Wanderlust_Spezial_2018

bhmgepaper

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68 EXTRA

DIE SCHÖNSTEN TOUREN DEUTSCHLANDS

SPEZIAL 2018 • DEUTSCHLAND EURO 4,90

MEHR WANDERN • MEHR WISSEN • MEHR SPASS

Deutschland,

WAS BIST DU SCHÖN!

ehrlich • unabhängig • authentischWir sind

vor Ort

wanderlust

Schwarzwald, Eifel, Tegernsee,

Saarland, Sauerland, Mosel,

Harz, Kaiserstuhl, Bayrischer Wald,

Uckermark u. v. m. …

Die 24 schönsten Touren

von Nord bis Süd

Zum Sammeln:

Alle Karten

in einem

Heft


SKI OPTIMAL

HOCHZILLERTAL

mit Spieljoch

The best connection.

Exklusiv für Sie:

- NEU bei der Spieljochbahn ab Dezember:

Gondelbahnen Spieljoch 1+2, Bergloft mit Lounge und Terrasse,

Tal- und Bergstation mit mehr Komfort und Service

- SKIVERBINDUNG SKI-OPTIMAL MIT HOCHFÜGEN

- 88 beschneite Pistenkilometer & 3 beschneite Talabfahrten

- Kulinarik am Berg: Firnhütte - Kristallhütte - Wedelhütte

und NEU am Spieljoch: Bergloft

- Skibetrieb ab 7:30 Uhr

- Kinderbetreuung direkt an der Bergstation

- gratis Parken an den Talstationen

www.hochzillertal.com I www.spieljochbahn.at

HIGHLIGHTS IM HOCHZILLERTAL:

Ski Food Festival 15.12.- 17.12.17

Gourmetwochen im Jänner 2018

BEREITS legendär:

7. Winzer Wedelcup 05.04. - 07.04.18

Innsbruck

Ausfahrt

Zillertal

Spieljoch

Achenpass

Fügen

München

Kufstein

Hochfügen Kaltenbach

Hochzillertal

Mayrhofen

Bozen


Die schönsten

Touren

Deutschlands

Amrum S. 5

Husum S. 11

Worpswede S. 13

Boitzenburg S. 47

Andreas Mayer

Chefredakteur

Vielleicht noch ein paar

schöne Oktobertage,

doch dann neigt sich

die Wandersaison 2017 dem

Ende zu. Wie war Ihr Wanderjahr?

Wahrscheinlich sind

wir alle hier und da mal nass

geworden – aber ich hoffe doch

sehr, dass die nachhaltigen

Erlebnisse dominieren in Ihrer

ganz persönlichen Rückschau.

Wanderlust blickt ebenfalls zurück – und präsentiert in

diesem Sonderheft die Tourenbeschreibungen und Karten

der – nach Meinung der Redaktion – schönsten Touren

Deutschlands. Alle Adressen und Telefonnummern wurden

extra für dieses Heft noch einmal nachrecherchiert

und bei Bedarf aktualisiert. Denn wanderlust ist und

bleibt ehrlich, unabhängig, authentisch!

Für all unsere vorgestellten Tourentipps gilt: Wir waren

tatsächlich vor Ort! Sowohl für unser regelmäßiges

Premiummagazin als auch hier für dieses Sonderheft

haben wir uns einen Ehrenkodex auferlegt, der Sie als

Leser in den Mittelpunkt rückt (s. nebenstehenden Kasten).

Und das wird auch in der kommenden Saison so bleiben.

Mit diesem Sammelband können Sie sich bereits jetzt

Ideen und Anregungen holen für die nächste Saison. Und

wenn Sie mehr wissen wollen über eine Tour, können

Sie jedes Heft mitsamt großer Reportage, beeindruckenden

Fotos, interessanten Fakten und jeder Menge

service bequem in unserem Online-Shop nachbestellen.

Besuchen Sie uns unter www.sportcombi-shop.de

Rheinhessen S. 25

Rauenthaler Spange S. 17

Tecklenburger Land S. 7

Bodetal S. 45

Sauerland S. 29 Zittauer Gebirge S. 41

Siegen-Wittgenstein S. 23

Vogtland S. 39

Vulkaneifel S. 31

Frankenwald S. 59

Moseltal S. 35

Fränkisches Weinland S. 65

Bosenberg S. 33

Bayerischer Wald S. 57

Schwarzwald S. 51

Kaiserstuhl S. 19

Starnberger e See S. 61

Chiemsee S. 53

Oberstaufen S. 55

Kreuth/Wildbad Kreuth S. 63

Alle hier vorgestellten Touren wurden von uns selbst vor Ort recherchiert, nachgewandert

und sorgfältig protokolliert. Wir unterwerfen uns hier einem Ehrenkodex,

der uns wichtig ist. Bei keiner unserer großen Wanderreportagen finden Sie versteckte

Promotions, Kooperationen oder als Redaktion getarnte PR. Denn was

gibt es Schlimmeres, als in freier Natur falsch informiert und von

Prospektmaterial in die Irre geführt worden zu sein!?

Unseren gesamten Ehrenkodex können Sie im Internet

unter www.wanderlust-magazin.de/ehrenkodex nachlesen.

ehrlich • unabhängig • authentischWir sind

vor Ort

wanderlust

© Titelseite: MerggyR/istockphoto.com

IMPRESSUM

VERLAG & ANZEIGENVERWALTUNG

SportCombi Verlag GmbH

Heerstraße 5 • D-58540 Meinerzhagen

Telefon 02354 / 7799-0

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LESERSERVICE

Fragen, Anregungen und Kritik bitte an:

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oder an:

SportCombi Verlag GmbH,

Leserservice ,

Heerstraße 5 • D-58540 Meinerzhagen

CHEFREDAKTEUR

Andreas Mayer

TEXT & GRAFIK

Redaktion wanderlust

Ausgaben 2011 – 2016

KARTOGRAFIE

Jochen Fischer

DRUCK

Dierichs Druck+Media GmbH & Co. KG,

D-34121 Kassel

SPEZIAL erscheint

unregelmäßig als

Supplement in der wanderlust.

Zurzeit ist der Anzeigentarif Nr. 49

vom 1. November 2016 gültig.

BESTELLUNG VON EINZELHEFTEN

nur gegen V-Scheck (Preis = Anzahl Hefte

x 5,50 Euro + einmalig 2,50 Euro für Versand

u. Verpackung innerhalb Deutschlands;

Österreich, Schweiz, Benelux, Italien

5,00 Euro, übriges Ausland 6,30 Euro) bei:

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Copyright für alle Beiträge: SportCombi

Verlag. Alle Verlags- und Nutzungsrechte

liegen beim Verlag. Vervielfältigung,

Speicherung und Nachdruck redaktioneller

Beiträge und Nutzung der Daten in

elektronischen Medien nur mit schriftlicher

Genehmigung der SportCombi Verlag

GmbH.

Gerichtsstand: Meinerzhagen

Für unverlangt eingesandte Manuskripte

und Bilder wird nicht gehaftet. Anspruch

auf Ausfallhonorar, Archivgebühren und

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Beiträge müssen nicht die Meinung der

Redaktion wiedergeben. Änderungen und

Kürzungen der Manuskripte behält sich die

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und Daten, wie Öffnungszeiten, Telefonnummern

usw., sind nach bestem Wissen

aktuell recherchiert. Wir können jedoch

leider keine Haftung für die Richtigkeit

der Angaben übernehmen. Die Redaktion

bittet um Verständnis, wenn angekündigte

Themen aus aktuellem Anlass verschoben

werden.

Gedruckt auf umweltschonendem,

100 % chlorfrei

gebleichtem Papier.

ist ein Titel der

SportCombi-Gruppe.

Nord S. 4

West S. 16

Ost S. 38

Süd S. 50


Nord

Nord

Wer einemal im Norden gewandert ist, der weiß: Es braucht keine Berge, um eintauchen

zu können in bezaubernde Natur und die Elemente, die hier zwischen Küste und

Heidelandschaften typischerweise auch immer mit viel mit Wind und Wasser zu tun

haben. Wandern Sie mit uns auf der Insel Amrum, rund um das bezaubernde Husum,

das malerische Worpswede und das abenteuerliche Tecklenburger Land! Spüren Sie,

was Wandern und Natur-genuss im hohen Norden so besonders macht!

© PPAMPictureistockphoto.com

4

Spezial | 2018


Der Norden

Amrum

Legende

S Z Start/Ziel

Wanderroute

1 Etappen-Höhepunkt

Sehenswürdigkeit

Einkehrmöglichkeit

Bushaltestelle

1000 m

Berg

Parkplatz

Hauptstraße

Nebenstraße

Fahrweg

Wanderweg

Südrunde auf

Amrum

Typ: Rundwanderung

Länge: 13 Kilometer

Dauer: 2,5 Stunden

Schwierigkeitsgrad: leicht, das

Sandstück mittel

Steigung/Gefälle: je 40 Meter

hinauf/hinunter

Höhendifferenz: 0 – 11 Meter

Markierung: in den Dünen

Holz pfähle mit roten Spitzen

Beste Wanderzeit: ganzjährig, Nebelwetter

und fliegenden Sand meiden

Start/Ziel: Leuchtturm Amrum,

Tanenwai 46 a, 25946 Nebel,

Parken: Uasterstigh 86

Wegequalität: Sand, Bohlenstege und

befestigte Abschnitte

Dünen, Watt und Meer an Amrums Südzipfel

Über feinsten Sand

Wohl selten berührt eine so kurze Wanderung derart verschiedene und zugleich hoch spezialisierte

Lebensräume: Wüstenartige Landschaft aus Sand, einen Süßwassersee in den Dünen, unendlich

weit glitzerndes Wattenmeer, Wald, Heide, moorige Dünentäler und eine riesige Sandbank.

Die Wanderung beginnt beim Leuchtturm

1 . Zuvor bietet sich ein Abstecher

nach oben an, da er nur vormittags zu

besteigen ist. Auf Höhe der Haltestelle

Leuchtturm, die der Amrum-Bus (www.

faehre.de) etwa im Stundentakt anfährt,

knickt von der Inselstraße die Straße

Uaster stigh mit einem größeren Parkplatz

ab. Gegenüber strebt der Weg Zeltplatz

Richtung Dünen. Hinter dem Eingang

zum FKK-Zeltplatz weist noch vor dem

Strandübergang ein Wegweiser nach

links den Dünenwanderweg 2 Richtung

Wittdün aus. Es folgt ein für Deutschland

wohl einmaliges Stück durch feinsten

Sand. Holzpfosten mit roter Spitze zeigen,

wo es entlanggeht: Auf und ab durch

beeindruckende, fast wüstenhafte Dünenlandschaft,

die nach Barfußlaufen schreit!

Vor dem Wriakhörnsee 3 links leiten

Holzbohlen nach rechts an dem Süßwassersee

entlang und weiter zur befestigten

Strandpromenade Wandelbahn, die mit

Infotafeln gespickt um die Südostnase

der Insel bis zu einem Parkplatz läuft.

Am anderen Ende ganz rechts führt ein

kleiner Weg oberhalb des Fähranlegers

zum Deich jenseits der Inselstraße,

wo sich der Wittdüner Panoramaweg

an Strand und Watt entlang fortsetzt.

Vorbei am Tonnenhof mit Nationalpark-

Infopavillon, erreicht der Weg auf der

Deichkrone den Steenodder Pier 4 .

Ein paar Meter zurück, fällt ein Weg vom

Deich zum Wald ab, der das Steenodder

Wäldchen an einem Spielplatz vorüber

durchquert und nach einem Heidestück

auf die Inselstraße trifft. Ein kleines

Stück nach links führt rechts neben der

Blauen Maus 5 die Straße Wester ende

Richtung Dünen. Im Linksknick führt geradeaus

ein Bohlenweg um den Zeltplatz

links zurück zum Wriakhörnsee. Diesmal

klettern wir über den Strandübergang

zum Kniepsand 6 und wandern durch

die Vordünen bis zum nächsten Aufgang

beim Gittermast-Leitfeuer, der an den Weg

zurück zum Leuchtturm anknüpft.

Fischer Andreas

Thaden fängt

Krabben und siedet

Salz an Bord seiner

„Butjadingen“.

Spezial | 2018

5


Der Norden

Amrum

Am Strandübergang beim Leuchtturm

zweigt der Dünenwanderweg ab.

Anreisen und orientieren

Bus und Bahn: Züge fahren bis zum Fährableger Dagebüll Mole, www.bahn.

de/nordseeinseln. Gepäckservice erleichtert die Anreise mit der Bahn (www.

amrum-gepaeck.de, www.dhl.de, www.bahn.de/kuriergepäck). Zum alternativen

Fähranleger in Strucklahnungshörn (Halbinsel Nordstrand) fährt ein Bus vom

Husumer Bahnhof (www.bahn.de).

Pkw: von Hamburg via A23 und B5 über Heide nach Dagebüll zur Autofähre. Pkw-

Fährplätze rechtzeitig bei der Wyker Dampfschiffs-Reederei (W.D.R.) reservieren (Tel.

04667/94030, www.faehre.de). Kostenpflichtige Garagen und Parkplätze ohne Anmeldung.

Die Parkgebühren an der Personenfähre in Strucklahnungshörn sind niedriger.

Schiff: von Dagebüll verkehrt die W.D.R. (www.faehre.de) mehrmals täglich nach

Amrum (90 Min. , über Föhr 120 Min.). Fahrzeug-Fährplätze reservieren! Die MS

Adler Express prescht zwei Mal täglich zwischen Strucklahnungshörn (Halbinsel

Nordstrand) und Hörnum (Sylt) durch die Halligwelt im Watt und legt auf Amrum an.

www.adler-schiffe.de

Tourenhöhepunkte

Amrumer Südrunde

1

Leuchtturm: Im Sommerhalbjahr

öffnet das

knapp 42 Meter hohe, rot-weiß

geringelte Seefeuer von 1875

die Tür, hinter der sich 172

Stufen zur Aussichtsplattform

hinaufschrauben. Oben belohnt

ein weiter Rundumblick über

Amrum, Wattenmeer und offene

Nordsee bis zu den Halligen,

nach Föhr und Sylt.

2

Dünenwanderweg: Ein

einzigartiger Wanderweg

durch die Dünen: Vom

Kniepsand weht so viel Sand

an, dass die Amrumer sich nicht

wie andere Insulaner sorgen

müssen, dass Nordseestürme

die Westflanke anknabbern.

Ähnlich wie in alpinen Gegenden

weisen rot angepinselte

Stecken den Weg. Lieber nicht

bei Nebel gehen!

3

Wriakhörnsee: Die Natur

pustete in den 1960ern

einen Dünenwall ans „Wriak

Hörn“, wie die Südwestspitze

von Amrum heißt. Er blockierte

den Abfluss. Süßwasser aus

den Dünen sammelte sich.

Die verbliebene Lücke Richtung

Wittdün schaufelten

Bagger 1977 im Auftrag des

Küstenschutzamts zu. Seither

staut sich der bis 1,20 Meter

tiefe Süßwassersee auf – ein

Möwenparadies.

Etappenprofil

4

Steenodder Pier: Wer

früh genug kommt, ergattert

noch ein paar ungepulte

Krabben: Des Fischers Frau

verkauft im „Steuerhaus“ den

nächtlichen Fang.

Blaue Maus: Eher Falle als

5

Maus – die Kult kneipe der

Insel ist so gemütlich, dass sie

bei schlechtem Wetter wohl keiner

mehr verlässt. 2014 heimste

sie in Heinfried Tackes Whisky-

Guide den Titel „Germany’s Best

Whisky Bar“ ein.

Kniepsand: Bis Mitte der

6

1960er-Jahre trennte noch

ein Priel die riesige Sandbank

von Amrum. Schließlich dockte

sie an. 15 Kilometer lang und

zwischen 1,5 und 2 Kilometern

breit schmiegt sich nun dieser

Sturmflut-Schutz gürtel westlich

an die Sanddünen, wo Amrum

eigentlich erst beginnt.

Tipps für Amrum

Einkehren am Weg

Einkehren am Weg:

Direkt am Einstieg: Heidekate,

Inselstr. 66, 25946 Wittdün, Tel.

04682/968581, www.heidekateamrum.de;

Kultige Strandbar mit

Sonnenuntergangs-Panorama:

Seehund, Untere Wandelbahn 1,

25946 Wittdün, Tel. 0171/3640029;

Am Fähranleger: Crêperie am Hafen,

Inselstr. 14 a, 25946 Wittdün, Tel.

0160/97524560; Vereinslokal

des Jachtklubs mit Blick auf den

Seezeichenhafen: Seefohrerhus, Zum

Seezeichenhafen, 25946 Wittdün,

Tel. 04682/1451, www.seefohrerhus.de;

Regionales mit Blick aufs

Watt: Restaurant Weltenbummler,

Stianoodswai 17, 25946 Nebel-Steenodde,

Tel. 04682/942440, www.

weltenbummler-amrum.de; Am Watt

mit knarzenden Holzdielen zu Fisch

und Lamm: Likedeeler, Stianoodswai

29, 25946 Nebel-Steenodde, Tel.

04682/777, www.likedeeler-amrum.

de; Barkeeper Jan von der Weppen

präsentiert kleine Speisen und ein

berauschendes Getränke sortiment:

Blaue Maus, Inselstr. 107, 25946

Wittdün, Tel. 04682/2040, www.

blauemaus-amrum.de

Hochklettern und runtergucken:

Den Amrumer Leuchtturm am Ortsausgang

Wittdün kann man ab etwa

Mitte März an Wochen tagen vormittags

besteigen. Friesische Kultur

erleben: In Nebel gibt das Kapitänshaus

Öömrang Hüs von 1736 einen

Einblick in friesische Wohnkultur

und Amrumer Geschichte (Mo – Fr

um die Mittagszeit, Sa + So nachmittags,

Waaswai 1, Tel. 04682/2118).

Auf dem Alten Friedhof an der St.-

Clemens-Kirche erzählen kunstvoll

restaurierte Sprechende Grabsteine

von Grönlandfahrern und anderen

Amrumern aus vergangenen Tagen,

www.erzaehlende-steine.de; Natur

verstehen: Am Strandübergang

Norddorf informiert das Maritur

Naturzentrum Amrum über

Natur und Vogelwelt Amrums. Das

Obergeschoss widmet sich dem

Leben des legendären Amrumer

Seefahrers Hark Olufs, Strunwai

31, Tel. 04682/1635, www.naturzentrum-amrum.de

Kulturgeschichte beschreiten:

Der Naturerlebnisraum Vogelkoje

Meeram zwischen Norddorf und

Nebel zeigt, wie die Insulaner bis

1936 in einer speziell konstruierten

Fanganlage, der Vogelkoje, Wildenten

fingen. Auf dem Bohlenweg

Richtung Quermarkenfeuer reist

man zurück in die Eisenzeit. Nahe

archäologischer Siedlungsfunde

rekonstruierte man ein altes Haus

mit Reetdach und Sodenwänden.

Informieren:

AmrumTouristik, Am Fähranleger,

Inselstr. 14 a, 25946 Wittdün,

Tel. 04682/94030. Nebel:

Meeskwai 1 a, 25946 Nebel, Tel.

04682/9430-0. Norddorf: Ual

Saarepswai 7, 25946 Norddorf,

Tel. 04682/9470-0, www.amrum.

de, www.amrumbuchen.de Flyer:

„ Amrum aktuell“ kündigt wöchentlich

Veranstaltungen, Führungen

und andere Aktivitäten an.

6 Spezial | 2018


Der Norden

Teutoburger Wald

Teutoschleifen-

Kombi

Typ: Rundwanderung

Länge: ca. 20 km

Dauer: 5 bis 6 Stunden

Schwierigkeitsgrad: mittel

Steigung/Gefälle:

je ca. 720 Meter rauf/runter

Höchster Punkt: 175 Meter

Markierung: Teutoschleifen-Logo

Beste Wanderzeit: ganzjährig

Start/Ziel:

Parkplatz Münsterlandblick,

Am Weingarten,

49545 Tecklenburg

Wegequalität: überwiegend Waldweg

und Pfad

Von Tecklenburg zum Hockenden Weib

Baumgeister, Felsentürme

und Wurzelkunst

Aus zwei mach eins: Die beiden Teutoschleifen Tecklenburger Bergpfad und Dörenther Klippen stoßen auf dem

Hauptkamm des Teutoburger Waldes fast aneinander – ideal für eine lange Kombi-Tour!

Beflügelt vom weiten Blick übers Münsterland

geht es auf dem Bürgersteig nach links zum

Bismarckturm 1 . Wenig später knickt der

Tannenweg links ab, läuft an Häusern vorbei

in den Wald. Hinter einer zweiten Steinmauer

federt der Tecklenburger Bergpfad rechts die

Nordflanke hinunter, passiert exotische

Bäume einer Forstversuchsfläche, steigt

hinterm Hof Voß halblinks gemächlich wieder

zum Kamm auf, folgt beim Rastpilz dem

Kammrücken des Teutos nach rechts auf und

ab zur Waldkapelle Holthausen 2 nebst

Aussichtspunkt mit Hörstation.

Beim Blücherfelsen kehrt die Teutoschleife

ihre Richtung um und fällt durch hallenartigen

Buchenwald zum Bahnhof Brochterbeck

ab. Um an die benachbarte Premiumroute

anzudocken, quert der Weg Gleise, Parkplatz

und Straße, läuft auf „Zu den Klippen“

leicht abwärts, biegt beim Wegweiser rechts,

trifft beim nächsten Wegweiser den Rundweg

Dörenther Klippen und verschwindet nach

links im Grüntunnel am Waldrand. Hinter

dem Obstsortenmuseum Fliehburg zieht die

Schleife an, passiert die Felsformationen

Königstein und Dreikaiserstuhl 3 , bevor sie

am Rastpilz links abfällt, unten rechts biegt

und an einigen Gehöften vorbei grob dem

Waldrand mit weiten Blicken auf den vorgelagerten

Kalkstein-Kamm folgt.

Mit einem Anstieg erreicht der Weg die

Almhütte 4 neben dem Hockenden Weib 5 .

Über Wurzeln geht es direkt hinter den

Felsen entlang. Talwärts erreicht der Weg

beim Zubringer zum Wanderparkplatz

Dörenther Klippen seinen Wendepunkt.

Vom breiten Waldweg gabelt er links

zwischen Blaubeeren hinauf zum Waldrand

mit Blick auf Ibbenbüren. Der ebene Waldweg

führt an einer Kriegsgräberstätte vorbei

erneut zum Rastpilz. Links fällt die Schleife

über Steine und Stufen ab, trifft auf einen

breiten Forstweg, der am Waldrand zum

Parkplatz Bocketal führt. Ein Pfad über eine

Brücke und an Tennisplätzen vorbei vervollständigt

die Runde.

Wie auf dem Hinweg geht es zurück zur

Hauptstraße, rechts bis zur Dorfstraße, von

der nach links ein Kiesweg hinauf zum Kalksteinbruch

6 auf dem Vorkamm leitet. Ein

Pfad bahnt sich oben durchs Gebüsch. Dahinter

fällt der Weg rechts ab, knickt am Hangfuß

links, überquert den Kamm, biegt vor Hof

Stallfort nach rechts, kurz darauf nach links,

tänzelt zwischen Golfplatz und Wald entlang,

bis es bei Gut Hülshoff links hinauf am

Rolandsgrab vorübergeht. Noch einmal senkt

der Weg sich, um wenig später links den

steilen Hang zur Straße „Am Weingarten“ zu

erklimmen, an der rechts der Parkplatz liegt.

Spezial | 2018

7


Der Norden

Anreisen und orientieren

wanderlust-Autorin

Beate Wand genießt

den Ausblick von der

Aussichtsplattform

Almhütte.

Anreisen: mit Bus und Bahn: Von den Bahnhöfen Ibbenbüren und Lengerich

(www.bahn.de) verkehrt die Regio-Buslinie R 45 stündlich (Sonnund

Feiertag Zweistundentakt) nach Tecklenburg (www.rvm-online.de).

Taxi: Taxi Birkenkamp, Tel.: 05482/301. Von der Tourist-Info am Markt

führt ein 500 m langer, markierter Zubringer zum Einstieg.

Mit dem Pkw: Von Norden: A1 Bremen-Dortmund bis AS 73 Lengerich,

über L 591 und L 597 der Beschilderung nach Tecklenburg folgen, links

führt „Am Weingarten“ zum Parkplatz Münsterlandblick. Von Norden/

Oste n: A30 Rheine-Osnabrück bis AS 12 Laggenbeck, über Bocketaler

Straße und Tecklenburger Damm auf „Am Weingarten“.

Orientieren: Wanderkarte NRW: Südliches Tecklenburger Land, Maßstab

1:25.000, 6,95 Euro, www.teutoburgerwaldverein.de

Teutoschleifen, kostenloser Tourenguide mit Beschreibung und Kartenausschnitten

der 7 Premiumwege, 2. Aufl. 2015, www.teutoschleifen.de

Tourenhöhepunkte

Tecklenburger Bergpfad und Dörenther Klippen

1

Bismarckturm: Wanderer

können sich im Hotel

neben an den Schlüssel holen, um

über 53 Stufen auf den 18 Meter

hohen Steinturm zu steigen und

durch acht quadratische Fensteröffnungen

die weite Aussicht ins

Münsterland zu genießen.

Waldkapelle Holthausen:

2 Welch friedliches Fleckchen!

Ein paar Kerzen leuchten

immer in der sechseckigen

Kapelle Maria Wegweiserin, gebaut

aus wunderbar von Hellgrau

über kräftiges Ocker bis ins Rötliche

changierendem Sandstein.

Etappenprofil

Diesr stammt aus dem kleinen

Steinbruch daneben. An der Aussicht

nebenan steht die Tafel zur

passenden Hörstation, einfach

0541/501-8080, dann 49 wählen.

Dreikaiserstuhl: Markant

3

und verwunschen beult

sich diese Felsformation im südöstlichen

Bereich des vier Kilometer

langen Felsbands „Dörenther

Klippen“ aus dem Sandsteinkamm.

Vom Weg kann man ihnen

vorsichtig von hinten „aufs Dach“

kriechen. Trampelpfade schlängeln

sich weiter zum Fuß der

mächtigen Felswände hinab.

4

Almhütte: Horst Gövert

samt Frau Edith und Hund

Wallace bewirten nicht nur

durstige Wanderer. Sie haben

auch ein Herz für alle, die nicht

auf Felsen kraxeln mögen. Mit

Freunden zimmerten sie eigenhändig

eine Aussichtsplattform,

von der die Blicke zwischen den

Wipfeln hindurch weit ins

Münsterland segeln.

5

Hockendes Weib: Das

Ibbenbürener Wahrzeichen

gilt als berühmtester Felsen der

Klippenkette und lockt viele

Besu cher an. Jeder kennt die

dazu gehörige Sage von der heldenhaften

Mutter, die ihre Kinder

auf den Schultern vor der Flut

rettete, beim Rückzug der Flut

jedoch zu Stein erstarrte und so

bis heute dort oben hockt.

Kalksteinbruch: Treppen

6

erklimmen den südlichen,

jüngsten Teuto-Kamm aus

Kalkstein, der hier abgebaut

wurde. Nach einer Weile öffnet

sich der Pfad zur Hangkante.

Hell bleckt die schräge Wand der

aufgelassenen Terrassen, links

leuchtet unterhalb türkisfarbenes

Wasser.

Tipps für die Teutoschleifen-Kombi

Direkt am Weg:

Toller Blick vom „Balkon des Münsterlands“:

Hotel Bismarckhöhe, Am Weingarten

43, 49545 Tecklenburg, Tel.:

05482/233, www.bismarckhoehe .de

Dicht an den Dörenther Klippen mit

Pool und Sauna: Ringhotel Café Teutoburger

Wald, Im Bocketal 2, 49545

Tecklenburg, Tel.: 05455/93000,

www.ringhotel-teutoburger-wald.de

Preiswert in Brochterbeck: Landhaus

Pension Upmeyer, Dorfstr. 49, 49545

Tecklenburg, Tel.: 05455/1491,

pension-upmeyer@t-online.de

Durst löschen am Hockenden Weib:

Almhütte, Dörenther Berg 60, 49470

Ibbenbüren, Tel.: 05451/16203,

h-goevert@t-online.de

Dicht am Weg:

Zertifizierter Wandergastgeber mit

Münsterland-Weitblick von der

Sonnenterrasse neben der Ruine

auf dem Burgberg: Jugendherberge

Tecklenburg, Am Herrengarten 5,

49545 Tecklenburg, Tel.: 05482/360,

www.djh-wl.de

Preiswerter Wandergastgeber im

Bergstädtchen: Gästehaus Zum

alten Brunnen , Brochterbecker

Str. 12, 49545 Tecklenburg, Tel.:

0157/83070707, www.zum-altenbrunnen.de

Zertifizierter Qualitätsgastgeber Wanderbares

Deutschland: Hotel Brügge,

Münsterstr. 201, 49479 Ibbenbüren,

Tel.: 05451/94050, www.hotelbruegge.de

Berüchtigt für Kuchen, Torten und

Pralinen: Café Rabbel, Markt 1,

49545 Tecklenburg, Tel.: 05482/219,

www.cafe-rabbel.de

Angucken:

Bis Frühjahr 2018 präsentiert das

Otto Modersohn Museum Tecklenburg

mit der Ausstellung „Otto

Modersohn – Münsterland!“ Zeichnungen

und Ölbilder mit Motiven aus

der Gegend um Münster, die der dort

aufgewachsene Künstler in jungen

Jahren einfing. www.ommt.de

Klettern:

Über die Volkshochschule Ibbenbüren

bietet der Kletterverein

Bergfreunde Ibbenbüren (www.

bergfreunde-ibb.de mit Gebietsübersicht)

an fünf Sommerwochenenden

im Jahr 20 Klettersteig-Kurse für

Einsteiger an. Für Sportkletterer gibt

es Toprope- und Vorstiegkurse.

www.vhs-ibbenbueren.de. Zudem hat

Ibbenbüren noch einen Kletterwald:

www.kletterwald-ibbenbueren.de

Informieren:

Tecklenburger Land Tourismus,

Markt 7, 49545 Tecklenburg, Tel.:

05482/929182, www.tecklenburgerland-tourismus.de,

www.teutoschleifen.de

8 05|17 Spezial | 2018


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Wanderzeit ist

Zeckenzeit

Zeit für Ihre FSME*-Vorsorge!

Die Sonne lockt naturbegeisterte Menschen ins

Grüne. Sie wollen die Natur genießen und den Kopf

frei bekommen. Doch im Wald, auf Wiesen oder an

Bächen warten nicht nur Spaß und Erholung. Vom

Frühling bis zum Herbst sind Zecken aktiv. Sie sitzen

auf Grashalmen, Sträuchern und Büschen und

wittern den Schweiß oder Atem ihrer Opfer. Wer

querfeldein durchs Gelände marschiert oder einfach

am Wegesrand eine Pause macht, kann Zecken

unbemerkt abstreifen.

Beim Blutsaugen können Zecken u.a. FSME-Viren

oder Borreliose- Bakterien übertragen. Borreliose

kann in der Regel mit Antibiotika behandelt werden.

ZeckTag

der Zecken-Schutz zum Mitnehmen

Alle wichtigen Informationen rund um

den Zecken- Schutz gibt es ab sofort

auch fürs Smartphone.

Gegen FSME gibt es keine ursächliche Behandlung.

Die Krankheit kann zu bleibenden gesundheitlichen

Schäden oder gar zum Tod führen. Eine gute

Gesundheitsvorsorge sollte daher selbstverständlich

sein.

Dazu gehört das Tragen heller Kleidung, um Zecken

besser sehen zu können. Optimal ist, das T-Shirt in

die Hose zu stecken und die Strümpfe über die Hose

zu ziehen. Insektensprays bieten einen zusätzlichen

Schutz. Außerdem sollten sich Wanderer nach dem

Aufenthalt in der Natur am ganzen Körper sorgfältig

nach Zecken absuchen. Eine Impfung gegen FSME

ist für alle empfohlen, die in einem Risikogebiet

wohnen oder dorthin reisen.

Die Gefahr eines schweren FSME-Krankheitsverlaufs

steigt mit dem Lebensalter an. 1,2 Die Impfung gegen

FSME sollte neben den allgemeinen Schutzmaßnahmen

selbstverständlich sein.

Mehr Informationen unter zecken.de,

zeckenschule.de und leidenschaftnatur.de

/zecken.de

* Frühsommer Meningoenzephalitis. 1) Kaiser, R. The clinical and epidemiological profile

of tick-borne encephalitis in southern Germany 1994-98: a prospective study of 656

patients Brain 1999; 122 ( Pt 11): 2067-2078 2) Deutsche Gesellschaft für Neurologie;

Leitlinien Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), Stand: Januar 2016.

Mit freundlicher Unterstützung von


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Osttiroler Bergwelt. Ski in - Ski out.

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Gäste starten dirket von der Haustür auf die

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und einen Teenie Club 12+, einen Sport

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Der Norden

Husum



Husumer Bucht

An der nordfriesischen Nordseeküste,

etwa auf halber Strecke

zwischen Elbmündung und Sylt,

liegt nördlich der Halbinsel Eiderstedt

das Städtchen Husum. Am

Hafen zeigt sich die „graue Stadt

am Meer“ äußerst bunt und quirlig.

Wer möchte, kann hier direkt

loswandern, um mit Schwung den

Schobüller Berg zu „bezwingen“.

Typ: Rundwanderung

Länge: ca. 11,5 bzw. 16,5 Kilometer

Dauer: 3 bzw. 4 Stunden

Schwierigkeitsgrad: einfach

Höchster Punkt: 31 Meter

Beste Wanderzeit: ganzjährig

Start: Parkplatz Dockkoog (P1)

bzw. Parkplatz Porrenkoog/Dockkoogstraße

(P2), 25813 Husum

Wegequalität: gut zu begehende,

zum Teil befestigte Wege, am

Deich „Tretminen“ aus Schafsdung!

Vom Dockkoog zum Schobüller Berg

Schafe, Deich, Marsch und Meer

Zwischen Schafen, mit weiten Nordseeblicken und dem

allgegenwärtigen Gepuste des Winds „klettert“ unser Wanderweg

nahezu unmerklich vom Husumer Marschland auf den

Schobüller Geestrücken. Das Besondere daran: Wir befinden

uns am einzigen Küstenabschnitt des nordfriesischen Festlands,

wo Land und Meer ohne Deich aneinandergeraten dürfen.

Für diese Wanderung gibt es zwei

Varianten. Die kürzere startet und

endet am Parkplatz Dockkoog (P1)

neben dem Nordseehotel. Bei der

längeren ist – leider unvermeidbar

– etwa ein Kilometer auf Hinund

Rückweg weniger attraktiv:

An den riesigen Getreidesilos des

Außenhafens vorbei zieht es sich

etwas, bis der Weg wieder direkt

am Deich in Wassernähe der

Husumer Au verläuft. Dafür bietet

sich der Parkplatz Porrenkoog/

Dockkoogstraße (P2) an, um nach

der Wanderung noch durch den

Fußgängertunnel in den Binnenhafen,

zum Nationalparkhaus 7

(ca. 5 Minuten zu Fuß) und hinter

dem alten Hafenspeicher in Haus

Nr. 17 links zum Theodor-Storm-

Zentrum 8 zu gelangen (insgesamt

16,5 km mit Hin- und Rückweg).

