MarienKonkret 87 Herbst 2017

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Unternehmensmagazin | St. Marien-Krankenhaus Siegen, GSS Gesundheits-Service Siegen und MVZ Medizinisches Versorgungszentrum am St. Marien-Krankenhaus Siegen

Unternehmensmagazin 87 | Herbst 2017

MarienKonkret

St. Marien-Krankenhaus Siegen, GSS Gesundheits-Service Siegen und MVZ Medizinisches Versorgungszentrum am St. Marien-Krankenhaus Siegen

Science-Fiction wird Realität

Seite 8

16 Strategie

Konzepten Raum geben

– Planungen für Mutter-

Kind-Zentrum

22 Perspektive

Großinvestition am Rande

der Kernleistung – neue

Krankenhausküche

32 Report

Spitzenorchester

engagiert sich für

das neue Hospiz


Inhalt

Konkret

4 Bilderreise Bangkok

32

Mailbox

6 Kurznachrichten

7 Termine

Schwerpunkt

8 Science-Fiction wird Realität

12 Kollege Pepper

Soziales

14 Benefizkonzert

38 Großes Engagement – Ehrung für

Ehrenamtliche

16

8

Strategie

16 Konzepten Raum geben

Kommentar

18 Mutter und Kind im Vordergrund

Report

20 Siegerländer Firmenlauf

32 Spitzenorchester engagiert sich für Hospiz

Perspektive

22 Großinvestition am Rande der Kernleistung

40 Gefäßmedizin zertifiziert

Gesundheit

24 Nicht die Geschwindigkeit entscheidet

34

Preisrätsel rund um

das Thema „Zertifizierung“

Gewinnen Sie einen

Überraschungspreis

Intern

26 Examen

30 50 Jahre Kapelle

42 Personalnews

Panorama

28 Gesundheits-Tipps

34 Preisrätsel rund um das Thema

„Zertifizierung“

Politik

36 Verabschiedung in den Wahlkampf

Impressum:

Herausgeber: St. Marien-Krankenhaus Siegen gem. GmbH, Kampenstraße 51,

57072 Siegen, Siegen - HRB 3188, USt.-IdNr.: DE176257881,

Geschäftsführer: Christoph Rzisnik und Hans-Jürgen Winkelmann,

Vorsitzender des Verwaltungsrats: Bruno Sting

Kommunikation & Marketing: Dr. Christian Stoffers (V.i.S.d.P.)

Druck: Vorländer, Siegen

Satz & Layout: Dr. Christian Stoffers; Wilke kreativ, Hilchenbach

Bildnachweis: Fotolia, shutterstock, Thinkstock, K-MediaNews, Morgenthal

Fotografie

Leserbriefe, Bildbeiträge und Anmerkungen an die Redaktion „MARIEN konkret“

adressieren. Die Redaktion behält sich die Veröffentlichung und Kürzungen

eingereichter Unterlagen vor. Beiträge für die MARIEN konkret 4/2017 können

bis zum 15. November 2017 eingereicht werden.

MARIEN konkret Nr. 87, September bis November 2017, ISSN 1863-9356

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Editorial

Mehr für Menschen

In wenigen Tagen steht die Bundestagswahl an. Nach der Landtagswahl und dem Regierungswechsel

in NRW der nächste anstehende politische Meilenstein, dessen Ausgang

hinsichtlich der Auswirkungen für die Gesundheitspolitik noch reichlich unklar ist. Immerhin

aber haben die zahlreichen Appelle, Gespräche und die Regionalveranstaltungen

in Siegen und anderen Regionen gefruchtet und eines der ganz drängenden Themen der

Krankenhausbranche, die völlig unzureichende Investitionsförderung des Landes NRW,

ist nahe an einer Lösung: Im Nachtragshaushalt 2017 sind unlängst 250 Mio. Euro „Soforthilfe“

eingestellt worden, die zumindest Luft zum Atmen für die 360 Krankenhäuser

in NRW geben. Nun gilt es, diese Hilfen dauerhaft in die Landeshaushalte ab 2018 zu bringen.

Krankenhäuser sind eben ein wichtiger Teil der Infrastruktur und Daseinsvorsorge

in den Regionen und das ist in der Politik nach vielen Jahren endlich erkannt worden!

Auch bei uns hat sich diesen Sommer wieder eine Menge getan. Die wichtigste Neuerung

ist gleichzeitig die umfassendste Änderung in den medizinischen Abläufen der letzten

Jahre: Das neu etablierte „Herz- und Gefäßzentrum Südwestfalen“ schafft bisher nicht

gekannte Möglichkeiten einer umfassenden und ganzheitlichen Behandlung von jährlich

über 7.000 Patienten mit Herz-und Gefäßerkrankungen im St. Marien-Krankenhaus. Die

ersten drei Monate haben uns gezeigt, dass sich die Mühen gelohnt haben: Patienten wie

auch Niedergelassene Ärzte nehmen das neue Zentrum außerordentlich gut an. Schnell

ist erkannt worden, dass die enge Zusammenarbeit der beteiligten Disziplinen einen

hohen Mehrwert für unsere Patienten mit sich bringt.

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Der laufende Bau des neuen „Bildungsinstituts

für Gesundheitsberufe Südwestfalen (BiGS)“, unserem neuen Aus- und Weiterbildungszentrum,

die bevorstehende Eröffnung unseres Hospizes auf der Eremitage oder

der Bau der Pflegeeinrichtung für dementiell erkrankte Menschen in Netphen: Wir setzen

weitere Zeichen für die Menschen in unserer Region. Und wir investieren weiter in die

Hochleistungsmedizin am Standort Kampenstraße. Demnächst wird die MARIEN konkret

hierzu weiteres berichten.

Viel Vergnügen bei der Lektüre der Herbstausgabe unseres Magazins.

Und Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, einen gemütlichen Herbst 2017.

Christoph Rzisnik

Geschäftsführer

Hans-Jürgen Winkelmann

Geschäftsführer

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Konkret

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8 Mio.

Zu einer Bilderreise Bangkok, einer Metropole mit acht

Millionen Einwohnern, lädt Sylwia Sobczyk am 19. September

um 17.30 Uhr in das Ambulante Zentrum Albertus

Magnus ein. „Es ist eine Reise ins Unbekannte, voller neuen

Erkenntnisse und Überraschungen. Eine Reise, die mich

verändert hat. Ich habe mir ein Versprechen gegeben: Ich

werde wieder ins Land des Lächelns zurückkehren“, so Sylwia

Sobczyk.

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Mailbox

„Dombau“

Ein Krankenhaus hat etwas von einem Dom. Ist man auf der

einen Seite fertig, geht es auf der anderen Seite wieder los. In

den letzten Monaten kam der B-Trakt des Krankenhauses an

die Reihe. Ein Kran wurde aufgebaut. Das Gebäude eingerüstet.

Das Dach wurde dann neu gedeckt, die Nische in Richtung

Küchenkomplex geschlossen und dabei um zwei Etagen

aufgestockt. „Bei der damaligen Planung wurde die optionale

Aufstockung bereits in der statischen Bemessung berücksichtigt“,

berichtet Stefan Haupt, Architekt und Bereichsverantwortlicher

Bautechnik. Schließlich wurde das aufgebaute Gerüst

dazu genutzt, die Fassade auf Vordermann zu bringen.

Jetzt steht ein Architektenwettbewerb zur Konzeption eines

Anbaus an.

Politik

Auf ihrer Tagung in Iserlohn stellte

im Juni der Landesvorstand NRW des

Verbands der Krankenhausdirektoren

Deutschlands seine Erwartungen an

die neue Landesregierung vor. Vorstandsmitglied

Hans-Jürgen Winkelmann:

„Durch die seit Jahren anhaltende

Unterfinanzierung der Kliniken

sehen wir die Versorgung gefährdet.“

Ziel der Landesregierung müsse daher

sein, Lösungen für den Investitionsstau

in den Kliniken zu bieten.

(Im Bild: WDR-Moderator Jürgen Zurheide

mit Diskutanten)

Testsieger

St. Marien-Krankenhaus Siegen heißt einer der Testsieger der aktuellen

Deutschland-Test-Studie „Deutschlands beste Jobs mit Zukunft“,

die von FOCUS durchgeführt wurde. Unser Krankenhaus

gehört damit nachweislich zu den Unternehmen mit den sichersten

und zukunftsfähigsten Jobs in Deutschland. Für viele Menschen hat

die Sicherheit des Arbeitsplatzes eine entscheidende Bedeutung,

denn damit hängt die Aufrechterhaltung des Lebensstandards und

-qualität eng zusammen. Ein sicherer Arbeitsplatz ist also ein entscheidendes

Kriterium für Bewerber – und genau hier konnte das

St. Marien-Krankenhaus als einziges Krankenhaus der Region in der

aktuellen Studie punkten. Bewertet wurden bei der Studie „Deutschland-Test“

Umsatz-, Gewinn- und Mitarbeiterentwicklung der 5.000

mitarbeiterstärksten Unternehmen in Deutschland über einen rückwirkenden

Zeitraum von fünf Jahren.

6 _ Marienkonkret / 87/17


Einsatz

In der letzten Ausgabe

berichtete die MARIEN

konkret über die Neugestaltung

der Kapelle in

Haus Mutter Teresa in

Niederfischbach. Hierbei

wurde es versäumt, auf

die Initiatoren der Neugestaltung

hinzuweisen: Pfarrer Christoph Kipper entwickelte in Abstimmung

mit dem Bistum Trier die Konzeption für die Neugestaltung.

Malermeister Dieter Trapp aus Niederfischbach und sein Mitarbeiter

Ralph Eichhorn gestalteten dann kostenlos das neue Wandbild in der

Kapelle. Koordiniert hat das Projekt Gerhard Simon, ehemaliger Vorsitzender

des Fördervereins vom Haus Mutter Teresa.

Wahlen

Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung

des 1998 gegründeten

Fördervereins Haus St.

Elisabeth e.V. wurde der

bisherige Vorstand bei

durchgeführter Wahl bestätigt.

Vorsitzender ist

Erwin Lohse. Sein Stellvertreter ist Pfarrer Werner Wegener. Die Geschäfte

führt Andrea Stausberg. (alle drei im Bild). Beisitzer sind Dieter

Hahn, Pastor Klaus Seidenstücker und Sabine Schwarzkopf. Der

Vorstand gratulierte dem Haus zum 20 jährigem Geburtstag und freut

sich auch weiter die Einrichtung mit der Freigabe von finanziellen

Mittel zu unterstützen. Ein besonderer und herzlicher Dank ging an

die Mitarbeiter aus dem Haus St. Elisabeth für ihre tolle Arbeit.

Termine

Mediziner-Symposium

Am 27. September findet in der Erlebniswelt

der Krombacher Brauerei das 2.

Mediziner-Symposium der Ärztevereine

aus Siegen und Olpe statt. Die Veranstaltung

wird organisiert vom St. Marien-

Krankenhaus Siegen gemeinsam mit der

Hospitalgesellschaft Südwestfalen.

Mitarbeiterfest

Zum Mitarbeiterfest am 29. September

lädt die Geschäftsführung alle Mitarbeiter

des Gesamtunternehmens und Ihre

Familienangehörigen ganz herzlich ein.

Unter dem Motto „Fest der Kulturen“ soll

es im und um das Ambulante Zentrum

Albertus Magnus stattfinden.

Hospiz-Konzert

Am 12. Oktober um 19.30 Uhr findet

in der Siegerlandhalle ein Konzert statt.

Das Orchester der Burgwache und Polizei

der Tschechischen Republik gestaltet

zusammen mit dem Heeresmusikkorps

Veitshöchheim ein Konzert zugunsten

des Hospiz Louise von Marillac auf der

Eremitage.

Siegener Herz-Tag

Seelsorge

Zehn Jahre lang war Rainer Klein

Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde

in Neunkirchen, jetzt

übernahm er eine neue Aufgabe:

Seit Mai ist Rainer Klein Pfarrer

für Krankenhausseelsorge im St.

Marien-Krankenhaus Siegen. Mit

einem Gottesdienst in der Krankenhauskapelle

wurde er Ende Juni von

Pfarrer Rainer Klein

Superitendent Thomas Stuberg in sein Amt eingeführt. Gleichzeitig

wurde sein Vorgänger, Pfarrer Dr. Dr. Hans-Günter Scheuer, in den

Ruhestand verabschiedet.

Am 18. November um 8.30 Uhr findet

im Apollo-Theater Siegen der diesjährige

Herz-Tag statt. Den Besuchern

bietet Prof. Michael Buerke ein informatives

Programm rund um das Thema

„Herzschwäche“.

Patiententag Lymphome

Die Klinik von Prof. Ralph Naumann

lädt 19. November um 10.00 Uhr in

die Siegerlandhalle ein. Der Chefarzt

erwartet bis zu 400 Teilnehmer zu dieser

Veranstaltung, die erstmals in Siegen

stattfindet.

