FINDORFF Magazin | September-Oktober 2017

vogelmediabremen

ISSN 2567-2061 SEPTEMBER | OKTOBER 2017

FINDORFF

Magazin

NEU!

FRISCHER FINDORFFMARKT

KULTURZENTRUM SCHLACHTHOF

SPORTLICHES FINDORFF


2

FINDORFF Magazin | September - Oktober 2017


EDITORIAL

Herzlich willkommen!

Unser Verein ist mit vielfältigen Aktionen in Öffentlichkeit,

Politik und Verbänden (Sommerfest,

Nikolausmarkt, Weihnachtsstimmung

usw.) aktiv, um die Menschen im Stadtteil und

darüber hinaus für die Angebote seiner Mitglieder

zu begeistern. Dabei legen wir besonderen

Wert darauf, die unterschiedlichen

Interessen unser Mitglieder aus Handel, Gastronomie,

Dienstleistung und Handwerk zu

vertreten. Neben dem Vorstand sind viele Mitglieder

aktiv und setzen sich dafür ein, interessierte

Menschen für die Anliegen des Vereins

und seiner Mitglieder zu begeistern.

Marcella Dammrat-Tiefensee

Vorsitzende der Findorffer Geschäftsleute e.V.

Liebe Leserin, lieber Leser,

ich bin Marcella Dammrat-Tiefensee und als

Vorstand der Findorffer Geschäftsleute e.V. und

Betreiberin von SIEBEN SACHEN habe ich die

Freude, mich in der ersten Ausgabe des neuen

FINDORFF Magazin an Sie zu wenden.

Findorff wandelt sich. Rege Bautätigkeiten verändern

derzeit das Bild unseres Stadtteils. Es

entstehen neue attraktive Geschäfte und

Dienstleistungsangebote. Aus ganz Bremen und

dem nahen Umland kommen Menschen in unseren

Stadtteil, um hier einzukaufen, zu essen

und zu trinken und die besondere „findörffliche“

Atmosphäre zu genießen. Ich bin davon

überzeugt, dass gerade die Mischung aus Bewährtem,

Modernem und ganz Neuem diese

besonderen Anziehungspunkte schafft. Wir, die

Findorffer Geschäftsleute, freuen uns darüber

und unterstützen gerne alle Vorhaben, die unseren

Mitgliedern, unseren Kunden und unserem

Stadtteil helfen, sich darzustellen und zu

entwickeln.

Das nun erstmalig erscheinende FINDORFF

Magazin wird eine weitere attraktive Informationsquelle

für die Findorffer. Der Verein sieht

darin eine großartige Bereicherung für alle interessierten

Menschen. Es wird uns alle zwei

Monate über Neuigkeiten informieren. Hier

werden Vereinsmitglieder sich und ihre Geschäfte

oder ihr Handwerk präsentieren können.

Regelmäßig lernen Sie mehr und mehr von

Findorff kennen.

Der Stadtteil bietet so viel! Und es sind die

Menschen, die den Geschäften ein Gesicht

geben und für eine einzigartige Mischung von

Angeboten und Produkten sorgen.

Dem Magazin wünsche ich einen tollen Start

und freue mich auf eine konstruktive Zusammenarbeit

mit unserem Verein der Findorffer

Geschäftsleute e.V.

Ihre

Marcella Dammrat-Tiefensee


INHALTSVERZEICHNIS

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DIE FINDORFFER

GESCHÄFTSLEUTE

Am 1. Oktober haben parallel

zum swb-Marathon viele

Geschäfte geöffnet

KULTURZENTRUM

SCHLACHTHOF

Seit über 30 Jahren mehr als nur

ein Veranstaltungsort

20

DER FINDORFFMARKT

Der Wochenmarkt mit dem

besonderen Flair - im Gespräch

mit Marktmeisterin Marija

Wagner und Marktsprecher

Marie Pigors und Wolf Süß

26

FRISCH GEMISCHTES

06 Aktuell, informativ, menschlich:

unser buntes Stadtteilleben

DER FINDORFFMARKT

18 Seit 1948 im Stadtteil etabliert

und beliebt wie eh und je

– jeden Dienstag, Donnerstag

und Samstag ab 8 Uhr geht´s los

FINDORFFER GESCHÄFTSLEUTE

20 Am Sonntag, den 1. Oktober

werden wieder viele Geschäfte

für viele Besucher geöffnet

haben

KULTURZENTRUM SCHLACHTHOF

26 Überregional und mit großem

Außengelände: der Schlachthof

ist Sprungbrett für viele Bands

und Künstler

SCHLACHTHOFKNEIPE

32 Vom Eisfest über Public Viewing

bis hin zum Winterdorf - die

Schlachthofkneipe ist seit über

30 Jahren am Kulturzentrum

etabliert

FAMILIE & CO.

36 Der Verein BremerLeseLust ist

lokal in vielen Stadtteilen mit

dem Grundsatz „Lesen als

Beschäftigung soll Spaß

machen!“ vertreten

4

FINDORFF Magazin | September - Oktober 2017


INHALTSVERZEICHNIS

DIE

SCHLACHTHOFKNEIPE

Public Viewing, Open-Air-Kino,

Eis-Fest und Winterdorf sind

einige feste Größen, die die

Macher der Schlachthofkneipe

auf die Beine stellen

32

FAMILIE & CO.

Lesen macht schlau –

der Verein BremerLeseLust

macht sich in vielen lokalen

Projekten stark für alle

kleinen Leseratten und

Bücherwürmer

36

WICHTIGE ADRESSEN

44 Die Ärztetafel für Findorff

SPORT IM STADTTEIL

46 SF Findorff

IMPRESSIONEN

48 Menschen aus Findorff

IMPRESSUM

50 Wer, was und wann

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FRISCH GEMISCHTES AUS FINDORFF

Jubiläum

Deutschlands ältestes Krimifestival

feiert in diesem Jahr Jubiläum

Es ist Deutschlands ältestes Krimifestival seiner Art und 2017 wird die Prime Time

Crime Time 20 Jahre alt. Laut Organisatorin Perdita Krämer gibt es zum Jubiläum

viele Überraschungen – und vielleicht auf den letzten Metern doch noch eine Lesung

in Findorff? Zu den Überraschungen zählt »Alis Krimi-Club« – ein neues

Showkonzept von Jürgen Alberts, das in Zusammenarbeit mit dem bremer kriminal

theater entsteht und erstmalig am Donnerstag, den 14. September um 20 Uhr als

Eröffnungsveranstaltung des Krimifestivals Prime Time - Crime Time im bremer

kriminal theater zu sehen sein wird. Eine Krimi-Show, bei der auch die Zuschauer

aktiv mitwirken können. Eine bunte Mischung aus Lesung, Talk-Show, Krimi-Quiz

und Real Crime – und das mit Bremen-Bezug. Sozusagen ein Kessel Krimi. Die

Prime Time Crime Time startet am 13. September und geht bis zum 1. Oktober.

»»» bremer-kriminal-theater.de

Rauer Gesang auf usbekisch, deutsch und englisch: die Band NIO ist am 28.

September auf dem Gelände der Wohngruppe Bonifatius beim Musik-Event der

Caritas Bremen dabei

100 Jahre

Caritas Bremen

Die Band NIO trat erst kürzlich bei der Breminale auf, jetzt sind sie am Donnerstag,

den 28. September zu Gast beim Musik-Event rund um das Gelände der Wohngruppe

Bonifatius in der Leipziger Straße 29. Dort leben Jugendliche, die ohne

Begleitung eines Erwachsenen nach Deutschland gekommen sind. Außerdem treten

von 15 bis 18 Uhr auch Ian Foster und ein syrisches Musikduo auf. Als sportlicher

Kooperationspartner ist Werder Bremen mit einer Aktion vertreten und es

wird ein Torwandschießen geben. Getränke, Bratwurst und Kuchen sowie eine 100-

Jahre-Caritas-Bremen-Torte runden das kulinarische Angebot ab, der Eintritt ist

frei und Besucher herzlich willkommen!

»»» caritas-bremen.de

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FRISCH GEMISCHTES AUS FINDORFF

Die „Schlagergärtner“ sind bei der Jan-Reiners-Center-Geburtstagsfeier dabei

30 Jahre

Jan-Reiners-Center

Geburtstagsfeier mit buntem

Programm für Alt und Jung

Das Jan-Reiners-Center an der Hemmstraße in Findorff wird 30 und feiert seinen

runden Geburtstag am Sonnabend, 9. September, von 10 Uhr bis 18 Uhr mit einem

bunten Programm für Alt und Jung.

Höhepunkt ist sicher das Bingo-Spiel mit dem aus dem NDR-Fernsehen bekannten

Bingo-Bär Michael Thürnau, der um 11 Uhr, 12 Uhr, 14 Uhr und 16 Uhr zum Mitspielen

einlädt. Dazwischen sorgen die „Schlagergärtner“ rund um Frank Fiedler,

Raimund Michels mit seinen Kinderbewegungsliedern, Zauberer Johannes Arnold

und Drachendame Lizzy für Spaß und Unterhaltung. Moderiert wird die Veranstaltung

von Luftballonkünstler Tom Bola.

Zudem gibt es einen Rollerparcours der Verkehrswacht Bremen, Kinderschminken,

einen Seifenblasenkünstler, eine Hüpfburg und ein Glücksrad. Der Ernährungsberater

Calorycoach beteiligt sich mit einer Glückskeksaktion, bei der es attraktive

Preise zu gewinnen gibt. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Rewe bietet Grillwurst

und Getränke; die Bäckerei Rolf lockt mit frisch gebackenen Berlinern. Der

Eintritt ist frei.

»»» jan-reiners-center.de

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FRISCH GEMISCHTES AUS FINDORFF

Tore auf für die HanseLife

Verbrauchermesse bietet Bewaḧrtes und viel Neues

Die Messe Bremen startet mit Schwung in die Saison 2017/18. Zum Auftakt bietet

sie wieder eine ihrer vielseitigsten Veranstaltungen: die HanseLife. Zur größten

Verbrauchermesse im Nordwesten erwarten die Organisatoren rund 800 Aussteller.

Von Samstag, den 9. bis Sonntag, den 17. September, ist für Unterhaltung und viel

Gelegenheit zum Mitmachen gesorgt.

Verlosung!

Gewinnen Sie 5 x 2 Karten

für die „Hanse Life 2017

Einfach eine E-Mail bis zum

8. September an gewinnen

@findorff-magazin.de

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Neben beliebten und bewährten Angeboten hat bei

der HanseLife das Neue Tradition. „Zum Beispiel

geht die erste BBQ-Landesmeisterschaft Bremen

an den Start“, sagt Projektleiter Ingo Kleemeyer.

„Und junge Designer der Online-

Plattform DaWanda bereichern die KreativZeit.“

Die Grill-Meisterschaft um Titel und Preisgelder

veranstaltet die Messe Bremen zusammen mit der

German Barbecue Association. Am ersten Messe-

samstag wetteifern die Teilnehmer am Dutch Oven, einem robusten Eisentopf. Das

Publikum soll probieren und den Sieger küren. Am Sonntag wählen geschulte Juroren

den „Bremer Landesgrillmeister 2017“. In der ÖVB-Arena und in Halle 2 haben

derweil die Aussteller auf dem „Marktplatz Bremen“ ihre Stände aufgeschlagen.

Hier finden Besucher Schmuck, Mode, Lederwaren, Deko und vieles mehr. „Land &

Natur“ ist in der Halle 3 unter anderem mit Bio-Lebensmitteln zu Gast. Halle 4

steht im Zeichen des Wohnens und Einrichtens. In Halle 5 verhelfen Kosmetiker

und Friseure – darunter ein preisgekrönter – erstmals an allen neun Tagen Frau und

Mann zu neuen Looks.

Die HanseLife ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Ausnahme: Am Freitag,15.

September – dem Happy Friday – startet sie um 12 Uhr und schließt erst um 20 Uhr.

Der Eintritt kostet 9 Euro, das Feierabendticket ab 15 Uhr nur 6 Euro.

