25 Jahre SCA Festschrift

scamrichs

25 Jahre SC Amrichshausen Festschrift 2007

Stefan Kraut

25 Jahre

Sportclub Amrichshausen

Künzelsau-Amrichshausen 2007

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Inhalt

Vorwort des Vorstandes 5

Erste Anläufe 6

Gründung 9

Die Gründer 12

Unsere Toten 13

Der Verein ..... siegt? 14

Der Verein turnt 32

Der Verein baut 45

Der Verein feiert 52

Der Verein fl iegt aus 67

Der Verein wird verwaltet 76

Amrichshausen einst und jetzt 80

Übersichts-Chronik von Dorf und Verein 94

Herausgegeben vom Sportclub Amrichshausen

Grabenteichweg 25, 74653 Künzelsau

V.i.S.d.P.: Gerhard Rudolph, 1. Vorsitzender

Herstellung: OHA-Druck, 74653 Ingelfi ngen

Auflage: 500 Exemplare

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Vorwort

Der SC Amrichshausen kann in diesem Jahr auf sein 25-jähriges Bestehen zurückblicken. Dies ist für uns alle

eine große Freude.

25 Jahre sind zwar noch keine lange Zeit, für unser Vereinsleben jedoch von großer Bedeutung.

Mit verschiedenen Veranstaltungen haben wir das Jubiläumsjahr bereits erlebt. Ein Abschluss soll die

Jubiläumsjahresfeier, zu der diese Festschrift erschienen ist, sein.

In den vergangenen 25 Jahren hat sich der Verein sehr gut entwickelt. Dies zeigen auch die vielen baulichen

Aktivitäten wie Sportheimbau, zweiter Sportplatz mit Flutlicht und Beregnungsanlage und Geräteschuppen.

So sind neben der Hauptabteilung Fußball mit der Jugend, auch die Sportarten Frauengymnastik, Kinderturnen,

Aerobic, Jazztanz und Männergymnastik in das sportliche Angebot aufgenommen worden.

An dieser Stelle möchte ich allen Vereinsmitarbeitern sowie den Übungsleitern und Trainern, die den Verein

durch ihr Ehrenamt unterstützt und begleitet haben, ganz herzlich Dank sagen. Einen ebenso herzlichen Dank

gilt allen Gönnern, Freunden und Sponsoren die den Verein ideell und materiell unterstützt haben.

Neben dem Sport ist auch die Kameradschaft und die Geselligkeit ein wesentlicher Bestandteil unseres

Vereins. Dies zeigen die vielen Aktivitäten in all den vielen Jahren. Der SC A ist ein nicht mehr wegzudenkender

Bestandteil in unserem dörfl ichen Vereinsleben geworden.

Mit dieser Festschrift möchten wir einen kurzen Rückblick über das Vereinsleben des SC Amrichshausen

der letzten 25 Jahre geben.

Ich hoffe und wünsche, dass alle aktiven Sportlerinnen und Sportler sowie die unterstützenden Mitglieder

sich auch in der Zukunft beim SC A wohlfühlen und ihren Spaß haben werden, nach dem Motto: Sport in

Verbindung mit Kameradschaft und Geselligkeit – die herrlichste Nebensache der Welt.

Gerhard Rudolph

1. Vorsitzender

Der Vorstand im Jubiläumsjahr

5 25 Jahre SC Amrichshausen 5


Mannschaftsfoto

stehend von links:

Helmut Maurer,

Karl Lippscher,

Walter Maier,

Anton Rudolph,

Robert Maier,

Linus Rudolph

sitzend von links:

Ludwig Landwehr,

Hans Jillich,

Heinz Weller,

Erwin Opitz,

Franz Lumnitzer

Erste Anläufe

Die Erwachsenen besaßen längst mit dem Kriegerverein und dem Gesangverein ihre geselligen Zusammenschlüsse

am Ort, als um 1920 sich die männliche Jugend zum Fußball zusammengefunden haben dürfte. Diese

Sportart hatte seit 1878 langsam in Deutschland Fuß gefaßt. Aus dem Jahre 1926 stammt der bisher einzige

Bericht über diese Aktivitäten im Dorf:

Am Sonntag fand ein schönes Wettspiel in Amrichshausen statt, wobei Amrichshausen einen schönen Sieg mit 3:0

erfocht. Stachenhausen hatte eine sehr gute Aufstellung. Amrichshausen dagegen war körperlich schwächer, aber

spielerfahrener und hatte ein schönes Zusammenspiel. Der erst gegründete Verein Stachenhausen wird wohl bald

von sich hören lassen. Das Spiel nahm einen interessanten Verlauf.

Beide Vereine sind dann doch in der Versenkung verschwunden. Wir wissen aus dieser Vorkriegszeit noch, dass

1929 die Einlagerung eines Gleitfl ugzeuges im Spritzenhaus erfolgte, die Künzelsauer Sportfl ieger hatten hier

„Asyl“ gefunden. Im Sommer 1932 kam es durch den Pfarrer zur Gründung eines Jünglingsvereins, mit etwa

25 Mitgliedern, die das leer stehende Hirtenhaus zur Verfügung gestellt bekamen.

Nach den schrecklichen Kriegswirren und der Niederlassung zahlreicher Heimatvertriebener am Orte wurde

1949 der Sportverein Amrichshausen neu ins Leben gerufen. Hier häufen sich die Dokumente, die von den

Aktivitäten Zeugnis ablegen.

Der Sportverein Amrichshausen, vertreten durch Alfons Klotzbücher – dem damaligen Hauptlehrer an der

Dorfschule – beantragte für den 27. Juli 1950 die Tanzerlaubnis zu einer Veranstaltung, die auf dem Sportplatz

stattfinden sollte. Dieser Lehrer war, wie Franz Lips sich erinnerte, der Trainer. Lips selbst stand bei der Jugend

im Tor. Erster Vorsitzender ist Josef Gramlich, zweiter Anton Lung gewesen.

Es war ein leicht abschüssiger Platz, wo sich heute der Bildstockweg und die Hofwegsiedlung befi nden.

Am 5. August 1950 wurde dem Sportverein Amrichshausen auf seinen Antrag hin genehmigt, den Sportplatz

der Gemeinde auf eigene Kosten einzuebnen. Der durch diesen Platz laufende Hauptstrang der Wasserleitung

sollte dabei mit mindestens 1,20 Meter Erdreich bedeckt bleiben.

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25 Jahre SC Amrichshausen


Die Spieler wurden nicht nur aus dem Ort selbst, sondern auch aus umliegenden Dörfern rekrutiert, also zum

Beispiel aus Berndshausen, Morsbach und Nagelsberg. Sie nahmen regulär an den Verbandsrunden teil.

Eine krisenhafte Stimmung muß sich in Amrichshausen breit gemacht haben. Durch die bereits erwähnten

Heimatvertriebenen war die Bevölkerung des Dorfes von etwa 250 auf über 340 gestiegen – ohne

nennenswerten Neubau an Wohnhäusern. Vielmehr war man hier, wie auch an vielen anderen nicht

kriegszerstörten Orten im Bundesgebiet dazu übergegangen, Dachkammern auszubauen oder einzelne Zimmer

mit mehreren Personen zu belegen. Wohnungszwangswirtschaft war das Schlagwort jener Jahre gewesen,

niemand war mehr Herr im eigenen Haus und bekam ungebetene Gäste auf Dauer einquartiert.

Der Mangel an Baumaterial, der ein weiterer Grund für die Situation darstellte, wurde mit den beginnenden

1950ern durch die wieder anlaufende Produktion beseitigt. Nun wollten viele den Traum von einem Eigenheim

Wirklichkeit werden lassen. In Amrichshausen bedurfte es aber jahrelanger zäher Verhandlungen.

Am 26. Januar 1953 hatten die Neubürger sogar eine Gemeinderatssitzung in Anwesenheit des Landrats und

des Verwaltungsaktuars erzwungen. Diese „wiesen auf die Notwendigkeit hin, weiteren Wohnraum zu schaffen

um auch den zum Teil noch sehr schlecht untergebrachten Bevölkerungsschichten zu einem menschenwürdigen

Leben zu verhelfen, sie unterstrichen besonders, daß sich das Bauen in der Gemeinde immer lohnen werde,

da Amrichshausen ein Vorort von Künzelsau sei.

Nach langer und eingehender Debatte beschloß der Gemeinderat wohl schweren Herzens bei einer Gegenstimme,

die Parzelle Nr. 97, welche Eigentum der Gemeinde ist und 1938 als Schulsportplatz erworben wurde,

unter folgenden Bedingungen als Bauplatz zur Verfügung zu stellen: ..... Als Ersatz für den Schulsportplatz soll

das Gemeinde-eigene Gelände rechts des Feuersees hergerichtet werden, in diesem Jahr wird der seitherige

Sportplatz noch ausreichen.“

Der Sportverein hatte sich allerdings, nach einem Zeitungsartikel aus jenem Jahr, bereits 1952 aufgelöst.

Seither gab es nur Freizeitkicker, ebenso nach der Anlegung des Sportplatzes am Grabenteich 1975, was durch

die Flurbereinigung möglich geworden war. Die Jugend nahm diesen neuen Platz in Beschlag und schaffte sich

sogar eigene Trikots an. Eine Mannschaft für den Verbandsrundenbetrieb kam noch nicht zustande. Zu einer

Vereinsgründung sollte es noch etwas dauern.

