SHE works! #Frauen #Wirtschaft #Karriere: Quo vadis Gleichberechtigung?

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Nach der Bundestagswahl ist der Anteil der Frauen im Bundestag auf einen neuen Tiefstand gesunken. Das Thema Frauenförderung und Gleichberechtigung wird kaum einen nennenswerten Stellenwert in der neuen Regierung erhalten. Frauenverbände fordern nun eine starke außerparlamentarische Opposition von und für Frauen.

SHE

works!

Frauen-Wirtschaft-Karriere

Ausgabe Oktober 2017

Quo vadis,

Gleichberechtigung?

Faire Kassenbeiträge

für Selbstständige

As Friend to Kenya -

ein Mit-Reiseprojekt

Termine,

News, Tipps


Inhalt

Editorial

Seite 3

Titelthema:

Quo vadis, Gleichberechtigung?

Seite 4

Petition: Faire

Kassenbeiträge

Seite 6

FEMINESS - Lebe Dein

Leben!

Seite 8

Gründerinnen-Porträt

Das schwierigste am Anfang war die

Finanzierung...

Seite 11

As Friends to Keniaein

Mit-Reiseprojekt

Seite 13

Buchtipps

Seite 16

Terminkalender

Seite 18

Hilfe, ich hab kein Netz

Seite 20

Das Letzte…

Seite 21

Herausgeber:

Anschrift:

Vertreten

durch:

SHE works!

Schäufele & Brößling GbR

Hagenweg 2a

37081 Göttingen

✆ 0551/4899075

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Carolin Schäufele

Katja Brößling

V.i.S.d.P. Carolin Schäufele

(gem. § 55 Abs. 2 RStV)

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Internet:

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Katja Brößling

Titelseite: pixabay

Seiten 2,3,4,22: pixabay

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Impressum

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http://www.twitter.com/SHEworksDE

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EDITORIAL

Liebe Leserinnen und Leser,

die Bundestagswahl ist durch. Nun wird

analysiert, überlegt und interpretiert und die

Medien überschlagen sich mit „hätte, könnte,

wäre, wenn“. Das Ergebnis der Wahl ist für

die Demokratie in Deutschland sicherlich eine

Zäsur und verdient diese Aufmerksamkeit. Wir

haben einen Ausblick auf Kommendes

gewagt.

Dass es jedoch auch andere Themen gibt, die

aber ebenso richtig wichtig sind, davon wollen

wir Sie in unserem aktuellen Magazin

überzeugen.

Und natürlich haben wir auch ein

Gründerinnenportrait (Seite 11), Termine

(Seite 18) und Büchervorschläge (Seite 16)

für Sie.

So, und nun wünschen wir Ihnen eine

interessante und informative Lektüre!

Herzliche Grüße

Carolin Schäufele &

Katja Brößling

Zum einen ist da das Thema: Versicherungen

für Selbstständige. Der Verband der Gründer

und Selbstständigen hat eine Petition zum

Thema „Kranken- und Pflegeversicherung -

Einkommensabhängige Beiträge für

Selbstständige – die Benachteiligung

beenden!“ gestartet.

Auf Seite 6 können Sie mehr über die

Problematik lesen und überlegen, ob Sie die

Petition unterstützen wollen.

Im November findet der FEMINESS Business

Kongress in Bonn statt. Neben dem rein

Geschäftlichen geht es hier auch um

Wohlbefinden und Sinnerfüllung. Wir haben

mit Marina Friess gesprochen. Auf Seite 8

mehr dazu.

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Quo vadis

Gleichberechtigung?

Deutschland hat gewählt

Carolin Schäufele hat sich Gedanken gemacht

So richtig wichtig war sie nicht im

Bundestagswahlkampf, die Gleichstellung von

Mann und Frau. Es ging um Gerechtigkeit,

soziale Gerechtigkeit und Umweltthemen, ,je

nachdem, wo man hingeschaut hat. Das Wort

Gerechtigkeit schienen alle vereinnahmt zu

haben, eine wirtschaftliche Geschlechtergerechtigkeit

war wohl in den wenigsten Fällen

damit gemeint.

Alles das, was Frauenverbände und

Frauenprojekte immer wieder mit unglaublichen

Anstrengungen auf den Weg gebracht und

eingefordert haben (siehe Berliner Erklärung

2017) verpuffte ein wenig, ohne die

Unterstützung der großen Parteien.

Nun haben wir eine Parteienzusammensetzung

im neuen Bundestag, die dieses Thema erst

recht nicht mit Vorzug behandeln wird. Und das

trotz der Forderung zahlreicher Frauen.

Laut einer Untersuchung des Meinungsforschungsinstituts

Kantar Emnid für den Focus

sind 50% der Frauen für eine verpflichtende

Quote bei der Besetzung von

Unternehmensvorständen.

Höchste Zustimmung für eine solche Quote

haben die Grünen und die Linkspartei (jeweils

58%) gefolgt (man höre und staune) von der

AfD (55%) und der SPD (51%).

