Gespräch mit der scania

BeWegt-Redaktion. Dementsprechend ambitioniert

geht der seit mittlerweile 15 Jahren

selbstständige Unternehmer ans Werk, wenn

es darum geht, neue Ideen zuerst zu Papier und

dann auf die Straße zu bringen. Bis alle offenen

Fragen rund um die Konfiguration eines neu

anzuschaffenden Lkw geklärt sind, können

dabei auch schon einmal mehrere Monate ins

12 SCANIA BEWEGT • 4.2011 www.scania.at


Land ziehen. „Bei unserem Scania R 500 mit

Tridem-Aggregat habe ich ein Dreivierteljahr

herumgetüftelt, bis der Vierachser bis ins letzte

Detail meinen Vorstellungen entsprochen hat“,

sagt der ideenreiche Transportunternehmer.

Das VorhaBen, jeDen LkW wirklich kompromisslos

auf das ihm zugedachte Einsatzgebiet

maßzuschneidern, hat im heurigen Jahr einen

für österreichische Verhältnisse eher unüblichen

Motorwagen in den Leibetseder-Fuhrpark

gebracht. „Für einen Auftraggeber aus der Bauindustrie

fahren wir Betonfertigteile vom Hersteller

bis auf die Baustelle und kümmern uns

anschließend um die Verlegearbeiten“, plaudert

Harald Leibetseder aus der Schule. Das zweite

in diesem Aufgabenbereich eingesetzte Fahrzeug

sollte dabei einen noch leistungsfähigeren

Kran bekommen als der erste Lkw, der in diesem

Geschäft unterwegs ist. Einen Fixpunkt bei der

Kranmontage inklusive: „Die größte Reichweite

auf Baustellen erreichen wir nur dann, wenn der

Kran im Heck und nicht hinter dem Führerhaus

montiert ist“, erklärt der Transportunternehmer.

Zwei dadurch beinahe unumgängliche,

konstruktionsbedingte Einschränkungen hat er

allerdings geschickt aus der Welt geschafft. „Bei

unserem zweiten Hängerzug für den Transport

von Betonfertigteilen hat der Kran einfach

eine eigene Achse bekommen, damit die

Achslasten der anderen drei Achsen im grünen

„Meine Lkw sollen vielseitig einsetzbar sein

und sich optisch von der breiten Masse abheben“,

sagt Harald Leibetseder (links), hier zu sehen

beim Schmökern im aktuellen Scania Jahrbuch

gemeinsam mit seinem Neffen und Mitarbeiter

Andreas Leibetseder.

Der R 500 ist einer der wenigen Scania in

Österreich, der mit einem Tridem-Aggregat

ausgestattet ist.

Bereich bleiben.“ Das ebnete einem in Österreich

bis dato nur vereinzelt am Markt vertretenen

Tridem-Aggregat von Scania den Weg in den

Leibetseder-Fuhrpark.

auf eine geraDe für Den Fahrer des Scania

R 500 durchaus willkommene Art und Weise hat

Harald Leibetseder die für das Gleichgewicht

des Motorwagens an der Front notwendigen

300 Kilogramm bei der Fahrzeugkonfiguration

berücksichtigt. Statt bei den Planungsarbeiten

ein Ballastgewicht im vorderen Bereich zu

platzieren, hat er kurzerhand den ursprünglich

vorgesehenen 6-Zylinder-Motor gegen einen

8-Zylinder getauscht. „Die Gewichtsdifferenz

zwischen den beiden Baureihen beträgt exakt

300 Kilogramm. Das Gleichgewicht mit zwei

Zylindern mehr unter der Kabine herzustellen

schien mir deutlich sinnvoller zu sein, als ein Ballastgewicht

durch die Gegend zu führen.“ Trotz

des Tridem-Aggregats ist der R 500 nur um sechs

Zentimeter länger als der zweite mit denselben

Transportaufgaben betraute Hängerzug. Auf die

Auf der dritten Achse im Heck ist der Kran

montiert.

Mit schwedischen Verhältnissen auf Österreichs

Straßen könnten sich auch die beiden Chauffeure

des Scania R 730, Daniel Oberpeilsteiner (links)

und Daniel Schramm, anfreunden.

Möglichkeit, die Gesamtlänge auf Kosten einer

kürzeren Kabine in den gewünschten Ausmaßen

zu halten, hätte der Transportunternehmer

keinesfalls zurückgegriffen. „Das wäre schon aus

optischen Gründen nicht in Frage gekommen.“

Apropos Optik: Gestalterische Anregungen für

das makellose Design seiner Fahrzeuge holt sich

der Oberösterreicher gerne bei Profis in Sachen

Lkw-Verfeinerung. „Im Scania Jahrbuch habe

ich bis jetzt einige gute Anregungen gefunden,

die wir auch in die Praxis umgesetzt haben.“

Der zWeite scania unter Der Leibetseder-

Flagge ist ein ebenfalls erst im heurigen Jahr

angeschaffter R 730 mit Rungenaufbau für

den Holztransport. Auch hier hat Harald

Leibetseder die Chance genutzt, den Holz-Lkw

bei Bedarf vielseitiger einsetzen zu können.

„Der Rungenaufbau ist als Wechselaufbau ausgeführt“,

berichtet der Unternehmer. Sollte das

Holzgeschäft einmal nachlassen, schultert der

Dreiachser einfach eine Pritsche und fährt im

Baustellen-Geschäft. Nach einer Schweden-

Reise hat der Unternehmer wenigstens für

Foto-Zwecke einmal schwedische Verhältnisse

in seiner Firma hergestellt. Das Ergebnis, der

Scania R 730 mit gleich zwei Holzanhängern

im Heck, kann sich sehen lassen. An der Größe

seines Fuhrparks will der Transportunternehmer

übrigens so schnell nichts ändern. „Wir

haben im Transportbereich mit sechs Lkw eine

vernünftige Größe, die sich ohne zusätzlichen

Personalaufwand disponieren lässt“, erzählt

Leibetseder. Er selbst kümmert sich um die

Einteilung der Holz-Lkw, während sein Neffe

Andreas den Bau-Bereich disponiert. Sozusagen

nebenbei, während er selbst hinter dem

Steuer bzw. am Kran eines Hängerzuges sitzt.

www.scania.at 4.2011 • SCANIA BEWEGT 13


Porträt

Text und Fotos: Scania

Denkmal auf

zwölf RäDeRn

Zum 40. Todestag von Jochen Rindt hat Manfred Obruly

dem österreichischen Formel-1-Weltmeister ein

einmaliges Denkmal gesetzt. 8-Zylinder-Sound inklusive.