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Schwerpunkt

Science-Fiction

wird Realität

Neue Robotic-Generation

verändert das Krankenhaus

nachhaltig

Auch für Roboter gelten Gesetze. Und das

bereits seit dem Jahr 1942 – damals veröffentlichte

Isaac Asimov, seines Zeichens

Science-Fiction-Autor und Dozent, seine Erzählung

„Runaround“ und formulierte darin, woran

Roboter sich gefälligst zu halten hätten. Das Gesetzeswerk,

das als die „Grundregeln des Roboterdienstes“

seither durch die Literatur mäandert, ist

übersichtlich: Es fordert erstens, dass kein Roboter

ein menschliches Wesen (wissentlich) verletzen

darf, und dass er zweitens den von Menschen gegebenen

Befehlen parieren muss – es sei denn, ein

solcher würde mit erstgenannter Regel kollidieren.

Außerdem – und das ist die dritte und letzte Regel

– sollte ein Roboter seine Existenz verteidigen,

so lange dieser Schutz nicht mit den beiden zuvor

genannten Regeln in Konflikt tritt. Obwohl bereits

70 Jahre alt, sind die Asimov’schen Gesetze immer

noch Science-Fiction, ein möglicher Blick in die Zukunft.

Oder etwa nicht?

Pionier Puma 200

Roboter oder besser Assistenz-Roboter sind in

Operations-Sälen nichts Außergewöhnliches. Ihre

Anschaffung ist längst kein Marketing-Gag mehr,

vielmehr folgt sie ganz sachlichen kaufmännischen

Erwägungen. Danach sah es jedoch nicht immer aus

und vielerorts speist sich ein Konflikt für oder gegen

den Einsatz von Robotern aus den Erfahrungen

der Vergangenheit. Im Jahr 1985, Alexey Pajitnov

programmiert zeitgleich das Computerspiel Tetris,

wurde erstmals ein Roboter-System während einer

Operation erfolgreich eingesetzt. Der „Puma 200“

half dabei, nachdem man ihn an einer Wasserme-

lone getestet hatte, Nadeln bei einer Hirnbiopsie zu

positionieren. Er war noch nicht autonom, sondern

die Ärzte entschieden, wie tief die Nadeln gesetzt

wurden.

Die Erwartungen waren in der Folgezeit riesig

und Technikenthusiasten sprachen von autonomen

Robotern, die genauer und besser operieren sollten

als die „Götter in Weiß“. Die heute gerne genutzte

Begrifflichkeit „Medizin 4.0“, die sich bewusst an

dem Kunstwort „Industrie 4.0“ anlehnt, ist da fast

eine Wiederholung der Geschichte: Der erste Roboter

im Operations-Saal war ein Industrieroboter. Die

kühnen Visionen wichen bald der Ernüchterung,

und die „Robotic“ im Krankenhaus rutschte in eine

schwere Krise.

Der Robodoc sollte ursprünglich die Implantation

von Hüftprothesen erleichtern. Nachdem das System

im Jahr 1990 erstmals an Hunden erprobt wurde,

kam es in Deutschland zwei Jahre später erstmals

zum Einsatz. Das Versprechen: schonende Eingriffe,

schnellere Heilung. Für die Kliniken hätte das

neben der Werbewirkung auch zu ökonomischen

Vorteilen geführt. In über hundert Operationssälen

hierzulande stand nun der „Kollege“ Robodoc, die

Erwartungen erfüllte er jedoch nie. Mal rasierte er

gesunde Knochen ab, mal kappte er Muskeln. Nach

einigen verlorenen Gerichtsprozessen verstaubt der

Robodoc in den Katakomben der Kliniken – genau

wie sein Kollege, der „Caspar“, der gleich mit seiner

Herstellerfirma den Geist aushauchte. Auch er sollte

die Knochen millimetergenau fräsen und künstliche

Gelenke passgenau platzieren. Stattdessen kam es,

trotz TÜV-Zertifikat, zu Verletzungen von Nerven

und Muskeln. Einige hundert Patienten klagten – ein

Fiasko für die Kliniken.

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Marienkonkret / 87/17 _ 9


Schwerpunkt

Hat nun der Roboter gegen eines der ehernen Gesetze

verstoßen und den Menschen willentlich verletzt?

Sich gegen einen Befehl gesperrt? Oder seine

Existenz nicht gesichert? Die Antwort lautet klar

„Nein“. Die Roboter haben exakt das gemacht, wofür

sie entwickelt und gefertigt wurden. Aus heutiger

Perspektive waren sie jedoch für den Einsatz am

Patienten noch nicht ausgereift genug, und Verletzungsabsicht

kann man den teuren Geräten nun

wirklich nicht unterstellen. Ein Neustart scheint

damit nicht verbaut, sofern der Einsatz medizinisch

vertreten werden kann und das Klinik-Management

nicht um die Existenz des Hauses fürchten muss.

Und tatsächlich: In den Operations-Sälen steht nicht

mehr ein System, das dem 1986-Klassiker „Nummer

5 lebt“ entsprungen sein könnte. Es finden sich

dort Systeme, die erwachsen sind. Durch deren Erfolg

ist die Akzeptanz von Robotern in der Medizin

wieder gestiegen. Vielleicht ist auch die „gesündere“

Einstellung nicht ganz unbeteiligt: War die Autonomie

des Roboters das erklärte Ziel, so wird heute

das System als eine Arbeitserleichterung gesehen.

Robotic im St. Marien-Krankenhaus Siegen

Im Operationssaal 8, dritte Etage des St. Marien-

Krankenhauses Siegen steht seit dem Jahr 2017 der

neue „Kollege“. Mit weit über 1.000 Eingriffen pro

Jahr ist seine Klinik, geleitet von Prof. Dr. med. Frank

Willeke, eines der großen Zentren für minimal-invasive

Chirurgie in Nordrhein-Westfalen. Der Roboter

ist der erste einer neuen Generation in Deutschland

– zwei weitere dieses Typs gibt es in Europa. Dr.

Dietmar Stephan, Leiter des Zentrums für Minimalinvasive

Chirurgie und Robotic Surgery, bedient mit

3D-Brille und Steuerkonsole in leichter Entfernung

vom Operationstisch seine drei Instrumentenarme.

Die hochauflösenden Bilder in 16-facher Vergrößerung

aus dem Bauchraum sind übersichtlicher als

den Blick durch die Operations-Lupe bei einer offenen

Operation. Beugt sich der Operateur vor, zoomt

die Kamera heran, dreht er den Kopf, schwenkt

das Bild – ein Eye-Tracking-System verfolgt seine

Augenbewegungen und steuert damit die Kamera,

die früher ein weiterer Mediziner per mündlicher

Ansage steuern musste. Die Roboter-Arme sind für

den Operateur in ergonomisch geeigneter Position

leicht zu bedienen. Kein (leichtes) Zittern der Hand

beeinträchtigt sein Arbeiten. So sind auch präzisere

Schnitte im Zehntel-Millimeter-Bereich möglich.

Das System ermöglicht es dem Operateur, sich auf

das Wesentliche zu konzentrieren. Er ist, anders als

bei einem klassischen minimal-invasiven Eingriff,

nicht durch eine unangenehme, einschränkende

Haltung am Operations-Tisch beeinträchtigt.

Der Arzt im St. Marien-Krankenhaus Siegen operiert,

nicht die Maschine, das hat sich nicht geändert.

Dennoch: Der Roboter wird nicht nervös, er

zittert nicht, er kann Instrumente um die eigene

Achse drehen, wo ein menschliches Handgelenk

physische Grenzen hat. Und ganz menschlich: Wenn

sich der Operateur mal räkeln oder den Rücken

kratzen möchte, kann er den Operationsprozess

„einfrieren“.

Technologieblinde Fallpauschale

Im Gegensatz zu vielen Teilen der Industrie scheint

bei aller Arbeitserleichterung der Job des Operateurs

von Roboter und Algorithmen wenig gefährdet.

Dies liegt an der Komplexität des Geschehens:

Viele Entscheidungen sind während einer Operation

zu treffen und die dafür notwendige Erfahrung

eines Chirurgen lässt sich wohl kaum in Algorithmen

transkribieren. Einen automatischen Vorgang,

vollständig ohne Eingriff des Arztes, wie ihn der

Begriff „Roboter“ suggeriert, wird es also nicht (so

schnell) geben.

Eingriffe mittels moderner Roboter-Systeme dürften

heute nicht mehr eine Klagewelle vergangener

Investition in die Zukunft

Bislang wurden vier Ärzte des St. Marien-Krankenhauses an

dem Robotic-System im italienischen Mailand geschult. Die Klinik

verspricht sich von der Anschaffung des Robotic-Systems

mittelfristig verbesserte Rüst- und schnellere Operationszeiten,

erklärt Geschäftsführer Hans-Jürgen Winkelmann. Er betrachte

es insbesondere als eine Investition in die Zukunft, möchte diese

Einschätzung aber auch quantitativ und qualitativ abgesichert

wissen: Ein Kooperationsprojekt mit der Universität Siegen wurde

ins Leben gerufen, um neben den medizinischen auch den

langfristig ökonomischen Nutzen des Systems zu ermitteln.

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Tage fürchten lassen. Qualitativ sind die operativen

Eingriffe mit und ohne Roboter mindestens

gleichwertig. Die Kosten, alleine bedingt durch die

Anschaffung des Geräts und seiner Instrumente,

sind jedoch für die Systeme deutlich höher. Auch

die Rüstkosten dürften höher sein. Von den Krankenkassen

kommt keine Rückendeckung und der

Mehraufwand wird bisher noch nicht honoriert.

Die Fallpauschale ist „technologieblind“ macht da

keinen Unterschied. Der Einsatz eines Roboter-

Systems könnte mit böser Zunge artikuliert als reine

Mode abgetan werden, da die meisten Vorteile

sich aktuell noch mit Erfahrung und einer guten

Operations-Lupe ausgleichen lassen. Ist damit die

Renaissance des Operations-Roboters zu Ende, bevor

sie richtig startete?

Das dürfte genauso verneint werden, wie die

Frage nach dem Bruch der Roboter-Gesetze. Die

Entwicklung geht rasant weiter, und heute können

Kliniken bereits ihre Position von morgen gestalten.

Und der größte Vorteil dürfte dann auch in der

Öffnung der Organisation für die neue Technologien

liegen. Es erinnert damit an die Anfänge der

minimal-invasiven Chirurgie. Galt vor etwas mehr

als zwei Jahrzehnten das Hantieren mit den „langen

Stöckchen“ noch als wenig empfehlenswert,

da das Operations-Instrument nicht in der Hand

des Chirurgen lag, und entfaltete ihre Blüte daher

auch zunächst bei den Schwerpunktversorgern

außerhalb der Universitäten, so werden nun immer

mehr Eingriffe über Schlüssellochverfahren

durchgeführt. Die damaligen Pioniere sind heute

die Protagonisten, auch wenn es um die Einführung

des nächsten Technologiesprungs geht. „Ich

will mich enthalten jedes willkürlichen Unrechtes

und jeder anderen Schädigung“ aus dem Eid des

Hippokrates wird damit auch in den Asimov´schen

Gesetzen fortgeschrieben.

1942

Auch für Roboter gelten Gesetze.

Und das bereits seit dem Jahr 1942

– damals veröffentlichte Isaac Asimov,

seines Zeichens Science-Fiction-Autor

und Dozent, seine Erzählung

„Runaround“ und formulierte

darin, woran Roboter sich

gefälligst zu halten hätten.

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Schwerpunkt

Kollege

Pepper

Ein Roboter arbeitet seit

kurzem im Marienheim

Er kann Pantomime spielen, High Five geben,

tanzen und Witze reißen. Dabei ist Pepper

ein Roboter. 1,20 Meter ist er groß und bewegt

sich auf Rollen. Seine großen Augen sehen

freundlich aus und leuchten in verschiedenen Farben.

Er ist extra kindlich konstruiert, damit Menschen

keine Angst vor ihm haben. Wenn man ihm

über den Kopf streichelt, fängt er an zu kichern

und spricht: „Ich bin heute so kitzelig.“ Pepper

ist seit zwei Monaten im Forschungswohnzimmer

Auf Bedürfnisse einstellen

Damit der Einsatz im Marienheim mittelfristig gelingt, müssten die Pflegekräfte

den Roboter einfach und schnell über eine App auf die Bedürfnisse

der Patienten einstellen können. Der Roboter muss sich gegenüber einer

dementen Person zum Beispiel anders verhalten als bei jemanden, der nicht

mehr gut gehen kann. „Das Ziel muss sein, dass Laien ohne Programmieroder

IT-Kenntnisse Pepper bedienen und konfigurieren können“, meint der

Projektleiter. Daran arbeiten er und sein Team.

an der Universität Siegen zu Hause. Die WissenschaftlerInnen

vom Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik

und Neue Medien (Prof. Dr. Volker Wulf)

und Studierende aus dem Masterstudiengang Human

Computer Interaction haben Großes mit dem

Kleinen vor: Pepper soll schon bald im Altersheim

zum Einsatz kommen, soll die älteren Menschen

unterhalten, mit ihnen Rätsel raten, Musik spielen

und ihnen die Zeit vertreiben, wenn die Pfleger mit

anderen Aufgaben beschäftigt sind.