»»» hanselife.de

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FINDORFF Magazin | September - Oktober 2017


FRISCH GEMISCHTES AUS FINDORFF

P E R S Ö N L I C H E S

MAREIKE BARTHELS

Marktmeisterin „Freimarkt“ & „Weihnachtsmarkt“

Bunte „BLOCK-LAND-PARTIE“

Der Heimatverein Blockland e. V. plant Großes am 17. September von 10 bis 17

Uhr auf dem Gelände des Dorfgemeinschaftshauses, Niederblockland 20.

Viele Oldtimertrecker und -autofahrer haben ihr Kommen bereits angekündigt. Wer

sich für Oldtimer interessiert, für den ist diese Veranstaltung ein Muss! Da sich der

Heimatverein den Erhalt der bäuerlichen Tradition auf die Fahnen geschrieben hat,

darf natürlich auch altes Handwerk nicht fehlen. Ein Seiler, Besenbinder, Stuhlflechter,

Schmied und Rietdachdecker haben ihr Kommen angekündigt und werden

ihr altes Handwerk präsentieren. Auch weiteres Kunsthandwerk mit tollen Taschen

aus Feuerwehrschlauch, Keramik für Haus und Garten, handgefertigten Glasperlen,

bemaltem Porzellan und vielem mehr wird gezeigt und zum Kauf angeboten.

Blumen, Herbstkränze und florale Dekoration dürfen natürlich auf einer Landpartie

nicht fehlen. Die Veranstaltung ist selbstverständlich für die ganze Familie ausgelegt.

Die Kinder können sich auf einer Hüpfburg austoben oder einen Ausritt auf

einem Pony genießen, auf einem Treckeranhänger über das große Gelände fahren

oder sich schminken lassen.

Für die kulinarischen Genüsse werden einige Street-Food-Trucks und Stände leckere

Suppen, Bio-Bratwurst, Wildschweinknipp, Pommes und Currywurst, Spanferkel

und Pizza frisch zubereiten. Ein Melkhus und natürlich das SnutenLekker-Eis, Butterkuchen

aus dem Steinbackofen und selbst gebackene Torten mit frischem Kaffee

runden das Angebot ab.

ICH LEBE GERNE IN BREMEN, WEIL ...

ich hier aufgewachsen bin, meine Kindheit verbracht habe und viele

schöne Erinnerungen und Erlebnisse mit Bremen in Verbindung bringe

DAS GEFÄLLT MIR AN MEINER ARBEIT ...

die Abwechslung zwischen dem regulären Bürojob, vielen Gesprächen mit

Schaustellern oder anderen Behördenvertretern, aber auch Dienstreisen zu

Volksfesten sowie natürlich die Begleitung unserer Bremer Veranstaltungen

GUT FÜR BREMEN WÄREN ... wenn es nicht so oft regnen würde

HIERFÜR SETZE ICH MICH EIN ...

für Kinder setze ich mich gerne ein, weil ich finde, dass sie es immer

verdient haben.

EIN SCHÖNER TAG FÜR MICH ... mit Familie und Freunden Zeit verbringen

ENTSPANNUNG IST FÜR MICH ...

leider sehr selten geworden. Vielleicht kann ich es andersherum sagen,

wenn ich wirklich entspannt bin, erkennt man es daran, dass ich mich

überhaupt auf ein Buch konzentrieren kann.

EINMAL INNEHALTEN ...

bei Sonnenschein auf meiner Terrasse zu sitzen

EINE REISE WERT IST ... Thailand

EIN GLÜCKSMOMENT ... als ich zum ersten Mal Tante wurde

EIN ZIEL ... immer hinter meinen Entscheidungen zu stehen

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FRISCH GEMISCHTES AUS FINDORFF

Die Mezzosopranistin Stefanie Golisch tritt am 21. September um 15 Uhr mit

einem besonderen Konzert im Curanum Seniorenstift auf

Das gibt’s nur einmal,

das kommt nicht

wieder

Mit dem Programm ‚Das gibt’s nur einmal, das kommt nicht wieder’ greift Stefanie

Golisch (Gesang und Text) am 21. September um 15 Uhr mit Nico A. Stabel und

Sayaka Namizuka am Klavier unter der Regie von Uwe Hoppe ein Stück tragische

Musikgeschichte auf. Das Konzert findet im Curanum Seniorenstift, Ricarda-Huch-

Straße 1, statt. Alle Stücke sind von Komponisten geschrieben, die in der Zeit des

Nationalsozialismus in Deutschland und Österreich verfolgt und ins Exil getrieben

wurden. Es erklingen Melodien aus der ‚Czardasfürstin‘ von Emmerich Kalman,

aus Ralph Benatzkys weltberühmten ‚Weissen Röss‘l bis hin zu dem Welthit ‚Ich bin

von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt’ aus dem ‚Blauen Engel‘ von Friedrich Holländer.

Spätestens, wenn Lieder wie ‚Wer wird denn weinen, wenn man auseinandergeht’

oder ‚Heut ist der schönste Tag in meinem Leben’ erklingen, erkennen die

Zuhörer aber, dass bei aller Ernsthaftigkeit des Themas die Leichtigkeit und Schönheit

der Musik die Seele der Menschen noch heute berührt. Die sehr unterschiedlichen

Lieder verbindet Stefanie Golisch durch lebendig vorgetragene kurze

Geschichten und die Biografien der Komponisten. So wirkt die Künstlerin mit leichten

frechen Tönen dem Vergessen einer einzigartigen Epoche entgegen und verfolgt

das Ziel, dass sich diese Geschichte nie wiederholen möge.

»»» stefaniegolisch.de

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FINDORFF Magazin | September - Oktober 2017



Findorffmarkt

Lieblings-Wochenmarkt aller Bremer

TEXT + FOTOS | CYNTHIA HOEDORO

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Zugegeben, ich habe lange Jahre im Viertel gelebt. Ich kenne mich

nicht allzu gut in Findorff aus. Wenn ich aber an diesen Stadtteil

denke, fallen mir sofort zwei Orte ein, die eigentlich jeder Bremer

kennen müsste – weil alle Menschen, die ich hier zu meinen

Freunden und Bekannten zähle, diese genauso so sehr mögen wie

ich und ihnen diese beiden Plätze auch als erstes in den Sinn kommen

(weshalb ich einfach glaube, dass es allen so geht). Erstens:

diese gute Eisdiele mit dem grandiosen Eis (jetzt hier allerdings

nicht Thema). Und zweitens: der gefühlt schönste Markt der Welt,

der Findorffmarkt. Der Markt, der buchstäblich über den Stadtteil

hinaus bekannt ist. Der Markt, der einfach alles hat. Der Markt,

durch den die Besucher hindurchschlendern und sich immer

wohlfühlen. Sicher, das ist mein subjektiver Eindruck. Dennoch

ist er der Markt, der zumindest mir immer genannt worden ist,

wenn ich beispielsweise nach außergewöhnlicheren Zutaten gesucht

habe: „Hast Du schon auf dem Findorffmarkt geguckt?“ Und

das Beste: Wer es am Dienstag oder Donnerstag nicht schafft, vorbeizuschauen,

kommt eben am Samstag herum. Denn der Findorffmarkt

wird an gleich drei Tagen der Woche aufgebaut.

Frische Vielfalt unter freiem Himmel

Knapp über 80 Stände stehen hier jedes Mal, wie mir Marija Wagner verrät,

seit dem 15. Juni 2017 Marktmeisterin des Findorffmarkts. „Darunter

sehr viele, die schon seit Jahren hierherkommen“, erzählt sie. Neben

den festen Ständen gibt es zudem mehrere saisonale Anbieter, die nicht

das ganze Jahr über auf dem Markt zu finden sind, weshalb nicht alle

Standflächen gleich belegt sind. 13 Bremer Märkte betreut sie insgesamt

– und auch sie sieht das Besondere an diesem einen in Findorff. „Hier

kommen die meisten Leute her, und zwar sowohl auf Händler- als auch

auf Kundenseite. Letztere finden quasi das vollkommene Sortiment, alles

steht unter freiem Himmel schön beisammen, und es herrscht einfach ein

besonderes Flair.“ Genauso sehen es auch die Marktsprecher Marie Pigors

und Wolf Süß: „Hier ist für jeden etwas dabei – ob es sich um alltägliche

Dinge handelt oder um Spezialitäten. Die ganze Bandbreite wird komplett

abgedeckt.“ Vor eineinhalb Jahren sind die beiden als Interessenvertreter

der Händler vorgeschlagen und bei der Marktversammlung

gewählt worden. Doch was sind eigentlich die Aufgaben der Marktsprecher?

„Wir horchen, was auf dem Markt so los ist“, antwortet Marie

Pigors, die mit ihrem Vater Kurt Richter den ältesten Biostand des Findorffmarktes

betreibt. „Dann versuchen wir, die Interessen zu bündeln

und diese mit denen des Großmarkts zusammenzubringen. Die Kooperation

klappt immer besser, wir haben inzwischen einen guten Weg gefunden.“

Zudem sind in letzter Zeit einige Händler hinzugekommen: „Es

sind viele kleine, kreative Stände neu dabei, die frisch gepresste Säfte verkaufen,

Suppen und andere tolle Dinge. Sie bringen sich mit ihren Ideen

sehr viel ein, und die alten Stände haben die Motivation, mitzumachen,

sind in alle Richtungen offen. Man spürt, dass wieder mehr Rückgrat da

ist. Wir wissen: Wir sind ein starker, guter Markt.“ Und damit das möglichst

so bleibt, diskutiert der Großmarkt gemeinsam mit den Marktkaufleuten

darüber, ob zukünftig weitere neue Marktangebote zu anderen

Marktzeiten zusätzlich angeboten werden können, wie Uwe Kluge, Geschäftsführer

der Großmarkt Bremen GmbH sagt. „Außerdem könnte

auch eine Kooperation mit interessierten Anliegern zu einer Bereicherung

des Angebots im Stadtteil führen.“

Die Aufgaben einer Marktmeisterin

Seit 1948, also seit fast 70 Jahren, finden die Bremer ihren Lieblingsmarkt

nun mitten in Findorff. Der Marktplatz zwischen der Eickedorfferstraße

und der Neukirchstraße steht an den drei Markttagen der Woche voller

Stände, es gibt Obst, Gemüse, Fisch, Fleisch, Blumen und sogar frisch am

Platz fertiggebackenes Brot. Dazwischen wuselt Marktmeisterin Marija

Marie Pigors betreibt den ältesten Biostand des Findorffmarktes: Seit eineinhalb

Jahren vertritt sie zudem gemeinsam mit Wolf Süß als Marktsprecherin

die Interessen der Händler

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FINDORFF Magazin | September - Oktober 2017


Wagner über den Markt, kassiert die Standgebühren, schaut, dass alles

glatt läuft, betreut die alteingesessenen und neuen Händler, sorgt dafür,

dass die Infrastruktur wie Strom- und Wasseranschlüsse gesichert ist. „Ich

muss natürlich auch früher da sein als alle anderen und darauf achten,

dass niemand beim Aufbau behindert wird.“ Das frühe Aufstehen scheint

ihr wohl im Blut zu liegen, immerhin beginnt ihr Arbeitstag jeden Tag um

5.30 Uhr. Manchmal, wenn auf der Bürgerweide Messen sind, der Freimarkt

oder große Feste, geht es auch schon um 4 Uhr morgens los – wenn

auf dem Marktplatz besonders viele Autos stehen, die erst einmal weg organisiert

werden müssen. „Das frühe Aufstehen macht mir nichts aus,

schließlich habe ich dann auch früher Feierabend“, lacht sie. „Ich mache

den Job wirklich gerne! Er macht wahnsinnig viel Spaß, ich habe viel mit

Menschen zu tun, betreue die Händler, höre mir ihre Beschwerden an

und finde entsprechende Lösungen.“ Dabei ist sie nicht nur auf den 13

Märkten unterwegs, sondern muss auch Gutscheine sowie Plakate für die

speziellen Aktionen gestalten, die sich die Allrounderin einfallen lässt: Angebote

für Familien und Kinder wie zum Beispiel das Kinderschminken

oder die Schnellzeichnerin, die alle Besucher, die dazu Lust haben, an

einem Marktsamstag im September zeichnen wird. Der Event-Charakter

Marktmeisterin Marija Wagner ist seit dem 15. Juni für insgesamt

13 Wochenmärkte verantwortlich – auch für den

Findorffmarkt mit mehr als 80 Ständen

FINDORFF Magazin | September - Oktober 2017 15


ist durchaus beabsichtigt, denn öffentlichkeitswirksame Aktionen zu planen

und zu begleiten, ist neben ihren anderen Aufgaben ein wichtiger

Teil der Arbeit. Erfahrungen auf unterschiedlichen Wochenmärkten hat

Marija Wagner übrigens bereits von Anfang an sammeln können: Sie hat

bei der Großmarkt Bremen GmbH erfolgreich eine Ausbildung zur Veranstaltungskauffrau

absolviert und während dieser Zeit deshalb viele unterschiedliche

Wochenmärkte befahren können – was ihr natürlich bei

ihrer jetzigen Arbeit sehr zugute kommt. Direkt nach der Ausbildung ist

sie von der Großmarkt Bremen GmbH übernommen worden und wird

seitdem als Marktmeisterin eingesetzt. „Es ist eine schöne Herausforderung

mit alltäglichen, aber auch immer wieder neuen Aufgaben“, meint

sie. „Außerdem steht mir der frühere Marktmeister Manfred Mahlstedt

bei Bedarf mit Rat und Tat zur Seite und ist mir eine große Hilfe.“

Viele gute Gründe für einen Marktbesuch

Welche weiteren guten Argumente für einen Marktbesuch fallen denn

den beiden Marktsprechern zum Abschluss spontan ein? „Wir waren viele

Jahre mit Fisch Feinkost Süß auch in Ladengeschäften vertreten“, sagt

Wolf Süß. „Aber draußen auf dem Markt ist es immer noch etwas anderes.