Von so einem Dienstauto hätte

Österreichs erster Formel-1-Weltmeister

Jochen Rindt zu Lebzeiten

wahrscheinlich nur träumen können.

16,50 Meter lang, 620 PS stark und bis zu

40 Tonnen schwer stellt der Scania R 620 des

steirischen Transportunternehmers Manfred

Obruly die Formel-1-Boliden der 1970er-Jahre

in vielen Punkten spielend in den Schatten. „Wir

waren alle wirklich überrascht, welches Echo

unsere Idee hervorgerufen hat“, meint Obruly

beim Besuch der sCania BeWeGt-Redaktion.

Nach den ersten Ausfahrten des Sattelzuges hat

sich im E-Mail-Posteingang des Familienbetriebes

deutlich mehr als sonst getan. Angefangen

von Glückwünschen bis hin zu Anfragen, ob es

möglich ist, Fotos von dem einmalig gestalteten

Fahrzeug zu bekommen. „Es hat Tage gegeben,

da habe ich bei 100 E-Mails, die im Betreff den

Namen Jochen Rindt gehabt haben, aufgehört

zu zählen“, erinnert sich Christine Obruly.

Auch der Chauffeur des rollenden Denkmals

hat bei seinen Touren überraschend viele

Jochen-Rindt-Fans enttarnt. „Unser Mitarbeiter

hat immer wieder von unglaublichen Reaktionen

anderer Verkehrsteilnehmer erzählt“,

sagt Manfred Obruly. Das machte den Scania

R 620 mehr oder weniger über Nacht zu einem

begehrten Fotoobjekt.

14 SCANIA BEWEGT • 4.2011 www.scania.at


DaBei ist Der r 620 genau genommen gar

nicht der einzige Scania im Obruly-Fuhrpark

mit dem Konterfei des ersten österreichischen

Formel-1-Weltmeisters auf seinem Blechkleid.

„Das stimmt“, schmunzelt der Transportunternehmer

und zeigt auf eine kleine Plexiglas-

Vitrine. Genau drei 1 : 87-Modelle des Sattelzugs

wurden dank dem Engagement eines Kärntner

Sammlers hergestellt: eines für den Fahrer,

eines für den Chef und eines für den Sammler

selbst. Bei der Gestaltung der R 620-Sattelzugmaschine

hat Manfred Obruly übrigens nicht

auf eine Airbrush-Lackierung gesetzt, auch

wenn es auf den ersten Blick so aussieht. „Wir

haben uns dazu entschlossen, die Kabine mit

Folien zu bekleben, auf denen die Bilder digital

aufgedruckt sind.“ Der Sattelzug mit dem

unverwechselbaren Formel-1-Design könnte

mittelfristig Gesellschaft bekommen. Bei den

handverlesenen Kandidaten für den Platz auf

den Seitenwänden der Topline-Kabine hätten

Manfred und Christine Obruly auch schon zwei

Kandidaten in die engere Auswahl genommen.

„Wenn wir im Formel-1-Metier bleiben, heißt

unser nächster Wunschkandidat natürlich

Niki Lauda. Für Arnold Schwarzenegger als

berühmten und erfolgreichen Steirer haben wir

natürlich auch immer einen Platz frei.“

DeutliCh mehr als nur einen Platz hatte das

Unternehmerehepaar bei der offiziellen Übergabe

des ersten Scania R 730 zu bieten. Um die

Sattelzugmaschine in einem

passenden Rahmen zu

übernehmen, wurde

in der eigenen Werkstätte

einfach ein

groß aufgezogenes

Grillfest veranstaltet.

„Die nur in drei Exemplaren angefertigten

Modelle des Jochen Rindt Scania waren vom

ersten Tag an begehrte Sammlerstücke“,

sagen Manfred und Christine Obruly.

Die Frage, wie lange es gedauert hat, bis eine

mögliche Anschaffung des stärksten Scania

aller Zeiten innerbetrieblich ausdiskutiert war,

beantwortet Manfred Obruly kurz und bündig:

„Zu dem Zeitpunkt, als der R 730 erstmals vorgestellt

wurde, war mir klar, dass wir ihn sobald

wie möglich in unseren Fuhrpark einreihen

werden.“ Der erste Scania R 730 setzt auch eine

mittlerweile 25-jährige Tradition nahtlos fort.

Seit 1986 hat der Familienbetrieb immer ein

Exemplar des stärksten verfügbaren Scania

im Fuhrpark gehabt. Viele davon sind bei dem

bekannt robusten und langlebigen Ego der V8-

Motoren von Scania auch heute noch im Einsatz.

„Unser Methusalem ist derzeit ein Scania

143 mit 500 PS aus dem Jahr 1995“, erzählt der

Firmeninhaber. An seinen regelmäßigen Einsätzen

kann auch der Tachostand von mehr als

1,8 Millionen Kilometer nichts ändern.

Der Scania R 620 mit dem Konterfei des ersten

österreichischen Formel-1-Weltmeisters auf den

Seitenwänden der Kabine sorgt überall, wo er

vorfährt, für Aufsehen.

sCania unD V8-motoren spielen im Fuhrpark

des steirischen Transportunternehmers, wie

unschwer zu erraten, seit Jahrzehnten eine

sehr wichtige Rolle. Aktuell tragen 18 der

30 Obruly-Lkw den Greif am Kühlergrill. Unter

den Kabinen von mehr als einem Dutzend

Scania Lkw arbeiten die legendären 8-Zylinder-Motoren.

