PT-Magazin_05_2017

ptmagazin

Magazin für Wirtschaft und Gesellschaft. Offizielles Informationsmagazin des Wettbewerbs "Großer Preis des Mittelstandes" der Oskar-Patzelt-Stiftung

13. Jahrgang | Ausgabe 5 | 2017 | ISSN 1860-501x | 3 Euro

Das Bild des Menschen

Und das Erbe des Adam Smith

Erfolgsfaktoren 2017

Ergebnisse der

Power-Workshops

Acht Praxistipps

Für ein selbstbestimmtes

Zeitmanagement

Südwestliches Deutschland

Zwischen Finanzmetropole,

Weinbergen und Flusstälern

It’s Showtime!

Das haben Sie sich verdient!

4.923 Nominierungen im 23. Jahr beim „Großen Preis des Mittelstandes“, für

über 900.000 Arbeitsplätze, mehr als bei Deutscher Post, Telekom und Lufthansa.

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EDITORIAL

„Schwester, wo warst Du?“

PT-MAGAZIN 5/2017

In einem Interview mit der „Wirtschaftswoche“

schimpfte die ehemalige Ratsvorsitzende

der Evangelischen Kirche in

Deutschland (EKD), Margot Käßmann

zum VW-Abgasskandal: „Wer hat denn

da jemals Verantwortung übernommen?

Herr Piëch? Herr Winterkorn? Es

ist enttäuschend, dass diese Werteorientierung

noch nicht in den Chefetagen

angekommen ist.“

In Abwandlung des Buchtitels „Kirche,

wo warst Du?“ antwortet der evangelische

Unternehmer Friedhelm Wachs:

„Schwester, wo warst Du?“. Schließlich

war Margot Käßmann von 1999 bis 2010

Landesbischöfin der Evangelisch-lutherischen

Landeskirche Hannover.

Als Landesbischöfin hatte Käßmann

zu allen ersten Adressen im Bereich ihrer

Landeskirche direkten Zugang. „Wie hat

sie diesen genutzt?“, fragt Wachs. „Es

reicht doch nicht, mit dem nackten Finger

öffentlich auf die Manager zu zeigen

und zu rufen: ‚Seht, sie werden immer

schlechter‘. Es wäre überzeugend und

zugleich ermutigend zu verstehen, was

die Angebote von Frau Dr. Käßmann

waren, um VW und seine Führung vor

dem zu bewahren, was wir jetzt erleben.

Sie selbst fordert in dem Interview Transparenz.

Hier hätte sie die Chance, selbst

welche zu erzeugen. Was hat sie Herrn

Piëch oder Herrn Winterkorn angeboten,

um die Nöte der Menschen, die in die

Skandale verwickelt wurden, zu lindern?

Was den Managern in den Ebenen darunter?

Was war die Hilfestellung, aus

dem Teufelskreis der Lügen herauszukommen?“

Im Interview mit der Wirtschaftswoche

teilt Käßmann noch weiter aus:

„Der Schlüssel sind die drei Vs: Vertrauen,

Verlässlichkeit, Verantwortung. Davon

gab es in den vergangenen Jahren zu

wenig in deutschen Unternehmen. Den

ehrbaren Kaufmann gibt es immer seltener.

Deshalb haben die Menschen den

Respekt vor den wirtschaftlichen Eliten

verloren. Sie misstrauen ihnen, weil sie

für Korruption und Machtbesessenheit

stehen.“

Wachs kontert: „Frau Dr. Käßmann

hat sehr lange kein Unternehmen

besucht oder mit Mitarbeitern

gesprochen. Wem in Zeiten von townhall

meetings, Reviewboards, Corporate

Governance Initiativen, anonymen

Whistleblower Systemen in den Unternehmen,

360Grad Bewertungen innen

und Bewertungsportalen außen und an

Prozessen orientierten Arbeitsabläufen

als erstes einfällt, die Einbringung von

Themen und das Bekämpfen von Missständen

sei Mitarbeitern (nur; Anm. d.

Red.) im Jahresgespräch, oder gegenüber

ihrem Betriebsrat oder den Gewerkschaften

möglich, dessen Bild stimmt

einfach fundamental nicht mit der Realität

in deutschen Unternehmen überein,

und zwar vom Dax-Konzern bis zum

Handwerksbetrieb.“

„Dann sollte Frau Käßmann einfach

an einem der Unternehmerkonferenzen

der Oskar-Patzelt-Stiftung und der Wirtschaftsjunioren

teilnehmen. Sie wird

ihre Meinung nach fünf Minuten revidieren,

wie viele ehrbare und vorbildliche

Unternehmer es in Deutschland

noch gibt. Die soziale Marktwirtschaft

lebt und wird von vielen Entscheidern

jeden Tag verantwortungsvoll vorgelebt.

Schwarze Schafe gibt es leider in allen

Berufsgruppen. Traurig, wenn solch ein

Bild vermittelt wird.“, sekundiert Christian

Wewezow auf Facebook.

Wir haben den Vorschlag von Christian

Wewezow aufgegriffen und Margot

Käßmann eingeladen, sich vor Ort zu

einer unserer Preisverleihungen ein Bild

von der Ehrbarkeit der Mitglieder unseres

„Netzwerks der Besten“ zu machen. ó

Ihr Helfried Schmidt

© claude.truong.ngoc@gmail.com

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Inhalt

16

32

3 „Schwester, wo warst Du?“

Editorial

12

22 56

Gesellschaft

6 Adam Smith und der

liberale Humanismus

Ein philosophischer Diskurs

über das Bild des Menschen

8 Antiterrorkampf als Farce

Die EU-Richtlinie zur

Verhinderung von Geldwäsche

und Terrorfinanzierung

10 G20 YEA Summit Berlin

Chance ein internationales

Business-Netzwerk aufzubauen

12 Luanda - teuerste Stadt weltweit

Studie zu Lebenshaltungskosten

bei Auslandsentsendungen von

Mitarbeitern

14 Wie Luther mit Rapsöl

ein Licht aufging

Raps populärer denn je

15 Schreiben – lasst Profis ran!

Qualität kommt nicht von Qual

16 Klartext oder Kauderwelsch?

Spitzen-Manager im

Verständlichkeits-Check

Oskar-Patzelt-Stiftung

20 Streiflichter aus den Grußworten

22 Powerdialog 2017

Mittelstandstour 2017

durch Norddeutschland

24 Power-Workshops ermitteln

Erfolgsfaktoren

Das sind die wichtigsten

Erfolgsfaktoren 2017 für

Unternehmen

26 „Wo sind die feuchten

Handtücher??“

Ein Backstage-Report

- Clemens Vogel über

Preisverleihungen und

Bälle hinter den Kulissen

29 Erfolg ist planbar

Kolumne

Bilder:

12 / © JPMatias - stock.adobe.com

16 / ©lucato - stock.adobe.com

22 / © Christian Wewezow

32 / © DesignHotels TM

50 / © Romolo Tavani - stock.adobe.com

56 / © piyaset - stock.adobe.com

58 / © pure-life-pictures - stock.adobe.com

50

58

Titelbild: Boris Löffert / Oskar-Patzelt-Stiftung

Covermontage: Remo Eichner-Ernst,

OPS Netzwerk GmbH


Wirtschaft

30 Digitalisierung braucht

Agilisierung

Neue Arbeitswelt 4.0 erfordert

Upgrade des Menschen!

32 Les Bains

Die Geschichte des Pariser Hotels:

Ein Blick zurück und nach vorn!

34 Ideenschutz im Mittelstand:

Patente, Marken & Co.*

Über Basisabsicherung geistigen

Eigentums

35 Mit Tax Compliance auf

Nummer sicher*

Innerbetriebliches Kontrollsystem

kann steuerliche Risiken minimieren

36 Digital auf der Überholspur

Corporate Health im Wandel der

Generationen

38 Eigentumsvorbehalt sichern

‚Kleine‘ Formulierung mit großer

Wirkung

40 So bringt Benchmarking

Unternehmen voran

Der Wirtschaftsmagnet

42 Mehr Arbeitsfreude und

Lebensqualität

Praxistipps für selbstbestimmtes

Zeitmanagement

44 Die Preisverleihungen beginnen…

Kolumne zu den anstehenden

Preisverleihungen

46 Roboterdichte in Autobranche

Ein vergleichender Blick auf

Frankreich, Großbritannien und

Deutschland

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48 Zukunftskongress beim 2b AHEAD

ThinkTank

Facettenreiches Zukunftsbild der

Arbeits- und Lebenswelten 2027

50 Allianz gegen Produktpiraten

Alles nur geklaut!

52 Zukunftstrends im

Einzelhandel 2017

Beyond Shopping und Geo-Locating:

Was Konsumenten in 2017 erwarten

54 Deutsche Industrie greift zum

Laserschwert

Innovations-Chancen im

Marktsegment Photonik

Südwestliches Deutschland

56 Vier Bundesländer

Von Finanzmetropole, Hidden-

Champions über Weinberge bis hin

zu malerischen Flusstälern

58 Im Südwesten viel Neues

Wie eine Region auf ihre

Trümpfe setzt

60 Bohnen, Erbsen, Soja & Co.

EU-Projekt will Anbau von Hülsenfrüchten

in Europa vorantreiben

62 Zeit zum Umdenken

Mediation als alternatives

Instrument der Konfliktbeilegung

Lifestyle | Auto

64 Audi A4 rollt an die Spitze

Leserbriefe | Impressum

66 Leserbriefe

zur Ausgabe 4/2017

Fakes im Stellenmarkt

*nicht in allen Regionalausgaben

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Gesellschaft

PT-MAGAZIN 5/2017

©photoenthusiast - stock.adobe.com

6

© Von Stefan Schäfer, Lich - Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0

Adam Smith war ein schottischer

Moralphilosoph und Aufklärer und

gilt als Begründer der klassischen

Nationalökonomie.

Adam Smith und der

liberale Humanismus

Ein philosophischer Diskurs

über das Bild des Menschen

Schon vor 250 Jahren sahen sich

freiheitliche Ideen mit dem Vorwurf

konfrontiert, den Egoismus

zu befördern und unsolidarisch zu sein.

Gerade Adam Smith wurde oft zum

Kronzeugen dieses Zerrbilds gemacht.

Dabei eignet er sich dafür wahrhaft

nicht.

Die Schotten: optimistisch

und pragmatisch

Wann der „Vater der Wirtschaftswissenschaften“

genau geboren wurde, lässt

sich nicht mehr feststellen. Doch vor 294

Jahren ließ ihn seine Mutter, die zwei

Monate zuvor ihren Ehemann verloren

hatte, im schottischen Kirkcaldy taufen.

Smith wurde in eine Welt hinein geboren,

die sich im raschen Umbruch befand,

gewissermaßen die erste Globalisierung

der Neuzeit. Technische Neuerungen

und der steigende Welthandel, Verstädterung

und verhältnismäßig friedliche

Zeiten führten zu einem Wohlstandsboom

in Europa. Mit am stärksten profitierte

davon Großbritannien mit seiner

zunehmenden Zahl an Handelsniederlassungen

und Kolonien. Mit der „Glorious

Revolution“ von 1688 war dort auch

eine politische Stabilität verankert, die

damals ihresgleichen suchte.

In dieser Zeit, die nicht mehr nur

den Mächtigen und Reichen Hoffnung

schenkte, sondern jedermann, entwickelte

sich auch die Idee der Aufklärung,

deren vornehmste, wenn auch nicht

bekannteste Variante sich in Schottland

finden ließ. Der kulturelle Kontext, in

dem Smith und seine Mitstreiter ihre

Ideen formulierten, war eine aufstrebende

Gesellschaft. Schottland begann

gerade aufzuholen und blickte mit

Abenteuerlust und Zuversicht in die

Zukunft. Zugleich standen die Menschen

im Land noch mit beiden Beinen auf

dem Boden und hatten einen Sinn für

das Praktische. Den Satz „alles Leben

ist Problemlösen“, den der Philosoph

Karl Popper einmal formulierte, hätten

die Schotten des 18. Jahrhunderts wohl

sofort unterschrieben.

Der Erzkapitalist als Moralapostel

Es ist also nicht sehr verwunderlich, dass

Adam Smith „Eine Untersuchung über

das Wesen und die Ursachen des Wohlstands

der Nationen“ verfasste. Wie war


Die realistische und zugleich

optimistische Perspektive

macht die schottische Aufklärung

so besonders. Seit

den Tagen Adam Smiths

und seiner Freunde ist klar:

der Liberalismus ist diejenige

Weltanschauung, die

das positive Bild vom Menschen

hat. Sie glauben an das

Gute im Menschen und an

seine Fähigkeit, die Welt für

sich und andere besser zu

machen.

Clemens Schneider

Adam Smith und der liberale Humanismus

es dazu gekommen, dass sich die Situation

für ihn so sehr verbessert hatte im

Vergleich zu seinen Eltern oder Großeltern?

Wie konnte man diese Entwicklung

aufrechterhalten und befördern? Mit der

Beantwortung dieser Fragen legte Smith

den Grundstein für die Wirtschaftswissenschaften

von heute: Er beschrieb das

Phänomen der Arbeitsteilung. Er legte

dar, wie Tausch- und Kaufgeschäfte beiden

Seiten nutzen. Er warnte vor der

Gefahr von Protektionismus, zu viel

Regulierung und zu hohen Steuern. Und

er begründete, warum ein Staat sich auf

seine Kernaufgaben beschränken sollte,

wenn er der Wohlstandsmehrung nicht

im Weg stehen will.

Meistens wird Smith auf dieses eine

Werk beschränkt – gerne auch in der

verkürzten Version des Titels „Der Wohlstand

der Nationen“. Das wirkt dann

in der Tat ein bisschen wie das neueste

Buch von Carsten Maschmeyer. Berühmt

wurde Smith aber gar nicht mit diesem

Buch, sondern mit seinem ersten großen

Hauptwerk „Die Theorie der ethischen

Gefühle“. Wie sein Lehrer Frances Hutcheson

war Smith Philosoph geworden

und hatte ausgiebig danach gefragt, was

der Ursprung unseres moralischen Verhaltens

ist. Hutcheson ging von einem

moralischen Sinn in uns aus, einer Art

Gewissen. David Hume führte es darauf

zurück, dass es uns nutzt, wenn wir

uns moralisch verhalten. Smith wählte

eine dritte Erklärung, die er in seinem

Buch ausführlich darlegt: Für ihn lag der

Ursprung in unserer Fähigkeit und Neigung

zur Sympathie.

Der Mensch ist wie ein Wolf

– ein Rudelwesen!

Eine ganz zentrale Rolle spielte bei

Smith wie auch bei dem nur wenige

Tage nach ihm geborenen Philosophen

Adam Ferguson die Vorstellung, dass

wir Menschen soziale Wesen sind. Dass

wir also auf Gemeinschaft und insbesondere

Kooperation ausgelegt sind. Die

von ihm beschriebenen Phänomene wie

Arbeitsteilung und Tausch sind Ausdruck

dieser urmenschlichen Neigung, Probleme

gemeinsam zu lösen. Wir achten

auf unsere Mitmenschen, wir reagieren

auf ihre Gefühle wie auch auf die Dinge,

die ihnen passieren. Wir freuen uns und

leiden mit ihnen, wir teilen ihre Sorgen

und ihre Hoffnungen. Smith schrieb

einst, dass der Bäcker sein Brot nicht produziert,

weil er den Kunden so gern hat.

Doch diese Beschreibung des Eigeninteresses

ist eben nur die eine Hälfte seiner

Theorie über menschliches Verhalten.

Die andere lautet, dass derselbe Bäcker

auf die Probleme seiner Kunden nicht

nur deshalb mit Mitgefühl reagiert, weil

er befürchtet, einen Geschäftspartner zu

verlieren, sondern weil er ein genuines

Interesse an ihnen als Personen hat.

Die realistische und zugleich optimistische

Perspektive macht die schottische

Aufklärung so besonders. Dagegen

neigte die französische Aufklärung

immer wieder dazu, in grenzenlosem

Optimismus den Menschen zu überschätzen,

während viele konservative

Denker ihr mangelndes Vertrauen in

die Fähigkeiten des Menschen gerne

als Realismus ausgegeben haben. Die

Schotten wussten um die Grenzen des

Menschen, aber sie blickten voller Zuversicht

auf seine Entwicklungsfähigkeit.

Seit den Tagen Adam Smiths und seiner

Freunde ist klar: die freiheitliche Einstellung,

der Liberalismus, ist diejenige Weltanschauung,

die das positivste Bild vom

Menschen hat. Sie glauben an das Gute

im Menschen und an seine Fähigkeit, die

Welt für sich und andere immer besser

zu machen.

Das letzte Wort sei dem Jubilar überlassen,

der zu Beginn seiner „Theorie der

ethischen Gefühle“ so treffend formulierte:

„Wie liebenswert erscheint derjenige,

dessen mitfühlendes Herz gleichsam

widerhallt von all den Empfindungen

jener Personen, mit denen er verkehrt, der

bekümmert ist über ihre Bedrängnisse,

der die ihnen zugefügten Kränkungen

selbst übelnimmt, und der Freude empfindet

über ihr Glück. … Und so kommt

es, dass, viel für andere und wenig für

uns selbst zu fühlen, unseren egoistischen

Neigungen im Zaune zu halten und unseren

wohlwollenden die Zügel schießen zu

lassen, die Vollkommenheit der menschlichen

Natur ausmacht, und allein in der

Menschheit jene Harmonie der Empfindungen

und Affekte hervorbringen kann,

in der ihre ganze Würde und Schicklichkeit

gelegen ist.“ ó

Über den Autor

Clemens Schneider ist als Netzwerker der

freiheitlichen Bildung eine viel gefragte

Anlaufstelle für die junge Generation.

Gemeinsam mit Frank Schäffler betreibt er

im Internet „Prometheus – Das Freiheitsinstitut“

- eine Denkfabrik, die sich der

Verbreitung freiheitlichen Denkens widmet.

Neben seiner Arbeit für Prometheus

und seiner Vortragstätigkeit schreibt er

an einer Doktorarbeit über den englischen

Historiker Lord Acton und dessen Freiheitsverständnis.

7

PT-MAGAZIN 5/2017

Gesellschaft


PT-MAGAZIN 5/2017

Gesellschaft

8

© M. Schuppich - stock.adobe.com

Am Europäischen Rats und

26. Juni 2017 tritt die EU-

Richtlinie 2015/849 des

des EU-Parlaments „zur Verhinderung

der Nutzung des Finanzsystems zum

Zwecke der Geldwäsche und der Terrorfinanzierung“

in Kraft, unterschrieben

von Martin Schulz als damaligem EU-

Parlamentspräsidenten. Was angesichts

steigender Anschlagszahlen vernünftig

klingt, erweist sich leider bei näherem

Hinschauen auf die 31-seitige Richtlinie

als „Alle werden Spitzel - aber es bringt

nix-Gesetz“. Im Detail:

Die Richtlinie soll von allen Mitgliedsstaaten

der Europäischen Union

in Gesetze und zu schaffenden Behörden

umgesetzt werden, Maßnahmen,

die das gesamte Finanzsystem quasi

durchleuchten und durch Meldepflichten

Geldwäsche und Terrorfinanzierung

verhindern. „Verpflichtete“ sind alle, die

mit „Geld, Wertpapieren oder sonstigen

Vermögenswerten“ („ob körperlich

oder nichtkörperlich, beweglich oder

unbeweglich, materiell oder immateriell…

Rechtstitel oder Urkunden in jeder …

Form“, Artikel 3 Abs. 3) irgendwie beruflich

zu tun haben, vom Vermietungsmakler

bis zum Bankangestellten, von

der Versicherung, der Bank oder der

Wechselstube bis zum Händler (Artikel

2, 3). Erfasst sind alle Vorgänge, die

etwas mit Geld aus Geldwäsche (erlangtes

Geld aus Straftaten, also alles bis

hin zur Steuerhinterziehung, Art. 3 Abs.

4 f) oder Terrorfinanzierung („Bereitstellung

oder Sammlung finanzieller Mittel,

gleichviel auf welche Weise, unmittelbar

oder mittelbar“, Artikel 1 Abs. 5) zu tun

haben. Erfasst werden natürlich auch

Treuhänder, Notare, Anwälte, Dienstleister

jeder Art. Ebenso Staatschefs, Führer

politischer Parteien, Verfassungsrichter

etc. und ihre Familienmitglieder, sofern

die „politisch exponierte Person“ einen

höheren Rang hat (Art. 3 Abs. 9).

„Zentrale Meldestelle“ verpflichtend

und totalitär

Die Verpflichteten müssen zunächst

„Sorgfaltspflichten“ bei z. B. der Begründung

einer Geschäftsbeziehung“ oder

„Ausführung gelegentlicher Transaktionen“

(Art. 11) einhalten, d. h. die Kunden

maximal ausfragen/horchen, über sie

recherchieren und das Ganze bewerten

(Art. 13). Rechtsanwälte, Notare

usw. müssen ihre Mandanten ausforschen

und für gut befinden, um einzelnen

Pflichten zu entgehen (Art. 14

Abs. 4). Internationale Firmen usw. müssen

unter Zwangseinschaltung ihrer

Führungsebene die Daten sammeln,

Antiterrorkampf

als Farce

Die EU-Richtlinie zur

Verhinderung von

Geldwäsche und

Terrorfinanzierung

„um die Art der Geschäftstätigkeit in

vollem Umfang“ zu verstehen (Art. 19),

Geldherkunft selbst ermitteln und die

Geschäftsbeziehung „einer verstärkten

fortlaufenden Überwachung unterziehen“

(Art. 20). Die neue Stasi-Behörde,

an die die Daten der Verdächtigen zu

melden sind, heißt EU-bürokratisch „zentrale

Meldestelle“ (Art. 32). Diese Meldestelle

verpflichtet die Verpflichteten,

diese „von sich aus“ und „umgehend“ zu

informieren. Die Verpflichteten haben

ihre Angestellten entsprechend zu schulen

(Art. 46). Parieren sie nicht, verlieren

sie ihre Zulassung etc. und zahlen

„mindestens 1.000.000 Euro“ (Art. 59).

Wer beim Bespitzeln überzieht, haftet

gegenüber seinem Kunden nicht (Art.

37). Da die Richtlinie „unrechtmäßig oder

auch selbst rechtmäßig erworbene Gelder“

(Vorspann Ziff. 5) erfasst, Bargeld

und E-Geld (Ziff. 6 und 7), natürliche und

juristische Personen, alle Formen der

„Geschäftsbeziehung“ und der „Schwellenwert“

bei 100 Euro beginnt (Art. 12),

ist sie im klassischen Sinne totalitär. Die

betroffene Person erfährt regelmäßig

nichts von den Verdachtsmeldungen

(Ziff. 46). Die Behauptung, die Richtlinie

stehe „im Einklang mit den Grundrechten“

(Vorspann Ziff. 65), ist daher albern.

Jeder Mitgliedsstaat erhält die EU-Lizenz,

eine neue „DDR“ zu schaffen.

Wer, wie der Autor dieses Artikels,

seit 1984 in Strafsachen tätig ist,

bemerkt freilich noch eine seltsame

Komponente der Richtlinie. Sie ist genau

genommen nur in den Fällen sinnvoll, in

denen jemand z. B. zu einer Bank kommt,

und wahrheitsgemäß sagt: “Ich heiße

…, mein Beruf ist Terrorist und die Million

Euro stammen aus einem Bankraub


in Aleppo“. Unpolemischer formuliert:

Geldwäsche versucht man seit 1991 mit

bereits drei Richtlinien ohne Erfolg, aber

unter Aufgabe des Bank- und Steuergeheimnisses

aller Bürger, zu bekämpfen.

Warum? Wegen dem kriminalistischen

Fakt, dass Kriminelle sehr diskret arbeiten

müssen und daher alle Nichteingeweihte

gutgläubig halten. Mit jedem

Verdacht, den sie bei Dritten auslösen,

erhöhen sie die Gefahr der Entdeckung,

der Notwendigkeit, Schweigegeld zu

zahlen usw.. Das EU-Spitzelsystem ist

also überwiegend untauglich, Kriminelle

zu fassen.

Überindividuelle Zweckidee

Der SPD-Politiker Martin Schulz hätte

statt seiner EU-Tagesgeldformulare

besser die Worte des SPD-Vordenkers

Gustav Radbruch lesen sollen: „Von 1933

bis 1945 wurde immer wieder verkündet,

dass Recht alles sei, was dem Volke

nützt. Damit wurde in extremster Form

die überindividuelle Zweckidee betont,

der kompromisslose Standpunkt des

Gemeinwohls und der Macht, die völlige

Leugnung der individuellen Menschenrechte.

Es ist dies ein Beispiel der Überhebung

des Zweckgedankens über die

Gerechtigkeit.“(Gustav Radbruch, „Vorschule

der Rechtsphilosophie“, 2. Auflage

1959, Seite 32). Die neue EU-Richtlinie

benennt ganz klassisch einen überindividuellen

Zweck, um in Kenntnis von

dessen Unerreichbarkeit die Rechte der

Millionen neu geschaffener Hilfspolizisten

(sie investieren Geld und Arbeit ohne

Lohn) und ihrer Abermillionen Kunden

(sie werden bespitzelt und sollen nichts

davon wissen und sich nicht wehren

dürfen) zu beschneiden, am Wirtschaftsverkehr

teilnehmen zu können. Die Bürokratieerfordernisse

des neuen Gesetzes

(Schulen, Daten sammeln, Aushorchen,

Melden) sind vom „kleinen“ Mittelstand

nicht zu erfüllen. Jeder Diktator, der in

der EU demnächst an die Macht kommt,

hat dagegen Grund zur Freude. ó

Über den Autor

Dr. Volker Gallandi ist Rechtsanwalt und

Buchautor. Er beschäftigt sich unter anderem

mit Staatsschutzdelikten und Pressefreiheit.

Seine Kanzlei sitzt im hessischen

Gorxheimertal.

9

PT-MAGAZIN 5/2017

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PT-MAGAZIN 5/2017

Gesellschaft

© Jens Schicke

10

G20 YEA Summit Berlin

Chance ein internationales Business-Netzwerk aufzubauen

- Nachbericht vom Juni 2017

Junge Unternehmer aus den G20-Staaten

trafen sich Mitte Juni in Berlin

im Vorfeld des G20-Gipfels, um sich

über Wirtschaftsfragen auszutauschen.

Der jährliche G20 YEA Summit ist eine

gute Chance für junge Mittelständler, sich

international zu vernetzen.

„Durch den G20 YEA Summit konnten

wir unser Geschäft ausbauen“, sagt zum

Beispiel Tobias Gölz aus Baden-Württemberg.

Er war 2016 Delegierter beim

G20 Young Entrepreneurs´ Alliance (YEA)

Summit in Peking und war in diesem Jahr

in Berlin wieder dabei. Durch die gewonnenen

Kontakte habe er einen Standort

in China aufbauen können. „Dadurch

hat mein Unternehmen einen richtigen

Schub erfahren.“ Das Unternehmen

entwickelt und produziert hochwertige

Naturfarben und Öle für Handwerk und

Industrie für den weltweiten Markt.

Vielen jungen Unternehmerinnen

und Unternehmern aus den G20-Staaten

geht es ähnlich. Sie treffen sich jährlich

im Vorfeld des G20-Gipfels, um über

aktuelle Wirtschaftsfragen zu diskutieren,

sich zu vernetzen und auszutauschen.

Rund 400 Gäste waren in Berlin

im Juni dieses Jahres mit dabei, als

es um das Thema „Digital Trends for

Future Business“ ging. Der Würzburger

© zahner bäumel communication

Zu Gast Brigitte Zypries, Bundesministerin

für Wirtschaft und Energie.

© zahner bäumel communication

Carsten Lexa, Präsident G20 YEA

Deutschland und Sprecher von 500.000

G20-Jungunternehmern.

Wirtschaftsanwalt Carsten Lexa führte

die Delegation der jungen deutschen

Wirtschaft an. Pragmatische Lösungen

für komplexe Themen im internationalen

Umfeld finden. Das ist es, wofür er

bekannt ist und geschätzt wird. „Seit

meinem Studium des Internationalen

Handelsrechts (International Commercial

Law) in London mit 50 Studenten aus

über 30 Ländern bin ich fasziniert von

der Arbeit im internationalen Umfeld.“

Wohl gefühlt haben sich auch die

400 Teilnehmer beim Summit in Berlin.

Es gab spannende Gespräche, Denkanstöße

durch die Vorträge und Workshops

und sicherlich auch die ein oder andere

Geschäftsidee, die in diesem Umfeld

entstanden ist. Denn die jungen Unternehmerinnen

und Unternehmer sprechen

zwar nicht alle die gleiche Sprache,

dennoch verfolgen sie die gleichen

Ziele: Sie wünschen sich eine Welt, die

mehr Platz bietet für unternehmerisches

Engagement.

Was Unternehmer auf der ganzen

Welt bewegt

Da ist zum Beispiel Xia Bing aus China.

Er vertrat beim Treffen die NovoNation

Youth Community. Seine Organisation

unterstützt Gründer und Jung-Unternehmer

und setzt sich dafür ein, ihnen


mehr Möglichkeiten zu bieten. Man

müsse die Aufmerksamkeit erhöhen und

den Fokus auf die Chancen von Unternehmensgründungen

lenken, sagte er

sinngemäß. „Scheitern muss erlaubt

sein und es muss erlaubt sein, danach

wieder zurückkommen zu können und

in der Gesellschaft akzeptiert zu werden.“

Jakob Joy aus Indien engagiert sich,

um die Probleme anderer Länder besser

zu verstehen. Er möchte über die Probleme

der Welt nicht nur diskutieren,

sondern gemeinsam mit anderen Lösungen

kreieren. „Indien ist ein sehr junges

Land. Es gibt viele Startup-Unternehmen

und eine richtige Startup-Kultur.“ Auch

in Indien stehen die jungen Unternehmer

vor ähnlichen Herausforderungen,

wie in anderen Ländern. „Bankverhandlungen

sind schwierig, die Steuern und

Abgaben teilweise zu hoch.“ Er wünscht

sich auch mehr Investitionen.