CDU/CSU und die FDP hingegen lehnen eine

Quote ab, und zwar deutlich; die Union mit 51%

4


Bei all diesen Zahlen und Werten geht es

um die Frauenquote in Unternehmen mit

Aufsichtsrat. Außer Acht werden hier die

ganzen vielen anderen Bereiche und

Branchen gelassen, die nach wie vor

männerdominiert sind. Ob es das

Baugewerbe ist oder ganz am Thema

bleibend die Politik. Erschreckend hier ist,

dass das neue Parlament noch einmal

weniger weibliche Abgeordnete aufweisen

wird als bisher. Die Zahl der Frauen sinkt

auf 31%, das sind 5% weniger als in der

vergangenen Legislaturperiode. Hier ist

demnach nicht mit allzu viel Unterstützung

für Frauenthemen zu rechnen.

Diese Bereiche spiegeln in keinster Art und

Weise wieder, was unsere Gesellschaft

ausmacht, nämlich eine Hälfte weibliche

und eine Hälfte männliche Bürger.

Was wird also aus den Errungenschaften

der letzten Jahre, die versucht haben,

Frauen hier mehr Gehör und bessere

Chancen zu bieten? Was wird aus den

Projekten, die Frauen auf dem Weg ins

eigene Unternehmen unterstützen? Werden

sie still und leise eingestellt?

Die Frage nach dem „Was ist zu tun?“ wird

laut. Was nun wirklich zählt sind

Verpflichtungen, keine, wie Mona Küppers

(Vorsitzende des deutschen Frauenrates)

sie nannte, Lippenbekenntnisse, die zu

nichts führen.

Eine starke außerparlamentarische Arbeit

für unsere Anliegen ist wichtig und vor

allem nötig.

Wer sich für die Frauenverbände und ihre

außerparlamentarische Arbeit interessiert und

sich eventuell sogar einbringen möchte, für den

haben wir hier alle Gruppen aufgelistet, die an

der Berliner Erklärung 2017 mitgearbeitet haben.

Das überfraktionelle Bündnis der Berliner

Erklärung existiert seit 2011. Aktuell gehören ihm

17 Frauenverbände an:

Business und Professional Women (BPW) Germany

www.bpw-germany.de

Deutscher Ärztinnenbund e.V. (DÄB),

www.aerztinnenbund.de

Arbeitsgemeinschaft Anwältinnen im DAV

www.davanwaeltinnen.de

Deutscher Frauenrat (DF),

www.frauenrat.de

deutscher ingenieurinnenbund e.V. (dib),

www.dibev.de

Deutscher Juristinnenbund e.V. (djb),

www.djb.de

Deutscher LandFrauenverband e.V. (dlv),

www.landfrauen.info

EAF Berlin | Europäische Akademie für Frauen in

Politik und Wirtschaft, www.eaf-berlin.de

European Women’s Management Development

International Network e.V. (EWMD), www.ewmd.org

FidAR - Frauen in die Aufsichtsräte e.V.,

www.fidar.de

Frauen im Management e.V. (FIM),

www.fim.de

Journalistinnenbund e.V. (jb),

www.journalistinnen.de

ProQuote Medien e.V.

www.pro-quote.de

ProQuote Medizin,

http://pro-quote-medizin.de/

ProQuote Regie e.V.,

www.proquote-regie.de

Verband deutscher Unternehmerinnen e.V. (VdU),

www.vdu.de

Working Moms – Pro Kinder Pro Karriere e.V. (WM),

www.workingmoms.de

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„Faire Kassenbeiträge

für Selbstständige“

VGSD-Petition erreicht bereits über 15.000 Mitzeichner

von Max Hilgarth

Der Verband der Gründer und Selbstständigen

Deutschland e.V. (VGSD) hat für seine

Petition „Kranken- und Pflegeversicherung:

Einkommensabhängige Beiträge für

Selbstständige – die Benachteiligung

beenden!“ innerhalb kürzester Zeit mehr als

13.000 UnterstützerInnen gewonnen. Damit

hat der Verband über die Hälfte der

angestrebten 25.000 Stimmen gesammelt.

Anlass für die Mitte August gestartete Petition

ist die überproportionale Beitragsbelastung

gesetzlich versicherter Selbstständiger durch

Beiträge zur Kranken- und

Pflegeversicherung. „Aufgrund der hohen

Mindestbeiträge müssen viele Selbstständige

mit geringem Einkommen mehr als 40 Prozent

ihres Verdienstes an die Krankenkasse

überweisen“, kritisiert der VGSD-Vorsitzende

Dr. Andreas Lutz. Viele der Betroffenen seien

Frauen und Teilzeit-Selbstständige.

Obendrein sei die Bemessungsgrundlage bei

Selbstständigen wesentlich breiter als bei

Angestellten.

„Auch bei einem mittleren Einkommen ergibt

sich eine im Vergleich zu Angestellten deutlich

höhere Belastung.“ Ab 2018 gelten zudem

neue Regeln für die Festsetzung der Beiträge.

„Dadurch kann es noch Jahre später zu hohen

Nachzahlungen kommen“, so Lutz.

