GenussBrief Oktober 2017

ZigarrenZone

NOCH MEHR GENUSS

Das retronasale Zigarren-Rauchen. Die Fakten.


INHALT

Was dir retronasales

Zigarren-Rauchen wirklich

bringt. Die Fakten.

Kurz und bündig gesagt: Viel

mehr Genuss. Und somit könnte

dieser BenussBrief bereits zu

Ende sein :) Falls du dieser

Genuss-Technik schon mächtig

bist, tja, dann ist dieser

GenussBrief wirklich schon zu

Ende für dich. Falls du des

retronasalen Genusses noch

nicht mächtig bist, dann wird es

Zeit, dass du damit anfängst.

Deine Zunge liefert dir den

Geschmack Süss, Sauer, Bitter,

Salzig. Und "umami". Das

bedeutet "wohlschmeckend"

oder "würzig".

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INHALT

Fortsetzung

Das gibt's gar nicht. Oder: Das

bringt gar nichts. Oder: Häh?

Was soll das sein? An Events

unterhalte ich mich mit den

Besuchern und den meisten ist

dieses Genusserlebnis gänzlich

unbekannt. Interessant, oder?

Dann kommt es auch vor, dass

ich belächelt werde, wenn ich

erkläre, dass retronasales

Rauchen enorm dem Genuss

beisteuert - und man mir das

als Ammenmärchen abkauft.

Wer es nicht versucht, dem

entgeht viel Genuss.

Auch die Zigarrenwelt (wie jede

andere Branche auch) ist nicht

gefeit vor lernresistenten

Zeitgenossen :) Aber wenden wir

uns von der Lernresistenz ab

und richten unseren Fokus auf

die Anatomie des

menschlichen Gesichtes - und

somit richten wir den Fokus auf

die Fakten :)

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DIE FAKTEN

In der Nase ganz oben sitzen links

und rechts die Riechkolben. Die

Riechkolben sind ausgestattet

mit Reichnerven. Diese

Riechnerven sind es, die uns

Zigarren Geniessern den Genuss

erheblich steigern - wüssten wir

denn wie wir diese Riechnerven

zu stimulieren haben.

Fakt #1: Der Geruchssinn ist für

alle übrigen Geschmackseindrücke

verantwortlich. Wenn

du schwer erkältet bist und eine

verstopfte Nase hast, kannst du

kaum Geschmack wahrnehmen.

Das Essen wirkt fade und

geschmackslos. Das kennst du

bestimmt, richtig? Die

Lernresistenzler "behaupten

einfach die Nase weg".

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Fortsetzung

Fakt #2: Wenn du etwas isst,

zerkaust du die Nahrung. Das

Zerkauen setzt flüchtige Aromastoffe

frei, die durch den Rachen

in die Nase und zu den Riechnerven

am Riechkolben

gelangen. Also schmeckst du

dein Essen nicht bloss, sondern

gleichzeitg riechst du es auch.

Diese beiden Faktoren beeinflussen

deinen Sinneseindruck

vom Essen. Also, warum lassen

dann so viele Zigarren Geniesser

ihren Rauch zum grössten Teil in

der Mundhöhle, anstatt eine gute

Portion davon auch durch die

Nase zirkulieren zu lassen?

Fakt #3: Noch einen Beweis

gefällig? Hast du schon mal

richtig schönen, scharfen Whisky

verkostet? Naaaa? Was ist dann

passiert? Die Nase hat gekitzelt

und Tränchen in den Augen

gehabt?

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Fakt #4: Noch einen Beweis

gefällig? Magst du Sushi? Da

gibt's doch dieses Wasabi. Wenn

du zu viel mit der Sojasosse

vermengst, oder es zu viel auf

dem Reis gibt, was passiert

dann? GENAAUUU! In deiner Nase

brennt es mächtig und deine

Augen tränen. Das ist ein weiterer

Beweis: Die flüchtigen

Aromastoffe gelangen über den

Rachen in deine Nase und das

bringt die Riechnerven so in

Stimmung, dass du weinen

musst.

Aha! Ich sag' bloss noch:

Flüchtige Aromastoffe -

Riechnerven - Gehirn.

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So viel zu den Fakten. Hier meine

Message an die Lernresistenten:

Und jetzt könnt ihr mich mal

kreuzweise. Ist mit Liebe gemeint,

ja? :) :)

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SO GENIESST DU

die Zigarre retronasal

Die Skizze verdeutlicht es: Du

stösst den Rauch im Mundraum

durch die Nase aus. Im Innern

oberhalb der Nase sitzen also die

Riechkolben mit seinen Riechnerven.