Für Bruno Sanguietto aus Argentinien

war das Treffen in Berlin eine Art

Generalprobe. Im kommenden Jahr ist

er Gastgeber für rund 500 Jungunternehmer

aus 20 Ländern der Welt. Doch

mit seinen 20 Jahren sieht er gelassen

dieser Aufgabe entgegen. Er erlebt derzeit,

wie die Wirtschaft seines Landes in

die Inflation geht. „Wir müssen hier als

junge Unternehmer eigene Lösungen

entwickeln.“ In der Verbesserung des

Ausbildungssystems seines Landes sieht

er große Chancen, die jungen Menschen

zu befähigen, unternehmerisch zu handeln,

um Probleme zu lösen.

Alle Interessen zu bündeln und in

einem gemeinsamen Abschluss-Kommuniqué

einfließen zu lassen, ist auch

in diesem Jahr gelungen. Eine der zentralen

Forderungen, die an die Regierungsvertreter

der G20 beim Gipfel in

Hamburg übergeben werden konnten,

war: Abbau von bürokratischen Hürden.

Ab 2020 solle es möglich sein, in jedem

G20-Land ein Business zu gründen. Hierfür

dient auch das geforderte G20-Entrepreneur-Visa.

Auch Carsten Lexa blickt

optimistisch in die Zukunft. Als Vorsitzender

des Lenkungsausschusses ist er

nun Sprecher für 500.000 junge Unternehmerinnen

und Unternehmer innerhalb

der G20-Staaten.

Den Grundstein für G20 YEA in

Deutschland zu legen, daran wirkte

Christian Wewezow als Bundesvorsitzender

der Wirtschaftsjunioren Deutschland

2014 mit. Im Ehrenamt ist er heute

als Kuratoriumsvorsitzender der Oskar-

Patzelt-Stiftung tätig. „Es freut mich

sehr zu erleben, wie sich der G20 YEA

Summit zu einem lebendigen, internationalen

Businessnetzwerk entwickelt

hat.“ Deutschland sei eine Exportnation,

geprägt von zahlreichen leistungsfähigen

mittelständischen Unternehmen.

„Gerade für junge deutsche Unternehmerinnen

und Unternehmer aus mittelständischen

Familienunternehmen ist

G20 YEA daher eine gute Gelegenheit

früh internationale Kontakte zu knüpfen.“

Wewezow selbst kann dies aus

eigener Erfahrung bestätigen. „Neben

meinem Studienaufenthalt in den USA

hat in den letzten Jahren G20 YEA maßgeblich

dazu beigetragen, mich für das

Thema Internationalisierung zu begeistern“,

sagt er. ó

Weitere Informationen zur G20 Young

Entrepreneurs´ Alliance im Internet

unter www.g20yea.com.

Über den Autor

PR-Berater und Pressesprecher Markus

Zahner ist Geschäftsführer der zahner

bäumel communication, eine inhabergeführte

PR- und Marketing-Agentur mit Sitz

in Oberfranken und Büros in Mittelfranken.

www.agentur-zb.de


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PT-MAGAZIN 5/2017

Gesellschaft

12

Luanda -

teuerste Stadt

weltweit

Studie zu Lebenshaltungskosten

bei Auslandsentsendungen

von Mitarbeitern

© www.mercer.de

RANG STADT LAND

2016 2017

2 1 Luanda Angola

1 2 Hongkong Hongkong

5 3 Tokio Japan

3 4 Zürich Schweiz

4 5 Singapur Singapur

15 6 Seoul Südkorea

8 7 Genf Schweiz

7 8 Shanghai China

11 9 New York City USA

13 10 Bern Schweiz

Mercer-Studie zeigt:

Top 10 von der Schweiz und Asien geprägt

Hinweis zur Studie

• Die Vergleichszahlen zu den

Lebenshaltungs- und Mietkosten

sind der im März 2017 durchgeführten

Studie von Mercer entnommen

und stützen sich auf

die Wechselkurse vom März 2017

(Quelle: OANDA). Als Vergleichsbasis

dient New York, Währungsbewegungen

werden im Verhältnis

zum US-Dollar gemessen.

• Einen Link zum Gesamtranking

der Studie finden Sie unter

www.mercer.de


Luanda führt das Ranking der

weltweit teuersten Städte für

Auslandsentsendungen an.

Damit löst die Hauptstadt Angolas

die Metropole Hongkong ab, die in

der Rangliste auf Platz zwei fällt.

Auf den Plätzen drei und vier folgen

Tokio und Zürich. Dies sind die

Ergebnisse der jährlich vom internationalen

Beratungsunternehmen

Mercer durchgeführten weltweiten

Vergleichsstudie zur Bewertung der

Lebenshaltungskosten für ins Ausland

entsandte Mitarbeiter in 209

Großstädten.

„Die Globalisierung steht für

viele Unternehmen ganz oben auf

der Agenda und müssen deshalb

ihre Mitarbeiter und Führungskräfte

entsprechend darauf vorbereiten.

Ein wichtiges Mittel dafür

sind Entsendungen ins Ausland“,

sagt Ilya Bonic, Senior Partner und

Präsident des Bereichs Career bei

Mercer. „Es gibt zahlreiche persönliche

und unternehmerische Vorteile

für die lang- oder kurzfristige

Entsendung von Mitarbeitern wie

beispielsweise die Förderung der

Karriereentwicklung durch globale

Erfahrung oder den Aufbau und

Transfer von Fähigkeiten.“

Das Ranking der teuersten

Städte für Auslandsentsendungen

wird in diesem Jahr von Europa

und Asien angeführt. Mit Zürich

(4), Genf (7) und Bern (10) zählen

drei Schweizer Städte zu den Top 10

der teuersten Metropolen weltweit.

Neben Hongkong (2) ist Asien mit

Tokio (3), Singapur (5), Seoul (6) und

Shanghai (8) vertreten. Weltweit

am günstigsten ist Tunis.

Die schwache Notierung der

europäischen Währungen gegenüber

dem US-Dollar macht sich

auch im Hinblick auf Deutschland

bemerkbar. So rutschten die fünf

teuersten deutsche Städte – München

(98), Frankfurt (117), Berlin (120),

Düsseldorf (122) und Hamburg (125) –

im Ranking um durchschnittlich fast

20 Plätze gegenüber 2016 ab. Dahinter

liegen Stuttgart (141), Nürnberg

(168) sowie als günstigste deutsche

Stadt Leipzig auf Rang 172. „Neben

der Abschwächung der europäischen

Währungen im Vergleich zum

US-Dollar ist ein moderater Anstieg

der Inflation in vielen europäischen

Städten unverkennbar. Dieser wirkt

sich aber im Vergleich weniger stark

aus“, kommentiert Ulrike Hellenkamp,

Expertin für Auslandsentsendungen

bei Mercer.

Mehr denn je achten Unternehmen

darauf, ihren Mitarbeitern

eine faire und wettbewerbsfähige

Vergütung anzubieten. Dies gilt

natürlich auch für Auslandsentsendungen.

Insbesondere die Instabilität

der Wohnungsmärkte sowie die

Inflation für Produkte und Dienstleistungen

lassen die Kosten im

internationalen Geschäft steigen.

Bonic erklärt: „Während die

Bereiche Auslandsentsendungen,

Talent Management und Vergütung

in der Vergangenheit meistens

unabhängig voneinander gesteuert

wurden, setzen Unternehmen

heute auf einen ganzheitlichen

Ansatz, um ihre Entsendungsstrategien

zu verbessern. Gehälter sind

wichtig für die Wettbewerbsfähigkeit

und sollten daher auf Basis

von Lebenshaltungskosten, Währung

und Standort angemessen

bestimmt werden.“ ó

13

PT-MAGAZIN 5/2017

Gesellschaft


Wie Luther mit Rapsöl

ein Licht aufging

PT-MAGAZIN 5/2017

Gesellschaft

14

Illustration: Ovid/Jennifer Pluskat

Wittenberg vor 500 Jahren: Martin Luther beim Schreiben

seiner 95 Thesen im Lichtschein einer Rapsöllampe.

Vor 500 Jahren leitete Martin Luther

die Reformation ein. Zeitgleich

revolutionierte die Beleuchtung

mit Rapsöl Deutschland – Licht wurde

erschwinglich. Archäologen haben in

Wittenberg eine rund 500 Jahre alte

Pantone 367 Öllampe C entdeckt.

Bei Ausgrabungen in Wittenberg

Pantone Cool wurden Gray 11 Reste C einer rund 500 Jahre alten

Öllampe entdeckt. Laut Dr. Christian-

Heinrich Wunderlich

vom Landesmuseum

Halle war höchstwahrscheinlich

Rapsöl

der Brennstoff. „Ich

bin relativ sicher, dass

Martin Luther solche

Lampen gekannt und

auch benutzt hat,

denn es ist genau der

Typ von Lampen, der

zu Luthers Zeiten aufkam

und plötzlich Allgemeingut

wurde“, so

Dr. Wunderlich.

Beleuchtung war bis

zum Mittelalter purer

Luxus. Erst zu Beginn

der frühen Neuzeit

eroberte die Rapspflanze Europa und lieferte

große Mengen Öl. Jeder konnte sich

von nun an Öl zum Verbrennen in einer

Lampe leisten. Rapsöl als Brennstoff

erleichterte das Arbeiten im Dunklen.

Das steigerte die Produktivität der Menschen.

Bis dahin waren selbst einfache

Handarbeiten oft ans Tageslicht gebunden.

„Damals brachte Rapsöl Licht ins

dunkle Mittelalter und löste eine energetische

Revolution aus. Heute sichert

Raps als Biodiesel die Mobilität, liefert

gleichzeitig Proteinfutter für Nutztiere

und schützt das Klima“, so Wilhelm F.

Thywissen, Präsident von OVID Verband

der ölsaatenverarbeitenden Industrie in

Deutschland.

Als Erfindung der frühen Neuzeit

war Raps bereits ein wichtiger nachwachsender

Rohstoff. 500 Jahre später

ist die Pflanze populärer denn je: beliebtestes

Speiseöl, wichtiges Eiweißfutter,

klimafreundlicher Kraftstoff. Zusätzlich

lockert Raps den Boden auf und ist relevante

Nahrungsquelle für Honigbienen.

„Das ist gelebte Bioökonomie und entspricht

den Nachhaltigkeitszielen der

Vereinten Nationen“, so Thywissen. Raps

blüht aktuell auf rund 1,4 Millionen Hektar.

Ernteschätzungen gehen in diesem

Jahr von etwa fünf Millionen Tonnen

Rapssaaten aus.

Ab dem 19. Jahrhundert verdrängte

Petroleum Rapsöl als Brennstoff in den

Lampen. Noch heute nutzt man Petroleum

in Gartenfackeln. Dr. Wunderlich:

„Wie zu Luthers Zeiten ließe sich

das Licht auch problemlos mit Rapsöl

erzeugen“. ó

Preisträger 2014

Bayern


Schreiben – lasst Profis ran!

Wir alle können eine Schere halten

und schicken unsere Lieben

doch immer zum Friseur

– sicher ist sicher, Haare ab unter den

Fittichen der Handwerksmeisterin. Dass

wir vor unserer eigenen Haustür einen

fehlenden Straßenbaum pflanzen und

päppeln könnten – logisch. Aber den

Auftrag für die neue Kastanie vergibt

die Stadt lieber ordnungsgemäß an eine

Gartenbaufirma. Und wenn ein neuer

Internetauftritt für den Familienbetrieb

ansteht? Wir holen den Experten, er bastelt

die Webseite samt Menü. Mit Text

füllen kann der Chef die vorgesehenen

Rubriken dann ja alleine! Kann er?

Er quält sich dabei, logisch. Ist ja

auch schwer, die eigenen Angebote und

Leistungen per Text in gutes Licht zu

rücken. Müller und Schulze arbeiten

noch etwas zu, das wird eingefügt. Nun

heißt es für den Chef: Feinschliff. Das

alles frisst Zeit. Und das Ergebnis? „Hm”

würde der Chef beim Blick in den Spiegel

sagen, hätte er sich selbst die Haare

geschnitten.

© gwt52hkxd8z - stock.adobe.com

Eine Pressemitteilung schreiben.

Einen Text für eine Broschüre oder eben

für die Webseite. „Schreiben können wir

alleine.” So hörte ich es von einem Abteilungsleiter

eines Bildungsministeriums.

Man hatte sich externe Kommunikationsarbeiter

ins Haus geholt, sie sollten

pfiffige Ideen und Grafik entwickeln

für die x-te Schulgesetzreform. Ran. Der

Claim war toll, Layout für Gedrucktes

und Bildschirm überzeugten durch Originalität

und Werbewirksamkeit. Dann

der Herr aus der Behörde: „Schreiben

können wir alleine.” Ja, klar, haben wir

alle in der Schule gelernt. Machen wir

jeden Tag: fein im Amtsjargon, Makler-

Sprech, Juristenkauderwelsch („bezugnehmend

bezüglich der Bezüge”).

Immer wieder erlebe ich, wie Leute

staunend einen von uns Profis geschriebenen

Text lesen. Zu ihrem ureigenen

Anliegen – ihrer Firma, ihrem neuen Produkt

oder auch ihrer Vita. Nach dem

Lesen kommt die Frage: „Wie machen

Sie das?” Also die relevanten Fakten

erkennen – und alles so aufschreiben,

dass es interessant, gewinnend und vor

allem: besonders ist. Die Antwort lautet:

Übung. Jahrelange Übung. So wie

der Hersteller für Hohlkörperblasformen

aus Kunststoffen sofort weiß, wie er das

vom Kunden gewünschte Produkt liefern

kann. So schreibt der gute Texter im

Handumdrehen einen anständigen Text.

Ich frage mich, warum ausgewiesene

Experten auf ihrem Gebiet sich

das antun: sich mit Textformen herumschlagen,

die nicht ihre sind. Ein guter

Text-Handwerker braucht einen Bruchteil

der Zeit für einen viel besseren Text.

Das kostet nicht die Welt! Und die Zeit,

die hier gewonnen wird – die darf der

entlastete Amateur-Texter dann getrost

beim Friseur oder bei der Gartenarbeit

verbringen. Den Herrn mit seinem

„Schreiben können wir alleine” konnten

wir übrigens umstimmen: Das interne

Bürokratendeutsch zur Schulreform

übersetzten wir in Alltagssprache, die

Lust macht, weiterzulesen. Der Mann

durfte entscheiden, welchen Text er drucken

lassen wollte. Er entschied richtig.

Und hatte die Größe zu sagen: „Qualität

kommt eben nicht von Qual.” ó

Über die Autorin

Martina Rellin, Ex-Chefredakteurin der

Kultur-Zeitschrift Das Magazin und erfolgreiche

Sachbuchautorin („Klar bin ich eine

Ost-Frau!”) schreibt leidenschaftlich gern

für sich und andere – Bücher und Auftragskommunikation.

Sie betreibt die Rellin

Schreibwerkstatt bei Berlin und seit

neuestem in Oybin im Zittauer Gebirge

und vermittelt dort wie in Grimma in

Kursen und Coachings Interessierten das

Handwerk des Schreibens.

www.martinarellin.de

15

PT-MAGAZIN 5/2017

Gesellschaft

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© lucato - stock.adobe.com

Klartext oder

Kauderwelsch?

Spitzen-Manager im

Verständlichkeits-Check

Gesellschaft

© Prof. Dr. Frank Brettschneider / Claudia Thoms, M. Sc.

16

Verständlichkeits-Index

Mit Hilfe einer speziellen

Verständlichkeits-Software

berechnen wir den Hohenheimer

Verständlichkeits-Index. Er reicht

von 0 (formal unverständlich) bis 20

(formal sehr verständlich). Anhand der

Rede-Manuskripte ermittelt die Software

zahlreiche Wort- und Satzmerkmale,

u.a.: durchschnittliche Satzlänge,

Anteil der Sätze mit mehr als 20 Wörtern,

Anteil der Schachtelsätze und der

Sätze mit mehr als zwei Informationseinheiten,

Anteil der Passiv-Sätze, durchschnittliche

Wortlänge, Anteil abstrakter

Substantive, Anteil Fremdwörter, Anteil

der Wörter aus dem Grundwortschatz.

Untersucht wurden die CEO-Reden auf

den Hauptversammlungen der DAX-

30-Unternehmen. Da unsere Analysen

auf den Redentexten basieren, schließen

wir solche Redner aus, die keine Manuskripte

zur Verfügung stellen. In diesem

Jahr ist das der Fall bei Bernd Scheifele

(HeidelbergCement) und Thomas Ebeling

(ProSiebenSat.1 Media).

Satzlänge (in Wörtern): Die formale Verständlichkeit von

Satzlänge (in Wörtern): Die formale Verständlichkeit

CEO-Reden auf den Hauptversammlungen 2017

von CEO-Reden auf den Hauptversammlungen 2017

Telekom (Höttges)

Fresenius SE (Sturm)

BMW (Krüger)

Deutsche Post (Appel)

Continental (Degenhart)

Deutsche Börse (Kengeter)

Commerzbank (Zielke)

Infineon (Ploss)

Siemens (Kaeser)

Vonovia (Buch)

VW (Müller)

Daimler (Zetsche)

Merck (Oschmann)

BASF (Bock)

adidas (Rorsted)

Fresenius MC (Powell)

RWE (Schmitz)

Beiersdorf (Heidenreich)

Lufthansa (Spohr)

ThyssenKrupp (Hiesinger)

Bayer (Baumann)

Deutsche Bank (Cryan)

Münchener Rück (von Bomhard)

SAP (McDermott)

Henkel (Van Bylen)

E.ON (Teyssen)

Allianz (Bäte)

Linde (Belloni)

Je kürzer die Sätze, desto verständlicher ist die Rede.

Je kürzer die Sätze, desto verständlicher ist die Rede.

Durchschnittswert 2017: 11,4 Wörter.

Vorjahre: Durchschnittswert 2016: 11,7 Wörter / 2015: 2017: 12,3 Wörter 11,4 / Wörter. 2014: 13,0 Wörter.

6.64

7.03

7.78

8.39

8.94

9.20

9.82

10.06

10.08

10.24

10.66

10.84

11.15

11.37

11.55

11.59

11.69

12.27

12.46

12.56

12.62

12.87

13.08

13.57

14.39

14.70

15.97

Vorjahre: 2016: 11,7 Wörter / 2015: 12,3 Wörter / 2014: 13,0 Wörter.

Verständlichkeits-Ranking 2017

Der Gewinner 2017 gehört seit mehreren

Jahren zur Spitze in Sachen formelle

Verständlichkeit: Timotheus Höttges liefert

eine Rede, die 19,8 Punkte auf dem

Hohenheimer Index erreicht. Das ist der

höchste Wert, den wir je für eine CEO-

Rede gemessen haben. Der Telekom-

Chef, der dem Unternehmen seit 2014

vorsteht, hat sich in den letzten Jahren

kontinuierlich gesteigert (2014: 16,9;

2015: 18,4; 2016: 19,5). Auf dem zweiten

Platz landet Stephan Sturm von Fresenius

SE, der mit seinen 19,1 Punkten an

die Erfolge seines Vorgängers Ulf Schneider

anschließt. Platz 3 belegt Frank Appel

von der Deutschen Post mit 18,9 Punkten,

dicht gefolgt von BMW-Chef Harald

Krüger (18,8 Punkte). Auf dem letzten

Platz landet Linde-Chef Aldo Belloni mit

5,9 Punkten. Damit kann er nicht an die

letztjährige Leistung seines Vorgängers

anschließen. 2016 erreichte Wolfgang

Büchele 11,9 Punkte. Überhaupt sehen

wir 2017: Die DAX-Neulinge erreichen

meist nicht die Leistungen ihrer Vorgänger.

17.76

Prof. Dr. Frank Brettschneider

Claudia Thoms, M. Sc.

Verbesserungen

und verpasste

Chancen

2017 erreichen die

CEO-Reden auf den

Hauptversammlungen

durchschnittlich

14,4 Punkte auf dem

Hohenheimer Verständlichkeitsindex.

Damit bleibt es in

etwa beim Vorjahreswert

(2016: 14,3

Punkte im Durchschnitt).

Im Gegensatz

zum letzten

Jahr ist allerdings

die Bandbreite der

erreichten Werte

etwas größer. Die

formell unverständlichste

Rede 2016 lag

bei 9,2 Punkten (Beiersdorf), die formell

verständlichste bei 19,5 Punkten (Telekom).

2017 erreicht das Schlusslicht des

Rankings 5,9 Punkte (Linde), der Gewinner

2017 liefert eine Rede mit einem Wert

von 19,8 Punkten (Telekom). Insgesamt

zeigt sich: Immer mehr Vorstandsvorsitzende

halten Reden, die sich nicht nur an

institutionelle Anleger, Analysten und

Finanz- und Wirtschaftsexperten richten.

2017 sind nur noch 15 Reden mit einem

Wert unter 15 Punkten zu finden. Zum

Vergleich: 2014 waren es noch 21. Die Vorstandsvorsitzenden

nutzen die Hauptversammlung

zunehmend für Reden,

die auch für eine breitere Öffentlichkeit

verständlich sind. Viele der untersuchten

Redner bemühen sich, Fachsprache so

zu übersetzen, dass auch fachfremde

Personen den Inhalt der Rede verstehen.

Für den Auf- und Ausbau von Reputation

ist dies sinnvoll.

Verständlichkeits-Hürden

Wesentliche Verständlichkeits-Hürden

sind Bandwurmsätze, abstrakte Begriffe,

zusammengesetzte Wörter und nicht

erklärte Fachbegriffe. Zusammengenommen

ergibt sich dann Kauderwelsch

statt Klartext. Dabei gilt: Nur wer verstanden

wird, kann auch überzeugen.

Daher sollten einige Grundregeln für

verständliche Reden eingehalten werden:

kurze Sätze, gebräuchliche Begriffe,

Fachbegriffe übersetzen und zusammengesetzte

Wörter möglichst vermeiden.

Wir stellen fest: Die Kommunikationsabteilungen

achten häufig auf die

sprachliche Ausgestaltung der Reden.

Grobe Hürden finden sich in den Reden

dadurch immer seltener.

Wort-Beispiele

Was ein Chatbot, der ESG-Ansatz, das

On-site-Geschäft oder die SA-VATechnologie

ist, wissen die Experten im Publikum

der Hauptversammlungen sicher.

Ebenso können Informatiker bestimmt

etwas mit der Blockchain-Technolo-


• Steuerungs- und Kommunikationstechnik

• Energieanlagen

Aus den Manuskripten 2017:

gie, einer In-Memory-Datenbank oder

Design-Thinking-Workshops anfangen,

die SAP-Chef Bill McDermott anspricht.

Die breite Öffentlichkeit weiß mit solchen

Begriffen aber meist nur wenig

anzufangen. Immerhin: Die Vorstandsvorsitzenden

greifen immer seltener auf

solche Wörter zurück bzw. sie erklären

sie immer häufiger, wenn sie sie doch

einmal verwenden. So ist es im sechsten

Jahr unseres Rankings deutlich einfacher

geworden, Positiv-Beispiele zu

finden. Die Vorstandsvorsitzenden von

RWE und Infineon erklären beispielsweise,

was „market maker“ sind oder

was unter „Augmented Reality“ zu verstehen

ist. Stephan Sturm von Fresenius

SE erläutert, was „Biologika“ sind. Die

Bedeutung von englischen Begriffen wie

„Sharing Economy“ oder von Wirtschaftsfachbegriffen

wie „Hybridanleihen“ oder

„Commodities“ wird nicht mehr einfach

vorausgesetzt. Solche Begriffe zu erläutern,

mag nicht für jeden Zuhörer oder

Leser notwendig sein. Dadurch steigt

aber die Wahrscheinlichkeit, dass auch

Personen mit weniger Vorkenntnissen

das verstehen, was der Redner meint.

Einschränkung

Um Missverständnissen vorzubeugen:

Die formale Verständlichkeit ist nicht

das einzige Kriterium, von dem die Güte

einer Rede abhängt. Wichtiger noch ist

der Inhalt. Und hinzu kommen Kriterien

wie der Aufbau der Rede oder der

Vortragsstil. Aber: Formal verständliche

Botschaften werden von den Zuhörern

besser verstanden und besser erinnert.

Zudem sind die Zuhörer eher in der Lage,

die Kernbotschaft einer Rede wiederzugeben.

Und verständliche Botschaften

genießen mehr Vertrauen als unverständliche

Botschaften. ó

Prof. Dr. Frank Brettschneider,

Claudia Thoms, M. Sc.,

Universität Hohenheim, Stuttgart

Negativ-Beispiele:

• „Ein Beispiel ist unsere SA-VA-

Technologie für großflächige Displays.“

(Merck, Oschmann)

• „Im Industriegasebereich hat sich

das On-site-Geschäft in Nordamerika

gut entwickelt.“ (Linde, Belloni)

Positiv-Beispiele:

• „Organisch, das heißt ohne den

Einfluss von Akquisitionen und

Währungen, haben wir ein sehr

gutes Umsatzwachstum von

3,1 Prozent erzielt.“ (Henkel, Van

Bylen)

• „Zukunftsweisend ist ganz besonders

der Devisenhandel. Der

Handel von Unternehmensanleihen.

Und der Handel von Energie,

Rohstoffen und weiteren Waren.

„Commodities“ lautet dafür das

Börsenfachwort.“ (Deutsche Börse,

Kengeter)

17

PT-MAGAZIN 5/2017

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Fotos & Quellen: fotolia.com/Oskar-Patzelt-Stiftung/Boris Löffert/Duo YingLing/Donial Kalex/Rachel Hiew/George Jackson-Band/Milko Braeuer/Lea Hinz


Streiflichter aus den Grußworten

Tarek Al-Wazir,

Hessischer Minister für Wirtschaft,

Energie, Verkehr und

Landesentwicklung

Olaf Lies,

Niedersächsischer Minister

für Wirtschaft, Arbeit und

Verkehr

Bodo Ramelow,

Thüringer Ministerpräsident

© Thüringer Staatskanzlei

© HMWEVL

© Thiemo Jentsch

PT-MAGAZIN 5/2017

Oskar-Patzelt-Stiftung

20

Werner M. Bahlsen,

Präsident des Wirtschaftsrat

der CDU e. V.

© Jens Schicke

Jürgen Barke,

Staatssekretär für Wirtschaft,

Arbeit, Energie und Verkehr

© Dirk Guldner /

www.foto-guldner.de

Malu Dreyer,

Ministerpräsidentin von

Rheinland-Pfalz

© Elisa Biscotti

Christian Lindner MdL,

Bundesvorsitzender der FDP

© www.christian-lindner.de

Dr. Carsten Linnemann MdB,

MIT-Bundesvorsitzender

© Fotograf: Thorsten Schneider

Dr. Nikolaus Marschik,

Österreichischer Botschafter

in Berlin

© Österreichische Botschaft

„Der Mittelstand ist und bleibt ein Garant

für Stabilität und Vertrauen in Deutschland.“

Dr. Wolfgang Schäuble MdB

„Mittelständische Unternehmerinnen

und Unternehmer stehen für persönliche

Innovations-, Risiko- und Leistungsbereitschaft.“

Brigitte Zypries

„…der Mittelstand ist nicht nur Säule unseres

Wohlstandes, sondern auch Seele und

Stolz der deutschen Wirtschaft.“

Werner M. Bahlsen

„..Erfolgsgeschichten mittelständischer

Firmen werden oft im Verborgenen

geschrieben.“

Dr. Reiner Haseloff

Martin Dulig,

Sächsischer Staatsminister

für Wirtschaft, Arbeit und

Verkehr

© Goetz Schleser

Dr. Reiner Haseloff,

Ministerpräsident des Landes

Sachsen-Anhalt

© www.AndreasLander.de

Dr. Nicole

Hoffmeister-Kraut MdL,

Ministerin für Wirtschaft,

Arbeit und Wohnungsbau des

Landes Baden-Württemberg

© WM Baden-Württemberg

Reinhard Meyer,

Minister für Wirtschaft,

Arbeit, Verkehr und Technologie

des Landes Schleswig-

Holstein

© Olaf Bathke

Emilia Müller,

Bayerische Staatsministerin

für Arbeit und Soziales,

Familie und Integration

© Bayerisches Staatsministerium

für Arbeit und Soziales, Familie

und Integration

Michael Müller,

Regierender Bürgermeister

von Berlin

© Senatskanzlei/Martin Becker

„Mittelstand ist vielmehr eine Haltung… die

für Fleiß, Innovationsbereitschaft, unternehmerischen

Wagemut und soziales Verantwortungsbewusstsein

steht.“

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut MdL

„Der ‚Große Preis des Mittelstandes‘ ist

eine Erfolgsgeschichte.“

Reinhard Meyer

„Die Preisträger sind Leuchttürme unserer

Unternehmenslandschaft und dienen

anderen Unternehmen als Inspiration.“

Emilia Müller

„…bahnbrechende Erfindungen sind in

unserem Land untrennbar mit dem Mittelstand

verbunden.“

Michael Müller

Reiner Holznagel,

Vorsitzender und Präsident

des Bundes der Steuerzahler

© Bund der Steuerzahler

Prof. Dr. Andreas Pinkwart,

Minister für Wirtschaft,

Innovation, Digitalisierung

und Energie des Landes

Nordrhein-Westfalen

„Ich hoffe, dass viele Unternehmen den

Nominierten und Ausgezeichneten nacheifern…“

Prof. Dr. Andreas Pinkwart

© MWIDE NRW/Roberto Pfeil

Annegret

Kramp-Karrenbauer

Ministerpräsidentin des

Saarlandes

© Carsten Simon

Ramona Pop,

Senatorin für Wirtschaft,

Energie und Betriebe des

Landes Berlin

© Senatsverwaltung für Wirtschaft,

Energie und Betriebe des Landes Berlin

Anke Rehlinger,

Ministerin für Wirtschaft,

Arbeit, Energie und Verkehr

© www.spd-saar.de


Prof. Dr. Wolfgang Reinhart

MdL,

Fraktionsvorsitzender der

CDU-Fraktion im Landtag

von Baden-Württemberg

© Prof. Dr. Wolfgang Reinhart

André Schröder,

Minister der Finanzen des

Landes Sachsen-Anhalt

© Ministerium der Finanzen

Sachsen-Anhalt

Dr. Markus Söder MdL,

Staatsminister der Finanzen,

für Landesentwicklung und

Heimat

© Staatsministerium der Finanzen, für

Landesentwicklung und Heimat

Dr. Wolfgang Schäuble MdB,

Bundesminister der Finanzen

© Bundesministerium der Finanzen,

Ilja C. Hendel

Erwin Sellering,

ehemaliger Ministerpräsident

des Landes Mecklenburg-Vorpommern

© Pressestelle Staatskanzlei M-V

Stanislaw Tillich,

Ministerpräsident des

Freistaats Sachsen

© Staatskanzlei Sachsen

„Der mittelständischen Wirtschaft in Thüringen

ist seit der friedlichen Revolution 1989

eine beispiellose Aufholjagd gelungen.“

Bodo Ramelow

„…noch nie war der saarländische Mittelstand

so facettenreich wie heute.

