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Mut zur Filiale - RWGV

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GENOSSENSCHAFTSBLATT

1/2007

Staatliche Kontenabfragen

steigen

Seite 12

MiFID: Was auf die

Banken zukommt

Seite 14

für Rheinland und Westfalen

Gegründet:

„Brasserter Arbeit eG“

Seite 48

Mut

zur Filiale

Jahrespressegespräch 2007


Liebe Leserin,

lieber Leser,

Fasten – die 40 Tage zwischen Aschermittwoch und

Ostern kennt die katholische Kirche als die traditionelle

Fastenzeit. 40 Tage sind es deshalb, das sei

für alle flinken Kopfrechner unter den Lesern

gleich bemerkt, weil seit der Synode von Benevet

1091 die Sonntage nicht mehr zur Fastenzeit hinzuzurechnen

sind. Was bedeutet Fasten angesichts

von formschönen Zuckerbergen einerseits und Brigitte-Diät

andererseits? Ein Lifestyle-Magazin

bringt es in diesen Tagen so auf den Punkt:

„Machen Sie das Beste draus – denn die Fastenzeit kann auch sehr lecker sein!

Auf Fleisch & Co. zu verzichten bedeutet ja nicht, dass Sie darben müssen!“

Das entspricht einigermaßen genau der Einstellung, die das rheinische Sprichwort

„Wer schon fasten muss, soll wenigstens gut essen“ zusammenfasst. Und

die tatsächliche Fastenpraxis vergangener Jahrhunderte sah wohl auch weitgehend

so aus. Das berichtet das Erzbistum Köln jetzt im Internet (www.erzbistum-koeln.de/erzbistum/thema/fastenzeit/fasten_sinn.html).

Hier lernen wir

auch, dass die mexikanischen Katholiken Papst Pius V. (1566–1572) zur Schokolade

den Satz abrangen: „Der Trank bricht das Fasten nicht“. Offenbar hatte

man dem Heiligen Vater den Kakao ohne Zucker gereicht. So wurde die Schokolade

zur Fastenspeise. Den Kern des Fastens trifft all das aber wohl nicht.

Das Fasten war in der evangelischen Kirche lange verpönt. Das klang Protestanten

doch allzu sehr nach Werkgerechtigkeit, also nach guten Taten, auf die

es im Verhältnis zu Gott nicht ankommt. „Durch Werke des Gesetzes wird niemand

gerecht“, schreibt Paulus an die Galater. Also auch nicht durch das Fasten.

Gleichwohl hat sich auch in der evangelischen Kirche eine Fastentradition

etabliert: Seit 1983 heißt es hier „sieben Wochen ohne“ als Appell zum Verzicht

auf Überflüssiges.

Es könnte lohnen, sich dem Thema über die Frage nach der ursprünglichen

Wortbedeutung von Fasten zu nähern. Das Wort kommt aus dem Germanischen

zu uns und bedeutet „halten, festhalten, sich enthalten“. Das erinnert

an Jesus in der Wüste: Er fastet 40 Tage und Nächte und sieht sich dann mit

den Versuchungen des Teufels konfrontiert. Diesen Versuchungen widersteht

er, er steht fest, enthält sich, er fastet also nicht nur am Essen, sondern an viel

größeren Versuchungen: der Eitelkeit, dem Machthunger, dem einfachen Weg.

In diesem Magazin, dass sich vor allem Unternehmen einer gemeinsamen

Rechtsform, der eingetragenen Genossenschaft, widmet, ist vielleicht die

etwas ungewöhnliche Frage erlaubt, ob auch Unternehmen fasten können.

Sich den eigentlichen Sinn des Handelns bewusst zu machen, nicht jeder Versuchung

nachzugeben, sondern den Kern einer Aufgabe zu sehen, mag durchaus

auch sinnstiftend sein für wirtschaftliches Handeln. Für alle fastenden

Genossenschaften könnte das bedeuten, sich auf den Unternehmenszweck,

die Daseinsberechtigung einer Genossenschaft, zu besinnen: die Förderung

der Mitglieder. Und allen, denen das auf den ersten Blick etwas eng erscheinen

mag, sei versichert: In mittelalterlichen Klöstern galt Starkbier als Fastengetränk

und hier und da wurden wohl Gänse und Biber zur Fastenspeise erklärt,

weil sie wie Fische Wassertiere seien …

Thorsten Weiland

Das Thema

GB 1/2007

INHALT

Intelligentes Filialnetz ausbauen 4

Banken-Bilanz 2006 5

Volksbanken sind Generationenbanken 6

„Gemeinsam wirtschaften,

Kosten sparen“ 7

RWGV intern

Nordwestdeutscher Abend 9

RWGV kritisiert EU-Bericht 10

„Direktbanken als Herausforderung“ 11

Staatliche Kontenabfragen steigen 12

Hintergrund & Analyse

MiFID:

Was kommt auf die Banken zu? 14

Aus dem Verbund

WGZ BANK plant Offensive 17

GAD mit 2006 zufrieden 18

Schwäbisch Hall weiter Marktführer 19

R+V zieht positive Bilanz 20

Kurz gemeldet 22

„Der Verbund bewegt sich“ 23

Banken

Wirtschaftstag mit Joschka Fischer 24

Kurz gemeldet 25

Journalistenpreis vergeben 34

Landwirtschaft

Havichhorster Presseabend 36

Sparbuchaufgebote 36

Agrar-Unternehmertage 2007 37

Impressum 38

Kurz gemeldet 39

„Vater der Drillinge“ 40

Eiswein fehlt der Frost 42

Gewerbe

Neue CD für Gründer 44

„Pro Wildenburg eG“ gut gestartet 46

„Brasserter Arbeit eG“ 48

GWS: Mit Zuversicht in die Zukunft 50

dagema eG setzt auf Europa 51

Namen und Nachrichten 52

Zu guter Letzt 54

3


DAS THEMA

Fotos: Ilja Höpping

Bekenntnis zu intelligentem Filialnetz

Genossenschaftsbanken in Rheinland und Westfalen punkten im Einlagengeschäft.

Hans Pfeifer (r.) und Moritz Krawinkel (2.v.r.) begrüßten die Presse, hier Mitarbeiter

von dpa (l.) und Westfalenpost, an historischer Stätte: Die Villa Horion in

Düsseldorf war einst Amtssitz der Landesregierung NRW.

4 GB 1/2007

Düsseldorf/Münster. „Die Filiale ist die

Keimzelle unseres Vertriebs. Es ist

daher nur logisch, dass wir uns nicht

aus der Fläche zurückziehen, sondern

uns mit einem intelligenten Filialnetz

dem Wettbewerb stellen. Die Volksbanken

und Raiffeisenbanken werden

ihre Filialstruktur weiter qualitativ stärken.“

Mit diesem klaren Bekenntnis

zur Präsenz in den Regionen unterstrich

der RWGV vor der Presse in Düsseldorf

die auch künftige Ausrichtung

der Volksbanken und Raiffeisenbanken

an ihren Mitgliedern und Kunden, insbesondere

an den mittelständischen

Unternehmen. Hans Pfeifer, Vorstandsvorsitzender

des RWGV, wies deshalb

die Wettbewerbspolitik der EU zurück:

„Mein Appell geht an die deutschen

Europapolitiker, die Vorteile eines

lebendigen, dezentral organisierten

Mittelstands mit seinen eigenen Finanzierungseinrichtungen

im Brüsseler

Bewusstsein zu verankern. Eine Fokussierung

auf die Gedankenwelt der

Großbanken wird den Verhältnissen in

Deutschland nicht gerecht.“

Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes

hatte die Volksbanken und Raiffeisenbanken

jüngst kritisiert. Sie seien

schuld am geringen Marktanteil der

Großbanken in Deutschland. Hans

Pfeifer: „Wer behauptet, dass Volksbanken

und Raiffeisenbanken sich den

Markt aufteilten, irrt. Mit durchschnittlich

20 Prozent Marktanteil hat

der genossenschaftliche FinanzVerbund

gar nicht die Möglichkeit, den

Markt zu dominieren.“ Im Verhältnis

untereinander seien die Genossenschaftsbanken

historisch gewachsene

Regionalbanken mit subsidiärer Ordnung.

„Das Geschäftsgebiet einer

Volksbank ist die Region, in der sie ihre

Kunden kennt – und die Kunden die

Bank, die sie selbst mitbestimmen.“

Wer das kritisiere, könne gleichermaßen

bemängeln, so Pfeifer weiter, „dass

Eifler Bauern keine Äcker im Allgäu

>


bestellen und ostwestfälische Bäcker keinen Kuchen in Spanien

anbieten.“

Mit Marktabschottung habe das nichts zu tun, erklärte Pfeifer:

„Die Angebote unzähliger Banken und Finanzdienstleister

sind über das Internet verfügbar. Medienberichte erreichen

die Verbraucher ebenso wie Unternehmensmailings

und Beraterbesuche. Nirgendwo in Europa ist der Wettbewerb

so hart und führt zu so günstigen Konditionen wie in

Deutschland.“ Die Kommission lasse sich dagegen von

einem Marktbegriff der Postkutschenzeit leiten. „Märkte

enden aber schon lange nicht mehr an Verwaltungsgrenzen

oder Geschäftsgebieten einzelner Banken.“ Niemand hindere

Wettbewerber daran, ein dichtes Filialnetz aufzubauen

und insbesondere um die Kunden in den ländlichen Regionen

zu werben.

Um diesen kundenorientierten Beratungsansatz weiter verfolgen

zu können, sei ein intelligentes Filialsystem notwendig.

Selbstverständlich könne es sinnvoll sein, sich von Filialen

traditionellen Typs zu trennen. „Wir müssen aber vor

allem die Ausstattung und die Standorte von Filialen hinterfragen,

nicht so sehr die absolute Zahl. Unsere Filialen können

der Kern einer neuen Regionalisierung – des Megatrends

der nächsten Jahre – sein. Dazu müssen wir über bankuntypische

Angebote ebenso nachdenken wie über andere innovative

Konzepte. Geldautomaten und Online-Präsenzen

sind eine sinnvolle Ergänzung des Bankgeschäfts, aber kein

Ersatz für Beratung und Vertrieb.“ Und auf den Vertrieb

komme es an. „Mit einem cleveren Multikanalansatz und

den Möglichkeiten des Verbundes ist unsere Ausgangslage

verglichen mit manchen Wettbewerbern hervorragend.“

Und schon jetzt zeige sich: „Unsere regionale Verankerung

zahlt sich aus. Während sich andere aus der Fläche zurückgezogen

haben, konnten die Volksbanken und Raiffeisenbanken

ihr Filialnetz neu ausrichten. Dabei haben wir uns

vielfach von reinen Zahlstellen getrennt und stattdessen das

Filialnetz qualitativ weiter verbessert.“ Wie weit die Volksbanken

und Raiffeisenbanken bereits in der Neuausrichtung

seien, dokumentiere auch die geringe Zahl von nur 18 Filialschließungen

in Rheinland und Westfalen im Jahr 2006.

Heute unterhalten die Volksbanken und Raiffeisenbanken

2.090 Geschäftsstellen (minus 0,8 Prozent).

„Dieser – wie wir meinen vorbildliche – Service muss dann

allerdings auch seinen Preis wert sein“, machte Pfeifer deutlich.

„Natürlich steht es jedem frei, sich zum Beispiel für ein

kostenloses Girokonto zu entscheiden. Verbraucher müssen

aber wissen, dass viele Banken, die ein gebührenfreies Girokonto

anbieten, bei der Qualität der Beratung oder in den

Konditionen ihrer Produkte sparen müssen. Das ist nicht

unser Selbstverständnis. Wir meinen, dass unser gesamtes

Leistungsspektrum, auch das Girokonto, eine erkennbare

Dienstleistung darstellt, die auch etwas kosten darf.“

Überdurchschnittliches Einlagengeschäft

Die 224 Volksbanken, Raiffeisenbanken, Kirchenbanken

und anderen Spezialinstitute in Rheinland und Westfalen

DAS THEMA

konnten insbesondere im Einlagengeschäft punkten.

„Offenkundig haben wir die Kunden mit einem breit angelegten

Beratungsansatz überzeugt“, erläuterte Hans Pfeifer

den Trend des Jahres 2006. Während die addierte Bilanzsumme

aller Genossenschaftsbanken in Rheinland und

Westfalen sich um 4,1 Prozent auf 146,5 Milliarden Euro

erhöhte, stiegen die Einlagen gar um 5,6 Prozent auf 106

Milliarden Euro. „Die neue Erkenntnis der Direktbanken,

dass Kunden mehr wünschen als eine Internetpräsenz, können

wir damit aufgrund unserer Zahlen direkt bestätigen“,

so Pfeifers Analyse. Die gebotene Anlagevielfalt dokumentiert

auch das vermittelte Kundeneinlagevolumen im Verbund

in Höhe von 42,2 Milliarden Euro (Vorjahr: 38,4 Milliarden

Euro). Das Kreditgeschäft entwickelte sich mit einem

erneuten Zuwachs von zwei Milliarden Euro oder 2,6 Prozent

auf 87 Milliarden Euro ebenfalls erfreulich. Hinzu kommen

17,6 Milliarden Euro vermitteltes Kreditvolumen im

Verbund. „Während 2006 noch der private Wohnungsbau

wesentlicher Träger der Ausleihungen war, gehen wir davon

aus, dass im Jahr 2007 durch die positiven Konjunkturaussichten

die Investitionsfreude mittelständischer Unterneh-

Vor allem im Einlagengeschäft konnten die Genossenschaftsbanken

zulegen.

GB 1/2007

>

5


DAS THEMA

>

men Rückenwind bekommt“, wagte Hans Pfeifer einen Ausblick

auf 2007.

Während die Volksbanken und Raiffeisenbanken die Personal-

und Verwaltungskosten weiter auf 2,33 Prozent der

durchschnittlichen Bilanzsumme (DBS) senken konnten,

ging auch der Zinsüberschuss von 2,61 auf 2,47 Prozent der

DBS zurück. Bei stabilen Provisionsüberschüssen sank das

Betriebsergebnis vor Bewertung von 1,1 auf 1,01 Prozent der

DBS. Die Cost-Income-Ratio der Volksbanken und Raiffeisenbanken

lag im Jahr 2006 bei 69,7 Prozent.

Den Mitgliedern und Kunden standen bei den Genossenschaftsbanken

in Rheinland und Westfalen 24.568 Mitarbeiter

zur Verfügung (minus 0,8 Prozent). „Unsere Banken setzen

auf Bankdienstleistungen mit Gesicht und Stimme. Der

Anteil der Bankmitarbeiter, der direkt für den Kunden da ist,

nimmt deshalb kontinuierlich zu. Geringe Personalrückgänge

in der absoluten Zahl betreffen vor allem den Back-Office-

Bereich. Dazu konnten die Banken weitgehend die natürliche

Fluktuation nutzen“, erläuterte Pfeifer die Personalentwicklung

der Mitgliedsbanken. Die Zahl der Bankenfusionen

hat sich erneut verringert: Nach acht Fusionen im Jahr 2005

verzeichnete der RWGV nur vier Fusionen im Jahr 2006, die

durchschnittliche Bilanzsumme stieg von 617 auf 654 Millionen

Euro.

Erste Informationen zur Initiative

für Senioren gab es in Düsseldorf.

6 GB 1/2007

Der RWGV machte gegenüber der Presse deutlich:

„Unsere Banken setzen auf Dienstleistungen mit Gesicht.“

Volksbank ist Generationenbank

Genossenschaftsbanken in Rheinland und Westfalen stellen sich aktiv den Herausforderungen

des demografischen Wandels.

Düsseldorf/Münster. „Seniorenfreundlichkeit

ist für die Genossenschaftsbanken

kein moderner Werbegag, sondern

gute Tradition“, so Hans Pfeifer, Vorstandsvorsitzender

des RWGV. Stellvertretend

für die 224 Genossenschaftsbanken

in Rheinland und Westfalen

hat der RWGV daher die Initiative zur

„Stärkung des Finanzplatzes NRW:

Neue Finanzdienstleistungen – Chancen

der demografischen Entwicklung

in NRW“ unterstützt. Die Gemeinschaftsaktion

wird getragen vom

Ministerium für Generationen, Familie,

Frauen und Integration des Landes

Nordrhein-Westfalen sowie von den

Banken und Sparkassen. „Wir treiben

damit die Entwicklung von Angeboten

für ältere Menschen weiter voran und

räumen Hemmnisse bei Finanzierungs-

fragen aus dem Weg. Die Genossenschaftsbanken

sind Banken für alle

Generationen“, so Pfeifer.

Erst kürzlich hatte Verbraucherschutzminister

Eckhard Uhlenberg Kritik am

Umgang von Banken mit Senioren

geäußert. Uhlenberg hatte berichtet,

dass ältere Verbraucher bei Banken

häufig lediglich für Automaten freigeschaltete

Geldkarten statt gängiger ec-

Karten bekommen würden. Hans Pfeifer:

„Wir waren damit allerdings nicht

gemeint, weil wir nicht betroffen sind.

Diskriminierung gibt es bei Kreditgenossenschaften

nicht. Das wurde uns

auch von der Verbraucherzentrale

NRW bestätigt.“ So hätten die Verbraucherschützer

schriftlich mitgeteilt, dass

ihnen „keine konkreten Fälle vorliegen,

in denen Senioren von Kreditge-

>


nossenschaften keine ec-Karte beziehungsweise

Maestro-Karte erhalten

haben“.

Innovative Produkte für die

„Generation 50plus“

„Viele ältere Menschen haben aufgrund

ihres Einkommens und Vermögens

eine hohe wirtschaftliche Bedeutung

und bieten damit erhebliche

Chancen für Wirtschaft und Beschäftigung.

Das wissen die Genossenschaftsbanken

aufgrund ihrer regionalen Ausrichtung

schon lange und haben

darauf bereits reagiert – durch Schulungen

ihrer Mitarbeiter, Ergänzung ihrer

Dienstleistungen und Produkte und

nicht zuletzt durch die bewährte ganzheitliche

Beratung in den 2.090

Geschäftsstellen in Rheinland und

„Gemeinsam wirtschaften,

Kosten sparen“

Düsseldorf/Münster. Erstmals übersteigt

die Zahl der Dienstleistungsgenossenschaften

im RWGV die Zahl der

bisher dominierenden Genossenschaften

aus Handwerk und Handel. Zu den

164 gewerblichen Genossenschaften

des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbandes

(RWGV) zählen

unter anderen 40 Genossenschaften

des Handwerks, 32 Genossenschaften

des Handels und 73 Dienstleistungsgenossenschaften.

„Die Zahlen belegen,

dass heute Gründer aus den unterschiedlichsten

Branchen die Rechtsform

der eingetragenen Genossenschaft

wählen“, erläuterte Hans Pfeifer,

Vorstandsvorsitzender des RWGV, am

1. März vor der Presse in Düsseldorf.

Das sei sogar situationsbezogen als

Kooperation auf Zeit möglich: „Aktuell

schließen sich zum Beispiel in Ostwestfalen

29 Wirte und Hoteliers zur

Genossenschaft zusammen, um

gemeinsam als Partner der Landesgar-

Westfalen“, macht Hans Pfeifer deutlich.

„Wir stehen aber vor weiteren

Herausforderungen. Im Finanzdienstleistungsbereich

geht es mit Blick auf

die demografische Entwicklung künftig

noch stärker darum, Produkte weiter-

DAS THEMA

zuentwickeln, die die gesetzlichen Absicherungssysteme

im Pflege- und Sterbefall

ergänzen.“ Pfeifer: „Zusammen mit

unseren Verbundpartnern arbeiten die

Genossenschaftsbanken an innovativen

Produkten für die ,Generation 50plus’.“

Gewerbliche Genossenschaften in Rheinland und Westfalen weiten Umsatz deutlich aus.

Die gewerblichen Waren- und Dienstleistungsgenossenschaften vereinen inzwischen

32.326 Mitglieder.

GB 1/2007

>

7


DAS THEMA

>

tenschau 2008 in Rietberg aufzutreten.“

Die Reform des Genossenschaftsgesetzes

im August 2006 bringe

zusätzliche Gründungsanfragen, erläuterte

Pfeifer. Ausgesprochen attraktiv

ist die genossenschaftliche Rechtsform

jetzt auch für Zusammenschlüsse

von Bürgern und Unternehmungen,

die soziale oder kulturelle Förderzwecke

verfolgten, zum Beispiel für

Betreiber von Sportstätten, Theatern

und Bibliotheken.

8 GB 1/2007

Deutliches Umsatzwachstum

Mit einem Umsatzwachstum von fünf

Prozent konnten die 164 (Vorjahr

158) gewerblichen Waren- und

Dienstleistungsgenossenschaften in

Rheinland und Westfalen eine überdurchschnittliche

Ausweitung ihres

Geschäfts verzeichnen. Der Gesamtumsatz

des Jahres 2006 betrug 5,7

Milliarden Euro. „Die Baukonjunktur

des letzten Jahres wirkte sich beson-

ders bei den Dachdeckereinkaufsgenossenschaften

aus, die zweistellige

Wachstumsraten verzeichnen konnten.

Diese Unternehmen vereinten

einen Umsatz von 505 Millionen Euro

auf sich. Aber auch die Malereinkaufsgenossenschaften

entwickelten sich

überdurchschnittlich“, sagte Hans

Pfeifer. Trotz des zunehmenden Kostendrucks

im Gesundheitswesen verzeichnen

Genossenschaften, die

Gesundheitsprodukte herstellen oder

handeln, eine überdurchschnittliche

Umsatzausweitung, hier um 7,7 Prozent

auf 1,2 Milliarden Euro. „Das

zeigt einmal mehr: Wo durch gemeinsames

Wirtschaften Kosten einzusparen

sind, ist die Genossenschaft die

ideale Rechtsform“, lautet dazu die

Analyse von Hans Pfeifer.

Die gewerblichen Waren- und Dienstleistungsgenossenschaften

in Rheinland

und Westfalen vereinen 32.326

Mitglieder und bieten 5.321 Menschen

einen krisensicheren Arbeitsplatz.

Das sind vier Prozent mehr als

im Vorjahr. Zudem erlernen hier 242

junge Menschen ihren Beruf. Die Mitgliedsgenossenschaften

des RWGV

hatten im Jahr 2006 erneut keine

Insolvenz zu verzeichnen.

In der Villa

Horion blieben

keine Fragen

offen.