Beim Parkplatz Dockkoog erklimmen

Treppenstufen die Deichkrone,

die rechts zur Landzunge

mit dem Husumer Badestrand

1 überleitet. Der befestigte Weg

schlägt einen Bogen, führt an der

Installation Windhosen 2 vorüber,

passiert vor dem Deich links

ein Schafgitter und läuft an der

Außenseite des Graswalls entlang,

bis dieser endet. Dann steigt die

Route ganz sachte zur Geest von

Schobüll an. Noch bevor die Alte

Dorfstraße bei einem Wegweiser

rechts abzweigt, biegt hinter

der Reithalle links ein Sandweg

Richtung Meer, der unten nach

rechts knickt und am Schilfgürtel

entlang den Schobüller Badesteg

3 erreicht, auf dem ein Abstecher

trockenen Fußes ins Watt möglich

ist. Ein Fußweg leitet zur Nordseestraße

hinauf, wo etwas links das

schmucke Kirchlein am Meer 4

liegt. Daneben steigt der Kirchensteig

leicht an, hält sich an zwei

Gabelungen rechts, passiert den

Minigolfplatz, läuft am Wegekreuz

dahinter geradeaus weiter und

trifft auf den Waldweg. Dort setzt

sich diese Route auf dem linken

der beiden gegenüberliegenden

Fuß-/Radwege im Schobüller

Wald fort (mit der Radsperre).

An der nächsten Waldwegekreuzung

schlängelt sich ein Pfad

weiter geradeaus, bis er auf einen

breiteren Weg trifft. Dieser führt

nach links an ein paar Häusern im

Wald vorüber und zum Behncke-

Gedenkstein 5 . Ab hier geht es

Rundgang: Husumer

Kulturpfad

Am Marktplatz, vor der Husumer

Tourist-Information im Rathaus

von 1601, beginnt ein Rundgang, der

32 Sehenswürdigkeiten „der grauen

Stadt am Meer“ miteinander verbindet.

Tafeln vor dem Schloss, den Museen,

dem Husumer Wahrzeichen

Tine-Brunnen mit der Bronzestatue

einer jungen Halligfriesin, vor der

klassizistischen Marienkirche und

den Wohnhäusern Storms wie auch

anderer berühmter Stadtsöhne weisen

auf die Orte hin. In der Tourist-

Information gibt es ein Faltblatt mit

Ortsplan, das ausführlich über alle

Stätten informiert.

www.husum-tourismus.de

Spezial | 2018

11


Der Norden

Husum

Anreisen und orientieren

Anreisen mit dem Pkw: Über A 23, am Ende B 5 bis Husum/ Rödemis, L 273

2,7 km folgen und nach Gleisunterquerung links ab (Gaswerkstraße).

Hinter Waagebalkenbrücke links in die Dockkoogstraße. Der Parkplatz für

die längere Variante (P2 in der Karte) liegt hinter den Gleisen rechts, der

Parkplatz Dockkoog (P1) nach gut 2 km beim Nordseehotel.

Mit Bus und Bahn: Am Husumer Bahnhof halten der IC nach Sylt und

die Nordostseebahn (www.bahn.de). Vom Bahnhof bis zum Tourstart am

Binnenhafen sind es etwa zehn Minuten zu Fuß.

Vom ZOB Husum verkehren Linienbusse über Schobüll nach Nordstrand

(Linie 1047) und nach Friedrichstadt (Linie 1066): www.rohde-bus.de

Orientieren: Husum – Heide, Wander- und Freizeitkarte Nr. 2, Maßstab

1:50.000, Landesvermessungsamt Schleswig-Holstein, 2010,

ISBN 978-3-89130-282-8, Preis: 5,90 Euro.

Kirchlein am Meer: Der Geestrücken

reicht in Schobüll

4

bis an die Nordsee. Aufgrund der

erhöhten Lage benötigt der Husumer

Ortsteil keinen Deich, und

die „ecclesiola sub mare“ dient

mit ihrem Turm Seefahrern als

Orientierungspunkt. Drei fromme

Jungfrauen sollen das schmucke

Gotteshaus 1240 gestiftet haben:

www.kirchlein-am-meer.de

Behncke-Gedenkstein: Der

5

Ehrenstein für den einstigen

Vorsitzenden des Heidekulturvereins

markiert den höchsten Punkt

des Schobüller Bergs (31 Meter).

Zum Krug: Speisen wie

6

im Wohnzimmer: In dem

liebevoll restaurierten, reetgeleicht

bergab, an der nächsten

Möglichkeit rechts, beim Querweg

geradeaus auf dem breiteren Weg

weiter links am Waldrand, an der

nächsten Waldkreuzung wieder

geradeaus, an der asphaltierten

Straße Tykisberg kurz links und

sofort rechts auf einem schmalen,

sandigen Schotterweg hinunter

nach Hockensbüll. Am Ende

des Grünen Wegs bringt uns

der Schobüller Weg links zum

historischen Gasthaus Zum Krug

6 . Vor dem Gourmet-Restaurant

gabelt er nach rechts und mündet

in die Straße Lund. Auf dieser

geht es rechts zur Nordseestraße,

die überquert werden muss. Auf

der anderen Seite steuert der Norderwungweg

geradewegs auf den

Deich am Porrenkoog zu, der uns

links zurück zum Ausgangspunkt

am Nordseehotel begleitet.

Tourenhöhepunkte Husumer Küste

Buten, up’n un achtern Diek

Husumer Badestrand: Vor

1

dem Dockkoog baden die

Husumer am tideabhängigen Grünstrand,

der Strandkörbe, Beachvolleyballfeld,

Spielgeräte, Sandkiste

und Strandcafé zu bieten hat.

Windhosen: Julia Bornefeld

aus Kiel konfrontiert

2

Einheimische und Urlaubsgäste

auf künstlerische Weise mit dem

alltäglichen Phänomen Wind. Wie

Fähnchen drehen sich die „kleinen

Wirbelstürme“ nach dem Wind, ein

Werk des Wind-Kunst-Symposiums

„Husum Wind Art“.

Schobüller Badesteg: Am

3

Ende des langen Holzstegs

führen Treppen Badende bei Hochwasser

ins Meer.

deckten Friesenhäuschen kehrte

schon Theodor Storm auf seinen

Wanderungen durch die Heide

nach Hattstedt ein. Seit 1707 darf

die Krügerei ausschenken.

Im Stadtzentrum von Husum:

Nationalparkhaus: Ausstellung

über die Vögel im

7

Nationalpark mit Blicken in deren

arktische Brut- und afrikanische

Überwinterungsgebiete, zwei

Aquarien und ein Weltladen mit

fair gehandelten Waren.

Theodor-Storm-Zentrum:

8

Zwischen Originalmobiliar

des Dichters wird in Wohnräumen

und „Poetenstübchen“ sein Leben

und Werk dokumentiert.

Etappenprofil

1 2 3 4 5 6

Tipps, Adressen

und Wissenswertes

Schlemmen und schlummern:

Am Wegesrand: Nordseehotel***,

Dockkoogstr. 26, 25813 Husum,

Tel.: 04841/5021, www.nordseehotelhusum.de

Café Restaurant Zur Seebrücke,

Nordseestr. 35, 25813 Schobüll,

Tel.: 04841/663570

Restaurant Zum Krug, historisches

Gasthaus seit 1707, Alte Landstraße

2a, 25875 Schobüll-Hockensbüll,

Tel.: 04841/61580, www.zum-krug.de,

ab 18 Uhr auf Tischreservierung

In der Umgebung: Best Western

Theodor Storm Hotel****, Neustadt

60–68, 25813 Husum, Tel.: 04841/

89660, www. theodor-storm- hotel.de

Hotel am Schlosspark***, Hinter

der Neustadt, 74–86, 25813 Husum,

Tel.: 04841/66110, www.hotel-amschlosspark-husum.de

Hotel Aarlauschleuse***, direkt

am Deich, Hattstedtermarsch 43,

25856 Hattstedtermarsch, Tel.:

04846/69900, www.aarlau-schleuse.

de Der Schimmelreiterkrug,

Getränke und Brotgerichte,

Sterdebüll 67, 25856 Hattstedtermarsch,

Tel.: 04846/821

Natur erkunden:

Natur- und Landschaftsführerinnen

Schleswig-Holstein e.V. für die Husumer

Bucht: Tel.: 04841/65614

Lesen:

Theodor Storm: Der

Schimmelreiter, Husum Verlag,

ISBN 978-3-89876-144-4, 9,95 Euro.

Weihnachtsgeschichten, Husum Verlag,

ISBN 978-3-89876-168-0, 7,95 Euro.

Der kleine Häwelmann, Lappan Verlag,

ISBN 978-3-83031-087-7, 9,95 Euro.

Anschauen:

Theodor-Storm-Zentrum, Wasserreihe

31–35, 25813 Husum, Tel.:

04841/8038630, www.storm-gesellschaft.de

Nationalparkhaus Husum,

Hafenstr. 3, 25813 Husum, Tel.:

04841/668530, www.nationalparkhaus-husum.de

Nordsee Museum

Husum Nissenhaus: alles über

Sturmfluten, Deichbau, Landgewinnung,

Leben auf den Halligen, Kunst

und Kulturgeschichte der Region.

Herzog-Adolf-Straße 25, 25813 Husum,

Tel.: 04841/2545, www.museumsverbund-nordfriesland.de

Informieren:

Tourismus und Stadtmarketing

Husum GmbH, Großstraße 27,

25813 Husum, Tel.: 04841/89870,

www.husum-tourismus.de

12

Spezial | 2018


Der Norden

Worpswede

Teufelsmoor bei

Worpswede

Etwa 30 Kilometer nördlich der

Hansestadt Bremen zieht die Landschaft

schon seit über hundert

Jahren Maler, Schriftsteller und

Idealisten in ihren Bann. Aus dem

wasserreichen Land erhebt sich

der Weyerberg (54,4 Meter) mit

der Künstlerkolonie Worpswede

wie eine Insel – eine perfekte

Naturkomposition für eine faszinierende

Wanderung

Typ: Rundwanderung

Länge: ca. 18 Kilometer

Dauer: ca. 4,5 Stunden

Schwierigkeitsgrad: einfach

Steigung/Gefälle: ca. 40 Meter

Höchster Punkt: 27 Meter

Beste Wanderzeit: ganzjährig

Start/Ziel: Bahnhof Worpswede,

27726 Worpswede

Wegequalität: gut zu begehende,

meist breite, geschotterte oder

befestigte Wege

Altenbrück


Oldenburg

7

Melchers Hütte

Hamme

T

Große

Kunstschau

Käseglocke

9

Weyerberg

54 m

Barkenhoff

Bremerhaven

Osnabrück

Bremen

Weser

Hannover

e u f

6

Braunschweig

Göttingen

5

8

Beek

Breites Wasser

4

Waakhausen

Waakhauser Str.

3

Hamme

H a m m e w i e s e n

e l

Neu Helgoland

s m

Worpsweder

Mühle

Weyermoor

Wörpedahl

2

Osterholzer Str.

o

m o

Nordwede

o

S / Z

1

r

Alte

Molkerei

WORPSWEDE

Wandern in Worpswede

Hammewiesen im Teufelsmoor

Nordöstlich von Bremen spannt sich über Teufelsmoor und Hammewiesen ein weiter Himmel mit unzähligen Schäfchenwolken.

Meist begleitet Wasser den Weg: Gräben und Kanäle durchziehen das flache Land. Später, am Hang des Weyerbergs, knirscht

sogar Sand unter den Wanderschuhen.

Vom Worpsweder Bahnhof 1

geht es – wahlweise über den

Schotterweg Vor den Pferdeweiden

oder über den schmaleren Weg

links der Gleise – zur Worpsweder

Mühle 2 , die an der Kreuzung

mit dem asphaltierten Hammeweg

liegt. Nach rechts zeigt der

Wegweiser 1,4 Kilometer bis Neu

Helgoland 3 an. Dort leitet eine

Brücke über die Hamme in die offene,

weite Landschaft der Hammeniederung.

Nach ca. 1,2 Kilometern

geradeaus auf dem Schotterweg

eröffnet sich von einer Brücke der

Blick über das Breite Wasser 4 .

Etwa 700 Meter weiter führt an

einer Gabelung der Pfad links zur

Brücke über das Flüsschen Beek

5 . Dahinter knickt der Weg nach

links, überquert den Speckgraben

und biegt links auf den Sand-/

Schotterweg, der mit Blick auf

den Worpsweder Weyerberg dem

Verlauf der Beek folgt. Nach gut

2,5 Kilometern kurvt der Weg vor

den Bahngleisen nach rechts, verläuft

hinter einer Brücke direkt am

Kirchdammgraben 6 , biegt hinter

einer weiteren Brücke über den

Graben Neuer Fangstaken nach

links, unterquert die Schienen und

knickt gleich darauf wieder links

Richtung Melchers Hütte 7 .

Kurz davor zweigt ein Kiesweg

links ab, der über die Hamme

führt, sich anschließend durch die

Wiesen des Waakhauser Polders 8

schlängelt und hinter einem Campingplatz

die Waakhauser Straße

(K11) erreicht. Gegenüber verläuft

die Strecke für einen Kilometer geradeaus

an der kaum befahrenen

Worpheimer Straße entlang, dann

links über die hellen Pflastersteine

der Allee Nordweder Straße, die

von der nächsten Kreuzung an

(nach etwa 1,2 Kilometern) Am

Hasenmoor heißt. An der Gabelung

nach etwa 500 Metern geht es

rechts (ein Hinweisschild zur

Jugendherberge weist dort nach

links). 300 Meter weiter biegt

der sandige Fritz-Mackensen-Weg

nach links, läuft am unteren Hang

Wege ins Moor

des Weyerbergs 9 entlang und

gelangt mit einem Rechtsschwenk

zur Findorffstraße. Ein Stückchen

weiter rechts beim Worpsweder

Landhaus knickt der Weg Straßentor

links ab hinunter bis zur

Bauernreihe. Nach links schlägt er

einen langgezogenen Rechtsbogen,

wird dahinter zur Bahnhofstraße

und fährt geradeaus zurück zum

Worpsweder Bahnhof 1 .

„Echtes“ Moor ist selten geworden. Das einstige Teufelsmoor ist an den

meisten Stellen trockengelegt. Am Breiten Wasser bietet sich ein guter

Einblick ins Niedermoor. Am NSG Moor bei Niedersandhausen und am

NSG Torfkanal bei der Ortschaft Teufelsmoor führen Rundwege an renaturierten

Hochmoorflächen und drei Moorseen (ehemalige Torfhäfen) vorbei.

Die Biologische Station Osterholz organisiert unter dem Titel „Wege

ins Moor“ Vorträge, Exkursionen und Torfkahnausflüge ins Teufelsmoor

(www.biologische-station-osterholz.de)

Spezial | 2018

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Der Norden

Worpswede

Anreisen und orientieren

Anreisen: Mit Bus und Bahn: Am Worpsweder Bahnhof hält der „Moorexpress“,

der von Mai bis Oktober an Wochenenden und Feiertagen fünf

Mal täglich zwischen Stade und Bremen verkehrt (www.moorexpress.net,

www.bahn.de). Vom Bremer Hauptbahnhof fährt Buslinie 670 des VBN

(Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen) nach Worpswede, vom Regionalbahnhof

Osterholz/Scharmbeck Linie 640 (www.vbn.de, www.bahn.de).

Mit dem Pkw: Vom Bremer Kreuz über die A 27 bis AS 17 Bremen-Industriehäfen,

dort Richtung Osterholz-Scharmbeck/Worpswede, 8 Kilometer

geradeaus bzw. rechts halten, bei An der Hamme links abbiegen. Nach 1,1

Kilometern rechts (Viehlander Str.), nach 6,9 Kilometern links (Hammeweg),

sofort rechts (Walter-Bertelsmann-Weg) und am Ende links zum Bahnhof.

Orientieren: Wege ins Moor, Wanderkarte und Radwege Worpswede/

Teufels moor, 1:25.000.

Tourhöhepunkte im Teufelsmoor

Wasser, Wiesen und Weite

Worpsweder Bahnhof: Heinrich

Vogeler entwarf den

1

1910 eingeweihten Bahnhof des

„Moorexpress“. Zum 100. Geburtstag

wurde das denkmalgeschützte

Gebäude frisch saniert.

Worpsweder Mühle: Das

2

Wahrzeichen der Künstlerkolonie.

Seit der Restaurierung

drehen sich die Flügel des 1838

erbauten „Erdholländers“ bei

günstigem Wind wieder.

Neu Helgoland: Eine der

3

traditionellen Hammehütten,

die Anfang des 19. Jahrhunderts

an den Warte- und Umschlagplätzen

entlang des Flusses zwischen

Worpswede und Osterholz entstan-

den. Auch heute wird an dem

Ausgangspunkt für Torfkahnfahrten

noch ausgeschenkt.

Breites Wasser: Das Breite

4

Wasser ist ein Altwasser,

das nach Regulierung der Hamme

erhalten blieb. Das gleichnamige

Naturschutzgebiet geht über den

verlandenden See hinaus und

erhält die für Brut- und Rastvögel

wichtige Niedermoorlandschaft

zwischen den Ortschaften Worpswede

und Teufelsmoor.

Beek: Im letzten naturnahen

5

Flusslauf der Hammeniederung

strömt das Wasser auf

den restlichen zwei Kilometern

der unbegradigten Beek durch

breite Ausbuchtungen der Hamme

ent gegen. Im Winter häufig überflutet,

sind die angrenzenden

Wiesen ein beliebter Winterrastplatz

für Zugvögel.

Kirchdammgraben: Heute

6

ein mit Seerosen bewachsener

Seitenarm der Hamme am

Bahndamm des Moorexpress.

Früher, bis zur Einweihung der

Bahnlinie 1910, der wichtigste Verkehrsweg

zwischen Worpswede

und Osterholz-Scharmbeck. Auch

für den Kirchgang, da Worpswede

erst 1759 ein eigenes Gotteshaus

bekam.

Melchers Hütte: Die auch als

7

Neu-Kamerun oder Buschkaroff-Hütte

bekannte Hammehütte

bei der Holtstelle, dem früheren

Hauptumschlagsplatz für Torf, ist

ein beliebtes Ausflugsziel.

Waakhauser Polder: Früher

8

war das „schwimmende Land

von Waakhausen“ überregional

bekannt: Bei Frühjahrsüberschwemmungen

hoben sich die

Moorflächen durch ihren Luft- und

Eisgehalt, gerieten ins Schwimmen

und konnten vertreiben.

Weyerberg: Der 54,4 Meter

9

hohe Sandberg ragt wie eine

Insel aus dem nassen Flachland.

Weite Ausblicke ins Teufelsmoor

zogen – damals wie heute – nicht

nur Künstler an.

Etappenprofil

1

2 3 4 5 6 7 8

9

Moordorf und

Künstlerkolonie

Schlemmen und schlummern:

Am Wegesrand: Worpsweder Bahnhof,

Bahnhofstr. 17, 27726 Worpswede,

Tel.: 04792/9878333, www.restaurantworpsweder-bahnhof.de

Hammehütte

Neu Helgoland, Hammeweg 19,

27726 Worpswede, Tel.: 04792/7606,

www.hammehuette.de Melchers

Hütte, An der Hamme 3, 27711 Osterholz-Scharmbeck,

Tel.: 04791/2513, Mo

Ruhetag. Hotel Worpsweder Tor,

Findorffstr. 3, 27726 Worpswede, Tel.:

04792/98930, www.worpsweder-tor.de

Torfkahn fahren: Auf den ältesten

Wegen durchs Teufelsmoor: Statt

Torf befördern die Kähne heute Ausflugsgäste.

Die Skipper erzählen vom

Leben der Moorbauern, Geschichten

aus alter Zeit und Naturkundliches.

Adolphsdorfer Torfschiffer e.V.,

Adolphsdorfer Straße 1, 28879

Grasberg, Tel.: 04792/951200, www.

torfschiffe.de (Mai bis Oktober, Di, Do,

Sa, So ab Neu Helgoland)

Anschauen: Bis 1954 verließen mehr

als 600 Torfschiffe die Schlußdorfer

Werft. Das Museum dokumentiert

die Lebensweise der Moorbauern,

zeigt Arbeitsgeräte für Bootsbau und

Torfstich. Torfschiffswerft-Museum

Schlußdorf, Schlußdorfer Str. 22,

27726 Worpswede, Tel.: 04792/2575,

www.torfschiffswerft-museum.de,

März bis Oktober, Mi 12-15 Uhr, Fr

bis So 15–18 Uhr, So auch 10–12 Uhr.

Zuhören: Die Gästeinformation bietet

ganzjährig Orts- und Kunstführungen,

Moorwanderungen und thematische

Rundgänge zu Persönlichkeiten aus

dem Worpsweder Künstlerkosmos wie

Heinrich Vogeler, Paula Modersohn-

Becker oder Rainer Maria Rilke

an: www.worpswede-tourismus.de/

fuehrungen Moorteufeltorte: Mit

Rum voll gesogene Rosinen zwischen

Biskuitboden und Schlagsahne.

Bekannt für die höchsten Torten

im Teufelsmoor ist Brinkhof, Café im

Bauernhof, Teufelsmoor 4,

27711 Osterholz-Scharmbeck,

Tel.: 04796/951095, www.cafe-zumbrinkhof.de.

Moor erleben: Der

Tarmstedter Moorpfad bringt Wollgras,

Moor-Birkenwald, Torfstich und

Moor kultivierung nahe. Führungen

nach Anmeldung, Tel.: 04283/89319.

Informieren: Gästeinformation für

Worpswede und das Teufelsmoor,

Bergstr. 13, 27726 Worpswede,

Tel.: 04792/935820, www.worpswedetourismus.de

14

Spezial | 2018


LEICHT

TRAGEN

FUTURA 30 SL

SERIE SL WOMEN’S FIT

www.deuter.com


West

West

Im Westen Deutschlands gibt es nichts, was es nicht gibt: Malerische Mittelgebirgsformationen

mit durchaus alpinen Anspüchen, Bäche, Flüsse, Seen, Wiesen und Wälder so weit das Auge

reicht, Felsen und Schluchten, Weinberge und Nutzwirtschaft, atemberaubende Aussichten –

und dies alles gepaart mit einer Infrastruktur, die in Deutschland ihresgleichen sucht. Im

Westen Deutschlands trifft Natur auf Kultur, Nationalpark auf Ballungszentrum, Serpentine

auf S-Bahn-Haltestelle – alles zum Wohl von Wanderern und Naturliehabern!

© Meinzahn/istockphoto.com

16

Spezial | 2018


Der Westen

Rheingau

Rauenthaler Spange

Typ: Rundwanderung

Länge: 8,9 Kilometer

Dauer: 2,5 Stunden

Höhendifferenz: 82 Meter (von

209 Meter bis 291 Meter)

Steigung/Gefälle: je 193 Meter

rauf/runter

Schwierigkeitsgrad: leicht

Markierung: weißes Rheinsteig-Logo

auf rotem Grund

Beste Wanderzeit: ganzjährig

Start/Ziel: Wanderparkplatz Grillhütte

Rauenthal, Auf der Großen Straße,

65345 Eltville-Rauenthal

Wegequalität: 50 % Naturweg, 38 %

leicht befestigt, 12 % Asphalt/Beton

Durch den Buchwaldgraben zur Bubenhäuser Höhe

Wald und Wein überm Rhein

Erst taucht die Rauenthaler Spange ab in den wilden Grund des Großen Buchwaldgrabens, am Ende lässt sie von

seiner oberen Hangkante tief blicken. Dazwischen begeistert die anmutige Bubenhäuser Höhe, von der die Augen

über Rebenhänge bis zum schimmernden Rhein hinuntergleiten.

Rechts am Parkplatz Grillhütte außerhalb

von Rauenthal fällt ein Wiesenweg sacht ab,

kurvt rechts und biegt am Ende links auf

den Rheinsteig 1 . Hinter einer Linkskurve

steigt dieser leicht an zu einer Wiese. Beim

Picknickplatz Max-Tisch setzt sich der Weg

links leicht bergab fort, fällt durch Fichten-

Wald steiler ab ins Tal des Großen Buchwaldgrabens

2 , knickt bei einer Picknickbank

an einer Waldweide links, läuft vorbei an

riesigen umgestürzten Bäumen, wechselt

bei einer Bank links auf die andere Seite

des wilden Waldtals und hinauf zu einem

Wegweiser. Rauenthal 3 ist nur 200 Meter

entfernt. Doch nach rechts hinunter entfernt

sich der Pfad zunächst von dem Weinörtchen

und führt durch ein herrliches Stück mit

lichtem Hangbuchenwald bis zu einer Portaltafel.

Dort verlässt die Rauenthaler Spange

den Rheinsteig, indem sie scharf links steil

anzieht. Hinter einem Kapellchen biegt sie

scharf rechts und läuft leicht abwärts durch

tollen Wald. Hinter einer Linkskurve verjüngt

sich der Weg zum Pfad durch freigeschnittene

Dornenhecken bis zu einem Weinberg. Am

Ende des Wingerts biegt der Weg rechts auf

einen Heckenpfad, knickt links, steigt etwas

an, biegt bei einem Wegweiser rechts, läuft

zwischen Hecken und kurz durch Wald,

zweigt scharf links hinauf, wendet sich beim

Asphalt kurz links, um sofort rechts über

einen Grasweg die Bubenhäuser Höhe 4 zu

erklimmen. Hinter der Picknickhütte geht es

links hinunter, kurz rechts auf den Asphaltweg,

links auf den Feldweg und oberhalb des

Weinbergs entlang. Am Ende der Reben führt

der Pfad nach rechts zum Ortsrand von Rauenthal.

Vor dem ersten Haus links schleicht

sich die Rauenthaler Spange hinter den Häusern

entlang. Am Ende knickt sie rechts, links

auf die Hauptstraße am Winzerhaus vorbei,

übernächste Straße „In der Kohlheck“ links

hinauf, die zu einem Feldweg wird, der nach

rechts kurvt und oberhalb des Buchwaldgrabens

der Hangkante folgt, später zum Pfad

wird und rechts hinauf Richtung Sportplatz

zweigt. Ein Stück den Wald-Fahrweg nach

links liegt der Parkplatz Grillhütte.

Wein am Weg probieren

Kurz nachdem die Rauenthaler Spange

der Bubenhäuser Höhe den Rücken kehrt,

trifft sie auf den Asphaltweg. Beim nächsten

Linksabzweig führt ein etwa 150m

kurzer Abstecher geradeaus zum Outdoor-Weinprobierstand

von Rauenthal

beim Parkplatz „Krautäcker“. Mitten auf

lauschiger Wiese schenken wochenweise

wechselnde Winzer aus Rauenthal und

Umgebung edle Tropfen aus. Von Mitte

März bis Anfang November. Wenn das

Wetter mitspielt immer Mi, Do und Fr ab

16 Uhr, Sa ab 15 Uhr und So ab 13 Uhr:

Spezial | 2018

17


Der Westen

Rheingau

Steiler Rebenhang im Schatten der

Bubenhäuser Höhe.

Anreisen und orientieren

Mit Bus und Bahn: Vom Hbf Wiesbaden fährt Bus 170, vom Bahnhof Eltville

Bus 173 regelmäßig zur Haltestelle Rauenthal Winzerhaus direkt am Weg.

Infos: Rhein-Main-Verkehrsverbunds, www.rmv.de, Tel.: 069/24248024 und

Rheingau-Taunus-Verkehrs-GmbH, Tel.: 06124/510468, www.r-t-v.de

Mit dem Pkw: A5 oder A3 bis Rhein-Main-Schnellweg/B42 in Wiesbaden (von der

anderen Rheinseite via A643 zur B42), B42 bis Auffahrt B260 Richtung Koblenz/

Schlangenbad/Walluf, beim Abzweig nach Rauenthal links die Martinsthaler

Straße hinauf, rechts über die Hauptstraße und Jahnstraße zur Großen Straße,

die als Wald-Fahrweg zum Parkplatz Grillhütte führt.

Orientieren: Die Stadt Eltville verlinkt auf www.eltville.de (unter sport&freizeit

wandern klicken und Wandertour Rauenthaler Spange wählen) kostenlos zu

einem ausdruckbaren Karten-PDF „Rheinsteig-Rundtour in Eltville-Rauenthal“,

das den Wegverlauf auf einem Kartenausschnitt im Maßstab 1:5.000 darstellt.

Tourenhöhepunkte

Rauenthaler Spange

1

Rheinsteig: Der Weitwanderweg

verbindet rechtsrheinisch

auf 320 Kilometern

Schloss Biebrich in Wiesbaden

mit dem Bonner Marktplatz. Die

Rauenthaler Spange ist eine von

fünf (Halb-)Tages-Rheinsteig-

Rundtouren, die an den überregionalen

Premiumweg andocken.

Großer Buchwaldgraben:

2 Ein kleines Bächlein,

das ein ganz schön tiefes Tal

gegraben hat: Zu Beginn folgt

die Rauenthaler Spange dem

wilden Talgrund des Großen

Buchwaldgrabens. Gegen

Ende hangelt sie sich oben am

Abgrund seines Steilhangs

entlang.

Rauenthal: Als höchster

3 Winzerort im Rheingau

sitzt Rauenthal in rund 250

Metern auf einem Bergrücken,

der sich vom Taunushauptkamm

Richtung Rhein zur

Bubenhäuser Höhe vorschiebt.

Sieben Winzer schenken in dem

Ortsteil der Stadt Eltville, die

unten am Rhein liegt, in der

Straußwirtschaft oder Gutsschänke

aus.

Bubenhäuser Höhe: Das

4 Gipfelplateau auf knapp

270 Metern ist der perfekte Ort

für ein ausgiebiges Picknick!

Etwa einen Kilometer hinter

Rauenthal endet hier der

Seitenarm des Taunushauptkamms.

Aus dem Schatten der

markanten Baumreihe rollt der

Blick die leuchtenden Rauenthaler

Weinberge hinunter, wo

der Rhein gut drei Kilometer

entfernt weit unten aufblitzt.

Etappenprofil

Tipps für Eltville

Schlummern und schlemmen direkt

am Weg:

Traditionelle Gutsküche, große

Terrasse, Wein-und Sektproben:

Winzerhaus Rauenthal by Weingut

Wölfel, Hauptstr. 63, 65345

Rauenthal, Tel.: 06123/72998, Mo.

geschl., www.winzerhaus-rauenthal.de

Geschichtsträchtig: Weinhaus

und Hotel Engel, Hans Wagner,

Hauptstr. 12, 65345 Rauenthal,

Tel.: 06123/72300, www.weinhausengel.com

Gut-deutsche und

böhmische Küche: Rheingauerhof

Rauenthal, Hauptstr. 16, 65345

Rauenthal, Tel. 06123/705656,

Mo.+Di. geschl., www.rheingauerhofrauenthal.de

Eine Tafel am Einstieg des Wanderwegs

listet Gutsausschank und

Straußwirtschaften in Rauenthal auf.

Tipps für die Umgebung:

Einfach ein toller, kraftvoller

Ort: Klosterschänke im Kloster

Eberbach, 65347 Eltville-Hattenheim,

Tel.: 06723/9930, www.

klostereberbach.com. Schlafen

im Klosterhof, einst Dependance

des Klosters Eberbach, gemütlich

frühstücken wie im eigenen Herrenhaus

im Gutshotel Draiser Hof,

Erbacher Str. 26–28, 65345 Eltville-

Erbach, Tel.: 06123/601930, www.

gutshotel-baron-knyphausen.de

Klein, aber oho! Geniale Küche,

auch für Vegetarier: Gasthaus

„Zur Schlupp“, Hauptstr. 25, 65396

Walluf, Tel.: 06123/72638, Mi. + Do.

geschl., www.gasthauszurschlupp.de.

Historisches Gebäude zum Rheinsetzen

und Schiffe gucken drinnen

wie draußen; klein-feine Speisen,

Selbstbedienung: Anleger 511,

Platz von Montrichard 2, 65343

Eltville, Tel.: 06123/689168,

www.anleger511.de. Das historische

Fachwerkhaus direkt an der

Kurfürstlichen Burg überrascht mit

Rheinblick von der überdachten

Riesen-Terrasse: Weinstube Gelbes

Haus, Burgstr. 3, 65343 Eltvillem

Tel.: 06123/5170, www.weinstubegelbeshaus.de

Eltville erleben:

Weinprobierstände in Eltville an der

Rheinpromenade und in den Ortsteilen

Erbach (großer Parkplatz Rheinallee),

Hattenheim (Rheinanlage), Martinsthal

(Walluftal, Zufahrt über Lehrstraße)

und in Rauenthal (s. o.). Führungen,

Weinproben und Öffnungszeiten Kloster

Eberbach: www.kloster-eberbach.

de Schiffsrundfahrten um die Insel

Mariannenaue: www.charterliner.de

Informieren:

Tourist-Information Eltville,

Burgstr. 1, 65343 Eltville am Rhein,

Tel.: 06123/90980, www.eltville.de,

www.rheinsteig.de, www.

rauenthaler-traditionsverein.de,

www.rheingau-taunus.de,

www.kulturland-rheingau.de

18 Spezial | 2018


Der Westen

Kaiserstuhl

Kaiserstuhl-

Durchquerung

Typ: Streckenwanderung

Länge: 20,2 km

Dauer: 6–7 Stunden

Schwierigkeitsgrad:

mittel bis schwierig

Steigung/Gefälle: 728 Meter rauf/

707 Meter ruter

Höhendifferenz: 376 Meter

(zwischen 177 und 553 m)

Markierung: Kaiserstuhlpfad

und gelbe Raute

Beste Wanderzeit: ganzjährig

Start/Ziel: Bahnhof Endingen a. K./

Bahnhof Ihringen

Wegequalität: Pfade, Wald- und Graswege,

am Ein- und Ausstieg Asphalt.

Achtung: bei/nach Regen Rutschgefahr

an steilen Passagen der Hohlwege

Von Endingen nach Ihringen

Hohlwege im Weinberg

Der Kaiserstuhlpfad durchquert die „Vulkaninsel“ von Nord nach Süd: Auf zwei Türmen schweifen die

Blicke weit über die Rheinebene, im Erletal säumen alte Kastanien den Weg, im Trockenrasen surrt und

zirpt es nur so. Urplötzlich entführen Hohlwege in die Unterwelt zwischen den Weinbergen.

Vom Bahnhof Endingen leiten Wegweiser

über den Marktplatz durch die

Altstadt, am Gasthaus Schützen vorbei

zum Erleweiher, einem Naturbadesee.

Zwischen alten Kastanien steigt ein

Pfad das Erletal 1 hinauf. Am Waldrand

lohnt ein kurzer Abstecher ins

Erleloch. Durch Buchenwald klettert der

Weg hinauf zur Katharinenkapelle 2 .

In leichtem Auf und Ab folgt er oben

dem Waldsaum zum Bahlinger Eck,

kreuzt die Straße und taucht erneut

kurz in den Wald. Am Wegweiser Degenmatten

zweigt der Badbergpfad ab.

Wenig später läuft hinter der Robert-

Meier-Hütte ein Parallelweg durch den

Wald zur Eichelspitze 3 hinauf und

fällt dahinter steil wieder ab zum Weg

vor dem Waldrand. Am Vogelsangpass

kreuzt der Kaiserstuhlpfad die L115,

kurvt durch Weinberge zur Schönen

Aussicht empor und zieht im Wald steil

an auf den Neunlindenberg 4 .

Auf der anderen Seite des Turms

geht es abwärts zum Adlerhorstsattel,

wo der Kaiserstuhlpfad rechts vom

Neunlindenpfad wegzweigt und durch

Wald weiter an Höhe verliert, bis

er zwischen Wein und Wald an der

Strümpfeköpflehütte mit Vogesenblick

vorbei zum Einstieg in den Lösshohlweg

Eichgasse 5 läuft. Diese spuckt

die Wanderer in Bickensohl wieder

aus. Am anderen Ende des Ortes erklimmt

der Weg den Picknickplatz am

Schiebebuck, dann schlängelt er sich

weitgehend unbeschattet südwärts

durch kleinterrassierte Weinberge. Ab

dem Jägerdenkmal am Kreuzenbuck

rückt der Schwarzwald ins Blickfeld.