Anke Rehlinger

„…diese verantwortliche Rolle des Mittelstands

als „Corporate Citizen“ ist unbedingt

preiswürdig.“

Prof. Dr. Wolfgang Reinhart

„Wer den Großen Preis des Mittelstands

bekommt, der gehört zu den tragenden

Säulen unserer Gesellschaft.“

Stanislaw Tillich

„…schon die Nominierten für diesen Preis…

gehören zur unternehmerischen Elite in

Deutschland.“

Prof. Dr. Armin Willingmann

Alle Grußworte sind in vollständiger

Länge nachzulesen im Internet unter

www.pt-magazin.de. ó

Prof. Dr. Armin Willingmann,

Minister für Wirtschaft,

Wissenschaft und Digitalisierung

in Sachsen-Anhalt

© Andreas Lander

Brigitte Zypries,

Bundesministerin für

Wirtschaft und Energie

© Bundesministerium für Wirtschaft

und Energie

21

PT-MAGAZIN 5/2017

Oskar-Patzelt-Stiftung

„…mittelständischen Unternehmen…treten

mit langfristigem Denken und sozialem

Engagement für unsere Gesellschaft ein.“

Dr. Markus Söder

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Mittelstandstour Powerdialog 2017

Rückblick: Mittelstandstour 2017 durch Norddeutschland

PT-MAGAZIN 5/2017

Oskar-Patzelt-Stiftung

22

Unter dem Motto „Powerdialog“

besuchte der Kuratoriumsvorsitzende

der

Oskar-Patzelt-Stiftung, Christian

Wewezow, zusammen mit Dirk

Janthur ausgewählte Unternehmen

in Norddeutschland vom 28.

Mai bis 1. Juni 2017 und legten

gemeinsam insgesamt über 2.000

Kilometer zurück. Sie diskutierten

die Frage: Wie sehen Entwicklungspotentiale

und Impulse für

die Zukunft aus?

Im Netzwerk der Besten,

initiiert von der Oskar-Patzelt-

Stiftung, findet man sie alle: Die

mehr als 16.000 Unternehmen,

die seit 1994 für den Wettbewerb

„Großer Preis des Mittelstandes“

nominiert wurden. Vorsitzender

ist Christian Wewezow. Der Kuratoriumsvorsitzende

der Oskar-Patzelt-Stiftung

und Geschäftsführer

der Clockwise Consulting GmbH

besuchte auch in diesem Jahr ausgewählte

Unternehmen im Rahmen

seiner Mittelstandstour. Sie

stand unter dem Motto „Powerdialog“.

Gemeinsam mit Dirk Janthur

besuchte er 12 Unternehmen

an vier Tagen und besprach mit

den Verantwortlichen Impulse

und Entwicklungspotentiale für

morgen und übermorgen.

Tag 1 | Station 1: caleg Schrank

und Gehäusebau, Calau

Mit viel Energie und Unternehmergeist

produziert Caleg in

Calau moderne und qualitativ

anspruchsvolle Anlagen- und

Schaltschränke für die ganze Welt.

Kurzweilig und humorvoll mit

technischem Detailwissen führte

Geschäftsführer Dieter Lubert

durch sein Unternehmen. „Ein

echter Weltmarktführer mitten

im Calauer Wald und ein verdienter

Preisträger“, lautet das Fazit

von Wewezow.

Station 2: Wirtschaftspolitischer

Dialog im politischen Berlin

Tino Barth, Vorsitzender vom

Internationalen Wirtschaftsrat

und der Allianz der Verbände

caleg Schrank und Gehäusebau

Wirtschaftspolitischer Dialog

Unternehmensgruppe Eggert

TRIHOTEL

Bilder: © Christian Wewezow

DINO Bremen Anlagenund

Maschinenbau

Vermessungs- und

Sachverständigenbüro Ehrhorn

LAGER 3000

Eifler Kunststoff-Technik

© EKT

sowie Botschafter der Oskar-Patzelt-Stiftung

hatte eingeladen zu

einem politischen Hintergrundgespräch

mit MdB Klaus Ernst.

Station 3: Expert Systems, Berlin

Digitales Bewertungsmarketing

nach neusten Erkenntnissen optimal

auch für den Mittelstand

umgesetzt, das bietet Proven

Expert von Expert Systems. „Am

Ende zählt wie immer nur der

gute Ruf“, sagt Christian Wewezow.

Tag 2 | Station 4: Unternehmensgruppe

Eggert, Bergen

Tag 2 der Mittelstandstour führte

Christian Wewezow und Dirk Janthur

zur Unternehmensgruppe

Eggert nach Bergen auf Rügen.

Begonnen hat alles 1990 auf

der grünen Wiese mit der Gründung

der Auto Eggert GmbH und

dem Verkauf von Gebrauchtwagen.

Heute ist die Firma mit fünf

Fahrzeugmarken an insgesamt

acht Standorten auf Rügen, in

Stralsund und Greifswald vertreten.

„Eine spannende Erfolgsgeschichte“,

findet Wewezow.

Station 5: TRIHOTEL, Rostock

Das TRIHOTEL von Benjamin Weiß

wurde 2016 mit dem Sonderpreis

Junge Wirtschaft in Zusammenarbeit

mit den Wirtschaftsjunioren

Deutschland ausgezeichnet.

„Er hat das größte privatgeführte

Hotel in Rostock als Nachfolger

komplett neu ausgerichtet: Hotel,

Wellness und Kultur unter einem

Dach“, so Wewezow. Das Trihotel

in Rostock sei immer einen Besuch

wert.

Tag 3 | Station 6: Scharnebecker

Mühle GmbH, Scharnebeck

Seit 1898 produziert die Scharnebecker

Mühle qualitativ hochwertiges

Tierfutter zur Belieferung

von u.a. Züchtern und Genossenschaften

in Deutschland und weltweit.

Die Müllerei im historischen

Mühlengebäude war ein echtes

Erlebnis.


AKTENLAGERUNG...

AKTENDIGITALISIERUNG...

ARCHIV-OUTSOURCING...

PT-MAGAZIN 5/2017

Station 7: DINO Bremen Anlagen- und

Maschinenbau e.K.

DINO Bremen Anlagen- und Maschinenbau

wurde mit dem Finalisten vom Großen

Preis des Mittelstandes ausgezeichnet.

Das Unternehmen stellt für Kunden

weltweit Elektro Dampferzeuger her.

Wewezow, Janthur und Kahrs zeigten

sich beeindruckt: „Alle Anlagen und

Maschinen sind Unikate. Es ist unglaublich

spannend, welche Einsatzmöglichkeiten

Wasserdampf hat.“

Station 8: Vermessungs- und Sachverständigenbüro

Ehrhorn, Achim

Ebenfalls Preisträger ist das Vermessungsbüro

von Dipl.-Ing. Uwe Ehrhorn.

Als öffentlich bestellter Vermessungsingenieur

legt er besonderen Wert darauf,

Wissen und Know-how zu bilanzieren,

um sein Vermessungsbüro nachhaltig

zu entwickeln. „Professionelles Unternehmenscontrolling

und konsequentes

Qualitätsmanagement rundeten das

Bild ab“, sagt Janthur.

Station 9: LAGER 3000, Wiefelstede

Ebenfalls mit dem Großen Preis des

Mittelstandes ausgezeichnet, ist LAGER

3000 in Wiefelstede. „Familie Riemer hat

seit Ende der 90er Jahre erkannt, dass

eine vertikale Integration der gesamten

Wertschöpfungskette rund um das

Archivieren von Dokumenten zukunftsweisend

ist“, so Wewezow. Akten werden

abgeholt, digital archiviert, physisch eingelagert

und am Ende auch vernichtet.

„Es ist ein wahres Pionierunternehmen.“

Tag 4 | Station 10: CarePool, Hannover

Der Pflegedienst CarePool aus Hannover

hat 2017 die Jurystufe erreicht.

„Das Unternehmen hat bewiesen, dass

Kooperation ein erfolgreicher Weg ist,

um im regionalen Markt fast 30 Jahre

seit Erstgründung zu bestehen“, sagte

Kahrs, der die Mittelstandstour unterstützt

hat. Das Unternehmen ist eine

Fusion von drei Pflegediensten und habe

die weitere Unternehmensentwicklung

gut strukturiert.

Station 11: HSP GRUPPE, Hannover

Die Jurystufe erreicht hat die HSP

GRUPPE, ein bundesweiter kooperativer

Zusammenschluss von Steuerberatern

und Rechtsanwälten ohne gesellschaftsrechtliche

Verbindung. „Der Zusammenschluss

zeichnet sich u.a. durch eine

professionelle und einheitliche Außendarstellung

sowie ein vereinheitlichtes

Qualitätssicherungssystem aus“, so

Kahrs.

Station 12 Eifler Kunststoff-Technik,

Bad Salzuflen

Die Eifler Kunststoff-Technik gehört

als Preisträger ebenfalls zu den besten

deutschen Unternehmen. Rund 300 Mitarbeiter

fertigen in Deutschland und

Tschechien in hochmodernen Industrieanlagen

und neusten Produktionsanlagen

„hochwertigste Spritzguss-Komponenten“

für vielfältige B2C-Produkte.

Beeindruckend fand Wewezow besonders

„die Fertigungsexzellenz und die

Personalführung“.

Station 13: UNITY AG, Büren

Mit dem Best-of-Consulting-Preis der

Wirtschaftswoche ausgezeichnet, ist

die UNITY AG als Managementberatung

international tätig. Sie berät große

Familienunternehmen und Konzerne im

Bereich der Innovation und Transformation.

„Mit ihren komplexen Digitalisierungs-

und Innovationsprojekten ist sie

am Puls der Zeit und arbeitet aktuell

an der Arbeitswelt 4.0“, unterstreicht

Wewezow.

Das Fazit der Mittelstandstour 2017

Christian Wewezow, der Kuratoriumsvorsitzende

und Vorsitzende vom Netzwerk

der Besten, zeigte sich beeindruckt wie

gut die Unternehmen insgesamt in den

fünf Wettbewerbskriterien aufgestellt

sind. Eines fiel ihm dabei besonders

auf: „Wie wichtig es den Unternehmern

ist gut vernetzt zu sein und Impulse

aus ihrem Netzwerk für die Weiterentwicklung

ihres Unternehmens aufzugreifen.“

„Gerade solche Impuls- und

Entwicklungsleistungen von der Oskar-

Patzelt-Stiftung sowie Besuche vor Ort

schätzen die Unternehmer am meisten“,

fasst Dr. Helfried Schmidt, Vorstand der

Oskar-Patzelt-Stiftung, die Mittelstandstour

2017 zusammen. ó

Christian Wewezow

Eigenständige Brandabschnitte.

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Zahlreiche Banken, Sparkassen, Behörden,

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Power-Workshops

ermitteln Erfolgsfaktoren

Das sind die wichtigsten Erfolgsfaktoren 2017 für Unternehmen

PT-MAGAZIN 5/2017

Oskar-Patzelt-Stiftung

24

Mit der richtigen Idee im perfekten

Moment viel Geld verdienen,

wie zum Beispiel Mark

Zuckerberg. Davon träumen nicht nur

Startups, sondern auch viele Mittelständler.

Einigen mag das gelingen. „In der

Regel ist eine gute Geschäftsidee jedoch

nur ein Teil des Erfolgsrezeptes“, sagt

Mittelstandsexperte Christian Wewezow.

Als Kuratoriumsvorsitzender der

Oskar-Patzelt-Stiftung und erfolgreicher

Consultant hat er in den letzten Jahren

zahlreiche ausgezeichnete Unternehmen

kennengelernt und festgestellt: Es

gibt trotz individueller Unternehmensgeschichten

einige Erfolgsfaktoren, an

denen sich jedes Unternehmen orientieren

kann - egal ob Familienunternehmen

oder Startup.

Im Rahmen der beiden Dialogtage

in Fulda und Leipzig im Frühling fanden

jeweils Power-Workshops statt. Hier

nahmen insgesamt rund 130 Unternehmerinnen

und Unternehmer teil. Mit

ihnen erarbeitete Christian Wewezow

zentrale und individuelle Erfolgsfaktoren

für ihr Unternehmen, strategische

Linien und neue Wege. Nun hat der Mittelstandsexperte

die zentralen Ergebnisse

zusammengefasst und ausgewertet.

Finanzierung ist Erfolgsfaktor im

Kriterium 1 „Gesamtentwicklung des

Unternehmens“

Für 20 Prozent steht das Thema „Finanzierung

und Investitionen“ ganz oben

auf der Agenda. Im Zentrum dabei „Bankenunabhängigkeit

erreichen durch

hohe Eigenkapitalquote“ sowie „Finanzierungsstruktur

prüfen und Finanzierungsalternativen

schaffen“, zum Beispiel

durch die Möglichkeiten der KFM

AG oder durch Private Equity. 17 Prozent

betrachten das Thema „Führung“

als entscheidenden Erfolgsfaktor für die

„Gesamtentwicklung des Unternehmens“

und nennen „Mitarbeitergespräche führen“,

„Teamentwicklung und -motivation

beachten“ sowie „unternehmerisches

Denken, Kompetenzen und Vertrauen

der Mitarbeiter stärken“ (Intrapreneurship)

als konkrete Schritte.

Für 15 Prozent ist „Wachstum und

Innovation“ aktuell ein entscheidender

Erfolgsfaktor. Sie wollen hierfür ihre

© Christian Wewezow

Erfolgsfaktoren der fünf Kriterien

im Überblick.

„Tätigkeiten im DACH-Markt ausweiten“

sowie „Netzwerke auf nationaler, europäischer

und internationaler Ebene ausbauen“.

„Führung“ ist auch ein zentraler

Erfolgsfaktor im Kriterium 2 „Arbeit

und Ausbildung“

Die Themen „Führung“, „Weiterbildung“

und „Mitarbeiterverantwortung“: Das

sind die drei zentralen Erfolgsfaktoren

im Bereich „Arbeit und Ausbildung“. Im

Bereich „Führung“ (27 Prozent) sahen

die Befragten folgende Handlungsfelder:

„Vorbildfunktion einnehmen“ und „Führungskompetenzen

der Mitarbeiter ausbauen“.

Für den Bereich „Weiterbildung“

nannten sie: „Qualifikationen gezielt fördern“

und „Weiterbildungsmanagement

einführen“. Die „Eigenverantwortung

der Mitarbeiter stärken“ sowie „Delegation

und Übernahme von Verantwortung“

nennen 14 Prozent, um die Mitarbeiterverantwortung

zu stärken.

© Johannes Wosilat

Power-Workshop beim Dialogtag

in Fulda.

„Digitalisierung“ gilt als Erfolgsfaktor

im Kriterium 3 „Innovation und

Modernisierung“

27 Prozent der Befragten sahen den zentralen

Erfolgsfaktor im Bereich „Innovation

und Modernisierung“ bei der

„Digitalisierung“. Sie wollen ihr „Online-

Geschäft ausbauen“ und für sie bedeutet

die digitale Zukunft „neue Geschäftsmodelle“,

„Produkte und Prozesse zu

entwickeln“. In die gleiche Richtung

geht es auch für 23 Prozent, wenn sie

die „Marketingstrategie“ als Erfolgsfaktor

nennen. Sie wollen „Alleinstellungsmerkmale

prüfen und stärken“ sowie

das „Geschäftsmodell erweitern und

rechtzeitig in Frage stellen“.

20 Prozent schließlich sehen den

Erfolgsfaktor beim Thema „Technologie

und Entwicklung“. Sie wollen hierfür

„Kunden in die Produktentwicklung einbinden“

und die „Transformation vom

spezialisierten Lieferanten zum Problemlöser

(mit Verbundpartnern)“ angehen.

Über das eigene „Engagement in

der Region“ (Kriterium 4) besser

informieren

„Tue Gutes und sprich darüber“, so lautet

ein bekannter PR-Grundsatz. Dies

sehen auch die befragten Unternehmerinnen

und Unternehmer als zentralen

Erfolgsfaktor im Bereich Engagement.

26 Prozent nennen deshalb das Thema

„Informationsportal“. Sie wollen dafür

verstärkt an „Ausbildungsmessen teilnehmen“

sowie einen „Tag der offenen

Tür und Betriebsbesichtigungen anbieten“.

In Kooperationen und Ausbildung

sehen 24 Prozent der Befragten einen

weiteren Erfolgsfaktor. Sie wollen sich

deshalb an „Prüfungsgremien teilnehmen“

sowie sich mit Trägern und anderen

Betrieben vernetzen, um weitere

Impulse zu erhalten, zum Beispiel beim

Thema „Integration“. 21 Prozent erachten

„Praktika und Jobs“ als wichtig. Sie

wollen deshalb verstärkt „Praktika und

Ferienjobs“ anbieten sowie „Stellen für

Werkstudenten“ schaffen.


Über den Autor

Das entscheidende Erfolgskriterium

ist „Netzwerkarbeit“ im Kriterium 5

„Marketing und Service“

36 Prozent gaben an, dass sie beabsichtigen

das „Kompetenznetz Mittelstand“

und das „Netzwerk der Besten“ der

Oskar-Patzelt-Stiftung intensiver nutzen

zu wollen: Das ist für die überwiegende

Mehrheit der Befragten das entscheidende

Erfolgskriterium im Bereich

„Marketing und Service“ für ihr Unternehmen.

21 Prozent wollen auch ihre

„Auszeichnung(en) beim Mittelstandspreis

stärker für das Marketing“ nutzen,

besonders auch in der internen Kommunikation.

So soll der „Zusammenhalt

gestärkt und ein gemeinschaftliches Bild

nach Außen“ erzeugt werden. Ebenfalls

als wichtige Erfolgsfaktoren benannt

wurden mit 21 Prozent: „Externe Kommunikation

und PR“, „Internetpräsenz

und Social Media“ sowie „Content Marketing“.

Der Mittelstandsexperte Christian Wewezow

ist gefragt, wenn es darum geht,

Organisationen neu aufzustellen, einzelne

Sparten oder eine Geschäftsidee zum

Erfolg zu führen sowie Unternehmen zu

entwickeln. Weitere Informationen und

Erfolgsgeschichten unter:

www.clockwise-consulting.de

Fazit: Erfolg hat immer

mehrere Faktoren

Was macht ein Unternehmen nun erfolgreich?

Aus den zahlreichen Wettbewerben

um den Großen Preis des Mittelstandes

lässt sich ein Punkt mit Sicherheit

sagen, wie Dr. Helfried Schmidt, Vorstandsvorsitzender

der Oskar-Patzelt-

Stiftung, resümiert: „Erfolg ist immer

vielschichtig und fußt auf mehreren Faktoren.“

Deshalb werden beim Großen

Preis des Mittelstandes auch immer fünf

zentrale gleichrangige Wettbewerbskriterien

betrachtet: „Unternehmerische

Gesamtentwicklung“, „Arbeit und Ausbildung“,

„Innovation und Modernisierung“,

„Engagement“ sowie „Marketing

und Service“. „Kann ein Unternehmen in

all diesen Bereichen punkten, ist es mit

großer Sicherheit erfolgreich.“

Die umfassende OPS-Auswertung

(45 Folien, inkl. Checkliste) ist auch als

Whitepaper erschienen. Interessierte

können diese Unterlagen als PDF-Datei

kostenfrei per E-Mail (wewezow@

clockwise-consulting.de) oder per Telefon

(0177-2802447) bei Herrn Christian

Wewezow anfordern. ó

25

PT-MAGAZIN 5/2017

Oskar-Patzelt-Stiftung

WICHTIGER BEITRAG ZUR EINSATZSICHERHEIT

WIE MIUNSKE GANZE BRANCHEN IN BEWEGUNG HÄLT

Kaum ein Endanwender nimmt Notiz davon, wie technisch

anspruchsvoll moderne Nutzfahrzeuge und Arbeitsmaschinen

aufgebaut sind. Besonders im Hinblick auf

die Fahrzeugelektrik bleiben viele der Innovationen

häufig im Verborgenen. Dass kontinuierliche entwicklung und Optimierung jedoch notwendig

Weiterstruktion

neuer Fahrzeuge. Ein solches ist auch der

TIGIS EUROPA, ein schnell zu wechselnder Koffersind,

zeigt sich oftmals spätestens bei der Kon-

Rettungswagen auf Basis eines Sprinters von

Mercedes-Benz. Für dieses vom sachsen-anhaltischen

Unternehmen Ambulanz Mobile entwickelte und gefertigte

Sondereinsatzfahrzeug galt es, eine äquivalente Lösung für ein

kostspieliges Standard-Bauteil zu finden. Die Anforderungen an

Betriebssicherheit und technische Umsetzung waren hoch,

doch für solche Aufgaben ist miunske bestens geeignet.

Ein wichtiger Grund ist das gegenseitige Verständnis

für die Belange des anderen, das nach über 20 Jahren

Zusammenarbeit eine solide Grundlage bildet. So

konnte das Großpostwitzer Unternehmen auch diesmal

eine überzeugende Lösung anbieten. Nach nur

acht Wochen konnte ein Prototyp des neuen Energieverteilers

geliefert werden, mit dem die Machbarkeit

nachgewiesen wurde. Bis zur Serienreife verging sive kleineren Anpassungen lediglich ein halbes Jahr. Der

inklu-

TIGIS EUROPA gilt als einer der sichersten Rettungswagen

auf dem Markt. Eine Auszeichnung, an der auch miunske einen

entscheidenden Anteil hat.

www.miunske.com


©Thaut Images - stock.adobe.com

„Wo sind die feuchten Handtücher??“

© Oskar-Patzelt-Stiftung

Ein Backstage-Report. Clemens Vogel zeigt auf,

was Sie während der Preisverleihungen und

Bälle nicht zu Gesicht bekommen.

Edwina und Clemens in der Backstage-

Sauna – Ein Lächeln vor dem Sturm.

Am bitten nach vorn…“ das

Abend des 09.09.2017

schallen die Worte: „Wir

erste Mal im 23. Wettbewerbsjahr „Großer

Preis des Mittelstandes“ durch das

Internationale Congress Centrum in

Dresden – in diesem Augenblick werden

gestandene Unternehmer mit zitternden

Knien auf die Bühne geholt. Doch

was passiert im Hintergrund? Was kann

das Publikum nicht sehen und bleibt im

Verborgenen? Clemens Vogel, Vertriebler

bei der OPS Netzwerk GmbH, packt

aus.

Inzwischen wurden bundesweit über 70

Preisverleihungen und Showabende auf

die Beine gestellt, immer vor dem Hintergrund

den Mittelstand ins Licht zu

rücken. Kein Abend gleicht dem anderen –

es gibt immer wieder Passagen, welche

gut gelingen oder manchmal auch missglücken.

Als Crew-Mitglied ist Clemens

nicht nur eng in die Vorbereitungen, an

der Seite von Petra Tröger, eingebunden,

welche seit jeher die Bälle organisiert –

er steht als Teil der gesamten Crew hinter

der Bühne und hält gemeinsam mit

vielen anderen allen den Rücken frei.

36 Grad und es wird noch heißer…

Pünktlich 18:00 Uhr dröhnt ein ganz

besonderer Akteur durch den Saal, er, der

von so vielen an diesem Abend empor

gehoben werden möchte. Auch für die

Macher des Abends ein Höhepunkt,

wenn sie das erste Mal das Publikum

im Saal erstarren sehen. Sehen? „Wir

sehen alles und jeden“, berichtet Clemens:

„Auch wenn es nicht allen auffällt,

im Saal befinden sich mehrere Kameras,

© Oskar-Patzelt-Stiftung

LKW leer – kurze Verschnaufpause.

welche uns den Blick in viele Gesichter

werfen lässt und das ganz unbemerkt.

Spätestens zu diesem Zeitpunkt weiß

jeder hinter der Bühne, wer heute von

Britta Schröer über den roten Teppich

nach oben geleitet wird.“ Die Stimmung

brodelt also nicht nur im Saal, sondern

auch hinter der Bühne, wo stets viel

Wasser, ein kleiner Snack und auch

reichlich Traubenzucker für alle bereitsteht.

„Manchmal wird es auch ganz

schön heiß, nicht nur weil wir in kurzen

Augenblicken Lösungen finden müssen“.

Es kommt nämlich auch vor, dass ein

künftiger Preisträger noch nicht im Saal

sitzt – „dann koordiniert unser Regisseur,

Christof Enderlein, fix um, ohne dass

etwas bemerkt wird“.

Kurz nach Beginn treten die Moderatoren

auf die Bühne. Dieses Jahr verzaubert

Edwina de Pooter wieder das

Publikum in Dresden und Düsseldorf,

Axel Bulthaupt führt mit Charme und

Witz geschickt durch den Abend in der

Hauptstadt und als Premiere erlebt das

Publikum in Würzburg Petra Bindl als

neues Gesicht der Familie. Doch was,

wenn just in diesem Augenblick, bevor

es auf die Bühne geht, ein wirklich doofes

Missgeschick passiert? „Letztes Jahr

in Düsseldorf riss kurz vor dem Auftritt

der Träger des Abendkleids, dann geht

es heiß her. Petra Tröger schnappte sich,

nach einem kurzen Sprint von mir in die

Garderobe, Nadel und Faden und nähte

im Sauseschritt den Träger wieder an.

Natürlich ist der Puls dann hoch, aber

wir haben es geschafft.“ Und das sogar

innerhalb von weniger als drei Minuten.

Als wäre nichts geschehen, strahlte

Edwina anschließend ins Publikum und

PT-MAGAZIN 5/2017


verkündete stolz und euphorisch den

nächsten Preisträger des Abends. Während

diesem Augenblick steht Petra Tröger

oder Helfried Schmidt bereits am

Vorhang. „Unser Doktor trägt den „Großen

Preis“ selbst und wartet geduldig

auf seinen Einsatz. Mit Petra gehe ich

mit und halte den „Kerl“, der immerhin

ca. sechs Kilogramm wiegt. Manchmal

gibt es dann noch einen Witz zum

Lockern oder ein „Dalai Lama“. Beim

ersten Mal „Dalai Lama“ schlich sich

ein breites Grinsen auf ihre Lippen. Das

funktioniert seitdem immer wieder. Es

ist wirklich wichtig, in diesem Augenblick

locker zu sein, das Publikum merkt

Unsicherheiten nämlich sehr schnell –

und das wollen wir nicht.“

ser Pol geschaffen. Sie sorgt nicht nur

dafür, dass Petra Tröger ganz schnell

in ihr Ballkleid springen kann. Sie ist

auch diejenige, welche Sorge dafür trägt,

dass der Blumenstrauß nicht patschnass

übergeben wird, die Urkunde in

der Mappe stimmt und der korrekte

Preis übergeben wird. „Unsere Ulbi…. so

kennen sie auch viele und einige werden

jetzt schmunzeln. Sie ist wirklich

diejenige, auf die zu hundert Prozent

Verlass ist. Da gibt es kein Quengeln und

Nörgeln. Das läuft einfach - und läuft so

perfekt, dass es keiner missen möchte.

Sie engagiert sich seit so vielen Jahren

ehrenamtlich in der Stiftung, dass sie ein

ganz fest verwurzelter Bestandteil des

großen Ganzen ist.“

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Großer Preis des

MITTELSTANDES

2014

PT-MAGAZIN 5/2017

Der Schuh - der drückt nicht nur…

Zur 50. Preisverleihung in Würzburg

stand auch eine andere wichtige Person

im Mittelpunkt: J.R. Ewing oder richtig

Larry Hagman gab sich die Ehre und

brachte den Hollywood-Glanz an die

Stelle wo er hingehört - zum … des

Mittelstandes (diesen Begriff dürfen wir

seit einem langen, aber gut für uns ausgehenden

Streit mit Hollywood nicht

mehr kommunizieren ). Doch nicht

nur Glanz und Gloria. Hier passierte das

Gleiche wie im vergangenen Jahr: „Laut

Plan ist der nächste Programmpunkt

dem Doktor sein Lieblingssatz. Auf einmal

steckte Petra mit dem Absatz in

einem Bühnenspalt – und steckte und

steckte. Gefühlt waren es für uns zehn

Minuten, für sie zehn Stunden – effektiv

nur vier Sekunden. Wir hatten schon

den Schraubenzieher in der Hand, um

sie zu befreien, doch sie zog nochmal

beherzt, verdrehte sich derb den Fuß und

lief dennoch souverän weiter. Zum 50.