Verbandsmitglieder nennen Beiträge

als wichtigstes Ärgernis

Die Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge

sind für die VGSD-Mitglieder seit Jahren das

größte Ärgernis. „Mit der Petition wollen wir ein

Zeichen setzen, das die Politik nicht übersehen

kann“, betont Lutz. Derzeit sprechen sich

bereits SPD, Linkspartei, Grüne und FDP für

eine Absenkung der Mindestbeiträge aus. Nur

die CDU/CSU hält noch an der aktuellen

Regelung fest, die hauptberuflich

Selbstständigen ein fiktives Monatseinkommen

von 2.231,25 Euro unterstellt.

Im Juni 2017 hat das Münchener Institut für

Gesundheitsökonomik (IfG) die Auswirkungen

der aktuellen Beitragsregelung und die

gravierenden Folgen der ab 2018 geltenden

Gesetzesverschärfung in einer Studie detailliert

darlegt. Die Studie hat der VGSD zusammen

mit dem Bundesverband Direktvertrieb

Deutschland (BDD) und dem Bundesverband

der Dolmetscher und Übersetzer (BDÜ) in

Auftrag gegeben.


Petition überzeugt breites Spektrum

von Unterstützern

Beide Partnerverbände unterstützen die

aktuelle VGSD-Petition. Damit stehen sie nicht

allein: Ein breites Spektrum von

Organisationen und Einzelpersonen empfiehlt,

die Petition mitzuzeichnen. Unter ihnen sind

der Journalist und „brand eins“-Mitbegründer

Wolf Lotter ebenso wie die Hamburger

Selbstständigen-Gruppe der Gewerkschaft

ver.di. „Die Empfehlung aus Hamburg ist

bemerkenswert, denn wir sind sonst nicht

immer einer Meinung mit den

Gewerkschaften“, so Andreas Lutz.

Aktuell hat die Petition mehr als 13.000

MitzeichnerInnen überzeugt. „Wir haben uns

das Ziel von 25.000 gesteckt. Dass wir so

schnell die erste Hälfte der benötigten

Stimmen zusammenbekommen haben, zeigt,

dass das Thema Kassenbeiträge vielen

Selbstständigen unter den Nägeln brennt“,

erklärt der VGSD-Vorsitzende. Sobald die

Marke von 25.000 Stimmen erreicht ist, wird

der Verband die Petition in Berlin überreichen:

„Wir schnüren die abgegebenen Stimmen zu

einem Begrüßungspaket für den nächsten

Bundesgesundheitsminister.“

Dr. Andreas Lutz, VGSD (Fotograf: Thomas Dreier)

Über den VGSD e.V.

Der Verband der Gründer und Selbstständigen

e.V. (VGSD) vertritt die Interessen von Solound

Kleinstunternehmern, Gründern sowie

Teilzeit-Selbstständigen. Der 2012 gegründete

Verband zählt aktuell rund 2.600 zahlende

Vereins- und etwa 12.000 Communitymitglieder.

Sitz des VGSD ist München.

Hier geht

es zur

Petition

>>>


“Lebe dein Leben!” - Marina Friess, Initiatorin des

Feminess Kongress im Interview

von Carolin Schäufele

Frau Friess, Sie werben mit dem Spruch „Lebe dein

Leben!“ und spielen darauf an, dass Frauen heute

zwar mehr Freiheiten haben, aber auch

unglücklicher sind. Was ist zu tun?

Das was zu tun ist, ist ganz leicht erklärt und

dennoch eine der größten Herausforderungen. Der

Weg zu mir Glück, Erfüllung und Erfolg, ist der Weg

zu sich selbst. Ich habe das Gefühl, dass viele

Frauen -und da nehme ich mich nicht aus- einen

sehr hohen Anspruch an sich und ihr Leben haben.

Sie wollen in jedem Lebensbereich 100 Prozent

geben und das führt sehr schnell zur

Überforderung. Meiner Meinung nach ist es wichtig,

dass wir innehalten und einmal wirklich in der Tiefe

prüfen, was will ich eigentlich wirklich vom Leben

und was möchte ich nicht in meinem Leben. Durch

Klarheit, was ich will und was ich nicht will, kann ich

mich abgrenzen. Ich muss dann mehr überall

perfekt sein und funktionieren, weil mir so Bewusst

wird, dass mir bestimmte Dinge oder Meinungen

gar nicht so wichtig sind. Wir müssen lernen, dass

wir es nur einer Person im Leben recht machen

sollten und das ist uns selbst.

Marina Friess


Impressionen vom Feminess Kongress in Hamburg

Oft wird beim „Unzufriedensein“ im beruflichen

Bereich nach Problemen gesucht. Muss man

das nicht ganzheitlich sehen, um eine gewisse

Zufriedenheit zu erlangen?