Pepper hat Sensoren am Kopf und an den Fingern,

kann hören, sehen, sprechen und sogar Stimmlagen

und Emotionen erkennen. Entwickelt wurde der Roboter

in Frankreich, dann nach Japan verkauft und

auf den Massenmarkt gebracht. In der japanischen

Sprache fühlt er sich deshalb am wohlsten. In Siegen

lernt Pepper, wie er auch im Deutschen auf Alltagssituationen

reagieren kann.

Erster Besuch im Marienheim

Einen ersten Besuch hat Pepper dem Marienheim in

Siegen-Weidenau schon abgestattet. Die Heimlei-

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Pepper erhält Namen

Pepper soll nicht nur gute Laune verbreiten.

Er soll den Senioren in Zukunft auch dabei

helfen, körperliche Übungen zur Prävention

von Stürzen durchzuführen. Der Roboter soll

die Senioren aktiv ansprechen und zum Mitmachen

motivieren, die Übungen erklären

und mit positiven Kommentaren oder Tipps

helfen. An den Namen Pepper sollte sich der

Siegener Roboter übrigens nicht allzu sehr

gewöhnen. Denn beim Sommerfest des Marienheims

dürfen die Bewohner und Gäste

ihm einen neuen Namen geben.

tung und das Pflegepersonal waren sofort begeistert,

die Bewohner am Anfang eher skeptisch. Spätestens

nachdem Pepper das Alter der Senioren erraten

sollte und manchmal um ein paar Jahrzehnte daneben

lag, war das Eis gebrochen. „Die Erfahrung

zeigt, dass die Senioren sehr schnell neugierig werden

und merken, dass sie Spaß mit Pepper haben

können und dadurch steigt sofort die Akzeptanz“,

erzählt Projektleiter Dr. Rainer Wieching. Wenn

Pepper zum Beispiel anfängt zu tanzen, schauen

sich die Senioren die Bewegungen ab und machen

dann lachend die Armbewegungen oder Tai-Chi

Übungen nach.

Das Marienheim ist eine Tochtereinrichtung des

St. Marien-Krankenhauses Siegen, das im Bereich

der Robotic zu den Pionieren in Deutschland zählt.

„Deswegen war die Teilnahme an diesem innovativen

Projekt für eine Einrichtung aus unserer Sparte

Altenhilfe ein folgerichtiger Schritt“, so Diana

Ruhmöller, Leiterin der Altenhilfe des Siegener Gesundheitsunternehmens.

Roboter sollen Pflegekräfte niemals ersetzen

Pantomime kann Pepper schon jetzt spielen. Die

Senioren können raten und ihre Antwort auf Peppers

Tablet eintippen, das am Bauch befestigt ist. In

Anlehnung an das Galgenmännchen-Spiel können

sie es so lange versuchen, bis das Galgenmännchen

komplett ist. „In Gesprächen mit den Senioren und

den Pflegekräften haben wir erfahren, dass die älteren

Menschen vor allem Gedächtnis-Spiele ausprobieren

möchten, um sich die Zeit zu vertreiben.

Also haben wir extra für diese Bedürfnisse etwas

programmiert“, erklärt Dr. Wieching. Eine studentische

Gruppe aus dem HCI-Masterstudiengang hat

in seinem Seminar die Funktionen dafür entwickelt.

„Uns ist besonders wichtig, dass wir immer vorab

mit den Nutzern sprechen, um deren Bedürfnisse

und Alltagspraktiken zu erfahren. Wir können uns

nur bedingt in ihre Welt hineinversetzen, also sagen

die Senioren und Pflegekräfte uns, was sie sich wünschen

und was ihr Leben einfacher machen kann.“

In Japan ist der demographische Wandel bereits

deutlich weiter fortgeschritten als im Rest der Welt.

Dort arbeitet Pepper auch schon in Shops und Supermärkten,

zeigt den Kunden den Weg zum Produkt

oder informiert über Preise und Inhaltsstoffe.

Manche Familien haben ihn sogar schon privat gekauft

und leben mit ihm zu Hause. Generell seien

Japaner Robotern gegenüber anders eingestellt als

Deutsche, sagt Dr. Wieching und erklärt die kulturellen

Unterschiede: „Viele Japaner glauben, dass

auch Dinge eine Seele haben können, Roboter also

auch. Deutsche fühlen sich eher durch die Technik

bedroht und haben Angst, dass der Roboter wie

im Science-Fiction Film dem Menschen gefährlich

werden kann.“ Viele Pflegekräfte hätten auch Bedenken,

dass die Roboter ihnen Arbeitsplätze wegnehmen

würden. „Wir wollen Pflegekräfte niemals

ersetzen“, sagt Wieching. Roboter und Menschen

sollten vielmehr hybride Teams bilden und sich gegenseitig

ergänzen.

Roboter als Teil unseres Privatlebens

Das Rad neu erfinden, wollen sie bei alldem nicht.

Die Siegener setzen vor allem auf Kooperationen

mit der Fachhochschule Kiel und der Waseda Universität

in Tokio, Japan. Die Japanischen Partner

forschen gerade daran, wie die Akzeptanz der Menschen

gegenüber Robotern im Alltagsleben noch

erhöht werden kann, wenn diese zum Beispiel spirituelle

Musik oder religiöse Symbole aus dem japanischen

Kulturkreis benutzen, um die Menschen

besser zu erreichen. „Wir müssen noch viel gemeinsam

forschen, bis die Roboter uns semi-autonom

oder sogar in Teilbereichen voll-autonom in der

Pflege unterstützen können“, sagt Dr. Wieching. Es

gehe in der Zukunft dann viel mehr auch um ethische,

rechtliche und soziale Fragestellungen, nicht

nur um Robotik-Programmierung.

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Soziales

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Konzert

Ein großer Posaunenchor aus dem Einzugsgebiet der

Eremitage, der Gemeinde Wilnsdorf, unter der Leitung

von Michael Goedecke begeisterte mit prächtigen Bläserklängen

die Zuschauer beim großen Benefizkonzert

für das neue Hospiz. Gefolgt von Werner Hucks (im Bild),

in Siegen bestens als Konzertgitarrist, Komponist und Pädagoge

bekannt; er hat mittlerweile 13 CDs eingespielt, ist

in 2500 Konzerten weltweit aufgetreten, war in Rundfunk

und Fernsehen sowie in 1000 Musicalshows zu hören. Er

erfreute die Zuhörer mit drei schönen, melodiösen und

virtuosen Eigenkompositionen. Der Kammerchor Weidenau

und der Chor von St. Peter und Paul bildeten unter der

engagierten Leitung von Helga Maria Lange einen klangkräftigen

Gesamtchor. Matthias Schmitz unterstützte die

Sängerinnen und Sänger gekonnt und virtuos am Piano.

Von der Orgelempore erklangen dann die nächsten Konzertbeiträge:

Stücke für Saxophon und Orgel. Bianca Behle

begleitete den 18-jährigen Saxophonisten Leo Fischer, der

bereits Preise bei „Jugend musiziert“ gewann.

Drei dynamisch differenziert und raumfüllend vorgetragene

Stücke des Posaunenchores folgten, die großen

Applaus ernteten - ebenso wie alle vorausgehenden Einzelbeiträge

des Konzertes. Der 15-köpfige Chor Klangwerk

beschloss mit acht a cappella und auswendig vorgetragenen

Werken das Benefizkonzert. Unter der Leitung von

Bernd Schneider schlugen die sauber und klangintensiv

singenden Sängerinnen und Sänger einen großen Bogen

von der Renaissance bis zum Spiritual. Abgeschlossen

wurde das von Tanja Wagener organisierte Konzert mit

Dankes- und Gebetsworten des Pfarrers der Marien-Kirche,

Wolfgang Winkelmann.

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Strategie

Konzepten Raum geben

Bauarbeiten für Bildungsinstitut für Gesundheitsberufe

in Südwestfalen schreiten voran

Es hat sich viel getan auf dem Siegener Wellersberg

nach dem Spatenstich im Mai.

Täglich fahren LKW der örtlichen Baufirmen

Material heran, die Mitarbeiter der verschiedenen

Gewerke arbeiten Hand in Hand. Genauso,

wie sich der DRK-Landesverband Westfalen-Lippe

als Bauherr und die drei Siegener Kliniken, DRK-

Kinderklinik, Kreisklinikum und St. Marien Krankenhaus,

es sich als zukünftige Träger vorgestellt

haben. Die Errichtung des multifunktionalen

Schul- und Ausbildungszentrum für 350 Auszubildende

mit 2.900 m² Gesamtfläche liegt im Zeitund

Kostenplan, so wie Olaf Krengel als Projektleiter

und vor allem die drei beteiligten Siegener

Krankenhausträger (St. Marien-Krankenhaus,

Kreisklinikum Siegen und DRK-Kinderklinik) das

im Vorfeld intensiv vorbereitet haben.

Errichtung Mutter-Kind-Zentrum

Nachdem der Kreistag des Kreises Siegen-Wittgenstein

Ende März eine fast einstimmige Resolution

zur Einrichtung eines Eltern-Kind-Zentrums

an der Kinderklinik unterstützt und sich darin

auch für einen Aufbau eines Ausbildungszentrum

für Hebammen ausgesprochen hat, setzen

sich die drei Klinik-Geschäftsführer aktuell auch

intensiv mit diesem Projekt auseinander. Denn

gute Ausbildungsstrukturen sind eine Voraussetzung,

um junge Menschen für eine Tätigkeit im

Gesundheitswesen zu begeistern. Fehlen aber

nach der Ausbildung attraktive und moderne Beschäftigungsmöglichkeiten

in der Region, werden

diese gut ausgebildeten Kräfte dorthin gehen, wo

sie die Arbeitsbedingungen finden, die ihren Vorstellungen

entsprechen. Damit wird auch die zukunftsweisende

Chance, die mit der Resolution des

Kreistages verbunden ist, deutlich. Mit der Ver-

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Mutter-Kind-Zentrum

Fakten

Moderne Mutter-Kind-Zentren mit einer Fallzahl von

rund 2.000 Geburten und mehr pro Jahr schaffen ideale

Versorgungsmöglichkeiten für Gynäkologie und Neonatologie

gleichermaßen

Sie bieten die Chance, familienzentrierte Geburtshilfe

auf einem hohen Stand der medizinischen Wissenschaft

und Technik zu betreiben

Schaffung eines Zentrums auf dem Wellersberg, das Kindern

und Müttern die qualitativ höchste medizinische

Versorgung bei gleichzeitig adäquaten Komfortstandards

bietet

Neben der optimalen medizinischen und pflegerischen

Versorgung von Geburten mit Risiken können in einem

solchen Zentrum alle aktuellen Konzepte moderner Geburten

auch für Nicht-Risiko-Patienten angeboten werden

2016 rund 2.400 Geburten pro Jahr in Siegen in den Geburtshilfen

des St.-Marien Krankenhauses sowie des Diakonie

Klinikums Jung-Stilling bzw. insgesamt rund 5.000

Geburten im weiteren Einzugsgebiet

Baustelle des BiGS im Sommer 2017

Aktuell werden jährlich rund 470 Geburten aus dem Einzugsgebiet

von den Neonatologen der DRK-Kinderklinik

Siegen intensivmedizinisch versorgt, darunter rund 70

kritische Frühgeburten mit Gewicht unter 1.500 Gramm

bindung von Ausbildung und attraktivem Umfeld,

nämlich dem BiGS und einem geplanten neuen Eltern-Kind-Zentrum

am Wellersberg, kann es gelingen,

genau dieses für unsere Region umzusetzen.

Davon sind die drei Geschäftsführer der Siegener

Kliniken, Bertram Müller (Kreisklinikum), Hans-

Jürgen Winkelmann (St.-Marien Krankenhaus)

und Stefanie Wied (DRK-Kinderklinik) überzeugt.

Während in anderen Regionen Geburtsabteilungen

geschlossen werden müssen oder Kreissäle wegen

Personalmangel zeitweise nicht besetzt werden

können, will man in diesem Bereich für die Region

rechtzeitig einen anderen Weg einschlagen.

Bei all den Anstrengungen um den Studiengang

für Medizin dürfen die weiteren Berufsgruppen im

Krankenhaus, die Hand in Hand mit den Medizinern

zur Versorgung der Menschen in der Region

beitragen, nicht aus den Augen verloren werden.

Dies wird mit BiGS einerseits gut gelingen, da

sind sich alle Beteiligten sicher und hoffen so auf

baldige positive Signale aus Düsseldorf zum Eltern-Kind-Zentrum.

Denn ein geeignetes Grundstück

zur baulichen Weiterentwicklung ist auf dem

Wellersberg vorhanden, der gemeinsame Wille zur

Realisierung ebenfalls.