Amrichshäuser Freizeitkicker,

um 1977/78

stehend von links:

Hans-Peter Rudolph,

Bernhard Burkert,

Günther Schönbauer,

Richard Lips,

Walter Schneider,

Gerold Letzgus,

Manfred Schneider,

Karlheinz Letzgus,

Uwe Landwehr,

Michael Fritsch

sitzend von links:

Ulrich Josef Gramlich,

Martin Burkert,

Klaus Rüdenauer,

Werner Hügel,

Thomas Gramlich

7 25 Jahre SC Amrichshausen 7


stehend von links: Helmut Maurer, Lipscher, Walter Maier, Anton Rudolph, Robert Maier, Linus Rudolph

sitzend von links: Ludwig Landwehr, Hans Jillich, Heinz Weller, Erwin Opitz, Franz Lumnitzer

Amrichshäuser Freizeitkicker,

um 1977/78

stehend von links: Hans-Peter Rudolph,

Bernhard Burkert, Günther Schönbauer,

Richard Lips, Walter Schneider,

Gerold Letzgus, Manfred Schneider,

Karlheinz Letzgus, Uwe Landwehr,

Michael Fritsch

sitzend von links: Ulrich Josef Gramlich,

Klaus Gramlich, Martin Burkert,

Klaus Rüdenauer, Werner Hügel,

Thomas Gramlich

Amrichshausen, 1956

Amrichshausen, 1956

Die Hofäcker-Siedlung, um 1960

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25 Jahre SC Amrichshausen


Erste Mannschaft des SC Amrichshausen vor dem Einlagespiel gegen den TSV Hohebach anläßlich des Hallenfestes am 24. Juli 1983

stehend von links:

Herbert Schneider, Wolfgang Rudolph, Wolfgang Schmelzle, Hans-Peter Rudolph, Werner Kempf

kniend von links:

Werner Leibach, Ulrich Josef Gramlich, Werner Müller, Rainer Furch, Franz Bender, Gerd Helm

Gründung

Warum, so fragten die Akteure, sollten die Amrichshausener Freizeitkicker immer nur gegen Kegelclubs antreten? Aus

dem „Spaß“ sollte nun auch mal „Ernst“ werden, wenn auch kein „Bierernst“. Gerhard Rudolph, einer aus der Gruppe

der Fußballer, nahm die Sache so ein bißchen in die Hand und bereitete mit den Kollegen eine Vereinssatzung vor, die

dann am 23. April dieses Jahres bei der Gründungsversammlung im Gymnastikraum der Schule mit einigen Zusätzen

beschlossen wurde.

Wilfried Schmidt, Schiedsrichterobmann aus Künzelsau, leistete bei dieser Versammlung ein wenig Geburtshilfe. 37

von 41 Sitzungsteilnehmern trugen sich spontan in die Liste der Gründer ein. Mittlerweile ist diese Zahl fast verdoppelt

worden und die Vereinsführung hofft, daß sich noch viele der rund 450 Dorfbewohner dem neuen SC Amrichshausen

anschließen.

So wurde über die 1982 erfolgte Gründung in der Zeitung berichtet.

Die Nachbarorte wiesen längst eigene Sportvereine auf: Kocherstetten, Morsbach, Garnberg, Nagelsberg – mal

ganz abgesehen vom über hundertjährigen „Senior“ TSV Künzelsau. Auch im Dorf selbst, durch die

High Chaparral Wanderfreunde Amrichshausen hatte sich – neben der Kirchengemeinde – ein geselliges Leben

etabliert.

Der „jugendliche“ Verein defi nierte sich laut Satzung:

Seine Tätigkeit ist darauf gerichtet, die Allgemeinheit selbstlos zu fördern durch die Pfl ege des Sports und der freien

Jugendhilfe.

9 25 Jahre SC Amrichshausen 9


Hart und zäh wurde bei der Gründungsversammlung im Gymnastikraum der Grundschule um den

Vereinsnamen gerungen: SC setzte sich gegen SV durch - TSV, Spfr und andere waren weit abgeschlagen. Dem

neuen „Sportclub Amrichshausen 1982 e.V.“ standen als „Männer der ersten Stunde“ Gerhard Rudolph, erster

Vorsitzender, Manfred Geier, Wolfgang Rudolph und Dieter Petsch neben den Beisitzern Paul Kaiser, Ludwig

Landwehr, Manfred Schneider, dem Jugendleiter Fritz Bender, sowie die Kassenprüfer Uwe Landwehr und Alois

Rudolph vor.

Es konnte nun der Rundenbetrieb aufgenommen werden.

Natürlich mußte die Gründung des neuen Vereins auch gebührend gefeiert werden und dies geschah auch

im Rahmen eines „Hallenfestes“ vom 30. Juli bis 1. August 1982. Aus Mangel an eigenem Vereinsheim geschah

dies jetzt in der Maschinenhalle von Paul Kaiser. Diese „Hallenfeste“ sollten übrigens im Vereinsleben zu einer

schönen und vielgeliebten Tradition werden.

Bei diesem Gründungsfest erlebte der Sportplatz am Grabenteich ein Freundschaftsspiel gegen den TSV

Künzelsau, bei dem die Trickots in den Vereinsfarben schwarz-orange eingeweiht wurden. Vom Ergebnis her war

die Sache mit 1:12 reichlich happig, was der Sportbegeisterung aber keinerlei Abbruch tat, man verbuchte die

Geschichte eben unter der Rubrik „Lehrgeld“.

Die erste Mannschaft am 30. September 1984, beim Vorrundenspiel gegen Langenburg.

stehend von links:

Werner Leibach, Paul Zeller, Gerhard Rapp, Werner Müller, Klaus Sedlik, Frank Rudolph

kniend, von links:

Ulrich Josef Gramlich, Roland Schneider, Klaus Rüdenauer, Wolfgang Rudolph, Peter Prucha

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25 Jahre SC Amrichshausen


Unterschriftenliste aus der Gründungssatzung, 1982

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Die Gründer

Fritz Bender

Bernhard Burkert

Heinz Burkert

Karl Burkert

Martin Burkert

Manfred Geier

Sybille Geier

Klaus Gramlich

Thomas Gramlich

Ulrich Josef Gramlich

Andreas Hohl

Franz Hohl

Werner Hügel

Robert Rudolph jun.

Linus Kaiser

Paul Kaiser

Ludwig Landwehr

Uwe Landwehr

Gerold Letzgus

Franz Lips

Anton Max

Benedikt Max

Horst Max

Johann Mugrauer

Werner Müller

Raimund Nicklas

Dieter Petsch

Josef Rüdenauer

Klaus Rüdenauer

Stefan Rüdenauer

Alois Rudolph

Elisabeth Rudolph

Frank Rudolph

Gerhard Rudolph

Rosl Rudolph

Wolfgang Rudolph

Manfred Schneider

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25 Jahre SC Amrichshausen


Unsere Toten

Elisabeth Baier

Ulrich Bauer

Siegfried Brand

Titus Durchdenwald

Johann Hohenschläger

Franz Landwehr

Theobald Landwehr

Adolf Letzgus

Walter Lüllig

Anton Lung

Matthias Mathes

Elke Max

Adolf Nusko

Gerhard Rapp

Alois Rudolph

Anton Rudolph

Linus Rudolph

Rosalia Rudolph

Albert Ruf

Ernst Sauter

Alois Schneider

Paula Schneider

Willi Schneider

Willibald Schumertl

Hans Speidel

Klaus Weber

Wir gedenken ihrer in Dankbarkeit und Ehrfurcht

13 25 Jahre SC Amrichshausen 13


Der frühere Fußball-Abteilungsleiter

Fritz Egner, 1989

Der Verein . . . . . siegt?

Der Fußball führte zur Gründung des Vereins, klar, dass er auch die erste Sportart war, die betrieben wurde.

Als erster Trainer des Vereins konnte Helmut Berner, ein ehemals aktiver Fußballer, gewonnen werden, der

vor allem in der Anfangszeit verdienstvolle Arbeit leisten sollte.

Schon in der Saison 1982/83 konnte der SCA am Spielbetrieb teilnehmen, man war Mitglied beim

Württembergischen Fußballverband und der 3. Staffel der Hohenloher Kreisliga B zugeteilt worden.

Natürlich tat sich der Neuling gegen Mannschaften wie Gaisbach, Nagelsberg, Niedernhall und so weiter sehr

schwer, es hagelte förmlich Tore – nur in der falschen Richtung – und so mußte manche Null-zu-Schlappe

eingefahren werden.

Auf die ersten Erfolgserlebnisse brauchte man aber nicht allzulange zu warten, bereits im fünften Spiel gelang

gegen den SSV Gaisbach der erste Punktgewinn mit einem 0:0 und im zehnten Treffer gab es gegen den TSV

Schwabbach den ersten Heimsieg, ja gar im nächsten Spiel beim TSV Sindringen durch ein 2:2 den ersten

Auswärtspunkt!

Dies alles, aber besonders der 3:2 Heimsieg gab den Mannen der ersten Mannschaft um Torwart Rainer Furch

natürlich Auftrieb, aber trotzdem „zierte“ man nach Abschluß der Doppelrunde mit 10 zu 54 Punkten und

37 zu 129 Toren unangefochten das Tabellenende!

Notabene: Die Reservemannschaft des SCA hatte es in dieser Spielzeit sogar weiter gebracht, als die „Erste“,

denn sie hatte mit 14:46 Punkten und 28 zu 113 Toren den drittletzten Tabellenplatz erreicht!

Der SCA wurde mehrfach „verlegt“, Er kam durch eine Umorganisation in den unteren Spielklassen 1983/84

in die neugebildete Hohenloher Kreisliga B IV, wo er sich bis zum Ende der Spielzeit 1997/98 befand. Aus den

schon länger schwächelnden Staffeln B 4 und 5 wurde zur Spielzeit 1998/99 die neue Kreisliga B 2 formiert,

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25 Jahre SC Amrichshausen


die aus zwölf Vereinen der beiden Altkreisen Künzelsau und Öhringen bestand. Aufgrund der wenigen

Mannschaften in der B 4 wurde 2005/2006 der SCA und Phoenix Nagelsberg gebeten, in diese Staffel zu

wechseln. Beide Mannschaften hatten jedoch die Option, nach einem Jahr wieder zurückzukehren zur B 2,

was dann auch wahrgenommen wurde.

Man erlebte in der Nachbarschaft den SC Ingelfi ngen, der nach internen Querelen durch Abspaltung vom alten

TSV entstanden war. Dann folgte der Zusammenschluß des TSV Künzelsau mit den Sportfreunden Nagelsberg

zum FV Künzelsau. Und der dritte Neuling hatte große Auswirkungen auf den SC Amrichshausen: Der FC

Phoenix. Dieser Verein entstand 2002 aus Protest gegen die Fusionsentscheidung bei den Sportfreunden

Nagelsberg. Er entwickelte sich zu einem „Angstgegner“ durch massive Rückwanderung von ehemals

Nagelsberger Spielern, welche dann von den verbliebenen Amrichshäusern auf dem grünen Rasen – oft

haushoch – geschlagen werden. Traditionsbewußt wie er sich gibt – als Vereinsfarben die alten Reichsfarben und

als Symbol den „Phoenix“, den Wundervogel der Sage, der sich von Zeit zu Zeit selbst verbrennt, um verjüngt

aus der Asche aufzusteigen – darf mit Spannung die künftige sportliche Auseinandersetzung erwartet werden.