Der Kontakt zu den Kunden ist angenehmer, die Atmosphäre locker,

man kennt sich, hat viele Stammkunden. Das ist sowohl für unsere Kunden,

als auch für uns viel schöner, weil das Einkaufserlebnis runder ist.

Man trifft hier eben auch den Nachbarn und andere nette Bekannte zum

Schnack.“ Und Marie Pigors ergänzt: „Wir alle stehen für Frische, Regionalität

und Qualität – und tragen gleichzeitig Verantwortung für das, was

verkauft wird. Wir wissen, wo unsere Produkte herkommen und können

bei Lebensmittelskandalen ruhig in unseren Betten schlafen. Die Kunden

freut das natürlich auch. Das Beste ist aber, dass sie sehen, was mit ihrem

Geld passiert. Denn damit wird dann keine anonyme Supermarktkette,

sondern ein regionaler Händler unterstützt, der den Kindern vielleicht ein

neues Paar Turnschuhe kaufen oder Klavierstunden finanzieren kann.

Und das ist neben der Vielfalt und dem Flair hier doch ein weiterer schöner

Aspekt.“

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FINDORFF Magazin | September - Oktober 2017


Frische-Markt-Macher

BÄCKEREI RIPKEN:

TRADITIONELLE BACKKUNST

Bäcker Ripken ist ein echter Hingucker – nun, jedenfalls ist der große

Ofen einer, der mitten auf dem Findorffmarkt steht und an jedem Markttag

(und vor den Augen der Kunden!) Brote, Streusel- oder Butterkuchen

frisch und fertig backt. Schlendert man also gemächlich an diesem Stand

vorbei, erschnuppert man direkt diesen fabelhaft-unwiderstehlichen Duft

nach Frischgebackenem. Und muss eigentlich gleich innehalten und probieren.

„Das Besondere an uns ist ja, dass wir noch immer ganz traditionell

backen“, verrät Bäcker Alex. „Ganz ohne Konservierungsstoffe oder

Geschmacksverstärker. Und natürlich verwenden wir auch keine Backmischungen.

Wir machen alles selbst.“ Die Bäckerei backt ihre Backwaren

ausschließlich im Holzofen und sogar nach einem selbst auferlegten

Reinheitsgebot! So sehr liebt Ripken das eigene Produkt. Natürlich

schmecken die Kunden diese Leidenschaft heraus – ob Ciabattabrötchen

oder Kuchen jeder Sorte: Hier geht alles weg wie warme Semmeln!

Bei der Bäckerei Ripken trifft traditionelle Backkunst auf Herz und Leidenschaft:

Mitten auf dem Findorffmarkt steht Bäcker Alex am großen Holzofen, der Brot

und Kuchen vor Kundenaugen fertig backt

FISCH SÜSS:

MEERESDELIKATESSEN VOM FEINSTEN

Seit drei Generationen gehört Fisch Süß nun bereits zur Familie: Gegründet

wird das Unternehmen 1957 – zunächst als Heringshandel – von

Großvater Helmut. Aus der kleinen Firma entsteht damals schnell ein

Fischfeinkostgewerbe, hausgemachte Salate, eigene Herings- und Matjesvariationen

inklusive. Selbst nach der Übernahme durch Sohn Rolf und

Jahre später durch Enkel Wolf sind alle Rezepte noch so geblieben wie sie

gewesen sind. „Zudem gehören wir zu den letzten Betrieben, die tatsächlich

noch immer alles in Handarbeit produzieren“, sagt der heutige

Firmeninhaber Wolf Süß. „Wir können unser Geschäft noch immer als

Handwerk betreiben. Das ist arbeitsaufwendig und zeitintensiv, spiegelt

sich dafür aber in der Qualität wider. So haben wir das immer schon gemacht,

und so werden wir es weiterhin handhaben. Weil es etwas ist, das

ist uns wirklich ausmacht.“ In diesem Jahr feiert Fisch Süß das 60-jährige

Firmenjubiläum – und 33 Jahre Findorffmarkt. „Wir freuen uns auf die

nächsten 30 Jahre!“ Und wir natürlich auch.

Hausgemachte Salate und Top-Qualität: Fisch Süß ist seit drei Generationen in

Familienhand – der Enkel des Unternehmensgründers und heutige Inhaber Wolf

Süß ist gleichzeitig auch Marktsprecher des Findorffmarktes

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JÜRGEN & KAREN SCHLOO:

OBST UND GEMÜSE MIT HERZ & SEELE

Wer am Obst- und Gemüsestand von Jürgen & Karen Schloo entlangflaniert,

dem wird eines sofort auffallen: Hier wird sehr, sehr viel gelacht.

Und zwar so sehr, dass man einfach mitlachen muss. „Ja, wir sind sehr lustig“,

lacht (!) Karen Schloo. Wohl nicht zuletzt deshalb hat der Stand ein

schönes Verhältnis zu seinen Stammkunden – und von denen gibt es viele!

Denn der Familienbetrieb ist bereits seit langen Jahren auf dem Findorffmarkt

vertreten: „Uns gibt es hier schon ewig“, strahlt die Händlerin.

„Mein Mann Jürgen ist schon in dritter Generation hier. Deshalb kennen

wir häufig auch gleich mehrere Generationen aus den Familien unserer

Kunden: Großeltern, Eltern, Kinder, Enkel und sogar deren Urenkeln kaufen

teilweise bei uns ein. Das ist wirklich schön!“ Heute wird der Betrieb

von ihr, ihrem Mann und seiner Schwester geführt. Im Sortiment: Obst,

Gemüse, Kräuter und Wurst vom Cousin der Familie, der in Borgfeld eine

Metzgerei führt. Hier bleibt also alles in der Familie – ob das der Grund

dafür ist, dass die Produkte mit so viel Liebe, Herz und Freude verkauft

werden?

Seit vielen Generationen ein Familienbetrieb: Karen Schloo verkauft mit ihrem

Mann und ihrer Schwägerin dreimal die Woche frisches Obst und Gemüse

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FINDORFF Magazin | September - Oktober 2017


FINDORFF Magazin | September - Oktober 2017 19


Findorffer Geschäftsleute e.V.

Es läuft in Findorff

Verkaufsoffener Sonntag am 1. Oktober

Die Strecke des diesjährigen swb-Marathons verläuft über die Hemmstraße mitten

durch Findorff – für die Findorffer Geschäftsleute e.V. ein perfekter Anlass, diesen

Schwung aufzugreifen und mit einem verkaufsoffenen Nachmittag den Stadtteil

zusätzlich zu beleben. Von 13 bis 18 Uhr können sich Besucher und Sportbegeisterte

in den Cafés und teilnehmenden geöffneten Geschäften aufhalten und die

Sportler auf der gesperrten Hemmstraße anfeuern.

20

FINDORFF Magazin | September - Oktober 2017


Hemmstraße

Weidedamm

Münchner Straße

Utbremer Ring

TEXT & FOTOS | ANNETTE RAUBER

Hemmstraße

1

Admiralstraße

3

2

Herbststraße

Neukirchstraße

Bürgerpark

Plantage

Findorffstraße

1

Pflege- und Sozialdienst AKS

Admiralstraße 150A | 28215 Bremen

Tel. (0421) 525 10 80

www.pflegedienst-aks.de

Ein weiterer spannender Baustein des Pflege- und Sozialdienst AKS ist das

langjährig bestehende FinNetz (ambulantes Helfernetzwerk). Hier bieten

Findorffer Unternehmen wie etwa das Sanitätshaus oder die Apotheke

ambulante Unterstützung an, unter dem Motto: „Alles aus einer Hand“.

Regelmäßig vor Ort in der Admiralstraße 150a werden mehrmals jährlich

kleine Kunstausstellungen vorbereitet, zu der jeder herzlich eingeladen

ist. Bei dieser Gelegenheit stehen die Mitarbeiter auch gern für Fragen

zur Verfügung und Simone Walter ergänzt: „Wir freuen uns über Verstärkung

in unserem Team und bieten ganz flexible Arbeitszeiten auf Stundenbasis.“

So kann auf alle Bedürfnisse der Kunden optimal eingegangen

werden.

Kira Bahrs und Simone Walter vom Pflege- und Sozialdienst AKS sind direkte

Ansprechpartner in Findorff für alle Fragen rund um die Pflege und

Unterstützung in der Familie

Seit über 20 Jahren, davon über fünf in Findorff, hat sich der Pflege- und

Sozialdienst AKS ganz der Unterstützung und Hilfe von Menschen in besonderen

Situationen verschrieben. „Mit unseren 120 Mitarbeitern in Bremen

an drei Standorten beraten und helfen wir als ambulanter

Pflegedienst unseren Klienten vom Säugling bis zum Senior“, erzählt Simone

Walter, die die Geschäftsführung für die Pflege innehat. Ganz groß

geschrieben wird die kompetente Beratung, gerne auch vor Ort, sodass

in Ruhe die bestmögliche Unterstützung geplant werden kann. „Eine weitere

wichtige Säule von AKS sind die Angebote unseres Sozialdienstes“,

ergänzt die stellvertretende Pflegedienstleiterin Kira Bahrs. „Hier bieten

wir im Rahmen der „Hauswirtschaftlichen Versorgung“ Unterstützung

Zuhause an, wie Einkaufen, Begleitung zum Arzt oder Reinigungsdienste.

Bei kranken Familienmitgliedern wie Mutter oder Vater bieten wir

ebenfalls ganz kurzfristige und passende Hilfe an. Unsere Mitarbeiter versorgen

die Kinder, kochen und übernehmen alle anderen anfallenden Arbeiten

im Haushalt, so dass etwa eine Grippe in Ruhe auskuriert werden

kann“, beschreibt Kira Bahrs das Angebot für die Familienpflege. Übernommen

werden die Kosten für die Familienpflege von den Krankenkassen,

bei der Antragstellung ist der Pflegedienst AKS gerne behilflich.

Exklusiv bei uns!

blue heeler:

Schuhe aus dickem, geölten Rindsleder.

Elastische Gummizüge, reißfeste

Schlaufen und rutschfeste

Sohlen machen sie perfekt!

Hemmstraße 192, 28215 Bremen, Tel. (0421) 37 94 990

FINDORFF Magazin | September - Oktober 2017 21


Findorffer Geschäftsleute e.V.

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Spielzeug Sanders

Hemmstraße 171/173 | 28215 Bremen

Tel. (0421) 35 59 18

www.spielzeug-sanders.de

Stadtteilverbundener kann ein Unternehmen kaum sein: In diesem Jahr

feiert Spielzeug Sanders mit Sitz auf der Hemmstraße sein 80-jähriges Bestehen.

