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09.09.2017 Lindauer Bürgerzeitung

09.09.2017 Lindauer

LINDAUER Bürgerzeitung mit Amtsblatt der Stadt Lindau (B) 9. September 2017 · Ausgabe KW 36/17 · an alle Haushalte ANSICHTEN Martin Nüberlin, Vorsitzender der Erzeugergemeinschaft Lindauer Obstbauern Der viel diskutierte Klimawandel hat jetzt auch ohne Zweifel seine Spuren in unserem heimischen Obstbau hinterlassen. Die Wetterextreme werden immer deutlicher. Waren die zweite Februarhälfte, der März und die erste Aprilhälfte dieses Jahres extrem warm, was zu einem sehr frühen Austrieb mit beginnender Blüte um den 10. April führte, so war der Kälteinbruch mit Schnee und Minustemperaturen für unsere Obstkulturen nur mit großen Schäden zu überstehen. Die jetzt beginnende Obsternte wird die wohl geringste der letzten Jahrzehnte. Am gesamten Bodenseegebiet wird mit einer Erntemenge von minus 70 Prozent im Vergleich zu den letzten Jahren gerechnet. Dabei sind auch noch ein relativ großer Anteil von Früchten, die kleinere Schädigungen (sogenannte Frostringe), auch verursacht durch den Blütenfrost, haben. Dieses optische Manko beeinflusst aber weder Geschmack noch Haltbarkeit der Früchte. Wir Obstbauern würden uns freuen, wenn auch dieses Obst bei uns gekauft und gegessen wird. Bisher ist es leider so, dass nicht mal 50 Prozent des in Deutschland konsumierten Obstes aus heimischer Produktion stammt. Mehr zum Thema auf S. 8 Erscheinungstermine Ihre nächsten BZ erscheinen Samstag, 23.09.2017 Samstag, 07.10.2017 Einkaufen: Silberschatz Interessante Objekte bei der 134. Int. Bodensee- Kunstauktion S. 7 Geschäftsleben: Neueröffnung Textilreinigung, Wäscherei und Färberei Meyer eröffnet im Bleicheweg ein neues Geschäft S. 11 Im Glanz vergangener Zeiten „Macht und Pracht“ heißt das Motto am „Tag des offenen Denkmals“ Einmal im Jahr bringt der „Tag des offenen Denkmals“ der breiten Öffentlichkeit die Schönheit und Kostbarkeit der örtlichen Kulturdenkmäler näher. Unter dem Motto „Macht und Pracht“ steht der diesjährige Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 10. September. 15 Objekte auf der Insel und sieben auf dem Festland dürfen unter fachkundiger Führung erforscht werden. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Bei manchen Terminen ist eine Anmeldung erforderlich. Oft können bei dieser Gelegenheit Eindrücke auch von solchen Denkmälern gewonnen werden, die sonst nicht frei zugänglich sind. So ist dieser Tag ist eine wunderbare Auch das „Chefzimmer“ von Oberbürgermeister Dr. Gerhard Ecker kann am Tag des offenen Denkmals besichtigt werden. Foto: Herpich Gelegenheit, bedeutende Denkmäler und historische Bauten zu besuchen und im Rahmen einer sachkundigen Führung die Geschichte dieser alten Schätze zu erleben. Um 10 Uhr wird Oberbürgermeister Dr. Gerhard Ecker im Sitzungssaal der Stadtverwaltung (Bregenzer Straße 6), den Tag des offenen Denkmals eröffnen. Wer möchte, kann hier gleich den ersten Programmpunkt, nämlich das Büro des Oberbürgermeisters, besichtigen. Entsprechend dem Motto „Macht und Pracht“ öffnen acht weitere „Chefzimmer“ auf der Insel ihre Türen. Nicht selbstverständlich ist auch, dass Bauherren und Eigentümer von ihren Erlebnissen beim “Abenteuer Bauen” und dem Dauerthema “Kümmern um ein