Fit für die Zukunft

Uwe Mayenschein, Geschäftsführer des Bildungsinstituts, ist davon

überzeugt, dass man mit dem modernen Ausbildungszentrum und

den drei Ausbildungsgängen Gesundheits- und Krankenpflege, Gesundheits-

und Kinderkrankenpflege sowie Altenpflege bestens für

das ab 2020 in Kraft tretende Pflegeberufegesetz gerüstet ist. Dessen

Ziel ist es, die Pflegeberufe noch attraktiver zu machen. Dass dies in

den neuen Räumlichkeiten und mit dem zukunftsweisenden Konzept

der drei Partner umzusetzen sein wird, dessen ist man sich heute

schon sicher.

Marienkonkret / 87/17 _ 17


Kommentar

Mutter und Kind im

Vordergrund

Beste Lösung für die Region

Das Mutter-Kind-Zentrum in Siegen wird

aktuell in den Medien diskutiert. Auslöser

hierfür war eine Pressekonferenz der Diakonie,

bei der sie ihre umstrittene Position darlegte.

„Die gesamtgesellschaftliche Diskussion ist

wichtig, da sie an einem elementaren, empfindlichen

Punkt ansetzt: der Versorgungssicherheit

von Babys und deren Mütter“, entgegnen die anderen

Krankenhäuser in einem Schreiben an die

Politik: „Gerade wegen der Emotionalität des Themas

bedauern wir, das St. Marien-Krankenhaus

Siegen, die DRK-Kinderklinik und das Kreisklinikum,

dass es uns noch nicht gelungen ist, alle beteiligten

Krankenhäuser von den Möglichkeiten eines

neuen, ganzheitlichen Ansatzes eines Mutter-Kind-

Zentrums zu überzeugen. Wir möchten Ihnen mit

diesen Zeilen unsere in Verantwortung für Mutter

und Kind erstellte Konzeption ans Herz legen; diese

können wir freilich in wenigen Zeilen nur streifen.

Sie basiert auf den Erkenntnissen mehrerer Gutachten

renommierter, neutraler Institute, die sich

umfassend über die bestehenden Versorgungsrealitäten

und möglichen Verbesserungen für Siegen

und darüber hinaus auseinandergesetzt haben.

Wir knüpfen dabei an Lösungen an, die in anderen

Regionen erfolgreich für Familien praktiziert

werden.

Wir, die 2/3 der medizinischen Versorgung in

unserer Region sicherstellen, bedauern, dass Ängste

entstanden und dies zu einer Verunsicherung

18 _ Marienkonkret / 87/17


geführt hat. Der „Wettbewerb“ unter den Klinken

hat sicherlich auch seine guten Effekte in den

letzten Jahren gehabt, darf aber bei diesem Thema

nicht der bestimmende Aspekt sein. Deshalb

suchen wir weiterhin nach einer gemeinsamen

Lösung. Wir appellieren an die Beteiligten, das

wechselseitig hohe Niveau anzuerkennen und eine

gemeinsame Lösung anzustreben. Gemeinsam

könnten wir noch viel mehr erreichen, das zeigt

unser Fortkommen in Sachen Medizinerausbildung

in Siegen, aber auch bei anderen Projekten,

sehr eindrucksvoll.

Wir würden uns freuen, Sie von unserem Ansatz

für eine bestmögliche Versorgung von Mutter und

Kind überzeugen zu können. Wir haben ein exzellentes

Konzept einer zukünftigen Eltern-Kind-Versorgung

im Rahmen eines Eltern-Kind-Zentrums

am Siegener Wellersberg in Zusammenarbeit der

drei (hoffentlich zukünftig auch vier) Siegener Kliniken

vorgelegt. Dieses Konzept wird die Versorgung

der Frühgeborenen, Neugeborenen und der

Mütter medizinisch, pflegerisch und auch im Hinblick

auf das geplante Umfeld auf ein ganz neues

Niveau heben und dauerhaft für die Region und

darüber hinaus der Maßstab in der Eltern-Kind-

Versorgung werden.“

Geschäftsführer Hans-Jürgen Winkelmann betont im Interview folgende

Gesichtspunkte gegenüber der MARIEN konkret:

1. Seit Jahren engagieren sich Politik, Krankenkassen

und Kliniken, eine tragfähige Lösung

für die Perinatalversorgung in unserer Region

zu schaffen. Die seit gut dreißig Jahren bestehende

Lösung des zweigeteilten Betriebs

eines Perinatalzentrums am Wellersberg und

Rosterberg stellt uns nicht alleine aufgrund

der räumlichen Entfernung dieser Standorte

immer wieder vor Herausforderungen, die

nur gemeinsam zu schultern sind. Auch die

personellen Belastungen, aktuelle Beschlüsse

des GBA und – nicht zuletzt – das Wohl von

Mutter und Kind zwingen zum Handeln. Hierin

sind sich alle Beteiligten einig.

2. Die Sicherung der Zukunftsfähigkeit der

DRK-Kinderklinik in Siegen ist ein unumstößliches

politisches Ziel, welches auch von

breiten Teilen der Gesellschaft voll mitgetragen

wird. Eine Herauslösung des Perinatalzentrums

mit vollständiger Verlagerung

des Bereichs an eine andere Siegener Klinik

macht versorgungstechnisch keinen Sinn

und schadet der DRK-Kinderklinik. Insofern

sind tragfähige Lösungen an derem Standort

weiter zu entwickeln.

3. Die DRK-Kinderklinik ist das Kompetenzzentrum

für Kinder- und Säuglingsmedizin in

Siegen und weit darüber hinaus. Keine andere

Klinik in Siegen verfügt über das Knowhow,

spezialisierte Ärzte und Infrastruktur

zur hochkomplexen Versorgung dieser überaus

empfindlichen Patienten. Ein eigenständiger

Aufbau einer solchen Infrastruktur in

einer anderen Klinik ist vollkommen illusorisch

und ohne eine vollständige

Verlagerung der Kinderklinik völlig

realitätsfremd.

4. Da dies allen Beteiligten klar war, ist

bereits in den Strukturgesprächen

der Siegener Krankenhausträger in den Jahren

2013 und 2014 versucht worden, eine

gemeinsame Lösung herbeizuführen. Die naheliegende

Lösung (Konzentration aller Geburtshilfen

und der Perinatalmedizin in ein

neues Eltern-Kind-Zentrum am Wellersberg)

scheitert bislang an Individualinteressen.

5. Die Beantragung von Mitteln aus dem Strukturfonds

des Bundes für Versorgungskonzentrationen

ist Ende des Jahres 2016 gestellt

worden, um die gestellten Fristen der Antragstellung

einzuhalten. Eine bis zu 50%-ige

Förderung des Eltern-Kind-Zentrums war

und ist für die Region eine einmalige Chance,

Bundes- und Landesmittel hierfür zu gewinnen

und diese unter den Nägeln brennende

Versorgungsfrage finanziell vertretbar zu lösen.

6. Die Beteiligten sind sich der Verantwortung

für eine solche Versorgungsform selbstverständlich

bewusst. Dass hierbei nicht nur die

Kinder, sondern auch die Sicherheit der Mütter

im Fokus steht, versteht sich von selbst

und ist wesentlicher Teil eines verantwortungsvollen

Handelns, welches uns allen seit

vielen Jahrzehnten zur Aufgabe gesetzt ist.

STATEMENT

Marienkonkret / 87/17 _ 19


Report

20 _ Marienkonkret / 87/17


Firmenlauf

„Echt vielfältig“ – so lautete das Motto beim diesjährigen Siegerländer Firmenlauf am 12. Juli, der

damit Teil der 200-Jahr-Feier vom Kreis Siegen-Wittgenstein war. Auffallen war dabei angesagt. Auch in

diesem Jahr war die Atmosphäre beim größten Breitensportereignis der Region mit rund 600 Teams,

9.000 Teilnehmern und etwa 10.000 Zuschauern großartig und ein sportliches Highlight des Jahres. Das

St. Marien-Krankenhaus Siegen mit seinen Tochtereinrichtungen stellte einmal mehr eines der größten

Teams. Unauffällig war es dabei jedenfalls nicht, wie es der Schnappschuss belegt.

Marienkonkret / 87/17 _ 21


Perspektive

Großinvestition am

Rande der Kernleistung

St. Marien-Krankenhaus kooperiert mit anderen Krankenhäusern

und möchte eine gemeinsame Großküche bei Olpe betreiben. Damit

wird ein weiterer Schritt in Richtung Zukunft unternommen.

In der südwestfälischen Krankenhaus-Landschaft

kündigt sich eine überregional bedeutsame

Großinvestition an: Eine Großküche für

circa 12 Millionen Euro ist in Planung. Beteiligt

sind die drei Gesellschaften Kreisklinikum Siegen,

Katholische Hospitalgesellschaft Olpe/Lennestadt

und St. Marien-Krankenhaus Siegen mit den angeschlossenen

Tochtereinrichtungen in Netphen,

Friesenhagen, Niederfischbach, Burbach und Siegen-Weidenau.

Drei Partner betreiben Küche

Die neue Großküche soll auf einem Grundstück im

interkommunalen Gewerbepark „Hüppcherhammer“

bei Olpe entstehen. Die drei Partner gründen

„Marien“

Das St. Marien-Krankenhaus Siegen wurde 1861 eröffnet. Drei Jahre zuvor wurden Aktien herausgegeben, die den

Bau ermöglichten. 1988 wurde das Krankenhaus zu einer gemeinnützigen Gesellschaft umgewandelt. Von ihr wurde

1998 die GSS Gesundheits-Service Siegen gem. GmbH und später die MVZ Medizinisches Versorgungszentrum am

St. Marien-Krankenhaus Siegen GmbH gegründet. Dieses wurde 2008 in ein integriertes Gesundheitsunternehmen

umgewandelt. Das Unternehmen „Marien“ beschäftigt in seinen Einrichtungen und Filialen in den Bundesländern

Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz circa 2.000 Menschen. Gesellschafter der St. Marien-Krankenhaus Siegen

gem. GmbH sind die Kirchengemeinde St. Marien in Siegen und die Cura Beratungs- und Beteiligungsgesellschaft

für soziale Einrichtungen mbH, Paderborn.

22 _ Marienkonkret / 87/17


Medizinische Es muss schmecken Klinik III

hierzu eine Betriebs-Gesellschaft mit beschränkter

Haftung.

„Wir haben das bei uns in den Gremien beschlossen,

beim Kreisklinikum und bei der Hospitalgesellschaft

ebenso“, erklärt Hans-Jürgen Winkelmann,

Geschäftsführer der St. Marien-Krankenhaus Siegen

gem. GmbH. Die in die Jahre gekommenen Küchen

an den unterschiedlichen Standorten werden

durch eine moderne Küche ersetzt. Auf kleinerem

Raum werden dann in den einzelnen Krankenhäusern

die Speisen für den Verzehr final vorbereitet.

Damit werde eine Größe erreicht, die noch einmal

wirtschaftlicher ist.

„Die gemeinsam betriebene Großküche ist Teil

der alternativlosen Strategie 2020, mit der unser

Unternehmen fit für die Zukunft gemacht wird“,

so Hans-Jürgen Winkelmann. In der neuen Küche

würden jeden Tag mehrere Tausend Essen zubereitet

und auf die Reise geschickt. „Die Essen werden

dann zu allen Krankenhäusern nach Olpe, Lennestadt

und Siegen sowie zu den angeschlossenen

Einrichtungen gebracht.“ Hier spreche man alleine

beim „Marien“ von mehreren Seniorenheimen in

den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Altenkirchen.

Qualitätsgesicherte Produkte sind wertgesteigerte Produkte. Diese

Erkenntnis hat sich in den meisten Industriezweigen durchgesetzt

und kann uneingeschränkt auf Dienstleistungen angewendet werden.

Standen früher zumeist kurzfristige Wirtschaftlichkeits- und

Produktivitätsziele im Fokus ökonomischen Denkens, so steht

heute die Qualität der Leistung mehr und mehr im Vordergrund.

Denn bei technisch anspruchsvollen (medizinischen) Leistungen

erweist sich die Qualität auch am Rande der Kernleistung als entscheidender

Faktor für dessen Auswahl durch Patienten. Sie stellt einen

Wettbewerbsfaktor dar, der in die strategischen Überlegungen

der Unternehmung einzubeziehen ist, und letztendlich in einer

höheren Wertschöpfung ihren Niederschlag findet. Guten Appetit!

Investor baut und vermietet

Die Investitions-Größe des Projekts von rund 12 Millionen

Euro werde die neu zu gründende Betriebs-

Gesellschaft allerdings nicht selbst stemmen: Hier

springt ein Investor ein. Er baut, und die Betriebs-

Gesellschaft mietet es für zehn Jahre an. Bei dem

Investor werde es sich um einen lokalen Anbieter

handeln. Der Baubeginn soll bereits im kommenden

Jahr erfolgen.

Das Projekt ist Teil einer ganzen Reihe von Partnerschaften.