Adliges Landleben

statt Hafen-Atmosphäre

Das barocke Gut Pronstorf gibt dem Nordwestdeutschen Abend am 8. Mai einen

festlichen Rahmen.

Die Gäste des Nordwestdeutschen Abends dürfen sich auf die außergewöhnliche

Atmosphäre des adligen Lehnsguts aus dem 14. Jahrhundert freuen.

Pronstorf. Hafen-Atmosphäre prägte

die letzten Nordwestdeutschen

Abende anlässlich der Bankwirtschaftlichen

Tage im hohen Norden.

Zeit für einen Wechsel, beschlossen

der Rheinisch-Westfälische Genossenschaftsverband

(RWGV) und der

Genossenschaftsverband Norddeutsch-

land. So verlegten sie die Veranstaltung

auf ein adliges Lehnsgut aus

dem 14. Jahrhundert nach Pronstorf.

Hier wird nun auf dem Lande in der

Nähe von Bad Segeberg am Dienstag,

den 8. Mai, der Nordwestdeutsche

Abend des Jahres 2007 stattfinden.

Gut Pronstorf, das zu den schönsten

Delegation aus Indien besucht RWGV

Köln. Vertreter der Regierung des indischen Bundesstaates

Andra Pradesh und Experten der Fachinstitution APMAS,

die in Indien Selbsthilfeeinrichtungen im Mikrofinanzbereich

betreuen, nutzten ihren Aufenthalt in Deutschland,

um sich beim RWGV über die Leistungen eines regionalen

Genossenschaftsverbandes zu informieren. Martin Müller

vom RWGV (5.v.l.) durfte begrüßen (v.l.): Mr. A. Giridhar,

(Generalsekretär in der Regierung von Andra Pradesh), Dr.

Wolfgang Salomo (DGRV), Mr. K. Raju (Generalsekretär in

der Regierung von Andra Pradesh), Michael Neuhaus

(RWGV), Dr. P. Kotaiah (Präsident vom APMAS), Mr. K.

Madhava Rao (APMAS-Vorstandsmitglied), Mr. CS Reddy

(Hauptgeschäftsführer vom APMAS) und Mr. B. Anjaneyulu

(Teamleiter im APMAS).

RWGV INTERN

Barockbauten Norddeutschlands

zählt und seit einem Jahrhundert im

Besitz der Grafen zu Rantzau ist, hat

einen guten Namen in der Region.

Denn dort finden regelmäßig auch

Konzerte des renommierten Schleswig-Holstein-Musik-Festivals

statt,

das richtige Ambiente also, um stilvoll

zu feiern und in schönem Rahmen

gute Gespräche zu führen.

Artisten der Spitzenklasse

Dazu tragen beim nächsten Nordwestdeutschen

Abend nicht nur das

Buffet mit landestypischen Spezialitäten,

sondern auch Artisten der

Spitzenklasse, wie zum Beispiel die

preisgekrönten Kraftakrobaten

Human Eclipse bei. Zu diesem außergewöhnlichen

Abend lädt der

RWGV seine Bankvorstände sowie

die Vorstandsmitglieder aus Verbund

und Verband herzlich ein. Die Einladungen

werden in Kürze verschickt.

Sabine Bömmer

GB 1/2007

9


RWGV INTERN

Foto: dpa

„Brüssel verliert

Blick für den Mittelstand“

RWGV kritisiert den jüngsten Bericht der EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes

zum Retail-Bankgeschäft in Europa.

In der Kritik: EU-Wettbewerbskommissarin

Neelie Kroes

Münster. Als Angriff auf die Finanzierungsstrukturen

des regionalen

Mittelstandes interpretiert Hans

Pfeifer, Vorstandsvorsitzender des

RWGV, den Bericht der Wettbewerbskommissarin

Neelie Kroes

zum Retail-Bankgeschäft in Europa.

„Rein theoriegeleitet will die Kommission

vor allem den grenzüberschreitenden

Wettbewerb von Banken

stärken. Das geht an den Anforderungen

der mittelständisch ge-

10 GB 1/2007

prägten Wirtschaft in Deutschland

vorbei.“ Absurd werde es, wenn

schließlich Volksbanken und Raiffeisenbanken

als Schuldige für mangelnden

Wettbewerb und zu geringe

Marktanteile von Großbanken ausgemacht

würden. Pfeifer: „Dabei

sind es gerade die Genossenschaftsbanken

und Sparkassen, die in den

Regionen den Wettbewerb sicherstellen.“

In sich sei der Bericht zudem widersprüchlich.

„Gerade die relativ

schwache Ertragsstruktur deutscher

Banken belegt den besonders harten

Wettbewerb bei uns“, erläutert der

Vorstandsvorsitzende des RWGV. Es

sei unsinnig, den Volksbanken und

Raiffeisenbanken ihre Verbundstruktur

vorzuwerfen. „Denn“, so

Pfeifer, „derselbe Bericht lobt diese

Verbundstrukturen mit gemeinsamem

Risikomanagement und funktionsfähiger

Einlagensicherung mit

Recht als vorteilhaft für den Verbraucher.“

Die für Verbünde als bedenklich

herausgestellten Tendenzen zu Konzernstrukturen

lehne der RWGV

indes ebenso strikt ab wie die Kommissarin.

„Im genossenschaftlichen

FinanzVerbund leiten die Vorstände

der rund 1.300 selbstständigen Banken

ihre Kreditinstitute in eigener

Verantwortung. Das zu wissen,

gehört eigentlich zum kleinen Einmaleins

des Retail-Bankings.“ Hier

müsse sich die Kommission fachlich

besser aufstellen.

Eine vom Bericht unterstellte Marktaufteilung

unter Genossenschaftsbanken

sei ebenfalls unsinnig:

„Regionalbanken arbeiten jeweils in

der Region, in der sie die Kunden

und die Marktverhältnisse kennen.“

Es wäre unseriös, etwa Regionalbanken

aus Westfalen aufzufordern, in

Bayern Geschäfte zu machen. „Als

Selbsthilfeeinrichtung des Mittelstandes“,

so Pfeifer, „sind die Banken

nur ihren Mitgliedern und Kunden

vor Ort verpflichtet. Hier stehen

sie im Wettbewerb mit Sparkassen,

Geschäftsbanken und – grundsätzlich

– allen Anbietern im Internet.“

Eine wettbewerbsfähige mittelständische

Wirtschaftsstruktur in den

Regionen brauche auch künftig leistungsfähige

regionale Banken.

Hans Pfeifer: „Unsere Märkte sind

nicht abgeschottet. Man muss nur

den Anforderungen der Kunden

nach individuell zugeschnittenen,

preiswerten Bankdienstleistungen

mit anspruchsvoller Betreuung vor

Ort gerecht werden. Ich lade jede

europäische Bank herzlich ein,

gemeinsam mit uns und den Sparkassen

im Retail-Geschäft des ländlichen

Raums in den Wettbewerb zu

treten.“

Stefan Legge/Thorsten Weiland


Hans Pfeifer: „Bankgeschäft bleibt

Beziehungsgeschäft.“

Wo Beratung noch ein Gesicht hat

Köln. Professor Dr. Hans Jürgen Rösner,

Direktor des Seminars für Genossenschaftswesen

der Universität Köln,

hatte zur Diskussion geladen. Unter

dem Titel „Direktbanken als Herausforderung

für Genossenschaftsbanken“

standen sich Bernd Geilen, Generalbevollmächtigter

der ING DiBa AG, und

Hans Pfeifer, Vorstandsvorsitzender des

RWGV, im Rahmen einer Vortragsveranstaltung

gegenüber.

11,5 Millionen Direktbankkunden gibt

es derzeit in Deutschland, etwa die

Hälfte davon sind Kunden der DiBa.

„Für den Erfolg der Bank in den letzten

Jahren ist im Wesentlichen eine vierteilige

Strategie verantwortlich“, machte

Bernd Geilen deutlich. Erstens habe

sich die Konzentration auf wenige Produkte

bewährt. Zweitens habe man

effiziente Prozesse entwickelt, die es

erlaubten, Vorgänge einmalig und

abschließend zu bearbeiten. Drittens

lege man Wert darauf, es dem Kunden

so leicht wie möglich zu machen. „Einfach,

einfach, einfach“, so Geilen, sei

die Maxime – ob nun bei den Verfahren

oder bei den Produkten. Schließlich

habe man viertens, so gestand der

Direktbanker, eine Menge Geld in Werbung

und Markenaufbau gesteckt.

„Wir geben Menschen

wirtschaftlich eine Heimat“

Die steigenden Kundenzahlen und das

gute Ergebnis der Bank hätten diese

Strategie aber bestätigt, betonte Geilen

und zeigte sich zuversichtlich, den Mitbewerbern,

auch den Genossenschaftsbanken,

in Zukunft noch mehr Marktanteile

streitig machen zu können.

„Bei allen Einlageabflüssen, insbesondere

im Tagesgeldbereich, hat der

FinanzVerbund im vergangenen Jahr

ein Wachstum erwirtschaftet, das mit

RWGV INTERN

„Theorie und PraxisForum“ des Seminars für Genossenschaftswesen der Universität zu Köln

diskutierte das Thema „Direktbanken als Herausforderungen für Genossenschaftsbanken“.

63 Milliarden Euro annähernd dem

gesamten Bestand der ING-DiBa entspricht“,

wusste der Vorstandsvorsitzende

des RWGV zu kontern. Auch

wenn die Genossenschaftsbanken die

Direktbanken als Konkurrenten sehr

ernst nähmen, gab er jedoch zu bedenken,

dass man einen Gegner im Wettbewerb

nur schlagen könne, wenn

man sich seiner eigenen Stärken bewusst

sei. Fakt sei: 20 Prozent aller

Bankkunden in Deutschland gäben

eine Genossenschaftsbank als Hauptbankverbindung

an, keine Direktbank

käme bei diesem Wert auf über 0,5 Prozent.

Die Größe im Vergleich zum Konkurrenten

sei bei den Kreditgenossenschaften

allerdings gepaart mit Dezentralität.

„Entscheidungen werden bei

uns vor Ort mit entsprechenden lokalen

Kenntnissen getroffen und nicht in

anonymen Konzernzentralen“, so Pfeifer.

Gerade in Zeiten wachsender Unsi-

GB 1/2007

Foto: Ilja Höpping

>

11


RWGV INTERN

>

cherheit und Orientierungslosigkeit

sei dies wichtig. „Wir geben Menschen

wirtschaftlich eine Heimat,

ohne sie von den Errungenschaften

der globalen Finanzwirtschaft abzukoppeln.“

Geradezu exemplarisch sei

hier das Alleinstellungsmerkmal der

Mitgliedschaft zu sehen: „Membership

value als bewusster Gegenpol

zum shareholder value.“ Pfeifer verwies

darauf, dass das Kundenpotenzial

der Direktbanken seine Grenzen

habe. „Bankgeschäft bleibt Beziehungsgeschäft“,

betonte er. Die Probierfreudigkeit

und Wechselbereit-

Münster. Mit großer Sorge kommentierte Hans Pfeifer,

Vorstandsvorsitzender des RWGV, den Anstieg der staatlichen

Kontenabfragen im Jahr 2006 um 47 Prozent.

Nach vorläufigen Angaben der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht

sei die Zahl der gesetzlich legitimierten

Abfragen von Justiz und Steuerfahndung nach

Paragraf 24c Kreditwesengesetz (KWG) von 62.410 im

Jahr 2005 auf rund 81.000 Abfragen im vergangenen

Jahr gestiegen. Die Abfragen auf der Grundlage der

Abgabenordnung haben sich gar von 10.201 auf 25.569

im Jahr 2006 mehr als verdoppelt. Hans Pfeifer: „Diese

Tendenz ist besorgniserregend. Der Staat darf das Vertrauen

der Bürger in ihre Banken nicht untergraben.“

Hans Pfeifer kritisierte, dass insbesondere die Abfragen

nach § 24c KWG noch immer keiner Kontrolle außerhalb

der abfragenden Behörden unterliegen. „Hier muss

der Gesetzgeber dringend eine Dokumentations- und

12 GB 1/2007

schaft der Kunden beschränke sich

oft auf Standardprodukte. Bei komplexeren

Problemen sei die qualifizierte

Beratung weiterhin das wichtigste

Kriterium. „Bei uns hat Beratung

noch ein Gesicht und nicht nur

eine Nummer“, stellte Pfeifer heraus.

Für die Erfolgsaussichten der Genossenschaftsbanken

sei daher nicht der

reine Preiswettbewerb entscheidend.

Dass es trotzdem erhebliche Verbesserungspotenziale

gebe, daran ließ

Pfeifer keinen Zweifel. Prozessoptimierung

und Standardisierung im

Mengengeschäft seien wichtige

Ansatzpunkte. Vor allem aber hänge

die Zukunftsfähigkeit der genossenschaftlichen

Bankengruppe von der

Intensivierung des Vertriebs ab.

„Wenn es zu Kundenkontakten

kommt, ist der Abschlusserfolg hervorragend.

Aber es werden zu wenig

Kontakte generiert“, sagte er. Hier

seien weitere Anstrengungen nötig.

Zugleich betonte Pfeifer: „Die Genossenschaftsbanken

sind aber bereits

auf dem richtigen Weg.“

Stefan Legge

„Besorgniserregende Zahlen“

Staatliche Kontenabfragen stiegen im Jahr 2006 um 47 Prozent.

Nach § 93 AO geht es um die Steuerehrlichkeit der Bürger. Abfragen nach § 24c KWG dienen der Strafverfolgung.

Benachrichtigungspflicht schaffen, die von den Datenschutzbeauftragten

auch kontrolliert werden kann.“

Bereits vor einem Jahr hatten Datenschützer bei Abfragen

auf der Grundlage der Abgabenordnung, die solche

Dokumentationsregelungen kennt, erhebliche Verstöße

festgestellt.

Die 81.000 Abfragen nach § 24c KWG sollen vor allem

der illegalen Geldwäsche und der Terrorabwehr gelten.

Hans Pfeifer machte deutlich, dass die Volksbanken und

Raiffeisenbanken eine wirkungsvolle Verbrechens- und

Terrorbekämpfung befürworten. „Uns geht es aber

darum, das Bankgeheimnis insbesondere als Teil des

Rechts auf informationelle Selbstbestimmung zu sehen.

Wir brauchen deshalb restriktive Grenzen für Eingriffe

in das Bankgeheimnis, deren Einhaltung für die Öffentlichkeit

eindeutig nachvollziehbar überwacht wird.“

Thorsten Weiland


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13


HINTERGRUND & ANALYSE

MiFID: Die neue Welt

des Wertpapiergeschäfts

Wann wird MiFID umgesetzt? Wo bringt MiFID Neuerungen? Was kommt auf die Banken zu?

MiFID: Unterstützung durch den Verbund

Zentralbanken, Rechenzentralen,

dwpbank, DG VERLAG

• Technische Unterstützung

• Best Execution

• Formulare

Münster. MiFID (Markets in Financial

Instruments Directive), ein Thema

mit junger Geschichte und ungewisser

Zukunft. Denn: Obwohl die EU-

Richtline bereits im April 2004 in

Kraft trat, ist der nationale Gesetzgebungsprozess

frühestens im Mai 2007

beendet – und anschließend folgen

noch Verordnungen und Präzisierungen

durch die Aufsicht. Das heißt für

die Umsetzung der MiFID: Noch

längst ist nicht bekannt, was im Einzelnen

auf die Banken zukommen

wird.

Andererseits stehen die Volksbanken

und Raiffeisenbanken der Einführung

von MiFID nicht alleine gegenüber:

Der Hauptteil an Umstellungsarbeiten

und Investitionskosten betrifft

die Verbundunternehmen des Wertpapiergeschäfts

und die Zentralbanken

und wird auch von diesen getragen.

Weiterhin wurde unter dem

Dach des BVR im Juni 2006 ein Steuerungsarbeitskreis

gegründet, dessen

14 GB 1/2007

Prüfungsverbände

• Schulungen

• Umsetzungsworkshops

• Musterorganisationsanweisungen

(MOA)

Aufgabe es ist, zentrale Lösungsansätze

für die Primärbanken zu entwickeln

– so insbesondere einen Umsetzungsleitfaden

und ein Schulungskonzept.

Warum überhaupt MiFID?

Ziel des Gesetzgebers ist die Stärkung

des Anlegerschutzes, aber auch die

Harmonisierung und Liberalisierung

der Wertpapiermärkte, um grenzüberschreitendes

Wertpapiergeschäft zu

erleichtern. Damit dies nicht ausschließlich

zu neuen bürokratischen

Belastungen führt, wirken von

Beginn an die genossenschaftlichen

Verbände in Abstimmung im Zentralen

Kreditausschuss (ZKA) auf die

europäischen und nationalen Parlamente

und ihre Entscheidungsträger

ein. Erste wichtige Etappensiege

dabei: Es wird keine Pflicht zur

Sprachaufzeichnung bei telefonisch

erteilter Order geben. Und: Die bestmögliche

beziehungsweise kunden-

MiFID-Arbeitskreis,

FinanzVerbund

• Umsetzungsleitfaden

- Darstellung der Änderungen

- Umsetzungsanforderungen

- Checklisten

- Muster

• Kommunikationskonzept

günstigste Auftragsausführung – die

so genannte Best Execution – ist

nicht für jedes Einzelgeschäft, sondern

im Rahmen einer Policy, also im

Rahmen von Ausführungsgrundsätzen

(die eine gleich bleibende und

bestmögliche Ausführung der Kundenorders

sicherstellen müssen), zu erfüllen.

Wann wird MiFID in der Bank

umgesetzt?

Auch diese Frage ist noch nicht

abschließend zu beantworten. Bislang

gilt die alte Vorgabe: „Umsetzung

ab dem 1. November 2007“ und

„Überprüfung der Einhaltung der

Vorschriften durch die BaFin ab

2008“. Diese Daten wurden allerdings

festgesetzt, als man im Bundesfinanzministerium

(BFM) noch von der

fristgerechten nationalen Gesetzgebung

zum 31. Januar 2007 ausging.

Dieser Termin ist nun verstrichen –

und der Bundesrat ist mit dem Kabi- >


nettsentwurf noch immer nicht

zufrieden.

Für die Finanzbranche schrumpft der

Umsetzungszeitraum derweil immer

weiter zusammen. Eine Verschiebung

des Umsetzungsstarts bis April 2008

würde nur den ursprünglichen Zeitrahmen

wiedergeben. Auch die Drohungen

aus Brüssel (so Binnenmarktkommissar

Charlie McCreevy gegenüber

der Nachrichtenagentur Bloomberg

auf dem Weltwirtschaftsforum

in Davos am 25.1.2007), verspätete

Länder entsprechend abzustrafen,

können nicht überzeugen, da der

Grund für die Verspätung ursprünglich

bei der Brüsseler Behörde liegt:

Die europäischen Durchführungsbestimmungen

für die MiFID wurden

erst Anfang September 2006 geliefert.

Schließlich muss zusätzlich noch auf

die umfangreichen und detaillierten

Ausführungsbestimmungen der BaFin

gewartet werden, die zwar inzwischen

vorliegen, aber noch via Stellungnahmen

und Anhörung der

Betroffenen am 1. März 2007 gegebenenfalls

verändert werden. Noch

komplizierter wird die Vorgehensweise

dadurch, dass parallel zum nationalen

Gesetzgeber aus Brüssel inzwischen

die dritte Stufe des so genannten

„Lamfalussy-Verfahrens“ (das

eigentlich nur der Beschleunigung

der Gesetzgebung dienen sollte!)

angestoßen wurde, die sich ebenfalls

mit wichtigen Auslegungsfragen zu

MiFID-Regelungen beschäftigt.

Was kommt auf die Banken zu?

Bevor die unterschiedlichen Regelungsinhalte

genannt werden, die

Änderungen und Zusatzkosten betreffen,

ist festzuhalten, dass die MiFID

auch eine Erleichterung bringt. So

entfällt künftig die Pflicht, die

Finanztermingeschäftsfähigkeit herzustellen,

denn der § 37d WpHG wird

aufgehoben.

Auch muss bei der Beurteilung der

MiFID berücksichtigt werden, dass

viele der künftig einzuhaltenden Vorschriften

für deutsche Banken nicht

neu sind, sondern bereits nach dem

Wertpapierhandelsgesetz gelten.

Von der MiFID betroffen ist das

gesamte Wertpapier- und Derivategeschäft:

von der Werbung und Anbahnung

über den Geschäftsabschluss zu

Ausführung, Abrechnung und Verwahrung.

Zusätzlich werden folgende

Themen und Abteilungen der Bank

durch die MiFID angesprochen: Mitarbeitergeschäfte,Interessenkonflikte,

Compliance, Outsourcing, Risikomanagement

und interne Revision.

Wo bringt die MiFID Neuerungen

und Änderungen?

Aufgrund der Neuregelung müssen

Interessenkonfliktgrundsätze erarbeitet

werden. Das heißt, dass die Bank

darlegen muss, wie sie Interessenkonflikte

bereits im Vorfeld vermeiden

will. Diese Grundsätze sind anschließend

dem Kunden mitzuteilen. EntsprechendeMuster-Konfliktgrundsätze

und Kundenanschreiben werden

zentral erstellt und den Banken zur

Verfügung gestellt. Des Weiteren

muss nunmehr grundsätzlich ein

Compliance-Beauftragter benannt

werden, dies kann auch der Vorstand

sein. Die Compliancestruktur der

Bank kann aber aufrechterhalten bleiben.

Das Thema „Mitarbeitergeschäfte“

wird nunmehr gesetzlich geregelt,

konzentriert sich schwerpunktmäßig

auf Mitarbeiter mit besonderer Funktion,

so dass auch hier Vereinfachungen

zu erwarten sind.

Umfangreicher sind die Änderungen

im Bereich Aufklärung und Beratung,

auch hier werden viele Regelungen

bereits heute erfüllt, man muss sich

nur an neue Begrifflichkeiten gewöhnen.

So sieht die Richtlinie eine Kundenklassifizierung

in „Privatkunden“,

„professionelle Kunden“ und „geeignete

Gegenpartei“ vor: Damit sollen

ein gestaffeltes Anlegerschutzniveau

und differenzierte Informationspflichten

berücksichtigt werden. Aufgrund

der strengen Klassifizierungsgrenzen

ist allerdings festzustellen,

dass die meisten Genossenschaftsbanken

(fast) ausschließlich Privatkunden

betreuen. Sollte die Bank vereinzelt

einen Kunden haben, der die

Kriterien eines professionellen Kunden

erfüllt, dann ist trotzdem zu

empfehlen, diesen als Privatkunden

HINTERGRUND & ANALYSE

einzustufen. Ansonsten müsste die

Bank unterschiedliche Schutzniveaus

berücksichtigen.