„Wir haben das große Glück, dass

wirklich alle unserer Fahrer unsere Philosophie

teilen und dementsprechend professionell mit

ihren Fahrzeugen umgehen“, sagt Christine

Obruly. Aus eigenem Antrieb perfektionierte

und stets top gepflegte Kabinen gehören für

sie zu ihrem Arbeitsalltag dazu. „Unsere Flotte

zählt für uns, genauso wie unsere Fahrer, zu den

Aushängeschildern, mit denen wir tagtäglich

auf den Straßen und bei unseren Auftraggebern

präsent sind“, unterstreicht Manfred Obruly.

Ein Scania r 730

hätte in unserer

Flotte keinesfalls

fehlen dürfen.”

Manfred Obruly, Transportunternehmer

Mit einem Scania R 730 setzt der steirische

Familienbetrieb die Tradition fort, immer ein

Exemplar des derzeit stärksten Scania in den

Fuhrpark einzureihen.

Die Lkw des steirischen Transportunternehmens

sind außen wie innen top gepflegt.

www.scania.at 4.2011 • SCANIA BEWEGT 15


Porträt

Im gesamten

Wildau-Fuhrpark

dominieren die

8-Zylinder-Motoren

von Scania.

Forsterprobter

Dauerläufer

adolf Wildau versteht es, sein Gegenüber zu

verblüffen. Vier Scania V8 stehen am Betriebsareal

des oberösterreichischen Holzhändlers

und Transportunternehmers. Der neueste ist auf

Anhieb enttarnt: ein R 730-Hängerzug mit aufgebautem

Heckkran. Auch der älteste Lkw in dem Quartett kann sein

wahres Gesicht nicht lange verstecken: eine 4er-Serie-Sattelzugmaschine,

Baujahr 2003, mit 580 PS, die sich trotz ihres

Alters in einem optisch tadellosen Erscheinungsbild

präsentiert. Vervollständigt wird das Quartett von einem

R 580- sowie einem R 560-Hängerzug. „Der R 730 löst einen

vorhandenen Holzzug ab, da ich nicht vorhabe, meinen

Fuhrpark zu vergrößern“, sagt Wildau und zeigt auf den Lkw,

der durch den stärksten Scania aller Zeiten abgelöst wird.

Aus dem Augenwinkel heraus beobachtet der Unternehmer

seinen von einer Sekunde auf die nächste etwas verblüfften

Gesprächspartner. Die 4er-Serie ist ganz rechts abgestellt,

Wildau zeigt dagegen zielsicher auf den Scania, der genau

auf der entgegengesetzten Seite für das eben erst geschossene

Gruppenfoto geparkt worden ist. Eine R-Serie wird tatsächlich

vor einer 4er-Serie ausgetauscht? „Ich habe da eine Idee,

die ich mit dem letzten 4er Scania in unserem Fuhrpark gerne

umsetzen möchte“, verrät der Geschäftsführer.

Was kann eine 4er-Serie um so vieles besser als die 2004

erstmals vorgestellte R-Serie? „Mich interessiert es einfach,

wie lange bzw. für wie viele Kilometer ein Holz-Lkw in

Betrieb bleiben kann, bis er das Ende seiner Lebensdauer

erreicht hat“, sagt Adolf Wildau. Die erste Zwischenetappe

hat er sich bei einem für viele Scania Fahrer magischen Punkt

gesetzt: Er will auch im anspruchsvollen Holzverkehr die

Grenze von einer Million Kilometer sprengen. „Der Dauerlauf

hat jedoch auch andere Hintergründe“, schmunzelt

Matthias Wildau. Der 16-Jährige will so bald wie möglich in

die Fußstapfen seines Vaters treten und würde am liebsten

morgen schon sein Moped gegen einen Platz in der Kabine

von einem der drei Scania tauschen. Daran kann auch die

Tatsache nichts ändern, dass er im Holztechnikum Kuchl die

Schulbank drückt und damit ohnehin die passende Richtung

bei der Ausbildung eingeschlagen hat. „In der Anfangsphase

tue ich mir mit einem Sattelzug sicher leichter als mit einem

Hängerzug.“ Am Privatgrund des Familienbetriebes hat er

seinen zukünftigen fahrbaren Untersatz auf jeden Fall bereits

wie ein alter Hase im Griff und chauffiert ihn nach dem

Fototermin wie selbstverständlich in Richtung Parkplatz.

„Die Marke Scania und natürlich die V8-Motoren haben

mich von klein auf fasziniert“, meint Wildau junior.

die faszination für die gerade im Holzverkehr äußerst

geschätzten 8-Zylinder-Motoren dürfte Matthias Wildau

eindeutig in die Wiege gelegt worden sein. Immerhin hat sein

Vater seit genau 30 Jahren nichts anderes als Lkw mit V8-

Motoren gekauft. „Mein erster eigener Lkw war ein Scania

141 mit 375 PS, den ich 1981 für sagenhafte 500.000 Schilling

erworben habe“, erinnert sich Adolf Wildau. Die Anschaffung

eines 6-Zylinders hat er die letzten drei Jahrzehnte kein

16 SCANIA BEWEGT • 4.2011 www.scania.at


Von Frühpension keine Spur: Wieso im Fuhrpark des oberösterreichischen

Unternehmers Adolf Wildau ein Scania R 580 in Pension geht, während

der letzte Scania 164 noch lange nicht abdanken muss.

Text und Fotos: Scania

“Ich habe seit 30 Jahren

nichts anderes als 8-Zylinder-Motoren

gekauft.”

Adolf Wildau, Holzhändler & Transportunternehmer

einziges Mal in Betracht gezogen. „Meine Mitarbeiter sagen,

sie wollen einen echten Lkw und kein Moped fahren. Dem

kann ich mich aus eigener Erfahrung nur anschließen“, lacht

der Geschäftsführer. Auch er bevorzugt das Zweirad-Feeling

eher in seiner Freizeit und hat bei längeren Touren schon

die Wüste Gobi oder Chile mit einem Motorrad durchquert.