Zufriedenheit ist definitiv ein ganzheitliches

Thema. Zu Beginn von Feminess habe ich mich

ausschließlich auf das Thema Eigenmarkting

konzentriert. In diesem Zusammenhang habe

ich Techniken und Strategien mit den Frauen

erarbeitet, wie sie noch selbstsicherer und

souveräner auftreten. Doch nach einiger Zeit

habe ich festgestellt, dass Techniken nicht

reichen. Und es ist auch nicht genug, sich

ausschließlich auf den beruflichen Erfolg zu

konzentrieren. Daher hat Feminess jetzt einen

ganzheitlichen Ansatz. Es geht um Themen wie:

„Partnerschaft, Gesundheit, Finanzen,

Erfolg/Karriere aber auch die Beziehung zu sich

selbst und zu anderen. Durch diese Erweiterung

in unserem Portfolio war es uns möglich, unsere

Teilnehmerinnen auf eine ganz neue Ebene zu

bringen.

Sie haben FEMINESS gegründet als

Netzwerk-Veranstaltung. Heute umfasst

FEMINESS nicht nur den Business Kongress,

eine Akademie, sondern auch ein breites

Angebot an Coaching. Was war der Anlass zu

dieser Ausweitung?

Eigentlich stand bei Feminess nie der

Netzwerk-Gedanke im Vordergrund, dies hat sich

durch den Kongress entwickelt. Bei Feminess

ging es immer darum, Frauen Impulse, Ideen und

Inspirationen für ein erfüllteres Leben zu geben.

Durch die langjährige Arbeit habe ich festgestellt,

dass es für einige Frauen wichtig ist, in einem 1:1

Coaching speziell und individuell an ihren

Blockaden, sei es beruflich aber auch persönlich,

zu arbeiten, um dadurch ihre Grenzen zu

sprengen und ihre Ziele leichter und schneller zu

erreichen. Ich liebe die Einzelarbeit mit Frauen,

da ich dann mit ihnen an den Kern gehen kann.

Teil der positiven Veränderung von Frauen zu

sein, erfüllt mich beruflich sehr.


Selbstbestimmung ist ein Schlagwort, das uns

Frauen oft begegnet und zum Handeln

auffordert. Warum glauben Sie, dass Frauen

hier noch so ein Nachholbedürfnis haben, wenn

es darum geht, das eigene Leben in die Hand zu

nehmen?

Ich glaube, dass nicht nur Frauen dort

Nachholbedarf haben, sondern dass es ein

gesellschaftliches Problem ist. Wenn wir nicht

machen, was uns die Gesellschaft vorgibt,

werden wir bestraft. Da bleibt wenig Raum für

Selbstbestimmung. Bei Frauen kommt häufig

noch erschwerend hinzu, dass sie es gerne allen

Recht machen wollen, für alle da sein wollen

und nicht anecken möchten. Dann sind wir

schon häufiger geneigt einen Kompromiss auf

Kosten unserer Selbstbestimmung einzugehen.

Kompromisse zu machen ist nötig, gar keine

Frage, aber es geht immer darum, wie häufig ich

Kompromisse mache und ob mich mein Leben,

so wie ich es jetzt führe, erfüllt. Ich stehe dafür

ein, dass jede Frau ein erfolgreiches, glückliches

und erfülltes Leben verdient hat. Ohne

Ausnahme!

Haben sich die Themen, die auf Ihren

Kongressen thematisiert werden, in den letzten

Jahren eigentlich verändert?

Ja durchaus. Zu Beginn war der Kongress von

den Themen viel mehr auf Business

ausgerichtet. Durch die Veränderungen bei

Feminess und den neuen Erkenntnisse, haben

wir den Kongress ganzheitlicher ausgerichtet.

Allerdings noch immer mit der Zielsetzung mehr

Erfolg zu haben – beruflich und privat.

Kommen wir zum nächsten Kongress, am

Samstag, den 18.11. in Bonn. Was wollen Sie

Ihren Besucherinnen mitgeben?

Ich möchte, dass unsere Teilnehmerinnen neue

Ideen und Impulse bekommen. Sie sollen nach

diesem Tag nach Hause gehen und vor Energie

sprudeln, neue Projekte anstoßen oder alte

Projekte zu Ende bringen. Ich wünsche mir, dass

sich die Frauen vernetzen und im Nachhinein

berufliche und private Freundschaften entstehen.

Kurzum, ich möchte ihnen einen unvergesslichen

Tag bieten.

Wenn man sich die Reaktionen auf Ihre

Veranstaltung einmal anschaut, bekommt man

viel Lob und Begeisterung zu hören, gerade was

die Speakerinnen betrifft. Wer wird denn in

diesem Jahr in Bonn dabei sein?

Ja, darauf bin ich auch sehr stolz. Ich nehme mir

viel Zeit für die Auswahl der Themen und

Referentinnen. Wir haben „altbekannte“ Frauen

dabei, wie Katharina Pommer, Mira Mühlenhof,

Petra Polk und Petra Orzech, die bereits auf

früheren Kongressen begeistert haben. Aber wie

bei jedem Kongress haben auch „Feminess

Newcomerinnen“ die Chance unsere

Teilnehmerinnen zu inspirieren. Hierfür habe ich

Eva Balzer, Tanja Peters, Dr. Stephanie

Robben-Beyer, Stefanie Borgert und Sarah

Lindner eingeladen. Ein bunter Themen-Mix

garantiert, dass für jede Frau etwas dabei ist.