Der Weg schwingt um die vorspringenden

Nasen des Lenzenbergs, läuft an

der Oberdulltalhütte vorbei und taucht

ab in die Lenzengasse 6 bis nach

Ihringen, wo die Wegweiser an der

Kirche vorbei zum Bahnhof führen.

Genussvoll in zwei Tagen

Fitte Wanderer schaffen den Kaiserstuhlpfad

zwar an einem Tag, doch entspannter erlebt

man die ungewöhnliche Landschaft in zwei

Tagen. Dann reicht die Kraft auch locker

für eine Flasche Kaiserstühler Rotwein im

Rucksack. Perfekte Plätzchen zum Picknicken

gibt es reichlich, Einkehrmöglichkeiten jedoch

nur in Start- und Zielnähe. Mein Tipp für eine

Übernachtung: Die Genusshochburg Vogtsburg-

Oberbergen mit Sternerestaurant, hipper

Kellerwirtschaft im Weinberg und der Oberbergener

Winzergenossenschaft. Nach 6,5 km

zweigt der Badbergpfad ab und erreicht nach

3,5 spektakulären Kamm-Kilometern im Kessel

des Kaiserstuhls den Winzerort im Tal. Bus und

Bahn verbinden von dort über Oberrotweil

nach Endingen und Ihringen.

www.franz-keller.de, www.rvf.de

Spezial | 2018

19


Der Westen

Kaiserstuhl

Anreisen und orientieren

Mit Bus und Bahn: Vom Hbf Freiburg (www.bahn.de) verkehren

regelmäßig Breisgau-S-Bahn, Kaiserstuhlbahn sowie

Busse über die Umsteigepunkte Gottenheim und Breisach

zu den Orten im Kaiserstuhl (www.rvf.de). Fernbuslinien

steuern Breisach und Freiburg an (www.busliniensuche.de).

Mit dem Pkw: A5 Frankfurt–Basel, Ausfahrten zwischen Riegel

im Norden und Bad Krozingen im Süden (AS 59 bis 64a), z. B.

AS 62 Freiburg-Mitte Richtung Umkirch. Kostenlose Parkplätze:

in Endingen an der Stadthalle, in Ihringen an der Kaiserstuhlhalle,

am Vogelsangpass und am Bahnhof Oberrotweil.

Orientieren: Wanderkarte Kaiserstuhl-Tuniberg:

Themenpfade, Wanderwege, Tourenvorschläge, 1:30.000,

4,95 Euro, www.mapsolutions.de, www.kaiserstuhl.cc

Tourenhöhepunkte

Kaiserstuhlpfad

1

Erletal: Bevor der Mensch

das Land als Wiese nutzte,

wuchsen Schwarzerlen in dem

staunassen Tal – ein ungewöhnlicher

Lebensraum im lössreichen

Kaiserstuhl! Durch

das begehbare Erleloch, ein

100 Meter langer Tunnel, floss

früher Trinkwasser. Dadurch

zapften die Endinger Quellen im

benachbarten Riedbachtal an.

2

Katharinenkapelle: Mit

dem 492 Meter hohen

Katharinenberg ist die dritt-

Etappenprofil

höchste Erhebung im Kaiserstuhl

geschafft! Die Aussicht beim

Picknickplatz ist zugewuchert.

Sonntags öffnet der Wirt neben

seiner Imbissbude hier oben auch

die weiße Kapelle. Beim Rundumblick

vom Turm sieht man

mit den beiden höchsten Spitzen

schon die nächsten Ziele.

3

Eichelspitze: 143 Stufen

erklimmen die Aussichtsplattform

auf 548 Metern Höhe.

Insgesamt ragt der verzinkte

Eichelspitzturm 42,5 Meter über

dem zweithöchsten Gipfel im

Kaiserstuhl auf.

4

Neunlindenberg: Neun

Linden gaben dem Berg

seinen Namen. Zusammen mit

dem 557 Meter hohen, von

einem Fernsehmast gekrönten

Totenkopf bildet er einen Doppelgipfel.

Vom über 100 Jahre

alten Neunlindenturm fällt der

Blick über die Kronen zurück

zum Katharinenberg gegenüber.

5

Eichgasse: Kurz vor Bickensohl

verschwinden die Wan-

derer zwischen haushohen Lösswänden

in der größten Hohlgasse

des Kaiserstuhls. Wer Glück hat,

entdeckt einen der exotisch bunt

schillernden Bienenfresser.

6

Lenzengasse: Ein

unscheinbares Loch im

Gebüsch, und schon taucht der

Pfad über ein paar Stufen mit

Geländer ab in einen Dschungel

aus Holunder, Hopfen, Waldrebe

und anderen Schlingpflanzen –

eine dämmrige Unterwelt

zwischen den Weingärten.

Tipps für den

Kaiserstuhlpfad

Schlemmen und schlummern:

In Endingen: Biergarten, badische &

afrikanische Küche beim Einstiegs-

Parkplatz: Gasthaus zum Schützen,

Ringstr. 11, 79346 Endingen, Tel.:

07642/8069, www.schuetzenendingen.de;

walnuss teegARTen,

Walnuss-Produkte und Azoren-Tee:

Martinskirchgässli 4, 79346 Endingen,

Tel.: 07642/9174106, www.

walnuss-teegarten.annette-greve.de;

Winzerhof Linder, Weinlädele und

Hofcafé: Stollbruckstr. 12, 79346

Endingen, Tel. 07642/5525, www.

winzerhof-linder.de. In Ihringen:

Bräutigam Hotel Restaurant, Saisonales

auf der Gartenterrasse unter

Platanen: Bahnhofstr. 1, 79241

Ihringen, Tel.: 07668/90350, www.

braeutigam-hotel.de; Holzöfele,

Fisch und badische Klassiker:

Bachenstr. 46, 79241 Ihringen,

Tel.: 07668/207, www.holzoefele.de.

Im Liliental: Zur Lilie, Genuss-Kleinod:

Lilienhof 5, 79241 Ihringen, Tel.:

07688/9956393, www.lilie-liliental.de.

Abstecher mittendrin: Hotel & Restaurant

Schwarzer Adler, Winzerhaus

Rebstock, Restaurant Keller-

Wirtschaft, Esskultur und Wein auf

höchstem Niveau: Badbergstr. 23

(44), 79235 Vogtsburg-Oberbergen,

www.franz-keller.de. FeWos beim

preisgekrönten Edelbrenner:

Hausbrennerei Baumgartner,

Badbergstr. 9, 79235 Vogtsburg-

Oberbergen, Tel.: 07662/6646,

www.hausbrennerei-baumgartner.de;

Köpfers Gasthaus zur Sonne,

Mitteldorf 5, 79235 Vogtsburg-

Schelingen, Tel.: 07662/276,

www.sonne-schelingen.de

Bahn frei:

Mit dem RIT-Schwarzwaldticket

reisen Übernachtungsgäste aus ganz

Deutschland zum halben regulären

Fahrpreis in die Urlaubsorte von

Schwarzwald/Kaiserstuhl und zurück

(www.rit-schwarzwald.info). Vor Ort

ergänzt das KONUS-Ticket den ÖPNV:

Freie Fahrt in Bussen, Regionalbahnen

und Straßenbahnen im Schwarzwald

(www.konus-schwarzwald.info)

Verstehen:

Exkursionen, Ausstellungen

und Vorträge: Naturzentrum

Kaiserstuhl, Bachenstr. 42, 79241

Ihringen, Tel.: 07668/710880,

www.naturzentrum-kaiserstuhl.de

Informieren:

Tourismusbüro Naturgarten

Kaiserstuhl, Marktplatz 16,

79206 Breisach a. Rh., Tel.:

07667/940155, www.naturgartenkaiserstuhl.de

Örtliche Touristinfos: Endingen:

Tel.: 07642/689990, www.

endingen.de; Ihringen: Tel.:

07668/9343, www.ihringen.de;

Vogtsburg: Tel.: 07662/94011,

www.vogtsburg-im-kaiserstuhl.de

20 Spezial | 2018


Eco-Shell

PFC-freie

Imprägnierung

Fjällrävens Hardshell.

Wasserdicht, atmungsaktiv

und nachhaltig.

Keb Eco-Shell Jacket

Forever Nature

hier draussen wartet die Natur auf dich. Und die kann

manchmal ziemlich nass sein. Unsere Eco-Shell-Jacken halten

Naturliebhaber bereits seit über fünf Jahren trocken. Wir

entwickeln Produkte, die die Zeit überdauern.

Unsere Reise bei Fjällräven begann vor vielen Jahren als

utopische Idee in einem Notizbuch. Heute ist unser komplett

recycelbares Shell-Material mit fluorcarbonfreier Imprägnierung

überall auf der Welt im Einsatz. Die Keb Eco-Shell Jacket ist

ganz auf das Wesentliche fokussiert: wasserdicht, atmungsaktiv

und nachhaltig.

Keine Jacke hält ein Leben lang. Doch mit ihrem zeitlosen und

funktionalen Design, langlebigen Materialien und der richtigen

Pflege wird dich diese Jacke viele Jahre lang trocken halten.

www.fjallraven.de


Premiumwandern in Bad Peterstal-Griesbach

Kristallklare Bergbäche rauschen durch

schmale Täler, die waldreichen Berge des

mittleren Schwarzwaldes rücken nah

zusam men – hier liegt, auf gut 400 bis

1.000 Metern, Bad Peterstal-Griesbach

umge ben von herrlich blühenden Bergwiesen.

Wer die Nationalparkregion Schwarzwald

zu Fuß entdecken möchte, begibt sich

in Bad Peterstal-Griesbach, dem ersten

Premium-Wanderort Deutschlands, auf

einen der drei Premium-Rundwanderwege:

den Wiesensteig für Genusssucher, den

Schwarzwaldsteig für Weitblicker und den

Himmelssteig für Höhenverliebte.

Die drei Premiumwege erstrecken sich

auf durchschnittlich elf Kilometer, sind

von beeindruckender Erlebnisdramaturgie

geprägt und überraschen Wanderer immer

wieder durch eindrucksvolle Landschaftswechsel.

Ob genussvoll über grüne Wiesen,

auf Steinpfaden durch ein Bachbett oder

anspruchsvoll über die Höhen, vorbei an

natürlichen Wasserfällen – jeder Wanderer

kann sich seinen Premium-Rundwanderweg

individuell nach Vorlieben und Kondition

aussuchen.

Tauchen Sie mit allen fünf Sinnen in die

abwechslungsreiche Naturlandschaft der

Nationalparkregion Schwarzwald ein, lassen

Sie sich von der vielfältigen Gastronomie

mit regionalen Köstlichkeiten verwöhnen

und genießen Sie in vollen Zügen!

Zum Naturerlebnis gesellen sich unterwegs

diverse genüssliche Überraschungen.

Das können Bier-, Schnaps-, und Most-

„Brunnen“ sein, ergänzt durch prickelnd

frische Mineralwasser, Himmelsliegen,

Ruhe bänke und Sandsteintische sowie kulinarische

und kulturelle Veranstaltungen,

typisch Schwarzwälder Gastlichkeit eben!

Kontakt

Kur und Tourismus GmbH

Wilhelmstraße 2

77740 Bad Peterstal-Griesbach

Tel.: 07806/91000

info@bad-peterstal-griesbach.info

www.bad-peterstal-griesbach.de

Fotos: David Lohmüller (1)


Der Westen

Siegen-Wittgenstein

Auf dem Wisent-

Pfad

Typ: Rundwanderung

Länge: 12,9 Kilometer

Dauer: 4–5 Stunden ohne Pause

Alternativ: zusätzlich Rundwanderweg

drei Kilometer in der Wisent-Wildnis

Markierung: drei verschiedene:

liegendes „R“ auf schwarzem Grund

für Rothaarsteig-Spuren, in Holz

gebranntes Wisent und Wisent-Logo

auf weißem Untergrund

Schwierigkeit: mittel, Trittsicherheit

erforderlich

Höhendifferenz: 376 m

Beste Wanderzeit: April bis Oktober

Start/Ziel: Eingang Wisent-Wildnis,

Parkplatz, Spielplatz, Gastronomie

Wegequalität: schmale Wander- und

Forstwege mit schönen Ausblicken

Bergauf, bergab im Zeichen des Wisents

Ja, wo laufen sie denn?

Nachdem Orkan Kyrill 2007 die Landschaft durchgefegt hatte, waren weite

Blicke über die Wälder entstanden – irgendwo darin die frei laufenden Wisente …

Wir starten den Wisent-Pfad direkt an der

Wisent-Wildnis S Z in Richtung Jagdhaus.

An einer Schutzhütte macht der Weg einen

Linksschwenk, kreuzt oben den Rothaarkammsteig

und verläuft mit dem Rothaarsteig (rote

Markierungen) über den Rothaarkamm 1 .

Durch den Jahrhundert-Orkan Kyrill ergab

sich hier ein wunderbarer Fernblick Richtung

Sieger- und Sauerland. Vorbei am Hotel

Jagdhaus Wiese linker Hand kommt die

St.-Hubertus-Kapelle 2 in den Blick. Weiter

Richtung Wingeshausen durch den Wald auf

einem geschotterten Fahrweg. Die Landstraße

überqueren, die von der Wisent-Wildnis zum

Ort Jagdhaus führt. Ein Insektenhotel und ein

überdachter Sitzplatz laden ein zum Verweilen

mit Blick auf das Ihrigetal. Weiter geht

es Richtung Wingeshausen, einen Fahrweg

hinunter ins Ihrigetal, linker Hand Schneiders

Berg (636 m). Bis zur Landstraße, dort links

halten (rechts Forsthaus Ihrige, privat). Über

Holzstufen wieder hoch in Fichtenwald, bis

der Weg im nächsten Tal die kleine Landstraße

zweimal kreuzt. Linker Hand passiert man

den Dorffestplatz im Bockeshorn, dahinter

den rechten, unteren Weg nutzen, der in einer

Rechtskurve oberhalb vom Bortlingsbach

durch den Wald führt. Nach zehn Minuten

erreicht man Forellenbecken, die vom Bach

gespeist werden. Und das Hotel-Restaurant

Forellenhof 3 , in dem Forellen fangfrisch auf

den Teller kommen. Wir folgen der kleinen

Straße, vorbei an einem Tretbecken, in dem

man kneippen kann. Der Weg führt oberhalb

vom Ort Wingeshaus entlang der ersten

Wisent-Darstellung in Holz. Am Waldrand

geht es in den Ort hinein, vorbei an schönen

Schieferhäusern wie dem Traditions-Gasthof

Weber. Nach wenigen Schritten dem Weg

über Wiesen wieder in die Höhe folgen – bis

zum Sonnenhof 4 , einem Bauernhof mit

Hofladen und Café, der auch für Kinder gut

gerüstet ist. Weiter geht es an Weiden vorbei,

vielleicht trifft man am Waldrand rechts auf

eine Herde Mufflons. Kunst am Weg 5 : Hier

folgt die zweite Wisent-Darstellung in Holz.

Außerdem verstecken sich auf dem Viehweg

Tierfiguren im Fichtenwald, Erläuterungen

von Schulkindern vermitteln Wissenswertes

zu Reh, Hase und Fuchs. Im (verschlossenen)

Stollen Hinterm Homberg nisten heute Fledermäuse.

Von hier aus überwiegend bergan

durch einen Wirtschaftswald des Fürsten

zu Sayn-Wittgenstein. Das Gatter darf man

öffnen (und hinter sich schließen) und dem

Wirtschaftsweg folgen. Das Holz wurde 2016

geschlagen; je höher man kommt, umso dichter

wird der zukünftige Wald aus mannshohen

Fichten. Schließlich erreicht man wieder

den Eingang zur Wisent-Wildnis S Z .

Krönender Abschluss

Im Gehege der Wisent-Wildnis kann

man mit großer Sicherheit einen Blick

auf die mächtigen Tiere erhaschen:

Hier lebt eine Herde mit aktuell neun

Tieren. Die drei Kilometer lange Runde

im Gehege lohnt sich auf jeden Fall als

krönender Abschluss, und für Kinder

gibt es einen spannenden Pirschweg.

Spezial | 2018

23


Der Westen

Siegen-Wittgenstein

Anreisen und orientieren

An zwei Stellen

des Wisent-Pfades

haben Künstler den

Namensgeber in

Holz dargestellt.

Siegen-Wittgenstein liegt östlich von Köln und Siegen zwischen Hagen

und Frankfurt.

Mit der Bahn: Zielbahnhöfe sind Siegen, Kreuztal, Bad Laasphe, Bad

Berleburg, wo Regionalbahnen verkehren. Siegen wird auch von

Fernbussen angefahren.

Mit dem Pkw: Die Sauerlandlinie A 45 ist mit den Abfahrten Siegen

oder Kreuztal am nächsten dran. Von Westen über die A 4 Richtung

Olpe/Kreuztal. Die letzten Etappen führen über Bundes- und Kreisstraßen

hinein in die herrlichen Wälder.

Orientieren: Wanderkarte Rothaarsteig, 9. Auflage, 11,00 EUR; 1:50.000.

www.siegerland-wittgenstein-tourismus.de

Zum Wisent-Pfad, neu erschienen: Ganz nah an der Natur! Wanderkarte

Aue-Wingeshausen am Rothaarsteig. 1:25.000. Hg.: Dorfverein Aue-

Wingeshausen. 5 Euro. Erhältlich über www.aue-wingeshausen.de oder

vor Ort in Geschäften und der Gastronomie.

Tourenhöhepunkte

Augen auf – es gibt viel zu entdecken!

Wisent-Wildnis: In

einem 20 Hektar

großen Gelände bewegt sich eine

neunköpfige Herde, die man auf

dem Rundweg fast immer irgendwo

entdecken kann. Eine zweite

Herde lebt seit 2013 frei im Wirtschaftswald

außerhalb der

Wisent-Wildnis, ein von Wissenschaftlern

beobachtetes, einzigartiges

Artenschutzprojekt. Nur

ganz selten bekommt ein Wanderer

diese Tiere zu Gesicht. Wer

mit Bus oder Bahn anreist, startet

den Rundweg am besten am

Bahnhof in Aue-Wingeshausen.

Rothaarkamm: Die Wasserscheide

zwischen Weser

1

und Rhein. Der Name kommt

wohl von „Rod-Hardt“, was

gerodeter Wald bedeutet. Die

Anhöhe zieht sich von Nordrhein-Westfalen

nach Hessen,

trennt das katholische Sauerland

vom protestantischen

Siegen-Wittgenstein. Höchster

Berg des Rothaargebirges ist der

Langenberg mit 843 Metern.

Hubertus-Kapelle: 1936 auf

2

einem vom Inhaber des Hotels

Wiese gestifteten Grundstück

zu Ehren des Namens patrons errichtet.

Der Heilige Hubertus war

um 700 n. Chr. Bischof von Lüttich.

Nach einem Schicksalsschlag

ging er in den Ardennen zur Jagd.

Ein Hirsch mit einem leuchtenden

Kreuz im Geweih ließ ihn einhalten:

In Armut legte er das Priestergelübde

ab und verbreitete den

christlichen Glauben. Der Ort

Jagdhaus gehört bereits zu

Schmallenberg im Hochsauerlandkreis.

3

Forellenhof: Die Forelle

kommt direkt aus den

eigenen Teichen vor der Tür.

Nicht umsonst veranstaltet der

Dorfverein Aue-Wingeshausen

alle zwei Jahre am Wisent-Pfad

eine kulinarische Tour, die

nächste 2018: Der Weg streift

viele gute Gastgeber, wie man

gleich noch sehen wird …

4

Sonnenhof: Ponys, Ziegen,

Hühner, dazu eine Stärkung

im Café-Restaurant. Bei gutem

Wetter mit schönem Ausblick von

der Terrasse – Bauernhof bei Familie

Sonneborn hautnah erleben.

Kunst am Wegesrand: An

5

zwei Stellen Wisente – in

Holz geschnitzt. Und naturgetreue

Figuren und Erklärungen

von Schülern, versteckt zwischen

den Bäumen, führen die

Bewohner des Waldes vor. Am

ehemaligen Stollenzugang

Hinterm Homberg nisten heute

Fledermäuse, wo früher

Eisenerze abgebaut wurden.

Zurück zur Wisent-

Wildnis: Wer bis jetzt

noch keinem Wisent begegnet

ist, kann hier auf dem drei Kilometer

langen Rundweg mit großer

Sicherheit einen Blick auf

die imposanten Tiere werfen.

Und sich abschließend in der

Wisent-Hütte stärken …

Etappenprofil

Tipps für Siegen-

Wittgenstein

Schlemmen und schlafen:

Jagdhof-Glashütte, fünf Sterne im

Zeichen des Hirsches, Glashütter Str.

20, 57334 Bad Laasphe, Tel.: 02754/

3990, www.jagdhof-glashuette.de

Forellenhof, Hellweg 11, 57319

Wingeshausen, Tel.: 02759/

2149582, www.forellenhofwingeshausen.de

Sonnenhof mit Café und Hofladen,

An der Bracht 50, 57319 Bad

Berleburg Wingeshausen, Tel: 0170/

4412710, www.sonnenhof-cafe.de

Entdecken:

Wisent-Wildnis am Rothaarsteig,

Gehege und Infos zu frei laufenden

Tieren, zwischen Wingeshausen und

Schmallenberg-Jagdhaus an der K 42

(Weidiger Weg 100), 57319 Bad

Berleburg, Führungen,

Tel.: 02751/9205535, Montag

Ruhetag, www.wisent-welt.de

Hirschrufer Tasso Wolzenburg,

vielfacher Meister, Führungen, Holzskulpturen,

Glashütter Str. 62, 57334

Bad Laasphe, Tel.: 0152/ 32089052,

www.holz-skulpturen-hirschrufer.de

Heidi Dickel, Natur- und Landschaftsführerin,

Schäferwagen zum

Übernachten, Herrenwiese 7, 57319

Bad Berleburg, Tel.: 0171/8109731,

www.eventwandern-heidi-dickel.de

Informieren:

Alles zu Siegen-Wittgenstein im

Touristikverband Siegerland-

Wittgenstein, Koblenzer Straße 73,

57072 Siegen, Tel.: 0271/3331020,

www.siegerland-wittgenstein.com

Mehr Informationen und

herunterlad bare Broschüren zu

Wisent- und Wittgensteiner

Schieferpfad unter

www.wittgensteiner-wanderland.de

Siegerland-Wittgenstein-App:

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Für Android und Apple.

Zu Bad Berleburg: BLB-Tourismus

GmbH, www.blb-tourismus.de

24 Spezial | 2018


Der Westen

Rheinhessen

Von Mettenheim

nach Guntersblum

Typ: Streckenwanderung

Länge: 10,5 Kilometer plus Abstecher

auf dem Hohlweg (1,4 km)

Dauer: ca. 3,5 Stunden

Markierung:

Rheinterrassenweg-Symbol

Schwierigkeitsgrad: leicht

Steigung/Gefälle: 167 Meter rauf/

175 Meter runter

Beste Wanderzeit: ganzjährig möglich,

am schönsten im Herbst, wenn sich

die Weinblätter färben

Wegequalität: Asphalt-, Pflaster-,

Erd- und Wiesenwege

Durch die Weinberge Rheinhessens

Eine der schönsten und abwechslungsreichsten Etappen auf dem RheinTerrassenWeg ist die Strecke zwischen Mettenheim und

Guntersblum. An den Fernblicken über das Rheintal wird man sich nie sattsehen, und die Wein-Kulturlandschaft wird durch ein

Stück ursprüngliche Natur veredelt: das Hohlwegeparadies Alsheim.

Auf dem Weg vom Bahnhof passiert man

das Alte Rathaus 1 von Mettenheim mit

seinem hübschen runden Treppenturm.

Es sind insgesamt etwa 800 Meter, bis

man den Ort wieder verlässt. Ein Stück

geht’s links auf der Hauptstraße durch

den Ort und nach 300 Metern rechts in die

Röhrbrunnenstraße hinauf in die Weinberge.

Der Anstieg ist leicht zu bewältigen,

und hinter den letzten Wohnhäusern von

Mettenheim trifft man nach 100 Metern

auf den Wanderweg, der aus Richtung

Worms kommt – dem, nach rechts abbiegend,

folgen. Auf der ganzen Strecke geht

es nun stets ein bisschen rauf und wieder

ein bisschen runter, wobei man immer auf

einer gewissen Höhe bleibt, bis es hinunter

nach Guntersblum geht. Gleich darauf

macht ein kurzes Hohlwegstück Appetit auf

mehr. Doch zunächst jagt ein Ausblick den

nächsten, während man lange Reihen mit

Weinstöcken entlangläuft Der Blick schweift

darüber hinweg zur Rhein ebene. Markant

ist der Aussichtspunkt Odenwaldblick 2

mit einem Blick auf die Höhenzüge dieses

Mittelgebirges. Die Wanderroute nähert

sich, ein wenig einem Zickzack-Muster

ähnelnd, dem Örtchen Alsheim (3 km), lässt

den Abzweig zum Ort aber rechts liegen und

steuert über die Weinberge das Hohlwegeparadies

Alsheim 3 an. Ein Schlenker

führt durch das Hohlwege paradies, dann

wartet das nächste Highlight beim Weiler

Hangen-Weilheim: Zwischen Bäumen und

Wiesen versteckt liegt die Kirchenruine

Maria Magdalena 4 (ein Abstecher von

100 Metern) mit einem kleinen Friedhof.

Wenn man den Zielort Guntersblum

erreicht, stößt gleich am Anfang von links

der Kellerweg 5 auf den Wanderweg. Ein

schönes Ensemble von alten Weinkellern

und Kelterhäusern erfreut das Auge. In

der Ortsmitte lohnt noch die Sarazenenturmkirche

6 eine Besichtigung, und am

Bahnhof endet diese Etappe.

Von Mainz nach Worms: der RheinTerrassenWeg

Der RheinTerrassenWeg von Mainz nach Worms – oder umgekehrt

– ist insgesamt 75 Kilometer lang und für Wanderer in drei

bis vier Tagen entspannt zu bewältigen. Die Hügel reichen kaum

über 200 Meter Höhe hinaus. Zumeist hat man Asphalt unter den

Schuhen, es werden Weinwirtschaftswege benutzt, teils auch ehemalige

Verbindungsstraßen zwischen den Orten. Die Route folgt dem

alten Rheinhöhenweg und ist in beide Richtungen wanderbar.

Die empfohlenen Etappen sind im Schnitt zehn Kilometer lang, die

längste Strecke von 18 Kilometern liegt zwischen Oppenheim und

Bodenheim. Ein echter Vorteil ist die Regionalbahn, dadurch sind

Wanderer bezüglich der Etappenlänge flexibel. Die gelb beschilderten

Zuwege führen in der Regel vom Bahnhof durch den Ort hinauf

in die Weinberge. Zehn sogenannte Themenwege knüpfen an die

Hauptroute an, kurze Abstecher von 1 bis 5 Kilometern. Die Palette

reicht von einer WeinAromaMeile über den Skulpturenweg bis

zu Türmen, etwa die Niersteiner Warte.

Spezial | 2018

25


Der Westen

Rheinhessen

Anreisen und orientieren

Mit der Bahn: Ab Mainz und Worms hat der Wanderweg hat eine gute

Anbindung an die Regionalbahn (www.rnn.info). An über zehn Stationen

kann man auf dem Wanderweg ein- bzw. aussteigen. Unter der Woche

verkehren die Züge halbstündlich, am Wochenende stündlich.

Mit dem Pkw: Alle Orte zwischen Mainz und Worms sind über die

B9 erreichbar. Von Süden: Über die A 61 oder A 6 bis zur Ausfahrt 23

Ludwigshafen Nord, dann über die B 9 zum Zielort. Aus Richtung Norden:

Über die A 3, A 67 sowie A 61 zur A 60 (Mainzer Ring), Abfahrt 24 Mainz-

Laubenheim, dann auf die B 9.

Orientieren: Der Weg ist gut ausgeschildert, dennoch lohnt der Wanderführer

„Abenteuer RheinTerrassenWeg“ (mit GPS-Tracks) als zusätzliche

Orientierungshilfe, und er gibt Einkehrtipps, erzählt Wissenswertes über

Orte und Landschaft, erklärt die zehn Themenwege. Erschienen 2017 im

Verlag Publicpress, 164 Seiten und kostet 13,99 Euro.

Viele Infos unter: www.rheinhessen.de

Tourenhöhepunkte

Naturidyll im Rebenmeer und eine verwunschene Kirchenruine

1

Mettenheim: Ein verschlafener

Weinort mit rund

1.600 Einwohnern. Neben dem Alten

Rathaus aus dem 16. Jahrhundert

mit seinem runden Treppenturm

inklusive Wendeltreppe ist

auch die Bartholomäuskirche aus

dem Jahr 1756 sehenswert, die

evangelische Barockkirche besitzt

eine Stumm-Orgel.

Der Odenwaldblick ist nur

2

einer von unzähligen Ausblicken,

die man von den rheinhessischen

Weinhügeln genießen kann.

Hier gibt es einige Fernrohre, das

Durchschauen lohnt sich: Weitere

Landschaftsdetails wie die Wälder

und die schönen Flussauen am

Rhein kommen dem Betrachter

dann ganz nah.

3

Hohlwegeparadies

Alsheim: Wie kleine

Schluchten wirken die Hohlwege,

mal gepflastert, mal nur aus Erde

und Gras bestehend. Pfade führen

vorbei an hohen Hecken und meterhohen

Erdwänden. Man läuft

auf Jahrhunderte alten Wegen

unterhalb der heutigen Erdober -

fläche. So tief gruben sich früher

die schwer beladenen Ochsenkarren

mit ihren mit Eisen beschlagenen

Rädern in die weiche Löss-Erde

ein. Teils gibt es auch angelegte

Keller und Höhlen. 6 Routen mit

insgesamt 30 Kilometern Länge

sind begehbar. In den Alsheimer

Hohlwegen leben über 40 Arten

aus der Roten Liste bedrohter

Pflanzen und Tiere, darunter den

Steinkauz, seltene Schmetterlingsarten

und Wildbienen.

4

Kirchenruine

Maria Magdalena: Sie

stammt vermutlich aus dem 14.

Jahrhundert und wurde 1689 im

Pfälzischen Erbfolgekrieg zerstört.

Es sind nur wenige Gemäuerreste

übrig geblieben, dazu ein paar alte

Grabsteine, doch der Ort strahlt etwas

Besonderes aus. Eine Initiative

rund um die Pfarrgemeinde kümmerte

sich um den Erhalt, sicherte

die historische Bausubstanz.

5

Kellerweg in

Guntersblum: Es ist eine

etwa ein Kilometer lange alte

Gasse mit Weinkellern unter den

Guntersblumer Weinbergen, ein

Ensemble aus verschiedenen

Typen Kelterhäusern aus dem 18.

bis 20. Jahrhundert. Heutzutage

ist die Gasse vor allem bekannt

für das Kellerweg-Fest im August,

eines der traditionsreichsten und

größten Weinfeste in Rheinhessen.

Dann öffnen sich die

Pforten der Keller für das

Wein-Publikum.

Sarazenenturmkirche:

6

Vermutlich haben Kreuzfahrer

ca. 1100 nach Christus die

Sarazenentürme errichtet. Das

Besondere an den Kirchtürmen

sind die orientalisch anmutenden

Kuppeln. Vielleicht waren diese

auch Heidentürme genannten

Bauwerke als Siegeszeichen des

Christentums gegenüber dem

Islam gedacht?

Etappenprofil

Tipps für den

RheinTerrassenWeg

Schlummern:

Merianhotel, Wormser Str. 2,

55276 Oppenheim, Tel.: 06133

500010. Preise: EZ ab 87 Euro,

DZ ab 117 Euro, www.merianhotel.de

Schlemmen:

Regionaltypisch und gehoben ist

die Küche im Restaurant Völker,

Krämerstr. 7, 55276 Oppenheim,

Tel.: 06133 2269,

www.weinhaus-voelker.de

Weincafé Zur Angela, tagsüber Café,

abends Weinstube, Langgasse 18,

55294 Bodenheim, Tel.: 06135 2652,

www.weincafe-zur-angela.de

Feiern:

Kellerwegfest in Guntersblum,

www.kellerweg-fest-guntersblum

Winzerfest in Nierstein, www.

verkehrsverein-nierstein.de

Besichtigen:

Zur Geschichte des Weinbaus:

Deutsches Weinbaumuseum in

Oppenheim, Wormser Str. 49, Tel.:

06133/2544, www.dwb-museum.de.

In Oppenheim ist auch eine Führung

durch das Kellerlabyrinth empfehlenswert.

Termine erfährt man beim

Oppenheimer Tourismusbüro (s. u.)

Informieren

Rheinhessen-Touristik,

Tel.: 06136/92398-0 und

www.rheinhessen.de unter „Wandern“,

„RheinTerrasenWeg“

Oppenheim Tourismus GmbH,

Tel.: 06133 490919,

www.stadt-oppenheim.de

Touristik Verbandsgemeinde

Guntersblum, Tel.: 06249 902217,

www.guntersblum-tourismus.de

26 Spezial | 2018


EIN KLASSIKER LÄUFT KEINEM TREND HINTERHER.

DAFÜR SORGEN MULTIFUNKTIONALE DETAILS.

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ausgerichteten Shuksan-

Bekleidungslinie zum

Einsatz – für wind- und

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verzichtet VAUDE

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von schädlichen

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Ausrüstung.

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sogenannten „yarn dyeing“ werden die Farbpigmente

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Vorwärts zur Natur geht es bekanntlich am

schönsten zu Fuß – auch im Winter. In Sachen

Isolation heißt das Zauberwort für optimalen

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hat sogar einen Umweltbonus mit an Bord.


Der Westen

Sauerland

WaldSkulpturen-

Weg

Typ: Streckenwanderung

Länge: 23,4 Kilometer

Dauer: ca. 7 Stunden

Markierung: blaues Tor auf weißem

Grund

Schwierigkeitsgrad: anspruchsvoll

Steigung/Gefälle: ca. 630/670 m

Höchster Punkt: 738 Meter

Beste Wanderzeit: April–Oktober

Start: Tourist-Info/Rathaus,

Poststr. 44, 57319 Bad Berleburg

Ziel: Stadtverwaltung, Unterm

Werth 1, 573892 Schmallenberg

Wegequalität: gut begehbare Wege

Von Bad Berleburg nach Schmallenberg

Moderne Kunst in freier Natur

Die Überquerung des Rothaarkamms von Bad Berleburg nach Schmallenberg führt durch einen entlegenen Wald. Unterwegs

beeindrucken Skulpturen und Installationen, mit denen international bekannte Künstler den „WaldSkulpturenWeg“ schufen.