„Beispielsweise im Bereich unserer

Krankenpflegeschule haben wir mit dem BIGS ein

zukunftsweisendes Projekt gestartet, das schon im

kommenden Jahr seinen Betrieb aufnehmen wird“,

erklärt Hans-Jürgen Winkelmann. Dann wäre da

noch das Projekt „Mediziner-Ausbildung“, das mit

der Universität Siegen und anderen Krankenhäusern

vorangebracht werde. Schließlich gäbe es da

noch das Mutter-Kind-Zentrum, das fast spruchreif

sei.

Insgesamt werde man versuchen, in einzelnen

Bereichen immer größere Einheiten zu entwickeln.

Der alleinige Blick auf die Kosten sei jedoch nicht

bestimmend. „Wir haben als christliches Unternehmen

eine hohe soziale Verantwortung und werden

ganz sicher nicht so agieren, wie ein dem Shareholder-Value

verschriebenes Unternehmen“, so der

Geschäftsführer. Dort, wo es Interessengleichheit

mit Partnern gebe, könne man zusammenarbeiten.

Gleichzeitig müsse immer der Blick ins eigene

Unternehmen gerichtet sein. Auch dort gelte es,

Strukturen in Einklang mit dem Leitbild und der

Strategie 2020 weiterzuentwickeln und „Mehr für

Menschen“ zu bieten.

Marienkonkret / 87/17 _ 23


Gesundheit

Nicht die Geschwindigkeit

entscheidet

Rapid Recovery in der Orthopädie

Beim Arzt-Patienten-Seminar „Rapid Recovery“

Mitte September im neuen Hörsaal

des St. Marien-Krankenhauses Siegen

standen schonende Behandlungsmethoden beim

Gelenkersatz im Fokus. Das Seminar ist Teil einer

Reihe, bei der alle sechs Wochen im St. Marien-

Krankenhaus Siegen medizinische Themen speziell

für Patienten mit Gelenkbeschwerden angeboten

werden.

Seit etwa 20 Jahren wird in der Medizin verstärkt

versucht, besonders schonende Untersuchungs-

und Behandlungsmethoden zu kombinieren.

Diese als „Fast Track Operation“ oder

„Enhanced Recovery“ bezeichneten Verfahren

versuchten jedoch meist nur, einzelne ausgewähl-

te Parameter zu optimieren. Bei „Rapid Recovery“,

das vollumfänglich eigentlich nur bei Maximalversorgern

der Endoprothetik geleistet werden kann,

steht nun erstmals der Patient als aktiver Partner

im Behandlungsprozess im Fokus. Mit diesem Programm

werden alle verschiedenen Behandlungssäulen

bei einer Therapie so gebündelt, dass sich

daraus bestmögliche Synergieeffekte ergeben.

„Nicht das ‚Fast‘, also die Dauer der Behandlung,

sondern die Qualität der Behandlung ist entscheidend“,

sagt Chefarzt Dr. Alois Franz, der dem

Gelenkzentrum im St. Marien-Krankenhaus Siegen

vorsteht; sein Zentrum ist als einziges der Region

von Fachgesellschaften der höchsten Versorgungsstufe,

der Maximalversorgung, zugeordnet

24 _ Marienkonkret / 87/17


Moderne Voraussetzungen im OP

worden. Auch die Länge der Rehabilitationsbehandlung

sei nicht gleichzusetzen mit der Qualität

der Rehabilitation der Patienten.

Entlassungskriterien erfüllen

„Tatsächlich lassen sich wesentliche Teile eines

Konzepts wie Rapid Recovery sehr gut in einem

Zentrum verwirklichen, welches von der Diagnostik

über Vorgespräch, Eingriff und Nachbehandlung

den Patienten aus „einer Hand“ betreut. So

kann eine zeitnahe und enge Abstimmung der behandelnden

Fachbereiche auch wirklich erfolgen“,

ergänzt Oberarzt Dr. Patrick Löhr. Die Umsetzung

von Rapid Recovery erfordert, dass ein erfahrenes

und speziell geschultes interdisziplinäres Behandlungsteam

nach standardisierten medizinischen,

pflegerischen und physiotherapeutischen Abläufen

arbeitet. Dazu gehören neben einem effektiven

Schmerz- und Wundmanagement auch spezielle

evidenzbasierte Behandlungs- und Mobilisierungskonzepte.

„Unsere Patienten verlassen das

Gelenkzentrum erst, wenn sie die gemeinschaftlich

festgelegten interdisziplinären Entlassungskriterien

erfüllen. Daneben ist uns natürlich die

Abstimmung mit den niedergelassenen weiterbehandelnden

Kollegen sehr wichtig“, so die Gelenkexperten.

Der Eingriff selbst wird in Spinal- oder Allgemeinanästhesie

durchgeführt. Zusätzlich bekämpfen

wir die Schmerzen durch eine lokale Infiltrationsanästhesie

direkt am Ort ihrer Entstehung

– also dort, wo Schnitte und Operationswunden

vorliegen. Der Vorteil gegenüber einer sonst

durchgeführten Methode besteht darin, dass der

Patient die volle motorische Kontrolle über seine

Muskulatur behält. So erreichen wir eine starke

Schmerzreduktion; gleichzeitig können wir aber

dennoch am Operationstag mit der Mobilisierung

beginnen und sogar das Bein voll belasten. In der

Regel benötigen die Patienten dabei keine zusätzlichen

Schmerzmittel. Entscheidend ist dann, dass

der Patient aktiv an seiner Genesung mitarbeiten

kann. „Wir entlassen ihn also nicht mit guten Ratschlägen

nach Hause. Er ist auch danach über unser

spezialisiertes Programm mit uns in Kontakt,

erklärt der Orthopäde. Ziel sei es, neben dem Behandlungserfolg

auch eine hohe Zufriedenheit der

Gelenkersatzpatienten.

Marienkonkret / 87/17 _ 25


Intern

26 _ Marienkonkret / 87/17


Examen

Die Tage der Prüfungen an der von Klaus Stinner geleiteten

Krankenpflegeschule am St. Marien-Krankenhaus

Siegen wurden im September erfolgreich

beendet. Der Kurs durchlief als einer der letzten seine

theoretische Ausbildung am Standort „Kampenstraße".

Im nächsten Jahr soll es im „BIGS" am Wellersberg

weitergehen. Wir wünschen den frisch Examinierten

alles Gute und Gottes Segen für ihre weitere

berufliche Entwicklung.

Marienkonkret / 87/17 _ 27


Panorama

Klassentreffen der Keime

Selbstschutz im Wartezimmer

Herabgestimmt

Depression nimmt gefangen

Wer an einer Depression erkrankt,

leidet unter einer

anhaltenden tiefen Herabgestimmtheit,

aus der er sich in

der Regel nicht mehr selbst

befreien kann. Sie kann unterschiedliche

Ursachen haben

und auch völlig unabhängig

von äußeren Umständen auftreten.

Die Herabgestimmtheit

beeinträchtigt zunehmend

zentrale Lebensfunktionen,

kann zu Schlafstörungen,

Appetitlosigkeit, Libidoverlust

sowie Konzentrationsstörungen

führen und auch von

körperlichen Symptomen wie

Kopfschmerzen oder Magendrücken

begleitet werden.

Oft sind Beschwerden zu bestimmten

Tageszeiten besonders

belastend. Als typisch

gilt das „Morgentief“ mit einer

leichten Besserung gegen

Abend.

Dauerhuster und Schniefnasen, Durchfallpatienten,

Fiebergeplagte und Stimmlose

– im Wartezimmer treffen sie alle aufeinander.

Kein Wunder, dass etliche Patienten

fürchten, sich dort weitere Krankheiten

einzufangen. Und die Sorge ist nicht ganz

unberechtigt. Das Wartezimmer bietet

ideale Voraussetzungen für Krankheitserreger,

um sich durch Schmier- oder Tröpfcheninfektion

zu verbreiten. Abstand und

Hygiene sind daher am wichtigsten. Soll

heißen: Im Wartezimmer lieber nicht neben

den hustenden und niesenden Grippepatienten

setzen, keine Hände schütteln,

die eigenen vom Gesicht fernhalten, regelmäßig

gründlich waschen und desinfizieren;

im ganzen Krankenhaus stehen

hierfür Spender. Zusätzlichen Schutz vor

einer Ansteckung kann eine Grippeimpfung

bieten.

Hautsache

Etwas für die Schönheit tun

Die Gesichtshaut ist sensibel. Viele Menschen

schätzen den Zustand ihrer Haut

falsch ein und verwenden die falsche

Kosmetik. Für einen strahlenden Teint

lohnt es, sich einmal pro Woche ein Peeling

und eine Gesichtsmaske zu gönnen.

Damit die Haut ausreichend mit Feuchtigkeit

versorgt wird, kann ein Feuchtigkeitsserum

unter der Tages- und unter

der Nachtcreme verwendet werden. Auf

die sehr dünne Haut unter den Augen

wird mit dem Ringfinger sanft eine Augencreme

geklopft. Auch für Männerhaut

gibt es spezielle Kosmetika. Nicht vergessen:

Dem ganzen Körper regelmäßig mit

einer Lotion oder Creme Pflegestoffe von

außen zuführen.

28 _ Marienkonkret / 87/17


Dichtes Fell

Überall sprießen Haare

Der Mensch ist ein haariges Wesen. Wie

viele Körperhaare es hat ist genetisch bedingt.

Im Durchschnitt trägt eine Person

120 000 Haare auf dem Kopf. Im Gesicht

kommen auf einen Quadratzentimeter

Haut ungefähr 300 Haare, auf Brust und

Rücken rund 70 und auf den Beinen etwa

40 Haare. Davon sichtbar sind allerdings

nur die kräftigen, dunkelpigmentierten

Terminalhaare. Gerade im Gesicht befindet

sich neben den auffälligen Augenbrauen

oder dem Barthaar aber noch ein feiner

Flaum, der fast unsichtbar ist. Dieses

Flaumhaar ist entweder sehr hell oder gar

nicht pigmentiert und wächst einen halben

bis maximal zwei Zentimeter. Frauen

und Männer haben den Flaum von Geburt

an.

Klinik-Knigge

Tipps für Besucher

1. Kommen Sie alleine oder

zu zweit zu Besuch. Größere

Gruppen sind meist anstrengend:

für den Patienten, die

Zimmergenossen und das Pflegepersonal.

Ernährung & Freizeitsport

Kohlenhydrate, Eiweiß, Nährstoffe, Vitamine und Mineralien sind wichtig

2. Waschen Sie sich vor und

nach dem Besuch gründlich die

Hände. Auf der Intensivstation

gelten zusätzlich oft besondere

Hygieneregeln.

3. Schalten Sie Ihr Smartphone

im Patientenzimmer auf lautlos

oder ganz aus. Falls Sie telefonieren

müssen, tun Sie das außerhalb

des Patientenzimmers.

4. Sprechen Sie leise, und nehmen

Sie in Mehrbettzimmern

Rücksicht auf andere Patienten.

5. Blumen sind nicht zuletzt

aus hygienischen Gründen ein

problematisches Mitbringsel.

Schenken Sie lieber ein Buch

oder ein gerahmtes Foto.

Wer Sport treibt, will sich fit halten, seine

Leistungsfähigkeit steigern – und manchmal

auch sein Gewicht unter Kontrolle

halten. Selbst wenn es nicht um neue

Weltrekorde geht, sollten sie Wert auf die

richtige Ernährung legen. Schließlich leistet

ihr Körper mehr, wenn er optimal mit

Nährstoffen, Vitaminen und Mineralien

versorgt ist.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung

empfiehlt für Freizeitsportler eine kohlenhydratbetonte

Ernährung mit einer

hohen Nährstoffzufuhr aus Obst und Gemüse.

Fette sollten bei maximal 30 Prozent

der Gesamtenergieaufnahme liegen.

Wichtig für Sportler ist auch, die Trinkmenge

zu erhöhen. Je nach Sport mindestens

um einen halben Liter am Tag.

6, Liegt Ihr Patient auf einer

Normalstation, können Sie

mit ihm, falls es sein Gesundheitszustand

zulässt, auch das

Panorama-Café im 6. Obergeschoss

aufsuchen.

Marienkonkret / 87/17 _ 29


Intern

Die offene Kapellentür ist seit genau 50 Jahren

ein Angebot für Patienten, Angehörige

und Mitarbeiter des Hauses, ja für alle

Menschen, um Ruhe und Andacht zu finden. Zunächst

wirkt die Kapelle dunkel und abweisend.

Die Rückwand und eine große Seitenwand geben

mit ihren grauen Steinen kein freundliches Bild.

Die Wände spiegeln wider: Nicht alles im Leben

ist hell. Es gibt dunkle Seiten in meinem Leben.

Wenn ich vor Gott trete, muss ich die dunklen

Seiten meines Lebens nicht verdrängen, ich darf

sie ins Gebet mitnehmen. Der dunkelgraue Stein

der Wände dominiert den Raum der Kapelle jedoch

nicht. Sie sehen die leuchtend weiße Altarwand.