Reservemannschaft 1991

stehend von links: Spielertrainer Klaus Zenkert, Rolf Kempf, Günter Schönbauer, Jürgen Kober, Bernhard Nicklas, Achim Ehrler, Werner Hügel, Werner Kempf,

Abteilungsleiter Fritz Egner

kniend von links: Thomas Naber, Hans-Peter Rudolph, Thomas Gramlich, Uwe Ehrler, Werner Leibach

Es sind Spielerpersönlichkeiten am Ball gewesen, die an der Vereins-Fußball-Geschichte mitgeschrieben haben.

Und wenn nur wenige hier erwähnt werden können, ist das nur aus Platzgründen – nicht aus Geringschätzung

der Unerwähnten.

Da sind Klaus Rüdenauer, Reservetorwart, ab 1984/85 voll im Einsatz, der erst 2004 nach 22 Jahren und über

600 Spielen „in den Ruhestand“ verabschiedet wurde, wie auch Frank Rudolph nach seinem 650. Spiel im

Jahre 2006. Des weiteren erinnern wir an den Spieler Gerhard „Luser“ Rapp, der sich zu einem gefürchteten

Freistoßschützen entwickelte, Peter Prucha, ein zwar etwas klein gewachsener, aber trotzdem harter und

fl inker Abwehrspieler.

15 25 Jahre SC Amrichshausen 15


Die AH vor ihrem

Freundschaftsspiel mit VSE

Marcali, 1995

Uli Kindtner wurde in der Chronik hervorgehoben, der mit seiner feinen, weit überdurchschnittlichen Technik

so manchem SCA-Spiel echten Glanz verleihen konnte.

Wolfgang Schmitt, der ehemalige Landesliga-Spieler und wohl wirkungsvollste Stürmer, den der Sportclub bis

dato in seinen Reihen hatte, mußte nach einer schon längeren Pause seine Karriere endgültig beenden, da ihm

die Sportmediziner keine Garantie für seine Wiederherstellung nach einer schweren Verletzung mehr geben

konnten!

Zum Ende der Spielzeit 1990 / 91 gewann der SC Amrichshausen völlig überraschend den Wanderpokal des

SSV Gaisbach! Der „Riesenpott“ bildete für ein Jahr das absolute Prunkstück der Pokalsammlung im SCA

Sportheim!

Die Fußballer haben auch 2005 die Chance genutzt, den ersten offi ziellen Titel in der damals 23-jährigen

Vereinsgeschichte zu sichern. Sie gewannen das Endspiel der Kreisliga-B-Mannschaften gegen den SC

Stadtheide Schwäbisch Hall mit 5:1, was ihnen den Pokal einbrachte.

Die B2-Pokalsieger, 2005

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25 Jahre SC Amrichshausen


Die Mütter traten gegen ihre E-Jugend an, 2002

Besonders erwähnenswert ist der 20:l-Sieg der Reservemannschaft in Unterheimbach am 29.05.05. Dies ist

bis heute der höchste Sieg in der Vereinsgeschichte im Aktivenbereich. Bester Torschütze war an diesem Tag,

an dem die erste Mannschaft mit 7:1 gewann, Artur Maurer, der insgesamt in beiden Spielen 10 Tore erzielte

(8 Tore Reserve, 2 Tore 1. Mannschaft).

2006/07 war ein turbulentes Jahr, da zwölf Spieler aus verschiedenen Gründen aufhörten; die Reserve mußte

deshalb für die neue Saison abgemeldet werden; dünner Spielerkader bei der 1. Mannschaft; Trainersuche

erfolglos, deshalb Training durch Abteilungsleiter; Ziel ist ein Neuaufbau der Mannschaft; Einführung eines

neuen, ballorientierten Spielsystems – das sind die Stichworte, mit denen die Fußballer ins Vereinsjubiläum

eintraten.

Um so wichtiger ist die Arbeit mit der Jugend. 1982 hatte Amrichshausen eigene B, D, E-Jugendmannschaften.

Andere spielten in Nachbarvereinen, Morsbach mußte mit seinem Vereinsbus seit 1993 die Jugend auch aus

Amrichshausen zum Training und zu Rundenspielen zusammensammeln.

1996 besaß der Verein noch F- bis B-Jugend, aus Mangel an eigenen Jugendspielern wurde ab Saison 94/95

eine Spielgemeinschaft Amrichshausen-Gaisbach in der B-Jugend, seit 1997/98 auch in der A-Jugend gegründet.

Es gibt nun seit neuestem in den Ferien die Fußballschule in Amrichshausen, die sich ans Konzept der

Deutschen Fußballakademie anlehnt.

Wie das Steuer herumgerissen werden soll, schildert auch ein Artikel aus dem August 2006:

Mit großem Arbeitseinsatz und einigen Sitzungen hat die Fußball- und Jugendfußballabteilung des SCA unter den

Führungen von Gerhard Ziegler und Markus Manz Ende 2005 ein neues Jugendkonzept ausgearbeitet.

In einer ersten Infoveranstaltung wurde das Konzept sowohl theoretisch als auch in der Praxis vor den Eltern und

Jugendlichen des SCA vorgestellt.

17 25 Jahre SC Amrichshausen 17


Im anfänglich theoretischen Teil erläuterte Gerhard Ziegler, dass der Fußball längst nicht mehr der Sport Nr. 1 ist.

Viele Jugendliche werden von verschiedenen Freizeitaktivitäten nahezu umworben.

Ebenso gibt es bereits in vielen Vereinen oder Sportarten - wie auch beim SCA personelle Probleme im aktiven Bereich.

Dies war der Grund für ein neues Konzept für die gesamte Abteilung Fußball. Ein einheitliches Konzept von der Jugend

bis zu den Aktiven.

Hauptaugenmerk des neuen Konzeptes ist in erster Linie ein einheitliches System, und zwar das „Ballorientierte

Spiel“ von Grund an zu vermitteln.Weiterhin soll nicht mehr so viel Wert auf Erfolg sondern auf die gesamtheitliche

Weiterentwicklung gelegt werden.

Um dies umsetzen zu können, hat sich die Arbeitsgruppe um Manz und Ziegler, zu denen weiterhin Roland Schneider

und Gerhard Beck angehören, verschiedene Leistungstests ausgedacht, die in den Trainingseinheiten den Spielern

mindestens vier mal pro Saison abgenommen werden sollen. Diese wurden selbstverständlich auf jede Jugend

entsprechend zugeschnitten. Diese Tests ermöglichen jedem einen Überblick aus gemessenen Ergebnissen, wodurch

die Entwicklung jedes einzelnen Spielers ermittelt werden kann.

Die Eltern und Jugendlichen durften im zweiten Teil der Veranstaltung acht dieser Übungen gleich körperlich

ausprobieren und dabei mächtig Spaß haben.

Der SCA erhofft sich hierdurch, den Jugendlichen den Fußballsport wieder etwas attraktiver zu gestalten und natürlich

viele qualifi zierte Nachwuchsspieler, die nach dem Durchlauf der Jugendmannschaften in den aktiven Bereich

übergehen.

Im Augenblick läuft bereits der nächste Schritt. Die Jugendbetreuer werden in gezielten Schulungen die ballorientierte

Spielweise erfahren und gelehrt bekommen, um diese den Jugendlichen optimal vermitteln zu können.

F-Jugend mit Siegerpokal, 2002

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25 Jahre SC Amrichshausen


Nicht vergessen werden die Schiedsrichter. Der Verein stellt immer wieder welche – leider nicht genug.

Im Jahre 2000 wurde immerhin Petra Schmieg die erste weibliche Jugendschiedsrichterin.

Im Jubiläumsjahr sind es acht Jugendmannschaften, davon zwei in Spielgemeinschaft mit SSV Gaisbach

(A+B-Jugend), ca. 100 Jugendspieler. Insgesamt zählt die Abteilung 326 Mitglieder. Abteilungsleiter sind

Gerdi Ziegler für die Aktiven, Peter Kremer für die Senioren und Markus Manz für die Jugend.

J j

Die Aktiven im Jubiläumsjahr.

hinten, von links:

Abteilungsleiter Gerhard Ziegler, Hannes Gleiter, Werner Kempf, Simon Wagner, Alexander Max, Phillip Wagener, Tobias empf, Trainer Oliver Utz.

vorn, von links:

Steffen Rudolph, Tobias Rudolph, Jan Schneider, Christoph, Steffl , Alexander Walter, Alexander Wirth, Florian Limbach, Marc Meissner.

19 25 Jahre SC Amrichshausen 19


Hoch schlugen die Wellen der Begeisterung für die letzte Fußball-WM

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25 Jahre SC Amrichshausen


VFB

Stuttgart

ttgart

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Unsere Sanitäterinnen, 2002

Hochzeit Brigitte und Harald Schneider (Fußball-Abteilungsleiter), 2004

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Klaus Rüdenauer wurde verabschiedet, 2004

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25 Jahre SC Amrichshausen


Die Vereins-Jugend im Jahre 2001

C-Jugend, 2000

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-Jugend

Die erfolgreiche B-Jugend 2002

Stolz präsentierten sich die

Junioren mit dem großen Torhüter

Eike Immel, 1995

-Jugend

D-Jugend, Meister der Kreisstaffel 6, 2004/05

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„Ausgezeichnet...“ - die F-Jugend

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Das neue Konzept soll die

Jugend fördern

nd -

zept

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25 Jahre SC Amrichshausen


Ewige

Statistik

Ewige Statistik der Spiele des Sportclubs Amrichshausen e. V.