Am Startpunkt vor dem Bad Berleburger

Rathaus informiert eine Tafel

über das Kunstwerk „Der Wettbewerb“

von Jochen Gerz 1 . Von dort

die Poststraße Richtung Innenstadt

nach Süden wandern, auf der ersten

Straße (Graf-Casimir-Straße) rechts

abbiegen (links liegt der Bahnhof),

am Ende den Pfad parallel zur Straße

bergauf, oben an der Hochstraße

rechts, sofort links auf der Fürst-

Richard-Straße und am Ende links

auf einer Rosskastanien-Allee mit

Blick auf das Schloss in den Wald

hinein laufen. Beim Pfosten mit

Markierungszeichen scharf rechts

abbiegen, am Wegweiser Burgfeldhaus

links den Pfad hinauf. Er wird

zum Waldweg und stößt auf einen

Schotterweg. Dort rechts leicht

abwärts ein paar Kurven folgen, am

Forsthaus Trufterhain vorbei, über

offene Wiesen, eine Asphaltstraße

kreuzen und geradewegs auf das

goldene Ei von Magdalena Jetelová 2

oben am Waldrand zusteuern. Der

Schotterweg durch den Wald steigt

weiter an, an der Gabelung Windbrachekopf

links Richtung Kühhude,

durch das linke Tor (bitte wieder

schließen) und über den Lauberg

weiter zur „Grünstation“ von Gloria

Friedmann 3 . Geradeaus mündet

der Weg in einen Asphaltweg,

links und nächste rechts. In einer

sachten Linkskurve nicht geradeaus

zum Tor, sondern links halten und

den Falken von Alan Sonfist 4

erreichen. An der Mündung in den

Schotterweg links abbiegen. Bei

„Stein–Zeit–Mensch“ von Nils-Udo 5

links, am Parkplatz Kühhude vorbei,

die Wiese umkurven und links dem

Weg hinauf folgen bis zu Ansgar

Nierhoffs „Kein leichtes Spiel“ 6 .

Kurz vor der Installation zweigt

nach links ein schöner Pfad durch

die Naturwaldzelle „Schiefe Wand“

ab und kürzt ein wenig ab. Am Ende

links, am Krummstab von Heinrich

Brummack 7 vorüberlaufen und

in Schanze über den Parkplatz der

Gaststätte Bräutigam-Hanses rechts

ab Richtung Schmallenberg. Am

Ende links auf einen Schotterweg,

die nächste Kreuzung rechts und

dem Weg eine Weile folgen, bis an

einem Abzweig ein Abstecher von

200 Metern rechts zum von Lili

Fischer gestalteten Hexenplatz 8

hinunterführt. Wieder zurück, dem

später asphaltierten Weg mit einer

scharfen Rechtskurve hinunter zum

Wanderparkplatz Almert an der K

17 folgen, die Straße queren, weiter

geradeaus und den ersten Weg nach

links den Hügel hinauf nehmen

zu Timm Ulrichs Lichtspieltheater

„Blinker II“ 9 . Weiter geradeaus,

später nach links eine Kuhweide

umkurven und in Grafschaft auf

der Hauptstraße (K 17) nach rechts

laufen. Hinter dem Klostergelände

links in die Annostraße, kurz

hinter einem rechts abzweigenden

Weg rechts auf einem Pfad in das

Seitental oberhalb der Fischteiche

wandern, durch das die Klänge

von Andreas Oldörps „Über den

Teichen“ 10 schweben. In der

Talspitze erreicht der Pfad einen

Schotterweg, der rechts aus dem

Tal hinausführt. Hinter einem vereinzelten

Haus links abbiegen, der

Rechtskurve folgen, erneut die K 17

queren (etwas links versetzt geht

es weiter), nach links auf Schmallenberg

zugehen, am Ende über die

Holzbrücke in den Kurpark hinein.

Hinter dem goldenen Hasen geht es

links den Pfad hinauf und nach links

über die Straße Auf der Mauer (später

Zehnthofweg) zur Rückseite des

Rathauses, wo der WaldSkulpturen-

Weg an der Infotafel über Jochen

Gerz’ „Der Wettbewerb“ endet.

Spezial | 2018

29


Der Westen

Sauerland

Anreisen und orientieren

Mit Bus und Bahn: Der Bahnhof Bad Berleburg ist Endhaltestelle, Schmallenberg

ist nur mit dem Bus erreichbar (www.bahn.de). Die Verbindung zwischen

Bad Berleburg und Schmallenberg führt über Winterberg-Altastenberg. Fahrtzeit

ca. 1:20 h, werktags im Zweistundentakt, am Wochenende nachmittags.

Benutzung mit Sauerland-Gästekarte gratis (www.vrr.de).

Samstags fährt Peters Taxi Service, Tel.: 02755/767, ein Shuttledienst vom

Rathaus Bad Berleburg nach Kühhude (9.40/16.40 Uhr ab Rathaus,

ca. 17 Uhr ab Kühhude, übrige Woche auf Bestellung). Für die Strecke

Schanze– Schmallenberg: Taxi Spieler, Tel.: 02972/921092.

Mit dem Auto: A 45 Hagen-Wetzlar bis AS 21 Siegen, B 62 über Erndtebrück

und Leimstruth, B 480 nach Bad Berleburg. A 44 Dortmund-Kassel bis

AS 61 Kreuz Wünnenberg, B 480 über Winterberg nach Bad Berleburg.

Tourhöhepunkte

Zehn Mal Kunst in Wald und Wildnis

Jochen Gerz – Der Wettbewerb:

Der Künstler lud die

1

Bewohner von Schmallenberg und

Bad Berleburg ein, Briefe mit Assoziationen

zum Begriff Heimat an

die jeweils andere Stadt zu senden.

Dort sind die Schriftstücke voller

Gefühle, Erlebnisse und Erinnerungen

auf Schildern nachzulesen.

Magdalena Jetelová – Was

2

war zuerst? 6,5 Meter hoch

und etwa 4 Meter dick, blinkt

das mit Blattgold überzogene

riesige Ei den Wanderern vom

Waldrand entgegen.

Gloria Friedmann – Die

3

Grünstation: Grün leuchtet

das einfache Haus unter den

dunklen Fichten hervor, mit deren

Stämmen es verwachsen ist.

Alan Sonfist – The Monument

4

of the Lost Falcon: Die von

einem Erdwall umgrenzte Pflanzfläche

erzeugt den Schattenriss

eines riesigen Falken auf dem

Waldboden. Er ist jedoch nur aus

der Vogelperspektive zu erkennen.

Nils-Udo – Stein–Zeit–Mensch:

5

Wie ein archaischer Tempel

umrahmen mächtige Baumstämme

einen Quarzit- Brocken von nahezu

150 Tonnen.

Ansgar Nierhoff – Kein

6

leichtes Spiel: Vier Meter

hoch und knapp 64 Tonnen schwer

ruht die Stahlskulptur eines der

bedeutendsten Stahlbildhauer

frostsicher auf dem Boden des

Rothaarkamms. Stilisiert weist sie

als Markierungszeichen den Weg.

Etappenprofil

1

Heinrich Brummack – Der

7

Krummstab: Von Weitem

sichtbar, scheint die überdimensionale

bischöfliche Insignie der

römisch-katholischen Kirche auf

den Weg zu stürzen.

Lili Fischer – Hexenplatz:

8 Dem seit jeher als „Hexenplatz“

bezeichneten Ort haucht die

Künstlerin mit Schornsteinen, die

aus dem Waldboden ragen, einem

von aufgeklappten Zauberbüchern

umstellten Hexenkessel und Toren

aus großen Ofengabeln magischmärchenhafte

Atmosphäre ein.

2 3 4 5 6 7 8 9 10

Timm Ulrichs – Blinker II.

9

Ein Lichtspieltheater:

Die Natur führt Regie, wenn die

196 beweglich in ein Stahlgerüst

eingehängten Edelstahlspiegel aus

Wolken, Sonne und Erde unendlich

vielfältige Aufführungen aus Licht

inszenieren.

Andreas Oldörp – Über den

10 Teichen: Aus dieser Klangskulptur

dringen mystische Töne,

die sich mit den Geräuschen der

Natur über dem langgestreckten

Tal zu einem rätselhaften Klangteppich

verweben.

Tipps für den

WaldSkulpturenWeg

Einkehren und Übernachten am

Wegesrand: Hotel Alte Schule,

Goetheplatz 1, 57319 Bad Berleburg,

Tel.: 02751/9204780, www.hotelalteschule.de

Gaststätte Tonkrug,

Hochstr. 15, 57319 Bad Berleburg,

Tel.: 02751/6289, www.tonkrug.com

Kühhude-Café und Restaurant,

Kühhude 4, 57319 Bad Berleburg,

Tel.: 02751/444913, www.kuehhude.de

Schanzer LandschaftsGasthaus

Bräutigam-Hanses, Schanze 1, 57392

Schmallenberg, Tel.: 02975/454, www.

braeutigam-hanses.com Landhaus

Zum Rothaarkamm, Schanze 2,

57292 Schmallenberg, Tel.: 02975/473,

www.landhaus-zum-rothaarkamm.de

Pension Schütte, An der Almert 10,

Grafschaft, 57392 Schmallenberg, Tel.:

02972/97370, www.pension-schuette.de

Weitwandern auf dem Rothaarsteig:

Auf 154 Kilometern verläuft der

Rothaarsteig von Brilon im Sauerland

nach Dillenburg am Fuße des Westerwalds.

Vor über zehn Jahren wurde der

Höhenwanderweg eröffnet und setzte

als zertifizierter Weg neue Maßstäbe

für Wanderqualität in Deutschland:

abwechslungsreiche Wegeführung,

zuverlässige Markierung, einladende

Wanderliegen und Vesperinseln,

wanderfreundliche Infrastruktur, z. B.

Wandergasthöfe. www.rothaarsteig.de,

www.wandergasthoefe.de

5-Gänge-Menü am Rothaarsteig:

Genießen und die Kalorien gleich

wieder wegwandern auf geführten

Feinschmecker-Touren rund um

Schmallenberg. Zwischen den

einzelnen Gängen in den Restaurants

verwöhnen kulinarische Scouts die

Teilnehmer unterwegs an der „RucksackBar“.

www.schmallenberg.info/

deutsch/freizeit-aktiv/wanderwege/

genusswanderungen

Nachlesen: WaldSkulpturenWeg

Wittgenstein–Sauerland, hrsg. von

Uwe Rüth und der Wittgensteiner

Akademie, Wienand Verlag, ISBN 978-3-

86832-002-2, 2011, 29,80 Euro.

Informieren: Bad Berleburg Markt

und Tourismus e. V., Goetheplatz 3,

57319 Bad Berleburg, Tel.: 02751/93633,

www.blb-tourismus.de

Kur und Freizeit GmbH Schmallenberger

Sauerland, Poststr. 7, 57392

Schmallenberg, Tel.: 02972/97400,

www.schmallenberger-sauerland.de

Wittgensteiner Akademie, Poststr.

51a, 57319 Bad Berleburg, Tel.: 02751/

2886, www.waldskulpturenweg.de

30

Spezial | 2018


Der Westen

Vulkaneifel

Auf heißen Spuren

in der Vulkaneifel

Die typischen Vulkane, Krater

und Eifelmaare machen das

Landschaftsbild der Westeifel aus.

Heute zeigt sich die vulkanische

Aktivität noch in Gasaustritten

und Kaltwassergeysiren. Die Region

ist geschützt unter dem Namen

Natur- und Geopark Vulkaneifel.

In den verlandeten Maaren finden

sich Spuren von 11.000 Jahre alten

Pflanzen – aus einer Zeit, als die

Eifel noch eine Tundra war.


Typ: Streckenwanderung

Länge: 3,3 Kilometer

Dauer: 2,5 Stunden

Steigung/Gefälle: 130 m/170 m

Höchster Punkt: 560 Meter

Schwierigkeitsgrad: einfach

Beste Wanderzeit: ganzjährig,

je nach Witterung

Start: Schalkenmehrener Maar

Ziel: Gemündener Maar

Wegequalität: gut

Entlang der Dauner Maare

Vulkanseen: Die Augen der Eifel

Ein paar leichte Steigungen und durchgehend gute Wege ohne

Asphalt führen rund um die Vulkanseen und machen den

Weg zu einem Genuss ohne große Herausforderungen.

Das Schalkenmehrener Maar (1)

ist der Startpunkt der Wanderung.

Von der Maarstraße geht es nach

rechts in den Pitt-Kreuzberg-Weg.

Hier finden sich die ersten Informationstafeln

und Markierungen

des Eifelsteigs, der nun in Richtung

Weinfelder Maar/ Gemünd

führt. Es geht stetig bergan, das

Maar zur Rechten. Oben auf dem

Maarrücken verlassen wir den

Karl-Carstens-Weg und kreuzen

„Brotbaum“ Fichte

die L 64 nach links mit Blick auf

das Weinfelder Maar (2). Dabei

geben die Markierungen des Eifelsteigs

in Richtung Mäuseberg und

Dronketurm Orientierung. Von

der linken Seite des Maares aus

bietet sich nun ein traumhafter

Blick auf die Weinfelder Kapelle,

die auf dem gegenüberliegenden

Ufer weiß leuchtet. Wer sie näher

betrachten möchte, macht einen

etwa zwanzigminütigen Umweg

Die in der Eifel zuhauf anzutreffenden Fichten waren schon zu Zeiten der

Preußen ein beliebtes und preiswertes Bauholz, weil sie bereits nach 80

Jahren hiebreif sind. Die verhängnisvolle Monokultur hatte zur Folge, dass

die Region in Armut stürzte. Heute setzt man auf die Douglas-Fichte aus

Oregon. Sie ist unempfindlicher und zehn bis 15 Jahre früher hiebreif. Außerdem

ist bei der Holzverarbeitung weniger Pflanzenschutzmittel notwendig,

weil das Holz wegen des hohen Harzanteils resistenter gegen Holzwürmer ist.

an der Kapelle vorbei und folgt

dabei den Schildern rechts um

das Maar herum. Für alle anderen

führt ein schmaler Pfad weiter

über Wiesen, durch niedriges

Gebüsch und Ginsterbüsche,

allmählich ansteigend zum

Plateau des Mäusebergs. Hier

oben beeindruckt die herrliche

Aussicht vom Dronketurm (3).

Auf der anderen Seite des Turms

eröffnet sich nun in der Tiefe

der Blick auf das dritte Maar der

Wanderung in Gemünden. Tische,

Bänke und eine große Hollywoodschaukel

laden hier oben zum

Verweilen und Genießen ein.

Abwärts geht es dann durch

Buchenwälder, das Maar zur

rechten Seite. Immer noch folgen

wir den Schildern des Eifelsteigs.

Unten am Gemündener Maar

(4), dem Endpunkt der Wanderung,

finden sich ein Café und

das Freibad. Außerdem besteht

die Möglichkeit, Autos auf dem

Wanderparkplatz abzustellen.

Für den Rückweg gibt es verschiedene

Möglichkeiten. Müde Füße

nehmen den Bus „Regioradler“

500 an der Haltestelle „Getränke

Schreiner“ (etwa 700 Meter vom

Wanderparkplatz). Der Bus fährt

im Zwei-Stunden-Takt.

Hungrige wandern drei Kilometer

weiter durch den Kurpark mit

Kneipptretbecken bis in die

Innenstadt von Daun. Nach einem

kleinen Imbiss und einem Stadtbummel

fährt von dort ebenfalls

der Bus „Regioradler“ 500.

Wer den Rundwanderweg gehen

möchte, wählt am Gemündener

Maar den Rückweg über die

ausgeschilderten Wanderwege

Nummer 4 und 5. Diese führen

über die Skipiste am Mäuseberg

zurück auf die andere Seite des

Gemündener Maares, vorbei

an der Weinfelder Kapelle. Am

Schalkenmehrener Maar geht es

dann links um den See bis zur

Maarstraße in Schalkenmehren,

unserem Ausgangspunkt.

Spezial | 2018

31


Der Westen

Vulkaneifel

Anreisen und orientieren

Anreise mit dem Pkw: Von Norden (Ruhrgebiet/Rheinland): der A1 von

Köln in Richtung Trier bis Autobahnende folgen, dann Richtung Hillesheim/Gerolstein/Daun.

In Daun Richtung Dauner Maare/Brockscheid,

dann links nach Schalkenmehren. Von Osten/Südosten: A 3 Frankfurt

nach Köln bis zum Dernbacher Dreieck oder auf der A 61 von Ludwigshafen

nach Köln bis zum Koblenzer Kreuz. Von dort über die Eifelautobahn

A 48/1 Koblenz nach Trier bis zur Abfahrt Mehren, dann links in

Richtung Schalkenmehren. Von Süden: auf der A 1 von Saarbrücken nach

Trier, von Trier dann der A48/1 bis zur Abfahrt Mehren folgen. Dann links

in Richtung Schalkenmehren.

Mit der Bahn: Bis Gerolstein oder Wittlich Hbf. Öffentlicher Nahverkehr

der Region Trier: www.vrt-info.de. Zusätzlich Mai bis Oktober: Eifelquerbahn

von Gerolstein bis Kaisersesch, www.eifelquerbahn.de

Tourenhöhepunkte Vulkaneifel

Meere, Märchen und Mäuseberg

Schalkenmehrener Maar:

1

Es ist, wie die anderen

Maare auch, etwa 25.000 bis

30.000 Jahre „jung“ und liegt etwa

3 Kilometer südöstlich von Daun.

Bei einer Tiefe von 21 Metern

und einem Durchmesser von 575

Metern ist Angeln, Schwimmen,

Bootfahren und Surfen dort

erlaubt. Badesaison im Naturfreibad

ist von Mai bis September. Die

Wassertemperatur beträgt etwa 17

Grad, denn Maare sind tief, und

es findet kaum ein Austausch zur

Erwärmung statt. Erwachsene zahlen

drei Euro Eintritt, Kinder bis

16 Jahre 1,50 Euro. Der Rundweg

um das Maar (ca. 3 Kilometer) ist

für Kinderwagen und Rollstuhl

geeignet. Am Endpunkt befindet

sich eine Gaststätte.

Weinfelder Maar: Mit 51

2

Metern ist das Weinfelder

Maar der tiefste der drei Dauner

Seen (525 Meter breit). Der Sage

nach war hier einmal ein Berg, bekrönt

von einem Schloss. Weil die

Schlossherrin einen Bettler kaltherzig

abwies, versank das Schloss

samt Edelfrau in einem See. Dem

Schlossherrn blieb nur der Sohn,

der einsam in seiner Wiege auf

dem See schwamm. Auch deshalb

wird dieser herrliche See Totenmaar

genannt. Schwimmen ist

nicht erlaubt – wer weiß …

Dronketurm: Dieser Turm

3

wurde 1902 auf dem 560 Me-

ter hohen Mäuseberg zu Ehren von

Dr. Adolf Dronke erbaut. Dronke

war der Gründer des Eifelvereins.

Die Region war damals wegen der

rückständigen Landwirtschaft,

Abwanderung und Niedergang der

ansässigen Eisenindustrie verarmt.

Daher wurde sie auch spöttisch

Preußisch Sibirien genannt.

Dronke, ein Lehrer aus Trier,

wollte die Not der Einheimischen

mittels Eigeninitiative lindern,

indem er die Menschen einband

und Ideen zur Wieder belebung der

Region mit Ihnen umsetzte. Netze

von Wanderwegen mit entsprechender

Infrastruktur, Herbergen

und Gastronomie wurden

eingerichtet. Später engagierten

sich die Eifeler zunehmend auch

in grenzübergreifenden Projekten

und im Naturschutz. Von seiner elf

Meter hohen Plattform bietet der

Dronketurm einen tollen Rundumblick

über die Vulkaneifel – bei

gutem Wetter bis zur Mosel.

Gemündener Maar: Auch hier

4

ist Schwimmen erlaubt, von

Mai bis September hat ein Freibad

mit Liegewiese und Bootsverleih

geöffnet. Mit 325 Metern Durchmesser

ist das Gemündener Maar kleiner

als das Schalkenmehrener, aber

immerhin 38 Meter tief. Der Eintritt

beträgt 3 Euro, für Kinder 1,50 Euro.

Im Sommer finden hier klassische

Open-Air-Konzerte statt:

www.klassikaufdemvulkan.de

Etappenprofil 1

2 3 4

Die Eifel erwandern

und erfahren:

Schlemmen und rasten:

Waldcafé am Gemündener Maar,

Jan.–Okt. tägl. ab 10 Uhr, Sa./So. ab

11 Uhr, Maarstr. 7, 54550 Daun-

Gemünden, Tel.: 06592/1400, www.

waldcafe-daun.de, Nov/Dez geschl.

Café Sherlock, für Eifel-Krimi-Fans,

10–18 Uhr, So./Feiertag 12–18 Uhr,

Am Markt 5-7, 54576 Hillesheim,

Tel.: 06593/809435 Hotel

Schneider, Maarstr. 22, 54552 Schalkenmehren,

Tel.: 06592/95510,

www.hotelschneider.de

Landhaus Müllenborn, Hotel & Restaurant,

marktfrische Landhausküche,

Auf dem Sand 45, 54568 Gerolstein,

Tel.: 06591/95880, www.landhausmuellenborn.de

Üdersdorfer Mühle,

Gaststätte und Hofladen 10, tägl. ab 12

Uhr, Tel.: 06596/217, 54552 Üdersdorf,

www.eifelurlaub-online.de

Eifelmaar-Jugendherberge Daun,

Maria-Hilf-Straße 21, 54550 Daun,

Tel.: 06592/2884, www.

diejugendherbergen.de

Wandern ohne Gepäck:

Wikinger Reisen, organisierte Wandertouren

in der Gruppe mit Gepäcktransfer,

Kölner Str. 20, 58135 Hagen,

Tel.: 02331/9046, www.wikinger.de

Staunen und Besichtigen:

Eifel-Vulkanmuseum Daun,

Öffnungszeiten: Ostersonntag bis

31. Oktober Di. - So. 11–16.30 Uhr

Leopoldstr. 9, 54550 Daun,

Tel.: 06592/985353

www.vulkaneifel.de

Maar-Museum Manderscheid,

Di. bis So. und Feiertag 11–17

Uhr, Führungen u. Halbtagsexkursionen

Wittlicher Str. 11, 54531

Man der scheid, Tel.: 06572/920310,

www.maarmuseum.de

Deutsches Vulkanmuseum

Lava-Dome, interaktiv, Di.–So. &

Feiertag 10–17.30 Uhr. In den Ferien

RLP+NRW & feiertags auch Mo.,

Brauerstraße 1, 56743 Mendig, Tel.:

02652/9399222, www.lava-dome.de

Kriminalhaus, alles rund um Eifel-

Krimis, Di.–Sa. 9–18 Uhr, So./Feiertag

12–18 Uhr, Am Markt 5-7, 54576

Hillesheim, Tel.: 06593/809433,

www.kriminalhaus.de

Unterwegs: Bus „Regioradler“ 500,

www.vrt-info.de/tourentipps

Nachfragen und Informieren:

Rheinland-Pfalz Tourismus,

Löhrstr. 103-105, 56068 Koblenz,

Tel.: 0261/91520-0, www.gastlandschaften.de

32

Spezial | 2018


Der Westen

Saarland

Klaus Steins

Tiefenbach-Pfad

Klaus Stein kennt jeden Winkel

seiner Heimatstadt Sankt Wendel.

Er hat den Tiefenbach-Pfad

„komponiert“. Vom Wendelinushof

führt er Wanderer rund um den

Bosenberg in schattige Kerbtälchen,

durch einen ehemaligen

Steinbruch, ins Naturschutzgebiet

„Leitersweiler Buchen“, zum Bergmannsbrunnen

im Tiefenbachtal

und auf den Fledermauskopf.


Typ: Rundwanderung

Länge: 15,5 Kilometer

Dauer: 5 Stunden

Steigung/Gefälle: jew. 460 Meter

Schwierigkeitsgrad: mittel bis

anspruchsvoll

Höchster Punkt: 461 Meter

Markierung: Tiefenbach-Pfad

Wanderzeit: ganzjährig

Start und Ziel: Parkplatz Bosenberg

am Wendelinushof

Wegequalität: Premiumweg (74 P.)

Rund um den Bosenberg

Premiumweg & Panoramablicke

Ein Weg der Wechsel: schwungvolle Pfade und dann wieder ein Stückchen auf breitem Weg zum Verschnaufen und Plaudern.

Auf weite Blicke folgen tief eingeschnittene Kerbtälchen. Am Waldrand lassen „Fenster“ zwischendurch den Augen freien Lauf.

Dazu beeindrucken Felswände in einem alten Steinbruch und 400-jährige Baumriesen bei den „Leitersweiler Buchen“.

Vom Innenhof des Wendelinushofs

(1) geht es links durch die

Stallungen zur Straße, gegenüber

am Parkplatz entlang zum Startportal

des Tiefenbach-Pfads, dort

links über Schotter am Waldrand

leicht bergan, im Wald an der ersten

Gabel links, dann links ab auf

einen Pfad und an der nächsten

Gabel wieder links zur Aussicht

auf das Missionshaus (2). Bei den

Bänken nimmt der Tiefenbach-

Pfad rechts die Stufen, an der Gabel

den linken Zweig, kreuzt einen

Waldweg, läuft an der Kurklinik

entlang und biegt am Ende links

auf einen breiteren Weg ab. Leicht

abwärts führt er aus dem Wald

heraus, eröffnet weite Blicke auf

Sankt Wendel (3) und darüber hinaus.

Ab der Einmündung steigt der

Weg rechts steil an, wendet sich

bei der Bank nach links, fällt nach

einem Linksknick im Wald wieder

ab, passiert eine Radsperre, läuft

oberhalb eines tief eingeschnittenen

Bachbetts entlang, kurvt

vor dem Waldrand nach rechts,

kreuzt bei einem Wegweiser einen

Waldweg, schwenkt hinter einem

Stück parallel zum Waldrand nach

rechts zum Rumbachtal (4) und

quert oberhalb einer steilen Treppe

eine Lichtung. Am Ende biegt

er rechts ab und knickt hinter

einer langgezogenen Rechtskurve

links ab auf den Pfad durch den

ehemaligen Steinbruch (5). Wieder

ganz oben angekommen, folgt der

Tiefenbach-Pfad einem Waldweg

nach links, biegt am Waldrand

wieder links und knickt bei einem

Grenzstein (6) links ab bis zu einer

Aussicht mit Picknickplatz, wo

Offizierspfad Imsbach in Tholey-Theley

Napoleon belohnte Louis Lapointe für seine militärischen Erfolge mit

dem Hofgut Imsbach. Im Englischen Garten nutzt das strahlend weiße

Herrenhaus den Weiher als Naturspiegel. Der Offizierspfad, ebenfalls ein

zertifizierter Qualitätsweg, führt auf 11,5 Kilometern um die heute als

Hotel und Restaurant genutzte Anlage. Ausblicke ins Schaumberger Land

und bis zur Freisener Höhe bereichern den Weg.

er rechts den vorigen Weg quert

und durch den Heckentunnel

zu den Leitersweiler Buchen (7)

lenkt. Dort biegt er rechts auf den

balkonartigen Panoramaweg ab,

knickt beim Wegweiser hinter

dem Picknickplatz rechts in den

Wald ab, noch mal rechts auf

einen Pfad durch Naturtunnel und

am Ende rechts auf einen Feldweg.

Hinter einer Rechtskurve in den

Wald hinein geht es steil hinunter

ins Tiefenbachtal, beim Bergmannsbrunnen

(8) Stufen hinauf,

oben links, auf dem nächsten Pfad

links wieder steil zum Tiefenbach

hinunter, am Ende kurz rechts

auf einen Waldweg, dann links,

zurück auf dem Waldweg noch vor

der Straße rechts hinauf bis zur

Straße, dort kurz links und schräg

gegenüber weiter hinauf zum

Spezial | 2018

33


Der Westen

Saarland

Anreisen und orientieren

Anreisen: Mit dem Pkw: Anreise über die A1, bis zur Abfahrt 138 (Nonnweiler-Primstal)

links in Richtung Theley, im Ort an der Einmündung

rechts Richtung Tholey, in Tholey links über Alsweiler und Winterbach

nach Sankt Wendel, der Beschilderung Missionshaus folgen, am Missionshaus

noch einen Kilometer weiterfahren zum Wendelinushof.

Mit Bus und Bahn: vom Bahnhof Sankt Wendel mit der CityMobil-Linie

621 zum Wendelinushof, Fahrpläne und weitere Infos unter

www.saarfahrplan.de

Orientieren: Wanderkarte „Sankt Wendeler Land Nord und Süd (Premium-,

Pilger-, Themenwege, überregionale Wanderwege)“, 1:25.000, Landesamt

für Kataster-, Vermessungs- und Kartenwesen, einzeln 3,50 Euro, im Set

7 Euro, Verkaufsstellen: Tourist-Information Sankt Wendeler Land (s. u.),

Buchhandlungen St. Wendel, Servicebüro im Landratsamt in St. Wendel.

Fledermauskopf. An der Mündung

wendet sich der Tiefenbach Pfad

nach rechts, trifft auf den Wendelinuspilgerweg

(von hier zum

Wendelinushof ca. 300 m), läuft

mit diesem links bis zum Wendelinusstein,

biegt dort links, nach

einer Linkskurve rechts ab, wendet

sich oberhalb der Brücke nach

links, biegt auf den ersten Pfad

links ab und quert zwei Mal den

Lautenbach, setzt sich am Ende

links auf dem Waldweg fort und

wendet sich an der Einmündung

nach rechts. Im Wald knickt ein

Pfad nach rechts ab, oben links auf

den breiten Weg, dann rechts und

beim Waldrand rechts bergauf,

oben vom Schotterweg nach links,

zum Picknickplatz mit Missionshausblick,

bei der Kreuzung mit

Wegweiser schräg links auf den

Pfad, links den Asphaltweg kreuzen

und zwischen den Feldern

zurück zum Wendelinushof (1).

Etappenprofil

Tourenhöhepunkte

Die schönsten Naturfleckchen von Sankt Wendel

Wendelinushof: Die Steyler

1

Missionare brachten den

etwas verfallenen Wirtschaftshof

mit gut 300 Hektar Wald, Ackerund

Grünland ab 1898 wieder

auf Vordermann. Heute arbeiten

etwa 100 Leute in Landwirtschaft,

Gärtnerei, Hofladen, Hofküche

und Schlachthof des Werkstattzentrums

für behinderte Menschen.

Blick zum Missionshaus:

2

Nach dem Kauf des Wendelinushofs

erbauten die Ordensbrüder

das etwas tiefer gelegene

Missionshaus samt Kirche und

Internat. Heute besuchen 800

Schüler das Arnold-Jansen-Gymnasium,

65 Patres genießen im

Seniorenheim ihren Ruhestand

und noch etwa 40 Ordensmitglieder

leben im Missionshaus.

1 2 3 4 5 6 7 8

Rundblick über Sankt

3

Wendel: Der Turm der

spätgotischen Wendelinusbasilika

ist von oben schwer zu erkennen,

unten dominiert die Kirche das

mittelalterliche Altstadtbild. Im

Hintergrund erhebt sich mit dem

569 Meter hohen Schaumberg der

markanteste Buckel des Saarlands.

Rumbachtal: Ein typisches

4

Kerbtälchen, von denen

viele die Hänge des Bosenbergs

durchfurchen.

Steinbruch Bosenberg

5

Urweiler: Nach Aufgabe

des Steinbruchs wurde er Mitte

der 1980er Jahre verfüllt. Vorher

schlugen sogenannte Steinschläger

das magmatische Gestein zu

Pflastersteinen, über die man

sogar in Paris flanierte.

Grenzsteine: Seit 1845

6

markieren die Hoheitssteine

eine Grenze: Zuerst zwischen K. B.

– Königreich Bayern – und K. P. –

Königreich Preußen, mit der

Saargebietsabtretung durch den

Versailler Vertrag ab 1919 die

vom S – Saarland – nach D –

Deutschland. Heute trennen sie

die Gemarkungen Urweiler und

Leitersweiler.

NSG Leiterweiler Buchen:

7

Bis zu 400 Jahre alte, verwachsene

Buchen bieten Spechten,

Hohltauben, Sperbern und Habichten

wertvolle Brutplätze.

Bergmannsbrunnen im

8

Tiefenbachtal: Der Brunnen

ist der letzte Zeuge des einstigen

Steinkohle abbaus, der von diesem

Kerb tälchen weiter nach Süden zog.

Saarland

entdecken

Schlemmen und schlummern:

Am Wegesrand: Wendelinushof,

Hofküche, Hofladen und Biergarten,

Werkstattzentrum für behinderte

Menschen der Lebenshilfe, 66606

St. Wendel, Tel.: 06851/93987-0,

www.wendelinushof.de.

In der Umgebung: Café le Journal,

Schlossstr. 16, 66606 St. Wendel, Tel.:

06851/2578, www.cafe-le-journal.de

Domhotel/Restaurant Dionysos,

Carl-Cetto-Str. 4–6, 66606 St. Wendel,

Tel.: 06851/2725, www.domhotelst-wendel.de

Restaurant Luise im

Angel’s - das Hotel am Fruchtmarkt,

Am Fruchtmarkt 5–9, 66606

St. Wendel, Tel.: 06851/999000, www.

angels-dashotel.de. Für Gourmets:

Restaurant Kunz, Kirchstraße 22,

66606 Bliesen, Tel.: 06854/8145,

www.restaurant-kunz.de

FontanaVita, Marienstr. 17, 66636

Theley, Tel.: 06853/502130, www.

ayurveda-kosmetik-wellness.de

Landgasthof Paulus, Prälat-Faber-

Straße 2–4, 66620 Nonnweiler-

Sitzerath, Tel.: 06873/91011,

Mo + Di geschlossen,

www.landgasthof-paulus.de

Wanderungen planen: Premiumwege

und mehr: Tourismuszentrale

Saarland, www.urlaub-saarland.de,

www.premiumwandern.com

Günter Schmitt: Der Saar-Hunsrück-

Steig, ISBN 978-3-937811-06-2,

9,95 Euro. Weitere Premiumwege

im Sankt Wendeler Land: 5-Weiher-

Tour in Winterbach und Bliesen,

Weiselberg-Gipfeltour in Oberkirchen,

Schaumberg-Tafeltour in Tholey,

Offizierspfad Imsbach in Theley, Hochwälder

Tafeltour Wadrilltal/Sitzerath,

Schmuggler-Pfad in Hofeld, Biberpfad

in Berschweiler, Rötelsteinpfad in

Güdesweiler, Bärenpfad in Nohfelden.

Informieren: Tourist-Information

Sankt Wendeler Land,

Am See hafen, 66625 Nohfelden-Bosen,

Tel.: 06852/9011-0, www.bastalsee.de.

Tourist-Info Stadt Sankt Wendel

Rathausplatz 1, 66606 St. Wendel,

Tel.: 06851/809-1913, www.sanktwendel.de

34

Spezial | 2018


Der Westen

Moseltal

Die sonnige

Terrassenmosel

Der Bleidenberg liegt oberhalb

der Ortschaft Oberfell, auf dem

rechten Moselufer, etwa 20 Kilometer

von Koblenz entfernt. Die

Region gehört klimatisch zu den

wärmsten Deutschlands. Neben

den terrassenförmig angelegten

Hängen der Mosel und herrlichen

Mischwäldern gibt es viel Historisches

zu entdecken.


Typ: Rundwanderung

Länge: 12,5 Kilometer

Dauer: ca. 4 Stunden

Steigung/Gefälle: 537 Meter

Markierung: weißer Fluss auf

orangefarbenem Grund

Schwierigkeitsgrad: mittel, festes

Schuhwerk notwendig

Beste Wanderzeit: April bis

Oktober, Mittagshitze im

Sommer besser meiden

Start/Ziel: 56332 Oberfell,

Im Kirchenstück

Bleidenberger Ausblicke

Moselweg mit Panoramablick

Für seine anstrengenden Teilstücke entschädigt der Traumpfad Bleidenberger Ausblicke mit traumhaften Fernsichten über das

Moseltal. Historische Entdeckungen am Wegesrand machen das Wandervergnügen perfekt.

Direkt oberhalb der Oberfeller

Kirche beginnt der Traumpfad an

der Straße Im Kirchenstück, nicht

zu verfehlen wegen der orangeweißen

Markierung. Hier gibt es

auch kostenlose Parkplätze. Über

eine Treppe zwischen zwei Häusern

geht es ab in den Wingert.