Sie wird nach oben immer breiter und ausladender

und geht in die strahlend weiße Decke

über. Die nach oben strebende Altarwand ist nicht

einfach glatt. Nur wer genau hinschaut, entdeckt,

dass es keine ornamentalen Strukturen sondern

eine Vielzahl verschiedener ineinander verschachtelter

Kreuze sind. Und jedes Kreuz ist anders.

50 Jahre

Kapelle

Nehmt das Kreuz an!

Da fällt einem das Jesuswort ein: Wer mein Jünger

sein will, der verleugne sich selbst, nehme täglich

sein Kreuz auf und folge mir nach (Lk 9.23). Jesus

sagt nicht, sucht euch ein Kreuz aus, sondern er

sagt, nehmt das Kreuz an, welches euch begegnet.

Aber das Wort vom Kreuztragen will nicht niederdrücken,

sondern Mut machen. Es steht im Zusammenhang

mit der Nachfolge des Reiches Gottes.

Das Kreuz, sowohl das Kreuz Jesu als auch unser

persönliches Kreuz, dürfen wir schon immer verwandelt

sehen durch das Ostergeschehen. Davon

spricht auch der Kreuzweg. Er endet nicht mit der

Grablegung sondern mit der 15. Station der Auferstehung.

Über dem Altar hängt ein Bronzekreuz.

Es zeigt nicht so sehr den leidenden Jesus sondern

den schon von Gott erhöhten Christus. Seine Arme

scheinen den Besucher umarmen zu wollen. Links

neben dem Altar steht die Pieta. Maria hält ihren

toten Sohn Jesus auf dem Schoß. Ein Bild für das

Leiden und Mitleiden des Menschen.

Rechts neben dem Altar befindet sich der Tabernakel,

der Aufbewahrungsort für die Eucharistie.

Das rote Lämpchen signalisiert die Gegenwart

Gottes im eucharistischen Brot. Es lohnt sich auch,

vor der Glaswand zu verweilen. Dargestellt ist Maria,

die vom Engel Gabriel die Botschaft erhält,

dass Sie einen Sohn bekommen soll.

30 _ Marienkonkret / 87/17


Vor genau 50 Jahren wurde die Kapelle im St. Marien-Krankenhaus

geweiht. Mit einem Festgottesdienst und einem Empfang

wurde nun dieses Ereignis gefeiert.

Marienkonkret / 87/17 _ 31


Report

Spitzenorchester

engagiert sich für Hospiz

Orchester der Burgwache der

Tschechischen Republik

Am 12. Oktober 2017 findet um 19.30 Uhr in

der Siegerlandhalle Siegen ein großes Benefizkonzert

zugunsten des neuen Katholischen

Hospizes auf der Eremitage statt. Für das

Konzert konnte das Orchester der Burgwache der

Tschechischen Republik aus Prag, eines der „Top

Five“ der europäischen Militärorchester, gewonnen

werden. Das Orchester unter dem Dirigat von Václav

Blahunek wurde 1945 gegründet und hat seit

dieser Zeit mehr als 20 LPs und CDs aufgenommen.

Besonders beliebt sind die Konzerte in Prag, die das

Orchester gemeinsam mit der Sängerin Ivana Brozová

durchführt.

Impuls für Siegen

„Wir sind sehr froh darüber, dass die Prager Ivana

mit nach Deutschland bringen werden. Im Programm

sind drei Balladen wie zum Beispiel „One

Moment in Time“ vorgesehen. Natürlich haben die

Tschechen aber auch Musik von Fucik und Smetana

im Programm und selbstverständlich auch ein

Medley mit böhmischen Polkas“, berichtet Martin

Schäfer, der als Geschäftsführer des Elisabeth-Hospizes

seit Jahren für die Einrichtung in Lennestadt

erfolgreich Benefizkonzerte organisiert und nun einen

Impuls für die Etablierung einer Konzertreihe

für das neue Hospiz in Siegen gibt.

Das Hospizkonzert hat ein weiteres Highlight und

wartet gleich mit zwei Orchestern auf. Mit dem

32 _ Marienkonkret / 87/17


Zusatzkonzert

Nach dem Konzert am Donnerstagabend

werden die beiden Orchester

auch Samstag, den 14. Oktober 2017

in der Sauerlandhalle in Lennestadt

zu erleben sein. Das unterstreicht

die Zusammenarbeit zwischen dem

St. Elisabeth-Hospiz und dem noch

im Bau befindlichen „Marien Hospiz

Louise von Marillac“, das von der

Katholischen Sozialstiftung Siegen-

Wittgenstein gemeinsam mit dem

St. Marien-Krankenhaus Siegen errichtet

wird und Anfang 2018 seinen

Betrieb aufnehmen wird.

Unterstützung notwendig

Dirigent Václav Blahunek

Heeresmuikkorps Veitshöchheim (vormals Heeresmusikkorps

12, Würzburg) unter der Leitung von

Roland Kahle, konnte ein bayerisches Militärorchester

gewonnen werden. „Auch die Würzburger

haben ein besonderes Programm für ihren Auftritt

im zweiten Teil des Konzertes zusammengestellt.

Melodien von Michael Bublé bringen sie mit

ebenso mit wie die Ballade ‚You Raise Me Up‘, so

Schäfer. Im dritten Teil des Programms präsentieren

sich beide Orchester gemeinsam und werden

unter anderem ein ABBA-Medley präsentieren.

Der Erlös des Konzerts geht komplett an das Hospiz,

sagt Co-Organisator Dr. Christian Stoffers von der

Katholischen Sozialstiftung Siegen-Wittgenstein.

Man hoffe auf viele Zuschauer bei dem Konzert:

800 – wenn man die erreiche, sei man im Sinne der

Sache sehr glücklich. Gleichzeitig zeigt er sich sehr

dankbar für die große Unterstützung aus Lennestadt.

Für das Katholische Hospiz auf der Eremitage,

mit dessen Bau im Januar begonnen wurde und das

im Frühjahr 2018 eröffnet werden soll, ist alleine

für die Errichtung ein Millionenbetrag angesetzt.

Noch liege der Spendenstand im mittleren sechsstelligen

Eurobereich und es fehle ein fast siebenstelliger

Eurobetrag, um die nötige Summe zusammenzubekommen,

sagt Dr. Christian Stoffers. Das

heißt: Es muss im wahrsten Sinne des Wortes noch

viel getrommelt werden für Spenden.

Dankbar sei man auch über spontane Unterstützung

für das Konzert, wie es die Sparkasse Siegen

mit einem vierstelligen Eurobetrag getan habe. Damit

könne die Organisation des Konzerts auf sichere

Beine gestellt werden. „Denn unser Konzert kommt

einem wohltätigen Zweck zugute“, so Stoffers. Die

Bevölkerung solle von der Musik profitieren, der

Hospizbau vom Erlös.

Ticket-Hotline

Karten für das Benefiz-Konzert sind ab sofort zum Preis von 19 Euro an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie unter

adticket.de und dem Kartenservice der Siegerlandhalle unter (0271) 2330727 zu erhalten. Es ist geplant, dass es am

Tag des Konzerts eine Abendkasse geben wird.

Natürlich kann auch direkt für das Hospiz gespendet werden: Konto der Katholischen Sozialstiftung Siegen-Wittgenstein

bei der Bank für Kirche und Caritas, IBAN DE15472603070016750500, BIC GENODE M1BKC.

Marienkonkret / 87/17 _ 33


Panorama

Preisrätsel

rund um das Thema „Zertifizierung“

Einfach die richtigen Lösungen ankreuzen und den jeweiligen Buchstaben für das

Lösungswort auf dem unteren Abschnitt eintragen und bis zum 15.10.2017 an die

Redaktion der MARIEN konkret senden. Unter allen fristgemäß vorliegenden Einsendungen

mit richtigem Lösungswort wird ein Überraschungspreis verlost.

Die Gewinnerin des letzten Rätsels mit dem Lösungswort „Myelom“ heißt Rita Kölzer aus Mudersbach.

Es wird keine Gewähr übernommen und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Die Auflösung erfolgt in der nächsten Ausgabe. Wir wünschen viel Glück! Ihre Redaktion.

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Welches System wird in unserer Zentralen Notaufnahme zur Ersteinschätzung der Notfallpatienten genutzt?

T London Triage System

Z Manchester Triage System

F Liverpool Triage System

G Macclesfield Triage System

Unter welcher Nummer ist das Notfallteam im Krankenhaus zu erreichen?

U 0999

E 3999

A 6999

S 9999

Welches Risiko wird von der Pflege systematisch erfasst und ist Bestandteil der gesetzlichen Qualitätssicherung?

D Inkontinenz

L Obstipation

R Dekubitus

E Müdigkeit

Wie lautet der Leitsatz des Unternehmens?

T Näher am Menschen

K Ganz nah am Menschen

M Im Dienste des Patienten

I Ja zur Menschenwürde

Wo können Sie für alle Bereiche wichtige Informationen nachschauen?

O DSDS

I DKLS

E GNTM

F Facebook

In welchem zeitlichen Abstand finden die Rezertifizierungen nach pCC/KTQ statt?

R jedes Jahr

J alle zwei Jahre

F alle drei Jahre

W jedes halbe Jahr

Wie viele Kategorien hat der Selbstbewertungsbericht?

P drei

A sechs

I neun

O zwölf

PATIENTENBEFRAGUNG?

LIVERPOOL

TRIAGE SYSTEM?

ZSVA?

MÜDIGKEIT?

34 _ Marienkonkret / 87/17


8

9

10

11

12

13

14

Welche besondere Neuanschaffung gibt es dieses Jahr im OP?

Q OP-Besteck

N OP-Liege

Z OP-Roboter

R OP-Schleuse

Was wird mit den pCC-Kriterien geprüft?

P Mitarbeiterzufriedenheit

S Familienfreundlichkeit

F Umweltfreundlichkeit

I christliche Unternehmensausrichtung

Was macht man mit einem neuen Medizinprodukt?

E sich um eine Einweisung kümmern

O in die Kammer stellen

I nicht beachten

U direkt benutzen

Was wird alle drei Jahre vorgenommen?

W Patientenbefragung

F Mitarbeiterbefragung

G Einweiserbefragung

R 360°- Befragung

PCC-KRITERIEN?

NEUN?

Mittels welcher Möglichkeit können Sie einige Pflichtfortbildungen absolvieren?

U e-Learning

O Literatur lesen und Test absolvieren

E Youtube-Videos, Tutorials

A Teilnahme an Arbeitsgruppen

Wo können Sie Beinahefehler melden?

T DKLS

N CIRS

M EPZmax

S ZSVA

E-LEARNING?

DSDS?

Von wem werden die Auszubildenden der Gesundheits- und Krankenpflege in ihrem

praktischen Einsatz begleitet?

F Praxisbegleiter

H Praxisanwärter

L Praxiserprobter

G Praxisanleiter

Das gesuchte Lösungswort lautet:

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14

Ihr Name:

Abteilung:

Diesen Abschnitt bitte ausgefüllt bis zum 15.10.2017 an die Redaktion der MARIEN konkret senden.

Marienkonkret / 87/17 _ 35


Politik

Verabschiedung in

den Wahlkampf

Mit einem gesundheitspolitischen Frühstück

verabschiedeten die Krankenhäuser

der Region Siegen-Wittgenstein-Olpe

die heimischen Mandatsträger aus Europaparlament

sowie aus Bundes- und Landtag in den

Bundestagswahlkampf. Die Krankenhäuser in

Siegen-Wittgenstein und Olpe stellen die stationäre

medizinische Versorgung für etwa 450.000 Bürger

der Region sicher. Die Lage im Dreiländereck von

Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz

bewirkt, dass zusätzlich weitere 20 Prozent der Patienten

aus angrenzenden Regionen kommen. Die

Häuser beschäftigen circa 10.000 Menschen und

erwirtschaften einen jährlichen Umsatz von über

600 Millionen Euro. Durch die seit Jahren anhaltende

Unterfinanzierung der Kliniken sehen diese

die Qualität der Versorgung erheblich gefährdet.

Letztendlich droht ein weiterer Abbau von Arbeitsplätzen.

Ziel der Politik müsse es daher sein, Lösungen

für den Investitionsstau in den Kliniken zu

bieten.