Der Entschluss, seinen Fuhrpark um einen Scania R 730 zu

ergänzen, hat für den oberösterreichischen Geschäftsmann

aber nicht nur emotionale Gründe. „Bei dem Geschäft hat zu

etwa drei Vierteln der Kaufmann den Entschluss getätigt. Das

restliche Viertel sind natürlich emotionale Gründe.“ Adolf

Wildau entert das Cockpit des neuen R 730 und erweckt den

8-Zylinder mit einer kurzen Drehung am Zündschlüssel zum

Leben. „Aber genau dieses verbleibende Viertel macht im

Arbeitsalltag mächtig Spaß.“

eher objektiv als humorvoll beurteilt Adolf Wildau die

in Österreich geltenden, gesetzlichen Rahmenbedingungen

im Holzverkehr. Mit einem neidvollen Seitenblick in den

hohen Norden könnte auch er sich hierzulande durchaus

mit schwedischen Verhältnissen anfreunden. „Stichworte

wie Umweltschutz, CO2-Ausstoß und Effizienz im Transport

sind in aller Munde. Konkrete Ergebnisse, die uns dabei

helfen könnten, unsere Arbeit exakt in diese Richtung zu

dirigieren, lassen leider viel zu lange auf sich warten.“ Nach

der Spur der Verwüstung, die der Orkan Kyrill im Jahr 2007

durch weite Teile Europas gezogen hat, war die Wildau-Flotte

ein Jahr lang mit einer genau definierten Ausnahmegenehmigung

und dadurch möglichen höheren Gesamtgewichten

unterwegs. „Wenn Not am Mann ist und der Lkw seine

Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen muss, sind zeitlich

begrenzte Änderungen bei den höchstzulässigen Gewichten

kein Problem. Die Mühe, die tatsächliche Leistungsfähigkeit

eines modernen Holz-Lkw aus umweltrelevanten Gesichtspunkten

zu durchleuchten, hat sich dagegen leider noch niemand

gemacht.“

„Meine ersten

Sporen als Fahrer

möchte ich mir

mit unserer letzten

4er-Serie im

Fuhrpark ver-

dienen“, sagt

Matthias Wildau.

www.scania.at 4.2011 • SCANIA BEWEGT 17


Ganz vorne

mit dabei

Das Top Team der Scania Filiale Kirchbichl belegte

beim Finale der Top Team-Weltmeisterschaften in

Södertälje unter mehr als 6.000 Teilnehmern den

unglaublichen sechsten Platz.

Text und Fotos: Scania

I

hr EngagEmEnt beim dreimal wöchentlich stattfindenden

Training im Vorfeld des Weltfinales hat

sich bezahlt gemacht. In einem schier unüberschaubaren

Teilnehmerfeld aus mehr als 6.000 Scania Mitarbeitern

aus 46 Ländern hat es das Top Team

der Scania Filiale Kirchbichl bis ganz nach oben geschafft.

Mit einem sechsten Platz im Weltfinale erreichten Arno

Ellinger, Florian Fahringer, Harald Mayr, Markus Reisenbichler,

Alexander Steinhuber und Johann Untersberger

einen Achtungserfolg, der in Österreich in der mittlerweile

22-jährigen Geschichte des Top Team-Wettbewerbes seinesgleichen

sucht. „Wir verstehen dieses Ergebnis als eindeutiges

Zeichen dafür, unsere Bemühungen rund um das Thema

Top Team auch weiterhin mit dem entsprechenden Ehrgeiz

fortzusetzen“, sagt Scania Österreich Direktor Björn Speer.

BErEits im VorfEld des Weltfinales im schwedischen

Södertälje hatten die fünf Mitarbeiter der Filiale Kirchbichl

ihren Betreuern gezeigt, warum sie sich letztlich einen

Bei den einzelnen Stationen

war sowohl praktisches als

auch theoretisches Wissen

gefragt.

Das Top Team der Scania Filiale

Kirchbichl mit Alexander

Steinhuber, Arno Ellinger, Johann

Untersberger, Harald Mayr, Florian

Fahringer, Teamcoach Markus

Reisenbichler und Koordinator

Gerhard Hablas (v. r.) schaffte es

beim Weltfinale in Södertälje auf

den sechsten Platz.

Platz unter den Top Ten sichern werden. „Uns sind bei den

Trainingseinheiten zunehmend die Ideen ausgegangen,

welchen Fehler wir ihnen einbauen könnten“, erinnert sich

Filialleiter Robert Techler. Um die gestellten Aufgaben so

schnell wie möglich erledigen zu können, hat jeder der fünf

innerhalb des Teams einen eigenen Aufgabenbereich übernommen.

Diese Taktik half auch beim Weltfinale, wo das

Tiroler Team vom Start weg drei der fünf Stationen überdurchschnittlich

gut erledigte. „Bei einer Station haben wir

uns leider auf die falsche Fährte locken lassen“, zeigt sich

die Gruppe am Ende des Wettbewerbs sportlich. Nachdem

rund um den Lkw Elektrowerkzeuge ausgebreitet waren,

haben sie sich sofort auf die Suche nach einem Elektrofehler

gemacht. Darauf, dass der Fehler ein Pneumatikdefekt

war, sind sie leider erst im Nachhinein gekommen.

dEr sEchstE Platz im Weltfinale ist für die fünf trotzdem

weit mehr als nur ein Achtungserfolg. „Für mich war bereits

der Einzug ins Weltfinale ein Erfolg, der am Beginn des Top

Team-Wettbewerbes einfach nur unerreichbar war”, sagt

Werkstattleiter Markus Reisenbichler. Außer Österreich

hatten sich noch die Teams aus den Niederlanden, China,

Australien, Brasilien, Lettland, Großbritannien, Belgien,

Norwegen und Argentinien für das internationale Finale

des Top Team-Servicewettbewerbes qualifiziert. Auf den

ersten drei Plätzen landeten letztlich Australien, Belgien

und die Niederlande.

18 SCANIA BEWEGT • 4.2011 www.scania.at


Wer ist der beste

NachWuchsFahrer?

Young European Truck Driver 2012: Nehmen Sie die Herausforderung

an und bewerben Sie sich beim Scania Fahrerwettbewerb.