Zwischen Schiefermauern führt

der Weg über das erste Plateau

mit Bank und Fahne hinaus, dann

links auf den nur noch leicht

ansteigenden Schotterweg durch

einen Eichenwald. Oben auf dem

Schildberg im großen Rechtsschwenk

dem Weg durch Wiesen,

Felder und Fichtenwälder folgen.

Von hier rechter Hand Blick auf

die Dreifaltigkeits-Kirche in der

Ferne. Lichtung mit Schutzhütte

und Traumliege unterhalb

des Dickenbergs 1 : herrlicher

Blick über Hunsrück und Eifel.

Weiter geht es um den Dickenberg

herum. Der Aufstieg lohnt

nicht, es fehlt die Aussicht. Den

Schildern folgend am Waldrand

entlang, rechts Wiese. An dem

Modellflugplatz mit Windsack

auf der rechten Seite vorbei. Hier

ist der Traumpfad auch gleichzeitig

Jakobsweg, erkennbar an

der gelben Muschel auf blauem

Grund. Straße K 71 von Pfaffenheck

nach Oberfell queren. Ein

kurzes Stück asphaltierter Weg,

links Wiese, rechts Wald. Im Wald

dann nach rechts bergab halten,

parallel zu einer kleinen Schlucht.

Die geht in das Alkener Bachbett

über. Das Bächlein befindet sich

mal auf der rechten Seite, mal auf

der linken. Die Helmutseiche 2 mit

Bank lädt zum Innehalten ein. Es

geht gemächlich bergab bis zu einer

Weggabelung. Geradeaus mündet

der Weg direkt im Ort Alken (nach

ca. 1 km). Links hoch führt der Pfad

über einen Wasserdruckbehälter

hinweg zur Burg Thurant 3 .

Imposante Steinbrüche kommen ins

Blickfeld. Direkt unterhalb der Burg

liegt das Moseltal mit den Orten

Löf und Alken. Umleitung links an

der Burg vorbei über Felsvorsprünge

und schmale Pfade oberhalb

der Mosel hinunter nach Alken

direkt auf den Friedhof der St.

Michaelskirche mit Gebeinhaus 4 .

Abstecher an die Moselpromenade

5 von Alken möglich. Von der Bachstraße

aus hinter dem mittelalterlichen

Stadttor links Treppe in den

Weinberg zu den Sieben Fußfällen

6 . Sieben kleine weiße Kapellen

stehen für den Kreuzweg Jesu. Der

Weg führt in Serpentinen durch

Reben und an Mauern entlang auf

etwa 235 Höhenmeter. An der

Wallfahrtskapelle Dreifaltigkeit

auf dem Bleidenberg 7 links

vorbei zur neuen Schutzhütte

mit Moselblick. Am Moselhang

entlang, langsam absteigend,

Richtung Oberfell. Hier kreuzt der

Zeitreise-Weg mit Keltenmauer

und -lager 8 den Traumpfad. An

der Weggabelung links abwärts

durch den Wald bis nach Oberfell.

Spezial | 2018

35


Der Westen

Moseltal

Anreisen und orientieren

Mit Bahn und Bus: Per Bahn bis zum Hauptbahnhof Koblenz (Infos auf

www.bahn.de), dann weiter mit dem Bus der KVG Linie 301 bis nach

Oberfell (Infos auf www.vrminfo.de).

Mit dem Pkw: Über die A 61, beim Koblenzer Autobahnkreuz Ausfahrt

Koblenz/Dieblich, dann weiter auf der B 411 durch Dieblich, schließlich

auf der B 49 bis nach Oberfell.

Orientieren und informieren: Informationen sowie kostenlose Übersichtskarte

mit kurzer Beschreibung aller Traumpfade und Traumpfade-Gastgeber über

Rhein-Mosel-Touristik, Bahnhofstraße 9, 56068 Koblenz, Tel.: 0261/108419,

www.remet.de. (Hier erhält man auch Infos zu Radfahren, Skaten, Schifffahrt,

Klettergärten und Trendsportarten in der Region um Mayen-Koblenz.)

Freizeitkarte Rheinland-Pfalz, „Traumpfade im Rhein-Mosel-Eifel-Land“,

Maßstab 1:50.000, Landesvermessungsamt Rheinland Pfalz, 5,90 Euro.

Tourenhöhepunkte

Vom Dickenberg bis zur historischen Keltenmauer

Schutzhütte Dickenberg:

1

Eine von vielen Schutzhütten

mit Bänken und Tischen. Die

extrabreite Traumliege bietet

einen schönen Ausblick auf das

Moseltal. Der Dickenberg mit 400

Metern Höhe bietet keine Fernsicht,

weil er überwuchert ist.

Helmutseiche: Am Bett des

2

lauschigen Alkener Baches.

Der Ursprung des Namens ist ungewiss.

Sicher ist nicht der gewichtige

Altkanzler Kohl Namenspate. Eher

ein Waldarbeiter, der diesen Platz

zum Verweilen schön fand.

Burg Thurant: Funde

3

lassen auf eine römische

Wach station schließen. Die Burg,

um 1200 erbaut von Pfalzgraf

Heinrich, wurde zum Zankapfel

zwischen ihm und den konkurrierenden

Erzbistümern Köln

und Trier. Jahrzehntelange Belagerungen

folgten. 1248 teilten die

Bischöfe Thurant in zwei Hälften.

1960 erfolgte die letzte Restaurierung,

die die im Zweiten Weltkrieg

erlittenen Schäden beseitigte.

Der größte Teil ist zu besichtigen.

Einfache Gastronomie.

www.thurant.de

St. Michaelskirche mit

4

Gebeinhaus: Erstmals 1015

erwähnt , somit eine der ältesten

Kirchen im Moseltal. Erzengel

Michael zu Ehren, dem Schutzpatron

von Alken. Prächtig der

barocke Michaels-Altar. Das

Gebeinhaus zeigt Schädel aus

dem 14. bis 16. Jahrhundert. Von

Alken aus schöner Aufgang mit

14 Kreuzwegstationen.

Moselpromenade in Alken:

5

Geschickt angelegt, viele

Restaurants und Cafés, die zum

Verweilen mit Blick auf die Mosel

einladen.

„Sieben Fußfälle“-Weg:

6

Steiler Weinbergspfad

hinauf zur Dreifaltigkeitskapelle

auf dem Bleidenberg, ein Teil des

Jakobsweges. Die sieben Stationen

wurden im 17. Jahrhundert

errichtet. Die Gläubigen fielen

hier zum Gebet auf die Knie. Das

obere Ende ist als Klettersteig

deklariert, entpuppt sich aber

einfach als steiler Pfad, für den

festes Schuhwerk ausreicht.

Wallfahrtskapelle Dreifaltigkeit

auf dem Bleidenberg:

7

Gotische Basilika aus Bruchstein

und Tuff, im Inneren eher romanisch.

Seit 1250 ist sie Ziel von

Dreifaltigkeitsprozessionen.

Keltenmauer und Lagerstätte:

8

Historische Funde lassen

auf eine Siedlung (Oppidum) der

Kelten auf dem Bleidenberg im

2. und 1. Jahrhundert vor Christi

schließen. Die Rekonstruktion

einer Befestigungsmauer und eine

Lagerungsstätte sind zu besichtigen.

Grabungsfunde im Museum

„Altes Pfarrhaus“ in Oberfell.

www.themenweg-zeitreise.de

Etappenprofil

1

2 3 4 5 6 7 8

Rund um den

Bleidenberg

Schlummern und schlemmen:

Weingut und Winzerschänke

Schweisthal, Übernachtung im

Doppelzimmer mit Frühstück ab 50

Euro, Montag Ruhetag, Moselstraße

22, 56332 Oberfell, Tel.: 02605/3371,

www.weingut-schweisthal.de

Moselgasthaus „Zur Krone“,

mit Übernachtungsmöglichkeit,

Moselstraße 11, 56332 Oberfell, Tel.:

02605/665, www.krone-oberfell.de

Mosel-Gasthaus Schweisthal,

Moselstraße 21, 56332 Oberfell, Tel.:

02605/604, www.moselgasthaus.de

Ferien- und Clubhotel Lellmann,

3-Sterne-Superior-Hotel mit Hallenbad

und Fitness, Alte Moselstr. 36,

56332 Löf, Tel.: 02605/98070,

www.hotel-lellmann.de

Ansehen und besichtigen:

Themenweg „Zeitreise“, zeigt über

800.000 Jahre Menschheitsgeschichte

zwischen Oberfell und Alken,

www.themenweg-zeitreise.de

Christiane Horbert, Weinerlebnisbegleiterin

(IHK-zertifiziert), Weinerlebniswanderungen

mit Verkostung

ab 8 Personen, 10 bis 15 Euro pro Kopf.

Hauptstraße 99 b, 56332 Oberfell, Tel.:

02605/847930, www.weinwanderndurch-die-zeit.de

Burg Thurant, Besichtigung, Gastronomie

und Ferienwohnung,

www.thurant.de Ehrenburg, erstmals

1161 erwähnt, besonders schön im

„ Ehrenburger Sommer“ mit mittelalterlichem

Treiben, A 61, Abfahrt Boppard.

Ehrenburg, 56332 Brodenbach, Tel.:

02605/3077, www.ehrenburg.de

Burg Eltz, Führungen durch Burg und

Schatzkammer, Gräflich Eltz’sche Kastellanei,

Burg Eltz, 56294 Wierschen,

Tel.: 02672/950500, www.burg-eltz.

de Köln-Düsseldorfer-Schifffahrtsgesellschaft,

Landschaft und Burgen

im Vorbeiziehen.

Informieren:

Touristinfo Sonnige Untermosel,

Moselstr. 7, 56332 Alken,

Tel.: 02605/8472736,

www.sonnige-untermosel.de

Rhein-Mosel-Eifel-Touristik, Infos

zu Traumpfaden, Bahnhofstraße 9,

56068 Koblenz, Tel.: 0261/108 419,

www.traumpfade.info

36

Spezial | 2018


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Blühende Landschaften gibt es Sassnitz und Sächsischer Schweiz zur Genüge: Und auch,

wenn der Ausdruck inzwischen insbesondere im Osten Deutschlands eine andere

Bedeutung erlangt hat als diese wortwörtliche – Wanderer lieben die abwechslungsreichen

Landschaften in der Uckermarck, rund um die Mecklenburgische Seenplatte, den Thüringer

Wald oder den Harz! Warum? Weil nirgendwo sonst in Deutschland eine ähnliche Ursprünglichkeit

lockt wie hier im Osten der Bundesrepublik!

© HaraldBiebel/istockphoto.com

38

Spezial | 2018


Der Osten

Vogtland

Toureninfo

Typ: Fernwanderweg

Länge: 225 Kilometer

Etappen: 12

Markierung: Vogtland Panorama

Weg Symbol

Schwierigkeitsgrad: leicht bis schwer

Höhendifferenz: 655 Meter

Beste Wanderzeit: ganzjährig

Vogtland Panorama Weg

Natur spüren im stillen Winkel

Liebliche Kuppenlandschaft, waldreiche Höhenzüge, ausgedehnte Heideflächen, wildromantische

Täler, unzählige Weitblicke und besondere Kulturgüter prägen den Vogtland Panorama Weg.

Etappe 1 Göltzschtalbrücke – Greiz – Jocketa,

26 km, 6–8 Std. Überwiegend Talwanderung,

Trittsicherheit auf Köhlersteig erforderlich.

Die größte Ziegelsteinbrücke der Welt, die

Göltzschtalbrücke, und das wildromantische

Frisenbachtal sowie das Triebtal mit moosbezogenen

Felsen im Wasser sind Highlights.

Etappe 2 Jocketa – Plauen oder Syrau –

Zwoschwitz, 10 km (16 km über Syrau),

2—3 Std. (4–5 Std.). Von der Elstertalbrücke,

die zweitgrößte Ziegelstein weltweit, geht

es am Bach entlang in den Stadtwald von

Plauen. Hier hat man die Wahl, entweder

einen Stadtrundgang durch Plauen einzuplanen

oder direkt über Syrau nach

Zwoschwitz zu wandern.

Etappe 3 Zwoschwitz – Weischlitz – Oelsnitz,

28 km, ca. 8 Std. Dieser Weg führt durch eine

abwechslungsreiche Kuppenlandschaft und

das ehemalige Bergbaugebiet.

Etappe 4 Oelsnitz – Bad Elster, 20 km,

5–6 Std. Fast 5 Kilometer läuft der Weg

an der Weißen Elster entlang. Bei Freiberg

schöner Ausblick nach Tschechien. Das

Albert Bad in Bad Elster beeindruckt mit

Jugendstilarchitektur.

Etappe 5 Bad Elster – Bad Brambach, 14 km

(18 km über Asch), ca. 3,5 Std. (5 Std.). Munteres

Auf und Ab durch das Elstergebirge. Viel

Wald und Acker säumen den Wanderweg

zum historischen Raun mit hübschen Fachwerkhäusern

im Egerländer Stil. Alternativ:

Wanderung über Asch (Tschechisch: Aš) mit

schöner Aussicht vom Hainberg.

Etappe 6 Bad Brambach – Kapellenberg –

Bad Brambach, 14 km (20 km), ca. 3 Std.

(5 Std.). Einziger Rundweg auf dem Pano rama

Weg. Lange, flache Steigung zum Kapellenberg,

ebenso langgezogener Abstieg. Vom

Kapellenberg (759 m) herrlicher Weitblick.

Alternativ: Gipfelsammler können den

Weg mit einem Aufstieg zum Hahnenpfalz

(702 m) verlängern.

Etappe 7 Bad Brambach – Markneu kirchen

– Breitenfeld, 16 km, 4–5 Std. Waldwanderweg

mit einem traumhaften Weitblick

vom Wirtsberg. Bei klarer Luft reicht die

Aussicht bis zum Ochsenkopf im Fichtelgebirge.

In Markneukirchen gibt es ein

Musikinstrumentenmuseum.

Etappe 8 Breitenfeld – Erlbach/OT

Landes gemeinde, 18 km, 4–6 Std. Hier ist

der Übergang vom welligen Elstergebirge zu

den Kammlagen des Erzgebirges mit grünen

Hängen und schmalen Tälern.

Etappe 9 Erlbach/OT Landesgemeinde –

Klingenthal/Aschberg, 18 km (26 km),

3–4 Std. (6–7 Std.). Der kurze Weg geht

direkt nach Klingenthal hinunter zu einer

der modernsten Großskisprungschanzen, der

Vogtland Arena. Die lange Variante führt auf

dem Kammweg über Zwota. Wer Höhenmeter

und Kilometer schinden will, kommt hier auf

seine Kosten.

Etappe 10 Klingenthal/Aschberg –

Morgenröthe-Rautenkranz – Vogelsgrün,

18 km, 3–4 Std. Der Anstieg zum Aschberg

(936 m) führt gleichzeitig zum höchsten Punkt

des Weges. In Morgenröthe-Rauten kranz lockt

eine Raum fahrtausstellung.

Etappe 11 Vogelsgrün – Lengenfeld, 26 km,

6–7,5 Std. Auf dem Kuhberg und Steinberg

stehen sehenswerte Aussichtstürme.

Etappe 12 Lengenfeld – Göltzschtalbrücke, 17

km, ca. 4 Std. Ein letzter Anstieg zur Wilhelmshöhe

mit Perlaser Turm bietet dem Wanderer

noch einmal einen Ausblick auf die weitläufige

Mittelgebirgslandschaft des Vogtlandes.

Spezial | 2018

39


Der Osten

Vogtland

Anreisen und orientieren

Mit dem Pkw: Aus dem Norden kommend über die A2, A14 oder A7.

Dann auf die A9, bei Ausfahrt Schleiz auf die B282 Richtung Plauen

und Richtung Vogtland. Reisende aus dem Süden kommen über die

A9 und biegen auf der Höhe von Hof auf die A72 ab, bis Plauen.

Mit der Bahn: Vom Bahnhof in Plauen sind sämtliche Orte mit der

Vogtlandbahn gut zu erreichen. Fährt auch täglich nach Gera und Hof.

Mit dem Flugzeug: Vom Flughafen Leipzig aus erreicht man das Vogtland

gut. Eine gute Alternative ist auch der Regionalflughafen Hof.

Orientieren: Wer sich mit einem Reiseführer über das Vogtland informieren

möchte, dem stehen Kompaktführer zum Erzgebirge/Vogtland

oder Sachsen zur Verfügung. Das Reise-Taschenbuch „Erzgebirge und

Sächsisches Vogtland“ gibt einen groben Überblick zu einigen Zielen,

die auch auf dem Panorama Weg zu sehen sind. Reise Know-How

Verlag 2012, 14,80 Euro.

Tourenhöhepunkte

Viel Natur und viel Geschichte

1 Greiz und die Vögte

Die Kleinstadt Greiz trägt

den Beinamen „Perle des Vogtlandes“,

weil sie über viele aufwendig

restaurierte „Zeitzeugen“

der vergangenen Jahrhunderte

verfügt. Im 13. Jahrhundert hatte

der Vogt von Greiz hier seinen

Sitz, später waren es die Grafen

und Fürsten des Hauses Reuß.

Drei Schlösser schmücken die

Stadt: das Obere und das Untere

Schloss sowie das Sommerpalais.

2010 wurde im Oberen Schloss

ein Museum eröffnet, das

mit der erlebnisorientierten

Dauerausstellung „Vom Land

der Vögte zum Fürstentum Reuß

ältere Linie“ eine spannende

Zeitreise durch die Geschichte

der Region bietet.

Elstertalbrücke

2

Die Elstertalbrücke überspannt

das Tal der Weißen Elster

auf eindrucksvolle Weise. Mit

einer Länge von ca. 290 Metern

und einer Höhe von 68 Metern

gilt die Ziegelsteinbrücke bei

Jocketa als die kleine Schwester

der Göltzschtalbrücke bei Netzschau.

Während bei der Elstertalbrücke

1945 ein Mittelstück

gesprengt und 1950 in seiner

ursprünglichen Form wieder

hergestellt wurde, präsentiert

sich die große Göltzschtalbrücke

noch heute in ihrem ursprünglichen

Zustand.

3

Königlich Baden

In Bad Elster kann man

nicht nur in warmes Wasser

eintauchen, sondern auch in

die Vogtländer Bade-Geschichte.

1848 wurde Bad Elster zum

königlichen sächsischen

Staatsbad erhoben. Nachdem

zu DDR-Zeiten das Geld für

eine Renovierung fehlte, wurde

erst 2014 der moderne Umbau

des historischen Albert Bades

abgeschlossen. Die Albert Halle

Etappenprofil

mit kunstvollen Ornamenten

und reichlich verzierter Kuppel

begeistert nicht nur Jugendstilliebhaber.

Sehenswert ist auch

der Badeplatz mit dem Brunnentempel

der Marien quelle. Mit

einer weithin sichtbaren goldenen

Statue auf dem Dach des

Gebäudes, zeigt vor allem die

Trinkhalle die kühne Eleganz

des Bauhaus-Designs.

4

Flößgraben

Wer auf Etappe 9 den bequemen

Anstieg zum Aschberg wählt,

kommt an einem historischen

Transportweg vorbei. Die ersten

ein Meter breiten Gräben wurden

im 16. Jahrhundert zum Flößen

angelegt, um wertvolles Buchenholz

nach Halle und Leipzig zu

transportieren. Später dienten

die heute noch erstaunlich gut

erhaltenen Gräben außerdem für

den Transport von Scheitholz, das

über die Weiße Elster zu den Salinen

von Leipzig geflößt wurde.

5 Göltzschtalbrücke

Die Göltzschtalbrücke bei

Netzschkau ist mit 78 Metern

die höchste Ziegelsteinbrücke

der Welt. Die Eisenbahnbrücke

wurde Mitte des 19. Jahrhunderts

gebaut, um die Bahnverbindung

zwischen Leipzig und Nürnberg

auszubauen. Auf vier Etagen

verteilen sich 81 Bogen. 26 Millionen

Ziegelsteine wurden für das

574 Meter lange Viadukt verbaut.

Tipps für die Region

Vogtland

Schlummern und schlemmen:

Parkhotel Helene, Parkstr. 33,

08645 Bad Elster, Tel.: 037437/500,

www.parkhotel-helene.de

Pension und Gasthaus Altes

Handelshaus, Straßberger Str. 17,

08523 Plauen, Tel.: 03741/149699,

www.altes-handelshaus.de

Landhotel/Restaurant Jungbrunnen,

Sprudelweg 8, 08648 Bad Brambach,

Tel.: 037438/149968, www.

landhotel-jungbrunnen.de

Berggasthof Heiterer Blick, Oberer

Berg 54, 08258 Markneukirchen, Tel.:

037422/2695, www.heiterer-blick.de

Besichtigen, erleben, entdecken:

Die Deutsche Raumfahrtausstellung

zeigt u. a. das Trainingsmodul der

MIR und den Nachbau einer Mercury-

Kapsel. Bahnhofstr. 4, 08262 Muldenhammer,

Tel.: 037465/2538, www.

deutsche-raumfahrtausstellung.de

Musikinstrumentenmuseum,

Bienengarten 2, 08258 Markneukirchen,

Tel.: 037422/2018,

www.museum-markneukirchen.de

Die Erlebniswelt Musikinstrumentenbau

bietet auch Musikwerkstätten;

Einlass nur für Gruppen.

Johann-Sebastian-Bach-Str. 13,

08258 Markneukirchen, Tel.:

037422/402940, www. erlebnisweltmusikinstrumentenbau.de

Vogtland Arena Klingenthal

Führungen an der Großschanze sind

nach Voranmeldung ab 10 Personen

möglich. Floßgrabenweg 1, 08248

Klingenthal, Tel.: 037467/280860,

www.vogtland-arena.de

Ausstellungen in den Schlössern

und Museen der Stadt Greiz:

www.museen-greiz.de

Informieren:

www.vogtland-tourismus.de

www.wandern-vogtland.de

40 Spezial | 2018


Der Osten

Zittauer Gebirge

Urwüchsige

Landschaft

Typ: Rundwanderung

(inklusive Dampfbahnfahrt)

Länge: Abschnitt 1: 11,1 km;

Abschnitt 2: 6 km

Dauer: 5–6 Stunden

Markierung: verschiedene

Wanderwege, grün oder rot markiert

Schwierigkeitsgrad: leicht

Höhendifferenz: A1: 185 m (392–577);

A2: 103 m (378–481)

Steigung/Gefälle: A1: 330 m/350 m;

A2: 99 m/142 m

Beste Wanderzeit: April bis Oktober

Start/Ziel: Quirle-Häusl in Waltersdorf

Wegequalität: Waldwege, etwas

Asphalt und ein kurzes Stück

Landstraße

Über granitene Bergrücken

Bitte einsteigen!

Markante Sandsteinberge, vulkanische Kuppen, tiefe Wälder und

liebliche Täler: Die Landschaft des Zittauer Gebirges ist wie geschaffen

für Wanderer. Der Pfiff an dieser Tour: Ein Teil wird in einer historischen

Dampfeisenbahn zurückgelegt!

Die Wanderung beginnt am Quirle-Häusl

in der Ortsmitte von Waltersdorf. Von dort

geht es rechts die große Hauptstraße hoch,

vorbei an schönen Umgebindehäusern. Hinter

dem Ortsausgang muss man ein kurzes

Stück über die Landstraße bis hoch zum Gebirgspass

„Die Wache“ laufen. Gleich hinter

der Rübezahl-Baude liegt hier die deutschtschechische

Grenze. Links einbiegen auf

den Cotta-Weg und diesem bis zum Falkenstein

1 , einem markanten Kletterfelsen,

folgen. Dabei bewegt man sich entlang der

ehemaligen weißen Grenzsteine. Am Falkenstein

geht es links um den Fels herum

in den grünen Wanderweg, der geradewegs

zum Lokal Gondelfahrt mit Aussicht auf

den Nonnenfelsen 2 führt. Von dort

sind es nur ein paar hundert Meter in den

Kurort Jonsdorf. In den Lindenweg biegen,

an dessen Ende die Weberstube 3 in einem

200 Jahre alten Umgebindehaus liegt.

Nach dem Besuch dem Lindenweg folgen,

rechts in den Talweg einbiegen und über

den rot markierten Wanderweg bis zum

Stern laufen. Hier geht es an der Spitze des

Parkplatzes links in den rot-grün markierten

Weg, dann kurz danach rechts in den

Thomasweg (rot markiert). Diesem bis

zu den ersten Häusern von Oybin folgen.

Dort links in den Ritterweg abbiegen

und hoch zur Burg- und Klosterruine 4

laufen. Nach der Besichtigung geht es

hinunter in den Ort Oybin zum Bahnhof.

Die historische Schmalspurbahn bis zurück

nach Jonsdorf nehmen (Achtung: Umstieg

am Bahnhof Bertsdorf!). In Jonsdorf angekommen,

durch den Kurpark gehen und

dann rechts hoch zum Hieronymusstein 5

laufen. Der Aussichtsturm bietet einen

schönen Blick. Von dort erst in den roten

Wanderweg (Ri. Südwest) einbiegen, dann

kurz darauf links in den grünen Wanderweg.

Dieser führt nach Kurzem rechts in

den Strümpfeweg, dann links über die

Siedlung Saalendorf und die Jonsdorfer Str.

(Landstraße) zurück nach Waltersdorf.

Heimat der Querxe

Die Querxe sind kleinwüchsige Berggeister

aus der Lausitzer Sagenwelt.

Ihre Heimat ist das Zittauer Gebirge.

Gingen die Querxe in die umliegenden

Dörfer, um bei den Bauern heimlich

Speisen zu stibitzen, so setzten sie

eine Nebelkappe auf, die sie unsichtbar

machte. Sie liebten Gebackenes, konnten

Kümmel aber nicht leiden. Daher sollen

die Leute immer Brot mit einigen

Kümmelkörnern gebacken haben, das

die Querxe nicht anrührten. Die Querxe

brachten den Menschen aber auch Geschenke,

meist Kuchen oder Zwieback.

Manchmal waren es auch wertvolle

Gaben, die als Talismane Glück und

Segen ins Haus brachten. Sie verließen

die Lausitz, als dort das Christentum

Einzug hielt, weil sie den Klang der

Kirchenglocken nicht ertragen konnten,

und gingen nach Böhmen, weswegen

es dort heute noch Kümmelbrot gibt. Es

heißt aber: Die Querxe kommen wieder,

wenn das Zittauer Gebirge wieder zum

Böhmenland gehört!

Spezial | 2018

41


Der Osten

Zittauer Gebirge

Anreisen und orientieren

Mit Bahn und Bus: Vom Bf. Zittau mit Bus nach Großschönau-

Waltersdorf (www.bahn.de)

Mit dem Pkw: A4 bis Abfahrt Bautzen Ost, weiter auf B6

Richtung Löbau. Von dort auf S148 nach Neugersdorf, über

Neueibau, Leutersdorf, Spitzkunnersdorf nach Großschönau-

Waltersdorf. Aus Richtung Görlitz: B99 nach Zittau, von dort

nach Großschönau-Waltersdorf

Orientieren: Wanderkarte Naturpark Zittauer Gebirge im

Maßstab 1:25.000, Publicpress, 5,99 €. Empfehlenswert auch:

Rother Wander führer Oberlausitz. Zittauer und Lausitzer

Gebirge, von Manfred Schmid-Myszka,

2. Auflage 2013, 14,90 €

Tourenhöhepunkte

Fels, Kultur und Aussicht

1

Falkenstein: Markanter

Kletterfelsen. Bis 1920 und

von 1938 bis 1946 war er als

Aussichtspunkt zugänglich

und wurde auch Rabenstein

genannt. Die ersten klettersportlichen

Besteigungen

erfolgten um 1922.

2

Nonnenfelsen: 537 m

hohe Felsformation südwestlich

von Jonsdorf. Mitte des

19. Jahrhunderts legte ein Jonsdorfer

Bürger mit einfachsten

Mitteln erste Brücken an, machte

die Felsgassen begehbar und

stellte Hinweistafeln auf. Von

der Aussichtsplattform hat man

einen fantastischen Blick über

Jonsdorf, die umliegenden Gipfel

sowie Teile des Isergebirges. Drei

Gipfel des Nonnenfelsens werden

von Kletterern begangen.

Oberlausitzer Weberstube:

Historische

3

Schauwerkstatt in einem 200

Jahre alten Umgebindehaus in

Jonsdorf. Hier kann man die

Kunst der Handweberei, deren

Blüte in der zweiten Hälfte des

18. Jahrhunderts lag, kennenlernen.

Gundula Gube zeigt

alle Arbeitsgänge und erklärt,

wie aus dem Rohstoff fertiger

Leinenstoff entsteht.

Burg- und Klosterruine

4 Oybin: Romantische

Burg- und Klosterruine auf

dem gleichnamigen Berg. 1364

baute Kaiser Karl IV. die Burg

aus, die er als Alterssitz nutzen

wollte. Zwei Jahre später begann

er mit dem Bau der gotischen

Kirche unter Mitwirkung der

berühmten Prager Dombauhütte

Parler. 1369 stiftete der Kaiser

dem Orden der Cölestiner ein

Kloster auf dem Oybin. Nach der

Reformation wurde das Kloster

aufgelöst. Es begann der langsame

Verfall. Wiederentdeckt

wurden Burg und Kloster von

den Malern der Romantik, die

die Ruine verewigten.

5

Hieronymusstein: Fels

mit Aussichtsplattform in

Jonsdorf. Früher hatte hier ein

Bürger namens Hieronymus den

ersten Steinbruch von der Stadt

Zittau gepachtet. Der abgebaute

Sandstein eignete sich vor allem,

um Mühlsteine herzustellen.

Von der Aussichtsplattform hat

man einen herrlichen Blick ins

Zittauer Gebirge.

Etappenprofil

Die besten Tipps im

Zittauer Gebirge:

Schlummern: Im Quirle-Häusl in

Waltersdorf schläft man in einem

über 170 Jahre alten, liebevoll

restaurierten Umgebindehaus.

DZ mit Frühstück ab 89 €. Hauptstr.

45/51/52, 02799 Waltersdorf,

Tel.: 035841/606060,

www.quirle.de

Im Hotel Teufelsmühle übernachtet

man in der ältesten Mühle (um 1500

erbaut) in Oybin. DZ mit Halbpension

ab 84 €. Friedrich-Engels-Str. 17,

02797 Oybin, Tel.: 035844/7170,

www.teufelsmuehleoybin.de

Schlemmen: Traditionelle Gerichte

aus der Region genießt man im Gasthof

Alte Schmiede in historischem

Gemäuer. Gabler Str. 8, 02797 Oybin-

Lückendorf, Tel.: 035844/72662,

www.alte-schmiede.net

Das Lokal Gondelfahrt im Schweizer

Stil bietet herrlichen Blick auf den

Nonnenfelsen. Großschönauer Str.

38, 02796 Jonsdorf, Tel.: 035844/

7360, www.hotel-gondelfahrt.de

Museum: Sehr sehenswert ist

das Deutsche Damast- und

Frottiermuseum im Textildorf

Großschönau. An 27 historischen

Webstühlen entstehen dort und

in der Schauwerkstatt Leinwand,

Damast, Frottiergewebe und

Jacquard. Eintritt: 3,50 €. Schenaustr.

3, 02779 Großschönau, Tel.:

035841/35469, www.ddfm.de

Im Naturparkhaus Zittauer

Gebirge in Waltersdorf erfährt

man mehr über die Entstehung,

die Geschichte und das Ökosystem

des 100. deutschen Naturparks.

Eintritt: 3,00 €. Hauptstr. 28,

02779 Großschönau-Waltersdorf,

Tel.: 035841/2146,

www.zittauer-gebirge.com

42 Spezial | 2018


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Der Osten

Harz

SACHSEN-

ANHALT

Am Harzrand:

das Bodetal

Thale ist ein idealer Ausgangspunkt

für Wanderungen ins Bodetal – oft

als „Grand Canyon Deutschlands“

bezeichnet. Die Hexenhochburg

schmiegt sich neun Kilometer südöstlich

der UNESCO-Weltkulturerbestadt

Quedlinburg an die Ostflanken des

Harzes – im Regenschatten! Wabert

über dem Brocken und im übrigen

Harz eine Hexenküche, kann in Thale

durchaus die Sonne scheinen.

Typ: Rundwanderung

Länge: ca. 20 Kilometer

Dauer: ca. 6 Stunden

Schwierigkeitsgrad: mittel bis

anspruchsvoll

Steigung/Gefälle: ca. 470 Meter

Höchster Punkt: ca. 490 Meter

Beste Wanderzeit: Apr. bis Okt.

Start/Ziel: Bahnhof in 06502 Thale

Wegequalität: Forstwege und Steigabschnitte,

Vorsicht bei Nässe! und

Sturm!

Zum Hexentanzplatz und durchs wilde Bodetal

Harzer Grand Canyon

Sagenhafte Blicke von Hexentanzplatz und Prinzensicht bieten Orientierung, bevor die Tour bei

Trese burg abtaucht, um dem tief eingeschnittenen Bodetal auf den Grund zu gehen. Die Felswände

rücken immer dichter zusammen, bis sie sich an der Teufelsbrücke zur Klamm verengen.

Vom Hauptbahnhof Thale geht

es zum zentralen Wandertreff

gegenüber der Touristinfo, dann

auf dem Harzer Hexenstieg

durch den Friedenspark über

die Hubertusinsel zur Talstation

der Kabinenseilbahn 1 . Wem

die Etappe zum Hexentanzplatz

zu steil ist, schwebt einfach

hexengleich in wenigen Minuten

aufwärts. Wer lieber hochwandert,

hält sich noch vor der

Hubertusbrücke weiter auf der

Hubertusstraße. Links zweigt ein

Wanderweg hangaufwärts ab. An

der Gabelung bieten sich zwei

Möglichkeiten: Die linke Variante

steigt im weiten Bogen über den

Brunhildenstieg etwas gemächlicher,

dafür länger bergan; die

rechte schraubt sich unterhalb

der Kabinenbahn im Zickzack steil

den Berg hinauf zur Walpurgishalle

und dem Bergtheater 2 . Auf dem

Felsplateau verläuft der Weg recht

eben zum Hexentanzplatz 3 . Vom

Hexenring mit den Skulpturen

(beim großen Parkplatz) führt ein

Wanderweg mit rotem Punkt am

Tierpark entlang zum Abzweig

La Viereshöhe 4 . Geradeaus

Richtung Treseburg erreicht der

Weg bald eine Waldwegekreuzung

mit Picknickplatz und einer Schutzhütte

in Form eines Kohlen meilers.

Dort rechts und hinter einer Kurve

noch mal rechts bringt uns ein Abstecher

von einem guten Kilometer

zur Prinzensicht 5 . Zurück am

Picknickplatz, geht es rechts über

den breiten Waldweg leicht auf

und ab bis zur Straße, dort rechts

auf der Forststraße am Pfeildenkmal

6 vorüber, abwärts am Picknickplatz

vorbei, auf dem breiten

Hauptweg nun steiler bergab und

hinter einem Rechtsabzweig wieder

bergan bis zur Schutzhütte an der

Hagedornstraße. Der Wegweiser

Treseburg zeigt nach rechts, bei der

nächsten Wegekreuzung wieder

rechts und beim nächsten linkszweigenden

Forstweg halblinks auf

dem mit einem roten und einem

gelben Punkt markierten Pfad an

der Aussicht Weißer Hirsch 7

vorüber steil hinunter in den Ort.

Unten vor dem Häuschen geht es

rechts über die Brücke auf die Ortsstraße

an einigen Gastronomiebetrieben

vorbei und vor der Brücke

rechts auf dem Harzer Hexenstieg

ins Naturschutzgebiet Bodetal 8 .

