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Berner Kulturagenda 2017 N° 36

Berner Kulturagenda 2017 N°

DO 14. – MI 20.9.2017 36 / www.bka.ch 10 Jahre BKA Seite 3 Victorine Müller in der Galerie Da Mihi 30 Jahre Dampfzentrale Pegelstand von Manuel C. Widmer Seiten 4 bis 15 Agenda, Ausstellungen und Kino Seiten 8 bis 9 Tweets zum Jubiläum Seite 16 «Penthesilea» bei KTB Mulatu Astatke im Fri-Son «Rilke und Russland» in der Schweizerischen Nationalbibliothek Komplexe Einfachheit Klees befreiter Umgang mit der Linie soll auch Jackson Pollock inspiriert haben (Bild: «Composition No. 16», 1948). Die Ausstellung «10 Americans. After Paul Klee» im Zentrum Paul Klee zeigt seinen Einfluss auf die amerikanische Kunst. Pollock-Krasner Foundation / 2017, ProLitteris, Zürich 3 Kino für «tout le monde» TICKETS Knall auf Fall Michele Limina Kulturtipps von Moritz Wolf Moritz Wolf ist ein Wahlberner mit Zürischnurre. Er moderiert auf Radio Rabe die Sendung «UrbanWolf» und ist seit gut einem Jahr zuständig für das Konzertprogramm im Café Kairo. Der 19. Geburtstag des Kulturlokals in der Lorraine wird mit einem Klarinettenorchester, Cocktails und Pet-Raketen gefeiert (Di., 19.9., 18 Uhr). Machen Sie den ersten Satz: Hast du heute schon was Gutes gegessen? Und was soll der letzte sein? Es war schön, danke! Wohin gehen Sie diese Woche und wozu? 1. Max Raabe & Palast Orchester im Kursaal (So., 17.9., 19 Uhr) kann ich auf keinen Fall auslassen, denn die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da und küssen kann man auch nicht alleine. 2. Einen Abend auf der Schützenmatte am Neustadt Lab verbringen. Hören und sehen was passiert, ohne ein konkretes Programm zu erwarten. 3. Ins Kino Rex zu «Die Angst des Tormanns beim Elfmeter» (Mo., 18.9., 14 Uhr) von Wim Wenders. Hat relativ wenig mit Fussball, viel mehr mit Wahnsinn und Spiessertum, Komik und Tragödie zu tun. Das Festival du Film Français d’Hélvetie expandiert von Biel nach Bern. Der letzte Schrei von Cannes flimmert ebenso über die Leinwand wie ein Schweizer Debüt. Cédric Chezeaux und seine Familie füttern und kraulen ihre Kühe zum Abschied. Sie werden verkauft – für die Zukunft. Die Umstellung eines Waadtländer Bauernhofs auf Biogetreideanbau dokumentiert Lila Ribi in ihrem ersten Langfilm «Révolution silencieuse». Drei Jahre Drehzeit nahm sich die Lausanner Regisseurin, die bis auf die Postproduktion alles ohne Crew machte. Gleich viel Platz wie die landwirtschaftliche Geschichte nimmt der Alltag der Familie ein, zwischen engem Zusammenhalt und Rudolf-Steiner-Dogmen. Zu sehen ist der Film am Bieler Festival du Film Français d’Hélvetie. Die 13. Ausgabe zeuge laut den Organisatoren von einem frischen Wind, der durch den französischen Film wehe. Fortschrittlich: Viele der Newcomer sind Frauen, etwa feiert Léonor Serailles «Jeune femme» Premiere, wofür es in Cannes die Caméra d’Or gab. «Révolution silencieuse» von Lila Ribi führt auf Waadtländer Felder. Sprung nach Bern Neu ist in einem dreijährigen Pilotversuch auch Bern Spielort. Dank des Sprungs über die Sprachgrenze wird «Révolution silencieuse» nun erstmals in der Deutschschweiz gezeigt. «Dass der Film nur in der Romandie lief, war eine Frage der Sprache», sagt Ribi. Der Verleih habe gemeint, dass das Französische weniger Leute anlocken würde, gerade aus der ländlichen Gesellschaft, die dem Film eine Mehrheit des Publikums beschert habe. Dabei, so die Regisseurin, sei es doch ein Film «pour tout le monde». Céline Graf CineClub, Bern und Kinos Rex und Apollo, Biel Do., 15. bis So., 17.9. «Révolution silencieuse» in Anwesenheit der Regisseurin: Sa., 16.9., 9.30 Uhr (Kino Rex, Biel) und 13.15 Uhr (CineClub, Bern) www.fffh.ch. Wir verlosen 4 × 2 Freikarten für einen Film nach Wahl: tickets@bka.ch Agora Films Mit der Actionkomödie «Fünf Gründe warum Delfine böse Tiere sind» läutet das Schlachthaus Theater die neue Saison ein. Nach einem Überfall auf eine Bank gelingt es der Angestellten Melanie, den Dieb zu schnappen und ihn der Polizei zu übergeben. Tags darauf kommen die Frau des Räubers und deren schwerkranke Tochter in die Bank und erklären Melanie, dass sie das Geld für die Heilung benötigt hätten. Vom schlechten Gewissen geplagt, verstrickt sich Melanie immer tiefer in kriminelle Machenschaften. Sie versucht, moralisch alles richtig zu machen, scheitert jedoch kläglich. Wutbürgertum und Slow Motion «Fünf Gründe warum Delfine böse Tiere sind» von und mit Priska Praxmarer und Philippe Nauer (Regie: Dirk Vittinghoff) ist eine Mischung aus- Puppentheater und Schauspiel. In der rasanten Actionkomödie hagelt es Kugel n, Wutbürgertum, Slow-Motion- Einlagen und schwarzen Humor. Es geht um Ängste und Träume sowie moralische Grundsätze und ob man diese in der heutigen Zeit umzusetzen vermag. Wer nach der Vorstellung zu aufgekratzt ist, um schlafen zu gehen, kann am Konzert von Künzi & Abt weiter feiern. Lula Pergoletti Schlachthaus Theater, Bern Premiere: Fr., 15.9., 20.30 Uhr Vorstellungen bis 23.9. www.schlachthaus.ch