„Krankenhäuser gehören als wichtiges Element

der Daseinsvorsorge zur zentralen Infrastruktur

des Landes. Entsprechend ihres Investitionsbedarfs

sind sie zu fördern“, erklärt Hans-Jürgen Winkelmann,

Geschäftsführer des St. Marien-Krankenhauses

Siegen. Die Gesellschaft habe einen Anspruch

auf ein modernes Umfeld der medizinischen Leistungserstellung,

das die qualitativ hochwertige

Krankenhausversorgung in der Region Siegen-

Wittgenstein-Olpe auch zukünftig sicherstellt. „Die

Krankenhäuser weisen in der medizinischen Versorgung

eine hohe Qualität auf. In Zukunft wird es

jedoch immer schwieriger, eine ausreichende Zahl

von gut qualifizierten Personal zu finden“, ergänzt

Dr. Josef Rosenbauer, Geschäftsführer der Diakonie

in Südwestfalen. Gleichzeitig müssten die Krankenhäuser

den Anforderungen einer älter werdenden

Gesellschaft, einer zunehmenden Resistenz von

Keimen und einer zunehmend vernetzten, digitalen

Welt gerecht werden. „Wir brauchen für eine

hochwertige, innovative, flächendeckende und

wohnortnahe Versorgung erwachsener wie junger

Patienten besonders leistungsfähige Krankenhausstrukturen“,

sagt Stefanie Wied, Geschäftsführerin

der DRK-Kinderklinik.

36 _ Marienkonkret / 87/17


Geschäftsführung mit Vertretern der Politik vor dem

Ambulanten Zentrum Albertus Magnus

Aus Mitverantwortung gestohlen

Johannes Schmitz, Geschäftsführer der Hospitalgesellschaft

Südwestfalen, unterstreicht diese

Aussagen und betont: „Die Krankenhäuser schultern

die vielfältigen Aufgaben im Rahmen ihrer

Möglichkeiten. Jetzt muss jedoch das Land endlich

seiner Verpflichtung einer bedarfsgerechten Investitionsfinanzierung

nachkommen und die strukturellen

Veränderungen unterstützen.“ Genauso

sieht das auch Betram Müller, Geschäftsführer des

Kreisklinikums Siegen, der zusätzlich darauf hinweist,

dass hierzulande die Kliniken deutlich weniger

Investitionsmittel erhielten als jene in anderen

Bundesländern: „In den letzten Jahren konnten wir

beobachten, dass sich das Land reichlich geschickt

aus der eigentlich dringend erforderlichen Verbesserung

seiner finanziellen Mitverantwortung für die

Krankenhäuser gestohlen hat.“ Er verweist dabei

auf eine Studie, die jüngst vom Rheinisch-Westfälischen

Institut für Wirtschaftsforschung herausgegeben

wurde.

„Die Krankenhäuser in unserer Region haben in den

letzten Jahren viel geleistet, um die Versorgungstrukturen

in unserem Versorgungsgebiet effizienter

zu gestalten. In den letzten 20 Jahren wurden rund

20 Prozent der Betten abgebaut und entsprechende

Zentren geschaffen“, skizziert Hans-Jürgen Winkelmann

die Entwicklung. Die durchschnittliche

Verweildauer der Patienten habe um fast die Hälfte

gesenkt werden können. Weitere Maßnahmen wie

der Abbau von zusätzlichen Betten seien im vollen

Gange. „Bei alldem bleibt der Investitionsbedarf

bestehen und es dürfen Herausforderungen wie

die Digitalisierung nicht verschlafen werden“, so

Winkelmann. Fest stehe, dass das akute Loch bei

den Landesfördermitteln für Kliniken den Bestand

der Krankenhäuser gefährdet. „Das spüren schon

jetzt die Patienten, die bisher eine ausgezeichnete,

wohnortnahe medizinische Versorgung gewohnt

waren. Mit der fortschreitenden Auszehrung der

Kliniken wird die vorhandene Versorgungsqualität

unweigerlich reduziert“, stellen die Geschäftsführer

unisono fest.

Marienkonkret / 87/17 _ 37


Soziales

Großes Engagement

Ehrung für Ehrenamtliche

Heimleiter Edi Dobesch und Ehrenamtskoordinatorin

Rita Diehl haben jüngst wieder

alle ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

zu einem festlichen Frühstück ins Restaurant

des Marienheimes eingeladen.

Der Einladung folgten fast 60 Ehrenamtliche

ebenso Mitglieder des Heimbeirates und auch

hauptamtliche Mitarbeiter als Vertreter der einzelnen

Abteilungen der Einrichtung. Dobesch stellte

seine Begrüßungsworte unter das Thema: „Vertrauen

und Zutrauen“ – wichtige Grundeigenschaften,

die in der Zusammenarbeit ehrenamtlicher

und hauptamtlicher Mitarbeiter zum Wohle des Bewohners

von größter Bedeutung sind.

Ehrung für Engagement

Nach der Begrüßung gab Rita Diehl einen Überblick

über alle geleisteten ehrenamtlichen Dienste, Tätigkeiten

und Projekteinsätze: Aktuell verrichten 98

Ehrenamtliche ihre Dienste in unterschiedlichen

Gruppen oder Tätigkeitsbereichen, je nach ihren individuellen

Wünschen, ihren Neigungen oder auch

nach anfallendem Bedarf – z.B. im Besuchsdienst,

im Fahr- und Begleitdienst, im Nähdienst, als Fest-

Feierhelfer, im Bücherei – und Vorlesedienst, im

therapeutischen Hundedienst, in der Kochgruppe,

der Kegelgruppe, der Spielgruppe und als Mithelfer

bei Projekten, wie dem Aufbau einer Modell-Eisenbahn

oder auch die Mitarbeit im Waffelbackkreis

zur Unterstützung des Kinderhospizes Balthasar/

Olpe oder durch die Mitgliedschaft und Mitarbeit im

Förderverein und vieles mehr. Anschließend wurden

neun ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

für 15 jährige und 10 jährige Mitarbeit

im Ehrenamt im Marienheim geehrt.

38 _ Marienkonkret / 87/17


Häusliche Pflege

Pflege zu Hause ist eine anspruchsvolle Aufgabe

und wird oft als große Belastung empfunden. Die

Pflegetrainerinnen des St. Marien-Krankenhauses

Siegen, Pelagia Kucia und Anke Lange, bieten

Demenz- und Pflegekurse sowie eine Angehörigengruppe

an. Die kostenlosen Angebote sind

Teil eines Modellprojekts, das das St. Marien-Krankenhaus

mit der AOK und der Universität Bielefeld

durchführt. „Das Ziel dieses Projekts ist die Stärkung

der Kompetenzen der Angehörigen und hierüber

der Abbau von Ängsten und Unsicherheiten

in der Pflege“, beschreibt Kursleiterin Pelagia Kucia

das Kursangebot.

In den Kursen werden die Pflege und der Umgang

mit den Kranken von den Pflegetrainerinnen

theoretisch und praktisch vermittelt. Jeder Kurs

umfasst zwölf Unterrichtstunden, die auf drei Termine

verteilt sind. „Die Teilnehmerzahl für jeden

Kurs ist begrenzt, da die individuelle Situation

nach Wunsch mit einbezogen wird“, erklärt Kursleiterin

Anke Lange.

Treffen einmal im Monat

Urkunden überreicht

Heimleitung mit Ehrenamtlichen

Diana Ruhmöller, Leiterin der Sparte Altenhilfe des

Trägers der Wohn- und Pflegeeinrichtung GSS Gesundheits-Service

Siegen, Edi Dobesch, Rita Diehl

und die Mitglieder des Heimbeirates bedankten

sich bei allen geehrten Ehrenamtlichen mit einer

Urkunde, einem Blumenstrauß und einem Einkaufsgutschein

für ihre langjährige Treue und ihre

unentgeltlichen Dienste und Einsätze.

Mit anerkennenden Worten des Dankes und

einem Dankgedicht hoben abschließend Diana

Ruhmöller und Frau Rita nochmals die Bedeutung

und Wichtigkeit des Ehrenamtes in unserer heutigen

Gesellschaft hervor und verabschiedeten alle

Teilnehmer des diesjährigen Ehrenamtsfrühstücks

im Marienheim.

Neben den Kursen gibt es regelmäßige Treffen

von pflegenden Angehörigen, um einen gemeinsamen

Austausch mit Informationsinput zu ermöglichen.

Diese Treffen finden immer am letzten

Freitag im Monat von 17:00 bis 19:15 Uhr im Schulungsbereich

des Ambulanten Zentrum Albertus

Magnus in Siegen statt. Folgende Themen werden

dabei vertieft: Notfallsituation in der Häuslichkeit,

Leistungen der ambulanten Pflege, Arbeit des

Sozialdienstes im Krankenhaus, Unterstützung

durch das Demenz-Servicezentrum, Neuerungen

in der Pflegeversicherung, Vorsorgevollmacht und

Belastungssituationen in der Pflege. Die Themen

werden von eingeladenen Experten vorgestellt.

Die Anmeldung ist telefonisch über den Sozialdienst

des Krankenhauses unter (0271) 231-2645

oder direkt bei Kursleiterin Pelagia Kucia (0176)

96845377 möglich.

Marienkonkret / 87/17 _ 39


Perspektive

Gefäßmedizin

zertifiziert

Erster großer Erfolg für das

Herz- und Gefäßzentrum

Südwestfalen

Das Herz- und Gefäßzentrum Südwestfalen

am St. Marien-Krankenhaus Siegen erfüllt

die hohen Anforderungen der Deutschen

Gesellschaft für Gefäßchirurgie und der Deutschen

Gesellschaft für Radiologie und hat jetzt die Zertifizierung

durch die zuständigen Fachgesellschaften

erhalten. „Seit Jahren wird Gefäßmedizin im St.

Marien-Krankenhaus auf hohem Niveau durchgeführt.

Wir freuen uns, dass die Gutachter eine so

positive Wertung abgegeben haben“, berichtet Dr.

med. Ronald Friedberg, Facharzt für Allgemeinchirurgie

und Gefäßchirurgie. Der leitende Oberarzt in

der Chirurgie und zugleich Leiter der Sektion Gefäßchirurgie

am Herz- und Gefäßzentrum verantwortete

den Zertifizierungsprozess.

„Unsere Gefäßmedizin bietet sämtliche konservativen,

interventionellen und gefäßchirurgischen

Behandlungsverfahren an. Von Aneurysmen über

Krampfadern bis hin zu verengten Halsschlagadern.

Hierbei erfolgt innerhalb des Herz- und Gefäßzentrums

die enge Zusammenarbeit mit der

Kardiologie und interventionellen Radiologie“, so

Prof. Frank Willeke, Chefarzt der Chirurgischen

Klinik. Hierzu stehen den Ärzten alle modernen

Möglichkeiten der radiologischen Diagnostik, der

interventionellen Gefäßbehandlung sowie der gefäßchirurgischen

Operationstechniken zur Verfügung.

Hybrid-OP als Option

Ein großer Vorteil der interdisziplinären Zusammenarbeit

als Teil des Herz- und Gefäßzentrums

ist die gemeinschaftliche Therapieplanung. In einer

regelmäßig stattfindenden interdisziplinären

Konferenz besprechen Radiologen, Gefäßchirurgen

und Kardiologen die Konzepte für jeden Patienten

individuell. Hier wird die Entscheidung getroffen,

ob die klassische offene chirurgische Therapie, ein

endovaskuläres Verfahren oder die Kombination

beider Techniken, eine sogenannte Hybrid-Operation,

am besten geeignet ist.

In den beteiligten Fachkliniken und Sektionen

stehen moderne diagnostische und therapeutische

40 _ Marienkonkret / 87/17


Modernes Arbeiten im

Herz- und Gefäßzentrum

Möglichkeiten zur Verfügung. So kommen beispielsweise

alle geläufigen Katheterverfahren wie

auch offene operative Maßnahmen oder minimalinvasive

Maßnahmen zum Einsatz. Auch neue Verfahren

gehören inzwischen zum festen Bestandteil

des umfangreichen Leistungsspektrums der Gefäßmedizin

im St. Marien-Krankenhaus Siegen. Als

„ganzheitliches Konzept“ erkennt die Zertifizierung

auch die Wundtherapie und die Überleitung der Patienten

zur Weiterbehandlung der Wunden zum

Hausarzt, Wundzentren sowie Reha- und Pflegeeinrichtungen

an. So steht dem Gefäßzentrum ein

engagiertes Team von Wundspezialisten zur Seite.

Gemeinsame, interdisziplinäre Visiten und die

Dokumentation sind wichtige Standards des Herzund

Gefäßzentrums Südwestfalen. Das Zentrum

wurde im Juni in Betrieb genommen und verbindet

Schwerpunktdisziplinen im St. Marien-Krankenhaus

Siegen untereinander und sucht als Netzwerk

den Schulterschluss mit anderen Akteuren der Gesundheitsversorgung

in der Region.

Marienkonkret / 87/17 _ 41


Intern

Transporter

Dechant Karl-Hans Köhle kam

jüngst ins Marienheim, um im

Beisein von Bewohnern, Angehörigen

und Mitarbeitenden

den neuen Bus zu segnen. Der

Mercedes Crafter löst den alten

Bus ab, der uns gute Dienste getan

hat, aber nun ausgemustert

werden musste.

Dechant Köhle überreichte

Heimleiter Edi Dobesch einen

Engel, der im Auto immer daran

erinnern soll, dass Gott alle, die

damit unterwegs sind, auf ihren

Wegen begleitet.

Einen Namen hat der Bus auch

bekommen: Antje. Dafür stand

Antje Dormann-Oerter Pate.