Am Flussufer läuft der Weg an der

Sonnenklippe vorbei, windet sich

mal tief, mal hoch über dem Wasser

um Felsnasen herum, passiert die

Dambachtal-Schutzhütte, turnt über

heidebewachsene Schieferhalden

Mythen und

Götterkult

Im Sagenpavillon auf der Rosstrappe

erfahren die Besucher

alles über den sagenumwobenen

Hufabdruck in dem Felsmassiv

(www.seilbahnen-thale.de). Dem

Hexentanzplatz gegenüber zeigt

die Walpurgishalle im altgermanischen

Stil fünf Großgemälde

Hermann Hendrichs mit Walpurgisnacht-Szenen

aus Goethes

Faust (www.nibelungen-hort.de).

Hufeisen im Pflaster weisen den

Mythenweg von der Bode in den

Ortskern von Thale. Er präsentiert

kunstvolle Figuren aus der

germanischen Mythologie

(www.mythenweg-thale.de).

zu einer grandiosen Aussicht hoch

über dem Bodekessel 9 . Mit Stufen

klettert der Weg in Serpentinen

hinab zur Teufelsbrücke, quert

die wirbelnde Bode und führt als

Steig im Fels am Abzweig „Schurre“

vorbei zur Gaststätte Königs ruh bei

der Jungfern brücke. Von hier führt

beiderseits der Bode ein promenadenartiger

Weg am Goethefelsen 10

und am Katersteg vorbei zur

Hubertusbrücke.

Spezial | 2018

45


Der Osten

Harz

Anreisen und orientieren

Anreisen: Mit Bus und Bahn: Am Hauptbahnhof Thale halten der Harz–Elbeund

der Harz–Berlin-Express regelmäßig (Tel.: 03941/678333 (kostenlos), www.

hex-online.de, www.harz-berlin-express.de). Fahrplanauskünfte regionaler

Buslinien: www.insa.de. Zum Hexentanzplatz fahren eine Kabinen-Seilbahn

(www.seilbahnen-thale.de) und die Buslinie 907 „Der Bodetaler“ (Q-Bus 18,

www.qbus-ballenstedt.de). Linie 263 fährt über die Rosstrappe nach Treseburg

(www.hvb-harz.de), aktuelle Auskünfte: Tel.: 03947/2597.

Mit dem Pkw: Anreise über die B6 (verbindet die A395 aus Braunschweig mit

der A14 Halle–Magdeburg). Von der Ausfahrt Thale/Friedrichsbrunn/Westerhausen

den Schildern nach Thale zum großen Parkplatz am Bodeufer folgen

(3,50 Euro/Tag). Für Seilbahnbenutzer ist der P. am anderen Ufer kostenfrei.

Orientieren: Harzer Hexenstieg, Wander- und Freizeitkarte, 1:30.000, ISBN

978-3-936185-32-4, 5,50 Euro.

Tourhöhepunkte

Im Reich von Hexen und Teufel

Kabinenbahn: Knapp zehn

1

Minuten benötigt die Gondel

für die 720 Meter, in denen sie

an schroffen Felswänden die 244

Höhenmeter zum Hexentanzplatz

überwindet (eine Einzelfahrt

kostet 3 Euro).

Walpurgishalle und Bergtheater:

Der Opferstein in

2

der Walpurgishalle zeugt von den

Riten, mit denen unsere germanischen

Vorfahren auf dem Hexentanzplatz

ihren Göttern huldigten.

Auf der Naturbühne des Freilichttheaters

frönen die Germanen

von heute dem Schauspielkult

(www.harzer-bergtheater.de).

Hexentanzplatz: Auf dem

3

Plateau eines fast senkrecht

aus dem Bodetal emporsteigenden

Felsens befindet sich der Ort,

an dem sich die Hexen der Sage

nach in der Walpurgisnacht zum

Hexensabbat trafen. Bronzene

Skulpturen von Teufel, Fabelwesen

und einer Hexe erinnern im

Hexenring aus Findlingen daran.

La Viereshöhe: Ein Abstecher

von 200 Metern führt

4

zum Aussichtsfelsen, von dem

der Blick aus dem Bodetal hinaus

über die Dächer Thales ins Harzvorland

reicht. Der weitere Weg

führt in steilen Kehren durch den

Hirschgrund hinab zur Jungfernbrücke

am Gasthaus Königsruhe.

Prinzensicht: Das perfekte

5

Picknickplätzchen! Von tief

unten dringt Rauschen aus dem

unsichtbaren Bodekessel zwischen

den Baumkronen.

Pfeil-Denkmal: Der wuchtige

6

Gedenkstein erinnert an den

Forstwissenschaftler Friedrich

Wilhelm Leopold Pfeil, der die

Gegend mochte und oft aufsuchte.

Es ist auch Schauplatz in Fontanes

Roman „Cécile“.

Weißer Hirsch: Schöner

7

Ausblick auf Treseburg

und die Bode.

Naturschutzgebiet Bodetal:

8

Das Felsental gilt als das

tiefste nördlich der Alpen. Langsam

verengt es sich zum Canyon.

Die Nummern auf den ovalen

Holzmarken weisen auf geologische,

botanische und historische

Zusammenhänge hin. Sie sind

im Begleitheft zur Wanderkarte

Harzer Hexenstieg erläutert.

Bodekessel: Strudeltopf der

9

Bode an der Teufelsbrücke.

Goethe-Felsen: Zu Ehren

10

des Geheimrats wurde

der mehrzackige Siebenbrüderfelsen

an seinem 200. Geburtstag

umbenannt.

Etappenprofil

1

2 3 4 5 6 7 8 9 10

Tipps für Thale und

das Bodetal

Einkehren am Wegerand: Gasthaus

und Café Villa Hubertus,

Hubertusstr. 9–11, 06502 Thale, Tel.:

03947/77660, www.ferienpark-bodetal.

de Imbiss Bistro Hexenkessel,

Goetheweg 1 (Talstation Kabinenbahn),

06502 Thale, Tel.: 03947/2500,

www.seilbahnen-thale.de Restaurant

Café Berghotel Hexentanzplatz,

Hexentanzplatz 1, 06502 Thale, Tel.:

03947/4730, www.berghotelhexentanzplatz.de

Hotel zur

Luppbode, Ortsstr. 26, 06502 Thale-

Treseburg, Tel.: 039456/56751, www.

luppbode.de Bergcafé Mendorf,

Ortsstr. 27, 06502 Thale-Treseburg,

Tel.: 039456/56751, Mo. geschlossen

Restaurant Fischerstube im Hotel

Forelle****, Ortsstr. 28, 06502 Thale-Treseburg,

Tel.: 039456/5640, www.

hotel-forelle-harz.de Zur Jägerstube

Wanderers Rast, Ortsstr. 25b, 06502

Thale-Treseburg, Tel.: 039456/370

Gasthaus Königsruhe, Hirschgrund

1, 06502 Thale, Tel.: 03947/2726,

www.koenigsruhe.de Gaststätte

& Pension Kleiner Waldkater,

Kleiner Waldkater 1, 06502 Thale, Tel.:

03947/2826, www.kleiner-waldkater.de

Im Teufelstempo: Mit 40 Sachen

rast der Harzbob vom Hexentanzplatz

über 1.000 Meter hinab ins

Steinbachtal. Rodelbahn Harzbob

Hexentanzplatz, Hexentanzplatz,

06502 Thale, Tel.: 03947/2500,

www.seilbahnen-thale.de

Tiere beobachten: Greifvögel,

Eulen und die „Big Five des Harzes“:

Auerhahn, Luchs, Rothirsch, Waschbär

und Wildkatze. Tierpark Hexentanzplatz

Thale, Hexentanzplatz 4,

06502 Thale, Tel.: 03947/7768070,

www.tierpark-thale.de

Hexen treffen: Mit Abraxa,

Watelinde und Griseldis ein wenig

an der Hexenküche schnuppern und

Kultstätten im Bodetal entdecken:

Von Mai bis Oktober finden samstags

um 11 Uhr öffentliche Hexenführungen

statt, ab zwölf Personen sind

Gruppenführungen buchbar, Infos:

Bodetal-Information Thale (s. u.).

Walpurgis feiern: In vielen

Harzorten geht es am 30. April ab

18 Uhr teuflisch zu: Hexenumzüge,

Livemusik, Theateraufführungen und

Feuerwerk, www.walpurgis.de

Informieren:

Bodetal-Information Thale,

Bahnhofstr. 1, 06502 Thale, Tel.:

03947/776800, www.bodetal.de

46

Spezial | 2018


Der Osten

Uckermark

Naturpark Uckermärkische

Seen

Wasser prägt die sanft hügelige

Eiszeitlandschaft im Nordosten

Brandenburgs. Etwa 50 bis 100

Kilometer nördlich von Berlin schützt

der Naturpark Ucker märkische Seen

die Heimat des Fischadlers. Zwischen

Prenzlau und Templin taucht der

Rundweg „Kleiner Boitzenburger“

in die wundervoll verträumte Welt

aus Wasser und Wald ein.

Typ: Rundwanderung

Länge: ca. 11 Kilometer

Dauer: ca. 3 Stunden

Markierung: grüner Diagonalbalken

und gelber Punkt

Schwierigkeitsgrad: leicht

Steigung/Gefälle: je ca. 110 Meter

Höchster Punkt: 95 Meter

Beste Wanderzeit: ganzjährig

Start/Ziel: Parkplatz Klostermühle,

Mühlenweg, 17268 Boitzenburg

Wegequalität: gut begehbare

Waldwege

Vom Tiergarten zum Schumellensee

Kleiner Boitzenburger

Auf dem Rundkurs „Kleiner Boitzenburger“ nehmen im Naturschutzgebiet Tiergarten mächtige

Hudeeichen mit ausladenden Ästen den Blick gefangen. Durch den Carolinenhain geht es zum

Schumellensee, der zu einem erfrischenden Bad in freier Natur einlädt.

Der Kleine Boitzenburger verlässt

den Weg vom Parkplatz Richtung

Klostermühle 1 am Wegweiser

„Tiergarten“ sofort nach links und

folgt dem grünen Schrägbalken

des Großen Rundwegs Tiergarten

2 . Immer geradeaus passiert

er den Rodelhang Weinberg zur

Linken, die Hexenkiefer und die

Raststelle Jägerplatz. Ein Stück

weiter geradeaus führt ein kurzer

Abstecher nach links zum Verlobungsstein

3 . Entlang des Hangs,

der bis 30 Meter zum Nordufer

des aufgestauten Rinnsals Strom

abfällt, setzt sich der Weg fort. An

einer Wegmündung biegt der Tiergartenrundweg

nach ganz rechts,

quert über Hirschbrücke 4 und

einen baumgesäumten Damm das

Stromtal mit den Stauseen. Dann

führt er am Rastplatz Karpfenteich,

mehreren Abzweigen und wunderschönen

Eichen vorbei, bevor er

an einem Picknickplatz mit Blick

aufs offene Feld den Tiergarten

verlässt. Die Lindenallee leitet zur

L 24/Wichmannsdorfer Straße. Auf

der anderen Seite setzt sich der

Kleine Boitzenburger rechts neben

der Produktionsstätte des Boitzenburger

Früchtezaubers fort zur L

217/Herzfelder Str. und folgt dem

Pfad etwas links versetzt gegenüber

hinauf zum Löwentempel 5 , wo

er auf den mit einem gelben Punkt

markierten Rundweg Schumellensee

trifft. Nach links überschatten

stattliche Kastanien und Buchen

den Weg zum Apollotempel mit

herrschaftlichem Blick auf das

Boitzenburger Schloss 6 . Der gelbe

Punkt leitet nach links weiter

durch den Carolinenhain, schwenkt

hinter der Dachsgraben-Brücke

rechts und erreicht an einigen

Abzweigen vorbei „Dietlofs Lust“

oberhalb des Krienkowsees 7 .

Von hier sind es nur wenige

Meter bergab zur Badestelle am

Schumellensee 8 . Der Weg setzt

sich zunächst am Ufer fort, steigt

an, schlägt einen Rechtsbogen und

folgt am nächsten Wegweiser dem

Unterwegs auf dem

„großen Bruder“

Der „große Bruder“ des Kleinen

Boitzenburgers ist die mit einem

gelben Kreuz markierte Rundtour

„Großer Boitzenburger“. Sie führt

vom Naturschutzgebiet Tiergarten

durch die hügelige Moränenlandschaft

der Zerweliner Heide nach

Naugarten und über Berkholz

zurück und misst knapp 20 Kilometer.

Auf einer alten Lindenallee

geht es nach Zerwelin und vom

Ufer des Naugartener Sees führt

der Wanderweg durch den Garten

des Landgasthofs Kokurin (www.

hof-kokurin.de) – ein herrliches

Fleckchen zum Übernachten

in uckermärkischer Abgeschiedenheit.

Weitere Infos: www.

tourismus-uckermark.de, www.

boitzenburgerland.de

Spezial | 2018

47


Der Osten

Uckermark

Anreisen und orientieren

Mit Bus und Bahn: RegionalBahn RB12 stündlich vom U-Bhf. Berlin-Lichtenberg

nach Templin. Vom Berliner Hauptbahnhof mit RE/IC/S-Bahn-

Verbindungen Richtung Stralsund nach Prenzlau (RB 22), VBB-InfoCenter

Tel.: 030/25414141, www.vbbonline.de, www.bahn.de.

Bus 503 Templin-Prenzlau über Boitzenburg, Mo–Fr 7–18 Uhr, Sa/So zusätzlich

Anrufsammeltaxi, Tel.: 03987/700752, www.uvg-online.com

Mit dem Pkw: A 11 Berlin–Stettin bis AS 8/Pfingstberg, weiter auf der L 24

über Gerswalde und Haßleben nach Boitzenburg, kurz vor dem Ortsausgang

rechts auf die Mühlenstraße bis zum Parkplatz.

Orientieren: Rad-, Wander- und Freizeitkarte Uckermark, 1:75.000, Top-

Stern Karte, Pietruska Verlag & Geo-Datenbanken GmbH, ISBN 978-3-

934895-67-6, 4,90 Euro. Naturpark Uckermärkische Seen Ost, 1:50.000,

Landesvermessung Brandenburg, ISBN 978-3-7490-4161-9, 5 Euro.

Hinweis Fasanengarten nach links.

Hinter der Fasanenbrücke 9 knickt

er nach rechts, eröffnet dann nach

links weite Blicke auf die Feldmark

und hält sich an der Gabelung mit

einem Asphaltweg rechts. Dann

läuft er am Küchenteich vorbei

und mündet bei einem Parkplatz

auf Am Schmiedeberg. Dort

rechts, sofort wieder rechts auf

die Templiner Straße, an Marstall

und Schloss vorbei geht es durch

die Linkskurve, ein wenig bergauf,

dann bei der Alten Gärtnerei

links ab und am Ende rechts bis

zum Wassersteig. Unmittelbar vor

der etwas weiter links liegenden

Brücke lenkt der Poetensteig rechts

zurück zum Mühlenteich bei der

Klostermühle 1 .

Tourhöhepunkte

Kloster, Schloss und Tempel

Klostermühle und Ruine: Die

1

roten Backsteinmauern des

1269 erbauten Zisterzienserinnen-

Klosters dienen im Sommer dem

„Theater zur Klosterruine Boitzenburg“

als Kulisse.

NSG Tiergarten: Jahrhundertelang

weideten Bauern ihr

2

Vieh in dem Hutewald. Ohne Unterholz

konnten einzelne Bäume

ihre Kronen gewaltig entfalten.

Verlobungsstein: Den 50-Tonnen-Findling

ließen die von

3

Arnims zu einer Verlobung freilegen.

Viele folgten dem Beispiel,

gaben sich hier ihr Versprechen.

Hirschbrücke: Ein Staudamm

4

überquert den „Strom“. Die

eiszeitliche Schmelzwasserrinne

entwässert im Naturschutzgebiet

zur Ostsee und westlich des

Schumellensees in die Nordsee.

Löwentempel: So nennt der

5

Volksmund die Erbbegräbnisstätte

der Familie von Arnim.

Sandsteinlöwen wachen vor der

halbrunden Anlage.

Apollotempel und Boitzenburger

Schloss: Von der säu-

6

lengetragenen Rotunde fällt der

Blick hinunter auf das strahlend

weiße Märchenschloss.

Krienkowsee: Der überdachte

Rastplatz mit Namen

7

„Dietlofs Lust“ lädt mit einem

herrlichen Blick auf den tief

unten gelegenen Krienkowsee zu

Pause und Picknick ein.

Schumellensee: Ein Naturbadeplatz

lockt mit Stegen

8

und Sprungbrett ins klare Wasser

des Schumellensees – wenigstens

für ein Fußbad!

Baumhochzeit an der Fasanenbrücke:

Ein ungleiches

9

Paar findet sich hinter der Fasanenbrücke

links: Buche und Eiche

umarmen sich innig.

Etappenprofil

1

2 3 4 5 6 7 8

9

Lohnenswertes

am Wegesrand

Schlemmen und schlummern:

Am Wegesrand: Wirtshaus Zur

Klostermühle, Mühlenweg 5,

17268 Boitzenburger Land, Tel.:

039889/86960, www.zurklostermuehle.de

Restaurant &

Hotel Schloss Boitzenburg,

Templiner Straße 13, 17268 Boitzenburger

Land, Tel.: 039889/50930,

www.schlossboitzenburg.de Marstall

Boitzenburg: Kaffeerösterei,

Schokoladenmanufaktur,

Templiner Straße 5, 17268 Boitzenburger

Land, Tel.: 039889/509094,

www.marstall-boitzenburg.de

In der Umgebung: Hof Kokurin:

Restaurant, Zimmer, Badestrand,

Bootssteg und Grillplatz, Mo. Ruhetag,

Dorfstraße 32, Naugarten;

17291 Nordwestuckermark, Tel.:

039852/47630, www.hof-kokurin.de

Café Eigen-Art: FeWos, Café und

Patchwork, Dorfstr. 10, 17268 Boitzenburger

Land OT Wichmannsdorf, Tel.:

039889/307, www.cafe-eigenart.de,

nur Fr, Sa, So und feiertags oder

nach Absprache. Haus Lichtenhain:

FeWos und Apfeldelikatessen von

Daisy Gräfin von Arnim, Lichtenhain

25, 17268 Boitzenburger Land, OT

Lichtenhain, Tel.: 039889/8250,

www.haus-lichtenhain.de, Nov. bis

März sowie So geschlossen.

Natur entdecken: Thomas

Volpers, Rund UM Natur – Natur-

Expeditionen in der Uckermark,

Tel.: 03985/3287, 0162/1772386,

www.um-natur.de

Geführt wandern: Natur- und

Kulturerlebnistouren rund um

Boitzenburg und in der Uckermark,

Arno Schimmelpfennig,

Tel.: 0176/20697908,

www.uckermarksafari.de

Unterwegs in der Uckermark:

Uckermarkshuttle: an Wochenenden

und feiertags Rundkurs über Templin,

Prenzlau, Schwedt und Angermünde,

mit anknüpfenden Wanderungen.

Wochenendkarte 18,90 Euro,

www.wirbewegensie.de/de/angebote

Informieren: tmu Tourismus

Marketing Uckermark GmbH,

Stettiner Str. 19. 6, 17291 Prenzlau,

Tel.: 03984/835883, www.tourismusuckermark.de

Besucherzentrum

Naturpark Uckermärkische Seen,

Zehdenicker Straße 1, 17279 Lychen,

Tel.: 039888/64530, www.

uckermaerkische-seen-naturpark.de

48

Spezial | 2018


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wl118


Süd

Süd

Die Anziehungskraft der Alpen reicht weit über die Anrainerstaaten hinaus. Menschen

aus der ganzen Welt sind fasziniert von der traditionsreichen Gebirgskette. Einer der

Gründe: Trotz der mächtigen Felsformationen waren und sind die Alpen verhältnismäßig

dicht besiedelt von Menschen, die Traditionen bewahren, Heimat leben und Geschichten

erzählen. Geschichten und Gefühle, die Besucher bewegen – und das Wandern zu dem

macht, was es für jeden von uns bedeutet!

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50

Spezial | 2018


Der Süden

Schwarzwald

Höhentour

Typ: Etappe Fernweg

Länge: 28,33 km

Dauer: ca. 8,5 Stunden

Markierung: rote Raute auf

weißem Grund

Schwierigkeitsgrad: schwer

Höhendifferenz: 287 m

Steigung/Gefälle: 761 m Aufstieg,

690 m Abstieg

Beste Wanderzeit: April bis Oktober

Start/Ziel: Bushaltestelle Unterstmatt,

Parkplatz Alexanderschanze

Wegequalität: Qualitätsweg mit

Wald-, Schotter- und Forstpfaden

Highlights des Nordschwarzwalds

Von Grinde zu Grinde

Etappe vier des Fernwanderwegs Westweg führt in einem steten Auf und Ab beinahe über den gesamten

Hauptkamm des Nordschwarzwalds. Die einzigartige Grindenlandschaft bietet überwältigende Ausblicke ins

fast 1.000 Meter tiefer gelegene Rheintal.

Los geht’s rechts von der Gaststätte „Zur

großen Tanne“. Dort führt ein circa 1,2 km

langer, schmaler Pfad stetig an Höhe

gewinnend in den Wald hinein, bis das

Wanderheim Ochsenstall erreicht ist. Hier

biegt man rechts in den oberen Forstweg ab.

Nach etwa 250 Metern verbreitert sich der

Weg. Es wird steinig und steil ansteigend.

Am Ende des Wegs führt ein Pfad in der

steilen Ostwand der Hornisgrinde 1 nach

oben. Auf dem Gipfelplateau der Hornisgrinde

angelangt, wandert man die östliche

Hangkante entlang, vorbei am Funkturm,

hin zum Bismarckturm 2 , der auf dem

höchsten Punkt der Hochfläche steht.

Schräg rechts geht die schmale Straße weiter

zum Hornisgrindeturm. Circa 50 Meter

vor dem Turm biegt der Westweg auf einen

mit Platten befestigten Weg. Ab jetzt geht es

den Berg abwärts bis zum Mummelsee 3 .

Hier sollte man sich ein wenig Zeit nehmen.

Seit 1999 befindet sich direkt am Seeufer

ein Kunstpfad. Hinter dem Mummelsee

durchquert der Westweg die vom Orkan

Lothar kahl gefegten Hänge des Altsteigerskopfs.

Das Lothardenkmal erinnert an die

Zerstörungen dieses Sturms. Der Weg führt

jetzt wieder in den Wald, Richtung Darmstädter

Hütte, die zur Einkehr verlockt. Nun

folgt man dem Wegweiser „Wildseeblick“

nach rechts in den Bannwald hinein. Der

hier liegende dunkle Wildsee gehört zu den

Karseen des Schwarzwalds. In der Folge

geht es in großen Serpentinen hinunter zum

Nationalparkzentrum Ruhestein und von

dort weiter zur nächsten Grindenlandschaft,

dem flach geschliffenen 1.054 Meter hohen

Schliffkopf 4 . Von hier folgt der Westweg

einem Forstweg zur Röschenschanze 5 .

Allmählich nähert man sich dem Ende der

Etappe. Wer will, kann noch mal im Naturund

Sporthotel „Zuflucht“ einkehren, das

zwischen den beiden Naturschutzgebieten

Kniebis-Alexanderschanze und Schliffkopf

liegt. Am Hotel geht es links über den Parkplatz

erst auf einen asphaltierten Fußweg,

dann auf einen Forstweg, der schließlich

zum Etappenende Alexanderschanze führt.

Spezial | 2018

51


Der Süden

Schwarzwald

Anreisen und orientieren

Mit Bahn und Bus: Ab Bahnhof Baden-Baden mit der Buslinie 245, ab Bahnhof

Bühl/Baden mit dem Regionalbus 263 und ab Bahnhof Achern mit dem Bus 7123

bis nach Unterstmatt. Infos unter: www.ortenaulinie.de

Wer im Schwarzwald übernachtet, kann sich von seinem Hotel die Konus-Gästekarte

ausstellen lassen, mit der er während der Dauer seines Aufenthalts den im

Schwarzwald sehr gut ausgebauten ÖPNV kostenlos nutzen kann.

Mit dem Pkw: Autobahn A 5 Karlsruhe –Basel, Ausfahrt Bühl (Nr. 52), danach

die Bundesstraße 3 nehmen oder über die Schwarzwaldhochstraße (B 500)

bis Unterstmatt.

Orientieren: Der Weg ist eigentlich so gut markiert, dass man nicht unbedingt

eine Karte braucht. Wer trotzdem gerne eine dabeihat: „Westweg Schwarzwald:

Wander-Tourenkarte. 1:50 000“ aus dem Kompass-Verlag, 8,99 €. Reiseführer:

„Schwarzwald Fernwanderwege: Westweg – Mittelweg – Ostweg“ aus dem Rother-

Verlag, 14,90 €, oder „Hikeline Wanderführer Westweg Schwarzwald“ aus dem

Esterbauer-Verlag, 11,90 €.

Tourenhöhepunkte

Eiszeitliche Seen und baumlose Grinden

1 2

Hornisgrinde: Die

Grinden, baumlose Feuchtheiden

auf der Hochfläche,

entstanden nach der Rodung des

Waldes und der anschließenden

Nutzung als Weidefläche. Die

Hornisgrinde ist mit 1.163 m

der höchste Berg des Nordschwarzwalds.

Bis 1997 war sie

militärisches Sperrgebiet. Heute

bietet sie dem Wanderer einen

fantastischen Rundumblick. Bei

guter Sicht kann man im Süden

sogar einige Gipfel der Alpen

erkennen.

Bismarckturm: Der 1871

errichtete Signalturm, der

früher der Landvermessung

diente, steht auf dem höchsten

Punkt der Hornisgrinde. 1892

wurde er in einen Aussichtsturm

verwandelt. Über eine

Außentreppe gelangt man auf

die acht Meter hohe Brüstung

des Turms und genießt von dort

meist eine herrliche Fernsicht.

Mummelsee: Einer der

3 bekanntesten Karseen des

Schwarzwalds, die von eiszeitlichen

Gletschern geschaffen

wurden. Der Mummelsee ist

3,7 Hektar groß und 17 Meter

tief. Viele Legenden ranken sich

um den dunkel schimmernden

See. So soll in ihm eine Nixe

leben, die nachts den Menschen

Hilfe gewährte, mit ihnen tanzte,

sang und spielte.

Schliffkopf: Diese Grinde

4 schafft es auf 1.055 Meter.

Ein 520 Hektar großer Bereich

der hochmoorartigen Gipfelregion

ist seit 1938 Naturschutzgebiet.

Weitere 876 Hektar wurden

1986 unter Schutz gestellt.

5

Röschenschanze:

Benannt wurde dieses

militärische Schutzwehr nach

Jakob Friedrich Rösch, der 1794

mit dem Bau einer sechseckigen

Schanze zur Verteidigung der

württembergischen Landesgrenze

beauftragt wurde. Allerdings

wurde die Schanze nie

fertiggestellt. Bereits 1796 wurde

sie von Napoleons Truppen

nahezu kampflos eingenommen.

Heute bietet sie einen einzigartigen

Lebensraum für seltene

Pflanzen und Tiere.

Etappenprofil

Links und rechts

des Weges

Schlummern:

Sehr gemütlich eingerichtete Zimmer

für Wanderer und alle anderen

gibt es im schönen Kloster Maria

Hilf in Bühl. Seit 1919 leben hier

die Schwestern vom Göttlichen

Erlöser. Heute führen sie ein nettes

Gästehaus. Übernachtung pro Person

und Nacht ab 28 Euro, Frühstück:

7,50 Euro. Tel.: 07223/802165,

www.kloster-maria-hilf-buehl.de

Im Hotel Jägersteig in Bühl hat man

eine traumhafte Fernsicht in die

Rheinebene und bis zu den Vogesen.

Die Weinbergsuiten sind gemütlich

und modern zugleich eingerichtet.

DZ mit Frühstück ab 94 Euro, Tel.:

07223/9850, www.jaegersteig.de

Schlemmen:

Die Darmstädter Hütte liegt direkt

auf dem Westweg. Wirtin Christel

Trayer serviert lokale Spezialitäten

und Schwarzwälder Vespern. Man

kann hier auch übernachten (ab

33 Euro p. P.). Tel.: 07842/2247,

www.darmstaedter-huette.de

Gehobene badische und

schwäbische Küche gibt es im

Natur- und Sporthotel Zuflucht

direkt am Nationalpark. Seit dem

Jahr 1841 bietet das Hotel natürlich

auch Übernachtungsmöglich keiten

für Wanderer. Tel.: 07804/912-560,

www.hotel-zuflucht.de

Besichtigen:

Das Nationalparkzentrum Ruhestein

informiert auf anschauliche

Weise zu Natur und Landschaften

des Nordschwarzwalds. Der Eintritt

ist frei. Schwarzwaldhochstraße 2,

77889 Seebach, Tel.: 07449/92998-0,

www.schwarzwald-nationalpark.de

Informieren:

Schwarzwald Tourismus Info

Tel.: 0761/896460,

www.schwarzwald-tourismus.info

52 Spezial | 2018


Der Süden

Chiemsee

Rund um die

Herreninsel

Typ: Rundwanderung – beide

Richtungen sind ausgeschildert

Länge: 8,7 Kilometer

Dauer: 3,5 Stunden ohne Pause

Höhendifferenz: 34 Meter (von

517 Meter bis 551 Meter)

Steigung/Gefälle: je 104 Meter

rauf/runter

Alternativ: zwei kürzere Rundwanderungen

über 1,5 oder 2,5 Stunden

Markierung: Tour 3 roter Punkt

Schwierigkeit: einfach

Beste Wanderzeit: ganzjährig

Start/Ziel: Anlegestelle der Dampfer

Wegequalität: gepflegte Wanderwege

mit schönen Ausblicken

König Ludwig und viel mehr ...

Ein weißblauer Winter-Traum

Herz, was willst du mehr? Berge, ein glitzernder See, Schlossromantik und schöne Natur – alles auf einer Insel.

Das Bayerische Meer haben wir einem

gewaltigen Gletscher zu verdanken, der sich

vor 10.000 Jahren wegen steigender Temperaturen

zurückzog und einen prachtvollen

See samt einzigartiger Feuchtgebiete hinterließ

– heute ein bedeutendes Schutzgebiet

für eine Vielzahl von Pflanzen und Tieren.

Die Rundwanderung Nr. 3 immer entlang

der roten Punkte ist die längste der drei

markierten Routen und führt einmal rund

um die Herreninsel. Dabei werden alle

Highlights wie Schloss und Augustiner-Chorherrenstift

angesteuert. Wer die Tour mit

einem Besuch der historischen Gebäude und

Museen verbinden möchte, kann bereits hier

im Besucherpavillon nahe dem Dampfersteg

die Eintrittskarten kaufen und sich über

die Abfahrtszeiten der Dampfer informieren.

Wir lassen das Kloster links liegen

und stoßen über eine Steintreppe auf die

Marienkirche 1 , eine spätgotische Kirche

aus Tuffstein. Ein Besuch des Museums im

Augustiner-Chorherrenstift empfiehlt sich

am Ende der Runde. Weiter geht’s vorbei

an der ehemaligen Kloster-Landwirtschaft

und Wirtschaftsgebäuden über eine Allee

zur Nordspitze der Insel mit der hübschen

barocken Kreuzkapelle 2 . An dieser

Stelle sind es bis zum Festland gerade mal

600 Meter, da sich hier eine Landzunge

namens Urfahrn vom gegenüberliegenden

Ufer in den See reckt. Von hier aus geht es

am Ufer entlang in südlicher Richtung bis

zum scharfen Einschnitt des Schlosskanals

3 , der direkt auf das Märchenschloss

Herrenchiemsee 5 im Stile Versailles

hinführt. Der rot markierte Weg macht

am Apollobassin 4 einen Schwenk nach

rechts vom Schloss weg in den Wald hinein,

vorbei an einer historischen Wallanlage, die

wahrscheinlich aus dem Mittelalter stammt.

Hier am südlichen Steilufer lädt ein kleiner

Pavillon Ottos Ruh 6 zum Verweilen ein.

Der Blick über den See mit Alpenpanorama

ist herrlich! Auf einer Höhe von etwa 20

Metern über dem See zieht sich der Weg

durch Nadel- und Buchenwald zum zweiten

verlockenden Aussichtspunkt, der romantischen

kleinen Bucht Pauls Ruh 7 . Weiter

führt der Weg am Ufer entlang eines breiten

Schilfgürtels. Von hier präsentiert sich das

Schloss von seiner eigentlichen Vorderseite,

von der Ludwig sein Refugium betrat. Hier

im Osten liegen ganz nach französischem

Vorbild wichtige Repräsentationsräume wie

das – kaum genutzte – Paradeschlafzimmer,

weil Ludwig wie der Sonnenkönig mit der

Sonne aufstehen wollte. Eine Besichtigung

des Schlosses ist nur im Rahmen der dreißigminütigen

Führung von der Gartenseite aus

möglich. Hier sind mächtige Brunnen anlagen

und Ziergärten angelegt mit Blick auf das

Festland Richtung Prien. Weiter geht es

durch Wald und an Weiden vorbei in Richtung

Kloster Augustiner-Chorherrenstift 8

. Gut gestärkt ist der Dampfersteg von der

benachbarten Schlosswirtschaft aus schnell

erreichbar.

Winterlich:

See und Alpenpanorama

begeistern

Redakteurin

Friederike

Brauneck.

Spezial | 2018

53


Der Süden

Chiemsee

Anreisen und orientieren

Der Chiemsee liegt im Süden Deutschlands,

gut erreichbar zwischen München

und Salzburg.

Mit der Bahn: Von München Hbf in

etwa einer Stunde Fahrtzeit nach Prien

am Chiemsee jede Stunde.

Mit dem Pkw: Von München mit dem

Pkw in ca. einer Stunde erreichbar,

über die Autobahn A 8 München-

Salzburg ins Alpenvorland. Anreise

von Berlin nach Rosenheim etwa sechs

Stunden, von Frankfurt ungefähr vier

Stunden Fahrtzeit.

Tourenhöhepunkte

Ludwigs Bayerisches Versailles und unberührte Natur

Im Shop und Infocenter neben

dem Dampfersteg erfährt man

alles Wissenswerte über Öffnungszeiten

und Kutschfahrten

zu Ludwigs Schloss.

1

Ehemalige Pfarrkirche

St. Maria: Die spätgotische

Tuffstein-Kirche war

ursprünglich Pfarrkirche für die

Gläubigen aus Breitbrunn, die

für die sonntäglichen Gottesdienste

vom Festland bei Wind

und Wetter mit dem Ruderboot

übersetzen mussten. Der

frühbarocke Hochaltar und die

Kassettendecke mit Mariendarstellungen

sind jedoch leider

nicht zugänglich.

2

Kreuzkapelle: Weiß-blauer

„Eyecatcher“ aus dem

17. Jahrhundert an der Nordspitze

der Insel, leider verschlossen.

Das gegenüberliegende Festland

ist hier nur 600 Meter entfernt,

da die Halbinsel Urfahrn in den

See hineinragt.

3

Schlosskanal: Optische

Verlängerung der für

Prachtgärten jener Zeit wichtigen

Mittelachse. Sie öffnet den

Blick auf das Schloss, von dem

allerdings nur der mittlere Teil

vorhanden ist. Der linke Schlossflügel

wurde 1907 abgerissen,

der rechte gar nicht begonnen.

Ziergarten und prachtvolle

Brunnenanlagen wie das –

4

unvollendete – Apollobassin

schließen sich nach

französischem Vorbild an den

Schlosskanal an. Von Mai bis

Oktober gibt es Wasserspiele.