1. Mannschaft

Spielzeit Siege Unentschieden Verloren Torverhältnis Tabellenplatz

1982/1983 2 6 24 37:129 17

1983/1984 0 4 16 17:71 11

1984/1985 3 5 14 35:77 12

1985/1986 10 2 10 52:48 11

1986/1987 2 6 14 29:52 11

1987/1988 6 7 11 35:46 9

1988/1989 9 2 15 51:58 9

1989/1990 4 6 16 29:66 11

1990/1991 6 0 18 32:50 12

1991/1992 5 10 7 36:40 6

1992/1993 13 2 9 50:42 5

1993/1994 8 6 6 39:40 4

1994/1995 11 2 7 58:36 4

1995/1996 9 2 11 36:47 7

1996/1997 10 6 6 33:23 5

1997/1998 10 5 5 58:37 3

1998/1999 9 4 11 43:46 7

1999/2000 10 2 12 50:38 8

2000/2001 18 2 8 70:38 3

2001/2002 18 0 6 77:32 3

2002/2003 10 7 11 62:62 7

2003/2004 13 3 12 64:71 5

2004/2005 13 5 10 72:65 6

2005/2006 12 3 13 63:56 8

2006/2007 7 2 21 48:97 14

Gesamt 218 99 293 1176:1347

Ewige Statistik der Spiele des Sportclubs Amrichshausen e.V.

31 25 Jahre SC Amrichshausen 31


Tanzeinlage der Gymnastikabteilung in der Halbzeitpause, 1983

Der Verein turnt

Bereits im Jahre 1983 konnte die Abteilung für Frauen- und Mädchengymnastik unter der Leitung von Elsbeth

Hügel gegründet werden. Schon bald traten die Damen mit den Ergebnissen ihrer schweißtreibenden Mühen

ans breite Publikum.

Die Halbzeitpause eines Fußballspiels wurde erstmals am 24. Juli 1983 mit einigen schönen Tanzeinlagen

ausgefüllt. Auch bei der Jahresfeier 1984 begeisterten drei Tänze.

Um die Hallenbelegungszeiten des Garnberger Dorfgemeinschaftshauses besser ausnutzen zu können, besteht

seit 1994 eine Kooperation mit der SG Garnberg.

Jazztanz wird seit 2000 betrieben, bereits im Folgejahr wurde an regionalen Wettbewerben teilgenommen.

Aerobic gibt es beim SC Amrichshausen seit 2001. Längst vergessen sind die uralten Zeiten der

„Klappmessergymnastik“ – heute werden die Übungsleiterinnen, aber auch die einzelnen Teilnehmerinnen in

Kurse geschickt, um die modernsten Techniken kennenzulernen oder zu verbessern. Ein Bericht des Jahres

2005 beschrieb einen Lehrgang:

Vom Felsenmeer ins Hallenbad

Aerobic, Nordic Walking, funktionelle Gymnastik, Stretching sowie Wassergymnastik begleiteten die Gymnastikdamen

des SC Amrichshausen und der SG Garnberg durch ihr Wochenende in Bartholomä auf der Ostalb. Das angebotene

Vereinsprogramm des Schwäbischen Turnerbundes in der Sportakademie begeisterte alle gleichermaßen. Keine der

Damen verzichtete schon am frühen Morgen auf das Walking mit STB-Trainerin Susanne Maurer, die das ganze

Wochenende über die Gruppe sportlich betreute. Bei strahlendem Sonnenschein genossen die Damen auch die

Wanderung durch das „Felsenmeer“ im Wental und erfreuten sich an der landschaftlich schönen Gegend. Sauna,

Massage und Entspannungsgymnastik sorgten dann am Abend für den wohltuenden Ausgleich und ließen den

Muskelkater zunächst mal in Vergessenheit geraten. Jedoch war nichts so anstrengend, um den Abend nicht doch noch

mit viel Gelächter bei einem Gläschen Wein ausklingen zu lassen. „Selten so gelacht“, „anstrengend“ und „schön“,

aber vor allem „sehr harmonisch“ war das allgemeine Wochenend-Resümee der Teilnehmerinnen des SC Amrichshausen

und der SG Garnberg.

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25 Jahre SC Amrichshausen


Nachdem Marlies Gleiter die Abteilung von 1988 bis 1998 führte, ist nun Regina Nicklas in der Verantwortung

für sieben verschiedene Gruppen im Jubiläumsjahr, deren Mitglieder sich aus 181 Frauen und Mädchen

zusammensetzen.

Tanz der Gymnastikmädchen

in der

Jahresfeier 1984

Eine Kindergymnastikgruppe unter Leitung von Jutta Wehn-Amler wurde am 1. März 1986 ins Leben gerufen.

Schon in dem Jahr wurde ein Kinderspielfest veranstaltet. Mit dem Juni 1996 begann die Kooperation

Kinderturnen Garnberg-Amrichshausen, in Garnberg fi ng diese Disziplin in jenem Jahr erstmals an. Auch hier

ist die bessere Hallenauslastung, aber ebenso der ursprüngliche Mangel an Übungsleitern Pate gestanden.

Diese Zusammenarbeit hat sich inzwischen sehr bewährt. Mit beachtlichen Erfolgen kamen die Turnkinder der

SG Gamberg und des SC Amrichshausen von verschiedenen Hallenmannschaftsturnieren und Kreiskinderturnfesten

nach Hause.

Auch diese Gruppe trägt zum Ausgestalten von Vereinsfesten bei, wie im Jahre 2002, als die Kinderturngruppe

den „Zirkus Grandioso“ mit Tigern, Pferden, Seiltänzern, Clowns und Tina, der stärksten Frau der Welt

präsentierte.

Die Ausrichtung des Kreiskinderturnfestes auf den Sportanlagen im Prübling im Jahre 2005, gemeinsam mit

den Sportvereinen TSV Künzelsau und SG Garnberg, bildete sicher einen Höhepunkt im Leben der Abteilung.

Zum zehnjährigen Jubiläum der Kooperation mit Garnberg wurde die Arbeit geschildert:

Mit dem SC Amrichshausen als Kooperationspartner wird Kinderturnen ab 3 Jahren angeboten. Spaß und Freude an

der Bewegung stehen im Mittelpunkt jeder Turnstunde.

In 4 altersgerechten Kindergruppen werden spielerisch wichtige koordinative Fähigkeiten wie Reaktions-, Orientierungs-,

Gleichgewichts- und Rhythmusfähigkeit gefestigt. Auch werden die konditionellen Fähigkeiten wie Kraft, Ausdauer,

Schnelligkeit und Beweglichkeit durch die Vorbereitung auf Kinderturnfeste und das Sportabzeichen trainiert. Mit Angela

Binder und Bärbel Landwehr für die Kleinsten, Jutta Wehn-Amler ab dem Vorschulalter und Moni Koblinger sowie Petra

Lorenz ab der 2. Klasse stehen eine ausgebildete Erzieherin, eine Sportlehrerin und Übungsleiterinnen der 2. Lizenzstufe

„P“ (Prävention / Gesundheitssport) der Vereinskooperation SG Garnberg / SC Amrichshausen zur Verfügung.

33 25 Jahre SC Amrichshausen 33


Wichtiges Ziel der Übungsleiterinnen ist es gesundheitsorientierte Stunden zu gestalten, die Spaß machen, Lust auf

Bewegung wecken, die Verhaltensweisen der Kinder prägen und somit für die Zukunft „gesunde“ und „bewegte“

Erwachsene schaffen.

Der Umbau des Dorfgemeinschaftshauses in Garnberg, im Jubiläumsjahr 2007 des SCA vollendet, bietet mehr

Platz und Spaß für die Übungsstunden.

Die Ausübung der Männergymnastik entwickelte sich aus der Skigymnastik und wurde zwar schon 2002 ins

Auge gefaßt, diverse Probleme führten dazu, daß erst seit Frühjahr 2005 diese ihren Übungsbetrieb aufnehmen

konnte. Sie werden von Marianne Jäger geleitet.

Seit 1987 nimmt der Verein die Ehrung der Sportabzeichen-Erwerber vor. Manchmal sind es ganze Familien,

welche alle gemeinsam die notwendigen Leistungen erbringen. Die Abnahme erfolgt in der Regel neben den

regulären Gymnastikstunden.

Seit Anfang März 2006 bietet der SC Amrichshausen einen Lauftreff an. Jeden Sonntag treffen sich die Teilnehmer.

Der Lauftreff richtet sich vor allem an Laufbegeisterte, insbesondere an Neueinsteiger und diente

zuerst zur Vorbereitung für den Dorffestlauf am 29. Juli letzten Jahres im Rahmen des Amrichshäuser Dorffestes.

Turnerinnen und Turnkinder, Ender der 1980er

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25 Jahre SC Amrichshausen


Kinderfest

Kinderfest in Amrichshausen, 1990, 1998

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Kreiskinderturnfest, um 1990

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Kreiskinderturnfest in Westernhausen 1996

Kreiskinderturnfest in Mulfingen, 1998

37 25 Jahre SC Amrichshausen 37


38

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Kreiskinderturnfest in Gaisbach 1999

Kreiskinderturnfest in Weißbach 2001

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Jazztanz, März 2007

Jazztanz, 2001

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25 Jahre SC Amrichshausen


Kinderferien-

rien-

Program

2002

&

2004

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Kreiskinderturnfest in Künzelsau 2005

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25 Jahre SC Amrichshausen


Frauen- und Kinderturnen, März 2007

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Männerturnen bei Frau Jäger

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25 Jahre SC Amrichshausen


Der Verein baut

Im September 1981, also vor der Gründung, nahmen die Überlegungen, wie der Verein zu einem Heim

kommen könnte, schon konkrete Formen an. Die Firma Wolff und Müller überließ den Sportlern kostenlos

– für einen Kasten Bier - eine Baubaracke in der Größe 4,70 mal 10,40 Meter, die auf ein stabiles Fundament

beim Sportplatz „versetzt“ wurde. Das Baugesuch hierzu wurde von den „Sportfreunden Amrichshausen“

bereits am 20. Oktober 1981 bei der Stadt Künzelsau eingereicht.

Seit Frühjahr 1982 waren die Vereinsmitglieder nun oft an Samstagen und am Feierabend an der „Baustelle“,

um das kleine Heim bis zum Start in die Spielrunde fertigzustellen. Am 5. September sollte das erste Punktspiel

auf heimischen Rasen gegen den TSV Niedernhall stattfi nden.

Rund 18.000 Mark waren nötig, um die erforderlichen Duschen, die Umkleidekabine, das WC und den

Gemeinschaftsraum einzurichten. Mit dem Geld kaufte der Verein ausschließlich Material, die Arbeit leisteten

die Vereinsmitglieder unentgeltlich. Diesen Einsatz honorierte auch die Stadt Künzelsau mit einem Zuschuß von

5.000 Mark, das Hochbauamt lieferte außerdem die Pläne für die Umgestaltung der ehemaligen Baubaracke in

ein Vereinsheim.