Ball blieb sie hier auch hängen, jedoch

in einem Loch. Egal. Das kann ziemlich

ins Auge gehen und wird nun noch

akribischer vorher ausgeschlossen. Doch

es sollte nicht der einzige Schuhunfall

des Abends sein. Einer unserer Tänzerinnen

riss das Riemchen und nähen kann

man das nicht so schnell. Ein Klammeraffe

verschaffte hier den gewünschten

Effekt.“

Doch es braucht auch einen richtigen

Ruhepuls hinter der Bühne. Mit

Renate Ulber, „der guten Seele“, ist die-

Just Smile Honey…

„Das hörte jemand letztes Jahr von mir…“.

Berlin. Bundesball. Die Gäste tanzen auf

dem Parkett und drehen ihre Runden.

Es ist kurz nach dem Auftritt von Karabeus,

der Seilartistik. „Normalerweise

wäre das Seil ganz schnell wieder in

der Decke verschwunden. Während der

Proben klappt auch alles, aber dann

gerade nicht. Der Flaschenzug streikte

und das Seil blieb am Boden. Unser

Alex, seit vielen Jahren auf den Bällen

dabei, sprang in die Bresche. Ich sagte

ihm noch „just smile honey“, er hätte

mich am liebsten erwürgt. Er stand

circa fünf Minuten geduldig inmitten

der Gäste seinen Mann, anschließend

gab es eine „Russische Methode“. Während

sich Remo Eichner-Ernst, eigentlich

Grafiker und Layouter des PT-Magazins,

zum letzten Gang in die Künstlergarderoben

schwang, um den letzten Show-

Act abzusichern, fiel die Anspannung

der Shows 2016 langsam ab. Die Mitternachtsverlosung

wurde final gemeistert

und dann hieß es: „The Show must go

on!“ Und jetzt geht sie weiter. Im diesjährigen

Wettbewerbsjahr. Mit vielen

neuen Künstlern, alt bekannten Gesichtern

und jeder Menge unvorhersehbaren

Herausforderungen. Es bleibt spannend,

spätestens wenn es wieder heißt: „Wir

bitten nach vorn“, die Knie wieder zittern

und die ein oder andere Träne vor

Glück, Erfolg und Rührung von gestandenen

Unternehmern vergossen wird. ó

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Erfolg ist planbar

KOLUMNE

Seit Monaten schon laufen die Vorbereitungen

zu den Auszeichnungsgalas im

23. Jahr des Großen Preises des Mittelstandes.

Nun sind es nur noch wenige

Tage bis zum Auftakt am 9. September

in Dresden. Erneut haben wir den

Anspruch, alle Gäste rundum zu begeistern.

Denn jeder – ob an diesem Abend

ausgezeichnet oder nicht – soll in eine

Ballnacht voller Erlebnisse eintauchen

können, mit extravaganten Showeinlagen

und Tanz-Medleys, begleitet von

einer charmanten und unterhaltsamen

Moderation. Unter dem Motto „Respekt

und Achtung“ sollen alle Gäste einen

unvergesslichen Abend erleben.

Dabei überlassen wir nichts dem

Zufall. Denn es geht um die Besten der

Besten, um diejenigen, die besonders

erfolgreich sind, die mehr als 900.000

Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen

und gesichert haben, Deutschlands

„German Mittelstand“ wird weltweit

geachtet.

Gemeinsam mit den über 100 Juroren

haben wir deshalb in den zurückliegenden

Monaten zehntausende Seiten

Juryunterlagen gesichtet, geprüft,

bewertet. Laudationes wurden geschrieben,

Präsentationen wurden vorbereitet.

Parallel liefen schon die Vorbereitungen

für die Galas zur Preisverleihungen und

die anschließenden Bälle: Einladungen,

Eintrittskarten, Ballzeitungen, Künstlerarrangement,

Drehbuch, Regie, Licht-,

Ton- und Kameraplanung und vieles

mehr.

Zwar ist die Messlatte wieder

hoch gesteckt. Doch wer aktiv

und tüchtig ist, für den sind

sogar Fehlschläge Treppenstufen

zum Erfolg.

Wer sein Ziel kennt,

der kann Schritt

für Schritt alle

notwendigen

Maßnahmen

ergreifen,

um es zu

erreichen.

Erfolg ist planbar. Genau wie Sie als verantwortungsvolle

Unternehmerpersönlichkeit werden auch wir weiter an unseren

Vorhaben wachsen.

Glauben also auch Sie weiterhin an sich! Stecken Sie

sich mit Ihren Mitstreitern – privat oder im Geschäftsleben

– neue anspruchsvolle Ziele und bleiben Sie

geplant erfolgreich. Doch denken Sie daran, dass,

auch wenn Sie dieses Jahr nicht auf der Bühne

stehen, Sie zum Erfolg eines großen Ganzen

beigetragen haben. Der Erfolg aller Unternehmen

im „Netzwerk der Besten“ macht

unser Land so erfolgreich. Wir alle sind

Gewinner – dank eines geplanten

Erfolges.

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Digitalisierung

braucht Agilisierung

PT-MAGAZIN 5/2017

Wirtschaft

30

Neue Arbeitswelt 4.0 erfordert

Upgrade des Menschen!

Die Digitale Transformation nimmt

Formen an. Technik und Systeme

werden aufgerüstet und vernetzt,

Roboter kommen vermehrt zum Einsatz

und Apps erfahren einen regelrechten

Hype. Die Notwendigkeit, sich selbst und

die Mitarbeiter auf erforderliche Kompetenzen

für die Digitalisierung zu checken,

wird dabei leicht übersehen. Manchmal

wird der Faktor Mensch gänzlich vergessen.

Veränderung in den Köpfen

Die rasante Entwicklung der Technologien

droht unseren Verstand demnächst

zu überrollen, weil er diese mit rein logischer

Beurteilung allein nicht mehr voll

erfassen kann. Die neue Zeit braucht

ein neues Denken, das heißt eine gute

Zusammenarbeit der Ratio mit den weichen

Fähigkeiten.

Gleichzeitig verlangt die voranschreitende

Digitalisierung nach veränderten

Arbeitsprozessen. Führungskräfte und

Mitarbeiter müssen sich künftig einlassen

können auf Veränderungen, die sich

im Rahmen der Digitalisierung ergeben.

Und sie müssen sich daran gewöhnen,

dass nicht mehr alles planbar ist, dass

man nur die nächsten Schritte kennt

und die Richtung bei Bedarf rasch korrigieren

muss. In der Summe ist dies das

Denken und Handeln der Künstler.

Vorbild: Künstler + Visionäre

Künstler und wahre Visionäre denken

integrativ, ihre Motivation ist Neugier

und das Feuer brennt für die Frage: Wie

bekomme ich das hin? Hinzu kommen

Optimismus und Mut, völlig neuartige

Vorhaben anzupacken, sowie Begeisterung

und der Biss, das Projekt voranzutreiben

und zum Ende zu führen. Von

Rückschlägen lässt man sich nicht beirren,

sondern sucht nach dem Warum,

nutzt die Erkenntnis aus Fehlschlägen

und macht weiter. Ein wahrer Visionär

war Steve Jobs. Auch der viel bewunderte

Spirit erfolgreicher Startups entspringt

dieser Haltung; ca. zehn Prozent

der Startups sind erfolgreich.

Künstler und Visionäre haben sich

etwas bewahrt, das viele Menschen

bereits in der Kindheit oder später im

Berufsleben verloren haben: die urkindliche

Entdeckerfreude und spielerische

Kreativität. Jedes Kind entdeckt

voller Neugier die Welt, allerdings nur so

lange, bis man ihm oft genug dafür ‚auf

die Finger gehauen hat‘. Für die neue

Arbeitswelt 4.0 sollten wir es wieder

hervorlocken. Der Hirn- und Lernforscher

Professor Dr. Gerald Hüther sagt hierzu:

„Wenn Sie sich an Zeiten erinnern, wo

Sie noch kleiner waren …, da haben Sie

doch nicht einen mittelmäßigen Turm

mit den Bauklötzen bauen wollen, sondern

Sie wollten einen richtig hohen

Turm bauen, und nicht, um den höher zu

bauen als andere, sondern für sich selbst.

Das heißt, der Mensch ist auf Höchstleis-

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tungen organisiert. Der möchte das sich

selbst beweisen, was er alles kann und

was er alles fertigbringt. ... Und diese

intrinsische Motivation geht kaputt,

sobald man Menschen zwingt, Türme

auf eine bestimmte Weise zu bauen …“

Agil mit agilen Kompetenzen

Die Zeit drängt, denn der Mensch benötigt

für Veränderung viel mehr Zeit, als

die derzeit exponentiell voranschreitenden

Tech-Entwicklungen. Neurobiologen

bestätigen: Neue Denkmuster (Synapsenverbindungen)

sind bis ins hohe Alter

hinein möglich. Wir erlangen es allerdings

nur durch stetiges Üben und Wiederholen

(Neuroplastizität). Am besten

in einer angenehmen Umgebung und

mit einem Gefühl der Begeisterung.

Agiles Arbeiten basiert auf künstlerischem

Denken und Handeln. Nun können

Sie aber mit der Aufforderung „Alle

denken ab sofort künstlerisch!“ nichts

bewegen. Die besonderen künstlerischen

Fähigkeiten sind neben den oben

genannten in erster Linie eine offene

innere Haltung, gute kritikfähige Kommunikation,

Fehler-Fähigkeit, Einfühlungsvermögen,

Wertschätzung und

Flexibilität. Man findet sie in der Theaterarbeit.

Diese Soft Skills kann man

schulen und erlangt damit eine Grundvoraussetzung

für eine agile Arbeitsweise.

Kompetenzen der Theaterarbeit:

• Schauspiel: innere Haltung verstehen,

Wahrnehmung, Empathie

• Regie: wertschätzend, motivierend,

offen, Feedback

• Bühne: sensitive Kommunikation,

„Kritik“ dient der Optimierung

• Inszenierung: Team-Play + Ensemble-

Geist

Anlehnen an Design Thinking

Künstlerisches Denken und Handeln

finden Sie auch abgebildet in Regeln

und Prinzipien agiler Methoden. Das

Arbeiten mit ausgewählten Design

Thinking-Regeln und -Prinzipien führt

die Anwender zwangsläufig in eine

agile Arbeitsweise hinein. Die geschulten

agilen Kompetenzen unterstützen

dieses Arbeiten, denn die Regeln fordern

vom Anwender positive, kritikfreie

Kommunikation, Offenheit und Toleranz

gegenüber anderen Disziplinen, Ideen

und Meinungen, außerdem Team-Geist.

Das Prinzip ‚frühzeitiges Prototyping mit

Test‘ erzwingt geradezu eine neue Fehlerund

Feedback-Kultur und das Loslassen

von Planung. Das Prinzip interdisziplinärer

Teams fördert die breitere Ideenfindung

und die Vernetzung im Unternehmen,

Silodenken wird aufgebrochen.

In der Praxis lassen sich die Regeln

und Prinzipien für diverse Problem- und

Fragestellungen einsetzen. Das Zauberwort

heißt: Üben. Und Moderation

gewährleistet die konsequente Anwendung.

Gerade diese strikten Rahmenbedingungen

und Regeln zwingen die

ausführenden Teams regelrecht aus

ihren Beschränkungen des Denkens, der

Routine und der Hierarchie heraus. Und

zwingen sie gleichzeitig hinein in mehr

Offenheit in der Kommunikation und zu

neuen Ideen.

Fazit: durch Agilisierung gewinnen

Unternehmen werden durch die Agilisierung

gewinnen: den offenen Geist

einer agilen Belegschaft für mehr Innovation,

eine bessere Kommunikationsund

Arbeits-Kultur und mehr. Außerdem

sind so alle Mitarbeiter bestens für den

Einsatz agiler Methoden vorbereitet. ó

Über die Autorin

Amanda Pur ist Business-Coach, Beraterin,

Lehrbeauftragte und Autorin. Die Diplom-

Finanzwirtin, Künstlerin und Managerin

entwickelt Schulungskonzepte und Strategien.

Sie coacht mit eigener Methode.

Zudem ist sie Botschafterin für den Großen

Preis des Mittelstandes.

www.amanda-pur.de

31

PT-MAGAZIN 5/2017

Wirtschaft

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Digitalisierung braucht Agilisierung

Neue Arbeitswelt 4.0 erfordert Upgrade des Menschen!

Wirtschaft

30

Die Digitale Transformation

nimmt Formen an. Technik

und Systeme werden aufgerüstet

und vernetzt, Roboter kommen

vermehrt zum Einsatz und Apps

erfahren einen regelrechten Hype. Die

Notwendigkeit, sich selbst und die

Mitarbeiter auf erforderliche Kompetenzen

für die Digitalisierung zu

checken, wird dabei leicht übersehen.

Manchmal wird der Faktor Mensch

gänzlich vergessen.

Veränderung in den Köpfen

Die rasante Entwicklung der Technologien

droht unseren Verstand demnächst

zu überrollen, weil er diese mit

rein logischer Beurteilung allein nicht

mehr voll erfassen kann. Die neue Zeit

braucht ein neues Denken, das heißt

eine gute Zusammenarbeit der Ratio

mit den weichen Fähigkeiten.

Gleichzeitig verlangt die voranschreitende

Digitalisierung nach

veränderten Arbeitsprozessen. Führungskräfte

und Mitarbeiter müssen

sich künftig einlassen können auf Veränderungen,

die sich im Rahmen der

Digitalisierung ergeben. Und sie müssen

sich daran gewöhnen, dass nicht

mehr alles planbar ist, dass man nur

die nächsten Schritte kennt und die

Richtung bei Bedarf rasch korrigieren

muss. In der Summe ist dies das Denken

und Handeln der Künstler.

Vorbild: Künstler + Visionäre

Künstler und wahre Visionäre denken

integrativ, ihre Motivation ist Neugier

und das Feuer brennt für die Frage:

Wie bekomme ich das hin? Hinzu

kommen Optimismus und Mut, völlig

neuartige Vorhaben anzupacken,

sowie Begeisterung und der Biss, das

Projekt voranzutreiben und zum Ende

zu führen. Von Rückschlägen lässt

man sich nicht beirren, sondern sucht

nach dem Warum, nutzt die Erkenntnis

aus Fehlschlägen und macht weiter.

Ein wahrer Visionär war Steve

Jobs. Auch der viel bewunderte Spirit

erfolgreicher Startups entspringt

dieser Haltung; ca. zehn Prozent der

Startups sind erfolgreich.

Künstler und Visionäre haben sich

etwas bewahrt, das viele Menschen

bereits in der Kindheit oder später im

Berufsleben verloren haben: die urkindliche

Entdeckerfreude und spielerische

Kreativität. Jedes Kind entdeckt

voller Neugier die Welt, allerdings

nur so lange, bis man ihm oft genug

dafür ‚auf die Finger gehauen hat‘.

Für die neue Arbeitswelt 4.0 sollten

wir es wieder hervorlocken. Der Hirnund

Lernforscher Professor Dr. Gerald

Hüther sagt hierzu: „Wenn Sie sich

an Zeiten erinnern, wo Sie noch kleiner

waren …, da haben Sie doch nicht

einen mittelmäßigen Turm mit den

Bauklötzen bauen wollen, sondern

Sie wollten einen richtig hohen Turm

bauen, und nicht, um den höher zu

bauen als andere, sondern für sich

selbst. Das heißt, der Mensch ist auf

Höchstleistungen organisiert. Der

möchte das sich selbst beweisen, was

er alles kann und was er alles fertigbringt.

... Und diese intrinsische

Motivation geht kaputt, sobald man

Menschen zwingt, Türme auf eine

bestimmte Weise zu bauen …“

Agil mit agilen Kompetenzen

Die Zeit drängt, denn der Mensch

benötigt für Veränderung viel mehr

Zeit, als die derzeit exponentiell voranschreitenden

Tech-Entwicklungen.

Neurobiologen bestätigen: Neue

Denkmuster (Synapsenverbindungen)

sind bis ins hohe Alter hinein

möglich. Wir erlangen es allerdings

nur durch stetiges Üben und Wiederholen

(Neuroplastizität). Am besten

in einer angenehmen Umgebung und

mit einem Gefühl der Begeisterung.

Agiles Arbeiten basiert auf künstlerischem

Denken und Handeln. Nun

können Sie aber mit der Aufforderung

„Alle denken ab sofort künstlerisch!“

nichts bewegen. Die besonderen

künstlerischen Fähigkeiten sind

neben den oben genannten in erster

Linie eine offene innere Haltung,

gute kritikfähige Kommunikation,

Fehler-Fähigkeit, Einfühlungsvermögen,

Wertschätzung und Flexibilität.

Man findet sie in der Theaterarbeit.

Diese Soft Skills kann man schulen

und erlangt damit eine Grundvoraussetzung

für eine agile Arbeitsweise.

Kompetenzen der Theaterarbeit:

• Schauspiel: innere Haltung verstehen,

Wahrnehmung, Empathie

• Regie: wertschätzend, motivierend,

offen, Feedback

• Bühne: sensitive Kommunikation,

„Kritik“ dient der Optimierung

• Inszenierung: Team-Play + Ensemble-Geist

Anlehnen an Design Thinking

Künstlerisches Denken und Handeln

finden Sie auch abgebildet in Regeln

und Prinzipien agiler Methoden. Das

Arbeiten mit ausgewählten Design

Thinking-Regeln und -Prinzipien

führt die Anwender zwangsläufig in

eine agile Arbeitsweise hinein. Die

geschulten agilen Kompetenzen

unterstützen dieses Arbeiten, denn

die Regeln fordern vom Anwender

positive, kritikfreie Kommunikation,

Offenheit und Toleranz gegenüber

anderen Disziplinen, Ideen und Mei-


PT-MAGAZIN 5/2017

nungen, außerdem Team-Geist.Das

Prinzip ‚frühzeitiges Prototyping mit

Test‘ erzwingt geradezu eine neue

Fehler- und Feedback-Kultur und das

Loslassen von Planung. Das Prinzip

interdisziplinärer Teams fördert die

breitere Ideenfindung und die Vernetzung

im Unternehmen, Silodenken

wird aufgebrochen.

In der Praxis lassen sich die Regeln

und Prinzipien für diverse Problemund

Fragestellungen einsetzen. Das

Zauberwort heißt: Üben. Und Moderation

gewährleistet die konsequente

Anwendung. Gerade diese strikten

Rahmenbedingungen und Regeln

zwingen die ausführenden Teams

regelrecht aus ihren Beschränkungen

des Denkens, der Routine und der

Hierarchie heraus. Und zwingen sie

gleichzeitig hinein in mehr Offenheit

in der Kommunikation und zu neuen

Ideen.

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Wirtschaft

Fazit: durch Agilisierung gewinnen

Unternehmen werden durch die Agilisierung

gewinnen: den offenen Geist

einer agilen Belegschaft für mehr

Innovation, eine bessere Kommunikations-

und Arbeits-Kultur und mehr.

Außerdem sind so alle Mitarbeiter

bestens für den Einsatz agiler Methoden

vorbereitet. ó

© adam121 - stock.adobe.com

Über die Autorin

Amanda Pur ist Business-Coach, Beraterin,

Lehrbeauftragte und Autorin. Die Diplom-

Finanzwirtin, Künstlerin und Managerin

entwickelt Schulungskonzepte und Strategien.

Sie coacht mit eigener Methode.

Zudem ist sie Botschafterin für den Großen

Preis des Mittelstandes.

www.amanda-pur.de


Wirtschaft

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32

Man könnte meinen,

der Mann hinter dem

berühmten, wiederbelebten

Pariser Nachtclub Les

Bains Douches hätte einen perfekten

Werdegang, aber das wäre

nur die halbe Geschichte. Für

Jean-Pierre Marois war es nicht

nur eine familiäre Verpflichtung,

sondern auch ein Bedürfnis, die

Seele dieses jahrzehntelangen

Promi-Hotspots – eine intime

Spielwiese für Bowie, Jagger und

Gainsbourg – im heutigen Hotel

Les Bains aufleben zu lassen. Das

moderne Les Bains ist sowohl

eine Hommage an seine illustre

Vergangenheit als auch eine

neue, kühne Herangehensweise

an die Gastfreundschaft mitten

im Herzen von Paris.

Les Bains

Die Geschichte des Pariser Hotels:

Ein Blick zurück und nach vorn!

Ein Hotel wie kein anderes

Das Gebäude in der Rue du

Bourg L’Abbé beheimatete früher

das bekannte Pariser Belle

Époque Badehaus, bevor es in

der dekadenten Phase der 1970er

Jahre zu einem Kult-Club wurde.

Durch seinen Vater, Eigentümer

und Betreiber des Klubs, wurde

Jean-Pierre von Kind an mit der

Geschichte des Hauses vertraut.

Eine Historie des Les Bains Hotel,

so divers wie legendär: Von den

Besuchen des Schriftstellers

Marcel Proust im eleganten Spa-

Bereich, bis hin zu den Kaffeebesuchen

der Les Halles Arbeiter,

die nach Feierabend auch gerne

auf einen Schluck Brandy vorbei

kamen. „Das Gebäude hat eine

kraftvolle Aura, ein Mix aus Glamour

und schonungslosem Geist

zugleich“, erklärt Marois. „Das

Les Bains reflektiert das Erbe der

Pariser Kultur und transferiert es

gleichzeitig in die Zukunft. Es ist

ein Hotel wie kein anderes.“


Um das Erbe des Hauses – sowohl

ikonisch, als auch ikonoklastisch –

gebührend in Szene zu setzen und

auch für die kommenden Generationen

zu erhalten, konzipierte Marois

einen authentischen und zugleich

innovativen Ansatz für sein Hotel.

„Ich habe so viele wundervolle Hotels

gesehen, die durch Umbau und Renovierung

verschandelt wurden. So viele

Orte und Häuser, die durch das Design

kahl und ungemütlich gemacht worden

sind“, erklärt Marois. „Doch der

Trick ist ganz einfach - die wahre Aura

des Bauwerks erhalten. Ich möchte,

dass meine Gäste, die dieses einzigartige

Gebäude betreten, diese Aura

spüren und verstehen, dass es schon

immer ein Hotel war. Ich möchte,

dass sie die gesamte Geschichte des

Hotels fühlen, mit all ihren zahlreichen,

unglaublichen Geschichten und

Menschen, die das Les Bains betreten

haben.“

Innovativ – damals wie heute

Dass Innovation ein wichtiger Faktor

für Erfolg ist, wusste Marois

von Anfang an. Als Hotelier erwies

er sich als geschickt darin, seinem

ersten Bestreben – ein Businesshotel

in Paris zu eröffnen – komplett den

Rücken zu kehren, nachdem ihn seine

Bankberater überzeugten, ein ganz

anderes Projekt zu starten – welches

bereits nach kurzer Zeit zu einem

der beliebtesten Boutique-Hotels der

Stadt wurde.

Im Gegensatz zu den meisten

Hoteldirektoren ist Marois auch ein

erfolgreicher Filmproduzent. Unter

anderem produzierte er das starbesetzte

Werk „Mary“ von Abel Ferrara

sowie Oliver Stones Dokumentation

„South of the Border“ und führte bei

der Satire „American Virgin“ Regie.

Auch wenn es auf den ersten

Blick scheint, als hätten diese beiden

Berufe nichts miteinander zu tun,

beweist Marois das Gegenteil: „Die

Suche nach einem perfekten Hotel

ist wie der Prozess, ein gutes Buch

in ein Drehbuch zu verwandeln. Und

die Suche nach einem geeigneten

Architekten ist wie die Suche nach

einem guten Regisseur. Beide Projekte

sind überwältigend. Alles muss

in perfekter Harmonie zueinander

sein, die Kamerasteuerung muss die

Schauspieler komplementieren und

die Bearbeitung muss das gesamte

Material veredeln, genau wie das

Design die Aufgabe eines Gebäudes

unterstreichen und neues Leben in

das Haus bringen muss.“

Alle Bilder: © DesignHotels

Um seine Vision zu realisieren,

verfolgte Marois klare Regeln: Das

Les Bains durfte keinesfalls ein reiner

Nostalgie-Trip werden oder nur

mit einer schwachen Hommage an

den alten Ruhm erinnern. Stattdessen

sollte es einen Schritt weiter, einen

Schritt nach vorne, gehen. Form,

Funktion und Geist des viel geachteten

Gebäudes bilden ein großes Erbe:

vom exquisiten Interior Design bis

hin zu zahlreichen Merkmalen des

dekadenten Lebensstils der Pariser

Bohème. Aber dennoch richtet das

Pariser Les Bains seinen Fokus auf die

Zukunft und wird wohl immer bis ins

Mark innovativ bleiben. ó

Das Les Bains – ein Juwel in Paris

Direkt an der Rue du Bourg L’Abbé

an der prominenten Hausnummer 7

gelegen, ist das Les Bains eines der

vielen Juwele im historischen dritten

Arrondissement (Bezirk) von Paris. Die

ideale Lage macht das Hotel zum

perfekten Ausgangspunkt für eine

Entdeckungsreise durch die alten,

aristokratischen Viertel der Stadt, vorbei

an zahlreichen architektonischen

Prachtbauten. Dank der herausragenden

Zusammenarbeit zwischen den

Architekten und Designern Vincent

Bastie, Tristan Auer und Denis Montel

erstrahlt das Gebäude als inspirierender

Ort mit dem einzigartigen

Mix aus Nachtclub und Hotel. Zudem

finden die Gäste im Les Bains ein Restaurant,

eine Bar, eine private Lounge

sowie 39 Zimmer und Suiten.

www.designhotels.com/les-bains


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Ideenschutz im Mittelstand:

Patente, Marken & Co.

Basisabsicherung des wichtigsten

geistigen Eigentums bringt viele Vorteile

Wirtschaft

34

Erfahrungsgemäß bringt auch die

beste Geschäftsidee nur überschaubaren

Erfolg, wenn sie zuvor

nicht umfassend geschützt wurde. Großkonzerne

wie auch Mittelständler werden

Opfer von Nachahmern und Produktpiraten,

was jährlich zu Schäden in

beträchtlicher Höhe führt. Der Schutz

der eigenen Ideen bzw. des geistigen

Eigentums eines Unternehmens durch

Patente oder Marken ist daher erforderlich,

um sich effektiv gegen Verletzungen

wehren zu können.

Unterschiedliche Zielrichtung

der Schutzrechte

Schutzrechte sichern zudem – wenigstens

für einen gewissen Zeitraum

– einen Vorsprung vor Wettbewerbern

und können auch in der Werbung herausgestellt

werden. Ein neu entwickeltes

Produkt kann dabei vor allem durch eine

Kombination von verschiedenen Rechten

optimal geschützt werden, was ein

Vorgehen gegen unterschiedliche Nachahmungsformen

ermöglicht. Patente,

Marken und Designs zielen dabei auf

unterschiedliche Aspekte.

So dienen Marken (lassen sich unbegrenzt

verlängern) primär dazu, die Herkunft

einer Ware oder Dienstleistung

von einem bestimmten Unternehmen

anzuzeigen (Herkunftsfunktion).

Optisch über die Form

wirkende zweidimensionale

Muster oder dreidimensionale

Modelle können demgegenüber

durch Anmeldung

eines Designs oder eines so

genannten Gemeinschaftsgeschmacksmusters

(in der

Europäischen Union) für

maximal 25 Jahre geschützt

werden. Die Erfindung

muss allerdings „neu“ sein – also zum

Anmeldezeitpunkt noch unbekannt. Bei

einem ungeprüften Gebrauchsmuster

gibt es eine Neuheitsschonfrist von

sechs Monaten. Ein wirksamer Schutz

ist also auch nach einer Vorveröffentlichung

- etwa im Rahmen einer Messe

- noch möglich. Empfehlenswert ist aber

zunächst eine Schutzrechtsanmeldung

und die Idee erst dann zu veröffentlichen.

Eine gewisse Absicherung können

hier Geheimhaltungsvereinbarungen

bringen. Die maximale Schutzdauer

von Patenten beträgt 20 Jahre, während

diese bei Gebrauchsmustern nur

bei zehn Jahren liegt.

Kosten von Schutzrechtsanmeldungen

Die Kosten einer Schutzrechtsanmeldung

umfassen die Amtsgebühren

sowie ein Honorar, falls ein Anwalt involviert

wird. Grundsätzlich richten sich

diese Kosten nach dem örtlichen und

sachlichen Umfang der Anmeldung.

Anwälte bieten die Anmeldung von Marken

und Designs meist zu Pauschalen

an, die bereits ab ein paar hundert Euro

beginnen. Der Preis für die Ausarbeitung

technischer Schutzrechtsanmeldungen

richtet sich überwiegend nach dem tatsächlichen

Aufwand. Interessante Fördermöglichkeiten

wie das Programm

„WIPANO“ des Bundeswirtschaftsministeriums

gibt es für Unternehmen,

die seit fünf Jahren kein Patent oder

Gebrauchsmuster angemeldet haben.

Reaktion bei Verletzungen

der Schutzrechte

Wenn man als Schutzrechtsinhaber auf

eine Verletzung eigener Rechte durch

Dritte aufmerksam wird, gibt es unterschiedliche

Möglichkeiten, hierauf

zu reagieren. Die häufig gefürchtete

Abmahnung, die man etwa durch einen

Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz

aussprechen lässt, ist dabei nur

eine der Möglichkeiten, eine außergerichtliche

Klärung des Konflikts herbeizuführen.

Führt dies nicht zum Erfolg,

wäre z.B. eine einstweilige Verfügung

bzw. eine Klage das Mittel der Wahl, um

eine Verletzung doch noch abzustellen.

Bei klassischer Produktpiraterie, bei der

rechtsverletzende Ware z.B. aus Asien

nach Deutschland gelangt, kann zudem

die Einrichtung von relativ kostengünstigen

Grenzbeschlagnahmeanträgen

sinnvoll sein.