5

Märchenschloss

Herrenchiemsee: Die

Arbeiten am „Neuen Schloss“

wurden 1878 als Huldigung an

den absolutistischen Ludwig

XIV. von Frankreich begonnen.

Beim Tod von Ludwig II.

Etappenprofil

1886 waren die Arbeiten nicht

abgeschlossen. Prunktreppenhaus,

Paradeschlafzimmer und

Große Spiegelgalerie sind heute

in geführten Besichtigungen

zu bestaunen. Ludwig hat das

Schloss nie für repräsentative

Zwecke genutzt, sondern

allein im Kleinen Appartement

gewohnt und sich die Nächte in

den Prunkräumen vertrieben.

6

Ottos Ruh ist ein herrlicher

Aussichtspunkt mit

Blick auf die Chiemgauer Alpen.

7

Auch von der Pauls

Ruh aus bilden die

vielen Gipfel ein traumhaftes

Alpenpanora ma.

8 Augustiner-Chorherrenstift:

Das „Alte Schloss“

wurde 629 als ältestes Kloster

Bayerns gegründet, nach

wechselvoller Geschichte im 17.

Jahrhundert im barocken Stil

erweitert. Heute sind große

Teile der vier Flügel als

Museum zu besichtigen. Neben

dem prachtvollen Kaiser- und

Gartensaal und einer barocken

Bibliothek beherbergt der

Fürstenstock ein Museum, das

die Konzipierung unseres

Grundgesetzes 1948 dokumentiert.

Im Nordflügel, dem

Prälatenstock, ist eine Gemäldegalerie

untergebracht.

Tipps für den

See-Gang

Schlemmen und schlafen:

Schlosswirtschaft Herrenchiemsee,

perfekter Abschluss der Wanderung

bei bayerischer Kost und Blick auf

den See, 83209 Herrenchiemsee, kein

Hotel. Tel.: 08051/9627670, www.

herrenchiemsee-schlosshotel.de

Hotel Bayerischer Hof, mitten

in Prien, schöner bajuwarischmoderner

Mix. Bernauer Str. 3 in

83209 Prien am Chiemsee, Tel.:

08051/6030, www.bayerischerhofprien.de

Seecafe Toni am Chiemsee,

hausgemachte Kuchen und Torten,

Terrasse mit Panoramablick, Ferienwohnungen,

Hochstätt 7, 83253

Rimsting, Tel.: 0805/4577, www.

seecafe-toni.de

Adventsstimmung:

Ein Christkindlmarkt verwandelt

die Fraueninsel vom 25. bis 27.

Nov. und 2. bis 4. Dez. 2016 in eine

glitzernde Weihnachtswelt. Die

Schiffe fahren im Halbstundentakt

von Prien und Gstadt aus. Achtung:

Zurück Wartezeit einkalkulieren!

Geführte Touren:

Winterliche Aktivitäten: Viele Ideen

für Berge und See im aktuellen

Veranstaltungsprogramm „Winterzauber

im Chiemsee-Alpenland“:

ein kulinarischer Spaziergang durch

Prien, eine literarische Wanderung

am Chiemseeufer, eine winterliche

Kajakfahrt, Hauben-(Mützen)Strickkurs

auf der Alm oder eine Hexennacht.

Das Heft zum Programm

gibt es zum Herunterladen oder

kostenlos unter www.chiemseealpenland.de/erleben/Winterurlaub/

Alle Informationen zum Chiemsee

und der Region:

Infocenter Chiemsee-Alpenland,

Felden 10, 83233 Bernau am

Chiemsee, Tel.: 08051/965550,

www.chiemsee-alpenland.de

Chiemsee-Schifffahrt,

Tel.: 08051/6090,

www.chiemsee-schifffahrt.de

54 Spezial | 2018


Der Süden

Oberstaufen

Premiumwandern

Oberstaufen

Typ: Rundwanderung mit

Bergbahn-Aufstieg

Länge: 9 km Dauer: 3,5 Stunden

Schwierigkeitsgrad: konditionell

mittel, technisch schwierig

Höhendifferenz: 841 m (863–1.704)

Steigung/Gefälle: 186 m/1.016 m

Höchster Punkt: 1.704 m

Markierung: Nagelfluhschleife

Luftiger Grat (bis kurz hinter

Oberstiegalpe)

Beste Wanderzeit: Juni bis Oktober

Start/Ziel: Bergstation Hochgratbahn,

Lanzenbach 5, 87534 Oberstaufen-Steibis

Wegequalität: Pfad, am Ende

Alpwirtschftsweg Achtung: am Grat

(Leitern/Steighilfen) ist Schwindelfreiheit

und Trittsicherheit gefragt!

Über die Nagelfluhkette zu Baumveteranen

Luftiger Grat

Unglaublich weite Blicke – ins Alpenvorland ebenso wie zu den Schneebedeckten

– lenken vom Weg ab. Doch der braucht am Grat die volle

Aufmerksamkeit! Also viele Päuschen einplanen. Locker geht es am Hang

entlang zurück, wo die mächtigen Stämme uralter Ahornbäume imponieren.

Nach entspanntem Aufstieg in der Hochgratbahn

auf 1.704 Meter mag für manch

einen noch ein Abstecher auf der Nagelfluh-

Gratwanderung 1 links hoch zum Hochgrat

(1.834 m) drinsein. Der Premiumweg Luftiger

Grat fällt westlich der Bergstation zunächst

ab, passiert eine Viehsperre und durchläuft

nach dem Abzweig zum Staufner Haus ein

Tor, die Kunstinstallation Porta Alpinae 2 .

Nach rund einer halben Stunde über eine

Leiter, Steighilfen und an Halteseilen entlang,

erreicht der Pfad das Gipfelkreuz des

Seelekopfs 3 . Spektakulär setzt sich der

aussichtsreiche Weg über Wurzeltreppen,

an Orchideen und Enzianen vorüber zum

Hohenfluhalpkopf (1.636 m) fort, mal direkt

auf dem Grat, mal auf der alpinen Hangseite,

mal zum Alpenvorland hin. Nach einer dritten

Scharte mit Abzweig zur Rohnealpe steigt

der Weg zum Eineguntkopf 4 ein letztes

Mal an, ein Stück dahinter schwingt er rechts

hinab zur Falkenhütte. Unterhalb fällt er als

Pfad teils über Stufen nahezu senkrecht zum

Hang ab bis zu einer Gabelung mit Wegweiser.

Rechts verlaufen nun Luftiger Grat und

Alpenfreiheit hangparallel zwischen Wiesen

mit alten Weidebäumen locker bergab. Hinter

einem kurzen Waldstück wurzelt ein hohler

Bergahorn 5 . Schon taucht die Oberstiegalpe

auf. Unterhalb der Schaukel führt ein

Weg über die Weide. Bei der Picknickstation

hinter dem Viehgatter verlässt unsere Tour

die Premiumwege und zweigt über geschotterten,

später asphaltierten Alpweg nach

rechts. Vorüber an besonders alter Weißtanne,

Bergulme und Fichte senkt er sich,

knickt vor der Morgenalpe nach rechts, umkurvt

eine Kuhweide, biegt bei der Unteren

Stiegalpe nach rechts, passiert den Abzweig

zur Unteren Lauchalpe, kreuzt die Kehren

auf direktem Kurs und nimmt eine letzte

Linkskurve, bevor er sich rechts durch den

Wald hinunterschlägt, um 100 Meter vor der

Talstation auf die Straße zu treffen.

An der Nagelfluhschleife „Wildes Wasser“

umarmen wanderlust-Autorin Beate Wand

und ihre kleine Assistentin eine Fichte.

Spezial | 2018

55


Der Süden

Wanderführerin Ilse Schubert lenkt

sicher zwischen weidenden Rindern

hindurch.

Anreisen und orientieren

Oberstaufen

Mit Bahn und Bus: Im Zweistundentakt verkehren Allgäu-Express und Allgäu-

Franken-Express auf der Strecke München–Lindau bzw. Nürnberg–Lindau und halten

am Bahnhof Oberstaufen. Unregelmäßiger sind direkte Züge nach Ulm unterwegs

(www.bahn.de). Etwa stündlich pendelt Bus 9795 über Steibis zur Talstation

der Hochgratbahn (www.oberstaufen.de). Deren Kleinkabinen schweben zwischen

8:30 und 17 Uhr von 856 m auf 1.704 m, Tel.: 08386/8223, www.hochgrat.de

Mit dem Pkw: A7 Ri. Kempten, am AK Allgäu auf A980 Ri. Oberstdorf/Lindau, AS

Waltenhofen abfahren, über Immenstadt und Alpsee auf B308 nach Oberstaufen.

Von Lindau kommend B308 nach Oberstaufen, dort hinab nach Weissach, jenseits

wieder hinauf nach Steibis und weiter geradeaus bis zum Parkplatz an der

Talstation der Hochgratbahn.

Orientieren: Wanderkarte Oberstaufen, M. 1:25.000, outdooractive Kartographie,

www.alpstein-tourismus.de, im Auftrag von www.oberstaufen.de

Tourenhöhepunkte

Luftiger-Grat-Rundtour:

1

Nagelfluh-Gratwanderung:

Nach Osten verbindet die

Tour R12, eine 14,5 km lange,

spektakuläre und anspruchsvolle

Strecke, die Bergstationen von

Hochgrat- und Mittagbahn bei Immenstadt

(Kombi-Bergbahnticket).

Bis zum Hochgrat klettert der

Weg 130 Höhenmeter auf einem

knappen Kilometer. Hin und

zurück dauert der Abstecher eine

gute Stunde Wanderzeit.

2

Porta Alpinae: „Öffne die

Tür für eine andere Welt“,

steht auf der Tafel neben der torartigen

Installation. Sie ist Teil des

Berge und Grenzen überschreitenden

Kunstprojekts „Porta Alpinae“

von Guenter Rauch, Symbol für

den Übergang in eine mystische

Welt und in ein Leben nach eigenen

Werten. www.alpinien.de

Seelekopf: Der 1.663 m

3

hohe Nachbar des

Hochgrats trägt ein sieben Meter

hohes und 440 kg schweres Stahl-

Gipfelkreuz. Nordwestlich liegt unterhalb

die namensgebende Alpe

Seele. Der See dazu ist verlandet,

soll aber vor 100 Jahren noch

200 m lang gewesen sein. Sattes

Gras lässt seine Lage vom Grat

erahnen. Noch tiefer, unsichtbar

bei der Unteren Lauchalpe, liegt

die Ureibe von Steibis, einer der

ältesten Bäume hierzulande.

4

Eineguntkopf: Der wuchtige,

1.639 Meter hohe Berg

trägt zwei Namen, da auf seinem

Grat Deutschland an Österreich

grenzt. Von der Eineguntalpe

am Nordostabfall rührt die in

Deutschland übliche Bezeichnung

her, die Österreicher tauften den

Gipfel, nach der Rohnealpe am

Südhang, Rohnehöhe.

5

Bergahorn: 250 bis 400 Jahre

soll der Bergahorn direkt

am Weg auf dem Buckel haben.

Sein knorriger, hohler Stamm hat

einen Umfang von 6,50 Meter. Er

zählt zu den stärksten seiner Art

in Deutschland. Seit Generationen

schützt der Ahorn das Vieh vor

Regen und Sonne, sein Laub diente

früher als Futter und Stalleinstreu.

Etappenprofil

Tipps für

Oberstaufen

Jausen und Träumen

am Wegesrand:

Außer Untere Lauchalpe alle mit

Zimmern/Betten/Matratzenlagern:

Bergrestaurant am Hochgrat,

87534 Oberstaufen, Tel.:

08386/8332, www.hochgrat.de

Alpenvereinshütte Staufner Haus,

87534 Oberstaufen, Tel.: 08386/

8255, www.staufner-haus.de

Berggasthof Falkenhütte,

87534 Steibis, Tel.: 08386/8113,

www.falkenhuette.de (Mo geschl.)

Berggasthof Oberstiegalpe,

87534 Oberstaufen, Tel.: 08386/

8178, www.oberstiegalpe.de

Untere Lauchalpe, 87534 Oberstaufen

(Mo geschl.)

In Oberstaufen:

Lindner Parkhotel & Spa, direkt am

Kurpark und zum Verwöhnenlassen.

Argenstr. 1, 87534 Oberstaufen,

Tel.: 08386/703-0,

www.lindner.de/oberstaufen

Das Bad Rain, mitten im Grünen

am Fuße des Staufner Bergs mit

lauschigem Biergarten. Hinterstaufen

9, 87534 Oberstaufen, Tel.:

08386/9324-0, www.bad-rain.de

die.speisekammer, gute Alpenküche

in gemütlicher Atmosphäre. Rothenfelsstr.

6–8, 87534 Oberstaufen,

Tel.: 08386/991462-0,

www.die-speisekammer.de

Oberstaufen PLUS:

Rund 300 Gastgeber bieten die Gästekarte

bei Übernachtung kostenlos

an. Pro Tag dürfen Inhaber eine der

Bergbahnen oder das Erlebnisbad

kostenlos nutzen. Zudem haben sie

freie Fahrt mit dem Gästebus über

Steibis zur Imberg- und Hochgratbahn.

www.oberstaufen.de

Geschichte schnuppern:

Heimatmuseum beim Strumpfar,

bis 1923 verkauften Strumpfwirker

die in dem Allgäuer Bauernhaus

von 1788 hergestellten Strümpfe

in der Strumpfwirkerstube. Neben

Woll haspel, Zwirnmühle und

Strumpfwirkerstuhl präsentiert

das Heimatmuseum die Geschichte

Oberstaufens. Jugetweg 10, 87534

Oberstaufen, Tel.: 08386/1300,

www.oberstaufen.de

Entgiften mit Weißwein: Als einziges

Schroth-Heilbad bieten in Oberstaufen

mehrere Häuser (Schnupper-)

Kuren nach Johann Schroth an. Eine

spezielle Kost, abwechselnde Trinkund

Trockentage (Weißwein!) sowie

feuchte Wickel sollen den Körper

entgiften, www.schrothkur.de

Informieren:

Oberstaufen Tourismus, Hugo-von-

Königsegg-Str. 8, 87534 Oberstaufen,

Tel.: 08386/93000,

www.oberstaufen.de

56 Spezial | 2018


Der Süden

Bayerischer Wald

Rund um den

Brotjacklriegel

Typ: Rundwanderung

Länge: 9,7 Kilometer

Dauer: ca. 4 Stunden

Ergänzung: vier unterschiedlich

schwierige Turmwege auf den Gipfel

(siehe Beschreibung)

Schwierigkeit: mittel

Steigung/Gefälle:

je 330 Meter rauf/runter

Höhendifferenz: 269 Meter

(zwischen 742 und 1.011 Meter)

Markierung: schwarzer Turm

auf weißem Grund

Beste Wanderzeit: ganzjährig (im

Winter werden viele Wege geräumt)

Start/Ziel: Parkplatz Langfurth

Wegequalität: Wald- und Forstwege

Niederbayerischer Sonnenwald im Landkreis Freyung-Grafenau

Brotjacklriegel:

Rundherum und hoch hinauf

Vier verschiedene Turmwege machen vom Rundweg aus den Aufstieg zum Gipfel möglich – je nach Anspruch ist

für jeden Wanderer etwas dabei, sogar für Eltern mit Kinderwagen und Menschen im Rollstuhl. Viele der Wege

werden auch im Winter für die Wanderer geräumt oder gewalzt.

Wir starten die Umrundung des Brotjacklriegel

zunächst in nördlicher Richtung.

Los geht es bei uns am Feuerwehrhaus

am Parkplatz Langfurth (Start/Ziel), gegenüber

Langenfurther Hof am Brotjacklrieglweg:

Immer den weißen Schildern

mit schwarzem Turm auf rotem Punkt

nach. Von hier aus geht auch einer der

beiden leichteren Turmwege direkt

hinauf auf den Berg (1,5 Kilometer, ca. 30

Minuten, gleichzeitig Goldsteig, Wanderweg

Nr 18 und Fernwanderweg Nr. 8).

Wir gehen zunächst in Richtung Mitterdorf,

von wo ebenfalls auf ein direkter

Zuweg zum Gipfel möglich ist (Turmweg

Mitterdorf/Schöfweg, 2,5 Kilometer, leicht,

Kinderwagen-geeignet, 45 Minuten – aber

es geht natürlich bergauf!) Der Rundwanderweg

führt weiter geradeaus, rechter

Hand erhebt sich der Jägerriegel auf 914

Meter. Wir bleiben bislang auf einer Höhe

und nähern uns dem Ort Schöfweg, den

wir aber nur in Richtung Scheibenberg

am Rand streifen. Der Rundweg macht

vor der Reiner mühle 1 , heute nur noch

Gasthaus, einen scharfen Rechtsknick,

und man überquert den Scheibenbergbach.

Nun geht es durch Wald und Wiese

in Richtung des Örtchens Daxstein, von

wo auch wieder ein direkter Zuweg zum

Gipfel abgeht (1,6 Kilometer, Goldsteig,

Route E 8, Wanderweg Nr. 28, schwieriger

und steiler). Der Rundweg geht durch den

Ort hindurch und führt durch Wald und

Wiesen in das Örtchen Ölberg, wo am Café

Wimmer der vierte Turmweg abzweigt

(1,6 Kilometer, mittelschwer bergan, 45

Minuten). Von hier aus kann man etwa auf

der Höhe bleiben und Richtung Liebmannsberg

zurück zum Parkplatz Langfurth (Start/

Ziel). Unsere Tour führte uns von Daxstein

aus über den Turmweg (Goldsteig) zum Gipfel.

Dort laufen naturgemäß alle Turmwege

zusammen und führen sowohl am Du-Stein

2 und am Sendemast des Bayerischen

Rundfunks 3 vorbei zum Aussichtsturm

4 mit seinem einladenden Stüberl auf dem

Gipfel des Brotjacklriegel 5 .

Spezial | 2018

57


Der Süden

Bayerischer Wald

Anreisen und orientieren

Verlässlich ausgeschildert

mit reizvollen

Themen: Die Wege

im Bayerischen Wald

bieten für jeden etwas.

Mit dem Pkw: Aus dem Norden Autobahn A3 Richtung Passau. Aus Richtung

Süden/München: A92 Richtung Deggendorf, Abfahrt Hengersberg.

Mit der Bahn: Aus Norden über Nürnberg zu den Bahnhöfen Plattling oder

Passau. Weiterfahrt mit ÖVP, von Passau von Mai bis Oktober mit der Ilztalbahn

bis nach Freyung.

Perfekter Anschluss für Wanderer:

Von Mai bis Oktober für Touristen mit Gästekarte kostenlos bis günstig:

Igel-Bus (rund um den Nationalpark) und Ilztalbahn

(Verbindung von Freyung nach Passau): www.bayerwald.de

Waldbahn-Streckennetz unter www.laenderbahn.com/

waldbahn/fahrplan/streckennetz/

Die GUTI-Card für kostenlose Fahrten bekommt man in den Hotels.

Orientieren: Krimi-Wanderführer Bayerischer Wald mit 33 Touren von Alexander

Frimberger und Lothar Wandtner, HePeLo-Verlag 2016, ISBN: 978-3-943926149,

14,95 Euro, www.golbet.de

Tourenhöhepunkte

Wald, Wiesen und Weitblicke

Parkplatz Langfurth (Start/

Ziel): Am Feuerwehrhaus starten

wir den 1993 ausgeschilderten

Rundweg. Man kann überall

auf der Runde ein- oder über

einen der vier Turmwege zum

Gipfel aufsteigen.

Reinermühle: am

1 Scheibenbergbach:

heute nur noch Gaststätte.

Du-Stein: kurz vor dem

2 Gipfel wird das menschliche

Miteinander geregelt: Wer

die 1.000-Meter-Höhe erreicht,

sollte sich duzen. 2002 als erster

dieser Art vom Bayerischen

Wald-Verein aufgestellt.

3

Sendeanlage Bayerischer

Rundfunk: Seit 1951 thront

der Mast auf der Bergspitze.

1990 modernisiert und erweitert

um einen Ufo-artigen Glas-Beton-

Bau. 2006 spektakulärer Antennenwechsel

per Hubschrauber.

Heute eine sogenannte Mutterstation,

die Außenstationen ohne

Personal in Niederbayern und

der Oberpfalz fernüberwacht

(Besichtigung nicht möglich).

4

Aussichtsturm des

Bayerischen Wald-

Vereins: Gegen Bezahlung von

einem Euro über 150 Stufen bis

zur Aussichtsplattform. 1912 als

offenes Holzgerüst für die Sommerfrischler

errichtet. 1925 wurde

daraus ein 25 Meter hoher

Turm mit Schindelverkleidung.

Der Blick reicht 250 Kilometer

weit bis in die österreichischen

Alpen und über die Donau-

Ebene. Seit 2006 mit schwenkbarer

Webcam (www.regionsonnenwald.de).

Im Turmstüberl

oder auf der lauschigen Terrasse

Ausschank, April bis Oktober

Etappenprofil

von 10 bis 18 Uhr, im Winter

beim Turmwirt anfragen unter

Tel.: 0171 3256055.

Der Brotjacklriegel:

5 1.011 Meter hoch und

wegen seiner artenreichen

Wälder ausgezeichnet als

europäische „Natura 2000“, die

länderübergreifend bis in die

Tschechei wildlebende Tier und

Pflanzen schützt. Der Name

erklärt sich als radikale Übersetzung

von „Broada Jagariegl“

(Breiter Jägerbergkamm) ins

Hochdeutsche. Oder durch die

Sage aus der Zeit der Schwedenkriege,

die von Brot-Jackl,

einem bärtigen Eigenbrötler berichtet,

der immer ausreichend

Brot hatte. Weil er den schwedischen

Besatzern sein Geheimnis

nicht verriet, sperrten sie ihn

in seine Höhle. Mit einem

Donnerschlag sorgten himmlische

Mächte für Gerechtigkeit:

Die Soldaten verwandelten

sich in Felsbrocken, die heute

noch überall verstreut liegen.

Alle Infos zum Wanderweg (mit

einer perfekten Karte) rund um

den Brotjacklriegel unter:

www.region-sonnenwald.de/

de/brotjacklriegel/

brotjacklriegel_final.pdf

Tipps für den

Bayerischen Wald:

Schlemmen und schlummern:

Traditionsgasthof Kammbräu,

Bräugasse 1, 94579 Zenting,

Tel.: 09907/89220,

www.kamm-braeu.de

Hotel Restaurant Wieshof,

Anton-Hilz-Str. 8, 94566

St. Oswald-Riedlhütte, Tel.:

08553/477, www.der-wieshof.de

Landhotel Sportalm, Bischof-

Firmian-Str. 21, 94158 Philippsreut/Mitterfirmiansreut,

Tel.:

08557/200, www.hotel-sportalm.de

Hotel Restaurant Schloss

Fürsten eck, Schlossweg 5, 94142

Fürsteneck, Tel.: 08505/1473,

www.schloss-fuersteneck.de

Lusenschutzhaus, bewirtet mit

Übernachtung in Mehrbettzimmern

(anmelden heinz@lusenwirt.de),

Wanderung vom Ort Waldhäuser

oder vom Parkplatz Waldreibe.

Tel.: 08553/1212, Öffnungszeiten

siehe www.lusenwirt.de

Anschauen und entdecken:

Alle Infos zum Nationalpark

Bayerischer Wald unter www.

nationalpark-bayerischer-wald.de.

Veranstaltungen, Wanderungen

über Nationalpark-Führungsservice,

Tel.: 0700/00776655,

nationalpark @fuehrungsservice.de

Künstlerdorf Waldhäuser auf

1.000 Metern Höhe oberhalb

Spiegelau. Jugendherberge, Gasthof

und Ateliers, www.waldhaeuserbayerischer-wald.de

Glasmuseum Frauenau mit den

Gläsernen Gärten, Am Museumspark

1, 94258 Frauenau,

Tel.: 09926/941020,

www.glasmuseum-frauenau.de

Brennerei Schloss Ramelsberg,

Verkostung heimischer Obstbrände

und Kräuterschnäpse, Schlossberg

21, 94513 Schönberg, Tel.: 08554/

1451, www.schloss-ramelsberg.de

Informieren:

Alles über die Region bei Tourist-

Information Nationalpark-Ferienland

Bayerischer Wald (Landkreis

Freyung-Grafenau), Wolfkerstr. 3,

94078 Freyung, Tel.: 08551/57114,

www.bayerischer-wald.de

Touristikverein Sonnenwald e. V.,

Lydia Fuchs, Schulgasse 4, 94579

Zenting, Tel.: 09907/8720015,

www.region-sonnenwald.de

58 Spezial | 2018


Der Süden

Frankenwald

Abenteuer

Höllental

Der Vorhof zur Hölle befindet

sich in der Grenzregion zwischen

Bayern und Thüringen und

erfrischt mit angenehmer Kühle

an den Ufern der Selbitz.


Typ: Rundwanderung

Länge: 13 Kilometer

Dauer: 4 Stunden

Steigung/Gefälle: jeweils ca. 350 m

Schwierigkeitsgrad: mittel bis

anspruchsvoll

Höchster Punkt: 623 m

Markierung: Frankenweg (4,5 km),

US 11 (3,5 km), Frankenweg

(1 km), US 14 (2,5 km), US 34

(1 km), Rennsteig (0,5 km)

Beste Wanderzeit:

April bis Ende Oktober

Start und Ziel: Wanderparkplatz

Selbitzbrücke Untereichenstein

(bei Blankenstein)

Wegequalität: abwechslungsreich,

viele Pfade, teilweise alpin

Auf Mephistos Spuren

Durch Himmel & Hölle

Steige und Pfade alpinen Charakters balancieren an den Felshängen des Höllentals entlang.

Die Schlucht soll sich aufgetan haben, als der Teufel wütend mit seinem Pferdefuß aufstampfte.

Tafeln am Felsenpfad erklären, wie eine unterirdische Gewalt das Gestein Diabas formte.

Vom Parkplatz an der Selbitzbrücke

in Untereichenstein (1)

führt der Frankenweg auf einem

Asphaltweg aufwärts. Vor dem

gelben Haus knickt er links

auf einen Graspfad, steigt am

Waldrand empor und mündet in

einen Forstweg. Nach rechts kurvt

er zum Abzweig beim Wiedeturm

(2), wo er der rechten Gabel folgt.

Links öffnet sich ein weiter Blick,

und hinter ein paar Häusern biegt

der Frankenweg rechts auf einen

Schotterweg Richtung König

David. An der nächsten Kreuzung

geht es vor der Schutzhütte rechts

am Gasthaus Hirschsprung vorüber,

vor dem Wanderparkplatz

am Haselhügel links auf den Waldweg,

der auf den Kanzelweg trifft.

Der Frankenweg wendet sich nach

rechts, steigt auf dem nächsten

links abzweigenden Pfad an, fällt

wieder etwas ab und erreicht die

Aussichtsplattform König David

(3). Am anderen Ende verläuft

der Pfad weiter abwärts bis zu

einer Hangkante mit Bank und

Aussicht, wo links ein Abstecher

steil hinunter zum Hirschsprung

(4) führt (ca. 400 Meter, Trittsicherheit

erforderlich!). Der rechte

Pfad schlängelt sich zum Uferweg

an der Selbitz hinunter. Nach

links leitet der Röhrensteig (US 11)

Richtung Hölle. Beim Jungfernsteg

gesellt sich das Tropfensymbol

vom Wassererlebnispfad hinzu

und weist an der nächsten Gabelung

halblinks nach oben, wo

sich der Weg über die Röhren der

Wasserleitung (5) recht eben auf

halber Höhe am felsigen Hang entlangschlängelt.

Am Ende geht es

auf dem Pfad links der Schotterzufahrt

zu einem Parkplatz und bis

zur Humboldtstraße in Hölle (6),

die rechts die Selbitz überquert.

Hinter der Brücke führt der erste

Rechtsabzweig mit dem Frankenweg

– diesmal in umgekehrter

Richtung – auf Schotter zurück

ins Höllental. Hinter dem Abzweig

nach Bad Steben und kurz vor

einem Picknickplatz mit Schutzhütte

am Selbitzufer steigt links

der Felsenpfad US 14 auf, windet

sich mit dem geologischen Erlebnispfad

über Leitertreppen an den

Varietäten des Vulkangesteins (7)

vorbei, kreuzt einen Grasweg (Erlebnispfad

knickt links ab), nimmt

noch ein paar Stufen, mündet in

einen breiteren Grasweg und folgt

diesem nach rechts. Bei einem

Wegweiser verlässt der Felsenpfad

Himmlische Wohltat

Wer sich mit müden Wanderfüßen

dahinschleppt, fühlt sich nach

einem Besuch in der Therme

Bad Steben wie neugeboren und

schwebt förmlich nach Hause. Bei

der einzigartigen Quellenkombination

wirken Radon, Kohlensäure

und Naturmoor als natürliche

Heilkräfte: entzündungshemmend,

gefäßerweiternd, durchblutungsfördernd

und schmerzstillend.

Ein Außenströmungskanal mit

Duftgrotte verbindet Klangduschen

und Resonanzturm im

Pavillon des Hörens mit Schiefer-

Dampfgrotte und Wasserfall-

Duschen im Pavillon des Fühlens.

Gipfel der Entspannung ist der

Wellness-Dome: Maulaffenbecken,

Sand-Loggia und Sole-Lagune entspannen

nicht nur die Muskeln,

sie lindern auch Hautreizungen

und befreien die Atemwege.

www.therme-bad-steben.de

Spezial | 2018

59


Der Süden

Frankenwald

Das Wahr zeichen

über dem Höllental

erinnert an den

mutigen Hirsch, der

sich angeblich bei

einer Jagd durch

einen Sprung in die

Tiefe rettete.

Anreisen und orientieren

Anreisen mit dem Pkw: über A9, bei Abfahrt 31 (Berg/Bad Steben) links

auf die St 2692, in Berg rechts in die Inastraße, zweite Straße rechts auf

die St 2198 (Hirschberger Str.), nach 1,7 km bei HO8 (Von-Schönfeld-Straße)

links halten. Nach ca. 7,2 Kilometern liegt auf der linken Seite der Wanderparkplatz

Unter eichenstein.

Mit Bus und Bahn: aus Richtung Bayern auf der Strecke Hof–Bad Steben

bis zum Bahnhof Höllenthal (ca. 400 Meter bis zum Weg); aus Richtung

Thüringen kommend von Saalfeld bis zum Bahnhof Blankenstein; vom

1. Mai bis 3. Oktober samstags und sonntags RBO Tälerlinie, Radlerbus

oder Regionalbus 6349 Höllentallinie. Fahrpläne und weitere Infos unter

www.frankenwaldmobil.de

Orientieren: Bad Steben, Wanderkarte 1:35.000, Fritsch-Landkartenverlag,

ISBN 9783861161035, 2010, 4,85 Euro.

US 14 den Weg schräg nach rechts

hinunter zu einem hangparallelen

Weg, der beim Abzweig zum

Besucherbergwerk (150 Meter)

Friedrich-Wilhem-Stollen (8) die

Straße erreicht. Der US 34 führt

zum Naturpark-Infozentrum im

ehemaligen Bahnhof Lichtenberg,

am Gasthof Blechschmidtenhammer

vorbei, auf dem Fußweg über

die Muschwitz und via Kolonnenweg

bis zur Straße, wo er links

über die Bayerische Straße zum

Rennsteig in Blankenstein gelangt.

Dieser lässt das Denkmal „Der steinerne

Rennsteig wanderer“ hinter

sich, quert bei den Schranken

die Gleise, läuft am Terrassencafé

Wanderstützpunkt vorbei

hinunter zur Selbitz und nach

rechts zurück zur Brücke beim

Parkplatz (1).

Tourenhöhepunkte

Vom König David hinunter zur Selbitz

Drehkreuz des Wanderns:

1

In Untereichenstein und

Blankenstein treffen an der Selbitz

mit Rennsteig, Frankenweg,

Fränkischem Gebirgsweg und

Blauem Kammweg renommierte

Fernwanderwege aus verschiedenen

europäischen Mittelgebirgen

zusammen.

Wiedeturm: „Zur Bewunderung

der Werksanlagen und

2

des Umlandes“ ließ Anton Wiede

1903 zum 20. Geburtstag seiner

Papierfabrik Rosenthal auf dem

Wolfstein einen Turm errichten.

Wer die 75 Stufen erklimmt,

schaut über Höllen-, Muschwitzund

Saaletal sowie zur Burgruine

Lichtenberg.

König David: An einem

3

Steilhang 170 Meter über der

Talsohle gibt der Aussichtspunkt

den Blick über das Höllental bis

zum höchsten Frankenwälder,

dem Döbraberg (794 Meter), frei.

Hirschsprung: Unterhalb

4

des König David setzt das

holzgeschnitzte Wahrzeichen des

Höllentals auf einem Diabas-

Felsturm zum Sprung an.

Röhrensteig: Am Ausgleichsbehälter

des Kraftwerks

5

endet die unterhalb des Röhrensteigs

verlegte, knapp zwei Kilometer

lange Rohrleitung. Seit über

100 Jahren schlängelt sie sich am

steilen, felsigen Höllentalhang

entlang.

Hölle: Ein Abstecher nach

6

links erfrischt höllisch: Auf

Knopfdruck pumpt ein Brunnen

kohlensäurehaltiges Mineralwasser

aus einer Heilquelle nach oben.

Felsenpfad: Betonähnlich,

7

kissenförmig, säulenartig –

so formenreich kommt der Diabas-

Fels im Höllental daher. Tafeln am

geologischen Erlebnispfad erklären,

wie die Varietäten aus Lava

und Magma entstanden sind.

Friedrich-Wilhelm-Stollen:

8

Ab 1793 ließ der Naturforscher

Alexander von Humboldt

den 975 Meter langen Entwässerungsstollen

zum Erzbergbau

vorantreiben. Heute ist er für

Besucher zugänglich.

Etappenprofil

1

2 3 4 5 6 7 8

Frankenwald

erleben

Schlemmen und schlummern:

Am Wegesrand: Gasthaus Hirschsprung,

Eichenstein 18, 95118 Issigau,

Tel.: 09288/1732. Friedrich-Wilhelm-

Stollen, Gasthaus & Pension, Friedr.-

Wilh.-Stollen 1, 95192 Lichtenberg,

Tel.: 09288/216, 0170/6450481, Sa.,

So, Feiertag und auf Anfrage geöffnet,

www.friedrich-wilhelm-stollen.de

Gasthof Pension Blechschmidtenhammer,

95192 Lichtenberg, Tel.:

09288/487, Mo. geschlossen, Imbiss

am Wanderstützpunkt, Selbitzplatz 1,

07366 Blankenstein, Tel.: 036642/29533

In der Umgebung: Relaxa Hotel Bad

Steben****, Badstraße 26–28, 95138

Bad Steben, Tel.: 09288/720, www.

relexa- hotel-bad-steben.de Villa Siegfried***,

Hotel garni, Hemplastraße

7, 95138 Bad Steben, Tel.: 09288/1607,

www.villa-siegfried.de. Schloss Issigau,

Altes Schloss 3, 95188 Issigau, Tel.:

09293/7173, www.schloss-issigau.de

Gasthaus Rennsteig, Lobensteiner

Straße 3, 07366 Blankenstein,

Tel.: 036642/22230, www.gasthausrennsteig.de

Frankenwald-Küche: Restaurant

Harmonie, Schloßberg 2, 95192

Lichtenberg, Tel.: 09288/246,

www.harmonie-lichtenberg.com

Wanderungen planen: Frankenwaldverein

e. V., Karlsgasse 7, 95119

Naila, Tel.: 09282/3646, www.frankenwaldverein.de

mit Online-Tourensuche

und Wegbeschreibungen.