Zu den Leistungen der Mitglieder zählten auch die Barriere, die um den Sportplatz gezogen wurde, und die

Verdolung des Baches neben dem Platz.

Bei den Rundenspielen blieb das Vereinsheim den Gästen vorbehalten, die eigenen Spieler entschwanden zum

Umkleiden in den Gymnastikraum der Schule. Und der Gemeinschaftsraum bot nur 25 Personen beengt Platz.

Damit war längst klar, dass baldmöglichst das Sportheim zu erweitern war.

45 25 Jahre SC Amrichshausen 45


Entwurf zur Inneneinrichtung

der Baracke, 1981

Bauarbeiten der Sportheimerweiterung,

Juni bis Oktober 1984

Die Planung lag in Händen des Zweiten Vorsitzenden Manfred Geier, der die alte Baracke stehen ließ

und in südlicher Richtung durch einen größeren Anbau ergänzte. Ein über 80 Quadratmeter großer

Versammlungsraum sollte entstehen. Es wurde ein sehr schmuckes Vereinsheim, welches der Sportclub am

18. Oktober 1985 feierlich einweihen konnte.

Es war ein 120.000-Mark-Projekt, bei dem sich die Stadt mit 40.000 und der Landessportbund mit 41.000 Mark

beteiligten. Dem standen 200 Arbeitstage und 6.480 Arbeitsstunden gegenüber, die die 89 Mitglieder in das

neue Sportheim investierten.

Einen „besonderen Markstein“ in der Geschichte des SC nannte Bürgermeister Herbert Frenz den Neubau.

Nach dieser bürgerlichen Gemeinschaftsleistung hätten die Vereinsmitglieder und die Bürger Amrichshausens

allen Grund zur Freude. „Das Heim zeigt auch, daß die bisherige Politik des Gemeinderats in der

Sportzuwendung sinnvoll war“, betonte das Stadtoberhaupt. Der Gemeinderat und die Verwaltung setzt sich

auch in Zukunft für Hilfe zur Selbsthilfe ein, wenn die Vereine bereit seien, eigene Beiträge zu bringen.

Nach Ansicht von Frenz kann das Sportheim Amrichshausen nicht nur dem Verein selbst, sondern auch der

übrigen Bevölkerung dienen. „Ich wünsche mir, daß so ein Gemeinschaftssinn auch in den anderen Stadtteilen

zum Ausdruck kommt“, sagte der Bürgermeister.

Die Vertreter der Nachbarvereine waren überrascht, daß der Sportclub so kurz nach seiner „Geburt“

ein solches Bauvorhaben bewältigte. Als Anerkennung für die Leistung des Vereins und seiner Mitglieder

überreichten die Vorstände Kupferstiche und Fußbälle. Die Bälle seien jedoch dazu gedacht, daß die

Amrichshäuser sie möglichst oft aus dem eigenen Netz fi schen.

Dieses Sportheim bildete die Grundlage für Jahreshauptversammlungen, Kärwe, Hochzeiten und vieles mehr,

das in dem entsprechenden Kapitel geschildert ist. Diesem hat auch ein am 1. August 1992 eingeschlagener

Blitz nicht schaden können, der die Elektrik vernichtete, aber glücklicherweise keinen Brand auslöste.

Das nächste Projekt wartete schon: Ein weiterer Sportplatz. In den Herbst-, Winter- und Frühlingsmonaten,

wenn die Sonne oft schon vor Feierabend am Horizont versinkt, mußten die Amrichshäuser Fußballer auf

andere Plätze in der Künzelsauer Kernstadt ausweichen, damit sie das runde Leder noch sehen konnten.

46

25 Jahre SC Amrichshausen


1989 wurde geplant, 1990 erteilte der Gemeinderat die Baugenehmigung, 1991 wurden bereits die

Flutlichtmasten und die Beregnungsanlage installiert. Auch hier eine enorme Eigenleistung: 3.000 freiwillige

Arbeitsstunden, die einem Wert von etwa 63.000 Mark entsprachen. Die Stadt Künzelsau gewährte einen

Zuschuß von 80.000 Mark, der Württembergische Landessportbund steuerte 50.000 Mark bei: Alles in allem

kostete die neue Sportanlage nur 215.000 Mark.

Dieser günstige Betrag rang den Festrednern bei der Einweihung am 18. Juli 1993 zahlreiche Komplimente

ab. Bürgermeister Volker Lenz versprach dem SC, er könne sich, „nach einer Verschnaufpause“, für einen

Gymnastikraum „in etwa die gleiche Zuschußsituation“ vorstellen. Die Künzelsauer waren froh über

neuen Platz: Als in Künzelsau die Sportanlagen modernisiert wurden, war die Kernstadt auf Ausweichplätze

angewiesen.

Sportkreisvorsitzender Alfred Schuster zollte dem noch jungen Amrichshäuser Sportclub Respekt: „Ein

strammer Jüngling, vor rund zehn Jahren geboren“, beeindruckten dieser Verein und sein Vorsitzender durch

Tatkraft und Entschlossenheit. Schuster überreichte Gerhard Rudolph einen Scheck als finanzielle Anerkennung,

zu verwenden für die Jugendarbeit, und war sich darin einig mit MdB Dr. Wolfgang von Stetten, daß dem

Breitensport mehr Bedeutung zugemessen werden sollte.

Für die befreundeten Sportvereine der Stadt Künzelsau sprach der Gaisbacher Günther Rammhofer: „Wir

Gaisbacher freuen uns schon auf spannende und faire Bezirksligaspiele gegen Amrichshausen.“ (Gaisbach

spielte damals bereits in der Bezirksklasse, Amrichshausen in der Staffel B 4.) Gerhard Rudolph wollte da nicht

so sein: „Vielleicht in zwei Jahren.“

Es wurde nicht nur geredet, es wurde auch feste gekickt. Die alten Herren aus Amrichshausen trafen gegen die

Morsbacher dreimal in den Kasten, am Ende hieß es 3:7. Der SC-Ausschuß maß sich mit der Mannschaft der

Künzelsauer Stadtverwaltung und das Spitzenspiel des Tages hieß SC Amrichshausen gegen SV Berlichingen I.

Richtfest am 20. Oktober 1984

47 25 Jahre SC Amrichshausen 47


Seither folgten kleinere Maßnahmen. 1997 ist die Errichtung eines Sanitäter-Unterstandes und die Pfl asterung

des Sportheim-Vorplatzes in der Chronik verzeichnet. Geräteschuppen und Grillplatz sind weitere Leistungen,

die die Mitglieder in vergangenen Jahren in Eigenregie erbrachten, wie im Jubiläumsjahr die Außenrenovierung

und Dämmung des Sportheimes.

Und, wer weiß, vielleicht müssen die SC-Mitglieder schon bald wieder die Ärmel hochkrempeln, um die neue

Mehrzweckhalle wahr werden zu lassen ......

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25 Jahre SC Amrichshausen


Bauarbeiten an den Außenanlagen, Juni 1985

Impressionen von der Einweihung

49 25 Jahre SC Amrichshausen 49


Tag der offenen Tür des neuen Sportheimes, 27. Oktober 1985

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25 Jahre SC Amrichshausen


Das Sportgelände aus der Vogelperspektive, Oktober 1988

Aufstellung der Flutmasten, 1991

51 25 Jahre SC Amrichshausen 51


Der Verein feiert

Das erste Hallenfest, welches vom 30. Juli bis 1. August 1982 in Kaisers Maschinenhalle stattfand, war das

Gründungsfest für den jungen Verein. Verbunden wurde es mit dem ersten regulären Fußballspiel gegen

Künzelsau. Damals ließen sich die Gastgeber die hübsche Idee einfallen, ihre gegnerische Mannschaft mit

Weinpräsenten zu begrüßen. Diese nette Geste wurde zwar nicht Tradition, aber das Hallenfest blieb über

mehrere Jahre erhalten.

Es begann am Freitag mit der Bierprobe und mit Musik einer Kapelle, den „Silvermoons“, „Jonny & Co“ oder

den „Midnight Special“. An den Samstagen fanden Fußballspiele statt, abends wurde zum Tanz gebeten.

Am Sonntag standen Gottesdienst, Frühschoppen, Mittagstisch, dann Kaffee und Kuchen auf dem Programm.

Ein Freundschaftsspiel und am Abend wieder gemütliches Beisammensein und Tanz rundeten den Tag ab.

Alles dies ging nur mit höchster Eigenleistung der Mitglieder über die Bühne: Dekorieren, Kochen, Backen,

Bedienen, Spülen, Putzen – und unendlich viel mehr. Da ist es schön, wenn sich die Vereinsleitung auf langjährige,

eingearbeitete Helfer verlassen kann.

Nach Fertigstellung des Sportheims wurde das Hallenfest in das Straßenfest am Sportplatz überführt, später

in das Dorfplatzfest, welches dann allerdings von den anderen Vereinen mitorganisiert wurde.

Straßenfest in Amrichshausen

Drei Tage lang wurde im Grabenteich gefestet

Daß die Amrichshäuser festen und feiern können, das bewiesen sie wieder einmal am vergangenen Wochenende vom

24. - 26. 6. Mit viel Mühe und großem Engagement hatten die Mitglieder des SC Amrichshausen den Platz um das

Sportheim und einen Teil des Grabenteichweges in einen schmucken Festplatz verwandelt.

Aufbau zum Straßenfest

am Grabenteich, 1988, 1990

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25 Jahre SC Amrichshausen


Der Freitag abend begann mit den Musikern Jonny und Co., die mit ihren fl otten Weisen und ihrer guten Tanzmusik

die vielen Besucher in gute Stimmung versetzten. Am Samstag folgte dann ein Kindernachmittag. Buben und Mädchen

konnten sich die Zeit beim Karussellfahren, Ponyreiten, bei den Fahrten im Feuerwehrauto oder auch bei der Spielstraße

vertreiben. Auch an einem Luftballonwettbewerb konnten sich die Kinder beteiligen und hoffen nun, daß ihr Ballon

am weitesten fl iegt. 1. Preis ist ein Jugendfahrrad, 2. Preis ein Radiorecorder und der 3. Preis ein schönes Jugendbuch.