Das Familienunternehmen bietet so ziemlich alles, was Kinderherzen

höher schlagen lässt. „Mit unserem Sortiment decken wir den

Bedarf vom Baby bis hin zu Schulkindern ab. Lego, Schleich, Playmobil

und Spiele aller Art stehen im Regal bereit und auch unsere Helium-Ballons

in verschiedensten Motiven sind sehr beliebt“, erzählt Inhaber Mirko

Sanders, der im Geschäft von seiner Frau Birgit und fünf Mitarbeitern unterstützt

wird. Er betont: „Unsere Mischung macht´s – neben dem Spielzeug

haben wir auch eine große Auswahl an Bastel- und Künstlerbedarf,

Geschenkartikel und Aufmerksamkeiten, alles für´s Büro und außerdem

wahrscheinlich Bremens größte Kartenauswahl.“ Für kleine Geburtstagskinder

bietet das Geschäft Geschenkkörbe an, aus denen die Gäste vom

Geburtstagskind ausgesuchte Präsente auswählen können. Doch auch Altbewährtes

hat seinen Platz im Laden – für Reisen sind immer noch Spiele

wie Kniffel sehr beliebt, so die Erfahrung von Mirko Sanders, der das Geschäft

vor über fünf Jahren in vierter Generation von seinem Vater übernommen

hat.

Ganz viel Geschmack: mit viel Fachwissen und Leidenschaft für Käse

führt Katrin Grosch ihr Geschäft auf der Hemmstraße

3

Findorffer Käsekontor

Hemmstraße 180 | 28215 Bremen

Tel. (0421) 69 50 38 78

www.findorffer-käsekontor.de

Im Findorffer Käsekontor hält die Fachfrau eine Auswahl von bis zu 200

handwerklich und traditionell hergestellten Käsesorten bereit. Ein Großteil

ihrer Produkte stammt dabei aus zertifizierten Biobetrieben, ist ursprungsgeschützt

und wird in traditionellen Hof- und Dorfkäsereien,

Klöstern und Alpbetrieben in der Region, Deutschland und Europa hergestellt.

Spezialisiert auf Rohmilchkäse, der das volle Aromenspektrum

und den wahren Geschmack bietet, möchte Katrin Grosch ihre Kunden

einladen, mit allen Sinnen zu schmecken, zu riechen, zu fühlen und den

vielfältigen Facetten der Käse nachzuspüren.

Das Findorffer Käsekontor bietet Käse aus der Milch von Ziege, Schaf,

Büffeln und natürlich Kuh. Das Sortiment wird durch hausgemachte

Frischkäsezubereitungen und herzhaftes Gebäck abgerundet. Die Fromelière

führt und empfiehlt außerdem begleitende europäische Weine und

Portweine, zum Käse passende Senfe, Fruchtsaucen, Knabbereien und natürlich

französische Baguettes.

Mirko Sanders führt das Unternehmen in vierter Generation und feiert

in diesem Jahr das 80-jährige Bestehen des traditionsreichen Geschäftes

Am 1. Oktober wird im Rahmen des verkaufsoffenen Sonntages das diesjährige

Jubiläum gebührend begangen: Bei Spielwaren Sanders findet eine

Verlosung mit tollen Preisen statt, ein Ballonkünstler wird vor Ort sein

und Kinder können sich ab 15 Uhr schminken lassen. Der Erlös aus der

Verlosung wird ebenfalls Kinder glücklich machen – dieses Mal die des

Kinderhospiz Löwenherz.

„Selbstverständlich bereite ich außerdem Präsentkörbe, Käseplatten und

Käsetorten für Ihre Firmen- und Familienfeiern vor. Außerdem finden Sie

im Findorffer Käsekontor auch alles, was Sie für das Zubereiten und die

ansprechende Präsentation von kalten und warmen Käsespeisen brauchen:

Fonduetöpfe und Raclettegeräte, Holzbretter und Käsemesser, Servietten

und Kerzen.“

Das Findorffer Käsekontor hat montags und dienstags sowie donnerstags

und freitags von 9 bis 18.30 Uhr, mittwochs von 14 bis 18.30 Uhr und

samstags von 7.30 bis 14 Uhr geöffnet.

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FINDORFF Magazin | September - Oktober 2017


FINDORFF Magazin | September - Oktober 2017 23


Langjährige Erfahrung: Die Stadtteilexperten für den Verkauf von Wohnimmobilien in Findorff – v.l.n.r. Gunnar Sauer, Leoni Wrieden, Nicola Metzger,

Christian Wirtz und Heike Mönkebüscher

Hohe Nachfrage

nach Wohnimmobilien trifft auf

ein begrenztes Angebot

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FINDORFF Magazin | September-Oktober 2017


TEXT | GRETA NIESSNER

URBANES WOHNEN IN FINDORFF

Die Immobilienmärkte waren in der jüngsten Vergangenheit vielerorts

durch steigende Preise geprägt – auch in Bremen. Wie

haben sich die Preise in Findorff entwickelt?

Zentral gelegen, voller Leben und direkt am grünen

Bürgerpark: Findorff verbindet alles, was zu einer modernen

und lebenswerten Großstadt dazugehört. Das

Expertenteam für den Verkauf von Wohnimmobilien

bei Robert C. Spies kennt den begehrten Stadtteil besonders

gut – im Interview berichten Nicola Metzger, Heike

Mönkebüscher und Christian Wirtz über aktuelle Entwicklungstrends

und eine dynamische Nachfrage auf

dem Findorffer Wohnimmobilienmarkt.

Freimarkt, Schlachthof, Uni-See: Findorff ist ein lebhafter Stadtteil.

Auch die Nachfrage auf dem Wohnimmobilienmarkt ist

dynamisch – warum ist der Stadtteil bei potentiellen Immobilieneigentümern

so begehrt?

NICOLA METZGER: Findorff hat einiges zu bieten und ist äußerst facettenreich.

Entlang der beliebten Hemmstraße und der Admiralstraße gibt es

zahlreiche schöne kleine Geschäfte zum Bummeln. Und im Jan-Reiners-

Einkaufszentrum finden die Findorffer auch trockenen Fußes alles, was sie

zum täglichen Leben brauchen. Großer Beliebtheit erfreut sich der berühmte

„Findorffmarkt“ mit seinen vielfältigen Ständen, bei denen man

seinen Einkauf auch gelegentlich vorher probieren kann. Überdies haben

die gute Infrastruktur und die Nähe zur Bremer Innenstadt einen großen

Stellenwert. Neben unterschiedlichen Nahversorgungsmöglichkeiten, Restaurants

und Cafés sind auch abwechslungsreiche Kultur- und Bildungseinrichtungen

fußläufig oder mit dem Fahrrad schnell zu erreichen.

Gleichzeitig ermöglichen der Bürgerpark und das nahegelegene Blockland

ausreichend Erholungsmöglichkeiten. Urbanes Stadtleben kombiniert mit

der Nähe zur Natur – das macht den Stadtteil für Immobilienkäufer attraktiv.

Der Stadtteil gilt als historisch gewachsen und gut durchmischt.

Welche Zielgruppen suchen aktuell Kaufimmobilien in Findorff?

HEIKE MÖNKEBÜSCHER: Die dynamische Nachfrage ist durch eine äußerst

breite Zielgruppe geprägt. Wir haben Interessenten für jede Immobilienart,

denn nicht nur der Stadtteil selbst ist durchmischt, sondern auch das

Angebot auf dem Wohnimmobilienmarkt ist vielfältig. Familien, aber auch

junge Paare, die kurz vor der Familiengründung stehen, bevorzugen Einfamilienhäuser

– besonders auch typische Altbremer Reihenhäuser. Letztere

interessieren sich dennoch ebenso für größere Wohnungen.

Kleinteilige Wohnungen sind wiederum bei berufstätigen Paaren und Singles

beliebt. Bei der „Generation 60+“ ist vor allem Barrierefreiheit ein

entscheidendes Kaufkriterium. Weiterhin sind aufgrund der sehr stabilen

Mietnachfrage Kapitalanleger auf dem Markt aktiv.

CHRISTIAN WIRTZ: Insgesamt verzeichnen wir dabei eine große Nachfrage

im Neubausegment. Allerdings sind freie Grundstücke in Findorff rar

gesät, sodass Neubauprojekte entsprechend selten realisiert werden können.

NICOLA METZGER: Urbanes Wohnen ist gefragt – und wie bereits erwähnt,

bietet Findorff eine hohe Wohn- und Lebensqualität. Viele Findorffer sind

glücklich mit ihrem Stadtteil. Folglich ist das Angebot an verfügbaren Immobilien

traditionell gering. In den vergangenen Jahren hat der Nachfrageüberhang

zu einem durchschnittlichen Preisanstieg von 25 bis 30

Prozent geführt. Gerade in gefragten Mikrolagen, wie dem alten Weidedamm-Viertel

direkt gegenüber vom Bürgerpark, ist das deutlich zu spüren.

In dieser Lage ist das Preisniveau aktuell vergleichsweise am höchsten

– insbesondere für gut erhaltene Altbremer Häuser sind Käufer bereit,

hohe Quadratmeterpreise zu bezahlen. Allerdings ist das Preisniveau im

Vergleich zu Schwachhausen moderat – daher weichen Kaufinteressenten

vermehrt auf Findorff aus. Junge Familien wiederum, die in Findorff nicht

fündig werden, zeigen zunehmend eine Bereitschaft in angrenzende Stadtteile

wie Walle oder aber auf die andere Weserseite in die Neustadt auszuweichen.

Neben den berühmten Altbremer Häusern sind in Findorff viele

Mehrfamilienhäuser zu sehen. Wie sehen die Nachfrage und das

Angebot an verfügbaren Objekten für Anlageimmobilien aus?

CHRISTIAN WIRTZ: Ähnlich wie auch im Segment für Einfamilienhäuser und

Eigentumswohnungen ist das Angebot verfügbarer Objekte grundsätzlich

limitiert. Mehrfamilienhäuser oder auch Wohn- und Geschäftshäuser sind

seit vielen Jahren eine verlässliche Kapitalanlage mit nahezu stabilen Renditen.

Insbesondere die Erfahrungen der Wirtschafts- und Finanzkrise

haben dem Markt nochmal zusätzlich Impulse gegeben. Bei entsprechender

Objektqualität ist aufgrund der dynamischen Nachfrage auch hier

das Preisniveau hoch. Die Nähe zur Universität zieht viele Studenten nach

Findorff, die wiederum für eine konstante Mietnachfrage sorgen. Regionale

und lokale Investoren suchen in der Regel Mehrfamilienhäuser mit

zehn bis 15 Wohneinheiten.

Haben Sie einen Tipp, wo in Findorff aber auch in Bremen noch

schöne Objekte zu finden sind?

NICOLA METZGER: Schöne Objekte sind in fast allen Findorffer Lagen zu finden

– bei gut erhaltenen Altbauimmobilien ist jedoch die Nachfrage und

somit die Konkurrenz entsprechend hoch. Die begehrteste Gegend ist

nach wie vor das alte Weidedamm-Viertel. Aber auch die gefragten Lagen

rund um die Hemmstraße und neben der Messe bieten attraktive Wohngelegenheiten.

Wir empfehlen, sich bei der Suche nach der passenden

Wohnimmobilie nicht nur auf die Wunschlage zu fokussieren, sondern in

Teilen auch flexibel zu sein – gerade wenn der Kauf zeitnah erfolgen soll.

Walle mit seiner Nähe zum Wasser aber auch die urban geprägte Neustadt

bieten dabei interessante Perspektiven.

Domshof 21, 28195 Bremen, Tel (0421) 173 93 0

www.robertcspies.de

FINDORFF Magazin | September-Oktober 2017 25


NACHTFOTO | /BLITZBIRNE.PHOTOGRAPHY

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FINDORFF Magazin | September - Oktober 2017


Zu Besuch im

Kulturzentrum

Schlachthof

Kultur für alle!

TEXT | CYNTHIA HOEDORO

FOTOS | SCHLACHTHOF BREMEN, CYNTHIA HOEDORO

FINDORFF Magazin | September - Oktober 2017 27


KULTUR FÜR ALLE!