Letztlich sollte sich ein anwaltlicher

Berater eng mit dem Mandanten abstimmen,

um das bestmögliche Ergebnis –

auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten

– für diesen zu erzielen. ó

Über den Autor

Dr. Florian Lichtnecker vertritt als Partner

einer Kanzlei bundesweit vor allem mittelständische

Mandanten u.a. zu Fragen des

Patent-, Marken- und Wettbewerbsrechts.

www.patente-bayern.de


Mit Tax Compliance auf

Nummer sicher

Innerbetriebliches

Kontrollsystem

kann steuerliche

Risiken minimieren

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PT-MAGAZIN 5/2017

Steuerliche Fehler werden immer

strenger verfolgt. Schutz bietet ein

innerbetriebliches Kontrollsystem,

das die Einhaltung steuerlicher Vorgaben

überwacht.

Gesetze, Urteile, Vorschriften: Ständig

wechselnde Vorgaben machen es Firmen

schwer, in Steuerangelegenheiten

auf dem Laufenden zu bleiben. Leicht

schleichen sich Fehler ein, die steuerliche

Auflagen verletzen. Mit ausgefeilten

Prüfverfahren werden Fehltritte immer

öfter entdeckt und zudem immer häufiger

an die Straf- und Bußgeldstelle

weitergeleitet. Der Grund: Betriebsprüfer

machen sich selbst strafbar, wenn sie

im Verdachtsfall nicht die Steuerfahndung

einschalten. Schnell interpretieren

Finanzämter Fehler als vorsätzliche

Steuerhinterziehung. Die möglichen Folgen

reichen von hohen Nachzahlungen

und Bußgeldern bis hin zu langwierigen

Strafverfahren mit ungewissem Ausgang.

Immer mehr Firmen minimieren

daher die steuerlichen Risiken mit Hilfe

eines Tax Compliance Management Systems

(Tax CMS). Dabei handelt es sich

um eine Art Leitfaden der dazu dient,

alle steuerrelevanten Prozesse zu optimieren

und zu überwachen. Die Vorteile

liegen auf der Hand: Es passieren

weniger Fehler und die Arbeitseffizienz

wird optimiert. Doch damit nicht genug.

Ein Tax CMS schützt Entscheidungsträger

in vielen Fällen vor der persönlichen

Haftung. Denn das Management haftet

persönlich für Fehler von Mitarbeitern.

Laut einem aktuellen Erlass des Bundesfinanzministeriums

kann ein innerbetriebliches

Kontrollsystem als Indiz dafür

gelten, dass kein bedingter Vorsatz für

eine Steuerhinterziehung vorliegt (Az. IV

A 3 – S 0324/15/10001). Auch wenn ein

Tax-CMS nicht gesetzlich vorgeschrieben

ist, macht es für Unternehmen Sinn. Die

Frage ist, in welchem Umfang.

Steuerliche Risiken lauern in vielen

Bereichen und sind von Firma zu

Firma unterschiedlich. Maßgeblich sind

einerseits externe Rahmenbedingungen

wie etwa Branchenzugehörigkeit oder

der Aktionsradius im In- und Ausland.

Andererseits spielen interne Faktoren

wie Unternehmensgröße und -struktur

ebenfalls eine wichtige Rolle. Das Fehlerrisiko

wächst, wenn die Aktivitäten mehrerer

Abteilungen und Zuständigkeiten

ineinandergreifen und zudem eine

Vielzahl von Prozessen automatisiert

abläuft. Besonders fehlerträchtig sind

die Bereiche Umsatz- und Lohnsteuer.

Ein steuerliches Kontrollsystem kann

hier einen Großteil der steuerlichen Risiken

minimieren. Schon mit begrenzten

Maßnahmen kann man viel erreichen.

Bei der konkreten Ausgestaltung eines

internen Kontrollsystems haben Unternehmen

freie Hand, da der Fiskus hierzu

keine Vorgaben macht.

Wie gehen Firmen am besten vor?

Grundlage ist immer eine eingehende

Analyse des Ist-Zustands mit dem steuerlichen

Berater. Zunächst werden alle

relevanten Abläufe und Zuständigkeiten

beleuchtet und in einem Dokument

erfasst. Dann erfolgt eine systematische

Risikoanalyse, die alle steuerlichen Fallstricke

identifiziert und gewichtet. Darauf

aufbauend werden Prozessabläufe

entwickelt und schriftlich niedergelegt,

die mögliche steuerliche Gefahren

erkennen und ausräumen helfen. Ergebnis

ist in der Regel ein Tax Compliance

Leitfaden, der klare Verhaltensregeln

vorgibt.

Tax Compliance steht und fällt

damit, wie es in der Praxis gelebt wird.

Unternehmen sollten sicherstellen, dass

betroffene Mitarbeiter das Kontrollsystem

kennen und alle Vorsichtsmaßnahmen

beherzigen. Hilfreich sind regelmäßige

Schulungen, die für steuerliche

Risiken sensibilisieren und Handlungssicherheit

vermitteln. Zudem sollten Firmen

jährlich prüfen, ob ihr Tax CMS den

aktuellen Anforderungen genügt und

gegebenenfalls nachjustieren. Vorrangiges

Ziel sollte dabei sein, dass Mitarbeiter

im Finanz- und Rechnungswesen ein

geschärftes Bewusstsein für steuerliche

Stolperfallen entwickeln und mit Weitblick

agieren. ó

Über die Autorin

Dr. Stephanie Thomas, Rechtsanwältin,

Steuerberaterin und Fachanwältin für

Steuerrecht der Kanzlei WWS in Mönchengladbach.

www.wws-gruppe.de

35

Wirtschaft


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Ideenschutz im Mittelstand:

Patente, Marken & Co.

Basisabsicherung des wichtigsten

geistigen Eigentums bringt viele Vorteile

Wirtschaft

34

Erfahrungsgemäß bringt auch die

beste Geschäftsidee nur überschaubaren

Erfolg, wenn sie zuvor

nicht umfassend geschützt wurde. Großkonzerne

wie auch Mittelständler werden

Opfer von Nachahmern und Produktpiraten,

was jährlich zu Schäden in

beträchtlicher Höhe führt. Der Schutz

der eigenen Ideen bzw. des geistigen

Eigentums eines Unternehmens durch

Patente oder Marken ist daher erforderlich,

um sich effektiv gegen Verletzungen

wehren zu können.

Unterschiedliche Zielrichtung

der Schutzrechte

Schutzrechte sichern zudem – wenigstens

für einen gewissen Zeitraum –

einen Vorsprung vor Wettbewerbern

und können auch in der Werbung herausgestellt

werden. Ein neu entwickeltes

Produkt kann dabei vor allem durch eine

Kombination von verschiedenen Rechten

optimal geschützt werden, was ein

Vorgehen gegen unterschiedliche Nachahmungsformen

ermöglicht. Patente,

Marken und Designs zielen dabei auf

unterschiedliche Aspekte.

So dienen Marken (lassen sich unbegrenzt

verlängern) primär dazu, die Herkunft

einer Ware oder Dienstleistung

von einem bestimmten Unternehmen

anzuzeigen (Herkunftsfunktion).

Optisch über die Form

wirkende zweidimensionale

Muster oder dreidimensionale

Modelle können demgegenüber

durch Anmeldung

eines Designs oder eines so

genannten Gemeinschaftsgeschmacksmusters

(in der

Europäischen Union) für

maximal 25 Jahre geschützt

werden. Die Erfindung

muss allerdings „neu“ sein – also zum

Anmeldezeitpunkt noch unbekannt. Bei

einem ungeprüften Gebrauchsmuster

gibt es eine Neuheitsschonfrist von

sechs Monaten. Ein wirksamer Schutz

ist also auch nach einer Vorveröffentlichung

- etwa im Rahmen einer Messe

- noch möglich. Empfehlenswert ist aber

zunächst eine Schutzrechtsanmeldung

und die Idee erst dann zu veröffentlichen.

Eine gewisse Absicherung können

hier Geheimhaltungsvereinbarungen

bringen. Die maximale Schutzdauer

von Patenten beträgt 20 Jahre, während

diese bei Gebrauchsmustern nur

bei zehn Jahren liegt.

Kosten von Schutzrechtsanmeldungen

Die Kosten einer Schutzrechtsanmeldung

umfassen die Amtsgebühren

sowie ein Honorar, falls ein Anwalt

involviert wird. Grundsätzlich richten

sich diese Kosten nach dem örtlichen

und sachlichen Umfang der Anmeldung.

Anwälte bieten die Anmeldung von Marken

und Designs meist zu Pauschalen

an, die bereits ab ein paar hundert Euro

beginnen. Der Preis für die Ausarbeitung

technischer Schutzrechtsanmeldungen

richtet sich überwiegend nach dem tatsächlichen

Aufwand. Interessante Fördermöglichkeiten

wie das Programm

„WIPANO“ des Bundeswirtschaftsministeriums

gibt es für Unternehmen,

die seit fünf Jahren kein Patent oder

Gebrauchsmuster angemeldet haben.

Reaktion bei Verletzungen

der Schutzrechte

Wenn man als Schutzrechtsinhaber auf

eine Verletzung eigener Rechte durch

Dritte aufmerksam wird, gibt es unterschiedliche

Möglichkeiten, hierauf

zu reagieren. Die häufig gefürchtete

Abmahnung, die man etwa durch einen

Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz

aussprechen lässt, ist dabei nur

eine der Möglichkeiten, eine außergerichtliche

Klärung des Konflikts herbeizuführen.

Führt dies nicht zum Erfolg,

wäre z.B. eine einstweilige Verfügung

bzw. eine Klage das Mittel der Wahl, um

eine Verletzung doch noch abzustellen.

Bei klassischer Produktpiraterie, bei der

rechtsverletzende Ware z.B. aus Asien

nach Deutschland gelangt, kann zudem

die Einrichtung von relativ kostengünstigen

Grenzbeschlagnahmeanträgen

sinnvoll sein.

Letztlich sollte sich ein anwaltlicher

Berater eng mit dem Mandanten abstimmen,

um das bestmögliche Ergebnis –

auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten

– für diesen zu erzielen. ó

Über den Autor

Dr. Florian Lichtnecker vertritt als Partner

einer Kanzlei bundesweit vor allem mittelständische

Mandanten u.a. zu Fragen des

Patent-, Marken- und Wettbewerbsrechts.

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Auch im zunehmenden Alter zufrieden und mit Zuversicht

in seiner Heimat zu leben, ist der Wunsch vieler

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Mit Tax Compliance auf

Nummer sicher

Innerbetriebliches

Kontrollsystem

kann steuerliche

Risiken minimieren

© SZ-Designs - stock.adobe.com

PT-MAGAZIN 5/2017

Steuerliche Fehler werden immer

strenger verfolgt. Schutz bietet ein

innerbetriebliches Kontrollsystem,

das die Einhaltung steuerlicher Vorgaben

überwacht.

Gesetze, Urteile, Vorschriften: Ständig

wechselnde Vorgaben machen es Firmen

schwer, in Steuerangelegenheiten

auf dem Laufenden zu bleiben. Leicht

schleichen sich Fehler ein, die steuerliche

Auflagen verletzen. Mit ausgefeilten

Prüfverfahren werden Fehltritte immer

öfter entdeckt und zudem immer häufiger

an die Straf- und Bußgeldstelle

weitergeleitet. Der Grund: Betriebsprüfer

machen sich selbst strafbar, wenn sie

im Verdachtsfall nicht die Steuerfahndung

einschalten. Schnell interpretieren

Finanzämter Fehler als vorsätzliche

Steuerhinterziehung. Die möglichen Folgen

reichen von hohen Nachzahlungen

und Bußgeldern bis hin zu langwierigen

Strafverfahren mit ungewissem Ausgang.

Immer mehr Firmen minimieren

daher die steuerlichen Risiken mit Hilfe

eines Tax Compliance Management Systems

(Tax CMS). Dabei handelt es sich

um eine Art Leitfaden der dazu dient,

alle steuerrelevanten Prozesse zu optimieren

und zu überwachen. Die Vorteile

liegen auf der Hand: Es passieren

weniger Fehler und die Arbeitseffizienz

wird optimiert. Doch damit nicht genug.

Ein Tax CMS schützt Entscheidungsträger

in vielen Fällen vor der persönlichen

Haftung. Denn das Management haftet

persönlich für Fehler von Mitarbeitern.

Laut einem aktuellen Erlass des Bundesfinanzministeriums

kann ein innerbetriebliches

Kontrollsystem als Indiz dafür

gelten, dass kein bedingter Vorsatz für

eine Steuerhinterziehung vorliegt (Az. IV

A 3 – S 0324/15/10001). Auch wenn ein

Tax-CMS nicht gesetzlich vorgeschrieben

ist, macht es für Unternehmen Sinn. Die

Frage ist, in welchem Umfang.

Steuerliche Risiken lauern in vielen

Bereichen und sind von Firma zu

Firma unterschiedlich. Maßgeblich sind

einerseits externe Rahmenbedingungen

wie etwa Branchenzugehörigkeit oder

der Aktionsradius im In- und Ausland.

Andererseits spielen interne Faktoren

wie Unternehmensgröße und -struktur

ebenfalls eine wichtige Rolle. Das Fehlerrisiko

wächst, wenn die Aktivitäten mehrerer

Abteilungen und Zuständigkeiten

ineinandergreifen und zudem eine

Vielzahl von Prozessen automatisiert

abläuft. Besonders fehlerträchtig sind

die Bereiche Umsatz- und Lohnsteuer.

Ein steuerliches Kontrollsystem kann

hier einen Großteil der steuerlichen Risiken

minimieren. Schon mit begrenzten

Maßnahmen kann man viel erreichen.

Bei der konkreten Ausgestaltung eines

internen Kontrollsystems haben Unternehmen

freie Hand, da der Fiskus hierzu

keine Vorgaben macht.

Wie gehen Firmen am besten vor?

Grundlage ist immer eine eingehende

Analyse des Ist-Zustands mit dem steuerlichen

Berater. Zunächst werden alle

relevanten Abläufe und Zuständigkeiten

beleuchtet und in einem Dokument

erfasst. Dann erfolgt eine systematische

Risikoanalyse, die alle steuerlichen Fallstricke

identifiziert und gewichtet. Darauf

aufbauend werden Prozessabläufe

entwickelt und schriftlich niedergelegt,

die mögliche steuerliche Gefahren

erkennen und ausräumen helfen. Ergebnis

ist in der Regel ein Tax Compliance

Leitfaden, der klare Verhaltensregeln

vorgibt.

Tax Compliance steht und fällt

damit, wie es in der Praxis gelebt wird.

Unternehmen sollten sicherstellen, dass

betroffene Mitarbeiter das Kontrollsystem

kennen und alle Vorsichtsmaßnahmen

beherzigen. Hilfreich sind regelmäßige

Schulungen, die für steuerliche

Risiken sensibilisieren und Handlungssicherheit

vermitteln. Zudem sollten Firmen

jährlich prüfen, ob ihr Tax CMS den

aktuellen Anforderungen genügt und

gegebenenfalls nachjustieren. Vorrangiges

Ziel sollte dabei sein, dass Mitarbeiter

im Finanz- und Rechnungswesen ein

geschärftes Bewusstsein für steuerliche

Stolperfallen entwickeln und mit Weitblick

agieren. ó

Über die Autorin

Dr. Stephanie Thomas, Rechtsanwältin,

Steuerberaterin und Fachanwältin für

Steuerrecht der Kanzlei WWS in Mönchengladbach.

www.wws-gruppe.de

35

Wirtschaft


Wirtschaft

PT-MAGAZIN 5/2017

© adiruch na chiangmai - stock.adobe.com

36

Digital auf der

Überholspur Corporate Health im Wandel der Generationen

Die Realität auf dem deutschen

Arbeitsmarkt: 45 Prozent der

Arbeitnehmer sind über 45 und

stehen noch mindestens zwanzig Jahre

im vollen Erwerb. Und viele befinden

sich in einer physischen und psychischen

Doppelbelastung. Sind es einerseits die

Bedingungen am Arbeitsplatz, sind fast

die Hälfte der circa 3,9 Millionen Personen,

die sich derzeit um hilfs- oder

pflegebedürftige Angehörige kümmern,

berufstätig und 45+. Ihre krankheitsbedingten

Fehlzeiten sind deutlich länger

als bei ihren jüngeren Mitstreitern.

Ein Grund mehr für Entscheider, in ein

internes Gesundheitsmanagement zu

investieren und dabei einige Punkte zu

beachten:

1. Ein stärkeres Bewusstsein schaffen

Die Deutschen beschäftigen sich immer

mehr mit ihrer Ernährung und körperlichen

Fitness und dieses neue Gesundheitsbewusstsein

ist auch nachhaltig

in der Gesellschaft angekommen. In

Stressphasen allerdings neigen ältere

wie auch jüngere Mitarbeiter dazu, sich

in geläufigen Mustern zu bewegen: ein-

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seitige Bewegungen, ungesunde Snacks

oder zu wenig regenerativer Ausgleich.

Besonders Führungskräfte stehen

heute mehr denn je in der Verantwortung,

ihre Mitarbeiter dabei zu

unterstützen, Privatleben und Karriere

nachhaltig in Einklang zu bringen. Ein

internes Gesundheitsmanagement

sollte die Mitarbeiter sinnvoll abholen

und einen für sie erkennbaren Fortschritt

aufzeigen, um einen tatsächlichen

Verhaltenswechsel voranzutreiben.

2. Die Macht der Gewohnheit

durchbrechen

Hinter dem Erfolg eines Corporate

Health Programms steht nicht nur eine

Strategie, sondern insbesondere auch

ein Rahmen, der kurz- und langfristige

Ziele für Mitarbeiter und Führungskräfte

skizziert. Damit das Programm entsprechend

Früchte trägt, braucht es Zeit und

vor allem flexible Bedingungen, um sich

an die unterschiedlichen Bedürfnisse

des jeweiligen Mitarbeiters anzupassen.

Oftmals unterschätzen sowohl Mitarbeiter

als auch Entscheider selbst die

Macht der Gewohnheit. Viele negative

Verhaltensmuster haben sich über Jahre

hinweg eingeschliffen und sind oft ohne

Unterstützung schwer zu beheben. Zeit

sowie eine gemeinsam definierte Vision,

in der sich alle Teilnehmer wiederfinden,

schaffen Abhilfe.

3. Online schafft Engagement

Motivation, Spaß und eine einfache Verfügbarkeit

sind der Schlüssel für den

Erfolg von Corporate Health Programmen.

Das sporadische Buchen eines

Fitness-Coachs reicht daher nicht aus.

Stattdessen müssen die Mitarbeiter

wirksam angesprochen und herausgefordert

werden. Statt „Offline-Frontalunterricht“

anzubieten, können sich

Entscheider den digitalen Zeitgeist zu

Nutze machen. Denn 88 Prozent der

Arbeitnehmer ab 50 Jahre greifen gern

auf Online-Angebote zu, sofern sich die

Inhalte einfach und unkompliziert abrufen

lassen. Gute Lösungsansätze liefern

hier digitale Gesundheitsprogramme,

die sich effizient in den Unternehmensalltag

integrieren und relativ einfach an

neue Trends oder auch interne Entwicklungen

anpassen lassen.

Corporate Health Programme sind

eine zukunftsorientierte Investition in

die Gesundheit der Mitarbeiter. Allerdings

stehen die Maßnahmen vor der

Herausforderung, die tatsächlichen

Risikogruppen, wie zum Beispiel Bluthochdruck,

Übergewicht oder falsche

Ernährung, wirksam zu erreichen. Besonders

durch webbasierte, personalisierte

Angebote können Mitarbeiter - im Rahmen

des vollen Datenschutzes - übergreifend

und zielgenau angesprochen

werden. ó

Über die Autorin

Sabine Lichtenegger ist Corporate Health-

Expertin und Head of Sales von GYMONDO,

Deutschlands führendes Online-Fitnesstraining-Portal

und ein Tochterunternehmen

von ProSiebenSat.1. Die ausgebildete

Physiotherapeutin macht das Wohlbefinden

der Mitarbeiter zur Chefsache.

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37

PT-MAGAZIN 5/2017

Wirtschaft

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Eigentumsvorbehalt sichern

‚Kleine‘ Formulierung mit großer Wirkung

PT-MAGAZIN 5/2017

Wirtschaft

38

Einen Satz wie „Die Ware bleibt bis

zur vollständigen Bezahlung im

Eigentum des Verkäufers.“ hat

wahrscheinlich jeder schon einmal

gelesen, vielleicht stand er auf einem

Angebot, einer Auftragsbestätigung usw.

„Aber immer noch ist zu wenigen bekannt,

was sich hinter dieser Formulierung verbirgt“,

weiß Bernd Drumann, Geschäftsführer

der Bremer Inkasso GmbH. „Noch

längst nicht alle Unternehmer treffen

Vereinbarungen zu dem so genannten

Eigentumsvorbehalt, um den es im oben

erwähnten Satz geht oder wissen, wo

und wie so eine Vereinbarung in die

Geschäftsabläufe und -papiere einfließen

sollte. Die richtige Formulierung

und Anwendung aber kann den Unternehmer

u. U. vor Schaden bewahren“, so

Drumann - im Folgenden mit ein paar

Tipps und Erklärungen zum Thema.

Eigentum und Besitz

ist nicht dasselbe

„…und den Unterschied sollte man kennen“,

so Drumann, „dann ist auch der

Begriff ‚Eigentumsvorbehalt‘ besser zu

verstehen. Besitz bedeutet, dass man

die tatsächliche Herrschaft über eine

Sache hat. Eigentum bedeutet, dass

einem eine Sache rechtmäßig gehört.

Man kann also etwas in seinem Besitz

haben, was rechtlich aber einem anderen

gehört, und Besitz und Eigentum an

einer Sache können, müssen aber nicht

bei ein und derselben Person liegen.“

Eigentumsvorbehalt

„Als Eigentumsvorbehalt wird eine

besondere Verabredung bei einem

Kaufvertrag über ‚bewegliche‘ Sachen

bezeichnet, die besagt, dass der Käufer

mit Lieferung der Ware zwar ihr Besitzer

wird, ihr Eigentümer aber bleibt der Verkäufer.

Der Eigentümer behält sich das

Eigentum bis zu dem Zeitpunkt vor, bis

die Ware vollständig vom Käufer bezahlt

wurde. Erst dann, mit der Bezahlung der

Rechnung, wird der Käufer automatisch

auch zum Eigentümer der Ware, vorher

hat er nur ein so genanntes Anwartschaftsrecht.

Ist o. g. besondere Verabredung

nun Bestandteil des Vertrages,

sichert der Eigentumsvorbehalt dem

Verkäufer bei Vertragsabschluss das

Eigentum an der Ware - bis zu ihrer vollständigen

Bezahlung“.

Vereinbarung schriftlich treffen, aber

wo und wie?

„Zur schriftlichen Niederlegung der

Vereinbarung über den Eigentumsvorbehalt

sind am allerbesten die Allgemeinen

Geschäftsbedingungen (AGB)

© Torbz - fotolia

geeignet“, so Drumann. “Dort sollte die

Vereinbarung unbedingt aufgenommen

werden. Wichtig ist, dass die eigenen

AGB immer die Grundlage aller selbst

abgeschlossenen Verträge bilden bzw.

in diese mit einbezogen werden. Am

besten werden die AGB auch auf der

Rückseite von Angeboten und Auftragsbestätigungen

abgedruckt. Ein Hinweis

darauf, dass die AGB rückseitig zu finden

sind, sollte dann aber auf der Vorderseite

nicht fehlen“.

„Hat man keine eigenen AGB - was

nach meiner persönlichen Meinung für

ein Unternehmen schon fast fahrlässig

zu nennen ist - so sollte die Vereinbarung

über den Eigentumsvorbehalt

zumindest auf allen Geschäftspapieren

wie z. B. Angebot, Auftragsbestätigung,

Lieferschein und Rechnung zu finden

sein“, so Drumann weiter.


Was nützt der Eigentumsvorbehalt,

wenn der Käufer nicht zahlt?

„Als Verkäufer kann man in der Regel vom

Vertrag zurücktreten, wenn der Kunde

in Zahlungsverzug gerät (ggf. ist dem

Käufer eine Nachfrist zu gewähren), und

die unter Eigentumsvorbehalt stehende

Ware herausverlangen. Natürlich macht

ein Rücktritt vom Vertrag nur Sinn, wenn

der Kunde die Ware noch auf Lager und

man selbst auch noch Verwendung

dafür hat. Der Verkäufer kann sich aber

durch den Eigentumsvorbehalt gegenüber

anderen Gläubigern seinen Zugriff

auf die Ware sichern. Dies gilt ebenso für

den Fall der unerlaubten Weiterveräußerung

an Dritte“.

Insolvenz des Kunden – mit

Eigentumsvorbehalt mehr Erfolg

„Ist z. B. bei der Eröffnung des Insolvenzverfahrens

über das Vermögen noch

etwas von der gelieferten (unbezahlten)

Ware auf Lager, ist der Verkäufer ebenfalls

abgesichert“, so Drumann. „ Sollte

der Insolvenzverwalter nicht bereit sein,

den (ungekürzten) restlichen Kaufpreis

zu zahlen, kann der Unternehmer hier

ebenfalls vom Vertrag zurücktreten. Er

kann ein sog. Aussonderungsrecht geltend

machen. Als Eigentümer der Sache

muss er nicht am Insolvenzverfahren

teilnehmen und kann ihre Herausgabe

vom Insolvenzverwalter verlangen“.

Verlängerter Eigentumsvorbehalt

„Der verlängerte Eigentumsvorbehalt

besagt, dass der Kunde die Ware, auch

wenn sie noch nicht vollständig bezahlt

ist, verarbeiten oder weiter verkaufen

darf – ein im Geschäftsleben durchaus

übliches Vorgehen - der Lieferant aber

dennoch grundsätzlich abgesichert

bleibt. Bei einer Verarbeitung erwirbt

der Lieferant nämlich unmittelbar das

Eigentum an der neu hergestellten

Sache (eventuell anteilig), bei einem Verkauf

(auch der neu hergestellten Sache)

erwirbt er automatisch die Kaufpreisforderungen

gegen die Kunden seines

Käufers (auch hier evtl. anteilig).“

Insolvenz des Kunden – mit verlängertem

Eigentumsvorbehalt gute Karten

„Hat man sich bei Vertragsabschluss den

verlängerten Eigentumsvorbehalt gesichert

und kommt es bei einem Kunden

dann zu einer Insolvenz, so hat man als

Gläubiger recht gute Karten“, weiß Drumann

aus Erfahrung. „Der Insolvenzverwalter

darf nämlich das sog. Sicherungsgut,

z. B. die verarbeitete Ware oder die

Kaufpreisforderungen, durch Veräußerung

oder Einziehung verwerten; er hat

aber den ‚abgesicherten‘ Gläubiger aus

dem Erlös vor den anderen Gläubigern

zu befriedigen. Zuvor darf der Erlös allerdings

durch den Insolvenzverwalter um

vier Prozent Feststellungskosten und im

Regelfall fünf Prozent Verwertungskosten

sowie um etwa anfallende Umsatzsteuer

gemindert werden“.

Kurzum: keine Wortklauberei

„Bei dem ‚Eigentumsvorbehalt‘ und dem

‚verlängerten Eigentumsvorbehalt‘ geht

es nicht um Wortklauberei, sondern um

sorgfältig ausgearbeitete Formulierungen,

die, sind sie Bestandteil der eigenen

Allgemeinen Geschäftsbedingungen,

unter Umständen bares Geld wert sein

können.“ ó

Zum Gesprächspartner

Bernd Drumann ist geschäftsführender

Gesellschafter der Bremer Inkasso GmbH.

Das 1984 von ihm gegründete Unternehmen

ist seit 1996 unter dem Namen Bremer

Inkasso GmbH tätig und beschäftigt

rund 20 Mitarbeiter in der Firmenzentrale.

Die Sachbearbeitung erfolgt überwiegend

durch speziell ausgebildete Volljuristen.

www.bremer-inkasso.de

39

PT-MAGAZIN 5/2017

Wirtschaft


So bringt Benchmarking

Unternehmen voran

PT-MAGAZIN 5/2017

Der Wirtschaftsmagnet – viel mehr als nur ein Siegel

Wirtschaft

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© khz - Fotolia

Die Zeiten wandeln sich. Startups

schießen wie Pilze aus dem

Boden und entwickeln sich zu

ernstzunehmenden Wettbewerbern.

Doch etablierte Unternehmen müssen

das nicht tatenlos hinnehmen. Mit agilem

Benchmarking können sie die Konkurrenz

auf die Plätze verweisen.

Benchmarking bedeutet, dass das Unternehmen

sich mit den Besten misst. In den

1970er Jahren erstmals eingesetzt, ist es

heute das am häufigsten verwendete

strategische Unternehmensführungsinstrument.

Das klassische Benchmarking

umfasst vier Bereiche, die schrittweise

hintereinander abgearbeitet werden:

1. Der Fokus: Was möchte das Unternehmen

verbessern?

2. Die Besten: Welche Unternehmen

sind der Vergleichsmaßstab?

3. Der Grund: Warum ist das Unternehmen

hier nicht so stark wie das

Vergleichsunternehmen?

4. Das Handeln: Was muss das Unternehmen

tun, um sich zu verbessern?

Der Haken bei der Sache

Die meisten Benchmarking-Projekte

werden genau in dieser Abfolge durchgeführt.

Doch diese Vorgehensweise ist

„Old School“. Denn schon die Auswahl

des Fokus ist subjektiv, selektiv und eindimensional.

Was nützt es einem Fußballer,

wenn er seine Kondition verbessert,

dabei jedoch seinen Kampfgeist

und seine Passgenauigkeit nicht trainiert?

Überträgt man dieses Beispiel auf

Unternehmen, so könnte man fragen:

Was nützt die Perfektion im Qualitätsmanagement,

wenn der Entwicklung die

kreativen Ideen ausgehen?

Deshalb sind neue Trainingsmethoden

das Gebot der Stunde: sie bestehen

aus einer beständigen Weiterentwicklung,

in der alle relevanten Komponenten

verbessert werden, und zwar zur

gleichen Zeit.