Auch die MiFID differenziert bei

ihren Anforderungen das Order- und

Beratungs-/Empfehlungsgeschäft, was

nunmehr in § 31 WpHG festgeschrieben

ist. Bei der Anlageberatung ist die

Geeignetheit zu prüfen. Die Eignung

einer Empfehlung beurteilt sich

danach, ob das konkrete Geschäft

den Anlagezielen des Kunden entspricht.

Ebenso müssen die hieraus

erwachsenden Anlagerisiken für den

Kunden seinen Anlagezielen entsprechend

finanziell tragbar sein. Des

Weiteren müssen Kunden mit ihren

Kenntnissen und Erfahrungen in

Bezug auf Geschäfte mit bestimmten

Arten von Finanzinstrumenten die

hieraus erwachsenden Anlagerisiken

verstehen können. Als „neue“ Anforderung

erwähnt die MiFID ausdrücklich

die Berücksichtigung von Bildungsstand

und Beruf des Kunden –

bei einer guten Beratung wird dies

jedoch heute bereits bedacht. Nur

wenn die erforderlichen Informationen

vorliegen, darf eine Anlageberatung

erbracht werden.

Beim Ordergeschäft wird zwischen

komplexen und nicht komplexen

Finanzinstrumenten differenziert.

Bei komplexen Finanzinstrumenten

(Derivate oder derivative Wertpapiere)

ist eine Angemessenheitsprüfung

vorzunehmen, das heißt, der Kunde

ist nach seinen Kenntnissen und

Erfahrungen in Bezug auf Geschäfte

mit bestimmten Arten von Finanzinstrumenten

zu befragen. Aber auch

hier gilt nach wie vor der Grundsatz:

Der Anleger ist nicht vor sich selbst

zu schützen! Führt die Prüfung zur

Erkenntnis, dass das Produkt unangemessen

ist, dann ist der Kunde darauf

hinzuweisen (Warnhinweis). Erhält

die Bank die Informationen nicht,

dann ist der Kunde darüber zu informieren,

dass eine Beurteilung der

Angemessenheit nicht möglich ist.

Bei nicht komplexen Finanzinstrumenten

kann die Angemessenheitsprüfung

entfallen, wenn der Kunde

in standardisierter Form auf die

Nichtberücksichtigung hingewiesen

GB 1/2007

>

15


HINTERGRUND & ANALYSE

> wurde. Im „Standardgeschäft“ ergibt

sich hieraus eine Erleichterung, da

der Kunde nicht mehr nach seinen

Kenntnissen und Erfahrungen befragt

werden muss. Als Ergebnis bleibt festzuhalten:

Es ändert sich wenig, aber

es gibt neue Begrifflichkeiten.

Umfangreiche Änderungen, die in

der Umsetzung äußerst zeit- und kostenintensiv

sind, ergeben sich bei

den Anforderungen zur bestmöglichen

Auftragsausführung (Best Execution)

und zur Sicherstellung der

Markttransparenz. Die MiFID fordert

bei Wertpapiergeschäften eine Ausführungspraxis

mit bestmöglichen

Ergebnissen für den Kunden in Bezug

auf Kurs, Gebühren, Geschwindigkeit

und Wahrscheinlichkeit der Ausführung.

Dies ist eine Aufgabe, die

von den genossenschaftlichen Zentralbanken

zu schultern ist. Die Primärbanken

profitieren hier von der

Arbeitsteilung im Verbund. Ebenso

das Problemfeld Markttransparenz

der Handelsplätze berührt die Primärbanken

nicht. Die Betreiber von

Handelsplätzen müssen Daten aus

verschiedenen Quellen zusammenführen.

Technisch gesehen ist dies

eine wesentliche Integrationsaufgabe.

Unterstützung durch den Verbund

Zur Unterstützung der MiFID-Umsetzung

in den Volksbanken und Raiffeisenbanken

arbeitet der genossenschaftliche

FinanzVerbund an mehreren

Großbaustellen – mit dem Ziel,

lückenlos die Auswirkungen der

MiFID-Regeln auf jeden einzelnen Arbeitsschritt

im Wertpapiergeschäft zu

erfassen. Es werden sowohl die

Sicherstellung der gewohnten technischen

Unterstützung gewährleistet,

als auch die Anpassung der Formulare

und Verträge vorgenommen und ein

Umsetzungsleitfaden sowie Schulungen

und Umsetzungsworkshops angeboten.

Der Umsetzungsleitfaden wird

die MiFID-Regeln verständlich erläutern,

Vorschläge zur Umsetzung liefern

sowie Checklisten und Muster

für einzelne Problemfelder zur Verfügung

stellen. Ziel der Arbeiten des

MiFID-Steuerungsarbeitskreises beim

16 GB 1/2007

BVR ist ganz klar: Standardisierte und

einfache Lösungsansätze, die von

möglichst vielen Mitgliedsbanken

ohne Änderungen übernommen werden

können, zu produzieren und ein

hohes Maß an Unterstützung durch

die Zentralbank auch im Rahmen der

späteren Umsetzung mit möglichst

geringem verbleibendem Umset-

Hintergrund







zungsaufwand für die Mitgliedsbank

selbst zu liefern.

Klaus Engels, RWGV-Vorstandsstab

Hermann-Josef Krämer, Dozent an der

Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsakademie

(RWGA)

Markets in Financial Instruments Directive (MiFID) – Richtlinie

2004/39/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21.4.2004

über Märkte für Finanzinstrumente zur Änderung der Richtlinien

85/611/EWG und 93/6/EWG des Rates und der Richtlinie 200/12/EG des

Europäischen Parlaments und des Rates und zur Aufhebung der Richtlinie

93/22/EWG des Rates

Richtlinie 2006/73/EG der Kommission vom 10.8.2006 zur Durchführung

der Richtlinie 2004/39/EG des Europäischen Parlaments und des Rates in

Bezug auf die organisatorischen Anforderungen an Wertpapierfirmen und

die Bedingungen für die Ausübung ihrer Tätigkeit sowie in Bezug auf die

Definition bestimmter Begriffe für die Zwecke der genannten Richtlinie

(Durchführungsrichtlinie)

Verordnung (EG) Nr. 1287/2006 der Kommission vom 10.8.2006 zur

Durchführung der Richtlinie 2004/39/EG des Europäischen Parlaments und

des Rates betreffen die Aufzeichnungspflichten für Wertpapierfirmen, die

Meldung von Geschäften, die Markttransparenz, die Zulassung von Finanzinstrumenten

zum Handel und bestimmte Begriffe im Sinne dieser Richtlinie

Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR),

Rundschreiben vom 30.10.2006, „Richtlinie über Märkte für Finanzdienstleistungen

(MiFID)“, Az.: 413-MiFID-FV

„MiFID Newsletter an unsere Mitgliedsbanken“

(Hrsg.: WGZ BANK, 12/2006)

„MiFID-Newsletter für unsere Mitgliedsbanken“ vom 1.2.2007

(Hrsg.: BVR, DZ BANK, WGZ BANK, Union Investment)

INFORMATIONSVERANSTALTUNG

Der RWGV bietet Infoveranstaltungen zur MiFID-Umsetzung an. Die

Tagesveranstaltungen mit Referenten von RWGV, WGZ BANK und

Union Investment sind für den 23. März und den 30. März in der RWGA

in Forsbach sowie für den 29. März in der RWGA in Münster geplant.

Informationen bei:

Akademieleiter Dr. Christoph Vogelsang,

christoph.vogelsang@rwga.de, Telefon: 0251 7186-499.


Offensive der WGZ BANK

Geschäftsjahr 2006 mit neuem Rekordergebnis

Werner Böhnke

Düsseldorf. Die WGZ BANK hat im

Geschäftsjahr 2006 ein neues Rekordergebnis

erreicht. Nach den jetzt vorgelegten

vorläufigen Zahlen steigerte die

WGZ BANK ihr Betriebsergebnis nach

Bewertung gegenüber dem bisherigen

Rekordjahr 2005 um über neun Prozent

auf 125 Millionen Euro. Die Cost-

Income-Ratio sank mit 49,9 Prozent

(Vorjahr: 51,9 Prozent) erstmals unter

die 50-Prozent-Marke.

Das Bilanzwachstum der WGZ BANK

AG von knapp sechs Prozent auf rund

39 Milliarden Euro wurde maßgeblich

vom Geschäft mit den Volksbanken

und Raiffeisenbanken getragen. In

den nächsten Wochen werden die

Anteilseigner über die Einzelheiten

des Jahresabschlusses 2006 informiert.

Vorstand Horst Schreiber (links), Nadine Marx (Mitte), Marketing

der Volksbank Trier eG, mit Christian Voß,

Berater der geno kom Werbeagentur GmbH, Münster

Zugleich hat die WGZ BANK mit den

Vorbereitungen für eine Markt- und

Vertriebsoffensive zusammen mit

ihren 231 Mitgliedsbanken, den Volksbanken

und Raiffeisenbanken im

Rheinland und in Westfalen, begonnen.

Sie stellt dafür ein Investitionsbudget

von 50 Millionen Euro bereit.

„Der Wettbewerb in der Finanzdienstleistungsbranche

hat an Intensität

zugenommen. Diesen Herausforderungen

müssen wir uns stellen. Nicht

zuletzt unsere guten Ergebnisse der

letzten Jahre versetzen uns in die Lage,

in erheblichem Umfang in eine Marktund

Vertriebsoffensive gemeinsam mit

unseren Mitgliedsbanken zu investieren.

Wir wollen die gute Position der

genossenschaftlichen Bankengruppe

im Rheinland und in Westfalen nicht

nur behaupten, sondern weiter ausbauen“,

sagte Werner Böhnke, Vorstandsvorsitzender

der WGZ BANK.

Die Umsetzung der Offensive und erste

Aktivitäten würden gemeinsam mit

Vertretern der Volksbanken und Raiffeisenbanken

in den nächsten Wochen

eingeleitet. Sowohl der Aufsichtsrat als

auch der Beirat der WGZ BANK haben

der Markt- und Vertriebsoffensive

zugestimmt.

In der nächsten Ausgabe finden Sie einen

ausführlichen Bericht zum Jahresabschluss

der WGZ BANK sowie der WGZ

BANK-Gruppe.

www.geno-kom.de

AUS DEM VERBUND

Münchener Hyp weiter auf

Wachstumskurs

München. Die Münchener Hypothekenbank

ist weiter auf Wachstumskurs.

2006 konnte im Neugeschäft

das gute Ergebnis des Jahres 2005 auf

insgesamt 2,42 Milliarden Euro

gesteigert werden. Das sind rund

neun Prozent mehr als im Vorjahr.

Auf den Wohnungsbau entfielen 1,35

Milliarden Euro (plus acht Prozent),

auf das gewerbliche Kreditgeschäft

1,07 Milliarden Euro (plus zehn Prozent).

2005 hatte sich das Neugeschäft

bereits um rund 50 Prozent auf

insgesamt 2,22 Milliarden Euro

erhöht.

Erich Rödel, Vorstandssprecher der

Bank, führt das Ergebnis auf folgende

Faktoren zurück: am Kundenbedarf

orientierter und systematischer Vertrieb,

effiziente Prozesse und günstige

Kostenstrukturen. „Wir haben wesentliche

Ziele unserer Geschäftsstrategie

„MHB 2008“ bereits im vergangenen

Jahr erreicht“, so Rödel. Neben

dem Geschäftsfeld der wohnwirtschaftlichen

Immobilienfinanzierung

entwickelte die Bank ihre Geschäftsfelder

in- und ausländische Gewerbeimmobilienfinanzierung

sowie Credit

Treasury konsequent weiter.

Dadurch konnte die Abhängigkeit

von einzelnen und regionalen Märkten

weiter reduziert werden. Die

Münchener Hyp beschäftigt rund 360

Mitarbeiter. Die Bank sieht sich für

die weitere Steigerung des Geschäftserfolgs

gut gerüstet.

Unsere Arbeit beginnen wir mit

Kompetenz, Erfahrung, Kreativität.

Und wir beenden sie mit guten

Beziehungen.

GB 1/2007

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17


AUS DEM VERBUND

„Cash & Go“ weiterhin ein Renner

GAD macht im Jahr 2006 einen Umsatz von 340 Millionen Euro.

Münster. Auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2006 kann

die GAD zurückblicken. Nach den vorläufigen Ergebniszahlen

erwirtschaftete das IT-Kompetenzcenter für Volksbanken

und Raiffeisenbanken im Geschäftjahr 2006 einen

Umsatz von mehr als 340 Millionen Euro. Aufgrund fortlaufender

Prozessoptimierungen wird wie im Vorjahr

voraussichtlich eine Ertragsquote von nahezu fünf Prozent

erreicht. Im Konzern steigerte die GAD-Gruppe ihre

Gesamtumsätze gegenüber 2005 noch einmal um weitere

zehn Prozent auf 550 Millionen Euro. Zu den Konzernunternehmen

zählen neben der Ratiodata IT-Lösungen &

Services GmbH und der VR Netze GmbH mit Sitz in Münster

und einem Standort in Frankfurt auch die ELAXY-

Gruppe mit Sitz in Coburg und Puchheim bei München,

die GWS Gesellschaft für Warenwirtschaftssysteme mbH

sowie das Wuppertaler Unternehmen Lucke EDV GmbH.

Insgesamt verwaltete das GAD-Rechenzentrum 29,6 Millionen

Konten, über die 11.770 Millionen Transaktionen

(plus sechs Prozent gegenüber dem Vorjahr) abgewickelt

wurden. Dabei erreichte die GAD Tagesspitzenwerte von

61,8 Millionen Transaktionen (Vorjahr: 57,8 Millionen).

Darüber hinaus waren im vergangenen Geschäftsjahr

rund 16.000 Geldautomaten, Kontoauszugsdrucker und

SB-Terminals an das Rechenzentrum angeschlossen. Der

DG VERLAG zieht Bilanz und blickt zuversichtlich in die Zukunft

Der DG VERLAG mit Sitz in Wiesbaden zieht positiv Bilanz.

Wiesbaden. Der Deutsche Genossenschafts-Verlag eG (DG

VERLAG) erzielte im Geschäftsjahr 2006 einen Umsatz

von 143,7 Millionen Euro (196,3 Millionen Euro im Vorjahr).

Der Umsatzrückgang um 26,8 Prozent ist in der Verlängerung

der Ausgabezyklen bei den Debitkarten von drei

auf vier Jahre begründet. Dieser Sondereinfluss konnte

teilweise durch andere Aktivitäten kompensiert werden.

„Vorbehaltlich der Zustimmung der Generalversammlung

planen wir, eine Dividende in Höhe von mindestens sechs

18 GB 1/2007

Selbstbedienungsservice „Cash & Go“ entwickelte sich

durch die Anbindung weiterer Mobilfunkbetreiber und

durch gestiegene Nutzungsraten weiter positiv. Mit der

Anwendung können Kunden von Volksbanken und Raiffeisenbanken

ihre Mobilfunk-Prepaid-Konten am Geldautomaten

oder via Internet-Banking aufladen. Ein Service,

der sehr gut ankommt: Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte

sich die Nutzung um 20 Prozent auf 3,4 Millionen Aufladungen.

Das entspricht einem Aufladevolumen von rund

63 Millionen Euro für „Cash & Go“ in 2006. Dabei lag der

Spitzenwert bei 19.000 Aufladungen pro Tag.

Internet-Banking wird stärker genutzt

Im vergangenen Jahr ist die Nutzung des Internet-Bankings

erneut gestiegen: Von 7,125 Millionen Kunden mit einem

Kontokorrentkonto bei den GAD-Mitgliedsbanken waren

Ende 2006 über 3,046 Millionen Kunden für das Internetbanking

freigeschaltet (Anfang 2006: 2,939 Millionen).

Das entspricht einer Steigerung um 3,6 Prozent. Um den

Bankkunden beim Internet-Banking höchste Sicherheit

bieten zu können, hat der IT-Dienstleister 2006 zwei der

modernsten Sicherheitssysteme auf den Markt gebracht:

Sm@rt-TAN plus und mobile TAN.

Prozent auf die Geschäftsanteile auszuschütten“, berichtete

Dr. Manfred Biehal, Vorsitzender des Vorstandes des DG

VERLAGES. Die Anzahl der Mitglieder des Unternehmens

verringerte sich im Geschäftsjahr 2006 aufgrund des

anhaltenden Fusionsprozesses bei den Mitgliedsgenossenschaften

leicht auf 1.332 (1.363 im Vorjahr). Zum Jahresende

2006 beschäftigte der DG VERLAG 448 Mitarbeiter

(472 im Vorjahr). „Aufgrund der Umstellung der Laufzeit

der VR-BankCard von drei auf vier Jahre erwarten wir

2007, dem zweiten Jahr im neuen vierjährigen Zyklus der

Karten-Hauptausstattung, einen deutlichen Umsatzanstieg

und prognostizieren ein zufrieden stellendes Ergebnis“, so

Dr. Biehal. Ein wichtiges Zukunftsthema werden für den

DG VERLAG die Auswirkungen sein, die aus dem Einstieg

in „SEPA“ (Single Euro Payments Area) resultieren. Diese

werden unter anderem im kartengestützten Zahlungsverkehr

spürbar. Dr. Biehal hierzu: „Eine wesentliche Aufgabe

unseres Geschäftsbereichs Cards wird es sein, sich den

Herausforderungen durch die hierdurch entstehenden

neuen Produkt- und Wettbewerbssituationen mit weiterhin

marktkonformen Kartenprodukten, Dienstleistungen

und Angeboten erfolgreich zu stellen.“


Neuer Spitzenwert

AUS DEM VERBUND

Die Bausparkasse Schwäbisch Hall konnte 2006 ihre Marktführung weiter ausgebauen.

6,6 Millionen Kunden haben 7,1 Millionen Verträge angelegt.

Dr. Matthias Metz

Schwäbisch Hall/Stuttgart. Die Bausparkasse

Schwäbisch Hall hat 2006

im Bausparneugeschäft mit voraussichtlich

28 Prozent Marktanteil einen

neuen Spitzenwert erreicht. Die

Gesamtvertriebsleistung in den drei

Trend zur privaten Altersvorsorge sorgt

für Riester-Boom bei Union Investment

Frankfurt/M. Die Riester-Rente hat sich nach Angaben

von Union Investment als adäquates Mittel zur privaten

Altersvorsorge bei den Bundesbürgern etabliert. So wurden

bei Union Investment im vergangenen Jahr 589.000

neue Riester-Verträge abgeschlossen, was einer Steigerung

der Neuabschlüsse um 142 Prozent gegenüber dem Vorjahr

entspricht. Der Bestand der UniProfiRente, dem

fondsbasierten Riester-Produkt von Union Investment,

stieg damit auf rund 1,06 Millionen Verträge an. „Mit

diesem Erfolg haben wir unsere marktführende Stellung

beim fondsgebundenen Riester-Sparen ausgebaut und

zudem die meisten Versicherer hinter uns gelassen.

Daran zeigt sich der klare Trend hin zu Fondsprodukten

in der Altersvorsorge“, so Hans Joachim Reinke, Vorstandsmitglied

von Union Investment. Das Volumen bei

der UniProfiRente stieg seit Ende 2005 um über 140 Prozent

auf rund 830 Millionen Euro.

Geschäftsfeldern Bausparen, Baufinanzierung

und Vorsorge stieg um

fast vier Prozent auf eine neue

Höchstmarke von 45 Milliarden Euro.

Die Vermittlung von Finanz- und

Altersvorsorgeprodukten für Genossenschaftsbanken

und Verbundpartner

wuchs um ein Drittel. „Die positive

Geschäftsentwicklung beweist

erneut, dass wir mit unseren Kernkompetenzen

Vertrieb, Produkt und

Abwicklung sowie durch die enge

Kooperation mit den genossenschaftlichen

Banken nicht ohne Grund

führend in der Branche sind“, sagte

der Vorstandsvorsitzende Dr. Matthias

Metz auf der Jahrespressekonferenz

in Stuttgart.

Das Bausparneugeschäft wuchs im

vergangenen Jahr um 1,7 Prozent auf

28,3 Milliarden Euro mit 890.000

Verträgen. Das ist nach dem Rekordjahr

2003 das zweitbeste Neugeschäft

in der Geschichte der Bausparkasse.

Der Marktanteil stieg nach ersten

Schätzungen auf 28 Prozent (Vorjahr:

26,8 Prozent). Als Gründe für die überdurchschnittlicheGeschäftsentwicklung

nannte Metz das attraktive Produktangebot,

die effizienten und kundenfreundlichenBearbeitungsprozesse,

die ausgeprägte Serviceorientierung

der Innendienstmitarbeiter sowie die

enge Zusammenarbeit mit den Genossenschaftsbanken,

die ein flächendeckendes

Betreuungsnetz mit hoher

Beratungsqualität für die Kunden mit

sich bringe. Darüber hinaus tragen die

Qualifikation des Außendienstes und

dessen Abschlussorientierung maßgeblich

zum guten Neugeschäft bei.

Insgesamt hat Schwäbisch Hall 6,6

Millionen Kunden, die 7,1 Millionen

Verträge über eine Bausparsumme von

191 Milliarden Euro angelegt haben

(Stand: 31. Dezember 2006).

Bekanntmachung zur Wahl der

Vertreterversammlung

Nachdem am 8. Februar und am 9. Februar 2007

die Wahl unserer Vertreterversammlung ordnungsgemäß

durchgeführt worden ist, geben wir

hiermit bekannt, dass die Liste der gewählten Vertreter

und der gewählten Ersatzvertreter gemäß

§ 43 a Abs. 6 des Genossenschaftsgesetzes in der

Zeit vom 26. Februar bis zum 12. März 2007 in

den Geschäftsräumen unserer Bank sowie in

unseren Geschäftsstellen während der üblichen

Geschäftszeiten zur Einsicht durch die Mitglieder

ausliegt.

Geilenkirchen, 18. Dezember 2006

Raiffeisenbank eG Geilenkirchen

Der Vorstand

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GB 1/2007 1/2007

19 19


AUS DEM VERBUND

„Eine beeindruckende

Wachstumsbilanz“

Die R+V-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2006 ihre Einnahmen auf 9,2 Milliarden Euro

gesteigert und konnte in allen Geschäftsfeldern Marktanteile gewinnen.