Text: Paul Göttl, Fotos: Scania

die Anmeldefrist für die nationale Vorentscheidung

in Österreich hat begonnen. Zum

fünften Mal veranstaltet Scania den europaweit

ausgeschriebenen Fahrerwettbewerb Young

European Truck Driver. Die besten jungen Fahrerinnen

und Fahrer erhalten die Chance, ihr Können unter Beweis

zu stellen. Sie sollen zeigen, dass sie gut ausgebildet sowie

sicherheits- und umweltbewusst sind und damit Unfälle

vermeiden, Kraftstoff sparen und die Umwelt entlasten.

Um herAUszUfinden, was die Teilnehmer und Teilnehmerinnen

wirklich wissen und können, müssen sie in

den beiden Vorrunden im April und Mai 2012 theoretische

und praktische Aufgaben bewältigen. Teilnehmen können

alle angestellten, selbstständigen oder in Ausbildung be-

findlichen Lkw-Fahrerinnen und -Fahrer, die 2012 nicht

älter als 35 Jahre (Geburtsjahr 1977 oder jünger) sind. Der

beste Fahrer Österreichs darf sich im Herbst in Södertälje

in der Scania Konzernzentrale mit seinen europäischen

Kollegen messen. Der Beste der Besten aus ganz Europa

wird dort gekürt und erhält einen nagelneuen Scania im

Wert von rund 100.000 Euro.

ORTE und

TERmInE 2012

In Österreich sind zwei Vorrunden geplant,

jeweils in Verbindung mit einem „Tag der

offenen Tür“ in der entsprechenden Scania

Filiale:

� 28. April 2012:

Scania Filiale Inzing

Schießstand 17, 6401 Inzing

� 12. Mai 2012:

Scania Filiale Haag

Pramwald 11, 4680 Haag/Hausruck

Fahrerwettbewerb

Und so fUnktioniert die teilnAhme: Interessierte

Fahrer melden sich bei Scania Österreich über

www.scania.at an. Dort findet man das Anmeldeformular

und den Fragebogen mit 15 Fragen aus

dem Berufsfeld eines Lkw-Fahrers. Diese gilt es richtig

zu beantworten. Einsendeschluss für die Anmeldung ist

der 31. März 2012. Unter allen Einsendungen werden die

besten 40 Teilnehmer ermittelt und zu den Vorrunden

eingeladen, die in zwei Scania Filialen in Österreich

stattfinden (siehe Kasten). Das österreichische Finale

wird in der Scania Filiale Brunn ausgetragen und vom

7. bis 9. September 2012 geht es dann zum europäischen

Finale bei Scania in Södertälje an den Start.

ÖSTERREICHISCHES

FInalE

Das österreichische Finale findet am 23. Juni in der

Scania Filiale Brunn statt. Dort lädt Scania an diesem

Wochenende zu einem „Tag der offenen Tür“ ein. Der

österreichische Sieger trifft vom 7. bis 9. September 2012

beim großen Europafinale in Södertälje auf weitere 24

nationale Sieger, um nach dem Wettbewerb zu erfahren,

wer der beste „Young European Truck Driver 2012“ ist.

www.scania.at 4.2011 • SCANIA BEWEGT 19


Service

Text: Scania; Fotos: Bernhard Riezler, Scania

Scania feierte

Oktoberfeste

Auch in diesem Jahr lud Scania Österreich wieder zu den traditionellen Herbstfesten in die Scania Filialen

ein. Am 17. September 2011 veranstaltete die Filiale Ybbs für Kunden und Freunde des Hauses einen Tag

der offenen Tür. Die Filialen Inzing und Kalsdorf luden jeweils am 1. Oktober 2011 zum Oktoberfest. Am

8. Oktober 2011 konnten die zahlreichen Gäste der Filiale Salzburg gemeinsam mit den Mitarbeitern

anstoßen. Den krönenden Abschluss machte die Filiale Bad Fischau am 15. Oktober 2011 bei strahlendem

Sonnenschein mit beinahe 1.000 Besuchern.

Das Oktoberfest in Inzing bot den Besuchern neben

einer wunderschönen Kulisse eine vielseitige

Lkw-Leistungsschau.

20 SCANIA BEWEGT • 4.2011 www.scania.at

inzing


Ybbs

Zu den Highlights

am Tag der offenen

Tür in Ybbs zählte

die Hubsteiger-Fahrt

auf etwa 30 Meter

Höhe mit einem

Scania der FF Ybbs.

Bei sonnigem Wetter konnten die

Besucher des Oktoberfestes in Kalsdorf

ihre Kraft beim Truck Pulling unter

Beweis stellen.

Kalsdorf

Bad Fischau

In Bad Fischau wurden die zahlreichen Gäste mit einer Truck

Gear Modeschau sowie Truck Pulling unterhalten.

Salzburg

Die Sängerin Maud

unterhielt Klein und

Groß beim Oktoberfest

in Salzburg. Trotz

schlechten Wetters

war die Veranstaltung

äußerst gut besucht.

www.scania.at 4.2011 • SCANIA BEWEGT 21


“Mein bester Tipp?

Gaspedal so früh

wie möglich loslassen,

damit das

Gewicht des Zugs

für Sie arbeitet.”

Hanna Fange, Fahrerin,

Scania Transport Labor

Text: Per-Ola Knutas, Markus Bauer, Foto: Kjell Olausson

duell um je

Tropfen

Wer fährt am sparsamsten? Im Kampf um die höchste Kraftstoffeffizienz

treten zwei Scania Fahrer gegeneinander an. Das Ergebnis:

Beide Wettkämpfer erreichen einen Durchschnittsverbrauch von unter

26 Litern mit ihren 480 PS starken Euro-6-Motoren.

ungewöhnlich die wettbewerber, ungewöhnlich

die Aufgabe. Das Scania Transport

Labor und die deutsche Spedition TSL haben

einander zum Duell herausgefordert: Die

Aufgabe lautete, Ladung so sparsam wie möglich

von den Scania Produktionswerken in Södertälje

nach Vordingborg in Dänemark und wieder zurück

zu transportieren. Wer würde es schaffen, auf dieser

Standard-Tour mehr Sprit zu sparen? Ausgewählt

wurden zwei Fahrer mit unterschiedlicher Berufserfahrung:

Hanna Fange vom Scania Transport Labor

und Peter Röder von TSL – der Veteran gegen die junge

Frau, die erst seit vier Jahren Lkw fährt (siehe Kasten

„Die Duellanten“). Am Ende hat Röder das zweitägige

Duell gegen Fange gewonnen – mit knappem Vorsprung.