Entspannen: Bayerisches Staatsbad

Bad Steben, Badstr. 31, 95138

Bad Steben, Tel.: 09288/960-0, www.

bad-steben.de

Anschauen: Besucherbergwerk

Friedrich-Wilhelm-Stollen (s. o.)

Deutsch-Deutsches Museum,

Mödlareuth 13, 95183 Töpen, Tel.:

09295/1334, www.moedlareuth.de

Burg Lauenstein, Burgstr. 3, 96337

Ludwigsstadt, Tel.: 09263/400, www.

schloesser.bayern.de Flößermuseum,

Kirchplatz 8, 96364 Marktrodach-

Unterrodach, Tel.: 09261/120511,

www.floessermuseum-unterrodach.

byseum.de

Informieren: Frankenwald

Tourismus, Adolf-Kolping-Straße 1,

96317 Kronach, Tel.: 09261/6015-17,

www.frankenwald-tourismus.de,

www.wandern-im-frankenwald.de

60

Spezial | 2018


Der Süden

Starnberger See

Um die Roseninsel

Typ: Rundwanderung

Länge: 11,5 Kilometer (mit S-Bahn-

Rückfahrt Possenhofen-Feldafing

7,8 km)

Dauer: ca. 3,5-4 Stunden (mit

S-Bahn-Rückfahrt 2,5-3 Std.)

Schwierigkeitsgrad: leicht

Steigung/Gefälle: ca. 200 Meter

Höchster Punkt: 690 Meter

Beste Wanderzeit:

Blütezeit Juni-August

Start/Ziel: S-Bahn-Haltestelle in

82340 Feldafing, Traubinger Str. 1

Wegequalität: Straßen, Forstwege

und Fußwege, streckenweise steiler

und mit Stufen.

Wandern am Starnberger See

Auf Sisis und Ludwigs Spuren

Wo die junge Sisi einst ausritt und sich später mit dem bayerischen Märchenkönig Ludwig II. traf – der Starnberger See

ist reich an Geschichte. Hier heißt es wandern, baden, Boot fahren – und Blicke bis zu den Alpen genießen.

Von der S-Bahn-Haltestelle

Feldafing kommend, unterqueren

wir die Bahnlinie, gehen

hinüber zum Bahnhofsgebäude

und links in die Bahnhofstraße.

Hinter dem Maibaum biegen wir

rechts in die Parkstraße. Links

geht es auf der Neindorffstraße

zum Bernheimer-Platz 1 . Wir

folgen rechts dem Kiesweg über

den Platz, gehen dann rechts auf

der Höhenbergstraße weiter. Vor

Haus Nr. 19 steigen wir links die

„Himmelsleiter“ mit Stufen zur

Thurn-und-Taxis-Straße hinab.

Ihr folgen wir rechts hinab und

passieren rechter Hand die Villa

Waldberta 2 . Wir gehen weiter

abwärts, bis zur Staatsstraße,

überqueren diese und folgen

dem Weg, an der Schranke

vorbei, in den Wald. Bei einer

Übersichtstafel lenkt uns die

Beschilderung „Roseninsel“ nach

rechts, nach einer Brücke wieder

links. Der Weg führt nun am

Seeufer zum Lenné-Denkmal 3

. Bald erreichen wir den Glockensteg.

Mit der Holzfähre fahren

wir zur Insel hinüber. Dort folgen

wir dem Weg rechts in Ufernähe.

Wir passieren das Südufer

mit Pavillon und Alpenblick,

wandern dann zum Nordostufer,

wo eine Tafel die uralten

Reste von Pfahlbauten unter

Wasser erklärt. Wir erreichen

das Zentrum der Roseninsel 4

mit Rosengarten, Museum und

Casino. Mit der Fähre fahren wir

anschließend zurück und folgen

dem Seeuferweg rechts. Wir bleiben

am Ufer und passieren bald

das Strandbad. Am Parkplatz

folgen wir kurz der Teerstraße,

danach leiten uns rechts Schilder

Richtung „Pöcking, Possenhofen“

auf den Uferweg. Links liegt das

Forsthaus am See 5 . Wir bleiben

am Seeufer und erreichen

den Ortsrand von Possenhofen.

Vorbei am Restaurant Schiffsglocke

erreichen wir den Dampfersteg,

wo rechts der Maler Sepp

Wagner mit seinem kleinen

Atelier residiert. Gleich danach

gehen wir rechts durch den Torbogen

und auf den Weg Richtung

See. Vom Weg an der Hecke

blicken wir links auf Schloss

Possenhofen 6 . Wir halten uns

links, gehen auf einem Pfad über

eine Liegewiese und folgen dem

nächsten Kiesweg links. Wir

halten uns am Teersträßchen

links und erreichen, vorbei

an einer Schranke, die Straße

mit Parkplätzen. Wir gehen die

Straße hinauf zur Fischmeisterkapelle

7 . Wir spazieren rechts

am Gasthof vorbei und gehen

danach rechts auf einen Weg zur

Jugendherberge (den folgenden

Wegabschnitt über den Kalvarienberg

kann man auslassen,

indem man auf der Straße bleibt,

an der Durchgangsstraße rechts

geht, dann links zum S-Bahnhof).

Der Weg zum Kalvarienberg

führt durch Wald und bald

links auf einer Brücke über den

Bach. Jenseits geht es auf Stufen

hinauf zur Durchgangsstraße.

Ihr gegenüber folgen wir dem

Kiesweg bergauf. Bei Kalvarienbergtafel

I zweigen wir links

über Stufen ab und steigen auf

den Kalvarienberg Possenhofen

8 . Wir steigen auf der anderen

Seite des Hügels ab und wählen

den linken der Wege, der über

Stufen direkt abwärts führt. Unten

gehen wir links und auf dem

anschließenden Forstweg rechts.

Der Beschilderung „S“ folgend

erreichen wir den S-Bahnhof

Spezial | 2018

61


Der Süden

Starnberger See

Anreisen und orientieren

Mit der Bahn: Der S-Bahnhof Feldafing liegt an der S-Bahnlinie S6 München-Tutzing

mit Anschluss an die Innenstadt und Garmisch-Partenkirchen, www.bahn.de.

Mit dem Auto: Anreise über die A95 München – Garmisch-Partenkirchen und die A952

nach Starnberg. Von dort auf der B2 Richtung Weilheim nach Feldafing.

Orientieren: Christian Rauch, „Fünfseenland“, Kulturwanderungen

am Starnberger See und in der Nähe, Bergverlag

Rother, 2013, 16,90 Euro. „UK 50-41 Ammersee, Starnberger

See“, Karte der Bayerischen Landesvermessung, Maßstab

1:50.000, ISBN-10: 3860384368, 8,90 Euro. „Rad- und

Wanderkarte Starnberger Fünf-Seen-Land“, mit Ausflugszielen,

Einkehr- & Freizeittipps, wetterfest, Maßstab 1:50.000, Publicpress,

ISBN-10: 3899203410, 4,95 Euro.

Possenhofen mit dem Kaiserin-

Elisabeth-Museum 9 . Von hier

ist eine Rückfahrt zur Haltestelle

Feldafing möglich. Für den

Rückweg per Pedes nehmen wir

links vor dem Museumsgebäude

einen geteerten Fußweg. Den

stangenförmigen Wegweisern

zur Wolfsschlucht folgend, gehen

wir bald links eine Straße hinab,

dann rechts an einem Haus vorbei

in die Schlucht. Am Ende der

Schlucht gehen wir rechts hinauf

zu den Gleisen, links und bald

rechts durch eine Unterführung

(Schild Kalvarienberg). Jenseits

geht es links am Gleis entlang,

dann rechts zu einer Straße.

Kurz rechts haltend erreichen

wir einen geteerten Fußweg, der

links steil hinaufführt. Rechts

vom Friedhof erreichen wir

über Stufen die Panoramahöhe

und gehen links. Neben einer

ockerfarbenen und roten Villa

folgen wir steilen Stufen links

hinab. Nach den Stufen geht es

weiter abwärts. Bevor die Straße

sich stark nach links wendet,

führt uns ein schmaler Fußweg

(neben einem Halteverbotsschild)

zur Wielinger Straße. Dort gehen

wir rechts und bleiben auf einem

Fußweg, immer am Gleis entlang.

Zuletzt erreichen wir rechts der

Straße wieder den Parkplatz der

S-Bahn-Haltestelle Feldafing.

Tourenhöhepunkte

Geschichte(n) am Starnberger See

1

Bernheimer-Platz: Den

heutigen Park, bis 1926 ein

Schuttplatz, stifteten die Villenbesitzer

Otto Bernheimer und Paul

von Neindorff. Der Brunnen trägt

eine Nachbildung des „Genietto“

im Palazzo Vecchio in Florenz.

2

Villa Waldberta: Sie

wurde 1902 für den Bankier

Bernhard Schuler erbaut. Heute

ist die Villa ein internationales

Künstlerhaus der Stadt München

für Stipendiaten.

3

Lenné-Denkmal: Die

Büste zeigt Peter Joseph

Lenné, einst Generaldirektor der

Königlich Preußischen Hofgärten

und Erbauer von über 300 Gärten

und Parks. Für König Maximilian

II. von Bayern schuf er in den

1850er Jahren den Park.

Etappenprofil

1

4

Roseninsel: Vor Jahrhunderten

waren hier Fischer

zu Hause. König Maximilian II.

und Ludwig II. errichteten den

Rosengarten, das kleine Landhaus

im „pompejanischen Stil“

(„Casino“, gegen Gebühr zu

besichtigen). Die Glassäule war

1854 Geschenk des preußischen

Königs Friedrich Wilhelm IV. Im

Gartenhäuschen ein kostenloses

Museum mit Tafeln über die

Inselgeschichte.

Schloss Possenhofen

5 wurde 1536 erbaut.

1834 kaufte es Herzog Max

Joseph in Bayern. Seine Tochter

Elisabeth, genannt Sisi, später

Kaiserin von Österreich, wuchs

hier glücklich auf (leider keine

Besichtigung).

2 3 4 5 6 7 8

6

Fischmeisterkapelle:

Die kleine Kapelle (Mitte

19. Jh.) und der ehemalige Gasthof

Schauer bilden ein dörfliches

7

Ensemble, das einst an der

Zufahrt zum Schloss lag.

Kalvarienberg Possenhofen:

Sisi besuchte den Berg,

der damals weniger zugewachsen

war, häufig. Oben steht eine

8

Kreuzigungsgruppe aus

dem 17. Jahrhundert und

eine Kapelle.

Kaiserin-Elisabeth-

Museum: Im Prunkwartesalon

des königlichen Bahnhofs Possenhofen

1998 eingerichtet. Es zeigt

Erinnerungsstücke der

Kaiserin, Bilder und Plastiken

sowie Exponate zu König Ludwig

II. und dem Starnberger See.

Genuss und mehr

am Seeufer

Schlemmen und schlummern:

Strandbad Feldafing, Königinstraße

4, 82340 Feldafing, Tel.: 08157/8200.

www.strandbad-feldafing.de.

Restaurant Ilkahöhe, Oberzeismering

2, 82327 Tutzing, Tel.: 08158/8242.

www.restaurant-ilkahoehe.de.

Schiffsglocke, Seeweg 4, 82343

Pöcking, Tel.: 08157/997247.

Golfhotel Kaiserin Elisabeth,

Tutzinger Str. 2, 82340 Feldafing,

Tel.: 08157/93090, www.kaiserinelisabeth.de.

Hotel Garni Kefer,

Hindenburgstraße 12, 82343 Pöcking,

Tel.: 08157/93170, www.hotel-kefer.

de. Zur Post, Hauptstraße 19, 82343

Pöcking, Tel.: 08157/1398,

www.posthotel-poecking.de

Entdecken und besichtigen:

Buchheim Museum der Phantasie

(9 km von Feldafing), weltberühmte

Sammlung des Künstlers

und Autors von „Das Boot“, Am

Hirschgarten 1, 82347 Bernried, Tel.:

08158/997020, www.buchheimmuseum.de.

Museum Starnberger

See (6 km von Feld a fing), Modelle

einstiger königlicher Prunkschiffe,

Possenhofener Strasse 5, 82319

Starnberg, Tel.: 08151/4477570,

www.museum-starnberger-see.de

Informieren: Roseninsel Öffnungszeiten

und Überfahrten bei Bayer.

Schlösserverwaltung, Roseninselführungen

Tel.: 08157/924162 (Di.–Fr.),

www.schloesser.bayern.de. Fähre zur

Roseninsel: Mai bis Mitte Oktober,

11–18 Uhr, Juni-Mitte September

10–18 Uhr, wenn Hochzeiten

stattfinden erst ab 12 Uhr! Tel.:

0151/28741905, www.roseninsel.

bayern Tourist-Information Starnberger

Fünf-Seen-Land: Wittelsbacherstraße

2c, 82319 Starnberg,

Tel.: 08151/90600, www.sta5.de.

62

Spezial | 2018


Der Süden

Kreuth/Wildbad Kreuth

Einmal Wildbad

und zurück

Typ: Rundwanderung

Länge: ca. 6,4 Kilometer

Dauer: ca 2 Stunden

Schwierigkeitsgrad: leicht

Steigung/Gefälle: 48 Meter

Höchster Punkt: ca. 830 Meter

Beste Wanderzeit: ganzjährig,

besonders schön aber im Winter

Start/Ziel: Raineralmweg 8,

83708 Kreuth

Wegequalität: gut begehbar, im

Winter gewalzt oder geräumt

Von Kreuth aus auf den Berg

Des Herzogs liebstes Plätzchen

Ist das Dörfchen Kreuth schon ein Urlaubsidyll, dann übertrifft das Kreuther Wildbad diese Erwartungen noch um einiges.

Durch winterlichen Nadelwald und an klaren Bergflüssen vorbei folgt der Weg herrschaftlichen Spuren.

Vom Raineralmweg in Kreuth

aus geht es nach links in den

Wald hinein und über eine

Teerstraße, dann über einen

kurzen Waldweg in Richtung

Weißach. Am Fluss geht es links

herum parallel zum Fluss eine

lange Zeit geradeaus. Nach ein

paar hundert Metern sieht man

über den Fluss hinweg schön

den Gipfel des Leonhardsteins

1 . Sobald am Raineralmweg

eine Abzweigung nach rechts

auftaucht, folgt der Weg dieser

über eine Brücke mit kleinem

Holzhäuschen am Wegesrand.

Über eine Teerstraße, die an

einem herzoglichen Wohnhaus

auf der linken Seite vorbeiführt,

geht es geradeaus weiter, bis

es links den Berg durch den

Nadelwald hinauf zum Kreuther

Wildbad geht. Auf dem freiliegenden

Plateau angekommen,

sieht man die Gebäude des

Bades 2 im Panorama. Der Weg

geht nach rechts ab und führt

an der Gebäudefront entlang

bis zur nächsten Kreuzung, an

der die Kapelle „Zum Heiligen

Kreuz“ 3 liegt. Hier geht es

zunächst rechts herum zur

warmen Heilquelle 4 , dann

weiter bergab zur Herzoglichen

Fischzucht 5 , wo eine bewirtete

Hütte zur Pause einlädt.

Weiter führt der Weg in einer

engen Kurve um die Fischzucht

herum bis zu einer Brücke,

die über einen Nebenarm der

Weißach führt. Wir überqueren

diesen jedoch nicht, sondern

biegen kurz vorher nach rechts

ab und gehen zunächst parallel

zum Fluss. Der Weg schwenkt

nach rechts und führt nun weiter

parallel zur Weißach, bis er

wieder auf die Teerstraße stößt.

An der Kreuzung geht es weiter

geradeaus, ab hier gehen wir

denselben Weg wieder zurück

nach Kreuth. An der nächsten

T-Kreuzung folgt der Weg wieder

parallel dem Lauf der Weißach,

bis man am Startpunkt in

Kreuth ankommt.

Wussten Sie

schon …

.. . dass Bayern bis ins Jahr

1825 mit „i“, also „Baiern“

geschrieben wurde? König

Ludwig I. ersetzte das „i“ durch

ein Ypsilon, um seine Verehrung

für die griechische Kultur

auszudrücken.

.. . dass der Name Wittelsbach

wahrscheinlich vom althochdeutschen

Wort „witu“ für Wald

abgeleitet ist?

.. . dass die Mariensäule in

München von Kurfürsten

Maximilian von Wittelsbach

gestiftet wurde? Damit wollte

er sich dafür bedanken, dass

München und Landshut von

schwedischen Truppen verschont

blieben.

.. . dass die Badenburg im

Schloss park von Nymphenburg

erstes „Hallenbad“ Europas war?

.. . dass es im Jahre 1844 zur

sogenannten Bierrevolution

kam, als König Ludwig I. die

Bierpreise erhöhte? Das Volk

war empört und zwang ihn

letztendloch zur Rücknahme

der Preiserhöhung.

.. . dass die Biskuitböden der

weltberühmten Prinzregententorte

die damaligen sieben

Kreise des Königreichs Bayern

symbolisieren sollten? Und war

gehört dazwischen? Schokobuttercreme

und obendrauf

Marmelade.

Spezial | 2018

63


Der Süden

Kreuth/Wildbad Kreuth

Anreisen und orientieren

Mit dem Flugzeug: Vom Münchner Flughafen sind es etwa 90 km zum Tegernsee,

zunächst mit den S-Bahn-Linien S1, S8 oder mit dem Flughafenbus der

RVO (Ausgang Arnulfstraße) zum Münchner Hauptbahnhof.

Mit der Bahn: Für Besucher aus dem Ausland ist München Hauptbahnhof das

erste Anlaufziel (www.bahn.de), von dort mit der Bayerischen Oberlandbahn

(www.bayerischeoberlandbahn.de) stündlich nach Gmund oder Tegernsee,

dann per Bus 9556 oder Taxi weiter nach Kreuth.

Mit dem Auto: Tegernsee liegt an der A 8 München–Salzburg, von Norden

Ausfahrt Holzkirchen/Tegernsee über B 318/B 307 ca. 25 km bis Gmund, dann

über Bad Wiessee nach Kreuth. Von Süden Ausfahrt Irschenberg über B472/

B307 bis Tegernsee, dann über Rottach-Egern und Oberhof nach Kreuth.

Orientieren: Karte „Tegernsee, Schliersee, Wendelstein“, Maßstab 1:50.000,

Kompass-Verlag, ISBN-13: 978-3854910107, 7,95 Euro. Wanderkarte „Tegernsee

und Umgebung: Mit Ausflugszielen, Einkehr- & Freizeittipps“, Maßstab

1:25.000, Publicpress, ISBN-13: 978-3899202243, 4,95 Euro.

Tourenhöhepunkte

Ein Plateau voller Geschichte

1

Der Leonhardstein,

den man hier hinter

der Weißach aufragen sieht,

ist 1.449 Meter hoch und mit

seiner schrägen Felsenspitze ein

markanter Landschaftspunkt.

Er bietet sich hervorragend

für eine 3 bis 4 Stunden lange

Aufstiegswanderung an, die eine

tolle Aussicht garantiert.

Wildbad Kreuth liegt

2

auf einem Plateau in 850

Metern Höhe an einem Hang

des Hohlensteins. Im Jahr 1490

wurde das Bad zum ersten

Mal urkundlich erwähnt, das

Badehaus entstand 1511 unter

Abt Heinrich V. von Tegernsee.

Etappenprofil

1

Der erhabene Saalbau und die

Wandelhalle liegen am Ende

einer parkähnlichen Freifläche.

Die Kapelle „Zum

3

Heiligen Kreuz“ wurde

1706 erbaut und ein Jahr später

geweiht. Das barocke Gebäude

liegt zwischen Altem Badhaus

und Schusterhäusl und wird

von einem klassizistischen

Brunnen geziert. Der Bischof

von Freising hatte für den Bau

einen Holzsplitter vom Kreuz

Christi gestiftet.

Die Heilquelle „Bad zum

4

Heiligen Kreuz“ führt 13

Grad Celsius warmes Wasser an

die Oberfläche, das mit Schwefel

2 3 4 5

und anderen Stoffen angereichert

ist. 1736 wurde sie zum

ersten Mal erwähnt, aber da das

Badehaus bereits 1511 erbaut

wurde, liegt die Vermutung

nahe, dass die Quelle bereits im

15. Jahrhundert bekannt war.

Die Herzogliche Fischzucht

versorgte früher

5

die herrschaftlichen Gäste. Das

Wasser bleibt stets konstante 7

Grad Celsius warm, daher muss

die Fischzucht auch im Winter

keine Schwierigkeiten fürchten.

Hier gibt es täglich frische und geräucherte

Forellen und Saiblinge

in der kleinen, gemütlichen Hütte

neben den Becken.

Gesundheits-

Wandern

Die Bayerischen Alpen bieten

ein Hochgebirgsklima, stabile

Wetterlage, viele Sonnenstunden

und saubere Luft. Im Heilklimapark

Tegernseer Tal wurden daher

über 300 Kilometer ausgewiesene

Strecken speziell nach

klimatischen Bedingungen wie

Luftqualität, Sonneneinstrahlung,

Pollenflug, Wärmebelastung,

Kälte reize bis hin zu Puls- und

Kalorienwerten ausgearbeitet.

Darunter befinden sich 27

Heilklimawanderstrecken und

16 Nordic-Walking-Routen. Sie

sollen das Herz-Kreislauf-System

sowie die Vitalfunktionen anregen,

den Körper belastbarer machen

und das Immunsystem stärken.

www.tegernsee.com

Tegernsee erleben

und genießen

Schlemmen und schlummern:

Gasthaus Altes Bad, von Brotzeit bis

Gourmetmenü, geöffnet 11.30–23

Uhr, Biergarten bei schönem Wetter

ab 11.30 Uhr, Mo. und Di. Ruhetag, an

Feiertagen geöffnet, Wildbad Kreuth

2, 83708 Kreuth, Tel.: 08029/304,

www.altesbad.de Herzogliche Forellenzucht

Wildbad Kreuth, geöffnet

Mo. bis Sa. 10–17 Uhr, bei schönem

Wetter auch So., Wildbad Kreuth,

83708 Kreuth, Tel.: 08029/997460.

Herzogliches Braustüberl Tegernsee,

prämierte Spezialitäten und Tegernseer

Biersorten in klösterlicher

Atmosphäre, Schlossplatz 1, 83684

Tegernsee, www.braustuberl.de Hotel

Moarhof, Wohnungen und Gästezimmer

in familiärer Atmosphäre,

Dorfplatz 3, 83707 Bad Wiessee,

Tel.: 08022/82619, www.moarhofbad-wiessee.de

Das Tegernsee Hotel

& Spa, Neureuthstraße 23, 83684

Tegernsee, Tel.: 08022/1820,

www.dastegernsee.de

Erleben und entdecken: Wanderungen

mit der echten Insiderin

Elisabeth Liedschreiber, Tel.:

0179/4532583, www.litschisbergwelt.de

Naturkäserei Tegernseerland,

Reißenbichlweg 1, 83708

Kreuth, www.naturkaeserei.de

Jodschwefelbad, Badezeiten

Mo. und Mi. 8–16 Uhr, Di. und

Do. 8–19 Uhr, Fr. und Sa. 8.–13 Uhr,

Wilhelminastr. 2, 83707 Bad Wiessee,

Tel.: 08022/86080,

www.jodschwefelbad.de Rainer

Bierschneider Pferdeschlittenfahrten,

Am Kirchberg 10, 83708 Kreuth,

Tel.: 08029/232, www.kutschenfahrten-bierschneider.de

Museum

Tegernseer Tal, geöffnet vom

21. Mai bis 3. Oktober, Di., Do., Fr.,

Sa. 10–13 Uhr, Mi. 10–16 Uhr, So.

13–16 Uhr, Mo. Ruhetag, Seestr.

17, 83684 Tegernsee, Tel.:

08022/4978, www.museumtegernseertal.de

Aquadome, begehbares

XXL- Aquarium, freier Eintritt,

geöffnet täglich von 10–19 Uhr,

Bad Wiessee Überfahrtweg 13,

Tel.: 08022/857495. Edelbrand

Destillerie Liedschreiber, Schafstatt

1, 83703 Gmund am Tegernsee, Tel.:

08022/75412, www.liedschreiber.com

Lesen und informieren: Infos und

Buchung Tegernseer Tal Tourismus

GmbH, Hauptstr. 2, 83684 Tegernsee,

Tel.: 08022/927380, info@tegernsee.

com, www.tegernsee.com Tourist-Information

Kreuth, Nördl. Hauptstr. 3,

83708 Kreuth, Tel.: 08029/9979080,

www.kreuth.de. Geschichte der

Wittelsbacher zum Weiterlesen in

„Die Wittelsbacher: Könige und

Kaiser aus Bayern“ von Andreas

Brunner, ISBN-13: 978-369640167,

Parthas Verlag, 12,90 Euro.

64

Spezial | 2018


Der Süden

Fränkisches Weinland

Im Steigerwald

Typ: Streckenwanderung

Länge: ca. 12,4 Kilometer

Dauer: ca. 3,5 Stunden

Markierung: nicht einheitlich

Schwierigkeitsgrad: mittel

Steigung/Gefälle: ca. 340/380 Meter

Höchster Punkt: 474 Meter

Beste Wanderzeit: ganzjährig

Start: Barockschloss, 97355 Castell

Ziel: Marktplatz, 97346 Iphofen

Wegequalität: gut begehbare Wege

Von Castell nach Iphofen

Über den Schwanberg

Vom Residenzörtchen Castell geht es durch die Lagen Schlossberg, Reitsteig und Kugelspiel

den bewaldeten Schwanberg mit Schloss und Schlosspark hinauf. Hinab führt der Weg an den

Rebstöcken des berühmten Julius-Echter-Bergs vorbei in die Weinstadt Iphofen.

Langstrecke Steigerwald-Panorama

Vom Casteller Schloss 1 über die

Breite Straße zum Rathausplatz

gehen, dort links und am Weinbau-

Museum 2 vorüber die Gasse zur

Kirche hinauf. Links auf den Kirchplatz

und vor dem Johannesbrunnen

rechts dem Schlossbergweg

hinauf bis zum Querweg folgen. Dort

rechts. Oben bei der Gerichtslinde

trifft der Weg auf den Steigerwald-

Panoramaweg. Es lohnt ein Abstecher

hinauf auf den Kastanienhügel 3 .

Nach rechts umkreist der Weg den

Kastanienhügel, läuft an einem

Picknickplatz vorüber und führt in

einer großen Kurve zwischen den

Rebenreihen hinunter. Unten geht

es aus dem Weinberg heraus und

auf dem rechten Weg zur B 286.

Gegenüber hinter der Treppe durch

den Graben links und geradeaus

über zunächst asphaltierten, dann

grasbewachsenen Weg hinauf

zum Waldrand. Im Wald dem Pfad

rechts am Södelbrunnen vorbei

steil hinauf folgen. Oben rechts bis

zum Kugelspielplatz 4 . Unten links

zwischen Waldrand und Weinbergen

hindurch, wieder in den Wald

und den Wegweisern Schwanberg/

Iphofen zum Hauptweg folgen. Dort

rechts, am großen Wegedreieck wieder

rechts (Wegweiser Schwanberg)

und auf gleicher Höhe auf dem

Hauptweg bleiben, bis er in einen

anderen Weg mündet. Nach rechts

laufen, durch ein Portal den Friedwald

5 betreten, beim Wegweiser

„Castell 7 km/Iphofen 4,5 km“

rechts ab, an der Gabelung links

halten und bis zum Schlosspark

mit dem Mausoleum der Grafen zu

Castell wandern. Dahinter rechts

bis zum Neptun brunnen gehen,

rechts zur Mauer, die Treppe hinunter,

bis zur Hangkante und links

abwärts unterhalb des Schlosses

her. Dann den Links- Abzweig zur

Aussicht 6 nehmen, den Pfad links

weiter aufwärts, neben dem Schloss

die Treppen hoch, links direkt auf

die Michaelskirche 7 zu und rechts

die Straße entlang. Am Buswendehammer

hinter dem Parkplatz läuft

ein Pfad links parallel zur Straße

bis zur Aussicht auf Iphofen. Über

den Pfad davor links steil hinunterwandern

(Wegweiser „Iphofen 2,7

km“), beim Höttehött 8 scharf rechts

einbiegen und den ersten Asphaltweg

links durch die Weinberge

hinunter nach Iphofen nehmen. Auf

dem Schwanbergweg bis zur Rödelseer

Straße, dort links und durch

das Rödelseer Tor 9 in die Altstadt

zum Marktplatz laufen.

In zehn Etappen lassen sich die

160 Kilometer des Steigerwald-

Panoramawegs bequem erwandern.

Er schlängelt sich am Westrand

des Waldgebirges zwischen Aisch

und Main entlang. Wie der Name

verspricht, liegen auf der Route

zwischen Bamberg und Bad

Windsheim neben Schwanberg und

Casteller Schlossberg viele weitere

Aussichtspunkte: Schloss Frankenberg,

Vogelsangberg, Friedrichsberg,

Hörnle, Stollberg und Zabelberg.

Um die Fernblicke zu genießen, sind

insgesamt rund 3.650 Höhenmeter

auf dem als „Qualitätsweg Wanderbares

Deutschland“ zertifizierten

Weg zu erklimmen.

www.steigerwald-panoramaweg.de

Spezial | 2018

65


Der Süden

Fränkisches Weinland

Anreisen und orientieren

Mit Bus und Bahn: Der Bahnhof Iphofen liegt auf der Strecke Würzburg–

Nürnberg (www.bahn.de, www.vvm-info.de). Am besten vom Ruf-Taxi

Kasprowski, Mittelgasse 4, 97346 Iphofen, Tel.: 09323/1649 zum Startpunkt

in Castell fahren lassen (Kosten etwa 16 Euro).

Mit dem PKW: Aus Norden/Süden: Auf der A 7 Kassel–Ulm bis zur AS 103/

Kitzingen, auf der B 8 bis Kitzingen und auf Umgehungsstraße/Nordtangente

nach Großlangheim fahren, weiter über Wiesenbronn nach Castell. Aus

Westen/Osten: A 3 Frankfurt–Nürnberg bis AS 75 Wiesentheid, auf der

B 286 über Rüdenhausen nach Castell.

Orientieren: Wanderkarte Iphofen, M 1:35.000, Publicpress, ISBN 978-3-

89920-585-5, 2,95 Euro, www.iphofen.de, www.publicpress.de

Tourhöhepunkte

Durch Wald und Wingert bis nach Iphofen

Schloss: Die Grafen und

1

späteren Fürsten zu Castell-

Castell residieren seit Jahrhunderten

in diesem Barockschloss.

Sie prägen das schmucke Örtchen,

bauen Wein an und betreiben mit

der Fürstlich Castell’schen Bank

sogar ein eigenes Geldinstitut.

Weinbau-Museum: Tenne,

2

Heuboden und Stall einer

alten Scheune beherbergen eine

Ausstellung über die Casteller

Weinbaugeschichte.

Kastanienhügel: Etwas unterhalb

des Treppenturms auf

3

dem steilen Schlossberg – Überrest

Etappenprofil

1

des einstigen Stammsitzes der

Grafen von Castell – offenbart der

mit Kastanien bepflanzte Hügel

eine wunderschöne Aussicht aufs

Steigerwald-Vorland.

Kugelspielplatz: Angeblich

4

fing sich das Echo des

Büchsenknalls in den Hängen des

Weinbergs – es klang wie ein Spiel

mit Kugeln. Der lustige Name dieser

flachen Lage ohne Temperaturextreme

stammt aus Zeiten, als man

noch mit Flintenkugeln jagte.

Friedwald: Immer mehr

5

Menschen entscheiden

sich für eine letzte Ruhestätte in

freier Natur. In einer biologisch

abbaubaren Urne wird die Asche

der Verstorbenen an den Wurzeln

eines Baums beigesetzt.

www.friedwald.de

Aussicht: Von der Westseite

6

des Schwanbergs bietet sich

etwa 200 Meter über Rödelsee eine

fantastische Fernsicht. Auf dem

Boden ist der Grundriss der spätmittelalterlichen

Wallfahrtskirche

St. Walburgis nachgezeichnet.

Michaelskirche: Die

7

Schwestern der Communität

Casteller Ring nutzen das Schloss

und die meisten Gebäude. Ihre

2 3 4 5 6 7 8 9

Weitsicht: Der Blick vom Kastanienhügel

aufs weite Land.

Ordenskirche St. Michael wurde

1986 geweiht. Sie gilt als Juwel des

Münchener Architekten Alexander

Freiherr von Bartels.

Höttehött: Bei der Skulptur

8

des verwunschenen Geistes

sind einige Legenden nachzulesen,

die sich um den kopflosen Reiter

mit dem Ruf „Höttehött!“ ranken.

Rödelseer Tor: Das älteste der

9

drei noch erhaltenen Stadttore

ist das Wahrzeichen Iphofens.

Tipps für Castell

und Iphofen

Einkehren: Weinstall, Schlossplatz

3, 97355 Castell, Tel.: 09325/9089949,

www.weinstall-castell.de, Mo.+Di.

geschl. Gasthof zur Krone, Im Oberdorf

2, 97355 Castell, Tel.: 09325/485

Gasthaus Grüner Baum, Kirchplatz

4, 97355 Castell, Tel.: 09325/461,

Schwanberg-Café, Schwanberg 3,

97348 Rödelsee, Tel.: 09323/32130,

www.cafe-schwanberg.de, Mo. geschl.

Gasthof Deutscher Hof, Ludwigstr.

10, 97346 Iphofen, Tel.: 09323/3348,

www.deutscher-hof-iphofen.de, So.

und Mo. Ruhetag. Winzerkeller –

Wein bistro Iphofen, Pfarrgasse 24,

97346 Iphofen, Tel.: 09323/875227,

Übernachten: Gasthof Deutscher

Hof, Ludwigstr. 10, 97346 Iphofen,

Tel.: 09323/3348,

www.deutscher-hof-iphofen.de

Hotel-Weingut, Gasthof Goldene

Krone, Marktplatz 2,

97346 Iphofen, Tel.: 09323/87240,

www.gasthof-krone-iphofen.de

Bio-Weingut, Weinstube & Altstadthotel

Bausewein, Breite Gasse 1,

97346 Iphofen, Tel.: 09323/876670,

www.altstadthotel-bausewein.de

Romantik-Hotel und Weingut

Zehntkeller, Bahnhofstr. 12,

97346 Iphofen, Tel.: 09323/844-0,

www.zehntkeller.de

Gasthof Goldener Stern, Maxstr.

22, 97346 Iphofen, Tel.: 09323/3315,

www.goldener-Stern.iphofen.de

Terroir kosten: Im Weinkommunikationszentrum

von

Iphofen stehen Weine und Sekt

von 21 Winzern zur Verkostung

bereit. Weinshop und Bauernladen

bieten zudem geschmackvolle

Souvenirs.

Vinothek Iphofen, Kirchplatz 7,

97346 Iphofen, Tel.: 09323/870317,

www.vinothekiphofen.de

Kunst betrachten: Nachbildungen

von berühmten Reliefs epochaler

Kulturen aus aller Welt zeigt das

Knauf-Museum, Am Marktplatz,

97343 Iphofen, Tel.: 09323/31528,

www.knauf-museum.de

Weinfranken erleben: Erlebnisführungen

zu Weinorten, -gütern und

-bergen sowie Weinseminare unter

www.gaestefuehrer-weinerlebnis.de

Informieren: Tourist-Information

Iphofen, Kirchplatz 1, 97346 Iphofen,

Tel.: 09323/87030-6, www.iphofen.de

Fürstlich Castell’sches Domänenamt,

Schlossplatz 5, 97355 Castell,

Tel.: 09325/60160, www.castell.de

66

Spezial | 2018


Eltern und Kinder

bequem unterwegs

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