Geburten

Name Tätig als Name des Kindes Datum

Münker, Sarah Gesundheits-und Krankenpflegerin Station A 1 Paula 08.05.17

Knapp, Karla Gesundheits-und Krankenpflegerin Station A 7 Theo 08.05.17

Wolf, Verena Gesundheits-und Krankenpflegerin Station A 5 Sophie 25.04.17

Pleiß, Dana Stationskoordinatorin Station A 3 Bela 20.04.17

Oppermann, Nicole Fachkrankenschwester Intensivstation Ragnar Günter und

Falk Reiner 28.04.17

Runge, Sonja Verwaltungsangestellte Lena 07.04.17

Keseberg, Ramona Gesundheits-und Krankenpflegerin Station A 7 Lenia 02.06.17

Ippach, Monja Cacilia Gesundheits-und Krankenpflegerin Station A 5 Mats 26.05.17

Brachmann, Diana Hebamme Kreißsaal Paula 22.05.17

Schröder, Stina Gesundheits-und Krankenpflegerin Station A 4 Till 15.06.17

Thomas, Martina Gesundheits-und Krankenpflegerin Station A 7 Freda 20.06.17

Dr. Schnitzler, Annika Assistenzärztin MVZ Diagn. Radiologie Paul Matteo 25.06.17

Dr. med. univ. Dakic, Assistenzärztin Anästhesie Anja 09.07.17

Branka

Mau, Hanna Gesundheits-und Krankenpflegerin Station A0 Leevke 16.07.17

Ehrlicher, Saskia Gesundheits-und Krankenpflegerin Jette 30.06.17

Station ZNA/CPU

Neus, Sara Gesundheits-und Krankenpflegerin Station A5 Mia 06.07.17

Weber, Christin Gesundheits-und Krankenpflegerin Station D3 Lilli 08.07.17

Lauer, Rebecca Gesundheits-und Krankenpflegerin Station A 7 Ilvy 29.07.17

Heiraten

Name Tätig als Name neu Datum

Kröck, Julia Katharina Med. Fachangestellte Station A 7 Vanderliek 02.06.17

Lang, Stefan Marc Facharzt Chirurgie Klöckner-Lang 09.06.17

Krumm, Lydia MTRA, Rad. Diagnostik Sauer 01.06.17

Klein, Alexandra Med. Fachangestellte im amb. OP / AZAM Dietrich 09.06.17

Den Arbeitsalltag

meistern

Bei Anforderungen im Arbeitsalltag

ist die eigene Widerstandsfähigkeit

ein hohes Gut. Gelassen

die anspruchsvollen Tätigkeiten

zu leisten, ohne gleichzeitig eigene

Grenzen zu überschreiten,

kann eine große Herausforderung

sein. Bestimmte Strategien

im Umgang mit negativem Stress

und Wissen um Schutzfaktoren,

können bei der Meisterung helfen.

Und natürlich ist auch Gelegenheit

in geschütztem Rahmen

Belastungen zu reflektieren, und

mögliche Lösungen zu finden.

Die 90-minütige Veranstaltung

ist Arbeitszeit.

Termine: 14.09.2017, 17.00 bis

18.30 Uhr und/oder 14.12.2017,

17.00 bis 18.30 Uhr

Kursleitung:

Daniela Klaus, Dipl.-Psych.,

Telefon: (0271) 231-2651

Neueintritte

Name Tätig als Datum

Ludewig, Alina Gesundheits-und Krankenpflegerin Anästhesie Pflege 15.05.17

Schneider, Sebastian Rettungssanitäter 15.05.17

Drews, Anna-Lena Gesundheits-und Krankenpflegerin Station A 6 01.06.17

Strunk, Kevin Christian Rettungsassistent 01.06.17

Froese, Marina Operationstechnische Assistentin 01.07.17

Walter, Alexandra Praxisassistentin MVZ für Hämato-Onkologie, AZAM 01.07.17

Meiser, Sandra Med. Fachangestellte MVZ für Orthopädie, Geisweid 01.07.17

Dickfoss, Antonia Med. Fachangestellte MVZ für Orthopädie, Geisweid 01.07.17

Müller-Dahdouh, Jasmin Med. Fachangestellte MVZ für Orthopädie, Geisweid 01.07.17

Steinert, Elena Reinigungskraft MVZ für Orthopädie, Geisweid 01.07.17

Schneider, Mechthild Arztsekretärin MVZ für Orthopädie, Geisweid 01.07.17

Schmitz, Lesley Kauffrau für Büromanagement 01.08.17

Barg, Sphie Azubi zur OTA 01.08.17

Schefczyk, Melissa Azubi zur OTA 01.08.17

Fuchs, Katja Azubi zur OTA 01.08.17

Acuna Acuna, Assistenzarzt Anästhesie 01.06.17

Carlos Marcial

Weber, Rana Assistenzärztin in Weiterbildung, Med. Klinik III 01.06.17

Stettner, Denise Azubi M F A 01.08.17

Möckel, Sina Emilia Azubi M F A 01.08.17

Rosenthal, Neele Azubi M F A 01.08.17

Marinos, Kyriakos Assistenzarzt Orthopädie 01.07.17

Ivanov, Rosen Assistenzarzt Diagn. Radiologie 01.07.17

Almousa, Ayman Assistenzarzt Orthopädie 10.07.17

Sargsyan, Margarit Assistenzärztin Med. Klinik II 10.07.17

Nikolic, Branislav Assistenzarzt Anästhesie 11.07.17

Christmann, Mona Stationskoordinatorin Station A 5 01.07.17

Pauls, Erika Gesundheits-und Krankenpflegerin Station A 7 17.07.17

Ebermann, Bärbel Mitarbeiterin Service Station A 6 17.07.17

Sondermann, Barbara Assistenzärztin Med. Klinik II 01.08.17

Hoeger-Schäfer, Janine Assistenzärztin Med. Klinik II 01.08.17

42 _ Marienkonkret / 87/17


Name Tätig als Datum

Malania, Nika Assistenzarzt Orthopädie 21.08.17

Sr. Alphin Mathew Ordensschwester Station A 1 01.08.17

Sr. Maggie Raphael Ordensschwester Station A 6 01.08.17

Sr. Vineetha Joseph Ordensschwester 01.08.17

Pohler, Lisa Gesundheits-und Krankenpflegerin Station A 6 01.08.17

Theis, Susanne Mitarbeiterin Service Station A 6 01.08.17

Jacobi del Codo, Nico Mirarbeiter Ver- und Entsorgung 15.06.17

Seibert, Kevin Gesundheits-und Krankenpfleger Endoskopie 01.09.17

Langenbach, Christina Rettungsassistentin 01.09.17

Heinbach, Sabine Mitarbeiterin Service Station A 3 01.08.17

Förster, Alica Stationskoordinatorin Station D2 01.08.17

Klein, Elzbieta Hebamme Kreißsaal 01.08.17

Barisic, Nicole Azubi AP HMT 01.08.17

Bazina, Kristina Servicekraft Pflege HMT 10.07.17

Gums, Lina Azubi AP HMT 01.08.17

Kemper, Fabian Altenpflegehelfer HMT 01.08.17

Kexel, Selina Praktikantin HMT 01.08.17

Kleusberg. Nadine Azubi AP HMT 01.08.17

Schröder, Birgit Alltagsbegleiter HMT – Übernahme aus HSK 15.08.17

Weber, Anika Pflegefachkraft HMT 01.08.17

Reitz, Kathharina Physiotherapeutin, Therapiezentrum 01.06.17

Schmidt, Nicole Physiotherapeutin, Therapiezentrum 15.08.17

Ajeti, Elisa Alltagsbegleiter MHW 15.08.17

Bensch, Angelina Pflegehilfskraft MHW 17.07.17

Fichtner, Angelika Wohnbereichsleitung MHW 01.08.17

Gashi, Cellina BUFDI MHW 14.08.17

Herbert, Florian Dieter Pflegehilfskraft MHW 01.07.17

Koch, Seika-Simone Pflegefachkraft MHW 08.06.17

Makelki, Stefanie BUFDI MHW 01.08.17

Santiago Posadas, Pflegehilfskraft MHW 31.07.17

Helene

Remmel, Chantal Pflegehilfskraft HSR – Übernahme aus MHW 01.07.17

Kikhounga-N Got Pata, Pflegehilfskraft HSK 07.08.17

Salamatou

Mattern, Jessica Azubi APH HSK 01.08.17

Priebering, Alltagsbegleiter HSK 01.05.17

Christiane Claudia

Kolping, Andreas Pflegefachkraft HSE 01.08.17

Urban, Katrin Pflegefachkraft HSE 15.07.17

Blaschke Farina MFA MVZ Kreuztal – Übernahme nach Ausbildung 09.06.17

Weber, Amelie-Kristin Azubi MFA – MVZ Praxis Dr. Neuhaus 01.08.17

Weiterbildungen

Name

Abschluss

Bläcker-Hoof, Verena Hygienefachkraft 22.06.17

Dr. Zimmermann, Sabine Notfallmedizin 08.07.17

Budke, Andrea Kinaesthetics-Trainerin Stufe 2 24.06.17

Wüst, Dirk Christian Promotion zum Dr. med. 16.06.17

Buchner, Franziska Abschluss des Studiums Bachelor of Arts 19.07.17

Korstian, Dominik Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie 15.07.17

Kiefer, Christiane Onkologischer Pharmazeut (DGOP) 09.06.17

Nebeling, Tanja Onkologischer Pharmazeut (DGOP) 09.06.17

Eindrucksvoll

Das Team der Krankenhausküche

backte für das Hospiz auf der Eremitage

und stockte die erbackene

Summe dann noch in eigenen

Reihen auf 1.000 Euro auf. Hubert

Berschauer, Vorstandsvorsitzender

der Katholischen Sozialstiftung,

und Hans-Jürgen Winkelmann,

Geschäftsführer des St.

Marien-Krankenhauses Siegen,

bedanken sich für das überwältigende

Engagement der Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter.

Fiteinander

Die Rahmenbedingung im Arbeitsleben

werden immer anspruchsvoller,

die körperlichen

und geistigen Anforderungen an

das Personal in Einrichtungen des

Gesundheitswesens steigen stetig.

Das St. Marien-Krankenhaus

Siegen und seine Einrichtungen

haben sich der Herausforderung

gestellt, im Zuge eines strukturierten

betrieblichen Gesundheitsmanagements

das Wohlbefinden

und die Gesundheit der

Beschäftigten zu erhöhen und so

letztendlich auch die Betriebsergebnisse

zu steigern. Teil hiervon

ist die Marien Gesundheitswoche,

die im Frühsommer stattfand. (Im

Bild: Fruchtoase der Wohn- und

Pflegeeinrichtungen)

Jahrespraktikanten/innen:

Achenbach, Mascha Lynn

Becker, Lara

Böwing, Laura

Caner, Jasmin

Debey, Chantal

Diekmann, Patrick

Drobe, Karina

Fick, Jule Frederike

Giesler, Sven

Glaser, Tamia

Groth, Shila

Haas, Lena Marie

Hahneiser-Clark, Maya

Halabi, Shirin

Hibert, Celine

Huybrechts, Lara Joy

Kammradt, Melanie

Knezovic, Ana

Kotzian, Lena Marie

Landwehr, Lara

Mamo, Loranda

Mertens, Ronja Marie

Richstein, Lea

Sassmannshausen, Vanessa Mae

Schneider, Katharina

Semrau, Elisa-Marie

Sonneborn, Jessica

Stein, Justin

Vogelsang, Marie-Joline

Weitzel, Antonia

Weschenbach, Christin

Marienkonkret / 87/17 _ 43


Die Möglichkeiten

Die Möglichkeiten

der regionalen Hospiz- und

der regionalen Hospiz- und

Die Möglichkeiten

Palliativversorgung

Palliativversorgung

der regionalen Hospiz- und

Palliativversorgung

Netzwerk Hospiz- und

Palliativarbeit

Siegen-Wittgenstein

Netzwerk Hospiz- und

Palliativarbeit

Siegen-Wittgenstein

Netzwerk Hospiz- und

Jeder Moment

Jeder ist Leben Moment

ist Leben

Jeder Moment

Einladung zum

Informationsabend Einladung zum mit küns t-

le Informationsabend rischem Rahmenprogramm mit küns t-

Einladung zum

le rischem Rahmenprogramm

Informationsabend

11. Oktober

mit

2017

küns t-

le rischem Rahmenprogramm

11. Oktober 2017

11. Oktober 2017

19.00 Uhr Kulturhaus Lyz Siegen

Palliativarbeit

Siegen-Wittgenstein www.palliativnetz-siegen-wittgenstein-olpe.de

19.00 Uhr Kulturhaus Lyz Siegen

:

19.00 Uhr Kulturhaus Lyz Siegen

www.palliativnetz-siegen-wittgenstein-olpe.de

www.palliativnetz-siegen-wittgenstein-olpe.de

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