Baudenkmal” berichten. Auf der Insel sind dies um 11 Uhr die Bauherren Karsten Wilde und Jirka Cvekl- Wilde, die die Brodlaube als Wohnhaus herrichten. Um 14 Uhr wird Werner Berschneider die Wappentafeln im Inneren des Sünfzen in der Maximilianstraße erläutern. Winfried Schlegel zeigt seinem Publikum um 11 Uhr die „Sala Historica in der Propstei des freiweltlich-adeligen Damenstiftes” in der Fischergasse. Karl Heinz Brombeis führt um 14 Uhr durch den Hauptbahnhof. Apropos Glanz: das Goldene Buch der Stadt Lindau glänzt wirklich. Der Kalligraph Willi Kleiner, der darin für perfekt gesetzte Schriftzüge sorgt, zeigt von 11 Uhr bis 13 Uhr Ergebnisse seines Handwerks. Zusammen mit Stadtarchivar Heiner Stauder darf sogar im Goldenen Buch geblättert werden. Auch andere Dokumente sind im Kleinen Sitzungssaal des Rathauses am Bismarckplatz ausgestellt. Barbara Reil beleuchtet zwischen 14 und 16 Uhr die barocken Seiten des Stadtmuseums am Marktplatz. In der Cramergasse 5 steht das Holzmodell der ehemaligen Luitpoldkaserne von Albert Öller. Zwischen 10 und 12 Uhr hat man mit Hans Stübner eine Gelegenheit zu vertiefter Betrachtung. Das Bild der Insel ist durch unser großes Denkmalensemble geschützt. Dazu gehören neben Häusern -vor allem aus der Ferne gesehen- Bäume. ▶ Fünf Jahre erfolgreich „bioOASE“ in Aeschach feiert ihr Jubiläum mit einer Festwoche und tollen Angeboten S. 9 Wie die Stadtgärtnerei mit diesen empfindsamen alten Damen umgeht und wer am Ende in der Abwägung der Themen Sicherheit, Verkehr und Schutz benachbarter Bauten bei der Pflege dieser Schätze gewinnt, berichten um 11 Uhr Betriebsmeister Jan Wragge und Baumpfleger Markus Steinbeißer von der Stadtgärtnerei. Wirklich einmalig wird es auch sein, wenn in Schachen Anja Köhler vom Stadtbauamt Lindau um 16 Uhr vom namensgebenden- und stadtteilprägenden Hotel Bad Schachen erzählt und Stadtheimatpflegerin Marigret Brass- Kästl mit dem Bismarckdenkmal in Hoyren um 15 und 16.30 Uhr am Heldenweg in die geradezu verdrängten Zeichen einer umstrittenen Macht einführt. Markus May vom Förderverein Lindauer Kulturerbe Alter Friedhof führt um 14 Uhr über den Alten Friedhof. Die Familie Hagen gestattet um 11 Uhr angemeldeten Besuchern, einen Blick in das Erdgeschoss der Villa Elena am Oeschländerweg. Die Villa Holdereggen ist Gegenstand einer Führung von Iris Möller aus dem Stadtbauamt, die Spuren aus der wechselvollen Geschichte der heutigen Musikschule aufzeigt. Die Landschaftsplanerin Jennifer Cebulsky hat sich schon vor einigen Jahren im Rahmen ihrer Diplomarbeit mit dem Park der Villa Alwind beschäftigt. Nun wird sie das Parkpflegewerk erarbeiten und um 17 Uhr einen Einblick in die Besonderheiten eines der größten denkmalgeschützten Parks Lindaus geben. Stadtgärtner Meinrad Gfall schließlich zeigt um 15 Uhr „sein Reich” an der Ludwig-Kick-Straße, das aus den Gärten und den Ökonomiegebäuden der Villa Engel entstanden ist. Auf Seite 2 finden Sie eine komplette Übersicht der Veranstaltungen. Da bei einigen Terminen die Teilnehmerzahl beschränkt ist, können diese nur nach Voranmeldung besucht werden. Anmelden kann man sich am Samstag, 09.09.17, ab 15 Uhr telefonisch unter 0 83 82/91 86 16. Iris Möller ▶ Obsternte 2017 Es gibt zwar weniger Äpfel und Birnen vom Bodensee, aber der Geschmack ist gut S. 8