Am Abend spielte die bekannte Martin‘s Band zu Tanz und Unterhaltung auf und jung und alt waren bald in guter

Stimmung: Die Pfeil- und Ballwurfbude, das Maßkrugstemmen sowie das Bierfl aschen-Schätzen waren ebenso begehrt

und umlagert wie das Torwandschießen. Die überaus vielen Besucher konnten sich an dem reichlichen und guten

Angebot an Speisen und Getränken gütlich tun. Am Sonntag konnte die Morgenfeier, die vom Kirchenchor musikalisch

umrahmt wurde, viele Besucher begeistern. Der anschließende Frühschoppen und Mittagstisch stärkte die Gäste.

Inzwischen waren dann auch die Sportkameraden und Gäste vom TSV Nellmersbach eingetroffen, die anschließend

gegen 13.00 Uhr ein Freundschaftsspiel gegen den SC Amrichshausen bestritten. Die Nellmersbacher, heuer Meister

der Kreisliga B im Rems-Murr-Kreis, besiegten die Elf des SCA mit 5:0 Toren; in der Halbzeitpause führten die

Gymnastikmädchen einige Tänze auf. Anschließend trat die Blaskapelle Eberstal an, um mit ihrer schwungvollen Musik

die vielen Besucher aus nah und fern aufhorchen zu lassen. An diesem Nachmittag kamen nochmals alle auf ihre

Kosten und konnten sogar ihren gewohnten Kaffee und Kuchen verzehren. Ein absoluter Gag war an allen drei Tagen

das Wassertauchbecken, das immer von einer großen Menschenmenge umstellt war, um „Theo“ mit einem Treffer ins

Wasser zu werfen. Höhepunkt war das Abschießen der gesamten Vorstandschaft auf dem Wassertauchbecken. Der

Wettergott hatte es mit dem Veranstalter und den vielen Gästen aus nah und fern besonders gut gemeint. Pünktlich um

18.00 Uhr, als eigentlich das Fest auslaufen sollte, fi elen die ersten Regentropfen und bald darauf goß es in Strömen.

Der SC Amrichshausen hat sich mit diesem ersten Straßenfest sehr viel Mühe und Arbeit gemacht und wurde hierfür

mit sehr gutem Besuch an allen Tagen belohnt. Alle waren sich einig, Veranstalter und Gäste: Ein sehr schönes Fest!

[1988]

Daneben bestanden die Jahresfeiern des Vereins,

welche traditionsgemäß in der größeren Halle in

Garnberg seit 1983 stattfi nden. Hier verwandeln

sich die Sportler regelmäßig in Schauspieler,

Kabarettisten oder Go-go-Tänzer und zeigen sich

auf der Bühne mit grandiosen Einfällen, die die

Stimmung im Saal zum Kochen bringen.

Sehr gelungen sind die Sketche an den Jahresfeiern,

1984, 1985

53 25 Jahre SC Amrichshausen 53


Das mit sehr viel Eigenleistung erbaute Vereinsheim

dient nicht nur den Abteilungen zum gemütlichen

Beisammensein, vielmehr ist es in den letzten 20 Jahren

immer mehr zum Treffpunkt des Ortes geworden. Die

Landfrauen nutzen die Räumlichkeiten ebenso gerne, wie

die älteren Bewohner, die sich hier viermal jährlich zum

gemütlichen Altennachmittag treffen - bei Kaffee und

Kuchen, produziert und serviert von den Frauen des

Sportclub Amrichshausen.

Die anderen Angebote, sei es Preis-Skat oder Binokel,

Kappenabend, Grillfest oder gemütliches Beisammenhocken,

fi nden sehr guten Anklang. Es fi nden sich auch

Freunde und Bekannte aus Nachbarorten ein. Ebenso

stehen die Räumlichkeiten für Familienfeiern und andere

Feste zur Verfügung. So kommt es, dass in manchem Jahr

mehr als 40 Veranstaltungen hier über die Bühne gehen.

Da die Bewirtung, der Putzdienst und alle sonst anfallenden

Arbeiten von Mitgliedern, Freunden und

Gönnern ehrenamtlich erledigt werden, hat der Verein

seine Finanzen gut im Griff, kann also bei diesem Betrieb

den einen oder anderen Euro gutmachen.

54Sketche

Klein-Gerhard ißt alleine (Dieter Münch, Gerhard Rudolph), 1988

54 25 Jahre SC Amrichshausen


Einlage der AH-Frauen, 1998

55 25 Jahre SC Amrichshausen 55


Programmbeitrag der AH: „Sisters Act“, 1999

Kärwe 2002

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Hexenschmaus 2004

Fasching 2005 - 2007

57 25 Jahre SC Amrichshausen 57


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Ein Hoch auf das Personal!

59 25 Jahre SC Amrichshausen 59


60

25 Jahre SC Amrichshausen


61 25 Jahre SC Amrichshausen 61


Danke!

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Am Künzelsauer Stadtfest ist der SC Amrichshausen seit Jahren vertreten, 1991, 1995, 2007

63 25 Jahre SC Amrichshausen 63


64

25 Jahre SC Amrichshausen


Abendausklang im Hotel

ichshausen

unterwegs!

Elbsandsteingebirge

Bei Karl Österreicher,

1988

65 25 Jahre SC Amrichshausen 65


Eindrücke vom ersten Vereinsausfl ug, Tannheimer Tal und Kleinwalsertal, 1983

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25 Jahre SC Amrichshausen


Der Verein fliegt aus

Der SCA und seine Abteilungen haben sehr rasch auch den Tourismus als eine sehr angenehme

Freizeitbeschäftigung für sich entdeckt. Schon im Jahr nach der Gründung fl ogen sie aus. Der frühere

„Vereinschronist“ Willi Egner vermerkte hierüber:

Der erste Ausflug

Daß nicht nur der Sport, sondern auch das Feiern und die Geselligkeit im neuen Verein eine große Rolle spielen, zeigt

die Beschreibung des Ausfl ugs, der am 25. und 26. Juni 1983 ins kleine Walsertal und ins Tannheimer Tal unternommen

wurde.

Der Chronist folgt hier der Schilderung von Vereinskamerad Manfred „Sede“ Schneider:

Mit zwei Reisebussen starteten wir am 25. Juni um 5.30 Uhr und fuhren über Ellwangen, Ulm, Kempten, Sonthofen

durchs Allgäu nach Oberstdorf.

Dort konnte jedermann bei schönem Wetter einen Fußmarsch durch die tief in den Berg geschnittene Breitachklamm

unternehmen. Von dort aus ging es mit den Bussen weiter nach Riezlern zum Mittagessen. Danach blieb genügend Zeit,

sich die schöne Landschaft des Kleinen Walsertals anzuschauen, oder mit der Seilbahn, aber auch zu Fuß die

2059 Meter hohe Kanzelwand zu bezwingen. Nach diesem Aufenthalt fuhren wir weiter über Oberstdorf-Hindelang-

Oberjoch-Schattwald nach Österreich ins Tannheimer Tal. Selbstverständlich hatte der Sportclub vor der Abreise bestens

dafür gesorgt, daß während der Fahrt niemand Durst zu leiden brauchte, so war alles frohgelaunt und die Stimmung

bestens. Nach der Ankunft in Tannheim wurde für Unterkunft gesorgt und gemeinsam zu Abend gegessen.

Danach konnte sich jeder nach Belieben betätigen, die meisten Teilnehmer fanden sich jedoch im Hotel „Enzian“ ein,

wo es bei Tanz und Unterhaltung sehr gemütlich war.

Am zweiten Tag hatte man Gelegenheit, mit der Sesselbahn auf das 1884 Meter hohe „Neunerköpfl e“ zu fahren, oder

zum schönen Vilsalpsee zu wandern.

Nach dem Mittagessen gings zurück nach „Old Germany“ über Füssen zum bayerischen Königsschloß Neuschwanstein.

Hier konnte man an einer Besichtigung teilnehmen, oder auf dem herrlichen Alpsee rudern.

Von dort aus erfolgte die Rückfahrt über Pfronten-Kempten-Ulm und Ellwangen ins heimatnah gelegene Bühlertann

zum letzten Abendessen. Nach demselben kam bei Gesang und Unterhaltung noch einmal richtig Stimmung auf.

Gegen 23 Uhr fuhren wir zurück nach Amrichshausen und ein schöner zweitägiger Ausfl ug war zu Ende.

Ein besonderes „Dankeschön“ gilt unserem Vorstand, Gerhard Rudolph, der dieses „Unternehmen“ hervorragend

organisiert hatte.

Diesem Unternehmen folgten sehr viele weitere, die ebenso ins Bayrische, nach Österreich, regelmäßig zu

unserer Partnerstadt Marcali in Ungarn oder in die nähere Umgebung führten. Die „Alten Herren“ haben

inzwischen die Schönheiten des Hohenloher Landes und des Neckarschwäbischen auf Pedalen entdeckt.

67 25 Jahre SC Amrichshausen 67


Fritz Bender, 1992 Herbert Gleiter, Helmut Haag, 1994

AH-Radtour durch Kocher-, Neckar- und Remstal, 1992

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25 Jahre SC Amrichshausen


Teilnehmer der Skiausfahrt nach Elmau, Österreich, 1999

AH-Studiobesuch beim SDR-“Sport im Dritten“, 8. Juni 1992

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Paßt! Alois Rudolph im Sessel von Firmenchef Gerhard Sturm bei der Besichtigung der ebm Mulfi ngen, 1988

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25 Jahre SC Amrichshausen


Abendliche Stimmung: Hans-Peter Rudolph und Heribert Gentner

Ausfl ug Aktive, 2007

Ausfl ug nach Kaprun / Österreich, 1985

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Unvergessen blieb dabei der Besuch beim früheren Landtagsabgeordneten Karl Österreicher.

Erster Jahresausfl ug nach Marcali, 10.-13.06.1993

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25 Jahre SC Amrichshausen


Csardas und Gekrähe

Amrichshausen besuchen Marcali

Die Fußballer des SC Amrichshausen und ihre treuen Anhänger waren auf einer viertägigen Ungarnfahrt in der

Partnerstadt Marcali.

Chef der Truppe war Vorsitzender Gerhard Rudolph, und 2. Reisebegleiter war Matthias Schmidt aus Heilbronn.