Wenn der Rauch dort

entlang "streichelt" nimmst du viel

mehr Geschmack wahr, als bloss

mit der Zunge oder am Gaumen.

Eigentlich dürfte ich gar

nicht von "Geschmack"

sprechen, sondern richtigerweise

vom "Geruch". Diese Riechnerven

werden durch den Rauch

stimuliert und senden Signale ins

Gehirn. Das Gehirn interpretiert

den Geruch. Je nach dem, was

bei dir abgespeichert ist, erinnert

dich der Rauch zum Beispiel an:

Röstaromen nach Holz / Kaffeebohnen

/ Stroh / Blumen / Süsses

Ammoniak / Erde / Leder / Stall /

Gras / und so weiter...

Der Trick dabei ist, dass du den

Rauch im Mund zunächst etwas

abkühlen lässt und ihn danach

langsam durch die Nase bläst.

Der "kühlere" und "langsamere"

Rauch stimuliert die Riechnerven

am Riechkoblen optimal.

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Retronasal-Typ 2: Er lässt den

Rauch zunächst ein paar

Sekunden in der Mundhöhle

abkühlen, entlässt viel vom

Rauch durch den Mund und

bläst langsam den Rest durch

die Nase. Bei dieser Methode

werden die Riechnerven am

Riechkolben "angenehm"

stimuliert und du erlebst ein

volleres Spekturum an

Geschmack - respektive an

Geruch.

VERSCHIEDENE

retronasal-Typen

Welcher bist du?

Retronasal-Typ 1: Er bläst den

kompletten Rauch sofort mit

grosser Wucht durch die Nase.

Nachteil: Der Rauch ist noch

recht warm (oder "heiss") und die

Riechnerven am Riechkolben

erkennen hauptsächlich eines:

Hitze und Schärfe - die Augen

fangen oft an zu tränen - das ist

ein Schmerz-Signal.

Das kannst du mal bei einer

flachen Zigarre probieren,

welche am Gaumen und auf der

Zunge nach nix schmeckt.

So kannst du zu-mindest eine

gute Portion Schärfe erleben -

hahaha. Obwohl: "Scharf" ist kein

Geschmacks-Signal, sondern ein

Schmerz-Signal.

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VERSCHIEDENE

retronasal-Typen

Retronasal-Typ 3: Er bläst den

Rauch gleichzeitig durch die

Nase und durch den Mund, um

das Genusserlebnis noch mehr

zu steigern. Doch, das ist wirklich

möglich - aber sehr schwer zu

erlernen. Nach Rat der

Deutschen Lungenstiftung sollte

man dies aber bleiben lassen.

Warum? Ich habe echt keinen

Schimmer. Ich weiss bloss, dass

folgende Menschen diese

Technik des Ausatmens

beherrschen: Didgeridoospieler.

Das weiss ich aber nur deshalb,

weil ich recherchiert habe, bevor

ich mein sensitives Mundwerk für

diesen GenussBrief aufmache.

Ich habe es bisher nach etlichen

Versuchen noch nie geschafft,

gleichzeitig aus dem Mund und

der Nase den Rauch abzulassen

-haha.JedesMalmussteich

husten oder niesen. Was für ein

Anblick... :)

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RETRONASALES RAUCHEN

steigert den Genuss

Aber Hallo - und ob! Vielleicht

musst du es ein paar Mal üben,

bis du den Dreh raus hast. Keine

Bange, falls deine Augen tränen:

Dann war die Zigarre entweder

zu würzig und die Riechnerven

am Riechkolben haben diese

Schärfe "multipliziert". Oder der

Rauch war noch zu heiss. Oder

zu viel Rauch und zu heiss.

Oder wenig Rauch und zu heiss.

Oder gute Menge an Rauch und

zu schnell ausgepustet. Oder,....

ach, hör doch auf, jetzt wird es ja

absurd... ;)

Probier es aus und deine

Erfahrung interessiert mich sehr!

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Herzlichen Dank, dass du

ZigarrenZone nutzt. Wenn dir der

GenussBrief gefällt, dann freue

ich mich darüber, wenn du ihn

mit deinen Freunden teilst :)

ZigarrenZone bietet dir im Blog

weitere spannende Themen rund

um die Zigarre. Ah - hier im Video

siehst du, warum Jetfeuerzeuge

für mich zu stark sind:

HAVE A GOOD SMOKE,

Vasilij Ratej - Herausgeber

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Der GenussBrief

Er erscheint jeden 1. Sonntag im

Monat um 8 Uhr früh. Er ist kostenlos.

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