Wiesbaden. „Wir können erneut

eine beeindruckende Wachstumsbilanz

vorweisen“, kommentiert der

neue Vorstandsvorsitzende der R+V

Versicherung, Dr. Friedrich Caspers,

die rund zehnprozentige (9,9 Prozent)

Beitragsentwicklung des R+V-

Konzerns 2006 auf 8,9 Milliarden

Euro. Insgesamt steigerte die R+V-

Gruppe ihre Einnahmen sogar auf

9,2 Milliarden Euro und der Wiesbadener

Versicherer konnte in allen

Geschäftsfeldern Marktanteile gewinnen.

„Unser Erfolg basiert auf

der guten Zusammenarbeit mit den

genossenschaftlichen Banken“, so

Dr. Caspers. „R+V ist innerhalb des

genossenschaftlichen FinanzVerbundes

das Kompetenz-Zentrum für

Vorsorgen und Versichern.“

Die Lebens- und Pensionsversicherer

lieferten mit 1,8 Milliarden Euro

den höchsten Neugeschäftsbeitrag

der Unternehmensgeschichte. Die

gebuchten Beiträge der R+V-Lebensund

Pensionsversicherer stiegen insgesamt

um 13,5 Prozent auf 4,7 Milliarden

Euro. Zweistellige Wachstumsraten

(17,1 Prozent) erzielte

auch die R+V-Krankenversicherung.

Die Beitragseinnahmen der R+V-

Schaden/Unfallversicherer erhöhten

sich um 2,7 Prozent auf 3,2 Milliarden

Euro, während die Branche

voraussichtlich ein Beitragsminus

von 1,1 Prozent hinnehmen muss.

Rekordneugeschäft in der

Lebensversicherung

Mit einem Rekordneugeschäft von

1,8 Milliarden Euro verzeichnete

das Geschäftsfeld „Leben/Pension“

im Vergleich zum Vorjahr ein Plus

von 56 Prozent. Damit konnte die

20 GB 1/2007

R+V ihren Marktanteil im Leben-

Neugeschäft von 7,3 Prozent auf

neun Prozent ausbauen. Der größte

Anteil entfiel auf Einmalbeiträge.

Die gebuchten Beiträge der R+V-

Lebens- und Pensionsversicherer

stiegen insgesamt um 13,5 Prozent

auf 4,7 Milliarden Euro.

R+V-PremiumRente

ein voller Erfolg

Im Privatkundengeschäft entschieden

sich viele Kunden für die Wiederanlage

von ausgezahlten Lebensversicherungen

in fondsgebundene

Versicherungen und in private Rentenversicherungen.

Mit großem

Erfolg startete im Sommer 2006 die

R+V-PremiumRente – eine sofort

beginnende Rentenversicherung

gegen Einmalbeitrag auf Anteilsbasis.

Bereits 1.600 Anträge mit rund

75 Millionen Euro Einmalbeitrag

sind für dieses innovative Produkt

bis Ende 2006 eingegangen. Bei den

laufenden Beiträgen erzielte die R+V

mit mehr als 100.000 verkauften

R+V-RiesterRenten einen Neubeitrag

von 45 Millionen Euro. Das

entspricht einem Marktanteil von

fünf Prozent.

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Liquidations-Eröffnungsbilanz zum 1. Juli 2006

der Elektrizitätsgenossenschaft Denklingen eG i.L.

Aktiva Passiva

Geschäftsausstattung 2.275,18

Geschäftsguthaben bei der Raiffeisenbank 29.786,53

Warenbestand 391,35

Forderungen 199.970,17

Wertpapiere 279.980,00

Kassenbestand/Bankguthaben 1.631.839,54

Geschäftsguthaben der Mitglieder 49.307,92

Kapitalrücklage 8.013,73

Gesetzliche Rücklage 661.865,07

Andere Ergebnisrücklagen 666.045,85

Rückstellungen 614.395,00

Verbindlichkeiten 144.615,20

Denklingen, 30. Oktober 2006

2.144.242,77 2.144.242,77

Elektrizitätsgenossenschaft Denklingen eG i.L.

51580 Reichshof-Denklingen

Die Liquidatoren: Udo Sterzenbach - Achim Langhein - Udo Hannes


AUS DEM VERBUND

In der Erfolgsspur

Die TeamBank AG, Nachfolgeinstitut des Nürnberger

Ratenkreditspezialisten norisbank AG, blickt optimistisch in die Zukunft.

Nürnberg/Frankfurt. „2006 war für uns

das Jahr der Veränderungen. Wir haben

es ausgezeichnet gemeistert“, sagte der

Vorstandsvorsitzende der TeamBank

AG, Theophil Graband, bei der Vorstellung

der vorläufigen Zahlen seines

Unternehmens, dem Nachfolgeinstitut

des Nürnberger Ratenkreditspezialisten

norisbank AG. Das Ziel, 2006 zweistellig

in Neugeschäft und Ergebnis zu

wachsen, wurde erfüllt. Wachstumstreiber

war erneut der Ratenkredit easy-

Credit im genossenschaftlichen

FinanzVerbund: Das Neugeschäft stieg

Theophil Graband, Vorstandsvorsitzender der TeamBank AG

Karneval der Extraklasse

Köln. Unerwartete Konkurrenz

bekam das Kölner Dreigestirn, Prinz

Jacky I., Bauer Walter und Jungfrau

Antonia, vom „R+V-Dreigestirn“

Hans-Christian Marschler, Dr. Friedrich

Caspers und Josef Herbert (im

Bild v.l.), bei der Prunksitzung des

Wiesbadener Versicherers im Kölner

Hotel Maritim. Mit viel „Alaaf“ und

Partymusik vom Feinsten sorgten die

Veranstalter wieder für rundum

zufriedene Gäste. Ob Nippeser Bürgerwehr,

Bernd Stelter, „De Höhner“,

22 GB 1/2007

um elf Prozent auf 1,7 Milliarden Euro.

Das lag insbesondere an den 910 Kreditgenossenschaften,

die sich zum Jahresende

für easyCredit entschieden

hatten (Vorjahr: 881). Das Betriebsergebnis

vor Steuern stieg auf 145 Millionen

Euro. Der Verkaufspreis von 420

Millionen Euro wurde in erster Linie in

zukünftiges Wachstum investiert.

„Damit wird der Erfolg des genossenschaftlichen

FinanzVerbundes im Segment

Ratenkredit weiter unterstützt“,

sagte Graband.

Die Provisionszahlungen an die Volks-

„Bläck Fööss“ oder „Brings“ – das

Sechs-Sterne-Programm war sicherlich

das Beste, was der Kölner Karneval

in dieser kurzen Session erlebt

hat. Drei Jahre hatte die „R+V-Familie“

wieder auf eine solche Veranstaltung

gewartet. Denn nur alle drei

Jahre richtet die Vertriebsdirektion

West für die Vorstandsmitglieder der

Partnerbanken sowie eine ausgewählte

Schar von Mitarbeitern eine Prunksitzung

aus, die bei den jecken Gästen

für stehende Ovationen sorgt.

banken und Raiffeisenbanken erhöhten

sich vom Vorjahreswert 93 Millionen

Euro auf nun 116 Millionen Euro.

Die Zahl der Mitarbeiter stieg auf

1.246. „Das Team ist und bleibt der

wichtigste Bestandteil der Bank“, erläuterte

Graband.

Neu und verbraucherfreundlicher

Der Ratenkredit easyCredit hat im

Januar auf ein nach eigenen Angaben

„neues, verbraucherfreundlicheres Merkmal

beim Kreditverkauf“ umgestellt.

Damit könnten Kunden Konditionenanfragen

über easyCredit künftig ohne

Auswirkungen auf den Scorewert einholen.

Bislang führte eine Kreditanfrage

bei der SCHUFA automatisch zu

einer Beeinflussung des Scorewerts. Bei

Interesse an easyCredit bekomme der

Kunde künftig, so die TeamBank, in

jedem Fall ein Angebot, das die individuelle

Bonität nicht beeinflusse. Er

müsse nicht zwischen „Kreditanfrage

und Konditionenanfrage“ unterscheiden.

Dies gelte für alle Vertriebswege

des easyCredit, also für alle über 900

Partnerbanken des genossenschaftlichen

FinanzVerbundes und alle easy-

Credit-Shops.

Gruppenbild mit dem „R+V Dreigestirn“


AUS DEM VERBUND

Die Veranstalter sind sich sicher: „Das Verbundsport-Festival bietet eine hervorragende Gelegenheit, sich persönlich kennen zu lernen,

bestehende Kontakte weiter auszubauen und damit das Miteinander im genossenschaftlichen Verbund zu stärken.“

„Der Verbund bewegt sich“

Am 16. Juni 2007 werden wieder 1.000 Freizeitsportler in Münster erwartet.

Münster. „Auch in diesem Jahr heißt es: Sind Sie bereit für

eine Herausforderung? Wir laden Sie, die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter der genossenschaftlichen Unternehmen

und der Verbundunternehmen, ganz herzlich zum diesjährigen

Verbundsport-Festival unter dem Motto ‚Der Verbund

bewegt sich’ am Samstag, den 16. Juni 2007, nach

Münster ein.“ Mit diesen Worten laden die Veranstalter

von GAD, RWGV, WGZ BANK, WGZ BANK Luxembourg

und WL BANK alle Interessierten zum diesjährigen Verbundsportfestival

in Münster-Mecklenbeck ein. „Wir freuen

uns auf gemeinsame Aktivitäten und spannende Wettkämpfe

in vielen Sportarten – von Badminton, Spinning

und Fußball über Golf, Handball und Inline-Skaten bis zu

Motorradfahren, Mountainbiken, Boule, Radeln, Reiten,

Segeln und Volleyball ist alles dabei. Und auch die Unterhaltung

und das Feiern sollen nicht zu kurz kommen: Für

den guten Ton und kulinarische Genüsse rund um die Uhr

ist bestens gesorgt“, so die Vorstände der Verbundunter-

nehmen, die vor allem eines hervorheben: „Das Verbundsport-Festival

bietet eine hervorragende Gelegenheit, sich

persönlich kennen zu lernen, bestehende Kontakte weiter

auszubauen und damit das Miteinander im genossenschaftlichen

Verbund zu stärken.“

Über 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich

zuletzt im Sommer 2004 auf den Weg nach Münster

gemacht. Ob Fußballer, Volleyballer, Radfahrer, Boule-Spieler

oder Tennis-Cracks: Begleitet von strahlendem Sonnenschein,

wurde der Tag für alle zu einem Erlebnis. Damit das

auch in diesem Jahr wieder so wird, hoffen die Veranstalter

nicht nur auf gutes Wetter, sondern auch auf einen wahren

Run zum Familienfest im WGZ BANK-Sportpark in Mecklenbeck.

Übrigens: Als Bonbon gibt’s wieder erstklassige

Life-Musik und Partystimmung am Abend!

Informationen und Anmeldeunterlagen finden sich unter

www.verbundsport-festival.de.

GB 1/2007

Foto: Marco Stepniak

23


BANKEN

Charakterkopf mit Weltsicht: Der

ehemalige deutsche Außenminister

wird sich beim Wirtschaftstag der

rheinisch-westfälischen Genossenschaftsbanken

zu Wort melden.

Joschka Fischer zu Gast

beim RWGV-Wirtschaftstag

Der ehemalige Außenminister und derzeitige Honorar-Professor wird in der neu erbauten

Duisburger Mercatorhalle zu den Themen „Globalisierung“ und „Indien“ sprechen.

Duisburg. Hoher Besuch kündigt sich

in der zweiten Jahreshälfte an im

neuen Schmuckkästchen, der Mercatorhalle

Duisburg (im CityPalais): Als

einer der ersten prominenten Politiker

gibt der ehemalige deutsche

Außenminister Joschka Fischer am

7. November 2007 seine Visitenkarte

ab. Auf Einladung der Volksbanken

und Raiffeisenbanken in Rheinland

und Westfalen wird der Politiker beim

„Wirtschaftstag“ vor rund 1.500 geladenen

Kunden und Mitgliedern der

Genossenschaftsbanken über die Zukunft

des Mittelstandes „zwischen

Heimat und asiatischen Märkten“

sprechen. Moderiert wird die Veranstaltung

von ZDF-Journalist Dr. Claus

Kleber.

„Wir sind sehr stolz, dass wir unsere

mittelständischen Kunden aus Rheinland

und Westfalen in diesem Jahr in

die neu gebaute Mercatorhalle in

Duisburg einladen dürfen. Das

gesamte CityPalais wird fraglos einer

der ,Leuchttürme’ in einer sich seit

24 GB 1/2007

Jahren im Strukturwandel sehr positiv

entwickelnden Stadt und Region

sein“, freut sich Hans Pfeifer, Vorstandsvorsitzender

des RWGV.

Der „Wirtschaftstag“, zu dem die

Volksbanken und Raiffeisenbanken

aus Nordrhein-Westfalen und dem

nördlichen Rheinland-Pfalz ihre mittelständischen

Mitglieder und Kunden

einladen, steht in diesem Jahr

unter dem Motto „Zwischen Duisburg

und Neu Delhi: Wo liegt die

Zukunft? Mittelstand zwischen Heimat

und asiatischen Märkten“. Schon

heute blicken viele der rund 700.000

mittelständischen Unternehmen in

Rheinland und Westfalen auf den

Boommarkt Indien. Aktuelle Studien

sehen Indien bis zum Jahr 2020 als

weltweit am stärksten wachsende

Wirtschaftsnation – noch vor China.

„Indien versteht sich selber als Globalisierungsgewinner

in vielen Bereichen“,

macht Hans Pfeifer vom

RWGV deutlich. So erreichte das bilaterale

Handelsvolumen zwischen

Indien und Deutschland 2005 seinen

bisherigen Höchststand: 7,6 Milliarden

Euro mit einer Steigerung um 22

Prozent im Vergleich zu 2004. Die

deutschen Exporte nach Indien stiegen

im Vergleich zum Vorjahr um 28

Prozent auf 4,2 Milliarden Euro und

die Einfuhren aus Indien um 15 Prozent

auf 3,4 Milliarden Euro. Der

Stand der von 1991 bis März 2006

kumulierten deutschen Direktinvestitionen

liegt bei circa 1,21 Milliarden

Euro. Damit belegt Deutschland nach

Großbritannien und den Niederlanden

den dritten Platz europäischer

Investoren und steht insgesamt an

sechster Stelle. „Hinter diesen Zahlen

und Fakten“, so Hans Pfeifer, „stecken

Innovationen, Investitionen

und individuelle Leistungen – vor

allem der mittelständischen Unternehmen.“

Über eine Zusage freute er

sich besonders: NRW-Wirtschaftsministerin

Christa Thoben wird an einer

Diskussionsrunde teilnehmen.

Wolfgang Koschny

Foto: Martin Meißner


Wissenschaft und Praxis im Gespräch

Münster. Unter der Überschrift „Effiziente Prozesse und

lokale Produkte – die Zukunft des FinanzVerbundes“ diskutierten

Wissenschaftler und Praktiker an der Universität

Münster die Vor- und Nachteile des genossenschaftlichen

Verbundes. Die geschäftsführende Direktorin des Instituts

für Genossenschaftswesen, Professorin Dr. Theresia Theurl,

konnte bereits zum siebten Mal namhafte Referenten und

zahlreiche Gäste in der Aula des Schlosses begrüßen. Einer

von ihnen: Professor Dr. Arnd Wiedemann von der Universität

Siegen. Der Experte für Bank- und Finanzmanagement

Referenten und Diskussionsteilnehmer einer lebhaften Veranstaltung. Hintere Reihe von links: Dr. Peter Hanker,

Prof. Dr. Theresia Theurl, Jochen Speek und Dr. Klaus Kalefeld; vordere Reihe von links: Dietrich Voigtländer,

Prof. Dr. Arnd Wiedemann, Thomas Ullrich, Dr. Friedrich Caspers und Stephan Götzl.

Empfang der Bankleitervereinigung

Münster. Lobende Worte für die gute Zusammenarbeit zwischen

Genossenschaftsbanken und Handwerk fand Walter

Bourichter, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer

Münster, zu Beginn des traditionellen Neujahrsempfangs der

Westdeutschen genossenschaftlichen Bankleitervereinigung,

der in diesem Jahr im Handwerkerbildungszentrum in

Münster stattfand. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden

der Bankleitervereinigung, Andreas Theis, Vorstandsmitglied

der Volksbank Bitburg, zeigte sich RWGV-

Vorstandsmitglied Moritz Krawinkel zuversichtlich, dass die

genossenschaftliche Bankengruppe den vielfältigen Aufgaben

auch 2007 gewachsen ist.

Raphaela Raufer, Trainerin, Beraterin und Geschäftsführerin

ihres eigenen Unternehmens, führte ihr durchweg männliches

Publikum in ihrem Vortrag anschließend in die Unterschiede

der Kommunikationsformen von Männern und

Frauen ein. Unter der Überschrift „Typisch Mann – typisch

Frau: Die Magie der Sprache“ verband sie gekonnt Theoretisches

mit Praktischem und gab wertvolle Hinweise sowohl

GB 1/2007

BANKEN

stellte verschiedene Wertschöpfungsmodelle vor und erläuterte

Vor- und Nachteile eines Netzwerkes auch am Beispiel

des genossenschaftlichen FinanzVerbundes. Sein Fazit: Der

Verbund bietet nahezu ideale Voraussetzungen für eine

effektive Wertschöpfungskette. Die Podiumsdiskussion, an

der sich auch das Publikum rege beteiligte, beschäftigte

sich vor allem mit dem Verhältnis zwischen Primärbanken

und Verbundunternehmen. Es herrschte Einigkeit darüber,

dass die Bedürfnisse der Kunden bei allen Bemühungen im

Mittelpunkt stehen sollten.

für den Umgang zwischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

als auch im Kontakt zu Kundinnen und Kunden.

Trainerin Raphaela Raufer gab Tipps zu „Typisch Mann –

typisch Frau: Die Magie der Sprache“.

Foto: Stefan Legge

Foto: Stefan Legge

25


BANKEN

TG Boppard in Berlin geehrt

Großes Finale beim Wettbewerb „Sterne des Sports“.

Der MTV Bad Kreuznach erhielt eine Anerkennungsurkunde vom Bundespräsidenten

(v.l.): Tilly Grusdat vom MTV Bad Kreuznach, MdB Julia Klöckner, Mareike Kessler

von der Volksbank Nahetal, Bundespräsident Horst Köhler und Peter Gehrke vom

MTV Bad Kreuznach.

Boppard/Berlin. Für den erhofften

Gold-Stern hat es in Berlin zwar nicht

gereicht, aber die Turngesellschaft

(TG) Boppard und der Männerturnverein

(MTV) Bad Kreuznach konnten

erhobenen Hauptes die deutsche

Hauptstadt verlassen. Gehörten doch

die zwei Vereine aus Rheinland-Pfalz,

die sich über die Volksbank Boppard

und die Volksbank Nahetal beworben

hatten, zu den 15 Finalisten im Wett-

100 Jahre Volksbank

26 GB 1/2007

bewerb „Sterne des Sports“. Bei der

Siegerehrung in der DZ BANK am

Brandenburger Tor verlieh Bundespräsident

Horst Köhler die Gold-Sterne.

Den „Großen Stern“ in Gold erhielt

ein Berliner Basketball-Verein, die

„Weddinger Wiesel“.

Die Bopparder und Bad Kreuznacher

durften sich über eine Anerkennungsurkunde

und 1.000 Euro Prämie freuen.

Insgesamt 15 Kandidaten hatten

Delbrück. Erfolgreicher Start ins Jubiläumsjahr: Mit einem Empfang auf der

Deele des Gründerhofes Born hat die Volksbank Westerloh-Westerwiehe an

ihre Geburtsstunde erinnert. Auf den Tag genau 100 Jahre zuvor hatten Bürger

an gleicher Stelle den „Westerloher Spar- und Darlehnskassenverein“ aus der

Taufe gehoben. Mit der Präsentation historischer Bilder und Dokumente ließen

die beiden hauptamtlichen Vorstandsmitglieder Rudolf Hagenbrock (Vorsitzender)

und Alfons Hesse die 100-jährige Bankgeschichte Revue passieren. Mitarbeiter

der Bank – einheitlich gekleidet in hellblauen Blusen und „Diensthemden“

mit aufgesticktem Jubiläumslogo – sorgten für das leibliche Wohl der

Gäste. Aus den 46 Gründungsmitgliedern sind heute 2.900 genossenschaftliche

Bankteilhaber geworden. Um ihr finanzielles Wohl und das aller anderen Kunden

kümmern sich aktuell 40 Mitarbeiter an vier Standorten. Die Bilanzsumme

der Volksbank Westerloh-Westerwiehe beträgt rund 105 Millionen Euro. Im

Jubiläumsjahr präsentiert sich die Bank ihren Mitgliedern und Kunden auf vielfache

Art und Weise. Höhepunkte im Aktionsjahr sind die Aufführung eines

Kinder-Musicals, eine festliche Generalversammlung und ein Lebend-Kicker-

Turnier für alle Vereine und sonstigen Gemeinschaften aus dem Geschäftsgebiet

der Bank.

sich als Gewinner eines „Großen

Sterns des Sports“ in Silber für die

Endrunde qualifiziert und mussten

sich einer Jury stellen, in der unter

anderem der Präsident des Deutschen

Olympischen Sportbundes, Dr. Thomas

Bach, vertreten war.

Die „Sterne des Sports“ sind ein

wesentlicher Bestandteil der Kampagne

„Sport tut Deutschland gut.“ des

DOSB, für die Bundespräsident Horst

Köhler die Schirmherrschaft übernommen

hat. Fast 200 Volksbanken

und Raiffeisenbanken aus dem gesamten

Bundesgebiet hatten sich in 2006

an der gemeinsamen Aktion mit den

Sportverbänden beteiligt. Schätzungsweise

2.000 Vereine hatten ihre Projekte

eingesandt. Die ersten beiden

Bundessieger waren der Budo-Club

Mülheim (2004) und der TSV Hochdahl

(2005).

Auch 2007 sollen die „Sterne des

Sports“ in Rheinland und Westfalen

zum Leuchten gebracht werden. Informationen

zum aktuellen Wettbewerb

gibt es bei Helmut Durek (RWGV),

0221 2014-222, helmut.durek@rwgv.de.