Ein Fußball-Freundschaftsspiel stand auf dem Programm, doch die vielen freundschaftlichen Kontakte sind das

wichtigste Ergebnis dieser Begegnung.

Die Unterbringung in der Szöcsenypuszta, in der Fachschule für Forstfacharbeiter inmitten eines 17 Hektar großen

Parks, bot alle Voraussetzungen für „himmlische, Ruhe“. Die wurde aber in den Morgenstunden durch Hahnengeschrei

und Hundegebell unterbrochen - es sollen begabte Amrichshäuser Imitatoren gewesen sein; die mit ihren Artgenossen

im nahen Dorf den nächtlichen Dialog führten.

Mit kräftiger ungarischer Kost, Getränken (der schwere Rotwein bleibt einigen wohl länger in Erinnerung) haben die

Gastgeber die Amrichshäuser verwöhnt. Es reichte aber nicht zu so viel Kraft, daß das.Fußball-Freundschaftsspiel hatte

gewonnen werden können. Trotz Kämpfen bis zum „Umfallen“. Dabei sind die Marcalier mit den Freunden aus der

Partnerstadt noch schonend umgegangen, denn sie hatten am darauffolgenden Sonntag ein Spiel um den Klassenerhalt

in der 3. ungarischen Liga.

Die zweite Hälfte bestritt deshalb eine hoffnungsvolle A-Jugend, wobei die Amrichshäuser zu neuer Hochform aufl iefen

und ein 0:0 abtrotzten. Im Vereinsheim wurde Sieg und Niederlage gefeiert.

Vielseitig war das gesellschaftliche Programm bei pannonischem Bilderbuchwetter mit herrlicher Fernsicht. Kulturreferent

Auguszt Balint, Ivusza Istvan, geschäftsführender Vorsitzender des Marcali VSB, Forstschuldirektor und Fußball-

Abteilungsleiter Kiss Vince und Szabó Janos, Dozent an der Forstschule, waren die Betreuer.

73 25 Jahre SC Amrichshausen 73


Vorsitzender Gerhard Rudolph mußte immer wieder feststellen: „Diese Gastfreundschaft ist überwältigend.“ Höhepunkt

war der Abschiedsabend im Forsthaus mit rustikalem Saal in Somogysimonyi. Es war ein gemeinsamer Abend mit den

Künzelsauer Fußball-AH die zur gleichen Zeit am Plattensee und in Marcali waren.

Der Amrichshäuser Vorsitzende Gerhard Rudolph sprach die offi zielle Einladung zum Gegenbesuch im nächsten Jahr

aus, überreichte den Betreuern Erinnerungsgeschenke und dem Präsidenten des Marcali VSE, Kaiman Laszló, eine

Spende von 4000 Mark für die Jugendarbeit und sonstigen dringenden Aufgaben.

Es wurden auch feurige Csardas getanzt. Im Rückblick ist man erstaunt, was man in den Tagen in Ungarn alles

erlebt hat: Die Fahrt nach Keszthely mit Schloß Festetics und der belebten Fußgängerzone, die Fahrt nach dem

berühmten Weinort Badacsony am Balaton die Überfahrt über das „ungarische Meer“, die Führung durch den Park

der Forstschule, die Einkehr in einer Csarda im bekannten Heilbadeort Heviz und das Baden im Balaton bei hohem

Wellengang. Und immer wieder wurde der ungarische „National-Csardas“ - „Az a szep...“ angestimmt. ms

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25 Jahre SC Amrichshausen


Gegenbesuche der Freunde aus Marali, 1994, 1996

Gruppenbild vor dem Befreiungsdenkmal, 1995

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Der Verein wird verwaltet

Geführt wird der Verein durch Vorstand, Ausschuß und Übungsleiter. Während es bei dem 1. Vorsitzenden und

dem Schriftführer in all den Jahren zu keinem Wechsel kam, sind mehrere 2. Vorsitzende und Schatzmeister

aktiv gewesen.

Die nicht einfache Funktion des Kassiers wurde schon als „Schleudersitz“ betrachtet, obwohl den

Amtsinhabern bestätigt werden konnte, dass sie alles richtig und vorbildlich gemacht haben.

Doch, um eine Funktion im Verein ausüben zu können, gehört zunächst ein mehr oder weniger großes Opfer

an Freizeit. Das ist aber nicht genug – eine intakte Ehe, eine manchmal eiserne Gesundheit, Geschick in

Verhandlungen und technischen Problemlösungen sind vonnöten – kurzum, es ist die ganze Frau / der ganze

Mann gefragt! So gibt es umgekehrt immer wieder einen Grund, das jemand „das Handtuch schmeißen“ muß.

Eines aber ist sicher: Der Kontakt mit den Mitmenschen, der Einsatz für sie, der bereichert das Leben.

Vorstände

1. Vorsitzender

Gerhard Rudolph 1982-heute

2. Vorsitzender

Manfred Geier 1982-1986

Johann Mugrauer 1986-2000

Harald Schneider 2000-2002

Frank Rudolph 2002-heute

Kassier

Dieter Petsch 1982-1984

Ireneusch Jan Szczerbinski 1984-1986

Roland Erneker 1986-1991

Jochen Schneider 1991-1995

Gebhard Ruck 1995-heute

Schriftführer

Wolfgang Rudolph 1982–heute

„Geburtshelfer“ des Vereins: Wilfried Schmidt, 1993

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25 Jahre SC Amrichshausen


Ausschußmitglieder im Jubiläumsjahr

Trainer, Übungsleiter

Gerdi Ziegler, Abteilungsleiter Fußball Aktive

Peter Kremer, Abteilungsleiter Seniorenfußball

Markus Manz, Jugendleiter

Ulrich-Josef Gramlich, Jugendleiter

Gerhard Beck, Jugendleiter

Regina Nicklas, Abteilungsleiterin Gymnastik und Turnen

Maja Rudolph, Bewirtungsausschuß (ausgeschieden)

Bettina Rössler, Bewirtungsausschuß

Beate Schönbauer, Bewirtungsausschuß

Johann Mugrauer, Bewirtungsausschuß

Steffen Rudolph, Beisitzer (Fußball Aktive)

Tobias Rudolph, Pressewart

Alexander Max, Beisitzer (Fußball Aktive)

Hannes Gleiter, Beisitzer (Fußball Aktive)

Kassenprüfung:

Franz Bender, Alfred Göttel

Jahr Mitglieder Bewohner

1982 37 414

1983 255 430

1984 278 443

1985 309 458

1986 314 454

1987 327 469

1988 326 487

1989 347 509

1990 361 499

1991 372 538

1992 362 531

1993 364 520

1994 362 506

1995 423 517

1996 432 525

1997 431 523

1998 445 515

1999 441 522

2000 452 531

2001 464 534

2002 477 544

2003 486 550

2004 498 562

2005 504 569

2006 507 570

2007 517 586

Amrichshausens Vereinsmitglieder

und Bewohner

Fußball:

Aktive: Oliver Utz

Seniorenfußball: Wolfgang Rudolph

Jugendfußball:

Roland Schneider

Frank Rudolph

Ulrich Josef Gramlich

Markus Manz

Wolfgang Schmelzle

Michael Erneker

Tobias Rudolph

Bernhard Nicklas

Steffen Rudolph

Margit Schneider

Bettina Schmidt

Martin Kindtner

Fahrer:

Manfred Egner

Rainer Hessenauer

Gymnastik:

Angela Binder

Marianne Jäger

Rose Karle

Monika Koblinger

Bärbel Landwehr

Petra Lorenz

Wehn-Amler

Michaela Münch

Nicole Rudolph

Förderverein

Gudrun Kremer

Günther Rammhofer

Bettina Rößler

Diana Rudolph

Paul Kaiser

Fritz Heink

Johann Mugrauer

Katrin Egner

Franz Bender

77 25 Jahre SC Amrichshausen 77


Da im Verein alle kräftig „nolange“, gibt’s auch oft Ehrungen, 1993

78

25 Jahre SC Amrichshausen


Gern gesehener Gast: Der Bürgermeister, 1993

Der 2003 gegründete Förderverein des SC Amrichshausen

79 25 Jahre SC Amrichshausen 79


Amrichshausen einst und jetzt

1317 bereits erwähnt, kam das Dorf zum Amt Jagstberg und unterstand der hohen Obrigkeit der Würzburger

Bischöfe. Diese beanspruchten alle orts- und landesherrlichen Rechte, bis 1802 die Fürsten von Hohenlohe

den Ort in Besitz nahmen. Sie erfreuten sich daran nur bis 1806, als Amrichshausen von Württemberg

militärisch besetzt und dem neu gebildeten Königreich zugeschlagen wurde – wie die übrige fränkische

Umgebung auch.

Auf der Gemarkung, westlich des freiherrlich stettenschen Kügelhofs, erinnert das Zollhaus heute noch an

eine einstige würzburgische Zollstätte und damit an die früheren landesherrlichen Verhältnisse.

Amrichshausen, 1969

Kirchlich bildete Amrichshausen schon immer eine eigene Pfarrei. Die Gegenreformation machte die

Bevölkerung teilweise mit, denn gegen Ende des 16. Jahrhunderts war das halbe Dorf evangelisch. Energisch

griff Bischof Julius Echter durch, und führte diese Abtrünnigen zum alten Glauben zurück. Ausdruck dieser

Erneuerung ist auch die Kirche.

Die Kirche Mariä Geburt in Amrichshausen ist ein Kleinod unter den Hohenloher Dorfkirchen. Sie wurde

1612-1625 auf den Grundmauern einer älteren Kirche neu erbaut und erhielt im 18. Jahrhundert eine

sehenswerte Barockausstattung. Ausdrucksvolle plastische Werke schuf Johann Andreas Sommer. Das als

Kopie vorhandene Altarkreuz von 1120 ist eines der bedeutendsten Werke der romanischen Bronzekunst

in Süddeutschland. Das Gotteshaus wurde letztmals 1960/63 innen und 1995 sowohl innen als auch außen

erneuert.

Als markanter Punkt ist der charakteristische Kirchturm weit ins Land hinaus zu sehen.

80

25 Jahre SC Amrichshausen


Ortsmitte, um 1935 Ortsansicht, 1993

Die Amrichshäuser lebten fast in der Diaspora – die unmittelbar angrenzenden Dörfer waren rein evangelisch.

