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Berner Kulturagenda 2017 N° 37

Berner Kulturagenda 2017 N°

DO 21. – MI 27.9.2017 37 / www.bka.ch Seite 3 Knuth und Tucek kommen mit ihrem neuen Programm «Heimat – ein Ammenmärchen» in die Cappella In der Heiteren Fahne feiert der Liederabend «Über Stock und Stein» Premiere Pegelstand, Kolumne von Wolfgang Böhler Seiten 4 bis 11 Agenda, Ausstellungen und Kino Seite 12 Am Theater Orchester Biel Solothurn wird das Stück «Wir sind Hundert» aufgeführt Im Kornhausforum sind die «Swiss Press Photo»-Gewinnerbilder zu sehen Gornaya, die Hausautorin der Spielzeit 2016/2017 von Konzert Theater Bern, über ihr Stück «Island. Als Freunde sind wir erbarmungslos» Drei Klassiktipps in der Übersicht Franz Gertsch Ausflug in die Gegenwart Das Kunstmuseum Bern zeigt in der Ausstellung «The Show Must Go On» Werke aus der Sammlung Gegenwartskunst und thematisiert das Performative in der zeitgenössischen Kunst. Zu sehen ist auch Franz Gertschs «Aelggi Alp» von 1971. 3 Kulturtipps von Ludwig Zeller ZVG Ludwig Zeller ist Mitbegründer und Organisator der vor 25 Jahren ins Leben gerufenen «Tolerdance», der Queer-Party für alle im ISC Club. Am silbernen Jubiläum (Sa., 23.9., 22 Uhr) zaubert er mit den Tolerdance-DJs der ersten Stunde PCB, Thomy L. und Mats funkelnde Hits aufs Parkett. Machen Sie den ersten Satz: Forscher haben herausgefunden: Zuerst war der Tanz, dann kam das Wort. Und was soll der letzte sein? Wer tanzt, lebt gesünder. Let’s dance! Wohin gehen Sie diese Woche und wozu? 1. Ans Konzert von Birgit Ellmerer in Stef's Kultur Bistro in Ostermundigen (Sa., 23.9., 20 Uhr), weil sie nicht nur eine fabelhafte Jazzsängerin ist, sondern auch rockt. 2. Zu «Gottesmütter» des Pink Mama Theatre in der Tanzlounge (So, 24.9., 13 Uhr). Wegen der ungewöhnlichen Location – eine Berner Dachterrasse – und weil die Tanztheatergruppe, die so wunderbar schräg, oder eben queer ist, für einmal «nur» schauspielert. 3. In den Film «Heartland» im Kino Rex (Di., 26.9., 20.30 Uhr). Die Filmreihe «Uncut» zeigt immer wieder spannende und interessante Filme zum Thema LGBT. Frisch entdeckt Am Swiss Chamber Music Festival treffen Klassik, Volksmusik und Neue Musik aufeinander. Ein Schwerpunkt liegt auf der Förderung junger Ensembles. «Volk, tanzt! – Tanzboden in Adelboden», lautet der Titel des Eröffnungskonzerts des Swiss Chamber Music Festivals im Berner Oberland. Das Programm zum Auftakt verspricht lüpfige Rhythmen und heitere Melodien, die der Appenzeller Musiker und Komponist Noldi Alder für dieses Konzert mit der Camerata Bern arrangiert hat. Darunter befinden sich neben dem «Mückentanz» von Béla Bartók und barocken Hoftänzen von Jean-Baptiste Lully auch bodenständige Eigenkompositionen von Alder wie «Kafiwasser» oder «Hackbrett Zäuerli». Eine Verschnaufpause inmitten des frohen Treibens erhält das Publikum in Alders Jodelstück «Zitt isch gsiä». «Hier soll die Zeit für einen Moment stillstehen», sagt Alder. Kammermusikalisches Feingefühl Herzstück des Kammermusikfestivals ist die Konzertreihe von Preisträgern aus dem renommierten Orpheus-Wettbewerb. Junge Ensembles erhalten die Gelegenheit, ihr kammermusikalisches Feingefühl sowohl für klassische als auch für Neue Musik zu zeigen. Ausgewählt sind unter anderen das Pelleas Quartett, das Akmi Duo und das Moser Klaviertrio. Das Opalio Quintet ergründet nicht nur die romantischen Klänge des Klavierquintetts in Es-Dur von Robert Schumann, sondern hebt auch die Auftragskomposition «Auf Schritt und Tritt» von Stephanie Haensler aus der Taufe. Stephan Ruch Diverse Orte, Adelboden und Umgebung. Fr., 22.9. bis 1.10. www.swisschambermusicfestival.ch Wir verlosen 2 × 2 Tickets für das Pelleas Quartett am So., 24.9., 11 Uhr: tickets@bka.ch Das Basler Opalio Quintet spielt als Uraufführung ein Klavierquintett der jungen Komponistin Stephanie Haensler. TICKETS Peter Bock Familiensache Abgründe, wo man auch hinschaut: Am Theater an der Effingerstrasse hält John Knittels Familien- und Justizdrama «Via Mala» in Spannung. Ein verarmter Sägereibesitzer und Trinker tyrannisiert seine Familie, bis er mit dem Leben bezahlt. Jahre danach stösst ein Untersuchungsrichter auf Ungereimtheiten. Die Krux ist, dass der Mann des Gesetzes zugleich der Ehemann der jüngsten Tochter des Ermordeten ist. Wahrer Fall Der Tiroler Regisseur Alexander Kratzer inszeniert John Knittels «Via Mala» am Theater an der Effingerstrasse. Der Schweizer Autor schrieb von seinem mehrbändigen Roman von 1934 später noch eine Bühnenfassung. Den sprechenden Namen («schlechter Weg») lieferte Knittels damaliger Wohnsitz Graubünden, wo die Via- Mala-Schlucht liegt. Den wahren, über 100 Jahre älteren Mordfall entnahm er der Sammlung «Merkwürdige Criminal-Rechtsfälle» des deutschen Strafrechtlers Anselm von Feuerbach. Im Bündnerland wohnt heute noch Knittels Tochter Margaret Furtwängler-Knittel. Sie verwaltet die Aufführungsrechte – Familiensache eben. Céline Graf Das Theater an der Effingerstrasse, Bern. Premiere: Sa., 23.9., 20 Uhr Vorstellungen bis 20.10. www.dastheater-effingerstr.ch