Wir danken Frau Friess für das Gespräch!

18.

NOV

Feminess Business Kongress

“Lebe Dein Leben!”

10.00 - 19.00 Uhr

Hilton Hotel, Bonn


“Das Schwierigste am Anfang war

das Thema Finanzierung”

Andrea Fischer,

Gründerin von karriere tutor

von Katja Brößling

Weil sie als alleinerziehende Mutter Geld

verdienen musste, sich aber trotzdem beruflich

weiterqualifizieren wollte, absolvierte Andrea

Fischer ihr BWL-Studium und zahlreiche

Fortbildungen neben dem Job. Dadurch und

durch ihre Erfahrungen im Bildungsbereich weiß

sie nicht nur, wie wichtig qualifizierte

Weiterbildungen für die berufliche Karriere sind,

sondern auch, woran es in diesem Bereich oft

mangelt, wie zum Beispiel. an fehlender

Flexibilität. Heute ist sie eine von drei

Geschäftsführern von karriere tutor, einem

professionellen Plattform für Online-

Weiterbildungen, der im ersten Jahr nach

Gründung bereits einen Umsatz von 3 Millionen

Euro machen konnte.

Was gab den Impuls sich selbstständig zu

machen?

Ich habe im Projektmanagement für zwei

Bildungsträger gearbeitet und habe in diesem

Zusammenhang eine Projektidee für innovative

Online-Weiterbildungen entwickelt. Ich wollte

fachlich exzellente Weiterbildungen mit

größtmöglicher Flexibilität verbinden. Egal ob am

Arbeitsplatz oder zuhause, egal ob tagsüber,

Andrea Fischer, karriere tutor

am Abend oder am Wochenende, und egal ob

per Computer, Tablet oder Smartphone – die

Teilnehmer sollten ihren Bedürfnissen

entsprechend lernen können. Gleichzeitig sollten

sie trotzdem jederzeit die größtmögliche

persönliche Betreuung bei allen fachlichen und

organisatorischen Fragen erhalten und auch

Unterstützung bei der Planung und Umsetzung

des weiteren Karrierewegs erhalten. Ich wollte

Menschen dabei unterstützen, ihr Potenzial zu

entdecken und schneller beruflich erfolgreich zu

sein. Doch man glaubte nicht an den Erfolg

meiner Idee und hat das Projekt gestoppt. Nur

ein Geschäftsführer, mein jetziger

Geschäftspartner Oliver Herbig, war von dem

Konzept überzeugt. Gemeinsam entwickelten wir

es weiter und entschlossen uns, die Idee einfach

selbst in die Tat umzusetzen und gemeinsam

karriere tutor zu gründen.


Was waren die größten Hemmnisse bei der

Gründung?

Das schwierigste am Anfang war das Thema

Finanzierung. Wir haben einen Businessplan

geschrieben und sind damit auf Banken

zugegangen, aber haben immer nur Absagen

bekommen. Bis wir irgendwann, auch dank

unseres Mentors, verstanden haben, dass wir den

Businessplan viel zu fachspezifisch geschrieben

hatten. Deshalb haben andere nicht verstanden,

was genau unsere Vision ist. Also haben wir den

Businessplan noch einmal komplett überarbeitet –

und dann kam der Erfolg.

Wer oder was unterstützt Sie?

Auf meinem Weg unterstützen mich zum Glück

sehr viele Menschen. Zuallererst natürlich meine

Kinder, die von Anfang an hinter mir und meinem

Projekt gestanden haben. Ohne ihr Verständnis

dafür, dass ich seit der Gründung deutlich

weniger Zeit für sie habe und dass karriere tutor

und unser Familienleben sich nicht klar

voneinander trennen lassen, könnte ich meine

Arbeit nicht so erfolgreich machen. Besonders

wichtig sind für mich natürlich auch meine

Geschäftspartner. Wir sind ein wirklich

großartiges Team, bei dem es menschlich und

fachlich einfach passt und in dem wir uns mit

unseren Stärken toll ergänzen. Das ist sehr

wichtig, denn zu Beginn der Gründung sagte man

uns, dass 70 Prozent aller Gründungen scheitern,

weil sich die Gründer im Laufe des Prozesses

uneinig werden. Eine besonders wertvolle

Unterstützung ist natürlich auch unser Mentor, der

uns seit der Gründung berät und coacht. Und

dann sind da unsere mittlerweile knapp 40

festangestellten und freien Mitarbeiter, die Tag für

Tag mit großem Engagement mit uns daran

arbeiten, unsere Vision in die Tat umzusetzen.

Das macht mich sehr stolz.

Haben Sie Förderprogramme genutzt bzw.

beantragt?

Ja, wir haben einen Teil der Finanzierung mit

Unterstützung der MBG Schleswig-Holstein

und über ein Förderprogramm des

Europäischen Sozialfonds dargestellt.