Das vollständige Schlachthof-Areal in den 1950er Jahren

Als Ur-Bremerin kenne ich selbstverständlich den Schlachthof – einmal

im Monat bin ich damals, mit 17, 18 Jahren aus Bremen-Nord in die große

Stadt gefahren. Obwohl „angereist“ es fast besser trifft: Um von meinem

Zuhause aus zum Schlachthof zu kommen, brauchte es einen kurzen Fußweg,

eine Busfahrt und etwa eine halbe Stunde mit dem Zug. Zurück zokkelten

wir eineinhalb Stunden mit dem Bus durch die Nacht. Den

Aufwand haben wir allerdings für ein paar Stunden Kesseltreiben in der

Kesselhalle des Kulturzentrums liebend gerne auf uns genommen. Etwas

nur annähernd Vergleichbares hat es in Bremen-Nord zu der Zeit nicht

gegeben. Nun, das Kesseltreiben gehört inzwischen leider der Vergangenheit

an. Das Kulturzentrum Schlachthof aber, das steht noch immer

hier in Findorff. „Zehn Jahre lang lief das Kesseltreiben super gut“, sagt

Jörg Lochmon, Veranstaltungskoordinator des Schlachthofs und selbst im

Stadtteil aufgewachsen. „In den darauffolgenden beiden Jahren allerdings

hat das Interesse daran merklich nachgelassen, weshalb es dann aus dem

Veranstaltungskalender gestrichen worden ist.“ Doch zum Glück ist das

Kesseltreiben nicht die einzige Veranstaltung hier: Neben Konzerten und

Partys finden sich auch Lesungen, Filmvorführungen oder Theaterstücke

auf dem Programm. Dabei ist der Schlachthof viel mehr als nur reiner Veranstaltungsort,

obwohl er in der Öffentlichkeit häufig ausschließlich als

solcher wahrgenommen wird. „Als Kulturzentrum leisten wir hier hauptsächlich

Kulturarbeit“, bekräftigt Gudrun Goldmann, die für die Presseund

Öffentlichkeitsarbeit des Schlachthofs verantwortlich ist. „Wir haben

drei Werkstätten mit offenen Angeboten: eine Zeitungs-, eine Medienund

eine Theaterwerkstatt. Die Zeitungswerkstatt gibt zudem alle zwei

Monate das Z Magazin heraus, bei dem jeder mitmachen kann, der Lust

hat zu schreiben – entweder regelmäßig oder nur zu einem bestimmten

Thema, je nach Lust und Laune.“ Die Medienwerkstatt wiederum setzt

unter anderem auf die Vermittlung von Medienkompetenz: Diese Kurse

finden meist in den Ferien statt – und sind lange vorher ausgebucht. Wer

lieber eigene Filme drehen möchte, kann die Werkstatt nach Absprache

auch unter der Woche besuchen, sich entweder vor oder hinter der Kamera

engagieren und lernen, wie Filme und Videos geschnitten und mit

Ton unterlegt werden. Derweil besuchen Theaterbegeisterte, die sich

gerne auf der Bühne ausprobieren möchten, gerne auch eigenverantwortlich

die Theaterwerkstatt.

Der Blick von der Kreuzung Findorffstraße/Admiralstraße auf die

Fleischmarkthalle ca. 1977

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FINDORFF Magazin | September - Oktober 2017


KULTUR FÜR ALLE!

Der Abriss 1978 macht Platz für Kultur

Wie aus einem Schlachthof ein Kulturzentrum entsteht

Doch wie ist aus einem Schlachthof eigentlich Bremens größtes Kulturzentrum

geworden? „Zwischen 1878 und 1881 wurde der städtische

Schlachthof erbaut“, antwortet Jörg Lochmon. „Weil die Anlage dann veraltet

war, ist der Betrieb hier schließlich 1976 eingestellt worden. Ich kann

mich außerdem sehr gut daran erinnern, dass es zusätzlich und bei bestimmter

Wetterlage zu wirklich extremen Geruchsbelästigungen gekommen

ist, was wohl ein weiterer Grund für den neuen Standort am

Stadtrand war.“ Die Schlachthof GmbH zieht also 1977 nach Oslebshausen

– und mal abgesehen davon, dass zunächst die Schlachthalle zeitnah

abgerissen worden ist, bleiben nun leerstehende Gebäude zurück. Dazu

gehört auch die Fleischmarkthalle, in der zu Schlachthofzeiten das Fleisch

an die Händler verkauft worden ist. Nach dem Weggang des Unternehmens

steht sie eine Weile leer, bevor das Theater Bremen sie für Proben

und dann auch für Aufführungen nutzt. So ist dort 1979 das Stück „König

Richard III“ insgesamt 27 Mal aufgeführt worden. „Diese Aufführung hat

bundesweit für Schlagzeilen gesorgt“, schmunzelt Jörg Lochmon. „Denn

dass ein städtisches Theater in einem besetzten Haus spielt, das hat es

überhaupt noch gar nicht gegeben.“ Im August 1980 ist dann, angeblich

aus statischen Gründen, auch die Fleischmarkthalle abgerissen worden –

praktischerweise während der Hochsommermonate, als die Besetzerszene

nicht vor Ort gewesen ist. „Das, was jetzt noch steht, so wie der Wasserturm,

die Kesselhalle und die weiteren übrig gebliebenen Gebäude, wurden

dann vom neu gegründeten Verein „Kulturzentrum Schlachthof“

übernommen.“ Damals hat es die Übereinkunft mit der Stadt gegeben,

dass der Verein keine Pacht zahlt, dafür aber selbständig die Instandhaltung

der Gebäude finanziert. Diese Regelung ist inzwischen von einer sogenannten

Bauerhaltungspacht abgelöst worden, die vom Schlachthof an

Immobilien Bremen gezahlt wird.

FINDORFF Magazin | September - Oktober 2017 29


KULTUR FÜR ALLE!

Flogging Molly bei ihrem Konzert in der Kesselhalle

Sprungbrett für Kunst-, Musik- und sogar Sportkarrieren

Seitdem ist das Kulturzentrum mit seinen verschiedenen Angeboten nicht

nur für alle da, sondern auch Sprungbrett vieler Bands und Künstler: „Ein

Paradebeispiel und eine Geschichte, die ich immer wieder sehr gerne erzähle,

ist die von den Toten Hosen“, lacht Jörg Lochmon. „Der Vorläufer

der Band war „Zentralkomitee“, die sich aufgelöst hat, weil der Drummer

der Liebe wegen nach Bremen gezogen ist. Mit dem Rest der Band

ging Campino nach Düsseldorf und gründete dort 1982 die Toten Hosen.

Als es dann an die Planung der ersten Tournee ging, erinnert er sich an seinen

ehemaligen Drummer, der ihm unser Kulturzentrum als eine Konzertstation

empfahl.“ Im April des gleichen Jahres geben die Toten Hosen

also ihr erstes Konzert im Magazinkeller des Schlachthofs – vor 25 Besuchern.

Der Rest ist Geschichte: Denn seit diesem ersten Auftritt geht es

für die Punkrock-Band steil bergauf, mit Konzerten in riesigen Hallen wie

beispielsweise der Stadthalle Bremen. Überhaupt sind alle größeren Punkrock-Bands

(Die Ärzte!) der 80er Jahre durch den Schlachthof gegangen,

während Mitte und Ende der 90er Jahre HipHop-Gruppen wie unter anderem

Fettes Brot und Fünf Sterne deluxe bei ihren Konzerten in der Kesselhalle

groß herausgekommen sind: Häufig kommen Künstler entweder

zum Start ihrer Karriere oder gen Ende hierher. Auch für Bands, die sich

ganz frisch zusammenfinden, hat der Schlachthof Platz: Die Musikerin

und Pädagogin Meike Schaub unterstützt zweimal wöchentlich Mädchen

und junge Frauen, die Rockmusik spielen wollen: Sie können sich hier in

einem kleinen Raum an Gitarre, Bass und Schlagzeug ausprobieren und

üben. Darüber hinaus wird dieser in der restlichen Zeit auch an andere

Bands vermietet. Übrigens kann das Kulturzentrum nicht nur mit musikalischem,

sondern eventuell bald auch mit sportlichem Nachwuchs glänzen:

Denn Skateboarding wird 2020 in Tokio olympisch – und Tom Tieste,

einer der Skater aus dem anliegenden Skatepark, gehört zum erweiterten

Kader des olympischen Teams. „Vielleicht haben wir also bald ein

Schlachthof-Gewächs bei Olympia“, freut sich Gudrun Goldmann. Die

jungen Skater pflegen und bauen Teile des Skateparks dabei selbst, nur

größere Anschaffungen wie die Mini-Rampe werden vom Schlachthof finanziert.

Hier findet dann mit Endless Grind einmal im Jahr auch ein

Skate-Contest statt, der weit über die Grenzen Bremens hinaus bekannt

ist und viele Skater zum Schlachthof zieht.

Kultur- und Projektarbeit im Stadtteil und darüber hinaus

Weitere Projekte werden gerne in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen

aus ganz Europa durchgeführt, wie zuletzt die Foto- und Filmausstellung

„100 FACES – 100 STORIES“, die noch bis zum 20. September

in der Stadtbibliothek Bremerhaven zu sehen ist: „Innerhalb von zwei

Jahren haben wir mit Kollegen aus Schweden, Polen, Italien und Frankreich

an diesem Projekt zusammengearbeitet“, berichtet Gudrun Goldmann.

„Politische Grenzen sind zurzeit ein hochaktuelles Thema, ähnlich

verhält es sich mit den inneren Grenzen. Die Ausstellung beschäftigt sich

daher mit 100 Menschen und ihren Erfahrungen damit.“ Auch innerhalb

Bremens kooperiert das Kulturzentrum projektbezogen mit anderen Einrichtungen,

gehört zum Netzwerk des Vereins Stadtkultur Bremen e.V.

„Große Projekte benötigen allerdings viel Vorlauf“, weiß Gudrun Goldmann.

„Deshalb ist es zum Beispiel schwer zu sagen, welche neuen Projekte

zukünftig anstehen. Denn für diese braucht es immer zusätzliches

Geld. Das vorhandene reicht gerade einmal für das Personal, alles andere

ist extra. Es müssen Anträge gestellt, Fristen eingehalten werden. Und es

wird immer schwieriger.“ Einen schlachthoftypischen Ausblick kann mir

Jörg Lochmon dennoch geben: „Im Band-Bereich freuen wir uns auf „Von

wegen Lisbeth“, eine Band, die vor Kurzem noch im kleineren Lagerhaus

gespielt hat und nun bei uns auftreten wird: Wieder eine Band, die gerade

nach oben schießt und vielleicht bald oben mitspielt.“

Die Band, an die sich der Veranstaltungskoordinator so gerne erinnert,

hat zum 30-jährigen Bestehen übrigens ein Jubiläumskonzert im Schlachthof

gegeben: Die ersten Ticketkäufer durften die ersten, live in die Kesselhalle

übertragenen 30 Minuten Campino und Co. hautnah im

Magazinkeller erleben, bevor sie dann gemeinsam mit der Band hoch zu

den restlichen Konzertbesuchern in die Halle gegangen sind. Und dieses

Mal waren es sogar deutlich mehr als 25 Besucher.

www.schlachthof-bremen.de

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FINDORFF Magazin | September - Oktober 2017


FINDORFF Magazin | September - Oktober 2017 31


KULTUR FÜR ALLE!