„29 Jahre hinter dem Lenkrad haben mich zum Profi

gemacht, wenn es darum geht, vorauszusehen, was auf der

Straße passiert“, sagt Röder nach dem 1.360 Kilometer

langen Trip. Und weiter: „Der R 480 mit Euro 6 ist ein

großartiger Lkw, der sich sehr gut fährt. Das Fahren hier

in Skandinavien ist deutlich einfacher als auf den

überfüllten deutschen Autobahnen.“ Übrigens hat

Röder auch sich selbst übertroffen: Sein Spritver-

brauch von 25,4 Litern lag etwas niedriger als sein

üblicher Durchschnitt.

des einen Freud, des anderen leid: Hanna Fange war

natürlich enttäuscht vom Ergebnis, trotzdem eine faire

Verliererin: „Ich gratuliere Peter, dass er der bessere

Fahrer ist. Es ist okay, denn ich habe ein paar Fehler

gemacht, die ich hätte vermeiden können.“ Dennoch,

beide Fahrer schafften es, den vom Scania Transport

Labor errechneten Kraftstoffverbrauch von 26 Litern

pro 100 Kilometer zu unterbieten. Und dort wird

sehr ambitioniert gerechnet: Das hundertprozentige

Scania Tochterunternehmen testet die Performance der

Fahrzeuge im kommerziellen Straßentransport und

wertet diese danach aus, immer auf der Suche nach dem

letzten Tropfen Diesel. Die Profis trainieren auch Fahrer

in Spritspar- und Sicherheitstechniken. Der Betrieb

22 SCANIA BEWEGT • 4.2011 www.scania.at


den

“Mich bringt beim Fahren

so schnell nichts aus

der Ruhe. Ich behandle den

Lkw sorgsam.”

Peter Röder, Fahrer, TSL GmbH

Die Route des Spritduells ist Teil

einer „internen“ Strecke, auf der

Komponenten zwischen den

Produktionswerken in

Södertälje, Schweden,

und Zwolle,

Niederlande,

transportiert

werden.

Zwolle

Vordingborg

Södertälje

die aufgabe: Ladung so Kraftstoff sparend

wie möglich von den Scania Produktionswerken

in Södertälje, Schweden, nach

Vordingborg, Dänemark, und wieder zurück

zu transportieren. Start: 04.00 Uhr, 26. Mai,

Södertälje, Schweden. Ziel Tag 1: 14.45 Uhr,

26. Mai, Vordingborg, Dänemark (gesetzliche

Ruhepause). Start Tag 2: 02.00 Uhr, 27. Mai,

Vordingborg. Ziel: 12.05 Uhr, 27. Mai,

Södertälje. Gesamtstrecke: 1.360 Kilometer,

Gesamtgewicht: 40 Tonnen auf dem Hin-,

32 Tonnen auf dem Rückweg.

technische daten der lkw: Scania

R 480 4x2 Zugmaschinen mit Euro-6-Motor,

Scania Opticruise, Scania Retarder, 12-Gang-

Getriebe, Übersetzung 2,07 im höchsten

Gang, 960 Umdrehungen pro Minute bei

80 Kilometern pro Stunde.

„Ich habe gewonnen!” –

Peter Röder nach dem Zieleinlauf

in Södertälje.

die duellanten: Die 31-jährige Hanna

Fange arbeitet beim Scania Transport Labor.

Trotz ihrer kurzen Laufbahn mit vier Berufsjahren

ist sie ein Profi, der jährlich rund

100.000 Kilometer unter die Räder nimmt. Sie

sagt von sich selbst, dass sie aufmerksam ist

und oft schon vorher weiß, was der Vordermann

tut. Ihr Lieblingsmodell von Scania ist

der modifizierte Scania Blue Shark V8. Der

49-jährige Peter Röder arbeitet bei der TSL

GmbH in Groß-Umstadt. Seit 29 Jahren ist

er unterwegs und ihn bringt nichts aus der

Ruhe. Sein Lieblingstruck aus der Scania

Produktion ist der R 500 mit V8-Motor. Bei

rund 160.000 Kilometer Fahrleistung im Jahr

genießt er die Freiheit und Unabhängigkeit

auf der Straße. Sein bester Tipp für effizientes

Fahren: „Konzentrieren Sie sich aufs Fahren,

denken Sie voraus und versuchen Sie, die

Straße und den Verkehr vorauszudeuten.“

übernimmt auch einen kleinen Teil der Fahrten

zwischen den Produktions- und Montagewerken von

Scania. Anders Gustavsson, Geschäftsführer des Scania

Transport Labors, freut es sehr, dass das Duell so

knapp ausging. „Wir haben gesehen, dass es möglich ist,

deutlich unter 26 Litern pro 100 Kilometer zu bleiben –

und das mit komplett verschiedenen Fahrstilen.“ Klaus

Ellinger, Gründer von TSL, ist ebenfalls zufrieden:

„Wir wissen, dass wir wirklich gute Fahrer haben, die

mit ihren Lkw umgehen können. Die niedrigen

Verbräuche schlagen sich in unserem Kostengefüge

und in geringeren Wartungskosten nieder.”

4.2011 • SCANIA BEWEGT 23


„Der Beruf des Lkw-Mechanikers ist heutzutage

abwechslungsreicher denn je“, sagen Werkstattleiter

Gerhard Römer (links) und Oliver Silber,

Gruppenleiter und zukünftiger Werkstattleiter.

Vom 17er-ScHlüSSel

bis zum Laptop

„Das abwechslungsreiche Berufsbild des Lkw-Mechanikers bietet

jungen Leuten optimale Entwicklungsmöglichkeiten“, sagt Gerhard

Römer, Werkstattleiter der Scania Filiale Brunn.