Julia Böing, RWGV-Pressebüro Süd

Hinter dem Deelenportal begann der

Westerloher Spar- und Darlehnskassenverein.

Foto: Rainer Stephan


Volksbank investiert in Bottrop

Bottrop. Die Volksbank Kirchhellen eG Bottrop modernisiert

ihre Geschäftsstelle an der Kirchhellener Straße für

rund eine Million Euro. Die Umbauarbeiten werden voraussichtlich

bis Anfang Mai dauern. „Wir erfüllen mit der

Umbauten abgeschlossen

Moderner Neubau in Kreuztal

Keuztal. Der Altbau ist gewichen, die Volksbank Siegerland

gab den Startschuss für ein modernes Stadtbild prägendes

Gebäude in Kreuztal. Bürgermeister Rudolf Biermann,

Stadtbaurat Eberhard Vogel, Aufsichtsratsvorsitzender

Jochen Billich, die Vorstände Norbert Kaufmann und

Jens Brinkmann sowie Architekt Karl-Heinz Rothenpieler

setzten zusammen den ersten Spatenstich. Der Neubau

soll bis Oktober 2007 fertig gestellt sein. Die neue Bank

weist deutlich mehr Beratungsraum auf als bisher. Besonderen

Wert legte der Vorstand bei der Planung auf Nachhaltigkeit

und Umweltschutz im täglichen Betrieb des

Gebäudes. So ist eine Dachbegrünung für das Flachdach

vorgesehen, und die Wärme- und Kühlenergie für das Gebäude

wird in neun Bohrlöchern aus hundert Metern Tiefe

mit Erdwärme erzeugt. Auch bei den Bau- und Büromaterialien

kamen umweltfreundliche und umweltverträgliche

Mittel zum Einsatz.

Neue Hauptstelle in Rees

Rees. Ganz anders als gewohnt erleben die Reeser Kunden

jetzt die Hauptstelle ihrer Volksbank. Das Genossenschaftsinstitut

hatte an der Dellstraße insbesondere den Schalterund

Automatenbereich erneuert. Ein wichtiges Ziel hat die

Rhaunen. Hell, freundlich und offen –

so präsentieren sich die Räume der

Rhauner Geschäftsstelle der Volksbank

Hunsrück nach dem Umbau.

Das Ende der Arbeiten beging die

Bank mit einer kleinen Feierstunde,

bei der Vorstandssprecher Otto Mayer

die modernisierte Geschäftsstelle offiziell

einweihte. Rund zweieinhalb

Monate hatten Handwerker und

Techniker bei laufendem Geschäftsbe-

BANKEN

Umgestaltung die Wünsche aus Mitgliedschaft und Kundengesprächen.

Beratungsfreundliche Umgebung und moderner

Service sind die Ziele unserer Investition“, so der Vorstand

gegenüber der heimischen Presse.

trieb die Geschäftsstelle renoviert.

Otto Mayer erläuterte, dass mit dem

Umbau in Rhaunen und auch in Kleinich

ein Teil des Verschmelzungsvertrages

erfüllt wurde.

Prokurist Werner Heich dankte den

Mitarbeitern und Kunden für das Verständnis

während den Umbaumaßnahmen

und lobte die Planer und

Handwerker für die zügige und kompetente

Arbeit.

Innenarchitekt Henk Eisenmenger (l.) übereichte Prokurist Werner Heich

symbolisch den Schlüssel zu den Räumen.

Vorstand Jens Brinkmann, Aufsichtsratsvorsitzender Jochen

Billich, Vorstandssprecher Norbert Kaufmann, Bürgermeister

Rudolf Biermann, Stadtbaurat Eberhard Vogel und Architekt

Karl-Heinz Rothenpieler auf dem Ziegeleifeld in Kreuztal (v.l.).

Volksbank Emmerich-Rees damit auf jeden Fall erreicht:

„Wir wollen, dass alle Mitarbeiter sichtbar und sofort

ansprechbar sind. Mit dem Umbau sind wir näher an unsere

Kunden gerückt“, hieß es in den örtlichen Medien.

GB 1/2007

27


BANKEN

Jecke Genossen

Eschweiler. Wenn die Eschweiler Scharwache feiern,

dann richtig – und erst recht, wenn gleich mehrere Ereignisse

zusammentreffen: Nicht nur, dass die älteste Karnevalsgesellschaft

in Eschweiler ihr 125-jähriges Bestehen

feierte. In dieser Session knüpften Prinz Christoph I. und

sein Zeremonienmeister Robbi ein besonders enges Band

zur Raiffeisen-Bank Eschweiler: Ausgestattet mit Zepter

sowie Federn und in Strumpf- und Pumphose, unterschrieben

Prinz Christoph I. und Zeremonienmeister

Robbi beim Prinzenempfang in der Bank die Mitgliedserklärung

der Genossenschaft und machten die mittlerweile

5.800 Mitglieder starke Raiffeisen-Bank um zwei

Mitglieder reicher. Die jecken Genossenschaftler erhielten

– wie soll es anders sein – die entsprechend karnevalistischen

Mitgliedsnummern: 11.211 und 11.212. Vorstandssprecher

Johannes Gastreich begrüßte den Zuwachs

mit einem „Drejmol van Häzze Eischwiele Alaaf!“.

Dreigestirn besucht VR Bank

Asiatische Banker in Elsen

Elsen. Die internationale WINCOR

WORLD 2007 in Paderborn lockte

wiederum Tausende Fachbesucher aus

über 50 Ländern an. Was lag näher,

als die Produkte des Paderborner

Weltunternehmens in einer zukunftsorientierten

Bank im betrieblichen

Einsatz anzuschauen und Erfahrungen

und Visionen zu diskutieren. Auf

Wunsch des Bereiches „Banking Division

Asien“ von WINCOR NIXDORF

besuchten zwei Gruppen aus Taiwan

sowie Kambodscha und Indonesien

unter der Leitung von Direktor Otto

Klenner die Volksbank Elsen-Wewer-

Borchen. Bankchef Paul Regenhardt

erläuterte die neue Bankorganisation

und Ausrichtung der Volksbank.

28 GB 1/2007

Prinz Christoph I. (l.) und Zeremonienmeister Robbi (r.)

traten der Raiffeisen-Bank Eschweiler bei. Vorstandssprecher

Johannes Gastreich freute sich über den jecken

Nachwuchs.

Bergisch-Gladbach. „Normalerweise ist die Oma für die

Enkel da, doch heute ist es umgekehrt“, bedankte sich die

Vertreterin des Vereins „Bürger für uns Pänz“ bei seiner

Tollität Martin II. Der Bergisch-Gladbacher Prinz hatte

beim Besuch des Dreigestirns in der VR Bank Bergisch

Gladbach-Overath-Rösrath seiner „karnevalistischen

Oma“ einen dicken Scheck mitgebracht. Der Erlös

stammt aus dem Verkauf von Kölschgläsern, die von der

VR Bank eigens für diesen Zweck zur Verfügung gestellt

worden waren.

Jecke Untertanen seiner Tollität: die Bankvorstände Al Capone

alias Franz Hardy, der karnevalistische Außenminister Dr. Eric

Tjarks und Edelcowboy Lothar Uedelhoven.

Zwei Gruppen aus Taiwan sowie Kambodscha und Indonesien zu Besuch bei

der Volksbank.


Neujahrsgala der Koblenzer

Koblenz. Die Rhein-Mosel Halle war

bis auf den letzten Platz gefüllt, als

Theodor Winkelmann, Vorstandsvorsitzender

der Volksbank Koblenz Mittelrhein,

die Neujahrsgala 2007 eröffnete.

Die Veranstaltung, Danksagung

an die Mitglieder und Kunden, bot

ein hochkarätiges künstlerisches Programm:

Unter der Moderation von

Joachim Kraus, der selbst auch als

Tenor auf der Bühne stand, ließen

sich die Zuhörer in die Welt der Oper

und Operette entführen. Das mit

Musikern aus zwölf Ländern besetzte

Orchester der Nationen, dirigiert von

Bernhard Fabuljan, eröffnete die

Gala und begleitete die Solisten

sowie das Vokalensemble Rhein-Ahr.

Violinist René Kubelik, Mezzo-Sopranistin

Anette Yasmin Glaser und Bartiton

Joachim Goltz begeisterten die

Zuhörer.

12.000 Euro für DRK-Nachwuchs

Kinder und Jugendliche formierten das Rote Kreuz auf dem Parkplatz der

Volksbank Siegerland.

Die Volksbank Koblenz Mittelrhein empfing einige hundert Gäste zur

Neujahrsgala.

BANKEN

Siegen. Mit 12.000 Euro unterstützt

die Volksbank Siegerland im Kreisgebiet

den Nachwuchs des Deutschen

Roten Kreuzes. Das Geld wurde für

den Kauf moderner Einsatzjacken in

unterschiedlichen Größen verwendet.

Die neuen Jacken sind speziell

für den Gebrauch für Jungrotkreuzer

entwickelt: Fluoreszierende Signalstreifen,

strapazierfähiges Material

sowie eine Vielzahl von Taschen und

Fächern helfen den Jungrotkreuzlern

(JRK) bei ihren Einsätzen. „Die Volksbank“,

so Vorstandssprecher Norbert

Kaufmann, „unterstützt die vorbildliche

Jugendarbeit des DRK. Darüber

hinaus ist es wichtig, dass das ehrenamtliche

Engagement der Jugendlichen

so professionell wie möglich

gestaltet wird.“ Paul Breuer, Landrat

und Vorsitzender des DRK-Kreisverbandes

Siegen-Wittgenstein, bedankte

sich herzlich für diese Unterstützung

und betonte, dass das Volksbank-Engagement

positiv zur Motivation

innerhalb der Jugendgruppen

führe.

GB 1/2007

29


BANKEN

Foto: Joachim Busch

Fit für die Ausbildung

Morbach. Herzklopfen, Lampenfieber und feuchte Hände –

ein Bewerbungsgespräch steht bevor. Völlig kalt lässt es keinen,

wenn es um den gewünschten Ausbildungsplatz geht.

Und weil die eigene Bewerbung sicherlich nicht die einzige

ist, die auf dem Tisch des Unternehmens landet, ist die

gelungene Selbstdarstellung ein Muss. Damit der Start in

die Ausbildung erfolgreich wird, veranstaltete die VR-Bank

Hunsrück-Mosel während einer Bankbesichtigung im Rah-

Gewinnsparer zogen das große Los

Münster. Gas geben und losfahren –

das wollten sie am liebsten alle sofort.

55 Gewinnsparer landeten bei der „

Dankeschön-Zusatzziehung“ 2006 des

Gewinnsparvereins e.V., Köln, den

Haupttreffer: einen nagelneuen Ford

Szenegrößen mit eigenen Songs

Geldern. Zwölf Top-Musikbands aus der Region trafen sich

jetzt am Niederrhein und rockten in Geldern, was die eigenen

Ideen hergaben. Hauptsponsor der „Best of Rock

Times 06“ war die Volksbank an der Niers. „Die Szene, die

sich mit eigenem Songmaterial nach draußen wagt, ist so

groß wie seit 25 Jahren nicht mehr“, begründete die Bank

ihr Engagement.

30 GB 1/2007

S-MAX. Freudestrahlend fuhren die

Glückspilze bei der offiziellen Autoübergabe

ihre metallicblauen Flitzer

vom Hof des Autohauses Fischer. Gerd

Kraus und Elke Polzenhagen vom

Gewinnsparverein gratulierten den

men des Projekts „KLASSE!“ des Trierischen Volksfreunds

ein Bewerbungstraining. Eingeladen waren die Schülerinnen

und Schüler der neunten Klasse der Regionalen Schule

Thalfang. Kathrin Bäumler von der VR-Bank gab den jungen

Leuten Tipps und Ratschläge für die Bewerbungsmappe

und das Vorstellungsgespräch. Lernen am Negativ-Beispiel:

In einem Rollenspiel zeigten zwei Bankmitarbeiter, wie das

Gespräch möglichst nicht verlaufen sollte.

Metallicblau ist der Flitzer,

den Elisabeth Wawrzyniak

(2.v.l.) aus Selm gewonnen

hat. Ihr und Ehemann Heinrich

(Mitte) gratulierten Elke

Polzenhagen vom Gewinnsparverein

(r.) sowie Marketingleiter

Carsten Kruczynski

(2.v.r.) und Vorstandssekretärin

Beate Löchter (l.) von der

Volksbank Selm-Bork.

Gewinnerinnen und Gewinnern.

Anschließend überreichten sie den

neuen Besitzern die Wa-genschlüssel

und Fahrzeugpapiere. Für alle Beteiligten

stand fest: Auch 2007 werden sie

wieder ihr Glück versuchen.

Schwalmtals Size-Club in „The Dome“

Niederkrüchten. Für 50 junge Kunden der Volksbank

Schwalmtal war dieser Abend supercool: Sie besuchten

„The Dome“ in Düsseldorf und damit eine absolut angesagte

Fernsehmusiksendung für die Fans von nationalen

und internationalen Pop-Charts. Mit 9.000 anderen

Zuschauern ließen sich die Size-Club-Mitglieder von Bushido,

Monrose & Co. begeistern.


Foto: Stefan Legge

Hausmessen und Infotage

Münster/Forsbach. Die Hausmessen des DG VERLAGES

und die Infotage der geno kom Werbeagentur waren auch

in diesem Jahr wieder Publikumsmagnete. Mehrere hundert

Besucher verschafften sich bei den Präsentationen des

DG VERLAGES in Münster und Forsbach einen Überblick

über die breite Produktpalette des Dienstleisters. So präsentierte

Christine Verlemann (im Bild), verantwortlich

für die Ausstellung des DG VERLAGES, vom Schlüsselanhänger

bis zur Reisetasche allerlei Nützliches. Mitte Januar

fanden in den Räumen der geno kom Werbeagentur in

Münster gleichzeitig die Infotage statt. Das Thema in diesem

Jahr: aktive Vertriebsunterstützung. Vom neuen

Angebot „Kunden werben Kunden“ über aktuelle Vortrags-

und Referentenangebote bis hin zu klassischen oder

innovativen Verkaufsförderungskonzepten – erstmals

auch unter Nutzung der Bluetooth-Technologie – stellten

die Beraterinnen und Berater der Agentur den Besuchern

Christine Verlemann vom DG VERLAG präsentierte vom

Schlüsselanhänger bis zur Reisetasche allerlei Nützliches.

Neues Kinderprogramm für Banken

Münster/Wiesbaden. Die Marken

„MIKE“ und „MARC&PENNY“ stehen

für die zwei erfolgreichsten Kinderprogramme

der Volksbanken und

Raiffeisenbanken, die seit mehr als 30

Jahren von fast allen Banken eingesetzt

werden. Aus zwei mach eins: In

Abstimmung mit den genossenschaftlichen

Regionalverbänden sowie dem

BVR haben die geno kom Werbeagentur

und der DG VERLAG nun mit VR-

PRIMAX ein neues Kinderprogramm

konzipiert. Ein wesentliches Element

des Kinderprogramms ist das Magazin

VR-PRIMAX, in dem die beliebten

Comic-Figuren Mike und Tina, Marc

und Penny „weiterleben“ werden. Ziel

von VR-PRIMAX ist es, die Basis für

die weiterführenden

Programme VR-

GO und VR-FUTU-

RE zu schaffen und

damit den Banken

eine wesentliche

Chance zu eröffnen,

junge Kunden

BANKEN

ihre Ideen vor. Zahlreiche Vorstände, Vertriebs- und Marketingleiter

ließen sich von den Werbern inspirieren. Im

Mittelpunkt des Interesses stand das Bankenschwerpunktthema

2007 „VR-FinanzPlan“. So konnten sich die Banker

von den Machern des VerbändePortals „Geno-Vertriebswettbewerb“

direkt Tipps und Hinweise geben lassen.

Damit bei aller Information über die Funktionsweise der

Marketinginstrumente zum VR-FinanzPlan die Unterhaltung

nicht zu kurz kam, war in der Agentur ein Kart-Simulator

aufgebaut. In Anlehnung an das nationale Kampagnenmotiv

„KARTBAHN“ konnten die Besucher der Hausmesse

über einen virtuellen Nürburgring düsen. Die drei

schnellsten Piloten – aus den Volksbanken Marl-Recklinghausen,

Nordmünsterland und Ahlen-Sassenberg-Warendorf

– gewannen neben Siegerpokalen satte Rabatte beim

Anmieten des Kart-Simulators für Themen-Veranstaltungen

in ihrer Bank.

geno kom-Projektmanager Philipp Hüwe präsentierte die

neue Bluetooth-Werbetechnik.

frühzeitig an die genossenschaftliche

Bankengruppe zu binden.

Weitere Informationen bei Mirjam

Boshoven (RWGV), 0221 2014-233,

mirjam.boshoven@rwgv.de.

GB 1/2007

31


BANKEN

Foto: Karl E. Rinas

Zehn Jahre Fahrradkurier

Andreas Preuß und Stefan Stark, Betriebsbereich Volksbank

Siegerland, beim Einladen der Post.

Siegen. Vor zehn Jahren engagierte die Volksbank Siegerland

den Fahrradkurier Andreas Preuß, um die Post von

der Hauptpoststelle in die Hauptgeschäftsstelle der Bank

zu transportieren und erregte damit auch überörtlich

Medieninteresse. Damals war sie die erste Bank in Siegen

Hobbykicker in Spiellaune

Sprockhövel. Alle Achtung: Das Team der Volksbank

Sprockhövel sorgte beim 6. traditionellen Hallenfußballturnier

in Sprockhövel für Furore. Unter den 15 teilnehmenden

Mannschaften aus ganze Westfalen, darunter auch eine

Vertretung der lokalen Sparkasse, präsentierten sich die

gastgebenden Banker in hervorragender Spiellaune und

landeten in der Endabrechnung auf dem 1. Platz.

Etwas Glück hatten die sieggewohnten Volksbanksportler

im Endspiel, das im Elfmeterschießen mit vier zu zwei

Toren gegen die Dortmunder Volksbank gewonnen wurde.

Bei der Abschlussparty im Foyer der Halle wurden die

Ergebnisse bei bester Stimmung gefeiert. Auf die Plätze drei

und vier kamen die Volksbank Dortmund-Nordwest und

die Vertretung aus Lippstadt, auf Platz fünf und sechs folgten

die Volksbanken Schlangen und Gelsenkirchen-Buer.

Hervorgegangen ist dieser sportliche Wettstreit aus dem

ehemaligen RWGV-Fußballturnier, auf das die Kicker nicht

verzichten wollten.

„Komm, zeig, was Du kannst!“

Ibbenbüren. Konzerte von Ludwig van

Beethoven sind ebenso in ihrem vielseitigen

Repertoire enthalten wie

Werke von Igor Strawinski oder des russischen

Ballet-Impressarios Sergej Diaghilew:

Ibbenbüren erlebte zum Ab-

32 GB 1/2007

schluss der Feierlichkeiten anlässlich

des 125-jährigen Bestehens der Volksbank

Tecklenburger Land ein musikalisches

Highlight der besonderen Art.

Das Jugendorchester der Niederlande

mit 85 Musikerinnen und Musikern im

und Umgebung, die die ökologischen wie ökonomischen

Vorteile des Posttransports mit dem Fahrrad in der Innenstadt

erkannte. Heute, zehn Jahre später, hat sich Andreas

Preuß mit seiner Firma „Road Rider“ und neun Mitarbeitern

auf dem Markt etabliert. Die Vorteile des Radkuriers

machten sich in den vergangenen Jahren für Umwelt und

Bank bestens bezahlt, denn heute wie damals benötigt der

Radkurier für den knappen Kilometer bis zur Hauptpost

nur einige Minuten. Mit dem Auto müssten Fahrzeiten je

nach Verkehrsdichte von bis zu 40 Minuten veranschlagt

werden. Ihre Verlässlichkeit, werktäglich bei jedem Wetter

pünktlich und gewissenhaft die Post zuzustellen und

abzuholen, haben die Fahrradkuriere eindrucksvoll bewiesen.

Insgesamt transportierten die „Road Riders“ für die

Volksbank in den letzten Jahren rund 2.500.000 Briefe,

was 10.000 genormten Postkisten oder 50 Tonnen

Gesamtgewicht entspricht. In Zeiten, in denen Emissionswerte

und Klimaerwärmung in aller Munde sind, nutzt die

Volksbank Siegerland bewusst eine umweltfreundliche

Transportdienstleistung.

Über den Siegerpokal für den 1. Platz beim 6. Hallenfußballturnier

der Volksbank Sprockhövel freuten sich die Gastgeber.

Alter von 14 bis 20 Jahren ist das

Jugendnationalteam der klassischen

Musik. Auch in Ibbenbüren brachten

sie mit herausragender jugendlicher

Begeisterung und souveränem Spiel ihr

Repertoire dem Publikum nahe.


BANKEN

Foto: Karin Rocholl

„The winner is...“

Professor Dr. Hellmuth Karasek kommt zur Abschlussfeier des 3. Journalistenpreises

der Genossenschaftsbanken in Rheinland und Westfalen ins GOP-Varieté nach Essen.

Buchautor und Ex-SPIEGEL-Redakteur Professor Dr. Hellmuth

Karasek kommt zur Preisverleihung nach Essen.

Münster/Essen. Ob Tageszeitung, Monatsmagazin, Wochenzeitung,

Radio oder Fernsehen: Bei Journalistinnen und

Journalisten aus Rheinland und Westfalen hat sich der Journalistenpreis

der Volksbanken, Raiffeisenbanken und Sparund

Darlehnskassen schon im dritten Jahr fest etabliert.

„Die Bewertung der Beiträge sind mir diesmal besonders

schwer gefallen: Sie sind zum Teil wirklich von herausragender

Qualität“, zeigte sich Gregor Spohr, Landesvorsitzender

des Deutschen Journalistenverbandes NRW und Mitglied

der Jury, hoch zufrieden. Ein Urteil, dem sich die anderen

Juroren gerne anschlossen. So sparten auch Professor Dr.

Ulrike Röttger vom Institut für Kommunikationswissen-

34 GB 1/2007

schaften (Universität Münster), Jürgen Dörmann von

„Haus Busch“ (Ausbildungszentrum für Journalisten in

Hagen), Dr. Julian Stech, Leiter der Wirtschaftsredaktion

des General-Anzeigers Bonn, Dr. Thorsten Weiland, Pressesprecher

des RWGV, sowie die Bankvorstände Dr. Ullrich

Bittihn (Vorsitzender des Fachausschusses Marketing) und

Horst Schreiber (stellvertretender Vorsitzender des Fachausschusses

Marketing) bei ihrer Beurteilung nicht mit

Lob.