Agile Unternehmen bestimmen

das Tempo

Sich einzelne Rosinen herauszupicken,

im Sinne von „und in den nächsten

sechs Monaten nehmen wir uns mal das

Forderungsmanagement vor“, ist nicht

mehr zeitgemäß. Neue, erfolgreiche

Unternehmen und Problemlösungen,

die sich am Markt durchsetzen, entstehen

heute in atemberaubendem Tempo.

Wer diese Entwicklung verfolgt, erkennt,

dass ein langsames Nacheinander nicht

mehr funktionieren kann.

Die neuen agilen Firmen gehen mit

einem völlig neuen Tempo und Verständnis

an die Arbeit. Eines ihrer Werkzeuge

ist das „MFP“, das minimal funktionierende

Produkt: Statt eine neue Lösung

im stillen Kämmerchen bis zur Perfektion

zu entwickeln und dann auf den

Markt zu bringen, besprechen sie die

Lösung bereits im ersten Rohstadium

mit den Kunden. Im Anschluss wird sie

verworfen oder einen Schritt weiterentwickelt.

Diese Schleife wiederholen sie

so lange, bis das neue Angebot passt.

Ein weiterer Hebel für ihren Erfolg

ist das „Sprintprinzip“: Die einzelnen

Teams in diesen Unternehmen müssen

selbstständig und eigenverantwortlich

binnen kürzester Zeit ihre Teilaufgaben

so erledigt haben, dass sich alle wie ein


PT-MAGAZIN 5/2017

Puzzle ineinanderfügen. Dieser Speed

reißt mit und steckt an. Wer glaubt, dass

diese Lösungen mit der heißen Nadel

genäht sind, irrt, denn auch beim Sprintprinzip

wird jeder Entwicklungsschritt

hinterfragt und, wo nötig, verbessert. So

ist die Basis hier mindestens so abgesichert

wie beim klassischen Vorgehen,

bei dem nach zwei Jahren das fertige

Produkt gezeigt wird.

Ein Beispiel für diese Vorgehensweise

ist das Münchener Startup „Stylight“.

Eine Online-Plattform, die stylische

Produkte verschiedener Anbieter

zusammenführt und Internetnutzern

anbietet. In nur acht Jahren ist das Unternehmen

auf 200 Mitarbeiter gewachsen,

in 18 Ländern vertreten und wurde kürzlich

von ProSiebenSat.1 übernommen.

Ähnlich agil geht die Wirecard AG

vor, ein Anbieter für elektronische Zahlungslösungen,

der ebenfalls im Raum

München sitzt. Vor 18 Jahren gegründet,

beschäftigt das Unternehmen heute

über 3.500 Mitarbeiter, erwirtschaftet

über 1 Milliarde Euro Umsatz und hat

einen Unternehmenswert von über 7

Milliarden Euro.

Das Benchmarking wird agiler

Das klassische Benchmarking kann mit

dem Spirit dieser Unternehmen nicht

mehr mithalten. Es sollte ersetzt werden

von einer zeitgemäßen, agilen Variante,

die die neuen Anforderungen erfüllt:

1. Der Fokus: Er liegt auf dem gesamten

Unternehmen. Damit muss der

Blick auf alle Stellschrauben gleichzeitig

gerichtet sein.

2. Die Besten: Die Vergleichsunternehmen

können aus anderen Branchen

kommen. Wenn ein Maschinenbauer

seine Performance verbessern

möchte, sollte er sich beispielsweise

ein Beauty-Hotel, einen Logistiker

und eine Online-Plattform vornehmen

– dann entstehen neue, disruptive

Prozessverbesserungen,

die einen deutlichen Abstand zum

Wettbewerb ermöglichen. Apple

hat sich nie an Microsoft orientiert,

sondern immer an Sony, dem Unterhaltungsspezialisten.

Die Formel 1

orientiert sich bezüglich der Aerodynamik

und den Werkstoffen schon

lange an der Luft- und Raumfahrtindustrie.

3. Der Grund: Sich zu lange mit den

Gründen zu beschäftigen, bringt

wenig. Denn in letzter Konsequenz

landet man meist beim Chef, der für

alles verantwortlich ist. Daher gilt

der Blick dem Ziel. Denn, wenn das

Ziel klar ist, können die Potenziale

deutlich schneller mobilisiert werden.

4. Das Handeln: Es erfolgt ganzheitlich

und simultan. Das heißt, es wird parallel

an allen Stellschrauben gearbeitet.

Wobei die einzelnen Arbeitspakete

jeweils für Sprintzeiträume

von vier bis acht Wochen definiert

und abgearbeitet werden müssen.

Danach kommen die nächsten

Arbeitspakete. So fußt eine Schicht

auf der nächsten und das Unternehmen

verändert und verbessert sich

spürbar auf breiter Front.

Benchmarking auf höchstem Niveau

Das Siegel Wirtschaftsmagnet ermöglicht

dieses neue Benchmarking auf

höchstem Niveau. Das Unternehmen

kann sich zeitgleich in sieben Bereichen

messen und verbessern. Jedes einzelne

Kriterium wird sorgfältig hinterfragt

und sowohl absolut als auch relativ, im

Vergleich zu den Besten, bewertet.

Für den tiefergehenden Prozessvergleich

stehen hunderte von überdurchschnittlich

erfolgreichen Unternehmen

Über den Autor

Christian Kalkbrenner, Dipl. Kfm. (univ.),

entwirft und begleitet seit Jahren skalierende

Geschäftsmodelle für seine Kunden,

um deren Umsätze und Gewinne zu vervielfachen.

Das Siegel „Wirtschaftsmagnet“,

das er ins Leben gerufen hat, steht

für ganzheitliche, erfolgreiche Unternehmensführung.

aller Branchen zur Verfügung. Der Wissensfundus

der Wirtschaftsmagnet

GmbH umfasst sowohl Hidden Champions

als auch Wachstums-Champions

und Einhörner. So kann jedes an der

Qualifizierung zum Siegel Wirtschaftsmagnet

teilnehmende Unternehmen

für sich festlegen, mit welcher Art von

Unternehmen es sich messen möchte.

Vier verschiedene Performance-Pakete

Für dieses neue Benchmarking werden

vier verschiedene Leistungspakete angeboten.

Je nachdem, wie tief Ihr Unternehmen

in den Prozess eintauchen möchte,

wie viel es dabei mit eigenen Ressourcen

und wie viel mit Hilfe des Wirtschaftsmagnet-Coachs

bewerkstelligen

möchte: die Bandbreite reicht von 2,5

bis zu 16 Manntagen und mehr. Nähere

Infos erhalten Sie auf der Website wirtschaftsmagnet.de

und per E-Mail unter

mail@wirtschaftsmagnet.de. ó

Kontakt:

Wirtschaftsmagnet GmbH

Christian Kalkbrenner

Gstäudweg 72

88131 Lindau

Tel. +49 83 82 - 409 301

E-Mail: mail@wirtschaftsmagnet.de

www.wirtschaftsmagnet.de

41

Wirtschaft


Mehr Arbeitsfreude

und Lebensqualität

PT-MAGAZIN 5/2017

Wirtschaft

42

Acht Praxistipps für ein

weitgehend selbstbestimmtes

Zeitmanagement

Es

geht beim Zeitmanagement

nicht nur um die geschickte

Verteilung von Aufgaben, sondern

um eine effektive Arbeitsweise. Und

die erhalten wir in erster Linie, indem wir

den Blick auf unser Innenleben richten.

Unsere großen Zeitfresser sind nämlich

in erster Linie Unlust, Unkonzentriertheit

durch Ablenkung sowie Stress durch

das Gefühl, die Arbeit nicht mehr im

Griff zu haben. Folgende Tipps werden

Ihnen helfen:

Technischer

HAUSSERVICE

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Ausbildungsbetrieb – Wir bilden aus!

Wir sind Ihr Dienstleister rund um haustechnische

Anlagen und Installationen.

Über die Beratung und Errichtung hinaus

unterstützen wir Sie langfristig bei der

Wartung, Revision und Betrieb und

führen Reparaturen fachgerecht aus.

1. Haben Sie Freude an Ihrer Arbeit: Wie

gehen Sie morgens in Ihr Büro? Welche

Einstellung haben Sie zu Ihrer Arbeit?

Mögen Sie die Menschen und die Tätigkeiten,

die täglich auf Sie warten? Wenn

Sie Freude an der Arbeit und Spaß mit

Ihren Kollegen haben, dann arbeiten Sie

schneller und effizienter als in mieser

Stimmung. Achten Sie daher auf Ihre

gute Laune und in erster Linie auf Ihre

innere Haltung zu Ihrer Arbeit.

2. Machen Sie sich das Warum bewusst:

Setzen Sie sich lang-, mittel- und kurzfristige

Ziele, im Beruf wie im Privatleben.

Die ausführliche schriftliche (!) Formulierung,

beispielsweise Ihrer Jahresziele,

programmiert Ihr Unterbewusstsein

darauf, diese erreichen zu wollen. Wer

Ziele hat, weiß, warum er etwas macht.

So können Sie Ihre Einstellung positiv

ausrichten, denn Sie wissen, Ihre Arbeit

ist nicht wertlos, sondern unterstützt Sie

dabei, Ihre Ziele zu erreichen. Übrigens:

Wer als Ziel hat, anderen Menschen von

Wert zu sein und ihnen Nutzen zu bieten,

der entkommt der „Ich will noch mehr“-

Krankheit und verbindet seine Erfolge

mit dem Guten, dass er anderen bietet.

3. Geben Sie jedem Tag ein persönliches

Ziel: Schreiben Sie in Ihre Tagespläne

nicht nur, welche Termine Sie wann

wahrnehmen müssen, sondern auch,

was Sie selbst an diesem Tag erledigen

wollen, um eines Ihrer Ziele zu erreichen.

So werden Sie nicht mehr von außen

bestimmt, sondern entscheiden selbst,

was für Sie wichtig und notwendig ist.

Gerade dies ist der große Unterschied

zwischen Terminplanung und Zeitmanagement.

4. Minimieren Sie Ablenkung: Alle 18

Minuten schaut ein durchschnittlicher

Smartphone-Nutzer auf seinen Touchscreen

– im wachen Zustand, versteht

sich. Hinzu kommen Telefon, E-Mail-Postfach

und Kollegengespräche. Ständige

Unsere Leistungen:

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wenn keiner es weiß!“

PT-MAGAZIN 5/2017

Ablenkung, die verhindert, dass wir uns

konzentriert unserer Tätigkeit widmen

können. Wir sind es bereits gewohnt,

dass wir immer wieder gestört werden.

Bleibt die Störung aus, werden wir unruhig

und lenken uns selbst ab, indem

wir auf der Nachrichten-App kurz mal

nachsehen, ob der US-Präsident bereits

getwittert hat. Ihr Smartphone ist ein

wertvoller Helfer, wenn Sie es richtig

bedienen. Stellen Sie die Apps so ein,

dass Sie nicht ständig benachrichtigt

werden, wenn eine Nachricht kommt.

Achten Sie darauf, zumindest einmal in

der Woche ein paar Stunden konzentriert

und ohne Ablenkung arbeiten zu

können. Das macht Freude, ist effizient,

spart Ihnen Zeit und ist somit Gold wert

– gönnen Sie sich diesen Effizienzturbo.

5. Nehmen Sie sich Zeit für sich selbst:

Erfolgreiches Leben besteht in der

Balance zwischen Anstrengung und

Erholung. Planen Sie deshalb an jedem

Ihrer Tage sehr bewusst auch Zeit für

sich selbst ein. Eine „Zeitoase“, die nur

Ihnen allein gehört. Sehen Sie zudem

angemessene Zeit für Familie und

Freunde vor, für Gesundheit und Sport,

für Hobbys und soziale Aktivitäten, fürs

Luftholen und Nachdenken, für Muße

und Nichtstun. Und beachten Sie: Es

kommt nicht auf die quantitative Zeit

an, die Sie mit Ihren Liebsten verbringen,

sondern auf die Qualität der gemeinsamen

Stunden.

© Rawpixel Ltd.

6. Sammeln Sie die nicht termingebundenen

Aufgaben: Nicht alle Aufgaben

können Sie gleich zur Erledigung fest

in einen Tagesplan eintragen. Halten

Sie diese in Ihrer Aufgaben-Wolke fest,

damit nichts untergeht. Dies kann eine

klassische To-do-Liste sein, der Aufgaben-Bereich

bei Outlook, eine Aufgaben-

App wie Evernote oder OneNote. Oder

Sie nutzen eine Führungssoftware wie

„LeadAir“. Verknüpfen Sie die Einträge

mit dazu gehörenden Daten (Notizen,

Ideen, Gesprächsvorbereitungen, Checklisten

...). So haben Sie das Wichtigste

schon beieinander, wenn Sie diese Aufgabe

dann angehen oder fest terminieren.

7. Geben Sie sich selbst ein Feedback:

Fragen Sie sich jeden Abend, welchen

Wert dieser Tag für Ihr Leben hatte. Was

ist Ihnen gut gelungen? Was hat Ihnen

Freude bereitet? Warum sind Sie dankbar

für diesen Tag? Und was haben Sie

für die Zukunft gelernt? Sollten Sie nicht

täglich dazu kommen, dann gönnen Sie

sich zumindest einmal pro Woche diesen

Rückspiegelblick.

8. Blicken Sie von außen auf Ihre Situation:

Der wichtigste Tipp, den ich Ihnen

geben kann, ist der Blick von außen. Einmal

im Monat sollten Sie sich drei Stunden

Zeit nehmen, um den vergangenen

Monat zu bewerten, den nächsten

Monat zu planen, die nächsten Schritte

Ihrer Ziele festzulegen und sie auf die

kommenden Tage zu verteilen. Dieser

Blick auf Ihre aktuelle Situation und den

nächsten Monat gibt Ihnen Souveränität

sowie das sichere Gefühl, Ihre Arbeit

wieder überblicken zu können. Das

verhindert Stress – und es fördert Ihre

Zufriedenheit, Ihre Arbeitsfreude, Ihre

Lebensqualität. ó

Über den Autor

Volkmar Helfrecht ist Vorstand der

Helf-Recht Unternehmerische Planungsmethoden

AG, Bad Alexandersbad.

www.helfrecht.de

Caleg – 70 Jahre Erfahrung in Metall

Mehr als 350 Mitarbeiter in 3 europäischen Produktionsstandorten

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über den Entwurf, die Projektierung, den

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Stahl, Edelstahl und Aluminium auf hohem Niveau

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aus Edelstahl und Aluminum

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den Schienenfahrzeugbau, den

Bereich der regenerativen Energien, der

Tele kommunikation und der Aufzugsbranche

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Die Preisverleihungen beginnen…

Kolumne zu den anstehenden Preisverleihungen der Oskar-Patzelt-Stiftung

PT-MAGAZIN 5/2017

Wirtschaft

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Die rund 3,45 Millionen mittelständischen

Unternehmen in

Deutschland - das entspricht

ca. 99,6 Prozent - sind das Rückgrat

der deutschen Volkswirtschaft. In den

deutschen mittelständischen Unternehmen

sind rund 58,5 Prozent aller sozialversicherungspflichtig

Beschäftigten

und 81,8 Prozent aller Auszubildenden

beschäftigt (Quelle: ifm Institut für Mittelstandsforschung

Bonn, Stand: 2015).

Mit mehr als 2,2 Billionen Euro – das entspricht

knapp 37 Prozent der Umsätze

aller Unternehmen – leisten die mittelständischen

Unternehmen in Deutschland

einen wichtigen Beitrag für unsere

Volkwirtschaft.

© vitaliy_melnik - stock.adobe.com

„Hidden Champions“ in Deutschland

Aufgrund des zunehmenden Wettbewerbsdrucks

positionieren sich deutsche

mittelständische Unternehmen als

Spezialisten in Marktnischen und erringen

hier immer wieder die (weltweite)

Marktführerschaft. Mehr als 1.300 der

weltweit 2.710 „Hidden Champions“ sind

deutsche Mittelständler (Quelle: BVMW,

Stand 2016). Die Zahl der versteckten

Perlen unserer Volkswirtschaft würde

sicherlich noch größer ausfallen, wenn

auch die nationalen und regionalen

Markführer hinzuaddiert würden.

Die europäische Kommission

erteilte dem Deutschen Mittelstand

dafür 2015 Bestnoten! Er gilt als solide,

nachhaltig und erfolgreich. Amerikanische

Investoren sprechen sogar von der

„German Wunderwaffe.“ Die ganze Welt

fragt sich, wie wir es mit rund 80 Millionen

Einwohnern immer wieder schaffen,

weltmeisterliche Leistungen zu erbringen.

Wir werden dafür gelobt und als

Vorbild gehandelt. Trotz dieser Spitzenleistungen

bezweifelt manch einer in

Deutschland die Leistungsfähigkeit von

„kleinen Teams“ und setzt stattdessen

auf Größe.

Entdeckt durch das Netzwerk der

Oskar-Patzelt-Stiftung

Unter dem Jahresmotto „Respekt und

Achtung“ würdigt die Oskar-Patzelt-

Stiftung auch in diesem Jahr wieder die

großartigen Leistungen der mittelständischen

Unternehmen. 4.923 Unterneh-


men wurden für den 23sten Wettbewerb

nominiert. Jede einzelne Nominierung

stellt an sich schon eine Auszeichnung

dar, denn der Mittelstandspreis

der Oskar-Patzelt-Stiftung ist mittlerweile

der wichtigste Wirtschaftspreis in

Deutschland. Die betreffenden Unternehmen

können sich nicht bewerben.

Sie werden von Netzwerkpartnern der

Oskar-Patzelt-Stiftung (z. B. IHK, Kommunen,

Banken und Verbänden) vorgeschlagen.

Unter den vielen Vorschlägen

werden die Kandidaten ausgewählt und

nominiert. Sie kommen für eine Preisverleihung

in die engere Auswahl und

werden eingeladen, sich an dem Auswahlverfahren

zu beteiligen.

Was können Unternehmen von den

sportlichen Erfolgen kleiner Teams

lernen?

Deutschlands Mittelstand ist Exportweltmeister

und Vertrauensweltmeister

und seit 2014 Fußball-Weltmeister.

Und erst kürzlich gelang es den beiden

Damen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst

die Beach-Volleyball-Weltmeisterschaft

in Wien zu gewinnen. Spitzenerfolge

dank einer herausragenden

Teamleistung – „Made in Germany“.

Fleiß und Disziplin – Der Erfolg

kommt zustande durch…

Ohne Fleiß kein Preis! Nur mit Disziplin

im Denken und im Handeln lassen sich

Spitzenleistungen erbringen. Sowohl im

Sport als auch in der Schule, in der Ausbildung,

im späteren Berufsleben und

in Unternehmen. Deutschland wird um

diese Tugenden beneidet, gleichzeitig

dafür auch belächelt. Mit unserer konzentrierten

Vorgehensweise gelten wir

mitunter als „Muffel“, die es nicht verstehen,

das Leben zu genießen. Dass

auch wir ausgiebig feiern und genießen

können, war nach dem fabelhaften

Turniersieg unserer Fußball-Nationalelf

2014 auf den Straßen Deutschlands

deutlich erkennbar. Und das ist auch

bei vielen deutschen mittelständischen

Unternehmen mit ihren Betriebsfesten

nicht anders. Hier werden die vorangegangen

Leistungen anerkannt. Frei nach

dem typisch deutschen Motto „Erst die

Arbeit, dann das Vergnügen“.

… Teamleistungen – Einer für alle und

alle für einen!

Wie bei jedem anderen Mannschaftssport

ist auch der Erfolg von Unternehmen

eine Teamleistung. Frei nach dem

Motto der Musketiere „Einer für alle -

Alle für einen“ kommt es darauf an, dass

jeder seine zugewiesene Rolle annimmt

und bei Bedarf dem anderen zur Hilfe

kommt. Und das ohne zusätzliche Aufforderung

des Teamleiters. Dieser Teamgeist,

bei dem die Zuverlässigkeit und

das beherzte hilfreiche Einschreiten im

Vordergrund stehen, gibt der gesamten

Mannschaft Sicherheit und Selbstvertrauen.

Eine wesentliche Grundlage für

dauerhaften Erfolg.

Mut zu Änderungen und der Wille

neue Chancen zu nutzen

Wie im Sport ändern sich auch bei

Unternehmen die Rahmenbedingungen.

Ein stures Festhalten an Erfolgsrezepten

der Vergangenheit hat schon

so manche Mannschaft aus der Bahn

geworfen. Joachim Löw wie auch seine

nominierten Spieler sind wiederum ein

Beispiel für zahlreiche erfolgreiche mittelständische

Unternehmen. Veränderte

Rahmenbedingungen werden erkannt,

der Mut aufgebracht, Änderungen vorzunehmen

und Neues auszuprobieren.

Da kann es durchaus sein, dass der

Impuls von einem eigenen Mitspieler,

den Mitbewerbern oder von außenstehenden

Kritikern kommt. Die meisten

Geschäftsführer eines Unternehmens

sind sich darüber im Klaren, dass sich

Änderungen nur mit der Mannschaft

gemeinsam erfolgreich umsetzen lassen.

Unsere Bundeskanzlerin hat bei

einem Chinabesuch mit ihren Worten

den Nagel auf den Kopf getroffen: „Nur

eine Gesellschaft, die offen ist, die pluralistisch

ist und jedem seine Freiräume

gibt, ist in der Lage, Zukunft erfolgreich

zu gestalten.“ Das gilt insbesondere für

den deutschen Mittelstand, ohne den

der Volkswohlstand nicht aufgebaut

worden wäre.

Respekt und Achtung für

mittelständische Unternehmen und…

Ohne Fleiß keine Preisträgerfindung!

Nur mit Fleiß, Disziplin im Denken und

im Handeln lassen sich die Spitzenleistungen

der nominierten Unternehmen

auch entdecken. Denn die meisten der

mittelständischen Unternehmen sind

eher unbekannt. Sie sind „Hidden Champions“.

Über 200 ehrenamtliche Mitarbeiter

sorgen bei der Oskar-Patzelt-Stiftung

für einen funktionierenden Ablauf

des Wettbewerbes. Rund 100 Juroren

stellen unentgeltlich ihre Expertise

zur Verfügung, um die eingereichten

Unterlagen der Teilnehmer zu bewerten.

Eine Mammutaufgabe für alle Beteiligten.

Diese seit 23 Jahren andauernde

Höchstleistung aller Mitwirkenden der

Oskar-Patzelt-Stiftung hat dazu geführt,

dass sich der „Große Preis des Mittelstandes“

zum resonanzstärksten Wirtschaftswettbewerb

Deutschlands entwickelt

hat. Petra Tröger und Dr. Helfried

Schmidt sind als Vorsitzende und Verantwortliche

der Oskar- Patzelt-Stiftung für

ihre außergewöhnlichen Leistungen mit

dem Bundesverdienstorden ausgezeichnet

worden.

… auch für die Oskar-Patzelt-Stiftung

Im Namen aller nominierten Unternehmen

und der künftigen Preisträger

möchte ich Frau Petra Tröger und Herrn

Dr. Helfried Schmidt als auch allen Mitwirkenden

meinen Dank aussprechen.

Die Leidenschaft, mit der alle Beteiligten

Jahr für Jahr den Wettbewerb professionell

unterstützen, verdient höchste

Achtung und Respekt.

Für die kommenden Preisverleihungen

wünsche ich allen Unternehmen der

Jurystufe viel Glück und allen Mitarbeitern

der Oskar-Patzelt-Stiftung bestes

Gelingen. ó

Hans-Jürgen Friedrich

Vorstand

Deutscher Mittelstandsanleihen Fonds

Rathausufer 10 / 40213 Düsseldorf

Fon: 0211 210 737 40

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45

PT-MAGAZIN 5/2017

Wirtschaft


Roboterdichte in Autobranche

Frankreichs Autoindustrie automatisiert schneller als Großbritannien

PT-MAGAZIN 5/2017

Wirtschaft

46

Die Automobilbranche in Frankreich

hat 1.400 neue Industrie-

Roboter installiert - ein Plus

von 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Großbritannien kommt im Vergleich nur

auf 700 installierte Industrie-Roboter.

Das ist ein Plus von sieben Prozent. Die

Autoindustrie spielt bei der Modernisierung

der französischen Wirtschaft eine

Schlüsselrolle: Mit einer Roboterdichte

von 940 Einheiten auf 10.000 Arbeitnehmer

liegen die Franzosen in dieser

Branche unter den EU-Ländern auf

Platz 2. Großbritannien belegt mit 606

Einheiten Platz 10. Dies sind die jüngsten

Ergebnisse des World Robotics Report

2016, die vom Weltroboterverband The

International Federation of Robotics

(IFR) veröffentlicht wurden.

© Weltroboterverband IFA

Unsere Stärken:

Preisträger

„Großer Preis

des Mittelstandes“

2005

2014

auf Kundenzufriedenheit ausgerichtete

Unternehmensphilosophie

hochqualifizierte Facharbeiter mit jahrelanger

Berufserfahrung

Flexibilität durch klare Firmenstruktur

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Frankreich investiert verstärkt

in Maschinen

In Frankreich wächst das Investitionsvolumen

in Maschinen und Ausrüstung

stärker als in der Gesamtwirtschaft. An

erster Stelle stehen dynamische Vorzeigesektoren

wie die Automobilindustrie.

Zwischen 2010 und 2015 stiegen die

Roboter-Verkaufszahlen in diesem Segment

im Jahresdurchschnitt um sieben

Prozent. In diesem Zeitraum bestellte

der Automobilsektor durchschnittlich

sechs Prozent mehr Industrie-Roboter

pro Jahr, während die Nachfrage der

Automobilzulieferer um neun Prozent

zunahm. Seit der Regierungsinitiative

im Jahre 2010, die Produktion in Frankreich

zu stärken, wurde erheblich in den

Autobau investiert. Davon sowie von der

verbesserten Marktlage in Europa wird

die Zuliefererbranche profitieren.

Autobauer stellen sich auf Brexit ein

Der Austritt des Vereinigten Königreichs

aus der Europäischen Union dürfte nicht

ohne Einfluss auf die Investitionen ausländischer

Autobauer in die Werke in

Großbritannien bleiben. Die japanischen

Hersteller Toyota, Nissan und Honda

exportieren beispielsweise mehr als drei

Viertel der in den Produktionsstätten

auf der Insel gefertigten Fahrzeuge ins

Ausland. Der Großteil davon geht in die

Europäische Union. Sollten Einfuhrzölle

erhoben werden, könnten sich die Japaner

entscheiden, sich aus Großbritannien

zurückzuziehen. Es ist jedoch davon

auszugehen, dass die britische Regierung

einer solchen Entwicklung durch

entsprechende Regulierungen und flankierende

Maßnahmen entgegenwirken

würde.

Deutsche Automobilbranche - höchste

Roboterdichte in Europa

„Die deutsche Automobilbranche verzeichnet

mit rund 1.150 Industrierobotern

pro 10.000 Arbeitnehmer die höchste

Roboterdichte in Europa. Als Folge des

anhaltenden Automatisierungstrends in

der Produktion ist die Zahl der Arbeitsplätze

in der deutschen Autoindustrie

um rund 93.000 auf insgesamt 813.000

Beschäftigte gestiegen (2010 bis 2015).“ ó

Gudrun Litzenberger,

Head of Statistical Department,

Weltroboterverband IFR

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PT-MAGAZIN 5/2017

Wirtschaft


Zukunftskongress beim

2b AHEAD ThinkTank

PT-MAGAZIN 5/2017

Facettenreiches Zukunftsbild der Arbeits- und Lebenswelten 2027

© Andreas Lander

© Roman Walczyna

© Roman Walczyna

Wirtschaft

Schlossgarten Wolfsburg: Diskussionen

im Panelformat.

Sven Gabor Janszky, Strategieberater,

CEO, 2b AHEAD ThinkTank.

Keynote Speaker Janszky auf großer

Bühne.

48

Mehr als 300 Visionäre, Innovationsführer

und Vertreter

der wichtigsten deutschen

Unternehmen waren zu Gast beim 16.

Zukunftskongress auf Schloss Wolfsburg.

Eingeladen hatte der 2b AHEAD Think-

Tank, Deutschlands größtes Zukunftsforschungsinstitut.

Think Quantum

Das übergreifende Thema der beiden

Konferenztage lautete „Think Quantum

– The prediction of everything“. Wie sich

Unternehmen, Prozesse und Produkte

ändern, wenn Daten schneller als in Echtzeit

generiert werden, war eine der spannendsten

Grundsatzdiskussionen, die

sich auf vielfältige Weise in zahlreichen

Keynotes, Vision Talks und nicht zuletzt

in unzähligen Gesprächen unter den

Gästen entwickelte. Zu den international

angereisten Rednern zählte Bo Ewald,

dessen Unternehmen D-Wave sich seit

seiner Gründung 1999 ausschließlich der

Entwicklung von Quantencomputern

widmet. Die prognostizierte Rechenleistung

dieses Computers wird alle bisherigen

Leistungsfortschritte in der Datenverarbeitung

übertreffen. Er wird in der

Lage sein, selbst so komplexe Dinge wie

die Zukunft zu berechnen und vorherzusagen.

Zum „Deutschen TrendINDEX“

Der TrendIndex basiert auf der Befragung

eines Panels mit 256 Innovationsexperten

der deutschsprachigen Wirtschaft

und steht im Internet unter

www.zukunft.business/forschung/

trendstudien zur Einsicht bereit.

Wie leben wir in zehn Jahren?

Das Zeitalter der Predictive Enterprises

steht also unmittelbar bevor. Wie werden

wir auf dieser Basis in zehn Jahren

leben? In VisionTalks aufgeworfene Fragestellungen

wie „Gibt es Fleisch ohne

Tiere? Kämpfen Bots um ihr Recht auf

Existenz und bekommt Opa irgendwann

für 9,99 $ seine eigene Chatware, sodass

wir auch nach seinem Ableben noch mit

ihm schreiben können?“ fanden wissenschaftliche,

visionäre und teilweise kontrovers

ethisch diskutierte Antworten.