Text und Fotos: Scania

Hochbetrieb in der Scania Filiale Brunn. Die

sechs Durchfahrtsboxen sind gut gefüllt und

die Scania Mitarbeiter mit Wartungs-, Reparatur-

und Servicearbeiten beschäftigt. Dass

in dieser Szene neben klassischen Werkzeugen

auch ein Laptop eine wesentliche Rolle übernommen

hat, ist für Werkstattleiter Gerhard Römer längst nichts

Außergewöhnliches mehr. „Der Siegeszug der modernen

Leistungselektronik in Nutzfahrzeugen hat den Beruf des

Lkw-Mechanikers abwechslungsreicher und interessanter

gemacht. Diese Tatsache kann gerade für Berufseinsteiger

Grund genug sein, die vielfältigen Möglichkeiten zu nutzen

und eine Karriere in der Lkw-Branche einzuschlagen“, sagt

der langjährige Scania Mitarbeiter. Vor mittlerweile 40 Jahren

hat Römer bei Scania als Lehrling begonnen. Von Computern

oder elektronischen Diagnosegeräten war damals

natürlich noch lange keine Rede.

„Aus meiner Sicht haben die Veränderungen der letzten

Jahrzehnte dem Berufsbild des Lkw-Mechanikers nur gut

getan“, meint der Werkstattleiter. Während früher ausschließlich

Allrounder das Geschehen in den Werkstätten

dominiert haben, sind heute auch Spezialisten gefragt.

Welchen Weg Berufseinsteiger dabei einschlagen wollen,

können sie zumeist selbst entscheiden. „Allrounder und

Spezialisten sind die Säulen, auf denen das Know-how

einer guten Lkw-Werkstatt ruht“, erklärt Gerhard Römer.

In der Belegschaft der Scania Filiale Brunn sind derzeit vier

der 26 Mitarbeiter Lehrlinge. Für sie steht einmal wöchent-

lich auch abseits der Berufsschule theoretischer Unterricht

auf dem Programm. „Jeden Mittwoch holen wir die Lehrlinge

zu einem Lehrgespräch zusammen, bei dem aktuelle

Themen ausführlich besprochen werden.“

An abwechslungsreichen Tätigkeiten mangelt es in der Scania

Filiale Brunn auch den fertig ausgebildeten Mitarbeitern

nicht. Der Kundenstock besteht zum überwiegenden Teil

aus kleineren und mittleren Fuhrparks, die über keine eigene

Werkstatt verfügen. „Dadurch sehen wir die Lkw nicht nur

zu den vorgeschriebenen Serviceterminen.“ Die in direkter

Nähe vorbeiführende Wiener Außenringautobahn (A 21)

bringt zudem sehr viel Laufkundschaft. Im Busbereich

profitiert die Werkstatt natürlich von der günstigen Lage

direkt vor den Toren der Bundeshauptstadt Wien. „Während

die Reisegruppe die Wiener Sehenswürdigkeiten besichtigt,

kommt der Bus zu uns in die Werkstatt und wir kümmern

uns z. B. um die notwendigen Servicearbeiten.“

FiLiaLe brunn

Großer Wert wird

in der Scania Filiale

Brunn auf die

Lehrlingsausbildung

gelegt.

Adresse: Johann-Steinböck-Straße 4, 2345 Brunn/Gebirge

Telefon: 02236/325 11-0, Fax: -444,

Notdienst Scania Assistance: 01/256 44 11

Öffnungszeiten: Mo-Fr 7:30–12:00 und 12:30–18:00 Uhr

Verkehrsanbindung: rund 600 Meter von der Abfahrt

Brunn/Gebirge der A 21 entfernt

24 SCANIA BEWEGT • 4.2011 www.scania.at


SERVICE

Wechselstimmung

Bei Scania gibt es derzeit viele

Umrüstungsaufträge.

Der digitale

Zeitsparer

Seit die neue Generation digitaler Tachografen

auf dem Markt ist, gibt es mehr als nur einen

Grund aufzurüsten. Aber wann ist eine Umrüstung

sinnvoll? Text und Fotos: Martin Heying, Scania

Die eU-VerorDnUng 1266/2009 bringt

eine wichtige Veränderung in die Tachografen-Landschaft.

Notierte bisher ein digitaler

Tachograf jede Lkw-Bewegung nach genau

fünf Sekunden als Lenkzeit, so gilt mit der

neuen Generation, dass die längste Aktivität

innerhalb einer Minute zählt. Das heißt: Wird

ein Lkw innerhalb einer Minute maximal 29

Sekunden bewegt, zeichnet der Tacho lediglich

Arbeitszeit, aber nicht Lenkzeit auf. Das

kann Lenkzeitersparnis bedeuten, vor allem

im Verteilerverkehr. Das sogenannte Fernauslesen,

der Remote-Download, ist für viele

Unternehmen mindestens ebenso spannend.

Scania bietet hierfür schon seit 2009 eine

bewährte Lösung, seit Mitte 2011 ist die Hardware

Serienausstattung in jedem Scania.

in Den FiLiALen von Scania rüstet man

derzeit fleißig digitale Tachografen nach.

Zum Beispiel für die Firma Liegl aus Liezen

in der Steiermark. Der Unternehmer

Christian Liegl hat bereits 17 Fahrzeuge

Derzeit werden bei Scania viele digitale Tachografen der neuen Tachografen in den Scania Filialen auch einbauen,

neuesten Generation nachgerüstet. Die Umrüstung lohnt weil sie den Remote-Download nutzen wollen. In Ver-

sich vor allem für Fahrzeuge mit vielen Be- und Entladebindung mit dem Scania Communicator sind sogar Auslepunkten.