VOM EISFEST BIS ZUM WINTERDORF:

Wer schon einmal im Kulturzentrum Schlachthof gewesen und über den

Magazinkeller und die Kesselhalle gestolpert ist, wird vielleicht sogar den

Weg über die Treppen nach oben in die Schlachthofkneipe gefunden

haben. Und wer es seltsamerweise tatsächlich noch nie geschafft hat,

sollte es unbedingt bald angehen. Schließlich werden die Veranstaltungen,

die auf dem Außengelände des Schlachthofs stattfinden, von der

Schlachthofkneipe organisiert – und auch die Lokalität selbst lohnt es zu

besuchen. Seit etwa 35 Jahren existiert sie nun bereits, dreieinhalb Jahre

davon von Oliver Trey und Sebastian Marx betrieben. „Wir haben hier

alles überarbeitet, konzeptionell verändert, und quasi sofort angefangen,

das schöne Außengelände zu bespielen. Vorher wurde es kaum genutzt“,

erzählt Oliver. Besonders das schöne Amphitheater hat es den beiden damals

angetan: „Daraus wollten wir unbedingt etwas machen.“ Also organisieren

sie vor dieser Kulisse ihr erstes Public Viewing. „Dann haben wir

gemerkt, dass es ja Quatsch wäre, an den spielfreien Tagen die Leinwand

leer zu lassen, somit kam das Open-Air-Kino dazu.“ Wichtig bei der Entwicklung

und Planung neuer Events ist dabei zuallererst immer der Spaßfaktor:

Viele Dinge sind daraus entstanden, dass jemand etwas

auszuprobieren wollte. So wie beim Winterdorf, ein alternativer Weihnachtsmarkt

(ohne Weihnachtsdeko!), der Mitte November auf dem

Schlachthofgelände aufgebaut wird. „Ich hatte irgendwann Lust darauf,

Hütten zu bauen. So ging das los. Jetzt steht hier jedes Jahr ein Winterdörfchen

mit mehreren Hütten, Kamin, Bio- und Fairtrade-Produkten. Das

Ganze ist eine wirklich saugemütliche Angelegenheit, und die Findorffer

lieben es. Jedenfalls sagen sie uns das“, lacht Oliver. „Wir machen einfach

das, worauf wir Bock haben, müssen aber bei sieben festangestellten

Mitarbeitern natürlich schauen, dass es sich wirtschaftlich rentiert. Sprich:

Wenn wir bei einer Veranstaltung draufzahlen müssen, überlegen wir uns,

ob wir diese fortführen können oder nicht. Da haben wir ja eine gewisse

Verantwortung.“

Sebastian Marx (links) und Oliver Trey haben die Schlachthofkneipe vor

dreieinhalb Jahren übernommen – und sind mit ihrem neuen Konzept seitdem

erfolgreich

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FINDORFF Magazin | September - Oktober 2017


KULTUR FÜR ALLE!

Die Schlachthofkneipe als Event-Agentur

verschiedenen Szenen zusammen feiern und vielleicht sogar ihre Familien

mitbringen.“ 92 Veranstaltungen hat die Schlachthofkneipe in diesem Jahr

bereits organisiert, am 14. Oktober kommt ein Konzert der Band Pothead

dazu. Es ist übrigens das erste, das Oliver Trey (in Kooperation mit der Kulturguerilla)

in der Kesselhalle des Schlachthofs veranstaltet.

Ganz schön viele Ideen hat der Oliver Trey da bisher schon umgesetzt.

Angst, dass er irgendwann einmal ohne neue da steht, muss aber niemand

haben. Er hat buchstäblich eine ganze Schublade voller verrückter Einfälle.

Und ehrlich gesagt, glaube ich ihm das aufs Wort.

Das beliebte „Winterdorf“, ein alternativer Weihnachtsmarkt

Die Schlachthofkneipe selbst ist eigentlich sogar eher gutbürgerliches Restaurant

als Kneipe, es ist quasi ein Restaurant mit Kneipencharakter.

Trotzdem werden hier nicht nur große Firmenfeiern ausgerichtet, sondern

beispielsweise gerne auch Metal- oder Gothicpartys gefeiert. Zusätzlich

dazu werden immer wieder neue Ideen beim „Beerstorming“

gewälzt, verworfen, wieder hervorgeholt. Das Ziel: noch mehr Open-Air-

Events wie das Eisfest (zu dem inzwischen 30.000 Besucher erwartet

werden), das Vegane Sommerfest (mit 81 Ständen!) oder Konzerte unter

freiem Himmel am Amphitheater anzubieten. „Schön wäre es, wenn wir

häufiger so „umsonst und draußen“-Festivals hätten, bei denen Leute aus

Fußball live und Open-Air ... Stimmung pur!

FINDORFF Magazin | September - Oktober 2017 33


KULTUR FÜR ALLE!

„Schau mir in die Augen, Kleines ...“. Ob Hollywood-Schinken,

zeitgenössische Cellophan-Streifen oder Top-Sporthighlights

- das Open-Air-Kino ist einmalig in Bremen

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FINDORFF Magazin | September - Oktober 2017


FINDORFF Magazin | September - Oktober 2017 35


„Familie & Co“

Grafik by sketchnotes-by-diana.com

INTERVIEW | ANNETTE RAUBER

FOTOS | BREMER LESELUST E.V.

BremerLeseLust e.V.

Bücherwürmer & Leseratten

aufgepasst!

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FINDORFF Magazin | September - Oktober 2017


„Familie & Co“



Unsere

„Familie & Co“

Seiten

Die Bremer PISA-Ergebnisse 2002

haben deutlich gemacht, dass

eine erschreckend große Zahl

bremischer Kinder und Jugendliche

gar nicht, wenig oder nur

ungern liest und sie in der Folge

viel zu oft über eine schwache

Lesekompetenz verfügt. Die politische

Aufarbeitung dieser Ergebnisse

führte zur Gründung der

BremerLeseLust. Überparteilich und

mit Unterstützung der Handelskammer Bremen

und vieler Firmen und Stiftungen hat sich die BremerLese-

Lust zu einem in der Hansestadt gut verankerten Verein

entwickelt.

Lesen fördert nicht nur das Sprachvermögen, es regt auch die

Fantasie und Kreativität an. In seiner kulturprägenden Bedeutung

schärft es das Urteilsvermögen von jungen Menschen und unterstützt

ihre Persönlichkeitsbildung. Auch aus Sicht von Unternehmen

ist eine gut ausgebildete Lesekompetenz eine

Grundanforderung an verständige Auszubildende und kritische

Mitarbeiter und durchaus geeignet, die Wirtschaftskraft der Region

mit zu verstärken. Mit der Initiative BremerLeseLust soll

Lesen in unserer Gesellschaft, vor allem im Umfeld von Kindern,

wieder populärer gemacht werden. Kindern soll Lesen schon früh

als Beschäftigung, die Spaß macht, vermittelt werden. Die Initiative

BremerLeseLust möchte einen Beitrag dazu leisten, dass Kinder

ein positives Verhältnis zum Lesen aufbauen und so der Griff

zum Buch als selbstverständlich zum Alltag gehörend kennengelernt

und verinnerlicht wird.

Ulrike Hövelmann hat den Verein „BremerLeselLust“ ins Leben gerufen und

dafür gesorgt, dass viele Kinder auf den „Lese-Geschmack“ kamen und weiterhin

kommen

Der Verein ist offen für Anregungen und zeichnet sich durch sein

flexibles Entwicklungspotenzial aus. Er hat sich im Laufe der Zeit

um einige andere Projektelemente erweitert. Dazu gehören ein

Wettbewerb der Handelskammer mit dem Titel „KlassenLese-

Lust“, die Unterstützung der Initiative „Das erste Buch“, die Kooperation

zwischen Schule und Senioreneinrichtungen, Lesungen

von Autoren als „ButenBremerLeseLust“, „Zeitung in der

Schule“, weitere Wettbewerbe und Buchprojekte. Organisiert

werden darüber hinaus Aktionen mit Theatern und weiteren Kooperationspartnern.

So lautet die Beschreibung des Antriebes und Fokus des Vereins

auf der Internetseite www.bremerleselust.de. Der 1. Vorsitzenden

Ulrike Hövelmann haben wir noch einige ergänzende Fragen gestellt:

FRAU HÖVELMANN, SIE SIND VORSITZENDE DES VEREINS BREMERLESELUST E. V.

UND ENGAGIEREN SICH MIT IHREM TEAM FÜR DAS THEMA LESEN IN BREMEN. WAS

GAB FÜR SIE PERSÖNLICH DEN AUSSCHLAG, DEN VEREIN VOR 15 JAHREN INS

LEBEN ZU RUFEN?

Damals war ich als Abgeordnete der Bremischen Bürgerschaft für die SPD

verantwortlich für die Bildungspolitik. Die Bremer PISA-Ergebnisse waren

so schlecht, dass mit klar wurde, dass nur mit schönen Reden keine Abhilfe

geschaffen werden kann. Ich habe deshalb ein Konzept zur Leseförderung

entwickelt und beschlossen, auch selbst meinen Beitrag aktiv zu

FINDORFF Magazin | September - Oktober 2017 37


„Familie & Co“

Der Verein ist aktiv vor Ort - mit vielen Projekten ist er in den verschiedenen Stadtteilen vertreten

leisten und damit auch Verantwortung zu übernehmen. Dass daraus dann

so eine in Bremen breit getragene und nachhaltige Bewegung werden

würde, freut mich auch heute noch sehr. Damals sollten Schulbibliotheken

geschlossen werden, heute ist das, hoffe ich, nicht mehr denkbar.

WO KONKRET HAT DIE ARBEIT UND DAS ANGEBOT DES VEREINS BEGONNEN UND

WIE WAR DIE ERSTE RESONANZ?

Angefangen habe ich mit einer „VorleseZeit“ zu Weihnachten, der gesamte

Senat und herausragende Persönlichkeiten unserer Stadt haben

vierzehn Tage lang Schulen besucht, dort vorgelesen und ein Bücherpaket

dort gelassen. Die Presse hat diese Aktion – die die Botschaft hatte,

dass unter jeden Tannenbaum ein Buch gehört – intensiv begleitet. Der Erfolg

der VorleseZeit und die Rückmeldungen der Beteiligten haben mich

dazu motiviert, die BremerLeseLust als überparteiliche breite Initiative

zur Leseförderung zu gründen.

KINDER UND JUGENDLICHE SIND OFT ECHTE „LESERATTEN“, WENN SIE DÜRFEN.

WO UND WOMIT KONNTE UND KANN DER VEREIN TÜREN ZU BÜCHERWELTEN

ÖFFNEN?

Bücher sind leider teuer und es gibt in Bremen viele Kinder, die zu Hause

nicht ein Buch ihr eigen nennen können. Deshalb unterstützen wir die

Schulen und Kitas mit nagelneuen Büchern für die Leseecken und Schul-

Augenchirurgie | Lasertherapie | ambulante OPs | Ästhetische Lid­OP | Botox | Kinderophthalmologie

Fachärzte für Augenheilkunde

Im Medicum | Schwachhauser Heerstraße 50

Tel. (0421) 347 94 75 | Fax (0421) 347 94 76

info@augen­op­zentrum­medicum.de

www.augenarztpraxis­opz­medicum.de

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FINDORFF Magazin | September - Oktober 2017


„Familie & Co“


bibliotheken, organisieren Leseaktionen an besonderen Orten mit besonderen

Geschichten, um zum Lesen zu motivieren und veranstalten Wettbewerbe

mit attraktiven Preisen. Der Fantasie sind da keine Grenzen

gesetzt!

DIE BREMERLESELUST IST MITTLERWEILE EINE FESTE GRÖSSE IN DER STADT.

BITTE BESCHREIBEN SIE DIE AKTUELLEN PROJEKTE, DIE VOM VEREIN UNTER-

STÜTZT UND INS LEBEN GERUFEN WERDEN!

Seit fast zwei Jahren läuft unser Flüchtlingsprojekt „Lesen schafft

Freunde“. Wir richten in Flüchtlingsunterkünften attraktive mehrsprachige

Leseecken oder Leseräume ein, um den Kindern und Eltern das Ankommen

in Deutschland zu erleichtern. Dieses Projekt hat bisher einen

Umfang von ca. 60.000 Euro. Neu für Schulen und Kitas sind auch unsere

BücherTauschRegale, die in den Einrichtungen aufgestellt werden

und zum Büchertausch motivieren. Wir liefern hier auch eine Erstausstattung

mit neuen passenden Büchern, um dieses Projekt offensiv anzuschieben.

Für dieses Projekt kann man sich aktuell bei uns bewerben.

AUF WELCHE SPANNENDEN AKTIONEN UND TERMINE DES VEREINS DARF MAN

SICH IN NÄHERER ZUKUNFT FREUEN?

Die Flüchtlingsarbeit bleibt ein Schwerpunkt, denn wenn diese Familien

nicht erfolgreich integriert werden, haben wir in den kommenden Jahrzehnten

sicher wachsende Probleme. Gerne würde ich auch ein Projekt

für die Mütter entwickeln, das heißen könnte: „Mama lernt deutsch,

Mama liest vor!“. Mit dem Landesinstitut für Schulen erarbeiten wir zur

Zeit eine interkulturelle Kiste, die mehrsprachige Bücher und Materialien

und die Fortbildung der Kollegien der Grundschulen zum Bereich Interkulturalität

in den Fokus nehmen wird. Und unsere BücherTauschRegal-

Aktion wird ebenfalls weitergeführt. Übrigens sind wir für Anregungen

und Ideen sehr offen und freuen uns auf vielfältige Vorschläge zur Leseförderung

für Groß und Klein.