Besonders beeindruckt zeigten sie sich von den Leistungen

der Sieger des Wettbewerbs 2006. Im Einzelnen ausgezeichnet

werden am 22. April im Rahmen der Siegerehrung im

GOP-Varieté in Essen jeweils mit einem Hauptpreis:

Claudia Fischer und Silvia Bose vom WDR-Studio

Bielefeld für ihren Fernsehbeitrag „EinEuroJobs“

Jörg Homering-Elsner von der Münsterländischen

Volkszeitung für seine Serie „Made in Neuenkirchen“

Mathias Irle vom Wirtschaftsmagazin „brand eins“

für seinen Beitrag „Jenseits des Tellerrands“

Hanns-Bruno Kammertöns von der Wochenzeitung

„DIE ZEIT“ für das Dossier „Sag beim Abschied leise

Amen“

Philipp Ostrop von den Ruhr Nachrichten für seinen

Beitrag „Hochmut kommt vor dem Fall“

Die Redaktion der Westfalenpost in Hagen um Chefredakteur

Bodo Zapp für die Serie „Weltklasse in

Südwestfalen“

Die Sonderpreise gehen an:

Nikolaus Nützel vom Bayerischen Rundfunk für seinen

Hörfunkbeitrag „Allein gegen den Strom“

Torsten Strauß und Uta Tschakert für das Wirtschaftmagazin

„initiativ“ (VERLAG Matthias Ess, Koblenz)

Als Ehrengast wird Buchautor („Süßer Vogel Jugend oder

der Abend wirft längere Schatten“, Hoffmann und Campe

2006) und Ex-SPIEGEL-Redakteur Professor Dr. Hellmuth

Karasek zur Preisverleihung im frisch renovierten GOP-

Varieté seine Sicht auf die „Sprache im Wirtschaftsjournalismus“

zum Besten geben. Die Künstlerinnen und Künstler

des GOP werden, wie bereits im vergangenen Jahr, mit

einer spektakulären Sondervorführung für den passenden

Rahmen sorgen.

Wolfgang Koschny


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LANDWIRTSCHAFT

Stimmung so gut wie nie

Optimismus dominierte beim traditionellen Presseabend des Westfälisch-Lippischen

Landwirtschaftsverbandes auf Gut Havichhorst bei Münster.

Münster. Der Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes

(WLV), Franz-Josef Möllers, blickte

anlässlich des traditionellen Presseabends auf Gut Havichhorst

bei Münster positiv in die Zukunft: „Die Perspektiven

für die Landwirtschaft sind durch die deutlich spürbaren,

neuen Knappheiten auf den Agrar- und Energiemärkten

so gut wie lange nicht mehr.“ Nach Jahren des Preisdrucks

hofft die Branche auf eine wirtschaftliche Trendwende

im Jahr 2007. „Die Stimmung ist so gut wie nie,

jetzt muss die wirtschaftliche Entwicklung der guten Stimmung

folgen“, betonte Möllers. Denn auch im Wirtschaftsjahr

2005/2006 war die Gewinnentwicklung bei

den landwirtschaftlichen Haupterwerbsbetrieben in Nordrhein-Westfalen

rückläufig. Insbesondere die Milch erzeugenden

Betriebe stecken in einer Krise.

Dass Möllers trotzdem an ein „neues Zeitalter der Agrarund

Ernährungswirtschaft“ glaubt, begründete er mit

weltweit boomenden Märkten und der steigenden Nachfrage

nach erneuerbaren Energien: „Die anhaltend hohe

Nachfrage nach hochwertigen Lebensmitteln aus Ostasien,

die schlechte Ernte in Australien und die zunehmende

Konkurrenz durch erneuerbare Energien bietet

unseren Bauern endlich die Perspektive für nachhaltig

steigende Erlöse.“ Die Bereitschaft, wieder in den Bau von

Ställen zu investieren, dokumentiere dabei die gewachsene

Zuversicht der Landwirte.

Von der Politik forderte Möllers entschlossene Hilfestellungen,

um Hindernisse im globalisierten Agrarhandel zu

beseitigen. An die Bundesregierung richtete er den Appell,

die EU-Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2007 für

einen konsequenten Vorstoß zum Bürokratieabbau zu

nutzen. Im Mittelpunkt der Verbandsarbeit werde die

36 GB 1/2007

Franz-Josef Möllers

hofft auf wirtschaftliche

Trendwende im Jahr 2007.

Weiterentwicklung der europäischen und deutschen

Milchpolitik stehen. „Die EU-Kommission, die Bundesregierung

und auch der deutsche Bauernverband werden im

Verlauf des Jahres Konzepte vorlegen, wie dem in einer

tiefen Strukturkrise steckenden Milchsektor und den

Milch produzierenden Betrieben geholfen werden kann“,

beschrieb Möllers die zukünftigen Aufgaben. Er sprach

sich zudem deutlich für einen Ausstieg aus der Milchquote

im Jahr 2015 aus. Der WLV sieht sich dem Kampf für

eine höhere Wertschätzung von Lebensmitteln verpflichtet.

„Wir haben 2007 die große Chance, durch die Reform

der Kartellgesetzgebung endlich dem Verramschen von

Lebensmitteln durch den Einzelhandel ein Ende zu

machen. Das laufende Gesetzgebungsverfahren werden

wir mit der gleichen Entschlossenheit begleiten wie den

Kampf gegen den unsäglichen Handel mit verdorbenem

Fleisch“, betonte Möllers.

Folgende Sparbücher sind

verloren gegangen:

Sparkonto Nr. 200894413

lautend auf den Namen Andreas Forschbach,

Fischenicher Straße 25, 50354 Hürth, ausgestellt

von der Raiffeisenbank Fischenich-Kendenich eG,

Postfach 61 21, 50341 Hürth-Fischenich

Sparkonto Nr.2104088433

lautend auf den Namen Georg Dohmen, Renneperstraße

47, 41366 Schwalmtal, ausgestellt von

der Volksbank Schwalmtal eG, Postfach 21 44,

41370 Niederkrüchten

Sparkonto Nr. 2107692455

lautend auf den Namen Anna Friesen,

Ungerath 319, 41366 Schwalmtal, ausgestellt von

der Volksbank Schwalmtal eG, Postfach 21 44,

41370 Niederkrüchten

Sparkonto Nr. 3005874415

lautend auf den Namen Rainer Orlowski,

Hedwigstraße 14, 52525 Heinsberg, ausgestellt

von der Heinsberger Volksbank AG,

Hochstraße 112–114, 52525 Heinsberg

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Foto: Hans-Peter Leimbach

Mit Mut in die Zukunft

Fast 30.000 Landwirte informierten sich bei den Agrar-Unternehmertagen in Münster

über aktuelle Themen, Trends und Produktionstechniken.

Münster. Milchwirtschaft, Stalltechnik,

Zucht, erneuerbare Energien: Die

Auswahl der Themen, über die sich

rund 28.000 Besucher der Agrar-Unternehmertage

in der Halle Münsterland

informieren konnten, war selten so

groß. 284 Aussteller, darunter zahlreiche

Genossenschaften, präsentierten

sich dem landwirtschaftlichen Fachpublikum.

Hans-Jürgen Kleimann,

Vizepräsident des Westfälisch-Lippischen

Landwirtschaftsverbandes

(WLV), freute sich bei der Eröffnung

über eine Aufbruchstimmung in der

Landwirtschaft. „Die Bauern haben

wieder Mut gefasst und kommen mit

konkreten Investitionsvorhaben hierher“,

so Kleimann. Die Agrar-Unternehmertage,

die zum sechsten Mal

stattfanden, böten dabei die ideale

Gelegenheit, sich im Detail über die

neueste Technik und die damit verbundenen

Kosten zu informieren.

Vor allem der Messeschwerpunkt rund

um das Thema Bioenergie entpuppte

sich als Publikumsmagnet. Eines wur-

de dabei deutlich: Der Aufschwung der

erneuerbaren Energien hat nicht nur

den Wettbewerb um Agrarflächen zu

Gunsten der Landbesitzer und Verpächter

entfacht. Längst sind Landwirte

auch als Investoren beispielsweise

bei Biogasanlagen aktiv. Nach Angaben

des WLV setzt bereits ein Viertel aller

wachstumswilligen Bauern auf regenerative

Energien als Betriebszweig – Tendenz

steigend. „Fortschritte in der Produktionstechnik

eröffnen landwirtschaftlichen

Betrieben gute Chancen,

sich als Energiewirt ein zusätzliches

Standbein zu schaffen“, so Reinhard

Döring, WLV-Vorsitzender des Kreisverbandes

Ruhr-Lippe. Eben diese Fortschritte

konnten die Besucher im

Detail an den Messeständen unter die

Lupe nehmen.

Quo vadis Quote?

Unterstützt wurde das Ausstellungsangebot

zudem durch Vorträge und

Diskussionsforen mit hochkarätigen

LANDWIRTSCHAFT

Gästen. Dabei ging es neben der Energieerzeugung

auch um die Milchpolitik

und die Veredelungswirtschaft.

Fällt die Quotenregelung oder bleibt sie

über 2015 hinaus erhalten? Die prominenten

Gäste wie WLV-Präsident

Franz-Josef Möllers oder Professor Dr.

Folkhard Isermeyer von der Bundesforschungsanstalt

für Landwirtschaft

sprachen sich für einen Ausstieg aus

der Quote aus. Sie appellierten an die

Milchbauern, den möglichen Wegfall

der Quote als unternehmerische Chance

zu begreifen. Viele Landwirte wollen

ein Ende der Kontingentierung jedoch

nicht hinnehmen: „Uns steht das Wasser

jetzt schon bis zum Hals“, brachte

ein Landwirt aus der Diskussionsrunde

die prekäre Lage vieler Milchviehbetriebe

auf den Punkt. Sollte der Milchpreis

noch weiter sinken, was bei

einem Ausstieg aus der Quote zumindest

kurzfristig sehr wahrscheinlich ist,

müssten viele der Bauern aufgeben.

Auch wenn vor allem größere Betriebe

den Ausstieg aus der Quote eher befür-

284 Aussteller, darunter

zahlreiche Genossenschaften,

präsentierten

sich dem landwirtschaftlichen

Fachpublikum.

GB 1/2007

>

37


IMPRESSUM

GENOSSENSCHAFTSBLATT

Herausgeber:

Rheinisch-Westfälischer

Genossenschaftsverband e. V. (RWGV)

Mecklenbecker Str. 235–239

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Dr. Thorsten Weiland, Sabine Bömmer,

Wolfgang Koschny (CvD), Stefan Legge

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Titelbild:

Ilja Höpping

für Rheinland und Westfalen

Aus den Regionen:

Pressebüro Süd:

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Pressebüro Rhein-Ruhr:

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östliches Rheinland:

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Druck:

LV Druck im Landwirtschaftsverlag

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Bei verspätetem Erscheinen oder Nichterscheinen

infolge höherer Gewalt entfallen

alle Ansprüche. Für nicht angeforderte

Manuskripte, Bilder und Bücher

wird keine Gewähr übernommen.

Nachdruck von Beiträgen nur mit

Quellenangabe und nur mit Zustimmung

der Redaktion.

Namensartikel geben nicht unbedingt

die Meinung des Herausgebers wieder.

Beilagenhinweis:

Raiffeisen-Informationen 1/2007, Financial

Times Deutschland sowie Bilanzveröffentlichungen.

Nächste Ausgabe:

Redaktions- und Anzeigenschluss

für die nächste Ausgabe ist der

23. März 2007.

>

worten, waren sich die Bauern bei den

Agrar-Unternehmertagen in einem

Punkt einig: „Wir müssen endlich Planungssicherheit

haben“, so der Appell

in Richtung Bundeslandwirtschaftsministerium,

das durch Unterabteilungsleiter

Bernt Farcke vertreten war. Rudolf

Heidhues, Vorstandsvorsitzender der

Humana Milchunion eG, zeigte sich

optimistisch, dass bei den anstehenden

Preisverhandlungen mit dem Lebensmittelhandel

höhere Preise durchgesetzt

werden können. „Wir als Genossenschaft

sind dann der Garant dafür,

dass wir bessere Konditionen direkt an

unsere Mitglieder weitergeben“, sagte

Heidhues, der selbst Milchbauer ist.

Mit anderen Problemen hat die Veredelungswirtschaft

in Nordrhein-Westfalen

zu kämpfen. Während die

Schweinemastkapazitäten in den letzten

Jahren deutlich ausgeweitet wurden,

konnte die Sauenhaltung in der

Region mit dieser Entwicklung nicht

Schritt halten. Etwa 7,5 Millionen oder

30 Prozent der benötigten Ferkel müssen

daher jährlich aus Dänemark, den

Humana und MUH beenden Fusionsgespräche

Everswinkel/Pronsfeld. Die Humana

Milchunion Unternehmensgruppe und

die Milch-Union Hocheifel eG (MUH)

haben ihre Gespräche über eine mögliche

Fusion beendet. „Beide Seiten

haben sich einvernehmlich dazu entschlossen,

die Gespräche zum jetzigen

Zeitpunkt nicht fortzusetzen“, sagte

Albert Große Frie, Vorstandssprecher

der Humana Milchunion eG. „Die

Gespräche sind harmonisch, sehr offen

und auf Augenhöhe geführt worden,

wobei die Selbstständigkeit beider

Unternehmen jederzeit respektiert

wurde“, so der geschäftsführende Vorstand

der MUH, Rainer Sievers. „Leider

ist aus unserer Sicht das Konzept einer

gemeinsamen Zukunft beider Unternehmen

insbesondere den MUH-Landwirten

zum gegenwärtigen Zeitpunkt

offenbar nicht zu vermitteln“, stellte

Sievers fest. Zu weiteren Einzelheiten

haben beide Parteien Stillschweigen

vereinbart.

Unabhängig von dem Ergebnis der

Niederlanden, Ost- oder Süddeutschland

in die hiesigen Mastbetriebe transportiert

werden. Unter dem Thema

„Rahmenbedingungen für den Ausbau

von Ferkelproduktion und Schweinemast

in NRW“ diskutierten WLV-Vizepräsident

Karl-Heinz Schulze zur

Wiesch, Dr. Udo Lackner (AFC Consultans),

Roger Fechler und Peter Spandau

von der Landwirtschaftskammer NRW

sowie Heinz Thier von der BSB-GmbH

über mögliche Wachstumschancen der

Betriebe. Als wesentliche Hindernisse

wurden neben bürokratischen Hürden

dabei vor allem die fehlende Fläche, die

mangelnde Kapitalausstattung und die

zu hohe Arbeitsbelastung ausgemacht.

Man war sich einig, dass die Betriebe

professionelle Hilfe benötigen. Schulze

zur Wiesch stellte in diesem Zusammenhang

ein Gesamtpaket in Aussicht,

bei dem kompetente Berater die Betriebe

bei Vorplanungen, betriebswirtschaftlicher

Kalkulation sowie Baudurchführung

unterstützen sollen.

Stefan Legge

Gespräche mit der Milch-Union Hocheifel

setzt die Humana Milchunion den

Weg der strategischen Restrukturierung

konsequent fort. „Die Umsetzung unseres

Konzeptes zur strategischen Fokussierung

ist in vollem Gange. Das Ziel ist

klar: Verbesserung von Profitabilität

und Milchgeldleistung. Dafür optimieren

wir unsere Marktbearbeitung und

machen das gesamte Geschäftssystem

und die Organisation der Humana effizienter

und schlagkräftiger“, sagte

Albert Große Frie zum zukünftigen

Kurs der Humana. Die Gespräche der

Humana Milchunion mit der Hansa-

Milch Upahl über eine Ausweitung der

bestehenden, engen und erfolgreichen

Zusammenarbeit werden wie geplant

fortgesetzt. Auf Basis der positiven

Erfahrungen in der bisherigen Zusammenarbeit

prüfen beide Unternehmen

eine Ausweitung der gemeinsamen

Aktivitäten. Beide Unternehmen würden

dies aus der Position souveräner

und starker Partner tun.


Foto: Hans-Peter Leimbach

„Schwanzwedeln ist kein Ausdruck von Freude“

Tierpsychologe Martin Rütter (Mitte) wurde begrüßt von Marktleiter Christian

Wiedau (l.) und Geschäftsführer Martin Duesmann-Artmann.

Gescher. „Wer von Ihnen hat keinen

Hund?“ Auf diese Eingangsfrage von

Martin Rütter hoben sich nur sehr

wenige Hände. Die Mehrzahl der rund

200 Seminarteilnehmer, die sich auf

Einladung der Raiffeisen Gescher im

AGRAVIS plant in Russland

Münster. Die AGRAVIS Raiffeisen AG

will ihr Auslandsengagement verstärken.

In der südrussischen Region

Stawropol will das Agrarhandels- und

Dienstleistungsunternehmen zusammen

mit russischen Partnern ein

Kraftfutterwerk aufbauen. Dieses soll

2008 seinen Betrieb aufnehmen und

maximal rund 100.000 Tonnen Mischfutter

sowie in einer zweiten Linie

rund 15.000 Tonnen Premixe und

Mineralfutter produzieren. Um die

Eckpunkte für dieses Engagement zu

www.agrizert.de neu

Landgasthaus Capellen versammelt

hatten, waren stolze Hundebesitzer.

Sie waren gekommen, um den Vortrag

des bekannten Tierpsychologen

(WDR-Sendung „Eine Couch für alle

Felle“) zum Thema „Körpersprache

besprechen, war vor kurzem der russische

Landwirtschaftsminister Alexey

Gordeev in der münsterschen AGRA-

VIS-Zentrale zu Gast. Begleitet von

einer hochkarätigen russischen Delegation,

machte sich der Minister vor

Ort ein Bild von der Leistungsfähigkeit

der Hauptgenossenschaft. „Der

Handel mit und das Geschäft in Osteuropa

gewinnt für uns an Bedeutung“,

begründete AGRAVIS-Vorstandsmitglied

Nikolaus von Veltheim

das Engagement im Süden Russlands.

Das Zertifizierungsunternehmen „Agrizert – Gesellschaft zur Qualitätsförderung

in der Agrarwirtschaft mbH“ des RWGV hat seinen Webauftritt modernisiert.

So wurden die Unternehmensbereiche (Zertifizierungen, Schulung, QM-

Förderung) noch klarer herausgearbeitet und der Dialog mit dem User verstärkt.

Informationen zu Ansprechpartnern, News und Leistungen sind künftig

mit wenigen Klicks erreichbar (www.agrizert.de).

LANDWIRTSCHAFT

und Kommunikation des Hundes“ zu

hören und die Möglichkeit zu nutzen,

Fragen zu stellen. Dickstes Problem

zwischen Mensch und Hund: „Drei

von zehn Hundehaltern haben

Schwierigkeiten, weil sie sich für die

falsche Rasse entschieden haben“,

führte Rütter aus. Ein verspielter Hund

und ein ordnungsliebendes Herrchen –

das kann nur schief gehen. Deshalb

sollte man sich vor dem Kauf über die

jeweiligen Rassemerkmale informieren,

so seine Forderung.

An zahlreichen anschaulichen Beispielen

machte Rütter den Zuhörern in seinem

humorvollen Vortrag deutlich,

wie sie im Alltag ihren Hund besser

verstehen. Weit verbreiteter Irrtum:

„Schwanzwedeln ist kein Ausdruck

von Freude, sondern ein Erregungszustand.“

Der größte Fehler, den Menschen

machen können, sei, ihren

Hund zu vermenschlichen. „Als Hundehalter

müssen wir wach sein und

schauen, was passiert“, betonte der

Tier-Psychologe.

Raiffeisen-Fusion

im Ruhrgebiet

Bochum/Essen. Die Raiffeisen-Fusion

ist perfekt: Alle anwesenden

stimmberechtigten Mitglieder der

Raiffeisen Ruhrgebiet mit Sitz in

Bochum sprachen sich auf ihrer

außerordentlichen Generalversammlung

in Hattingen in offener Abstimmung

für die Verschmelzung mit der

Raiffeisen-Markt Meisenburg mit Sitz

in Essen aus. Zuvor hatten sich die

Genossenschaftler in Meisenburg

ebenfalls einstimmig für den Zusammenschluss

ausgesprochen. Das neue

Gesamtunternehmen firmiert als

„Raiffeisen Ruhrgebiet eG” mit Sitz

in Bochum. Es hat einen Gesamtumsatz

von 9,3 Millionen Euro und

zählt 294 Mitglieder sowie 34 Beschäftigte

und zwei Auszubildende.

Alle Mitarbeiter werden im Rahmen

der Gesamtrechtsnachfolge übernommen.

Die Fusion tritt zum 1. Juli

2007 in Kraft.

GB 1/2007

39


LANDWIRTSCHAFT

Fotos: Rainer Stephan

„Vater der Drillinge“

Sven Hübschmann – ein Kartoffelproduzent setzt auf Ideen und Qualität.

Früchte harter Arbeit: beim Sortieren setzt Hübschmann auf High Tech:

Eine nach seinen Vorgaben konzipierte Maschine filmt die Kartoffeln mit vier

Kameras – rund 2,5 Tonnen in einer Stunde. Nur für die optisch beste Ware ist

anschließend der Weg frei zum Verpackungsband.

40 GB 1/2007

Lippetal. Wenn Daniel Fritsche die

Zutaten für einen zünftigen Grillabend

besorgt, dann führt ihn der Weg auch

zum Bio-Regal im Supermarkt. Dort

findet der Dortmunder seine bevorzugte

Beilage zu Würstchen und Koteletts:

die „Drillinge“, kleine Kartoffeln aus

ökologischem Anbau, portioniert in

einer 650-g-Schale. Fritsche, selbstständiger

Grafikdesigner, schwört auf den

Geschmack der „Drillinge“: „In Wasser

gekocht und dann in der Butterpfanne

kross gebraten“, sagt er, „sind sie ein

Genuss. Dafür lass’ ich Fladenbrot,

Baguette oder Ciabatta als Beilage links

liegen.“

Dass Daniel Fritsche Bio-Kartoffeln auf

diese Weise genießen kann, verdankt

er Sven Hübschmann. Der innovationsfreudige

Landwirt aus dem dänischen

Abendrade (Provinz Tondern)

unweit der deutschen Grenze ist der

geistige „Vater der Drillinge“. Hübschmann,

der wohl größte Anbauer von

Bio-Kartoffeln in Dänemark (Jahresproduktion

2006: 3.000 Tonnen),

bedauerte immer wieder, dass sich für

seine kleinen und kleinsten Kartoffeln

im Handel kein Abnehmer fand. Eines

Tages dann die Lösung. Hübschmann

nahm etwa gleich große und wohlgeformte

Minikartoffeln, fügte eine eigene

Kräutermischung hinzu und stellte

beides in einer attraktiven Verpackung

zusammen: die Geburtsstunde der

„Drillinge“.