Bei einer entsprechenden Laufzeit amortisieren sungen während der Fahrt möglich. Das Auslesen erfolgt

One difflock

sich die Umbaukosten schnell. Viele Kunden lassen die dann bis zum letzten Stopp des Fahrzeugs.

pending

in der Scania Filiale Haag/Hausruck umbauen

lassen. Mit den neuen Tachografen

und der Ein-Minuten-Regel spart er somit

wertvolle Lenkzeit. Ein weiterer Vorteil der

Umrüstung liegt für Liegl darin, dass das

Rangieren bzw. Wegfahren von der Rampe

zukünftig ohne Pausenunterbrechung möglich

ist. Auch die Firma Kerber aus Ehrwald

in Tirol nutzt bei einem ihrer Tankfahrzeuge

bereits die neue Tachogeneration. Der

Umbau bei weiteren Lkw ist in Planung.

Geschäftsführer Gunnar Kerber ist überzeugt

von seiner Investition: Gerade im

Bereich der Mineralöltransporte kommen

die Vorteile des neuen Tachografen besonders

zum Tragen. Außerdem profitiert

er mit der neuen Generation von kürzeren

Downloadzeiten. Die Remote-Schnittstelle

im neuen Tachografen und der Scania

Communicator ermöglichen eine Fernauslesung

von unterwegs. Die Daten werden

mittels GSM-Netz übertragen und gemäß

den gesetzlichen Vorgaben archiviert.

www.scania.at 4.2011 • SCANIA BEWEGT 25


SERVICE Text: Paul Göttl, Fotos: Scania

Stützpunkte per App

Frohe Weihnachten und viel

Glück und Erfolg für 2012 !

Mit einer neuen App können Kunden jetzt via Smartphone Scania Filialen, Händler und Werkstätten einfach finden. Über einen

sogenannten Radar werden die Stützpunkte in der Umgebung des Nutzers angezeigt und auf einer Karte dargestellt. Diese kann

per Fingertipp vergrößert werden und enthält auch eine Wegbeschreibung zur Werkstatt oder zur Filiale. Der Nutzer kann zudem

die Scania Assistance oder die Werkstatt direkt über die App anrufen. Die persönlich wichtigsten Standorte lassen sich in einer

Favoritenliste speichern und können im Schnellzugriff aufgerufen werden. Mehr Informationen unter www.scania.at.

scania bewegt im leserUrteil

SCANIA BEWEGT gefällt: Um unsere Kundenzeitschrift noch attraktiver für Sie zu machen, haben wir in diesem Jahr eine Leserumfrage durchgeführt.

Insgesamt 85 Leser haben sich daran beteiligt und uns wertvolle Informationen geliefert, mit denen wir die Zeitschrift noch besser machen können.

Einige Aussagen und Ergebnisse fassen wir für Sie zusammen. Die meisten, nämlich mehr als 86 Prozent, interessieren sich für Technik-Geschichten,

gefolgt von Nachrichten (78 Prozent) und Interviews (69,5 Prozent). Demzufolge kommen diese Rubriken auch am besten an: 68 Prozent finden Technik

sehr gut, bei den Nachrichten sind es 54 Prozent und beim Service sind es 46 Prozent. Aber auch alle anderen Rubriken können mit Prozentzahlen

um die 40 Prozent punkten, genauso wie die grafische Gestaltung, die schon fast

98 Prozent sehr gut oder gut finden. Große Ehre für die Redaktion: Die Themenvielfalt

finden ebenfalls 98 Prozent sehr gut oder gut. 58 Prozent wünschen sich mehr

Umfang, für 56 Prozent der Leser könnte SCANIA BEWEGT öfter erscheinen. Insgesamt

also ein positives Urteil, schlechte Kritiken gab es so gut wie keine. Wir von der

Redaktion werden uns natürlich nicht auf den Lorbeeren ausruhen, sondern weiterhin

daran arbeiten, SCANIA BEWEGT spannend und interessant zu gestalten, mit vielen

Geschichten und Informationen, die für Sie im Berufsalltag von Nutzen sind.

Unser Kundenmagazin SCANIA BEWEGT wurde von vielen Lesern

bewertet – mit einem sehr zufriedenstellenden Ergebnis. Wir werden

trotzdem weiterhin an Verbesserungen für Sie arbeiten!

26 SCANIA BEWEGT • 4.2011 www.scania.at


Öko? Logisch!

Kein Wunder. Denn Scania setzt mal wieder Maßstäbe in Sachen Umwelt. Mit einer Lösung, von der alle etwas haben. Ihr

Name: Ecolution by Scania. Ihr Vorteil: Gut für Ihr Geschäft und gut für die Natur. Denn Ecolution by Scania reduziert

den Kraftstoffverbrauch und senkt die CO 2 -Emissionen.

Durch vier Bausteine, die perfekt aufeinander abgestimmt sind:

Die CO 2 -optimierte Fahr zeug spezifikation. Ihr Scania

Partner berät Sie individuell, welche Ausstattung und welche

Kraftstoffe Kosten und Emissionen am wirkungsvollsten reduzieren.

Im Scania Fahrertraining ler nen Ihre Fahrer alles, was dazu

beiträgt, den Kraftstoffverbrauch nachweislich zu reduzieren.

Alles Öko? Logisch! Weil der Profit stimmt und die Umwelt geschont wird.

Scania. Der Maßstab.

by Scania

Der Scania Fahrtraining Kontrakt gibt Ihnen und Ihren

Fahrern im Austausch mit dem Scania Fleet Management und

dem Fahrtrainer laufend aktu elle Informationen sowie Em-

pfehlungen zur Optimierung von Verbrauch und Emissionen.

Die Eco-Wartung nimmt Ihr Fahrzeug gezielt unter dem

Aspekt der Kraftstoffoptimierung unter die Lupe.

www.scania.at


Wir schnüren übrigens auch

Finanzierungspakete.

Kein Wunder, wenn unsere Finanzierungsideen neugierig machen. Als Scania Service-

gesellschaft sind wir nicht nur in der Lage, gute Angebote für neue und gebrauchte LKW

zu machen. Wir hängen auf Wunsch auch gleich noch welche für Auflieger, Anhänger oder

Aufbauten hinten dran. Fesselnder Vorschlag, oder? www.scania.at

Scania Leasing. Kompetenz, die sich auszahlt.

Scania Leasing Österreich Ges.m.b.H.

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