Ihr Tipp für andere Gründerinnen

Lassen Sie sich nicht von anderen einreden,

dass Ihre Idee nicht funktioniert, sondern

glauben Sie an sich und verfolgen Sie Ihr

Ziel. Am Anfang meiner Selbstständigkeit

habe ich immer wieder zu hören bekommen:

„Das bringt doch nichts, das Konzept ist nicht

gut genug. Lass es lieber sein“, sowohl von

Investoren als auch im privaten Umfeld. Aber

ich habe immer an die Idee geglaubt.

Natürlich gab es auch Rückschläge. Aber die

gehören dazu, egal wie gut man sich

vorbereitet. Irgendein Thema hat man am

Ende doch nicht genug durchdacht und dann

steht man plötzlich vor Herausforderungen,

mit denen man so nicht gerechnet hatte. Aber

ich habe gelernt, dass es immer eine Lösung

gibt. Und ob man wirklich Erfolg hat,

entscheidet sich oft bei einem „Nein“. Dort wo

alles einfach ist, kommen viele hin. Wer

etwas Besonderes erreichen will, muss auch

mal Durststrecken aus- und durchhalten

können. Wichtig ist es in jedem Fall immer,

einen guten Mentor zu haben, der einen

unterstützt und mit seinem Wissen kompetent

zur Seite steht und – wenn man nicht allein

gründet – Gründungspartner mit denen die

Chemie stimmt.

12


„As Friends to Kenya“

Ein nicht-kommerzielles Mit-Reiseprojekt

von Katja Brößling

Die Wurzeln des Vereins Lebendige Kommunikation mit

Frauen in ihren Kulturen e.V. (LebKom) – Träger des

Mit-Reiseprojekts „As Friends to Kenya“ – liegen in der

Weltfrauenkonferenz Nairobi 1985. Dort vertrauten

kenianische Frauen der Fuldaer Professorin Dr.

Muthgard Hinkelmann-Toewe ihren gewaltgeprägten

Lebensalltag an und luden sie ein, ihr Zuhause, eine

Tagesreise von Nairobi entfernt, kennenzulernen.

Nach Deutschland zurückgekehrt, teilte die Professorin

ihre Eindrücke mit Studierenden und Diplom

Sozialpädagoginnen/-en der Berufspraxis und schon

bald stand der Entschluss fest, einen Verein zu gründen

zur Verbesserung der Lebenssituation von Frauen in

ihren jeweiligen Kulturen, insbesondere von Frauen in

Afrika bzw. Kenia.

Es begann eine einzigartige Entwicklungszusammenarbeit

mit dem Ziel: das alltägliche Leben der

kenianischen Frauen zu verbessern.

Landschaftsimpressionen Kenia

SHE works! sprach mit Kathrin Klewer von LebKom:

Frau Klewer, wie lange dauerte es von der Idee bis

zur ersten Zusammenarbeit?

1986 waren die Formalien der Vereinsgründung

abgeschlossen und seither gehen wir innovative Wege

der Entwicklungszusammenarbeit. Hand in Hand und

auf gleicher Augenhöhe mit kenianischen Frauen und

ihren Familien führten und führen wir in Kenia Projekte

durch, in denen die Anliegen, Probleme und Ziele der

Frauen im Mittelpunkt stehen.

13


Im Rahmen unserer Öffentlichkeitsarbeit in

Deutschland wurden wir gefragt, ob es

möglich ist, mitzureisen und die neue Qualität

des Miteinanders zu erleben. Unsere

Freundinnen und ihre Familien in Kenia

wiederum luden und laden immer wieder ein:

„come back and bring more“. So entstand die

Idee unseres Mit-Reiseprojektes „As Friends

to Kenya“. Hand in Hand wurde das Projekt

in jedem Schritt miteinander konzipiert. Mit

den Einkünften, die unsere Freundinnen aus

dem gemeinsam Projekt erwirtschaften,

realisieren sie – mit der kontinuierlichen

Unterstützung einer Sozialpädagogin von

LebKom – Projekte, die das Leben der

Frauen nachhaltig verbessern, wie eine

Gesundheitsstation oder das Projekt

„Gesundes Wasser“, mit dem

Regenwassertanks schon bald die Familien

versorgen.

Seit 1993 führen wir mehrere 17-tägige

Aufenthalte pro Jahr in Kenia durch, in denen

die „Friends“ aus Deutschland in das Leben

einer kenianischen Familie eintauchen, pure

Lebensfreude erleben können und oftmals

Freundschaften zu Menschen entwickeln,

deren Leben von dem eigenen nicht

unterschiedlicher sein kann.

Bekommen Sie Unterstützung für dieses

Projekt?

Der Schlüssel für die Innovation und den

Erfolg der Entwicklungszusammenarbeit von

LebKom e.V. ist der Wert-Zentrierte Ansatz

(WZA) des CENTERs for PROFS, einem

unabhängigen Forschungs- und

Praxisinstitut, hervorgegangen aus der

University of Applied Sciences, Fulda und

geleitet von Prof. Dr. Muthgard

Hinkelmann-Toewe.

Von Beginn seiner Arbeit an – seit 1986 – ist

der WZA die Grundlage aller Projekte von

LebKom und natürlich auch des

Mit-Reiseprojektes „As Friends to Kenya“.