„Drillinge“ haben sich zum

Renner entwickelt

Von Dänemark aus traten sie ihren Siegeszug

in die Regale der großen deutschen

Lebensmittelketten an. Bei der

Vermarktung erhielt Sven Hübschmann

professionelle Unterstützung:

Die Marktgenossenschaft der

Naturland-Bauern mit Sitz in Lippetal

(Kreis Soest/Westfalen) half dabei, Einkäufer

von der Qualität und den

Absatzchancen des Produkts zu über-

>


zeugen. Mittlerweile haben sich die „Drillinge“ zu einem

regelrechten Renner entwickelt. Kaum ein Lebensmittelhändler,

der die Bio-Kartoffeln in der 650-Gramm-Packung

nicht gelistet hätte. Hübschmann allein kann den Appetit

der Verbraucher auf die Mini-Kartoffeln nicht mehr stillen.

Auch Berufskollegen aus Deutschland, Österreich und den

Niederlanden haben inzwischen die Produktion aufgenommen

und beliefern die Lippetaler mit der gefragten

Ware. Als langjähriger Beobachter des Verbraucherverhaltens

kennt Hübschmann deren Anforderungen an die

Erzeuger. „Die ‚Drillinge’“, sagt er, „sind ein Produkt, das

mit den Augen gekauft wird.“ Neben der Qualität müsse

auch die Optik stimmen. Persönlich wachen er und seine

Frau deswegen im Betrieb über den gesamten Produktionsablauf.

Schon bei der Rodung wird Wert auf eine pflegliche

Behandlung der Ackerfrüchte gelegt: Mit Gummi gepolsterte

Bänder an den Erntemaschinen sorgen für eine größtmögliche

Schonung. Später beim Sortieren setzt Hübschmann

auf High Tech: Eine nach seinen Vorgaben konzipierte

Maschine filmt die Kartoffeln mit vier Kameras –

rund 2,5 Tonnen in einer Stunde. Nur für die optisch beste

Ware ist anschließend der Weg frei zum Verpackungsband.

Für Sven Hübschmann ist die Arbeit auf seinem

Bio-Kartoffelhof ein Fulltime-Job. Zwischen zehn und

zwölf Stunden verbringt er täglich auf dem Feld, im Lager

oder in der Abfüllstation. Bis zu fünf Mitarbeiter helfen

ihm in der Saison bei der Arbeit. Auch die Ehefrau und

die ältesten der acht Kinder packen fleißig mit an.

EGRO und OGEB fusionieren mit Landgard

Neuss. Die Bielefelder Obst- und Gemüsebaugenossenschaft

(OGEB) und der Erzeuger-Großmarkt Gartenbau Osnabrück

(EGRO) haben mit der Landgard eG fusioniert. Die Produkte

der beiden Gartenbaubetriebe werden somit seit diesem Jahr

durch die Landgard Blumen & Pflanzen GmbH (Straelen)

beziehungsweise die Landgard Obst & Gemüse GmbH & Co.

KG (Bornheim) vermarktet. Beide Standorte bleiben erhalten

und werden zu Filialen von Landgard. Der Verkauf von

Blumen und Pflanzen im Großmarkt in Osnabrück wird in

Form eines Cash- & Carry-Marktes weitergeführt. Für beide

Fusionspartner ergeben sich durch das Zusammengehen mit

Landgard größere und sichere Absatzmöglichkeiten und

durch Vereinheitlichung des Warenwirtschaftssystems und

eine zentrale Abwicklung von Verwaltungsaufgaben eine

günstigere Kostenentwicklung. Hintergrund der Konzentrationsprozesse

im Gartenbau ist einerseits, dass Landgard

dem Fachhandel durch das große Angebot seiner Lieferanten

in den Cash- & Carry-Märkten eine wesentliche Einkaufsalternative

bieten will. Andererseits reagieren die

Genossenschaften damit auf die Konzentration auf der Seite

der Kunden, also beim organisierten Handel, dem Lebensmitteleinzelhandel

und den Baumärkten. Sie brauchen

große Anbieter als Handelspartner, die ihnen über das ganze

Nach seinem Erfolg mit den „Drillingen“ hat Sven

Hübschmann bereits das nächste Projekt vor Augen.

Arbeitstitel: „Bio-Kartoffeln“ für die Mikrowelle. Was sich

dahinter verbirgt, wird nicht verraten. Nur soviel: Es geht

um noch mehr Komfort für den Verbraucher …

Rainer Stephan,

RWGV-Pressebüro Ostwestfalen-Hellweg

LANDWIRTSCHAFT

Franz Westhues (l.), Geschäftsführer Marktgenossenschaft

der Naturland-Bauern, mit seinem dänischen

Hauptlieferant Sven Hübschmann.

Jahr hinweg die gewünschten Mengen an Blumen und

Pflanzen beziehungsweise Obst und Gemüse in hoher Qualität

liefern können.

Beim Erzeuger-Großmarkt Gartenbau eG Osnabrück waren

124 Erzeugerbetriebe aus dem Raum Osnabrück organisiert,

die Topfpflanzen, Schnittblumen und Gemüse anbauen. Die

EGRO betrieb in Osnabrück einen Abholmarkt für Topfpflanzen,

Schnittblumen, Stauden, Gemüse sowie Gärtnerund

Floristenbedarf. Das Unternehmen erwirtschaftete

zuletzt einen Jahresumsatz von 17,4 Millionen Euro. Alle 50

Mitarbeiter der EGRO werden nun von der Genossenschaft

Landgard übernommen.

In der Bielefelder Obst- und Gemüsebaugenossenschaft eG

waren 49 Erzeugerbetriebe in Ostwestfalen und Lippe

zusammengeschlossen, die auf 500 Hektar Fläche eine Jahresproduktion

von 15.000 Tonnen Obst und Gemüse anbauen.

Die OGEB erwirtschaftete zuletzt einen Jahresumsatz

von 6,5 Millionen Euro. Alle sieben Mitarbeiter der OGEB

arbeiten künftig für Landgard.

Landgard erwirtschaftete 2006 insgesamt einen Jahresumsatz

von rund 1,15 Milliarden Euro. Durch die Fusionen mit

EGRO und OGEB wird der Gesamtumsatz von Landgard um

weitere 23 Millionen Euro steigen.

GB 1/2007

41


LANDWIRTSCHAFT

Fotos: Martin Gausmann

„Eine kalte Nacht hätte gereicht“

Die Winzergenossenschaften des RWGV warteten vergeblich auf den Frost.

Rudolf Mies, Vorstandsvorsitzender der Winzergenossenschaft Mayschoss-Altenahr,

und Kellermeisterin Astrid Rickert legten selbst Hand an.

Mayschoss-Altenahr/Bernkastel-Kues.

Eiswein ist eine edelsüße Rarität.

Nicht nur, weil vergleichsweise kleine

Flächen für diesen Tropfen reserviert

bleiben. Er kann auch nicht in jedem

Jahr geerntet werden, wie die Winzer

an Mosel und Ahr in diesem Jahr leidvoll

erfahren mussten. „Wir brauchen

nun mal stabilen Frost“, so Rudolf

Mies, Vorstandsvorsitzender der WinzergenossenschaftMayschoss-Altenahr.

„Im Notfall reicht uns eine Nacht

mit acht bis neun Stunden unter

zehn Grad Celsius, da für einen Eiswein

das Wasser in den Trauben vollständig

gefrieren muss.“ In der Hoffnung

auf eine derart kalte Nacht hatten

die Winzergenossen einen Hektar

Weinberg bei der Lese ausgelassen

und damit auf etwa 10.000 Liter besten

Riesling verzichtet. Ein enormes

Risiko, denn bei der Eisweinproduktion

können die Winzer höchstens mit

einem Viertel dieser Menge rechnen.

„Mit 20 fleißigen Helfern haben wir

dann in der Nacht zum 27. Dezember

alles versucht“, berichtet Mies. Aber

das Thermometer fiel lediglich bis auf

minus fünf Grad.

42 GB 1/2007

Zu wenig für einen Eiswein. Die Winzer

hatten jedoch Glück im Unglück,

denn die Trauben waren gesund und

konnten zu etwa 2.000 Liter Riesling-

Auslese verarbeitet werden. Um noch

eine Minimalchance auf den Eiswein

zu wahren, ließ man einige Quadratmeter

unberührt. Der Sturm Kyrill

fegte jedoch die Trauben und damit

die letzte Hoffnung hinweg.

„Wir gehen alljährlich ein Pokerspiel

ein. Diesmal hat es sich leider nicht

ausgezahlt“, nimmt Mies es sportlich.

Da es auch im letzten Jahr mit dem

Eiswein nicht geklappt hat, muss auf

die Bestände der Vorjahre zurückgegriffen

werden.

Viele Winzer in Deutschland gehen

das Risiko der Eiswein-Produktion

schon gar nicht mehr ein. „In Rheinland-Pfalz

ließen sich die Weinberge,

die 2006 für Eiswein reserviert wurden,

an zwei Händen abzählen“, so

Ernst Büscher vom deutschen Weininstitut

in Mainz. Auch die Moselland

eG hat im vergangenen Jahr auf die

Eiswein-Lese verzichtet. Die feuchte

Witterung im August hätte sich

bereits negativ auf den Gesundheitszustand

der Trauben ausgewirkt, eine

Eisweinproduktion erschien daher

nicht vielversprechend.

Rudolf Mies von der Winzergenossenschaft

Mayschoss-Altenahr hofft aber

schon jetzt aufs nächste Jahr: „Es

wäre zu schade, wenn wir ein weiteres

Jahr auf diesen edlen Tropfen verzichten

müssten.“

Stefan Legge

Die Winzer an der Ahr hatten jedoch Glück im Unglück, denn die Trauben waren

gesund und konnten zu etwa 2.000 Liter Riesling-Auslese verarbeitet werden.


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Genossenschaftsverbände inhaltlich

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allem mit wertvollen Informationen

für Neugründer und guten Beispielen

aus den Regionen.

Genossenschaften

Was ist eine Genossenschaft? Wo liegen

die Betätigungsfelder? Was sind

die Vorteile einer Genossenschaft

gegenüber anderen Rechtsformen?

Wie ist es mit der Haftung und dem

Stimmrecht? Kurz und verständlich

finden Interessierte erste Hilfe und

wertvolle Tipps.

Erfolgreich gründen

In welchen Branchen bietet sich die

Rechtsform der Genossenschaft an?

Welche konkreten Beispiele gibt es

bereits? Diese und weitere Fragen finden

eine passende Antwort.

Ideen und Konzepte

Mit der Novellierung des Genossenschaftsgesetzes

hat die eingetragene

Genossenschaft als Rechtsform deut-

44 GB 1/2007

lich an Attraktivität gewonnen. Dass

dies auch wirklich so ist, dafür gibt

die Website Neugründern konkrete

Beispiele: Erfolgreiche Vorbilder werden

porträtiert und verschiedene

Branchen, die sich für Neugründungen

anbieten, werden beschrieben.

Beratung und Kontakt

Wer berät potenzielle Neugründer in

der Region? Wie erreiche ich Experten

in meiner Nähe, die weiterhelfen

können bei Fragen zu Unternehmensausrichtung,

Satzung oder

anderen Gründungsfragen? Was bisher

häufig nur mit vielen Klicks

durchs Netz möglich war, ist nun auf

dieser Seite übersichtlich und kompakt

zusammengeführt.

Aktuelles und Termine

Ob Informationsveranstaltungen in

Köln, Fachtagungen in Frankfurt

oder Neugründung in Duisburg: Die

News- und Terminübersicht auf

„www.neuegenossenschaften.de“ ist

nicht nur ein praktischer Service für

potenzielle Neugründer, sondern gibt

auch erfahrenen Genossenschaftlern

wertvolle Informationen und Anregungen.

Wolfgang Koschny

Die Service-Site ist

ein Gemeinschaftsbereich.

Neue Gründungssoftware

Berlin/Münster. Die neue CD-ROM des

DGRV „Genossenschaften Gründen“ ist

erschienen. Das umfangreiche Arbeitsund

Informationsmedium wurde vom

DGRV gemeinsam mit den regionalen

Genossenschaftsverbänden neu aufgelegt.

Dabei wurde das novellierte Genossenschaftsgesetz

berücksichtigt. Die

CD-ROM wendet sich nicht nur an

Genossenschaftsgründer, sondern auch

an Personen, die allgemein an der

Genossenschaft interessiert sind. In

einem Informationsteil erfährt man

alles Wichtige über die Rechtsform der

eingetragenen Genossenschaft. Für die

Gründungsidee können die Vorteile der

eG gegenüber anderen Rechtsformen

ausgemacht werden. In einem umfangreichen

Arbeitsteil werden viele

betriebswirtschaftliche und rechtliche

Tipps gegeben. Mit Checklisten und

Arbeitsunterlagen können sich die

Gründer für die Gespräche mit ihrem

Berater und ihrer Bank vorbereiten.

Schritt für Schritt wird man dabei an

die Gründung einer Genossenschaft

herangeführt. „Die CD-ROM ‚Genossenschaften

Gründen’ ist besonders

wichtig für die Gründungsarbeit in den

Regionen. Mit der neuen CD-ROM ist

das mediale Unterstützungspaket des

DGRV auf dem neuesten rechtlichen

Stand. Zusammen mit der Internetseite

www.neuegenossenschaften.de und der

CD-ROM ‚Arbeitshilfen für neue

Genossenschaften’ werden Gründungsvorhaben

von der Idee bis zum

Coaching in der Anfangsphase kompetent

begleitet“, so die beiden Gründungsberater

des RWGV, Gerd Reinke

und Bruno F. J. Simmler.

Die CD-ROM kann beim RWG über

gerd.reinke@rwgv.de und bruno.simmler

@rwgv.de bestellt werden.


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Gemäuer für die Zukunft fit gemacht

Vor über einem Jahr wurde die „Pro Wildenburg eG“ von der Stadt Grevenbroich und der

Pfarrgemeinde St. Johann Babtist gegründet, um die Trägerschaft der Wildenburg zu sichern.

Hellenthal. Mit den Stichworten

„Landschulheim“ oder „Jugendherberge“

verbindet man oft kalte Funktionsbauten

der Fünfziger- oder

Sechziger-Jahre. Nicht so in der Nordeifel:

Dort gelang der Wildenburg

mit ihren mittelalterlichen Gemäuern

der Sprung ins 21. Jahrhundert.

Dank der Genossenschaft „Pro Wildenburg“

lockt die Höhenburg in der

Gemeinde Hellenthal als Erlebnis-

Tagungsstätte seit über einem Jahr

Kinder, Jugendliche und Erwachsene

in die Eifel.

Nachdem feststand, dass das Bistum

Aachen Ende 2005 mit seiner

Bischöflichen Akademie aus der Wildenburg

ausziehen würde, war unklar,

wie es mit dem für den kleinen

Ort Hellenthal wohl bedeutendsten

Gemäuer weitergehen würde. Ein

Zusammenschluss der Stadt Grevenbroich,

die ihr Landschulheim

„Staudterhof“ bis dahin in Hellenthal

betrieb, und der Pfarrgemeinde

St. Johann Babtist Wildenburg

46 GB 1/2007

sicherte den Erhalt der geschichtsträchtigen

Ritterburg, die mehr als

800 Jahre alt ist. Mit ihrer Vereinbarung

hoben die Stadt und die Pfarrei

die „Pro Wildenburg eG“ aus der

Taufe, die im Dezember 2005 als

Genossenschaft eingetragen wurde.

Für 250 Euro pro Anteil kann seither

jedes Mitglied der Genossenschaft –

und damit Burgherr oder Burgdame –

werden.

Ob Hexenturm, die ursprünglich als

Barockanlage gebaute Hauptburg,

die Pfarrkirche St. Johann Babtist

oder der Palandt-Palast – die Anlage

mit Haupt- und Vorburg bietet für

mehr als 75 Gäste Platz, die das Leben

auf einer ehemaligen Ritterburg

genießen wollen, ohne auf die

Annehmlichkeiten des 21. Jahrhunderts

verzichten zu müssen. Neben

sieben Einzelzimmern, fünf Doppelzimmern

sowie mehreren Familienund

Mehrbettzimmern stehen Seminar-

und Aufenthaltsräume und eine

kleine Bibliothek zur Verfügung.

Mittelalterliche Gemäuer bieten

Jung und Alt eine attraktive

Unterkunft – dank der

„Pro Wildenburg eG“.

Großzügige Außenanlagen mit Grillund

Bolzplatz, Spielplatz und Tischtennis

laden zur Freizeitgestaltung

ein. „Ausflugsziele wie die Olef-Talsperre,

der Nationalpark Eifel und

ein Besucherbergwerk mit Bergbaupfad

bieten sich in der nahen Umgebung

an“, beschreiben Ulrich Herlitz,

Heinz-Peter Schumacher und

Thomas Staff, Vorstandsmitglieder

der Genossenschaft, die reizvolle

Umgebung der Nordeifel.

Besonderes Augenmerk legt die

Genossenschaft darauf, die Wildenburg

auch über den Landschulheimbetrieb

hinaus mit Leben zu füllen.

Unter dem Motto „Zukunft trifft Tradition“

hat sich die Genossenschaft

neben dem Erhalt der Bausubstanz

und der ehemaligen bischöflichen

Akademie als Begegnungsstätte die

Förderung des kulturellen Lebens auf

die Fahne geschrieben: Die Wildenburg

soll eine kulturelle Institution

werden. Neben freizeitorientierten

und pädagogischen Veranstaltungen

>


sollen spezielle kulturelle Höhepunkte

musikalischer Art angeboten werden.

In diesem Jahr startet die Konzertreihe

des Bürgervereins Schleiden

und der „Pro Wildenburg“.

Langfristiges Ziel ist es, die über 800

Jahre alte Burg wirtschaftlich auf

eigene Beine zu stellen. Ab 2009 soll

die Genossenschaft ohne Mittel der

Stadt Grevenbroich auskommen. Ihr

Zuschuss für den Betrieb der Wildenburg

sinkt von 60.000 Euro 2006 auf

20.000 Euro 2008. Starke Partner hat

die „Pro Wildenburg“ in der Raiffeisenbank

Grevenbroich und der VR

Bank Nordeifel gefunden.

Julia Böing,

RWGV-Pressebüro Süd

Weitere Informationen im Internet unter

www.wildenburg-eifel.de.

Besondere Argumente legt die Genossenschaft darauf, die Wildenburg auch

über den Landschulheimbetrieb hinaus mit Leben zu füllen.

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GEWERBE

Fotos: Marco Stepniak

Neue Perspektiven für neue Jobs

Neu gegründete „Brasserter Arbeit eG“ will eine Marktlücke schließen.

Marl. Neue Perspektiven für den Ausstieg

aus der Arbeitslosigkeit bietet

die neu gegründete Genossenschaft

„Brasserter Arbeit eG“. Ihr Ziel: bewährten

Mitarbeitern aus Fördermaßnahmen

der Arbeitsverwaltung sozialversicherungspflichtige

Jobs bei der

Wohnumfeldverbesserung im Kreis

Recklinghausen anzubieten. Zu den

Angeboten gehört beispielsweise die

Pflege von kleinen Privatgärten, Spielplätzen

und Bushaltestellen.

Gründungsmitglieder der Brasserter

Arbeit eG sind Stephan Verrel, Uwe

Freiberg und Gerd Schmidt, die sich

zurzeit hauptberuflich im Management

der „werkstatt brassert

g.GmbH“ engagieren. Die „werkstatt

brassert“ unterstützt Langzeitarbeitslose

durch Qualifizierung und Trai-

48 GB 1/2007

Tatkräftig und zuversichtlich: die drei Gründungsmitglieder Gerd Schmidt, Stephan Verrel und Uwe Freiberg (v.l.).

ning bei der Wiedereingliederung in

den Arbeitsmarkt. Die drei Gründer

mussten immer wieder hinnehmen,

dass motivierte und fleißige Maßnahmeteilnehmer

nach ihrer Zeit bei der

„werkstatt brassert“ wieder arbeitslos

wurden. Außerdem war zu beobachten,

dass immer mehr Kunden der seit

mehr als 20 Jahren erfolgreichen

„werkstatt“ Aufträge vergeben wollten,

die von der gemeinnützigen

Gesellschaft nicht angenommen werden

dürfen, für lokale Betriebe aber

selten und für größere Unternehmen

überhaupt nicht attraktiv sind.

„Unter 1.000 Quadratmeter fangen

die meisten Landschaftsgärtner gar

nicht an, den Rasen zu mähen. Das

rechnet sich weder für den Unternehmer,

noch für den Kunden. Hier wird

Ob Rasenmäher ... >


unsere Genossenschaft eine Marktlücke

schließen“, so der nach der Gründung

zum Vorstand gewählte Uwe

Freiberg. „Erste Aufträge sind bereits

eingegangen“, ergänzte Stephan Verrel,

der gemeinsam mit dem Wirtschaftsprüfer

Bodo Röse (Dortmund)

und Gerd Reinke vom RWGV in

Münster den Gründungsplan erstellt

hat. Besonderheit der Produktivgenossenschaft:

Wer dort arbeiten will,

muss in der Regel auch Mitglied werden.

„Das fördert den Zusammenhalt“,

so Gerd Schmidt.

In Kürze rechnet die Brasserter Arbeit

eG mit der Eintragung ins Genossenschaftsregister

des Kreises Recklinghausen.

Ihren Sitz hat sie in direkter

Nachbarschaft zur „werkstatt brassert“,

mit der eine enge personelle

und inhaltliche Kooperation verein-

bart ist. „Unser gemeinsames Ziel

bleibt, Menschen mehr Chancen im

ersten Arbeitsmarkt zu eröffnen und

dafür alle Möglichkeiten der Wirtschaft

und der Gesellschaft zu nutzen“,

sagte Verrel.

Ralf Bröker,

RWGV-Pressebüro Rhein-Ruhr

... oder „Hilti“: Die Maschinen

sind bereits vorhanden.