Wissenschaftler, Erfinder und Gründer

setzten sich über bekannte Denkmuster

und technische Begrenztheiten hinweg

und loteten in prägnanten Talks die

Grenzen zwischen Science-Fiction und

Machbarkeit aus. An Ideen und Anregungen,

wie sich die Welt mit Predictive

Enterprises verändern kann, fehlte es zu

keinem Zeitpunkt. Rednerin Anna Kaiser,

Founder und CEO bei Tandemploy, stellte

fest: „Wenn wir richtig innovativ sein

wollen, können wir ruhig auch das Konzept

der Innovation innovieren.“

Positiver Innovationstrend

Während des Zukunftskongresses

stellte der Gastgeber und Gründer des

2b AHEAD ThinkTanks, Zukunftsforscher

Sven Gábor Jánszky, die aktuelle Ausgabe

des „Deutschen TrendINDEX“ vor. Diese

Dauerstudie untersucht halbjährlich das

Trendklima in der deutschen Wirtschaft.

Jánszky präsentierte einen Trendindex

von 148 Punkten (nach 144 Punkten vor

sechs Monaten) und beschreibt somit

die positive Entwicklung der Innovationsbudgets

und der Mitarbeiterzahlen

im Innovationsmanagement.

Weltpremiere: erste Software für

Quantum Computing

In seiner Eröffnungsrede kündigte der

aus dem Silicon Valley nach Wolfsburg

angereiste Dr. Will Zeng, Senior Researcher

von Rigetti Quantum Computing,

den Launch der von Rigetti entwickelten

und auf Quantenmechanik basierenden

Forest Software an. Diese verdoppelt die

Leistung von Computern mit jedem neu

hinzugefügten Kern. Daraus ergeben

sich Einsatzszenarien, die heute kaum

abzuschätzen sind.

Neues Zeitalter der

Technologie-Entwicklung

Die Entwicklung der Quantencomputer

ist der am meisten unterschätzte Trend.

Seit Jahren engagieren sich Unternehmen

wie Rigetti an der Entwicklung

neuer Hardware und Software von

Quantencomputer. Durch die Lancierung

treten wir in ein neues Zeitalter der

Technologie-Entwicklung. Wie es scheint,

entwickelt Quanten Computing seine

eigenen Mooreschen Gesetze. Diese

Regeln katapultieren Exponentielles Scaling

auf ein komplett neues Level. Bisher

verdoppeln konventionelle Computer

ihre Performance jedes Jahr. Bisher sind

das insgesamt etwa 1.000 Performance-

Upgrades in Sachen Leistungsfähigkeit

von Computern. Bereits jetzt ist klar: In

zehn Jahren wird der Einsatz von Predictive

Systems vollkommen normal sein.

Predictive Enterprises werden 2027 jegliche

Unternehmensprozesse auf Basis

dieser Prognosen steuern. ó


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Allianz gegen Produktpiraten

„…das ist alles nur geklaut, nur gestohlen, nur gezogen und geraubt.

Entschuldigung das hab ich mir erlaubt.“

PT-MAGAZIN 5/2017

Textzeile aus Alles nur geklaut der Leipziger A-cappella-Gruppe Die Prinzen

Wirtschaft

50

© Romolo Tavani - stock.adobe.com

Produktpiraten verursachen, laut der

Organisation für wirtschaftliche

Zusammenarbeit und Entwicklung

(OECD), jährliche Schäden in dreistelliger

Milliardenhöhe. Ein konsequentes

Vorgehen gegen Fälscherringe ist daher

notwendig. Einige Unternehmen sind

bereits aktiv und treiben Produktpiraten

nicht nur vor die Zivilgerichte, sondern

zunehmend auch vor Strafgerichte. Die

Mitwirkung von Markenrechtsinhabern

am Strafverfahren kann dabei nicht nur

zur Aufklärung beitragen oder abschreckend

wirken, sondern insbesondere

auch zur Geltendmachung und Durchsetzung

zivilrechtlicher Ansprüche führen.

Dr. Ashkan Rahmani, Rechtsanwalt

der Wirtschaftskanzlei CMS in Hamburg,

hierzu im Interview:

1. Warum ist Markenschutz wichtig für

Unternehmen?

In der heutigen Flut von Produkten auf

dem Markt ist es für Verbraucher nicht

immer einfach, das für sie beste Produkt

auszuwählen. Die wenigsten Verbraucher

der heutigen Convenience-Gesellschaft

vergleichen Produkte und wägen

Vor- und Nachteile gegeneinander ab.

Auch Konsum ist schnelllebig geworden.

Im Rahmen der Entscheidungsprozesse

dient deshalb der Bekanntheitsgrad

einer Marke oft als Indikator für die

Kaufentscheidung.

Für Unternehmen, die ihren Umsatz

vor allem über den Hebel des Markennamens

generieren, ist der „Wert der

Marke“ entscheidend für den Unternehmenserfolg.

Markenschutz ist deshalb

nicht nur Schutz vor Umsatzeinbußen

durch den Alternativmarkt mit gefälschten

Produkten. Markenschutz ist vor

allem auch Schutz des Markenwertes

und damit Schutz des Unternehmenswertes

selbst.

2. Produktpiraten – von wem sprechen

wir und wie gehen diese vor?

Produktpiraten sind heute nicht mehr

nur Jugendliche, die sich für ihren Privatgebrauch

und ihre Freunde einige

ausgewählte Filme vervielfältigen. In

unserer globalen Wirtschaftswelt sind

Produktpiraten international agierende

Fälscherringe, die gegen den Willen der

Rechteinhaber – zumeist in China – so

ziemlich alles (re-)produzieren, wofür es

einen Markt gibt.

3. Was wird alles gefälscht und welche

Branchen sind besonders betroffen?

In der Vergangenheit waren besonders

Unternehmen aus der Mode- und Elektronikindustrie

betroffen. Das lukrative

Geschäft mit gefälschten Marken hat

mittlerweile jedoch nahezu alle Branchen

und Märkte erschlossen: Uhren,

Füllfederhalter, Autoteile, Tabakerzeugnisse,

Arzneimittel und in jüngerer Zeit

vermehrt auch Lebensmittel.

4. Was können Unternehmen tun, um sich

effektiv gegen Produktpiraten zur Wehr

zu setzen?

Zu allererst sollten Unternehmen Maßnahmen

ergreifen, die sich gegen die

Einfuhr gefälschter Produkte in den

europäischen Wirtschaftsraum richten.

Ich empfehle, dringend mit den europäischen

Zollfahndungsämtern zusammenzuarbeiten.

Durch sogenannte

Grenzbeschlagnahmeanträge können

Unternehmen ein engmaschiges Netz

aufbauen, um auffällige Sendungen

bereits bei der Einfuhr als potentielle

Fälschungen identifizieren zu lassen. So

kommen Plagiate im besten Fall erst gar

nicht auf den Markt.

5. Und welche Möglichkeiten bietet das

Strafrecht?

Was viele nicht wissen: Neben zivilrechtlichen

gibt es auch vielfältige strafrechtliche

Möglichkeiten für Verletzte


gegen Produktpiraten vorzugehen. Dabei

können Unternehmen zum einen die

Sachverhaltsaufklärung betreiben und

zum anderen auch ihre zivilrechtlichen

Ansprüche im Rahmen eines Strafverfahrens

verfolgen.

6. Ist Sachverhaltsaufklärung nicht Aufgabe

der Staatsanwaltschaft?

Das ist richtig. Inhaber von gewerblichen

Schutzrechten sollten aber nicht

nur mit den Zollfahndungsämtern

zusammenarbeiten, sondern auch mit

den Strafermittlungsbehörden. So können

beispielsweise Markenrechtsinhaber

vermeintlich markenrechtswidrige

Objekte auf Echtheit überprüfen oder

bei Wirkstoffpatenten auch chemische

Analysen vornehmen. Das spart vor

allem zeitaufwendige Untersuchungen

auf Seiten der Behörden.

8. Kann man sich vor Produktpiraterie

wirksam schützen?

Solange man an die im Ausland sitzenden

Täter und Produktionsstätten nicht

herankommt, müssen Unternehmen Produktpiraten

konsequent in den nationalen

und europäischen Grenzen bekämpfen.

In diesem Bereich sind nur wenige

Unternehmen vorbildlich gegen die Herausforderungen

im Umgang mit einer

immer enger zusammenwachsenden

globalen Fälschungsindustrie gerüstet. ó

Über den Gesprächspartner

Dr. Ashkan Rahmani ist Rechtsanwalt der

Wirtschaftskanzlei CMS in Hamburg.

www.cms.law

7. Wie können Betroffene zivilrechtliche

Ansprüche im Strafverfahren geltend

machen und was sind die Vorteile?

Bereits im Ermittlungsverfahren ist es

möglich, sich im Rahmen des Täter-

Opfer-Ausgleiches mit dem Täter auf

den Abschluss eines Vergleiches zu verständigen.

Die Möglichkeit, eine Strafmaßreduzierung

zu erzielen, ist eine

Besonderheit des Strafverfahrens und

ist ein echter Anreiz für Beschuldigte.

Vielfach unterschätzt werden aber

die strafrechtlichen Möglichkeiten des

Adhäsionsverfahrens und der Rückgewinnungshilfe.

Durch das Adhäsionsverfahren können

zivilrechtliche Titel auf schnellem

und kostengünstigem Wege erwirkt

werden. Das Strafgericht entscheidet

dann über einen zivilrechtlichen

Anspruch. Ein gesondertes zivilrechtliches

Erkenntnisverfahrens ist so nicht

mehr nötig. Anders als im Zivilverfahren

gilt hier zudem weiter der Amtsermittlungsgrundsatz.

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Wirtschaft

52

Köln Arcaden bieten Kunden innovative

App und integrierte Kundenkarte.

Trotz des anhaltenden Hypes im

Online-Shopping bleibt der stationäre

Einzelhandel die Einkaufsquelle

Nummer 1 – zumindest in Großstädten.

Neben innovativen Shop-Konzepten

erwarten Konsumenten jedoch auch

vom Geschäft vor Ort eine direkte digitale

Ansprache auf ihrem Smartphone

oder einem ihrer Social Media Accounts

wie Instagram.

Die großen Fashionmarken wie Zara

& Co. sind hier schon längst unterwegs

und kommunizieren nicht nur digital,

sondern auch durch Influencer Marketing

mit ihren potentiellen Kunden. Auch

inhabergeführte Läden und Shopping

Zukunftstrends

im Einzelhandel

2017

Beyond Shopping und Geo-Locating:

Was Konsumenten in 2017 erwarten

Center sollten auf mehreren Kommunikationskanälen

präsent sein und dort

Ressourcen investieren. Denn Omni

Channel-Angebote werden immer häufiger

genutzt, besonders gern von den

jüngeren, kaufkräftigen Generationen Y

und Z. So haben beispielsweise die Köln

Arcaden in eine Smartphone-App investiert,

die dem Nutzer aktuelle Angebote

während seines Shopping Trips anzeigt.

1. Omni Channel Konzepte

werden immer beliebter

Kunden fragen den Händler auf Facebook

oder per Direct Message in sozialen

Netzwerken nach einem bestimmten

Produkt und kaufen es daraufhin im

Ladengeschäft oder holen es dort ab.

Oder aber sie bestellen während ihres

Stadtbummels im Shop ihren Wunschartikel

und lassen ihn sich nach Hause

liefern. Im Alterssegment der 16- bis

39-Jährigen und in Haushalten mit mittlerem

und höherem Einkommen werden

die multidimensionalen Möglichkeiten

des Einkaufens bereits regelmäßig

genutzt. Das belegt die Studie „Trends

im Handel 2025“ der KPMG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.

2. „Beyond Shopping“ –

Mehr als ein Einkaufsbummel

Shoppen und zwischendrin saftiges

Street Food essen und danach gleich

ins Kino gehen: Mehr als jedem dritten

Deutschen (36,6 Prozent) gefällt es laut

der GfK-Umfrage „Top-Services beim

Shoppen“ (2016), wenn Shoppen und

Freizeitaktivitäten, Restaurants und kulturelle

Angebote an einem Ort zu finden

sind. Und allein 30 Prozent der Befragten

gehen in Shopping Malls zum Beispiel

nur zum Lunch oder Kaffeetrinken mit

Freunden.

3. Virtuelle Umkleidekabine

erwünscht

Über neue Angebote und Trends will

der Konsument schnellstmöglich und

am liebsten individuell online informiert

werden: 62 Prozent der Befragten würden

es sogar bevorzugen, neue Fashion

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Kollektionen virtuell anprobieren zu

können, um sich das lästige Warten vor

den Umkleidekabinen im Store ersparen

zu können. So nachzulesen im „Consistency“

- Geschäftsbericht Unibail Rodamco

2015 (Umfrage von IPSOS).

4. Nach wie vor ein Beruf mit Zukunft:

Persönlicher Modeberater

Zurück in die Zeiten des Tante Emma-

Ladens? Persönliche Empfehlungen und

die Beratung durch den Verkäufer vor

Ort bevorzugen immerhin mehr als die

Hälfte aller Kunden. 53 Prozent möchten

während des Einkaufens individuell

beraten werden: Jeder Fachverkäufer

sollte die Produkte seines Unternehmens

trotz immer schneller erscheinender

Kollektionen gut kennen und sprachlich

überzeugen können.

5. Persönlicher Lieferservice

nach dem Shopping

Verbraucher verbinden ihren Shopping

Trip immer öfter mit weiteren Freizeitaktivitäten:

Die Tüten wollen sie dabei

nicht mit sich herumtragen. Mehr als die

Hälfte – immerhin 56 Prozent – möchten

die neu ergatterten Schätze bevorzugt

auf ihrem Weg nach Hause in einer Packstation

abholen können oder persönlich

nach Hause geliefert bekommen.

Concierge-Services, die in der Vergangenheit

eher VIPs zustanden, genießen

eine immer größer werdende Beliebtheit

auch beim Durchschnittskäufer.

6. Geo Locating stark begehrt

39 Prozent der Generation Y (16- bis

24-Jährigen) möchte sich während ihres

Shoppingtrips durch einen Blick auf

ein GPS-System mit Freunden spontan

treffen können. Gemeinsam neue Styles

auszuprobieren macht dieser jungen

Generation besonders viel Spaß

beim Shoppen. Geo Locating-Systeme

wie Pokemon Go werden derzeit in vielen

Shopping Centern und Geschäften

bereits installiert.

7. Das integrierte Treueprogramm

Statt der vielen unterschiedlichen Kundenkarten,

die unnötig das schicke

Portemonnaie ausbeulen, wünschen

sich Verbraucher ein integriertes Kundenprogramm,

das sämtliche Angebote

ihrer Lieblingsstores vereint. Wie dies

funktionieren kann, zeigen Shopping

Center wie etwa die Köln Arcaden, die

dies bereits mit ihrem „Treueprogramm“

in die Praxis umgesetzt haben. Zwar

gibt es hier auch noch weiterhin eine

physische Karte („Treuekarte“), großes

Plus ist jedoch die digitale Karte, die

über die App der Köln Arcaden auf dem

Smart Phone aufgerufen werden kann.

Ob exklusive Angebote verschiedener

Shops, kostenfreies Parken an bestimmten

Wochentagen oder besondere Highlights

bei Veranstaltungen im Center:

Über die mobile App können die vielfältigen

Vorteile des Treueprogramms wahrgenommen

werden, ohne Platz im Portemonnaie

in Anspruch zu nehmen. Doch

wie miteinander konkurrierende Labels

auf integrierte Kundenprogramme

reagieren, wird sich erst noch in der

Zukunft zeigen. Immerhin haben bereits

jetzt einige Fashion-Marken ein kartenloses

Reward Programm entwickelt.

Shopping heute:

We love to entertain you

Zusammenfassend zeigen die Umfragen,

dass vor allem Shopping Center dem

Wunsch der Verbraucher nach persönlicher

Ansprache und nach virtuellen und

realen Begegnungsräumen mit Freunden

und der Familie nachkommen sollten.

Der Verbraucher erwartet zudem

Entertainment-Angebote, die über das

Shopping-Erlebnis hinausgehen. In vielen

Shopping Centern wird das bereits

von den Marketingverantwortlichen

umgesetzt. ó

53

PT-MAGAZIN 5/2017

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PT-MAGAZIN 5/2017

© Messe München GmbH

Wirtschaft

54 Deutsche Industrie

greift zum Laserschwert

Im

weltweiten Wettlauf um

die Industrieproduktion der

Zukunft setzen deutsche

Unternehmen auf Photonik: Knapp achzig

Prozent wollen künftig mit Licht-

Werkzeugen Fertigungskosten reduzieren,

beispielsweise durch geringeren

Verschleiß in der Materialverarbeitung.

Besonders wichtig sind den Industrie-

Managern zudem die Innovations-Chancen

aus der Photonik-Forschung. Siebzig

Marktsegment Photonik - Laser und Optische

Technologien bieten Innovations-Chancen

Prozent interessieren sich beispielsweise

für optische Technologien, mit denen

sich neue Werkstoffe bearbeiten lassen.

Mit dem Einsatz von Photonik sehen

die Industrie-Manager (71 Prozent) eine

Möglichkeit, sich als Vorreiter der Branche

zu positionieren und Wettbewerbsvorteile

zu sichern. Das sind Ergebnisse

des LASER-World-Trendindex 2017 der

Messe München. Dafür wurden 100

Industriemanager von einem Marktforschungsinstitut

in Deutschland befragt.

„Der Standort Deutschland zählt

weltweit zu den ersten Adressen, wenn

es um die Photonikforschung geht“, sagt

Dr. Reinhard Pfeiffer, stellvertretender

Vorsitzender der Geschäftsführung der

Messe München. „Es gibt über 1.000

Unternehmen, sowie Forschungseinrichtungen,

Universitäten und Hochschulen,

die Photonik in Deutschland zu einem

wichtigen Marktsegment machen.“

Photonik bietet neue Chancen

für die Fertigung

Befragt nach den Anwendungsfeldern

moderner Photonik, sind den Fertigungsexperten

die klassischen Stärken

von Lichtwerkzeugen wichtig, aber auch

ganz neue Einsatzbereiche: Neben der

Präzision (91 Prozent) und dem Tempo

(74 Prozent) wird die energiesparende

LED-Technik (80 Prozent) als wichtiges

Argument für die Verwendung von Photonik

genannt. Zudem bereiten optische

Anwendungen den Weg für die Industrie-4.0:

Bei der Planung einer smarten

Fabrik setzen demnach 68 Prozent der

Befragten auf Assistenzaufgaben zur

Entlastung der Mitarbeiter in der Fertigung,

die mittels Photonik umgesetzt

werden. So lassen sich die Menschen

in der Fertigung beispielsweise im laufenden

Produktionsprozess unterstützen:

Mit einer optischen Fehlerkontrolle

decken Hochgeschwindigkeitskameras

winzigste Fehler in schnell ablaufenden

Prozessen auf. Bildsysteme stellen

Montageanleitungen in Echtzeit zur

Verfügung. Die Arbeitsprozesse werden

digital dokumentiert. Standards wie

USB 3.0 sorgen zudem für eine rasche

Übertragung der industriellen Bilddaten.

Auch hier setzen die Hersteller auf die

Photonik: Übertragen wird meist optisch

per Glasfaserkabel.


PT-MAGAZIN 5/2017

LASER World of PHOTONICS zeigt

neue Wege für die Industrie

Um die Photonik für den eigenen Betrieb

besser nutzen zu können, wünschen

sich die Industrie-Manager neben einer

engeren Zusammenarbeit mit den eigenen

Fachbereichen (62 Prozent) vor allem

den Austausch mit externen Experten.

Diese sollten ausdrücklich über Fachwissen

beim Einsatz von optischen Technologien

in der eigenen Branche verfügen

(69 Prozent). Die Mehrheit spricht sich

zudem für eine Partnerschaft mit Forschungs-

und Wissenschaftsinstituten

aus (62 Prozent). „Auf der Weltleitmesse

LASER World of PHOTONICS in München

bietet sich für Teilnehmer eine ausgezeichnete

Gelegenheit, sich für den eigenen

Betrieb ganz handfest über den Einsatz

neuester optischer Technologien der

eigenen Branche zu informieren“, sagt

Dr. Reinhard Pfeiffer.

Die LASER World of PHOTONICS ist

die weltweit führende Plattform der

Laser- und Photonikindustrie. Parallel

zur Messe findet der europaweit größte

World of Photonics Congress statt. Die

Kombination aus Messe und Kongress

vereinigt Forschung und Anwendung

und fördert somit die Nutzung und Weiterentwicklung

der optischen Technologien.

Premiere: Make Light MAKEATHON

macht Photonik erlebbar

In diesem Jahr war die LASER World of

PHOTONICS Austragungsort des ersten

Make Light MAKEATHON. 78 Studenten

und Jungingenieure aus fünf Nationen

nahmen an der Veranstaltung teil.

Mitten im laufenden Messegeschehen

entwickelten die Nachwuchs-Talente

innerhalb von 24 Stunden mithilfe von

3-D-Druckern, Laser-Cuttern und Programmier-Boards

ein Produkt von der

Idee bis zum Prototypen. Elf Makeathon-

Teams präsentierten am Ende vor Messebesuchern

und einer Expertenjury ihre

Ergebnisse, beispielsweise „Smog Dog“:

Das Gerät, ähnlich einem Rasenmäher-

Roboter, kann mithilfe optischer Sensoren

Luftverschmutzung oder Brandgeruch

erkennen und darauf zusteuern. ó

Über den LASER-World-Trendindex

Die Messe LASER World of PHOTONICS

hat im April 2017 insgesamt 100 Fachund

Führungskräfte aus der Industrie in

Deutschland über ein Marktforschungsinstitut

befragt (N=100). 91 Prozent

der Industrie-Manager repräsentieren

Unternehmen mit 100 oder mehr Mitarbeitern.

Das Teilnehmerpanel setzt sich

zu 74 Prozent aus Branchenvertretern

des Maschinenbaus, Automotive und

Elektronik zusammen.

55

Wirtschaft

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Baden-Württemberg – „Wir können alles.

Außer Hochdeutsch.“

Der Südweststaat wurde 1952 durch

Zusammenschluss der Länder Württemberg-Baden,

Baden und Württemberg-Hohenzollern

gegründet. Baden-

Württemberg steht sowohl nach

Einwohnerzahl als auch bezüglich der

Fläche an dritter Stelle der deutschen

Länder. Landeshauptstadt ist Stuttgart,

auch bekannt als Stammsitz der Porsche

AG, dem größten und traditionsreichsten

Sportwagenhersteller der Welt. Im

exportintensiven Land BW sind bekannte

Industrieriesen von Weltruf wie Daimler

oder IBM Deutschland zu Hause. Die

Wirtschaftsstruktur allerdings prägen

zu 99,4 Prozent Unternehmen mit bis

zu 250 Beschäftigten. Allein hier beherbergt

der Südwesten 277 sogenannte

Hidden Champions – also mittelständische

Weltmarktführer mit hoch spezialisierten

technologischen Produkten.

© 2013 Gottfried Reidler

© pure-life-pictures - stock.adobe.com

© Manuel Schnfeld - stock.adobe.com

Südwestliches

Vier Bundesländer - von Finanzmetropole, Hidden-Cham

Rheinland-Pfalz, das westlichste deutsche

Bundesland, ist mit rund vier Millionen

Einwohnern das siebtgrößte von 16

Bundesländern. Die Landeshauptstadt

und zugleich bevölkerungsreichste Stadt

ist Mainz mit rund 210.000 Einwohnern.

Rheinland-Pfalz steht in Deutschland vor

allem für Wein und Sekt; eine besondere

touristische Attraktion in der Pfalz ist die

85 km lange Deutsche Weinstraße.

Neben einer starken industriellen Basis

und Außenwirtschaft ist der Tourismus

für Rheinland-Pfalz ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

„Wir sind Gastlandschaften!“ lautet

die Vision der Rheinland-Pfalz Tourismus

GmbH.

© Frank - stock.adobe.com

© CPN - stock.adobe.com

© Harald Adamus, D-24223 Schwentinental


Das Land Hessen wurde 1945 unter dem

Namen Groß-Hessen gegründet und

gehört vor allem mit seinem südlichen

Landesteil, dem Regierungsbezirk Darmstadt,

zu den am dichtesten besiedelten

und wirtschaftsstärksten Regionen

Deutschlands. Die bevölkerungsreichste

Stadt mit gut 730.000 Einwohnern ist

Frankfurt am Main – internationales

Finanz- und Dienstleistungszentrum mit

der imposantesten Skyline Deutschlands.

Die Landeshauptstadt ist Wiesbaden -

mit seinen 15 Thermal- und Mineralquellen

eines der ältesten Kurbäder Europas.

Das Comedy-Duo BADESALZ, seit Jahrzehnten

Kult, würde noch ergänzen:

„Hessisch is de geilste Dialekt den wo‘s

gibbt!“

© pure-life-pictures - stock.adobe.com

© pure-life-pictures - stock.adobe.com

© 2014Vaceslav Romanov_Elena Romanov,

all rights reserved

Deutschland

pions über Weinberge bis hin zu malerischen Flusstälern

„Großes entsteht immer im Kleinen“ – mit

diesem Slogan präsentiert sich heute

Saarland, das kleinste der Flächenländer

Deutschlands. Landeshauptstadt

und größte Stadt des Saarlands ist die

Universitätsstadt Saarbrücken. Das Saarland

trat 1957 der Bundesrepublik politisch

bei („kleine Wiedervereinigung“).

Der wirtschaftliche Anschluss durch die

Übernahme der D-Mark erfolgte 1959.

Zuvor war es wirtschaftlich an Frankreich

angeschlossen. Bis in die Mitte des

20. Jahrhunderts prägten der Bergbau

und die daran angegliederte Stahlindustrie

die wirtschaftliche Infrastruktur.

Heute ist die Automobilindustrie (Ford

in Saarlouis) zusammen mit der Automobil-Zuliefererindustrie

(z.B. Bosch und

Michelin in Homburg) der bedeutendste

wirtschaftliche Bereich an der Saar.

© Petair - stock.adobe.com

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Im Südwesten nichts viel Neues

Wie eine Region auf ihre Trümpfe setzt

PT-MAGAZIN 5/2017

Südwestdeutschland

© PFI

Biogas- und Power-to-Gas-Anlage im

Energiepark Pirmasens-Winzeln.

© Stadtarchiv Pirmasens

Historischer Blick in eine Pirmasenser

Schuhfabrik (Rheinberger).

© Fotograf Harald Kröher

58

Gerade in strukturschwächeren

Gebieten ist es erfolgsentscheidend,

seine Stärken zu erkennen

und konsequent zu entwickeln. Genau

das haben sich die Menschen in der

immer wieder von Umbrüchen betroffenen

Westpfalz zu Eigen gemacht. Hier

entstehen auf der Grundlage bestehender

Stärken ganz neue Geschäftsfelder

und -modelle – eine probate Art,

mit dem Strukturwandel umzugehen,

den man auch andernorts in Südwestdeutschland

antrifft.

In der Westpfalz leben 520.000

Menschen, so viel also wie in Duisburg

oder Nürnberg, auf einer großzügigen

Fläche – etwas größer als das Saarland.

Am östlichen Zipfel Frankreichs gelegen,

verteilen sich rund 300 Gemeinden auf

vier Landkreise sowie die kreisfreien

Städte Kaiserslautern, Pirmasens und

Zweibrücken. Die Westpfälzer gelten als

freundlich, offenherzig und optimistisch.

„Unkraut vergeht nicht“, hört man sie

öfter mal sagen oder einfach nur „Das

wird schon!“.

Schreckgespenst Strukturwandel

Dieser Optimismus hat ihnen im längst

nicht ausgestandenen Strukturwandel

und seinen wirtschaftlichen, demografischen

wie ökonomischen Herausforderungen

immer wieder auf die Beine

geholfen. So ging seit den 80er Jahren

Science Center Dynamikum.

mit Schließungen von Truppenstandorten

der US Army und der „Forces Françaises

en Allemagne“ wertvolle wirtschaftliche

Substanz verloren. Jeder Rückzug

bedeutete für das Umfeld Einbußen an

Investitionspotenzial und Umsätzen der

Soldaten für Dienstleistungen und Produkte,

aber auch schmerzhaften Verlust

von Arbeitsstellen für deutsche Zivilbeschäftigte.

Gleichzeitig ist vielerorts eine hohe

Anzahl an Arbeitsplätzen durch die

Verlagerung von Produktionsstätten in

Billiglohnländer weggebrochen. In der

ehemaligen Schuhmetropole Pirmasens

gingen etwa über 15.000 Arbeitsplätze

in der Schuhproduktion verloren.

Ungünstige Altersstruktur

und Randlage

Nicht zuletzt das stetig steigende Durchschnittsalter

der Bevölkerung bringt ferner

strukturelle Probleme mit sich wie

Engpässe in der Personalrekrutierung,

Anstieg der Sozialausgaben, neue Anforderungen

an Wohnungsbestand und

Siedlungsstruktur und anderes mehr.

Als infrastrukturell und wirtschaftlich

ungünstig wirkt sich darüber hinaus die

geografische Randlage in unmittelbarer

Grenznähe zum Elsass aus, das seinerseits

im französischen Kontext zu den

abgehängten Regionen zählt.


Einher gehen infrastrukturelle Einschränkungen,

wie beispielsweise die

von Luxemburg nach Salzburg führende

Bundesautobahn A8 mit einer Lücke

zwischen Pfälzerwald und dem Badischen

als schmerzliches Nadelöhr. Aber

immerhin kommt der alternative vierspurige

Ausbau der B10 voran. Außerdem

liegen der Flughafen Frankfurt/M.

oder Städte wie Mannheim, Karlsruhe

und Saarbrücken nur eine Stunde Autofahrt

entfernt, Paris mit dem Zug nur

zweieinhalb Stunden.