Wer kann an den Reisen teilnehmen?

Die Reise ist für Frauen, Paare und Familien,

die sich etwas Besonderes gönnen wollen.

Jenseits von Tourismus-Pfaden werden die

mit-reisenden "Friends" von unseren

kenianischen Freundinnen im Hochland

Kenias erwartet.

Sie laden ihre Gäste ein, den eigenen

stressigen Alltag hinter sich zu lassen und in

ihre Welt einzutauchen.

Zwei Wochen Auszeit, Leben im Einklang mit

der Natur und Kennenlernen einer zuvor

fremden Kultur erwartet die Mit-Reisenden.

Kennenlernen fremder Kulturen

14


Was erwartet die Mit-Reisenden in Kenia?

Mit Offenheit und Herzlichkeit begegnen die

Kenianerinnen ihren Gästen und laden sie ein,

in ihre Welt einzutauchen: Sie nehmen sie mit,

wenn sie, umgeben vom satten Grün des

kenianischen Hochlandes, am Morgen das

Feld bestellen, sonnengereifte Mangos und

Papayas ernten oder über offenem Feuer

kenianische Gerichte kochen. Die

Kenianerinnen zeigen ihre besonderen Orte,

laden ein zu Festen, Ernten und Märkten. Sie

machen ihre Gäste mit der Schönheit der

afrikanischen Natur vertraut: der roten Erde,

der üppigen Vegetation und dem sternenklaren

Himmel. Auf gemeinsamen Fußwegen führen

sie in das alte Wissen der Heilkraft von

Pflanzen und Kräutern am Wegesrand ein. Vor

allem teilen sie ihre positive Lebenshaltung

und lassen sie mit lebensfrohem Gesang,

ausgelassenem Tanz und herzhafter

Lebensfreude auf die Reiseteilnehmerinnen

überspringen.

Mit-Reiseprojekt

“As Friends to Kenya“

Lebendige Kommunikation e.V. (LebKom),

Scharnhorststr. 11, 36037 Fulda,

Tel: 0661-64125, Fax: 0661-6790091

info@mit-reiseprojekt-kenia.de,

www.mit-reiseprojekt-kenia.de

Ansprechpartnerin: Ingeborg Scholz

Wie profitieren die Kenianerinnen von

diesem Projekt?

Mit den Einkünften aus dem Mit-Reiseprojekt

haben die kenianischen Frauen eine

Gesundheitsstation finanziert und mit

Unterstützung von LebKom e.V. aufgebaut.

Heute gibt die Gesundheitsstation den

Menschen der ganzen Region Hoffnung.

Aktuell wird auf gleicher Basis das Projekt

„Gesundes Wasser“ realisiert. Zukünftig

versorgen Regenwassertanks die

Gastgeberinnen und ihre Familien mit

sauberem Wasser. So trägt jede und jeder

Mit-Reisende dazu bei, die Frauen zu stärken

und die medizinische Versorgung zu

verbessern, und das nachhaltig.

15


++BUCHTIPPS ++

Ich habe es zweimal gesagt. Meinst

du, einer hätte zugehört? Und zwei

Minuten später sagt Kollege Schröder

das Gleiche, und alle sagen: Klasse,

Schröder!« – Welche Frau kennt nicht

diese oder ähnliche Situationen?

Marion ZITAT: Knaths verrät, was Sie tun

müssen, damit Ihnen künftig alle

zuhören, und sie zeigt, wie Sie als

Frau beim Spiel mit der Macht am

besten mitspielen.

ISBN-10: 3492252508

Als Taschenbuch für 8,99 Euro

Beim jetzigen Tempo kann es noch 950

Jahre dauern, bis eine berufliche

Gleichberechtigung von Männern und

Frauen erreicht ist (Berechnung der UNO).

Woran liegt das?

Erfolge in Schule, Studium und Ausbildung

gaukeln Frauen vor, ihnen stünden heute

alle ZITAT:

Türen offen. Doch noch ist das

Business männlich, und nur erfolgreiche

Frauen können das ändern. Sie müssen

lernen, dass im Job andere Spielregeln

herrschen als im Hörsaal. Einen Einblick in

genau diese Spielregeln gibt Sigrid

Meuselbach in ihrem Buch.

ISBN-10: 3424201103

Broschiert, 16,99 Euro

16


++BUCHTIPPS ++

Frauen wollen viel erreichen und arbeiten

hart dafür – dennoch fühlen sie sich

häufig frustriert und ohnmächtig.

Vielleicht, weil die üblichen weiblichen

Methoden wie Perfektionismus und

unerschütterliche Nettigkeit leicht zur

Selbstausbeutung führen. Spiegel-

Bestsellerautorin ZITAT: Rebekka Reinhard

plädiert stattdessen für den Mut zur

Macht. Wie Frauen Macht als Schlüssel

zu Freiheit und Glück nutzen können,

zeigt sie mit alltagstauglichen

philosophischen Strategien

ISBN-10: 3453280733

Geb.Ausgabe 19,99 Euro

Der Wandkalender 2018 im DIN

A3-Format mit 12 Wegbereiterinnen

der emanzipatorischen Frauenbewegung

gibt über interessante

Frauen der Geschichte Auskunft. Er

erscheint 2018 zum sechzehnten Mal.