VIELEN DANK FÜR DAS INTERVIEW, FRAU HÖVELMANN!

BREMEN IST DURCH DIE INITIATIVE DES VEREINS SOGAR ZUR VORLESEHAUPT-

STADT GEWORDEN – ENDLICH MAL EINE VORBILDLICHE AUSZEICHNUNG FÜR

UNSER BUNDESLAND. WIE IST ES DAZU GEKOMMEN?

Mittlerweile ist der Wert des Lesens als Schlüsselqualifikation für gute Bildung,

für gesellschaftliche Teilhabe aber auch für den wirtschaftlichen Erfolg

unserer Stadt unbestritten. Das war übrigens nicht von Anfang an so.

Die Unterstützung aus der Wirtschaft war – im Gegensatz zu einigen politischen

Akteuren – allerdings sofort da und trägt kontinuierlich zur Nachhaltigkeit

der BremerLeseLust bei. So kam die Initiative für die Bewerbung

um den Titel Vorlesehauptstadt auch von dem Unternehmer Patrick

Strauß, der sich persönlich auch sehr um den Erfolg der Bewerbung verdient

gemacht hat.

DER VEREIN IST AUF DAS ENGAGEMENT VON EHRENAMTLICHEN ANGEWIESEN.

GIBT ES WEITEREN BEDARF UND WENN JA, WIE KÖNNEN SICH INTERESSENTEN

EINBRINGEN?

Wir sind für jede Unterstützung dankbar, können aber die Ehrenamtlichen

nicht alle persönlich an die Hand nehmen. Tatsächlich hätte ich dann

gar keine Zeit mehr für Familie und Hobbies, ich arbeite als Vorsitzende

ja ehrenamtlich und oft recht intensiv. Wir freuen uns über Projektvorschläge,

am besten ist es, wenn auch gleich jemand da ist, der das Projekt

mit uns umsetzen kann.

Das Motto steht auf dem Tisch -

wer gut lesen kann, ist meistens klar im Vorteil

FINDORFF Magazin | September - Oktober 2017 39


„Familie & Co“

Äpfel selber pressen im wahrsten Sinne des Wortes und direkt verkosten - das geht am 26. September

im FlorAtrium

Apfelsaft selber pressen

Herbstzeit ist Apfelzeit! Im Garten des FlorAtrium wachsen viele verschiedene Apfelsorten, die

ganz unterschiedlich schmecken. Am Dienstag, den 26. September werden von 15.30 bis 17.30

Uhr verschiedene Sorten probiert und Fallobst gesammelt. Daraus wird mit einer handbetriebenen

Saftpresse frischer Apfelsaft hergestellt. Anstrengend aber superlecker! Wer hat, bringt eigenes

Fallobst mit und eine leere Flasche zum Transport des Saftes für zu Hause. Zur Teilnahme

ist eine Anmeldung bis spätestens drei Tage vorher notwendig, die Kosten liegen bei fünf Euro.


Reiterund

Kinderflohmarkt

Spiel- und Reitsachen

günstig

finden


Auf dem Farmgelände der Hans-Wendt-Stiftung,

Am Lehester Deich 17-19, findet am 23.

September ab 10 Uhr ein Outdoor-Flohmarkt für gut

erhaltene Schätze rund um´s Reiten und schöne Sachen

für Kinder statt. Wer mitmachen möchte, ist mit

5 Euro Standgebühr dabei und kann sich noch bis

zum 18. September bei Marisa Classen unter (0172)

44 96 567 oder mclassen@hwst.de anmelden.

www.gartenfreundebremen.de


Reiten für Kinder -

Herbstferien mit vierbeinigen

Freunden


Vom 9. bis 13. Oktober findet täglich von 9 bis 15 Uhr auf dem Gelände

der Hans-Wendt-Stiftung ein Ponyprogramm statt. Geeignet sind diese Ferientage

für Kinder zwischen 6 und 14 Jahren, auch gerne Anfänger. In der Zeit wird

geritten und voltigiert, Lagerfeuer mit Stockbrot gemacht und auch Bastelaktionen

zum Thema Herbst wird es geben. Der Preis inklusive Mittagessen beträgt

150 Euro pro Teilnehmer. Anmeldungen nimmt Marisa Claßen ab sofort unter

0172/44 96 567 entgegen.

www.hwst.de

40

FINDORFF Magazin | September - Oktober 2017


„Familie & Co“


Ferien-Workshop

DESIGNERKids


In den Herbstferien können Kinder zwischen 6 und 12 Jahren in der Designwerkstatt

kreativ sein.

In einer kleinen Gruppe werden gemeinsam Kunstwerke unterschiedlichster Art geschaffen.

Unter professioneller Anleitung der Diplomdesignerin Julia Ossenbrunner

können Kinder beim T-Shirt-Druck selbst Designer sein und eigene T-Shirt-Motive

kreieren. Beim Fotopotch können die Kinder mitgebrachte Fotos (Familie, Freunde,

Haustiere) auf Holz übertragen und beim Upcycling können aus alten Gläsern oder

Dosen schöne, herbstlich leuchtende Windlichter gezaubert werden. Bunte Herbstblätter

können mit der Frottagetechnik schön verewigt, persönliche Stimmungs-

Collagen kreiert sowie Haushaltsgegenstände in nützliche Druckinstrumente

verwandelt werden.

Der Kurs findet vom 2. bis 6. Oktober jeweils von 10 bis 14 Uhr in der Designwerkstatt

von Julia Ossenbrunner, Prager Straße 42 statt. Es können auch einzelne Tage

gebucht werden (24,- Euro pro Tag).



www.designwerkstatt-jo.de

FINDORFF Magazin | September - Oktober 2017 41


„Familie & Co“

Herbstferien

im FlorAtrium


Werkeln mit unterschiedlichen Materialien und

ganz verschiedene Dinge herstellen - das können

Kinder ab 7 Jahren in der zweiten Herbstferienwoche

von Montag, 2. Oktober bis Freitagvormittag, 6.

Oktober in der Zeit von 9 bis 13 Uhr. Ob mit Draht,

Speckstein, Schabekarton – die Kinder können Bilder,

Figuren, Fantasiegeschöpfe oder Schmuckstücke entstehen

lassen. Beim Feuerseminar werden unterschiedliche

Arten des Feuermachens erproben. Jeder

bringt sein eigenes Frühstück mit, für Getränke ist

gesorgt. Die Veranstaltung leitet Steinmetz Peter

Schröder. Die Kosten liegen bei 40 Euro plus 6 Euro

Material, eine Anmeldung erforderlich. Achtung: Am

Dienstag, den 3. Oktober findet kein Ferienprogramm

statt (Feiertag).


www.gartenfreundebremen.de

Maskenwesen in Afrika

Im Übersee-Museum gibt es sehr viele Masken aus der ganzen Welt zu sehen. Warum gibt es gerade

in Afrika so viele Masken? Wie und wofür werden sie verwendet und wer trägt sie eigentlich?

Die Afrika-Spezialistin Silke Seybold nimmt die Kinder bei dieser Wissensreise am 16.

September von 15 bis 16 Uhr mit nach Westafrika und schaut im wahrsten Sinne hinter die

Masken. Mit Bildern und Gegenständen begibt sie sich auf Spurensuche.

Anmeldungen unter anmeldung@uebersee-museum.de oder unter Telefon (0421) 160 38-171.

Verlosung!

5 x „Family Timer“

Einfach eine E-Mail bis

zum 31. Juli an:

gewinnen@

findorff-magazin.de

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Gut organisiert im

Familienalltag



Sobald Kinder ihre ersten eigenen Termine haben, können Eltern

ganz schön ins Schwitzen kommen: Für müheloses Familienmanagement

sorgt der Family-Timer des Münchner Häfft-Verlags. Der Family-Timer

hat genug Platz für die Anforderungen des modernen

Familienlebens. Damit niemand zu kurz kommt, finden vier Familienmitglieder

auf den geräumigen Wochen-Doppelseiten Platz für Einträge. Allwöchentliche

Pflichten können lästig sein: Umso besser, wenn man sie

dank Haushaltsplan und fester Aufgabenliste ausblenden und zwischendurch

erledigen kann. Auch weiterreichende Planung ist kein Problem

dank Schulferienübersicht und Leporello-Jahreskalender. Für besondere

Anlässe gibt es Kindergeburtstags- und Partyplaner und im Alltag helfen

Haushaltstipps wie ein regionaler Obst- und Gemüsekalender. Die praktische

Wire-O-Bindung und der vergrößerte, abwischbare Karton-Umschlag

sorgen für Stabilität und schützen nicht nur den Timer, sondern

auch eingesteckte Fotos und Zettel vor Eselsohren. Das neu eingebaute

Lesezeichen vermeidet langwieriges Blättern. Die frische, helle Farbgebung

und stimmungsvolle Landschaftsbilder sorgen auch im Alltag für

Urlaubslaune!