Daher fi el die Wahl der Ehepartner nach Nagelsberg, Jagstberg und fernere Orte im Jagsttal. Auch mit der

Lockerung der Einstellungen der Menschen, und der Durchmischung mit Heimatvertriebenen blieb die Zahl

der Protestanten in Amrichshausen niedrig; 1961 machten sie gerade mal 5,2 %, 1987 14 % aus.

Amrichshausen ist lange Zeit auch der Sitz eines katholischen Verwaltungsbezirks gewesen. Das Landkapitel

wurde am 15. Mai 1818 in ein Dekanat umgebildet, am 1. November 1961 erfolgte die Umbenennung in

Dekanat Künzelsau, zum 11. Oktober 2001 in Dekanat Hohenlohe. Der Sitz desselben befi ndet sich seit

Jahrzehnten nicht mehr im Dorfe.

Heute ruht die Pfarrei, sie ist mit der Seelsorgeeinheit in Künzelsau zusammengefaßt.

Die Schule, seit mindestend 1593 bestehend, ist noch heute ein wichtiges Element im Orte. Sie war schon im

18. Jahrhundert fortschrittlich, mit einem Schulgarten und einer Handarbeitsschule. Seit 4.9.1973 werden in der

Grundschule Amrichshausen Kinder aus den Stadtteilen Amrichshausen, Belsenberg, Garnberg, Nagelsberg und

Steinbach unterrichtet. Seit 1965 ist sie im Schulhaus am Grabenteich untergebracht.

Ortseinfahrt, um 1940 Ortseinfahrt, um 1993

81 25 Jahre SC Amrichshausen 81


In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts gab es in Amrichshausen fünfzehn Hintersassen, das heißt etwa

sechzig bis siebzig Einwohner. Um 1700 lag die Seelenzahl bereits bei rund 120 und um 1790 bei etwa 150.

Es umfasste damals 32 Häuser mit 35 Feuerstellen.

Es ist ursprünglich eine nahezu bäuerliche Gemeinde, mit den wichtigen handwerklich-wirtschaftlichen

Einrichtungen eines Dorfes. Um 1830 existierten hier drei Schuhmacher, zwei Schneider, ein Schmied, vier

Weber, zwei Wagner, ein Zimmermann, zwei Bäcker, ein Metzger, ein Maurer, und ein Hirschwirt. 1930 waren

es noch zwei Schreiner, ein Schneider, zwei Schuhmacher, ein Wagner, der auch die Hirsch-Wirtschaft führte

und die Linde, sowie ein Handelsgeschäft. 1968 gab es immer noch zwei Wirtschaften, einen Schreiner, einen

Schmied, einen Elektroinstallateur, einen Plattenleger, ein Lebensmittelgeschäft und einen Handelsvertreter.

Jedoch war der Ort, auch durch den Rückgang der Landwirtschaft bedingt, immer mehr zum Wohndorf

geworden.

Neben den noch bestehenden älteren Handwerksbetrieben Amrichshausens sorgt seit einigen Jahren der

Gewerbepark allerdings wieder dafür, dass es in größerem Umfang Arbeitsplätze im Dorf gibt.

Dieses und die Neubaugebiete haben das Bild des Dorfes in den vergangenen über fünf Jahrzehnten wesentlich

verändert. Im Zuge einer ersten Baulandbeschaffung entstand in den Jahren 1954-1958 am Hofweg eine

schmucke Siedlung von 7 Wohnhäusern, in denen vorwiegend Neubürger ihr Domizil fanden. Ab 1962 wurden

mehrere Bebauungspläne für ein zweites Siedlungsgelände im Gewann »Grabenteich I-VI« erschlossen.

Insgesamt wurden seit 1948 in Amrichshausen weit über 100 Wohnhäuser und 6 Aussiedlerhöfe von Grund

auf neu erstellt. Demgegenüber waren in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen im Dorf nur 2 Wohnhäuser

neu gebaut worden.

Erschließungsarbeiten am Grabenteich, 1993

Zum 1. 1. 1972 wurde die seither

selbständige Gemeinde Amrichshausen

in die Kreisstadt Künzelsau eingegliedert.

Der Teilort profi tiert seither von der

Prosperität der Gesamtstadt, nur so

konnten wichtige Vorhaben in der

Wasserversorgung, Kanalisation oder

anderen Infrastrukturmaßnahmen verwirklicht

werden. Heute leben hier

rund 570 Menschen.

Der See, 1993

82

25 Jahre SC Amrichshausen


Einwohnerentwicklung Amrichshausen

700

600

500

400

300

200

100

0

1812 1834 1855 1871 1880 1890 1900 1910 1925 1933 1950 1961 1970 1987 2000 2005

Jahrgang

Einwohnerentwicklung Amrichshausen

Das sieht der Kirchturm Tag für Tag, 1995

83 25 Jahre SC Amrichshausen 83


84

25 Jahre SC Amrichshausen


85 25 Jahre SC Amrichshausen 85


Aus schwindelnden Höhen betrachtet, 1999

Geistliches Leben - Firmung, um 1930

86

25 Jahre SC Amrichshausen


Mission, um 1960

Prozession, um 2000

87 25 Jahre SC Amrichshausen 87


88

25 Jahre SC Amrichshausen


Die Kirche Mariä Geburt, 1976, um 2000

89 25 Jahre SC Amrichshausen 89


Das legendäre Amrichshäuser Bronzekreuz

90

25 Jahre SC Amrichshausen


91 25 Jahre SC Amrichshausen 91


Volksfrömmigkeit am Wegesrand, 1985

92

25 Jahre SC Amrichshausen


Schulausfl ug nach Heidelberg, um 1960

Schulhaus, 1989

93 25 Jahre SC Amrichshausen 93


Übersichts-Chronik von Dorf und Verein

1982 23.04. Gründungsversammlung

30.07.-01.08. Erstes Hallenfest

01.08. Erstes Spiel (TSV Künzelsau)

05.09. Erstes Rundenspiel (TSV Niedernhall)

Erstes Pokalspiel (VfB Bad Mergentheim)

1983 11.03. Erste Jahreshauptversammlung

28.03. Gründung Damengymnastikabteilung

25.-26.06. Erster Ausflug (Kleinwalsertal)

17.12. Erste Weihnachtsfeier der Fußballer Alois Schneider, langjähriger Bürgermeister

und Ortsvorsteher, gestorben

1984 07.01. Erste Jahresfeier

12.06. Beginn der Arbeiten der Sportheim-

Erweiterung

20.10. Richtfest am Sportheim-Neubau Bebauungsplan Grabenteichweg V

Gerhard Rudolph wird Ortsvorsteher

1985 18.-19.10. Einweihung des Sportheims

27.10. Tag der offenen Tür des Sportheims Gehweg bei Willi Schneider wird angelegt

Baumpfl anzung und -fällung

1986 15.01. Gründung der AH

11.02. Gerhard „Luser“ Rapp

(aktiver Fußballer) gestorben

01.03. Beginn Kinderturnen

15.06. Erstes Fußball-Pokalturnier

25.10. Erstmals Altpapiersammlung

25.-26.10. Erstmals Kärwe

1987 27.02. Erstmals Fasching Kanalisation im Bildstockweg

abgeschlossen

Ortsbeleuchtung Betzenweg

Bau einer Druck- und Falleitung, mit

Verbesserung des Wasserdrucks der alten

Siedlung

1988 24.01. Erstes Hallenfußballturnier

24.-26.06. Erstes Straßenfest im Grabenteich Vorfl uter im Grabenteich

Bacheindolung beim Sportplatz

Grunderwerb Friedhof

1989 Bau des Geräteschuppens Kanal Hofweg

1990 20.10. Baubeginn des 2. Rasenplatzes Scheitern der Ansiedlung der Fa. Sigloch

1991

1992 01.08. Blitzeinschlag im Sportheim Einrichtung des Kindergartens im

ehemaligen Lehrerwohnhaus

Erschließung Grabenteich VI begonnen

94

25 Jahre SC Amrichshausen


1993 30.01. Feier des 10jährigen Jubiläums

10.-13.06. erster Jahresausfl ug Marcali

18.07. Sportplatzeinweihung Scheitern

der Friedhofserweiterung

1994 23.-26.06. erster Gegenbesuch der 2. Preis im Ortsverschönerungswettbewerb

Fußballer aus Marcali

1995 12.06. Jugendtraining mit Eike Immel Verkauf des Schafhauses

1996 Diskussion des Entwicklungskonzeptes

Gehweg Schule-Leisenhöhe

1997 Errichtung eines Sanitäter- Erschließung Handwerkerpark begonnen

Unterstandes

Pfl asterung des Sportheim-

Vorplatzes

04.-06.07. Teilnahme am ersten Dorffest

in der Ortsmitte

1998 Radweg Garnberg-Amrichshausen

Hauptsammler Amrichshausen-Garnberg

Ortskanalisation

Umbau der Kläranlage zum

Regenüberlaufbecken

1999 26.-28.02. erste Ski-Ausfahrt der AH

2000 Gründung Jazztanz Gestaltungsmaßnahmen im Zuge

der Ortskanalisation

2001 Gründung Aerobic

12.05. F-Jugend-Turnier Erschließung Handwerkerpark,

2. Bauabschnitt

2002 Erschließung Leisenhöhe

2003 30.06. Gründung Förderverein

2004

2005 Gründung Männergymnastik (Frühjahr)

11.05. Sieger im B-Bezirkspokalendspiel

12.06. Ausrichtung des Kreiskinderturnfests

in Künzelsau, gemeinsam mit dem

TSV Künzelsau und der SG Garnberg

2006

2007 23.06. Freundschaftsspiel gegen Anschluß der Wasserversorgung

VfB Stuttgart-Traditionself

29.07. Maddäsle-Cup

17.11. Jubiläumsfeier

an den Hochbehälter Rück

95 25 Jahre SC Amrichshausen 95


Herzlichen

Dank

Allen Spendern und Gönnern, die uns in den

vergangenen 25 Jahren mit Geld-, Sachspenden

sowie Dienstleistungen unterstützt haben, möchten

wir hier nochmals herzlich danken.

Sie haben damit große und kleine Bausteine zum Aufbau

des Vereins beigetragen.

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97 25 Jahre SC Amrichshausen 97


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