Zwölf ZITAT: AutorInnen haben an den

internationalen Biografien gearbeitet.

Sie schrieben über Frauen, die

zwischen den Welten gewandert sind

und zeitlebens keine Ruhe geben

wollten.

ISBN-10: 3945959187

Kalender 14,50 Euro

17


TERMINKALENDER

12.-13.

OKT.

24. Anwältinnen-Konferenz

8.00-17.00 Uhr, Berlin, Charité

19.

OKT.

Diskussionsforum:

Mehr Frauen für den Bau

10.00-13.30 Uhr, Wiesbaden

(SHE works! ist hier Kooperationspartner)

19.-21.

OKT.

FrauenWirtschaftsTage

„Chancen für Frauen in der digitalen

Arbeitswelt“

Verschiedene Veranstaltungsorte in

Baden-Württemberg

27.-29.

OKT.

Auftaktveranstaltung

“Junge Landfrauen”

19.00 Uhr, Berlin, Haus der Land- und

Ernährungswirtschaft

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TERMINKALENDER

13.-14.

OKT.

Zwei Tage für

die Karriere!

Die her CAREER richtet sich an alle

Frauen, die beruflich durchstarten wollen

– egal ob angestellt oder selbstständig.

Zwei Tage volles Programm in München.

>>> Mehr Informationen

© herCAREER – Franz Pfluegl

25.

NOV.

Niedersächsischer

Unternehmerinnentag

“service plus”

Branchen wandeln sich und werden von Megatrends beeinflusst – so auch

der Dienstleistungssektor, in dem Frauen stark vertreten sind. Der

Niedersächsische Unternehmerinnentag „service plus“ gibt deshalb

Unternehmerinnen eine Bühne, um Impulse zu geben und aus ihrer Praxis

zu erzählen.

9:30 - 16.00 Uhr, Neues Rathaus Hannover

>>> Tickets jetzt sichern

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Hilfe, ich hab kein Netz!

Ärgerlich - wenn man so in einem Funkloch steht. Aber darum soll es gar nicht gehen. SHE

works! stellt in jeder Ausgabe ein Netzwerk vor, in dem Frauen sich mit Gleichgesinnten

verbinden können.

Name

Women’ Networking Lounge

Vorstandsvorsitzende Christine Wernze

Region

Für wen

Mitgliedsbeitrag

Internetauftritt

überregional

Frauen im Gesundheitswesen

nicht bekannt

www.womensnetworkinglounge.de

Was wir besonders spannend finden, ist der

Gedankenaustausch untereinander. Denn die

Begegnung von Heilberuflerinnen und Expertinnen

anderer Disziplinen schärft den Blick für den Erfolg

der eigenen Praxis. Deshalb ist das Networking –

neben unseren Fachvorträgen – die zweite starke

Säule, von der unsere Veranstaltungen getragen

werden.

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Das Letzte…

Auf dem Weg zurück?

2015. Die Bundesregierung beschließt die sogenannte Frauen-Quote per

Gesetz. Die Bestrebungen, verstärkt Frauen in Führungspositionen zu

bringen, nimmt zu.

2016: Unternehmen ab einer bestimmten Größe müssen eine bestimmte

Anzahl von Sitzen in Aufsichtsräten weiblich besetzen.

Die Gleichstellung und Gleichbehandlung von Mann und Frau sind in aller

Munde.

September 2017. Der neue Bundestag wurde gewählt. Und was ist zwei

Tage nach der Wahl zu lesen? Noch weniger Frauen werden im

Bundestag sitzen, als in der vergangenen Legislaturperiode.

Müssen wir uns jetzt von den Fortschritten der letzten Jahre

verabschieden? Neue, alte Kämpfe fechten? Mona Küppers, Vorsitzende

des Deutschen Frauenrates, sieht genau diese Gefahr, wie sie in einem

Interview mit dem Tagesspiegel angab.

Neben der geringen weiblichen Besetzung des Parlaments zieht dann

auch noch mit der AfD eine Partei in den Bundestag ein, die sich gezielt

gegen die Gleichstellung stellt. Ein kurzer Auszug aus dem

Wahlprogramm: „Außerdem sollen „naturgegebene Unterschiede

zwischen den Geschlechtern“ nicht durch die „Gender-Ideologie“

thematisiert werden. Diese Ideologie sei verfassungsfeindlich.

Und nun?

Um mit Küppers zu antworten: „Wir setzen auf eine starke

frauenpolitische Opposition außerhalb des Bundestags. Wir werden in

Zukunft noch öfter große Bündnisse schließen müssen, um mit breiter

Brust dagegen anzugehen, nein, anzukämpfen, dass erreichter Fortschritt

zurückgedreht wird.“

Mädels, Ärmel hochkrempeln, und zusammenrücken.

Jetzt erst recht!

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SHE

works!

Der Herbst bietet Früchte

in Hülle in Fülle.

Gönnen Sie sich welche

und genießen Sie!

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