www.haefft-verlag.de

42

FINDORFF Magazin | September - Oktober 2017


„Familie & Co“


Grafik by sketchnotes-by-diana.com

FINDORFF Magazin | September - Oktober 2017 43


ENTDECKERZENTRUM IN DER BOTANIKA

ÄRZTE & APOTHEKEN IN FINDORFF

Carmen Groninga

Winterstraße 54

28215 Bremen

(0421) 35 50 61

ALLGEMEINMEDIZIN

Regina Lüers

Hemmstraße 157

28215 Bremen

(0421) 35 55 45

HAUTKRANKHEITEN

NEUROLOGIE

Dr. Forssmann & Lübbert

Hemmstraße 233

28215 Bremen

(0421) 35 46 82

ZAHNMEDIZIN

Silke Aner

Halberstädter Straße 17

28215 Bremen

(0421) 35 22 66

Alle Angaben sind ohne Gewähr

Dr. Gabriele Hartlap

Augsburger Straße 8

28215 Bremen

(0421) 354647

Hausärztliche Gemeinschaftspraxis

Hemmstraße 214

28215 Bremen

(0421) 35 10 10

Dr. Jörg Janssen

Admiralstraße 157

28215 Bremen

(0421) 35 43 66

Dr. Spatz & Partner

Gemeinschaftspraxis

Hemmstraße 345

28215 Bremen

(0421) 35 35 35

Dr. Maya Trapp, Elke Sennholz

Dr. Matthias Gutwinski

Göttinger Straße 22

28215 Bremen

(0421) 35 58 59

Dr. Michael Schlenz

Admiralstraße 157

28215 Bremen

(0421) 35 41 31

AUGENHEILKUNDE

HALS-NASEN-OHREN

Dr. Karsten Jacob

Hemmstraße 133

28215 Bremen

(0421) 35 42 42

FRAUENHEILKUNDE

Frank Davidsmeyer

und Martina Bolte

Hemmstraße 157

28215 Bremen

(0421) 354 14 14

Dr. Christiane König

Hemmstraße 212 – 240

28215 Bremen

(0421) 35 04 744

HEILPRAKTIKER

Dr. Regine von Gerkan

Lohmannstraße 98

28215 Bremen

(0421) 37 58 21

Kathleen Giersch

Falkenberger Straße 66

28215 Bremen

(0421) 390 90 50

Naturheilpraxis für Komplementärmedizin

Hans Gerhard Jäger

Hemmstraße 345

28215 Bremen

(0421) 35 51 09

Naturheilpraxis Schwanenberg

Andrea Hella Schwanenberg

Geibelstraße 4

28215 Bremen

(0421) 4 91 99 81

INNERE MEDIZIN

Dr. Sigrid Geerken-Gröticke

Am Weidedamm 4

28215 Bremen

(0421) 35 18 18

Dr. Stephanie Schulz

Hemmstraße 345

28215 Bremen

(0421) 35 35 35

Dr. Klaus Zimmermann

Brandtstraße 54

28215 Bremen

(0421) 35 57 67

KINDERHEILKUNDE

Dr. Soldan & Brecher-Müller

Hemmstraße 212

28215 Bremen

(0421) 350 90 50

KIEFER-CHIRURGIE

Prof. Dr. Dr. Andreas Bremerich

Innsbrucker Straße 120

28215 Bremen

(0421) 37 17 77

ORTHOPÄDIE

Orthopädische Gemeinschaftspraxis

Regina Langhammer und

Stefan Balkausky

Hemmstraße 233

28215 Bremen

(0421) 35 20 95

PSYCHOTHERAPIE

Dipl.-Psych. Ursula Drees

Freiberger Straße 21

28215 Bremen

(0421) 49 73 530

Psychotherapeutische Praxis

Ute Kampen

Dresdener Straße 15

28215 Bremen

(0421) 35 74 43

SPRACHHEILKUNDE

Atemschulung, Sprechtechnik,

Stimmtraining

Elisabeth Frintrop

Frielinger Straße 44

28215 Bremen

(0178) 59 17 533

Findorffer Logopädiehaus

Dorothea Hunke

Karlshafener Straße 36

28215 Bremen

(0421) 378 14 11

Praxis für Logopädie und PäPKi

Andreas Pohl

Plantage 13

28215 Bremen

(0421) 37 62 822

UROLOGIE

Hernan Camacho Castaneda

Hemmstraße 233

28215 Bremen

(0421) 37 61 000

Dr. Dörte Arendt-Bremer

Dresdener Straße 6

28215 Bremen

(0421) 37 08 80

Andreas Becker

Goesselstraße 3

28215 Bremen

(0421) 35 42 31

Zahnärzte Findorff

Innsbrucker Straße 96

28215 Bremen

(0421) 37 17 77

Die Zahnärzte

Dr. Edzard Fink & Peter Knor

Hemmstraße 214

28215 Bremen

(0421) 35 85 85

Dr. Anke Charlotte Krüger

Hemmstraße 202

28215 Bremen

(0421) 35 60 67

Dr. Thomas Reschka

Heinrich-Böll-Straße 1

28215 Bremen

(0421) 37 35 20

Schumann & Rolfsen

Praxis für chirurgische Zahn-,

Mund- und Kieferheilkunde

Hemmstraße 157

28215 Bremen

(0421) 37 81 78 0

Findorff-Apotheke

Admiralstraße 159

28215 Bremen

(0421) 37 78 78

Roland Apotheke

Hemmstraße 231

28215 Bremen

(0421) 35 19 55

Vitalis-Apotheke

Hemmstraße 345

28215 Bremen

(0421) 38 18 14

APOTHEKEN

44

FINDORFF Magazin | September - Oktober 2017


FINDORFF Magazin | September - Oktober 2017 45


Wie fühlt es sich an, wenn man ohne Augenlicht Fußball spielen möchte. Eine tolle Eigenerfahrung für die jungen Sportler

Inklusionssporttag

bei der Sportgemeinschaft Findorff

Am Samstag, 19. August, veranstaltete die SG Findorff auf der Bezirkssportanlage

Findorff einen Inklusionstag, um über die Vielfalt und Möglichkeiten

im Inklusionssport zu informieren.

Am inklusiven Fußballturnier nahmen 6 Mannschaften aus Bremen und

umzu teil. Die SGF war mit einer inklusiven Mixmannschaft und ihrer

Mädchenmannschaft vertreten. Dabei hatte die Mixmannschaft der SG

Findorff in dieser Besetzung so noch nie zusammengespielt. Einige Spielerinnen

aus der weiblichen Jugendmannschaft ergänzten die Mannschaft.

Turniersieger wurde die Mannschaft des Martinsclubs. Die Findorffer

Mannschaften erzielten die Plätze drei und vier. Viele Zuschauer sahen

zum ersten mal bei einem inklusiven Fußballturnier zu und waren von

den sportlichen Leistungen, dem Ehrgeiz aber auch dem Spaß am Fußballspielen

der teilnehmenden Mannschaften begeistert.

Mut und Vertrauen brauchten dann die Spielerinnen der weibl. B-Jugendmannschaft

SG Findorffs beim Blindenfußball-Training am Mittag.

Unter dem Titel „Neue Sporterfahrung“ lud der Deutsche Behindertensportverband

gemeinsam mit der Deutschen Telekom und der Sepp Herberger-Stiftung

zu einer etwas anderen Sporterfahrung am diesem Tage

auf der Bezirkssportanlage ein. Mit dieser Trainingseinheit wird Jugendlichen

ermöglichet, neue Sporterfahrungen zu sammeln und Berührungsängste

gegenüber Menschen mit Einschränkungen abzubauen. Außerdem

werden Werte wie Toleranz, Verständnis und Hilfsbereitschaft gestärkt.

46

FINDORFF Magazin | September - Oktober 2017


Blindenfußballer Daniel Hoß und Trainerin Amelie führten die jungen

Spielerinnen behutsam an diese Sportart heran. Die Spielerinnen setzen

abgedunkelte Brillen mit Kopfschutz auf und versuchten sich erstmal vorsichtig

und langsam in dem abgesteckten Areal zu bewegen. Weiter folgten

Passübungen und Dribbeln mit dem speziellen Rasselball. Eine echte

Herausforderung für die Teilnehmerinnen. Jetzt war das Hören sehr wichtig,

eine ganz ungewohnte Situation für die Mädchen. Im abschließenden

ersten kleinen Fußballspiel ging es anfangs noch holprig zu. Doch

schon nach kurze Zeit fiel das erste Tor. Ein komisches Gefühl, blind zu

spielen, da waren sich alle nach dem Training einig. Wie es aussieht, wenn

ein Profi blind spielt, zeigte dann zum Schluss Daniel Hoß. Den Ball eng

am Fuß führend lief er direkt aufs Tor zu, Torschuss oben rechts in den

Winkel. Die Spielerinnen waren begeistert, wie man ohne zu sehen so

den Ball führen und präzise ein Tor erzielen kann.

Anschließend startete das Integrationsturnier mit fünf Fußballmannschaften.

Mit der Siegerehrung dieses Turniers endete der Inklusionstag der

SG Findorff. Es gewann die dritte Herrenmannschaft von Findorff vor der

„Spielraum“ Mannschaft des SV Werder Bremen.

Zuschauer und Spieler haben trotz des norddeutschen Schmuddelsommers

einen tollen, ereignisreichen Tag auf dem Sportplatz erlebt, mit vielen

neuen Eindrücken, wie vielfältig der Inklusionssport ist.

Wir danken dem Bremer Fußballverband und insbesondere Christoph

Schlobohm für ihre Unterstützung bei der Durchführung des

Inklusionstages!

Affenstark und Löwenschlau

Die inklusive Kinderturnshow bei der SG Findorff

Am Samstag, den 17. Juni, war es endlich soweit. Die inklusive Kinderturnshow

„Affenstark und Löwenschlau“, gefördert von Aktion Mensch,

konnte dem gespannten Publikum gezeigt werden. Viel Schweiß und Arbeit

haben alle Gruppen in ihre Vorbereitungen gesteckt. Neben den Vereinsgruppen

nahmen an

SG FINDORFF

Hemmstraße 357-359

28215 Bremen

Tel. (0421) 35 27 35

www.sg-findorff.de

der Show auch der Musikgarten

Findorff und

eine Klasse der Grundschule

Augsburger Str.

teil. Somit war diese

Show auch gemeinsames

Projekt verschiedener

Stadtteilinstitutionen. An mehreren Wochenenden trafen sich alle

TeilnehmerInnen, um bei diesen zusätzlichen Proben alles zusammenzufügen.

Und das Endergebnis konnte sich sehen lassen.

Die Zuschauer wurden von den drei Hauptfiguren „Taffi“, „Paul“ und

„Graslöwe“ durch die gesamte Show geführt. Unterwegs begegneten

ihnen viele kleine Dschungelbewohner (Bewegungsabenteurer und Wettkampfturnen),

pyramidenbauende Löwen (Zirkus Turnini), musikalische

Affen (Musikgarten Findorff), bunte Fische (2. Klasse der Grundschule

Augsburger Straße), fröhliche Menschen (Jazztanz), seilspringende Frösche

und trampolinturnende Zebras (Mädchengeräteturnen). Alle Darbietungen

wurden durch lauten Applaus getragen und geehrt.

Zum Finaltanz bewegten sich dann weit über 100 Kinder und Jugendliche

gemeinsam auf der Showfläche. Schön zu erleben, dass es für Kinder

doch sichtbar unwichtig ist, wie alt das Kind neben ihnen ist, wie groß

oder klein es ist, was es kann oder aus welchem Land es kommt.

Alle TeilnehmerInnen, ÜbungsleiterInnen, HelferInnen und Zuschauer

können auf einen ereignisreichen, stimmungsvollen und bunten Tag zurückblicken.

FINDORFF Magazin | September - Oktober 2017 47


WIR, DIE MENSCHEN AUS FINDORFF

Lesestoff für die gemütliche Jahreszeit hat Barbara Hüchting vom

Findorffer Bücherfenster

Lorenz darf heute einen schönen

Tag mit Mama Kristine Bruvere

verbringen und geht wegen einer

Erkältung nicht in die Kita

Inhaberin Gabriele Greger-Gleitze vom Findorffer

Weinladen hat für jeden Anlass den richtigen Tropfen

Hose zu lang oder Hemd zu weit? Izeta Kararic, von der

Änderungsschneiderei Amina ändert das.

Seinab Noghabaie ist auf dem Weg

zur Arbeit und mit Leib und Seele Findorfferin:

„Hier bin ich total happy!“

Ira Ponty und Rawhi Sweidan kennen jeden Winkel in ihrem Stadtteil.

„Wir lernen viele interessante Leute kennen!“

48

FINDORFF Magazin | September - Oktober 2017


WIR, DIE MENSCHEN AUS FINDORFF

Fahrräder in allen Variationen gibt es bei ConRad. Die Inhaber Norman

Schmitz und Michael Kommant freuen sich auf Ihren Besuch

Die Filialleiterin Carina Alker von

Müller & Egerer und ihre Auszubildende

Jennifer Stern haben

täglich frische Backwaren im

Angebot

Alles rund um Tee und Schokolade

bietet Karin Dorr vom

SchokoLaden an

Stephanie Eilks, Anna Lena Schlicht und Jan Liebertz von Hörwelten

Lehker & Winter haben ein offenes Ohr für Ihre Wünsche

Marianne Hoch liebt es, im Stadtteil alle Besorgungen

mit dem Fahrrad zu machen: „Ich komme gerade vom

Markt und fahre nun zum Bäcker!“

In ihrem Laden präsentiert Katrin Grosch leckere

Käsespezialitäten aus aller Welt

FINDORFF Magazin | September - Oktober 2017 49


WIR, DIE MENSCHEN AUS FINDORFF

IMPRESSUM

Herausgeber

Lars Hendrik Vogel

Verlag

VOGEL & CREW Mediaconsulting

Mühlenweg 9, 28355 Bremen

Tel. +49 (421) 200 75 90

info@findorff-magazin.de

Chefredakteur

Lars Hendrik Vogel [LHV] V.i.S.d.P.

LHV@findorff-magazin.de

Redaktionsleitung

Annette Rauber

a.rauber@findorff-magazin.de

Conny Taskesen, Dida Lauts und Jürgen Kralt von Blumen Kralt. Am Stand auf

dem Findorffmarkt leuchten die Sonnenblumen in ihrem kräftigen Gelb

Die Redaktionsleitung des FINDORFF Magazins

WIR SCHREIBEN FÜR SIE - UND FREUEN UNS AUF IHRE NACHRICHTEN!

Redaktion & Autoren

Cynthia Hoedoro [CH]

Anke Juckenhöfel [AJ]

Annette Rauber [AR]

Birgit Rehders [BR]

Julia Rücker [JR]

Ira Scheidig [IS]

Diana Meier-Soriat [DS]

Titelfoto

Vera Döpcke

Media- & Anzeigenberatung

Lars Hendrik Vogel

LHV@findorff-magazin.de

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t.melms@findorff-magazin.de

JULIA RÜCKER

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Es gilt die Anzeigenpreisliste

Nr. 01/2017

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ISSN 2567-2061

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Das nächste FINDORFF Magazin

erscheint am 09. November 2017

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