Der Ästhet

genius II

Ausgezeichnet mit

einem der weltweit

renommiertesten

Designpreise.

genius II

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Konversion und Diversifikation

In vielerlei Hinsicht hat man es jedoch

geschafft, aus der Not eine Tugend

zu machen. So ist für die Region die

Umwandlung ehemals militärischer Flächen

in die zivile Nutzung typisch. Unter

anderem sind auf früheren Kasernenflächen

moderne Gewerbe- und Technologieparks

entstanden wie der PRE Park in

Kaiserslautern oder das Outlet-Zentrum

mit Gewerbe- und Freizeitpark am ehe-

er Ästhet

maligen US-Militärflugplatz Zweibrücken.

Viele Produzenten haben zudem ihr

vorhandenes Wissen und Fertigungsgeschick

aus „toten“ in zukunftsträchtige

Branchen transferiert. Heute sind beispielsweise

in Pirmasens frühere Zulieferer

der Schuhindustrie unter anderem in

den Branchen Chemie und Kunststoff, im

Anlagen- und Maschinenbau oder auch

in der Fernwirktechnik mit europa- und

weltmarktfähigen Produkten aller Couleur

erfolgreich unterwegs. Gleichzeitig

wurden völlig neue Segmente besetzt,

wie das Wirtschaftszentrum Kaiserslautern

zeigt. Der High-Tech-Standort

gehört zu den Vorreitern insbesondere

in der Softwareentwicklung und mischt

auch beim Thema Industrie 4.0 kräftig

mit.

Aufgreifen moderner Ansätze

Auffallend ist ferner das Besetzen neuer

vielversprechender Ansätze. Das gilt

zum Beispiel für die Kreativwirtschaft:

Wie in Berlin, München oder Hamburg

etablieren sich auch im Südwesten solche

schlagkräftigen Netzwerke rund um

Güter und Dienstleistungen aus den so

bezeichnet genius kreativen II Marktsegmenten.

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Winzeln steht weltweit zum ersten Mal

überhaupt im großtechnischen Maßstab

eine Anlage, mit der überschüssiger

Strom aus Solar- und Windkraftanlagen

speicherbar gemacht wird – Stichwort

Power-to-Gas.

Herausgezoomt: von Region

und Regionen

Bangemachen gilt insofern nicht – aus

jeder Misere kann eine Chance erwachsen.

Und was in diesem Zusammenhang

für die Westpfalz gilt, ist auch für

andere vom Strukturwandel betroffene

Regionen im Südwesten Deutschlands

anwendbar. Diese stehen nämlich zum

Teil vor den gleichen Herausforderungen

und können daher auf der Suche nach

geeigneten Lösungsansätzen voneinander

lernen. ó

59

PT-MAGAZIN 5/2017

Südwestdeutschland


Bohnen, Erbsen, Soja & Co.

EU-Projekt will Anbau von Hülsenfrüchten in Europa vorantreiben

PT-MAGAZIN 5/2017

Südwestdeutschland

60

Weniger Importe, weniger Dünger,

mehr Nachhaltigkeit – es

gibt gute Gründe, den Anbau

von Hülsenfrüchten in Europa auszuweiten.

Bisher wachsen die wertvollen

Eiweißpflanzen hier nur auf wenigen

Flächen. Das EU-Projekt TRUE mit Partnern

aus zehn Ländern will das ändern.

Mit von der Partie sind Forscher der

Universität Hohenheim. Sie nehmen

Fallbeispiele unter die Lupe, loten die

wirtschaftlichen Auswirkungen aus

und sorgen für einen Wissensaustausch

zwischen den Projektpartnern. Über

540.000 Euro erhalten sie dafür aus dem

Fünf-Millionen-Projekt – ein Schwergewicht

der Forschung an der Universität

Hohenheim.

Sie sind eine wertvolle Proteinquelle

für Mensch und Tier: Hülsenfrüchte wie

Erbsen oder Bohnen sind besonders für

Vegetarier wichtig auf dem Speisezettel,

und Soja ist aus der Tierernährung

nicht mehr wegzudenken. Europa hat

dabei jedoch ein Problem: Hülsenfrüchte

– auch Körnerleguminosen genannt –

wachsen nur auf gut zwei Prozent der

Ackerflächen, so dass die EU in hohem

Maße auf Importe angewiesen ist.

Das will das neue, europaweite Forschungsprojekt

TRUE (TRansition paths

to sUstainable legume-based systems

in Europe) ändern, an dem Pflanzenbau-Experten,

Agrarökonomen und das

Forschungszentrum für globale Ernährungssicherung

und Ökosysteme (GFE)

der Universität Hohenheim beteiligt sind.

Insgesamt haben sich in dem Projekt 24

Projektpartner aus zehn europäischen

Ländern und Kenia zusammengeschlossen,

um Anbausysteme und Nahrungsmittelketten

in der EU zu untersuchen.

Hülsenfrüchte reduzieren Bedarf

an Mineraldünger

Leguminosen haben eine Eigenschaft,

die ökonomisch und ökologisch von großem

Vorteil ist: Sie binden mit Hilfe

von Bakterien in ihren Wurzelknöllchen

den Stickstoff der Luft. „Sie produzieren

ihren Dünger gewissermaßen selbst und

verbessern den Boden für die nachfolgenden

Kulturen“, erklärt apl. Prof. Dr.

Sabine Gruber, Pflanzenbau-Expertin an

der Universität Hohenheim.

Gemeinsam mit Dr. Sabine Zikeli,

Koordinatorin für ökologischen Landbau

und Verbraucherschutz der Universität

Hohenheim, führt sie zwei der insgesamt

24 Fallstudien des Projektes durch.

Die Erfolgsgeschichten von Linsen und

Soja stehen im Fokus der Forscherinnen.

„Sojaanbau gab es früher in

Deutschland überhaupt nicht, und Linsen

wurden nach den 1950er Jahren

kaum noch angebaut“, so Gruber. „Doch

in den letzten Jahren hat der Anbau

bei beiden Pflanzenarten zugenommen.

Bei Linsen wohl deshalb, weil die Verbraucher

regionale Produkte heute sehr

schätzen. Bei der Sojabohne, die eigentlich

sehr wärmebedürftig ist, haben wir

heute Sorten, die mit unserem kühleren

Klima zurechtkommen. Und der Klimawandel

tut ein Übriges.“

Leguminosen-Anbau vor allem

bei Öko-Betrieben beliebt

„Soja wird vor allem in Biobetrieben

immer häufiger angebaut“, fügt Zikeli

hinzu. „Das ermöglicht kurze Lieferwege

durch regionalen Anbau, mehr Unabhängigkeit

von Importen und mehr

Sicherheit, denn Bio-Kunden wollen

keine gentechnisch veränderte Soja. Da

deren Anbau in Deutschland verboten

ist, gehen die Erzeuger und Verarbeiter

hier kein Risiko ein. Außerdem profitiert

die Sojabohne vom steigenden Interesse

an veganer Ernährung – viele Bio-

Sojabohnen werden zu Tofu verarbeitet

und nicht zu Tierfutter.“ Die Daten der

Wissenschaftlerinnen sollen helfen, bes-

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ser zu verstehen, warum gerade diese

beiden Leguminosen so erfolgreich sind.

„Das kann auch anderen Leguminosen

den Weg bereiten“, ist sich Gruber sicher.

„Die Kichererbse steht bereits in den

Startlöchern.“

Ökonomie und Ökologie

im Fokus der Forscher

Die wirtschaftliche Seite des Leguminosen-Anbaus

betrachten an der Universität

Hohenheim die Agrarökonomen

rund um Prof. Dr. Enno Bahrs und Prof.

Dr. Christian Lippert. „Der Mangel an

Ertragssicherheit und mangelnde Wirtschaftlichkeit

gelten bislang als die

größten Hemmfaktoren“, berichtet Dr.

Beate Zimmermann vom Fachgebiet

Landwirtschaftliche Betriebslehre. „Wir

wollen wissen, welche wirtschaftlichen

Auswirkungen eine Ausweitung des

Anbaus hätte und wie es mit der Wettbewerbsfähigkeit

aussieht.“

Die Forscher stellen anhand der

Daten typischer Betriebe einer Region

zunächst die Ist-Situation dar und simulieren

anschließend am Computer, wie

neue Produktionsverfahren, stabilere

Erträge oder Preise die Wettbewerbsfähigkeit

des Leguminosenanbaus verändern

würden. „Auch die Auswirkungen

verschiedener politischer Förderinstrumente

beziehen wir ein“, erklärt Zimmermann.

Wichtig sei auch die Akzeptanz bei

den Landwirten. „Vor allem in Bezug

auf die Ertragsvarianz möchten wir wissen,

welches Risiko Landwirte bereit

sind einzugehen.“ Hinzu kämen bei der

Betrachtung auch ökologische Größen

wie Treibhausgasemissionen oder Stickstoff-Bilanz.

Austausch mit Praxis

und Politik sicherstellen

Koordiniert werden die Arbeiten an der

Universität Hohenheim am Forschungszentrum

für globale Ernährungssicherung

und Ökosysteme (GFE). „Bei TRUE

ist uns der Austausch zwischen Wissenschaft

und Praxis besonders wichtig“,

betont der Koordinator des Teilprojekts

Henrik Maaß vom GFE.

Dazu organisiert das Forschungszentrum

Veranstaltungen, an denen sich

die Projektpartner mit Landwirten, Firmen,

Organisationen und Verbrauchern

treffen. Neuigkeiten verbreiten sie zum

Beispiel über Newsletter oder Social

Media-Kanäle. Bis zum Ende des Projektes

soll so ein europaweites Leguminosen-Netzwerk

entstehen.

Auch der Dialog mit der Politik hat

einen hohen Stellenwert in dem Projekt.

„Ein konkretes Ziel des Projektes ist

die Erarbeitung von politischen Empfehlungen“,

erklärt Alicia Kolmans, Leiterin

des GFE, „etwa für Förderinstrumente

im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik

der EU, die die Wettbewerbsfähigkeit

der Leguminosen-Anbauer

gewährleisten.“ ó

Über den Autor

Henrik Maaß, ausgebildeter Landwirt und

Masterabschluss in Ökolandbau, ist im

Forschungszentrum für Globale Ernährungssicherheit

und Ökosysteme der Universität

Hohenheim für die Koordinierung

des Arbeitspaketes „Wissensaustausch

und Kommunikation“ im TRUE-Projekt

zuständig.

www.true-project.eu (Projekt-Homepage)

61

PT-MAGAZIN 5/2017

Südwestdeutschland

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Die HFM Modell- und Formenbau GmbH wurde als Finalist beim

„Großen Preis des Mittelstandes“ der Oskar-Patzelt-Stiftung ausgezeichnet.

Der Wettbewerb fand bereits zum 22. Mal statt. Dieses

Jahr waren 4.796 Unternehmen nominiert.

Wir möchten uns bei der Jury und bei unseren Mitarbeitern bedanken,

ohne die dies nicht möglich gewesen wäre.

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Großer Preis des

MITTELSTANDES

HFM Modell- und Formenbau GmbH | Ostergasse 10 | 88356 Ostrach / Kalkreute hfm-modellbau.de | schnetz-formenbau.de | nhw3d.de


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Zeit zum Umdenken

PT-MAGAZIN 5/2017

Südwestdeutschland

62

Im

Juli hat die Bundesregierung

einen Bericht

über die Auswirkungen

des Mediationsgesetzes

auf die Entwicklung der Mediation

in Deutschland und über die Situation

der Aus- und Fortbildung der Mediatoren

vorgelegt.

Dem Bericht liegt eine Evaluierung

des Mediationsgesetzes zugrunde, die

vom Forschungsinstitut für öffentliche

Verwaltung Speyer verfasst worden war.

Der Regierungsbericht soll Grundlage

für weitere Maßnahmen sein, wie die

Mediation zu fördern ist. Der Bericht

bestätigt, „dass Mediation als alternatives

Instrument der Konfliktbeilegung

in Deutschland einen festen Platz in der

Streitbeilegungslandschaft einnimmt,

Mediation als

alternatives

Instrument der

Konfliktbeilegung

allerdings noch nicht in einem Maße

genutzt wird, wie es wünschenswert

wäre. Das Potential der Mediation ist

noch nicht voll entfaltet.“

Das Ergebnis der Evaluation offenbart

die Notwendigkeit eines Umdenkens.

Das jedenfalls ist die Meinung

des Studienleiters der ZFH-Ausbildung

Mediation und integrierte Mediation,

Arthur Trossen. Als Dozent und praktizierender

Mediator weiß er, welche

Kompetenz sich hinter der Mediation

verbirgt. „Die Mediation könnte besser

genutzt werden, wenn man ihre Kompetenz

versteht“, sagt er. Mediation ist

mehr als eine Verfahrensdienstleistung.

Die Mediationsausbildung bei der ZFH in

Koblenz vermittelt eine Kompetenz, die

nach den Lehren der integrierten Mediation

sowohl im beruflichen als auch im

privaten Alltag von Nutzen ist.

Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig

und gehen über die der Regierung

vorliegenden Untersuchung hinaus. So

können etwa Führungskräfte und Personalverantwortliche

in Unternehmen mit

Mediationskompetenzen nicht nur Konflikte

effizient lösen, sie können sie auch

von vorneherein vermeiden. Konflikte

unter Mitarbeitern binden oft wertvolle

Arbeitszeit und Arbeitskraft und damit

Kapazitäten. Gut ausgebildete Mediatoren

können effizienter und nutzenorientiert

verhandeln.

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mit dem Kompetenzzuwachs einen

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freilegt. Weitere Beispiele sind Schulen,

soziale Einrichtungen, Berater und alle

Berufe, die mit Problem- und Konfliktlösungen

in Berührung kommen. In diesen

Berufsfeldern ergeben sich für Mediatoren

neben der Fallnachfrage bessere Verdienstmöglichkeiten

und Einstellungschancen.

„Integrierte Mediation bedeutet

Umdenken“, sagt Trossen, die in der

Mediation vermittelten Kenntnisse führen

zu einer differenzierteren Sichtweise

und Haltung. Die Teilnehmer bestätigen,

dass die Ausbildung ihr Leben verändert

hat: „Durch die Mediationsausbildung

kann die Sicht auf sich selbst und die

Welt verändert werden. Durch die Veränderung

des Denkens – verändere ich

mich und dadurch verändert sich meine

Umwelt“, so einer der letzten Kursteilnehmer.

Die Zentralstelle für Fernstudien an

Fachhochschulen (ZFH) bietet in Kooperation

mit der Hochschule Darmstadt

und dem Verein Integrierte Mediation

e.V. das berufsbegleitende Fernstudium

Mediation – integrierte Mediation an.

Hier erwerben die Studierenden Kompetenzen,

die nicht nur bei der Anwendung

der Mediation, sondern auch in anderen

Herangehensweisen der Konfliktbeilegung

hilfreich sind. Die integrierte Mediation

vermittelt neben den gesetzlich

vorgeschriebenen Ausbildungsinhalten

ein tiefes Verständnis von und über die

Mediation. Die praxisbezogene Ausbildung

legt großen Wert auf die Alltagstauglichkeit

der Inhalte und die Kompetenzvermittlung

zur Konfliktbeilegung

in allen Lebenslagen. Das wirkt sich

auch auf die Verdienstmöglichkeiten der

Absolventen aus, die sich nicht nur aus

der Dienstleistung Mediation ergeben,

sondern auch indirekt und überall dort,

wo Konfliktvermeidung und effiziente

Konfliktbeilegung eine Rolle spielen – z.

B. wenn Mitarbeiter in Unternehmen

über Führungskompetenz oder Konfliktlösungskompetenz

verfügen. ó

Der Verein Integrierte Mediation e.V.

hat ein Wiki – Wiki to Yes - eingerichtet,

in dem Interessierte umfängliche

Informationen zu allen Themen

rund um Mediation finden: www.

mediationswiki.de

Weitere Informationen:

www.in-mediation.eu

Die ZFH - Zentralstelle für Fernstudien

an Fachhochschulen ist eine

zentrale wissenschaftliche Einrichtung

des Landes Rheinland-Pfalz

mit Sitz in Koblenz. Auf der Grundlage

eines Staatsvertrages der Bundesländer

Rheinland-Pfalz, Hessen

und Saarland kooperiert sie seit

1998 mit den 13 Fach-/Hochschulen

der drei Länder und bildet mit

ihnen gemeinsam den ZFH-Fernstudienverbund.

Mit einem Repertoire

von über 70 berufsbegleitenden

Fernstudienangeboten in betriebswirtschaftlichen,

technischen und

sozialwissenschaftlichen Fachrichtungen

ist der ZFH-Fernstudienverbund

bundesweit größter Anbieter

von Fernstudiengängen an Fach-/

Hochschulen mit akkreditiertem

Abschluss.

63

PT-MAGAZIN 5/2017

Südwestdeutschland


Audi A4 rollt an die Spitze

Der moderne Unternehmertypus

orientiert sich neu. Ein neues

Modell ist fällig. Nicht protzig

wegen der Auftragnehmer, nicht

schnöde, weil er sich selbst was schuldet,

nicht einfach, weil er viel unterwegs

ist. Das Nützliche mit dem Schönen zu

verbinden, ist das Ziel. Er möchte in

naher Zukunft Familienzuwachs und

Raum für seine Hobbys. Ein Van ist ihm

zu bieder, vielleicht ein Kombi, der alles

vereint: Understatement, Qualität, Emotion,

Fahrfreude, Innovation… wir, die

GARTHs testen für den dynamischen

Unternehmertyp den neuen Audi A4

Avant mit Audis berühmtem 2.0 TFSI mit

mittlerweile kräftigen 252 Pferden unter

der Haube. Das Daytona-grau-metallic,

die von Audis Marketing subtil indoktrinierte

neue Trendfarbe, schmeichelt der

Formsprache der Familienrakete.

Hochwertigkeit

Innen lädt eine dunkle, geschmackvolle

Leder-Alcantara-Kombination ein. Das

Cockpit begrüßt uns obligatorisch fahrerorientiert,

analoge Anzeigen sucht

man nicht wirklich vergebens, da das

digitale Informationsdisplay sexy und

innovativ sowie rundum informativ zum

Spielen verführt. Was man akut beim

Dahingleiten erwartet, beamt das Head-

Up-Display direkt in das Fahrer-Sichtfeld.

So geht Autofahren heute. Stress wird

vermieden, das Auto hilft bei der Parkplatzsuche

und schmiegt sein sportives

4,70 m langes Antlitz auf Knopfdruck

autonom zwischen die anderen parkenden

Fahrzeuge. Musik in der Luxusklasse:

das Bang & Olufsen Soundsystem

begleitet uns stilsicher auf konzertanten

Wegen, natürlich wie gewohnt über das

fast unschlagbare MMI leicht zu bedienen.

Ipod-Interface und Bluetooth-Integration

gehören mittlerweile zum gehobenen

Standard und finden sich gut ein

in die durchdachte Bedienphilosophie.

Die Sitze umschließen uns angenehm,

das Lenkrad ist haptisch gelungen, die

Tasten und Knöpfe sind hochwertig, teils

in Aluminium gefasst und gut angeordnet.

Wilhelm erwischt sich immer wieder,

die Fensterheber zu betätigen, ein technisch

hoch präzises und wohlklingendes

Klicken belohnt ihn jedes Mal. Oftmals

sind es gerade die Details, auf die sich

unsere selektive Wahrnehmung stürzt.

Praxistest

Beim lokalen Baumarkt stellen wir fest,

dass wir keine Kompromisse eingehen

müssen und laden zwei Meter lange

Kabeltunnel problemlos in den A4 Avant

ein. Dann ein enges Parkhaus. Wilhelm

schießt hinein, legt sich in die Kurve,

freut sich über die Agilität und Wendigkeit,

während Arnd seinen Becher Kaffee

auf dem Beifahrersitz in Ruhe genießt.

Im Dunkel des Parkhauses zeigt der Audi

seine innere Schönheit. Der Innenraum

ist futuristisch angenehm in blaues

LED-Licht getaucht, überall versteckt, in

den Türführungen, im Fußraum strahlt

es bläulich dezent. Als Wilhelm wenige

Sekunden später in kindlicher Freude

feststellt, dass sich die Farben der Innenanmutung

auch noch individuell einstellen

lassen, ist er im Automobilhimmel.

Gedankenversunken lauscht er dem feinen

Surren der elektrischen Heckklappe

und Arnd merkt, dass er lieber fahren als

schnöde einkaufen würde.

Wilhelm will den Audi spüren

und das Verwachsen von Mensch und

Maschine fühlen. In dem perfekt abgestimmten,

fast schon hermetisch abgeriegelten

Innenraum findet die Meta-

© Audi AG


morphose zum Eins werden mit so viel

Perfektion statt. Der Preis von stolzen

70.000 Euro (Preis des Testwagens) ist

für den einen Unternehmer eine Herausforderung,

für den anderen eine gute

Motivation und für den Effizienzrechner

grenzwertig. Trotz Unterstatement sind

die Farbe und die Felgen als ergänzendes

Kalkül, Stück eines gelungenen, ausgewogenen

Designs eines zu recht bewunderten

Autos mit kleinem Neidfaktor.

Die Verarbeitungsqualität ist mehr als

vorbildlich. ó

Prof. Arnd Joachim Garth

& Wilhelm Rafael Garth

© Audi AG

© Audi AG


Leserbriefe | Impressum PT-MAGAZIN 5/2017

66

Zur Ausgabe: 4/2017

Fakes im Stellenmarkt

Leserbriefe

Zu: „Nicht mal 8 von 100“

…Sie schreiben mir im Editorial… aus

der Seele... Herzlichen Dank für diesen

hochgradig und leidenschaftlich lesbaren

Artikel…- schließlich gilt: „Das Lob

gehört viel mehr in den Vordergund“

(Helfried Schmidt) - eines meiner neuen

Lieblingszitate.

Georg Mahn, Dörverden

Das Editorial…besticht durch Zahlen,

Fakten, Verhaltenspsychologie… Einer

meiner Kunden (Wolfgang Allgäuer)

sagte mir einmal sinngemäß: „Wenn

Du Arbeiten delegierst“ (und das macht

wohl jeder Unternehmer) „musst Du

mit Fehlern rechnen. Du musst bereit

sein die Fehler zu akzeptieren. Und Du

musst als Unternehmer bereit sein für

diese Fehler zu bezahlen.“ Er lebte diese

Werte…

Holger Tiegel, Rackwitz

Zu: „Wie viel Fake verträgt ein Recruitingprozess?“

…Eine Konsequenz sollte lauten: Je besser

es den Unternehmen… gelingt, sich und

die zu vergebenden Jobs z. B. mittels

Alleinstellungsmerkmalen glaubwürdig

darzustellen, desto… weniger Chancen

haben hier Fakes… Neben präzisen fachlichen

Anforderungsprofilen sollten die

zu lebenden Unternehmenswerte deutlich

kommuniziert werden. Hier ist auf

Arbeitgeberseite viel, sehr viel Luft nach

oben!...

Dr. oec. habil. Jörg Schumann, Leipzig

Zu: „Saubere Städte“

Ich unterstütze voll und ganz die Ansicht

von H. Georgi, dass die Verantwortlichen

für Verunreinigungen stärker zur „Schadenbeseitigung“

herangezogen werden…

Aber es sollten gesetzgeberische/überwachende

Aktivitäten eben auch durch

Pressemitteilungen ergänzt werden…

J. Loidl

Zu: „Populismus polarisiert“

…Er diagnostiziert zu Recht, dass „differenzierte

Meinungen“ fehlen und sich

„einfache Lösungen besser verkaufen“

lassen. Doch dieses Defizit ist praktisch

Kürzungen durch die Redaktion.

Alle Leserbriefe in voller Länge unter www.pt-magazin.de

Leser-Telefon: 0341 240 61-00 | Leser-Fax: 0341 240 61-66

Leserbriefe auch unter www.pt-magazin.de/service/leserbriefe

so alt wie die Medien und in einer Demokratie

mit konkurrierenden Parteien

systemimmanent... Das Musterbeispiel

eines sich zutiefst demokratisch gebenden

„Populisten“ ist der Kanzlerkandidat

Martin Schulz. Mit der völlig abgedroschenen

und nicht definierbaren „Leerformel“

von der „sozialen Gerechtigkeit“

versucht er die Mehrheit des Volkes auf

zutiefst populistische Art für sich emotional

zu gewinnen… Wir brauchen wieder

kontroverse Dialoge und ernste Diskurse,

aber keine seichte „Alltagskommunikation“,

denn diese ist ein gerichtetes

Manipulationsinstrument geworden,

um simple Ideologien unters Volk zu

bringen….

Wolfgang Thüne, Oppenheim

(Bezug auf Leserbrief der Ausgabe 3/2017)

Zum Thema „Mittelstand“

Es ist offensichtlich sehr angenehm, sich

mit den Siegern der Globalisierung zu

schmücken. Dabei kann man problemlos

die Verlierer ausblenden…ln Ihrem

Magazin kommen die Folgen kapitalistischen

Wirtschaftens nicht vor…

Peter Gruneberg, Leipzig

Anmerkung der Redaktion:

Der komplette Leserbrief (zwei Doppelseiten)

und eine Antwort darauf sind online

unter http://bit.ly/PGLeser nachzulesen.

Hier nur so viel: Auch wir sehen Folgen

kapitalistischen Wirtschaftens. Im Verhältnis

zu den Folgen sozialistischen Wirtschaftens

sind die allerdings nahezu ausschließlich

positiv. In einer Diktatur (auch

in der Diktatur des Proletariats) scheitern

individuelle Lebenswege zwangsläufig

massenhaft. Eine freie Gesellschaft ermutigt

dagegen den Einzelnen zu Freiheit,

zu Verantwortung und zu individuellem

Handeln. Sie vertraut lieber der Weisheit

der Millionen Einzelner als einer Herrschaftskaste.

Das schützt den Einzelnen

zwar nicht vor individuellem Scheitern.

Aber es schützt ihn vor den Folgen millionenfachen

Scheiterns.

Helfried Schmidt

PT-MAGAZIN

für Wirtschaft und Gesellschaft

Impressum

ISSN 1860-501x | 13. Jahrgang

Ausgabe 5/2017

Verlag: OPS Netzwerk GmbH,

Melscher Str. 1, 04299 Leipzig,

Tel. 0341 240 61 - 00, Fax 0341 240 61 - 66

info@op-pt.de | www.pt-magazin.de

Das PT-Magazin ist das offizielle Magazin

des Wettbewerbes „Großer Preis des

Mittelstandes“ der Oskar-Patzelt-Stiftung,

eingetragen im Stiftungsregister

des Re gie rungs be zir kes Leipzig unter

Nr. 2/1998.

Geschäftsführer:

Petra Tröger, Dr. Helfried Schmidt

Redaktion:

Dr. Helfried Schmidt (V.i.S.d.P.)

Klaus-Peter Sorgau

Autoren/Interviewpartner:

Andreas Becker, Frank Brettschneider,

Bernd Drumann, Hans-Jürgen Friedrich,

Volker Gallandi, Arnd Joachim Garth, Wilhelm-Rafael

Garth, Volkmar Helfrecht,

Christian Kalkbrenner, Sabine Lichtenegger,

Florian Lichtnecker, Gudrun Litzenberger,

Henrik Maaß, Amanda Pur,

Ashkan Rahmani, Martina Rellin, Helfried

Schmidt, Clemens Schneider, Klaus-

Peter Sorgau, Stephanie Thomas, Claudia

Thoms, Petra Tröger, Clemens Vogel,

Christian Wewezow, Markus Zahner

Korrespondenten:

Bernd Schenke (Berlin)

D-Rolf Becker (Halle)

Satz/Layout:

Remo Eichner-Ernst

Anzeigen:

Petra Tröger (V.i.S.d.P.)

Clemens Vogel

Druck:

Druckerei Vetters GmbH & Co. KG

Gutenbergstraße 2, 01471 Radeburg

Erscheinungsweise: 6x jährlich, Einzelpreis

3,00 € inkl. 7% MwSt.; Abonnement

16 ,00 € inkl. 7% MwSt. sowie inkl.

Versand und Porto für 6 Ausgaben. Unser

Magazin erhalten Sie in unserem Verlag

sowie im Abo und in ausgewählten

öffentlichen Einrichtungen.

Leser-Fax: 0341 240 61 - 66

E-Mail: redaktion@op-pt.de

Mehrfachlieferungen auf Anfrage. Konditionen

unter www.pt-magazin.de. Es

gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 1/2017,

gültig seit 15.10.2016.

© 2017 OPS Netzwerk GmbH

Nachdruck nur mit schrift licher

Genehmigung des Verlages.

Alle Angaben ohne Gewähr. Namentlich

gekennzeichnete Beiträge müssen

nicht die Meinung der Redaktion wiedergeben.

Der Verlag behält sich vor,

Leserzuschriften bearbeitet zu veröffentlichen.

Für unver langt eingesandte

Manuskripte und für Anzeigeninhalte

übernehmen der Verlag oder seine Mitarbeiter

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zukünftiger Geschäfts Gewinne ist oder auf jeden Verluste. Fall eine Diese kunden- Ausarbeitung und produktgerechte stellt ferner keinen Beratung Rat oder durch keine Ihren Empfehlung Berater erforderlich. dar. Vor Abschluss Ausführliche eines produktspezifische in dieser Ausarbeitung Informatio-

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daher unverbindlich. Geschäfts ist auf Soweit jeden in Fall dieser eine Ausarbeitung kunden- und Aussagen produktgerechte über Preise, Beratung Zinssätze durch oder Ihren sonstige Berater Indikationen erforderlich. getroffen Ausführliche werden, produktspezifische beziehen sich Informatio-

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