Bekanntmachung zur Wahl der Vertreterversammlung

Der in der Generalversammlung am 21. November 2006 gewählte Wahlausschuss der Landgard eG hat die

Wahlliste für die Wahl der Vertreter und Ersatzvertreter aufgestellt. Diese liegt zusammen mit der Wahlordnung

ab dem 26. März für die Dauer von zwei Wochen in Straelen-Herongen, Veilingstraße A 1, während der üblichen

Geschäftszeiten zur Einsichtnahme durch die Mitglieder der Landgard eG aus.

Weitere Listen können ab dem 10. April für die Dauer von zwei Wochen von den Mitgliedern gemäß § 4 der

Wahlordnung eingereicht werden. Die Listen müssen 73 wählbare Vertreter und fünf Ersatzvertreter enthalten

und von mindestens fünf Prozent der Mitglieder, höchstens 150 Mitgliedern, unterzeichnet sein (§ 3 der Wahlordnung).

Sollten keine weiteren Listen eingereicht werden, so findet die Wahl über die vom Wahlausschuss

aufgestellte Wahlliste

am Mittwoch, dem 25. April 2007,

am Sitz der Genossenschaft in Straelen-Herongen

und an den Standorten Dresden, Lüllingen, Neuss, Roisdorf, Stuttgart, Wiesmoor und Winsen-Laßrönne

in der Zeit von 6:00 bis 12:00 Uhr statt.

Wahlberechtigt sind alle Mitglieder der Landgard eG, die zum Zeitpunkt der Bekanntmachung der Wahl in die

Liste der Mitglieder eingetragen sind.

Die Wahl findet geheim mittels Stimmzettel statt, die zu den Wahlzeiten zur Verfügung gestellt werden. Briefwahl

ist zulässig, die hierzu erforderlichen Unterlagen können bis spätestens eine Woche vor dem Wahltermin

bei der Landgard eG, Veilingstr. A 1, 47638 Straelen-Herongen, angefordert werden. Die Wahlbriefe müssen bis

zum 25. April 2007 um 12:00 Uhr bei der Landgard eG, Veilingstr. A 1, 47638 Straelen-Herongen, eingegangen

sein.

Straelen-Herongen, 9. März 2007

Landgard eG

Der Wahlausschuss

gez.Degenhardt

- Vorsitzender -

GEWERBE

GB 1/2007

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49


GEWERBE

„Miete statt Kauf“

Die GWS Gesellschaft für Warenwirtschafts-Systeme hat sich 15 Jahre nach Gründung

zum gefragten IT-Dienstleister entwickelt

Helmut Benefader: „Wir sehen weitere Marktpotenziale.“

Münster. Vor 15 Jahren war die Geburtsstunde, wurde die

GWS Gesellschaft für Warenwirtschafts-Systeme mit damals

34 Beschäftigten aus der Taufe gehoben. Im Fokus standen

damals die Raiffeisengenossenschaften, aber auch die

gewerblichen Handelgenossenschaften der verschiedensten

„Teppichsäle“ laden zur Hausmesse

Lippstadt. Das Raumausstatter-Handwerk blickt zuversichtlich in das Jahr

2007. „Die Menschen sind wieder eher bereit, sich etwas zu gönnen. Dies gilt

auch für die Verschönerung der eigenen vier Wände“, beschrieb Helmut Schütte

von den Lippstädter Teppichsälen Situation und Erwartung der Branche. Die

Einkaufsgenossenschaft mit Sitz im Gewerbegebiet am Wasserturm hatte am

Wochenende zu ihrer traditionellen Hausmesse geladen. Rund 150 Mitgliedsbetriebe

und Kunden der Verbundgruppe nahmen die Gelegenheit wahr, sich

über die aktuellen Einrichtungstrends und Produktneuheiten von der Frankfurter

Messe zu informieren. Insgesamt zehn Lieferanten – vom Hersteller für

Bodenbeläge bis zum Werkzeuganbieter – waren auf der Hausmesse mit eigenen

Ständen vertreten. Die Teppichsäle selbst präsentierten den Besuchern

Musterzimmer mit Heimtextilien aus der aktuellen Frühjahrskollektion. Vorherrschende

Farbtöne in diesem Jahr: Braun und Grün. Verkaufsleiter Günter

Lau: „Terracotta und Rot rücken allmählich aus dem Blickfeld.“ Wohnungsmieter

und Hausbesitzer, die Anregungen für eine Neugestaltung ihres Heims

suchen, können sich jetzt auch im Internet inspirieren lassen. Unter „www.teppichsaele.de“

zeigen zehn Mitgliedsbetriebe der Genossenschaft ihre favorisierten

Einrichtungsideen.

50 GB 1/2007

Sparten. Ziel war es, die von damals neun genossenschaftlichen

Rechenzentralen angebotenen Leistungen in einem

Unternehmen, das sich nur mit dem Handel beschäftigt, zu

konzentrieren und mit höherer Schlagkraft bessere Dienstleistungen

anzubieten. Seitdem hat sich die GWS enorm entwickelt.

„Bei einer Verzehnfachung des Umsatzes, mit der

Schaffung von fünfmal soviel Arbeitsplätzen seit dem Start

und einer konstanten Umsatzrentabilität von fünf Prozent

kann man als Geschäftsführer einer Firma sehr zufrieden

sein - und ich bin es auch“, resümiert Helmut Benefader. Das

Konzept sei aufgegangen, so der Geschäftsführer weiter.

85 Prozent der Raiffeisengenossenschaften in Deutschland

sowie die zwei im Verbandsgebiet tätigen Hauptgenossenschaften

zählt er zu seinen Kunden. Benefader: „In dem sehr

breiten Feld der gewerblichen Handelsgenossenschaften hat

die GWS neben einigen namhaften Verbundgruppen wie

BÄKOs, E/D/E, ZENTRAG, EMV eine Vielzahl von Kunden

für sich gewinnen können. Insgesamt betreuen wir rund

1.000 Kunden bundesweit.“ Weiteres Marktpotenzial sieht

die GWS, die heute mit 180 beschäftigten an vier Standorten

vertreten, ist neben der langfristigen Bestandskundenbetreuung

in neuen Märkten.

Hans-Peter Leimbach,

RWGV-Pressebüro Münsterland

Foto: Rainer Stephan

Präsentierte neue Trends:

Teppichsäle-Geschäftsführer

Helmut Schütte.

Foto: Rainer Stephan


Dagema setzt auf Europa

GEWERBE

Die führende Genossenschaft im deutschen Fleischereibedarfshandel will von Willich aus

Händler für Gastronomie- und Fleischereibedarf im nahen Ausland beliefern – und setzt

damit ihre Erfolgsgeschichte fort.

Willich. Mit der Gründung einer eigenen

Export-Tochter hat die Dagema

eG in Willich ihre europäischen Aktivitäten

ausgeweitet. Die 1953 als Interessengemeinschaft

im deutschen

Fleischgroßhandel gegründete Genossenschaft

setzt dabei auf ihr traditionell

großes Wissen um die Bedürfnisse

der Lebensmittel produzierenden

sowie be- und verarbeitenden Betriebe.

„Unsere Export-Tochter bedient sich

der Leistungsfähigkeit ihres Mutterunternehmens

und damit der Marktkraft

von Europas führender Einkaufsgenossenschaft

für Fleischereibedarf“, sagt

Dagema-Vorstand Dirk Vaßbeck. Der

Geschäftsführer der Dagema Export

GmbH, Marc Wedek, ergänzt: „Unsere

Chancen, auf dieser Basis erfolgreich

ein Netzwerk mit Händlern im europäischen

Ausland aufzubauen, sind

sehr groß.“

Die Dagema, deren Name aus den

wichtigsten Geschäftsfeldern Därme,

Gewürze und Maschinen entstanden

ist, hatte ihre ersten eigenen Büroräume

1956 in Düsseldorf bezogen. Es

folgte 1968 der Standort Haan, bevor

1979 in Willich ein neues Lager gebaut

wurde. Heute gibt es in der niederrheinischen

Stadt eine nutzbare Lagerfläche

von 11.300 Quadratmetern sowie

eine eigene Gewürzmühle. Durch die

großen Abnahmekapazitäten ihrer

Genossenschaft können die 34 angeschlossenen

inhabergeführten Großhandlungen

deutlich bessere Preise

beim Einkauf von rund 23.000 Artikeln

erzielen als im Alleingang. Die

mehr als 900 Vertragslieferanten

haben im Gegenzug einen festen

Abnehmer für große Mengen guter

Qualitäten.

Das Sortiment der Genossenschaft

besteht aus Maschinen und Geräten,

Ladenbau und Kücheneinrichtungen,

Hygieneprodukten, Arbeitskleidung,

Die Dagema eG hat sich zu Europas führender Einkaufsgenossenschaft für

Fleischereibedarf entwickelt.

Lebensmitteln und Gewürzen, Verpackungen

und Därmen. Importe aus

China, Indien, Brasilien, Indonesien

und Europa runden das Sortiment ab.

38 Mitarbeiter hat das Unternehmen,

im Verbund sind es 1.850. Der Außenumsatz

der Mitglieder erreicht aktuell

442 Millionen Euro.

2002 gründete die Dagema für ihre

Vertriebsaktivitäten die Tochterge-

sellschaft Delicarne. Sie unterstützt die

Dagema-Mitglieder seitdem mit Marketingaktionen.

Von der Dagema

Export erwarten sich Vorstand und

Aufsichtsrat der Genossenschaft eine

zusätzliche wirtschaftliche Stärkung

des Unternehmens in einem weiterhin

wettbewerbsintensiven Markt.

Ralf Bröker,

RWGV-Pressebüro Rhein-Ruhr

Bielefelder Genossenschaften kooperieren

Bielefeld. Die Handelsgenossenschaften

EK/servicegroup und

IGEKA wollen künftig enger zusammenarbeiten.

Die EK ist mit rund

2.000 angeschlossenen Mitgliedsbetrieben

die bundesweit größte

genossenschaftliche Verbundgruppe.

Der IGEKA (Interessengemeinschaft

der Kinderfachgeschäfte eG)

gehören 150 Fachgeschäfte mit

Schwerpunkt Babyartikel und Kinderbedarf

an. Mit der Aufnahme

des Baby-Segments ins Programm

schließt die EK nach den Worten

ihres Vorstandsvorsitzenden Franz-

Josef Hasebrink eine Lücke in ihrem

Leistungsangebot. Hasebrink: „Mit

dem Sortiment der IGEKA können

wir unser Angebot für die Altersgruppe

bis zwölf Jahre komplett

abdecken.“ Vorteile bietet die

Kooperation auch für die IGEKA-

Mitgliedsunternehmen. Sie können

jetzt auf die Kompetenz und Erfahrung

der EK als Lieferant, Netzwerk-

Betreiber und Systemgeber zurückgreifen.

GB 1/2007

51


NAMEN UND NACHRICHTEN

Wahlen/Ernennungen/Wechsel

Dr. Christoph Berndorff (56) wurde zum Vorsitzenden

des Vorstandes der Pax-Bank eG bestellt. Er ist seit Januar

1994 Mitglied des Vorstandes und übte seit April 2004 die

Funktion des Sprechers des Vorstandes aus.

Jürgen Eversberg (52), seit 1998 Vorstandsmitglied der

Bielefelder EK/servicegroup, ist in die Geschäftsführung

der Soltauer ZEUS GmbH & Co. KG gewechselt. Die ZEUS

(Zentrale für Einkauf und Service) wurde vor neun Jahren

von der EK und dem Einkaufsbüro Deutscher Eisenhändler

(E/D/E) Wuppertal gegründet und zählt rund 1.000

inhabergeführte Geschäfte und Baumärkte zu ihren Kunden.

Seit vier Jahren ist die hagebau Handelsgesellschaft

als dritter Gesellschafter beteiligt. Den Verantwortungsbereich

von Jürgen Eversberg bei der EK/servicegroup haben

die beiden Vorstandsmitglieder Franz-Josef Hasebrink

(Vorsitzender) und Frank Segerath übernommen.

Patrick Grosche (39) ist zum Vorstandsmitglied der Raiffeisenbank

von 1895 ernannt worden. Der gebürtige Münsterlander

war 2005 als Prokurist nach Kerpen-Horrem

gekommen. Als Vorstandsmitglied wird Grosche für die

Marktbearbeitung verantwortlich sein.

Heinz Hilgert (53) ist zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden

der DZ BANK AG ernannt worden. Hilgert ist

seit 2001 Mitglied im sechsköpfigen Vorstand der Bank.

Berthold Naarmann (76), Bankdirektor i.R. und langjähriges

Vorstandsmitglied der Paderborner Bank für Kirche

und Caritas, ist von Papst Benedikt XVI. zum Ritter des

Ordens vom Heiligen Papst Gregor dem Großen ernannt

worden. Der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker

überreichte dem ehemaligen Genossenschaftsbanker den

höchsten päpstlichen Verdienstorden für Laien. Naarmann

erhielt die Auszeichnung für sein ehrenamtliches

Engagement in vielen Gremien des Erzbistums Paderborn.

Matthias Osterhues (40) ist seit Jahresanfang Vorstandsmitglied

der Volksbank Oldenburg. Zuvor war er Mitglied

des Vorstandes bei der Volksbank Gelsenkirchen-Buer

beziehungsweise der Volksbank Herten/Westerholt.

Dr. Christopher Pleister (58), Präsident des BVR, ist neuer

Präsident des European Banking Industry Committee

(EBIC). Das EBIC vertritt die Interessen der europäischen

Kreditwirtschaft gegenüber den EU-Institutionen und

begleitet die Regulierungsinitiativen der EU-Kommission.

Christian Sewing (36) ist aus dem Vorstand der DG HYP

ausgeschieden. Er hat die DG HYP auf eigenen Wunsch

verlassen, um zukünftig neue Aufgaben außerhalb des

genossenschaftlichen FinanzVerbundes zu übernehmen.

52 GB 1/2007

Ruhestand

Dass die Bank in den zwölf Jahren unter seiner Führung florierte

und bundesweit unter den besten 25 Genossenschaftsbanken

rangiert, dass er drei Fusionen problemlos über die

Bühne brachte, all das steht bei Klaus Gläser auf der beruflichen

Habenseite. Nun ist der Vorstandschef der Volksbank

Oberberg in den Ruhestand gewechselt.

Bankensprecher Franz Hardy (l.), WGZ-Vorstandsvorsitzender

Werner Böhnke (2.v.l.), der neue Vorstandsvorsitzende Ingo Stockhausen

(2.v.r) und dessen Vorstandskollege Manfred Schneider (r.)

würdigten das Wirken von Klaus Gläser nebst Gattin.

Dieter Weiss (63), Vorstandsmitglied der Heinsberger Volksbank,

ist nach 16-jähriger Vorstandstätigkeit in den Ruhestand

gegangen. Sein Nachfolger ist Dirk Cormann, der

künftig zusammen mit Kurt Hauser im Vorstand der Heinsberger

Volksbank tätig ist.

Es starben

Ernst Brakensiek, ehemaliges Vorstandsmitglied der Volksbank

Enger-Spenge, im Alter von 93 Jahren. Der gelernte

Kaufmann war 1966 in den Vorstand der damaligen Sparund

Darlehnskasse Spenge berufen worden. Brakensiek

begleitete die Fusion mit der benachbarten Spar- und Darlehnskasse

Enger zur heutigen Volksbank Enger-Spenge und

blieb bis zum Jahr 1981 im Vorstand der Bank.

Horst Hunger, ehemaliges Aufsichtsratsmitglied der Volksbank

Minden, im Alter von 69 Jahren. Der langjährige Kreishandwerksmeister

von Minden-Lübbecke engagierte sich

von 1990 bis 2002 ehrenamtlich im Kontrollgremium der

Volksbank Minden.

Robert Ludwig, R+V-Vorstandsmitglied i.R., im Alter von

73. Von 1971 bis 1996 stand er in Diensten der Gruppe.

Wilhelm Pahlenkemper, ehemaliger Direktor des Warburger

Kornhauses, im Alter von 72 Jahren. Der Beckumer hatte

bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1999 drei Jahrzehnte

lang die Geschicke des RCG-Tochterunternehmens bestimmt.

Foto: Karl E. Rinas

>


Heinz Sallads, ehemaliges Aufsichtsratsmitglied der Volksbank

Delbrück-Hövelhof, im Alter von 75 Jahren. Sallads

gehörte von 1977 bis 2001 dem Kontrollgremium der damaligen

Volksbank Hövelhof an, davon zehn Jahre als Vorsitzender.

Friedrich Schulz, ehemaliges Vorstands- und Aufsichtsratsmitglied

der Volksbank Schnathorst, im Alter von 81 Jahren.

35 Jahre war Friedrich Schulz in den beiden Gremien ehrenamtlich

für die Bank tätig.

Jubiläum

30 Jahre

Leo Borchers (61), Vorstandsvorsitzender der Volksbank

Rhede

Heinrich Tömmers (62), Vorstandsmitglied der VR-Bank

Westmünsterland

25 Jahre

Manfred Günter (59), Vorstandssprecher der Raiffeisenbank

Bernkastel-Wittlich

Herbert Hermes (56), Vorstandssprecher der Raiffeisenbank

Westeifel

Werner Plümpe (55), Vorstandsmitglied der Volksbank

Anröchte

Josef F. Terfrüchte (55), Geschäftsführer der Genossenschaft

Kölner Friedhofsgärtner

Norbert Vormann (54), Geschäftsführer der Raiffeisen Steverland

Geburtstag

65 Jahre

Jürgen Förterer, langjähriger Vorstandsvorsitzender der R+V

Versicherung

60 Jahre

Heinz-Gerd Mertens, stellvertretender Vorstandsvorsitzender

der Raiffeisen-Warengenossenschaft Schwalm-Nette

Erich Rödel, Sprecher des Vorstandes der Münchener Hypothekenbank

Manfred Rohe, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Bönen

Goldene Ehrennadel

Willi Spinne (65), Geschäftsführer der BBAG Selm, wurde

mit der Ehrennadel in Gold des DRV ausgezeichnet. In festlichem

Rahmen wurde der in den Ruhestand scheidende

NAMEN UND NACHRICHTEN

Spinne an seinem Geburtstag von Johann Prümers geehrt.

Nach 103 Jahren Geschäftsführung der Familie Spinne in

der 104-jährigen Geschichte der BBAG Selm ging mit der

Verabschiedung von Willi Spinne eine Ära zu Ende. Im

Jahre 1967 trat er in die Geschäftsführung der BBAG Selm

ein. Dabei galt sein besonderes Interesse und persönlicher

Einsatz der Landwirtschaft in der Region. So war er unter

anderem 30 Jahre Sprecher der Raiffeisen-Genossenschaften

im Altkreis Lüdinghausen.

Geehrt: Willi Spinne (l.)

Silberne Ehrenmedaille

Hans Peter Hamacher (61) ist von Verbandsdirektor Hans

Pfeifer für seine mehr als 40-jährige Tätigkeit für die Raiffeisenbank

von 1895 mit der Silbernen Ehrenmedaille des

RWGV ausgezeichnet worden. Geehrt wurde Hamacher bei

einem Empfang in Kerpen-Horrem, der aus Anlass seines

Ausscheidens im zweiten Quartal dieses Jahres gegeben

wurde. Hamacher war 1970 in den Vorstand und 1980 zum

Vorstandsvorsitzenden berufen worden.

Silberne Ehrennadel

Gustav Medinger, Winzergenossenschaft Rheingrafenberg,

Meddersheim

Ferdinand Küper, Raiffeisen Emscher-Lippe, Recklinghausen

Heinrich Koch, Raiffeisen Emscher-Lippe, Recklinghausen

Lothar Delhey, NOWEDA Apothekergenossenschaft, Essen

Bernhard Sundrum, Raiffeisen Gescher

Ehrenurkunden

Bernhard Albers, Raiffeisen Hellweg Lippe, Werl

Cord Frigge, Raiffeisen Hellweg Lippe, Werl

Ursula Erlebach, NOWEDA Apothekergenossenschaft,

Essen

GB 1/2007

Foto: Hans-Peter Leimbach

53


ZU GUTER LETZT

Vom Winde verweht

Kreis Olpe. Mit einem Soforthilfeprogramm

für Land- und Forstwirte

sowie geschädigte Privatpersonen

reagieren die Volksbanken Bigge-

Lenne, Olpe und Wenden-Drolshagen

auf die Spuren der Verwüstung,

die der Orkan „Kyrill“ in ihren

Geschäftsgebieten hinterlassen hat.

„Die Forstwirtschaft hat es besonders

hart getroffen“, erfuhren die

Berater aus vielen persönlichen

Gesprächen. Während viele Hausund

Autobesitzer entstandene Sachschäden

über Versicherungen abgedeckt

haben, stehen Waldbesitzer

und Forstwirte vor gewaltigen Aufgaben:

Räumung der Wirtschaftswege,

Organisation von Geräten und

Personal, Aufarbeitung und Vermarktung

des Windbruchs – Aufgaben,

die mancherorts mit eigenen

finanziellen Mitteln nicht bewerkstelligt

werden können.

Unkompliziert und schnell

In diesen Fällen griff schon wenige

Tage nach der Naturkatastrophe das

Sonderkreditprogramm der beteiligten

Volksbanken. Mit einer unkomplizierten

und schnellen Bearbei-

54 GB 1/2007

tung konnten sie geschädigten Privatpersonen

sowie Land- und Forstwirten

unter günstigen Rahmenbedingungen

finanzielle Unterstützung

bieten. Land- und Forstwirte können

aus diesem Sonderprogramm maximal

50.000 und Privatpersonen

maximal 10.000 Euro erhalten.

Gegen Nachweis sollen die Gelder

die Beseitigung unmittelbarer Sturm-

Mit einem Soforthilfeprogramm für

Land- und Forstwirte sowie geschädigte

Privatpersonen reagierten die Volksbanken

auf den Orkan.

Orkan „Kyrill“ hat im Sauerland Millionenschäden verursacht.

Die Genossenschaftsbanken im Kreis Olpe starteten ein Soforthilfeprogramm.

schäden an Gebäuden und Fahrzeugen

finanzieren. Aber auch Schutzkleidung

und Kettensägen, die benötigt

werden, um Schäden zu beheben,

können zwischenfinanziert

werden.

Karl E. Rinas, RWGV-Pressebüro für

Südwestfalen und östliches Rheinland

Fotos: Christoph Vetter


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